KOMPACK 03 19 Netz
IFFA und SMART Nachlese, FINAT, World Star Awards, Agrarfolie, Vorschau FachPack und K, Jubiläum - Marzek und Meier
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<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
01/18<br />
29 28 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />
173. 165. Ausgabe<br />
w w w w . w k . k o o m m p a c k k . . i i n n f f o o<br />
Österreichische Post Post AG AG MZ MZ 02Z<strong>03</strong>2071 M, M, Werbeagentur Harald Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1<strong>03</strong>0 1<strong>03</strong>0 Wien Wien
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An&fürsich ........................................................................ 4<br />
Meine Meinung<br />
Jubiläum ............................................................................ 4<br />
Meier Verpackung<br />
Agrarstretchfolie .............................................................. 6<br />
Auf die richtige Folie kommt es an<br />
Logett ................................................................................. 8<br />
Millioneninvestition<br />
IBC Rekonditionierung ..................................... 9<br />
... leicht gemacht.<br />
Familienunternehmen 20<strong>19</strong> ........................................ 10<br />
Ulrich Etiketten<br />
Forum Unique Codes ....................................................... 12<br />
Das dritte Event<br />
Insignis gewinnt ... ...................................................... 14<br />
... FINAT Preis 20<strong>19</strong><br />
Wettkampf ....................................................... 16<br />
Sieg der Nachhaltigkeit<br />
VSL investiert ... .............................................................. 17<br />
... in Recyclinglösung<br />
Größte Herausforderung ... ............................................ 20<br />
... seit 25 Jahren<br />
Rondo eröffnet ... ............................................................. 26<br />
... das neue Hochregallager<br />
Neues Silikonierungsverfahren ........................................ 28<br />
Innensilikonisierung<br />
Fehllesungen bei jedem ... ................................................ 30<br />
... dritten Einkauf<br />
Champions effizienz ... .................................................... 32<br />
... nachhaltig und hygienisch verpackt<br />
Die intelligente Box ......................................................... 33<br />
Net-Box<br />
International ..................................................................... 34<br />
WPO, Reduzieren und recyceln, Carini, TSC, Sally<br />
Die natürlich Wahl ........................................................... 42<br />
Nachhaltig 3<br />
Chep Österreich automatisiert ......................................... 44<br />
Service Center ausgebaut<br />
FachPack .......................................................................... 45<br />
Jubiläum<br />
K ...................................................................................... 48<br />
Erste Vorschau auf die Weltleitmesse<br />
Hausmessen ..................................................................... 50<br />
EEP Maschinenbau<br />
Einfaches und ... .............................................................. 55<br />
... mobiles Palettieren<br />
Ergonomie am Arbeitspaltz ............................................. 56<br />
Interview<br />
Jubiläum .......................................................................... 58<br />
Marzek Etiketten+Packaging feiert<br />
Polen<br />
Frankfurt<br />
Impressum Cover<br />
Redaktions- und Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, A -1<strong>03</strong>0 Wien •<br />
Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99 • Mail: kompack@chello.at • www.kompack.info • Objektund<br />
Redaktionsleitung: Harald Eckert • Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd<br />
Neumann • Herbert Wallner • Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer<br />
Hauptstraße 146/7a/2, A-1<strong>03</strong>0 Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller<br />
• Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398<br />
<strong>KOMPACK</strong> ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />
Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen<br />
übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender<br />
im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar<br />
oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />
INHALT<br />
18 Der richtige Dreh ...<br />
21 IFFA - Rückblick<br />
Heilbronn<br />
52 Circular Thinking<br />
01/18<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
29 28 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />
173. 165. Ausgabe<br />
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Österreichische Post AG MZ 02Z<strong>03</strong>2071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1<strong>03</strong>0 Wien<br />
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AN&FÜRSICH ...<br />
20 Jahre<br />
Am 10.05.20<strong>19</strong> fand die große Jubiläumsfeier auf<br />
dem Betriebsgelände in Albersdorf, in der Nähe<br />
von Graz, statt. Die Inbetriebnahme des Standortes<br />
im Jahr <strong>19</strong>99, Heimat der Vertriebsabteilung<br />
für Obst- & Gemüseverpackungen und des Logistikzentrums<br />
mit rund 4000 Palettenstellplätzen,<br />
stellt einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte<br />
der Firma Meier Verpackungen dar.<br />
Neben der zentralen Lage zu<br />
den Wirtschaftsballungsräumen<br />
in Österreich hat<br />
insbesondere die Nähe zu den obstund<br />
gemüseverarbeitenden Betrieben<br />
zur positiven Geschäftsentwicklung<br />
in den letzten 20 Jahren beigetragen.<br />
Mit einem Jahresumsatz von<br />
ca. 41 Millionen Euro zählt Meier<br />
Verpackungen zu den führenden<br />
Verpackungslieferanten in den Bereichen<br />
Lebensmittel-, Service- und<br />
Versandverpackungen in Österreich.<br />
Mit einem Jahresumsatz von ca. 41<br />
Millionen Euro zählt Meier Verpackungen<br />
zu den führenden Verpackungslieferanten<br />
in den Bereichen<br />
Lebensmittel-, Service- und Versandverpackungen<br />
in Österreich.<br />
Themenparks<br />
Großen Anklang bei den mehr als<br />
200 Gästen fanden eigens installierte<br />
Themenparks, in denen Innovationen,<br />
recyclingfähige, heim- sowie<br />
industriell kompostierbare Verpackungslösungen<br />
vorgestellt wurden.<br />
Unter dem Label fairpac wurde das<br />
neue Serviceverpackungssortiment<br />
vorgestellt, das zur Gänze oder überwiegend<br />
aus nachwachsenden Rohstoffen<br />
hergestellt wird. Im Rahmen<br />
des Fachvortrags „Verpackungslösungen<br />
mit ökologischem Weitblick“<br />
wurden den interessierten Zuhörern<br />
Lösungsansätze für die gegenwärtig<br />
geführte Nachhaltigkeitsdiskussion<br />
aufgezeigt. Auf reges Interesse<br />
stieß das hauseigene Folienschneidezentrum,<br />
in welchem Standardfolienqualitäten<br />
just-in-time nach<br />
Kundenwünschen konfektioniert<br />
werden. Einblick wurde auch in die<br />
Qualitätssicherung bei Meier Verpackungen<br />
gewährt. Eine kürzlich am<br />
Standort Albersdorf installierte Folienprüfmaschine<br />
ermöglicht nun die<br />
Durchführung von Zugprüfungen<br />
sowie die Ermittlung des Reibungswiderstandes<br />
von Folien.<br />
Festreden<br />
Geschäftsführer Ralf Oesingmann<br />
und Standortleiter Prokurist Walter<br />
Michelitsch bedankten sich in ihren<br />
Festreden bei den anwesenden Kunden<br />
und Lieferanten für die langjährige<br />
und partnerschaftliche Zusammenarbeit<br />
sowie für den großen<br />
Einsatz der knapp 70 motivierten<br />
Mitarbeiter. Dieses Zusammenspiel<br />
hat es in den vergangenen Jahrzehnten<br />
ermöglicht, diese Erfolgsgeschichte<br />
zu schreiben. Unter den Gästen<br />
befanden sich auch zahlreiche<br />
Ehrengäste. So ließen es sich der<br />
Nationalratsabgeordnete Bgm. Christoph<br />
Stark sowie der Bürgermeister<br />
von Albersdorf-Prebuch, Robert<br />
Schmierdorfer, nicht nehmen, Grußworte<br />
an die Festgäste zu richten.<br />
Dabei hoben sie die Bedeutung der<br />
Firma Meier Verpackungen als Arbeitgeber<br />
sowie als wichtigen Wirtschaftsfaktor<br />
in der Region hervor.<br />
Ein schönes Ambiente, steirische<br />
Köstlichkeiten sowie ein abwechslungsreiches<br />
Programm sorgten für<br />
eine gelungene Veranstaltung.<br />
Mehr unter:<br />
www.meierverpackungen.at<br />
Photo: Studio Florian<br />
... könnte alles so einfach sein.<br />
Sommer, Sonne, Sonnenschein ... ab geht die Party.<br />
Nein, ich werde hier nicht auch noch meinen Senf zu Ibiza<br />
abgeben – bin deswegen sowieso eher immer noch sprachlos.<br />
Nein – mache mir eher Gedanken um die Umwelt.<br />
Was hilft all das Wissen, wie es besser gehen könnte, auch<br />
wenn es zur Zeit nicht sehr einfach ist, den Durchblick zu<br />
behalten, bei all den Studien, die einem beweisen, welcher<br />
Werkstoff der umweltfreundlichste ist (wie heißt der alte<br />
Spruch - glaube nur der Studie, die du selbst ...) wenn dann<br />
mit dem Wissen wie in der Vergangenheit gehandelt wird<br />
(Müllexporte – aus den Augen, aus dem ...).<br />
Heute hat man sich hohe Ziele gesetzt (die in manchen<br />
Bereichen schwer bis gar nicht erreichbar sein werden).<br />
Im Prinzip sollte man glauben, dass alle gemeinsam daran<br />
arbeiten, diese Ziele zu erreichen. Gerade wenn ich auch die<br />
Demos der Jugendlichen sehe – die für die Umwelt auf die<br />
Straße gehen – könnte man glauben, alle ziehen am gleichen<br />
Strang.<br />
Wenn ich mich allerdings international umsehe, sehe ich<br />
gleichzeitig auch die Realität. Klimaziele (ich rede jetzt gar<br />
nicht von wirklich international – gemeinsam mit Trump)<br />
sondern von Europa – auch hier konnten sich beim letzten<br />
Gipfel die europäischen Staats- und Regierungschefs nicht<br />
einmal bei sehr fernen Klimazielen einigen.<br />
Aber auch in Österreich tut sich eine Übergangsregierung<br />
schwer mit dem Handeln. Wenn dann nebenbei noch bekannt<br />
wird, wie viele Millionen wer wann wirklich gespendet hat<br />
helfen auch keine kollektiven Gebete mehr in der Stadthalle.<br />
kleines<br />
4 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
Bild links: Geschäftsführer Ralf Oesingmann, Moderator<br />
Heinz Habe und Standortleiter Walter Michelitsch<br />
Aber vielleicht liegt es ja auch nur am Wetter – es ist einfach<br />
zu heiß – vielleicht ziehen im Herbst bei kühlerem Wetter<br />
doch wieder alle an einem Strang – ganz im Sinne der Umwelt<br />
(nicht nur im Verpackungsbereich – der alleine kann die<br />
Welt nicht retten)<br />
Trotzdem wünsche ich Ihnen<br />
Sommer, Sonne, Sonnenschein<br />
Ihr Harald Eckert<br />
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FOLIE<br />
Agrarstretchfolie<br />
Auf die richtige Verpackung kommt es an - und dies nicht nur im Lebensmittelhandel.<br />
Gerade auch im Agrarbereich ist die richtige Verpackung wichtig. An<br />
falscher Stelle gespart kann es durch die Verwendung der falschen Folie passieren,<br />
dass es zu keiner luftdichten Verpackung kommt.<br />
Für einen positiven Gärverlauf<br />
muss das Siliergut<br />
optimal verdichtet werden.<br />
Prinzipiell ist zu sagen: je trockener<br />
siliert wird, desto besser muss die<br />
Verdichtung sein. Ein rasches, luftdichtes<br />
Wickeln der Ballen gilt als<br />
wichtig. Dabei werden diese mindestens<br />
sechsfach gewickelt und<br />
möglichst auf befestigten Plätzen<br />
gelagert. Gewickelte Ballen sind<br />
entweder mit einer Spezialzange<br />
schonend zu transportieren oder<br />
besser direkt am Lagerplatz zu<br />
wickeln. Die Unterlage der Ballen<br />
sollte für Nagetiere unzugänglich,<br />
bei Freilandlagerung mit einer Abdeckplane<br />
beziehungsweise einem<br />
<strong>Netz</strong> gegen Insekten/Vogelanflug<br />
geschützt werden. Eine laufende<br />
Ballenkontrolle ist wichtig, da<br />
Löcher in der Folienhaut immer<br />
Schimmelbildung zur Folge haben.<br />
Diese müssen mit einem speziellen<br />
Klebeband verschlossen werden.<br />
Kunststoff<br />
Kunststofffolie von Kunststofffolie<br />
zu unterscheiden ist oft nicht<br />
leicht – ein genauer Blick lohnt<br />
sich aber allemal. Bei der Entscheidung<br />
für die richtige Folie ist<br />
zu berücksichtigen, dass ein Silageballen<br />
einen Futterwert von bis<br />
zu 45 Euro hat. Die Folie an einem<br />
Ballen hat in etwa einen Wert von<br />
4 Euro. Das heißt, eine Folie, die<br />
circa zehn Prozent günstiger ist,<br />
darf maximal ein Prozent mehr<br />
Futterverlust verursachen – das ist<br />
ein Wert, der von schlechter Folie<br />
leider um ein Vielfaches überschritten<br />
wird.<br />
Klebeeigenschaften<br />
Prinzipiell kommt geblasene Folie<br />
und teilweise auch Cast-Folie<br />
zum Einsatz. Castfolien sind niedriger<br />
im Preis – haben aber auch<br />
Nachteile. Besonders erwähnenswert<br />
ist die verringerte Festigkeit<br />
in Querrichtung, wodurch die Folie<br />
bei Beschädigung leicht weiterreißen<br />
kann. Blasfolien weisen<br />
beste Reißfestigkeit in Längs- und<br />
Querrichtung und eine hohe Sauerstoffbarriere<br />
auf.<br />
Mit Bolax ist es gelungen, Bewährtes mit Neuem zu kombinieren<br />
- eine Innovation für höchste Sicherheit, hochwertige<br />
Silage, gesunde Tiere und Erfolg im Stall.<br />
Klebeeigenschaft<br />
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor<br />
bei Agrar-Stretchfolien liegt auch<br />
in ihrer Klebeeigenschaft. Entscheidend<br />
dabei ist, wie gut die<br />
einzelnen Lagen der Folien sich<br />
auf dem Ballen miteinander verbinden.<br />
Abrollgeräusche<br />
Bei der am weitesten verbreiteten<br />
Technologie, der PIB-Klebertechnologie,<br />
wird die haftende Eigenschaft<br />
der Folie mittels Polyisobutylen<br />
(kurz: PIB) als Zusatzstoff<br />
neben Polyethylen (kurz: PE) bei<br />
der Folienproduktion bereits hinzugefügt.<br />
Dieses PIB tritt nach<br />
der Produktion aus der Folie in<br />
die Zwischenräume auf der Rolle.<br />
Hier ist der Kleber auf der Folie zu<br />
spüren und auch in dem typischen<br />
Abrollgeräusch deutlich zu hören.<br />
Bei Stretchfolien mit PIB-Klebertechnologie<br />
kommt es immer<br />
wieder vor, dass Rollen während<br />
der Lagerung „teleskopieren“. Dabei<br />
fungiert der Kleber zwischen<br />
den Folienlagen auf der Rolle als<br />
eine Art Schmierfilm, der es etwa<br />
mithilfe von Temperaturschwankungen<br />
ermöglicht, Teile der Folie<br />
oder den Rollenkern selbst „aus<br />
der Rolle“ zu schieben. Ein Teleskopieren<br />
über die Rollenkernbreite<br />
macht eine Verarbeitung der<br />
Folie unmöglich. Die Rolle wird<br />
dadurch wertlos.<br />
Selbsthaftende Schicht<br />
Da bei der alternativen PE-Klebertechnologie<br />
anstatt eines Klebers<br />
eine selbsthaftende Schicht<br />
zum Einsatz kommt, kann bei diesen<br />
Stretchfolien das Problem von<br />
teleskopierten Rollen nicht auftreten.<br />
Keine Kleberreste<br />
Durch die Tatsache, dass sich<br />
kein Kleber auf der Folie befindet,<br />
können sich auch an der Vorstreckeinrichtung<br />
des Wicklers keine<br />
Kleberreste ansammeln. Regelmäßiges<br />
und aufwändiges Reinigen<br />
entfällt damit. Bei der PE-Klebertechnologie,<br />
bei der kein Kleber in<br />
der eigentlichen Form zur Verwendung<br />
kommt, ist eine der äußersten<br />
Schichten einer mehrlagigen Folie<br />
- die Haftschicht - mit einer selbstklebenden<br />
Eigenschaft ausgestattet.<br />
Ein Trennmittel zwischen den<br />
Folienlagen ermöglicht ein geräuscharmes<br />
und gleichmäßiges<br />
Abrollen. Durch die Vordehnung<br />
im Zuge des Wickelvorganges<br />
wird diese Trennschicht „aufgebrochen“<br />
und die haftende Schicht<br />
kommt an die Oberfläche.<br />
PE-Klebertechnologie<br />
Diese PE-Klebertechnologie bietet<br />
gegenüber der herkömmlichen<br />
PIB-Klebertechnologie eine Reihe<br />
an Vorteilen. So wird bei einer<br />
Stretchfolie mit PIB-Klebertechnologie<br />
die Kleberschicht durch<br />
die Vordehnung dünner. Im Vergleich<br />
dazu nimmt die nutzbare<br />
Klebekraft bei Stretchfolien mit<br />
PE-Klebertechnologie durch die<br />
Vordehnung zu.<br />
Leichtes Handling<br />
Die Stretchfolie mit PE-Klebertechnologie<br />
weist auf der einen<br />
Seite eine klebende und auf der<br />
anderen Seite eine glatte Seite auf.<br />
Die Außenseite des Ballens ist damit<br />
glatt und nicht klebend und ermöglicht<br />
dadurch eine einfachere<br />
Manipulation der Ballen.<br />
Mehr Komfort<br />
durch leises Abrollen<br />
Durch das geräuscharme Abrollen<br />
bietet die Folie einen besonderen<br />
Komfort während des<br />
Wickelns. Auch etwaige Anrainer<br />
finden keine zusätzliche Lärmbelästigung<br />
vor, was mancherorts Konfliktpotenziale<br />
dämpfen kann. Bei<br />
der PE-Klebertechnologie handelt<br />
es sich um ein patentiertes Verfahren.<br />
Diese Stretchfolien sind in Österreich<br />
im Lagerhaus unter dem<br />
Namen Bolax® erhältlich.<br />
Erfahrung<br />
Kontinuierliche Innovationen<br />
über 3 Jahrzehnte laufender Forschungs-<br />
und Entwicklungsarbeit<br />
6 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
ließen DUO PLAST zum Qualitätsführer<br />
im Blasfolien-Markt<br />
werden. Mit Bolax® ist es dem<br />
Unternehmen wieder gelungen,<br />
Bewährtes mit Neuem zu kombinieren<br />
– eine Innovation für<br />
höchste Sicherheit, hochwertige<br />
Silage, gesunde Tiere und Erfolg<br />
im Stall. Bolax® lässt die Nachteile<br />
einer kleberhaltigen Folie<br />
vergessen und ist umweltfreundlich,<br />
lebensmittelecht (PIB frei)<br />
und nachhaltig. Außerdem ist sie<br />
bis zu 18 Monaten UV-stabil. Die<br />
Möglichkeit, mit höheren Vordehnungen<br />
zu fahren, erhöht zusätzlich<br />
die Ergiebigkeit der Folie,<br />
sprich: mehr Ballen pro Rolle.<br />
Mehr unter: www.duoplast.ag<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
7
WIRTSCHAFT<br />
Logett: Millioneninvestition vor Abschluß<br />
Die Firma Logett in Frastanz hatte auf Grund der guten Geschäftsentwicklung<br />
in den letzten Jahren langsam aber sicher Platzprobleme bekommen. „Damit<br />
wir auch genügend Lager und Platz für neue Maschinen haben, war es unumgänglich,<br />
unseren Betrieb zu vergrößern“, erklärte Geschäftsleiter Kurt Pichler<br />
<strong>KOMPACK</strong> im letzten Jahr (<strong>KOMPACK</strong> berichtete). Deswegen wurde das<br />
benachbarte Grundstück mit rund 2.800 Quadratmetern gekauft. Anschließend<br />
an das aktuelle Gebäude wurde hier eine rund 1.000 Quadratmeter große<br />
Lagerhalle angebaut.<br />
Damit hat das Unternehmen<br />
auch Platz für weitere<br />
Großaufträge und größere<br />
Lagerkapazitäten. Der Spezialist<br />
für Logistiketiketten (blanko<br />
bis sechsfärbig bedruckt), die im<br />
UV Flexodruck, Digitaldruck und<br />
mit Flexo Wasserfarben gedruckt<br />
werden, werden überall dort eingesetzt,<br />
wo es darum geht, Waren<br />
und Gebrauchsgüter auszuzeichnen,<br />
um diese auf ihren Transportwegen<br />
und Lagerstationen jederzeit<br />
identifizieren zu können. Zum<br />
Lieferprogramm gehören auch die<br />
für den Thermotransferdruck erforderlichen<br />
Farbbänder (TTB) in allen<br />
vorausgesetzten Abmessungen,<br />
Farben und Qualitätsklassen. In<br />
diesem Sinne ermöglicht die perfekte<br />
Abstimmung von Etikettenmaterial,<br />
Thermotransferband und<br />
Drucker optimale Ergebnisse der<br />
logistischen Abläufe und Warenauszeichnungen.<br />
e<br />
Alle gängigen Materialien<br />
Logett fertigt mit allen gängigen<br />
Materialien – von den klassischen<br />
Papier-Etiketten bis zu Kunststoffund<br />
Folien-Etiketten aus Polyethylen<br />
(PE) oder Polypropylen (PP).<br />
Verschiedenste Klebstoffvarianten<br />
wie permanent haftend, ablösbar<br />
oder Tiefkühlkleber sind im Einsatz.<br />
Investition<br />
Das inhabergeführte Familienunternehmen<br />
wird neben der Investition<br />
in die neue Halle (rund 1 Million<br />
Euro) und dem Grundstückkauf<br />
(rund 300.000 Euro) auch weiter in<br />
den modernen Maschinenpark investieren<br />
(rund 300.000 Euro).<br />
Pfeil: Neue Lagerhalle<br />
Einsatzbereiche<br />
Für Preis-, Waage- und Regalauszeichnungssysteme<br />
werden<br />
Logett-Etiketten im Groß- und Einzelhandel,<br />
in der Lebensmittel- und<br />
Gebrauchsgütererzeugung bis hin<br />
zur Chemie und Pharma eingesetzt.<br />
Letztlich sind sie auch im Postversand<br />
und im Dienstleistungsbereich<br />
unverzichtbar. Die selbstklebenden<br />
Etiketten bieten in dieser Hinsicht<br />
großen Freiraum für von den Kunden<br />
selbst einzudruckende Informationen<br />
wie EAN-Code, Verbrauchsund<br />
Gebrauchsdaten, Gewichtsund<br />
Preisangaben oder anderer<br />
flexibler Daten. „Attraktive Etiketten<br />
sind ein wichtiges Brandingele-<br />
Geschäftsleiter<br />
Kurt Pichler<br />
ment am Point of Sale (POS).<br />
Steigerung der<br />
Wirkung und der Wertigkeit<br />
Sie dienen nicht nur der Kennzeichnung,<br />
sondern tragen entscheidend<br />
zur Steigerung der Wirkung,<br />
der Wertigkeit und damit zum<br />
Kaufentscheid bei. „Wir produzieren<br />
bedruckte Selbstklebe-Etiketten<br />
für verschiedenste Branchen wie<br />
Industrie, Handel, Lebensmittel<br />
oder Getränke.“<br />
Maschinenpark am<br />
neuesten Stand der Technik<br />
„Alles wird individuell nach Ihren<br />
Wünschen gefertigt – Form, Materialien<br />
und Qualitätsstufen sind keine<br />
Grenzen gesetzt.“ erklärt Kurt Pichler<br />
und weiters: „Unser Maschinenpark<br />
ist auf dem neuesten Stand der<br />
Technik. Unser erfahrenes Team<br />
liefert im UV-Flexodruck und Digitaldruck<br />
konstant hohe Qualität.“<br />
Mehr unter: www.logett.at<br />
oder im September auch<br />
während der FachPack<br />
Halle 6 / 6-430<br />
oben: noch leere Lagerhalle<br />
rechts: Firmengebäude bei Nacht<br />
8 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
Kostenfreie Rücknahme Ihrer IBC ...<br />
NACHHALTIGKEIT<br />
IBC-Rekonditionierung leicht gemacht<br />
Nicht nur engagierte Schülerinnen und Schüler, sondern auch unsere Kunden<br />
weltweit fordern zunehmend einen verantwortungsvollen und nachhaltigen<br />
Umgang mit unseren Ressourcen. WERIT arbeitet daher ständig an innovativen<br />
und intelligenten Lösungen für ein Verpackungssystem inklusive Rückholung<br />
und Wiederverwertung.<br />
Das WERIT PACKONE-<br />
Ticketsystem ermöglicht<br />
die kostenlose Rücknahme<br />
gebrauchter und entleerter<br />
IBCs auf Knopfdruck. Ganz gleich,<br />
welche Bauart beziehungsweise<br />
Marke – Werit nimmt die gebrauchten<br />
und restentleerten IBC<br />
kostenfrei zurück. Durch die Zusammenarbeit<br />
von Werit mit seinen<br />
regionalen <strong>Netz</strong>werkpartnern<br />
sind zudem kurze Transportwege<br />
garantiert.<br />
Sie garantiert die IBC zurück, die<br />
Sie zuvor abgegeben haben.<br />
Dies kann bei sensiblen<br />
Produkten sinnvoll sein, da Sie<br />
somit die volle Kontrolle über<br />
den Lebenszyklus Ihres eingesetz<br />
ten IBC haben.<br />
• Waschen oder rebotteln Ihrer<br />
gebrauchten IBC als Dienstleistung<br />
im „open-loop“ System.<br />
Beim „open-loop“ System wird<br />
im Vorfeld ein Qualitätsstandard<br />
der zu liefernden IBC festgelegt.<br />
und Effizienz Ihrer Supply Chain<br />
und verbessern gleichzeitig die<br />
Ökobilanz. Optimale Voraussetzungen<br />
also für einen wirtschaftlichen<br />
und ressourcenschonenden<br />
Mehrwegeinsatz.<br />
Den Anmeldebereich zu diesem<br />
Service finden Sie unter:<br />
https://www.werit.eu/de/service.<br />
Rebotteling<br />
„Sowohl die WERIT-IBC als auch<br />
IBC anderer Bauart werden nach<br />
Reinigung oder Austausch des<br />
Innenbehälters dem Wirtschaftskreislauf<br />
wieder zugeführt. Beim<br />
Rebottling wird unser Universal-<br />
Innenbehälter – ein speziell entwickelter<br />
Innenbehälter, der in fast<br />
alle IBC-Käfige passt – eingesetzt.<br />
Rebottelte IBC sind sowohl als<br />
non-UN oder UN-Ausführung erhältlich.<br />
Die kurzen Transportwege<br />
garantieren eine ressourcen- und<br />
kapitalschonende Verpackung für<br />
Ihre Produkte.“ erklärt Geschäftsleiter<br />
Mag. Marian Weger. Aus diesen<br />
Optionen können Sie wählen:<br />
• Rückgabe gebrauchter und<br />
restentleerter IBC<br />
• Zukauf neuer, gewaschener<br />
(REKO) oder rebottelter IBC<br />
(REBO) aus unserem Bestand<br />
• Waschen oder rebotteln Ihrer<br />
gebrauchten IBC als Dienstleistung<br />
im „closed-loop“ System.<br />
Im „closed-loop“ System erhalten<br />
„Ob die gereinigten IBC nun aus<br />
dem Kundenportfolio stammen<br />
oder aus unserem Bestand ist dabei<br />
sekundär.“ sagt Mag. Marian<br />
Weger und weiters „WERIT ist in<br />
Österreich bislang hauptsächlich<br />
als Anbieter neuer IBC-Gebinde<br />
bekannt. Diesen Umstand haben<br />
wir nun geändert, indem wir österreichweit<br />
Partnernetzwerke<br />
aufgebaut haben, die uns lokal als<br />
Dienstleister unterstützen. Somit<br />
können wir heute neben neuen IBC<br />
auch gewaschene und rebottlete<br />
IBC zu top-Konditionen anbieten.<br />
Die Prämisse lautet dabei: IBC<br />
aus Österreich für Österreich! Somit<br />
stellen wir eine bestmögliche<br />
Ökobilanz sicher und gleichzeitig<br />
senken wir die Transportkosten signifikant.“<br />
Nachhaltigkeit und Effizienz<br />
Mit der Rückgabe Ihrer entleerten<br />
IBC leisten Sie einen aktiven<br />
Beitrag zur Nachhaltigkeit<br />
VERPACKUNGS-<br />
HERSTELLER<br />
REKONDITIONIERUNG<br />
REBOTTELING<br />
The international IBC RETURN System<br />
for all IBC<br />
ERNEUTE<br />
BEFÜLLUNG<br />
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IBC<br />
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www.insignis.at<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
9
AUSZEICHNUNG<br />
WIEN:<br />
Bestes Familienunternehmen 20<strong>19</strong><br />
Ulrich Etiketten blickt nicht nur auf ein Jubiläumsjahr - das Unternehmen feierte<br />
2018 seinen 150. Geburtstag - sondern auch auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück.<br />
So gab es für das in der fünften Generation geführte Unternehmen einen Umsatzrekord<br />
(38 Millionen Euro) in der Unternehmensgeschichte. Als Draufgabe wurde<br />
Ulrich Etiketten jetzt auch noch als „Bestes Familienunternehmen 20<strong>19</strong> in Wien“<br />
ausgezeichnet.<br />
Es zeigt, dass die Investitionen<br />
in den letzten Jahren<br />
auf fruchtbaren Boden<br />
gestoßen sind. Nicht nur in den<br />
Maschinenpark wurde und wird<br />
laufend investiert, auch das verstärkte<br />
Engagement in Deutschland<br />
trägt bereits Früchte. Die mittlerweile<br />
drei Standorte in Deutschland<br />
(München, Hannover und<br />
Stuttgart) tragen zu den guten Ergebnissen<br />
im Export (rund 30%)<br />
bei. Die Bemühungen der letzten<br />
Jahre konnten hier mittlerweile in<br />
interessanten Projekten umgesetzt<br />
werden.<br />
Investitionen<br />
Das PEFC und FSC zertifizierte<br />
Unternehmen, das heuer auch noch<br />
ISO 14001 umweltzertifiziert wurde,<br />
investierte im letzten Jahr rund<br />
3 Millionen Euro sowohl in Druckmaschinen<br />
als auch im Konfektionierbereich.<br />
<strong>KOMPACK</strong> berichtete<br />
über die neuen Möglichkeiten im<br />
Veredelungs- und Digitaldruckbereich.<br />
Ulrich Etiketten ruht sich<br />
aber nicht auf seinen Lorbeeren aus,<br />
sondern investierte heuer bereits<br />
wieder in eine 12farben-Druckmaschine<br />
sowie in drei weitere Konfektioniermaschinen.<br />
Zusätzlich<br />
wurden, um das Wohlgefühl der<br />
Mitarbeiter zu erhöhen, auch die<br />
Büroräume neu gestaltet. Dazu gehören<br />
auch „begrünte“ Wände, die<br />
nicht nur schön anzusehen sind,<br />
sondern auch der Lärmdämmung<br />
in dem Großraumbüro dienen.<br />
Kundenorientiert<br />
„Stolz sind wir auch auf unser gelebtes<br />
Qualitätsmanagement und<br />
die professionelle Konformitätsarbeit,<br />
die wir unseren Kunden anbieten<br />
können. Wir merken auch,<br />
dass sie unsere Bemühungen in<br />
Bei der Verleihung<br />
diesen Bereichen zu schätzen wissen.<br />
Nicht umsonst sind wir nach<br />
dem äußerst erfolgreichen letzten<br />
Jahr heuer bereits wieder mit einem<br />
guten Wachstumskurs unterwegs –<br />
das erste Quartal lag bei rund fünfzehn<br />
Prozent plus.“ erklärt Mag.<br />
Florian Ulrich, einer der beiden<br />
Geschäftsführer der fünften Generation.<br />
Nicht zu Letzt auf Grund<br />
dieser positiven Entwicklung und<br />
dem damit immer enger werdenden<br />
Platz am Produktionsstandort in<br />
Strebersdorf ist mit Ende des Jah-<br />
res eine Standorterweiterung geplant.<br />
Vorab werden die neuesten<br />
Produkte von Ulrich Etiketten, wie<br />
gewohnt, auch heuer wieder wieder<br />
in Nürnberg während der FachPack<br />
(am gewohnten Platz - in Halle 7)<br />
zu bewundern sein.<br />
Erfolgslauf<br />
Vorab hofft das Unternehmen<br />
seinen Erfolgslauf fortsetzen zu<br />
können. Den aktuellen Erfolg ortet<br />
Florian Ulrich auch in der „guten<br />
Größe“ die das Unternehmen hat.<br />
„Um einerseits Big Player beliefern<br />
zu können, und andererseits<br />
auch flexibel und vertrauenswürdig<br />
genug zu sein um als Familienunternehmen<br />
auch die Kleinen<br />
gut betreuen zu können“. Eine<br />
der Stärken ist auch „unsere Flexibilität<br />
in der Lieferzeit“ ergänzt<br />
Dr. Rainer Ulrich. „Wir liefern<br />
teilweise bereits am nächsten Tag.<br />
Unsere Kunden können sich darauf<br />
verlassen, dass wenn notwendig<br />
wir alle Handstände machen, und<br />
auf Grund unseres großen Maschinenparks<br />
auch oft unmögliches<br />
schaffen.“ Nicht umsonst fährt das<br />
Familienunternehmen im Drei-<br />
Schicht-Betrieb.<br />
Mehr unter:<br />
www.ulrich-etiketten.at<br />
10 01/<strong>19</strong><br />
Mag. Florian Ulrich mit zufriedenen Mitarbeitern<br />
im neu gestalteten Büro<br />
Karin und Dr. Karl Ulrich vor einer der Investitionen<br />
im vergangenen Jahr
Schaltschranklose ...<br />
Antriebstechnik<br />
SMART<br />
Die Firma Beckhoff zeigte während der Smart in Wels wieder ihre<br />
Lösungen – wie das AMP8000. Das dezentrale Servoantriebssystem<br />
AMP8000 unterstütztdie Umsetzung modularer Maschinenkonzepte<br />
optimal.Mit dem neuen, in hoher Schutzart ausgeführten Versorgungsmodul<br />
AMP8620 lässt sich nun sogar dasgesamte System<br />
direkt in die Maschine verlagern, das heißt durch konsequente<br />
Dezentralisierung eine komplett schaltschranklose Antriebstechnik<br />
realisieren. Dies spart maximal Material, Platzbedarf, Kosten und<br />
Montageaufwand.<br />
Reduzierte sich der Anschluss der<br />
AMP8000-Antriebe an den Schaltschrank<br />
mit den Koppelmodulen bisher<br />
schon auf nur eine Leitung, entfällt diese beim<br />
Einsatz des Versorgungsmoduls AMP8620<br />
komplett. Durch den damit entfallenden Schaltschrank<br />
werden der Stellflächenbedarf und der<br />
Verkabelungsaufwand für die gesamte Maschine<br />
nochmals reduziert. Zudem entstehen keine<br />
Aufwendungen für die ansonsten erforderliche<br />
Schaltschrankklimatisierung.<br />
Direkt angeschlossen<br />
Das AMP8620-Modul wird direkt an das Versorgungsnetz<br />
angeschlossen. Es enthält alle<br />
hierfür benötigten Schaltungsteile wie <strong>Netz</strong>filter,<br />
Gleichrichter und Ladeschaltung für die<br />
integrierten Zwischenkreiskondensatoren. An<br />
das Versorgungsmodul lassen sich wahlweise<br />
weitere Verteilermodule oder dezentrale Servoantriebe<br />
AMP8000 anschließen. AMP8620<br />
verfügt über zwei EtherCAT-P- Ausgänge, über<br />
die entweder EtherCAT-P-Module versorgt<br />
oder zum Systemausbau benötigte weitere Versorgungsmodule<br />
kontaktiert werden können.<br />
Das im Versorgungsmodul integrierte sichere<br />
24-V-<strong>Netz</strong>teil sorgt dafür, dass die Logik-Spannungsversorgung<br />
das zulässige Niveau nicht<br />
überschreitet. Integrierte Zwischenkreiskondensatoren<br />
speichern die regeneratorische Energie<br />
des gesamten Systems und stellen diese anschließend<br />
für Beschleunigungsvorgänge wieder<br />
zur Verfügung. So ist sichergestellt, dass die<br />
zugeführte Energie bestmöglich genutzt wird.<br />
Gezeigt wurden auch die neuesten Möglichkeiten<br />
der Erfassung von Maschinendaten.<br />
TwinCAT Scope meets OPC UA<br />
Vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 und<br />
Big Data gewinnt die Erfassung von Maschinendaten<br />
immer mehr an Bedeutung.Diese Informationen<br />
müssen nicht nur performant und<br />
übersichtlich dargestellt werden, sondern neben<br />
der eigentlichen Maschinensteuerung auch<br />
viele weitere intelligente Komponenten abdecken.<br />
Eine solche durchgängige Datenerfassung<br />
in heterogenen Systemumgebungen einer<br />
Maschine wird von TwinCAT Scope optimal<br />
unterstützt. Denn über einen standardisierten<br />
OPC UA-Kommunikationskanal lassen sich<br />
mit diesem Charting-Tool sowohl Daten von<br />
TwinCAT-Steuerungen als auch von 3rd-Party-<br />
Komponenten analysieren.<br />
TwinCAT 3 Scope besteht aus dem Scope View<br />
für die grafische Darstellung der Signalverläufe<br />
und dem Scope Server, welcher fürdie eigentliche<br />
Datenaufzeichnung verantwortlich ist. Der<br />
Scope Server kann für Aufzeichnungen – auch<br />
ohne die View-Komponente –autark auf einem<br />
Zielgerät oder remote auf dem entsprechenden<br />
Engineeringsystem zusammen mit Scope View<br />
installiert werden.Die zweite Lösung bietet<br />
den Vorteil, dass keine Zusatzsoftware auf dem<br />
Zielgerät installiert werden muss. Folglich<br />
sind keine Updates an TwinCAT-Steuerungen<br />
notwendig und Geräte ohne TwinCAT müssen<br />
ebenfalls nicht verändert werden, um deren Daten<br />
grafisch imScope View darzustellen.<br />
Mehr unter: www.beckhoff.at<br />
Morgen entsteht<br />
beim Machen<br />
Im Fokus:<br />
Prozesskette Verpackung<br />
„Umweltgerechtes Verpacken“ als<br />
wegweisendes Leitthema. Überzeugende<br />
Lösungen, wertvolles Expertenwissen<br />
und starke Impulse für alle verpackungsintensiven<br />
Branchen. Finden Sie unter<br />
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Packstoffen bis zur aufmerksamkeitsstarken<br />
Veredelung.<br />
24.– 26.9.20<strong>19</strong> /// Nürnberg<br />
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Europäische Fach messe<br />
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Prozesse und Technik<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
11
VERANSTALTUNG<br />
Forum Unique Codes<br />
12 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
Bereits zum dritten Mal hat SECURIKETT am 23. Mai 20<strong>19</strong> das FORUM UNIQUE<br />
CODES veranstaltet. Dieses Jahr lag der Schwerpunkt des internationalen Kongresses<br />
auf der Digitalisierung im Produkt- und Markenschutz, auf dem Einzug von IoT in die<br />
Welt der Einzelprodukte. Der Veranstalter darf sich über ein gelungenes Event freuen.<br />
IoT, das Internet of Things,<br />
findet nicht nur in der Welt<br />
der Elektronikprodukte statt.<br />
Mit Hilfe von Unique Codes, einmaligen<br />
Buchstaben- und Zahlenkombinationen,<br />
die entweder als<br />
QR-Code gedruckt oder in einem<br />
Chip (NFC, UHF) gespeichert<br />
werden, ist es möglich, Produkte<br />
auf Stückebene zu identifizieren.<br />
Dadurch wiederum ist digitale<br />
Kommunikation mit und unter den<br />
Produkten möglich.<br />
Originalitätsnachweis<br />
Neben dem Originalitätsnachweis<br />
und der direkten Kommunikation<br />
mit Konsumenten ist<br />
die Rückverfolgbarkeit der Distributionskette<br />
häufig ein Anliegen<br />
von Markeninhabern. Marco<br />
Linsenmann, CDO bei SECURI-<br />
KETT, wies auf die potenzielle<br />
Mehrfachverwendung der Unique<br />
Codes auf Einzelproduktebene<br />
hin, wie beispielsweise Kundenbindungsprogramme<br />
und Identity<br />
Services. Die Analyse der durch<br />
Scans gesammelten Daten eröffnet<br />
Markeninhabern ein neues Pool<br />
an Marktinformationen, aber auch<br />
Logistikdaten. Etwa kann eine<br />
bessere Produktionsplanung das<br />
Nebenprodukt von Produktverfolgung<br />
– Track & Trace - in der Lieferkette<br />
sein.<br />
Datensicherheit<br />
Datensicherheit und eine sichere<br />
Speicherumgebung bildeten einen<br />
weiteren Schwerpunkt bei den<br />
Vorträgen. Über die Grundlagen<br />
der Blockchain Technologie konnte<br />
DI Dr. Christian Baumann, Head<br />
of working group „Blockchain –<br />
Lab“ bei AUSTRIAPRO, Einblick<br />
geben. Blockchain basiert auf einer<br />
verteilten, nicht reversiblen<br />
Speichertechnik und wird unter<br />
dem Überbegriff „distributed legger<br />
architecture“ subsummiert.<br />
Daher eignet sich die Technologie<br />
prinzipiell als Speicherungstechnik<br />
für die Rückverfolgung von<br />
Produkten und wird bereits auf<br />
diesem Gebiet angewendet.<br />
DI Markus Hefler, MSc, Chief<br />
Information Security Officer bei<br />
Vom Druck, über das Auftragen des Klebstoffs, bis hin zur NFC<br />
Integration und Personalisierung der Chips, konnte der ganze<br />
Produktionsprozess des „Catchy Labels“ bei der Securikett<br />
Factory Tour in Münchendorf mitverfolgt werden.<br />
Raiffeisen Informatik Center Steiermark<br />
GmbH, beschrieb die Anforderungen<br />
an eine sichere und<br />
hoch-performante Hosting-Plattform<br />
für ID-Services. Er wies auch<br />
auf die vielfältigen Vorkehrungen<br />
gegen Angriffe hin, die eine ID-<br />
Plattform lahmlegen könnten.<br />
Sicherer Speicherchip<br />
Werden die Unique Codes und<br />
zugehörige Daten auf einem NFC<br />
oder RFID Element gespeichert,<br />
ist auch die Wahl eines ausreichend<br />
sicheren Speicherchips zu<br />
beachten. Wie die kryptosichere<br />
NFC-Chip-Technologie die Betrugssicherheit<br />
unterstützt, erklärten<br />
Zanghee Cho, MSc, Product<br />
Manager, und Sylvia Kaiser-<br />
Kershaw, MBA, Senior Marketing<br />
Manager bei NXP.<br />
Internationale Standards<br />
Auf dem Gebiet der Produktauthentifizierung<br />
und Identifizierung<br />
sind bereits die ersten internatio-<br />
nalen Standards entstanden. Von<br />
zwei aktiven Mitgestaltern im ISO<br />
TC 292 wurden Standards in ihrer<br />
Wirkung auf das öffentliche und<br />
das private Wirtschaftssegment<br />
untersucht:<br />
Grundsätze der ISO Standards<br />
Securikett Geschäftsführerin Dr.<br />
Marietta Ulrich-Horn, MBA, Projektleiterin<br />
ISO 22381, legte die<br />
Grundsätze der ISO Standards<br />
rund um Produkt-ID-Systeme dar.<br />
Wenn es um die Umsetzung geht,<br />
ist Interoperabilität mehrerer Systeme<br />
vor allem im öffentlichen<br />
Sektor – Pharmaregulierung, Tabakregulierung<br />
– erforderlich und<br />
bedarf internationaler Richtlinien.<br />
Sicpa Proposal Management Director<br />
Christophe Renard, MBA,<br />
Projektleiter ISO 22383, ging auf<br />
die rasche Entwicklung ein, welche<br />
sich in der Standardisierung<br />
der Produktauthentifizierung widerspiegelt.<br />
Seit der ersten Edition<br />
des Standards vor 6 Jahren, hat die<br />
digitale Komponente bei der Verifikation<br />
von Produkten massiv an<br />
Bedeutung gewonnen und wird<br />
in der aktuellen Revision berücksichtigt.<br />
Wie bisher gelten aber die<br />
Verflechtung von Produkt-IDs mit<br />
kopiersicheren Druckelementen<br />
und Manipulationsschutz als erforderliche<br />
Bausteine in der Produktauthentifizierung.<br />
Fallbeispiele<br />
Aktuelle Fallbeispiele rundeten<br />
das abwechslungsreiche Programm<br />
ab. Daniel Nicholson,<br />
jetziger VP IT bei Sweaty Betty,<br />
berichtete über die Erfolge in der<br />
Bekämpfung von Graumarkthandel<br />
bei TangleTeezer®. Als Head<br />
of IT Projects war er Projektleiter<br />
und „Specifier“ bei der Einführung<br />
der CODIKETT® Cloud Lösung<br />
gewesen.<br />
Roboterbetriebene<br />
Verpackungslinien<br />
Markus Ederwall, Business Controller<br />
bei Maria Nila AB, leitet<br />
aktuell ein Projekt zur vollautomatischen<br />
Erfassung der Unique Code<br />
Labels in roboterbetriebenen Verpackungslinien.<br />
Auch die Aggregation<br />
von Einzelprodukt-Codes<br />
zum Code des Versandkartons<br />
bis hin zum Paletten-Code wird<br />
vollautomatisch erstellt. Bei Maria<br />
Nila hat man sich strategisch<br />
zur Serialisierung aller Einzelprodukte<br />
entschlossen, um den rasch<br />
wachsenden globalen Vertrieb gegen<br />
Graumarkthandel zu schützen.<br />
Das Roll-Out startete mit kleineren<br />
Chargen und geht nun in die volle<br />
Umsetzungsphase über.<br />
Zeitgerechte<br />
Sicherheitsetikette<br />
Nach zahlreichen Vorträgen über<br />
die Bedeutung, die Sicherheit und<br />
den Nutzen von Unique Codes galt<br />
es noch eine weitere zentrale Frage<br />
zu klären: Wie werden Unique<br />
Codes auf ein Produkt aufgebracht,<br />
ohne dass es möglich ist, sie auf<br />
ein anderes Produkt zu übertragen?<br />
Securikett Geschäftsführer<br />
Insbesondere die aktuellen Fallbeispiele<br />
lieferten Stoff für Diskussionen<br />
in den Pausen. Daniel Nicholson<br />
berichtete über die Vorteile von<br />
Smart Packaging im Tagesgeschäft<br />
der Firma Tangle Teezer®.
