DorfStadt 09-2019

markuskrohn

Wir sind Elbvororte. Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld.

Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

Ausgabe 9/19 · vom 27. Juni 2019 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

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SÜLLDORF: S.2

Gemeinde sichert

eigene Zukunft

SÜLLDORF: S.3

»Beet-Paten«

gesucht!

RISSEN: S.6

»Freies Parken«

für alle gefordert

Wer klaut Elbsand?

Rissen – Ganz schön dreist: Am

Sonntag Nachmittag wurden

zwei We deler Bürger dabei

beobachtet, wie sie eimerweise

Elbsand vom Strand zu ihrem

Auto brachten. Ihr Pech: Der

Zeuge, ein Kriminalbeamter,

der in seiner Freizeit am Wit -

ten bergener Strand war, informierte

seine Kol le gen, nachdem

er vergeblich versucht hatte,

die Sand-Diebe von ihrer Tat

abzubringen. Im Gegenteil – sie

schaufelten munter weiter....

Nach kurzer Fahndung konnte

das Fahrzeug mit den gefüllten

Eimern in Rissen angehalten

werden. Die Insassen waren

geständig und versprachen, den

Sand wieder zurück zu bringen;

er sollte als Füllsand für eine

kleine Sandkiste des Sohnes

herhalten. Eine entsprechende

Strafanzeige wegen Diebstahls

erwartet die Beiden trotzdem.

Wette gewonnen!

Iserbrook – Die Kinder der

Grundschule Iserbrook wetteten

mit Pastor Fabio Fried von der

Kirchengemeinde Sülldorf-Iser -

brook, dass sie es schaffen so

viele Bücher zu lesen, dass die

Bücher übereinander gestapelt

so hoch sind wie der Turm der

Martin-Luther Kirche! Drei Mo -

nate hat die ganze Schule gelesen

und dann war es geschafft!

Zur Belohnung lud Pastor Fried

die Kinder in die Gemeinde zu

einem Kirchturmfest ein...

www.dorfstadt.de

Foto: Kaninski

Drei Alpakas fühlen sich am Rand von Rissen wohl. Wenn der Deckakt geglückt ist, erwartet die

kleine Herde in elf Monaten Nachwuchs

Foto: Krohn

RISSEN

Gibt es bald Nachwuchs

bei der kleinen Alpaka-

Her de in Rissen? Elf Mo -

nate dauert es, bis die

schwangeren Tiere entbinden.

So lange müssen sich die

beiden Eigentümer, Anke und

Jesco von Heintze noch gedulden,

bis sie die Baby-Alpakas

Zum Finale ihrer diesjährigen

Sommertour machen

NDR 90,3 und das Hamburg

Journal am Sonnabend, 13.

Juli, in Groß Flottbek

Station. Die große Bühne

steht dann direkt auf dem

Marktplatz. Auf die Groß

Flottbeker und ihre Gäste

kommt eine Stadtteilwette zu,

die es am Sommertour-Abend

vor der Bühne zu lösen gilt. Wie

genau die Wette aussieht, wird

sieben Tage vor der Sommertour

bekannt gegeben. Wer von der

gewonnenen Wette profitieren

kann, steht schon jetzt fest: die

Freiwillige Jugendfeuerwehr.

Als gemeinnütziges Stadtteil -

pro jekt erhält sie bei gewonnener

Wette vom Sommertour-

Partner LOTTO Hamburg eine

Spende in Höhe von 1000 Euro,

die zur zusätzlichen Finanzie -

rung eines neuen Busses eingesetzt

werden soll.

„Wir drücken allen Sommer -

tour-Gästen die Daumen, dass

wir in Groß Flottbek die Wette

gewinnen. Dass unsere Jugend -

feuerwehr unterstützt wird, freut

uns natürlich sehr“, sagt

Willkommen im

Wohlfühl-Land!

begrüßen können. Das wird

sicher ein Hei den spaß für alle

Kinder und ihre Eltern, die mit

den Alpakas im Frühjahr/ Som -

mer 2020 als Kindergeburtstags-

Event durch die Wiesen und

Felder in Rissen spazieren

gehen. Die Eigen tü mer sind

indes auch gespannt auf die

Bastian Mertel von der Frei -

willigen Feuerwehr.

Bereits 1886 wurde die

Freiwillige Feuerwehr in Groß

Flottbek gegründet – und ist

damit eine der ältesten in Ham -

burg. Die Jugendfeuerwehr

wurde 1991 gegründet. Aufgabe

und Ziel der Gründung war, den

Jugendlichen im Stadtteil eine

gute Jugendarbeit anzubieten

sowie die Nachwuchsge win -

nung für die Freiwillige Feu -

erwehr. Die Zusammenkünfte

finden immer mittwochs statt.

Qualität der Alpaka-Wolle, die

sie von den Baby-Tieren erhalten.

Sie soll besonders fein und

wertvoll sein. Jedes Jahr ge -

winnen die von Heintzes im

Frühjahr beim Scheren der

Tiere 3–4 Kilo Alpaka-Wolle

von ihren Tieren. Wie es dazu

kam, lesen Sie auf Seite 8!

Sommertour live in Groß-Flottbek

Anke Harnack und Christian Buhk kommen auf den Marktplatz | Markus Krohn

GROSS FLOTTBEK

Für nachhaltiges Feiern sorgt die

„Fahrradgarderobe“ bei der NDR-

Sommertour

Foto: NDR

Neben den Zusammenkünften

kommen noch regelmäßige

Aktivitäten hinzu.

Neben Erste-Hilfe, Löschü bun -

gen und Technischer Hilfe, gibt

es für die Jugendlichen viele

wei tere Angebote wie etwa

Zeltlager, gemeinsames Schwim -

men, Nachtwanderung, Grill -

abende, Seminare und Feuer -

wehr wettkämpfe. So werden

Verantwortungsbewusstsein,

Zusammengehörigkeit und So -

zialkompetenz gefördert. Ak -

tuell hat die Jugendfeuerwehr

14 Aktive. Um Ausflüge und

Zusammenkünfte mit den

Kindern und Jugendlichen zu

gewährleisten, soll ein Kleinbus

angeschafft werden.

Ob die Groß Flottbeker und ihre

Gäste die Stadtteilwette gewinnen

– und damit die Freiwillige

Jugendfeuerwehr profitiert –

zeigt sich am großen Sommer -

tour-Abend. Anke Harnack und

Christian Buhk moderieren das

Bühnenprogramm, das um 17

Uhr beginnt. Live- Musik gibt es

von Kool & The Gang und

Bernie Paul. Der Eintritt zu dem

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2 • DorfStadt-Zeitung 9/2019 • 27.6.2019

Politik in Kürze

Aktuelles aus dem Bezirksrathaus | Markus Krohn

Elbvororte

DorfStadt-Herausgeber Markus Krohn Foto: privat

Neues

Bezirksversammlung

konstituiert

Die Bezirksversammlung (BV)

Altona geht mit frischem Wind

in die neue Legislaturperiode (5

Jahre), denn in den fünf ge -

wählten Fraktionen sind viele

neue und junge Gesichter. Das

Führungspersonal besteht allerdings

wieder aus erfahrenen

Bezirkspolitikerinnen und Poli -

tikern. Die GRÜNEN-Fraktions -

chefin heißt demnach wieder

Gesche Boehlich, die SPD-

Fraktion wird von Thomas

Adrian geführt. Nach dem

Rückzug von Uwe Szczesny

wählte die CDU-Bezirksfraktion

erwartungsgemäß Sven Hiel -

scher, den bisherigen Stellver -

treter zu ihrem Vorsitzenden.

Bei der Linken und der FDP-

Fraktion bleibt alles ebenfalls

beim Alten: Robert Jarowoy

(LINKE) wurde ebenso in seinem

Amt bestätigt wie Kata -

rina Blume (FDP). Die beiden

Abgeordneten der AfD bilden

weiterhin eine Gruppe ohne

Frak tionsstatus (erst ab 3 Man -

daten).

Neu ist, dass die Grüne-Frak -

tion erstmals den Vorsitz der

Bezirksversammlung besetzt

und zwar mit Stefanie Wolpert,

ebenfalls einer erfahrenen Be -

zirksabgeordneten. Hauptbe -

ruflich ist die Diplom Polito -

login als Referentin für Kinder -

tagesstätten in Schleswig-Hol -

stein im Erzbistum Hamburg

tätig.

Grüne führen Koalitions -

gespräche im Bezirk

Auf ihrer Kreismitglieder ver -

sammlung am 5. Juni haben

die GRÜNEN Altona mit großer

Mehrheit beschlossen, die an -

deren demokratischen Parteien

der neu gewählten Bezirksver -

sammlung zu ergebnisoffenen

Gesprächen über Formen einer

möglichen Zusammenarbeit

einzuladen.

Dazu wurde eine Verhand -

lungs kommission aus ge -

schäfts führendem Kreisvor -

stand (Johannes Müller, Char -

lotte Stoffel und Anna Damm)

sowie dem erneut nominiertem

Fraktionsvorstand (Gesche

Boeh lich, Benjamin Eschen -

burg und Sven Kuhfuss) eingesetzt.

