SOCIETY 375

Villaflora23aa

WIRTSCHAFT • POLITIK • DIPLOMATIE • MEDIZIN • IMMOBILIEN

Nr. 375 | Juni - Dezember 2019

www.society.at | Preis 10,- Euro

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120

KUBA

60 Jahre Revolution im

karibischen Inselstaat

STARKE FRAUEN

Was die Botschafterinnen

von Malta, Namibia,

Norwegen, Schweden

und Zypern miteinander

verbindet

THEMENSERIE

Traditionsunternehmen

Österreichs

Scheer, Lobmeyr,

Giesswein und Knize

SÜDAFRIKA

25 Jahre Abschaffung

der Apartheid

BRIGITTE BIERLEIN

Die erste Frau

Österreichs

Michelle Obama

Ihre Geschichte


THE X7

www.bmw.at/X7

BMW X7: von 195 kW (265 PS) bis 294 kW (400 PS), Kraftstoffverbrauch gesamt von 6,5 bis 8,7 l/100 km, CO 2 -Emissionen von 171 bis 198 g CO 2 / km. Symbolfoto.


SOCIETY

SOCIET Y im

neuen Gewand

SOCIETY-Chefredakteurin

Tanja Tauchhammer

SOCIETY-Herausgeberin

Gerti Tauchhammer

Foto: Pascal Schrattenecker

Erstmals seit 15 Jahren haben wir

unserem Erscheinungsbild ein Facelifting

verpasst und werden ab jetzt

erfrischend mit neuem Layout und

Persönlichkeiten auf dem Titelblatt erscheinen.

Wunderbar, dass wir als Coverstory

gleich die Powerfrau Michelle

Obama featuren konnten. Lesen Sie

mehr über die Lebensgeschichte der

früheren First Lady im Blattinneren.

Ebenfalls in dieser Ausgabe finden Sie

einen Artikel über „die erste Frau an

Österreichs Spitze“, Brigitte Bierlein.

THEMENSCHWERPUNKTE

Im Fokus stehen diesmal 25 Jahre Abschaffung

der Apartheid in Südafrika

und das 60 Jahr-Jubiläum der Revolution

Kubas. Botschafterinterviews und

mehr über die Beziehungen dieser

Länder zu Österreich sind ebenfalls

im Heftinneren.

EIGENEVENTS

Wie immer bringen wir einen Nachberichtsreigen

über unsere Veranstaltungen:

Botschafterfrühstück mit Leigh

Turner, das bereits zum zweiten Mal

mit dem Thema „digitale Diplomatie“

im Palais Hansen Kempinski stattfand.

Das Nawruz- und Silk-Road-Event im

Hotel Park Hyatt, ein Frühstück zum

Thema „One Belt, One Road-China-Africa“

mit dem chinesischen und drei

afrikanischen Botschaftern in Kooperation

mit ACBA, und eine Ausstellung

mit zwei Künstlern zum Thema „Österreich-Ungarn“–

beide im Grand Hotel.

Kamerun und Mosambik feierten ihren

Nationalfeiertag im neu eröffneten

Hotel Andaz Vienna Am Belvedere

mit einem atemberaubenden Panoramablick

über Wien und einer hochkarätigen

Wirtschaftsdelegation aus

Mosambik.

MAXIMILIAN I.

500 JAHRE TODESTAG

Der österreichische Maler Maximilian

Otte widmet diesem herausragenden

Habsburger anlässlich seines 500.

Todestages ein Gemälde. Über Otte

mehr im Blattinneren.

WOMEN AMBASSADORS

Wir führen die Reihe über weibliche

Botschafterinnen mit Interviews

von den diplomatischen Vertreterinnen

aus Malta, Namibia, Norwegen,

Schweden und Zypern weiter

fort. Immobilien, Privatkliniken und

Internationale Schulen sowie die

neu akkreditierten Botschafter und

Ambassadors von A-Z runden unsere

Themenkreise ab.

Genießen Sie unsere abwechslungsreichen

Recherchen und Portraits und

nehmen Sie sich Zeit für ein Durchblättern

unseres Magazins! Wir freuen

uns, sie weiterhin als lesenden treuen

Wegbegleiter mit unseren Inhalten

überraschen zu dürfen.

Herzlich Ihre

Gerti Tauchhammer, Herausgeberin

Tanja Tauchhammer, Chefredakteurin

EDITORIAL

003


SOCIETY

Inhalt

Heft Nr. 375

FOKUS: WOMEN IN POLITICS

10 Coverstory: Michelle Obama

16 I.E. Natasha Meli Daudey (Malta)

18 I.E. Nada Kruger (Namibia)

20 I.E. Kjersti Andersen (Norwegen)

22 I.E. Mikaela Kumlin Granit

(Schweden)

24 I.E. Elena Rafti (Zypern)

26 Porträt: Brigitte Bierlein

30 100 Jahre Frauenwahlrecht

FOKUS: KUBA

34 Länderporträt: Kuba

38 Interview: Botschafter S.E.

Juan Antonio Fernandez Palacios

42 Reisemesse FITCuba 2019

44 Analyse: Kuba kämpft sich durch

46 Gastkommentar: 60 Jahre

Revolution in Kuba

48 Österreichisch-Kubanische

Freundschaftsgesellschaft

IMMOBILIEN

50 Immobilienprojekt TrIIIple

51 Börseplatz 1

53 Austia Trend Hotels: Interview mit

Michael Kröger

54 Neues Hotelprojekt: Jaz Hotel

56 Hotel Steigenberger

57 The Ring

58 Schlosspark Mauerbach

59 The Ritz-Carlton Vienna

FOKUS: SÜDAFRIKA

60 Länderporträt: Südafrika, Land

der Gegensätze

64 Interview mit Botschafter

S.E. Tebogo Seokolo

68 25 Jahre Ende Apartheid

DIVERSITÄT / GREEN SOCIETY

70 Gastkommentar: Klimaschutz ist

überlebenswichtig

74 Wie ‚„grün“ ist die russische Ölund

Gasindustrie?

75 Black Austrian Awards

MEDIZIN & FITNESS

78 Vienna Medical Center

80 Digitales Zahnlabor DDLab

82 Schlank in den Sommer

84 Taekwon-Do Fit Class

85 VITURA Personal Training

LIFE & STYLE

87 Geinberg5

88 Kussmaul

89 Kornat

90 Amadeus International School

92 Reise nach Irland

94 Windobona

95 Ethnischer Schmuck

98 Beautynews

KULTUR

102 Turnierbuch Freydal: Maximilan I.

104 Maximilian Otte

106 St. Georgs-Ordenstag in Ungarn

108 Weinritter

110 Russisches Kulturinstitut

112 Exlibris

WIRTSCHAFT

116 Schuhmacher Scheer

118 Knize

120 Giesswein

122 Lobmeyr

124 Interview: Martin Winkler, Oracle

126 Interview mit Premierminister von

Nordmazedonien, Zoran Zaev

128 Vienna Economic Forum

130 Thomas Arnoldner, A1

132 OBOR-Initative, Leopold Specht

133 Kasachstan: Rudolf Thaler

DIPLOMATIE

134 Ambassadors A-Z

142 Akkreditierungen Bilateral

147 Rangfolge Botschafter

150 Österreichische

Diensstellenleiter BMEIA

158 Events Diplomatie

165 Begegnungen in der Stallburg

ÖGAVN

166 PaN-Events

168 Welcome to Austria

SOCIETY EIGENEVENTS

170 Public Diplomacy mit S.E. Leigh

Turner

172 Präsentation der Winterausgabe

im Park Hyatt

174 Nawruz-Feier im Grand Salon des

Park Hyatt

178 Ambassadors Breakfast ACBA

180 Taekwon-Do Performance

182 Dinner im Sichuan China

Restaurant

184 Vernissage: Austria meets

Hungary

186 Mosambik im Hotel Andaz Am

Belvedere

188 Ladies Ambassadors Grand

Lunch

190 Gartenparty im Vienna Medical

Center

192 Benefizkonzert „All for Autism“

194 Kommentar: Emil Brix

STANDARDS

3 Editorial

6 Impressum

8 Gastautoren

INHALT

004


SOCIETY

64

10

122

26

34

158

INHALT

005


SOCIETY

Wirtschaft • Politik • Diplomatie •

Medizin • Immobilien

MEDIA EVENTS NETWORKING

(Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz)

Medieninhaber & Eigentümer: Tauchhammer KG 100%

(Komplementär: KR Mag. Gertrud Tauchhammer,

Kommanditist: Mag. Tanja Tauchhammer)

Unternehmensgegenstand: Herausgabe von Druckwerken

Firmenbuchnummer: FN 235924y

Firmensitz: Hüttelbergstraße 23a, 1140 Wien

Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien

UID-Nummer: ATU57082123

Blattlinie: SOCIETY berichtet über Top-Ereignisse aus

Wirtschaft, Politik, Diplomatie, Immobilien, Medizin, Gesellschaft,

Lifestyle, und Nachhaltigkeit („Green Society“).

Jede Ausgabe ist einem Fokusland gewidmet.

Fotos: Heeresbild- und Filmstelle, Richard Pobaschnig,

Katherina Prokofieff, Katharina Schiffl, Ugur Karakan,

Eduardo Salas-Torrero, Pascal Schrattenecker

Coverfoto: Official White House Photo by Chuck Kennedy

Druck: Druckerei Berger, www.berger.at

Erscheinungsweise: halbjährlich

Preis pro Ausgabe: EUR 10,- zuzügl. Versandkosten

Bankverbindung: Bank Austria,

IBAN: AT35 1200 0515 7811 1601, BIC/Swift: BKAUATWW

ÖSTERREICHISCHE

GESELLSCHAFT

FÜR AUSSENPOLITIK UND DIE

Seit 1945

VEREINTEN NATIONEN (ÖGAVN)

Herausgeberin: KR Mag. Gertrud Tauchhammer, in Kooperation

mit der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten Nationen (ÖGAVN), www.oegavn.org

Chefredaktion: Mag. Tanja Tauchhammer

Sekretariat: Angelika Haupt

Redaktion: Sarah Heftberger, Bakk. phil.

Ressort Außenpolitik: Mag. Hermine Schreiberhuber

Gastautoren: Emil Brix, Simon Inou, Karl Kaltenegger,

Rudolf Thaler, Leopold Specht

Anzeigenverkauf: Gertrud Tauchhammer

Sales Assistant: Anya Hubmayer, Angelika Haupt

Re-Design & Layoutentwicklung: OOOM AGENCY

Art Director: Daniel Pucher / OOOM

www.ooom.agency, www.ooom.com

Redaktionsadresse:

Villa Flora, Hüttelbergstraße 23a, 1140 Wien

Telefon +43-(0)1-914 77 44-0

E-Mail: mail@society.at

www.society.at

Präsidium:

Bundeskanzler a.D. Dr. Wolfgang Schüssel (Präsident)

Bundesminister a.D. Dr. Willibald Pahr (Ehrenpräsident)

Bot. i.R. Dr. Wolfgang Schallenberg (Ehrenpräsident)

Bundesminister a.D. Bot. i.R. Dr. Peter Jankowitsch

(Vizepräsident)

Bot. i.R. Dr. Gregor Woschnagg (Vizepräsident)

Bundesminister a.D. Abg. z. NR Herbert Scheibner

(Vizepräsident)

Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen (Vizepräsident)

Weitere Vorstandsmitglieder:

Bot. i.R. Dr. Alexander Christiani,

Bot. i.R. Dr. Eva Nowotny,

Bot. i.R. Dkfm. Dr. Karl Peterlik,

Bot. i.R. Dr. Gerhard Pfanzelter,

BM a.D. Bot. Dr. Ursula Plassnik,

General i.R. Mag. Raimund Schittenhelm,

Mag. Liselotte Waldheim-Natural

IMPRESSUM

006


SOCIETY

SOCIETY präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche Gastautoren, die

sich mit aktuellen Themen aus Politik, Lifestyle, Wirtschaft und

Kultur befassen.

Hermine Schreiberhuber war stellvertretende

Ressortleiterin der Außenpolitik

bei der APA. Für die SOCIE-

TY-Länderschwerpunkte verfasst sie

regelmäßig politische Analysen und

Hintergrundberichte. In dieser Ausgabe

analysiert sie die aktuelle politische

Situation Kubas und reflektiert außerdem

anlässlich 100 Jahren Frauenwahlrecht

über die Situation der weiblichen

Bevölkerung in Österreich in dem

männlich dominierten Feld der Politik.

Simon Inou ist Soziologe und Journalist.

Er engagiert sich außerdem beim

Verein M-Media, der journalistische

Talente mit Migrationshintergrund

sucht und fördert. Er ist Mitherausgeber

des Magazins „fresh“ der schwarzen

Bevölkerung Österreichs, das einen

frischen Wind in die heimische Medienlandschaft

bringt. In diesem Heft

gibt er Einblicke in die Black Austrian

Awards, die heuer zum zweiten Mal an

afro-österreichische Persönlichkeiten

und Kollektive vergeben wurden.

Emil Brix ist Diplomat und Historiker

und momentan als Direktor der Diplomatischen

Akademie Wien – Vienna

School of International Studies tätig.

Er trat 1982 in den Diplomatischen

Dienst ein. Heute ist er Vorsitzender

des Instituts für den Donauraum und

Mitteleuropa und Mitglied des Verwaltungsrates

der Austrian Research

Association. In dieser Ausgabe widmet

er sich dem Mauerfall 1989 und der

noch lange nicht abgeschlossenen

Wende, die dieser mit sich brachte.

Karl Kaltenegger war langjähriger

ORF-Journalist, Manager und Moderator

für Radio Salzburg, Ö3 (u. a. Ö3-Wecker)

und Radio Wien. Mittlerweile ist

er als Reisejournalist aktiv und schreibt

für verschiedene Publikationen. In

dieser Ausgabe nimmt er die Leser auf

die 39. Reisemesse FITCuba mit und

verrät die besten Tipps für zukünftige

Kuba-Touristen. Außerdem berichtet

er aus der irischen Region Connemara,

die schon Oscar Wilde als wilde Schönheit

bezeichnete.

Rudolf Thaler ist Wirtschaftsdelegierter

in Almaty und zuständig für

Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan,

Turkmenistan und Usbekistan. Zuvor

tätig in Los Angeles/USA, Kiew/Ukraine,

Warschau/Polen, Abu Dhabi/Vereinigte

Arabische Emirate, Stockholm/

Schweden. In Wien tätig als Regionalmanager

für Afrika & Naher Osten und

Süd- & Südostasien sowie Betreuer von

Großunternehmen. Er schreibt über

Kasachstan und dessen wesentliche

Rolle für die neue Seidenstraße.

Leopold Specht studierte Rechtswissenschaft,

Philosophie, Politikwissenschaft

und Ökonomie in Wien, Neapel,

Rom und Cambridge, Massachusetts.

Er ist Mitglied des Institute for Global

Law und Policy an der Harvard Law

School und Gastprofessor an der

Universität Turin. Heute ist er Rechtsanwalt

bei Specht & Partner Rechtsanwalt

GmbH in Wien. Für diese Ausgabe

verfasste er einen Kommentar über

die chinesische One Belt One Road

Initiative.

Fotos: Foto Nelson, SOCIETY/Pobaschnig,, WKO, Diplomatische Akademie. Philipp Horak

GASTAUTOREN

008


Shaping the world since 1919.

Unsere Leidenschaft für Technologie und das Streben nach Innovation

lassen seit 100 Jahren führende Schleiflösungen für Kunden in aller Welt

entstehen.


Michelle Obama –

Ihre Geschichte

Michelle LaVaughn Robinson Obama –

Rechtsanwältin, Autorin, Mutter zweier

Töchter und ehemalige First Lady der USA,

veröffentlichte 2018 ihre Biografie, in der sie

tiefe und vor allem ehrliche Einblicke in ihre

ganz persönliche Geschichte gibt.


SOCIETY

„Tun Sie, was Sie für richtig halten. Es wird immer jemanden geben, der

anders denkt“ – Michelle Obama

In „Becoming“ blickt sie auf die Zeit

zurück, in der sie als erste schwarze

First Lady der Vereinigten Staaten von

Amerika an der Seite ihres Mannes

Barack Obama rundum die Welt

reiste, von den Einen beschimpft, von

den Anderen gefeiert wurde. „Seitdem

ich zögerlich in die Öffentlichkeit trat,

hat man mich als mächtigste Frau der

Welt hochgehalten und gleichzeitig

als, zornige schwarze Frau‘ niedergemacht“,

schreibt sie gleich am Anfang

ihres Buches.

Michelle Obama wurde am 17. Januar

1964 in South Side Chicago geboren.

Der Großteil ihrer Vorfahren waren

Sklaven aus den Südstaaten, 2009

entschlüsselten Forscher ihren

Stammbaum und stellten fest, dass

sie auch weiße Wurzeln hat, die vermutlich

nach Irland zurückgehen. Als

Tochter einer Sekretärin und eines

gelernten Metzgers, der sich später

zum Maschinisten umschulen ließ,

wuchs sie in recht einfachen Verhältnissen

im Haus ihrer Tante auf.

Ihr Zimmer teilte sie sich damals mit

ihrem älteren Bruder Craig, ein selbstgebauter

Raumteiler schaffte etwas

Privatsphäre.

„Wie alles, was ich in

meinem Leben erreicht

habe, wäre

auch dieses Buch

ohne die Liebe und

Unterstützung zahlloser

Menschen nicht

möglich gewesen.“

Michelle Obama in

der Danksagung

Im Buch erzählt sie von den starr und

streng wirkenden Klavierstunden mit

ihrer Tante, der Zeit mit ihrem Bruder,

den sie stets für seine innere Ruhe

bewunderte, ihren Eltern, die ihr früh

beibrachten, ihre Meinung zu sagen

und ihrer ersten Begegnung mit ihrem

späteren Ehemann Barack Obama.

Sie spricht über die Erkrankung ihres

Vaters mit Multipler Sklerose, der

trotz seines Leidens immer versuchte,

der Fels in der Brandung der Familie

zu sein. Wie sich die Nachbarschaft,

in der sie aufwuchs, langsam transformierte,

der Großteil der weißen

Familien wegzog und sich in den

Straßen Armut und Gewalt mehr und

mehr ausbreiteten. Ihren Ehrgeiz und

den Willen zu lernen verlor Obama

aber trotz aller Veränderungen und

Hürden nie.

1981 beendete sie als eine der besten

ihrer Klasse die Whitney Young Magnet

High School, ehe sie 1985 an der

Princeton University die Fächer Soziologie

und Afroamerikanische Studien

mit dem Bachelor of Arts abschloss.

„Princeton war extrem weiß und

sehr männlich dominiert“, erinnert

sie sich. „In meinem Freshman-Jahrgang

machten schwarze Studenten

nur knapp neun Prozent aus.“ Wie

Mohnsamen in einer Schüssel Reis

beschreibt Obama das Verhältnis von

weißen und schwarzen Studenten.

Drei Jahre nach dem Abschluss an

der Princeton University erhielt sie

den akademischen Grad Juris Doctor

an der Harvard University. Später

arbeitete sie in der Anwaltskanzlei

„Sidley & Austin“, wo sie auch Barack

Obama, der als Praktikant in die Kanzlei

kam und als dessen Mentorin sie

fungierte, kennenlernte. Die Lehrerin,

die ihr damals attestierte, sich nicht

sicher zu sein ob sie „zum Material für

Princeton zählen würde“, belehrte sie

eines Besseren.

1992 heiratete sie schließlich den

späteren 44. Präsidenten der USA,

1998 brachte sie ihre erste Tochter

Malia Ann, 2001 Natasha - beide durch

künstliche Befruchtungen - auf die

Welt. Michelle Obama schreibt in ihrem

Buch offen über ihre Fehlgeburt,

die ihr damals das Gefühl gab, versagt

zu haben, „weil ich nicht wusste, wie

häufig Fehlgeburten waren, weil wir

nicht über sie gesprochen haben“, wie

sie dazu in einer amerikanischen Talkshow

erklärte.

Die Entscheidung ihres Mannes,

Präsident der Vereinigten Staaten

werden zu wollen, veränderte das

Leben der Familie völlig. „Allein waren

wir nie. Helfer umschwirrten uns,

Agenten bewachten uns, Presseleute

warteten auf Interviews, Passanten

knipsten Fotos aus der Ferne. Das war

unser neuer Alltag“, schreibt sie offen.

Für die Politkarriere ihres Mannes

gab sie die ihre vorübergehend auf.

Zuvor war sie führend am University of

Chicago Medical Center tätig, baute

außerdem die Chicagoer Sektion der

Nichtregierungsorganisation „Public

Allies“ auf, die junge Menschen auf

Führungspositionen im öffentlichen

Dienst vorbereiten soll.

Später engagierte sie sich aktiv im

Wahlkampf Baracks, hielt Reden und

führte zahlreiche Interviews. Für ihren

Mann war Michelle stets eine Stütze

und redigierte sogar seine Ansprachen.

2008 wurde sie außerdem auf

Platz 9 der einflussreichsten Harvard

Law School Absolventen gelistet.

Einfach war die Zeit als Frau an der

Seite des US-Präsidenten nicht

immer. „Sowohl Barack als auch ich

COVERSTORY

012


legten so gut wie jeden Aspekt unserer

Leben in die Hände eines Haufens

von Leuten zwischen zwanzig und

dreißig, die zwar hochintelligent und

kompetent waren, aber nicht ahnen

konnten, wie schmerzhaft es manchmal

war, die Kontrolle über das eigene

Leben abzugeben“, so die heute

55-Jährige. Die Erziehung ihrer zwei

Töchter „mit der Politik, mit Amerika,

mit Baracks Streben danach, etwas zu

bewirken“ zu vereinbaren, beschreibt

sie als herausfordernd. In einer Szene

am Beginn ihres Buches erzählt die

„Bis vor kurzem war

ich die First Lady der

Vereinigten Staaten

von Amerika – ein

Beruf, der offiziell

gar kein Beruf ist, mir

aber trotzdem ein

Podium geboten hat.“

ehemalige First Lady von ihrem neuen

roten Backsteinhaus, nur etwa zwei

Meilen vom alten Zuhause entfernt,

in dem sie einen Abend ganz alleine,

ohne Familie, ohne Personal und ohne

Security in ihrer unmittelbaren Nähe

verbringt. Ein Moment, den sie nach

acht Jahren im Weißen Haus als erste

richtige Gelegenheit zur Besinnung

empfindet.

„Bis vor kurzem war ich die First Lady

der Vereinigten Staaten von Amerika

– ein Beruf, der offiziell gar kein Beruf

ist, mir aber trotzdem ein Podium

geboten hat, wie ich es mir nie hätte

träumen lassen. Er hat mich herausgefordert,

mich demütig gemacht, mich

emporgehoben und niedergestreckt,

nicht selten sogar beides gleichzeitig“,

blickt sie auf die bewegte Zeit zurück.

Nach dem Ende der zweiten Präsidentschaftsperiode

ihres Mannes zog

sie sich gemeinsam mit ihrer Familie

für eine Weile aus der Öffentlichkeit

zurück, ihr Engagement für die Rechte

von Minderheiten, für Bildung in

ärmeren Ländern und für ein besseres

Ernährungsbewusstsein hat sie aber

nie aufgegeben. Mit der Publikation

ihrer Biografie machte sie wieder

einen Schritt zurück in die Öffentlichkeit.

Innerhalb von wenigen Tagen

nach der Veröffentlichung galt das

Buch als Bestseller, verkaufte sich in

Nordamerika in den ersten 15 Tagen

über zwei Millionen Mal.

Für viele gilt Michelle Obama wohl als

ein Paradebeispiel für den „American

Dream“ – als erste schwarze First Lady,

Rechtsanwältin, Autorin, Mutter und

Aktivistin hat die heute 55-jährige

viel erreicht. Den Weg dorthin, mit all

seinen Facetten, Höhen und Tiefen,

zeichnet sie in „Becoming“ ehrlich und

authentisch nach.

Die deutsche Erstausgabe von „Becoming“

erschien im November 2018

im Goldmann Verlag. Auf 544 Seiten

gibt die ehemalige First Lady Michelle

Obama ganz persönliche Einblicke in

ihren Werdegang.

Fotos: Obama-Robinson Family Archive, Miller Mobley

COVERSTORY

014


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SOCIETY

Female Diplomat

in a Man‘s World

H.E. Natasha Meli Daudey, Ambassador of

Malta spoke with SOCIETY about her plans

for her term in Austria and how more women

in power could bring a change.

You are Ambassador of Malta to Austria

and Permanent Representative

to the International Organisations

in Vienna since September 1, 2018.

What are your main goals and plans

for your term?

At the moment, the Embassy is

focusing mainly on the promotion of

Malta. While many Austrians may have

travelled to Malta as tourists or even

to study English, few are aware of what

Malta has to offer in terms of culture

and business opportunities. An area

where we are particularly focusing our

efforts on, is cooperation on life sciences

and block chain. On the multilateral

side, the OSCE with its headquarters

here in Vienna has always been

very important for Malta. The OSCE

region stretches from Vancouver to

Vladivostok, but Malta always insisted

It is an uncontested

fact, that diplomacy

is a „man‘s world“ and

female diplomats

seem to be associated

largely with „soft

security posts“

that the security of Europe is inextricably

linked to the stability and security

of the Mediterranean region. Malta

has always strived to keep Mediterranean-related

issues on the agenda of

the OSCE and to continue working on

issues of common interest with the 6

partners for cooperation. On the UN

side, we have a number of goals. Just

to mention two of them, recently we

have been working very closely with

the IAEA and the CTBTO.

While Malta does not have nuclear

energy, it benefits highly from its

peaceful uses. I have to admit that

before I started dealing with this file, I

personally was not even aware of the

wide range of peaceful purposes that

nuclear technology could be used

for. Through its country framework

program, Malta has been benefitting

extensively in the fields of cancer

treatment, projects on water management

and clarification, as well

as heritage conservation. Malta has a

very strong and principled position on

disarmament and non-proliferation.

We work very closely on these objectives

with the CTBTO.

We must work with

today’s boys to

improve the situation

for tomorrow’s

women.

There are bilateral relations between

Austria and Malta since 1966. How

would you define the current relationship

between the two countries?

The two countries have always had

sound relations. Due to many reasons,

but also due to our specific geographic

location, our paths did not cross

much along the years. While Austria

was part of the Austro-Hungarian

Empire, Malta was a British colony. We

did not have that much in common

back then, but after independence we

started having many similarities. Both

countries chose to be neutral, and

within the EU, we form part of a very

small group of countries that still have

neutrality embedded in their Constitution.

When Malta became independent

in 1964, after being a colony for

almost all its history, Malta sought to

play a role in international relations,

one of a bridge between the North

and the South. Against the Cold War

WOMEN AMBASSADORS

016


Foto: SOCIETY/Salas-Torrero

background, the only way to achieve

this aim was by remaining neutral and

non-aligned. Malta is uniquely placed

to play such a bridging role. First of all,

we have an advantageous geographical

location at the heart of the Mediterranean.

Moreover, we also speak a

language that has Semitic roots and

has always facilitated our dialogue

with our Southern neighbours.

You are a mother of two children –

how challenging is it to combine the

work as an Ambassador with family

life?

The role of Ambassador is demanding,

but female Ambassadors have the added

challenge that they must combine

work and family life. Most of our male

colleagues have the advantage of

having a wife that supports them even

in the carrying out of their professional

duties. While my husband is here with

me in Vienna, he pursues his own career

which involves a lot of travelling.

I am lucky to be married to a feminist

who has accepted to follow his wife’s

career. This is an advantage that many

other female colleagues do not have.

The daily organization of the family

remains nevertheless largely the woman’s

responsibility. While you are trying

to solve tough political situations

and attending the numerous social

events, you still must ensure that the

daily needs of the family are seen to. It

is extremely demanding.

There are still far less female than

male Ambassadors. In your opinion,

what could be done to foster the

female representation in leading

positions in general?

It is an uncontested fact that diplomacy

remains a “man’s world” and

female diplomats seem to be associated

largely with “soft security” posts.

One reason behind this imbalance is

the lack of trust by decision makers.

Then there is also the issue of lack of

compatibility of the job with family life.

It is true that many women are faced

with the tough decision to either stop

their career halfway to have a family, or

else to carry on their career to the detriment

of not having a family. This is a

tough decision that our male colleagues

are not faced with. What is needed

is a change in mentality across the

board. We must work with today’s boys

to improve the situation for tomorrow’s

women. It might be a bit cliché but

I think that women have a different

approach to solving conflictual situations

and I believe that having more

female leaders would bring a change.

Us women who have made it therefore

have a greater responsibility to act as

an inspiration and encouragement to

the younger generation. My message

to them is that while it is challenging,

it is not impossible.

INTERVIEW MALTA

017


SOCIETY

A young State with

many Prospects

H.E. Nada Kruger, Ambassador of Namibia

told SOCIETY about the current developments

in Namibia, the country’s history and

its relations with Austria.

You are the Ambassador of Namibia

to Austria since the beginning of

this year. How big is the Namibian

community here in Austria and how

is the Embassy connected with the

members?

There are 43 Namibians registered

at our Embassy and we are trying to

interact with them as a community.

In March for example, when we

celebrated our 29th anniversary of

independence, I invited them all to

our residence and used this opportunity

to introduce myself as their new

Ambassador. This gave me the chance

to interact and celebrate together with

them, which was lovely. Apart from

this and like any Embassy, we provide

consular services to the Namibians

living abroad.

What is your professional background

and what are your main objectives for

your term?

I am in the Namibian Ministry of

Foreign Affairs, later renamed to

Ministry of International Relations

and Cooperation, since 1994. This is

actually my second time in Austria,

from 2000 until 2005, I served as First

Secretary to Austria. This is my first

post as Ambassador, before this, I was

working in the head office in Windhoek

as well as on diplomatic assignment in

Geneva and Stockholm. It is very interesting

to come back to a country for

a second time – I think it is a little bit

easier to settle down because I know

the place and the lifestyle already. In

terms of my objectives, the Namibian

policy on international relations and

cooperation clearly points out that our

focus lays on economic diplomacy, so

we are trying to encourage businesses

and investments in our country. In

general, the topics have changed a

lot since I was here the last time. The

environment plays a much bigger role

nowadays, but also the financial and

geopolitical situations have changed.

What connects Austria with Namibia

and what are the biggest differences

you observed so far?

In general, we maintain very good

relations with Austria. Both of us

are touristic countries but for very

different reasons. Right now, we are

trying to promote tourism and also

businesses on an international level.

Our Embassy here in Vienna is serving

not only on the bilateral but also on

the multilateral level and finding

the balance between these two is

difficult sometimes. Nevertheless,

together with Austria, we are working

on projects for renewable energy and

capacity building. We also have a very

strong Austrian-Namibian friendship

association here in Vienna, which is

very active, and we regularly interact

and work with them.

Do you think that female Ambassadors

have a much different approach

on their work than their male counterparts

do?

Generally, I do not think that they have

a different approach. However, I think

men are more career oriented while

women have a more holistic approach.

Women are very inclusive and they

want to bring everyone on board. I

think that men and women nowadays

are equals. For me, the skill set of

a person is more important, which

can be influenced by many different

factors like the environment you grow

up in, education etc. All of this contributes

to how we approach things.

Nevertheless, when we have family,

female Ambassadors have to face a

“double challenge” as we have to manage

our family life and the Embassy

at the same time. Luckily, I have a very

supportive husband who is here with

Foto: SOCIETY/Prokofieff

WOMEN AMBASSADORS

018


me. Many women have been brought

up to take on very traditional roles,

where we have to take care of the

household, hospitality and family. However,

when it comes to professional

roles, women have certainly achieved

a lot. In Namibia, we have worked hard

in terms of gender equality. We have

a female Prime Minister and we are

extremely proud of her. Besides, our

Deputy Prime Minister and numerous

other ministers are females as well.

How is the current situation in Namibia

from an economic, political and

social point of view?

We are a very young country that

just celebrated its 29th anniversary

of independence. Namibia was a

German colony and later under South

(...) when we have family,

female Ambassadors

have to face a

„double challenge“ (...)

African rule. We also had apartheid in

our country, but I think we addressed

it much earlier and in a more formal

way. Since our independence, we

really have taken strides to build an

equal society. Upon independence,

we adopted the “policy of national

reconciliation”, and I think this was and

is essential so all people can reach the

same level of equality.

Economically, Namibia is doing well,

we are classified as an upper middle-income

country, though I have to

admit that at times, this classification

is to our disadvantage, for example,

when it prevents us from accessing

certain kinds of assistance. There is

still a lot of poverty in the country and

the gap of economic inequality has

not been closed yet. The classification

indicates a level of economic growth

and stability which is there, but which

does not reach all of our population

equally. Unfortunately our country is

currently going through a devastating

drought, which has a very negative

impact. In terms of democracy, peace,

stability and economic activity our

country provides a positive environment.

Namibia is also quite advanced

in regard of gender equity. Earlier this

year, we even received the 2019 African

Union Commission award for promoting

gender equality.

Furthermore, our geographical

position right at the Atlantic Ocean

gives us the chance to function as a

gateway into the landlocked countries

that surround us. Through the harbour

town of Walvis Bay, around 230 Million

people can potentially be reached. In

terms of our economic diplomacy, we

are encouraging people all over the

globe to look at the opportunities that

our country provides.

INTERVIEW NAMIBIA

019


A long Tradition of

Gender Equality

SOCIETY spoke with H.E. Kjersti Ertresvaag

Andersen, Ambassador of Norway about the

Norwegian stance on gender equality and

women’s rights issues.

As Ambassador of Norway to Austria

– what are your plans or strategies to

further strengthen and diversify the

relations between the two countries?

How would you define the current

relations?

The relations are excellent. I have been

in Vienna for one year now and during

this short period of time, we have had

several high-level visits. The Norwegian

Prime Minister has been here twice,

and King Harald and Queen Sonja

visited for the World Ski Championship

in Seefeld. There have also been numerous

other political visits, underlining

the very strong relations between both

countries. Furthermore, we have a lot

of cultural, and some business contact

as well. Vienna and Austria have very

impressive cultural scenes, and we frequently

have musicians and orchestras

from Norway visiting. The objective

is to build on all these relations and

contacts, to facilitate cooperation in

Vienna and in the federal states. I very

much enjoy traveling in Austria in order

to visit the different regions. It adds to

my understanding of the country and,

in turn, provides an even better basis

for strengthening the connections.

Fotos: SOCIETY/Prokofieff

WOMEN AMBASSADORS

020


SOCIETY

Norway has a long and proud tradition of promoting gender equality –

at home and in partnerships abroad.

Personally, I very much appreciate

Vienna and Austria, and really enjoy my

term here.

How many Norwegians live in Austria?

Are there any events or organizations

for the community?

Around 700 Norwegians are living

here, many in Vienna but also in other

parts of the country. Like Norway, Austria

is a country of mountains, snow

and skiing, so Norwegians also live

in Salzburg, Tyrol or Vorarlberg. Even

though it is not a very big community,

there are friendship communities

between Norway and Austria, and

also between Austria and the Nordic

countries. We have a Norwegian

priest living in Vienna, so from time

to time there are Norwegian religious

services taking place. Furthermore,

there are many informal networks,

where people exchange tips and arrange

meetings. There is also a group

organizing an event on the Norwegian

National day on May 17th in order to

meet and celebrate together. Most of

the networks are informal, everybody

can chip in, and this is actually a very

typical Norwegian way of meeting.

We even have a special name for this,

“Dugnad”.

In 2016, the Norwegian government

launched a new action plan for “Women’s

Rights and Gender Equality

in Foreign and Development Policy

2016-2020”. Can you explain the objectives

of this plan?

Norway has a long and proud tradition

of promoting gender equality – at

home and in partnerships abroad.

It is indeed an area where I think we

have much to contribute and many

experiences to share. If we want to

achieve the 2030 Agenda for Sustainable

Development goals, gender

equality is essential. The background

for the plan of the Norwegian government

is to promote gender equality in

both foreign and development policy

is based on five objectives. It wants

to ensure quality education for both

girls and boys, equal participation in

politics for women and men, equal

economic rights and the opportunity

for women to fully participate in the

workforce. Further objectives are to

abolish violence and harmful practices

against women and guarantee

women’s sexual and reproductive

rights. Education, freedom from

violence, economic rights, rights for

participation and the right to determine

your own health are fundamental

for a human being in order to fully

participate and reach one‘s full potential.

These ambitions then guide us

in our foreign policy as well as in our

development cooperation.

Do you think that more women in

power would have an effect on the

political but also diplomatic sphere?

Yes. Equal distribution of power and

influence through participation are

important for many reasons: It is

fair, it is democratic and it provides

the opportunity for all views to be

included. We have for instance seen

this very clearly in peace processes. If

we include women, their experiences

and views, in the process, chances of

reaching a more sustainable peace

agreement, increase. I would also say

that the experience from my country

on this matter is very telling. We

had our first female Prime Minister

in 1981, and when she formed her

second government in 1986, eight of

her eighteen ministers were women.

This government started working on

issues that previous governments had

not been equally engaged in. Access

to affordable childcare increased

If we include women,

their experiences and

views in the process,

chances of reaching a

more sustainable peace

agreement

increase.

greatly, enabling both parents to work,

parental leave was extended from

three months to one year and parental

leave for men was introduced. Women

brought these issues to the table because

we have different experiences

and saw the necessity of addressing

these issues politically. Today, Norway

has a female Prime Minister, Minister

of Finance, Foreign Minister, as well as

a female President of Parliament and

Chief Justice. In politics as well as in

the diplomatic sphere, it is essential

that all views reach the table and all

voices will be heard, as it improves our

policies and decisions.

INTERVIEW NORWAY

021


We have to aim

for the moon

SOCIETY spoke with the Swedish Ambassador

H.E. Mikaela Kumlin Granit about the

Swedish stance on gender equality.

For your work as Ambassador of Sweden

to Austria and the United Nations,

what takes up most of your time?

I have to follow up what happens

domestically, politically and economically

here in Austria. You have a very

dynamic political direction, especially

within the field of the European Union.

Then of course, I am working on strengthening

the relations with Austria and

the Austrian society and businesses.

There is a large curiosity and interest

here for Swedish societal solutions and

the implementation of the sustainable

development goals. In this regard, there

is a lot of exchange happening. The

upcoming year, I will focus a lot on the

IAEA because Sweden is nominated to

chair the board.

In 2014, Sweden proclaimed the “first

feminist government worldwide”, with

gender equality being a central priority.

How important is it to strive for this

equality and what kind of impact can

it have on a country and its society?

It was our foreign minister Margot

Wallström who launched the feminist

foreign policy. This policy is based on

what we call “the three R’s”: First, the

rights – we think that equality is not

only a women’s right but a human

right and something the whole society

can profit from. The second one is

representation: pushing for women’s

representation in everything from pa-

Fotos: SOCIETY/Prokoffief

WOMEN AMBASSADORS

022


SOCIETY

(...) we think that equality is not only a women‘s right, but a human

right and something the whole society can profit from.

nel discussions to being part of peace

negotiations. Women should participate

in decision-making processes

and fill higher positions in order to

create a more critical mass. The third

R stands for resources, which means

that money needs to be invested in

certain policies and measures. There

are three more things that are very

important in order to successfully

promote equality: It has to come from

the top, you have to have political

support and luckily, we had this with

our foreign minister as well as with our

prime minister. Secondly, you have to

aim for the moon, which means that

you need to have very high ambitions.

Finally, yet importantly, you have to

make actual policies so real change

can happen. This is what the Swedish

government did. We also launched a

campaign called “WikiGap”. We created

this initiative because we found

out that men create 90 percent of the

content we find online and there are

four times more articles about men

than about women. To minimize this

gap, we are organizing workshops

where groups of students write Wikipedia

entries about women. Then there

is another WikiProject referred to as

“Women in Red” with the objective to

turn all the “red links” into “blue links”

by creating pages or rather entries

about these women and the topics

related to them.

The former Ambassador of Sweden

to Austria, Helen Eduards was female

as well. Do you think that there are

differences between male and female

Ambassadors?

I think that mostly it has to do with someone’s

personality. It also depends

on whether you come with your whole

family or not. In my case, my children

are already older and now, after taking

care of my children for around 22

years, I am in the wonderful situation

where I can work and go to receptions

in the evening without tension between

managing a house and my work.

At the same time, it might be easier

to connect with the Austrian society

through them and their school. I feel

I think it is really more

about personality than

about being a man or a

woman.

like people relax a little bit more when

they are around women and we might

tend to talk more about relations

but ultimately, I think it is really more

about personality than about being a

man or a woman.

Women should participate

in decision-making

processes and

fill higher positions in

order to create a more

critical mass. The third

R stands for resources,

which means that money

needs to be invested

in certain policies

and measures.

Ambassador H.E. Mikaela Kumlin Granit spoke with editor in chief Tanja Tauchhammer at the beautiful

Schwedenhaus in Vienna

INTERVIEW SCHWEDEN

023


Gender topics are

for men and women

H.E. Elena Rafti, Ambassador of Cyprus gave

an insight into the diplomatic ties between

Austria and Cyprus and talked about the

strategic action plan on gender equality.

You have profound experience in the

political and diplomatic field, since

July 2018 you are Ambassador of

Cyprus to Austria. Do you have a specific

goal or plan for your term?

Since July 2018, several ministers from

Cyprus visited Austria and now we

are working on organizing more visits

at the highest level. Even though the

community of Cypriots in Austria is

rather small with around 150 to 200

people living here, we have a Cultural

Centre in Vienna where many musical

performances, talks and other events

are taking place throughout the year.

There are quite a few Cypriot students

studying music at the university and

people working as musicians as well as

doctors and architects. We value the

relationship with Austria very much,

especially on the people-to-people

level. Cyprus is a small country but we

also want to display our culture because

it can function as a bridge between

people.

How did the joining of the EU of

Cyprus in 2004 affect the relations

between Cyprus and Austria, and

between Cyprus and the EU member

states in general?

Cyprus has to use a lot of its resources

and efforts in diplomacy to manage

Foto: SOCIETY/Salas-Torrero

WOMEN AMBASSADORS

024


SOCIETY

We value the relationship with Austria very much, especially on the

people-to-people level.

consequences resulting from the

Turkish invasion of 1974 and the subsequent

occupation of 1/3 of Cyprus‘

territory as well as the aggressive

behaviour of Turkey, which is quite

challenging. Recently, we discovered

large reserves of natural gas in our Exclusive

Economic Zone and of course,

we would like to proceed with this exploitation

because the whole country

and all its citizens could profit from

that. The problem we face right now is

that Turkey continues its aggressive

behaviour and is violating international

law by threatening to drill in the

Exclusive Economic Zone of the Republic

of Cyprus. As a member state,

we see the EU as our family and we are

very happy with the strong messages

that are coming from the EU on this

matter. Like Austria, we also believe in

strong adherence to the international

law, respect for human rights and our

European values, and this is one of

the reasons why we have a very strong

relationship with each other. Because

of the proximity to conflict areas in

the Middle East, we have been facing

migration challenges like other Mediterranean

countries, we are trying to

integrate those migrants as much as

we can but in the last months, the migration

intensified as the routes have

changed. For us, it is very important

to deal with this issue on a European

level guided by our common values

and with solidarity.

Between 2014 and 2017, Cyprus

executed a strategic action plan on

gender equality. How important is

it still to keep the discourse about

gender equality vivid?

Cyprus has quite a few female Ambassadors

and women in important

positions in the Ministry, working as

Director of the Office of the Minister,

Head of Cyprus Question Department

or Head of Administration, for

example. The first female Ambassador

was appointed in 1993; we have come

a long way in the foreign service but

at the same time, we still have a long

way to go. We made this specific

action plan to take things ahead. The

Minister of Foreign Affairs, Mr. Nikos

Christodoulides recently appointed

a Special Advisor on Gender who will

help the Ministry to take the Gender

Action Plan further on a regional,

national and international level. In the

diplomatic context, we are aware that

life as a diplomat is very challenging

for both men and women. However,

diplomacy is changing a lot. I think

we are all moving towards new times

and we have to find a way to adapt to

these changes. It is very important for

women to network and promote the

cause of other women. It is central to

make sure that any special needs are

being reflected and being taken into

account. Gender needs to be seen as

a cross cutting theme/issue. I think

that more women in diplomacy would

incorporate a diversity of aspects,

since women represent fifty percent

of the population everywhere. It is

also important that men engage with

this kind of change because it affects

everyone, gender topics are both for

men and women.

Do you think there are differences

between male and female Ambassadors

in their management style?

I do not believe in any innate differences

between men and women

when they negotiate, if anything, the

differences are historical as they have

been mediated by culture and are due

to the fact that women have not been

in the positions of power for so long.

There might be differences in leadership

styles even though I think that

the individual’s personality also has an

(...) more women in

diplomacy would incorporate

a diversity of

aspects, since women

represent 50 percent

of the population (...)

impact on this. The management style

of an Ambassador might also be influenced

by the general foreign policy and

the decisions of the Ministry itself; the

size of the country plays a role too on

how formal or informal and hierarchical

decision making is. Nowadays, there

is far more exposure and awareness

of these topics and a broad discourse

about encouraging and reflecting

societal diversity. It is important, that

the whole society is being reflected – in

the interest of fairness but also in the

interest of efficiency because taking in

different points of views and reflecting

the social structure is very important.

We also have to hear the voices of the

young people. It is more and more

difficult for them to get good jobs and

to enter the labour market in time,

we need to become more inclusive

because this way, we can enrich and

empower the whole society.

INTERVIEW CYPRUS

025


SOCIETY

Brigitte Bierlein –

Österreichs „erste Frau“

Zum ersten Mal übernimmt eine Frau das

Kanzleramt. Nach Umbrüchen in der österreichischen

Politik wurde Brigitte Bierlein zur

Übergangskanzlerin gemacht. Als Präsidentin

des österreichischen Verfassungsgerichtshofs

musste sie sich schon oft in Männerdomänen

behaupten.

Brigitte Bierlein, geboren 1949, promovierte

1971 als Doktorin der Rechtswissenschaften

an der Universität Wien

und arbeitete nach erfolgreich absolvierter

Richteramtsprüfung 1975 zunächst

für zwei Jahre als Richterin am

Bezirksgericht Innere Stadt Wien und

am Strafbezirksgericht Wien. Danach

wechselte sie zur Staatsanwaltschaft,

wo sie für allgemeine und politische

Strafsachen sowie für Medienstrafsachen

zuständig war. Die ersten zwei

Jahre dieser Tätigkeit war sie Mitglied

der Lebensmittel-Codexkommission.

Später arbeitete sie bei der Oberstaatsanwaltschaft

Wien und zwischenzeitlich

in der Strafrechtssektion

des Bundesministeriums für Justiz,

ehe sie 1990 (bis 2002) als erste Frau

Generalanwältin in der Generalprokuratur

beim Obersten Gerichtshof, der

höchsten Staatsanwaltschaft Österreichs,

wurde. Im gleichen Jahr (bis

2010) wurde sie auch Prüfungskommissärin

in den Prüfungskommissionen

für Richter und Rechtsanwälte beim

Oberlandesgericht Wien. 1995 wurde

sie Vorstandsmitglied der Vereinigung

Österreichischer Staatsanwältinnen

und Staatsanwälte, wo sie 2001 als

erste Frau den Vorsitz übernahm. Auch

war sie von 2001 bis 2004 Mitglied des

Vorstandes der Internationalen Vereinigung

der Staatsanwälte.

2003 wurde sie als erste Frau Vizepräsidentin

des Verfassungsgerichtshofs,

dessen Präsidentschaft sie 2018, nach

dem altersbedingten Ausscheiden

ihres Vorgängers Gerhart Holzinger,

übernahm (natürlich erneut als erste

Frau). Zeit für Kinder blieb ihr, neben

ihrem steilen beruflichen Aufstieg,

laut eigenen Aussagen keine. Sie lebt

jedoch in einer Partnerschaft mit dem

bereits pensionierten Richter Ernest

Maurer. Nach dem erfolgreichen Misstrauensantrag

gegen den damaligen

Bundeskanzler Sebastian Kurz und

dessen Regierung, wurde Bierlein

am 3. Juni 2019 von Bundespräsident

Alexander Van der Bellen, abermals als

erste Frau im Amt, als Bundeskanzlerin

der interimistischen Expertenregierung

angelobt. Bierlein ist parteilos, gilt

aber als bürgerlich und rechtskonservativ.

