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SOCIETY 375

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WIRTSCHAFT • POLITIK • DIPLOMATIE • MEDIZIN • IMMOBILIEN<br />

Nr. <strong>375</strong> | Juni - Dezember 2019<br />

www.society.at | Preis 10,- Euro<br />

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120<br />

KUBA<br />

60 Jahre Revolution im<br />

karibischen Inselstaat<br />

STARKE FRAUEN<br />

Was die Botschafterinnen<br />

von Malta, Namibia,<br />

Norwegen, Schweden<br />

und Zypern miteinander<br />

verbindet<br />

THEMENSERIE<br />

Traditionsunternehmen<br />

Österreichs<br />

Scheer, Lobmeyr,<br />

Giesswein und Knize<br />

SÜDAFRIKA<br />

25 Jahre Abschaffung<br />

der Apartheid<br />

BRIGITTE BIERLEIN<br />

Die erste Frau<br />

Österreichs<br />

Michelle Obama<br />

Ihre Geschichte


THE X7<br />

www.bmw.at/X7<br />

BMW X7: von 195 kW (265 PS) bis 294 kW (400 PS), Kraftstoffverbrauch gesamt von 6,5 bis 8,7 l/100 km, CO 2 -Emissionen von 171 bis 198 g CO 2 / km. Symbolfoto.


<strong>SOCIETY</strong><br />

SOCIET Y im<br />

neuen Gewand<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Chefredakteurin<br />

Tanja Tauchhammer<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin<br />

Gerti Tauchhammer<br />

Foto: Pascal Schrattenecker<br />

Erstmals seit 15 Jahren haben wir<br />

unserem Erscheinungsbild ein Facelifting<br />

verpasst und werden ab jetzt<br />

erfrischend mit neuem Layout und<br />

Persönlichkeiten auf dem Titelblatt erscheinen.<br />

Wunderbar, dass wir als Coverstory<br />

gleich die Powerfrau Michelle<br />

Obama featuren konnten. Lesen Sie<br />

mehr über die Lebensgeschichte der<br />

früheren First Lady im Blattinneren.<br />

Ebenfalls in dieser Ausgabe finden Sie<br />

einen Artikel über „die erste Frau an<br />

Österreichs Spitze“, Brigitte Bierlein.<br />

THEMENSCHWERPUNKTE<br />

Im Fokus stehen diesmal 25 Jahre Abschaffung<br />

der Apartheid in Südafrika<br />

und das 60 Jahr-Jubiläum der Revolution<br />

Kubas. Botschafterinterviews und<br />

mehr über die Beziehungen dieser<br />

Länder zu Österreich sind ebenfalls<br />

im Heftinneren.<br />

EIGENEVENTS<br />

Wie immer bringen wir einen Nachberichtsreigen<br />

über unsere Veranstaltungen:<br />

Botschafterfrühstück mit Leigh<br />

Turner, das bereits zum zweiten Mal<br />

mit dem Thema „digitale Diplomatie“<br />

im Palais Hansen Kempinski stattfand.<br />

Das Nawruz- und Silk-Road-Event im<br />

Hotel Park Hyatt, ein Frühstück zum<br />

Thema „One Belt, One Road-China-Africa“<br />

mit dem chinesischen und drei<br />

afrikanischen Botschaftern in Kooperation<br />

mit ACBA, und eine Ausstellung<br />

mit zwei Künstlern zum Thema „Österreich-Ungarn“–<br />

beide im Grand Hotel.<br />

Kamerun und Mosambik feierten ihren<br />

Nationalfeiertag im neu eröffneten<br />

Hotel Andaz Vienna Am Belvedere<br />

mit einem atemberaubenden Panoramablick<br />

über Wien und einer hochkarätigen<br />

Wirtschaftsdelegation aus<br />

Mosambik.<br />

MAXIMILIAN I.<br />

500 JAHRE TODESTAG<br />

Der österreichische Maler Maximilian<br />

Otte widmet diesem herausragenden<br />

Habsburger anlässlich seines 500.<br />

Todestages ein Gemälde. Über Otte<br />

mehr im Blattinneren.<br />

WOMEN AMBASSADORS<br />

Wir führen die Reihe über weibliche<br />

Botschafterinnen mit Interviews<br />

von den diplomatischen Vertreterinnen<br />

aus Malta, Namibia, Norwegen,<br />

Schweden und Zypern weiter<br />

fort. Immobilien, Privatkliniken und<br />

Internationale Schulen sowie die<br />

neu akkreditierten Botschafter und<br />

Ambassadors von A-Z runden unsere<br />

Themenkreise ab.<br />

Genießen Sie unsere abwechslungsreichen<br />

Recherchen und Portraits und<br />

nehmen Sie sich Zeit für ein Durchblättern<br />

unseres Magazins! Wir freuen<br />

uns, sie weiterhin als lesenden treuen<br />

Wegbegleiter mit unseren Inhalten<br />

überraschen zu dürfen.<br />

Herzlich Ihre<br />

Gerti Tauchhammer, Herausgeberin<br />

Tanja Tauchhammer, Chefredakteurin<br />

EDITORIAL<br />

003


<strong>SOCIETY</strong><br />

Inhalt<br />

Heft Nr. <strong>375</strong><br />

FOKUS: WOMEN IN POLITICS<br />

10 Coverstory: Michelle Obama<br />

16 I.E. Natasha Meli Daudey (Malta)<br />

18 I.E. Nada Kruger (Namibia)<br />

20 I.E. Kjersti Andersen (Norwegen)<br />

22 I.E. Mikaela Kumlin Granit<br />

(Schweden)<br />

24 I.E. Elena Rafti (Zypern)<br />

26 Porträt: Brigitte Bierlein<br />

30 100 Jahre Frauenwahlrecht<br />

FOKUS: KUBA<br />

34 Länderporträt: Kuba<br />

38 Interview: Botschafter S.E.<br />

Juan Antonio Fernandez Palacios<br />

42 Reisemesse FITCuba 2019<br />

44 Analyse: Kuba kämpft sich durch<br />

46 Gastkommentar: 60 Jahre<br />

Revolution in Kuba<br />

48 Österreichisch-Kubanische<br />

Freundschaftsgesellschaft<br />

IMMOBILIEN<br />

50 Immobilienprojekt TrIIIple<br />

51 Börseplatz 1<br />

53 Austia Trend Hotels: Interview mit<br />

Michael Kröger<br />

54 Neues Hotelprojekt: Jaz Hotel<br />

56 Hotel Steigenberger<br />

57 The Ring<br />

58 Schlosspark Mauerbach<br />

59 The Ritz-Carlton Vienna<br />

FOKUS: SÜDAFRIKA<br />

60 Länderporträt: Südafrika, Land<br />

der Gegensätze<br />

64 Interview mit Botschafter<br />

S.E. Tebogo Seokolo<br />

68 25 Jahre Ende Apartheid<br />

DIVERSITÄT / GREEN <strong>SOCIETY</strong><br />

70 Gastkommentar: Klimaschutz ist<br />

überlebenswichtig<br />

74 Wie ‚„grün“ ist die russische Ölund<br />

Gasindustrie?<br />

75 Black Austrian Awards<br />

MEDIZIN & FITNESS<br />

78 Vienna Medical Center<br />

80 Digitales Zahnlabor DDLab<br />

82 Schlank in den Sommer<br />

84 Taekwon-Do Fit Class<br />

85 VITURA Personal Training<br />

LIFE & STYLE<br />

87 Geinberg5<br />

88 Kussmaul<br />

89 Kornat<br />

90 Amadeus International School<br />

92 Reise nach Irland<br />

94 Windobona<br />

95 Ethnischer Schmuck<br />

98 Beautynews<br />

KULTUR<br />

102 Turnierbuch Freydal: Maximilan I.<br />

104 Maximilian Otte<br />

106 St. Georgs-Ordenstag in Ungarn<br />

108 Weinritter<br />

110 Russisches Kulturinstitut<br />

112 Exlibris<br />

WIRTSCHAFT<br />

116 Schuhmacher Scheer<br />

118 Knize<br />

120 Giesswein<br />

122 Lobmeyr<br />

124 Interview: Martin Winkler, Oracle<br />

126 Interview mit Premierminister von<br />

Nordmazedonien, Zoran Zaev<br />

128 Vienna Economic Forum<br />

130 Thomas Arnoldner, A1<br />

132 OBOR-Initative, Leopold Specht<br />

133 Kasachstan: Rudolf Thaler<br />

DIPLOMATIE<br />

134 Ambassadors A-Z<br />

142 Akkreditierungen Bilateral<br />

147 Rangfolge Botschafter<br />

150 Österreichische<br />

Diensstellenleiter BMEIA<br />

158 Events Diplomatie<br />

165 Begegnungen in der Stallburg<br />

ÖGAVN<br />

166 PaN-Events<br />

168 Welcome to Austria<br />

<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENTS<br />

170 Public Diplomacy mit S.E. Leigh<br />

Turner<br />

172 Präsentation der Winterausgabe<br />

im Park Hyatt<br />

174 Nawruz-Feier im Grand Salon des<br />

Park Hyatt<br />

178 Ambassadors Breakfast ACBA<br />

180 Taekwon-Do Performance<br />

182 Dinner im Sichuan China<br />

Restaurant<br />

184 Vernissage: Austria meets<br />

Hungary<br />

186 Mosambik im Hotel Andaz Am<br />

Belvedere<br />

188 Ladies Ambassadors Grand<br />

Lunch<br />

190 Gartenparty im Vienna Medical<br />

Center<br />

192 Benefizkonzert „All for Autism“<br />

194 Kommentar: Emil Brix<br />

STANDARDS<br />

3 Editorial<br />

6 Impressum<br />

8 Gastautoren<br />

INHALT<br />

004


<strong>SOCIETY</strong><br />

64<br />

10<br />

122<br />

26<br />

34<br />

158<br />

INHALT<br />

005


<strong>SOCIETY</strong><br />

Wirtschaft • Politik • Diplomatie •<br />

Medizin • Immobilien<br />

MEDIA EVENTS NETWORKING<br />

(Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz)<br />

Medieninhaber & Eigentümer: Tauchhammer KG 100%<br />

(Komplementär: KR Mag. Gertrud Tauchhammer,<br />

Kommanditist: Mag. Tanja Tauchhammer)<br />

Unternehmensgegenstand: Herausgabe von Druckwerken<br />

Firmenbuchnummer: FN 235924y<br />

Firmensitz: Hüttelbergstraße 23a, 1140 Wien<br />

Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien<br />

UID-Nummer: ATU57082123<br />

Blattlinie: <strong>SOCIETY</strong> berichtet über Top-Ereignisse aus<br />

Wirtschaft, Politik, Diplomatie, Immobilien, Medizin, Gesellschaft,<br />

Lifestyle, und Nachhaltigkeit („Green Society“).<br />

Jede Ausgabe ist einem Fokusland gewidmet.<br />

Fotos: Heeresbild- und Filmstelle, Richard Pobaschnig,<br />

Katherina Prokofieff, Katharina Schiffl, Ugur Karakan,<br />

Eduardo Salas-Torrero, Pascal Schrattenecker<br />

Coverfoto: Official White House Photo by Chuck Kennedy<br />

Druck: Druckerei Berger, www.berger.at<br />

Erscheinungsweise: halbjährlich<br />

Preis pro Ausgabe: EUR 10,- zuzügl. Versandkosten<br />

Bankverbindung: Bank Austria,<br />

IBAN: AT35 1200 0515 7811 1601, BIC/Swift: BKAUATWW<br />

ÖSTERREICHISCHE<br />

GESELLSCHAFT<br />

FÜR AUSSENPOLITIK UND DIE<br />

Seit 1945<br />

VEREINTEN NATIONEN (ÖGAVN)<br />

Herausgeberin: KR Mag. Gertrud Tauchhammer, in Kooperation<br />

mit der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik<br />

und die Vereinten Nationen (ÖGAVN), www.oegavn.org<br />

Chefredaktion: Mag. Tanja Tauchhammer<br />

Sekretariat: Angelika Haupt<br />

Redaktion: Sarah Heftberger, Bakk. phil.<br />

Ressort Außenpolitik: Mag. Hermine Schreiberhuber<br />

Gastautoren: Emil Brix, Simon Inou, Karl Kaltenegger,<br />

Rudolf Thaler, Leopold Specht<br />

Anzeigenverkauf: Gertrud Tauchhammer<br />

Sales Assistant: Anya Hubmayer, Angelika Haupt<br />

Re-Design & Layoutentwicklung: OOOM AGENCY<br />

Art Director: Daniel Pucher / OOOM<br />

www.ooom.agency, www.ooom.com<br />

Redaktionsadresse:<br />

Villa Flora, Hüttelbergstraße 23a, 1140 Wien<br />

Telefon +43-(0)1-914 77 44-0<br />

E-Mail: mail@society.at<br />

www.society.at<br />

Präsidium:<br />

Bundeskanzler a.D. Dr. Wolfgang Schüssel (Präsident)<br />

Bundesminister a.D. Dr. Willibald Pahr (Ehrenpräsident)<br />

Bot. i.R. Dr. Wolfgang Schallenberg (Ehrenpräsident)<br />

Bundesminister a.D. Bot. i.R. Dr. Peter Jankowitsch<br />

(Vizepräsident)<br />

Bot. i.R. Dr. Gregor Woschnagg (Vizepräsident)<br />

Bundesminister a.D. Abg. z. NR Herbert Scheibner<br />

(Vizepräsident)<br />

Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen (Vizepräsident)<br />

Weitere Vorstandsmitglieder:<br />

Bot. i.R. Dr. Alexander Christiani,<br />

Bot. i.R. Dr. Eva Nowotny,<br />

Bot. i.R. Dkfm. Dr. Karl Peterlik,<br />

Bot. i.R. Dr. Gerhard Pfanzelter,<br />

BM a.D. Bot. Dr. Ursula Plassnik,<br />

General i.R. Mag. Raimund Schittenhelm,<br />

Mag. Liselotte Waldheim-Natural<br />

IMPRESSUM<br />

006


<strong>SOCIETY</strong><br />

<strong>SOCIETY</strong> präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche Gastautoren, die<br />

sich mit aktuellen Themen aus Politik, Lifestyle, Wirtschaft und<br />

Kultur befassen.<br />

Hermine Schreiberhuber war stellvertretende<br />

Ressortleiterin der Außenpolitik<br />

bei der APA. Für die SOCIE-<br />

TY-Länderschwerpunkte verfasst sie<br />

regelmäßig politische Analysen und<br />

Hintergrundberichte. In dieser Ausgabe<br />

analysiert sie die aktuelle politische<br />

Situation Kubas und reflektiert außerdem<br />

anlässlich 100 Jahren Frauenwahlrecht<br />

über die Situation der weiblichen<br />

Bevölkerung in Österreich in dem<br />

männlich dominierten Feld der Politik.<br />

Simon Inou ist Soziologe und Journalist.<br />

Er engagiert sich außerdem beim<br />

Verein M-Media, der journalistische<br />

Talente mit Migrationshintergrund<br />

sucht und fördert. Er ist Mitherausgeber<br />

des Magazins „fresh“ der schwarzen<br />

Bevölkerung Österreichs, das einen<br />

frischen Wind in die heimische Medienlandschaft<br />

bringt. In diesem Heft<br />

gibt er Einblicke in die Black Austrian<br />

Awards, die heuer zum zweiten Mal an<br />

afro-österreichische Persönlichkeiten<br />

und Kollektive vergeben wurden.<br />

Emil Brix ist Diplomat und Historiker<br />

und momentan als Direktor der Diplomatischen<br />

Akademie Wien – Vienna<br />

School of International Studies tätig.<br />

Er trat 1982 in den Diplomatischen<br />

Dienst ein. Heute ist er Vorsitzender<br />

des Instituts für den Donauraum und<br />

Mitteleuropa und Mitglied des Verwaltungsrates<br />

der Austrian Research<br />

Association. In dieser Ausgabe widmet<br />

er sich dem Mauerfall 1989 und der<br />

noch lange nicht abgeschlossenen<br />

Wende, die dieser mit sich brachte.<br />

Karl Kaltenegger war langjähriger<br />

ORF-Journalist, Manager und Moderator<br />

für Radio Salzburg, Ö3 (u. a. Ö3-Wecker)<br />

und Radio Wien. Mittlerweile ist<br />

er als Reisejournalist aktiv und schreibt<br />

für verschiedene Publikationen. In<br />

dieser Ausgabe nimmt er die Leser auf<br />

die 39. Reisemesse FITCuba mit und<br />

verrät die besten Tipps für zukünftige<br />

Kuba-Touristen. Außerdem berichtet<br />

er aus der irischen Region Connemara,<br />

die schon Oscar Wilde als wilde Schönheit<br />

bezeichnete.<br />

Rudolf Thaler ist Wirtschaftsdelegierter<br />

in Almaty und zuständig für<br />

Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan,<br />

Turkmenistan und Usbekistan. Zuvor<br />

tätig in Los Angeles/USA, Kiew/Ukraine,<br />

Warschau/Polen, Abu Dhabi/Vereinigte<br />

Arabische Emirate, Stockholm/<br />

Schweden. In Wien tätig als Regionalmanager<br />

für Afrika & Naher Osten und<br />

Süd- & Südostasien sowie Betreuer von<br />

Großunternehmen. Er schreibt über<br />

Kasachstan und dessen wesentliche<br />

Rolle für die neue Seidenstraße.<br />

Leopold Specht studierte Rechtswissenschaft,<br />

Philosophie, Politikwissenschaft<br />

und Ökonomie in Wien, Neapel,<br />

Rom und Cambridge, Massachusetts.<br />

Er ist Mitglied des Institute for Global<br />

Law und Policy an der Harvard Law<br />

School und Gastprofessor an der<br />

Universität Turin. Heute ist er Rechtsanwalt<br />

bei Specht & Partner Rechtsanwalt<br />

GmbH in Wien. Für diese Ausgabe<br />

verfasste er einen Kommentar über<br />

die chinesische One Belt One Road<br />

Initiative.<br />

Fotos: Foto Nelson, <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig,, WKO, Diplomatische Akademie. Philipp Horak<br />

GASTAUTOREN<br />

008


Shaping the world since 1919.<br />

Unsere Leidenschaft für Technologie und das Streben nach Innovation<br />

lassen seit 100 Jahren führende Schleiflösungen für Kunden in aller Welt<br />

entstehen.


Michelle Obama –<br />

Ihre Geschichte<br />

Michelle LaVaughn Robinson Obama –<br />

Rechtsanwältin, Autorin, Mutter zweier<br />

Töchter und ehemalige First Lady der USA,<br />

veröffentlichte 2018 ihre Biografie, in der sie<br />

tiefe und vor allem ehrliche Einblicke in ihre<br />

ganz persönliche Geschichte gibt.


<strong>SOCIETY</strong><br />

„Tun Sie, was Sie für richtig halten. Es wird immer jemanden geben, der<br />

anders denkt“ – Michelle Obama<br />

In „Becoming“ blickt sie auf die Zeit<br />

zurück, in der sie als erste schwarze<br />

First Lady der Vereinigten Staaten von<br />

Amerika an der Seite ihres Mannes<br />

Barack Obama rundum die Welt<br />

reiste, von den Einen beschimpft, von<br />

den Anderen gefeiert wurde. „Seitdem<br />

ich zögerlich in die Öffentlichkeit trat,<br />

hat man mich als mächtigste Frau der<br />

Welt hochgehalten und gleichzeitig<br />

als, zornige schwarze Frau‘ niedergemacht“,<br />

schreibt sie gleich am Anfang<br />

ihres Buches.<br />

Michelle Obama wurde am 17. Januar<br />

1964 in South Side Chicago geboren.<br />

Der Großteil ihrer Vorfahren waren<br />

Sklaven aus den Südstaaten, 2009<br />

entschlüsselten Forscher ihren<br />

Stammbaum und stellten fest, dass<br />

sie auch weiße Wurzeln hat, die vermutlich<br />

nach Irland zurückgehen. Als<br />

Tochter einer Sekretärin und eines<br />

gelernten Metzgers, der sich später<br />

zum Maschinisten umschulen ließ,<br />

wuchs sie in recht einfachen Verhältnissen<br />

im Haus ihrer Tante auf.<br />

Ihr Zimmer teilte sie sich damals mit<br />

ihrem älteren Bruder Craig, ein selbstgebauter<br />

Raumteiler schaffte etwas<br />

Privatsphäre.<br />

„Wie alles, was ich in<br />

meinem Leben erreicht<br />

habe, wäre<br />

auch dieses Buch<br />

ohne die Liebe und<br />

Unterstützung zahlloser<br />

Menschen nicht<br />

möglich gewesen.“<br />

Michelle Obama in<br />

der Danksagung<br />

Im Buch erzählt sie von den starr und<br />

streng wirkenden Klavierstunden mit<br />

ihrer Tante, der Zeit mit ihrem Bruder,<br />

den sie stets für seine innere Ruhe<br />

bewunderte, ihren Eltern, die ihr früh<br />

beibrachten, ihre Meinung zu sagen<br />

und ihrer ersten Begegnung mit ihrem<br />

späteren Ehemann Barack Obama.<br />

Sie spricht über die Erkrankung ihres<br />

Vaters mit Multipler Sklerose, der<br />

trotz seines Leidens immer versuchte,<br />

der Fels in der Brandung der Familie<br />

zu sein. Wie sich die Nachbarschaft,<br />

in der sie aufwuchs, langsam transformierte,<br />

der Großteil der weißen<br />

Familien wegzog und sich in den<br />

Straßen Armut und Gewalt mehr und<br />

mehr ausbreiteten. Ihren Ehrgeiz und<br />

den Willen zu lernen verlor Obama<br />

aber trotz aller Veränderungen und<br />

Hürden nie.<br />

1981 beendete sie als eine der besten<br />

ihrer Klasse die Whitney Young Magnet<br />

High School, ehe sie 1985 an der<br />

Princeton University die Fächer Soziologie<br />

und Afroamerikanische Studien<br />

mit dem Bachelor of Arts abschloss.<br />

„Princeton war extrem weiß und<br />

sehr männlich dominiert“, erinnert<br />

sie sich. „In meinem Freshman-Jahrgang<br />

machten schwarze Studenten<br />

nur knapp neun Prozent aus.“ Wie<br />

Mohnsamen in einer Schüssel Reis<br />

beschreibt Obama das Verhältnis von<br />

weißen und schwarzen Studenten.<br />

Drei Jahre nach dem Abschluss an<br />

der Princeton University erhielt sie<br />

den akademischen Grad Juris Doctor<br />

an der Harvard University. Später<br />

arbeitete sie in der Anwaltskanzlei<br />

„Sidley & Austin“, wo sie auch Barack<br />

Obama, der als Praktikant in die Kanzlei<br />

kam und als dessen Mentorin sie<br />

fungierte, kennenlernte. Die Lehrerin,<br />

die ihr damals attestierte, sich nicht<br />

sicher zu sein ob sie „zum Material für<br />

Princeton zählen würde“, belehrte sie<br />

eines Besseren.<br />

1992 heiratete sie schließlich den<br />

späteren 44. Präsidenten der USA,<br />

1998 brachte sie ihre erste Tochter<br />

Malia Ann, 2001 Natasha - beide durch<br />

künstliche Befruchtungen - auf die<br />

Welt. Michelle Obama schreibt in ihrem<br />

Buch offen über ihre Fehlgeburt,<br />

die ihr damals das Gefühl gab, versagt<br />

zu haben, „weil ich nicht wusste, wie<br />

häufig Fehlgeburten waren, weil wir<br />

nicht über sie gesprochen haben“, wie<br />

sie dazu in einer amerikanischen Talkshow<br />

erklärte.<br />

Die Entscheidung ihres Mannes,<br />

Präsident der Vereinigten Staaten<br />

werden zu wollen, veränderte das<br />

Leben der Familie völlig. „Allein waren<br />

wir nie. Helfer umschwirrten uns,<br />

Agenten bewachten uns, Presseleute<br />

warteten auf Interviews, Passanten<br />

knipsten Fotos aus der Ferne. Das war<br />

unser neuer Alltag“, schreibt sie offen.<br />

Für die Politkarriere ihres Mannes<br />

gab sie die ihre vorübergehend auf.<br />

Zuvor war sie führend am University of<br />

Chicago Medical Center tätig, baute<br />

außerdem die Chicagoer Sektion der<br />

Nichtregierungsorganisation „Public<br />

Allies“ auf, die junge Menschen auf<br />

Führungspositionen im öffentlichen<br />

Dienst vorbereiten soll.<br />

Später engagierte sie sich aktiv im<br />

Wahlkampf Baracks, hielt Reden und<br />

führte zahlreiche Interviews. Für ihren<br />

Mann war Michelle stets eine Stütze<br />

und redigierte sogar seine Ansprachen.<br />

2008 wurde sie außerdem auf<br />

Platz 9 der einflussreichsten Harvard<br />

Law School Absolventen gelistet.<br />

Einfach war die Zeit als Frau an der<br />

Seite des US-Präsidenten nicht<br />

immer. „Sowohl Barack als auch ich<br />

COVERSTORY<br />

012


legten so gut wie jeden Aspekt unserer<br />

Leben in die Hände eines Haufens<br />

von Leuten zwischen zwanzig und<br />

dreißig, die zwar hochintelligent und<br />

kompetent waren, aber nicht ahnen<br />

konnten, wie schmerzhaft es manchmal<br />

war, die Kontrolle über das eigene<br />

Leben abzugeben“, so die heute<br />

55-Jährige. Die Erziehung ihrer zwei<br />

Töchter „mit der Politik, mit Amerika,<br />

mit Baracks Streben danach, etwas zu<br />

bewirken“ zu vereinbaren, beschreibt<br />

sie als herausfordernd. In einer Szene<br />

am Beginn ihres Buches erzählt die<br />

„Bis vor kurzem war<br />

ich die First Lady der<br />

Vereinigten Staaten<br />

von Amerika – ein<br />

Beruf, der offiziell<br />

gar kein Beruf ist, mir<br />

aber trotzdem ein<br />

Podium geboten hat.“<br />

ehemalige First Lady von ihrem neuen<br />

roten Backsteinhaus, nur etwa zwei<br />

Meilen vom alten Zuhause entfernt,<br />

in dem sie einen Abend ganz alleine,<br />

ohne Familie, ohne Personal und ohne<br />

Security in ihrer unmittelbaren Nähe<br />

verbringt. Ein Moment, den sie nach<br />

acht Jahren im Weißen Haus als erste<br />

richtige Gelegenheit zur Besinnung<br />

empfindet.<br />

„Bis vor kurzem war ich die First Lady<br />

der Vereinigten Staaten von Amerika<br />

– ein Beruf, der offiziell gar kein Beruf<br />

ist, mir aber trotzdem ein Podium<br />

geboten hat, wie ich es mir nie hätte<br />

träumen lassen. Er hat mich herausgefordert,<br />

mich demütig gemacht, mich<br />

emporgehoben und niedergestreckt,<br />

nicht selten sogar beides gleichzeitig“,<br />

blickt sie auf die bewegte Zeit zurück.<br />

Nach dem Ende der zweiten Präsidentschaftsperiode<br />

ihres Mannes zog<br />

sie sich gemeinsam mit ihrer Familie<br />

für eine Weile aus der Öffentlichkeit<br />

zurück, ihr Engagement für die Rechte<br />

von Minderheiten, für Bildung in<br />

ärmeren Ländern und für ein besseres<br />

Ernährungsbewusstsein hat sie aber<br />

nie aufgegeben. Mit der Publikation<br />

ihrer Biografie machte sie wieder<br />

einen Schritt zurück in die Öffentlichkeit.<br />

Innerhalb von wenigen Tagen<br />

nach der Veröffentlichung galt das<br />

Buch als Bestseller, verkaufte sich in<br />

Nordamerika in den ersten 15 Tagen<br />

über zwei Millionen Mal.<br />

Für viele gilt Michelle Obama wohl als<br />

ein Paradebeispiel für den „American<br />

Dream“ – als erste schwarze First Lady,<br />

Rechtsanwältin, Autorin, Mutter und<br />

Aktivistin hat die heute 55-jährige<br />

viel erreicht. Den Weg dorthin, mit all<br />

seinen Facetten, Höhen und Tiefen,<br />

zeichnet sie in „Becoming“ ehrlich und<br />

authentisch nach.<br />

Die deutsche Erstausgabe von „Becoming“<br />

erschien im November 2018<br />

im Goldmann Verlag. Auf 544 Seiten<br />

gibt die ehemalige First Lady Michelle<br />

Obama ganz persönliche Einblicke in<br />

ihren Werdegang.<br />

Fotos: Obama-Robinson Family Archive, Miller Mobley<br />

COVERSTORY<br />

014


SHOPPING DELUXE<br />

TUCHLAUBEN | SEITZERGASSE | BOGNERGASSE<br />

goldenesquartier.com


<strong>SOCIETY</strong><br />

Female Diplomat<br />

in a Man‘s World<br />

H.E. Natasha Meli Daudey, Ambassador of<br />

Malta spoke with <strong>SOCIETY</strong> about her plans<br />

for her term in Austria and how more women<br />

in power could bring a change.<br />

You are Ambassador of Malta to Austria<br />

and Permanent Representative<br />

to the International Organisations<br />

in Vienna since September 1, 2018.<br />

What are your main goals and plans<br />

for your term?<br />

At the moment, the Embassy is<br />

focusing mainly on the promotion of<br />

Malta. While many Austrians may have<br />

travelled to Malta as tourists or even<br />

to study English, few are aware of what<br />

Malta has to offer in terms of culture<br />

and business opportunities. An area<br />

where we are particularly focusing our<br />

efforts on, is cooperation on life sciences<br />

and block chain. On the multilateral<br />

side, the OSCE with its headquarters<br />

here in Vienna has always been<br />

very important for Malta. The OSCE<br />

region stretches from Vancouver to<br />

Vladivostok, but Malta always insisted<br />

It is an uncontested<br />

fact, that diplomacy<br />

is a „man‘s world“ and<br />

female diplomats<br />

seem to be associated<br />

largely with „soft<br />

security posts“<br />

that the security of Europe is inextricably<br />

linked to the stability and security<br />

of the Mediterranean region. Malta<br />

has always strived to keep Mediterranean-related<br />

issues on the agenda of<br />

the OSCE and to continue working on<br />

issues of common interest with the 6<br />

partners for cooperation. On the UN<br />

side, we have a number of goals. Just<br />

to mention two of them, recently we<br />

have been working very closely with<br />

the IAEA and the CTBTO.<br />

While Malta does not have nuclear<br />

energy, it benefits highly from its<br />

peaceful uses. I have to admit that<br />

before I started dealing with this file, I<br />

personally was not even aware of the<br />

wide range of peaceful purposes that<br />

nuclear technology could be used<br />

for. Through its country framework<br />

program, Malta has been benefitting<br />

extensively in the fields of cancer<br />

treatment, projects on water management<br />

and clarification, as well<br />

as heritage conservation. Malta has a<br />

very strong and principled position on<br />

disarmament and non-proliferation.<br />

We work very closely on these objectives<br />

with the CTBTO.<br />

We must work with<br />

today’s boys to<br />

improve the situation<br />

for tomorrow’s<br />

women.<br />

There are bilateral relations between<br />

Austria and Malta since 1966. How<br />

would you define the current relationship<br />

between the two countries?<br />

The two countries have always had<br />

sound relations. Due to many reasons,<br />

but also due to our specific geographic<br />

location, our paths did not cross<br />

much along the years. While Austria<br />

was part of the Austro-Hungarian<br />

Empire, Malta was a British colony. We<br />

did not have that much in common<br />

back then, but after independence we<br />

started having many similarities. Both<br />

countries chose to be neutral, and<br />

within the EU, we form part of a very<br />

small group of countries that still have<br />

neutrality embedded in their Constitution.<br />

When Malta became independent<br />

in 1964, after being a colony for<br />

almost all its history, Malta sought to<br />

play a role in international relations,<br />

one of a bridge between the North<br />

and the South. Against the Cold War<br />

WOMEN AMBASSADORS<br />

016


Foto: <strong>SOCIETY</strong>/Salas-Torrero<br />

background, the only way to achieve<br />

this aim was by remaining neutral and<br />

non-aligned. Malta is uniquely placed<br />

to play such a bridging role. First of all,<br />

we have an advantageous geographical<br />

location at the heart of the Mediterranean.<br />

Moreover, we also speak a<br />

language that has Semitic roots and<br />

has always facilitated our dialogue<br />

with our Southern neighbours.<br />

You are a mother of two children –<br />

how challenging is it to combine the<br />

work as an Ambassador with family<br />

life?<br />

The role of Ambassador is demanding,<br />

but female Ambassadors have the added<br />

challenge that they must combine<br />

work and family life. Most of our male<br />

colleagues have the advantage of<br />

having a wife that supports them even<br />

in the carrying out of their professional<br />

duties. While my husband is here with<br />

me in Vienna, he pursues his own career<br />

which involves a lot of travelling.<br />

I am lucky to be married to a feminist<br />

who has accepted to follow his wife’s<br />

career. This is an advantage that many<br />

other female colleagues do not have.<br />

The daily organization of the family<br />

remains nevertheless largely the woman’s<br />

responsibility. While you are trying<br />

to solve tough political situations<br />

and attending the numerous social<br />

events, you still must ensure that the<br />

daily needs of the family are seen to. It<br />

is extremely demanding.<br />

There are still far less female than<br />

male Ambassadors. In your opinion,<br />

what could be done to foster the<br />

female representation in leading<br />

positions in general?<br />

It is an uncontested fact that diplomacy<br />

remains a “man’s world” and<br />

female diplomats seem to be associated<br />

largely with “soft security” posts.<br />

One reason behind this imbalance is<br />

the lack of trust by decision makers.<br />

Then there is also the issue of lack of<br />

compatibility of the job with family life.<br />

It is true that many women are faced<br />

with the tough decision to either stop<br />

their career halfway to have a family, or<br />

else to carry on their career to the detriment<br />

of not having a family. This is a<br />

tough decision that our male colleagues<br />

are not faced with. What is needed<br />

is a change in mentality across the<br />

board. We must work with today’s boys<br />

to improve the situation for tomorrow’s<br />

women. It might be a bit cliché but<br />

I think that women have a different<br />

approach to solving conflictual situations<br />

and I believe that having more<br />

female leaders would bring a change.<br />

Us women who have made it therefore<br />

have a greater responsibility to act as<br />

an inspiration and encouragement to<br />

the younger generation. My message<br />

to them is that while it is challenging,<br />

it is not impossible.<br />

INTERVIEW MALTA<br />

017


<strong>SOCIETY</strong><br />

A young State with<br />

many Prospects<br />

H.E. Nada Kruger, Ambassador of Namibia<br />

told <strong>SOCIETY</strong> about the current developments<br />

in Namibia, the country’s history and<br />

its relations with Austria.<br />

You are the Ambassador of Namibia<br />

to Austria since the beginning of<br />

this year. How big is the Namibian<br />

community here in Austria and how<br />

is the Embassy connected with the<br />

members?<br />

There are 43 Namibians registered<br />

at our Embassy and we are trying to<br />

interact with them as a community.<br />

In March for example, when we<br />

celebrated our 29th anniversary of<br />

independence, I invited them all to<br />

our residence and used this opportunity<br />

to introduce myself as their new<br />

Ambassador. This gave me the chance<br />

to interact and celebrate together with<br />

them, which was lovely. Apart from<br />

this and like any Embassy, we provide<br />

consular services to the Namibians<br />

living abroad.<br />

What is your professional background<br />

and what are your main objectives for<br />

your term?<br />

I am in the Namibian Ministry of<br />

Foreign Affairs, later renamed to<br />

Ministry of International Relations<br />

and Cooperation, since 1994. This is<br />

actually my second time in Austria,<br />

from 2000 until 2005, I served as First<br />

Secretary to Austria. This is my first<br />

post as Ambassador, before this, I was<br />

working in the head office in Windhoek<br />

as well as on diplomatic assignment in<br />

Geneva and Stockholm. It is very interesting<br />

to come back to a country for<br />

a second time – I think it is a little bit<br />

easier to settle down because I know<br />

the place and the lifestyle already. In<br />

terms of my objectives, the Namibian<br />

policy on international relations and<br />

cooperation clearly points out that our<br />

focus lays on economic diplomacy, so<br />

we are trying to encourage businesses<br />

and investments in our country. In<br />

general, the topics have changed a<br />

lot since I was here the last time. The<br />

environment plays a much bigger role<br />

nowadays, but also the financial and<br />

geopolitical situations have changed.<br />

What connects Austria with Namibia<br />

and what are the biggest differences<br />

you observed so far?<br />

In general, we maintain very good<br />

relations with Austria. Both of us<br />

are touristic countries but for very<br />

different reasons. Right now, we are<br />

trying to promote tourism and also<br />

businesses on an international level.<br />

Our Embassy here in Vienna is serving<br />

not only on the bilateral but also on<br />

the multilateral level and finding<br />

the balance between these two is<br />

difficult sometimes. Nevertheless,<br />

together with Austria, we are working<br />

on projects for renewable energy and<br />

capacity building. We also have a very<br />

strong Austrian-Namibian friendship<br />

association here in Vienna, which is<br />

very active, and we regularly interact<br />

and work with them.<br />

Do you think that female Ambassadors<br />

have a much different approach<br />

on their work than their male counterparts<br />

do?<br />

Generally, I do not think that they have<br />

a different approach. However, I think<br />

men are more career oriented while<br />

women have a more holistic approach.<br />

Women are very inclusive and they<br />

want to bring everyone on board. I<br />

think that men and women nowadays<br />

are equals. For me, the skill set of<br />

a person is more important, which<br />

can be influenced by many different<br />

factors like the environment you grow<br />

up in, education etc. All of this contributes<br />

to how we approach things.<br />

Nevertheless, when we have family,<br />

female Ambassadors have to face a<br />

“double challenge” as we have to manage<br />

our family life and the Embassy<br />

at the same time. Luckily, I have a very<br />

supportive husband who is here with<br />

Foto: <strong>SOCIETY</strong>/Prokofieff<br />

WOMEN AMBASSADORS<br />

018


me. Many women have been brought<br />

up to take on very traditional roles,<br />

where we have to take care of the<br />

household, hospitality and family. However,<br />

when it comes to professional<br />

roles, women have certainly achieved<br />

a lot. In Namibia, we have worked hard<br />

in terms of gender equality. We have<br />

a female Prime Minister and we are<br />

extremely proud of her. Besides, our<br />

Deputy Prime Minister and numerous<br />

other ministers are females as well.<br />

How is the current situation in Namibia<br />

from an economic, political and<br />

social point of view?<br />

We are a very young country that<br />

just celebrated its 29th anniversary<br />

of independence. Namibia was a<br />

German colony and later under South<br />

(...) when we have family,<br />

female Ambassadors<br />

have to face a<br />

„double challenge“ (...)<br />

African rule. We also had apartheid in<br />

our country, but I think we addressed<br />

it much earlier and in a more formal<br />

way. Since our independence, we<br />

really have taken strides to build an<br />

equal society. Upon independence,<br />

we adopted the “policy of national<br />

reconciliation”, and I think this was and<br />

is essential so all people can reach the<br />

same level of equality.<br />

Economically, Namibia is doing well,<br />

we are classified as an upper middle-income<br />

country, though I have to<br />

admit that at times, this classification<br />

is to our disadvantage, for example,<br />

when it prevents us from accessing<br />

certain kinds of assistance. There is<br />

still a lot of poverty in the country and<br />

the gap of economic inequality has<br />

not been closed yet. The classification<br />

indicates a level of economic growth<br />

and stability which is there, but which<br />

does not reach all of our population<br />

equally. Unfortunately our country is<br />

currently going through a devastating<br />

drought, which has a very negative<br />

impact. In terms of democracy, peace,<br />

stability and economic activity our<br />

country provides a positive environment.<br />

Namibia is also quite advanced<br />

in regard of gender equity. Earlier this<br />

year, we even received the 2019 African<br />

Union Commission award for promoting<br />

gender equality.<br />

Furthermore, our geographical<br />

position right at the Atlantic Ocean<br />

gives us the chance to function as a<br />

gateway into the landlocked countries<br />

that surround us. Through the harbour<br />

town of Walvis Bay, around 230 Million<br />

people can potentially be reached. In<br />

terms of our economic diplomacy, we<br />

are encouraging people all over the<br />

globe to look at the opportunities that<br />

our country provides.<br />

INTERVIEW NAMIBIA<br />

019


A long Tradition of<br />

Gender Equality<br />

<strong>SOCIETY</strong> spoke with H.E. Kjersti Ertresvaag<br />

Andersen, Ambassador of Norway about the<br />

Norwegian stance on gender equality and<br />

women’s rights issues.<br />

As Ambassador of Norway to Austria<br />

– what are your plans or strategies to<br />

further strengthen and diversify the<br />

relations between the two countries?<br />

How would you define the current<br />

relations?<br />

The relations are excellent. I have been<br />

in Vienna for one year now and during<br />

this short period of time, we have had<br />

several high-level visits. The Norwegian<br />

Prime Minister has been here twice,<br />

and King Harald and Queen Sonja<br />

visited for the World Ski Championship<br />

in Seefeld. There have also been numerous<br />

other political visits, underlining<br />

the very strong relations between both<br />

countries. Furthermore, we have a lot<br />

of cultural, and some business contact<br />

as well. Vienna and Austria have very<br />

impressive cultural scenes, and we frequently<br />

have musicians and orchestras<br />

from Norway visiting. The objective<br />

is to build on all these relations and<br />

contacts, to facilitate cooperation in<br />

Vienna and in the federal states. I very<br />

much enjoy traveling in Austria in order<br />

to visit the different regions. It adds to<br />

my understanding of the country and,<br />

in turn, provides an even better basis<br />

for strengthening the connections.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Prokofieff<br />

WOMEN AMBASSADORS<br />

020


<strong>SOCIETY</strong><br />

Norway has a long and proud tradition of promoting gender equality –<br />

at home and in partnerships abroad.<br />

Personally, I very much appreciate<br />

Vienna and Austria, and really enjoy my<br />

term here.<br />

How many Norwegians live in Austria?<br />

Are there any events or organizations<br />

for the community?<br />

Around 700 Norwegians are living<br />

here, many in Vienna but also in other<br />

parts of the country. Like Norway, Austria<br />

is a country of mountains, snow<br />

and skiing, so Norwegians also live<br />

in Salzburg, Tyrol or Vorarlberg. Even<br />

though it is not a very big community,<br />

there are friendship communities<br />

between Norway and Austria, and<br />

also between Austria and the Nordic<br />

countries. We have a Norwegian<br />

priest living in Vienna, so from time<br />

to time there are Norwegian religious<br />

services taking place. Furthermore,<br />

there are many informal networks,<br />

where people exchange tips and arrange<br />

meetings. There is also a group<br />

organizing an event on the Norwegian<br />

National day on May 17th in order to<br />

meet and celebrate together. Most of<br />

the networks are informal, everybody<br />

can chip in, and this is actually a very<br />

typical Norwegian way of meeting.<br />

We even have a special name for this,<br />

“Dugnad”.<br />

In 2016, the Norwegian government<br />

launched a new action plan for “Women’s<br />

Rights and Gender Equality<br />

in Foreign and Development Policy<br />

2016-2020”. Can you explain the objectives<br />

of this plan?<br />

Norway has a long and proud tradition<br />

of promoting gender equality – at<br />

home and in partnerships abroad.<br />

It is indeed an area where I think we<br />

have much to contribute and many<br />

experiences to share. If we want to<br />

achieve the 2030 Agenda for Sustainable<br />

Development goals, gender<br />

equality is essential. The background<br />

for the plan of the Norwegian government<br />

is to promote gender equality in<br />

both foreign and development policy<br />

is based on five objectives. It wants<br />

to ensure quality education for both<br />

girls and boys, equal participation in<br />

politics for women and men, equal<br />

economic rights and the opportunity<br />

for women to fully participate in the<br />

workforce. Further objectives are to<br />

abolish violence and harmful practices<br />

against women and guarantee<br />

women’s sexual and reproductive<br />

rights. Education, freedom from<br />

violence, economic rights, rights for<br />

participation and the right to determine<br />

your own health are fundamental<br />

for a human being in order to fully<br />

participate and reach one‘s full potential.<br />

These ambitions then guide us<br />

in our foreign policy as well as in our<br />

development cooperation.<br />

Do you think that more women in<br />

power would have an effect on the<br />

political but also diplomatic sphere?<br />

Yes. Equal distribution of power and<br />

influence through participation are<br />

important for many reasons: It is<br />

fair, it is democratic and it provides<br />

the opportunity for all views to be<br />

included. We have for instance seen<br />

this very clearly in peace processes. If<br />

we include women, their experiences<br />

and views, in the process, chances of<br />

reaching a more sustainable peace<br />

agreement, increase. I would also say<br />

that the experience from my country<br />

on this matter is very telling. We<br />

had our first female Prime Minister<br />

in 1981, and when she formed her<br />

second government in 1986, eight of<br />

her eighteen ministers were women.<br />

This government started working on<br />

issues that previous governments had<br />

not been equally engaged in. Access<br />

to affordable childcare increased<br />

If we include women,<br />

their experiences and<br />

views in the process,<br />

chances of reaching a<br />

more sustainable peace<br />

agreement<br />

increase.<br />

greatly, enabling both parents to work,<br />

parental leave was extended from<br />

three months to one year and parental<br />

leave for men was introduced. Women<br />

brought these issues to the table because<br />

we have different experiences<br />

and saw the necessity of addressing<br />

these issues politically. Today, Norway<br />

has a female Prime Minister, Minister<br />

of Finance, Foreign Minister, as well as<br />

a female President of Parliament and<br />

Chief Justice. In politics as well as in<br />

the diplomatic sphere, it is essential<br />

that all views reach the table and all<br />

voices will be heard, as it improves our<br />

policies and decisions.<br />

INTERVIEW NORWAY<br />

021


We have to aim<br />

for the moon<br />

<strong>SOCIETY</strong> spoke with the Swedish Ambassador<br />

H.E. Mikaela Kumlin Granit about the<br />

Swedish stance on gender equality.<br />

For your work as Ambassador of Sweden<br />

to Austria and the United Nations,<br />

what takes up most of your time?<br />

I have to follow up what happens<br />

domestically, politically and economically<br />

here in Austria. You have a very<br />

dynamic political direction, especially<br />

within the field of the European Union.<br />

Then of course, I am working on strengthening<br />

the relations with Austria and<br />

the Austrian society and businesses.<br />

There is a large curiosity and interest<br />

here for Swedish societal solutions and<br />

the implementation of the sustainable<br />

development goals. In this regard, there<br />

is a lot of exchange happening. The<br />

upcoming year, I will focus a lot on the<br />

IAEA because Sweden is nominated to<br />

chair the board.<br />

In 2014, Sweden proclaimed the “first<br />

feminist government worldwide”, with<br />

gender equality being a central priority.<br />

How important is it to strive for this<br />

equality and what kind of impact can<br />

it have on a country and its society?<br />

It was our foreign minister Margot<br />

Wallström who launched the feminist<br />

foreign policy. This policy is based on<br />

what we call “the three R’s”: First, the<br />

rights – we think that equality is not<br />

only a women’s right but a human<br />

right and something the whole society<br />

can profit from. The second one is<br />

representation: pushing for women’s<br />

representation in everything from pa-<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Prokoffief<br />

WOMEN AMBASSADORS<br />

022


<strong>SOCIETY</strong><br />

(...) we think that equality is not only a women‘s right, but a human<br />

right and something the whole society can profit from.<br />

nel discussions to being part of peace<br />

negotiations. Women should participate<br />

in decision-making processes<br />

and fill higher positions in order to<br />

create a more critical mass. The third<br />

R stands for resources, which means<br />

that money needs to be invested in<br />

certain policies and measures. There<br />

are three more things that are very<br />

important in order to successfully<br />

promote equality: It has to come from<br />

the top, you have to have political<br />

support and luckily, we had this with<br />

our foreign minister as well as with our<br />

prime minister. Secondly, you have to<br />

aim for the moon, which means that<br />

you need to have very high ambitions.<br />

Finally, yet importantly, you have to<br />

make actual policies so real change<br />

can happen. This is what the Swedish<br />

government did. We also launched a<br />

campaign called “WikiGap”. We created<br />

this initiative because we found<br />

out that men create 90 percent of the<br />

content we find online and there are<br />

four times more articles about men<br />

than about women. To minimize this<br />

gap, we are organizing workshops<br />

where groups of students write Wikipedia<br />

entries about women. Then there<br />

is another WikiProject referred to as<br />

“Women in Red” with the objective to<br />

turn all the “red links” into “blue links”<br />

by creating pages or rather entries<br />

about these women and the topics<br />

related to them.<br />

The former Ambassador of Sweden<br />

to Austria, Helen Eduards was female<br />

as well. Do you think that there are<br />

differences between male and female<br />

Ambassadors?<br />

I think that mostly it has to do with someone’s<br />

personality. It also depends<br />

on whether you come with your whole<br />

family or not. In my case, my children<br />

are already older and now, after taking<br />

care of my children for around 22<br />

years, I am in the wonderful situation<br />

where I can work and go to receptions<br />

in the evening without tension between<br />

managing a house and my work.<br />

At the same time, it might be easier<br />

to connect with the Austrian society<br />

through them and their school. I feel<br />

I think it is really more<br />

about personality than<br />

about being a man or a<br />

woman.<br />

like people relax a little bit more when<br />

they are around women and we might<br />

tend to talk more about relations<br />

but ultimately, I think it is really more<br />

about personality than about being a<br />

man or a woman.<br />

Women should participate<br />

in decision-making<br />

processes and<br />

fill higher positions in<br />

order to create a more<br />

critical mass. The third<br />

R stands for resources,<br />

which means that money<br />

needs to be invested<br />

in certain policies<br />

and measures.<br />

Ambassador H.E. Mikaela Kumlin Granit spoke with editor in chief Tanja Tauchhammer at the beautiful<br />