| EJ12-01G |<br />
Plug & Work:<br />
Busklemmen für<br />
die Leiterkarte.<br />
Die EtherCAT-I/O-Lösung<br />
für Serienanwendungen.<br />
Das anspruchsvolle Programm mit internationalen Rednern<br />
lockte über 70 Besucher aus 14 Ländern an. Auch die weite Anreise<br />
aus China, Indien oder USA konnte sie nicht abhalten.<br />
EtherCAT-<br />
Koppler<br />
Safety-Steckmodule<br />
Digital-/Analog-<br />
Steckmodule<br />
Optionale<br />
Relais<br />
Werner Horn, MBA, erläuterte in<br />
seinem Vortrag die neue Rolle von<br />
Sicherheitsetiketten. Durch die digitale<br />
Komponente haben sie jetzt<br />
erweiterte Aufgaben. Das zeitgemäße<br />
Sicherheitsetikett generiert<br />
Daten durch die Scans und bietet<br />
zugleich Nutzen für alle Beteiligten.<br />
Damit die Teilnehmer der Lieferkette<br />
überhaupt erkennen, dass<br />
das Etikett mit Identity Services<br />
verbunden ist, muss das Etikett<br />
visuell kommunizieren, was es<br />
leistet. Denn je höher die Scanrate<br />
unter freiwilligen Benützern, desto<br />
wertvoller und sicherheitsrelevanter<br />
wird das Etikett.<br />
„Catchy Label“<br />
Als Überleitung zur Factory Tour<br />
stellte Jose Tojo, Code Systems<br />
and Account Management bei Securikett,<br />
das „Catchy Label“ vor,<br />
dessen Produktion anschließend<br />
bei Securikett live zu sehen war.<br />
Vorgestellt wurde ein „Eye-Catcher“,<br />
ein Prototyp, der eigens für<br />
das FORUM UNIQUE CODES<br />
entwickelt wurde. Ziel war die<br />
Attraktion von Konsumenten, das<br />
Etikett zu scannen. Von der Design-Entwicklung<br />
mit Scan-Ikons<br />
und einer holographischen Linse<br />
der Firma KURZ®, über den<br />
Druck des manipulationssicheren<br />
VOID-Effekts und des variablen<br />
CODIKETT Codes, über die Klebstoffbeschichtung<br />
bis hin zur Integration<br />
und Codierung der NFC<br />
Elemente, konnten die Teilnehmer<br />
anschließend in einer Live-Demo<br />
in der Produktion in Münchendorf<br />
den komplexen Herstellungsprozess<br />
verfolgen.<br />
Konsumentenattraktion<br />
Die Teilnehmer konnten auch<br />
selbst mit ihren Smartphones aktiv<br />
werden und scannen. Das auf ein<br />
Give-away geklebte „Catchy Label“<br />
enthielt einen gedruckten QR<br />
Code und einen integrierten NFC<br />
Chip, beide mit demselben Code.<br />
Als Konsumentenattraktion hatte<br />
sich das Softwareteam von CO-<br />
DIKETT® eine unterschiedliche<br />
Antwortseite je Scan ausgedacht.<br />
Die sich abwechselnden Bilder<br />
beinhalteten auch eine Gewinnseite,<br />
die sich nach mehrmaligem<br />
Scannen einstellte. Von der Theorie<br />
zur Praxis - ein inhaltsreicher<br />
Tag, den die Teilnehmer bei einem<br />
gemeinsamen Networking-Dinner<br />
im nahegelegenen Gumpoldskirchen<br />
ausklingen ließen. Das vierte<br />
FORUM UNIQUE CODES ist für<br />
2021 geplant.<br />
Mehr unter:<br />
www.securikett.com<br />
Gespannt folgten die Besucher<br />
Werner Horn durch das Sicherheitstor<br />
in die Produktion.<br />
Fotos: Securikett<br />
www.beckhoff.at/EtherCAT-<br />
Steckmodule<br />
Maschinenspezifische<br />
Anschlussebene<br />
Für den Großserien-Maschinenbau mit mittleren und hohen<br />
Stückzahlen bietet Beckhoff jetzt eine besonders effi ziente<br />
Verdrahtungslösung: die EtherCAT-Steckmodule der EJ-Serie.<br />
Sie basieren elek tronisch auf dem bewährten EtherCAT-I/O-<br />
System und lassen sich durch ihre Bauform direkt auf eine<br />
anwendungsspezifi sche Leiterkarte aufstecken. Das spart nicht<br />
nur Zeit, sondern vor allem Kosten: Die aufwändige manuelle<br />
Einzelverdrahtung wird durch das Anstecken vorkonfektionierter<br />
Kabelbäume substituiert, Stückkosten werden gesenkt und<br />
das Risiko einer Fehlverdrahtung wird durch kodierte Bauteile<br />
auf ein Minimum reduziert.<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
13
DRUCK&DESIGN<br />
INSIGNIS gewinnt FINAT Preis 20<strong>19</strong><br />
Einer der jährlichen Höhepunkte der europäischen Etikettenindustrie ist die<br />
Bekanntgabe der Gewinner des Finat-Etikettenwettbewerbs. Auf dieser jährlich<br />
ausgerichteten Veranstaltung werden seit nunmehr 39 Jahren herausragende<br />
Leistungen der Branchen ausgezeichnet. Gleich bei der erstmaligen Teilnahme<br />
in der Unternehmensgeschichte darf sich INSIGNIS-Etiketten über den Preis in<br />
der Kategorie Label Printing Processes – Combination Printing freuen.<br />
Um die Möglichkeiten der<br />
Labelfire 340 ausspielen<br />
zu können, wurden folgende<br />
Arbeitsschritte Inline ausgeführt:<br />
Als erster Schritt wurde<br />
die Kaltfolie „Micro Glitter Silber“<br />
- verlaufend von 0 bis 100 %<br />
- aufgetragen, im Anschluss in 7c<br />
bedruckt, im Flexodruckverfahren<br />
wurden der Soft Touch - Lack vollflächig<br />
und zusätzlich der digitaler<br />
Relieflack (DEU-Digital-Embellishment-Einheit)<br />
- partiell aufgebracht.<br />
Die daraus resultierenden<br />
Glanz- und Lichteffekte sind mit<br />
herkömmlichen Druckverfahren<br />
nicht erreichbar! Für ein optimales<br />
Druckbild und das spezielle Zusammenspiel<br />
der einzelnen Veredelungsarten,<br />
ist eine professionelle<br />
Datenaufbereitung in der Litho<br />
unumgänglich! So wurde das Sujet<br />
der Weinblätter negativ konvertiert<br />
und partiell die Strukturen für den<br />
DEU Lack ausgearbeitet<br />
Design trifft auf Innovation<br />
Bei dem Einreichprojekt für das<br />
Weingut PayerPayer, bestand die<br />
Herausforderung vor allem darin,<br />
die künstlerische Ästhetik mit der<br />
state-of-the-Art Druck- und Veredelungstechnologie<br />
zu unterstreichen,<br />
so dass der Charakter und die<br />
Werte des Weinguts auf einen Blick<br />
erkennbar sind. „Unsere Stärke ist<br />
die Symbiose aus Kreativität und<br />
®Andreas Tischler 20<strong>19</strong><br />
Innovation, aus Design und Technik“,<br />
betont INSIGNIS-Geschäftsführer<br />
Erwin Pudek.<br />
Life Ball-Weinetiketten<br />
INSIGNIS beweist aber auch mit<br />
weiteren Etiketten sein know how.<br />
So wurden auch die Life Ball-Weinetiketten<br />
umgesetzt. „Mit außergewöhnlicher<br />
Brillanz, auffälligen<br />
Reflexionen und haptischen Reizen<br />
versprühen die diesjährigen Life<br />
Ball-Weinetiketten Lust in eine<br />
spektakuläre Welt der Farben einzutauchen.<br />
Für die Umsetzung der<br />
exklusiven Etiketten in 7c-Druckqualität<br />
wurden wir von WEIN &<br />
CO beauftragt.“ erklärt Pudek. Unter<br />
dem Motto “United in Diversity“<br />
fand der 26. Life Ball im und<br />
vor den Wiener Rathaus statt.<br />
Fantastische Welt der Farben<br />
Dabei begab sich Europas größtes<br />
Aids Charity Event in diesem<br />
Jahr auf eine Reise über den Regenbogen<br />
und landete mit einer<br />
umherziehenden Zirkustruppe in<br />
einer fantastischen Welt der Farben.<br />
Inspiriert von dieser vielseitigen<br />
Welt der Diversität, Toleranz und<br />
Farben konzipierte WEIN & CO<br />
seine zweite exklusive Life Ball<br />
Weinedition. Diese wurde mit drei<br />
ausgewählten WinzerInnen entwickelt<br />
und glänzt nicht nur mit ihren<br />
Gery Keszler mit<br />
der Life Ball-Weinedition<br />
inneren Werten, sondern hinterlässt<br />
mit den Etiketten einen bleibenden<br />
Eindruck. „In enger Zusammenarbeit<br />
mit dem Kreativteam von<br />
WEIN & CO, konnten während<br />
des gemeinsamen Andrucks die für<br />
das Design ideale Druckabstimmung,<br />
mit Berücksichtigung auf<br />
den österreichweiten POS, individuell<br />
on-spot definiert werden. So<br />
stechen die diesjährigen Life Ball-<br />
Weinetiketten dank des Einsatzes<br />
der revolutionären Inkjet-Digitaldruck-Technologie<br />
sowie der partiellen<br />
DEU-Lackierung maßgebend<br />
heraus.“ erklärt Pudek.<br />
Mehr unter: www.insignis.at<br />
links: während der Preisverleihung, rechts: Das Siegeretikett vom Weingut PayerPayer<br />
14 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
Neue Version der ...<br />
KUNSTSTOFF<br />
Behältergestaltung<br />
Mit dem Behälterkonfigurator der BITO-Lagertechnik<br />
Bittmann GmbH können sich Kunden<br />
ihren individuellen Kunststoffbehälter selbst<br />
gestalten. Diese Online-basierte Anwendung<br />
macht die Zusammenstellung des perfekten<br />
Wunschbehälters aus dem umfangreichen Behälter-Produktportfolio<br />
schnell und einfach per<br />
Mouse-Click möglich.<br />
BITO-Lagertechnik stellt<br />
seinen Kunden ein Tool<br />
mit einem extrem hohen<br />
Individualisierungsgrad im Bereich<br />
der Online-Behälterkonfiguration<br />
zur Verfügung. Die neue und optimierte<br />
Version enthält mehr Funktionen,<br />
bietet eine schnellere Abwicklung<br />
und eine bessere Benutzerhandhabung.<br />
Wunschbehälter<br />
„Nun ist eine neue, überarbeitete<br />
und optimierte Version des BITO<br />
Behälterkonfigurators verfügbar.<br />
Sie enthält mehr Funktionen, bietet<br />
eine schnellere Abwicklung und<br />
eine bessere Benutzerhandhabung.<br />
Mittlerweile sind alle unsere Behälterserien<br />
online verfügbar und sämtliche<br />
uns zur Verfügung stehenden<br />
Farben, Bau- und Zubehörteile im<br />
Konfigurator hinterlegt. Größen,<br />
Maße, Griffvarianten, Farbgestaltung,<br />
Bodenausstattung, Innenleben,<br />
Deckel- und Verschlussvarianten,<br />
Plombenverwendung, Etikettenplatzierung,<br />
Planung (Barcodes<br />
oder RFID), Logo- und Schriftzug-<br />
Positionierung, Preis und Mindestbestellmenge:<br />
Der Kunde kann per<br />
Mouse-Click auf alle Varianten<br />
zugreifen, um sich seinen Behälter<br />
zusammenzustellen“, so Christian<br />
Mohr, Projektleiter BITO-Lagertechnik.<br />
Er ergänzt: „Diese hohe Individualisierungsmöglichkeit<br />
kann<br />
kein anderer Hersteller der Branche<br />
anbieten.“<br />
Inuitive Anwendung<br />
Der BITO Behälterkonfigurator<br />
ist regelgeprüft und sehr intuitiv in<br />
der Anwendung. Nach Gestaltung<br />
des Behälters lassen sich verschiedene<br />
Exporte, wie z. B. Bilder oder<br />
Datenblätter, erstellen, speichern,<br />
bearbeiten und per E-Mail versenden.<br />
360°-Visualisierung<br />
Christian Mohr: „Dem Kunden<br />
wird in Echtzeit eine hochqualitative<br />
360°-Visualisierung als „Stateof-the-Art“<br />
3D-Konfiguartion zur<br />
genauen Ansicht angezeigt. Er kann<br />
sich den Behälter auf dem Bildschirm<br />
aus allen Perspektiven anschauen.<br />
Zudem erhält der Anwender<br />
entsprechende Preisangaben<br />
– in der neuen Version nun auch für<br />
Individuallösungen. Nach Konfiguration<br />
ist es möglich, den Behälter<br />
direkt bei BITO zu bestellen oder<br />
bei Rückfragen vorab noch einmal<br />
unseren Vertrieb zu kontaktieren.“<br />
Planungsprozesse<br />
Das Tool dient darüber hinaus<br />
auch zum Austausch zwischen<br />
Kunden und Fachberater und ist<br />
eine ideale Unterstützung bei allen<br />
Planungsprozessen. Der Fachberater<br />
übernimmt dabei weiterhin Kalkulation<br />
und Beratung, trifft Aussagen<br />
über technische Machbarkeiten,<br />
die über den Konfigurator hinausgehen,<br />
stimmt Liefertermine ab und<br />
stellt mit dem Kunden die optimale<br />
Behälterlösung zusammen.<br />
Mehr unter:<br />
www.mybitobox.com<br />
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The service brand for doing global business in the plastics and<br />
rubber industry. Enter world markets with Global Gate.<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
15
EVENT<br />
Sieg der Nachhaltigkeit<br />
<strong>KOMPACK</strong> Leser kennen den Wettkampf – in den letzten Jahren wagten die Verpackungsexperten<br />
von Pirlo einen direkten Vergleich mit ihren Produkten beim<br />
Marathon in München. Trotz toller Leistungen und vollem Einsatz mussten sie<br />
sich den Metallverpackungen jedoch einmal knapp geschlagen geben und erreichten<br />
beim zweiten Start nur ein Unentschieden. Heuer sollte beim WingsForLife-<br />
WorldRun in Wien der ersehnte Sieg eingefahren werden.<br />
Mit Feuereifer widmeten<br />
sich die Teilnehmer also<br />
den Vorbereitungen für<br />
den diesjährigen Vergleich. Doch<br />
wie soll man mit einem Produkt,<br />
das mit einer unglaublichen Vielseitigkeit<br />
in Hinblick auf Größe,<br />
Ausführung und Formbrilliert, mithalten?<br />
Ganz klar –man muss selbst<br />
vielfältiger werden, es braucht Verstärkung!<br />
So kam es, dass 14 Läufer<br />
mit unterschieldichen Größen, Taktiken<br />
und Stärken am Start waren.<br />
Rauhe Bedingungen<br />
Leistungen auch unter extremen<br />
Bedingungen abliefern - was für<br />
Metalldosen Alltag ist, darf für einenVerpackungsprofi<br />
natürlich kein<br />
Problem sein. Für das ambitionierte<br />
Pirlo Team und die Gastläufer von<br />
<strong>KOMPACK</strong> kam die anspruchsvolle<br />
Herausforderung bei 5 Grad, Regen<br />
und Wind gerade recht, um zu zeigen,<br />
dass sie mit den von ihnen entwickelten<br />
Produkten nicht nur mithalten<br />
sondern unter rauhen Bedingungen<br />
ebenso überzeugen können.<br />
Regen<br />
Ein Vorteil der Dosen bei den letzten<br />
beiden Kräftemessen fiel bei diesen<br />
Bedingungen ja weg – UV-Stabilität<br />
war dieses Mal ganz einfach nicht<br />
gefragt. Unantastbar ist ja die Performance<br />
von Metallverpackungen<br />
in den Bereichen UV-Stabilität, Belastbarkeit,<br />
sowie Bruchfestigkeit<br />
und Durchstoßsicherheit. Bei diesen<br />
Bedingungen<br />
Fast das ganze Team vor dem Start<br />
zeigten aber<br />
auch alle Pirlo-<br />
Mitarbeiter ihre<br />
Belastbarkeit<br />
– so konnte das<br />
Catcher Car<br />
den letzten Pirlo<br />
Starter erst<br />
lange nach der<br />
Halbmarathondistanz<br />
einholen<br />
– klingt in<br />
diesem Bereich<br />
eindeutig nach<br />
einem Unentschieden.<br />
Trotz<br />
hervorragender<br />
Ausrüstung<br />
(Laufschuhen)<br />
konnten die<br />
Starter im Bereich<br />
der Durchstoßsicherheit<br />
die Dosen aber<br />
auch dieses Jahr<br />
nicht überholen.<br />
Immehin meistern die Dosen in diesem<br />
Bereich auch eine UN-Prüfung<br />
mit Bravour.<br />
Eyecatcher<br />
Auch in puncto Design sahen die<br />
Verpackungsexperten im Vergleich<br />
zur Dose noch einigen Aufholbedarf.<br />
Trotz Steigerung in diesem<br />
Bereich vom ersten zum zweiten<br />
Lauf hatten die Metallverpackungen<br />
bisher ganz klar die Nase<br />
vorn. Dank innovativer Drucktechniken<br />
und viel Know-how sind<br />
die Gestaltungsmöglichkeiten von<br />
Metallverpackungen äußerst vielfältig.<br />
Pirlo weiß dies ja aus erster<br />
Hand, da erst vor rund einem Jahr<br />
eine MetalStar 3, eine 6-Farben-<br />
Druckmaschine mit weltweit einzigartigen<br />
Features, in Betrieb<br />
genommen. Im Vergleich dazu<br />
war der Auftritt der Pirlo Staffel<br />
bei den ersten Läufen noch etwas<br />
blass. Das sollte sich ändern: Ausgestattet<br />
mit neuen Shirts wollten<br />
die Starter stark aufholen – leider<br />
trickste in diesem Bereich heuer<br />
das Wetter die Teilnehmer aus<br />
– Schutz war wichtiger als Optik<br />
– den gewonnen Punkt im UV-<br />
Bereich gewannen an dieser Stelle<br />
die Dosen also schnell wieder retour.<br />
Höchst effizient<br />
Eine besonders schnelle und unkomplizierte<br />
Abfüllung, ein rascher<br />
Transport und eine praktische<br />
Lagerung sind nur einige der<br />
Vorteile, die Metallverpackungen<br />
mit sich bringen. Die Läuferinnen<br />
und Läufer konnten diese Vorzüge<br />
natürlich nicht 1:1 ummünzen, jedoch<br />
erreichten sie mit viel Einsatz<br />
eine weitere Effizienzsteigerung<br />
im Vergleich zum den Vorjahren.<br />
Der unparteiliche Schiedsrichter<br />
sieht hier ein Unentschieden.<br />
Nervenkitzel bis zum Schluss<br />
Bis auf die letzten Meter war es ein<br />
äußerst spannender Kampf, den<br />
sich die Verpackungsexperten und<br />
ihre Produkte boten. So setzten die<br />
Pirlo Starter im Bereich Nachhaltigkeit<br />
ihre Vorsätze aus dem Vorjahr<br />
vorbildlich um: Immer öfter<br />
wurde auf das Auto verzichtet und<br />
die Anreise „per pedes“ gewählt.<br />
Den Metallverpackungen konnten<br />
sie mit diesen Bemühungen<br />
jedoch noch nicht das Wasser reichen.<br />
Immerhin ermöglicht Metall<br />
als Ressource einen fortwährenden<br />
Kreislauf, die Elemente Aluminium<br />
und Eisen sind nachhaltig und<br />
wechseln je nach Einsatz nur Ort<br />
und Gestalt. In diesem Recyclingprozess<br />
kann aus einer Dose beispielsweise<br />
wieder eine neue Dose,<br />
ein Auto oder eine Schiffsschraube<br />
werden.<br />
Sieger<br />
Wer war also dieses Jahr der Sieger<br />
– eindeutig die Nachhaltigkeit<br />
– dass Dosen dies sind, beweist der<br />
Recyclingweltmeister ebenso regelmäßig,<br />
wie auch die Tubenprodukte<br />
von Pirlo Tubes (als Beispiel<br />
seien hier die Einstofftube und die<br />
Kreidetube 1 und 2.0 genannt). Die<br />
Laufergebnisse der Läufer wiederum<br />
wurden vom Veranstalter in<br />
Spenden umgewandelt womit auch<br />
hier nachhaltig gearbeitet wurde.<br />
Ganz im Sinn der Umwelt und der<br />
Verpackungswirtschaft wo Recyclingfähigkeit<br />
und Nachhaltigkeit<br />
an erster Stelle stehen wurden die<br />
Sieger nach dem Wettkampf gebührend<br />
gefeiert.<br />
If anyone can - we can<br />
Ganz nach dem Firmenmottos „if<br />
anyone can – we can“ wird der Sieg<br />
in der nächsten Runde angepeilt.<br />
Mehr unter: www.pirlo.com<br />
16 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
UMWELT<br />
VSL investiert in Recyclinglösung<br />
VSL produziert in Biedermannsdorf und in Traiskirchen mit modernstem<br />
Maschinenpark für den nationalen, wie auch für den internationalen Bedarf in<br />
drei verschiedenen Produktrichtungen – dem Behälterbau, dem Kofferbau und<br />
der Produktverpackung. Bei den Entwicklungen berücksichtigen das Unternehmen<br />
mit rund 50 Mitarbeitern die jeweils geforderten Kriterien wie Stoßfestigkeit,<br />
Wiederverwendbarkeit, Feuchtigkeitsbeständigkeit unter Einhaltung höchster<br />
Qualitätsstandards. Bei der Produktion der Produkte gibt es aber auch Abfall.<br />
Für den bisherigen Abfall im Schaumstoffbereich hat Geschäftsführer Michael<br />
Lorenz aktuell in eine Recyclinglösung investiert.<br />
Neben den neuesten Fertigungstechnologien,<br />
die<br />
es VSL ermöglichen, zu<br />
einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis<br />
die Produktverpackungen<br />
herzustellen, garantiert das Unternehmen<br />
damit auch eine nachhaltige<br />
Produktion. „Wir sind überzeugt,<br />
dass wir rund 50 Prozent der<br />
bisher bei der Produktion angefallenen<br />
Abfälle mit unserer neuesten<br />
Investition recyceln können – wir<br />
sprechen hier von rund 50.000kg.“<br />
erklärt der Firmeninhaber – der<br />
gleichzeitig den bisher im Gebrauch<br />
befindlichen Container herzeigt in<br />
den bis jetzt der Abfall mindestens<br />
einmal täglich mit 33m³ Container<br />
entsorgt wurde.<br />
GREENMAX Z-C100<br />
Investiert wurde in einen GREEN-<br />
MAX-EPE-Verdichter. Damit können<br />
die bisherigen Produktionsabfälle<br />
verdichtet werden. Durch<br />
das Verdichten werden diese losen<br />
Schaumabfälle zu hochverdichteten<br />
EPE-Barren verarbeitet, die wieder<br />
dem Produktionsprozess zugeführt<br />
werden können. Bei der Produktion<br />
von neuen Schaumstoffen können<br />
diese so verdichteten ehemaligen<br />
Produktionsabfälle wieder zu rund<br />
30 Prozent eingebracht werden.<br />
Michael Lorenz vor der neuesten Investition<br />
kleines Bild: hochverdichtete Barren<br />
unten: bisheriger Abfallcontainer<br />
„Somit fällt nicht nur weniger Abfall<br />
an – es entsteht auch wieder<br />
ein wertvoller Rohstoff, der wieder<br />
sinnvoll genutzt werden kann.“ erklärt<br />
Michael Lorenz der diese Investition<br />
ursprünglich erst im neuen<br />
Firmengebäude – zu dem der Spatenstich<br />
im August gemacht werden<br />
wird – geplant hatte. Im Sinne der<br />
Nachhaltigkeit und der Umwelt<br />
wurde aber bereits jetzt in die Recyclinganlage<br />
investiert. Gleichzeitig<br />
schafft VSL mit der neuen Anlage<br />
auch neue Arbeitsplätze. Zur Bedienung<br />
werden zwei neue Mitarbeiter<br />
aufgenommen - die gleichzeitig<br />
auch Abfallbeauftrage für das Unternehmen<br />
werden. Da die hochwertigen<br />
PE-Barren an Schaumstoffproduzenten<br />
weiterverkauft werden<br />
können, wird sich die Investition<br />
sowie die neuen Mitarbeiter in kurzer<br />
Zeit amortisieren, womit trotz<br />
weniger Abfall und Investition in<br />
die Nachhaltigkeit keine langfristigen<br />
Kosten für das Unternehmen<br />
entstehen werden.<br />
Fazit<br />
„Wie wir wissen, ist EPE eines der<br />
leichtesten Materialien für verschiedene<br />
Verpackungsanwendungen in<br />
verschiedenen Branchen. Aufgrund<br />
seines geringen Gewichts wird das<br />
Material als sehr praktisch für Verpackungsanwendungen<br />
angesehen.<br />
Die neue Recyclingmaschine hilft<br />
uns ab sofort dabei die Materialverschwendung<br />
so effizient wie möglich<br />
zu verwalten.“ erklärt abschließend<br />
Michael Lorenz.<br />
Mehr über den Verpackungsprofi<br />
sehen Sie unter: www.vsl.at<br />
Aus 50 LKW´s mit Abfall wird<br />
1 LKW mit wertvollem Rohstoff<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
17
VERPACKUNGSSTRASSE<br />
Der richtige Dreh für edle Pralinen<br />
Gefüllte Pralinen sind die Spezialität des polnischen Confiserie-Herstellers<br />
Mieszko. Bei der Herausforderung, sowohl die Vorsortierung als auch den Verpackungsprozess<br />
zu automatisieren, setzte das Unternehmen auf die Erfahrung<br />
von Schubert. Die Experten konstruierten für die sensiblen Produkte eine einzigartige<br />
Rütteleinheit: Sie stellt die halbrunden Kirschpralinen schonend auf<br />
ihre flache Unterseite, bevor die Leckereien in der TLM-Pralinenpackstraße zu<br />
verschiedensten Sortimenten zusammengestellt und verpackt werden.<br />
Aus einer Tradition von<br />
mehr als 150 Jahren heraus<br />
entwickelt die polnische<br />
Confiserie Mieszko edle Pralinenkreationen.<br />
Zartschmelzende dunkle<br />
Schokolade, frische Früchte,<br />
knackige Nüsse und aromatische<br />
Gewürze wie Vanille oder Chili<br />
versprechen eine kulinarische Reise<br />
an exotische Plätze auf der ganzen<br />
Welt. Die Köstlichkeiten werden in<br />
zwei Produktionsstätten in Ratibor<br />
bei Kattowitz hergestellt.<br />
Produktschonende<br />
und flexible Automatisierung<br />
Eine besonders beliebte Mieszko-<br />
Nascherei sind die Cherrissimo-<br />
Pralinen: Mit Schokolade umhüllt<br />
und in bunte Folie gewickelt, werden<br />
die halbrunden Kirschpralinen<br />
mit alkoholhaltiger Füllung vom<br />
kleinen Geschenkpäckchen bis zum<br />
großen Pralinensortiment angeboten.<br />
Um der steigenden Nachfrage<br />
gerecht zu werden, plante Mieszko,<br />
den Verpackungsprozess stärker<br />
zu automatisieren. Gefordert sind<br />
beim Verpacken dieser sensiblen<br />
Produkte sowohl ein äußerst schonendes<br />
Produkthandling als auch<br />
eine hohe Formatvielfalt. Für diese<br />
Anforderungen entwickelten<br />
die Spezialisten von Schubert eine<br />
hochflexible TLM-Pralinenpack-<br />
Nur einwandfreie Produkte werden von den<br />
F4-Robotern in die bereitgestellten Kunststofftrays gelegt.<br />
straße mit einer neuartigen vorgelagerten<br />
Rütteleinheit. Diese<br />
übernimmt automatisch die Vorsortierung<br />
der halbrunden Pralinen,<br />
indem sie die Produkte besonders<br />
schonend auf ihre flache Unterseite<br />
stellt. So können die Leckereien<br />
anschließend richtig orientiert von<br />
den Pick-and-Place-Robotern aufgenommen<br />
und in Kunststofftrays<br />
gesetzt werden.<br />
Vielfältige Verpackungsformate<br />
Die fertig bestückten Trays werden<br />
in Doppelwandschachteln oder<br />
Faltschachteln gesetzt. Um die Faltschachteln<br />
beim Einlegen der Trays<br />
offenzuhalten, konstruierte Schubert<br />
eigens ein Spreizwerkzeug.<br />
Des Weiteren lassen sich in der Anlage<br />
auch nackte Produkte verpacken.<br />
Tomasz Stiebler, Projektleiter<br />
bei Mieszko, ist mit dem Ergebnis<br />
hochzufrieden: „Die große Flexibilität<br />
der Anlage ist für uns optimal.<br />
Wir können mehr als 20 verschiedene<br />
Verpackungskombinationen<br />
verarbeiten. Auch von der werkzeuglosen<br />
Umstellung zwischen<br />
den Formaten bin ich begeistert.“<br />
Tomasz Stiebler, Projektleiter bei<br />
Mieszko, sagt: „Die große Flexibilität<br />
der Anlage ist für uns optimal.<br />
Wir können mehr als 20 verschiedene<br />
Verpackungskombinationen<br />
verarbeiten. Auch von der werkzeuglosen<br />
Umstellung zwischen<br />
den Formaten bin ich begeistert.“<br />
Denn Schubert ermöglicht bereits<br />
standardmäßig einen schnellen und<br />
einfachen Tausch der Roboterwerkzeuge<br />
ohne weitere Hilfsmittel.<br />
Korrekt vorpositionierte<br />
Pralinen dank Rütteleinheit<br />
Die neue TLM-Pralinenpackstraße<br />
von Schubert besteht aus<br />
sechs Teilmaschinen. In der ersten<br />
werden die Kunststofftrays in die<br />
Kette eingesetzt. Daran schließen<br />
drei TLM-Teilmaschinen mit integrierten<br />
F4-Robotern an, die seitlich<br />
über drei Zuführwege beliefert<br />
werden. An jeder Zuführung sorgen<br />
jeweils drei hintereinandergeschaltete<br />
Bänder für die korrekte Posi-<br />
Im Zuführband ist eine neu entwickelte Rütteleinheit<br />
integriert, die die Pralinen schonend aufrichtet.<br />
F2-Roboter setzen die befüllten Trays in Doppelwandschachteln.<br />
Zum Schutz der Produkte werden Polsterpapiere aufgelegt.<br />
18 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
tion der verschiedenen Pralinensorten.<br />
Michael Voelskow, verantwortlicher<br />
Sales Account Manager<br />
bei Schubert, erklärt die Funktion:<br />
„Das erste Zuführband liefert die<br />
umwickelten Pralinen unsortiert<br />
im Pulk an. Bei der Übergabe auf<br />
ein zweites Band positionieren sich<br />
die Produkte nicht mehr über-, sondern<br />
nebeneinander in eine einzige<br />
Lage. Das direkt anschließende<br />
dritte Band bewegt sich ruckartig<br />
zwei Schritte vor und einen Schritt<br />
zurück.“ Die Bewegung ist gerade<br />
so stark, dass schon korrekt positionierte<br />
Produkte nicht davon beeinflusst<br />
werden. Dagegen werden<br />
die auf der runden Seite liegenden<br />
Pralinen aus dem Gleichgewicht<br />
gebracht und drehen sich auf ihren<br />
flachen Boden.<br />
Spreizband zur Vereinzelung<br />
Richtig positioniert passieren die<br />
Pralinen ein Spreizband zur Vereinzelung.<br />
Ein Auflichtscanner erkennt<br />
die Position der Produkte. Das Bilderkennungssystem<br />
von Schubert<br />
wurde eigens für Verpackungsaufgaben<br />
bei großen Produktbandbreiten<br />
entwickelt. So lässt sich<br />
nicht nur die Lage der Produkte<br />
berechnen, sondern es wird auch<br />
die Qualität beurteilt: Nur einwandfreie<br />
Pralinen werden von den Pickand-Place-Robotern<br />
aufgenommen<br />
und in die bereitgestellten Kunststofftrays<br />
gelegt. Um die sensiblen<br />
Produkte sicher zu verpacken, verfügen<br />
die F4-Roboter in der Schubert-Anlage<br />
über individuell konstruierte<br />
Werkzeuge. Weiche, halbschalenförmige<br />
Greifer, die exakt<br />
der Form der halbrunden Mieszko-<br />
Leckereien angepasst sind und mit<br />
Vakuum arbeiten, sorgen für das<br />
schonende Umsetzen der Pralinen<br />
vom Band in die Kunststofftrays.<br />
Anschließend setzen F2-Füllroboter<br />
die befüllten Trays in bereits aufgerichtete<br />
Doppelwandschachteln und<br />
legen je nach Format zum Schutz<br />
der Produkte Polsterpapiere auf.<br />
Alternativ kommen Faltschachteln<br />
zum Einsatz, die beim Einlegen<br />
der Kunststofftrays von einem<br />
ebenfalls individuell konstruierten<br />
Spreizwerkzeug offen gehalten<br />
werden. Zudem können in der Anlage<br />
auch nackte Produkte verpackt<br />
werden, indem sie – ohne Einsatz<br />
der Rütteleinheit – vom Tablett auf<br />
die Zuführbänder geschoben werden.<br />
Ein Wechsel zwischen den verschiedenen<br />
Verpackungskombinationen<br />
ist werkzeuglos und innerhalb<br />
von 15 bis 20 Minuten möglich.<br />
Für die Zukunft aufgestellt<br />
Realisierbar sind in Zukunft auch<br />
noch weitere Verpackungsvarianten,<br />
wie zum Beispiel Trays für sehr<br />
kleine Chargen, die von Hand in<br />
die Kette eingelegt werden. Mit der<br />
neuen Schubert-Pralinenpackstraße<br />
hat Mieszko den komplexen Verpackungsprozess<br />
der Cherrissimo-<br />
Pralinen stark erweitert und ist nun<br />
in der Lage, seine Produktion deutlich<br />
zu steigern.<br />
Mehr unter:<br />
www.schubert.group<br />
Die Cherrissimo-Pralinen des polnischen Hestellers Mieszko werden vom<br />
kleinen Geschenkpäckchen bis zum großen Pralinensortiment angeboten.<br />
Die halbrunden<br />
Kirschpralinen<br />
sind mit Schokolade<br />
umhüllt und in<br />
bunte Folie<br />
gewickelt.<br />
Eine TLM-Pralinenpackstraße aus sechs Teilmaschinen automatisiert bei Mieszko den Verpackungsprozess.<br />
Die Lizenz zum Recycling.<br />
