2019/26 - Bauplaner

suedwest.presse

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SMART HOME

Leben auf die

smarte Art

Reportage Man liest viel darüber, welche Möglichkeiten ein

Smart Home bietet. Doch wie fühlt es sich an, darin zu

leben? Familie Horsch weiß es – ihr Smart Home steht am

Ulmer Kuhberg. Von Martin Dambacher

Morgens im Bad die

Lieblingsmusik aufs

Ohr bekommen, in

der Küche mit einem

frisch gebrühten Kaffee

begrüßt werden und dank der

pünktlich mit dem ersten Sonnenstrahl

geöffneten Rollläden die Morgenstimmung

genießen: Wer träumt

nicht von solch einem intelligenten

Zuhause, das einem wie der Butler

in adeligem Haus die Wünsche quasi

von den Augen abliest, vollautomatisch

mitdenkt und mit seinen

hinterlegten Programmierungen das

Leben smarter macht? Familie

Horsch aus Ulm hat sich mit ihrem

neugebauten Architektenhaus auf

der Lindenhöhe genau diesen

Wunsch erfüllt, auch wenn anfangs

zunächst ein Haus mit ganz konventioneller

Elektroinstallation angedacht

war. „Auf die Idee, unser Haus

mit smarter Technologie auszustatten,

hat uns unser Architekt Andreas

Beerbalk gebracht“, verrät Familienvater

Mark Horsch. Davor hatte

er sich mit diesem Thema noch gar

nicht groß befasst. „Dass ein Haus

mit einer solch durchdachten Planung

jedoch fast nicht normal ausgestattet

sein kann, war mir dann jedoch

relativ schnell klar“, so Horsch.

Er informierte sich im Internet über

die verschiedenen Möglichkeiten eines

intelligenten Zuhauses.

Die Qual der Wahl

„Durch eine Anfrage von mir in einem

Forum kam schließlich der

Kontakt mit unserem späteren Programmierer

Stefan Heinle zustande,

der uns letztlich durch den dichten

Dschungel an Technologien gelotst

hat“, erzählt Horsch. Die Auswahl

sei dabei auf den ersten Blick schier

Die

Auswahl an

Systemen

ist schier

grenzenlos.

grenzenlos. Denn am Markt angeboten

und beworben werden aktuell

oft funkbasierte Systeme, die sich

zwar einfach und schnell installieren

lassen, jedoch Insellösungen

sind und nur mit den Bausteinen des

gleichen Herstellers kombiniert

werden können. Eine spätere Erweiterung

des Systems mit Produkten

anderer Anbieter ist somit nur

schwer oder gar nicht möglich.

Diese technologische Sackgasse

spiegelt sich auch in der langen Liste

der Funkprotokolle wider, welche

als vermeintlicher Standard ausgegeben

werden – angefangen bei

Bluetooth Smart LE über Homematic,

KNX, DECT ULE, EnOcean oder

WLAN bis hin zu ZigBee und Z-Wave.

„Da intelligente Gebäudetechnik

immer voraussetzt, dass die ins System

eingebundenen und in der Regel

dezentralen Geräte untereinander

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