Schwedenhaus in Vienna<br />

INTERVIEW SCHWEDEN<br />

023


Gender topics are<br />

for men and women<br />

H.E. Elena Rafti, Ambassador of Cyprus gave<br />

an insight into the diplomatic ties between<br />

Austria and Cyprus and talked about the<br />

strategic action plan on gender equality.<br />

You have profound experience in the<br />

political and diplomatic field, since<br />

July 2018 you are Ambassador of<br />

Cyprus to Austria. Do you have a specific<br />

goal or plan for your term?<br />

Since July 2018, several ministers from<br />

Cyprus visited Austria and now we<br />

are working on organizing more visits<br />

at the highest level. Even though the<br />

community of Cypriots in Austria is<br />

rather small with around 150 to 200<br />

people living here, we have a Cultural<br />

Centre in Vienna where many musical<br />

performances, talks and other events<br />

are taking place throughout the year.<br />

There are quite a few Cypriot students<br />

studying music at the university and<br />

people working as musicians as well as<br />

doctors and architects. We value the<br />

relationship with Austria very much,<br />

especially on the people-to-people<br />

level. Cyprus is a small country but we<br />

also want to display our culture because<br />

it can function as a bridge between<br />

people.<br />

How did the joining of the EU of<br />

Cyprus in 2004 affect the relations<br />

between Cyprus and Austria, and<br />

between Cyprus and the EU member<br />

states in general?<br />

Cyprus has to use a lot of its resources<br />

and efforts in diplomacy to manage<br />

Foto: <strong>SOCIETY</strong>/Salas-Torrero<br />

WOMEN AMBASSADORS<br />

024


<strong>SOCIETY</strong><br />

We value the relationship with Austria very much, especially on the<br />

people-to-people level.<br />

consequences resulting from the<br />

Turkish invasion of 1974 and the subsequent<br />

occupation of 1/3 of Cyprus‘<br />

territory as well as the aggressive<br />

behaviour of Turkey, which is quite<br />

challenging. Recently, we discovered<br />

large reserves of natural gas in our Exclusive<br />

Economic Zone and of course,<br />

we would like to proceed with this exploitation<br />

because the whole country<br />

and all its citizens could profit from<br />

that. The problem we face right now is<br />

that Turkey continues its aggressive<br />

behaviour and is violating international<br />

law by threatening to drill in the<br />

Exclusive Economic Zone of the Republic<br />

of Cyprus. As a member state,<br />

we see the EU as our family and we are<br />

very happy with the strong messages<br />

that are coming from the EU on this<br />

matter. Like Austria, we also believe in<br />

strong adherence to the international<br />

law, respect for human rights and our<br />

European values, and this is one of<br />

the reasons why we have a very strong<br />

relationship with each other. Because<br />

of the proximity to conflict areas in<br />

the Middle East, we have been facing<br />

migration challenges like other Mediterranean<br />

countries, we are trying to<br />

integrate those migrants as much as<br />

we can but in the last months, the migration<br />

intensified as the routes have<br />

changed. For us, it is very important<br />

to deal with this issue on a European<br />

level guided by our common values<br />

and with solidarity.<br />

Between 2014 and 2017, Cyprus<br />

executed a strategic action plan on<br />

gender equality. How important is<br />

it still to keep the discourse about<br />

gender equality vivid?<br />

Cyprus has quite a few female Ambassadors<br />

and women in important<br />

positions in the Ministry, working as<br />

Director of the Office of the Minister,<br />

Head of Cyprus Question Department<br />

or Head of Administration, for<br />

example. The first female Ambassador<br />

was appointed in 1993; we have come<br />

a long way in the foreign service but<br />

at the same time, we still have a long<br />

way to go. We made this specific<br />

action plan to take things ahead. The<br />

Minister of Foreign Affairs, Mr. Nikos<br />

Christodoulides recently appointed<br />

a Special Advisor on Gender who will<br />

help the Ministry to take the Gender<br />

Action Plan further on a regional,<br />

national and international level. In the<br />

diplomatic context, we are aware that<br />

life as a diplomat is very challenging<br />

for both men and women. However,<br />

diplomacy is changing a lot. I think<br />

we are all moving towards new times<br />

and we have to find a way to adapt to<br />

these changes. It is very important for<br />

women to network and promote the<br />

cause of other women. It is central to<br />

make sure that any special needs are<br />

being reflected and being taken into<br />

account. Gender needs to be seen as<br />

a cross cutting theme/issue. I think<br />

that more women in diplomacy would<br />

incorporate a diversity of aspects,<br />

since women represent fifty percent<br />

of the population everywhere. It is<br />

also important that men engage with<br />

this kind of change because it affects<br />

everyone, gender topics are both for<br />

men and women.<br />

Do you think there are differences<br />

between male and female Ambassadors<br />

in their management style?<br />

I do not believe in any innate differences<br />

between men and women<br />

when they negotiate, if anything, the<br />

differences are historical as they have<br />

been mediated by culture and are due<br />

to the fact that women have not been<br />

in the positions of power for so long.<br />

There might be differences in leadership<br />

styles even though I think that<br />

the individual’s personality also has an<br />

(...) more women in<br />

diplomacy would incorporate<br />

a diversity of<br />

aspects, since women<br />

represent 50 percent<br />

of the population (...)<br />

impact on this. The management style<br />

of an Ambassador might also be influenced<br />

by the general foreign policy and<br />

the decisions of the Ministry itself; the<br />

size of the country plays a role too on<br />

how formal or informal and hierarchical<br />

decision making is. Nowadays, there<br />

is far more exposure and awareness<br />

of these topics and a broad discourse<br />

about encouraging and reflecting<br />

societal diversity. It is important, that<br />

the whole society is being reflected – in<br />

the interest of fairness but also in the<br />

interest of efficiency because taking in<br />

different points of views and reflecting<br />

the social structure is very important.<br />

We also have to hear the voices of the<br />

young people. It is more and more<br />

difficult for them to get good jobs and<br />

to enter the labour market in time,<br />

we need to become more inclusive<br />

because this way, we can enrich and<br />

empower the whole society.<br />

INTERVIEW CYPRUS<br />

025


<strong>SOCIETY</strong><br />

Brigitte Bierlein –<br />

Österreichs „erste Frau“<br />

Zum ersten Mal übernimmt eine Frau das<br />

Kanzleramt. Nach Umbrüchen in der österreichischen<br />

Politik wurde Brigitte Bierlein zur<br />

Übergangskanzlerin gemacht. Als Präsidentin<br />

des österreichischen Verfassungsgerichtshofs<br />

musste sie sich schon oft in Männerdomänen<br />

behaupten.<br />

Brigitte Bierlein, geboren 1949, promovierte<br />

1971 als Doktorin der Rechtswissenschaften<br />

an der Universität Wien<br />

und arbeitete nach erfolgreich absolvierter<br />

Richteramtsprüfung 1975 zunächst<br />

für zwei Jahre als Richterin am<br />

Bezirksgericht Innere Stadt Wien und<br />

am Strafbezirksgericht Wien. Danach<br />

wechselte sie zur Staatsanwaltschaft,<br />

wo sie für allgemeine und politische<br />

Strafsachen sowie für Medienstrafsachen<br />

zuständig war. Die ersten zwei<br />

Jahre dieser Tätigkeit war sie Mitglied<br />

der Lebensmittel-Codexkommission.<br />

Später arbeitete sie bei der Oberstaatsanwaltschaft<br />

Wien und zwischenzeitlich<br />

in der Strafrechtssektion<br />

des Bundesministeriums für Justiz,<br />

ehe sie 1990 (bis 2002) als erste Frau<br />

Generalanwältin in der Generalprokuratur<br />

beim Obersten Gerichtshof, der<br />

höchsten Staatsanwaltschaft Österreichs,<br />

wurde. Im gleichen Jahr (bis<br />

2010) wurde sie auch Prüfungskommissärin<br />

in den Prüfungskommissionen<br />

für Richter und Rechtsanwälte beim<br />

Oberlandesgericht Wien. 1995 wurde<br />

sie Vorstandsmitglied der Vereinigung<br />

Österreichischer Staatsanwältinnen<br />

und Staatsanwälte, wo sie 2001 als<br />

erste Frau den Vorsitz übernahm. Auch<br />

war sie von 2001 bis 2004 Mitglied des<br />

Vorstandes der Internationalen Vereinigung<br />

der Staatsanwälte.<br />

2003 wurde sie als erste Frau Vizepräsidentin<br />

des Verfassungsgerichtshofs,<br />

dessen Präsidentschaft sie 2018, nach<br />

dem altersbedingten Ausscheiden<br />

ihres Vorgängers Gerhart Holzinger,<br />

übernahm (natürlich erneut als erste<br />

Frau). Zeit für Kinder blieb ihr, neben<br />

ihrem steilen beruflichen Aufstieg,<br />

laut eigenen Aussagen keine. Sie lebt<br />

jedoch in einer Partnerschaft mit dem<br />

bereits pensionierten Richter Ernest<br />

Maurer. Nach dem erfolgreichen Misstrauensantrag<br />

gegen den damaligen<br />

Bundeskanzler Sebastian Kurz und<br />

dessen Regierung, wurde Bierlein<br />

am 3. Juni 2019 von Bundespräsident<br />

Alexander Van der Bellen, abermals als<br />

erste Frau im Amt, als Bundeskanzlerin<br />

der interimistischen Expertenregierung<br />

angelobt. Bierlein ist parteilos, gilt<br />

aber als bürgerlich und rechtskonservativ.<br />

Kontakte pflegt sie insbesondere<br />

zur ÖVP, aber auch zur FPÖ, stand<br />

Entscheidungen der türkis-blauen<br />

Regierung mitunter aber auch kritisch<br />

gegenüber. Während ihrer Zeit bei der<br />

Staatsanwaltschaft galt sie als streng,<br />

sie wurde als „seriöse, fast josephinische<br />

Beamtin“ bezeichnet.<br />

Nun soll sie in Österreich wieder Ordnung<br />

schaffen und die derzeit aufgewühlte<br />

politische Lage beruhigen. Die<br />

Entscheidung, Bierlein zur Übergangskanzlerin<br />

zu machen, wurde von allen<br />

Parteien positiv aufgenommen. Meinungen<br />

und Lob über die neue Kanzlerin<br />

gibt es viel. Martina Fasslabend,<br />

Präsidentin von MY KIDS, schätzt vor<br />

allem ihre unkomplizierte Art und ihre<br />

fachliche Expertise. Trotz ihrer tollen<br />

Karriere sei sie keine Spur überheblich<br />

und sie zeige beeindruckendes<br />

Engagement für neue Projekte und<br />

Kinderschutz. Auch der Volksanwalt<br />

Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ) sei<br />

WOMEN IN POLITICS<br />

026


<strong>SOCIETY</strong><br />

Neo-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei ihrer Angelobung in den Räumlichkeiten der Wiener Hofburg<br />

Bierlein bereits des Öfteren bei offiziellen<br />

Anlässen begegnet und ist der<br />

Meinung, dass sie eine hervorragende<br />

Wahl war. Er äußerte sich außerdem<br />

zum Thema Geschlechterverteilung.<br />

„Die Sucht nach Geschlechtergerechtigkeit<br />

in einem Sinn, der der Sache<br />

gar nicht angemessen ist, teile ich<br />

nicht; es gilt immer, die beste Person<br />

für eine konkrete Situation zu wählen,<br />

und das ist in Person von Frau Bierlein<br />

absolut gelungen.“ Dr. Heinrich Neisser,<br />

ehemaliger 2. Nationalratspräsident<br />

(ÖVP), erzählt von den Zeiten, als<br />

„Die neue Bundeskanzlerin<br />

ist eine sehr<br />

intelligente Frau, die<br />

weiß, was sie will.“<br />

Ingrid Korosec, Bundesvorsitzende<br />

im<br />

Österreichischen Seniorenbund<br />

(ÖVP)<br />

er Bierlein im Rechtskurs unterrichtete.<br />

Sie sei ihm durch ihre wirklich große<br />

Begabung, als zielorientierte, konsequente<br />

und sachkundige Studentin<br />

aufgefallen. „Sie hat ein gutes Gespür<br />

dafür, wie weit sie gehen kann, was in<br />

der Politik sehr wichtig ist. Hervorzuheben<br />

ist, dass sie moralisch integer<br />

ist, sie hat eine sehr konsequente, klare<br />

und strikte Auffassung von ihrem Amt“<br />

meint Dr. Neisser zudem.<br />

Auch Ingrid Korosec, Bundesvorsitzende<br />

im Österreichischen Seniorenbund<br />

(ÖVP), lobt Bierlein. „Die neue Bundeskanzlerin<br />

ist eine sehr intelligente Frau,<br />

die weiß, was sie will. Sie ist genau das,<br />

was ich mir für Menschen mit einer<br />

gewissen Lebenserfahrung und damit<br />

auch mit einem gewissen Alter vorstelle,<br />

eine Persönlichkeit, die präsent<br />

ist, die großes Selbstbewusstsein<br />

ausstrahlt.“ Dr. Harald Wögerbauer,<br />

Mitglied des Präsidiums des Europäischen<br />

Rechnungshofes a.D. und<br />

Präsident des Österreichisch-Deutschen<br />

Länderforums, spricht von Bierlein<br />

als Grande Dame. Sie sei jedoch<br />

sicherlich nicht als „trockene“ Juristin<br />

einzuordnen, sondern eine fröhliche<br />

und gesellige Persönlichkeit. „Bei aller<br />

Freundlichkeit weiß sie dennoch, ihren<br />

Standpunkt zu vertreten. Ihre Ziele<br />

lässt sie niemals aus den Augen und<br />

scheut sich nicht, trotz ihrer vielfältigen<br />

Aufgaben auch neue zu übernehmen“,<br />

erklärt er. Was keiner von<br />

den Befragten zu erwähnen vergisst,<br />

ist jedoch das Modebewusstsein der<br />

neuen Bundeskanzlerin, mit dem sie<br />

schon als Juristin aufgefallen ist. „Sie<br />

weiß genau, wann man was trägt“ versichert<br />

dazu Ingrid Korosec.<br />

Die alleinige Kritik die besteht ist, dass<br />

es typisch sei, dass eine Frau richten<br />

muss, was vorher Männer „zerstört“<br />

haben. Die Kanzlerschaft Bierleins ist<br />

bis spätestens Winter 2019 befristet,<br />

denn die im Herbst stattfindenden<br />

Neuwahlen in Österreich bedeuten<br />

das Ende ihrer kurzen Amtsperiode. Bis<br />

dahin jedoch blickt das ganze Land gespannt<br />

auf die erste weibliche Bundeskanzlerin.<br />

WOMEN IN POLITICS<br />

028


<strong>SOCIETY</strong><br />

Reges Interesse der Mitglieder der Presse bei der Pressekonferenz anlässlich des Amtsantrittes der neuen Bundeskanzlerin<br />

Brigitte Bierlein mit Hartwig Löger am Weg zum Bundespräsidenten<br />

Fotos: Andy Wenzel, Dragan Tatic, BKA<br />

Am 03. Juni 2019 fand die Amtsübergabe von Hartwig Löger an Bundeskanzlerin<br />

Brigitte Bierlein statt<br />

Am 03. Juni 2019 gab Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein ein Pressestatement<br />

zu ihrem Amtsantritt<br />

WOMEN IN POLITICS<br />

029


<strong>SOCIETY</strong><br />

„Sie meinen es politisch!“ –<br />

100 Jahre Frauenwahlrecht<br />

2019 feiert Österreich 100 Jahre Frauenwahlrecht.<br />

Im Rahmen der Ausstellung „Sie meinen<br />

es politisch!“ lässt das Volkskundemuseum<br />

Wien den Weg zum Wahlrecht für alle Revue<br />

passieren.<br />

„Unser Plan war es, eine große Ausstellung<br />

zu organisieren, um einer<br />

breiten Öffentlichkeit die Geschichte<br />

über das Frauenwahlrecht in Österreich<br />

näher zu bringen“, erklärt Co-Kurator<br />

Remigio Gazzari im Interview.<br />

Als erstes Land der Welt führte Neuseeland<br />

1893 das Frauenwahlrecht<br />

ein – eine Errungenschaft, die den<br />

österreichischen Frauen 26 Jahre später<br />

ebenfalls zuteilwerden sollte. Am<br />

12. November 1918 wurde das allgemeine,<br />

direkte, gleiche und geheime<br />

Verhältniswahlrecht für alle Staatsbürger<br />

und Staatsbürgerinnen im Art.<br />

9 des Gesetzes über die Staats- und<br />

Regierungsform Deutschösterreichs<br />

verankert.<br />

1848, zur Zeit der „bürgerlichen<br />

Revolution“, formierten sich Frauen<br />

erstmals verstärkt, um in Wien<br />

für eine gerechtere Lohnpolitik zu<br />

demonstrieren. In der sogenannten<br />

„Praterschlacht“, der ersten Frauendemonstration<br />

1848, ließen 18<br />

Menschen ihr Leben – die Proteste<br />

wurden damals von Gardisten brutal<br />

niedergeschlagen, die das „ungebührliche<br />

Verhalten“ der Frauen als Grund<br />

für diese gewaltvolle Vorgehensweise<br />

anführten.<br />

In der Ausstellung im Volkskundemuseum<br />

werden jene Orte, an denen<br />

das Frauenwahlrecht erkämpft wurde,<br />

ebenfalls thematisiert. „Außerdem<br />

orientiert sie sich an die Bereiche, in<br />

denen das Recht zu votieren wirkt<br />

und auf die Einflüsse, die es auf die<br />

Lebensrealität der Frauen hatte und<br />

hat“, so Gazzari.<br />

Ab den 1880er Jahren wurde die<br />

politische Partizipation und Gleichberechtigung<br />

der Frauen verstärkt thematisiert<br />

und politisiert. Nachdem im<br />

Jahr 1907 das allgemeine und gleiche<br />

Männerwahlrecht eingeführt wurde,<br />

intensivierte sich das Streben der<br />

Frauen nach dem Mitspracherecht<br />

nun noch mehr. Die sozialdemokratischen<br />

Frauen engagierten sich vor<br />

allem im Rahmen der internationalen<br />

sozialistischen Frauenstimmrechtsbewegung<br />

und organisierten in den<br />

darauffolgenden Jahren regelmäßig<br />

Massendemonstrationen. Die bürgerliche<br />

Fraktion hingegen setzte auf Publikationen<br />

und Petitionen. In kleinen<br />

Schritten näherten sie sich danach an<br />

eine Gleichstellung an. 1897 wurden<br />

erstmals weibliche Studentinnen an<br />

der philosophischen Fakultät der Universität<br />

Wien zugelassen, 1911 feierte<br />

man zum ersten Mal den internationalen<br />

Frauentag.<br />

Bei den ersten Wahlen mit Frauenbeteiligung<br />

am 16. Februar 1919, machten<br />

82,10 Prozent der weiblichen Wahlberechtigten<br />

von ihrem neuen Recht<br />

Gebrauch. Die Sozialdemokraten<br />

gewannen damals und bildeten, gemeinsam<br />

mit den Christlichsozialen,<br />

eine Koalition. Es folgte der Einzug der<br />

ersten acht weiblichen Abgeordneten<br />

in das österreichische Parlament.<br />

„Auch wenn der Kampf um das Frauenwahlrecht<br />

am 12.November 1918<br />

GESCHICHTE<br />

030


<strong>SOCIETY</strong><br />

„beim Frühstück im Café Prückel“. Teilnehmerinnen der Internationalen Frauenstimmrechtskonferenz in Wien beim Frühstück im Café Prückel, Juni 1913. in:<br />

Österreichs Illustrierte Zeitung, 22. Juni 1913, 933.<br />

per se zu Ende war, sind die Anstrengungen<br />

in diesem Bereich noch nicht<br />

vorbei. Das Wahlrecht ist ja nicht nur<br />

aktiv, sondern auch passiv, Frauen<br />

dürfen also seit 1919 nicht nur wählen,<br />

sondern auch gewählt werden“, erklärt<br />

der Co-Kurator. Eine der Gesellschaft<br />

entsprechende Repräsentation von<br />

etwa 50 Prozent wurde im Parlament<br />

aber auch heute noch nicht erreicht.<br />

Das neu gewonnene Mitbestimmungsrecht<br />

der Frauen hatte aber<br />

damals wie heute Auswirkungen auf<br />

die gesamte politische Landschaft.<br />

Für die Parteien galt es nach Einführung<br />

des Frauenwahlrechts nun, die<br />

„andere“ Hälfte der Bevölkerung von<br />

sich zu überzeugen und in den Wahlkampf<br />

miteinzubeziehen.<br />

Die Transformation Österreichs in den<br />

sogenannten „Ständestaat“ ab 1933<br />

brachte jedoch wieder Rückschläge<br />

für die Frauen: Berufsverbote und<br />

„Betpflicht“, die Wiedereinführung des<br />

Lehrerinnen-Zölibats und die Rückkehr<br />

der Ideologie des „männlichen<br />

Alleinverdieners“ waren die Folge. Im<br />

Parteiprogramm der NSDAP galten<br />

Frauen dann als „schützenswerte<br />

Mütter“ und wurden gezielt aus Berufen<br />

ausgeschlossen. Allerdings gab<br />

es damals auch viele Frauen, die sich<br />

von der Ideologie Hitlers mitreißen<br />

ließen, diese auch aktiv unterstützten<br />

und sich für „Frauenarbeitsplätze“ in<br />

der Vernichtungsmaschinerie des<br />

nationalsozialistischen Regimes bewarben.<br />

Zur Zeit der Gründung der Zweiten<br />

Republik stellten Frauen aufgrund der<br />

Kriegsfolgen zwei Drittel der Wahlberechtigten<br />

dar, wurden aber nur durch<br />

6 Prozent der Abgeordneten repräsentiert.<br />

Erst 1966 bekleidete zum ersten<br />

Mal in der zweiten Republik eine Frau,<br />

die ÖVP-Politikerin Grete Rehor, ein<br />

Ministeramt. 72 Jahre nach Einführung<br />

des Frauenwahlrechts, wurde<br />

schließlich die erste Frauenministerin<br />

der Republik, Johanna Dohnal, angelobt.<br />

Dohnal gilt noch heute als Pionierin<br />

des österreichischen Feminismus und<br />

ist nach wie vor untrennbar mit der<br />

Entstehung und dem Verständnis der<br />

Frauenpolitik der zweiten Republik<br />

verbunden. Dieses Jahr hätte sie ihren<br />

80. Geburtstag gefeiert. „Ich denke, es<br />

ist Zeit, daran zu erinnern: Die Vision<br />

des Feminismus ist nicht eine weibliche<br />

Zukunft. Es ist eine menschliche<br />

Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne<br />

Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne<br />

Männerbündelei und Weiblichkeits-<br />

„Unser Plan war es,<br />

eine große Ausstellung<br />

zu organisieren<br />

um einer breiten<br />

Öffentlichkeit die<br />

Geschichte über das<br />

Frauenwahlrecht in<br />

Österreich näher<br />

zu bringen“, erklärt<br />

Co-Kurator Remigio<br />

Gazzari im Interview.<br />

GESCHICHTE<br />

031


<strong>SOCIETY</strong><br />

Die frühere Ministerin für Frauen, Familie und Jugend, Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß<br />

bei einem Vortrag<br />

Collage von Peter Karlhuber aus dem Aquarell Die Carolinen-Barrikade von<br />

Johann Christian Schoeller und einer Wiener Flugschrift aus dem Jahr 1848.<br />

Wien Museum, Johanna Dohnal-Archiv.<br />

wahn“, fasste die damalige SPÖ-Politikerin<br />

bei einem Gastvortrag an der<br />

Technischen Universität Wien ihr Verständnis<br />

dieser Thematik zusammen.<br />

Das heutige Johanna Dohnal-Archiv<br />

war für die KuratorInnen und HistorikerInnen,<br />

die für die Zusammenstellung<br />

der Ausstellung im Volkskundemuseum<br />

verantwortlich waren,<br />

von großer Bedeutung. Unmengen<br />

an Material wurde daraus gesammelt<br />

und in die Erzählung rundum<br />

das Frauenwahlrecht einzuordnen<br />

versucht. Neben der Hauptausstellung<br />

in Wien gibt es aber auch acht<br />

Kleinausstellungen, die „wandelnden<br />

Wahlzellen“, die in einigen Bundesländern<br />

gastieren. „Die Erinnerungskultur<br />

„Die Erinnerungskultur<br />

ist viel zu oft an Wien<br />

gebunden, das wollten<br />

wir aufbrechen“, erklärt<br />

der Kurator, Remigio<br />

Gazzari dazu.<br />

ist viel zu oft an Wien gebunden, das<br />

wollten wir aufbrechen“, erklärt der<br />

Kurator dazu.<br />

Als vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht<br />

in Österreich eingeführt wurde,<br />

war dies aber jedenfalls ein großer<br />

Schritt in Richtung Gleichberechtigung<br />

der Geschlechter, vor allem aber<br />

eine unvergleichliche und grundlegende<br />

Aufwertung der Demokratie<br />

des Landes. „Die Ausstellung jedenfalls“,<br />

so die Zuständigen, „erinnert<br />

nicht nur an historische Errungenschaften,<br />

sondern regt zur Reflexion<br />

aktueller frauenpolitischer Positionen<br />

an. In einer demokratischen Gesellschaft<br />

bedarf es einer aktiven<br />

Partizipation in politischen Prozessen<br />

– auch 100 Jahre nach Einführung des<br />

Frauenwahlrechts.“<br />

Die Ausstellung „Sie meinen es politisch!“<br />

ist noch bis 25. August 2019<br />

im Volkskundemuseum Wien in der<br />

Laudongasse 15-19 im achten Bezirk<br />

zu sehen. Unter www.volkskundemuseum.at<br />

findet man genaue Informationen<br />

zum Programm.<br />

BUCHEMPFEHLUNGEN ZU<br />

100 JAHRE FRAUENWAHLRECHT<br />

IN ÖSTERREICH:<br />

Alexandra Weiss und Erika Thurner<br />

fassen in „Johanna Dohnal und die<br />

Frauenpolitik der Zweiten Republik“<br />

Dokumente der Pionierin des österreichischen<br />

Feminismus auf 240 Seiten<br />

kompakt zusammen. Verlag: Promedia,<br />

2019<br />

Anlässlich des 100. Jubiläums des<br />

Frauenwahlrechts in Österreich, erzählt<br />

Petra Unger in „Frauenwahlrecht“<br />

die Geschichte der österreichischen<br />

Frauenbewegung. Verlag: mandelbaum<br />

kritik & utopie<br />

Im Löcker Verlag, herausgegeben von<br />

Blaustrumpf ahoi! und im Rahmen der<br />

Ausstellung im Volkskundemuseum<br />

erschienen, werden 100 Jahre Frauenwahlrecht<br />

in Österreich im Buch „Sie<br />

meinen es politisch“ umfangreich<br />

thematisiert.<br />

GESCHICHTE<br />

032


<strong>SOCIETY</strong><br />

Mühsamer Weg<br />

nach oben<br />

<strong>SOCIETY</strong> Gastautorin Hermine Schreiberhuber<br />

gibt einen Einblick in die Geschichte<br />

der ersten Parlamentarierinnen und richtet<br />

gleichzeitig den Blick nach vorne.<br />

Die Zuerkennung des Wahlrechts nach<br />

dem Zusammenbruch der Donau-Monarchie<br />

war für die Frauen keineswegs<br />

ein Geschenk, sondern sichtbarer<br />

Ausdruck ihres harten Überlebenskampfes.<br />

In der Industriellen Revolution<br />

hatten sie in der Arbeitswelt ihren<br />

Mann gestanden. Während des Krieges<br />

hatten sie härteste Fabriksarbeit verrichtet<br />

und die Kinder alleine ernährt.<br />

Hundert Jahre später steht mit der<br />

Verfassungsrichterin Brigitte Bierlein<br />

erstmals eine Frau an der Spitze der<br />

Regierung, wenn auch vom Bundespräsidenten<br />

nur als geschäftsführende<br />

Bundeskanzlerin bis zur nächsten<br />

Wahl eingesetzt. Dennoch ist dies ein<br />

klares Zeichen des gesellschaftlichen<br />

Wandels. Im Wirtschafts-, Kultur- und<br />

Bildungssektor sowie im Justizbereich<br />

holten die Frauen in Führungspositionen<br />

zuletzt stark auf. Als Ministerinnen<br />

hatten sie in vergangenen Regierungen<br />

oft Schlüsselressorts inne.<br />

FRAUENANTEIL IM PARLAMENT<br />

STIEG SEHR LANGSAM<br />

Lange hat es gedauert. Am 16. Februar<br />

1919, zur Wahl der Konstituierenden<br />

Nationalversammlung, machten zwar<br />

über 80 Prozent der Frauen von ihrem<br />

neuen Wahlrecht Gebrauch, doch<br />

zogen nur sieben Sozialdemokratinnen<br />

und eine Christlichsoziale in das<br />

Parlament (170 Sitze) ein. 1919-1934<br />

waren es nur je sechs bis 13 Frauen.<br />

Erst ab den 80er Jahren wurde ihr<br />

Anteil zweistellig. Derzeit sind 68 der<br />

183 Abgeordneten Frauen, 37 Prozent.<br />

Den höchsten Anteil weisen die liberalen<br />

NEOS mit 50 Prozent auf, gefolgt<br />

von den Sozialdemokraten.<br />

Hohe Ämter ließen ebenfalls auf sich<br />

warten. 1986 kam mit Marga Hubinek<br />

(ÖVP) erstmals eine Frau ins Präsidium,<br />

als zweite Präsidentin des Nationalrates.<br />

Erste Nationalratspräsidentin<br />

wurde 2006 Barbara Prammer (SPÖ),<br />

später Doris Bures. Im Bundesrat, der<br />

Länderkammer, stand immerhin schon<br />

in der Ersten Republik eine Frau an der<br />

Spitze (1927/28). Die christlichsoziale<br />

Steirerin Olga Rudel-Zeynek war damit<br />

weltweit die erste Frau an der Spitze<br />

einer gesetzgebenden Körperschaft.<br />

Sie trat für Mädchenbildung sowie<br />

Kinder- und Jugendschutz ein.<br />

ÖSTERREICHERINNEN UNTER<br />

ERSTEN WÄHLERINNEN EUROPAS<br />

Im europäischen Vergleich schneidet<br />

Österreich nicht so schlecht ab.<br />

Finnland war 1906 das erste Land,<br />

das Frauen wählen ließ, gefolgt von<br />

Norwegen und Dänemark. 1918 waren<br />

neben Österreich auch Deutschland,<br />

Polen und Russland so weit. Es folgten<br />

die Niederlande, die Tschechoslowakei,<br />

Schweden und Irland. Erst 1928<br />

durften Britinnen, 1931 Spanierinnen,<br />

1944 Französinnen zu den Urnen gehen.<br />

In Italien gibt es Frauenwahlrecht<br />

seit 1946, in Griechenland seit 1952.<br />

Am längsten warteten Frauen in der<br />

Schweiz (1971), in Portugal (1974) und<br />

Liechtenstein (1984).<br />

Text: Hermine Schreiberhuber<br />

GESCHICHTE<br />

033


Ein buntes<br />

Land mit langer<br />

Geschichte<br />

Als größte Insel der Karibik ist Kuba im Golf<br />

von Mexiko zu finden. Touristen werden von<br />

weißen Traumstränden, Tabak und Rum<br />

angelockt, doch der von Mythen umgebene<br />

Staat bietet auch unberührte Landschaften,<br />

kunstvolle Bauwerke und vermittelt einen<br />

einzigartigen Lebensstil.


<strong>SOCIETY</strong><br />

Im sozialistischen Inselstaat Kuba leben rund 11,2 Millionen Menschen.<br />

Das Bevölkerungsbild wird als sehr vielfältig beschrieben.<br />

NATUR<br />

Die Strände Kubas erstrecken sich<br />

über zahlreiche Kilometer und bieten<br />

ein Taucherparadies mit seltenen<br />

Fischen und bunten Korallenriffen.<br />

Neben weißem Sand findet man jedoch<br />

auch tiefrote Erde, auf der Mais,<br />

Bananen, Kaffee und Tabak angebaut<br />

werden. Die Felder des Valle de<br />

Viñales gelten als eine der schönsten<br />

Landschaften der Insel und wurden<br />

zum UNESCO Kulturerbe ernannt. Im<br />

Norden ist die Landschaft felsig und<br />

steil, während sich im Süden weite<br />

Ebenen und Sümpfe erstrecken. Ein<br />

Viertel Kubas ist von Mahagoni- und<br />

Pinienwäldern bedeckt und es ziehen<br />

sich über 200 Flüsse durch die Insel.<br />

Einen besonderen Einblick in frühe<br />

Zeiten gibt das Höhlensystem „Cuevo<br />

del Indio“, das schon im Jahr 4000 v.<br />

Chr. besiedelt war und heute zu Fuß<br />

und per Boot besucht werden kann.<br />

Neben vielfältigen tropischen Pflanzenarten<br />

beherbergt Kuba auch das<br />

vom Aussterben bedrohte Kubakrokodil,<br />

das zu den aggressivsten Arten<br />

der Welt zählt.<br />

GESCHICHTE<br />

Schon als Christoph Kolumbus 1492<br />

Kuba betrat, soll er von der Schönheit<br />

des Landes und der Freundlichkeit<br />

der Menschen geschwärmt haben.<br />

Dreihundert Jahre später widmete<br />

Alexander von Humboldt der geografischen<br />

Erforschung der Insel ein<br />

kurzes Werk. Geschichtlich hat die<br />

Bekannt sind die Kubaner<br />

vor allem für ihren<br />

Lebensstil, sowie<br />

ihre Tänze und Musik.<br />

Besonders bunt wird<br />

der Karneval gefeiert.<br />

Karibikinsel einiges zu bieten, was<br />

großen Raum für Mythen und Wandel<br />

lässt. Bereits geprägt von Kolonialzeit<br />

und Sklaverei wurde Kuba 1920 bis<br />

1950 eine Pseudo-Republik der USA<br />

und ein Zentrum der nordamerikanischen<br />

Mafia. Als 1952 der Diktator<br />

Batista die Macht übernahm, wurde<br />

der Widerstand, angeführt von Fidel<br />

Castro und Enersto „Che“ Guevara,<br />

stärker. Es folgten ein Guerillakampf<br />

und die Revolution, die freien Zugang<br />

zu medizinischer Versorgung, Bildung<br />

und Grundnahrungsmittel für alle<br />

Kubaner brachte. Fidel Castro wurde<br />

später Staatspräsident und Generalsekretär<br />

der kommunistischen Partei,<br />

„El Che“ gilt heute noch weltweit als<br />

Ikone der Revolution.<br />

GESELLSCHAFT<br />

Im sozialistischen Inselstaat Kuba<br />

leben rund 11,2 Millionen Menschen.<br />

Das Bevölkerungsbild wird als sehr<br />

vielfältig beschrieben, vor allem<br />

was die Hautfarbe betrifft gibt es<br />

große regionale Unterschiede. Die<br />

Landessprache Kubas ist Spanisch,<br />

jedoch unterscheidet sich dieses in<br />

Aussprache und Grammatik von der<br />

Hochsprache Spaniens. Hauptreligionen<br />

auf Kuba sind sowohl der Katholizismus<br />

als auch die Santería, eine<br />

Mischreligion, die westafrikanische<br />

und christliche Traditionen verbindet.<br />

Weltweit gilt das kubanische Volk als<br />

friedlich und hilfsbereit, bekannt sind<br />

die Kubaner jedoch vor allem für ihren<br />

Lebensstil, sowie für ihre Tänze und<br />

Musik. Besonders laut und bunt wird<br />

der Karneval in den Sommermonaten<br />

mit farbenfrohen Kostümen gefeiert.<br />

SPORT<br />

Sport hat auf Kuba seit jeher einen<br />

hohen Stellenwert. Er wird heute<br />

sowohl vom Bildungssystem als auch<br />

von der Regierung stark gefördert. Der<br />

Nationalsport Kubas ist Baseball, weswegen<br />

die kubanische Nationalmannschaft<br />

eine der erfolgreichsten der<br />

Welt ist. Neben Baseball zählen auch<br />

Boxen und Judo zu den beliebtesten<br />

Sportarten. Kubas Teilnahmen bei den<br />

Olympischen und Panamerikanischen<br />

Spielen brachten dem Inselstaat<br />

bereits zahlreiche Medaillen ein. Vor<br />

allem jedoch ist Kuba die Geburtsstätte<br />

vieler berühmter Tänze wie Rumba,<br />

Cha-Cha-Cha, Mambo und Salsa<br />

Cubana.<br />

KUNST UND KULTUR<br />

Die Kunst der kubanischen Städte<br />

ist genauso bunt wie vielfältig. Die<br />

Insel genießt französische, afrikanische<br />

und auch spanische Einflüsse.<br />

Neben prachtvollen und luxuriösen<br />

Bauwerken zieren pastellfarbene<br />

Häuser die Straßen, auf denen nicht<br />

selten Oldtimer unterwegs sind. Eines<br />

der größten Freiluftkunstwerke der<br />

Erde wurde von Leovigildo González<br />

1959 auf einem Felsen im Tal der zwei<br />

Schwestern gemalt und auch Ernest<br />

Hemingway war von Kuba begeistert.<br />

Cojímar, damals noch ein Fischerdorf,<br />

inspirierte ihn zu seiner Novelle „Der<br />

alte Mann und das Meer“, für die er<br />

mit einem Pulitzerpreis geehrt wurde.<br />

Auch zeitgenössische Kunst hat<br />

auf Kuba ihren Platz. Alle zwei Jahre<br />

findet die Kunstaustellung Biennial in<br />

Havanna statt, bei der ein besonderes<br />

Augenmerk auf karibische und lateinamerikanische<br />

Künstler gelegt wird.<br />

Fotos: Cubanisches Fremdenverkehrsamt<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

036


<strong>SOCIETY</strong><br />

Die traumhaften Karibikstrände Kubas locken jedes Jahr viele Erholungssuchende aus aller Welt an<br />

Die Oldtimer gehören zum Lokalkolorit von Havanna<br />

Entspannung pur in einer der vielen Hotelanlagen des Ferienparadieses<br />

Bootsfahrt in Baracoa mit Blick auf den Tafelberg „El Yunque“<br />

Glückliches Paar in den Straßen von Santiago de Cuba<br />

Bunte Gebäude vor dem Kapitol von Havanna<br />

KUBA<br />

037


Cuba has shown that a<br />

better world is possible<br />

Ambassador H.E. Juan Antonio Fernandez<br />

Palacios spoke about the changes since the<br />

revolution 60 years ago and the importance<br />

of mutual respect.<br />

As Ambassador of Cuba to Austria,<br />

you are representing your country<br />

here in Austria. For you personally,<br />

what is the most challenging part of<br />

the work as an Ambassador, what the<br />

most rewarding?<br />

Having the possibility to represent the<br />

Cuban people before other nations<br />

and international organizations is a<br />

high honor and an immense privilege.<br />

Cuba is a country that has achieved<br />

great prestige at the international<br />

level due to its history, for the values<br />

and principles that we defend, for<br />

having resisted the oldest and most<br />

cruel economic blockade in the history<br />

for 60 years and without making<br />

concessions and for sharing what we<br />

have (that is not so much) with the<br />

nations in need. On April 17, Trump‘s<br />

administration itself announced the<br />

strict application of „Title III of the<br />

Helms-Burton Act“ that reinforces,<br />

in a dangerous manner, the extraterritorial<br />

component of the blockade<br />

imposed to our people. This was a<br />

hostile act that represents an attack<br />

on International Law and on the<br />

sovereignty of Cuba and third States.<br />

The most rewarding part of our work<br />

is spreading the truth about Cuba<br />

around the world with humility and<br />

modesty, and receiving the majority<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

038


<strong>SOCIETY</strong><br />

We are proud that six decades later, our little island and the dream of<br />

the Cuban Revolution have survived all attempts to subdue it.<br />

support of peoples and nations. It is<br />

always a challenge, but at the same<br />

time an opportunity to work in a country,<br />

in this case Austria, with a different<br />

language, idiosyncrasy and economic<br />

situation. As I mentioned, it is a great<br />

opportunity to show our culture and<br />

at the same time learn from the host<br />

country. This exchange enriches us all.<br />

Cuba is celebrating the sixty-year<br />

anniversary of the revolution. How<br />

would you define or describe today’s<br />

Cuba, how – from your point of view –<br />

did it change since the revolution?<br />

Cuba is a society that looks with pride<br />

at what has been done in these 60<br />

years of Revolution, it develops its present<br />

with a critical and open spirit and<br />

is building a prosperous and sustainable<br />

future. The social achievements<br />

of the Cuban Revolution are very<br />

well-known: elimination of illiteracy, a<br />

free educational and universal health<br />

system structured with the broadest<br />

access for people, having the best rates<br />

of human development and health<br />

of the Third World and comparable<br />

with those of many developed countries,<br />

and having been able to resist and<br />

survive with dignity the collapse of the<br />

socialist system that constituted 80<br />

percent of our commercial and economic<br />

relations. The notable differences<br />

between the city and the countryside<br />

were eliminated and, above all, we<br />

became an independent and sovereign<br />

state. If I would have to define Cuba<br />

in a few words, I would say that it is a<br />

country with dignity, popular support,<br />

social equality and a prosperous future.<br />

Cuba went through a profound revolution,<br />

with broad and solid popular<br />

support. We are proud that six decades<br />

later, our little island and the dream of<br />

the Cuban Revolution have survived all<br />

attempts to subdue it. We are a nation<br />

in struggle, conscious of its duty and<br />

proud of its history.<br />

In 2017, the National Council President<br />

Doris Bures welcomed the Cuban<br />

Foreign Minister Bruno Eduardo<br />

Rodríguez Parrilla at the Austrian<br />

Parliament, where they confirmed to<br />

further strengthen the traditionally<br />

friendly relationship between the<br />

two countries. What happened in this<br />

regard since then?<br />

In 2016, when I presented my credential<br />

letters as Ambassador of Cuba,<br />

both countries were celebrating<br />

70 years of uninterrupted diplomatic<br />

relations. That year, the former<br />

president of Austria, Heinz Fischer,<br />

paid an official visit to Cuba with a<br />

large delegation including ministerial<br />

and political leaders, scholars,<br />

representatives of the culture sector<br />

and businessmen. Cuba and Austria<br />

have always had a friendly relationship<br />

of respect and cooperation, and<br />

they have been open to dialogue and<br />

mutual exchange. Our relations are<br />

mainly political, diplomatic, cultural,<br />

educational and scientific-academic<br />

and we have legal instruments to<br />

formalize cooperation ties in these<br />

sectors. The diplomatic relations<br />

between the two countries were established<br />

on July 26 in 1946. Years later,<br />

that day became glorious for Cuba.<br />

In Cuba, the prevailing government<br />

at that time, which was meant to be<br />

a hope for change, ended as a quick<br />

frustration, timidly trying to expand its<br />

foreign relations, which were always<br />

Cuba is a society that<br />

looks with pride at<br />

what has been done in<br />

these 60 years of Revolution,<br />

it develops its<br />

present with a critical<br />

and open spirit and is<br />

building a prosperous<br />

and sustainable future.<br />

Editor in Chief of <strong>SOCIETY</strong> Magazin, Tanja Tauchhammer, met with H.E. Juan Antonio Fernandez Palacios<br />

in the Cuban Embassy in Vienna.<br />

KUBA<br />

039


<strong>SOCIETY</strong><br />

controlled and directed by the powerful<br />

northern neighbour. In Europe, a<br />

small Alpine nation, devastated by the<br />

bloody world war and occupied by the<br />

victorious powers, tried to assert its<br />

independence. Circumstances made<br />

it possible. Historians document the<br />

first contact in the eighteenth century<br />

by the Order of the Jesuits, and in<br />

particular, the presence in Havana of<br />

Juan Nepomuceno von Goetz, priest<br />

of the diocese of Konstanz and a professor<br />

of moral philosophy at Vienna<br />

University arrived in 1803. In Havana<br />

theatres, the famous ballerina Fanny<br />

Elssler danced in 1841. The first world<br />

In Austria, there are<br />

also the remains of<br />

those brave compatriots<br />

fighting against<br />

Nazi-fascism who died<br />

in the concentration<br />

camps in Mauthausen.<br />

chess champion, Wilhelm Steinitz,<br />

successfully defended his crown in<br />

Havana Chess Club headquarters in<br />

1889 and 1892 twice. Three Austrians<br />

fought in the Liberation Army during<br />

the wars for our independence<br />

against Spanish colonialism in the<br />

nineteenth century. Jamey Stewart,<br />

John Taks and Maximiliano Jastcha<br />

were also “mambises”. Likewise, in<br />

1894, at the International Congress of<br />

Hygiene and Demography, the illustrious<br />

Cuban scientist Carlos J. Finlay<br />

unveiled its research on yellow fever<br />

that culminated with the discovery of<br />

the transmitting agent, the mosquito<br />

Aedes Aegyptis. In Austria, there<br />

are also the remains of those brave<br />

compatriots fighting against Nazi-fascism<br />

who died in the concentration<br />

camps in Mauthausen. The visit of the<br />

Minister of Foreign Affairs of Cuba to<br />

Austria in 2017 is a fact of remarkable<br />

transcendence. I would like to highlight<br />

now the possibilities of cooperation,<br />

which are being negotiated in the<br />

judicial sector, in aspects such as the<br />

legal assistance and the improvement<br />

of the infrastructure and operation<br />

of the registry system of Cuba. The<br />

sector of culture is an example of the<br />

good level of relations, especially in<br />

music. There is a good relationship<br />

between Mozarteum Foundation<br />

(Salzburg) and The Mozart Lyceum of<br />

Havana. Other sectors with extensive<br />

possibilities of exchange are renewable<br />

energy, waste treatment and<br />

recycling. In this sense, the decision<br />

of the City Hall of Vienna to donate<br />

a package of trucks as contribution<br />

to improve the system of collection<br />

of waste and garbage in the Cuban<br />

capital, Havana, in the framework of<br />

the 500th anniversary of the founding<br />

of Havana has been remarkable. There<br />

are many possibilities and decisions<br />

of both parties to enhance the commercial<br />

and economic relations where<br />

opportunities and needs of mutual<br />

interest have been identified, which<br />

will require greater efforts and work<br />

on both sides in the coming years. We<br />

are proud of the many friends we have<br />

in Austria. We take this opportunity to<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

040


<strong>SOCIETY</strong><br />

congratulate „ÖKG“, the Austria-Cuba<br />

Friendship Association that celebrates<br />

its 50th anniversary this year. We<br />

thank the friends and colleagues of<br />

this organization for their solidarity<br />

and support in all our struggles.<br />

Where do you see the advantages of<br />

Cuba’s socialist system compared<br />

to the one here in Austria? How are<br />

the relations with other socialist<br />

countries?<br />

Cuba advances in updating its economic<br />

model, focused on preserving<br />

and extending the social achievements,<br />

raising economic efficiency<br />

and achieving the sustainable and<br />

prosperous socialism we aspire. I<br />

do not like to compare political and<br />

economic systems. Countries choose<br />

the system they consider the most<br />

convenient, according to the popular<br />

will, its socio-economic conditions<br />

and its history. These choices must be<br />

respected. It is the same concept that<br />

must be applied to the case of Cuba.<br />

We are a socialist country because<br />

that is what our people decided,<br />

which was recently evidenced with<br />

the result of the constitutional referendum<br />

held in February this year and<br />

which ratifies the option of Socialism<br />

as our economic and social model. 90<br />

percent of the population approved it.<br />

Being the first socialist country in<br />

the Western Hemisphere, we maintain<br />

excellent relations with other<br />

similar socialist countries such as<br />

China, Vietnam and North Korea,<br />

where feelings of cooperation and<br />

Cuba advances in updating<br />

its economic<br />

model, focused on<br />

preserving and extending<br />

the social achievements,<br />

raising economic<br />

efficiency and<br />

achieving the sustainable<br />

and prosperous<br />

socialism we aspire.<br />

mutual respect prevail, taking into<br />

account the particular conditions of<br />

each country. If someone wanted to<br />

figure out a new order of political and<br />

economic relations between nations,<br />

here is a model to follow up. I would<br />

like to emphasize the importance of<br />

respect and tolerance for diversity<br />

between human beings, nations and<br />

systems; it is the only way to maintain<br />

peace, coexistence and to achieve<br />

development. We are optimistic, but<br />

today the world faces many threats<br />

to achieve this noble purpose, but<br />

Cuba has shown that a better world is<br />

possible.<br />

KUBA<br />

041


<strong>SOCIETY</strong><br />

Besucherströme bei der FITCuba 2019 machten die Straßen der Hauptstadt Kubas unsicher<br />