Die Gespräche werden in der

Reihenfolge des Wahler gebnis -

ses der anderen Parteien angeboten,

dementsprechend wird

die SPD zuerst eingeladen. Ein

Ergebnis gibt es noch nicht.

Erst wurde gefeiert –

jetzt wird gesprochen

Die Freien Demokraten setzen

sich für ein gutes Miteinander

im Jenischpark ein. Dort hatten

im Mai mehrere Abiturien ten -

gruppen der umliegenden Gym -

nasien hemmungslos gefeiert

und dabei nicht nur Bier fla -

schen zerbrochen und mit

anderen Hinterlassenschaften

die Wiese vor dem Jenisch

Haus verdreckt, sondern auch

etliche Bäume mit Graffittis

beschmiert. „Um zu gewährleisten,

dass auch kommende

Abiturjahrgänge ihre Zusam -

men künfte im Jenischpark feiern

können, muss aus Sicht der

Freien Demokraten an die

Eigenverantwortung appelliert

und gemeinsam ein verbindlicher

Verhaltenskodex erarbeitet

werden“, forderte Fraktions -

chefin Katarina Blume. Die

Bezirksversammlung sah das

genauso.

Was wird aus

dem AK Altona?

Die SPD-Bezirksfraktion fordert,

die Weiternutzung des

denkmalgeschützen Gebäudes

des AK Altona jetzt aktiv zu

Planen. „Eine zukunftige Nut -

zung sollte mit den Neupla nun -

gen fur das restliche Gelände

mitgedacht werden, um Fragen

zur Erschließung, zu Verkehren

und Nutzergruppen aufeinander

abzustimmen und auch um

einen langjährigen Leerstand

des Denkmals zu verhindern“,

heißt es in dem BV-Antrag. Das

von Asklepios betriebene Kran -

kenhaus Altona soll in einen

Neubau unweit des aktuellen

Standorts umziehen. Der Neu -

bau und das umliegende Ge -

lände wird derzeit in der Stadt -

planungsbehörde erarbeitet.

843 Ferienwohnungen

im Bezirk Altona

Seit 1. Januar 2019 gilt das

Wohnraumschutzgesetz, nachdem

Wohnungen nicht mehr

als Ferienwohnungen genutzt

werden können. Betreiber müssen

Ferienwohnungen genehmigen

lassen. Nach einer Klei -

nen Anfrage des Linken-Ab ge -

ordneten Wolfgang Ziegert

sind im Bezirk Altona insgesamt

843 Wohneinheiten als

Ferienwohnungen registriert.

23 Anbieter vermitteln demnach

2 oder mehr Ferienwoh -

nungen.

Tankstelle bleibt erhalten

Die Orlen-Tankstelle in der Ber -

nadottestraße in Othmarschen

soll dem Stadtteil erhalten bleiben.

Sowohl der Orlen-Konzern

als auch das Bezirksamt erarbeiten

derzeit Verträge für eine

baldige Neueröffnung. Zuerst

soll die Tankstelle modernisiert

werden.

Blick vom Sorgfeld aus auf das neue Gemeindehaus, die Kita und die künftigen Wohnungen

Während woanders Kirchen

geschlossen oder umgenutzt

werden, baut die

Kirchengemeinde Sülldorf-

Iserbrook an der Zukunft:

Letzte Woche stellte der

Kir chengemeinderat das Ergeb -

nis eines Architektur wett be -

werbes mit städtebaulicher

Aus richtung vor, das den Bau

eines neuen Gemeindezentrums

mit erweiterter Kita und Woh -

nungen unterm Kirchturm in

einem Ensemble auf dem Ge -

meindecampus am Sülldorfer

Kirchenweg vorsieht.

Vor kurzem stellte die Evan ge -

lische Kirche in Deutschland

(EKD) noch eine Projektion für

2060 vor, wonach die Anzahl

der Kirchenmitglieder bis dahin

um die Hälfte schrumpfen wür -

de. Der Rat der EKD ruft derzeit

Gemeinden auf, über die Ge -

staltung ihrer Zukunft nachzudenken.

Die Gemeinde Süll -

dorf-Iserbrook ist da schon

einen Schritt weiter: Moderne

Gebäude sollen nicht nur helfen,

die Finanzen im Griff zu

behalten, sondern auch, um

nachhaltig zu handeln und die

Gemeinde theologisch und diakonisch

weiter zu entwickeln.

Dazu gehört für Gemeinderats-

Vorsitzen Markus Krohn vor

allem, „einen Treffpunkt für

alle Menschen des Stadtteils zu

schaffen, um über die Themen

ins Gespräch zu kommen, die

sie bewegen.“ Dazu gehört für

ihn auch, gemeinsam Feste und

Gottesdienste mit Alt und Jung

SÜLLDORF

Die Anzahl der Personen, die ehrenamtlich

tätig sind, belief sich in Deutsch -

land laut einer Erhebung des IfD

Allensbach im Jahr 2016 auf mehr 14

Millionen Menschen, das sind 17,6%

der Bevölkerung. Die Studie fand ebenfalls

heraus, dass sich 27 Prozent der

Berufstätigen ehrenamtlich engagieren.

Blankenese bietet eine sehr breite Palette

von Vereinen, Institutionen, oder karitativen

Organisationen zu den verschiedensten

Bereichen an, in denen sich Ehrenamtliche

zusammengeschlossen haben. Sei es z.B. im

sportlichen, beruflichen, sozialen, schulischen

oder medizinischen Bereich. Es dürften

mehrere hundert Vereine, Initiativen

und Insti tu tionen sein. Hinzu kommen

soziale Träger, die ihre Dienstleistungen in

verschiedenen Lebenslagen anbieten.

Doch die Bürger haben es schwer, den

Über- und Einblick zu erlangen und umfassend

zu ganz bestimmten Fragen, Wün -

schen, Interessen den richtigen An sprech -

partner zu finden. Und die einzelnen

Einrichtungen wissen oft nichts voneinander.

Das wollen die Initiatoren des Infor ma -

BLANKENESE

zu feiern.

Sieger des Architekturwett be -

werbes ist das junge Hambur -

ger Architekturbüro „schalt -

raum“. Der Entwurf sieht zwei

Gebäude vor, die sich mit ge -

brochenen Fassaden in das

Stadtteilbild gut einpassen. In

dem Gebäude, das der St. Mi -

chaelskirche zugewandt ist,

wird künftig das Gemeindehaus

und die Kindertagesstätte der

Gemeinde untergebracht. Räum -

lich wird sich das Gemeinde -

haus etwas verkleinern, die Kita

wird sich dagegen dem Bedarf

im Stadtteil anpassen und um

zwei Gruppen erweitert. Nach -

dem der erste Bauabschnitt

abgeschlossen ist, wird das alte

Gemeindehaus durch ein Wohn -

gebäude ersetzt. Der Erbbau -

zins, den die Gemeinde mit

dem Wohnungs-Grundstücks -

teil erzielt, sowie energetische

Einsparungen werden das neue

Gemeindehaus solide finanzieren.

Die DorfStadt-Redaktion

sprach mit dem geschäftsfüh -

renden Pastor der Gemeinde,

Christian Carstens:

DorfStadt: Warum ist der

Neu bau notwendig?

Carstens: Unser altes Gemein -

dehaus ist in die Jahre gekommen.

Die wirtschaftlichen Risi -

ken für notwendige Sanierungs -

arbeiten, auch aufgrund neuerer

gesetzlicher Vorgaben, sind

sehr hoch, sodass wir uns

schon vor 4 Jahren dazu entschlossen

haben, mit einem

Neu bau unsere zukünftige Ge -

meindearbeit abzusichern.

Warum war ein Architektur -

wettbewerb notwendig?

Wir haben großartige fachliche

Partner im Kirchenkreis und in

der Landeskirche, die uns beraten

haben. So konnten wir beispielsweise

mit unserem Super -

visor die Schwerpunkte in der

Gemeindearbeit und ein Raum -

konzept erarbeiten, das uns

auch noch in 20 Jahren eine

sehr lebendige und offene Ar -

beit in der Gemeinde durchzuführen.

Mit dem Architek tur -

wettbewerb haben wir uns

zusätzliche fachliche Unterstüt -

zung weiterer Architekten und

Ingenieure, aus dem Denkmal -

schutzamt, dem Bezirksamt,

der Bezirkspolitik und dem

Kirchenkreis geholt, um das

bestmöglichste Konzept in Süll -

dorf umsetzen zu können.

tionsforums Blankenese ändern. Seit An -

fang des Jahres treffen sich daher Akteure

von Vereinen und Institutionen an unterschiedlichen

Orten, um sich kennen zu lernen

und zu vernetzen.

Das Forum will die Gruppierungen am Ort

zusammenbringen. Das Ziel: Voneinander

wissen, Vernetzungen ermöglichen und insgesamt

an der Gestaltung der Zukunft des

Stadtteiles intensiv mitwirken. Es geht

dahinter auch um die Wertefrage: Die

großen Themen der Zeit betreffen selbstverständlich

auch das Dorf Blankenese. Alles,

was dem Miteinander dient, kann helfen,

die Basis für ein gutes Zusammenleben zu

festigen.

