Meinviertel Juli 2019

meinviertel

www.meinviertel.berlin JUNI – AUGUST 2019

STADTM

AGAZIN

4

Ausflugtipps –

nicht nur für die Ferien

• Spaß & Erlebnis

• Kultur & Lernen

• Kurzurlaub

• Freizeitparks


WARUM IN DIE FERNE SCHWEIFEN, …

MUT, GLÜCK UND AUFBEGEHREN

KULTURTIPP: CHARLOTTENBURG

DIE DUNKELSTE STUNDE

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Sommer ist da, die Straßen füllen sich mit Leben, die Wohnungen sind nicht mehr

Mittelpunkt. Man lebt draußen …

Im letzten Magazin baten wir um eure Mithilfe. Wir sind glücklich darüber, wie viele von

euch uns unterstützen, wie vielen wir wichtig sind! Wir danken euch von ganzem Herzen

für eure Unterstützung, wir freuen uns über jeden einzelnen und hoffen, es werden noch

mehr!? (Seite 56)

Was unternimmt man in den nächsten Monaten? Für alle, die noch Tipps (nicht nur aus

Berlin) brauchen, haben wir uns auf die Suche gemacht. Egal, ob Sport, Kultur oder

Wissenschaft. Es warten viele spannende Plätze auf euch, die entdeckt werden wollen.

(Seite 16)

Jeder kennt sie, die Situation, in der man nicht mehr weiter weiß. Situationen, in denen

man die Sonne nicht mehr sehen kann und fast verschluckt wird von der Dunkelheit.

Ab Seite 32 haben uns 4 Leser/innen ihre Situationen geschildert und zeigen

Lösungswege auf, um damit zu leben.

Mit den Kulturfritzen waren wir für diese Ausgabe rund um das Schloss Charlottenburg

auf Entdeckungsreise; eine Reise die sich wirklich gelohnt hat! (Seite 4)

Mut, Glück und Aufbegehren. Wilfried Bergholz wohnt seit 40 Jahren in Prenzlauer Berg.

Er nimmt uns mit: 30 Jahre zurück in die Zeit des Umbruchs – und lässt euch teilhaben

an diesem Stück deutscher Geschichte. (Seite 40)

Das alles und noch viel mehr in dieser Ausgabe. Wir wünschen euch einen traumhaften

Sommer und hoffentlich bis zum nächsten Mal!

Euer

Markus Beeth

1


Ausflugtips – nicht nur für die Ferien Seite 16

Aufräumen Seite 11 Über Mut, Glück und Aufbegehren

Die dunkelste Stunde Seite 35


Inhalt

Kultur im Kiez entdecken 4

Kulturtipps vom Kulturfritzen 8

Kulturtipps Seite 4

Franziska Hauser

Aufräumen 11

Ausflugtips

nicht nur für die Ferien 16

Dunkle Stunden, helle Stunden 32

Kommentar von Babet Mader

Wo wohnen? 38

Wilfried Bergholz

Über Mut, Glück und Aufbegehren 40

Seite 40

SYMPATHEIA

Probieren ist großartig! 46

Dies & Das 50

Küchenanekdoten

Thank you for traveling 58

Kinderseiten 59

Buchvorstellung 62

Leserbriefe 63

Wo wohnen? Seite 38

Vorschau 64


Mit den Kulturfritzen

Kultur im Kiez entdecken

Folge 3: Rund ums Schloss Charlottenburg

Das Schloss Charlottenburg ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins und zugleich das

Wahrzeichen und historische Aushängeschild des Großbezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Doch

damit nicht genug: Im Umkreis von weniger als einem Kilometer rund um das Schloss finden sich

ein Dutzend weitere interessante Orte, die kulturelle Zeitreisen von der Antike bis in die jüngere

Vergangenheit möglich machen.

Text & Fotos: Marc Lippuner

Vor 320 Jahren ließ die brandenburg-preußische Kurfürstin

Sophie Charlotte in dem acht Kilometer vom

Stadtschloss entfernten Dorf Lietze eine kleine Sommerresidenz

errichten, die als Schloss Lietzenburg

eingeweiht „Charlottes Musenhof“ wurde, der ab 1701,

nach der Krönung ihres Gemahls zum ersten König in

Preußen, eine unwesentliche Erweiterung erfuhr. Seine

heutige Gestalt mit der markanten Kuppel und den langgestreckten

Flügeln erhielt das Schloss erst nach dem

frühen Tod der kunstsinnigen Königin, die 1705 im Alter

von nur 36 Jahren starb. Ihr zu Ehren erhielten das

Schloss und die Ortschaft den Namen Charlottenburg.

Bis zum Dreikaiserjahr 1888 diente das Rokokoschloss

als royale Residenz, von da an war die Anlage öffentlich

zugänglich. 1943 wurde das Gebäude durch einen

alliierten Luftangriff schwer beschädigt. Nicht zuletzt

angesichts der geplanten und schlussendlich vollzogenen

Sprengung des Stadtschlosses im Ostteil der Stadt

entschied man sich Ende der 1940er-Jahre für eine Rekonstruktion

nach historischem Vorbild. Heute bietet

das Schloss Charlottenburg in einer Dauerausstellung

und in originalgetreu ausgestatteten Paradeappartements

facettenreiche Einblicke in die jahrhundertelange

Herrschaft der Hohenzollerndynastie. Der westliche Flügel,

die Große Orangerie, wird als Eventlocation für

private und öffentliche Anlässe vermietet; regelmäßig

finden hier auch Konzerte statt, die Meisterwerke des

Barocks und der Klassik zu Gehör bringen.

Das Gebäudeensemble umgibt ein 55 Hektar großer

Schlossgarten. Der Park kombiniert die strenge Geometrie

barocker Gartenanlagen und die lockeren Arrangements

englischer Landschaftsgärten. Das Parterre

hinter dem Kerngebäude des Schlosses wurde in den

1950er-Jahren allerdings unhistorisch nach barocken

Musterbüchern gestaltet, weil die Wiederherstellung

des Originalzustandes zu pflegeaufwendig erschien.

Die umliegenden Wiesen- und Waldflächen laden zum

Lustwandeln ein und sind seit langer Zeit schon ein beliebtes

Naherholungsgebiet, das für neugierige Flaneure

einige Überraschungen bereithält. So findet man am

Ende einer dunklen, von Tannen besäumten Allee das

Mausoleum, das König Friedrich Wilhelm III. 1810 für

seine jungverstorbene Gemahlin Luise errichten ließ.

Das marmorne Grabmal mit der schlafenden Luise gilt

als künstlerisch bedeutsamstes Objekt des Mausoleums

und zählt zu den zentralen Werken Christian Daniel

4 mein/4


Kultur im Kiez

Rauchs. Der ebenfalls von Rauch geschaffene Sarkophag

für Friedrich Wilhelm III. löst mit dem Faltenwurf des

Lakens, dem gewellten Haar, den biedermeierlichen

sind sogenannte Kenotaphe, also Scheingräber, die keine

sterblichen Überreste enthalten. Die Leichname liegen

in Metallsärgen in der öffentlich nicht zugänglichen

Schloss Charlottenburg

Mausoleum im Schlosspark Charlottenburg

Herrenschuhen und der Detailverliebtheit beim Gestalten

der Uniform eine ähnlich große Faszination

aus. Zudem portraitiert Rauch hier nicht den 1840 im

Alter von 69 Jahren verstorbenen Toten, sondern den

jungen, schneidigen Regenten, der er war, bevor seine

Frau starb. Um so skurriler nimmt sich daneben das

erste deutsche Kaiserpaar aus, für das 1894 zwei von

Erdmann Encke geschaffene Marmorsarkophage aufgestellt

wurden. Schwer vorstellbar ist, dass es sich bei

dem 90-jährigen Wilhelm I. († 1888) und seiner mit

fast 80 Jahren verstorbenen Frau Augusta († 1890) um

den zweiten Sohn und die Schwiegertochter des jungen

Königspaares handelt. Die vier aufgestellten Sarkophage

Gruft des Mausoleums, das – wie auch das Schloss –

in der Hand der Stiftung Preußischer Schlösser und

Gärten liegt.

Dem Schloss gegenüber stehen zwei von Friedrich August

Stüler entworfene, mit ihren Kuppeln architektonisch

Bezug auf das Schloss nehmende Kasernenbauten,

die nahezu 100 Jahre von Militär und Polizei genutzt

wurden und nun schon sechs Jahrzehnte Standorte der

Stiftung Preußischer Kulturbesitz sind. Im geteilten

Berlin waren hier das Ägyptische Museum und die Antikensammlung

zu Hause, die nach der Wiedervereinigung

mit ihren Beständen auf die Museumsinsel zogen.

Im östliche Stülerbau und dem angrenzenden

Stülerbau-Ost

Sammlung Scharf-Gerstenberg

mein/4

5


Kultur im Kiez

Marstall-Gebäude hat seit 2008 die Sammlung Scharf-

Gerstenberg ein Zuhause gefunden. Gezeigt werden

unter dem Titel „Surreale Welten“ die Entwicklungslinien

fantastischer Kunst, die mit Werken von Piranesi und de

Goya beginnen und im Surrealismus von Max Ernst, René

Magritte und Salvador Dalí und mehr noch in der Art

brut von Jean Dubuffet gipfeln. Bereits seit 1996 beherbergt

der westliche Stülerbau das Museum Berggruen,

das mit Wechselausstellungen Werke der klassischen

Bröhan-Museum Abguss-Sammlung Antiker Plastik Keramik-Museum

Moderne aus der Sammlung des Kunsthändlers, Galeristen

und Mäzens Heinz Berggruen zeigt. Zu entdecken

gibt es bekannte und weniger bekannte Werke

von Pablo Picasso, Paul Klee, Henri Matisse, Alberto

Giacometti oder George Braque. Nebenan, im einstigen

Mannschaftsgebäude der Kasernen, findet man seit

35 Jahren das Bröhan-Museum, dessen Existenz ebenfalls

einer privaten Sammelleidenschaft zu verdanken ist.

An seinem 60. Geburtstag übereignete der Unternehmer

Karl H. Bröhan dem Land Berlin seine einzigartige

Sammlung von Jugendstil-Exponaten, Art-Déco-

Objekten und Kunstwerken der Berliner Secessionisten,

die in einer Dauerausstellung präsentiert und durch

thematische Wechselausstellungen mit bildender und angewandter

Kunst sowie mit Design von 1950 bis heute

kontextualisiert und ergänzt werden.

Dem Bröhan-Museum gegenüber, hinter dem östlichen

Stülerbau, befindet sich seit dreißig Jahren die

Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität

Berlin. Lose sortiert stehen hier in einer großen

Halle – eher platzsparend hineingeschoben als museal

präsentiert – mehr als 2.000 Abgüsse griechischer und

römischer Skulpturen, die einen geballten Überblick über

die Geschichte der antiken Plastik geben. Regelmäßig

inszenieren zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler

ihre Arbeiten in dem Sammelsurium aus gegossenen

Gipskörpern, darüber hinaus ergänzen Vorträge und

Performances das Programm.

Wer sich seine Wohnung mit einem Gipsabguss verschönern

möchte und das nötige Kleingeld hat, sollte

in der nur 800 Meter entfernten Gipsformerei in der

Sophie-Charlotte-Straße 17/18 vorbeischauen. Vor 200

Jahren durch König Friedrich III. als Königlich Preußische

Gipsgussanstalt gegründet, ist sie die älteste Institution

der Staatlichen Museen zu Berlin. 1891 bezog

sie ihre heutigen Räumlichkeiten, in denen man sich

hochwertige Repliken von Skulpturen und Reliefs aus

aller Welt und allen Epochen in Originalgröße oder als

Miniatur anfertigen lassen kann. Der Verkaufsraum ist

werktags geöffnet, in regelmäßigen Abständen finden

Führungen durch die Werkstätten statt.

Wer lieber geformtes Kunsthandwerk statt gegossener

Kunstwerke sehen möchte, dem sei ein Besuch im

Keramik-Museum in der Schustehrusstraße 13 ans

Herz gelegt. Untergebracht im ältesten noch erhaltenen

Haus Charlottenburgs feiert das Museum gerade

die 100. Ausstellung in seiner knapp dreißigjährigen

Geschichte. Zu sehen gibt es vor allem Keramik des

19. und 20. Jahrhunderts, vorrangig werden bekannte

Keramikerinnen und Keramiker in Einzelausstellungen

gewürdigt, darüber hinaus zeigen die Sonderschauen,

dass die künstlerische und kunsthandwerkliche Gestaltung

mit Ton unglaublich vielfältig ist.

Zur Vielfalt der Museen, die sich in unmittelbarer Nähe

des Charlottenburger Schlosses versammelt haben, gehört

seit 2012 auch das Bezirksmuseum, dass in die

versteckt am Schustehruspark liegende Gründerzeitvilla

6 mein/4


Kultur im Kiez

der Bankiersfamilie Oppenheim gezogen ist. Eine Ausstellung

im Foyer dokumentiert die Geschichte der einstigen

„Villa Sorgenfrei“ ebenso wie die ihrer Bewohnerinnen

und Bewohner. Die Dauerausstellung „Westen!“

beleuchtet die Rolle Charlottenburgs und Wilmersdorfs

als zweites Stadtzentrum neben der historischen Mitte

Berlin. Im ersten Stock des Museums hat die historische

Kunstsammlung der bis 1920 selbstständigen Großstadt

Charlottenburg ihren Platz: Hier findet man Werke

mit Charlottenburg in Verbindung bringen, sondern

eher mit den proletarischen Arbeitervierteln Alt-Berlins.

Dabei schossen im Zuge der Industrialisierung auch

in Charlottenburg die Mietskasernen reihenweise aus

dem beackerten Sandboden, sodass der Grafiker, Maler

und Fotograf Heinrich Zille das, was er sein „Milljöh“

nannte, direkt vor der Haustür fand. Seit 1892 lebte

Zille in der Sophie-Charlotte-Straße 88 in einer großzügigen

Altbauwohnung, in der er 37 Jahre später starb.

Cafégarten Villa Oppenheim Susi, die Enkelin von Haus Nummer 4 Café Theater Schalotte

berühmter Künstler wie Max Liebermann, Hans Baluschek

oder Walter Leistikow. Darüber hinaus widmen

sich Sonderausstellungen regionalen Themen: Noch bis

16. Juni ist die liebevoll gestaltete, für Kinder und Jugendliche

konzipierte Ausstellung „Susi, die Enkelin von

Haus Nummer 4“ zu sehen, die vom Überleben einer im

Nationalsozialismus als Juden verfolgten Familie erzählt.

Sie beruht auf der gleichnamigen, 2016 erschienenen

Graphic Novel von Brigitta Behr (ars edition, 15,00€)

und bietet einen kindgerechten Zugang zum Thema des

Holocaust.

Kindgerecht ist auch das Programm am Puppentheater

Berlin, das sich vorrangig an Kitagruppen und Grundschulklassen

richtet. Zwanzig Stücke sind im Repertoire

des bis zu 70 Zuschauerinnen und Zuschauer fassenden

Theaters, fast alle werden mit Livemusik begleitet. Live-

Musik und Theater gibt es nur wenige Meter weiter auch

abends zu erleben. Das ehrenamtlich geführte Café

Theater Schalotte bietet seit 1980 ein abwechslungsreiches

Bühnenprogramm mit Chorkonzerten, Tanzaufführungen,

Comedy-Shows oder Nachwuchsunterhaltung.

Rund um das Schloss Charlottenburg gibt es kulturell

also einiges zu entdecken. Da sollte zum Abschluss ein

Mann nicht unerwähnt bleiben, den nur die wenigsten

An der Fassade seines Wohnhauses erinnert nicht nur

eine Bronzetafel an den „Pinselheinrich“, sondern auch

die verwitterte Markise eines seit Jahren leerstehenden

Restaurants.


Marc Lippuner

hat Germanistik, Geschichte

sowie Kultur- und Medienmanagement

studiert.

Nach Jahren als Theatermacher

leitet er seit 2017

die WABE im Herzen von

Prenzlauer Berg.

