AUTOINSIDE Ausgabe 7/8 – Juli/August 2019

autoinside

AUSGABE 7/8 JULIAUGUST 2019

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

AUTO

INSIDE

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

Carrosseriearbeiten

Lohnendes Zusatzgeschäft für Garagisten

Seiten 12 38

Future Day 2019

Exkursion: Nachwuchskräfte

treffen sich in Vauffelin zum

Future Day.

Seiten 44 45

Delegiertenversammlung

AGVS-Delegierte wählen

Barbara Germann in den

Zentralvorstand.

Seiten 58 63

Werkstatt der Zukunft

Studierende befassen sich

mit Werkstattprozessen und

sehen digitales Potenzial.

Seiten 71 73


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Future Day 2019

Exkursion: Nachwuchskräfte

treffen sich in Vauffelin zum

Future Day.

Seiten 44 45

Delegiertenversammlung

AGVS-Delegierte wählen

Barbara Germann in den

Zentralvorstand.

Seiten 58 63

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

Werkstatt der Zukunft

Studierende befassen sich

mit Werkstattprozessen und

sehen digitales Potenzial.

Seiten 71 73

INHALT

Juli/August 2019

7 Editorial

8 Kurz notiert

10 Die neuen AGVS-Mitglieder

Rundumservice

12 Zu Besuch bei der Ernst Ruckstuhl

Automobile AG in Kloten

16 Das neue Kärcher-Versuchs- und

Testzentrum öffnet seine Tore

20 Die Entwicklung der Waschanlagen

22 Die Garage Lerch besitzt eine neue

Stargate S111 von Aquarama

24 Wasser sparen mit Otto Christ AG

26 40 Jahre Washtec

28 VSCI heisst neu Carrosserie Suisse

32 Weiterbilden mit Techpool

34 Carrosseriekonzepte im Vergleich

37 Service beginnt beim Radio:

lukrative Umrüstmöglichkeit für

Garagisten

Entsorgung & Recycling

39 Entsorgen mittels App

40 Die «goldenen Entsorgungsregeln»

für Garagisten

Bildung

44 Future Day: Ein Ausblick auf die

Berufszukunft

46 Fazit nach einem Jahr

Integrationsvorlehre

48 Eine neue Grundbildung im

Sales-Bereich

50 AGVS-Kurs hilft beim

Occasionsmanagement

52 AGVS Business Academy

54 Regionale Weiterbildungskurse

56 Darum soll man die bestehenden

Kunden pflegen

Verband & Sektionen

58 AGVS-DV: Barbara Germann ist neu

Mitglied im Zentralvorstand

61 Das ist Barbara Germann

62 Manfred Wellauer erklärt den

AGVS-Ehrenkodex

64 GV der Sektion Zentralschweiz

65 GV der Sektion beider Basel

66 GV der Sektion Genf

67 Jetzt anmelden fürs Frauenseminar

Politik & Recht

68 CVP-Präsident Gerhard Pfister im

Gespräch

70 Motorfahrzeugsteuer soll

vereinheitlicht werden

Handel & Aftersales

71 «Werkstatt der Zukunft»: Projekt

zeigt, wie Garagen besser und

effizienter werden können

76 Motor Classics in der Lenzerheide

Technik & Umwelt

77 Als «Smartrider» unterwegs sein

78 So läuft das Mobility-Projekt

79 Garagenwelt

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AUSGABE 7/8 JULIAUGUST 2019

AUTO

INSIDE

Das Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

82 Grafik des Monats,

Vorschau & Impressum

Carrosseriearbeiten

Lohnendes Zusatzgeschäft für Garagisten

Seiten 12 38

Titelseite:

Carrosseriearbeiten

in der Werkstatt

(Bild André Koch AG)

AUTOINSIDE | JuliAugust 2019

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EDITORIAL

Wertschätzung geniesst hohen Stellenwert

Liebe Leserin, lieber Leser

Für die diesjährige Delegiertenversammlung

waren die Delegierten

zu Gast bei der Sektion Zug, am

Ägerisee, am Fusse einer wunderbaren

Bergwelt und in unmittelbarer

Nähe der pulsierenden Wirtschaft.

Die Stimmung unter den Gästen

und Delegierten war entspannt und

beste Voraussetzung, dass alle

statutarischen Geschäfte einstimmig

genehmigt wurden. Der Zentralvorstand

dankt dem Vorstand der Sektion

Zug für die Gastfreundschaft und

den delegierten AGVS-Mitgliedern

aus den 21 AGVS-Sektionen für den

Vertrauensbeweis.

Passend zur Situation in der Autobranche

waren auch die Launen des Wetters:

Auf heftigen Regen zu Beginn der Versammlung

folgte schönster Sonnenschein

zum obligaten Apéro. Sinnbild für

eine Branche, in der dem stürmischen

Tagesgeschäft immer wieder auch entspannte

Momente folgen: beispielsweise

die Übergabe eines Motorfahrzeuges

an eine zufriedene Kundin. Ein gegenseitiges

Danke für das Vertrauen des

Kunden in den Garagisten und umgekehrt.

Ein spontaner Dank des Chefs

an die Mitarbeitenden.

Engagement und Leistung sind im harten

Alltag der Garagisten überlebenswichtig.

Für den AGVS Schweiz sind Mitglieder

oder Mitarbeitende von Mitgliederbetrieben,

die sich für den Verband

enga gieren, der Lebensnerv, um die vielfältigen

Herausforde rungen zu meistern.

In allen Zeiten der Verbandsgeschichte

wurden diese besonderen Leistungen

in verschiedenster Art und Weise verdankt.

Seit nun zehn Jahren verleiht der

Zentralvorstand an besonders verdiente

Chargenträger im AGVS bei deren

Ausscheiden aus den Funktionen die

goldene Ehrennadel.

Als Zentralpräsident fällt mir die Ehre zu,

diesen Persönlichkeiten jeweils an der

DV die Wertschätzung und den grossen

Dank für ihr langjähriges Engagement

auszusprechen. Es ist eine verdiente

Geste für die Geehrten. Sie erfahren

in würdigem Rahmen, nämlich vor ihren

Kolleginnen und Kollegen, eine unwiderrufliche

Zugehörigkeit zur AGVS-Familie.

Fortan werden sie zu den Delegiertenversammlungen

und an den «Tag der

Schweizer Garagisten» eingeladen, um

immer wieder die Kontakte innerhalb

des ehemaligen Wirkungskreises zu

geniessen.

Im Zeitalter der Digitalisierung wird der

Mensch leider oft zur Nummer. Auch im

AGVS führt kein Weg daran vorbei, viele

Prozesse zu automatisieren, um möglichst

effizient und rasch die Mitgliederbedürfnisse

zu erfüllen. Aber auch im

Zuge der Digitalisierung bleiben Kunde

und Mitarbeitende, bleibt der Mensch,

der entscheidende Faktor.

Herzliche Grüsse

Urs Wernli

Zentralpräsident

Technische Berichte

Videosequenzen

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Fachwörterverzeichnis

Produktneuheiten

Veranstaltungen


KURZ NOTIERT

Importeur Emil Frey wird zum

Autoteiler

Neu können Mobility-Kunden

Jaguar und Land Rover fahren.

Die Emil Frey AG wird zum

Autoteiler: Der Importeur

spannt neu wie auch bereits

der AGVS mit Mobility

zusammen und startet einen

einjährigen Test. Dabei baut

Mobility ihre Charsharing-

Technologie in Fahrzeuge

des Autohändlers ein und

verwandelt sie so in Carsharing-Autos.

Der Importeur

bringt mit Jaguar und Land

Rover zwei Marken in den

Versuch ein, «die Herzen

höherschlagen lassen und

luxuriösen Fahrspass versprechen»,

teilte Mobility Ende

Mai mit. Es handelt sich um die

Modelle Jaguar XF (Limousine)

sowie die SUV Jaguar F-Pace,

Land Rover Discovery Sport

und Range Rover Velar. Dafür

eröffnet Mobility extra eine

neue «Premium»-Kategorie.

Galaxus verkauft jetzt auch

Autos

Ab sofort führt der Onlinehändler

Galaxus eine handverlesene

Auswahl an sechs

Fahrzeugen im Sortiment

etwa den Toyota Corolla, den

Hyundai Ionic oder den BMW

3er. Die Hälfte der Fahrzeuge

sind Elektro- oder Hybridautos.

Bei den online erhältlichen

Autos handelt es sich

um vorkonfigurierte Modelle:

Bis zur Heimlieferung dauert

es ab Bestellung selten mehr

als zwei Tage, wobei Lieferzeit

und -datum mit den Käufern koordiniert

wird. Die Preise liegen

«dank schlankem Sortiment und

Direktimport 10 bis 40 Prozent

unter dem offiziellen Listenpreis»,

teilte Galaxus mit. «Der

Autokauf war bisher weder einfach

noch komfortabel genug»,

sagt Oliver Herren, CIO von

Digitec Galaxus.

Excon: Bettina Guggemos

verstärkt Geschäftsführung

Bettina Guggemos.

Bettina Guggemos verstärkt

neben Bruno Hohmann und

Daniel Weise die Geschäftsführung

des Digitalisierungsund

Outsourcing-Dienstleisters

Excon. Sie übernahm per 27. Mai

2019 den Vorsitz der Geschäftsführung.

Der bisherige CEO,

Dr. Johannes Clauss, zieht sich

nach einer Übergangsphase

aus der operativen Geschäftsführung

zurück. Guggemos ist

seit dem Jahr 2000 für Excon

tätig und leitet seit 2004 den Bereich

Automotive, der Services

für OEMs mit einem starken

internationalen Schwerpunkt

verfolgt. Hauptsitz der Gruppe

ist in Neu-Isenburg bei Frankfurt

am Main. Excon ist zudem mit

eigenen Büros in Salzburg,

Zürich, Madrid, Rom, Posen (PO),

Paris und London vertreten.

Neubesetzungen bei Ford

Credit Schweiz

Oliver Schick.

Ausgelöst wird die Neubesetzung

bei der Ford Credit

Schweiz durch den Weggang

des bisherigen Generaldirektors

Kai Broich, der als Commercial

Vehicle Brand Manager zu Ford

Credit Europe nach Dunton UK

wechselt. Sein Nachfolger ist

Oliver Schick, der die Stelle des

Generaldirektors am 1. August

2019 antreten wird. Lukas

Dall’Acqua (52) rückt als Nachfolger

von Oliver Schick in die

Funktion des Direktor Verkauf

& Marketing. Der an der HWV

in St. Gallen studierte Betriebsökonom

Dall’Acqua blickt auf

eine 23-jährige Karriere bei Ford

zurück. Anfänglich als Press

Officer, dann als Werbeleiter,

PR- und Brand-Manager bei der

Ford Motor Company, wechselte

Dall’Acqua im 2003 zur Ford

Credit als Zonenleiter. Nach

16 Jahren Händlerbetreuung

übernimmt er nun per 1. August

2019 die Funktion als Direktor

Verkauf & Marketing.

Citroën Schweiz hat einen

neuen Verkaufsdirektor

Olivier Martin.

Mit mehr als 20 Jahren

Erfahrung in der Automobilindustrie

übernimmt Olivier

Martin die Verkaufsleitung von

Citroën in der Schweiz. Dank

seiner vorherigen Tätigkeiten

bei verschiedenen Automobilkonzernen

weltweit hat er

ein starkes Fachwissen im

Retail-Bereich sowie auf der

Importeursseite in der Schweiz.

Thomas Odier, Generaldirektor

der Marke Citroën in

der Schweiz, freut sich, den

48-Jährigen willkommen zu

heissen. Mit ihm möchte er ein

neues Kapitel aufschlagen und

die Marke Citroën erfolgreich

weiterführen.

Wechsel bei Apollo Vredestein

Europe

Yves Pouliquen wird neuer

Leiter Vertrieb und Marketing

bei Apollo Vredestein Europa.

Pouliquen bringt über 20 Jahre

internationale Erfahrung in

der Reifenindustrie mit

unter anderem bei Pirelli und

Michelin. «Als ergebnis- und

Das partnerschaftliche

Garagenkonzept Ihrer ESA


KURZ NOTIERT

Yves Pouliquen.

lösungsorientierte Führungskraft

verfügt Yves Pouliquen

über umfangreiche Expertise

beim Aufbau und der Leitung

grosser multidisziplinärer

Teams, bei der Markterweiterung

und der Umsetzung

operativer Exzellenz», sagt

Benoit Rivallant, Präsident von

Apollo Vredestein Europe.

Neuer Seat-Vorstand für

Finanzen ernannt

Carsten Isensee.

Carsten Isensee trat mit

Wirkung zum 1. Juni seine

Position als neuer Seat-Vorstand

für Finanzen an. Er folgt

auf Holger Kintscher, der per

1. Juni als Vorstand für Finanzen

und IT zu Volkswagen Nutzfahrzeuge

wechselt. Isensee

verbrachte seine gesamte

berufliche Laufbahn beim

Volkswagen-Konzern. Zuvor

verantwortete er den Vorstandsbereich

Finanzen bei

der Volkswagen Group China.

Isensee wird bei Seat das Ziel

verfolgen, die Rekordzahlen des

Unternehmens beim Gewinn und

bei den Investitionen langfristig

zu sichern und die finanzielle

Basis für zukünftige Projekte zu

stärken.

Skoda wieder Mobilitätspartner

des HC Davos

Der HC Davos kehrt zu Skoda

zurück. Bereits von 2001 bis

2015 vertraute der Hockey Club

Davos auf die Fahrzeuge von

Skoda und hat nun per Ende

Mai von Skoda Schweiz seine

neue Fahrzeugflotte übernommen.

Diese setzt sich aus

vier Kodiaq Style sowie elf

Octavia RS zusammen. Alle

Fahrzeuge der neuen HC Davos-

Fahrzeugflotte verfügen über

den intelligenten 4x4-Antrieb

von Skoda, der jederzeit und

bei jedem Wetter ein sicheres

Vorankommen gewährleistet

in einer Bergregion wie Davos

ein entscheidendes Kriterium.

Skoda hat sich bereits vor über

zehn Jahren in der Schweizer

Eishockey-Szene engagiert, beispielsweise

am Spengler Cup.

Der HC Davos fährt wieder Skoda.

Anirvan Coomer (Executive Director Global Purchasing and Supply Chain, GM),

Sean McKeon (Vice President, OEM Coatings, Basf), Dirk Bremm (President,

Basf’s Coatings division) und Greg Warden (Executive Director and Global

Functional Leader - Body Engineering, GM) bei der Verleihung der Auszeichnung GM

Supplier of the Year (v. l.).

Basf als «Supplier of the year»

ausgezeichnet

Mit der Ernennung zum

«Supplier of the Year» für 2018

hat Basf diesen Titel bereits

zum 14. Mal seit 2002 von

General Motors (GM) erhalten.

Die Auszeichnung wird an

Lieferanten vergeben, die sich

bei den Leistungskriterien für

Qualität, Auftragsdurchführung,

Innovation und Gesamtkosten

hervortun. «Wir haben

hohe Ansprüche an unsere

Lieferanten», sagt Steve Kiefer,

GM Senior Vice President,

Global Purchasing and Supply

Chain. Zu den Preisträgern

zählen Unternehmen, die

General Motors ihre Produkte

und Dienstleistungen in den Bereichen

Fahrzeugkomponenten,

Supply Chain und Logistik,

Kundenservice sowie indirekte

Dienstleistungen anbieten.

«Diese Auszeichnung ist das

Resultat einer starken Kundenfokussierung

der gesamten

Organisation», sagt Dirk Bremm,

Leiter des Unternehmensbereichs

Coatings von Basf.

Honda zeichnet OE-Lieferanten

Hankook aus

Die Honda Motor Company

hat Hankook Tire mit einem

Supplier-of-the-Year-Award

ausgezeichnet. Bei der Award-

Verleihung anlässlich der

weltweiten Honda-Zuliefererkonferenz

in Columbus (Ohio/

USA) würdigte der japanische

Automobilhersteller den

Reifenlieferanten für seine

«herausragende Leistungen»,

wie es dazu in einer Mitteilung

heisst. Hankook beliefert Honda

bereits seit 2013 und wurde

seither bereits viermal in der

Kategorie «Supplier Value»

und zweimal in der Kategorie

«Delivery and Quality» ausgezeichnet.

Die Marke Ihrer Wahl


KURZ NOTIERT

AGVS-Mitglieder

Herzlich willkommen!

Der Einsatz der Kundenberater lohnt sich: Der AGVS konnte vom

1. Januar bis Ende Mai insgesamt 59 neue Mitglieder begrüssen.

Die Betriebe aus der ganzen Schweiz beschäftigen gemeinsam

449 Mitarbeitende. In der gleichen Zeit gaben etwa halb so viele

Betriebe ihren Austritt bekannt.

Sektion Aargau

> > Feller Automobile AG, Suhr

> > Sonnmatt Garage GmbH,

Staffelbach

> > Arte Garage Gervasoni GmbH,

Fislisbach

> > Autoservice Ismailji,

Windisch

> > Expert Car Broker AG,

Oberentfelden

> > Merz Automobile AG, Baden

> > Parkgarage Baden AG, Baden

> > Schaub AG Möhlin, Möhlin

Sektion Schaffhausen

> > Street-Performance Sandro

Widmer, Schaffhausen

> > Stoll Technik GmbH,

Wilchingen

Sektion Schwyz

> > Emil Frey AG, Altendorf

Sektion Solothurn

> > Team Garage Schneeberger,

Grenchen

> > Kreuzgarage B. Bilalli,

Mümliswil

> > AT Garage GmbH,

Obergerlafingen

> > Professionelle Fahrzeug

Reinigungen, Hägendorf

Sektion Tessin

> > Garage Wolfisberg SA,

Castione

Sektion Waadt

> > ABC Mecanique SA, Nyon

> > Kolly Succession Longet SA,

Rennaz

Sektion Wallis

> > Garage Rosaire Sàrl,

Evionnaz

> > Garage Arc-en-Ciel Sàrl, Lourtier

Sektion Zentralschweiz

> > Central-Garage Wirz AG,

Willisau

> > Garage M. Kunz GmbH,

St. Urban

> > Amag Automobil und

Motoren AG, Perlen

> > Amag Automobil und

Motoren AG, Beromünster

> > Garage Fünfstern AG,

Sempach

Sektion beider Basel

> > Schaub AG Garage &

Carrosserie, Buus

> > Lenkgeometrie Center

Pneuservice GmbH, Pratteln

> > Hediger Automobile AG, Sissach

> > Krummeneich Garage GmbH,

Pratteln

> > Abt Automobile AG, Reinach

> > S + S Nutzfahrzeugcenter AG,

Pratteln

Sektion Zürich

> > Garage Wirth, Zürich

> > Korean Motor Company,

Kontich, Dietlikon

> > Garage Wiesmann AG,

Altikon

> > Industriegarage AG,

Winterthur

> > Garage Schurter AG, Eglisau

> > Garage Schurter AG, Bülach

> > Volvo Group (Schweiz) AG,

Winterthur

> > Bersan Automotive

Switzerland AG, Dietlikon

Sektion Jura

> > Garage Haute-Ajoie SA,

Chevenez

Sektion Bern

Untergruppe

Berner Oberland

> > Auto Rüger AG, Wilderswil

Sektion Bern

Untergruppe Biel-Seeland

> > Salvato Pietro, Port

> > Pneu & Garage Center Biel AG,

Biel/Bienne

> > Garage Salvato-Kessi AG, Port

Sektion Thurgau

> > Dorfgarage Joel Moreillon AG,

Münchwilen

Sektion Genf

> > LCG Automobiles Sàrl, Aïre

Sektion Graubünden

> > Garage Bruno, Chur

> > Alpina Chur AG, Chur

> > Auto Mirer AG, Obersaxen

Meierhof

Sektion Neuenburg

> > Imperial Cars Sàrl, Le Locle

Sektion St. Gallen,

Appenzell, Fürstentum

Liechtenstein

> > Garage Uznaberg Beklevic,

Neuhaus

> > Garage Heierli, Gais

> > ZIZ Reparaturwerkstatt GmbH,

Balgach

> > Auto Linher Anstalt,

Sennwald

> > Dorfgarage Hundwil GmbH,

Hundwil

> > Dorf Garage Heiden AG, Heiden

> > Alvier-Garage Sevelen GmbH,

Sevelen

Sektion Freiburg

> > Garage des Planchettes Sàrl,

Ependes

> > Pilloud Auto-Electricité Sàrl,

Châtel-St-Denis

10

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


DIE 5 STERNE CARROSSERIEBETRIEBE

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«Die Carrosserie hat für uns eine grosse Bedeutung»:

Daniele Bon (links), Leiter Carrosserie, und Kurt Giger,

Verkaufsleiter und Leiter Kundendienst der Ruckstuhl-Gruppe.

Garagistenzmorge bei der Ernst Ruckstuhl Automobile AG in Kloten

«Wir wollen unseren

Kunden alles rund ums

Auto anbieten»

Schon seit den 1970er-Jahren führt die Ruckstuhl-Gruppe neben dem klassischen Garagengeschäft eine Carrosserie-

Abteilung als Profitcenter. Heute generiert das Unternehmen rund einen Fünftel des Werkstattumsatzes mit dem Beheben

von Beulen, Schrammen und Glasschäden. Sandro Compagno

12

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


RUNDUMSERVICE

Millimeterarbeit: Drei Ruckstuhl-Mitarbeiter sind daran, eine reparierte Frontscheibe in einen Lieferwagen einzubauen.

Kurt Giger ist Leiter Kundendienst und Verkaufsleiter

bei der Ruckstuhl-Gruppe. Er

bringt die Philosophie des Unternehmens

mit seinen sechs Standorten auf den Punkt:

«Wir wollen unseren Kunden alles rund ums

Auto anbieten.» Dazu gehören seit bald 50

Jahren auch Carrosseriearbeiten an sämtlichen

Marken. Bis 1987 war die Spenglerei

im damaligen Ruckstuhlbetrieb an der

Brandschenkestrasse in Zürich angesiedelt.

«Danach gelang es einem jungen, sehr talentierten

und engagierten Carrosseriespengler,

Firmenchef Ernst Ruckstuhl davon zu überzeugen,

dass er in einem eigenständigen

Profitcenter erfolgreich arbeiten könne», erinnert

sich Kurt Giger und blickt lachend zu

Daniele Bon. Der junge Carrosseriespengler

von damals ist heute Leiter Carrosserie und

wie Kurt Giger ein Mitglied der sechsköpfigen

Geschäftsleitung.

Bis 2015 beschäftigte Daniele Bon ausschliesslich

Carrosseriespengler, Lackierarbeiten

wurden an Partner vergeben: «Vor

vier Jahren haben wir uns entschieden, einen

Schritt weiterzugehen, und nahmen eine topmoderne

Lackiererei in Betrieb.» Trotzdem

arbeitet die Ruckstuhl-Gruppe auch weiterhin

mit externen Carrossiers zusammen.

«Mit einigen seit 30 Jahren», präzisiert Daniele

Bon. Grund: Die Ruckstuhl-Gruppe

ist an sechs Standorten in und um Zürich

präsent, die Carrosserie mit ihren insgesamt

acht Mitarbeitenden (inklusive Lernende) ist

am Hauptsitz in Kloten zentralisiert. Ob

ein Fahrzeug in der eigenen Carrosserie landet

oder bei einem Partnerbetrieb zwischen

Affoltern am Albis und Winterthur, hängt

von der Art und Grösse des Schadens ab.

Daniele Bon: «Für kleinere Arbeiten lohnt

es sich nicht, ein Fahrzeug nach Kloten zu

bringen.»

Was nicht bedeutet, dass in Kloten nicht

auch kleinere Arbeiten ausgeführt werden.

Wo immer möglich, wird versucht, zu reparieren

und nicht zu ersetzen. Spot-Repair ist

ein aktuelles Thema für die Carrossiers der

Ruckstuhl-Gruppe. Daniele Bon: «Wir bieten

diese Technologie unseren Kunden aktiv an,

reparieren Scheiben, Scheinwerfer und Felgen,

spritzen kleinere Kratzspuren aus und

drücken Dellen.

Die Carrosserie hat in den letzten Jahren

enorme Fortschritte gemacht: Daniele Bon

zeigt eine Richtanlage, mit der verzogene

Chassis’ nach Unfällen mit bis zu zehn Tonnen

Zugkraft rückverformt werden können.

«Wir arbeiten hier auf den Millimeter genau.

Dazu führen wir vor und nach der Unfall-Instandstellung

eine hochpräzise elektronische

Carrosserievermessung durch. Auf Wunsch

werden die Messwerte ausgedruckt und dem

Kunden mitgegeben.»

Fortsetzung Seite 14

AUTOINSIDE | JuliAugust 201913


RUNDUMSERVICE

Hunderttausende Farbtöne: Daniele Bon erklärt, wie die verschiedenen Farbtöne entstehen.

Rund 300 000 Franken hat die Ruckstuhl-

Gruppe vor vier Jahren in die Erweiterung

der Carrosserieabteilung in Kloten investiert;

dazu kommt jährlich ein fünfstelliger Betrag

für Spezialwerkzeuge und neue umwelttechnische

Betriebseinrichtungen. «Es ist

ein kostenintensives Geschäft», stellt Kurt

Giger fest. Voraussetzung, dieses Geschäft

profitabel zu betreiben, sei «eine gute Auslastung

und dafür muss man einen guten Job

machen». Das gehe nur mit Know-how und

Fachkompetenz, ergänzt Daniele Bon. Diese

Fachkompetenz zu gewinnen und zu binden,

sei eine der grossen Herausforderungen für

die ganze Branche: «Um gute Leute muss

man kämpfen.» Die Ruckstuhl-Gruppe tut

dies mit einem eigenen Ausbildungscenter

in Winterthur. So besuchen die Lernenden

der Ruckstuhl-Gruppe in der Lehrwerkstatt

während der vierjährigen beruflichen Grundbildung

insgesamt 34 Wochen überbetriebliche

Kurse das doppelte der vorgegebenen

Anzahl. «Gerade im Bereich Automobil-Mechatroniker

profitieren wir von unserem

guten Ruf. Dort haben wir keine Probleme,

geeigneten Nachwuchs zu finden», stellt Kurt

Giger fest.

Das sei im Bereich Carrosserie schon

schwieriger, ergänzt Daniele Bon. Ein Problem

sei dabei die Dauer der vierjährigen Lehrzeit:

«Die Niveau-Unterschiede zwischen den einzelnen

Lernenden sind teilweise enorm. Zwischen

Unterforderung und totaler Überforderung

sehen wir alles.» Das mache der AGVS

mit seinen drei technischen Grundbildungen

(Automobil-Assistent, -Fachmann und -Mechatroniker)

deutlich besser als Carrosserie

Suisse mit seiner vierjährigen Ausbildung

zum Carrossier Spenglerei: «Eine Abstufung

wäre sinnvoll.» Daniele Bon weiss, wovon er

spricht: Die Ruckstuhl-Gruppe ist Mitglied

beim AGVS und bei Carrosserie Suisse.

Eine weitere Schwierigkeit sehen Daniele

Bon und Kurt Giger in der zunehmenden

Akademisierung. Man müsse dem Beruf des

Carrossiers mehr Wertschätzung entgegenbringen,

sagt Daniele Bon und setzt zu einem

kleinen Werbespot an: «Als Carrossier sieht

man am Abend, was man den ganzen Tag

über geleistet hat: Am Morgen wird ein Auto

verbeult und beschädigt in die Carrosserie

gebracht. Am Abend rollt es in tadellosem

Zustand wieder auf die Strasse. Das ist doch

ein erfüllendes Gefühl!»

Neue Technologien würden den Beruf

abwechslungsreich und herausfordernd

machen, ergänzt Kurt Giger und zählt auf:

«Spot-Repair, Glasreparaturen, Kunststoff-

Reparaturen, Lackieren mit Stickstoff …

Für die Zertifizierung von Mercedes-Benz

haben wir eigens einen Bereich für Aluminium-Arbeiten

eingerichtet. Wir sind Repanet-Partner.

Wir wollen fit bleiben für neue

Technologien und investieren permanent

in die Weiterbildung.» Viele kleinere Carrosserien

könnten aufgrund des hohen Investitionsbedarfs

mit der Entwicklung nicht

Schritt halten, meint Kurt Giger. «Und wer

nicht investiert, der gerät in Schwierigkeiten.

Kleinbetriebe haben zunehmend Mühe, die

Auflagen der Hersteller zu erfüllen, weil es

dazu bestimmte Technologien und Kompetenzen

braucht.» Voraussetzung dafür sei ein

gewisses Auftragsvolumen, ergänzt Daniele

Bon: «Eine 1- oder 2-Mann-Spenglerei hat es

da sehr schwer.»

Neue Technologien sind nicht nur innerhalb

des Betriebs ein Thema, sondern auch

auf der Strasse. Autonome, selbstfahrende

Autos sind zwar noch immer Zukunftsmusik,

aber auch moderne Fahrerassistenzsysteme

sorgen dafür, dass die Carrosserieschäden weniger

werden. Kurt Giger bestätigt: «Die An-

14

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


RUNDUMSERVICE

zahl ist rückläufig, aber die Schäden werden

teurer.» Den Carrossiers bringen die teureren

Schäden wenig, denn Kostentreiber sind vor

allem die zu ersetzenden Teile. Kurt Giger:

«Wir leben nicht von den Ersatzteilen, sondern

von der verkauften Arbeit.»

In 50 Jahren werde es dank autonom fahrenden

Autos kaum mehr Schäden geben,

meint Kurt Giger. «Aber heute sind 4,5 Millionen

Personenwagen auf den Schweizer Strassen

unterwegs und kein einziger davon ist

selbstfahrend. Auch die Autos, die wir heute

verkaufen, brauchen noch einen Menschen

am Lenkrad.» Und wo Menschen sind, passieren

Fehler. Und wo Fehler passieren, da kracht

es auch einmal.

Sicher ist eines: Den Carrossier Spenglerei

und Lackiererei wird es noch lange brauchen.

Während wir uns online mit «Chat-Bots»

unterhalten und Textroboter journalistische

Beiträge schreiben (diesen nicht!), während die

ersten Läden ohne Kassen auskommen und

die Roboter am Fliessband den fehleranfälligen

Menschen ersetzen, sind Jobs im Autogewerbe

kaum von der Automatisierung bedroht. Eine

OECD-Studie kommt zum Schluss, dass Tätigkeiten

schlecht von Maschinen zu erledigen

sind, wenn sie Wahrnehmung und Handgriffe

in unstrukturierten oder komplexen Umfeldern,

kreative Intelligenz oder soziale Intelligenz

erfordern. Komplexe Aufgabenstellungen,

Kreativität und Teamwork: drei Attribute, welche

die Berufsfelder im Auto- und Carrosseriegewerbe

bestens umschreiben. Daniele Bon:

«Dass in Zukunft ein Roboter Autos repariert,

halte ich für ausgeschlossen. Den Menschen

wird es noch lange brauchen.» <

Die Rucktuhl-Gruppe: In der dritten Generation erfolgreich

«Lerne zu dienen, setze alle deine Fähigkeiten

ein, nach bestem Wissen und Gewissen. Wo

immer das Leben dich hinstellt, dann brauchst

du dich um das Verdienen nicht zu sorgen.»

Der Leitspruch stammt von Ernst Ruckstuhl

senior. Die Ruckstuhls gehören mit Namen wie

Frey, Haefner oder Hutter zu jenen Garagisten-

Familien, die das Autogewerbe der Schweiz in

den letzten fast 100 Jahren geprägt haben und

noch heute prägen.

1932, mitten in der Rezession, wagt Ernst

Ruckstuhl senior mit 34 Jahren den Schritt in

die Selbstständigkeit und gründet eine eigene

Firma. Das erste Domizil ist an der Florastrasse

im Zürcher Seefeldquartier. Ernst Ruckstuhl hat

sich als ebenso talentierter wie zuverlässiger

und fairer Mechaniker einen Namen gemacht.

Daneben nimmt er erfolgreich an Autorennen

teil, besingt als Jodler und Volksmusiker

Schallplatten und ist ein geachteter Turner

und Schwinger. Das Unternehmen von Ernst

Ruckstuhl wächst schnell.

«Auf eigenen Rädern» von Wirtschaftshistoriker

Bernhard Ruetz erzählt auf 80 Seiten

und reich bebildert, wie die Unternehmerfamilie

Ruckstuhl ihren Betrieb durch ein

wechselhaftes Jahrhundert lenkt und dabei den

Prinzipien des Gründers stets treu geblieben

ist. 1956 übernimmt Ernst Ruckstuhl junior

das Steuer. Während sein Vater an Mechanik

weit stärker interessiert war als an Finanzbuchhaltung,

baut Ernst Ruckstuhl junior das

Unternehmen nach betriebswirtschaftlichen

Grundsätzen um. Er gründet eine AG und

expandiert. Daneben engagiert er sich in der

AGVS-Sektion Zürich und in der ESA, die er

von 1970 bis 1983 präsidiert.

Mit Martin und Maya Ruckstuhl führt heute die

dritte Generation die Ruckstuhl-Gruppe. An

sechs Standorten erwirtschaftet das Familienunternehmen

mit 93 Mitarbeitenden und 31

Lernenden rund 55 Millionen Franken Umsatz.

