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KOMPACK 03 19 Netz

IFFA und SMART Nachlese, FINAT, World Star Awards, Agrarfolie, Vorschau FachPack und K, Jubiläum - Marzek und Meier

IFFA und SMART Nachlese, FINAT, World Star Awards, Agrarfolie, Vorschau FachPack und K, Jubiläum - Marzek und Meier

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<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

01/18<br />

29 28 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />

173. 165. Ausgabe<br />

w w w w . w k . k o o m m p a c k k . . i i n n f f o o<br />

Österreichische Post Post AG AG MZ MZ 02Z<strong>03</strong>2071 M, M, Werbeagentur Harald Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1<strong>03</strong>0 1<strong>03</strong>0 Wien Wien


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An&fürsich ........................................................................ 4<br />

Meine Meinung<br />

Jubiläum ............................................................................ 4<br />

Meier Verpackung<br />

Agrarstretchfolie .............................................................. 6<br />

Auf die richtige Folie kommt es an<br />

Logett ................................................................................. 8<br />

Millioneninvestition<br />

IBC Rekonditionierung ..................................... 9<br />

... leicht gemacht.<br />

Familienunternehmen 20<strong>19</strong> ........................................ 10<br />

Ulrich Etiketten<br />

Forum Unique Codes ....................................................... 12<br />

Das dritte Event<br />

Insignis gewinnt ... ...................................................... 14<br />

... FINAT Preis 20<strong>19</strong><br />

Wettkampf ....................................................... 16<br />

Sieg der Nachhaltigkeit<br />

VSL investiert ... .............................................................. 17<br />

... in Recyclinglösung<br />

Größte Herausforderung ... ............................................ 20<br />

... seit 25 Jahren<br />

Rondo eröffnet ... ............................................................. 26<br />

... das neue Hochregallager<br />

Neues Silikonierungsverfahren ........................................ 28<br />

Innensilikonisierung<br />

Fehllesungen bei jedem ... ................................................ 30<br />

... dritten Einkauf<br />

Champions effizienz ... .................................................... 32<br />

... nachhaltig und hygienisch verpackt<br />

Die intelligente Box ......................................................... 33<br />

Net-Box<br />

International ..................................................................... 34<br />

WPO, Reduzieren und recyceln, Carini, TSC, Sally<br />

Die natürlich Wahl ........................................................... 42<br />

Nachhaltig 3<br />

Chep Österreich automatisiert ......................................... 44<br />

Service Center ausgebaut<br />

FachPack .......................................................................... 45<br />

Jubiläum<br />

K ...................................................................................... 48<br />

Erste Vorschau auf die Weltleitmesse<br />

Hausmessen ..................................................................... 50<br />

EEP Maschinenbau<br />

Einfaches und ... .............................................................. 55<br />

... mobiles Palettieren<br />

Ergonomie am Arbeitspaltz ............................................. 56<br />

Interview<br />

Jubiläum .......................................................................... 58<br />

Marzek Etiketten+Packaging feiert<br />

Polen<br />

Frankfurt<br />

Impressum Cover<br />

Redaktions- und Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, A -1<strong>03</strong>0 Wien •<br />

Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99 • Mail: kompack@chello.at • www.kompack.info • Objektund<br />

Redaktionsleitung: Harald Eckert • Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd<br />

Neumann • Herbert Wallner • Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer<br />

Hauptstraße 146/7a/2, A-1<strong>03</strong>0 Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller<br />

• Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398<br />

<strong>KOMPACK</strong> ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen<br />

übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender<br />

im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar<br />

oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />

INHALT<br />

18 Der richtige Dreh ...<br />

21 IFFA - Rückblick<br />

Heilbronn<br />

52 Circular Thinking<br />

01/18<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

29 28 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />

173. 165. Ausgabe<br />

w w w w . w k . k o o m p a c k k . . i i n n f f o o<br />

Österreichische Post AG MZ 02Z<strong>03</strong>2071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1<strong>03</strong>0 Wien<br />

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AN&FÜRSICH ...<br />

20 Jahre<br />

Am 10.05.20<strong>19</strong> fand die große Jubiläumsfeier auf<br />

dem Betriebsgelände in Albersdorf, in der Nähe<br />

von Graz, statt. Die Inbetriebnahme des Standortes<br />

im Jahr <strong>19</strong>99, Heimat der Vertriebsabteilung<br />

für Obst- & Gemüseverpackungen und des Logistikzentrums<br />

mit rund 4000 Palettenstellplätzen,<br />

stellt einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte<br />

der Firma Meier Verpackungen dar.<br />

Neben der zentralen Lage zu<br />

den Wirtschaftsballungsräumen<br />

in Österreich hat<br />

insbesondere die Nähe zu den obstund<br />

gemüseverarbeitenden Betrieben<br />

zur positiven Geschäftsentwicklung<br />

in den letzten 20 Jahren beigetragen.<br />

Mit einem Jahresumsatz von<br />

ca. 41 Millionen Euro zählt Meier<br />

Verpackungen zu den führenden<br />

Verpackungslieferanten in den Bereichen<br />

Lebensmittel-, Service- und<br />

Versandverpackungen in Österreich.<br />

Mit einem Jahresumsatz von ca. 41<br />

Millionen Euro zählt Meier Verpackungen<br />

zu den führenden Verpackungslieferanten<br />

in den Bereichen<br />

Lebensmittel-, Service- und Versandverpackungen<br />

in Österreich.<br />

Themenparks<br />

Großen Anklang bei den mehr als<br />

200 Gästen fanden eigens installierte<br />

Themenparks, in denen Innovationen,<br />

recyclingfähige, heim- sowie<br />

industriell kompostierbare Verpackungslösungen<br />

vorgestellt wurden.<br />

Unter dem Label fairpac wurde das<br />

neue Serviceverpackungssortiment<br />

vorgestellt, das zur Gänze oder überwiegend<br />

aus nachwachsenden Rohstoffen<br />

hergestellt wird. Im Rahmen<br />

des Fachvortrags „Verpackungslösungen<br />

mit ökologischem Weitblick“<br />

wurden den interessierten Zuhörern<br />

Lösungsansätze für die gegenwärtig<br />

geführte Nachhaltigkeitsdiskussion<br />

aufgezeigt. Auf reges Interesse<br />

stieß das hauseigene Folienschneidezentrum,<br />

in welchem Standardfolienqualitäten<br />

just-in-time nach<br />

Kundenwünschen konfektioniert<br />

werden. Einblick wurde auch in die<br />

Qualitätssicherung bei Meier Verpackungen<br />

gewährt. Eine kürzlich am<br />

Standort Albersdorf installierte Folienprüfmaschine<br />

ermöglicht nun die<br />

Durchführung von Zugprüfungen<br />

sowie die Ermittlung des Reibungswiderstandes<br />

von Folien.<br />

Festreden<br />

Geschäftsführer Ralf Oesingmann<br />

und Standortleiter Prokurist Walter<br />

Michelitsch bedankten sich in ihren<br />

Festreden bei den anwesenden Kunden<br />

und Lieferanten für die langjährige<br />

und partnerschaftliche Zusammenarbeit<br />

sowie für den großen<br />

Einsatz der knapp 70 motivierten<br />

Mitarbeiter. Dieses Zusammenspiel<br />

hat es in den vergangenen Jahrzehnten<br />

ermöglicht, diese Erfolgsgeschichte<br />

zu schreiben. Unter den Gästen<br />

befanden sich auch zahlreiche<br />

Ehrengäste. So ließen es sich der<br />

Nationalratsabgeordnete Bgm. Christoph<br />

Stark sowie der Bürgermeister<br />

von Albersdorf-Prebuch, Robert<br />

Schmierdorfer, nicht nehmen, Grußworte<br />

an die Festgäste zu richten.<br />

Dabei hoben sie die Bedeutung der<br />

Firma Meier Verpackungen als Arbeitgeber<br />

sowie als wichtigen Wirtschaftsfaktor<br />

in der Region hervor.<br />

Ein schönes Ambiente, steirische<br />

Köstlichkeiten sowie ein abwechslungsreiches<br />

Programm sorgten für<br />

eine gelungene Veranstaltung.<br />

Mehr unter:<br />

www.meierverpackungen.at<br />

Photo: Studio Florian<br />

... könnte alles so einfach sein.<br />

Sommer, Sonne, Sonnenschein ... ab geht die Party.<br />

Nein, ich werde hier nicht auch noch meinen Senf zu Ibiza<br />

abgeben – bin deswegen sowieso eher immer noch sprachlos.<br />

Nein – mache mir eher Gedanken um die Umwelt.<br />

Was hilft all das Wissen, wie es besser gehen könnte, auch<br />

wenn es zur Zeit nicht sehr einfach ist, den Durchblick zu<br />

behalten, bei all den Studien, die einem beweisen, welcher<br />

Werkstoff der umweltfreundlichste ist (wie heißt der alte<br />

Spruch - glaube nur der Studie, die du selbst ...) wenn dann<br />

mit dem Wissen wie in der Vergangenheit gehandelt wird<br />

(Müllexporte – aus den Augen, aus dem ...).<br />

Heute hat man sich hohe Ziele gesetzt (die in manchen<br />

Bereichen schwer bis gar nicht erreichbar sein werden).<br />

Im Prinzip sollte man glauben, dass alle gemeinsam daran<br />

arbeiten, diese Ziele zu erreichen. Gerade wenn ich auch die<br />

Demos der Jugendlichen sehe – die für die Umwelt auf die<br />

Straße gehen – könnte man glauben, alle ziehen am gleichen<br />

Strang.<br />

Wenn ich mich allerdings international umsehe, sehe ich<br />

gleichzeitig auch die Realität. Klimaziele (ich rede jetzt gar<br />

nicht von wirklich international – gemeinsam mit Trump)<br />

sondern von Europa – auch hier konnten sich beim letzten<br />

Gipfel die europäischen Staats- und Regierungschefs nicht<br />

einmal bei sehr fernen Klimazielen einigen.<br />

Aber auch in Österreich tut sich eine Übergangsregierung<br />

schwer mit dem Handeln. Wenn dann nebenbei noch bekannt<br />

wird, wie viele Millionen wer wann wirklich gespendet hat<br />

helfen auch keine kollektiven Gebete mehr in der Stadthalle.<br />

kleines<br />

4 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

Bild links: Geschäftsführer Ralf Oesingmann, Moderator<br />

Heinz Habe und Standortleiter Walter Michelitsch<br />

Aber vielleicht liegt es ja auch nur am Wetter – es ist einfach<br />

zu heiß – vielleicht ziehen im Herbst bei kühlerem Wetter<br />

doch wieder alle an einem Strang – ganz im Sinne der Umwelt<br />

(nicht nur im Verpackungsbereich – der alleine kann die<br />

Welt nicht retten)<br />

Trotzdem wünsche ich Ihnen<br />

Sommer, Sonne, Sonnenschein<br />

Ihr Harald Eckert<br />

k <strong>03</strong><br />

k 0


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14.indd 2 22.06.15 15:<br />

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FOLIE<br />

Agrarstretchfolie<br />

Auf die richtige Verpackung kommt es an - und dies nicht nur im Lebensmittelhandel.<br />

Gerade auch im Agrarbereich ist die richtige Verpackung wichtig. An<br />

falscher Stelle gespart kann es durch die Verwendung der falschen Folie passieren,<br />

dass es zu keiner luftdichten Verpackung kommt.<br />

Für einen positiven Gärverlauf<br />

muss das Siliergut<br />

optimal verdichtet werden.<br />

Prinzipiell ist zu sagen: je trockener<br />

siliert wird, desto besser muss die<br />

Verdichtung sein. Ein rasches, luftdichtes<br />

Wickeln der Ballen gilt als<br />

wichtig. Dabei werden diese mindestens<br />

sechsfach gewickelt und<br />

möglichst auf befestigten Plätzen<br />

gelagert. Gewickelte Ballen sind<br />

entweder mit einer Spezialzange<br />

schonend zu transportieren oder<br />

besser direkt am Lagerplatz zu<br />

wickeln. Die Unterlage der Ballen<br />

sollte für Nagetiere unzugänglich,<br />

bei Freilandlagerung mit einer Abdeckplane<br />

beziehungsweise einem<br />

<strong>Netz</strong> gegen Insekten/Vogelanflug<br />

geschützt werden. Eine laufende<br />

Ballenkontrolle ist wichtig, da<br />

Löcher in der Folienhaut immer<br />

Schimmelbildung zur Folge haben.<br />

Diese müssen mit einem speziellen<br />

Klebeband verschlossen werden.<br />

Kunststoff<br />

Kunststofffolie von Kunststofffolie<br />

zu unterscheiden ist oft nicht<br />

leicht – ein genauer Blick lohnt<br />

sich aber allemal. Bei der Entscheidung<br />

für die richtige Folie ist<br />

zu berücksichtigen, dass ein Silageballen<br />

einen Futterwert von bis<br />

zu 45 Euro hat. Die Folie an einem<br />

Ballen hat in etwa einen Wert von<br />

4 Euro. Das heißt, eine Folie, die<br />

circa zehn Prozent günstiger ist,<br />

darf maximal ein Prozent mehr<br />

Futterverlust verursachen – das ist<br />

ein Wert, der von schlechter Folie<br />

leider um ein Vielfaches überschritten<br />

wird.<br />

Klebeeigenschaften<br />

Prinzipiell kommt geblasene Folie<br />

und teilweise auch Cast-Folie<br />

zum Einsatz. Castfolien sind niedriger<br />

im Preis – haben aber auch<br />

Nachteile. Besonders erwähnenswert<br />

ist die verringerte Festigkeit<br />

in Querrichtung, wodurch die Folie<br />

bei Beschädigung leicht weiterreißen<br />

kann. Blasfolien weisen<br />

beste Reißfestigkeit in Längs- und<br />

Querrichtung und eine hohe Sauerstoffbarriere<br />

auf.<br />

Mit Bolax ist es gelungen, Bewährtes mit Neuem zu kombinieren<br />

- eine Innovation für höchste Sicherheit, hochwertige<br />

Silage, gesunde Tiere und Erfolg im Stall.<br />

Klebeeigenschaft<br />

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor<br />

bei Agrar-Stretchfolien liegt auch<br />

in ihrer Klebeeigenschaft. Entscheidend<br />

dabei ist, wie gut die<br />

einzelnen Lagen der Folien sich<br />

auf dem Ballen miteinander verbinden.<br />

Abrollgeräusche<br />

Bei der am weitesten verbreiteten<br />

Technologie, der PIB-Klebertechnologie,<br />

wird die haftende Eigenschaft<br />

der Folie mittels Polyisobutylen<br />

(kurz: PIB) als Zusatzstoff<br />

neben Polyethylen (kurz: PE) bei<br />

der Folienproduktion bereits hinzugefügt.<br />

Dieses PIB tritt nach<br />

der Produktion aus der Folie in<br />

die Zwischenräume auf der Rolle.<br />

Hier ist der Kleber auf der Folie zu<br />

spüren und auch in dem typischen<br />

Abrollgeräusch deutlich zu hören.<br />

Bei Stretchfolien mit PIB-Klebertechnologie<br />

kommt es immer<br />

wieder vor, dass Rollen während<br />

der Lagerung „teleskopieren“. Dabei<br />

fungiert der Kleber zwischen<br />

den Folienlagen auf der Rolle als<br />

eine Art Schmierfilm, der es etwa<br />

mithilfe von Temperaturschwankungen<br />

ermöglicht, Teile der Folie<br />

oder den Rollenkern selbst „aus<br />

der Rolle“ zu schieben. Ein Teleskopieren<br />

über die Rollenkernbreite<br />

macht eine Verarbeitung der<br />

Folie unmöglich. Die Rolle wird<br />

dadurch wertlos.<br />

Selbsthaftende Schicht<br />

Da bei der alternativen PE-Klebertechnologie<br />

anstatt eines Klebers<br />

eine selbsthaftende Schicht<br />

zum Einsatz kommt, kann bei diesen<br />

Stretchfolien das Problem von<br />

teleskopierten Rollen nicht auftreten.<br />

Keine Kleberreste<br />

Durch die Tatsache, dass sich<br />

kein Kleber auf der Folie befindet,<br />

können sich auch an der Vorstreckeinrichtung<br />

des Wicklers keine<br />

Kleberreste ansammeln. Regelmäßiges<br />

und aufwändiges Reinigen<br />

entfällt damit. Bei der PE-Klebertechnologie,<br />

bei der kein Kleber in<br />

der eigentlichen Form zur Verwendung<br />

kommt, ist eine der äußersten<br />

Schichten einer mehrlagigen Folie<br />

- die Haftschicht - mit einer selbstklebenden<br />

Eigenschaft ausgestattet.<br />

Ein Trennmittel zwischen den<br />

Folienlagen ermöglicht ein geräuscharmes<br />

und gleichmäßiges<br />

Abrollen. Durch die Vordehnung<br />

im Zuge des Wickelvorganges<br />

wird diese Trennschicht „aufgebrochen“<br />

und die haftende Schicht<br />

kommt an die Oberfläche.<br />

PE-Klebertechnologie<br />

Diese PE-Klebertechnologie bietet<br />

gegenüber der herkömmlichen<br />

PIB-Klebertechnologie eine Reihe<br />

an Vorteilen. So wird bei einer<br />

Stretchfolie mit PIB-Klebertechnologie<br />

die Kleberschicht durch<br />

die Vordehnung dünner. Im Vergleich<br />

dazu nimmt die nutzbare<br />

Klebekraft bei Stretchfolien mit<br />

PE-Klebertechnologie durch die<br />

Vordehnung zu.<br />

Leichtes Handling<br />

Die Stretchfolie mit PE-Klebertechnologie<br />

weist auf der einen<br />

Seite eine klebende und auf der<br />

anderen Seite eine glatte Seite auf.<br />

Die Außenseite des Ballens ist damit<br />

glatt und nicht klebend und ermöglicht<br />

dadurch eine einfachere<br />

Manipulation der Ballen.<br />

Mehr Komfort<br />

durch leises Abrollen<br />

Durch das geräuscharme Abrollen<br />

bietet die Folie einen besonderen<br />

Komfort während des<br />

Wickelns. Auch etwaige Anrainer<br />

finden keine zusätzliche Lärmbelästigung<br />

vor, was mancherorts Konfliktpotenziale<br />

dämpfen kann. Bei<br />

der PE-Klebertechnologie handelt<br />

es sich um ein patentiertes Verfahren.<br />

Diese Stretchfolien sind in Österreich<br />

im Lagerhaus unter dem<br />

Namen Bolax® erhältlich.<br />

Erfahrung<br />

Kontinuierliche Innovationen<br />

über 3 Jahrzehnte laufender Forschungs-<br />

und Entwicklungsarbeit<br />

6 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


ließen DUO PLAST zum Qualitätsführer<br />

im Blasfolien-Markt<br />

werden. Mit Bolax® ist es dem<br />

Unternehmen wieder gelungen,<br />

Bewährtes mit Neuem zu kombinieren<br />

– eine Innovation für<br />

höchste Sicherheit, hochwertige<br />

Silage, gesunde Tiere und Erfolg<br />

im Stall. Bolax® lässt die Nachteile<br />

einer kleberhaltigen Folie<br />

vergessen und ist umweltfreundlich,<br />

lebensmittelecht (PIB frei)<br />

und nachhaltig. Außerdem ist sie<br />

bis zu 18 Monaten UV-stabil. Die<br />

Möglichkeit, mit höheren Vordehnungen<br />

zu fahren, erhöht zusätzlich<br />

die Ergiebigkeit der Folie,<br />

sprich: mehr Ballen pro Rolle.<br />

Mehr unter: www.duoplast.ag<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

7


WIRTSCHAFT<br />

Logett: Millioneninvestition vor Abschluß<br />

Die Firma Logett in Frastanz hatte auf Grund der guten Geschäftsentwicklung<br />

in den letzten Jahren langsam aber sicher Platzprobleme bekommen. „Damit<br />

wir auch genügend Lager und Platz für neue Maschinen haben, war es unumgänglich,<br />

unseren Betrieb zu vergrößern“, erklärte Geschäftsleiter Kurt Pichler<br />

<strong>KOMPACK</strong> im letzten Jahr (<strong>KOMPACK</strong> berichtete). Deswegen wurde das<br />

benachbarte Grundstück mit rund 2.800 Quadratmetern gekauft. Anschließend<br />

an das aktuelle Gebäude wurde hier eine rund 1.000 Quadratmeter große<br />

Lagerhalle angebaut.<br />

Damit hat das Unternehmen<br />

auch Platz für weitere<br />

Großaufträge und größere<br />

Lagerkapazitäten. Der Spezialist<br />

für Logistiketiketten (blanko<br />

bis sechsfärbig bedruckt), die im<br />

UV Flexodruck, Digitaldruck und<br />

mit Flexo Wasserfarben gedruckt<br />

werden, werden überall dort eingesetzt,<br />

wo es darum geht, Waren<br />

und Gebrauchsgüter auszuzeichnen,<br />

um diese auf ihren Transportwegen<br />

und Lagerstationen jederzeit<br />

identifizieren zu können. Zum<br />

Lieferprogramm gehören auch die<br />

für den Thermotransferdruck erforderlichen<br />

Farbbänder (TTB) in allen<br />

vorausgesetzten Abmessungen,<br />

Farben und Qualitätsklassen. In<br />

diesem Sinne ermöglicht die perfekte<br />

Abstimmung von Etikettenmaterial,<br />

Thermotransferband und<br />

Drucker optimale Ergebnisse der<br />

logistischen Abläufe und Warenauszeichnungen.<br />

e<br />

Alle gängigen Materialien<br />

Logett fertigt mit allen gängigen<br />

Materialien – von den klassischen<br />

Papier-Etiketten bis zu Kunststoffund<br />

Folien-Etiketten aus Polyethylen<br />

(PE) oder Polypropylen (PP).<br />

Verschiedenste Klebstoffvarianten<br />

wie permanent haftend, ablösbar<br />

oder Tiefkühlkleber sind im Einsatz.<br />

Investition<br />

Das inhabergeführte Familienunternehmen<br />

wird neben der Investition<br />

in die neue Halle (rund 1 Million<br />

Euro) und dem Grundstückkauf<br />

(rund 300.000 Euro) auch weiter in<br />

den modernen Maschinenpark investieren<br />

(rund 300.000 Euro).<br />

Pfeil: Neue Lagerhalle<br />

Einsatzbereiche<br />

Für Preis-, Waage- und Regalauszeichnungssysteme<br />

werden<br />

Logett-Etiketten im Groß- und Einzelhandel,<br />

in der Lebensmittel- und<br />

Gebrauchsgütererzeugung bis hin<br />

zur Chemie und Pharma eingesetzt.<br />

Letztlich sind sie auch im Postversand<br />

und im Dienstleistungsbereich<br />

unverzichtbar. Die selbstklebenden<br />

Etiketten bieten in dieser Hinsicht<br />

großen Freiraum für von den Kunden<br />

selbst einzudruckende Informationen<br />

wie EAN-Code, Verbrauchsund<br />

Gebrauchsdaten, Gewichtsund<br />

Preisangaben oder anderer<br />

flexibler Daten. „Attraktive Etiketten<br />

sind ein wichtiges Brandingele-<br />

Geschäftsleiter<br />

Kurt Pichler<br />

ment am Point of Sale (POS).<br />

Steigerung der<br />

Wirkung und der Wertigkeit<br />

Sie dienen nicht nur der Kennzeichnung,<br />

sondern tragen entscheidend<br />

zur Steigerung der Wirkung,<br />

der Wertigkeit und damit zum<br />

Kaufentscheid bei. „Wir produzieren<br />

bedruckte Selbstklebe-Etiketten<br />

für verschiedenste Branchen wie<br />

Industrie, Handel, Lebensmittel<br />

oder Getränke.“<br />

Maschinenpark am<br />

neuesten Stand der Technik<br />

„Alles wird individuell nach Ihren<br />

Wünschen gefertigt – Form, Materialien<br />

und Qualitätsstufen sind keine<br />

Grenzen gesetzt.“ erklärt Kurt Pichler<br />

und weiters: „Unser Maschinenpark<br />

ist auf dem neuesten Stand der<br />

Technik. Unser erfahrenes Team<br />

liefert im UV-Flexodruck und Digitaldruck<br />

konstant hohe Qualität.“<br />

Mehr unter: www.logett.at<br />

oder im September auch<br />

während der FachPack<br />

Halle 6 / 6-430<br />

oben: noch leere Lagerhalle<br />

rechts: Firmengebäude bei Nacht<br />

8 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


Kostenfreie Rücknahme Ihrer IBC ...<br />

NACHHALTIGKEIT<br />

IBC-Rekonditionierung leicht gemacht<br />

Nicht nur engagierte Schülerinnen und Schüler, sondern auch unsere Kunden<br />

weltweit fordern zunehmend einen verantwortungsvollen und nachhaltigen<br />

Umgang mit unseren Ressourcen. WERIT arbeitet daher ständig an innovativen<br />

und intelligenten Lösungen für ein Verpackungssystem inklusive Rückholung<br />

und Wiederverwertung.<br />

Das WERIT PACKONE-<br />

Ticketsystem ermöglicht<br />

die kostenlose Rücknahme<br />

gebrauchter und entleerter<br />

IBCs auf Knopfdruck. Ganz gleich,<br />

welche Bauart beziehungsweise<br />

Marke – Werit nimmt die gebrauchten<br />

und restentleerten IBC<br />

kostenfrei zurück. Durch die Zusammenarbeit<br />

von Werit mit seinen<br />

regionalen <strong>Netz</strong>werkpartnern<br />

sind zudem kurze Transportwege<br />

garantiert.<br />

Sie garantiert die IBC zurück, die<br />

Sie zuvor abgegeben haben.<br />

Dies kann bei sensiblen<br />

Produkten sinnvoll sein, da Sie<br />

somit die volle Kontrolle über<br />

den Lebenszyklus Ihres eingesetz<br />

ten IBC haben.<br />

• Waschen oder rebotteln Ihrer<br />

gebrauchten IBC als Dienstleistung<br />

im „open-loop“ System.<br />

Beim „open-loop“ System wird<br />

im Vorfeld ein Qualitätsstandard<br />

der zu liefernden IBC festgelegt.<br />

und Effizienz Ihrer Supply Chain<br />

und verbessern gleichzeitig die<br />

Ökobilanz. Optimale Voraussetzungen<br />

also für einen wirtschaftlichen<br />

und ressourcenschonenden<br />

Mehrwegeinsatz.<br />

Den Anmeldebereich zu diesem<br />

Service finden Sie unter:<br />

https://www.werit.eu/de/service.<br />

Rebotteling<br />

„Sowohl die WERIT-IBC als auch<br />

IBC anderer Bauart werden nach<br />

Reinigung oder Austausch des<br />

Innenbehälters dem Wirtschaftskreislauf<br />

wieder zugeführt. Beim<br />

Rebottling wird unser Universal-<br />

Innenbehälter – ein speziell entwickelter<br />

Innenbehälter, der in fast<br />

alle IBC-Käfige passt – eingesetzt.<br />

Rebottelte IBC sind sowohl als<br />

non-UN oder UN-Ausführung erhältlich.<br />

Die kurzen Transportwege<br />

garantieren eine ressourcen- und<br />

kapitalschonende Verpackung für<br />

Ihre Produkte.“ erklärt Geschäftsleiter<br />

Mag. Marian Weger. Aus diesen<br />

Optionen können Sie wählen:<br />

• Rückgabe gebrauchter und<br />

restentleerter IBC<br />

• Zukauf neuer, gewaschener<br />

(REKO) oder rebottelter IBC<br />

(REBO) aus unserem Bestand<br />

• Waschen oder rebotteln Ihrer<br />

gebrauchten IBC als Dienstleistung<br />

im „closed-loop“ System.<br />

Im „closed-loop“ System erhalten<br />

„Ob die gereinigten IBC nun aus<br />

dem Kundenportfolio stammen<br />

oder aus unserem Bestand ist dabei<br />

sekundär.“ sagt Mag. Marian<br />

Weger und weiters „WERIT ist in<br />

Österreich bislang hauptsächlich<br />

als Anbieter neuer IBC-Gebinde<br />

bekannt. Diesen Umstand haben<br />

wir nun geändert, indem wir österreichweit<br />

Partnernetzwerke<br />

aufgebaut haben, die uns lokal als<br />

Dienstleister unterstützen. Somit<br />

können wir heute neben neuen IBC<br />

auch gewaschene und rebottlete<br />

IBC zu top-Konditionen anbieten.<br />

Die Prämisse lautet dabei: IBC<br />

aus Österreich für Österreich! Somit<br />

stellen wir eine bestmögliche<br />

Ökobilanz sicher und gleichzeitig<br />

senken wir die Transportkosten signifikant.“<br />

Nachhaltigkeit und Effizienz<br />

Mit der Rückgabe Ihrer entleerten<br />

IBC leisten Sie einen aktiven<br />

Beitrag zur Nachhaltigkeit<br />

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REBOTTELING<br />

The international IBC RETURN System<br />

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<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

9


AUSZEICHNUNG<br />

WIEN:<br />

Bestes Familienunternehmen 20<strong>19</strong><br />

Ulrich Etiketten blickt nicht nur auf ein Jubiläumsjahr - das Unternehmen feierte<br />

2018 seinen 150. Geburtstag - sondern auch auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück.<br />

So gab es für das in der fünften Generation geführte Unternehmen einen Umsatzrekord<br />

(38 Millionen Euro) in der Unternehmensgeschichte. Als Draufgabe wurde<br />

Ulrich Etiketten jetzt auch noch als „Bestes Familienunternehmen 20<strong>19</strong> in Wien“<br />

ausgezeichnet.<br />

Es zeigt, dass die Investitionen<br />

in den letzten Jahren<br />

auf fruchtbaren Boden<br />

gestoßen sind. Nicht nur in den<br />

Maschinenpark wurde und wird<br />

laufend investiert, auch das verstärkte<br />

Engagement in Deutschland<br />

trägt bereits Früchte. Die mittlerweile<br />

drei Standorte in Deutschland<br />

(München, Hannover und<br />

Stuttgart) tragen zu den guten Ergebnissen<br />

im Export (rund 30%)<br />

bei. Die Bemühungen der letzten<br />

Jahre konnten hier mittlerweile in<br />

interessanten Projekten umgesetzt<br />

werden.<br />

Investitionen<br />

Das PEFC und FSC zertifizierte<br />

Unternehmen, das heuer auch noch<br />

ISO 14001 umweltzertifiziert wurde,<br />

investierte im letzten Jahr rund<br />

3 Millionen Euro sowohl in Druckmaschinen<br />

als auch im Konfektionierbereich.<br />

<strong>KOMPACK</strong> berichtete<br />

über die neuen Möglichkeiten im<br />

Veredelungs- und Digitaldruckbereich.<br />

Ulrich Etiketten ruht sich<br />

aber nicht auf seinen Lorbeeren aus,<br />

sondern investierte heuer bereits<br />

wieder in eine 12farben-Druckmaschine<br />

sowie in drei weitere Konfektioniermaschinen.<br />

Zusätzlich<br />

wurden, um das Wohlgefühl der<br />

Mitarbeiter zu erhöhen, auch die<br />

Büroräume neu gestaltet. Dazu gehören<br />

auch „begrünte“ Wände, die<br />

nicht nur schön anzusehen sind,<br />

sondern auch der Lärmdämmung<br />

in dem Großraumbüro dienen.<br />

Kundenorientiert<br />

„Stolz sind wir auch auf unser gelebtes<br />

Qualitätsmanagement und<br />

die professionelle Konformitätsarbeit,<br />

die wir unseren Kunden anbieten<br />

können. Wir merken auch,<br />

dass sie unsere Bemühungen in<br />

Bei der Verleihung<br />

diesen Bereichen zu schätzen wissen.<br />

Nicht umsonst sind wir nach<br />

dem äußerst erfolgreichen letzten<br />

Jahr heuer bereits wieder mit einem<br />

guten Wachstumskurs unterwegs –<br />

das erste Quartal lag bei rund fünfzehn<br />

Prozent plus.“ erklärt Mag.<br />

Florian Ulrich, einer der beiden<br />

Geschäftsführer der fünften Generation.<br />

Nicht zu Letzt auf Grund<br />

dieser positiven Entwicklung und<br />

dem damit immer enger werdenden<br />

Platz am Produktionsstandort in<br />

Strebersdorf ist mit Ende des Jah-<br />

res eine Standorterweiterung geplant.<br />

Vorab werden die neuesten<br />

Produkte von Ulrich Etiketten, wie<br />

gewohnt, auch heuer wieder wieder<br />

in Nürnberg während der FachPack<br />

(am gewohnten Platz - in Halle 7)<br />

zu bewundern sein.<br />

Erfolgslauf<br />

Vorab hofft das Unternehmen<br />

seinen Erfolgslauf fortsetzen zu<br />

können. Den aktuellen Erfolg ortet<br />

Florian Ulrich auch in der „guten<br />

Größe“ die das Unternehmen hat.<br />

„Um einerseits Big Player beliefern<br />

zu können, und andererseits<br />

auch flexibel und vertrauenswürdig<br />

genug zu sein um als Familienunternehmen<br />

auch die Kleinen<br />

gut betreuen zu können“. Eine<br />

der Stärken ist auch „unsere Flexibilität<br />

in der Lieferzeit“ ergänzt<br />

Dr. Rainer Ulrich. „Wir liefern<br />

teilweise bereits am nächsten Tag.<br />

Unsere Kunden können sich darauf<br />

verlassen, dass wenn notwendig<br />

wir alle Handstände machen, und<br />

auf Grund unseres großen Maschinenparks<br />

auch oft unmögliches<br />

schaffen.“ Nicht umsonst fährt das<br />

Familienunternehmen im Drei-<br />

Schicht-Betrieb.<br />

Mehr unter:<br />

www.ulrich-etiketten.at<br />

10 01/<strong>19</strong><br />

Mag. Florian Ulrich mit zufriedenen Mitarbeitern<br />

im neu gestalteten Büro<br />

Karin und Dr. Karl Ulrich vor einer der Investitionen<br />

im vergangenen Jahr


Schaltschranklose ...<br />

Antriebstechnik<br />

SMART<br />

Die Firma Beckhoff zeigte während der Smart in Wels wieder ihre<br />

Lösungen – wie das AMP8000. Das dezentrale Servoantriebssystem<br />

AMP8000 unterstütztdie Umsetzung modularer Maschinenkonzepte<br />

optimal.Mit dem neuen, in hoher Schutzart ausgeführten Versorgungsmodul<br />

AMP8620 lässt sich nun sogar dasgesamte System<br />

direkt in die Maschine verlagern, das heißt durch konsequente<br />

Dezentralisierung eine komplett schaltschranklose Antriebstechnik<br />

realisieren. Dies spart maximal Material, Platzbedarf, Kosten und<br />

Montageaufwand.<br />

Reduzierte sich der Anschluss der<br />

AMP8000-Antriebe an den Schaltschrank<br />

mit den Koppelmodulen bisher<br />

schon auf nur eine Leitung, entfällt diese beim<br />

Einsatz des Versorgungsmoduls AMP8620<br />

komplett. Durch den damit entfallenden Schaltschrank<br />

werden der Stellflächenbedarf und der<br />

Verkabelungsaufwand für die gesamte Maschine<br />

nochmals reduziert. Zudem entstehen keine<br />

Aufwendungen für die ansonsten erforderliche<br />

Schaltschrankklimatisierung.<br />

Direkt angeschlossen<br />

Das AMP8620-Modul wird direkt an das Versorgungsnetz<br />

angeschlossen. Es enthält alle<br />

hierfür benötigten Schaltungsteile wie <strong>Netz</strong>filter,<br />

Gleichrichter und Ladeschaltung für die<br />

integrierten Zwischenkreiskondensatoren. An<br />

das Versorgungsmodul lassen sich wahlweise<br />

weitere Verteilermodule oder dezentrale Servoantriebe<br />

AMP8000 anschließen. AMP8620<br />

verfügt über zwei EtherCAT-P- Ausgänge, über<br />

die entweder EtherCAT-P-Module versorgt<br />

oder zum Systemausbau benötigte weitere Versorgungsmodule<br />

kontaktiert werden können.<br />

Das im Versorgungsmodul integrierte sichere<br />

24-V-<strong>Netz</strong>teil sorgt dafür, dass die Logik-Spannungsversorgung<br />

das zulässige Niveau nicht<br />

überschreitet. Integrierte Zwischenkreiskondensatoren<br />

speichern die regeneratorische Energie<br />

des gesamten Systems und stellen diese anschließend<br />

für Beschleunigungsvorgänge wieder<br />

zur Verfügung. So ist sichergestellt, dass die<br />

zugeführte Energie bestmöglich genutzt wird.<br />

Gezeigt wurden auch die neuesten Möglichkeiten<br />

der Erfassung von Maschinendaten.<br />

TwinCAT Scope meets OPC UA<br />

Vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 und<br />

Big Data gewinnt die Erfassung von Maschinendaten<br />

immer mehr an Bedeutung.Diese Informationen<br />

müssen nicht nur performant und<br />

übersichtlich dargestellt werden, sondern neben<br />

der eigentlichen Maschinensteuerung auch<br />

viele weitere intelligente Komponenten abdecken.<br />

Eine solche durchgängige Datenerfassung<br />

in heterogenen Systemumgebungen einer<br />

Maschine wird von TwinCAT Scope optimal<br />

unterstützt. Denn über einen standardisierten<br />

OPC UA-Kommunikationskanal lassen sich<br />

mit diesem Charting-Tool sowohl Daten von<br />

TwinCAT-Steuerungen als auch von 3rd-Party-<br />

Komponenten analysieren.<br />

TwinCAT 3 Scope besteht aus dem Scope View<br />

für die grafische Darstellung der Signalverläufe<br />

und dem Scope Server, welcher fürdie eigentliche<br />

Datenaufzeichnung verantwortlich ist. Der<br />

Scope Server kann für Aufzeichnungen – auch<br />

ohne die View-Komponente –autark auf einem<br />

Zielgerät oder remote auf dem entsprechenden<br />

Engineeringsystem zusammen mit Scope View<br />

installiert werden.Die zweite Lösung bietet<br />

den Vorteil, dass keine Zusatzsoftware auf dem<br />

Zielgerät installiert werden muss. Folglich<br />

sind keine Updates an TwinCAT-Steuerungen<br />

notwendig und Geräte ohne TwinCAT müssen<br />

ebenfalls nicht verändert werden, um deren Daten<br />

grafisch imScope View darzustellen.<br />

Mehr unter: www.beckhoff.at<br />

Morgen entsteht<br />

beim Machen<br />

Im Fokus:<br />

Prozesskette Verpackung<br />

„Umweltgerechtes Verpacken“ als<br />

wegweisendes Leitthema. Überzeugende<br />

Lösungen, wertvolles Expertenwissen<br />

und starke Impulse für alle verpackungsintensiven<br />

Branchen. Finden Sie unter<br />

mehr als 1.600 Ausstellern entlang der<br />

Prozesskette Verpackung die richtigen<br />

Partner. Von hoch effizienten Maschinen<br />

bis zu intelligenter Logistik, von nachhaltigen<br />

Packstoffen bis zur aufmerksamkeitsstarken<br />

Veredelung.<br />

24.– 26.9.20<strong>19</strong> /// Nürnberg<br />

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Europäische Fach messe<br />

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Prozesse und Technik<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

11


VERANSTALTUNG<br />

Forum Unique Codes<br />

12 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

Bereits zum dritten Mal hat SECURIKETT am 23. Mai 20<strong>19</strong> das FORUM UNIQUE<br />

CODES veranstaltet. Dieses Jahr lag der Schwerpunkt des internationalen Kongresses<br />

auf der Digitalisierung im Produkt- und Markenschutz, auf dem Einzug von IoT in die<br />

Welt der Einzelprodukte. Der Veranstalter darf sich über ein gelungenes Event freuen.<br />