Kontakte pflegt sie insbesondere

zur ÖVP, aber auch zur FPÖ, stand

Entscheidungen der türkis-blauen

Regierung mitunter aber auch kritisch

gegenüber. Während ihrer Zeit bei der

Staatsanwaltschaft galt sie als streng,

sie wurde als „seriöse, fast josephinische

Beamtin“ bezeichnet.

Nun soll sie in Österreich wieder Ordnung

schaffen und die derzeit aufgewühlte

politische Lage beruhigen. Die

Entscheidung, Bierlein zur Übergangskanzlerin

zu machen, wurde von allen

Parteien positiv aufgenommen. Meinungen

und Lob über die neue Kanzlerin

gibt es viel. Martina Fasslabend,

Präsidentin von MY KIDS, schätzt vor

allem ihre unkomplizierte Art und ihre

fachliche Expertise. Trotz ihrer tollen

Karriere sei sie keine Spur überheblich

und sie zeige beeindruckendes

Engagement für neue Projekte und

Kinderschutz. Auch der Volksanwalt

Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ) sei

WOMEN IN POLITICS

026


SOCIETY

Neo-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen bei ihrer Angelobung in den Räumlichkeiten der Wiener Hofburg

Bierlein bereits des Öfteren bei offiziellen

Anlässen begegnet und ist der

Meinung, dass sie eine hervorragende

Wahl war. Er äußerte sich außerdem

zum Thema Geschlechterverteilung.

„Die Sucht nach Geschlechtergerechtigkeit

in einem Sinn, der der Sache

gar nicht angemessen ist, teile ich

nicht; es gilt immer, die beste Person

für eine konkrete Situation zu wählen,

und das ist in Person von Frau Bierlein

absolut gelungen.“ Dr. Heinrich Neisser,

ehemaliger 2. Nationalratspräsident

(ÖVP), erzählt von den Zeiten, als

„Die neue Bundeskanzlerin

ist eine sehr

intelligente Frau, die

weiß, was sie will.“

Ingrid Korosec, Bundesvorsitzende

im

Österreichischen Seniorenbund

(ÖVP)

er Bierlein im Rechtskurs unterrichtete.

Sie sei ihm durch ihre wirklich große

Begabung, als zielorientierte, konsequente

und sachkundige Studentin

aufgefallen. „Sie hat ein gutes Gespür

dafür, wie weit sie gehen kann, was in

der Politik sehr wichtig ist. Hervorzuheben

ist, dass sie moralisch integer

ist, sie hat eine sehr konsequente, klare

und strikte Auffassung von ihrem Amt“

meint Dr. Neisser zudem.

Auch Ingrid Korosec, Bundesvorsitzende

im Österreichischen Seniorenbund

(ÖVP), lobt Bierlein. „Die neue Bundeskanzlerin

ist eine sehr intelligente Frau,

die weiß, was sie will. Sie ist genau das,

was ich mir für Menschen mit einer

gewissen Lebenserfahrung und damit

auch mit einem gewissen Alter vorstelle,

eine Persönlichkeit, die präsent

ist, die großes Selbstbewusstsein

ausstrahlt.“ Dr. Harald Wögerbauer,

Mitglied des Präsidiums des Europäischen

Rechnungshofes a.D. und

Präsident des Österreichisch-Deutschen

Länderforums, spricht von Bierlein

als Grande Dame. Sie sei jedoch

sicherlich nicht als „trockene“ Juristin

einzuordnen, sondern eine fröhliche

und gesellige Persönlichkeit. „Bei aller

Freundlichkeit weiß sie dennoch, ihren

Standpunkt zu vertreten. Ihre Ziele

lässt sie niemals aus den Augen und

scheut sich nicht, trotz ihrer vielfältigen

Aufgaben auch neue zu übernehmen“,

erklärt er. Was keiner von

den Befragten zu erwähnen vergisst,

ist jedoch das Modebewusstsein der

neuen Bundeskanzlerin, mit dem sie

schon als Juristin aufgefallen ist. „Sie

weiß genau, wann man was trägt“ versichert

dazu Ingrid Korosec.

Die alleinige Kritik die besteht ist, dass

es typisch sei, dass eine Frau richten

muss, was vorher Männer „zerstört“

haben. Die Kanzlerschaft Bierleins ist

bis spätestens Winter 2019 befristet,

denn die im Herbst stattfindenden

Neuwahlen in Österreich bedeuten

das Ende ihrer kurzen Amtsperiode. Bis

dahin jedoch blickt das ganze Land gespannt

auf die erste weibliche Bundeskanzlerin.

WOMEN IN POLITICS

028


SOCIETY

Reges Interesse der Mitglieder der Presse bei der Pressekonferenz anlässlich des Amtsantrittes der neuen Bundeskanzlerin

Brigitte Bierlein mit Hartwig Löger am Weg zum Bundespräsidenten

Fotos: Andy Wenzel, Dragan Tatic, BKA

Am 03. Juni 2019 fand die Amtsübergabe von Hartwig Löger an Bundeskanzlerin

Brigitte Bierlein statt

Am 03. Juni 2019 gab Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein ein Pressestatement

zu ihrem Amtsantritt

WOMEN IN POLITICS

029


SOCIETY

„Sie meinen es politisch!“ –

100 Jahre Frauenwahlrecht

2019 feiert Österreich 100 Jahre Frauenwahlrecht.

Im Rahmen der Ausstellung „Sie meinen

es politisch!“ lässt das Volkskundemuseum

Wien den Weg zum Wahlrecht für alle Revue

passieren.

„Unser Plan war es, eine große Ausstellung

zu organisieren, um einer

breiten Öffentlichkeit die Geschichte

über das Frauenwahlrecht in Österreich

näher zu bringen“, erklärt Co-Kurator

Remigio Gazzari im Interview.

Als erstes Land der Welt führte Neuseeland

1893 das Frauenwahlrecht

ein – eine Errungenschaft, die den

österreichischen Frauen 26 Jahre später

ebenfalls zuteilwerden sollte. Am

12. November 1918 wurde das allgemeine,

direkte, gleiche und geheime

Verhältniswahlrecht für alle Staatsbürger

und Staatsbürgerinnen im Art.

9 des Gesetzes über die Staats- und

Regierungsform Deutschösterreichs

verankert.

1848, zur Zeit der „bürgerlichen

Revolution“, formierten sich Frauen

erstmals verstärkt, um in Wien

für eine gerechtere Lohnpolitik zu

demonstrieren. In der sogenannten

„Praterschlacht“, der ersten Frauendemonstration

1848, ließen 18

Menschen ihr Leben – die Proteste

wurden damals von Gardisten brutal

niedergeschlagen, die das „ungebührliche

Verhalten“ der Frauen als Grund

für diese gewaltvolle Vorgehensweise

anführten.

In der Ausstellung im Volkskundemuseum

werden jene Orte, an denen

das Frauenwahlrecht erkämpft wurde,

ebenfalls thematisiert. „Außerdem

orientiert sie sich an die Bereiche, in

denen das Recht zu votieren wirkt

und auf die Einflüsse, die es auf die

Lebensrealität der Frauen hatte und

hat“, so Gazzari.

Ab den 1880er Jahren wurde die

politische Partizipation und Gleichberechtigung

der Frauen verstärkt thematisiert

und politisiert. Nachdem im

Jahr 1907 das allgemeine und gleiche

Männerwahlrecht eingeführt wurde,

intensivierte sich das Streben der

Frauen nach dem Mitspracherecht

nun noch mehr. Die sozialdemokratischen

Frauen engagierten sich vor

allem im Rahmen der internationalen

sozialistischen Frauenstimmrechtsbewegung

und organisierten in den

darauffolgenden Jahren regelmäßig

Massendemonstrationen. Die bürgerliche

Fraktion hingegen setzte auf Publikationen

und Petitionen. In kleinen

Schritten näherten sie sich danach an

eine Gleichstellung an. 1897 wurden

erstmals weibliche Studentinnen an

der philosophischen Fakultät der Universität

Wien zugelassen, 1911 feierte

man zum ersten Mal den internationalen

Frauentag.

Bei den ersten Wahlen mit Frauenbeteiligung

am 16. Februar 1919, machten

82,10 Prozent der weiblichen Wahlberechtigten

von ihrem neuen Recht

Gebrauch. Die Sozialdemokraten

gewannen damals und bildeten, gemeinsam

mit den Christlichsozialen,

eine Koalition. Es folgte der Einzug der

ersten acht weiblichen Abgeordneten

in das österreichische Parlament.

„Auch wenn der Kampf um das Frauenwahlrecht

am 12.November 1918

GESCHICHTE

030


SOCIETY

„beim Frühstück im Café Prückel“. Teilnehmerinnen der Internationalen Frauenstimmrechtskonferenz in Wien beim Frühstück im Café Prückel, Juni 1913. in:

Österreichs Illustrierte Zeitung, 22. Juni 1913, 933.

per se zu Ende war, sind die Anstrengungen

in diesem Bereich noch nicht

vorbei. Das Wahlrecht ist ja nicht nur

aktiv, sondern auch passiv, Frauen

dürfen also seit 1919 nicht nur wählen,

sondern auch gewählt werden“, erklärt

der Co-Kurator. Eine der Gesellschaft

entsprechende Repräsentation von

etwa 50 Prozent wurde im Parlament

aber auch heute noch nicht erreicht.

Das neu gewonnene Mitbestimmungsrecht

der Frauen hatte aber

damals wie heute Auswirkungen auf

die gesamte politische Landschaft.

Für die Parteien galt es nach Einführung

des Frauenwahlrechts nun, die

„andere“ Hälfte der Bevölkerung von

sich zu überzeugen und in den Wahlkampf

miteinzubeziehen.

Die Transformation Österreichs in den

sogenannten „Ständestaat“ ab 1933

brachte jedoch wieder Rückschläge

für die Frauen: Berufsverbote und

„Betpflicht“, die Wiedereinführung des

Lehrerinnen-Zölibats und die Rückkehr

der Ideologie des „männlichen

Alleinverdieners“ waren die Folge. Im

Parteiprogramm der NSDAP galten

Frauen dann als „schützenswerte

Mütter“ und wurden gezielt aus Berufen

ausgeschlossen. Allerdings gab

es damals auch viele Frauen, die sich

von der Ideologie Hitlers mitreißen

ließen, diese auch aktiv unterstützten

und sich für „Frauenarbeitsplätze“ in

der Vernichtungsmaschinerie des

nationalsozialistischen Regimes bewarben.

Zur Zeit der Gründung der Zweiten

Republik stellten Frauen aufgrund der

Kriegsfolgen zwei Drittel der Wahlberechtigten

dar, wurden aber nur durch

6 Prozent der Abgeordneten repräsentiert.

Erst 1966 bekleidete zum ersten

Mal in der zweiten Republik eine Frau,

die ÖVP-Politikerin Grete Rehor, ein

Ministeramt. 72 Jahre nach Einführung

des Frauenwahlrechts, wurde

schließlich die erste Frauenministerin

der Republik, Johanna Dohnal, angelobt.

Dohnal gilt noch heute als Pionierin

des österreichischen Feminismus und

ist nach wie vor untrennbar mit der

Entstehung und dem Verständnis der

Frauenpolitik der zweiten Republik

verbunden. Dieses Jahr hätte sie ihren

80. Geburtstag gefeiert. „Ich denke, es

ist Zeit, daran zu erinnern: Die Vision

des Feminismus ist nicht eine weibliche

Zukunft. Es ist eine menschliche

Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne

Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne

Männerbündelei und Weiblichkeits-

„Unser Plan war es,

eine große Ausstellung

zu organisieren

um einer breiten

Öffentlichkeit die

Geschichte über das

Frauenwahlrecht in

Österreich näher

zu bringen“, erklärt

Co-Kurator Remigio

Gazzari im Interview.

GESCHICHTE

031


SOCIETY

Die frühere Ministerin für Frauen, Familie und Jugend, Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß

bei einem Vortrag

Collage von Peter Karlhuber aus dem Aquarell Die Carolinen-Barrikade von

Johann Christian Schoeller und einer Wiener Flugschrift aus dem Jahr 1848.

Wien Museum, Johanna Dohnal-Archiv.

wahn“, fasste die damalige SPÖ-Politikerin

bei einem Gastvortrag an der

Technischen Universität Wien ihr Verständnis

dieser Thematik zusammen.

Das heutige Johanna Dohnal-Archiv

war für die KuratorInnen und HistorikerInnen,

die für die Zusammenstellung

der Ausstellung im Volkskundemuseum

verantwortlich waren,

von großer Bedeutung. Unmengen

an Material wurde daraus gesammelt

und in die Erzählung rundum

das Frauenwahlrecht einzuordnen

versucht. Neben der Hauptausstellung

in Wien gibt es aber auch acht

Kleinausstellungen, die „wandelnden

Wahlzellen“, die in einigen Bundesländern

gastieren. „Die Erinnerungskultur

„Die Erinnerungskultur

ist viel zu oft an Wien

gebunden, das wollten

wir aufbrechen“, erklärt

der Kurator, Remigio

Gazzari dazu.

ist viel zu oft an Wien gebunden, das

wollten wir aufbrechen“, erklärt der

Kurator dazu.

Als vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht

in Österreich eingeführt wurde,

war dies aber jedenfalls ein großer

Schritt in Richtung Gleichberechtigung

der Geschlechter, vor allem aber

eine unvergleichliche und grundlegende

Aufwertung der Demokratie

des Landes. „Die Ausstellung jedenfalls“,

so die Zuständigen, „erinnert

nicht nur an historische Errungenschaften,

sondern regt zur Reflexion

aktueller frauenpolitischer Positionen

an. In einer demokratischen Gesellschaft

bedarf es einer aktiven

Partizipation in politischen Prozessen

– auch 100 Jahre nach Einführung des

Frauenwahlrechts.“

Die Ausstellung „Sie meinen es politisch!“

ist noch bis 25. August 2019

im Volkskundemuseum Wien in der

Laudongasse 15-19 im achten Bezirk

zu sehen. Unter www.volkskundemuseum.at

findet man genaue Informationen

zum Programm.

BUCHEMPFEHLUNGEN ZU

100 JAHRE FRAUENWAHLRECHT

IN ÖSTERREICH:

Alexandra Weiss und Erika Thurner

fassen in „Johanna Dohnal und die

Frauenpolitik der Zweiten Republik“

Dokumente der Pionierin des österreichischen

Feminismus auf 240 Seiten

kompakt zusammen. Verlag: Promedia,

2019

Anlässlich des 100. Jubiläums des

Frauenwahlrechts in Österreich, erzählt

Petra Unger in „Frauenwahlrecht“

die Geschichte der österreichischen

Frauenbewegung. Verlag: mandelbaum

kritik & utopie

Im Löcker Verlag, herausgegeben von

Blaustrumpf ahoi! und im Rahmen der

Ausstellung im Volkskundemuseum

erschienen, werden 100 Jahre Frauenwahlrecht

in Österreich im Buch „Sie

meinen es politisch“ umfangreich

thematisiert.

GESCHICHTE

032


SOCIETY

Mühsamer Weg

nach oben

SOCIETY Gastautorin Hermine Schreiberhuber

gibt einen Einblick in die Geschichte

der ersten Parlamentarierinnen und richtet

gleichzeitig den Blick nach vorne.

Die Zuerkennung des Wahlrechts nach

dem Zusammenbruch der Donau-Monarchie

war für die Frauen keineswegs

ein Geschenk, sondern sichtbarer

Ausdruck ihres harten Überlebenskampfes.

In der Industriellen Revolution

hatten sie in der Arbeitswelt ihren

Mann gestanden. Während des Krieges

hatten sie härteste Fabriksarbeit verrichtet

und die Kinder alleine ernährt.

Hundert Jahre später steht mit der

Verfassungsrichterin Brigitte Bierlein

erstmals eine Frau an der Spitze der

Regierung, wenn auch vom Bundespräsidenten

nur als geschäftsführende

Bundeskanzlerin bis zur nächsten

Wahl eingesetzt. Dennoch ist dies ein

klares Zeichen des gesellschaftlichen

Wandels. Im Wirtschafts-, Kultur- und

Bildungssektor sowie im Justizbereich

holten die Frauen in Führungspositionen

zuletzt stark auf. Als Ministerinnen

hatten sie in vergangenen Regierungen

oft Schlüsselressorts inne.

FRAUENANTEIL IM PARLAMENT

STIEG SEHR LANGSAM

Lange hat es gedauert. Am 16. Februar

1919, zur Wahl der Konstituierenden

Nationalversammlung, machten zwar

über 80 Prozent der Frauen von ihrem

neuen Wahlrecht Gebrauch, doch

zogen nur sieben Sozialdemokratinnen

und eine Christlichsoziale in das

Parlament (170 Sitze) ein. 1919-1934

waren es nur je sechs bis 13 Frauen.

Erst ab den 80er Jahren wurde ihr

Anteil zweistellig. Derzeit sind 68 der

183 Abgeordneten Frauen, 37 Prozent.

Den höchsten Anteil weisen die liberalen

NEOS mit 50 Prozent auf, gefolgt

von den Sozialdemokraten.

Hohe Ämter ließen ebenfalls auf sich

warten. 1986 kam mit Marga Hubinek

(ÖVP) erstmals eine Frau ins Präsidium,

als zweite Präsidentin des Nationalrates.

Erste Nationalratspräsidentin

wurde 2006 Barbara Prammer (SPÖ),

später Doris Bures. Im Bundesrat, der

Länderkammer, stand immerhin schon

in der Ersten Republik eine Frau an der

Spitze (1927/28). Die christlichsoziale

Steirerin Olga Rudel-Zeynek war damit

weltweit die erste Frau an der Spitze

einer gesetzgebenden Körperschaft.

Sie trat für Mädchenbildung sowie

Kinder- und Jugendschutz ein.

ÖSTERREICHERINNEN UNTER

ERSTEN WÄHLERINNEN EUROPAS

Im europäischen Vergleich schneidet

Österreich nicht so schlecht ab.

Finnland war 1906 das erste Land,

das Frauen wählen ließ, gefolgt von

Norwegen und Dänemark. 1918 waren

neben Österreich auch Deutschland,

Polen und Russland so weit. Es folgten

die Niederlande, die Tschechoslowakei,

Schweden und Irland. Erst 1928

durften Britinnen, 1931 Spanierinnen,

1944 Französinnen zu den Urnen gehen.

In Italien gibt es Frauenwahlrecht

seit 1946, in Griechenland seit 1952.

Am längsten warteten Frauen in der

Schweiz (1971), in Portugal (1974) und

Liechtenstein (1984).

Text: Hermine Schreiberhuber

GESCHICHTE

033


Ein buntes

Land mit langer

Geschichte

Als größte Insel der Karibik ist Kuba im Golf

von Mexiko zu finden. Touristen werden von

weißen Traumstränden, Tabak und Rum

angelockt, doch der von Mythen umgebene

Staat bietet auch unberührte Landschaften,

kunstvolle Bauwerke und vermittelt einen

einzigartigen Lebensstil.


SOCIETY

Im sozialistischen Inselstaat Kuba leben rund 11,2 Millionen Menschen.

Das Bevölkerungsbild wird als sehr vielfältig beschrieben.

NATUR

Die Strände Kubas erstrecken sich

über zahlreiche Kilometer und bieten

ein Taucherparadies mit seltenen

Fischen und bunten Korallenriffen.

Neben weißem Sand findet man jedoch

auch tiefrote Erde, auf der Mais,

Bananen, Kaffee und Tabak angebaut

werden. Die Felder des Valle de

Viñales gelten als eine der schönsten

Landschaften der Insel und wurden

zum UNESCO Kulturerbe ernannt. Im

Norden ist die Landschaft felsig und

steil, während sich im Süden weite

Ebenen und Sümpfe erstrecken. Ein

Viertel Kubas ist von Mahagoni- und

Pinienwäldern bedeckt und es ziehen

sich über 200 Flüsse durch die Insel.

Einen besonderen Einblick in frühe

Zeiten gibt das Höhlensystem „Cuevo

del Indio“, das schon im Jahr 4000 v.

Chr. besiedelt war und heute zu Fuß

und per Boot besucht werden kann.

Neben vielfältigen tropischen Pflanzenarten

beherbergt Kuba auch das

vom Aussterben bedrohte Kubakrokodil,

das zu den aggressivsten Arten

der Welt zählt.

GESCHICHTE

Schon als Christoph Kolumbus 1492

Kuba betrat, soll er von der Schönheit

des Landes und der Freundlichkeit

der Menschen geschwärmt haben.

Dreihundert Jahre später widmete

Alexander von Humboldt der geografischen

Erforschung der Insel ein

kurzes Werk. Geschichtlich hat die

Bekannt sind die Kubaner

vor allem für ihren

Lebensstil, sowie

ihre Tänze und Musik.

Besonders bunt wird

der Karneval gefeiert.

Karibikinsel einiges zu bieten, was

großen Raum für Mythen und Wandel

lässt. Bereits geprägt von Kolonialzeit

und Sklaverei wurde Kuba 1920 bis

1950 eine Pseudo-Republik der USA

und ein Zentrum der nordamerikanischen

Mafia. Als 1952 der Diktator

Batista die Macht übernahm, wurde

der Widerstand, angeführt von Fidel

Castro und Enersto „Che“ Guevara,

stärker. Es folgten ein Guerillakampf

und die Revolution, die freien Zugang

zu medizinischer Versorgung, Bildung

und Grundnahrungsmittel für alle

Kubaner brachte. Fidel Castro wurde

später Staatspräsident und Generalsekretär

der kommunistischen Partei,

„El Che“ gilt heute noch weltweit als

Ikone der Revolution.

GESELLSCHAFT

Im sozialistischen Inselstaat Kuba

leben rund 11,2 Millionen Menschen.

Das Bevölkerungsbild wird als sehr

vielfältig beschrieben, vor allem

was die Hautfarbe betrifft gibt es

große regionale Unterschiede. Die

Landessprache Kubas ist Spanisch,

jedoch unterscheidet sich dieses in

Aussprache und Grammatik von der

Hochsprache Spaniens. Hauptreligionen

auf Kuba sind sowohl der Katholizismus

als auch die Santería, eine

Mischreligion, die westafrikanische

und christliche Traditionen verbindet.

Weltweit gilt das kubanische Volk als

friedlich und hilfsbereit, bekannt sind

die Kubaner jedoch vor allem für ihren

Lebensstil, sowie für ihre Tänze und

Musik. Besonders laut und bunt wird

der Karneval in den Sommermonaten

mit farbenfrohen Kostümen gefeiert.

SPORT

Sport hat auf Kuba seit jeher einen

hohen Stellenwert. Er wird heute

sowohl vom Bildungssystem als auch

von der Regierung stark gefördert. Der

Nationalsport Kubas ist Baseball, weswegen

die kubanische Nationalmannschaft

eine der erfolgreichsten der

Welt ist. Neben Baseball zählen auch

Boxen und Judo zu den beliebtesten

Sportarten. Kubas Teilnahmen bei den

Olympischen und Panamerikanischen

Spielen brachten dem Inselstaat

bereits zahlreiche Medaillen ein. Vor

allem jedoch ist Kuba die Geburtsstätte

vieler berühmter Tänze wie Rumba,

Cha-Cha-Cha, Mambo und Salsa

Cubana.

KUNST UND KULTUR

Die Kunst der kubanischen Städte

ist genauso bunt wie vielfältig. Die

Insel genießt französische, afrikanische

und auch spanische Einflüsse.

Neben prachtvollen und luxuriösen

Bauwerken zieren pastellfarbene

Häuser die Straßen, auf denen nicht

selten Oldtimer unterwegs sind. Eines

der größten Freiluftkunstwerke der

Erde wurde von Leovigildo González

1959 auf einem Felsen im Tal der zwei

Schwestern gemalt und auch Ernest

Hemingway war von Kuba begeistert.

Cojímar, damals noch ein Fischerdorf,

inspirierte ihn zu seiner Novelle „Der

alte Mann und das Meer“, für die er

mit einem Pulitzerpreis geehrt wurde.

Auch zeitgenössische Kunst hat

auf Kuba ihren Platz. Alle zwei Jahre

findet die Kunstaustellung Biennial in

Havanna statt, bei der ein besonderes

Augenmerk auf karibische und lateinamerikanische

Künstler gelegt wird.

Fotos: Cubanisches Fremdenverkehrsamt

LÄNDER IM FOKUS

036


SOCIETY

Die traumhaften Karibikstrände Kubas locken jedes Jahr viele Erholungssuchende aus aller Welt an

Die Oldtimer gehören zum Lokalkolorit von Havanna

Entspannung pur in einer der vielen Hotelanlagen des Ferienparadieses

Bootsfahrt in Baracoa mit Blick auf den Tafelberg „El Yunque“

Glückliches Paar in den Straßen von Santiago de Cuba

Bunte Gebäude vor dem Kapitol von Havanna

KUBA

037


Cuba has shown that a

better world is possible

Ambassador H.E. Juan Antonio Fernandez

Palacios spoke about the changes since the

revolution 60 years ago and the importance

of mutual respect.

As Ambassador of Cuba to Austria,

you are representing your country

here in Austria. For you personally,

what is the most challenging part of

the work as an Ambassador, what the

most rewarding?

Having the possibility to represent the

Cuban people before other nations

and international organizations is a

high honor and an immense privilege.

Cuba is a country that has achieved

great prestige at the international

level due to its history, for the values

and principles that we defend, for

having resisted the oldest and most

cruel economic blockade in the history

for 60 years and without making

concessions and for sharing what we

have (that is not so much) with the

nations in need. On April 17, Trump‘s

administration itself announced the

strict application of „Title III of the

Helms-Burton Act“ that reinforces,

in a dangerous manner, the extraterritorial

component of the blockade

imposed to our people. This was a

hostile act that represents an attack

on International Law and on the

sovereignty of Cuba and third States.

The most rewarding part of our work

is spreading the truth about Cuba

around the world with humility and

modesty, and receiving the majority

LÄNDER IM FOKUS

038


SOCIETY

We are proud that six decades later, our little island and the dream of

the Cuban Revolution have survived all attempts to subdue it.

support of peoples and nations. It is

always a challenge, but at the same

time an opportunity to work in a country,

in this case Austria, with a different

language, idiosyncrasy and economic

situation. As I mentioned, it is a great

opportunity to show our culture and

at the same time learn from the host

country. This exchange enriches us all.

Cuba is celebrating the sixty-year

anniversary of the revolution. How

would you define or describe today’s

Cuba, how – from your point of view –

did it change since the revolution?

Cuba is a society that looks with pride

at what has been done in these 60

years of Revolution, it develops its present

with a critical and open spirit and

is building a prosperous and sustainable

future. The social achievements

of the Cuban Revolution are very

well-known: elimination of illiteracy, a

free educational and universal health

system structured with the broadest

access for people, having the best rates

of human development and health

of the Third World and comparable

with those of many developed countries,

and having been able to resist and

survive with dignity the collapse of the

socialist system that constituted 80

percent of our commercial and economic

relations. The notable differences

between the city and the countryside

were eliminated and, above all, we

became an independent and sovereign

state. If I would have to define Cuba

in a few words, I would say that it is a

country with dignity, popular support,

social equality and a prosperous future.

Cuba went through a profound revolution,

with broad and solid popular

support. We are proud that six decades

later, our little island and the dream of

the Cuban Revolution have survived all

attempts to subdue it. We are a nation

in struggle, conscious of its duty and

proud of its history.

In 2017, the National Council President

Doris Bures welcomed the Cuban

Foreign Minister Bruno Eduardo

Rodríguez Parrilla at the Austrian

Parliament, where they confirmed to

further strengthen the traditionally

friendly relationship between the

two countries. What happened in this

regard since then?

In 2016, when I presented my credential

letters as Ambassador of Cuba,

both countries were celebrating

70 years of uninterrupted diplomatic

relations. That year, the former

president of Austria, Heinz Fischer,

paid an official visit to Cuba with a

large delegation including ministerial

and political leaders, scholars,

representatives of the culture sector

and businessmen. Cuba and Austria

have always had a friendly relationship

of respect and cooperation, and

they have been open to dialogue and

mutual exchange. Our relations are

mainly political, diplomatic, cultural,

educational and scientific-academic

and we have legal instruments to

formalize cooperation ties in these

sectors. The diplomatic relations

between the two countries were established

on July 26 in 1946. Years later,

that day became glorious for Cuba.

In Cuba, the prevailing government

at that time, which was meant to be

a hope for change, ended as a quick

frustration, timidly trying to expand its

foreign relations, which were always

Cuba is a society that

looks with pride at

what has been done in

these 60 years of Revolution,

it develops its

present with a critical

and open spirit and is

building a prosperous

and sustainable future.

Editor in Chief of SOCIETY Magazin, Tanja Tauchhammer, met with H.E. Juan Antonio Fernandez Palacios

in the Cuban Embassy in Vienna.

KUBA

039


SOCIETY

controlled and directed by the powerful

northern neighbour. In Europe, a

small Alpine nation, devastated by the

bloody world war and occupied by the

victorious powers, tried to assert its

independence. Circumstances made

it possible. Historians document the

first contact in the eighteenth century

by the Order of the Jesuits, and in

particular, the presence in Havana of

Juan Nepomuceno von Goetz, priest

of the diocese of Konstanz and a professor

of moral philosophy at Vienna

University arrived in 1803. In Havana

theatres, the famous ballerina Fanny

Elssler danced in 1841. The first world

In Austria, there are

also the remains of

those brave compatriots

fighting against

Nazi-fascism who died

in the concentration

camps in Mauthausen.

chess champion, Wilhelm Steinitz,

successfully defended his crown in

Havana Chess Club headquarters in

1889 and 1892 twice. Three Austrians

fought in the Liberation Army during

the wars for our independence

against Spanish colonialism in the

nineteenth century. Jamey Stewart,

John Taks and Maximiliano Jastcha

were also “mambises”. Likewise, in

1894, at the International Congress of

Hygiene and Demography, the illustrious

Cuban scientist Carlos J. Finlay

unveiled its research on yellow fever

that culminated with the discovery of

the transmitting agent, the mosquito

Aedes Aegyptis. In Austria, there

are also the remains of those brave

compatriots fighting against Nazi-fascism

who died in the concentration

camps in Mauthausen. The visit of the

Minister of Foreign Affairs of Cuba to

Austria in 2017 is a fact of remarkable

transcendence. I would like to highlight

now the possibilities of cooperation,

which are being negotiated in the

judicial sector, in aspects such as the

legal assistance and the improvement

of the infrastructure and operation

of the registry system of Cuba. The

sector of culture is an example of the

good level of relations, especially in

music. There is a good relationship

between Mozarteum Foundation

(Salzburg) and The Mozart Lyceum of

Havana. Other sectors with extensive

possibilities of exchange are renewable

energy, waste treatment and

recycling. In this sense, the decision

of the City Hall of Vienna to donate

a package of trucks as contribution

to improve the system of collection

of waste and garbage in the Cuban

capital, Havana, in the framework of

the 500th anniversary of the founding

of Havana has been remarkable. There

are many possibilities and decisions

of both parties to enhance the commercial

and economic relations where

opportunities and needs of mutual

interest have been identified, which

will require greater efforts and work

on both sides in the coming years. We

are proud of the many friends we have

in Austria. We take this opportunity to

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

LÄNDER IM FOKUS

040


SOCIETY

congratulate „ÖKG“, the Austria-Cuba

Friendship Association that celebrates

its 50th anniversary this year. We

thank the friends and colleagues of

this organization for their solidarity

and support in all our struggles.

Where do you see the advantages of

Cuba’s socialist system compared

to the one here in Austria? How are

the relations with other socialist

countries?

Cuba advances in updating its economic

model, focused on preserving

and extending the social achievements,

raising economic efficiency

and achieving the sustainable and

prosperous socialism we aspire. I

do not like to compare political and

economic systems. Countries choose

the system they consider the most

convenient, according to the popular

will, its socio-economic conditions

and its history. These choices must be

respected. It is the same concept that

must be applied to the case of Cuba.

We are a socialist country because

that is what our people decided,

which was recently evidenced with

the result of the constitutional referendum

held in February this year and

which ratifies the option of Socialism

as our economic and social model. 90

percent of the population approved it.

Being the first socialist country in

the Western Hemisphere, we maintain

excellent relations with other

similar socialist countries such as

China, Vietnam and North Korea,

where feelings of cooperation and

Cuba advances in updating

its economic

model, focused on

preserving and extending

the social achievements,

raising economic

efficiency and

achieving the sustainable

and prosperous

socialism we aspire.

mutual respect prevail, taking into

account the particular conditions of

each country. If someone wanted to

figure out a new order of political and

economic relations between nations,

here is a model to follow up. I would

like to emphasize the importance of

respect and tolerance for diversity

between human beings, nations and

systems; it is the only way to maintain

peace, coexistence and to achieve

development. We are optimistic, but

today the world faces many threats

to achieve this noble purpose, but

Cuba has shown that a better world is

possible.

KUBA

041


SOCIETY

Besucherströme bei der FITCuba 2019 machten die Straßen der Hauptstadt Kubas unsicher

Kubanisches Flair auf den Straßen Havannas

Karibische Tanzperformance im Rahmen der FITCuba 2019

Tourismusminister Manuel Marrero Cruz freute sich über die Besucherzahlen

Fotos: Karl Kaltenegger

LÄNDER IM FOKUS

042


SOCIETY

FITCuba 2019 –

Wir sehen uns in Havanna

Stolz präsentierte der kubanische Minister

für Tourismus, Manuel Marrero Cruz, bei der

39. Ausgabe der Internationalen Reisemesse

FITCuba 2019 die neuesten Besucherzahlen.

Diese besagen, Kuba wird heuer einen

Rekord von 5,1 Millionen Besuchern

verzeichnen, nach über 4 Millionen im

vergangenen Jahr. Bei der Messe mit

7.500 Teilnehmern aus 53 Ländern war

SOCIETY als einzige österreichische

Zeitschrift vertreten.

Das karibische Flair einer Stadt, die

scheint, als wäre das Leben stehengeblieben,

mit farbenfrohen Oldtimern

und einem aufstrebenden Tourismus,

wirkt wie ein Magnet auf Besucher

aus der ganzen Welt. FITCuba stand

diesmal ganz im Zeichen des 500-jährigen

Jubiläums von Havanna, als

Gastland fungierte Spanien. Die faszinierende

kubanische Hauptstadt Havanna

mit ihren 2,1 Millionen Einwohnern

ist mit dem 60-Prozent-Anteil an

ausländischen Gäste-Ankünften das

wichtigste touristische Reiseziel der

Insel mit 11,5 Millionen Einwohnern.

Wir Österreicher verbringen gern

unseren Urlaub auf Kuba. 2012 waren

es 13.250 Gäste, im Jahr 2018 flogen

bereits 19.671 ÖsterreicherInnen nach

Kuba. 41 Prozent sind Stammgäste, die

gern wiederkommen. Die Sicherheit,

die das Land gewährleistet, ist eine

der wichtigsten Säulen des Tourismus,

neben dem ungezwungenen

karibischen Flair mit Musikgruppen

an allen Ecken, Rum und Zigarren, den

Traumstränden, All Inclusive Club-Anlagen

und zauberhaften Städten.

Kuba ist und bleibt eine Trend-Destination!

Das kam auch beim Travellers’

Choice 2019 mit dem zweiten Platz

für den Strand von Varadero zum

Ausdruck. Im Jahr 2018 erhielten das

Hotel Princesa del Mar in Varadero,

das Gran Hotel Kempinski, sowie das

Nacional de Cuba, beide in Havanna,

in verschiedenen Kategorien die vielbeachteten

World Travel Awards.

Tourismusminister Marrero Cruz

skizzierte die Pläne Kubas, das Internet

kräftig auszubauen, sowie bis

2021 30 neue Hotels zu errichten, also

fast 4.000 neue Zimmer. Der Großteil

dieser Drei-Milliarden-Dollar-Strategie

entfällt auf Varadero und Cayo

Coco. Einen Schwerpunkt bildet

Havanna anlässlich des 500-jährigen

Bestehens, allein in diesem Jahr

werden 13 neue Hotels eröffnet. Die

FITCuba-Reisemesse 2020 findet in

Varadero statt, als Gastland wurde die

Russische Föderation ausgewählt.

500 JAHR-FEIER DER HAUPTSTADT

Um 1514 wurde Havanna im Süden

der Insel vom spanischen Konquistador

Diego Velázquez gegründet. 1519

wurde die Siedlung, aus strategischen

Gründen, weiter in den Norden verlegt.

Das gilt somit als Gründungsjahr

der Stadt, die im Grunde genommen

einen sehr langen Namen, nämlich

Villa de San Cristóbal de la Habana,

hat. Sie gilt als eine der ältesten Gründungen

der Neuen Welt. Die Altstadt

La Habana Vieja repräsentiert die

größte erhaltene koloniale Altstadt

Lateinamerikas und trägt seit 1982

den Status als UNESCO-Weltkulturerbe.

La Habana wurde nicht sofort

Hauptstadt: erst 1552, nach Baracoa

und Santiago de Cuba. Die Kubaner

feiern gern, also finden unzählige

Veranstaltungen zum runden 500

Jahre Geburtstag in der kubanischen

Metropole statt.

Text: Karl Kaltenegger

KUBA

043


SOCIETY

Kuba kämpft

sich durch

Politexpertin Hermine Schreiberhuber

verfasste für die SOCIETY-Leser eine

Analyse des karibischen Inselstaates.

Kuba hat es nicht leicht. Der stets

zum Urlauben verlockende und doch

über viele Jahre isolierte Inselstaat

in der Karibik ist bemüht, sich mit

vorsichtigen Reformen gegenüber der

Welt zu öffnen. Gegenüber einer globalisierten

Welt, wo sich die großen

Akteure in handelspolitischen Fragen

heftige Gefechte liefern. Zahlreiche

Staaten werden in ökonomische Konflikte

hineingezogen. So auch Kuba.

Man denke nur an die internationale

Ölpolitik und an die Krise im befreundeten

Venezuela.

Die Krise in Venezuela, wo Präsident

Nicolas Maduro und sein Herausforderer

Juan Guaido um die Macht ringen,

hat auf Kuba schwere Auswirkungen.

Die USA erhöhten zuletzt ihren Druck

auf Venezuelas Verbündete Russland

und Kuba. Auf die Kubaner würden

konkret neue Reise- und Handelsbeschränkungen

zukommen. Zugleich

bedeutet dies ein Zurückschrauben

der unter US-Präsident Donald Trumps

Vorgänger Barack Obama in die Wege

geleiteten Annäherung. Die Europäische

Union und Kanada reagierten kritisch

auf die Ankündigung möglicher

US-Klagen wegen früherer Enteignungen

in Kuba unter Rückgriff auf das

Helms-Burton-Gesetz. Aus der Sicht

der EU und Kanadas wäre die extraterritoriale

Anwendung solch einseitiger

Maßnahmen ein Verstoß gegen internationales

Recht. In einer gemeinsamen

Erklärung wurde vor den Folgen

für die europäische und kanadische

Wirtschaft gewarnt. Auch eine Klage

bei der Welthandelsorganisation WTO

wurde nicht ausgeschlossen.

KUBANISCHE WIRTSCHAFT LEIDET

Die kubanische Wirtschaft hat derzeit

mit genug Problemen zu kämpfen.

Havanna werde im laufenden Jahr

nicht all seinen Verpflichtungen bei

der Bedienung der Schuldenlast nachkommen

können, erklärten Regierungsvertreter

in Havanna. Die Gründe

sind offenkundig. Das Handelsembargo

der USA wirkt sich seit Jahrzehnten

auf die ökonomische Entwicklung

des Karibik-Staates negativ aus. Dazu

kommt die Wirtschaftskrise in Venezuela,

wichtiger Handelspartner und

politischer Verbündeter Kubas.

Ungeachtet der wirtschaftlichen

Probleme hat die Führung in Havanna

ihre Bündnistreue zu Venezuela

unterstrichen und Präsident Maduro

ihre Solidarität versichert. Der kubanische

Präsident Miguel Diaz-Canel

und Außenminister Bruno Rodriguez

verurteilten den Machtkampf im

befreundeten Land und prangerten

den „geplanten Staatsstreich“ der

Bewegung um den selbst ernannten

Gegen-Präsidenten Guaido an.

In konkreten Sektoren wurde zuletzt

eine Versorgungskrise spürbar. Die

Öllieferungen aus Venezuela sanken

drastisch, dadurch auch die Möglichkeiten

zur Devisenbeschaffung. Die

sozialistische Regierung erwog die

Rationierung von bestimmten Lebensmitteln

und von Hygieneartikeln.

Papiermangel drückte sich bereits auf

dem Zeitungsmarkt aus. Der Umfang

wichtiger Zeitungen und Zeitschriften

wurde drastisch reduziert, auch das

Parteiblatt „Granma“ ist betroffen.

Ein Lichtblick für die Kubaner ist die

bevorstehende Lockerung des Internet-Zugangs.

Künftig sollen private

WLAN-Netze und Internet-Anschlüsse

zugelassen werden. In der Gastronomie

werden Kunden ab Juli kabellose

Datenverbindungen angeboten.

60 JAHRE NACH DER REVOLUTION

Zu Jahresbeginn blickte Kuba auf 60

Jahre nach der Revolution Fidel Castros

zurück. Vor gut einem Jahr ging

mit der Amtsübergabe an Diaz-Canel

die lange Ära der Castro-Brüder zu

Ende. Raúl Castro ist als Parteichef

weiter im Amt. Sein Nachfolger als

Staatschef steht vor großen Herausforderungen.

Die Kommunistische

Partei baut vorsichtig eine bescheidene

Marktwirtschaft auf, mit mehr

Rechten für private Unternehmer.

In einem Referendum über die neue

Verfassung wurde die kommunistische

Ausrichtung Kubas bei gleichzeitiger

wirtschaftlicher Öffnung im

Februar bestätigt. Bereits im Dezember

hatte das Parlament in Havanna

Foto: Cubanisches Fremdenverkehrsamt

LÄNDER IM FOKUS

044


SOCIETY

den Verfassungsentwurf angenommen,

der die Führungsrolle der KP

festschreibt, aber auch das Recht

auf Privatbesitz und ausländische

Investitionen anerkennt.

Das Erbe der Revolution heute zu verteidigen,

ist keine einfache Aufgabe.

Die Blockade der USA dauert bereits

seit Jahrzehnten an. Der politische

Rechtsruck in mehreren Staaten

Lateinamerikas und die wirtschaftliche

Krise machen dem Karibik-Staat

ebenfalls zu schaffen. „Anpassung“ ist

die Devise. Die Führung in Havanna

ist sich der Tatsache bewusst, dass

die Wirtschaft der ausschlaggebende

Faktor für Erfolg oder Misserfolg ist.

GRATWANDERUNG ZWISCHEN

ERBE UND REFORM

Präsident Diaz-Canel muss eine Gratwanderung

zwischen Bewahrung des

politischen Erbes und Vollzug von

Wirtschaftsreformen meistern. Einerseits

unterstreicht er die Fortführung

der politischen Castro-Hinterlassenschaft,

auf der anderen Seite konzentriert

er sich auf die Umsetzung der

Reformen und hinterfragt die Bedürfnisse

der Menschen, wie Diplomaten

feststellen konnten.

Sechs Jahrzehnte hatten die Castro-Brüder

die Geschichte des Landes

geprägt. In den 60er Jahren erfolgte

der Bruch mit den Vereinigten Staaten.

In den 70er Jahren geriet Kuba unter

den Einfluss der Sowjetunion. 2008

übernahm Raul das Staatsruder von

seinem Bruder. Fidel Castro starb 2016.

Unter Raúl Castro und US-Präsident

Barack Obama wurde 2014

eine Wiederannäherung zwischen

den Erzfeinden eingeleitet. Nach 50

Jahren Eiszeit nahmen Havanna und

Washington wieder diplomatische Beziehungen

auf. Obama reiste zu einem

spektakulären Besuch nach Havanna.

Im Hintergrund hatte der Vatikan die

Fäden gezogen, um diese Annäherung

zustande zu bringen. Kardinal Jaime

Lucas Ortega von Havanna knüpfte

Kontakte zwischen der kubanischen

Führung und der US-Regierung.

Die Schreiberin dieser Zeilen hielt

sich zu jener Zeit in Havanna auf und

konnte den Kardinal in einem spontanen

Treffen zu den Hintergründen

befragen. Papst Franziskus habe eine

wichtige Rolle beim Zustandekommen

des ersten direkten Kontakts zwischen

den Staatsführern der USA und Kubas

gespielt, bestätigte Ortega. Dem

mittlerweile emeritierten Erzbischof

kam die Aufgabe zu, Botschaften zu

übermitteln, den Papst über die Geschehnisse

in Kuba zu informieren. Der

Kirchenmann wurde so zum Brückenbauer.

US-Präsident Donald Trump hat

inzwischen wieder auf den Rückwärtsgang

geschaltet. Die Europäer sind

darüber nicht glücklich. Kuba braucht

bei seinen Bemühungen, die Wirtschaftsreformen

und die politische

Öffnung voranzutreiben, Verbündete

auch im westlichen Ausland.

Text: Hermine Schreiberhuber

KUBA

045


SOCIETY

60 Jahre

Kubanische Revolution

Christoph Matznetter, der Vizepräsident der

WKO, verfasste für SOCIETY einen

Gastkommentar zum 60. Jahrestag der

kubanischen Revolution.

„Eine Revolution ist kein Rosenbett.

Eine Revolution ist ein Kampf zwischen

der Zukunft und der Vergangenheit“.

Dies waren vor 60 Jahren die Worte

des kubanischen Revolutionärs und

Staatspräsidenten Fidel Castro, der 49

Jahre lang die Entwicklung des Inselstaates

prägte. Kuba war und ist ein

Land, welches sich im steten Wandel

befindet. Auch heute, 60 Jahre nach

der kubanischen Revolution, lässt sich

die Frage nach der Zukunft des sozialistischen

Landes stellen.

Die Kubanische Revolution, angeführt

von der Bewegung des 26. Juli, war ein

historischer Donnerschlag, der das

Land, welches zuvor als „Las Vegas der

Karibik“ galt, in einen unabhängigen

Staat verwandelte. Gefestigt wurde

die Revolution unter anderem durch

gesamtgesellschaftliche Alphabetisierungskampagnen

und Landreformen,

die eine Aufbruchsstimmung innerhalb

der Bevölkerung schafften.

Ökonomisch betrachtet konnte sich

Kuba allerdings keine vollkommene

Unabhängigkeit leisten: Als Antwort

auf die Kubanische Revolution verhängten

die Vereinigten Staaten 1959

ein Handels-, Wirtschafts- und Finanzembargo

gegen die neue Regierung

Fidel Castros. Die darauffolgende

Koalition mit der Sowjetunion schuf

ein Abhängigkeitsverhältnis zum sozialistischen

Bruderstaat, der Kuba, nach

dem Zusammenbruch der UdSSR, in

eine Wirtschaftskrise stürzte.

Der Verlust des größten Außenhandelspartners

und die darauffolgende

Krise zwangen die sozialistische

Regierung dazu, Wirtschaftssektoren

zu dezentralisieren, privatwirtschaftliche

Tätigkeiten und Devisenhandel

in gewissen Wirtschaftssegmenten zu

genehmigen. Ökonomische Hebel wie

Joint-Venture-Geschäfte im Tourismussektor,

Kooperationen mit neuen

Außenhandelspartnern wie China,

Venezuela oder Brasilien, das Entdecken

neuer Erdölvorkommen sowie

die Vermarktung von Nickelvorkommen

konnten einen Weg aus der Krise

schaffen. Auf der anderen Seite der

Medaille lassen sich allerdings neue

soziale Disparitäten entdecken, die

ideologisch konträr zur Kubanischen

Revolution stehen.

Was wird die Zukunft bringen? Die

Gretchen-Frage des neuen kubanischen

Staatspräsidenten Miguel

Díaz-Canel ist der fortschreitende

privatwirtschaftliche Einfluss auf die

kubanische Wirtschaft sowie die Beziehung

mit dem großen Nachbarn

USA. Über all diesen Themen schwebt

das Erbe der Kubanischen Revolution,

welche auch nach 60 Jahren im kollektiven

Gedächtnis der kubanischen

Bevölkerung weiterlebt.

Text: Christoph Matznetter

Christoph Matznetter, Vizepräsident der WKO im

Interview mit SOCIETY

Foto: Petra Spiola

LÄNDER IM FOKUS

046


SOCIETY

Blick auf das Castillo de los Tres Reyes del Morro im östlichen Teil der Hauptstadt

Fotos: Petra Spiola, Dragan Tatic, BKA, Vladimir Molina Espada,Prensa Latina News Agency

La Giralldia, das Symbol Havannas

Denkmal von Nationalheld José Martí mit Blick auf das Kapitol von Havanna

KUBA

047


SOCIETY

Hasta la

Victoria Siempre

SOCIETY sprach mit Michael Wögerer, Vorsitzender

der Österreichisch-Kubanischen

Gesellschaft (ÖKG), über die Bedeutung der

Kubanischen Revolution in der heutigen Zeit.