Weitere Infos unter:

ruckstuhlgaragen.ch/kloten

www.MediaTel.ch

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RUNDUMSERVICE

Ein Blick hinter die Werkskulissen

Kärcher macht ernst

Der Anbieter für Reinigungstechnik hat Anfang 2019 sein neues Versuchs- und Testzentrum Fahrzeug-Waschanlagen

am Stammsitz bei Stuttgart in Betrieb genommen. Damit zeigt das Unternehmen, dass es auch im Bereich Fahrzeug-

Waschanlagen ein gewichtiges Wort mitreden will. André Bissegger

16

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


RUNDUMSERVICE

Im Versuchs- und Testzentrum Fahrzeug-Waschanlagen werden alle neuen Kärcher-Produkte auf Herz und Nieren geprüft.

2,5 Milliarden Euro erzielte die Alfred Kärcher

SE & Co. KG im vergangenen Jahr der

höchste Umsatz in der Firmengeschichte.

Wie viel davon auf den Bereich Fahrzeug-

Waschanlagen entfällt, kommuniziert das

Familienunternehmen nicht. Der prozentuale

Anteil dürfte jedoch überschaubar sein

noch. Denn der Reinigungsgerätehersteller

hat gerade «eine grosse Investition in die Zukunft

getätigt», wie Bernd Knisel, Senior Director

Development & Engineering, an einer

Presseveranstaltung Anfang Juni sagte.

Gemeint ist damit das neue Versuchs- und

Testzentrum Fahrzeug-Waschanlagen, das

im Februar dieses Jahres nach zweijähriger

Bauzeit bezogen wurde. Laut Knisel wurde es

unter anderem gebaut, weil man den Marktanteil

steigern will. «Wir müssen trotz der

Volumensteigerung die Entwicklungsqualität

sicherstellen.» Ausserdem geht es um

die Reduktion der Produkteinführungszeit,

also der Time-to-Market. Optimale Arbeitsbedingungen

und Schulungsmöglichkeiten

sind weitere Stichworte.

Das dreistöckige Gebäude mit einer Versuchsfläche

von 2100 Quadratmetern beeindruckt

unter anderem durch seine Dimensionen.

So wurden beispielsweise 40 Kilometer

Starkstromkabel verlegt und die riesige Lüftungsanlage

wälzt 47 000 Kubikmeter Luft

pro Stunde um. «Ich bin sehr stolz, dass wir

ein solches Zentrum haben», sagt Knisel.

«Wir sind damit sehr gut aufgestellt und

brauchen uns damit nicht zu verstecken.»

UV-Studio und Schalllabor

Knisel und sein Team waren dafür besorgt,

dass die Fläche für die verschiedenen

Teilbereiche wie Warenanlieferung, Werkstatt

oder Prüf- und Dauerlaufräume optimal

verteilt und vom Ablauf her logisch

angeordnet wurden. Sowohl die manuelle

wie die automatische PKW-Wäsche und die

Nutzfahrzeugwäsche haben eigene Räume, in

denen unter anderem die neue Waschanlage

«Klean!Star iQ» auf Herz und Nieren geprüft

wurde.

Kärcher überlässt dabei nichts dem Zufall

und achtet auf die kleinsten Details: Im

UV-Studio testen die Ingenieure, wie sich

Kunststoffteile über die Jahre bei Sonnenlicht

verhalten dank Zeitraffer in verkürzter

Zeit. Im Schalllabor hören über 60

Mikrofone genau hin und forschen, wo der

Schall entsteht. Für die Ohren unangenehme

Pfeiftöne werden anschliessend dank gezielt

eingebauten Resonatoren unterdrückt. Selbst

das Recyclingwasser, das bei den Versuchen

teilweise verwendet wird, holt Kärcher von

seinen Feldtestpartnern. «Wir achten darauf,

dass unsere Tests so realistisch wie möglich

sind», sagt Knisel.

Diese Feldtestpartner sind es denn auch,

die quasi die Abschlusskontrolle durchführen:

Sie stellen Kärcher ihre Infrastruktur

und ihre eigenen Kunden für die finalen

Prüfungen zur Verfügung, indem der Reinigungsspezialist

dort seine Neuentwicklungen

einbauen respektive verwenden darf.

«Wir erhalten so nochmals ein Feedback aus

dem realen Umfeld», sagt Knisel. «Erst danach

machen wir den grossen Haken an das

Produkt.»

Unterstützt wird das Team während der

gesamten Versuchs- und Prüfdauer von der

zentralen Entwicklungsabteilung am Standort

in Winnenden. Dies bringt zahlreiche

Vorteile mit sich: Allen voran der, dass sich

die Fachabteilungen Knisel: «auch die Kollegen

vom Service, der Anwendungstechnik

und der Reinigungsmittelentwicklung»

bereits während des Entwicklungsprozesses

eng begleiten und gegenseitig unterstützen

können. Knisel spricht von «enormen Möglichkeiten»,

da sie direkt auf eine Vielzahl

von fachspezifischen Experten zurückgreifen

können. Zudem kann der Service und der

Vertrieb das Zentrum auch für Schulungen

nutzen.

Innovation als Bestandteil der

Firmenkultur

Da sämtliche Fraktionen von Anfang an

eingebunden werden, verkürzt sich die Entwicklungszeit

von Produkten. Diese dauert

bei Kärcher im Durchschnitt rund zwei Jahre

manchmal geht’s schneller, grosse Innovationen

benötigen teilweise auch mehr Zeit.

Innovation ist bei Kärcher laut eigener

Aussage seit der Gründung im Jahr 1935 ein

wesentlicher Bestandteil der Firmenkultur

und der wichtigste Wachstumsfaktor. Das

zeigt sich daran, dass etwa 90 Prozent aller

Fortsetzung Seite 18

AUTOINSIDE | JuliAugust 201917


RUNDUMSERVICE

Produkte maximal fünf Jahre alt sind. Über 1000 Mitarbeiter sind im

Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Aktuell hält Kärcher über

630 aktive Patente seit der Firmengründung hat der Reinigungsgerätehersteller

über 1800 Patente angemeldet.

Entwickler arbeiten an der Zukunft

Das grosse Innovationsziel von Kärcher bei der Fahrzeugwäsche

lautet: jedes Auto in nur noch einem Durchgang waschen und trocknen

ohne auf Reinigungs- und Pflegefeatures verzichten zu müssen.

«Das ist eine grosse Herausforderung», sagt Gerhard Stadler, Director

Global Sales & Product Management Vehicle Wash. Aber wer in Winnenden

über das Firmengelände schlendert, dem wird sofort klar:

Kärcher arbeitet daran.

Zu den grossen Herausforderungen gehören unter anderem die

aussergewöhnlichen und unterschiedlichen Konturen sowie Grössen

der Fahrzeuge. Diese haben sich stark verändert während das Prinzip

der Autowäsche gleich blieb: ein umgekehrtes U, zwei Vertikalbürsten

und eine Horizontalbürste. Damit wird es immer schwieriger,

sämtliche Winkel der Carrosserie zu erreichen. «Bei den Herstellern

geht Design über Funktion», sagt Stadler. «Ihr Fokus liegt nicht darauf,

ob ein Auto noch waschbar ist oder nicht.» Ein Grund: Die Autowaschlobby

ist zu klein.

eine Herausforderung. Stadler ist aber zuversichtlich, dass das System

demnächst auf den Markt kommen wird.

Bis das Innovationsziel erreicht wird, dauert es also noch. Die

Arbeit gleicht dem Zusammensetzen eines Puzzles. Stadler bestätigt:

«Alles gut abzustimmen, ist die grosse Herausforderung».

Neue Entwicklungen verändern zudem laufend die Rahmenbedingungen:

Neben optimierten ökologischen Massnahmen braucht

es auch neue Technologien beispielsweise für eine bessere Positionierung

des Fahrzeugs im Portal oder für die Schmutzerkennung.

Schafft das autonome Fahren den Durchbruch, «muss jemand dem

Auto sagen, wo es stehen muss». Auch dieses Problem sei bisher nicht

gelöst. Langweilig wird es dem Reinigungsgerätehersteller definitiv

noch lange nicht. <

Weitere Infos unter:

kaercher.com/ch

Also machen sich die Entwickler daran, auch noch die letzten

Winkel mit der Bürste zu erreichen. Die neue «Klean!Star iQ» verfügt

beispielsweise über intelligente Seitenbürsten, die in sechs bis acht

einzelne Segmente unterteilt sind. Diese intelligente Bürste «K!Brush

iQ» ist mit mehreren Patenten geschützt und in der Lage, sich komplett

an die Form des Fahrzeugs anzuschmiegen. Stadler spricht in

diesem Zusammenhang von «höchster Ingenieurskunst».

Dazu kommt das Radwaschsystem «K!Planet iQ»: Der Planetenradwäscher

arbeitet wie eine elektrische Zahnbürste mit drei rotierenden

Bürsten selbst grosse Felgen oder die Felgen an grossen Autos sollen

so vollständig erreicht werden. «Damit sind wir führend in der Fahrzeugwäsche»,

betont Stadler.

Trocknen wie mit dem Düsenjet

Im Bereich der Trocknung entwickelt Kärcher laut Stadler das

«innovativste Trocknungssystem in der Autowäsche-Industrie». Der

Hochleistungstrockner «K!Dry iQ» arbeitet mit zwei drehbaren Rohren

inklusive Düsen, die in Pflugform angeordnet sind und über das

Fahrzeug fahren. Die Gebläse rotieren mit einer Geschwindigkeit von

rund 18 000 Umdrehungen pro Minute so gelangt die Luft auch an

schwierige Passagen. «Der ‹K!Dry iQ› stellt uns noch vor Probleme

und wird daher auch noch nicht vermarktet.» Das Zusammenspiel

der Seitentrockner mit dem Hochleistungsgebläse sei nach wie vor

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18

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


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Quality1 AG

Vertrauen schaffen

mit Garantie

Durch die Zusammenarbeit mit dem AGVS bietet die Quality1 AG, die Nummer 1 für Fahrzeuggarantien in der Schweiz,

für AGVS-Mitglieder die AGVS-Garantie (Reparaturkosten-Versicherung für Neuwagen und Occasionsfahrzeuge) an.

Wie hilft Ihnen die AGVS-Garantie bei Ihrer

Kundenbindung?

Es hilft nachweislich, Kunden zu generieren,

den Absatz zu steigern und die Kundenbindung

zu erhöhen, denn eine Garantieversicherung

schafft Vertrauen. Auch überregional

sichern wir uns ab, dass eventuelle Schäden

durch unseren langjährigen Partner Quality1

AG professionell und standardisiert abgewickelt

werden. Wir bieten unseren Kunden

meist die Premium Garantie ohne Selbstbehalt,

denn zu unseren Premium-Produkten

gehört auch die Premium-Garantie.

Ausgezeichneter Service, fundierte Beratung: Seebad Garage AG in Feldmeilen.

pd. Dies nutzt auch Stefan Baumann von

der Seebad Garage AG in Feldmeilen ZH. Die

Seebad Garage ist ein kompetenter Servicebetrieb

für Audi am rechten Zürichsee-Ufer

und einer von sieben Betrieben der Happy-

Netz-Gruppe. Das Seebad-Team zählt 16 Mitarbeiter,

die ihren Kunden gerne einen ausgezeichneten

Service und fundierte Beratung

für ihr Fahrzeug bieten. Zum Verkauf stehen

die aktuellen Modelle von Audi bereit.

Um sicherzustellen, dass der Kunde rundum

zufrieden und abgesichert ist, bietet

Stefan Baumann dazu eine Garantie der

Quality1 AG an. Im Interview spricht er über

seine Erfahrungen mit den Fahrzeuggarantien

der Quality1.

Herr Baumann, Ihr Betrieb arbeitet seit

Jahren mit der Quality1 AG zusammen was

schätzen Sie an dieser Partnerschaft?

Stefan Baumann, Geschäftsführer Seebad

Garage AG: Über die AGVS-Kooperation

haben wir mit der Quality1 AG einen zuverlässigen

Partner an unserer Seite. Quality1

bietet uns umfangreiche Garantielösungen

für Neuwagen und Occasionsfahrzeuge. Wir

schätzen vor allem auch den unkomplizierten

Kontakt mit der Quality1, besonders bei

einem Schadenfall. Aus einem Schadenfall,

der meist mit negativen Schwingungen behaftet

ist, ergibt sich dank transparenter

Kommunikation und klar definiertem Deckungsumfang,

den die AGVS-Garantie bietet,

dennoch ein positives Gefühl.

Sie sprechen es an: Wie wichtig ist

Ihnen der persönliche Kontakt zu einem

Aussendienstmitarbeiter?

Für uns ist das einer der Gründe, warum

wir mit der Quality1 zusammenarbeiten. Es

ist wichtig, dass wir mit Jonas Rüegg einen

persönlichen Ansprechpartner bei Fragen

haben.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Preis-/

Leistungsverhältnis der AGVS-Garantie?

Sehr. Ich schätze diese privilegierte Lösung,

die einfache Handhabung sowie die

guten Deckungsvarianten der AGVS-Garantie.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kilometer

unbegrenzt sind. <

Weitere Infos unter:

quality1.ch

Wie wichtig ist für Sie und Ihre Kundschaft

das Thema Fahrzeuggarantie beim Verkauf

eines Neu- oder Gebrauchtwagens?

Es ist für uns und unseren Kunden sehr

wichtig, denn wir sind auch interessiert daran,

dass er mit seinem Fahrzeug zufrieden

ist und nicht weitere Kosten auf ihn zukommen.

Zudem ist es für uns ebenfalls eine Absicherung.

Darum ist die Fahrzeuggarantie

für uns auch eine Kundenbindungsstrategie.

Garagist Stefan Baumann (links) und Quality1-

Aussendienstmitarbeiter Jonas Rüegg.

AUTOINSIDE | JuliAugust 201919


RUNDUMSERVICE

Autowäsche gestern und heute

Die Revolution ist heute Pflicht

Vor über 50 Jahren revolutionierte die legendäre «Stützliwösch» die Autopflege

in der Schweiz. Heute gehört die Autowäche zum Pflichtprogramm beim Rundumservice,

so gibt es allein drei unterschiedliche Systeme zur Felgenreinigung. Jürg A. Stettler

Seit es Autos gibt, gibt es auch dreckige

Autos und somit das Bedürfnis, den geliebten

fahrbaren Untersatz zu reinigen. Erste

Waschstrassen, bei denen die Fahrzeuge

zwar noch von Hand gewaschen, abgespült

und getrocknet, aber eben schon per Seilwinde

von Station zu Station gezogen wurden,

kamen in den 1930er-Jahren in den USA auf.

Die erste halbautomatische Autowaschanlage

samt Wasserberieselung sowie Trocknung

über Luftdüsen entstand dann 1946 in der

boomenden US-Motorcity Detroit.

Es brauchte aber noch gut 20 Jahre, bis der

Trend über den grossen Teich nach Europa

gelangte. Erst 1962 meldete in Deutschland

Wesumat die erste automatische Waschanlage

zum Patent an. Drei Jahre später war

dann auch in der Schweiz vorerst Schluss

mit Handwäsche. Für zwei Franken konnte

man damals für ganze zwölf Minuten sein

Auto an der ersten Waschanlage in Zürich

putzen. Zuerst wurde der Wagen mit einem

besonders schmutzlöslichem Shampoowasser

abgebürstet und dann mit einer Sprühpistole

sauber abgespritzt revolutionär,

sogar das Schweizer Fernsehen berichtete

darüber!

Waschanlage zur Kundenbindung

Autowaschen gehört noch immer zur

Lieblingsbeschäftigung von Herr und Frau

Schweizer, vor allem kurz vor dem oder am

Wochenende. Da es grundsätzlich verboten

ist, das Auto daheim mit einem Hochdruckreiniger

zu waschen, weil dadurch Öle und

Fette ins Grundwasser gelangen könnten,

fährt man dazu entweder in die in letzter

Zeit wie Pilze aus dem Boden schiessenden

Auto-Spas oder zu seinem Garagisten. Denn

Waschanlagen stellen für Garagenbetriebe

ein gutes Differenzierungsmerkmal und

Kundenbindungsinstrument dar. Vier von

fünf Autobesitzern waschen ihr Fahrzeug in

einer Autowaschstrasse oder einer Portalwaschanlage

und das durchschnittlich rund

sieben Mal pro Jahr.

Abwasserrecyclinganlage notwendig

Für den Kunden ist das Ganze mit dem

geputzten Auto erledigt. Für den Garagisten

noch lange nicht! Denn um Schadstoffwerte

und den Trinkwasserbedarf zu reduzieren,

schreibt das Gesetz ab 5000 Waschgängen

pro Jahr beispielsweise eine Abwasserrecyclinganlage

vor diese nicht einmal 14 Fahrzeuge

pro Tag sind auch für kleinere Betriebe

rasch erreicht. Dies sollte jedoch nicht davon

abhalten, dem Kunden eine Waschmöglichkeit

anzubieten. Eine Portalwaschanlage

oder gar ein Waschpark ist oft eine optimale

Ergänzung zum Garagenbetrieb. Die meist

hohe Frequenz der Anlagen lässt sich ideal

für Eigenwerbung nutzen und von der zusätzlichen

Kundenfrequenz profitiert in der Regel

auch der Garagenbetrieb.

Ist sich der Garagist unsicher, ob sich eine

Waschanlage wirklich rechnen könnte, lohnt

sich eine Analyse des Standortes, aber auch

eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durch

Experten oder einen Anbieter wie etwa

20

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


RUNDUMSERVICE

Bilder: Autop Waschstrasse Zürich HB

der Otto Christ AG, Kärcher Schweiz, der

Aquarama Swiss AG, der KSU/A-Technik AG

oder der ESA. Die Firmen verfügen nicht nur

über jahrzehntelange Erfahrung, sondern

können einen Garagisten auch bei der Auswahl

der jeweils passenden Anlagen kompetent

beraten, sei dies nur schon betreffend

Waschhöhe oder auch Spurbreiten.

Hinterlegte Daten helfen

Die einzelnen Hersteller bieten heute

nicht zuletzt aufgrund von Patentschutz-Einträgen

die unterschiedlichsten Arten von

Wasserdüsen und Bürstensystemen an. Ob

Felgen nun mit im Uhrzeiger- oder Gegenuhrzeigersinn

oder gar elliptisch kreisenden

Bürsten gewaschen werden, ist dem Kunden

letztlich egal, Hauptsache sein Wagen ist am

Schluss sauber. Dies hängt nicht zuletzt von

den Daten ab, mit denen die Industrieroboter

der Waschanlagen gefüttert sind. Denn

neben der durch die Sensoren erfassten

Daten zu Höhe und Breite greift die Waschanlage

auf die hinterlegten Daten zu den verschiedenen

Automodellen zu. So kann man

den Waschvorgang genauer steuern und bei

modernen Anlagen sogar auf Eigenheiten

gewisser Fahrzeuge Rücksicht nehmen.

Durch aktuelle Daten und stetige Updates

wird nicht nur die Verschmutzung wirksam

bekämpft, sondern vor allem auch die Gefahr

von Beschädigungen an den Fahrzeugen

minimiert. Nichts Ärgerlicheres für einen

Garagisten, als wenn er sich mit Lackkratzern

oder gar eingedrückten Carosserieteilen

und verkeilten Bürsten rumschlagen muss.

Lieber sieht man den Kunden glücklich und

mit tipptopp gewaschenem Auto vom Hof

fahren. <

Wussten Sie, dass...

… 1962 Gerhard Weigele und Johann Sulzberger von der Wesumat Autowaschanlagen GmbH mit dem

«Rundläufer», der mit zwei Bürsten rund ums Auto fuhr, die erste Anlage für Europa patentieren liessen.

… 1964 die erste vollautomatische Waschstrasse mit Münzautomaten, bei der die Fahrer erstmals in

ihren Fahrzeugen sitzbleiben können, auf den Markt kam.

… Regisseur Michael Schultz für seine US-Musikkomödie «Car Wash der ausgeflippte Waschsalon»

1977 sogar die Goldene Palme in Cannes erhielt. Und der Titelsong von Rose Royce zu einem weltweiten

Hit avancierte.

… 1965 die erste automatisierte Waschanlage in Zürich stand. Legendär auch ab 1967 die

«Stützliwösch» der Autop am Zürcher Sihlquai.

… die wohl modernsten und grössten Autowaschstrassen der Schweiz, die Auto-Spa in Chur und

Gossau SG, fünf Autos gleichzeitig bearbeiten und so rund 100 Fahrzeuge pro Stunde reinigen können.

AUTOINSIDE | JuliAugust 201921


RUNDUMSERVICE FOKUS

«Das Nonplusultra!»: Garagist Markus Lerch präsentiert das Terminal seines neuen Waschportals in Rothrist.

Waschportal Aquarama Stargate S111

Ein Zusatzgeschäft,

das sich gewaschen hat

Der Konkurs der Traditionsmarke Saab riss Markus Lerch vor einigen Jahren beinahe selbst in den Ruin. Mit Skoda, Seat und

Mitsubishi hat der Garagist aus Rothrist AG wieder Fuss gefasst. Ihm ist eines klar: «Es geht nur über Zusatzleistungen.»

Sandro Compagno

Sei es der hervorragende Espresso, den er

extra bei einem Kaffeeröster in Basel ordert.

Sei es eine Show mit Vorhang, Bodennebel

und Scheinwerfern bei der Fahrzeugübergabe.

Oder sei es mit dem neusten Waschportal

aus dem Hause Aquarama, der Stargate S111.

Der erfolgreiche Garagist von heute ist vor

allem Dienstleister.

Als «absolute Meisterleistung» preist der

italienische Hersteller seine neue Portalanlage

im Prospekt an. Als «Nonplusultra» bezeichnet

es Garagist Markus Lerch zehn Tage

nach Inbetriebnahme in seinem Garagenbetrieb

in Rothrist. Lerch hat sich für eine

Doppel-Portalanlage entschieden, die für ihn

und seine Kunden mehrere Vorteile bringt:

Knapp drei Minuten benötigt die Stargate

S111 für eine normale Autowäsche, rund

sechs Minuten für das Premium-Programm

mit Intensiv-Aktivschaum, Glanz-Wachskonservierung,

Premium-Doppeltrocknung und

oszillierender Unterbodenwäsche. «Die Leute

schätzen diese grosse Variabilität», stellt

Markus Lerch fest. «Ein Politurprogramm

22

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


FOKUS RUNDUMSERVICE

von dieser Qualität bietet nicht jeder an.»

Mit dem Doppelportal, bestehend aus

einem Bürsten- und einem Trockenportal,

lassen sich in einem Waschgang mehrere

Waschschritte vollziehen: Das spart Zeit, was

sowohl die Garagenmitarbeiter wie auch die

Kunden schätzen. «Es gibt solche, die kommen

bis zu viermal pro Woche», erzählt Markus

Lerch in einer Mischung aus Freude und

leichter Verwunderung.

25 000 Autowäschen pro Jahr peilt die

Lerch AG Rothrist mit der Investition an,

davon 5000 für interne Zwecke. Auch darum

hat er sich für ein Portal und gegen eine

Waschstrasse entschieden: «Ein Mitarbeiter

kann den Wagen ins Portal stellen, das Programm

wählen und dann einer anderen Tätigkeit

nachgehen, bis das Auto gewaschen

ist. In einer Waschstrasse muss er entweder

im Wagen sitzenbleiben oder diesen unmittelbar

nach der Wäsche aus der Waschstrasse

hinausfahren.» Das Portal erhöht die Effizienz

im Betrieb.

Die Stargate S111 ist eine Selbstbedienungsanlage

und daher 24 Stunden in Betrieb.

«Von 22 Uhr bis 2 Uhr morgens machen

wir rund 60 Prozent des Umsatzes, den wir

tagsüber erzielen», stellt Markus Lerch fest.

Vor allem junge Autofans wollen ihre Fahrzeuge

auf Hochglanz gestylt haben, ehe sie

ins Nachtleben ziehen. Für den Garagisten ist

die Anlage «ein Produkt, mit dem wir uns

von der grossen Masse abheben». Und für

Aquarama ist Lerch «ein Referenzkunde»,

wie Bernd Albiez, Leiter Kundendienst bei

Aquarama Swiss AG, feststellt.

Aquarama ist als Herstellerin von Waschanlagen

mit der Aquarama Swiss AG ein relativ

neuer Player im Schweizer Markt. Erst seit

2006 stellen die Italiener aus der Umgebung

der piemontesischen Weinbauregion Barolo

eigene Waschanlagen her. Mit acht Mitarbeitern

brachte Aquarama im Jahr 2008 die erste

eigene Waschanlage auf den Markt. Etwas

mehr als zehn Jahre später beschäftigt das

von der Familie Bosio geführte Unternehmen

120 Mitarbeiter, führt drei Tochtergesellschaften

und exportiert in über 50 Länder.

In der Schweiz sind bis heute bereits mehr

als 100 Waschstrassen, Waschportale und

Selbstbedienungsanlagen in Betrieb, und die

Zahl wächst weiter. «Der Entwicklungsfortschritt

ist enorm» sagt Bernd Albiez. «Feedbacks

und Verbesserungsvorschläge fliessen

laufend über die Entwicklungsabteilung in

die Produktion».

Neu ist in der Schweiz an sämtlichen

Stargate-Portalen beispielsweise der «Soft-

Start-Antrieb» bei allen radialen und axialen

Antrieben der Standard, erklärt Bernd Albiez:

«Die Getriebemotoren setzen so nicht

mehr ruckartig ein, sondern fahren mit dem

frequenzgeregelten Soft Start an. Das erhöht

die Lebensdauer und senkt die Wartungskosten.»

Der Lifetime-Zyklus beträgt für

eine moderne Anlage rund zehn Jahre. Bernd

Albiez: «Regelmässige Wartung, Waschzahlen,

Elektronik, Chemie und Wasser sind die

Faktoren, deren Zusammenspiel eine Quadratur

des Kreises ist.»

Ein schönes Bild, um auch das Leben des

Garagisten zu vergleichen, der in Zeiten immer

anspruchsvollerer Kunden, komplexerer

Fahrzeuge und zunehmenden Vorgaben des

Importeurs nach Möglichkeiten sucht, eine

vernünftige Marge zu erzielen und Arbeitsplätze

zu erhalten. Markus Lerch: «Und das

geht nur über Kreativität und über die Qualität

der Dienstleistungen rund ums Auto.» <

Weitere Infos unter:

aquarama.it/de

Aus Saab wird Skoda

Den Humor hat Markus Lerch trotz all der

Herausforderungen fürs Autogewerbe nicht

verloren: Als der Garagist aus Rothrist zu

Demonstrationszwecken den Saab 95 des

Chronisten ins neue Waschportal stellte, hatte

er die Idee für das Bildkonzept auf dieser

Doppelseite: Ein schwarzer Saab fährt in die

Anlage und nach sechs Minuten kommt ein

weisser Skoda Superb auf der anderen Seite

heraus. Markus Lerch, früher Saab-, heute

Skoda-, Seat- und Mitsubishi-Händler: «Als

Saab-Fahrer muss man sich spätestens jetzt,

wo die Ersatzteile knapp werden, mit Alternativen

beschäftigen…»

Der Wunsch des einstigen Saab- und heutigen Skoda-, Seat- und Mitsubishi-Händlers Markus Lerch: Ein Saab 9-5 fährt ins neue Waschportal und kommt nicht nur blitzblank,

sondern als Skoda Superb wieder heraus.

AUTOINSIDE | JuliAugust 201923


RUNDUMSERVICE

Kampf gegen Wasserknappheit

So spart man Wasser

beim Autowaschen

Im Sommer droht erneut Wasserknappheit. Die Fahrzeuge wollen aber dennoch gewaschen werden. Autos waschen

und trotzdem Wasser sparen geht das? Markus Tschuran, Niederlassungs- und Serviceleiter bei der Otto Christ AG,

erklärt wie. André Bissegger

Der vergangene Hitze-Sommer bleibt in Erinnerung:

Fische, die aus dem viel zu warmen

und seichten Wasser gerettet werden mussten,

staubtrockene Felder, Waldbrandgefahr, ausge

trocknete Brunnen und Wasserentnahmeverbote.

Die Schweiz litt monatelang unter

dem Wüstenklima: Das Thema dominierte

die Medien. Das ganze Land blickte gebannt

in den Himmel, hoffte auf den erlösenden

Regen und stellte fest: Wasser ist wertvoll.

Herr Tschuran, der vergangene Hitzesommer

hat es gezeigt: Wasser ist knapp.

Darf man sein Auto im Sommer überhaupt

noch waschen?

Markus Tschuran: Das Dürfen hängt

wie sich auch gezeigt hat schlimmstenfalls

von den Behörden ab. Es ist jedoch klar, dass

wir trotzdem zu einer vernünftigen Anzahl

Wäschen raten. Der Lack ist im Sommer

nicht nur durch die Hitze extremen Bedingungen

ausgesetzt auch Insekten, Vogelkot

und so weiter hinterlassen Spuren. Wird der

Lack nicht regelmässig gereinigt und gepflegt,

kann das hässliche Folgen haben.

Welche Möglichkeiten bietet die Otto Christ

AG ihren Kunden, um dennoch Wasser zu

sparen?

Wir arbeiten kontinuierlich an Verbesserungen

und Optimierungen, die zum Umweltschutz

beitragen. Dazu zählen sparsamere

Elektromotoren, effizientere Trocknergebläse

und wassersparende Programme.

Fahrzeuge sollten auch im Sommer regelmässig gewaschen werden.

Auch Wasser-Rückgewinnungsanlagen

tragen ihren Teil dazu bei. Das 1963 gegründete

Unternehmen Christ Wash Systems

(Otto Christ AG) setzt wie einige andere

Anbieter auch auf den mechanischen Ansatz

bei der Wasseraufbereitung. Dieser ist

laut Tschuran zwar nicht unbedingt besser

als der biologische, «aber stabiler und in

der Handhabung einfacher». Grob erklärt,

fliesst bei diesem Vorgang das Schmutzwasser,

das bei der Fahrzeugwäsche anfällt,

zur Sedimentation über den Sammelschacht

und Schlammfang ins Entnahmebecken.

Dort bauen die im Wasser vorhandenen Mikroorganismen

die Schmutzfracht biologisch

ab. Anschliessend befördert eine Pumpe das

vorgereinigte Wasser über den Quarzkiesfilter

in den Vorlagebehälter und es kommt

wieder für die Fahrzeugwäsche zum Einsatz.

Dank Belüftung beginnt das Wasser

auch nicht zu riechen. Je nach Anforderung

kann die Anlage in verschiedenen Grössen

geliefert werden. Das Potenzial zum Wassersparen

ist enorm. «Eine Wäsche kann

mit bis zu 80 Prozent Brauchwasser erledigt

werden», sagt Tschuran.

Längst nicht alle Waschanlagenbetreiber

setzen auf eine Wasseraufbereitungsanlage.

Wieso nicht, Herr Tschuran?

Markus Tschuran: Das Wasser ist in der

Schweiz zu billig. Daher ist der finanzielle

Aufwand nicht gross, wenn jemand nur

auf Frischwasser setzt. Eine Wasseraufbereitungsanlage

ist hingegen eine Investition

und braucht Platz auch wenn sie aus ökologischer

Sicht absolut Sinn macht. Es ist auch

eine Gewissensfrage. Trotzdem wollen einige

24

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


RUNDUMSERVICE

Frischwasser einsetzen, so lange die gesetzlichen

Vorschriften dies zulassen. Ich denke

aber, die Restriktionen werden zunehmen.

Wie geht es bei Otto Christ bezüglich

Wasser aufbereitung und Wassersparen

weiter?

Ein gewisser Frischwasseranteil muss immer

beigemischt werden. Mit Brauchwasser

allein funktioniert beispielsweise die Trocknungshilfe

nicht. Unser Ziel ist aber klar:

Wir wollen die Gesamtwassermenge, die

zum Waschen gebraucht wird, reduzieren.

Das kann über einen höheren Wasserdruck,

neue Düsen oder optimierte Waschabläufe

passieren. Wir forschen in alle Richtungen.

Geld sparen kann man nicht nur, indem man

auf die Wasseraufbereitung verzichtet,

sondern auch mit dem Selbermischen der

Chemie. Erleben Sie Kunden, die Ihren

Empfehlungen nicht folgen und ihre Chemie

selbst herstellen?

Nein, das gibt es bei unseren Kunden nicht

mehr. Einige dachten, sie können dadurch

sparen, machten aber negative Erfahrungen.

Die richtige Mischung bei der Chemie ist sehr

wichtig, denn nur so bekommt man bei entsprechender

Wasserqualität eine fleckenfreie

Trocknung hin. Ausserdem trägt sie bedeutend

zum Waschergebnis bei. Ein Beispiel:

Verwendet man gegenüber dem Shampoo zu

viel Trockner, dann gibt es Flecken auf den

Scheiben oder dunklen Fahrzeugen. <

Weitere Infos unter:

www.christ-ag.com

Reines Trinkwasser ist für die Fahrzeugwäsche oft zu wertvoll. Das Waschwasser kann deshalb dank einer Wasseraufbereitungsanlage

im Bild die «Fontis» der Otto Christ AG wiederverwendet werden.

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AUTOINSIDE | JuliAugust 201925


RUNDUMSERVICE

Saubere Autos sind Kundenpflege

Waschanlagen zahlen sich aus

Kunden erwarten ein sauberes Auto, wenn sie es aus der Garage abholen. Die äussere und innere Pflege des Fahrzeugs ist

deshalb auch Kundenpflege. Mit Waschanlagen bieten sich ausserdem Möglichkeiten für Zusatzumsätze. Sascha Rhyner

Herr Battaglia, kann der Garagist mit einem

Waschangebot Geld verdienen? Und mit

welchen Angeboten kann er bei seinen

Kunden punkten?