Nebenbei frönt er mit den

von ihm gegründeten Kulturfritzen, einem kleinen

Projektbüro für kulturelle Angelegenheiten, seiner

Berlin-Liebe. Auf Twitter postet er nahezu jeden

Tag einen #Berlinfakt, kürzlich erschien sein Spaziergangsführer

für den Großbezirk Pankow im Elsengold-Verlag.

Für unser Magazin begibt er sich auf kulturelle Entdeckungsreisen

durch die Berliner Kieze, darüberhinaus

gibt es immer eine Handvoll Empfehlungen

für Kultur-Events, die man im kommenden Quartal

seiner Meinung nach nicht verpassen sollte.

mein/4

7


Kulturtipps vom Kulturfritzen

Sensible Portraits der frühen Moderne

Zahlreiche Highlight-Ausstellungen bietet der Berliner

Museumssommer in diesem Jahr. Eine davon ist noch

bis 12. August in der Berlinischen Galerie zu sehen.

"Lotte Laserstein - Von Angesicht zu Angesicht“ präsentiert

58 Werke der von den Nazis verfemten Künstlerin,

allen voran ihre eindrucksvollen Bildnisse „neuer

Frauen“, die im Berlin der 1920er-Jahre entstanden. Darüber

hinaus werden Lasersteins Werke mit Portraits

anderer Künstlerinnen und Künstler, die zur selben Zeit

in Berlin arbeiteten, kontextualisiert – eine wunderbar

aufschlussreiche Ergänzung.

www.berlinischegalerie.de

Lotte Laserstein: Russisches Mädchen mit Puderdose, 1928,

© Städel Museum, VG Bild-Kunst

Zwei Berliner Impressionisten zum Frühstück

Bis 26. August werden in der Villa Liebermann am

Wannsee Berlin-Bilder des Impressionisten Max

Liebermann und seines 14 Jahre jüngeren Kollegen

Lesser Ury gegenübergestellt. Beide Maler waren im

späten Kaiserreich Protagonisten der Berliner Kunstszene,

die die Weltstadt ganz unterschiedlich auf

Leinwand festhielten: Während Liebermann vielfach

das Grüne der Stadt mit ihren Parks und Alleen malte,

setzte Ury die moderne, nächtliche Großstadt mit

ihren technischen Errungenschaften und prägnanten

Bauwerken ins Bild.

Eine Empfehlung ist der Ausstellungsbesuch im Rahmen

des Kulturfrühstücks, das an einigen Sonntagvormittagen

angeboten wird: Hier erwartet die Gäste nach

einem kleinen, französischen Frühstück eine fachkundige

Führung durch die Villa und den Garten. Aber auch

ohne Croissant und Café au lait lohnt ein Besuch des

Hauses, das Liebermann 1909 erwarb und bis zu seinem

Tod 1935 als Sommerresidenz nutzte. Ein Highlight

ist, vor allem in den warmen Monaten, der aufwendig

Lesser Ury, Siegesallee mit Siegessäule im Sommer, ca. 1925 © Galerie

Ludorff, Foto: Achim Kukulies

angelegte und nach historischem Vorbild instand gesetzte

Garten, den man auf zahlreichen Gemälden Liebermanns

wiederfindet.

www.liebermann-villa.de

Vom Leben in der Hauptstadt der DDR

Bis zum dreißigsten Jahrestag des Mauerfalls am

9. November präsentiert die Stiftung Stadtmuseum

im Ephraim-Palais die Ausstellung „Ost-Berlin“, die

sich auf drei Etagen den sozialen und kulturellen

Lebenswelten in der einstigen Hauptstadt der DDR

annähert. Die Sonderschau zeigt anhand von zahlreichen

Fotografien, Videos und Exponaten, dass

der Ostteil der geteilten Stadt auf der einen Seite

8

mein/4


Kulturtipps

das Machtzentrum der DDR und das Schaufenster

des Sozialismus war, auf der anderen Seite aber auch

Freiräume und Nischen jenseits der vorgegebenen politischen

Norm bot. Begleitet wird die Ausstellung

von einem umfangreichen Rahmenprogramm, das in

die Bezirke getragen wird und im Digitalen sogar

zum Mitmachen einlädt.

www.stadtmuseum.de

Bauarbeiter bei Montagearbeiten an der Leuchtschrift auf dem „Haus

der Statistik“, 1969 © Bundesarchiv, Foto: Eva Brüggmann

Kleine Verlage am Großen Wannsee

Zum fünfzehnten Mal sind kleine Verlage aus dem

deutschsprachigen Raum zu Gast im Literarischen

Colloquium am Wannsee. Knapp fünfzig unabhängige

Unternehmen stellen am 22. Juni ab 14 Uhr ihre Bücher

sowie ihre Autorinnen und Autoren in entspannter Atmosphäre

vor und laden zum Stöbern in ihrem aktuellen

Verlagsprogramm ein. Für kulinarische Genüsse ist auch

gesorgt. Und zum krönenden Abschluss der kleinen Büchermesse

dirigiert Malte Schiller die Clarinets of Glory

in den Sonnenuntergang.

www.lcb.de

Sonnenuntergang am Wannsee vom Literarischen Colloquium aus

gesehen © LCB

Berlinbuch-Tipp: Hinter der Plattenbaufassade

In der letzten Dekade vor dem Mauerfall entstand in

Marzahn die größte, von elfgeschossigen Plattenbauten

dominierte Großbausiedlung der DDR. Nach der Wende

verlor das hoffnungsvolle Wohnbauprojekt schnell

an Attraktivität, heute wohnen hier – so das landläufige

Vorurteil – die Langzeitarbeitslosen, die sozial Verwahrlosten,

die Armen. Und viele Nazis. Die Verhaltensforscherin

Christiane Tramitz legt mit „Die Schwestern

von Marzahn“ den Finger in diese offene Wunde, erzählt

vom Leben ganz unten, indem sie hinter die Plattenbaufassaden

blickt, um anhand von Einzelschicksalen

Empathie zu wecken, mit dem hehren Ziel, die Mittelschicht

wachzurütteln und gesellschaftliche Gräben zu

schließen. In zwei exemplarischen Handlungssträngen

entwirft sie die Geschichte des Wendeverlierers Fabian,

dessen Ehe mit Marie nach dem Tod des gemeinsamen

Sohnes zerbricht. Während Marie Trost und Hoffnung

bei zwei katholischen Schwestern findet, die Anfang

der 90er-Jahre aus dem Westen kommend in Marzahn

eine Anlaufstelle für Haltlose und Zweifelnde eröffnet

haben, schöpft Fabian wieder Hoffnung durch die

ungewöhnliche Freundschaft zu einem vernachlässigten

Schwesternpaar, das schon monatelang ohne elterliche

Betreuung im selben Haus einige Stockwerke unter ihm

wohnt. Für ihre Recherchen zu diesem Buch hat sich

die Autorin für einige Monate in einem der zahlreichen

Hochhäuser eingemietet, Einsamkeit und Anonymität

auf sich wirken lassen,

Gespräche mit ihren

Nachbarn geführt und

aus all den Eindrücken

und Schicksalen

ihre berührend-bedrückende,

aber nicht

ganz zuversichtslose

Reportage destilliert,

die eher Roman als

Dokumentation ist.

„Die Schwestern von Marzahn“

erschien im Frühjahr 2019

im Ludwig Verlag © Marc

Lippuner

mein/4

9


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10 mein/4


Rubrik

Aufräumen

Das geht nicht mit uns!, dachte ich, als ich Koljas Wohnung zum ersten Mal sah. Ich zog im Flur

die Schuhe aus, bevor ich das Wohnzimmer mit der sauberen Auslegwahre betrat. Es stand darin

eine Anrichte mit geschliffenen Glaskelchen hinter einer Glasschiebetür. Obendrauf Souvenirs,

Minigeschirr mit Prince William und Katie Aufdruck. Die ganze Wohnung machte einen so anständigen

Eindruck. Alles war sauber, geordnet und alle Möbel waren hochgradig praktisch.

Das geht absolut nicht, dachte ich.

Franziska Hauser

Es sah so aus wie es bei niemandem aussah, den ich

kannte bisher. Solche spießigen Wohnungen gehörten

immer nur fremden Menschen. Aber nie Freunden

und nicht mal Verwandten. Wir saßen auf seiner

Couch, vor seinem Couchtisch. „Hast du vielleicht

Schokolade?“, fragte ich und zog die Füße auf das

Polster. Ich bekam einen frischen Tee und einen alten

Weihnachtsmann. Ich verstand mich selbst nicht.

Wieso fühlte ich mich in dieser vollkommen fremden

Welt so seltsam wohl? Dann passierte es, dass er

meine Wohnung betrat. Das geht nicht!, dachte er.

Es war keine Wohnung, die zum Schuhe ausziehen

einlud. Ich nenne es romantisch verrumpelt, aber für

ihn war es das blanke Chaos. Auf Schränken und

Regalen, die vor allem alt und schön, aber gar nicht

praktisch waren und sogar ein bisschen kaputt, türmten

sich unbrauchbare Dinge. An den Wänden hingen

wertvolle Bilder in alten Rahmen neben Plakaten und

Landkarten mit Rissen. Ein Streifen Blumentapete,

eine bemalte Wand, ein alter Teppich, Pfauenfedern

und vertrocknete Blumen überall.

Auch mit zusammen gekniffenen Augen konnte man

sich nicht vorstellen, dass die Wohnung sauber wäre.

Kolja kannte niemanden, der so lebte. Er saß auf dem

Küchenstuhl und machte ein unglückliches Gesicht.

Er hätte darüber hinweg sehen können und es vielleicht

sogar ganz lustig finden, aber es hätte nicht

ausgerechnet meine Wohnung sein dürfen! Keine

Partnervermittlung der Welt hätte einen Pfarrersohn

aus einem spießigen Vorort mit Haus und Vorgarten

und technischem Beruf verkuppelt mit einer Großstadtkünstlerin

aus sittenwidriger Theaterfamilie. Es

mein/4

11


Rubrik

war ja nicht so, dass er mit der Kunst nichts anfangen

konnte. Im Pfarrhaus hatte es Bücher gegeben ohne

Ende. Es war nur äußerst selten, dass die Kunst ihm

gefiel. Er hatte strenge Ansprüche an die Nützlichkeiten

der Dinge, die ihn umgaben.

Wir hatten uns kennengelernt durch die Frau seines

besten Freundes. Sie war Künstlerin und ihr Freund

nicht. Deshalb hatten die ihre Probleme miteinander.

Kolja hatte mit der Frau im Café gesessen und

dann brummte ihr Handy. Meine Ausstellungeröffnung

war genau auf der anderen Straßenseite. Sie sah

aus dem Fenster und sagte, dass sie aber mit ihm da

nicht rüber gehen könne, weil es verhängnisvoll wäre,

ihn mit mir bekannt zu machen. An diesem Verhängnis

wollte sie lieber nicht Schuld sein. Sie meinte das

wirklich ernst, aber Kolja fand das albern und sagte,

dass er erwachsen sei und schließlich selbst entscheiden

könne wen er kennenlernen wolle. Ich wusste von

der Vorahnung nichts und erfuhr davon erst als es

schon zu spät war. Wir waren aufeinander getroffen

aus verschiedenen Welten, wunderten uns, dass wir

trotzdem zusammen zu gehören schienen und dass

wir uns so unendlich viel zu erzählen hatten.

Jetzt kannten wir unsere Wohnungen, die gegensätzlicher

nicht hätten sein können und es überkam

uns eine mittelschwere Verzweiflung bei der

Vorstellung, wie viel Arbeit uns bevorstand, diese

Gegensätze einander anzunähern. Die Frau seines

Freundes befand die Lage für aussichtslos und ich

verdächtigte alle meine vertrauten Freundinnen der

Verständnislosigkeit. „Na, mal sehen was das werden

soll“, war die Haltung, die ich zu spüren glaubte

um mich herum. In Koljas ordentlicher Wohnung

erfüllte mich immer wieder eine so unerklärliche

Zufriedenheit, obwohl es nichts darin gab, das ich

als schön empfunden hätte oder gerne in meiner

eigenen Wohnung hätte haben wollen. Bis auf das

Klavier und den schönen alten Klavierhocker. Er

fühlte sich auch bei mir nicht so ganz unwohl, solange

er nur zu Besuch war in dem Chaos. Die Liebe

schien nicht einzusehen, dass wir nicht zusammen

passten, und wurde immer größer.

Er nahm mich mit ins Kaufhaus und sagte, ich

bräuchte einen neuen Herd. Da hatte er zwar Recht,

aber ich hätte erst angefangen ernsthaft über den

kaputten Herd nachzudenken, wenn die letzte funktionierende

Kochplatte auch kaputt gewesen wäre.

Als er den neuen Herd in meiner Küche angeschlossen

hatte, musste ich lachen. Ich sah plötzlich dieses

Bild vom Urmenschen, der eine neue Höhle bezieht

und als erstes die Feuerstelle in Ordnung bringt. Aus

meinem Lachen wurde Weinen, obwohl ich es bescheuert

fand, darüber zu heulen, dass mir jemand

einen Herd gekauft hat. Ich gehöre zu der dritten

Generation emanzipierter Frauen in meiner Familie

und dass ich so gerne koche, kam mir manchmal vor

12 mein/4


Franziska Hauser: Aufräumen

wie Verrat an der Gleichberechtigung. Der Herd war

also der Anfang. Nachdem er seine Wohnung gekündigt

hatte und bei mir eingezogen war, mussten wir

einsehen, dass wir mit unwesentlichen Widritkeiten

klarzukommen hatten.

Sein Zimmer passte gar nicht zum Rest der Wohnung.

Falls ich mal wieder irgendwann Harz vier brauchen

würde, dachte ich, wäre es kein Problem bei der Prüfbesichtigung

zu behaupten, er sei mein Mitbewohner

und nicht mein Lebensgefährte. Niemand würde auf

die Idee kommen das zu bezweifeln. Niemand würde

aus uns eine Bedarfsgemeinschaft machen wollen.

Unsere verschiedenen Vorstellungen vom Wohnen waren

allerdings sehr wohl eine sichtbare Darstellung

grundverschiedener Wesenszüge.

Dass ich zum Beispiel gerne schwarz fahre, mich

ungerne im Auto anschnalle, manchmal über Zäune

klettere oder im Sommer an nicht ausgewiesenen Badestellen

vor angezogenen Leuten nackt ins Wasser

springe, ist für ihn schwer auszuhalten. Mir dagegen

fällt es schwer, ihm zuliebe Regeln zu befolgen die

ich nicht einsehe. Wenn eine Diskussion über meinen

eigensinnigen Widerstand und sein stures Grundbedürfnis

nach Normalität erstmal ausgebrochen ist,

lässt sie sich nur schwer wieder beenden. Die Diskussionen

nahmen Überhand und waren vom Streiten

nicht mehr zu unterscheiden.

Schließlich landeten wir nach zwei Beziehungsjahren

bei der Paarberatung. Wir fanden, dass unser Problem

fast auf unseren Stirnen geschrieben stand, aber die

Therapeutin wollte trotzdem alles erklärt haben. Er

beschwerte sich, dass meine Aufräumanfälle ihm zu

eruptiv seien und vor allem zu oberflächlich. Ich würde

ständig alles liegen lassen und er fände überhaupt

mein ganzes Aufräumverhalten vollkommen unberechenbar.

Ich beschwerte mich, dass er immer unzufrieden

war über den Zustand der Wohnung, mit dem

ich mich überfordert fühlte. Es war dieser halbaufgeräumte

Zustand, der uns beide wahnsinnig machte.

