Berliner Kurier 24.06.2019

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14 BERLIN

BERLINER KURIER, Montag, 24.Juni 2019

Thomas Golz

vonder Elchfarm

inspiziert

Gelände und

Tiere.

Schweden beginnt

gleich hinter Berlin

Foto: dpa

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im BerlinerKurier

Der von hier

Braucht Berlin

Von

PETER NEUMANN

Berlin – Für Fahrten in die

Innenstadt könnten künftig

Gebühren fällig werden. Ein

Forschungsprojekt soll ausloten,

welche Kosten auf die

Autonutzer zukommen.

In London gibt es sie bereits, in

Stockholm, Oslo und anderen

Städten auch. Wie würde sich

eine City-Maut in Berlin auswirken?

Welche Kosten kämen

auf die Kraftfahrer zu?

Das soll ein Forschungsprojekt

ausloten, über das nun

nachgedacht wird. „Es geht um

eine Art spielerisches Herantasten

an ein solches Gebührensystem“,

sagt der Mobilitätsforscher

Andreas Knie vom

Wissenschaftszentrum Berlin.

Die Ankündigung sorgte bundesweit

für Aufsehen: Im April

regte Verkehrssenatorin Regine

Günther an, über die Einführung

einer Straßennutzungsgebühr

für die Berliner

Innenstadt nachzudenken.

„Wir werden über kurz oder

lang auch in Berlin darüber diskutieren

müssen“, sagt die Senatorin,

die jüngst Mitglied der

Grünen geworden ist. Ihr gehe

es um eine „Politik der richtigen

Anreize und Steuerungen“.

„Es wird bei der knappen

Ressource Fläche in der Stadt

deutlich teurer werden müssen,

mit Autos den öffentlichen

Raum zu nutzen.“ Berlin beginne

damit, weitere Parkplätze

gebührenpflichtig zu machen

und die Gebühren anzuheben.

Eine Maut werde eines

der zukünftigen Themen sein.

Im Senat drängt man darauf,

die Belastung durch Lärm und

Abgase zu senken. Weniger

Autos bedeute auch, dass Platz

für Fahrräder entsteht.

Zwar gibt es derzeit noch keine

konkreten Projekte, und es

ist absehbar, dass ein so großes

Vorhaben eine lange Vorbereitungszeit

erfordern würde.

Doch Andreas Knie und andere

Mobilitätsforscher drängen

darauf, die Grundlagen für eine

Berliner City-Maut jetzt zu legen

–mit einem Forschungsprojekt.

Beteiligt sind das RWI

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

in Essen, eines

der führenden Zentren der

ökonomischen Forschung in

Deutschland, und die Stiftung

Mercator. Erste Gespräche

werden geführt, heißt es.

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