Carmelo Battaglia, Category Manager

Autowaschtechnik bei der ESA: Sehr wohl,

denn saubere Autos sind sehr beliebt. Wenn

sich der Garagist mit der passenden Waschanlage

entsprechend organisiert, sind leicht

interessante Umsätze zu erzielen. Wichtig ist,

dass bereits bei der Planung an alles gedacht

wird. Die Gebietsleiter der ESA besitzen viel

Wissen und Erfahrung, das sie bei der Beratung

und Planung einbringen. Die Waschanlage

und deren Ausrüstung sind dabei

fundamental, aber nicht nur: Ein gemütlicher

Warteraum, idealerweise mit Sicht auf den

Showroom oder Occasionenplatz, kann Zusatzumsätze

generieren. Oder ein Selbstbedienungsstaubsauger

auf einer ungenutzten

Fläche. Dies sind nur zwei einfache Beispiele,

an die aber bereits in der Planungsphase gedacht

werden muss. Letztlich geht es darum,

dass der Betreiber mit seinem Angebot die

Erwartungen der Kunden erfüllt oder idealerweise

sogar übertrifft, damit sie in seine

Waschanlage fahren und nicht in eine andere.

Wie profitiert der Garagist von der Partnerschaft

ESA-Washtec?

Alle Washtec-Innovationen orientieren

sich konsequent an den sich wandelnden

Bedürfnissen von Kunden und Betreibern,

und dies auch mit Rücksicht auf länderspezifische

Eigenschaften. Dank der grossen

Anzahl an Waschanlagen, welche die ESA

in der Schweiz verkauft, werden bei der Entwicklung

einzelner Optionen oder ganzer

Anlagen die Inputs der ESA berücksichtigt.

Ein Aspekt, der nicht erstaunt, da der

Markt für Innovationen schon immer sehr

offen war. Alle im Waschbereich beteiligten

Mitarbeiter der ESA werden regelmässig im

Werk geschult und aus erster Hand über neue

Tendenzen im Carwash-Geschäft informiert.

Reger Austausch findet auch zwischen den

international tätigen Kollegen statt. Der

Garagist profitiert somit direkt von dieser

Partnerschaft und kann über die ESA ein

qualitativ hochstehendes, innovatives Premium-Produkt

erwerben.

Seit 40 Jahren vertreibt die ESA die Produkte

von Washtec. Was zeichnet aus Ihrer

Sicht diese Partnerschaft aus?

Eine derart lange, exklusive Partnerschaft

ist im Waschanlagenbereich in der Schweiz

sicher einzigartig. Vor vier Jahrzehnten waren

zudem solche Partnerschaften unüblich,

die ESA und Washtec pflegten von Anfang

an eine partnerschaftliche Beziehung, die

sich im Lauf der Zeit immer weiter entwickelt

hat.

Beide Unternehmen blicken auf eine lange,

erfolgreiche Vergangenheit zurück. Die

in Augsburg (D) ansässige Firma Washtec

hat 1963 die automatische Autowaschanlage

erfunden und gilt seither als weltweit führender

Anbieter von innovativen Lösungen

rund um die Fahrzeugwäsche. Rund 35 000

installierte Waschanlagen in mehr als 80

Ländern waschen täglich über zwei Millionen

Fahrzeuge. Die ESA ist seit 80 Jahren die

Einkaufsorganisation des Schweizer Autound

Motorfahrzeuggewerbes. Die Produktangebote

und Dienstleistungen werden im

Dialog mit ihren Mitinhabern und Kunden

laufend analysiert und ausgebaut auch im

Waschanlagenbereich.

Mit welchen Innovationen wartet Washtec

im Jubiläumsjahr auf?

Innovationen werden nach und nach

vorgestellt und nicht bloss konzentriert auf

dieses Jahr. Es werden ständig Neuheiten

lanciert, die vor allem auf einen maximalen

Kundennutzen ausgerichtet sind, dies sowohl

im technischen wie auch im kommerziellen

Bereich. Grundsätzlich ist das ganze Angebot

topmodern und ausgereift. Die nächste

bahnbrechende Innovation werden wir traditionell

am Genfer Auto-Salon vorstellen.

Sind generell Jubiläumsaktivitäten geplant

oder gab es diese schon?

Selbstverständlich! Interessentinnen und

Interessenten können bis Ende Jahr vom

Jubiläum der ESA einen Nutzen ziehen. Die

Kommunikation der attraktiven Aktivitäten

erfolgt über unsere Gebietsleiter im Bereich

Autowaschtechnik.

26

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


RUNDUMSERVICE

Welche Trends gibt es im Waschsektor?

Bedienkomfort und Show sind die aktuellen

Trends. Die Bedienung und das Bezahlen

einer Wäsche müssen einfach und intuitiv

sein, damit eine grössere Kundengruppe angesprochen

wird. Die Show beinhaltet nicht

nur das Design der Anlagen, sondern auch

spektakuläre Effekte mit Licht und Schaum.

Natürlich darf dabei die Waschqualität nicht

leiden. In allen Disziplinen ist Washtec gemeinsam

mit der ESA führend.

Wie unterstützt die ESA die Garagisten im

Betrieb der Anlage?

Die ESA unterstützt die Garagisten nicht

nur im Betrieb der Anlage, sondern schon

viel vorher. Im persönlichen Gespräch werden

die Bedürfnisse der Kundschaft und das

Potenzial ermittelt, um dann die optimale,

passend ausgestattete Maschine aus dem

umfangreichen Portfolio zu wählen. Für Pläne

und Zeichnungen stellt die ESA ein firmeninternes

Architekturbüro zur Verfügung,

das sich täglich mit den Besonderheiten und

Anforderungen in der Autowäsche auseinandersetzt.

Das ist einzigartig und vereinfacht

die Kommunikation. Gleichzeitig werden

auch Fehler vermieden. Der Transport der

Anlage wird immer durch das gleiche, erfahrene

Unternehmen erledigt, das speziell ausgerüstete

Lastwagen mit spezifischen Hebevorrichtungen

einsetzt. Schliesslich wird die

Montage der Anlage durch einen der 14 Servicetechniker

der ESA ausgeführt, die sich

ausschliesslich um die Waschtechnik kümmern

und dadurch viel wertvolles Know-how

besitzen. Die Marketing- und Werbeabteilungen

der ESA unterstützen auch gerne mit den

geeigneten Mitteln beispielsweise mit Bannern,

Flyern oder Werbegeschenken zur Eröffnung.

Die ESA bietet auch diverse eigene

Finanzierungsmodelle an.

Ist eine Anlage einmal in Betrieb, kann

sich der Garagist vollumfänglich seinem

Werkstattgeschäft widmen. Die Anlagen

laufen sehr zuverlässig und die Pflegearbeiten

sind schnell bewältigt. Viele Betreiber

schliessen mit der ESA eine Wartungsvereinbarung

ab und können so die Kosten optimal

budgetieren. Sollte einmal etwas Unerwartetes

auftreten, sitzt in der Zentrale der ESA

in Burgdorf ein Team an Experten, die eine

erste telefonische Hilfestellung bieten können.

Oft kann eine Störung auf diese Weise

schon behoben werden. Ausserhalb der Öffnungszeiten

werden die Anrufe auf unseren

Pikettdienst umgeleitet. Dieser organisiert

landesweit und kurzfristig einen Einsatz.

Wie wichtig ist die Chemie, damit die

Waschanlage gut funktioniert?

Ohne chemische Produkte kann eine

Waschanlage nicht funktionieren, demzufolge

sind sie sehr wichtig. Die ESA vertraut

seit über 25 Jahren dem führenden Hersteller

Sonax. Die traditionsreiche Firma stellt seit

mehr als 65 Jahren mit grosser Leidenschaft

und Kundenorientierung hochwertige Autopflegeprodukte

her und passt somit perfekt

in unsere Strategie. Dank der hohen Qualität

und den überzeugenden Anwendungseigenschaften

wurde Sonax schon mehrmals ausgezeichnet.

Das Sortiment beinhaltet für jeden

Anwendungssektor das richtige Produkt und

wird laufend den technischen Innovationen

der Waschanlagenhersteller angepasst.

Die Partnerschaft der ESA mit Washtec

und zugleich mit Sonax stellt übrigens für den

Waschanlagenbetreiber einen zusätzlichen

Vorteil dar, denn damit steht ihm nur ein

kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung,

der sich in beiden Bereichen bestens auskennt.

Welche Art von Waschanlage empfiehlt

sich für welchen Betrieb?

Entscheidend ist der vorgesehene Einsatz

einer Anlage. In mittleren und grossen

Betrieben sind häufig interne Lösungen anzutreffen.

Diese Maschinen sind für Automobilistinnen

und Automobilisten nicht

zugänglich und werden nur durch das Werkstattpersonal

benutzt, um die Kundenfahrzeuge

nach einem Aufenthalt in der Garage

oder die eigenen Fahrzeuge zu waschen. Ein

besonderes Augenmerk gilt in solchen Fällen

der Effizienz, aber weniger dem Aussehen.

Bei öffentlich zugänglichen Anlagen, die

hierzulande praktisch ausnahmslos ohne

Personal laufen, werden die Prioritäten anders

gesetzt. Ein einfach zu handhabendes,

logisch aufgebautes Bedien- und Bezahlsystem

ist dafür eine Grundvoraussetzung. Die

Wasch- und Pflegeprogramme, die mittels

Tafeln klar kommuniziert werden müssen,

sind meist auch umfangreicher. Schliesslich

sind auch das Design der Anlage, die Zufahrt

zur Halle und die Beleuchtung von grosser

Wichtigkeit. Die Art der Waschanlage wird

natürlich auch von der zur Verfügung stehenden

Fläche oder vom Volumen bestehender

Räume bestimmt. Nicht zuletzt muss auch

berücksichtigt werden, wie viele Waschanlagen

von welchem Typ in der Region bereits

vorhanden sind. <

Weitere Infos unter:

www.esa.ch

Von links: Ursula und Stefan Jegerlehner,

Inhaber. Marco Bartolini, Gebietsleiter

Autowaschtechnik ESA.

Diese Anlage wurde den

Bedürfnissen optimal angepasst

Die Garage Curty & Jegerlehner GmbH wurde

im Jahr 2008 in die Garage Jegerlehner GmbH

umbenannt und ist im 2012 in einen Neubau

in Koppigen BE eingezogen. Im Oktober 2018

haben die Bauarbeiten für ein zusätzliches

Gebäude begonnen, das eine Waschhalle beinhaltet.

Stefan Jegerlehner hat sich für eine

Waschanlage der ESA entschieden, weil das

Gesamtpaket am stimmigsten war: «Von der

Beratung, über die Planung bis hin zur Ausführung

ist die ESA ein kompetenter Partner.

Das Produkt der Firma Washtec hat uns mit

diversen Individualisierungsmöglichkeiten

überzeugt. Die Waschanlage konnte optimal

unseren Bedürfnissen angepasst werden.»

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AUTOINSIDE | JuliAugust 201927


RUNDUMSERVICE

Talkrunde mit Jörg Beckmann (v. l.), Oliver Oubuter, Peter Lenhart, Moderator Stephan Klapproth, Felix Wyss und Daniel Kilcher vom Bundesamt für Strassen (Astra).

100 Jahre

VSCI heisst neu

Carrosserie Suisse

Mit diesem Namenswechsel setzte Felix Wyss, Präsident des Berufsverbandes der Carrossiers, einen lang gehegten

Wunsch um. Carrossier Suisse ist griffiger als die etwas sperrige Abkürzung und wird in allen Landessprachen einheitlich

ausgesprochen. Sandro Compagno

Die 56 an der Delegiertenversammlung im

Verkehrshaus Luzern anwesenden Mitglieder

hiessen die Namensänderung einstimmig

gut. Mit diesem Beschluss bekräftigten die

Delegierten auch den landesweiten Zusammenhalt

der acht Sektionen mit ihren 650

Betrieben. Schon vor einiger Zeit hatte sich

der Westschweizer Verband von FCR in Carrosserie

Suisse umbenannt. Die DV beschloss

zudem den Beitritt des Verbandes in die AK

Mobil, die Ausgleichskasse des AGVS und

von 2rad Schweiz.

Während der Vormittag in Luzern im Zeichen

der nüchternen statutarischen Pflichten

stand, bot sich im Anschluss an die

99. Delegiertenversammlung ein anderes

Bild. Die Schweizer Carrossiers feierten sich

und ihr 100-Jahr-Jubiläum mit einem Forum

zum Thema «Mobilität der Zukunft». In

Anwesenheit von Branchenprominenz wie

TCS-Zentralpräsident Peter Götschi, Erik

Paul Papinski, Präsident des internationalen

Carrosserie-Verbands AIRC, AGVS-Zentralpräsident

Urs Wernli, Wolfgang Schinagl,

CEO der Auto-i-dat AG, oder auch Enzo Santarsiero,

CEO der André Koch AG, diskutierten

hochkarätige Referenten.

Der Ort für das Forum, das Kongresszentrum

im Verkehrshaus Luzern, hätte nicht

passender sein können: Während die Experten

unter der Leitung von TV-Moderator

Stephan Klapproth über Szenarien für unsere

künftige Mobilität diskutierten und philosophierten,

wuselten Hunderte von Schülern

und Jugendlichen durch die Hallen des Verkehrshauses

und belegten allein schon mit

ihrer Anwesenheit und ihrem Interesse, dass

die Mobilität auch für die folgenden Generationen

ein Grundbedürfnis bleiben wird

ob nun konventionell mit dem Steuer in der

Hand und den Füssen an den Pedalen auf der

Strasse oder dereinst in autonom fliegenden

Drohnen.

Zeugen längst vergangener Tage im Luzerner Verkehrshaus. (Fotos: Pino Stranieri / Séverine Nordhof)

Dass diese in naher (oder ferner) Zukunft

das Automobil auf Rädern ersetzen werden,

hielt Peter Lenhart von der School of Engineering

der ZHAW für äusserst unwahrscheinlich.

Der Drohnenfachmann präsentierte

in seinem Referat verschiedene mehr

oder weniger weit fortgeschrittene Projekte

von Passagierdrohnen. Sie alle eint ein grosses

Problem: «Wo finden wir Raum für Start-

28

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


RUNDUMSERVICE

Der anschliessende Apéro fand inmitten von automobilen Erinnerungen statt.

Kurt Wyss (Präsident Carrossier Suisse), Erik Paul Papinski (Präsident des internationalen Carrosserie-Verbands

AIRC) und AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli.

Moderator Stephan Klapproth.

und Landeplätze?» Lenhart machte klar, dass

wir diese neuen Fluggeräte in Zukunft sehen

werden. «Aber sie werden nicht das Auto ersetzen,

sondern eher die heutigen Helikopter

sofern sie leiser und wirtschaftlicher sind.»

Den Auftakt in die Reihe der Referate

machte Jörg Beckmann, Direktor der Mobilitätsakademie

des TCS und Geschäftsführer

von Swiss E-Mobility. Beckmann fasste seine

Erkenntnisse über künftige Megatrends in

der Mobilität unter dem Slogan «E6» zusammen:

Entkarbonisierung, Entprivatisierung,

Entmotorisierung (in urbanen Räumen),

Entglobalisierung, Entmaterialisierung und

Entschleunigung. Während in der Schweiz

aktuell rund fünf Prozent aller verkauften

Neuwagen über einen Stecker verfügen (reinelektrisch

oder Plug-in-Hybrid), beträgt dieser

Anteil in Norwegen bereits 50 Prozent.

Beckmann rechnet auch in der Schweiz «mit

einem massiven Zuwachs in den nächsten

Jahren». Alternativen wie Wasserstoff oder

Power-to-Liquid wischte Beckmann mit dem

Hinweis auf die Gesamteffizienz vom Tisch.

Einer, der mit reinelektrischen Fahrzeugen

den Markt aufmischen will, war der

nächste Redner: Oliver Ouboter, COO der

Microlino AG und Sohn von Firmengründer

Wim Ouboter, stellte sein reinelektrisches

Stadtfahrzeug vor, das eigentlich in diesem

Frühjahr hätte auf den Markt gebracht werden

sollen. Ouboter mit Dreitagebart, Lederjacke

und offenem Hemd ganz der Typ

Start-up-Unternehmer präsentierte das

Konzept der «Knutschkugel», die von den

Kabinenrollern der 1950er-Jahre inspiriert

ist, erzählte aber auch von den Schwierigkeiten

und den Hintergründen des verzögerten

Produktionsstarts. Die Partnerfirma, mit der

die Ouboters ihren 2016 in Genf als Prototypen

präsentierten Microlino produzieren

wollten, plant offenbar ein sehr ähnliches

Konkurrenzprodukt auf den Markt zu bringen.

«Trotzdem sind wir zuversichtlich, dass

wir unseren Microlino noch in diesem Jahr

auf den Strassen sehen.»

15 000 Reservationen wurden für das

«Fast-Auto» bisher getätigt. Ouboter will den

Zweiplätzer mit rund 125 Kilometern Reichweite

ganz bewusst als Zweitwagen lancieren.

«Die Hürde ist kleiner, ein Elektrofahrzeug als

Zweitwagen zu kaufen. Viele der Teslas, die

bei uns am rechten Zürichseeufer herumkurven,

sind ebenfalls Zweitwagen», so Ouboter.

«Irgendwo steht immer noch ein SUV …»

Unternehmer Oliver Ouboter.

Ob elektrisch oder konventionell mit Verbrennungsmotor

angetrieben Felix Wyss,

der Präsident von Carrosserie Suisse, betrachtet

die Gefahr als gering, dass seinen

Berufskollegen die Arbeit ausgehen könnte.

«Ich glaube an uns Menschen», begründete

er seine Einschätzung mit einem verschmitzten

Lächeln. <

AUTOINSIDE | JuliAugust 201929


RUNDUMSERVICE

Jubiläum

100 Jahre im Zeichen

der Veränderung

«Wir müssen uns bewegen und wir werden uns bewegen», rief Felix Wyss, Präsident von Carrosserie Suisse,

am Jubiläumsanlass in Luzern den Delegierten und Gästen zu. Bewegung und Veränderung prägen die Geschichte

des Berufsverbands, der am 22. Januar 1919 gegründet wurde. Sandro Compagno

Gastgeber Felix Wyss.

Damit sind die Carrossiers ziemlich genau

zehn Jahre älter als der Auto Gewerbe Verband

Schweiz (AGVS). «Logisch», sagt Felix

Wyss, «wir haben schon Carrosserien für

Kutschen gebaut.» Die Garagisten traten erst

mit dem Siegeszug der pferdelosen Kutsche

auf den Plan.

Doch die Geschichte der Carrossiers beginnt

schon im vorletzten Jahrhundert: Im

Jahr 1891 wurde in Olten der Schweizerische

Schmiede- und Wagnermeisterverband

(SSWV) gegründet. Ihm waren auch jene

Fahrzeugbauer angeschlossen, die ihre Tätigkeit

mehr und mehr dem Automobil zuwandten.

Angesichts der politischen und sozialen

Probleme nach dem Ersten Weltkrieg

beschloss eine Gruppe von Basler Wagenbauern

um Julius Kölz die Einführung eines

Preistarifs. In der Folge berief der SSWV am

24. November 1918 in Aarau eine Sitzung der

Schweizerischen Autowagner ein. Die 13 anwesenden

Teilnehmer beschlossen die Gründung

eines schweizerischen Berufsverbandes

der Autowagner anzustreben. Dieser wurde

am 22. Januar 1919 in Olten gegründet.

Auch hier standen Tarife im Zentrum des

Interesses. Die Liste umfasste 18 Positionen

und begann mit einem «offenen Zweiplätzer,

einfache Form» für 4300 Franken und reichte

bis zum «Phaeton-Landaulet 6-Plätzer, mit

Conduit intérieur, Carrosserie ganz in Blech,

Garnitur Leder» für 13 000 Franken. Ebenfalls

gutgeheissen wurde der Name «Verband

der Schweizerischen Carrosserie-Union»

(VSCI), der bis am 6. Juni 2019 Bestand hatte.

Diese Preisvorgaben wurden laufend angepasst,

aber bis Ende der 1960er-Jahre beibehalten.

Dass der stete Wandel eine Konstante

in der Geschichte der Schweizer Carrossiers

war und ist, zeigte eine umfassende Erhebung

über die Beschäftigungsstruktur, die

der VSCI im Jahr 1960 durchführe: Während

in den 1930er-Jahren jährlich Hunderte von

Personenwagen in die Schweiz eingeführt

und von den einzelnen Firmen nach den

Kundenwünschen carrossiert wurden, war

die Struktur 25 Jahre später eine komplett

andere: Der Kreis der Besteller von individuell

carrossierten Fahrzeugen war auf einige

wenige Liebhaber geschmolzen. Die Neuarbeiten

betrafen fast nur noch Nutzfahrzeuge.

Viele Mitglieder waren hauptsächlich

mit Reparaturen beschäftigt. Immer mehr

Schweizer konnten sich ein Auto leisten, der

Verkehr nahm zu und damit die Blechschäden

und die Arbeit für die Carrossiers. <

Quelle: «Carrossier» 2/2019

30

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


Unmöglich.

Die neue Axalta-Technologie halbiert die Lackierzeiten

und ermöglicht einen höheren Durchlauf bei niedrigem

Energieverbrauch ... ohne Kompromisse bei der Qualität.

Mehr Durchsatz

Weniger Energie

Dank der revolutionären Formel kann die neue, patentierte Axalta-Technologie den Energieverbrauch bei

der Trocknung auf Null senken oder die Lackierzeiten um bis zu 50 % verkürzen. So oder so, mit der neuen

Technologie erzielen ARN-Lackierbetriebe herausragende Ergebnisse bei niedrigeren Reparaturkosten.

Wir definieren neu, was bei der Fahrzeuglackierung möglich ist.

Mehr unter myarn.net


RUNDUMSERVICE

Techspirit

Online-Weiterbildung

für Autogewerbe und

Carrosserie

Das Projekt ist erst vor wenigen Tagen online gegangen: Mit Techspirit bieten Derendinger,

Technomag und Matik ab sofort technische Informationen für Mitarbeitende in Autogewerbe

und Carrosserie.

sco/pd. «Die Grenzen der Tätigkeitsfelder und

Handlungskompetenzen in diesen beiden Bereichen

werden immer durchlässiger», sagt

Sébastien Moix, Leiter Marketing bei der

Swiss Automotive Group (SAG). Daher ergebe

es durchaus Sinn, auf der Plattform der drei

SAG-Tochtergesellschaften, Informationen

für die technischen Berufe im Autogewerbe

wie auch für die Carrossiers anzubieten.

Hauptziel von Techspirit ist es, technische

Unterstützung bei der Autoreparatur zu

leisten und eine Informations- und Weiterbildungsplattform

für Fachleute in der Automobilindustrie

anzubieten. Das sekundäre

Ziel ist es, einen Beitrag zur Förderung der

Berufe der Instandhaltung und Reparatur im

Automobilbereich zu leisten.

Geboten wird eine ganze Palette an

tech nischen Informationen in Form von

technischen Bulletins, die als PDF heruntergeladen

werden können, Videoclips und

einem umfassenden Glossar. Zielgruppe sind

Fachleute in den Bereichen Personenwagen,

Nutzfahrzeuge und Motorräder.

Neben den Bulletins und Newsartikel aus

dem Aftermarket sind auf der Website auch

Informationen über die aktuellen Kurse von

Techpool ersichtlich. Aktuell sind dies Kurse

zu Hochvolttechnik, Fahrerassistenzsystemen,

Klimaanlagen und im Hinblick auf die im

Herbst bevorstehende Reifensaison zu Reifendruckkontrollsystemen

(RDKS). Zusätzlich enthält

Techspirit Hinweise auf relevante Events in

der Autoindustrie und im Aftermarket.

Die auf Techspirit veröffentlichten

technischen Informationen stammen von

den weltweit führenden OEM. Die beschriebenen

Produkte sind auf dem Aftermarket

verfügbar und werden in der Schweiz

über Derendinger, Technomag und Matik

vertrieben. Der Zugang zur Plattform ist

kostenlos und erfordert lediglich eine

Registrierung. Die Website ist auf Deutsch

und Französisch. <

Weitere Infos unter:

techspirit.ch

32

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


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RUNDUMSERVICE

Drei Anbieter im Vergleich

Carrosseriekonzepte: Nur

kurz schleifen war gestern

AUTOINSIDE stellt drei Carrosseriekonzepte vor und zeigt, welche Vor- und Nachteile sie einem Garagisten bieten.

Jürg A. Stettler

Für einen Garagisten kann ein Carrosseriekonzept eine Möglichkeit sein, für mehr Auslastung im Betrieb zu sorgen.

Mit Carrosseriearbeiten kann ein Garagist sein

Angebot erweitern und ein neues Geschäftsfeld

erschliessen. Neue Spezialwerkzeuge,

modernste Folien und Lacke bieten heute vielfältigste

Möglichkeiten. Doch wie holt man

sich das nötige Know-how in den Betrieb? Wie

schafft man auch langfristig die Basis für Qualitätsarbeit

im Carrosseriebereich?

Möglichkeit dazu bietet dem Garagisten

die Anbindung an ein Carrosseriekonzept.

Es garantiert ein solides Fundament, bietet

Weiterbildungs- und Zertifizierungsmöglichkeiten

sowie den Zugriff auf Teile, die ein

professioneller Carrossier im Alltag benötigt.

Das reicht von simplen Carrosserieteilen,

Fahrzeugglas über Aussenspiegel bis hin zu

speziellen Geräten für Trenn-, Schleif- sowie

Schweisstechniken. Gleichzeitig ist ein Neuoder

Umbau einer Werkstatt aber auch immer

mit beträchtlichen Kosten und Investitionen

verbunden, die wohl überlegt sein sollten.

Eine genaue Standort- und sorgfältige Marktanalyse

tut Not. Denn nicht für jede Garage

ist der Einstieg in den Carrossierebereich

sinnvoll. AUTOINSIDE hat drei Anbieter von

Carrosseriekonzepten genauer unter die Lupe

genommen und die Verantwortlichen zu Vorund

Nachteilen befragt.

Was muss der Garagist erfüllen, damit er Ihr

Carrossierekonzept nützen darf/kann?

Matthias Krummen, Leiter Management

Services und Kommunikation bei

der ESA: Unser Konzept Clearcarrep steht

grundsätzlich allen Carrosseriebetrieben mit

einer Lackiererei sowie mindestens einem

Carrossierespengler und Lackierer offen.

Felix A. Schwaninger, Leiter Werkstattkonzepte

SAG (Carrosserie plus und

Carxpert Carrosserie): Ob Carrosserie oder

Garage, sie müssen die fachtechnischen Voraussetzungen

mitbringen: einen Spengler

und einen Lackierer haben. Die Carrosserie

muss zweckmässig und professionell eingerichtet

sein. Wenn sie Mitglied bei Carrosserie

Suisse ist, umso besser.

Thomas Wyss, Geschäftsführer Axalta

Coating Systems Switzerland GmbH / Spies

Hecker: Jeder Garagist kann dem Spies-Hecker-CUI-Partnerprogramm

steht für Colors

Unlimited International beitreten und es

nützen, wenn er im Anschluss mit der Lackmarke

Spies Hecker arbeitet.

Wie viel Carrosserie lohnt sich überhaupt für

einen Garagisten?

Krummen: Durch die stetig neuen Technologien

im Fahrzeugbau, zum Beispiel im

Bereich Sensoren, speziellen Materialien wie

Alu, hochfestem Stahl oder verschiedenen

Kunststoffarten sowie gesetzliche Vorgaben

und Pflichten beispielsweise bezüglich

Absauganlagen für Alu oder einem

34

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


RUNDUMSERVICE

Vorbereitungsplatz fürs Lackieren oder gar

eine Lackierkabine empfiehlt es sich, einen

Spezialisten ins Boot zu holen. Respektive die

Arbeiten in einer dafür ausgebildeten Carrosserie

ausführen zu lassen.

Schwaninger: Grundsätzlich sind wir der

Auffassung, dass jeder Garagist für sich und

seinen Betrieb entscheiden soll, ob er eine

Carrosserie betreiben will oder nicht. Neben

den Investitionen braucht es Fachpersonal, das

nicht einfach so zu bekommen ist. Die Carrosserie

hilft jedoch, zusätzliche Einkünfte zu

generieren, die zusehends im Verkauf fehlen.

Wyss: Wenn der Garagist heute Aufträge

für Carrosserie- und Lackierarbeiten extern

vergibt, welche ihm mit 2640 Stunden

Arbeitszeit in Rechnung gestellt werden,

lohnt es sich, eine Kalkulation zu starten und

die Arbeiten selbst zu übernehmen.

Und für welche Garagengrösse ist ein Carrosseriekonzept

sinnvoll?

Krummen: Die Grösse eines Betriebs ist

für Clearcarrep nicht ausschlaggebend. Grundsätzlich

steht das Konzept allen Carrosserien

mit einer Lackiererei sowie mindestens einem

Carrossierespengler und Lackierer offen.

Schwaninger: Ob Klein- oder mittelgrosser

Betrieb, was zählt, ist, dass der Partner

die Marke lebt und nicht nur eine Tafel ans

Gebäude montiert. Jeder, der zu zusätzlichen

Kunden kommen will und die Unterstützung,

die unsere Konzepte bieten können, schätzt,

kann Partner werden.

Wyss: Ein Carrosseriekonzept ist sinnvoll,

wenn je ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin,

ein Carrossier oder eine Carrossierin in

der Spenglerei und der Lackiererei zu 100 Prozent

ausgelastet sind.

Welche technischen Möglichkeiten bietet

Ihr Carrosseriekonzept?

Krummen: Mit Clearcarrep bilden sich

unsere Konzeptpartner stets weiter. Unser

Schulungsprogramm orientiert sich an den aktuellen

Reparaturmethoden und richtet sich

nach dem neusten Stand der Technik. Mitarbeitende

von Carrosserien vom Carrosseriespengler,

über den Lackierer bis hin zum

Kundenberater werden so auf einem hohen

Qualitätslevel und praxisorientiert geschult.

Schwaninger: Wir haben für jeden Carrossier

fast alles im Angebot, was seine Carrosserie

braucht. Ausser Lackierkabinen.

Wyss: Der CUI-Profi-Club hilft mit seinem

Partnerprogramm von der Marktanalyse, über

Arbeitsablaufplan und Werkstattplanung

auch mit CAD-Zeichnungen und Einrichtung

bis hin zu theoretischen und praktischen Schulungen

der Mitarbeiter im Lackierbereich. Das

Trainingscenter «Campus 105» in Pratteln BL

ist ein vollausgestattetes Technologie-Center,

das tagtäglich für die Kunden eingesetzt wird.

Hier werden alle Möglichkeiten zur Schulung

geboten, die in einem heutigen Carrosserieund

Lackierbetrieb zum täglichen Geschäft

gehören. Weiterführend bietet CUI auch

Schulungen im Management-Bereich an. Der

«Kennzahlen-Kompass» bringt dabei Transparenz

in den Zahlen-Dschungel. Er ist der

erste Online-Betriebsvergleich in der Carrosserie-

und Lackierbranche. Die Web-Basierung

macht seine Handhabung besonders schnell

und einfach. Unterstützt wird das Tool in der

Schweiz durch das Reparaturnetzwerk ARN,

dem Automotive Repair Network, und steht

jedem Betrieb zur Verfügung.

Fortsetzung Seite 36

© 2019 Axalta Coating Systems. All rights reserved.

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das Fahrzeug schon nach 10-15 Min./40 °C

die Spritzkabine verlassen. Sie ist damit frei

für den nächsten Job. Auch ohne forcierte

Trocknung beträgt die gesamte Prozesszeit

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AUTOINSIDE | JuliAugust 201935


RUNDUMSERVICE

Ist es auch mit anderen Konzepten wie

einem Werkstatt-Konzept kombinierbar?

Krummen: Clearcarrep ist das erste Konzept,

mit dem wir gezielt Carrossieren ansprechen.

Aktuell ist es nicht mit anderen Konzepten

kombinierbar.

Schwaninger: Viele Garage-plus-Partner

oder Carxpert-Garagen haben noch ein Carrosseriekonzept

nebenbei. Es ist folglich problemlos

kombinierbar.

Wyss: CUI ist Partner von ARN, dem Automotive

Repair Network von Axalta. ARN steht

für die Lösung für Versicherer, Flottenprovider

und Flottenbesitzer, über die sich Carrosserie-

und Lackschäden schweizweit effizient,

schnell und kostengerecht abwickeln lassen.

Eines der ARN-Ziele ist es, gut ausgerüstete,

unabhängige Werkstätten, die hochwertige

Reparaturen ausführen und herausragenden

Service liefern, bei Kooperationen mit Auftraggebern

zur Schadenabwicklung zu unterstützen.

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit

mit Versicherungen und Flotten fordert

natürlich auch. Bedingung zur Teilnahme ist

eine Zertifizierung durch Swiss TS, um die

gewünschten Normen und Richtlinien in den

Carrosserie- und Lackierfachbetrieben von

Spies Hecker CUI sicherzustellen.

Was zeichnet das Konzept besonders aus?

Krummen: Das Konzept Clearcarrep hat

die ESA gemeinsam mit der BETAG Innovation

speziell für Carrosserien lanciert. Es

steht für qualitativ hochwertige Reparaturen

und die Idee, Fahrzeugteile zu reparieren, anstatt

zu ersetzen. Mit dem Konzept wird die

Rentabilität der angeschlossenen Betriebe

gefördert. Zudem können sich Carrosseriewerkstätten

auf diesem Weg vernetzen und

mit einer entscheidenden Zertifizierung im

Markt profilieren.