Die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft

feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges

Bestehen, wofür steht die ÖKG

und was hat sich seit ihrer Gründung

verändert?

Die zentralen Ziele der Österreichisch-Kubanischen

Gesellschaft

haben sich seit ihrer Gründung 1969

nicht verändert. Wir wollen die freundschaftlichen

Beziehungen zwischen

dem österreichischen und kubanischen

Volk in allen Bereichen fördern.

Dazu zählen der kulturelle, politische

und wirtschaftliche Austausch. Ein besonderer

Aspekt ist die Information der

Österreicherinnen und Österreicher

über die reale Situation in Kuba, denn

diese entspricht nicht jenem Bild, das

in den meisten Medien wiedergegeben

wird. So heißt es auch in unserer

Gründungserklärung, welche bis heute

Gültigkeit hat: „Da wir Österreicher nur

aufs dürftigste über Kuba unterrichtet

werden, richtiger: da die meisten der

hiesigen Massenmedien darauf abzielen,

unsere Kuba-Ignoranz zu kultivieren,

halten wir es für erforderlich, eine

Organisation zu gründen, die jedem Interessierten

die Chance geben würde,

sich über alle Kuba und die kubanische

Revolution betreffenden Probleme und

Tatsachen zu unterrichten.“

Kuba feiert dieses Jahr den 60. Jahrestag

der Revolution. Welche Bedeutung

hat die Revolution heute?

Das freie und unabhängige Kuba ist

ohne die Kubanische Revolution von

1959 nicht vorstellbar. Nach Jahrzehnten

des Kampfes für die Unabhängigkeit

zuerst gegen die spanischen

Kolonialisten und danach gegen die

Einmischung der USA, ist es Fidel

Castro und seinen Guerilleros mit

großer Unterstützung der Bevölkerung

gelungen, Diktator Fulgencio Batista

zu stürzen und zum ersten Mal in der

Geschichte Kubas eine Regierung

zu etablieren, die ausschließlich die

Interessen des eigenen Volkes im Blick

hat. Aus diesem Grund hat die Kubanische

Revolution bis heute eine große

Bedeutung, nicht umsonst haben erst

kürzlich rund 90 Prozent der Kubanerinnen

und Kubaner einer neuen Verfassung

zugestimmt, die sich klar zur

Weiterführung der Revolution bekennt.

Für progressive ÖsterreicherInnen ist

die Kubanische Revolution bis heute

ein Ereignis, das fasziniert und Hoffnung

gibt. Wir wollen den Traum für

eine Welt ohne Diktatur und Ausbeutung

nicht aufgeben.

Was hat sich seit dem Tode Fidel Castros

im Land verändert?

Kuba verändert sich Tag für Tag. Der

Tod Fidel Castros war für viele Kubanerinnen

und Kubaner ein trauriger

Moment, da sie sich von jenem Mann

verabschieden mussten, der ihnen

die Freiheit gebracht hat. Zugleich

markiert Castros Tod auch eine Zäsur

in der Geschichte Kubas, nämlich

den Übergang von jener Generation,

die noch in der Sierra Maestra gekämpft

und das sozialistische Kuba

aufgebaut hat, zu jener Generation,

die das Erbe angetreten hat. Trotz

der Unkenrufe, dass ohne Fidel die

Kubanische Revolution keine Zukunft

hätte, hat Kuba der Welt gezeigt, dass

es geradlinig sein Ziel verfolgt. Sein

Bruder Raúl Castro hat die Weichen für

den Generationswechsel gestellt und

mit der Wahl des neuen Präsidenten,

Miguel Díaz-Canel, wurde dieser auch

an der Spitze vollzogen. Bei meinem

kürzlichen Besuch in Kuba konnte

ich mich davon überzeugen, dass die

kubanische Bevölkerung sehr zufrieden

ist mit ihrem neuen Präsidenten,

der unermüdlich arbeitet, um die

wirtschaftliche Situation des Landes

zu verbessern.

Du wurdest zum dritten Mal zum

Vorsitzenden der ÖKG gewählt, was

sind Deine Pläne für die dritte Amtsperiode?

Seit April habe ich die Ehre, zum dritten

Mal eine der größten Freundschaftsgesellschaften

in Österreich zu leiten.

Ziel für die nächsten Jahre ist es, in

unserer Organisation den Generationswechsel

mit Bedacht durchzuführen.

Wir wollen junge Menschen von

unserer Solidaritätsarbeit begeistern.

Gemeinsam wollen wir dafür sorgen,

dass wir auch in Zukunft eine Vielzahl

an Aktivitäten durchführen können.

Kuba braucht weiterhin unsere Freundschaft

und Unterstützung!

LÄNDER IM FOKUS

048


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ivv – Ein starker Partner

auf dem Immobilienmarkt

Seit 35 Jahren ist die ivv Immobilien Verkauf und Vermietungs GmbH

als Spezialist für die Vermarktung und Vermietung von Immobilien auf

dem österreichischen Immobilienmarkt tätig.

Die ivv gehört zu den erfolgreichsten

und aufstrebendsten Maklerunternehmen

Österreichs. Mit dem Projekt

TrIIIple vermarktet sie eines der aktuell

spannendsten Immobilienprojekte

Wiens. Die drei Türme am Donaukanal

bieten moderne Eigentumswohnungen

mit hochwertiger Ausstattung,

zahlreichen exklusiven Highlights und

einzigartigen Serviceleistungen.

Die im Zuge der Vermittlung dieses

Projekts gewonnenen Erfahrungen

kommen dem Team der ivv auch beim

nächsten Prestigeprojekt zugute: Noch

in diesem Jahr wird das Unternehmen

mit der Vermarktung der Danube

Flats beginnen, Österreichs höchstem

Wohnturm. Das Projekt wird ein neues,

eindrucksvolles Landmark für Wien.

Innovatives Design, eine nachhaltige

Bauweise, flexible Wohnungskonzepte

und vielfältige Serviceleistungen

garantieren High-End-Wohnen nach

internationalem Vorbild.

Als Tochter von SORAVIA prägt die

ivv die Projekte von Anfang an entscheidend

mit und ist bereits in der

Konzeptionsphase an deren Entwicklung

beteiligt, womit größtmögliche

Attraktivität für künftige Eigentümer

und Mieter garantiert werden kann.

„Beim Projekt Danube Flats wurden wir

schon in einem sehr frühen Stadium

eingebunden und konnten so Wohnungsmix,

Grundrisse, Ausstattung

und Einpreisung mitgestalten. Das hat

ermöglicht, auch die Vertriebsperspektive

und somit zusätzliche Aspekte in

die Planung einfließen zu lassen, was

für das Projekt einen klaren Mehrwert

bedeutet“, erklärt ivv-Geschäftsführer

Sascha Haimovici.

Als Full-Service-Makler bietet die ivv

alle Dienstleistungen über den gesamten

Lebenszyklus einer Immobilie

aus einer Hand und ist so verlässlicher

Partner auch für externe Bauträger.

ivv Immobilien Verkauf und

Vermietungs GmbH

Thomas-Klestil-Platz 3

1030 Wien

+43 (0) 1 890 0 800

office.wien@ivv.at

www.ivv.at

Fotos: M’CAPS und ZOOM VP

IMMOBILIEN

050


Börseplatz 1 – Wohntraum

mit imperialem Charme

Ende des Jahres wird der 1872/73 unter der Leitung von Architekt

Winterhalder und Baumeister Kaiser im Stil der Renaissance

errichtete, völlig frei stehende Prunkbau in neuem Glanz erstrahlen.

Fotos: Free Dimensions

Zu Zeiten Kaiser Franz Josephs war

die Telegrafen Centrale das moderne

Zentrum für die Kommunikation

der Donaumonarchie, jetzt wird sie

zum Herzstück imperialen Wohnens

in Wien. Eine luxuriöse Residenz in

bester Lage, in der Geschichte und

Moderne außergewöhnlich stilvoll

verschmelzen. Anfang 2020 wird das

„Wohnen mit imperialem Flair“ Wirklichkeit.

Mitten in der Stadt und dank

des gegenüber liegenden Parks doch

im Grünen, in bester Innenstadtlage

und abseits der Touristenpfade.

Für die Lofts mit ihren 7,5 Metern

Raumhöhe findet sich in Österreich

wohl nichts Vergleichbares. Neben

dem schon einzigartigen Loft Aurora

mit 500 Quadratmetern, weiß der

imposante Bau mit der Imperial Loft

Collection (bis 2000 m2 Wohnfläche

auf einer Etage/Kaufpreis 40 Millionen

Euro) zu punkten. Hier entfaltet sich

ein Lebensgefühl, das an glanzvolle

Zeiten anknüpft.

Zudem bieten die Skyview-Penthouses

mit Blick auf Leopolds- und

Kahlenberg ein ganz außergewöhnliches

Wohnerlebnis hoch über den

Dächern Wiens. So erwarten die im

Stil des Pariser Historismus gehaltenen

Penthouses mit ihren großzügigen

Terrassen Bewohner, die das

Besondere schätzen.

„Wir freuen uns über das große

Interesse sowie die gute Nachfrage

nach den imperialen Wohnungen am

Börseplatz 1“, betont Investor Michael-C.

Albert, „wir liegen auch mit den

Bauarbeiten gut im Plan.“

Eine Übersicht zu allen Geschossen

und Wohnungen finden Sie unter

www.boerseplatz1.com/flat-finder.

Auf einer Grundstücksfläche von 2300

Quadratmetern im Ersten Bezirk befinden

sich 39 Einheiten, davon sind

sechs Penthouses im Dachgeschoss.

Die größte Wohnung Wiens befindet

sich mit ca. 2000 Quadratmetern ebenfalls

im Gebäude. Wohnungsanfragen

können an living@boerseplatz1.com

und telefonisch unter +43 1 365 366 gestellt

werden. Unter www.boerseplatz1.

com findet man mehr Informationen zu

dem Projekt.

IMMOBILIEN

051


KAUF, 1190 WIEN

Familienhaus

WOHNFLÄCHE 300 m²

GRUNDSTÜCK 678 m²

AUSSTATTUNG Großzügiger Wohnbereich

mit Wohnzimmer, zentraler Küche, Speisezimmer,

Wintergarten. Vier Zimmer mit zwei Bädern sowie

ein Zimmer mit Bad im Souterrain. Garten mit

Pool und direktem Zugang zum Wohnbereich.

Werkstatt mit Ausgang in den Garten.

Seehäuser

KAUF, NEUSIEDL

WOHNFLÄCHEN 111 m² - 140

GESAMTFLÄCHEN 194 m² - 360

ECKDATEN Seehäuser vor den Toren Wiens

mit Blick über den Neusiedler See. Ganzjährig

nutzbar und direkt am See, im Hafen von Neusiedl.

Die schönen Seehäuser liegen entlang eines privaten

Piers rund 30 Autominuten von Wien entfernt.

Spiegelfeld Immobilien GmbH, Stubenring 20, 1010 Wien

Telefon: +43 (1) 513 23 13, Fax: DW 23

E-Mail: office@spiegelfeld.eu, www.spiegelfeld.eu


Individualität und

Gastfreundschaft

Seit 2018 ist Michael Kröger Teil des dreiköpfigen Geschäftsführerteams

der Austria Trend Hotels. Im Gespräch mit SOCIETY erklärt er,

was die Hotelgruppe so besonders macht.

Fotos: Kurt Keinrath

Austria Trend betreibt 27 Hotels in

Österreich, der Slowakei und Slowenien,

was ist der Leitfaden, der alle

Häuser unter einem Dach vereint?

Austria Trend Hotels ist die Dachmarke

unter der sich 27 sehr individuelle

Hotels in unserem Portfolio befinden.

Wir sind in der gehobenen vier Sterne

Stadt-Hotellerie angesiedelt, haben

circa 1500 Mitarbeiter und unser Kernmarkt

befindet sich in Wien. Wir sind

außerdem in den Landeshauptstädten

Graz, Salzburg, Innsbruck, Linz und zudem

in Ljubljana und Bratislava vertreten.

Für alle diejenigen, die einmal wie

der Kaiser oder die Kaiserin wohnen

möchten, haben wir eine wunderschöne

Suite direkt im Schloß Schönbrunn

Geschäftsführer der Austria Trend Hotels,

Michael Kröger

im Angebot. Ich möchte gerne die

Individualität all dieser Hotels hervorheben,

die sich auch in der sehr

persönlichen Führung widerspiegelt.

Was kann sich ein Gast der in einem

Ihrer Hotels nächtigt, erwarten? Welche

Extras bieten die Hotels?

Wir bieten unseren Gästen zum Beispiel

ein eigenes „Kissenmenü“ an, hier

können zusätzliche Kissen ausgewählt

werden um eine möglichst angenehme

Nacht zu verbringen. Für Sportler gibt

es außerdem in jedem Hotel eigens

vorbereitete Laufrouten, die eine ideale

Gelegenheit bieten, eine Stadt laufend

zu erkunden. Seminargäste erwartet

während der Pausen immer etwas Besonderes,

so bieten wir etwa vegetarische

oder vegane Speisen, Superfood

und Brainfood an, um Energietiefs zu

verhindern. Der Fokus liegt auch sehr

stark auf Gemüse und anderen pflanzlichen

Produkten, wir verwenden zudem

fast oder nur wenig Fett und setzen

generell auf Nachhaltigkeit.

Der Hotelmarkt ist in Österreich hart

umkämpft, welche Strategien haben

Sie, um an der Spitze zu bleiben?

In den letzten Jahren hat sich in dieser

Branche unheimlich viel entwickelt,

es sind viele neue Konzepte auf den

Markt gekommen, die Nischen füllen

und ganz spezielle Zielgruppen ansprechen.

Mit den Austria Trend Hotels

wollen wir uns mit unserer Individualität

und unseren Gastgeberqualitäten

in den Vordergrund stellen. Sich gut

um unsere Gäste zu kümmern ist

unsere große Stärke, die Freundlichkeit

unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig

und sie macht uns auch ein Stück weit

einzigartig im Vergleich zu anderen,

international tätigen Hotelmarken.

Worauf achten Sie – als Insider – besonders,

wenn Sie verreisen? Was ist

Ihrer Meinung nach das wichtigste,

damit sich ein Gast in einem Hotel

wohl fühlt?

Wenn ich in ein Hotel komme, sind für

mich vor allem das Ambiente und die

Atmosphäre zentral. Ganz elementar

wichtig ist, wie ich von den Mitarbeitern

empfangen und während meines

Aufenthaltes betreut werde. Das „sich

zuhause fühlen“ ist für mich also ein

sehr wesentlicher Aspekt bei meiner

Hotelauswahl.

IMMOBILIEN

053


Jaz(z) in the City – neues

Hotelkonzept für Wien

Thomas Willms, CEO von Deutsche Hospitality, gibt im Gespräch mit

SOCIETY einen Einblick in das neuartige Hotelprojekt von Jaz in the

City, das im Frühjahr 2020 im sechsten Bezirk eröffnet werden soll.

Als CEO der Deutsche Hospitality

bringen Sie ab dem Frühling 2020 ein

Jaz in the City nach Wien. Was ist am

Standort Wien das Spannende?

Es gibt immer noch sehr viele Touristen,

die in Wien hauptsächlich eine

Stadt mit einer großen Vergangenheit

sehen. Das ist natürlich vollkommen in

Ordnung, aber für mich ist Wien immer

auch eine Stadt mit einer großen

Gegenwart und einer spannenden

Zukunft. Mit Jaz in the City sind wir an

ausgewählten Standorten, an denen

eine junge Künstler-Szene auf ein

internationales Publikum trifft. Gerade

in Mode, Musik und Architektur gibt es

in Wien seit Jahren eine tolle Entwicklung.

Dieser Dreiklang passt perfektzu

Thomas Wilms, CEO von Deutsche Hospitality im

Talk mit SOCIETY

Jaz in the City. Wien ist heutzutage

mehr denn je ein künstlerisches Zentrum

Europas, das den Osten mit dem

Westen verbindet.

Wie kann man das Konzept der Jaz in

the City Hotels am besten definieren?

Was ist das Besondere?

Jaz in the City ist kein fertiges Hotelkonzept,

das wir einem neuen Standort

überstülpen. Ein Jaz in the City atmet,

lebt und entwickelt sich gemeinsam

mit den Kreativen vor Ort. So ist jedes

Hotel etwas ganz Besonderes. Wir nehmen

uns bei Jaz in the City den Luxus

heraus und lassen uns in der Entwicklung

eines jeden neuen Hauses Zeit:

So entsteht das perfekte Hotel für moderne

Großstadt-Besucher, die Design,

Musik und Genuss erwarten.

Welche Musikrichtungen werden im

Hotel vertreten sein und werden auch

lokale Künstler eingebunden?

Die Musik ist so vielfältig wie unsere

Gäste. Dass dies keine Phrase bleibt,

dafür sorgen schon die integrierten

Plattenspieler auf jedem Zimmer, die

lokalen DJs und die Live-Acts. Und wem

die Musik gefällt, der kann sie im hauseigenen

Plattenladen direkt erwerben.

Sind weitere Jaz in the City Hotels

geplant? Welche Standorte wären für

die Zukunft interessant?

Wien ist für mich ein Meilenstein. Die

Bedeutung der Stadt sieht man daran,

dass wir inzwischen mit vier Marken,

einem Steigenberger, einem MAXX by

Steigenberger, einem IntercityHotel

und bald dem Jaz in the City vertreten

sind. Speziell für Jaz in the City sind

Großstädte interessant, die über eine

aufregende junge Szene verfügen, aber

gleichzeitig eine gewisse Internationalität

mit sich bringen. Sie sollen auch

überraschen: So werden wir ab 2022 in

Dubai eine Seite der Stadt zeigen, die

viele Touristen bislang nicht kennen.

Wir sehen Wachstumspotenzial in

vielen Städten, die einen ähnlichen Mix

wie unsere bisherigen Standorte mitbringen.

Denkbar ist alles und einiges

wird gerade vorbereitet. Lassen Sie

sich also überraschen!

Das Jaz in the City wird im Frühjahr

2020 in der Windmühlgasse 28 eröffnet

und bietet 165 Hotelzimmer mit

modernem Design.

www.jaz-hotel.com/hotels/jaz-vienna

Fotos: Jaz Hotel

IMMOBILIEN

054


Wohlfühlfaktor in

der Herrengasse

Das Steigenberger Hotel, mitten in der Altstadt Wiens gelegen, besticht

durch eine gelungene Kombination aus Tradition und Moderne. SOCIETY

sprach mit Elisabeth Perwanger, General Manager des Hauses.

Was macht einen Aufenthalt im Steigenberger

Hotel zu einem besonderen

Erlebnis?

Das Steigenberger Hotel Herrenhof ist

eine geschmackvolle Mischung aus

Tradition und Moderne und der ideale

Ausgangsort für Städte-Urlauber mit

gehobenen Ansprüchen sowie für

qualitätsbewusste Geschäftsreisende

in Wien. Wir positionieren uns klar

über Individualität, Nachhaltigkeit und

Persönlichkeit. Die Gäste erwartet

Wohnlichkeit auf höchstem Niveau,

elegantes Design und eine außergewöhnliche,

herzliche Gastfreundschaft.

Alle unsere Mitarbeiter kümmern sich

mit großem persönlichem Einsatz um

Elisabeth Perwanger, General Manager des

Steigenberger Hotels

das Wohl der Gäste. Unsere 186 Zimmer

und Suiten stellen eine gelungene

Symbiose zwischen Tradition und Zeitgeist,

moderner Technik, Funktionalität

und Wohnlichkeit dar, Bequemlichkeit

und Design finden stilvoll zusammen.

Die Suiten eröffnen den Blick über die

Dächer Wiens, und die berühmtesten

Wiener Sehenswürdigkeiten liegen

direkt vor der Haustür des Gebäudes.

Ihr Hotel verfügt über das hauseigene

Restaurant „Herrlich“. Auf was wird

dort beim Speisenangebot besonderen

Wert gelegt?

Wir legen zunächst einmal großen

Wert auf ein hochwertiges Frühstück.

Untertags bieten wir im Restaurant

eine kleinere Karte mit saisonalen und

typisch Wiener Gerichten an, die am

Abend erweitert wird. Regionalität und

Nachhaltigkeit sind unserem Küchenchef

dabei ein besonderes Anliegen.

Im Sommer wird das Restaurant komplett

renoviert und ein spannendes

und frisches Konzept umgesetzt, auf

das sich unsere Gäste ab Herbst 2019

freuen dürfen. Bereits abgeschlossen

ist die Renovierung unserer Meetingund

Konferenzflächen. Unser Hotel

war das erste in Wien, das alle Seminare,

Tagungen und Veranstaltungen

CO2-kompensiert und ausschließlich

„grün“ durchgeführt hat. Unsere

Green Meetings sind nachhaltig, bio

und energiebewusst. Damit haben wir

Maßstäbe gesetzt.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen

am Hotelmarkt?

Die Hotel-Branche beschäftigt sich

schon seit einigen Jahren mit vier zentralen

Herausforderungen: Digitalisierung,

Distribution, Preisdurchsetzung

bei stetig steigenden Kosten und Fachkräftemangel.

Um wettbewerbsfähig zu

bleiben, braucht ein Hotel heute neben

einem guten Revenue Management,

ein klares Hospitality-Konzept sowie

gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter.

Es gilt, die gesamte „Customer

Journey“ im Blick zu haben.

Das Steigenberger Hotel Herrenhof

liegt in der Herrengasse 10, nur 250

Meter von der Hofburg entfernt

www.steigenberger.com

Fotos: Steigenberger Hotel Herrenhof, Dorelies Hofer

IMMOBILIEN

056


The Ring: Kleines Haus

mit großem Service

Das The Ring Hotel bietet 68 Zimmer in zentralster Lage direkt an der

historischen Wiener Ringstraße. Das SOCIETY Magazin sprach mit

Nicole Zandt, General Manager des Hauses.

Fotos: The Ring Hotel

Sie sind General Manager des „The

Ring Hotel“ Wien, das 2007 eröffnet

hat. Was zeichnet das Haus neben

der zentralen Lage zwischen Staatsoper

und Musikverein noch aus?

Abgesehen von der fantastischen Lage

bietet unser Haus eine ganz besondere

Atmosphäre, weil es mit 68 Zimmern

relativ klein ist. Bei uns scheint

also das Persönliche stark durch, wir

kennen den Gast und können dadurch

die „kleinen und feinen“ Unterschiede

machen und uns so wiederum von

anderen Häusern differenzieren.

Im siebten Stock gibt es außerdem ein

kleines Spa und ein Fitnesscenter mit

Sauna und Dampfbad. Unser Ziel ist

Das „The Ring Hotel“ am Kärntner Ring 8 verfügt

über 68 Zimmer und das Restaurant „At Eight“

es, den Gästen ein exklusives Feeling

zu geben, dazu bieten wir zudem 14

Suiten an, aufgeteilt in „Casual Suiten“,

„Cosmopolitan Suiten“ und unserer

größten, der „Ring Suite“.

Wie können Ihre Gäste bestmöglich

vom Angebot der Stadt profitieren?

Wien ist eine der lebenswertesten

Städte der Welt, vor allem was das kulturelle

Angebot betrifft. Etwa achtzig

bis neunzig Prozent unserer Besucher

sind international und sehr viele davon

zählen zu den sogenannte „Leisure-Gästen“.

Sie kommen also nach

Wien, weil sie die Musik und die Kultur

der Stadt erleben wollen. Von unserem

Hotel aus kann man innerhalb von fünf

bis zehn Minuten alle interessanten

Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen.

Das „The Ring“ gehört zum Verband

der „Relais & Châteaux“ Hotels – für

was steht diese Vereinigung?

„Relais & Châteaux“ ist eine Vereinigung

kleiner, individueller, privat

geführter Häuser mit etwa 560 bis

580 „Mitgliedern“ weltweit. Weil auch

das „The Ring Hotel“ privat geführt ist,

können wir unser Angebot viel persönlicher

gestalten als Hotels, die zu

großen Ketten gehören. „Relais & Châteaux“

Häuser legen außerdem einen

ganz großen Fokus auf die Gastronomie.

Wir beziehen zum Beispiel unser

Gemüse von einem Gemüsebauern

aus Niederösterreich und arbeiten

mit einer Bio-Dampfbäckerei aus dem

Weinviertel zusammen.

Was muss Ihrer Meinung nach ein

Luxushotel heutzutage generell

mitbringen, um in der doch sehr hart

umkämpften Hotelbranche bestehen

zu können?

Das eine ist die „Hardware“, also die

Ausstattung eines Hotels und dann

gibt es die viel wichtigere, aber auch

schwierige Seite der „Software“. Damit

meine ich den Service und die Mitarbeiter,

die diesen Service anbieten.

Hier kann man sich von den anderen

Hotels unterscheiden und eine persönliche

Note verleihen, was heutzutage in

dieser Branche zentral ist.

Das „The Ring Hotel“ ist am Kärntner

Ring 8 und verfügt neben 68 Zimmern

auch über das „At Eight“ Restaurant.

www.theringhotel.com.

IMMOBILIEN

057


Schlosspark Mauerbach:

Business und Entspannung

Mitten im Grünen bietet das Schlosspark Mauerbach ein ganz besonderes

Ruhekonzept. Philip Jansohn, Direktor des Hauses, über die

Vorzüge des Hotels, das ein Refugium für Erholungssuchende ist.

Seit Februar 2018 sind Sie Direktor

im Schlosspark Mauerbach. Was ist

das Schönste an Ihrer Arbeit, was das

Herausforderndste?

Eigentlich wollte ich nur für ein oder

zwei Jahre nach Wien kommen, um

Erfahrungen in der guten österreichischen

Hotellerie zu sammeln. Das ist

mittlerweile knapp 10 Jahre her. Die

Kulturstadt ist nicht zuletzt wegen ihrer

guten Mischung der Gegensätze aus

pulsierend und entspannend gemütlich

zu meiner zweiten Heimat geworden.

Die Übernahme der Hotelleitung

und gewerberechtlichen Geschäftsführung

im Schlosspark Mauerbach

im Februar 2018 war eine spannende

Hoteldirektor Philip Jahnson auf der Terrasse des

Schlosspark Mauerbach

berufliche Herausforderung. Am meisten

freut es mich, Veranstaltern einen

unvergleichbaren Rahmen bieten zu

können und Meetings, Tagungen, Seminare

oder Konferenzen abzuhalten,

zugleich haben wir auch für Erholungssuchende

einen ausgezeichneten

Spa & Wellnessbereich – und das nur

wenige Minuten von der Wiener Stadtgrenze

entfernt.

Was unterscheidet das Schlosspark

Mauerbach von anderen Hotels?

Kaum mit einem anderen Hotel

vergleichbar, geht das Hotelkonzept

darauf ein, dass Business und Entspannung,

Digitalisierung und Natur,

Leistungsfähigkeit und Regeneration

nur scheinbar Gegensätze sind. Sich

erholen und in die Natur zurückziehen

zu können ist Basis für Kraft und Erfolg

im Beruf. Alle Angebote des Hauses

sind darauf ausgerichtet – es vereint

vermeintliche Gegensätze zu einem

ganzheitlichen (Ruhe-)konzept, das

unsere Gäste im Business beflügeln

kann und gleichzeitig alle Möglichkeiten

für Rückzug und Regeneration

bietet. Der eigene Seminarbereich mit

Terrassen und Ausgang in den Park,

die Möglichkeit für Workshops mitten

im Grünen, kulinarischer Genuss auf

höchstem Niveau, sowie Ruhe im Spa

bieten Businessgästen alle Rahmenbedingungen

für erfolgreiches Arbeiten.

Für was soll „Schlosspark Mauerbach“

unter ihrer Direktion stehen?

Schlosspark Mauerbach steht für

Ruhe und Entspannung, Kreativität

und Produktivität, sowie Natur und

Genuss, welches in beiden Bereichen

unseres Hauses „Conference

& Events“, als auch „Resort & Spa“ zu

finden sind. Wir haben ein vielfältiges

Angebot, das von unserer Kulinarik,

welche durch Gault Millau mit einer

Haube und 2 Gabeln von Falstaff ausgezeichnet

ist, abgerundet wird.

Das Schlosspark Mauerbach befindet

sich mitten im Grünen am Herzog

Friedrich-Platz 1 in Mauerbach.

www.schlosspark.at

Fotos: Schlosspark Mauerbach

IMMOBILIEN

058


The Ritz-Carlton: Luxus in

der Wiener Innenstadt

Christian Zandonella, Gerneral Manager des The Ritz-Carlton, Vienna

erzählt im Gespräch mit SOCIETY, wie das Hotel in der umkämpften

Wiener Hotelbranche hervorsticht.

Fotos: Ritz-Carlton

Sie arbeiten seit über 20 Jahren in der

Hotellerie und waren schon in New

York, Barcelona, Toronto und auf den

Cayman Islands tätig, was begeistert

Sie an dieser Branche?

Meine Leidenschaft galt seit jeher der

ausgezeichneten Gastronomie. In vielen

anderen Hotspots der Welt sind die

Lobbys, Hotel-Bars und -Restaurants

die Treffpunkte der Metropolen. Lebendig,

kommunikativ und facettenreich

- ein Hotel vereint die gesamte Vielfalt

der Gastronomie unter einem Dach.

Noch dazu entwickelt sie sich stetig

und in hoher Geschwindigkeit weiter.

Man könnte meinen, die Hotellerie ist

die Ideenwerkstatt der Gastronomie.

Wien ist Standort vieler Luxushotels,

welche Schritte haben Sie unternommen,

um das Haus zu positionieren?

Ich setze auf Evolution anstatt auf

Revolution. Es hat mich von Anfang

an begeistert, mit welch einer Leidenschaft

alle Damen und Herren die

Philosophie von The Ritz-Carlton verkörpert

haben: aufrichtiges Bemühen

um unsere Gäste, starke zwischenmenschliche

Beziehungen, die tagtäglich

geschaffen werden, sowie das

Höchstmaß an persönlichem Service.

Dieses einzigartige Potential galt es

für mich zu fördern und zu formen. Das

beste Beispiel hierfür ist „Pastamara“,

eine stilvolle Bar mit hervorragender

Sizilianischer Küche die wir im vergangenen

Dezember eröffnet haben.

Es hat mich mit Stolz erfüllt, zu sehen,

welche Leistung ein ambitioniertes

Team in der Lage ist zu erreichen. Heute

steht das The Ritz-Carlton, Vienna

für exzellenten sowie gleichermaßen

entspannten Service und ein facettenreiches

Bar- und Restauranterlebnis.

Das The Ritz-Carlton, Vienna hat den

Unternehmerinnen Award 2019 ausgerichtet,

wie wichtig ist Chancengleichheit

gerade in einer so harten

Branche wie der Hotellerie?

Gleichberechtigung ist Teil unserer

DNA und unserer Unternehmensphilosophie.

Sie ist eine absolute Selbstverständlichkeit.

Das zeigt sich daran,

dass im The Ritz-Carlton, Vienna rund

die Hälfte aller Führungspositionen

weiblich besetzt sind. Dafür benötigen

wir im Übrigen keine Quotenregelung.

Wir stellen nach dem Prinzip des besten

Talents ein. Dass bei uns trotzdem

etwa gleich viele Damen wie Herren als

Führungskräfte wirken, ist ein schöner

Beleg dafür, wie Chancengleichheit

und Gleichberechtigung auch konkret

gelebt werden.

The Ritz-Carlton, Vienna findet man in

einem historischen Palais aus dem 19.

Jahrhundert direkt am Schubertring

5-7 im ersten Bezirk. Online kann man

sich unter www.ritzcarlton.com/de/

hotels/europe/vienna vom Angebot

des Hotels überzeugen.

Christian Zandonella, General Manager des The

Ritz-Carlton, Vienna

IMMOBILIEN

059


Südafrika – Land

der Gegensätze

Dieses einst so tief gespaltene Land an der

Südspitze Afrikas beeindruckt durch eine

enorme Vielfalt der Menschen und der Natur.


SOCIETY

GESCHICHTE

Vor etwa 20.000 Jahren siedelten sich

die Jäger-und-Sammler-Kulturen der

San und Khoikhoi in Südafrika an, die

ab ca. 400 n.Chr. von den einwandernden

Bantuvölkern verdrängt wurden.

Die Kolonisierung durch die Europäer

begann im Jahr 1652, als die Niederländer

am Kap der Guten Hoffnung einen

Stützpunkt (Kapstadt) errichteten.

Diese Kolonie, ab 1795 bzw. 1806 unter

britischer Herrschaft stehend, breitete

sich auf Kosten der einheimischen

Bevölkerung immer weiter aus. Die

Abschaffung der Sklaverei durch das

britische Parlament 1833 führte zur

Gründung mehrerer Freistaaten durch

die Buren, die hellhäutigen Südafrikaner,

die schließlich in zwei Kriegen von

Großbritannien unterworfen wurden.

Nach der Unabhängigkeit von Großbritannien

1910 wurde eine massive

Politik der Rassentrennung betrieben,

die eine tiefe Kluft in die Gesellschaft

grub. Seit den 1960ern kam es zu einem

wirtschaftlichen Aufschwung, der Südafrika

zum reichsten Land des Kontinents

machte. Die Apartheidstrukturen

wurden unter internationalem wie

nationalem Druck seit den 1980ern

gelockert. Bei den ersten allgemeinen

Wahlen 1994 errang der African

National Congress mit Nelson Mandela

die absolute Mehrheit, die er bis

heute innehat. Dennoch haben sich die

Lebensbedingungen für viele Schwarze

seitdem nicht grundlegend gebessert.

NATUR

Südafrika ist ein Land der Gegensätze.

Im Osten und Süden erstrecken

sich Berglandschaften, allen voran

die Drakensberge mit bis zu 3482 m

hohen Gipfeln, und das karge Hochland

Highveld. Bedingt durch Gebirge

und Meeresströmungen ist der Westen

des Landes eher trocken, der Osten

feuchter. So konnten am Fuße der

Gebirge sogar subtropische Wälder

entstehen, die heute vor allem aus

eingeführten Baumarten bestehen. Im

Landesinneren gehen Steppen und

Savannen in die Halbwüstenlandschaft

Karoo im Südwesten und in die Wüste

Kalahari im Nordwesten über. Dank

dieses Reichtums an Naturräumen

beherbergt Südafrika eine Vielzahl verschiedener

Tier- und Pflanzenarten. In

den trockenen Gebieten gedeihen vorwiegend

Hartlaubgewächse, Sträucher

und Akazien, in den Wüstengebieten

wasserspeichernde Sukkulenten. Über

20.000 verschiedene Arten von Blütenpflanzen

wie etwa Zuckerbüsche

wachsen vor allem im fruchtbaren

Süden. Zahlreiche Nationalparks wie

der Kruger-Nationalpark beherbergen

die Vertreter der „klassischen“ afrikanischen

Fauna wie etwa Löwen, Elefanten,

Giraffen und Strauße, deren Bestände

im vergangenen Jahrhundert

leider stark dezimiert wurden, während

mit Pinguinen und Robben auch Tiere,

die kälteren Regionen zugeschrieben

werden, endemisch sind.

BEVÖLKERUNG

Südafrika ist ein sehr multikulturelles

Land, was sich auch in den sechs

Farben seiner Flagge und in seinem

Wahlspruch „!ke e: |xarra ||ke“ („für

verschiedene Völker“) wiederspiegelt.

Neben Englisch und Afrikaans (der aus

dem Niederländischen entstandenen

Sprache, die vor allem von Weißen

und Coloureds gesprochen wird) hat

das Land neun Bantusprachen als

Amtssprachen. Mit etwa 56 Millionen

Einwohnern gehört Südafrika zu den

bevölkerungsreichsten Staaten des

Kontinents, die größten Minderheiten

bilden die Weißen und die sogenannten

„Coloureds“ (Nachfahren dunkelund

hellhäutiger Eltern) mit jeweils ca.

9%, hinzu kommen noch 2,5% Asiatischstämmige,

deren Vorfahren einst

vor allem aus Indien und Südostasien

als Sklaven eingeführt wurden.

KUNST UND KULTUR

Da Südafrika ein Land vieler verschiedener

Ethnien ist, kann man nicht von

einer einheitlichen Kultur sprechen.

Wie in vielen anderen Teilen der Welt

auch droht vor allem in den Städten

viel vom alten Brauchtum verlorenzugehen,

und hält sich am ehesten in

ruralen Gebieten. Dies zeigt sich etwa

durch die Architektur, wo der für den

Bau der traditionellen Rundhütten gebräuchliche

Lehm zunehmend durch

leichter zu verarbeitendes Wellblech

ersetzt wurde. Schriftsteller wie die

Literaturnobelpreisträgerin Nadine

Gordimer setzen sich vor allem mit der

Zeit der Apartheid auseinander.

SPORT

Die Zeit der Rassentrennung macht

sich auch im Bereich des Sports

bemerkbar. Während das Fußballnationalteam

vorwiegend aus dunkelhäutigen

Spielern besteht, werden die

anderen beiden Hauptsportarten des

Landes, Rugby und Cricket, immer

noch vorwiegend von Weißen ausgeübt.

Höhepunkt der nationalen Fußballgeschichte

war die Ausrichtung der

Weltmeisterschaft 2010, bei der man

jedoch – als erster Gastgeber – wie bei

den beiden anderen Antritten bereits

nach der Vorrunde ausschied. Erfolgreicher

zeigten sich die Rugbyspieler

mit zwei Weltmeistertiteln und die

Cricketspieler, momentan Dritter der

Weltrangliste.

FACTS IN BRIEF

Ländername: Republik Südafrika

Hauptstadt: Tshwane/Pretoria (Regierungssitz),

Cape Town (Parlamentssitz)

Fläche: 1.219.602 km²

Bevölkerung: Zählung 2011: 55.909.000,

79,6% Schwarze, 9,1% „Coloureds“, 8,9%

Weiße, 2,5% Inder/Asiaten

Sprachen: Afrikaans, Englisch,

Süd-Ndebele, isiXhosa, isiZulu,

Nord-Sotho, Sesotho, Setswana, Siswati,

Tshivenda, Xitsonga

Religion: 81% Christen, 9% religionslos

Währung: 1 Rand (ZAR) = 100 Cents

Nationalfeiertag: 27. April (Tag der

Freiheit)

Staatsform: Föderale Republik

Staatsoberhaupt: Präs. Cyril

Ramaphosa

BUCHTIPP:

Daniela Schetar und Friedrich Köthe

Südafrika on Tour

17 individuelle Touren durch das Land

Polyglott Verlag

Das Autorenduo kennt Südafrika

schon seit vielen Jahren und gibt

seinen Lesern die Möglichkeit, auf 17

unterschiedlichen Touren die Vielfalt

des Landes zu erkunden.

LÄNDER IM FOKUS

062


SOCIETY

An der Ostküste von Südafrika kann man vom Segelboot aus die imposante Skyline von Durban bestaunen

Ausblick von Constitutional Hill in Johannesburg

Bunte Häuser im Stadtviertel Bo-Kaap von Kapstadt

Gut gelaunte Gäste des Boskombuis Restaurant

Fotos: Sputh African Tourism

Der Strand von Durban ist ein Hotspot für Wellenreiter

Bei einer Safari im Busch kann man die Tierwelt Südafrikas bestaunen

SÜDAFRIKA

063


SOCIETY

An insight into

present-day

South Africa

SOCIETY Magazine spoke with H.E. Tebogo

Seokolo, Ambassador of South Africa, about

his country’s progress and achievements, and

his term as a leading diplomat here in Austria.

The relations between Austria and

South Africa date back to 1852, when

Austria openend a consulate in Cape

Town. Could you describe the diplomatic

relations between South Africa

and Austria?

Since 1994, bilateral relations between

South Africa and Austria have been

cordial. Over the years, there has been

an exchange of high-level official visits

between the two countries. In October

2016, the former Austrian Foreign

Minister and Chancellor, Sebastian

Kurz visited South Africa. In December

last year, Minister of Communications,

Ms Stella Tembisa Ndabeni-Abrahams,

visited Austria to attend the Africa - EU

High Level Forum. The two countries

have also signed a number of agreements

including the MOU on Scientific

and Technological Cooperation

between the South African Department

of Science and Technology

and the Austrian Ministry of Science,

Research and Economy in 2015. South

Africa is Austria’s most important

trading partner in Africa. One third of

Austria’s exports to Africa are destined

for South Africa. Currently South

Africa’s total direct investments in

Austria amount to more than 62 149

million South African rands, while the

Austrian direct investments to South

Africa amount to 12 018 million. In the

tourism sector, about 30 119 Austrian

tourists visited South Africa in 2018

compared to 23 000 five years ago.

After the presidential and Member

of Parliament elections on May 8th,

which are the priorities?

In his State of the Nation Address in

February this year, President Ramaphosa

indicated that the task of

building a better South Africa is a

collective responsibility of the entire

nation and the people of South Africa.

This task is at the centre of the work

of every department of government,

of every agency, of every public

entity and informs every policy, every

programme and every initiative. The

President identified the following five

most urgent tasks that will underpin

the work of the government this year

and in the medium term namely: the

acceleration of inclusive economic

growth and creation of jobs; the improvement

of the education system and

development of the skills that are

needed now and in the future; improvement

of the conditions of life for all

South Africans, especially the poor;

stepping up the fight against corruption

and state capture; and strengthening

of the capacity of the state to

address the needs of the people.

What will be the steps taken to solve

the issues for the majority of black

people in the fields of education, housing

for poor people and the eradication

of poverty?

South Africa attaches great importance

to education. As Nelson Mandela

said, “education is the most powerful

weapon which you can use to change

the world“. In the past 25 years since

our democracy, South Africa has

expanded access to education for all,

especially for children between the

age of 7 to 14. Further, the number of

students who passed grade 12 has

LÄNDER IM FOKUS

064


increased from 51 percent in 1994 to

78 percent in 2018. While in 1994, only

51 percent of South Africans could

read and write, now the number has

increased to 94.3. With effect from

2018, South Africa introduced free

higher education for students from

the disadvantaged background. The

strategic objective of our government

in the field of housing is to address a

huge housing backlog bequeathed by

the apartheid system and change the

apartheid spatial planning and human

settlements. This will be achieved

by transforming human settlements

in South Africa into equitable and

efficient spaces with citizens living in

close proximity to work with access to

social facilities and essential infrastructure.

Since 1994, our Government

has built 3.2 million free houses

benefitting over 14 million people from

poor disadvantaged communities.

Since the inception of democracy in

South Africa in 1994, our government

has introduced a range of measures

in order to create a better life for all

our people. The targeted groups in

this regard mainly included the older

people, the unemployed especially

the youth, children, women, people

with disabilities and people living in

poor areas. Over the past 25 years, the

government has provided 17.5 million

citizens from vulnerable groups with

social grants. With effect from January

this year, a minimum wage has been

introduced which will improve the lives

of over six million workers. Other measures

introduced included free primary

health care, no-fee paying schools,

housing and free basic services (water,

electricity and sanitation) to poor households.

Although these policies and

interventions have resulted in notable

gains in poverty reduction since 1994,

much more still needs to be done.

What are the steps taken against

corruption?

Our government has undertaken several

measures to root out corruption

in both the public and private sector.

Since he took over the presidency of

the Republic in February 2018, President

Cyril Ramaphosa has appointed

several commissions of inquiry to

probe allegations of corruption and

malfeasance in the public sector and

in state owned enterprises, investigate

the management and governance of

the State revenue collection agency

and probe the conduct of top officials

in the National Prosecuting Authority.

Some of these commissions have

already completed their work and

action has been taken against those

on the wrong. These commissions are

critical to ensuring that confidence in

public institutions is restored and that

those responsible for any wrongdoing

are identified and subjected to the full

might of the law.

You are celebrating the 25th anniversary

of the end of the apartheid regime.

How has South Africa changed

since then? What are the main results

in the fight against racism since the

abolition of apartheid?

Apartheid was predicated on the

ideology of racial domination and exploitation

of the black majority by the

white minority in South Africa. This

system was enforced by the State over

decades and became official government

policy. With the inception of

Fotos: SOCIETY/Prokoffief

LÄNDER IM FOKUS

066


SOCIETY

Most of the young people of my generation and those before us were part

of a movement that fought for freedom and democracy in South Africa.

democracy and freedom in 1994, this

system was dismantled. Consequently,

the new South Africa adopted a

progressive Constitution with a Bill of

Rights, which entrenches the founding

values of human dignity, equality

and the advancement of human

rights and freedoms. South Africa has

also passed legislation such as the

Promotion of Equality and Prevention

of Unfair Discrimination Act of 2000

to address the issue of racism. To fight

racism in the long term, our government

has adopted a National Action

Plan to combat racism, racial discrimination,

xenophobia and ethnic intolerance.

The plan is an important tool

to prevent and combat racist, sexist,

homophobic, xenophobic and other

discriminatory conduct and forms of

prejudice.

Who are the main economic partners

of South Africa in an international

context?

South Africa has diversified its economic

relations with many strategic

partners in the world. The EU combined

accounts for a significant volume

of foreign direct investments in our

country. In Europe, countries such as

the United Kingdom, Germany, The

Netherlands, Switzerland and France

are among the leading investors in

South Africa. There is of course potential

for Austria to increase its investment

portfolio in South Africa. Beyond

Europe, South Africa is also part of

other strategic formations like BRICS

and IBSA. The African continent is the

centrepiece of South Africa’s foreign

policy and economic development.

South Africa has welcomed and

ratified the agreement establishing

the African Continental Free Trade

Area, which once entered into force,

will constitute the largest free trade

area with a market of over one billion

people with a combined GDP of approximately

$3.3 trillion.

You grew up during apartheid, who

inspired you to enter the diplomatic

service/political career?

Most of the young people of my

generation and those before us were

part of a movement that fought for

freedom and democracy in South

Africa. We were inspired by the

veterans of our struggle like Nelson

Mandela, Oliver Tambo, Walter Sisulu,

among others. We joined the struggle

because we wanted to change the

conditions into which we were born,

which subjected us to indignity based

on the colour of our skin. Many of us

joined the public service after the end

of apartheid in order to contribute

towards building a new democratic

post-apartheid State. It is a task that

we continue to discharge with pride.

Looking back to your activities as

Ambassador to Austria and the International

Organizations, what were

your experiences?

As our tenure here in Austria draws

to a close, I am satisfied with the milestones

that we have achieved over

the last five years. As a country that is

committed to multilateralism, we have

played an active role in promoting, not

only South Africa’s interests in many

international organisations in Vienna,

but also those of the developing

countries. Our efforts have been recognised

through our elevation to the

leadership of some of these organisations

such as Chairperson of the IAEA

Board of Governors, President of the

Board of UNIDO, Vice Chairperson of

the Prepcom of the CTBTO. For example

at the IAEA we have also, together

with Germany, championed the renovation

and modernisation of the IAEA

Nuclear Applications Laboratories,

which provide vital support to Member

States to use nuclear science and

technology to achieve their national

and regional development goals. At

the UNODC we have, together with

Germany, championed the universal

implementation of the United Nations

Minimum Standard Rules - the Nelson

Mandela Rules - which seek to improve

the management and conditions of

prisons across the globe and promote

the humane treatment of prisoners.

We have also made strides in further

strengthening bilateral relations

between South Africa and Austria. In

2016, we organised a highly successful

Tribute to Nelson Mandela Concert at

the Wiener Konzerthaus, which featured

two prominent South African opera

singers, Pretty Yende and the late

Johan Botha. The proceeds from this

concert went towards the building of

The Nelson Mandela Children’s Hospital

in South Africa, a project that Mr

Mandela initiated before his eternal

retirement.

Do you have a personal motto?

I believe in a motto: ’Your legacy is every

life you have touched’. Diplomacy

provides me with a unique opportunity

to advance this goal while serving my

country.

SÜDAFRIKA

067


SOCIETY

25 Jahre seit

Ende der Apartheid

Nach langen Jahren der Rassendiskriminierung, wurden am 26. April

1994 erstmals demokratische Wahlen in Südafrika abgehalten.

Die Rassentrennung und Herrschaft

der Weißen über die Schwarzen

begann bereits am Anfang des 20.