IoT, das Internet of Things,<br />

findet nicht nur in der Welt<br />

der Elektronikprodukte statt.<br />

Mit Hilfe von Unique Codes, einmaligen<br />

Buchstaben- und Zahlenkombinationen,<br />

die entweder als<br />

QR-Code gedruckt oder in einem<br />

Chip (NFC, UHF) gespeichert<br />

werden, ist es möglich, Produkte<br />

auf Stückebene zu identifizieren.<br />

Dadurch wiederum ist digitale<br />

Kommunikation mit und unter den<br />

Produkten möglich.<br />

Originalitätsnachweis<br />

Neben dem Originalitätsnachweis<br />

und der direkten Kommunikation<br />

mit Konsumenten ist<br />

die Rückverfolgbarkeit der Distributionskette<br />

häufig ein Anliegen<br />

von Markeninhabern. Marco<br />

Linsenmann, CDO bei SECURI-<br />

KETT, wies auf die potenzielle<br />

Mehrfachverwendung der Unique<br />

Codes auf Einzelproduktebene<br />

hin, wie beispielsweise Kundenbindungsprogramme<br />

und Identity<br />

Services. Die Analyse der durch<br />

Scans gesammelten Daten eröffnet<br />

Markeninhabern ein neues Pool<br />

an Marktinformationen, aber auch<br />

Logistikdaten. Etwa kann eine<br />

bessere Produktionsplanung das<br />

Nebenprodukt von Produktverfolgung<br />

– Track & Trace - in der Lieferkette<br />

sein.<br />

Datensicherheit<br />

Datensicherheit und eine sichere<br />

Speicherumgebung bildeten einen<br />

weiteren Schwerpunkt bei den<br />

Vorträgen. Über die Grundlagen<br />

der Blockchain Technologie konnte<br />

DI Dr. Christian Baumann, Head<br />

of working group „Blockchain –<br />

Lab“ bei AUSTRIAPRO, Einblick<br />

geben. Blockchain basiert auf einer<br />

verteilten, nicht reversiblen<br />

Speichertechnik und wird unter<br />

dem Überbegriff „distributed legger<br />

architecture“ subsummiert.<br />

Daher eignet sich die Technologie<br />

prinzipiell als Speicherungstechnik<br />

für die Rückverfolgung von<br />

Produkten und wird bereits auf<br />

diesem Gebiet angewendet.<br />

DI Markus Hefler, MSc, Chief<br />

Information Security Officer bei<br />

Vom Druck, über das Auftragen des Klebstoffs, bis hin zur NFC<br />

Integration und Personalisierung der Chips, konnte der ganze<br />

Produktionsprozess des „Catchy Labels“ bei der Securikett<br />

Factory Tour in Münchendorf mitverfolgt werden.<br />

Raiffeisen Informatik Center Steiermark<br />

GmbH, beschrieb die Anforderungen<br />

an eine sichere und<br />

hoch-performante Hosting-Plattform<br />

für ID-Services. Er wies auch<br />

auf die vielfältigen Vorkehrungen<br />

gegen Angriffe hin, die eine ID-<br />

Plattform lahmlegen könnten.<br />

Sicherer Speicherchip<br />

Werden die Unique Codes und<br />

zugehörige Daten auf einem NFC<br />

oder RFID Element gespeichert,<br />

ist auch die Wahl eines ausreichend<br />

sicheren Speicherchips zu<br />

beachten. Wie die kryptosichere<br />

NFC-Chip-Technologie die Betrugssicherheit<br />

unterstützt, erklärten<br />

Zanghee Cho, MSc, Product<br />

Manager, und Sylvia Kaiser-<br />

Kershaw, MBA, Senior Marketing<br />

Manager bei NXP.<br />

Internationale Standards<br />

Auf dem Gebiet der Produktauthentifizierung<br />

und Identifizierung<br />

sind bereits die ersten internatio-<br />

nalen Standards entstanden. Von<br />

zwei aktiven Mitgestaltern im ISO<br />

TC 292 wurden Standards in ihrer<br />

Wirkung auf das öffentliche und<br />

das private Wirtschaftssegment<br />

untersucht:<br />

Grundsätze der ISO Standards<br />

Securikett Geschäftsführerin Dr.<br />

Marietta Ulrich-Horn, MBA, Projektleiterin<br />

ISO 22381, legte die<br />

Grundsätze der ISO Standards<br />

rund um Produkt-ID-Systeme dar.<br />

Wenn es um die Umsetzung geht,<br />

ist Interoperabilität mehrerer Systeme<br />

vor allem im öffentlichen<br />

Sektor – Pharmaregulierung, Tabakregulierung<br />

– erforderlich und<br />

bedarf internationaler Richtlinien.<br />

Sicpa Proposal Management Director<br />

Christophe Renard, MBA,<br />

Projektleiter ISO 22383, ging auf<br />

die rasche Entwicklung ein, welche<br />

sich in der Standardisierung<br />

der Produktauthentifizierung widerspiegelt.<br />

Seit der ersten Edition<br />

des Standards vor 6 Jahren, hat die<br />

digitale Komponente bei der Verifikation<br />

von Produkten massiv an<br />

Bedeutung gewonnen und wird<br />

in der aktuellen Revision berücksichtigt.<br />

Wie bisher gelten aber die<br />

Verflechtung von Produkt-IDs mit<br />

kopiersicheren Druckelementen<br />

und Manipulationsschutz als erforderliche<br />

Bausteine in der Produktauthentifizierung.<br />

Fallbeispiele<br />

Aktuelle Fallbeispiele rundeten<br />

das abwechslungsreiche Programm<br />

ab. Daniel Nicholson,<br />

jetziger VP IT bei Sweaty Betty,<br />

berichtete über die Erfolge in der<br />

Bekämpfung von Graumarkthandel<br />

bei TangleTeezer®. Als Head<br />

of IT Projects war er Projektleiter<br />

und „Specifier“ bei der Einführung<br />

der CODIKETT® Cloud Lösung<br />

gewesen.<br />

Roboterbetriebene<br />

Verpackungslinien<br />

Markus Ederwall, Business Controller<br />

bei Maria Nila AB, leitet<br />

aktuell ein Projekt zur vollautomatischen<br />

Erfassung der Unique Code<br />

Labels in roboterbetriebenen Verpackungslinien.<br />

Auch die Aggregation<br />

von Einzelprodukt-Codes<br />

zum Code des Versandkartons<br />

bis hin zum Paletten-Code wird<br />

vollautomatisch erstellt. Bei Maria<br />

Nila hat man sich strategisch<br />

zur Serialisierung aller Einzelprodukte<br />

entschlossen, um den rasch<br />

wachsenden globalen Vertrieb gegen<br />

Graumarkthandel zu schützen.<br />

Das Roll-Out startete mit kleineren<br />

Chargen und geht nun in die volle<br />

Umsetzungsphase über.<br />

Zeitgerechte<br />

Sicherheitsetikette<br />

Nach zahlreichen Vorträgen über<br />

die Bedeutung, die Sicherheit und<br />

den Nutzen von Unique Codes galt<br />

es noch eine weitere zentrale Frage<br />

zu klären: Wie werden Unique<br />

Codes auf ein Produkt aufgebracht,<br />

ohne dass es möglich ist, sie auf<br />

ein anderes Produkt zu übertragen?<br />

Securikett Geschäftsführer<br />

Insbesondere die aktuellen Fallbeispiele<br />

lieferten Stoff für Diskussionen<br />

in den Pausen. Daniel Nicholson<br />

berichtete über die Vorteile von<br />

Smart Packaging im Tagesgeschäft<br />

der Firma Tangle Teezer®.


| EJ12-01G |<br />

Plug & Work:<br />

Busklemmen für<br />

die Leiterkarte.<br />

Die EtherCAT-I/O-Lösung<br />

für Serienanwendungen.<br />

Das anspruchsvolle Programm mit internationalen Rednern<br />

lockte über 70 Besucher aus 14 Ländern an. Auch die weite Anreise<br />

aus China, Indien oder USA konnte sie nicht abhalten.<br />

EtherCAT-<br />

Koppler<br />

Safety-Steckmodule<br />

Digital-/Analog-<br />

Steckmodule<br />

Optionale<br />

Relais<br />

Werner Horn, MBA, erläuterte in<br />

seinem Vortrag die neue Rolle von<br />

Sicherheitsetiketten. Durch die digitale<br />

Komponente haben sie jetzt<br />

erweiterte Aufgaben. Das zeitgemäße<br />

Sicherheitsetikett generiert<br />

Daten durch die Scans und bietet<br />

zugleich Nutzen für alle Beteiligten.<br />

Damit die Teilnehmer der Lieferkette<br />

überhaupt erkennen, dass<br />

das Etikett mit Identity Services<br />

verbunden ist, muss das Etikett<br />

visuell kommunizieren, was es<br />

leistet. Denn je höher die Scanrate<br />

unter freiwilligen Benützern, desto<br />

wertvoller und sicherheitsrelevanter<br />

wird das Etikett.<br />

„Catchy Label“<br />

Als Überleitung zur Factory Tour<br />

stellte Jose Tojo, Code Systems<br />

and Account Management bei Securikett,<br />

das „Catchy Label“ vor,<br />

dessen Produktion anschließend<br />

bei Securikett live zu sehen war.<br />

Vorgestellt wurde ein „Eye-Catcher“,<br />

ein Prototyp, der eigens für<br />

das FORUM UNIQUE CODES<br />

entwickelt wurde. Ziel war die<br />

Attraktion von Konsumenten, das<br />

Etikett zu scannen. Von der Design-Entwicklung<br />

mit Scan-Ikons<br />

und einer holographischen Linse<br />

der Firma KURZ®, über den<br />

Druck des manipulationssicheren<br />

VOID-Effekts und des variablen<br />

CODIKETT Codes, über die Klebstoffbeschichtung<br />

bis hin zur Integration<br />

und Codierung der NFC<br />

Elemente, konnten die Teilnehmer<br />

anschließend in einer Live-Demo<br />

in der Produktion in Münchendorf<br />

den komplexen Herstellungsprozess<br />

verfolgen.<br />

Konsumentenattraktion<br />

Die Teilnehmer konnten auch<br />

selbst mit ihren Smartphones aktiv<br />

werden und scannen. Das auf ein<br />

Give-away geklebte „Catchy Label“<br />

enthielt einen gedruckten QR<br />

Code und einen integrierten NFC<br />

Chip, beide mit demselben Code.<br />

Als Konsumentenattraktion hatte<br />

sich das Softwareteam von CO-<br />

DIKETT® eine unterschiedliche<br />

Antwortseite je Scan ausgedacht.<br />

Die sich abwechselnden Bilder<br />

beinhalteten auch eine Gewinnseite,<br />

die sich nach mehrmaligem<br />

Scannen einstellte. Von der Theorie<br />

zur Praxis - ein inhaltsreicher<br />

Tag, den die Teilnehmer bei einem<br />

gemeinsamen Networking-Dinner<br />

im nahegelegenen Gumpoldskirchen<br />

ausklingen ließen. Das vierte<br />

FORUM UNIQUE CODES ist für<br />

2021 geplant.<br />

Mehr unter:<br />

www.securikett.com<br />

Gespannt folgten die Besucher<br />

Werner Horn durch das Sicherheitstor<br />

in die Produktion.<br />

Fotos: Securikett<br />

www.beckhoff.at/EtherCAT-<br />

Steckmodule<br />

Maschinenspezifische<br />

Anschlussebene<br />

Für den Großserien-Maschinenbau mit mittleren und hohen<br />

Stückzahlen bietet Beckhoff jetzt eine besonders effi ziente<br />

Verdrahtungslösung: die EtherCAT-Steckmodule der EJ-Serie.<br />

Sie basieren elek tronisch auf dem bewährten EtherCAT-I/O-<br />

System und lassen sich durch ihre Bauform direkt auf eine<br />

anwendungsspezifi sche Leiterkarte aufstecken. Das spart nicht<br />

nur Zeit, sondern vor allem Kosten: Die aufwändige manuelle<br />

Einzelverdrahtung wird durch das Anstecken vorkonfektionierter<br />

Kabelbäume substituiert, Stückkosten werden gesenkt und<br />

das Risiko einer Fehlverdrahtung wird durch kodierte Bauteile<br />

auf ein Minimum reduziert.<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

13


DRUCK&DESIGN<br />

INSIGNIS gewinnt FINAT Preis 20<strong>19</strong><br />

Einer der jährlichen Höhepunkte der europäischen Etikettenindustrie ist die<br />

Bekanntgabe der Gewinner des Finat-Etikettenwettbewerbs. Auf dieser jährlich<br />

ausgerichteten Veranstaltung werden seit nunmehr 39 Jahren herausragende<br />

Leistungen der Branchen ausgezeichnet. Gleich bei der erstmaligen Teilnahme<br />

in der Unternehmensgeschichte darf sich INSIGNIS-Etiketten über den Preis in<br />

der Kategorie Label Printing Processes – Combination Printing freuen.<br />

Um die Möglichkeiten der<br />

Labelfire 340 ausspielen<br />

zu können, wurden folgende<br />

Arbeitsschritte Inline ausgeführt:<br />

Als erster Schritt wurde<br />

die Kaltfolie „Micro Glitter Silber“<br />

- verlaufend von 0 bis 100 %<br />

- aufgetragen, im Anschluss in 7c<br />

bedruckt, im Flexodruckverfahren<br />

wurden der Soft Touch - Lack vollflächig<br />

und zusätzlich der digitaler<br />

Relieflack (DEU-Digital-Embellishment-Einheit)<br />

- partiell aufgebracht.<br />

Die daraus resultierenden<br />

Glanz- und Lichteffekte sind mit<br />

herkömmlichen Druckverfahren<br />

nicht erreichbar! Für ein optimales<br />

Druckbild und das spezielle Zusammenspiel<br />

der einzelnen Veredelungsarten,<br />

ist eine professionelle<br />

Datenaufbereitung in der Litho<br />

unumgänglich! So wurde das Sujet<br />

der Weinblätter negativ konvertiert<br />

und partiell die Strukturen für den<br />

DEU Lack ausgearbeitet<br />

Design trifft auf Innovation<br />

Bei dem Einreichprojekt für das<br />

Weingut PayerPayer, bestand die<br />

Herausforderung vor allem darin,<br />

die künstlerische Ästhetik mit der<br />

state-of-the-Art Druck- und Veredelungstechnologie<br />

zu unterstreichen,<br />

so dass der Charakter und die<br />

Werte des Weinguts auf einen Blick<br />

erkennbar sind. „Unsere Stärke ist<br />

die Symbiose aus Kreativität und<br />

®Andreas Tischler 20<strong>19</strong><br />

Innovation, aus Design und Technik“,<br />

betont INSIGNIS-Geschäftsführer<br />

Erwin Pudek.<br />

Life Ball-Weinetiketten<br />

INSIGNIS beweist aber auch mit<br />

weiteren Etiketten sein know how.<br />

So wurden auch die Life Ball-Weinetiketten<br />

umgesetzt. „Mit außergewöhnlicher<br />

Brillanz, auffälligen<br />

Reflexionen und haptischen Reizen<br />

versprühen die diesjährigen Life<br />

Ball-Weinetiketten Lust in eine<br />

spektakuläre Welt der Farben einzutauchen.<br />

Für die Umsetzung der<br />

exklusiven Etiketten in 7c-Druckqualität<br />

wurden wir von WEIN &<br />

CO beauftragt.“ erklärt Pudek. Unter<br />

dem Motto “United in Diversity“<br />

fand der 26. Life Ball im und<br />

vor den Wiener Rathaus statt.<br />

Fantastische Welt der Farben<br />

Dabei begab sich Europas größtes<br />

Aids Charity Event in diesem<br />

Jahr auf eine Reise über den Regenbogen<br />

und landete mit einer<br />

umherziehenden Zirkustruppe in<br />

einer fantastischen Welt der Farben.<br />

Inspiriert von dieser vielseitigen<br />

Welt der Diversität, Toleranz und<br />

Farben konzipierte WEIN & CO<br />

seine zweite exklusive Life Ball<br />

Weinedition. Diese wurde mit drei<br />

ausgewählten WinzerInnen entwickelt<br />

und glänzt nicht nur mit ihren<br />

Gery Keszler mit<br />

der Life Ball-Weinedition<br />

inneren Werten, sondern hinterlässt<br />

mit den Etiketten einen bleibenden<br />

Eindruck. „In enger Zusammenarbeit<br />

mit dem Kreativteam von<br />

WEIN & CO, konnten während<br />

des gemeinsamen Andrucks die für<br />

das Design ideale Druckabstimmung,<br />

mit Berücksichtigung auf<br />

den österreichweiten POS, individuell<br />

on-spot definiert werden. So<br />

stechen die diesjährigen Life Ball-<br />

Weinetiketten dank des Einsatzes<br />

der revolutionären Inkjet-Digitaldruck-Technologie<br />

sowie der partiellen<br />

DEU-Lackierung maßgebend<br />

heraus.“ erklärt Pudek.<br />

Mehr unter: www.insignis.at<br />

links: während der Preisverleihung, rechts: Das Siegeretikett vom Weingut PayerPayer<br />

14 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


Neue Version der ...<br />

KUNSTSTOFF<br />

Behältergestaltung<br />

Mit dem Behälterkonfigurator der BITO-Lagertechnik<br />

Bittmann GmbH können sich Kunden<br />

ihren individuellen Kunststoffbehälter selbst<br />

gestalten. Diese Online-basierte Anwendung<br />

macht die Zusammenstellung des perfekten<br />

Wunschbehälters aus dem umfangreichen Behälter-Produktportfolio<br />

schnell und einfach per<br />

Mouse-Click möglich.<br />

BITO-Lagertechnik stellt<br />

seinen Kunden ein Tool<br />

mit einem extrem hohen<br />

Individualisierungsgrad im Bereich<br />

der Online-Behälterkonfiguration<br />

zur Verfügung. Die neue und optimierte<br />

Version enthält mehr Funktionen,<br />

bietet eine schnellere Abwicklung<br />

und eine bessere Benutzerhandhabung.<br />

Wunschbehälter<br />

„Nun ist eine neue, überarbeitete<br />

und optimierte Version des BITO<br />

Behälterkonfigurators verfügbar.<br />

Sie enthält mehr Funktionen, bietet<br />

eine schnellere Abwicklung und<br />

eine bessere Benutzerhandhabung.<br />

Mittlerweile sind alle unsere Behälterserien<br />

online verfügbar und sämtliche<br />

uns zur Verfügung stehenden<br />

Farben, Bau- und Zubehörteile im<br />

Konfigurator hinterlegt. Größen,<br />

Maße, Griffvarianten, Farbgestaltung,<br />

Bodenausstattung, Innenleben,<br />

Deckel- und Verschlussvarianten,<br />

Plombenverwendung, Etikettenplatzierung,<br />

Planung (Barcodes<br />

oder RFID), Logo- und Schriftzug-<br />

Positionierung, Preis und Mindestbestellmenge:<br />

Der Kunde kann per<br />

Mouse-Click auf alle Varianten<br />

zugreifen, um sich seinen Behälter<br />

zusammenzustellen“, so Christian<br />

Mohr, Projektleiter BITO-Lagertechnik.<br />

Er ergänzt: „Diese hohe Individualisierungsmöglichkeit<br />

kann<br />

kein anderer Hersteller der Branche<br />

anbieten.“<br />

Inuitive Anwendung<br />

Der BITO Behälterkonfigurator<br />

ist regelgeprüft und sehr intuitiv in<br />

der Anwendung. Nach Gestaltung<br />

des Behälters lassen sich verschiedene<br />

Exporte, wie z. B. Bilder oder<br />

Datenblätter, erstellen, speichern,<br />

bearbeiten und per E-Mail versenden.<br />

360°-Visualisierung<br />

Christian Mohr: „Dem Kunden<br />

wird in Echtzeit eine hochqualitative<br />

360°-Visualisierung als „Stateof-the-Art“<br />

3D-Konfiguartion zur<br />

genauen Ansicht angezeigt. Er kann<br />

sich den Behälter auf dem Bildschirm<br />

aus allen Perspektiven anschauen.<br />

Zudem erhält der Anwender<br />

entsprechende Preisangaben<br />

– in der neuen Version nun auch für<br />

Individuallösungen. Nach Konfiguration<br />

ist es möglich, den Behälter<br />

direkt bei BITO zu bestellen oder<br />

bei Rückfragen vorab noch einmal<br />

unseren Vertrieb zu kontaktieren.“<br />

Planungsprozesse<br />

Das Tool dient darüber hinaus<br />

auch zum Austausch zwischen<br />

Kunden und Fachberater und ist<br />

eine ideale Unterstützung bei allen<br />

Planungsprozessen. Der Fachberater<br />

übernimmt dabei weiterhin Kalkulation<br />

und Beratung, trifft Aussagen<br />

über technische Machbarkeiten,<br />

die über den Konfigurator hinausgehen,<br />

stimmt Liefertermine ab und<br />

stellt mit dem Kunden die optimale<br />

Behälterlösung zusammen.<br />

Mehr unter:<br />

www.mybitobox.com<br />

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The service brand for doing global business in the plastics and<br />

rubber industry. Enter world markets with Global Gate.<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

15


EVENT<br />

Sieg der Nachhaltigkeit<br />

<strong>KOMPACK</strong> Leser kennen den Wettkampf – in den letzten Jahren wagten die Verpackungsexperten<br />

von Pirlo einen direkten Vergleich mit ihren Produkten beim<br />

Marathon in München. Trotz toller Leistungen und vollem Einsatz mussten sie<br />

sich den Metallverpackungen jedoch einmal knapp geschlagen geben und erreichten<br />

beim zweiten Start nur ein Unentschieden. Heuer sollte beim WingsForLife-<br />

WorldRun in Wien der ersehnte Sieg eingefahren werden.<br />

Mit Feuereifer widmeten<br />

sich die Teilnehmer also<br />

den Vorbereitungen für<br />

den diesjährigen Vergleich. Doch<br />

wie soll man mit einem Produkt,<br />

das mit einer unglaublichen Vielseitigkeit<br />

in Hinblick auf Größe,<br />

Ausführung und Formbrilliert, mithalten?<br />

Ganz klar –man muss selbst<br />

vielfältiger werden, es braucht Verstärkung!<br />

So kam es, dass 14 Läufer<br />

mit unterschieldichen Größen, Taktiken<br />

und Stärken am Start waren.<br />

Rauhe Bedingungen<br />

Leistungen auch unter extremen<br />

Bedingungen abliefern - was für<br />

Metalldosen Alltag ist, darf für einenVerpackungsprofi<br />

natürlich kein<br />

Problem sein. Für das ambitionierte<br />

Pirlo Team und die Gastläufer von<br />

<strong>KOMPACK</strong> kam die anspruchsvolle<br />

Herausforderung bei 5 Grad, Regen<br />

und Wind gerade recht, um zu zeigen,<br />

dass sie mit den von ihnen entwickelten<br />

Produkten nicht nur mithalten<br />

sondern unter rauhen Bedingungen<br />

ebenso überzeugen können.<br />

Regen<br />

Ein Vorteil der Dosen bei den letzten<br />

beiden Kräftemessen fiel bei diesen<br />

Bedingungen ja weg – UV-Stabilität<br />

war dieses Mal ganz einfach nicht<br />

gefragt. Unantastbar ist ja die Performance<br />

von Metallverpackungen<br />

in den Bereichen UV-Stabilität, Belastbarkeit,<br />

sowie Bruchfestigkeit<br />

und Durchstoßsicherheit. Bei diesen<br />

Bedingungen<br />

Fast das ganze Team vor dem Start<br />

zeigten aber<br />

auch alle Pirlo-<br />

Mitarbeiter ihre<br />

Belastbarkeit<br />

– so konnte das<br />

Catcher Car<br />

den letzten Pirlo<br />

Starter erst<br />

lange nach der<br />

Halbmarathondistanz<br />

einholen<br />

– klingt in<br />

diesem Bereich<br />

eindeutig nach<br />

einem Unentschieden.<br />

Trotz<br />

hervorragender<br />

Ausrüstung<br />

(Laufschuhen)<br />

konnten die<br />

Starter im Bereich<br />

der Durchstoßsicherheit<br />

die Dosen aber<br />

auch dieses Jahr<br />

nicht überholen.<br />

Immehin meistern die Dosen in diesem<br />

Bereich auch eine UN-Prüfung<br />

mit Bravour.<br />

Eyecatcher<br />

Auch in puncto Design sahen die<br />

Verpackungsexperten im Vergleich<br />

zur Dose noch einigen Aufholbedarf.<br />

Trotz Steigerung in diesem<br />

Bereich vom ersten zum zweiten<br />

Lauf hatten die Metallverpackungen<br />

bisher ganz klar die Nase<br />

vorn. Dank innovativer Drucktechniken<br />

und viel Know-how sind<br />

die Gestaltungsmöglichkeiten von<br />

Metallverpackungen äußerst vielfältig.<br />

Pirlo weiß dies ja aus erster<br />

Hand, da erst vor rund einem Jahr<br />

eine MetalStar 3, eine 6-Farben-<br />

Druckmaschine mit weltweit einzigartigen<br />

Features, in Betrieb<br />

genommen. Im Vergleich dazu<br />

war der Auftritt der Pirlo Staffel<br />

bei den ersten Läufen noch etwas<br />

blass. Das sollte sich ändern: Ausgestattet<br />

mit neuen Shirts wollten<br />

die Starter stark aufholen – leider<br />

trickste in diesem Bereich heuer<br />

das Wetter die Teilnehmer aus<br />

– Schutz war wichtiger als Optik<br />

– den gewonnen Punkt im UV-<br />

Bereich gewannen an dieser Stelle<br />

die Dosen also schnell wieder retour.<br />

Höchst effizient<br />

Eine besonders schnelle und unkomplizierte<br />

Abfüllung, ein rascher<br />

Transport und eine praktische<br />

Lagerung sind nur einige der<br />

Vorteile, die Metallverpackungen<br />

mit sich bringen. Die Läuferinnen<br />

und Läufer konnten diese Vorzüge<br />

natürlich nicht 1:1 ummünzen, jedoch<br />

erreichten sie mit viel Einsatz<br />

eine weitere Effizienzsteigerung<br />

im Vergleich zum den Vorjahren.<br />

Der unparteiliche Schiedsrichter<br />

sieht hier ein Unentschieden.<br />

Nervenkitzel bis zum Schluss<br />

Bis auf die letzten Meter war es ein<br />

äußerst spannender Kampf, den<br />

sich die Verpackungsexperten und<br />

ihre Produkte boten. So setzten die<br />

Pirlo Starter im Bereich Nachhaltigkeit<br />

ihre Vorsätze aus dem Vorjahr<br />

vorbildlich um: Immer öfter<br />

wurde auf das Auto verzichtet und<br />

die Anreise „per pedes“ gewählt.<br />

Den Metallverpackungen konnten<br />

sie mit diesen Bemühungen<br />

jedoch noch nicht das Wasser reichen.<br />

Immerhin ermöglicht Metall<br />

als Ressource einen fortwährenden<br />

Kreislauf, die Elemente Aluminium<br />

und Eisen sind nachhaltig und<br />

wechseln je nach Einsatz nur Ort<br />

und Gestalt. In diesem Recyclingprozess<br />

kann aus einer Dose beispielsweise<br />

wieder eine neue Dose,<br />

ein Auto oder eine Schiffsschraube<br />

werden.<br />

Sieger<br />

Wer war also dieses Jahr der Sieger<br />

– eindeutig die Nachhaltigkeit<br />

– dass Dosen dies sind, beweist der<br />

Recyclingweltmeister ebenso regelmäßig,<br />

wie auch die Tubenprodukte<br />

von Pirlo Tubes (als Beispiel<br />

seien hier die Einstofftube und die<br />

Kreidetube 1 und 2.0 genannt). Die<br />

Laufergebnisse der Läufer wiederum<br />

wurden vom Veranstalter in<br />

Spenden umgewandelt womit auch<br />

hier nachhaltig gearbeitet wurde.<br />

Ganz im Sinn der Umwelt und der<br />

Verpackungswirtschaft wo Recyclingfähigkeit<br />

und Nachhaltigkeit<br />

an erster Stelle stehen wurden die<br />

Sieger nach dem Wettkampf gebührend<br />

gefeiert.<br />

If anyone can - we can<br />

Ganz nach dem Firmenmottos „if<br />

anyone can – we can“ wird der Sieg<br />

in der nächsten Runde angepeilt.<br />

Mehr unter: www.pirlo.com<br />

16 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


UMWELT<br />

VSL investiert in Recyclinglösung<br />

VSL produziert in Biedermannsdorf und in Traiskirchen mit modernstem<br />

Maschinenpark für den nationalen, wie auch für den internationalen Bedarf in<br />

drei verschiedenen Produktrichtungen – dem Behälterbau, dem Kofferbau und<br />

der Produktverpackung. Bei den Entwicklungen berücksichtigen das Unternehmen<br />

mit rund 50 Mitarbeitern die jeweils geforderten Kriterien wie Stoßfestigkeit,<br />

Wiederverwendbarkeit, Feuchtigkeitsbeständigkeit unter Einhaltung höchster<br />

Qualitätsstandards. Bei der Produktion der Produkte gibt es aber auch Abfall.<br />

Für den bisherigen Abfall im Schaumstoffbereich hat Geschäftsführer Michael<br />

Lorenz aktuell in eine Recyclinglösung investiert.<br />

Neben den neuesten Fertigungstechnologien,<br />

die<br />

es VSL ermöglichen, zu<br />

einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis<br />

die Produktverpackungen<br />

herzustellen, garantiert das Unternehmen<br />

damit auch eine nachhaltige<br />

Produktion. „Wir sind überzeugt,<br />

dass wir rund 50 Prozent der<br />

bisher bei der Produktion angefallenen<br />

Abfälle mit unserer neuesten<br />

Investition recyceln können – wir<br />

sprechen hier von rund 50.000kg.“<br />

erklärt der Firmeninhaber – der<br />

gleichzeitig den bisher im Gebrauch<br />

befindlichen Container herzeigt in<br />

den bis jetzt der Abfall mindestens<br />

einmal täglich mit 33m³ Container<br />

entsorgt wurde.<br />

GREENMAX Z-C100<br />

Investiert wurde in einen GREEN-<br />

MAX-EPE-Verdichter. Damit können<br />

die bisherigen Produktionsabfälle<br />

verdichtet werden. Durch<br />

das Verdichten werden diese losen<br />

Schaumabfälle zu hochverdichteten<br />

EPE-Barren verarbeitet, die wieder<br />

dem Produktionsprozess zugeführt<br />

werden können. Bei der Produktion<br />

von neuen Schaumstoffen können<br />

diese so verdichteten ehemaligen<br />

Produktionsabfälle wieder zu rund<br />

30 Prozent eingebracht werden.<br />

Michael Lorenz vor der neuesten Investition<br />

kleines Bild: hochverdichtete Barren<br />

unten: bisheriger Abfallcontainer<br />

„Somit fällt nicht nur weniger Abfall<br />

an – es entsteht auch wieder<br />

ein wertvoller Rohstoff, der wieder<br />

sinnvoll genutzt werden kann.“ erklärt<br />

Michael Lorenz der diese Investition<br />

ursprünglich erst im neuen<br />

Firmengebäude – zu dem der Spatenstich<br />

im August gemacht werden<br />

wird – geplant hatte. Im Sinne der<br />

Nachhaltigkeit und der Umwelt<br />

wurde aber bereits jetzt in die Recyclinganlage<br />

investiert. Gleichzeitig<br />

schafft VSL mit der neuen Anlage<br />

auch neue Arbeitsplätze. Zur Bedienung<br />

werden zwei neue Mitarbeiter<br />

aufgenommen - die gleichzeitig<br />

auch Abfallbeauftrage für das Unternehmen<br />

werden. Da die hochwertigen<br />

PE-Barren an Schaumstoffproduzenten<br />

weiterverkauft werden<br />

können, wird sich die Investition<br />

sowie die neuen Mitarbeiter in kurzer<br />

Zeit amortisieren, womit trotz<br />

weniger Abfall und Investition in<br />

die Nachhaltigkeit keine langfristigen<br />

Kosten für das Unternehmen<br />

entstehen werden.<br />

Fazit<br />

„Wie wir wissen, ist EPE eines der<br />

leichtesten Materialien für verschiedene<br />

Verpackungsanwendungen in<br />

verschiedenen Branchen. Aufgrund<br />

seines geringen Gewichts wird das<br />

Material als sehr praktisch für Verpackungsanwendungen<br />

angesehen.<br />

Die neue Recyclingmaschine hilft<br />

uns ab sofort dabei die Materialverschwendung<br />

so effizient wie möglich<br />

zu verwalten.“ erklärt abschließend<br />

Michael Lorenz.<br />

Mehr über den Verpackungsprofi<br />

sehen Sie unter: www.vsl.at<br />

Aus 50 LKW´s mit Abfall wird<br />

1 LKW mit wertvollem Rohstoff<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

17


VERPACKUNGSSTRASSE<br />

Der richtige Dreh für edle Pralinen<br />

Gefüllte Pralinen sind die Spezialität des polnischen Confiserie-Herstellers<br />

Mieszko. Bei der Herausforderung, sowohl die Vorsortierung als auch den Verpackungsprozess<br />

zu automatisieren, setzte das Unternehmen auf die Erfahrung<br />

von Schubert. Die Experten konstruierten für die sensiblen Produkte eine einzigartige<br />

Rütteleinheit: Sie stellt die halbrunden Kirschpralinen schonend auf<br />

ihre flache Unterseite, bevor die Leckereien in der TLM-Pralinenpackstraße zu<br />

verschiedensten Sortimenten zusammengestellt und verpackt werden.<br />

Aus einer Tradition von<br />

mehr als 150 Jahren heraus<br />

entwickelt die polnische<br />

Confiserie Mieszko edle Pralinenkreationen.<br />

Zartschmelzende dunkle<br />

Schokolade, frische Früchte,<br />

knackige Nüsse und aromatische<br />

Gewürze wie Vanille oder Chili<br />

versprechen eine kulinarische Reise<br />

an exotische Plätze auf der ganzen<br />

Welt. Die Köstlichkeiten werden in<br />

zwei Produktionsstätten in Ratibor<br />

bei Kattowitz hergestellt.<br />

Produktschonende<br />

und flexible Automatisierung<br />

Eine besonders beliebte Mieszko-<br />

Nascherei sind die Cherrissimo-<br />

Pralinen: Mit Schokolade umhüllt<br />

und in bunte Folie gewickelt, werden<br />

die halbrunden Kirschpralinen<br />

mit alkoholhaltiger Füllung vom<br />

kleinen Geschenkpäckchen bis zum<br />

großen Pralinensortiment angeboten.<br />

Um der steigenden Nachfrage<br />

gerecht zu werden, plante Mieszko,<br />

den Verpackungsprozess stärker<br />

zu automatisieren. Gefordert sind<br />

beim Verpacken dieser sensiblen<br />

Produkte sowohl ein äußerst schonendes<br />

Produkthandling als auch<br />

eine hohe Formatvielfalt. Für diese<br />

Anforderungen entwickelten<br />

die Spezialisten von Schubert eine<br />

hochflexible TLM-Pralinenpack-<br />

Nur einwandfreie Produkte werden von den<br />

F4-Robotern in die bereitgestellten Kunststofftrays gelegt.<br />

straße mit einer neuartigen vorgelagerten<br />

Rütteleinheit. Diese<br />

übernimmt automatisch die Vorsortierung<br />

der halbrunden Pralinen,<br />

indem sie die Produkte besonders<br />

schonend auf ihre flache Unterseite<br />

stellt. So können die Leckereien<br />

anschließend richtig orientiert von<br />

den Pick-and-Place-Robotern aufgenommen<br />

und in Kunststofftrays<br />

gesetzt werden.<br />

Vielfältige Verpackungsformate<br />

Die fertig bestückten Trays werden<br />

in Doppelwandschachteln oder<br />

Faltschachteln gesetzt. Um die Faltschachteln<br />

beim Einlegen der Trays<br />

offenzuhalten, konstruierte Schubert<br />

eigens ein Spreizwerkzeug.<br />

Des Weiteren lassen sich in der Anlage<br />

auch nackte Produkte verpacken.<br />

Tomasz Stiebler, Projektleiter<br />

bei Mieszko, ist mit dem Ergebnis<br />

hochzufrieden: „Die große Flexibilität<br />

der Anlage ist für uns optimal.<br />

Wir können mehr als 20 verschiedene<br />

Verpackungskombinationen<br />

verarbeiten. Auch von der werkzeuglosen<br />

Umstellung zwischen<br />

den Formaten bin ich begeistert.“<br />

Tomasz Stiebler, Projektleiter bei<br />

Mieszko, sagt: „Die große Flexibilität<br />

der Anlage ist für uns optimal.<br />

Wir können mehr als 20 verschiedene<br />

Verpackungskombinationen<br />

verarbeiten. Auch von der werkzeuglosen<br />

Umstellung zwischen<br />

den Formaten bin ich begeistert.“<br />

Denn Schubert ermöglicht bereits<br />

standardmäßig einen schnellen und<br />

einfachen Tausch der Roboterwerkzeuge<br />

ohne weitere Hilfsmittel.<br />

Korrekt vorpositionierte<br />

Pralinen dank Rütteleinheit<br />

Die neue TLM-Pralinenpackstraße<br />

von Schubert besteht aus<br />

sechs Teilmaschinen. In der ersten<br />

werden die Kunststofftrays in die<br />

Kette eingesetzt. Daran schließen<br />

drei TLM-Teilmaschinen mit integrierten<br />

F4-Robotern an, die seitlich<br />

über drei Zuführwege beliefert<br />

werden. An jeder Zuführung sorgen<br />

jeweils drei hintereinandergeschaltete<br />

Bänder für die korrekte Posi-<br />

Im Zuführband ist eine neu entwickelte Rütteleinheit<br />

integriert, die die Pralinen schonend aufrichtet.<br />

F2-Roboter setzen die befüllten Trays in Doppelwandschachteln.<br />

Zum Schutz der Produkte werden Polsterpapiere aufgelegt.<br />

18 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


tion der verschiedenen Pralinensorten.<br />

Michael Voelskow, verantwortlicher<br />

Sales Account Manager<br />

bei Schubert, erklärt die Funktion:<br />

„Das erste Zuführband liefert die<br />

umwickelten Pralinen unsortiert<br />

im Pulk an. Bei der Übergabe auf<br />

ein zweites Band positionieren sich<br />

die Produkte nicht mehr über-, sondern<br />

nebeneinander in eine einzige<br />

Lage. Das direkt anschließende<br />

dritte Band bewegt sich ruckartig<br />

zwei Schritte vor und einen Schritt<br />

zurück.“ Die Bewegung ist gerade<br />

so stark, dass schon korrekt positionierte<br />

Produkte nicht davon beeinflusst<br />

werden. Dagegen werden<br />

die auf der runden Seite liegenden<br />

Pralinen aus dem Gleichgewicht<br />

gebracht und drehen sich auf ihren<br />

flachen Boden.<br />

Spreizband zur Vereinzelung<br />

Richtig positioniert passieren die<br />

Pralinen ein Spreizband zur Vereinzelung.<br />

Ein Auflichtscanner erkennt<br />

die Position der Produkte. Das Bilderkennungssystem<br />

von Schubert<br />

wurde eigens für Verpackungsaufgaben<br />

bei großen Produktbandbreiten<br />

entwickelt. So lässt sich<br />

nicht nur die Lage der Produkte<br />

berechnen, sondern es wird auch<br />

die Qualität beurteilt: Nur einwandfreie<br />

Pralinen werden von den Pickand-Place-Robotern<br />

aufgenommen<br />

und in die bereitgestellten Kunststofftrays<br />

gelegt. Um die sensiblen<br />

Produkte sicher zu verpacken, verfügen<br />

die F4-Roboter in der Schubert-Anlage<br />

über individuell konstruierte<br />

Werkzeuge. Weiche, halbschalenförmige<br />

Greifer, die exakt<br />

der Form der halbrunden Mieszko-<br />

Leckereien angepasst sind und mit<br />

Vakuum arbeiten, sorgen für das<br />

schonende Umsetzen der Pralinen<br />

vom Band in die Kunststofftrays.<br />

Anschließend setzen F2-Füllroboter<br />

die befüllten Trays in bereits aufgerichtete<br />

Doppelwandschachteln und<br />

legen je nach Format zum Schutz<br />

der Produkte Polsterpapiere auf.<br />

Alternativ kommen Faltschachteln<br />

zum Einsatz, die beim Einlegen<br />

der Kunststofftrays von einem<br />

ebenfalls individuell konstruierten<br />

Spreizwerkzeug offen gehalten<br />

werden. Zudem können in der Anlage<br />

auch nackte Produkte verpackt<br />

werden, indem sie – ohne Einsatz<br />

der Rütteleinheit – vom Tablett auf<br />

die Zuführbänder geschoben werden.<br />

Ein Wechsel zwischen den verschiedenen<br />

Verpackungskombinationen<br />

ist werkzeuglos und innerhalb<br />

von 15 bis 20 Minuten möglich.<br />

Für die Zukunft aufgestellt<br />

Realisierbar sind in Zukunft auch<br />

noch weitere Verpackungsvarianten,<br />

wie zum Beispiel Trays für sehr<br />

kleine Chargen, die von Hand in<br />

die Kette eingelegt werden. Mit der<br />

neuen Schubert-Pralinenpackstraße<br />

hat Mieszko den komplexen Verpackungsprozess<br />

der Cherrissimo-<br />

Pralinen stark erweitert und ist nun<br />

in der Lage, seine Produktion deutlich<br />

zu steigern.<br />

Mehr unter:<br />

www.schubert.group<br />

Die Cherrissimo-Pralinen des polnischen Hestellers Mieszko werden vom<br />

kleinen Geschenkpäckchen bis zum großen Pralinensortiment angeboten.<br />

Die halbrunden<br />

Kirschpralinen<br />

sind mit Schokolade<br />

umhüllt und in<br />

bunte Folie<br />

gewickelt.<br />

Eine TLM-Pralinenpackstraße aus sechs Teilmaschinen automatisiert bei Mieszko den Verpackungsprozess.<br />