Es gab einen Endpunkt, der mich in eine resignierte

Ruhe versetzte. Nämlich: wenn es so unordentlich

war, dass es unmöglich noch unordentlicher werden

konnte. Und es gab einen Endpunkt, der für ihn Entspannung

bedeutete: der Moment nach dem Aufräumen,

bevor die Dinge wieder anfingen durcheinander

zu geraten oder zu verstauben. Aber die vielen Zwischenzustände,

die unser Zusammenleben ausmachten,

boten den Stoff für endlose Differenzen.

mein/4

13


Rubrik

Die Therapeutin fing an, Fragen zu stellen, über die

ich noch nie nachgedacht hatte. Ob ich nicht vorher

Bescheid sagen könne, wenn zum Beispiel das Bad

gewischt werden müsste. Dann könnte man die Arbeit

aufteilen oder abgeben. Ich versuchte, mir das

ernsthaft vorzustellen mit dem Bescheid sagen. Ich

hätte wirklich gerne sagen wollen: „ja, ich versuchs“,

aber es ging einfach nicht. Ich fing an zu heulen und

sagte: „Nein! Genau das kann ich eben nicht!“ Die

Therapeutin sah zu ihm. „Aber Sie könnten das doch,

oder?“ Ja, klar konnte er das. Und plötzlich lag das

Missverständnis dick und schwer mitten auf dem

runden Tisch. Es passte alles zusammen und war so

einfach. Ich konnte nicht fassen, dass wir es nicht

selbst herausgefunden hatten.

Er hatte es noch nicht erkannt und redete gerade

davon, dass ich mein Chaos bräuchte und er mich

darin nicht einschränken wolle. „Wie sehen sie denn

das?“, fragte die Therapeutin. Ich sah ihn an: „Weißt

du eigentlich, dass ich beim Mohrrüben schneiden

nicht aufhören kann die Scheibchen zu zählen und

dass ich beim Autofahren immer die Strommasten

zählen muss?“ Er schüttelte verständnislos den Kopf.

Ich erklärte: „Na, ich bauche Ordnung und Struktur.

Das hilft mir. Da fühle ich mich sicher. Es gibt

keine Ordnung in mir drin. Deshalb fühle ich mich

so verdammt wohl bei dir. Weil du soviel Ordnung

in dir hast.“ Er sagte „Hmm“ und dann erklärte

es sich fast von selbst, dass andersherum auch ein

Schuh draus wurde. Er hatte in mir etwas gefunden,

das seinem Pragmatismus entgegenwirkte. Er wollte

freier werden in seiner Seele, die kreativer war als er

es ihr erlaubt hatte bisher.

Es wurde uns klar, warum wir uns gefunden hatten.

Ich brauchte etwas von seiner Struktur und er von

meiner Leichtlebigkeit. „Seit wir zusammen sind,

kann ich Musik machen ohne ein schlechtes Gewissen

zu haben, dass ich damit kein Geld verdiene“,

sagte er. Und ich sagte, dass ich viel besser arbeiten

kann, seit es ordentlicher ist um mich herum. Am

Abend saßen wir zuhause in der Küche. Wir hatten

alles Brauchbare aus dem Kühlschrank geholt und

auf dem Tisch ausgebreitet. Als ich anfing den Kühlschrank

wieder einzuräumen sagte er: „Hör mal auf,

Ordnung zu machen. Ich bin noch nicht fertig damit,

Unordnung zu machen!“


14 mein/4


Rubrik

DER SOMMER NAHT –

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Ausflugtips …

nicht nur für die Ferien

Was unternimmt man in den nächsten Monaten? Wir waren

in den letzten Wochen für euch unterwegs in Berlin und

Brandenburg. Egal, ob Sport, Kultur oder Wissenschaft.

Es warten viele spannende Plätze, um von euch entdeckt zu

werden – als Tagestour, Ausflug oder auch als Kurzurlaub.

Museumspark Rüdersdorf

Wir bieten an …

eine Parklandschaft mit einzigartigen

Industriedenkmälern und eine atemberaubende

Sicht in den aktiven Kalksteinabbau;

Erkundung des Parks anhand einer

historischen Führung, Teilnahme an einer

Fossiliensuche oder einer Landrover-Tour

direkt durch den Tagebau.

Adresse

Heinitzstraße 9, 15562 Rüdersdorf bei Berlin

Telefon 033638 799797

Öffnungszeiten:

April – Okt.: Mo – So 10.00 – 18.00 Uhr

Nov. – März: Di – So 10.30 – 16.00 Uhr

www.museumspark.de

Am Kanal

Unser Haus befindet sich im Erholungsort

Müllrose in direkter Lage zum Oder-Spree-

Kanal mit kostenlosen Parkmöglichkeiten.

Zum Verweilen und Genießen laden unser

Biergarten und Gastraum ein.

Ob zu Fuß oder per Rad, für Erholung

Suchende und Naturliebhaber bieten die

Wälder und Seen im Schlaubetal vielseitige

Möglichkeiten zum Entspannen.

Adresse

Frankfurter Straße 70, 15299 Müllrose

Öffnungszeiten:

Mo. – So. von 11 – 22 Uhr

www.amkanal.de

16 mein/4


Wohlfühloase am See

Es zählt zu Recht zu den schönsten in Brandenburg.

Das 4* Hotel Döllnsee-Schorfheide punktet

in jeder Kategorie und liegt nur eine Stunde

von Berlin entfernt, idyllisch eingebettet im Biosphärenreservat

Schorfheide.

Hier erwacht der Gast mit Vogelgezwitscher aus

den angrenzenden Wäldern und wird vom Rauschen

der Baumwipfel sanft in den Schlaf getragen.

In diesem Kleinod fällt jeglicher Großstadtstress

ab, was die Gäste sehr zu schätzen wissen.

Das Haus legt nicht nur großen Wert auf Spitzenleistungen

und Regionalität, sondern auch auf

Nachhaltigkeit. Eine energetische Sanierung ermöglicht

es, eigenen Strom und warmes Wasser

zu erzeugen, um z. B. ein schönes Bad in den

geschmackvoll ausgestatteten Suiten und

Comfort-Zimmern zu nehmen.

Für den perfekten Tagesausklang sorgen dann

noch zusätzlich ein Glas Rotwein in der Hotelbar,

ein Sprung in den Swimmingpool oder eine Verwöhnmassage

für Körper, Geist und Seele.

Hotel Döllnsee GmbH & Co KG

Döllnkrug 2, 17268 Templin, OT Groß Dölln

Telefon 039882/63-0, Fax: 039882/63-402

E-Mail info@doellnsee.de

www.doellnsee.de

Meteorologischer

Großdrachen um 1906

Quelle: Archiv Richard-

Aßmann-Observatorium

Wettermuseum e. V.

100 Jahre Weltrekord

Auf 9750 m, fast so hoch wie Flugzeuge heute

fliegen, stieg im Jahr 1919 ein meteorologischer

Drachen, gestartet in Lindenberg bei Beeskow.

Das damalige Aeronautische Observatorium

existiert heute als Forschungseinrichtung des DWD

weiter. Seit dem Jahr 2006 können Besucher, ob

als Gruppe mit Führung oder allein, die Geschichte

des Standortes und der Meteorologie insgesamt

im Wettermuseum erkunden. Nur Zeit sollte man

mitbringen, denn Wetterforschung ist vielfältig.

Am 3. August wird der Weltrekord in Lindenberg

gefeiert, Gäste sind herzlich willkommen.

Die Dauerausstellung »Vom Wetter zum Klima«

zeigt auf ca. 160 m 2 wesentliche Entwicklungen und

Ereignisse aus rund 100 Jahren – und spannende

Messverfahren, die Sie noch nicht kennen.

mein/4

Adresse

Herzberger Straße 21 | 15848 Tauche, OT Lindenberg

Telefon 033677 62521

Mail: verein@wettermuseum.de

Öffnungszeiten:

April – Okt.: So – Do 10 – 16 Uhr

Nov. – März: Mo – Do 10 – 16 Uhr

Wir haben an allen Feiertagen geschlossen.

Führungen:

mit Voranmeldung (auch außerhalb der

Öffnungszeiten auf Anfrage möglich).

ohne Anmeldung jeden Mittwoch 14 Uhr

Klimaführung: Themenführung und Präsentation

rund ums Klima (während der Ferien unregelmäßig,

keine Veranstaltung am 07.08.2019).

www.wettermuseum.de

www.facebook.com/wettermuseum

17


© Thomas Jahnke Photography

© rachwal/shotshop.com

Ein Ausflug ins Grüne

Ab auf´s Rad und raus aus der Stadt – mit der

S5 nach Strausberg.

Vom Bahnhof radeln wir durch schattige Wälder

zum Straussee, der uns mit zahlreichen Badestellen

empfängt. Weiter geht´s in die Altstadt,

ein Eis wäre jetzt genau das Richtige!

Weiter nördlich entdecken wir ein Schild

„Selbstpflücke“, klingt verlockend! Wir landen

in Wesendahl mit seinen Feldern, Pferden und

Obstplantagen. Hier ist die Welt noch in

Ordnung. Mit einem Lächeln und feldfrischen

Erdbeeren kehren wir Heim.

Touristinformation Strausberg

August-Bebel-Straße 1

15344 Strausberg

Telefon 03341 31 10 66

E-Mail touristinfo@stadt-strausberg.de

Öffnungszeiten (Mai bis September):

Mo. – Fr. 9 – 17 Uhr

Sa. & So. 10 – 16 Uhr

www.www.strausberg.de

www.facebook.com/

ouristinformationStrausberg

T

Kulturfabrik Fuerstenwalde

„DIE SEILSCHAFT“

Gundermanns Lieder | Open Air

30.08.2019, 19 Uhr

IGOR SINGT – BENEDIKT EICHHORN

MUSS BEGLEITEN

Das neue Musikkabarett beiden Kleinkunst-

Grandseigneurs mit der unverwechselbaren

Mischung aus Provokation und Lust an Neuem

07.09.2019, 19 Uhr

Adresse

Kulturfabrik Fürstenwalde gGmbH

Domplatz 7 | 15517 Fürstenwalde/Spree

Telefon 03361 – 22 88

www.kulturfabrik-fuerstenwalde.de

18 mein/4


Sommerrodelbahn Scharmützelbob

Ihr sucht die ultimative Herausforderung?

Dann seid ihr beim „Scharmützel-Bob“, der

Ganzjahresrodelbahn mit angeschlossenem

Bistro und einem Indoorbereich der besonderen

Art, richtig!

Für Spaß sorgt hier die Duellarena, eine Spiel-,

Spaß- und Geschicklichkeitshalle, mit Bullriding,

Baumstammspringen, dem Kletter Parcour,

Sisyfox u.v.m.

Für 5 Euro pro Person gibt es das Tagesticket.

Selbstverständlich versorgen wir unsere Gäste

auch mit Eis, Speisen und Getränken. Geöffnet

haben wir fast täglich.

Das Rodelteam freut sich auf euren Besuch.

Nähere Informationen unter:

www.scharmuetzelbob.de

Scharmützel-Bob-GmbH

Am Fuchsbau 7, 15526 Bad Saarow

Telefon 03341 31 10 66

E-Mail touristinfo@stadt-strausberg.de

Öffnungszeiten:

täglich in der Saison von 10 – 18 Uhr

www.scharmuetzelbob.de

Kreuzfahrten und Expeditionsreisen

mit Hapag-Lloyd Cruises

Lassen Sie sich von unserem vielfältigen Kreuzfahrt-Angebot

inspirieren. Ob Sie sich das elegante Flair von MS EUROPA

gönnen, mit MS EUROPA 2 die große Freiheit genießen, ein

echtes Abenteuer mit einem unserer Expeditionsschiffe

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planen oder mit unserem Privajet ALBERT BALLIN die Wunder

dieser Welt aus der Luft erleben. Sie haben es sich verdient !

Wir beraten sie gern.

Verwirklichen Sie

Ihre Reiseträume!

ICH WAR FÜR SIE AN BORD.

Ihr Peter Ruh

Inhaber

NTUI Reisecenter, Reisebüro am Kollwitzplatz

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Gerne sind wir zu folgenden Bürozeiten für Sie da:

Montag – Freitag von 11 – 21 Uhr

Samstag

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SPRUNG.RAUM

SPRUNG.RAUM Berlin ist der Trampolinpark

der Extraklasse!

Der SPRUNG.RAUM bietet den größten

Freizeitspaß, egal bei welchem Wetter für

die ganze Familie!

Während der Sommerferien erlebst du

viele HAPPY.HIGHLIGHTS in unserem

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Verbringt eine abwechslungsreiche Woche

von montags bis freitags mit vielen Aktivitäten

für drinnen und draußen.

Adresse

Malteserstraße 139 – 142 | 12277 Berlin

Öffnungszeiten:

Mo – Fr: 13 – 20 Uhr

Sa: 10 – 21 Uhr

So: 10 – 19 Uhr

Sommerferien

Mo – Fr: 11 – 18 Uhr

Sa & So: 11 – 19 Uhr

www.sprungraum.de/berlin

Jambo Straußenfarm

Die ca. 4 Hektar große Jambo

Straußenfarm ist eine der schönsten

und beliebtesten Besucher-Farmen

Deutschlands, seit 2016 mitten im

Herzen des Spreewald.

Durch die großzügig angelegten

Gehege und das gemütliche

Ambiente im Besucherbereich

vereinen sich Landwirtschaft,

Tourismus und Gastronomie zu

einem wundervollen Erlebnis.

Unweit von uns finden Sie auch das Museumsdorf Glashütte, den Wildpark

Johannismühle, das Tropical Islands und vieles mehr.

Jambo Straußenfarm

Kreblitzer Str. 3, 15926 Luckau OT Rüdingsdorf

www.jambo-strauss.de

20 mein/4


Schiffshebewerk-

Niederfinow

Europas größter Schiff-Fahrstuhl –

in der Finowkanal-Region.

Das beeindruckende technische

Bauwerk und Denkmal am

Rand vom Biosphärenreservat

Schorfheide-Chorin.

Dieses Bauwerk ist ein technisches

Denkmal und stellt eine

besondere touristische Attraktion

dar. Jährlich kommen mehr als

250 000 Besucher und besichtigen

diese ungewöhnliche Konstruktion, die täglich ihre Funktionstüchtigkeit beweist.

Das Schiffshebewerk überwindet einen Höhenunterschied von 36 m im Zuge des

Oder-Havel-Kanals.

Schiffshebewerk Niederfinow

Hebewerkstraße 52, 16248 Niederfinow

www.schiffshebewerk-niederfinow.info

Biergartenzeit direkt am Alexanderplatz

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Mit Sommerbier, bayerischen

Schmankerln und guter Stimmung!

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Den Sommer genießen im Herzen Berlins !


Germanische Siedlung

In Klein Köris, Landkreis Dahme-Spreewald

im Land Brandenburg, wurde 1976 bei

Erdarbeiten eine germanische Siedlung

entdeckt und bis 1995 großflächig untersucht.

Bei Beteiligten der Untersuchungen und

Einwohnern von Klein Köris entstand die Idee,

die hier gewonnenen Erkenntnisse vor Ort

zugänglich zu machen.

In einer archäologischen Freilichtschau

wollen wir die Gebäude, Brunnen und andere

Einrichtungen an originalen Standorten wieder

aufbauen, um einen Zeitausschnitt aus der Dorfentwicklung festzuhalten. Wir hoffen,

auf diese Weise Geschichte lebendig und archäologische Ausgrabungsergebnisse für

jeden erlebbar zu machen.

Freilichtmuseum Germanische Siedlung Klein Köris e.V.

Buschweg 2, 15746 Groß Köris, Ortsteil Klein Köris

www.germanische-siedlung-klein-koeris.de

Was darf es sein?

Ein Ganzes – Was Halbes – Ein Viertel?

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Der Abgabeschluss für Ihre Announce in der Herbst-Ausgabe ist

der 10. August 2019 per eMail an: redaktion@meinviertel.berlin

Preise auf Anfrage.

22 mein/4


Luftfahrtmuseum

Finowfurt

Wir bieten Ihnen an einem Originalstandort

eines ehemaligen sowjetischen

Militärflugplatzes mit deutschen Wurzeln

eine erlebnisreiche Begegnung mit der

Luftfahrtgeschichte Brandenburgs …

Die Geschichte des Museumsgeländes

begann mit dem Aufbau eines Flugplatzes,

erst der deutschen und dann der

sowjetischen Luftwaffe. In den Wirren

der politischen Wende erfolgte die

Gründung des Luftfahrtmuseums Finowfurt. Diese kann detailliert in unserer neuen

Museumsbroschüre nachgelesen werden.

Luftfahrtmuseum Finowfurt

Museumsstraße 1, 16244 Schorfheide

www.luftfahrtmuseum-finowfurt.de

Kindereisenbahnpark

Wir spielen auf 16.800 m² Fläche mit einer

Eisenbahn, auf der ihr mitfahren könnt!