Wir sammeln und recyceln mehr als 240.000 t Altglas pro Jahr.<br />
Wir tun dies nach höchsten Umweltstandards und sozialen<br />
Benchmarks. Das ist Circular Economy mit Mehrwert.<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
<strong>19</strong>
UMWELT<br />
Größte Herausforderung seit 25 Jahren<br />
Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) zieht Bilanz: Mit 1,09 Mio. Tonnen<br />
Verpackungen und Altpapier erzielten die österreichischen Haushalte 2018 ein<br />
neues Sammel-Rekordergebnis. Das entspricht einer Steigerung um 0,8 % im<br />
Vergleich zum Vorjahr. Weiter im Fokus des heimischen Marktführers der Sammel-<br />
und Verwertungssysteme: die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Österreich.<br />
Die ARA fordert einen starken Markt für Sekundärrohstoffe sowie einen<br />
Schulterschluss von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, um die ambitionierten<br />
europäischen Recyclingziele zu erreichen.<br />
Jahr für Jahr arbeitet die ARA<br />
intensiv an Ausbau und Optimierung<br />
des Sammel- und<br />
Verwertungssystems. Das macht<br />
sich bezahlt: 2018 standen für die<br />
Sammlung der Verpackungen aus<br />
Haushalten rund 1,86 Mio. Behälter<br />
zur Verfügung (+2% zu 2017). Parallel<br />
dazu wurde auch die Leichtverpackungssammlung<br />
(überwiegend<br />
Kunststoffverpackungen) ab Haus<br />
mit dem Gelben Sack ausgebaut:<br />
Bereits 1,74 Mio. Haushalte (+5%<br />
zu 2017) konnten Ende des letzten<br />
Jahres diese besonders bequeme<br />
Form nutzen. So erreichte das Niveau<br />
der getrennten Sammlung von<br />
Verpackungen mit 1,09 Mio. Tonnen<br />
2018 ein neues Allzeithoch, was eine<br />
neuerliche Steigerung um 0,8%<br />
zu 2017 bedeutet. Laut einer aktuellen<br />
IMAS-Umfrage sammeln 97%<br />
der Österreicherinnen und Österreicher<br />
getrennt, 96% bewerten das<br />
Konzept der Mülltrennung mit „sehr<br />
gut“ oder „gut“. Und nur für eine<br />
von vier befragten Personen bedeutet<br />
dies zusätzlichen Zeitaufwand.<br />
Funktionierendes System<br />
„Einerseits attestiert uns die Bevölkerung<br />
hohe Zufriedenheit und Akzeptanz.<br />
Und andererseits vertrauen<br />
mehr als 15.000 Unternehmen<br />
unserer Expertise – das entspricht<br />
einem Marktanteil von über 75%.<br />
Dieses europäische Spitzenergebnis<br />
bedeutet für uns Ansporn, weiter in<br />
Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung<br />
zu investieren und gemeinsam<br />
mit unseren Kunden daran zu<br />
arbeiten, die europäischen Recyclingziele<br />
zu erreichen. Die Marschrichtung<br />
für die Zukunft ist klar:<br />
noch mehr sammeln, richtig trennen,<br />
mehr recyceln.“ erklärt ARA Vorstand<br />
Werner Knausz.<br />
Kreislaufwirtschaftspaket<br />
„Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket<br />
und die Einwegkunststoff-Richtlinie<br />
bringen uns mit höheren Zielen<br />
für Sammlung und Recycling ab<br />
2025 die größte Herausforderung<br />
seit der Gründung der ARA. Die<br />
EU-Recyclingziele für 2025 haben<br />
wir bei allen Werkstoffen – Papier,<br />
Glas, Metalle, Holz – mit Ausnahme<br />
von Kunststoff schon heute<br />
erreicht. In den kommenden sechs<br />
Jahren müssen wir das Recycling<br />
von Kunststoffverpackungen gegenüber<br />
heute verdoppeln. Trotz des<br />
Rekordergebnisses müssen wir die<br />
getrennte Sammlung und das Recycling<br />
weiterausbauen, um noch mehr<br />
Quantität in noch besserer Qualität<br />
zu erreichen. Denn die Berechnung<br />
wurde geändert: Gemessen werden<br />
wir in Zukunft nicht an dem, was<br />
für die Verwertung gesammelt wird,<br />
sondern am Output nach dem Recyclingprozess.<br />
Wir haben deshalb<br />
sechs Aktionsfelder für die Recyclingwirtschaft<br />
definiert – vom<br />
Ausbau der getrennten Sammlung<br />
bis hin zur Steigerung der Sortiertiefe.<br />
Denen stehen ebenso wichtige<br />
unterstützende Maßnahmen<br />
gegenüber, wie etwa die Bewusstseinsbildung<br />
bei Konsumenten und<br />
in Unternehmen. Damit wollen wir<br />
die europäischen Ziele für Österreich<br />
erreichen“, betont ARA Vorstand<br />
Christoph Scharff. „Diese Herausforderung<br />
werden wir aber nur meistern,<br />
wenn Wirtschaft, Politik und<br />
Konsumenten an einem Strang ziehen<br />
– im Rahmen einer 360-Grad-<br />
Kreislaufwirtschaft.“ Die ARA versteht<br />
sich hierbei als Dialogpartner<br />
für sämtliche Stakeholder – etwa im<br />
Rahmen der letztjährigen internationalen<br />
„Circular Economy“-Konferenz<br />
unter dem österreichischen<br />
EU-Ratsvorsitz, durch Workshops<br />
zur Kreislaufwirtschaft beim Risikodialog<br />
des Umweltbundesamtes, mit<br />
dem 2018 gegründeten ARA Innovation<br />
Space oder anhand des neuen<br />
Leistungsschwerpunktes<br />
„ARA Circular Design“<br />
Hier arbeitet die ARA intensiv mit<br />
Kunden, Verpackungsherstellern<br />
und Forschern – z.B. dem Institut<br />
cyclos-HTP, dem Österreichischen<br />
Forschungsinstitut für Chemie und<br />
Technik oder der FH Campus Wien –<br />
zusammen. Dabei geht es darum, die<br />
Rezyklierbarkeit von Verpackungen<br />
schon bei deren Produktion zu optimieren<br />
– ‚Design for Recycling‘<br />
– und gleichzeitig den Einsatz von<br />
Recyclingmaterial signifikant zu<br />
steigern– ‚Design from Recycling‘.<br />
Umfrage:<br />
Verschmutzung der Weltmeere<br />
(rd. 71%), Kunststoff-Problematik<br />
(rd. 59%) und Klimaerwärmung<br />
(rd. 56%): Das sind laut Umfrage<br />
die dringlichsten Umweltprobleme<br />
für die österreichische Bevölkerung.<br />
Fast 88% stimmen der EU Forderung<br />
nach mehr Kreislaufwirtschaft<br />
und Recycling zu. Gleichzeitig<br />
wünscht man sich von der (zukünftigen)<br />
Regierung verbindliche Herstellervorgaben<br />
für umweltgerechte<br />
Produkte und Verpackungen (rd.<br />
92%), Vorrang für Recyclingprodukte<br />
bei der öffentlichen Beschaffung<br />
(rd. 91%), eine noch bessere<br />
Infrastruktur um Müll zu trennen<br />
bzw. zu entsorgen (rd. 89%) sowie<br />
mehr Information zu Kreislaufwirtschaft<br />
und Recycling (88 %). Ein<br />
Blick in die Haushalte zeigt zudem,<br />
dass rd. 60% der befragten Personen<br />
den Müll sofort in jenem Moment,<br />
in dem er anfällt, sammelt und<br />
trennt, d.h. das Thema Mülltrennung<br />
beschäftigt uns täglich.<br />
Ing. Werner Knausz,<br />
Mag. Alfred Berger<br />
und<br />
Dr. Christoph Scharff<br />
©ARA APA Fotoservice Tanzer<br />
Fazit:<br />
Das Bewusstsein für den nachhaltigen<br />
Umgang mit Ressourcen ist in<br />
der Bevölkerung gegeben, es mangelt<br />
aber an Information. Die Österreicherinnen<br />
und Österreicher sind<br />
jedenfalls bereit: rd. 83% geben an,<br />
sich beim richtigen Sammeln und<br />
Trennen noch mehr anstrengen zu<br />
wollen. Was es dafür braucht: Weniger<br />
Verpackungen im Allgemeinen<br />
(rd. 70%) bzw. einfachere Verpackungen,<br />
die sich leichter verwerten<br />
lassen (58%). „Die Ergebnisse<br />
bestätigen unsere Schwerpunkte“,<br />
so Scharff. „Jedes Jahr erweitern<br />
und optimieren wir das Sammelsystem<br />
für die Bevölkerung und mit<br />
unserem flächendeckenden Umweltbildungsprogram<br />
ARA4kids sensibilisieren<br />
wir bereits die Jüngsten für<br />
den richtigen Umgang mit Ressourcen.<br />
Und mit ‚ARA Circular Design‘<br />
forschen wir an der Verpackung der<br />
Zukunft.“ Für das wichtige Zusammenspiel<br />
von Politik, Wirtschaft<br />
und Forschung erneuert die ARA<br />
die Forderung nach einer Kunststoff<br />
Roadmap 2<strong>03</strong>0 als Handlungsplan:<br />
Roadmap 2<strong>03</strong>0<br />
„Für die EU-Recyclingziele 2025<br />
brauchen wir in den nächsten Jahren<br />
massive Innovation und Investition.<br />
Wir wollen Primärrohstoffe schonen<br />
und den Einsatz von Recyclingmaterial<br />
massiv steigern. Dafür benötigen<br />
die Unternehmen Planbarkeit,<br />
Klarheit über die Ziele und Vertrauen<br />
in die Umweltpolitik. Dies soll<br />
eine Kunststoff Roadmap 2<strong>03</strong>0 evidenzbasiert<br />
liefern“, so Scharff.<br />
Bundesregierung gefordert<br />
„Die neuen EU Sammel- und Recyclingziele<br />
kann aber die ARA als<br />
Sammelsystem nicht allein erreichen.<br />
Hier brauchen wir weiterhin<br />
den Schulterschluss zwischen Wirtschaft,<br />
Politik, Produzenten und<br />
Konsumenten, Entsorgungswirtschaft<br />
und Gemeinden. Die künftige<br />
Bundesregierung ist gefordert,<br />
das EU Kreislaufwirtschaftspaket<br />
bis Sommer 2020 umzusetzen. Wir<br />
hoffen, dass dabei Raum für Innovation<br />
bleibt und die Unternehmen<br />
der Industrie, des Handels und der<br />
Entsorgungswirtschaft einen klaren<br />
und vernünftigen umweltpolitischen<br />
Kurs vorgegeben erhalten.“ appeliert<br />
Aufsichtsratsvorsitzender Alfred<br />
Berger.<br />
Mehr unter: www.ara.at<br />
20 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
Der Ishida FlexGrader ...<br />
sortiert nach Stückzahl und Gewicht<br />
IFFA<br />
Der Ishida FlexGrader ist ein effizientes Verpackungssystem für das Sortieren<br />
unterschiedlich großer Fleisch- und Geflügelprodukte. Anwender können zum<br />
Beispiel Hähnchenschenkel nach Stückzahl oder Gewicht portionieren. Das<br />
Hochleistungssystem arbeitet äußerst präzise und senkt den Produktverlust auf<br />
ein Minimum.<br />
Der Ishida FlexGrader<br />
mit Hochleistungs-<br />
Zuführung kombiniert<br />
eine Kontrollwaage und<br />
ein modulares Verteilsystem.<br />
Dank des großen Wiegebereichs<br />
lassen sich sowohl kleine<br />
Fleischstücke als auch ganze<br />
Hähnchen verarbeiten. Auch<br />
multiple Zielgewichte mit Toleranzen<br />
und Prioritäten sind<br />
möglich. Die Kontrollwaage<br />
der Baureihe Ishida DACS-G<br />
berechnet in Sekundenbruchteilen<br />
optimale Gewichtskombinationen<br />
und übermittelt<br />
diese an das nachgeschaltete<br />
Verteilsystem. Über ein Förderband<br />
mit Ablenkarmen gelangt<br />
das präzise verwogene Produkt<br />
zu den Packstationen. Das Verteilsystem<br />
lässt sich für individuelle<br />
Bedürfnisse einfach<br />
anpassen. Bis zu 24 Stationen<br />
sind möglich, die an beiden<br />
Seiten des Förderbandes installiert<br />
werden können. Je nach<br />
Anwendung erreicht der Flex-<br />
Grader eine Geschwindigkeit<br />
von bis zu 120 Verpackungen<br />
pro Minute.<br />
Weitere Funktkionen<br />
Neben der Fremdkörperdetektion<br />
leisten die neuen Ishida-Röntgenprüfsysteme<br />
noch<br />
weitere Aufgaben der Qualitätskontrolle.<br />
Dazu gehören<br />
Zählfunktion, Gewichtsveranwechsel<br />
sind schnell erledigt.<br />
Besonders hygienefreundlich<br />
ist die Konstruktion in offener<br />
Rahmenbauweise mit Zertifikat<br />
gemäß Schutzart IP69K.<br />
Neue Röntgenprüfsysteme<br />
Neben dem FlexGrader zeigte<br />
Ishida während der IFFA auch<br />
zwei Röntgenprüfsysteme die<br />
für großdimensionierte und<br />
schwere Objekte entwickelt<br />
wurden. Die neuen Modelle<br />
IX-EN-5592 und IX-GN-5523<br />
finden zuverlässig Fremdkörper<br />
in verpackten und unverpackten<br />
Produkten. Auch die<br />
in der Fleischindustrie häufig<br />
eingesetzten Transportkisten<br />
können kontrolliert werden.<br />
Patentiert<br />
Die Röntgenprüfsysteme IX-<br />
EN-5592 und IX-GN-5523<br />
haben eine 550 mm breite<br />
Prüfkammer. Daher sind die<br />
Systeme für EURO-Norm Behälter<br />
mit den Grundmaßen<br />
600 x 400 mm geeignet, die bis<br />
zu 25 kg schwer sein dürfen.<br />
Neben Sammelverpackungen<br />
können auch einzelne große<br />
Fleischprodukte verarbeitet<br />
werden. Beide Maschinen verfügen<br />
über den patentierten Genetischen<br />
Algorithmus: Mit der<br />
Ishida Technologie kann der<br />
Anwender das Röntgenprüfsystem<br />
für spezifische Fremdkörper<br />
sensibilisieren und so<br />
hervorragende Detektionsraten<br />
erreichen.<br />
Lösungen für<br />
verschiedene Anforderungen<br />
Das Röntgenprüfsystem IX-<br />
EN-5592 gewährleistet als<br />
Einstiegsmodell die genaue<br />
und zuverlässige Kontrolle homogener<br />
Produkte. Maximale<br />
Flexibilität für verpackte und<br />
unverpackte Fleisch- und Geflügelprodukte<br />
bietet das Röntgenprüfsystem<br />
IX-GN-5523<br />
mit Klimaanlage. Beide Systeme<br />
benötigen nur wenig Aufstellfläche<br />
und sie lassen sich<br />
einfach in bestehende Produktionslinien<br />
integrieren.<br />
ULRICH ETIKETTEN –<br />
QUALITÄT IN ALLEN FACETTEN.<br />
Mit Hightech<br />
in die Zukunft.<br />
Für große und schwere<br />
Fleischprodukte: Die neuen<br />
Röntgenprüfsysteme IX-<br />
EN-5592 und IX-GN-5523.<br />
schlagung oder die Identifikation<br />
von Mängeln wie fehlende<br />
Produktelemente oder Bruch.<br />
Mehr unter: www.ishida.de<br />
Zwei Ausführungen<br />
Ishida bietet den FlexGrader<br />
in zwei Ausführungen an für<br />
verschiedene Produktmaße.<br />
Der Wiegebereich reicht von 6<br />
bis 6000 Gramm, daher können<br />
kleine Fleischstücke genauso<br />
verarbeitet werden wie ganze<br />
Hähnchen. Die Bedienung<br />
ist sehr einfach und Produktwww.ulrich.at<br />
Der Ishida FlexGrader mit Hochleistungs-Zuführung<br />
sortiert Fleischprodukte<br />
nach Stückzahl oder Gewicht.<br />
(Fotos: © Ishida)<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
21
IFFA<br />
Tradition traf Hightech<br />
„<br />
Die IFFA, international führende Fachmesse für die Fleischwirtschaft, zeigte<br />
sechs Tage lang, wie sich die Branche fit für die Zukunft macht. Von der Smart<br />
Meat Factory, Verpackungstrends und Lebensmittelsicherheit über Clean Labeling<br />
bis hin zum steigenden Anspruch an die Fleischqualität: Die Aussteller lieferten<br />
Antworten auf Anforderungen der fleischverarbeitenden Industrie und des<br />
Fleischerhandwerks. Und das bei bester Investitionsstimmung.<br />
Die IFFA hat einmal mehr gezeigt,<br />
dass sie nicht nur eine<br />
unserer traditionsreichsten<br />
Messen, sondern vor allem eins<br />
ist: Der globale Treffpunkt der Branche<br />
schlechthin. Sieben von zehn<br />
Besuchern kamen aus dem Ausland.<br />
Die Stimmung in den Hallen, an<br />
den Ständen und in den Gängen<br />
war fantastisch“, resümiert Wolfgang<br />
Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung<br />
der Messe Frankfurt.<br />
„Gleichzeitig ist die IFFA ein Familientreffen<br />
der Fleischbranche, viele<br />
Unternehmen sind seit Generationen<br />
in Familienhand. Alle drei Jahre<br />
treffen sie sich hier, um Zukunft zu<br />
gestalten: die Fleischindustrie, die<br />
Maschinenbauer, die Verpacker, die<br />
Gewürzanbieter, der Handel und das<br />
Fleischerhandwerk.“ Das bestätigen<br />
auch die Werte der Besucherbefragung<br />
der Messe Frankfurt: 96 Prozent<br />
der Fachbesucher bewerten die<br />
IFFA positiv. Auch auf Ausstellerseite<br />
gibt es mit insgesamt 92 Prozent<br />
Gesamtzufriedenheit eine hervorragende<br />
Resonanz.<br />
Willkommen in der Zukunft<br />
Digitalisierung als Treiberthema<br />
der Branche stellt die smarte<br />
Fleischfabrik in den Mittelpunkt.<br />
Automations- und Softwarelösungen<br />
machen die Produktion und die<br />
Abläufe in Fleischbetrieben intelligenter.<br />
Auch Lebensmittelsicherheit<br />
steht weiterhin im Fokus. Ziel ist,<br />
manuelle Tätigkeiten durch automatisierte<br />
Prozesse zu ersetzen. Hierzu<br />
zeigten die Hersteller zum Beispiel<br />
das vollautomatische Portionieren<br />
und Einlegen von Steaks oder Aufschnitt<br />
in Verpackungen mithilfe<br />
von Einlegern oder Industrierobotern.<br />
Zudem ging es im Bereich<br />
Verpacken um smarte Lösungen<br />
zum Schutz des wertvollen Lebensmittels<br />
Fleisch. Wichtig dabei: Die<br />
Themen Ressourcenschonung und<br />
Nachhaltigkeit von der Energieeffizienz<br />
bei Maschinen und Prozessketten<br />
bis hin zur klimaneutralen<br />
Verpackung. Insgesamt sind die<br />
Aussichten für die Zulieferindustrie<br />
Photos: Schütz<br />
Automatisierung in der fleischverarbeitenden Industrie<br />
der Fleischwirtschaft positiv: Die<br />
weltweite Produktion von Fleisch<br />
soll bis 2027 um jährlich fünf Prozent<br />
wachsen. 85 Prozent der Fachbesucher<br />
schätzen die Konjunktur<br />
als aussichtsreich ein und bewerten<br />
die aktuelle Lage der Branche<br />
als gut bis befriedigend. Handwerk<br />
punktet mit Qualität, Herkunft und<br />
Verarbeitung. Der Stellenwert von<br />
Fleisch in der Gesellschaft ist weiterhin<br />
sehr hoch. Das traditionelle<br />
Fleischerhandwerk punktet bei den<br />
Konsumenten mit Qualität und Regionalität.<br />
Neue Berufsbilder wie<br />
die Ausbildung zum Fleisch-Sommelier<br />
begleiten den Trend. Innovative<br />
Verkaufskonzepte wie Onlineshops,<br />
pfiffige Cateringideen oder<br />
Kundenkommunikation über Social<br />
Media machen das Handwerk fit<br />
für die Zukunft. Handwerkskunst in<br />
ihrer höchsten Ausprägung zeigten<br />
die Qualitätswettbewerbe des deutschen<br />
Fleischer-Verbands. Beim internationalen<br />
Leistungswettbewerb<br />
der Fleischerjugend konnte sich der<br />
Nachwuchs beweisen. Die besten<br />
Nachwuchsfleischerinnen und -fleischer<br />
aus sechs Ländern traten hier<br />
gegeneinander an. Eine Herausforderung<br />
vereint sowohl die Maschinenhersteller<br />
als auch das Fleischerhandwerk:<br />
Herausforderung<br />
Fachkräftemangel<br />
Allerorten herrschen Fachkräftemangel<br />
und Nachwuchs-probleme.<br />
Unternehmen müssen<br />
verstärkt in Digitalisierung, Automatisierung<br />
und Robotik investieren.<br />
Dadurch werden Mitarbeiter<br />
entlastet und die Prozesse auf allen<br />
Stufen der Fleischverarbeitung vereinfacht.<br />
Für sämtliche Betriebsgrößen<br />
und Unternehmensarten gab<br />
es hierzu Lösungen auf der IFFA zu<br />
sehen. Das bestätigen 95 Prozent<br />
der Fachbesucher, die mit dem hier<br />
gezeigten Angebot sehr zufrieden<br />
waren.<br />
Zeitreise in die Zukunft: Von<br />
der Fleischerfachausstellung<br />
zur Weltleitmesse<br />
Vor 70 Jahren fand die IFFA erstmals<br />
als begleitende Ausstellung<br />
zum Verbandstag des Fleischer-<br />
Verbands der US Zone in Frankfurt<br />
statt. Von einer kleinen Fleischer-<br />
Fachausstellung hat sie sich zur<br />
Weltleitmesse für die internationale<br />
Fleischwirtschaft entwickelt. 20<strong>19</strong><br />
kamen 70 Prozent der Fachbesucher<br />
aus dem Ausland – die Top-Ten Besuchernationen<br />
nach Deutschland,<br />
sind die Russische Föderation, die<br />
Niederlande, Spanien, Italien, Polen,<br />
China, die Ukraine, die USA,<br />
Österreich und Australien. Besonders<br />
starkes Wachstum war aus<br />
Lateinamerika mit 31 Prozent und<br />
aus Osteuropa mit 15 Prozent zu<br />
verzeichnen.<br />
Mehr unter:<br />
www.iffa.messefrankfurt.com<br />
22 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
Zuführen und Einlegen von Produkten ...<br />
in die Verpackungsmaschine<br />
IFFA<br />
Produktionsprozesse in der Lebensmittelherstellung smarter und effizienter<br />
zu gestalten hat sich Singer & Sohn (in Österreich durch die Firma Gramiller<br />
vertreten) zur Aufgabe gemacht, deshalb setzt das Unternehmen auf seine<br />
bewährte Technologie aus der Automatisierung und der Robotik sowie weltweit<br />
anerkannte Standards für Hygiene. Um den Anforderungen ihrer Kunden<br />
gerecht zu werden, haben die Singer & Sohn Konstrukteure das Loading System<br />
Typ V-G-E entwickelt, das Produkte wie Würstchen vereinzelt, gruppiert,<br />
ausrichtet und am Ende direkt in die Verpackung einlegt.<br />
Auf Basis des fundierten Knowhows<br />
und der Erfahrung im<br />
Bereich Hygiene wurde komplett<br />
auf das unhygienische Ansaugen<br />
der Produkte verzichtet und stattdessen<br />
ein spezieller Greifer entwickelt, der<br />
die Produktgruppen schonend übernimmt<br />
und einlegt. Dieser Greifer wird<br />
im 3D-Druckverfahren hergestellt und<br />
anschließend in einem speziellen Verfahren<br />
chemisch geglättet. Er ist somit<br />
FDA-zugelassen und optimal für den<br />
Einsatz in der Lebensmittelindustrie<br />
geeignet. „Durch die hohen Flexibilitätsansprüche<br />
unserer Kunden an solch<br />
eine Linie ist es jedoch nicht genug, nur<br />
einen Standardgreifer für alle Produkte<br />
einsetzen zu wollen. Neben dem sogenannten<br />
Flächengreifer ist mittlerweile<br />
auch der sogenannte Pin - Greifer erhältlich.<br />
Dieser zeichnet sich besonders<br />
bei Naturdarmwürsten durch eine hohe<br />
Haltekraft sowie eine sehr gute Anpassungsfähigkeit<br />
an die natürlichen Gegebenheiten<br />
des Würstchens aus. Dem<br />
nicht genug ist es durch die 3D Drucktechnologie<br />
möglich, die Greifer „um<br />
das Produkt“ zu konstruieren, so dass<br />
diese perfekt auf die unterschiedlichen<br />
Anforderungen angepasst werden können.<br />
Durch die hohe Genauigkeit beim<br />
Ablegen die somit erreicht werden kann,<br />
bedarf es auch keiner Änderung der Packungsmaße.“<br />
erklärt Christian Singer.<br />
Auf engsten Raum<br />
Inzwischen sind Loading Systems der<br />
Reihe V-G-E in der Fleisch- und Wurstwarenindustrie<br />
weltweit im Einsatz.<br />
Der große Vorteil dieser Anlage ist es,<br />
auf engstem Raum Produkte in die Verpackung<br />
einzulegen und dass dadurch<br />
Personal eingespart beziehungsweise<br />
anderswo verwendet werden kann. Darüber<br />
hinaus geht die Flexibilität der<br />
Gesamtlinie nicht verloren, da mit Umbaupaketen<br />
die Anlage binnen weniger<br />
Minuten auf einen anderen Wursttyp<br />
umgebaut ist und weiter mit hohen Geschwindigkeiten<br />
gefahren werden kann.<br />
Wiegeeinheit<br />
„Besonders erwähnenswert ist auch<br />
die zusätzliche Integration einer Wiegeeinheit<br />
beim Einlauf in das Gesamtsystem.<br />
Mit dieser Neuheit ist es unseren<br />
Kunden in Zukunft möglich, das durch<br />
unsere Anlage verarbeitete Gesamtgewicht<br />
zu überprüfen. Somit können<br />
Fehler beim Einstellen der Maschine<br />
oder Bedienerfehler schnell erkannt<br />
werden.“ erklärt während der IFFA Dipl.<br />
Ing. Pockenauer-Gramiller.<br />
Reinigung<br />
Alle Teile der Anlage lassen sich mit<br />
Niederdruck und handelsüblichen Reinigungsmitteln<br />
schnell und gründlich<br />
reinigen. So sparen Anwender Zeit, die<br />
sie effizient in der Produktion nutzen<br />
können.<br />
Mehr unter: www.singer-und-sohn.de<br />
oder unter: www.gramiller.at<br />
Während der IFFA herschte gute Stimmung am Stand von Singer&Sohn<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
23
IFFA<br />
Nachhaltige Verpackungslösungen ...<br />
für frische Lebensmittel<br />
Zur Erfüllung der Marktanforderungen nach alternativen Packstoffen haben<br />
die Unternehmen LEIPA Georg Leinfelder GmbH und Koehler Paper Group<br />
gemeinsam mit MULTIVAC einen Kartonverbund für das Verpacken von frischen<br />
Lebensmitteln, beispielsweise Fleisch, entwickelt. Auf der IFFA wird<br />
die innovative Lösung aus papierfaserbasiertem Verpackungsmaterial am<br />
MULTIVAC Stand auf einer kompakten Tiefziehverpackungsmaschine präsentiert.<br />
Die Verpackungen sind so gestaltbar, dass der Endverbraucher den<br />
Kartonträger von der Kunststoffsperrschicht trennen und dem Papierrecycling<br />
zuführen kann.<br />
Bei der Entwicklung bestand<br />
die Herausforderung darin,<br />
einen Kartonverbund mit<br />
Hochbarriereeigenschaften und einem<br />
entsprechendem Siegelmedium herzustellen,<br />
der die Steifigkeit eines flachen<br />
Kartonzuschnittes aufweist, und gleichzeitig<br />
wickelbar ist, um von der Rolle<br />
auf einer Tiefziehverpackungsmaschine<br />
verarbeitet werden zu können.<br />
Erste Ergebnisse<br />
Erste Ergebnisse zeigen, dass der<br />
Mehrlagenverbund LEIPAflat ausgezeichnet<br />
entsprechend den Anforderungen<br />
eingesetzt werden kann. So können<br />
aus diesem Material auf einer Tiefziehverpackungsmaschine<br />
Skinpackungen<br />
hergestellt werden, die das Produkt<br />
nicht nur sicher verpacken, sondern<br />
auch für den Endkunden ansprechend<br />
präsentieren. Koehler stellt LEIPA als<br />
strategischen Entwicklungspartner im<br />
Bereich des Kartonmaterials das Material<br />
zur Herstellung von LEIPAflat zur<br />
Verfügung.<br />
90% nachwachsender Rohstoff<br />
„LEIPAflat besteht bis zu 90 Prozent<br />
aus nachwachsenden Rohstoffen.<br />
Gegenüber handelsüblichen Verpackungen<br />
in diesem Bereich zeichnet<br />
sich dieses Verpackungsmaterial durch<br />
die Optik und Haptik eines Papierproduktes<br />
aus und trägt damit entscheidend<br />
zur Differenzierung im Kühlregal<br />
bei“, erklärt Matthias Haux, Commercial<br />
Head Flexible Packaging bei<br />
LEIPA. „Die Lösung erfüllt die hohen<br />
Ansprüche und Anforderungen umweltund<br />
qualitätsbewusster Verbraucher.<br />
Zudem bietet der Karton nicht nur die<br />
erforderte Steifigkeit, sondern lässt sich<br />
durch die Wickelbarkeit besonders gut<br />
auf Tiefziehverpackungsmaschinen<br />
verarbeiten. Auch lässt sich die Lösung<br />
in der Regel unter Einsatz des bestehenden<br />
Maschinen- und Werkzeugparks<br />
nutzen. Auf Wunsch beraten wir<br />
Kunden vor Ort zur optimalen Einstellung<br />
der Aggregate.“<br />
Bemusterungen<br />
Danny Köppl, Produktmanager Films<br />
& Consumables bei MULTIVAC, ergänzt:<br />
„Bereits zur Markteinführung<br />
auf der FachPack 2018 ist diese nachhaltige<br />
Verpackungslösung, die wir<br />
im Rahmen des MULTIVAC PaperBoard<br />
Portfolios vermarkten, auf<br />
eine sehr positive Resonanz des Fachpublikums<br />
gestoßen. Seither haben wir<br />
zahlreiche Anfragen aus dem Markt<br />
erhalten, vor dem Hintergrund der EU-<br />
Kunststoffstrategie insbesondere aus<br />
Deutschland und Westeuropa, aber auch<br />
aus zahlreichen anderen Regionen wie<br />
Osteuropa, Nordamerika und Ozeanien.<br />
Derzeitig werden eine Vielzahl von Bemusterungen<br />
bei verschiedenen Kunden<br />
durchgeführt.“<br />
Hohes Potential<br />
„Wir sehen ein hohes Potenzial für<br />
dieses erfolgreich gestartete Projekt<br />
– und sind davon überzeugt, dass wir<br />
die Zukunft der Verpackung nur mit<br />
hochgradig qualifizierten Partnern angehen<br />
können, die den kollaborativen<br />
Gedanken ebenso wie wir verinnerlicht<br />
haben“, sagt Dr. Markus Wildberger,<br />
Corporate Director Technology bei Koehler.<br />
„Im Sinne unseres Nachhaltigkeitsgedankens<br />
unterstützt das Projekt<br />
unsere Ziele, wo möglich und sinnvoll<br />
Kunststoff in Verpackungen durch Papier<br />
zu ersetzen. Somit wird ein Produkt<br />
aus nachwachsenden Rohstoffen<br />
Photos: Multivac<br />
eingesetzt, dessen Recyclingkreislauf<br />
bereits gelöst ist. Wir sehen in dieser<br />
und weiteren Zusammenarbeiten die<br />
Möglichkeit, gemeinsam weitere innovative<br />
Lösungen im Bereich flexibler<br />
und steifer Verpackungen zu entwickeln<br />
und an den Markt zu bringen.“ Dr. Wildberger<br />
betont, dass es sich sowohl um<br />
Entwicklungen für den Food-, als auch<br />
für den Non-Food-Bereich handeln könne.<br />
„Nach heutigem Wissenstand zu den<br />
geplanten Anpassungen der EU-Verordnungen<br />
im Bereich der Kunststoff-<br />
Entsorgung gehen wir davon aus, dass<br />
LEIPAflat im Kontext der Packaging<br />
Fee für Unternehmen zu signifikanten<br />
Kostenvorteilen führen wird“, resümiert<br />
Matthias Haux von LEIPA. „Nicht zuletzt<br />
profitieren natürlich auch die Umwelt<br />
ebenso wie Endverbraucher von<br />
dieser Lösung.“<br />
MULTIVAC PaperBoard<br />
Das MULTIVAC PaperBoard Portfolio<br />
umfasst unterschiedliche Lösungen<br />
für die Herstellung von MAP- und<br />
Skinverpackungen aus papierfaserbasierenden<br />
Materialien. Hierfür hat MUL-<br />
TIVAC gemeinsam mit führenden Herstellern<br />
geeignete Packstoffe entwickelt,<br />
die sich mit Standardsystemen verarbeiten<br />
lassen. Durch den Einsatz von<br />
unterschiedlichen Funktionsschichten<br />
sind Packungen aus papierfaserbasierten<br />
Packstoffen realisierbar, die auch die<br />
Barriereanforderungen von sensiblen<br />
Produkten erfüllen. Die Packungen können<br />
so gestaltet werden, dass der Endverbraucher<br />
den Kartonträger sortenrein<br />
von der Kunststoffsperrschicht trennen<br />
und dem Papierrecycling zuführen kann.<br />
Spatenstich<br />
Im Rahmen einer offiziellen Feier erfolgte<br />
am 20. Mai der erste Spatenstich<br />
für ein neues Werk der TVI Entwicklung<br />
und Produktion GmbH in Bruckmühl.<br />
Auf rund 9.000 Quadratmetern<br />
Nutzfläche wird dort ein hochmoderner<br />
Komplex entstehen, der neben einer<br />
Produktionshalle auch ein Bürogebäude<br />
und ein Kundenzentrum umfasst. Die<br />
Fertigstellung ist für Mai 2020 geplant,<br />
die Investitionssumme beträgt ca. 17,5<br />
Millionen Euro. TVI ist Marktführer für<br />
Fleischportionier-Maschinen und komplette<br />
Portionierlinien. Das Portfolio<br />
umfasst Lösungen für das Temperieren,<br />
Pressen, Portionieren und Automatisieren<br />
sowie Produktionsanlagen von Grillfackelwicklern<br />
und Schaschlik-Spießen.<br />