Die Lizenz zum Recycling.<br />

Wir sammeln und recyceln mehr als 240.000 t Altglas pro Jahr.<br />

Wir tun dies nach höchsten Umweltstandards und sozialen<br />

Benchmarks. Das ist Circular Economy mit Mehrwert.<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

<strong>19</strong>


UMWELT<br />

Größte Herausforderung seit 25 Jahren<br />

Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) zieht Bilanz: Mit 1,09 Mio. Tonnen<br />

Verpackungen und Altpapier erzielten die österreichischen Haushalte 2018 ein<br />

neues Sammel-Rekordergebnis. Das entspricht einer Steigerung um 0,8 % im<br />

Vergleich zum Vorjahr. Weiter im Fokus des heimischen Marktführers der Sammel-<br />

und Verwertungssysteme: die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Österreich.<br />

Die ARA fordert einen starken Markt für Sekundärrohstoffe sowie einen<br />

Schulterschluss von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, um die ambitionierten<br />

europäischen Recyclingziele zu erreichen.<br />

Jahr für Jahr arbeitet die ARA<br />

intensiv an Ausbau und Optimierung<br />

des Sammel- und<br />

Verwertungssystems. Das macht<br />

sich bezahlt: 2018 standen für die<br />

Sammlung der Verpackungen aus<br />

Haushalten rund 1,86 Mio. Behälter<br />

zur Verfügung (+2% zu 2017). Parallel<br />

dazu wurde auch die Leichtverpackungssammlung<br />

(überwiegend<br />

Kunststoffverpackungen) ab Haus<br />

mit dem Gelben Sack ausgebaut:<br />

Bereits 1,74 Mio. Haushalte (+5%<br />

zu 2017) konnten Ende des letzten<br />

Jahres diese besonders bequeme<br />

Form nutzen. So erreichte das Niveau<br />

der getrennten Sammlung von<br />

Verpackungen mit 1,09 Mio. Tonnen<br />

2018 ein neues Allzeithoch, was eine<br />

neuerliche Steigerung um 0,8%<br />

zu 2017 bedeutet. Laut einer aktuellen<br />

IMAS-Umfrage sammeln 97%<br />

der Österreicherinnen und Österreicher<br />

getrennt, 96% bewerten das<br />

Konzept der Mülltrennung mit „sehr<br />

gut“ oder „gut“. Und nur für eine<br />

von vier befragten Personen bedeutet<br />

dies zusätzlichen Zeitaufwand.<br />

Funktionierendes System<br />

„Einerseits attestiert uns die Bevölkerung<br />

hohe Zufriedenheit und Akzeptanz.<br />

Und andererseits vertrauen<br />

mehr als 15.000 Unternehmen<br />

unserer Expertise – das entspricht<br />

einem Marktanteil von über 75%.<br />

Dieses europäische Spitzenergebnis<br />

bedeutet für uns Ansporn, weiter in<br />

Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung<br />

zu investieren und gemeinsam<br />

mit unseren Kunden daran zu<br />

arbeiten, die europäischen Recyclingziele<br />

zu erreichen. Die Marschrichtung<br />

für die Zukunft ist klar:<br />

noch mehr sammeln, richtig trennen,<br />

mehr recyceln.“ erklärt ARA Vorstand<br />

Werner Knausz.<br />

Kreislaufwirtschaftspaket<br />

„Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket<br />

und die Einwegkunststoff-Richtlinie<br />

bringen uns mit höheren Zielen<br />

für Sammlung und Recycling ab<br />

2025 die größte Herausforderung<br />

seit der Gründung der ARA. Die<br />

EU-Recyclingziele für 2025 haben<br />

wir bei allen Werkstoffen – Papier,<br />

Glas, Metalle, Holz – mit Ausnahme<br />

von Kunststoff schon heute<br />

erreicht. In den kommenden sechs<br />

Jahren müssen wir das Recycling<br />

von Kunststoffverpackungen gegenüber<br />

heute verdoppeln. Trotz des<br />

Rekordergebnisses müssen wir die<br />

getrennte Sammlung und das Recycling<br />

weiterausbauen, um noch mehr<br />

Quantität in noch besserer Qualität<br />

zu erreichen. Denn die Berechnung<br />

wurde geändert: Gemessen werden<br />

wir in Zukunft nicht an dem, was<br />

für die Verwertung gesammelt wird,<br />

sondern am Output nach dem Recyclingprozess.<br />

Wir haben deshalb<br />

sechs Aktionsfelder für die Recyclingwirtschaft<br />

definiert – vom<br />

Ausbau der getrennten Sammlung<br />

bis hin zur Steigerung der Sortiertiefe.<br />

Denen stehen ebenso wichtige<br />

unterstützende Maßnahmen<br />

gegenüber, wie etwa die Bewusstseinsbildung<br />

bei Konsumenten und<br />

in Unternehmen. Damit wollen wir<br />

die europäischen Ziele für Österreich<br />

erreichen“, betont ARA Vorstand<br />

Christoph Scharff. „Diese Herausforderung<br />

werden wir aber nur meistern,<br />

wenn Wirtschaft, Politik und<br />

Konsumenten an einem Strang ziehen<br />

– im Rahmen einer 360-Grad-<br />

Kreislaufwirtschaft.“ Die ARA versteht<br />

sich hierbei als Dialogpartner<br />

für sämtliche Stakeholder – etwa im<br />

Rahmen der letztjährigen internationalen<br />

„Circular Economy“-Konferenz<br />

unter dem österreichischen<br />

EU-Ratsvorsitz, durch Workshops<br />

zur Kreislaufwirtschaft beim Risikodialog<br />

des Umweltbundesamtes, mit<br />

dem 2018 gegründeten ARA Innovation<br />

Space oder anhand des neuen<br />

Leistungsschwerpunktes<br />

„ARA Circular Design“<br />

Hier arbeitet die ARA intensiv mit<br />

Kunden, Verpackungsherstellern<br />

und Forschern – z.B. dem Institut<br />

cyclos-HTP, dem Österreichischen<br />

Forschungsinstitut für Chemie und<br />

Technik oder der FH Campus Wien –<br />

zusammen. Dabei geht es darum, die<br />

Rezyklierbarkeit von Verpackungen<br />

schon bei deren Produktion zu optimieren<br />

– ‚Design for Recycling‘<br />

– und gleichzeitig den Einsatz von<br />

Recyclingmaterial signifikant zu<br />

steigern– ‚Design from Recycling‘.<br />

Umfrage:<br />

Verschmutzung der Weltmeere<br />

(rd. 71%), Kunststoff-Problematik<br />

(rd. 59%) und Klimaerwärmung<br />

(rd. 56%): Das sind laut Umfrage<br />

die dringlichsten Umweltprobleme<br />

für die österreichische Bevölkerung.<br />

Fast 88% stimmen der EU Forderung<br />

nach mehr Kreislaufwirtschaft<br />

und Recycling zu. Gleichzeitig<br />

wünscht man sich von der (zukünftigen)<br />

Regierung verbindliche Herstellervorgaben<br />

für umweltgerechte<br />

Produkte und Verpackungen (rd.<br />

92%), Vorrang für Recyclingprodukte<br />

bei der öffentlichen Beschaffung<br />

(rd. 91%), eine noch bessere<br />

Infrastruktur um Müll zu trennen<br />

bzw. zu entsorgen (rd. 89%) sowie<br />

mehr Information zu Kreislaufwirtschaft<br />

und Recycling (88 %). Ein<br />

Blick in die Haushalte zeigt zudem,<br />

dass rd. 60% der befragten Personen<br />

den Müll sofort in jenem Moment,<br />

in dem er anfällt, sammelt und<br />

trennt, d.h. das Thema Mülltrennung<br />

beschäftigt uns täglich.<br />

Ing. Werner Knausz,<br />

Mag. Alfred Berger<br />

und<br />

Dr. Christoph Scharff<br />

©ARA APA Fotoservice Tanzer<br />

Fazit:<br />

Das Bewusstsein für den nachhaltigen<br />

Umgang mit Ressourcen ist in<br />

der Bevölkerung gegeben, es mangelt<br />

aber an Information. Die Österreicherinnen<br />

und Österreicher sind<br />

jedenfalls bereit: rd. 83% geben an,<br />

sich beim richtigen Sammeln und<br />

Trennen noch mehr anstrengen zu<br />

wollen. Was es dafür braucht: Weniger<br />

Verpackungen im Allgemeinen<br />

(rd. 70%) bzw. einfachere Verpackungen,<br />

die sich leichter verwerten<br />

lassen (58%). „Die Ergebnisse<br />

bestätigen unsere Schwerpunkte“,<br />

so Scharff. „Jedes Jahr erweitern<br />

und optimieren wir das Sammelsystem<br />

für die Bevölkerung und mit<br />

unserem flächendeckenden Umweltbildungsprogram<br />

ARA4kids sensibilisieren<br />

wir bereits die Jüngsten für<br />

den richtigen Umgang mit Ressourcen.<br />

Und mit ‚ARA Circular Design‘<br />

forschen wir an der Verpackung der<br />

Zukunft.“ Für das wichtige Zusammenspiel<br />

von Politik, Wirtschaft<br />

und Forschung erneuert die ARA<br />

die Forderung nach einer Kunststoff<br />

Roadmap 2<strong>03</strong>0 als Handlungsplan:<br />

Roadmap 2<strong>03</strong>0<br />

„Für die EU-Recyclingziele 2025<br />

brauchen wir in den nächsten Jahren<br />

massive Innovation und Investition.<br />

Wir wollen Primärrohstoffe schonen<br />

und den Einsatz von Recyclingmaterial<br />

massiv steigern. Dafür benötigen<br />

die Unternehmen Planbarkeit,<br />

Klarheit über die Ziele und Vertrauen<br />

in die Umweltpolitik. Dies soll<br />

eine Kunststoff Roadmap 2<strong>03</strong>0 evidenzbasiert<br />

liefern“, so Scharff.<br />

Bundesregierung gefordert<br />

„Die neuen EU Sammel- und Recyclingziele<br />

kann aber die ARA als<br />

Sammelsystem nicht allein erreichen.<br />

Hier brauchen wir weiterhin<br />

den Schulterschluss zwischen Wirtschaft,<br />

Politik, Produzenten und<br />

Konsumenten, Entsorgungswirtschaft<br />

und Gemeinden. Die künftige<br />

Bundesregierung ist gefordert,<br />

das EU Kreislaufwirtschaftspaket<br />

bis Sommer 2020 umzusetzen. Wir<br />

hoffen, dass dabei Raum für Innovation<br />

bleibt und die Unternehmen<br />

der Industrie, des Handels und der<br />

Entsorgungswirtschaft einen klaren<br />

und vernünftigen umweltpolitischen<br />

Kurs vorgegeben erhalten.“ appeliert<br />

Aufsichtsratsvorsitzender Alfred<br />

Berger.<br />

Mehr unter: www.ara.at<br />

20 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


Der Ishida FlexGrader ...<br />

sortiert nach Stückzahl und Gewicht<br />

IFFA<br />

Der Ishida FlexGrader ist ein effizientes Verpackungssystem für das Sortieren<br />

unterschiedlich großer Fleisch- und Geflügelprodukte. Anwender können zum<br />

Beispiel Hähnchenschenkel nach Stückzahl oder Gewicht portionieren. Das<br />

Hochleistungssystem arbeitet äußerst präzise und senkt den Produktverlust auf<br />

ein Minimum.<br />

Der Ishida FlexGrader<br />

mit Hochleistungs-<br />

Zuführung kombiniert<br />

eine Kontrollwaage und<br />

ein modulares Verteilsystem.<br />

Dank des großen Wiegebereichs<br />

lassen sich sowohl kleine<br />

Fleischstücke als auch ganze<br />

Hähnchen verarbeiten. Auch<br />

multiple Zielgewichte mit Toleranzen<br />

und Prioritäten sind<br />

möglich. Die Kontrollwaage<br />

der Baureihe Ishida DACS-G<br />

berechnet in Sekundenbruchteilen<br />

optimale Gewichtskombinationen<br />

und übermittelt<br />

diese an das nachgeschaltete<br />

Verteilsystem. Über ein Förderband<br />

mit Ablenkarmen gelangt<br />

das präzise verwogene Produkt<br />

zu den Packstationen. Das Verteilsystem<br />

lässt sich für individuelle<br />

Bedürfnisse einfach<br />

anpassen. Bis zu 24 Stationen<br />

sind möglich, die an beiden<br />

Seiten des Förderbandes installiert<br />

werden können. Je nach<br />

Anwendung erreicht der Flex-<br />

Grader eine Geschwindigkeit<br />

von bis zu 120 Verpackungen<br />

pro Minute.<br />

Weitere Funktkionen<br />

Neben der Fremdkörperdetektion<br />

leisten die neuen Ishida-Röntgenprüfsysteme<br />

noch<br />

weitere Aufgaben der Qualitätskontrolle.<br />

Dazu gehören<br />

Zählfunktion, Gewichtsveranwechsel<br />

sind schnell erledigt.<br />

Besonders hygienefreundlich<br />

ist die Konstruktion in offener<br />

Rahmenbauweise mit Zertifikat<br />

gemäß Schutzart IP69K.<br />

Neue Röntgenprüfsysteme<br />

Neben dem FlexGrader zeigte<br />

Ishida während der IFFA auch<br />

zwei Röntgenprüfsysteme die<br />

für großdimensionierte und<br />

schwere Objekte entwickelt<br />

wurden. Die neuen Modelle<br />

IX-EN-5592 und IX-GN-5523<br />

finden zuverlässig Fremdkörper<br />

in verpackten und unverpackten<br />

Produkten. Auch die<br />

in der Fleischindustrie häufig<br />

eingesetzten Transportkisten<br />

können kontrolliert werden.<br />

Patentiert<br />

Die Röntgenprüfsysteme IX-<br />

EN-5592 und IX-GN-5523<br />

haben eine 550 mm breite<br />

Prüfkammer. Daher sind die<br />

Systeme für EURO-Norm Behälter<br />

mit den Grundmaßen<br />

600 x 400 mm geeignet, die bis<br />

zu 25 kg schwer sein dürfen.<br />

Neben Sammelverpackungen<br />

können auch einzelne große<br />

Fleischprodukte verarbeitet<br />

werden. Beide Maschinen verfügen<br />

über den patentierten Genetischen<br />

Algorithmus: Mit der<br />

Ishida Technologie kann der<br />

Anwender das Röntgenprüfsystem<br />

für spezifische Fremdkörper<br />

sensibilisieren und so<br />

hervorragende Detektionsraten<br />

erreichen.<br />

Lösungen für<br />

verschiedene Anforderungen<br />

Das Röntgenprüfsystem IX-<br />

EN-5592 gewährleistet als<br />

Einstiegsmodell die genaue<br />

und zuverlässige Kontrolle homogener<br />

Produkte. Maximale<br />

Flexibilität für verpackte und<br />

unverpackte Fleisch- und Geflügelprodukte<br />

bietet das Röntgenprüfsystem<br />

IX-GN-5523<br />

mit Klimaanlage. Beide Systeme<br />

benötigen nur wenig Aufstellfläche<br />

und sie lassen sich<br />

einfach in bestehende Produktionslinien<br />

integrieren.<br />

ULRICH ETIKETTEN –<br />

QUALITÄT IN ALLEN FACETTEN.<br />

Mit Hightech<br />

in die Zukunft.<br />

Für große und schwere<br />

Fleischprodukte: Die neuen<br />

Röntgenprüfsysteme IX-<br />

EN-5592 und IX-GN-5523.<br />

schlagung oder die Identifikation<br />

von Mängeln wie fehlende<br />

Produktelemente oder Bruch.<br />

Mehr unter: www.ishida.de<br />

Zwei Ausführungen<br />

Ishida bietet den FlexGrader<br />

in zwei Ausführungen an für<br />

verschiedene Produktmaße.<br />

Der Wiegebereich reicht von 6<br />

bis 6000 Gramm, daher können<br />

kleine Fleischstücke genauso<br />

verarbeitet werden wie ganze<br />

Hähnchen. Die Bedienung<br />

ist sehr einfach und Produktwww.ulrich.at<br />

Der Ishida FlexGrader mit Hochleistungs-Zuführung<br />

sortiert Fleischprodukte<br />

nach Stückzahl oder Gewicht.<br />

(Fotos: © Ishida)<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

21


IFFA<br />

Tradition traf Hightech<br />

„<br />

Die IFFA, international führende Fachmesse für die Fleischwirtschaft, zeigte<br />

sechs Tage lang, wie sich die Branche fit für die Zukunft macht. Von der Smart<br />

Meat Factory, Verpackungstrends und Lebensmittelsicherheit über Clean Labeling<br />

bis hin zum steigenden Anspruch an die Fleischqualität: Die Aussteller lieferten<br />

Antworten auf Anforderungen der fleischverarbeitenden Industrie und des<br />

Fleischerhandwerks. Und das bei bester Investitionsstimmung.<br />

Die IFFA hat einmal mehr gezeigt,<br />

dass sie nicht nur eine<br />

unserer traditionsreichsten<br />

Messen, sondern vor allem eins<br />

ist: Der globale Treffpunkt der Branche<br />

schlechthin. Sieben von zehn<br />

Besuchern kamen aus dem Ausland.<br />

Die Stimmung in den Hallen, an<br />

den Ständen und in den Gängen<br />

war fantastisch“, resümiert Wolfgang<br />

Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

der Messe Frankfurt.<br />

„Gleichzeitig ist die IFFA ein Familientreffen<br />

der Fleischbranche, viele<br />

Unternehmen sind seit Generationen<br />

in Familienhand. Alle drei Jahre<br />

treffen sie sich hier, um Zukunft zu<br />

gestalten: die Fleischindustrie, die<br />

Maschinenbauer, die Verpacker, die<br />

Gewürzanbieter, der Handel und das<br />

Fleischerhandwerk.“ Das bestätigen<br />

auch die Werte der Besucherbefragung<br />

der Messe Frankfurt: 96 Prozent<br />

der Fachbesucher bewerten die<br />

IFFA positiv. Auch auf Ausstellerseite<br />

gibt es mit insgesamt 92 Prozent<br />

Gesamtzufriedenheit eine hervorragende<br />

Resonanz.<br />

Willkommen in der Zukunft<br />

Digitalisierung als Treiberthema<br />

der Branche stellt die smarte<br />

Fleischfabrik in den Mittelpunkt.<br />

Automations- und Softwarelösungen<br />

machen die Produktion und die<br />

Abläufe in Fleischbetrieben intelligenter.<br />

Auch Lebensmittelsicherheit<br />

steht weiterhin im Fokus. Ziel ist,<br />

manuelle Tätigkeiten durch automatisierte<br />

Prozesse zu ersetzen. Hierzu<br />

zeigten die Hersteller zum Beispiel<br />

das vollautomatische Portionieren<br />

und Einlegen von Steaks oder Aufschnitt<br />

in Verpackungen mithilfe<br />

von Einlegern oder Industrierobotern.<br />

Zudem ging es im Bereich<br />

Verpacken um smarte Lösungen<br />

zum Schutz des wertvollen Lebensmittels<br />

Fleisch. Wichtig dabei: Die<br />

Themen Ressourcenschonung und<br />

Nachhaltigkeit von der Energieeffizienz<br />

bei Maschinen und Prozessketten<br />

bis hin zur klimaneutralen<br />

Verpackung. Insgesamt sind die<br />

Aussichten für die Zulieferindustrie<br />

Photos: Schütz<br />

Automatisierung in der fleischverarbeitenden Industrie<br />

der Fleischwirtschaft positiv: Die<br />

weltweite Produktion von Fleisch<br />

soll bis 2027 um jährlich fünf Prozent<br />

wachsen. 85 Prozent der Fachbesucher<br />

schätzen die Konjunktur<br />

als aussichtsreich ein und bewerten<br />

die aktuelle Lage der Branche<br />

als gut bis befriedigend. Handwerk<br />

punktet mit Qualität, Herkunft und<br />

Verarbeitung. Der Stellenwert von<br />

Fleisch in der Gesellschaft ist weiterhin<br />

sehr hoch. Das traditionelle<br />

Fleischerhandwerk punktet bei den<br />

Konsumenten mit Qualität und Regionalität.<br />

Neue Berufsbilder wie<br />

die Ausbildung zum Fleisch-Sommelier<br />

begleiten den Trend. Innovative<br />

Verkaufskonzepte wie Onlineshops,<br />

pfiffige Cateringideen oder<br />

Kundenkommunikation über Social<br />

Media machen das Handwerk fit<br />

für die Zukunft. Handwerkskunst in<br />

ihrer höchsten Ausprägung zeigten<br />

die Qualitätswettbewerbe des deutschen<br />

Fleischer-Verbands. Beim internationalen<br />

Leistungswettbewerb<br />

der Fleischerjugend konnte sich der<br />

Nachwuchs beweisen. Die besten<br />

Nachwuchsfleischerinnen und -fleischer<br />

aus sechs Ländern traten hier<br />

gegeneinander an. Eine Herausforderung<br />

vereint sowohl die Maschinenhersteller<br />

als auch das Fleischerhandwerk:<br />

Herausforderung<br />

Fachkräftemangel<br />

Allerorten herrschen Fachkräftemangel<br />

und Nachwuchs-probleme.<br />

Unternehmen müssen<br />

verstärkt in Digitalisierung, Automatisierung<br />

und Robotik investieren.<br />

Dadurch werden Mitarbeiter<br />

entlastet und die Prozesse auf allen<br />

Stufen der Fleischverarbeitung vereinfacht.<br />

Für sämtliche Betriebsgrößen<br />

und Unternehmensarten gab<br />

es hierzu Lösungen auf der IFFA zu<br />

sehen. Das bestätigen 95 Prozent<br />

der Fachbesucher, die mit dem hier<br />

gezeigten Angebot sehr zufrieden<br />

waren.<br />

Zeitreise in die Zukunft: Von<br />

der Fleischerfachausstellung<br />

zur Weltleitmesse<br />

Vor 70 Jahren fand die IFFA erstmals<br />

als begleitende Ausstellung<br />

zum Verbandstag des Fleischer-<br />

Verbands der US Zone in Frankfurt<br />

statt. Von einer kleinen Fleischer-<br />

Fachausstellung hat sie sich zur<br />

Weltleitmesse für die internationale<br />

Fleischwirtschaft entwickelt. 20<strong>19</strong><br />

kamen 70 Prozent der Fachbesucher<br />

aus dem Ausland – die Top-Ten Besuchernationen<br />

nach Deutschland,<br />

sind die Russische Föderation, die<br />

Niederlande, Spanien, Italien, Polen,<br />

China, die Ukraine, die USA,<br />

Österreich und Australien. Besonders<br />

starkes Wachstum war aus<br />

Lateinamerika mit 31 Prozent und<br />

aus Osteuropa mit 15 Prozent zu<br />

verzeichnen.<br />

Mehr unter:<br />

www.iffa.messefrankfurt.com<br />

22 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


Zuführen und Einlegen von Produkten ...<br />

in die Verpackungsmaschine<br />

IFFA<br />

Produktionsprozesse in der Lebensmittelherstellung smarter und effizienter<br />

zu gestalten hat sich Singer & Sohn (in Österreich durch die Firma Gramiller<br />

vertreten) zur Aufgabe gemacht, deshalb setzt das Unternehmen auf seine<br />

bewährte Technologie aus der Automatisierung und der Robotik sowie weltweit<br />

anerkannte Standards für Hygiene. Um den Anforderungen ihrer Kunden<br />

gerecht zu werden, haben die Singer & Sohn Konstrukteure das Loading System<br />

Typ V-G-E entwickelt, das Produkte wie Würstchen vereinzelt, gruppiert,<br />

ausrichtet und am Ende direkt in die Verpackung einlegt.<br />

Auf Basis des fundierten Knowhows<br />

und der Erfahrung im<br />

Bereich Hygiene wurde komplett<br />

auf das unhygienische Ansaugen<br />

der Produkte verzichtet und stattdessen<br />

ein spezieller Greifer entwickelt, der<br />

die Produktgruppen schonend übernimmt<br />

und einlegt. Dieser Greifer wird<br />

im 3D-Druckverfahren hergestellt und<br />

anschließend in einem speziellen Verfahren<br />

chemisch geglättet. Er ist somit<br />

FDA-zugelassen und optimal für den<br />

Einsatz in der Lebensmittelindustrie<br />

geeignet. „Durch die hohen Flexibilitätsansprüche<br />

unserer Kunden an solch<br />

eine Linie ist es jedoch nicht genug, nur<br />

einen Standardgreifer für alle Produkte<br />

einsetzen zu wollen. Neben dem sogenannten<br />

Flächengreifer ist mittlerweile<br />

auch der sogenannte Pin - Greifer erhältlich.<br />

Dieser zeichnet sich besonders<br />

bei Naturdarmwürsten durch eine hohe<br />

Haltekraft sowie eine sehr gute Anpassungsfähigkeit<br />

an die natürlichen Gegebenheiten<br />

des Würstchens aus. Dem<br />

nicht genug ist es durch die 3D Drucktechnologie<br />

möglich, die Greifer „um<br />

das Produkt“ zu konstruieren, so dass<br />

diese perfekt auf die unterschiedlichen<br />

Anforderungen angepasst werden können.<br />

Durch die hohe Genauigkeit beim<br />

Ablegen die somit erreicht werden kann,<br />

bedarf es auch keiner Änderung der Packungsmaße.“<br />

erklärt Christian Singer.<br />

Auf engsten Raum<br />

Inzwischen sind Loading Systems der<br />

Reihe V-G-E in der Fleisch- und Wurstwarenindustrie<br />

weltweit im Einsatz.<br />

Der große Vorteil dieser Anlage ist es,<br />

auf engstem Raum Produkte in die Verpackung<br />

einzulegen und dass dadurch<br />

Personal eingespart beziehungsweise<br />

anderswo verwendet werden kann. Darüber<br />

hinaus geht die Flexibilität der<br />

Gesamtlinie nicht verloren, da mit Umbaupaketen<br />

die Anlage binnen weniger<br />

Minuten auf einen anderen Wursttyp<br />

umgebaut ist und weiter mit hohen Geschwindigkeiten<br />

gefahren werden kann.<br />

Wiegeeinheit<br />

„Besonders erwähnenswert ist auch<br />

die zusätzliche Integration einer Wiegeeinheit<br />

beim Einlauf in das Gesamtsystem.<br />

Mit dieser Neuheit ist es unseren<br />

Kunden in Zukunft möglich, das durch<br />

unsere Anlage verarbeitete Gesamtgewicht<br />

zu überprüfen. Somit können<br />

Fehler beim Einstellen der Maschine<br />

oder Bedienerfehler schnell erkannt<br />

werden.“ erklärt während der IFFA Dipl.<br />

Ing. Pockenauer-Gramiller.<br />

Reinigung<br />

Alle Teile der Anlage lassen sich mit<br />

Niederdruck und handelsüblichen Reinigungsmitteln<br />

schnell und gründlich<br />

reinigen. So sparen Anwender Zeit, die<br />

sie effizient in der Produktion nutzen<br />

können.<br />

Mehr unter: www.singer-und-sohn.de<br />

oder unter: www.gramiller.at<br />

Während der IFFA herschte gute Stimmung am Stand von Singer&Sohn<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

23


IFFA<br />

Nachhaltige Verpackungslösungen ...<br />

für frische Lebensmittel<br />

Zur Erfüllung der Marktanforderungen nach alternativen Packstoffen haben<br />

die Unternehmen LEIPA Georg Leinfelder GmbH und Koehler Paper Group<br />

gemeinsam mit MULTIVAC einen Kartonverbund für das Verpacken von frischen<br />

Lebensmitteln, beispielsweise Fleisch, entwickelt. Auf der IFFA wird<br />

die innovative Lösung aus papierfaserbasiertem Verpackungsmaterial am<br />

MULTIVAC Stand auf einer kompakten Tiefziehverpackungsmaschine präsentiert.<br />

Die Verpackungen sind so gestaltbar, dass der Endverbraucher den<br />

Kartonträger von der Kunststoffsperrschicht trennen und dem Papierrecycling<br />

zuführen kann.<br />

Bei der Entwicklung bestand<br />

die Herausforderung darin,<br />

einen Kartonverbund mit<br />

Hochbarriereeigenschaften und einem<br />

entsprechendem Siegelmedium herzustellen,<br />

der die Steifigkeit eines flachen<br />

Kartonzuschnittes aufweist, und gleichzeitig<br />

wickelbar ist, um von der Rolle<br />

auf einer Tiefziehverpackungsmaschine<br />

verarbeitet werden zu können.<br />

Erste Ergebnisse<br />

Erste Ergebnisse zeigen, dass der<br />

Mehrlagenverbund LEIPAflat ausgezeichnet<br />

entsprechend den Anforderungen<br />

eingesetzt werden kann. So können<br />

aus diesem Material auf einer Tiefziehverpackungsmaschine<br />

Skinpackungen<br />

hergestellt werden, die das Produkt<br />

nicht nur sicher verpacken, sondern<br />

auch für den Endkunden ansprechend<br />

präsentieren. Koehler stellt LEIPA als<br />

strategischen Entwicklungspartner im<br />

Bereich des Kartonmaterials das Material<br />

zur Herstellung von LEIPAflat zur<br />

Verfügung.<br />

90% nachwachsender Rohstoff<br />

„LEIPAflat besteht bis zu 90 Prozent<br />

aus nachwachsenden Rohstoffen.<br />

Gegenüber handelsüblichen Verpackungen<br />

in diesem Bereich zeichnet<br />

sich dieses Verpackungsmaterial durch<br />

die Optik und Haptik eines Papierproduktes<br />

aus und trägt damit entscheidend<br />

zur Differenzierung im Kühlregal<br />

bei“, erklärt Matthias Haux, Commercial<br />

Head Flexible Packaging bei<br />

LEIPA. „Die Lösung erfüllt die hohen<br />

Ansprüche und Anforderungen umweltund<br />

qualitätsbewusster Verbraucher.<br />

Zudem bietet der Karton nicht nur die<br />

erforderte Steifigkeit, sondern lässt sich<br />

durch die Wickelbarkeit besonders gut<br />

auf Tiefziehverpackungsmaschinen<br />

verarbeiten. Auch lässt sich die Lösung<br />

in der Regel unter Einsatz des bestehenden<br />

Maschinen- und Werkzeugparks<br />

nutzen. Auf Wunsch beraten wir<br />

Kunden vor Ort zur optimalen Einstellung<br />

der Aggregate.“<br />

Bemusterungen<br />

Danny Köppl, Produktmanager Films<br />

& Consumables bei MULTIVAC, ergänzt:<br />

„Bereits zur Markteinführung<br />

auf der FachPack 2018 ist diese nachhaltige<br />

Verpackungslösung, die wir<br />

im Rahmen des MULTIVAC PaperBoard<br />

Portfolios vermarkten, auf<br />

eine sehr positive Resonanz des Fachpublikums<br />

gestoßen. Seither haben wir<br />

zahlreiche Anfragen aus dem Markt<br />

erhalten, vor dem Hintergrund der EU-<br />

Kunststoffstrategie insbesondere aus<br />

Deutschland und Westeuropa, aber auch<br />

aus zahlreichen anderen Regionen wie<br />

Osteuropa, Nordamerika und Ozeanien.<br />

Derzeitig werden eine Vielzahl von Bemusterungen<br />

bei verschiedenen Kunden<br />

durchgeführt.“<br />

Hohes Potential<br />

„Wir sehen ein hohes Potenzial für<br />

dieses erfolgreich gestartete Projekt<br />

– und sind davon überzeugt, dass wir<br />

die Zukunft der Verpackung nur mit<br />

hochgradig qualifizierten Partnern angehen<br />

können, die den kollaborativen<br />

Gedanken ebenso wie wir verinnerlicht<br />

haben“, sagt Dr. Markus Wildberger,<br />

Corporate Director Technology bei Koehler.<br />

„Im Sinne unseres Nachhaltigkeitsgedankens<br />

unterstützt das Projekt<br />

unsere Ziele, wo möglich und sinnvoll<br />

Kunststoff in Verpackungen durch Papier<br />

zu ersetzen. Somit wird ein Produkt<br />

aus nachwachsenden Rohstoffen<br />

Photos: Multivac<br />

eingesetzt, dessen Recyclingkreislauf<br />

bereits gelöst ist. Wir sehen in dieser<br />

und weiteren Zusammenarbeiten die<br />

Möglichkeit, gemeinsam weitere innovative<br />

Lösungen im Bereich flexibler<br />

und steifer Verpackungen zu entwickeln<br />

und an den Markt zu bringen.“ Dr. Wildberger<br />

betont, dass es sich sowohl um<br />

Entwicklungen für den Food-, als auch<br />

für den Non-Food-Bereich handeln könne.<br />

„Nach heutigem Wissenstand zu den<br />

geplanten Anpassungen der EU-Verordnungen<br />

im Bereich der Kunststoff-<br />

Entsorgung gehen wir davon aus, dass<br />

LEIPAflat im Kontext der Packaging<br />

Fee für Unternehmen zu signifikanten<br />

Kostenvorteilen führen wird“, resümiert<br />

Matthias Haux von LEIPA. „Nicht zuletzt<br />

profitieren natürlich auch die Umwelt<br />

ebenso wie Endverbraucher von<br />

dieser Lösung.“<br />

MULTIVAC PaperBoard<br />

Das MULTIVAC PaperBoard Portfolio<br />

umfasst unterschiedliche Lösungen<br />

für die Herstellung von MAP- und<br />

Skinverpackungen aus papierfaserbasierenden<br />

Materialien. Hierfür hat MUL-<br />

TIVAC gemeinsam mit führenden Herstellern<br />

geeignete Packstoffe entwickelt,<br />

die sich mit Standardsystemen verarbeiten<br />

lassen. Durch den Einsatz von<br />

unterschiedlichen Funktionsschichten<br />

sind Packungen aus papierfaserbasierten<br />

Packstoffen realisierbar, die auch die<br />

Barriereanforderungen von sensiblen<br />

Produkten erfüllen. Die Packungen können<br />

so gestaltet werden, dass der Endverbraucher<br />

den Kartonträger sortenrein<br />

von der Kunststoffsperrschicht trennen<br />

und dem Papierrecycling zuführen kann.<br />

Spatenstich<br />

Im Rahmen einer offiziellen Feier erfolgte<br />

am 20. Mai der erste Spatenstich<br />

für ein neues Werk der TVI Entwicklung<br />

und Produktion GmbH in Bruckmühl.<br />

Auf rund 9.000 Quadratmetern<br />

Nutzfläche wird dort ein hochmoderner<br />

Komplex entstehen, der neben einer<br />

Produktionshalle auch ein Bürogebäude<br />

und ein Kundenzentrum umfasst. Die<br />

Fertigstellung ist für Mai 2020 geplant,<br />

die Investitionssumme beträgt ca. 17,5<br />

Millionen Euro. TVI ist Marktführer für<br />

Fleischportionier-Maschinen und komplette<br />

Portionierlinien. Das Portfolio<br />

umfasst Lösungen für das Temperieren,<br />

Pressen, Portionieren und Automatisieren<br />

sowie Produktionsanlagen von Grillfackelwicklern<br />

und Schaschlik-Spießen.<br />

Seit Januar 2017 besitzt MULTIVAC<br />

Mehrheitsanteile an dem Unternehmen<br />

– und schafft mit dem Neubau nun ideale<br />

Bedingungen für weiteres, nachhaltiges<br />

Wachstum.<br />

Gäste<br />

Zahlreiche Gäste nahmen an der Feier<br />

in Bruckmühl teil, darunter Richard<br />

Richter, Erster Bürgermeister der<br />

Marktgemeinde Bruckmühl, die TVI-<br />

Geschäftsführer Alois Allgaier und<br />

Thomas Völkl sowie die Geschäftsführenden<br />

Direktoren von MULTIVAC<br />

Guido Spix (CTO/COO) und Christian<br />

Traumann (CFO).<br />

Mehr unter: www.multivac.com<br />

24 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

Spatenstich


Innovative Verpackungskonzepte ...<br />

für höchste Recyclingansprüche<br />

IFFA<br />

Lebensmittelverarbeitende Betriebe müssen heutzutage einen anspruchsvollen<br />

Spagat zwischen verschiedenen Anforderungen an eine Lebensmittelverpackung<br />

bewältigen. Diese reichen von Produktschutz und Verlängerung der Haltbarkeit<br />

über die effiziente und wirtschaftliche Herstellung der Packungen in geeigneter<br />

Qualität bis hin zu Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Weber (in Österreich<br />

durch die Frima Gramiller vertreten) steht Kunden aktiv bei der Bewältigung<br />

dieser Herausforderungen zur Seite.<br />

Die Verpackungs- und Folienexperten<br />

bei Weber fungieren<br />

gegenüber Kunden<br />

als unabhängige, fachliche Berater,<br />

um diese bestmöglich und umfassend<br />

zu unterstützen. Weber steht<br />

mit allen großen Folienherstellern<br />

in engem Kontakt und kann so auf<br />

ein breites Angebot mit individuellen<br />

Lösungen zurückgreifen. Insbesondere<br />

die Vor- und Nachteile<br />

einzelner Recyclingkonzepte können<br />

aufgezeigt werden oder was ggf.<br />

an den Thermoformern geändert<br />

werden muss, um die Materialien<br />

der Zukunft zu verarbeiten. Neben<br />

wegweisenden Linienlösungen für<br />

vielfältige Anwendungsbereiche<br />

zeigte Weber auf der IFFA daher<br />

innovative Verpackungskonzepte,<br />

die den Herausforderungen der Gesetzgebung<br />

gerecht werden und alle<br />

Ansprüche hinsichtlich höherer Recyclingfähigkeit<br />

und Ressourcenschonung<br />

erfüllen.<br />

Verpackung auf Papierbasis<br />

Zum einen präsentierte Weber eine<br />

Verpackung des Herstellers Wipak<br />

auf Papierbasis, die mit bestehenden<br />

Recyclingprozessen vollständig aufbereitet<br />

werden kann. Je nach Höhe<br />

des Papiergehalts kann diese in einigen<br />

Ländern, wie zum Beispiel Belgien,<br />

sogar einfach im haushaltsüblichen<br />

Papiermüll entsorgt werden.<br />

Auch am Point of Sale punktet diese<br />

Verpackung aus gleich mehreren<br />

Gründen: Aufgrund des Bio-Looks<br />

Verpackungslösung auf Papierbasis<br />

sieht sie nicht nur ansprechend aus<br />

und sorgt für eine attraktive Produktpräsentation,<br />

die Haptik der strukturierten<br />

Oberfläche erzeugt die Assoziation<br />

von Natürlichkeit und spricht<br />

damit zusätzlich umweltbewusste<br />

Konsumenten direkt an.<br />

Zweites Verpackungskonzept<br />

Als zweites Verpackungskonzept<br />

stellte Weber eine prämierte Lösung<br />

des Folienherstellers Schur Flexibles<br />

aus. Bereits mehrfach wurde die<br />

FlexiClose-Verpackung mit Nachhaltigkeitspreisen<br />

ausgezeichnet, da<br />

sie in den existierenden Recyclingprozessen<br />

sicher aussortiert und<br />

sortenrein getrennt werden kann. Es<br />

ist somit nicht verwunderlich, dass<br />

dies eine der bevorzugten Lösungen<br />

großer deutscher Handelsketten ist.<br />

Und auch bei lebensmittelverarbeitenden<br />

Betrieben stößt die FlexiClose<br />

auf große Beliebtheit, da sie ohne<br />

Umbauten auf jeder Verpackungsmaschine<br />

gefahren werden kann.<br />

wePACK 7000<br />

Mit diesen nachhaltigen Verpackungskonzepten<br />

sowie der aktiven<br />

Begleitung und Beratung von Kunden<br />

trifft Weber den Puls der Zeit,<br />

sind doch der Einsatz von recyclingfähigem<br />

Material und die Reduzierung<br />

des Packstoffverbrauchs<br />

gesetzlich und gesellschaftlich getriebene<br />

Trendthemen, die aktuell<br />

die gesamte Branche bewegen. Die<br />

neue Weber Hochleistungs-Tiefziehverpackungsmaschine<br />

wePACK<br />

7000, die ebenfalls erstmalig auf der<br />

IFFA vorgestellt wurde, ist schon<br />

heute in der Lage, alle auf dem<br />

Markt erhältlichen Materialien zu<br />

verarbeiten.<br />

Mehr unter: www.weberweb.com<br />

oder unter www.gramiller.at<br />

Kosten sparen und Umwelt schonen zugleich!<br />

Beziehen Sie gereinigte oder rebottelte IBC<br />

lokal von WERIT in ganz Österreich.<br />

Sprechen Sie uns an!<br />

Wir beraten Sie gerne!<br />

www.werit.eu<br />

WERIT Vertriebsgesellschaft mbH<br />

Klarenbrunnstr. 57 / 6700 Bludenz<br />

Tel. +43 (0) 5552 63315-0 / office@werit.at<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