Kubanisches Flair auf den Straßen Havannas<br />

Karibische Tanzperformance im Rahmen der FITCuba 2019<br />

Tourismusminister Manuel Marrero Cruz freute sich über die Besucherzahlen<br />

Fotos: Karl Kaltenegger<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

042


<strong>SOCIETY</strong><br />

FITCuba 2019 –<br />

Wir sehen uns in Havanna<br />

Stolz präsentierte der kubanische Minister<br />

für Tourismus, Manuel Marrero Cruz, bei der<br />

39. Ausgabe der Internationalen Reisemesse<br />

FITCuba 2019 die neuesten Besucherzahlen.<br />

Diese besagen, Kuba wird heuer einen<br />

Rekord von 5,1 Millionen Besuchern<br />

verzeichnen, nach über 4 Millionen im<br />

vergangenen Jahr. Bei der Messe mit<br />

7.500 Teilnehmern aus 53 Ländern war<br />

<strong>SOCIETY</strong> als einzige österreichische<br />

Zeitschrift vertreten.<br />

Das karibische Flair einer Stadt, die<br />

scheint, als wäre das Leben stehengeblieben,<br />

mit farbenfrohen Oldtimern<br />

und einem aufstrebenden Tourismus,<br />

wirkt wie ein Magnet auf Besucher<br />

aus der ganzen Welt. FITCuba stand<br />

diesmal ganz im Zeichen des 500-jährigen<br />

Jubiläums von Havanna, als<br />

Gastland fungierte Spanien. Die faszinierende<br />

kubanische Hauptstadt Havanna<br />

mit ihren 2,1 Millionen Einwohnern<br />

ist mit dem 60-Prozent-Anteil an<br />

ausländischen Gäste-Ankünften das<br />

wichtigste touristische Reiseziel der<br />

Insel mit 11,5 Millionen Einwohnern.<br />

Wir Österreicher verbringen gern<br />

unseren Urlaub auf Kuba. 2012 waren<br />

es 13.250 Gäste, im Jahr 2018 flogen<br />

bereits 19.671 ÖsterreicherInnen nach<br />

Kuba. 41 Prozent sind Stammgäste, die<br />

gern wiederkommen. Die Sicherheit,<br />

die das Land gewährleistet, ist eine<br />

der wichtigsten Säulen des Tourismus,<br />

neben dem ungezwungenen<br />

karibischen Flair mit Musikgruppen<br />

an allen Ecken, Rum und Zigarren, den<br />

Traumstränden, All Inclusive Club-Anlagen<br />

und zauberhaften Städten.<br />

Kuba ist und bleibt eine Trend-Destination!<br />

Das kam auch beim Travellers’<br />

Choice 2019 mit dem zweiten Platz<br />

für den Strand von Varadero zum<br />

Ausdruck. Im Jahr 2018 erhielten das<br />

Hotel Princesa del Mar in Varadero,<br />

das Gran Hotel Kempinski, sowie das<br />

Nacional de Cuba, beide in Havanna,<br />

in verschiedenen Kategorien die vielbeachteten<br />

World Travel Awards.<br />

Tourismusminister Marrero Cruz<br />

skizzierte die Pläne Kubas, das Internet<br />

kräftig auszubauen, sowie bis<br />

2021 30 neue Hotels zu errichten, also<br />

fast 4.000 neue Zimmer. Der Großteil<br />

dieser Drei-Milliarden-Dollar-Strategie<br />

entfällt auf Varadero und Cayo<br />

Coco. Einen Schwerpunkt bildet<br />

Havanna anlässlich des 500-jährigen<br />

Bestehens, allein in diesem Jahr<br />

werden 13 neue Hotels eröffnet. Die<br />

FITCuba-Reisemesse 2020 findet in<br />

Varadero statt, als Gastland wurde die<br />

Russische Föderation ausgewählt.<br />

500 JAHR-FEIER DER HAUPTSTADT<br />

Um 1514 wurde Havanna im Süden<br />

der Insel vom spanischen Konquistador<br />

Diego Velázquez gegründet. 1519<br />

wurde die Siedlung, aus strategischen<br />

Gründen, weiter in den Norden verlegt.<br />

Das gilt somit als Gründungsjahr<br />

der Stadt, die im Grunde genommen<br />

einen sehr langen Namen, nämlich<br />

Villa de San Cristóbal de la Habana,<br />

hat. Sie gilt als eine der ältesten Gründungen<br />

der Neuen Welt. Die Altstadt<br />

La Habana Vieja repräsentiert die<br />

größte erhaltene koloniale Altstadt<br />

Lateinamerikas und trägt seit 1982<br />

den Status als UNESCO-Weltkulturerbe.<br />

La Habana wurde nicht sofort<br />

Hauptstadt: erst 1552, nach Baracoa<br />

und Santiago de Cuba. Die Kubaner<br />

feiern gern, also finden unzählige<br />

Veranstaltungen zum runden 500<br />

Jahre Geburtstag in der kubanischen<br />

Metropole statt.<br />

Text: Karl Kaltenegger<br />

KUBA<br />

043


<strong>SOCIETY</strong><br />

Kuba kämpft<br />

sich durch<br />

Politexpertin Hermine Schreiberhuber<br />

verfasste für die <strong>SOCIETY</strong>-Leser eine<br />

Analyse des karibischen Inselstaates.<br />

Kuba hat es nicht leicht. Der stets<br />

zum Urlauben verlockende und doch<br />

über viele Jahre isolierte Inselstaat<br />

in der Karibik ist bemüht, sich mit<br />

vorsichtigen Reformen gegenüber der<br />

Welt zu öffnen. Gegenüber einer globalisierten<br />

Welt, wo sich die großen<br />

Akteure in handelspolitischen Fragen<br />

heftige Gefechte liefern. Zahlreiche<br />

Staaten werden in ökonomische Konflikte<br />

hineingezogen. So auch Kuba.<br />

Man denke nur an die internationale<br />

Ölpolitik und an die Krise im befreundeten<br />

Venezuela.<br />

Die Krise in Venezuela, wo Präsident<br />

Nicolas Maduro und sein Herausforderer<br />

Juan Guaido um die Macht ringen,<br />

hat auf Kuba schwere Auswirkungen.<br />

Die USA erhöhten zuletzt ihren Druck<br />

auf Venezuelas Verbündete Russland<br />

und Kuba. Auf die Kubaner würden<br />

konkret neue Reise- und Handelsbeschränkungen<br />

zukommen. Zugleich<br />

bedeutet dies ein Zurückschrauben<br />

der unter US-Präsident Donald Trumps<br />

Vorgänger Barack Obama in die Wege<br />

geleiteten Annäherung. Die Europäische<br />

Union und Kanada reagierten kritisch<br />

auf die Ankündigung möglicher<br />

US-Klagen wegen früherer Enteignungen<br />

in Kuba unter Rückgriff auf das<br />

Helms-Burton-Gesetz. Aus der Sicht<br />

der EU und Kanadas wäre die extraterritoriale<br />

Anwendung solch einseitiger<br />

Maßnahmen ein Verstoß gegen internationales<br />

Recht. In einer gemeinsamen<br />

Erklärung wurde vor den Folgen<br />

für die europäische und kanadische<br />

Wirtschaft gewarnt. Auch eine Klage<br />

bei der Welthandelsorganisation WTO<br />

wurde nicht ausgeschlossen.<br />

KUBANISCHE WIRTSCHAFT LEIDET<br />

Die kubanische Wirtschaft hat derzeit<br />

mit genug Problemen zu kämpfen.<br />

Havanna werde im laufenden Jahr<br />

nicht all seinen Verpflichtungen bei<br />

der Bedienung der Schuldenlast nachkommen<br />

können, erklärten Regierungsvertreter<br />

in Havanna. Die Gründe<br />

sind offenkundig. Das Handelsembargo<br />

der USA wirkt sich seit Jahrzehnten<br />

auf die ökonomische Entwicklung<br />

des Karibik-Staates negativ aus. Dazu<br />

kommt die Wirtschaftskrise in Venezuela,<br />

wichtiger Handelspartner und<br />

politischer Verbündeter Kubas.<br />

Ungeachtet der wirtschaftlichen<br />

Probleme hat die Führung in Havanna<br />

ihre Bündnistreue zu Venezuela<br />

unterstrichen und Präsident Maduro<br />

ihre Solidarität versichert. Der kubanische<br />

Präsident Miguel Diaz-Canel<br />

und Außenminister Bruno Rodriguez<br />

verurteilten den Machtkampf im<br />

befreundeten Land und prangerten<br />

den „geplanten Staatsstreich“ der<br />

Bewegung um den selbst ernannten<br />

Gegen-Präsidenten Guaido an.<br />

In konkreten Sektoren wurde zuletzt<br />

eine Versorgungskrise spürbar. Die<br />

Öllieferungen aus Venezuela sanken<br />

drastisch, dadurch auch die Möglichkeiten<br />

zur Devisenbeschaffung. Die<br />

sozialistische Regierung erwog die<br />

Rationierung von bestimmten Lebensmitteln<br />

und von Hygieneartikeln.<br />

Papiermangel drückte sich bereits auf<br />

dem Zeitungsmarkt aus. Der Umfang<br />

wichtiger Zeitungen und Zeitschriften<br />

wurde drastisch reduziert, auch das<br />

Parteiblatt „Granma“ ist betroffen.<br />

Ein Lichtblick für die Kubaner ist die<br />

bevorstehende Lockerung des Internet-Zugangs.<br />

Künftig sollen private<br />

WLAN-Netze und Internet-Anschlüsse<br />

zugelassen werden. In der Gastronomie<br />

werden Kunden ab Juli kabellose<br />

Datenverbindungen angeboten.<br />

60 JAHRE NACH DER REVOLUTION<br />

Zu Jahresbeginn blickte Kuba auf 60<br />

Jahre nach der Revolution Fidel Castros<br />

zurück. Vor gut einem Jahr ging<br />

mit der Amtsübergabe an Diaz-Canel<br />

die lange Ära der Castro-Brüder zu<br />

Ende. Raúl Castro ist als Parteichef<br />

weiter im Amt. Sein Nachfolger als<br />

Staatschef steht vor großen Herausforderungen.<br />

Die Kommunistische<br />

Partei baut vorsichtig eine bescheidene<br />

Marktwirtschaft auf, mit mehr<br />

Rechten für private Unternehmer.<br />

In einem Referendum über die neue<br />

Verfassung wurde die kommunistische<br />

Ausrichtung Kubas bei gleichzeitiger<br />

wirtschaftlicher Öffnung im<br />

Februar bestätigt. Bereits im Dezember<br />

hatte das Parlament in Havanna<br />

Foto: Cubanisches Fremdenverkehrsamt<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

044


<strong>SOCIETY</strong><br />

den Verfassungsentwurf angenommen,<br />

der die Führungsrolle der KP<br />

festschreibt, aber auch das Recht<br />

auf Privatbesitz und ausländische<br />

Investitionen anerkennt.<br />

Das Erbe der Revolution heute zu verteidigen,<br />

ist keine einfache Aufgabe.<br />

Die Blockade der USA dauert bereits<br />

seit Jahrzehnten an. Der politische<br />

Rechtsruck in mehreren Staaten<br />

Lateinamerikas und die wirtschaftliche<br />

Krise machen dem Karibik-Staat<br />

ebenfalls zu schaffen. „Anpassung“ ist<br />

die Devise. Die Führung in Havanna<br />

ist sich der Tatsache bewusst, dass<br />

die Wirtschaft der ausschlaggebende<br />

Faktor für Erfolg oder Misserfolg ist.<br />

GRATWANDERUNG ZWISCHEN<br />

ERBE UND REFORM<br />

Präsident Diaz-Canel muss eine Gratwanderung<br />

zwischen Bewahrung des<br />

politischen Erbes und Vollzug von<br />

Wirtschaftsreformen meistern. Einerseits<br />

unterstreicht er die Fortführung<br />

der politischen Castro-Hinterlassenschaft,<br />

auf der anderen Seite konzentriert<br />

er sich auf die Umsetzung der<br />

Reformen und hinterfragt die Bedürfnisse<br />

der Menschen, wie Diplomaten<br />

feststellen konnten.<br />

Sechs Jahrzehnte hatten die Castro-Brüder<br />

die Geschichte des Landes<br />

geprägt. In den 60er Jahren erfolgte<br />

der Bruch mit den Vereinigten Staaten.<br />

In den 70er Jahren geriet Kuba unter<br />

den Einfluss der Sowjetunion. 2008<br />

übernahm Raul das Staatsruder von<br />

seinem Bruder. Fidel Castro starb 2016.<br />

Unter Raúl Castro und US-Präsident<br />

Barack Obama wurde 2014<br />

eine Wiederannäherung zwischen<br />

den Erzfeinden eingeleitet. Nach 50<br />

Jahren Eiszeit nahmen Havanna und<br />

Washington wieder diplomatische Beziehungen<br />

auf. Obama reiste zu einem<br />

spektakulären Besuch nach Havanna.<br />

Im Hintergrund hatte der Vatikan die<br />

Fäden gezogen, um diese Annäherung<br />

zustande zu bringen. Kardinal Jaime<br />

Lucas Ortega von Havanna knüpfte<br />

Kontakte zwischen der kubanischen<br />

Führung und der US-Regierung.<br />

Die Schreiberin dieser Zeilen hielt<br />

sich zu jener Zeit in Havanna auf und<br />

konnte den Kardinal in einem spontanen<br />

Treffen zu den Hintergründen<br />

befragen. Papst Franziskus habe eine<br />

wichtige Rolle beim Zustandekommen<br />

des ersten direkten Kontakts zwischen<br />

den Staatsführern der USA und Kubas<br />

gespielt, bestätigte Ortega. Dem<br />

mittlerweile emeritierten Erzbischof<br />

kam die Aufgabe zu, Botschaften zu<br />

übermitteln, den Papst über die Geschehnisse<br />

in Kuba zu informieren. Der<br />

Kirchenmann wurde so zum Brückenbauer.<br />

US-Präsident Donald Trump hat<br />

inzwischen wieder auf den Rückwärtsgang<br />

geschaltet. Die Europäer sind<br />

darüber nicht glücklich. Kuba braucht<br />

bei seinen Bemühungen, die Wirtschaftsreformen<br />

und die politische<br />

Öffnung voranzutreiben, Verbündete<br />

auch im westlichen Ausland.<br />

Text: Hermine Schreiberhuber<br />

KUBA<br />

045


<strong>SOCIETY</strong><br />

60 Jahre<br />

Kubanische Revolution<br />

Christoph Matznetter, der Vizepräsident der<br />

WKO, verfasste für <strong>SOCIETY</strong> einen<br />

Gastkommentar zum 60. Jahrestag der<br />

kubanischen Revolution.<br />

„Eine Revolution ist kein Rosenbett.<br />

Eine Revolution ist ein Kampf zwischen<br />

der Zukunft und der Vergangenheit“.<br />

Dies waren vor 60 Jahren die Worte<br />

des kubanischen Revolutionärs und<br />

Staatspräsidenten Fidel Castro, der 49<br />

Jahre lang die Entwicklung des Inselstaates<br />

prägte. Kuba war und ist ein<br />

Land, welches sich im steten Wandel<br />

befindet. Auch heute, 60 Jahre nach<br />

der kubanischen Revolution, lässt sich<br />

die Frage nach der Zukunft des sozialistischen<br />

Landes stellen.<br />

Die Kubanische Revolution, angeführt<br />

von der Bewegung des 26. Juli, war ein<br />

historischer Donnerschlag, der das<br />

Land, welches zuvor als „Las Vegas der<br />

Karibik“ galt, in einen unabhängigen<br />

Staat verwandelte. Gefestigt wurde<br />

die Revolution unter anderem durch<br />

gesamtgesellschaftliche Alphabetisierungskampagnen<br />

und Landreformen,<br />

die eine Aufbruchsstimmung innerhalb<br />

der Bevölkerung schafften.<br />

Ökonomisch betrachtet konnte sich<br />

Kuba allerdings keine vollkommene<br />

Unabhängigkeit leisten: Als Antwort<br />

auf die Kubanische Revolution verhängten<br />

die Vereinigten Staaten 1959<br />

ein Handels-, Wirtschafts- und Finanzembargo<br />

gegen die neue Regierung<br />

Fidel Castros. Die darauffolgende<br />

Koalition mit der Sowjetunion schuf<br />

ein Abhängigkeitsverhältnis zum sozialistischen<br />

Bruderstaat, der Kuba, nach<br />

dem Zusammenbruch der UdSSR, in<br />

eine Wirtschaftskrise stürzte.<br />

Der Verlust des größten Außenhandelspartners<br />

und die darauffolgende<br />

Krise zwangen die sozialistische<br />

Regierung dazu, Wirtschaftssektoren<br />

zu dezentralisieren, privatwirtschaftliche<br />

Tätigkeiten und Devisenhandel<br />

in gewissen Wirtschaftssegmenten zu<br />

genehmigen. Ökonomische Hebel wie<br />

Joint-Venture-Geschäfte im Tourismussektor,<br />

Kooperationen mit neuen<br />

Außenhandelspartnern wie China,<br />

Venezuela oder Brasilien, das Entdecken<br />

neuer Erdölvorkommen sowie<br />

die Vermarktung von Nickelvorkommen<br />

konnten einen Weg aus der Krise<br />

schaffen. Auf der anderen Seite der<br />

Medaille lassen sich allerdings neue<br />

soziale Disparitäten entdecken, die<br />

ideologisch konträr zur Kubanischen<br />

Revolution stehen.<br />

Was wird die Zukunft bringen? Die<br />

Gretchen-Frage des neuen kubanischen<br />

Staatspräsidenten Miguel<br />

Díaz-Canel ist der fortschreitende<br />

privatwirtschaftliche Einfluss auf die<br />

kubanische Wirtschaft sowie die Beziehung<br />

mit dem großen Nachbarn<br />

USA. Über all diesen Themen schwebt<br />

das Erbe der Kubanischen Revolution,<br />

welche auch nach 60 Jahren im kollektiven<br />

Gedächtnis der kubanischen<br />

Bevölkerung weiterlebt.<br />

Text: Christoph Matznetter<br />

Christoph Matznetter, Vizepräsident der WKO im<br />

Interview mit <strong>SOCIETY</strong><br />

Foto: Petra Spiola<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

046


<strong>SOCIETY</strong><br />

Blick auf das Castillo de los Tres Reyes del Morro im östlichen Teil der Hauptstadt<br />

Fotos: Petra Spiola, Dragan Tatic, BKA, Vladimir Molina Espada,Prensa Latina News Agency<br />

La Giralldia, das Symbol Havannas<br />

Denkmal von Nationalheld José Martí mit Blick auf das Kapitol von Havanna<br />

KUBA<br />

047


<strong>SOCIETY</strong><br />

Hasta la<br />

Victoria Siempre<br />

<strong>SOCIETY</strong> sprach mit Michael Wögerer, Vorsitzender<br />

der Österreichisch-Kubanischen<br />

Gesellschaft (ÖKG), über die Bedeutung der<br />

Kubanischen Revolution in der heutigen Zeit.<br />

Die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft<br />

feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges<br />

Bestehen, wofür steht die ÖKG<br />

und was hat sich seit ihrer Gründung<br />

verändert?<br />

Die zentralen Ziele der Österreichisch-Kubanischen<br />

Gesellschaft<br />

haben sich seit ihrer Gründung 1969<br />

nicht verändert. Wir wollen die freundschaftlichen<br />

Beziehungen zwischen<br />

dem österreichischen und kubanischen<br />

Volk in allen Bereichen fördern.<br />

Dazu zählen der kulturelle, politische<br />

und wirtschaftliche Austausch. Ein besonderer<br />

Aspekt ist die Information der<br />

Österreicherinnen und Österreicher<br />

über die reale Situation in Kuba, denn<br />

diese entspricht nicht jenem Bild, das<br />

in den meisten Medien wiedergegeben<br />

wird. So heißt es auch in unserer<br />

Gründungserklärung, welche bis heute<br />

Gültigkeit hat: „Da wir Österreicher nur<br />

aufs dürftigste über Kuba unterrichtet<br />

werden, richtiger: da die meisten der<br />

hiesigen Massenmedien darauf abzielen,<br />

unsere Kuba-Ignoranz zu kultivieren,<br />

halten wir es für erforderlich, eine<br />

Organisation zu gründen, die jedem Interessierten<br />

die Chance geben würde,<br />

sich über alle Kuba und die kubanische<br />

Revolution betreffenden Probleme und<br />

Tatsachen zu unterrichten.“<br />

Kuba feiert dieses Jahr den 60. Jahrestag<br />

der Revolution. Welche Bedeutung<br />

hat die Revolution heute?<br />

Das freie und unabhängige Kuba ist<br />

ohne die Kubanische Revolution von<br />

1959 nicht vorstellbar. Nach Jahrzehnten<br />

des Kampfes für die Unabhängigkeit<br />

zuerst gegen die spanischen<br />

Kolonialisten und danach gegen die<br />

Einmischung der USA, ist es Fidel<br />

Castro und seinen Guerilleros mit<br />

großer Unterstützung der Bevölkerung<br />

gelungen, Diktator Fulgencio Batista<br />

zu stürzen und zum ersten Mal in der<br />

Geschichte Kubas eine Regierung<br />

zu etablieren, die ausschließlich die<br />

Interessen des eigenen Volkes im Blick<br />

hat. Aus diesem Grund hat die Kubanische<br />

Revolution bis heute eine große<br />

Bedeutung, nicht umsonst haben erst<br />

kürzlich rund 90 Prozent der Kubanerinnen<br />

und Kubaner einer neuen Verfassung<br />

zugestimmt, die sich klar zur<br />

Weiterführung der Revolution bekennt.<br />

Für progressive ÖsterreicherInnen ist<br />

die Kubanische Revolution bis heute<br />

ein Ereignis, das fasziniert und Hoffnung<br />

gibt. Wir wollen den Traum für<br />

eine Welt ohne Diktatur und Ausbeutung<br />

nicht aufgeben.<br />

Was hat sich seit dem Tode Fidel Castros<br />

im Land verändert?<br />

Kuba verändert sich Tag für Tag. Der<br />

Tod Fidel Castros war für viele Kubanerinnen<br />

und Kubaner ein trauriger<br />

Moment, da sie sich von jenem Mann<br />

verabschieden mussten, der ihnen<br />

die Freiheit gebracht hat. Zugleich<br />

markiert Castros Tod auch eine Zäsur<br />

in der Geschichte Kubas, nämlich<br />

den Übergang von jener Generation,<br />

die noch in der Sierra Maestra gekämpft<br />

und das sozialistische Kuba<br />

aufgebaut hat, zu jener Generation,<br />

die das Erbe angetreten hat. Trotz<br />

der Unkenrufe, dass ohne Fidel die<br />

Kubanische Revolution keine Zukunft<br />

hätte, hat Kuba der Welt gezeigt, dass<br />

es geradlinig sein Ziel verfolgt. Sein<br />

Bruder Raúl Castro hat die Weichen für<br />

den Generationswechsel gestellt und<br />

mit der Wahl des neuen Präsidenten,<br />

Miguel Díaz-Canel, wurde dieser auch<br />

an der Spitze vollzogen. Bei meinem<br />

kürzlichen Besuch in Kuba konnte<br />

ich mich davon überzeugen, dass die<br />

kubanische Bevölkerung sehr zufrieden<br />

ist mit ihrem neuen Präsidenten,<br />

der unermüdlich arbeitet, um die<br />

wirtschaftliche Situation des Landes<br />

zu verbessern.<br />

Du wurdest zum dritten Mal zum<br />

Vorsitzenden der ÖKG gewählt, was<br />

sind Deine Pläne für die dritte Amtsperiode?<br />

Seit April habe ich die Ehre, zum dritten<br />

Mal eine der größten Freundschaftsgesellschaften<br />

in Österreich zu leiten.<br />

Ziel für die nächsten Jahre ist es, in<br />

unserer Organisation den Generationswechsel<br />

mit Bedacht durchzuführen.<br />

Wir wollen junge Menschen von<br />

unserer Solidaritätsarbeit begeistern.<br />

Gemeinsam wollen wir dafür sorgen,<br />

dass wir auch in Zukunft eine Vielzahl<br />

an Aktivitäten durchführen können.<br />

Kuba braucht weiterhin unsere Freundschaft<br />

und Unterstützung!<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

048


ZIEHEN SIE<br />

HOCH HINAUS<br />

EXKLUSIVE<br />

FREIFINANZIERTE<br />

EIGENTUMSWOHNUNGEN<br />

50–230<br />

QUADRATMETER<br />

HERBST<br />

2019<br />

GEPLANTE<br />

FERTIGSTELLUNG<br />

Tel. +43 1 224 227 100<br />

info@lindengasse.co.at<br />

www.lindengasse.co.at


ivv – Ein starker Partner<br />

auf dem Immobilienmarkt<br />

Seit 35 Jahren ist die ivv Immobilien Verkauf und Vermietungs GmbH<br />

als Spezialist für die Vermarktung und Vermietung von Immobilien auf<br />

dem österreichischen Immobilienmarkt tätig.<br />

Die ivv gehört zu den erfolgreichsten<br />

und aufstrebendsten Maklerunternehmen<br />

Österreichs. Mit dem Projekt<br />

TrIIIple vermarktet sie eines der aktuell<br />

spannendsten Immobilienprojekte<br />

Wiens. Die drei Türme am Donaukanal<br />

bieten moderne Eigentumswohnungen<br />

mit hochwertiger Ausstattung,<br />

zahlreichen exklusiven Highlights und<br />

einzigartigen Serviceleistungen.<br />

Die im Zuge der Vermittlung dieses<br />

Projekts gewonnenen Erfahrungen<br />

kommen dem Team der ivv auch beim<br />

nächsten Prestigeprojekt zugute: Noch<br />

in diesem Jahr wird das Unternehmen<br />

mit der Vermarktung der Danube<br />

Flats beginnen, Österreichs höchstem<br />

Wohnturm. Das Projekt wird ein neues,<br />

eindrucksvolles Landmark für Wien.<br />

Innovatives Design, eine nachhaltige<br />

Bauweise, flexible Wohnungskonzepte<br />

und vielfältige Serviceleistungen<br />

garantieren High-End-Wohnen nach<br />

internationalem Vorbild.<br />

Als Tochter von SORAVIA prägt die<br />

ivv die Projekte von Anfang an entscheidend<br />

mit und ist bereits in der<br />

Konzeptionsphase an deren Entwicklung<br />

beteiligt, womit größtmögliche<br />

Attraktivität für künftige Eigentümer<br />

und Mieter garantiert werden kann.<br />

„Beim Projekt Danube Flats wurden wir<br />

schon in einem sehr frühen Stadium<br />

eingebunden und konnten so Wohnungsmix,<br />

Grundrisse, Ausstattung<br />

und Einpreisung mitgestalten. Das hat<br />

ermöglicht, auch die Vertriebsperspektive<br />

und somit zusätzliche Aspekte in<br />

die Planung einfließen zu lassen, was<br />

für das Projekt einen klaren Mehrwert<br />

bedeutet“, erklärt ivv-Geschäftsführer<br />

Sascha Haimovici.<br />

Als Full-Service-Makler bietet die ivv<br />

alle Dienstleistungen über den gesamten<br />

Lebenszyklus einer Immobilie<br />

aus einer Hand und ist so verlässlicher<br />

Partner auch für externe Bauträger.<br />

ivv Immobilien Verkauf und<br />

Vermietungs GmbH<br />

Thomas-Klestil-Platz 3<br />

1030 Wien<br />

+43 (0) 1 890 0 800<br />

office.wien@ivv.at<br />

www.ivv.at<br />

Fotos: M’CAPS und ZOOM VP<br />

IMMOBILIEN<br />

050


Börseplatz 1 – Wohntraum<br />

mit imperialem Charme<br />

Ende des Jahres wird der 1872/73 unter der Leitung von Architekt<br />

Winterhalder und Baumeister Kaiser im Stil der Renaissance<br />

errichtete, völlig frei stehende Prunkbau in neuem Glanz erstrahlen.<br />

Fotos: Free Dimensions<br />

Zu Zeiten Kaiser Franz Josephs war<br />

die Telegrafen Centrale das moderne<br />

Zentrum für die Kommunikation<br />

der Donaumonarchie, jetzt wird sie<br />

zum Herzstück imperialen Wohnens<br />

in Wien. Eine luxuriöse Residenz in<br />

bester Lage, in der Geschichte und<br />

Moderne außergewöhnlich stilvoll<br />

verschmelzen. Anfang 2020 wird das<br />

„Wohnen mit imperialem Flair“ Wirklichkeit.<br />

Mitten in der Stadt und dank<br />

des gegenüber liegenden Parks doch<br />

im Grünen, in bester Innenstadtlage<br />

und abseits der Touristenpfade.<br />

Für die Lofts mit ihren 7,5 Metern<br />

Raumhöhe findet sich in Österreich<br />

wohl nichts Vergleichbares. Neben<br />

dem schon einzigartigen Loft Aurora<br />

mit 500 Quadratmetern, weiß der<br />

imposante Bau mit der Imperial Loft<br />

Collection (bis 2000 m2 Wohnfläche<br />

auf einer Etage/Kaufpreis 40 Millionen<br />

Euro) zu punkten. Hier entfaltet sich<br />

ein Lebensgefühl, das an glanzvolle<br />

Zeiten anknüpft.<br />

Zudem bieten die Skyview-Penthouses<br />

mit Blick auf Leopolds- und<br />

Kahlenberg ein ganz außergewöhnliches<br />

Wohnerlebnis hoch über den<br />

Dächern Wiens. So erwarten die im<br />

Stil des Pariser Historismus gehaltenen<br />

Penthouses mit ihren großzügigen<br />

Terrassen Bewohner, die das<br />

Besondere schätzen.<br />

„Wir freuen uns über das große<br />

Interesse sowie die gute Nachfrage<br />

nach den imperialen Wohnungen am<br />

Börseplatz 1“, betont Investor Michael-C.<br />

Albert, „wir liegen auch mit den<br />

Bauarbeiten gut im Plan.“<br />

Eine Übersicht zu allen Geschossen<br />

und Wohnungen finden Sie unter<br />

www.boerseplatz1.com/flat-finder.<br />

Auf einer Grundstücksfläche von 2300<br />

Quadratmetern im Ersten Bezirk befinden<br />

sich 39 Einheiten, davon sind<br />

sechs Penthouses im Dachgeschoss.<br />

Die größte Wohnung Wiens befindet<br />

sich mit ca. 2000 Quadratmetern ebenfalls<br />

im Gebäude. Wohnungsanfragen<br />

können an living@boerseplatz1.com<br />

und telefonisch unter +43 1 365 366 gestellt<br />

werden. Unter www.boerseplatz1.<br />

com findet man mehr Informationen zu<br />

dem Projekt.<br />

IMMOBILIEN<br />

051


KAUF, 1190 WIEN<br />

Familienhaus<br />

WOHNFLÄCHE 300 m²<br />

GRUNDSTÜCK 678 m²<br />

AUSSTATTUNG Großzügiger Wohnbereich<br />

mit Wohnzimmer, zentraler Küche, Speisezimmer,<br />

Wintergarten. Vier Zimmer mit zwei Bädern sowie<br />

ein Zimmer mit Bad im Souterrain. Garten mit<br />

Pool und direktem Zugang zum Wohnbereich.<br />

Werkstatt mit Ausgang in den Garten.<br />

Seehäuser<br />

KAUF, NEUSIEDL<br />

WOHNFLÄCHEN 111 m² - 140<br />

GESAMTFLÄCHEN 194 m² - 360<br />

ECKDATEN Seehäuser vor den Toren Wiens<br />

mit Blick über den Neusiedler See. Ganzjährig<br />

nutzbar und direkt am See, im Hafen von Neusiedl.<br />

Die schönen Seehäuser liegen entlang eines privaten<br />

Piers rund 30 Autominuten von Wien entfernt.<br />

Spiegelfeld Immobilien GmbH, Stubenring 20, 1010 Wien<br />

Telefon: +43 (1) 513 23 13, Fax: DW 23<br />

E-Mail: office@spiegelfeld.eu, www.spiegelfeld.eu


Individualität und<br />

Gastfreundschaft<br />

Seit 2018 ist Michael Kröger Teil des dreiköpfigen Geschäftsführerteams<br />

der Austria Trend Hotels. Im Gespräch mit <strong>SOCIETY</strong> erklärt er,<br />

was die Hotelgruppe so besonders macht.<br />

Fotos: Kurt Keinrath<br />

Austria Trend betreibt 27 Hotels in<br />

Österreich, der Slowakei und Slowenien,<br />

was ist der Leitfaden, der alle<br />

Häuser unter einem Dach vereint?<br />

Austria Trend Hotels ist die Dachmarke<br />

unter der sich 27 sehr individuelle<br />

Hotels in unserem Portfolio befinden.<br />

Wir sind in der gehobenen vier Sterne<br />

Stadt-Hotellerie angesiedelt, haben<br />

circa 1500 Mitarbeiter und unser Kernmarkt<br />

befindet sich in Wien. Wir sind<br />

außerdem in den Landeshauptstädten<br />

Graz, Salzburg, Innsbruck, Linz und zudem<br />

in Ljubljana und Bratislava vertreten.<br />

Für alle diejenigen, die einmal wie<br />

der Kaiser oder die Kaiserin wohnen<br />

möchten, haben wir eine wunderschöne<br />

Suite direkt im Schloß Schönbrunn<br />

Geschäftsführer der Austria Trend Hotels,<br />

Michael Kröger<br />

im Angebot. Ich möchte gerne die<br />

Individualität all dieser Hotels hervorheben,<br />

die sich auch in der sehr<br />

persönlichen Führung widerspiegelt.<br />

Was kann sich ein Gast der in einem<br />

Ihrer Hotels nächtigt, erwarten? Welche<br />

Extras bieten die Hotels?<br />

Wir bieten unseren Gästen zum Beispiel<br />

ein eigenes „Kissenmenü“ an, hier<br />

können zusätzliche Kissen ausgewählt<br />

werden um eine möglichst angenehme<br />

Nacht zu verbringen. Für Sportler gibt<br />

es außerdem in jedem Hotel eigens<br />

vorbereitete Laufrouten, die eine ideale<br />

Gelegenheit bieten, eine Stadt laufend<br />

zu erkunden. Seminargäste erwartet<br />

während der Pausen immer etwas Besonderes,<br />

so bieten wir etwa vegetarische<br />

oder vegane Speisen, Superfood<br />

und Brainfood an, um Energietiefs zu<br />

verhindern. Der Fokus liegt auch sehr<br />

stark auf Gemüse und anderen pflanzlichen<br />

Produkten, wir verwenden zudem<br />

fast oder nur wenig Fett und setzen<br />

generell auf Nachhaltigkeit.<br />

Der Hotelmarkt ist in Österreich hart<br />

umkämpft, welche Strategien haben<br />

Sie, um an der Spitze zu bleiben?<br />

In den letzten Jahren hat sich in dieser<br />

Branche unheimlich viel entwickelt,<br />

es sind viele neue Konzepte auf den<br />

Markt gekommen, die Nischen füllen<br />

und ganz spezielle Zielgruppen ansprechen.<br />

Mit den Austria Trend Hotels<br />

wollen wir uns mit unserer Individualität<br />

und unseren Gastgeberqualitäten<br />

in den Vordergrund stellen. Sich gut<br />

um unsere Gäste zu kümmern ist<br />

unsere große Stärke, die Freundlichkeit<br />

unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig<br />

und sie macht uns auch ein Stück weit<br />

einzigartig im Vergleich zu anderen,<br />

international tätigen Hotelmarken.<br />

Worauf achten Sie – als Insider – besonders,<br />

wenn Sie verreisen? Was ist<br />

Ihrer Meinung nach das wichtigste,<br />

damit sich ein Gast in einem Hotel<br />

wohl fühlt?<br />

Wenn ich in ein Hotel komme, sind für<br />

mich vor allem das Ambiente und die<br />

Atmosphäre zentral. Ganz elementar<br />

wichtig ist, wie ich von den Mitarbeitern<br />

empfangen und während meines<br />

Aufenthaltes betreut werde. Das „sich<br />

zuhause fühlen“ ist für mich also ein<br />

sehr wesentlicher Aspekt bei meiner<br />

Hotelauswahl.<br />

IMMOBILIEN<br />

053


Jaz(z) in the City – neues<br />

Hotelkonzept für Wien<br />

Thomas Willms, CEO von Deutsche Hospitality, gibt im Gespräch mit<br />

<strong>SOCIETY</strong> einen Einblick in das neuartige Hotelprojekt von Jaz in the<br />

City, das im Frühjahr 2020 im sechsten Bezirk eröffnet werden soll.<br />

Als CEO der Deutsche Hospitality<br />

bringen Sie ab dem Frühling 2020 ein<br />

Jaz in the City nach Wien. Was ist am<br />

Standort Wien das Spannende?<br />

Es gibt immer noch sehr viele Touristen,<br />

die in Wien hauptsächlich eine<br />

Stadt mit einer großen Vergangenheit<br />

sehen. Das ist natürlich vollkommen in<br />

Ordnung, aber für mich ist Wien immer<br />

auch eine Stadt mit einer großen<br />

Gegenwart und einer spannenden<br />

Zukunft. Mit Jaz in the City sind wir an<br />

ausgewählten Standorten, an denen<br />

eine junge Künstler-Szene auf ein<br />

internationales Publikum trifft. Gerade<br />

in Mode, Musik und Architektur gibt es<br />

in Wien seit Jahren eine tolle Entwicklung.<br />

Dieser Dreiklang passt perfektzu<br />

Thomas Wilms, CEO von Deutsche Hospitality im<br />

Talk mit <strong>SOCIETY</strong><br />

Jaz in the City. Wien ist heutzutage<br />

mehr denn je ein künstlerisches Zentrum<br />

Europas, das den Osten mit dem<br />

Westen verbindet.<br />

Wie kann man das Konzept der Jaz in<br />

the City Hotels am besten definieren?<br />

Was ist das Besondere?<br />

Jaz in the City ist kein fertiges Hotelkonzept,<br />

das wir einem neuen Standort<br />

überstülpen. Ein Jaz in the City atmet,<br />

lebt und entwickelt sich gemeinsam<br />

mit den Kreativen vor Ort. So ist jedes<br />

Hotel etwas ganz Besonderes. Wir nehmen<br />

uns bei Jaz in the City den Luxus<br />

heraus und lassen uns in der Entwicklung<br />

eines jeden neuen Hauses Zeit:<br />

So entsteht das perfekte Hotel für moderne<br />

Großstadt-Besucher, die Design,<br />

Musik und Genuss erwarten.<br />

Welche Musikrichtungen werden im<br />

Hotel vertreten sein und werden auch<br />

lokale Künstler eingebunden?<br />

Die Musik ist so vielfältig wie unsere<br />

Gäste. Dass dies keine Phrase bleibt,<br />

dafür sorgen schon die integrierten<br />

Plattenspieler auf jedem Zimmer, die<br />

lokalen DJs und die Live-Acts. Und wem<br />

die Musik gefällt, der kann sie im hauseigenen<br />

Plattenladen direkt erwerben.<br />

Sind weitere Jaz in the City Hotels<br />

geplant? Welche Standorte wären für<br />

die Zukunft interessant?<br />

Wien ist für mich ein Meilenstein. Die<br />

Bedeutung der Stadt sieht man daran,<br />

dass wir inzwischen mit vier Marken,<br />

einem Steigenberger, einem MAXX by<br />

Steigenberger, einem IntercityHotel<br />

und bald dem Jaz in the City vertreten<br />

sind. Speziell für Jaz in the City sind<br />

Großstädte interessant, die über eine<br />

aufregende junge Szene verfügen, aber<br />

gleichzeitig eine gewisse Internationalität<br />

mit sich bringen. Sie sollen auch<br />

überraschen: So werden wir ab 2022 in<br />

Dubai eine Seite der Stadt zeigen, die<br />

viele Touristen bislang nicht kennen.<br />

Wir sehen Wachstumspotenzial in<br />

vielen Städten, die einen ähnlichen Mix<br />

wie unsere bisherigen Standorte mitbringen.<br />

Denkbar ist alles und einiges<br />

wird gerade vorbereitet. Lassen Sie<br />

sich also überraschen!<br />

Das Jaz in the City wird im Frühjahr<br />

2020 in der Windmühlgasse 28 eröffnet<br />

und bietet 165 Hotelzimmer mit<br />

modernem Design.<br />

www.jaz-hotel.com/hotels/jaz-vienna<br />

Fotos: Jaz Hotel<br />

IMMOBILIEN<br />

054


Wohlfühlfaktor in<br />

der Herrengasse<br />

Das Steigenberger Hotel, mitten in der Altstadt Wiens gelegen, besticht<br />

durch eine gelungene Kombination aus Tradition und Moderne. <strong>SOCIETY</strong><br />

sprach mit Elisabeth Perwanger, General Manager des Hauses.<br />

Was macht einen Aufenthalt im Steigenberger<br />

Hotel zu einem besonderen<br />

Erlebnis?<br />

Das Steigenberger Hotel Herrenhof ist<br />

eine geschmackvolle Mischung aus<br />

Tradition und Moderne und der ideale<br />

Ausgangsort für Städte-Urlauber mit<br />

gehobenen Ansprüchen sowie für<br />

qualitätsbewusste Geschäftsreisende<br />

in Wien. Wir positionieren uns klar<br />

über Individualität, Nachhaltigkeit und<br />

Persönlichkeit. Die Gäste erwartet<br />

Wohnlichkeit auf höchstem Niveau,<br />

elegantes Design und eine außergewöhnliche,<br />

herzliche Gastfreundschaft.<br />

Alle unsere Mitarbeiter kümmern sich<br />

mit großem persönlichem Einsatz um<br />

Elisabeth Perwanger, General Manager des<br />

Steigenberger Hotels<br />

das Wohl der Gäste. Unsere 186 Zimmer<br />

und Suiten stellen eine gelungene<br />

Symbiose zwischen Tradition und Zeitgeist,<br />

moderner Technik, Funktionalität<br />

und Wohnlichkeit dar, Bequemlichkeit<br />

und Design finden stilvoll zusammen.<br />

Die Suiten eröffnen den Blick über die<br />

Dächer Wiens, und die berühmtesten<br />

Wiener Sehenswürdigkeiten liegen<br />

direkt vor der Haustür des Gebäudes.<br />

Ihr Hotel verfügt über das hauseigene<br />

Restaurant „Herrlich“. Auf was wird<br />

dort beim Speisenangebot besonderen<br />

Wert gelegt?<br />

Wir legen zunächst einmal großen<br />

Wert auf ein hochwertiges Frühstück.<br />

Untertags bieten wir im Restaurant<br />

eine kleinere Karte mit saisonalen und<br />

typisch Wiener Gerichten an, die am<br />

Abend erweitert wird. Regionalität und<br />

Nachhaltigkeit sind unserem Küchenchef<br />

dabei ein besonderes Anliegen.<br />

Im Sommer wird das Restaurant komplett<br />

renoviert und ein spannendes<br />

und frisches Konzept umgesetzt, auf<br />

das sich unsere Gäste ab Herbst 2019<br />

freuen dürfen. Bereits abgeschlossen<br />

ist die Renovierung unserer Meetingund<br />

Konferenzflächen. Unser Hotel<br />

war das erste in Wien, das alle Seminare,<br />

Tagungen und Veranstaltungen<br />

CO2-kompensiert und ausschließlich<br />

„grün“ durchgeführt hat. Unsere<br />

Green Meetings sind nachhaltig, bio<br />

und energiebewusst. Damit haben wir<br />

Maßstäbe gesetzt.<br />

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen<br />

am Hotelmarkt?<br />

Die Hotel-Branche beschäftigt sich<br />

schon seit einigen Jahren mit vier zentralen<br />

Herausforderungen: Digitalisierung,<br />

Distribution, Preisdurchsetzung<br />

bei stetig steigenden Kosten und Fachkräftemangel.<br />

Um wettbewerbsfähig zu<br />

bleiben, braucht ein Hotel heute neben<br />

einem guten Revenue Management,<br />

ein klares Hospitality-Konzept sowie<br />

gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter.<br />

Es gilt, die gesamte „Customer<br />

Journey“ im Blick zu haben.<br />

Das Steigenberger Hotel Herrenhof<br />

liegt in der Herrengasse 10, nur 250<br />

Meter von der Hofburg entfernt<br />

www.steigenberger.com<br />

Fotos: Steigenberger Hotel Herrenhof, Dorelies Hofer<br />

IMMOBILIEN<br />

056


The Ring: Kleines Haus<br />

mit großem Service<br />

Das The Ring Hotel bietet 68 Zimmer in zentralster Lage direkt an der<br />

historischen Wiener Ringstraße. Das <strong>SOCIETY</strong> Magazin sprach mit<br />