Seit Januar 2017 besitzt MULTIVAC<br />
Mehrheitsanteile an dem Unternehmen<br />
– und schafft mit dem Neubau nun ideale<br />
Bedingungen für weiteres, nachhaltiges<br />
Wachstum.<br />
Gäste<br />
Zahlreiche Gäste nahmen an der Feier<br />
in Bruckmühl teil, darunter Richard<br />
Richter, Erster Bürgermeister der<br />
Marktgemeinde Bruckmühl, die TVI-<br />
Geschäftsführer Alois Allgaier und<br />
Thomas Völkl sowie die Geschäftsführenden<br />
Direktoren von MULTIVAC<br />
Guido Spix (CTO/COO) und Christian<br />
Traumann (CFO).<br />
Mehr unter: www.multivac.com<br />
24 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
Spatenstich
Innovative Verpackungskonzepte ...<br />
für höchste Recyclingansprüche<br />
IFFA<br />
Lebensmittelverarbeitende Betriebe müssen heutzutage einen anspruchsvollen<br />
Spagat zwischen verschiedenen Anforderungen an eine Lebensmittelverpackung<br />
bewältigen. Diese reichen von Produktschutz und Verlängerung der Haltbarkeit<br />
über die effiziente und wirtschaftliche Herstellung der Packungen in geeigneter<br />
Qualität bis hin zu Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Weber (in Österreich<br />
durch die Frima Gramiller vertreten) steht Kunden aktiv bei der Bewältigung<br />
dieser Herausforderungen zur Seite.<br />
Die Verpackungs- und Folienexperten<br />
bei Weber fungieren<br />
gegenüber Kunden<br />
als unabhängige, fachliche Berater,<br />
um diese bestmöglich und umfassend<br />
zu unterstützen. Weber steht<br />
mit allen großen Folienherstellern<br />
in engem Kontakt und kann so auf<br />
ein breites Angebot mit individuellen<br />
Lösungen zurückgreifen. Insbesondere<br />
die Vor- und Nachteile<br />
einzelner Recyclingkonzepte können<br />
aufgezeigt werden oder was ggf.<br />
an den Thermoformern geändert<br />
werden muss, um die Materialien<br />
der Zukunft zu verarbeiten. Neben<br />
wegweisenden Linienlösungen für<br />
vielfältige Anwendungsbereiche<br />
zeigte Weber auf der IFFA daher<br />
innovative Verpackungskonzepte,<br />
die den Herausforderungen der Gesetzgebung<br />
gerecht werden und alle<br />
Ansprüche hinsichtlich höherer Recyclingfähigkeit<br />
und Ressourcenschonung<br />
erfüllen.<br />
Verpackung auf Papierbasis<br />
Zum einen präsentierte Weber eine<br />
Verpackung des Herstellers Wipak<br />
auf Papierbasis, die mit bestehenden<br />
Recyclingprozessen vollständig aufbereitet<br />
werden kann. Je nach Höhe<br />
des Papiergehalts kann diese in einigen<br />
Ländern, wie zum Beispiel Belgien,<br />
sogar einfach im haushaltsüblichen<br />
Papiermüll entsorgt werden.<br />
Auch am Point of Sale punktet diese<br />
Verpackung aus gleich mehreren<br />
Gründen: Aufgrund des Bio-Looks<br />
Verpackungslösung auf Papierbasis<br />
sieht sie nicht nur ansprechend aus<br />
und sorgt für eine attraktive Produktpräsentation,<br />
die Haptik der strukturierten<br />
Oberfläche erzeugt die Assoziation<br />
von Natürlichkeit und spricht<br />
damit zusätzlich umweltbewusste<br />
Konsumenten direkt an.<br />
Zweites Verpackungskonzept<br />
Als zweites Verpackungskonzept<br />
stellte Weber eine prämierte Lösung<br />
des Folienherstellers Schur Flexibles<br />
aus. Bereits mehrfach wurde die<br />
FlexiClose-Verpackung mit Nachhaltigkeitspreisen<br />
ausgezeichnet, da<br />
sie in den existierenden Recyclingprozessen<br />
sicher aussortiert und<br />
sortenrein getrennt werden kann. Es<br />
ist somit nicht verwunderlich, dass<br />
dies eine der bevorzugten Lösungen<br />
großer deutscher Handelsketten ist.<br />
Und auch bei lebensmittelverarbeitenden<br />
Betrieben stößt die FlexiClose<br />
auf große Beliebtheit, da sie ohne<br />
Umbauten auf jeder Verpackungsmaschine<br />
gefahren werden kann.<br />
wePACK 7000<br />
Mit diesen nachhaltigen Verpackungskonzepten<br />
sowie der aktiven<br />
Begleitung und Beratung von Kunden<br />
trifft Weber den Puls der Zeit,<br />
sind doch der Einsatz von recyclingfähigem<br />
Material und die Reduzierung<br />
des Packstoffverbrauchs<br />
gesetzlich und gesellschaftlich getriebene<br />
Trendthemen, die aktuell<br />
die gesamte Branche bewegen. Die<br />
neue Weber Hochleistungs-Tiefziehverpackungsmaschine<br />
wePACK<br />
7000, die ebenfalls erstmalig auf der<br />
IFFA vorgestellt wurde, ist schon<br />
heute in der Lage, alle auf dem<br />
Markt erhältlichen Materialien zu<br />
verarbeiten.<br />
Mehr unter: www.weberweb.com<br />
oder unter www.gramiller.at<br />
Kosten sparen und Umwelt schonen zugleich!<br />
Beziehen Sie gereinigte oder rebottelte IBC<br />
lokal von WERIT in ganz Österreich.<br />
Sprechen Sie uns an!<br />
Wir beraten Sie gerne!<br />
www.werit.eu<br />
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<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
25
INVESTITION<br />
Rondo eröffnethochmodernes ...<br />
Logistikzentrum in Frastanz<br />
Hoch hinaus in eine erfolgreiche Zukunft. Das ist das Motto von Rondo. Der Spezialist<br />
für Papier, Verpackungen, Wellpappe und Recycling setzt auf Qualität und<br />
auf Höchstleistungen – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach knapp zweijähriger<br />
Bauzeit ist das neue, vollautomatisierte Hochregallager für rund 25.000 Palettenplätze<br />
in den Vollbetrieb gegangen. Mit der 25-Millionen-Investition verfügt<br />
Rondo über eines der modernsten Logistikzentren des Landes und stärkt damit die<br />
Wertschöpfung in der gesamten Region.<br />
Das Gebäude am Ortsrand<br />
von Frastanz steht auf einer<br />
Grundfläche von 6.400<br />
m2 und hat eine Innenhöhe von 30<br />
Meter – vom Boden bis zur obersten<br />
Lage. Die Innenkonstruktion<br />
besteht aus Stahl, die Außenfassade<br />
passt sich harmonisch an Verwaltungsgebäude<br />
und Produktionshalle<br />
an. Das neue Hochregallager bietet<br />
Platz für rund 25.000 Palettenplätze.<br />
Der Trend bei Verpackungen aus<br />
Wellpappe geht zu ‚Just in Time’-<br />
Lieferungen. „Mit dem vollautomatisierten<br />
Hochregallager können wir<br />
die Wünsche unserer Kunden noch<br />
besser erfüllen und stärken damit<br />
gleichzeitig die Wertschöpfungskette<br />
in der gesamten Region. Das<br />
ist gebaute Zukunftsstrategie“, sagt<br />
Stephan Kaar, Geschäftsleiter vom<br />
Wellpappewerk in Frastanz.<br />
Blick auf die 40 Meter lange Brücke über die die<br />
Paletten Richtung Hochregallager gelangen<br />
High-Tech mit Human Touch<br />
Das neue Logistikzentrum in Frastanz<br />
bietet viele Vorteile gegenüber<br />
dem alten Blocklager. Über das automatisierte<br />
Transportsystem fährt<br />
die mittels einer Roboterkennzeichnungslösung<br />
von Bluhm Systeme<br />
etikettierte Palette mit Wellpappe<br />
von der Produktionshalle über eine<br />
40 Meter lange Brücke direkt in<br />
das Hochregallager. Dort wird jede<br />
Anlieferung elektronisch erfasst und<br />
von einem der acht Regalbediengeräte<br />
automatisch eingelagert. Die<br />
Auslagerung erfolgt unmittelbar<br />
nach Auftragserteilung über 16 Förderbahnen<br />
direkt zu den Verladetoren,<br />
wo bereits die LKW warten.<br />
Rondo-Kunden profitieren nun von<br />
den optimierten, höchst effizienten<br />
Abläufen. „Die Verpackungsbranche<br />
ist heute komplex und die Produktvielfalt<br />
steigt immer mehr“, sagt<br />
Stephan Kaar. Allein in Frastanz<br />
werden über 30.000 verschiedene<br />
Artikel aus Wellpappe hergestellt.<br />
Ein Pharmakonzern hat ganz andere<br />
Anforderungen als eine Obstgenossenschaft<br />
aus Südtirol. „Da sind<br />
auch unsere Mitarbeiter sehr gefordert“,<br />
so Kaar.<br />
Kennzeichnung<br />
Nicht nur die Mitarbeiter müssen<br />
flexibel sein – da die Wünsche der<br />
Kunden sehr unterschiedlich sind,<br />
gibt es natürlich auch die unterschiedlichsten<br />
Verpackungsgrößen.<br />
Neben den verschiedensten Formaten<br />
– die kleinsten Lösungen sind<br />
800x400 – die größten 3m x 1,80m<br />
haben die Paletten auch unterschiedliche<br />
Höhen und verschiedenste<br />
Verpackungslösungen. So gibt es<br />
Paletten mit und ohne Umreifungen<br />
und Lösungen mit und ohne Folie.<br />
„Für all diese unterschiedlichen Lösungen<br />
sollte sowohl für die interne<br />
Kennzeichnung als auch für den<br />
Transport eine flexible Kennzeich-<br />
Photos: © Weissengruber&Partner<br />
Stolz vor dem neuen Hochregallager:<br />
Stephan Kaar, Hubert<br />
Marte und Udo Nachbaur<br />
Blick in das Hochregallager<br />
nungslösung gefunden werden. Deswegen<br />
haben wir mehrere Firmen<br />
eingeladen, uns in diesem Bereich<br />
ihre Vorschläge zu zeigen. Abgesehen<br />
davon, daß die Firma Bluhm<br />
Paletten am Ende der Brücke<br />
Blick auf das neue Hochregallager<br />
26 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
Auch unförmige Paletten müssen<br />
exakt etikettiert werden<br />
Günter Mähr<br />
Systeme nicht nur für ihre Produkte<br />
sondern auch für den perfekten vor<br />
Ort Service in Vorarlberg bekannt<br />
ist, hat uns die Roboterlösung, die<br />
uns präsentiert wurde, rasch überzeugt.“<br />
erklärt Logistikleiter Günter<br />
Mähr von Rondo Ganahl. Die bisherige<br />
Lösung, bei der ein A4 Zettel<br />
bedruckt wurde, der im Wellpappestapel<br />
eingeklemmt wurde, war<br />
noch eine durchführbare Lösung im<br />
Blocklager – nicht aber in einem automatischen<br />
Hochregallager. „Alles<br />
was in einem Hochregallager flattert<br />
bedeutet Gefahr, dass ein Stillstand<br />
zustande kommt. Diesen gilt es natürlich<br />
zu verhindern – deswegen<br />
wollten wir eine Etikettierlösung,<br />
die fix auf den Paletten angebracht<br />
ist.“ erklärt Mähr.<br />
Flexibel<br />
„Eine zusätzliche Herausforderung<br />
war der Fakt, dass hier Etiketten sowohl<br />
direkt auf der Wellpappe als<br />
auch auf Folie aufgebracht werden.<br />
Diese sollen nachträglich aber auch<br />
jederzeit ohne Rückstand wieder<br />
abgelöst werden können. Als ideale<br />
Lösung haben sich zwei unterschiedliche<br />
Etiketten herausgestellt, die auf<br />
den jeweiligen Materialien auch bei<br />
unterschiedlichsten Temperaturen<br />
ihre Aufgaben erfüllen. Dies und<br />
die vielen unterschiedlichen Verpackungsvarianten<br />
brachten rasch die<br />
Überzeugung, dass eine klassische<br />
Palettenetikettierlösung hier nicht<br />
ausreicht. So kamen wir zu der Lösung<br />
mit den Mitsubishi-Robotern.<br />
Damit können wir sowohl in der<br />
Höhe als auch in der Tiefe flexibel<br />
arbeiten und an jeder gewünschten<br />
Stelle des Paketes die Etikette anbringen<br />
– auch Umreifungsbänder<br />
bilden für die Roboter kein Hindernis.<br />
Die Roboter erhalten – da<br />
sie auch im SAP-System miteingebunden<br />
sind - punktgenau die Info<br />
welches Paket als nächstes zur Etikettierstation<br />
kommt. Der Roboter<br />
nimmt dann das richtige Etikett (bei<br />
jeder Station sind beide Etikettenlösungen<br />
vorhanden) und bringt dies<br />
an der gewünschten Stelle an jeder<br />
möglichen Seite der Palette an. Dies<br />
wird immer wichtiger da auch die<br />
Kunden von Rondo Ganahl automatisiert<br />
arbeiten.“ erklärt Robert Ringhofer/Bluhm<br />
Systeme.<br />
Druckbild<br />
„Die Etiketten können auch direkt<br />
auf bedruckte Wellpappe angebracht<br />
werden und später wieder – ohne<br />
das Druckbild zu zerstören - abgenommen<br />
werden, und das bei einer<br />
Geschwindigkeit von 250 Paletten<br />
in der Stunde“ erklärt stolz der Logistikleiter<br />
und weiters: „Gleichzeitig<br />
können wir jetzt auch kleinere<br />
Chargen vorproduzieren – die kundenspezifischen<br />
Daten werden erst<br />
bei Abruf eingebracht – auch dies<br />
ist kein Problem bei der Lösung<br />
von Bluhm. Prinzipiell ist die hier<br />
angewendete Lösung sicher eine<br />
der ersten, wenn nicht die erste Umsetzung<br />
dieser Art weltweit.“ „Die<br />
Bedienung der Roboteretikettierlösung<br />
kann über Touch-Screen erfolgen<br />
oder mittels Bedienung mit der<br />
Maus,“ ergänzt Alexander Tomerlin<br />
von Bluhm Systeme. „Auch hier haben<br />
wir gerne beide Lösungen eingebaut<br />
da manche Mitarbeiter lieber<br />
mit der Maus arbeiten andere lieber<br />
über den Touchscreen Daten eingeben.“<br />
Es wurde bei dieser Lösung<br />
eben wirklich an alles gedacht damit<br />
die Produktivität ohne Zwischenfälle<br />
gesteigert werden konnte.<br />
Rondo: Mit Blick in die Zukunft<br />
Die Rondo Ganahl Aktiengesellschaft<br />
ist ein traditionsreiches<br />
österreichisches Familienunternehmen,<br />
das <strong>19</strong>11 in Frastanz gegründet<br />
wurde. Heute steht Rondo<br />
für höchste Qualität, modernste<br />
Produktionstechnologien und hochwertige<br />
Druckverfahren. „Mit dem<br />
vollautomatisierten Logistikzentrum<br />
schaffen wir den perfekten Produktionskreislauf.<br />
Diese Investition<br />
baut unsere Spitzenstellung weiter<br />
aus und stärkt nicht nur den Standort<br />
Frastanz, sondern die gesamte<br />
RondoGruppe“, so Hubert Marte,<br />
Vorstandsvorsitzender der Rondo<br />
Ganahl Aktiengesellschaft.<br />
Mehr über die Partner sehen Sie<br />
unter: www.bluhmsysteme.at oder<br />
unter www.rondo-ganahl.com<br />
unterschiedlichste Palettenhöhen<br />
links: mehrere unterschiedliche<br />
Etiketten an jeder Etikettenstation<br />
Lösung die Bluhm als Generalunternehmen<br />
geliefert hat (Drucker,<br />
Roboter und Softwarelösung)<br />
Zufriedene Partner: Alexander Tomerlin, Robert Ringhofer und<br />
Günter Mähr vor den Etikettierroboterlösungen<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
27
PHARMAZIE<br />
Neues Silikonisierungsverfahren<br />
Die Innensilikonisierung von Glas für hochwertige Pharmazeutika liegt immer<br />
mehr im Trend. Da sich die Anfragen nach veredelten Glas-Vials bei Müller +<br />
Müller häuften, plante der deutsche Primärpackmittel-Hersteller für Röhrenglasfläschchen<br />
seine Produktionskapazitäten zu erweitern. Bei Bosch Packaging<br />
Technology fand das Unternehmen nicht nur die gewünschte Maschinenqualität,<br />
sondern auch die technische Kompetenz, um ein weiteres Ziel umzusetzen:<br />
die Umstellung auf ein neues Silikonisierungsverfahren. In einjähriger<br />
Bauzeit entstand eine der modernsten Silikonisierungsanlagen Europas – mit<br />
der vierfachen Ausbringungsmenge und unter Einhaltung höchster Reinheit.<br />
Die Silikonisierung von<br />
Glas für Arzneimittel ist<br />
ein bewährtes Verfahren.<br />
Dabei wird eine dünne Silikonschicht<br />
an der Innenwand des Glasbehälters<br />
aufgebracht, was zwei<br />
entscheidende Vorteile hat: Zum<br />
einen wirkt das Silikon durch seine<br />
hydrophoben Eigenschaften wie eine<br />
Barriere zwischen der Glaswand<br />
und dem Füllprodukt und verhindert<br />
so, dass die empfindlichen<br />
Pharmazeutika am Glas haften.<br />
Zum anderen lassen sich die Glasbehälter<br />
durch die wasserabweisende<br />
Silikonschicht rückstandsfrei<br />
entleeren. Das ist vor allem bei<br />
hochwertigen Pharmazeutika relevant.<br />
Besonders herausfordernd ist<br />
die Silikonisierung von Vials: Anders<br />
als bei Spritzen oder Karpulen,<br />
bei denen das Silikon lediglich als<br />
Gleitfläche auf nur wenigen Stellen<br />
der Innenoberfläche aufgetragen<br />
wird, muss bei Vials die gesamte<br />
Innenoberfläche gleichmäßig silikonisiert<br />
werden.<br />
300 Millionen hochwertige Vials<br />
Die Müller + Müller-Joh. GmbH<br />
& Co. KG aus dem niedersächsischen<br />
Holzminden setzt ihr bewährtes<br />
Silikonisierungsverfahren<br />
seit Jahrzehnten bei Röhrenglas ein.<br />
Das über 90 Jahre alte Familienunternehmen<br />
produziert für die Pharma/Biotech-,<br />
Diagnostik und chemische<br />
Industrie weltweit jährlich<br />
300 Millionen hochwertige Vials,<br />
die höchste Qualitätsanforderungen<br />
erfüllen. Silikonisierung bietet das<br />
Unternehmen für zahlreiche Glasfläschchen<br />
mit unterschiedlichen<br />
Mündungsformen wie Injektionsoder<br />
Schraubverschluss an.<br />
Oberflächenvergütung<br />
von Vials im Trend<br />
Seit einiger Zeit verzeichnet das<br />
Unternehmen eine wachsende<br />
Nachfrage nach Sonderbehandlungen<br />
von Glas. „Insbesondere<br />
Die Bosch-Linie arbeitet mit einem modernen Sprühverfahren,<br />
bei dem feine Nadeldüsen eine Silikonemulsion auf die<br />
Innenoberfläche der Vials auftragen.<br />
im Bereich der Innensilikonisierung<br />
von Vials steigt der Bedarf<br />
kontinuierlich“, erläutert Florian<br />
Müller-Stauch, Geschäftsführer<br />
von Müller + Müller. „Das gilt vor<br />
allem für Hersteller empfindlicher<br />
Diagnostika und Impfstoffe, deren<br />
Produkte keinen Kontakt zu Glas<br />
haben dürfen.“ Als ein Kunde mit<br />
einem Großauftrag für silikonisierte<br />
Vials an Müller + Müller herantrat,<br />
sah der Glasspezialist die Notwendigkeit,<br />
seine Kapazitäten um<br />
eine neue Silikonisierungsanlage<br />
inklusive Reinraum sowie um ein<br />
Verpackungs- und Palettenlager zu<br />
erweitern.<br />
Ein Projekt mit<br />
hohen Anforderungen<br />
Müller + Müller entschied sich<br />
für Bosch Packaging Technology<br />
als Partner zur Umsetzung des Projekts.<br />
„Der gute Ruf von Bosch war<br />
uns bekannt, bisher hatten wir aber<br />
noch nicht zusammengearbeitet“,<br />
sagt Müller-Stauch. „In kürzester<br />
Zeit lieferte uns das Bosch-Team<br />
ein maßgeschneidertes Konzept – in<br />
exakt der Qualität und der Schnelligkeit,<br />
die wir gesucht hatten.“ Die<br />
Anforderungen an den Anlagenhersteller<br />
waren hoch: Bereits ein Jahr<br />
nach Baustart sollte die Silikonisierungslinie,<br />
für die Müller + Müller<br />
erst noch eine neue Halle bauen<br />
musste, in Betrieb gehen. Dazu<br />
kam eine weitere Herausforderung:<br />
Gleichzeitig mit dem Ausbau der<br />
Kapazitäten wollte der Glashersteller<br />
seinen Wasch- und Silikonisierungsprozess<br />
unter Reinraumbedingungen<br />
optimieren. Ein modernes<br />
Verfahren sollte das bisherige ablösen<br />
und neue Qualitätsstandards<br />
setzen.<br />
Schnell reproduzierbar<br />
Auf der alten Silikonisierungsanlage<br />
hatte Müller + Müller mit einem<br />
Spülverfahren gearbeitet. Dabei<br />
wurden die Vials innen mit Silikonöl<br />
ausgespült. Ein Nachteil daran war,<br />
dass die Mitarbeiter den Silikongehalt<br />
auf der Oberfläche nicht beeinflussen<br />
konnten – vor allem nicht im<br />
Mündungsbereich der Fläschchen,<br />
wo das Öl beim Abtropfen ungleichmäßig<br />
anhaftete. Die neue Linie<br />
sollte daher mit einem minimal dosierten<br />
Sprühverfahren arbeiten, bei<br />
dem sehr feine Nadeldüsen eine Silikonemulsion<br />
auf die Innenoberfläche<br />
der Vials auftragen. Außerdem<br />
sollten die Einstellparameter bei<br />
unterschiedlichen Formaten schnell<br />
reproduzierbar sein.<br />
Testphase im Labor<br />
liefert wichtige Prozessdaten<br />
Um möglichst reibungslos auf das<br />
neue Verfahren umzustellen, zogen<br />
sich die beiden Projektpartner zunächst<br />
für eine intensive Testphase<br />
ins Technikum in Crailsheim zurück.<br />
Das Projektteam untersuchte in<br />
mehr als 40 Testläufen, wie sich das<br />
Silikon im Sprühverfahren unter den<br />
späteren Produktionseinflüssen verhielt.<br />
Aus den Testergebnissen leiteten<br />
die Experten die Parameter ab,<br />
um den neuen Prozess passgenau<br />
auf die Kundenspezifikation abzustimmen.<br />
„Die Zusammenarbeit mit<br />
dem Bosch-Team war von Anfang<br />
an hochtransparent und ließ keine<br />
Wünsche offen“, so Dirk Brinkmann,<br />
technischer Leiter bei Müller + Müller.<br />
„Die Kommunikation stimmte in<br />
jeder Projektphase – wie übrigens<br />
auch die Sympathie.“ Beste Voraussetzungen,<br />
um das Großprojekt gemeinsam<br />
in die Tat umzusetzen.<br />
28 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
Nach nur wenigen Monaten<br />
war der Bau der neuen Halle mit<br />
einem Reinraum, einer Wasseraufbereitungsanlage<br />
sowie einem<br />
Verpackungs- und Palettenlager<br />
abgeschlossen. Pünktlich zum<br />
Projektende stand auch die Linie,<br />
bestehend aus einer RRU Waschmaschine<br />
für Vials und einem HQL<br />
Heißlufttrockentunnel, für die Produktion<br />
bis hin zur Magazinierung<br />
bereit. Die Vials gelangen nun<br />
über eine Materialschleuse in den<br />
Reinraum der Klasse 8. Nach der<br />
Aufgabe der Behältnisse werden<br />
diese in einem Ultraschallunterwasserbad<br />
in der Reinigungsmaschine<br />
besonders produktschonend<br />
vereinzelt. Anschließend werden<br />
sie in mehreren Schritten von<br />
innen und außen gewaschen, getrocknet<br />
und mithilfe des dosierten<br />
Sprühverfahrens silikonisiert.<br />
Dabei können die Mitarbeiter die<br />
Einstellparameter auch bei unterschiedlichen<br />
Formaten ohne Neujustierung<br />
schnell und einfach aus<br />
der Rezeptverwaltung hochladen.<br />
Der Heißlufttrockentunnel fixiert<br />
schließlich das Silikon bei einer<br />
definierten Temperatur von 300<br />
Grad, bevor die Behältnisse wieder<br />
auf Raumtemperatur abgekühlt<br />
werden. Im angrenzenden Reinraum<br />
findet eine stückzahlgenaue<br />
Doppelmagazinierung in Trays<br />
statt. Dabei entsteht über einen<br />
mittigen Vialzulauf ein hexagonales<br />
Beladeschema, das beim manuellen<br />
Endverpacken deutlich Zeit<br />
spart. Gleichzeitig unterzieht das<br />
geschulte Fachpersonal die Endprodukte<br />
einer strengen Qualitätskontrolle.<br />
Ausbringung vervierfacht<br />
Durch das neue Silikonisierungsverfahren<br />
ist es jetzt möglich, dass<br />
der vollflächige Silikonauftrag sehr<br />
viel genauer eingestellt und auch<br />
an unterschiedliche Formate wie<br />
bauchige oder zylindrische Vials<br />
angepasst werden kann. Prozessparameter<br />
wie das Mischverhältnis<br />
der Silikonemulsion und der Silikonanteil<br />
lassen sich hochautomatisiert,<br />
präzise und reproduzierbar<br />
überwachen. Zusätzlich überprüfen<br />
die Mitarbeiter stichprobenhaft<br />
an einem Silikonteststand, ob die<br />
Vials vollflächig innensilikonisiert<br />
sind – Schlechtbehältnisse<br />
sortieren sie aus. Da die Düsen<br />
die wässrige Lösung gleichmäßig<br />
fein auf der Innenoberfläche versprühen<br />
und das Abtropfen entfällt,<br />
wird das Glas zudem optisch nicht<br />
durch Rückstände beeinträchtigt.<br />
Auch wird jetzt die Silikonmenge<br />
im Mündungsbereich der Vials<br />
reduziert. „Die neue Silikonisierungsanlage<br />
erhöht die Ausbringung<br />
um mehr als das Vierfache“,<br />
erklärt Müller-Stauch. „Es hat sich<br />
für uns ausgezahlt, auf einen Partner<br />
mit viel Erfahrung im Bereich<br />
der Silikonisierung zu setzen. Die<br />
hohe Präzision der Bosch-Anlage<br />
zusammen mit unserem durchdachten<br />
Qualitätskonzept ermöglicht<br />
es uns, unseren Kunden in<br />
Links: ein silikonisiertes Vial<br />
nach dem Zinkoxidtest als In-<br />
Prozess-Kontrolle. Rechts: Vial<br />
ohne Silikonisierung nach dem<br />
Zinkoxidtest.<br />
Zukunft jederzeit optimal silikonisierte<br />
Produkte zu liefern.“<br />
Mehr unter:<br />
www.bosch.com<br />
Autor: Sebastian Lauterbach<br />
Sales Manager Pharma Liquid<br />
Bosch Packaging<br />
Technology GmbH<br />
Ausgezeichnet mit dem Österreichischen<br />
Staatspreis Smart Packaging 2016<br />
Ausgezeichnet verpackt!<br />
EFFIZIENT<br />
INNOVATIV<br />
SICHER<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong> 29<br />
www.pawel.at
Fehllesungen bei bei jedem dritten Einkauf<br />
In einer immer stärker digitalisierten Welt ist die Verknüpfung zwischen den<br />
physischen Objekten und den dazugehörigen Daten immer wichtiger. Den Link<br />
dazwischen - für die automatisierte Datenübernahme - bilden meist Datenträger<br />
(Strichcodes, 2D-Codes oder RFID Tags). Leider gibt es aber immer wieder Fehler<br />
beim Lesen von Codes. Bei jedem dritten österreichischen Kunden kommt in<br />
seinem Einkaufswagen nach wie vor mindestens eine Fehllesung vor. Damit hat<br />
Österreich zwar bessere Werte als manch andere Länder, aber unterm Strich gibt<br />
es durch die Fehlscans einen Zeitverlust von 8,5% an den Scannerkassen.<br />
Wie gut und ob Codes<br />
funktionieren, ob sie<br />
gelesen werden können,<br />
kann von GS1 Austria überprüft<br />
werden. „Die Auswertung<br />
dieser Überprüfungen zeigt immer<br />
wieder Mängel auf, wie auch das<br />
Ergebnis einer Analyse aus 2018<br />
zeigt. Im letzten Jahr wurden 592<br />
Codes überprüft und ein qualifizierter<br />
Prüfbericht versendet“, erklärt<br />
der langjährige Projektleiter<br />
GS1 System, Strichcodeprüfung<br />
Gerald Gruber. GS1 Austria stellt<br />
ein weltweit eindeutiges Identifikationssystem<br />
für Standorte, Artikel<br />
oder Versandeinheiten zur<br />
Verfügung. Das GS1 System ist<br />
Grundlage für den elektronischen<br />
Geschäftsdatenaustausch und die<br />
Standardisierung von Nachrichten<br />
und Geschäftsprozessen zwischen<br />
Unternehmen. Dafür wurden GS1<br />
Parameter festgelegt. Bei der erwähnten<br />
Prüfung waren 78 % der<br />
geprüften Codes nicht GS1-konform.<br />
Nur die GS1 Parameter mit<br />
über 5 % Fehlern wurden angeführt.<br />
Fehleranalyse:<br />
+ Symbolstruktur (38,3 %):<br />
Grundlegender technischer<br />
Fehler in einem Symbol, wie zum<br />
Beispiel fehlendes FNC1-<br />
Zeichen, fehlerhaftes Prüfzeichen<br />
oder Prüfziffer oder mitverschlüsselte<br />
Klammern der<br />
Application Identifier.<br />
+ Höhe (37,2 %): Höhe der<br />
Balken eines Strichcodes<br />
+ X¬Modul (28,6 %): Als<br />
X-Modul wird die Breite des<br />
schmalsten Elements (Balken,<br />
Lücke) eines Strichcodesymbols<br />
bezeichnet.<br />
+ Datenstruktur (9,2 %): Aufbau<br />
und Struktur der Daten in einem<br />
Strichcode; Fehler bei der<br />
Anwendung der Datenelemente<br />
(Applikation Identifier).<br />
+ Hellzone (6,8 %): Die Zone<br />
vor dem Start- und nach dem<br />
30 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
Fehleranalyse nach GS1 Parameter<br />
(Fehler in % der geprüften GS1 Symbole)<br />
Stopp-Zeichen eines Strichcodes,<br />
die frei von jeglichen störenden<br />
Kennzeichnungen sein muss.<br />
+ Klarschriftzeile (5,7 %):<br />
Zeichen und Buchstaben unter<br />
dem bzw. in der Nähe des<br />
Symbols. Die Klarschriftzeile ist<br />
eine Eins-zu-eins-Darstellung der<br />
verschlüsselten (Nutz-)Daten.<br />
Strichcodes unter der Lupe<br />
Damit solche Fehler nicht passieren,<br />
gibt es auch die Möglichkeit<br />
einer Überprüfung nach ISO/<br />
IEC 15416/15415 und nach GS1<br />
Spezifikationen von Strichcodes,<br />
2D-Codes und GS1 Transportetiketten<br />
– die Gebühr beträgt<br />
40 Euro. Für GS1 Austria-Teilnehmer<br />
sind zwei Prüfungen pro<br />
Monat frei, weitere Prüfungen<br />
kosten jeweils nur 15 Euro. Gerald<br />
Gruber: „GS1 Austria nimmt<br />
Ihre Strichcodes und 2D-Codes<br />
(z. B. Data Matrix Codes oder<br />
QR Codes) unter die Lupe, damit<br />
Sie sicher sein können, dass<br />
der Handel diese lesen kann. Die<br />
Bewertung der Symbole erfolgt<br />
nach der oftmals geforderten<br />
Prüfnorm ISO/IEC 15416 bzw.<br />
ISO/IEC 15415. Ebenso werden<br />
Ihre Transportetiketten auf Konformität<br />
mit der ECR/GS1 Europe<br />
Richtlinie überprüft. Sie erhalten<br />
einen Prüfbericht mit den<br />
Ergebnissen, möglichen Ursachen<br />
und ausführlichen Verbesserungsvorschlägen,<br />
auf Wunsch<br />
auch in englischer Sprache.“<br />
Abmessungen<br />
Prinzipiell sind die Abmessungen<br />
eines Strichcodesymbols entscheidend<br />
für den effizienten Einsatz.<br />
Die Abmessungskriterien werden<br />
immer in Bezug auf die Anwendungsumgebung<br />
festgelegt. Allgemein<br />
gilt: in der Logistik werden<br />
größere Strichcodes benötigt. Die<br />
wichtigsten Parameter sind das X-<br />
Modul (die Breite des/der schmalsten<br />
Balkens/Lücke) und die Höhe in<br />
mm. Bei der Dimensionierung des<br />
Hintergrunds ist auf die Hellzonen<br />
(erforderliche Zone vor dem ersten<br />
und nach dem letzten Balken, die<br />
frei von jeglichen störenden Kennzeichnungen<br />
sein muss) zu achten.<br />
Gerade in diesen Bereichen sind die<br />
meisten Fehler gefunden worden.<br />
Druckqualität<br />
Nicht vergessen werden darf,<br />
dass die Druckqualität von vielen<br />
Faktoren abhängt, wie:<br />
• Der Übergang zwischen Balken<br />
und Lücke muss scharf sein, damit<br />
die Elemente im Strichcode (Balken<br />
und Lücken) leicht bestimmt<br />
werden können. <br />
• Der Strichcode darf keine größeren<br />
Störungen beinhalten. Störungen<br />
sind Verschmutzungen, helle<br />
Flecken in den dunklen Balken<br />
oder dunkle Flecken in den Lücken<br />
oder Hellzonen. <br />
• Die Breite der Balken, Lücken<br />
und Hellzonen müssen innerhalb<br />
der Toleranz sein. <br />
• Die Fehlererkennung (Prüfziffer/<br />
Symbolprüfzeichen/ Suchmuster)<br />
muss korrekt sein. <br />
• Der Kontrast, der Kontrastunterschied<br />
und die Gleichmäßigkeit der<br />
dunklen Balken und hellen Lücken/<br />
Hintergrund muss ausreichend sein.