Jahrhunderts. Die Separation nach

Hautfarben war damals in jedem Bereich

sichtbar, Schwarze hatten eigene

Abteile in öffentlichen Verkehrsmittel,

durften Erholungseinrichtungen wie

etwa Schwimmbäder und Parks nicht

betreten und zu öffentlichen Gebäuden

gab es separate Eingänge. Auch standen

sie unter der Pflicht sich ständig

ausweisen zu müssen, hatten eigene

Schulen und das Wohnen wurde ihnen

nur in bestimmten Gebieten erlaubt.

Die zahlreichen diskriminierenden

Gesetze, die durch Polizeigewalt durchgesetzt

wurden, trafen auf Proteste

und Widerstand. Diese mussten jedoch

jahrelang geführt werden, bis sich tatsächlich

eine Veränderung zeigte. Das

bedeutendste Symbol für den Wandel

in Südafrika war Nelson Mandela, der

jedoch im Zuge seines Kampfes für die

Freiheit inhaftiert wurde.

In den 1980er Jahren wurde der

außen- und innenpolitische Druck auf

das Land zunehmend größer und die

Freilassung von Nelson Mandela wurde

weltweit gefordert. Schlussendlich gab

es keine andere Möglichkeit mehr, als

dem Druck nachzugeben. Kurz nach

seiner Entlassung 1992 nahm Mandela

bereits eine führende politische Rolle

ein. Die darauf folgenden freien Wahlen

für alle Südafrikaner 1994 machten

ihn schließlich zum ersten schwarzen

Präsidenten des Landes. Alle Gesetze

der Rassentrennung wurden aufgehoben,

Südafrika wurde in neue Provinzen

aufgeteilt und es galt eine neue

Verfassung. Doch auch nach Ende der

Apartheid stand das Land vor großen

Herausforderungen, nicht nur weil

durch die Unruhen eine ökonomische

Krise herrschte. Heute noch wird um

die Umsetzung von Mandelas Traum

von einer vielfältigen und gleichberechtigten

Regenbogennation gekämpft.

Obwohl die Apartheid vor bereits

25 Jahren endete, herrschen immer

noch Ungleichheiten zwischen Armen

und Reichen, sowie Schwarzen und

Weißen. Viele Bürger Südafrikas sind

mit der politischen Lage nicht zufrieden

und wünschen sich, dass sich die

Regierung wieder an den Grundideen

Nelson Mandelas orientiert.

Fotos: Sputh African Tourism

LÄNDER IM FOKUS

068


Klimaschutz

ist überlebenswichtig

SOCIETY sprach mit der Ministerialrätin des

Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und

Tourismus, Talieh Wögerbauer, über die Notwendigkeit

zu handeln.


SOCIETY

Und damit schließt sich der Kreis. Wie bereits gesagt, - „Tue etwas

gegen den Klimawandel und sprich darüber!“

Mag. Talieh Wögerbauer mit Greta Thunberg bei

der UNO-Klimakonferenz in Katowice

Im Mai fand der R20 Klimagipfel in

Wien statt, wo auch Klimaaktivistin

Greta Thunberg, die als Ikone einer

neuen Jugendbewegung gilt, zu mehr

Klimaschutz aufgerufen hat. Finden

Sie es gut, dass zehntausende Kinder

und Jugendliche dafür die Schule

schwänzen?

Vor kurzem habe ich zu diesem Thema

in einer österreichischen Tageszeitung

folgenden Satz gelesen: „Wir können

nicht die Zeit absitzen, bis wir an den

politischen Hebeln sitzen, wir müssen

jetzt handeln, wenn wir noch gut leben

wollen“. Die internationalen Proteste,

die in diesem Kontext die Gazetten

und sozialen Medien füllen, wurden de

facto von der schwedischen Schülerin

Greta Thunberg, diesem außergewöhnlichen

Mädchen, ausgelöst. Nun

fand ihr „Schulstreik fürs Klima“ bis

heute tausende Nachahmer in aller

Welt. Das bringt natürlich jene öffentliche

Aufmerksamkeit mit sich, die für

den Kampf gegen den Klimawandel

unbedingt notwendig ist. Wir hören

häufig bei Konferenzen, Klimagipfel

oder sonstigen öffentlichen Debatten

zahllose dramatische Appelle

an Moral und Verantwortungsgefühl

für künftige Generationen. Was aber

wahrlich zählt sind Taten, konkrete

Pläne und Zusagen der Verantwortlichen

in Politik und Wirtschaft.

Sie sehen durch den Klimawandel das

Überleben der Menschheit bedroht –

wer kann Ihrer Ansicht nach die Krise

noch abwenden?

Nur die Politik kann die entsprechenden

Rahmenbedingungen schaffen,

aber jede/r Einzelne von uns kann

für den Klimaschutz aktiv sein. Eine

energiesparende Lebensweise und

bewusster Konsum können den

persönlichen CO2-Ausstoß bereits

deutlich reduzieren. Wir müssen den

Weg zur Klimaneutralität voranschreiten,

indem wir in realistische technologische

Lösungen investieren, den

Bürgerinnen und Bürgern Eigenverantwortung

übertragen und Maßnahmen

in Schlüsselbereichen wie Industriepolitik,

Finanzwesen oder Forschung

aufeinander abstimmen, wobei man

jedoch darauf achten muss, dass sich

gleichzeitig der Übergang sozial gerecht

vollzieht.

Wie sieht es mit multilateralen Verträgen

und Regeln aus? Sind solche

überhaupt ein wirksames Mittel im

Kampf gegen den Klimawandel?

Auf jeden Fall. Man braucht ein Rahmenwerk,

Verträge und Regeln, um

gezielt und geordnet voranschreiten

zu können. Vor allem Regeln, nach

denen Staaten künftig über ihre Pläne

und Fortschritte im Klimaschutz

berichten sollen, sind enorm wichtig -

Vergleichbarkeit und Transparenz sind

notwendig, da das Pariser Abkommen

zum Beispiel auf gegenseitigem Vertrauen

wberuht und keine Sanktionen

vorsieht, wenn Länder nicht vorankommen.

Vor allem der Gruppendruck

soll alle auf Kurs halten.

Was bedeuten solche Abkommen

für den „einfachen Bürger“? Finden

diese auch Eingang in das alltägliche

Leben?

Da kann ich besonders Artikel 12

des Pariser Klimaschutzabkommens

hervorheben, der besagt, dass „die

Vertragsparteien Maßnahmen zur

Verbesserung der Bildung, der Ausbildung,

des öffentlichen Bewusstseins,

der Beteiligung der Öffentlichkeit und

des öffentlichen Zugangs zu Informationen

auf dem Gebiet der Klimaänderungen

zu ergreifen haben“. Von

daher gewinnt die sogenannte „Action

for Climate Empowerment“ (ACE) in

den Klimaverhandlungen immer mehr

an Bedeutung. ACE ist der Oberbegriff

für sechs Themen der „Klimabildung“:

Bildung, Fortbildung, Zugang zu Information,

Sensibilisierung, Bürgerbeteiligung

und internationale Kooperation.

In Österreich haben Themen

wie Nachhaltigkeit, Ökologie und

Klimawandel bisher leider zu wenig

Eingang in die Lehrpläne gefunden.

Die Demonstrationen der Jugendlichen

haben aber dazu geführt, dass

das Thema Klimaschutz öffentlich

mehr Aufmerksamkeit bekommen

hat. Diese muss nun genutzt werden,

damit sich etwas ändert!

Was tun Sie konkret, um zum Thema

Klimaschutz beizutragen?

Abgesehen von meinem hauptberuflichen

Engagement im Bundesministerium

für Nachhaltigkeit und

Tourismus im Bereich Koordinierung

Klimapolitik, sowie im Rahmen der

Internationalen Klimaverhandlungen,

versuche ich nun als Botschafterin

des Klimasekretariats der Vereinten

Nationen beizutragen, ein Umdenken

quer durch alle Bevölkerungsschich-

GREEN SOCIETY

072


SOCIETY

Die Umweltaktivistin Greta Thunberg traf im Zuge ihres Wien-Besuchs anlässlich ihrer Teilnahme am R20 Austrian World Summit 2019 auf Bundespräsident

Alexander Van der Bellen

Fotos: Peter Lechner/HBF und Präsidentschaftskanzlei, BMNT, William Tadros

ten zu erreichen. Derzeit plane ich

einen ACE Workshop in Österreich

im Oktober 2019, diese vorgesehene

Veranstaltung sollte eine Art Brückenevent

zwischen dem UN-Klimagipfel

von UN-GS Guterres in New York im

September und der COP25 in Chile

im Dezember 2019 sein. Besonderen

Fokus will ich hierbei aber auf eine

stärkere Einbindung des Privatsektors

setzen, Unternehmen ansprechen, die

sich in Klima- und anderen Umweltfragen,

sowie Nachhaltigkeit und

insbesondere zu den Themen von ACE

bereits engagieren bzw. hierzu bereit

sind. Unternehmen und internationale

Konzerne folgen vermehrt dem

Trend, sich zunehmend für Klima- und

Umweltfragen zu interessieren. Wir

erleben Gott sei Dank Zeiten eines

Mentalitätswandels. Abgesehen davon,

lässt sich ein positives Image als

umweltbewusstes Unternehmen auch

gut für die Marketingstrategie nutzen.

Und damit schließt sich der Kreis. Wie

bereits gesagt, - „Tue etwas gegen den

Klimawandel und sprich darüber!“

Text: Mag. Talieh Wögerbauer

Neugierig betrat Klimaaktivistin Greta Thunberg die prunkvollen Räumlichkeiten der Wiener Hofburg

GREEN SOCIETY

073


Wie „grün“ ist die russische

Öl- und Gasindustrie?

Umweltschutz steht nicht nur bei westlichen Industriestaaten auf

der Agenda. Das Thema gewinnt auch in Russland immer mehr an

Bedeutung.

Wenn Russland „grüner“ wird, dann bietet

das Chancen für neue Kooperationen

für Staaten und Unternehmen. Wir

haben uns ganz konkret angesehen,

ob die Öl- und Gasindustrie ökologisch

verantwortlich agiert – sie ist immerhin

ein wesentliches Rückgrat der russischen

Wirtschaft. Wie weit der Umweltgedanke

bei den einzelnen russischen

Öl- und Gaskonzernen vorgedrungen

ist, zeigt das jährliche Rating der

Umweltschutzorganisation World Wide

Fund For Nature (WWF), der CREON

Group und der National Rating Agency

(NRA). Bereits zum fünften Mal untersuchten

die Initiatoren Branchenunternehmen

auf Umweltmanagement,

Auswirkungen auf das Ökosystem und

Fünftes WWF-Ranking für russische Öl- und Gasfirmen

schafft Transparenz. Kommentar von Mag.

Victoria Mukhina

Transparenz in Fragen des Umweltschutzes.

Sieger des diesjährigen

Ratings war, wie auch im vergangenen

Jahr, der Konzern Sakhalin Energy, der

das Projekt Sakhalin-2 zur Förderung

von Erdgas und -öl nördlich der russischen

Pazifikinsel Sachalin im Ochotskischen

Meer betreibt. Auf Rang zwei

und drei folgten Zarubeshneft, das sich

vor allem im Ausland engagiert, und

Exxon Neftegaz Ltd. (Sakhalin-1).

OBJEKTIVE INFORMATIONEN FÜR

KUNDEN UND PARTNER

Das Rating liefert objektive Informationen

über den Grad der Umweltverantwortung

der russischen Öl- und Gasunternehmen

und soll sukzessive auf

weitere Länder ausgeweitet werden.

Für Kasachstan wird bereits seit 2017

ein derartiges Rating erstellt. Die transparente

Bewertung ist ein Instrument

für das staatliche Risikomanagementsystem

und ein weiterer Baustein für

höhere Standards im Umweltbereich.

Es liefert darüber hinaus der Öffentlichkeit

leicht zugängliche Informationen

und dient Investoren als Basis für ihre

Entscheidung. Verbraucher und Partner

leisten zudem einen wichtigen Beitrag

zur Verbesserung der Umweltpolitik

in Russland und Kasachstan, wenn

sie jene Unternehmen bevorzugen, die

weniger Umweltschäden verursachen

und bestrebt sind, ihre Aktivitäten

umweltfreundlich zu gestalten.

Mag. Victoria Mukhina ist seit 2014 Geschäftsführerin

der NRA International

GmbH in Wien – eine Tochtergesellschaft

der National Rating Agency

(NRA) in Russland. Neben einem

BWL-Studium in Moskau (RUND University)

und Wien (Universität Wien)

absolvierte sie ein Masterstudium in

International Banking and Finance in

Österreich. Von 2009 bis 2014 war sie

Mitarbeiterin im Marketing-Team der

Deutschen Bank und koordinierte internationale

Projekte für Unternehmen

und Institutionen. Sie ist Präsidiumsmitglied

der Österreichisch-Russischen

Freundschaftsgesellschaft (ORFG) und

engagiert sich ehrenamtlich für russische

Studenten in Österreich.

Die National Rating Agency wurde im

Jahr 2000 in Russland gegründet und

ist eine der führenden, unabhängigen

Ratingagenturen.

Fotos: NRA International GmbH

GREEN SOCIETY

074


Black Austrian Awards

Together we build

Anlässlich der von der UNO initiierten „UN Dekade 2015-2024 der

Menschen afrikanischer Abstammung“ wurde das freshTIVAL 2019

veranstaltet.

Foto: Karola Riegler

Festivalmotto heuer war „Together

we build“. Highlights waren die Black

Austrian Awards am 24. Mai sowie das

Black Austrian Youth Forum. Beide

Veranstaltungen haben zum Ziel, die

in Österreich lebenden Black Communities

und deren Diaspora zu fördern

und positiv sichtbar zu machen,

jenseits von tagtäglichen negativen

Meldungen die in den Medien über

diese Communities zu finden sind.

Die Black Austrian Awards wurden

heuer zum zweiten Mal an afro-österreichische

Persönlichkeiten und

Kollektive verliehen, die sich durch

ihre Arbeit und Errungenschaften in

den Kategorien Business, Community

Empowerment, Entertainment, Kunst

und Kultur, Politisches Engagement,

Sport und Wissenschaft auszeichnen.

Bei den Black Austrian Awards wurden

die folgenden Personen und Kollektive

prämiert:

BUSINESS

Anthony Chira, Geschäftsführer von

Velobis by Bikeplus Matrix Service

GmbH, ein originelles Konzept von

Restaurant und Fahrradwerkstatt.

COMMUNITY EMPOWERMENT

Verein Schwarze Frauen Community,

eine der wichtigsten afro-österreichischen

Organisationen mit dem Ziel,

junge Schwarze in Wien zu ermächtigen

und Frauenarbeit zu unterstützen.

ENTERTAINMENT

Ayo Aloba, Thiago Rosa, Tonica Hunter,

Raj Das von Sound of Blackness.

Sound of Blackness ist seit mehreren

Jahren ein Kollektiv von jungen

Schwarzen aus vier Kontinenten, die

in Österreich ein neues Gesicht von

Black Music erfunden und umgesetzt

haben.

KUNST UND KULTUR

Louise Deininger – die Konzeptkünstlerin

ist nicht nur künstlerisch aktiv,

sondern auch menschenrechtlich.

Mit ihrer Kunst unterstützt sie auch

Menschen in Not in Österreich, Kenia

und Uganda.

POLITISCHES ENGAGEMENT

Faika El-Nagashi, Die Wiener Grünen.

Faika Anna El-Nagashi ist eine österreichische

Politikerin mit ungarisch-ägyptischen

Wurzeln. Seit 2015 ist sie

Abgeordnete zum Wiener Landtag und

Mitglied des Wiener Gemeinderates.

Sie ist Sprecherin für Integration und

Menschenrechte, Vorsitzende des Gemeinderatsausschusses

für Bildung,

Integration, Jugend und Personal und

Mitglied im Gemeinderatsausschuss

für Europäische und Internationale

Angelegenheiten.

SPORT

Will Youssek Dibo: der 16-jährige ist

derzeit U18 Diskus-Rekordhalter

Österreichs.

WISSENSCHAFT

Univ.-Prof. Dr. Nuno Maulide ist Professor

für Organische Synthese an der

Fakultät für Chemie der Universität

Wien. Im Jänner 2019 wurde er vom

Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten

zum „Wissenschaftler des

Jahres 2018“ ausgezeichnet.

Text: Simon Inou

GREEN SOCIETY

075


Mens sana in

corpore sano

Ein gesunder Geist steckt in

einem gesunden Körper, das erkannte

schon der römische Dichter

Juvenal. Heutzutage gibt es dafür

bessere Möglichkeiten als damals.

Foto: Pixabay


Vienna Medical Center –

state-of-the-art medical

technology

The Vienna Medical Center, located in Vienna’s ninth

district and headed by Professor Michael Zimpfer,

attracts international patients who include diplomats,

expatriates and high-net-worth individuals.

Executive Coach and global headhunter

Miriam Mukasa profiles ‘Zentrum

für Medizin und Gesundheit’ (Vienna

Medical Center). The Vienna Medical

Center offers medical check-ups,

specialist diagnosis and medical treatment

using state-of-the-art technology.

Employing the very latest in diagnostic

equipment, the Center offers a full

spectrum of laboratory tests, radiological

scans, gastro intestinal and cardiological

examinations (ultrasound, ECG,

treadmill). In addition to conducting

its own diagnostic services, the Center

is able to call upon its network of top

medical specialists, both local and

international, to conduct further diagnostic

examinations and, where necessary,

it can offer inpatient care. The

Vienna Medical Center was set up by

Professor Michael Zimpfer MD, MBA,

GESUNDHEIT

078


SOCIETY

who specialises in anaesthesiology,

intensive care & pain management.

He is a full professor at the General Hospital,

Medical University of Vienna and

holds an MBA from the University of

Chicago. Professor Zimpfer trained as a

cardiologist, and previous assignments

included Harvard Medical School and

Duke Medical Center for Outcomes

Research in North Carolina. Professor

Zimpfer is a member of the Society of

Friends of the Weinzmann Institute of

Science and served as a visiting professor

at the King Faisal Specialist Hospital

in Ryadh, Saudi Arabia.

Prof. Zimpfer’s success can be attributed

to his lean principles in his

healthcare practice, holistic solutions

to patients’ medical concerns, effective

pain management, and a belief that

minimally invasive treatment plays a key

role in improving general health. The

Center is in the heart of Vienna’s ninth

district and is conveniently located within

walking distance of Vienna General

Hospital (Allgemeines Krankenhaus

(AKH) and St. Anna Children’s Hospital

(St. Anna Kinderspital). There are also

a number of private clinics nearby,

including the Private Clinic Vienna

(Wiener Privatklinik), Private Clinic

Josefstadt (Confraternität – Privatklinik

Josefstadt) and the Goldenes Kreuz

Private Clinic (Krankenanstalt Goldenes

Kreuz). The practice is equipped with

state-of-the-art medical technology

enabling it to offer patients excellent

treatment and care, including instant

referrals and rapid diagnosis, which in

turn, leads to faster patient treatment,

and fewer hospital visits. Their network

of medical specialists facilitates the

Center to access the latest developments

in radiation oncology (cancer

treatments) such as CyberKnife and

proton therapy.

In addition to its own dedicated team

of specialists, the Center works closely

together with local as well as internationally

renowned specialists (oncologists,

radiologists, cardiologists,

obstetricians/gynaecologists, paediatricians,

neurologists), who are on

hand to offer expert advice including

second opinion referrals or, if preferred,

medical treatment abroad or in the

unlikely event that a specific treatment

is unavailable, in-country.

Both the IAEA and UNIDO have their

headquarters in Vienna, and the city

is one of the four headquarters of

the United Nations. In addition, the

presence of diplomatic and consular

missions in Vienna means the Vienna

Medical Center serves patients from

Austria and further afield. Patients

include diplomats, expatriates and

high-net-worth individuals.

To learn more or book an appointment,

you can contact the Vienna Medical

Center’s multi-lingual team who will be

happy to discuss any medical queries

that you may have. The team can also

book appointments to suit your schedule,

as well as provide you with cost

estimates and advise on any insurance

queries that you may have. In the event

that any legal issues arise in regards to

medical coverage from abroad, then

Setfords Solicitors (UK) serves as one

of their partners.

VIENNA MEDICAL CENTER

The “Zentrum für Medizin und Gesundheit”

(Vienna Medical Center) can be

found in the ninth district on Pelikangasse

3/101 in 1090 Vienna. It provides

state-of-the-art diagnostics and

treatment, and works together with

internationally renowned specialists.

3/101 Pelikangasse

1090 Vienna/Austria

Phone: +43 - 1 - 997 28 30

Fax: +43 - 1 - 997 28 30 - 99

michael@zimpfer.at

www.zmed.at

www.zimpfer.at

State-of-the-art equipment.

The reception area of Vienna Medical Center.

GESUNDHEIT

079


SOCIETY

Erfassung mittels 3D-Scanner oder IO-Scanner

Schönes Lächeln

mit DDLab GmbH

Design am Computer

Lange Wartezeiten adé. Dank digitaler

Fertigungssysteme können Patienten von

DDLab schnell wieder kraftvoll zubeißen.

CNC-Fräsen

Finalisierung

DDLab GmbH

Digital Dental Laboratory

Kagraner Platz 1/1/32

1220 Wien

01-99 72 845

www.ddlab.at | office@ddlab.at

Im Zeitalter der Digitalisierung ist es

alltägliche Sitte, auf dem Handy den

Wecker für den nächsten Morgen zu

stellen, sich von google maps den

Weg ansagen zu lassen oder mittels

App ein Abendessen zu bestellen.

Diese Digitalisierung ist es, die uns

den Alltag erleichtert, höhere Präzision

ermöglicht und die Bearbeitungszeit

deutlich reduziert.

DIGITALER ZAHNERSATZ

Doch was bedeutet das für meinen

Zahnersatz? Das digitale Dentallabor

DDLab in Wien verwendet die

modernsten Fertigungsverfahren, wie

etwa Cad/Cam-Technik, CNC-Fräsen

oder digitale, biometrische Datenerfassung,

um dem Patienten einen

hochwertigen und medizinisch korrekten

Zahnersatz zu ermöglichen. Das

Zusammenspiel von modernster Technik,

den besten Materialien und dem

Know-How des DDLab-Teams bringt

Mensch und Maschine in Harmonie.

Herkömmliche Abformungen werden

mittels 3D Scanner digital erfasst oder

durch innovatives intraorales Scanning

ersetzt. Der Vorteil für Arzt und Patient

liegt in der wesentlich verbesserten

Abbildung der realen Situation für die

weiteren Arbeitsschritte. Am Computer

wird der Zahnersatz gewissenhaft

und mit viel Liebe zum Detail designed.

MODERNSTE ZAHNTECHNIK

Innovative Fräsen und 3D-Drucker

produzieren qualitativen Zahnersatz,

welcher nach der Ausarbeitung und Finalisierung

dem Patienten in kürzester

Zeit wieder ein Lächeln schenkt. „Zahnersatz

auf höchstem Niveau in langer

Zeit war gestern. Heute ist dies bereits

in kurzer Zeit auf einem nie da gewesenen

Level möglich“, erklärt

Florian Thaler, Zahntechnikmeister und

Leiter der Cad/Cam-Abteilung. Die Erfahrung

des Teams und die modernste

Technologie sind einmalig; glückliche

Patienten mit einem strahlenden Lächeln

der Regelfall für die Kunden des

DDLab. „In der Zahntechnik geht es um

die Liebe zum Zahn - es geht darum,

eine Leidenschaft zu entwickeln,

um dem Patienten sein Lächeln wieder

zu schenken“, ergänzt der Laborleiter

Daniel Zirka. Dort wo herkömmliche

Zahnlabore ihre Grenzen erreicht

haben, startet das DDLab mit Innovationen,

verbesserter Qualität und optimierten

Produktionszeiten erst richtig

durch. „Denn das Lächeln der Patienten

ist unser Auftrag!“, ergänzt Thaler.

Fotos: DDLab GmbH

GESUNDHEIT

080


SENIOREN RESIDENZEN

WIEN – SALZBURG – INNSBRUCK

WIEN – SALZBURG – INNSBRUCK

Jeder Mensch hat seine eigene Philosophie und sein

eigenes Jeder Mensch Lebenskonzept. hat seine Wir eigene haben Philosophie dafür Verständnis und sein

und eigenes das Lebenskonzept. geeignete Zuhause. Wir Wir haben haben dafür uns Verständnis zum Ziel

gesetzt und das Ihrem geeignete Leben Freiraum Zuhause. zu Wir geben. haben – Freiraum, uns zum Ihre Ziel

Ideen, gesetzt Wünsche Ihrem Leben und Träume Freiraum zu verwirklichen.

zu geben. – Freiraum, Ihre

Ideen, Wünsche und Träume zu verwirklichen.

Menschen, die sich für ein Leben in den Senioren

Residenzen Menschen, entscheiden, die sich für entscheiden ein Leben sich in den bewusst Senioren für

ihre Residenzen Eigenständigkeit, entscheiden, ihre entscheiden persönliche sich Freiheit bewusst sowie für

die ihre Zuverlässigkeit Eigenständigkeit, eines ihre kompetenten persönliche und Freiheit wirtschaftlich sowie für

eigenständigen die Zuverlässigkeit Dienstleistungsunternehmens.

eines kompetenten und wirtschaftlich

eigenständigen Dienstleistungsunternehmens.

Eine Senioren Residenz ist eine Wohlfühloase für aktive

Senioren, Eine Senioren die ein Residenz großzügiges ist eine Ambiente Wohlfühloase mit einem für Hauch aktive

Extravaganz Senioren, die bevorzugen ein großzügiges und die Ambiente Annehmlichkeiten mit einem Hauch eines

breitgestreuten Extravaganz bevorzugen Angebots und schätzen. die Annehmlichkeiten eines

breitgestreuten Angebots schätzen.

www.seniorenresidenzen.co.at

www.seniorenresidenzen.co.at

Herbert L., 75

Herbert L., 75

Am Kurpark Wien-Oberlaa

Am 1100 Kurpark Wien, Fontanastraße Wien-Oberlaa 10

1100 Wien, Tel. 01 Fontanastraße 680 810 10

amkurpark@seniorenresidenzen.co.at

Tel. 01 680 810

amkurpark@seniorenresidenzen.co.at

Mirabell Salzburg

5020 Mirabell Salzburg, Faberstraße Salzburg 15

5020 Salzburg, Tel. 0662 Faberstraße 86910 15

mirabell@seniorenresidenzen.co.at

Tel. 0662 86910

mirabell@seniorenresidenzen.co.at

Veldidenapark Innsbruck

6020 Veldidenapark Innsbruck, Neuhauserstraße Innsbruck 5

6020 Innsbruck, Tel. 0512 Neuhauserstraße 5302 5

veldidenapark@seniorenresidenzen.co.at

Tel. 0512 5302

veldidenapark@seniorenresidenzen.co.at


Schlank in

den Sommer

Sich gesund ernähren möchte

jeder. Sobald der Sommer naht,

steigt der Druck, überflüssige

Kilos loszuwerden.

Ich bin Ernährungswissenschafterin,

sowie Beraterin und es ist mir eine

Herzensangelegenheit, Frauen und

Männern zu mehr Wohlbefinden,

Selbstliebe und (Körper-) Zufriedenheit

zu verhelfen. Meinen KlientInnen

begegne ich mit viel Empathie. Viele

kommen mit dem Wunsch zu mir, ihr

Gewicht um einige Kilos zu reduzieren.

ANGEBOT

Ich empfehle Personen, die rund 5

kg abnehmen möchten, eine speziell

entwickelte 10-wöchige Begleitung.

In dieser Zeit wird der Bezug zu einer

gesunden Ernährung wiederaufgebaut.

Ich vermittle nicht nur Wissen

und zeige Fehler auf, sondern unterstütze

auch dabei, wie das Abnehmen

nachhaltig gelingt. Regelmäßige

Erfolgskontrollen sichern dabei das

Erreichen des Ziels.

ERNÄHRUNGSANALYSE

Für mich bedeutet eine gesunde Ernährung,

eine gute Versorgung des

Körpers mit allen wichtigen Nährstoffen.

Diese, gemeinsam mit körperlicher

Bewegung und einem liebevollen Umgang

mit sich selbst, führen zu einer

guten körperlichen und seelischen

Gesundheit. Genuss und die Freude

am Essen sind dabei sehr wichtig. Für

ein gesundes Körpergewicht ist es

essenziell, regelmäßig zu essen. Bei

der Ernährung gibt es keine Schablone,

die auf alle passt, sondern sie sollte

individuell adaptiert werden.

In meiner Ernährungsberatung

zeige ich

Ihnen, wie Sie in nur

10 Wochen nachhaltig

Ihr Wohlfühlgewicht

erreichen.

WAS MACHE ICH ANDERS?

Ich habe ein offenes Ohr für Menschen,

die auf der Suche nach einem

alltagstauglichen Rat sind. In der heutigen

Zeit werden wir mit Informationen

über die scheinbar richtige Ernährung

regelrecht überflutet. Es werden viele

Diäten oder trendige Ernährungsweisen

ausprobiert, die den Lebensstil

stark einschränken. Ich möchte

Personen helfen, ihre Ernährung an ihr

Leben anzupassen und nicht umgekehrt.

Ich höre zu und verstehe auch

die Themen zwischen den Zeilen, oft

geht es um Erfolgsdruck, gesellschaftliche

Normen oder familiäre Belastungen

und mangelnde Selbstfürsorge.

Mein Ziel ist es, meine Beratung ganz

individuell und persönlich zu gestalten.

Mir ist es sehr wichtig, dass meine

Ratschläge gut angenommen und umgesetzt

werden können.

KONTAKT:

Sophia Köpruner

„Bewusst-Ernähren“

+43 (0) 650-283 01 27

praxis@bewusst-ernähren.at

www.bewusst-ernähren.at

Facebook: ErnaehrungsberatungWien22

Fotos: Agnes Stadlmann

GESUNDHEIT

082


Rudolfinerhaus

Vienna´s Leading Private Hospital

Rudolfinerhaus

Vienna´s Leading Private Hospital

RUDOLFINERHAUS is one of the most prestigious

private hospitals of Austria. Together with its

highly

RUDOLFINERHAUS

skilled medical

is one

professionals,

of the most

state-of-the-art

prestigious

medical

private hospitals

equipment

of

and

Austria.

the academically

Together with

trained

its

nursing

highly skilled

staff RUDOLFINERHAUS

medical professionals,

offers

state-of-the-art

comprehensive

know-how

medical equipment

in all health

and

issues.

the academically trained

nursing staff RUDOLFINERHAUS offers comprehensive

In

know-how

RUDOLFINERHAUS’s

in all health

private

issues.

Outpatient Day Clinic

we check ailments and symptoms for patients

without

In RUDOLFINERHAUS’s

waiting time. Apart

private

from

Outpatient

offering

Day

the

Clinic

entire

range

we check

of diagnostic

ailments and

facilities

symptoms

specialists

for patients

from all

fi

without

elds are

waiting

available

time.

at short

Apart

notice.

from offering the entire

range of diagnostic facilities specialists from all

fi elds are available at short notice.

Centers

of Excellence

Centers

of Excellence

General Surgery

Internal

General

Medicine

Surgery

& Cardiology

Internal Medicine

Neurology

& Cardiology

Orthopedics

Neurology

& Trauma Surgery

Orthopedics

Urology

& Trauma Surgery

Gynaekology

Urology

& Obstetrics

Gynaekology & Obstetrics

Rudolfinerhaus

Privatklinik GmbH

Billrothstraße 78 1190 Vienna

Rudolfinerhaus

Privatklinik GmbH

Outpatient Day Clinic

Billrothstraße 78 1190 Vienna

+43 (0)1 360 36-6468

ambulanzint@rudolfi Outpatient Day Clinic nerhaus.at

Mon – Fri from 8am to 7pm

+43 (0)1 360 36-6468

Sat from 8am to 12pm

ambulanzint@rudolfi nerhaus.at

www.rudolfinerhaus.at

Mon – Fri from 8am to 7pm

Sat from 8am to 12pm

www.rudolfinerhaus.at


Taekwon-Do Fit Class

Strength and Endurance

Get in shape with the new program created by the Austrian National

Taekwon-Do Federation.

Jelena Škrpan Perković, certified

Taekwon-Do instructor, fitness trainer

and president of the Taekwon-Do club

„Reborn“ and Dalibor Medić, president

of the Austrian national Taekwon-Do

Federation, national coach of Austria,

international instructor and personal

trainer, federal teacher for ITF - Germany

and member of the Taekwon-Do

Hall of Fame newly created the Taekwon-Do

Fit Class program under the

sponsorship of the Austrian national

Taekwon-Do Federation. The class

represents a set of different exercises

for strength, endurance and

agility combined with elements of

Taekwon-Do to help users maximize

the mobility and flexibility of movement.

These exercises have a positive

impact on the entire human body by

achieving the optimum balance between

muscle, cardiovascular, respiratory

and nervous system. The clients

can choose between the following

different workshops, seminars and

trainings:

Taekwon-Do Fit Class, with a special

emphasis on motivation, support,

interaction and an individual approach,

different combinations of exercises

and techniques, combined with Taekwon-Do

elements. The users will feel

more self-confident and motivated for

further training. Taekwon-Do Fit Class:

Basic for self-defense. This program

is committed to promote non-violent

behavior in society, protecting women

and children from violence, developing

and promoting self-defense as martial

arts and as one of the methods of protection,

raising users awareness about

the presence of violence against women

and children and the promotion

of humanity and peace. Taekwon-Do

Fit Class: Bussines Edition is tailored

exclusively for employees of a company.

Employees who exercise regularly

are healthier, more focused and able to

better tolerate stressful situations.

Instructor Dalibor Medić

+43 664 / 65 199 13

E-Mail: office@bsa-austria.at

FB: ANTF - Austrian National Taekwon-Do

Federation

Instructor Jelena Škrpan Perković

E-Mail: jelena.skrpan@gmail.com

JO-SHUA-DO FIGHT CLUB

Dominik Hofmann Sporthalle (Karl

Seitz Hof) 1210 Wien, Jedleseerstrasse 74

Foto: ANTF - Austrian National Taekwon-Do Federation

GESUNDHEIT

084


VITURA - Die neue Form

von Personal Training

VITURA verspricht eine neuartige Erfahrung im Bereich Fitness und

Training mit individueller Betreuung auf höchstem Niveau.

Fotos: VITURA

VITURA, zentral am Rudolfsplatz 9 im

ersten Bezirk gelegen, bietet Trainer

mit fachlicher und sozialer Kompetenz,

die ihre Kunden professionell und mit

höchster Qualität zum Erfolg führen.

Der Fokus liegt dabei auf den Klienten,

die während ihrer Trainingseinheiten

von top ausgebildeten Trainern ganz

persönlich betreut werden. So kann gezielt

und kompetent an den Trainingserfolgen

gearbeitet werden.

VITURA setzt den Schwerpunkt auf

individuelles und motivierendes Personal

Training und hat darüber hinaus

Physiotherapie, Osteopathie, Massagen,

Yoga und Gruppentrainings im Angebot.

Es ist kein klassisches Fitnessstudio,

da es weder Mitgliedschaften

noch Bindungen gibt – der Kunde zahlt

also nur die Einheiten, welche tatsächlich

in Anspruch genommen werden,

sonstige Gebühren gibt es nicht. Die

Location des Studios besticht durch

ein exklusives Ambiente und einzigartigen

Flair auf 400m². Duschen, Handtuchservice

und eine zuvorkommende

Kundenbetreuung sind dabei selbstverständlich.

Das Training basiert auf einem Zusammenspiel

von Sportwissenschaft &

Trainingslehre, Sportmedizin & Physiotherapie,

sowie Erkenntnissen aus dem

Leistungssport. Jeder Trainer und jede

Trainerin können höchste Ausbildungen

in diesem Bereich vorweisen.

Durch ganzheitliche Leistungen aus

den Bereichen Bewegung, Sport und

Gesundheit können persönliche Ziele

noch schneller erreicht werden. Die

enge Zusammenarbeit zwischen den

Experten macht es möglich, Unterbrechungen

im Training minimal zu halten.

Das Studio ist durch seine zentrale

Lage und einen öffentlichen Parkplatz

ideal für kurze aber effektive Trainingseinheiten

zwischen Business-Terminen

oder in den Mittagspausen – einem

schnellen Trainingserfolg steht damit

nichts mehr im Wege.

Unter www.vitura.at kann man das

gesamte Angebot von Vitura einfach

online abrufen. Am Rudolfsplatz 9 im

Ersten Wiener Bezirk bietet das Studio

effiziente und persönliche Betreuung

mit bestausgebildeten Trainern und

Trainerinnen.

GESUNDHEIT

085


Hotel Bristol in Opatija

Perle der Kvarner Bucht

Opatija – der historische Küstenort an der Adria lockt mit kaiserlicher

Architektur, kroatischen Gaumenfreuden und mildem Klima

unzählige Gäste an.

Im Zentrum des eleganten Badeortes

liegt das edle Hotel Bristol. Gebaut in

der Zeit der k.u.k. Monarchie, verströmt

das vier-Sterne Haus das Luxusflair

längst vergangener Tage, kombiniert

mit allen Annehmlichkeiten eines

modernen Hotels, wie etwa gratis WiFi

im ganzen Gebäude. Fast alle der 78

Zimmer und Suiten bieten einen atemberaubenden

Blick auf die Schönheit

der Kvarner Bucht.

Im hauseigenen Café Palme kann

man die von der Patisserie des Hotels

gezauberten Desserts auf der Sonnenterrasse

genießen oder im Restaurant

die exquisite Auswahl lokaler Speisen

verkosten.

Der Spa-Bereich lädt mit neu ausgebautem

Swimming Pool inklusive

künstlich angelegtem Wasserfall, einer

Salzhöhle-Sauna, Dampfbad und

Massagetreatments zum Relaxen ein.

Anti-aging Behandlungen wie Mesotherapie

oder Sauerstoffkur lassen die

Schönheit wieder aufleben.

Sollte man trotzdem das Hotel verlassen

wollen, so bietet „Die Königin

der Adria“, wie Opatija auch genannt

wird, ihren Besuchern wunderschöne

Parkanlagen und die 12- Kilometer

lange Strandpromenade „Lungomare“.

Aber auch Aktivurlauber kommen

beim Segeln, Tauchen oder Surfen auf

ihre Kosten. Bergfexe können auf dem

nahen Berg Učka Wandern und Mountainbiken.

Unbedingt probieren sollte

man auch die kroatischen Köstlichkeiten

oder bei einem Abstecher auf

die nahe gelegene Insel Krk ein Glas

des lokalen Weißweins Žlahtina und

dabei den Sonnenuntergang über der

Kvarner Bucht genießen.

Hotel Bristol, Opatija

Ulica Maršala Tita 108

51410 Opatija - Croatia

Tel: +385 51 706 300

Fax: +385 51 706 301

info@hotel-bristol.hr

www.hotel-bristol.hr/hotel/

Fotos: Bristol Hotel Opatija

LIFE & STYLE

086


Geinberg5 Spa Villas

Sorglos genießen

Private Wellness-Entspannung deluxe findet man im oberösterreichischen

Geinberg. In den 21 Suiten der Geinberg5 Private Spa Villas

lesen Butler ihren Gästen jeden Wunsch von den Augen ab.

Fotos: Geinberg5

Gleich bei der Ankuft beginnt die

Entspannung, wenn der Private Butler

das Auto parkt und ein Glas Crémant

serviert. Das Private Butler Service

steht den Gästen der Villen zur Verfügung,

damit man sich nur noch um

das maximale Relaxen kümmern muss.

Sei es, dass man den Aperitif anstatt in

der Lobby auf der Terrasse einnehmen

oder mehrgängige Gourmet-Menüs

aus dem resorteigenen Hauben-Restaurant

AQARIUM genießen möchte

– mit dem einzigartigen Butler Service

kann via iPad oder Telefon alles innerhalb

kürzester Zeit organisiert werden.

Entzünden des offenen Kamins,

Bereitstellen des Champagners am

Whirlpool, Chauffieren in das AQA-

RIUM oder Private SPA ist innerhalb

kürzester Zeit möglich. Auch Masseure

können in die Villa bestellt werden.

Wem der Trubel der öffentlichen

Thermen zu viel ist, der ist in Geinberg5

bestens aufgehoben. Die bis

zu 300 Quadratmeter großen Villen

und Suiten verfügen über einen 25

bis 40 Quadratmeter großen eigenen

Wellnessbereich mit finnischer Sauna,

Dampfbad und offenem Kamin. Auf

der privaten Sonnenterrasse relaxen

die Gäste im eigenen Whirlpool mit

Thermalwasser oder gelangen über

den persönlichen Badesteg direkt in

einen der beiden 3.300 Quadratmeter

großen Natur-Badeteiche. Im Private

SPA steht allen Villenbewohnern ein

weiterer exklusiver Spa-Bereich inklusive

Hamam zur Verfügung. Kulturliebhaber,

die den Spa verlassen möchten

haben die Möglichkeit die Salzburger

Festspiele oder die Münchner Opernfestspiele

standesgemäß mit einer

Limousine oder einem Luxus-Van zu

besuchen. Das Festspiel-Service holt

den Gast von Geinberg5 ab und bringt

ihn zum Festspielhaus. Diskret umsorgt

vom Butler-Service kann man alle

Sorgen des Alltags hinter sich lassen.

Wer möchte das nicht?

Geinberg5

Private Villas

Thermenstraße 13, 4943

Geinberg, Österreich

+43-7723-8501-5555

office@geinberg5.com

www.geinberg5.com

LIFE & STYLE

087


Küss den Koch im

Kussmaul

In der Bäckerstraße 5 hat das Restaurant von Szene-Koch Mario

Bernatovic seine zweite Heimat gefunden und begeistert die Gäste

mit Gourmetküche aus aller Welt.

In guter Gesellschaft von Lokalgrößen

wie Figlmüller und Café Alt Wien

befindet sich seit 2016 das Restaurant

Kussmaul. „Wir sind ein Fine Dining

Restaurant mit einer legeren Wohlfühlatmosphäre.

Wir haben Essen auf

höchstem Niveau, aber die Atmosphäre

ist entspannt und gemütlich“, so beschreibt

Restaurantleiter Matej Matic

das Kussmaul.

Küchenchef Bernatovic wurde bereits

das dritte Jahr in Folge mit zwei Hauben

von Gault Millau ausgezeichnet

und das zweite Mal mit dem Bib-Gourmand

von Guide Michelin geehrt.

„Unser Ziel ist es, in Zukunft einen

Stern an unsere Fassade zu heften“,

erklärt Matic.

Die Karte im Kussmaul wechselt

saisonal, ungefähr alle zwei Monate

finden sich dort neue Gerichte. Klassiker

wie Wiener Schnitzel, Beef Tatar

oder das getrüffelte Stundenei gibt es

jedoch durchgehend. Man kann aber

auch einfach an der Bar Austern und

Champagner genießen. Großen Wert

legt man im Kussmaul ebenfalls auf

die Weinkarte, die Gäste können aus

einem Sortiment von rund 130 internationalen

Weinen wählen. Bei regelmäßig

veranstalteten Wine Tastings

bekommt man auch die Gelegenheit,

junge Winzer kennenzulernen.

Das Erfolgsrezept des Kussmaul ist

ein „ständiges Weiterarbeiten und

laufende Innovationen. Wir verlassen

uns nicht auf eine Karte mit zehn

Top-Sellern, sondern bieten unseren

Gästen immer wieder neue Kreationen

an“, erklärt Matej Matic stolz.

Kussmaul

Bäckerstraße 5

1010 Wien

Telefon: 01 2861117

www.kussmaul-vienna.com

Tisch reservieren unter:

dinner@kussmaul-vienna.com

Facebook: kussmaulvienna

Instagram: kussmaul_vienna

Der Keller des Lokals mit seinen schönen

Ziegelsteinbögen kann auch für

Feiern mit bis zu 60 Personen gemietet

werden.

Fotos: Kussmaul/SIOCIETY/Salas-Torrero

LIFE & STYLE

088


Fisch dir die

Lebensfreude

Mit feinstem Fisch aus Dalmatien verwöhnt Gastronom Zeljko Radic

seit 30 Jahren die Gäste in seinem Lokal „Kornat“ in der Marc-Aurel-

Straße.

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

„Ich achte sehr auf die Qualität der

Zutaten“, antwortet Radic auf die Frage,

warum er schon seit über 30 Jahren

mit seinem Lokal so erfolgreich ist.

Frischer Fisch und Meeresfrüchte für

die köstlichen Spezialitäten werden

fünf Mal die Woche direkt fangfrisch

geliefert und zu „Fischcarpaccio“

verarbeitet. Auch die Nudeln für die

„Meeresfrüchte mit Pasta und Tomaten“

werden handgemacht. Selbst aus

dem Hafenort Marina in Dalmatien

stammend, kennt sich Zeljko Radic mit

frischem Fisch aus. „Als junger Mann

bin ich oft mit den Fischern auf See

gefahren“, erzählt er im Interview.

Der Gastronom aus Leidenschaft versucht

immer wieder, den Geschmack

Kroatiens auf den Tellern seiner Wiener

Gäste einzufangen. Die traditionellen

„Calamari Brodetto mit frischer

Polenta“ sind ein solches Gericht,

das niemals auf der Karte des Kornat

fehlen darf. Das saisonal wechselnde

Angebot der Speisekarte macht

auch Fleischliebhaber glücklich. Das

Olivenöl für die Speisen wird aus Istrien

bezogen.

Ein eigener „Kornat-Wein“ – von kroatischen

Winzern hergestellt – soll bald in

der hauseigenen Weinbar im Untergeschoß

des Lokals ausgeschenkt

werden. Diese lockt mit einer internationalen

Weinkarte. Der Raum kann

auch für Veranstaltungen mit bis zu 35

Personen gemietet werden.

Der leidenschaftliche Sänger Radic

veranstaltet immer wieder Musikabende,

bei denen es schon mal passieren

kann, dass auf den Tischen getanzt

wird – kroatische Lebenslust in der

Wiener Innenstadt. Für Zeljko Radic ist

jedenfalls noch lange nicht Schluss:

„Ich freue mich schon auf das 90. Jubiläum

des Kornat“, scherzt er.

Restaurant Kornat

Marc-Aurel-Straße 8

1010 Wien

Telefon: + 43 1 535 65 18

Tisch reservieren unter:

service@kornat.at

Facebook: restaurant.kornat

Öffnungszeiten: täglich 11:30 - 24:00

www.kornat.at

LIFE & STYLE

089


AMADEUS - Top quality

education in Vienna

Jeremy House, new Head of School of AMADEUS, spoke with SOCIETY

about the advantages of an international education in combination

with a positive and creative environment.

As the new Head of School of AMA-

DEUS International School Vienna,

what, in your opinion, is the facility

focusing on?

Amadeus Vienna is a young and dynamic

international school in the heart

of arts, music and culture. We have a

talented teaching faculty, incredible

diversity in our student body, high

quality boarding, a stunning and safe

location, and a supportive and engaged

community. The most important

thing is to build upon these strengths,

to maximise potential where it exists

and to realise the great vision of the

Board of Trustees for excellence in all

that we do. I believe there are three

pillars which will shape our future. A

positive education, a creative education

and an international education.

We aim to become a research-led

school on the forefront of these areas

of learning and pedagogy.

What does AMADEUS School stand

for? The school also follows the International

Baccalaureate, what are the

advantages of this IB program?

Above all, we stand for learning! Following

that, as a small day and boarding

school, we stand for community; as a

school with an integrated music and

arts academy, we stand for excellence

in the music and arts; and, as an

International Baccalaureate school,

we stand for the vision that we can

create a more peaceful world through

education. Currently, there are around

4200 IB schools worldwide, collectively

educating almost 1.25 Million IB

students. What separates this program

from others is, that it is research based,

has a strong international dimension,

emphasizes language learning, and

necessitates curricular depth and

breadth. The most important aspect

however, is that the students are at the

heart of learning, so we can be flexible

in order to strengthen their creativity,

passions and enthusiasm.

AMADEUS has a special commitment

to music and arts – how do you think

this is beneficial to your students?

An education in music and arts not

only has the neuro-scientific evidence

of contributing to improved cognition

and wellbeing, but also fosters the

development of well-rounded, creative,

and confident individuals. It promotes

teamwork, engagement and cultural

awareness. Furthermore, students

at our school have the opportunity

to develop their talent to the highest

possible professional level.

What are the essential skills and

values for your students in this globalized

world?

In order to succeed in a complex and

dynamic future young people require

continual learning and adaptability.