Zeichnung: schaltraum

Gemeindehaus sichert Zukunft

Kirchengemeinde Sülldorf-Iserbrook stellt Neubaupläne der Gemeinde vor | Konrad Matzen

Da wir mit unseren Gelände,

das für den Stadtteil auch eine

wichtige identitätsstiftende

Funk tion hat, verantwortungsvoll

umgehen wollen, war der

Wettbewerb auch städtebaulich

angelegt. Das Ergebnis ist an

unserem Informationsabend

sehr gut aufgenommen worden.

Wie wird sich die Gemeinde

insgesamt verändern?

Die Gemeinde hat sich gerade

in den letzten zweieinhalb Jah -

ren stark verändert. Vor allem

im engeren Kreis der Gemein -

deglieder und der ehrenamtlichen

Mitarbeiter ist die Auf -

bruchstimmung zu spüren.

Nicht zuletzt ist mit den beiden

neuen Kollegen im Pfarramt,

Fabio Fried und Lucia v. Treu -

enfels in der Arbeit mit Kindern

oder in der Seniorenarbeit frischer

Wind in die Gemeinde

gekommen. Auch unsere Kon -

fir manden- und Jugendarbeit

kommt bei den jungen Leuten

gut an. In diesem Jahr haben

wir fast 100 Jugendliche konfirmiert.

Damit sichern wir

nicht zuletzt auch unsere

Zukunft, weil sich die Konfir -

manden hoffentlich irgendwann

an eine gute Zeit in ihrer Kir -

chengemeinde erinnern.

Wann ist mit dem Baubeginn

in Sülldorf zu rechnen?

Das wird noch etwas dauern,

denn wir müssen jetzt mit

unseren Partnern die Details

erarbeiten. Anschließend prüft

das Bezirksamt unseren Bau -

antrag. Mit ein bisschen Glück

können wir nächstes Jahr die

konkreten Baupläne vorstellen.

Eine Messe für Vereine und Ehrenamt

Blankeneser Vereine und Institutionen wollen sich vernetzen und veranstalten Messe | Konrad Matzen

Neben den Treffen zum Austausch soll es

einen gemeinsamen Veranstaltungs kalen -

der auf blankenese.de geben. Damit könnten

neue Interessenten gewonnen werden,

außerdem gelänge es dann besser,

Terminkollisionen zu vermeiden. Die ersten

Termine sind dort bereits eingetragen.

„Gemeinsam wollen wir dazu beitragen,

dass wir in Blankenese noch enger zusammenwachsen,

um so einen lebens- und liebenswerten

Stadtteil noch attraktiver zu

machen", hieß es im Einladungsschreiben

zu einem der Treffen.

Noch vor den Sommerferien gab es ein

erstes gemeinsam veranstaltetes Highlight,

um das Kennenlernen der verschiedenen

Institutionen zu intensivieren: Eine

Informationsmesse im Gemeindehaus der

Blankeneser Kirche am Markt: Über 30

Institutionen aus und für Blankenese waren

dabei.

Ein großer Erfolg! Wer noch nicht dabei ist,

kann sich hier informieren:

www.blankenese.de/

informationsforum.html


Bereits 2014 beschloss die

Bezirksversammlung Al to -

na: Am Tinsdaler Kirchen -

weg muss der Verkehr be -

ruhigt werden! Jetzt, fünf

Jahre später, steht fest: Es

könnte losgehen, alles ist

soweit fertig, aber das dafür

bereitgestellte Geld ist weg. „So

nicht!“, sagte die neu gewählte

Bezirks versammlung. In ihrer

ersten Sitzung am 20.6.2019

forderte sie auf Antrag von

GRÜNEN, CDU und SPD das

Bezirksamt Altona auf, ohne

weitere Verzögerung die Maß -

nahme im Tinsdaler Kirchen -

weg auszuschreiben und umgehend

umzusetzen.

Der Schock war groß: „Für die

Maßnahme ist kein Geld da!“,

wurde der Initiative vor Ort

mitgeteilt. Der Verkehrsaus -

schuss sei informiert und sämtliche

weiteren Schritte seien

gestoppt. Das ist zwar so nicht

ganz richtig, stellte sich jetzt

heraus, die Planung wurde weiter

vorangetrieben. Allerdings

wird die Maßnahme teurer als

erwartet und da der Bezirk eine

Haushaltssperre erlassen und

ohne Abstimmung mit der

Bezirksversammlung das Geld

für diese Maßnahme gestrichen

hat, kam sie zum Erliegen.

Eva Botzenhart, für die GRÜNE

Fraktion im Altonaer Verkehrs -

ausschuss ist fassungslos: „Es

ist nicht zu fassen, wie mit der

Politik und den Bürgerinnen,

aber auch mit den eigenen

Amts-Mitarbeitenden umgegangen

wird. Die Idee ist fünf

Jahre alt, die Umsetzung steht

seit drei Jahren. Es gibt einen

politischen Beschluss und der

Planung haben alle beteiligten

Behörden zugestimmt. Was

muss denn noch passieren,

damit dieser Beschluss umgesetzt

wird? Eine Priorisierung

über die Verwendung von Haus -

haltstiteln muss in Abstim -

mung mit der Bezirksversamm -

lung erfolgen und in diesem

konkreten Fall muss es ggf.

Nachforderungen bei Senat und

Bürgerschaft geben!"

Tim Schmuckall, stellvertretender

Vorsitzender und verkehrspolitischer

Sprecher der Alto -

naer CDU-Fraktion zuversichtlich:

„Die Bezirksver samm lung

hat mit dem heutigen Beschluss

deutlich gemacht, dass die

Verkehrsberuhigung im Tinsda -

ler Kirchenweg ohne jede weitere

Verzögerung umgesetzt wird.

Die Unruhe in den letzten Ta -

gen war unnötig und hat das

Vertrauen der Bürger nicht

gestärkt. Zumindest aber gibt es

jetzt die eindeutige Zusage des

Amtes, dass es mit der Ver -

kehrsberuhigung losgehen

kann."

Elbvororte

Tinsdaler Kirchenweg endlich beruhigt

Nach Aufregung im Altonaer Rathaus kann die Baumaßnahme noch in diesem Jahr umgesetzt werden

RISSEN

Die Bürgerschaft hat

200.000 Euro aus dem

Sanierungsfond 2020 für

den Zaun rund um den

Botanischen Garten, der

seit 2012 Loki-Schmidt-Garten

heißt, bewilligt. Der Zaun um

das knapp 25 Hektar große

Areal soll nun saniert und

erneuert werden.

Die beiden Bürgerschafts ab -

geordneten im Wahlkreis Vier,

Anne Krischok und Frank

Schmitt, hatten auf die Pro -

bleme des maroden Zauns und

auf die große Bedeutung des

Loki-Schmidt-Gartens hingewiesen.

Die Bür gerschaft hat in

ihrer jüngsten Sitzung einem

Antrag der Frak tionen von SPD

und Grünen zugestimmt.

Krischok, die sich ehrenamtlich

als Vorsitzende der „Gesell -

schaft der Freunde des Botani -

schen Gartens Hamburg e.V.“

engagiert, berichtet: „Der inz -

wi schen marode Zaun bietet

keinen Schutz mehr vor Ein -

dringlingen. Um Vandalismus

vorzubeugen und die vielen exotischen

Pflanzen aus aller Welt

wieder besser schützen zu können,

muss zwingend ein neuer

Thomas Adrian, Fraktions vor -

sitzender der SPD Altona freut

sich: „Die Verzögerung, die es

bei den Planungen für den

Tinsdaler Kirchenweg gegeben

hat, sind ärgerlich. Ich freue

mich, dass durch die Bezirks -

amts leiterin klargestellt wurde,

dass es jetzt weitergeht und die

Bauarbeiten ausgeschrieben

und dann auch realisiert werden.

Wir sind bei den Bürger -

innen und Bürgern im Wort und

müssen unsere Zusagen auch

einhalten.“

Es begann mit dem Beschluss

vom 9. Juli 2014: Der Tinsdaler

Kirchenweg sollte „erstmalig

endgültig hergestellt“ werden,

allerdings ohne auf die Wün -

sche und Forderungen der

anliegenden Bewohner Rück -

sicht zu nehmen. Nach zähem

Ringen mit den Behörden sowie

dank der Findigkeit und Hart -

näckigkeit der Mitarbeitenden

im Bezirksamt Altona, entstand

schließlich eine Variante, die im

Dezember 2016 genehmigt

wur de. Weitere Rückschläge

und Probleme verzögerten die

Umsetzung, mündeten aber

endlich auf Betreiben der

Initiative vor Ort, der Politik im

Bezirk und des Tiefbauamtes in

einer Schlussverschickung.

Jetzt wird das Bezirksamt aufgefordert,

die Maßnahme im

Tinsdaler Kirchenweg schleunigst

umzusetzen.

Neuer Zaun für Botanischen Garten

Bürgerschaft bewillig 200.000 Euro in der letzten Sitzung vor der Sommerpause | Konrad Matzen

OSDORF

Zaun errichtet werden. Das

sind wir nicht zuletzt Loki

Schmidt, der Namensgeberin

des Botanischen Gartens, die in

diesem Jahr 100 Jahre geworden

wäre, schuldig.“

Der Loki Schmidt Garten steht

auch der Öffentlichkeit kostenlos

zur Verfügung. 540.000

Besucher wurden im vergangenen

Jahr gezählt.