Schwaninger: Wir sind nahe am Markt,

verfolgen alle Trends und geben dem Partner

Der unterschiedliche Materialmix erfordert heute immer mehr Spezialwerkzeug und -wissen.

viele Vorteile, die er sonst nicht einfach so

kriegt. Vieles darüber ist auf carrosserieplus.

ch oder carxpert.ch zu erfahren.

Wyss: Bei uns kommt alles aus einer

Hand: Es gibt Unterstützung von der Idee über

die Planung, Umsetzung und weiterführende

Hilfe in betriebswirtschaftlichen sowie technischen

Belangen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeit bieten

Sie dazu an?

Krummen: Unser Schulungsprogramm ist

in drei Stufen unterteilt, um von kleinen Reparaturen

bis zum Richten der Chassis alles

abzudecken. Nebst dem bieten wir auch Weiterbildungen

beispielsweise im Bereich der

Schadenanalyse oder im Umgang mit Kunden,

Versicherungen und Mitarbeitern an.

Schwaninger: Unser technisches Zentrum

«Techpool» bietet Kurse an rund ums Fahrzeug,

inklusive Hochvolt-Technik. Durch die

nahe Zusammenarbeit mit Carrosserie Suisse

sind unsere Kurse auch für Carrossiers anerkannt

und durch ausgewiesene Experten

geführt.

Wyss: Wir haben Theorie und Praxis für

die Lackiererei-Mitarbeiter, Prozessoptimierungen,

Managementseminare und Marketingunterstützung

im Angebot. Zudem bieten

wir Unterstützung bei Zertifizierungen und

Zusammenarbeit mit Versicherungen und

Flotten an.

Wie hoch sind die nötigen Investitionen?

Krummen: Nebst einer jährlichen Lizenzgebühr,

die aber über einen Deal rasch amortisiert

wird, fallen grundsätzlich keine Konzeptkosten

an. Hinzu kommen dann aber

natürlich die Schulungskosten für interessierte

Mitarbeitende aus dem Betrieb eine Investition,

die sich erfahrungsgemäss auf jeden

Fall lohnt!

Schwaninger: Die Beschriftungskosten

starten ab rund 8000 Franken individuell

errechnet plus Monatsbeiträge für die Nationalwerbung.

Wyss: Die Mindestinvestition für eine

Lackiererei beträgt heute mindestens rund

350 000 Franken in einem bestehenden Gebäude.

Bei einem Neubau sind die Kosten

von den Grundstückswerten, Grösse und

Hallentyp abhängig. Und die Kosten der Carrosserieabteilung

sind abhängig von den freigegebenen

Fahrzeugmarken, da jeder Fahrzeughersteller

eigene Vorgaben hat. <

Für wen macht ein Carrosseriekonzept Sinn?

Betriebsgrösse

Maximaler Durchlauf/

Kapazität (pro Arbeitstag

= 7,5 Stunden)*

Anzahl Arbeitsplätze

Lackiervorbereitung

Anzahl Stellplätze

Finish

Anzahl Mitarbeiter

(ohne Büro und Verwaltung)

Lackiereinheit

Betriebsfläche

(ohne Büro- und Sozialräume)

Klein 5 bis 6 Einheiten 3 bis 4 1 2 bis 3 1 Kombikabine 300 bis 400 m 2

Mittel 11 bis 13 Einheiten 6 bis 8 2 bis 4 5 bis 7 1 Kombikabine und 500 bis 700 m 2

1 Trockenkabine

Mittelgross 16 bis 19 Einheiten 9 bis 12 3 bis 6 8 bis 11 2 Kombikabinen und 700 bis 900 m 2

1 Trockenkabine

Gross 22 bis 26 Einheiten 12 bis 16 4 bis 8 11 bis 15 2 Kombikabinen und

2 Trockenkabinen

1000 bis 1200 m 2

* Bei einer durchschnittlichen Auslastung von 70 bis 80 Prozent im Jahr

** Für Ferien, Weiterbildung, Krankheit der Mitarbeiter sind je nach Betriebsgrösse und -struktur 20 bis 30 Prozent mehr an Arbeitskräften an zu setzen. Das heisst: je 10 Mitarbeiter 2 bis 3 zusätzlich Arbeitskräfte.

Quelle: Axalta Coating Systems Switzerland GmbH / Spies Hecker

36

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


RUNDUMSERVICE

Umrüsten auf DAB+

Bald droht Stille im Auto

Ab 2020 werden in der Schweiz die analogen UKW-Radiofrequenzen stillgelegt. Viele Autoradios könnten stumm bleiben.

Das muss nicht sein! Für Garagisten ist das Umrüsten der Empfänger auf DAB+ nicht nur ein lukratives Geschäft, sondern

auch eine gute Möglichkeit, beim Kunden durch Expertise und Service zu punkten. Jürg A. Stettler

Bereits ab 2020 sind einzelne Radios nur noch über DAB+ empfangbar. Wird das Autoradio nicht rechtzeitig umgerüstet, droht vielleicht schon in einem halben Jahr Funkstille.

Das Radio ist immer noch einer der beliebtesten

Medienkanäle. Nicht weniger als 73 Prozent

aller Schweizerinnen und Schweizer hören

täglich Radio. 70 Prozent davon auch im

Auto. Doch für viele Autofahrer könnte der

Lieblingssender bald verstummen. Denn ab

nächstem Jahr werden gemäss Plan des Bundesamts

für Kommunikation (Bakom) die analogen

Radiofrequenzen schrittweise bis 2024

stillgelegt und nur noch übers störungsfreiere

und klar bessere Tonqualität aufweisende

DAB+ (steht für Digital Audio Broadcasting)

verbreitet.

Die neue Technik erlaubt es ausserdem,

weitere nützliche Daten wie grafische Darstellungen

von Verkehrsinfos oder auch

Wetterinfos und Textnachrichten zu empfangen.

Schweizweit sind bereits über 130

Sender empfangbar. Bereits über 150 viel

befahrene Stadt- und Autobahntunnel sind

für den Empfang von DAB+ ausgerüstet, sodass

die Musik nicht plötzlich verstummt

selbst wenn man jetzt schon mit dem neuen

Autoradio unterwegs ist. Das Bundesamt für

Strassen (Astra) will die Tunnel im Rahmen

von Unterhaltsarbeiten laufend weiter umrüsten.

Ziel: DAB+ soll schweizweit bis Ende

2019 in den wichtigsten Tunnels empfangbar

sein.

Klingt ja alles schön und gut, doch die Sache

hat einen kleinen Haken: Bis 2012 war mit

rund 10 000 Geräten erst eine verschwindend

kleine Zahl der damals rund 4,2 Millionen

Fahrzeuge in der Schweiz mit DAB+

bestückt. Über 70 Prozent aller Autos sind

auch heute noch in der Schweiz analog, also

ohne DAB+, unterwegs! Selbst bei den Neuwagen

wurden bis vor zwei Jahren immerhin

noch ein Drittel aller Schweizer Neuwagen

ohne DAB+-Radios ausgeliefert eigentlich

erstaunlich. Die meisten dieser Autos sind

sicherlich auch nach 2020 noch auf unseren

Strassen unterwegs. Dann jedoch ohne Radioempfang

und Hinweise auf die Verkehrslage

(siehe auch Box). Dieser Gefahr sind sich

bislang die wenigsten Autobesitzer bewusst.

Höchste Zeit also, dass ihr Garagist sie beispielsweise

im Zuge des nächsten Service

darauf aufmerksam macht. Denn das Thema

Umrüstungen auf DAB+ bietet dem Garagisten

nicht nur die Möglichkeit, sich durch

kompetente Beratung zu profilieren, sondern

auch die Chance auf einen lukrativen Zusatzverdienst.

«Noch sind die Verkaufszahlen von Nachrüstkits

sehr tief», erklärt Myriam Schoch,

Leiterin Marketing/Werbung/PR der Fibag

AG. «Sie liegen erst bei 0,03 Prozent des

Fahrzeugbestandes. Wir gehen davon aus,

dass sich die Nachfrage bis kurz vor dem Abschalttermin

weiterhin auf tiefem Niveau

bewegen wird.» Somit dürften dann, wie

beim Wechsel auf Winter- und Sommerpneus,

plötzlich eine Vielzahl an Kunden

auf einen Schlag beim Garagisten um einen

Termin bitten. Das muss nicht sein, denn

schon jetzt gibt es diverse Nachrüstmöglich-

Fortsetzung Seite 38

AUTOINSIDE | JuliAugust 201937


RUNDUMSERVICE

keiten. Sie reichen vom simplen Universaladapter,

der das DAB+-Signal kabellos ans

eingebaute UKW-Radio übermittelt, zu DIN-

Schacht-Radios, wobei hier schon zusätzliche

Installationskenntnisse nötig sind. Einige

Geräte bieten neben DAB+-Empfang zusätzlich

auch eine Freisprechfunktion für Mobiltelefone

und Bluetooth weiteren Mehrwert

durch Internetoptionen. Vor allem bei älteren

Autos mit 1-DIN-Radios ersetzt man am besten

das komplette Radio durch ein modernes

DAB+-Gerät. Auch für DIN-2-Geräte gibt es

bereits mehrere Umrüstlösungen.

Der Garagist sollte sein Augenmerk betreffend

Umrüstung nicht nur auf Neuwagen

und Kundenfahrzeuge legen. Auch bei Occasionen

sollte er DAB+ auf dem Radar haben.

Hier kann er durch eine Umrüstung

allenfalls den Wert sowie die Verkäuflichkeit

eines Fahrzeugs verbessern. Denn auch

in diesem Segment wollen längst nicht alle

Kunden mit einer kleinen Antenne an der

Windschutzscheibe, einem zusätzlichen Display/Gerät

und vor allem dem ganzen Kabelsalat

im Cockpit unterwegs sein. Integrierte

und markenspezifische Nachrüstlösungen

bieten auch hier den Vorteil, dass sie unsichtbar

sind und über die gewöhnliche Autoradiosteuerung

bedient werden können.

Um die Garagisten rechtzeitig auf den zu

erwartenden Run vorzubereiten und in der

Branche eine gute Grundlage für die geschätzten

rund 3,5 Millionen DAB+-Umrüstungen

zu schaffen, bietet die AGVS Business

Academy einen speziellen Kurs an. Im eintägigen,

zusammen mit den Experten der Weer

GmbH und der Exclusiv Car-HiFi GmbH erarbeiteten

Lehrgang zu DAB+ erhalten die

Garagisten einen Einblick in die Thematik,

aber auch Grundlagen zur Antennentechnik

und -montage sowie zur Installation und

Nachrüstung von DAB+-Geräten. Es besteht

zudem die Möglichkeit, sich im Rahmen des

Kurses einen Kompetenzausweis als Umrüstspezialist

und instruierte Person gemäss den

Anforderungen des AGVS zu erwerben. Die

nächsten Kurse zu DAB+ finden am 1. Oktober

2019 in St. Gallen und am 3. Dezember

2019 in Bern statt. Weitere Infos erteilt auch

die AGVS-Beraterin Manuela Jost (manuela.

jost@agvs-upsa.ch, Tel. 031 307 15 27). <

Auch Verkehrsinformationen laufen über DAB+

Fast wichtiger als Musik sind für viele Autofahrer

Infos zur Verkehrslage. Die meisten

Navigationsgeräte erhalten die aktuellen

Verkehrsinformationen bisher über UKW.

Die Daten wurden über den sogenannten

«Traffic Message Channel» (TMC) übertragen.

Genau wie die Radioübertragung fällt auch

die TMC-Übertragung bei der Umstellung von

UKW auf DAB+ weg. Bereits ab 2021 führt das

Navigationssystem daher mangels Kenntnis der

aktuellen Verkehrsinfos direkt in den nächsten

Stau unschön! Die TMC-Nachfolgetechnologie

heisst TPEG (Transport Protocol Experts Group)

und wird in Deutschland und Norwegen schon

verwendet. Sie ist schneller und die Angaben zu

den Verkehrsbehinderungen sind örtlich präziser.

TPEG liefert zudem zusätzliche Infos und erlaubt

so genauere Prognosen bezüglich des zu

erwartenden Zeitverlustes. Wichtigster Punkt

für den Garagisten: Er sollte seinen Kunden auch

hier mit gutem Rat und Tat zur Seite stehen,

ihn rechtzeitig auf die Umrüstungsproblematik

aufmerksam machen und allenfalls eine Umrüstlösung

oder gar ein neues Gerät zur Lösung der

Problematik anbieten. Für gewisse Geräte etwa

des Herstellers Garmin reicht auch ein eine

simple Softwareaktualisierung, um auf die neue

Technologie umzustellen.

www.osram.com/ledupgrade

Licht ist das perfekte Upgrade

OSRAM LEDriving ® Ersatzlampen

Leidenschaftliche, innovationsorientierte Fahrer wollen sich

von der Masse abheben und legen zudem großen Wert auf

Sicherheit, Leistung und Stil. Deshalb sind sie immer auf der

Suche nach der neuesten Technologie.

Mit den OSRAM LEDriving ® Ersatzlampen 1) 2) sind Sie für diese

Anforderung bestens gerüstet und damit Ihrer Konkurrenz einen

Schritt voraus.

1)

Diese Produkte haben keine ECE-Zulassung. Das bedeutet, dass sie nicht auf öffentlichen

Straßen im Außenbereich eingesetzt werden dürfen. Der Einsatz auf öffentlichen Straßen führt

zur Aufhebung der Betriebserlaubnis und zum Verlust des Versicherungsschutzes. Mehrere

Länder verbieten den Verkauf und die Verwendung dieser Produkte. Bitte kontaktieren Sie

Ihren lokalen Vertriebspartner, um Informationen über die Verfügbarkeit in Ihrem Land zu erhalten.

2)

LEDriving ® CANBUS CONTROL UNIT vermeidet Fehlermeldungen auf dem Bordcomputer bei

Verwendung von LED-Lampen innerhalb von 5 W, 21 W- oder 50 W-Anwendungen.

Licht ist OSRAM


ENTSORGUNG & RECYCLING

«PickApp» der Amag Import AG

Digital entsorgt

Die Amag Import AG stellt ihren Partnerbetrieben und Amag-Kunden in der Schweiz seit Jahren ein umfassendes

Entsorgungskonzept zur Verfügung, seit Herbst 2018 sogar per App. Jürg A. Stettler

tiert, sortiert, gelagert und anschliessend einer

gesetzeskonformen und der ökologisch sinnvollsten

Verwertung oder dem Recycling zugeführt.

Mit der «PickApp» hat die Amag Import AG die Entsorgung digitalisiert und vereinfacht.

Dass auch die Werkstattentsorgung durchaus

Potenzial zur Digitalisierung hat, beweisen die

Amag Import AG und CCR Schweiz GmbH mit

ihrer «PickApp». Zwar bietet die Amag ihren

Partnerbetrieben und Kunden in der Schweiz seit

Jahren ein umfassendes Entsorgungskonzept an,

seit dem letzten Herbst nun jedoch auch übers

Smartphone. Damit kann die fachgerechte Rücknahme

aller Verpackungen und Produkte einer

Werkstatt digital koordiniert werden. «Die ‹PickApp›

ist im Vergleich zur Bestellung via Web

durch die Bildunterstützung noch intuitiver» erläutert

Daniel Häberli, Product Manager Services

bei der Amag Import AG, «gerade in der Werkstatt,

wo vieles schnell gehen soll, ist sie eine echte

Unterstützung.»

Millionen Liter Motoren- und Getriebeöl oder

auch 33 000 Starterbatterien fachgerecht zu entsorgen.

Die Amag Import AG setzt dafür den zertifizierten

Entsorgungspartner CCR ein, der in der

Schweiz mit den operativen Partnerfirmen Häfeli-

Brugger AG in Klingnau AG und der Chiresa AG

in Turgi AG zusammenarbeitet. Alle Altmaterialien

und Wertstoffe werden abgeholt, transpor-

Daniel Häberli, Product Manager

Services bei der Amag Import AG

Klare Vereinfachung

«Gerade mit der Elektromobilität und den

anfallenden Lithium-Ionen-Batterien erhalten

dabei Aspekte der Sicherheit und der Transport

von Gefahrengütern eine zunehmende Brisanz»,

erklärt Daniel Häberli. Auch das funktioniert

über die «PickApp», die es für Android und iOS

gibt, kinderleicht. Einfach einloggen und schon

erhält man eine Darstellung der aktuellen Entsorgungsbilanz

als Kuchendiagramm. Mit einem

Wisch übers Smartphone scrollt Daniel Häberli

nach unten und landet bei den möglichen Entsorgungsstoffen.

Diese sind zur besseren Übersicht

und Erkenntlichkeit mit einem Bild versehen

und extra für das Entsorgungskonzept der

AMAG Import AG auch gleich mit Preis pro Kilo/

Liter gekennzeichnet. Was ist aber, wenn man

das Objekt, das fachgerecht entsorgt werden soll,

nicht auf der Liste findet? «Dann kann der Kunde

eine individuelle Offerte für die Entsorgung einholen»,

sagt Daniel Häberli, «mit der ‹PickApp›

hat er gar die Option, direkt in der App ein Foto

davon zu erstellen und so seine Offertenanfrage

zu platzieren.»

Und damit man als Garagist nicht den Überblick

verliert, werden zur Kontrolle alle abgeholten

Abfälle auch noch mittels Lieferschein festgehalten.

«So kann zudem sichergestellt werden,

dass nicht plötzlich Teile, die hätten entsorgt werden

sollen, anderswo auftauchen», erklärt Daniel

Häberli abschliessend. <

Zertifizierter Entsorgungspartner

Bei den beeindruckenden Mengen, um die

sich die Amag Import AG jährlich kümmern

muss, eine klare Vereinfachung: Schliesslich gilt

es beispielsweise rund 300 000 PW-Altreifen

ohne Felgen, 200 000 Liter Bremsflüssigkeit, 2

AUTOINSIDE | JuliAugust 201939


ENTSORGUNG & RECYCLING

«Goldene Entsorgungsregeln»

Entsorgung beginnt

bei der Lagerung

Vom Altölentsorger zum Dienstleister rund um Sonderabfall: Die

Altola AG ist Profi, wenn es um die Entsorgung geht. Exklusiv für

AUTOINSIDE gibt sie den Garagisten Tipps. André Bissegger

Die Altola AG mit Standorten in Olten,

Pieterlen BE und Zuchwil SO wurde 1969

gegründet und zwar als Altölentsorger.

Seither ist viel passiert: Inzwischen versteht

sich das Unternehmen als umfassender

Dienstleister rund um Sonderabfall, der bis

auf radioaktive Abfälle, infektiöse Stoffe und

Sprengstoffe fast alles entgegennimmt. Heute

betreibt sie in Olten auch ein Kompetenzzentrum

für Elektro- und Elektronikschrott.

Die korrekte Entsorgung von Abfallstoffen ist

nicht nur aus Umwelt-, Gesetzes- und Sicherheitsgründen

relevant sie hat auch Einfluss

aufs Portemonnaie. Peter Scheidegger, Verkaufsleiter

bei Altola, kennt die «goldenen

Entsorgungsregeln». Diese beginnen bereits

bei der Lagerung.

1. Nicht mischen, ausser …

Es komme zwar weniger oft vor als früher,

trotzdem passiere es immer wieder,

dass in Garagenbetrieben Flüssigkeiten vermischt

würden. Als «Klassiker schlechthin»

bezeichnet Scheidegger beispielsweise

das Mischen von Benzin und Öl. «Vielen

ist nicht bewusst, dass auch bereits kleine

Mengen genügen, um Schaden anzurichten»,

sagt er. Wird Benzin mit Öl vermischt,

senkt sich der Flammpunkt und die Brandgefahr

wird grösser. Entsprechend verteuert

sich die Entsorgung, da das Gemisch anders

klassiert werden muss und aufwendiger in

der Handhabung ist. Scheidegger rät: «Wenn

40

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


ENTSORGUNG & RECYCLING

möglich sollte man die Stoffe getrennt abgeben.

Das ist in der Regel günstiger und

auch die Verwertungsmöglichkeit ist so am

besten.» Rückgängig gemacht kann das einmal

Vermischte praktisch nicht mehr: «Vermischt

ist vermischt», betont der Fachmann.

2. … nach vorgängigen Abklärungen

Laut Scheidegger gibt es aber auch Ausnahmen,

bei denen das Vermischen durchaus möglich

und sinnvoll ist. Das gilt beispielsweise

bei alten Pneus, die nicht nach Grösse

getrennt werden müssen. «Bevor man etwas

vermischt, sollte man mit seinem Entsorger

Kontakt aufnehmen», sagt er. «Dieser weiss,

was man alles mischen kann und darf.»

Der Altola-Verkaufsleiter rät generell dazu,

immer abzuklären, wo eine Trennung Sinne

mache und wo nicht.

3. Sich Gedanken zur Organisation …

Ganz grundsätzlich gilt: Je grösser die

Gebinde, desto günstiger die Entsorgung.

Trotzdem sollte man sich bewusst sein, dass

nicht alle Grössen für jeden Betrieb geeignet

sind. Einerseits kommt es auf die Platzverhältnisse

an, andererseits auf die erwartete

Entsorgungsmenge. Es lohnt sich nicht,

wenn ein Betrieb zu lange benötigt, um ein

grosses Gebinde zu füllen und damit Fläche

im Betrieb verschwendet. Andererseits kann

sich ab einer bestimmten Grösse beispielsweise

die Umstellung auf einen Tank lohnen.

«Man sollte sich daher unbedingt vorgängig

Gedanken machen und allenfalls für eine individuelle

Lösung einen Spezialisten konsultieren»,

sagt Scheidegger.

4. … und zum Standort machen

Ebenfalls wichtig ist die Wahl des Standortes.

Er sollte leicht und hindernisfrei zugänglich

sein. «Niemand schleppt gerne

Fässer die Treppe hinauf», gibt der Experte

zu bedenken. Eine Möglichkeit sei beispielsweise

auch an den Arbeitsplätzen kleine

Gebinde zu verwenden und deren Inhalt anschliessend

an einem zentralen Ort in einem

grossen zu lagern. «Ein Fass ist immer mobiler

als ein IBC-Container», betont er.

5. Richtiger Umgang mit Akkus

Was früher die Bleibatterien waren, sind

heute die Lithium-Ionen-Akkus. «Ihre Entsorgung

wird bei den Garagisten langsam

zum Bedürfnis», sagt Scheidegger. «Es gibt

immer mehr und sie müssen anders entsorgt

werden als die alten Bleibatterien.» Speziell,

wenn sie beschädigt sind, stellen sie eine Gefährdung

dar, weil sie hochentzündlich sind.

«Das ist dann eine Frage der Aufbewahrung

und des Transports.» Der Experte rät, sich

frühzeitig zu informieren. «Wer Elektroautos

vertreibt, sollte mit dem Hersteller oder Importeur

Kontakt aufnehmen», sagt er. Diese

würden teilweise selbst über Entsorgungskonzepte

verfügen. <

Weitere Infos unter:

altola.ch

850 Gründe

für maximale

Flexibilität.

brainsnhands.ch

Mehr überzeugende Gründe hat keiner. Mit über 850 Schnittstellen

bietet Stieger Software Ihrem Garagenbetrieb ein Höchstmass an

unternehmerischer Freiheit. Das passt nicht nur perfekt mit einem

grossen Potenzial an Optionen zusammen, die Sie voll ausschöpfen

können. Sie haben auch die Möglichkeit, die Zukunft je nach Entwicklung

Ihres Betriebs optimal zu planen. Dank der hohen Schnittstellenfähigkeit

erzielen Sie so mit einem DMS von Stieger spielend

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RIWAX die Manufaktur für Fahrzeugpflege

Innovative, einfach zu verarbeitende Qualitätsprodukte zeichnen

die RIWAX Chemie AG seit Jahren als führende Schweizer Herstellerin

von Spezialitäten für die Fahrzeugpflege aus: Reinigungs- und

Pflegeprodukte für Autos, Zweiräder, Boote, Bahnen und Flugzeuge.

Das grosse Sortiment an Flüssigreinigern bis hin zur Profipoliermaschine

sorgt für strahlenden Glanz auf Oberflächen und

Reinheit im Innenraum und dient letztlich auch dem Werterhalt der

zu pflegenden Fahrzeuge.

Riwax-Produkte gibt's für die professionelle Anwendung, aber auch

für den privaten Fahrzeughalter mit der Liebe zum Detail.


Profis vertrauen auf PX-Polituren

1

Reinigung / Vorbehandlung

Jeder Lack-Politur oder einer Aufbereitung von Neuwagen

gehen eine gründliche Fahrzeugwäsche von hartnäckigen Verschmutzungen

wie Teerspritzer, Flugrost, Insektenfriedhöfe

oder Farbnebel voraus. Profis greifen für Letzteres zu den

Riwax-Produkten Clean Clay Cloth und RX 20 Spray Finish.

Dank der mit Lackknete beschichteten Oberfläche des Mikrofasertuchs

gelingt das mühelose Entfernen sämtlicher Ablagerungen

perfekt und schnell. Um die Führung des Tuchs erst

möglich zu machen, muss der Lack vorgängig mit dem Oberflächenveredler

RX 20 vorgesprüht werden.

One-Step Verfahren

Das Riwax-Sortiment bietet für das One-Step Verfahren die

exzentrisch rotierende Poliermaschine Dual Action Polisher.

Ob mit dem Poliermittel PX 100 oder PX 200: Die Maschine

erleichtert dem Profi die Arbeit durch eine einfache Handhabung

und leichtes Gewicht.

2

Schleifen

Weist der Lack starke Kratzer, Orangenhaut oder Staubeinschlüsse

auf, müssen die betroffenen Stellen mit Nassschleifpapier

(P1500-P3000) vorgeschliffen werden. Dafür bietet der

Orbital Polisher Trizact die perfekte maschinelle Unterstützung.

Dieser Schritt kann weggelassen werden, wenn keine starken

Lackbeschädigungen auszumachen sind.

4

Wachsen und Konservieren

Nach den Polierarbeiten muss die Lackoberfläche mit dem

Mittel PX 300 geschützt werden. Es handelt sich dabei um ein

farbvertiefendes Wachs mit Langzeitschutz und hervorragendem

Abperlverhalten. Profis tragen das Wachs mit dem exzentrisch

rotierenden Orbital Polisher und mit aufgesetztem

weichen schwarzen Schwamm auf.

3

Schleif- und Hochglanzpolitur

Unschönheiten wie extrem verwitterten Lacken, tiefen Kratzern,

matten und ausgeblichenen Oberflächen oder sichtbaren Ausspritzstellen

müssen mit der Schleifpolitur PX 100 rauspoliert

werden. Ideal dafür ist die Präzisionspoliermaschine Polisher

Professional Makita. Je nach Anwendung kommen für diese Arbeit

das Lammfell, der blaue harte Schwamm oder der konische

Schwamm auf die Rotationsscheibe. Zeigen sich in einem Lack

nur feine Kratzer, Hologramme oder weist er mangelnden Tiefenglanz

auf, kann man gleich zur Hochglanzpolitur PX 200 und

weissen mittelharten Polierschwamm übergehen. Wurde der

Lack vorgängig mit PX 100 behandelt, so wird die Nachbehandlung

mit PX 200 bei dunklen Lacken zwingend empfohlen.

5

Finish und Qualitätskontrolle

Ein echter Profi gibt sich nicht mit Pflichtprogrammen ab, da

folgt immer noch die Kür mit Finish und Qualitätskontrolle.

Dafür greifen Lackflüsterer erneut zum RX 20 Spray Finish.

Einfach die Lackoberfläche einsprühen und mit einem Mikrofasertuch

trockenreiben. Diese Behandlung verleiht der Lackoberfläche

zusätzlich einen strahlenden Tiefenglanz.

RIWAX-Chemie AG

Tannholzstrasse 3 | CH-3052 Zollikofen

T: +41 (0)31 910 45 45 | F: +41 (0)31 910 45 05

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BILDUNG

Über 500 angehende Automobil-Mechatroniker erhalten bei der Future-Day-Woche 2019 in Vauffelin BE einen Einblick in mögliche Berufszukunft.

Die Berufschancen packen

Lehrabschlussprüfung oder Qualifikationsverfahren (LAP/QV) und danach? Längst nicht alle Lernenden im dritten Lehrjahr

haben darauf eine Antwort. Bei der Future-Day-Woche erhalten über 500 angehende Automobil-Mechatroniker einen

Einblick in die Vielfalt der Weiterbildungsmöglichkeiten. AUTOINSIDE war vor Ort. Jürg A. Stettler

Im Berner Jura, in der malerischen Natur, dort

wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen,

soll die berufliche Zukunft für Lernende der

Autobranche im dritten Lehrjahr liegen? Für

viele unvorstellbar, aber korrekt. Denn genau

in dieser Abgeschiedenheit ausserhalb von

Vauffelin BE liegt das Dynamic Test Center.

Das DTC ist nicht nur eines der wichtigsten

Testcenter im Mobilitätsbereich europaweit,

sondern auch Schauplatz der Future-Day-

Woche. In dieser Woche erhalten einige hundert

Lernende hier täglich einen Ein- und

Ausblick in und auf ihre Berufszukunft im

Mobilitätsbereich. Rund 500 Automobil-Mechatronikerinnen

und -Mechatroniker aus

der ganzen Schweiz sind mit ihren Fachlehrern

zu Gast. Stefan Mattmann von der

BBZB Luzern kommt bereits zum fünften Mal

mit seiner Klasse nach Vauffelin BE: «Ich bin

sehr gerne hier, um meinen Lernenden einen

tieferen Einblick in ihre Berufswelt zu geben.

Selbst wenn nur ein kleiner Teil meiner Klasse

den Schritt wagen und eine Weiterbildung machen

wird.» Der Luzerner Berufslehrer ergänzt:

«Der Besuch beim Future Day zeigt ihnen einfach

die Vielfalt ihrer Möglichkeiten auf. Und

sogar, dass auch in einem Land ohne Automobilherstellung

die Ausbildung zum Autoingenieur

durchaus Sinn machen kann.»

Eine klare Antwort zur Frage der Weiterbildung

in der Mobilitätsbranche hat auch

DTC-Geschäftsführer Bernhard Gerster auf

Lager: «Als Autoingenieur hat man ein sehr

breites Tätigkeitsfeld, arbeitet mit den neusten

Technologien und hat erst noch gute

Stellenaussichten.» Und zwar in allen Bereichen.

«Jede siebte Person, die im Schweizer

Industriesektor tätig ist, produziert Teile für

die Automobilindustrie», erläutert Bernhard

Gerster. 2018 erwirtschaftete die Schweizer

Zulieferindustrie nicht weniger als 9 Milliarden

Franken Umsatz. Wichtigster Sektor

unter den rund 250 Schweizer Zulieferbetrieben

ist aktuell die Fahrzeugelektronik. Doch

den Absolventen des dritten Lehrjahres wird

von der Abteilung Automobiltechnik der

Berner Fachhochschule (BFH) zusammen mit

dem AGVS und weiteren Verbänden (Agrotec

Suisse, Carrosserie Suisse, SVBA, 2rad

Schweiz und SLMBV) nicht einfach nur eine

Einbahnstrasse Richtung Autoingenieur präsentiert,

sondern das Fenster in eine spannende

und abwechslungsreiche Berufszukunft

ganz weit geöffnet. Diese Plattform

weiss auch der AGVS zu nutzen, um den

Jungen klar zu machen, dass nach der Lehrabschlussprüfung

oder dem Qualifikationsverfahren

(LAP/QV) noch lange nicht das

Ende der Fahnenstange erreicht ist. Und um

ihnen zu zeigen, wie wichtig junge Fachkräf-

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BILDUNG

te für die Branche sind. Von den schweizweit

rund 800 Automobil-Mechatronikern lässt

sich etwa jeder Vierte zum Automobildiagnostiker

weiterbilden. Aber auch Jobs wie

Automobil-Verkaufsberater, Kundendienstberater,

Automobil-Werkstattkoordinator,

diplomierter Betriebswirt und seit kurzem

Fahrzeugrestaurator mit eidgenössischem

Fachausweis oder auch Strassenhelfer eröffnen

den Jugendlichen attraktive Perspektiven

innerhalb der Branche.

Ein echtes Bedürfnis, wie die vielen Jugendlichen

zeigen, die sich für den Future

Day interessieren und darin mehr als bloss

einen Ausflug in den Berner Jura sehen.

«Ich habe schon früher immer mit Lego gespielt

und mich für Technik begeistert»,

erklärt Automobil-Mechatronikerin Julia

Felber. «Meine Berufswahl war perfekt, und

während der Lehre sind die Aufgaben noch

spannender geworden. Nun bin ich offen für

Vieles.» Sie nutzt den Future Day in Vauffelin

genauso wie andere Lernende, um sich über

mögliche Perspektiven zu orientieren. Schon

recht konkrete Vorstellungen hat dagegen Simon

Flückiger: «Mich hat immer alles fasziniert,

was mit Autos zu tun hatte. Ich möchte

Autoingenieur werden. Ich bin nun hier, um

zu schauen, was es dazu braucht und welche

anderen Optionen es noch geben würde.»

Über die Faszination zu grossen Fahrzeugen

und zur Technik fand Matthias Hodel zur

Lehre als Automobil-Mechatroniker: «Eine

genaue Vorstellung, was ich nachher machen

will, habe ich noch nicht. Aber der Tag hier

bietet einen super Einblick. Ich könnte mir

momentan vorstellen, die Ausbildung zum

Automobildiagnostiker anzuhängen.»