25


INVESTITION<br />

Rondo eröffnethochmodernes ...<br />

Logistikzentrum in Frastanz<br />

Hoch hinaus in eine erfolgreiche Zukunft. Das ist das Motto von Rondo. Der Spezialist<br />

für Papier, Verpackungen, Wellpappe und Recycling setzt auf Qualität und<br />

auf Höchstleistungen – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach knapp zweijähriger<br />

Bauzeit ist das neue, vollautomatisierte Hochregallager für rund 25.000 Palettenplätze<br />

in den Vollbetrieb gegangen. Mit der 25-Millionen-Investition verfügt<br />

Rondo über eines der modernsten Logistikzentren des Landes und stärkt damit die<br />

Wertschöpfung in der gesamten Region.<br />

Das Gebäude am Ortsrand<br />

von Frastanz steht auf einer<br />

Grundfläche von 6.400<br />

m2 und hat eine Innenhöhe von 30<br />

Meter – vom Boden bis zur obersten<br />

Lage. Die Innenkonstruktion<br />

besteht aus Stahl, die Außenfassade<br />

passt sich harmonisch an Verwaltungsgebäude<br />

und Produktionshalle<br />

an. Das neue Hochregallager bietet<br />

Platz für rund 25.000 Palettenplätze.<br />

Der Trend bei Verpackungen aus<br />

Wellpappe geht zu ‚Just in Time’-<br />

Lieferungen. „Mit dem vollautomatisierten<br />

Hochregallager können wir<br />

die Wünsche unserer Kunden noch<br />

besser erfüllen und stärken damit<br />

gleichzeitig die Wertschöpfungskette<br />

in der gesamten Region. Das<br />

ist gebaute Zukunftsstrategie“, sagt<br />

Stephan Kaar, Geschäftsleiter vom<br />

Wellpappewerk in Frastanz.<br />

Blick auf die 40 Meter lange Brücke über die die<br />

Paletten Richtung Hochregallager gelangen<br />

High-Tech mit Human Touch<br />

Das neue Logistikzentrum in Frastanz<br />

bietet viele Vorteile gegenüber<br />

dem alten Blocklager. Über das automatisierte<br />

Transportsystem fährt<br />

die mittels einer Roboterkennzeichnungslösung<br />

von Bluhm Systeme<br />

etikettierte Palette mit Wellpappe<br />

von der Produktionshalle über eine<br />

40 Meter lange Brücke direkt in<br />

das Hochregallager. Dort wird jede<br />

Anlieferung elektronisch erfasst und<br />

von einem der acht Regalbediengeräte<br />

automatisch eingelagert. Die<br />

Auslagerung erfolgt unmittelbar<br />

nach Auftragserteilung über 16 Förderbahnen<br />

direkt zu den Verladetoren,<br />

wo bereits die LKW warten.<br />

Rondo-Kunden profitieren nun von<br />

den optimierten, höchst effizienten<br />

Abläufen. „Die Verpackungsbranche<br />

ist heute komplex und die Produktvielfalt<br />

steigt immer mehr“, sagt<br />

Stephan Kaar. Allein in Frastanz<br />

werden über 30.000 verschiedene<br />

Artikel aus Wellpappe hergestellt.<br />

Ein Pharmakonzern hat ganz andere<br />

Anforderungen als eine Obstgenossenschaft<br />

aus Südtirol. „Da sind<br />

auch unsere Mitarbeiter sehr gefordert“,<br />

so Kaar.<br />

Kennzeichnung<br />

Nicht nur die Mitarbeiter müssen<br />

flexibel sein – da die Wünsche der<br />

Kunden sehr unterschiedlich sind,<br />

gibt es natürlich auch die unterschiedlichsten<br />

Verpackungsgrößen.<br />

Neben den verschiedensten Formaten<br />

– die kleinsten Lösungen sind<br />

800x400 – die größten 3m x 1,80m<br />

haben die Paletten auch unterschiedliche<br />

Höhen und verschiedenste<br />

Verpackungslösungen. So gibt es<br />

Paletten mit und ohne Umreifungen<br />

und Lösungen mit und ohne Folie.<br />

„Für all diese unterschiedlichen Lösungen<br />

sollte sowohl für die interne<br />

Kennzeichnung als auch für den<br />

Transport eine flexible Kennzeich-<br />

Photos: © Weissengruber&Partner<br />

Stolz vor dem neuen Hochregallager:<br />

Stephan Kaar, Hubert<br />

Marte und Udo Nachbaur<br />

Blick in das Hochregallager<br />

nungslösung gefunden werden. Deswegen<br />

haben wir mehrere Firmen<br />

eingeladen, uns in diesem Bereich<br />

ihre Vorschläge zu zeigen. Abgesehen<br />

davon, daß die Firma Bluhm<br />

Paletten am Ende der Brücke<br />

Blick auf das neue Hochregallager<br />

26 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


Auch unförmige Paletten müssen<br />

exakt etikettiert werden<br />

Günter Mähr<br />

Systeme nicht nur für ihre Produkte<br />

sondern auch für den perfekten vor<br />

Ort Service in Vorarlberg bekannt<br />

ist, hat uns die Roboterlösung, die<br />

uns präsentiert wurde, rasch überzeugt.“<br />

erklärt Logistikleiter Günter<br />

Mähr von Rondo Ganahl. Die bisherige<br />

Lösung, bei der ein A4 Zettel<br />

bedruckt wurde, der im Wellpappestapel<br />

eingeklemmt wurde, war<br />

noch eine durchführbare Lösung im<br />

Blocklager – nicht aber in einem automatischen<br />

Hochregallager. „Alles<br />

was in einem Hochregallager flattert<br />

bedeutet Gefahr, dass ein Stillstand<br />

zustande kommt. Diesen gilt es natürlich<br />

zu verhindern – deswegen<br />

wollten wir eine Etikettierlösung,<br />

die fix auf den Paletten angebracht<br />

ist.“ erklärt Mähr.<br />

Flexibel<br />

„Eine zusätzliche Herausforderung<br />

war der Fakt, dass hier Etiketten sowohl<br />

direkt auf der Wellpappe als<br />

auch auf Folie aufgebracht werden.<br />

Diese sollen nachträglich aber auch<br />

jederzeit ohne Rückstand wieder<br />

abgelöst werden können. Als ideale<br />

Lösung haben sich zwei unterschiedliche<br />

Etiketten herausgestellt, die auf<br />

den jeweiligen Materialien auch bei<br />

unterschiedlichsten Temperaturen<br />

ihre Aufgaben erfüllen. Dies und<br />

die vielen unterschiedlichen Verpackungsvarianten<br />

brachten rasch die<br />

Überzeugung, dass eine klassische<br />

Palettenetikettierlösung hier nicht<br />

ausreicht. So kamen wir zu der Lösung<br />

mit den Mitsubishi-Robotern.<br />

Damit können wir sowohl in der<br />

Höhe als auch in der Tiefe flexibel<br />

arbeiten und an jeder gewünschten<br />

Stelle des Paketes die Etikette anbringen<br />

– auch Umreifungsbänder<br />

bilden für die Roboter kein Hindernis.<br />

Die Roboter erhalten – da<br />

sie auch im SAP-System miteingebunden<br />

sind - punktgenau die Info<br />

welches Paket als nächstes zur Etikettierstation<br />

kommt. Der Roboter<br />

nimmt dann das richtige Etikett (bei<br />

jeder Station sind beide Etikettenlösungen<br />

vorhanden) und bringt dies<br />

an der gewünschten Stelle an jeder<br />

möglichen Seite der Palette an. Dies<br />

wird immer wichtiger da auch die<br />

Kunden von Rondo Ganahl automatisiert<br />

arbeiten.“ erklärt Robert Ringhofer/Bluhm<br />

Systeme.<br />

Druckbild<br />

„Die Etiketten können auch direkt<br />

auf bedruckte Wellpappe angebracht<br />

werden und später wieder – ohne<br />

das Druckbild zu zerstören - abgenommen<br />

werden, und das bei einer<br />

Geschwindigkeit von 250 Paletten<br />

in der Stunde“ erklärt stolz der Logistikleiter<br />

und weiters: „Gleichzeitig<br />

können wir jetzt auch kleinere<br />

Chargen vorproduzieren – die kundenspezifischen<br />

Daten werden erst<br />

bei Abruf eingebracht – auch dies<br />

ist kein Problem bei der Lösung<br />

von Bluhm. Prinzipiell ist die hier<br />

angewendete Lösung sicher eine<br />

der ersten, wenn nicht die erste Umsetzung<br />

dieser Art weltweit.“ „Die<br />

Bedienung der Roboteretikettierlösung<br />

kann über Touch-Screen erfolgen<br />

oder mittels Bedienung mit der<br />

Maus,“ ergänzt Alexander Tomerlin<br />

von Bluhm Systeme. „Auch hier haben<br />

wir gerne beide Lösungen eingebaut<br />

da manche Mitarbeiter lieber<br />

mit der Maus arbeiten andere lieber<br />

über den Touchscreen Daten eingeben.“<br />

Es wurde bei dieser Lösung<br />

eben wirklich an alles gedacht damit<br />

die Produktivität ohne Zwischenfälle<br />

gesteigert werden konnte.<br />

Rondo: Mit Blick in die Zukunft<br />

Die Rondo Ganahl Aktiengesellschaft<br />

ist ein traditionsreiches<br />

österreichisches Familienunternehmen,<br />

das <strong>19</strong>11 in Frastanz gegründet<br />

wurde. Heute steht Rondo<br />

für höchste Qualität, modernste<br />

Produktionstechnologien und hochwertige<br />

Druckverfahren. „Mit dem<br />

vollautomatisierten Logistikzentrum<br />

schaffen wir den perfekten Produktionskreislauf.<br />

Diese Investition<br />

baut unsere Spitzenstellung weiter<br />

aus und stärkt nicht nur den Standort<br />

Frastanz, sondern die gesamte<br />

RondoGruppe“, so Hubert Marte,<br />

Vorstandsvorsitzender der Rondo<br />

Ganahl Aktiengesellschaft.<br />

Mehr über die Partner sehen Sie<br />

unter: www.bluhmsysteme.at oder<br />

unter www.rondo-ganahl.com<br />

unterschiedlichste Palettenhöhen<br />

links: mehrere unterschiedliche<br />

Etiketten an jeder Etikettenstation<br />

Lösung die Bluhm als Generalunternehmen<br />

geliefert hat (Drucker,<br />

Roboter und Softwarelösung)<br />

Zufriedene Partner: Alexander Tomerlin, Robert Ringhofer und<br />

Günter Mähr vor den Etikettierroboterlösungen<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

27


PHARMAZIE<br />

Neues Silikonisierungsverfahren<br />

Die Innensilikonisierung von Glas für hochwertige Pharmazeutika liegt immer<br />

mehr im Trend. Da sich die Anfragen nach veredelten Glas-Vials bei Müller +<br />

Müller häuften, plante der deutsche Primärpackmittel-Hersteller für Röhrenglasfläschchen<br />

seine Produktionskapazitäten zu erweitern. Bei Bosch Packaging<br />

Technology fand das Unternehmen nicht nur die gewünschte Maschinenqualität,<br />

sondern auch die technische Kompetenz, um ein weiteres Ziel umzusetzen:<br />

die Umstellung auf ein neues Silikonisierungsverfahren. In einjähriger<br />

Bauzeit entstand eine der modernsten Silikonisierungsanlagen Europas – mit<br />

der vierfachen Ausbringungsmenge und unter Einhaltung höchster Reinheit.<br />

Die Silikonisierung von<br />

Glas für Arzneimittel ist<br />

ein bewährtes Verfahren.<br />

Dabei wird eine dünne Silikonschicht<br />

an der Innenwand des Glasbehälters<br />

aufgebracht, was zwei<br />

entscheidende Vorteile hat: Zum<br />

einen wirkt das Silikon durch seine<br />

hydrophoben Eigenschaften wie eine<br />

Barriere zwischen der Glaswand<br />

und dem Füllprodukt und verhindert<br />

so, dass die empfindlichen<br />

Pharmazeutika am Glas haften.<br />

Zum anderen lassen sich die Glasbehälter<br />

durch die wasserabweisende<br />

Silikonschicht rückstandsfrei<br />

entleeren. Das ist vor allem bei<br />

hochwertigen Pharmazeutika relevant.<br />

Besonders herausfordernd ist<br />

die Silikonisierung von Vials: Anders<br />

als bei Spritzen oder Karpulen,<br />

bei denen das Silikon lediglich als<br />

Gleitfläche auf nur wenigen Stellen<br />

der Innenoberfläche aufgetragen<br />

wird, muss bei Vials die gesamte<br />

Innenoberfläche gleichmäßig silikonisiert<br />

werden.<br />

300 Millionen hochwertige Vials<br />

Die Müller + Müller-Joh. GmbH<br />

& Co. KG aus dem niedersächsischen<br />

Holzminden setzt ihr bewährtes<br />

Silikonisierungsverfahren<br />

seit Jahrzehnten bei Röhrenglas ein.<br />

Das über 90 Jahre alte Familienunternehmen<br />

produziert für die Pharma/Biotech-,<br />

Diagnostik und chemische<br />

Industrie weltweit jährlich<br />

300 Millionen hochwertige Vials,<br />

die höchste Qualitätsanforderungen<br />

erfüllen. Silikonisierung bietet das<br />

Unternehmen für zahlreiche Glasfläschchen<br />

mit unterschiedlichen<br />

Mündungsformen wie Injektionsoder<br />

Schraubverschluss an.<br />

Oberflächenvergütung<br />

von Vials im Trend<br />

Seit einiger Zeit verzeichnet das<br />

Unternehmen eine wachsende<br />

Nachfrage nach Sonderbehandlungen<br />

von Glas. „Insbesondere<br />

Die Bosch-Linie arbeitet mit einem modernen Sprühverfahren,<br />

bei dem feine Nadeldüsen eine Silikonemulsion auf die<br />

Innenoberfläche der Vials auftragen.<br />

im Bereich der Innensilikonisierung<br />

von Vials steigt der Bedarf<br />

kontinuierlich“, erläutert Florian<br />

Müller-Stauch, Geschäftsführer<br />

von Müller + Müller. „Das gilt vor<br />

allem für Hersteller empfindlicher<br />

Diagnostika und Impfstoffe, deren<br />

Produkte keinen Kontakt zu Glas<br />

haben dürfen.“ Als ein Kunde mit<br />

einem Großauftrag für silikonisierte<br />

Vials an Müller + Müller herantrat,<br />

sah der Glasspezialist die Notwendigkeit,<br />

seine Kapazitäten um<br />

eine neue Silikonisierungsanlage<br />

inklusive Reinraum sowie um ein<br />

Verpackungs- und Palettenlager zu<br />

erweitern.<br />

Ein Projekt mit<br />

hohen Anforderungen<br />

Müller + Müller entschied sich<br />

für Bosch Packaging Technology<br />

als Partner zur Umsetzung des Projekts.<br />

„Der gute Ruf von Bosch war<br />

uns bekannt, bisher hatten wir aber<br />

noch nicht zusammengearbeitet“,<br />

sagt Müller-Stauch. „In kürzester<br />

Zeit lieferte uns das Bosch-Team<br />

ein maßgeschneidertes Konzept – in<br />

exakt der Qualität und der Schnelligkeit,<br />

die wir gesucht hatten.“ Die<br />

Anforderungen an den Anlagenhersteller<br />

waren hoch: Bereits ein Jahr<br />

nach Baustart sollte die Silikonisierungslinie,<br />

für die Müller + Müller<br />

erst noch eine neue Halle bauen<br />

musste, in Betrieb gehen. Dazu<br />

kam eine weitere Herausforderung:<br />

Gleichzeitig mit dem Ausbau der<br />

Kapazitäten wollte der Glashersteller<br />

seinen Wasch- und Silikonisierungsprozess<br />

unter Reinraumbedingungen<br />

optimieren. Ein modernes<br />

Verfahren sollte das bisherige ablösen<br />

und neue Qualitätsstandards<br />

setzen.<br />

Schnell reproduzierbar<br />

Auf der alten Silikonisierungsanlage<br />

hatte Müller + Müller mit einem<br />

Spülverfahren gearbeitet. Dabei<br />

wurden die Vials innen mit Silikonöl<br />

ausgespült. Ein Nachteil daran war,<br />

dass die Mitarbeiter den Silikongehalt<br />

auf der Oberfläche nicht beeinflussen<br />

konnten – vor allem nicht im<br />

Mündungsbereich der Fläschchen,<br />

wo das Öl beim Abtropfen ungleichmäßig<br />

anhaftete. Die neue Linie<br />

sollte daher mit einem minimal dosierten<br />

Sprühverfahren arbeiten, bei<br />

dem sehr feine Nadeldüsen eine Silikonemulsion<br />

auf die Innenoberfläche<br />

der Vials auftragen. Außerdem<br />

sollten die Einstellparameter bei<br />

unterschiedlichen Formaten schnell<br />

reproduzierbar sein.<br />

Testphase im Labor<br />

liefert wichtige Prozessdaten<br />

Um möglichst reibungslos auf das<br />

neue Verfahren umzustellen, zogen<br />

sich die beiden Projektpartner zunächst<br />

für eine intensive Testphase<br />

ins Technikum in Crailsheim zurück.<br />

Das Projektteam untersuchte in<br />

mehr als 40 Testläufen, wie sich das<br />

Silikon im Sprühverfahren unter den<br />

späteren Produktionseinflüssen verhielt.<br />

Aus den Testergebnissen leiteten<br />

die Experten die Parameter ab,<br />

um den neuen Prozess passgenau<br />

auf die Kundenspezifikation abzustimmen.<br />

„Die Zusammenarbeit mit<br />

dem Bosch-Team war von Anfang<br />

an hochtransparent und ließ keine<br />

Wünsche offen“, so Dirk Brinkmann,<br />

technischer Leiter bei Müller + Müller.<br />

„Die Kommunikation stimmte in<br />

jeder Projektphase – wie übrigens<br />

auch die Sympathie.“ Beste Voraussetzungen,<br />

um das Großprojekt gemeinsam<br />

in die Tat umzusetzen.<br />

28 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


Nach nur wenigen Monaten<br />

war der Bau der neuen Halle mit<br />

einem Reinraum, einer Wasseraufbereitungsanlage<br />

sowie einem<br />

Verpackungs- und Palettenlager<br />

abgeschlossen. Pünktlich zum<br />

Projektende stand auch die Linie,<br />

bestehend aus einer RRU Waschmaschine<br />

für Vials und einem HQL<br />

Heißlufttrockentunnel, für die Produktion<br />

bis hin zur Magazinierung<br />

bereit. Die Vials gelangen nun<br />

über eine Materialschleuse in den<br />

Reinraum der Klasse 8. Nach der<br />

Aufgabe der Behältnisse werden<br />

diese in einem Ultraschallunterwasserbad<br />

in der Reinigungsmaschine<br />

besonders produktschonend<br />

vereinzelt. Anschließend werden<br />

sie in mehreren Schritten von<br />

innen und außen gewaschen, getrocknet<br />

und mithilfe des dosierten<br />

Sprühverfahrens silikonisiert.<br />

Dabei können die Mitarbeiter die<br />

Einstellparameter auch bei unterschiedlichen<br />

Formaten ohne Neujustierung<br />

schnell und einfach aus<br />

der Rezeptverwaltung hochladen.<br />

Der Heißlufttrockentunnel fixiert<br />

schließlich das Silikon bei einer<br />

definierten Temperatur von 300<br />

Grad, bevor die Behältnisse wieder<br />

auf Raumtemperatur abgekühlt<br />

werden. Im angrenzenden Reinraum<br />

findet eine stückzahlgenaue<br />

Doppelmagazinierung in Trays<br />

statt. Dabei entsteht über einen<br />

mittigen Vialzulauf ein hexagonales<br />

Beladeschema, das beim manuellen<br />

Endverpacken deutlich Zeit<br />

spart. Gleichzeitig unterzieht das<br />

geschulte Fachpersonal die Endprodukte<br />

einer strengen Qualitätskontrolle.<br />

Ausbringung vervierfacht<br />

Durch das neue Silikonisierungsverfahren<br />

ist es jetzt möglich, dass<br />

der vollflächige Silikonauftrag sehr<br />

viel genauer eingestellt und auch<br />

an unterschiedliche Formate wie<br />

bauchige oder zylindrische Vials<br />

angepasst werden kann. Prozessparameter<br />

wie das Mischverhältnis<br />

der Silikonemulsion und der Silikonanteil<br />

lassen sich hochautomatisiert,<br />

präzise und reproduzierbar<br />

überwachen. Zusätzlich überprüfen<br />

die Mitarbeiter stichprobenhaft<br />

an einem Silikonteststand, ob die<br />

Vials vollflächig innensilikonisiert<br />

sind – Schlechtbehältnisse<br />

sortieren sie aus. Da die Düsen<br />

die wässrige Lösung gleichmäßig<br />

fein auf der Innenoberfläche versprühen<br />

und das Abtropfen entfällt,<br />

wird das Glas zudem optisch nicht<br />

durch Rückstände beeinträchtigt.<br />

Auch wird jetzt die Silikonmenge<br />

im Mündungsbereich der Vials<br />

reduziert. „Die neue Silikonisierungsanlage<br />

erhöht die Ausbringung<br />

um mehr als das Vierfache“,<br />

erklärt Müller-Stauch. „Es hat sich<br />

für uns ausgezahlt, auf einen Partner<br />

mit viel Erfahrung im Bereich<br />

der Silikonisierung zu setzen. Die<br />

hohe Präzision der Bosch-Anlage<br />

zusammen mit unserem durchdachten<br />

Qualitätskonzept ermöglicht<br />

es uns, unseren Kunden in<br />

Links: ein silikonisiertes Vial<br />

nach dem Zinkoxidtest als In-<br />

Prozess-Kontrolle. Rechts: Vial<br />

ohne Silikonisierung nach dem<br />

Zinkoxidtest.<br />

Zukunft jederzeit optimal silikonisierte<br />

Produkte zu liefern.“<br />

Mehr unter:<br />

www.bosch.com<br />

Autor: Sebastian Lauterbach<br />

Sales Manager Pharma Liquid<br />

Bosch Packaging<br />

Technology GmbH<br />

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen<br />

Staatspreis Smart Packaging 2016<br />

Ausgezeichnet verpackt!<br />

EFFIZIENT<br />

INNOVATIV<br />

SICHER<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong> 29<br />

www.pawel.at


Fehllesungen bei bei jedem dritten Einkauf<br />

In einer immer stärker digitalisierten Welt ist die Verknüpfung zwischen den<br />

physischen Objekten und den dazugehörigen Daten immer wichtiger. Den Link<br />

dazwischen - für die automatisierte Datenübernahme - bilden meist Datenträger<br />

(Strichcodes, 2D-Codes oder RFID Tags). Leider gibt es aber immer wieder Fehler<br />

beim Lesen von Codes. Bei jedem dritten österreichischen Kunden kommt in<br />

seinem Einkaufswagen nach wie vor mindestens eine Fehllesung vor. Damit hat<br />

Österreich zwar bessere Werte als manch andere Länder, aber unterm Strich gibt<br />

es durch die Fehlscans einen Zeitverlust von 8,5% an den Scannerkassen.<br />

Wie gut und ob Codes<br />

funktionieren, ob sie<br />

gelesen werden können,<br />

kann von GS1 Austria überprüft<br />

werden. „Die Auswertung<br />

dieser Überprüfungen zeigt immer<br />

wieder Mängel auf, wie auch das<br />

Ergebnis einer Analyse aus 2018<br />

zeigt. Im letzten Jahr wurden 592<br />

Codes überprüft und ein qualifizierter<br />

Prüfbericht versendet“, erklärt<br />

der langjährige Projektleiter<br />

GS1 System, Strichcodeprüfung<br />

Gerald Gruber. GS1 Austria stellt<br />

ein weltweit eindeutiges Identifikationssystem<br />

für Standorte, Artikel<br />

oder Versandeinheiten zur<br />

Verfügung. Das GS1 System ist<br />

Grundlage für den elektronischen<br />

Geschäftsdatenaustausch und die<br />

Standardisierung von Nachrichten<br />

und Geschäftsprozessen zwischen<br />

Unternehmen. Dafür wurden GS1<br />

Parameter festgelegt. Bei der erwähnten<br />

Prüfung waren 78 % der<br />

geprüften Codes nicht GS1-konform.<br />

Nur die GS1 Parameter mit<br />

über 5 % Fehlern wurden angeführt.<br />

Fehleranalyse:<br />

+ Symbolstruktur (38,3 %):<br />

Grundlegender technischer<br />

Fehler in einem Symbol, wie zum<br />

Beispiel fehlendes FNC1-<br />

Zeichen, fehlerhaftes Prüfzeichen<br />

oder Prüfziffer oder mitverschlüsselte<br />

Klammern der<br />

Application Identifier.<br />

+ Höhe (37,2 %): Höhe der<br />

Balken eines Strichcodes<br />

+ X¬Modul (28,6 %): Als<br />

X-Modul wird die Breite des<br />

schmalsten Elements (Balken,<br />

Lücke) eines Strichcodesymbols<br />

bezeichnet.<br />

+ Datenstruktur (9,2 %): Aufbau<br />

und Struktur der Daten in einem<br />

Strichcode; Fehler bei der<br />

Anwendung der Datenelemente<br />

(Applikation Identifier).<br />

+ Hellzone (6,8 %): Die Zone<br />

vor dem Start- und nach dem<br />

30 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

Fehleranalyse nach GS1 Parameter<br />

(Fehler in % der geprüften GS1 Symbole)<br />

Stopp-Zeichen eines Strichcodes,<br />

die frei von jeglichen störenden<br />

Kennzeichnungen sein muss.<br />

+ Klarschriftzeile (5,7 %):<br />

Zeichen und Buchstaben unter<br />

dem bzw. in der Nähe des<br />

Symbols. Die Klarschriftzeile ist<br />

eine Eins-zu-eins-Darstellung der<br />

verschlüsselten (Nutz-)Daten.<br />

Strichcodes unter der Lupe<br />

Damit solche Fehler nicht passieren,<br />

gibt es auch die Möglichkeit<br />

einer Überprüfung nach ISO/<br />

IEC 15416/15415 und nach GS1<br />

Spezifikationen von Strichcodes,<br />

2D-Codes und GS1 Transportetiketten<br />

– die Gebühr beträgt<br />

40 Euro. Für GS1 Austria-Teilnehmer<br />

sind zwei Prüfungen pro<br />

Monat frei, weitere Prüfungen<br />

kosten jeweils nur 15 Euro. Gerald<br />

Gruber: „GS1 Austria nimmt<br />

Ihre Strichcodes und 2D-Codes<br />

(z. B. Data Matrix Codes oder<br />

QR Codes) unter die Lupe, damit<br />

Sie sicher sein können, dass<br />

der Handel diese lesen kann. Die<br />

Bewertung der Symbole erfolgt<br />

nach der oftmals geforderten<br />

Prüfnorm ISO/IEC 15416 bzw.<br />

ISO/IEC 15415. Ebenso werden<br />

Ihre Transportetiketten auf Konformität<br />

mit der ECR/GS1 Europe<br />

Richtlinie überprüft. Sie erhalten<br />

einen Prüfbericht mit den<br />

Ergebnissen, möglichen Ursachen<br />

und ausführlichen Verbesserungsvorschlägen,<br />

auf Wunsch<br />

auch in englischer Sprache.“<br />

Abmessungen<br />

Prinzipiell sind die Abmessungen<br />

eines Strichcodesymbols entscheidend<br />

für den effizienten Einsatz.<br />

Die Abmessungskriterien werden<br />

immer in Bezug auf die Anwendungsumgebung<br />

festgelegt. Allgemein<br />

gilt: in der Logistik werden<br />

größere Strichcodes benötigt. Die<br />

wichtigsten Parameter sind das X-<br />

Modul (die Breite des/der schmalsten<br />

Balkens/Lücke) und die Höhe in<br />

mm. Bei der Dimensionierung des<br />

Hintergrunds ist auf die Hellzonen<br />

(erforderliche Zone vor dem ersten<br />

und nach dem letzten Balken, die<br />

frei von jeglichen störenden Kennzeichnungen<br />

sein muss) zu achten.<br />

Gerade in diesen Bereichen sind die<br />

meisten Fehler gefunden worden.<br />

Druckqualität<br />

Nicht vergessen werden darf,<br />

dass die Druckqualität von vielen<br />

Faktoren abhängt, wie:<br />

• Der Übergang zwischen Balken<br />

und Lücke muss scharf sein, damit<br />

die Elemente im Strichcode (Balken<br />

und Lücken) leicht bestimmt<br />

werden können. <br />

• Der Strichcode darf keine größeren<br />

Störungen beinhalten. Störungen<br />

sind Verschmutzungen, helle<br />

Flecken in den dunklen Balken<br />

oder dunkle Flecken in den Lücken<br />

oder Hellzonen. <br />

• Die Breite der Balken, Lücken<br />

und Hellzonen müssen innerhalb<br />

der Toleranz sein. <br />

• Die Fehlererkennung (Prüfziffer/<br />

Symbolprüfzeichen/ Suchmuster)<br />

muss korrekt sein. <br />

• Der Kontrast, der Kontrastunterschied<br />

und die Gleichmäßigkeit der<br />

dunklen Balken und hellen Lücken/<br />

Hintergrund muss ausreichend sein.


Druck<br />

Vor dem Druck ist auf drucktechnische<br />

(Anpressdruck, Druckfarbe,<br />

Geschwindigkeit, Temperatur) und<br />

trägermaterialspezifische (Oberflächenbeschaffenheit,<br />

Saugfähigkeit)<br />

Eigenschaften Rücksicht zu nehmen.<br />

Mit einer schlechten Druckvorlage<br />

kann kein guter Strichcode<br />

gedruckt werden. <br />

Digitaldruck<br />

Beim digitalen Erstellen von<br />

Strichcodes ist auf die Auflösung<br />

des Druckers bzw. auf die Veränderungen<br />

im Druckprozess Rücksicht<br />

zu nehmen. Bei der Druckvorstufe<br />

sind die Balken aufgrund der Änderungen<br />

im Druckprozess (z.B.<br />

Druckzuwachs bei Flexodruck)<br />

entsprechend zu reduzieren bzw. zu<br />

verbreitern. Beim Etikettendruck<br />

sollen die Balken- und Lückenbreite<br />

ein ganzzahliges Vielfaches der<br />

Punktgröße des Druckers sein. Ein<br />

digital erstellter Strichcode sollte<br />

auf die Auflösung des Ausgabegeräts<br />

angepasst werden. Ein solcher<br />

Strichcode sollte nur eingefügt,<br />

aber nicht vergrößert, verkleinert,<br />

gedreht, im Maßstab geändert oder<br />

verzerrt werden. Falls sich die Abmessungen<br />

oder die Druckerauflösung<br />

ändern, sollte die Datei neu<br />

erstellt werden.<br />

Thermodruck<br />

Der Strichcode soll in Zaunorientierung<br />

gedruckt werden. Die Wartung/Austausch<br />

des Heizelements<br />

ist rechtzeitig durchzuführen. Um<br />

Druckfehler frühzeitig erkennen zu<br />

können empfiehlt es sich, oberhalb<br />

des Strichcodes einen durchgehenden<br />

Balken zu drucken, da ein<br />

Ausfall eines Heizelements sofort<br />

an Hand von Beschädigungen im<br />

Balken erkannt werden kann.<br />

Trägermaterialien<br />

Natürlich sind auch die unterschiedlichen<br />

Beschaffenheiten<br />

der Trägermaterialien zu berücksichtigen.<br />

Materialien mit matten<br />

Oberflächen eignen sich besser als<br />

glatte, glänzende Oberflächen.<br />

Metallische oder<br />

spiegelnde Materialien (Dosen)<br />

Metallische Oberflächen wirken<br />

wie ein Spiegel. Es sollte beim<br />

Druck daher auf einen durchgängig<br />

deckenden Farbauftrag geachtet<br />

werden. Die metallisch glänzende<br />

Oberfläche darf nicht durchscheinen.<br />

Direktdruck auf Wellpappe<br />

Die strukturierte, meist braune<br />

Oberfläche wirkt sich negativ auf<br />

die Strichcodequalität aus. Im Logistikbereich<br />

ist ein großer ITF-14<br />

Strichcode für den Direktdruck auf<br />

Karton vorgesehen. Alternativ bietet<br />

sich die Etikettierung an.<br />

Geprägte Metallfolien<br />

Derartige Materialien sind für<br />

den Aufdruck von Strichcodes<br />

schlecht geeignet.<br />

Transparente Folien<br />

Durchsichtige Folien erfordern,<br />

dass ein helles Feld mit ausreichender<br />

Farbdichte (gegebenenfalls<br />

durch Mehrfachdruck) unter<br />

dem Strichcodesymbol angedruckt<br />

werden muss.<br />

Farbige Plastikbecher<br />

Meist ist die Farbdichte des<br />

Kunststoffmaterials sehr niedrig.<br />

Abhilfe bei solchen Fällen bieten<br />

der Andruck eines hellen Hintergrundes,<br />

die Etikettierung, eine höhere<br />

spezifische Dichte des Kunststoffes<br />

oder die Erhöhung der Pigmentanzahl<br />

im Kunststoff.<br />

Platzierung<br />

Für den Scanningprozess ist eine<br />

gleichbleibende und konsistente<br />

Platzierung der Symbole wichtig.Bei<br />

manuellem Lesevorgang<br />

sollte der Strichcode nicht lange<br />

gesucht werden, bei stationären<br />

Lesegeräten muss sich der Strichcode<br />

im Lesebereich des Scanners<br />

befinden.<br />

Vermeidung von Problemen<br />

• Andere Grafiken dürfen nicht in<br />

den Bereich des Strichcodes hineinragen.<br />

<br />

• Ein Strichcode darf nicht um eine<br />

Ecke aufgebracht werden. <br />

Foto: © GS1 Austria Petra Spiola<br />

• Es dürfen keine Heftklammern<br />

im Strichcode oder in den Hellzonen<br />

angebracht werden. <br />

• Der Strichcode darf niemals<br />

auf einer Perforierung, einer Naht,<br />

dem Schnitt einer Stanze, einem<br />

Grat, einer Kante, einer engen<br />

Rundung, einer Falte, einer Überlappung<br />

oder auf raufasrigem Gewebe<br />

platziert werden.<br />

• Ein Strichcode darf niemals unter<br />

einer Verschlussklappe eines<br />

Verpackungsdeckels platziert werden.<br />

• Bei Umverpackungen dürfen die<br />

Strichcodes der enthaltenen Einheiten<br />

nicht lesbar sein.<br />

• Der Strichcode sollte, wenn<br />

möglich, auf und nicht unter Folien<br />

angebracht werden.<br />

Strichcodeprofi: Gerald Gruber<br />

Ausrichtung<br />

Ob ein Strichcode stehend<br />

(Striche vertikal, zaunförmig) oder<br />

aufgestellt (Striche horizontal) anzubringen<br />

ist, hängt von folgenden<br />

Faktoren ab:<br />

Endverbraucher/logistische<br />

Einheiten<br />

Auf Endverbrauchereinheiten<br />

kann ein Strichcode stehend oder<br />

aufgestellt angebracht werden. Die<br />

Ausrichtung von Symbolen wird<br />

meistens durch den Druckprozess<br />

(bei einigen Drucktechniken<br />

wird eine bessere Qualität erreicht,<br />

wenn die Balken in Druckrichtung<br />

verlaufen) und durch die Oberflächenkrümmung<br />

bestimmt. Wird<br />

ein Strichcode auf einer gewölbten<br />

Oberfläche aufgebracht, kann es<br />

passieren, dass die beiden äußeren<br />

Kanten des Symbols hinter der<br />

Oberflächenkrümmung verschwinden<br />

und nicht mehr vom Scanner<br />

erfasst werden können. Auf logistischen<br />

Einheiten (Umverpackung,<br />

Palette) müssen die Strichcodesymbole<br />

zaunförmig (stehend)<br />

angebracht werden.<br />

Strichcodeüberprüfung<br />

Wie bereits erwähnt, gibt es seitens<br />

der GS1 Austria das Angebot, die<br />

Prüfung Ihrer Strichcodes sowie 2D<br />

Codes, auch direkt markierter<br />

(DPM) 2D Codes, zu übernehmen.<br />

Mehr unter:<br />

www.gs1.at/strichcodepruefung<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

31


LEBENSMITTELVERPACKUNG<br />

Champignons effizient,<br />

... nachhaltig und hygienisch verpackt<br />

Im Rahmen eines Projektes hat die Saropack AG, der Folienverpackungsspezialist<br />

Nr. 1 zusammen mit Suter Champignons AG in Frick die Verpackung<br />

der Schalen mit Champignons neu gestaltet. Dabei entschied sich Suter<br />

Champignons AG für eine leistungsstarke SAROPACKER Flowpackmaschine<br />

FlexFlow digit 600 mit mikroperforierter SAROLON Folie. Bisher wurden die<br />

Schalen mit Dehnfolie aus PVC eingepackt. Mit der neuen Verpackungsart können<br />

nun die Anforderungen an die Nachhaltigkeit, die Hygiene, die Frischhaltung<br />

und die Verkaufsförderung erfüllt werden.<br />

Die Produktion von weissen<br />

und braunen Champignons<br />

wurde im Jahr <strong>19</strong>71<br />

von Rudolf Suter übernommen.<br />

Im Jahr <strong>19</strong>92 erwarb Daniel Suter<br />

den Betrieb von seinem Vater und<br />

erweiterte die Produktion kontinuierlich<br />

bis auf eine Anbaufläche<br />

von heute 300 m 2 . Derzeit wird der<br />

Betrieb bereits in der 3. Generation<br />

durch Herrn Thomas Suter geleitet.<br />

Das erfolgreiche KMU beschäftigt<br />

aktuell 25 Mitarbeitende. Nach<br />

mehreren Monaten im praktischen<br />

Einsatz gab es nun mit Thomas Suter<br />

ein Gespräch über das Projekt<br />

und die Zielerreichung:<br />

Was hat den Ausschlag gegeben,<br />

dass Sie sich für Saropack und<br />

die SAROPACKER Folienverpackungsanlage<br />

entschieden haben?<br />

Thomas Suter: Mit Saropack haben<br />

wir einen Partner gefunden,<br />

der uns nicht nur bei der Maschine<br />

optimal unterstützt hat, sondern<br />

auch im Bereich der Folien die<br />

richtigen Vorschläge unterbreitet<br />

hat. Nebst der Folienqualität,<br />

musste auch die Perforation zuerst<br />

geprüft und definiert werden. Mit<br />

der gelochten SAROLON Folie<br />

Champions in Schalen mit SAROLON Folie verpackt (mikroperforiert)<br />

und der SAROPACKER Maschine<br />

erhielten wir ein optimales Gesamtpaket.<br />

Welche Projektschritte waren für<br />

Ihre Entscheidung wichtig?<br />

Thomas Suter: Die termingerechte<br />

Lieferung und Installation sowie<br />

die Kompaktheit der Anlage waren<br />

für uns sehr wichtig.<br />

Welche Anforderungen stellten Sie<br />

an die Verpackungslösung und an das<br />

Projekt?<br />

Thomas Suter: Wir haben eine optimale<br />

Lösung für unseren Betrieb<br />

gesucht. Zudem waren die geringen<br />

Platzverhältnisse und die sehr kurze<br />

Umsetzungsdauer zu berücksichtigen.<br />

Welche Ansprüche stellen Sie an<br />

die Folienverpackung und an Ihren<br />

Partner?<br />

Thomas Suter: Nach verschieden<br />

Verpackungsvorschlägen hat sich<br />

unser Grosskunde für die Art der<br />

Flowpackverpackung mit mikroperforierter<br />

SAROLON Folie entschieden.<br />

Nach diesem Entscheid musste<br />

alles sehr schnell umgesetzt werden.<br />

Die hohe und dauerhafte Verpackungsqualität,<br />

das Zusammenspiel<br />

von Verpackungsmaschine und Folie<br />

sowie die Zuverlässigkeit des<br />

Partners waren für uns entscheidend.<br />

Wie wurden diese Ziele erreicht<br />

beziehungsweise diese Ansprüche<br />

erfüllt?<br />

Geschäftsführer Thomas Suter<br />

ferservice sowie die Kompaktheit<br />

der Anlage überzeugt.<br />

Besonders wichtig ist uns auch<br />

die Nachbetreuung durch Saropack.<br />

Durch die Vereinbarung mit Saropack<br />

ist eine regelmässige Wartung<br />

und die hohe Maschinenverfügbarkeit<br />

gewährleitet.<br />

Welches Optimierungspotential<br />

kann jetzt genutzt werden? Was haben<br />

Sie durch die neue Lösung eingespart?<br />

Thomas Suter: Durch den Wechsel<br />

von der Dehnfolie zur Flowpack<br />

Verpackung wurde zudem die Nachhaltigkeit<br />

der Verpackung weiter<br />

verbessert.<br />

Die Kundenzufriedenheit konnte<br />

durch die optimale Verpackung erhöht<br />

und gefestigt werden. Heute<br />

arbeiten wir schneller und zuverlässiger<br />

und können somit unsere Kunden<br />

besser bedienen. Zudem sparen<br />

wir Zeit und Geld.<br />

Mehr über die zwei Partner finden<br />

Sie unter: www.saropack.at oder<br />

www.champignons-suisses.ch<br />

32 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

SAROPACKER FlexFlow digit 600 Flowpackmaschine<br />

Thomas Suter: Alle Erwartungen,<br />

die wir in das Produkt gesetzt haben,<br />

sowie ein termingerechter Start wurden<br />

erfüllt. Wir sind sehr zufrieden.<br />

Zudem hat uns das Preis-/Leistungsverhältnis,<br />

der prompte Lie-<br />

Produkteinlauf in die SAROPACKER<br />

FlexFlow digit 600 Maschine


LOGISTIK<br />

Die intelligente Box<br />

Die Firma Eurobox hat sich längst damit einen Namen gemacht, nicht nur<br />

Standardboxen zu verkaufen, sondern für ihre Kunden individuelle Lösungen<br />

zu finden. Egal ob Obst unter kontrollierter Atmosphäre gelagert werden soll<br />

oder ob es um die Entwicklung von Mehrwegsicherheitsgefahrgutboxen für<br />

Lithiumakkus geht - die Spezialisten tüfteln so lange an einer Lösung, bis<br />

sie funktioniert. Aktuell wird an einem Sensor (der Net-Box) gearbeitet, der<br />