DorfStadt-Zeitung 9/2019 • 27.6.2019 • 3

Rundblick ALTONA

Buntes aus dem Bezirk | Wolf Achim Wiegand

DorfStadt-Redakteur Wolf-Achim Wiegand

Moin, liebe Leser,

der längste Tag des Jahres liegt

hinter uns. Seit dem 22. Juni

geht die Sonne im Norden der

Erde mit jedem Untergang wieder

früher schlafen. Besonders

spürbar ist das nördlich des

Polarkreises (etwa 66° 33 55

nördlicher Breite). Dort, wo die

Sonne zeitweise gar nicht un -

ter geht, steuert man nun wieder

auf ganztägige Dunkelheiten

zu. Übrigens: am Tag der Som -

mersonnenwende blieb die

Sonne bei uns in Hamburg etwa

45 Minuten länger am Himmel

als etwa in München. Womit

bewiesen wäre: wir Nordlichter

stehen auf der Sonnenseite des

Lebens! In diesem Sinne erwarte

ich wieder viele Leserbriefe

an redaktion@dorfstadt.de...

Ihnen alles Gute!

Busse statt S-Bahnen

Bezirk Altona – Die S-Bahn -

nutzer entlang der Linien S3,

S31, S1, S11 und S21 müssen

mo mentan etwas mehr Zeit

einplanen. Wegen grundlegender

Erneuerungsarbeiten am

Lessingtunnel (Ottensen) ist der

Foto: privat

Schienenverkehr bis 7. August

teilweise unterbrochen. Die

Fahrgäste müssen auf Busse

umsteigen. Betroffen sind die

Bahnhöfe Altona, Othmar -

schen, Diebsteich und Holsten -

straße. Trotz Ferienzeit sind

noch rund 50.000 Passagiere

täglich betroffen. Die verlängerte

Fahrtzeit beträgt etwa 20

Minuten, sagt die S-Bahn.

»Buntes Haus« feiert

Blankenese – Das Betreu ungs -

zentrum für Geflüchtete und

Flüchtlingshelfer, „Buntes

Haus“, hat kürzlich zweijähriges

Bestehen gefeiert. Die privaten

Initiatoren haben in dem

einstigen Laden mitten im Ein -

kaufsviertel von Blankenese

einen gemütlichen Ort der Be -

gegnung für Einwohner und

Zuwanderer geschaffen. Außer -

dem bietet das „Bunte Haus“

Weiterbildung an, etwa

Deutsch unterricht für die Hin -

zu gekommenen und Arabisch-

Lektionen für die Alteinge ses -

senen. Ein echter Ort des

Ausgleichs in einer nicht einfachen

Zeit!

»Beet-Paten« gesucht! Wer rettet Sülldorfer Kunstprojekt?

Schülerprojekt des Marion Dönhoff Gymnasiums soll erhalten bleiben | Manuela Tanzen

Schon gesehen? Nahe der

S-Bahn-Haltestelle Sülldorf

tauchten vor einer Woche

diverse mit Pflanzen be -

wachsene Konstruktionen

auf, kleine „Hochbeete“. Sie

sind das Ergebnis eines Schul -

projekts mit dem Ziel, das

Viertel für Anwohner und

Passanten schöner zu machen.

Doch der Verbleib der Beete ist

ungewiss.

Drei Klassen des Marion Dön -

hoff Gymnasiums in Blankene -

se (MDG) haben die Hochbeete

im Kunstunterricht entworfen

und gebaut. Unter dem Motto

„Utopien. Wie wollen wir besser

zusammen leben?“ ging es

darum, das eigene Leben ge -

stalten und gesellschaftlich

mitbestimmen zu dürfen, auch

im Kontext der Fridays for

Future-Bewegung. Die Klassen

10 und 11 beschäftigten sich im

Kunstunterricht mit Joseph

Beuys und dessen documenta-

Projekt „7.000 Eichen – Stadt -

ver waldung statt Stadtverwal -

tung“, wobei Kasseler Bürger

gemeinsam 7.000 Bäume ge -

pflanzt und so den Stadtraum

nachhaltig verändert haben.

„Es geht also um die Frage,

wem der öffentliche Raum letztlich

gehört und inwiefern es

sei nen eigentlichen Nutzern

erlaubt ist, Einfluss auf diesen

SÜLLDORF

Eine Auswahl der Kunstwerke rund um die Kreuzung Sülldorfer

Landstraße/Sülldorfer Kirchenweg

Fotos: Kaninski

zu nehmen“, erläutert Kunst -

lehrer Harm-Heye Kaninski.

Dass das Bedürfnis, den öffentlichen

Raum zu gestalten, bei

Jugendlichen vorhanden ist,

beweisen u.a. viele Graffiti in

Hamburg. „Auch darum ist es

wichtig, dass Schule Mög lich -

keiten schafft, diese Energien,

die sich oft in illegaler Wand -

malerei ausdrücken, zu kanalisieren

und sich im öffentlichen

Raum legal gestalterisch zu

betätigen“, betont Kaninski und

erklärt: „Dass es uns nicht

möglich war, 7.000 Eichen zu

pflanzen, war uns von Anfang

an klar, aber auf ein Dutzend

Hochbeete wollten wir es auf

jeden Fall bringen.“ In der 7.

Klasse wurden Beispiele aus

dem Urban Gardening oder

dem Droogdesign (aus alten

Gebrauchsgegenständen werden

neue konstruiert) besprochen.

Dann wurden in den drei

Klassen Entwürfe für die Hoch -

beete erstellt und in handwerklicher

Arbeit umgesetzt. Neben

Coladosen und alten Bällen

kam vor allem Restholz zum

Einsatz. Zwar waren die Hoch -

beete selten mit den Ursprungs -

entwürfen identisch, aber, so

Kaninski: „Am MDG legen wir

viel Wert auf selbstständiges

Lernen, zu dem es nicht kommen

kann, wenn Ergebnis und

Weg komplett vorherbestimmt

sind. Diese Offenheit von

künst lerischen und Bildungs -

prozessen ist leider nicht immer

mit Fristen und Bearbei tungs -

zeiten behördlicher Institutio -

nen vereinbar...“ Heißt im

Klartext und kurzgefasst: Die

Hochbeete sind noch nicht

behördlich genehmigt, lediglich

geduldet.

Dabei wurde das Projekt von

Anwohnern, Geschäftsleuten

und Institutionen sehr positiv

angenommen: „Die Polizei war

vor Ort, hat schnell und un -

kom pliziert ihr okay gegeben,

und die Eisdiele San Marco, der

Segelmacherbetrieb Clownsails,

die Immobilienverwaltung WeKo

und das Hamburger Konser va -

torium haben die Schülerinnen

und Schüler bei der Platzierung

und teilweise der Pflege der

Objekte aktiv unterstützt“, so

Kaninski. „Diese sind als be -

wusste Gestaltung des öffentlichen

Raumes von Kindern und

Jugendlichen zu verstehen, und

auch viele Anwohner sagten

uns, dass sie sich über die neue

Begrünung freuen.“

Und doch: „Die Hochbeete auf

dem Gelände des Konser va -

toriums und vor Clownsails

dürfen laut Behörde nur so

lange bleiben, wie wir deren

Pflege gewährleisten können,

was in den Ferien nun kompliziert

wird.“ Kaninski und seine

Schüler bitten daher die Dorf

Stadt-Leser um Hilfe: „Gestal -

ten auch Sie den öffentlichen

Raum, in dem Sie sich in Ihrem

Alltag bewegen, mit und übernehmen

Sie die Patenschaft

eines Hochbeetes, indem Sie

dieses pflegen, regelmäßig gie -

ßen und ggf. auch neu bepflanzen!“

Interessierte mailen bitte

bis zum 2.7. an: Hochbeete2019

@yahoo.com.

Sollten sich keine Unterstützer

finden, müssen die Hochbeete

weichen. „In diesem Fall würden

wir allen Anwohnern und

Passanten noch einmal zwei

Tage lang die Möglichkeit ge -

ben, Hochbeete oder deren

Bepflanzung mit in den eigenen

Garten zu nehmen“, so Harm-

Heye Kaninski. „Diese würden

dann ab 3. Juli mit Schildern

als abholbar gekennzeichnet.“


4 • DorfStadt-Zeitung 9/2019 • 27.6.2019 Elbvororte

Kohleausstieg und Fernwärme: Zu viel für Grün?

Die Grünen im Senat planen für eine nachhaltige Energiegewinnung der Zukunft. Kann das Ziel erreicht werden? | Markus Krohn

Der Rückkauf des Fern wär -

menetzes und der Anspruch

der Grünen, eine für den

Klimaschutz günstige und

nachhaltige Politik zu ge -

stalten, gerät in Gefahr.

Nicht, weil der politische

Wille dafür fehlt. Längst sind

alle größeren Parteien dafür –

allein das von den Grünen vorgegebene

Tempo lässt die Pläne

wackeln. Zudem könnten über -

eilt beschlossene Gesetze für

Chaos und Rückschritte auf

dem Weg zu einer nachhaltigen

Energiewirtschaft sorgen.

Für den Hamburger Westen

spielt vor allem das Fern wär -

me kraftwerk in Wedel eine

große Rolle. Um die klimapolitische

Revolution zu vollziehen,

müsste das Kraftwerk

abgeschaltet und eine alternative

Energiequelle gefunden werden.