Die große Runde ist 1300 m lang und man

ist fast 13 Minuten unterwegs und die kleine

Runde ist 600 m lang. Fahrzeit rund 6 Minuten.

Spielplatz

Auf dem Spielplatz stehen dir eine Zweifeldschaukel,

eine Wippe und eine Rutsche zur

Verfügung. Gerne schaukeln auch die Mami´s

und Papi´s.

Verkehrsübungsplatz

Auf dem Verkehrsübungsplatz mit echter kleiner Ampel könnt ihr mit Tretaustos üben.

Natürlich auch mit größeren Tretautos als den hier abgebildeten.

Planschbecken

An heissen Tagen fluten wir unser Planschbecken mit kühlem Nass …

Eisenbahnpark Wendisch Rietz e.V.

Beeskower Chaussee 7d, 15864 Wendisch Rietz

www.eisenbahn-park.de

mein/4

23


Internationales

Fledermausmuseum

Julianenhof

In Julianenhof bei Reichenberg im Naturpark

Märkische Schweiz hat der NABU den

Fledermäusen – den nachts „fliegenden

Mäusen“ – mietfrei ein Haus hergerichtet.

Es ist ein in der Mitte des 19. Jahrhunderts

in märkisch landschaftstypischer Feldstein-

Ziegel-Bauweise errichtetes Stallgebäude

eines ehemaligen Gutshofs.

Das Projekt des Internationalen

Fledermausmuseums ist eine Initiative zur Umsetzung des Artenschutzprogramms

„Fledermäuse im Naturpark Märkische Schweiz“.

NABU Regionalverband Strausberg- Märkische Schweiz e.V.

Internationales Fledermausmuseum

Julianenhof 15 B, 15377 Märkische Höhe

www.fledermausmuseum-julianenhof.de

GeoPark Eiszeitland

Auf drei Etagen Ausstellungsfläche können

Sie im Besucher- und Informationszentrum des

Nationalen GeoParks Eiszeitland am Oderrand

am Rande des UNESCO-Weltnaturerbes

Buchenwald Grumsin die Entstehung der

Landschaft und die der sie umgebenden Natur

erleben.

Mit Modellen, interaktiver Technik und

anschaulichen Erklärungen bietet die

Ausstellung die Möglichkeit, Eiszeit zu erfahren.

Den Auftakt für die Reise in die

Vergangenheit, als Brandenburg noch unter dickem Inlandeis lag, bildet der Nachbau

eines Gletschertunnels mit den Geräuschen von knackendem Eis, aufgenommen in

einem noch heute aktiven Gletscher. Vorbei am Mammutbackenzahn, welchen das

Binnenschifffahrtsmuseum Oderberg als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte, finden

Sie wissenschaftlichen Erklärungen, zu den Gesteinen und zur Landschaftsgestaltung.

Adresse

Zur Mühle 51, 16247 Ziethen OT Groß-Ziethen

www.geopark-eiszeitland.de

24 mein/4


Fahrgastschifffahrt

Treidelkahn

Wir bieten Ihnen auf einer der ältesten und

romanischsten Binnenwasserstraßen Brandenburgs

eine Kahnfahrt der besonderen Art.

Hier finden Sie eine Naturkulisse vor, mit der

Sie vom Alltag abschalten können.

In einer unverbrauchten Natur schippern wir

ca. 90 Minuten mit einer über 40 Jahre alten

Hechtschute vom Mühlenterich in Groß Lindow

bis zur Schleuse Weißenspring und zurück.

Unser Treidelkahn ist speziell geeignet für

Fahrten in flachen Gewässern und ermöglicht Ihnen damit, entspannt bei Kaffee und

Kuchen oder bei einem Glas Wein eine herrliche Landschaft zu genießen und seltene

Vögel zu beobachten. Gern organisieren wir auch Hochzeitsfahrten, Trauungen an Bord

oder Taufen mit Gottesdienst.

Fahrgastschifffahrt Treidelkahn

Am Mühlenteich, 15295 Groß Lindow

www.treidelkahn.de

Ferropolis

Im Freilichtmuseum Ferropolis begeben

Sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit

und in die Zukunft. Ferropolis, die Stadt aus

Eisen, war Energie und Technik. Dieser graue

Arbeitsalltag atmet heute bunteste Kultur.

Ferropolis macht nachdenklich, ist aber auch

Entspannung in der Natur.

Die „Stadt“ berührt den Geist und erzeugt

Emotionen. Fünf schwere Bagger-Giganten,

jeder mit seiner eigenen Geschichte, auf

einer Halbinsel mitten im geschaffenen

Gremminer See, der die Wüste eines

Tagebaus bedeckt.

Eine junge Landschaft der Kontraste. Eine zukunftsorientiete, eindringliche Gegenwart,

die ganz bewusst mit ihrer Vergangenheit spielt.

FERROPOLIS – Stadt aus Eisen

Ferropolisstraße 1, 06773 Gräfenhainichen

www.ferropolis.de

mein/4

25


26 mein/4


Grüne Wabe

Die Grüne Wabe ist ein als Parkzentrum

geplantes Gebäude im Kleinen-Spreewald-

Park. Es soll mit einem großen Veranstaltungsraum

und einer Umweltküche für

diverse Veranstaltungen und Aktivitäten

zur Verfügung stehen.

Hauptzweck ist die Umweltbildung

für Kinder und Jugendliche, denen in

unterschietlichen Aktionen Belange des

Natur- und Artenschutzes, der gesunden

Ernährung und nachhaltiges Handeln zum

Schutz von Natur und Umwelt nahe gebracht

werden sollen.

Naturschutzaktiv Schöneiche e.V.

Berliner Straße 2, 15566 Schöneiche

www.gruenewabe.de

Kinder- & Jugendferienreisen

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Dein Leben

verbessern?

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im Schlaf!

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Rubrik

Die dunkelste Stunde

Erfahrungsberichte – über das Leben mit einer Depression.

Jeder kennt sie, die Situationen, in der man nicht mehr weiter weiß. Situationen, in denen man die Sonne

nicht mehr sehen kann und fast verschluckt wird von der Dunkelheit. Vier Leserinnen schildern euch ihre

Situationen und zeigen Lösungswege. Gebt nicht auf, ihr seid nicht allein!

Ein Literaturwettbewerb mit Folgen

Die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs hatte vor einem Jahr zu einem Literatur-Wettbewerb aufgerufen.

Authentische Texte zu allen Bereichen des Lebens, die direkt oder indirekt das Thema

Eierstockkrebs, Leben oder Lebensfreude berühren, waren gefragt. Egal aus welcher Perspektive:

Ob Betroffene/Patientin, Angehörige, Freunde, Therapeuten oder einfach Beobachter. Der Aufruf

war offen und richtete sich an literarisch Versierte genau wie an jeden, der sich für die Thematik

interessiert. Es ging um die Gefühle und Gedanken, die der Text erweckt und dessen Potential,

Dialoge mit sich selbst und anderen Menschen zu provozieren.

Der dunkelste Tag

Zu dem Zeitpunkt als der Literaturwettbewerb ausgerufen

wurde, war ich in einer sehr schwierigen Verfassung.

Hinter mir lag eine Serie von Todesfällen in der

Familie und im Freundeskreis - gipfelnd im Herztod

des Vaters meiner Kinder. Eine Krise, die ich noch

kaum überwunden hatte.

Nun war ich als Mitglied der Jury mit all den Texten

konfrontiert, die Frauen mit Eierstockkrebs einsendeten.

Zunächst fiel es mir sehr schwer, professionell

damit umzugehen. Ich war sehr empfänglich für den

Schock der Diagnose und die Ohnmacht, die diese

abrupte Lebensänderung oft auslöst. Nicht selten

musste ich weinen, wenn ein gut geschriebener Text

mich berührte, mir das Schicksal einer Frau zu Her-

Info:

www.berliner-krisendienst.de

www.awo.org/beratung-finden

www.ot-berlin.de

32 mein/4


Die dunkelste Stunde

zen ging. Wunderbare Texte waren oft auch in unseren

Schreibseminaren an der Charité zu hören, wo

wir auf Initiative von Professor Sehouli seit 2017 regelmäßig

Patientinnen mit Krebserkrankung Schreibseminare

gaben, damit sie aus der Erstarrung heraus

und wieder hin zu neuer Lebenskraft finden konnten.

Jeder Mensch kann schreiben und jeder Text hat

seine Berechtigung – manchmal bleibt es bei einem

hilfreichen Erlebnisbericht und manchmal entsteht

dabei auch Literatur. Die Vorgabe war: Alles darf,

alles kann sein. Insofern ging es auch nicht um die

Bewertung nach starren Kriterien eines Feuilletons,

sondern eher um den Mut, sich schreibend zu zeigen

und den Weg aus einer Krise hin zur Lebensfreude

nachvollziehbar zu machen.

In den Dialog gehen – erst mit sich, dann mit

den anderen

Professor Dr. Jalid Sehouli, Arzt, Wissenschaftler

mit dem Schwerpunkt Eierstockkrebs und selbst

auch Schriftsteller, initiierte diese Aktion und sagt:

„Schreiben bedeutet, in Dialog zu gehen, ganz bewusst

– und zwar mit sich selbst und es ist die großartige

Möglichkeit, mit anderen Menschen ins Gespräch

zu kommen“.

Der „Dialog mit anderen“ ist nicht nur über das eigene

Schreiben und Vorlesen möglich, sondern kann

auch funktionieren, wenn man sich schreibend mit

literarischen Texten auseinandersetzt, die von Menschen

mit ähnlichen Problemen, Lebensthemen und

Philosophien verfasst wurden.

Die Texte können eine sogenannte bibliotherapeutische

Wirkung erhalten. Über einen „eigenen“ oder

„fremden“ Text kann den eigenen Gefühlen ein Sprachraum

eröffnet werden. Eine derart erweiternde Selbstwahrnehmung

kann Patientinnen und Betroffenen bei

der wichtigen Klärung von existentiellen Lebensfragen

unterstützen und sie aus der Erstarrung nach der Diagnose

Krebs führen. So hatte ich es immer propagiert.

Aber würde das Schreiben auch mir selbst helfen?

Kummer und Katharsis

Zuerst konnte ich nicht schreiben. Mir half aber in

meiner Trauer, lesend den vehementen Kummer anderer

Menschen kennenzulernen. Ich fühlte mit, ich

verlor mich in den Texten. Wenn ich schlucken musste

bei der Schilderung einer Frau, die kleine Kinder

zurücklassen wird, wenn sie viel zu früh gehen muss,

dann liefen mir die Tränen über die Wangen und

mein emotionales Karussell fand keinen Halt. Aber

es war auch wie eine Katharsis. Es war gut, über das

Mitfühlen bei anderen Schicksalen die eigene Erstarrung

loszulassen, sich das Weinen zu erlauben, das

ich mir im Kontakt zu meinen Kindern verboten hatte

- eine(r) musste stark sein und alles Organisatorische

bewältigen. Und das war in diesem Moment ich.

Aber bei den Frauen, da konnte ich stellvertretend

meinen ganzen Schmerz hinaus lassen und irgendwann

wieder selbst ins Schreiben finden und meine

eigenen schreibtherapeutischen Ratschläge zu Trauer

und Trost befolgen. Es dauerte eine Weile. Über

die Zeit nahm ich dann auch wahr, dass hier nicht

nur vom Schicksal gebeutelte Frauen schrieben, sondern

Frauen, die sich in ihre Lebensfreude zurück

gekämpft hatten. Die jetzt jeden Tag intensiv lebten,

so gut es eben ging. Die Humor zeigten und vor allem

auch, dass sie mehr waren als nur eine vom Krebs

gezeichnete Patientin.

Bibliotherapeutische Hilfe –

authentische Heldinnen

Und so nahm ich mir an all diesen Heldinnen des

Alltags, die ich zumeist nur aus ihren Texten kannte,

ein Beispiel. Diese bibliotherapeutische Erfahrung

hat mir sehr geholfen. Die Erfahrung mit an Krebs

erkrankten Frauen aus unseren Schreibseminaren und

in individueller Praxis ist in unser Buch „Mit Schreiben

zu neuer Lebenskraft“ eingeflossen. Ich glaube,

die dort angesprochenen Themen – Emotionen, Ressourcen,

Das Wesentliche leben – spielen bei vielen

Krankheiten eine Rolle. Die Methoden und Techniken

des Gesundheitsfördernden Kreativen Schreibens

lassen sich auf viele Krankheiten übertragen. Denn

beim Langzeitüberleben geht es vor allem darum: Die

Kunst, unbeirrbar jeden neuen Tag als Chance zu sehen,

zu wissen, aus welcher Quelle sich die eigene

Lebenskraft speist und dem Leben dort Raum geben,

wo es schon lange hin will. Dabei spielt das Ausleben

eigener Kreativität eine große Rolle und dazu kann

das Schreiben gehören.


mein/4

33


Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft

Schreiben, um das Leben zurück zu bekommen!

Das ist die Maxime für eine Gruppe Menschen, die

ihre Depressionen, Krebserkrankungen oder den Tod

naher Angehöriger verkraften müssen.

Die Diagnose einer Krebserkrankung oder der tiefe

Fall in die Depression sowie weitere schwere Schicksalsschläge,

die das Leben eines Menschen hart treffen,

befällt sie oft völlig unvorbereitet und unerwartet. Es

entsteht ein Gefühl der Ohnmacht, die es zu überwinden

gilt, um sich der Erkrankung, dem Verlust usw.

konstruktiv stellen zu können.

diesen Weg erforscht, studiert und entwickelt. Schreiben

hilft, psychische und physische Krankheiten zu

überwinden und Leiden zu lindern. Die therapeutische

Wirkung des Schreibens ist mittlerweile gut erforscht

und durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Jutta Michaud und dem

Direktor der Klinik für Gynäkologie an der Berliner

Charitee, Prof. Dr. Jalid Sehouli hat sie ein Übungsbuch

speziell für Frauen mit Krebserkrankung und ihre

Angehörigen entwickelt.


Hilfe durch

Kreatives Schreiben

Kreatives Schreiben kann hier entscheidende positive

Impulse setzen. Es kann dabei helfen, sich zu vergegenwärtigen,

was im Augenblick noch trägt, Kraftquellen

aufzuspüren und langsam wieder positive Gefühle zu

entwickeln. Die Schreib-und Kreativitätstherapeutin

Susanne Diehm hat für sich und andere Menschen

Susanne Diehm und

Jutta Michaud präsentieren

mit Prof. Dr.

Jalid Sehouli viele

Schreibübungen, die

Frauen dabei helfen,

eine Krebsdiagnose

konstruktiv zu verarbeiten,

neue innere

Stabilität zu gewinnen

und wertvolle Schritte

auf dem Weg zur Genesung einzuschlagen.

Angehörige finden eigene Schreibimpulse, wie

sie ihre kranken Familienmitglieder bestmöglich

unterstützen können.

Kösel-Verlag, München, 18 €

34 mein/4


Rubrik

Dunkle Stunden, helle Stunden

„Ich bekenne, ich habe gelebt“, heißt ein Buch von Pablo Neruda; meine große Schwester las es

und sprach viel davon. Sie war damals 16 und ich 7Jahre alt.

Sie ist mittlerweile verstorben und ich lebe noch. Der

Titel begleitet mich durch mein Leben. An besagtem

13. Juni, als ich den „hochgradigen Verdacht der Diagnose

Eierstockkrebs“ bekam, schoss er mir wie ein

Komet durch das Gehirn, – dazu der Gedanke: „Wird

dies mein letzter Sommer sein?“.

Ich löste mich auf, zerfloss, von diesem gedachten Satz

getroffen, in Schwäche. Der Entschluss „mich niemals

den Mühlen der Medizin, der hündischen Hoffnung

auf gnädiges Weiterleben hingeben, … wenn der sichere

Tod durch dieses Wort K… vorprogrammiert ist.“ Ich

wollte keine Operation, keinen Krankenhausaufenthalt

und vor allen Dingen nicht, meine jährliche Reise, während

meines freien Monats, aufgeben „Heimat, Meer

und Schreiben“. Ein Auszeit, die ich mir jedes Jahr im

Juli/August gönne.