Behälter intelligent macht.<br />

X DCA-MONITORING SYSTEM<br />

Gerhard Garherr erklärt: „Wir<br />

entwickeln ein Modul für<br />

die laufende Überwachung<br />

von CA-Lager Modulen (lagern unter<br />

kontrollierter Amtosphäre). Die Box<br />

verfügt über eine integrierte Batterie<br />

und weist somit eine autarke Energiequelle<br />

auf. Die Net-Box wird mittels<br />

eingebauter Sensoren für ein laufendes<br />

und lückenloses Monitoring eingesetzt<br />

(z.B. 0 2 -Sättigung, Feuchtigkeit, etc.).<br />

Im ersten Step wird festgelegt, welche<br />

Sensoren und Werte gemessen werden.<br />

Danach wird die Box mit dem Sensor<br />

„verheiratet“ und der Sensor in die Box<br />

gegeben. Die laufenden Messwerte<br />

werden Kontrolleinheit<br />

zu einem Router gesendet und<br />

von diesem per GSM an ein Smartphone<br />

übermittelt.“<br />

EUROBOX DCA-MONITORING SYSTEM<br />

zur drahtlosen Überwachung von verschiedenen Sensor- Werten<br />

losen Überwachung von verschiedenen Sensor- Werten<br />

Abweichungen<br />

Um keinen Datendschungel zu erzeugen<br />

werden nur Abweichungen<br />

zu den vorgegebenen Messwerten<br />

an das Smartphone übermittelt. Der<br />

Empfänger kann dann gezielt für diese<br />

Box eine Maßnahme setzen. „Der<br />

wesentliche Unterschied zu heutigen<br />

Lösungen besteht darin, dass man bei<br />

dieser Anwendung nicht mit einem<br />

Messgerät zu jeder Box gehen muss<br />

um eine Messung durchzuführen. Das<br />

ist bei einem Lager von z.B. 120 Boxen<br />

durchaus ein Aufwand, zumal Sie<br />

zu jeder Box hinkommen müssen, was<br />

in einem engen Lager oft gar nicht so<br />

einfach ist. Also kaum machbar.<br />

DCA<br />

Box<br />

EUROBOX<br />

ROUTER<br />

+<br />

Einfache Übermittlung der Daten<br />

Zudem müssen Sie den Vorgang<br />

mehrmals wiederholen. Bei uns verbinden<br />

sich die einzelnen Module miteinander<br />

und senden die abweichenden<br />

Daten dann ganz einfach an das Handy.<br />

Bis jetzt ist die Anwendung für die<br />

DCA Box. Weitere Anwendungen werden<br />

wir ergründen beziehungsweise<br />

unsere Kunden fragen, welcher Bedarf<br />

besteht und die Module entsprechend<br />

entwickeln.“ erklärt abschließend Gerhard<br />

Garherr.<br />

Mehr unter:<br />

www.eurobox-logistiksysteme.com<br />

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 20<strong>03</strong> und freut sich seitdem<br />

über eine ständig steigende Anzahl an Kunden, die der Firma und deren<br />

Produkten vertrauen, um ihre Ware sicher und kosteneffizient ans Ziel<br />

zu bringen. „Eurobox ist ein junges Unternehmen, dass sich mit dem<br />

Vertrieb und der Herstellung von Mehrweggebinden für logistische Zwecke<br />

beschäftigt. Unsere Produkte kommen sowohl beim Transport als<br />

auch bei der Lagerung zum Einsatz, und helfen unseren Kunden bei der<br />

Einsparung von Kosten. Qualität, Zweckmäßigkeit, ein optimaler<br />

Produktschutz und Hygiene haben bei der Entwicklung immer als<br />

Leitfaden gedient.“ so die Eigendefinition des Unternehmens.<br />

Kontrolleinheit<br />

MELDUNG<br />

von<br />

BOX Nr. 33<br />

O 2 WERT<br />

an Untergrenze!<br />

MELDUNG<br />

ROUTER<br />

von<br />

BOX Nr. 33<br />

O 2 WERT<br />

an Untergrenze!<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

EUROBOX DCA-MONITORING SYST<br />

33


WPO-NEWS<br />

World Packaging Star Awards<br />

Über 350 Personen nahmen am WorldStar Awards Presentations & Gala Dinner<br />

teil, dem wichtigsten globalen Verpackungswettbewerb der Welt, der von<br />

der WPO (World Packaging Organization - www.worldpackaging.org) organisiert<br />

wird. An diesen Award dürfen auch die jährlichen Green Packaging<br />

Star Awards Gewinner teilnehmen – die auch heuer wieder punkten konnten.<br />

Die Zeremonie fand in Prag statt. Während der Zeremonie waren 97 Gewinner<br />

aus 27 Ländern anwesend. Neben dem normalen WorldStar wurden auch<br />

wieder die Gewinner der Special Award-Kategorien ermittelt. Dies sind der<br />

President´s Award für Nachhaltigkeit, Marketing und lebensmittelschonende<br />

Verpackung. Am Weg nach Prag besuchte der Präsident der WPO - Prof. Pierre<br />

Pienaar - auch Wien.<br />

In Wien verlieh der Präsident<br />

zwar keine Preise eröffnete<br />

aber offiziell das Büro in<br />

Wien. Heuer wurde die Zentrale der<br />

World Packaging Organisation von<br />

Chigaco nach Wien verlegt (KOM-<br />

PACK berichtete). Hintergrund für<br />

die Verlegung von Amerika nach<br />

Europa war die zentrale Lage für<br />

die meisten Mitglieder. Natürlich<br />

trifft es sich auch sehr gut, dass<br />

der Generalsekretär und einer der<br />

treibenden Kräfte der WPO DI Dr.<br />

Johannes Bergmair aus Wien ist.<br />

Dass auch internationale Projekte<br />

mit der UNIDO durchgeführt werden<br />

(<strong>KOMPACK</strong> berichtete) und<br />

deren Hauptsitz ebenfalls in Wien<br />

ist, sprach ebenfalls für eine Verlegung<br />

nach Wien. Das neue Büro<br />

befindet sich im gleichen Gebäude<br />

wie die FH in 1<strong>03</strong>0 Wien. Hier<br />

wird auch das Bachelor- und Masterstudium<br />

der Verpackungstechnologie<br />

unterrichtet. Prof. Pierre<br />

Pienaar ließ es sich nicht nehmen<br />

und eröffnete nicht nur das Büro<br />

sondern stattete auch den begeisterten<br />

Studenten einen Besuch ab<br />

und hielt einen mehrstündigen<br />

Vortrag. Dies ganz im Sinne der<br />

WPO – wie auch DI Dr. Bergmair<br />

sagt: „Die Hauptaktivitäten der<br />

WPO sind zur Zeit die Weiterentwicklung<br />

der Wissensverbreitung<br />

zum Thema Verpackung und dem<br />

Schutz von Lebensmitteln durch<br />

Meetings, Publikationen und aktive<br />

Trainings in verschiedenen<br />

Ländern. Der World Star Award<br />

dient als Networking Event und<br />

Austauschplattform für die Branche<br />

auf internationaler Ebene.“<br />

Zentrale in Wien – Mondi. Das<br />

Unternehmen wurde gleich mit<br />

acht „WorldStars“ ausgezeichnet.<br />

Darunter auch die BarrierPack Recycable<br />

– die auch den Green Star<br />

gewonnen hat.<br />

Sonderpreise<br />

Der Gewinn des Gold Sustainability<br />

Award ging an das finnische<br />

Jospak Oy Tray für Verpackungen,<br />

das die besten Funktionen von Karton<br />

und Kunststoff vereint, 85%<br />

weniger Kunststoff enthält und<br />

dennoch die Lebensmittel frisch<br />

hält. Das Tray ist zudem vollständig<br />

recycelbar. Und der Marketing<br />

Gold Award ging an Constantia<br />

Flexibles International, Österreich,<br />

für die Katzenmilch in Aluminium-Portionspackungen.<br />

Eine<br />

trendige Einzelportionspackung,<br />

oben: Prof. Pierre Pienaar<br />

beim Vortrag in der FH<br />

links und unten: bei der<br />

offiziellen Büroeröffnung<br />

4 Variationen, längere Haltbarkeit,<br />

einfaches Öffnen, einfaches Spenden,<br />

sauber, hygienisch, optisch<br />

ansprechend - ein perfekter und<br />

praktischer Snack für Haustiere.<br />

Die dritten Sonderpreisgewinner<br />

waren Smileysys, Italien, für ihre<br />

Drop and Taste - eine Verpackung<br />

mit 30% weniger Plastik, perfekt<br />

wiederverschließbar, ohne Lebensmittelverschwendung.<br />

Der<br />

Lifetime Achievement in Packaging<br />

Award wurde heuer drei mal<br />

verliehen – die Gewinner sind Gill<br />

Loubser/Südafrika, Shahid Sheikh<br />

OBE/UK und Keith Chessell/Australien.<br />

Alle Preisträger sehen Sie unter:<br />

www.worldstar.org<br />

Gewinner<br />

In Prag wurden dann die Awards<br />

verliehen. „Abräumer“ an diesem<br />

Tag war der globale Verpackungsund<br />

Papierkonzern mit seiner<br />

Foto: WPO<br />

Die meisten Awards des Abends gewannen die Verpackungs- und<br />

Papierspezialisten von Mondi<br />

34 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


Sauberer Schlaf durch Gesamtlösung von ...<br />

SLEEP TIDY & Barcotec<br />

START UP<br />

Das Kärntner Start-up-Unternehmen SLEEP TIDY hat sich die gründliche Reinigung<br />

von Hotelbetten auf die Matratzen geschrieben. Die mobile Reinigungsanlage<br />

in Form eines 17 Tonnen schweren Lkw mit Spezialaufbau kommt dabei<br />

direkt zum Hotel und reinigt die Matratzen in einem ausgeklügelten Verfahren<br />

direkt am Hotelparkplatz.<br />

Dabei werden die Matratzen<br />

diskret aus den Zimmern<br />

abgeholt und mit<br />

drei identen Etiketten von Barcotec<br />

aus Acetatseide beklebt. Mit dem<br />

Drucker CLS-621 sowie speziellen<br />

Farbbändern von Barcotec werden<br />

die Tags unter anderem mit einem<br />

QR-Code versehen. Damit werden<br />

die Matratzen einerseits identifiziert,<br />

aber andererseits erfolgt auch die<br />

Zuweisung von Messprotokollen<br />

der Stauchungsanalyse in diesem<br />

Schritt.<br />

Stationäres Einbaumodul<br />

Mittels eines stationären Einbaumoduls,<br />

des Datalogic Gryphon<br />

GFS-Linear Imager hat Barcotec<br />

die Gesamtlösung komplettiert. Da<br />

dieses zu Beginn des Reinigungsprozesses<br />

angebracht wird, war es<br />

wichtig, ein lösungsmitteltolerantes<br />

Material zu verwenden – kurzum:<br />

Der Scanner könnte problemlos<br />

mitsamt der Matratze mitgereinigt<br />

werden. Die Barcode-Erkennung<br />

erfolgt vollautomatisch und mit<br />

320 Scans pro Sekunde blitzschnell.<br />

Wurde der QR-Code auf dem Etikett<br />

erfolgreich erfasst, ertönt ein<br />

akustisches Signal sowie eine optische<br />

Lesebestätigung mit der pa-<br />

Mittels stationären Einbaumoduls Datalogic Gryphon GFS<br />

werden die Matratzen erfasst.<br />

tentierten „Green Spot“-Technologie<br />

von Datalogic. Die Matratze<br />

durchläuft im Innenraum des Lkw<br />

eine Reinigungsstraße mit mehreren<br />

Kammern: Dabei kommen<br />

Hochleistungssauger, UV-Strahlung,<br />

Ozongas, Luftspülung und Schockhitze<br />

zum Einsatz. All dies übersteht<br />

auch das Etikett von Barcotec<br />

mühelos.<br />

Marketinginsturment<br />

Die Etiketten, die auf der Matratze<br />

über Jahre bis zur Entsorgung kleben<br />

bleiben, sind auch Teil des den<br />

Kunden von SLEEP TIDY zur Verfügung<br />

gestellten Marketinginstrumentariums<br />

und helfen, die Kundenzufriedenheit<br />

zu erhöhen. Wer<br />

hat nicht schon einmal die Hotelmatratze<br />

auf Schmutz oder Ungeziefer<br />

inspiziert? Nun muss man sich nicht<br />

mehr auf das bloße Auge verlassen,<br />

sondern kann einfach den QR-Code<br />

mit dem Mobiltelefon scannen und<br />

wird auf den persönlichen Hoteleintrag<br />

mit ausführlichen Informationen<br />

geleitet.<br />

wir SLEEP TIDY die optimale Gesamtlösung<br />

aus einer Hand bieten“,<br />

freut sich DI Andreas Ruckhofer<br />

von Barcotec über dieses spannende<br />

Projekt. Dr. Patrick Zirngast, Geschäftsführer<br />

von SLEEP TIDY, ergänzt:<br />

„Mit unserem einzigartigen<br />

Reinigungssystem revolutionieren<br />

Alle Fotos: (© Barcotec)<br />

Gleich zu Beginn werden die<br />

Matratzen mit den Etiketten von<br />

Barcotec versehen und kleben dort<br />

während des gesamten Reinigungsprozesses<br />

und darüber hinaus viele<br />

Jahre. Am Bild: Dr. Patrick Zirngast/<br />

Geschäftsführer SLEEP TIDY<br />

wir den Hotelmarkt – dazu hatten<br />

wir mit Barcotec den richtigen Partner<br />

für Hard- und Software an der<br />

Seite.“<br />

Mehr unter:<br />

www.barcotec.at<br />

Gesamtlösung aus einer Hand<br />

„Mit den speziellen Etiketten, dem<br />

Drucker und dem Scanner konnten<br />

Am Ende kommt eine saubere<br />

Matratze samt Etikett und Lavendeloder<br />

Zirbenduft wieder aus dem Lkw.<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

35


UMWELT<br />

Reduzieren und Recyceln<br />

Bilder: KHS-Gruppe<br />

Die globale Debatte über Verpackungsmüll, den damit verbundenen Umgang<br />

mit Ressourcen sowie der zunehmende Regulierungsdruck haben die Nachfrage<br />

der Getränkeindustrie nach alternativen und neuen Verpackungslösungen<br />

weiter verstärkt. Dabei geht es neben der Einsparung von Ressourcen im Produktionsprozess<br />

vor allem um die Verpackung selbst. PET-Behälter und Kunststoffverpackungen<br />

stehen derzeit besonders im Fokus. Reduzieren und Recyceln<br />

gehören zu den Geboten der Stunde. KHS bietet hier konkrete Lösungen<br />

und verfügt über ein umfassendes Know-how, das die Nachhaltigkeitsbestrebungen<br />

seiner Kunden dezidiert unterstützt.<br />

KHS ist seit 150 Jahren Partner<br />

der Getränkeindustrie<br />

und kennt ihre Anforderungen.<br />

Nicht erst seit heute bewegt das<br />

Thema Nachhaltigkeit die Branche.<br />

Zum einen geht es dabei um Klimaziele,<br />

konkret die kontinuierliche<br />

Senkung des CO2-Footprints in der<br />

Getränkeproduktion dank der Entwicklung<br />

und dem Einsatz immer<br />

energie- und ressourceneffizienterer<br />

Anlagen. Zum anderen wächst<br />

die Bedeutung innovativer Verpackungslösungen,<br />

von denen Getränkehersteller<br />

und Konsumenten gleichermaßen<br />

profitieren. Der Weg zu<br />

immer nachhaltigeren Primär- und<br />

Sekundärverpackungen folgt dabei<br />

zwei wesentlichen Maximen: Recyceln<br />

und Reduzieren. Verpackungsmaterial<br />

sollte möglichst ständig<br />

in Umlauf gehalten werden, indem<br />

man es zurückgewinnt, aufbereitet<br />

und stetig wiederverwertet. Darüber<br />

hinaus wird auf vielfältige Weise<br />

daran gearbeitet, immer weniger<br />

Verpackungsmaterial einzusetzen,<br />

um Rohstoffe zu schonen und Müll<br />

zu vermeiden. KHS verfolgt beide<br />

Ziele und bietet konkrete Lösungen.<br />

FreshSafe-PET®: vollständig<br />

recycelbare Barrierelösung<br />

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg<br />

zu einer starken, effizienten und<br />

damit nachhaltigen Kreislaufwirtschaft<br />

ist es, die Recyclingfähigkeit<br />

von PET-Flaschen so zu verbessern,<br />

dass sie einem Flasche-zu-Flasche-<br />

PET-Behälter und Kunststoffverpackungen stehen derzeit in der öffentlichen<br />

Kritik. Reduzieren und Recyceln gehören zu den Geboten der Stunde. KHS<br />

bietet hier konkrete Lösungen und verfügt über ein umfassendes Know-how,<br />

das die Nachhaltigkeitsbestrebungen seiner Kunden dezidiert unterstützt<br />

Recycling zugeführt werden können.<br />

Insbesondere Saftflaschen<br />

bestehen in vielen Fällen aus Multilayer-,<br />

Blend- oder Scavenger-<br />

Additiven. Sie sollen sensitive Getränke<br />

vor äußeren Einflüssen wie<br />

Sauerstoffeintrag schützen. Diese<br />

Zusätze in den Preforms verhindern<br />

jedoch eine sortenreine Wiederaufbereitung<br />

und somit die Nutzung im<br />

vollständigen Flasche-zu-Flasche-<br />

Recycling. Mit FreshSafe-PET®<br />

– einem patentierten Plasma-Beschichtungsverfahren<br />

– bietet KHS<br />

die derzeit einzige anerkannte voll<br />

recycelbare Barrierelösung, um Recyclingquoten<br />

von PET-Getränkeverpackungen<br />

mit erweitertem<br />

Produktschutz global signifikant zu<br />

erhöhen. Das bestätigen mehrere<br />

Recyclingverbände wie die EPBP<br />

oder APR . In dem Verfahren wird<br />

auf der Innenseite des PET-Behälters<br />

eine hauchdünne Schutzschicht<br />

aus Siliziumoxid (SiOx), also aus<br />

chemisch reinem Glas, aufgetragen.<br />

Die Technologie ersetzt die sonst<br />

nötigen Additive. Sie schützt sensible<br />

Produkte wie Fruchtsäfte und<br />

Nektare vor dem Eindringen von<br />

Sauerstoff und anderen Substanzen.<br />

Bei kohlensäurehaltigen Getränken<br />

wird zusätzlicher Verlust von CO2<br />

deutlich reduziert. Der Geschmack<br />

bleibt erhalten, die Haltbarkeit wird<br />

verlängert und die vollständige Recyclingfähigkeit<br />

dadurch erst ermöglicht.<br />

links: Mit der neuen Generation der Streckblasmaschine InnoPET Blomax Serie V hat KHS die Voraussetzungen<br />

geschaffen, die Wertschöpfung entlang der Linie bei gleichzeitiger Ressourceneinsparung zu erhöhen.<br />

rechts: Mit FreshSafe-PET® – einem patentierten Plasma-Beschichtungsverfahren – bietet KHS die derzeit einzige<br />

anerkannte voll recycelbare Barrierelösung, um Recyclingquoten von PET-Getränkeverpackungen mit erweitertem<br />

Produktschutz global signifikant zu erhöhen. Das bestätigen mehrere Recyclingverbände wie die EPBP oder APR.<br />

36 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

Arne Wiese, Product Manager<br />

Bottles & ShapesTM bei<br />

KHS Corpoplast in Hamburg<br />

PET-Behälterlösungen aus<br />

Rezyklat zunehmend gefragt<br />

Eine andere Möglichkeit, die Ökobilanz<br />

weiter zu verbessern, ist die<br />

Erhöhung des Rezyklatanteils bis<br />

hin zu einem hundertprozentigen<br />

Anteil von sogenanntem rPET in<br />

PET-Behältern. KHS bietet für diese<br />

Option Lösungen an. So hat der<br />

Systemanbieter beispielsweise in<br />

Kooperation mit dem Abfüller Mineralbrunnen<br />

Allgäuer Alpenwasser,<br />

dem Preform-Produzenten Plastipack<br />

und dem Berliner Start-up share<br />

eine 0,5-Liter- sowie eine 1,0-Liter-PET-Flasche<br />

aus 100 Prozent<br />

Rezyklat entwickelt und erfolgreich<br />

in den Markt gebracht. „Die Herstellung<br />

einer PET-Flasche aus 100 Prozent<br />

recyceltem PET ist durchaus<br />

möglich, doch stecken die Herausforderungen<br />

im Detail. Hier ist eine<br />

differenzierte Betrachtung notwendig“,<br />

sagt Arne Wiese, Product Manager<br />

Bottles & ShapesTM bei KHS<br />

Corpoplast in Hamburg. „Chemisch<br />

recyceltes PET ermöglicht Qualitäten,<br />

die genau dem von Virgin-<br />

PET entsprechen. Hier gibt es keine<br />

Einschränkungen.“ Allerdings ist im<br />

Markt genutztes rPET meist ein unter<br />

Vakuumbedingungen gereinigtes<br />

PET. „Hier schwanken die Qualitäten<br />

je nach Herstellungsverfahren“,<br />

so Wiese. Die Qualität des rPET hat<br />

jedoch Auswirkungen auf die Flaschenstabilität<br />

und auf das Gewicht.<br />

Das heißt: Je schlechter die Qualität<br />

des Rezyklats, desto stabiler muss<br />

die Flasche sein. Das ist entweder<br />

durch ein höheres Gewicht oder die<br />

Optimierung des Preforms zu erreichen.<br />

„Wenn eine Flasche so leicht<br />

ist, das sie gerade noch die Stabilitätskriterien<br />

erfüllt – dann wird<br />

eine minderwertige Qualität des<br />

Rezyklats dafür sorgen, dass diese<br />

die Spezifikation eben nicht mehr


SICHERHEIT<br />

Karl-Heinz Klumpe,<br />

Product Manager Packaging<br />

bei KHS<br />

erfüllt“, sagt Wiese. Zudem ist rPET<br />

aktuell nicht in der erforderlichen<br />

Qualität und in ausreichender Menge<br />

verfügbar. In Deutschland geht<br />

zwar der größte Einzelanteil (32,6<br />

Prozent) in das Flasche-zu-Flasche-<br />

Recycling, der Rest mit über 65<br />

Prozent aber vor allem in die Folienoder<br />

Textilindustrie. Weltweit fehlt<br />

zudem größtenteils ein derartiges<br />

sortenreines Sammelsystem.<br />

Bottles & Shapes<br />

als Gesamtkonzept<br />

Die Auswirkungen auf die Stabilität<br />

und das Gewicht der Flasche<br />

durch den Einsatz von Rezyklat<br />

in unterschiedlichen Mengen und<br />

Qualitäten werden jedoch in Kauf<br />

genommen, um einen positiven Einfluss<br />

auf die Ökobilanz zu erzielen.<br />

Das ganzheitliche Beratungsangebot<br />

Bottles & ShapesTM bietet auf Basis<br />

von Designkriterien und Materialbeschaffenheiten<br />

linientaugliche<br />

Flaschenlösungen, die Kosten- und<br />

Nachhaltigkeitsaspekte, Vermarktungskriterien<br />

und Benutzerhandling<br />

in die richtige Balance bringen.<br />

„Das erfordert eine Menge Knowhow,<br />

welches wir mit jahrzehntelanger<br />

Erfahrung bieten“, sagt Wiese.<br />

Die KHS-Streckblasmaschinen<br />

sind zudem so optimiert, dass sie<br />

Preforms mit bis zu 100 Prozent<br />

Rezyklatanteil und alternativ mit<br />

Biopolymeranteilen , also aus nachwachsenden<br />

Rohstoffen, verarbeiten<br />

können. „Ihre Relevanz wird künftig<br />

deutlich zunehmen. Hierzu haben<br />

wir die technischen Voraussetzungen<br />

geschaffen, die Wertschöpfung<br />

entlang der Linie bei gleichzeitiger<br />

Ressourceneinsparung zu erhöhen<br />

– beispielsweise mit der neuen<br />

Streckblasmaschinen-Generation<br />

der InnoPET-Blomax Serie V“, sagt<br />

Wiese.<br />

Sekundärverpackungen bieten<br />

hohe Einsparungspotenziale<br />

Im KHS Competence Center für<br />

sekundäre Verpackungslösungen<br />

am Standort Kleve arbeitet man<br />

längst an Alternativen zur klassischen<br />

Schrumpffolie. Viele davon<br />

erfordern ausgiebige Testverfahren<br />

auf den Anlagen. „Die größte<br />

Herausforderung für uns ist die<br />

Verarbeitbarkeit der Verpackungsmaterialien“,<br />

betont Karl-Heinz<br />

Klumpe, Product Manager Packaging<br />

bei KHS. „Schrumpffolie aus<br />

recyceltem Kunststoff zeigt ein ganz<br />

anderes Schrumpfverhalten als Folie<br />

aus Neumaterial. Darauf können wir<br />

als Maschinenbauer nicht alleine eine<br />

Antwort geben, sondern müssen<br />

uns eng mit den Folienherstellern<br />

abstimmen.“ Zu diesem Zweck veranstaltet<br />

KHS Workshops mit diesen<br />

Partnern. Dabei wird ausgelotet, wie<br />

der Rezyklatanteil der Folien – wie<br />

beispielsweise in Deutschland durch<br />

das neue Verpackungsgesetz vorgeschrieben<br />

– weiter erhöht werden<br />

kann. Notwendig wären unter anderem<br />

Veränderungen an der Chemie<br />

oder Rezeptur der Folien bei<br />

gleichzeitiger Anpassung der Maschinentechnik.<br />

„Grundbedingung<br />

ist ein qualitativer Standard, der von<br />

den Marketingverantwortlichen der<br />

großen Abfüller akzeptiert wird. Bei<br />

Folien aus 100 Prozent Rezyklat ist<br />

das Schrumpfergebnis noch nicht<br />

zufriedenstellend. Hier werden wir<br />

gemeinsam die Entwicklung zügig<br />

weiter vorantreiben, um den Spagat<br />

zwischen steigenden Recyclinganforderungen<br />

einerseits und dem Ruf<br />

nach einer immer höherwertigen<br />

Qualität der Gebinde andererseits zu<br />

bewältigen“, sagt Klumpe.<br />

Einzigartige Packlösung<br />

Nature MultiPackTM<br />

Mit der Entwicklung des Nature<br />

MultiPackTM hat KHS bereits eine<br />

folienfreie Verpackung im Portfolio,<br />

die Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit<br />

ist. Diese reduzierte Form der<br />

Sekundärverpackung macht die herkömmliche<br />

Schrumpffolie bei Multipacks<br />

sogar komplett überflüssig.<br />

PET-Flaschen oder Dosen werden<br />

dabei lediglich durch leicht lösbare,<br />

aber verbundsichere Klebepunkte<br />

zusammengehalten. Für den Transport<br />

ist so nur noch ein selbstklebender<br />

Tragegriff erforderlich. Die<br />

Klebepunkte selbst beeinträchtigen<br />

Foto: Carlsberg<br />

Links: Diese folienfreie Verpackung Nature MultiPack ist Vorreiter in<br />

Sachen Nachhaltigkeit (erhielt auch den Green Star).<br />

Rechts: 1,0-Liter-PET-Flasche aus 100 Prozent Rezyklat wurde entwickelt und<br />

erfolgreich in den Markt gebracht.<br />

in keiner Weise die Qualitäten des<br />

zu rezyklierenden Materials, denn<br />

der Klebstoff wird im Recyclingprozess<br />

problemlos entfernt. Das<br />

Nature MultiPack wurde 2018<br />

durch die Carlsberg Gruppe unter<br />

dem Namen „Snap Pack“ als Sechserpack<br />

für Dosen in den Markt eingeführt.<br />

Bereits 2016 nutzte Danone<br />

Waters diese Verpackungslösung bei<br />

der Markteinführung seiner sogenannten<br />

„Prestige“-PET-Flasche für<br />

Evian. So wird Plastikmüll komplett<br />

vermieden, indem keine Folienverpackung<br />

mehr entsorgt werden muss.<br />

„Die aktuelle Debatte um das Thema<br />

Verpackungsmüll hat das Bewusstsein<br />

um umweltverträgliche Verpackungslösungen<br />

eindeutig weiter<br />

geschärft“, sagt Klumpe. KHS bietet<br />

OPTIMIERTE<br />

KLEBEPROZESSE<br />

heute in vielerlei Hinsicht gerade<br />

im Bereich der PET-Behälter und<br />

Sekundärverpackungen eine Vielzahl<br />

markterprobter Lösungen an,<br />

welche die Nachhaltigkeitsbestrebungen<br />

seiner Kunden konkret nachweislich<br />

unterstützen. „Wir alle nehmen<br />

die öffentliche Diskussion ernst<br />

und arbeiten mit allen beteiligten<br />

Unternehmen direkt an Weiterentwicklungen,<br />

um die Verschmutzung<br />

der Umwelt durch Plastik so gut es<br />

geht mit Hilfe unseres Know-how<br />

und unserer Kompetenzen einzudämmen“,<br />

sagt Klumpe. „Letztendlich<br />

sind wir alle Konsumenten und<br />

tragen auch für unser persönliches<br />

Handeln eine klare Verantwortung.“<br />

Mehr unter: www.khs.com<br />

Wie umweltverträglich ist Ihre Produktion? Mit Green<br />

Gluing kleben Sie mit energieeffizienten, langlebigen<br />

Produkten, die Klebstoff sparsam auftragen. Entdecken<br />

Sie Green Gluing. www.greengluing.org<br />

Foto: share/ Victor Strasse<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

37


WIRTSCHAFT<br />

Etiketten CARINI:<br />

Wechsel in der Unternehmensleitung<br />

Strukturwechsel an der Spitze des führenden Etikettenherstellers CARINI aus<br />

Lustenau: Anfang Juni hat sich Thomas Sohm aus der operativen Geschäftsführung<br />

zurückgezogen und seinen Verantwortungsbereich an Dr.-Ing. Harald Raak, MBA<br />

übergeben. Der Chemieingenieur verfügt über vielfältiges Know-how sowie langjährige<br />

Führungserfahrung und bildet nun gemeinsam mit Edgar Sohm die neue<br />

Geschäftsführung von Etiketten CARINI.<br />

Mit diesem Schritt gehen<br />

wir jenen Weg zielgerichtet<br />

weiter, den wir – entsprechend<br />

unserer Vision/Mission<br />

2025 – bereits im März 2018 mit einer<br />

entsprechenden Weichenstellung<br />

eingeschlagen haben“, so Edgar<br />

Sohm. Damals hatte Thomas Sohm<br />

den Vorsitz in der Geschäftsführung<br />

an seinen Bruder Edgar übergeben,<br />

nachdem er zuvor über viele Jahre<br />

hinweg als kaufmännischer Geschäftsführer<br />

die erfolgreiche Entwicklung<br />

von Etiketten CARINI<br />

maßgebend mitgestaltet hatte. „Thomas<br />

wird sich ab jetzt verstärkt auf<br />

die Aufgaben als Eigentümervertreter<br />

konzentrieren“, erläutert Edgar<br />

Sohm die zukünftigen Aktivitäten<br />

seines Bruders. „Er wird jedoch<br />

nach wie vor in engemKontakt zu<br />

unseren Kunden bleiben und uns mit<br />

seiner enormen Erfahrung weiterhin<br />

bei strategischen Entscheidungen<br />

beraten und unterstützen.“ Als neuer<br />

Co-Geschäftsführer übernimmt<br />

Harald Raak bei Etiketten CARINI<br />

die Verantwortung für alle produzierenden<br />

Bereiche sowie für Teile der<br />

Management- und Unterstützungsprozesse.<br />

Harald Raak<br />

Der gebürtige Nürnberger hat an<br />

der Universität Karlsruhe Chemieingenieurwesen<br />

studiert und war rund<br />

25 Jahre in leitenden Positionen.<br />

Während dieser Zeit arbeitete er als<br />

Harald Raak und Edgar Sohm<br />

CEO, Vorstand und Geschäftsführer<br />

bei renommierten Unternehmen,<br />

z. B. innerhalb des RWE-Konzerns,<br />

der SULZER AG und der KRAL<br />

AG. Darüber hinaus war er 5 Jahre<br />

erfolgreich in der Unternehmensberatung<br />

tätig. „Wir freuen uns sehr<br />

darüber, dass Harald Raak nun zum<br />

CARINI Team gehört! Denn seine<br />

umfassenden Erfahrungen in den<br />

Bereichen Forschung und Entwicklung,<br />

neue Technologien, Marketing<br />

und Sales sowie Lean- und Qualitätsmanagement<br />

werden unserem<br />

Unternehmen wertvolle neue Impulse<br />

geben“, so Edgar Sohm. „Das<br />

sind genau jene Kompetenzen, die<br />

wir bei Etiketten CARINI brauchen,<br />

um uns konsequent weiterzuentwickeln.<br />

Schließlich wollen wir unsere<br />

Kunden auch in Zukunft immer wieder<br />

mit innovativen Produkten und<br />

Lösungen begeistern!“<br />

CARINI<br />

Vor 80 Jahren gegründet, zählt<br />

Etiketten CARINI aus Lustenau in<br />

Vorarlberg heute zu den führenden<br />

Etikettendruckereien im deutschsprachigen<br />

Raum. Das bereits<br />

mehrfach ausgezeichnete Familienunternehmen<br />

produziert mit rd. 145<br />

Mitarbeitenden ca. eine Milliarde<br />

Etiketten pro Jahr. Eine besondere<br />

Erfolgsgeschichte der jüngsten Vergangenheit<br />

ist das Erreichen von<br />

„Business Excellence“: Für sein herausragendes<br />

Qualitätsniveau und<br />

das hochentwickelte Prozessverbesserungsmanagement<br />

wurde Etiketten<br />

CARINI bei der Verleihung des<br />

Staatspreises Unternehmensqualität<br />

2018 zum Sieger in der Kategorie<br />

„Mittlere Unternehmen“ gekürt.<br />

Mehr unter: www.carini.at<br />

Etikettendrucker der Extraklasse<br />

38 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

Dank reduzierter Abmessungen platzsparend wie ein Desktopdrucker, aber mit der<br />

Leistung eines Industriedruckers ausgestattet – die neue ML240P Serie von TSC<br />

bedient exakt die Nische, die aktuell im Markt stark gefragt ist. Die beiden vielseitig<br />

einsetzbaren Multitalente der Professional-Klasse beeindrucken mit starker<br />

Konnektivität und exzellenter Druckqualität bei maximaler Wirtschaftlichkeit.<br />

Ab Juni 20<strong>19</strong> sind die<br />

beiden Thermotransferdrucker<br />

ML240P und<br />

ML340P auf dem EMEA-Markt<br />

verfügbar. Diese neueste Generation<br />

hochleistungsfähiger Industrie-<br />

Etikettendrucker wurde im Vergleich<br />

zu den ohnehin sehr kompakten<br />

bisherigen TSC-Modellen<br />

in diesem Segment nochmals<br />

signifikant in den Ab-messungen<br />

verschlankt. Die intelligente Kombination<br />

aus robustem Druckguss-<br />

Gehäuse, modularem Aufbau und<br />

modernster Drucktechnologie<br />

ermöglicht einen dauerhaft stabilen,<br />

geräuscharmen und zugleich<br />

hocheffizienten Betrieb auch bei<br />

anspruchsvollen Anwendungen.<br />

Für optimale Druckergebnisse auf<br />

unterschiedlichsten Etikettenmaterialien<br />

sorgen dabei der justierbare<br />

Thermodruckkopf und TSCs eigens<br />

entwickeltes Selbstdiagnose-<br />

Tool TPH Care.<br />

Farbdisplay<br />

Der ML240P ist mit einer<br />

Druckauflösung von 2<strong>03</strong> dpi, der<br />

ML340P mit starken 300 dpi erhältlich.<br />

Zu den weiteren, herausragenden<br />

Standardmerkmalen der<br />

beiden Modelle zählt neben umfassender<br />

Sensorik und Konnektivität<br />

insbesondere das benutzerfreundliche<br />

2.3“ Farbdisplay mit intuitiver,<br />

personalisierbarer Bedienerführung<br />

und sechs Bedientasten.<br />

Durch die komplett hochklappbare<br />

Abdeckung können Materialwechsel<br />

besonders schnell durchgeführt<br />

werden. Der ausgeklügelte Druckmechanismus<br />

ermöglicht den<br />

werkzeuglosen und daher ebenso<br />

zügigen Austausch von Druckkopf<br />

und Druckplattenwalze bei Bedarf.<br />

Kompacktes Design<br />

Die neue Druckerserie lässt sich<br />

dank ihres kompakten Designs<br />

auch in räumlich beengten Umgebungen<br />

einsetzen. Hinsichtlich des<br />

Anwendungsspektrums sind den<br />

ML-Modellen dabei keine Grenzen<br />

gesetzt – das Spektrum reicht<br />

vom Einsatz in Lager, Versand und<br />

in der Produktion über die Produktund<br />

Regalkennzeichnung im Einzelhandel<br />

bis zur Etikettierung von<br />

Proben-röhrchen und Patientenarmbändern<br />

im Gesundheitswesen.<br />

Mehr unter: www.tscprinters.com


VERPACKUNGSDRUCK<br />

DS Smith setzt Highlight im Flexodruck<br />

Mit seiner limitierten Sternbild-Edition machte Henkell im Handel für kurze Zeit<br />

Lust auf prickelnden Sektgenuss unter nächtlichem Firmament. Genauso eindrucksvoll<br />

wie die exklusive Flaschenedition von Deutschlands meistexportierter<br />

Sektmarke war auch das Druckbild auf der von DS Smith im Flexovordruck produzierten<br />

Transport- und Verkaufsverpackung. Der Druck zeichnet sich durch hohe<br />

Farbbrillanz, intensive Leuchtkraft und gestochen scharfe Bilddetails aus.<br />

Nicht zuletzt dank technologischer<br />

Innovationen<br />

erschließt sich der Flexodruck<br />

kontinuierlich neue Märkte.<br />

Insbesondere im Verpackungsbereich<br />

gilt er mittlerweile als attraktive<br />

Alternative zum Tief- und<br />

Offsetdruck. „Sowohl im Flexovordruck<br />

als auch im Flexodirektdruck<br />

lassen sich heutzutage auf Wellpappe<br />

schnell und effizient erstklassige<br />

Druckergebnisse erzielen“, betont<br />

Steffen Blankenburg, Leiter der Druckerei<br />

am DS Smith Standort Fulda.<br />

Wichtige Voraussetzung sei eine<br />

präzise Zusammenarbeit zwischen<br />

den Vorstufenspezialisten, die alle<br />

Daten für den Druck aufbereiten und<br />

die Klischees erstellen, und den für<br />

Druck- und Verpackungsproduktion<br />

verantwortlichen Experten. „Vom<br />

Input bis zum Output erfolgen bei<br />

uns sämtliche Prozessschritte inhouse“,<br />

so Blankenburg. „Das gewährleistet<br />

eine hohe Druckqualität<br />

und damit letztendlich eine identitätsstarke<br />

Umsetzung der Markenbotschaft.“<br />

Limitierte Sonderedition<br />

Gedruckt im Flexovordruck im<br />

60er Raster mit fünf wasserbasierten<br />

Farben plus Lackveredelung besticht<br />

die Transport- und Verkaufsverpackung<br />

der limitierten Sonderedition<br />

mit hoher Farbbrillanz und<br />

intensiver Leuchtkraft. Glanzlichter<br />

setzen wirkungsvolle Akzente im<br />

funkelnden Himmelszelt. Das fotorealistische<br />

Druckbild der edlen<br />

Flasche besticht durch sanfte Verläufe<br />

und feine Detailabbildungen.<br />

Der Glamour und unkonventionelle<br />

Sektgenuss, für den die Marke Henkell<br />

weltweit steht, findet hier seine<br />

Photos: DS SMITH<br />

Für höchste<br />

Aufmerksamkeit am<br />

Sektregal und strahlende Absatzzahlen<br />

am Point of Sale sorgte diese Transport-<br />

und Verkaufsverpackung für die<br />

limitierte Sternenedition von Henkell<br />

beeindruckende Visualisierung: für<br />

höchste Aufmerksamkeit am Sektregal<br />

und strahlende Absatzzahlen am<br />

Point of Sale.<br />

Mehr unter:<br />

www.dssmith-packaging.at<br />

Produkt- und<br />

Verpackungskennzeichnung<br />

Produktionsprozesse<br />

jetzt automatisieren<br />

Klare Vorteile durch<br />

Vernetzung<br />

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Bluhm Systeme GmbH . A-4690 Schwanenstadt . www.bluhmsysteme.at . info@bluhmsysteme.at . Tel.: +43(0)7673/4972<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