Nicole Zandt, General Manager des Hauses.<br />

Fotos: The Ring Hotel<br />

Sie sind General Manager des „The<br />

Ring Hotel“ Wien, das 2007 eröffnet<br />

hat. Was zeichnet das Haus neben<br />

der zentralen Lage zwischen Staatsoper<br />

und Musikverein noch aus?<br />

Abgesehen von der fantastischen Lage<br />

bietet unser Haus eine ganz besondere<br />

Atmosphäre, weil es mit 68 Zimmern<br />

relativ klein ist. Bei uns scheint<br />

also das Persönliche stark durch, wir<br />

kennen den Gast und können dadurch<br />

die „kleinen und feinen“ Unterschiede<br />

machen und uns so wiederum von<br />

anderen Häusern differenzieren.<br />

Im siebten Stock gibt es außerdem ein<br />

kleines Spa und ein Fitnesscenter mit<br />

Sauna und Dampfbad. Unser Ziel ist<br />

Das „The Ring Hotel“ am Kärntner Ring 8 verfügt<br />

über 68 Zimmer und das Restaurant „At Eight“<br />

es, den Gästen ein exklusives Feeling<br />

zu geben, dazu bieten wir zudem 14<br />

Suiten an, aufgeteilt in „Casual Suiten“,<br />

„Cosmopolitan Suiten“ und unserer<br />

größten, der „Ring Suite“.<br />

Wie können Ihre Gäste bestmöglich<br />

vom Angebot der Stadt profitieren?<br />

Wien ist eine der lebenswertesten<br />

Städte der Welt, vor allem was das kulturelle<br />

Angebot betrifft. Etwa achtzig<br />

bis neunzig Prozent unserer Besucher<br />

sind international und sehr viele davon<br />

zählen zu den sogenannte „Leisure-Gästen“.<br />

Sie kommen also nach<br />

Wien, weil sie die Musik und die Kultur<br />

der Stadt erleben wollen. Von unserem<br />

Hotel aus kann man innerhalb von fünf<br />

bis zehn Minuten alle interessanten<br />

Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen.<br />

Das „The Ring“ gehört zum Verband<br />

der „Relais & Châteaux“ Hotels – für<br />

was steht diese Vereinigung?<br />

„Relais & Châteaux“ ist eine Vereinigung<br />

kleiner, individueller, privat<br />

geführter Häuser mit etwa 560 bis<br />

580 „Mitgliedern“ weltweit. Weil auch<br />

das „The Ring Hotel“ privat geführt ist,<br />

können wir unser Angebot viel persönlicher<br />

gestalten als Hotels, die zu<br />

großen Ketten gehören. „Relais & Châteaux“<br />

Häuser legen außerdem einen<br />

ganz großen Fokus auf die Gastronomie.<br />

Wir beziehen zum Beispiel unser<br />

Gemüse von einem Gemüsebauern<br />

aus Niederösterreich und arbeiten<br />

mit einer Bio-Dampfbäckerei aus dem<br />

Weinviertel zusammen.<br />

Was muss Ihrer Meinung nach ein<br />

Luxushotel heutzutage generell<br />

mitbringen, um in der doch sehr hart<br />

umkämpften Hotelbranche bestehen<br />

zu können?<br />

Das eine ist die „Hardware“, also die<br />

Ausstattung eines Hotels und dann<br />

gibt es die viel wichtigere, aber auch<br />

schwierige Seite der „Software“. Damit<br />

meine ich den Service und die Mitarbeiter,<br />

die diesen Service anbieten.<br />

Hier kann man sich von den anderen<br />

Hotels unterscheiden und eine persönliche<br />

Note verleihen, was heutzutage in<br />

dieser Branche zentral ist.<br />

Das „The Ring Hotel“ ist am Kärntner<br />

Ring 8 und verfügt neben 68 Zimmern<br />

auch über das „At Eight“ Restaurant.<br />

www.theringhotel.com.<br />

IMMOBILIEN<br />

057


Schlosspark Mauerbach:<br />

Business und Entspannung<br />

Mitten im Grünen bietet das Schlosspark Mauerbach ein ganz besonderes<br />

Ruhekonzept. Philip Jansohn, Direktor des Hauses, über die<br />

Vorzüge des Hotels, das ein Refugium für Erholungssuchende ist.<br />

Seit Februar 2018 sind Sie Direktor<br />

im Schlosspark Mauerbach. Was ist<br />

das Schönste an Ihrer Arbeit, was das<br />

Herausforderndste?<br />

Eigentlich wollte ich nur für ein oder<br />

zwei Jahre nach Wien kommen, um<br />

Erfahrungen in der guten österreichischen<br />

Hotellerie zu sammeln. Das ist<br />

mittlerweile knapp 10 Jahre her. Die<br />

Kulturstadt ist nicht zuletzt wegen ihrer<br />

guten Mischung der Gegensätze aus<br />

pulsierend und entspannend gemütlich<br />

zu meiner zweiten Heimat geworden.<br />

Die Übernahme der Hotelleitung<br />

und gewerberechtlichen Geschäftsführung<br />

im Schlosspark Mauerbach<br />

im Februar 2018 war eine spannende<br />

Hoteldirektor Philip Jahnson auf der Terrasse des<br />

Schlosspark Mauerbach<br />

berufliche Herausforderung. Am meisten<br />

freut es mich, Veranstaltern einen<br />

unvergleichbaren Rahmen bieten zu<br />

können und Meetings, Tagungen, Seminare<br />

oder Konferenzen abzuhalten,<br />

zugleich haben wir auch für Erholungssuchende<br />

einen ausgezeichneten<br />

Spa & Wellnessbereich – und das nur<br />

wenige Minuten von der Wiener Stadtgrenze<br />

entfernt.<br />

Was unterscheidet das Schlosspark<br />

Mauerbach von anderen Hotels?<br />

Kaum mit einem anderen Hotel<br />

vergleichbar, geht das Hotelkonzept<br />

darauf ein, dass Business und Entspannung,<br />

Digitalisierung und Natur,<br />

Leistungsfähigkeit und Regeneration<br />

nur scheinbar Gegensätze sind. Sich<br />

erholen und in die Natur zurückziehen<br />

zu können ist Basis für Kraft und Erfolg<br />

im Beruf. Alle Angebote des Hauses<br />

sind darauf ausgerichtet – es vereint<br />

vermeintliche Gegensätze zu einem<br />

ganzheitlichen (Ruhe-)konzept, das<br />

unsere Gäste im Business beflügeln<br />

kann und gleichzeitig alle Möglichkeiten<br />

für Rückzug und Regeneration<br />

bietet. Der eigene Seminarbereich mit<br />

Terrassen und Ausgang in den Park,<br />

die Möglichkeit für Workshops mitten<br />

im Grünen, kulinarischer Genuss auf<br />

höchstem Niveau, sowie Ruhe im Spa<br />

bieten Businessgästen alle Rahmenbedingungen<br />

für erfolgreiches Arbeiten.<br />

Für was soll „Schlosspark Mauerbach“<br />

unter ihrer Direktion stehen?<br />

Schlosspark Mauerbach steht für<br />

Ruhe und Entspannung, Kreativität<br />

und Produktivität, sowie Natur und<br />

Genuss, welches in beiden Bereichen<br />

unseres Hauses „Conference<br />

& Events“, als auch „Resort & Spa“ zu<br />

finden sind. Wir haben ein vielfältiges<br />

Angebot, das von unserer Kulinarik,<br />

welche durch Gault Millau mit einer<br />

Haube und 2 Gabeln von Falstaff ausgezeichnet<br />

ist, abgerundet wird.<br />

Das Schlosspark Mauerbach befindet<br />

sich mitten im Grünen am Herzog<br />

Friedrich-Platz 1 in Mauerbach.<br />

www.schlosspark.at<br />

Fotos: Schlosspark Mauerbach<br />

IMMOBILIEN<br />

058


The Ritz-Carlton: Luxus in<br />

der Wiener Innenstadt<br />

Christian Zandonella, Gerneral Manager des The Ritz-Carlton, Vienna<br />

erzählt im Gespräch mit <strong>SOCIETY</strong>, wie das Hotel in der umkämpften<br />

Wiener Hotelbranche hervorsticht.<br />

Fotos: Ritz-Carlton<br />

Sie arbeiten seit über 20 Jahren in der<br />

Hotellerie und waren schon in New<br />

York, Barcelona, Toronto und auf den<br />

Cayman Islands tätig, was begeistert<br />

Sie an dieser Branche?<br />

Meine Leidenschaft galt seit jeher der<br />

ausgezeichneten Gastronomie. In vielen<br />

anderen Hotspots der Welt sind die<br />

Lobbys, Hotel-Bars und -Restaurants<br />

die Treffpunkte der Metropolen. Lebendig,<br />

kommunikativ und facettenreich<br />

- ein Hotel vereint die gesamte Vielfalt<br />

der Gastronomie unter einem Dach.<br />

Noch dazu entwickelt sie sich stetig<br />

und in hoher Geschwindigkeit weiter.<br />

Man könnte meinen, die Hotellerie ist<br />

die Ideenwerkstatt der Gastronomie.<br />

Wien ist Standort vieler Luxushotels,<br />

welche Schritte haben Sie unternommen,<br />

um das Haus zu positionieren?<br />

Ich setze auf Evolution anstatt auf<br />

Revolution. Es hat mich von Anfang<br />

an begeistert, mit welch einer Leidenschaft<br />

alle Damen und Herren die<br />

Philosophie von The Ritz-Carlton verkörpert<br />

haben: aufrichtiges Bemühen<br />

um unsere Gäste, starke zwischenmenschliche<br />

Beziehungen, die tagtäglich<br />

geschaffen werden, sowie das<br />

Höchstmaß an persönlichem Service.<br />

Dieses einzigartige Potential galt es<br />

für mich zu fördern und zu formen. Das<br />

beste Beispiel hierfür ist „Pastamara“,<br />

eine stilvolle Bar mit hervorragender<br />

Sizilianischer Küche die wir im vergangenen<br />

Dezember eröffnet haben.<br />

Es hat mich mit Stolz erfüllt, zu sehen,<br />

welche Leistung ein ambitioniertes<br />

Team in der Lage ist zu erreichen. Heute<br />

steht das The Ritz-Carlton, Vienna<br />

für exzellenten sowie gleichermaßen<br />

entspannten Service und ein facettenreiches<br />

Bar- und Restauranterlebnis.<br />

Das The Ritz-Carlton, Vienna hat den<br />

Unternehmerinnen Award 2019 ausgerichtet,<br />

wie wichtig ist Chancengleichheit<br />

gerade in einer so harten<br />

Branche wie der Hotellerie?<br />

Gleichberechtigung ist Teil unserer<br />

DNA und unserer Unternehmensphilosophie.<br />

Sie ist eine absolute Selbstverständlichkeit.<br />

Das zeigt sich daran,<br />

dass im The Ritz-Carlton, Vienna rund<br />

die Hälfte aller Führungspositionen<br />

weiblich besetzt sind. Dafür benötigen<br />

wir im Übrigen keine Quotenregelung.<br />

Wir stellen nach dem Prinzip des besten<br />

Talents ein. Dass bei uns trotzdem<br />

etwa gleich viele Damen wie Herren als<br />

Führungskräfte wirken, ist ein schöner<br />

Beleg dafür, wie Chancengleichheit<br />

und Gleichberechtigung auch konkret<br />

gelebt werden.<br />

The Ritz-Carlton, Vienna findet man in<br />

einem historischen Palais aus dem 19.<br />

Jahrhundert direkt am Schubertring<br />

5-7 im ersten Bezirk. Online kann man<br />

sich unter www.ritzcarlton.com/de/<br />

hotels/europe/vienna vom Angebot<br />

des Hotels überzeugen.<br />

Christian Zandonella, General Manager des The<br />

Ritz-Carlton, Vienna<br />

IMMOBILIEN<br />

059


Südafrika – Land<br />

der Gegensätze<br />

Dieses einst so tief gespaltene Land an der<br />

Südspitze Afrikas beeindruckt durch eine<br />

enorme Vielfalt der Menschen und der Natur.


<strong>SOCIETY</strong><br />

GESCHICHTE<br />

Vor etwa 20.000 Jahren siedelten sich<br />

die Jäger-und-Sammler-Kulturen der<br />

San und Khoikhoi in Südafrika an, die<br />

ab ca. 400 n.Chr. von den einwandernden<br />

Bantuvölkern verdrängt wurden.<br />

Die Kolonisierung durch die Europäer<br />

begann im Jahr 1652, als die Niederländer<br />

am Kap der Guten Hoffnung einen<br />

Stützpunkt (Kapstadt) errichteten.<br />

Diese Kolonie, ab 1795 bzw. 1806 unter<br />

britischer Herrschaft stehend, breitete<br />

sich auf Kosten der einheimischen<br />

Bevölkerung immer weiter aus. Die<br />

Abschaffung der Sklaverei durch das<br />

britische Parlament 1833 führte zur<br />

Gründung mehrerer Freistaaten durch<br />

die Buren, die hellhäutigen Südafrikaner,<br />

die schließlich in zwei Kriegen von<br />

Großbritannien unterworfen wurden.<br />

Nach der Unabhängigkeit von Großbritannien<br />

1910 wurde eine massive<br />

Politik der Rassentrennung betrieben,<br />

die eine tiefe Kluft in die Gesellschaft<br />

grub. Seit den 1960ern kam es zu einem<br />

wirtschaftlichen Aufschwung, der Südafrika<br />

zum reichsten Land des Kontinents<br />

machte. Die Apartheidstrukturen<br />

wurden unter internationalem wie<br />

nationalem Druck seit den 1980ern<br />

gelockert. Bei den ersten allgemeinen<br />

Wahlen 1994 errang der African<br />

National Congress mit Nelson Mandela<br />

die absolute Mehrheit, die er bis<br />

heute innehat. Dennoch haben sich die<br />

Lebensbedingungen für viele Schwarze<br />

seitdem nicht grundlegend gebessert.<br />

NATUR<br />

Südafrika ist ein Land der Gegensätze.<br />

Im Osten und Süden erstrecken<br />

sich Berglandschaften, allen voran<br />

die Drakensberge mit bis zu 3482 m<br />

hohen Gipfeln, und das karge Hochland<br />

Highveld. Bedingt durch Gebirge<br />

und Meeresströmungen ist der Westen<br />

des Landes eher trocken, der Osten<br />

feuchter. So konnten am Fuße der<br />

Gebirge sogar subtropische Wälder<br />

entstehen, die heute vor allem aus<br />

eingeführten Baumarten bestehen. Im<br />

Landesinneren gehen Steppen und<br />

Savannen in die Halbwüstenlandschaft<br />

Karoo im Südwesten und in die Wüste<br />

Kalahari im Nordwesten über. Dank<br />

dieses Reichtums an Naturräumen<br />

beherbergt Südafrika eine Vielzahl verschiedener<br />

Tier- und Pflanzenarten. In<br />

den trockenen Gebieten gedeihen vorwiegend<br />

Hartlaubgewächse, Sträucher<br />

und Akazien, in den Wüstengebieten<br />

wasserspeichernde Sukkulenten. Über<br />

20.000 verschiedene Arten von Blütenpflanzen<br />

wie etwa Zuckerbüsche<br />

wachsen vor allem im fruchtbaren<br />

Süden. Zahlreiche Nationalparks wie<br />

der Kruger-Nationalpark beherbergen<br />

die Vertreter der „klassischen“ afrikanischen<br />

Fauna wie etwa Löwen, Elefanten,<br />

Giraffen und Strauße, deren Bestände<br />

im vergangenen Jahrhundert<br />

leider stark dezimiert wurden, während<br />

mit Pinguinen und Robben auch Tiere,<br />

die kälteren Regionen zugeschrieben<br />

werden, endemisch sind.<br />

BEVÖLKERUNG<br />

Südafrika ist ein sehr multikulturelles<br />

Land, was sich auch in den sechs<br />

Farben seiner Flagge und in seinem<br />

Wahlspruch „!ke e: |xarra ||ke“ („für<br />

verschiedene Völker“) wiederspiegelt.<br />

Neben Englisch und Afrikaans (der aus<br />

dem Niederländischen entstandenen<br />

Sprache, die vor allem von Weißen<br />

und Coloureds gesprochen wird) hat<br />

das Land neun Bantusprachen als<br />

Amtssprachen. Mit etwa 56 Millionen<br />

Einwohnern gehört Südafrika zu den<br />

bevölkerungsreichsten Staaten des<br />

Kontinents, die größten Minderheiten<br />

bilden die Weißen und die sogenannten<br />

„Coloureds“ (Nachfahren dunkelund<br />

hellhäutiger Eltern) mit jeweils ca.<br />

9%, hinzu kommen noch 2,5% Asiatischstämmige,<br />

deren Vorfahren einst<br />

vor allem aus Indien und Südostasien<br />

als Sklaven eingeführt wurden.<br />

KUNST UND KULTUR<br />

Da Südafrika ein Land vieler verschiedener<br />

Ethnien ist, kann man nicht von<br />

einer einheitlichen Kultur sprechen.<br />

Wie in vielen anderen Teilen der Welt<br />

auch droht vor allem in den Städten<br />

viel vom alten Brauchtum verlorenzugehen,<br />

und hält sich am ehesten in<br />

ruralen Gebieten. Dies zeigt sich etwa<br />

durch die Architektur, wo der für den<br />

Bau der traditionellen Rundhütten gebräuchliche<br />

Lehm zunehmend durch<br />

leichter zu verarbeitendes Wellblech<br />

ersetzt wurde. Schriftsteller wie die<br />

Literaturnobelpreisträgerin Nadine<br />

Gordimer setzen sich vor allem mit der<br />

Zeit der Apartheid auseinander.<br />

SPORT<br />

Die Zeit der Rassentrennung macht<br />

sich auch im Bereich des Sports<br />

bemerkbar. Während das Fußballnationalteam<br />

vorwiegend aus dunkelhäutigen<br />

Spielern besteht, werden die<br />

anderen beiden Hauptsportarten des<br />

Landes, Rugby und Cricket, immer<br />

noch vorwiegend von Weißen ausgeübt.<br />

Höhepunkt der nationalen Fußballgeschichte<br />

war die Ausrichtung der<br />

Weltmeisterschaft 2010, bei der man<br />

jedoch – als erster Gastgeber – wie bei<br />

den beiden anderen Antritten bereits<br />

nach der Vorrunde ausschied. Erfolgreicher<br />

zeigten sich die Rugbyspieler<br />

mit zwei Weltmeistertiteln und die<br />

Cricketspieler, momentan Dritter der<br />

Weltrangliste.<br />

FACTS IN BRIEF<br />

Ländername: Republik Südafrika<br />

Hauptstadt: Tshwane/Pretoria (Regierungssitz),<br />

Cape Town (Parlamentssitz)<br />

Fläche: 1.219.602 km²<br />

Bevölkerung: Zählung 2011: 55.909.000,<br />

79,6% Schwarze, 9,1% „Coloureds“, 8,9%<br />

Weiße, 2,5% Inder/Asiaten<br />

Sprachen: Afrikaans, Englisch,<br />

Süd-Ndebele, isiXhosa, isiZulu,<br />

Nord-Sotho, Sesotho, Setswana, Siswati,<br />

Tshivenda, Xitsonga<br />

Religion: 81% Christen, 9% religionslos<br />

Währung: 1 Rand (ZAR) = 100 Cents<br />

Nationalfeiertag: 27. April (Tag der<br />

Freiheit)<br />

Staatsform: Föderale Republik<br />

Staatsoberhaupt: Präs. Cyril<br />

Ramaphosa<br />

BUCHTIPP:<br />

Daniela Schetar und Friedrich Köthe<br />

Südafrika on Tour<br />

17 individuelle Touren durch das Land<br />

Polyglott Verlag<br />

Das Autorenduo kennt Südafrika<br />

schon seit vielen Jahren und gibt<br />

seinen Lesern die Möglichkeit, auf 17<br />

unterschiedlichen Touren die Vielfalt<br />

des Landes zu erkunden.<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

062


<strong>SOCIETY</strong><br />

An der Ostküste von Südafrika kann man vom Segelboot aus die imposante Skyline von Durban bestaunen<br />

Ausblick von Constitutional Hill in Johannesburg<br />

Bunte Häuser im Stadtviertel Bo-Kaap von Kapstadt<br />

Gut gelaunte Gäste des Boskombuis Restaurant<br />

Fotos: Sputh African Tourism<br />

Der Strand von Durban ist ein Hotspot für Wellenreiter<br />

Bei einer Safari im Busch kann man die Tierwelt Südafrikas bestaunen<br />

SÜDAFRIKA<br />

063


<strong>SOCIETY</strong><br />

An insight into<br />

present-day<br />

South Africa<br />

<strong>SOCIETY</strong> Magazine spoke with H.E. Tebogo<br />

Seokolo, Ambassador of South Africa, about<br />

his country’s progress and achievements, and<br />

his term as a leading diplomat here in Austria.<br />

The relations between Austria and<br />

South Africa date back to 1852, when<br />

Austria openend a consulate in Cape<br />

Town. Could you describe the diplomatic<br />

relations between South Africa<br />

and Austria?<br />

Since 1994, bilateral relations between<br />

South Africa and Austria have been<br />

cordial. Over the years, there has been<br />

an exchange of high-level official visits<br />

between the two countries. In October<br />

2016, the former Austrian Foreign<br />

Minister and Chancellor, Sebastian<br />

Kurz visited South Africa. In December<br />

last year, Minister of Communications,<br />

Ms Stella Tembisa Ndabeni-Abrahams,<br />

visited Austria to attend the Africa - EU<br />

High Level Forum. The two countries<br />

have also signed a number of agreements<br />

including the MOU on Scientific<br />

and Technological Cooperation<br />

between the South African Department<br />

of Science and Technology<br />

and the Austrian Ministry of Science,<br />

Research and Economy in 2015. South<br />

Africa is Austria’s most important<br />

trading partner in Africa. One third of<br />

Austria’s exports to Africa are destined<br />

for South Africa. Currently South<br />

Africa’s total direct investments in<br />

Austria amount to more than 62 149<br />

million South African rands, while the<br />

Austrian direct investments to South<br />

Africa amount to 12 018 million. In the<br />

tourism sector, about 30 119 Austrian<br />

tourists visited South Africa in 2018<br />

compared to 23 000 five years ago.<br />

After the presidential and Member<br />

of Parliament elections on May 8th,<br />

which are the priorities?<br />

In his State of the Nation Address in<br />

February this year, President Ramaphosa<br />

indicated that the task of<br />

building a better South Africa is a<br />

collective responsibility of the entire<br />

nation and the people of South Africa.<br />

This task is at the centre of the work<br />

of every department of government,<br />

of every agency, of every public<br />

entity and informs every policy, every<br />

programme and every initiative. The<br />

President identified the following five<br />

most urgent tasks that will underpin<br />

the work of the government this year<br />

and in the medium term namely: the<br />

acceleration of inclusive economic<br />

growth and creation of jobs; the improvement<br />

of the education system and<br />

development of the skills that are<br />

needed now and in the future; improvement<br />

of the conditions of life for all<br />

South Africans, especially the poor;<br />

stepping up the fight against corruption<br />

and state capture; and strengthening<br />

of the capacity of the state to<br />

address the needs of the people.<br />

What will be the steps taken to solve<br />

the issues for the majority of black<br />

people in the fields of education, housing<br />

for poor people and the eradication<br />

of poverty?<br />

South Africa attaches great importance<br />

to education. As Nelson Mandela<br />

said, “education is the most powerful<br />

weapon which you can use to change<br />

the world“. In the past 25 years since<br />

our democracy, South Africa has<br />

expanded access to education for all,<br />

especially for children between the<br />

age of 7 to 14. Further, the number of<br />

students who passed grade 12 has<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

064


increased from 51 percent in 1994 to<br />

78 percent in 2018. While in 1994, only<br />

51 percent of South Africans could<br />

read and write, now the number has<br />

increased to 94.3. With effect from<br />

2018, South Africa introduced free<br />

higher education for students from<br />

the disadvantaged background. The<br />

strategic objective of our government<br />

in the field of housing is to address a<br />

huge housing backlog bequeathed by<br />

the apartheid system and change the<br />

apartheid spatial planning and human<br />

settlements. This will be achieved<br />

by transforming human settlements<br />

in South Africa into equitable and<br />

efficient spaces with citizens living in<br />

close proximity to work with access to<br />

social facilities and essential infrastructure.<br />

Since 1994, our Government<br />

has built 3.2 million free houses<br />

benefitting over 14 million people from<br />

poor disadvantaged communities.<br />

Since the inception of democracy in<br />

South Africa in 1994, our government<br />

has introduced a range of measures<br />

in order to create a better life for all<br />

our people. The targeted groups in<br />

this regard mainly included the older<br />

people, the unemployed especially<br />

the youth, children, women, people<br />

with disabilities and people living in<br />

poor areas. Over the past 25 years, the<br />

government has provided 17.5 million<br />

citizens from vulnerable groups with<br />

social grants. With effect from January<br />

this year, a minimum wage has been<br />

introduced which will improve the lives<br />

of over six million workers. Other measures<br />

introduced included free primary<br />

health care, no-fee paying schools,<br />

housing and free basic services (water,<br />

electricity and sanitation) to poor households.<br />

Although these policies and<br />

interventions have resulted in notable<br />

gains in poverty reduction since 1994,<br />

much more still needs to be done.<br />

What are the steps taken against<br />

corruption?<br />

Our government has undertaken several<br />

measures to root out corruption<br />

in both the public and private sector.<br />

Since he took over the presidency of<br />

the Republic in February 2018, President<br />

Cyril Ramaphosa has appointed<br />

several commissions of inquiry to<br />

probe allegations of corruption and<br />

malfeasance in the public sector and<br />

in state owned enterprises, investigate<br />

the management and governance of<br />

the State revenue collection agency<br />

and probe the conduct of top officials<br />

in the National Prosecuting Authority.<br />

Some of these commissions have<br />

already completed their work and<br />

action has been taken against those<br />

on the wrong. These commissions are<br />

critical to ensuring that confidence in<br />

public institutions is restored and that<br />

those responsible for any wrongdoing<br />

are identified and subjected to the full<br />

might of the law.<br />

You are celebrating the 25th anniversary<br />

of the end of the apartheid regime.<br />

How has South Africa changed<br />

since then? What are the main results<br />

in the fight against racism since the<br />

abolition of apartheid?<br />

Apartheid was predicated on the<br />

ideology of racial domination and exploitation<br />

of the black majority by the<br />

white minority in South Africa. This<br />

system was enforced by the State over<br />

decades and became official government<br />

policy. With the inception of<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Prokoffief<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

066


<strong>SOCIETY</strong><br />

Most of the young people of my generation and those before us were part<br />

of a movement that fought for freedom and democracy in South Africa.<br />

democracy and freedom in 1994, this<br />

system was dismantled. Consequently,<br />

the new South Africa adopted a<br />

progressive Constitution with a Bill of<br />

Rights, which entrenches the founding<br />

values of human dignity, equality<br />

and the advancement of human<br />

rights and freedoms. South Africa has<br />

also passed legislation such as the<br />

Promotion of Equality and Prevention<br />

of Unfair Discrimination Act of 2000<br />

to address the issue of racism. To fight<br />

racism in the long term, our government<br />

has adopted a National Action<br />

Plan to combat racism, racial discrimination,<br />

xenophobia and ethnic intolerance.<br />

The plan is an important tool<br />

to prevent and combat racist, sexist,<br />

homophobic, xenophobic and other<br />

discriminatory conduct and forms of<br />

prejudice.<br />

Who are the main economic partners<br />

of South Africa in an international<br />

context?<br />

South Africa has diversified its economic<br />

relations with many strategic<br />

partners in the world. The EU combined<br />

accounts for a significant volume<br />

of foreign direct investments in our<br />

country. In Europe, countries such as<br />

the United Kingdom, Germany, The<br />

Netherlands, Switzerland and France<br />

are among the leading investors in<br />

South Africa. There is of course potential<br />

for Austria to increase its investment<br />

portfolio in South Africa. Beyond<br />

Europe, South Africa is also part of<br />

other strategic formations like BRICS<br />

and IBSA. The African continent is the<br />

centrepiece of South Africa’s foreign<br />

policy and economic development.<br />

South Africa has welcomed and<br />

ratified the agreement establishing<br />

the African Continental Free Trade<br />

Area, which once entered into force,<br />

will constitute the largest free trade<br />

area with a market of over one billion<br />

people with a combined GDP of approximately<br />

$3.3 trillion.<br />

You grew up during apartheid, who<br />

inspired you to enter the diplomatic<br />

service/political career?<br />

Most of the young people of my<br />

generation and those before us were<br />

part of a movement that fought for<br />

freedom and democracy in South<br />

Africa. We were inspired by the<br />

veterans of our struggle like Nelson<br />

Mandela, Oliver Tambo, Walter Sisulu,<br />

among others. We joined the struggle<br />

because we wanted to change the<br />

conditions into which we were born,<br />

which subjected us to indignity based<br />

on the colour of our skin. Many of us<br />

joined the public service after the end<br />

of apartheid in order to contribute<br />

towards building a new democratic<br />

post-apartheid State. It is a task that<br />

we continue to discharge with pride.<br />

Looking back to your activities as<br />

Ambassador to Austria and the International<br />

Organizations, what were<br />

your experiences?<br />

As our tenure here in Austria draws<br />

to a close, I am satisfied with the milestones<br />

that we have achieved over<br />

the last five years. As a country that is<br />

committed to multilateralism, we have<br />

played an active role in promoting, not<br />

only South Africa’s interests in many<br />

international organisations in Vienna,<br />

but also those of the developing<br />

countries. Our efforts have been recognised<br />

through our elevation to the<br />

leadership of some of these organisations<br />

such as Chairperson of the IAEA<br />

Board of Governors, President of the<br />

Board of UNIDO, Vice Chairperson of<br />

the Prepcom of the CTBTO. For example<br />

at the IAEA we have also, together<br />

with Germany, championed the renovation<br />

and modernisation of the IAEA<br />

Nuclear Applications Laboratories,<br />

which provide vital support to Member<br />

States to use nuclear science and<br />

technology to achieve their national<br />

and regional development goals. At<br />

the UNODC we have, together with<br />

Germany, championed the universal<br />

implementation of the United Nations<br />

Minimum Standard Rules - the Nelson<br />

Mandela Rules - which seek to improve<br />

the management and conditions of<br />

prisons across the globe and promote<br />

the humane treatment of prisoners.<br />

We have also made strides in further<br />

strengthening bilateral relations<br />

between South Africa and Austria. In<br />

2016, we organised a highly successful<br />

Tribute to Nelson Mandela Concert at<br />

the Wiener Konzerthaus, which featured<br />

two prominent South African opera<br />

singers, Pretty Yende and the late<br />

Johan Botha. The proceeds from this<br />

concert went towards the building of<br />

The Nelson Mandela Children’s Hospital<br />

in South Africa, a project that Mr<br />

Mandela initiated before his eternal<br />

retirement.<br />

Do you have a personal motto?<br />

I believe in a motto: ’Your legacy is every<br />

life you have touched’. Diplomacy<br />

provides me with a unique opportunity<br />

to advance this goal while serving my<br />

country.<br />

SÜDAFRIKA<br />

067


<strong>SOCIETY</strong><br />

25 Jahre seit<br />

Ende der Apartheid<br />

Nach langen Jahren der Rassendiskriminierung, wurden am 26. April<br />

1994 erstmals demokratische Wahlen in Südafrika abgehalten.<br />

Die Rassentrennung und Herrschaft<br />

der Weißen über die Schwarzen<br />

begann bereits am Anfang des 20.<br />

Jahrhunderts. Die Separation nach<br />

Hautfarben war damals in jedem Bereich<br />

sichtbar, Schwarze hatten eigene<br />

Abteile in öffentlichen Verkehrsmittel,<br />

durften Erholungseinrichtungen wie<br />

etwa Schwimmbäder und Parks nicht<br />

betreten und zu öffentlichen Gebäuden<br />

gab es separate Eingänge. Auch standen<br />

sie unter der Pflicht sich ständig<br />

ausweisen zu müssen, hatten eigene<br />

Schulen und das Wohnen wurde ihnen<br />

nur in bestimmten Gebieten erlaubt.<br />

Die zahlreichen diskriminierenden<br />

Gesetze, die durch Polizeigewalt durchgesetzt<br />

wurden, trafen auf Proteste<br />

und Widerstand. Diese mussten jedoch<br />

jahrelang geführt werden, bis sich tatsächlich<br />

eine Veränderung zeigte. Das<br />

bedeutendste Symbol für den Wandel<br />

in Südafrika war Nelson Mandela, der<br />

jedoch im Zuge seines Kampfes für die<br />

Freiheit inhaftiert wurde.<br />

In den 1980er Jahren wurde der<br />

außen- und innenpolitische Druck auf<br />

das Land zunehmend größer und die<br />

Freilassung von Nelson Mandela wurde<br />

weltweit gefordert. Schlussendlich gab<br />

es keine andere Möglichkeit mehr, als<br />

dem Druck nachzugeben. Kurz nach<br />

seiner Entlassung 1992 nahm Mandela<br />

bereits eine führende politische Rolle<br />

ein. Die darauf folgenden freien Wahlen<br />

für alle Südafrikaner 1994 machten<br />

ihn schließlich zum ersten schwarzen<br />

Präsidenten des Landes. Alle Gesetze<br />

der Rassentrennung wurden aufgehoben,<br />

Südafrika wurde in neue Provinzen<br />

aufgeteilt und es galt eine neue<br />

Verfassung. Doch auch nach Ende der<br />

Apartheid stand das Land vor großen<br />

Herausforderungen, nicht nur weil<br />

durch die Unruhen eine ökonomische<br />

Krise herrschte. Heute noch wird um<br />

die Umsetzung von Mandelas Traum<br />

von einer vielfältigen und gleichberechtigten<br />

Regenbogennation gekämpft.<br />

Obwohl die Apartheid vor bereits<br />

25 Jahren endete, herrschen immer<br />

noch Ungleichheiten zwischen Armen<br />

und Reichen, sowie Schwarzen und<br />

Weißen. Viele Bürger Südafrikas sind<br />

mit der politischen Lage nicht zufrieden<br />

und wünschen sich, dass sich die<br />

Regierung wieder an den Grundideen<br />

Nelson Mandelas orientiert.<br />

Fotos: Sputh African Tourism<br />

LÄNDER IM FOKUS<br />

068


Klimaschutz<br />

ist überlebenswichtig<br />

<strong>SOCIETY</strong> sprach mit der Ministerialrätin des<br />

Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und<br />

Tourismus, Talieh Wögerbauer, über die Notwendigkeit<br />

zu handeln.


<strong>SOCIETY</strong><br />

Und damit schließt sich der Kreis. Wie bereits gesagt, - „Tue etwas<br />

gegen den Klimawandel und sprich darüber!“<br />

Mag. Talieh Wögerbauer mit Greta Thunberg bei<br />

der UNO-Klimakonferenz in Katowice<br />

Im Mai fand der R20 Klimagipfel in<br />

Wien statt, wo auch Klimaaktivistin<br />

Greta Thunberg, die als Ikone einer<br />

neuen Jugendbewegung gilt, zu mehr<br />

Klimaschutz aufgerufen hat. Finden<br />

Sie es gut, dass zehntausende Kinder<br />

und Jugendliche dafür die Schule<br />

schwänzen?<br />

Vor kurzem habe ich zu diesem Thema<br />

in einer österreichischen Tageszeitung<br />

folgenden Satz gelesen: „Wir können<br />

nicht die Zeit absitzen, bis wir an den<br />

politischen Hebeln sitzen, wir müssen<br />

jetzt handeln, wenn wir noch gut leben<br />

wollen“. Die internationalen Proteste,<br />

die in diesem Kontext die Gazetten<br />

und sozialen Medien füllen, wurden de<br />

facto von der schwedischen Schülerin<br />

Greta Thunberg, diesem außergewöhnlichen<br />

Mädchen, ausgelöst. Nun<br />

fand ihr „Schulstreik fürs Klima“ bis<br />

heute tausende Nachahmer in aller<br />

Welt. Das bringt natürlich jene öffentliche<br />

Aufmerksamkeit mit sich, die für<br />

den Kampf gegen den Klimawandel<br />

unbedingt notwendig ist. Wir hören<br />

häufig bei Konferenzen, Klimagipfel<br />

oder sonstigen öffentlichen Debatten<br />

zahllose dramatische Appelle<br />

an Moral und Verantwortungsgefühl<br />

für künftige Generationen. Was aber<br />

wahrlich zählt sind Taten, konkrete<br />

Pläne und Zusagen der Verantwortlichen<br />

in Politik und Wirtschaft.<br />

Sie sehen durch den Klimawandel das<br />

Überleben der Menschheit bedroht –<br />

wer kann Ihrer Ansicht nach die Krise<br />

noch abwenden?<br />

Nur die Politik kann die entsprechenden<br />

Rahmenbedingungen schaffen,<br />

aber jede/r Einzelne von uns kann<br />

für den Klimaschutz aktiv sein. Eine<br />

energiesparende Lebensweise und<br />

bewusster Konsum können den<br />

persönlichen CO2-Ausstoß bereits<br />

deutlich reduzieren. Wir müssen den<br />

Weg zur Klimaneutralität voranschreiten,<br />

indem wir in realistische technologische<br />

Lösungen investieren, den<br />

Bürgerinnen und Bürgern Eigenverantwortung<br />

übertragen und Maßnahmen<br />

in Schlüsselbereichen wie Industriepolitik,<br />

Finanzwesen oder Forschung<br />

aufeinander abstimmen, wobei man<br />

jedoch darauf achten muss, dass sich<br />

gleichzeitig der Übergang sozial gerecht<br />

vollzieht.<br />

Wie sieht es mit multilateralen Verträgen<br />

und Regeln aus? Sind solche<br />

überhaupt ein wirksames Mittel im<br />

Kampf gegen den Klimawandel?<br />

Auf jeden Fall. Man braucht ein Rahmenwerk,<br />

Verträge und Regeln, um<br />

gezielt und geordnet voranschreiten<br />

zu können. Vor allem Regeln, nach<br />

denen Staaten künftig über ihre Pläne<br />

und Fortschritte im Klimaschutz<br />

berichten sollen, sind enorm wichtig -<br />

Vergleichbarkeit und Transparenz sind<br />

notwendig, da das Pariser Abkommen<br />

zum Beispiel auf gegenseitigem Vertrauen<br />

wberuht und keine Sanktionen<br />

vorsieht, wenn Länder nicht vorankommen.<br />

Vor allem der Gruppendruck<br />

soll alle auf Kurs halten.<br />

Was bedeuten solche Abkommen<br />

für den „einfachen Bürger“? Finden<br />

diese auch Eingang in das alltägliche<br />

Leben?<br />

Da kann ich besonders Artikel 12<br />

des Pariser Klimaschutzabkommens<br />

hervorheben, der besagt, dass „die<br />

Vertragsparteien Maßnahmen zur<br />

Verbesserung der Bildung, der Ausbildung,<br />

des öffentlichen Bewusstseins,<br />

der Beteiligung der Öffentlichkeit und<br />

des öffentlichen Zugangs zu Informationen<br />

auf dem Gebiet der Klimaänderungen<br />

zu ergreifen haben“. Von<br />

daher gewinnt die sogenannte „Action<br />

for Climate Empowerment“ (ACE) in<br />

den Klimaverhandlungen immer mehr<br />

an Bedeutung. ACE ist der Oberbegriff<br />

für sechs Themen der „Klimabildung“:<br />

Bildung, Fortbildung, Zugang zu Information,<br />

Sensibilisierung, Bürgerbeteiligung<br />

und internationale Kooperation.<br />

In Österreich haben Themen<br />

wie Nachhaltigkeit, Ökologie und<br />

Klimawandel bisher leider zu wenig<br />

Eingang in die Lehrpläne gefunden.<br />

Die Demonstrationen der Jugendlichen<br />

haben aber dazu geführt, dass<br />

das Thema Klimaschutz öffentlich<br />

mehr Aufmerksamkeit bekommen<br />

hat. Diese muss nun genutzt werden,<br />

damit sich etwas ändert!<br />

Was tun Sie konkret, um zum Thema<br />

Klimaschutz beizutragen?<br />

Abgesehen von meinem hauptberuflichen<br />

Engagement im Bundesministerium<br />

für Nachhaltigkeit und<br />

Tourismus im Bereich Koordinierung<br />

Klimapolitik, sowie im Rahmen der<br />

Internationalen Klimaverhandlungen,<br />

versuche ich nun als Botschafterin<br />

des Klimasekretariats der Vereinten<br />

Nationen beizutragen, ein Umdenken<br />

quer durch alle Bevölkerungsschich-<br />

GREEN <strong>SOCIETY</strong><br />

072


<strong>SOCIETY</strong><br />

Die Umweltaktivistin Greta Thunberg traf im Zuge ihres Wien-Besuchs anlässlich ihrer Teilnahme am R20 Austrian World Summit 2019 auf Bundespräsident<br />

Alexander Van der Bellen<br />

Fotos: Peter Lechner/HBF und Präsidentschaftskanzlei, BMNT, William Tadros<br />

ten zu erreichen. Derzeit plane ich<br />

einen ACE Workshop in Österreich<br />

im Oktober 2019, diese vorgesehene<br />

Veranstaltung sollte eine Art Brückenevent<br />

zwischen dem UN-Klimagipfel<br />

von UN-GS Guterres in New York im<br />

September und der COP25 in Chile<br />

im Dezember 2019 sein. Besonderen<br />

Fokus will ich hierbei aber auf eine<br />

stärkere Einbindung des Privatsektors<br />

setzen, Unternehmen ansprechen, die<br />

sich in Klima- und anderen Umweltfragen,<br />

sowie Nachhaltigkeit und<br />

insbesondere zu den Themen von ACE<br />

bereits engagieren bzw. hierzu bereit<br />

sind. Unternehmen und internationale<br />

Konzerne folgen vermehrt dem<br />

Trend, sich zunehmend für Klima- und<br />

Umweltfragen zu interessieren. Wir<br />

erleben Gott sei Dank Zeiten eines<br />

Mentalitätswandels. Abgesehen davon,<br />

lässt sich ein positives Image als<br />

umweltbewusstes Unternehmen auch<br />

gut für die Marketingstrategie nutzen.<br />

Und damit schließt sich der Kreis. Wie<br />

bereits gesagt, - „Tue etwas gegen den<br />

Klimawandel und sprich darüber!“<br />

Text: Mag. Talieh Wögerbauer<br />

Neugierig betrat Klimaaktivistin Greta Thunberg die prunkvollen Räumlichkeiten der Wiener Hofburg<br />