Alongside this, stands communication

(in multiple languages, written

and oral, for different audiences and

purposes), collaboration (in person

and digitally), critical thinking (deep

thinking that cuts across domains of

knowledge), and creativity (the ability

to imagine new possibilities and bring

them to life). These can be thought of

as the competencies for the future.

We want our students to realize, that

they are powerful actors in the world

who can make a difference. As an educator,

I follow Aristole‘s idea of „human

flourishing“, which means to live up

to your fullest potential with meaning

and purpose. This is the ultimate

endeavour of education.

Fotos: SOCIETY/Prokofieff

LIFE & STYLE

090


LUISTRENKER.COM

The

Alpine

Side of

Life.

L U I S T R E N K E R S H O P W I E N ,

H E R R E N G A S S E 1 9 - 2 1 .


SOCIETY

Das Beste an der

Grünen Insel

Die 40 verschiedenen Grünschattierungen

Irlands. Für mich ist Connemara in der Grafschaft

Galway die eindrucksvollste Region

der Insel. Oscar Wilde hat sie als wilde Schönheit

bezeichnet.

Ein Tag im April. Wir sind gut gerüstet

für einen Spaziergang durch den

Roundstone Bog. Zumindest glauben

wir das. Es ist ein 1,5 Kilometer langer

Weg zum Landelicht, in einer einzigartigen

Landschaft von Torfmooren

und Seen, zwischen Wildblumen vorbei

an Schafen und Kalksteinen. Dort im

Hochmoor von Derrigimlagh in der

Grafschaft Galway ist ein historischer

Platz, den wir zusammen mit dem

Local Guide John O‘Halloran erkunden.

Blenden wir ein Jahrhundert

zurück: Frühmorgens am 15. Juni 1919

zeigte sich ein Doppeldecker über dem

nahen Clifden, dem Zentrum Connemaras,

das eingebettet zwischen den

Twelve Bens und dem Atlantik, liegt.

Ein Junge winkt den Piloten. Die Abenteurer

fliegen danach zum nahen Bog

und crashen dort nach 3.667 km ihr

Fluggerät als Schlusspunkt der ersten

Atlantik-Überquerung ins Moor.

TOLLKÜHNE PILOTEN

John Alcock und Arthur Whitten Brown

waren 16 Stunden zuvor in Neufundland

gestartet. Zeitweise flogen die

beiden über Kopf, nur 3 Meter über

dem Wasser und bekämpften das Eis,

das sich festsetzte. Bald war das Wrack

von Menschen umgeben, die staunend

die Fliegende Kiste zerlegten. Jeder

nahm Trophäen mit nach Hause, die

noch heute, 100 Jahre später, stolz

präsentiert werden. Die Piloten erhielten

in London das von der Daily Mail

ausgelobte Preisgeld von 10.000 Pfund

aus der Hand von Winston Churchill,

der damals für das Blatt tätig war. Ein

Denkmal in Form einer Flugzeugnase,

die sich damals in den Torf bohrte, erinnert

heute an diesen Meilenstein der

Fluggeschichte.

MARCONI LIEFERTE EINE TECHNI-

SCHE SENSATION

Im Bog finden sich uralte Betonfundamente.

Der italienische Erfinder Guglielmo

Marconi, der irische Wurzeln

hatte, ließ ab 1907 die erste Radiostation

errichten, die Funkmeldungen

auf die andere Seite des Atlantiks zur

Glace Bay in Neufundland, Kanada,

schickte. 300 Menschen fanden

damals dort Arbeit. Sogar eine eigene

Bahnlinie führte zur Funkstation mit

den riesigen Sendemasten, die für die

damalige Zeit über modernste Technik

verfügte und bis 1922 aktiv war. Marconi

bezog die Energie aus dem Torf. 4000

Jahre hat es übrigens gedauert, bis das

Moor entstanden ist.

Wir büßen auf dem Weg zum wilden

Atlantik all unsere Sünden ab. Es

herrscht heftiger Wind, der uns zeitweise

horizontal entgegenkommt.

Sonne und Schnee-Grießeln wechseln

sich ab. Am Schluss sind die meisten

von uns vom Gürtel abwärts, inklusive

Schuhe, patschnass. Allerdings ist

jeder von uns glücklich, mit dabei gewesen

zu sein.

Derrigimlagh Bog ist einer der 15 besonders

interessanten Entdeckungspunkte

des Wild Atlantic Way, (von

insgesamt 159). Mit mehr als 2.600 Kilometern

Länge ist sie eine der längsten

Küstenstraßen der Welt und zieht sich

entlang der irischen Westküste von der

Halbinsel Inishowen im Norden des

Foto: Pixabay

LIFE & STYLE

092


SOCIETY

County Donegal bis ins Küstenstädtchen

Kinsale im Süden des County

Cork. Die Naturgewalten des Atlantiks

haben diese zerklüftete Küstenlandschaft

mit ihren mannshohen Klippen

zu einem atemberaubenden Erlebnis

werden lassen.

THE BURREN, DER ORT AN DEM DER

HERR DER RINGE ENTSTAND

Uns zieht es weiter in eine andere kontrastreiche

Landschaft. Der Burren im

UNESCO Global Geopark, war vor 350

Millionen Jahren Meeresgrund, der

schließlich nach oben gedrückt wurde.

Viele sagen, was dort zu sehen ist

ähnelt dem Mond. Graue Felsen, einer

an den anderen angelehnt. Ein riesiges

Mosaik an Kalksteinplatten, umspült

von den heftigen Wellen des Meeres.

Dazwischen Felsspalten und Schluchten.

JRR Tolkien, der an der Universität

Galway lehrte, hatte dort die Idee für

sein Buch: Der Herr der Ringe, auch

im Kino ein Welterfolg, den wohl

jeder kennt. Im Burren befindet sich

das ausgedehnteste Höhlensystem

Irlands. Wir steigen in die Unterwelt

der Doolin Höhle hinab. Dort bewundern

wir den Großen Stalaktiten. Er ist

10 Tonnen schwer, 7 Meter lang und

hängt wie ein Luster von der Decke.

Ein spektakulärer Anblick.

Was wir auf einem Streifzug danach

noch wahrnehmen ist der Blumenreichtum

in dieser kargen Gegend.

Unser Guide Tony Kirby meint: „Hier

kann man eine Flora entdecken, die es

in Irland kein zweites Mal gibt. Es sind

635 verschiedene Pflanzen, darunter

27 von 30 Orchideen-Arten.“ Irland

hat ja den Ruf als Land des Grün in

40 Schattierungen. Frühlingsenzian,

violettes Knabenkraut, Tränende

Herzen, Akeleien, Pfingstrosen oder

Rittersporn erzeugen in dem Grün ein

wunderbar buntes Bild.

ÜBERNACHTEN:

Abbeyglen Castle in Clifden liegt in

einem schönen Garten an der Sky

Road, nur wenige Gehminuten vom

Stadtzentrum entfernt.

www.abbeyglen.ie

Das Ballynahinch Castle Hotel ist

eines der besten Luxushotels. Man

übernachtet dort in einem 700 Hektar

großen Anwesen im Herzen von Connemara.

www.ballynahinch-castle.com

Sheedy’s and Royal hotels, Lisdoonvarna,

www.sheedys.com

SIGHTSEEING:

Das Heritage Center zeigt Geschichte

und Traditionen im restaurierten Cottage

von Dan O‘Hara, der in den 1840er

Jahren emigrierte, als er und seine

Familie aus ihrem Haus vertrieben wurden.

www.connemaraheritage.com

Poulnabrone Dolmen im Burren ist das

älteste megalithische Denkmal, eines

der am meisten fotografierten in Irland.

Auf Kalksteinpflaster gelegen erblickt

man das Steintor für ein Grabmal, das

vor mehr als 6.000 Jahren entstanden

ist. www.burrengeopark.ie

Das Doolin-Höhlen- und Besucherzentrum

zeigt den Großen Stalaktiten.

Mit 7,3 Metern ist er der längste frei

hängende Tropfstein in Europa.

www.doolincave.ie, www.ireland.com

Text: Karl Kaltenegger

LIFE & STYLE

093


Windobona: Wo der Traum

vom Fliegen wahr wird

Die Indoor-Skydiving Anlage Windobona im Wiener Prater lässt

Abenteuerlustige bei bis zu 280 km/h im Flugkanal abheben und

beschert so ein unvergessliches Erlebnis.

Indoor Skydiving ist ein neuer, innovativer

Sport, der sich vor allem bei

Action- und Adrenalinjunkies zunehmender

Beliebtheit erfreut. Bei

„Windobona“ erleben die Teilnehmer in

einem vertikalen Flugkanal den freien

Fall bei Windgeschwindigkeiten von bis

zu 280 km/h, vergleichbar mit einem

Fallschirmsprung aus 4.000 m Höhe.

General Manager, Jürgen Hofstätter

Der Windkanal, mit einem Durchmesser

von 4,3 Metern und einer Höhe von

15 Metern, zählt zu den modernsten

Flugkanälen weltweit. Die gläsernen

Wände ermöglichen es Begleitpersonen,

bei den ersten Flugversuchen mitzufiebern.

Diese dauern in der Regel

zwischen zwei und sechs Minuten.

Im Vergleich: bei einem Fallschirmsprung

befindet man sich maximal

eine Minute im freien Fall. Bevor es in

die Luft geht, gibt es eine Einschulung

durch Instruktoren. Im Rahmen dieser

werden die wichtigste Handzeichen

und Flugpositionen erklärt.

Jeder im Alter zwischen 8 und 99 Jahren,

in gesunder körperlicher Verfassung,

kann fliegen. Wer ein Geschenk

für abenteuerliche Menschen sucht,

ist hier also genau richtig. Aber auch

für Firmenveranstaltungen und bunte

Kinderpartys ist die Location ideal.

„Das Fliegen macht nicht nur großen

Spaß sondern bringt ein Team auch

näher zusammen. Mitarbeiter lernen,

in ungewohnter Situation einen

kühlen Kopf zu bewahren und werden

durch das außergewöhnliche Erlebnis

zusammengeschweißt“, so General

Manager Jürgen Hofstätter.

Windobona im Prater 38A,

1020 Wien hat täglich geöffnet.

Anfragen können unter

+43 (01) 72002112 oder

booking@windobona.at

gestellt werden.

Online ist das Unternehmen unter

www.windobona.at zu finden.

Fotos: Windobona

LIFE & STYLE

094


Der

Ethno-

Glanz

Viele Jahre schon studiert die russische

Designerin Alla Denissova die

russische Nationaltracht und die

ethnische Kleidung der Völker Europas,

Asiens, Afrikas und Südamerikas,

wobei dem Schmuck eine besondere

Bedeutung zukommt.

Bei ihren Studien konnte sie praktische

Erfahrung auf dem Gebiet des Aufbaus

von Kleidung und Kopfbedeckungen,

der Nähtechnik, Stickerei und Stoffbearbeitung

sowie auch in Bezug auf

die Bedeutung von Symbolen und

Krennzeichen der verschiedenen Kulturen

sammeln. Seit alters her dienten

Accessoires nicht nur als Schmuck und

Statussymbol ihres Besitzers, sondern

auch als Talisman und Amulett. Sie

schützten vor Unheil, brachten Glück

und verkörperten Wünsche und Träume.

Ihr Bestreben ist es, die Traditionen

der Kulturen der verschiedenen Völker

mit der Gegenwart zu vereinen. Auf diesem

Wege sind die charakteristischen

Schmuckstücke entstanden, in denen

ihre praktische Erfahrung, ihre Kenntnisse

und ihr Geschick zur Geltung

kommen.

Alla Denissova kombiniert verschiedene

Techniken und Materialien: Edelsteine,

Perlen, Muscheln, Glas, Knöpfe,

Schnüre, Wolle, Leinen, Baumwolle,

Samt, Seide und andere natürliche

moderne und alte Werkstoffe.

Foto: Eigentum von Alla Denissova

Alla Denissova

Architektin, Designerin, Künstlerin, Mitglied

der Creative Union der Künstler

Russlands

www.ethno-elegance.com

etnoelegance@gmail.com

+43 664 47 11 4 11

Instagram: @ethnoelegance

LIFE & STYLE

095


Contemporary Austrian fashion

for everyone

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Mo - Sa 10am - 6pm


SOCIETY

Kokospalmen und

Meeresrauschen

Auch wenn die meisten von uns nicht immer

am Strand sein können, so transportieren

diese Produkte zumindest imaginär in den

Süden.

COOLA ER RADICAL RECOVERY AFTER SUN LOTION

War die Sonne doch zu viel, dann hilft die After Sun Lotion

von Coola. Sie macht sich die Inhaltsstoffe der Bio-Agave

zum Schutz gegen schädliche Umwelteinflüsse zunutze

und wirkt beruhigend bei Sonnenbrand. Die Wunderpflanze

sorgt für eine optimale Hydration und fördert die Kollagensynthese,

während sie gegen UV-Strahlen schützt.

Erhältlich bei: www.kussmund.wien

JAMES HEELEY COCCOBELLO

An den Strand von Robinson Crusoe dachte Parfumeur

James Heeley bei der Kreation dieses Parfums, das nichts

mit den bekannten Kokosdüften gemein hat. Dieser Unisex-Duft

erinnert beim Aufsprühen an eine Dame, die sich

mit Monoi-Öl eingerieben, unter Kokospalmen räkelt.

Über www.ausliebezumduft.de erhältlich.

BEAUTY

098


SOCIETY

MARLIES MÖLLER MICELLE PRE-SHAMPOO

Meer-und Poolwasser hinterlassen gerne Rückstände im Haar.

Das Marlies Möller Specialists Micelle Pre-Shampoo ist der erste

Schritt einer tiefenwirksamen Reinigung von Haar und Kopfhaut.

Es entfernt Schmutz, Stylingreste und Unreinheiten durch Umwelteinflüsse

und reduziert die benötigte Menge des nachfolgenden

Pflegeshampoos. Erhältlich z.B. bei www.mueller.de

CARTHUSIA TUBEROSA

Von der mediterranen Insel Capri kommt der neue

Sommerduft mit Tuberose, der sich ganz der opulenten

„Königin der Nacht“, wie die Blüte auch genannt wird,

widmet. Mit Noten von Pflaume, Baumharz und Zimt,

Tuberose Absolute, Ylang-Ylang und Rose, Vetiver, Vanille

und Moschus. z.B. erhältlich bei Le Parfum, 1010 Wien

RITUALS RITUAL OF KARMA SHOWER FOAM

Nach einem langen Tag am Meer freut man sich

schon auf die erfrischende Dusche. Der reichhaltige,

luxuriöse Ritual of Karma Shower Foam basiert

auf einer einzigartigen Gel-Schaum-Technologie

und ist angereichert mit süßlichem heiligem Lotus

und nährendem weißem Tee. Die Haut wird geschmeidig

und duftet unwiderstehlich. Erhältich

bei: www.rituals.com

BEAUTY

099


SOCIETY

LUSH OCEAN SALT SCRUB

Dieses Gesichts- und Körperpeeling

enthält in Wodka extrahierte

Limetten, Grapefruit und eine ganze

Menge Salz. Bei www.at.lush.com

SALLY HANSEN COLOR THERAPY

Die limitierte Sally Hansen Soft

Petals Kollektion besteht aus fünf

bezaubernden, vollständig deckenden

Farbtönen für den Sommerlook.

Bei www.sallyhansen.com

ART DE PARFUM SEA FOAM

So frisch wie die Gischt auf den

Wellen ist dieser Unisex-Duft mit

Seegras- und Lorbeernoten.

Über www.greenglam.de erhältlich

BEAUTY

098


SOCIETY

MÁDARA WEIGHTLESS SUN MILK

Klebrige Haut war gestern, die Weightless

Sunmilk von Mádara sorgt für

sicheren Schutz mit unsichtbarem

Finish. Die rein mineralischen Filter

schützen vor UVA- sowie UVB-Strahlen

und wirken so Sonnenbrand,

sonnenbedingten Pigmentstörungen

sowie vorzeitiger Hautalterung entgegen.

Basierend auf Aloe Vera-Saft,

lässt sich die Sonnenmilch problemlos

auf der Haut verteilen und wirkt sofort.

Erhätlich z.B. bei: www.ecco-verde.at

GÍÍLINEA BIO ALOE SHAMPOO

Das Aloe Vera Shampoo wurde zur

sanften und pflegenden Reinigung

des Haares entwickelt. Es hat positive

Wirkung auf Irritationen der Kopfhaut,

die durch äußere Einflüsse und Stress

verursacht werden. Gleichgewicht

und Wohlbefinden kehren zurück.

Erhältlich bei: www.giilinea.de

SHAMANIC DETOX FACE OIL

Dieses schnell einziehend Öl besteht aus Açaí, Buriti,

Copaíba, Pataua, Paranuss und Tucumãöl aus dem

brasilianischen Urwald. Einige Tropfen genügen, um

den Teint wieder strahlen zu lassen. Erhältlich z.B. bei

www.saint-charles.eu

MÁDARA INFINITY DROPS

Die Infinity Drops von Mádara helfen

dem Mikrobiom der Haut mit einer

einzigartigen Essenz aus Lactobacillus-Stamm,

Beta-Glucanen von Pilzen,

Provitamin D und Polyphenol wieder ins

Gleichgewicht zu kommen. Der Teint

wird ebenmäßiger und Rötungen deutlich

reduziert. Erhältlich z.B. bei

www.kussmund.at

GREEN BEAUTY

101


Die Turniere von

Maximilian I.

Vor 500 Jahren verstarb Maximilian I. Er galt als der letzte Ritter. Die

von ihm veranstalteten Ritterspiele wurden in der Turnierhandschrift

Freydal dokumentiert, welche im Tresor des KHM verwahrt ist.

Maximilian I. wurde 1459 als Sohn von

Kaiser Friedrich III. in Wiener Neustadt

geboren. Er wurde Vater von Philipp

I. dem Schönen, König von Spanien,

und Margarete, Statthalterin der Niederlande.

Maximilian war Großvater

Karls V. und Ferdinands I.

HEIRATSPOLITIK DER HABSBURGER

Auf Wunsch Friedrichs III. wurde

Maximilian noch zu dessen Lebzeiten

1486 im Dom St. Bartholomäus

in Frankfurt am Main zum

römisch-deutschen König gewählt

und im Aachener Dom gekrönt. 1493

folgte er seinem Vater als Kaiser nach.

Ohne päpstliche Krönung, aber mit

Billigung von Papst Julius II., war er

1508 „erwählter römischer Kaiser“.

Den Titel nahm er im Dom zu Trient

an: Der Weg nach Rom war ihm durch

die Venezianer versperrt, gegen die er

bis 1516 Krieg führte. Seit 1477 war er

mit Maria von Burgund, Tochter Karls

des Kühnen und der Isabella von

Bourbon, vermählt. Er prägte mit seiner

Heiratsdiplomatie die politische

Landkarte Europas und legte den

Grundstein für die österreichisch-ungarische

Donaumonarchie. Maximilian

I. verstarb am 12. Jänner 1519 im

Alter von 59 Jahren in Wels.

Neben der Einführung einer geschickten

Heiratspolitik galt Maximilian I.

auch als Erneuerer des Turniers in

Deutschland. Dieses nutzte er erfolgreich

für diplomatische Zwecke: so

ließ er zu allen wichtigen Ereignissen

in seinem Leben, wie etwa seiner

Hochzeit 1477, seiner Krönung zum

Römischen Kaiser 1486 und anlässlich

des Wiener Kongresses 1515

Turniere veranstalten. Sie dienten ihm

als Mittel, die Einheit der habsburgischen

Erblande und seine Autorität

als Kaiser zu festigen. Im Zuge dessen

belebte er alte Turnierarten wie das

Stechen im Hohen Zeug wieder und

erfand sogar neue Varianten. Er veranstaltete

Artusturniere und sammel-

Fotos: KHM Wien / Freydal, TASCHEN

KUNST UND KULTUR

102


te mittelalterliche Heldenepen wie

das Nibelungenlied. In Büchern wie

Freydal ließ er sein eigenes Leben in

Form höfischer Heldenromane und

Minnereden nacherzählen.

RITTERLICHE HELDENGESCHICHTE

Freydal zeigt in 256 reich vergoldeten

Miniaturen die Turnierkämpfe und

Feste Kaiser Maximilians I. Das Werk

entstand um 1512/15 wohl im süddeutschen

Raum und ist Teil jener

Reihe von Druckwerken, die Kaiser

Maximilian I. zur Verherrlichung

seines eigenen Lebens vorgesehen

hatte. Der Held des Werkes, Freydal,

kann als Alter Ego des Herrschers

gesehen werden. Dieser Schatz liegt

im Tresor des Kunsthistorischen

Museums in Wien. Freydal berichtet

über die Turniere, die sein Protagonist

„Wer ime in seinem

leben kain gedachtnus

macht (...) wird

mit dem glockendon

vergessen.“

Kaiser Maximilian,

1459–1519

zu bestehen hatte. Für sein Gedächtniswerk

war dem Kaiser kein Mittel

zu teuer: An dessen Ausführung

waren mehr als zwei Dutzend, meist

anonyme, Künstler beteiligt. Auf nur

13,5 Quadratzentimetern stellten

diese unterschiedliche Kampfszenen

mit stürzenden Rittern, brechenden

Lanzen, aber auch höfische Maskenbälle,

dar.

Das Turnierbuch hatte jedoch nicht

den Anspruch, tatsächliche Kämpfe

des Kaisers möglichst korrekt wiederzugeben,

vielmehr war es die Basis

einer Heldengeschichte, die das Leben

des Kaisers verklären sollte. Freydal illustriert

die Passion Kaiser Maximilians

I. für das Turnier und zeigt in seinen

liebevoll detaillierten Illustrationen die

spätmittelalterliche Festkultur.

WIEDERGEFUNDENER SCHATZ

Nach dem Tod Kaiser Maximilians I.

lag Freydal lange Zeit verschlossen

in habsburgischen Bücherschränken

in Innsbruck und Wien. In den 1880er

Jahren gelangte es in das neugegründete

Kunsthistorische Museum, wo es

auch heute noch aufbewahrt wird. Bis

vor kurzem hatten es aufgrund seiner

Lichtempfindlichkeit nur wenige Menschen

zu sehen bekommen, Mittelalterfans

haben nun aber die Möglichkeit,

die farbenfrohen Illustrationen

genauer zu betrachten. Anlässlich des

500. Todestages Maximilians erschien

im Taschen Verlag ein Nachdruck des

Werkes, der zum ersten Mal alle 255

gold- und silbergehöhten Miniaturen

mit einem einleitenden Essay und

erläuternden Texten in drei Sprachen

als eindrucksvolles Nachschlagewerk

vereint.

Freydal. Medieval Games.

Das Turnierbuch Kaiser Maximilians I.

Stefan Krause

Hardcover, 36 x 36 cm

448 Seiten

150 Euro

TASCHEN Verlag

KUNST UND KULTUR

103


SOCIETY

Wer war Maximilian?

Der Künstler Maximilian Otte liebt das Spiel mit

Ikonen, in seinem neuesten Werk widmete er

sich dem Habsburgerregenten Maximilian I.

Fotos: Kolja Kramer Fine Arts

Seit vielen Jahren beschäftigt den

Künstler außergewöhnliche Schönheit

mit starkem Charakter in opulentem

Umfeld und glänzender Staffage. Ob es

blinkende Accessoires, Schmuckstücke

oder andere glamouröse Gegenstände

an schönen Körpern von bekannten

Charakteren sind, Maximilian

Ottes Welten brillieren im glitzerndem

Umfeld des Augenblicks.

Vieles beginnt bei Maximilian Otte

zunächst mit einem glücklich unreflektierten

„Wow ist das toll, wow

ist das schön!“. Man erhält Zugang

zu seinen bunten Traumwelten durch

temporären, freudigen Eskapismus.

Und so antwortet er selbst auch auf

die Frage, ob er die Darsteller seiner

malerischen Feste auch näher kennenlernen

möchte, mit einem klaren

„Nein“ – der schöne Traum, die Schönheit

der Oberfläche, die Illusion würde

schwinden. In diesem Ästhetizismus

wird der Betrachter aber vielleicht

von der die schöne Illusion störenden

Frage eingeholt, was Traum ist und was

Realität. Wie nähert sich die Realität

dem Traum? Denn irgendetwas scheint

der „edlen Einfalt und stillen Größe“

in seinen Bildern entgegenzustehen.

Man erhält Zugang

zu seinen bunten

Traumwelten durch

temporären, freudigen

Eskapismus.

Und inmitten der so angenehmen

Weltflucht erhält die Frage nach Traum

und Realität plötzlich besondere

Brisanz. Denn wir stellen fest, dass

heute unsere Realitäten zugunsten

eines Traumes digital manipuliert und

körperlich-operativ künstlich verändert

werden, was nicht nur Fragen zur

geschönten Welt, sondern auch zum

Wesen der Schönheit selbst aufwirft.

Die Künstlichkeit seiner so sorgfältig

gemalten und klar konturierten

Figuren beginnt dann zu irritieren, die

Illusionen beginnen zu bröckeln. Nicht

jeder will in der Künstlichkeit Möglichkeiten

finden und einen Moment in

der unreflektiert künstlichen Illusion

verweilen. Mit Maximilian Ottes Kunst

gelingt dieser Genuss vor allem jenen,

die sich der Tragik des vergänglichen

Lebens bewusst sind und dennoch die

vergeblichen Versuche der Menschen

im Schönen leben zu können, mitleidvoll

mitfeiern können – wenigstens für

den Augenblick.

Die Groteske, sowie das gewisse

Augenzwinkern in nahezu all seinen

Bildern, zeigt nicht nur seine Distanz

zu den Dingen, sondern auch, dass bei

Maximilian Otte Teilhabe und völliges

Fallenlassen in die Welt der Schönheit

durch eben diese Überzeichnung

immer doch so weit reduziert ist, wie

es für den wohlreflektierten Künstler

notwendig scheint.

Bis zum Jahr 2018 hat sich der mit

seiner Malerei in der Pop Art Tradition,

stehende Maximilian Otte mit internationalen,

weiblichen Pop-Divas der

Film- und Musikindustrie beschäftigt.

Mit Persönlichkeiten wie Audrey

Hepburn, Pamela Anderson, Madonna,

aber auch Lana Del Rey konfrontiert er

uns mit bekannten Imagebildern, und

somit mit unserer menschlichen Voreingenommenheit

und dem ausbleibenden

Hinterfragen von Images.

2018 beschäftigte Maximilian sich erstmals

mit einer historischen Person aus

der Geschichte des 19. Jahrhunderts:

mit Sissi, der Kaiserin von Österreich

und Königin von Ungarn. Wie Madonna

und Pamela Anderson war auch Sissi

schon zu Lebzeiten nicht nur Kult,-

sondern auch Kunstfigur, deren Person

durch ihr Image nach außen getragen

wurde. Dass Sissi heute wie ein Popstar

und Merchandise-Artikel gehandelt

wird und die Diskrepanz zwischen

Image und Realität zunehmende

Beachtung findet, machte die Auseinandersetzung

mit der Pop-Queen

Sissi für Maximilian Otte besonders

spannend.

Wird in diesem Jahr das Jubiläumsjahr

für Maximilian I., den letzten Ritter

gefeiert, so wird interessant zu sehen

sein, welches Image und welche

Realität durch das Programm des

Erinnerungsjahres transportiert und

wie Maximilian I. an uns 2019 herangetragen

wird. Wer war Maximilian?

Text: Kolja Kramer

KUNST UND KULTUR

105


SOCIETY

Ein besonders festlicher

Ordenstag in Budapest

Budapest, Samstagfrüh: Ein kräftiger Erzherzog-Albrecht-Marsch

eröffnete vor der St. Stephans-Basilika den Ordenstag. Rund 200

Ordensritter und Ordensdamen sowie 44 Postulanten hatten sich

an diesem 27. April hier zur Aufstellung eingefunden.

Unter den Anwesenden war natürlich

auch die Ordensregierung mit

dem Stellvertretenden Großmeister

S.k.k.H. Georg von Habsburg. Für

Passanten war es eine Kuriosität,

für den St. Georgs-Orden aber ist es

mittlerweile ein festes Ritual, jeden

Ordenstag dank des Platzkonzerts

der Hoch- und Deutschmeister k.u.k.

Wiener Regimentskapelle IR4 entsprechend

feierlich einzuleiten.

Nach der Meldung beim Stellvertretenden

Großmeister zogen alle

Ordensmitglieder samt Postulanten in

der St. Stephans-Basilika ein, begleitet

von einer vom Dirigenten Helmut

Zsaitsits komponierten Fanfare.

Der riesige Innenraum der größten

Kirche Budapests (erbaut von 1851 bis

1905) bot einen besonders feierlichen

Rahmen für den Festgottesdienst, der

durch den wunderschönen Gesang

des Kirchenchors unter der Leitung

von László Fehér untermalt wurde. Als

Hauptzelebrant fungierte S.E. György

Snell, der Weihbischof von St. Stephan

Budapest. Alle drei Konzelebranten

waren Mitglieder des Geistlichen

Rats des Ordens: der Altbischof von

Foto: StGeorgs-Orden

KUNST UND KULTUR

106


St. Pölten S. E. Bischof Klaus Küng, der

die Predigt hielt, der Abt von Stift Jasov

Prälat Ambróz Martin Štrbák und Prälat

German Erd OCist, Abt von Stams.

Auf die Festmesse folgte die Investitur

– dieses Mal bewusst in der historischen

Unterkirche, weil sich dort auch

der Sarkophag des hl. Stephan I. von

Ungarn befindet. Für das anschließende

gemeinsame Mittagessen hatten

die Organisatoren mit der Ungarischen

Akademie der Wissenschaften einen

sehr noblen Ort gewählt. Ganz besonders

erlesen war aber schließlich der

Veranstaltungsort, an dem mit dem

Gala Dinner der Ordenstag in seinen

Schlussteil überging: der Burgpalast,

das größte und höchstgelegene

Gebäude von Budapest, in dem sich

heute unter anderem die Ungarische

Nationalgalerie befindet. „Dieser

Ordenstag ist für mich, da ich in Budapest

lebe, eine besondere Freude“,

erklärte S.k.k.H. Georg von Habsburg

sichtlich erfreut. Für den restlichen,

vor allem gemütlichen Teil des Tages

hatte er noch einen praktischen Tipp:

Kontakte pflegen und Netzwerken!

Text: Mag. Stefan Beig

„Dieser Ordenstag

ist für mich, da ich in

Budapest lebe, eine

besondere Freude“

S.k.k.H. Georg von

Habsburg

Kanzler Senator h.c. Stefan Schermaier, Prokurator Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele, Stellvertretender

Großmeister S.k.k.H. Georg von Habsburg, Ordensmarschall Senator h.c. Thomas Bernhard v. Schrempf,

Ehren-Prokurator Baron Norbert van Handel

KUNST UND KULTUR

107


SOCIETY

Verleihung des Landesehrenzeichens vom Burgenland

Consul Tombor Tintera, Hans Niessl

Landesehrenzeichen Verleihung

in der Freistadt Rust

Der Ritterliche Senat lud zu einer Feier in Rust anlässlich der

Landesehrenzeichen-Verleihung durch den Burgenländischen

Landeshauptmann Hans Niessl.

Eine stattliche Anzahl verdienter Persönlichkeiten

aus Wirtschaft, Diplomatie

und Kultur, die im Europäischen Weinritterorden

verantwortungsvolle Ämter

bekleiden, hatte sich zum Empfang im

Weingut von Weinmeister Consiliarius

Mag. Markus Hammer eingefunden, um

sich in elitärer Runde auf die Landesehrenzeichen-Verleihung

durch den

Burgenländischen Landeshauptmann

Hans Niessl, einzustimmen.

Burgenländische Blasmusikkapelle

Der Musikverein der Freistadt Rust und

eine Ehrenpräsenz der Königlichen

Eisenstädter Schützengesellschaft

begleitete die Festgesellschaft zum

Festakt in den Seehof Rust, wo Bürgermeister

Consiliarius Mag. Gerold Stagl

die internationalen Gäste herzlich

begrüßte. Der Landeshauptmann

strich in seiner Eröffnungsrede die

beachtlichen Verdienste des Weinritterordens

auf nationaler und internationaler

Ebene hervor. Er bedankte

sich besonders bei Consul I. Alfred R.

Tombor Tintera für den Aufbau und

die erfolgreiche Entwicklung dieses

kulturdiplomatischen Netzwerks. Die

ausgezeichneten Persönlichkeiten

wurden durch den Landeshauptmann

einzeln gewürdigt und erlebten einen

stimmungsvollen Augenblick mit hoher

Wertschätzung. Namens der Geehrten

bedankte sich Senator Dr. Hubert

Weber, der als ehemaliger Präsident

des EU-Rechnungshofes die Wichtigkeit

des diplomatischen Wirkens der

Weinritter besonders hervorhob. Dieser

besondere Festtag war auch für den

Landeshauptmann, selbst Ordenskreuzträger

des Weinritterordens, ein

schöner Ausklang. Denn drei Tage

später beendete er seine intensive

politische Laufbahn, während der er

18 Jahre lang als Landeshauptmann

amtiert hatte.

Nach der würdigen Zeremonie wurden

bei kulinarischen Köstlichkeiten aus

der Gastronomie Drescher von Weindame

Paula Gruber und OKT Hermann

Drescher und exzellenten Weinen der

Ruster Weingüter Gabriel und Hammer

die Ritterlichen Tugenden der Freundschaft

und Freude intensiv gepflegt.

Die barocken Repräsentationsräume

im Seehof Rust sorgten für das würdige

Ambiente.

Fotos: OEVE

KUNST UND KULTUR

108


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Wir bringen die Menschen

und Völker einander näher

Dr. Dmitry Sokolov ist der neue Direktor des

Russischen Kulturinstitutes. Mit SOCIETY

sprach er über seine Pläne.

Sie sind seit 31. Jänner Direktor

des Russischen Kulturinstitutes.

Wie sehen Ihre Pläne und Ziele als

Direktor aus?

Mein vorrangiges Ziel ist die Aufrechterhaltung

des hohen Niveaus

der Repräsentanz russischer Kultur in

Österreich. Als ich im Russischen Kulturinstitut

eintraf, fand ich ein qualifiziertes

Team vor. Auf dieses Team und

auf das von meinen Vorgängern Geschaffene

will ich mich stützen. Eine

unserer wichtigsten Aufgaben ist es,

nicht nur unsere Programme zu produzieren

und durchzuführen, sondern

den russischen und österreichischen

Kulturinstitutionen sowie anderen

Mitwirkenden aus dem öffentlichen

Bereich zu helfen, neue Kontakte aufzubauen.

Ich mache mich außerdem

aktiv mit dem Kulturleben Österreichs

bekannt, an dem Menschen

aus Russland ebenfalls teilhaben.

Man muss sich nur den Spielplan der

Wiener Staatsoper sowie führender

Konzerthäuser Wiens ansehen, um

dort zahlreiche bedeutende russische

Namen zu entdecken. Viele dieser herausragenden

Künstler traten bereits

im Russischen Kulturinstitut auf. 2019

wurde außerdem zum Jahr des Jugendaustauschs

Russland-Österreich

ausgerufen, im Rahmen dessen wir im

März die neue Abendreihe mit jungen

begabten Musikern gestartet haben.

Wir werden zudem einen Akzent auf

die Entwicklung des wissenschaftlich-populären

Aspekts unserer Tätigkeit

setzen. Unser Institut heißt ja auf

Fotos: SOCIETY/Prokofie

KUNST UND KULTUR

110


SOCIETY

Russisch “Russisches Zentrum für

Wissenschaft und Kultur” und nicht

bloß Kulturinstitut. Deshalb werden

wir Kontakte mit wissenschaftlichen

Projekten und Institutionen sowohl

aus Russland, als auch aus Österreich

forcieren. Innerhalb des letzten

Jahrzehnts schaffte das Russische

Kulturinstitut einen großen Sprung

vom veralteten Klub der ehemaligen

Sowjetbürger hin zu einer konkurrenzfähigen

Plattform. Sie hilft russischen

Landsleuten, die kulturelle Verbindung

zu ihrer Heimat aufrechtzuerhalten,

aber orientiert sich gleichzeitig

immer mehr am normalen österreichischen

Publikum und ist bestrebt,

es mit den Errungenschaften der

russischen Kultur bekanntzumachen.

Für uns sind auch internationale

Kontakte wichtig, und Wien ist eine

einmalig internationale Stadt. Es gibt

nur wenige Orte auf der Welt, in denen

sich so viele ausländische Vertretungen

befinden und von denen viele

auch kulturell tätig sind.

Wie würden Sie die kulturelle Beziehung

zwischen Russland und Österreich

beschreiben? Was verbindet die

zwei Länder?

Russland und Österreich verbindet

eine lange Geschichte wechselseitiger

Beziehungen. Jeden Tag wenn ich

an unseren Nachbarhäusern – dem

Theresianum und der Diplomatischen

Akademie – vorbeigehe, werde ich

daran erinnert. Dort befindet sich die

ehemalige Villa Favorita, wo 1698 das

erste Treffen des Kaisers Leopold I. mit

Kaiser Peter I., der im Rahmen der Großen

Gesandtschaft nach Wien kam,

stattfand. Aber für uns sind nicht nur

Beziehungen im Bereich der Politik,

sondern in der Kultursphäre, die von

Herz zu Herz entstehen, besonders

wichtig. Die Tradition herzlicher Beziehungen

und des aufrichtigen gegenseitigen

Interesses setzt sich auch heute

fort. Man muss sich nur ansehen, mit

welchem Eifer die zahlreichen Hörer

unserer Russischkurse die Sprache lernen.

Es sind immerhin 700 Menschen

im Jahr in unserem Institut.

Wie sieht das Angebot des Russischen

Kulturinstitutes aus?

Bei uns findet jeder Mensch mit Interesse

an der russischen Kultur etwas

Nützliches und Attraktives. Es werden

sorgfältig zusammengestellte Ausstellungen

aus russischen Museen und

Konzerte für jeden Geschmack, aber

auch Vorträge und Filmvorführungen

sowie Gedenkaktionen zu Ehren der

sowjetischen Soldaten organisiert.

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit sind

die Klubs, darunter Schach für Kinder,

das Folklore-Ensemble „Kalinka“, das

russisch-österreichische Michail

Tschechow-Theaterlabor, sowie der

Wiener Russenchor. In diesen Klubs

sind sowohl RussInnen als auch ÖsterreicherInnen

tätig, aber auch Menschen

anderer Nationalitäten, deren

gemeinsame Sprache nicht unbedingt

Russisch, sondern die universelle Sprache

der Kultur ist. Willkommene Gäste

des Instituts sind auch gemeinnützige

Organisationen, die in Österreich von

russischen Auswanderern geschaffen

wurden. Unter diesen sind Menschen

verschiedenster Nationalitäten anzutreffen.

Im Großen und Ganzen betreiben

wir diverse Arten der Kommunikation

und der Verbindung der Menschen

untereinander mittels der Sprache der

Kultur. In dieser Hinsicht bewegen wir

uns parallel mit der Botschaft der Russischen

Föderation, wir bringen also

die Menschen und Völker mit unseren

eigenen Mitteln einander näher.

Das Russische Kulturinstitut befindet

sich am Brahmsplatz 8, 1040

Wien. Auf der Webseite www.russischeskulturinstitut.at/de

erhält man

Informationen über alle Events und

einen Überblick über das weitreichende

Angebot.

In dieser Hinsicht bewegen

wir uns parallel

mit der Botschaft

der Russischen Föderation,

wir bringen

also die Menschen

und Völker mit unseren

eigenen Mitteln

einander näher.

Detailansicht des kunstvollen Interieurs des Veranstaltungssaals des Russischen Kulturinistituts, in dem

viele Konzerte und Lesungen stattfinden

KUNST UND KULTUR

111


SOCIETY

Exlibris.

Aufgeblättert

SOCIETY stellt die neuesten Erscheinungen

am Buchmarkt vor – von Ernährungstrends

bis Beziehungsratgebern.

Bas Kast,

Der Ernährungskompass,

C. Bertelsmann

Als Bas Kast von Herzbeschwerden

geplagt wird, ist dies für ihn

ein Weckruf, seine Ernährung

grundlegend zu hinterfragen. In

laiengerechter Weise fasst er die

in mehrjähriger Recherche gesammelten,

teilweise überraschenden

Ergebnisse unzähliger, sich zum Teil

widersprechender wissenschaftlicher

Studien zusammen und liefert

einen nützlichen Überblick für alle,

die sich bewusster ernähren wollen.

Dirk Müller,

Machtbeben, Heyne

Laut Müller steht die Welt kurz vor

einer erneuten Wirtschaftskrise, die

massive Umverteilungen zur Folge

haben wird. Auf verständliche Weise

erläutert Müller die Hintergründe,

Zusammenhänge und Folgen

der verschiedenen Konfliktherde,

und beschreibt einen möglichen

Ablauf der Ereignisse. Er macht sich

Gedanken darüber, wie die Ökonomie

der Zukunft wohl aussehen

könnte, und wie man das Chaos

nicht nur überstehen, sondern auch

davon profitieren kann.

Kathrin Burger,

Foodamentalismus, Riva

Der Stellenwert bewusster Ernährung

in unserer Gesellschaft

nimmt immer weiter zu. Mehr und

mehr Menschen definieren sich

darüber, machen Essen zu einer

Art Ersatzreligion und bekriegen

ideologisch Andersdenkende in

den sozialen Medien. Mit kritischem

Blick beleuchtet Kathrin

Burger Inhalte, Hintergründe und

gesellschaftliche Auswirkungen

dieses Ernährungswahns, und

macht sich Gedanken über dessen

zukünftige Entwicklungen.

KUNST UND KULTUR

112


SOCIETY

Estnische Küche,

Leopold Stocker Verlag

Dieses auch für Anfänger geeignete Kochbuch stellt 45 traditionelle, aber

behutsam modernisierte Rezepte, die bei einem Wettbewerb zur Ermittlung

des neuen estnischen Nationalgerichts gesammelt wurden, vor. Insbesondere

Liebhaber von Fisch und Desserts kommen dabei auf ihre Kosten,

doch auch Fleischgerichte hat Estland zu bieten. Ganzseitige Abbildungen

der Speisen regen den Appetit an!

Raphael M. Bonelli, Frauen brauchen Männer (und umgekehrt),

Kösel

Heutzutage gilt der Grundsatz, dass Frauen Männern in jeder Hinsicht gleichgestellt

sind und Geschlechterrollen verschwimmen. Welche Folgen diese

Entwicklung mit sich bringen kann, stellt Bonelli anhand von Fallgeschichten aus

seiner beruflichen Erfahrung als Paartherapeut vor, und legt dar, wie man durch

Zulassen der eigenen Männlichkeit bzw. Weiblichkeit zu einer glücklichen und

gleichberechtigten Partnerschaft finden kann.

Angelika Hager, Kerls!,

Kremayr und Scheriau

Angeregt durch die #MeToo-Debatte begibt sich Angelika Hager auf eine

Forschungsreise durch die Psyche des modernen Mannes. Auf Grundlage

zahlreicher Interviews mit Psychologen und verschiedenen „Männern“ geht

sie empathisch und humorvoll der Frage auf den Grund, warum das „starke

Geschlecht“ ist, wie es ist, und beleuchtet die Probleme, vor denen man(n)

heutzutage steht.

Elisabeth Lust-Sauberer, Mein Kräuterbuch für das ganze Jahr,

ueberreuter

Lust-Sauberer, Seminarbäuerin und Kräuterpädagogin, nimmt die Leser auf

eine Reise quer durch den Kräutergarten mit. Sie zeigt außerdem, was Wertvolles

am Wegesrand, im Hausgarten und auf der Wiese wächst und erklärt, wofür

man die Schätze der Erde verwenden kann. Von Salatmarinade bis Gesundheitsstamperl

– dieses Buch zeigt gekonnt, was die Natur alles zu bieten hat.

KUNST UND KULTUR

113


SOCIETY

Gianmaria Testa, Prezioso, Incipit Records

Nach dem Tod des italienischen Musikers Gianmaria Testa

im Jahr 2016, wurde posthum und unerwartet ein Album des

Künstlers veröffentlicht. Auf elf neuen Liedern, die hauptsächlich

aus Tonskizzen und Gitarrenmelodien bestehen,

ist man der Poesie und musikalischen Kraft Testas unglaublich

nahe. Prezioso ist ein unberührter Abschiedsgruß, der

an seinen sanften und melancholischen Stil erinnert.

Angélé, Brol, Angèle VL Records

Brol ist das erste Album der jungen, belgischen Sängerin

Angélé. Mit ihrer Single „Tout oublier“ konnte sie sofort Platz

eins der französischen Charts belegen und sie begeisterte

mit ihrer frischen Art. Ihre Musik wird vor allem inspiriert von

klassischem, französischem Gesang, Elektro und Rap. In

ihrem Album, das sie durch eine eigene Plattenfirma veröffentlichte,

kann man diese Mischung aus unterschiedlichen

Stilen nur zu gut hören.

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Scheer. Ein Schuh, der

durch‘s Leben geht

Mitten im ersten Bezirk gelegen, in einem Gründerzeithaus aus dem

19. Jahrhundert, findet man den Traditionsschuhmacher Scheer.

Seit sieben Generationen befindet sich dieser schon in Familienhand,

seit 2011 leitet ihn Markus Scheer.

Den Grundstein für das Unternehmen

legte Johann Scheer, der 1816

seine eigene Schuhmacherwerkstätte

im dritten Wiener Gemeindebezirk

gründete. Als der Betrieb in der dritten

Generation von Rudolf Scheer geführt

wurde, übersiedelte das Unternehmen

in das bis heute bestehende Atelier in

der Bräunerstraße. Rudolf Scheer war

es auch, der 1878 zum kaiserlich-königlichen

Hoflieferanten avancierte. Die

historischen Geschäftsräume erzählen

allesamt eine Geschichte – schließlich

war auch schon Kaiser Franz Josef

Kunde und die Stiefel für die Offiziere

des k.u.k. Heeres wurden damals

ebenfalls von Scheer angefertigt. Die

Leisten des Kaisers haben bis heute

das Atelier nicht verlassen. „Ein so

traditionsreiches Unternehmen zu

führen, empfinden wir ausschließlich

als ein wirkliches Geschenk – ein

Privileg auf das nur ganz wenige

zurückgreifen können“, erklärt Markus

Scheer. Das Schuhmacherhandwerk

lernte er von seinem Großvater Carl

Ferdinand Scheer, der während des

Zweiten Weltkrieges maßgeblich für

den Fortbestand des Betriebes war.

Carl Ferdinand Scheer setzte erstmals

auch einen Fokus auf Orthopädie und

experimentierte gleichzeitig gerne mit

neuen Designs.

Um so präzise Ergebnisse wie möglich

zu erreichen, wird auch heute noch mit

den gleichen Werkzeugen wie damals

gearbeitet. “Wir produzieren nur mit

unseren Händen, das ist uns ganz

Fotos: Maßschuhmacher Scheer

TRADITIONSUNTERNEHMEN

116


wichtig“, betont der Geschäftsführer,

der neben Schuhmacher auch gelernter

Orthopäde ist.

Von Scheer gibt es aber nicht nur

Schuhe, sondern auch Taschen,

Gürtel und sogar Handyhüllen – diese

Sortimentserweiterung sei aus Leidenschaft

entstanden, erzählt Markus

Scheer weiter. „Aber unser Herzstück

sind die Schuhe nach Maß, und das

wird auch so bleiben, denn auch die

Digitalisierung wird uns nicht davon

befreien, dass wir Schuhe tragen wollen.“

Pro Jahr können etwa 300 Paar per

Hand angefertigt werden – Maß wird

seit jeher ausschließlich im Atelier in

Wien genommen.

wir dann ausbilden können und dazu

werden wir sehr viel Energie brauchen.

Wenn wir uns nur auf die Bewahrung

des Handwerks konzentrieren, dann

werden wir keine Zukunft haben“, so

der Geschäftsführer, für den die Möglichkeit,

sein Wissen und sein Können

an andere weiterzugeben, eines der

schönsten Dinge an seinem Beruf ist.

„Vielleicht auch mal an die nächste

Generation“, schließt er.

Den Maßschuhmacher Scheer findet

man mitten im Ersten Bezirk, in der

Bräunerstraße 4. Im ersten Stock desselben

Gebäudes befindet sich auch

heute noch die Werkstatt, in der die

Scheer Schuhe nach alter Tradition

hergestellt werden.