Das ist gar nicht so einfach.

Zumal sich der aktuelle

Senat selbst zeitlich ambitionierte

Ziele gesteckt hat, die

nicht unbedingt zu erreichen

sind. Zumal das Fernwärme -

netz der Stadt noch nicht einmal

offiziell gehört – das soll

erst im Herbst soweit sein.

Die Zeitvorgaben wurden allerdings

schon mehrfach korrigiert.

Das Rückkaufverfahren

stellt sich als einfach zu kompliziert

heraus. Nun kommt

eine neue zeitliche Hürde hin -

zu: Durch einen Beschluss der

Bürgerschaft am 5. Juni wurde

eine Einigung zwischen der

Volksinitiative und den Regie -

rungsfraktionen abgesegnet,

das Hamburgische Kohleaus -

stiegs gesetz, das u.a. vorsieht,

dass es nach dem 31.12.2025

keine durch Kohle erzeugte

Wärme mehr in städtischen

Wärmenetzen geben soll. Ein

ehrgeiziges Ziel, denn das

bedeutet, dass die Stadt innerhalb

von nur sechs Jahren eine

Alternative zum Kraftwerk

Wedel haben muss. Bei Bau -

vorhaben mit einem derartigen

Umfang ist die Umsetzung

innerhalb dieser Frist schon

ELBVORORTE

heute fraglich.

Wichtig ist, zügig zu klären,

wie die Alternative zum Kohle-

Heizkraftwerk Wedel aussehen

soll. Die Umweltbehörde (BUE)

hat dazu bislang nur eine

unzureichende Planung vorgelegt,

die bereits am 27. Juni

2017 vorgestellt wurde, aber

auf große Skepsis in der Be -

völkerung gestoßen ist, denn

die neue Fernwärmeleitung soll

mitten durch Othmarschen und

Bahrenfeld geführt werden. Die

Rohre werden ca 70 cm Durch -

messer haben. Eine wandernde

offene Baustelle mit Lärm und

Verkehrsbehinderungen über

mehrere Jahre würde den

Stadt teilen drohen – parallel

zum Bau des Deckels vor dem

Elbtunnel! Hintergrund dieser

Planungen sind Verhandlungen

zwischen dem schwedischen

Energiekonzern Vattenfall, von

dem die Stadt auch das Fern -

wärmenetz kaufte und der

Stadt, die mit diesem so ge -

nannten „Südszenario“ Wärme

aus dem Süden der Stadt unter

der Elbe hindurch in den Ham -

burger Westen transportieren

will. Anwohner in Othmar -

schen haben bereits Widerstand

angekündigt und wollen gegen

die (Bau-)Pläne klagen.

Eine Arbeitsgruppe des Ener -

gienetzbeirats (Hamburger

Ener gietisch) hat hierzu am 18.

April 2019 einen Bericht vorgelegt.

Der Tenor: Es ist besser,

vom Bau der Elbtrasse Abstand

zu nehmen und das HKW

Wedel auf einer seit langem

brach liegenden Fläche im

Stellinger Moor zu ersetzen

(„Nordvariante“).

Der Hamburger Energietisch

(HET) ist ein Zusammenschluss

von Menschen, der sich für die

Umsetzung der Energiewende

in Hamburg einsetzt. Unter

Energiewende versteht der HET

eine möglichst schnelle Trans -

formation des Energiesystems

hin zu einer vollständigen und

klimaverträglichen Versorgung

durch erneuerbare Energien,

das Ergreifen von Maßnahmen

für erhebliche Energieein spa -

rungen und eine signifikante

Steigerung der Energieeffi -

zienz. „Diese Transformation

kann nur durch den Umbau weg

von einem Großkonzern hin zu

einem Stadtwerk und den Auf -

bau von Energiege nossen schaf -

ten und anderer Bürger be tei li -

gungs modelle am Hamburger

Energiesystem durch geführt

werden. Darüber hinaus muss

die Hamburger Bevölkerung in

sämtliche Ent scheidungs pro -

zes se dieser Tranformation

durch eine größtmögliche

Rund 200.000 Hamburger nutzen Fernwärme – die Energie dafür wird im Kohlekraftwerk Wedel

erzeugt und bringt die Nachbarn wegen Rußpartikel auf die Zinne

Foto: Hannes Grobe, CC BY/Wikimedia

Trans parenz und Partizipation

eingebunden werden“ fordert

der HET.

Der HET versteht sich als

begleitendes Gremium für die

vollständige politische und

praktische Umsetzung des

erfolgreichen Volksentscheids

über die Rekommunalisierung

der Hamburger Energienetze

zusammen mit dem Trägerkreis

von „Unser Hamburg, unser

Netz“.

Die gewaltige Elbtrasse kostet

sehr viel Geld: Schon jetzt wird

eingeräumt, dass „grob“ 150

Mio. € dafür aufzuwenden sein

werden. Tendenz: stark steigend.

Die Arbeitsgruppe be -

fürchtet: Die Elbtrasse kann,

auch wegen Klagen, nicht

rechtzeitig fertig gestellt werden.

Infolgedessen kann das

HKW Wedel nicht vor Ende

2025 endgültig stillgelegt werden.

Daraufhin verliert Ham -

burg 100 bis 140 Mio. € an

Kraft-Wärme-Kopplungs-Zu -

schlägen, mit denen bei der

Begründung des Rückkaufs fest

gerechnet wurde.

Zur Verminderung dieses und

anderer Risiken machte die

Arbeitsgruppe der Umweltbe -

hörde unter anderem folgende

Vorschläge:

Das Risiko von Klagen gegen

den Wedelersatz, insbesondere

der von Lärm, Schmutz und

Einkommenseinbußen geplagten

Anwohner lässt sich verringern,

wenn die BUE unter neutraler

Debatten-Leitung die

vom Trassenbau Betroffenen

davon überzeugen kann, dass

die Elbtrasse mit Südvariante

eine bessere Ersatzlösung ist als

eine Nordvariante ohne Elb -

trasse.

Zur Vermeidung von Zeitver lu -

sten sollte ab sofort unter

Federführung der Umwelt be -

hörde nicht nur die Südva -

riante, sondern auch die Nord -

variante geplant werden, bis

entschieden ist, welche Vari -

ante die bessere ist.

Da Ende Februar 2020 Bürger -

schaftswahlen in Hamburg an -

stehen, ist fraglich, wie weit die

Planungen in der Umweltbe -

hörde bis dahin gedeihen, denn

je nachdem, wie die politischen

Verhältnisse nach der Wahl

aussehen, könnte es erneute

Verzögerungen bei der Umset -

zung der ehrgeizigen Pläne der

Stadt aussehen. Es wäre nicht

das erste Mal, dass der Wille

des Volkes nicht vollständig

umgesetzt würde. In diesem

komplexen Fall wäre das vielleicht

sogar besser, weil damit

möglicherweise die Chance auf

Realisierung der besten Vari -

ante steigt.

Rapunzel-Turm zu kaufen

Bahrenfeld – Man findet ihn

nur, wenn man genau nach ihm

sucht, den Wasserturm von

Bahrenfeld. Das gut hinter Bäu -

men versteckte 15 Meter hohe

Objekt an der Theodorstraße

dürfte derzeit die ungewöhnlichste

Hamburger Kaufim -

mobilie sein. Die Besitzerin hat

das 120 Jahre alte vierstöckige

Backsteingebäude komplett

saniert und aus dem einst verwahrlosten

Grundstück einen

kleinen Garten Eden mit Hor -

tensien, Obstbäumen und Rho -

dodendren gezaubert. An -

schau en kann man den „Ra-

punzel-Turm“ in einer Internet -

galerie mit Wassertürmen in

aller Welt: www.wasserturmgalerie.de

Dolce Vita an der Elbe

Blankenese – Wie an der Ri -

viera oder an einem Karibik -

strand fühlt es sich derzeit an

warmen Tagen am Elbstrand

an. Die früher eher selten

besuchten Sandbuchten zwischen

Blankeneser Bulln und

Leuchtturm Wittenbergen sind

inzwischen zum Sammelpunkt

für Sonnenanbeter, Kinder und

Familien geworden. Das Ein -

zigartige: während die Sonne

lacht und feiner Sand die

Zehen kitzelt, gleiten große und

kleine Pötte fast zum Greifen

nah vorbei. In der Woche kommen

gemütlich die Einhei mi -

schen, am Wochenende auch

Touristen.

Wer macht sowas?

Lurup – Gleich sechs Autos und

zwei Motorräder sind kürzlich

zu nachtschlafender Zeit in

einem Carport am Brachvo -

gelweg durch Feuer komplett

vernichtet worden. Laut Polizei

wird wegen Brandstiftung er -

mittelt. Hinweise auf Motive

oder die Täter gab es zunächst

nicht. Doch die Kripo lässt

nicht locker. Wer etwas gesehen

hat oder Genaueres weiß, der

kann sich als Zeuge vertraulich

an jede Polizeiwache wenden.