39


INNERBETRIEBLICHE LOGISTIK<br />

Mit SALLY Kurier von Station zu Station<br />

DS AUTOMOTION stellte den SALLY Kurier während der med.Logistica,<br />

vor. Dabei handelt es sich um eine neuartige Lösung für den schnellen,<br />

sicheren und lückenlos dokumentierten Transport kleinerer Warensendungen<br />

innerhalb medizinischer Einrichtungen. Er ist die Antwort auf die Herausforderungen<br />

durch Personal- und Ressourcenmangel, mit dem sich Betreiber konfrontiert<br />

sehen. Zentrales Element ist das fahrerlose Kleinlasten-Transportfahrzeug<br />

SALLY mit individuell konfigurierbarem Schrankaufbau. Das modulare<br />

Komplettpaket enthält alles, was für den einfachen Aufbau und Betrieb eines<br />

automatisierten, flexiblen und rund um die Uhr verfügbaren Hol- und Bringdienstes<br />

erforderlich ist. Die umfassende AWT-Lösung entlastet das Krankenhauspersonal<br />

von Botendiensten und spielt es für wichtigere Aufgaben frei.<br />

Nicht alles, was in einem Krankenhaus<br />

von einer Station zu<br />

einer anderen muss, lässt sich<br />

digitalisieren und elektronisch versenden.<br />

Von Laborproben und Medikamenten<br />

über Instrumente und Kleingeräte<br />

bis zu vertraulichen Dokumenten gibt<br />

es Gegenstände, die physikalisch transportiert<br />

werden müssen. Deshalb erfolgen<br />

die internen Transporte kleinerer<br />

Warensendungen in Krankenhäusern,<br />

aber auch in größeren Wirtschaftsunternehmen,<br />

noch immer in Form von Botengängen.<br />

kleinerer Sendungen zwischen den<br />

Stationen eines Krankenhauses. Der<br />

mobile Roboter SALLY ist in seiner ursprünglichen<br />

Form für kleinere Lasten<br />

bis rund 100 kg ausgelegt. Er besteht<br />

aus dem Basisfahrzeug, das sich durch<br />

aufgabenspezifische Aufbauten flexibel<br />

an unterschiedliche Transportaufgaben<br />

anpassen lässt. So erledigen z. B. insgesamt<br />

22 SALLYs gemeinsam mit vier<br />

fahrerlosen Gabelstaplern von DS AU-<br />

TOMOTION das Sterilguthandling in<br />

zwei dänischen Krankenhäusern.<br />

SALLY Kurier holt’s,<br />

SALLY Kurier bringt’s<br />

„Mit dem SALLY Kurier entwickelte<br />

DS AUTOMOTION eine neuartige<br />

Lösung für den schnellen, sicheren und<br />

dokumentierten Transport kleinerer Warensendungen<br />

innerhalb medizinischer<br />

Einrichtungen“, sagt Eva Hertel Murga,<br />

Produktmanagerin bei der DS AUTO-<br />

MOTION GmbH. „Modular aufgebaut,<br />

einfach zu implementieren und ohne<br />

großen Schulungsaufwand zu benutzen,<br />

ist die umfassende AWT-Lösung weit<br />

mehr als eine bloße Produktinnovation.“<br />

Hol- und Bringdienste im Dilemma<br />

In vielen Gesundheitseinrichtungen<br />

existiert zu diesem Zweck ein eigener<br />

Hol- und Bringdienst. Dessen Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter können vom<br />

Stationspersonal angefordert werden,<br />

um Sendungen von A nach B zu befördern.<br />

Allerdings wird es für Personalverantwortliche<br />

in vielen Spitälern zunehmend<br />

schwerer, für diese Aufgaben<br />

genügend Personal zu rekrutieren.<br />

Zuverlässig<br />

Einerseits ist keine besondere Qualifikation<br />

erforderlich und die Arbeit wenig<br />

abwechslungsreich, andererseits müssen<br />

diese Transporte schnell und mit<br />

hoher Zuverlässigkeit abgewickelt werden.<br />

Das Beherrschen der jeweiligen<br />

Landessprache ist wichtig, um Aufträge<br />

zuverlässig korrekt zu verstehen. Dazu<br />

kommt im Interesse des Datenschutzes<br />

die Verpflichtung zur Verschwiegenheit.<br />

Auch zur Erfüllung der bürokratischen<br />

Nachweispflichten durch Quittierung<br />

von Abholung und Zustellung eignen<br />

sich nicht alle Bewerberinnen und Bewerber.<br />

Hat aber jemand die volle Eignung,<br />

wäre es angesichts des Mangels<br />

an Pflegekräften oft wünschenswert, die<br />

Person an anderer Stelle einzusetzen.<br />

Krankenhäuser suchen daher bereits seit<br />

einiger Zeit nach effizienten Lösungen,<br />

den Warentransport zu automatisieren.<br />

40 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

Die zentrale Leitsteuerung DS NAVIOS erledigt Verkehrssteuerung und Transportdatenauswertung.<br />

Zudem erledigt es die Auftragsabwicklung und -optimierung.<br />

Innerhalb eines Systems lassen sich auch mehrere SALLY Kurier in<br />

einem Verbund betreiben. Ebenso ist die Integration in eine bereits<br />

bestehende AWT-Anlage einfach möglich.<br />

Rohrpostanlagen<br />

Rohrpostanlagen eignen sich nicht für<br />

alle Transporte. Viele Sendungen sind<br />

zu groß oder zu empfindlich für den<br />

Versand in Rohrpost-Büchsen. Ist nur<br />

eine davon undicht, sodass ihr Inhalt<br />

innerhalb des Systems ausläuft, gefährdet<br />

das die Hygiene im ganzen Haus.<br />

Zudem erfordern Rohrpostsysteme<br />

große Investitionen, verursachen hohe<br />

Kosten für Betrieb und Instandhaltung<br />

und lassen sich bei Umbauten nur mit<br />

enormem Aufwand anpassen.<br />

Müllentsorgung<br />

Im automatisierten Warentransport<br />

(AWT) erledigen fahrerlose Transportsysteme<br />

des österreichischen Herstellers<br />

DS AUTOMOTION GmbH Transportaufgaben<br />

in Spitälern. In ihren traditionellen<br />

Einsatzgebieten – dem Speisen-<br />

und Wäschetransport sowie der<br />

Müllentsorgung – entlasten sie bereits<br />

seit vielen Jahren das Personal von einfachen,<br />

aber körperlich anstrengenden<br />

Tätigkeiten.<br />

Kleinere Sendungen<br />

Die Entwicklung kompakter Kleinlasten-Fahrzeuge<br />

wie der modularen<br />

Mobilroboter-Plattform SALLY ermöglicht<br />

seit einiger Zeit auch den AWT<br />

Datenschutz<br />

Das beginnt mit dem anwendungsspezifisch<br />

gestalteten Lastaufnahmemittel.<br />

Ausgeführt als geschlossener, leicht zu<br />

reinigender Schrank, enthält er modulare<br />

Fächer und Schubladen. Deren Anordnung<br />

und Aufteilung können Kunden<br />

bei der Bestellung wählen. Sie sind<br />

einzeln verschließbar, zum Öffnen ist<br />

eine Codeeingabe (Barcode) erforderlich.<br />

Das ermöglicht das Verfolgen des<br />

Warenweges von der aufgebenden bis<br />

zur empfangenden Person. „Zusätzlich<br />

verhindert es datenschutzrechtlich bedenkliche<br />

Einblicke“, ergänzt Eva Hertel.<br />

„Besonders heikel sind beispielsweise<br />

individuelle Medikamentenpakete<br />

für einzelne Patienten.“ Zusätzlich lässt<br />

sich durch Einscannen des Barcodes am<br />

Transportgut eine laufende Transportinventur<br />

führen. Ein eingebauter Wiegesensor<br />

schützt vor Überschreitungen<br />

des zulässigen Ladungsgewichtes von<br />

ca. 50 kg.<br />

Rufknopf<br />

Über einen einfachen Rufknopf am<br />

Stationsstützpunkt kann das Personal einen<br />

SALLY Kurier anfordern. Nach Beladung<br />

erfolgt die Eingabe der Ziele für<br />

die eingelegten Gegenstände an einem<br />

intuitiv zu bedienenden Touchscreen-<br />

Panel direkt am Fahrzeug. Sind noch<br />

Fächer leer, kann der SALLY Kurier


Eva Hertel Murga, Produktmanagerin, DS AUTOMOTION GmbH:<br />

„Modular aufgebaut, einfach zu implementieren und ohne großen Schulungsaufwand zu benutzen,<br />

ist die umfassende AWT-Lösung SALLY Kurier weit mehr als eine bloße Produktinnovation.“<br />

unterwegs weitere Fracht aufnehmen.<br />

Das ermöglicht verkettete Transporte<br />

entlang der Gesamtstrecke, die für eine<br />

gleichmäßig hohe Auslastung sorgen<br />

und die Wartezeit verringern. Durch Anbindung<br />

an das hausinterne Mail-System<br />

versendet die Software automatisch<br />

Lieferavisos.<br />

Sichere und flexible Navigation<br />

Zum Navigieren nutzt SALLY die<br />

Technologie SLAM (Simultaneous Localization<br />

and Mapping) dazu, anhand<br />

feststehender Merkmale ihrer Fahrumgebung<br />

ihre Bahn zu überprüfen.<br />

Deshalb benötigt sie für die Navigation<br />

keine Spurführung oder künstliche<br />

Landmarken. Das sorgt für einen geringen<br />

Installationsaufwand und erleichtert<br />

das spätere Hinzufügen zusätzlicher<br />

Stationen. Da sich der SALLY Kurier<br />

in öffentlich zugänglichen Bereichen<br />

bewegt und Gänge mit Menschen, anderen<br />

AWT-Fahrzeugen und geschobenen<br />

Betten teilt, ist die Sicherheit ein besonders<br />

wichtiges Thema. Die Sicherheitseinrichtungen<br />

für Kollisionsvermeidung<br />

und Personenschutz von SALLY sind<br />

von allen anderen fahrerlosen Transportfahrzeugen<br />

von DS AUTOMOTI-<br />

ON bekannt, sorgfältig getestet und tausendfach<br />

bewährt. Der SALLY Kurier<br />

ist darüber hinaus mit zwei vorragenden<br />

Sicherheitsleisten und zwei zusätzlichen<br />

3D-Kameras ausgestattet. Zudem verfügt<br />

er über taktile Bodenscanner als<br />

Absturzsicherung.<br />

Hindernissen ausweichen<br />

Der SALLY Kurier kann über das<br />

Leitsteuerungssystem DS NAVIOS<br />

Türen und Tore öffnen sowie Aufzüge<br />

anfordern und gleichzeitig mit Personen<br />

nutzen. Zudem kann das smarte AWT-<br />

Fahrzeug von DS AUTOMOTION unerwartet<br />

auftretenden Hindernissen ausweichen.<br />

„Wenn Reinigungswagen oder<br />

Personen auf dem Gang stehen, genügt<br />

es nicht, davor anzuhalten“, erklärt Eva<br />

Hertel und stellt eine wesentliche Innovation<br />

vor. „Der SALLY Kurier kann<br />

Hindernisse umfahren und dadurch ungeplante<br />

Stillstände vermeiden.“<br />

Flexibler 24/7-Einsatz<br />

Der SALLY Kurier ist für den problemlosen<br />

Einsatz rund um die Uhr<br />

mit geringstem Wartungsaufwand ausgelegt.<br />

Bei Bedarf fährt das kompakte<br />

AWT-Fahrzeug selbsttätig die Ladestation<br />

an. Da die Intelligenz in der zentralen<br />

Leitsteuerung DS NAVIOS liegt,<br />

lassen sich innerhalb eines Systems<br />

auch mehrere SALLY Kurier in einem<br />

Verbund betreiben. Dank der jahrelangen<br />

Expertise von DS AUTOMOTION<br />

in Sachen großvolumiger Anlagen ist<br />

die Integration in eine bereits bestehende<br />

AWT-Anlage einfach möglich.<br />

Kompaktes Paket,<br />

einfache Implementierung<br />

DS NAVIOS erledigt nicht nur die<br />

Verkehrssteuerung mit Vorfahrtsregelung<br />

und Deadlock-Erkennung sowie<br />

die Transportdatenauswertung, sondern<br />

ermöglicht die zentrale Überwachung<br />

der gesamten Flotte sowie<br />

Diagnose und Fernwartung. Zudem<br />

erledigt es die Auftragsabwicklung und<br />

-optimierung.<br />

Schulung<br />

„AWTs wurden bisher meist nach<br />

gründlicher Analyse in Form kundenspezifischer<br />

Großanlagen implementiert“,<br />

weiß Eva Hertel. „Um Betreibern<br />

von Krankenhäusern die Einführung<br />

zu erleichtern, bieten wir den SALLY<br />

Kurier als startbereites Basispaket mit<br />

Optionen an.“ Dieses enthält alles, was<br />

zum Aufbau einer Strecke mit zwei<br />

Stationen erforderlich ist. Dazu gehört<br />

neben einem Fahrzeug und einer Ladestation<br />

die Leitsteuerung DS NAVIOS.<br />

Auch Inbetriebnahme, Dokumentation<br />

und Schulung sind inbegriffen. Als Optionen<br />

stehen neben weiteren Fahrzeugen<br />

und Ladestationen auch Streckenerweiterungen<br />

sowie Servicepakete,<br />

Finanzierungsangebote und weitere<br />

Schnittstellen zur modularen Anlagenerweiterung<br />

bereit.<br />

Mehr unter:<br />

www.ds-automotion.com<br />

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www.marzek-group.com +43 2252 90500<br />

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WIRTSCHAFT<br />

Die natürliche Wahl. Nachhaltig 3<br />

Die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton sind<br />

wirtschaftlich erfolgreich, produzieren ökologisch nachhaltig und bieten<br />

attraktive, zukunftsträchtige Arbeitsplätze. Vor einigen Tagen präsentierte die<br />

Branche die Wirtschaftsdaten 2018 und ihre Nachhaltigkeits-Charta.<br />

PROPAK zieht erfolgreich Bilanz.<br />

Rund 100 Unternehmen<br />

mit knapp 9.200 Mitarbeitern<br />

veredelten im Geschäftsjahr 2018 in<br />

Österreich 1,2 Millionen Tonnen Papier<br />

und Karton zu hochwertigen Produkten<br />

und Verpackungen mit einem Wert<br />

von 2,4 Milliarden Euro – gegenüber<br />

dem Jahr 2017 ist das ein Plus von 3,3<br />

Prozent ﴾in Tonnen) und wertmäßig<br />

ein Zuwachs von +3,6 Prozent. „Die<br />

Exportquote der PROPAK liegt bei 74<br />

Prozent und ist damit die tragende Säule<br />

des Wachstums unserer Branche“,<br />

sagt PROPAK-Obmann Georg Dieter<br />

Fischer. Die Leistungskraft der PRO-<br />

PAK manifestiert sich aber auch in einer<br />

starken Vernetzung mit Lieferanten<br />

und Kunden. „Jeder Euro an PROPAK-<br />

Wertschöpfung generiert in Summe<br />

2,76 Euro Gesamtwertschöpfung, jeder<br />

PROPAK-Arbeitsplatz 3,57 Beschäftigungsverhältnisse<br />

in Österreichs Wirtschaft“,<br />

so Obmann Fischer.<br />

Ökologie<br />

Neben der wirtschaftlichen Bedeutung<br />

punkten PROPAK-Unternehmen<br />

mit ihren Produkten besonders aus<br />

ökologischer Sicht. Der Einsatz nachwachsenden,<br />

biologisch abbaubaren<br />

Rohmaterials, die breite Verwendung<br />

von Recyclingmaterial und die emissionsarme<br />

Produktion machen PROPAK<br />

zur Kreislaufindustrie par excellence.<br />

So beträgt etwa die Recyclingquote von<br />

Verpackungen aus Papier und Karton in<br />

Österreich knapp 90 Prozent und liegt<br />

damit schon heute klar über dem EU-<br />

Ziel von 75 Prozent für das Jahr 2025.<br />

Ein weiterer Grund, der für nachhaltige<br />

Produkte aus Papier und Karton spricht:<br />

Papierfasern sind wertvoller Sekundärrohstoff<br />

und können heute mehr als 25<br />

Mag. Marko Schuster, Mag. Martina Hörmer,<br />

KR Georg Dieter Fischer und Dr. Andreas Blaschke<br />

Mal rezykliert werden! „Das ist Mehrweg<br />

auf Materialebene“, so Obmann<br />

Georg Dieter Fischer.<br />

PROPAK Nachhaltigkeits-Charta<br />

„Wir haben geschlossene Kreisläufe:<br />

Produkte aus Papier, Wellpappe und<br />

Karton sind kein Faktor beim Thema<br />

Marine-Littering“, sagt Fischer. PRO-<br />

PAK steht für Produkte, die umweltrelevante<br />

Herausforderungen lösen. „Unsere<br />

Nachhaltigkeits-Charta dokumentiert<br />

unser Kommitment für Umwelt,<br />

Mitarbeiter und Standort. Die PRO-<br />

PAK Branche agiert nachhaltig hoch<br />

drei!“ PROPAK-Produkte umfassen<br />

praktisch alle Bereiche des täglichen<br />

Lebens: Verpackungen aus Wellpappe<br />

und Faltschachteln aus Karton, Getränkeverpackungen<br />

und flexible Verpackungen,<br />

Papierwaren für Hygiene<br />

und Haushalt (﴾Taschentücher, Servietten,<br />

Toilettenpapier, Becher)﴿, Büround<br />

Organisationsmittel sowie Bücher,<br />

Etiketten, Spielkarten, Tipping Paper,<br />

Rollen/Hülsen und vieles mehr.<br />

Natürlich Karton<br />

Dass insbesondere die Nachhaltigkeit<br />

der Verpackung für den Kauf eines Produktes<br />

entscheidend ist, bestätigt eine<br />

von Pro Carton Ende 2018 durchgeführte<br />

Konsumentenbefragung in den<br />

sieben größten Ländern Europas: Drei<br />

Viertel aller Konsumenten greifen zu<br />

jenen Produkten, die ökologisch verpackt<br />

sind. „Gefragt sind heute neue<br />

Verpackungen, die etwa Lebensmitteln<br />

Schutz und Stabilität bieten und sich<br />

zugleich einwandfrei recyceln lassen,“<br />

berichtet Andreas Blaschke, Obmann-<br />

Stellvertreter PROPAK und Vorstand<br />

Mayr-Melnhof Packaging International.<br />

Green Packaging<br />

Eine starke Marke, die seit vielen<br />

Jahren Verpackungen schrittweise auf<br />

nachhaltigere Alternativen umstellt, ist<br />

Ja! Natürlich. Geschäftsführerin Martina<br />

Hörmer bestätigt: „Die Verbraucher-<br />

einstellung gegenüber Nachhaltigkeit<br />

im Lebensmittelhandel hat sich in denvergangenen<br />

Jahren deutlich verändert<br />

und die Verpackung ist derzeit im Fokus<br />

unserer Kunden. An uns als Bio-Marke,<br />

die Verantwortung für Tier, Mensch und<br />

Umwelt übernimmt, sind die diesbezüglichen<br />

Konsumenten-Erwartungen<br />

besonders hoch. Daher arbeiten wir<br />

bereits seit 2011 an Green Packaging<br />

Lösungen und haben uns beispielsweise<br />

für den Bereich Obst und Gemüse<br />

das ambitionierte Ziel gesetzt, uns bis<br />

zum Ende des Jahres von zuletzt mehr<br />

als 75 Prozent auf 100 Prozent lose<br />

oder umweltfreundlicher verpackte<br />

Produkte zu steigern. Und auch in anderen<br />

Produktkategorien bringen wir<br />

laufend Verpackungsalternativen: so<br />

haben wir kürzlich die Ja! Natürlich-<br />

Käseverpackung in der Feinkost auf<br />

Papiertassen umgestellt. Damit konnte<br />

der CO2-Fussabdruck im Vergleich zur<br />

bisher verwendeten Plastiktasse um<br />

rund zwei Drittel reduziert werden. Für<br />

das naturbraune Papier wird heimisches<br />

Holz verwendet und auch die Fertigung<br />

der Verpackung erfolgt zur Gänze in<br />

Österreich. So können Transportwege<br />

minimal und die Wertschöpfung in Österreich<br />

gehalten werden.“<br />

Die PROPAK Nachhaltigkeits-Charta<br />

können Sie unter www.propak.at<br />

herunterladen.<br />

TIPP: PROPAK TRENDTAG 20<strong>19</strong><br />

Am 6. November 20<strong>19</strong> lädt<br />

PROPAK Obmann Georg Dieter<br />

Fischer zum PROPAK Trendtag,<br />

dem jährlichen Branchentreff.<br />

Dieser steht heuer ganz im Zeichen<br />

der Nachhaltigkeit. Der Titel lautet:<br />

‚Nachhaltig hoch 3 – Erfolgreich<br />

in der Kreislaufwirtschaft’. Das<br />

Programm umfasst spannende<br />

Keynotes, interessante Case<br />

Studies und eine kontroversielle<br />

Podiumsrunde mit Vertretern aus<br />

Wirtschaft und Gesellschaft.<br />

42 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


Schalen, Tassen und ...<br />

Trays für Obst und Gemüse<br />

NACHHALTIGE ALTERNATIVE<br />

Egal ob Kern-, Stein- oder Beerenobst, Gemüse oder Kräuter – die Offsetdruckerei<br />

Schwarzach bietet ein umfassendes Sortiment an Schalen, Tassen<br />

und Trays aus Karton, maßgeschneidert für den jeweiligen Einsatzzweck. Die<br />

Lösungen können in vielen Bereichen Schalen aus Kunststoff substituieren<br />

und sind daher eine nachhaltige Alternative.<br />

Die Offsetdruckerei bietet eine<br />

Fülle an zertifizierten Materialien<br />

und klimaneutralen<br />

Druck nach ClimatePartner an. Die<br />

Schalen, Tassen und Trays sind leicht,<br />

trotzdem stabil, stapelbar, umweltfreundlich<br />

und recyclefähig oder gar<br />

kompostierbar.<br />

Hohe Druckqualität<br />

Durch die hohe Druckqualität eignen<br />

sich Schalen und Trays auch bestens als<br />

Kommunikationsinstrument mit dem<br />

Endverbraucher und sind dennoch eine<br />

kostengünstige Verkaufsverpackung.<br />

FastFood<br />

Auch für die unterschiedlichsten Speisen<br />

im Fast Food-Bereich bietet die<br />

Offsetdruckerei Schwarzach passende<br />

Lösungen: Burger-Boxen, Schalen für<br />

Pommes Frites, Taccos und Ähnliches.<br />

Selbst ofenfeste, beschichtete Backschalen<br />

befinden sich im Sortiment.<br />

Offsetdruckerei Schwarzach<br />

Die Offsetdruckerei Schwarzach ist<br />

ein Traditionsunternehmen mit über<br />

100-jähriger Firmengeschichte. Bereits<br />

vor mehr als 50 Jahren hat man sich<br />

auf das Konstruieren, Drucken, Stanzen<br />

und Veredeln von Faltschachteln für die<br />

Konsum- und Luxusgüterindustrie spezialisiert.<br />

Der hochmodern ausgestattete<br />

Betrieb in Schwarzach im Vorarlberger<br />

Rheintal zählt rund 370 Beschäftigte,<br />

die sich um den täglichen Packaging-<br />

Workflow kümmern. Die Offsetdruckerei<br />

Schwarzach ist nach höchsten<br />

Standards in den Bereichen Qualität und<br />

Ökologie zertifiziert.<br />

Einige Beispiele - mehr unter:<br />

www.offset.at<br />

Fotos: Offsetdruckerei Schwarzach<br />

Ob Figurenaufsteller, Promotion- oder Sonderverpackungen,<br />

die MVG betreut Sie persönlich und individuell auf der Suche<br />

nach kreativen Lösungen bei jeder noch so anspruchsvollen<br />

Aufgabenstellung.<br />

Auch für Kleinstauflagen setzen unsere 30 erfahrenen<br />

MitarbeiterInnen innovative Materialien und modernste<br />

Technologie – wie unsere Digitaldruckanlage und<br />

Hochleistungsplotter – für Sie ein.<br />

Hochwertige Aufsteller und Verpackungen<br />

• Pultaufsteller und Displays<br />

• Palettenummantelungen<br />

• Dispenser<br />

• Verkaufsaufsteller<br />

• Wobbler und Crowner<br />

• Deckenhänger<br />

• Figuren in Lebensgröße<br />

• Tragekoffer<br />

• individuelle<br />

Verpackungen<br />

Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. T 02230/24300 · office@mvg.co.at · www.mvg.co.at<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

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KENNZEICHNUNG<br />

CHEP Österreich automatisiert<br />

CHEP Österreich baut sein Service Center am Wirtschaftsstandort Wien mit<br />

hochmodernster Technologie aus. Der Marktführer im Palettenpooling investierte<br />

im einstelligen Millionenbereich in die Automatisierung der Paletteninspektion<br />

und -reparatur, um die Leistungsfähigkeit seines Service Centers<br />

in Hof am Leithaberge zu erhöhen. Anfang 20<strong>19</strong> war der Startschuss für den<br />

vollautomatisierten Betrieb. Durch den Einsatz von Robotik will CHEP zum<br />

einen konsistent höchste Standards bei Leistung und Compliance sicherstellen.<br />

Zum anderen war eine Prozessoptimierung notwendig, um der kontinuierlich<br />

wachsenden Nachfrage nach den nachhaltigen, blauen Ladungsträgern zu<br />

begegnen.<br />

Seit 2010 beliefert CHEP von<br />

Hof am Leithaberge aus den<br />

österreichischen Markt geregelt<br />

mit Paletten, allen voran die Region<br />

Wien, Graz und Salzburg. Mit<br />

der Paletten Logistik Winter GmbH<br />

als verlässlichen und erfahrenen<br />

Partner ist selbst in Konjunkturhochs<br />

die konstante Palettenverfügbarkeit<br />

garantiert: Millionen Paletten<br />

werden jährlich nach dem Prinzip<br />

„Share and Reuse“ nach jedem<br />

Lieferzyklus standardmäßig kontrolliert<br />

und falls nötig repariert, bevor<br />

sie erneut an den Einzelhandel und<br />

die Konsumgüterindustrie geliefert<br />

werden. Je nach Bedarf stellt CHEP<br />

Österreich seinen Kunden einen<br />

Plattform-Mix aus Euro-, Industrie-,<br />

Halb- und Viertelpaletten sowie<br />

Kunststoffpaletten und den rollbaren<br />

Display-Ladungsträger Dolly bereit.<br />

Vollautomatisiert<br />

Im vollautomatisierten Betrieb<br />

werden die CHEP Paletten routinemäßig<br />

auf Mängel, Beschädigungen<br />

oder Verunreinigungen inspiziert.<br />

Auf diese Weise lässt sich<br />

die konstant wachsende Nachfrage<br />

nach den blauen Ladungsträgern<br />

im zweistelligen Bereich bewältigen.<br />

Mitarbeitern des Service Centers<br />

bietet das neue Arbeitsumfeld<br />

einen höheren Komfort in Punkto<br />

Ergonomie, indem Robotereinheiten<br />

Arbeitsschritte wie die Reparatur defekter<br />

Paletten übernehmen.<br />

Industrie 4.0: für<br />

die Zukunft gerüstet<br />

Im Einzelnen umfasst die neu installierte<br />

automatisierte Anlage in<br />

Hof am Leithaberge folgende Technik:<br />

r Multifunktionale vollautomatische<br />

Inspektions- und Reparaturanlage<br />

zum automatischen Entstapeln,<br />

Transportieren, Wenden und Stapeln<br />

von Paletten<br />

r Ein neues Lasersystem (Automatic<br />

Digital Inspection, ADI), das<br />

einzelne Paletten auf Beschädigungen<br />

prüft und ggf. zur Reparatur<br />

schickt<br />

r Automatische Lackier- und<br />

Schablonenprozesse mittels Bürstenlackierkabinen<br />

und Inkjet-Systemen<br />

r Neue Rollennagler-Technologie,<br />

die sicherstellt, dass keine Nägel<br />

über das obere Brett der Paletten<br />

rausstehen<br />

r Ein Feuchtigkeitsmessgerät, das<br />

den Feuchtigkeitsgehalt der Paletten<br />

überwacht und das obere Deck sowie<br />

den Boden der Paletten sondiert.<br />

Überschreitet der Feuchtigkeitsgehalt<br />

einen bestimmten Wert, wird<br />

die Palette aus der Produktion aussortiert<br />

Konstante Palettenverfügbarkeit<br />

„Mit der Automatisierung machen<br />

wir unser Service Center zukunftsfähig<br />

und stärken zugleich die Region.<br />

Seit mehreren Jahren vermerken wir<br />

ein steigendes Interesse an unserem<br />

breiten, im Poolingmodell angebotenen<br />

Palettenmix. Selbst in wirtschaftlichen<br />

Spitzenzeiten können<br />

wir jetzt eine konstante Palettenverfügbarkeit<br />

sicherstellen – und dies<br />

bei gleichbleibend hoher Qualität.<br />

Von dieser hohen Flexibilität profitieren<br />

am meisten unsere Kunden.<br />

Immer mehr Kunden realisieren<br />

wirtschaftliche Einsparpotenziale<br />

durch Pooling. Dieses ermöglicht es<br />

ihnen, sich anstatt des Palettenmanagements<br />

ganz auf ihre Kernaufgaben<br />

zu konzentrieren. Zugleich<br />

werden versteckte Kosten beseitigt“,<br />

erklärt Wim Hermans, Country Manager<br />

Austria von CHEP.<br />

Im Zeichen von Industrie 4.0 automatisiert<br />

CHEP seine Service Center<br />

in Deutschland, Österreich und<br />

der Schweiz. Den Auftakt bildete<br />

das Service Center Neu Wulmstorf<br />

bei Hamburg, das im September<br />

2018 vollautomatisiert seinen Betrieb<br />

aufnahm.<br />

Paletten Logistik Winter GmbH<br />

Die Gründung der Paletten Logistik<br />

Winter GmbH, die das größte<br />

österreichische Depot von CHEP ist,<br />

geht auf das Jahr 2010 zurück. Im<br />

Zuge dieser Zusammenarbeit führt<br />

Paletten Logistik Winter die Rückholung,<br />

Reparatur und Auslieferung<br />

der CHEP-Paletten aus.<br />

Eco Vadis Gold<br />

CHEP Europe wurde für seine<br />

Nachhaltigkeitsleistungen von der<br />

unabhängigen Ratingagentur Eco-<br />

Vadis erneut mit der höchstmöglichen<br />

Auszeichnung, dem EcoVadis<br />

Gold Status, ausgezeichnet. Mit<br />

dieser Klassifizierung ist CHEP<br />

das einzige Supply-Chain-Unternehmen,<br />

das diese Top-Bewertung<br />

bereits zum vierten Jahr in Folge<br />

erhält.<br />

Mehr unter: www.chep.com oder<br />

unter www.euro-paletten.at/de/<br />

logistik-winter<br />

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MESSE<br />

40 Jahre FachPack<br />

Die FachPack wird 40! Ein Jubiläum ist ein guter Anlass, einen Blick zurückzuwerfen.<br />

Als regionale Fachausstellung für Verpackung startete sie <strong>19</strong>79 mit<br />

88 Ausstellern und rund 2.000 Besuchern in Nürnberg. Wenn sie vom 24. bis 26.<br />

September 20<strong>19</strong> ihre Tore öffnet, erwarten rund 1.600 Aussteller an ihren Messeständen<br />

etwa 45.000 Fachbesucher. Als Fachmesse für Verpackungen, Prozesse<br />

und Technik ist sie heute der Treffpunkt der europäischen Verpackungswirtschaft.<br />

Alles begann <strong>19</strong>78 mit einer<br />

Idee des damaligen<br />

Messedirektors Dr. Hartwig<br />

Hauck und dem Marketingleiter<br />

Walter Hufnagel. Diese stellten fest,<br />

dass es vermehrt Einzelanfragen<br />

von Vertretern der Verpackungsbranche<br />

gab, die das neue und moderne<br />

Nürnberger Messegelände<br />

für Hausmessen mieteten. Darunter<br />

das Verpackungskontor König, die<br />

heutige Weltfirma Illig sowie der<br />

Handelsvertreter Gert Erhardt. Nach<br />

Gesprächen mit Branchenkennern<br />

und Marktrecherchen wurde der<br />

Eindruck bestätigt, dass es Bedarf an<br />

einer Verpackungsausstellung gab.<br />

Ein Messekonzept wurde entwickelt<br />

und ein Anschreiben an potenzielle<br />

Aussteller formuliert – da die Zeit<br />

drängte, wurde eine Einkehr auf der<br />

Wies´n am Rande eines geschäftlichen<br />

Termins in München dafür<br />

genutzt. „<strong>19</strong>79 wurden lediglich 100<br />

Postkarten zur Ausstellerakquise<br />

verschickt. Und bei der Messepremiere<br />

einige Monate später waren<br />

88 Aussteller dabei,“ erklärt CEO<br />

Peter Ottmann, der zusammen mit<br />

CEO Dr. Roland Fleck der NürnbergMesse<br />

vorsteht.<br />

Was Kunden schätzen<br />

Seitdem entwickelt sich die Fach-<br />

Pack bestens. <strong>19</strong>95 beteiligten sich<br />

erstmals über 400 Aussteller, 20<strong>03</strong><br />

konnte die 1000er Ausstellermarke<br />

geknackt werden, 2015 verbuchten<br />

die Veranstalter zum ersten Mal über<br />

40.000 Fachbesucher. Und 2018<br />

kamen 38 Prozent der FachPack-<br />

Aussteller und 25 Prozent der Fachbesucher<br />

aus dem überwiegend europäischen<br />

Ausland. Was macht die<br />

Attraktivität der FachPack aus? „Die<br />

FachPack ist schon immer eine Messe<br />

für Macher. Vor allem drei Dinge<br />

sind es, die Aussteller und Besucher<br />

an der FachPack heute ganz besonders<br />

schätzen“, weiß Cornelia Fehlner,<br />

die seit 2017 Leiterin der Fach-<br />

Pack ist, und fährt fort: „Ihre Dauer,<br />

immer drei knackige Tage; das nahezu<br />

komplette Angebot entlang der<br />

Foto: Nuernberg Messe<br />

Prozesskette Verpackung – von den<br />

Maschinen und der Logistik über<br />

die Packstoffe und Packhilfsmittel<br />

bis hin zu Druck und Veredelung;<br />

sowie das attraktive Rahmenprogramm<br />

mit den beliebten Vortragsforen<br />

PackBox und TechBox, den<br />

trendigen Sonderschauen und Preisverleihungen.“<br />

Das Erfolgsgeheimnis<br />

Retrospektiv nach dem Erfolgsgeheimnis<br />

der FachPack gefragt, antwortet<br />

Ottmann: „Wir haben den<br />

Markt immer intensiv beobachtet<br />

und reagieren zeitnah auf Entwicklungen.“<br />

Beispiel Wellpappenindustrie.<br />

Sie suchte eine Heimat<br />

und fand sie in den 90er Jahren in<br />

Nürnberg – inklusive des beliebten<br />

Forums Wellpappe. Aber auch die<br />

flexiblen Verpackungen und die<br />

große Schar der Kennzeichnungsspezialisten<br />

zeigten im Laufe der<br />

Jahre immer stärker Flagge auf der<br />

FachPack. Mit dem Deutschen Verpackungsinstitut<br />

(dvi) zog Ende der<br />

90er Jahre zudem ein Partner mit<br />

seinem renommierten Verpackungspreis<br />

in die Messehallen. Schließlich<br />

ist Nürnberg – zentral in der Mitte<br />

Europas gelegen – auch zu einem<br />

Anlaufpunkt für die osteuropäische<br />

Branche geworden. Nach dem Fall<br />

der Mauer und des Eisernen Vorhangs<br />

war die Frankenmetropole<br />

verkehrstechnisch einfach gut<br />

zu erreichen. Heute kommt jeder<br />

vierte FachPack-Besucher aus dem<br />

Ausland, allen voran aus Österreich,<br />

Tschechien, Polen, Italien, der<br />

Schweiz, den Niederlanden, Frankreich,<br />

Slowenien, Großbritannien/<br />

Nordirland und Belgien.<br />

Aussteller der ersten Stunde<br />

Obwohl sich die FachPack im Laufe<br />

der Zeit stark verändert hat, größer<br />

und ihre Aussteller- und Besucherbeteiligung<br />

immer europäischer<br />

wurde, gibt es Unternehmen, die die<br />

Messe von Anfang an begleiten. 11<br />

sind es an der Zahl (von den damals<br />

88 Ausstellern), die sowohl bei der<br />

Erstveranstaltung <strong>19</strong>79 als auch im<br />

Jubiläumsjahr 20<strong>19</strong> mit dabei sind.<br />

Auf diese Aussteller ist Fehlner besonders<br />

stolz: „Es ist nicht selbstverständlich<br />

über 40 Jahre an jeder<br />

FachPack-Messe teilzunehmen und<br />

keine auszulassen. Für dieses außerordentliche<br />

Engagement möchten<br />

wir uns ganz besonders bedanken.“<br />

Zu den Ausstellern der ersten Stunde<br />

zählen Beck Packautomaten GmbH<br />

& Co. KG – Verpackungsmaschinen,<br />

Bluhm Systeme GmbH, Breitner<br />

Abfüllanlagen GmbH, Collischan<br />

GmbH & Co. KG, HADE Heinrich<br />

Dornseifer KG, Hugo Beck Maschinenbau<br />

GmbH & Co. KG, Illig<br />

Maschinenbau GmbH & Co. KG,<br />

Kartonveredlung Knapp GmbH,<br />

KOCH Pac-Systeme GmbH, Mezger<br />

Heftsysteme GmbH sowie MSK<br />

Verpackungs-Systeme GmbH.<br />

FachPack 20<strong>19</strong><br />

Dass Unternehmen möglichst keine<br />

FachPack verpassen möchten,<br />

liegt auch daran, dass Messen Märkte<br />

widerspiegeln und die Trends der<br />

Zukunft zeigen. So auch die Fach-<br />

Pack 20<strong>19</strong>, die unter ihrem Slogan<br />

„Morgen entsteht beim Machen“ in<br />

diesem Jahr das Leitthema „Umweltgerechtes<br />

Verpacken“ ausgerufen<br />

hat. Dies findet sich zum Beispiel<br />

in den Vortragsforen, Sonderschauen,<br />

Preisverleihungen und an<br />

zahlreichen Messeständen der Aussteller<br />

wieder. Die FachPack versteht<br />

sich als eine Plattform für Zukunftsthemen.<br />

Sie zeigt schon heute,<br />

dass die Verpackung von morgen<br />

zugleich im Dienst der Umwelt und<br />

der Verbraucher steht und dabei den<br />

gesamten Kreislauf im Blick hat.<br />

Foren<br />

„Die Ergänzung des beliebten<br />

Forums PackBox um das Forum<br />

TechBox im letzten Jahr ist auf sehr<br />

großes Interesse gestoßen und wurde<br />

von insgesamt 7.500 Teilnehmern<br />

begeistert angenommen. Deshalb<br />

werden auch in diesem Jahr wieder<br />

in beiden Foren renommierte Branchenexperten<br />

ihr Wissen zu den<br />

unterschiedlichsten Fachthemen teilen“,<br />

so Cornelia Fehlner, Leiterin<br />

der FachPack. Im Forum PackBox<br />

in Halle 7 finden Vorträge, Workshops<br />

und Diskussionen rund um die<br />

Themen Packmittel, Verpackungsdruck,<br />

-veredelung und -design statt.<br />

Das Forum TechBox greift hingegen<br />

die Bereiche Verpackungstechnologie<br />

und Logistik auf.<br />

Sonderschauen<br />

Auch außerhalb der beiden Fachforen<br />

sind spezielle Verpackungsthemen<br />

auf Sonderschauen in den Messehallen<br />

zu finden. In Halle 9 wird<br />

es erneut den beliebten Themenpark<br />

„Verpackung in der Medizintechnik,<br />

Pharmazie und Chemie“ geben. In<br />

Halle 8 präsentiert bayern design im<br />

Auftrag der NürnbergMesse die Sonderschau<br />

„Umweltgerechtes Verpacken<br />

im Premiumbereich“. Diese<br />

zeigt, wie Design in Konzeption<br />

und Realisierung unterschiedliche<br />

Herangehensweisen im Hinblick auf<br />

nachhaltige Verpackungsgestaltung<br />

ermöglicht. Die Themen des Marktplatzes<br />

„Smart packaging – printed<br />

Electronics and more“ in Halle 9<br />

sind spannend und aktuell. Nach der<br />

Premiere im letzten Jahr gibt es auch<br />

dieses Jahr wieder den Pavillon der<br />

Verbände in Halle 5.<br />

Mehr unter: www.fachpack.de<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