Die einzigartige Chance für einen vertieften

Einblick in ihr Metier erhalten die

jungen Berufsleuten in Vauffelin an den

unterschiedlichsten Technikspots. Dort

werden auch komplexe Themenfelder auf

verständliche Weise vermittelt. Andreas

Hüssy erläuterte etwa, wieso das neue

WLTP-Abgasprüfverfahren so viel Aufwand

bedeutet. Bruno Lauener zeigte unterschiedliche

Materialbeschaffenheiten und die Vorzüge

von Computersimulationen auf. Grossen

Eindruck machte den angehenden Automobil-Mechatronikern

vor allem der Technikspot

mit dem Peugeot, der mit lediglich 10

km/h gegen eine Mauer rollte. Sprüche wie

«Sollen wir uns anschnallen?» verstummten

spätestens nach dem Versuch mit den ersten

vier Probanden. Kurzes Losrollen, heftiger

Aufprall und gleichzeitiges Nicken aller vier

Insassen so unsanft hatte sich dies bei dem

tiefen Tempo keiner vorgestellt! Plötzlich war

sogar den Zuschauenden klar, welche Bedeutung

Sicherheit und Insassenschutz im Fahrzeugbau

haben. So sensibilisiert wurden die

Crashvideos am nächsten Technikspot gleich

aus einem ganz neuen Blickwinkel und mit

viel mehr Aufmerksamkeit verfolgt.

Absolutes Highlight für alle war jedoch

der Live-Crashtest am Nachmittag. Ein Opel

Astra donnerte mit 50 km/h auf eine feste

Struktur, in diesem Fall einen Metallpfahl.

Der Versuch soll unter anderem den Unterschied

der Verformungen zwischen einem

Fahrzeug mit quer eingebautem Motor wie

beim Opel zu einem längs eingebauten Motor,

der mehr Energie zu absorbieren vermag,

deutlich machen. «Jetzt einfach nicht

blinzeln, sonst verpasst ihr den Crash! Der

dauert nämlich höchstens eine Zehntelssekunde»,

mahnte DTC-Geschäftsführer

Bernhard Gerster, dann setzte sich der vom

Stahlseil gezogene Opel langsam in Bewegung,

wurde immer schneller, bis bei 50

km/h das Führungsseil ausgeklinkt wurde.

Plötzlich herrschte absolute Ruhe und höchste

Konzentration. Gebannt starrten alle Richtung

Metallpfahl und schon knallte es! Die

Front des Opels bohrte sich unter lautem

Knirschen in den Pfahl, schien ihn zu umarmen,

während das Heck des Astra angehoben

wurde und mit lautem Rumps zu Boden

kam. Der Aufprall hat gesessen und wird

einen bleibenden Eindruck hinterlassen,

hoffentlich genauso wie die ganzen Infos,

welche die Jugendlichen am Future Day für

ihre Berufszukunft sammeln durften.

Eine positive Bilanz zieht Olivier Maeder

von der AGVS-Geschäftsleitung: «Wir haben

viele motivierte Lernende begrüssen können»,

erklärt der Bildungs-Experte zufrieden.

«Und sie haben viele interessante Fragen gestellt!»

Ein sehr positives Zeichen für die Zukunft

des Schweizer Garagengewerbes. <

Sehr eindrücklich für alle Lernenden: der Live-Crash des

Opel Astra, der mit 50 km/h auf einen Pfahl prallt.

Den Sprung von analog zu digital geschafft

Das DTC Dynamic Test Center in Vauffelin BE

geht technischen Problemen zugunsten von

mehr Sicherheit auf den Grund. Als es vor 25

Jahren gegründet wurde, waren für mehr aktive

Sicherheit in Fahrzeugen Tempomat, ABS und

ESP die einzigen Fahrassistenten. Zur Unfallfolgenminderung

waren damals neben Sicherheitsgurten

Airbags oder Gurtstraffer für mehr

passive Sicherheit vorhanden, doch unabhängige

Crashtests steckten 1994 noch in den Kinderschuhen.

Homologationsversuche erfolgten mit

50 km/h Frontalanprallgeschwindigkeit und 100

Prozent Überdeckung an die Betonmauer nicht

wirklich repräsentativ für Unfälle im Alltag. Gefilmt

wurde mit 16-mm-Filmspulen und Highspeed-

Kameras. In der Unfallanalyse wurden Unfallstellen

häufig noch auf grossen Papierbogen

aufgetragen heute kaum noch vorstellbar.

Mit zunehmender Digitalisierung und verbesserter

Konnektivität hat sich die Arbeit am DTC massiv

geändert. Praktisch alle Realversuche lassen

sich heute auch als reine Computersimulation

ausführen. Arbeits- und Rechenaufwand entscheiden,

welche Variante sinnvoller ist. Die sehr

präzisen Simulationsrechnungen verlangen immer

noch nach einer Validation in der Realität, da

deren Genauigkeit im Einzelfall zu untersuchen ist.

Auf der hauseigenen Prüfstrecke testet das DTC

in Realversuchen verschiedenste Systeme wie

Kolonnen-, Notbrems- und Abbiegeassistenten

sowie Stabilisierungssysteme. So können die

Experten aufzeigen, dass die Digitalisierung und

insbesondere die Automatisierung der Fahrzeuge

neue Wege bei der Fahrzeugzulassungsprüfung

bedingt. Nur so ist auch in Zukunft die höchstmögliche

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BILDUNG

Integrationsvorlehre

Mit diesem Projekt

gewinnen alle

Toller Erfolg: Die sechs Geflüchteten, die bei Zürcher AGVS-Garagisten seit dem vergangenen Sommer eine einjährige

Integrationsvorlehre absolvierten, haben alle einen Lehrvertrag erhalten. Entsprechend positiv fällt das Fazit von Melanie

Aardalsbakke vom Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich aus. André Bissegger

Frau Aardalsbakke, seit dem vergangenen

Sommer konnten Flüchtlinge mit F- oder B-

Bewilligung in Zürcher Garagen eine einjährige

Integrationsvorlehre absolvieren. Welches

Fazit ziehen Sie nach dem ersten Jahr?

Melanie Aardalsbakke: Das erste offizielle

Pilotjahr ist im Kanton Zürich auch dank der

bereits gemachten Erfahrungen in den Vor-Pilotjahren

2016 und 2017 im Bereich Logistik

sehr gut angelaufen. Insgesamt sind im August

2018 im Kanton Zürich 110 Teilnehmende in

die Integrationsvorlehre gestartet, davon sechs

im Bereich Automobil. Nach dem ersten Jahr

ziehen wir eine positive Bilanz.

Was waren die grössten Schwierigkeiten?

Es gab keine grösseren Schwierigkeiten.

Ein wichtiger Punkt sind die sprachlichen Fähigkeiten

der Teilnehmenden. Sie bringen

einen Sprachstand von mindestens A2 mit.

Viele verstehen aber noch nicht gut Mundart,

was für das Arbeitsumfeld bedeutet, dass es

auf Hochdeutsch umstellen muss. Mit der Zeit

pendelt sich das aber ein. Es fällt auf, wie engagiert

viele Lehrbetriebe sind und dieses Projekt

auch als Chance und Horizonterweiterung

wahrnehmen.

Was für Rückmeldungen erhalten Sie von den

beteiligten Garagisten?

Bisher sehr gute. Das Berufsfeld Automobil

ist bei den potenziellen Teilnehmenden eines

der beliebtesten. Die sechs Garagen, die 2018

einen Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt

haben, haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Die grosse Einsatzbereitschaft und Motivation

der Teilnehmenden wird oft erwähnt.

Das grosse Ziel ist, dass die Beteiligten nach

einem Jahr den Übertritt in eine reguläre Lehre

schaffen. Wie viele der Teilnehmer haben

eine Anschlusslösung gefunden? Können sie

im gleichen Betrieb bleiben?

Die Teilnehmenden in der Automobilklasse

haben alle einen Lehrvertrag erhalten: Drei

als Reifenpraktiker EBA, einer als Automobil-

Assistent EBA und einer der Teilnehmenden

kann in die dreijährige EFZ-Lehre als Automobil-Fachmann

übertreten. Bei einem Teilnehmer

ist derzeit noch offen, ob er eine Lehre

als Automobil-Assistent oder als Automobil-

Fachmann beginnen wird. Insgesamt schafft

die Mehrheit der Teilnehmenden den Übertritt,

meist im gleichen Betrieb.

Wie geht es bei denjenigen weiter, die den

Übertritt nicht geschafft haben?

Die Gründe dafür sind individuell, eine

einheitliche Lösung gibt es nicht. Es gibt Teilnehmer,

die ihre Deutschkenntnisse verbessern

müssen. Die Anschlusslösung wäre dann

beispielsweise ein Jahr Praktikum im gleichen

Betrieb kombiniert mit einem Intensivsprachkurs

mit der Aussicht, die Lehre dann im

nächsten Schuljahr zu beginnen. Andere Teilnehmer

können die Lehre nicht im Vorlehrbetrieb

machen, bewerben sich aber bei anderen

Betrieben und haben teilweise schon einen

Lehrvertrag unterschrieben. In einzelnen Fällen

können Teilnehmende aus familiären oder

gesundheitlichen Gründen die Lehre nicht antreten

und haben eine Arbeitsstelle gesucht. Sie

können den Berufsabschluss zu einem späteren

Zeitpunkt nachholen.

«Ich bin froh, dass ich die Integrationsvorlehre

begonnen habe. Sonst hätte ich

keine EFZ-Lehre als Automobilfachmann

erhalten. Auch bin ich froh, dass ich in den

verschiedenen Fächern mein Wissen über

die Schweizer Geschichte und Geografie,

über die hiesige Wirtschaft und Arbeitswelt

sowie über Informatik erweitern

konnte», sagt Hamid Sohrab, Küry Park

Side AG, Rüschlikon.

46

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Über welche Fähigkeiten verfügen die Teilnehmer nun nach einem

Jahr Integrationsvorlehre?

Die Teilnehmer haben sich praktische Grundfertigkeiten und Wissen

im Zusammenhang mit der Reifenmontage, der Pflege und dem

Warten von Fahrzeugen angeeignet. Schulisch haben sie ihre sprachlichen

Fähigkeiten erweitert, vor allem im Umgang mit Fachsprache und

Fachtexten. Sie haben sich wichtige Kompetenzen in Mathematik und

im Umgang mit Medien angeeignet. Ausserdem haben sie sich mit dem

eigenen Lernen auseinandergesetzt und sich Techniken angeeignet, die

ihnen in der Lehre zugutekommen werden.

Hossein Mohammadi, Garage F. +

Ch. Müller AG, Standort Sünikon:

«Natürlich bin ich froh, dass ich mit

der Integrationsvorlehre begonnen

habe. Sie ist für Leute wie mich, die

eine Lehre machen möchten und

nicht wissen, wie hier alles läuft und

was von einem erwartet wird.»

Erhalten Sie auch von den Teilnehmern Rückmeldungen?

Die Teilnehmenden machen ebenfalls gute Erfahrungen und sehen

die Integrationsvorlehre als eine grosse Chance für ihre Zukunft und den

Einstieg ins Schweizer Berufsbildungssystem.

Bisher boten fünf Zürcher AGVS-Garagen-Betriebe eine Integrationsvorlehre

an. Haben sich weitere Garagisten gemeldet?

Für das Schuljahr 2019/20 haben wir bisher Anmeldungen von zwölf

Garagen-Betrieben. Es ist eine Mischung aus kleineren Betrieben sowie

grösseren Firmen. Pneu Egger beispielsweise macht auch im zweiten

Jahr wieder mit.

Gibt es auch Garagisten, die zukünftig keine Integrationslehre mehr

anbieten werden?

Das Ziel ist es, dass nach der Integrationsvorlehre der Übertritt in die

EBA- oder EFZ-Lehre gelingt. Das heisst, dass die Betriebe im nächsten

Schuljahr oft nicht wieder einen IVL-Ausbildungsplatz anbieten, sondern

ein Jahr pausieren. Deshalb haben wir im ganzen Kanton Informationsanlässe

veranstaltet, um weitere Betriebe für das Projekt zu gewinnen.

«In der Integrationsvorlehre habe ich vieles gelernt. Das Wichtigste für mich war, dass

ich gelernt habe, wie man hier arbeitet, welche Regeln gelten und wie man mit den

Arbeitskollegen und Arbeitgebern umgehen muss», sagt Mebrhatom Gebremeskel,

Garage F. + Ch. Müller AG, Standort Steinmaur.

Das Berufsfeld Automobil wird auch in den Kantonen Solothurn und

Wallis angeboten. Stehen Sie mit den Vertretern dieser Kantone in

Kontakt und tauschen sich aus? Was hören Sie aus diesen Kantonen?

Mit anderen Kantonen, die sich am Pilotprojekt beteiligen, sind wir in

Kontakt. Auch im Kanton Solothurn ist das Pilotprojekt erfolgreich angelaufen,

und die Rückmeldungen sind sehr positiv. Ab Schuljahr 19/20

wird das Berufsfweld Automobil auch im Kanton Luzern angeboten. <

Integrationsvorlehre im Kanton Zürich

Im Rahmen des nationalen Pilotprojekts des Staatssekretariats für Migration

(SEM) setzt der Kanton Zürich seit Sommer 2018 das Projekt Integrationsvorlehre

um. Die praxisorientierte Ausbildung für anerkannte Flüchtlinge

mit F- oder B-Bewilligung dauert ein Jahr. Sie dient als Vorbereitung auf

eine berufliche Grundbildung. Die Lernenden arbeiten während des ganzen

Jahres in einem Vorlehrbetrieb und besuchen die Berufsfachschule.

Mit der Küry Park Side AG in Rüschlikon, Pneu Egger in Uster und Hinwil,

der Garage F. + Ch. Müller AG mit den beiden Standorten Steinmaur und

Sünikon sowie Morf’s Pneuschopf in Bauma nahmen im ersten Jahr fünf

AGVS-Garagisten aus dem Kanton Zürich am Projekt im Berufsfeld Automobil

teil. Neben Automobil werden im Kanton Zürich ausserdem die Berufsfelder

Betriebsunterhalt, Detailhandel, Garten, Gastgewerbe, Gebäudetechnik, Gebäudereinigung,

Gleisbau und Logistik umgesetzt. Nun kommt ab August 2019

das Berufsfeld Hauswirtschaft dazu. «Damit sollen mehr Frauen angesprochen

werden», sagt Melanie Aardalsbaake. Ziel für das Schuljahr 2019/20 sei

es, total 130 Ausbildungsplätze zu besetzen 20 mehr als im ersten Jahr.

Nicht in allen Kantonen werden die gleichen Berufsfelder angeboten.

Daher sollten sich interessierte Betriebe am besten mit dem Berufsbildungsamt

des jeweiligen Kantons in Verbindung setzen.

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AUTOINSIDE | JuliAugust 201947


BILDUNG

Mobilitätsberatung «Sales»

AGVS will neue Grundbildung

im Sales-Bereich

Der AGVS beantragt bei Bildung Detailhandel Schweiz (BDS) die Aufnahme der neuen Branche Mobilitätsberatung

«Sales» (Automobilverkauf und Mobilitätsdienstleistungen). Die AGVS-Mitglieder können mithelfen, indem sie an

einer Umfrage teilnehmen. André Bissegger

48

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Die Grundbildungen im Detailhandel aus dem

Jahr 2004 stehen vor einer Reform und sollen

mit dem Projekt «Verkauf 2022+» unter der

Leitung von BDS grundlegend überdacht werden.

Grund dafür ist der Wandel im Detailhandel

dazu zählen beispielsweise das geänderte

Kundenverhalten, neue Technologien

oder Betriebsbedürfnisse.

Diese Veränderungen betreffen auch die

Mobilitätsbranche und damit den Verkauf

von Fahrzeugen sowie den dazugehörenden

Dienstleistungen. Der AGVS will die Reform

als Chance nutzen und einer langjährigen Forderung

der Garagisten nach einer Grundbildung

im Bereich Automobilverkauf und den

dazugehörenden Mobilitätsdienstleitungen

nachkommen: Er wird bei BDS die Branche

Mobilitätsberatung «Sales» (Automobilverkauf

und Mobilitätsdienstleistungen) beantragen.

Damit können sich die Schulabgänger

in einer dreijährige Grundbildung zum Detailhandelsfachmann/-frau

EFZ im «Sales-Bereich»

ausbilden lassen. Läuft alles nach Plan,

würde der erste Jahrgang im Sommer 2022

mit der Ausbildung starten.

Für den Verband ist klar: Beratung und

Verkauf werden auch im Onlinezeitalter in

den Garagenbetrieben einen wichtigen Stel-

lenwert einnehmen. Der Verkauf von Produkten

wird durch ihre zunehmende Komplexität

sogar noch beratungsintensiver. Ausserdem

erweitern neue Mobilitätsdienstleistungen

wie Carsharing und Auto-Abonnemente die

bestehenden Dienstleistungen wie Finanzierung,

Versicherung, Garantie- und Wartungsverträge

sowie Vermietungen. Kurz: Die

Anforderungen im «Sales-Bereich» werden

weiter steigen.

«Mit diesem neuen Berufsbild werden die

Kompetenzen Beratung und Verkauf deutlich

gestärkt», ist Olivier Maeder überzeugt, der

Bildungsverantwortliche des AGVS. «Es passt

somit ideal auf die Bedürfnisse der AGVS-

Grundbildung im ‹Sales-Bereich› einer Garage.»

Umfrage zeigt Bedürfnis

Noch ist das neue Berufsbild jedoch nicht

in trockenen Tüchern. Gegenüber dem BDS,

dem Bund und den Kantonen muss die Notwendigkeit

dafür aufgezeigt werden. Der

AGVS will den Bedarf mit einer Umfrage nachweisen.

Ziel der Umfrage: Das Potenzial an

möglichen Ausbildungsplätzen eruieren und

die Anzahl potenzieller Lernenden erheben.

Die Teilnehmer werden daher unter anderem

konkret gefragt, ob sie die Grundbildung

als notwendig erachten, um «qualitativ und

quantitativ den Fachkräftebedarf sicherzustellen»

und ob sie bereit wären, zukünftige

Lernende auszubilden.

Sämtliche AGVS-Mitglieder haben die Umfrage

Anfang Juni mittels Sonder-Newsletter

erhalten. Zudem wurde sie auf der AGVS-

Website aufgeschaltet. Der Verband ruft seine

Mitglieder dazu auf, sich an der Umfrage zu

beteiligen und so der Grundbildung im Sales-

Bereich den Weg in die Zukunft zu ebnen. <

Reformprojekt «Verkauf 2022+»

Bildung Detailhandel Schweiz (BDS) ist als

nationale Organisation der Arbeitswelt (OdA)

verantwortlich für die Gestaltung der Grundbildungen

sowie für die höhere Berufsbildung

im Detailhandel. Die aktuellen Grundbildungen

im Detailhandel stammen aus dem Jahr 2004

und wurden bei zwei 5-Jahres-Überprüfungen

leicht angepasst. Eine der zentralen Aufgaben

von BDS ist die laufende Aktualisierung und

Anpassung der Ausbildungen an die Bedürfnisse

der Praxis aktuell mit dem Reformprojekt

«Verkauf 2022+» die Grundbildungen

«Detailhandelsfachfrau/-fachmann EFZ» und

«Detailhandelsassistent/in EBA».

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Bedarf schnell und flexibel reagiert werden.

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AUTOINSIDE | JuliAugust 201949


BILDUNG

Spannender AGVS-Kurs: Occasionsmanagement

Mit Occasionen Geld verdienen

Ein erfolgreiches Occasionsmanagement birgt für eine Garage viel Potenzial. Martin Schumacher besuchte den AGVS-Kurs

dazu und empfiehlt ihn weiter. Jürg A. Stettler

Im Handel mit Occasionen haben längst

nicht alle Garagisten die unternehmerischen

Freiheiten und das mögliche Potenzial, das

in den Gebrauchten steckt, entdeckt und vor

allem ausgeschöpft. Der AGVS bietet extra

eintägige Kurse an, die in sechs Schritten

zu einem erfolgreicheren Occasionsmanagement

verhelfen. Dabei wird dem betriebswirtschaftlichen

Aspekt genauso Rechnung

getragen wie dem Bestandsmanagement, der

Präsentation der Fahrzeuge sowie den ganzen

Promotionsaktivitäten rund um Occasionen.

Vergleichbar mit Zweitmarke

Markus Aegerter, Mitglied der AGVS-

Geschäftsleitung, erläutert, wieso das Occasionsmanagement

für einen Garagisten

aktuell so grosses Potenzial bieten kann:

Markus Aegeter,

AGVS-Geschäftsleitung.

«Die Garagisten im Gebrauchtwagen-Sektor

verfügen mehrheitlich

noch über eine recht

grosse Handlungsfreiheit

und dürfen

nicht riskieren, diese

zu verlieren.» Für

den AGVS-Experten

ist das Occasionsgeschäft

für den Garagisten vergleichbar mit

einer rentablen Zweitmarke. Zudem sieht er

darin viel Potenzial: «Weil der Handel mit

Gebrauchten in Zeiten unsachlicher Klimadebatten,

wo unter anderem aus Umweltgründen

auf Neuanschaffungen verzichtet

wird, klar an Bedeutung gewinnt.»

Gleiche Sorgfalt wie bei Neuwagen

Für Markus Aegerter ist es daher entscheidend,

dass der Garagist das Potenzial

des Gebrauchtwagenhandels erkennt und

dessen Wertigkeit ausserdem auf die gleiche

Stufe stellt wie den Neuwagenhandel. «Der

Garagist sollte Neuwagen-Interessierte nicht

als wichtigere Kunden betrachten als Occasions-Käufer»,

erklärt Aegeter. Und folgert:

«Auftritt, Pflege und Management von Occasionen

sind daher mit der gleichen Hingabe

zu erfüllen wie bei Neuwagen.» In vielen

Schweizer Betrieben steht dennoch mehr als

die Hälfte der Occasionen über 90 Tage auf

dem Hof. In Ausnahmefällen sind es gar 80

Prozent! Dieser hohe Anteil an Langstehern

macht die Palette der Bestandsfahrzeuge für

potenzielle Käufer unattraktiv.

50

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Tipps gegen Langsteher

Dies müsste nicht sein, vor allem im immer

schnelllebiger und komplexer werdenden

Handel mit Gebrauchten. Freie Händler,

die massiv bei Markenvertretern zukaufen,

zeigen eindeutig auf, wie lukrativ das Occasionsgeschäft

sein könnte. Mit Jürg Dällenbach,

einem Experten im Retailbereich mit

langjähriger Erfahrung im Automobilgewerbe,

werden daher für Interessierte beim eintägigen

AGVS-Kurs die wichtigsten Aspekte

beim Gebrauchtwagenmanagement erörtert.

Dies reicht von Fotorichtlinien für eine erfolgreiche

Internetpräsentation über Tipps

beim Bestandsmanagement bis hin zum Erarbeiten

einer dynamischen Preisstrategie

für die Gebrauchten.

Martin Schumacher, Verkaufsleiter

Occasionen

bei Emil Frey in Safenwil.

bietet gerade auch für

Neueinsteiger im

Occasionsgeschäft

und kleineren Betrieben

eine sehr gute

Grundlage.» Selbst

dem erfahrenen

Occasionsver kaufsleiter,

der in Safenwil

ein Team mit vier Verkäufern

führt und im Monat ein grosses Verkaufsvolumen

umsetzt, zeigte Kursleiter Jürg

Dällenbach noch Details und Aspekte auf,

auf die es zu achten gilt. «Das Occasionsgeschäft

ist ein sehr wichtiges Geschäft und

muss von den Garagen in den Vordergrund

gestellt werden. Die schnelle und saubere

Aufbereitung muss Standard sein», analysiert

Schumacher. «Zudem habe ich auch die

Diskussionen und Vergleiche mit anderen

Kursteilnehmern sehr spannend und inspirierend

gefunden. Ich kann den Kurs also

nur weiterempfehlen.» <

«Vor allem für Neueinsteiger»

Trotz viel Erfahrung im Gebrauchtwagenbereich

besuchte auch Martin Schumacher,

seit 2003 Verkaufsleiter Occasionen bei Emil

Frey in Safenwil, den Kurs Occasionsmanagement.

«Für mich lieferte der Kurs vor

allem die Bestätigung, dass wir auf dem richtigen

Weg sind, aber nicht ausruhen dürfen»,

erläutert Schumacher zufrieden. «Der Kurs

Nächster Tageskurs findet im November statt

Ebenfalls Interesse sich betreffend Occasionsmanagement auf den neusten Stand zu bringen?

Der AGVS führt am Mittwoch, 6. November 2019, in der Mobilcity Bern den nächsten Kurs

durch. Noch sind Plätze frei. Weitere Auskünfte erteilt AGVS-Beraterin Manuela Jost

(manuela.jost@agvs-upsa.ch, 031 307 15 27). Anmelden kann man sich auch online in der

Business Academy.

«Nach der Abgabe der Markenvertretung

fand ich bei Autofit eine echte Partnerschaft

mit kompetenter Unterstützung und

umfassenden Leistungen.»

Markus Riedhauser

Garage Riedhauser in Zillis

«Für unsere Autofit-Partner stelle ich ein

massgeschneidertes Paket an Marketing,

Know-how, Logistik und ergänzenden

Dienstleistungen zusammen.»

Aris Merighi

Konzeptleiter Autofit

Autofit bietet das rundum-sorglos-Paket für freie Garagen

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Telefon 041 926 62 35 / info@autotechnik.ch

www.autotechnik.ch / www.autofit.ch


BILDUNG

AGVS Business Academy

JULI

Das Google Basics Training

für den Autohandel

Der Google Basics Einsteigerkurs gibt

einen Einblick in die wichtigsten Werkzeuge

und Massnahmen für eine verbesserte

Sichtbarkeit in Google. Sie

lernen, wie Sie Ihr Unternehmen dort

optimal präsentieren und mögliche

Marketingangebote wie Google Adwords

selbst steuern können.

> > 22. Juli 2019, Bern

> > 2. September 2019, Horw

AUGUST

Basisseminar für

Automobil-Verkaufsberater

Während zehn Tagen werden die

jungen oder angehenden Automobil-

Verkaufsberater/innen im Detail mit den

eigentlichen Verkaufsbelangen (Verkaufspsychologie,

Kommunikation, Verkaufsmethodik)

auf ihre tägliche Arbeit

vorbereitet.

> > Start: 12. August 2019, Bern

Automobil-Verkaufsberater/in

mit eidg. Fachausweis

Verkaufsberater sind gefordert. Sie wirken

als Mobilitäts- und Finanzberater in einer

Person. Eine persönliche Weiterbildung

ist deshalb unabdingbar. Diese branchenspezifische

Weiterbildung unterstützt Sie

dabei, in der täglichen Arbeit verkaufs-,

marktorientiert und betriebswirtschaftlich

zu denken und zu handeln. Der Lehrgang

umfasst acht Module, die einzeln abgeschlossen

werden. Sind alle Module

erfolgreich bestanden, steht der Weg

offen, den eidgenössischen Fachausweis

zu erlangen.

> > Start Lehrgang: 22. August 2019 in Bern,

Dauer: drei Semester, berufsbegleitend

Elektro-Instruktion für Hochvolt-Systeme

in Elektro- und Hybridfahrzeugen

> > 13. bis 14. August 2019, St. Gallen

> > 22. bis 23. August 2019, Bern

> > 3. bis 4. Oktober 2019, Horw

> > 25. bis 26. Oktober, TBZ Zürich

> > 21. bis 22. November 2019, STF Winterthur

SEPTEMBER

Dialog das neue Mitarbeitergespräch

Für (zukünftige) Führungsverantwortliche,

die ihre Mitarbeitergespräche effizienter

und erfolgreicher gestalten wollen und

bereit sind, sich intensiv mit der wirksamen

Mitarbeiterentwicklung auseinander zu

setzen.

> > 11. September 2019, Bern

Grundlagen Flottenverkauf

Fahrzeugflotten in Unternehmen zu

bewirtschaften, erfordert von den Verantwortlichen

umfassende Kenntnisse und

Fähigkeiten. Lernen Sie in diesem Kurs den

Flottenmarkt und dessen Bewirtschaftungsformen

kennen!

> > 12. September 2019, Bern

MwSt.-Grundkurs

> > 18. September 2019, Bern

MwSt.-Fortsetzungs- und Vertiefungskurs

Der Fortsetzungs- und Vertiefungskurs

MwSt. soll bei den Teilnehmenden die

korrekte Anwendung der MwSt. fördern.

Anhand von kurzen praxisbezogenen Fallbeispielen

und im Dialog mit dem Referenten

kann das Wissen vertieft werden. Voraussetzung:

Grundkurs.

> > 25. September 2019, Bern

Facebook, Xing, Twitter und WhatsApp im

Autoverkauf

Der Workshop zeigt neuartige Möglichkeiten

auf, wie Sie die verschiedenen Plattformen

für sich selber einsetzen können, um noch

erfolgreicher zu verkaufen. Dieser Workshop

ist speziell für die Automobilbranche

konzipiert.

> > 23. September 2019, St. Gallen

> > 11. November 2019, Horw

Cours d’introduction «Orfo 2012

employé-es de commerce»

Information pour les personnes responsables

de la formation des employé-es de

commerce.

> > 24 septembre 2019, Yverdon

> > 27 septembre 2019, Yverdon

OKTOBER

Lehrgang DAB+

In Zusammenarbeit mit der Schweizer-Radiobranche,

DAB+-Experten der SRG sowie

DAB+-Fahrzeug-Spezialisten wurde ein

DAB+ Lehrgang mit AGVS Kompetenzausweis

entwickelt.

> > 1. Oktober 2019, St. Gallen

> > 3. Dezember 2019, Bern

PK MOBIL ist die Pensionskasse der Berufsverbände AGVS ASTAG 2rad Schweiz VSCI

Unsere Scheinwerfer

sind aufs Mobilitätsgewerbe

gerichtet.

Als Vorsorge-Profis kennen wir die Bedürfnisse der Branche wie keine andere

Pensionskasse. Wir beraten Sie gerne. Ganz unkompliziert, freundlich und kompetent.

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52

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Berufs- und Praxisbildnerschulung

Kaufmann/-frau EFZ (BiVo 2012)

Einführung in die Umsetzung der kaufmännischen

Grundbildung im Automobil-

Gewerbe.

> > 10. Oktober 2019, Bern

> > 15. und 22. Oktober 2019, Winterthur

28. AGVS-FRAUENSEMINAR

Mit dem diesjährigen Frauenseminar

sprechen wir alle Garagistenfrauen im

deutschsprachigen Raum an, welche administrative

und personelle Aufgaben wahrnehmen

und ihren Betrieb durch gezielte und

effiziente Konzepte weiterentwickeln wollen.

> > 28. bis 30. Oktober 2019, Appenzell

> > 4. bis 6. November 2019, Appenzell

NOVEMBER

Finanzielle Führung in Garagenbetrieben

Kennen Sie die Finanzzahlen in Ihrem

Unternehmen und wissen Sie, wie Sie diese

beurteilen müssen? Dieser Kurs richtet sich

an Inhaber, Geschäftsführer und Finanzverantwortliche

von Garagenbetrieben, welche

ihre Kompetenz in Finanz- und Controlling-

Fragen auffrischen oder vertiefen wollen. Sie

lernen wichtige Finanzentscheide im Betrieb zu

beurteilen, vorzubereiten und durchzuführen.

> > 5. November 2019, Bern

> > 6. November 2019, St. Gallen

Séminaire de gestion des occasions

Les participants apprennent comment bie

gérer leurs véhicules d’occasion. La presentation,

le processus de reprise et la stratégie

dynamique de prix en font partie.

> > 7 novembre 2019 à Paudex

Direction financière de garages ce qu’il

faut savoir

> > 19 novembre 2019, Paudex

AGVS DIDAKTIKMODULE

Der Besuch dieser Weiterbildung ist für

alle Berufsbildner der technischen Grundbildungen

in den Betrieben, die über keinen

tertiären Abschluss verfügen, bis Ende 2020

obligatorisch.

«Die Instrumente der BiVo 2018 kompetent

einsetzen»

> > 8. Oktober 2019, Mülenen

> > 4. Dezember 2019, Horw

> > 10. Dezember 2019, Goldau

> > 12. Dezember 2019, Bern

«Lernende selektieren»

> > 10. September 2019, Sissach

> > 19. November 2019, Bern

> > 10. Dezember 2019 St. Gallen

> > 9. Januar 2020, Goldau

Weitere Daten und Orte jeweils online.

MODULES DIDACTIQUES DE L’UPSA

Jusqu’à fin 2020, la participation à cette

formation est obligatoire pour tous les

formateurs professionnels des formations

techniques de base en entreprise qui ne disposent

pas d’un diplôme du degré tertiaire.

«Utiliser avec compétence les instruments

des nouvelles ordonnances de

formation»

> > 12 septembre 2019, Yverdon

«Sélectionner les personnes

en formation»

> > 26 septembre 2019, Yverdon

JANUAR 2020

Formation turbo pour vendeur auto 2020

La communication avec l’autre, la conquête

et la fidélisation de la clintèle ainsi que la

technique de vente constituent l’essentiel

de cette formation intensive. Il s’agit d’une

formation moderne, vivante, animée par des

intervenants qui sont tous professionnels

de leur branche.

> > 20. - 31. janvier 2020 à Paudex

Diese und weitere interessante Themen

finden Sie online in der Business Academy.

Retrouvez ces thèmes, et bien d’autres,

dans la Business Academy en ligne.