Doch ich fügte mich, ließ mich operieren. Der Sommer

kam und ging und für mich war er gnädig und dauerte

bis in den November an. Ich lebte weiter, explorierte

neue Erfahrungen in Form von adjuvanten Chemotherapien,

wie es so hübsch heißt, die ich schreibend

verarbeitete und lernte beim Begießen unseres Hausdachgartens

jede Blume kennen und lieben.

Ich lebe von Schritt zu Schritt, davor erstarrte ich in

Angst. Mein ganzes Leben lang wartete ich auf Katastrophen.

Wie viele dunkle Momente, Tragödien,

Dramen erlebte ich? Trennungen, die mich in Selbstmordgelüste

trieben. Todesfälle, bis ich meine gesamte

Familie in ihren Urnen im Familiengrab verabschiedete.

Schicksal mit dem Namen einer Krankheit. Ich, die

Krankenhausphobikerin, habe mir den Bauch vom

Brustbein zum Schambein aufschneiden lassen und

sehe meinen zerbeulten Bauch und eine schlangenhaft

windende Narbe, die heilt. Es gibt plötzlich in diesem

meinem geliebten Körpertempel taube Stellen, durchtrennte

Nerven.

Ich lebe, habe überlebt, lebe

weiter, wenn auch versehrt.

Meine Arbeitgeberin hat sich

meiner empathiefrei entledigt,

für eine singende und tanzende

Hauptrolle bin ich nicht

belastbar genug. Ich bin

auf Null. „Je repars a zero“,

singt Edith Piaff. Manchmal

stolpere ich über meine

tauben Füße und spüre die Dornen

nicht, in die ich trete. Dann übe ich wieder

barfuss das Tanzen und grüße die Spatzen und

Schmetterlinge.

Geschenke gibt es, ja. Die Jahre zuvor hatten graue

Herren mich getrieben, beraubt, nun blühen meine befreiten

Zeitblumen wieder. Sie sind schön, üppig, bunt.

Wie lange sie noch blühen, weiß ich nicht.

Ich schreibe, ich schreibe über sie.


mein/4

35


„Versuche so gut es

geht aktiv zu bleiben“

Liebes Redaktionsteam von mein/4,

das Thema Depressionen und Aufklärung dazu liegt mir sehr am Herzen. Daher freue ich mich, dass

Ihr Euch dieser Erkrankung widmet und schreibe Euch über meine Erfahrungen.

Mit meinen inzwischen 50 Jahren kenne ich Depressionen

seit meinen 14. Lebensjahr. Die Krankheit ist

chronisch und sucht mich in jetzt regelmäßigen Abständen

heim. In meiner Jugend waren die Abstände

zwischen den Episoden noch größer und konnten mehrere

Jahre betragen. Inzwischen habe ich eigentlich jedes

Jahr damit zu tun. Soweit zum Hintergrund.

Erstmal zu den Dingen, die ich selbst tun kann, wenn

ich wieder mal nur schwarz sehe und nicht in den Spiegel

schauen mag:

Da ist die Bewegung, ganz gleich welcher Art. Wenn

nichts mehr geht, eben ein kurzer Spaziergang. Es ist

wichtig, dass ich die Wohnung zumindest einmal am

Tag verlasse. Wer es nicht schafft aufzustehen, dem ist

damit nicht geholfen, aber dann schafft man es meiner

Erfahrung nach eh nur mit Hilfe anderer.

Gibt es Dinge, die noch Freude machen und von den

trüben Gedanken ablenken? Dann unbedingt machen!

Auch wenn man den halben Tag vor Netflix hängt -

Hauptsache ich habe zumindest zeitweise ein besseres

Gefühl. Hilft vielleicht Musik, Meditation (bei

Depressionen sehr empfohlen, vor allem vorbeugend)

oder Singen?

Insgesamt ist mein Motto: Versuche so gut es geht aktiv

zu bleiben. Wobei aktiv hier nicht große Anstrengungen

meint, sondern das, was man sich zutraut und

was etwas Spaß machen könnte. Schon das Einkaufen

kann eine riesige Aufgabe sein und ich gestehe mir zu,

dass mich ein Freund begleitet, selbst wenn ich mir

dabei blöd vorkomme.

Geholfen haben mir meine Freunde. Ich habe sie immer

eingeweiht und da ich die meisten schon sehr

lange kenne, war es nicht notwendig etwas zu erklären.

Es war einfach mal wieder soweit. Die Tatsache,

dass mich meine Freunde treffen wollen, obwohl ich

mich selbst nicht ertrage, hilft mir das eigene Gefühl

etwas zu relativieren. Gespräche mit wirklich vertrauten

Menschen sind mir wichtig und es ist immer gut,

wenn jemand da ist, der mich daran erinnert, dass

es auch wieder besser wird. Obwohl ich diese Erfahrung

ja immer wieder gemacht habe, ist das in der

Depression nicht vorstellbar. Gut ist auch, wenn ich

jemandem helfen kann. Dann fühle ich mich nicht

ganz so schlecht und nutzlos.

Medikamente gehören zu meinem Leben. Ich werde

sie immer nehmen müssen. Ich würde sie auch empfehlen.

Sie verändern nicht das Wesen eines Menschen

wie viele befürchten, sondern bringen die Botenstoffe

im Hirn wieder ins Gleichgewicht.

Psychotherapie ist auf jeden Fall hilfreich. Sie soll

ebenso viel bewirken wie Medikamente. Vertrauen

und Wellenlänge müssen stimmen. Der Haken ist

hier natürlich, dass es zu wenig Therapieplätze gibt.

Für mich sind die Gespräche mit meiner Therapeutin

Gold wert, ob ich gerade in einer Krise stecke oder

nicht.

Und wenn es gar nicht anders geht, gibt es das Krankenhaus.

Das ist wirklich die Option für den Worst

Case. Ein Aufenthalt in der Psychiatrie belastet

aufgrund der noch Kränkeren, auf die man treffen

kann. Wenn es aber zuhause nicht mehr geht, man

keine Tagesstruktur mehr hat und dann noch Selbstmordgedanken

an Macht gewinnen, sollte man die

Notbremse ziehen. Es gibt auch die Variante der

psychiatrischen Tagesklinik. Dort verbringt man die

Zeit eines Arbeitstages, schläft Zuhause und kann

unterschiedliche Angebote nutzen. Ärztliche und

psychotherapeutische Betreuung gehören dazu. Aber

auch Sport, Ergotherapie und viele Gruppenangebote

ermöglichen den Erfahrungsaustausch und vermitteln

hilfreiche Informationen zur Erkrankung.

Viele Grüße, B.


36 mein/4


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Rubrik

Das unabhängige

Stadtmagazin

aus Berlin

jetzt mit vielen Tipps und Portraits

unter mein/4 TV auf

mein/4

37


Rubrik

Wo wohnen?

Meine erste Wohnung werde ich nicht vergessen. Sie kam mit roter Auslegware im Zimmer und

eigelbem Linoleum in der Küche. Die Wände strich ich damals bordeauxrot.

Ein Kommentar von Babet Mader

38 mein/4


Wo wohnen?

Das war in Köpenick vor 22 Jahren. Danach folgten

Wohnungen in Kreuzberg, Neukölln, Friedrichshain,

Prenzlauer Berg. Man sagte mir oft, es sei wohl mein

Hobby, das Umziehen. Ich sagte, dass ist eher ein Hobby

unter Berlinern. Ich erinnere mich, wie ich mit einem

Bollerwagen von der Grünberger in die Boxhagener zog,

oder mit nur zwei Müllsäcken voller Klamotten und einer

Matratze in die Gleimstraße fuhr. Wohnungen zu

bekommen war nie ein Problem. Lediglich das Ummelden

war anstrengend.

Seit drei Jahren lebe ich nun in Pankow. Es ist gemütlich

hier und das ist auch gut so, denn wenn es auf dem

Wohnungsmarkt so bleibt, muss ich, ob ich will oder

nicht, hier wohnen bleiben. Eigentlich sind wir eine

Patchworkfamilie: Er mit Sohn, ich mit Tochter. Er in

Mitte (2-Zimmer-Wohnung), ich in Pankow (2-Zimmer-Wohnung).

Klar würden wir gern zusammenziehen.

Aber das ist leider nicht möglich, denn es gibt

keine Wohnungen, die wir uns leisten können. Obwohl

wir beide berufstätig sind, sind allein schon die Kaltmieten

in Kreuzberg (ab 2.100 Euro bis 6.500 Euro

im Monat), Mitte (ab 2.300 bis oben offen) oder auch

Treptow (ab 1.800 bis 2.900 Euro) unerschwinglich.

Wir schaffen es nicht mit unseren 40-Stunden-Jobs für

eine vierköpfige Familie eine Wohnung zu finden, die

wir uns leisten können. Und damit sind wir nicht allein.

Meine Freundin wohnt zu fünft in einer dreieinhalb

Zimmerwohnung im Wedding, weil es nichts gibt, wo

sie hinziehen könnten. Da ist rein gar nichts im Budget,

trotz zweifach gutem Einkommen. Im Sommer wird

bei ihnen umgebaut, sodass die Wohnung danach für

5 Personen kompatibel ist. Wenn wir Kaffee trinken

da. Gelte ich deshalb als unflexibel? Nein! Ich finde, es

sollte möglich sein, seinen Lebensmittelpunkt zu erhalten.

Ich möchte nicht verdrängt werden! Aber was kann

ich tun?

Demonstrieren bringt nichts. Ich tue das zwar, aber nur

damit das Gefühl meiner Machtlosigkeit nicht überhand

gewinnt. Der Politik ist es relativ egal, ob ich da auf der

Straße stehe. Hauptsache Geld kommt in die Kassen.

Und wie war das noch gleich mit der Mietpreisbremse?

Einfach lächerlich! Und soziale Erhaltungsgebiete?

Wieso gibt es dort gefühlt so wenig Platz oder wie stand

es im Jahresbericht 2017: „Die Zahl der Einwohner hat

in allen sozialen Erhaltungsgebieten prozentual stärker

zugenommen als die Zahl der Wohnungen.“

Gegenüber meinem Büro gibt es ein Mehrfamilienhaus,

das nun ein Einfamilienhaus ist. Man munkelt,

es habe ein jemand aus London gekauft, damit er ein

paar Wochenenden hier in Berlin abhängen kann. Ich

habe noch nie jemanden rein- oder rausgehen sehen.

Meine Freundin erzählt mir, dass das Kaufen von Bauland

und alten Häusern in Berlin die Gewinnspanne in

kürzester Zeit in die Höhe schnellen lässt. Man muss

nicht einmal was machen. Einfach nur: shop and drop.

Klar, das Angebote bestimmt die Nachfrage und die

Nachfrage ist groß!

Was passiert mit einer Stadt, die ihre eigenen Bewohner

verdrängt? Wo bleibt die Diversität? Wo die Kinder?

Wo die Kitas? Wo die Familien? Wo sollen die Singles

hin? Die verrückten Studenten WGs? Wo die Clubs

und die kleinen Läden, wo die Neustarter, die Probierer,

die Kleinkünstler und vor allem: die Menschen mit

weniger Einkommen?

Alternative Umland?

und darüber sprechen, bleibt Unmut nicht aus. Für

wen sind diese Wohnungen? Wer soll in ihnen leben

und was macht das mit der Stadt?

Klar gibt es Wohnraum. Im Umland zum Beispiel oder

im stetig wachsenden Speckgürtel, aber mein soziales

Umfeld und das meiner Tochter ist in Pankow, Prenzlauer

Berg und Mitte gelegen. Hier geht sie zur Schule,

hier sind ihre Freunde, hier arbeite ich und hier ist auch

mein kleines Schreibbüro. Wir leben nun mal hier, nicht

Die Erhaltungsgebiete können unmöglich alles auffangen!

Ich renne meinem Vermieter seit zwei Jahren

wegen neuer Fenster hinterher. Meine sind am verschimmeln.

Als ich mit einem Nachbarn darüber ins

Gespräch komme, lacht er: „Das mache ich auch. Neulich

hatte ich ein Schreiben im Kasten, in dem mir geraten

wurde, mir einfach eine neue Wohnung zu suchen,

wenn ich mit meiner jetzigen nicht zufrieden sei.“

Sowas kann man als Vermieter eben nun machen. ■

mein/4

39


Rubrik

Feier zum 25. Jahrestag der Erhebung vor

der Gethsemanekirche am 7.10.2014

Foto: Wilfried Bergholz

Über Mut, Glück

und Aufbegehren

Wilfried Bergholz (65) wohnt seit 40 Jahren in Prenzlauer Berg und hat über den Aufstand in Ostberlin

1989 ein Buch geschrieben: „Die letzte Fahrt mit dem Fahrrad – 19 Gespräche mit Matteo

über Mut, Glück und Aufbegehren in der DDR“. Matteo (15) ist der jüngste von seinen vier Söhnen.

Zum 30. Jubiläum der „Friedlichen Revolution“ hier ein kurzer Ausschnitt aus seinem Buch:

Wilfried Bergholz

Wirklich brisant wurde die Lage in Berlin erst, als

am 7. Oktober Hunderte, später Tausende friedlich

zum Palast der Republik zogen, um Gorbatschow zu

sehen, ihn zu beeindrucken und dem „staatlichen

Fest“ ein anderes Gesicht zu geben. Es wurde der

40. Jahrestag der DDR gefeiert. Ich ließ mich über

die Rathausstraße bis zur Spree mitziehen. Irgendwie

gab es bei mir die Illusion, Gorbatschow könnte

sich auf dem Balkon zeigen, aber die Damen und

Herren wiegten sich drinnen im Walzer. Später sollen

sie total besoffen durch den Palast gekrochen sein.

Gegen 23 Uhr setzte ich mich am Spittelmarkt in die

U-Bahn und fuhr nach Hause. Kurz darauf wurde es

unten in der Schönhauser Allee laut. Ich machte das

Fenster auf und schaute auf die Straße. Die Polizei

hatte die Demonstranten zuerst bis zur Mollstraße

zurückgedrängt und scheuchte die aufgebrachten

Groß-Demo des Volkes am 4.11.1989, hier vor dem

Palast der Republik, auf dem Plakat: Demokratie

jetzt / Foto: Wilfried Bergholz

40 mein/4


Mut, Glück und Aufbegehren

Wilfried Bergholz 1988 an seinem Schreibtisch auf

dem Dach der Schönhauser, luftig und mit freiem

Blick über die Stadt / Foto: Norbert Bischoff

Derselbe Ort 30 Jahre später und dieselbe

Ausstattung: Stuhl, Tisch, Jacke, Schreibmaschine

und Tasse / Foto: Dietmar Schenkendorf

Menschen dann nach Prenzlauer Berg hinauf. Dabei

kamen auch seltsame Fahrzeuge zum Einsatz, die ich

vorher noch nie gesehen hatte. Mannschaftswagen

vom Typ W50, an denen vorne so etwas wie Schiebeschilder

montiert waren und die fuhren zu zweit nebeneinander

die Straße hoch. An der Ecke Stargarder

Straße fluteten die Menschen in Richtung Gethsemanekirche.

Ich schloss das Fenster und stürzte die

Treppe herunter. Die Polizei hatte mehrere Sperrketten

gebildet. Die wurden, soweit ich das sehen

konnte, überwiegend aus jungen Rekruten gebildet.

Sie hatten sich untergehakt und mir schien, als hätten

sie Angst. Das waren alles junge Burschen so um

die 18 Jahre alt, zum Wehrdienst bei der Volkspolizei

eingezogen. Ich stand vor meiner Haustür und

konnte mich nicht bewegen, alles voller Menschen.

Inzwischen war die Stargarder abgeriegelt und die

Leute strömten weiter in Richtung S-Bahnhof. Ich

sah, wie einzelne Passanten herausgegriffen und auf

die Pritsche von LKWs gestoßen wurden. Seltsamerweise

kann ich mich nicht erinnern, ob Parolen gerufen

wurden. Ich fühlte mich wie in einem tosenden

Meer, darin einige vereinzelte Schreie von Frauen.