Druck<br />
Vor dem Druck ist auf drucktechnische<br />
(Anpressdruck, Druckfarbe,<br />
Geschwindigkeit, Temperatur) und<br />
trägermaterialspezifische (Oberflächenbeschaffenheit,<br />
Saugfähigkeit)<br />
Eigenschaften Rücksicht zu nehmen.<br />
Mit einer schlechten Druckvorlage<br />
kann kein guter Strichcode<br />
gedruckt werden. <br />
Digitaldruck<br />
Beim digitalen Erstellen von<br />
Strichcodes ist auf die Auflösung<br />
des Druckers bzw. auf die Veränderungen<br />
im Druckprozess Rücksicht<br />
zu nehmen. Bei der Druckvorstufe<br />
sind die Balken aufgrund der Änderungen<br />
im Druckprozess (z.B.<br />
Druckzuwachs bei Flexodruck)<br />
entsprechend zu reduzieren bzw. zu<br />
verbreitern. Beim Etikettendruck<br />
sollen die Balken- und Lückenbreite<br />
ein ganzzahliges Vielfaches der<br />
Punktgröße des Druckers sein. Ein<br />
digital erstellter Strichcode sollte<br />
auf die Auflösung des Ausgabegeräts<br />
angepasst werden. Ein solcher<br />
Strichcode sollte nur eingefügt,<br />
aber nicht vergrößert, verkleinert,<br />
gedreht, im Maßstab geändert oder<br />
verzerrt werden. Falls sich die Abmessungen<br />
oder die Druckerauflösung<br />
ändern, sollte die Datei neu<br />
erstellt werden.<br />
Thermodruck<br />
Der Strichcode soll in Zaunorientierung<br />
gedruckt werden. Die Wartung/Austausch<br />
des Heizelements<br />
ist rechtzeitig durchzuführen. Um<br />
Druckfehler frühzeitig erkennen zu<br />
können empfiehlt es sich, oberhalb<br />
des Strichcodes einen durchgehenden<br />
Balken zu drucken, da ein<br />
Ausfall eines Heizelements sofort<br />
an Hand von Beschädigungen im<br />
Balken erkannt werden kann.<br />
Trägermaterialien<br />
Natürlich sind auch die unterschiedlichen<br />
Beschaffenheiten<br />
der Trägermaterialien zu berücksichtigen.<br />
Materialien mit matten<br />
Oberflächen eignen sich besser als<br />
glatte, glänzende Oberflächen.<br />
Metallische oder<br />
spiegelnde Materialien (Dosen)<br />
Metallische Oberflächen wirken<br />
wie ein Spiegel. Es sollte beim<br />
Druck daher auf einen durchgängig<br />
deckenden Farbauftrag geachtet<br />
werden. Die metallisch glänzende<br />
Oberfläche darf nicht durchscheinen.<br />
Direktdruck auf Wellpappe<br />
Die strukturierte, meist braune<br />
Oberfläche wirkt sich negativ auf<br />
die Strichcodequalität aus. Im Logistikbereich<br />
ist ein großer ITF-14<br />
Strichcode für den Direktdruck auf<br />
Karton vorgesehen. Alternativ bietet<br />
sich die Etikettierung an.<br />
Geprägte Metallfolien<br />
Derartige Materialien sind für<br />
den Aufdruck von Strichcodes<br />
schlecht geeignet.<br />
Transparente Folien<br />
Durchsichtige Folien erfordern,<br />
dass ein helles Feld mit ausreichender<br />
Farbdichte (gegebenenfalls<br />
durch Mehrfachdruck) unter<br />
dem Strichcodesymbol angedruckt<br />
werden muss.<br />
Farbige Plastikbecher<br />
Meist ist die Farbdichte des<br />
Kunststoffmaterials sehr niedrig.<br />
Abhilfe bei solchen Fällen bieten<br />
der Andruck eines hellen Hintergrundes,<br />
die Etikettierung, eine höhere<br />
spezifische Dichte des Kunststoffes<br />
oder die Erhöhung der Pigmentanzahl<br />
im Kunststoff.<br />
Platzierung<br />
Für den Scanningprozess ist eine<br />
gleichbleibende und konsistente<br />
Platzierung der Symbole wichtig.Bei<br />
manuellem Lesevorgang<br />
sollte der Strichcode nicht lange<br />
gesucht werden, bei stationären<br />
Lesegeräten muss sich der Strichcode<br />
im Lesebereich des Scanners<br />
befinden.<br />
Vermeidung von Problemen<br />
• Andere Grafiken dürfen nicht in<br />
den Bereich des Strichcodes hineinragen.<br />
<br />
• Ein Strichcode darf nicht um eine<br />
Ecke aufgebracht werden. <br />
Foto: © GS1 Austria Petra Spiola<br />
• Es dürfen keine Heftklammern<br />
im Strichcode oder in den Hellzonen<br />
angebracht werden. <br />
• Der Strichcode darf niemals<br />
auf einer Perforierung, einer Naht,<br />
dem Schnitt einer Stanze, einem<br />
Grat, einer Kante, einer engen<br />
Rundung, einer Falte, einer Überlappung<br />
oder auf raufasrigem Gewebe<br />
platziert werden.<br />
• Ein Strichcode darf niemals unter<br />
einer Verschlussklappe eines<br />
Verpackungsdeckels platziert werden.<br />
• Bei Umverpackungen dürfen die<br />
Strichcodes der enthaltenen Einheiten<br />
nicht lesbar sein.<br />
• Der Strichcode sollte, wenn<br />
möglich, auf und nicht unter Folien<br />
angebracht werden.<br />
Strichcodeprofi: Gerald Gruber<br />
Ausrichtung<br />
Ob ein Strichcode stehend<br />
(Striche vertikal, zaunförmig) oder<br />
aufgestellt (Striche horizontal) anzubringen<br />
ist, hängt von folgenden<br />
Faktoren ab:<br />
Endverbraucher/logistische<br />
Einheiten<br />
Auf Endverbrauchereinheiten<br />
kann ein Strichcode stehend oder<br />
aufgestellt angebracht werden. Die<br />
Ausrichtung von Symbolen wird<br />
meistens durch den Druckprozess<br />
(bei einigen Drucktechniken<br />
wird eine bessere Qualität erreicht,<br />
wenn die Balken in Druckrichtung<br />
verlaufen) und durch die Oberflächenkrümmung<br />
bestimmt. Wird<br />
ein Strichcode auf einer gewölbten<br />
Oberfläche aufgebracht, kann es<br />
passieren, dass die beiden äußeren<br />
Kanten des Symbols hinter der<br />
Oberflächenkrümmung verschwinden<br />
und nicht mehr vom Scanner<br />
erfasst werden können. Auf logistischen<br />
Einheiten (Umverpackung,<br />
Palette) müssen die Strichcodesymbole<br />
zaunförmig (stehend)<br />
angebracht werden.<br />
Strichcodeüberprüfung<br />
Wie bereits erwähnt, gibt es seitens<br />
der GS1 Austria das Angebot, die<br />
Prüfung Ihrer Strichcodes sowie 2D<br />
Codes, auch direkt markierter<br />
(DPM) 2D Codes, zu übernehmen.<br />
Mehr unter:<br />
www.gs1.at/strichcodepruefung<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
31
LEBENSMITTELVERPACKUNG<br />
Champignons effizient,<br />
... nachhaltig und hygienisch verpackt<br />
Im Rahmen eines Projektes hat die Saropack AG, der Folienverpackungsspezialist<br />
Nr. 1 zusammen mit Suter Champignons AG in Frick die Verpackung<br />
der Schalen mit Champignons neu gestaltet. Dabei entschied sich Suter<br />
Champignons AG für eine leistungsstarke SAROPACKER Flowpackmaschine<br />
FlexFlow digit 600 mit mikroperforierter SAROLON Folie. Bisher wurden die<br />
Schalen mit Dehnfolie aus PVC eingepackt. Mit der neuen Verpackungsart können<br />
nun die Anforderungen an die Nachhaltigkeit, die Hygiene, die Frischhaltung<br />
und die Verkaufsförderung erfüllt werden.<br />
Die Produktion von weissen<br />
und braunen Champignons<br />
wurde im Jahr <strong>19</strong>71<br />
von Rudolf Suter übernommen.<br />
Im Jahr <strong>19</strong>92 erwarb Daniel Suter<br />
den Betrieb von seinem Vater und<br />
erweiterte die Produktion kontinuierlich<br />
bis auf eine Anbaufläche<br />
von heute 300 m 2 . Derzeit wird der<br />
Betrieb bereits in der 3. Generation<br />
durch Herrn Thomas Suter geleitet.<br />
Das erfolgreiche KMU beschäftigt<br />
aktuell 25 Mitarbeitende. Nach<br />
mehreren Monaten im praktischen<br />
Einsatz gab es nun mit Thomas Suter<br />
ein Gespräch über das Projekt<br />
und die Zielerreichung:<br />
Was hat den Ausschlag gegeben,<br />
dass Sie sich für Saropack und<br />
die SAROPACKER Folienverpackungsanlage<br />
entschieden haben?<br />
Thomas Suter: Mit Saropack haben<br />
wir einen Partner gefunden,<br />
der uns nicht nur bei der Maschine<br />
optimal unterstützt hat, sondern<br />
auch im Bereich der Folien die<br />
richtigen Vorschläge unterbreitet<br />
hat. Nebst der Folienqualität,<br />
musste auch die Perforation zuerst<br />
geprüft und definiert werden. Mit<br />
der gelochten SAROLON Folie<br />
Champions in Schalen mit SAROLON Folie verpackt (mikroperforiert)<br />
und der SAROPACKER Maschine<br />
erhielten wir ein optimales Gesamtpaket.<br />
Welche Projektschritte waren für<br />
Ihre Entscheidung wichtig?<br />
Thomas Suter: Die termingerechte<br />
Lieferung und Installation sowie<br />
die Kompaktheit der Anlage waren<br />
für uns sehr wichtig.<br />
Welche Anforderungen stellten Sie<br />
an die Verpackungslösung und an das<br />
Projekt?<br />
Thomas Suter: Wir haben eine optimale<br />
Lösung für unseren Betrieb<br />
gesucht. Zudem waren die geringen<br />
Platzverhältnisse und die sehr kurze<br />
Umsetzungsdauer zu berücksichtigen.<br />
Welche Ansprüche stellen Sie an<br />
die Folienverpackung und an Ihren<br />
Partner?<br />
Thomas Suter: Nach verschieden<br />
Verpackungsvorschlägen hat sich<br />
unser Grosskunde für die Art der<br />
Flowpackverpackung mit mikroperforierter<br />
SAROLON Folie entschieden.<br />
Nach diesem Entscheid musste<br />
alles sehr schnell umgesetzt werden.<br />
Die hohe und dauerhafte Verpackungsqualität,<br />
das Zusammenspiel<br />
von Verpackungsmaschine und Folie<br />
sowie die Zuverlässigkeit des<br />
Partners waren für uns entscheidend.<br />
Wie wurden diese Ziele erreicht<br />
beziehungsweise diese Ansprüche<br />
erfüllt?<br />
Geschäftsführer Thomas Suter<br />
ferservice sowie die Kompaktheit<br />
der Anlage überzeugt.<br />
Besonders wichtig ist uns auch<br />
die Nachbetreuung durch Saropack.<br />
Durch die Vereinbarung mit Saropack<br />
ist eine regelmässige Wartung<br />
und die hohe Maschinenverfügbarkeit<br />
gewährleitet.<br />
Welches Optimierungspotential<br />
kann jetzt genutzt werden? Was haben<br />
Sie durch die neue Lösung eingespart?<br />
Thomas Suter: Durch den Wechsel<br />
von der Dehnfolie zur Flowpack<br />
Verpackung wurde zudem die Nachhaltigkeit<br />
der Verpackung weiter<br />
verbessert.<br />
Die Kundenzufriedenheit konnte<br />
durch die optimale Verpackung erhöht<br />
und gefestigt werden. Heute<br />
arbeiten wir schneller und zuverlässiger<br />
und können somit unsere Kunden<br />
besser bedienen. Zudem sparen<br />
wir Zeit und Geld.<br />
Mehr über die zwei Partner finden<br />
Sie unter: www.saropack.at oder<br />
www.champignons-suisses.ch<br />
32 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
SAROPACKER FlexFlow digit 600 Flowpackmaschine<br />
Thomas Suter: Alle Erwartungen,<br />
die wir in das Produkt gesetzt haben,<br />
sowie ein termingerechter Start wurden<br />
erfüllt. Wir sind sehr zufrieden.<br />
Zudem hat uns das Preis-/Leistungsverhältnis,<br />
der prompte Lie-<br />
Produkteinlauf in die SAROPACKER<br />
FlexFlow digit 600 Maschine
LOGISTIK<br />
Die intelligente Box<br />
Die Firma Eurobox hat sich längst damit einen Namen gemacht, nicht nur<br />
Standardboxen zu verkaufen, sondern für ihre Kunden individuelle Lösungen<br />
zu finden. Egal ob Obst unter kontrollierter Atmosphäre gelagert werden soll<br />
oder ob es um die Entwicklung von Mehrwegsicherheitsgefahrgutboxen für<br />
Lithiumakkus geht - die Spezialisten tüfteln so lange an einer Lösung, bis<br />
sie funktioniert. Aktuell wird an einem Sensor (der Net-Box) gearbeitet, der<br />
Behälter intelligent macht.<br />
X DCA-MONITORING SYSTEM<br />
Gerhard Garherr erklärt: „Wir<br />
entwickeln ein Modul für<br />
die laufende Überwachung<br />
von CA-Lager Modulen (lagern unter<br />
kontrollierter Amtosphäre). Die Box<br />
verfügt über eine integrierte Batterie<br />
und weist somit eine autarke Energiequelle<br />
auf. Die Net-Box wird mittels<br />
eingebauter Sensoren für ein laufendes<br />
und lückenloses Monitoring eingesetzt<br />
(z.B. 0 2 -Sättigung, Feuchtigkeit, etc.).<br />
Im ersten Step wird festgelegt, welche<br />
Sensoren und Werte gemessen werden.<br />
Danach wird die Box mit dem Sensor<br />
„verheiratet“ und der Sensor in die Box<br />
gegeben. Die laufenden Messwerte<br />
werden Kontrolleinheit<br />
zu einem Router gesendet und<br />
von diesem per GSM an ein Smartphone<br />
übermittelt.“<br />
EUROBOX DCA-MONITORING SYSTEM<br />
zur drahtlosen Überwachung von verschiedenen Sensor- Werten<br />
losen Überwachung von verschiedenen Sensor- Werten<br />
Abweichungen<br />
Um keinen Datendschungel zu erzeugen<br />
werden nur Abweichungen<br />
zu den vorgegebenen Messwerten<br />
an das Smartphone übermittelt. Der<br />
Empfänger kann dann gezielt für diese<br />
Box eine Maßnahme setzen. „Der<br />
wesentliche Unterschied zu heutigen<br />
Lösungen besteht darin, dass man bei<br />
dieser Anwendung nicht mit einem<br />
Messgerät zu jeder Box gehen muss<br />
um eine Messung durchzuführen. Das<br />
ist bei einem Lager von z.B. 120 Boxen<br />
durchaus ein Aufwand, zumal Sie<br />
zu jeder Box hinkommen müssen, was<br />
in einem engen Lager oft gar nicht so<br />
einfach ist. Also kaum machbar.<br />
DCA<br />
Box<br />
EUROBOX<br />
ROUTER<br />
+<br />
Einfache Übermittlung der Daten<br />
Zudem müssen Sie den Vorgang<br />
mehrmals wiederholen. Bei uns verbinden<br />
sich die einzelnen Module miteinander<br />
und senden die abweichenden<br />
Daten dann ganz einfach an das Handy.<br />
Bis jetzt ist die Anwendung für die<br />
DCA Box. Weitere Anwendungen werden<br />
wir ergründen beziehungsweise<br />
unsere Kunden fragen, welcher Bedarf<br />
besteht und die Module entsprechend<br />
entwickeln.“ erklärt abschließend Gerhard<br />
Garherr.<br />
Mehr unter:<br />
www.eurobox-logistiksysteme.com<br />
Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 20<strong>03</strong> und freut sich seitdem<br />
über eine ständig steigende Anzahl an Kunden, die der Firma und deren<br />
Produkten vertrauen, um ihre Ware sicher und kosteneffizient ans Ziel<br />
zu bringen. „Eurobox ist ein junges Unternehmen, dass sich mit dem<br />
Vertrieb und der Herstellung von Mehrweggebinden für logistische Zwecke<br />
beschäftigt. Unsere Produkte kommen sowohl beim Transport als<br />
auch bei der Lagerung zum Einsatz, und helfen unseren Kunden bei der<br />
Einsparung von Kosten. Qualität, Zweckmäßigkeit, ein optimaler<br />
Produktschutz und Hygiene haben bei der Entwicklung immer als<br />
Leitfaden gedient.“ so die Eigendefinition des Unternehmens.<br />
Kontrolleinheit<br />
MELDUNG<br />
von<br />
BOX Nr. 33<br />
O 2 WERT<br />
an Untergrenze!<br />
MELDUNG<br />
ROUTER<br />
von<br />
BOX Nr. 33<br />
O 2 WERT<br />
an Untergrenze!<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
EUROBOX DCA-MONITORING SYST<br />
33
WPO-NEWS<br />
World Packaging Star Awards<br />
Über 350 Personen nahmen am WorldStar Awards Presentations & Gala Dinner<br />
teil, dem wichtigsten globalen Verpackungswettbewerb der Welt, der von<br />
der WPO (World Packaging Organization - www.worldpackaging.org) organisiert<br />
wird. An diesen Award dürfen auch die jährlichen Green Packaging<br />
Star Awards Gewinner teilnehmen – die auch heuer wieder punkten konnten.<br />
Die Zeremonie fand in Prag statt. Während der Zeremonie waren 97 Gewinner<br />
aus 27 Ländern anwesend. Neben dem normalen WorldStar wurden auch<br />
wieder die Gewinner der Special Award-Kategorien ermittelt. Dies sind der<br />
President´s Award für Nachhaltigkeit, Marketing und lebensmittelschonende<br />
Verpackung. Am Weg nach Prag besuchte der Präsident der WPO - Prof. Pierre<br />
Pienaar - auch Wien.<br />
In Wien verlieh der Präsident<br />
zwar keine Preise eröffnete<br />
aber offiziell das Büro in<br />
Wien. Heuer wurde die Zentrale der<br />
World Packaging Organisation von<br />
Chigaco nach Wien verlegt (KOM-<br />
PACK berichtete). Hintergrund für<br />
die Verlegung von Amerika nach<br />
Europa war die zentrale Lage für<br />
die meisten Mitglieder. Natürlich<br />
trifft es sich auch sehr gut, dass<br />
der Generalsekretär und einer der<br />
treibenden Kräfte der WPO DI Dr.<br />
Johannes Bergmair aus Wien ist.<br />
Dass auch internationale Projekte<br />
mit der UNIDO durchgeführt werden<br />
(<strong>KOMPACK</strong> berichtete) und<br />
deren Hauptsitz ebenfalls in Wien<br />
ist, sprach ebenfalls für eine Verlegung<br />
nach Wien. Das neue Büro<br />
befindet sich im gleichen Gebäude<br />
wie die FH in 1<strong>03</strong>0 Wien. Hier<br />
wird auch das Bachelor- und Masterstudium<br />
der Verpackungstechnologie<br />
unterrichtet. Prof. Pierre<br />
Pienaar ließ es sich nicht nehmen<br />
und eröffnete nicht nur das Büro<br />
sondern stattete auch den begeisterten<br />
Studenten einen Besuch ab<br />
und hielt einen mehrstündigen<br />
Vortrag. Dies ganz im Sinne der<br />
WPO – wie auch DI Dr. Bergmair<br />
sagt: „Die Hauptaktivitäten der<br />
WPO sind zur Zeit die Weiterentwicklung<br />
der Wissensverbreitung<br />
zum Thema Verpackung und dem<br />
Schutz von Lebensmitteln durch<br />
Meetings, Publikationen und aktive<br />
Trainings in verschiedenen<br />
Ländern. Der World Star Award<br />
dient als Networking Event und<br />
Austauschplattform für die Branche<br />
auf internationaler Ebene.“<br />
Zentrale in Wien – Mondi. Das<br />
Unternehmen wurde gleich mit<br />
acht „WorldStars“ ausgezeichnet.<br />
Darunter auch die BarrierPack Recycable<br />
– die auch den Green Star<br />
gewonnen hat.<br />
Sonderpreise<br />
Der Gewinn des Gold Sustainability<br />
Award ging an das finnische<br />
Jospak Oy Tray für Verpackungen,<br />
das die besten Funktionen von Karton<br />
und Kunststoff vereint, 85%<br />
weniger Kunststoff enthält und<br />
dennoch die Lebensmittel frisch<br />
hält. Das Tray ist zudem vollständig<br />
recycelbar. Und der Marketing<br />
Gold Award ging an Constantia<br />
Flexibles International, Österreich,<br />
für die Katzenmilch in Aluminium-Portionspackungen.<br />
Eine<br />
trendige Einzelportionspackung,<br />
oben: Prof. Pierre Pienaar<br />
beim Vortrag in der FH<br />
links und unten: bei der<br />
offiziellen Büroeröffnung<br />
4 Variationen, längere Haltbarkeit,<br />
einfaches Öffnen, einfaches Spenden,<br />
sauber, hygienisch, optisch<br />
ansprechend - ein perfekter und<br />
praktischer Snack für Haustiere.<br />
Die dritten Sonderpreisgewinner<br />
waren Smileysys, Italien, für ihre<br />
Drop and Taste - eine Verpackung<br />
mit 30% weniger Plastik, perfekt<br />
wiederverschließbar, ohne Lebensmittelverschwendung.<br />
Der<br />
Lifetime Achievement in Packaging<br />
Award wurde heuer drei mal<br />
verliehen – die Gewinner sind Gill<br />
Loubser/Südafrika, Shahid Sheikh<br />
OBE/UK und Keith Chessell/Australien.<br />
Alle Preisträger sehen Sie unter:<br />
www.worldstar.org<br />
Gewinner<br />
In Prag wurden dann die Awards<br />
verliehen. „Abräumer“ an diesem<br />
Tag war der globale Verpackungsund<br />
Papierkonzern mit seiner<br />
Foto: WPO<br />
Die meisten Awards des Abends gewannen die Verpackungs- und<br />
Papierspezialisten von Mondi<br />
34 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
Sauberer Schlaf durch Gesamtlösung von ...<br />
SLEEP TIDY & Barcotec<br />
START UP<br />
Das Kärntner Start-up-Unternehmen SLEEP TIDY hat sich die gründliche Reinigung<br />
von Hotelbetten auf die Matratzen geschrieben. Die mobile Reinigungsanlage<br />
in Form eines 17 Tonnen schweren Lkw mit Spezialaufbau kommt dabei<br />
direkt zum Hotel und reinigt die Matratzen in einem ausgeklügelten Verfahren<br />
direkt am Hotelparkplatz.<br />
Dabei werden die Matratzen<br />
diskret aus den Zimmern<br />
abgeholt und mit<br />
drei identen Etiketten von Barcotec<br />
aus Acetatseide beklebt. Mit dem<br />
Drucker CLS-621 sowie speziellen<br />
Farbbändern von Barcotec werden<br />
die Tags unter anderem mit einem<br />
QR-Code versehen. Damit werden<br />
die Matratzen einerseits identifiziert,<br />
aber andererseits erfolgt auch die<br />
Zuweisung von Messprotokollen<br />
der Stauchungsanalyse in diesem<br />
Schritt.<br />
Stationäres Einbaumodul<br />
Mittels eines stationären Einbaumoduls,<br />
des Datalogic Gryphon<br />
GFS-Linear Imager hat Barcotec<br />
die Gesamtlösung komplettiert. Da<br />
dieses zu Beginn des Reinigungsprozesses<br />
angebracht wird, war es<br />
wichtig, ein lösungsmitteltolerantes<br />
Material zu verwenden – kurzum:<br />
Der Scanner könnte problemlos<br />
mitsamt der Matratze mitgereinigt<br />
werden. Die Barcode-Erkennung<br />
erfolgt vollautomatisch und mit<br />
320 Scans pro Sekunde blitzschnell.<br />
Wurde der QR-Code auf dem Etikett<br />
erfolgreich erfasst, ertönt ein<br />
akustisches Signal sowie eine optische<br />
Lesebestätigung mit der pa-<br />
Mittels stationären Einbaumoduls Datalogic Gryphon GFS<br />
werden die Matratzen erfasst.<br />
tentierten „Green Spot“-Technologie<br />
von Datalogic. Die Matratze<br />
durchläuft im Innenraum des Lkw<br />
eine Reinigungsstraße mit mehreren<br />
Kammern: Dabei kommen<br />
Hochleistungssauger, UV-Strahlung,<br />
Ozongas, Luftspülung und Schockhitze<br />
zum Einsatz. All dies übersteht<br />
auch das Etikett von Barcotec<br />
mühelos.<br />
Marketinginsturment<br />
Die Etiketten, die auf der Matratze<br />
über Jahre bis zur Entsorgung kleben<br />
bleiben, sind auch Teil des den<br />
Kunden von SLEEP TIDY zur Verfügung<br />
gestellten Marketinginstrumentariums<br />
und helfen, die Kundenzufriedenheit<br />
zu erhöhen. Wer<br />
hat nicht schon einmal die Hotelmatratze<br />
auf Schmutz oder Ungeziefer<br />
inspiziert? Nun muss man sich nicht<br />
mehr auf das bloße Auge verlassen,<br />
sondern kann einfach den QR-Code<br />
mit dem Mobiltelefon scannen und<br />
wird auf den persönlichen Hoteleintrag<br />
mit ausführlichen Informationen<br />
geleitet.<br />
wir SLEEP TIDY die optimale Gesamtlösung<br />
aus einer Hand bieten“,<br />
freut sich DI Andreas Ruckhofer<br />
von Barcotec über dieses spannende<br />
Projekt. Dr. Patrick Zirngast, Geschäftsführer<br />
von SLEEP TIDY, ergänzt:<br />
„Mit unserem einzigartigen<br />
Reinigungssystem revolutionieren<br />
Alle Fotos: (© Barcotec)<br />
Gleich zu Beginn werden die<br />
Matratzen mit den Etiketten von<br />
Barcotec versehen und kleben dort<br />
während des gesamten Reinigungsprozesses<br />
und darüber hinaus viele<br />
Jahre. Am Bild: Dr. Patrick Zirngast/<br />
Geschäftsführer SLEEP TIDY<br />
wir den Hotelmarkt – dazu hatten<br />
wir mit Barcotec den richtigen Partner<br />
für Hard- und Software an der<br />
Seite.“<br />
Mehr unter:<br />
www.barcotec.at<br />
Gesamtlösung aus einer Hand<br />
„Mit den speziellen Etiketten, dem<br />
Drucker und dem Scanner konnten<br />
Am Ende kommt eine saubere<br />
Matratze samt Etikett und Lavendeloder<br />
Zirbenduft wieder aus dem Lkw.<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
35
UMWELT<br />
Reduzieren und Recyceln<br />
Bilder: KHS-Gruppe<br />
Die globale Debatte über Verpackungsmüll, den damit verbundenen Umgang<br />
mit Ressourcen sowie der zunehmende Regulierungsdruck haben die Nachfrage<br />
der Getränkeindustrie nach alternativen und neuen Verpackungslösungen<br />
weiter verstärkt. Dabei geht es neben der Einsparung von Ressourcen im Produktionsprozess<br />
vor allem um die Verpackung selbst. PET-Behälter und Kunststoffverpackungen<br />
stehen derzeit besonders im Fokus. Reduzieren und Recyceln<br />
gehören zu den Geboten der Stunde. KHS bietet hier konkrete Lösungen<br />
und verfügt über ein umfassendes Know-how, das die Nachhaltigkeitsbestrebungen<br />
seiner Kunden dezidiert unterstützt.<br />
KHS ist seit 150 Jahren Partner<br />
der Getränkeindustrie<br />
und kennt ihre Anforderungen.<br />
Nicht erst seit heute bewegt das<br />
Thema Nachhaltigkeit die Branche.<br />
Zum einen geht es dabei um Klimaziele,<br />
konkret die kontinuierliche<br />
Senkung des CO2-Footprints in der<br />
Getränkeproduktion dank der Entwicklung<br />
und dem Einsatz immer<br />
energie- und ressourceneffizienterer<br />
Anlagen. Zum anderen wächst<br />
die Bedeutung innovativer Verpackungslösungen,<br />
von denen Getränkehersteller<br />
und Konsumenten gleichermaßen<br />
profitieren. Der Weg zu<br />
immer nachhaltigeren Primär- und<br />
Sekundärverpackungen folgt dabei<br />
zwei wesentlichen Maximen: Recyceln<br />
und Reduzieren. Verpackungsmaterial<br />
sollte möglichst ständig<br />
in Umlauf gehalten werden, indem<br />
man es zurückgewinnt, aufbereitet<br />
und stetig wiederverwertet. Darüber<br />
hinaus wird auf vielfältige Weise<br />
daran gearbeitet, immer weniger<br />
Verpackungsmaterial einzusetzen,<br />
um Rohstoffe zu schonen und Müll<br />
zu vermeiden. KHS verfolgt beide<br />
Ziele und bietet konkrete Lösungen.<br />
FreshSafe-PET®: vollständig<br />
recycelbare Barrierelösung<br />
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg<br />
zu einer starken, effizienten und<br />
damit nachhaltigen Kreislaufwirtschaft<br />
ist es, die Recyclingfähigkeit<br />
von PET-Flaschen so zu verbessern,<br />
dass sie einem Flasche-zu-Flasche-<br />
PET-Behälter und Kunststoffverpackungen stehen derzeit in der öffentlichen<br />
Kritik. Reduzieren und Recyceln gehören zu den Geboten der Stunde. KHS<br />
bietet hier konkrete Lösungen und verfügt über ein umfassendes Know-how,<br />
das die Nachhaltigkeitsbestrebungen seiner Kunden dezidiert unterstützt<br />
Recycling zugeführt werden können.<br />
Insbesondere Saftflaschen<br />
bestehen in vielen Fällen aus Multilayer-,<br />
Blend- oder Scavenger-<br />
Additiven. Sie sollen sensitive Getränke<br />
vor äußeren Einflüssen wie<br />
Sauerstoffeintrag schützen. Diese<br />
Zusätze in den Preforms verhindern<br />
jedoch eine sortenreine Wiederaufbereitung<br />
und somit die Nutzung im<br />
vollständigen Flasche-zu-Flasche-<br />
Recycling. Mit FreshSafe-PET®<br />
– einem patentierten Plasma-Beschichtungsverfahren<br />
– bietet KHS<br />
die derzeit einzige anerkannte voll<br />
recycelbare Barrierelösung, um Recyclingquoten<br />
von PET-Getränkeverpackungen<br />
mit erweitertem<br />
Produktschutz global signifikant zu<br />
erhöhen. Das bestätigen mehrere<br />
Recyclingverbände wie die EPBP<br />
oder APR . In dem Verfahren wird<br />
auf der Innenseite des PET-Behälters<br />
eine hauchdünne Schutzschicht<br />
aus Siliziumoxid (SiOx), also aus<br />
chemisch reinem Glas, aufgetragen.<br />
Die Technologie ersetzt die sonst<br />
nötigen Additive. Sie schützt sensible<br />
Produkte wie Fruchtsäfte und<br />
Nektare vor dem Eindringen von<br />
Sauerstoff und anderen Substanzen.<br />
Bei kohlensäurehaltigen Getränken<br />
wird zusätzlicher Verlust von CO2<br />
deutlich reduziert. Der Geschmack<br />
bleibt erhalten, die Haltbarkeit wird<br />
verlängert und die vollständige Recyclingfähigkeit<br />
dadurch erst ermöglicht.<br />
links: Mit der neuen Generation der Streckblasmaschine InnoPET Blomax Serie V hat KHS die Voraussetzungen<br />
geschaffen, die Wertschöpfung entlang der Linie bei gleichzeitiger Ressourceneinsparung zu erhöhen.<br />
rechts: Mit FreshSafe-PET® – einem patentierten Plasma-Beschichtungsverfahren – bietet KHS die derzeit einzige<br />
anerkannte voll recycelbare Barrierelösung, um Recyclingquoten von PET-Getränkeverpackungen mit erweitertem<br />
Produktschutz global signifikant zu erhöhen. Das bestätigen mehrere Recyclingverbände wie die EPBP oder APR.<br />
36 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
Arne Wiese, Product Manager<br />
Bottles & ShapesTM bei<br />
KHS Corpoplast in Hamburg<br />
PET-Behälterlösungen aus<br />
Rezyklat zunehmend gefragt<br />
Eine andere Möglichkeit, die Ökobilanz<br />
weiter zu verbessern, ist die<br />
Erhöhung des Rezyklatanteils bis<br />
hin zu einem hundertprozentigen<br />
Anteil von sogenanntem rPET in<br />
PET-Behältern. KHS bietet für diese<br />
Option Lösungen an. So hat der<br />
Systemanbieter beispielsweise in<br />
Kooperation mit dem Abfüller Mineralbrunnen<br />
Allgäuer Alpenwasser,<br />
dem Preform-Produzenten Plastipack<br />
und dem Berliner Start-up share<br />
eine 0,5-Liter- sowie eine 1,0-Liter-PET-Flasche<br />
aus 100 Prozent<br />
Rezyklat entwickelt und erfolgreich<br />
in den Markt gebracht. „Die Herstellung<br />
einer PET-Flasche aus 100 Prozent<br />
recyceltem PET ist durchaus<br />
möglich, doch stecken die Herausforderungen<br />
im Detail. Hier ist eine<br />
differenzierte Betrachtung notwendig“,<br />
sagt Arne Wiese, Product Manager<br />
Bottles & ShapesTM bei KHS<br />
Corpoplast in Hamburg. „Chemisch<br />
recyceltes PET ermöglicht Qualitäten,<br />
die genau dem von Virgin-<br />
PET entsprechen. Hier gibt es keine<br />
Einschränkungen.“ Allerdings ist im<br />
Markt genutztes rPET meist ein unter<br />
Vakuumbedingungen gereinigtes<br />
PET. „Hier schwanken die Qualitäten<br />
je nach Herstellungsverfahren“,<br />
so Wiese. Die Qualität des rPET hat<br />
jedoch Auswirkungen auf die Flaschenstabilität<br />
und auf das Gewicht.<br />
Das heißt: Je schlechter die Qualität<br />
des Rezyklats, desto stabiler muss<br />
die Flasche sein. Das ist entweder<br />
durch ein höheres Gewicht oder die<br />
Optimierung des Preforms zu erreichen.<br />
„Wenn eine Flasche so leicht<br />
ist, das sie gerade noch die Stabilitätskriterien<br />
erfüllt – dann wird<br />
eine minderwertige Qualität des<br />
Rezyklats dafür sorgen, dass diese<br />
die Spezifikation eben nicht mehr
SICHERHEIT<br />
Karl-Heinz Klumpe,<br />
Product Manager Packaging<br />
bei KHS<br />
erfüllt“, sagt Wiese. Zudem ist rPET<br />
aktuell nicht in der erforderlichen<br />
Qualität und in ausreichender Menge<br />
verfügbar. In Deutschland geht<br />
zwar der größte Einzelanteil (32,6<br />
Prozent) in das Flasche-zu-Flasche-<br />
Recycling, der Rest mit über 65<br />
Prozent aber vor allem in die Folienoder<br />
Textilindustrie. Weltweit fehlt<br />
zudem größtenteils ein derartiges<br />
sortenreines Sammelsystem.<br />
Bottles & Shapes<br />
als Gesamtkonzept<br />
Die Auswirkungen auf die Stabilität<br />
und das Gewicht der Flasche<br />
durch den Einsatz von Rezyklat<br />
in unterschiedlichen Mengen und<br />
Qualitäten werden jedoch in Kauf<br />
genommen, um einen positiven Einfluss<br />
auf die Ökobilanz zu erzielen.<br />
Das ganzheitliche Beratungsangebot<br />
Bottles & ShapesTM bietet auf Basis<br />
von Designkriterien und Materialbeschaffenheiten<br />
linientaugliche<br />
Flaschenlösungen, die Kosten- und<br />
Nachhaltigkeitsaspekte, Vermarktungskriterien<br />
und Benutzerhandling<br />
in die richtige Balance bringen.<br />
„Das erfordert eine Menge Knowhow,<br />
welches wir mit jahrzehntelanger<br />
Erfahrung bieten“, sagt Wiese.<br />
Die KHS-Streckblasmaschinen<br />
sind zudem so optimiert, dass sie<br />
Preforms mit bis zu 100 Prozent<br />
Rezyklatanteil und alternativ mit<br />
Biopolymeranteilen , also aus nachwachsenden<br />
Rohstoffen, verarbeiten<br />
können. „Ihre Relevanz wird künftig<br />
deutlich zunehmen. Hierzu haben<br />
wir die technischen Voraussetzungen<br />
geschaffen, die Wertschöpfung<br />
entlang der Linie bei gleichzeitiger<br />
Ressourceneinsparung zu erhöhen<br />
– beispielsweise mit der neuen<br />
Streckblasmaschinen-Generation<br />
der InnoPET-Blomax Serie V“, sagt<br />
Wiese.<br />
Sekundärverpackungen bieten<br />
hohe Einsparungspotenziale<br />
Im KHS Competence Center für<br />
sekundäre Verpackungslösungen<br />
am Standort Kleve arbeitet man<br />
längst an Alternativen zur klassischen<br />
Schrumpffolie. Viele davon<br />
erfordern ausgiebige Testverfahren<br />
auf den Anlagen. „Die größte<br />
Herausforderung für uns ist die<br />
Verarbeitbarkeit der Verpackungsmaterialien“,<br />
betont Karl-Heinz<br />
Klumpe, Product Manager Packaging<br />
bei KHS. „Schrumpffolie aus<br />
recyceltem Kunststoff zeigt ein ganz<br />
anderes Schrumpfverhalten als Folie<br />
aus Neumaterial. Darauf können wir<br />
als Maschinenbauer nicht alleine eine<br />
Antwort geben, sondern müssen<br />
uns eng mit den Folienherstellern<br />
abstimmen.“ Zu diesem Zweck veranstaltet<br />
KHS Workshops mit diesen<br />
Partnern. Dabei wird ausgelotet, wie<br />
der Rezyklatanteil der Folien – wie<br />
beispielsweise in Deutschland durch<br />
das neue Verpackungsgesetz vorgeschrieben<br />
– weiter erhöht werden<br />
kann. Notwendig wären unter anderem<br />
Veränderungen an der Chemie<br />
oder Rezeptur der Folien bei<br />
gleichzeitiger Anpassung der Maschinentechnik.<br />
„Grundbedingung<br />
ist ein qualitativer Standard, der von<br />
den Marketingverantwortlichen der<br />
großen Abfüller akzeptiert wird. Bei<br />
Folien aus 100 Prozent Rezyklat ist<br />
das Schrumpfergebnis noch nicht<br />
zufriedenstellend. Hier werden wir<br />
gemeinsam die Entwicklung zügig<br />
weiter vorantreiben, um den Spagat<br />
zwischen steigenden Recyclinganforderungen<br />
einerseits und dem Ruf<br />
nach einer immer höherwertigen<br />
Qualität der Gebinde andererseits zu<br />
bewältigen“, sagt Klumpe.<br />
Einzigartige Packlösung<br />
Nature MultiPackTM<br />
Mit der Entwicklung des Nature<br />
MultiPackTM hat KHS bereits eine<br />
folienfreie Verpackung im Portfolio,<br />
die Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit<br />
ist. Diese reduzierte Form der<br />
Sekundärverpackung macht die herkömmliche<br />
Schrumpffolie bei Multipacks<br />
sogar komplett überflüssig.<br />
PET-Flaschen oder Dosen werden<br />
dabei lediglich durch leicht lösbare,<br />
aber verbundsichere Klebepunkte<br />
zusammengehalten. Für den Transport<br />
ist so nur noch ein selbstklebender<br />
Tragegriff erforderlich. Die<br />
Klebepunkte selbst beeinträchtigen<br />
Foto: Carlsberg<br />
Links: Diese folienfreie Verpackung Nature MultiPack ist Vorreiter in<br />
Sachen Nachhaltigkeit (erhielt auch den Green Star).<br />
Rechts: 1,0-Liter-PET-Flasche aus 100 Prozent Rezyklat wurde entwickelt und<br />
erfolgreich in den Markt gebracht.<br />
in keiner Weise die Qualitäten des<br />
zu rezyklierenden Materials, denn<br />
der Klebstoff wird im Recyclingprozess<br />
problemlos entfernt. Das<br />
Nature MultiPack wurde 2018<br />
durch die Carlsberg Gruppe unter<br />
dem Namen „Snap Pack“ als Sechserpack<br />
für Dosen in den Markt eingeführt.<br />
Bereits 2016 nutzte Danone<br />
Waters diese Verpackungslösung bei<br />
der Markteinführung seiner sogenannten<br />
„Prestige“-PET-Flasche für<br />
Evian. So wird Plastikmüll komplett<br />
vermieden, indem keine Folienverpackung<br />
mehr entsorgt werden muss.<br />
„Die aktuelle Debatte um das Thema<br />
Verpackungsmüll hat das Bewusstsein<br />
um umweltverträgliche Verpackungslösungen<br />
eindeutig weiter<br />
geschärft“, sagt Klumpe. KHS bietet<br />
OPTIMIERTE<br />
KLEBEPROZESSE<br />
heute in vielerlei Hinsicht gerade<br />
im Bereich der PET-Behälter und<br />
Sekundärverpackungen eine Vielzahl<br />
markterprobter Lösungen an,<br />
welche die Nachhaltigkeitsbestrebungen<br />
seiner Kunden konkret nachweislich<br />
unterstützen. „Wir alle nehmen<br />
die öffentliche Diskussion ernst<br />
und arbeiten mit allen beteiligten<br />
Unternehmen direkt an Weiterentwicklungen,<br />
um die Verschmutzung<br />
der Umwelt durch Plastik so gut es<br />
geht mit Hilfe unseres Know-how<br />
und unserer Kompetenzen einzudämmen“,<br />
sagt Klumpe. „Letztendlich<br />
sind wir alle Konsumenten und<br />
tragen auch für unser persönliches<br />
Handeln eine klare Verantwortung.“<br />
Mehr unter: www.khs.com<br />
Wie umweltverträglich ist Ihre Produktion? Mit Green<br />
Gluing kleben Sie mit energieeffizienten, langlebigen<br />
Produkten, die Klebstoff sparsam auftragen. Entdecken<br />
Sie Green Gluing. www.greengluing.org<br />
Foto: share/ Victor Strasse<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
37
WIRTSCHAFT<br />
Etiketten CARINI:<br />
Wechsel in der Unternehmensleitung<br />
Strukturwechsel an der Spitze des führenden Etikettenherstellers CARINI aus<br />
Lustenau: Anfang Juni hat sich Thomas Sohm aus der operativen Geschäftsführung<br />
zurückgezogen und seinen Verantwortungsbereich an Dr.-Ing. Harald Raak, MBA<br />
übergeben. Der Chemieingenieur verfügt über vielfältiges Know-how sowie langjährige<br />
Führungserfahrung und bildet nun gemeinsam mit Edgar Sohm die neue<br />
Geschäftsführung von Etiketten CARINI.<br />
Mit diesem Schritt gehen<br />
wir jenen Weg zielgerichtet<br />
weiter, den wir – entsprechend<br />
unserer Vision/Mission<br />
2025 – bereits im März 2018 mit einer<br />
entsprechenden Weichenstellung<br />
eingeschlagen haben“, so Edgar<br />
Sohm. Damals hatte Thomas Sohm<br />
den Vorsitz in der Geschäftsführung<br />
an seinen Bruder Edgar übergeben,<br />
nachdem er zuvor über viele Jahre<br />
hinweg als kaufmännischer Geschäftsführer<br />
die erfolgreiche Entwicklung<br />
von Etiketten CARINI<br />