Die Kundschaften kommen dennoch

aus aller Welt, um ihren individuellen

Scheer-Schuh zu erhalten, nur selten

gibt es ausgefallene oder gar unerfüllbare

Wünsche. „Die Leute beschäftigen

sich schon im Vorhinein mit uns

und wissen, mit was wir uns identifizieren

können“, so Scheer. Von Marktproblemen

sieht er den Betrieb eher

befreit, wichtig für die Zukunft sei aber

vor allem gutes Personal. „Wir müssen

hervorragende Mitarbeiter finden, die

Im Showroom des Maßschuhmachers Scheer in der Bräunerstraße 4, mitten in der Wiener Innenstadt,

findet man noch traditionell handwerklich gefertigte Schuhe nach Maß

TRADITIONSUNTERNEHMEN

117


SOCIETY

Knize: Höchste

Schneiderkunst

Seit 161 Jahren ist Knize Synonym für Qualität

und Handwerk und gilt darüber hinaus als eine

der ältesten Herrenmarken der Welt. SOCIETY

sprach mit dem Geschäftsführer Rudolf Niedersüß

und seiner Frau Dr. Claudia Niedersüß.

Am prachtvollen Graben im Zentrum

Wiens gelegen, steht Knize seit 1858

für hochwertigste Schneiderkunst und

feinste Anzugmode nach Maß.

Gegründet wurde das Unternehmen

von dem aus Böhmen stammenden

Schneidermeister Josef Knize, anfänglich

befand sich das Geschäft noch Am

Hof 3. Erst zwischen 1910 bis 1913 hielt

Knize Einzug in die neue Lokalität am

Wiener Graben. Der bekannte österreichische

Architekt Adolf Loos gestaltete

damals in dem für ihn typisch reduzierten

und rationalen Stil die neuen

Geschäftsräume. Auch heute noch

wird alles, was bei Knize verkauft wird,

in der Werkstatt an derselben Adresse

hergestellt. „Jede einzelne Krawatte die

wir anbieten, wird auch hier angefertigt,

und für mich sind das die bestgenähten

Krawatten der Welt“, so Geschäftsführer

Rudolf Niedersüß stolz.

Im vergangenen Jahrhundert fand man

Knize-Niederlassungen in New York,

Paris, Bad Gastein und Berlin. „Momentan

planen wir auch wieder, weitere Filialen

zu eröffnen, aber dazu müssen wir

erst die optimalen Standorte bekommen“,

so die Ehefrau des Geschäftsführers,

Frau Dr. Claudia Niedersüß

weiter. Gegenwärtig gibt es noch eine

Dependance in Prag, die 2012 eröffnet

wurde. Wien, mit seinen prächtigen

Bällen und traditionsreichen Musikveranstaltungen,

bietet eine ideale Bühne

für die Handwerkskunst Knizes, so

findet ein Frack oder Smoking hier das

ganze Jahr über seine Verwendung.

„Außerdem gibt es in Wien viele Menschen,

die auf Tradition und Qualität

achten und generell ist das Leben noch

nicht ganz so schnell wie in anderen

Städten“, so Dr. Niedersüß.

Schon Kaiser und Erzherzöge des 19.

Jahrhunderts wussten die Qualität Knizes

zu schätzen. Der Vater der heutigen

Queen, der spanische König und viele

andere Aristokraten ließen sich gerne

vom Meisterschneider einkleiden, aber

auch Stars wie Marlene Dietrich, Billie

Wilder und Marilyn Monroe zählten

ihrer Zeit zu den Kunden. „Das Besondere

an einem Knize-Anzug sind

die extrem hochwertigen Stoffe und

Materialien. Der Anzug wird dann so

angepasst, dass er sich für den Kunden

wie eine zweite Haut anfühlt“, erklärt

Frau Dr. Niedersüß im Interview. Er

kommt außerdem ganz ohne Verklebungen

aus, was die Verarbeitung

zwar um vieles aufwändiger, aber auch

hochwertiger macht. Rudolf Niedersüß

hat selbst die Schule für Mode- und

Bekleidungstechnik in Michelbeuern

absolviert und ist bereits seit 1956

bei Knize, wo er auch seinen Meister

machte. 1976 übernahm er das Unternehmen

und steht seitdem maßgeblich

für die Marke.

Sogar in den „New Yorker“ schaffte es

Knize als einer der drei besten Herrenausstatter

Europas. „Das brachte

uns damals viele neue amerikanische

Kunden“, erzählt Rudolf Niedersüß.

„Unseren Käufern ist vor allem die Qualität

wichtig, der Preis spielt eine eher

untergeordnete Rolle“, so Niedersüß

weiter. Knize ist einer der wenigen Herrenausstatter

mit eigener Linie, die in

den 1920er Jahren vom Designer Ernst

Deutsch Dryden entworfen wurde.

Er war außerdem maßgeblich an der

Kreation des „Knize Ten“ beteiligt, das

als eines der ältesten Herrenparfums

der Welt gilt.

161 Jahre nach seiner Gründung ist

Knize nach wie vor eine Institution und

Top-Anlaufstelle für Anzüge nach Maß.

Das anfänglich recht klein wirkende

Geschäft am Wiener Graben versprüht

seinen edlen Charme auch heute noch

und führt einem die Schönheit und

Langlebigkeit der Handwerks- und

Schneiderkunst meisterhaft vor Augen.

Fotos: Pascal Schrattenecker

TRADITIONSUNTERNEHMEN

118


SOCIETY

Als Herrenausstatter fertigt Knize Fracks, Smokings und elegante Anzüge mit der Hand

Das Geschäft samt Werkstatt befindet sich am Graben 13 im Zentrum Wiens

Bei Knize bekommt ein Gentleman alles, was er für den perfekten Auftritt

braucht, von Krawatte bis Manschettenknöpfe

Der Geschäftsführer von Knize, Rudolf Niedersüß, vor dem edlen Zwirn für die

maßgefertigten Anzüge

TRADITIONSUNTERNEHMEN

119


SOCIETY

Giesswein: „Wir fühlen uns

der Tradition verbunden“

Das von Elisabeth und Walter Giesswein 1954 in Brixlegg in Tirol gegründete

Unternehmen verkaufte anfangs selbstgestrickte Pullover

und Jacken regional, heute liefert Giesswein in die ganze Welt.

SOCIETY sprach mit Geschäftsführer Johannes Giesswein.

Sie haben Giesswein 2017 gemeinsam

mit Ihrem Bruder übernommen und

sind nun für den Designprozess zuständig

- auf was kommt es dabei beim

Produktdesign besonders an?

Im Produktdesign stehen bei Giesswein

vor allem die Innovation, Qualität

und die Nähe zum Konsumenten im

Vordergrund. Noch vor einigen Jahren

wurden große Kollektionen mit über

300 Produktvarianten pro Saison entwickelt,

wobei nur ein Bruchteil von

den Konsumenten tatsächlich nachgefragt

wurde. Dies haben wir zum

Anlass genommen, das Produktangebot

deutlich zu verkleinern und neue,

innovative Produkte wie zum Beispiel

die Merino Runners auf den Markt zu

bringen. Wir bemühen uns aber auch,

ständig das Kundenfeedback in den

Designprozess einfließen zu lassen.

Das Besondere an Giesswein ist ja die

Verwendung von Merinowolle.

Welchen Vorteil bietet dieses Material?

Woher beziehen Sie die Wolle und

welche Produkte bieten Sie an?

Die Merinowolle bietet gegenüber synthetischen

Materialien einige Vorteile.

Die Faser ist grundsätzlich temperaturregulierend,

antibakteriell und kann bis

zu 30 % Feuchtigkeit aufnehmen, ohne

sich nass anzufühlen. Dem ist noch

hinzuzufügen, dass die Merinowolle

ein nachwachsender Rohstoff, und

deshalb sehr nachhaltig ist. Die Wolle

selbst beziehen wir aus Neuseeland

und Uruguay. Dabei ist es uns wichtig,

dass unsere Lieferanten keine Mulesie-

Fotos: Giesswein

TRADITIONSUNTERNEHMEN

120


SOCIETY

rung (ein Verfahren bei dem überschüssige

Haut entfernt wird) an den

Tieren vornehmen. Hierfür fordern wir

auch Zertifikate, die dies bestätigen.

Aus der Wolle entstehen schließlich

Produkte wie der Merino Runner, ein

Wollsneaker aus 100 % Merinowolle,

der sich aufgrund seiner bequemen

Trageeigenschaften deutlich vom bestehenden

Angebot am Sneakermarkt

absetzt. Zudem haben wir Ende des

letzten Jahres einen Sportschuh auf

den Markt gebracht, den Wool Cross

X. Dieser Schuh überzeugt durch sein

einzigartiges Design und einem reinen

Merinowollfutter, das die Feuchtigkeit

nach außen transportiert. Im Laufe

dieses Jahres werden wir noch weitere

Schuhe auf den Markt bringen, die

den Aspekt der Nachhaltigkeit in die

Produkt – DNA integrieren.

Sie führen das Unternehmen ja in der

dritten Generation. Wie verbinden Sie

die Tradition mit der Moderne?

Die Kernkompetenz der Firma Giesswein

ist seit der Gründung die Herstellung

von Strickware und das Walken.

Das Walken ist ein sehr traditioneller

Prozess zur Verfilzung der Wolle, den

es schon im Mittelalter gab. Wir fühlen

uns dieser Tradition verbunden, weil

es heute kaum mehr Produzenten

gibt, die dieses Herstellungsverfahren

anwenden. Selbst heute noch ist es

immer wieder spannend neue Stoffqualitäten

durch dieses Verfahren

zu entwickeln. Zusätzlich zu unseren

Kernkompetenzen, eignen wir uns

ständig fundiertes Wissen in der

modernen Schuhfertigung an und

arbeiten mit den aktuellsten Maschinentechnologien.

Die Digitalisierung hat vermutlich

auch auf Ihr Traditionsunternehmen

einen großen Einfluss. Wie schätzen

Sie die Chancen aber auch die

Herausforderungen dahingehend ein

und wie werden Sie in Zukunft damit

umgehen?

Die Firma Giesswein hat schon sehr

früh damit angefangen, einen eigenen

Online – Shop zu betreiben. Über die

Jahre wurde der Shop laufend verbessert

und trägt heute einen wichtigen

Anteil zum Gesamtumsatz des Unternehmens

bei. Noch dazu gekommen

sind auch wichtige Werbekanäle im

Social Media Bereich, wie Facebook

oder Instagram. Wir sehen diese neuen

Kanäle im Vertrieb als Chance unsere

Marke noch weiter zu stärken und in

den Dialog mit den Verbrauchern zu

treten. Die Zukunft insbesondere mit

Hinblick auf die Digitalisierung wird

die Position der Konsumenten weiter

verbessern, weil Produkte oder Dienstleistungen

bereits am Smartphone

gefunden, miteinander verglichen und

bewertet werden können. Aufgrund

der Tatsache, dass wir in der Lage sind

unser Unternehmen sehr dynamisch

an digitale Veränderungen anzupassen,

blicken wir der Zukunft sehr

optimistisch entgegen.

In den Ringstrassen-Galerien am

Kärnterring 5-7, 1010 Wien gibt es einen

eigenen Giesswein Store.

www.giesswein.com

Die Geschäftsführer Markus und Johannes

Giesswein

TRADITIONSUNTERNEHMEN

121


SOCIETY

Die einzelnen Bronzeelemente der Luster werden mit dem Hammer bearbeitet,

um ein filigranes Muster zu erzeugen

Die Cousins Leonid, Johannes und Andreas Rath vor dem Lobmeyr-

Geschäftslokal in der Wiener Kärntnerstraße

Die Luster von Lobmeyr zieren prunkvolle Räumlichkeiten wie die Wiener

Staatsoper, die Metropolitan Opera in New York und den Kreml

Die Entwürfe für die Kronleuchter werden noch mit der Hand gemacht

In der Werkstätte im 3. Wiener Gemeindebezirk werden die kostbaren Kristallgläser

graviert

Auch bei der Bemalung der Weingläser zählt man bei Lobmeyr auf Handarbeit

Fotos: Lobmeyr

TRADITIONSUNTERNEHMEN

122


SOCIETY

Feinstes Handwerk seit

sechs Generationen

Johannes Rath, der gemeinsam mit seinen

Cousins Andreas und Leonid Rath das österreichische

Traditionsunternehmen Lobmeyr

führt, gab SOCIETY einen Einblick in die

strahlende Welt der Beleuchtungskunst.

„Unser Zugang zur Tradition ist die

Erneuerung“, erklärt Johannes Rath im

Interview. In sechster Generation wird

das Unternehmen bereits geführt, das

nicht nur exquisite Beleuchtungen,

sondern auch hochwertige Trinkgläser

anbietet.

Begonnen hat alles 1823, als Josef Lobmeyr

Senior das Handelshaus in der

Wiener Weihburggasse gründete, der

Titel des k. u. k. Hoflieferanten ließ dann

nicht lange auf sich warten. „Gegenwärtig

verleiht einem der Titel vor allem

in Kontakt mit bestimmten Kreisen wie

der adeligen Gesellschaft oder internationalen

Diplomaten ein gewisses

Gewicht“, so Rath, zudem sei es auch

heute noch ein Qualitätsmerkmal.

Die Sonderanfertigung

ist bei uns eigentlich

der Standard, die

Standardauswahl eher

die Ausnahme. Auch

unser Metropolitan

Leuchter hat immer

kleine Unterschiede.

Durch Ludwig Lobmeyr fand das

Unternehmen auf den ersten Weltausstellungen

seine Bühne, der Sohn des

Gründers zählte außerdem seinerzeit

zu den bedeutendsten Pionieren der

österreichisch-böhmischen Glasherstellung.

Objekte aus der Manufaktur

Lobmeyr findet man heute überall

auf der Welt, sogar in der Metropolitan

Opera in New York oder im Kreml

hängen Luster des österreichischen

Unternehmens. In Wien zieren sie

die prunkvollen Räumlichkeiten der

Staatsoper, des Rathauses, von Schloß

Schönbrunn, der Hofburg und zahlreicher

anderer historischer Gebäude.

Johannes Rath, der seit 2007 leitend tätig

ist, machte es sich gemeinsam mit

seinen Cousins Andreas und Leonid

Rath zur Aufgabe, den internationalen

Vertrieb zu erweitern.

In den Jahrzehnten zuvor wurden vor

allem die japanischen und arabischen

Märkte erschlossen. „Mein Vater erschuf

damals sozusagen den Stil und

die typische Form der Beleuchtung, die

wir heute aus dem arabischen Raum

kennen“, erzählt der Unternehmer. Als

Johannes Raths Vater gerade erst in

die Firma eingestiegen war, kam eine

Anfrage für die Ausstattung einer der

bedeutendsten Moscheen, derer er

sich annahm und infolgedessen den

islamischen Beleuchtungskörperstil

maßgeblich prägte.

Grundsätzlich spielt bei Lobmeyr

Individualität eine große Rolle. „Die

Sonderanfertigung ist bei uns eigentlich

der Standard, die Standardauswahl

eher die Ausnahme. Auch unser

Bestseller, der Metropolitan Leuchter,

den es bereits seit 53 Jahren gibt, hat

immer kleine Unterschiede“, so Rath.

Wie bei jedem Unternehmen hängt,

der Erfolg Lobmeyrs nicht zuletzt von

den Mitarbeitern ab. „Sie sind es, die

die Firma auf Händen tragen und das

Rückgrat von dem, was wir unseren

Kunden anbieten können“, ergänzt der

Geschäftsführer. Dass Lobmeyr seit

1823 besteht, erklärt Johannes Rath

mit „viel Arbeit, einer dicken Haut,

Bescheidenheit und Hartnäckigkeit.“

Auch die sechste Lobmeyr-Generation

scheint diese Paradigmen mit großem

Erfolg umzusetzen.

Vom Sortiment Lobmeyrs kann man

sich im Geschäft in der Kärntner

Straße 26 oder in der Werkstätte mit

Ausstellungsraum in der Salesianergasse

9 im dritten Bezirk überzeugen.

www.lobmeyr.at

TRADITIONSUNTERNEHMEN

123


SOCIETY

Oracle: Mit der richtigen

Software zum Erfolg

SOCIETY sprach mit Martin Winkler, Country

Leader von Oracle Österreich, über die Zukunft

von Unternehmenssoftware und welche Ansprüche

diese in Zeiten der Digitalisierung

erfüllen muss.

Foto: SOCIETY/Prokofieff

Oracle bietet die einzige selbstverwaltende,

selbstsichernde und sich

selbst reparierende Datenbank der

Branche an. Welche weiteren Vorteile

bietet Ihre Unternehmenssoftware im

Vergleich zu anderen?

Wir sind davon überzeugt, dass das

Management von Daten und Informationen

– jetzt, aber vor allem auch

in der Zukunft – noch viel mehr an

strategischer Bedeutung für Unternehmen

gewinnen wird. Analysten

gehen von einem 10-fachen Wachstum

von digitalen Daten bis 2025 aus, pro

Sekunde werden Smartphones rund 20

real-time Interaktionen mit Datenplattformen

durchführen. Nur hochautomatisierte

Plattformen werden sowohl

diese Volumina, als auch die Frequenz

des Datenaustausches bewältigen

können. Oracle’s Autonomous Database

Plattform ist unser technologischer

Ansatz, Unternehmen beim Bewältigen

dieser Herausforderungen hinsichtlich

eines modernen Datamanagements zu

unterstützen.

Wie wichtig ist in Zeiten der Digitalisierung

eine gute Software für

ein Unternehmen? Wohin gehen in

diesem Bereich die „Trends“?

Ich denke, dass Software in vielen

Bereichen das Fundament von

Geschäftsmodellen und Geschäftsprozessen

geworden ist. Mit Hilfe von

Applikationssoftware werden Unternehmensabläufe

seit vielen Jahren effizient

organisiert. Die neuesten Trends

gehen eindeutig hin zu autonomen

Plattformen – Automatisierung und

Sicherheit stehen dabei zu allererst im

Vordergrund. Ein weiterer Trend sind

die Themen „Artificial Intelligence“ und

„Machine Learning“, vor allem digitale

Assistenzsysteme für Menschen bilden

sich in vielen Facetten bereits jetzt heraus.

Diese neuen Technologien führen

zu rascheren und qualitativ besseren

Entscheidungen im Geschäftsleben,

aber auch im privaten Umfeld.

Oracle ist ja ein amerikanisches Unternehmen

das weltweit tätig ist – haben

Europäer andere Ansprüche an eine

Software als Amerikaner? Gibt es Länder,

die sich im Bereich Innovation in

dieser Branche besonders hervortun?

Ich glaube, dass der Unterschied zwischen

Amerika, und hier speziell Nordamerika,

und Europa nicht signifikant

groß ist. Wir kommen aus einem ähnlichen

Kulturkreis, wir haben ähnliche

Wertvorstellungen und der Anspruch

an Qualität ist auf beiden Seiten hoch.

Der Zugang, die Methoden und die Art

der Umsetzung von Projekten können

durchaus differieren, aber der Anspruch

an Unternehmenssoftware ist

da wie dort grundsätzlich völlig ident.

Ich denke, in Europa stechen für mich

vor allem die nordischen Staaten hervor,

sie sind sehr oft an vorderster Front

und „First Mover“ im Hinblick auf neue

Technologien. Ebenso sehe ich erkennbare

Unterschiede in Großbritannien,

zum Beispiel orientiert sich UK sehr

stark an den USA hinsichtlich von

Prozessen, aber auch Unternehmenslösungen.

Es gibt daneben konservativere

Märkte, wie jene in Österreich

und Deutschland. In diesen Märkten

werden neue technologische Trends

intensiver analysiert und nach deren

Nutzen kritischer hinterfragt. Der Anspruch

an Qualität ist meiner Meinung

nach aber dennoch überall derselbe.

Und was sind die kleinen Unterschiede?

Können Sie da ein Beispiel nennen

zu Deutschland, Österreich und Großbritannien?

Zum Beispiel Cloud Computing. Hier

erleben wir, dass dieses Computing

Modell in UK und den nordischen

Staaten rascher Anwendung gefunden

hat als in Österreich oder Deutschland.

Österreich folgt diesem globalen Trend

zögerlich, damit können die damit verbundenen

Nutzerpotentiale – Stärkung

der Innovationskraft, Verbesserung der

internationalen Wettbewerbsfähigkeit,

erhöhte Datensicherheit – ebenso erst

zeitverzögert genutzt werden.

Oracle – Integrated Cloud Applications

& Platform Services bietet effiziente

Unternehmenssoftware und Autonomisierungstechnologie.

www.oracle.com

WIRTSCHAFT

125


North Macedonia

A fresh Start to the Future

H.E. Zoran Zaev is Prime Minister of the Republic

of North Macedonia. The acclaimed

politician spoke with SOCIETY about new

perspectives and chances for his country.

In the last few months, there were

many political occurrences, one of

them were the presidential elections

in the beginning of May. What are

your personal impressions of this

exciting period?

For me, the vote showed once again

that politicians can win elections even

after they made very sensitive and

difficult decisions, like changing our

constitutional name to North Macedonia.

We did this because we intend

to build a friendship with our neighbours

and because we want to be

part of the European Union. We went

through very difficult periods and we

had to face a lot of criticism for this

decision. In May, we elected our fifth

president since our independence,

Stevo Pendarovski, who also believes

in the Euro-Atlantic integration policies

and in European values, who supports

the idea of building a friendship

with our neighbours and agrees that

an all integrated country will be the

best country for our citizens.

The change of the name of the

Republic was a big step. What is your

personal view on this topic?

When we decided to sign this agreement

with our friend Greece, only 17

percent of the population supported

the name-change, now we reached

70 percent. We took a huge risk, but I

believe more in the future than in the

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

WIRTSCHAFT

126


SOCIETY

Through the change of our name, we won a new friend and this

friendship creates huge opportunities for us.

past – I do respect our past but we

have to build on our future. I am very

proud because at present, our citizens

are very supportive, which is evidence

that the government and the parliament

made the right decision on this

matter. We signed the agreement

on June 17, 2018, and the year ended

with a new record for our economy

and with new friendships with the

countries around us. We also started

an integration process with the NATO

and the European Union and we focused

on improving the general quality

of life in our state. I am very proud

because all of this confirms that even

difficult issues are worth dealing with,

especially if they have the potential to

secure a good future for the citizens of

our country, particularly for the young

generation. The name-change was

very challenging but now I feel that it

was a very positive thing to do.

The Vienna Economic Talk about

new perspectives for the Republic of

North Macedonia was taking place

here in Vienna in May. How important

is it to foster and strengthen international

relations and how can the

country profit from this?

The Vienna Economic Forum always

had a very positive stance towards the

whole Balkan region, not only towards

North Macedonia. Today, they see our

country as a good example and they

want to further support us. Europe

needs such positive examples in order

to motivate others to continue building

friendships and finding solutions

through negotiations. The Vienna

Economic Forum is great in supporting

North Macedonia in an economic

way. Many distinguished members of

the economic society from Austria

and from the whole region participated

in the forum and talked about

opportunities for our country and for

possible investors. Investments are

important for us in order to preserve

our GDP, but also to create new jobs

for our nation, to keep young people in

the country and to generally improve

the quality of life for our citizens.

How would you define the current

relationship between North Macedonia

and Greece? Did the change of

the name bring new opportunities in

this regard?

Through the change of our name, we

won a new friend and this friendship

creates huge opportunities for

us. There are agreements involving

almost one billion-Euro investments

from Greek businesses in our country.

Few weeks ago, we had the very first

official visit from the Greek Prime

Minister and we signed many agreements

that should have been signed

30 years ago. They give us huge opportunities

in the business field but also

in the cultural, social or agricultural

sector. This illustrates that, through

agreements, dialogue and diplomacy,

politicians can help their citizens, and

this is what is happening in North

Macedonia now.

Nationally and internationally, you

are considered a political star. How

do you feel about this?

I might have more courage than the

previous Prime Ministers ,but in general,

I am a very regular person. I come

from the business sector and I am a

social democrat, I love my citizens

and my country and I dream about the

integration of our nation into the European

Union. Of course, it feels good

to be supported by the citizens and

it motivates me to work even harder,

especially on the country’s economy

and on the general improvement of

the quality of life.

H.E. Zoran Zaev (Prime Minister of North Macedonia), Dr. Heinz Fischer (former President of Austria), Dr.

Elena Kirtcheva (Vienna Economic Forum) and Aki Nuredini (Padrone of Ristorante Sole in Annagasse)

WIRTSCHAFT

127


Vienna Economic Talks –

New North Macedonia

SOCIETY spoke with former Ambassador

Elena Kirtcheva about the Vienna Economic

Talks held in May and new chances and possibilities

for the Republic of North Macedonia.

Vienna Economic Forum organised

the “Vienna Economic Talks - New

Perspectives for the Republic of

North Macedonia”, which was the

first international conference abroad

for the country - why now?

It was an honour and a privilege for

Vienna Economic Forum to welcome

this high-ranking delegation led by

H.E. Prime Minister Zoran Zaev, who

is also a patron of Vienna Economic

Forum, together with other Prime

Ministers of the VEF member countries.

Now is a new beginning for the

Republic of North Macedonia and

a very important time regarding the

future direction of the country, of

the region, of Europe and even of

its European role as a global player.

Three important events have come

together in a historically short time:

the parliamentary elections and the

election of the government of Prime

Minister Zaev, the solving of the name

issue with the neighbouring country

Greece and the presidential election.

Due to this, the Vienna Economic

Forum decided to organize these talks

The aim of the conference

is to assist the

new beginning of the

country (...)

WIRTSCHAFT

128


SOCIETY

Now is a new beginning for the country of North Macedonia and a

very important time regarding the future direction (...)

Fotos: Vienna Economic Forum

and focus on the investment interests

of Vienna Economic Forum members.

The conference functioned as a platform

for well-known companies with

excellent names and reputation from

Austria, the region, Europe and the

world, to gain new perspectives on the

Republic of North Macedonia.

Who were the participants of the

forum from the economic sector?

Many of the Vienna Economic Forum

members are still part of the economy

of the region and of the Republic

of North Macedonia. The aim of the

conference is to assist the new beginning

of the country and to advocate

a new motivation for companies

from Europe and the world to invest

in North Macedonia. We organised

the conference in the Headquarters

of A1 Telekom Austria Group, who is

a cooperation partner and member

of the board of Vienna Economic

Forum and a company, that plays an

important role in building the digital

world of today and tomorrow, not only

in the Republic of North Macedonia,

but in the whole region. Other Vienna

Economic Forum members that play

a pioneer role in the country and in

the region include the EVN AG, one

of the largest groups and investors,

AME International GmbH with an

expertise and direct experience in the

health sector, bitmedia, member of

eee Group, hydrophil GmbH, Raiffeisen

Bank International, Freshfields

Bruckhaus Deringer and Österreichische

Post AG. Together with Dr.

Günther Rabensteiner, president of

Vienna Economic Forum and representative

of the Austria‘s largest and

leading electricity provider Verbund

AG, we achieved a new dynamic in the

Vienna Economic Forum and brought

in motion new activities towards the

Republic of North Macedonia.

What do you expect as a result of the

“Vienna Economic Talks - New Perspectives

for the Republic of North

Macedonia”?

Together with the moderators Ambassador

Victor Jackovich, President

of Jackovich International, USA and

member of the Board of Vienna Economic

Forum and Dr. Sonja Sagmeister,

well-known author and journalist

from ZIB 2 ORF, we tried to create a

more interactive discussion and provided

not only the government side

with the opportunity to express their

expectations and potentials, but also

the existing and potential investors.

Thus, they had the chance to find out

more about new perspectives in the

different branches of the countries

and the related regional economy. We

were very honoured to welcome H.E.

Mr. Johannes Hahn, European Commissioner

for Neighbourhood Policy

and Enlargement Negotiations at the

conference. His important role in the

region and especially for the Republic

of North Macedonia is undisputable.

Overall, we had registered participants

from 21 different countries. We are

convinced that the interest in a more

active and intensive development of

the economy of the Republic of North

Macedonia will arise. The people and

especially the young generation of the

country deserve this.

Dr. Günther Rabensteiner (President Vienna Economic Forum), Mag. Thomas Arnoldner ( A1 Telekom)

Johannes Hahn (EU-Commissioner for Enlargement and Neighbourhood Policy) and Dr. Elena Kirtcheva

(Vienna Economic Forum)

WIRTSCHAFT

129


SOCIETY

Der Wandel der

Digitalisierung

SOCIETY sprach mit Thomas Arnoldner, Chief

Executive Officer der A1 Telekom Austria

Group über die Herausforderungen des Unternehmens

in Zeiten der Digitalisierung.

Seit 1. September 2018 sind sie Chief

Executive Officer von A1 Telekom Austria

Group – was sind Ihre Hauptaufgaben

und wie sehen Ihre Zukunftsvisionen

für die Group aus?

Wir sind gerade mitten drin in der

Digitalisierung. Als Telekommunikations-

und IT-Konzern stehen wir im

Epizentrum dieser Entwicklung und

gestalten den Weg in die digitale Zukunft

maßgeblich mit. Unsere Breitbandnetze

sind die Lebensadern für

die Transformation. Cloud Computing,

Artificial Intelligence, Industrie 4.0 und

das Internet der Dinge (IoT) sind ohne

sie nicht möglich. Auch wir selbst als

Unternehmen befinden uns in einem

Veränderungsprozess vom klassischen

Telekombetreiber zu einem digitalen

Dienstleister. Früher ging es darum,

Menschen mit Menschen zu verbinden,

heute sind es Menschen mit Geräten

oder Maschinen untereinander.

Mir ist wichtig, dass wir bei der

Digitalisierung vom Reden ins Tun

kommen um die Potenziale auch auf

die Straße zu bringen. Ein internationaler

Spitzenplatz bei der Digitalisierung

ist wichtig für die Position

im internationalen Wettbewerb. So

können Arbeitsplätze geschaffen und

Wertschöpfung gesichert werden. Wir

arbeiten intensiv daran, um Wirtschaft

Foto: A1 Telekom Austria

WIRTSCHAFT

130


SOCIETY

und Konsumenten zu unterstützen,

aber es erfordert einen Schulterschluss

von Industrie, Telekom-Sektor,

aber auch der öffentlichen Hand.

5G wird zum Beispiel eine zentrale

Rolle spielen, ein schneller Ausbau ist

daher standortrelevant. Damit können

wir die Chancen der Digitalisierung für

uns und unsere Kunden nutzen und

den Wandel positiv gestalten.

Die gesamte Welt wird immer vernetzter

und digitaler. Welchen Stellenwert

hat ein funktionierender, effektiver

Provider für digitale Services und

Kommunikationslösungen in der heutigen

Zeit für ein Land?

Als Telekommunikationsanbieter

stehen wir im Epizentrum der Digitalisierung.

Die digitale Transformation

eröffnet enormes Potenzial für ein Mehr

an Wirtschaftlichkeit, sozialer Chancengleichheit

und Ressourcenschonung

im Interesse von Mensch und Umwelt.

Denn letztlich geht es stets um die Frage,

wie man in seinem Einflussbereich

für noch lebenswertere Bedingungen

für die Menschen und nachfolgende

Generationen sorgen kann.

Auch als Arbeitgeber ist die A1

Telekom Austria Group ein wichtiger

Player – Sie beschäftigen 18.705 MitarbeiterInnen.

Ein Positivbeispiel für die

Schaffung von Arbeitsplätzen durch

Digitalisierung?

Wir sind ein sehr gut etabliertes Unternehmen

mit Wurzeln in Österreich

und starkem Engagement in CEE. In

den vergangenen 10 Jahren haben wir

in unserem Footprint fast 9 Milliarden

Euro investiert, und mit den genannten

fast 19.000 Mitarbeitern sind wir ein bedeutender

Arbeitgeber in der Region.

Die Telekommunikationsbranche mit

ihrer Infrastruktur ist eine Triebfeder

der digitalen Transformation, etwa im

Bereich Industrie 4.0 und bietet damit

neue Perspektiven um Wettbewerbsfähigkeit

und Zukunftssicherheit

des Standortes zu fördern und damit

Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand

zu schaffen.

Die „Vienna Economic Talks – New

Perspectives for the Republic of North

Macedonia” fanden in der Zentrale der

A1 Telekom Austria Group statt. Wie

wichtig ist eine Zusammenarbeit mit

Ländern aus dieser Region?

Uns geht es darum, den Digitalisierungsprozess

und den Ausbau der

dazu notwendigen Breitbandnetze zu

forcieren und damit zum Wohlstand in

der Region beizutragen. Zusammenarbeit

und ein gemeinsamer Ansatz

sind der Schlüssel, um das enorme

Potenzial der Digitalisierung zu erschließen.

Die kommenden 5G-Frequenzauktionen

sind ein gutes Beispiel

dafür: statt hoher Auktionserlöse muss

der schnelle Rollout im Fokus stehen.

Wir haben ein starkes Commitment in

dieser Region und werden dies auch

weiterhin beibehalten.


SOCIETY

Über die Seidenstraße

zu One Belt, One Road

SOCIETY Gastautor und Jurist Dr. Leopold

Specht erörtert die chinesische One Belt,

One Road Initiative in seinem Kommentar.

Die Psychologie von Märkten verlangt

eindringliche Bilder. Historische Darstellungen

der „Seidenstraße“ bieten

solche. Früher war dies die Vorstellung

von Reichtum, Überfluss und

spiegelte den Wunsch wider, die Enge

europäischer Verhältnisse zu überwinden.

Diese Assoziationen werden

nunmehr von jenen bedient, welche

– unter Bezugnahme auf die Seidenstraße

des europäischen Mittelalters

– das Projekt „One Belt, One Road“

(OBOR) propagieren.

China vollzieht mit OBOR eine Abkehr

von einer Politik der Selbstbeschränkung.

Historisch war China ein Hegemon

ohne expansive Tendenzen. Das

heißt, Chinas Politik war nicht darauf

gerichtet, die Sphäre des Einflusses

chinesischer Kultur, Wirtschaft und des

administrativen Systems des Landes zu

erweitern. Der Streit über die „Generallinie“,

Ende der 50er und Anfang der

60er Jahre des vorigen Jahrhunderts,

der China innerhalb der kommunistischen

Weltbewegung gegen die

Sowjetunion positionierte, markiert

diesbezüglich eine Ausnahme.

Chinas Eingliederung in die globale

Wirtschaft nach Jahren der Abschottung

im Gefolge der „Kulturrevolution“,

spiegelt die Entwicklung des Landes

wider. Seine über Jahrzehnte wachsenden

Exporte waren der Motor für

seine Eingliederung in die globale

Wertschöpfung. Sie folgte aber nicht

den Rezepten der internationalen

Institutionen, wie Weltbank, welche

ein im nord-atlantischen Raum hegemoniales

Konzept, des Washington

Consensus, propagierte.

Wirtschaftliche und gesellschaftliche

Entwicklung bedarf Institutionen.

Diese sind das Ergebnis politischer,

administrativer Entscheidungen.

Chinas Entwicklung ist daher das

Ergebnis von Entscheidungen der

für das Land Verantwortlichen. Ein

Charakteristikum der Modernisierung

Chinas ist eine Schwerpunktsetzung

im Bereich Infrastruktur und Mobilität.

Diese wurden durch die Bündelung

öffentlicher Ressourcen unter staatlicher

Kontrolle möglich.

China weist, auch nach dreißig Jahren

von Modernisierung und Akkumulation

gesellschaftlicher Ressourcen,

ein enormes Wachstumspotential

der Binnenmärkte auf. Dieses ist ungleich

höher als etwa das Potential für

Binnenwachstum in Europa. Zusätzlich

reagiert der chinesische Staat auf jene

Herausforderungen, die sich aus den

Verwerfungen – der Konzeption nach

– permanenten Wachstums ergeben.

Seien diese ökologischer, sozialer oder

kultureller Art. Auch dieses Reagieren

drückt sich in zusätzlichen Investitionspotentialen

aus.

Seit 2013 vollzieht China eine Erweiterung

der Strategie wirtschaftlichen

Wachstums, indem das chinesische

Modell wirtschaftlicher und sozialer

Modernisierung nach Außen projiziert

wird. Daher setzt Chinas expansiver

Schritt im Äußeren auf Infrastruktur

und die Verbindung unterschiedlicher

Märkte, in Wertschöpfungsketten,

deren Anfangs- oder Endpunkt in

China sind.

Im Gegensatz zur Strategie des Washington

Consensus – die in der Übernahme

von Institutionen und Entwicklungspfaden

angelsächsischer

Wirtschaftsmodelle mündet; one

model fits all – propagiert China einen

kulturellen und sozialen Pluralismus in

der Entwicklung der in OBOR einbezogenen

Regionen. Zugespitzt formuliert,

soll demnach die „Seidenstraße“

in Ost-Afrikanischen Ländern anderen

Modellen der Entwicklung folgen als,

etwa Pakistan oder Griechenland.

Derartige, programmatische Erklärungen

dürfen nicht naiv reproduziert

werden. Sie bedürfen der ständigen

Überprüfung.

Nach den negativen Erfahrungen mit

dem „one model fits all“- Ansatz des

Washington Consensus ist es wichtig,

den durch China global angebotenen

Pluralismus innerhalb der internationalen

Modernisierung aufzunehmen

und daran mitzuwirken. Nicht in Abgrenzung

zu Washington, sondern in

Ergänzung. Im Sinne der Propagierung

europäischer Wege der Entwicklung,

im globalen Maßstab, auch entlang der

„Seidenstraße“; und über diese hinaus.

WIRTSCHAFT

132


SOCIETY

Kasachstan: Kernstück

der Seidenstraße

Rudolf Thaler ist Wirtschaftsdelegierter der

WKO in Almaty. Er erläutert Kasachstans

Beitrag zur OBOR-Inititative.

Die One Belt, One Road Initiative

(OBOR) Chinas ist ein Mega-Projekt,

das sich von China über Europa bis

nach Afrika erstreckt. Es wird die

Konnektivität innerhalb Zentralasiens

erhöhen und die Position im globalen

Handel ausbauen.

Europa ist ein strategischer Partner

Zentralasiens. Es wird die Konnektivität

innerhalb Zentralasiens erhöhen

und die Position im globalen Handel

ausbauen. OBOR soll den Anteil der

europäischen Länder am globalen

Handel um 6 bis 9 Prozent erhöhen.

Österreich liegt am Knotenpunkt zwischen

West- und Osteuropa und hat

ausgezeichnete Wirtschaftskontakte in

den Ländern der Seidenstraße.

Kasachstan ist ein wesentlicher Bestandteil

der neuen Seidenstraße.

Nicht umsonst verkündete Chinas

Staatspräsident dieses Jahrhundertprojekt

in der Hauptstadt Kasachstans.

Ich besuchte kürzlich Khorgos an der

kasachisch-chinesischen Grenze, wo

der weltgrößte Dryport in Verbindung

mit einem riesigen Entertainment-,

Shopping- und Medizinzentrum entsteht

und Chancen für österreichische

Unternehmen eröffnet. Rail Cargo

Group ist seit zwei Jahren als Operator

für die Strecken China – Europa und

China – Russland aktiv. 2018 wurden

rund 400 Züge abgefertigt. Momentan

fährt Rail Cargo zehn Züge zwischen

China und Europa pro Woche. Auch

Hafen- und Intermodalkräne „Made in

Austria“ sind auf der Seidenstraße im

Einsatz.

Das AußenwirtschaftsCenter Almaty

hat heuer erstmals den sogenannten

Silk Road Biz Award vergeben, der

Spitzenleistungen österreichischer Unternehmen

auf den Märkten Zentralasiens

prämiert. Damit soll gleichzeitig

auf den attraktiven Wachstumsmarkt

Zentralasien aufmerksam gemacht

werden. Gewinner Andritz Hydro erhielt

den Auftrag zur Modernisierung

des größten Wasserkraftwerkes in

Tadschikistan. Firma Kogler ist Marktführer

in Kasachstan bei der Einrichtung

moderner Kinos, und Oberhofer

Stahlbau errichtete in Tashkent beim

Bau des Eispalastes die größte Stahlkonstruktion

Zentralasiens.

Foto: Pixabay

WIRTSCHAFT

133


SOCIETY

Ambassadors‘ Caleidoscope

119 bilateral Ambassadors are representing their countries in Austria.

SOCIETY presents them with their name, picture and day of accreditation

Ambassadors resident in Vienna. Last update: June , 2019

AFGHANISTAN

ARGENTINA

BELARUS

ALBANIA

ALGERIA

ANDORRA

ANGOLA

H.E. Ms. Khojesta Fana

Ebrahimkhel

since 5.12.2017

Mahlerstraße 14/1, 1010 Vienna

Tel. +43 1 402 10 06

embassy@afghanistan-vienna.org

www.afghanistan-vienna.org

H.E. Mr. Roland Bimo

since 14.03.2014

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5

1040 Vienna

Tel. +43 1 328 86 56

embassy.vienna@mfa.gov.al

H.E. Ms. Faouzia Mebarki

since 24.05.2016

Rudolfinergasse 18

1190 Vienna

Tel. +43 1 369 88 53

office@algerische-botschaft.at

www.algerische-botschaft.at

Chargé d‘Affaires

Ms. Marta Salvat Batista

since 11.01.2008

Kärntner Ring 2A/13

1010 Vienna

Tel. +43 1 961 09 09

office@ambaixada-andorra.at

H.E Ms. Teodolinda Rosa

Rodrigues Coelho

since 24.05.2018

Seilerstätte 15/10

1010 Vienna

Tel. +43 1 718 74 88

embangola-viena@embangola.at

www.embangola.at

ARMENIA

AUSTRALIA

AZERBAIJAN

BANGLADESH

H. E. Mr. Rafael

Mariano Grossi

since 17.09.2013

Goldschmiedgasse 2/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 84 63

embargviena@embargviena.at

H.E. Mr. Armen Papikyan

since 09.11.2011

Hadikgasse 28

1140 Vienna

Tel. +43 1 522 74 79

armenia@armembassy.at

H.E. Mr. Dr. Brendon

Charles HAMMER

31.01.2017

Mattiellistraße 2

1040 Vienna

Tel. +43 1 506 74 0

austemb@aon.at

www.austria.embassy.gov.au

H.E. Mr. Galib Israfilov

since 28.09.2011

Hügelgasse 2

1130 Vienna

Tel. +43 1 403 13 22

vienna@mission.mfa.gov.az

www.azembassy.at

H.E. Mr. Md Abu Zafar

since 10.12.2014

Hofzeile 4

1190 Vienna

mission.vienna@mofa.gov.bd

BELGIUM

BOLIVIA

BOSNIA AND HERZEGOVINA

BRAZIL

H.E. Ms. Alena Kupchyna

since 02.03.2017

Hüttelbergstraße 6, 1140

Vienna

Tel. +43 1 419 96 30

austria@mfa.gov.by

www.austria.belembassy.org

H.E. Mr. Ghislain

Jean M. D‘Hoop

since 23.08.2018

Schönburgstraße 10

1040 Vienna

Tel. +43 1 502 07 0

vienna@diplobel.fed.be

www.diplomatie.be/vienna

Chargé d’Affaires

Ms. Elizabeth Ana Ferrel

Alvarez

since 20.12.2010

Tel. +43 1 587 46 75

embolaustria@embajada-bolivia.at

www.embajada-bolivia.at

H.E. Mr. Kemal Kozaric

since 06.11.2018

Tivoligasse 54

1120 Vienna

Tel. +43 1 811 85 55

bhbotschaft@bhbotschaft.at

www.bhbotschaft.at

H.E. Mr. Jose Antonio

Marcondes De Carvalho

since 07.12.2018

Pestalozzigasse 4/2

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 06 31

brasemb.viena@itamaraty.gov.br

www.viena@itamaraty.gov.br

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud

AMBASSADORS FROM A TO Z

134


SOCIETY

BULGARIA

COSTA RICA

DENMARK

H.E. Mr. Ivan Stoyanov Sirakov

since 02.03.2017

Schwindgasse 8

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 31 13

amboffice@embassybulgaria.at

H.E. Mr. Alejandro Solano

Ortiz

since 6.11.2018

Floßgasse 7/1/3-4 1020 Vienna

Tel. +43 1 263 38 24

embajadaaustria_costa.rica@

chello.at

H.E. Mr. René Rosager Dinesen

since 17.08.2018

Führichgasse 6, 1010 Vienna

Tel. +43 1 512 79 04

vieamb@um.dk

www.oestrig.um.dk

BURKINA FASO

CÔTE D’IVOIRE

DOMINICAN REPUBLIC

H.E. Mr. Dieudonne Kere

since 31.01.2017

Strohgasse 14c/5

1030 Vienna

Tel. +43 1 503 82 64

s.r@abfvienne.at

www.abfvienne.at

H.E. Mr. Roger Alberic Kacou

since 08.01.2018

Neulinggasse 29/6/20

1030 Vienna

Tel. +43 1 581 00 76

office@ambaciaut.org

H.E. Ms. Lourdes Gisela

Antonia Victoria-Kruse

since 04.07.2017

Prinz-Eugen-Straße 18

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 85 55

embajada@embrepdom.at

CANADA

CROATIA

DPR-KOREA

H.E. Ms. Heidi Alberta Hulan

since 09.10.2017

Laurenzerberg 2/III

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 38 30

vienn@international.gc.ca

www.kanada.at

H.E. Ms. Vesna Cvjetkovic

since 07.10.2015

Rennweg 3

1030 Vienna

Tel. +43 1 485 95 24

croemb.bec@mvep.hr

at.mfa.hr

H.E. Mr. Kwang Sop Kim

since 18.03.1993

Beckmanngasse 10-12,

1140 Wien

Tel. +43 1 894 23 13

d.v.r.korea.botschaft@chello.at

CHILE

CUBA

ECUADOR

H.E. Ms. Gloria Patricia de

Jesus Navarrete Pinto

since 03.08.2018

Lugeck 1/III/10

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 92 08

echile.austria@minrel.gov.cl

H.E. Mr. Juan Antonio

Fernandez Palacios

since 13.11.2015

Kaiserstraße 84

1070 Vienna

Tel. +43 1 877 81 98

secembajador@ecuaustria.at

www.cubadiplomatica.cu/austria

H.E. Mr. Roberto Betancourt

since 25.04.2019

Goldschmiedgasse 10/2/205,

1010 Wien

Tel. +43 535 32 08, 535 32 18

mission@ecuadorvienna.at

CHINA

CYPRUS

EGYPT

H.E. Mr. Li Xiaosi

since 03.08.2018

Lugeck 1/III/10

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 92 08

echile.austria@minrel.gov.cl

H.E. Ms. Elena Rafti

since 10.07.2018

Neulinggasse 37/4

1030 Vienna

Tel. +43 1 513 06 30

office@cyprusembassy.at

H.E. Mr. Omar Amer Youssef

since 05.10.2016

Hohe Warte 50-54

1190 Vienna

Tel. +43 1 370 81 04

egyptembassyvienna@

egyptembassyvienna.at

www.egyptembassyvienna.at

COLOMBIA

H.E. Mr. Miguel Camilo

Ruiz Blanco

since 01.08.2018

Stadiongasse 6-8/15

1010 Vienna

Tel. +43 1 405 42 49

eaustria@cancilleria.gov.co

CZECH REPUBLIC

H.E. Ms. Ivana Cervenkova

since 16.04.2018

Penzinger Straße 11-13

1140 Vienna

Tel. +43 1 899 580 111

vienna@embassy.mzv.cz

www.mzv.cz/vienna

EL SALVADOR

Chargé d‘Affaires

Mr. Ramiro Aquiles Recinos

Trejo

since 04.05.2010

Prinz-Eugen-Straße 72/2/1

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 38 74

elsalvador@embasal.at

www.rree.gob.sv

AMBASSADORS FROM A TO Z

135


SOCIETY

ESTONIA

GUATEMALA

IRAQ

H.E. Mr. Toomas Kukk

since 19.09.2018

Wohllebengasse 9/12

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 77 61 11

embassy@estwien.at

www.estemb.at

H.E. Mr. Manuel Estuardo

Roldan Barillas

since 07.12.2018

Prinz Eugen Straße 18 / Top 7,

1040 Wien

Tel. +43 1 714 35 70

embajada@embaguate.co.at

H.E. Mr. Baker Fattah Hussen

Hussen

since 14.06.2019

Johannesgasse 26 (P.O.Box 322),

1010 Wien

Tel. +43 1 713 81 95

office@iraqembassy.at

FINLAND

FRANCE

GEORGIA

GERMANY

GREECE

H.E. Ms.Pirkko Mirjami

Hämäläinen

since 05.10.2016

Gonzagagasse 16,

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 03 65

sanomat.wie@formin.fi

www.finnland.at

H.E. Mr. Francois Marcel

Michel Saint-Paul

since 04.07.2017

Technikerstraße 2,

1040 Vienna

Tel. +43 1 502 75 0

secretariat.vienne-amba@

diplomatie.gouv.fr

www.ambafrance-at.org

H.E. Mr. David Dondua

since 07.12.2018

Doblhoffgasse 5/5,

1010 Wien

Tel. +43 1 403 98 48

vienna.emb@mfa.gov.ge

H.E. Mr. Johannes Konrad

Haindl

since 14.09.2014

Gauermanngasse 2-4

1010 Vienna

Tel. +43 1 711 54 0

info@wien.diplo.de

www.wien.diplo.de

H.E. Ms. Catherine Koika

since 29.03.2019

Argentinierstraße 14,

1040 Wien

Tel. +43 1 506 15

gremb@griechischebotschaft.at

mfa.gr/missionsabroad/austria

HOLY SEE

HUNGARY

INDIA

INDONESIA

IRAN

Nuntius Archbishop

H.E. Mr. Pedro Lopez-

Quintana

since 04.03.2019

Theresianumgasse 31,

1040 Wien

Tel. +43 1 505 13 27

nuntius@nuntiatur.at

www.nuntiatur.at

H.E. Mr. Andor Nagy

since 19.09.2018

Bankgasse 4-6

1010 Vienna

Tel. +43 1 537 80 300

mission.vie@mfa.gov.hu

H.E. Ms. Renu Pall

since 02.03.2017

Kärntner Ring 2,

1010 Vienna

Tel. +43 1 505 86 66

indemb@eoivien.vienna.at

www.indianembassy.at

H.E. Mr. Darmansjah Djumala

since 04.07.2017

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7

1180 Vienna

Tel. +43 1 476 23 0

unitkom@kbriwina.at

www.kbriwina.at

H.E. Mr. Ebadollah Molaei

since 07.10.2015

Jauresgasse 9,

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 26 50

public@iranembassy-wien.at

www.vienna.mfa.ir

IRELAND

ISRAEL

ITALY

JAPAN

JORDAN

H.E. Mr. Thomas Hanney

since 02.03.2017

Rotenturmstraße 16-18

1010 Vienna

Tel. +43 1 715 42 46 10

vienna@dfa.ie

www.dfa.ie/austria

H.E. Ms. Talya Lador-Fresher

since 13.11.2015

Anton-Frank-Gasse 20, 1180

Vienna

Tel. +43 1 476 46 0

ambassador-assist@vienna.gov.il

www.vienna.mfa.gov.il

H.E. Mr. Sergio Barbanti

since 5.12.2017

Rennweg 27,

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 51 21

ambasciata.vienna@esteri.it

www.ambvienna.esteri.it

H.E. Mr. Kiyoshi Koinuma

since 05.10.2016

Heßgasse 6,

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 92 0

info@wi.mofa.go.jp

www.at.emb-japan.go.jp

H.E. Ms. Leena Nayef

Shaher Al Hadid

since 19.09.2018

Rennweg 17/4, 1030 Vienna

Tel. +43 1 405 10 25/26

info@jordanembassy.at

www.jordanembassy.at

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud, SOCIETY/Pobaschnig

AMBASSADORS FROM A TO Z

136


SOCIETY

KAZAKHSTAN

LATVIA

MALAYSIA

H.E. Mr. Kairat Sarybay

since 14.03.2014

Prinz Eugenstr. 32

1040 Vienna

Tel. +43 1 890 800 810

embassy@kazakhstan.at

www.kazakhstan.at

H.E. Ms. Veronika Erte

since 09.10.2017

Stefan-Esders-Platz 4

1190 Vienna

Tel. +43 1 403 31 12

embassy.austria@mfa.gov.lv

www.mk.gov.lv/en

H.E. Mr. Ganeson

Sivagurunathan

since 16.04.2018

Floridsdorfer Hauptstraße 1-7,

Florido Tower

1210 Vienna

Tel. +43 1 505 10 42

embassy@embassymalaysia.at

KENYA

LEBANON

MALTA

Chargé d‘Affaires

Mr. Humphrey Nilly Kanana

since 11.11.2015

Andromeda Tower,

Donau-City-Straße 6

1220 Vienna,

Tel. +43 1 712 39 19

office@kenyaembassyvienna.at

kenyaembassyvienna.at/de/

H.E. Mr. Ibrahim Assaf

since 5.12.2017

Oppolzergasse 6/3

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 88 21/22

embassy.lebanon@inode.at

H.E. Ms. Natasha Meli

Daudey

since 06.11.2018

Opernring 5/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 586 50 10

maltaembassy.vienna@gov.mt

KOSOVO

LIBYA

MOROCCO

H.E. Mr. Sami Ukelli

since 17.03.2015

Goldeggasse 2/15

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 11 77

embassy.austria@rks-gov.net

www.ambasada-ks.net/at/

Chargé d‘Affaires

Mr. Jalal E A Alashi

since 12.13.2018

Blaasstraße 33

1190 Vienna

Tel. +43 1 367 76 39

ambassadorsoffice@libyanembassyvienna.at

H.E. Mr. Lotfi Bouchaara

since 31.01.2017

Hasenauerstraße 57

1180 Vienna

Tel. +43 1 586 66 51

emb-pmissionvienna@

morocco.at

KUWAIT

LIECHTENSTEIN

MEXICO

H.E. Mr. Sadiq Marafi

since 17.10.2013

Strassergasse 32

1190 Vienna

Tel. +43 1 405 56 46

kuwait.embassy.vienna@speed.at

H.H. Ms. Maria-Pia Kothbauer

Prinzessin v.u.z.L.