Wolf Achim Wiegand

»Lebendiger Kirchturm« in Iserbrook

Nabu zeichnet Martin-Luther-Kirche für Maßnahmen zum Schutz des Turmfalken aus | Konrad Matzen

Viele Vogelarten siedeln

sich gerne in der Nähe des

Menschen an. Turmfalken,

Dohlen, Fledermäuse oder

Schleiereulen nutzen Kirch -

türme und andere Gebäude

als Ersatz für natürliche

Bruthöhlen. Viele der Arten leiden

jedoch darunter, dass Brut -

möglichkeiten in den Siedlun -

gen zunehmend verloren gehen.

Bei Kirchturmsanierungen werden

zum Beispiel Einfluglöcher

oder Brutnischen verschlossen

oder Gitter zur Abwehr von

Tau ben angebracht. Auch kleine

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Ulf Hanson (Kirchengemeinderat), Marco Sommerfeld (NABU)

und Pastor Fabio Fried vor der Martin-Luther-Kirche Foto: PR

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Arten wie Spatz oder Hausrot -

schwanz stehen dann vor verschlossener

Tür.

In der Martin-Luther Kirche in

Iserbrook ist dies seit 2010 nicht

mehr so, denn die Ev.- Kirchen -

gemeinde Sülldorf-Iserbrook hat

ihre Kirche für die Dohle attraktiv

gemacht und vorbildlich

zwei Nistkästen installiert, die

seitdem erfolgreich besetzt sind.

In diesem Frühjahr wurde zu -

dem noch ein Turmfalkenkasten

angebracht.

Um die Martin-Luther- Kirche

herum besteht noch ein intaktes

Dohlen-Vorkommen in Ham -

burg. Die meisten Tiere brüten

hier in stillgelegten Schorn -

steinen, die seit einigen Jahren

jedoch nach und nach „wegsaniert“

werden. Um den Bestand

der Dohlen zu erhalten und den

Turmfalken anzusiedeln, hat die

Gemeinde Nistkästen angebracht

und hat für ihr Enga ge -

ment im Artenschutz am 20.

Juni die NABU-Plakette „Lebens -

raum Kirchturm“ verliehen be -

kommen.

„Die Vögel haben die Kästen gut

angenommen und sind nun richtige

Kirchgänger. Wir wünschen

uns, dass die Dohlen ein Vorbild

für Menschen sind, die geistliche

Lebensräume ausprobieren wollen

und brauchen“, sagte Pastor

Fabio Fried. Die Glocken läuten

rechtzeitig zum Gottesdienst...

KIWI-Cup: Hockeyturnier

der Superlative

Das Wochenende des 15./16.

Juni wird nicht nur den

Rissenern lange im Ge -

dächt nis bleiben: beim THK

Rissen fand ein Sport er -

eignis der Superlative statt:

15 Vereine schickten 315 ju -

gend liche Hockeyspielerinnen

aus neun deutschen und dänischen

Städten zum 2. KIWI-CUP

Rissen in den Hamburger

Westen.

Sie alle kämpften um die heiß

begehrten Pokale aus Neusee -

land, gestiftet u.a. von Hausch &

Partner, einer in Bahrenfeld

ansässigen Spezialagentur für

Schulaufenthalte in Neuseeland,

Australien und Kanada in

Zusammenarbeit mit Education

New Zealand und 30 neuseeländischen

Schulen.

In vier Wettbewerben mit 23

Mann schaften spielten die

Jungs und Mädels um den Sieg

in ihrer jeweiligen Altersklasse.

Heiß umkämpfte, aber immer

faire Spiele tobten über die

RISSEN

Anlage, nur einmal unterbrochen

von sintflutartigen Regen -

fällen, die die Turnierleitung vor

eine große Herausforderung

stellten:

Starkregenfälle mit bis zu 50

l/m2 fielen innerhalb kürzester

Zeit über Rissen nieder und

setzten die komplette Hockeyund

Tennisanlage unter Wasser.

Beim gemeinsamen „Trocken -

legen“, vor allem des alten

Kunstrasens, wurde jegliches

verfügbares Gerät genutzt. Die

Jugendlichen hatten eine

Mordsgaudi bei kurzerhand neu

erfundenen Sportarten: Bier -

bank-Wasserschippen, Wasser-

Polo oder was ihnen sonst noch

einfiel.

Dank der großartigen Turnier -

leitung bzw. der Schiedsrichter

konnte bereits abends gegen

20:30 - nur wenig später als ge -

plant - das letzte Spiel des

Abends abgepfiffen werden. Der

Abend endete mit einem großartigen

Discospektakel.


Es sammelt Fotos, Doku -

mente, Landkarten und vieles

andere, um es der

Nachwelt zu erhalten, aber

auch, um den Bürgern dieser

beiden Stadtteile die

Vergangenheit von Flottbek

und Othmarschen nahe zu

bringen. Viel Beachtung fand

etwa die vom Archiv veröffentlichte

Othmarschen-Chronik

oder die gerade laufende Waitz -

straßen-Fotoausstellung.

Das Thema eines Archivs be -

schäftigte Gerhard Simmon

bereits seit Jahren. Auch andere

Vorstandsmitglieder des Bür -

gervereins Flottbek-Othmar -

schen (BVFO) waren in entsprechende

Gedanken eingebunden.

Nach der Wahl von Manfred

Walter zum 1. Vorsitzenden des

BVFO im Jahre 2005 verdichteten

sich die Überlegungen und

es gab sowohl bei den Sit zun -

gen des Bürgervereins wie auch

in diversen Einzelgesprächen

viele Anregungen.

Es folgte die Erarbeitung einer

OTHMARSCHEN

Satzung, nach einem Entwurf

des Mitgliedes und Notars de

Grahl durch die Herren Sim -

mon und Hans-Günter Stef -

fens. Nach der Wahl von Joa -

chim Brückner auf der Haupt -

versammlung des BV 2007 als

Beisitzer, ging die Bitte an ihn

als möglichen 1. Vorsitzender

des neuen Archivs mit dem

Finanzamt die Satzung zu prüfen,

um die Kriterien für die

Gemeinnützigkeit zu schaffen.

Mit Herrn Steffens und Frau

Clubley, VHS, wurden positive

Raumverhandlungen geführt.

Die Anmietung eines Raumes

in der Volkshochschule über

den Bürgerverein erfolgte mit

Beschluss des Vorstandes und

des Arbeitskreises Archiv ab

Juli 2008.

Nicht nur die Gedanken, eventuell

Sammlungen der Herren

Dr. Ahrens, Bobardt, Timm,

Schwarze, Simmon und Ande -

rer zu erhalten, waren maßgeblich,

sondern auch die vielen

„Schätze“ in Privathäusern vor

dem Wegwerfen zu bewahren.

Haben Sie sich schon einmal ge -

fragt, wo der Unterschied besteht

zwischen dem gelben Sack und

der gelben Wertstofftonne/ Wert -

stoffsack und was eigentlich wo

reingehört? Ganz einfach, der

gelbe Sack ist der Vorgänger der

gelben Wertstofftonne/Wertstoff sack

und ausschließlich zuständig für

die Sammlung von „Leichtverpackungen“, also Verpackungen

aus Plastik, Metall oder Verbundmaterialien wie zum Beispiel

Getränkekartons, Konservendosen oder Joghurtbecher.

Die gelbe Wertstofftonne/Wertstoffsack stellen eine Erwei te -

rung des gelben Sackes dar, denn in ihnen werden wie im gelben

Sack auch die Leichtverpackungen gesammelt und zu -

sätz lich noch jegliche haushaltsübliche Gegenstände, die aus

den Stoffen Plastik oder Metall bestehen. Beispiele hierfür sind

Wischeimer aus Plastik, Bratpfannen aus Metall, kaputter

Schneebesen aus Metall, oder eine ausrangierte Tupperdose

aus Plastik. Die gelbe Wertstofftonne und der Wertstoffsack

haben daher einen klaren Vorteil gegenüber dem gelben Sack,

sie decken eine größere Bandbreite an Material zur Sammlung

ab. Dies erleichtert es uns direkt zu Hause zu recyceln, ohne

zum Recyclinghof fahren zu müssen. Laut Umweltbundesamt

fielen in Deutschland 2016 insgesamt 18,16 Millionen Tonnen

Verpackungsabfall an, im Schnitt also 220,5 kg Verpackungs -

Entschieden wurde jedoch im

Arbeitskreis, die Konzentration

der Exponate auf die Stadtteile

Flottbek und Othmarschen.

Nächste Aufgaben waren Grün -

dungsmitglieder für den neuen

Verein zu finden und Hilfen für

das Tagesgeschäft sowie Geldund

Sachspender. Dann endlich

im April 2009 war die Satzung

mit dem FA abgeklärt und

wurde am 8. Juni 2009 errichtet.

Gründungsmitglieder wa -

ren die Damen Eva Börm und

Hedwig Sander, sowie die

Herren Joachim Brückner,

Gerhard Simmon, Hans Gün -

ter Steffens, Manfred Walter

und Dr. Ralph Wittchen. Am

24. Juni 2009 erfolgte die Ein -

tragung des neuen Archiv-

Vereins mit dem Vorstand

Joachim Brückner, Manfred

Walter und Dr. Harald Brandes

in das Vereins-Register.

Weitere aktive Mitglieder wa -

ren von Beginn an die Herren

Klaus Creutzenberg und Peter

Illig.