Occasionsmanagement

Die Teilnehmer lernen, wie sie ihre Occasionsfahrzeuge

richtig bewirtschaften. Dazu gehören

unter anderem die Präsentation, der Eintauschprozess

und die dynamische Preisstrategie.

> > 6. November 2019, Bern

Die Kurse sind in der Kurssprache ausgeschrieben.

Les cours sont proposés dans la langue

correspondante. D’autres cours seront proposés

ultérieurement. Mise à jour sur agvs-upsa.ch.

agvs-upsa.ch, Rubrik :

Berufsbildung/AGVS Business Academy

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BILDUNG

Aktuelle regionale Veranstaltungen zur Aus- und

Weiterbildung im Automobilgewerbe

LEHRGANG FAHRZEUGRESTAURATOR

Fachrichtung Automobiltechnik

Informationsabende:

Montag, 19. August 2019, 18.30 Uhr

Mittwoch, 4. September 2019, 18.30 Uhr

Ort: AGVS Ausbildungscenter Sektion

Solothurn, Gerolag Center Olten,

Industriestrasse 78, Olten

Start Lehrgang: Herbst 2019 / Herbst 2020

> > fahrzeugrestaurator.ch

AARGAU

Automobildiagnostiker

Informationsabend mit anschliessendem

Imbiss

Donnerstag, 12. September 2019, 18 Uhr

Ort : Weiterbildungszentrum, Lenzburg

> > wbzlenzburg.ch

Betriebswirt im Automobilgewerbe

Ort: Handelsschule KV Aarau

> > hkvaarau.ch

BERN

Automobil-Verkaufsberater/in

Start Lehrgang: August 2019

Ort: Mobilcity, Bern

> > agvs-upsa.ch

Automobildiagnostiker/in BP

Start Lehrgang: Mittwoch, 14. August 2019

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Betriebswirt/in im Automobilgewerbe HFP

Start Lehrgang: Freitag, 16. August 2019

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Werkstattkoordinator/in im

Automobilgewerbe

Start Lehrgang: Freitag, 16. August 2019

Ort: GIBB

> > gibb.ch

Alle Kurse finden definitiv statt. Es gibt noch

freie Plätze!

CHUR / ZIEGELBRÜCKE

Automobildiagnostiker/in

Informationsabend:

Donnerstag, 12. September 2019, 19 Uhr,

Bahnhofpark 2a, Sargans

Donnerstag, 19. September 2019, 19 Uhr,

Gürtelstrasse 48, Chur

Start Lehrgang: August 2020

ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Chur

> > ibw.ch

HORW

Automobildiagnostiker/in und

Automobil-Werkstattkoordinator

Start Vorbereitungskurs: August 2019

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, Horw

> > agvs-zs.ch

ST. GALLEN

Automobildiagnostiker/in

Neu mit Einführungstagen

Start Lehrgang: August 2019

Ort: AGVS Ausbildungszentrum, St. Gallen

> > agvs-abz.ch

THURGAU

Automobildiagnostiker/in

Start Lehrgang: 13. August 2019

Ort : Gewerbliches Bildungszentrum,

Weinfelden

> > gbw.ch

WINTERTHUR

Informationsanlass Weiterbildungen

im Automobilgewerbe

Montag, 21. Oktober 2019, 19 Uhr

Ort : Schweizerische Technische Fachschule

Winterthur (STFW)

> > stfw.ch/info

Kundendienstberater im Automobilgewerbe

Start Lehrgang: Januar 2020

Ort: STFW

> > stfw.ch/akb

Automobil-Verkaufsberater

Start Lehrgang: 20. August 2019

Ort: STFW

> > stfw.ch/aavb

Betriebswirt im Automobilgewerbe

Start Lehrgang: 21. August 2019

Ort: STFW

> > stfw.ch/abwa

54

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

Automobildiagnostiker

Automobil-Werkstattkoordinator

Start Lehrgang: 2./3. September 2019

Ort: STFW

> > stfw.ch/ad und stfw.ch/adwo

ZÜRICH

Betriebswirt im Automobilgewerbe

Start Lehrgang: 23. August 2019,

berufsbegleitend, jeweils freitags

Ort: TBZ

> > tbz.ch

Automobil-Werkstattkoordinator/in BP

und mit Zertifikat AGVS

Start: 16. September 2019, berufsbegleitend

(montags ganztägig oder dienstag- und

donnerstagabends)

Ort: TBZ, Zürich

> > tbz.ch

PAUDEX

Brevet fédéral de conseiller de vente en

automobile

Prochaine session : avril 2019

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Diplôme fédéral de gestionnaire

d’entreprise de la branche automobile

Prochaine session : septembre 2019

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Conseiller de service à la clientèle

Prochaine session : septembre 2019

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Prochaine session : septembre 2019

Lieu : Centre Patronal de Paudex

> > romandieformation.ch

SION

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : Automne 2019

Lieu : Ecole Professionnelle Technique et

des Métiers (EPTM), Sion

> > formationcontinuevalais.ch

Coordinateur d’atelier automobile

Prochain session : Automne 2019

Lieu : EPTM, Sion

> > formationcontinuevalais.ch

GENÈVE

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : novembre 2019

Lieu : Centre de formation UPSA Genève

> > formation-upsa-ge.ch/web/

formations-4-2/

YVERDON

Diagnosticien d’automobiles

Prochaine session : janvier 2020

Cours du jour, le mercredi (dernier

semestre le mardi)

Lieu : Centre de formation UPSA-VAUD,

Yverdon-les-Bains

> > formation.upsa-vd.ch

Aus den Sektionen

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melden Sie uns bitte Ihre Daten zu den

aktuellen Infoveranstaltungen und

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AUTOINSIDE | JuliAugust 201955


BILDUNG

3. Garagen-Marketing Camp

Die bestehenden Kunden

besser pflegen!

Das Garagen-Marketing Camp ist ein mittlerweile fixer Punkt in der Agenda des Schweizer Autogewerbes. Wieso der

Kundenstamm der «Goldschatz» des Garagisten ist, erläutert Andreas Block von der ZHAW. Sandro Compagno

100 Teilnehmende besuchten die 14 Sessions in Hildisrieden LU und

liessen sich über neue Trends und Chancen in Marketing und Vertrieb

informieren. So präsentierte unter anderen Ivo Streiff, CEO

von Carforyou, seine neue Online-Plattform, die den Branchenleader

Autoscout herausfordern will. Jean-Claude Bopp (Bopp Solutions)

stellte seine digitalen Preisschilder vor und Michael Hartschen

referierte über Persönlichkeitsentwicklung. Organisiert wurde das

Camp von den Marketing- und Verkaufsspezialisten von der Trepos

AG mit Beat Jenny und Christian Panzeri.

Viele Zuhörer hatte auch Andreas Block, Dozent am Institut für

Wirtschaftsinformatik an der ZHAW in Winterthur. Der frühere

Volvo-Manager, der später jahrelang in der Beratung für diverse

Marken tätig war, erklärte die Bedeutung eines professionell gemanagten

Kundenstamms und wieso man bei allem Enthusiasmus

für die Akquirierung von Neukunden keinesfalls die bestehenden

Kunden vernachlässigen darf. Was Andreas Block mit datenbasiertem

Autohaus-Management meinte, illustrierte er mit erstaunlichen

Zahlen. So ist in Schweizer Garagen nur gerade bei 35 Prozent

aller Kundendaten eine E-Mail-Adresse hinterlegt, 20 Prozent

der Kundendaten enthalten keine Telefonnummer. «Wie wollen

Sie diese Kunden kontaktieren?», lautet die rhetorische Frage des

ZHAW-Dozenten. AUTOINSIDE sprach mit Andreas Block.

Herr Block, was habe ich unter datenbasiertem Autohaus-

Management zu verstehen?

Andreas Block: Datenbasiertes Autohaus-Management heisst

zum Beispiel, dass ich als Garagist meine Resultate bewusst steuere

und plane, wie viel wovon ich benötige, um ein Fahrzeug zu verkaufen.

Ein Beispiel: Wenn eine Garage das Ziel hat, während

eines Jahres 100 Fahrzeuge zu verkaufen und aus validen eigenen

Daten weiss, dass es hierfür 500 Kontakte beziehungsweise 180

Probefahrten benötigt, so kann ein robuster Verkaufsplan erstellt

werden. In der Realität beobachten wir oft, dass man direkt

von der Problemstellung zur Massnahme schreitet und dabei die

Wirkungstreiber vernachlässigt. Um beim Beispiel zu bleiben: Es

fehlen noch 30 Fahrzeuge, um das Jahresziel zu erreichen. Dann

wird sogleich entschieden: «Wir müssen ein Sondermodell kreieren

oder wir müssen eine Rabattaktion starten.» Zielführender wäre es

zum Beispiel, den Kundenstamm zu analysieren und zu definieren,

welche potenziellen Kunden man direkt ansprechen will.

Das betrifft nur bestehende Kunden?

Nein. Bei der Verkaufsplanung und -steuerung überlege ich mir auch,

welchen Anteil der Zielerreichung ich aus meinem eigenen Kundenstamm

erreichen kann und wie viele Neukunden ich folglich noch

akquirieren muss.

Die Quintessenz: Mit bestehenden Kunden zu arbeiten, ist einfacher

und effizienter, als Neukunden zu akquirieren.

Genau. Ich kenne ja meinen bestehenden Kunden. Ich kenne das

Fahrzeug, ich weiss, welche Präferenzen er hat, ob er preissensitiv ist

oder nicht. Dann kann ich ihn mit dem richtigen Angebot ansprechen.

Wir stellen häufig fest, dass der Fokus in Garagen zu stark auf Neukunden

gelegt wird. Nach dem Motto: «Der bestehende Kunde kommt

ja ohnehin wieder.» Aber die Pflege der bestehenden Kunden ist

enorm wichtig. Ich kenne einen Verkaufsberater, der jeweils im Januar

die Weihnachtskarten für seine Kunden kauft da erhält er sie zum

halben Preis. Im August, wenn in der Garage und im Showroom wenig

los ist, schreibt er die Karten. Und am 20. November verschickt er sie:

Er möchte, dass seine Karte die erste ist, die der Kunde im Briefkasten

56

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


BILDUNG

findet. Er hat mir erzählt, dass 60 Prozent der

Angeschriebenen auf seine Weihnachtskarte

reagieren. Das ist ein grossartiger Wert! Der

persönliche Kontakt ist auch eine Form der

Wertschätzung des Verkäufers gegenüber

seinem Kunden.

Wo liegt die Grenze zwischen Wertschätzung

und Belästigung des Kunden?

Wertschätzung ist zum Beispiel, wenn ich als

Verkaufsberater einen Kunden anrufe und

ihm einen echten Mehrwert bieten kann.

Wenn ich weiss, dass Herr Meier jedes Jahr

im Januar in die Skiferien fährt, dann rufe

ich ihn im September an und frage, ob ich

jetzt schon eine Dachbox für ihn reservieren

soll weil im Januar alle eine wollen. Aber

wenn ich als Verkäufer Herrn Müller anrufe

und versuche, ihm eine Dachbox zu verkaufen,

obwohl Herr Müller keinen Winterurlaub

macht, dann ist es Belästigung.

Was mache ich, wenn ich als Garagist

einen Starverkäufer habe, der zwar viel

Umsatz macht, aber keinerlei Interesse

zeigt, die Kundendaten nachzuführen?

Für einen Betrieb ist das Gift. Wenn so einer

nach drei Jahren geht, haben Sie nichts

von den Informationen über seine Kunden.

Überlegen Sie mal, was der Kunde beim

Autokauf alles erzählt! Beispielsweise, dass

er ein Allrad-Fahrzeug kauft, weil er jedes

Jahr im Winter in die Berge fährt. Solche

Informationen muss ich als Garagist

unbedingt sichern. Es ist Aufgabe

des Verkaufsleiters, dafür zu

sorgen, dass sich wirklich jeder an

die Spielregeln hält und die Daten

à jour sind. Kundenstamm-

Management ist Führungssache.

Sie führen diesen Herbst an

der ZHAW erstmals einen CAS

«Datenbasiertes Autohaus-

Management» durch. An wen

richtet sich der Lehrgang?

Der Kurs richtet sich an Führungskräfte

im Autohaus. Oberste Devise

ist «Aus der Praxis für die Praxis».

Der inhaltliche Fokus liegt

auf den Bereichen

Strategie, Führung,

Digitalisierung,

Mitarbeiterentwicklung,

Kun den stamm-Manage ment,

Neukundengewinnung, Ver kaufsplanung und

-steuerung, Kundenzufriedenheit, Prozess-

Management sowie Profitabilität. Das bisher

erhaltene Feedback zeigt uns klar, dass wir

damit den Nerv der Zeit getroffen

haben. <

«Neukunden zu gewinnen, ist viel

aufwendiger»: Dr. Andreas Block ist

Dozent am Institut für Wirtschaftsinformatik

der ZHAW in Winterthur.

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VERBAND & SEKTIONEN

42. Delegiertenversammlung des AGVS in Unterägeri

Neue Frauen

braucht der Verband

Barbara Germann heisst die neue Frau im Zentralvorstand des AGVS. Die 99 Delegierten in Unterägeri wählten die Berner

Oberländerin einstimmig in das nunmehr elfköpfige Gremium. Zentralpräsident Urs Wernli forderte von der Politik eine

zügige Beseitigung der Engpässe im Nationalstrassennetz und erhielt Besuch aus einer fernen Zukunft.

Sandro Compagno und Reinhard Kronenberg

2019 ist ein Wahljahr. Entsprechend prägte die

Politik die AGVS-Delegiertenversammlung in

Unterägeri. Die Prognosen des Bundes lassen

wenig Raum für Interpretationen: Der motorisierte

Individualverkehr soll bis 2040 um

18 Prozent zunehmen, der Güterverkehr auf

der Strasse sogar um einen Drittel. «Wir sprechen

hier von der Steigerung in den nächsten

20 Jahren. Das ist angesichts der Langfristigkeit

von Strassenbauvorhaben eigentlich

schon morgen», stellte AGVS-Zentralpräsident

Urs Wernli in seinem Referat fest: «Strassenbenutzer

werden also noch öfter im Stau

stehen.» Der volkswirtschaftliche Schaden ist

erheblich. Die Staukosten betragen schon

heute jährlich gegen 1,8 Milliarden Franken.

Wernli forderte, dass nun «dringend der notwendige

Ausbau der Strasseninfrastrukturen»

umgesetzt und Engpässe beseitigt

werden müssen.

Frage an die Mitglieder des

Zentralvorstands:

Wo setzen Sie Ihren

persönlichen Schwerpunkt

in Ihrer Arbeit

für die Schweizer

Garagisten im AGVS-

Zentralvorstand?

Vizepräsident Pierre Daniel Senn blickte

auf den 20. Oktober 2019, wenn das Schweizer

Stimmvolk National- und Ständerat neu

wählt, und warnte vor einem Rutsch in Richtung

links und grün. «Engagieren Sie sich in

Ihren Sektionen! Unterstützen Sie jene Kandidaten,

die automobil- und wirtschaftsfreundlich

politisieren!», rief Senn den Delegierten

Markus Hesse: «Meine Priorität ist eine sachliche

und objektive Beratung der Kunden hinsichtlich

des Antriebsstrangs. Für den Kunden wird es

immer schwieriger, den Überblick zu behalten.»

58

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

und zahlreichen Gästen zu. Angesichts der Tatsache,

dass die Schweiz pro Kopf schon heute

weniger CO 2

ausstösst als der globale Durchschnitt

und in der Summe für exakt 0,1 Prozent

der CO 2

-Emissionen weltweit verantwortlich

ist, forderte Senn, dass die CO 2

-Steuern nicht

erhöht werden.

Sicher wirtschaftsfreundlich politisiert

Heinz Tännler. Der Regierungsrat und Finanzdirektor

des Gastgeberkantons überbrachte

die Grüsse der Zuger Kantonsregierung. Der

SVP-Magistrat kandidiert im Herbst für einen

Sitz im Ständerat. «Im Kanton Zug fahren viele

wunderschöne Autos herum. Hier können Sie

gute Geschäfte machen», sagte Heinz Tännler

an die anwesenden Garagisten gerichtet. Der

Kanton Zug als florierender Wirtschaftsstandort

habe in den letzten Jahren ein «exorbitantes

Bevölkerungswachstum» erlebt: «Das stellt uns

vor raumplanerische Herausforderungen.» Erst

vor wenigen Wochen überwies der Kantonsrat

ein Postulat, das den Klimanotstand in Zug

ausrufen will, erinnerte Tännler und machte

keinen Hehl aus seiner Sicht der Dinge: «Für

Sie gilt es jetzt eines zu tun: Werfen Sie bei den

nationalen Wahlen im Oktober den richtigen

Zettel ein!»

Die Mitglieder des Zentralvorstandes informierten

über ihre Geschäftsbereiche. Dominique

Kolly, verantwortlich für den Bereich

Nutzfahrzeuge, stellte fest, dass der Bestand

an leichten Nutzfahrzeugen (bis 3,5 Tonnen)

seit Jahren steigt, während die Lastwagen

auf knapp 50 000 Einheiten verharren. «Der

Dieselmotor bleibt die wichtigste Antriebstechnologie»,

stellte Kolly im Hinblick auf die

Diskussion um alternative Antriebe fest. Eine

Herausforderung sind die CO 2

-Grenzwerte, die

2020 auch für Nutzfahrzeuge gelten. Nutzfahrzeuge

sind heute schon sehr auf Energieeffizienz

getrimmt, zudem ist der Handlungsspielraum

der Hersteller hinsichtlich Aerodynamik klein.

Auch Markus Hesse (Bereich Handel) ging

auf das Thema Antriebstechnologien ein. Er

forderte von der Politik «sachliche und nachhaltige

Informationen, Objektivität statt Polemik».

Die Verunsicherung der Konsumenten

sei auch eine Chance für die Garagisten:

«Unsere Kunden vertrauen uns und hören auf

unseren Rat.» Nachdem 2018 im Neuwagenhandel

die Marke von 300 000 Fahrzeugen

knapp verpasst worden war, rechnet Hesse

mit einem stabilen 2019. In den ersten sechs

Monaten nahm der Absatz von Neuwagen um

1,5 Prozent zu. Weiter steigend ist der Anteil

der 4x4-Fahrzeuge. Erneut rückläufig sind die

Direktimporte. Hesse: «Für uns Markenhändler

heisst dies, dass wir ein attraktives Preisgefüge

haben.»

Charles-Albert Hediger blickte auf die

Swiss Skills im September in Bern zurück, wo

der AGVS mit den Berufsmeisterschaften und

einem grossen Stand Präsenz markierte. «Der

AGVS nutzte den herausragenden Anlass, um

bei vielen Jugendlichen das Interesse an Autoberufen

zu wecken und über die Chancen in

unserem Gewerbe zu informieren.»

AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli.

Und dann kam der Besuch aus der Zukunft:

René Degen alias Dr. Emmett Brown landete

in seinem DeLorean aus dem Jahr 2070. Die

Mobilität habe sich seit 2019 verändert, so

Degen. Sharing beispielsweise sei kein Randphänomen

mehr, aber die Schweizer Garagisten

hätten sich mit der Partnerschaft mit der

Genossenschaft Mobility gut auf diesen Trend

vorbereitet. Degens oder Browns wichtigste

Botschaft: «Auch in der Zukunft haben die

Menschen und nicht die Roboter das Sagen.»

Zurück im Jahr 2019 präsentierte Vizepräsident

Manfred Wellauer die Finanzzahlen

eines gesunden Verbandes: Bei einem Ertrag

von 14 Millionen Franken resultierte ein Jahresgewinn

von 15 000 Franken. Dabei hielten

sich Rückstellungen und ausserordentliche

Gewinne praktisch die Waage. Auch für das

laufende Jahr budgetiert der AGVS einen Gewinn

von rund 77 000 Franken. «Sie können

versichert sein, dass wir mit den Mitteln

haushälterisch umgehen», sagte Wellauer den

99 Delegierten. Die Mitgliederbeiträge bleiben

unverändert.

Einstimmig in den Zentralvorstand gewählt

wurde Barbara Germann von der AGVS-Untergruppe

Berner Oberland. Die verheiratete

Mutter zweier Söhne ist nach Gisela Rohrbach

(1998 bis 2000) erst die zweite Frau im obersten

Führungsgremium der Schweizer Garagisten.

Fortsetzung Seite 60

Andri Zisler: «Ich bin erst ein Jahr im Zentralvorstand.

Mein persönliches Ziel ist, die Verbandsarbeit

noch besser kennenzulernen und

mich in den Sitzungen stärker einzubringen. Als

ehemaliger Markenhändler liegt mit die Markenkommission

besonders am Herzen.»

Dominique Kolly: «Im Bereich Nutzfahrzeuge ist

einiges in Bewegung geraten: Die Einführung des

WLTP-Verfahrens und die CO 2

-Gesetzgebung sind

eine Herausforderung für Hersteller, Importeure

und Garagisten. Das hat für mich derzeit oberste

Priorität.»

Enrico Camenisch: «Meine Priorität gilt der

Berufsbildung. Wir müssen heute dafür sorgen,

dass die Ausbildung finanziell abgesichert wird.

Damit wir auch morgen und übermorgen über die

geeigneten Fachkräfte verfügen.»

AUTOINSIDE | JuliAugust 201959


VERBAND & SEKTIONEN

Zum Abschluss der Delegiertenversammlung

bat Urs Wernli André Hefti und Olivier

Rihs auf die Bühne. Urs Wernli dankte André

Hefti für seinen langjährigen Einsatz für

den Auto-Salon in Genf, den er als «Fest für

die ganze Branche» bezeichnete. André Hefti

bedankte sich im Gegenzug für die Treue der

Garagisten zum Salon. Dessen Zukunft werde

keine einfache sein: «Es hat Hürden. Aber ich

bin überzeugt, dass Olivier das gut machen

wird.» Sein Nachfolger Olivier Rihs sieht für

Genf mehr Chancen als Risiken: «Es wird in

Zukunft weltweit noch drei Plattformen für

die individuelle Mobilität geben; eine in Nordamerika,

eine in Asien und eine in Europa.

Wir haben die einmalige Chance, dass wir diese

Plattform in Europa sein werden.»

Nach rund 2,5 Stunden schloss Urs Wernli

die 42. Delegiertenversammlung des AGVS

und bat zum Apéro. Zu diesem Zeitpunkt hatten

sich die schweren Wolken verzogen, die

am frühen Morgen für heftige Regenfälle in

der Zentralschweiz gesorgt hatten und eine

milde Juni-Sonne erwartete die Delegierten

und Gäste vor der Ägerihalle. Ein gutes Omen

für die Schweizer Garagisten? <

Ehrungen

Goldene Ehrennadel:

• Peter Bauer

• Paul Montavon

• Hanspeter von Rotz

Regierungsrat Heinz Tännler im Gespräch

Das Auto als Favorit

Heinz Tännler.

Sie kandidieren im Herbst als Zuger Ständerat.

Was ist bezüglich Gewerbe- und Verkehrspolitik

in Bern von Ihnen zu erwarten?

Heinz Tännler: Als ehemaliger Baudirektor

und aktueller Finanzdirektor habe ich

mich im Zuger Regierungsrat immer für wirtschafts-

und vor allem gewerbefreundliche

Lösungen eingesetzt. Dazu gehört auch eine

leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Verkehrspolitik

ist langfristig auszulegen, das

heisst frei von Ideologien und Modeströmungen

sind die verschiedenen Verkehrsträger

optimal zu kombinieren. Der motorisierte Individualverkehr

stellt ein wichtiges Element

in diesem System dar. Entsprechend würde

ich meiner Linie auch in Bern treu bleiben.

Wie steht es um Ihre persönliche Mobilität?

Welches Verkehrsmittel nutzen Sie zu

welchem Zweck?

Da ich auch beruflich viel und teilweise

lange unterwegs bin, stehen für mich Zeit

und Komfort im Vordergrund. Entsprechend

variiere ich die Verkehrsmittel. Allerdings

favorisiere ich das Auto, da ich damit sehr

flexibel bin, insbesondere, wenn das Ende

von Sitzungen schwer abschätzbar ist.

Wie würden Sie Ihr Verhältnis zum eigenen

Garagisten bezeichnen?

Als vertrauensvoll. Ich erwarte und erhalte

einen guten Service. Meine Garage hält

mein Auto tadellos im Schuss. Entsprechend

bin ich auch mit der Leistung zufrieden.

Wie würden Sie Ihren Fahrstil beschreiben?

Flüssig bis sehr flüssig.

Sind Sie besser als Fahrer oder als Beifahrer?

Wie in der Politik halte ich auch im Auto

gerne das Steuer in der Hand. Wenn ich aber

auf dem Beifahrersitz Platz nehme, kann ich

auch entspannt zurücklehnen, wenn die Person

am Steuer sicher unterwegs ist.

Können Sie ein Rad wechseln oder rufen Sie

den Pannendienst, wenn Sie ein Problem am

Auto haben?

Dort, wo andere besser sind als ich, delegiere

ich gerne. Beim Beheben von Autopannen

gibt es sicher besser qualifizierte

Menschen als ich. Denen lasse ich dann gerne

den Vortritt. Mal abgesehen davon, dass

man bei heutigen Autos kaum mehr etwas

selber machen kann. <

Charles-Albert Hediger: «Die Technologien verändern

sich und mit ihr auch die Anforderungen an

uns und unsere Mitarbeitenden. Oberste Priorität

hat für mich, dass unsere Berufsbildung à jour

bleibt gerade im Hinblick auf die E-Mobilität.»

Pierre Daniel Senn: «Wichtig in diesem Jahr sind

die Eidgenössischen Wahlen im Oktober. Hier

müssen wir mithelfen, dass jene Politiker gewählt

werden, die dem Autogewerbe positiv gegenüberstehen.

Wir müssen für unsere unternehmerische

Freiheit kämpfen.»

René Degen: «Für mich stehen zwei Themen im

Vordergrund: Erstens müssen wir unseren Mitgliedern

Dienstleistungen bieten, die sie nur im AGVS

erhalten. Und zweitens müssen wir die Schweizer

Garagisten sensibilisieren, dass sie gut zu ihren

Kunden schauen. Wenn ich als Garagist den Kunden

gut bediene und berate, dann kommt er wieder.»

60

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

AGVS Zentralvorstand

«Ich bin motiviert und will

etwas bewegen»

Die Delegierten haben Barbara Germann an der DV als neues Mitglied in den Zentralvorstand gewählt. Ein wichtiger

Schritt für den AGVS: Einerseits hält nach langer Abstinenz die erst zweite Frau Einzug ins Gremium, andererseits ist die

Region Bern wieder vertreten. André Bissegger

Mit Barbara Germann vielen bekannt von

ihrer aktuellen Tätigkeit im Sekretariat der

AGVS-Sektion Berner Oberland hält eine

profunde Kennerin der Branche Einzug im

Zentralvorstand. Die 56-Jährige führte während

zwölf Jahren den familieneigenen Garagenbetrieb,

war für die Importeure Alfa Romeo

und Fiat tätig, engagierte sich im AGVS

stark im Bereich PR und sitzt unter anderem

im Vorstand der Sektion Bern. Neben Deutsch

spricht sie Französisch, Italienisch, Englisch

sowie Holländisch und gilt kommunikativ als

sehr stark.

Prall gefüllter Rucksack

Trotz dieses prall gefüllten Rucksacks

dachte Germann erst gründlich darüber nach,

bevor sie zusagte. «Obwohl mich die Anfrage

aus dem Vorstand sehr gefreut hat, bin ich

dem Ruf der Berner gerecht geworden und

benötigte etwas mehr Zeit für meinen Entscheid»,

sagt das neue Vorstandsmitglied mit

einem Lachen.

«Dank den verschiedenen Mandaten, die

ich im AGVS bereits ausüben konnte, fühle ich

mich jetzt bereit für den nächsten Schritt.» Sie

kenne die Abläufe und die Organisation, sei

sehr gut vernetzt und unbefangen. «Daher

freue ich mich, wenn ich einen wertvollen Beitrag

leisten und etwas bewegen kann.»

Barbara Germann

Barbara Germann wuchs quasi in einer Garage

auf: Ihre Grosseltern und Eltern führten die

Garage Gander in Heimberg. Von 1995 bis 2007

leitete sie selbst die Alfa-Romeo-Vertretung,

bis der Betrieb schliesslich verpachtet wurde.

Begonnen hatte sie ihre berufliche Laufbahn

mit einer kaufmännischen Lehre und arbeitete

danach während mehrerer Jahre in Genf und

im Tessin für verschiedene Unternehmen

darunter Alfa Romeo und Fiat. Seit 2007 führt

sie das Sekretariat der AGVS-Sektion Berner

Oberland. «Diese Tätigkeit werde ich nicht

aufgeben», betont sie. Barbara Germann lebt in

Steffisburg, ist verheiratet und Mutter von zwei

Kindern.

Ihre Ziele sind klar: «Ich will mich nochmals

engagieren, eine neue Perspektive einbringen

und aktiv mitmachen.» Ihr ist wichtig,

die Bedürfnisse der AGVS-Mitglieder zu erkennen,

sich für die Basis einzusetzen und mit

positivem Gedankengut voranzugehen. «Gute

Kommunikation und die Nähe zum Gewerbe

stehen dabei für mich im Vordergrund.»

Kinder sind mitten in Berufswahl

In welchem Bereich des ZV sie tätig sein

wird, weiss die passionierte Tennisspielerin

und Skifahrerin noch nicht. «Ich bin gespannt,

welche Aufgabe auf mich zukommt und freue

mich über die neue Herausforderung.» Dank

ihrer Erfahrung könnte sie sich in den verschiedensten

Bereichen einbringen. So begleitet

die zweifache Mutter beispielsweise die

Berufsbildung nicht nur bei ihrer Arbeit im

Ausbildungszentrum: Ihr Nachwuchs steckt

aktuell mitten im Berufswahlprozess. «Meine

Kinder liefern mir immer wieder wichtige

Inputs über das aktuelle Geschehen und die

Trends der jungen Generation», sagt sie. «Da

staune ich manchmal doch sehr und muss

meine Meinung jeweils neu überdenken.»

Reizen würde sie aber auch die Politik, die sie

engagiert verfolgt. «Und toll wäre auch, wenn

ich meine Sprachkenntnisse einsetzen könnte»,

sagt sie.

Egal in welchem Bereich sie schliesslich

tätig sein wird, eines ist klar: Der AGVS-Zentralvorstand

erhält ein motiviertes und fähiges

neues Mitglied. <

Gisela Rohrbach, die erste

Frau im Zentralvorstand

Vor Barbara Germann sass erst eine Frau

im Zentralvorstand: Gisela Rohrbach (1998

bis 2000). Sie setzte sich für verschiedenste

Bereiche und Aufgaben ein und war unter

anderem Vize-Präsidentin in der Versicherungskommission

der Pensionskasse Auto- und

Zweiradgewerbe sowie im Versicherungsausschuss.

Dazu kam ihr Amt als Stiftungsrätin

in der Gemeinschaftsstiftung. Von 1995

bis 1998 war sie ausserdem Präsidentin der

Untersektion Bern und Umgebung und setzte

sich während zwei Jahren als Präsidentin der

Sektion Bern und Jura ein.

AUTOINSIDE | JuliAugust 201961


VERBAND & SEKTIONEN

AGVS Zentralvorstand

Der AGVS-Ehrenkodex

ist ein Spiegel

für jeden Garagisten

Manchmal hängt er gut sichtbar im Showroom, manchmal irgendwo versteckt

im Backoffice: Der Ehrenkodex des AGVS ist eine Selbstverpflichtung des

Garagisten gegenüber seiner Kundschaft, seinen Mitarbeitenden, der Umwelt und

den Berufskollegen. Vizepräsident Manfred Wellauer erklärt, wieso der Kodex

mehr ist als toter Buchstabe. Sandro Compagno

«Der Garagist soll sich bewusst sein, was der Ehrenkodex eigentlich besagt»: Manfred Wellauer am Rande der AGVS-Delegiertenversammlung vor der Aegerihalle.

Herr Wellauer, welche Bedeutung hat der

Ehrenkodex des AGVS für Sie als Garagist?

Manfred Wellauer, AGVS-Vizepräsident:

Ich betrachte den Ehrenkodex als Spiegel. Ein

Spiegel, den der Verband dem Garagisten vorhält,

den sich der Garagist aber auch selbst

vorhalten soll. Einerseits an der Front gegenüber

aussen: Wie wird er vom Kunden gesehen?

Was spürt der Kunde? Aber auch nach

innen: Wie ist das Verhältnis zu den Mitarbeitenden?

Wie handhabe ich ökologische

Themen? Der Garagist soll sich bewusst sein,

was der Ehrenkodex eigentlich besagt.

Stichwort Ökologie: Braucht es dafür den

Ehrenkodex? Gerade im Umweltbereich gibt es

klare Gesetze, die beispielsweise vorschreiben,

dass das Altöl nicht im Garten, sondern beim

Entsorgungsunternehmen zu landen hat …

Das ist so. Aber das Gesetz sagt zu gewissen

Abfällen nichts: Karton, Papier oder

Plastik kann ich heute noch problemlos in

den Abfall schmeissen. Ich bin nun wirklich

kein «Grüner», aber wenn man ein wenig auf

die Ökologie achtet, lässt sich beispielsweise

mit wenig Aufwand im Betrieb eine Kartonsammelstelle

einrichten. Sämtliche Ersatzteile,

die wir von unseren Zulieferern erhalten,

sind in Karton verpackt. Da kommen

enorme Mengen zusammen.