maßgebend mitgestaltet hatte. „Thomas<br />
wird sich ab jetzt verstärkt auf<br />
die Aufgaben als Eigentümervertreter<br />
konzentrieren“, erläutert Edgar<br />
Sohm die zukünftigen Aktivitäten<br />
seines Bruders. „Er wird jedoch<br />
nach wie vor in engemKontakt zu<br />
unseren Kunden bleiben und uns mit<br />
seiner enormen Erfahrung weiterhin<br />
bei strategischen Entscheidungen<br />
beraten und unterstützen.“ Als neuer<br />
Co-Geschäftsführer übernimmt<br />
Harald Raak bei Etiketten CARINI<br />
die Verantwortung für alle produzierenden<br />
Bereiche sowie für Teile der<br />
Management- und Unterstützungsprozesse.<br />
Harald Raak<br />
Der gebürtige Nürnberger hat an<br />
der Universität Karlsruhe Chemieingenieurwesen<br />
studiert und war rund<br />
25 Jahre in leitenden Positionen.<br />
Während dieser Zeit arbeitete er als<br />
Harald Raak und Edgar Sohm<br />
CEO, Vorstand und Geschäftsführer<br />
bei renommierten Unternehmen,<br />
z. B. innerhalb des RWE-Konzerns,<br />
der SULZER AG und der KRAL<br />
AG. Darüber hinaus war er 5 Jahre<br />
erfolgreich in der Unternehmensberatung<br />
tätig. „Wir freuen uns sehr<br />
darüber, dass Harald Raak nun zum<br />
CARINI Team gehört! Denn seine<br />
umfassenden Erfahrungen in den<br />
Bereichen Forschung und Entwicklung,<br />
neue Technologien, Marketing<br />
und Sales sowie Lean- und Qualitätsmanagement<br />
werden unserem<br />
Unternehmen wertvolle neue Impulse<br />
geben“, so Edgar Sohm. „Das<br />
sind genau jene Kompetenzen, die<br />
wir bei Etiketten CARINI brauchen,<br />
um uns konsequent weiterzuentwickeln.<br />
Schließlich wollen wir unsere<br />
Kunden auch in Zukunft immer wieder<br />
mit innovativen Produkten und<br />
Lösungen begeistern!“<br />
CARINI<br />
Vor 80 Jahren gegründet, zählt<br />
Etiketten CARINI aus Lustenau in<br />
Vorarlberg heute zu den führenden<br />
Etikettendruckereien im deutschsprachigen<br />
Raum. Das bereits<br />
mehrfach ausgezeichnete Familienunternehmen<br />
produziert mit rd. 145<br />
Mitarbeitenden ca. eine Milliarde<br />
Etiketten pro Jahr. Eine besondere<br />
Erfolgsgeschichte der jüngsten Vergangenheit<br />
ist das Erreichen von<br />
„Business Excellence“: Für sein herausragendes<br />
Qualitätsniveau und<br />
das hochentwickelte Prozessverbesserungsmanagement<br />
wurde Etiketten<br />
CARINI bei der Verleihung des<br />
Staatspreises Unternehmensqualität<br />
2018 zum Sieger in der Kategorie<br />
„Mittlere Unternehmen“ gekürt.<br />
Mehr unter: www.carini.at<br />
Etikettendrucker der Extraklasse<br />
38 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
Dank reduzierter Abmessungen platzsparend wie ein Desktopdrucker, aber mit der<br />
Leistung eines Industriedruckers ausgestattet – die neue ML240P Serie von TSC<br />
bedient exakt die Nische, die aktuell im Markt stark gefragt ist. Die beiden vielseitig<br />
einsetzbaren Multitalente der Professional-Klasse beeindrucken mit starker<br />
Konnektivität und exzellenter Druckqualität bei maximaler Wirtschaftlichkeit.<br />
Ab Juni 20<strong>19</strong> sind die<br />
beiden Thermotransferdrucker<br />
ML240P und<br />
ML340P auf dem EMEA-Markt<br />
verfügbar. Diese neueste Generation<br />
hochleistungsfähiger Industrie-<br />
Etikettendrucker wurde im Vergleich<br />
zu den ohnehin sehr kompakten<br />
bisherigen TSC-Modellen<br />
in diesem Segment nochmals<br />
signifikant in den Ab-messungen<br />
verschlankt. Die intelligente Kombination<br />
aus robustem Druckguss-<br />
Gehäuse, modularem Aufbau und<br />
modernster Drucktechnologie<br />
ermöglicht einen dauerhaft stabilen,<br />
geräuscharmen und zugleich<br />
hocheffizienten Betrieb auch bei<br />
anspruchsvollen Anwendungen.<br />
Für optimale Druckergebnisse auf<br />
unterschiedlichsten Etikettenmaterialien<br />
sorgen dabei der justierbare<br />
Thermodruckkopf und TSCs eigens<br />
entwickeltes Selbstdiagnose-<br />
Tool TPH Care.<br />
Farbdisplay<br />
Der ML240P ist mit einer<br />
Druckauflösung von 2<strong>03</strong> dpi, der<br />
ML340P mit starken 300 dpi erhältlich.<br />
Zu den weiteren, herausragenden<br />
Standardmerkmalen der<br />
beiden Modelle zählt neben umfassender<br />
Sensorik und Konnektivität<br />
insbesondere das benutzerfreundliche<br />
2.3“ Farbdisplay mit intuitiver,<br />
personalisierbarer Bedienerführung<br />
und sechs Bedientasten.<br />
Durch die komplett hochklappbare<br />
Abdeckung können Materialwechsel<br />
besonders schnell durchgeführt<br />
werden. Der ausgeklügelte Druckmechanismus<br />
ermöglicht den<br />
werkzeuglosen und daher ebenso<br />
zügigen Austausch von Druckkopf<br />
und Druckplattenwalze bei Bedarf.<br />
Kompacktes Design<br />
Die neue Druckerserie lässt sich<br />
dank ihres kompakten Designs<br />
auch in räumlich beengten Umgebungen<br />
einsetzen. Hinsichtlich des<br />
Anwendungsspektrums sind den<br />
ML-Modellen dabei keine Grenzen<br />
gesetzt – das Spektrum reicht<br />
vom Einsatz in Lager, Versand und<br />
in der Produktion über die Produktund<br />
Regalkennzeichnung im Einzelhandel<br />
bis zur Etikettierung von<br />
Proben-röhrchen und Patientenarmbändern<br />
im Gesundheitswesen.<br />
Mehr unter: www.tscprinters.com
VERPACKUNGSDRUCK<br />
DS Smith setzt Highlight im Flexodruck<br />
Mit seiner limitierten Sternbild-Edition machte Henkell im Handel für kurze Zeit<br />
Lust auf prickelnden Sektgenuss unter nächtlichem Firmament. Genauso eindrucksvoll<br />
wie die exklusive Flaschenedition von Deutschlands meistexportierter<br />
Sektmarke war auch das Druckbild auf der von DS Smith im Flexovordruck produzierten<br />
Transport- und Verkaufsverpackung. Der Druck zeichnet sich durch hohe<br />
Farbbrillanz, intensive Leuchtkraft und gestochen scharfe Bilddetails aus.<br />
Nicht zuletzt dank technologischer<br />
Innovationen<br />
erschließt sich der Flexodruck<br />
kontinuierlich neue Märkte.<br />
Insbesondere im Verpackungsbereich<br />
gilt er mittlerweile als attraktive<br />
Alternative zum Tief- und<br />
Offsetdruck. „Sowohl im Flexovordruck<br />
als auch im Flexodirektdruck<br />
lassen sich heutzutage auf Wellpappe<br />
schnell und effizient erstklassige<br />
Druckergebnisse erzielen“, betont<br />
Steffen Blankenburg, Leiter der Druckerei<br />
am DS Smith Standort Fulda.<br />
Wichtige Voraussetzung sei eine<br />
präzise Zusammenarbeit zwischen<br />
den Vorstufenspezialisten, die alle<br />
Daten für den Druck aufbereiten und<br />
die Klischees erstellen, und den für<br />
Druck- und Verpackungsproduktion<br />
verantwortlichen Experten. „Vom<br />
Input bis zum Output erfolgen bei<br />
uns sämtliche Prozessschritte inhouse“,<br />
so Blankenburg. „Das gewährleistet<br />
eine hohe Druckqualität<br />
und damit letztendlich eine identitätsstarke<br />
Umsetzung der Markenbotschaft.“<br />
Limitierte Sonderedition<br />
Gedruckt im Flexovordruck im<br />
60er Raster mit fünf wasserbasierten<br />
Farben plus Lackveredelung besticht<br />
die Transport- und Verkaufsverpackung<br />
der limitierten Sonderedition<br />
mit hoher Farbbrillanz und<br />
intensiver Leuchtkraft. Glanzlichter<br />
setzen wirkungsvolle Akzente im<br />
funkelnden Himmelszelt. Das fotorealistische<br />
Druckbild der edlen<br />
Flasche besticht durch sanfte Verläufe<br />
und feine Detailabbildungen.<br />
Der Glamour und unkonventionelle<br />
Sektgenuss, für den die Marke Henkell<br />
weltweit steht, findet hier seine<br />
Photos: DS SMITH<br />
Für höchste<br />
Aufmerksamkeit am<br />
Sektregal und strahlende Absatzzahlen<br />
am Point of Sale sorgte diese Transport-<br />
und Verkaufsverpackung für die<br />
limitierte Sternenedition von Henkell<br />
beeindruckende Visualisierung: für<br />
höchste Aufmerksamkeit am Sektregal<br />
und strahlende Absatzzahlen am<br />
Point of Sale.<br />
Mehr unter:<br />
www.dssmith-packaging.at<br />
Produkt- und<br />
Verpackungskennzeichnung<br />
Produktionsprozesse<br />
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<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
39
INNERBETRIEBLICHE LOGISTIK<br />
Mit SALLY Kurier von Station zu Station<br />
DS AUTOMOTION stellte den SALLY Kurier während der med.Logistica,<br />
vor. Dabei handelt es sich um eine neuartige Lösung für den schnellen,<br />
sicheren und lückenlos dokumentierten Transport kleinerer Warensendungen<br />
innerhalb medizinischer Einrichtungen. Er ist die Antwort auf die Herausforderungen<br />
durch Personal- und Ressourcenmangel, mit dem sich Betreiber konfrontiert<br />
sehen. Zentrales Element ist das fahrerlose Kleinlasten-Transportfahrzeug<br />
SALLY mit individuell konfigurierbarem Schrankaufbau. Das modulare<br />
Komplettpaket enthält alles, was für den einfachen Aufbau und Betrieb eines<br />
automatisierten, flexiblen und rund um die Uhr verfügbaren Hol- und Bringdienstes<br />
erforderlich ist. Die umfassende AWT-Lösung entlastet das Krankenhauspersonal<br />
von Botendiensten und spielt es für wichtigere Aufgaben frei.<br />
Nicht alles, was in einem Krankenhaus<br />
von einer Station zu<br />
einer anderen muss, lässt sich<br />
digitalisieren und elektronisch versenden.<br />
Von Laborproben und Medikamenten<br />
über Instrumente und Kleingeräte<br />
bis zu vertraulichen Dokumenten gibt<br />
es Gegenstände, die physikalisch transportiert<br />
werden müssen. Deshalb erfolgen<br />
die internen Transporte kleinerer<br />
Warensendungen in Krankenhäusern,<br />
aber auch in größeren Wirtschaftsunternehmen,<br />
noch immer in Form von Botengängen.<br />
kleinerer Sendungen zwischen den<br />
Stationen eines Krankenhauses. Der<br />
mobile Roboter SALLY ist in seiner ursprünglichen<br />
Form für kleinere Lasten<br />
bis rund 100 kg ausgelegt. Er besteht<br />
aus dem Basisfahrzeug, das sich durch<br />
aufgabenspezifische Aufbauten flexibel<br />
an unterschiedliche Transportaufgaben<br />
anpassen lässt. So erledigen z. B. insgesamt<br />
22 SALLYs gemeinsam mit vier<br />
fahrerlosen Gabelstaplern von DS AU-<br />
TOMOTION das Sterilguthandling in<br />
zwei dänischen Krankenhäusern.<br />
SALLY Kurier holt’s,<br />
SALLY Kurier bringt’s<br />
„Mit dem SALLY Kurier entwickelte<br />
DS AUTOMOTION eine neuartige<br />
Lösung für den schnellen, sicheren und<br />
dokumentierten Transport kleinerer Warensendungen<br />
innerhalb medizinischer<br />
Einrichtungen“, sagt Eva Hertel Murga,<br />
Produktmanagerin bei der DS AUTO-<br />
MOTION GmbH. „Modular aufgebaut,<br />
einfach zu implementieren und ohne<br />
großen Schulungsaufwand zu benutzen,<br />
ist die umfassende AWT-Lösung weit<br />
mehr als eine bloße Produktinnovation.“<br />
Hol- und Bringdienste im Dilemma<br />
In vielen Gesundheitseinrichtungen<br />
existiert zu diesem Zweck ein eigener<br />
Hol- und Bringdienst. Dessen Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter können vom<br />
Stationspersonal angefordert werden,<br />
um Sendungen von A nach B zu befördern.<br />
Allerdings wird es für Personalverantwortliche<br />
in vielen Spitälern zunehmend<br />
schwerer, für diese Aufgaben<br />
genügend Personal zu rekrutieren.<br />
Zuverlässig<br />
Einerseits ist keine besondere Qualifikation<br />
erforderlich und die Arbeit wenig<br />
abwechslungsreich, andererseits müssen<br />
diese Transporte schnell und mit<br />
hoher Zuverlässigkeit abgewickelt werden.<br />
Das Beherrschen der jeweiligen<br />
Landessprache ist wichtig, um Aufträge<br />
zuverlässig korrekt zu verstehen. Dazu<br />
kommt im Interesse des Datenschutzes<br />
die Verpflichtung zur Verschwiegenheit.<br />
Auch zur Erfüllung der bürokratischen<br />
Nachweispflichten durch Quittierung<br />
von Abholung und Zustellung eignen<br />
sich nicht alle Bewerberinnen und Bewerber.<br />
Hat aber jemand die volle Eignung,<br />
wäre es angesichts des Mangels<br />
an Pflegekräften oft wünschenswert, die<br />
Person an anderer Stelle einzusetzen.<br />
Krankenhäuser suchen daher bereits seit<br />
einiger Zeit nach effizienten Lösungen,<br />
den Warentransport zu automatisieren.<br />
40 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
Die zentrale Leitsteuerung DS NAVIOS erledigt Verkehrssteuerung und Transportdatenauswertung.<br />
Zudem erledigt es die Auftragsabwicklung und -optimierung.<br />
Innerhalb eines Systems lassen sich auch mehrere SALLY Kurier in<br />
einem Verbund betreiben. Ebenso ist die Integration in eine bereits<br />
bestehende AWT-Anlage einfach möglich.<br />
Rohrpostanlagen<br />
Rohrpostanlagen eignen sich nicht für<br />
alle Transporte. Viele Sendungen sind<br />
zu groß oder zu empfindlich für den<br />
Versand in Rohrpost-Büchsen. Ist nur<br />
eine davon undicht, sodass ihr Inhalt<br />
innerhalb des Systems ausläuft, gefährdet<br />
das die Hygiene im ganzen Haus.<br />
Zudem erfordern Rohrpostsysteme<br />
große Investitionen, verursachen hohe<br />
Kosten für Betrieb und Instandhaltung<br />
und lassen sich bei Umbauten nur mit<br />
enormem Aufwand anpassen.<br />
Müllentsorgung<br />
Im automatisierten Warentransport<br />
(AWT) erledigen fahrerlose Transportsysteme<br />
des österreichischen Herstellers<br />
DS AUTOMOTION GmbH Transportaufgaben<br />
in Spitälern. In ihren traditionellen<br />
Einsatzgebieten – dem Speisen-<br />
und Wäschetransport sowie der<br />
Müllentsorgung – entlasten sie bereits<br />
seit vielen Jahren das Personal von einfachen,<br />
aber körperlich anstrengenden<br />
Tätigkeiten.<br />
Kleinere Sendungen<br />
Die Entwicklung kompakter Kleinlasten-Fahrzeuge<br />
wie der modularen<br />
Mobilroboter-Plattform SALLY ermöglicht<br />
seit einiger Zeit auch den AWT<br />
Datenschutz<br />
Das beginnt mit dem anwendungsspezifisch<br />
gestalteten Lastaufnahmemittel.<br />
Ausgeführt als geschlossener, leicht zu<br />
reinigender Schrank, enthält er modulare<br />
Fächer und Schubladen. Deren Anordnung<br />
und Aufteilung können Kunden<br />
bei der Bestellung wählen. Sie sind<br />
einzeln verschließbar, zum Öffnen ist<br />
eine Codeeingabe (Barcode) erforderlich.<br />
Das ermöglicht das Verfolgen des<br />
Warenweges von der aufgebenden bis<br />
zur empfangenden Person. „Zusätzlich<br />
verhindert es datenschutzrechtlich bedenkliche<br />
Einblicke“, ergänzt Eva Hertel.<br />
„Besonders heikel sind beispielsweise<br />
individuelle Medikamentenpakete<br />
für einzelne Patienten.“ Zusätzlich lässt<br />
sich durch Einscannen des Barcodes am<br />
Transportgut eine laufende Transportinventur<br />
führen. Ein eingebauter Wiegesensor<br />
schützt vor Überschreitungen<br />
des zulässigen Ladungsgewichtes von<br />
ca. 50 kg.<br />
Rufknopf<br />
Über einen einfachen Rufknopf am<br />
Stationsstützpunkt kann das Personal einen<br />
SALLY Kurier anfordern. Nach Beladung<br />
erfolgt die Eingabe der Ziele für<br />
die eingelegten Gegenstände an einem<br />
intuitiv zu bedienenden Touchscreen-<br />
Panel direkt am Fahrzeug. Sind noch<br />
Fächer leer, kann der SALLY Kurier
Eva Hertel Murga, Produktmanagerin, DS AUTOMOTION GmbH:<br />
„Modular aufgebaut, einfach zu implementieren und ohne großen Schulungsaufwand zu benutzen,<br />
ist die umfassende AWT-Lösung SALLY Kurier weit mehr als eine bloße Produktinnovation.“<br />
unterwegs weitere Fracht aufnehmen.<br />
Das ermöglicht verkettete Transporte<br />
entlang der Gesamtstrecke, die für eine<br />
gleichmäßig hohe Auslastung sorgen<br />
und die Wartezeit verringern. Durch Anbindung<br />
an das hausinterne Mail-System<br />
versendet die Software automatisch<br />
Lieferavisos.<br />
Sichere und flexible Navigation<br />
Zum Navigieren nutzt SALLY die<br />
Technologie SLAM (Simultaneous Localization<br />
and Mapping) dazu, anhand<br />
feststehender Merkmale ihrer Fahrumgebung<br />
ihre Bahn zu überprüfen.<br />
Deshalb benötigt sie für die Navigation<br />
keine Spurführung oder künstliche<br />
Landmarken. Das sorgt für einen geringen<br />
Installationsaufwand und erleichtert<br />
das spätere Hinzufügen zusätzlicher<br />
Stationen. Da sich der SALLY Kurier<br />
in öffentlich zugänglichen Bereichen<br />
bewegt und Gänge mit Menschen, anderen<br />
AWT-Fahrzeugen und geschobenen<br />
Betten teilt, ist die Sicherheit ein besonders<br />
wichtiges Thema. Die Sicherheitseinrichtungen<br />
für Kollisionsvermeidung<br />
und Personenschutz von SALLY sind<br />
von allen anderen fahrerlosen Transportfahrzeugen<br />
von DS AUTOMOTI-<br />
ON bekannt, sorgfältig getestet und tausendfach<br />
bewährt. Der SALLY Kurier<br />
ist darüber hinaus mit zwei vorragenden<br />
Sicherheitsleisten und zwei zusätzlichen<br />
3D-Kameras ausgestattet. Zudem verfügt<br />
er über taktile Bodenscanner als<br />
Absturzsicherung.<br />
Hindernissen ausweichen<br />
Der SALLY Kurier kann über das<br />
Leitsteuerungssystem DS NAVIOS<br />
Türen und Tore öffnen sowie Aufzüge<br />
anfordern und gleichzeitig mit Personen<br />
nutzen. Zudem kann das smarte AWT-<br />
Fahrzeug von DS AUTOMOTION unerwartet<br />
auftretenden Hindernissen ausweichen.<br />
„Wenn Reinigungswagen oder<br />
Personen auf dem Gang stehen, genügt<br />
es nicht, davor anzuhalten“, erklärt Eva<br />
Hertel und stellt eine wesentliche Innovation<br />
vor. „Der SALLY Kurier kann<br />
Hindernisse umfahren und dadurch ungeplante<br />
Stillstände vermeiden.“<br />
Flexibler 24/7-Einsatz<br />
Der SALLY Kurier ist für den problemlosen<br />
Einsatz rund um die Uhr<br />
mit geringstem Wartungsaufwand ausgelegt.<br />
Bei Bedarf fährt das kompakte<br />
AWT-Fahrzeug selbsttätig die Ladestation<br />
an. Da die Intelligenz in der zentralen<br />
Leitsteuerung DS NAVIOS liegt,<br />
lassen sich innerhalb eines Systems<br />
auch mehrere SALLY Kurier in einem<br />
Verbund betreiben. Dank der jahrelangen<br />
Expertise von DS AUTOMOTION<br />
in Sachen großvolumiger Anlagen ist<br />
die Integration in eine bereits bestehende<br />
AWT-Anlage einfach möglich.<br />
Kompaktes Paket,<br />
einfache Implementierung<br />
DS NAVIOS erledigt nicht nur die<br />
Verkehrssteuerung mit Vorfahrtsregelung<br />
und Deadlock-Erkennung sowie<br />
die Transportdatenauswertung, sondern<br />
ermöglicht die zentrale Überwachung<br />
der gesamten Flotte sowie<br />
Diagnose und Fernwartung. Zudem<br />
erledigt es die Auftragsabwicklung und<br />
-optimierung.<br />
Schulung<br />
„AWTs wurden bisher meist nach<br />
gründlicher Analyse in Form kundenspezifischer<br />
Großanlagen implementiert“,<br />
weiß Eva Hertel. „Um Betreibern<br />
von Krankenhäusern die Einführung<br />
zu erleichtern, bieten wir den SALLY<br />
Kurier als startbereites Basispaket mit<br />
Optionen an.“ Dieses enthält alles, was<br />
zum Aufbau einer Strecke mit zwei<br />
Stationen erforderlich ist. Dazu gehört<br />
neben einem Fahrzeug und einer Ladestation<br />
die Leitsteuerung DS NAVIOS.<br />
Auch Inbetriebnahme, Dokumentation<br />
und Schulung sind inbegriffen. Als Optionen<br />
stehen neben weiteren Fahrzeugen<br />
und Ladestationen auch Streckenerweiterungen<br />
sowie Servicepakete,<br />
Finanzierungsangebote und weitere<br />
Schnittstellen zur modularen Anlagenerweiterung<br />
bereit.<br />
Mehr unter:<br />
www.ds-automotion.com<br />
etiketten flexibles feinkartonagen design etikettiertechnik<br />
www.marzek-group.com +43 2252 90500<br />
01/<strong>19</strong><br />
41
WIRTSCHAFT<br />
Die natürliche Wahl. Nachhaltig 3<br />
Die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton sind<br />
wirtschaftlich erfolgreich, produzieren ökologisch nachhaltig und bieten<br />
attraktive, zukunftsträchtige Arbeitsplätze. Vor einigen Tagen präsentierte die<br />
Branche die Wirtschaftsdaten 2018 und ihre Nachhaltigkeits-Charta.<br />
PROPAK zieht erfolgreich Bilanz.<br />
Rund 100 Unternehmen<br />
mit knapp 9.200 Mitarbeitern<br />
veredelten im Geschäftsjahr 2018 in<br />
Österreich 1,2 Millionen Tonnen Papier<br />
und Karton zu hochwertigen Produkten<br />
und Verpackungen mit einem Wert<br />
von 2,4 Milliarden Euro – gegenüber<br />
dem Jahr 2017 ist das ein Plus von 3,3<br />
Prozent ﴾in Tonnen) und wertmäßig<br />
ein Zuwachs von +3,6 Prozent. „Die<br />
Exportquote der PROPAK liegt bei 74<br />
Prozent und ist damit die tragende Säule<br />
des Wachstums unserer Branche“,<br />
sagt PROPAK-Obmann Georg Dieter<br />
Fischer. Die Leistungskraft der PRO-<br />
PAK manifestiert sich aber auch in einer<br />
starken Vernetzung mit Lieferanten<br />
und Kunden. „Jeder Euro an PROPAK-<br />
Wertschöpfung generiert in Summe<br />
2,76 Euro Gesamtwertschöpfung, jeder<br />
PROPAK-Arbeitsplatz 3,57 Beschäftigungsverhältnisse<br />
in Österreichs Wirtschaft“,<br />
so Obmann Fischer.<br />
Ökologie<br />
Neben der wirtschaftlichen Bedeutung<br />
punkten PROPAK-Unternehmen<br />
mit ihren Produkten besonders aus<br />
ökologischer Sicht. Der Einsatz nachwachsenden,<br />
biologisch abbaubaren<br />
Rohmaterials, die breite Verwendung<br />
von Recyclingmaterial und die emissionsarme<br />
Produktion machen PROPAK<br />
zur Kreislaufindustrie par excellence.<br />
So beträgt etwa die Recyclingquote von<br />
Verpackungen aus Papier und Karton in<br />
Österreich knapp 90 Prozent und liegt<br />
damit schon heute klar über dem EU-<br />
Ziel von 75 Prozent für das Jahr 2025.<br />
Ein weiterer Grund, der für nachhaltige<br />
Produkte aus Papier und Karton spricht:<br />
Papierfasern sind wertvoller Sekundärrohstoff<br />
und können heute mehr als 25<br />
Mag. Marko Schuster, Mag. Martina Hörmer,<br />
KR Georg Dieter Fischer und Dr. Andreas Blaschke<br />
Mal rezykliert werden! „Das ist Mehrweg<br />
auf Materialebene“, so Obmann<br />
Georg Dieter Fischer.<br />
PROPAK Nachhaltigkeits-Charta<br />
„Wir haben geschlossene Kreisläufe:<br />
Produkte aus Papier, Wellpappe und<br />
Karton sind kein Faktor beim Thema<br />
Marine-Littering“, sagt Fischer. PRO-<br />
PAK steht für Produkte, die umweltrelevante<br />
Herausforderungen lösen. „Unsere<br />
Nachhaltigkeits-Charta dokumentiert<br />
unser Kommitment für Umwelt,<br />
Mitarbeiter und Standort. Die PRO-<br />
PAK Branche agiert nachhaltig hoch<br />
drei!“ PROPAK-Produkte umfassen<br />
praktisch alle Bereiche des täglichen<br />
Lebens: Verpackungen aus Wellpappe<br />
und Faltschachteln aus Karton, Getränkeverpackungen<br />
und flexible Verpackungen,<br />
Papierwaren für Hygiene<br />
und Haushalt (﴾Taschentücher, Servietten,<br />
Toilettenpapier, Becher)﴿, Büround<br />
Organisationsmittel sowie Bücher,<br />
Etiketten, Spielkarten, Tipping Paper,<br />
Rollen/Hülsen und vieles mehr.<br />
Natürlich Karton<br />
Dass insbesondere die Nachhaltigkeit<br />
der Verpackung für den Kauf eines Produktes<br />
entscheidend ist, bestätigt eine<br />
von Pro Carton Ende 2018 durchgeführte<br />
Konsumentenbefragung in den<br />
sieben größten Ländern Europas: Drei<br />
Viertel aller Konsumenten greifen zu<br />
jenen Produkten, die ökologisch verpackt<br />
sind. „Gefragt sind heute neue<br />
Verpackungen, die etwa Lebensmitteln<br />
Schutz und Stabilität bieten und sich<br />
zugleich einwandfrei recyceln lassen,“<br />
berichtet Andreas Blaschke, Obmann-<br />
Stellvertreter PROPAK und Vorstand<br />
Mayr-Melnhof Packaging International.<br />
Green Packaging<br />
Eine starke Marke, die seit vielen<br />
Jahren Verpackungen schrittweise auf<br />
nachhaltigere Alternativen umstellt, ist<br />
Ja! Natürlich. Geschäftsführerin Martina<br />
Hörmer bestätigt: „Die Verbraucher-<br />
einstellung gegenüber Nachhaltigkeit<br />
im Lebensmittelhandel hat sich in denvergangenen<br />
Jahren deutlich verändert<br />
und die Verpackung ist derzeit im Fokus<br />
unserer Kunden. An uns als Bio-Marke,<br />
die Verantwortung für Tier, Mensch und<br />
Umwelt übernimmt, sind die diesbezüglichen<br />
Konsumenten-Erwartungen<br />
besonders hoch. Daher arbeiten wir<br />
bereits seit 2011 an Green Packaging<br />
Lösungen und haben uns beispielsweise<br />
für den Bereich Obst und Gemüse<br />
das ambitionierte Ziel gesetzt, uns bis<br />
zum Ende des Jahres von zuletzt mehr<br />
als 75 Prozent auf 100 Prozent lose<br />
oder umweltfreundlicher verpackte<br />
Produkte zu steigern. Und auch in anderen<br />
Produktkategorien bringen wir<br />
laufend Verpackungsalternativen: so<br />
haben wir kürzlich die Ja! Natürlich-<br />
Käseverpackung in der Feinkost auf<br />
Papiertassen umgestellt. Damit konnte<br />
der CO2-Fussabdruck im Vergleich zur<br />
bisher verwendeten Plastiktasse um<br />
rund zwei Drittel reduziert werden. Für<br />
das naturbraune Papier wird heimisches<br />
Holz verwendet und auch die Fertigung<br />
der Verpackung erfolgt zur Gänze in<br />
Österreich. So können Transportwege<br />
minimal und die Wertschöpfung in Österreich<br />
gehalten werden.“<br />
Die PROPAK Nachhaltigkeits-Charta<br />
können Sie unter www.propak.at<br />
herunterladen.<br />
TIPP: PROPAK TRENDTAG 20<strong>19</strong><br />
Am 6. November 20<strong>19</strong> lädt<br />
PROPAK Obmann Georg Dieter<br />
Fischer zum PROPAK Trendtag,<br />
dem jährlichen Branchentreff.<br />
Dieser steht heuer ganz im Zeichen<br />
der Nachhaltigkeit. Der Titel lautet:<br />
‚Nachhaltig hoch 3 – Erfolgreich<br />
in der Kreislaufwirtschaft’. Das<br />
Programm umfasst spannende<br />
Keynotes, interessante Case<br />
Studies und eine kontroversielle<br />
Podiumsrunde mit Vertretern aus<br />
Wirtschaft und Gesellschaft.<br />
42 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
Schalen, Tassen und ...<br />
Trays für Obst und Gemüse<br />
NACHHALTIGE ALTERNATIVE<br />
Egal ob Kern-, Stein- oder Beerenobst, Gemüse oder Kräuter – die Offsetdruckerei<br />
Schwarzach bietet ein umfassendes Sortiment an Schalen, Tassen<br />
und Trays aus Karton, maßgeschneidert für den jeweiligen Einsatzzweck. Die<br />
Lösungen können in vielen Bereichen Schalen aus Kunststoff substituieren<br />
und sind daher eine nachhaltige Alternative.<br />
Die Offsetdruckerei bietet eine<br />
Fülle an zertifizierten Materialien<br />
und klimaneutralen<br />
Druck nach ClimatePartner an. Die<br />
Schalen, Tassen und Trays sind leicht,<br />
trotzdem stabil, stapelbar, umweltfreundlich<br />
und recyclefähig oder gar<br />
kompostierbar.<br />
Hohe Druckqualität<br />
Durch die hohe Druckqualität eignen<br />
sich Schalen und Trays auch bestens als<br />
Kommunikationsinstrument mit dem<br />
Endverbraucher und sind dennoch eine<br />
kostengünstige Verkaufsverpackung.<br />
FastFood<br />
Auch für die unterschiedlichsten Speisen<br />
im Fast Food-Bereich bietet die<br />
Offsetdruckerei Schwarzach passende<br />
Lösungen: Burger-Boxen, Schalen für<br />
Pommes Frites, Taccos und Ähnliches.<br />
Selbst ofenfeste, beschichtete Backschalen<br />
befinden sich im Sortiment.<br />
Offsetdruckerei Schwarzach<br />
Die Offsetdruckerei Schwarzach ist<br />
ein Traditionsunternehmen mit über<br />
100-jähriger Firmengeschichte. Bereits<br />
vor mehr als 50 Jahren hat man sich<br />
auf das Konstruieren, Drucken, Stanzen<br />
und Veredeln von Faltschachteln für die<br />
Konsum- und Luxusgüterindustrie spezialisiert.<br />
Der hochmodern ausgestattete<br />
Betrieb in Schwarzach im Vorarlberger<br />
Rheintal zählt rund 370 Beschäftigte,<br />
die sich um den täglichen Packaging-<br />
Workflow kümmern. Die Offsetdruckerei<br />
Schwarzach ist nach höchsten<br />
Standards in den Bereichen Qualität und<br />
Ökologie zertifiziert.<br />
Einige Beispiele - mehr unter:<br />
www.offset.at<br />
Fotos: Offsetdruckerei Schwarzach<br />
Ob Figurenaufsteller, Promotion- oder Sonderverpackungen,<br />
die MVG betreut Sie persönlich und individuell auf der Suche<br />
nach kreativen Lösungen bei jeder noch so anspruchsvollen<br />
Aufgabenstellung.<br />
Auch für Kleinstauflagen setzen unsere 30 erfahrenen<br />
MitarbeiterInnen innovative Materialien und modernste<br />
Technologie – wie unsere Digitaldruckanlage und<br />
Hochleistungsplotter – für Sie ein.<br />
Hochwertige Aufsteller und Verpackungen<br />
• Pultaufsteller und Displays<br />
• Palettenummantelungen<br />
• Dispenser<br />
• Verkaufsaufsteller<br />
• Wobbler und Crowner<br />
• Deckenhänger<br />
• Figuren in Lebensgröße<br />
• Tragekoffer<br />
• individuelle<br />
Verpackungen<br />
Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. T 02230/24300 · office@mvg.co.at · www.mvg.co.at<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
43
KENNZEICHNUNG<br />
CHEP Österreich automatisiert<br />
CHEP Österreich baut sein Service Center am Wirtschaftsstandort Wien mit<br />
hochmodernster Technologie aus. Der Marktführer im Palettenpooling investierte<br />
im einstelligen Millionenbereich in die Automatisierung der Paletteninspektion<br />
und -reparatur, um die Leistungsfähigkeit seines Service Centers<br />
in Hof am Leithaberge zu erhöhen. Anfang 20<strong>19</strong> war der Startschuss für den<br />
vollautomatisierten Betrieb. Durch den Einsatz von Robotik will CHEP zum<br />
einen konsistent höchste Standards bei Leistung und Compliance sicherstellen.<br />
Zum anderen war eine Prozessoptimierung notwendig, um der kontinuierlich<br />
wachsenden Nachfrage nach den nachhaltigen, blauen Ladungsträgern zu<br />
begegnen.<br />
Seit 2010 beliefert CHEP von<br />
Hof am Leithaberge aus den<br />
österreichischen Markt geregelt<br />
mit Paletten, allen voran die Region<br />
Wien, Graz und Salzburg. Mit<br />
der Paletten Logistik Winter GmbH<br />
als verlässlichen und erfahrenen<br />
Partner ist selbst in Konjunkturhochs<br />
die konstante Palettenverfügbarkeit<br />
garantiert: Millionen Paletten<br />
werden jährlich nach dem Prinzip<br />
„Share and Reuse“ nach jedem<br />
Lieferzyklus standardmäßig kontrolliert<br />
und falls nötig repariert, bevor<br />
sie erneut an den Einzelhandel und<br />
die Konsumgüterindustrie geliefert<br />
werden. Je nach Bedarf stellt CHEP<br />
Österreich seinen Kunden einen<br />
Plattform-Mix aus Euro-, Industrie-,<br />
Halb- und Viertelpaletten sowie<br />
Kunststoffpaletten und den rollbaren<br />
Display-Ladungsträger Dolly bereit.<br />
Vollautomatisiert<br />
Im vollautomatisierten Betrieb<br />
werden die CHEP Paletten routinemäßig<br />
auf Mängel, Beschädigungen<br />
oder Verunreinigungen inspiziert.<br />
Auf diese Weise lässt sich<br />
die konstant wachsende Nachfrage<br />
nach den blauen Ladungsträgern<br />
im zweistelligen Bereich bewältigen.<br />
Mitarbeitern des Service Centers<br />
bietet das neue Arbeitsumfeld<br />
einen höheren Komfort in Punkto<br />
Ergonomie, indem Robotereinheiten<br />
Arbeitsschritte wie die Reparatur defekter<br />
Paletten übernehmen.<br />
Industrie 4.0: für<br />
die Zukunft gerüstet<br />
Im Einzelnen umfasst die neu installierte<br />
automatisierte Anlage in<br />
Hof am Leithaberge folgende Technik:<br />
r Multifunktionale vollautomatische<br />
Inspektions- und Reparaturanlage<br />
zum automatischen Entstapeln,<br />
Transportieren, Wenden und Stapeln<br />
von Paletten<br />
r Ein neues Lasersystem (Automatic<br />
Digital Inspection, ADI), das<br />
einzelne Paletten auf Beschädigungen<br />
prüft und ggf. zur Reparatur<br />
schickt<br />
r Automatische Lackier- und<br />
Schablonenprozesse mittels Bürstenlackierkabinen<br />
und Inkjet-Systemen<br />
r Neue Rollennagler-Technologie,<br />
die sicherstellt, dass keine Nägel<br />
über das obere Brett der Paletten<br />
rausstehen<br />
r Ein Feuchtigkeitsmessgerät, das<br />
den Feuchtigkeitsgehalt der Paletten<br />
überwacht und das obere Deck sowie<br />
den Boden der Paletten sondiert.<br />
Überschreitet der Feuchtigkeitsgehalt<br />
einen bestimmten Wert, wird<br />
die Palette aus der Produktion aussortiert<br />
Konstante Palettenverfügbarkeit<br />
„Mit der Automatisierung machen<br />
wir unser Service Center zukunftsfähig<br />
und stärken zugleich die Region.<br />
Seit mehreren Jahren vermerken wir<br />
ein steigendes Interesse an unserem<br />
breiten, im Poolingmodell angebotenen<br />
Palettenmix. Selbst in wirtschaftlichen<br />
Spitzenzeiten können<br />
wir jetzt eine konstante Palettenverfügbarkeit<br />
sicherstellen – und dies<br />
bei gleichbleibend hoher Qualität.<br />
Von dieser hohen Flexibilität profitieren<br />
am meisten unsere Kunden.<br />
Immer mehr Kunden realisieren<br />
wirtschaftliche Einsparpotenziale<br />
durch Pooling. Dieses ermöglicht es<br />
ihnen, sich anstatt des Palettenmanagements<br />
ganz auf ihre Kernaufgaben<br />
zu konzentrieren. Zugleich<br />
werden versteckte Kosten beseitigt“,<br />
erklärt Wim Hermans, Country Manager<br />
Austria von CHEP.<br />
Im Zeichen von Industrie 4.0 automatisiert<br />
CHEP seine Service Center<br />
in Deutschland, Österreich und<br />
der Schweiz. Den Auftakt bildete<br />
das Service Center Neu Wulmstorf<br />
bei Hamburg, das im September<br />
2018 vollautomatisiert seinen Betrieb<br />
aufnahm.<br />
Paletten Logistik Winter GmbH<br />
Die Gründung der Paletten Logistik<br />
Winter GmbH, die das größte<br />
österreichische Depot von CHEP ist,<br />
geht auf das Jahr 2010 zurück. Im<br />
Zuge dieser Zusammenarbeit führt<br />
Paletten Logistik Winter die Rückholung,<br />
Reparatur und Auslieferung<br />
der CHEP-Paletten aus.<br />
Eco Vadis Gold<br />
CHEP Europe wurde für seine<br />
Nachhaltigkeitsleistungen von der<br />
unabhängigen Ratingagentur Eco-<br />
Vadis erneut mit der höchstmöglichen<br />
Auszeichnung, dem EcoVadis<br />
Gold Status, ausgezeichnet. Mit<br />
dieser Klassifizierung ist CHEP<br />
das einzige Supply-Chain-Unternehmen,<br />
das diese Top-Bewertung<br />
bereits zum vierten Jahr in Folge<br />
erhält.<br />
Mehr unter: www.chep.com oder<br />
unter www.euro-paletten.at/de/<br />
logistik-winter<br />
44 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
MESSE<br />
40 Jahre FachPack<br />
Die FachPack wird 40! Ein Jubiläum ist ein guter Anlass, einen Blick zurückzuwerfen.<br />
Als regionale Fachausstellung für Verpackung startete sie <strong>19</strong>79 mit<br />
88 Ausstellern und rund 2.000 Besuchern in Nürnberg. Wenn sie vom 24. bis 26.<br />
September 20<strong>19</strong> ihre Tore öffnet, erwarten rund 1.600 Aussteller an ihren Messeständen<br />
etwa 45.000 Fachbesucher. Als Fachmesse für Verpackungen, Prozesse<br />
und Technik ist sie heute der Treffpunkt der europäischen Verpackungswirtschaft.<br />
Alles begann <strong>19</strong>78 mit einer<br />
Idee des damaligen<br />
Messedirektors Dr. Hartwig<br />
Hauck und dem Marketingleiter<br />
Walter Hufnagel. Diese stellten fest,<br />
dass es vermehrt Einzelanfragen<br />
von Vertretern der Verpackungsbranche<br />
gab, die das neue und moderne<br />
Nürnberger Messegelände<br />
für Hausmessen mieteten. Darunter<br />
das Verpackungskontor König, die<br />
heutige Weltfirma Illig sowie der<br />
Handelsvertreter Gert Erhardt. Nach<br />
Gesprächen mit Branchenkennern<br />
und Marktrecherchen wurde der<br />
Eindruck bestätigt, dass es Bedarf an<br />
einer Verpackungsausstellung gab.<br />
Ein Messekonzept wurde entwickelt<br />
und ein Anschreiben an potenzielle<br />
Aussteller formuliert – da die Zeit<br />
drängte, wurde eine Einkehr auf der<br />
Wies´n am Rande eines geschäftlichen<br />
Termins in München dafür<br />
genutzt. „<strong>19</strong>79 wurden lediglich 100<br />
Postkarten zur Ausstellerakquise<br />
verschickt. Und bei der Messepremiere<br />
einige Monate später waren<br />
88 Aussteller dabei,“ erklärt CEO<br />
Peter Ottmann, der zusammen mit<br />
CEO Dr. Roland Fleck der NürnbergMesse<br />
vorsteht.<br />
Was Kunden schätzen<br />
Seitdem entwickelt sich die Fach-<br />
Pack bestens. <strong>19</strong>95 beteiligten sich<br />
erstmals über 400 Aussteller, 20<strong>03</strong><br />
konnte die 1000er Ausstellermarke<br />
geknackt werden, 2015 verbuchten<br />
die Veranstalter zum ersten Mal über<br />
40.000 Fachbesucher. Und 2018<br />
kamen 38 Prozent der FachPack-<br />
Aussteller und 25 Prozent der Fachbesucher<br />
aus dem überwiegend europäischen<br />
Ausland. Was macht die<br />
Attraktivität der FachPack aus? „Die<br />
FachPack ist schon immer eine Messe<br />
für Macher. Vor allem drei Dinge<br />
sind es, die Aussteller und Besucher<br />
an der FachPack heute ganz besonders<br />
schätzen“, weiß Cornelia Fehlner,<br />
die seit 2017 Leiterin der Fach-<br />
Pack ist, und fährt fort: „Ihre Dauer,<br />
immer drei knackige Tage; das nahezu<br />
komplette Angebot entlang der<br />
Foto: Nuernberg Messe<br />