45


INTERNATIONAL<br />

Formschönes Leichtgewicht<br />

Die FRIES Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Sulz/Vorarlberg hat mit dem<br />

SLT Kanister eine innovative Verpackungslösung auf den Markt gebracht, der<br />

trotz geringerem Materialverbrauch eine noch nie da gewesene Stabilität aufweist.<br />

Es war eine knifflige Aufgabe,<br />

der sich die Techniker<br />

der FRIES Kunststofftechnik<br />

GmbH mit Sitz in Sulz/Vorarlberg<br />

(Österreich) stellten. Sie lautete:<br />

Wie kann es gelingen, die Kanister<br />

in Materialeinsatz und Gewicht<br />

abzuspecken, ohne dass dabei die<br />

Stabilität verloren geht.<br />

Stabil - leicht - tangential<br />

Die Antwort folgte in Form von<br />

drei Worten. Stabil – leicht – tangential,<br />

kurz SLT! Kombiniert mit<br />

Stapelnoppen gelang damit ein<br />

Meilenstein in der Produktentwicklung<br />

der FRIES Kunststofftechnik<br />

GmbH.<br />

X-Zulassung<br />

Die Techniker, die diesen Erfolg<br />

verbuchen können, setzten auf eine<br />

neuartige Konstruktion. Sie stellten<br />

Technik und Funktion in den Vordergrund.<br />

Damit gelang ihnen eine<br />

Materialeinsparung um 100 bis 200<br />

Gramm pro Kanister in allen sechs<br />

Größen. Die SLT Kanister sind mit<br />

nur 700 Gramm nicht schwerer als<br />

ein saftiges Dry Aged Porterhouse-<br />

Steak. Dank der Verwendung von<br />

hochwertigem Polyethylen können<br />

auch Stoffe mit hoher Gefahr transportiert<br />

werden. Die Überprüfung<br />

auf Dichtheit sowie die Vorgaben<br />

für den Transport wurden alle erfüllt.<br />

Der SLT Kanister bekommt<br />

mit der X-Zulassung eine sehr hohe<br />

UN Gefahrengut-Zulassung.<br />

Chic in Form und Design<br />

Auch optisch kann sich der Kanister<br />

sehen lassen. Formschöne Rundungen<br />

und Farben wie Blau und<br />

Natur lassen das Behältnis ansprechend<br />

aussehen. „Unsere Idee, die<br />

Ecken abzuflachen und tangential<br />

anzuordnen, geht konform mit dem<br />

Design“, erklärt Gerhard Marte,<br />

Geschäftsführer Technik und Betrieb<br />

bei FRIES Kunststofftechnik<br />

GmbH. Zusammen mit den ebenfalls<br />

optimierten Anti-Elefantenfüßen<br />

kommt der SLT-Kanister chic<br />

daher. Ein Tipp: Eine Kennzeichnung,<br />

zum Beispiel in Form eines<br />

gravierten Firmen-Logos, kann<br />

bereits während der Produktion erfolgen.<br />

Ökonomische und<br />

ökologische Vorteile<br />

Das Hightech-Familienunternehmen<br />

aus Vorarlberg hat sich auf<br />

Kunststofftechnik spezialisiert. Die<br />

Gewichtsreduktion, auch Lightweighting<br />

genannt, erfolgte sowohl<br />

aus ökonomischen Gründen als<br />

auch aus ökologischen. Schon die<br />

kleinste Verringerung der Plastikmenge<br />

kann die Umweltbelastung<br />

deutlich reduzieren. Das bedeutet<br />

nicht nur eine effizientere Nutzung<br />

von wertvollen Ressourcen, sondern<br />

auch einen geringeren CO2-<br />

Ausstoß je Kanister. Insgesamt gelang<br />

es der Verpackungsindustrie<br />

durch neue Ideen und innovative<br />

Lösungen das Verpackungsgewicht<br />

in den letzten zehn Jahren um 28<br />

Prozent zu senken.<br />

Stapelbar und platzsparend<br />

Der neue SLT Kanister ist außerdem<br />

stapelbar und platzsparend.<br />

„Die rechteckigen Stapelnocken<br />

oben am Kanister funktionieren<br />

beinahe wie eine Steckverbindung“,<br />

vergleicht Gerhard Marte<br />

und zeigt auf das die Vertiefung am<br />

Kanister-Boden. Besonders stolz<br />

ist der Technik-Chef jedoch auf<br />

den am stirnseitigen Kanisterrand<br />

platzierten Verschluss. „Selbst in<br />

schräger Position kann der Kanister<br />

vollständig entleert werden“,<br />

macht Marte vor und betont wiederum<br />

ökologische Vorteile, die sich<br />

daraus ergeben. „Das Recycling<br />

kann im regulären Kunststoffmüll<br />

erfolgen. Es bleibt nichts zurück,<br />

was als Sondermüll entsorgt werden<br />

müsste.“<br />

Weitere Neuerungen<br />

Ein weiterer Blick in die Produktliste<br />

der FRIES Kunststofftechnik<br />

GmbH eröffnet weitere<br />

Neuerungen wie etwa den 60-Liter<br />

1-Griff-Kanister, der ergonomisch<br />

bequem zu greifen ist. Er<br />

eignet sich durch weitreichende<br />

Gefahrgutzulassungen für den<br />

universellen Einsatz. Erhältlich<br />

mit Schraubkappe, Einfüllöffnung<br />

SK60x6 oder SK70x6 nach<br />

EN12712-2000, auf Wunsch auch<br />

mit Entgasungsventil. Das innovative<br />

Highlight des Hobbock 30<br />

Liter ist der Ablaufhahn. Auf einer<br />

neu entwickelten Fachstelle platziert,<br />

garantieren die ausziehbaren<br />

Ausgüsse und Kaltex-Gewinde<br />

eine völlige Dichtheit. So kann<br />

selbst sensibles Füllgut sicher<br />

entnommen werden. Der robuste<br />

Kunststoffeimer aus Polyethylen<br />

ist schlag- und stoßfest und außerdem<br />

bis minus 30 Grad Celsius<br />

kältebeständig. Der straff sitzende<br />

Deckel sorgt für hohe Transportsicherheit.<br />

Auch mit wasserdichtem<br />

Deckel erhältlich.<br />

Mehr unter: www.fries-kt.com<br />

46 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


Metsä Board erneuert sein ...<br />

Faltschachtelkarton-Sortiment<br />

KARTON<br />

Metsä Board – ein Unternehmen der Metsä Group – hat ein neues, verbessertes<br />

Faltschachtelkartonsortiment aufgelegt, um Markenanbieter und Weiterverarbeitungsunternehmen<br />

gezielt mit Blick auf die großen Herausforderungen im<br />

Verpackungssektor zu unterstützen: Ressourcen schonen, CO2-Emissionen reduzieren<br />

und Produktsicherheit in der Verpackung gewährleisten.<br />

Neben den ökologischen<br />

Vorteilen des Lightweightings<br />

bieten die verbesserten<br />

Produktqualitäten den<br />

Kunden auch die Vorteile einer<br />

attraktiveren Markenpräsentation<br />

durch optimierte und ausgewogene<br />

optische Eigenschaften. Mit dem erneuerten,<br />

vereinfachten Produktsortiment<br />

wird eine weitere Steigerung<br />

der jetzt schon führenden Qualitätskonsistenz<br />

der Faltschachtelkartonqualitäten<br />

von Metsä Board sowie<br />

der Lieferzuverlässigkeit erreicht.<br />

Zukunftsthemen<br />

„Die zentralen Zukunftsthemen<br />

im Verpackungssektor sind bessere<br />

Markenerlebnisse und mehr<br />

Umweltfreundlichkeit. Es ist wichtig,<br />

dass wir kontinuierlich neue<br />

Lösungen entwickeln, um Verpackungen<br />

immer sicherer und nachhaltiger<br />

zu machen. Beispielsweise<br />

sind unsere Kartonqualitäten durch<br />

unseren verbesserten neuen hochergiebigen<br />

Zellstoff noch leistungsfähiger<br />

geworden und eröffnen Markenanbietern<br />

neue Möglichkeiten<br />

zur Gewichtseinsparung durch<br />

Lightweighting“, erklärt Ari Kiviranta,<br />

SVP Development, Metsä<br />

Board.<br />

Fünf Qualitäten<br />

Das neue, verbesserte Sortiment<br />

von Metsä Board bietet jetzt noch<br />

höhere Leistung für hochanspruchsvolle<br />

Endanwendungen, zum Beispiel<br />

bei Lebensmitteln, Kosmetik-,<br />

und Gesundheitsprodukten sowie<br />

Luxusverpackungen und Grafikanwendungen.<br />

Das Sortiment umfasst<br />

fünf Qualitäten:<br />

MetsäBoard Natural FBB NEW ist<br />

eine ungestrichene, steife Qualität<br />

ohne optische Aufheller mit einer<br />

trendigen Oberfläche, die High-End-<br />

Produkten durch ihre Natürlichkeit<br />

Authentizität vermittelt.<br />

MetsäBoard Classic FBB bleibt<br />

unverändert und bietet die gleiche<br />

erstklassige Steifigkeit und hohe Ergiebigkeit<br />

wie zuvor.<br />

MetsäBoard Pro FBB OBAfree<br />

NEW ist eine verbesserte Qualität<br />

ohne optische Aufheller, die eine hohe<br />

natürliche Weiße mit ausgezeichneten<br />

Druckeigenschaften verbindet.<br />

MetsäBoard Pro FBB Bright NEW<br />

ist ein vielseitiger Karton mit hoher<br />

Weiße auf der Vorder- und Rückseite,<br />

der jetzt neue Möglichkeiten im Bereich<br />

des Lightweightings eröffnet.<br />

MetsäBoard Prime FBB Bright<br />

NEW verbindet erstklassige Weiße<br />

und einen neuen bläulich-weißen<br />

Farbton mit hoher Steifigkeit und<br />

bietet nachhaltigen Luxus für High-<br />

End-Verpackungen. Die neuen, verbesserten<br />

Qualitäten können ab Mai<br />

bemustert und getestet werden.<br />

MetsäBoard Classic WKL<br />

Metsä Board hat auch den Weißegrad<br />

seines gestrichenen weißen<br />

Kraftliners MetsäBoard Classic<br />

WKL erhöht. Das verbesserte Produkt<br />

wurde für den hochwertigen<br />

Inlinedruck und konventionelle<br />

Flexo-Postprint-Anwendungen entwickelt.<br />

Aufgrund seiner kurzen<br />

Trocknungszeiten, auch ohne den<br />

Einsatz von Trocknern, eignet es<br />

sich auch für den wasserbasierten<br />

Digitaldruck.Die verbesserte Weiße<br />

erzeugt nicht nur eine attraktivere<br />

Optik, sondern optimiert auch den<br />

Muster für<br />

MetsäBoard Prime FBB Bright<br />

Kontrast zwischen bedruckten und<br />

unbedruckten Bereichen. Zudem<br />

zählt eine schnelle Farbtrocknung<br />

zu den Hauptvorteilen dieser Qualität,<br />

was insbesondere Kunden, die<br />

den wasserbasierten Digitaldruck<br />

anwenden, neue Möglichkeiten eröffnet.<br />

„MetsäBoard Classic WKL<br />

ist die ideale Lösung für Einzelhandelsverpackungen<br />

aus Wellkarton,<br />

da sie einen hochwertigen Druck<br />

und eine ausgezeichnete Produktionseffizienz<br />

ermöglicht. Die kurze<br />

Muster für MetsäBoard Classic<br />

WKL: Beauty Box<br />

Trocknungszeit sorgt zudem für<br />

Energieeinsparungen und somit für<br />

eine Reduzierung der CO2-Emissionen<br />

beim Druck“, erklärt Leena<br />

Yliniemi, Technical Marketing Director<br />

bei Metsä Board.<br />

Lebensmittelverpackungen<br />

MetsäBoard Classic WKL lässt<br />

sich auch für Lebensmittelverpackungen<br />

einsetzen: Die Qualität<br />

wird aus Frischfasern hergestellt, die<br />

lückenlos bis zu ihrem Ursprung in<br />

nachhaltig bewirtschafteten nordischen<br />

Wäldern zurückverfolgt<br />

werden können.<br />

Mehr unter:<br />

www.metsaboard.com<br />

Muster für<br />

MetsäBoard Natural FBB<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

47


KUNSTSTOFF<br />

Recycling: Ein essenzieller ...<br />

Schritt für die Circular Economy<br />

Kunststoffmüll bedeckt Strände und Flüsse oder quillt aus dem aufgeplatzten<br />

Bauch eines toten Fisches – derartige Bilder gehen derzeit um die Welt. Folge<br />

ist: Selten war das Image der Kunststoffe so schlecht wie heute. Selten wurden<br />

Diskussionen rund um den Einsatz von Kunststoffen so emotional geführt. Fakt<br />

auf der anderen Seite ist aber, dass heute wohl bis auf wenige indigene Stämme<br />

keiner der 7,5 Milliarden Erden-Bewohner ohne Kunststoffe auskommt. Egal<br />

ob diese bewusst oder unbewusst genutzt werden. Denn längst sind Kunststoffe<br />

nicht nur in offensichtlichen Anwendungen wie Spielzeug, Haushaltswaren oder<br />

Verpackungen im Einsatz. Auch im Transportwesen, in der Elektronikbranche<br />

und schließlich in der Medizin sind Kunststoffe wichtige, ja fast essenzielle<br />

Problemlöser. Was bedeutet die momentane Situation für die Kunststoffbranche,<br />

und welche Möglichkeiten bietet das Recycling schon heute?<br />

Die Kunststoffindustrie<br />

verteidigt sich, muss zukunftsweisende<br />

Konzepte<br />

vorlegen, muss beweisen, dass<br />

sich Kunststoff und Umweltschutz<br />

vertragen. Die Themen Sammelkonzepte-<br />

und Sammelquoten, Verwertungsverfahren,<br />

Recycling und<br />

Circular Economy sind vordergründiger<br />

denn je. Nur logisch, dass Circular<br />

Economy zu den Leitthemen<br />

der diesjährigen Weltmesse K 20<strong>19</strong><br />

zählt. Den Messebesucher erwarten<br />

vielfältige Lösungsansätze rund<br />

um die „grüne“ Thematik, denn die<br />

Branche hat in den letzten Jahren<br />

viel auf den Weg gebracht, wie einige<br />

Beispiele belegen.<br />

Nachfrage steigt<br />

Fast zum Trotz ihres schlechten<br />

Images steigt die Nachfrage nach<br />

Kunststoffen stetig. So meldet Plastics<br />

Europe in seinem Report „Plastics<br />

– The Facts“, dass die weltweite<br />

Kunststoffproduktion im Jahr 2017<br />

bei 348 Millionen Tonnen und damit<br />

rund 4 Prozent höher als 2016 lag. In<br />

Europa stieg die Produktionsmenge<br />

der 28 EU-Länder plus Norwegen<br />

und Schweiz von 60 auf 64,4 Millionen<br />

Tonnen (plus 7 Prozent). Mit<br />

knapp einem Fünftel der weltweiten<br />

Produktionsleistung nimmt Europa<br />

damit Rang Zwei unter den Erzeugern<br />

ein, hinter China mit 29 Prozent<br />

und vor der NAFTA-Region mit 18<br />

Prozent. Auch wenn aufgrund einer<br />

gewissen Konsolidierung die Zahl<br />

der Unternehmen in Europas Kunststoffbranche<br />

seit der letzten K auf<br />

etwa 60.000 leicht zurückgegangen<br />

ist, so hat sich die Mitarbeiterzahl<br />

erhöht: Im Jahr 2017 arbeiteten mehr<br />

als 1,5 Millionen Menschen in der<br />

Kunststoffbranche und erwirtschafteten<br />

einen stabilen Umsatz von<br />

rund 350 Milliarden EUR.<br />

Verpackungsbranche<br />

Einsatz finden die produzierten<br />

Kunststoffe mit fast 40 Prozent am<br />

häufigsten in der Verpackungsbranche,<br />

wo sie den wichtigen Transportschutz<br />

und die Sicherung der<br />

Haltbarkeit übernehmen und in dieser<br />

Funktion einen großen Beitrag<br />

zum Umweltschutz leisten. Gerade<br />

in der Verpackungsbranche ist<br />

Kunststoff häufig das Material der<br />

Wahl, wenn es darum geht, Produkte<br />

und Leistungen ressourceneffizient<br />

bereit zu stellen. Vor allem in der<br />

Nutzungsphase sparen Kunststoffe<br />

die meisten Ressourcen ein. Dies<br />

wird häufig übersehen, wenn in der<br />

Diskussion die Frage der Ressourcenschonung<br />

allein auf den Umgang<br />

mit den Abfällen bezogen wird, so<br />

die Aussage der BKV GmbH aus<br />

Frankfurt.<br />

Baugewerbe<br />

Dies gilt auch für die zweite wichtige<br />

Abnehmerbranche der Kunststoffe,<br />

das Baugewerbe. Sie verbraucht<br />

fast 20 Prozent aller Kunststoffe.<br />

Schließlich verwendeten die<br />

Automobilisten rund 10 Prozent der<br />

produzierten Menge und erreichten<br />

damit die höchsten Zuwachsraten<br />

im Vergleich von 2017 mit 2016.<br />

Gerade im Auto spielen die Kunststoffe<br />

ihre Vorteile aus, da sie besonders<br />

leicht sind und sich ideal an<br />

Aufgabenstellungen anpassen lassen.<br />

Sie sind maßgeblich an der Reduktion<br />

des CO2-Footprints beteiligt.<br />

Meeresverschmutzung<br />

Aus den verschiedenen Abnehmerbranchen<br />

ergibt sich automatisch,<br />

dass die Einsatzzeiten der Kunststoffprodukte<br />

sehr unterschiedlich<br />

sind, was sich wiederum auf die<br />

Recyclingraten und –möglichkeiten<br />

auswirkt. Aber, wie Plastics Europe<br />

Viele Recyclingkonzepte<br />

funktionieren bereits<br />

PET-Flaschen sind ein ideales<br />

Beispiel für Verpackungsartikel, die<br />

sich rezyklieren lassen, meist Bottleto-Bottle<br />

und nicht selten zu 100<br />

Prozent. So verzeichnete Europa im<br />

Jahr 2017 eine Recyclingquote von<br />

insgesamt 58,2 Prozent bei PET-Flaschen.<br />

Allerdings gibt es länderweite<br />

Unterschiede: Während Deutschland<br />

und Finnland Rückführquoten von<br />

bis zu 95 Prozent erreichen, schaffen<br />

Länder am Mittelmeer teilweise nur<br />

40 Prozent, meldet PETcore in einer<br />

Studie. Zum Jahresbeginn 20<strong>19</strong><br />

stellte der österreichische Mineralbrunnen<br />

Vöslauer die Flaschen aller<br />

seiner Wässer auf 100-prozentige<br />

r-PET-Flaschen um, im April kamen<br />

auch die Flavour-Sorten dazu. Wie<br />

Vöslauer selbst angibt, sei es sogar<br />

gelungen, den Materialverbrauch<br />

im Vergleich zu anderen Flaschen<br />

aus r-PET um rund ein Viertel zu<br />

reduzieren. Auch Coca-Cola ist seit<br />

Jahren sehr aktiv in seinen Bestrebungen<br />

nachhaltigere Flaschen-Varianten<br />

anzubieten. Jetzt unternimmt<br />

der Konzern weitere Schritte, um<br />

PET-Verpackungen chemisch zu rein<br />

seiner Studie konstatiert, wird es<br />

in Europa immer besser verstanden,<br />

dass Kunststoffe am Ende ihres<br />

Lebenswegs viel zu schade zum<br />

Wegwerfen sind. In den zehn Jahren<br />

zwischen 2006 und 2016 sei das<br />

Recycling von Kunststoffabfällen<br />

um fast 80 Prozent gestiegen. Bei<br />

Kunststoffverpackungen rangiere<br />

das Recycling mit einem Anteil von<br />

40,9 Prozent mittlerweile an erster<br />

Stelle, gefolgt von der energetischen<br />

Verwertung mit 38,8 Prozent.<br />

Neben dem aus der öffentlichen<br />

Wahrnehmung von Kunststoffabfällen<br />

resultierenden Handlungszwang<br />

haben diverse neue Gesetze zu höheren<br />

Recyclingquoten beigetragen.<br />

So haben nach China weitere Länder<br />

in Südostasien, im Dezember 2018<br />

auch Taiwan, Importrestriktionen<br />

auf Kunststoffabfälle verhängt. Deponieverbote<br />

für Kunststoffabfälle<br />

gelten bereits in zehn europäischen<br />

Ländern.<br />

2021<br />

Italien hat nach dem Plastiktütenverbot<br />

nun zum 1. Januar 20<strong>19</strong> auch<br />

ein Verbot für Plastik-Wattestäbchen<br />

verhängt. Ein Gesetzesentwurf mit<br />

ähnlichen Regelungen für die gesamte<br />

EU soll 2021 in Kraft treten.<br />

Weitere Einweg-Kunststoffartikel<br />

wie Besteck, Teller, Trinkhalme,<br />

Rührstäbchen sowie Luftballonstäbe<br />

stehen ebenfalls in der Kritik. Diese<br />

Artikel machen zusammen mit<br />

Fischfanggeräten 70 Prozent der 8<br />

Millionen Tonnen Kunststoffteile<br />

aus, die jedes Jahr in den Ozeanen<br />

landen. Die EU-Kommission schlägt<br />

vor, dass die Gegenstände künftig<br />

aus umweltfreundlicheren, leichter<br />

vergänglichen Materialen hergestellt<br />

werden müssen. Einweggetränkebecher<br />

aus Kunststoff sollen nur dann<br />

erlaubt sein, wenn Deckel und Ver-<br />

schlüsse an ihnen befestigt sind.<br />

Projekt Stop<br />

Einer Lösung für das Recycling<br />

von Kunststoffbechern hat sich jetzt<br />

der einzige britische Hersteller von<br />

Automatenbechern, die RPC Tedeco-Gizeh,<br />

angenommen. Zusammen<br />

mit ihrem Schwesterunternehmen<br />

BPI Recycling bietet sie allen Betreibern<br />

von Getränkeautomaten<br />

einen Sammel- und Abholservice<br />

an und bereitet die eingesammelten<br />

Becher zu neuen Produkten auf.<br />

Als beispielhaftes Engagement ist<br />

das Projekt Stop (Stop Ocean Plastics)<br />

zu nennen, das Borealis und<br />

Systemiq gemeinsam mit der norwegischen<br />

Regierung, Nova Chemicals,<br />

Borouge und Veolia ins Leben<br />

gerufen haben und jetzt als neuen<br />

strategischen Partner den weltgrößten<br />

Lebensmittelkonzern Nestle gewinnen<br />

konnten. Gemeinsames Ziel<br />

ist es, einen wegweisenden Beitrag<br />

zur Vermeidung von Meeresmüll<br />

in Südostasien zu schaffen. Nestle<br />

hat sich zudem die Selbstverpflichtung<br />

auferlegt, bis zum Jahr 2025<br />

alle Verpackungen rezyklierbar oder<br />

wiederverwertbar auszuführen.<br />

48 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


zyklieren und dann wieder für die<br />

Herstellung neuer Flaschen zu nutzen.<br />

Eine PET-Upcycling-Anlage<br />

entsteht derzeit gemeinsam mit dem<br />

niederländischen Start-up Ioniqa<br />

Technologies in Eindhoven in den<br />

Niederlanden.<br />

Fenster<br />

Auch für Fensterprofile aus PVC<br />

gibt es schon lange gut funktionierende<br />

Sammel- und Verwertungskonzepte,<br />

die ihre Mengen von Jahr<br />

zu Jahr steigern können. Innerhalb<br />

der Rewindo-Initiative schaffte es<br />

der Zusammenschluss der führenden<br />

deutschen Kunststoffprofilhersteller<br />

im Jahr 2015 nach Aufbereitung<br />

über 27.000 t Rezyklat aus Altfenstern,<br />

Rollladen und Türen erneut<br />

in den Produktionsprozess zu geben.<br />

Zusammen mit dem Kunststoffprofilverschnitt,<br />

der bei der passgenauen<br />

Fertigung neuer Kunststofffenster<br />

anfällt, fanden so über 100.000 t<br />

wiederaufbereitetes PVC den Weg<br />

zurück in den Markt. Das spare Ressourcen,<br />

Energie und trägt zur CO2-<br />

Entlastung bei, so Rewindo.<br />

Weitere Recyclingkreisläufe<br />

Selbstverständlich existieren viele<br />

weitere funktionierende Recyclingkreisläufe,<br />

wie beispielsweise der<br />

für Flaschenkästen aus PE, die hier<br />

nicht alle genannt werden können.<br />

Allgemein lässt sich jedoch festhalten:<br />

Je sortenreiner ein Kunststoff<br />

zurückgewonnen werden kann, desto<br />

besser lässt er sich aufbereiten.<br />

Echte Produktionsabfälle gibt es<br />

heute fast nicht mehr. Entweder werden<br />

diese direkt in die laufende Produktion<br />

zurückgeführt oder an spezialisierte<br />

Aufbereiter weitergegeben.<br />

Einer von ihnen ist die Hoffmann +<br />

Voss GmbH aus Viersen/Deutschland.<br />

Sie hat sich auf die Aufbereitung<br />

von technischen Kunststoffabfällen<br />

spezialisiert und veredelt diese<br />

zu hochwertigen Recompounds,<br />

die in der Automobilbranche anstelle<br />

von Neuware Einsatz finden.<br />

Vermischte Abfälle<br />

Schwieriger ist die Aufbereitung<br />

immer dann, wenn es um vermischte<br />

Kunststoffabfälle geht. Sogar<br />

hier gibt es bereits funktionierende<br />

Konzepte, wie die Hahn Kunststoffe<br />

GmbH in Hahn/Deutschland<br />

beweist. Rund 50.000 Tonnen Abfälle<br />

aus der Mischfraktion erhalten<br />

jedes Jahr ein neues Leben in Form<br />

von Geländern, Lärmschutzwänden,<br />

Pfosten, Poller, Blumenkübeln,<br />

Abfallbehältern oder Spielplatz- &<br />

Stadtmobiliar.<br />

Rohstoffliches Recycling<br />

als Alternative<br />

In der jüngsten Vergangenheit findet<br />

das Thema rohstoffliches Recycling<br />

und die sortenreine Rückgewinnung<br />

der Ausgangsmonomeren<br />

mehr Beachtung. Immer mehr Unternehmen,<br />

wie der oben erwähnte<br />

Coca-Cola-Konzern, der auf das<br />

chemische Recycling von PET-Verpackungen<br />

setzt, starten Forschungsund<br />

Entwicklungsprojekte. Auch der<br />

Chemiekonzern Sabic gab kürzlich<br />

bekannt, dass er gemeinsam mit<br />

dem britischen Spezialisten Plastic<br />

Energy aus London in den Niederlanden<br />

eine Anlage errichten wird,<br />

die in kommerziellen Umfang gemischte<br />

Kunststoffabfälle zu Öl aufbereiten<br />

soll, das dann wiederum als<br />

Ausgangsmaterial für neue Kunststoffe<br />

genutzt werden kann. So gewonnenes<br />

Ausgangsmaterial schont<br />

die fossilen Ressourcen und ist ein<br />

gutes Beispiel für eine funktionierende<br />

Kreislaufwirtschaft. Allerdings<br />

stehen derartige Projekte noch<br />

am Anfang und müssen sich etablieren.Bereits<br />

etabliert sind Kreislaufkonzepte,<br />

in welchen aus Kunststoffabfällen<br />

neue gefüllte, gefärbte<br />

oder gezielt additivierte Compounds<br />

entstehen, die die Kunststoffverarbeiter<br />

als Neuware-Substitut für<br />

viele Produkte verwenden können.<br />

Wie die Maschinenhersteller von<br />

Spritzgieß- und Extrusionsanlagen<br />

immer wieder betonen, seien für die<br />

Verwendung sogenannter Re-Compounds<br />

maschinenseitig kleinste bis<br />

keine Anpassungen notwendig. Wie<br />

wichtig derartige Bestrebungen sind,<br />

beweisen jüngste Investitionen großer<br />

Rohstoffhersteller. So übernahm<br />

2016 Borealis die mtm plastics<br />

GmbH aus Niedergebra, die über<br />

eine Anlagenkapazität von 30.000<br />

jato verfügt und aus vermischten<br />

Kunststoffabfällen Re-Polyolefine<br />

herstellt. Recycling ist nicht nur ein<br />

ausgewiesener Angebotsbereich der<br />

K 20<strong>19</strong>, sondern wird ebenso wie<br />

das gesamte Themenfeld Circular<br />

Economy in den K Specials erörtert<br />

und diskutiert. Die Sonderschau<br />

„Plastics shape the Future“ möchte<br />

dabei die Politik und gesellschaftlich<br />

relevante Gruppen einbinden,<br />

während der „Science Campus“ der<br />

K 20<strong>19</strong> für den Dialog zwischen<br />

Wissenschaft und Wirtschaft steht.<br />

Mehr unter: www.k-online.de<br />

Die Branche sucht und<br />

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<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

49


AUSZEICHNUNG<br />

Innovation Award für Rittal VX25<br />

Das VX25 Schaltschranksystem von Rittal hat den German Innovation Award<br />

20<strong>19</strong> erhalten. Der Rat für Formgebung prämierte das innovative Großschrank-<br />

System am 28. Mai als Winner in der Kategorie „Excellence in Business to<br />

Business / Machines & Engineering“.<br />

Fit für Industrie 4.0 und preisgekrönt:<br />

Rittal hat 2018<br />

mit dem VX25 das erste<br />

Schaltschranksystem auf den Markt<br />

gebracht, das vollständig entlang<br />

den Anforderungen nach erhöhter<br />

Produktivität im Steuerungs- und<br />

Schaltanlagenbau und denen von<br />

Industrie 4.0-Wertschöpfungsketten<br />

entwickelt wurde.<br />

Award würdigt Innovation<br />

mit Nutzerzentrierung<br />

Mit dem German Innovation<br />

Award zeichnet der vom Deutschen<br />

Bundestag ins Leben gerufene Rat<br />

für Formgebung zukunftsweisende<br />

Innovationen aus, die nachhaltig<br />

Wirkung zeigen und den Nutzern<br />

einen besonderen Mehrwert bieten.<br />

Insgesamt gab es knapp 700<br />

internationale Einreichungen. Über<br />

die Gewinner hat eine hochkarätig<br />

besetzte Jury aus Physikern, Patentberatern,<br />

Informatikern, Finanzierungspezialisten,<br />

Produktdesignern,<br />

Technologie-Historikern und Marketeers<br />

entschieden.<br />

Designentwicklung<br />

„Im Mittelpunkt der Bewertung<br />

der eingereichten Innovationen<br />

steht die Nutzerzentrierung. Sie ist<br />

das Differenzierungsmerkmal des<br />

German Innovation Award“, erklärt<br />

Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer<br />

des Rat für Formgebung. „Besonders<br />

gut gelingt das, wenn die<br />

künftigen Nutzer frühzeitig in die<br />

Produkt- und Designentwicklung<br />

involviert werden.“<br />

Der Preisträger<br />

„Wir freuen uns, dass mit dem<br />

Award eine so renommierte Institution<br />

wie der Rat für Formgebung<br />

die Innovationskraft unseres<br />

VX25 würdigt. Insbesondere der<br />

grundsätzliche Jury-Fokus auf die<br />

Nutzerzentrierung entspricht genau<br />

dem Ansatz der Produktentwicklung<br />

bei Rittal. Der Erfolg<br />

des Systems, das Feedback unserer<br />

Kunden und Auszeichnungen wie<br />

dieser Award bestätigen uns auf<br />

unserem Weg“, sagt Dr. Thomas<br />

Steffen, Geschäftsführer Forschung<br />

und Entwicklung bei Rittal.<br />

Bei der Entwicklung des Großschranksystems<br />

spielte der intensive<br />

Dialog mit den Kunden eine<br />

entscheidende Rolle. Durch eine<br />

groß angelegte, wissenschaftlich<br />

fundierte Usability-Studie dokumentierten<br />

Entwickler und Analytiker<br />

den Industriealltag bei Steuerungs-<br />

und Schaltanlagenbauern.<br />

Das Ergebnis: „Das VX25 System<br />

‚tickt‘, wie der Steuerungs- und<br />

Schaltanlagenbauer denkt und<br />

handelt: in Funktionen und Prozessen“,<br />

so Dr. Steffen.<br />

Heiko Holighaus, Hauptabteilungsleiter<br />

Forschung<br />

und Entwicklung, und Nico<br />

Keil, Produktmanager für<br />

Großschranksysteme bei Rittal,<br />

freuen sich über den German<br />

Innovation Award für VX25 und<br />

Blue e+. Foto: Rittal GmbH<br />

Maximale Datenqualität<br />

Der VX25 bietet maximale Datenqualität<br />

und Durchgängigkeit der<br />

Daten, reduzierte Komplexität sowie<br />

Zeitersparnis und Sicherheit<br />

in der Montage. Über 25 angemeldete<br />

Schutzrechte belegen den hohen<br />

Innovationsgrad.<br />

Wertschöpfungskette<br />

„Die Einführung des prämierten<br />

Großschranksystems war ein Meilenstein,<br />

auf den gerade mit den<br />

ganz neuen AX Kompaktschrankund<br />

KX Kleingehäuse-Serien<br />

schon der nächste Schritt gefolgt<br />

ist. Mit der zuvor präsentierten<br />

Blue e+ Kühlgeräteserie ist jetzt<br />

unser Kernportfolio erneuert und<br />

fit für Industrie 4.0. Gemeinsam<br />

mit unserer Schwesterfirma Eplan<br />

denken wir uns tief in die gesamte<br />

Wertschöpfungskette des Steuerungs-<br />

und Schaltanlagenbaus hinein<br />

und unterstützen die Kunden<br />

mit Optimierung und Digitalisierung“,<br />

schließt Dr. Steffen. In derselben<br />

Kategorie wie der VX25 war<br />

auch die Kühlgeräteserie Blue e+<br />

(<strong>KOMPACK</strong> berichtete) für den<br />

Award nominiert. Sie wurde bei<br />

der Preisverleihung mit der Auszeichnung<br />

„Special Mention“ bedacht.<br />

Das effizienteste<br />

industrielle Kühlsystem<br />

Blue e+ ist seit 2015 das effizienteste<br />

industrielle Kühlsystem<br />

auf dem Markt. Es arbeitet mit<br />

einer neuartigen Kombination aus<br />

Heatpipe und Kompressor. Anwendungsdaten<br />

belegen eine Energieeinsparung<br />

von durchschnittlich<br />

75 Prozent im Vergleich zu<br />

herkömmlichen Systemen. Geringere<br />

Temperaturschwankungen im<br />

Schaltschrank steigern die Lebensdauer<br />

der installierten Komponenten.<br />

Das IoT Interface prädestiniert<br />

für diverse Industrie-4.0-Anwendungen<br />

bis hin zu Predictive Maintenance.<br />

66 Jahre<br />

Der Rat für Formgebung wurde<br />

<strong>19</strong>53 vom Deutschen Bundestag<br />

ins Leben gerufen und vom Bundesverband<br />

der Deutschen Industrie<br />

gestiftet. Seit nunmehr 66<br />

Jahren verfolgt die Stiftung das<br />

Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit<br />

deutscher Unternehmen zu fördern.<br />

Mit seinen Wettbewerben, Ausstellungen,<br />

Konferenzen, Seminaren<br />

und Publikationen leistet der Rat<br />

für Formgebung einen entscheidenden<br />

Beitrag zum Wissenstransfer<br />

rund um das Thema Design,<br />

Innovation und Marke. Dem Stifterkreis<br />

gehören aktuell über 300<br />

in- und ausländische Unternehmen<br />

an.<br />

Mehr unter: www.rittal.at<br />

und über die Schwesterfirma:<br />

www.eplan.at<br />

50 <strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

Evolution im Schaltschrankbau von Eplan und Rittal<br />

Effizientes Engineering, autonome Produktionsprozesse und vernetzte Daten treiben die digitale Transformation der Industrie weiter voran.<br />

Damit daraus Wettbewerbsvorteile entstehen, bieten Eplan und Rittal ihren Kunden die nächsten Schritte für die Weiterentwicklung im<br />

Schaltschrankbau an.<br />

Unter dem Leitbegriff „Evolution im Schaltschrankbau“ helfen Eplan und Rittal den Kunden, ihre Prozesse weiter zu digitalisieren und zu<br />

automatisieren. Dies bewirkt eine deutlich höhere Flexibilität in der Fertigung und eine Beschleunigung der entscheidenden Prozesse um ein<br />

Vielfaches. So wird der Verdrahtungsprozess, der rund 50% der Arbeitszeit im Schaltschrankausbau ausmacht, durch das Engineering mittels<br />

Eplan Pro Panel und durch die Weiterverarbeitung mit dem Rittal Wire Terminal um das 8-Fache beschleunigt. Und es geht weiter:<br />

Durch die Digitalisierung lassen sich auch Prozesse wie Inbetriebnahme und Maintenance, die der Fertigung nachgelagert sind,<br />

optimal steuern und dokumentieren. Der „Digitale Zwilling“ wird Realität.<br />

Wie dies alles im Detail funktioniert und welchen Nutzen die Anwender schlussendlich aus den vielen gebotenen Möglichkeiten ziehen können,<br />

präsentierten Eplan und Rittal in gemeinsamen Fachvorträgen auf ihrem Messestand auf der SMART Automation in Linz.