GREEN <strong>SOCIETY</strong><br />

073


Wie „grün“ ist die russische<br />

Öl- und Gasindustrie?<br />

Umweltschutz steht nicht nur bei westlichen Industriestaaten auf<br />

der Agenda. Das Thema gewinnt auch in Russland immer mehr an<br />

Bedeutung.<br />

Wenn Russland „grüner“ wird, dann bietet<br />

das Chancen für neue Kooperationen<br />

für Staaten und Unternehmen. Wir<br />

haben uns ganz konkret angesehen,<br />

ob die Öl- und Gasindustrie ökologisch<br />

verantwortlich agiert – sie ist immerhin<br />

ein wesentliches Rückgrat der russischen<br />

Wirtschaft. Wie weit der Umweltgedanke<br />

bei den einzelnen russischen<br />

Öl- und Gaskonzernen vorgedrungen<br />

ist, zeigt das jährliche Rating der<br />

Umweltschutzorganisation World Wide<br />

Fund For Nature (WWF), der CREON<br />

Group und der National Rating Agency<br />

(NRA). Bereits zum fünften Mal untersuchten<br />

die Initiatoren Branchenunternehmen<br />

auf Umweltmanagement,<br />

Auswirkungen auf das Ökosystem und<br />

Fünftes WWF-Ranking für russische Öl- und Gasfirmen<br />

schafft Transparenz. Kommentar von Mag.<br />

Victoria Mukhina<br />

Transparenz in Fragen des Umweltschutzes.<br />

Sieger des diesjährigen<br />

Ratings war, wie auch im vergangenen<br />

Jahr, der Konzern Sakhalin Energy, der<br />

das Projekt Sakhalin-2 zur Förderung<br />

von Erdgas und -öl nördlich der russischen<br />

Pazifikinsel Sachalin im Ochotskischen<br />

Meer betreibt. Auf Rang zwei<br />

und drei folgten Zarubeshneft, das sich<br />

vor allem im Ausland engagiert, und<br />

Exxon Neftegaz Ltd. (Sakhalin-1).<br />

OBJEKTIVE INFORMATIONEN FÜR<br />

KUNDEN UND PARTNER<br />

Das Rating liefert objektive Informationen<br />

über den Grad der Umweltverantwortung<br />

der russischen Öl- und Gasunternehmen<br />

und soll sukzessive auf<br />

weitere Länder ausgeweitet werden.<br />

Für Kasachstan wird bereits seit 2017<br />

ein derartiges Rating erstellt. Die transparente<br />

Bewertung ist ein Instrument<br />

für das staatliche Risikomanagementsystem<br />

und ein weiterer Baustein für<br />

höhere Standards im Umweltbereich.<br />

Es liefert darüber hinaus der Öffentlichkeit<br />

leicht zugängliche Informationen<br />

und dient Investoren als Basis für ihre<br />

Entscheidung. Verbraucher und Partner<br />

leisten zudem einen wichtigen Beitrag<br />

zur Verbesserung der Umweltpolitik<br />

in Russland und Kasachstan, wenn<br />

sie jene Unternehmen bevorzugen, die<br />

weniger Umweltschäden verursachen<br />

und bestrebt sind, ihre Aktivitäten<br />

umweltfreundlich zu gestalten.<br />

Mag. Victoria Mukhina ist seit 2014 Geschäftsführerin<br />

der NRA International<br />

GmbH in Wien – eine Tochtergesellschaft<br />

der National Rating Agency<br />

(NRA) in Russland. Neben einem<br />

BWL-Studium in Moskau (RUND University)<br />

und Wien (Universität Wien)<br />

absolvierte sie ein Masterstudium in<br />

International Banking and Finance in<br />

Österreich. Von 2009 bis 2014 war sie<br />

Mitarbeiterin im Marketing-Team der<br />

Deutschen Bank und koordinierte internationale<br />

Projekte für Unternehmen<br />

und Institutionen. Sie ist Präsidiumsmitglied<br />

der Österreichisch-Russischen<br />

Freundschaftsgesellschaft (ORFG) und<br />

engagiert sich ehrenamtlich für russische<br />

Studenten in Österreich.<br />

Die National Rating Agency wurde im<br />

Jahr 2000 in Russland gegründet und<br />

ist eine der führenden, unabhängigen<br />

Ratingagenturen.<br />

Fotos: NRA International GmbH<br />

GREEN <strong>SOCIETY</strong><br />

074


Black Austrian Awards<br />

Together we build<br />

Anlässlich der von der UNO initiierten „UN Dekade 2015-2024 der<br />

Menschen afrikanischer Abstammung“ wurde das freshTIVAL 2019<br />

veranstaltet.<br />

Foto: Karola Riegler<br />

Festivalmotto heuer war „Together<br />

we build“. Highlights waren die Black<br />

Austrian Awards am 24. Mai sowie das<br />

Black Austrian Youth Forum. Beide<br />

Veranstaltungen haben zum Ziel, die<br />

in Österreich lebenden Black Communities<br />

und deren Diaspora zu fördern<br />

und positiv sichtbar zu machen,<br />

jenseits von tagtäglichen negativen<br />

Meldungen die in den Medien über<br />

diese Communities zu finden sind.<br />

Die Black Austrian Awards wurden<br />

heuer zum zweiten Mal an afro-österreichische<br />

Persönlichkeiten und<br />

Kollektive verliehen, die sich durch<br />

ihre Arbeit und Errungenschaften in<br />

den Kategorien Business, Community<br />

Empowerment, Entertainment, Kunst<br />

und Kultur, Politisches Engagement,<br />

Sport und Wissenschaft auszeichnen.<br />

Bei den Black Austrian Awards wurden<br />

die folgenden Personen und Kollektive<br />

prämiert:<br />

BUSINESS<br />

Anthony Chira, Geschäftsführer von<br />

Velobis by Bikeplus Matrix Service<br />

GmbH, ein originelles Konzept von<br />

Restaurant und Fahrradwerkstatt.<br />

COMMUNITY EMPOWERMENT<br />

Verein Schwarze Frauen Community,<br />

eine der wichtigsten afro-österreichischen<br />

Organisationen mit dem Ziel,<br />

junge Schwarze in Wien zu ermächtigen<br />

und Frauenarbeit zu unterstützen.<br />

ENTERTAINMENT<br />

Ayo Aloba, Thiago Rosa, Tonica Hunter,<br />

Raj Das von Sound of Blackness.<br />

Sound of Blackness ist seit mehreren<br />

Jahren ein Kollektiv von jungen<br />

Schwarzen aus vier Kontinenten, die<br />

in Österreich ein neues Gesicht von<br />

Black Music erfunden und umgesetzt<br />

haben.<br />

KUNST UND KULTUR<br />

Louise Deininger – die Konzeptkünstlerin<br />

ist nicht nur künstlerisch aktiv,<br />

sondern auch menschenrechtlich.<br />

Mit ihrer Kunst unterstützt sie auch<br />

Menschen in Not in Österreich, Kenia<br />

und Uganda.<br />

POLITISCHES ENGAGEMENT<br />

Faika El-Nagashi, Die Wiener Grünen.<br />

Faika Anna El-Nagashi ist eine österreichische<br />

Politikerin mit ungarisch-ägyptischen<br />

Wurzeln. Seit 2015 ist sie<br />

Abgeordnete zum Wiener Landtag und<br />

Mitglied des Wiener Gemeinderates.<br />

Sie ist Sprecherin für Integration und<br />

Menschenrechte, Vorsitzende des Gemeinderatsausschusses<br />

für Bildung,<br />

Integration, Jugend und Personal und<br />

Mitglied im Gemeinderatsausschuss<br />

für Europäische und Internationale<br />

Angelegenheiten.<br />

SPORT<br />

Will Youssek Dibo: der 16-jährige ist<br />

derzeit U18 Diskus-Rekordhalter<br />

Österreichs.<br />

WISSENSCHAFT<br />

Univ.-Prof. Dr. Nuno Maulide ist Professor<br />

für Organische Synthese an der<br />

Fakultät für Chemie der Universität<br />

Wien. Im Jänner 2019 wurde er vom<br />

Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten<br />

zum „Wissenschaftler des<br />

Jahres 2018“ ausgezeichnet.<br />

Text: Simon Inou<br />

GREEN <strong>SOCIETY</strong><br />

075


Mens sana in<br />

corpore sano<br />

Ein gesunder Geist steckt in<br />

einem gesunden Körper, das erkannte<br />

schon der römische Dichter<br />

Juvenal. Heutzutage gibt es dafür<br />

bessere Möglichkeiten als damals.<br />

Foto: Pixabay


Vienna Medical Center –<br />

state-of-the-art medical<br />

technology<br />

The Vienna Medical Center, located in Vienna’s ninth<br />

district and headed by Professor Michael Zimpfer,<br />

attracts international patients who include diplomats,<br />

expatriates and high-net-worth individuals.<br />

Executive Coach and global headhunter<br />

Miriam Mukasa profiles ‘Zentrum<br />

für Medizin und Gesundheit’ (Vienna<br />

Medical Center). The Vienna Medical<br />

Center offers medical check-ups,<br />

specialist diagnosis and medical treatment<br />

using state-of-the-art technology.<br />

Employing the very latest in diagnostic<br />

equipment, the Center offers a full<br />

spectrum of laboratory tests, radiological<br />

scans, gastro intestinal and cardiological<br />

examinations (ultrasound, ECG,<br />

treadmill). In addition to conducting<br />

its own diagnostic services, the Center<br />

is able to call upon its network of top<br />

medical specialists, both local and<br />

international, to conduct further diagnostic<br />

examinations and, where necessary,<br />

it can offer inpatient care. The<br />

Vienna Medical Center was set up by<br />

Professor Michael Zimpfer MD, MBA,<br />

GESUNDHEIT<br />

078


<strong>SOCIETY</strong><br />

who specialises in anaesthesiology,<br />

intensive care & pain management.<br />

He is a full professor at the General Hospital,<br />

Medical University of Vienna and<br />

holds an MBA from the University of<br />

Chicago. Professor Zimpfer trained as a<br />

cardiologist, and previous assignments<br />

included Harvard Medical School and<br />

Duke Medical Center for Outcomes<br />

Research in North Carolina. Professor<br />

Zimpfer is a member of the Society of<br />

Friends of the Weinzmann Institute of<br />

Science and served as a visiting professor<br />

at the King Faisal Specialist Hospital<br />

in Ryadh, Saudi Arabia.<br />

Prof. Zimpfer’s success can be attributed<br />

to his lean principles in his<br />

healthcare practice, holistic solutions<br />

to patients’ medical concerns, effective<br />

pain management, and a belief that<br />

minimally invasive treatment plays a key<br />

role in improving general health. The<br />

Center is in the heart of Vienna’s ninth<br />

district and is conveniently located within<br />

walking distance of Vienna General<br />

Hospital (Allgemeines Krankenhaus<br />

(AKH) and St. Anna Children’s Hospital<br />

(St. Anna Kinderspital). There are also<br />

a number of private clinics nearby,<br />

including the Private Clinic Vienna<br />

(Wiener Privatklinik), Private Clinic<br />

Josefstadt (Confraternität – Privatklinik<br />

Josefstadt) and the Goldenes Kreuz<br />

Private Clinic (Krankenanstalt Goldenes<br />

Kreuz). The practice is equipped with<br />

state-of-the-art medical technology<br />

enabling it to offer patients excellent<br />

treatment and care, including instant<br />

referrals and rapid diagnosis, which in<br />

turn, leads to faster patient treatment,<br />

and fewer hospital visits. Their network<br />

of medical specialists facilitates the<br />

Center to access the latest developments<br />

in radiation oncology (cancer<br />

treatments) such as CyberKnife and<br />

proton therapy.<br />

In addition to its own dedicated team<br />

of specialists, the Center works closely<br />

together with local as well as internationally<br />

renowned specialists (oncologists,<br />

radiologists, cardiologists,<br />

obstetricians/gynaecologists, paediatricians,<br />

neurologists), who are on<br />

hand to offer expert advice including<br />

second opinion referrals or, if preferred,<br />

medical treatment abroad or in the<br />

unlikely event that a specific treatment<br />

is unavailable, in-country.<br />

Both the IAEA and UNIDO have their<br />

headquarters in Vienna, and the city<br />

is one of the four headquarters of<br />

the United Nations. In addition, the<br />

presence of diplomatic and consular<br />

missions in Vienna means the Vienna<br />

Medical Center serves patients from<br />

Austria and further afield. Patients<br />

include diplomats, expatriates and<br />

high-net-worth individuals.<br />

To learn more or book an appointment,<br />

you can contact the Vienna Medical<br />

Center’s multi-lingual team who will be<br />

happy to discuss any medical queries<br />

that you may have. The team can also<br />

book appointments to suit your schedule,<br />

as well as provide you with cost<br />

estimates and advise on any insurance<br />

queries that you may have. In the event<br />

that any legal issues arise in regards to<br />

medical coverage from abroad, then<br />

Setfords Solicitors (UK) serves as one<br />

of their partners.<br />

VIENNA MEDICAL CENTER<br />

The “Zentrum für Medizin und Gesundheit”<br />

(Vienna Medical Center) can be<br />

found in the ninth district on Pelikangasse<br />

3/101 in 1090 Vienna. It provides<br />

state-of-the-art diagnostics and<br />

treatment, and works together with<br />

internationally renowned specialists.<br />

3/101 Pelikangasse<br />

1090 Vienna/Austria<br />

Phone: +43 - 1 - 997 28 30<br />

Fax: +43 - 1 - 997 28 30 - 99<br />

michael@zimpfer.at<br />

www.zmed.at<br />

www.zimpfer.at<br />

State-of-the-art equipment.<br />

The reception area of Vienna Medical Center.<br />

GESUNDHEIT<br />

079


<strong>SOCIETY</strong><br />

Erfassung mittels 3D-Scanner oder IO-Scanner<br />

Schönes Lächeln<br />

mit DDLab GmbH<br />

Design am Computer<br />

Lange Wartezeiten adé. Dank digitaler<br />

Fertigungssysteme können Patienten von<br />

DDLab schnell wieder kraftvoll zubeißen.<br />

CNC-Fräsen<br />

Finalisierung<br />

DDLab GmbH<br />

Digital Dental Laboratory<br />

Kagraner Platz 1/1/32<br />

1220 Wien<br />

01-99 72 845<br />

www.ddlab.at | office@ddlab.at<br />

Im Zeitalter der Digitalisierung ist es<br />

alltägliche Sitte, auf dem Handy den<br />

Wecker für den nächsten Morgen zu<br />

stellen, sich von google maps den<br />

Weg ansagen zu lassen oder mittels<br />

App ein Abendessen zu bestellen.<br />

Diese Digitalisierung ist es, die uns<br />

den Alltag erleichtert, höhere Präzision<br />

ermöglicht und die Bearbeitungszeit<br />

deutlich reduziert.<br />

DIGITALER ZAHNERSATZ<br />

Doch was bedeutet das für meinen<br />

Zahnersatz? Das digitale Dentallabor<br />

DDLab in Wien verwendet die<br />

modernsten Fertigungsverfahren, wie<br />

etwa Cad/Cam-Technik, CNC-Fräsen<br />

oder digitale, biometrische Datenerfassung,<br />

um dem Patienten einen<br />

hochwertigen und medizinisch korrekten<br />

Zahnersatz zu ermöglichen. Das<br />

Zusammenspiel von modernster Technik,<br />

den besten Materialien und dem<br />

Know-How des DDLab-Teams bringt<br />

Mensch und Maschine in Harmonie.<br />

Herkömmliche Abformungen werden<br />

mittels 3D Scanner digital erfasst oder<br />

durch innovatives intraorales Scanning<br />

ersetzt. Der Vorteil für Arzt und Patient<br />

liegt in der wesentlich verbesserten<br />

Abbildung der realen Situation für die<br />

weiteren Arbeitsschritte. Am Computer<br />

wird der Zahnersatz gewissenhaft<br />

und mit viel Liebe zum Detail designed.<br />

MODERNSTE ZAHNTECHNIK<br />

Innovative Fräsen und 3D-Drucker<br />

produzieren qualitativen Zahnersatz,<br />

welcher nach der Ausarbeitung und Finalisierung<br />

dem Patienten in kürzester<br />

Zeit wieder ein Lächeln schenkt. „Zahnersatz<br />

auf höchstem Niveau in langer<br />

Zeit war gestern. Heute ist dies bereits<br />

in kurzer Zeit auf einem nie da gewesenen<br />

Level möglich“, erklärt<br />

Florian Thaler, Zahntechnikmeister und<br />

Leiter der Cad/Cam-Abteilung. Die Erfahrung<br />

des Teams und die modernste<br />

Technologie sind einmalig; glückliche<br />

Patienten mit einem strahlenden Lächeln<br />

der Regelfall für die Kunden des<br />

DDLab. „In der Zahntechnik geht es um<br />

die Liebe zum Zahn - es geht darum,<br />

eine Leidenschaft zu entwickeln,<br />

um dem Patienten sein Lächeln wieder<br />

zu schenken“, ergänzt der Laborleiter<br />

Daniel Zirka. Dort wo herkömmliche<br />

Zahnlabore ihre Grenzen erreicht<br />

haben, startet das DDLab mit Innovationen,<br />

verbesserter Qualität und optimierten<br />

Produktionszeiten erst richtig<br />

durch. „Denn das Lächeln der Patienten<br />

ist unser Auftrag!“, ergänzt Thaler.<br />

Fotos: DDLab GmbH<br />

GESUNDHEIT<br />

080


SENIOREN RESIDENZEN<br />

WIEN – SALZBURG – INNSBRUCK<br />

WIEN – SALZBURG – INNSBRUCK<br />

Jeder Mensch hat seine eigene Philosophie und sein<br />

eigenes Jeder Mensch Lebenskonzept. hat seine Wir eigene haben Philosophie dafür Verständnis und sein<br />

und eigenes das Lebenskonzept. geeignete Zuhause. Wir Wir haben haben dafür uns Verständnis zum Ziel<br />

gesetzt und das Ihrem geeignete Leben Freiraum Zuhause. zu Wir geben. haben – Freiraum, uns zum Ihre Ziel<br />

Ideen, gesetzt Wünsche Ihrem Leben und Träume Freiraum zu verwirklichen.<br />

zu geben. – Freiraum, Ihre<br />

Ideen, Wünsche und Träume zu verwirklichen.<br />

Menschen, die sich für ein Leben in den Senioren<br />

Residenzen Menschen, entscheiden, die sich für entscheiden ein Leben sich in den bewusst Senioren für<br />

ihre Residenzen Eigenständigkeit, entscheiden, ihre entscheiden persönliche sich Freiheit bewusst sowie für<br />

die ihre Zuverlässigkeit Eigenständigkeit, eines ihre kompetenten persönliche und Freiheit wirtschaftlich sowie für<br />

eigenständigen die Zuverlässigkeit Dienstleistungsunternehmens.<br />

eines kompetenten und wirtschaftlich<br />

eigenständigen Dienstleistungsunternehmens.<br />

Eine Senioren Residenz ist eine Wohlfühloase für aktive<br />

Senioren, Eine Senioren die ein Residenz großzügiges ist eine Ambiente Wohlfühloase mit einem für Hauch aktive<br />

Extravaganz Senioren, die bevorzugen ein großzügiges und die Ambiente Annehmlichkeiten mit einem Hauch eines<br />

breitgestreuten Extravaganz bevorzugen Angebots und schätzen. die Annehmlichkeiten eines<br />

breitgestreuten Angebots schätzen.<br />

www.seniorenresidenzen.co.at<br />

www.seniorenresidenzen.co.at<br />

Herbert L., 75<br />

Herbert L., 75<br />

Am Kurpark Wien-Oberlaa<br />

Am 1100 Kurpark Wien, Fontanastraße Wien-Oberlaa 10<br />

1100 Wien, Tel. 01 Fontanastraße 680 810 10<br />

amkurpark@seniorenresidenzen.co.at<br />

Tel. 01 680 810<br />

amkurpark@seniorenresidenzen.co.at<br />

Mirabell Salzburg<br />

5020 Mirabell Salzburg, Faberstraße Salzburg 15<br />

5020 Salzburg, Tel. 0662 Faberstraße 86910 15<br />

mirabell@seniorenresidenzen.co.at<br />

Tel. 0662 86910<br />

mirabell@seniorenresidenzen.co.at<br />

Veldidenapark Innsbruck<br />

6020 Veldidenapark Innsbruck, Neuhauserstraße Innsbruck 5<br />

6020 Innsbruck, Tel. 0512 Neuhauserstraße 5302 5<br />

veldidenapark@seniorenresidenzen.co.at<br />

Tel. 0512 5302<br />

veldidenapark@seniorenresidenzen.co.at


Schlank in<br />

den Sommer<br />

Sich gesund ernähren möchte<br />

jeder. Sobald der Sommer naht,<br />

steigt der Druck, überflüssige<br />

Kilos loszuwerden.<br />

Ich bin Ernährungswissenschafterin,<br />

sowie Beraterin und es ist mir eine<br />

Herzensangelegenheit, Frauen und<br />

Männern zu mehr Wohlbefinden,<br />

Selbstliebe und (Körper-) Zufriedenheit<br />

zu verhelfen. Meinen KlientInnen<br />

begegne ich mit viel Empathie. Viele<br />

kommen mit dem Wunsch zu mir, ihr<br />

Gewicht um einige Kilos zu reduzieren.<br />

ANGEBOT<br />

Ich empfehle Personen, die rund 5<br />

kg abnehmen möchten, eine speziell<br />

entwickelte 10-wöchige Begleitung.<br />

In dieser Zeit wird der Bezug zu einer<br />

gesunden Ernährung wiederaufgebaut.<br />

Ich vermittle nicht nur Wissen<br />

und zeige Fehler auf, sondern unterstütze<br />

auch dabei, wie das Abnehmen<br />

nachhaltig gelingt. Regelmäßige<br />

Erfolgskontrollen sichern dabei das<br />

Erreichen des Ziels.<br />

ERNÄHRUNGSANALYSE<br />

Für mich bedeutet eine gesunde Ernährung,<br />

eine gute Versorgung des<br />

Körpers mit allen wichtigen Nährstoffen.<br />

Diese, gemeinsam mit körperlicher<br />

Bewegung und einem liebevollen Umgang<br />

mit sich selbst, führen zu einer<br />

guten körperlichen und seelischen<br />

Gesundheit. Genuss und die Freude<br />

am Essen sind dabei sehr wichtig. Für<br />

ein gesundes Körpergewicht ist es<br />

essenziell, regelmäßig zu essen. Bei<br />

der Ernährung gibt es keine Schablone,<br />

die auf alle passt, sondern sie sollte<br />

individuell adaptiert werden.<br />

In meiner Ernährungsberatung<br />

zeige ich<br />

Ihnen, wie Sie in nur<br />

10 Wochen nachhaltig<br />

Ihr Wohlfühlgewicht<br />

erreichen.<br />

WAS MACHE ICH ANDERS?<br />

Ich habe ein offenes Ohr für Menschen,<br />

die auf der Suche nach einem<br />

alltagstauglichen Rat sind. In der heutigen<br />

Zeit werden wir mit Informationen<br />

über die scheinbar richtige Ernährung<br />

regelrecht überflutet. Es werden viele<br />

Diäten oder trendige Ernährungsweisen<br />

ausprobiert, die den Lebensstil<br />

stark einschränken. Ich möchte<br />

Personen helfen, ihre Ernährung an ihr<br />

Leben anzupassen und nicht umgekehrt.<br />

Ich höre zu und verstehe auch<br />

die Themen zwischen den Zeilen, oft<br />

geht es um Erfolgsdruck, gesellschaftliche<br />

Normen oder familiäre Belastungen<br />

und mangelnde Selbstfürsorge.<br />

Mein Ziel ist es, meine Beratung ganz<br />

individuell und persönlich zu gestalten.<br />

Mir ist es sehr wichtig, dass meine<br />

Ratschläge gut angenommen und umgesetzt<br />

werden können.<br />

KONTAKT:<br />

Sophia Köpruner<br />

„Bewusst-Ernähren“<br />

+43 (0) 650-283 01 27<br />

praxis@bewusst-ernähren.at<br />

www.bewusst-ernähren.at<br />

Facebook: ErnaehrungsberatungWien22<br />

Fotos: Agnes Stadlmann<br />

GESUNDHEIT<br />

082


Rudolfinerhaus<br />

Vienna´s Leading Private Hospital<br />

Rudolfinerhaus<br />

Vienna´s Leading Private Hospital<br />

RUDOLFINERHAUS is one of the most prestigious<br />

private hospitals of Austria. Together with its<br />

highly<br />

RUDOLFINERHAUS<br />

skilled medical<br />

is one<br />

professionals,<br />

of the most<br />

state-of-the-art<br />

prestigious<br />

medical<br />

private hospitals<br />

equipment<br />

of<br />

and<br />

Austria.<br />

the academically<br />

Together with<br />

trained<br />

its<br />

nursing<br />

highly skilled<br />

staff RUDOLFINERHAUS<br />

medical professionals,<br />

offers<br />

state-of-the-art<br />

comprehensive<br />

know-how<br />

medical equipment<br />

in all health<br />

and<br />

issues.<br />

the academically trained<br />

nursing staff RUDOLFINERHAUS offers comprehensive<br />

In<br />

know-how<br />

RUDOLFINERHAUS’s<br />

in all health<br />

private<br />

issues.<br />

Outpatient Day Clinic<br />

we check ailments and symptoms for patients<br />

without<br />

In RUDOLFINERHAUS’s<br />

waiting time. Apart<br />

private<br />

from<br />

Outpatient<br />

offering<br />

Day<br />

the<br />

Clinic<br />

entire<br />

range<br />

we check<br />

of diagnostic<br />

ailments and<br />

facilities<br />

symptoms<br />

specialists<br />

for patients<br />

from all<br />

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without<br />

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waiting<br />

available<br />

time.<br />

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Apart<br />

notice.<br />

from offering the entire<br />

range of diagnostic facilities specialists from all<br />

fi elds are available at short notice.<br />

Centers<br />

of Excellence<br />

Centers<br />

of Excellence<br />

General Surgery<br />

Internal<br />

General<br />

Medicine<br />

Surgery<br />

& Cardiology<br />

Internal Medicine<br />

Neurology<br />

& Cardiology<br />

Orthopedics<br />

Neurology<br />

& Trauma Surgery<br />

Orthopedics<br />

Urology<br />

& Trauma Surgery<br />

Gynaekology<br />

Urology<br />

& Obstetrics<br />

Gynaekology & Obstetrics<br />

Rudolfinerhaus<br />

Privatklinik GmbH<br />

Billrothstraße 78 1190 Vienna<br />

Rudolfinerhaus<br />

Privatklinik GmbH<br />

Outpatient Day Clinic<br />

Billrothstraße 78 1190 Vienna<br />

+43 (0)1 360 36-6468<br />

ambulanzint@rudolfi Outpatient Day Clinic nerhaus.at<br />

Mon – Fri from 8am to 7pm<br />

+43 (0)1 360 36-6468<br />

Sat from 8am to 12pm<br />

ambulanzint@rudolfi nerhaus.at<br />

www.rudolfinerhaus.at<br />

Mon – Fri from 8am to 7pm<br />

Sat from 8am to 12pm<br />

www.rudolfinerhaus.at


Taekwon-Do Fit Class<br />

Strength and Endurance<br />

Get in shape with the new program created by the Austrian National<br />

Taekwon-Do Federation.<br />

Jelena Škrpan Perković, certified<br />

Taekwon-Do instructor, fitness trainer<br />

and president of the Taekwon-Do club<br />

„Reborn“ and Dalibor Medić, president<br />

of the Austrian national Taekwon-Do<br />

Federation, national coach of Austria,<br />

international instructor and personal<br />

trainer, federal teacher for ITF - Germany<br />

and member of the Taekwon-Do<br />

Hall of Fame newly created the Taekwon-Do<br />

Fit Class program under the<br />

sponsorship of the Austrian national<br />

Taekwon-Do Federation. The class<br />

represents a set of different exercises<br />

for strength, endurance and<br />

agility combined with elements of<br />

Taekwon-Do to help users maximize<br />

the mobility and flexibility of movement.<br />

These exercises have a positive<br />

impact on the entire human body by<br />

achieving the optimum balance between<br />

muscle, cardiovascular, respiratory<br />

and nervous system. The clients<br />

can choose between the following<br />

different workshops, seminars and<br />

trainings:<br />

Taekwon-Do Fit Class, with a special<br />

emphasis on motivation, support,<br />

interaction and an individual approach,<br />

different combinations of exercises<br />

and techniques, combined with Taekwon-Do<br />

elements. The users will feel<br />

more self-confident and motivated for<br />

further training. Taekwon-Do Fit Class:<br />

Basic for self-defense. This program<br />

is committed to promote non-violent<br />

behavior in society, protecting women<br />

and children from violence, developing<br />

and promoting self-defense as martial<br />

arts and as one of the methods of protection,<br />

raising users awareness about<br />

the presence of violence against women<br />

and children and the promotion<br />

of humanity and peace. Taekwon-Do<br />

Fit Class: Bussines Edition is tailored<br />

exclusively for employees of a company.<br />

Employees who exercise regularly<br />

are healthier, more focused and able to<br />

better tolerate stressful situations.<br />

Instructor Dalibor Medić<br />

+43 664 / 65 199 13<br />

E-Mail: office@bsa-austria.at<br />

FB: ANTF - Austrian National Taekwon-Do<br />

Federation<br />

Instructor Jelena Škrpan Perković<br />

E-Mail: jelena.skrpan@gmail.com<br />

JO-SHUA-DO FIGHT CLUB<br />

Dominik Hofmann Sporthalle (Karl<br />

Seitz Hof) 1210 Wien, Jedleseerstrasse 74<br />

Foto: ANTF - Austrian National Taekwon-Do Federation<br />

GESUNDHEIT<br />

084


VITURA - Die neue Form<br />

von Personal Training<br />

VITURA verspricht eine neuartige Erfahrung im Bereich Fitness und<br />

Training mit individueller Betreuung auf höchstem Niveau.<br />

Fotos: VITURA<br />

VITURA, zentral am Rudolfsplatz 9 im<br />

ersten Bezirk gelegen, bietet Trainer<br />

mit fachlicher und sozialer Kompetenz,<br />

die ihre Kunden professionell und mit<br />

höchster Qualität zum Erfolg führen.<br />

Der Fokus liegt dabei auf den Klienten,<br />

die während ihrer Trainingseinheiten<br />

von top ausgebildeten Trainern ganz<br />

persönlich betreut werden. So kann gezielt<br />

und kompetent an den Trainingserfolgen<br />

gearbeitet werden.<br />

VITURA setzt den Schwerpunkt auf<br />

individuelles und motivierendes Personal<br />

Training und hat darüber hinaus<br />

Physiotherapie, Osteopathie, Massagen,<br />

Yoga und Gruppentrainings im Angebot.<br />

Es ist kein klassisches Fitnessstudio,<br />

da es weder Mitgliedschaften<br />

noch Bindungen gibt – der Kunde zahlt<br />

also nur die Einheiten, welche tatsächlich<br />

in Anspruch genommen werden,<br />

sonstige Gebühren gibt es nicht. Die<br />

Location des Studios besticht durch<br />

ein exklusives Ambiente und einzigartigen<br />

Flair auf 400m². Duschen, Handtuchservice<br />

und eine zuvorkommende<br />

Kundenbetreuung sind dabei selbstverständlich.<br />

Das Training basiert auf einem Zusammenspiel<br />

von Sportwissenschaft &<br />

Trainingslehre, Sportmedizin & Physiotherapie,<br />

sowie Erkenntnissen aus dem<br />

Leistungssport. Jeder Trainer und jede<br />

Trainerin können höchste Ausbildungen<br />

in diesem Bereich vorweisen.<br />

Durch ganzheitliche Leistungen aus<br />

den Bereichen Bewegung, Sport und<br />

Gesundheit können persönliche Ziele<br />

noch schneller erreicht werden. Die<br />

enge Zusammenarbeit zwischen den<br />

Experten macht es möglich, Unterbrechungen<br />

im Training minimal zu halten.<br />

Das Studio ist durch seine zentrale<br />

Lage und einen öffentlichen Parkplatz<br />

ideal für kurze aber effektive Trainingseinheiten<br />

zwischen Business-Terminen<br />

oder in den Mittagspausen – einem<br />

schnellen Trainingserfolg steht damit<br />

nichts mehr im Wege.<br />

Unter www.vitura.at kann man das<br />

gesamte Angebot von Vitura einfach<br />

online abrufen. Am Rudolfsplatz 9 im<br />

Ersten Wiener Bezirk bietet das Studio<br />

effiziente und persönliche Betreuung<br />

mit bestausgebildeten Trainern und<br />

Trainerinnen.<br />

GESUNDHEIT<br />

085


Hotel Bristol in Opatija<br />

Perle der Kvarner Bucht<br />

Opatija – der historische Küstenort an der Adria lockt mit kaiserlicher<br />

Architektur, kroatischen Gaumenfreuden und mildem Klima<br />

unzählige Gäste an.<br />

Im Zentrum des eleganten Badeortes<br />

liegt das edle Hotel Bristol. Gebaut in<br />

der Zeit der k.u.k. Monarchie, verströmt<br />

das vier-Sterne Haus das Luxusflair<br />

längst vergangener Tage, kombiniert<br />

mit allen Annehmlichkeiten eines<br />

modernen Hotels, wie etwa gratis WiFi<br />

im ganzen Gebäude. Fast alle der 78<br />

Zimmer und Suiten bieten einen atemberaubenden<br />

Blick auf die Schönheit<br />

der Kvarner Bucht.<br />

Im hauseigenen Café Palme kann<br />

man die von der Patisserie des Hotels<br />

gezauberten Desserts auf der Sonnenterrasse<br />

genießen oder im Restaurant<br />

die exquisite Auswahl lokaler Speisen<br />

verkosten.<br />

Der Spa-Bereich lädt mit neu ausgebautem<br />

Swimming Pool inklusive<br />

künstlich angelegtem Wasserfall, einer<br />

Salzhöhle-Sauna, Dampfbad und<br />

Massagetreatments zum Relaxen ein.<br />

Anti-aging Behandlungen wie Mesotherapie<br />

oder Sauerstoffkur lassen die<br />

Schönheit wieder aufleben.<br />

Sollte man trotzdem das Hotel verlassen<br />

wollen, so bietet „Die Königin<br />

der Adria“, wie Opatija auch genannt<br />

wird, ihren Besuchern wunderschöne<br />

Parkanlagen und die 12- Kilometer<br />

lange Strandpromenade „Lungomare“.<br />

Aber auch Aktivurlauber kommen<br />

beim Segeln, Tauchen oder Surfen auf<br />

ihre Kosten. Bergfexe können auf dem<br />

nahen Berg Učka Wandern und Mountainbiken.<br />

Unbedingt probieren sollte<br />

man auch die kroatischen Köstlichkeiten<br />

oder bei einem Abstecher auf<br />

die nahe gelegene Insel Krk ein Glas<br />

des lokalen Weißweins Žlahtina und<br />

dabei den Sonnenuntergang über der<br />

Kvarner Bucht genießen.<br />

Hotel Bristol, Opatija<br />

Ulica Maršala Tita 108<br />

51410 Opatija - Croatia<br />

Tel: +385 51 706 300<br />

Fax: +385 51 706 301<br />

info@hotel-bristol.hr<br />

www.hotel-bristol.hr/hotel/<br />

Fotos: Bristol Hotel Opatija<br />

LIFE & STYLE<br />

086


Geinberg5 Spa Villas<br />

Sorglos genießen<br />

Private Wellness-Entspannung deluxe findet man im oberösterreichischen<br />

Geinberg. In den 21 Suiten der Geinberg5 Private Spa Villas<br />

lesen Butler ihren Gästen jeden Wunsch von den Augen ab.<br />

Fotos: Geinberg5<br />

Gleich bei der Ankuft beginnt die<br />

Entspannung, wenn der Private Butler<br />

das Auto parkt und ein Glas Crémant<br />

serviert. Das Private Butler Service<br />

steht den Gästen der Villen zur Verfügung,<br />

damit man sich nur noch um<br />

das maximale Relaxen kümmern muss.<br />

Sei es, dass man den Aperitif anstatt in<br />

der Lobby auf der Terrasse einnehmen<br />

oder mehrgängige Gourmet-Menüs<br />

aus dem resorteigenen Hauben-Restaurant<br />

AQARIUM genießen möchte<br />

– mit dem einzigartigen Butler Service<br />

kann via iPad oder Telefon alles innerhalb<br />

kürzester Zeit organisiert werden.<br />

Entzünden des offenen Kamins,<br />

Bereitstellen des Champagners am<br />

Whirlpool, Chauffieren in das AQA-<br />

RIUM oder Private SPA ist innerhalb<br />

kürzester Zeit möglich. Auch Masseure<br />

können in die Villa bestellt werden.<br />

Wem der Trubel der öffentlichen<br />

Thermen zu viel ist, der ist in Geinberg5<br />

bestens aufgehoben. Die bis<br />

zu 300 Quadratmeter großen Villen<br />

und Suiten verfügen über einen 25<br />

bis 40 Quadratmeter großen eigenen<br />

Wellnessbereich mit finnischer Sauna,<br />

Dampfbad und offenem Kamin. Auf<br />

der privaten Sonnenterrasse relaxen<br />

die Gäste im eigenen Whirlpool mit<br />

Thermalwasser oder gelangen über<br />

den persönlichen Badesteg direkt in<br />

einen der beiden 3.300 Quadratmeter<br />

großen Natur-Badeteiche. Im Private<br />

SPA steht allen Villenbewohnern ein<br />

weiterer exklusiver Spa-Bereich inklusive<br />

Hamam zur Verfügung. Kulturliebhaber,<br />

die den Spa verlassen möchten<br />

haben die Möglichkeit die Salzburger<br />

Festspiele oder die Münchner Opernfestspiele<br />

standesgemäß mit einer<br />

Limousine oder einem Luxus-Van zu<br />

besuchen. Das Festspiel-Service holt<br />

den Gast von Geinberg5 ab und bringt<br />

ihn zum Festspielhaus. Diskret umsorgt<br />

vom Butler-Service kann man alle<br />

Sorgen des Alltags hinter sich lassen.<br />

Wer möchte das nicht?<br />

Geinberg5<br />

Private Villas<br />

Thermenstraße 13, 4943<br />

Geinberg, Österreich<br />

+43-7723-8501-5555<br />

office@geinberg5.com<br />

www.geinberg5.com<br />

LIFE & STYLE<br />

087


Küss den Koch im<br />

Kussmaul<br />

In der Bäckerstraße 5 hat das Restaurant von Szene-Koch Mario<br />

Bernatovic seine zweite Heimat gefunden und begeistert die Gäste<br />

mit Gourmetküche aus aller Welt.<br />

In guter Gesellschaft von Lokalgrößen<br />

wie Figlmüller und Café Alt Wien<br />

befindet sich seit 2016 das Restaurant<br />

Kussmaul. „Wir sind ein Fine Dining<br />

Restaurant mit einer legeren Wohlfühlatmosphäre.<br />

Wir haben Essen auf<br />

höchstem Niveau, aber die Atmosphäre<br />

ist entspannt und gemütlich“, so beschreibt<br />

Restaurantleiter Matej Matic<br />

das Kussmaul.<br />

Küchenchef Bernatovic wurde bereits<br />

das dritte Jahr in Folge mit zwei Hauben<br />

von Gault Millau ausgezeichnet<br />

und das zweite Mal mit dem Bib-Gourmand<br />

von Guide Michelin geehrt.<br />

„Unser Ziel ist es, in Zukunft einen<br />

Stern an unsere Fassade zu heften“,<br />

erklärt Matic.<br />

Die Karte im Kussmaul wechselt<br />

saisonal, ungefähr alle zwei Monate<br />

finden sich dort neue Gerichte. Klassiker<br />

wie Wiener Schnitzel, Beef Tatar<br />

oder das getrüffelte Stundenei gibt es<br />

jedoch durchgehend. Man kann aber<br />

auch einfach an der Bar Austern und<br />

Champagner genießen. Großen Wert<br />

legt man im Kussmaul ebenfalls auf<br />

die Weinkarte, die Gäste können aus<br />

einem Sortiment von rund 130 internationalen<br />

Weinen wählen. Bei regelmäßig<br />

veranstalteten Wine Tastings<br />

bekommt man auch die Gelegenheit,<br />

junge Winzer kennenzulernen.<br />

Das Erfolgsrezept des Kussmaul ist<br />

ein „ständiges Weiterarbeiten und<br />

laufende Innovationen. Wir verlassen<br />

uns nicht auf eine Karte mit zehn<br />

Top-Sellern, sondern bieten unseren<br />

Gästen immer wieder neue Kreationen<br />

an“, erklärt Matej Matic stolz.<br />

Kussmaul<br />

Bäckerstraße 5<br />

1010 Wien<br />

Telefon: 01 2861117<br />

www.kussmaul-vienna.com<br />

Tisch reservieren unter:<br />

dinner@kussmaul-vienna.com<br />

Facebook: kussmaulvienna<br />

Instagram: kussmaul_vienna<br />

Der Keller des Lokals mit seinen schönen<br />

Ziegelsteinbögen kann auch für<br />

Feiern mit bis zu 60 Personen gemietet<br />

werden.<br />

Fotos: Kussmaul/SIOCIETY/Salas-Torrero<br />

LIFE & STYLE<br />

088


Fisch dir die<br />

Lebensfreude<br />

Mit feinstem Fisch aus Dalmatien verwöhnt Gastronom Zeljko Radic<br />

seit 30 Jahren die Gäste in seinem Lokal „Kornat“ in der Marc-Aurel-<br />

Straße.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

„Ich achte sehr auf die Qualität der<br />

Zutaten“, antwortet Radic auf die Frage,<br />

warum er schon seit über 30 Jahren<br />

mit seinem Lokal so erfolgreich ist.<br />

Frischer Fisch und Meeresfrüchte für<br />

die köstlichen Spezialitäten werden<br />

fünf Mal die Woche direkt fangfrisch<br />

geliefert und zu „Fischcarpaccio“<br />

verarbeitet. Auch die Nudeln für die<br />

„Meeresfrüchte mit Pasta und Tomaten“<br />

werden handgemacht. Selbst aus<br />

dem Hafenort Marina in Dalmatien<br />

stammend, kennt sich Zeljko Radic mit<br />

frischem Fisch aus. „Als junger Mann<br />

bin ich oft mit den Fischern auf See<br />

gefahren“, erzählt er im Interview.<br />

Der Gastronom aus Leidenschaft versucht<br />

immer wieder, den Geschmack<br />

Kroatiens auf den Tellern seiner Wiener<br />

Gäste einzufangen. Die traditionellen<br />

„Calamari Brodetto mit frischer<br />

Polenta“ sind ein solches Gericht,<br />

das niemals auf der Karte des Kornat<br />

fehlen darf. Das saisonal wechselnde<br />

Angebot der Speisekarte macht<br />

auch Fleischliebhaber glücklich. Das<br />

Olivenöl für die Speisen wird aus Istrien<br />

bezogen.<br />

Ein eigener „Kornat-Wein“ – von kroatischen<br />

Winzern hergestellt – soll bald in<br />

der hauseigenen Weinbar im Untergeschoß<br />

des Lokals ausgeschenkt<br />

werden. Diese lockt mit einer internationalen<br />

Weinkarte. Der Raum kann<br />

auch für Veranstaltungen mit bis zu 35<br />

Personen gemietet werden.<br />

Der leidenschaftliche Sänger Radic<br />

veranstaltet immer wieder Musikabende,<br />

bei denen es schon mal passieren<br />

kann, dass auf den Tischen getanzt<br />

wird – kroatische Lebenslust in der<br />

Wiener Innenstadt. Für Zeljko Radic ist<br />

jedenfalls noch lange nicht Schluss:<br />

„Ich freue mich schon auf das 90. Jubiläum<br />

des Kornat“, scherzt er.<br />

Restaurant Kornat<br />

Marc-Aurel-Straße 8<br />

1010 Wien<br />

Telefon: + 43 1 535 65 18<br />

Tisch reservieren unter:<br />

service@kornat.at<br />

Facebook: restaurant.kornat<br />

Öffnungszeiten: täglich 11:30 - 24:00<br />

www.kornat.at<br />

LIFE & STYLE<br />

089


AMADEUS - Top quality<br />

education in Vienna<br />

Jeremy House, new Head of School of AMADEUS, spoke with <strong>SOCIETY</strong><br />

about the advantages of an international education in combination<br />

with a positive and creative environment.<br />

As the new Head of School of AMA-<br />

DEUS International School Vienna,<br />

what, in your opinion, is the facility<br />

focusing on?<br />

Amadeus Vienna is a young and dynamic<br />

international school in the heart<br />

of arts, music and culture. We have a<br />

talented teaching faculty, incredible<br />

diversity in our student body, high<br />

quality boarding, a stunning and safe<br />

location, and a supportive and engaged<br />

community. The most important<br />

thing is to build upon these strengths,<br />

to maximise potential where it exists<br />

and to realise the great vision of the<br />

Board of Trustees for excellence in all<br />

that we do. I believe there are three<br />

pillars which will shape our future. A<br />

positive education, a creative education<br />

and an international education.<br />

We aim to become a research-led<br />

school on the forefront of these areas<br />

of learning and pedagogy.<br />

What does AMADEUS School stand<br />

for? The school also follows the International<br />

Baccalaureate, what are the<br />

advantages of this IB program?<br />

Above all, we stand for learning! Following<br />

that, as a small day and boarding<br />

school, we stand for community; as a<br />

school with an integrated music and<br />

arts academy, we stand for excellence<br />

in the music and arts; and, as an<br />

International Baccalaureate school,<br />

we stand for the vision that we can<br />

create a more peaceful world through<br />

education. Currently, there are around<br />

4200 IB schools worldwide, collectively<br />

educating almost 1.25 Million IB<br />

students. What separates this program<br />

from others is, that it is research based,<br />

has a strong international dimension,<br />

emphasizes language learning, and<br />

necessitates curricular depth and<br />

breadth. The most important aspect<br />

however, is that the students are at the<br />

heart of learning, so we can be flexible<br />

in order to strengthen their creativity,<br />

passions and enthusiasm.<br />

AMADEUS has a special commitment<br />

to music and arts – how do you think<br />

this is beneficial to your students?<br />

An education in music and arts not<br />

only has the neuro-scientific evidence<br />

of contributing to improved cognition<br />

and wellbeing, but also fosters the<br />

development of well-rounded, creative,<br />

and confident individuals. It promotes<br />

teamwork, engagement and cultural<br />

awareness. Furthermore, students<br />

at our school have the opportunity<br />

to develop their talent to the highest<br />

possible professional level.<br />

What are the essential skills and<br />

values for your students in this globalized<br />

world?<br />

In order to succeed in a complex and<br />

dynamic future young people require<br />

continual learning and adaptability.<br />

Alongside this, stands communication<br />

(in multiple languages, written<br />

and oral, for different audiences and<br />

purposes), collaboration (in person<br />

and digitally), critical thinking (deep<br />

thinking that cuts across domains of<br />

knowledge), and creativity (the ability<br />

to imagine new possibilities and bring<br />

them to life). These can be thought of<br />

as the competencies for the future.<br />

We want our students to realize, that<br />

they are powerful actors in the world<br />

who can make a difference. As an educator,<br />

I follow Aristole‘s idea of „human<br />

flourishing“, which means to live up<br />

to your fullest potential with meaning<br />

and purpose. This is the ultimate<br />

endeavour of education.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Prokofieff<br />

LIFE & STYLE<br />

090


LUISTRENKER.COM<br />

The<br />

Alpine<br />

Side of<br />

Life.<br />

L U I S T R E N K E R S H O P W I E N ,<br />

H E R R E N G A S S E 1 9 - 2 1 .