Prozesskette Verpackung – von den<br />
Maschinen und der Logistik über<br />
die Packstoffe und Packhilfsmittel<br />
bis hin zu Druck und Veredelung;<br />
sowie das attraktive Rahmenprogramm<br />
mit den beliebten Vortragsforen<br />
PackBox und TechBox, den<br />
trendigen Sonderschauen und Preisverleihungen.“<br />
Das Erfolgsgeheimnis<br />
Retrospektiv nach dem Erfolgsgeheimnis<br />
der FachPack gefragt, antwortet<br />
Ottmann: „Wir haben den<br />
Markt immer intensiv beobachtet<br />
und reagieren zeitnah auf Entwicklungen.“<br />
Beispiel Wellpappenindustrie.<br />
Sie suchte eine Heimat<br />
und fand sie in den 90er Jahren in<br />
Nürnberg – inklusive des beliebten<br />
Forums Wellpappe. Aber auch die<br />
flexiblen Verpackungen und die<br />
große Schar der Kennzeichnungsspezialisten<br />
zeigten im Laufe der<br />
Jahre immer stärker Flagge auf der<br />
FachPack. Mit dem Deutschen Verpackungsinstitut<br />
(dvi) zog Ende der<br />
90er Jahre zudem ein Partner mit<br />
seinem renommierten Verpackungspreis<br />
in die Messehallen. Schließlich<br />
ist Nürnberg – zentral in der Mitte<br />
Europas gelegen – auch zu einem<br />
Anlaufpunkt für die osteuropäische<br />
Branche geworden. Nach dem Fall<br />
der Mauer und des Eisernen Vorhangs<br />
war die Frankenmetropole<br />
verkehrstechnisch einfach gut<br />
zu erreichen. Heute kommt jeder<br />
vierte FachPack-Besucher aus dem<br />
Ausland, allen voran aus Österreich,<br />
Tschechien, Polen, Italien, der<br />
Schweiz, den Niederlanden, Frankreich,<br />
Slowenien, Großbritannien/<br />
Nordirland und Belgien.<br />
Aussteller der ersten Stunde<br />
Obwohl sich die FachPack im Laufe<br />
der Zeit stark verändert hat, größer<br />
und ihre Aussteller- und Besucherbeteiligung<br />
immer europäischer<br />
wurde, gibt es Unternehmen, die die<br />
Messe von Anfang an begleiten. 11<br />
sind es an der Zahl (von den damals<br />
88 Ausstellern), die sowohl bei der<br />
Erstveranstaltung <strong>19</strong>79 als auch im<br />
Jubiläumsjahr 20<strong>19</strong> mit dabei sind.<br />
Auf diese Aussteller ist Fehlner besonders<br />
stolz: „Es ist nicht selbstverständlich<br />
über 40 Jahre an jeder<br />
FachPack-Messe teilzunehmen und<br />
keine auszulassen. Für dieses außerordentliche<br />
Engagement möchten<br />
wir uns ganz besonders bedanken.“<br />
Zu den Ausstellern der ersten Stunde<br />
zählen Beck Packautomaten GmbH<br />
& Co. KG – Verpackungsmaschinen,<br />
Bluhm Systeme GmbH, Breitner<br />
Abfüllanlagen GmbH, Collischan<br />
GmbH & Co. KG, HADE Heinrich<br />
Dornseifer KG, Hugo Beck Maschinenbau<br />
GmbH & Co. KG, Illig<br />
Maschinenbau GmbH & Co. KG,<br />
Kartonveredlung Knapp GmbH,<br />
KOCH Pac-Systeme GmbH, Mezger<br />
Heftsysteme GmbH sowie MSK<br />
Verpackungs-Systeme GmbH.<br />
FachPack 20<strong>19</strong><br />
Dass Unternehmen möglichst keine<br />
FachPack verpassen möchten,<br />
liegt auch daran, dass Messen Märkte<br />
widerspiegeln und die Trends der<br />
Zukunft zeigen. So auch die Fach-<br />
Pack 20<strong>19</strong>, die unter ihrem Slogan<br />
„Morgen entsteht beim Machen“ in<br />
diesem Jahr das Leitthema „Umweltgerechtes<br />
Verpacken“ ausgerufen<br />
hat. Dies findet sich zum Beispiel<br />
in den Vortragsforen, Sonderschauen,<br />
Preisverleihungen und an<br />
zahlreichen Messeständen der Aussteller<br />
wieder. Die FachPack versteht<br />
sich als eine Plattform für Zukunftsthemen.<br />
Sie zeigt schon heute,<br />
dass die Verpackung von morgen<br />
zugleich im Dienst der Umwelt und<br />
der Verbraucher steht und dabei den<br />
gesamten Kreislauf im Blick hat.<br />
Foren<br />
„Die Ergänzung des beliebten<br />
Forums PackBox um das Forum<br />
TechBox im letzten Jahr ist auf sehr<br />
großes Interesse gestoßen und wurde<br />
von insgesamt 7.500 Teilnehmern<br />
begeistert angenommen. Deshalb<br />
werden auch in diesem Jahr wieder<br />
in beiden Foren renommierte Branchenexperten<br />
ihr Wissen zu den<br />
unterschiedlichsten Fachthemen teilen“,<br />
so Cornelia Fehlner, Leiterin<br />
der FachPack. Im Forum PackBox<br />
in Halle 7 finden Vorträge, Workshops<br />
und Diskussionen rund um die<br />
Themen Packmittel, Verpackungsdruck,<br />
-veredelung und -design statt.<br />
Das Forum TechBox greift hingegen<br />
die Bereiche Verpackungstechnologie<br />
und Logistik auf.<br />
Sonderschauen<br />
Auch außerhalb der beiden Fachforen<br />
sind spezielle Verpackungsthemen<br />
auf Sonderschauen in den Messehallen<br />
zu finden. In Halle 9 wird<br />
es erneut den beliebten Themenpark<br />
„Verpackung in der Medizintechnik,<br />
Pharmazie und Chemie“ geben. In<br />
Halle 8 präsentiert bayern design im<br />
Auftrag der NürnbergMesse die Sonderschau<br />
„Umweltgerechtes Verpacken<br />
im Premiumbereich“. Diese<br />
zeigt, wie Design in Konzeption<br />
und Realisierung unterschiedliche<br />
Herangehensweisen im Hinblick auf<br />
nachhaltige Verpackungsgestaltung<br />
ermöglicht. Die Themen des Marktplatzes<br />
„Smart packaging – printed<br />
Electronics and more“ in Halle 9<br />
sind spannend und aktuell. Nach der<br />
Premiere im letzten Jahr gibt es auch<br />
dieses Jahr wieder den Pavillon der<br />
Verbände in Halle 5.<br />
Mehr unter: www.fachpack.de<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
45
INTERNATIONAL<br />
Formschönes Leichtgewicht<br />
Die FRIES Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Sulz/Vorarlberg hat mit dem<br />
SLT Kanister eine innovative Verpackungslösung auf den Markt gebracht, der<br />
trotz geringerem Materialverbrauch eine noch nie da gewesene Stabilität aufweist.<br />
Es war eine knifflige Aufgabe,<br />
der sich die Techniker<br />
der FRIES Kunststofftechnik<br />
GmbH mit Sitz in Sulz/Vorarlberg<br />
(Österreich) stellten. Sie lautete:<br />
Wie kann es gelingen, die Kanister<br />
in Materialeinsatz und Gewicht<br />
abzuspecken, ohne dass dabei die<br />
Stabilität verloren geht.<br />
Stabil - leicht - tangential<br />
Die Antwort folgte in Form von<br />
drei Worten. Stabil – leicht – tangential,<br />
kurz SLT! Kombiniert mit<br />
Stapelnoppen gelang damit ein<br />
Meilenstein in der Produktentwicklung<br />
der FRIES Kunststofftechnik<br />
GmbH.<br />
X-Zulassung<br />
Die Techniker, die diesen Erfolg<br />
verbuchen können, setzten auf eine<br />
neuartige Konstruktion. Sie stellten<br />
Technik und Funktion in den Vordergrund.<br />
Damit gelang ihnen eine<br />
Materialeinsparung um 100 bis 200<br />
Gramm pro Kanister in allen sechs<br />
Größen. Die SLT Kanister sind mit<br />
nur 700 Gramm nicht schwerer als<br />
ein saftiges Dry Aged Porterhouse-<br />
Steak. Dank der Verwendung von<br />
hochwertigem Polyethylen können<br />
auch Stoffe mit hoher Gefahr transportiert<br />
werden. Die Überprüfung<br />
auf Dichtheit sowie die Vorgaben<br />
für den Transport wurden alle erfüllt.<br />
Der SLT Kanister bekommt<br />
mit der X-Zulassung eine sehr hohe<br />
UN Gefahrengut-Zulassung.<br />
Chic in Form und Design<br />
Auch optisch kann sich der Kanister<br />
sehen lassen. Formschöne Rundungen<br />
und Farben wie Blau und<br />
Natur lassen das Behältnis ansprechend<br />
aussehen. „Unsere Idee, die<br />
Ecken abzuflachen und tangential<br />
anzuordnen, geht konform mit dem<br />
Design“, erklärt Gerhard Marte,<br />
Geschäftsführer Technik und Betrieb<br />
bei FRIES Kunststofftechnik<br />
GmbH. Zusammen mit den ebenfalls<br />
optimierten Anti-Elefantenfüßen<br />
kommt der SLT-Kanister chic<br />
daher. Ein Tipp: Eine Kennzeichnung,<br />
zum Beispiel in Form eines<br />
gravierten Firmen-Logos, kann<br />
bereits während der Produktion erfolgen.<br />
Ökonomische und<br />
ökologische Vorteile<br />
Das Hightech-Familienunternehmen<br />
aus Vorarlberg hat sich auf<br />
Kunststofftechnik spezialisiert. Die<br />
Gewichtsreduktion, auch Lightweighting<br />
genannt, erfolgte sowohl<br />
aus ökonomischen Gründen als<br />
auch aus ökologischen. Schon die<br />
kleinste Verringerung der Plastikmenge<br />
kann die Umweltbelastung<br />
deutlich reduzieren. Das bedeutet<br />
nicht nur eine effizientere Nutzung<br />
von wertvollen Ressourcen, sondern<br />
auch einen geringeren CO2-<br />
Ausstoß je Kanister. Insgesamt gelang<br />
es der Verpackungsindustrie<br />
durch neue Ideen und innovative<br />
Lösungen das Verpackungsgewicht<br />
in den letzten zehn Jahren um 28<br />
Prozent zu senken.<br />
Stapelbar und platzsparend<br />
Der neue SLT Kanister ist außerdem<br />
stapelbar und platzsparend.<br />
„Die rechteckigen Stapelnocken<br />
oben am Kanister funktionieren<br />
beinahe wie eine Steckverbindung“,<br />
vergleicht Gerhard Marte<br />
und zeigt auf das die Vertiefung am<br />
Kanister-Boden. Besonders stolz<br />
ist der Technik-Chef jedoch auf<br />
den am stirnseitigen Kanisterrand<br />
platzierten Verschluss. „Selbst in<br />
schräger Position kann der Kanister<br />
vollständig entleert werden“,<br />
macht Marte vor und betont wiederum<br />
ökologische Vorteile, die sich<br />
daraus ergeben. „Das Recycling<br />
kann im regulären Kunststoffmüll<br />
erfolgen. Es bleibt nichts zurück,<br />
was als Sondermüll entsorgt werden<br />
müsste.“<br />
Weitere Neuerungen<br />
Ein weiterer Blick in die Produktliste<br />
der FRIES Kunststofftechnik<br />
GmbH eröffnet weitere<br />
Neuerungen wie etwa den 60-Liter<br />
1-Griff-Kanister, der ergonomisch<br />
bequem zu greifen ist. Er<br />
eignet sich durch weitreichende<br />
Gefahrgutzulassungen für den<br />
universellen Einsatz. Erhältlich<br />
mit Schraubkappe, Einfüllöffnung<br />
SK60x6 oder SK70x6 nach<br />
EN12712-2000, auf Wunsch auch<br />
mit Entgasungsventil. Das innovative<br />
Highlight des Hobbock 30<br />
Liter ist der Ablaufhahn. Auf einer<br />
neu entwickelten Fachstelle platziert,<br />
garantieren die ausziehbaren<br />
Ausgüsse und Kaltex-Gewinde<br />
eine völlige Dichtheit. So kann<br />
selbst sensibles Füllgut sicher<br />
entnommen werden. Der robuste<br />
Kunststoffeimer aus Polyethylen<br />
ist schlag- und stoßfest und außerdem<br />
bis minus 30 Grad Celsius<br />
kältebeständig. Der straff sitzende<br />
Deckel sorgt für hohe Transportsicherheit.<br />
Auch mit wasserdichtem<br />
Deckel erhältlich.<br />
Mehr unter: www.fries-kt.com<br />
46 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
Metsä Board erneuert sein ...<br />
Faltschachtelkarton-Sortiment<br />
KARTON<br />
Metsä Board – ein Unternehmen der Metsä Group – hat ein neues, verbessertes<br />
Faltschachtelkartonsortiment aufgelegt, um Markenanbieter und Weiterverarbeitungsunternehmen<br />
gezielt mit Blick auf die großen Herausforderungen im<br />
Verpackungssektor zu unterstützen: Ressourcen schonen, CO2-Emissionen reduzieren<br />
und Produktsicherheit in der Verpackung gewährleisten.<br />
Neben den ökologischen<br />
Vorteilen des Lightweightings<br />
bieten die verbesserten<br />
Produktqualitäten den<br />
Kunden auch die Vorteile einer<br />
attraktiveren Markenpräsentation<br />
durch optimierte und ausgewogene<br />
optische Eigenschaften. Mit dem erneuerten,<br />
vereinfachten Produktsortiment<br />
wird eine weitere Steigerung<br />
der jetzt schon führenden Qualitätskonsistenz<br />
der Faltschachtelkartonqualitäten<br />
von Metsä Board sowie<br />
der Lieferzuverlässigkeit erreicht.<br />
Zukunftsthemen<br />
„Die zentralen Zukunftsthemen<br />
im Verpackungssektor sind bessere<br />
Markenerlebnisse und mehr<br />
Umweltfreundlichkeit. Es ist wichtig,<br />
dass wir kontinuierlich neue<br />
Lösungen entwickeln, um Verpackungen<br />
immer sicherer und nachhaltiger<br />
zu machen. Beispielsweise<br />
sind unsere Kartonqualitäten durch<br />
unseren verbesserten neuen hochergiebigen<br />
Zellstoff noch leistungsfähiger<br />
geworden und eröffnen Markenanbietern<br />
neue Möglichkeiten<br />
zur Gewichtseinsparung durch<br />
Lightweighting“, erklärt Ari Kiviranta,<br />
SVP Development, Metsä<br />
Board.<br />
Fünf Qualitäten<br />
Das neue, verbesserte Sortiment<br />
von Metsä Board bietet jetzt noch<br />
höhere Leistung für hochanspruchsvolle<br />
Endanwendungen, zum Beispiel<br />
bei Lebensmitteln, Kosmetik-,<br />
und Gesundheitsprodukten sowie<br />
Luxusverpackungen und Grafikanwendungen.<br />
Das Sortiment umfasst<br />
fünf Qualitäten:<br />
MetsäBoard Natural FBB NEW ist<br />
eine ungestrichene, steife Qualität<br />
ohne optische Aufheller mit einer<br />
trendigen Oberfläche, die High-End-<br />
Produkten durch ihre Natürlichkeit<br />
Authentizität vermittelt.<br />
MetsäBoard Classic FBB bleibt<br />
unverändert und bietet die gleiche<br />
erstklassige Steifigkeit und hohe Ergiebigkeit<br />
wie zuvor.<br />
MetsäBoard Pro FBB OBAfree<br />
NEW ist eine verbesserte Qualität<br />
ohne optische Aufheller, die eine hohe<br />
natürliche Weiße mit ausgezeichneten<br />
Druckeigenschaften verbindet.<br />
MetsäBoard Pro FBB Bright NEW<br />
ist ein vielseitiger Karton mit hoher<br />
Weiße auf der Vorder- und Rückseite,<br />
der jetzt neue Möglichkeiten im Bereich<br />
des Lightweightings eröffnet.<br />
MetsäBoard Prime FBB Bright<br />
NEW verbindet erstklassige Weiße<br />
und einen neuen bläulich-weißen<br />
Farbton mit hoher Steifigkeit und<br />
bietet nachhaltigen Luxus für High-<br />
End-Verpackungen. Die neuen, verbesserten<br />
Qualitäten können ab Mai<br />
bemustert und getestet werden.<br />
MetsäBoard Classic WKL<br />
Metsä Board hat auch den Weißegrad<br />
seines gestrichenen weißen<br />
Kraftliners MetsäBoard Classic<br />
WKL erhöht. Das verbesserte Produkt<br />
wurde für den hochwertigen<br />
Inlinedruck und konventionelle<br />
Flexo-Postprint-Anwendungen entwickelt.<br />
Aufgrund seiner kurzen<br />
Trocknungszeiten, auch ohne den<br />
Einsatz von Trocknern, eignet es<br />
sich auch für den wasserbasierten<br />
Digitaldruck.Die verbesserte Weiße<br />
erzeugt nicht nur eine attraktivere<br />
Optik, sondern optimiert auch den<br />
Muster für<br />
MetsäBoard Prime FBB Bright<br />
Kontrast zwischen bedruckten und<br />
unbedruckten Bereichen. Zudem<br />
zählt eine schnelle Farbtrocknung<br />
zu den Hauptvorteilen dieser Qualität,<br />
was insbesondere Kunden, die<br />
den wasserbasierten Digitaldruck<br />
anwenden, neue Möglichkeiten eröffnet.<br />
„MetsäBoard Classic WKL<br />
ist die ideale Lösung für Einzelhandelsverpackungen<br />
aus Wellkarton,<br />
da sie einen hochwertigen Druck<br />
und eine ausgezeichnete Produktionseffizienz<br />
ermöglicht. Die kurze<br />
Muster für MetsäBoard Classic<br />
WKL: Beauty Box<br />
Trocknungszeit sorgt zudem für<br />
Energieeinsparungen und somit für<br />
eine Reduzierung der CO2-Emissionen<br />
beim Druck“, erklärt Leena<br />
Yliniemi, Technical Marketing Director<br />
bei Metsä Board.<br />
Lebensmittelverpackungen<br />
MetsäBoard Classic WKL lässt<br />
sich auch für Lebensmittelverpackungen<br />
einsetzen: Die Qualität<br />
wird aus Frischfasern hergestellt, die<br />
lückenlos bis zu ihrem Ursprung in<br />
nachhaltig bewirtschafteten nordischen<br />
Wäldern zurückverfolgt<br />
werden können.<br />
Mehr unter:<br />
www.metsaboard.com<br />
Muster für<br />
MetsäBoard Natural FBB<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
47
KUNSTSTOFF<br />
Recycling: Ein essenzieller ...<br />
Schritt für die Circular Economy<br />
Kunststoffmüll bedeckt Strände und Flüsse oder quillt aus dem aufgeplatzten<br />
Bauch eines toten Fisches – derartige Bilder gehen derzeit um die Welt. Folge<br />
ist: Selten war das Image der Kunststoffe so schlecht wie heute. Selten wurden<br />
Diskussionen rund um den Einsatz von Kunststoffen so emotional geführt. Fakt<br />
auf der anderen Seite ist aber, dass heute wohl bis auf wenige indigene Stämme<br />
keiner der 7,5 Milliarden Erden-Bewohner ohne Kunststoffe auskommt. Egal<br />
ob diese bewusst oder unbewusst genutzt werden. Denn längst sind Kunststoffe<br />
nicht nur in offensichtlichen Anwendungen wie Spielzeug, Haushaltswaren oder<br />
Verpackungen im Einsatz. Auch im Transportwesen, in der Elektronikbranche<br />
und schließlich in der Medizin sind Kunststoffe wichtige, ja fast essenzielle<br />
Problemlöser. Was bedeutet die momentane Situation für die Kunststoffbranche,<br />
und welche Möglichkeiten bietet das Recycling schon heute?<br />
Die Kunststoffindustrie<br />
verteidigt sich, muss zukunftsweisende<br />
Konzepte<br />
vorlegen, muss beweisen, dass<br />
sich Kunststoff und Umweltschutz<br />
vertragen. Die Themen Sammelkonzepte-<br />
und Sammelquoten, Verwertungsverfahren,<br />
Recycling und<br />
Circular Economy sind vordergründiger<br />
denn je. Nur logisch, dass Circular<br />
Economy zu den Leitthemen<br />
der diesjährigen Weltmesse K 20<strong>19</strong><br />
zählt. Den Messebesucher erwarten<br />
vielfältige Lösungsansätze rund<br />
um die „grüne“ Thematik, denn die<br />
Branche hat in den letzten Jahren<br />
viel auf den Weg gebracht, wie einige<br />
Beispiele belegen.<br />
Nachfrage steigt<br />
Fast zum Trotz ihres schlechten<br />
Images steigt die Nachfrage nach<br />
Kunststoffen stetig. So meldet Plastics<br />
Europe in seinem Report „Plastics<br />
– The Facts“, dass die weltweite<br />
Kunststoffproduktion im Jahr 2017<br />
bei 348 Millionen Tonnen und damit<br />
rund 4 Prozent höher als 2016 lag. In<br />
Europa stieg die Produktionsmenge<br />
der 28 EU-Länder plus Norwegen<br />
und Schweiz von 60 auf 64,4 Millionen<br />
Tonnen (plus 7 Prozent). Mit<br />
knapp einem Fünftel der weltweiten<br />
Produktionsleistung nimmt Europa<br />
damit Rang Zwei unter den Erzeugern<br />
ein, hinter China mit 29 Prozent<br />
und vor der NAFTA-Region mit 18<br />
Prozent. Auch wenn aufgrund einer<br />
gewissen Konsolidierung die Zahl<br />
der Unternehmen in Europas Kunststoffbranche<br />
seit der letzten K auf<br />
etwa 60.000 leicht zurückgegangen<br />
ist, so hat sich die Mitarbeiterzahl<br />
erhöht: Im Jahr 2017 arbeiteten mehr<br />
als 1,5 Millionen Menschen in der<br />
Kunststoffbranche und erwirtschafteten<br />
einen stabilen Umsatz von<br />
rund 350 Milliarden EUR.<br />
Verpackungsbranche<br />
Einsatz finden die produzierten<br />
Kunststoffe mit fast 40 Prozent am<br />
häufigsten in der Verpackungsbranche,<br />
wo sie den wichtigen Transportschutz<br />
und die Sicherung der<br />
Haltbarkeit übernehmen und in dieser<br />
Funktion einen großen Beitrag<br />
zum Umweltschutz leisten. Gerade<br />
in der Verpackungsbranche ist<br />
Kunststoff häufig das Material der<br />
Wahl, wenn es darum geht, Produkte<br />
und Leistungen ressourceneffizient<br />
bereit zu stellen. Vor allem in der<br />
Nutzungsphase sparen Kunststoffe<br />
die meisten Ressourcen ein. Dies<br />
wird häufig übersehen, wenn in der<br />
Diskussion die Frage der Ressourcenschonung<br />
allein auf den Umgang<br />
mit den Abfällen bezogen wird, so<br />
die Aussage der BKV GmbH aus<br />
Frankfurt.<br />
Baugewerbe<br />
Dies gilt auch für die zweite wichtige<br />
Abnehmerbranche der Kunststoffe,<br />
das Baugewerbe. Sie verbraucht<br />
fast 20 Prozent aller Kunststoffe.<br />
Schließlich verwendeten die<br />
Automobilisten rund 10 Prozent der<br />
produzierten Menge und erreichten<br />
damit die höchsten Zuwachsraten<br />
im Vergleich von 2017 mit 2016.<br />
Gerade im Auto spielen die Kunststoffe<br />
ihre Vorteile aus, da sie besonders<br />
leicht sind und sich ideal an<br />
Aufgabenstellungen anpassen lassen.<br />
Sie sind maßgeblich an der Reduktion<br />
des CO2-Footprints beteiligt.<br />
Meeresverschmutzung<br />
Aus den verschiedenen Abnehmerbranchen<br />
ergibt sich automatisch,<br />
dass die Einsatzzeiten der Kunststoffprodukte<br />
sehr unterschiedlich<br />
sind, was sich wiederum auf die<br />
Recyclingraten und –möglichkeiten<br />
auswirkt. Aber, wie Plastics Europe<br />
Viele Recyclingkonzepte<br />
funktionieren bereits<br />
PET-Flaschen sind ein ideales<br />
Beispiel für Verpackungsartikel, die<br />
sich rezyklieren lassen, meist Bottleto-Bottle<br />
und nicht selten zu 100<br />
Prozent. So verzeichnete Europa im<br />
Jahr 2017 eine Recyclingquote von<br />
insgesamt 58,2 Prozent bei PET-Flaschen.<br />
Allerdings gibt es länderweite<br />
Unterschiede: Während Deutschland<br />
und Finnland Rückführquoten von<br />
bis zu 95 Prozent erreichen, schaffen<br />
Länder am Mittelmeer teilweise nur<br />
40 Prozent, meldet PETcore in einer<br />
Studie. Zum Jahresbeginn 20<strong>19</strong><br />
stellte der österreichische Mineralbrunnen<br />
Vöslauer die Flaschen aller<br />
seiner Wässer auf 100-prozentige<br />
r-PET-Flaschen um, im April kamen<br />
auch die Flavour-Sorten dazu. Wie<br />
Vöslauer selbst angibt, sei es sogar<br />
gelungen, den Materialverbrauch<br />
im Vergleich zu anderen Flaschen<br />
aus r-PET um rund ein Viertel zu<br />
reduzieren. Auch Coca-Cola ist seit<br />
Jahren sehr aktiv in seinen Bestrebungen<br />
nachhaltigere Flaschen-Varianten<br />
anzubieten. Jetzt unternimmt<br />
der Konzern weitere Schritte, um<br />
PET-Verpackungen chemisch zu rein<br />
seiner Studie konstatiert, wird es<br />
in Europa immer besser verstanden,<br />
dass Kunststoffe am Ende ihres<br />
Lebenswegs viel zu schade zum<br />
Wegwerfen sind. In den zehn Jahren<br />
zwischen 2006 und 2016 sei das<br />
Recycling von Kunststoffabfällen<br />
um fast 80 Prozent gestiegen. Bei<br />
Kunststoffverpackungen rangiere<br />
das Recycling mit einem Anteil von<br />
40,9 Prozent mittlerweile an erster<br />
Stelle, gefolgt von der energetischen<br />
Verwertung mit 38,8 Prozent.<br />
Neben dem aus der öffentlichen<br />
Wahrnehmung von Kunststoffabfällen<br />
resultierenden Handlungszwang<br />
haben diverse neue Gesetze zu höheren<br />
Recyclingquoten beigetragen.<br />
So haben nach China weitere Länder<br />
in Südostasien, im Dezember 2018<br />
auch Taiwan, Importrestriktionen<br />
auf Kunststoffabfälle verhängt. Deponieverbote<br />
für Kunststoffabfälle<br />
gelten bereits in zehn europäischen<br />
Ländern.<br />
2021<br />
Italien hat nach dem Plastiktütenverbot<br />
nun zum 1. Januar 20<strong>19</strong> auch<br />
ein Verbot für Plastik-Wattestäbchen<br />
verhängt. Ein Gesetzesentwurf mit<br />
ähnlichen Regelungen für die gesamte<br />
EU soll 2021 in Kraft treten.<br />
Weitere Einweg-Kunststoffartikel<br />
wie Besteck, Teller, Trinkhalme,<br />
Rührstäbchen sowie Luftballonstäbe<br />
stehen ebenfalls in der Kritik. Diese<br />
Artikel machen zusammen mit<br />
Fischfanggeräten 70 Prozent der 8<br />
Millionen Tonnen Kunststoffteile<br />
aus, die jedes Jahr in den Ozeanen<br />
landen. Die EU-Kommission schlägt<br />
vor, dass die Gegenstände künftig<br />
aus umweltfreundlicheren, leichter<br />
vergänglichen Materialen hergestellt<br />
werden müssen. Einweggetränkebecher<br />
aus Kunststoff sollen nur dann<br />
erlaubt sein, wenn Deckel und Ver-<br />
schlüsse an ihnen befestigt sind.<br />
Projekt Stop<br />
Einer Lösung für das Recycling<br />
von Kunststoffbechern hat sich jetzt<br />
der einzige britische Hersteller von<br />
Automatenbechern, die RPC Tedeco-Gizeh,<br />
angenommen. Zusammen<br />
mit ihrem Schwesterunternehmen<br />
BPI Recycling bietet sie allen Betreibern<br />
von Getränkeautomaten<br />
einen Sammel- und Abholservice<br />
an und bereitet die eingesammelten<br />
Becher zu neuen Produkten auf.<br />
Als beispielhaftes Engagement ist<br />
das Projekt Stop (Stop Ocean Plastics)<br />
zu nennen, das Borealis und<br />
Systemiq gemeinsam mit der norwegischen<br />
Regierung, Nova Chemicals,<br />
Borouge und Veolia ins Leben<br />
gerufen haben und jetzt als neuen<br />
strategischen Partner den weltgrößten<br />
Lebensmittelkonzern Nestle gewinnen<br />
konnten. Gemeinsames Ziel<br />
ist es, einen wegweisenden Beitrag<br />
zur Vermeidung von Meeresmüll<br />
in Südostasien zu schaffen. Nestle<br />
hat sich zudem die Selbstverpflichtung<br />
auferlegt, bis zum Jahr 2025<br />
alle Verpackungen rezyklierbar oder<br />
wiederverwertbar auszuführen.<br />
48 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
zyklieren und dann wieder für die<br />
Herstellung neuer Flaschen zu nutzen.<br />
Eine PET-Upcycling-Anlage<br />
entsteht derzeit gemeinsam mit dem<br />
niederländischen Start-up Ioniqa<br />
Technologies in Eindhoven in den<br />
Niederlanden.<br />
Fenster<br />
Auch für Fensterprofile aus PVC<br />
gibt es schon lange gut funktionierende<br />
Sammel- und Verwertungskonzepte,<br />
die ihre Mengen von Jahr<br />
zu Jahr steigern können. Innerhalb<br />
der Rewindo-Initiative schaffte es<br />
der Zusammenschluss der führenden<br />
deutschen Kunststoffprofilhersteller<br />
im Jahr 2015 nach Aufbereitung<br />
über 27.000 t Rezyklat aus Altfenstern,<br />
Rollladen und Türen erneut<br />
in den Produktionsprozess zu geben.<br />
Zusammen mit dem Kunststoffprofilverschnitt,<br />
der bei der passgenauen<br />
Fertigung neuer Kunststofffenster<br />
anfällt, fanden so über 100.000 t<br />
wiederaufbereitetes PVC den Weg<br />
zurück in den Markt. Das spare Ressourcen,<br />
Energie und trägt zur CO2-<br />
Entlastung bei, so Rewindo.<br />
Weitere Recyclingkreisläufe<br />
Selbstverständlich existieren viele<br />
weitere funktionierende Recyclingkreisläufe,<br />
wie beispielsweise der<br />
für Flaschenkästen aus PE, die hier<br />
nicht alle genannt werden können.<br />
Allgemein lässt sich jedoch festhalten:<br />
Je sortenreiner ein Kunststoff<br />
zurückgewonnen werden kann, desto<br />
besser lässt er sich aufbereiten.<br />
Echte Produktionsabfälle gibt es<br />
heute fast nicht mehr. Entweder werden<br />
diese direkt in die laufende Produktion<br />
zurückgeführt oder an spezialisierte<br />
Aufbereiter weitergegeben.<br />
Einer von ihnen ist die Hoffmann +<br />
Voss GmbH aus Viersen/Deutschland.<br />
Sie hat sich auf die Aufbereitung<br />
von technischen Kunststoffabfällen<br />
spezialisiert und veredelt diese<br />
zu hochwertigen Recompounds,<br />
die in der Automobilbranche anstelle<br />
von Neuware Einsatz finden.<br />
Vermischte Abfälle<br />
Schwieriger ist die Aufbereitung<br />
immer dann, wenn es um vermischte<br />
Kunststoffabfälle geht. Sogar<br />
hier gibt es bereits funktionierende<br />
Konzepte, wie die Hahn Kunststoffe<br />
GmbH in Hahn/Deutschland<br />
beweist. Rund 50.000 Tonnen Abfälle<br />
aus der Mischfraktion erhalten<br />
jedes Jahr ein neues Leben in Form<br />
von Geländern, Lärmschutzwänden,<br />
Pfosten, Poller, Blumenkübeln,<br />
Abfallbehältern oder Spielplatz- &<br />
Stadtmobiliar.<br />
Rohstoffliches Recycling<br />
als Alternative<br />
In der jüngsten Vergangenheit findet<br />
das Thema rohstoffliches Recycling<br />
und die sortenreine Rückgewinnung<br />
der Ausgangsmonomeren<br />
mehr Beachtung. Immer mehr Unternehmen,<br />
wie der oben erwähnte<br />
Coca-Cola-Konzern, der auf das<br />
chemische Recycling von PET-Verpackungen<br />
setzt, starten Forschungsund<br />
Entwicklungsprojekte. Auch der<br />
Chemiekonzern Sabic gab kürzlich<br />
bekannt, dass er gemeinsam mit<br />
dem britischen Spezialisten Plastic<br />
Energy aus London in den Niederlanden<br />
eine Anlage errichten wird,<br />
die in kommerziellen Umfang gemischte<br />
Kunststoffabfälle zu Öl aufbereiten<br />
soll, das dann wiederum als<br />
Ausgangsmaterial für neue Kunststoffe<br />
genutzt werden kann. So gewonnenes<br />
Ausgangsmaterial schont<br />
die fossilen Ressourcen und ist ein<br />
gutes Beispiel für eine funktionierende<br />
Kreislaufwirtschaft. Allerdings<br />
stehen derartige Projekte noch<br />
am Anfang und müssen sich etablieren.Bereits<br />
etabliert sind Kreislaufkonzepte,<br />
in welchen aus Kunststoffabfällen<br />
neue gefüllte, gefärbte<br />
oder gezielt additivierte Compounds<br />
entstehen, die die Kunststoffverarbeiter<br />
als Neuware-Substitut für<br />
viele Produkte verwenden können.<br />
Wie die Maschinenhersteller von<br />
Spritzgieß- und Extrusionsanlagen<br />
immer wieder betonen, seien für die<br />
Verwendung sogenannter Re-Compounds<br />
maschinenseitig kleinste bis<br />
keine Anpassungen notwendig. Wie<br />
wichtig derartige Bestrebungen sind,<br />
beweisen jüngste Investitionen großer<br />
Rohstoffhersteller. So übernahm<br />
2016 Borealis die mtm plastics<br />
GmbH aus Niedergebra, die über<br />
eine Anlagenkapazität von 30.000<br />
jato verfügt und aus vermischten<br />
Kunststoffabfällen Re-Polyolefine<br />
herstellt. Recycling ist nicht nur ein<br />
ausgewiesener Angebotsbereich der<br />
K 20<strong>19</strong>, sondern wird ebenso wie<br />
das gesamte Themenfeld Circular<br />
Economy in den K Specials erörtert<br />
und diskutiert. Die Sonderschau<br />
„Plastics shape the Future“ möchte<br />
dabei die Politik und gesellschaftlich<br />
relevante Gruppen einbinden,<br />
während der „Science Campus“ der<br />
K 20<strong>19</strong> für den Dialog zwischen<br />
Wissenschaft und Wirtschaft steht.<br />
Mehr unter: www.k-online.de<br />
Die Branche sucht und<br />
<strong>KOMPACK</strong> verbindet!<br />
Stellen auch Sie Ihre<br />
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<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
49
AUSZEICHNUNG<br />
Innovation Award für Rittal VX25<br />
Das VX25 Schaltschranksystem von Rittal hat den German Innovation Award<br />
20<strong>19</strong> erhalten. Der Rat für Formgebung prämierte das innovative Großschrank-<br />
System am 28. Mai als Winner in der Kategorie „Excellence in Business to<br />
Business / Machines & Engineering“.<br />
Fit für Industrie 4.0 und preisgekrönt:<br />
Rittal hat 2018<br />
mit dem VX25 das erste<br />
Schaltschranksystem auf den Markt<br />
gebracht, das vollständig entlang<br />
den Anforderungen nach erhöhter<br />
Produktivität im Steuerungs- und<br />
Schaltanlagenbau und denen von<br />
Industrie 4.0-Wertschöpfungsketten<br />
entwickelt wurde.<br />
Award würdigt Innovation<br />
mit Nutzerzentrierung<br />
Mit dem German Innovation<br />
Award zeichnet der vom Deutschen<br />
Bundestag ins Leben gerufene Rat<br />
für Formgebung zukunftsweisende<br />
Innovationen aus, die nachhaltig<br />
Wirkung zeigen und den Nutzern<br />
einen besonderen Mehrwert bieten.<br />
Insgesamt gab es knapp 700<br />
internationale Einreichungen. Über<br />
die Gewinner hat eine hochkarätig<br />
besetzte Jury aus Physikern, Patentberatern,<br />
Informatikern, Finanzierungspezialisten,<br />
Produktdesignern,<br />
Technologie-Historikern und Marketeers<br />
entschieden.<br />
Designentwicklung<br />
„Im Mittelpunkt der Bewertung<br />
der eingereichten Innovationen<br />
steht die Nutzerzentrierung. Sie ist<br />
das Differenzierungsmerkmal des<br />
German Innovation Award“, erklärt<br />
Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer<br />
des Rat für Formgebung. „Besonders<br />
gut gelingt das, wenn die<br />
künftigen Nutzer frühzeitig in die<br />
Produkt- und Designentwicklung<br />
involviert werden.“<br />
Der Preisträger<br />
„Wir freuen uns, dass mit dem<br />
Award eine so renommierte Institution<br />
wie der Rat für Formgebung<br />
die Innovationskraft unseres<br />
VX25 würdigt. Insbesondere der<br />
grundsätzliche Jury-Fokus auf die<br />
Nutzerzentrierung entspricht genau<br />
dem Ansatz der Produktentwicklung<br />
bei Rittal. Der Erfolg<br />
des Systems, das Feedback unserer<br />
Kunden und Auszeichnungen wie<br />
dieser Award bestätigen uns auf<br />
unserem Weg“, sagt Dr. Thomas<br />
Steffen, Geschäftsführer Forschung<br />
und Entwicklung bei Rittal.<br />
Bei der Entwicklung des Großschranksystems<br />
spielte der intensive<br />
Dialog mit den Kunden eine<br />
entscheidende Rolle. Durch eine<br />
groß angelegte, wissenschaftlich<br />
fundierte Usability-Studie dokumentierten<br />
Entwickler und Analytiker<br />
den Industriealltag bei Steuerungs-<br />
und Schaltanlagenbauern.<br />
Das Ergebnis: „Das VX25 System<br />
‚tickt‘, wie der Steuerungs- und<br />
Schaltanlagenbauer denkt und<br />
handelt: in Funktionen und Prozessen“,<br />
so Dr. Steffen.<br />
Heiko Holighaus, Hauptabteilungsleiter<br />
Forschung<br />
und Entwicklung, und Nico<br />
Keil, Produktmanager für<br />
Großschranksysteme bei Rittal,<br />
freuen sich über den German<br />
Innovation Award für VX25 und<br />
Blue e+. Foto: Rittal GmbH<br />
Maximale Datenqualität<br />
Der VX25 bietet maximale Datenqualität<br />
und Durchgängigkeit der<br />
Daten, reduzierte Komplexität sowie<br />
Zeitersparnis und Sicherheit<br />
in der Montage. Über 25 angemeldete<br />
Schutzrechte belegen den hohen<br />
Innovationsgrad.<br />
Wertschöpfungskette<br />
„Die Einführung des prämierten<br />
Großschranksystems war ein Meilenstein,<br />
auf den gerade mit den<br />
ganz neuen AX Kompaktschrankund<br />
KX Kleingehäuse-Serien<br />
schon der nächste Schritt gefolgt<br />
ist. Mit der zuvor präsentierten<br />
Blue e+ Kühlgeräteserie ist jetzt<br />
unser Kernportfolio erneuert und<br />
fit für Industrie 4.0. Gemeinsam<br />
mit unserer Schwesterfirma Eplan<br />
denken wir uns tief in die gesamte<br />
Wertschöpfungskette des Steuerungs-<br />
und Schaltanlagenbaus hinein<br />
und unterstützen die Kunden<br />
mit Optimierung und Digitalisierung“,<br />
schließt Dr. Steffen. In derselben<br />
Kategorie wie der VX25 war<br />
auch die Kühlgeräteserie Blue e+<br />
(<strong>KOMPACK</strong> berichtete) für den<br />
Award nominiert. Sie wurde bei<br />
der Preisverleihung mit der Auszeichnung<br />
„Special Mention“ bedacht.<br />
Das effizienteste<br />
industrielle Kühlsystem<br />
Blue e+ ist seit 2015 das effizienteste<br />
industrielle Kühlsystem<br />
auf dem Markt. Es arbeitet mit<br />
einer neuartigen Kombination aus<br />
Heatpipe und Kompressor. Anwendungsdaten<br />
belegen eine Energieeinsparung<br />
von durchschnittlich<br />
75 Prozent im Vergleich zu<br />
herkömmlichen Systemen. Geringere<br />
Temperaturschwankungen im<br />
Schaltschrank steigern die Lebensdauer<br />
der installierten Komponenten.<br />
Das IoT Interface prädestiniert<br />
für diverse Industrie-4.0-Anwendungen<br />
bis hin zu Predictive Maintenance.<br />
66 Jahre<br />
Der Rat für Formgebung wurde<br />
<strong>19</strong>53 vom Deutschen Bundestag<br />
ins Leben gerufen und vom Bundesverband<br />
der Deutschen Industrie<br />
gestiftet. Seit nunmehr 66<br />
Jahren verfolgt die Stiftung das<br />
Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit<br />
deutscher Unternehmen zu fördern.<br />
Mit seinen Wettbewerben, Ausstellungen,<br />
Konferenzen, Seminaren<br />
und Publikationen leistet der Rat<br />
für Formgebung einen entscheidenden<br />
Beitrag zum Wissenstransfer<br />
rund um das Thema Design,<br />
Innovation und Marke. Dem Stifterkreis<br />
gehören aktuell über 300<br />
in- und ausländische Unternehmen<br />
an.<br />
Mehr unter: www.rittal.at<br />
und über die Schwesterfirma:<br />
www.eplan.at<br />
50 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
Evolution im Schaltschrankbau von Eplan und Rittal<br />
Effizientes Engineering, autonome Produktionsprozesse und vernetzte Daten treiben die digitale Transformation der Industrie weiter voran.<br />
Damit daraus Wettbewerbsvorteile entstehen, bieten Eplan und Rittal ihren Kunden die nächsten Schritte für die Weiterentwicklung im<br />
Schaltschrankbau an.<br />
Unter dem Leitbegriff „Evolution im Schaltschrankbau“ helfen Eplan und Rittal den Kunden, ihre Prozesse weiter zu digitalisieren und zu<br />
automatisieren. Dies bewirkt eine deutlich höhere Flexibilität in der Fertigung und eine Beschleunigung der entscheidenden Prozesse um ein<br />
Vielfaches. So wird der Verdrahtungsprozess, der rund 50% der Arbeitszeit im Schaltschrankausbau ausmacht, durch das Engineering mittels<br />
Eplan Pro Panel und durch die Weiterverarbeitung mit dem Rittal Wire Terminal um das 8-Fache beschleunigt. Und es geht weiter:<br />
Durch die Digitalisierung lassen sich auch Prozesse wie Inbetriebnahme und Maintenance, die der Fertigung nachgelagert sind,<br />
optimal steuern und dokumentieren. Der „Digitale Zwilling“ wird Realität.<br />
Wie dies alles im Detail funktioniert und welchen Nutzen die Anwender schlussendlich aus den vielen gebotenen Möglichkeiten ziehen können,<br />
präsentierten Eplan und Rittal in gemeinsamen Fachvorträgen auf ihrem Messestand auf der SMART Automation in Linz.