WIRTSCHAFT<br />

ABB Ability Condition Monitoring<br />

Der digitale Antriebsstrang vernetzt Antriebe, Motoren, Pumpen und Lager und<br />

sorgt für maximale Verfügbarkeit und Produktivität. Grundlage hierfür ist ABB<br />

Ability, das gebündelte, branchenübergreifende Digitalangebot von ABB. Die<br />

vom Antriebsstrang erhaltenen Daten vermitteln Kunden einen besseren Einblick<br />

in ihre Anlagen und ermöglichen somit einen sicheren, zuverlässigen und effizienten<br />

Betrieb.<br />

ABB Ability Condition Monitoring<br />

für den Antriebsstrang eignet<br />

sich für Anwendungen in der<br />

Fertigungsindustrie, Prozessindustrie<br />

und im Infrastrukturbereich.<br />

Das integrierte Portal erlaubt eine<br />

One-Stop-Visualisierung von Betriebsvariablen<br />

und Zustandsindikatoren,<br />

einschließlich Verfügbarkeit,<br />

Umgebungsbedingungen und Störungen.<br />

Fertigungsindustrie<br />

Sicherheit genießt in der Fertigungsindustrie<br />

höchste Priorität, etwa<br />

im Lebensmittel- und Getränkesektor.<br />

Störungen oder mechanische<br />

Probleme in einer Anlage können<br />

ein erhebliches Sicherheitsrisiko für<br />

die Maschine und die Mitarbeiter im<br />

Werk darstellen. Die ABB-Lösung<br />

versetzt Produktionsleiter und Anlagenführer<br />

in die Lage, Störungen<br />

im Sinne eines sicheren Betriebs per<br />

Fernzugriff über das Monitoring-<br />

Portal zu identifizieren.<br />

Zuverlässigkeit in<br />

der Prozessindustrie<br />

In der Prozessindustrie, beispielsweise<br />

der Bergbauindustrie, dem<br />

Öl- und Gassektor, der Metallindustrie<br />

oder Papier- und Zellstoffindustrie,<br />

muss jederzeit ein zuverlässiger<br />

Betrieb gewährleistet sein.<br />

Eine Störung mit außerplanmäßigen<br />

Stillstandszeiten kann hier schnell<br />

Kosten im hohen sechsstelligen<br />

Mit dem ABB Ability Condition Monitoring für den<br />

Antriebsstrang können Anlagenbetreiber die Leistung,<br />

Zuverlässigkeit und Effizienz der Komponenten des<br />

Antriebsstrangs verbessern.<br />

Bereich verursachen. Der weltweit<br />

tätige Bergbaukonzern Glencore<br />

setzt ABB Ability Condition<br />

Monitoring für den Antriebsstrang<br />

für eine optimierte Überwachung<br />

seiner Ausrüstung ein: „Wir nutzen<br />

die ABB-Lösung für Antriebsstränge<br />

in dem Meerwasserpumpsystem,<br />

das Kühlwasser in unserer Fabrik<br />

verteilt – dies ist ein wichtiger Bestandteil<br />

des Prozesses. Es existiert<br />

bereits eine Überwachungslösung<br />

für die an das Steuerungssystem angebundenen<br />

Pumpen und Motoren,<br />

jedoch kein Remote Monitoring<br />

für die Antriebe“, erklärt Sigurd<br />

Bjerland, Maintenance Electrical<br />

Engineer bei Glencore Nikkelverk<br />

in Norwegen. „Die Integration von<br />

ABB Ability gibt uns die Möglichkeit,<br />

mehr Informationen über<br />

den Kühlzustand der Antriebe zu erfassen<br />

und die Daten aus den beiden<br />

Überwachungslösungen zu vergleichen.<br />

Den Zustand unserer Ausrüstung<br />

online sehen zu können ist für<br />

uns von großem Vorteil.“<br />

Effizienz im<br />

Infrastrukturbereich:<br />

ABB Ability Condition Monitoring<br />

für den Antriebsstrang<br />

kommt erfolgreich in kühl-, heiz-,<br />

wasser- und anderen gebäudetech-<br />

nischen Anwendungen zum Einsatz.<br />

Der schwedische Wasserversorger<br />

Uppsala Vatten och Avfall nutzt die<br />

Antriebsstrang-Zustandsüberwachung,<br />

um sein Bedienpersonal mit<br />

Berichten über Echtzeitindikatoren<br />

wie Zuverlässigkeit, Nutzungsmuster,<br />

Stromverbrauch und Beanspruchungsniveau<br />

zu versorgen. Diese<br />

werden laufend aktualisiert und<br />

können jederzeit abgerufen werden.<br />

Experten von ABB können die<br />

Anlagen analysieren, etwa um die<br />

Auswirkungen des Umfelds auf bestimmte<br />

Komponenten zu prüfen.<br />

Grundlage des Digitalangebots<br />

„ABB Ability Condition Monitoring<br />

für den Antriebsstrang ist die<br />

Grundlage des Digitalangebots unseres<br />

Antriebsgeschäfts“, sagt Morten<br />

Wierod, Leiter des globalen Geschäftsbereichs<br />

Antriebstechnik von<br />

ABB. „Datenaggregation und Datenanalyse<br />

helfen unseren Kunden,<br />

sich umgehend ein genaues Bild<br />

von ihrer Ausrüstung zu machen<br />

und ihren Betrieb sicherer, zuverlässiger<br />

und effizienter zu gestalten.<br />

Gleichzeitig zeigen diese Analysen<br />

uns auf, wie wir unseren Kunden<br />

bei der zunehmenden Automatisierung<br />

von Fabriken tatkräftig zur<br />

Seite stehen können.“ Die Komponenten<br />

des digitalen Antriebsstrangs<br />

sind mit Sensoren ausgestattet und<br />

verfügen über Cloud-Konnektivität.<br />

Frequenzumrichter können jeden<br />

Motor regeln und werden über das<br />

Cloud-Gateway angebunden, während<br />

Motoren, montierte Lager und<br />

Pumpen drahtlos mit dem ABB<br />

Ability SmartSensor verbunden<br />

werden.<br />

Mehr: new.abb.com/drives/de<br />

ABB hat die Leistungsreihe seiner neuen Machinery Drives nach oben erweitert. Mit der neuen ACS 380 Reihe können Maschinenbauer die Leistung<br />

ihrer Maschinen verbessern und gleichzeitig die Kosten für die Integration und Wartung deutlich senken. Die Machinery Drives ACS380<br />

sind robuste, sehr kompakte Frequenzumrichter für eine zuverlässige, präzise Motorregelung. Typische Anwendungen sind Mischer, Förderbänder,<br />

Krane und andere Applikationen im Maschinenbau mit konstantem Drehmoment. Die Frequenzumrichter verfügen serienmäßig entweder<br />

über einen EMV-Filter für die 1. Umgebung C2 oder 2. Umgebung C3 . Sie lassen sich einfach in Maschinen integrieren, da alle gängigen<br />

Industrie-Feldbusprotokolle bereits vorkonfiguriert sind und viele Motortypen geregelt werden können. Die Benutzerschnittstelle ähnelt der eines<br />

Mobiltelefons mit grafischen Menüsymbolen, wodurch sich der Frequenzrichter leicht einstellen lässt. Die Parametrierung erfolgt in nur wenigen<br />

Minuten. Die adaptive Programmierung bietet zusätzliche Flexibilität, um die unterschiedlichen Anforderungen von Maschinen zu erfüllen. Der<br />

Frequenzumrichter mit Schutzart IP20 wird ab sofort mit einem Leistungsbereich von 0,25 bis 22 kW und einem Spannungsbereich von 200 bis 240<br />

V (einphasig) und 380 bis 480 V (dreiphasig) erhältlich sein. Eine Vielzahl von Optionsmöglichkeiten ermöglichen eine optimale Einbindung in<br />

die jeweiligen Applikationen . Diverse Feldbusschnittstellen, Analog- und Digital Schnittstellen, Drehzahlgeberrückführung uvm. können auf einfache<br />

Weise adaptiert werden. Die Machinery Drives ACS880 M04 sind eine in ihrem Optionsumfang erweiterte Variante der ACS880-Serie für<br />

Wickler, Drahtziehmaschinen, Mischer, Extruder, Krane und andere Hochleistungsanwendungen im Maschinenbau. Die Frequenzumrichter sind<br />

sehr anpassungsfähig. Die direkte Drehmomentregelung (DTC) von ABB ermöglicht eine hohe statische und dynamische Genauigkeit der Motordrehzahl<br />

selbst ohne Drehzahlrückführung. Durch integrierte Sicherheitsfunktionen entfallen externe Sicherheitseinrichtungen und deren Kosten.<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

51


KUNSTSTOFF<br />

„Circular Thinking!“ mit Besucherrekord<br />

Über 300 Teilnehmer kamen zur zweitägigen Hausmesse des Maschinen- und<br />

Werkzeugbauunternehmens ILLIG nach Heilbronn. Die mittlerweile 18. hauseigene<br />

Veranstaltung markiert damit einen neuen Rekord und spiegelt das große<br />

Interesse am Thermoform-Know-how des Technologieführers wider. ILLIG präsentierte<br />

mit dem Leitgedanken „Circular Thinking!“ ausgereifte nachhaltige technische<br />

Lösungen im Thermoformen für die Verpackungsbranche. An zahlreichen<br />

Stationen zeigte das Unternehmen aktuelle Hochleistungsthermoformer, Entwicklungen<br />

im Werkzeugbau und aktuelle Servicethemen. Mit Maschinen- und Werkzeugvorführungen<br />

unter Produktionsbedingungen bot ILLIG eine technologische<br />

Leistungsschau auf höchstem Niveau.<br />

Die aus der konsequenten<br />

Fortführung der 360° Verpackungsentwicklung<br />

Pactivity®<br />

entstandenen innovativen<br />

Lösungen zu aktuellen „Circular<br />

Thinking“-Marktanforderungen<br />

boten variantenreiche Möglichkeiten<br />

für die Verpackungsbranche.<br />

Ein Highlight auf der Hausmesse<br />

war die neue Anwendung IML-T®<br />

Cardboard, die ILLIG erstmals der<br />

Öffentlichkeit vorstellte. Vorträge<br />

der beiden Rohstoffhersteller BASF<br />

und NatureWorks zu biobasierten<br />

und bioabbaubaren Materialien<br />

ergänzten die internationale Kundenveranstaltung.<br />

„Der Termin der<br />

Veranstaltung fand zwei Wochen<br />

vor der Chinaplas und sechs Monate<br />

vor der K-Messe statt. Trotz oder<br />

möglicherweise wegen dieser anstehenden<br />

Großereignisse in der Kunststoffbranche<br />

folgten die Kunden<br />

unserer Einladung nach Heilbronn,<br />

um mit uns Lösungen im Umfeld<br />

der globalen Verpackungsdiskussion<br />

zu finden und sich über unsere vorhandenen<br />

technischen Lösungen zu<br />

informieren“, sagte Geschäftsführer<br />

Karl Schäuble zufrieden.<br />

Einfluss der globalen<br />

Verpackungsdiskussion<br />

Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit,<br />

die Verringerung von Kunst-<br />

stoffen und die Recyclingfähigkeit<br />

von Verpackungen sind aktuelle<br />

weltumspannende Themen, welche<br />

die Verpackungsbranche vor unterschiedlichste<br />

Herausforderungen<br />

stellt. Die Diskussion wird aufgrund<br />

der Verschmutzung der Weltmeere<br />

weiterhin emotional geführt, eine<br />

Versachlichung ist zwingend notwendig.<br />

Verpackungen aus Kunststoff<br />

oder mit Kunststoffanteil werden<br />

weiterhin eine wichtige Rolle<br />

spielen, um die Hygienestandards<br />

zu halten und das zu verpackende<br />

Gut zu sichern. Insbesondere in Entwicklungs-<br />

und Schwellenländern<br />

ist der Nachholbedarf aufgrund der<br />

Verstädterung hoch. „Aus unserer<br />

Sicht ist daher dem weltweiten Aufbau<br />

einer Kreislaufwirtschaft erste<br />

Priorität einzuräumen. Das setzt recyclingfähige<br />

Verpackungen und die<br />

Verwendung von Rezyklaten in der<br />

Verpackungsindustrie voraus. Die<br />

Entwicklungen bei den PET-Flaschen<br />

zeigen die Möglichkeiten auf“,<br />

sagte Karl Schäuble während der<br />

Pressekonferenz vor der Fachpresse.<br />

Das Engagement der Nahrungsmittelhersteller<br />

und des Handels sollte<br />

den weltweiten Aufbau von Recyclingsystemen<br />

für Verpackungen beschleunigen.<br />

Aufklärungsarbeit über<br />

den Wertstoff Kunststoff und den<br />

optimalen Umgang mit dieser Ressource<br />

sei weiterhin zu leisten.<br />

Verpackungsentwicklung<br />

Pactivity®<br />

ILLIG beschäftigt sich unter dem<br />

Dach der Verpackungsentwicklung<br />

Pactivity® schon lange mit dem<br />

Kreislaufgedanken in der Verpackungsindustrie<br />

und erweitert die<br />

Aspekte des Recyclings stetig. Optimierte<br />

Verpackungen können den<br />

Rohstoffeinsatz reduzieren und recyclinggerecht<br />

ausgeführt werden.<br />

Insbesondere thermogeformte Verpackungen<br />

sind dünnwandig, ressourcenschonend<br />

und wirtschaftlich<br />

herstellbar. Neben den klassischen<br />

Kunststoffen ist der Einsatz<br />

alternativer und neuer Materialen<br />

im Thermoformen technisch zu realisieren.<br />

Aktuelle ILLIG Thermoform-<br />

und Werkzeugsysteme verarbeiten<br />

zum Beispiel biobasierte und<br />

biologisch abbaubare Kunststoffe,<br />

Rezyklate sowie Materialkombinationen<br />

zu qualitativ hochwertigen,<br />

recycelbaren Formteilen.<br />

Neue Verpackungsvarianten<br />

„Insbesondere in Verbindung mit<br />

der IML-T®-Technologie sind<br />

zahlreiche neue Verpackungsvarianten<br />

entstanden. Hierzu gehören<br />

auch die Möglichkeiten zur Herstellung<br />

von Vollkartonblistern auf<br />

unseren Verpackungsanlagen“, so<br />

Karl Schäuble. Pactivity® schließt<br />

auch ein, dass ILLIG für die jeweilige<br />

Verpackung das optimale<br />

Produktionssystem konfiguriert<br />

oder neu entwickelt. In diesem<br />

Entwicklungsprozess erhalten die<br />

Werkzeugsysteme in den Anlagen<br />

eine zunehmende Bedeutung. IL-<br />

LIG-Produktionssysteme zeichnen<br />

sich durch eine hohe Verfügbarkeit<br />

aus und verfügen über viele Möglichkeiten<br />

zur Prozessüberwachung<br />

und -regelung. Zahlreiche Parameter<br />

der Werkzeugsysteme können<br />

die Ausbringung des Gesamtsystems<br />

zusätzlich steigern. ILLIG<br />

hat daraus ein durchgängiges Werkzeugkonzept<br />

abgeleitet: „Damit<br />

werden wir die Werkzeugsysteme,<br />

die in der Regel aus mehreren<br />

Werkzeugen bestehen, konsequent<br />

entwickeln. Ein weiterer Schritt<br />

zur Umsetzung der Digitalisierung<br />

52 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


im Thermoformen hin zu Industrie<br />

4.0“, ergänzte Karl Schäuble.<br />

Nachhaltige Verpackungslösungen<br />

zur Hausmesse<br />

Im Fokus der ILLIG Hausmesse<br />

standen aktuelle Marktanforderungen<br />

in Bezug auf Recycling<br />

und Werkzeugsysteme. Insbesondere<br />

mit der Entwicklung und<br />

Fortführung der Dekorationstechnologie<br />

IML-T® hat ILLIG<br />

in der Branche mit recycelbaren<br />

Monopackstoffen und Kunststoff-<br />

Papier Packmitteln Meilensteine<br />

gesetzt. ILLIG geht hier erneut<br />

voraus und präsentierte erstmals<br />

der Öffentlichkeit die Kunststoff-<br />

Karton-Verbund-Packung IML-T®<br />

Cardboard. Die Anwendung wurde<br />

speziell für die neuen „Circular<br />

Thinking“-Marktanforderungen<br />

entwickelt und ist auf ILLIG IML-<br />

T®-Anlagen herstellbar. ILLIG hat<br />

bei der Entwicklung darauf geachtet,<br />

das Gute zu bewahren, die bestehende<br />

Technik zu schärfen und<br />

neue Aspekte aufzunehmen. Vorteil<br />

der Verpackung ist das leichte Trennen<br />

zwischen Kunststoff und Karton.<br />

Dies ermöglicht ein optimales<br />

Recycling. Ein weiterer Vorteil aus<br />

der ILLIG Verpackungswelt ist die<br />

Herstellung von Vollkartonblistern<br />

auf einem Heißsiegel Automat<br />

HSA 50d. Neu ist auch die Blister-<br />

Packmaschine HSU 35 für Non-<br />

Food-Anwendungen und den medizintechnischen<br />

Bereich. ILLIG<br />

hat die bewährte Siegeltechnik der<br />

HSP-Baureihe technisch neu konzipiert.<br />

Der wirtschaftliche und effiziente<br />

Siegelautomat bietet mit vielen<br />

Ausstattungsmerkmalen nahezu uneingeschränkte<br />

Möglichkeiten für<br />

die heutigen Anforderungen aus der<br />

Verpackungsindustrie.<br />

Geschäftsentwicklung<br />

Die ILLIG-Gruppe wächst weiterhin<br />

weltweit. Anfang April erfolgte<br />

der Spatenstich für das neue Montagewerk<br />

ILLIG Maschinenbau<br />

S.R.L. in Rumänien. Die Inbetriebnahme<br />

ist für 2020 mit zunächst<br />

50 Mitarbeitern geplant. Ein neuer<br />

Vertriebsstandort entsteht derzeit in<br />

Vorderasien und der kontinuierliche<br />

Ausbau der ILLIG Servicestandorte<br />

außerhalb Europas wird unverändert<br />

weitergeführt. Der Umsatz<br />

ist in den vergangenen drei Jahren<br />

2016, 2017 und 2018 um insgesamt<br />

rund 30 Prozent angestiegen. Dies<br />

ist vor allem auf die in den letzten<br />

Jahren vorgestellten Neuentwicklungen<br />

und die konsequente Umsetzung<br />

der Verpackungsentwicklung<br />

Pactivity® zurückzuführen. „Die<br />

Umsatzsteigerung gilt nicht nur<br />

in Europa sondern insbesondere<br />

in den Märkten in Asien, Vorderasien<br />

und Südamerika und ist auch<br />

auf die gestiegene Nachfrage nach<br />

Verpackungsmaschinen wie unsere<br />

HSA-, BSA- und FFS-Linien zurückzuführen“,<br />

sagte Karl Schäuble<br />

zur wirtschaftlichen Situation des<br />

Unternehmens. ILLIG geht davon<br />

aus, dass der gesamte Markt der<br />

Verpackungstechnik in den nächsten<br />

Jahren weltweit weiterwachsen<br />

wird. Mit den bereits heute<br />

existierenden Lösungen kann das<br />

Unternehmen im Thermoformen<br />

zusätzliche Anwendungsbereiche<br />

erschließen. Unabhängig davon<br />

sind einige Kunden aufgrund der<br />

weltweiten Verpackungsdiskussion<br />

bei Neuinvestitionen etwas<br />

zurückhaltender, weshalb seit einigen<br />

Monaten die Auftragseingänge<br />

unter dem Niveau des Vorjahres<br />

liegen. Die Zahl der in Bearbeitung<br />

befindlichen Neuprojekte ist in den<br />

letzten Monaten gegenüber 2018<br />

gestiegen, aber die Entscheidung<br />

zu Neuinvestitionen wird aktuell<br />

häufig verschoben. Die Versachlichung<br />

der Verpackungsdiskussion<br />

ist daher eine Aufgabe der gesamten<br />

Verpackungsindustrie, hierzu<br />

müssen die bestehenden <strong>Netz</strong>werke<br />

konsequent genutzt werden. „Die<br />

Vermittlung von Ökobilanzen für<br />

einzelne Verpackungsvarianten<br />

und deren Recyclingfähigkeit ist<br />

schwierig, aber nur auf diesem Weg<br />

werden wir die Diskussion versachlichen<br />

können. Dann wird aus der<br />

Unsicherheit beim Verbraucher und<br />

in der Verpackungsindustrie wieder<br />

ein Wachstum wie in den vergangenen<br />

Jahren hervorgehen“, prognostizierte<br />

Karl Schäuble.<br />

Ausblick K<br />

ILLIG ist auch für die K-Messe im<br />

Oktober gut gerüstet und wird zu<br />

diesem Anlass Neuentwicklungen<br />

vorstellen, die für die Thermoformbranche<br />

erneut Meilensteine bedeuten.<br />

Das Unternehmen wird auf der<br />

Leitmesse in Düsseldorf die weiteren<br />

Schritte zur Umsetzung der<br />

Digitalisierung im Thermoformen<br />

zum neuen Industriestandard 4.0<br />

vorstellen, wobei unter anderem<br />

das ILLIG Werkzeugsystem eine<br />

Rolle spielen wird. Außerdem<br />

kündigt ILLIG zur K-Messe die<br />

erste Thermoformmaschine der<br />

4. Generation an, die hinsichtlich<br />

Produktivität und Reproduzierbarkeit<br />

des Thermoformprozesses<br />

neue Maßstäbe setzen wird. Eine<br />

weitere Maschinenneuentwicklung<br />

wird die IML-T®-Dekoration thermogeformter<br />

Deckel sein. Neben<br />

den Maschinen-Präsentationen<br />

erwarten die Besucher des ILLIG<br />

K-Messestandes umfassende aktuelle<br />

Servicethemen. ILLIG hält<br />

das Versprechen, innovativer Pionier<br />

im Thermoformen zu sein. Das<br />

Heilbronner Familienunternehmen<br />

prägt noch immer die Technologie<br />

des qualitativen und ressourcenschonenden<br />

Thermoformens von<br />

Morgen. Produktiv, sauber, ressourceneffizient<br />

und nachhaltig.<br />

Mehr unter. www.illig.de<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

53


HAUSMESSE<br />

Die gemischte Palette<br />

Die Firma EEP Maschinenbau GmbH im Gewerbepark in Zeiselmauer,<br />

informierte beim „Open House 20<strong>19</strong>“. Gezeigt wurden Roboter der Firma<br />

Kawasaki, mit höchst innovativ entwickelter Greiftechnik der Firma EEP.<br />

Seit über zwanzig Jahren steht das Unternehmen für kundenorientierte<br />

Lösungen im High-Tech, Bereich Roboter- und Automatisierungstechnik.<br />

Auch heuer präsentierten wir<br />

wieder unsere aktuellsten“<br />

so Ing. Walter Petz in seinen<br />

Ausführungen. Unter anderem wurde<br />

neben dem „Mischen auf Palette“ automatische<br />

Getränkemischanlage mit<br />

3 Kawasaki-Robotern, eine Hochgeschwindigkeits-Umsetzaufgabe<br />

mit<br />

Kawasaki Delta Roboter YF0<strong>03</strong>N und<br />

die Etikettier Anlage mit 6-Achs-Roboter<br />

Kawasaki RS05L, sowie ein Eimer<br />

Palettierroboter CP180L vorgeführt.<br />

Gebaut wurde die Mischanlage für die<br />

Frima EGGER Getränke. Durch die<br />

Präsentation dieser Anlage war beim<br />

heurigen Open House der Schwerpunkt<br />

eindeutig Richtung Getränkeindustrie<br />

gelegt.<br />

„<br />

EEP zeigte heuer Lösungen<br />

für die Getränkeindustrie<br />

Die Getränke werden genauso<br />

automatisch manipuliert wie<br />

auch die Paletten in den gezeigten<br />

Palomaten - EEP hat für alle<br />

Anwendungen im Produktionsbereich<br />

die richtige Lösung<br />

„Mischen auf Palette“<br />

Die Firma Egger liefert an Großmärkte<br />

wie Billa, Merkurmarkt oder<br />

Spar gemischte Europaletten mit unterschiedlichen<br />

Getränken darauf. Bis<br />

dato wurde dieses Mischen händisch<br />

durchgeführt. In der EEP-Anlage werden<br />

nun vier unterschiedliche Produkte<br />

zugeführt (Beispiel: Orangensaft, Zitronensaft,<br />

Ananassaft, Himbeersaft).<br />

Die sortenreinen Produkte kommen<br />

ebenfalls auf Europalette. Nunmehr<br />

kann es eine 2er Mischung, 3er Mischung<br />

oder 4er Mischung geben.<br />

Dabei nimmt der Mischroboter (ein<br />

Kawasaki CP300L) mit einem komplexen<br />

Mischgreifer von den sortenreinen<br />

Paletten Nummer eins bis vier die Produkte<br />

auf und stellt sie auf die Mischpalette.<br />

Mehr unter:<br />

www.eep-maschinenbau.at<br />

Ing. Walter<br />

Petz freute<br />

sich über<br />

das rege<br />

Interesse<br />

auch an<br />

Technische Details der gezeigten Lösung:<br />

• Die Mischpalette ist eine Euro Trägerpalette auf der jetzt entweder 2 x Düsseldorf Paletten<br />

(= 2 x 1/2 Palette) oder 4 x 1/4 Palette oder 4xTrollys stehen können.<br />

• Mit demselben Mischroboter CP300L müssen auch die Zwischenlagen,<br />

die es nach jeder Lage gibt, entsorgt bzw. aufgelegt werden.<br />

• Es gibt derzeit fünf verschiedene Produkte, die jeweils sortenrein gemischt werden.<br />

• Dafür werden jeweils 5 unterschiedliche Greiftechniken benötigt die am Roboter gewechselt werden.<br />

• Greifer 1: PET-Flaschengreifer 1,5L der die 6er Folienschrumpfpackung handhabt, Greifer 2:<br />

PET-Einzelflaschengreifer 0,75L, Greifer 3: PET-Einzelflaschengreifer 0,5L,<br />

Greifer 4: Glas Cluster Gabelgreifer 0,33L, Greifer 5: Glasgreifer 0,5L Mehrweg, 6er Tragerl.<br />

• Die Träger Mischpalette, eine Europalette wird über Palettenspender zugeführt.<br />

• Auf diese Träger Mischpalette werden mit einem Kawasaki Roboter RD80N die Paletten<br />

2 x Düsseldorfpaletten oder 4 x 1/4 Palette oder 4 x Trollys aufgelegt.<br />

• Nach dem Stapeln werden die fertig gemischten Paletten zum Wickelroboter verfahren.<br />

In dieser Station wird nun mit einem dritten Roboter ein Kawasaki CP500L die Düsseldorf<br />

Palette oder die 1/4 Paletten oder Trollys mit Gabelgreifer abgenommen.<br />

• Anschließend wird die Palette in einen Ringwickler gestellt und gewickelt. So werden zum<br />

Beispiel 4x die 1/4 Paletten gewickelt und wieder auf die Trägerpalette abgestellt.<br />

• Die gesamte Palette wird danach nochmals gewickelt. Die Be- und Entladung der<br />

Mischanlage erfolgt mit FTS Wägen.( fahrerlose Transferwägen )<br />

54 <strong>03</strong>/<strong>19</strong>


INTRALOGISTIK<br />

Einfaches und mobiles Palettieren<br />

Wer kennt das Problem nicht – auch unter Zeitstress oder auf engstem Raum<br />

müssen Paletten palettiert werden. Eigentlich wäre im Betrieb genug zu tun aber<br />

vorab muss die Palette fertiggestellt werden. Der FlexPalletizer® wurde genau für<br />

diese Aufgabe entwickelt damit die Mitarbeiter an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt<br />

werden können. Der FlexPalletizer ist flexibel an verschiedenen Stellen des<br />

Lagers einsetzbar und einfachst (auch für Kleinserien) zu programmieren. Der<br />

sehr geringe total cost of ownership (TOS) bei hoher Produktivität überzeugt.<br />

natürlich sicher und nach gültigen<br />

Normen produziert. „Die flexiblen<br />

Roboterarme von Universal Robots<br />

sind bereits seit Jahren in den verschiedensten<br />

Bereichen im Einsatz.<br />

Die Idee, diese flexiblen Systeme<br />

auch zum Palettieren einzusetzen,<br />

kam uns aber erst jetzt – eigentlich<br />

schade – man könnte schon längst in<br />

verschiedensten Logistikabteilungen<br />

unter die Arme greifen.“ sagt Martin<br />

Mayer von Haba.<br />

Das System basiert auf<br />

einem durchdachten, industrialisierten<br />

Design mit<br />

wegweisender Funktionalität. Ideal<br />

aufeinander abgestimmt arbeitet ein<br />

Universal Robots 10e und eine Hubsäule<br />

zusammen um Palettenhöhen<br />

von 2000 mm zu realisieren. Durch<br />

die vielseitigen Anwendungen der<br />

Plattform, ist der FlexPalletizer die<br />

richtige Wahl für die Industrie für:<br />

o Bodenebene Palettierung<br />

o Lastübergabestationen zu<br />

mobilen Robotern von<br />

Förderbändern oder <br />

anderen festen Einheiten.<br />

o Entlade-/Beladungssysteme <br />

o Duales Palettiersystem<br />

Technik<br />

Massenhaft Technik verbirgt sich<br />

auf einer Konsole, welche die Größe<br />

einer Europalette nicht überschreitet.<br />

Eine einfache Platzierung und das<br />

Erkennen von Paletten ist möglich<br />

und das System<br />

ist auf<br />

Wunsch flexibel<br />

erweiterbar.<br />

Das<br />

Pneumatiksystem<br />

ist zweikanalig<br />

mit Puffer ausgelegt<br />

um bei Bedarf<br />

den Zyklus ohne<br />

Verlust des Produkts<br />

zu beenden.<br />

Visualisierung<br />

Das URcap für den FlexPalletizer<br />

ist flexibel, glatt und schnell zu installieren.<br />

„Wir sprechen hier von<br />

einer vollständigen Automatisierung<br />

der Palettierung. Innerhalb eines Tages<br />

ist im Normalfall der Palettierer<br />

in Betrieb.“ erklärt Bernhard Haba/<br />

Haba Förder- und Verpackungstechnik<br />

und weiters: „Die mitgelieferte<br />

Schlichtmusterdatenbank<br />

ermöglicht Ihnen, das gewünschte<br />

Palettenlayout auf einfache Weise<br />

auszuwählen. Im Lieferprogramm<br />

ist ein Schlichtmuster enthalten.<br />

Das Programm kann aber jederzeit<br />

auf den jeweiligen Bedarf erweitert<br />

werden. Die mitgelieferte Schlichtmusterdatenbank<br />

ermöglicht es,<br />

das gewünschte Palettenlayout auf<br />

einfache Weise auszuwählen. Im<br />

Lieferprogramm ist ein Schlichtmuster<br />

enthalten. Das Programm kann<br />

aber jederzeit erweitert werden.“<br />

Das UR-Cap ist für die Mitarbeiter<br />

einfachst, auch ohne großes technisches<br />

Wissen zu<br />

bedienen.<br />

Österreichische<br />

Lösung<br />

Diese österreichische<br />

Lösung<br />

(auch die Wertschöpfung<br />

bleibt<br />

in Österreich) ist<br />

Prospekt zum neuen FlexPalletizer<br />

Mehr auch unter: www.haba.at<br />

(auf der Homepage ist der<br />

FlexPalletizer auch<br />

in Aktion zu sehen)<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

55


INTERNATIONAL<br />

DIGITAL GESUNDHEIT<br />

PALOMAT® Komplettes Ergonomie Warehouse am - neue Arbeitsplatz Hebehilfe mit Lithium-Ionen bei HTW<br />

I N T E R V I E W<br />

Kostendruck und Mitarbeitermangel optimieren die Packplätze - lesen Sie hier<br />

ein Interview mit Peter Plambeck, Senior Consultant Produktmanagement<br />

Füllen + Polstern, Antalis Verpackungen GmbH, zum Thema Ergonomie beim<br />

Verpacken von Waren.<br />

Warum ist die Ergonomie am Arbeitsplatz<br />

von großer Bedeutung?<br />

Peter Plambeck: Im hart umkämpften<br />

Logistik-Arbeitnehmermarkt<br />

herrscht Vollbeschäftigung. Unternehmen<br />

wollen und müssen einen<br />

besseren Arbeitsplatz bieten, um<br />

neue Mitarbeiter zu überzeugen.<br />

Darum investieren sie in die Verbesserung<br />

einzelner Arbeitsstationen<br />

und -prozesse. Ein ergonomischer<br />

Arbeitsplatz wirkt sich positiv auf<br />

die Gewinnung von Mitarbeitern<br />

und deren Verbleib im Unternehmen<br />

aus. Zudem wird der Arbeitsprozess<br />

optimiert und die Qualität des<br />

Verpackens gesteigert. Dies alles<br />

reduziert Kosten. Die aus Japan<br />

stammende Kaizen-Philosophie<br />

strebt genau nach dieser ganzheitlichen<br />

Verbesserung und kann prak-<br />

BIOFACH 2018<br />

tisch in allen Bereichen angewendet<br />

werden. Jeder Mitarbeiter soll seine<br />

Tätigkeiten und seinen Arbeitsplatz<br />

permanent kritisch hinterfragen und<br />

seine Arbeitsweise kontinuierlich<br />

verbessern. Wir sind fest davon<br />

überzeugt, dass es immer etwas zu<br />

verbessern oder zu vereinfachen gibt.<br />

Wie gehen Sie vor, wenn Sie<br />

mit einer Prozessoptimierung<br />

beauftragt wurden?<br />

Peter Plambeck: Zuerst hinterfragen<br />

wir die bestehenden Prozesse.<br />

Wir starten daher immer mit einer<br />

Analyse. Dafür filmen wir beispielsweise<br />

die Prozessabläufe der Versandmitarbeiter.<br />

Danach gehen wir<br />

gemeinsam mit dem Packer jeden<br />

Handgriff an seinem Arbeitsplatz<br />

durch und stoppen die Zeit für die<br />

Tätigkeit. Dabei wenden wir das<br />

Kaizen-Prinzip an: Durch die prozessgenaue<br />

Anordnung der Arbeitsmaterialien<br />

am Packtisch werden<br />

unnötige Handgriffe reduziert und<br />

damit die Packgeschwindigkeit erhöht.<br />

Dabei entstand beispielsweise<br />

auch die Lösung, einen Mülleimer<br />

im Tisch zu integrieren. Denn die<br />

ursprüngliche Handlung „Knüllen<br />

und Wegbringen“ dauerte 20 Sekunden,<br />

mit dem im Tisch integrierten<br />

Mülleimer nur noch 2 Sekunden.<br />

Bei täglich 250 verpackten Paketen<br />

Kurze Handgriffe: Durch die prozessgenaue Anordnung der<br />

Arbeitsmaterialien am Packtisch werden unnötige Handgriffe<br />

reduziert und damit die Packgeschwindigkeit erhöht.<br />

pro Mitarbeiter ergibt das eine Einsparung<br />

von 75 Minuten pro Mitarbeiter.<br />

Wenn Sie das dann auf die<br />

Anzahl der Packplätze und Schichten<br />

pro Tag hochrechnen, kommen<br />

beachtliche Zahlen zusammen.<br />

Wie kann die Ergonomie am<br />

Arbeitsplatz im Verpackungsbereich<br />

verbessert werden?<br />

Peter Plambeck: Alles in Reichweite<br />

für kurze Handgriffe, die Möglichkeit<br />

sowohl im Sitzen als auch<br />

im Stehen zu arbeiten und ganz<br />

wichtig: die Entlastung des Rückens.<br />

Arbeitgeber legen Wert darauf, dass<br />

ihre Mitarbeiter an Packtischen<br />

ihren Rücken und insbesondere die<br />

Bandscheiben schonen. Das lösen<br />

wir zum Beispiel mit Seilzügen,<br />

Vakuumhebern oder mit höhenverstellbaren<br />

Tischen. Auch eine flexible<br />

Fußmatte am Boden entlastet<br />

den Rücken. Die Platzierung von<br />

Füllmaterialien in ergonomischer<br />

Höhe ist eine weitere Optimierung.<br />

Welche Projekte hat Antalis<br />

Verpackungen in diesem Bereich<br />

bereits umgesetzt?<br />

Peter Plambeck: Bei einem unserer<br />

Kunden, einem großen Versandhändler,<br />

haben wir alle Packtische<br />

exakt identisch ausgestattet. So<br />

kann jeder Mitarbeiter an jedem Arbeitsplatz<br />

beim Start seiner Schicht<br />

sofort loslegen. Weiters gibt es an<br />

jedem der Packplätze eine Liste,<br />

auf der die Mitarbeiter die nötigen<br />

To-Dos wie Papierkorb leeren<br />

Bilder: Antalis Verpackungen GmbH<br />

Peter Plambeck, Senior Consultant<br />

Produktmanagement Füllen + Polstern,<br />

Antalis Verpackungen GmbH<br />

oder Lieferscheintaschen auffüllen<br />

abhaken, bevor sie die Schicht<br />

beginnen. Durch diese Standardisierung<br />

wird der Arbeitsprozess um<br />

bis zu 64 Prozent beschleunigt.<br />

Erzählen Sie uns ein weiteres<br />

Beispiel aus Ihrem Alltag?<br />

Peter Plambeck: Bei einem meiner<br />

letzten Projekte haben wir eine<br />

Packstraße für einen Kunden aus<br />

der Branche Landmaschinen / Automotive<br />

realisiert, in der schwere<br />

Batterien von 30 bis 60 Kilogramm<br />

Gewicht verpackt werden. Früher<br />

wurden die Batterien von den<br />

Packern händisch gehoben, durch<br />

unsere Prozessoptimierung entlastet<br />

eine Hebehilfe die Mitarbeiter.<br />

Diese Maßnahme hat krankheitsbedingte<br />

Ausfälle reduziert und die<br />

Effizienz um 30 Prozent gesteigert.<br />

Welche Rolle nimmt die Automatisierung<br />

ein?<br />

Peter Plambeck: Es wird immer<br />

mehr teilautomatisiert. Denn die<br />

Firmen haben nicht nur Schwierigkeiten,<br />

qualifiziertes Personal zu<br />

finden, sondern gleichzeitig wird am<br />

Markt eine immer größere Schnelligkeit<br />

gefordert. Diese ist ohne<br />

Automatisierung gar nicht mehr<br />

zu leisten. Statt beispielsweise auf<br />

einem Lieferschein von Hand jede<br />

Position abzuhaken, können die Produkte<br />

gescannt werden. Mehr sehen<br />

Sie auch auf unserer Homepage:<br />

https://www.antalis-verpackungen.<br />

de/anwendungen/versandausstattung/<br />

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Skizze: Standardisierte Packplätze


Verpackung verkauft<br />

Entwicklung | Produktion | Logistik<br />

www.boesmueller.at<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

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JUBILÄUM<br />

140 Jahre Marzek Etiketten+Packaging<br />

1879 begann Karl Marzek I. mit Stempeln und Petschaften und legte damit<br />

den Grundstein für das traditionsreiche Familienunternehmen Marzek<br />

Etiketten+Packaging. Heute wird die Unternehmensgruppe bereits erfolgreich<br />

von der 3., 4. und 5. Generation der Gründerfamilie geführt: KR Helga Marzek,<br />

Dr. Johannes Michael Wareka und Ing. Alexander Schneller-Scharau.<br />

Mit einem fulminanten Fest, für zahlreiche Ehrengäste und Geschäftspartner am<br />

ersten Tag und für die ganze Belegschaft und deren Familien am zweiten Tag,<br />

wurde dieses besondere Jubiläum gefeiert.<br />

Die Familie Marzek/Schneller-Scharau/Wareka<br />

präsentierte<br />

einen Streifzug<br />

durch die Vergangenheit, die Internationalisierung<br />

mit den Standorten<br />

in Ungarn und der Ukraine, die<br />

Marktentwicklung sowie die Gegenwart<br />

der Etikettenwelt, stellte Hypertrends<br />

und spannende Visionen<br />

der Verpackungszukunft vor.<br />

oben: beim Firmenrundgang<br />

links: Elke Rock (Hitradio Ö3), Präsident NAbg.<br />

Johannes Schmuckenschlager (Weinbaupräsident), Ing.<br />

Herbert Toifl (Wegenstein GmbH), KR Helga Marzek, Ing.<br />

Andreas Horvath, BSC (Horvath´s Spezereyen Kontor),<br />

Dr. Johannes Michael Wareka und Alexander Studt<br />

(Wojnar´s WR. Leckerbissen)<br />

7.000 Exponate<br />

Gezeigt wurde eine umfangreiche<br />

Etiketten- und Verpackungsvernissage<br />

mit über 7.000 Exponaten, deren<br />

Mittelpunkt die 5 Weltmeisteretiketten<br />

waren, welche seit 2007 von der<br />

World Label Association in Chicago<br />

gekürt wurden.<br />

Leistungsschau<br />

In der beeindruckenden Leistungsschau<br />

stellte Marzek unter Beweis,<br />

dass sie weiterhin die traditionelle<br />

Führungsrolle bei den technologischen<br />

Innovationen der konventionellen<br />

sowie digitalen Etikettenproduktion,<br />

Industrie 4.0 und Vernetzung<br />

erfolgreich fortführt.<br />

600 Mitarbneiter<br />

660 Beschäftigte produzieren an<br />

4 Standorten, in Österreich, Ungarn<br />

und der Ukraine, hochqualitative<br />

Etiketten und feine Verpackungen<br />

(jährlich 25 Milliarden Verpackungseinheiten)<br />

für tausende renommierte<br />

gewerbliche und industrielle<br />

Kunden in ganz Europa. 2018<br />

erwirtschaftete die Unternehmensgruppe<br />

einen Umsatz von € 60 Mio.<br />

Für 20<strong>19</strong> ist eine dynamische Steigerung<br />

auf über € 65 Mio. geplant.<br />

Die Familie hat sich dabei stets<br />

groß auf die Fahnen geschrieben:<br />

„Klein genug für persönliche zwischenmenschliche<br />

Kontakte und<br />

groß genug für Eigenständigkeit und<br />

modernste internationale Technologien.“<br />

Das volle Leistungsangebot umfasst<br />

das ganze Spektrum vom hochveredelten<br />

Spezialetikett in Hybridund<br />

Offset-Digitaldruckverfahren<br />

mit Präzisions-Laser-Nachbearbeitung<br />

für Wein und Gewerbe bis hin<br />

zum industriellen Standardetikett.<br />

Die Marzek Gruppe ist ein echter<br />

„One Stop Shop“ im dekorativen<br />

Verpackungsbereich: Etiketten –<br />

nassleim oder selbstklebend, Faltschachteln,<br />

Beipacktexte und der besondere<br />

Wachstumsbereich Flexible<br />

Verpackungen.<br />

Mehr unter: www.marzek.at<br />

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ARA 360°<br />

KREISLAUF-<br />

WIRTSCHAFT<br />

FÜR<br />

ÖSTERREICH<br />

STARTEN WIR<br />

DIE ZUKUNFT JETZT.<br />

Schließen wir gemeinsam den Verpackungskreislauf:<br />

Hochwertige Sekundärrohstoffe für neue Produkte.<br />

Nachhaltige Verpackungen durch ARA Circular Design.<br />

Das ist 360° Kreislaufwirtschaft made in Austria.<br />

DIE TREIBENDE KRAFT IM RECYCLING.<br />

60 <strong>03</strong>/<strong>19</strong> 06/18<br />

ara.recycling<br />

www.ara.at


Das aktuelle Video von<br />

<strong>03</strong>/<strong>19</strong><br />

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