Ich versuchte zur Kirche durchzukommen. Dazu

holte ich meinen Personalausweis raus, den musste

man in der DDR immer dabei haben, und sagte den

jungen Polizisten, dass ich hier wohne und jetzt zur

Nachtschicht müsse. Sie ließen mich passieren. Auch

die Stargarder war voller Menschen, eine weitere Absperrung

war gleich hinter der Kreuzung, etwa da, wo

früher der Bäcker war, heute ist da ein Schuhgeschäft.

Auch diese Kette konnte ich passieren als „Schichtarbeiter“

und sah, dass alle Seitenstraßen zur Kirche

abgesperrt waren. Da hörte ich plötzlich den Chor:

„Auf die Straße!“ Und ich sah, wie aus einem Fenster

ein Eimer Wasser auf eine Polizeikette geschüttet

wurde, daraufhin stürmten einige Polizisten in das

betreffende Haus in der Stargarder Straße 3A. Aus

einem Fenster im Parterre der Nr. 5 reichte eine Frau

Demonstranten geschmierte Schmalzstullen heraus.

Ich schob mich weiter vor und gelangte in die Kirche.

Alles voller Menschen, dazwischen Fernsehteams,

Verletzte wurden versorgt, es gab Tee und Stullen.

Als ich wieder auf die Straße trat, sah ich Klaus Laabs,

er wurde in dieser Nacht verhaftet.

Eingekesselte Demonstranten am 7. Oktober 1989

vor dem S-Bahnhof Schönhauser Allee / Foto: Merit

Schambach

Was in Leipzig die Nikolaikirche war, wurde in Berlin

die Gethsemanekirche. Zwar hatte es schon vorher

die Bluesmessen in der Erlöserkirche in Friedrichshain

gegeben, die ich ein paar Mal besucht hatte,

aber „meine“ Kirche war hier um die Ecke und

mein/4

41


Rubrik

Pfarrer Werner Widrat hielt am 7. Oktober

die Tore weit geöffnet. Wie mir Werner

Widrat erzählte, gab es massiven Druck

von der Abteilung Inneres des Stadtbezirks:

„Halten Sie sich da raus, schließen

Sie die Kirche! Der Herr Wiesecke hat

mich richtig angeschrien und wollte mir

dann die Aufgaben der Kirchen erklären.

Ich habe dann so argumentiert: Kirche

und Glaube umfasst das ganze Leben

des Menschen. Wenn Leute zur Kirche

halten und zur Kirche gehen, schließt das

alles ein, was das Umfeld betrifft und die

Gesellschaft.“ Und er fügte hinzu: „Was

sollte ich tun, die Menschen einfach aussperren?“

Für mich war dort das Zentrum der Revolution

in Berlin. Ich gehörte keiner politischen

Gruppe an und war zunächst nur

Zuschauer. Aber als ich in der Kirche war,

traf ich ein paar bekannte Gesichter und

konnte über meine Erlebnisse in Leipzig

berichten: „Wir dürfen die Leipziger nicht

alleinlassen.“ Ich fühlte mich sehr verbunden

mit den vielen Menschen, die die

Kirche bis auf den letzten Platz füllten.

Einige Zeitzeugen sprechen von dreitausend

Menschen. In dieser Nacht zum 8.

Oktober, als ich gerade auf dem Heimweg

war, wurde ich unversehens zum Kurier.

In dem Geschiebe und Gedränge vor der

Gethsemanekirche am 8. Oktober 1989

Mahnwache für die Inhaftierten

Foto: Rolf Zöllner

42 mein/4


Mut, Glück und Aufbegehren

Kirche gab mir einer, der gerade von zwei Polizisten

abgeführt wurde, einen Briefumschlag: „Bring das

zur Kirche, kommt von der UB.“ (Umweltbibliothek

an der Zionskirche). Ich steckte den Brief ein und gab

ihn Pfarrer Widrat, der las den Zettel hastig durch:

Namen von Verhafteten. Die Kirche war natürlich

auch voller Journalisten, es gibt ein Foto, das zeigt

Widrat, umgeben von drei Kamerateams, vor denen

er scheinbar die Flucht ergreift: „Das hat unheimlich

viel Zeit gekostet, außerdem hatte ich keine Lust,

immer so viel zu reden.“ Als ich ihm den Brief gab,

stand neben uns Michael Schmitz, Korrespondent

des ZDF in der DDR, ich kannte ihn nur aus dem

Fernsehen. Widrat gab mir den Zettel zurück und

deutete mit einer kurzen Kopfbewegung auf Schmitz.

Der drehte sich um und wir stiegen langsam auf die

Empore, ich setze mich neben ihn. Dann schob ich

ihm vorsichtig den Zettel in eine Tasche seines weiten

Mantels.

In den Tagen nach dem 7. Oktober 1989 haben sich

meine Treffen mit Schmitz in der Kirche wiederholt

und Listen bekam ich auch vom Kontakt-Telefon, das

die Gemeinde in ihrem Büro eingerichtet hatte. Und

ich hörte oft den Satz: „Wer im Westen namentlich

bekannt ist, kann nicht einfach verschwinden.“ Wohin

fuhren die LKW mit den Verhafteten? Heute gibt es

viele Berichte von Beteiligten. Damals gab es nur

Gerüchte, von KZ war die Rede, von geheimen Listen

für Verhaftungen. Merit Schambach erzählte mir,

dass sie zuerst versucht hatte, in der Kopenhagener

Straße von einem Dach aus Fotos zu machen. Als sie

im Treppenhaus fast oben war, hörte sie über sich

verdächtige Stimmen und wollte wieder runtergehen,

aber auch von unten schienen Leute zu kommen. Ihr

Glück war, dass sie kurzerhand von einer Mieterin

in die Wohnung gezogen wurde. Durchatmen, lauschen

an der Tür, im Treppenhaus. Alles still, zurück

auf die Straße. Wie auf einem ihrer Fotos zu sehen

ist, wurden die meist jungen Leute vom S-Bahnhof

Schönhauser Allee in Richtung Wichertstraße abgedrängt,

dort standen Lastkraftwagen W50 bereit, um

die Jugendlichen fortzuschaffen. Hunderte. Zuerst

habe sie überlegt, ob sie sich auch abtransportieren

lasse solle, sagte mir Merit, um den Fortgang

der Ereignisse zu dokumentieren, aber dann ließ sie

davon ab: „Ich hatte zu große Angst. Man wusste

doch nicht, was mit uns geschehen würde, vielleicht

werden wir erschossen?“ – und sie machte trotzdem

ihre kostbaren Fotos.

Damit war die Revolution auch in Berlin angekommen.

In der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober hatte

ich den Eindruck, sie hätte schon gesiegt. Aber

Honecker war noch da und nannte es nur Krawalle,

die gegen die verfassungsmäßigen Grundlagen seines

sozialistischen Staates gerichtet wären. Und Mielke

war auch noch da und brachte seine Truppen in

Stellung, alle Mitarbeiter der Staatssicherheit sollten

ständig ihre Dienstpistole am Mann tragen. In diesen

Gethsemanekirche am 10. Oktober 1989,

Diskussionsabend des Neuen Forum mit dem

Rederecht für alle / Foto: Völker Döring

spannenden Tagen blieb es um die Gethsemanekirche

ruhig, aber in ihr summte es wie in einem

Bienenkorb. Nie vergessen werde ich, dass am Abend

in fast allen Fenstern in den Straßen der Gegend Kerzen

brannten. Sie sollten sagen: „Wir trauen uns nicht

auf die Straße, aber wir sind im Gedanken bei euch.“

Gethsemanekirche, Neues Forum (von links: Rolf

Henrich, Jens Reich, Bärbel Bohley, Reinhard Schult)

am 10. November 1989. Bärbel Bohley: „Jetzt war

alles umsonst.“ / Foto: Volker Döring

mein/4

43


Norbert Bischoff gehörte 1989 zu den bekanntesten

Liedermachern in Prenzlauer Berg, ein mutiger

Sänger / Foto: Wilfried Bergholz

In der Schönhauser Allee 50 HH gab es von

September 1986 bis Juni 1988 die illegale Galerie

von Jörg Deloch, auch ein Ort für Lesungen

Repro: Wilfried Bergholz

Im Grunde aber fieberten wir in der Kirche nur dem

9. Oktober in Leipzig entgegen, wieder ein Montag,

wieder eine Demonstration. Ich war nicht dabei und

es wäre wohl auch unmöglich gewesen, die Stadt sicher

zu erreichen. Diesen spannenden Abend erlebte

ich in unserer Kirche. Es gab keine genauen Informationen,

nur Schlaglichter wurden weitergegeben:

70.000 Menschen, viel Polizei, auch Armee, Lazarette

sollen eingerichtet worden sein, auch KZs. Unsere

Kirche war wieder umstellt. Wie würde diese Nacht

enden? Ich hielt es nicht mehr aus, schob mich durch

die Absperrungen, hastig vier Treppen hoch und den

Fernseher an. Was passiert in Leipzig? Was wird mit

uns passieren? Nun, das Ende ist bekannt. Es gab

kein Massaker. Als die Stimme von Kurt Masur (Kapellmeister

des Gewandhauses) über alle Lautsprecher

auf den Straßen zu hören war, wich der Druck

von den Menschen: „Keine Gewalt“. Ein Appell an die

Bürger, aber vor allen an die Polizei. Dieser berühmte

„Aufruf der Sechs“ ist als Originalaufnahme noch im

Internet erhalten. Am 27. Dezember 1989 wurde Kurt

Masur Ehrenbürger seiner Stadt Leipzig.

Am 10. Oktober 1989 konnte ich aufatmen. Wir

hatten die Staatsmacht in die Defensive gedrängt,

Zehntausende in Leipzig, Dresden, Plauen, Neuruppin,

Rostock, Arnstadt, Gera, Frankfurt/Oder, Karl-

Marx-Stadt (heute Chemnitz), Erfurt ... Sie hatten

sich als Volk erhoben und sich gegen die gewandt, die

über Jahre im Namen des Volkes sprechen wollten.

„Die deutsche Geschichte ist nicht reich an Revolutionen“,

wie es Wolfgang Kohlhasse beschrieb.

Es begann für mich die schönste Zeit meines Lebens.

Jetzt konnten endlich die Konzepte wieder hervorgeholt

werden für den demokratischen Umbau unserer

DDR, alles schien möglich ...

Ich wünschte mir heute „Stolpersteine“ auch für die

mutige Jugend der DDR, einen Ehrentag im Kalender

und in den Schulen, vielleicht auch ein Denkmal

in der Stargarder Straße Ecke Schönhauser. Damit

niemand in Prenzlauer Berg diese Tage der Entscheidung

vergisst.


Wilfried Bergholz

(* 1953) wurde nach Abitur

und Armeedienst mit 21 Jahren

Redakteur im Jugendradio

DT64.

Nach seine Entlassung 1982

war er freier Journalist in

Ostberlin, u.a. für die Kulturzeitschrift

„Sonntag“.

Im Jahr 1987 veröffentlichte

er sein erstes Buch „Umsturz

im Kopf“ im Eigenverlag.

Sein Hauptwerk ist die ausgezeichnete

Autobiografie „Die letzte Fahrt mit dem

Fahrrad „ 19 Gespräche mit Matteo über Mut, Glück

und Aufbegehren in der DDR« (Verlag tredition, Hamburg

2016). Der objektive und politisch fundierte

Bericht eines Zeitzeugen wurde wiederholt als fakultative

Literatur für die Sekundarstufe II empfohlen.

44 mein/4


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45


Probieren ist großartig!

Text: Babet Mader

„Ich habe ja nach meinem Architekturstudium einen

Kopfsprung ins Theater gemacht und bin als Ausstattungsassistentin

an das Centraltheater & Skala

Leipzig gegangen. Ich arbeitete dort dann auch relativ

schnell als Bühnenbildnerin. Dafür hatte ich alle

Voraussetzungen. Ich kannte die Zeichen-Programme

schon aus meinem Studium und ich hatte gute Ideen.

Das tolle am Theater ist die zeitnahe Umsetzung. In

meinem Architekturstudium entwickelte ich einige

abgefahrene Gebäude, aber ob da jemals etwas von

umgesetzt worden wäre? In der Architektur dauert

alles sehr lang - der ganze Planungsprozess, die Abläufe,

das zieht sich.

Ganz anders ist das im Theater. Viel klarer und

schneller. Ich zeichne und schon wird es gebaut. Jedes

Theater hat Werkstätten und wenn ich etwas

plane und zeichne, dann wird es mit deren Hilfe

umgesetzt. Das hat mich am Anfang total fasziniert,

dieses MACHEN. Dann sitzt man im großen Kreis

mit zehn Gewerken und fragt sich gemeinsam: Wie

soll es denn nun ganz konkret werden. Und dann

wird es konkret. Ich finde es immer wieder einen

wahnsinnig euphorischen Moment, wenn man nach

relativ kurzer Zeit in seinem entworfenen Bühnenbild

steht und alles aufgeht so wie man es sich erdacht

hatte.

Ein ähnlich erfüllendes Gefühl habe ich, wenn ich

einer guten Probe beiwohne. Manchmal saßen wir

wochenlang am Tisch und sprachen über alle möglichen

Themen. Das war immer wie ein Einschwören.

Das Ensemble steigt über diese Proben in den Stoff

ein und wird darüber eins und verbindet sich geistig,

um zusammen etwas Neues zu erschaffen. Das ist

schon toll, wenn ich so etwas miterleben kann. Danach

denke ich oft: Mensch, das war mein Arbeitstag.

Das ist doch Wahnsinn! Und wie die Schauspieler

während der Proben Dinge probieren. Ich meine, das

Wort PROBIEREN, das ist doch ein schönes Wort für

einen schönen Prozess. Dieser Vorgang des, ja, des

Machens, das ist für mich eine Bereicherung.

46 mein/4


Probieren ist großartig!

Ich meine, dass ist so ein Luxus, dass man auf der

Arbeit die Zeit hat zu probieren, um so auf etwas

Neues zu kommen.

Ich muss aber auch sagen, dass man während so einem

intensiven Probenprozess mit einem Ensemble

allein schon durch die Probenzeiten am Theater

ziemlich isoliert von der Außenwelt lebt. Es fühlt

sich an, als befinde man sich in einer Blase. Man ist

in der Zeit nur früh am Morgen und ein paar Stündchen

am Nachmittag für seine Freunde oder die Familie

erreichbar und schafft es kaum, Alltagsdinge

zu erledigen.

Klar relativiert sich das nach einer Produktion wieder.

Wenn die Blase geplatzt ist. Wenn man nach der Premiere

aufwacht und wieder merkt, dass sich die Welt

nicht ums Theater dreht

sondern umgekehrt:

das Theater „nur“

um die Welt.

Die Blase am

Premierenabend

platzen

zu lassen ist

immer wieder

ein aufregendes

Ereig n i s

für alle Beteiligten.

Wie reagiert

die Außenwelt auf

das, was entstanden

ist?

Ich habe mit den Jahren gelernt,

dass dieses enge, intensive

Arbeiten wichtig ist, genau

wie eben auch der nötige Abstand

dazu. Oft geht man ja zum Beispiel

nach den Proben noch gemeinsam etwas

trinken. Das mache ich eher selten. Ich

ziehe mir dann meistens noch bis spät in die

Nacht internationale Nachrichtensendungen rein,

um die Außenwelt in der Arbeit nicht zu verlieren.

Ich glaube, zum Spielen brauchen die Spieler vor allem

eine sichere Umgebung, die ich ihnen, zusammen

mit dem künstlerischen Team, verschaffen kann - ein

ästhetisches Gerüst oder eine gemeinsame Sehnsucht.

Dafür brauche ich eine gewisse Distanz.

In der freien Szene ist das natürlich fließender wie

bei meiner letzten Performance „SYMPATHEIA“, die

ich zusammen mit Christoph Wirth entwickelt habe.

Da wollen und wollten wir uns als künstlerische Leitung

nicht distanzieren. Denn hier arbeiten wir mit

Performern, die selbst eine prägende Handschrift haben,

was für uns sehr inspirierend ist. Jeder der einzelnen

Performer ist ja generell als Solist unterwegs

und nicht in einem Theater angestellt. Das sind ganz

andere Grundvoraussetzungen der Zusammenarbeit.