WIRTSCHAFT<br />
ABB Ability Condition Monitoring<br />
Der digitale Antriebsstrang vernetzt Antriebe, Motoren, Pumpen und Lager und<br />
sorgt für maximale Verfügbarkeit und Produktivität. Grundlage hierfür ist ABB<br />
Ability, das gebündelte, branchenübergreifende Digitalangebot von ABB. Die<br />
vom Antriebsstrang erhaltenen Daten vermitteln Kunden einen besseren Einblick<br />
in ihre Anlagen und ermöglichen somit einen sicheren, zuverlässigen und effizienten<br />
Betrieb.<br />
ABB Ability Condition Monitoring<br />
für den Antriebsstrang eignet<br />
sich für Anwendungen in der<br />
Fertigungsindustrie, Prozessindustrie<br />
und im Infrastrukturbereich.<br />
Das integrierte Portal erlaubt eine<br />
One-Stop-Visualisierung von Betriebsvariablen<br />
und Zustandsindikatoren,<br />
einschließlich Verfügbarkeit,<br />
Umgebungsbedingungen und Störungen.<br />
Fertigungsindustrie<br />
Sicherheit genießt in der Fertigungsindustrie<br />
höchste Priorität, etwa<br />
im Lebensmittel- und Getränkesektor.<br />
Störungen oder mechanische<br />
Probleme in einer Anlage können<br />
ein erhebliches Sicherheitsrisiko für<br />
die Maschine und die Mitarbeiter im<br />
Werk darstellen. Die ABB-Lösung<br />
versetzt Produktionsleiter und Anlagenführer<br />
in die Lage, Störungen<br />
im Sinne eines sicheren Betriebs per<br />
Fernzugriff über das Monitoring-<br />
Portal zu identifizieren.<br />
Zuverlässigkeit in<br />
der Prozessindustrie<br />
In der Prozessindustrie, beispielsweise<br />
der Bergbauindustrie, dem<br />
Öl- und Gassektor, der Metallindustrie<br />
oder Papier- und Zellstoffindustrie,<br />
muss jederzeit ein zuverlässiger<br />
Betrieb gewährleistet sein.<br />
Eine Störung mit außerplanmäßigen<br />
Stillstandszeiten kann hier schnell<br />
Kosten im hohen sechsstelligen<br />
Mit dem ABB Ability Condition Monitoring für den<br />
Antriebsstrang können Anlagenbetreiber die Leistung,<br />
Zuverlässigkeit und Effizienz der Komponenten des<br />
Antriebsstrangs verbessern.<br />
Bereich verursachen. Der weltweit<br />
tätige Bergbaukonzern Glencore<br />
setzt ABB Ability Condition<br />
Monitoring für den Antriebsstrang<br />
für eine optimierte Überwachung<br />
seiner Ausrüstung ein: „Wir nutzen<br />
die ABB-Lösung für Antriebsstränge<br />
in dem Meerwasserpumpsystem,<br />
das Kühlwasser in unserer Fabrik<br />
verteilt – dies ist ein wichtiger Bestandteil<br />
des Prozesses. Es existiert<br />
bereits eine Überwachungslösung<br />
für die an das Steuerungssystem angebundenen<br />
Pumpen und Motoren,<br />
jedoch kein Remote Monitoring<br />
für die Antriebe“, erklärt Sigurd<br />
Bjerland, Maintenance Electrical<br />
Engineer bei Glencore Nikkelverk<br />
in Norwegen. „Die Integration von<br />
ABB Ability gibt uns die Möglichkeit,<br />
mehr Informationen über<br />
den Kühlzustand der Antriebe zu erfassen<br />
und die Daten aus den beiden<br />
Überwachungslösungen zu vergleichen.<br />
Den Zustand unserer Ausrüstung<br />
online sehen zu können ist für<br />
uns von großem Vorteil.“<br />
Effizienz im<br />
Infrastrukturbereich:<br />
ABB Ability Condition Monitoring<br />
für den Antriebsstrang<br />
kommt erfolgreich in kühl-, heiz-,<br />
wasser- und anderen gebäudetech-<br />
nischen Anwendungen zum Einsatz.<br />
Der schwedische Wasserversorger<br />
Uppsala Vatten och Avfall nutzt die<br />
Antriebsstrang-Zustandsüberwachung,<br />
um sein Bedienpersonal mit<br />
Berichten über Echtzeitindikatoren<br />
wie Zuverlässigkeit, Nutzungsmuster,<br />
Stromverbrauch und Beanspruchungsniveau<br />
zu versorgen. Diese<br />
werden laufend aktualisiert und<br />
können jederzeit abgerufen werden.<br />
Experten von ABB können die<br />
Anlagen analysieren, etwa um die<br />
Auswirkungen des Umfelds auf bestimmte<br />
Komponenten zu prüfen.<br />
Grundlage des Digitalangebots<br />
„ABB Ability Condition Monitoring<br />
für den Antriebsstrang ist die<br />
Grundlage des Digitalangebots unseres<br />
Antriebsgeschäfts“, sagt Morten<br />
Wierod, Leiter des globalen Geschäftsbereichs<br />
Antriebstechnik von<br />
ABB. „Datenaggregation und Datenanalyse<br />
helfen unseren Kunden,<br />
sich umgehend ein genaues Bild<br />
von ihrer Ausrüstung zu machen<br />
und ihren Betrieb sicherer, zuverlässiger<br />
und effizienter zu gestalten.<br />
Gleichzeitig zeigen diese Analysen<br />
uns auf, wie wir unseren Kunden<br />
bei der zunehmenden Automatisierung<br />
von Fabriken tatkräftig zur<br />
Seite stehen können.“ Die Komponenten<br />
des digitalen Antriebsstrangs<br />
sind mit Sensoren ausgestattet und<br />
verfügen über Cloud-Konnektivität.<br />
Frequenzumrichter können jeden<br />
Motor regeln und werden über das<br />
Cloud-Gateway angebunden, während<br />
Motoren, montierte Lager und<br />
Pumpen drahtlos mit dem ABB<br />
Ability SmartSensor verbunden<br />
werden.<br />
Mehr: new.abb.com/drives/de<br />
ABB hat die Leistungsreihe seiner neuen Machinery Drives nach oben erweitert. Mit der neuen ACS 380 Reihe können Maschinenbauer die Leistung<br />
ihrer Maschinen verbessern und gleichzeitig die Kosten für die Integration und Wartung deutlich senken. Die Machinery Drives ACS380<br />
sind robuste, sehr kompakte Frequenzumrichter für eine zuverlässige, präzise Motorregelung. Typische Anwendungen sind Mischer, Förderbänder,<br />
Krane und andere Applikationen im Maschinenbau mit konstantem Drehmoment. Die Frequenzumrichter verfügen serienmäßig entweder<br />
über einen EMV-Filter für die 1. Umgebung C2 oder 2. Umgebung C3 . Sie lassen sich einfach in Maschinen integrieren, da alle gängigen<br />
Industrie-Feldbusprotokolle bereits vorkonfiguriert sind und viele Motortypen geregelt werden können. Die Benutzerschnittstelle ähnelt der eines<br />
Mobiltelefons mit grafischen Menüsymbolen, wodurch sich der Frequenzrichter leicht einstellen lässt. Die Parametrierung erfolgt in nur wenigen<br />
Minuten. Die adaptive Programmierung bietet zusätzliche Flexibilität, um die unterschiedlichen Anforderungen von Maschinen zu erfüllen. Der<br />
Frequenzumrichter mit Schutzart IP20 wird ab sofort mit einem Leistungsbereich von 0,25 bis 22 kW und einem Spannungsbereich von 200 bis 240<br />
V (einphasig) und 380 bis 480 V (dreiphasig) erhältlich sein. Eine Vielzahl von Optionsmöglichkeiten ermöglichen eine optimale Einbindung in<br />
die jeweiligen Applikationen . Diverse Feldbusschnittstellen, Analog- und Digital Schnittstellen, Drehzahlgeberrückführung uvm. können auf einfache<br />
Weise adaptiert werden. Die Machinery Drives ACS880 M04 sind eine in ihrem Optionsumfang erweiterte Variante der ACS880-Serie für<br />
Wickler, Drahtziehmaschinen, Mischer, Extruder, Krane und andere Hochleistungsanwendungen im Maschinenbau. Die Frequenzumrichter sind<br />
sehr anpassungsfähig. Die direkte Drehmomentregelung (DTC) von ABB ermöglicht eine hohe statische und dynamische Genauigkeit der Motordrehzahl<br />
selbst ohne Drehzahlrückführung. Durch integrierte Sicherheitsfunktionen entfallen externe Sicherheitseinrichtungen und deren Kosten.<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
51
KUNSTSTOFF<br />
„Circular Thinking!“ mit Besucherrekord<br />
Über 300 Teilnehmer kamen zur zweitägigen Hausmesse des Maschinen- und<br />
Werkzeugbauunternehmens ILLIG nach Heilbronn. Die mittlerweile 18. hauseigene<br />
Veranstaltung markiert damit einen neuen Rekord und spiegelt das große<br />
Interesse am Thermoform-Know-how des Technologieführers wider. ILLIG präsentierte<br />
mit dem Leitgedanken „Circular Thinking!“ ausgereifte nachhaltige technische<br />
Lösungen im Thermoformen für die Verpackungsbranche. An zahlreichen<br />
Stationen zeigte das Unternehmen aktuelle Hochleistungsthermoformer, Entwicklungen<br />
im Werkzeugbau und aktuelle Servicethemen. Mit Maschinen- und Werkzeugvorführungen<br />
unter Produktionsbedingungen bot ILLIG eine technologische<br />
Leistungsschau auf höchstem Niveau.<br />
Die aus der konsequenten<br />
Fortführung der 360° Verpackungsentwicklung<br />
Pactivity®<br />
entstandenen innovativen<br />
Lösungen zu aktuellen „Circular<br />
Thinking“-Marktanforderungen<br />
boten variantenreiche Möglichkeiten<br />
für die Verpackungsbranche.<br />
Ein Highlight auf der Hausmesse<br />
war die neue Anwendung IML-T®<br />
Cardboard, die ILLIG erstmals der<br />
Öffentlichkeit vorstellte. Vorträge<br />
der beiden Rohstoffhersteller BASF<br />
und NatureWorks zu biobasierten<br />
und bioabbaubaren Materialien<br />
ergänzten die internationale Kundenveranstaltung.<br />
„Der Termin der<br />
Veranstaltung fand zwei Wochen<br />
vor der Chinaplas und sechs Monate<br />
vor der K-Messe statt. Trotz oder<br />
möglicherweise wegen dieser anstehenden<br />
Großereignisse in der Kunststoffbranche<br />
folgten die Kunden<br />
unserer Einladung nach Heilbronn,<br />
um mit uns Lösungen im Umfeld<br />
der globalen Verpackungsdiskussion<br />
zu finden und sich über unsere vorhandenen<br />
technischen Lösungen zu<br />
informieren“, sagte Geschäftsführer<br />
Karl Schäuble zufrieden.<br />
Einfluss der globalen<br />
Verpackungsdiskussion<br />
Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit,<br />
die Verringerung von Kunst-<br />
stoffen und die Recyclingfähigkeit<br />
von Verpackungen sind aktuelle<br />
weltumspannende Themen, welche<br />
die Verpackungsbranche vor unterschiedlichste<br />
Herausforderungen<br />
stellt. Die Diskussion wird aufgrund<br />
der Verschmutzung der Weltmeere<br />
weiterhin emotional geführt, eine<br />
Versachlichung ist zwingend notwendig.<br />
Verpackungen aus Kunststoff<br />
oder mit Kunststoffanteil werden<br />
weiterhin eine wichtige Rolle<br />
spielen, um die Hygienestandards<br />
zu halten und das zu verpackende<br />
Gut zu sichern. Insbesondere in Entwicklungs-<br />
und Schwellenländern<br />
ist der Nachholbedarf aufgrund der<br />
Verstädterung hoch. „Aus unserer<br />
Sicht ist daher dem weltweiten Aufbau<br />
einer Kreislaufwirtschaft erste<br />
Priorität einzuräumen. Das setzt recyclingfähige<br />
Verpackungen und die<br />
Verwendung von Rezyklaten in der<br />
Verpackungsindustrie voraus. Die<br />
Entwicklungen bei den PET-Flaschen<br />
zeigen die Möglichkeiten auf“,<br />
sagte Karl Schäuble während der<br />
Pressekonferenz vor der Fachpresse.<br />
Das Engagement der Nahrungsmittelhersteller<br />
und des Handels sollte<br />
den weltweiten Aufbau von Recyclingsystemen<br />
für Verpackungen beschleunigen.<br />
Aufklärungsarbeit über<br />
den Wertstoff Kunststoff und den<br />
optimalen Umgang mit dieser Ressource<br />
sei weiterhin zu leisten.<br />
Verpackungsentwicklung<br />
Pactivity®<br />
ILLIG beschäftigt sich unter dem<br />
Dach der Verpackungsentwicklung<br />
Pactivity® schon lange mit dem<br />
Kreislaufgedanken in der Verpackungsindustrie<br />
und erweitert die<br />
Aspekte des Recyclings stetig. Optimierte<br />
Verpackungen können den<br />
Rohstoffeinsatz reduzieren und recyclinggerecht<br />
ausgeführt werden.<br />
Insbesondere thermogeformte Verpackungen<br />
sind dünnwandig, ressourcenschonend<br />
und wirtschaftlich<br />
herstellbar. Neben den klassischen<br />
Kunststoffen ist der Einsatz<br />
alternativer und neuer Materialen<br />
im Thermoformen technisch zu realisieren.<br />
Aktuelle ILLIG Thermoform-<br />
und Werkzeugsysteme verarbeiten<br />
zum Beispiel biobasierte und<br />
biologisch abbaubare Kunststoffe,<br />
Rezyklate sowie Materialkombinationen<br />
zu qualitativ hochwertigen,<br />
recycelbaren Formteilen.<br />
Neue Verpackungsvarianten<br />
„Insbesondere in Verbindung mit<br />
der IML-T®-Technologie sind<br />
zahlreiche neue Verpackungsvarianten<br />
entstanden. Hierzu gehören<br />
auch die Möglichkeiten zur Herstellung<br />
von Vollkartonblistern auf<br />
unseren Verpackungsanlagen“, so<br />
Karl Schäuble. Pactivity® schließt<br />
auch ein, dass ILLIG für die jeweilige<br />
Verpackung das optimale<br />
Produktionssystem konfiguriert<br />
oder neu entwickelt. In diesem<br />
Entwicklungsprozess erhalten die<br />
Werkzeugsysteme in den Anlagen<br />
eine zunehmende Bedeutung. IL-<br />
LIG-Produktionssysteme zeichnen<br />
sich durch eine hohe Verfügbarkeit<br />
aus und verfügen über viele Möglichkeiten<br />
zur Prozessüberwachung<br />
und -regelung. Zahlreiche Parameter<br />
der Werkzeugsysteme können<br />
die Ausbringung des Gesamtsystems<br />
zusätzlich steigern. ILLIG<br />
hat daraus ein durchgängiges Werkzeugkonzept<br />
abgeleitet: „Damit<br />
werden wir die Werkzeugsysteme,<br />
die in der Regel aus mehreren<br />
Werkzeugen bestehen, konsequent<br />
entwickeln. Ein weiterer Schritt<br />
zur Umsetzung der Digitalisierung<br />
52 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
im Thermoformen hin zu Industrie<br />
4.0“, ergänzte Karl Schäuble.<br />
Nachhaltige Verpackungslösungen<br />
zur Hausmesse<br />
Im Fokus der ILLIG Hausmesse<br />
standen aktuelle Marktanforderungen<br />
in Bezug auf Recycling<br />
und Werkzeugsysteme. Insbesondere<br />
mit der Entwicklung und<br />
Fortführung der Dekorationstechnologie<br />
IML-T® hat ILLIG<br />
in der Branche mit recycelbaren<br />
Monopackstoffen und Kunststoff-<br />
Papier Packmitteln Meilensteine<br />
gesetzt. ILLIG geht hier erneut<br />
voraus und präsentierte erstmals<br />
der Öffentlichkeit die Kunststoff-<br />
Karton-Verbund-Packung IML-T®<br />
Cardboard. Die Anwendung wurde<br />
speziell für die neuen „Circular<br />
Thinking“-Marktanforderungen<br />
entwickelt und ist auf ILLIG IML-<br />
T®-Anlagen herstellbar. ILLIG hat<br />
bei der Entwicklung darauf geachtet,<br />
das Gute zu bewahren, die bestehende<br />
Technik zu schärfen und<br />
neue Aspekte aufzunehmen. Vorteil<br />
der Verpackung ist das leichte Trennen<br />
zwischen Kunststoff und Karton.<br />
Dies ermöglicht ein optimales<br />
Recycling. Ein weiterer Vorteil aus<br />
der ILLIG Verpackungswelt ist die<br />
Herstellung von Vollkartonblistern<br />
auf einem Heißsiegel Automat<br />
HSA 50d. Neu ist auch die Blister-<br />
Packmaschine HSU 35 für Non-<br />
Food-Anwendungen und den medizintechnischen<br />
Bereich. ILLIG<br />
hat die bewährte Siegeltechnik der<br />
HSP-Baureihe technisch neu konzipiert.<br />
Der wirtschaftliche und effiziente<br />
Siegelautomat bietet mit vielen<br />
Ausstattungsmerkmalen nahezu uneingeschränkte<br />
Möglichkeiten für<br />
die heutigen Anforderungen aus der<br />
Verpackungsindustrie.<br />
Geschäftsentwicklung<br />
Die ILLIG-Gruppe wächst weiterhin<br />
weltweit. Anfang April erfolgte<br />
der Spatenstich für das neue Montagewerk<br />
ILLIG Maschinenbau<br />
S.R.L. in Rumänien. Die Inbetriebnahme<br />
ist für 2020 mit zunächst<br />
50 Mitarbeitern geplant. Ein neuer<br />
Vertriebsstandort entsteht derzeit in<br />
Vorderasien und der kontinuierliche<br />
Ausbau der ILLIG Servicestandorte<br />
außerhalb Europas wird unverändert<br />
weitergeführt. Der Umsatz<br />
ist in den vergangenen drei Jahren<br />
2016, 2017 und 2018 um insgesamt<br />
rund 30 Prozent angestiegen. Dies<br />
ist vor allem auf die in den letzten<br />
Jahren vorgestellten Neuentwicklungen<br />
und die konsequente Umsetzung<br />
der Verpackungsentwicklung<br />
Pactivity® zurückzuführen. „Die<br />
Umsatzsteigerung gilt nicht nur<br />
in Europa sondern insbesondere<br />
in den Märkten in Asien, Vorderasien<br />
und Südamerika und ist auch<br />
auf die gestiegene Nachfrage nach<br />
Verpackungsmaschinen wie unsere<br />
HSA-, BSA- und FFS-Linien zurückzuführen“,<br />
sagte Karl Schäuble<br />
zur wirtschaftlichen Situation des<br />
Unternehmens. ILLIG geht davon<br />
aus, dass der gesamte Markt der<br />
Verpackungstechnik in den nächsten<br />
Jahren weltweit weiterwachsen<br />
wird. Mit den bereits heute<br />
existierenden Lösungen kann das<br />
Unternehmen im Thermoformen<br />
zusätzliche Anwendungsbereiche<br />
erschließen. Unabhängig davon<br />
sind einige Kunden aufgrund der<br />
weltweiten Verpackungsdiskussion<br />
bei Neuinvestitionen etwas<br />
zurückhaltender, weshalb seit einigen<br />
Monaten die Auftragseingänge<br />
unter dem Niveau des Vorjahres<br />
liegen. Die Zahl der in Bearbeitung<br />
befindlichen Neuprojekte ist in den<br />
letzten Monaten gegenüber 2018<br />
gestiegen, aber die Entscheidung<br />
zu Neuinvestitionen wird aktuell<br />
häufig verschoben. Die Versachlichung<br />
der Verpackungsdiskussion<br />
ist daher eine Aufgabe der gesamten<br />
Verpackungsindustrie, hierzu<br />
müssen die bestehenden <strong>Netz</strong>werke<br />
konsequent genutzt werden. „Die<br />
Vermittlung von Ökobilanzen für<br />
einzelne Verpackungsvarianten<br />
und deren Recyclingfähigkeit ist<br />
schwierig, aber nur auf diesem Weg<br />
werden wir die Diskussion versachlichen<br />
können. Dann wird aus der<br />
Unsicherheit beim Verbraucher und<br />
in der Verpackungsindustrie wieder<br />
ein Wachstum wie in den vergangenen<br />
Jahren hervorgehen“, prognostizierte<br />
Karl Schäuble.<br />
Ausblick K<br />
ILLIG ist auch für die K-Messe im<br />
Oktober gut gerüstet und wird zu<br />
diesem Anlass Neuentwicklungen<br />
vorstellen, die für die Thermoformbranche<br />
erneut Meilensteine bedeuten.<br />
Das Unternehmen wird auf der<br />
Leitmesse in Düsseldorf die weiteren<br />
Schritte zur Umsetzung der<br />
Digitalisierung im Thermoformen<br />
zum neuen Industriestandard 4.0<br />
vorstellen, wobei unter anderem<br />
das ILLIG Werkzeugsystem eine<br />
Rolle spielen wird. Außerdem<br />
kündigt ILLIG zur K-Messe die<br />
erste Thermoformmaschine der<br />
4. Generation an, die hinsichtlich<br />
Produktivität und Reproduzierbarkeit<br />
des Thermoformprozesses<br />
neue Maßstäbe setzen wird. Eine<br />
weitere Maschinenneuentwicklung<br />
wird die IML-T®-Dekoration thermogeformter<br />
Deckel sein. Neben<br />
den Maschinen-Präsentationen<br />
erwarten die Besucher des ILLIG<br />
K-Messestandes umfassende aktuelle<br />
Servicethemen. ILLIG hält<br />
das Versprechen, innovativer Pionier<br />
im Thermoformen zu sein. Das<br />
Heilbronner Familienunternehmen<br />
prägt noch immer die Technologie<br />
des qualitativen und ressourcenschonenden<br />
Thermoformens von<br />
Morgen. Produktiv, sauber, ressourceneffizient<br />
und nachhaltig.<br />
Mehr unter. www.illig.de<br />
<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />
53
HAUSMESSE<br />
Die gemischte Palette<br />
Die Firma EEP Maschinenbau GmbH im Gewerbepark in Zeiselmauer,<br />
informierte beim „Open House 20<strong>19</strong>“. Gezeigt wurden Roboter der Firma<br />
Kawasaki, mit höchst innovativ entwickelter Greiftechnik der Firma EEP.<br />
Seit über zwanzig Jahren steht das Unternehmen für kundenorientierte<br />
Lösungen im High-Tech, Bereich Roboter- und Automatisierungstechnik.<br />
Auch heuer präsentierten wir<br />
wieder unsere aktuellsten“<br />
so Ing. Walter Petz in seinen<br />
Ausführungen. Unter anderem wurde<br />
neben dem „Mischen auf Palette“ automatische<br />
Getränkemischanlage mit<br />
3 Kawasaki-Robotern, eine Hochgeschwindigkeits-Umsetzaufgabe<br />
mit<br />
Kawasaki Delta Roboter YF0<strong>03</strong>N und<br />
die Etikettier Anlage mit 6-Achs-Roboter<br />
Kawasaki RS05L, sowie ein Eimer<br />
Palettierroboter CP180L vorgeführt.<br />
Gebaut wurde die Mischanlage für die<br />
Frima EGGER Getränke. Durch die<br />
Präsentation dieser Anlage war beim<br />
heurigen Open House der Schwerpunkt<br />
eindeutig Richtung Getränkeindustrie<br />
gelegt.<br />
„<br />
EEP zeigte heuer Lösungen<br />
für die Getränkeindustrie<br />
Die Getränke werden genauso<br />
automatisch manipuliert wie<br />
auch die Paletten in den gezeigten<br />
Palomaten - EEP hat für alle<br />
Anwendungen im Produktionsbereich<br />
die richtige Lösung<br />
„Mischen auf Palette“<br />
Die Firma Egger liefert an Großmärkte<br />
wie Billa, Merkurmarkt oder<br />
Spar gemischte Europaletten mit unterschiedlichen<br />
Getränken darauf. Bis<br />
dato wurde dieses Mischen händisch<br />
durchgeführt. In der EEP-Anlage werden<br />
nun vier unterschiedliche Produkte<br />
zugeführt (Beispiel: Orangensaft, Zitronensaft,<br />
Ananassaft, Himbeersaft).<br />
Die sortenreinen Produkte kommen<br />
ebenfalls auf Europalette. Nunmehr<br />
kann es eine 2er Mischung, 3er Mischung<br />
oder 4er Mischung geben.<br />
Dabei nimmt der Mischroboter (ein<br />
Kawasaki CP300L) mit einem komplexen<br />
Mischgreifer von den sortenreinen<br />
Paletten Nummer eins bis vier die Produkte<br />
auf und stellt sie auf die Mischpalette.<br />
Mehr unter:<br />
www.eep-maschinenbau.at<br />
Ing. Walter<br />
Petz freute<br />
sich über<br />
das rege<br />
Interesse<br />
auch an<br />
Technische Details der gezeigten Lösung:<br />
• Die Mischpalette ist eine Euro Trägerpalette auf der jetzt entweder 2 x Düsseldorf Paletten<br />
(= 2 x 1/2 Palette) oder 4 x 1/4 Palette oder 4xTrollys stehen können.<br />
• Mit demselben Mischroboter CP300L müssen auch die Zwischenlagen,<br />
die es nach jeder Lage gibt, entsorgt bzw. aufgelegt werden.<br />
• Es gibt derzeit fünf verschiedene Produkte, die jeweils sortenrein gemischt werden.<br />
• Dafür werden jeweils 5 unterschiedliche Greiftechniken benötigt die am Roboter gewechselt werden.<br />
• Greifer 1: PET-Flaschengreifer 1,5L der die 6er Folienschrumpfpackung handhabt, Greifer 2:<br />
PET-Einzelflaschengreifer 0,75L, Greifer 3: PET-Einzelflaschengreifer 0,5L,<br />
Greifer 4: Glas Cluster Gabelgreifer 0,33L, Greifer 5: Glasgreifer 0,5L Mehrweg, 6er Tragerl.<br />
• Die Träger Mischpalette, eine Europalette wird über Palettenspender zugeführt.<br />
• Auf diese Träger Mischpalette werden mit einem Kawasaki Roboter RD80N die Paletten<br />
2 x Düsseldorfpaletten oder 4 x 1/4 Palette oder 4 x Trollys aufgelegt.<br />
• Nach dem Stapeln werden die fertig gemischten Paletten zum Wickelroboter verfahren.<br />
In dieser Station wird nun mit einem dritten Roboter ein Kawasaki CP500L die Düsseldorf<br />
Palette oder die 1/4 Paletten oder Trollys mit Gabelgreifer abgenommen.<br />
• Anschließend wird die Palette in einen Ringwickler gestellt und gewickelt. So werden zum<br />
Beispiel 4x die 1/4 Paletten gewickelt und wieder auf die Trägerpalette abgestellt.<br />
• Die gesamte Palette wird danach nochmals gewickelt. Die Be- und Entladung der<br />
Mischanlage erfolgt mit FTS Wägen.( fahrerlose Transferwägen )<br />
54 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>
INTRALOGISTIK<br />
Einfaches und mobiles Palettieren<br />
Wer kennt das Problem nicht – auch unter Zeitstress oder auf engstem Raum<br />
müssen Paletten palettiert werden. Eigentlich wäre im Betrieb genug zu tun aber<br />
vorab muss die Palette fertiggestellt werden. Der FlexPalletizer® wurde genau für<br />
diese Aufgabe entwickelt damit die Mitarbeiter an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt<br />
werden können. Der FlexPalletizer ist flexibel an verschiedenen Stellen des<br />
Lagers einsetzbar und einfachst (auch für Kleinserien) zu programmieren. Der<br />
sehr geringe total cost of ownership (TOS) bei hoher Produktivität überzeugt.<br />
natürlich sicher und nach gültigen<br />
Normen produziert. „Die flexiblen<br />
Roboterarme von Universal Robots<br />
sind bereits seit Jahren in den verschiedensten<br />
Bereichen im Einsatz.<br />
Die Idee, diese flexiblen Systeme<br />
auch zum Palettieren einzusetzen,<br />
kam uns aber erst jetzt – eigentlich<br />
schade – man könnte schon längst in<br />
verschiedensten Logistikabteilungen<br />
unter die Arme greifen.“ sagt Martin<br />
Mayer von Haba.<br />
Das System basiert auf<br />
einem durchdachten, industrialisierten<br />
Design mit<br />
wegweisender Funktionalität. Ideal<br />
aufeinander abgestimmt arbeitet ein<br />
Universal Robots 10e und eine Hubsäule<br />
zusammen um Palettenhöhen<br />
von 2000 mm zu realisieren. Durch<br />
die vielseitigen Anwendungen der<br />
Plattform, ist der FlexPalletizer die<br />
richtige Wahl für die Industrie für:<br />
o Bodenebene Palettierung<br />
o Lastübergabestationen zu<br />
mobilen Robotern von<br />
Förderbändern oder <br />
anderen festen Einheiten.<br />
o Entlade-/Beladungssysteme <br />
o Duales Palettiersystem<br />
Technik<br />
Massenhaft Technik verbirgt sich<br />
auf einer Konsole, welche die Größe<br />
einer Europalette nicht überschreitet.<br />
Eine einfache Platzierung und das<br />
Erkennen von Paletten ist möglich<br />
und das System<br />
ist auf<br />
Wunsch flexibel<br />
erweiterbar.<br />
Das<br />
Pneumatiksystem<br />
ist zweikanalig<br />
mit Puffer ausgelegt<br />
um bei Bedarf<br />
den Zyklus ohne<br />
Verlust des Produkts<br />
zu beenden.<br />
Visualisierung<br />
Das URcap für den FlexPalletizer<br />
ist flexibel, glatt und schnell zu installieren.<br />
„Wir sprechen hier von<br />
einer vollständigen Automatisierung<br />
der Palettierung. Innerhalb eines Tages<br />
ist im Normalfall der Palettierer<br />
in Betrieb.“ erklärt Bernhard Haba/<br />
Haba Förder- und Verpackungstechnik<br />
und weiters: „Die mitgelieferte<br />
Schlichtmusterdatenbank<br />
ermöglicht Ihnen, das gewünschte<br />
Palettenlayout auf einfache Weise<br />
auszuwählen. Im Lieferprogramm<br />
ist ein Schlichtmuster enthalten.<br />
Das Programm kann aber jederzeit<br />
auf den jeweiligen Bedarf erweitert<br />
werden. Die mitgelieferte Schlichtmusterdatenbank<br />
ermöglicht es,<br />
das gewünschte Palettenlayout auf<br />
einfache Weise auszuwählen. Im<br />
Lieferprogramm ist ein Schlichtmuster<br />
enthalten. Das Programm kann<br />
aber jederzeit erweitert werden.“<br />
Das UR-Cap ist für die Mitarbeiter<br />
einfachst, auch ohne großes technisches<br />
Wissen zu<br />
bedienen.<br />
Österreichische<br />
Lösung<br />
Diese österreichische<br />
Lösung<br />
(auch die Wertschöpfung<br />
bleibt<br />
in Österreich) ist<br />
Prospekt zum neuen FlexPalletizer<br />
Mehr auch unter: www.haba.at<br />
(auf der Homepage ist der<br />
FlexPalletizer auch<br />
in Aktion zu sehen)<br />
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INTERNATIONAL<br />
DIGITAL GESUNDHEIT<br />
PALOMAT® Komplettes Ergonomie Warehouse am - neue Arbeitsplatz Hebehilfe mit Lithium-Ionen bei HTW<br />
I N T E R V I E W<br />
Kostendruck und Mitarbeitermangel optimieren die Packplätze - lesen Sie hier<br />
ein Interview mit Peter Plambeck, Senior Consultant Produktmanagement<br />
Füllen + Polstern, Antalis Verpackungen GmbH, zum Thema Ergonomie beim<br />
Verpacken von Waren.<br />
Warum ist die Ergonomie am Arbeitsplatz<br />
von großer Bedeutung?<br />
Peter Plambeck: Im hart umkämpften<br />
Logistik-Arbeitnehmermarkt<br />
herrscht Vollbeschäftigung. Unternehmen<br />
wollen und müssen einen<br />
besseren Arbeitsplatz bieten, um<br />
neue Mitarbeiter zu überzeugen.<br />
Darum investieren sie in die Verbesserung<br />
einzelner Arbeitsstationen<br />
und -prozesse. Ein ergonomischer<br />
Arbeitsplatz wirkt sich positiv auf<br />
die Gewinnung von Mitarbeitern<br />
und deren Verbleib im Unternehmen<br />
aus. Zudem wird der Arbeitsprozess<br />
optimiert und die Qualität des<br />
Verpackens gesteigert. Dies alles<br />
reduziert Kosten. Die aus Japan<br />
stammende Kaizen-Philosophie<br />
strebt genau nach dieser ganzheitlichen<br />
Verbesserung und kann prak-<br />
BIOFACH 2018<br />
tisch in allen Bereichen angewendet<br />
werden. Jeder Mitarbeiter soll seine<br />
Tätigkeiten und seinen Arbeitsplatz<br />
permanent kritisch hinterfragen und<br />
seine Arbeitsweise kontinuierlich<br />
verbessern. Wir sind fest davon<br />
überzeugt, dass es immer etwas zu<br />
verbessern oder zu vereinfachen gibt.<br />
Wie gehen Sie vor, wenn Sie<br />
mit einer Prozessoptimierung<br />
beauftragt wurden?<br />
Peter Plambeck: Zuerst hinterfragen<br />
wir die bestehenden Prozesse.<br />
Wir starten daher immer mit einer<br />
Analyse. Dafür filmen wir beispielsweise<br />
die Prozessabläufe der Versandmitarbeiter.<br />
Danach gehen wir<br />
gemeinsam mit dem Packer jeden<br />
Handgriff an seinem Arbeitsplatz<br />
durch und stoppen die Zeit für die<br />
Tätigkeit. Dabei wenden wir das<br />
Kaizen-Prinzip an: Durch die prozessgenaue<br />
Anordnung der Arbeitsmaterialien<br />
am Packtisch werden<br />
unnötige Handgriffe reduziert und<br />
damit die Packgeschwindigkeit erhöht.<br />
Dabei entstand beispielsweise<br />
auch die Lösung, einen Mülleimer<br />
im Tisch zu integrieren. Denn die<br />
ursprüngliche Handlung „Knüllen<br />
und Wegbringen“ dauerte 20 Sekunden,<br />
mit dem im Tisch integrierten<br />
Mülleimer nur noch 2 Sekunden.<br />
Bei täglich 250 verpackten Paketen<br />
Kurze Handgriffe: Durch die prozessgenaue Anordnung der<br />
Arbeitsmaterialien am Packtisch werden unnötige Handgriffe<br />
reduziert und damit die Packgeschwindigkeit erhöht.<br />
pro Mitarbeiter ergibt das eine Einsparung<br />
von 75 Minuten pro Mitarbeiter.<br />
Wenn Sie das dann auf die<br />
Anzahl der Packplätze und Schichten<br />
pro Tag hochrechnen, kommen<br />
beachtliche Zahlen zusammen.<br />
Wie kann die Ergonomie am<br />
Arbeitsplatz im Verpackungsbereich<br />
verbessert werden?<br />
Peter Plambeck: Alles in Reichweite<br />
für kurze Handgriffe, die Möglichkeit<br />
sowohl im Sitzen als auch<br />
im Stehen zu arbeiten und ganz<br />
wichtig: die Entlastung des Rückens.<br />
Arbeitgeber legen Wert darauf, dass<br />
ihre Mitarbeiter an Packtischen<br />
ihren Rücken und insbesondere die<br />
Bandscheiben schonen. Das lösen<br />
wir zum Beispiel mit Seilzügen,<br />
Vakuumhebern oder mit höhenverstellbaren<br />
Tischen. Auch eine flexible<br />
Fußmatte am Boden entlastet<br />
den Rücken. Die Platzierung von<br />
Füllmaterialien in ergonomischer<br />
Höhe ist eine weitere Optimierung.<br />
Welche Projekte hat Antalis<br />
Verpackungen in diesem Bereich<br />
bereits umgesetzt?<br />
Peter Plambeck: Bei einem unserer<br />
Kunden, einem großen Versandhändler,<br />
haben wir alle Packtische<br />
exakt identisch ausgestattet. So<br />
kann jeder Mitarbeiter an jedem Arbeitsplatz<br />
beim Start seiner Schicht<br />
sofort loslegen. Weiters gibt es an<br />
jedem der Packplätze eine Liste,<br />
auf der die Mitarbeiter die nötigen<br />
To-Dos wie Papierkorb leeren<br />
Bilder: Antalis Verpackungen GmbH<br />
Peter Plambeck, Senior Consultant<br />
Produktmanagement Füllen + Polstern,<br />
Antalis Verpackungen GmbH<br />
oder Lieferscheintaschen auffüllen<br />
abhaken, bevor sie die Schicht<br />
beginnen. Durch diese Standardisierung<br />
wird der Arbeitsprozess um<br />
bis zu 64 Prozent beschleunigt.<br />
Erzählen Sie uns ein weiteres<br />
Beispiel aus Ihrem Alltag?<br />
Peter Plambeck: Bei einem meiner<br />
letzten Projekte haben wir eine<br />
Packstraße für einen Kunden aus<br />
der Branche Landmaschinen / Automotive<br />
realisiert, in der schwere<br />
Batterien von 30 bis 60 Kilogramm<br />
Gewicht verpackt werden. Früher<br />
wurden die Batterien von den<br />
Packern händisch gehoben, durch<br />
unsere Prozessoptimierung entlastet<br />
eine Hebehilfe die Mitarbeiter.<br />
Diese Maßnahme hat krankheitsbedingte<br />
Ausfälle reduziert und die<br />
Effizienz um 30 Prozent gesteigert.<br />
Welche Rolle nimmt die Automatisierung<br />
ein?<br />
Peter Plambeck: Es wird immer<br />
mehr teilautomatisiert. Denn die<br />
Firmen haben nicht nur Schwierigkeiten,<br />
qualifiziertes Personal zu<br />
finden, sondern gleichzeitig wird am<br />
Markt eine immer größere Schnelligkeit<br />
gefordert. Diese ist ohne<br />
Automatisierung gar nicht mehr<br />
zu leisten. Statt beispielsweise auf<br />
einem Lieferschein von Hand jede<br />
Position abzuhaken, können die Produkte<br />
gescannt werden. Mehr sehen<br />
Sie auch auf unserer Homepage:<br />
https://www.antalis-verpackungen.<br />
de/anwendungen/versandausstattung/<br />
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Skizze: Standardisierte Packplätze
Verpackung verkauft<br />
Entwicklung | Produktion | Logistik<br />
www.boesmueller.at<br />
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JUBILÄUM<br />
140 Jahre Marzek Etiketten+Packaging<br />
1879 begann Karl Marzek I. mit Stempeln und Petschaften und legte damit<br />
den Grundstein für das traditionsreiche Familienunternehmen Marzek<br />
Etiketten+Packaging. Heute wird die Unternehmensgruppe bereits erfolgreich<br />
von der 3., 4. und 5. Generation der Gründerfamilie geführt: KR Helga Marzek,<br />
Dr. Johannes Michael Wareka und Ing. Alexander Schneller-Scharau.<br />
Mit einem fulminanten Fest, für zahlreiche Ehrengäste und Geschäftspartner am<br />
ersten Tag und für die ganze Belegschaft und deren Familien am zweiten Tag,<br />
wurde dieses besondere Jubiläum gefeiert.<br />
Die Familie Marzek/Schneller-Scharau/Wareka<br />
präsentierte<br />
einen Streifzug<br />
durch die Vergangenheit, die Internationalisierung<br />
mit den Standorten<br />
in Ungarn und der Ukraine, die<br />
Marktentwicklung sowie die Gegenwart<br />
der Etikettenwelt, stellte Hypertrends<br />
und spannende Visionen<br />
der Verpackungszukunft vor.<br />
oben: beim Firmenrundgang<br />
links: Elke Rock (Hitradio Ö3), Präsident NAbg.<br />
Johannes Schmuckenschlager (Weinbaupräsident), Ing.<br />
Herbert Toifl (Wegenstein GmbH), KR Helga Marzek, Ing.<br />
Andreas Horvath, BSC (Horvath´s Spezereyen Kontor),<br />
Dr. Johannes Michael Wareka und Alexander Studt<br />
(Wojnar´s WR. Leckerbissen)<br />
7.000 Exponate<br />
Gezeigt wurde eine umfangreiche<br />
Etiketten- und Verpackungsvernissage<br />
mit über 7.000 Exponaten, deren<br />
Mittelpunkt die 5 Weltmeisteretiketten<br />
waren, welche seit 2007 von der<br />
World Label Association in Chicago<br />
gekürt wurden.<br />
Leistungsschau<br />
In der beeindruckenden Leistungsschau<br />
stellte Marzek unter Beweis,<br />
dass sie weiterhin die traditionelle<br />
Führungsrolle bei den technologischen<br />
Innovationen der konventionellen<br />
sowie digitalen Etikettenproduktion,<br />
Industrie 4.0 und Vernetzung<br />
erfolgreich fortführt.<br />
600 Mitarbneiter<br />
660 Beschäftigte produzieren an<br />
4 Standorten, in Österreich, Ungarn<br />
und der Ukraine, hochqualitative<br />
Etiketten und feine Verpackungen<br />
(jährlich 25 Milliarden Verpackungseinheiten)<br />
für tausende renommierte<br />
gewerbliche und industrielle<br />
Kunden in ganz Europa. 2018<br />
erwirtschaftete die Unternehmensgruppe<br />
einen Umsatz von € 60 Mio.<br />
Für 20<strong>19</strong> ist eine dynamische Steigerung<br />
auf über € 65 Mio. geplant.<br />
Die Familie hat sich dabei stets<br />
groß auf die Fahnen geschrieben:<br />
„Klein genug für persönliche zwischenmenschliche<br />
Kontakte und<br />
groß genug für Eigenständigkeit und<br />
modernste internationale Technologien.“<br />
Das volle Leistungsangebot umfasst<br />
das ganze Spektrum vom hochveredelten<br />
Spezialetikett in Hybridund<br />
Offset-Digitaldruckverfahren<br />
mit Präzisions-Laser-Nachbearbeitung<br />
für Wein und Gewerbe bis hin<br />
zum industriellen Standardetikett.<br />
Die Marzek Gruppe ist ein echter<br />
„One Stop Shop“ im dekorativen<br />
Verpackungsbereich: Etiketten –<br />
nassleim oder selbstklebend, Faltschachteln,<br />
Beipacktexte und der besondere<br />
Wachstumsbereich Flexible<br />
Verpackungen.<br />
Mehr unter: www.marzek.at<br />
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ARA 360°<br />
KREISLAUF-<br />
WIRTSCHAFT<br />
FÜR<br />
ÖSTERREICH<br />
STARTEN WIR<br />
DIE ZUKUNFT JETZT.<br />
Schließen wir gemeinsam den Verpackungskreislauf:<br />
Hochwertige Sekundärrohstoffe für neue Produkte.<br />
Nachhaltige Verpackungen durch ARA Circular Design.<br />
Das ist 360° Kreislaufwirtschaft made in Austria.<br />
DIE TREIBENDE KRAFT IM RECYCLING.<br />
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ara.recycling<br />
www.ara.at
Das aktuelle Video von<br />
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