Die ersten Jahre hielt Herr

Elbvororte

10 Jahre Archiv Flottbek-Othmarschen

Die Geschichte, die die Geschichte zweier Stadtteile bewahrt | Manfred Walter

Simmon den Verein finanziell

am Leben und ermöglichte

außerdem große Sammlungs -

käufe durch Spenden. Bei dem

heutigen Stand des Vereins und

nach zehn Jahren Tätigkeit vieler

engagierter ehrenamtlicher

Helfer/innen, denen an dieser

Stelle ebenfalls ein Dank ge -

bührt, kann rückblickend ge -

sagt werden: „Es war richtig,

alle Anstrengungen zu unternehmen,

viele unersetzliche

Belege vor dem Entsorgen zu

schützen“.

Mittlerweile hat sich das Archiv

durch Herausgabe der Chronik

„700 Jahre Othmarschen“, Füh -

rungen zu Othmarschen und

der Waitzstraße sowie durch

regen Austausch mit interessierten

Bürgern und Weitergabe

von Unterlagen wie auch Fotos

einen festen Platz als eigenständige

Tochter des Bürger -

vereins erarbeitet. Dank an den

amtierenden Archiv-Vorstand

sowie alle Mitglieder, Förderer

und Mitarbeiter.

www.bvfo.de

Was hat es mit der gelben Wertstofftonne auf sich?

abfall pro Kopf. Um diesen Zahlen entgegenzuwirken ist es

wichtig darauf zu achten, im Alltag Müll zu vermeiden, bevor

er überhaupt entsteht. Wie wäre es dafür demnächst mal mit

einem weitestgehend unverpackten Einkauf auf dem Wochen -

markt, im Hofladen, oder noch einfacher mit einer lieferbaren

Biokiste direkt nach Hause?

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Körpergefühl. Damit

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merkursen einen leichten Ein -

stieg. Rechtzeitig zum Start der

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NESE Interessen-Gemein -

schaft e.V. setzen sich aktiv

für ihre Auszubildenden in

den klein- und mittelständischen

Betrieben am Stand -

ort Hamburg-West ein.

Die BLANKENESE Interessen-

Gemeinschaft e.V. gründete

sich 2013 mit dem Ziel, den

Blankeneser Ortskern attraktiv

und lebenswert zu gestalten.

Mitglieder der Gemeinschaft

sind traditionsreiche Unter neh -

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Unternehmen aus Blankenese,

wie z.B. der Katharinenhof am

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Der Katharinenhof widmet sich

seit 1990 den Bereichen Woh -

nen und Pflege für ältere

Menschen. Das Unternehmen

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der sachsen, Sachsen, Bran den -

burg und Berlin an. Der Katha -

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bildende aus. Fünf werden als

Altenpfleger und vier als Ge -

sundheits- und Pflegeas sisten -

tinnen qualifiziert. Die berufliche

Qualifizierung als Gesund -

heits- und Pflegeassistenz existiert

in dieser Form nur in

Hamburg. Für diese Berufs aus -

bildung benötigen die Be -

werber nicht unbedingt einen

Rissener Kaufleute fordern

»Freies Parken für alle!«

Wer kennt das nicht:

Parkplatzsuche in den

Einkaufsstraßen der

Elbvororte ist ein fortwährendes

Problem für alle

Kunden.

„Freies Parken für alle!“ fordert

nun die Gemeinschaft Rissener

Kaufleute e.V.. Allerdings sollte

sich das Parken auf die Dauer

des Einkaufens beschränken.

Darauf machen die Rissener

Kaufleute aufmerksam und

werben dafür, dass das kostenlose

Parken in Rissen erhalten

bleibt. Sorgen macht den Kauf -

leuten, dass es zu viele Dauer -

parker rund um die Einkaufs -

straße im Dorf gibt. Daher hat

sich die Gemeinschaft Rissener

Kaufleute die Parkscheiben-

Aktion „Freies Parken für alle!“

ausgedacht und 500 Park -

scheiben drucken lassen. Mit

ihnen sollen Langzeitparker

höflich auf das Einhalten der

Parkzeiten hingewiesen werden.

Ab sofort gibt es diese

Park scheiben kostenlos bei den

rund 30 Mitgliedsbetrieben.

Aber auch der „Bünabe“ Sven

Hauptschulabschluss, womit

auch Schulabgänger nach der

9. Klasse eine Perspektive be -

kommen.

„Unsere Azubis durchlaufen in

der Regel alle Stationen, die für

ihre zukünftige Arbeit als Al -

tenpflegekraft relevant sind.

Während ihrer Ausbildung werden

sie in der Pflege mit Wach -

komapatienten, das bedeutet

Wendt wird die Parkscheiben

verwenden, ehe er bei hartnäckigen

Wiederholungstätern

ein Knöllchen verteilt.

Auch in der Waitzstraße darf

wieder geparkt werden. Wie das

Hamburger Abendblatt berichtete,

haben sich die Geschäfts -

leute und Eigentümer mit den

Behörden darauf geeinigt, die

Parkplätze wieder frei zu geben.

Gleichzeitig soll nach einer

nachhaltigen Lösung für die

„Schaufenster-Parker“ gesucht

werden.

Passt: Azubis in Blankeneser Unternehmen

Schmerzen im Knie oder an

der Wirbelsäule? Fort -

schrei tende Arthrose, die

durch die Behandlung des

Orthopäden nicht gestoppt

werden kann? Eine Her aus -

forderung für Dr. Rüdiger

Brocks aus Blankenese. „Nur,

wenn ich die genaue Ursache

des Schmerzes erkenne, kann

ich meinen Patienten behandeln

und die Schmerzen nachhaltig

lindern“. Dr. Brocks kennt das

Problem vieler Patienten ganz

genau, denn häufig werden

lediglich die Symptome behandelt,

nicht aber die Ursache des

Schmerzes. Mit der richtigen

symptombezogenen Heilme -

tho de sowie Basistherapie lindert

Dr. Brocks die Be schwer -

den seiner Patienten und bringt

damit die Krankheit unter

Blick auf den Katharinenhof am Hirschpark in Blankenese Foto: PR

Schmerz-Ursache behandeln

BLANKENESE

Dr. Rüdiger Brocks in seiner Praxis

Foto: PR

Kontrolle und begleitet sie bis Arthrose mit Botox, das in kleinen

Dosen injiziert wird und

zur Genesung.

Besonders erfolgreich ist Dr. durch seine Wirkung das Fort -

Brocks bei der Behandlung von schreiten der schmerzhaften

Die Rückseite der Rissener

Parkscheibe

Foto: PR

den schwerstpflegebedürftigen

Bewohnern, als auch im Um -

gang mit Demenzkranken ge -

schult“, berichtet Manfred

Münt jes, Geschäftsführer der

Katharinenhof Betriebs-GmbH.

Aber auch andere Unternehmen

der BLANKENESE Interessen-

Gemeinschaft setzen sich für

ihre Auszubildenden ein. Sa -

bine Möller ist Inhaberin der

traditionsreichen Bäckerei

Körner in der Nähe der S-

Bahnstation Blankenese. Als

1901 ihr Urgroßvater, Hinrich

Martin Körner, die Bäckerei an

der Blankeneser Landstraße

gründete, hätte fast niemand

geglaubt, dass die Bäckerei so

lange überdauern würde. Und

jetzt wird die Backstube bereits

in der vierten Generation ge -

führt. „Unsere Auszubildenden

arbeiten gern bei uns, da sie mit

ihren Fragen stets zu uns kommen

können und unter unseren

Kolleginnen ein starker Zusam -

menhalt ist“, so die Bäcker mei -

sterin Sabine Möller.

Knorpelerosionen stoppen und

die Schmerzen innerhalb weniger

Wochen lindern kann. Die

Schmerzen verschwinden nach

seinen bisherigen Erkennt nis -

sen bei diesem Heilversuch bis

zu vier Jahre nach der Behand -

lung.

Dr. Rüdiger Brocks ist Facharzt

für Orthopädie, Physikalische

Medizin und Rehabilitative

Medizin in Blankenese. Seine

Patienten behandelt er auf

Wunsch auch bei Hausbe su -

chen. Bei akuten Schmerzen ist

er auch abends und am Wo -

chenende erreichbar.

Dr. Rüdiger Brocks

Blankeneser Bahnhofstraße 52

Tel.: 35 70 98 47

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Termine DorfStadt-Zeitung 9/2019 • 27.6.2019 • 7

Ausgewählte Termine der Elbvororte – weitere aktuell auf www.dorfstadt.de/elbvororte-events

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Foto: PR

Theater auf Sommerfrische

Schauspieler des Theaters Wedel

lesen Kriminalgeschichten im Garten

des Stadtmuseums in der

Küsterstraße.

Bei einem Glas Erdbeerbowle im

Garten sitzen und unterhaltsamen

Geschichten zuhören – so schön

kann Sommer sein!

Wie im vergangenen Jahr geht es

wieder ins lauschige Grün des

Stadtmuseums, wo wir in Gedanken

eine Reise um die Welt unternehmen.

Denken Sie daran, eine wärmere

Jacke, vielleicht auch eine Wolldecke mitzubringen ...

Premiere: 28. Juni um 20 Uhr

Weitere Termine: 29.6.; 5.7.; 6.7.; 12.7.; 13.7. jeweils um 20 Uhr – danach Sommerpause!