Christoph und ich haben uns in unserer vierjährigen

Zusammenarbeit innerhalb von „OBJECTIVE SPEC-

TACLE“ damit beschäftigt, die Gesamtkonstruktion

„Theater“ zu zersetzen, in einzelne Teile zu zerlegen

und dann, wie mit einem Objektiv, an einzelne Ausschnitte

heranzuzoomen, um diese auf der Bühne

wieder auszudehnen und sie überzuinszenieren.

So entstand im Endeffekt unsere erste Performance

„CLAP.“ Da gab es dann kein Stück. Wir haben bewusst

gesagt, dass wir das auslassen und dann schauen,

was übrig bleibt, um

genau damit zu arbeiten.

In dem Fall

m i t A p p l au s .

Unsere Kernfragen

dabei

waren: Was

i st Applaus

für eine Geste,

wie setzen

wir sie ein und

vor allem: Welche

performative

Kraft liegt im Applaus

selbst.

Bei „SYMPATHEIA“,

das im Dezember im

Ballhaus Ost Premiere hatte,

ging es dann vornehmlich

um Emotionen und Affekte

und die Kernfrage: Wovon lassen

wir uns berühren und anstecken. Die

Resonanzen für beide Performances

waren super. „CLAP.“ tourte international

und war zuletzt mit dem Auszug „CLAPPING

SCULPTURES“ im Martin-Gropius Bau zu sehen.

Für „SYMPATHEIA“ gab es auch schon ein paar

Folgeanfragen. Das ist gut.

SYMPATHEIA

Teilweise kommt man gar nicht ins Produzieren, weil

man nur damit beschäftigt ist, Anträge zu schreiben.

Man ist also immer dabei, Stücke zu entwerfen und

dafür Konzepte zu formulieren. Und wenn die Förderungen

abgelehnt werden, dann macht man alles

nochmal von vorne, oder was ganz Neues. Zeitweilig

dachten wir: Wir kommen aus dieser Antragsschleife

nie wieder raus. Wann können wir endlich Kunst MA-

CHEN und nicht nur darüber schreiben. Dann hat-

mein/4

47


Rubrik

QUARTIER BIER AUS DEM BERLINER NORDEN

Vor drei Jahren zog es mich nach Buch ins Ludwig

Hoffmann Quartier (LHQ). Damals entwickelte ich die Idee

zum Bierbrauen. Ich begann zu experimentieren. Das klappte

so gut, dass ich mir eine 50-Liter-Brauanlage anschaffte.

Inzwischen ist aus meinem Hobby mehr geworden. Ich braue

nun bereits mit einer 100-Liter Brauanlage. Aber dabei soll es

nicht bleiben. Im Haus 1 an der Wiltbergstraße gibt es aktuell

von Donnerstag bis Samstag jeweils ab 17 Uhr einen Bierverkauf.

Vier verschiedene Biersorten sind bereits entstanden. Dabei handelt

es sich um ein Red Lager, ein Pale Ale, das Quartier Pilsener

und saisonal das Sommer-Pils oder Winter-Pils. Die schmackhaften

Biersorten sind als Flaschenbier (0,33 l) oder vom Fass (30 und

50 l) erhältlich. Testen Sie unser schmackhaftes Bier und

kontaktieren Sie uns:

eam-Events and more UG (haftungsbeschränkt)

Quartier Bier, Wiltbergstraße 50, Haus 1, 13125 Berlin

Mobil: 0176 23 80 10 71, info@quartier-bier.com

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QUARTIER PALE ALE

Im Antrunk mit dezenter bitter-fruchtiger Note,

sehr kompakter Malzkörper,

leichte Kaffeenote, frisch, fruchtig

Alk.: 5,5%

Stammwürze: 13,5%

Flasche 0,33l

QUARTIER SOMMER PILSENER

Limitiert (jedes Jahr neu)

Im Antrunk leicht blumiges Aroma,

der Hopfen kommt erst verzögert

durstlöschend, jung, sehr hopfig

Alk.: 3,00%

Stammwürze: 8,1%

Flasche 0,33l

QUARTIER RED LAGER

Im Antrunk lieblich und karamellig,

sehr schöner Malzkörper, wenig gehopft,

lieblich, süffig

Alk.: 5,2%

Stammwürze: 13,2%

Flasche 0,33l

QUARTIER PILSENER

Im Antrunk blumiges Aroma,

leichte Hopfennote

jung, blumig, leicht gehopft

Alk. 4,8%

Stammwürze: 11.9%

Flasche: 0,33l


Probieren ist großartig!

ten wir wieder Glück: „CLAP“ und „SYMPATHEIA“

wurden gefördert..

Wenn wir „SYMPATHEIA“ wiederaufnehmen könnten,

wäre das ein super Zeitpunkt, noch einmal daran weiterzuarbeiten.

Jetzt habe ich den Abstand, um Dinge

zu verbessern, vielleicht nochmal tiefer einzusteigen in

Szenen, wo in der ersten Probenrunde die Zeit gefehlt

hat, wegen Geldmangel.

Man muss sich das so vorstellen: Wenn wir gefördert

werden und uns für einen Aufführungsort wie das Ballhaus

Ost entscheiden, was ich persönlich sehr schätze,

dann bezahle ich dort für meine Proben. Das heißt, ein

Teil der Fördergelder fließt ins Ballhaus. Das Gleiche

gilt für die Einnahmen an den Aufführungsabenden.

Wenn ich also keine Zeit für Proben mehr habe, dann

liegt das oft am Geldmangel. Ich bin froh, dass es Häuser

wie das Ballhaus Ost noch gibt, die es der freien

Szene ermöglichen, gesehen zu werden. Ich kann mir

vorstellen, wie hart es ist, sich über Wasser zu halten

und ich respektiere deren Arbeit sehr. Wie schwierig

es sein muss, eine künstlerische Linie in ein Haus zu

bekommen, wenn man vorrangig schauen muss, welche

Produktionen gefördert wurden und eben nur aus den

geförderten Stücken eine Auswahl treffen kann. Denn

leider sehen die Subventionen bei den freien Häusern

noch nicht vor, dass diese auch selbst Künstler und

Künstlergruppen aufbauen oder Produktionen mitfinanzieren.

Die Fördermittel der freien Theater reichen

gerade aus, um sich zu erhalten. Aber ich hoffe, dass

da noch einiges passieren wird.

Ich selbst habe noch viele Ideen in der Warteschleife,

die unbedingt gesehen werden sollen.

Manchmal, denke ich an die Zeit am Centraltheater

Leipzig unter Sebastian Hartmann zurück. Da hatte

Die gebürtige

Berlinerin

Carla Clementine Pohl

lebt und arbeitet

als Bühnen- und

Kostümbildnerin,

Stylistin und freie

Künstlerin in ihrer

Heimatstadt.

Gemeinsam mit der

Fotografin Katja

Strempel hat sie

außerdem „Aktion

Auktion“ entwickelt:

Eine Kunstauktion mit

Event und Performance-

Charakter, die im Mai

beim Gallery Weekend

für Aufsehen sorgte.

In der langjährigen Zusammenarbeit mit Christoph

Wirth im Kunstkollektiv OBJECTIVE SPECTACLE

entstanden die Performances „CLAP.“, „SYMPATHEIA“,

sowie zwei musikalische Bearbeitungen von Brechts

Fatzer-Fragment.

Pohl wünscht sich Sebastian Hartmann als

Intendanten der Volksbühne.

www.clemetine-pohl.de

ich wirklich Glück, denn ich konnte viel lernen. In der

freien Szene fühlt es sich für mich allerdings uneingeschränkter

an.

Sebastian Hartmann ist mir persönlich wichtig. Ich

finde seine Arbeiten nach wie vor sehr gut und freue

mich auf sein Stück beim Theatertreffen im Sommer.

Er hat auch diese beeindruckende Inszenierung „Hunger.

Peer Gynt“ am Deutschen Theater gemacht. Hast

Du das schon gesehen? Solltest Du echt machen. ■

Foto: Katja Strempel


Dies & Das

Sportliches für 6- bis 15-Jährige in den

Sommerferien in Pankow

Noch Plätze frei bei

Feriencamps von Pfeffersport e.V.

vom 24.06. bis 02.08.2019

Alle 6- bis 15-Jährigen, die Spaß an Bewegung

haben, lädt der inklusive Sportverein Pfeffersport

e.V. in den Sommerferien zu seinen Feriencamps in

Prenzlauer Berg ein.

Ob als Neueinsteiger/in oder schon Trainierte/r:

Von Basket-, Hand- und Fußball über Parkour bis

Akrobatik und Tanz ist für jeden etwas dabei!

Wer kein Interesse an einer spezifischen Sportart hat, ist in unserem SportSpielSpaß-Camp mit vielen

Ball- und Bewegungsspielen eine ganze Woche in Bewegung. Freie Plätze gibt es noch in allen Camps

und in jeder Ferienwoche.

Infos und Anmeldung unter www.pfeffersport.de/feriencamps oder Mail an

feriencamp@pfeffersport.de

Die erzielten Überschüsse der Camps kommen der Integrations- und Inklusionsarbeit von

Pfeffersport zugute.

19 Jahre am Kollwitzplatz

Seit 19 Jahren betreibt Andreas Langholz sein

Geschäft Colecomp am Kollwitzplatz und ist damit

der feste Fels in der Brandung dieses ständig in der

Veränderung befindlichen Kiezes.

Tradition ist auch, den Geburtstag alljährlich mit

Freunden, Kunden, Nachbarn zu feiern. Dieses Jahr

wurde es einmal mehr ein rauschendes Fest.

Bis zum frühen Morgen wurde auf den Bürgersteigen

getanzt, gelacht und ausgelassen gefeiert. Livemusik

hob die Laune.

Vielen Dank an „Das schöne Quartett“, an „Ruperts

Kitchen Orchestra“ und natürlich an dich Andreas,

danke für dieses tolle Fest!

50 mein/4


Dies & Das

Tag der Nachbarn

Ein Tag für mehr Gemeinschaft

in deinem Viertel

Am Tag der Nachbarn, am 24. Mai 2019,

wurden wieder Tausende kleine und

große Nachbarschaftsfeste in ganz

Deutschland gefeiert.

Für mehr Gemeinschaft, weniger

Anonymität und eine Nachbarschaft,

in der wir uns zu Hause fühlen.

Diese Idee haben wir gerne mitgetragen

und haben uns sehr über die Einladung

von Myers Hotel gefreut. In der Metzer

Straße gab es Nahrung für alle Sinne

und natürlich auch jede Menge Zeit

und Muße, miteinander ins Gespräch zu

kommen.

Wir hatten jede Menge Spaß und freuen

uns schon auf das nächste Jahr.

Wir hoffen, man sieht sich dann!

mein/4

51


Rubrik

Preis-Werte

Geschenke von

Colecomp!

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Was kochst du heute?

Und womit kochst du?

Colecomp – seit mehr als 18 Jahren ein Laden für

Menschen, die gern kochen und genießen.

Mit einem Sortiment, das sich an Funktionalität

und Qualität orientiert und nicht flüchtigen

Trends folgt.

Unser Angebot umfasst mehr als 6.000 Produkte:

Kochwerkzeuge, Kochgeschirr, Glas, Porzellan,

ausgewählten Lebensmitteln und Textilien.

Alle Dinge, die Du wirklich zum Kochen

brauchst, findest Du bei uns. Versprochen!

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Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 11 – 19 Uhr

Samstag

10 – 18 Uhr

52 mein/4


Dies & Das

Auf der Suche nach dem richtigen Auto für die Stadt

Ein Auto in Berlin? Keine gute Idee.

Parkplätze gibt es nur spärlich und zu unterschiedlich sind die Verwendungszwecke. Mal müssen

damit 3000 Magazine verteilt werden, mal die Fußballmannschaft gefahren werden und Urlaubsfahrten

haben wieder ganz andere Ansprüche. So blieb uns bis jetzt nur der Weg zum Autovermieter,

um das jeweils nötige Auto zu leihen.

Den Rest der Wege erledigt man mit dem Fahrrad. Ja, wenn es da nicht durch Zufall ein Gespräch

gegeben hätte mit der Familie Kretschmar. Familie Kretschmar hat versucht, die „eierlegende

Wollmilchsau zu konstruieren. Auf Basis eines VW-Transporters baute man einen minimalistischen

„Bulli“ mit bis zu 8 Sitzplätzen, 5 Schlafplätzen, jeder Menge Platz für den Transport von Magazinen,

einer kleinen Küche usw. Das Ganze auf einer Länge von weniger als 5 Metern. „Probiert ihn mal aus,

erzählt wie ihr es fandet“.

So etwas lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und testen diesen Bulli mit dem schönen Namen

Wavecamper für ein Vierteljahr in Berlin. Wir halten euch auf dem Laufenden. Wenn ihr mehr über

unsere Erlebnisse wissen wollt, schaut euch die ersten Reiseberichte auf YouTube an.

Youtube: mein/4 onTourwww.wavecamper.de

Relaunch Holiday Inn Hotel

Das Holiday Inn in der Prenzlauer Allee wurde in den

vergangenen Monaten renoviert und zeigt noch mehr seine

Verbundenheit zu unserer schönen Stadt Berlin und vor allem

Prenzlauer Berg. Auch die Ausrichtung auf Familien wurde noch

verstärkt. Die neu konzipierten Familienzimmer laden zum Reisen

mit der ganzen Familie ein. Kinder übernachten und essen

übrigens kostenfrei.

Bei der großen

Eröffnungsfeier konnte man

schon einmal einen Blick in die

123 neu gestalteten Zimmer

werfen. Wir dürfen sagen: Es

hat sich gelohnt!

René Hager, Rona Tietje, Sascha Hilliger

Gefreut hat uns vor allem die Ausstattung der Zimmer mit

unseren schönen mein/4-Magazinen und Stadtteilführern.

Wir fühlen uns geehrt.

mein/4

53


Dies & Das

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Zeit zum Renovieren

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und Gewerbeeinheiten

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Ausführung und

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ausgebildeten Facharbeitern,

Meistern und Ingenieuren

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Architekten, Bausachverständigen

und Lieferanten

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nachhaltige Lösungen

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Gestaltungsvorgaben

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54 mein/4


Dies & Das

Kirschblütenfest

In diesem Jahr gab es wieder ein Kirschblütenfest im

Bötzowkiez. Mit viel privatem Engagement der Anwohner

und Ludger Lemper (Kulturmakthallen) wurde ein tolles Fest

nicht nur für die Anwohner auf die Beine gestellt.

Neben Kinderflohmarkt,

Livemusik

und Picknickplätzen

waren auch wir

vor Ort, um uns

Redaktionstipps

vor Ort zu holen.

Viele nutzten die

Möglichkeit, um Ihre

Vorschläge an unseren

„Redaktionsbulli“ zu

kleben. Tausend Dank

dafür.

Es hat uns sehr viel Spaß gemacht.

Auf dem Alexanderplatz gegen Hütchenspieler

Was uns ja wirklich nervt, ist die große Anzahl von Hütchenspielern

in Berlin. Egal, ob Ku‘damm oder Museumsinsel,

immer wieder trifft man auf sie. Fast ungläubig sieht man zu,

wie immer wieder Menschen den Betrug nicht begreifen und

das Ganze für ein Glücksspiel halten.

Nein, das ist es eben nicht. Es ist reiner Betrug. Wir freuen

uns, zusammen mit Maik M. Paulsen, der Falschspieler,

ein wenig Aufklärung leisten zu können. Zusammen mit

ihm zeigten wir auf dem Alexanderplatz die Tricks der

Hütchenspieler.

Dank an Maik M. Paulsen für seinen Einsatz.

Ihr konntet nicht dabei sein?

Dann schaut euch hier die Tricks

noch einmal an:

www.youtu.be/iISjBA99ehE

mein/4

55


Ein großes Dankeschön an

unsere neuen Abonennten

… wir machen weiter!