Der Ehrenkodex ist von Zentralpräsident Urs

Wernli und Pierre Daniel Senn sowie Ihnen

als Vizepräsidenten unterzeichnet. Wieso

unterschreibt nicht auch der jeweilige

AGVS-Garagist? Das würde die Verbindlichkeit

erhöhen.

Der Ehrenkodex ist ein Appell des

Garagisten an sich selbst. Ich denke nicht,

dass eine Unterschrift des Garagisten etwas

zur Sache tut und entscheidend dafür ist, ob

er den Ehrenkodex lebt oder eher nicht. Man

62

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

kann den Kodex mit einer Zertifizierung vergleichen:

Auch dort kann man die Punkte,

die man sich erarbeitet hat, befolgen oder

nicht. Entscheidend ist, sich Gedanken zu

machen, wo man etwas beeinflussen kann.

Das ist wichtiger als eine Unterschrift auf

das Dokument, um es dann an die Wand zu

hängen oder in eine Schublade zu stecken.

Googelt man die Begriffe AGVS und Ehrenkodex,

tauchen zahlreiche Garagen auf, die

sich auf diesen Kodex berufen.

Das freut mich sehr, obschon das die

Öffentlichkeit wohl kaum wahrnimmt. Es ist

spannend: Oft haben jene Garagen, die die

AGVS-Mitgliedstafel prominent im Eingangsbereich

angebracht haben, auch den Ehrenkodex

sichtbar platziert. Damit signalisieren

sie die Identifikation mit dem Verband und

unterstreichen die Zusammengehörigkeit.

Auf der anderen Seite gibt es Garagisten,

bei denen man weder Tafel noch Ehrenkodex

sieht. Wenn man die Werte des Kodex

lebt, dann darf man das auch zeigen und

sich auf der Website oder einem anderen

Kommunikationsmittel dem Kunden gegenüber

dazu bekennen. Ich glaube aber nicht,

dass der Kodex vielen Kunden ein Begriff ist.

Ausser einer hat ihn einmal in einem Warteraum

der Garage gesehen.

Was kann der Verband tun, um diesen Kodex

nach aussen bekannter zu machen?

Gegenfrage: Muss der Ehrenkodex nach

aussen überhaupt bekannter sein? Oder noch

grundsätzlicher: Muss der AGVS als Berufsverband

nach aussen bekannt sein? Mir ist

wichtig, dass der Garagist einen guten Job

macht und eine gewisse Rendite erarbeiten

kann. Wenn ihm der Ehrenkodex dabei

etwas hilft, dann ist das schön und durchaus

erwünscht. Aber ich glaube nicht, dass

ein Kunde zu einem Garagisten geht, weil

dieser den Ehrenkodex lebt. Ich glaube auch

nicht, dass ein Kunde zu einem Garagisten

geht, weil dieser ein AGVS-Mitglied ist. Das

ist auch nicht nötig. Sie wählen Ihren Gärtner

ja auch nicht, weil er Mitglied im Gärtnermeisterverband

ist, sondern weil das Preis-

Leistungs-Verhältnis stimmt, weil sie sich gut

betreut und beraten fühlen, weil er in der

Nähe ist oder Sie aus anderen Gründen eine

gute Beziehung zu ihm haben. Man darf den

Stellenwert des Verbandes in der Öffentlichkeit

nicht überbewerten. Der AGVS hat eine

unterstützende, beratende und begleitende

Funktion für die Mitglieder, aber nicht

zwingend gegenüber dem Kunden.

Die Qualität einer Garage steht und fällt mit

den Mitarbeitenden. Wie kann der AGVS

dafür sorgen, dass auch Mitarbeiter und

Lernende vom Ehrenkodex Kenntnis haben

und diesen im Alltag leben?

Die Ökologie beispielsweise ist in der

beruflichen Grund- und der Weiterbildung

ein Thema. Um beim Beispiel der Zertifizierung

zu bleiben: Zertifikate sind zu 90

Prozent Papiertiger. Im Zertifizierungsprozess

muss man Unmengen an Dokumenten

erstellen, Belege liefern, alles siebenmal aufund

dann unterschreiben. Trotzdem bringen

nur fünf bis zehn Prozent einer Zertifizierung

wirklich etwas, entweder dem Kunden oder

dem Mitarbeiter beides wäre schön. Aber

allein der Umstand, dass man eine ISO-Zertifizierung

überstanden hat, bringt nichts. Man

muss dem Papiertiger Leben einhauchen,

sonst bleibt es letztlich bei der Alibiübung.

Und hier sehe ich die Brücke zwischen Ehrenkodex

und Zertifizierung: die fünf oder sieben

oder zehn Prozent, die in den Prozessen, Abläufen

und Kosten etwas bringen. Man muss

den Ehrenkodex leben. Wenn er einfach als

Papiertiger hinter einer Glasscheibe an der

Wand hängt, ist er wertlos.

Wie kontrolliert der AGVS die Einhaltung des

Ehrenkodex? Kann er das überhaupt?

Nein. Aber darum geht es auch nicht. Das

ist nicht unser Auftrag. Wir müssten dazu

eine Qualitätssicherung für etwas Verbindliches

aufbauen. Der Kodex ist vielmehr eine

Empfehlung als ein Gesetz oder ein Diktat.

Ich halte es zudem für sehr unwahrscheinlich,

dass er durch ein Diktat mehr gelebt würde.

Die technologischen Anforderungen an

die Garagisten sind in den letzten Jahren

stark gestiegen. Der Garagist hat sich vom

Verkäufer und Reparateur zum Mobilitätsdienstleister

verändert. Braucht auch der

Ehrenkodex in Zeiten der Sharing Economy,

des autonomen Fahrens und der alternativen

Antriebsformen eine Auffrischung?

Er ist bewusst sehr zeitlos verfasst. Wäre

er das nicht, müssten wir ihn alle paar Jahre

neu formulieren, an die Garagisten verschicken

und allenfalls noch kontrollieren,

ob auch tatsächlich der neue Ehrenkodex an

der Wand hängt. Die Grundlagen des Ehrenkodex

und im Garagenbetrieb ändern ja nicht

von heute auf morgen. Natürlich kann man

sich gerade mit dem Thema Digitalisierung

fragen, ob man etwas machen soll.

Beispielsweise zum Thema Datenschutz

oder Datensicherheit …

Ja, aber das ist dann wieder mehr im Bereich

Gesetzgebung und nicht im Bereich des

Kodex. Es gibt im AGVS Handbücher, die stark

an die Gesetzgebung angelehnt sind, beispielsweise

im Bereich Umwelt. Ein Handbuch wird

relativ häufig aktualisiert, wenn neue Gesetze

oder Verordnungen in Kraft treten. Aber es hat

einen anderen Charakter als der Ehrenkodex,

der das Verhalten definiert. Man hat ja schon

vor 100 Jahren «Guten Morgen», «Danke» oder

«Adieu» gesagt. Verhaltensgrundsätze sind

etwas sehr Stabiles. <

AUTOINSIDE | JuliAugust 201963


VERBAND & SEKTIONEN

Zwei Neue im Vorstand

> Der Autogewerbeverband Zentralschweiz stockt mit Walter Pfyl und Jörg Merz den Vorstand auf.

Das abtretende Vorstandsmitglied André Auf der Mauer (Mitte) mit den Neuen Jörg Merz (links) aus Luzern und Walter Pfyl aus Hochdorf. (Bild apimedia)

ds. Der Vorstand des Zentralschweizer Autogewerbeverbandes (AGVS-

ZS) hat zwei neue Gesichter. Zum einen wurde der Hochdorfer Walter

Pfyl (53), Leiter operative Betriebe bei der Auto Meter AG in Kriens, an

der GV in der Glasi Hergiswil ins Gremium gewählt. Die Beweggründe

für seine Zusage: «Wir haben eine junge Crew mit einem guten Spirit

und einem spürbaren Willen zur Weiterentwicklung.» Die grosse Herausforderung

der Zukunft sieht er darin, Jugendliche in die Branche

zu holen und sie nach der Lehre auch darin zu halten.

Gewählt wurde zum anderen Jörg Merz, Betriebsleiter bei der Auto AG

Truck in Rothenburg. Für den 48-jährigen Stadtluzerner ist die Vorstandsarbeit

«eine willkommene Abwechslung zum Tagesgeschäft und eine gute

Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch mit Branchenkollegen».

Nach 16 Jahren aus dem Vorstand ausgetreten ist hingegen André

Auf der Mauer. Als Marketingverantwortlicher war der Wolhuser unter

anderem für die Kampagne «Wir brauchen dich!» verantwortlich, er

nahm die Neugestaltung des «Garagisten» an die Hand und spielte eine

wichtige Rolle im Um- und Ausbau des Ausbildungszentrums.

«Auf stabilen Füssen»

«Der Garagist ist wie ein Chamäleon. Er passt sich seiner Umgebung

an!», sagte Präsident Dani Portmann in seinem Jahresrückblick. «Unsere

Dienstleistungen werden sich zwar verändern, dennoch haben auch

kleinere Garagenbetriebe mit ihrer persönlichen Beratung immer ihre

Berechtigung.»

Mit Genugtuung stellte Portmann fest, dass der Verband zurzeit

auf stabilen Füssen steht. Dadurch sei er auch in der Lage, die nötigen

Investitionen in neue Fahrzeuge sowie in die IT des Ausbildungszentrums

zu tätigen. Zudem durfte er gleich sechs neue Firmen im stattlichen

Kreis von mittlerweile 269 Mitgliedern begrüssen.

Mutationen online

Peter Küng von der kantonalen Dienststelle Berufs- und Weiterbildung

kündigte das Luzerner Pilotprojekt «Portal Berufsbildung» an,

das einen weiteren Schritt in die Digitalisierung darstellt. Damit können

die Lernenden- und Lehrbetriebsdaten direkt im System mutiert,

Lehrverträge erfasst und verwaltet sowie Dokumente herunter- und

hinaufgeladen werden.

Gaudenz Zemp, Direktor des KMU- und Gewerbeverbandes Kanton

Luzern (KGL), dankte dem AGVS für die angenehme und fruchtbare

Zusammenarbeit, zum Beispiel im Bereich der Nachwuchsförderung.

Und er wünschte sich, dass gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit

Herausforderungen weiterhin gemeinsam angegangen werden. <

64

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


VERBAND & SEKTIONEN

Die AGVS-Sektion Genf hielt ihre 113. GV ab

> Die Generalversammlung fand am 22. Mai im Auditorium der FER Genève statt.

Vizepräsident Thierry Bolle entschuldigte und vertrat Denis Picard

und berichtete über das vergangene Jahr, insbesondere die verschiedenen

Aktivitäten des Vorstandes.

Daniel Feniello informierte über die 26. Ausgabe des Salons für

Gebrauchtwagen 2018. Dieser war erstmals auch an einem Abend geöffnet,

was zu einem Besucherrekord führte. Dieser traditionelle Anlass

der Genfer Sektion wird vom 10. bis 13. Oktober 2019 im 27. Jahr

in Folge durchgeführt nicht vergessen!

Urs Burger, Verantwortlicher der Berufsbildungskommission, wies

erneut auf die hohe Wichtigkeit des Nachwuchses für die Autoberufe

hin und nutzte den Abend, um drei frisch diplomierte Lehrabgänger

zu feiern.

Anlässlich der Versammlung wurde Albert Bonneli für seine Verdienste,

insbesondere für seinen Einsatz als Vorsitzender der Genfer

AGVS-Sektion, zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Pierre Daniel Senn, Vizepräsident des AGVS Schweiz, sprach ein

paar Worte zu den politischen Herausforderungen der Schweiz im

Hinblick auf die anstehenden eidgenössischen Wahlen, aber auch zur

wirtschaftlichen Situation der Garagen.

Abschliessend zog Alexandre Closset, Geschäftsführer von Swiss

Hydrogen, das Publikum mit einer Präsentation über den Wasserstoffmotor

in seinen Bann.

Nach der Generalversammlung konnten die Mitglieder und Gäste

bei einem im Restaurant «Cercle du Rhône» servierten Apéro eine

herrliche Aussicht über Genf geniessen. Ein feines Stehdinner rundete

den schönen Abend ab. <

Urs Burger, Lehrabgänger der AGVS-Sektion Genf 2019 und Thierry Bolle.

Thierry Bolle, Vizepräsident der AGVS-Sektion Genf.


VERBAND & SEKTIONEN

Erfolgreiche Wiederwahlen

> GV der AGVS-Sektion beider Basel

Der Vorstand der AGVS-Sektion BS/BL (v. l.): Sascha Renz, Marcel Hollenstein, Heinz Grüninger, Bettina Schmid, René Degen, Martin Ruf, Stefan Baltisberger

und David Schweizer.

mb. Die Mitglieder der AGVS-Sektion beider

Basel trafen sich am 3. Juni zur 90. Generalversammlung

im Alten Kraftwerk in Basel. Rund

150 Teilnehmer hörten den Grussbotschaften

von Baschi Dürr, Regierungsrat Basel-Stadt,

und Monica Gschwind, Regierungsrätin Basel-Land,

zu. Anschliessend blickte Präsident

René Degen auf das Geschäftsjahr 2018 zurück.

Unter dem Motto «vo Schönebuch bis

Amel, nach Basel am mim Rhy liegt auch deine

Garage» besuchte er zehn Mitgliederbetriebe.

Die Gespräche waren äusserst bereichernd,

und die Zeit war stets zu knapp.

Anlässlich der Generalversammlung waren

die Wahlen des Vorstandes, des Präsidiums

sowie der Revisionsstelle zentrales Thema.

Die Versammlung wählte sowohl den Vorstand

als auch den Präsidenten für eine weitere

Amtsperiode. Als neuer Vizepräsident

wurde Sascha Renz gewählt, welcher Heinz

Grüninger ablöst. Grüninger bleibt aber weiterhin

Mitglied im Vorstand. Präsident René

Degen bedankte sich für das entgegengebrachte

Vertrauen und verlieh im Namen seiner

Vorstandskollegen und -kollegin seiner

Freude Ausdruck, weiterhin im Sinne der

Mitglieder agieren zu dürfen.

Ausklang fand die Generalversammlung

bei Gaumenfreuden unter spanischem Motto

und spannenden Gesprächen. <

Ehrungen

Folgende Betriebe wurden für ihre langjährige

Mitgliedschaft beim AGVS geehrt:

20 Jahre

• Garage Kaiser, Liestal

• Auto-Elektrik AG, Basel

• Huber & Buser AG, Birsfelden

• Garage Strub AG, Läufelfingen

• Daniel Schmid AG, Aesch

• Hans Häuselmann, Gelterkinden

• Elsener Motors AG, Ettingen

• Garage Winter AG, Muttenz

• Landhof-Garage AG, Basel

30 Jahre

• S+S Nutzfahrzeuge, Pratteln

• Garage Thüring AG, Zwingen

40 Jahre

• Garage R. Fuchs AG, Oberwil

• Margarethen-Garage AG, Basel

50 Jahre

• Schumacher Auto AG, Metzerlen

90 Jahre

• Keigel AG, Frenkendorf

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VERBAND & SEKTIONEN

AGVS-Frauenseminar

Jetzt anmelden für das

38. AGVS-Frauenseminar

Im Oktober / November findet das beliebte

Frauenseminar des AGVS zum 28. Mal statt.

Die Arbeitsgruppe hat erneut ein lehrreiches

und spannendes Seminar für Garagistenfrauen

zusammengestellt. Die Kursthemen 2019

sprechen alle Frauen aus autogewerblichen

Betrieben im deutschsprachigen Raum an, die

administrative und personelle Aufgaben wahrnehmen

und ihren Betrieb durch gezielte und

effiziente Konzepte weiterentwickeln wollen.

Themen:

«Das Arbeitszeugnis einfach gemacht oder

doch nicht?» mit Olivia Solari, Master of Law,

Rechtsdienst & Politik AGVS/UPSA, Bern,

www.agvs-upsa.ch

«Mitarbeitergespräche unbeliebte Pflicht

oder wirkungsvolle Kür?» mit Roland Gasche,

Ashanti Berater AG, Kirchberg BE, roland.

gasche@ashanti.ch

«Fit und munter im Berufsalltag durch das

richtige Essen zur richtigen Zeit» mit Gesundheitspraxis

Iris Schrepfer, Stein AR,

www.irisschrepfer.ch

Daten:

1. Seminar: Montag, 28., bis Mittwoch,

30. Oktober 2019 / 2. Seminar: Montag, 4., bis

Mittwoch, 6. November 2019

Ort:

Romantik Hotel Säntis Appenzell,

9050 Appenzell (saentis-appenzell.ch)

Seminargebühr (inkl. MwSt.):

432 Franken

Hotelpauschalen (alles inkl. MwSt.):

Einzelzimmer 430 Franken

Doppelzimmer 390 Franken

Pauschale ohne Zimmer 210 Franken

Anmeldefrist:

9. September 2019

Online-Anmeldung:

www.agvs-upsa.ch/berufsbildung/agvs-business-academy

Nebst den interessanten, lehrreichen Referaten

werden der Gedankenaustausch und die

Geselligkeit gepflegt. Wer auch vom Netzwerk

der Frauen in der Branche profitieren möchte,

meldet sich am besten gleich an. <

Informationen und Anmeldung

AGVS/UPSA, Brigitte Hostettler,

Wölflistrasse 5, Postfach 64, 3000 Bern 22.

Telefon 031 307 15 28, brigitte.hostettler@

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POLITIK & RECHT

Eidgenössische Wahlen 2019

So empfiehlt sich die

CVP den Garagisten zur Wahl

«Wir sind die einzige Partei, die Kompromisse schafft»: Das ist nur einer der Gründe, weshalb die Stimmbürgerinnen

und -bürger bei den Eidgenössischen Wahlen im Herbst die CVP wählen sollen. Parteipräsident Gerhard Pfister verrät

im Gespräch mit AUTOINSIDE weitere. André Bissegger

Herr Pfister, weshalb sollen die Garagisten des

Auto Gewerbe Verband Schweiz im Herbst CVP

wählen?

Gerhard Pfister: Dank der CVP sind

wichtige Reformen noch möglich. Wir

sind die einzige Partei, die Komprom

i sse schafft und nicht Blockadepolitik wie

Links und Rechts praktiziert. So halten wir die

Schweiz zusammen. Wir empfehlen uns mit

dieser konstruktiven, lösungsorientierten Politik

auch den Garagistinnen und Garagisten.

Wo steht Ihre Partei aktuell in Verkehrsfragen?

Dank der CVP werden die Strasse und die

Schiene ausgebaut, denn es bedingt beides, um

auch in Zukunft eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur

gewährleistet zu haben. Die CVP

will ein leistungsfähiges, zuverlässiges, preiswertes

und flächendeckendes Verkehrsnetz. Wir

machen uns stark für die freie Wahl des Verkehrsmittels:

Strasse und Schiene sind komple-

68

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


POLITIK & RECHT

mentär. Jedes Transportmittel ist gemäss seinen

Vorteilen einzusetzen.

Die Garagisten stehen zunehmend unter Druck,

leiden unter Regeln und Papierkram und beklagen,

dass sie ihre unternehmerische Freiheit

immer mehr verlieren. Wie hilft die CVP?

Wir wollen die Bürokratie für Garagisten eindämmen

und machen dies mit konkreten Vorstössen.

Zum Beispiel braucht es verbindliche

Anforderungen bezüglich des Insassenschutzes

für aus dem Ausland stammende Personenwagen,

die nicht nach Schweizer oder EU-Vorschriften

gebaut sind. Bisher braucht es individuelle

Bestätigungen und Zertifikate, deren Erbringung

bürokratisch ist und als technisches Handelshemmnis

wirkt. Grundsätzlich setzt sich die

CVP dafür ein, dass die Bürokratiebelastung bei

Bundesvorlagen möglichst klein ist. Auch hier

sind wir mit konkreten Vorstössen unterwegs.

Stichwort Klima: Schüler streiken, es gibt

grosse Demonstrationen in den Schweizer

Städten, die grüne Welle überrollt bei den

kantonalen Wahlen das Land und einige

Parteien positionieren sich hastig neu. Nur

die CVP bleibt ruhig und ihrem Kurs treu.

Weshalb?

Weil unser Kurs bereits richtig ist! Die CVP

verfolgt eine nachhaltige Klimapolitik mit Köpfchen

und sozialem Gewissen. Dank der CVP

wurde beispielsweise 1971 der Umweltartikel in

der Verfassung verankert und der Atomausstieg

endgültig beschlossen. Die CVP wird sich auch

in Zukunft für die Umsetzung der Energiewende

und damit für eine effektive Umwelt- und

Klimapolitik einsetzen. Wir setzen auf Eigeninitiative

und Wirtschaftsverträglichkeit. Beim

CO 2

-Gesetz bekennen wir uns zu den Zielen des

Pariser Klimaabkommens. Im Nationalrat haben

wir mit dieser Haltung verloren, jetzt

wollen wir im Ständerat gewinnen. Anders als

der Freisinn brauchen wir dafür keinen radikalen

Kurswechsel oder eine Mitgliederumfrage.

Die Klima-Diskussion beschäftigt nicht nur

die Gesellschaft, sondern auch die Garagisten:

Sie sorgen sich wegen neuen Verboten,

Abgaben und politischen Hindernissen.

Was sagen Sie den Garagisten?

Die CVP verfolgt keine Verbotspolitik. Sie

setzt sich mit Anreizen für eine ambitionierte

Klimapolitik ein, die wirtschaftsfreundlich

ist und Rücksicht auf die Bedürfnisse

der Bevölkerung nimmt. Die CVP hat sich

zum Beispiel für eine Begrenzung der Treibstofferhöhung

ausgesprochen, weil diese die

Bevölkerung der Berg- und Randregionen

überproportional trifft. Der Weg der strikteren

Grenzwerte für Personenwagen hingegen

wird von der CVP mitgetragen und auch im

neuen CO 2

-Gesetz unterstützt. Die Grenzwerte

wurden auch vom Volk mit der Energiestrategie

2050 unterstützt.

Die CVP sagt von sich, sie habe schon immer

eine gute und vor allem wirtschaftsverträgliche

Klimapolitik gemacht. Wie

zeigt sich das respektive wie geht das

zusammen?

Eine ambitionierte Klimapolitik steht

nicht im Gegensatz zu einer starken Wirtschaft.

Die CVP unterstützt das Übereinkommen

von Paris. Da hat die Schweiz erklärt,

eine Verminderung der Treibhausgasemissionen

um 50 Prozent bis 2030 erreichen zu wollen.

Die CVP fordert, dass ein Grossteil dieser

Verminderungen im Inland erreicht wird.

Wichtiger als die einfache Festlegung von

Zielen ist, dass die effizienten Massnahmen

gegen die Treibhausgasemissionen wie zum

Beispiel das Gebäudeprogramm und die CO 2

-

Abgabe effektiv weitergeführt werden. Wenn

dies in der Schweiz gemacht wird, bleibt das

Geld in der Schweiz und hilft dem lokalen

Gewerbe. Diese Massnahmen sind nicht

wirtschaftsschädlich, sondern können sogar

Innovationen fördern. Die CVP steht für eine

echte Klimapolitik, die wirtschaftsfreundlich

ist und Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bevölkerung

und der Wirtschaft nimmt.

Stehen Klima- und Umweltschutz langfristig

im Widerspruch zum MIV?

Dank dem technologischen Fortschritt wurde

der motorisierte Individualverkehr bereits umweltschonender.

Mit den heutigen Bestrebungen

und Aussichten, kann davon ausgegangen werden,

dass in Zukunft noch effizientere und vielleicht

sogar klimaneutrale Fahrzeuge auf den

Markt kommen. Entsprechend muss der MIV

nicht im Widerspruch zum Umweltschutz stehen

Die Politik setzt vor allem auf Elektromobilität

als Lösung zur CO 2

-Reduktion. Aber was

ist mit der grüneren Variante Biogas?

Natürlich kann Biogas auch einen Teil zur

Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge beitragen.

Genau wie dies Wasserstoff und Elektromobilität

auch tun. Für die CVP steht keine Technologie

im Vordergrund. Das Ziel muss es sein,

eine umweltfreundliche Politik zu betreiben, die

technologieneutral ist. <

Gerhard Pfister

Gerhard Pfister startete seine politische

Karriere 1998 als Zuger Kantonsrat. 2003

wechselte der Lehrer, der heute Inhaber einer

privaten Tagesschule ist, auf die grössere

Bühne und ist seither Mitglied des Nationalrats.

2016 übernahm der Zuger das Präsidium der

CVP Schweiz. Der 56-Jährige ist verheiratet und

hat Germanistik und Philosophie studiert und

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AUTOINSIDE | JuliAugust 201969


POLITIK & RECHT

Motorfahrzeugbesteuerung

Flickenteppich soll weg

CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt verlangt eine Vereinheitlichung bei der Bemessung der Motorfahrzeugbesteuerung.

Jürg A. Stettler

Der Solothurner CVP-Nationalrat Stefan Müller-

Altermatt fordert in einer Motion an den

Bundesrat eine Harmonisierung und Ökologisierung

der Motorfahrzeugbesteuerung.

Der Hintergrund: Die Schweiz ist bezüglich

der Motorfahrzeugsteuern ein Flickenteppich

von Systemen. Für die Berechnung der Steuer

werden die unterschiedlichsten Faktoren (zum

Beispiel Hubraum, Gewicht, Leistung) als Basis

genommen. Entsprechend müssen in der

Schweiz regional auch sehr unterschiedliche

Rabatte für Autos mit emissionsarmen Antrieben

gewährt werden. Da dieses Flickwerk

gemäss Müller-Altermatt nicht nur zu einer

Verunsicherung der Konsumentinnen und

Konsumenten führe, sondern auch Rechtsunsicherheit

beim Aufbau der Infrastruktur

und Fehlanreize in der Autobranche schaffe,

müssten nun Massnahmen ergriffen werden.

Breite, überparteiliche Unterstützung

«Im Kanton Solothurn zum Beispiel

zahlen Elektroautos keinen Rappen Motorfahrzeugsteuern,

in anderen Kantonen hingegen

je nach Modell Hunderte von

Franken teilweise deutlich mehr als vergleichbare

Diesel- oder Benzin-Fahrzeuge»,

erklärt der 42-jährige Politiker gegenüber

dem BLICK. Der CVP-Nationalrat will, dass

der Bund ein einheitliches Motorfahrzeugsteuer-System

erarbeitet. Diese Idee stösst

überparteilich auf Zustimmung und wird

unter anderem von SVP-Nationalrat Walter

Wobmann (SO), GLP-Nationalrat Martin

Bäumle (ZH) oder auch SP-Fraktionschef Roger

Nordmann (VD) und Grünen-Präsidentin

Regula Rytz (BE) unterstützt.

Bei der Import-Vereinigung Auto-Schweiz

stösst Müller-Altermatts Idee ebenfalls auf offene

Türen. Andreas Burgener, Direktor Auto-

Schweiz, erläutert: «Bei der Motorfahrzeugsteuer

gibt es 26 verschiedene Tarife mit oder

ohne Förderungen für CO 2

-arme oder alternativ

betriebene Fahrzeuge. Einige Kantone haben

solche Rabatte bereits wieder gestrichen, bevor

die Elektromobilität richtig Fahrt aufnahm.

Der Kanton Thurgau schafft es gar, einem mit

Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenauto

einen Steuermalus aufzudrücken!»

Burgener appelliert daher an die kantonalen

Finanzdirektoren, die Suche nach einer

einheitlichen Bemessung der Motorfahrzeugbesteuerung

wie auch immer geartet

dringend auf die Traktandenliste für die

nächste Sitzung zu setzen.

Auch bei neuer Energieetikette sinnvoll

Vor allem im Hinblick auf die Erneuerung

der Energieetikette wäre eine solche einheitlichere

Regelung sinnvoll. Die Etikette

war bis zum 18. Juni 2019 in der Vernehmlassung

und soll bereits auf 1. Januar 2020

eingeführt werden. In einigen Kantonen gilt

die ursprünglich als reines Informationsinstrument

für Kunden gedachte Energieetikette

gar als Berechnungsgrundlage für

die Motorfahrzeugsteuer. Und nicht selten

spielt die Energieeffizienz-Kategorie auch

bei der Beschaffung von Fahrzeugflotten

eine Rolle. Fällt, wie momentan geplant,

das Fahrzeuggewicht bei der Berechnung

der Energieetiketten-Kategorie nicht mehr

ins Gewicht, kann dies zum Teil deutliche

Veränderungen in Form von Verteuerungen

oder Vergünstigungen bei der Motorfahrzeugbesteuerung

zur Folge haben. Je nach

Marke und Modell ein gutes oder eben gar

kein gutes Verkaufsargument. <

70

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


HANDEL & AFTERSALES

Markus Schwab, AGVS Anina Zimmerli, AGVS Markus Peter, AGVS

Professorin Andrea

Back, Leiterin Insitut für

Wirtschafts informatik HSG

Markus Aegerter

AGVS

Arne Grüttner, wissenschaftlicher

Mitarbeiter, HSG

Sophie Stopp, HSG

Fabienne Rudolf, HSG

Pascal Inauen, HSG

Michèle Odermatt, HSG

Werkstatt der Zukunft

45 Vorschläge, wie ein Garagenbetrieb

effizienter wird

Automobile werden stetig besser und effizienter dank modernen Technologien, dank Einsatz digitaler Tools und dank

zunehmender Vernetzung. Wie können auch die Schweizer Garagen immer besser und effizienter werden? Ein Projekt der

Universität St. Gallen liefert Antworten. Sandro Compagno

AUTOINSIDE | JuliAugust 2019 71


HANDEL & AFTERSALES

Es ist nicht etwa so, dass die Schweizer Garagisten

nicht wissen, was sie tun. Wer seit

bald 100 Jahren Automobile verkauft, wartet

und repariert sowie einer immer anspruchsvolleren

Kundschaft als kompetenter Berater

zu Seite steht, der kennt seine Prozesse und

hatte genügend Zeit, diese zu optimieren.

Und doch: Welcher Garagist hat noch den

Überblick oder nur schon die Zeit, sich im

hektischen Alltag laufend über neue, digitale

Hilfsmittel zu informieren?

Hier greift die Marktanalyse der vier

Studierenden der Uni St. Gallen (HSG) an.

«Die Prozesse in den von uns untersuchten

Garagen sind mehr oder weniger identisch»,

sagt Studentin Fabienne Rudolf. «Aber wir

haben beispielsweise in vielen Betrieben Medienbrüche

festgestellt.» Als Medienbruch

bezeichnet man Vorgänge in der Informationsverarbeitung,

wenn Inhalte von einem

Medium in ein anderes übertragen und dazu

nochmals erzeugt werden müssen. Fabienne

Rudolf: «Vieles wird von Hand erfasst

und anschliessend in ein anderes Medium

übertragen.» Das ist ineffizient. «Ineffizient

sind auch einzelne Software-Programme,

die nicht miteinander kommunizieren. Hier

bietet beispielsweise Stieger Software eine

einheitliche Lösung mit rund 850 Schnittstellen»,

führt Pascal Inauen anhand eines

konkreten Beispiels aus.

Die vier Studierenden führten für ihre

Marktanalyse fünf eingehende Experteninterviews,

sprachen am Auto-Salon 2019 in

Genf mit acht Vertretern aus der Zulieferbranche

und besuchten vier Garagen unterschiedlicher

Grösse. Daraus definierten sie

die Prozesse in einem Garagenbetrieb und

sichteten verschiedene digitale Technologien,

mit denen die Effizienz erhöht werden

kann. Diese Technologien bewerteten sie

nach fünf Kriterien: zeitliche Umsetzbarkeit,

Innovationskraft, Zeitersparnis, Umsetzungskosten

und Betriebsgrösse. Denn nicht

jede Technologie ist für jede Art des Betriebs

gleich geeignet.

Der Output des Quartetts ist beachtlich:

Nicht weniger als 45 Technologievorschläge

resultierten aus der Marktanalyse. Dabei

stiessen die Studierenden auf technologische

Hilfsmittel wie der Chat-Bot (aktuell zur Terminvereinbarung,

in Zukunft möglicherweise

auch für Reparaturanleitungen), Connected

Car Repair (Vermeidung von Doppelspurigkeiten

durch Vernetzung aller Werkstattgeräte),

Augmented Reality oder auch Fahrzeugscanner.

«Diese Tools existieren alle auf dem

Markt», erklärt Pascal Inauen.

Doch die Studierenden liessen es nicht

dabei bewenden, sondern ersannen auch

mögliche Technologien, die noch nicht existieren.

Inauen: «Wir haben bei unseren Garagenbesuchen

festgestellt, dass Hebebühnen

oft einen Engpassfaktor darstellen. Wenn

der Mechatroniker mit einem Fahrzeug beschäftigt

ist, muss er jeweils nachschauen

gehen, ob die Hebebühne noch belegt oder

schon frei ist. Das kostet jedes Mal Zeit und

unterbricht die Arbeit.» Eine digitale Vernetzung,

die ihm auf seinem Tablett anzeigt,

dass die Hebebühne frei ist, würde hier die

Effizienz steigern.

Federführend für das Projekt war seitens

AGVS der Bereich Branchenvertretung von

Geschäftsleiter Markus Aegerter. Aegerter

ist sehr zufrieden mit der Arbeit des HSG-

Quartetts, blickt aber bereits ein Stück weiter:

«Der Einsatz von neuen Technologien ist

wichtig, um die Effizienz zu steigern. Mittelbis

langfristig braucht der Garagist aber auch

neue Geschäftsfelder.» Es kommt noch einiges

zu auf diese dynamische Branche. <

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JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


HANDEL & AFTERSALES

Fragen an Markus Aegerter, AGVS-GL

Überrascht von Vorschlägen

Markus Aegerter, Mitglied der AGVS-Geschäftsleitung.