since 11.12.1997

Löwelstraße 8/7

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 92 11

info@vie.llv.li

www.wien.liechtenstein.li

H.E. Ms. Alicia Buenrostro

Massieu

since 24.05.2016

Renngasse 5, 1. OG, Tür 5 + 6

1010 Vienna

Tel. +43 1 310 73 83

embamex.sre.gob.mx/austria/

KYRGYZSTAN

LITHUANIA

MOLDOVA

H.E. Mr. Bakyt Dzhusupov

since 17.03.2017

Invalidenstraße 3/8

1030 Vienna

Tel. +43 1 535 03 79

kyremb@inode.at

www.kyremb.at

H.E. Mr. Donatas Kuslys

Löwengasse 47/4

1030 Vienna

Tel. +43 1 718 54 67

amb.at@urm.lt

www.urm.lt/at

H. E. Mr. Victor Osipov

since 04.07.2017

Löwengasse 47/10, 1030 Vienna

Tel. +43 1 961 10 30

vienna@moldmission.at

www.austria.mfa.md

LAOS

H.E. Mr. Sithong Chitnhothinh

since 07.01.2019

Sommerhaidenweg 43

1180 Vienna

Tel. +43 1 890 2319 11

laoembassyvienna@hotmail.com

LUXEMBOURG

H.E. Mr. Marc Albert

Ungeheuer

since 09.10.2017

Sternwartestraße 81

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 21 42

vienne.amb@mae.etat.lu

www.vienne.mae.lu/ge

MONGOLIA

H.E. Ms. Battungalag

Gankhuurai

since 13.03.2017

Fasangartengasse 45

1130 Vienna

Tel. +43 1 535 28 07/12

vienna@mfa.gov.mn

www.embassymon.at

AMBASSADORS FROM A TO Z

137


SOCIETY

MONTENEGRO

NICARAGUA

PAKISTAN

H.E. Mr. Zeljko Perovic

since 16.04.2018

Mahlerstrasse 12/5

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 08 99

austria@mfa.gov.me

www.gov.me/naslovna

Chargé d’Affaires

Ms. Isolda Alicia Frixione De

Flores

since 26.08.2004

Ebendorferstraße 10/3/12

1010 Wien

Tel. +43 1 403 18 38

embanicviena@chello.at

H.E. Mr. Mansoor Ahmad Khan

since 10.07.2018

Hofzeile 13

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 73 81

parepvienna@mofa.gov.pk

www.mofa.gov.pk/austria

MYANMAR

NAMIBIA

NETHERLANDS

NEPAL

NEW ZEALAND

H.E. Mr. San Lwin

since 14.09.2015

Donau-City-Straße 6,

Andromeda Tower Top 9.OG/1

1220 Vienna

Tel. +43 1 26 69 105

myanmarembassy.vienna@

gmail.com

H.E. Ms. Nada Kruger

since 19.03.2019

Zuckerkandlgasse 2

1190 Vienna

Tel. +43 1 402 93 71

nam.emb.vienna@speed.at

www.embnamibia.at

H.E. Mr. Marco Hennis

since 07.10.2015

Opernring 5

1010 Vienna

Tel. +43 1 589 39

wen@minbuza.nl

www.nederlandwereldwijd.nl/

landen/oostenrijk

H.E. Mr. Prakash Kumar Suvedi

since 08.01.2018

Schwindgasse 5/1/6,

1040 Vienna

Tel. +43 235 02 75 01

mission@nepalmission.at

H.E. Ms. Nicole Jocelyn

Roberton

since 20.02.2017

Mattiellistraße 2-4/3

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 3021

nzemb@aon.at

www.nzembassy.com/austria

NIGERIA

NORTH MACEDONIA

NORWAY

OMAN

ORDER OF MALTA

H.E. Ms. Vivian Nwunaku

Rose Okeke

since 09.10.2017

Rennweg 25, Postfach 183,

1030 Wien

Tel. +43 1 712 66 86

info@nigeriaembassyvienna.com

www.nigeriaembassyvienna.com

H.E. Mr. Nenad Kolev

since 19.03.2019

Kinderspitalgasse 5/2

1090 Wien

Tel. +43 1 524 87 56

Heibotschaft@makedonien.co.at

www.mfa.gov.mk

H.E. Ms. Kjersti Ertresvaag

Andersen

since 16.04.2018

Reisnerstraße 55-57

1030 Vienna

Tel. +43 1 71 660

emb.vienna@mfa.no

www.norwegen.or.at

H.E. Mr. Yousuf Ahmed

Hamed Al Jabri

since 07.01.2019

Währinger Straße 2 / Top 24-25

1090 Wien

Tel. +43 1 310 86 434

vienna@omanembassy.at

H.E. Mr. Sebastian Prinz von

Schoenaich-Carolath

since 16.04.2018

Johannesgasse 2

1010 Wien

Tel. +43 1 512 13 47

austriaembassy@orderofmalta.

int

PALESTINIAN TERRITORIES

PANAMA

PARAGUAY

PERU

PHILIPPINES

H.E. Mr. Salahaldin Abdalshafi

since 22.10.2013

Josefsgasse 5

1080 Vienna

Tel. +43 1 408 82 02

office@palestinemission.at

H.E. Ms. Anabella Maria Guardia

Escoferry De Rubinoff

since 24.05.2018

Goldschmiedgasse 10/403

1010 Vienna

Tel. +43 1 587 23 47

mail@empanvienna.co.at

H.E Mr. Juan Francisco Facetti

Fernandez

since 14.06.2019

Prinz-Eugen-Straße 18/1/3A

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 46 74

embaparviena@chello.at

H.E. Mr. Eric Edgardo

Guillermo Anderson Machado

since 06.11.2018

Mahlerstraße 7/22

1010 Vienna

Tel. +43 1 713 43 77

embajada@embaperu.at

H.E. Ms. Maria Cleofe

Natividad

since 08.01.2018

Donau-City-Straße 11, (ARES

Tower 20/21. Etage)

1220 Wien

Tel. +43 1 533 24 01

office@philippine-embassy.at

www.philippine-embassy.at

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud, SOCIETY/Salas -Torrero

AMBASSADORS FROM A TO Z

138


SOCIETY

POLAND

SAUDI ARABIA

SPAIN

H.E. Ms. Jolanta Roza

Kozlowska

since 5.12.2017

Hietzinger Hauptstraße 42c

1130 Vienna

Tel. +43 1 870 15 100

wieden.amb.sekretariat@

msz.gov.pl

www.wieden.msz.gov.pl

H.E. Mr. Khalid Ibrahim Mohammed

Jindan

since 09.10.2017

Formanekgasse 38, 1190

Vienna

Tel. +43 1 367 25 31

saudiembassy@saudiembassy.at

H.E. Mr. Juan Bautista

Sunye Mendia

since 09.10.2017

Argentinierstraße 34

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 57 88

emb.viena@maec.es

www.exteriores.gob.es/

Embajadas/VIENA/

PORTUGAL

SERBIA

SRI LANKA

H. E. Mr. Antonio Almeida

Ribeiro

since 5.12.2017

Opernring 3

1010 Vienna

Tel. +43 1 586 75 36

viena@mne.pt

H.E. Mr. Nebojsa Rodic

since 03.08.2018

Ölzeltgasse 3/7

1030 Vienna

Tel. +43 1 713 25 95

embassy.vienna@mfa.rs

www.vienna.mfa.rs

Chargé d‘Affaires

Ms. Withanage Irosha

Prabhani Cooray

Weyringergasse 33-35 (4.

Stock)

1040 Wien

Tel. +43 1 503 79 88

slmission@srilankaembassy.at

www.srilankaembassy.at

QATAR

SLOVAKIA

SUDAN

Chargé d‘Affaires

Mr. Abdulla Nasser Al-Hajri

since 01.07.2018

Schottenring 10 (Top 7a,b,c)

1010 Vienna

Tel. +43 1 310 49 50

katar.botschaft@mofa.gov.qa

H.E. Mr. Peter Misik

since 09.10.2017

Armbrustergasse 24

1190 Vienna

Tel. +43 1 318 90 55/200

emb.vieden@mzv.sk

www.mzv.sk/vieden

H.E. Mr. Mirghani Abbaker

Altayeb Bakhet

since 06.11.2018

Reisnerstraße 29/5

1030 Wien

Tel. +43 1 710 23 43 – 45

sudanivienna@

prioritytelecom.biz

www.sudanivienna.at

ROMANIA

SLOVENIA

SWEDEN

H.E. Mr. Bogdan Mazuru

since 14.09.2015

Prinz-Eugen-Straße 60

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 32 27

viena@mae.ro

www.viena.mae.ro

H.E. Ms. Ksenija Skrilec

since 15.09.2017

Kolingasse 12

1090 Vienna

Tel. +43 1 319 11 60

vdu@gov.si

sloembassy.vienna@gov.si

H.E. Ms. Mikaela Ruth Gunilla

Kumlin Granit

since 06.11.2018

Liechtensteinstraße 51

1090 Vienna

Tel. +43 1 217 53 0

ambassaden.wien@gov.se

www.swedenabroad.com/wien

RUSSIAN FEDERATION

SOUTH AFRICA

SWITZERLAND

H.E Mr. Dmitrii Liubinskii

since 07.10.2015

Reisnerstraße 45-47

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 12 29

info@rusemb.at

www.rusemb.at

Chargé d‘Affaires

Johnny Tabo-Pitswane

since 25.01.2017

Sandgasse 33

1190 Vienna

Tel. +43 1 320 64 93

vienna.bilateral@dirco.gov.za

www.suedafrika-botschaft.at

H.E. Mr. Walter Haffner

since 5.12.2017

Prinz Eugen-Strasse 9a

1030 Vienna

Tel. +43 1 795 05 0

vie.vertretung@eda.admin.ch

www.schweizerbotschaft.at

SAN MARINO

REPUBLIC OF KOREA

SYRIA

H.E. Ms. Elena Molaroni

Molaroni Berguido

since 17.09.2008

Prinz Eugen Strasse 16/2/31,

1040 Vienna

Tel. +43 1 941 59 69

rsmvienna@gmail.com

H.E. Mr. Dong-Ik Shin

since 02.03.2017

Gregor-Mendel-Straße 25

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 19 91

austria@mofa.go.kr

www.overseas.mofa.go.kr/at-en/

index.do

H.E. Mr. Bassam Sabbagh

since 29.04.2010

Daffingerstraße 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 533 46 33

syrianembassyvienna@utanet.at

AMBASSADORS FROM A TO Z

139


SOCIETY

TAJIKISTAN

UNITED ARAB EMIRATES

VIETNAM

H.E. Mr. Idibek Kalandar

since 5.12.2017

Hutweidengasse 47

1190 Vienna

Tel. +43 1 409 82 66

info@tajikembassy.at

www.tajikembassy.at

H.E. Hamad Ali Subaih

Al Kaabi

since 31.01.2017

Chimanistraße 36

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 14 55

ViennaEMB@mofaic.gov.ae

H.E. Mr. Dung Le

since 08.01.2018

Felix-Mottl-Straße 20

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 07 55

mission@vietnamembassy.at

www.vietnamembassy-austria.

org/vi

THAILAND

UNITED KINGDOM

YEMEN

TUNISIA

TURKEY

TURKMENISTAN

UKRAINE

H.E. Ms. Morakot Sriswasdi

since 29.04.2019

Cottagegasse 48

1180 Wien

Tel. +43 1 478 33 35

embassy@thaivienna.at

www.thaiembassy.at

H.E. Mr. Mohamed Mezghani

since 24.05.2018

Sieveringerstraße 187

1190 Vienna

Tel. +43 1 44 02 144/148

at.vienne@aon.at

www.atunisie-at.org

H.E. Ümit Yardim

since 19.03.2019

Prinz-Eugen-Straße 40

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 73 38/0

botschaft.wien@mfa.gov.tr

www.vienna.emb.mfa.gov.tr

H.E. Mr. Silapberdi Nurberdiev

since 28.09.2011

Argentinierstraße 22/II/EG

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 64 70/72

info@botschaft-turkmenistan.at

www.botschaft-turkmenistan.at

H.E. Mr. Olexander Scherba

since 10.12.2014

Naaffgasse 23

1180 Vienna

Tel. +43 1 479 71 72 11

emb_at@mfa.gov.ua

www.ukremb.at

UNITED STATES

URUGUAY

UZBEKISTAN

VENEZUELA

H.E. Mr. Robert Leigh Turner

since 05.10.2016

Jauresgasse 12

1030 Vienna

Tel. +43 1 716 13 0

press@britishembassy.at

www.ukinaustria.fco.gov.uk

H.E. Mr. Trevor Dow Traina

since 24.05.2018

Boltzmanngasse 16

1090 Vienna

Tel. +43 1 313 39

ViennaUSEmbassy@state.gov

at.usembassy.gov/de/

H.E. Mr. Bruno Javier

Faraone Machado

since 13.05.2014

Mahlerstrasse 11/2/2

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 66 36

uruaustria@mrree.gub.uy

H.E. Mr. Sherzod Asadov

since 06.11.2018

Pötzleinsdorferstraße 49

1180 Vienna

Tel. +43 1 315 39 94

embassy@usbekistan.at

www.usbekistan.at

H.E. Mr. Jesse Alonso

Chacon Escamillo

since 23.02.2016

Prinz-Eugen-Straße 72/1/1

1040 Vienna

Tel. +43 1 712 26 38

embajada@austria.gob.ve

www.austria.gob.ve

H.E. Mr. Haytham

Abdulmomen Hassan

Shoja‘aadin

since 31.01.2017

Reisnerstraße 18-20/3-4

1030 Vienna

Tel. +43 1 503 29 30

embassy@yemenembassy.at

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud

AMBASSADORS FROM A TO Z

140


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SOCIETY

Ambassadors Caleidoscope

New Accreditations

Ambassadors resident in Vienna. Last update: June, 2019

Armenia

H.E. Armen Papikyan

Born on November 22, 1973 in Yerevan

EDUCATION

1990-1995: Faculty of International Relations (Specialisation

in International Relations and History), “Gladzor”

University, Yerevan, Armenia. 2000: Fletcher School of Law

and Diplomacy, Tufts University, Boston, USA

CAREER

2005-2007: Head of Conventional Arms Control Division, Arms

Control and International Security Department, MFA, Armenia

2007-2011: Counsellor, Permanent Representation of the Republic

of Armenia to the OSCE; Deputy Chief of the Mission

2011: Counsellor, European Department, MFA, Armenia

2011-2016: Permanent Representative of the Republic of

Armenia to the Council of Europe (residence in Strasbourg)

2013: Chairman of the Committee of the Ministers’ Deputies

of the Council of Europe

Finland

H.E. Pirkko Mirjami Hämäläinen

Born on September 26, 1961

EDUCATION

Master’s Degree in Social Sciences from Turku University

CAREER

1989: various assignments in Foreign Missions at the

United Nations in New York

1990-2000: Second Secretary and Counsellor,

Foreign Ministry

1990-1992: Foreign Mission in Reykjavik, Iceland

1996-1998: Foreign Mission in Vienna, Austria

2000-2002: Adviser to the Under-Secretary of State,

Administrative Affairs

2002-2005: Head of Unit, Europe Information

2005-2009: Minister Counsellor in Tallinn, Estonia

2016: Head of Rapporteurs Group (Committee) on Programme,

Budget and Administration of Council of Europe

On June 22, 2016: appointed as the Deputy Minister of

Foreign Affairs by the decree of the President

On June 8, 2018: re-appointed as the Deputy Minister of

Foreign Affairs by the decision of the Prime Minister.

Since March 19, 2019 Ambassador of Armenia to Austria

and Permanent Representative to the International Organisations

in Vienna

2009-2012: Chief of Personnel

2012-2014: Ambassador to Latvia in Riga

2014-2018: Under-Secretary of State for Internal and

External Services

Since January 2019: Ambassador of Finland to Austria and

Permanent Representative to the International Organisations

Fotos: Carina Karlovits, Laura Heinschink., Daniel Trippolt/HBF

AMBASSADORS

142


SOCIETY

Lao People’s Democratic Republic

H.E. Sithong Chitnhothinh

Born on June 5, 1956

EDUCATION

1985: Bachelor in Hungarian Language and Literature at

Jozsef Attila University, Hungary

CAREER

1986: Ministry of Foreign Affairs, Lao PDR

1986-1990: Desk officer, Lao-Hungarian Relations, MOFA

1991-1994: Third Secretary of the Embassy of the Lao PDR

in Warsaw

1994: Acting Director of European Division, MOFA

1995: Director of South East Asia-Pacific and ASEAN Division,

MOFA

1995-1999: First Secretary, Deputy Chief of the Embassy of

Lao PDR in Bangkok

1999-2002: Deputy Director General and later Acting Director

General of Asia-Pacific and Africa Department

2002-2007: Director General of Asia-Pacific & Africa Dept.

2007-2012: Ambassador to Japan

Namibia

H.E. Nada Kruger

Born on October 12, 1960

EDUCATION

1981: Bachelor Degree, 1982 Postgraduate Diploma in

Translation end Editing

CAREER

1995: Foreign Relations Officer in the Ministry of Foreign

Affairs in Windhoek, in 2007 she became Chief Officer

2000-2005: First Secretary at the Embassy/Permanent Mission

of Namibia to Austria and the UN Office at Vienna

2008-2011: First Secretary at the Embassy of Namibia to

Sweden

2014-2015: First Secretary of the Permanent Mission of

Namibia to the UN Office in Geneva

2015-2018: Deputy Director, Southern Africa, Ministry of

International Relations and Cooperation

Since March 19, 2019 she is Ambassador of Namibia to

Austria and to the International Organisations in Vienna

Furthermore, she is appointed to the Namibia National

Refugees Committee and the Committee on the Covenant

for Human and Political Affairs

2012-2014: Director General of Press Department, MOFA

2014-2018: Ambassador to Germany

Since January 2019: Ambassador to Austria & Permanent

Representative to the International Organisations in Vienna

AMBASSADORS

143


SOCIETY

North Macedonia

H.E. Nenad Kolev

Born on March 11, 1972 in Skopje

EDUCATION

1990-1994, Ss. Cyrill and Methodius University-Skopje, BA

in International Relations and Journalism

1995-1996: Central European University -Budapest, (MA in

International Relations -cum laude

CAREER

2000-2004: Permanent Mission to the International Organizations

in Vienna, First Secretary / Deputy Head

2007-2008: Embassy in Tallinn, Minister Plenipotentiary,

Head / Charge d’affaires en pied

2009: Permanent Mission to the International Organizations

in Vienna, Minister Plenipotentiary, Head / Charge

d’affaires en pied

2010-2012: Embassy in Tallinn, Minister Plenipotentiary,

Head / Charge d’affaires en pied

2012- 2013: MFA, Head of Unit, East Asia (May-August 2013,

Embassy in Cairo, Special Representative for Arab Countries)

2014: MFA, Director-General for Economic Diplomacy

2015-2017: MFA, Director General, (150) Non-European

Countries

Oman

H.E. Yousuf Ahmed Hamed Aljabri

Born on September 22, 1966

EDUCATION

1989: Bachelor Degree in International Relations, UK

2014: Master of Arts Degree in Strategic Studies on National

Security and Defence from Sultan Qaboos University,

Oman

CAREER

1990: Ministry of Foreign Affairs as Second Secretary at the

European Department

1995: Deputy Chief of Mission at the Embassy of Sultanate

of Oman in Vienna

2000: Officer Responsible for Asian Affairs at the Minister’s

Department

2007: Deputy Chief of Mission at the Embassy of Oman in

London

2012: Counsellor, West European Department

2013: Deputy Chief of the Office of Political Analysis at the

Minister’s Department

2014: Deputy Chief of the Office of Political Affairs, 2016

Chief of the same Office

2018: MFA, Director of the Diplomatic Archives (April-July

2018, Consulate-General in Melbourne, Minister Plenipotentiary,

Head)

Since March 2019, he is Ambassador to Austria

Since 2018: Ambassador of the Sultanate of Oman to Austria

and Permanent Representative to the International

Organisations in Vienna

Fotos: Carina Karlovits, Laura Heinschink., Daniel Trippolt/HBF

AMBASSADORS

144


SOCIETY

Iceland

Turkey

H.E. Benedikt Ásgeirsson

Resident in Reykjavik

H.E. Ümit Yardim

Geboren 1961 in Balıkesir

AUSBILDUNG

1988 an der Gazi Universität, Fakultät für Politikwissenschaften

das Masterstudium Internationale Beziehungen

KARRIERE

1995-1997: Türkische Botschaft in Athen – Erster Botschaftssekretär

Mali

H.E. Oumou Sall Seck

Resident in Berlin

1997-2000: Türkische Botschaft in Baku – Erster Botschaftssekretär,

Botschaftsrat

2000-2002: Abteilung für euroasiatische Staaten, Referatsleiter,

Abteilungsleiter

2002-2004: Türkische Botschaft in Lissabon – Botschaftsrat,

Erster Botschaftsrat

2004-2006: Türkisches Generalkonsulat in Komotine –

Generalkonsul

2007: Abteilung für euroasiatische Staaten, Abteilungsleiter

Zambia

H.E. Anthony Mukwita

Resident in Berlin

2007-2008: Vizegeneraldirektion für Zentralasien und Kaukasus

- Gesandter, Vize-Generaldirektor

2008-2010: Türkisches Generalkonsulat in Stuttgart - Generalkonsul

Erster Klasse

2010-2014: Türkische Botschaft in Teheran – Botschafter

2014-2016: Türkische Botschaft in Moskau – Botschafter

2016-2018: Vize-Unterstaatssekretär im Außenministerium

(euroasiatische Staaten, afrikanische Staaten, Kulturangelegenheiten)

Trinidad and

Tobago

H.E. Makeda Antoine

Resident in Geneva

Seit 19. März 2019 Botschafter der Türkei in Österreich

AMBASSADORS

145


SOCIETY

Embassies not resident in

Austria in alphabetical order

Ambassadors not resident in Vienna. Last update: June, 2019

Foto: Andy Wenzel

• Antigua and Barbuda

no diplomatic mission to Austria

• Bahamas

no diplomatic mission to Austria

• Bahrain

H.E. Mr. Yusuf Abdulkarim BUCHEERI,

(17.03.2015), (Geneva)

• Barbados

Ms. Yvette GODDARD, Counsellor,

(17.07.2002), Chargé d’Affaires, (Brussels)

• Belize

not occupied since 18.02.2017

• Benin

Mr. Eloi LAOUROU, (22.11.2004),

Chargé d‘Affaires, (Geneva)

• Bhutan

H.E. Mr. Kinga SINGHYE, (24.05.2016), (Geneva)

• Botswana

H.E. Ms. Athalia MOLOKOMME, (10.07.2018),

(Geneva)

• Brunei Darussalam

H.E. Ms. Rakiah Hj ABD LAMIT, (23.02.2016), (Berlin)

• Burundi

H.E. Ms. Else NIZIGAMA NTAMAGIRO,

(08.01.2018 ), (Berlin)

• Cambodia

Mrs. Narin SVAY, (17.07.2018), (Brussels)

Chargé d‘Affaires

• Cameroon

H.E. Mr. Jean-Marc MPAY,(Berlin)

• Cape Verde

H.E. José Luis Barbosa LEAO MONTEIRO

(15.06.2015), (Geneva)

• Central African Republic

no diplomatic mission to Austria

• Chad

N.N. (Berlin)

• Comoros

no diplomatic mission to Austria

• Congo (Republic)

H.E. Mr. Jacques Yvon NDOLOU, (16.09.2014) (Berlin)

• Congo (Democratic Republic)

no diplomatic mission to Austria

• Dominica

no diplomatic mission to Austria

• Djibouti

H.E. Mohamed Dileita ADEN, (15.06.2015) (Berlin)

• Equatorial Guinea

N.N., (Berlin)

• Eritrea

Mr. Osman SALEH, (18.04.2007),

Chargé d‘Affaires, (Berlin)

• Ethiopia

H.E. Mr. Negash Kebret BOTORA, (14.09.2015),

(Geneva)

• F ij i

no diplomatic mission to Austria

• Gabun

Ms. Nanice TSIGUI, (07.04.2015),

Chargé d‘Affaires, (Berlin)

• Gambia

Mr. Alieu NJIE, Chargé d‘Affaires, (London)

• Ghana

H.E. Ramses Joseph CLELAN

(07.12.2018) (Bern, CH)

• Grenada

no diplomatic mission to Austria

• Guinea

H.E. Ms. Fatoumata BALDE, (24.05.2016), (Berlin)

• Guinea-Bissau

N.N. (Berlin)

• Guyana

H.E. Mr. David T. A. HALES, (10.07.2018)

(Brussels)

• Haiti

N.N. (Geneva)

• Jamaica

N.N. (Geneva)

• Kiribati

no diplomatic mission to Austria

• Lesotho

H.E. Mr. Retselisitsoe Calvin MASENYETSE,

(07.12.2018), (Berlin)

• Liberia

H.E. Ms. Youngor Sevelee TELEWODA,

(07.12.2018), (Berlin)

• Madagascar

N.N. (Falkensee, DE)

• Malawi

H.E. Mr. Michael -b. KAMPHABE NKOHMA

(24.05.2016), (Berlin)

• Maldives

no diplomatic mission to Austria

• Mali

H.E. Ms. Oumou SALL SECK, (19.03.2019) (Berlin)

• Marshall Islands

no diplomatic mission to Austria

• Mauretania

H.E. Mr. Mohamed Mahmoud OULD BRAHIM

KHLIL, (17.03.2015), (Berlin)

• Mauritius

H.E. Dr. Kheswar JANKEE, (10.05.2017), (Berlin)

• Micronesia

no diplomatic mission to Austria

• Monaco

H.E. Ms. Isabelle BERRO AMADEI, (13.11.2015) (Berlin)

• Mozambique

Mr. Domingos Marques FERNANDO,

Chargé d‘Affaires (01.01.2012) (Berlin)

• Nauru

no diplomatic mission to Austria

• Niger

Mr. Issoufou GARBA, (08.11.2013),

Chargé d‘Affaires, (Geneva)

• Palau

no diplomatic mission to Austria

• Papua New Guinea

no diplomatic mission to Austria

• Rwanda

H.E. Mr. Francois-Xavier NGARAMBE,

(10.05.2017),(Berlin)

• Samoa

N.N. (Brussels)

• São Tomé and Príncipe

no diplomatic mission to Austria

• Senegal

H.E. Mr. Momar GUEYE (Berlin)

• Seychelles

H.E. Mr. Bernard Francis SHAMLAYE, (16.12.2013),

(Paris)

• Sierra Leone

Mr. David Madar GBENJEN, Chargé d‘Affaires,

(01.06.2015), (Berlin)

• Singapore

N.N. (Singapore)

• Solomon Islands

no diplomatic mission to Austria

• Somalia

no diplomatic mission to Austria

• St. Kitts and Nevis

no diplomatic mission to Austria

• St. Lucia

no diplomatic mission to Austria

• St. Vincent and the Grenadines

Minister Counsellor Ms. Anne MORRIS,

(27.12.2005), (London)

AMBASSADORS

147


SOCIETY

• South Sudan

Mr. John Opiti APIET, (01.09.2014), (Berlin)

• Suriname

no diplomatic mission to Austria

• Swaziland

Counsellor Chargé d‘Affaires Mr. Almon

Mahlaba MAMBA, (Geneva)

• Tanzania

Ms. Maria Napendaeli KEJO , Counsellor,

(02.03.2012), (Berlin)

• Timor-Leste

no diplomatic mission to Austria

• Togo

Mr. Tchaa Batchassi GNAMA,

First Secretary, (11.11.2014), (Berlin)

• Tonga

no diplomatic mission to Austria

• Trinidad and Tobago

Ms. Anesa ALI-RODRIGUEZ,

Minister Counsellor, (Geneva)

• Tuvalu

no diplomatic mission to Austria

• Uganda

H.E. Mr. Marcel Robert TIBALEKA, 17.03.2015 (Berlin)

• Vanuatu

no diplomatic mission to Austria

• Zambia

H.E. Mr. Bwalya Stanley Kasonde CHITI,

(16.01.2014), (Berlin)

• Zimbabwe

no diplomatic mission to Austria

Order of precedence of the

Chiefs of the diplomatic

missions resident in Vienna

Ambassadors resident in Vienna. Last update: June, 2019

• Holy See

H.E. Nuncio Pedro LOPEZ QUINTANA,

(14.06.2019)

• Korea – Democratic Peoples’ Republic

H.E. Mr. Kwang Sop KIM, (18.03.1993)

• Liechtenstein

H.H. Ms. Maria-Pia KOTHBAUER,

(Prinzessin v.u.z.Liechtenstein), (11.12.1997)

• San Marino

H.E. Ms. Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO,

(17.09.2008)

• Syria

H.E. Mr. Bassam SABBAGH, (29.04.2010)

• Turkmenistan

H.E. Mr. Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)

• Azerbaijan

H.E. Mr. Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)

• Nicaragua

H.E. Mr. Alvaro Jose ROBELO GONZALES,

(11.01.2013)

• Argentina

H.E. Mr. Rafael Mariano GROSSI, (17.09.2013)

• Kuwait

H.E. Mr. Sadiq MARAFI, (17.10.2013)

• Albania

H.E. Mr. Roland BIMO, (14.03.2014)

• Kazakhstan

H.E. Mr. Kairat SARYBAY, (14.03.2014)

• Uruguay

H.E. Mr. Bruno Javier FARAONE MACHADO,

(13.05.2014)

• Bangladesh

H.E. Mr. Mohammed Abu ZAFAR, (10.12.2014)

• Ukraine

H.E. Mr. Olexander SCHERBA, (10.12.2014)

• Kosovo

H.E. Mr. Mag. Sami UKELLI, (17.03.2015)

• Germany

H.E. Mr. Johannes Konrad HAINDL, (14.09.2015)

• Myanmar

H.E. Mr. San LWIN, (14.09.2015)

• Romania

H.E. Mr. Bogdan MAZURU, (14.09.2015)

• Netherlands

H.E. Mr. Marco HENNIS, (07.10.2015)

• Croatia

H.E. Ms. Vesna CVJETKOVIC, (07.10.2015)

• Russian Federation

H.E. Mr. Dmitry LYUBINSKIY, (07.10.2015)

• Iran

H.E. Mr. Ebadollah MOLAEI, (07.10.2015)

• Israel

H.E. Ms. Talya LADOR-FRESHER, (13.11.2015)

• Cuba

H.E. Mr. Juan Antonio FERNANDEZ PALACIOS,

(13.11.2015)

• Venezuela

H.E. Ms. Jesse Alonso CHACÓN ESCAMILLO

(23.02.2016)

• Algeria

H.E. Ms Faouzia BOUMAIZA MEBARKI, (24.05.2016)

• Mexico

H.E. Ms. Alicia BUENROSTRO MASSIEU,

(24.05.2016)

• Egypt

H.E. Mr. Omar Amer YOUSSEF, (05.10.2016)

• United Kingdom

H.E. Mr. Robert Leigh TURNER, (05.10.2016)

• China

H.E. Mr. Xiaosi LI, (05.10.2016)

• Japan

H.E. Mr. Kiyoshi KOINUMA, (05.10.2016)

• United Arab Emirates

H.E. Mr. Hamad Ali Ali Subaih ALKAABI, (03.10.2016)

• Australia

H.E. Mr. Brendon Charles HAMMER, (13.10.2016)

• Morocco

H.E. Mr. Lofti BOUCHAARA, (04.11.2016)

• Burkina Faso

H.E. Mr. Dieudonné KERE, (31.01.2017)

• Yemen

H.E. Mr. Haytham Abdulmomen Hassan

SHOJA‘AADIN, (31.01.2017)

• Bulgaria

H.E. Mr. Ivan Stoyanov SIRAKOV, (02.03.2017)

• Belarus

H.E. Ms. Alena Alena KUPCHYNA, (02.03.2017)

• Korea - Republic

H.E. Mr. Dong-Ik SHIN, (02.03.2017)

• Ireland

H.E. Mr. Thomas HANNEY, (20.03.2017)

AMBASSADORS

148


SOCIETY

• India

H.E. Mrs. Renu PALL, (02.03.2017)

• Mongolia

H.E. Mrs. Battungalag GANKHUURAI, (13.03.2017)

• New Zealand

H.E. Ms. Nicole Jocelyn ROBERTON, (20.02.2017)

• Kyrgisztan

H.E. Mr. Bakyt DZHUSUPOV, (10.05.2017)

• Indonesia

H.E. Mr. Darmansjah DJUMALA, (04.07.2017)

• Moldova

H.E. Mr. Victor OSIPOV, (04.07.2017)

• France

H.E. Mr. François SAINT-PAUL, (04.07.2017)

• Dominican Republic

H.E. Ms. Lourdes VICTORIA-KRUSE, (04.07.2017)

• Nigeria

H.E. Ms. Vivian Nwunaku OKEKE, (10.09.2017)

• Saudi Arabia

H.E. Mr. Khalid JINDAN, (10.09.2017)

• Luxembourg

H.E. Mr. Marc Albert Philippe UNGEHEUER,

(09.10.2017)

• Spain

H.E. Mr. Juan SUNYE MENDÍA, (09.10.2017)

• Slovakia

H.E. Mr. Peter MISIK, (09.10.2017)

• Canada

H.E. Ms. Heidi HULAN, (09.10.2017)

• Latvia

H.E. Ms. Veronka ERTE, (09.10.2017)

• Slovenia

H.E. Ms. Ksenij a SKRILEC, (15.09.2017)

• Portugal

H.E. Mr. Antonio ALMEIDA RIBEIRO, (12.09.2017)

• Afghanistan

H.E.. Khojesta Fana EBRAHIMKHEL, (18.09.2017)

• Tajikistan

H.E. Mr. Idibek KALANDAR, (25.09.2017)

• Switzerland

H.E. Mr. Walter HAFFNER, (03.10.2017)

• Poland

H.E. MS. Jolanta KOZLOWSKA,

(02.04.2017)

• Italy

H.E. Mr. Sergio BARBANTI, (08.11.2017)

• Lebanon

H.E. Mr. Ibrahim ASSAF, (10.11.2017)

• Nepal

H.E. Mr. Prakash Kumar SUVEDI

• Cote d‘Ivoire

H.E. Mr. Roger Alberic KACOU, (08.01.2018)

• Philippines

H.E. Ms. Maria Cleofe NATIVIDAD, (08.01.2018)

• Vietnam

H.E. Mr. Dung LE, (08.01.2018)

• Montenegro

H.E. Mr. Zeljko PEROVIC, (16.04.2018)

• Czech Republic

H.E. Ms. Ivana CERVENKOVA, (16.04.2018)

• Order of Malta

H.E. Mr. Sebastian SCHOENAICH-CAROLATH

(16.04.2018)

• Malaysia

H.E. Mr. GANESON SIVAGURUNATHAN , (16.04.2018)

• Norway

H.E. Ms. Kjersti Ertresvaag ANDERSEN, (16.04.2018)

• Tunisia

H.E. Mr. Mohamed MEZGHANI, (24.05.2018)

• Angola

H.E. Ms. Teodolinda Rosa Rodrigues COELHO,

(24.05.2018)

• Panama

H.E. Ms. Anabella Maria GUARDIA

ESCOFERRY DE R., (24.05.2018)

• United States

H.E. Mr. Trevor Dow TRAINA, (24.05.2018)

• Cyprus

H.E. Ms. Elena RAFTI, (10.07.2018)

• Pakistan

H.E. Mr. Mansoor Ahmad KHAN, (10.07.2018)

• Serbia

H.E. Mr. Nebojsa RODIC, (01.08.2018)

• Colombia

H.E. Mr. Miguel Camilo RUIZ BLANCO, (01.08.2018)

• Chile

H.E. Ms. Gloria Patricia de Jesus

NAVARRETE PINTO, (03.08.2018)

• Estonia

H.E. Mr. Toomas KUKK, (03.08.2018)

• Hungary

H.E. Mr. Andor NAGY, (23.08.2018)

• Denmark

H.E. Mr. René Rosager DINESEN, (17.08.2018)

• Jordan

H.E. Ms. Leena Nayef Shaher AL HADID, (17.02.2018)

• Belgium

H.E. Mr.Ghislain Jean M. D‘HOOP, (23.08.2018)

• Peru

H.E. Mr.JEric Edgardo Guillermo

ANDERSON MACHADO, (06.11.2018)

• Costa Rica

H.E. Mr. Alejandro SOLANO ORTIZ, (06.11.2018)

• Bosnia and Herzegovina

H.E. Mr. Kemal KOZARIC, (06.11.2018)

• Malta

H.E. Ms. Natasha MELI DAUDEY, (06.11.2018)

• Uzbekistan

H.E. Mr. Sherzod ASADOV, (07.10.2017)

• Sweden

H.E. Ms. Mikaela Ruth Gunilla KUMLIN GRANIT,

(06.11.2018)

• Sudan

H.E. Mr. Mirghani Abbaker Altayeb BAKHET,

(06.11.2018)

• Georgia

H.E. Mr. David DONDUA, (07.12.2018)

• Andorra

Ms. Marta SALVAT BATISTA, (11.01.2008)

Attaché and Chargé d‘Affaires a.i.

• Lithuania

H.E. Mr. Donatas KUSLYS, (07.12.2019)

• Brazil

H.E. Mr. Jose ANTONIO MARCONDES DE

CARVALHO, (07.12.2018)

• Guatemala

H.E. Mr. Manuel Estuardo ROLDAN BARILLAS

GARCIA REYES, (0712.2018)

• Oman

H.E. Mr. Yousuf Ahmed AL JABRI, (07.01.2019)

• Laos

H. E. Mr. Sithong CHITNHOTHINH, (07.01.2019)

• Finland

H.E. Ms. Pirkko Mirjami HÄMÄLÄINEN,

(07.01.2019)

• Armenia

H.E. Mr. Armen PAPIKYAN, (19.03.2019)

• Namibia

H.E. Nada KRUGER , (19.03.2019)

• Turkey

H.E. Mr. Ümit YARDIM, (19.03.2019)

• North Macedonia

H.E. Mr. Nenad KOLEV, (19.03.2019)

• Iraq

H.E. Mr. Baker Fattah Hussen HUSSEN,

(14.06.2019)

• Greece

H.E. Catherine KOIKA, (14.06.2019)

• Ecuador

H.E. Mr. David Roberto BETANCOURT RUALES,

, (14.06.2019)

• Thailand

H.E. Ms. Morakot SRISWASDI, (14.06.2019)

• Paraguay

H.E. Mr. Juan Francisco FACETTI FERNANDEZ,

(14.06.2019)

AMBASSADORS

149


SOCIETY

Rot-Weiß-Rot in aller Welt

Österreich hat mit 194 Staaten diplomatische Beziehungen. In 80

Ländern unterhält der Staat Botschaften, Kulturforen und Generalkonsulate.

SOCIETY zeigt alle auf einen Blick.