<strong>SOCIETY</strong><br />

Das Beste an der<br />

Grünen Insel<br />

Die 40 verschiedenen Grünschattierungen<br />

Irlands. Für mich ist Connemara in der Grafschaft<br />

Galway die eindrucksvollste Region<br />

der Insel. Oscar Wilde hat sie als wilde Schönheit<br />

bezeichnet.<br />

Ein Tag im April. Wir sind gut gerüstet<br />

für einen Spaziergang durch den<br />

Roundstone Bog. Zumindest glauben<br />

wir das. Es ist ein 1,5 Kilometer langer<br />

Weg zum Landelicht, in einer einzigartigen<br />

Landschaft von Torfmooren<br />

und Seen, zwischen Wildblumen vorbei<br />

an Schafen und Kalksteinen. Dort im<br />

Hochmoor von Derrigimlagh in der<br />

Grafschaft Galway ist ein historischer<br />

Platz, den wir zusammen mit dem<br />

Local Guide John O‘Halloran erkunden.<br />

Blenden wir ein Jahrhundert<br />

zurück: Frühmorgens am 15. Juni 1919<br />

zeigte sich ein Doppeldecker über dem<br />

nahen Clifden, dem Zentrum Connemaras,<br />

das eingebettet zwischen den<br />

Twelve Bens und dem Atlantik, liegt.<br />

Ein Junge winkt den Piloten. Die Abenteurer<br />

fliegen danach zum nahen Bog<br />

und crashen dort nach 3.667 km ihr<br />

Fluggerät als Schlusspunkt der ersten<br />

Atlantik-Überquerung ins Moor.<br />

TOLLKÜHNE PILOTEN<br />

John Alcock und Arthur Whitten Brown<br />

waren 16 Stunden zuvor in Neufundland<br />

gestartet. Zeitweise flogen die<br />

beiden über Kopf, nur 3 Meter über<br />

dem Wasser und bekämpften das Eis,<br />

das sich festsetzte. Bald war das Wrack<br />

von Menschen umgeben, die staunend<br />

die Fliegende Kiste zerlegten. Jeder<br />

nahm Trophäen mit nach Hause, die<br />

noch heute, 100 Jahre später, stolz<br />

präsentiert werden. Die Piloten erhielten<br />

in London das von der Daily Mail<br />

ausgelobte Preisgeld von 10.000 Pfund<br />

aus der Hand von Winston Churchill,<br />

der damals für das Blatt tätig war. Ein<br />

Denkmal in Form einer Flugzeugnase,<br />

die sich damals in den Torf bohrte, erinnert<br />

heute an diesen Meilenstein der<br />

Fluggeschichte.<br />

MARCONI LIEFERTE EINE TECHNI-<br />

SCHE SENSATION<br />

Im Bog finden sich uralte Betonfundamente.<br />

Der italienische Erfinder Guglielmo<br />

Marconi, der irische Wurzeln<br />

hatte, ließ ab 1907 die erste Radiostation<br />

errichten, die Funkmeldungen<br />

auf die andere Seite des Atlantiks zur<br />

Glace Bay in Neufundland, Kanada,<br />

schickte. 300 Menschen fanden<br />

damals dort Arbeit. Sogar eine eigene<br />

Bahnlinie führte zur Funkstation mit<br />

den riesigen Sendemasten, die für die<br />

damalige Zeit über modernste Technik<br />

verfügte und bis 1922 aktiv war. Marconi<br />

bezog die Energie aus dem Torf. 4000<br />

Jahre hat es übrigens gedauert, bis das<br />

Moor entstanden ist.<br />

Wir büßen auf dem Weg zum wilden<br />

Atlantik all unsere Sünden ab. Es<br />

herrscht heftiger Wind, der uns zeitweise<br />

horizontal entgegenkommt.<br />

Sonne und Schnee-Grießeln wechseln<br />

sich ab. Am Schluss sind die meisten<br />

von uns vom Gürtel abwärts, inklusive<br />

Schuhe, patschnass. Allerdings ist<br />

jeder von uns glücklich, mit dabei gewesen<br />

zu sein.<br />

Derrigimlagh Bog ist einer der 15 besonders<br />

interessanten Entdeckungspunkte<br />

des Wild Atlantic Way, (von<br />

insgesamt 159). Mit mehr als 2.600 Kilometern<br />

Länge ist sie eine der längsten<br />

Küstenstraßen der Welt und zieht sich<br />

entlang der irischen Westküste von der<br />

Halbinsel Inishowen im Norden des<br />

Foto: Pixabay<br />

LIFE & STYLE<br />

092


<strong>SOCIETY</strong><br />

County Donegal bis ins Küstenstädtchen<br />

Kinsale im Süden des County<br />

Cork. Die Naturgewalten des Atlantiks<br />

haben diese zerklüftete Küstenlandschaft<br />

mit ihren mannshohen Klippen<br />

zu einem atemberaubenden Erlebnis<br />

werden lassen.<br />

THE BURREN, DER ORT AN DEM DER<br />

HERR DER RINGE ENTSTAND<br />

Uns zieht es weiter in eine andere kontrastreiche<br />

Landschaft. Der Burren im<br />

UNESCO Global Geopark, war vor 350<br />

Millionen Jahren Meeresgrund, der<br />

schließlich nach oben gedrückt wurde.<br />

Viele sagen, was dort zu sehen ist<br />

ähnelt dem Mond. Graue Felsen, einer<br />

an den anderen angelehnt. Ein riesiges<br />

Mosaik an Kalksteinplatten, umspült<br />

von den heftigen Wellen des Meeres.<br />

Dazwischen Felsspalten und Schluchten.<br />

JRR Tolkien, der an der Universität<br />

Galway lehrte, hatte dort die Idee für<br />

sein Buch: Der Herr der Ringe, auch<br />

im Kino ein Welterfolg, den wohl<br />

jeder kennt. Im Burren befindet sich<br />

das ausgedehnteste Höhlensystem<br />

Irlands. Wir steigen in die Unterwelt<br />

der Doolin Höhle hinab. Dort bewundern<br />

wir den Großen Stalaktiten. Er ist<br />

10 Tonnen schwer, 7 Meter lang und<br />

hängt wie ein Luster von der Decke.<br />

Ein spektakulärer Anblick.<br />

Was wir auf einem Streifzug danach<br />

noch wahrnehmen ist der Blumenreichtum<br />

in dieser kargen Gegend.<br />

Unser Guide Tony Kirby meint: „Hier<br />

kann man eine Flora entdecken, die es<br />

in Irland kein zweites Mal gibt. Es sind<br />

635 verschiedene Pflanzen, darunter<br />

27 von 30 Orchideen-Arten.“ Irland<br />

hat ja den Ruf als Land des Grün in<br />

40 Schattierungen. Frühlingsenzian,<br />

violettes Knabenkraut, Tränende<br />

Herzen, Akeleien, Pfingstrosen oder<br />

Rittersporn erzeugen in dem Grün ein<br />

wunderbar buntes Bild.<br />

ÜBERNACHTEN:<br />

Abbeyglen Castle in Clifden liegt in<br />

einem schönen Garten an der Sky<br />

Road, nur wenige Gehminuten vom<br />

Stadtzentrum entfernt.<br />

www.abbeyglen.ie<br />

Das Ballynahinch Castle Hotel ist<br />

eines der besten Luxushotels. Man<br />

übernachtet dort in einem 700 Hektar<br />

großen Anwesen im Herzen von Connemara.<br />

www.ballynahinch-castle.com<br />

Sheedy’s and Royal hotels, Lisdoonvarna,<br />

www.sheedys.com<br />

SIGHTSEEING:<br />

Das Heritage Center zeigt Geschichte<br />

und Traditionen im restaurierten Cottage<br />

von Dan O‘Hara, der in den 1840er<br />

Jahren emigrierte, als er und seine<br />

Familie aus ihrem Haus vertrieben wurden.<br />

www.connemaraheritage.com<br />

Poulnabrone Dolmen im Burren ist das<br />

älteste megalithische Denkmal, eines<br />

der am meisten fotografierten in Irland.<br />

Auf Kalksteinpflaster gelegen erblickt<br />

man das Steintor für ein Grabmal, das<br />

vor mehr als 6.000 Jahren entstanden<br />

ist. www.burrengeopark.ie<br />

Das Doolin-Höhlen- und Besucherzentrum<br />

zeigt den Großen Stalaktiten.<br />

Mit 7,3 Metern ist er der längste frei<br />

hängende Tropfstein in Europa.<br />

www.doolincave.ie, www.ireland.com<br />

Text: Karl Kaltenegger<br />

LIFE & STYLE<br />

093


Windobona: Wo der Traum<br />

vom Fliegen wahr wird<br />

Die Indoor-Skydiving Anlage Windobona im Wiener Prater lässt<br />

Abenteuerlustige bei bis zu 280 km/h im Flugkanal abheben und<br />

beschert so ein unvergessliches Erlebnis.<br />

Indoor Skydiving ist ein neuer, innovativer<br />

Sport, der sich vor allem bei<br />

Action- und Adrenalinjunkies zunehmender<br />

Beliebtheit erfreut. Bei<br />

„Windobona“ erleben die Teilnehmer in<br />

einem vertikalen Flugkanal den freien<br />

Fall bei Windgeschwindigkeiten von bis<br />

zu 280 km/h, vergleichbar mit einem<br />

Fallschirmsprung aus 4.000 m Höhe.<br />

General Manager, Jürgen Hofstätter<br />

Der Windkanal, mit einem Durchmesser<br />

von 4,3 Metern und einer Höhe von<br />

15 Metern, zählt zu den modernsten<br />

Flugkanälen weltweit. Die gläsernen<br />

Wände ermöglichen es Begleitpersonen,<br />

bei den ersten Flugversuchen mitzufiebern.<br />

Diese dauern in der Regel<br />

zwischen zwei und sechs Minuten.<br />

Im Vergleich: bei einem Fallschirmsprung<br />

befindet man sich maximal<br />

eine Minute im freien Fall. Bevor es in<br />

die Luft geht, gibt es eine Einschulung<br />

durch Instruktoren. Im Rahmen dieser<br />

werden die wichtigste Handzeichen<br />

und Flugpositionen erklärt.<br />

Jeder im Alter zwischen 8 und 99 Jahren,<br />

in gesunder körperlicher Verfassung,<br />

kann fliegen. Wer ein Geschenk<br />

für abenteuerliche Menschen sucht,<br />

ist hier also genau richtig. Aber auch<br />

für Firmenveranstaltungen und bunte<br />

Kinderpartys ist die Location ideal.<br />

„Das Fliegen macht nicht nur großen<br />

Spaß sondern bringt ein Team auch<br />

näher zusammen. Mitarbeiter lernen,<br />

in ungewohnter Situation einen<br />

kühlen Kopf zu bewahren und werden<br />

durch das außergewöhnliche Erlebnis<br />

zusammengeschweißt“, so General<br />

Manager Jürgen Hofstätter.<br />

Windobona im Prater 38A,<br />

1020 Wien hat täglich geöffnet.<br />

Anfragen können unter<br />

+43 (01) 72002112 oder<br />

booking@windobona.at<br />

gestellt werden.<br />

Online ist das Unternehmen unter<br />

www.windobona.at zu finden.<br />

Fotos: Windobona<br />

LIFE & STYLE<br />

094


Der<br />

Ethno-<br />

Glanz<br />

Viele Jahre schon studiert die russische<br />

Designerin Alla Denissova die<br />

russische Nationaltracht und die<br />

ethnische Kleidung der Völker Europas,<br />

Asiens, Afrikas und Südamerikas,<br />

wobei dem Schmuck eine besondere<br />

Bedeutung zukommt.<br />

Bei ihren Studien konnte sie praktische<br />

Erfahrung auf dem Gebiet des Aufbaus<br />

von Kleidung und Kopfbedeckungen,<br />

der Nähtechnik, Stickerei und Stoffbearbeitung<br />

sowie auch in Bezug auf<br />

die Bedeutung von Symbolen und<br />

Krennzeichen der verschiedenen Kulturen<br />

sammeln. Seit alters her dienten<br />

Accessoires nicht nur als Schmuck und<br />

Statussymbol ihres Besitzers, sondern<br />

auch als Talisman und Amulett. Sie<br />

schützten vor Unheil, brachten Glück<br />

und verkörperten Wünsche und Träume.<br />

Ihr Bestreben ist es, die Traditionen<br />

der Kulturen der verschiedenen Völker<br />

mit der Gegenwart zu vereinen. Auf diesem<br />

Wege sind die charakteristischen<br />

Schmuckstücke entstanden, in denen<br />

ihre praktische Erfahrung, ihre Kenntnisse<br />

und ihr Geschick zur Geltung<br />

kommen.<br />

Alla Denissova kombiniert verschiedene<br />

Techniken und Materialien: Edelsteine,<br />

Perlen, Muscheln, Glas, Knöpfe,<br />

Schnüre, Wolle, Leinen, Baumwolle,<br />

Samt, Seide und andere natürliche<br />

moderne und alte Werkstoffe.<br />

Foto: Eigentum von Alla Denissova<br />

Alla Denissova<br />

Architektin, Designerin, Künstlerin, Mitglied<br />

der Creative Union der Künstler<br />

Russlands<br />

www.ethno-elegance.com<br />

etnoelegance@gmail.com<br />

+43 664 47 11 4 11<br />

Instagram: @ethnoelegance<br />

LIFE & STYLE<br />

095


Contemporary Austrian fashion<br />

for everyone<br />

JCH Atelier - made to measure<br />

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Opernring 23<br />

1010 Vienna<br />

Mo - Sa 10am - 6pm


<strong>SOCIETY</strong><br />

Kokospalmen und<br />

Meeresrauschen<br />

Auch wenn die meisten von uns nicht immer<br />

am Strand sein können, so transportieren<br />

diese Produkte zumindest imaginär in den<br />

Süden.<br />

COOLA ER RADICAL RECOVERY AFTER SUN LOTION<br />

War die Sonne doch zu viel, dann hilft die After Sun Lotion<br />

von Coola. Sie macht sich die Inhaltsstoffe der Bio-Agave<br />

zum Schutz gegen schädliche Umwelteinflüsse zunutze<br />

und wirkt beruhigend bei Sonnenbrand. Die Wunderpflanze<br />

sorgt für eine optimale Hydration und fördert die Kollagensynthese,<br />

während sie gegen UV-Strahlen schützt.<br />

Erhältlich bei: www.kussmund.wien<br />

JAMES HEELEY COCCOBELLO<br />

An den Strand von Robinson Crusoe dachte Parfumeur<br />

James Heeley bei der Kreation dieses Parfums, das nichts<br />

mit den bekannten Kokosdüften gemein hat. Dieser Unisex-Duft<br />

erinnert beim Aufsprühen an eine Dame, die sich<br />

mit Monoi-Öl eingerieben, unter Kokospalmen räkelt.<br />

Über www.ausliebezumduft.de erhältlich.<br />

BEAUTY<br />

098


<strong>SOCIETY</strong><br />

MARLIES MÖLLER MICELLE PRE-SHAMPOO<br />

Meer-und Poolwasser hinterlassen gerne Rückstände im Haar.<br />

Das Marlies Möller Specialists Micelle Pre-Shampoo ist der erste<br />

Schritt einer tiefenwirksamen Reinigung von Haar und Kopfhaut.<br />

Es entfernt Schmutz, Stylingreste und Unreinheiten durch Umwelteinflüsse<br />

und reduziert die benötigte Menge des nachfolgenden<br />

Pflegeshampoos. Erhältlich z.B. bei www.mueller.de<br />

CARTHUSIA TUBEROSA<br />

Von der mediterranen Insel Capri kommt der neue<br />

Sommerduft mit Tuberose, der sich ganz der opulenten<br />

„Königin der Nacht“, wie die Blüte auch genannt wird,<br />

widmet. Mit Noten von Pflaume, Baumharz und Zimt,<br />

Tuberose Absolute, Ylang-Ylang und Rose, Vetiver, Vanille<br />

und Moschus. z.B. erhältlich bei Le Parfum, 1010 Wien<br />

RITUALS RITUAL OF KARMA SHOWER FOAM<br />

Nach einem langen Tag am Meer freut man sich<br />

schon auf die erfrischende Dusche. Der reichhaltige,<br />

luxuriöse Ritual of Karma Shower Foam basiert<br />

auf einer einzigartigen Gel-Schaum-Technologie<br />

und ist angereichert mit süßlichem heiligem Lotus<br />

und nährendem weißem Tee. Die Haut wird geschmeidig<br />

und duftet unwiderstehlich. Erhältich<br />

bei: www.rituals.com<br />

BEAUTY<br />

099


<strong>SOCIETY</strong><br />

LUSH OCEAN SALT SCRUB<br />

Dieses Gesichts- und Körperpeeling<br />

enthält in Wodka extrahierte<br />

Limetten, Grapefruit und eine ganze<br />

Menge Salz. Bei www.at.lush.com<br />

SALLY HANSEN COLOR THERAPY<br />

Die limitierte Sally Hansen Soft<br />

Petals Kollektion besteht aus fünf<br />

bezaubernden, vollständig deckenden<br />

Farbtönen für den Sommerlook.<br />

Bei www.sallyhansen.com<br />

ART DE PARFUM SEA FOAM<br />

So frisch wie die Gischt auf den<br />

Wellen ist dieser Unisex-Duft mit<br />

Seegras- und Lorbeernoten.<br />

Über www.greenglam.de erhältlich<br />

BEAUTY<br />

098


<strong>SOCIETY</strong><br />

MÁDARA WEIGHTLESS SUN MILK<br />

Klebrige Haut war gestern, die Weightless<br />

Sunmilk von Mádara sorgt für<br />

sicheren Schutz mit unsichtbarem<br />

Finish. Die rein mineralischen Filter<br />

schützen vor UVA- sowie UVB-Strahlen<br />

und wirken so Sonnenbrand,<br />

sonnenbedingten Pigmentstörungen<br />

sowie vorzeitiger Hautalterung entgegen.<br />

Basierend auf Aloe Vera-Saft,<br />

lässt sich die Sonnenmilch problemlos<br />

auf der Haut verteilen und wirkt sofort.<br />

Erhätlich z.B. bei: www.ecco-verde.at<br />

GÍÍLINEA BIO ALOE SHAMPOO<br />

Das Aloe Vera Shampoo wurde zur<br />

sanften und pflegenden Reinigung<br />

des Haares entwickelt. Es hat positive<br />

Wirkung auf Irritationen der Kopfhaut,<br />

die durch äußere Einflüsse und Stress<br />

verursacht werden. Gleichgewicht<br />

und Wohlbefinden kehren zurück.<br />

Erhältlich bei: www.giilinea.de<br />

SHAMANIC DETOX FACE OIL<br />

Dieses schnell einziehend Öl besteht aus Açaí, Buriti,<br />

Copaíba, Pataua, Paranuss und Tucumãöl aus dem<br />

brasilianischen Urwald. Einige Tropfen genügen, um<br />

den Teint wieder strahlen zu lassen. Erhältlich z.B. bei<br />

www.saint-charles.eu<br />

MÁDARA INFINITY DROPS<br />

Die Infinity Drops von Mádara helfen<br />

dem Mikrobiom der Haut mit einer<br />

einzigartigen Essenz aus Lactobacillus-Stamm,<br />

Beta-Glucanen von Pilzen,<br />

Provitamin D und Polyphenol wieder ins<br />

Gleichgewicht zu kommen. Der Teint<br />

wird ebenmäßiger und Rötungen deutlich<br />

reduziert. Erhältlich z.B. bei<br />

www.kussmund.at<br />

GREEN BEAUTY<br />

101


Die Turniere von<br />

Maximilian I.<br />

Vor 500 Jahren verstarb Maximilian I. Er galt als der letzte Ritter. Die<br />

von ihm veranstalteten Ritterspiele wurden in der Turnierhandschrift<br />

Freydal dokumentiert, welche im Tresor des KHM verwahrt ist.<br />

Maximilian I. wurde 1459 als Sohn von<br />

Kaiser Friedrich III. in Wiener Neustadt<br />

geboren. Er wurde Vater von Philipp<br />

I. dem Schönen, König von Spanien,<br />

und Margarete, Statthalterin der Niederlande.<br />

Maximilian war Großvater<br />

Karls V. und Ferdinands I.<br />

HEIRATSPOLITIK DER HABSBURGER<br />

Auf Wunsch Friedrichs III. wurde<br />

Maximilian noch zu dessen Lebzeiten<br />

1486 im Dom St. Bartholomäus<br />

in Frankfurt am Main zum<br />

römisch-deutschen König gewählt<br />

und im Aachener Dom gekrönt. 1493<br />

folgte er seinem Vater als Kaiser nach.<br />

Ohne päpstliche Krönung, aber mit<br />

Billigung von Papst Julius II., war er<br />

1508 „erwählter römischer Kaiser“.<br />

Den Titel nahm er im Dom zu Trient<br />

an: Der Weg nach Rom war ihm durch<br />

die Venezianer versperrt, gegen die er<br />

bis 1516 Krieg führte. Seit 1477 war er<br />

mit Maria von Burgund, Tochter Karls<br />

des Kühnen und der Isabella von<br />

Bourbon, vermählt. Er prägte mit seiner<br />

Heiratsdiplomatie die politische<br />

Landkarte Europas und legte den<br />

Grundstein für die österreichisch-ungarische<br />

Donaumonarchie. Maximilian<br />

I. verstarb am 12. Jänner 1519 im<br />

Alter von 59 Jahren in Wels.<br />

Neben der Einführung einer geschickten<br />

Heiratspolitik galt Maximilian I.<br />

auch als Erneuerer des Turniers in<br />

Deutschland. Dieses nutzte er erfolgreich<br />

für diplomatische Zwecke: so<br />

ließ er zu allen wichtigen Ereignissen<br />

in seinem Leben, wie etwa seiner<br />

Hochzeit 1477, seiner Krönung zum<br />

Römischen Kaiser 1486 und anlässlich<br />

des Wiener Kongresses 1515<br />

Turniere veranstalten. Sie dienten ihm<br />

als Mittel, die Einheit der habsburgischen<br />

Erblande und seine Autorität<br />

als Kaiser zu festigen. Im Zuge dessen<br />

belebte er alte Turnierarten wie das<br />

Stechen im Hohen Zeug wieder und<br />

erfand sogar neue Varianten. Er veranstaltete<br />

Artusturniere und sammel-<br />

Fotos: KHM Wien / Freydal, TASCHEN<br />

KUNST UND KULTUR<br />

102


te mittelalterliche Heldenepen wie<br />

das Nibelungenlied. In Büchern wie<br />

Freydal ließ er sein eigenes Leben in<br />

Form höfischer Heldenromane und<br />

Minnereden nacherzählen.<br />

RITTERLICHE HELDENGESCHICHTE<br />

Freydal zeigt in 256 reich vergoldeten<br />

Miniaturen die Turnierkämpfe und<br />

Feste Kaiser Maximilians I. Das Werk<br />

entstand um 1512/15 wohl im süddeutschen<br />

Raum und ist Teil jener<br />

Reihe von Druckwerken, die Kaiser<br />

Maximilian I. zur Verherrlichung<br />

seines eigenen Lebens vorgesehen<br />

hatte. Der Held des Werkes, Freydal,<br />

kann als Alter Ego des Herrschers<br />

gesehen werden. Dieser Schatz liegt<br />

im Tresor des Kunsthistorischen<br />

Museums in Wien. Freydal berichtet<br />

über die Turniere, die sein Protagonist<br />

„Wer ime in seinem<br />

leben kain gedachtnus<br />

macht (...) wird<br />

mit dem glockendon<br />

vergessen.“<br />

Kaiser Maximilian,<br />

1459–1519<br />

zu bestehen hatte. Für sein Gedächtniswerk<br />

war dem Kaiser kein Mittel<br />

zu teuer: An dessen Ausführung<br />

waren mehr als zwei Dutzend, meist<br />

anonyme, Künstler beteiligt. Auf nur<br />

13,5 Quadratzentimetern stellten<br />

diese unterschiedliche Kampfszenen<br />

mit stürzenden Rittern, brechenden<br />

Lanzen, aber auch höfische Maskenbälle,<br />

dar.<br />

Das Turnierbuch hatte jedoch nicht<br />

den Anspruch, tatsächliche Kämpfe<br />

des Kaisers möglichst korrekt wiederzugeben,<br />

vielmehr war es die Basis<br />

einer Heldengeschichte, die das Leben<br />

des Kaisers verklären sollte. Freydal illustriert<br />

die Passion Kaiser Maximilians<br />

I. für das Turnier und zeigt in seinen<br />

liebevoll detaillierten Illustrationen die<br />

spätmittelalterliche Festkultur.<br />

WIEDERGEFUNDENER SCHATZ<br />

Nach dem Tod Kaiser Maximilians I.<br />

lag Freydal lange Zeit verschlossen<br />

in habsburgischen Bücherschränken<br />

in Innsbruck und Wien. In den 1880er<br />

Jahren gelangte es in das neugegründete<br />

Kunsthistorische Museum, wo es<br />

auch heute noch aufbewahrt wird. Bis<br />

vor kurzem hatten es aufgrund seiner<br />

Lichtempfindlichkeit nur wenige Menschen<br />

zu sehen bekommen, Mittelalterfans<br />

haben nun aber die Möglichkeit,<br />

die farbenfrohen Illustrationen<br />

genauer zu betrachten. Anlässlich des<br />

500. Todestages Maximilians erschien<br />

im Taschen Verlag ein Nachdruck des<br />

Werkes, der zum ersten Mal alle 255<br />

gold- und silbergehöhten Miniaturen<br />

mit einem einleitenden Essay und<br />

erläuternden Texten in drei Sprachen<br />

als eindrucksvolles Nachschlagewerk<br />

vereint.<br />

Freydal. Medieval Games.<br />

Das Turnierbuch Kaiser Maximilians I.<br />

Stefan Krause<br />

Hardcover, 36 x 36 cm<br />

448 Seiten<br />

150 Euro<br />

TASCHEN Verlag<br />

KUNST UND KULTUR<br />

103


<strong>SOCIETY</strong><br />

Wer war Maximilian?<br />

Der Künstler Maximilian Otte liebt das Spiel mit<br />

Ikonen, in seinem neuesten Werk widmete er<br />

sich dem Habsburgerregenten Maximilian I.<br />

Fotos: Kolja Kramer Fine Arts<br />

Seit vielen Jahren beschäftigt den<br />

Künstler außergewöhnliche Schönheit<br />

mit starkem Charakter in opulentem<br />

Umfeld und glänzender Staffage. Ob es<br />

blinkende Accessoires, Schmuckstücke<br />

oder andere glamouröse Gegenstände<br />

an schönen Körpern von bekannten<br />

Charakteren sind, Maximilian<br />

Ottes Welten brillieren im glitzerndem<br />

Umfeld des Augenblicks.<br />

Vieles beginnt bei Maximilian Otte<br />

zunächst mit einem glücklich unreflektierten<br />

„Wow ist das toll, wow<br />

ist das schön!“. Man erhält Zugang<br />

zu seinen bunten Traumwelten durch<br />

temporären, freudigen Eskapismus.<br />

Und so antwortet er selbst auch auf<br />

die Frage, ob er die Darsteller seiner<br />

malerischen Feste auch näher kennenlernen<br />

möchte, mit einem klaren<br />

„Nein“ – der schöne Traum, die Schönheit<br />

der Oberfläche, die Illusion würde<br />

schwinden. In diesem Ästhetizismus<br />

wird der Betrachter aber vielleicht<br />

von der die schöne Illusion störenden<br />

Frage eingeholt, was Traum ist und was<br />

Realität. Wie nähert sich die Realität<br />

dem Traum? Denn irgendetwas scheint<br />

der „edlen Einfalt und stillen Größe“<br />

in seinen Bildern entgegenzustehen.<br />

Man erhält Zugang<br />

zu seinen bunten<br />

Traumwelten durch<br />

temporären, freudigen<br />

Eskapismus.<br />

Und inmitten der so angenehmen<br />

Weltflucht erhält die Frage nach Traum<br />

und Realität plötzlich besondere<br />

Brisanz. Denn wir stellen fest, dass<br />

heute unsere Realitäten zugunsten<br />

eines Traumes digital manipuliert und<br />

körperlich-operativ künstlich verändert<br />

werden, was nicht nur Fragen zur<br />

geschönten Welt, sondern auch zum<br />

Wesen der Schönheit selbst aufwirft.<br />

Die Künstlichkeit seiner so sorgfältig<br />

gemalten und klar konturierten<br />

Figuren beginnt dann zu irritieren, die<br />

Illusionen beginnen zu bröckeln. Nicht<br />

jeder will in der Künstlichkeit Möglichkeiten<br />

finden und einen Moment in<br />

der unreflektiert künstlichen Illusion<br />

verweilen. Mit Maximilian Ottes Kunst<br />

gelingt dieser Genuss vor allem jenen,<br />

die sich der Tragik des vergänglichen<br />

Lebens bewusst sind und dennoch die<br />

vergeblichen Versuche der Menschen<br />

im Schönen leben zu können, mitleidvoll<br />

mitfeiern können – wenigstens für<br />

den Augenblick.<br />

Die Groteske, sowie das gewisse<br />

Augenzwinkern in nahezu all seinen<br />

Bildern, zeigt nicht nur seine Distanz<br />

zu den Dingen, sondern auch, dass bei<br />

Maximilian Otte Teilhabe und völliges<br />

Fallenlassen in die Welt der Schönheit<br />

durch eben diese Überzeichnung<br />

immer doch so weit reduziert ist, wie<br />

es für den wohlreflektierten Künstler<br />

notwendig scheint.<br />

Bis zum Jahr 2018 hat sich der mit<br />

seiner Malerei in der Pop Art Tradition,<br />

stehende Maximilian Otte mit internationalen,<br />

weiblichen Pop-Divas der<br />

Film- und Musikindustrie beschäftigt.<br />

Mit Persönlichkeiten wie Audrey<br />

Hepburn, Pamela Anderson, Madonna,<br />

aber auch Lana Del Rey konfrontiert er<br />

uns mit bekannten Imagebildern, und<br />

somit mit unserer menschlichen Voreingenommenheit<br />

und dem ausbleibenden<br />

Hinterfragen von Images.<br />

2018 beschäftigte Maximilian sich erstmals<br />

mit einer historischen Person aus<br />

der Geschichte des 19. Jahrhunderts:<br />

mit Sissi, der Kaiserin von Österreich<br />

und Königin von Ungarn. Wie Madonna<br />

und Pamela Anderson war auch Sissi<br />

schon zu Lebzeiten nicht nur Kult,-<br />

sondern auch Kunstfigur, deren Person<br />

durch ihr Image nach außen getragen<br />

wurde. Dass Sissi heute wie ein Popstar<br />

und Merchandise-Artikel gehandelt<br />

wird und die Diskrepanz zwischen<br />

Image und Realität zunehmende<br />

Beachtung findet, machte die Auseinandersetzung<br />

mit der Pop-Queen<br />

Sissi für Maximilian Otte besonders<br />

spannend.<br />

Wird in diesem Jahr das Jubiläumsjahr<br />

für Maximilian I., den letzten Ritter<br />

gefeiert, so wird interessant zu sehen<br />

sein, welches Image und welche<br />

Realität durch das Programm des<br />

Erinnerungsjahres transportiert und<br />

wie Maximilian I. an uns 2019 herangetragen<br />

wird. Wer war Maximilian?<br />

Text: Kolja Kramer<br />

KUNST UND KULTUR<br />

105


<strong>SOCIETY</strong><br />

Ein besonders festlicher<br />

Ordenstag in Budapest<br />

Budapest, Samstagfrüh: Ein kräftiger Erzherzog-Albrecht-Marsch<br />

eröffnete vor der St. Stephans-Basilika den Ordenstag. Rund 200<br />

Ordensritter und Ordensdamen sowie 44 Postulanten hatten sich<br />

an diesem 27. April hier zur Aufstellung eingefunden.<br />

Unter den Anwesenden war natürlich<br />

auch die Ordensregierung mit<br />

dem Stellvertretenden Großmeister<br />

S.k.k.H. Georg von Habsburg. Für<br />

Passanten war es eine Kuriosität,<br />

für den St. Georgs-Orden aber ist es<br />

mittlerweile ein festes Ritual, jeden<br />

Ordenstag dank des Platzkonzerts<br />

der Hoch- und Deutschmeister k.u.k.<br />

Wiener Regimentskapelle IR4 entsprechend<br />

feierlich einzuleiten.<br />

Nach der Meldung beim Stellvertretenden<br />

Großmeister zogen alle<br />

Ordensmitglieder samt Postulanten in<br />

der St. Stephans-Basilika ein, begleitet<br />

von einer vom Dirigenten Helmut<br />

Zsaitsits komponierten Fanfare.<br />

Der riesige Innenraum der größten<br />

Kirche Budapests (erbaut von 1851 bis<br />

1905) bot einen besonders feierlichen<br />

Rahmen für den Festgottesdienst, der<br />

durch den wunderschönen Gesang<br />

des Kirchenchors unter der Leitung<br />

von László Fehér untermalt wurde. Als<br />

Hauptzelebrant fungierte S.E. György<br />

Snell, der Weihbischof von St. Stephan<br />

Budapest. Alle drei Konzelebranten<br />

waren Mitglieder des Geistlichen<br />

Rats des Ordens: der Altbischof von<br />

Foto: StGeorgs-Orden<br />

KUNST UND KULTUR<br />

106


St. Pölten S. E. Bischof Klaus Küng, der<br />

die Predigt hielt, der Abt von Stift Jasov<br />

Prälat Ambróz Martin Štrbák und Prälat<br />

German Erd OCist, Abt von Stams.<br />

Auf die Festmesse folgte die Investitur<br />

– dieses Mal bewusst in der historischen<br />

Unterkirche, weil sich dort auch<br />

der Sarkophag des hl. Stephan I. von<br />

Ungarn befindet. Für das anschließende<br />

gemeinsame Mittagessen hatten<br />

die Organisatoren mit der Ungarischen<br />

Akademie der Wissenschaften einen<br />

sehr noblen Ort gewählt. Ganz besonders<br />

erlesen war aber schließlich der<br />

Veranstaltungsort, an dem mit dem<br />

Gala Dinner der Ordenstag in seinen<br />

Schlussteil überging: der Burgpalast,<br />

das größte und höchstgelegene<br />

Gebäude von Budapest, in dem sich<br />

heute unter anderem die Ungarische<br />

Nationalgalerie befindet. „Dieser<br />

Ordenstag ist für mich, da ich in Budapest<br />

lebe, eine besondere Freude“,<br />

erklärte S.k.k.H. Georg von Habsburg<br />

sichtlich erfreut. Für den restlichen,<br />

vor allem gemütlichen Teil des Tages<br />

hatte er noch einen praktischen Tipp:<br />

Kontakte pflegen und Netzwerken!<br />

Text: Mag. Stefan Beig<br />

„Dieser Ordenstag<br />

ist für mich, da ich in<br />

Budapest lebe, eine<br />

besondere Freude“<br />

S.k.k.H. Georg von<br />

Habsburg<br />

Kanzler Senator h.c. Stefan Schermaier, Prokurator Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele, Stellvertretender<br />

Großmeister S.k.k.H. Georg von Habsburg, Ordensmarschall Senator h.c. Thomas Bernhard v. Schrempf,<br />

Ehren-Prokurator Baron Norbert van Handel<br />

KUNST UND KULTUR<br />

107


<strong>SOCIETY</strong><br />

Verleihung des Landesehrenzeichens vom Burgenland<br />

Consul Tombor Tintera, Hans Niessl<br />

Landesehrenzeichen Verleihung<br />

in der Freistadt Rust<br />

Der Ritterliche Senat lud zu einer Feier in Rust anlässlich der<br />

Landesehrenzeichen-Verleihung durch den Burgenländischen<br />

Landeshauptmann Hans Niessl.<br />

Eine stattliche Anzahl verdienter Persönlichkeiten<br />

aus Wirtschaft, Diplomatie<br />

und Kultur, die im Europäischen Weinritterorden<br />

verantwortungsvolle Ämter<br />

bekleiden, hatte sich zum Empfang im<br />

Weingut von Weinmeister Consiliarius<br />

Mag. Markus Hammer eingefunden, um<br />

sich in elitärer Runde auf die Landesehrenzeichen-Verleihung<br />

durch den<br />

Burgenländischen Landeshauptmann<br />

Hans Niessl, einzustimmen.<br />

Burgenländische Blasmusikkapelle<br />

Der Musikverein der Freistadt Rust und<br />

eine Ehrenpräsenz der Königlichen<br />

Eisenstädter Schützengesellschaft<br />

begleitete die Festgesellschaft zum<br />

Festakt in den Seehof Rust, wo Bürgermeister<br />

Consiliarius Mag. Gerold Stagl<br />

die internationalen Gäste herzlich<br />

begrüßte. Der Landeshauptmann<br />

strich in seiner Eröffnungsrede die<br />

beachtlichen Verdienste des Weinritterordens<br />

auf nationaler und internationaler<br />

Ebene hervor. Er bedankte<br />

sich besonders bei Consul I. Alfred R.<br />

Tombor Tintera für den Aufbau und<br />

die erfolgreiche Entwicklung dieses<br />

kulturdiplomatischen Netzwerks. Die<br />

ausgezeichneten Persönlichkeiten<br />

wurden durch den Landeshauptmann<br />

einzeln gewürdigt und erlebten einen<br />

stimmungsvollen Augenblick mit hoher<br />

Wertschätzung. Namens der Geehrten<br />

bedankte sich Senator Dr. Hubert<br />

Weber, der als ehemaliger Präsident<br />

des EU-Rechnungshofes die Wichtigkeit<br />

des diplomatischen Wirkens der<br />

Weinritter besonders hervorhob. Dieser<br />

besondere Festtag war auch für den<br />

Landeshauptmann, selbst Ordenskreuzträger<br />

des Weinritterordens, ein<br />

schöner Ausklang. Denn drei Tage<br />

später beendete er seine intensive<br />

politische Laufbahn, während der er<br />

18 Jahre lang als Landeshauptmann<br />

amtiert hatte.<br />

Nach der würdigen Zeremonie wurden<br />

bei kulinarischen Köstlichkeiten aus<br />

der Gastronomie Drescher von Weindame<br />

Paula Gruber und OKT Hermann<br />

Drescher und exzellenten Weinen der<br />

Ruster Weingüter Gabriel und Hammer<br />

die Ritterlichen Tugenden der Freundschaft<br />

und Freude intensiv gepflegt.<br />

Die barocken Repräsentationsräume<br />

im Seehof Rust sorgten für das würdige<br />

Ambiente.<br />

Fotos: OEVE<br />

KUNST UND KULTUR<br />

108


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Wir bringen die Menschen<br />

und Völker einander näher<br />

Dr. Dmitry Sokolov ist der neue Direktor des<br />

Russischen Kulturinstitutes. Mit <strong>SOCIETY</strong><br />

sprach er über seine Pläne.<br />

Sie sind seit 31. Jänner Direktor<br />

des Russischen Kulturinstitutes.<br />

Wie sehen Ihre Pläne und Ziele als<br />

Direktor aus?<br />

Mein vorrangiges Ziel ist die Aufrechterhaltung<br />

des hohen Niveaus<br />

der Repräsentanz russischer Kultur in<br />

Österreich. Als ich im Russischen Kulturinstitut<br />

eintraf, fand ich ein qualifiziertes<br />

Team vor. Auf dieses Team und<br />

auf das von meinen Vorgängern Geschaffene<br />

will ich mich stützen. Eine<br />

unserer wichtigsten Aufgaben ist es,<br />

nicht nur unsere Programme zu produzieren<br />

und durchzuführen, sondern<br />

den russischen und österreichischen<br />

Kulturinstitutionen sowie anderen<br />

Mitwirkenden aus dem öffentlichen<br />

Bereich zu helfen, neue Kontakte aufzubauen.<br />

Ich mache mich außerdem<br />

aktiv mit dem Kulturleben Österreichs<br />

bekannt, an dem Menschen<br />

aus Russland ebenfalls teilhaben.<br />

Man muss sich nur den Spielplan der<br />

Wiener Staatsoper sowie führender<br />

Konzerthäuser Wiens ansehen, um<br />

dort zahlreiche bedeutende russische<br />

Namen zu entdecken. Viele dieser herausragenden<br />

Künstler traten bereits<br />

im Russischen Kulturinstitut auf. 2019<br />

wurde außerdem zum Jahr des Jugendaustauschs<br />

Russland-Österreich<br />

ausgerufen, im Rahmen dessen wir im<br />

März die neue Abendreihe mit jungen<br />

begabten Musikern gestartet haben.<br />

Wir werden zudem einen Akzent auf<br />

die Entwicklung des wissenschaftlich-populären<br />

Aspekts unserer Tätigkeit<br />

setzen. Unser Institut heißt ja auf<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Prokofie<br />

KUNST UND KULTUR<br />

110


<strong>SOCIETY</strong><br />

Russisch “Russisches Zentrum für<br />

Wissenschaft und Kultur” und nicht<br />

bloß Kulturinstitut. Deshalb werden<br />

wir Kontakte mit wissenschaftlichen<br />

Projekten und Institutionen sowohl<br />

aus Russland, als auch aus Österreich<br />

forcieren. Innerhalb des letzten<br />

Jahrzehnts schaffte das Russische<br />

Kulturinstitut einen großen Sprung<br />

vom veralteten Klub der ehemaligen<br />

Sowjetbürger hin zu einer konkurrenzfähigen<br />

Plattform. Sie hilft russischen<br />

Landsleuten, die kulturelle Verbindung<br />

zu ihrer Heimat aufrechtzuerhalten,<br />

aber orientiert sich gleichzeitig<br />

immer mehr am normalen österreichischen<br />

Publikum und ist bestrebt,<br />

es mit den Errungenschaften der<br />

russischen Kultur bekanntzumachen.<br />

Für uns sind auch internationale<br />

Kontakte wichtig, und Wien ist eine<br />

einmalig internationale Stadt. Es gibt<br />

nur wenige Orte auf der Welt, in denen<br />

sich so viele ausländische Vertretungen<br />

befinden und von denen viele<br />

auch kulturell tätig sind.<br />

Wie würden Sie die kulturelle Beziehung<br />

zwischen Russland und Österreich<br />

beschreiben? Was verbindet die<br />

zwei Länder?<br />

Russland und Österreich verbindet<br />

eine lange Geschichte wechselseitiger<br />

Beziehungen. Jeden Tag wenn ich<br />

an unseren Nachbarhäusern – dem<br />

Theresianum und der Diplomatischen<br />

Akademie – vorbeigehe, werde ich<br />

daran erinnert. Dort befindet sich die<br />

ehemalige Villa Favorita, wo 1698 das<br />

erste Treffen des Kaisers Leopold I. mit<br />

Kaiser Peter I., der im Rahmen der Großen<br />

Gesandtschaft nach Wien kam,<br />

stattfand. Aber für uns sind nicht nur<br />

Beziehungen im Bereich der Politik,<br />

sondern in der Kultursphäre, die von<br />

Herz zu Herz entstehen, besonders<br />

wichtig. Die Tradition herzlicher Beziehungen<br />

und des aufrichtigen gegenseitigen<br />

Interesses setzt sich auch heute<br />

fort. Man muss sich nur ansehen, mit<br />

welchem Eifer die zahlreichen Hörer<br />

unserer Russischkurse die Sprache lernen.<br />

Es sind immerhin 700 Menschen<br />

im Jahr in unserem Institut.<br />

Wie sieht das Angebot des Russischen<br />

Kulturinstitutes aus?<br />

Bei uns findet jeder Mensch mit Interesse<br />

an der russischen Kultur etwas<br />

Nützliches und Attraktives. Es werden<br />

sorgfältig zusammengestellte Ausstellungen<br />

aus russischen Museen und<br />

Konzerte für jeden Geschmack, aber<br />

auch Vorträge und Filmvorführungen<br />

sowie Gedenkaktionen zu Ehren der<br />

sowjetischen Soldaten organisiert.<br />

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit sind<br />

die Klubs, darunter Schach für Kinder,<br />

das Folklore-Ensemble „Kalinka“, das<br />

russisch-österreichische Michail<br />

Tschechow-Theaterlabor, sowie der<br />

Wiener Russenchor. In diesen Klubs<br />

sind sowohl RussInnen als auch ÖsterreicherInnen<br />

tätig, aber auch Menschen<br />

anderer Nationalitäten, deren<br />

gemeinsame Sprache nicht unbedingt<br />

Russisch, sondern die universelle Sprache<br />

der Kultur ist. Willkommene Gäste<br />

des Instituts sind auch gemeinnützige<br />

Organisationen, die in Österreich von<br />

russischen Auswanderern geschaffen<br />

wurden. Unter diesen sind Menschen<br />

verschiedenster Nationalitäten anzutreffen.<br />

Im Großen und Ganzen betreiben<br />

wir diverse Arten der Kommunikation<br />

und der Verbindung der Menschen<br />

untereinander mittels der Sprache der<br />

Kultur. In dieser Hinsicht bewegen wir<br />

uns parallel mit der Botschaft der Russischen<br />

Föderation, wir bringen also<br />

die Menschen und Völker mit unseren<br />

eigenen Mitteln einander näher.<br />

Das Russische Kulturinstitut befindet<br />

sich am Brahmsplatz 8, 1040<br />

Wien. Auf der Webseite www.russischeskulturinstitut.at/de<br />

erhält man<br />

Informationen über alle Events und<br />

einen Überblick über das weitreichende<br />

Angebot.<br />

In dieser Hinsicht bewegen<br />

wir uns parallel<br />

mit der Botschaft<br />

der Russischen Föderation,<br />

wir bringen<br />

also die Menschen<br />

und Völker mit unseren<br />

eigenen Mitteln<br />

einander näher.<br />

Detailansicht des kunstvollen Interieurs des Veranstaltungssaals des Russischen Kulturinistituts, in dem<br />

viele Konzerte und Lesungen stattfinden<br />

KUNST UND KULTUR<br />

111


<strong>SOCIETY</strong><br />

Exlibris.<br />

Aufgeblättert<br />

<strong>SOCIETY</strong> stellt die neuesten Erscheinungen<br />

am Buchmarkt vor – von Ernährungstrends<br />

bis Beziehungsratgebern.<br />

Bas Kast,<br />

Der Ernährungskompass,<br />

C. Bertelsmann<br />

Als Bas Kast von Herzbeschwerden<br />

geplagt wird, ist dies für ihn<br />

ein Weckruf, seine Ernährung<br />

grundlegend zu hinterfragen. In<br />

laiengerechter Weise fasst er die<br />

in mehrjähriger Recherche gesammelten,<br />

teilweise überraschenden<br />

Ergebnisse unzähliger, sich zum Teil<br />

widersprechender wissenschaftlicher<br />

Studien zusammen und liefert<br />

einen nützlichen Überblick für alle,<br />

die sich bewusster ernähren wollen.<br />

Dirk Müller,<br />

Machtbeben, Heyne<br />

Laut Müller steht die Welt kurz vor<br />

einer erneuten Wirtschaftskrise, die<br />

massive Umverteilungen zur Folge<br />

haben wird. Auf verständliche Weise<br />

erläutert Müller die Hintergründe,<br />

Zusammenhänge und Folgen<br />

der verschiedenen Konfliktherde,<br />

und beschreibt einen möglichen<br />

Ablauf der Ereignisse. Er macht sich<br />

Gedanken darüber, wie die Ökonomie<br />

der Zukunft wohl aussehen<br />

könnte, und wie man das Chaos<br />

nicht nur überstehen, sondern auch<br />

davon profitieren kann.<br />

Kathrin Burger,<br />

Foodamentalismus, Riva<br />

Der Stellenwert bewusster Ernährung<br />

in unserer Gesellschaft<br />

nimmt immer weiter zu. Mehr und<br />

mehr Menschen definieren sich<br />

darüber, machen Essen zu einer<br />

Art Ersatzreligion und bekriegen<br />

ideologisch Andersdenkende in<br />

den sozialen Medien. Mit kritischem<br />

Blick beleuchtet Kathrin<br />

Burger Inhalte, Hintergründe und<br />

gesellschaftliche Auswirkungen<br />

dieses Ernährungswahns, und<br />

macht sich Gedanken über dessen<br />

zukünftige Entwicklungen.<br />

KUNST UND KULTUR<br />

112


<strong>SOCIETY</strong><br />

Estnische Küche,<br />

Leopold Stocker Verlag<br />

Dieses auch für Anfänger geeignete Kochbuch stellt 45 traditionelle, aber<br />

behutsam modernisierte Rezepte, die bei einem Wettbewerb zur Ermittlung<br />

des neuen estnischen Nationalgerichts gesammelt wurden, vor. Insbesondere<br />

Liebhaber von Fisch und Desserts kommen dabei auf ihre Kosten,<br />

doch auch Fleischgerichte hat Estland zu bieten. Ganzseitige Abbildungen<br />

der Speisen regen den Appetit an!<br />

Raphael M. Bonelli, Frauen brauchen Männer (und umgekehrt),<br />

Kösel<br />

Heutzutage gilt der Grundsatz, dass Frauen Männern in jeder Hinsicht gleichgestellt<br />

sind und Geschlechterrollen verschwimmen. Welche Folgen diese<br />

Entwicklung mit sich bringen kann, stellt Bonelli anhand von Fallgeschichten aus<br />

seiner beruflichen Erfahrung als Paartherapeut vor, und legt dar, wie man durch<br />

Zulassen der eigenen Männlichkeit bzw. Weiblichkeit zu einer glücklichen und<br />

gleichberechtigten Partnerschaft finden kann.<br />

Angelika Hager, Kerls!,<br />

Kremayr und Scheriau<br />

Angeregt durch die #MeToo-Debatte begibt sich Angelika Hager auf eine<br />

Forschungsreise durch die Psyche des modernen Mannes. Auf Grundlage<br />

zahlreicher Interviews mit Psychologen und verschiedenen „Männern“ geht<br />

sie empathisch und humorvoll der Frage auf den Grund, warum das „starke<br />

Geschlecht“ ist, wie es ist, und beleuchtet die Probleme, vor denen man(n)<br />

heutzutage steht.<br />

Elisabeth Lust-Sauberer, Mein Kräuterbuch für das ganze Jahr,<br />

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Lust-Sauberer, Seminarbäuerin und Kräuterpädagogin, nimmt die Leser auf<br />

eine Reise quer durch den Kräutergarten mit. Sie zeigt außerdem, was Wertvolles<br />

am Wegesrand, im Hausgarten und auf der Wiese wächst und erklärt, wofür<br />

man die Schätze der Erde verwenden kann. Von Salatmarinade bis Gesundheitsstamperl<br />

– dieses Buch zeigt gekonnt, was die Natur alles zu bieten hat.<br />

KUNST UND KULTUR<br />

113


<strong>SOCIETY</strong><br />

Gianmaria Testa, Prezioso, Incipit Records<br />

Nach dem Tod des italienischen Musikers Gianmaria Testa<br />

im Jahr 2016, wurde posthum und unerwartet ein Album des<br />

Künstlers veröffentlicht. Auf elf neuen Liedern, die hauptsächlich<br />

aus Tonskizzen und Gitarrenmelodien bestehen,<br />

ist man der Poesie und musikalischen Kraft Testas unglaublich<br />

nahe. Prezioso ist ein unberührter Abschiedsgruß, der<br />

an seinen sanften und melancholischen Stil erinnert.<br />

Angélé, Brol, Angèle VL Records<br />

Brol ist das erste Album der jungen, belgischen Sängerin<br />

Angélé. Mit ihrer Single „Tout oublier“ konnte sie sofort Platz<br />

eins der französischen Charts belegen und sie begeisterte<br />

mit ihrer frischen Art. Ihre Musik wird vor allem inspiriert von<br />

klassischem, französischem Gesang, Elektro und Rap. In<br />

ihrem Album, das sie durch eine eigene Plattenfirma veröffentlichte,<br />

kann man diese Mischung aus unterschiedlichen<br />

Stilen nur zu gut hören.<br />

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Scheer. Ein Schuh, der<br />

durch‘s Leben geht<br />

Mitten im ersten Bezirk gelegen, in einem Gründerzeithaus aus dem<br />

19. Jahrhundert, findet man den Traditionsschuhmacher Scheer.<br />

Seit sieben Generationen befindet sich dieser schon in Familienhand,<br />

seit 2011 leitet ihn Markus Scheer.<br />

Den Grundstein für das Unternehmen<br />

legte Johann Scheer, der 1816<br />

seine eigene Schuhmacherwerkstätte<br />

im dritten Wiener Gemeindebezirk<br />

gründete. Als der Betrieb in der dritten<br />

Generation von Rudolf Scheer geführt<br />

wurde, übersiedelte das Unternehmen<br />

in das bis heute bestehende Atelier in<br />

der Bräunerstraße. Rudolf Scheer war<br />

es auch, der 1878 zum kaiserlich-königlichen<br />

Hoflieferanten avancierte. Die<br />

historischen Geschäftsräume erzählen<br />

allesamt eine Geschichte – schließlich<br />

war auch schon Kaiser Franz Josef<br />

Kunde und die Stiefel für die Offiziere<br />

des k.u.k. Heeres wurden damals<br />

ebenfalls von Scheer angefertigt. Die<br />

Leisten des Kaisers haben bis heute<br />

das Atelier nicht verlassen. „Ein so<br />

traditionsreiches Unternehmen zu<br />

führen, empfinden wir ausschließlich<br />

als ein wirkliches Geschenk – ein<br />

Privileg auf das nur ganz wenige<br />

zurückgreifen können“, erklärt Markus<br />

Scheer. Das Schuhmacherhandwerk<br />

lernte er von seinem Großvater Carl<br />

Ferdinand Scheer, der während des<br />

Zweiten Weltkrieges maßgeblich für<br />

den Fortbestand des Betriebes war.<br />

Carl Ferdinand Scheer setzte erstmals<br />

auch einen Fokus auf Orthopädie und<br />

experimentierte gleichzeitig gerne mit<br />

neuen Designs.<br />

Um so präzise Ergebnisse wie möglich<br />

zu erreichen, wird auch heute noch mit<br />

den gleichen Werkzeugen wie damals<br />

gearbeitet. “Wir produzieren nur mit<br />

unseren Händen, das ist uns ganz<br />

Fotos: Maßschuhmacher Scheer<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

116


wichtig“, betont der Geschäftsführer,<br />

der neben Schuhmacher auch gelernter<br />

Orthopäde ist.<br />

Von Scheer gibt es aber nicht nur<br />

Schuhe, sondern auch Taschen,<br />

Gürtel und sogar Handyhüllen – diese<br />

Sortimentserweiterung sei aus Leidenschaft<br />

entstanden, erzählt Markus<br />

Scheer weiter. „Aber unser Herzstück<br />

sind die Schuhe nach Maß, und das<br />

wird auch so bleiben, denn auch die<br />

Digitalisierung wird uns nicht davon<br />

befreien, dass wir Schuhe tragen wollen.“<br />

Pro Jahr können etwa 300 Paar per<br />

Hand angefertigt werden – Maß wird<br />

seit jeher ausschließlich im Atelier in<br />

Wien genommen.<br />

wir dann ausbilden können und dazu<br />

werden wir sehr viel Energie brauchen.<br />

Wenn wir uns nur auf die Bewahrung<br />

des Handwerks konzentrieren, dann<br />

werden wir keine Zukunft haben“, so<br />

der Geschäftsführer, für den die Möglichkeit,<br />

sein Wissen und sein Können<br />

an andere weiterzugeben, eines der<br />

schönsten Dinge an seinem Beruf ist.<br />

„Vielleicht auch mal an die nächste<br />

Generation“, schließt er.<br />

Den Maßschuhmacher Scheer findet<br />

man mitten im Ersten Bezirk, in der<br />

Bräunerstraße 4. Im ersten Stock desselben<br />

Gebäudes befindet sich auch<br />

heute noch die Werkstatt, in der die<br />

Scheer Schuhe nach alter Tradition<br />

hergestellt werden.<br />

Die Kundschaften kommen dennoch<br />

aus aller Welt, um ihren individuellen<br />

Scheer-Schuh zu erhalten, nur selten<br />

gibt es ausgefallene oder gar unerfüllbare<br />

Wünsche. „Die Leute beschäftigen<br />

sich schon im Vorhinein mit uns<br />

und wissen, mit was wir uns identifizieren<br />

können“, so Scheer. Von Marktproblemen<br />

sieht er den Betrieb eher<br />

befreit, wichtig für die Zukunft sei aber<br />

vor allem gutes Personal. „Wir müssen<br />

hervorragende Mitarbeiter finden, die<br />

Im Showroom des Maßschuhmachers Scheer in der Bräunerstraße 4, mitten in der Wiener Innenstadt,<br />

findet man noch traditionell handwerklich gefertigte Schuhe nach Maß<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

117


<strong>SOCIETY</strong><br />

Knize: Höchste<br />

Schneiderkunst<br />

Seit 161 Jahren ist Knize Synonym für Qualität<br />

und Handwerk und gilt darüber hinaus als eine<br />

der ältesten Herrenmarken der Welt. <strong>SOCIETY</strong><br />

sprach mit dem Geschäftsführer Rudolf Niedersüß<br />

und seiner Frau Dr. Claudia Niedersüß.<br />

Am prachtvollen Graben im Zentrum<br />

Wiens gelegen, steht Knize seit 1858<br />

für hochwertigste Schneiderkunst und<br />

feinste Anzugmode nach Maß.<br />

Gegründet wurde das Unternehmen<br />

von dem aus Böhmen stammenden<br />

Schneidermeister Josef Knize, anfänglich<br />

befand sich das Geschäft noch Am<br />

Hof 3. Erst zwischen 1910 bis 1913 hielt<br />

Knize Einzug in die neue Lokalität am<br />

Wiener Graben. Der bekannte österreichische<br />

Architekt Adolf Loos gestaltete<br />

damals in dem für ihn typisch reduzierten<br />

und rationalen Stil die neuen<br />

Geschäftsräume. Auch heute noch<br />

wird alles, was bei Knize verkauft wird,<br />

in der Werkstatt an derselben Adresse<br />

hergestellt. „Jede einzelne Krawatte die<br />

wir anbieten, wird auch hier angefertigt,<br />

und für mich sind das die bestgenähten<br />

Krawatten der Welt“, so Geschäftsführer<br />

Rudolf Niedersüß stolz.<br />

Im vergangenen Jahrhundert fand man<br />

Knize-Niederlassungen in New York,<br />

Paris, Bad Gastein und Berlin. „Momentan<br />

planen wir auch wieder, weitere Filialen<br />

zu eröffnen, aber dazu müssen wir<br />

erst die optimalen Standorte bekommen“,<br />

so die Ehefrau des Geschäftsführers,<br />

Frau Dr. Claudia Niedersüß<br />

weiter. Gegenwärtig gibt es noch eine<br />

Dependance in Prag, die 2012 eröffnet<br />

wurde. Wien, mit seinen prächtigen<br />

Bällen und traditionsreichen Musikveranstaltungen,<br />

bietet eine ideale Bühne<br />

für die Handwerkskunst Knizes, so<br />

findet ein Frack oder Smoking hier das<br />

ganze Jahr über seine Verwendung.<br />

„Außerdem gibt es in Wien viele Menschen,<br />

die auf Tradition und Qualität<br />

achten und generell ist das Leben noch<br />

nicht ganz so schnell wie in anderen<br />

Städten“, so Dr. Niedersüß.<br />

Schon Kaiser und Erzherzöge des 19.<br />

Jahrhunderts wussten die Qualität Knizes<br />

zu schätzen. Der Vater der heutigen<br />

Queen, der spanische König und viele<br />

andere Aristokraten ließen sich gerne<br />

vom Meisterschneider einkleiden, aber<br />

auch Stars wie Marlene Dietrich, Billie<br />

Wilder und Marilyn Monroe zählten<br />

ihrer Zeit zu den Kunden. „Das Besondere<br />

an einem Knize-Anzug sind<br />

die extrem hochwertigen Stoffe und<br />

Materialien. Der Anzug wird dann so<br />

angepasst, dass er sich für den Kunden<br />

wie eine zweite Haut anfühlt“, erklärt<br />

Frau Dr. Niedersüß im Interview. Er<br />

kommt außerdem ganz ohne Verklebungen<br />

aus, was die Verarbeitung<br />

zwar um vieles aufwändiger, aber auch<br />

hochwertiger macht. Rudolf Niedersüß<br />

hat selbst die Schule für Mode- und<br />

Bekleidungstechnik in Michelbeuern<br />

absolviert und ist bereits seit 1956<br />

bei Knize, wo er auch seinen Meister<br />

machte. 1976 übernahm er das Unternehmen<br />

und steht seitdem maßgeblich<br />

für die Marke.<br />

Sogar in den „New Yorker“ schaffte es<br />

Knize als einer der drei besten Herrenausstatter<br />

Europas. „Das brachte<br />

uns damals viele neue amerikanische<br />

Kunden“, erzählt Rudolf Niedersüß.<br />

„Unseren Käufern ist vor allem die Qualität<br />

wichtig, der Preis spielt eine eher<br />

untergeordnete Rolle“, so Niedersüß<br />

weiter. Knize ist einer der wenigen Herrenausstatter<br />

mit eigener Linie, die in<br />

den 1920er Jahren vom Designer Ernst<br />

Deutsch Dryden entworfen wurde.<br />

Er war außerdem maßgeblich an der<br />

Kreation des „Knize Ten“ beteiligt, das<br />

als eines der ältesten Herrenparfums<br />

der Welt gilt.<br />

161 Jahre nach seiner Gründung ist<br />

Knize nach wie vor eine Institution und<br />

Top-Anlaufstelle für Anzüge nach Maß.<br />

Das anfänglich recht klein wirkende<br />

Geschäft am Wiener Graben versprüht<br />

seinen edlen Charme auch heute noch<br />

und führt einem die Schönheit und<br />

Langlebigkeit der Handwerks- und<br />

Schneiderkunst meisterhaft vor Augen.<br />

Fotos: Pascal Schrattenecker<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