Herr Aegerter, vier HSG-Studenten haben

unter der Leitung von Frau Professor Andrea

Back in einer mehrmonatigen Arbeit digitale

Technologien und Prozesse in der Autowerkstatt

durchleuchtet und analysiert. Was

war der Grund für dieses Projekt?

Markus Aegerter: Es vergeht zurzeit kein

Tag, an dem nicht in irgendeinem Fachmedium

über die Veränderungen in der

Autobranche berichtet wird. Dabei geht es

meistens um neue Technologien, alternative

Antriebe, neue Vertriebswege, Datenvernetzung

oder Carsharing. Über digitalisierungsbedingte,

effizienzsteigernde Verbesserungen

bei den Werkstattprozessen hört man weniger.

Wir wollten deshalb wissen, was diesbezüglich

heute schon auf dem Markt vorhanden

ist und was allenfalls noch möglich wäre.

Am 14. Mai präsentierte die HSG die

Resultate der Analyse. Wie zufrieden ist

der AGVS mit dem Output?

Wir haben das Projekt zu dritt begleitet.

Neben meiner Person waren unsere Automobiltechniker

Markus Peter und Markus

Schwab involviert. Wir waren alle drei begeistert;

45 Technologievorschläge hätten wir nie

erwartet. Die HSG-Studierenden haben hier

wirklich grossartig gearbeitet.

Wie konkret sind die Ergebnisse der

Studierenden? Anders gefragt: Welchen

direkten Nutzen kann das AGVS-Mitglied

daraus ziehen?

Den Garagisten wird anhand der erwähnten

45 Technologievorschläge aufgezeigt, was

heute in manchen Werkstätten schon digitalisiert

worden ist und welche weiteren Möglichkeiten

es gäbe. Zudem wird jeder Vorschlag

auf seine Praxistauglichkeit bei kleineren,

mittleren oder grossen Garagenbetrieben bewertet.

Ich bin überzeugt davon, dass jeder

Garagist, der sich ernsthaft mit der Thematik

auseinandersetzt, die eine oder andere Idee

für seinen Betrieb interessant findet und weiterverfolgen

kann.

Wie werden diese Resultate nun den

Garagisten zugänglich gemacht?

In den nächsten Monaten werden die

AGVS-Medien über die Technologievorschläge

der einzelnen Prozessschritte bei einem

Werkstattbesuch berichten. Angefangen

bei der Kundenannahme hin zur Auftragserteilung,

dem Bereich Ersatzteile, der eigentlichen

Reparatur bis zum Auftragsabschluss

und Zusatzleistungen. <

Serie: Autowerkstatt

der Zukunft

Von der Terminvereinbarung über die

Reparatur des Fahrzeugs bis zum Versand der

Rechnung: Werkstattprozesse laufen überall

in etwa gleich ab. Doch neue Technologien

haben das Potenzial, diese Prozesse zu vereinfachen

und zu beschleunigen. Fabienne

Rudolf, Michèle Odermatt, Pascal Inauen und

Sophie Stopp haben sich im Rahmen einer

Projektarbeit der Uni St. Gallen (HSG) mit

den Prozessen in einer Autowerkstatt und

mit digitalen Technologien beschäftigt und

konkrete Ideen für eine Autowerkstatt der

Zukunft entworfen. Federführend beim AGVS

war der Bereich Branchenvertretung, die

Leitung seitens HSG hatte Professor Andrea

Back vom Institut für Wirtschaftsinformatik.

Dieser Beitrag markiert den Auftakt zu einer

sechsteiligen Serie, in der AUTOINSIDE über

die Resultate der Arbeit berichtet.

Nächste Folge

AI 09/19: Kundenannahme

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Optimizer Pro Dank künstlicher

Intelligenz zum punktgenauen Preis

AutoScout24 verfügt über eine Datenbasis von über 3.5 Millionen Fahrzeugen. Diese liefert aufschlussreiche

und aktuellste Informationen zum Fahrzeugmarkt. Kunden von AutoScout24 können dank dem

neu lancierten Optimizer Pro auf diese datenbasierten Informationen zugreifen und so ihre Angebotspreise

optimal und flexibel auf den Markt ausrichten.

Als marktführende Plattform für den

Online-Verkauf von Neuwagen und

Occasionen lanciert AutoScout24 in

enger Partnerschaft mit seinen Kunden

kontinuierlich neue Produkte und Tools,

mit denen sich die digitale Zukunft der

Automobilbranche mitgestalten lässt.

Einen entscheidenden Mehrwert entsteht,

wenn der Online-Verkaufsprozess

für Anbieter so einfach, schnell und

effektiv wie möglich ist. Ein wichtiger

Ansatzpunkt ist die perfekte Preisgestaltung

von Angeboten.

Angebot und Nachfrage kennen

Preise flexibel gestalten

Mit dem Optimizer Pro lanciert

Auto Scout24 ein Produkt, das Anbietern

mithilfe künstlicher Intelligenz zu einem

Preis verhilft, der optimal auf die Marktund

Nachfragesituation abgestimmt ist.

Mittels sogenanntem „machine

learning“ ermittelt AutoScout24, gestützt

auf die eigene Datenbasis, Richtwerte

für Angebote. Damit erhalten Händler

die Möglichkeit, ihre Preisanpassungen

flexibel, effizient und einfach an den

Markt anzupassen. Zusätzlich stellt

AutoScout24 zahlreiche Informationen

zur aktuellen Nachfragesituation und

Marktstatistik zur Verfügung. Mit wenigen

Klicks erhält der Händler einen

Überblick über Angebot und Nachfrage

sowie alle für ihn relevanten Parameter

für sein Verkaufsangebot übersichtlich

auf einer Seite zusammengestellt.

Konkret ist unter anderem ersichtlich,

wie oft nach einem bestimmten

Fahrzeug gesucht wird, wie viele Suchaufträge

zu einem Auto aufgegeben

oder wie oft eigene und vergleichbare

Angebote angeschaut werden. Weicht

ein Preis von den durchschnittlichen

Preisen vergleichbarer Angeboten ab,

benachrichtigt AutoScout24 den Anbieter

aktiv.

Bisheriger Optimizer ausgebaut

Dass AutoScout24 seinen Kunden

eine Übersicht über die Marktsituation

bietet, ist nicht neu. Bereits mit dem bestehenden

Produkt Optimizer liessen

sich schnell aktuelle Verkaufspreise

ermitteln und Angebote vergleichen.

Mit der Lancierung des Optimizers Pro

bietet AutoScout24 seinen Anbietern nun

mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz

und aussagekräftigen Angaben über die

Nachfrage- und Marktsituation ein deutlich

erweitertes Plus, das in der täglichen

Verkaufspraxis positive Effekte erzielen

wird.

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an Ihren AutoScout24-Sales-

Mitarbeitenden für weitere

Infor mationen zum Optimizer Pro.

Individualisierbare Liste vergleichbarer Fahrzeuge

Daten zu vergleichbaren Fahrzeuge

Benachrichtigung bei Preisabweichungen

Datenbasierte Informationen zu Angebot und Nachfrage

Richtwerte für punktgenaue Preisgestaltung

74

JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


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AUTOINSIDE | JuliAugust 201975


HANDEL & AFTERSALES

Motor Classics 2019

Klassiker röhren mit

Hirschen um die Wette

Die Ferienregion Lenzerheide stand Mitte Juni ganz im Zeichen des Motorsports: Von Freitagabend bis Sonntag präsentierten

sich über 200 historische Renn-, Sportwagen sowie Rennmotorräder auf der höchstgelegenen Rundstrecke der Welt.

pd. Wenn sich historische Renn- und Sportwagen

sowie Motorräder, Gespanne und

ThreeWheeler auf der am höchsten gelegenen

Rundstrecke der Welt einfinden,

dann ist Lenzerheide Motor Classics angesagt.

Bereits zum 8. Mal wurde der Event in

der Ferienregion Lenzerheide durchgeführt

mit einigen Neuerungen.

Innert weniger Tagen entstand bei der

Talstation Rothorn eine rund 450 Meter

lange Freiluftgarage, die sich ab Freitag in

ein Fahrerlager und damit zum Herzstück

der Lenzerheide Motor Classics verwandelte.

Neu nahm dabei auch der Rothorn-Parkplatz

eine wichtige Rolle ein: Diverse Aussteller,

von der IG Seifenkiste über Racingfuel bis

hin zu Mastercraft, boten Attraktionen für

die ganze Familie.

Die Fahrzeuge präsentierten sich am

Freitagabend beim geführten Fahrzeugcorso

durch Lenzerheide zum ersten Mal dem Publikum.

Entlang der Voa Principala konnten

die Rennboliden mitten im Dorfzentrum betrachtet

werden. Am Samstag und Sonntag

fanden dann mehrere Demonstrationsfahrten

auf der 2,45 Kilometer langen Strecke

statt. Diese führte vom Dorfanfang dem See

entlang bis zur Talstation Rothorn und weiter

über Dieschen sot vorbei am Sportzentrum

zurück zum Dorfeingang.

Bei der Lenzerheide Motor Classics präsentierten sich über 200 Klassiker dem Publikum.

Zugelassen waren mit Oldtimern, historischen

Fahrzeugen/Rennfahrzeugen und

Motorrädern viele einzigartige Raritäten. Motorex

bot ihnen mit seinem spezialisierten

Sortiment beste Unterstützung. <

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TECHNIK & UMWELT

Bfu-Kampagne

Als «Smartrider» unterwegs

Um Autofahrern den Nutzen von Fahrassistenzsystemen klar zu machen, lanciert die Beratungsstelle für Unfallverhütung

(Bfu) die neue Kampagne «Smartrider». Jürg A. Stettler

In einer Studie von 2017 zeigte sich, dass vier

von fünf Schweizer Autolenkern Fahrassistenzsysteme

(FAS) als sehr sinnvoll erachten

und ihnen auch ein grosses Potenzial für die

Verkehrssicherheit attestieren. Nur offenbarte

die gleiche Studie ebenfalls, dass zwei

von fünf Lenkern grundsätzlich skeptisch

gegenüber FAS sind

und glauben, dass

sie fehleranfällig sind.

Aufklärung tat daher

dringend Not.

Die Beratungsstelle

für Unfallverhütung

Bfu-Projektleiterin

Nadia Ingenhoff.

hat sich deshalb zu

einer Infokampagne

entschlossen, um die

cleveren Helfer einer breiteren Öffentlichkeit

bekannt zu machen.

Garagist als Ansprechpartner

In Anlehnung an die legendäre TV-Serie

«Knight Rider» aus den 1980er-Jahren mit

dem supersmarten, sprechenden Sportwagen

K.I.T.T. heisst die Kampagne des Bfu «Smartrider».

Die Website smartrider.ch bildet die

Grundlage für die Informationskampagne.

Hier werden unter anderem einzelne Systeme

mit Videotest vorgestellt. «Weitere Kommunikationsmassnahmen

wie Broschüren und

Kurse werden nächstes Jahr folgen», erklärt

Projektleiterin Nadia Ingenhoff, «mit dem

AGVS haben wir einen starken Partner, der

unsere Botschaften an die Basis trägt. Es hat

sich nämlich gezeigt, dass der Garagist der

wichtigste Ansprechpartner in Sachen Fahrassistenzsysteme

ist.»

Die Systeme können die Verkehrssicherheit

jedoch nur dann erhöhen, wenn der

Lenker trotz Assistenten konzentriert unterwegs

ist. «Die Verantwortung bleibt die ganze

Zeit beim Fahrer», hält Ingenhoff fest,

«er muss stets eingreifen können und seine

Aufmerksamkeit entsprechend immer aufs

Verkehrsgeschehen richten.» Selbst wenn

Autowerbung heute oft suggeriert, dass wir

bereits halbautonom unterwegs sind. Mit der

«Smartrider»-Kampagne will die Bfu das Informationsbedürfnis

der Schweizerinnen und

Schweizer stillen, die sich vor dem Autokauf

Das neue Keyvisual der Bfu-Kampagne «Smartrider» erinnert an K.I.T.T. aus der TV-Kult-Serie der 1980er-Jahre.

Die sicherheitsrelevantesten Fahrassistenzsysteme

Intelligenter Geschwindigkeitsassistent: Er passt

die Geschwindigkeit automatisch an, indem er

zum Beispiel Tempolimits oder Strassenverläufe

berücksichtigt.

Lichtassistent: Er steuert den Einsatz von Abblende-

und Fernlicht. Beim Kurven- und Abbiegelicht

richten sich die Scheinwerfer automatisch

nach dem Fahrbahnverlauf.

Müdigkeitswarner: Er analysiert ununterbrochen

das Lenkverhalten auf Anzeichen nachlassender

Konzentration und warnt den Lenker bei

Ermüdungssymptomen.

Nachtsichtassistent: Durch Infrarotkameras

werden selbst bei Dunkelheit Personen, Tiere und

Objekte erkannt und auf einem Display sichtbar

gemacht.

Notbremseassistent: Er überwacht das Fahrzeugumfeld

und bremst bei drohendem Auffahrunfall

selbstständig ab oder verstärkt den Bremsdruck

des Fahrers.

Anwenderberichte wünschen, die über Vorteile,

Nutzen und Grenzen von FAS Auskunft

geben. «Die Bfu hat im zukunftsträchtigen

Entwicklungsfeld die Möglichkeit, sich als innovative

und unparteiische Vermittlerin von

Informationen zu positionieren», analysiert

Nadia Ingenhoff. <

Weitere Infos unter:

smartrider.ch

Einparkassistent: Er misst die Parklücke aus

und lenkt das Fahrzeug automatisch in diese.

Spurhalteassistent: Er erkennt und reagiert auf

Fahrspurmarkierungen. Nähert sich das Fahrzeug

den Markierungen, warnt das System und/oder

lenkt aktiv dagegen.

Spurwechselassistent: Er beobachtet entgegenkommende

und auf der Nachbarspur befindliche

Fahrzeuge. Setzt der Fahrer zum Spurwechsel an,

prüft das System das Fahrzeugumfeld auf mögliche

Gefahren.

Verkehrszeichenassistent: Er erkennt Verkehrsschilder,

warnt bei zu hohem Tempo und hilft so die

aktuelle Höchstgeschwindigkeit einzuhalten.

Adaptiver Tempomat: Er hält die vom Fahrer

eingestellte Geschwindigkeit, bremst und beschleunigt

in Abhängigkeit zum vorausfahrenden

Verkehr und kann so Auffahrunfälle verhindern.

AUTOINSIDE | JuliAugust 201977


TECHNIK & UMWELT

Pilotprojekt AGVS/Mobility

Schon 50 Garagisten dabei!

Das Pilotprojekt AGVS/Mobility erfreut sich steigender Beliebtheit. Mehr als 50 AGVS-Garagen sind mit dabei und die

Warteliste wird länger. Sandro Compagno

zu tun: Die Fahrzeuge sollten nicht älter als

18 Monate sein und maximal 20 000 Kilometer

auf dem Tacho haben. Die Standorte

sind über die ganze Schweiz verteilt, aber in

dieser Phase des Projekts noch lückenhaft.

Karl Baumann: «Natürlich möchten wir

mit Mobility das Netz weiter ausbreiten und

verdichten. Wir denken da vor allem an ländliche

Gegenden. Ich rate jedem Interessenten,

sich zu melden, damit wir ihn auf die Warteliste

nehmen können.

Die Kooperation mit Mobility soll in ländlichen Gegenden ausgebaut werden.

(Foto: Mobility)

30 bis 50 Garagen im ersten Halbjahr

2019. So lautete das Ziel des AGVS, als er im

Dezember letzten Jahres sein Pilotprojekt

gemeinsam mit der Carsharing-Plattform

Mobility publik machte. Ziel der Testphase

ist es, Erfahrungen und Kundenfeedbacks zu

sammeln. Verantwortlich seitens AGVS ist

der Geschäftsbereich Branchenvertretung und

namentlich Karl Baumann als Projektleiter.

Karl Baumann darf durchaus zufrieden

sein mit den ersten sechs Monaten: Insgesamt

53 AGVS-Mitglieder an 48 Standorten

bieten ihre Garagen-Fahrzeuge den

mehr als 180 000 Kundinnen und Kunden

der Genossenschaft an. Die meisten Garagisten

haben mit einem Sharing-Fahrzeug begonnen.

Baumann: «Das ist durchaus beabsichtigt in

dieser Phase des Projekts. Der Garagist soll

mit einem Fahrzeug testen, wie er den ganzen

Prozess in seine Abläufe integrieren kann

Einbau der erforderlichen Ausrüstung,

Buchung, Unterhalt etc. Danach wird es

sicher möglich sein, weitere Fahrzeuge aufzuschalten.»

Die teilnehmenden AGVS-Garagisten

sind zum grössten Teil Markenhändler. Das

hat mit den Anforderungen von Mobility

Dass das Projekt spannend und zukunftsträchtig

ist, belegen nicht nur die Feedbacks

der beteiligten Garagisten, sondern auch

das wachsende Interesse seitens der

kommunalen Behörden. Baumann: «Inzwischen

haben sogar Gemeinden von sich

aus bei uns angefragt, ob wir mit einem örtlichen

Garagisten ein Sharing-Fahrzeug beispielsweise

beim Gemeindehaus platzieren

können.» <

Interessierte Garagisten

melden sich bei AGVS-

Projektleiter Karl Baumann:

karl.baumann@agvs-upsa.ch.

seit

1964

CORTELLINI &

MARCHAND AG

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JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


GARAGENWELT

Autef GmbH

autef.ch

> Der Ursache auf den Grund gehen

pd. Teile ersetzen, den Kunden soren zeigt sich oft, dass nicht

wieder fahren lassen, Rechnung ein Mangel an den Bauteilen

stellen: Die meisten Reparaturen

oder ein Materialfehler Auslöser

funktionieren nach diesem ist. Vielmehr geht einem Defekt

Schema. Allerdings ist nicht meistens eine unsachgemässe

immer klar, was genau den Wartung oder Reparatur voraus.

Werkstattbesuch notwendig

Verschiedenste Fehlerquellen

machte, wieso ein Bauteil nicht

kommen zum Vorschein:

mehr funktionierte. Der Kurs Mangelhafte Schmierung, falsch

«Ursachenforschung pur» der eingesetzte Chemie und Öle, zu

Autef GmbH, Kurszentrum für wenig beziehungsweise zu viel

Autotechnik, aus Reiden LU Kältemittel oder schlicht eine

nimmt sich dieser Frage an. falsche Diagnose.

Dabei geht er auf zwei Elemente Die gewonnenen Erkenntnisse

ein, bei denen die Rate der Wiederholreparaturen

können Kursteilnehmende

besonders bei ihrer täglichen Arbeit in

hoch ist: Turbolader und Klimakompressor.

der Werkstatt anwenden. Das

reduziert die Zahl von Wieder-

Im Kurs zerlegen und untersuchen

holreparaturen und steigert

Teilnehmende Garan-

die Kundenzufriedenheit.

tie- und Austauschteile. Sie Weniger Garantiefälle und mehr

erforschen die Ursache hinter produktive Arbeitszeit sind

dem Defekt und erstellen eine vorprogrammiert. <

Diagnose. Bei der Zerlegung von

Turboladern und Klimakompres-

Im Kurs «Ursachenforschung pur» zerlegen und untersuchen die Teilnehmenden

Garantie- und Austauschteile.

Cromax

cromax.com/ch

> Cromax führt Webshop «Cromastore» ein

Im Webshop können die Cromax-Kunden jederzeit Lackmaterial und Zubehör bestellen.

pd. Mit dem neuen Cromax-

Webshop «Cromastore» können

Carrosserie- und Lackbetriebe

noch produktiver arbeiten, indem

sie rund um die Uhr Lackmaterial

und Zubehör bestellen können

und somit noch flexibler sind.

Thomas Nussbaum, Geschäftsführer

Cromax Schweiz,

ist stolz darauf, diesen zusätzlichen

Service den Cromax-

Kunden anbieten zu können:

«Der Webshop bietet eine

zukunftsorientierte Möglichkeit,

aktuelle Produkte sowie das

meistverwendete Zubehör zu

bestellen und zu verwalten. Und

das, wann immer man möchte;

24 Stunden, sieben Tage die

Woche.»

Mit wenigen Klicks lässt

sich der virtuelle Einkaufswagen

bequem füllen. Mittels

kostenloser App für mobile

Endgeräte wie Android Tablets,

Smartphones oder eines mit

einem Barcode-Lesegerät ist

der Bestellvorgang auch direkt

vom Lager oder Mischraum aus

möglich. Weiterhin unterstützt

eine detaillierte Suchfunktion

den Lackierer, um durch Eingabe

von Produktnamen, Artikelnummer

oder einem Stichwort direkt

zum gewünschten Produkt

zu gelangen. Kategorien wie

Produktgruppen, Einsatzbereiche,

Misch- und Lackiersysteme

sowie Marken sorgen für mehr

Übersicht im Webshop.

Einen besonderen Nutzen bietet

die Anbindung des Webshops

zur Cromax Color-Software

ChromaConnect: «Mit ihr kann

der Lackierer Ausmischungen

vom Lager direkt über Cromastore

ordern», sagt Nussbaum.

Ausserdem kann der Betrieb

mit dem neuen Programm

seine Bestellungen lückenlos

dokumentieren und kontrollieren.

Zudem ist es über den

One-Click-Service möglich,

Favoriten in den Warenkorb zu

legen, komplette Bestellungen

einfach zu wiederholen und

Standardbestellungen individuell

festzulegen.

«Jede Bestellung im ‹Cromastore›

wird im Anschluss

fehlerfrei und umgehend bereitgestellt

und bis zu zwei Mal pro

Tag zum Kunden geliefert», sagt

Nussbaum.

Um bequem im Webshop

bestellen zu können, benötigen

Carrosserie- und Lackierbetriebe

einen Zugang, der ihnen vom

Kundenservice zur Verfügung

gestellt wird. <

AUTOINSIDE | JuliAugust 2019 79


GARAGENWELT

KW Automotive AG

kwsuspensions.ch

> ST XA Gewindefahrwerke: über 30 neue Modelle

Die neuen ST XA Gewindefahrwerke ermöglichen eine stufenlose und

individuelle Tieferlegung

pd. Die ST suspensions Gewindefahrwerke

basieren auf dem

renommierten Engineering und

Know-how von KW Automotive.

Je nach Modell erreicht man mit

den sportlich und komfortabel

einstellbaren Dämpfern eine

individuelle Tieferlegung von

bis zu 85 mm (DTC). Ab sofort

sind die höhen- und härteeinstellbaren

Gewindefahrwerke

für über 30 neue Anwendungen

zum Preis ab 1010 Franken

erhältlich. So für den Audi A6,

BMW 3er/5er, Z4, Fiat 500/500

Abarth, Ford Fiesta und Focus.

Die Mercedes A- und C-Klasse

wie auch der Seat Alhambra

und Leon bekommen so mehr

Möglichkeiten für ein Plus an

Fahrdynamik.

«Die neuen ST XA Gewindefahrwerke

eignen sich für

Kunden, die zusätzlich zur individuellen

Fahrzeugtieferlegung

auch Anpassungen im Setup

vornehmen möchten», sagt

Peter Banz, Geschäftsführer

der KW Automotive.

Die mit 16 Klicks einstellbare

Zugstufendämpfung gewährleistet

eine bessere Anbindung auf

schnellen Strassenabschnitten

und eine einfachere Fahrzeugkontrolle.

Dadurch profitiert man

von einer unverfälschten Direktheit

und sportlicherem Handling

beim Fahren. Darüber hinaus lässt

sich der Abrollkomfort mit einer

angepassten Zugstufendämpfung

massgeblich beeinflussen.

Dank des schmutzunempfindlichen

Trapezgewindes und dem

Polyamid-Gewindering kann die

stufenlose Tieferlegung auch

nach Jahren schnell und leicht

variiert werden.

Die zahlreichen neuen

Anwen dungen sind online zu

finden. Für den Ford Mustang

inklusive -GT und -Shelby

erreicht man eine Tieferlegung

vorn von bis zu 60 mm und an der

Hinterachse von bis zu 55 mm. <

Motiondata Vector Gruppe

motiondata-vector.ch

> Sales-Power für Garagen-Betriebe

Motiondata ergänzt seine Systeme mit einem professionellen Kundenbeziehungsmanagement,

dem Sales Manager.

pd. Die Motiondata Vector Gruppe

unterstreicht mit dem Sales

Manager ihre Rolle als Komplettlösungsanbieter

für den Automotive-Markt

und ergänzt damit

die beiden Dealer Management

Systeme «Motiondata DMS»

und «CDP Car Dealer Package»

um ein wertvolles Tool für ein

professionelles Kundenbeziehungsmanagement.

Damit kann

jeder Garagen-Betrieb seine

Verkaufsperformance erhöhen

und seine Ergebnisse nachhaltig

steigern.

Der Motiondata Vector Sales

Manager besteht aus mehreren

Modulen und kann so individuell

für alle Ansprüche eingesetzt

werden. Vom klassischen

CRM inklusive Probefahrtenmanager

bis hin zur Verteilung

des Fahrzeugbestands auf

zusätzliche Verkaufskanäle wie

beispielsweise Websites oder

Online-Fahrzeugbörsen werden

alle notwendigen Abläufe im

Vertrieb unterstützt.

Besonders wertvoll ist das

Modul CRM, denn es ermöglicht

eine Komplettansicht der

Kundenkontakte und unterstützt

alle wichtigen Vertriebs- und

Marketingprozesse im Unternehmen.

Es ist ein effektives,

benutzerfreundliches und leicht

verständliches CRM-Tool, das

den Benutzern die Möglichkeit

der individuellen Gestaltung der

Oberflächen bietet. Sämtliche

Funktionen des CRM sind mit

den Motiondata-DMS-Systemen

abgestimmt und greifen

ineinander.

Motiondata berät alle, die mit

dem Sales Manager ihren Vertrieb

nachhaltig verbessern und

ihre Zahlen steigern möchten,

gerne. <

80 JuliAugust 2019 | AUTOINSIDE


GARAGENWELT

GCS Schweiz AG

gcsag.ch

> Digitale Werkstatt 4.0 steigert Rentabilität

pd. Die GCS Schweiz AG bietet

alles, was ein Garagen- oder

Carrosseriebetrieb im Bereich

Informatik benötigt ideal aufeinander

abgestimmt und aus

einer Hand. Den Hauptbestandteil

bildet die DMS-Lösung, die

durch ihre Einfachheit und Tiefe

der Funktionen und Integrationen

besticht.

Als einziger DMS-Anbieter

bietet die GCS Schweiz AG

Wahlfreiheit bei den Online-

Kalkulations-Systemen von

Audatex (Audanet 2.0 / Qapter),

DAT (SilverDAT 3 myClaim) und

Eurotax (VMS ERE Online).

Im Zusammenspiel mit dem

GCS Mobile Worker hat der

Anwender zum ersten Mal in

der Schweiz die Möglichkeit,

geräte- und standortunabhängig

seinen Auftrag zu eröffnen, zu

kalkulieren und zu verarbeiten

ganz unter dem Motto «Wo

ich bin, ist auch mein Büro». Der

Werkstattmitarbeiter kann via

Mobile das ganze Auftragsdossier

auf dem Handy oder Tablet

einsehen, zusätzliche Daten erfassen

sowie die Zeiterfassung

betätigen, Arbeiten dokumentieren

und diese mit Fotos ergänzen

inklusive Qualitätschecklisten

nach erfolgten Arbeitsschritten.

All das wird einfach und schnell

mit dem Mobile Worker gelöst.

Via Werkstatt Process Board ist

jeder Mitarbeiter auch jederzeit

darüber informiert, in welchem

Prozess sich der Auftrag respektive

das Fahrzeug befindet. <

Die GCS Schweiz AG bietet aufeinander abgestimmte Informatiklösungen aus einer

Hand.

Bridgestone

bridgestone.ch

> Für höchste Leistung und Komfort entwickelt

Bridgestone bringt den neuen Coach-AP 100 im Oktober auf den Markt.

pd. Bridgestone, das weltweit

führende Unternehmen der Reifenund

Gummibranche, hat mit dem

Coach-AP 001 seinen ersten

Reifen auf den Markt gebracht,

der komplett auf das Bus-Segment

ausgerichtet ist. Hervorragende

Werte beim Rollwiderstand

und Vorbeifahrgeräusch

sowie die hohe Leistung bei

Nässe und winterlichen Verhältnissen

machen den Bridgestone

Coach-AP 001 zu einer optimalen

und kostengünstigen Lösung für

Busflottenmanager. Zudem bietet

der Reifen ein Höchstmass an

Komfort, ohne dabei Kompromisse

bei der Sicherheit einzugehen.

Aufgrund der hohen Nachfrage

bei der Personenbeförderung

ist einer der Schwerpunkte

von Busflotten die Minimierung

der Betriebskosten bei gleichzeitiger

Gewährleistung eines

Höchstmasses an Sicherheit.

Heutzutage sind strengere

europäische Vorschriften in

Bezug auf CO 2

-Emissionen

und Geräuschpegel sowie

immerwährende Forderungen

nach mehr Verkehrssicherheit

anspruchsvolle Aufgaben für

den Flottenbetrieb. Aufgrund

dieser Herausforderungen bringt

Bridgestone den Coach-AP 001

auf den Markt, einen Reifen

der Spitzentechnologie, der

Effizienz, Sicherheit und Komfort

für Busflotten bietet.

Das neueste Produkt der

Bridgestone Busreifen-Serie

verfügt über eine neu entwickelte

Struktur mit niedrigem

Rollwider stand, die das EU-

Label B im Bereich Kraftstoffeffizienz

trägt. Damit können

CO 2

-Emissionen reduziert und

die Gesamtbetriebskosten für

den Flottenbetrieb gesenkt

werden.

Wie bei den CO 2

-Emissionen

fordert die EU die Automobilindustrie

auf, den Geräuschpegel

von Fahrzeugen gemäss

einer 2014 eingeführten

Verordnung zu reduzieren.

Gerade für Busflotten hat diese

Lärmreduktion eine noch höhere

Priorität, denn sie verbessert

auch den Komfort der Fahrgäste.

Der Coach-AP 001 überzeugt

dabei mit einem hervorragenden

Vorbeifahrgeräusch von nur

69 dB. Der Bridgestone Coach-

AP 001 Hauptgrösse 295/80

R22.5 wird ab Oktober 2019 im

Handel verfügbar sein. <

AUTOINSIDE | JuliAugust 2019 81


UMFRAGE DES MONATS

NACH WELCHEN

ANTRIEBSTECHNOLOGIEN

FRAGEN IHRE KUNDEN?

Das AUTOINSIDE befragte seine Leserinnen und

Leser, welche Antriebe bei den Kunden auf Interesse

stossen und nachgefragt werden. Dabei zeigt sich,

Benzin

30%

Hybrid

13%

CNG

1%

dass Benzin und Diesel nach wie vor am beliebtesten

ist respektivste am häufigsten nachgefragt sind.

Hybrid, Wasserstoff und Elektro liefern sich dahinter

Diesel

25%

ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei Wasserstoff knapp

in Führung liegt. (Stand 14. Juni 2019)

Wasserstoff

16%

andere

2%

Elektro

11%

VORSCHAU AUTOINSIDE-AUSGABE 9 SEPTEMBER 2019

Die nächste Ausgabe erscheint am 29. August 2019 mit folgenden Schwerpunktthemen:

Zu Besuch bei Pirelli

Das Pirelli-Forschungszentrum in Milano

Bicocca öffnet für AUTOINSIDE seine Tore.

Die Forscher und Entwickler lassen sich

exklusiv über die Schultern blicken.

RDKS: Direkt oder indirekt?

Alles über Reifendruckkontrollsysteme (RDKS):

AUTOINSIDE erklärt, welche Aufgaben ein

RDKS erfüllen muss, wie es funktioniert und

welche Arten es gibt.

«Tag der Schweizer Garagisten»

AGVS-Präsident Urs Wernli blickt auf den

am 14. Januar 2020 stattfindenden «Tag der

Schweizer Garagisten», der unter dem Motto

«Kunden, Klima, Kompetenzen» stehen wird.

Das auflagenstärkste Fachmagazin für die Schweizer Garagisten

91. Jahrgang, 11 Ausgaben in deutscher und französischer Sprache

WEMF-beglaubigte Auflage per September 2018: 12 725 Exemplare davon 9548 in Deutsch, 3117 in Französisch

Herausgeber

Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

www.agvs-upsa.ch

Verlag

AUTOINSIDE

Wölflistrasse 5, Postfach 64, CH-3000 Bern 22

Telefon: +41 (0)31 307 15 15

verlag@agvs-upsa.ch, www.autoinside.ch

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Redaktionsleiter), Reinhard Kronenberg

(kro, Leiter Publizistik), Jürg A. Stettler

(jas, leitender Redaktor Mobilität),

Sascha Rhyner (srh, Redaktor Mobilität),

André Bissegger (abi, Redaktor Mobilität),

Jean-Philippe Pressl-Wenger (jppw,

Korrespondent Westschweiz), Andreas

Senger (se, Spezialgebiet Technik), Bruno

Sinzig (si, Spezialgebiet Bildung), Raoul

Studer (rst, Spezialgebiet Politik).

Weitere Beiträge von: Monique Baldinger,

Daniel Schwab

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