Ambassadors resident in Vienna. Last update: June, 2019

ÄGYPTEN, BOTSCHAFT

ARMENIEN, BMEIA

BELGIEN, BOTSCHAFT

ÄGYPTEN, KULTURFORUM

ALBANIEN, BOTSCHAFT

ALGERIEN, BOTSCHAFT

ARGENTINIEN, BOTSCHAFT

Georg Stillfried

Ägypten, Sudan, Eritrea

El Nile Street/Corner 5, Wissa

Wassef Street, 5th Floor, Riyadth-Tower,

Giza, 11111 Kairo

Tel. (+20 / 2) 3570 29 75

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kairo

Ulrike Nguyen

El Nile Street/Corner 5, Wissa

Wassef Street, 5th Floor, Riyadth-Tower,

Giza, 11111 Kairo

Tel. (+20 / 2) 3570 29 75

kairo-kf@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kf-kairo

Johann Sattler

Albanien

Rruga Xibrakeve 4,Tirana

Tel. (+355 / 4) 22 74 855, (+355 /

4) 22 74 856

tirana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tirana

Peter Elsner-Mackay

Algerien, Niger

17, Chemin Abdelkader Gadouche,

16035 Hydra

Tel. (+213 / 23) 47 28 15

algier-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/algier

Christoph Meran

Argentinien, Paraguay, Uruguay

Calle French 3671, 1425 Buenos

Aires

Tel. (+54 / 11) 4809 5800

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

buenosaires

ASERBAIDSCHAN, BOTSCHAFT

ÄTHIOPIEN, BOTSCHAFT

AUSTRALIEN, BOTSCHAFT

BELARUS, BOTSCHAFT

Alois Kraut

Armenien (mit Sitz in Wien)

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150 – 3263

armenien-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

armenien

Bernd Alexander Bayerl

Aserbaidschan, Georgien

Landmark III, 7. Stock, Nizami

Str. 90A, AZ-1010 Baku

Tel. (+994) 12 465 99 33

baku-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/baku

Roland Hauser

Äthiopien, Dschibuti, Kongo,

Uganda, Südsudan

Nifas Silk Lafto, Woreda 03,

H.No. 535, Addis Abeba

Tel: (+251 / 11) 371 25 80

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

addisabeba

Bernhard Zimburg

Australien, Fidschi, Kiribati,

Marshallinseln, Mikronesien -

Föderierte Staaten von, Nauru,

Neuseeland, Papua-Neuguinea,

Salomonen, Samoa,

Tuvalu, Tonga, Vanuatu, 12

Talbot Street, Forrest, ACT 2603,

Tel. (+61 / 2) 6295 1533 (Amt)

canberra-ob@bmeia.gv.at, www.

aussenministerium.at/canberra

Aloisia Wörgetter

Belarus

Belinskogo Str. 23-329a, 220113

Minsk

Tel. (+375 / 17) 319 05 41

minsk-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-minsk

BELGIEN, KULTURFORUM

Elisabeth Kornfeind

Belgien

Avenue de Cortenbergh 52,

B-1000 Brüssel

Tel. (+32 / 2) 2890-700

bruessel-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

bruessel

Marina Chrystoph

Avenue de Cortenbergh 52,

B-1000 Brüssel

Tel. (+32 / 2) 2890-700

bruessel-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

bruesselkf

www.austrocult.be

BOSNIEN UND HERZEGOWINA, BOTSCHAFT

BRASILIEN, BOTSCHAFT

BULGARIEN, BOTSCHAFT

Ulrike Hartmann

Bosnien und Herzegowina

Dzidzikovac 7, BiH-71000

Sarajewo

Tel. (+387 / 33) 279 400

sarajewo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

sarajewo

www.austrijska-ambasada.ba

Irene Giner-Reichl

Brasilien, Suriname

SES (Setor de Embaixadas Sul),

Av. das Nacoes, Quadra 811 -

Lote 40, 70426-900 Brasilia DF

Tel. (+55 / 61) 3443 3421

brasilia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

brasilia

Andrea Wicke

Bulgarien

Boulevard Zar Oswoboditel 13/

Ulica Schipka 4, BG-1000 Sofia

Tel. (+359 / 2) 932 90 32

sofia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sofia

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

150


SOCIETY

CHILE, BOTSCHAFT

Joachim Öppinger

Chile

Barros Errazuriz 1968, 3 piso,

Santiago de Chile

Tel. (+56 / 2) 2223 47 74

santiago-de-chile-ob@bmeia.

gv.at, aussenministerium.at/

santiagodechile,

www.chile-embajadadeaustria.at

DÄNEMARK, BOTSCHAFT

Maria Rotheiser-Scotti

Dänemark, Island

Sölundsvej 1,

DK-2100 Kopenhagen

Tel. (+45) 39 29 41 41

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

kopenhagen

FRANKREICH, BOTSCHAFT

Michael Linhart

Frankreich, Monaco

6, Rue Fabert, F-75007 Paris

Tel. (+33 / 1) 40 63 30 - 63

paris-ob@bmeia.gv.at

www.amb-autriche.fr,

www.aussenministerium.at/paris

CHINA, BOTSCHAFT

Friedrich Stift

China, Mongolei

Jian Guo Men Wai, Xiu Shui

Nan Jie 5, 100600 Peking

Tel. (+86 / 10) 653 29 869

peking-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

peking

DEUTSCHLAND, BOTSCHAFT

Peter Huber

Deutschland

Stauffenbergstraße 1,

D-10785 Berlin

Tel. (+49 / 30) 202 87-0

berlin-ob@bmeia.gv.at

www.oesterreichische-botschaft.

de, www.aussenministerium.

at/berlin

FRANKREICH, GENERALKONSULAT

Alexander Wojda

29, Avenue de la Paix,

F-67000 Strassburg

Tel. (+33) 388 35 13 94

strassburg-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

strassburggk

CHINA, GENERALKONSULAT

Monika Müller-Fembeck

2201 Chinachem Tower, 34-37

Connaught Road,

Central Hongkong

Tel. (+852) 2522 80 86

hongkong-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

hongkong

DEUTSCHLAND, GENERALKONSULAT

Josef Saiger

Ismaninger Straße 136,

D-81675 München

Tel. (+49 / 89) 99 815

muenchen-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/muenchen,

www.oegkmuenchen.de

FRANKREICH, KULTURFORUM

Mario Vielgrader

17, avenue de Villars,

F-75007 Paris

Tel. (+33 / 1) 47 05 27 10

paris-kf@bmeia.gv.at

www.austrocult.fr

CHINA, GENERALKONSULAT

Brigitte Robinson-Seyrlehner

(GK)

Qi Hua Tower, 3rd floor No. 3A,

1375 Huai Hai Road,

Shanghai 200031

Tel. (+86 / 21) 647 40 268

shanghai-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

shanghaigk

DEUTSCHLAND, KULTURFORUM

Viktoria Wagner

Stauffenbergstraße 1,

D-10785 Berlin

Tel. (+49 / 30) 202 87-0

berlin-kf@bmeia.gv.at

www.kulturforumberlin.at

GEORGIEN, BOTSCHAFT

Arad Benkö

Georgien

Griboedov Str. 31 / Rustaveli

Ave. 42, 5. Stock, 0108 Tiflis

Tel. (+995 / 32) 243 44 02

tiflis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-tiflis

CHINA, GENERALKONSULAT

Fabian Gems (GK)

Unit 1202, Teem Tower, Teemall,

208 Tianhe Road, Guangzhou,

510620 Guangdong

Tel. (+86 / 20) 8516 0047

guangzhou@wko.at

wko.at/awo/cn

ESTLAND, BOTSCHAFT

Doris Danler

Estland

Vambola 6, 5. Stock,

EE-10114 Tallinn

Tel. (+372) 627 87 40

tallinn-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

tallinn

GRIECHENLAND, BOTSCHAFT

Andrea Ikic-Böhm

Griechenland

4, Vass. Sofias, GR-10674 Athen

Tel. (+30 / 210) 725 72 – 70

athen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

athen

CHINA, GENERALKONSULAT

Martin Allgäuer

Unit 3603, 36/F, Yanlord Landmark

Tower No.1 Renmin South

Road Section 2, Chengdu

610016

Tel. (+86 / 28) 651 10 621

chengdu-gk@bmeia.gv.at

FINNLAND, BOTSCHAFT

Maximilian Hennig

Finnland

Unioninkatu 22,

00130 Helsinki

Tel. (+358 / 9) 68 18 60

helsinki-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

helsinki

HEILIGER STUHL, BOTSCHAFT

Franziska Honsowitz-Friessnig

Heiliger Stuhl, Malteser

Ritterorden, San Marino

Via Reno 9, I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 853 725

heiliger-stuhl-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

heiligerstuhl

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

151


SOCIETY

INDIEN, BOTSCHAFT

ISRAEL, KULTURFORUM

JORDANIEN, BOTSCHAFT

Brigitte Öppinger-Walchshofer

Bangladesch, Bhutan, Indien,

Malediven, Nepal, Sri Lanka

Ep-13, Chandragupta Marg,

Chanakyapuri, New Delhi

110 021

Tel. (+91 / 11) 24 19 27

new-delhi-ob@bmeia.gv.at, newdelhi-ka@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

newdelhi

Maria Gierlinger-Landa

Sason Hogi Tower, Abba Hillel

Silver Street 12, 4. Stock,

Ramat Gan 5250606

Tel. (+972 / 3) 612 0924

tel-aviv-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

telavivkf

Oskar Wüstinger

Jordanien, Irak

Mithqal Al-Fayez Street 36,

Jabal AmmanP.O.B. 830795,

Amman 11183

Tel. (+962 / 6) 460 11 01

amman-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

amman

INDONESIEN, BOTSCHAFT

ITALIEN, BOTSCHAFT

KANADA, BOTSCHAFT

IRAN, BOTSCHAFT

IRAN, KULTURFORUM

IRLAND, BOTSCHAFT

ISRAEL, BOTSCHAFT

Helene Steinhäusl

Indonesien, Timor-Leste

Jalan Diponegoro 44, MentengJakarta

Pusat 10310

Tel. (+62 / 21) 23 55 40 05

jakarta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/jakarta,

www.austrian-embassy.or.id

Stefan Scholz

Iran

Bahonarstr., Moghaddasi Str.,

Zamani Str., Mirvali, Nr. 6 und 8,

Teheran, Niavaran, 19796-33755

Tel. (+98 / 21) 22 75 00 40

teheran-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/teheran, www.

otrish.ir

Alexander Rieger

Afghanistan, Iran

Khorramshahr Ave., Arabali

Street, 6th Alley, Nr. 1,

15548-17413 Teheran

Tel. (+98 / 21) 88 76 48 23

teheran-kf@bmeia.gv.at, kultur@

dpimail.net

www.aussenministerium.at/

teherankf

Helmut Freudenschuss

Irland

6 Ailesbury Road, Dublin 4

Tel. (+353 / 1) 269 45 77

dublin-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

dublin

Martin Weiss

Israel

Sason Hogi Tower, Abba Hillel

Silver Street 12, 4. Stock, Ramat

Gan 5250606

Tel. (+972) 3 612 0924

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

telaviv

ITALIEN, KULTURFORUM

Elke Atzler

Viale Bruno Buozzi 113,

I-00197 Rom

Tel. (+39) 06 360837-1

rom-kf@bmeia.gv.at

www.austriacult.roma.it

ITALIEN, GENERALKONSULAT

ITALIEN, KULTURFORUM

JAPAN, BOTSCHAFT

René Pollitzer

Italien

Via Pergolesi 3,

I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 844 014-1

rom-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rom

Wolfgang Spadinger

Piazza del Liberty 8/4,

I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 77 80 78 0

mailand-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mailandgk

Herbert Jäger

Piazza del Liberty 8/4,

I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 77 80 78 03

mailand-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/mailandkf,

www.austriacult.milano.it

Hubert Heiss

Japan

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku,

Tokyo 106-0046

Tel. (+81 / 3) 34 51 82 81

tokio-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tokio

KANADA, KULTURFORUM

KASACHSTAN, BOTSCHAFT

KATAR, BOTSCHAFT

KENIA, BOTSCHAFT

Stefan Pehringer

Kanada, Jamaika

445 Wilbrod Street, Ottawa,

Ontario K1N 6M7

Tel. (+1 / 613) 789 14 44

ottawa-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

ottawa, www.austro.org

N. N.

445 Wilbrod Street,

Ottawa, Ontario K1N 6M7

Tel. (+1 / 613) 789 14 44

ottawa-kf@bmeia.gv.at

www.austrocult.org

Gerhard Sailler

Kasachstan, Kirgisistan,

Tadschikistan, Turkmenistan

Kosmonavtov Straße 62, 9.

Stock, Mikrodistrikt Chubary,

010000 Nur-Sultan

Tel. (+7 / 7172) 97 78 69

nur-sultan-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-nur-sultan

Willy Kempel

Palm Tower B, level 33,

West Bay, DohaPO Box 12011

Tel. (+974) 403 373 00

doha-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-doha

Christian Fellner

Kenia, Burundi, Komoren, Kongo

- Demokratische Republik,

Ruanda, Seychellen, Tansania

- Vereinigte Republik, Somalia,

Sambia, Malawi

Limuru Road 536, Muthaiga,

Nairobi, Tel. (+254 / 20) 406 00

22, nairobi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

nairobi

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

152


SOCIETY

KOLUMBIEN, BOTSCHAFT

Marianne Feldmann

Kolumbien, Barbados, Ecuador,

Guyana, Panama,

Trinidad und Tobago

Cra. 9 No. 73-44, Of. 402,

Bogotá D.C. CO-110221

Tel. (+57 / 1) 745 2086

bogota-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-bogota

LETTLAND, BOTSCHAFT

Stella Avallone

Lettland

Alberta iela 13, 7th floor,

LV-1010 Riga

Tel. (+371) 672 161 25

lettland-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-riga

MALTA, BOTSCHAFT

Andreas Stadler

Malta

c/o BMEIA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150

malta-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-malta

KOREA – REPUBLIK, BOTSCHAFT

Michael Schwarzinger

Korea - Republik, Korea - Demokratische

Volksrepublik

Kyobo Bldg., 21 Floor, 1, Jong-ro,

Jongno-gu, Seoul 03154

Tel. (+82 / 2) 73 29 071

seoul-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/seoul

LIBANON, BOTSCHAFT

Marian Wrba

Libanon

Tabaris 812 Bldg., 8 th floor,

Avenue Charles Malek, Tabaris

- Achrafieh, Beirut 2071-1606

Tel. (+961 / 1) 21 30 17

beirut-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

beirut

MAROKKO, BOTSCHAFT

Klaus Kögeler

Marokko, Mauretanien

2, rue Tiddas, BP135,

MA-10010 Rabat

Tel. (+212 / 537) 76 16 98

rabat-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rabat

KOSOVO, BOTSCHAFT

KROATIEN, BOTSCHAFT

KUBA, BOTSCHAFT

KUWAIT, BOTSCHAFT

Gernot Pfandler

Kosovo

Ahmet Krasniqi 22, Arberia

(Dragodan) I, 10000 Pristina

Tel. (+383 / 38) 24 92 84

pristina-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

pristina

Andreas Wiedenhoff

Kroatien

Radnicka cesta 80, 9. Stock,

(Zagreb-Tower),

HR-10000 Zagreb

Tel. (+385 / 1) 488 10 50

agram-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

agram, www.aussenministerium.

at/zagreb

Stefan Weidinger

Antigua und Barbuda, Dominica,

Grenada, St. Kitts und Nevis, St.

Lucia, St. Vincent und die Grenadinen,

Venezuela, Kuba,Dominikanische

Republik, Haiti

Avenida 5ta A No. 6617, esq. a

calle 70, Miramar, Havanna

Tel. (+53) 7204 28 25

havanna-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-havanna

Sigurd Pacher

Bahrain, Kuwait

Daiyah, Area Ahmed Shawki

Street, house Nr. 10, Kuwait

Tel. (+965) 225 52 532

kuwait-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kuwai

LIBYEN, BOTSCHAFT

LIECHTENSTEIN, BMEIA

LUXEMBURG, BOTSCHAFT

MALAYSIA, BOTSCHAFT

Ronald Sturm

Libyen

Shara Khalid Ben Walid/Shara

Arismondi, Dahra Area, Garden

City, Tripolis

Tel. (+218 / 21) 44 43 379

tripolis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

tripolis

Elisabeth Bertagnoli

Liechtenstein

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150

liechtenstein-ob@bmeia.gv.at

Gregor Schusterschitz

Luxemburg

3, rue des bains,

1212 Luxemburg

Tel. (+352) 47 11 88

luxemburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

luxemburg

Michael Postl

Malaysia, Brunei Darussalam

Suite 10.1-2, Level 10, Wisma

Goldhill, 67, Jalan Raja Chulan,

50200 Kuala Lumpur

Tel. (+60 / 3) 203 004 00

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

kualalumpur

MEXIKO, BOTSCHAFT

MEXIKO, KULTURFORUM

MOLDAVIEN, BOTSCHAFT

MONTENEGRO, BOTSCHAFT

Franz Josef Kuglitsch

Mexiko, Belize, Costa Rica, El

Salvador, Guatemala, Honduras,

Nicaragua

Sierra Tarahumara 420, Colonia

Lomas de Chapultepec, 11000

Mexico D.F. Tel. (+52 / 55) 52 51

08 06, mexiko-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mexikokf, www.foroculturaldeaustria.com.mx

Illona Hoyos

Mexiko, Belize, Costa Rica, El

Salvador, Guatemala, Honduras,

Nicaragua

Sierra Tarahumara 420, Colonia

Lomas de Chapultepec, 11000

Mexico D.F. Tel. (+52 / 55) 52 51

08 06, mexiko-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mexikokf, www.foroculturaldeaustria.com.mx

Christine Freilinger

Moldavien - Republik

Mateevici 23A, 2009 Chisinau

Tel.(+373 / 22) 208 333

chisinau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-chisinau

Anna Jankovic

Montenegro

Ulica Svetlane Kane Radevic br

3, MNE-81000 Podgorica

Tel. (+382 / 20) 201135

podgorica-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

podgorica

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

153


SOCIETY

NIEDERLANDE, BOTSCHAFT

PHILIPPINEN, BOTSCHAFT

RUSSISCHE FÖDERATION, KULTURFORUM

Heidemaria Gürer

Niederlande

van Alkemadelaan 342, 2597

AS Den HaagPostbus 96855,

2509 JG Den Haag

Tel. (+31 / 70) 324 54 70

den-haag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

denhaag

Bita Rasoulian

Philippinen, Palau

8th floor, One Orion building,

11th Avenue corner 38th Street,

Bonifacio Global City, Taguig

Tel. (+63 / 2) 817 91 91

manila-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

manila

Simon Mraz

Starokonjuschennyi Per 1,

115127 Moskau

Tel. (+7 / 495) 780 60 66

moskau-kf@bmeia.gv.at

www.akfmo.org

NIGERIA, BOTSCHAFT

POLEN, BOTSCHAFT

SAUDI ARABIEN, BOTSCHAFT

NORDMAZEDONIEN, BOTSCHAFT

NORWEGEN, BOTSCHAFT

PAKISTAN, BOTSCHAFT

PERU, BOTSCHAFT

Werner Senfter

Nigeria, Äquatorialguinea, Benin,

Gabun, Ghana, Kamerun, São

Tomé und Príncipe, Togo, Tschad,

Zentralafrikanische Republik.

Plot 9, Usuma Street, Maitama

- Abuja. Tel. (+234) 929 15 465

abuja-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abuja

Renate Kobler

Nordmazedonien

Mile Popjordanov 8,

MK-1000 Skopje

Tel. (+389 / 2) 3083 400

skopje-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

skopje

Wilhelm Donko

Norwegen

Thomas Heftyes Gate 19 - 21,

N-0264 Oslo

Postadresse: PO Box 4014

AMB, 0244 Oslo

Tel. (+47) 22 54 02

oslo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oslo

Nicolaus Keller

Pakistan, Afghanistan

Haus 7A, Straße 21, F 8/2

Islamabad P.O.B. 1018 G.P.O.

Islamabad

Tel. (+92 / 51) 877 07 00

islamabad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

islamabad

Gerhard Zettl

Peru, Bolivien

Edificio „De las Naciones“, Avenida

Republica de Colombia/

ex Avenida Central 643, piso 5,

San Isidro, Lima 27

Tel. (+51 / 1) 442 05 03

lima-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lima

POLEN, KULTURFORUM

PORTUGAL, BOTSCHAFT

RUMÄNIEN, BOTSCHAFT

Werner Almhofer

Polen

ul Gagarina 34,

00-748 Warschau

Tel. (+48 / 22) 841 00 81

warschau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/warschau,

www.ambasadaaustrii.pl

Rupert Weinmann

Ul. Prozna 7-9,

00-107 Warschau

Skr. poczt. 814,

00-950 Warschau

Tel. (+48 / 22) 526 88

warschau-kf@bmeia.gv.at

www.austria.org.pl

Robert Zischg

Portugal, Cabo Verde

Avenida Infante Santo, Nr. 43/4.

Stock, 1399-046 Lissabon

Tel. (+351 / 21) 394 39

lissabon-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lissabon,

www.embaixadadaaustria.pt

Isabel Rauscher

Rumänien

Dumbrava Rosie 7, RO-020461

Bukarest

Tel. (+40 / 21) 201 56 12

bukarest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

bukarest

RUSSISCHE FÖDERATION, BOTSCHAFT

Johannes Eigner

Russische Föderation

Starokonjuschennyi Per 1,

115127 Moskau

Tel. (+7 / 495) 780 60 66

moskau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

moskau

SCHWEDEN, BOTSCHAFT

SCHWEIZ, BOTSCHAFT

SCHWEIZ, KULTURFORUM

SENEGAL, BOTSCHAFT

Georg Pöstinger

Saudi Arabien, Oman, Jemen

Diplomatic Quarter Riyadh

Tel. (+966 / 11) 480 12 17

riyadh-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

riyadh

Gudrun Graf

Schweden

Kommendörsgatan 35/V,

S-114 58 Stockholm

Tel. (+46 / 8) 665 17 70

stockholm-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

stockholm

Ursula Plassnik

Schweiz

Kirchenfeldstrasse 77/79,

CH-3005 Bern

Tel. (+41 / 31) 3565 - 252

bern-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bern

Florian Groder

Kirchenfeldstrasse 77/79,

CH-3005 Bern

Tel. (+41 / 31) 3565 - 253

bern-kf@bmeia.gv.at

Caroline Gudenus

Senegal, Gambia, Guinea,

Guinea-Bissau, Mali, Burkina

Faso, Côte d‘Ivoire, Liberia,

Sierra Leone

18, rue Emile Zola, Dakar

Tel. (+221) 33 849 40 00

dakar-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dakar

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

154


SOCIETY

SERBIEN, BOTSCHAFT

Nikolaus Lutterotti

Serbien

Kneza Sime Markovica 2, SRB-

11000 Belgrad

Tel. (+381 / 11) 333 65

belgrad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

belgrad

SPANIEN, BOTSCHAFT

Christian Ebner

Spanien, Andorra

Paseo de la Castellana 91,

28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

madrid, www.foroculturaldeaustria.org

TSCHECHIEN, KULTURFORUM

Andreas Schmidinger

Viktora Huga 10,

CZ-15115 Prag 5

Tel. (+420) 257 090 589

prag-kf@bmeia.gv.at,

info@oekfprag.at

www.oekfprag.at

www.rkfpraha.cz

SERBIEN, KULTURFORUM

Johannes Irschik

Kneza Sime Markovica 2, SRB-

11000 Belgrad

Tel. (+381 / 11) 333 65

belgrad-kf@bmeia.gv.at

SPANIEN, KULTURFORUM

Vera Reisner

Paseo de la Castellana 91,

28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

madridkf

TUNESIEN, BOTSCHAFT

Herbert Krauss

Tunesien

16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah

I, 1004 Tunis

Tel. (+216 / 71) 23 90 38

tunis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tunis

SINGAPUR, BOTSCHAFT

SLOWAKEI, BOTSCHAFT

Karin Fichtinger-Grohe

Singapur

600 North Bridge Road,

#24-04/05 Parkview Square,

Singapore 188788

Tel. (+65) 63 96 63 50

singapur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-singapur

Margit Bruck-Friedrich

Hodzovo námestie 1/A,

81106 Bratislava

Tel. (+421 / 2) 59 30 15

pressburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

pressburg

SÜDAFRIKA, BOTSCHAFT

SYRIEN, BOTSCHAFT

Johann Brieger

Angola, Botsuana, Eswatini,

Lesotho, Madagaskar, Mauritius,

Mosambik, Namibia,

Simbabwe, Südafrika

454A Fehrsen Street, Brooklyn,

Pretoria 0181. Tel. (+27 / 12) 45

29 155. pretoria-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

pretoria, www.austrianembassy.

co.za

Hans-Peter Glanzer

Syrien

Farabi Street 7, Mezzeh, East

Villas, Damascus, Ausweichquartier

Libanon: Saifi Tower,

Nahr Ibrahim Street, Saifi, Beirut

Tel. (+961 / 1) 213 011 (Ausweichquartier

Beirut) damaskus-ob@

bmeia.gv.at, www.aussenministerium.at/damaskus

TÜRKEI, BOTSCHAFT

TÜRKEI, GENERALKONSULAT

Ulrike Tilly

Türkei

Atatürk Bulvari 189, 06680

AnkaraP.K. 131, TR-06661 Ankara-Kücükesat

Tel. (+90 / 312) 405 51 90

ankara-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

ankara

Gerhard Lutz

Köybasi cad. No. 46, 34464

Yeniköy, Istanbul

Tel. (+90 / 212) 363 84 10

istanbul-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

istanbulgk

SLOWAKEI, KULTURFORUM

SLOWENIEN, BOTSCHAFT

Wilhelm Pfeistlinger

Slowakei

Hodzovo námestie 1/A,

81106 Bratislava

Tel. (+421 / 2) 59 30 15

pressburg-kf@bmeia.gv.at

www.rakuskekulturneforum.sk

Sigrid Berka

Slowenien

Presernova cesta 23,

SI-1000 Ljubljana

Tel. (+386 / 1) 479 07 00

laibach-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

laibach

THAILAND, BOTSCHAFT

TSCHECHIEN, BOTSCHAFT

Eva Hager

Kambodscha, Laos - Demokratische

Volksrepublik,

Myanmar, Thailand

14, Soi Nantha-Mozart, Soi 1,

Sathorn Tai Road, Thungmahamek,

Sathorn, Bangkok 10120

Tel. (+66 / 2) 105 67 00

bangkok-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

Bangkok

Alexander Grubmayr

Tschechien

Viktora Huga 10, CZ-151 15 Prag

5 - Smíchov

Tel. (+420) 257 09 05 - 11

prag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/prag

TÜRKEI, KULTURFORUM

UKRAINE, BOTSCHAFT

Romana Königsbrun

Köybasi cad. No. 46, 34464

Yeniköy, Istanbul

Tel. (+90 / 212) 363 84 15

istanbul-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

istanbulkf

Hermine Poppeller

Ukraine

Ivana Franka 33, 01901 Kiew

Tel. (+380 / 44) 277 27 90

kiew-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kiew

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

155


SOCIETY

UKRAINE, KULTURFORUM

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

KULTURFORUM

VIETNAM, BOTSCHAFT

Ulf Hausbrandt

Ivana Franka 33,

01901 Kiew

Tel. (+380 / 44) 277 27 90

kiew-kf@bmeia.gv.at

Eva Schöfer

3524 International Court N.W.,

Washington D.C. 20008

Tel. (+1 / 202) 895 67 00

washington-kf@bmeia.gv.at,

culture@austria.org

www.acfdc.org

Thomas Schuller-Götzburg

Vietnam

c/o „Prime Center“, 53, Quang

Trung, 8. Stock, Hai Ba Trung

District, Hanoi, VN

Tel. (+84 / 24) 3943 3050-3

hanoi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

hanoi, www.daisuquanao.org.vn

UNGARN, BOTSCHAFT

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

GENERALKONSULAT

ZYPERN, BOTSCHAFT

UNGARN, KULTURFORUM

USBEKISTAN, BMEIA

Elisabeth Ellison-Kramer

Ungarn

Benczúr utca 16,

1068 Budapest

Tel. (+36 / 1) 479 70 – 10

budapest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

budapest

Regina Rusz

Benczúr utca 16,

1068 Budapest

Tel. (+36 / 1) 413 35 - 90

budapest-kf@bmeia.gv.at

www.okfbudapest.hu

Alois Kraut

Usbekistan

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150 - 3263

Tel. (+43) 501159 – 323

usbekistan-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

usbekistan

VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

Andreas Liebmann-Holzmann

Vereinigte Arabische Emirate

Sky Tower, 5. Stock, Büro Nr.

504, Reem Island, Abu Dhabi

Tel. (+971 / 2) 69 44 999

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

abudhabi

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA

Wolfgang Waldner

Vereinigte Staaten, Bahamas

3524 International Court N.W.,

Washington D.C. 20008

Tel. (+1 / 202) 895 67 00

washington-ob@bmeia.gv.at

www.austria.org

Helmut Böck

31 East 69th Street,

New York, N.Y. 10021

Tel. (+1 / 212) 737 6400

new-york-gk@bmeia.gv.at,

info@austria-ny.org

www.aussenministerium.at/

newyorkgk, www.austria-ny.orgKo

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

KULTURFORUM

Michael Haider

11 East 52nd Street,

New York, N.Y. 10022

Tel. (+1 / 212) 319 5300

new-york-kf@bmeia.gv.at,

desk@acfny.org

www.acfny.org

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

GENERALKONSULAT

Andreas Launer

11859 Wilshire Boulevard,

Suite 501, Los Angeles,

California 90025

Tel. (+1 / 310) 44 49 310

los-angeles-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/losangeles,

www.austria-la.org

VEREINIGTES KÖNIGREICH, BOTSCHAFT

Michael Zimmermann

Vereinigtes Königreich

18, Belgrave Mews West,

London SW1X 8HU

Tel. (+44 / 20) 7344 3250

london-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

london

VEREINIGTES KÖNIGREICH, KULTURFORUM

Katalin Tünde Huber

28, Rutland Gate,

London SW7 1PQ

Tel. (+44 / 20) 7225 73

london-kf@bmeia.gv.at,

office@acflondon.org

www.acflondon.org

Eva Maria Ziegler

Zypern

34, Dimosthenous Severi

Avenue, 1st Floor, Office 101,

1080 Nikosia

Tel. (+357) 22 41 01 51

nikosia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

nikosia

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud

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156


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T: +43 1 202 53 31-7343

adrian.cyrus@wiesenthal.at


SOCIETY

Event-Highlights

der Diplomatie

SOCIETY war bei den diplomatischen

Veranstaltungen dabei und zeigt hier eine

selektierte Auswahl.

Russland:

Verabschiedung von

Yury Zaytsev

Anlässlich der Verabschiedung von Yury Zaytsev, dem

Direktor des Russischen Kulturinstituts, lud das Russische

Kulturinstitut zu einem Empfang in die Räumlichkeiten am

Brahmsplatz ein.

Yury Zaytsev bei seiner Abschlussrede mit Damen in russischer Tracht

S.E. Dmitrii Liubinskii (Russ. Föderation), Emil Brix und Yury Zaytsev

Botschafter Liubinskii überreichte ein Bild als Abschiedsgeschenk

Fotos: SOCIETY/Prokofieff

DIPLOMATIE EVENTS

158


SOCIETY

Indien:

70. Jahrestag und 70 Jahre

diplomatische Beziehungen

mit Österreich

Anlässlich 70 Jahre Bestehens der Republik Indien lud

Botschafterin I.E. Renu Pall zu einem Empfang in das Hotel

Imperial. Ebenfalls gefeiert wurden 70 Jahre diplomatische

Beziehungen zwischen Indien und Österreich.

S.E. Kiyoshi Koinuma (Japan), Dr. Heinz Fischer und Gerti Tauchhammer

Monsignore George George Panamthundil (Vatikan) mit I.E. Renu Pall (Indien)

I.E. Khojesta Fana Ebrahimkhel (Afghanistan) mit I.E. Renu Pall (Indien)

Libyen:

Empfang

S.E. Salahaldin Abdalshafi (Palästina) mit Gast der Veranstaltung

Aus Anlass des 43. Geburtstages des OFID luden S.E.

Mohamed Al-Taher Hamouda Syala, Außenminister Libyens

und Dr. Abdulhamid Alkhalifa, OFID Director-General, zu

einem Eröffnungsempfang der Ausstellung „Tripoli – Mermaid

of the Mediterranean“ im OFID Headquarter im Palais

Deutschmeister ein. Unter den Gästen fand sich auch der

Premierminister Libyens, S.E. Fayez Mustafa al-Sarraj.

Fotos: SOCIETY/Prokofieff

Traditionelle Musikperformance mit Künstlern aus Libyen

Dr. Abdulhamid Alkhalifa, Director General des OFID bei seiner Ansprache

DIPLOMATIE EVENTS

159


SOCIETY

Rumänien:

Empfang

Der Botschafter Rumäniens, S.E. Bogdan Mazuru lud zu

einem Empfang anlässlich des Beginns der rumänischen

EU-Ratspräsidentschaft in das Novomatic Forum ein.

S.E. Bogdan Mazuru bei seiner Ansprache zur EU-Ratspräsidentschaft

S.E. Leigh Turner (UK), S.E. Bogdan Mazuru (Rumänien) und Außenminister

Alexander Schallenberg

SOCIETY Autorin Hermine Schreiberhuber mit S.E. Peter Misik (Slowakei)

Iran:

Nationalfeiertag

Anlässlich des Nationalfeiertages der Islamischen Republik

Iran lud der Botschafter Irans, S.E. Dr. Ebadollah Molaei

gemeinsam mit Dr. Kazem Gharib Abadi, Ständiger Vertreter

Irans bei den Vereinten Nationen und anderen internationalen

Organisationen in Wien, zu einem festlichen Empfang

ein.

Botschafter S.E. Ebadollah Molaei mit Botschaftsmitarbeitern und Gast

Botschaftsmitarbeiter des Iran beim Handshake mit S.E. Galib Israfilov

(Aserbaidschan)

Die Botschafter von China (multilateral), Kasachstan, DVR Korea, Syrien, Belarus

und Palästina

Fotos: SOCIETY/Salas-Torrero

DIPLOMATIE EVENTS

160


SOCIETY

Kosovo:

Unabhängigkeitstag

Anlässlich des 11. Unabhängigkeitstages der Republik Kosovo

luden der Botschafter Kosovos, S.E. Sami Ukelli und seine

Gattin Brikena Keco Ukelli zu einem Empfang in das Haus

der Industrie ein.

S.E. Sami Ukelli (Kosovo) bei der Ansprache

Diplomaten von Jemen, Katar, Oman und Saudi Arabien

S.E. Sami Ukelli begrüßt I.E. Lourdes Gisela Victoria-Kruse (Dom. Rep.)

Côte d’Ivoire:

Abendempfang

S.E. Roger Kacou lud gemeinsam mit Dr. Christoph Mayer,

dem Präsidenten der Österreichisch – Côte d’Ivoire Freundschaftsgesellschaft

und in Kooperation mit der WKO zu

einem Abendempfang in das Grand Hotel ein. Dr. Michael

Spindelegger, Generaldirektor des ICMPD referierte über

„Afrikas Wachstum und Urbanisierung – Chancen für Österreichs

Unternehmen in der Côte d’Ivoire und der UEMOA“.

Kuwait:

Empfang

Zur Feier des 58. Tages der Unabhängigkeit des Emirats

Kuwait und des 28. Jahrestages der Befreiung, lud der

Botschafter Kuwaits, S.E. Sadiq M. Marafi gemeinsam

mit seiner Gattin Hager Gewefel zu einem Empfang in die

prunkvollen Räumlichkeiten des Hotel Imperial.

Fotos: SOCIETY/Prokofieff, Salas-Torrero

Dr. Spindelegger mit Gästen

S.E. Roger Alberic Kacou bei der

Ansprache

I.E. Khojesta Ebrahimkhel mit I.E.

Leena Al-Hadid (Jordanien)

S.E. Sadiq M. Marafi mit Gattin

DIPLOMATIE EVENTS

161


SOCIETY

Dominikanische Republik:

Tag der Unabhängigkeit

Aus Anlass des 175. Tages der Unabhängigkeit der Dominikanischen

Republik, lud die Botschafterin I.E. Lourdes

Victoria-Kruse zu einem Empfang in das Hotel Le Méridien.

I.E. Lourdes Victoria-Kruse mit Folkloreensemble bei der Feier im Le Méridien

I.E. Lourdes Victoria-Kruse begrüßt S.E. Galib Israfilov (Aserbaidschan)

I.E. Alena Kupchyna (Belarus) mit I.E. Vivian Rose Okeke (Nigeria)

China:

Jahr des Schweins 2019

Um den Beginn des chinesischen Jahr des Schweins zu feiern,

luden William Chui, Regionaldirektor für Europa, Zentralasien

und Israel des Trade Development Council und Bill C P Li,

Direktor des Wirtschafts- und Handelsbüros Hongkong, Berlin

der Regierung der Sonderverwaltungsregion Hongkong der VR

China zu einem Empfang in die Börsensäle Wien. Nach einem

Konzert konnten sich die zahlreichen Gäste an köstlichen

Buffet mit chinesischen Köstlichkeiten laben.

Die Übergabe eines Preises

Gerti Tauchhammer mit Dr. Georg Zanger (ACBA)

Die Gäste feierten den Beginn des Jahr des Schweins 2019

Fotos: SOCIETY/Prokofieff, Salas-Torrero

DIPLOMATIE EVENTS

162


SOCIETY

Irland:

St. Patrick’s Day

Anlässlich des St. Patrick’s Day, Irlands Nationalfeiertag und

in Anwesenheit der Ministerin für Gesundheitsförderung

und nationale Drogenprävention, Catherine Byrne luden der

irische Botschafter S.E. Tom Hanney und Gattin Paula Fitzmaurice

Hanney gemeinsam mit dem Ständigen Vertreter

Irlands bei der OSZE, Kevin Dowling und Frau Una Langan zu

einem Empfang.

Die internationalen Gäste applaudierten Ministerin Catherine Byrne

Enno Trofenik (BMEIA) mit I.E. Gloria Navarrete-Pinto (Chile), I.E. Alena Kupchyna

(Belarus) und S.E. Leigh Turner (UK)

S.E. Abu Zafar (Bangladesch) mit S.E. Giorgio Barbanti (Italien)

Bulgarien:

Nationalfeiertag

Zur Feier des Nationalfeiertages der Republik Bulgarien lud

Botschafter S.E. Dr. Ivan Sirakov zu einem Empfang in die

bulgarische Botschaft ein.

Polen:

Musikalische Soirée

Die Botschafterin Polens, I.E. Jolanta Roza Kozlowska lud

zu einer musikalischen Soirée in die Räumlichkeiten der

Residenz Polens in Wien ein.

Fotos: SOCIETY/Prokofieff

Enno Trofenik (BMEIA), I.E. Jolanta

Kozlowska (Polen), Monsignore

Gerti Tauchhammer mit S.E. Ivan

Sirakov (Bulgarien)

I.E. Jolanta Kozlowska mit Gast

und Musiker

I.E. Jolanta Kozlowska mit I.E.

Natasha Meli Daudey (Malta)

DIPLOMATIE EVENTS

163


SOCIETY

Kuba:

Tag der Unabhängigkeit

Um den 60. Jahrestag der Revolution zu feiern, lud die

Botschaft der Republik Kuba mit Botschafter S.E. Juan

Antonio Fernandez Palacios zu einer Kulturgala und

einem Empfang in die Diplomatische Akademie Wien ein.

Die Receiving Line der kubanischen Botschaft

Kubanische Klänge bei der Kulturgala anlässlich der Jahresfeier

S.E. Ganeson Sivagurunathan mit Gattin

Montenegro:

Jahrestag der Erneuerung

der Unabhängigkeit

Anlässlich des 13. Jahrestages der Erneuerung der Unabhängigkeit

Montenegros luden der Botschafter, S.E. Željko Perović

und der Honorarkonsul von Montenegro, Karl Fink zu einer

kulturellen Veranstaltung unter dem Motto „May Sunrise“ in

den Ringturm ein.

S.E. . Željko Perović mit weiteren Gästen

Botschafterin a.D. Elena Kirtcheva mit I.E. Jolanta Kozlowska (Polen)

Das Publikum lauschte gebannt der Ansprache des Botschafters

Fotos: SOCIETY/Prokofieff, Salas-Torrero

DIPLOMATIE EVENTS

164


SOCIETY

Von der Stallburg in

die UNO-City

Die unabhängige Jugendorganisation der ÖGAVN, das Akademische

Forum für Außenpolitik (AFA) organisiert österreichweit rund 400

Aktivitäten im Jahr, die wichtigsten davon in Wien.

DIPLOMLEHRGANG MIT

PRAXISBEZUG

Die Clubräumlichkeiten in der Wiener

Stallburg sind nicht nur die Austragungsstätte

der wöchentlichen

Vortragsveranstaltungen der Österreichischen

Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten Nationen (ÖGAVN).

An fast allen Abenden trifft sich die

Jugend zu eigens für die Zielgruppe bis

35 Jahre entwickelten Programmen. Im

Mittelpunkt steht hierbei der außeruniversitäre

Diplomlehrgang Global

Advancement Programme (GAP). Im

Programm erhalten Young Professionals

die Möglichkeit, ergänzend zu

ihrer theoretischen Ausbildung, einen

Diplomlehrgang zu besuchen, der vor

allem angewandte und praktische

Inhalte sowie persönliche Erfahrungen,

Perspektiven und Strategien

von (ehem.) Regierungsmitgliedern,

Spitzendiplomat/inn/en, Wirtschaftsund

Medienvertreter/innen sowie

Persönlichkeiten aus anderen Bereichen

enthält. Mit dem einjährigen

Diplomlehrgang, der in mehreren

Studienrichtungen angeboten wird,

„soll auch die Kommunikation zwischen

der jüngeren und der erfahrenen

Generation gestärkt, der ‚GAP‘ (Lücke)

geschlossen und der Austausch intensiviert

werden“, so Bernd Hermann, der

als Vorstandsvorsitzender für das AFA

in Wien das GAP seit mehreren Jahren

leitet. Darüber hinaus soll das GAP

die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

zu einem gesellschaftlichen Engagement

und zu einem globalen Denken

motivieren.

HARVARD ALS ROLE MODEL

Fast jeder Donnerstag ist in der “Stallburg”

für den Business Negotiation

Club (BNC) der AFA reserviert. Dieser

gibt jungen Menschen die Möglichkeit,

ihr Verhandlungsgeschick zu

trainieren. Die AFA glaubt, dass die

Eigenschaft, bei Verhandlungen das

gewünschte Ziel zu erreichen essenziell

für das Geschäftsleben ist. Das

Hauptaugenmerk des BNC liegt auf

praktischen Übungen, wie Rollenspielen

und konstruktivem Feedback. Die

Teilnehmer üben paarweise oder in

Gruppen und verhandeln unterschiedliche

Fallbeispiele, die von Expertenzentren

wie dem Harvard Program of

Negotiation entwickelt worden sind.

Nach den Verhandlungen werden die

Ergebnisse verglichen und analysiert.

Jede Sitzung beginnt mit einer Verhandlung

zu den unterschiedlichsten

Themen wie Gehaltsverhandlungen,

Vorstellungsgeprächen usw. Die

Teilnehmer müssen das für sie beste

Ergebnis erzielen, danach erhalten sie

Feedback und eine Analyse der optimalen

Strategie. Die Übungen finden

auf Englisch statt.

Foto: ÖGAVN

DIPLOMATIE EVENTS

165


LIBERTAS

SOCIETY

Highlights der Veranstaltungen des Dachverbandes aller Österreichisch-Ausländischen

Gesellschaften PaN – Partner aller Nationen.

Kranzniederlegung zum Nationalfeiertag Argentiniens

Am National Day Argentiniens wurde heuer bereits zum 11.

Mal am Denkmal von Don José de San Martín, dem südamerikanischen

Freiheits- und argentinischen Nationalhelden,

im Donaupark ein Kranz niedergelegt. S.E. Botschafter Rafael

Mariano Grossi und Senator h.c. Walter J. Gerbautz von der

Österreichisch-Argentinischen Gesellschaft-PaN, zahlreiche

Gäste der südamerikanischen und karibischen Diplomatie

und Mitglieder und Freunde der Österreichisch-Argentinischen

Gesellschaft-PaN, gedachten gemeinsam dem

berühmten Unabhängigkeitskämpfer. Im Anschluss fand ein

Empfang in der argentinischen Residenz anlässlich des argentinischen

Nationalfeiertages statt.

Die Exellenzen vor dem Denkmal von Don José de San MartÍn im Donaupark

Senator Walter Gerbautz und S.E. Rafael Grossi bei der Kranzniederlegung

Generalversammlung

Das Österreichisch-Deutsche Länderforum-PaN präsentiert

nach einer Generalversammlung im Franziskanerkloster

Wien ihre neue und ergänzte Vorstandsriege gemeinsam

mit den Vorständen des Dachverbandes-PaN, Vizepräsident

Oskar Wawra und PaN-Generalsekretär Walter J. Gerbautz.

Im Anschluss an die Generalversammlung hielt das Mitglied

des Europäischen Parlaments Dr .Paul Rübig einen beeindruckenden

Vortrag über die Entwicklung im „Haus Europa“.

60 JAHRE

Der Vorstand: Walter J. Gerbautz, Karl Jurka, Friedrich Rödler, Talieh Wögerbauer,

Harald Wögerbauer, Hans Niessl, Alexander Paulus und Oskar Wawra

Fotos: PaN

DIPLOMATIE EVENTS

166


CoSta SMeralda

Bella Italia auf See

Funkelndes Mittelmeer

mit der Costa Smeralda

9. November 2019 bis 26. Dezember 2020

Marseille

Barcelona

Palma

de Mallorca

Savona

La Spezia

Florenz

Rom

Civitavecchia

8 Tage / 7 Nächte

samstags

ab/bis Savona

montags

ab/bis Barcelona

donnerstags

ab/bis Rom (Civitavecchia)

Kommen Sie an Bord des neuen Flaggschiffs,

eine Hommage an „Bella Italia”, um

besondere Momente aus einer einzigartigen

Perspektive zu erleben: dem Meer.

Die Costa Smeralda wird mit LNG, dem

saubersten fossilen Brennstoff der Welt,

betrieben, um Sie in Respekt vor der Natur

und unserer italienischen Gastfreundschaft

reisen zu lassen.

Auf dem Schiff erwartet Sie das Beste aus

„Made in Italy”. Das Costa Design Museum,

die Kabinen, Bars, Restaurants und

Plätze und das Theater widerspiegeln die

Schönheit Italiens.

Beratung und Buchung im Reisebüro und unter

www.costakreuzfahrten.at

0732/239 239 (Mo–So, 08:00–20:00 Uhr)


SOCIETY

Welcome to Austria – strong in museum skills

a glance backwards is a view forward

Why a visit with WA to a museum provides a view into the future? Visiting museums is always a look back in time. When you

attend one of the guided tours of WA, like the guided visit to the exhibitions “In Her Majesty´s Hands. Medals of Maria Theresia”,

in the KHM or “City of Women - Female Artists in Vienna from 1900 to 1938” in Belvedere, like we did, you gain not only

a pleasant walk with interested and interesting people, but also new impressions. Museum’s impressions would jump back

to our minds in creative moments; they might give an idea of solutions in the past that actually influence the future. It is not

just general education to be acquired with a visit to a Viennese Museum with WA, but also provides “jewels” for “tomorrow”.

These thoughts appeared to us on the roof of the Museum of Natural History, capturing a wonderful view over the City of

Vienna.

Precious stones

worth a view

Welcome to Austria (WA) at the Albertina, March 2019

Liechtenstein´s Princely

Collections

The Princely Collections contain major works of European

art spanning five centuries and are among the most important

private collections in the world. During the guided

tour through the exhibition, WA members could admire an

impressive variety of precious paintings from Peter Paul

Rubens to Hans Makart. Rubens, well known for his female

paintings, depicted the ideal beauty in his times in his wonderful

works (see photo). We all were impressed not only

by the enormous work of the artist, but also by the natural

simplicity of the models.

Clarissa Mayer-Heinisch coordinated with the scientist Dr.

Stefanie Jovanovic-Kruspel and the director of the Department

for Zoology Dr. Mag. Martin Löbl a specially guided

visit for WA members through the archives and hidden

places of the Museum of Natural History, on its roof. During

the visit we could also admire the impressive and precious

stone bouquet, which was given as a present to Emperor

Franz Stephan von Lothringen by his wife, her Majesty Maria

Theresia: a piece of wonderful handcraft of former times. Not

only precious stones, butterflies, bugs in brilliant colours,

paintings, sculptures where on the WA program, also the

cupola in the main entrance was catching our eyes.

Rudolf von Alt

“Rudolf von Alt. Watercolors from the Princely Collections of

Liechtenstein“ was an exhibition at the Albertina presenting

Viennese Watercolors from the Biedermeier era to Realism.

Almost 100 of watercolour masterpieces point to the vast

knowledge underlying the Princely Collection passion, while

providing a commensurately authoritative overview of the

watercolour artistry of Rudolf von Alt and his time.

Albertina, February 2019

WA studying arts in the Albertina, February 2019

Fotos:Welcome to Austria

DIPLOMATIE EVENTS

168


SOCIETY

Medals of

Maria Theresia

The KHM holds the largest and most important collection of coins minted under

Maria Theresia; the exhibition “In Her Majesty‘s Hands. Medals of Maria Theresia”,

presents the monarch‘s private and public life in medals. The works of art on

show also illustrate the extent of Maria Theresia‘s realm. What a role model such a

personality can be! She was a fascinating woman, and a fascinating exhibition on

a very close fascinated look, organised by Martha Hanreich.

An Homage to MAK and Theater

Museum to Koloman Moser

The Museum of Applied Arts (MAK) and the Theatermuseum got together to

commemorate the centennial of Koloman Moser‘s death, this great artist of the

Wiener Jugendstil (Art Nouveau). The MAK is honouring him with one of the most

comprehensive solo shows to date on his visionary and impressive work. As a

genius universalist Moser is placed between Gustav Klimt and Josef Hoffmann

as he dared to explore his creative potential in various artistical fields. The tour

visitors of WA admired his work in this diversity: painting, graphic art, arts and

crafts, interior design as well as fashion and scenography. Koloman Moser was a

leading figure in Vienna‘s artistic renewal. Martha Hanreich and Stefanie Winkelbauer

were delighted to be able to introduce this great artist to WA members.

MAK and Beauty

It was a very special treat for WA members to be received personally by the Gen.

Dir. DDr. Christoph Thun-Hohenstein at the MAK. The highly renowned design artists

Stefan Sagmeister and Jessica Walsh invited us through their art to visualise

and take delight in beauty. Their exhibition “Beauty” investigates why people feel

attracted to beauty, how they can deal with it, and which positive effects beauty

can have on humans. We are very grateful that our coordinator Anne Thun-Hohenstein

could organised this special exhibition for Welcome to Austria.

Other exhibitions privately visited these last months:

Hidden female artists at the Belvedere

The Board of

„Welcome to

Austria“

• Dr. Benita Ferrero-Waldner –

Founding President

• Foreign Minister – President

Alexander Schallenberg (tbc)

• Gabrielle Schallenberg – Honorary

President

• Ambassador (ret.)

Dr. Angelika Saupe-Berchtold –

1st Vice President

• Aglaë Hagg-Thun –

2nd Vice President

• Robert Thum – Treasurer, “Kassier”

• Mag. Gertrud Tauchhammer –

Public Affairs, “Schriftführerin”

• Dr. Elisabeth Wolff – Music

• Mag. Adelaida Calligaris –

Liaison Officer

• Stefanie Winkelbauer - Applied Arts

• Martha Hanreich - Exhibitions

• Veronique Dorda - Cuisine

• Clarissa Mayer-Heinisch -

Associated

OFFICE HOURS

Mon - Wed.: 2 - 5 p.m.

Thu - Fri.: 9 - 12 a.m.

CONTACT

Elisabeth Dóczy:

office@welcome-to-austria.org

Hofburg, Stallburg,

Reitschulgasse 2,

1010 Vienna

Phone: +43-(0)1-535 88 36

Fax: +43-(0)1-535 88 37

www.welcome-to-austria.org

WA at KHM, Empress Maria Theresias Medals,

April 2019

Koloman Moser at the MAK,

Februar