118


<strong>SOCIETY</strong><br />

Als Herrenausstatter fertigt Knize Fracks, Smokings und elegante Anzüge mit der Hand<br />

Das Geschäft samt Werkstatt befindet sich am Graben 13 im Zentrum Wiens<br />

Bei Knize bekommt ein Gentleman alles, was er für den perfekten Auftritt<br />

braucht, von Krawatte bis Manschettenknöpfe<br />

Der Geschäftsführer von Knize, Rudolf Niedersüß, vor dem edlen Zwirn für die<br />

maßgefertigten Anzüge<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

119


<strong>SOCIETY</strong><br />

Giesswein: „Wir fühlen uns<br />

der Tradition verbunden“<br />

Das von Elisabeth und Walter Giesswein 1954 in Brixlegg in Tirol gegründete<br />

Unternehmen verkaufte anfangs selbstgestrickte Pullover<br />

und Jacken regional, heute liefert Giesswein in die ganze Welt.<br />

<strong>SOCIETY</strong> sprach mit Geschäftsführer Johannes Giesswein.<br />

Sie haben Giesswein 2017 gemeinsam<br />

mit Ihrem Bruder übernommen und<br />

sind nun für den Designprozess zuständig<br />

- auf was kommt es dabei beim<br />

Produktdesign besonders an?<br />

Im Produktdesign stehen bei Giesswein<br />

vor allem die Innovation, Qualität<br />

und die Nähe zum Konsumenten im<br />

Vordergrund. Noch vor einigen Jahren<br />

wurden große Kollektionen mit über<br />

300 Produktvarianten pro Saison entwickelt,<br />

wobei nur ein Bruchteil von<br />

den Konsumenten tatsächlich nachgefragt<br />

wurde. Dies haben wir zum<br />

Anlass genommen, das Produktangebot<br />

deutlich zu verkleinern und neue,<br />

innovative Produkte wie zum Beispiel<br />

die Merino Runners auf den Markt zu<br />

bringen. Wir bemühen uns aber auch,<br />

ständig das Kundenfeedback in den<br />

Designprozess einfließen zu lassen.<br />

Das Besondere an Giesswein ist ja die<br />

Verwendung von Merinowolle.<br />

Welchen Vorteil bietet dieses Material?<br />

Woher beziehen Sie die Wolle und<br />

welche Produkte bieten Sie an?<br />

Die Merinowolle bietet gegenüber synthetischen<br />

Materialien einige Vorteile.<br />

Die Faser ist grundsätzlich temperaturregulierend,<br />

antibakteriell und kann bis<br />

zu 30 % Feuchtigkeit aufnehmen, ohne<br />

sich nass anzufühlen. Dem ist noch<br />

hinzuzufügen, dass die Merinowolle<br />

ein nachwachsender Rohstoff, und<br />

deshalb sehr nachhaltig ist. Die Wolle<br />

selbst beziehen wir aus Neuseeland<br />

und Uruguay. Dabei ist es uns wichtig,<br />

dass unsere Lieferanten keine Mulesie-<br />

Fotos: Giesswein<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

120


<strong>SOCIETY</strong><br />

rung (ein Verfahren bei dem überschüssige<br />

Haut entfernt wird) an den<br />

Tieren vornehmen. Hierfür fordern wir<br />

auch Zertifikate, die dies bestätigen.<br />

Aus der Wolle entstehen schließlich<br />

Produkte wie der Merino Runner, ein<br />

Wollsneaker aus 100 % Merinowolle,<br />

der sich aufgrund seiner bequemen<br />

Trageeigenschaften deutlich vom bestehenden<br />

Angebot am Sneakermarkt<br />

absetzt. Zudem haben wir Ende des<br />

letzten Jahres einen Sportschuh auf<br />

den Markt gebracht, den Wool Cross<br />

X. Dieser Schuh überzeugt durch sein<br />

einzigartiges Design und einem reinen<br />

Merinowollfutter, das die Feuchtigkeit<br />

nach außen transportiert. Im Laufe<br />

dieses Jahres werden wir noch weitere<br />

Schuhe auf den Markt bringen, die<br />

den Aspekt der Nachhaltigkeit in die<br />

Produkt – DNA integrieren.<br />

Sie führen das Unternehmen ja in der<br />

dritten Generation. Wie verbinden Sie<br />

die Tradition mit der Moderne?<br />

Die Kernkompetenz der Firma Giesswein<br />

ist seit der Gründung die Herstellung<br />

von Strickware und das Walken.<br />

Das Walken ist ein sehr traditioneller<br />

Prozess zur Verfilzung der Wolle, den<br />

es schon im Mittelalter gab. Wir fühlen<br />

uns dieser Tradition verbunden, weil<br />

es heute kaum mehr Produzenten<br />

gibt, die dieses Herstellungsverfahren<br />

anwenden. Selbst heute noch ist es<br />

immer wieder spannend neue Stoffqualitäten<br />

durch dieses Verfahren<br />

zu entwickeln. Zusätzlich zu unseren<br />

Kernkompetenzen, eignen wir uns<br />

ständig fundiertes Wissen in der<br />

modernen Schuhfertigung an und<br />

arbeiten mit den aktuellsten Maschinentechnologien.<br />

Die Digitalisierung hat vermutlich<br />

auch auf Ihr Traditionsunternehmen<br />

einen großen Einfluss. Wie schätzen<br />

Sie die Chancen aber auch die<br />

Herausforderungen dahingehend ein<br />

und wie werden Sie in Zukunft damit<br />

umgehen?<br />

Die Firma Giesswein hat schon sehr<br />

früh damit angefangen, einen eigenen<br />

Online – Shop zu betreiben. Über die<br />

Jahre wurde der Shop laufend verbessert<br />

und trägt heute einen wichtigen<br />

Anteil zum Gesamtumsatz des Unternehmens<br />

bei. Noch dazu gekommen<br />

sind auch wichtige Werbekanäle im<br />

Social Media Bereich, wie Facebook<br />

oder Instagram. Wir sehen diese neuen<br />

Kanäle im Vertrieb als Chance unsere<br />

Marke noch weiter zu stärken und in<br />

den Dialog mit den Verbrauchern zu<br />

treten. Die Zukunft insbesondere mit<br />

Hinblick auf die Digitalisierung wird<br />

die Position der Konsumenten weiter<br />

verbessern, weil Produkte oder Dienstleistungen<br />

bereits am Smartphone<br />

gefunden, miteinander verglichen und<br />

bewertet werden können. Aufgrund<br />

der Tatsache, dass wir in der Lage sind<br />

unser Unternehmen sehr dynamisch<br />

an digitale Veränderungen anzupassen,<br />

blicken wir der Zukunft sehr<br />

optimistisch entgegen.<br />

In den Ringstrassen-Galerien am<br />

Kärnterring 5-7, 1010 Wien gibt es einen<br />

eigenen Giesswein Store.<br />

www.giesswein.com<br />

Die Geschäftsführer Markus und Johannes<br />

Giesswein<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

121


<strong>SOCIETY</strong><br />

Die einzelnen Bronzeelemente der Luster werden mit dem Hammer bearbeitet,<br />

um ein filigranes Muster zu erzeugen<br />

Die Cousins Leonid, Johannes und Andreas Rath vor dem Lobmeyr-<br />

Geschäftslokal in der Wiener Kärntnerstraße<br />

Die Luster von Lobmeyr zieren prunkvolle Räumlichkeiten wie die Wiener<br />

Staatsoper, die Metropolitan Opera in New York und den Kreml<br />

Die Entwürfe für die Kronleuchter werden noch mit der Hand gemacht<br />

In der Werkstätte im 3. Wiener Gemeindebezirk werden die kostbaren Kristallgläser<br />

graviert<br />

Auch bei der Bemalung der Weingläser zählt man bei Lobmeyr auf Handarbeit<br />

Fotos: Lobmeyr<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

122


<strong>SOCIETY</strong><br />

Feinstes Handwerk seit<br />

sechs Generationen<br />

Johannes Rath, der gemeinsam mit seinen<br />

Cousins Andreas und Leonid Rath das österreichische<br />

Traditionsunternehmen Lobmeyr<br />

führt, gab <strong>SOCIETY</strong> einen Einblick in die<br />

strahlende Welt der Beleuchtungskunst.<br />

„Unser Zugang zur Tradition ist die<br />

Erneuerung“, erklärt Johannes Rath im<br />

Interview. In sechster Generation wird<br />

das Unternehmen bereits geführt, das<br />

nicht nur exquisite Beleuchtungen,<br />

sondern auch hochwertige Trinkgläser<br />

anbietet.<br />

Begonnen hat alles 1823, als Josef Lobmeyr<br />

Senior das Handelshaus in der<br />

Wiener Weihburggasse gründete, der<br />

Titel des k. u. k. Hoflieferanten ließ dann<br />

nicht lange auf sich warten. „Gegenwärtig<br />

verleiht einem der Titel vor allem<br />

in Kontakt mit bestimmten Kreisen wie<br />

der adeligen Gesellschaft oder internationalen<br />

Diplomaten ein gewisses<br />

Gewicht“, so Rath, zudem sei es auch<br />

heute noch ein Qualitätsmerkmal.<br />

Die Sonderanfertigung<br />

ist bei uns eigentlich<br />

der Standard, die<br />

Standardauswahl eher<br />

die Ausnahme. Auch<br />

unser Metropolitan<br />

Leuchter hat immer<br />

kleine Unterschiede.<br />

Durch Ludwig Lobmeyr fand das<br />

Unternehmen auf den ersten Weltausstellungen<br />

seine Bühne, der Sohn des<br />

Gründers zählte außerdem seinerzeit<br />

zu den bedeutendsten Pionieren der<br />

österreichisch-böhmischen Glasherstellung.<br />

Objekte aus der Manufaktur<br />

Lobmeyr findet man heute überall<br />

auf der Welt, sogar in der Metropolitan<br />

Opera in New York oder im Kreml<br />

hängen Luster des österreichischen<br />

Unternehmens. In Wien zieren sie<br />

die prunkvollen Räumlichkeiten der<br />

Staatsoper, des Rathauses, von Schloß<br />

Schönbrunn, der Hofburg und zahlreicher<br />

anderer historischer Gebäude.<br />

Johannes Rath, der seit 2007 leitend tätig<br />

ist, machte es sich gemeinsam mit<br />

seinen Cousins Andreas und Leonid<br />

Rath zur Aufgabe, den internationalen<br />

Vertrieb zu erweitern.<br />

In den Jahrzehnten zuvor wurden vor<br />

allem die japanischen und arabischen<br />

Märkte erschlossen. „Mein Vater erschuf<br />

damals sozusagen den Stil und<br />

die typische Form der Beleuchtung, die<br />

wir heute aus dem arabischen Raum<br />

kennen“, erzählt der Unternehmer. Als<br />

Johannes Raths Vater gerade erst in<br />

die Firma eingestiegen war, kam eine<br />

Anfrage für die Ausstattung einer der<br />

bedeutendsten Moscheen, derer er<br />

sich annahm und infolgedessen den<br />

islamischen Beleuchtungskörperstil<br />

maßgeblich prägte.<br />

Grundsätzlich spielt bei Lobmeyr<br />

Individualität eine große Rolle. „Die<br />

Sonderanfertigung ist bei uns eigentlich<br />

der Standard, die Standardauswahl<br />

eher die Ausnahme. Auch unser<br />

Bestseller, der Metropolitan Leuchter,<br />

den es bereits seit 53 Jahren gibt, hat<br />

immer kleine Unterschiede“, so Rath.<br />

Wie bei jedem Unternehmen hängt,<br />

der Erfolg Lobmeyrs nicht zuletzt von<br />

den Mitarbeitern ab. „Sie sind es, die<br />

die Firma auf Händen tragen und das<br />

Rückgrat von dem, was wir unseren<br />

Kunden anbieten können“, ergänzt der<br />

Geschäftsführer. Dass Lobmeyr seit<br />

1823 besteht, erklärt Johannes Rath<br />

mit „viel Arbeit, einer dicken Haut,<br />

Bescheidenheit und Hartnäckigkeit.“<br />

Auch die sechste Lobmeyr-Generation<br />

scheint diese Paradigmen mit großem<br />

Erfolg umzusetzen.<br />

Vom Sortiment Lobmeyrs kann man<br />

sich im Geschäft in der Kärntner<br />

Straße 26 oder in der Werkstätte mit<br />

Ausstellungsraum in der Salesianergasse<br />

9 im dritten Bezirk überzeugen.<br />

www.lobmeyr.at<br />

TRADITIONSUNTERNEHMEN<br />

123


<strong>SOCIETY</strong><br />

Oracle: Mit der richtigen<br />

Software zum Erfolg<br />

<strong>SOCIETY</strong> sprach mit Martin Winkler, Country<br />

Leader von Oracle Österreich, über die Zukunft<br />

von Unternehmenssoftware und welche Ansprüche<br />

diese in Zeiten der Digitalisierung<br />

erfüllen muss.<br />

Foto: <strong>SOCIETY</strong>/Prokofieff<br />

Oracle bietet die einzige selbstverwaltende,<br />

selbstsichernde und sich<br />

selbst reparierende Datenbank der<br />

Branche an. Welche weiteren Vorteile<br />

bietet Ihre Unternehmenssoftware im<br />

Vergleich zu anderen?<br />

Wir sind davon überzeugt, dass das<br />

Management von Daten und Informationen<br />

– jetzt, aber vor allem auch<br />

in der Zukunft – noch viel mehr an<br />

strategischer Bedeutung für Unternehmen<br />

gewinnen wird. Analysten<br />

gehen von einem 10-fachen Wachstum<br />

von digitalen Daten bis 2025 aus, pro<br />

Sekunde werden Smartphones rund 20<br />

real-time Interaktionen mit Datenplattformen<br />

durchführen. Nur hochautomatisierte<br />

Plattformen werden sowohl<br />

diese Volumina, als auch die Frequenz<br />

des Datenaustausches bewältigen<br />

können. Oracle’s Autonomous Database<br />

Plattform ist unser technologischer<br />

Ansatz, Unternehmen beim Bewältigen<br />

dieser Herausforderungen hinsichtlich<br />

eines modernen Datamanagements zu<br />

unterstützen.<br />

Wie wichtig ist in Zeiten der Digitalisierung<br />

eine gute Software für<br />

ein Unternehmen? Wohin gehen in<br />

diesem Bereich die „Trends“?<br />

Ich denke, dass Software in vielen<br />

Bereichen das Fundament von<br />

Geschäftsmodellen und Geschäftsprozessen<br />

geworden ist. Mit Hilfe von<br />

Applikationssoftware werden Unternehmensabläufe<br />

seit vielen Jahren effizient<br />

organisiert. Die neuesten Trends<br />

gehen eindeutig hin zu autonomen<br />

Plattformen – Automatisierung und<br />

Sicherheit stehen dabei zu allererst im<br />

Vordergrund. Ein weiterer Trend sind<br />

die Themen „Artificial Intelligence“ und<br />

„Machine Learning“, vor allem digitale<br />

Assistenzsysteme für Menschen bilden<br />

sich in vielen Facetten bereits jetzt heraus.<br />

Diese neuen Technologien führen<br />

zu rascheren und qualitativ besseren<br />

Entscheidungen im Geschäftsleben,<br />

aber auch im privaten Umfeld.<br />

Oracle ist ja ein amerikanisches Unternehmen<br />

das weltweit tätig ist – haben<br />

Europäer andere Ansprüche an eine<br />

Software als Amerikaner? Gibt es Länder,<br />

die sich im Bereich Innovation in<br />

dieser Branche besonders hervortun?<br />

Ich glaube, dass der Unterschied zwischen<br />

Amerika, und hier speziell Nordamerika,<br />

und Europa nicht signifikant<br />

groß ist. Wir kommen aus einem ähnlichen<br />

Kulturkreis, wir haben ähnliche<br />

Wertvorstellungen und der Anspruch<br />

an Qualität ist auf beiden Seiten hoch.<br />

Der Zugang, die Methoden und die Art<br />

der Umsetzung von Projekten können<br />

durchaus differieren, aber der Anspruch<br />

an Unternehmenssoftware ist<br />

da wie dort grundsätzlich völlig ident.<br />

Ich denke, in Europa stechen für mich<br />

vor allem die nordischen Staaten hervor,<br />

sie sind sehr oft an vorderster Front<br />

und „First Mover“ im Hinblick auf neue<br />

Technologien. Ebenso sehe ich erkennbare<br />

Unterschiede in Großbritannien,<br />

zum Beispiel orientiert sich UK sehr<br />

stark an den USA hinsichtlich von<br />

Prozessen, aber auch Unternehmenslösungen.<br />

Es gibt daneben konservativere<br />

Märkte, wie jene in Österreich<br />

und Deutschland. In diesen Märkten<br />

werden neue technologische Trends<br />

intensiver analysiert und nach deren<br />

Nutzen kritischer hinterfragt. Der Anspruch<br />

an Qualität ist meiner Meinung<br />

nach aber dennoch überall derselbe.<br />

Und was sind die kleinen Unterschiede?<br />

Können Sie da ein Beispiel nennen<br />

zu Deutschland, Österreich und Großbritannien?<br />

Zum Beispiel Cloud Computing. Hier<br />

erleben wir, dass dieses Computing<br />

Modell in UK und den nordischen<br />

Staaten rascher Anwendung gefunden<br />

hat als in Österreich oder Deutschland.<br />

Österreich folgt diesem globalen Trend<br />

zögerlich, damit können die damit verbundenen<br />

Nutzerpotentiale – Stärkung<br />

der Innovationskraft, Verbesserung der<br />

internationalen Wettbewerbsfähigkeit,<br />

erhöhte Datensicherheit – ebenso erst<br />

zeitverzögert genutzt werden.<br />

Oracle – Integrated Cloud Applications<br />

& Platform Services bietet effiziente<br />

Unternehmenssoftware und Autonomisierungstechnologie.<br />

www.oracle.com<br />

WIRTSCHAFT<br />

125


North Macedonia<br />

A fresh Start to the Future<br />

H.E. Zoran Zaev is Prime Minister of the Republic<br />

of North Macedonia. The acclaimed<br />

politician spoke with <strong>SOCIETY</strong> about new<br />

perspectives and chances for his country.<br />

In the last few months, there were<br />

many political occurrences, one of<br />

them were the presidential elections<br />

in the beginning of May. What are<br />

your personal impressions of this<br />

exciting period?<br />

For me, the vote showed once again<br />

that politicians can win elections even<br />

after they made very sensitive and<br />

difficult decisions, like changing our<br />

constitutional name to North Macedonia.<br />

We did this because we intend<br />

to build a friendship with our neighbours<br />

and because we want to be<br />

part of the European Union. We went<br />

through very difficult periods and we<br />

had to face a lot of criticism for this<br />

decision. In May, we elected our fifth<br />

president since our independence,<br />

Stevo Pendarovski, who also believes<br />

in the Euro-Atlantic integration policies<br />

and in European values, who supports<br />

the idea of building a friendship<br />

with our neighbours and agrees that<br />

an all integrated country will be the<br />

best country for our citizens.<br />

The change of the name of the<br />

Republic was a big step. What is your<br />

personal view on this topic?<br />

When we decided to sign this agreement<br />

with our friend Greece, only 17<br />

percent of the population supported<br />

the name-change, now we reached<br />

70 percent. We took a huge risk, but I<br />

believe more in the future than in the<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

WIRTSCHAFT<br />

126


<strong>SOCIETY</strong><br />

Through the change of our name, we won a new friend and this<br />

friendship creates huge opportunities for us.<br />

past – I do respect our past but we<br />

have to build on our future. I am very<br />

proud because at present, our citizens<br />

are very supportive, which is evidence<br />

that the government and the parliament<br />

made the right decision on this<br />

matter. We signed the agreement<br />

on June 17, 2018, and the year ended<br />

with a new record for our economy<br />

and with new friendships with the<br />

countries around us. We also started<br />

an integration process with the NATO<br />

and the European Union and we focused<br />

on improving the general quality<br />

of life in our state. I am very proud<br />

because all of this confirms that even<br />

difficult issues are worth dealing with,<br />

especially if they have the potential to<br />

secure a good future for the citizens of<br />

our country, particularly for the young<br />

generation. The name-change was<br />

very challenging but now I feel that it<br />

was a very positive thing to do.<br />

The Vienna Economic Talk about<br />

new perspectives for the Republic of<br />

North Macedonia was taking place<br />

here in Vienna in May. How important<br />

is it to foster and strengthen international<br />

relations and how can the<br />

country profit from this?<br />

The Vienna Economic Forum always<br />

had a very positive stance towards the<br />

whole Balkan region, not only towards<br />

North Macedonia. Today, they see our<br />

country as a good example and they<br />

want to further support us. Europe<br />

needs such positive examples in order<br />

to motivate others to continue building<br />

friendships and finding solutions<br />

through negotiations. The Vienna<br />

Economic Forum is great in supporting<br />

North Macedonia in an economic<br />

way. Many distinguished members of<br />

the economic society from Austria<br />

and from the whole region participated<br />

in the forum and talked about<br />

opportunities for our country and for<br />

possible investors. Investments are<br />

important for us in order to preserve<br />

our GDP, but also to create new jobs<br />

for our nation, to keep young people in<br />

the country and to generally improve<br />

the quality of life for our citizens.<br />

How would you define the current<br />

relationship between North Macedonia<br />

and Greece? Did the change of<br />

the name bring new opportunities in<br />

this regard?<br />

Through the change of our name, we<br />

won a new friend and this friendship<br />

creates huge opportunities for<br />

us. There are agreements involving<br />

almost one billion-Euro investments<br />

from Greek businesses in our country.<br />

Few weeks ago, we had the very first<br />

official visit from the Greek Prime<br />

Minister and we signed many agreements<br />

that should have been signed<br />

30 years ago. They give us huge opportunities<br />

in the business field but also<br />

in the cultural, social or agricultural<br />

sector. This illustrates that, through<br />

agreements, dialogue and diplomacy,<br />

politicians can help their citizens, and<br />

this is what is happening in North<br />

Macedonia now.<br />

Nationally and internationally, you<br />

are considered a political star. How<br />

do you feel about this?<br />

I might have more courage than the<br />

previous Prime Ministers ,but in general,<br />

I am a very regular person. I come<br />

from the business sector and I am a<br />

social democrat, I love my citizens<br />

and my country and I dream about the<br />

integration of our nation into the European<br />

Union. Of course, it feels good<br />

to be supported by the citizens and<br />

it motivates me to work even harder,<br />

especially on the country’s economy<br />

and on the general improvement of<br />

the quality of life.<br />

H.E. Zoran Zaev (Prime Minister of North Macedonia), Dr. Heinz Fischer (former President of Austria), Dr.<br />

Elena Kirtcheva (Vienna Economic Forum) and Aki Nuredini (Padrone of Ristorante Sole in Annagasse)<br />

WIRTSCHAFT<br />

127


Vienna Economic Talks –<br />

New North Macedonia<br />

<strong>SOCIETY</strong> spoke with former Ambassador<br />

Elena Kirtcheva about the Vienna Economic<br />

Talks held in May and new chances and possibilities<br />

for the Republic of North Macedonia.<br />

Vienna Economic Forum organised<br />

the “Vienna Economic Talks - New<br />

Perspectives for the Republic of<br />

North Macedonia”, which was the<br />

first international conference abroad<br />

for the country - why now?<br />

It was an honour and a privilege for<br />

Vienna Economic Forum to welcome<br />

this high-ranking delegation led by<br />

H.E. Prime Minister Zoran Zaev, who<br />

is also a patron of Vienna Economic<br />

Forum, together with other Prime<br />

Ministers of the VEF member countries.<br />

Now is a new beginning for the<br />

Republic of North Macedonia and<br />

a very important time regarding the<br />

future direction of the country, of<br />

the region, of Europe and even of<br />

its European role as a global player.<br />

Three important events have come<br />

together in a historically short time:<br />

the parliamentary elections and the<br />

election of the government of Prime<br />

Minister Zaev, the solving of the name<br />

issue with the neighbouring country<br />

Greece and the presidential election.<br />

Due to this, the Vienna Economic<br />

Forum decided to organize these talks<br />

The aim of the conference<br />

is to assist the<br />

new beginning of the<br />

country (...)<br />

WIRTSCHAFT<br />

128


<strong>SOCIETY</strong><br />

Now is a new beginning for the country of North Macedonia and a<br />

very important time regarding the future direction (...)<br />

Fotos: Vienna Economic Forum<br />

and focus on the investment interests<br />

of Vienna Economic Forum members.<br />

The conference functioned as a platform<br />

for well-known companies with<br />

excellent names and reputation from<br />

Austria, the region, Europe and the<br />

world, to gain new perspectives on the<br />

Republic of North Macedonia.<br />

Who were the participants of the<br />

forum from the economic sector?<br />

Many of the Vienna Economic Forum<br />

members are still part of the economy<br />

of the region and of the Republic<br />

of North Macedonia. The aim of the<br />

conference is to assist the new beginning<br />

of the country and to advocate<br />

a new motivation for companies<br />

from Europe and the world to invest<br />

in North Macedonia. We organised<br />

the conference in the Headquarters<br />

of A1 Telekom Austria Group, who is<br />

a cooperation partner and member<br />

of the board of Vienna Economic<br />

Forum and a company, that plays an<br />

important role in building the digital<br />

world of today and tomorrow, not only<br />

in the Republic of North Macedonia,<br />

but in the whole region. Other Vienna<br />

Economic Forum members that play<br />

a pioneer role in the country and in<br />

the region include the EVN AG, one<br />

of the largest groups and investors,<br />

AME International GmbH with an<br />

expertise and direct experience in the<br />

health sector, bitmedia, member of<br />

eee Group, hydrophil GmbH, Raiffeisen<br />

Bank International, Freshfields<br />

Bruckhaus Deringer and Österreichische<br />

Post AG. Together with Dr.<br />

Günther Rabensteiner, president of<br />

Vienna Economic Forum and representative<br />

of the Austria‘s largest and<br />

leading electricity provider Verbund<br />

AG, we achieved a new dynamic in the<br />

Vienna Economic Forum and brought<br />

in motion new activities towards the<br />

Republic of North Macedonia.<br />

What do you expect as a result of the<br />

“Vienna Economic Talks - New Perspectives<br />

for the Republic of North<br />

Macedonia”?<br />

Together with the moderators Ambassador<br />

Victor Jackovich, President<br />

of Jackovich International, USA and<br />

member of the Board of Vienna Economic<br />

Forum and Dr. Sonja Sagmeister,<br />

well-known author and journalist<br />

from ZIB 2 ORF, we tried to create a<br />

more interactive discussion and provided<br />

not only the government side<br />

with the opportunity to express their<br />

expectations and potentials, but also<br />

the existing and potential investors.<br />

Thus, they had the chance to find out<br />

more about new perspectives in the<br />

different branches of the countries<br />

and the related regional economy. We<br />

were very honoured to welcome H.E.<br />

Mr. Johannes Hahn, European Commissioner<br />

for Neighbourhood Policy<br />

and Enlargement Negotiations at the<br />

conference. His important role in the<br />

region and especially for the Republic<br />

of North Macedonia is undisputable.<br />

Overall, we had registered participants<br />

from 21 different countries. We are<br />

convinced that the interest in a more<br />

active and intensive development of<br />

the economy of the Republic of North<br />

Macedonia will arise. The people and<br />

especially the young generation of the<br />

country deserve this.<br />

Dr. Günther Rabensteiner (President Vienna Economic Forum), Mag. Thomas Arnoldner ( A1 Telekom)<br />

Johannes Hahn (EU-Commissioner for Enlargement and Neighbourhood Policy) and Dr. Elena Kirtcheva<br />

(Vienna Economic Forum)<br />

WIRTSCHAFT<br />

129


<strong>SOCIETY</strong><br />

Der Wandel der<br />

Digitalisierung<br />

<strong>SOCIETY</strong> sprach mit Thomas Arnoldner, Chief<br />

Executive Officer der A1 Telekom Austria<br />

Group über die Herausforderungen des Unternehmens<br />

in Zeiten der Digitalisierung.<br />

Seit 1. September 2018 sind sie Chief<br />

Executive Officer von A1 Telekom Austria<br />

Group – was sind Ihre Hauptaufgaben<br />

und wie sehen Ihre Zukunftsvisionen<br />

für die Group aus?<br />

Wir sind gerade mitten drin in der<br />

Digitalisierung. Als Telekommunikations-<br />

und IT-Konzern stehen wir im<br />

Epizentrum dieser Entwicklung und<br />

gestalten den Weg in die digitale Zukunft<br />

maßgeblich mit. Unsere Breitbandnetze<br />

sind die Lebensadern für<br />

die Transformation. Cloud Computing,<br />

Artificial Intelligence, Industrie 4.0 und<br />

das Internet der Dinge (IoT) sind ohne<br />

sie nicht möglich. Auch wir selbst als<br />

Unternehmen befinden uns in einem<br />

Veränderungsprozess vom klassischen<br />

Telekombetreiber zu einem digitalen<br />

Dienstleister. Früher ging es darum,<br />

Menschen mit Menschen zu verbinden,<br />

heute sind es Menschen mit Geräten<br />

oder Maschinen untereinander.<br />

Mir ist wichtig, dass wir bei der<br />

Digitalisierung vom Reden ins Tun<br />

kommen um die Potenziale auch auf<br />

die Straße zu bringen. Ein internationaler<br />

Spitzenplatz bei der Digitalisierung<br />

ist wichtig für die Position<br />

im internationalen Wettbewerb. So<br />

können Arbeitsplätze geschaffen und<br />

Wertschöpfung gesichert werden. Wir<br />

arbeiten intensiv daran, um Wirtschaft<br />

Foto: A1 Telekom Austria<br />

WIRTSCHAFT<br />

130


<strong>SOCIETY</strong><br />

und Konsumenten zu unterstützen,<br />

aber es erfordert einen Schulterschluss<br />

von Industrie, Telekom-Sektor,<br />

aber auch der öffentlichen Hand.<br />

5G wird zum Beispiel eine zentrale<br />

Rolle spielen, ein schneller Ausbau ist<br />

daher standortrelevant. Damit können<br />

wir die Chancen der Digitalisierung für<br />

uns und unsere Kunden nutzen und<br />

den Wandel positiv gestalten.<br />

Die gesamte Welt wird immer vernetzter<br />

und digitaler. Welchen Stellenwert<br />

hat ein funktionierender, effektiver<br />

Provider für digitale Services und<br />

Kommunikationslösungen in der heutigen<br />

Zeit für ein Land?<br />

Als Telekommunikationsanbieter<br />

stehen wir im Epizentrum der Digitalisierung.<br />

Die digitale Transformation<br />

eröffnet enormes Potenzial für ein Mehr<br />

an Wirtschaftlichkeit, sozialer Chancengleichheit<br />

und Ressourcenschonung<br />

im Interesse von Mensch und Umwelt.<br />

Denn letztlich geht es stets um die Frage,<br />

wie man in seinem Einflussbereich<br />

für noch lebenswertere Bedingungen<br />

für die Menschen und nachfolgende<br />

Generationen sorgen kann.<br />

Auch als Arbeitgeber ist die A1<br />

Telekom Austria Group ein wichtiger<br />

Player – Sie beschäftigen 18.705 MitarbeiterInnen.<br />

Ein Positivbeispiel für die<br />

Schaffung von Arbeitsplätzen durch<br />

Digitalisierung?<br />

Wir sind ein sehr gut etabliertes Unternehmen<br />

mit Wurzeln in Österreich<br />

und starkem Engagement in CEE. In<br />

den vergangenen 10 Jahren haben wir<br />

in unserem Footprint fast 9 Milliarden<br />

Euro investiert, und mit den genannten<br />

fast 19.000 Mitarbeitern sind wir ein bedeutender<br />

Arbeitgeber in der Region.<br />

Die Telekommunikationsbranche mit<br />

ihrer Infrastruktur ist eine Triebfeder<br />

der digitalen Transformation, etwa im<br />

Bereich Industrie 4.0 und bietet damit<br />

neue Perspektiven um Wettbewerbsfähigkeit<br />

und Zukunftssicherheit<br />

des Standortes zu fördern und damit<br />

Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand<br />

zu schaffen.<br />

Die „Vienna Economic Talks – New<br />

Perspectives for the Republic of North<br />

Macedonia” fanden in der Zentrale der<br />

A1 Telekom Austria Group statt. Wie<br />

wichtig ist eine Zusammenarbeit mit<br />

Ländern aus dieser Region?<br />

Uns geht es darum, den Digitalisierungsprozess<br />

und den Ausbau der<br />

dazu notwendigen Breitbandnetze zu<br />

forcieren und damit zum Wohlstand in<br />

der Region beizutragen. Zusammenarbeit<br />

und ein gemeinsamer Ansatz<br />

sind der Schlüssel, um das enorme<br />

Potenzial der Digitalisierung zu erschließen.<br />

Die kommenden 5G-Frequenzauktionen<br />

sind ein gutes Beispiel<br />

dafür: statt hoher Auktionserlöse muss<br />

der schnelle Rollout im Fokus stehen.<br />

Wir haben ein starkes Commitment in<br />

dieser Region und werden dies auch<br />

weiterhin beibehalten.


<strong>SOCIETY</strong><br />

Über die Seidenstraße<br />

zu One Belt, One Road<br />

<strong>SOCIETY</strong> Gastautor und Jurist Dr. Leopold<br />

Specht erörtert die chinesische One Belt,<br />

One Road Initiative in seinem Kommentar.<br />

Die Psychologie von Märkten verlangt<br />

eindringliche Bilder. Historische Darstellungen<br />

der „Seidenstraße“ bieten<br />

solche. Früher war dies die Vorstellung<br />

von Reichtum, Überfluss und<br />

spiegelte den Wunsch wider, die Enge<br />

europäischer Verhältnisse zu überwinden.<br />

Diese Assoziationen werden<br />

nunmehr von jenen bedient, welche<br />

– unter Bezugnahme auf die Seidenstraße<br />

des europäischen Mittelalters<br />

– das Projekt „One Belt, One Road“<br />

(OBOR) propagieren.<br />

China vollzieht mit OBOR eine Abkehr<br />

von einer Politik der Selbstbeschränkung.<br />

Historisch war China ein Hegemon<br />

ohne expansive Tendenzen. Das<br />

heißt, Chinas Politik war nicht darauf<br />

gerichtet, die Sphäre des Einflusses<br />

chinesischer Kultur, Wirtschaft und des<br />

administrativen Systems des Landes zu<br />

erweitern. Der Streit über die „Generallinie“,<br />

Ende der 50er und Anfang der<br />

60er Jahre des vorigen Jahrhunderts,<br />

der China innerhalb der kommunistischen<br />

Weltbewegung gegen die<br />

Sowjetunion positionierte, markiert<br />

diesbezüglich eine Ausnahme.<br />

Chinas Eingliederung in die globale<br />

Wirtschaft nach Jahren der Abschottung<br />

im Gefolge der „Kulturrevolution“,<br />

spiegelt die Entwicklung des Landes<br />

wider. Seine über Jahrzehnte wachsenden<br />

Exporte waren der Motor für<br />

seine Eingliederung in die globale<br />

Wertschöpfung. Sie folgte aber nicht<br />

den Rezepten der internationalen<br />

Institutionen, wie Weltbank, welche<br />

ein im nord-atlantischen Raum hegemoniales<br />

Konzept, des Washington<br />

Consensus, propagierte.<br />

Wirtschaftliche und gesellschaftliche<br />

Entwicklung bedarf Institutionen.<br />

Diese sind das Ergebnis politischer,<br />

administrativer Entscheidungen.<br />

Chinas Entwicklung ist daher das<br />

Ergebnis von Entscheidungen der<br />

für das Land Verantwortlichen. Ein<br />

Charakteristikum der Modernisierung<br />

Chinas ist eine Schwerpunktsetzung<br />

im Bereich Infrastruktur und Mobilität.<br />

Diese wurden durch die Bündelung<br />

öffentlicher Ressourcen unter staatlicher<br />

Kontrolle möglich.<br />

China weist, auch nach dreißig Jahren<br />

von Modernisierung und Akkumulation<br />

gesellschaftlicher Ressourcen,<br />

ein enormes Wachstumspotential<br />

der Binnenmärkte auf. Dieses ist ungleich<br />

höher als etwa das Potential für<br />

Binnenwachstum in Europa. Zusätzlich<br />

reagiert der chinesische Staat auf jene<br />

Herausforderungen, die sich aus den<br />

Verwerfungen – der Konzeption nach<br />

– permanenten Wachstums ergeben.<br />

Seien diese ökologischer, sozialer oder<br />

kultureller Art. Auch dieses Reagieren<br />

drückt sich in zusätzlichen Investitionspotentialen<br />

aus.<br />

Seit 2013 vollzieht China eine Erweiterung<br />

der Strategie wirtschaftlichen<br />

Wachstums, indem das chinesische<br />

Modell wirtschaftlicher und sozialer<br />

Modernisierung nach Außen projiziert<br />

wird. Daher setzt Chinas expansiver<br />

Schritt im Äußeren auf Infrastruktur<br />

und die Verbindung unterschiedlicher<br />

Märkte, in Wertschöpfungsketten,<br />

deren Anfangs- oder Endpunkt in<br />

China sind.<br />

Im Gegensatz zur Strategie des Washington<br />

Consensus – die in der Übernahme<br />

von Institutionen und Entwicklungspfaden<br />

angelsächsischer<br />

Wirtschaftsmodelle mündet; one<br />

model fits all – propagiert China einen<br />

kulturellen und sozialen Pluralismus in<br />

der Entwicklung der in OBOR einbezogenen<br />

Regionen. Zugespitzt formuliert,<br />

soll demnach die „Seidenstraße“<br />

in Ost-Afrikanischen Ländern anderen<br />

Modellen der Entwicklung folgen als,<br />

etwa Pakistan oder Griechenland.<br />

Derartige, programmatische Erklärungen<br />

dürfen nicht naiv reproduziert<br />

werden. Sie bedürfen der ständigen<br />

Überprüfung.<br />

Nach den negativen Erfahrungen mit<br />

dem „one model fits all“- Ansatz des<br />

Washington Consensus ist es wichtig,<br />

den durch China global angebotenen<br />

Pluralismus innerhalb der internationalen<br />

Modernisierung aufzunehmen<br />

und daran mitzuwirken. Nicht in Abgrenzung<br />

zu Washington, sondern in<br />

Ergänzung. Im Sinne der Propagierung<br />

europäischer Wege der Entwicklung,<br />

im globalen Maßstab, auch entlang der<br />

„Seidenstraße“; und über diese hinaus.<br />

WIRTSCHAFT<br />

132


<strong>SOCIETY</strong><br />

Kasachstan: Kernstück<br />

der Seidenstraße<br />

Rudolf Thaler ist Wirtschaftsdelegierter der<br />

WKO in Almaty. Er erläutert Kasachstans<br />

Beitrag zur OBOR-Inititative.<br />

Die One Belt, One Road Initiative<br />

(OBOR) Chinas ist ein Mega-Projekt,<br />

das sich von China über Europa bis<br />

nach Afrika erstreckt. Es wird die<br />

Konnektivität innerhalb Zentralasiens<br />

erhöhen und die Position im globalen<br />

Handel ausbauen.<br />

Europa ist ein strategischer Partner<br />

Zentralasiens. Es wird die Konnektivität<br />

innerhalb Zentralasiens erhöhen<br />

und die Position im globalen Handel<br />

ausbauen. OBOR soll den Anteil der<br />

europäischen Länder am globalen<br />

Handel um 6 bis 9 Prozent erhöhen.<br />

Österreich liegt am Knotenpunkt zwischen<br />

West- und Osteuropa und hat<br />

ausgezeichnete Wirtschaftskontakte in<br />

den Ländern der Seidenstraße.<br />

Kasachstan ist ein wesentlicher Bestandteil<br />

der neuen Seidenstraße.<br />

Nicht umsonst verkündete Chinas<br />

Staatspräsident dieses Jahrhundertprojekt<br />

in der Hauptstadt Kasachstans.<br />

Ich besuchte kürzlich Khorgos an der<br />

kasachisch-chinesischen Grenze, wo<br />

der weltgrößte Dryport in Verbindung<br />

mit einem riesigen Entertainment-,<br />

Shopping- und Medizinzentrum entsteht<br />

und Chancen für österreichische<br />

Unternehmen eröffnet. Rail Cargo<br />

Group ist seit zwei Jahren als Operator<br />

für die Strecken China – Europa und<br />

China – Russland aktiv. 2018 wurden<br />

rund 400 Züge abgefertigt. Momentan<br />

fährt Rail Cargo zehn Züge zwischen<br />

China und Europa pro Woche. Auch<br />

Hafen- und Intermodalkräne „Made in<br />

Austria“ sind auf der Seidenstraße im<br />

Einsatz.<br />

Das AußenwirtschaftsCenter Almaty<br />

hat heuer erstmals den sogenannten<br />

Silk Road Biz Award vergeben, der<br />

Spitzenleistungen österreichischer Unternehmen<br />

auf den Märkten Zentralasiens<br />

prämiert. Damit soll gleichzeitig<br />

auf den attraktiven Wachstumsmarkt<br />

Zentralasien aufmerksam gemacht<br />

werden. Gewinner Andritz Hydro erhielt<br />

den Auftrag zur Modernisierung<br />

des größten Wasserkraftwerkes in<br />

Tadschikistan. Firma Kogler ist Marktführer<br />

in Kasachstan bei der Einrichtung<br />

moderner Kinos, und Oberhofer<br />

Stahlbau errichtete in Tashkent beim<br />

Bau des Eispalastes die größte Stahlkonstruktion<br />

Zentralasiens.<br />

Foto: Pixabay<br />

WIRTSCHAFT<br />

133


<strong>SOCIETY</strong><br />

Ambassadors‘ Caleidoscope<br />

119 bilateral Ambassadors are representing their countries in Austria.<br />

<strong>SOCIETY</strong> presents them with their name, picture and day of accreditation<br />

Ambassadors resident in Vienna. Last update: June , 2019<br />

AFGHANISTAN<br />

ARGENTINA<br />

BELARUS<br />

ALBANIA<br />

ALGERIA<br />

ANDORRA<br />

ANGOLA<br />

H.E. Ms. Khojesta Fana<br />

Ebrahimkhel<br />

since 5.12.2017<br />

Mahlerstraße 14/1, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 402 10 06<br />

embassy@afghanistan-vienna.org<br />

www.afghanistan-vienna.org<br />

H.E. Mr. Roland Bimo<br />

since 14.03.2014<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 328 86 56<br />

embassy.vienna@mfa.gov.al<br />

H.E. Ms. Faouzia Mebarki<br />

since 24.05.2016<br />

Rudolfinergasse 18<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 369 88 53<br />

office@algerische-botschaft.at<br />

www.algerische-botschaft.at<br />

Chargé d‘Affaires<br />

Ms. Marta Salvat Batista<br />

since 11.01.2008<br />

Kärntner Ring 2A/13<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 961 09 09<br />

office@ambaixada-andorra.at<br />

H.E Ms. Teodolinda Rosa<br />

Rodrigues Coelho<br />

since 24.05.2018<br />

Seilerstätte 15/10<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 718 74 88<br />

embangola-viena@embangola.at<br />

www.embangola.at<br />

ARMENIA<br />

AUSTRALIA<br />

AZERBAIJAN<br />

BANGLADESH<br />

H. E. Mr. Rafael<br />

Mariano Grossi<br />

since 17.09.2013<br />

Goldschmiedgasse 2/1<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 84 63<br />

embargviena@embargviena.at<br />

H.E. Mr. Armen Papikyan<br />

since 09.11.2011<br />

Hadikgasse 28<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 522 74 79<br />

armenia@armembassy.at<br />

H.E. Mr. Dr. Brendon<br />

Charles HAMMER<br />

31.01.2017<br />

Mattiellistraße 2<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 506 74 0<br />

austemb@aon.at<br />

www.austria.embassy.gov.au<br />

H.E. Mr. Galib Israfilov<br />

since 28.09.2011<br />

Hügelgasse 2<br />

1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 13 22<br />

vienna@mission.mfa.gov.az<br />

www.azembassy.at<br />

H.E. Mr. Md Abu Zafar<br />

since 10.12.2014<br />

Hofzeile 4<br />

1190 Vienna<br />

mission.vienna@mofa.gov.bd<br />

BELGIUM<br />

BOLIVIA<br />

BOSNIA AND HERZEGOVINA<br />

BRAZIL<br />

H.E. Ms. Alena Kupchyna<br />

since 02.03.2017<br />

Hüttelbergstraße 6, 1140<br />

Vienna<br />

Tel. +43 1 419 96 30<br />

austria@mfa.gov.by<br />

www.austria.belembassy.org<br />

H.E. Mr. Ghislain<br />

Jean M. D‘Hoop<br />

since 23.08.2018<br />

Schönburgstraße 10<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 502 07 0<br />

vienna@diplobel.fed.be<br />

www.diplomatie.be/vienna<br />

Chargé d’Affaires<br />

Ms. Elizabeth Ana Ferrel<br />

Alvarez<br />

since 20.12.2010<br />

Tel. +43 1 587 46 75<br />

embolaustria@embajada-bolivia.at<br />

www.embajada-bolivia.at<br />

H.E. Mr. Kemal Kozaric<br />

since 06.11.2018<br />

Tivoligasse 54<br />

1120 Vienna<br />

Tel. +43 1 811 85 55<br />

bhbotschaft@bhbotschaft.at<br />

www.bhbotschaft.at<br />

H.E. Mr. Jose Antonio<br />

Marcondes De Carvalho<br />

since 07.12.2018<br />

Pestalozzigasse 4/2<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 06 31<br />

brasemb.viena@itamaraty.gov.br<br />

www.viena@itamaraty.gov.br<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud<br />