Fynn Schmidt

Anton Albers

Felix Harms

Alexander Kramer

Matilda Macke

Carl Oltmanns

Oscar Kruse

Mathis Becker

Anna Cordes

Sara Janßen

Marah Frerichs

Sophie Deters

Liah Menke

Matteo Schütte

Johanna Meiners

Maximilian Siemer

Hannah Meyer

Finn Müller

Mila Eilers

Marianne Siegbold

Louisa Gerdes

Leah Janssen

Mathilda Schröder

Luis Bruns

Paula Ostendorf

Elisa Böckmann

Jonah Rogge

Emily Ahlers

Jacob Behrens

Maja Kuhlmann

Elina Koopmann

Jonathan Olberding

Lennart von Seggern

Tilda Martens

Lilly Kröger

Neele Wichmann

Mads Hinrichs

Melina Wessels

Friedrichshain-Kreuzberg

Friedrichshain-Kreuzberg

Friedrichshain-Kreuzberg

Friedrichshain-Kreuzberg

Friedrichshain-Kreuzberg

Friedrichshain-Kreuzberg

Friedrichshain-Kreuzberg

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Tempelhof-Schöneberg

Tempelhof-Schöneberg

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Steglitz-Zehlendorf

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Pankow

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Charlottenburg-

Wilmersdorf

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Neukölln

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Lichtenberg

Lena Lüschen

Thomas Stöver

Michael Willenborg

Veranstaltungsinfos? Newsletter abonnieren!

Clara Fortmann

David Büsing

Luka Peters

Hannes Borchers

Heidrun Mangold

Peter Zumbrick

Carsten Meyer

Ann-Marie Hilbert

Thorsten Menning

Klaus Dombrowski

Ralph Stegener

WERKETAGE | Kunst- & Kulturverein

Raum für Ateliers und Events

… Lesungen

• DEO (des Esels Ohr)

an jedem 23. eines Monats

mit Hauser, Fuchs & Wahn

… Konzerte

• Streichelzoo & Lieblingstiere

mit Johanna Zeul & Gästen

… und

• Ausstellungen

• Filmabende

• Hoffest

Lichtenberg

Reinickendorf

Mitte

Mitte

Mitte

Mitte

Mitte

Mitte

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Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Saarbrücker Straße 24 – Prenzlauer Berg – U2 Senefelder Platz


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mein/4

57


Küchenanekdoten

Thank you for traveling with Deutsche Bahn

Vor fast 20 Jahren kam Rüdiger zu mir in den Laden. Er betrieb eine Agentur für Produktentwicklung

und erhielt den Auftrag, für die Mitropa eine Menage zu entwickeln, die Salz- und Pfefferstreuer

und die Speisekarten beherbergen sollte.

Wir schlugen vor, entwarfen, bauten Prototypen, lernten

Sicherheits- und Hygieneabteilungen kennen. Das

alles war äußerst dringend.

Rüdiger ist eigentlich studierter Theologe, ein begabter

Singer-Songwriter ist er auch, nur das mit der Produktentwicklung

hat er an den Nagel gehängt. Verständlich,

wenn man sieht, dass im Speisewagen die Streuer immer

noch lose rumstehen.

Das Gute daran: heute stellt Rüdiger zusammen mit

seiner Frau Miriam sehr leckere Feinkostprodukte her.

Damit könnte die Geschichte eigentlich schon aus sein,

wäre ich nicht kürzlich mit dem Unternehmen Zukunft

von Bonn zurück nach Berlin gereist. Der Rhein stünde

in Flammen, ließ mich mein Freund Gerd wissen,

das möge ich mir bitte nicht entgehen lassen! Und

wenn ich schon mal da sei, könne ich auch gern in seinem

Küchenladen mitarbeiten, die Stadt sei voll und

ich wisse ja, wie es geht.

Mein Zug ging um 18:02 (das tat er tatsächlich!). Ich

hatte mich in Abschnitt D postiert, denn dort sollte

der Speisewagen halten (so geschah es auch!). Mir war

nach dem rheinischen Sondereinsatz nach einem isotonischen

Getränk mit Spurenelementen, Vitaminen

und Mineralien (es war sogar vorrätig). Doch dann traf

mich der Schlag: Lag da doch auf meinem Tisch seitlich

unter dem

Fenster

ein kleines Schieferplättchen, vielleicht 14x5cm groß,

mit zwei zärtlich eingefrästen Vertiefungen, und in

denen standen Salz- und Pfefferstreuer. Tränen schossen

mir in die Augen! Nicht nur, weil offensichtlich

Hygiene- und Sicherheitsbeauftragte weit über ihren

Schatten gesprungen sind, sondern hauptsächlich, weil

mir klar wurde, dass eine Ära zu Ende gegangen ist.

Ende der 90er Jahre habe ich die ersten Schieferplatten

eingekauft – im Dachdeckerbedarf. Sie kamen aus der

Eifel. Drei Größen gab es und ein Raunen ging durch

die Berliner Gastronomie. Die wunderbaren Käse von

Fritz Lloyd Blomeyer waren jahrelang ohne Schiefer

drunter nicht denkbar!

Das ist jetzt leider vorbei, Schiefer verlässt unser Sortiment.

Ich habe nämlich Angst, dass die Bahn mich

in Sachen Schieferoptimierung anfragt.

Und was wird nun aus Blomeyers Käse? Keine Angst -

wir haben uns in weiser Voraussicht Zugang zu neuen

Käseunterlagen verschafft:

Fluss-Steine, gesägt und poliert.

Und falls jemand immer noch Schiefer möchte: die

Bahn arbeitet an einer Direktverbindung in die Eifel …

Sündikat - Bonn

Empfehlung des Autors:

Beste Feinkost aus Berlin

Bester Küchenladen in Bonn

Kebe-Living

Sündikat

Lorenzstraße 58 Friedrichstraße 53

12209 Berlin 53111 Bonn

030-38101390 0228-94737170

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58

mein/4


Kinder- & Jugendmuseum

19

Labyrinth Kindermuseum

Um das interaktive Lernen

dreht sich alles im Labyrinth

Kindermuseum.

In einer historischen Montagehalle

könnt ihr spielerisch die Welt kennenlernen.

www.labyrinth-kindermuseum.de

WasserMuseum und

Wasserwerkstatt

Ein cooler Lern- und Spielort für

Euch ist das WasserMuseum mit

Wasserwerkstatt.

www.wassermuseum-berlin.de

Computerspielemuseum

Computerspiele-Geschichte von

den ersten Konsolen bis hin zu

modernen 3D-Welten zeigt Euch

das Computerspielemuseum im

Friedrichshain.

www.computerspielemuseum.de

asisi Panorama DIE MAUER

Wie hat ein Herbsttag im Berlin

der 1980er Jahre ausgesehen? Das

15 x 60 Meter große Rundbild

von asisi schickt Euch auf eine

Zeitreise.

www.die-mauer.de

19

4 14 8 1 58 6 5 26 2

2 62 6 5 45 4

7 7 4 2 64 2 6 3 3

1 7 1 7 4 2 4 2

5 5 7 7

6 4 6 4 3 1 3 1

3 3 7 5 17 5 1 6 6

6 56 5 2 12 1

1 91 2 9 32 7 3 87 8

Museum der unerhörten Dinge

Im Museum der Unerhörten Dinge

verschwimmt Fiktion mit Realität. Auf

gerade mal 20 Quadratmetern begegnen

Euch allerhand kuriose Objekte.

www.museumderunerhoertendinge.de

Deutsche Technikmuseum

Ausstellung über Technik und

Fortschritt – das Deutsche

Technikmuseum in Kreuzberg.

www.sdtb.de

Berliner Naturkundemuseum

Das Museum für Naturkunde in Berlin

präsentiert Euch einen spannenden

Einblick in das Wirken der Natur.

www.naturkundemuseum-berlin.de

Deutschen Spionagemuseum

Agenten und ihre Geschichten:

Das Deutsche Spionagemuseum

enthüllt Euch die mysteriöse Welt der

Geheimdienste.

www.deutsches-spionagemuseum.de

20

20

3 23 7 82 7 68 6

2 2 5 45 4 3 3

4 94 79 7

6 8 6 8 5 5 4 7 4 7

7 37 6 3 26 8 2 18 1

4 2 4 2 8 8 9 6 9 6

2 12 61 6

3 3 9 59 5 8 8

5 45 3 64 3 26 2

21

Die Auflösung auf S. 64

21

22 22

2 4 2 94 7 9 7

9 9 4 4

mein/4 59


2

4

6

3

5

8

1

7

Wer feiert hier seinen Geburtstag?

Happy Birthday


Auf dem Holzweg

Neue Ausstellung im MACHmit! Museum

Ab 28. Mai wird im MACHmit! Museum die neue Ausstellung gezeigt.

Interaktiv lädt sie dazu ein, sich dem Thema Holz und dem Wald, der mit all seinen Bewohnern –

Pflanzen, Tieren und Pilzen – ein faszinierender lebendiger Organismus ist, zu widmen.

Aus welchen Holz bist du geschnitzt?

Jahresringe am Holzstapel zählen, Zirbenkiefernduft

schnuppern und Schnee im Museum

erleben. Die Waldapotheke erkunden, das Gold der

Bäume finden, im Wald baden und ein

riesiges Holzkunstobjekt entdecken.

Wer erntet Holz, wen treffen wir im Wald und wo überall

begegnen uns Produkte aus Holz?

»Knallen muss es tüchtig und lustig will ich‘s haben,

sonst mach ich nicht mit.« (Karlsson vom Dach)

Nach dem Motto des Kooperationspartners Abenteuerlicher

Bauspielplatz Kolle 37

»Bauen statt Hauen« kann an einer Holzhütte gezimmert,

können unterschiedliche Holzarten

kennengelernt und im Tischlerschuppen bearbeitet

werden.

Auch Informationen zu Klimawandel und

Schülerdemos fehlen nicht.

Blätterpresse, Holzdruck, Birkenlederkörbchen –

Passend zum Ausstellungsthema gibt es an den

Werktischen viele neue Kreativ-Angebote

Die Ausstellung wird bis 7. Juni 2020 auf den Holzweg einladen.

Öffnungszeiten für Familien

Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr

Führungen für Gruppen aus Kita, Grundschule und Hort

Dienstag bis Freitag ab 8.45 Uhr

(nach tel. Voranmeldung 030-74778 200 Mo – Fr 9 – 16 Uhr)

MACHmit! Museum für Kinder

Senefelderstr. 5

10437 Berlin

030 – 74778 200

info@machmitmuseum.de

www.machmitmuseum.de

mein/4

61


mein/4

Buchvorstellung

Helena Melikov | Ani Menua

LOST AND FOUND

Herausgegeben, gestaltet

und geschrieben

wurde es von

zwei in Berlin lebenden

jungen Künstlerinnen.

Helena Melikov

ist Fotografin und

Grafikdesignerin.

Ani Menua ist Philosophin

und Schriftstellerin.

Lost and

Found war ursprünglich

eine Online

Community, die Helena Melikov im Jahre 2017

gegründet hatte, um dort alte Fotografien zu sammeln

und von Autoren durch ihre Texte zum neuen

Leben zu erwecken. Daraus entstand die Idee zu

dem Buch. Die Intention der Künstlerinnen war es,

dieser Idee nicht nur eine mit Händen erfassbare

Form zu geben, sondern auch das Handwerk des

Buchdruckes zu zelebrieren.

Mit dem Buch selbst schlagen Helena Melikov

und Ani Menua eine Brücke zwischen der Vergangenheit

und der Gegenwart. Die auf Flohmärkten

gesammelten und sorgfältig zusammengestellten

Fotografien zeugen vom Alltag von vor ca. 70-80

Jahren. Die Stimmung auf den Bildern ist gefangen

zwischen zwei Weltkriegen, die die Welt nachhaltig

erschütterten. Und doch drohen diese Erinnerungen

verloren zu gehen. Die Geschichte ist ein immer

wiederkehrender Zyklus von Ereignissen und auch

der Mensch bleibt unverändert in seinen Grundeigenschaften,

die für schreckliche Ereignisse in der

Menschheitsgeschichte verantwortlich sind. Durch

die Texte taucht der Leser in den ganz normalen Alltag

und in die Welt der auf den Fotos erscheinenden

Motiven und Menschen ein.

Das Buch „LOST AND FOUND“ konfrontiert die

Vergangenheit mit der Gegenwart, so dass das Gestern

zu Jetzt und das Jetzt hingegen zu Gestern wird. ■

Frank Bösch

ZEITENWENDE

1979

Als die Welt von

heute begann

Im Jahr 1979 häuften sich weltweit Krisen,

euphorische Aufbrüche und Revolutionen.

Die iranische Revolution, Thatchers

Neoliberalismus oder die Öffnung Chinas

veränderten ebenso die Welt wie die Aufnahme der

BoatPeople, der AKW-Unfall von Harrisburg oder

der sowjetische Einmarsch in Afghanistan.

Frank Bösch nimmt uns mit auf eine faszinierende

Zeitreise zu den Quellen unserer Gegenwart.

1979 gilt als „das Schlüsseldatum des 20. Jahrhunderts“

(Peter Sloterdijk) und wird als der „Beginn

der multipolaren Welt von heute“ (Claus Leggewie)

bezeichnet.


Lioba Werrelmann

HINTERHAUS

Journalistin Carolin

stolpert wider Willen

in einen Kriminalfall,

der sie tief in die Vergangenheit

Ost-Berlins

führt. In einem Hinterhaus

in Prenzlauer

Berg findet sie die Leiche

eines seit Langem

vermissten Jungen.

Doch kaum jemand scheint sich an ihn erinnern

zu wollen. Die Hausbewohner schweigen und die

Polizei ermittelt nur halbherzig.

Eigentlich hat Carolin andere Sorgen. Ihr Freund

ist weg, sie hat keine Wohnung mehr und keinen

Job. Aber ehe sie sich´s versieht, ist sie dem Mörder

zu nahe gekommen. So wird das Hinterhaus auch

für Carolin zur tödlichen Falle ...


62 mein/4


mein/4

Leserbriefe

Bitte sendet uns

eure Leserbriefe an:

leserbriefe@meinviertel.berlin

oder per Post:

Mein/4

Schönhauser Allee 52

10437 Berlin

Bitte schickt uns Eure Meinungen und Wünsche

Thema Skip Pahler:

Liebe Redaktion,

vielen Dank für den schönen Artikel über Skip

Pahler. Es hat mich sehr gefreut, mal wieder

von ihm zu lesen. Ich wohne in Weißensee und

bin immer sehr traurig, wenn ich sehe, wie sein

Wandbild „Der Kirschdieb“ an der Berliner Allee

durch Anbauten verschwindet und nun für immer

verloren ist.

Liebe Grüße, Elvira K.

Thema Kulturfritzen:

Hallo mein/4,

sehr gerne werde ich meinen Beitrag leisten,

um eure schöne Arbeit zu unterstützen.

Auf die nächsten 100 Ausgaben!

Kathrin E.

Liebe Redaktion,

nicht aufgeben!

Gutes braucht manchmal seine Zeit …

Unsere Unterstützung habt ihr!

Yvonne aus Lichtenberg

Liebe mein/4- Redaktion,

danke für diese schöne neue Serie. Ein Grund

mehr, meine Stadt zu entdecken und vor allem

nicht immer nur auf seine direkte Umgebung

fixiert zu sein. Ich hebe alle Hefte auf und habe

fest vor, alle Tipps zu erkunden.

Liebe Grüße,

Karsten J.

Hallo mein/4,

wir wünschen euch Kraft und Durchhaltevermögen.

Gerne tragen wir einen Teil dazu

bei, euch zu unterstützen.

DURCHHALTEN !

Sandra S. + Familie

Thema Unterstützer:

Liebes Team von mein/4,

danke das es euch gibt … wir unterstützen euch

sehr gerne.

Thomas und Bärbel K.

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Herausgeberin / Geschäftsführerin

Beate Beeth

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Schönhauser Allee 52, 10437 Berlin

Redaktionelle Mitarbeit

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Carola Ehrlich-Cypra, Franziska Hauser,

Ruth Herzberg, Stefanie Kayser, Vera Rüttimann,

Henry Steinhau, Marc Lippuner, Lutz Müller-Bohlen

Die besten Tipps für den Herbst

Von Kurzausflügen bis zum Kurzurlaub.

Von Sport bis Wellness.

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Der Falschspieler

Maik M. Paulsen und die Lust am Betrug – oder

warum du deinen Augen nicht trauen solltest.

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M. Beeth

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche

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