AMBASSADORS FROM A TO Z<br />

134


<strong>SOCIETY</strong><br />

BULGARIA<br />

COSTA RICA<br />

DENMARK<br />

H.E. Mr. Ivan Stoyanov Sirakov<br />

since 02.03.2017<br />

Schwindgasse 8<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 31 13<br />

amboffice@embassybulgaria.at<br />

H.E. Mr. Alejandro Solano<br />

Ortiz<br />

since 6.11.2018<br />

Floßgasse 7/1/3-4 1020 Vienna<br />

Tel. +43 1 263 38 24<br />

embajadaaustria_costa.rica@<br />

chello.at<br />

H.E. Mr. René Rosager Dinesen<br />

since 17.08.2018<br />

Führichgasse 6, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 79 04<br />

vieamb@um.dk<br />

www.oestrig.um.dk<br />

BURKINA FASO<br />

CÔTE D’IVOIRE<br />

DOMINICAN REPUBLIC<br />

H.E. Mr. Dieudonne Kere<br />

since 31.01.2017<br />

Strohgasse 14c/5<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 82 64<br />

s.r@abfvienne.at<br />

www.abfvienne.at<br />

H.E. Mr. Roger Alberic Kacou<br />

since 08.01.2018<br />

Neulinggasse 29/6/20<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 581 00 76<br />

office@ambaciaut.org<br />

H.E. Ms. Lourdes Gisela<br />

Antonia Victoria-Kruse<br />

since 04.07.2017<br />

Prinz-Eugen-Straße 18<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 85 55<br />

embajada@embrepdom.at<br />

CANADA<br />

CROATIA<br />

DPR-KOREA<br />

H.E. Ms. Heidi Alberta Hulan<br />

since 09.10.2017<br />

Laurenzerberg 2/III<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 531 38 30<br />

vienn@international.gc.ca<br />

www.kanada.at<br />

H.E. Ms. Vesna Cvjetkovic<br />

since 07.10.2015<br />

Rennweg 3<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 485 95 24<br />

croemb.bec@mvep.hr<br />

at.mfa.hr<br />

H.E. Mr. Kwang Sop Kim<br />

since 18.03.1993<br />

Beckmanngasse 10-12,<br />

1140 Wien<br />

Tel. +43 1 894 23 13<br />

d.v.r.korea.botschaft@chello.at<br />

CHILE<br />

CUBA<br />

ECUADOR<br />

H.E. Ms. Gloria Patricia de<br />

Jesus Navarrete Pinto<br />

since 03.08.2018<br />

Lugeck 1/III/10<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 92 08<br />

echile.austria@minrel.gov.cl<br />

H.E. Mr. Juan Antonio<br />

Fernandez Palacios<br />

since 13.11.2015<br />

Kaiserstraße 84<br />

1070 Vienna<br />

Tel. +43 1 877 81 98<br />

secembajador@ecuaustria.at<br />

www.cubadiplomatica.cu/austria<br />

H.E. Mr. Roberto Betancourt<br />

since 25.04.2019<br />

Goldschmiedgasse 10/2/205,<br />

1010 Wien<br />

Tel. +43 535 32 08, 535 32 18<br />

mission@ecuadorvienna.at<br />

CHINA<br />

CYPRUS<br />

EGYPT<br />

H.E. Mr. Li Xiaosi<br />

since 03.08.2018<br />

Lugeck 1/III/10<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 92 08<br />

echile.austria@minrel.gov.cl<br />

H.E. Ms. Elena Rafti<br />

since 10.07.2018<br />

Neulinggasse 37/4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 513 06 30<br />

office@cyprusembassy.at<br />

H.E. Mr. Omar Amer Youssef<br />

since 05.10.2016<br />

Hohe Warte 50-54<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 370 81 04<br />

egyptembassyvienna@<br />

egyptembassyvienna.at<br />

www.egyptembassyvienna.at<br />

COLOMBIA<br />

H.E. Mr. Miguel Camilo<br />

Ruiz Blanco<br />

since 01.08.2018<br />

Stadiongasse 6-8/15<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 42 49<br />

eaustria@cancilleria.gov.co<br />

CZECH REPUBLIC<br />

H.E. Ms. Ivana Cervenkova<br />

since 16.04.2018<br />

Penzinger Straße 11-13<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 899 580 111<br />

vienna@embassy.mzv.cz<br />

www.mzv.cz/vienna<br />

EL SALVADOR<br />

Chargé d‘Affaires<br />

Mr. Ramiro Aquiles Recinos<br />

Trejo<br />

since 04.05.2010<br />

Prinz-Eugen-Straße 72/2/1<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 38 74<br />

elsalvador@embasal.at<br />

www.rree.gob.sv<br />

AMBASSADORS FROM A TO Z<br />

135


<strong>SOCIETY</strong><br />

ESTONIA<br />

GUATEMALA<br />

IRAQ<br />

H.E. Mr. Toomas Kukk<br />

since 19.09.2018<br />

Wohllebengasse 9/12<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 77 61 11<br />

embassy@estwien.at<br />

www.estemb.at<br />

H.E. Mr. Manuel Estuardo<br />

Roldan Barillas<br />

since 07.12.2018<br />

Prinz Eugen Straße 18 / Top 7,<br />

1040 Wien<br />

Tel. +43 1 714 35 70<br />

embajada@embaguate.co.at<br />

H.E. Mr. Baker Fattah Hussen<br />

Hussen<br />

since 14.06.2019<br />

Johannesgasse 26 (P.O.Box 322),<br />

1010 Wien<br />

Tel. +43 1 713 81 95<br />

office@iraqembassy.at<br />

FINLAND<br />

FRANCE<br />

GEORGIA<br />

GERMANY<br />

GREECE<br />

H.E. Ms.Pirkko Mirjami<br />

Hämäläinen<br />

since 05.10.2016<br />

Gonzagagasse 16,<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 03 65<br />

sanomat.wie@formin.fi<br />

www.finnland.at<br />

H.E. Mr. Francois Marcel<br />

Michel Saint-Paul<br />

since 04.07.2017<br />

Technikerstraße 2,<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 502 75 0<br />

secretariat.vienne-amba@<br />

diplomatie.gouv.fr<br />

www.ambafrance-at.org<br />

H.E. Mr. David Dondua<br />

since 07.12.2018<br />

Doblhoffgasse 5/5,<br />

1010 Wien<br />

Tel. +43 1 403 98 48<br />

vienna.emb@mfa.gov.ge<br />

H.E. Mr. Johannes Konrad<br />

Haindl<br />

since 14.09.2014<br />

Gauermanngasse 2-4<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 711 54 0<br />

info@wien.diplo.de<br />

www.wien.diplo.de<br />

H.E. Ms. Catherine Koika<br />

since 29.03.2019<br />

Argentinierstraße 14,<br />

1040 Wien<br />

Tel. +43 1 506 15<br />

gremb@griechischebotschaft.at<br />

mfa.gr/missionsabroad/austria<br />

HOLY SEE<br />

HUNGARY<br />

INDIA<br />

INDONESIA<br />

IRAN<br />

Nuntius Archbishop<br />

H.E. Mr. Pedro Lopez-<br />

Quintana<br />

since 04.03.2019<br />

Theresianumgasse 31,<br />

1040 Wien<br />

Tel. +43 1 505 13 27<br />

nuntius@nuntiatur.at<br />

www.nuntiatur.at<br />

H.E. Mr. Andor Nagy<br />

since 19.09.2018<br />

Bankgasse 4-6<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 537 80 300<br />

mission.vie@mfa.gov.hu<br />

H.E. Ms. Renu Pall<br />

since 02.03.2017<br />

Kärntner Ring 2,<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 86 66<br />

indemb@eoivien.vienna.at<br />

www.indianembassy.at<br />

H.E. Mr. Darmansjah Djumala<br />

since 04.07.2017<br />

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 476 23 0<br />

unitkom@kbriwina.at<br />

www.kbriwina.at<br />

H.E. Mr. Ebadollah Molaei<br />

since 07.10.2015<br />

Jauresgasse 9,<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 26 50<br />

public@iranembassy-wien.at<br />

www.vienna.mfa.ir<br />

IRELAND<br />

ISRAEL<br />

ITALY<br />

JAPAN<br />

JORDAN<br />

H.E. Mr. Thomas Hanney<br />

since 02.03.2017<br />

Rotenturmstraße 16-18<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 715 42 46 10<br />

vienna@dfa.ie<br />

www.dfa.ie/austria<br />

H.E. Ms. Talya Lador-Fresher<br />

since 13.11.2015<br />

Anton-Frank-Gasse 20, 1180<br />

Vienna<br />

Tel. +43 1 476 46 0<br />

ambassador-assist@vienna.gov.il<br />

www.vienna.mfa.gov.il<br />

H.E. Mr. Sergio Barbanti<br />

since 5.12.2017<br />

Rennweg 27,<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 51 21<br />

ambasciata.vienna@esteri.it<br />

www.ambvienna.esteri.it<br />

H.E. Mr. Kiyoshi Koinuma<br />

since 05.10.2016<br />

Heßgasse 6,<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 531 92 0<br />

info@wi.mofa.go.jp<br />

www.at.emb-japan.go.jp<br />

H.E. Ms. Leena Nayef<br />

Shaher Al Hadid<br />

since 19.09.2018<br />

Rennweg 17/4, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 10 25/26<br />

info@jordanembassy.at<br />

www.jordanembassy.at<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud, <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

AMBASSADORS FROM A TO Z<br />

136


<strong>SOCIETY</strong><br />

KAZAKHSTAN<br />

LATVIA<br />

MALAYSIA<br />

H.E. Mr. Kairat Sarybay<br />

since 14.03.2014<br />

Prinz Eugenstr. 32<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 890 800 810<br />

embassy@kazakhstan.at<br />

www.kazakhstan.at<br />

H.E. Ms. Veronika Erte<br />

since 09.10.2017<br />

Stefan-Esders-Platz 4<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 31 12<br />

embassy.austria@mfa.gov.lv<br />

www.mk.gov.lv/en<br />

H.E. Mr. Ganeson<br />

Sivagurunathan<br />

since 16.04.2018<br />

Floridsdorfer Hauptstraße 1-7,<br />

Florido Tower<br />

1210 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 10 42<br />

embassy@embassymalaysia.at<br />

KENYA<br />

LEBANON<br />

MALTA<br />

Chargé d‘Affaires<br />

Mr. Humphrey Nilly Kanana<br />

since 11.11.2015<br />

Andromeda Tower,<br />

Donau-City-Straße 6<br />

1220 Vienna,<br />

Tel. +43 1 712 39 19<br />

office@kenyaembassyvienna.at<br />

kenyaembassyvienna.at/de/<br />

H.E. Mr. Ibrahim Assaf<br />

since 5.12.2017<br />

Oppolzergasse 6/3<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 88 21/22<br />

embassy.lebanon@inode.at<br />

H.E. Ms. Natasha Meli<br />

Daudey<br />

since 06.11.2018<br />

Opernring 5/1<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 50 10<br />

maltaembassy.vienna@gov.mt<br />

KOSOVO<br />

LIBYA<br />

MOROCCO<br />

H.E. Mr. Sami Ukelli<br />

since 17.03.2015<br />

Goldeggasse 2/15<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 11 77<br />

embassy.austria@rks-gov.net<br />

www.ambasada-ks.net/at/<br />

Chargé d‘Affaires<br />

Mr. Jalal E A Alashi<br />

since 12.13.2018<br />

Blaasstraße 33<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 367 76 39<br />

ambassadorsoffice@libyanembassyvienna.at<br />

H.E. Mr. Lotfi Bouchaara<br />

since 31.01.2017<br />

Hasenauerstraße 57<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 66 51<br />

emb-pmissionvienna@<br />

morocco.at<br />

KUWAIT<br />

LIECHTENSTEIN<br />

MEXICO<br />

H.E. Mr. Sadiq Marafi<br />

since 17.10.2013<br />

Strassergasse 32<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 56 46<br />

kuwait.embassy.vienna@speed.at<br />

H.H. Ms. Maria-Pia Kothbauer<br />

Prinzessin v.u.z.L.<br />

since 11.12.1997<br />

Löwelstraße 8/7<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 92 11<br />

info@vie.llv.li<br />

www.wien.liechtenstein.li<br />

H.E. Ms. Alicia Buenrostro<br />

Massieu<br />

since 24.05.2016<br />

Renngasse 5, 1. OG, Tür 5 + 6<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 73 83<br />

embamex.sre.gob.mx/austria/<br />

KYRGYZSTAN<br />

LITHUANIA<br />

MOLDOVA<br />

H.E. Mr. Bakyt Dzhusupov<br />

since 17.03.2017<br />

Invalidenstraße 3/8<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 03 79<br />

kyremb@inode.at<br />

www.kyremb.at<br />

H.E. Mr. Donatas Kuslys<br />

Löwengasse 47/4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 718 54 67<br />

amb.at@urm.lt<br />

www.urm.lt/at<br />

H. E. Mr. Victor Osipov<br />

since 04.07.2017<br />

Löwengasse 47/10, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 961 10 30<br />

vienna@moldmission.at<br />

www.austria.mfa.md<br />

LAOS<br />

H.E. Mr. Sithong Chitnhothinh<br />

since 07.01.2019<br />

Sommerhaidenweg 43<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 890 2319 11<br />

laoembassyvienna@hotmail.com<br />

LUXEMBOURG<br />

H.E. Mr. Marc Albert<br />

Ungeheuer<br />

since 09.10.2017<br />

Sternwartestraße 81<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 21 42<br />

vienne.amb@mae.etat.lu<br />

www.vienne.mae.lu/ge<br />

MONGOLIA<br />

H.E. Ms. Battungalag<br />

Gankhuurai<br />

since 13.03.2017<br />

Fasangartengasse 45<br />

1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 28 07/12<br />

vienna@mfa.gov.mn<br />

www.embassymon.at<br />

AMBASSADORS FROM A TO Z<br />

137


<strong>SOCIETY</strong><br />

MONTENEGRO<br />

NICARAGUA<br />

PAKISTAN<br />

H.E. Mr. Zeljko Perovic<br />

since 16.04.2018<br />

Mahlerstrasse 12/5<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 08 99<br />

austria@mfa.gov.me<br />

www.gov.me/naslovna<br />

Chargé d’Affaires<br />

Ms. Isolda Alicia Frixione De<br />

Flores<br />

since 26.08.2004<br />

Ebendorferstraße 10/3/12<br />

1010 Wien<br />

Tel. +43 1 403 18 38<br />

embanicviena@chello.at<br />

H.E. Mr. Mansoor Ahmad Khan<br />

since 10.07.2018<br />

Hofzeile 13<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 73 81<br />

parepvienna@mofa.gov.pk<br />

www.mofa.gov.pk/austria<br />

MYANMAR<br />

NAMIBIA<br />

NETHERLANDS<br />

NEPAL<br />

NEW ZEALAND<br />

H.E. Mr. San Lwin<br />

since 14.09.2015<br />

Donau-City-Straße 6,<br />

Andromeda Tower Top 9.OG/1<br />

1220 Vienna<br />

Tel. +43 1 26 69 105<br />

myanmarembassy.vienna@<br />

gmail.com<br />

H.E. Ms. Nada Kruger<br />

since 19.03.2019<br />

Zuckerkandlgasse 2<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 402 93 71<br />

nam.emb.vienna@speed.at<br />

www.embnamibia.at<br />

H.E. Mr. Marco Hennis<br />

since 07.10.2015<br />

Opernring 5<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 589 39<br />

wen@minbuza.nl<br />

www.nederlandwereldwijd.nl/<br />

landen/oostenrijk<br />

H.E. Mr. Prakash Kumar Suvedi<br />

since 08.01.2018<br />

Schwindgasse 5/1/6,<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 235 02 75 01<br />

mission@nepalmission.at<br />

H.E. Ms. Nicole Jocelyn<br />

Roberton<br />

since 20.02.2017<br />

Mattiellistraße 2-4/3<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 3021<br />

nzemb@aon.at<br />

www.nzembassy.com/austria<br />

NIGERIA<br />

NORTH MACEDONIA<br />

NORWAY<br />

OMAN<br />

ORDER OF MALTA<br />

H.E. Ms. Vivian Nwunaku<br />

Rose Okeke<br />

since 09.10.2017<br />

Rennweg 25, Postfach 183,<br />

1030 Wien<br />

Tel. +43 1 712 66 86<br />

info@nigeriaembassyvienna.com<br />

www.nigeriaembassyvienna.com<br />

H.E. Mr. Nenad Kolev<br />

since 19.03.2019<br />

Kinderspitalgasse 5/2<br />

1090 Wien<br />

Tel. +43 1 524 87 56<br />

Heibotschaft@makedonien.co.at<br />

www.mfa.gov.mk<br />

H.E. Ms. Kjersti Ertresvaag<br />

Andersen<br />

since 16.04.2018<br />

Reisnerstraße 55-57<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 71 660<br />

emb.vienna@mfa.no<br />

www.norwegen.or.at<br />

H.E. Mr. Yousuf Ahmed<br />

Hamed Al Jabri<br />

since 07.01.2019<br />

Währinger Straße 2 / Top 24-25<br />

1090 Wien<br />

Tel. +43 1 310 86 434<br />

vienna@omanembassy.at<br />

H.E. Mr. Sebastian Prinz von<br />

Schoenaich-Carolath<br />

since 16.04.2018<br />

Johannesgasse 2<br />

1010 Wien<br />

Tel. +43 1 512 13 47<br />

austriaembassy@orderofmalta.<br />

int<br />

PALESTINIAN TERRITORIES<br />

PANAMA<br />

PARAGUAY<br />

PERU<br />

PHILIPPINES<br />

H.E. Mr. Salahaldin Abdalshafi<br />

since 22.10.2013<br />

Josefsgasse 5<br />

1080 Vienna<br />

Tel. +43 1 408 82 02<br />

office@palestinemission.at<br />

H.E. Ms. Anabella Maria Guardia<br />

Escoferry De Rubinoff<br />

since 24.05.2018<br />

Goldschmiedgasse 10/403<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 587 23 47<br />

mail@empanvienna.co.at<br />

H.E Mr. Juan Francisco Facetti<br />

Fernandez<br />

since 14.06.2019<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/1/3A<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 46 74<br />

embaparviena@chello.at<br />

H.E. Mr. Eric Edgardo<br />

Guillermo Anderson Machado<br />

since 06.11.2018<br />

Mahlerstraße 7/22<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 43 77<br />

embajada@embaperu.at<br />

H.E. Ms. Maria Cleofe<br />

Natividad<br />

since 08.01.2018<br />

Donau-City-Straße 11, (ARES<br />

Tower 20/21. Etage)<br />

1220 Wien<br />

Tel. +43 1 533 24 01<br />

office@philippine-embassy.at<br />

www.philippine-embassy.at<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud, <strong>SOCIETY</strong>/Salas -Torrero<br />

AMBASSADORS FROM A TO Z<br />

138


<strong>SOCIETY</strong><br />

POLAND<br />

SAUDI ARABIA<br />

SPAIN<br />

H.E. Ms. Jolanta Roza<br />

Kozlowska<br />

since 5.12.2017<br />

Hietzinger Hauptstraße 42c<br />

1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 870 15 100<br />

wieden.amb.sekretariat@<br />

msz.gov.pl<br />

www.wieden.msz.gov.pl<br />

H.E. Mr. Khalid Ibrahim Mohammed<br />

Jindan<br />

since 09.10.2017<br />

Formanekgasse 38, 1190<br />

Vienna<br />

Tel. +43 1 367 25 31<br />

saudiembassy@saudiembassy.at<br />

H.E. Mr. Juan Bautista<br />

Sunye Mendia<br />

since 09.10.2017<br />

Argentinierstraße 34<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 57 88<br />

emb.viena@maec.es<br />

www.exteriores.gob.es/<br />

Embajadas/VIENA/<br />

PORTUGAL<br />

SERBIA<br />

SRI LANKA<br />

H. E. Mr. Antonio Almeida<br />

Ribeiro<br />

since 5.12.2017<br />

Opernring 3<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 75 36<br />

viena@mne.pt<br />

H.E. Mr. Nebojsa Rodic<br />

since 03.08.2018<br />

Ölzeltgasse 3/7<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 25 95<br />

embassy.vienna@mfa.rs<br />

www.vienna.mfa.rs<br />

Chargé d‘Affaires<br />

Ms. Withanage Irosha<br />

Prabhani Cooray<br />

Weyringergasse 33-35 (4.<br />

Stock)<br />

1040 Wien<br />

Tel. +43 1 503 79 88<br />

slmission@srilankaembassy.at<br />

www.srilankaembassy.at<br />

QATAR<br />

SLOVAKIA<br />

SUDAN<br />

Chargé d‘Affaires<br />

Mr. Abdulla Nasser Al-Hajri<br />

since 01.07.2018<br />

Schottenring 10 (Top 7a,b,c)<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 49 50<br />

katar.botschaft@mofa.gov.qa<br />

H.E. Mr. Peter Misik<br />

since 09.10.2017<br />

Armbrustergasse 24<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 318 90 55/200<br />

emb.vieden@mzv.sk<br />

www.mzv.sk/vieden<br />

H.E. Mr. Mirghani Abbaker<br />

Altayeb Bakhet<br />

since 06.11.2018<br />

Reisnerstraße 29/5<br />

1030 Wien<br />

Tel. +43 1 710 23 43 – 45<br />

sudanivienna@<br />

prioritytelecom.biz<br />

www.sudanivienna.at<br />

ROMANIA<br />

SLOVENIA<br />

SWEDEN<br />

H.E. Mr. Bogdan Mazuru<br />

since 14.09.2015<br />

Prinz-Eugen-Straße 60<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 32 27<br />

viena@mae.ro<br />

www.viena.mae.ro<br />

H.E. Ms. Ksenija Skrilec<br />

since 15.09.2017<br />

Kolingasse 12<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 319 11 60<br />

vdu@gov.si<br />

sloembassy.vienna@gov.si<br />

H.E. Ms. Mikaela Ruth Gunilla<br />

Kumlin Granit<br />

since 06.11.2018<br />

Liechtensteinstraße 51<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 217 53 0<br />

ambassaden.wien@gov.se<br />

www.swedenabroad.com/wien<br />

RUSSIAN FEDERATION<br />

SOUTH AFRICA<br />

SWITZERLAND<br />

H.E Mr. Dmitrii Liubinskii<br />

since 07.10.2015<br />

Reisnerstraße 45-47<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 12 29<br />

info@rusemb.at<br />

www.rusemb.at<br />

Chargé d‘Affaires<br />

Johnny Tabo-Pitswane<br />

since 25.01.2017<br />

Sandgasse 33<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 320 64 93<br />

vienna.bilateral@dirco.gov.za<br />

www.suedafrika-botschaft.at<br />

H.E. Mr. Walter Haffner<br />

since 5.12.2017<br />

Prinz Eugen-Strasse 9a<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 795 05 0<br />

vie.vertretung@eda.admin.ch<br />

www.schweizerbotschaft.at<br />

SAN MARINO<br />

REPUBLIC OF KOREA<br />

SYRIA<br />

H.E. Ms. Elena Molaroni<br />

Molaroni Berguido<br />

since 17.09.2008<br />

Prinz Eugen Strasse 16/2/31,<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 941 59 69<br />

rsmvienna@gmail.com<br />

H.E. Mr. Dong-Ik Shin<br />

since 02.03.2017<br />

Gregor-Mendel-Straße 25<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 19 91<br />

austria@mofa.go.kr<br />

www.overseas.mofa.go.kr/at-en/<br />

index.do<br />

H.E. Mr. Bassam Sabbagh<br />

since 29.04.2010<br />

Daffingerstraße 4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 46 33<br />

syrianembassyvienna@utanet.at<br />

AMBASSADORS FROM A TO Z<br />

139


<strong>SOCIETY</strong><br />

TAJIKISTAN<br />

UNITED ARAB EMIRATES<br />

VIETNAM<br />

H.E. Mr. Idibek Kalandar<br />

since 5.12.2017<br />

Hutweidengasse 47<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 409 82 66<br />

info@tajikembassy.at<br />

www.tajikembassy.at<br />

H.E. Hamad Ali Subaih<br />

Al Kaabi<br />

since 31.01.2017<br />

Chimanistraße 36<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 14 55<br />

ViennaEMB@mofaic.gov.ae<br />

H.E. Mr. Dung Le<br />

since 08.01.2018<br />

Felix-Mottl-Straße 20<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 07 55<br />

mission@vietnamembassy.at<br />

www.vietnamembassy-austria.<br />

org/vi<br />

THAILAND<br />

UNITED KINGDOM<br />

YEMEN<br />

TUNISIA<br />

TURKEY<br />

TURKMENISTAN<br />

UKRAINE<br />

H.E. Ms. Morakot Sriswasdi<br />

since 29.04.2019<br />

Cottagegasse 48<br />

1180 Wien<br />

Tel. +43 1 478 33 35<br />

embassy@thaivienna.at<br />

www.thaiembassy.at<br />

H.E. Mr. Mohamed Mezghani<br />

since 24.05.2018<br />

Sieveringerstraße 187<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 44 02 144/148<br />

at.vienne@aon.at<br />

www.atunisie-at.org<br />

H.E. Ümit Yardim<br />

since 19.03.2019<br />

Prinz-Eugen-Straße 40<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 73 38/0<br />

botschaft.wien@mfa.gov.tr<br />

www.vienna.emb.mfa.gov.tr<br />

H.E. Mr. Silapberdi Nurberdiev<br />

since 28.09.2011<br />

Argentinierstraße 22/II/EG<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 64 70/72<br />

info@botschaft-turkmenistan.at<br />

www.botschaft-turkmenistan.at<br />

H.E. Mr. Olexander Scherba<br />

since 10.12.2014<br />

Naaffgasse 23<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 479 71 72 11<br />

emb_at@mfa.gov.ua<br />

www.ukremb.at<br />

UNITED STATES<br />

URUGUAY<br />

UZBEKISTAN<br />

VENEZUELA<br />

H.E. Mr. Robert Leigh Turner<br />

since 05.10.2016<br />

Jauresgasse 12<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 716 13 0<br />

press@britishembassy.at<br />

www.ukinaustria.fco.gov.uk<br />

H.E. Mr. Trevor Dow Traina<br />

since 24.05.2018<br />

Boltzmanngasse 16<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 313 39<br />

ViennaUSEmbassy@state.gov<br />

at.usembassy.gov/de/<br />

H.E. Mr. Bruno Javier<br />

Faraone Machado<br />

since 13.05.2014<br />

Mahlerstrasse 11/2/2<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 66 36<br />

uruaustria@mrree.gub.uy<br />

H.E. Mr. Sherzod Asadov<br />

since 06.11.2018<br />

Pötzleinsdorferstraße 49<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 315 39 94<br />

embassy@usbekistan.at<br />

www.usbekistan.at<br />

H.E. Mr. Jesse Alonso<br />

Chacon Escamillo<br />

since 23.02.2016<br />

Prinz-Eugen-Straße 72/1/1<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 26 38<br />

embajada@austria.gob.ve<br />

www.austria.gob.ve<br />

H.E. Mr. Haytham<br />

Abdulmomen Hassan<br />

Shoja‘aadin<br />

since 31.01.2017<br />

Reisnerstraße 18-20/3-4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 29 30<br />

embassy@yemenembassy.at<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud<br />

AMBASSADORS FROM A TO Z<br />

140


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<strong>SOCIETY</strong><br />

Ambassadors Caleidoscope<br />

New Accreditations<br />

Ambassadors resident in Vienna. Last update: June, 2019<br />

Armenia<br />

H.E. Armen Papikyan<br />

Born on November 22, 1973 in Yerevan<br />

EDUCATION<br />

1990-1995: Faculty of International Relations (Specialisation<br />

in International Relations and History), “Gladzor”<br />

University, Yerevan, Armenia. 2000: Fletcher School of Law<br />

and Diplomacy, Tufts University, Boston, USA<br />

CAREER<br />

2005-2007: Head of Conventional Arms Control Division, Arms<br />

Control and International Security Department, MFA, Armenia<br />

2007-2011: Counsellor, Permanent Representation of the Republic<br />

of Armenia to the OSCE; Deputy Chief of the Mission<br />

2011: Counsellor, European Department, MFA, Armenia<br />

2011-2016: Permanent Representative of the Republic of<br />

Armenia to the Council of Europe (residence in Strasbourg)<br />

2013: Chairman of the Committee of the Ministers’ Deputies<br />

of the Council of Europe<br />

Finland<br />

H.E. Pirkko Mirjami Hämäläinen<br />

Born on September 26, 1961<br />

EDUCATION<br />

Master’s Degree in Social Sciences from Turku University<br />

CAREER<br />

1989: various assignments in Foreign Missions at the<br />

United Nations in New York<br />

1990-2000: Second Secretary and Counsellor,<br />

Foreign Ministry<br />

1990-1992: Foreign Mission in Reykjavik, Iceland<br />

1996-1998: Foreign Mission in Vienna, Austria<br />

2000-2002: Adviser to the Under-Secretary of State,<br />

Administrative Affairs<br />

2002-2005: Head of Unit, Europe Information<br />

2005-2009: Minister Counsellor in Tallinn, Estonia<br />

2016: Head of Rapporteurs Group (Committee) on Programme,<br />

Budget and Administration of Council of Europe<br />

On June 22, 2016: appointed as the Deputy Minister of<br />

Foreign Affairs by the decree of the President<br />

On June 8, 2018: re-appointed as the Deputy Minister of<br />

Foreign Affairs by the decision of the Prime Minister.<br />

Since March 19, 2019 Ambassador of Armenia to Austria<br />

and Permanent Representative to the International Organisations<br />

in Vienna<br />

2009-2012: Chief of Personnel<br />

2012-2014: Ambassador to Latvia in Riga<br />

2014-2018: Under-Secretary of State for Internal and<br />

External Services<br />

Since January 2019: Ambassador of Finland to Austria and<br />

Permanent Representative to the International Organisations<br />

Fotos: Carina Karlovits, Laura Heinschink., Daniel Trippolt/HBF<br />

AMBASSADORS<br />

142


<strong>SOCIETY</strong><br />

Lao People’s Democratic Republic<br />

H.E. Sithong Chitnhothinh<br />

Born on June 5, 1956<br />

EDUCATION<br />

1985: Bachelor in Hungarian Language and Literature at<br />

Jozsef Attila University, Hungary<br />

CAREER<br />

1986: Ministry of Foreign Affairs, Lao PDR<br />

1986-1990: Desk officer, Lao-Hungarian Relations, MOFA<br />

1991-1994: Third Secretary of the Embassy of the Lao PDR<br />

in Warsaw<br />

1994: Acting Director of European Division, MOFA<br />

1995: Director of South East Asia-Pacific and ASEAN Division,<br />

MOFA<br />

1995-1999: First Secretary, Deputy Chief of the Embassy of<br />

Lao PDR in Bangkok<br />

1999-2002: Deputy Director General and later Acting Director<br />

General of Asia-Pacific and Africa Department<br />

2002-2007: Director General of Asia-Pacific & Africa Dept.<br />

2007-2012: Ambassador to Japan<br />

Namibia<br />

H.E. Nada Kruger<br />

Born on October 12, 1960<br />

EDUCATION<br />

1981: Bachelor Degree, 1982 Postgraduate Diploma in<br />

Translation end Editing<br />

CAREER<br />

1995: Foreign Relations Officer in the Ministry of Foreign<br />

Affairs in Windhoek, in 2007 she became Chief Officer<br />

2000-2005: First Secretary at the Embassy/Permanent Mission<br />

of Namibia to Austria and the UN Office at Vienna<br />

2008-2011: First Secretary at the Embassy of Namibia to<br />

Sweden<br />

2014-2015: First Secretary of the Permanent Mission of<br />

Namibia to the UN Office in Geneva<br />

2015-2018: Deputy Director, Southern Africa, Ministry of<br />

International Relations and Cooperation<br />

Since March 19, 2019 she is Ambassador of Namibia to<br />

Austria and to the International Organisations in Vienna<br />

Furthermore, she is appointed to the Namibia National<br />

Refugees Committee and the Committee on the Covenant<br />

for Human and Political Affairs<br />

2012-2014: Director General of Press Department, MOFA<br />

2014-2018: Ambassador to Germany<br />

Since January 2019: Ambassador to Austria & Permanent<br />

Representative to the International Organisations in Vienna<br />

AMBASSADORS<br />

143


<strong>SOCIETY</strong><br />

North Macedonia<br />

H.E. Nenad Kolev<br />

Born on March 11, 1972 in Skopje<br />

EDUCATION<br />

1990-1994, Ss. Cyrill and Methodius University-Skopje, BA<br />

in International Relations and Journalism<br />

1995-1996: Central European University -Budapest, (MA in<br />

International Relations -cum laude<br />

CAREER<br />

2000-2004: Permanent Mission to the International Organizations<br />

in Vienna, First Secretary / Deputy Head<br />

2007-2008: Embassy in Tallinn, Minister Plenipotentiary,<br />

Head / Charge d’affaires en pied<br />

2009: Permanent Mission to the International Organizations<br />

in Vienna, Minister Plenipotentiary, Head / Charge<br />

d’affaires en pied<br />

2010-2012: Embassy in Tallinn, Minister Plenipotentiary,<br />

Head / Charge d’affaires en pied<br />

2012- 2013: MFA, Head of Unit, East Asia (May-August 2013,<br />

Embassy in Cairo, Special Representative for Arab Countries)<br />

2014: MFA, Director-General for Economic Diplomacy<br />

2015-2017: MFA, Director General, (150) Non-European<br />

Countries<br />

Oman<br />

H.E. Yousuf Ahmed Hamed Aljabri<br />

Born on September 22, 1966<br />

EDUCATION<br />

1989: Bachelor Degree in International Relations, UK<br />

2014: Master of Arts Degree in Strategic Studies on National<br />

Security and Defence from Sultan Qaboos University,<br />

Oman<br />

CAREER<br />

1990: Ministry of Foreign Affairs as Second Secretary at the<br />

European Department<br />

1995: Deputy Chief of Mission at the Embassy of Sultanate<br />

of Oman in Vienna<br />

2000: Officer Responsible for Asian Affairs at the Minister’s<br />

Department<br />

2007: Deputy Chief of Mission at the Embassy of Oman in<br />

London<br />

2012: Counsellor, West European Department<br />

2013: Deputy Chief of the Office of Political Analysis at the<br />

Minister’s Department<br />

2014: Deputy Chief of the Office of Political Affairs, 2016<br />

Chief of the same Office<br />

2018: MFA, Director of the Diplomatic Archives (April-July<br />

2018, Consulate-General in Melbourne, Minister Plenipotentiary,<br />

Head)<br />

Since March 2019, he is Ambassador to Austria<br />

Since 2018: Ambassador of the Sultanate of Oman to Austria<br />

and Permanent Representative to the International<br />

Organisations in Vienna<br />

Fotos: Carina Karlovits, Laura Heinschink., Daniel Trippolt/HBF<br />

AMBASSADORS<br />

144


<strong>SOCIETY</strong><br />

Iceland<br />

Turkey<br />

H.E. Benedikt Ásgeirsson<br />

Resident in Reykjavik<br />

H.E. Ümit Yardim<br />

Geboren 1961 in Balıkesir<br />

AUSBILDUNG<br />

1988 an der Gazi Universität, Fakultät für Politikwissenschaften<br />

das Masterstudium Internationale Beziehungen<br />

KARRIERE<br />

1995-1997: Türkische Botschaft in Athen – Erster Botschaftssekretär<br />

Mali<br />

H.E. Oumou Sall Seck<br />

Resident in Berlin<br />

1997-2000: Türkische Botschaft in Baku – Erster Botschaftssekretär,<br />

Botschaftsrat<br />

2000-2002: Abteilung für euroasiatische Staaten, Referatsleiter,<br />

Abteilungsleiter<br />

2002-2004: Türkische Botschaft in Lissabon – Botschaftsrat,<br />

Erster Botschaftsrat<br />

2004-2006: Türkisches Generalkonsulat in Komotine –<br />

Generalkonsul<br />

2007: Abteilung für euroasiatische Staaten, Abteilungsleiter<br />

Zambia<br />

H.E. Anthony Mukwita<br />

Resident in Berlin<br />

2007-2008: Vizegeneraldirektion für Zentralasien und Kaukasus<br />

- Gesandter, Vize-Generaldirektor<br />

2008-2010: Türkisches Generalkonsulat in Stuttgart - Generalkonsul<br />

Erster Klasse<br />

2010-2014: Türkische Botschaft in Teheran – Botschafter<br />

2014-2016: Türkische Botschaft in Moskau – Botschafter<br />

2016-2018: Vize-Unterstaatssekretär im Außenministerium<br />

(euroasiatische Staaten, afrikanische Staaten, Kulturangelegenheiten)<br />

Trinidad and<br />

Tobago<br />

H.E. Makeda Antoine<br />

Resident in Geneva<br />

Seit 19. März 2019 Botschafter der Türkei in Österreich<br />

AMBASSADORS<br />

145


<strong>SOCIETY</strong><br />

Embassies not resident in<br />

Austria in alphabetical order<br />

Ambassadors not resident in Vienna. Last update: June, 2019<br />

Foto: Andy Wenzel<br />

• Antigua and Barbuda<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Bahamas<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Bahrain<br />

H.E. Mr. Yusuf Abdulkarim BUCHEERI,<br />

(17.03.2015), (Geneva)<br />

• Barbados<br />

Ms. Yvette GODDARD, Counsellor,<br />

(17.07.2002), Chargé d’Affaires, (Brussels)<br />

• Belize<br />

not occupied since 18.02.2017<br />

• Benin<br />

Mr. Eloi LAOUROU, (22.11.2004),<br />

Chargé d‘Affaires, (Geneva)<br />

• Bhutan<br />

H.E. Mr. Kinga SINGHYE, (24.05.2016), (Geneva)<br />

• Botswana<br />

H.E. Ms. Athalia MOLOKOMME, (10.07.2018),<br />

(Geneva)<br />

• Brunei Darussalam<br />

H.E. Ms. Rakiah Hj ABD LAMIT, (23.02.2016), (Berlin)<br />

• Burundi<br />

H.E. Ms. Else NIZIGAMA NTAMAGIRO,<br />

(08.01.2018 ), (Berlin)<br />

• Cambodia<br />

Mrs. Narin SVAY, (17.07.2018), (Brussels)<br />

Chargé d‘Affaires<br />

• Cameroon<br />

H.E. Mr. Jean-Marc MPAY,(Berlin)<br />

• Cape Verde<br />

H.E. José Luis Barbosa LEAO MONTEIRO<br />

(15.06.2015), (Geneva)<br />

• Central African Republic<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Chad<br />

N.N. (Berlin)<br />

• Comoros<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Congo (Republic)<br />

H.E. Mr. Jacques Yvon NDOLOU, (16.09.2014) (Berlin)<br />

• Congo (Democratic Republic)<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Dominica<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Djibouti<br />

H.E. Mohamed Dileita ADEN, (15.06.2015) (Berlin)<br />

• Equatorial Guinea<br />

N.N., (Berlin)<br />

• Eritrea<br />

Mr. Osman SALEH, (18.04.2007),<br />

Chargé d‘Affaires, (Berlin)<br />

• Ethiopia<br />

H.E. Mr. Negash Kebret BOTORA, (14.09.2015),<br />

(Geneva)<br />

• F ij i<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Gabun<br />

Ms. Nanice TSIGUI, (07.04.2015),<br />

Chargé d‘Affaires, (Berlin)<br />

• Gambia<br />

Mr. Alieu NJIE, Chargé d‘Affaires, (London)<br />

• Ghana<br />

H.E. Ramses Joseph CLELAN<br />

(07.12.2018) (Bern, CH)<br />

• Grenada<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Guinea<br />

H.E. Ms. Fatoumata BALDE, (24.05.2016), (Berlin)<br />

• Guinea-Bissau<br />

N.N. (Berlin)<br />

• Guyana<br />

H.E. Mr. David T. A. HALES, (10.07.2018)<br />

(Brussels)<br />

• Haiti<br />

N.N. (Geneva)<br />

• Jamaica<br />

N.N. (Geneva)<br />

• Kiribati<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Lesotho<br />

H.E. Mr. Retselisitsoe Calvin MASENYETSE,<br />

(07.12.2018), (Berlin)<br />

• Liberia<br />

H.E. Ms. Youngor Sevelee TELEWODA,<br />

(07.12.2018), (Berlin)<br />

• Madagascar<br />

N.N. (Falkensee, DE)<br />

• Malawi<br />

H.E. Mr. Michael -b. KAMPHABE NKOHMA<br />

(24.05.2016), (Berlin)<br />

• Maldives<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Mali<br />

H.E. Ms. Oumou SALL SECK, (19.03.2019) (Berlin)<br />

• Marshall Islands<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Mauretania<br />

H.E. Mr. Mohamed Mahmoud OULD BRAHIM<br />

KHLIL, (17.03.2015), (Berlin)<br />

• Mauritius<br />

H.E. Dr. Kheswar JANKEE, (10.05.2017), (Berlin)<br />

• Micronesia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Monaco<br />

H.E. Ms. Isabelle BERRO AMADEI, (13.11.2015) (Berlin)<br />

• Mozambique<br />

Mr. Domingos Marques FERNANDO,<br />

Chargé d‘Affaires (01.01.2012) (Berlin)<br />

• Nauru<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Niger<br />

Mr. Issoufou GARBA, (08.11.2013),<br />

Chargé d‘Affaires, (Geneva)<br />

• Palau<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Papua New Guinea<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Rwanda<br />

H.E. Mr. Francois-Xavier NGARAMBE,<br />

(10.05.2017),(Berlin)<br />

• Samoa<br />

N.N. (Brussels)<br />

• São Tomé and Príncipe<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Senegal<br />

H.E. Mr. Momar GUEYE (Berlin)<br />

• Seychelles<br />

H.E. Mr. Bernard Francis SHAMLAYE, (16.12.2013),<br />

(Paris)<br />

• Sierra Leone<br />

Mr. David Madar GBENJEN, Chargé d‘Affaires,<br />

(01.06.2015), (Berlin)<br />

• Singapore<br />

N.N. (Singapore)<br />

• Solomon Islands<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Somalia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• St. Kitts and Nevis<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• St. Lucia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• St. Vincent and the Grenadines<br />

Minister Counsellor Ms. Anne MORRIS,<br />

(27.12.2005), (London)<br />

AMBASSADORS<br />

147


<strong>SOCIETY</strong><br />

• South Sudan<br />

Mr. John Opiti APIET, (01.09.2014), (Berlin)<br />

• Suriname<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Swaziland<br />

Counsellor Chargé d‘Affaires Mr. Almon<br />

Mahlaba MAMBA, (Geneva)<br />

• Tanzania<br />

Ms. Maria Napendaeli KEJO , Counsellor,<br />

(02.03.2012), (Berlin)<br />

• Timor-Leste<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Togo<br />

Mr. Tchaa Batchassi GNAMA,<br />

First Secretary, (11.11.2014), (Berlin)<br />

• Tonga<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Trinidad and Tobago<br />

Ms. Anesa ALI-RODRIGUEZ,<br />

Minister Counsellor, (Geneva)<br />

• Tuvalu<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Uganda<br />

H.E. Mr. Marcel Robert TIBALEKA, 17.03.2015 (Berlin)<br />

• Vanuatu<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

• Zambia<br />

H.E. Mr. Bwalya Stanley Kasonde CHITI,<br />

(16.01.2014), (Berlin)<br />

• Zimbabwe<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

Order of precedence of the<br />

Chiefs of the diplomatic<br />

missions resident in Vienna<br />

Ambassadors resident in Vienna. Last update: June, 2019<br />

• Holy See<br />

H.E. Nuncio Pedro LOPEZ QUINTANA,<br />

(14.06.2019)<br />

• Korea – Democratic Peoples’ Republic<br />

H.E. Mr. Kwang Sop KIM, (18.03.1993)<br />

• Liechtenstein<br />

H.H. Ms. Maria-Pia KOTHBAUER,<br />

(Prinzessin v.u.z.Liechtenstein), (11.12.1997)<br />

• San Marino<br />

H.E. Ms. Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO,<br />

(17.09.2008)<br />

• Syria<br />

H.E. Mr. Bassam SABBAGH, (29.04.2010)<br />

• Turkmenistan<br />

H.E. Mr. Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)<br />

• Azerbaijan<br />

H.E. Mr. Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)<br />

• Nicaragua<br />

H.E. Mr. Alvaro Jose ROBELO GONZALES,<br />

(11.01.2013)<br />

• Argentina<br />

H.E. Mr. Rafael Mariano GROSSI, (17.09.2013)<br />

• Kuwait<br />

H.E. Mr. Sadiq MARAFI, (17.10.2013)<br />

• Albania<br />

H.E. Mr. Roland BIMO, (14.03.2014)<br />

• Kazakhstan<br />

H.E. Mr. Kairat SARYBAY, (14.03.2014)<br />

• Uruguay<br />

H.E. Mr. Bruno Javier FARAONE MACHADO,<br />

(13.05.2014)<br />

• Bangladesh<br />

H.E. Mr. Mohammed Abu ZAFAR, (10.12.2014)<br />

• Ukraine<br />

H.E. Mr. Olexander SCHERBA, (10.12.2014)<br />

• Kosovo<br />

H.E. Mr. Mag. Sami UKELLI, (17.03.2015)<br />

• Germany<br />

H.E. Mr. Johannes Konrad HAINDL, (14.09.2015)<br />

• Myanmar<br />

H.E. Mr. San LWIN, (14.09.2015)<br />

• Romania<br />

H.E. Mr. Bogdan MAZURU, (14.09.2015)<br />

• Netherlands<br />

H.E. Mr. Marco HENNIS, (07.10.2015)<br />

• Croatia<br />

H.E. Ms. Vesna CVJETKOVIC, (07.10.2015)<br />

• Russian Federation<br />

H.E. Mr. Dmitry LYUBINSKIY, (07.10.2015)<br />

• Iran<br />

H.E. Mr. Ebadollah MOLAEI, (07.10.2015)<br />

• Israel<br />

H.E. Ms. Talya LADOR-FRESHER, (13.11.2015)<br />

• Cuba<br />

H.E. Mr. Juan Antonio FERNANDEZ PALACIOS,<br />

(13.11.2015)<br />

• Venezuela<br />

H.E. Ms. Jesse Alonso CHACÓN ESCAMILLO<br />

(23.02.2016)<br />

• Algeria<br />

H.E. Ms Faouzia BOUMAIZA MEBARKI, (24.05.2016)<br />

• Mexico<br />

H.E. Ms. Alicia BUENROSTRO MASSIEU,<br />

(24.05.2016)<br />

• Egypt<br />

H.E. Mr. Omar Amer YOUSSEF, (05.10.2016)<br />

• United Kingdom<br />

H.E. Mr. Robert Leigh TURNER, (05.10.2016)<br />

• China<br />

H.E. Mr. Xiaosi LI, (05.10.2016)<br />

• Japan<br />

H.E. Mr. Kiyoshi KOINUMA, (05.10.2016)<br />

• United Arab Emirates<br />

H.E. Mr. Hamad Ali Ali Subaih ALKAABI, (03.10.2016)<br />

• Australia<br />

H.E. Mr. Brendon Charles HAMMER, (13.10.2016)<br />

• Morocco<br />

H.E. Mr. Lofti BOUCHAARA, (04.11.2016)<br />

• Burkina Faso<br />

H.E. Mr. Dieudonné KERE, (31.01.2017)<br />

• Yemen<br />

H.E. Mr. Haytham Abdulmomen Hassan<br />

SHOJA‘AADIN, (31.01.2017)<br />

• Bulgaria<br />

H.E. Mr. Ivan Stoyanov SIRAKOV, (02.03.2017)<br />

• Belarus<br />

H.E. Ms. Alena Alena KUPCHYNA, (02.03.2017)<br />

• Korea - Republic<br />

H.E. Mr. Dong-Ik SHIN, (02.03.2017)<br />

• Ireland<br />

H.E. Mr. Thomas HANNEY, (20.03.2017)<br />

AMBASSADORS<br />

148


<strong>SOCIETY</strong><br />

• India<br />

H.E. Mrs. Renu PALL, (02.03.2017)<br />

• Mongolia<br />

H.E. Mrs. Battungalag GANKHUURAI, (13.03.2017)<br />

• New Zealand<br />

H.E. Ms. Nicole Jocelyn ROBERTON, (20.02.2017)<br />

• Kyrgisztan<br />

H.E. Mr. Bakyt DZHUSUPOV, (10.05.2017)<br />

• Indonesia<br />

H.E. Mr. Darmansjah DJUMALA, (04.07.2017)<br />

• Moldova<br />

H.E. Mr. Victor OSIPOV, (04.07.2017)<br />

• France<br />

H.E. Mr. François SAINT-PAUL, (04.07.2017)<br />

• Dominican Republic<br />

H.E. Ms. Lourdes VICTORIA-KRUSE, (04.07.2017)<br />

• Nigeria<br />

H.E. Ms. Vivian Nwunaku OKEKE, (10.09.2017)<br />

• Saudi Arabia<br />

H.E. Mr. Khalid JINDAN, (10.09.2017)<br />

• Luxembourg<br />

H.E. Mr. Marc Albert Philippe UNGEHEUER,<br />

(09.10.2017)<br />

• Spain<br />

H.E. Mr. Juan SUNYE MENDÍA, (09.10.2017)<br />

• Slovakia<br />

H.E. Mr. Peter MISIK, (09.10.2017)<br />

• Canada<br />

H.E. Ms. Heidi HULAN, (09.10.2017)<br />

• Latvia<br />

H.E. Ms. Veronka ERTE, (09.10.2017)<br />

• Slovenia<br />

H.E. Ms. Ksenij a SKRILEC, (15.09.2017)<br />