Ort: Garten des Stadtmuseums, Küsterstraße 5, Wedel

Eintritt: 14,20 €

HOME & GARDEN Hamburg

Exklusiv, vielfältig und unterhaltsam

Stimmungsvoller Musik lauschen, Künstlern über die

Schulter schauen und selbst kreativ werden, daneben

Inspirationen für Heim und Garten finden und feinste

Delikatessen genießen – die HOME & GARDEN

Hamburg ist nicht nur eine Veranstaltung, bei der nach

Herzenslust gestöbert, gebummelt und geshoppt wird.

Es locken nicht nur ausgefallene Einkaufsfreuden, sondern

auch ein interessantes, vielfältiges Rahmenprogramm

in den Derby-Park Klein Flottbek.

Zu einem besonderen Highlight zählt die 7. Trakehner

Landesstutenschau am 29. Juni: Der Trakehner-

Verband Schleswig-Holstein/Hamburg präsentiert im

Rahmen der Messe die besten Trakehnerstuten

Schleswig-Holsteins und Hamburgs. Die Richterteams

ermitteln ab 10 Uhr die Siegerinnen der verschiedenen

Altersklassen sowie die Landessiegerstute.

Für beschwingte Klänge sorgt am Donnerstag und

Freitag das Quartett „Die Akustischen Vier“. Am

Sonnabend und Sonntag das musikalische Programm

fort und zeigen, wie schnell man einfache Salsa-Schritte erlernen kann.

Für den Kenner des guten Geschmacks locken auch in diesem Jahr wieder hochwertige

Produkte in den Fine Food Pavillon.

Termin: 27.–30. Juni 2019, täglich von 10–18 Uhr | Ort: Derby-Park Klein Flottbek

Eintritt: 14,– € | www.homeandgarden-net.de

Lesung zum Hamburger Architektensommer 2019

Walter Gropius – der Architekt seines Ruhms

Die Biografien der beiden Architekten Walter Gropius (1883–1969)

und Karl Schneider (1892–1945) könnten gegensätzlicher nicht

sein: Gropius, aufgewachsen im großbürgerlichen Milieu in Berlin,

brach sein Studium ohne Diplom ab und beschrieb sich selber als

(…“unfähig, auch nur das Einfachste auf Papier zu bringen…“).

Karl Schneider, Sohn eines Tischlers in Mainz, beendete das

Examen der Kunstgewerbeschule mit Auszeichnung und war ein

hochbegabter Zeichner – u.a. im Atelier von Walter Gropius in

Berlin von 1912 bis 1914 tätig!

Gropius der charismatische Netzwerker überwand die Ächtungen

des Bauhauses im Nazideutschland – Karl Schneider hingegen

konnte nach seiner Emigration 1938 nicht wie Gropius die Karriere

in den USA fortsetzen.

Der Autor Bernd Polster hat das Leben von Walter Gropius akribisch erforscht, er hat dessen

Lebensstationen aufgesucht, von Berlin über Hinterpommern, Weimar und Dessau bis London,

Boston und New York. Die neue aufsehenerregende Biografie über Walter Gropius ist vor drei

Monaten erschienen und hat in der Öffentlichkeit für großen Wirbel gesorgt.

Der Freundeskreis Puppenmuseum Falkenstein in der Villa Karl Schneider e.V. freut sich im

Rahmen des Hamburger Architektur Sommer 2019 und der GRAND TOUR DER MODERNE

100jahre bauhaus diese Lesung von Bernd Polster: Walter Gropius. Der Architekt seines Ruhms

ankündigen zu können!

Termin: 20. Juli 2019, 18 Uhr | Ort: Puppenmuseum Falkenstein, Grotiusweg 79

Eintritt: 10,– €, Mitglieder des Freundeskreies: 6,– €

Verbindliche Anmeldung unter: Tel.: (040) 81 05 81 oder per Mail: elke.droescher@t-online.de

Foto: PR

Foto: PR

Sommertour von NDR 90,3

„Let’s Celebrate“

Der Marktplatz wird zur Tanzfläche:

Zum Finale ihrer Sommertour machen

NDR 90,3 und das Hamburg Journal in

Groß Flottbek Station – und schlagen

ihre Bühne direkt auf dem Marktplatz

auf. Mit dabei: Kool & The Gang und

Bernie Paul. Anke Harnack und

Christian Buhk moderieren das

Bühnenprogramm.

Ihre Sterne funkeln auf Hollywoods

„Walk Of Fame“, im vergangenen Jahr wurden sie darüber hinaus in die legendäre „Hall Of Fame“

aufgenommen: Kool & The Gang gehören zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Mit

ihrem Soul-, Funk- und Disco-Sound begeisterten die US-Amerikaner in den 70er- und 80er-

Jahren ganze Generationen. Bei der Sommertour von NDR 90,3 und dem Hamburg Journal stehen

die Original-Gründungsmitglieder Ronald Bell, Robert Bell, George Brown und Dennis

Thomas auf der Bühne.

Ende der 70er-Jahre veröffentlichte Bernie Paul mit „Lucky“ seine Debüt-Single – und landete

gleich seinen ersten Hit. In den deutschen Charts stieg der Song bis auf Platz sechs. 1981 wurde

dann schließlich zu seinem Jahr: Zunächst feierte er mit „In Dreams“ einen Hit, bevor er mit dem

Lied „Oh No No“, das den zweiten Platz der Charts erklomm.

Live-Musik der Extraklasse gibt es außerdem von Good Music Live. Die Partyband eröffnet am

Nachmittag das Programm mit den größten Hits aus mehreren Jahrzehnten Musikgeschichte.

Ein weiteres Highlight des Tages ist die Stadtteilwette: Am Sonntag vor der Veranstaltung geben

NDR 90,3 und das Hamburg Journal eine Aufgabe für Groß Flottbek bekannt. Im Anschluss können

sich die Anwohner und ihre Gäste auf die Wette vorbereiten – ob Groß Flottbek gewinnt, zeigt

sich am Sommertour-Abend.

Termin: 13. Juli 2019 ab 17 Uhr | Ort: Groß Flottbek, Marktplatz

Der Eintritt zu der Open-Air-Veranstaltung ist kostenfrei.

Spielzeit am Kiekeberg

Spielen und Gutes tun – am Sonntag, den

7. Juli, verbinden Besucher am Kiekeberg

beides miteinander. Bei der „Spielzeit" lernen

Kinder und Erwachsene alte und

moderne Kinderspiele kennen – der Eintritt

ist an diesem Tag für alle Besucher frei.

Stattdessen bittet die Stiftung

Freilichtmuseum am Kiekeberg um

Spenden. Bei ,,Zahl, was es Dir wert ist"

zahlen Besucher an diesem Tag so viel

Eintritt, wie ihnen das Museum wert ist. Das Geld fließt direkt ins Stiftungskapital.

Bei der großen „Spielzeit" werden historische Kinderspiele wiedererweckt: Kibbel-Kabbel,

Sackhüpfen, Murmelspiel und Dreibeinlauf... Lebensfreude und Neugier erfüllen das

Museumsgelände. Ob in den historischen Gebäuden oder draußen auf den Freiflächen – überall

gibt es Spielstationen zum Mitmachen. Kinder und Erwachsene versuchen sich an alten und

modernen Spielen, die Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Konzentration, Kreativität oder

Gemeinschaftssinn verlangen. Großeltern entdecken alte Spiele ihrer Schulzeit wieder und spielen

mit ihren Enkeln.

Foto: FLMK

Termin: 7. Juli 2019 von 10–18 Uhr | Ort: Freilichtmuseum Kiekeberg

An diesem Tag Eintritt frei – Spenden erbeten | www.kiekeberg-museum.de

Konzert mit dem Hasse-Orchester

Am Samstag, dem 29. Juni wird das Hasse-

Orchester in der Melanchthonkirche Groß

Flottbek gastieren. Das Konzert unter der

künstlerischen Gesamtleitung von Holger

Kolodziej und der Mezzosopranistin Eva

Maria Summerer hat Werke von Mendelssohn

(Hebriden Ouvertüre), Wagner

(Wesendonck Lieder), Elgar (Sea Pictures)

und Beethoven (Sinfonie Nr. 1) auf dem

Programm. Im Anschluss lädt der

Kirchenmusiker – bei gutem Wetter – zum

Umtrunk in den Gemeindegarten.

Termin: 29. Juni um 19 Uhr

Ort: Melanchthonkirche, Ebertallee 30

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird herzlich

gebeten.

www.melanchthonkirche-hamburg.de

IMPRESSUM

Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei

Wochen donnerstags in den Elbvororten

bei MK Medien PR- & Eventagentur,

Bramweg 31, 22589 Hamburg.

Tel.: 87 08 016-0

Redaktion: redaktion@dorfstadt.de

Anzeigen: media@dorfstadt.de

Autoren:

Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de),

Wolf A. Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de)

Herausgeber/V.i.S.d.P.: Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte

und PR-Berichte werden nicht zurückgesandt

und nicht vergütet.

Wir behalten uns vor, die Texte und Bilder

nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen.

Ein Anspruch auf

Veröffentlichung besteht nicht.

Druck: Boyens MediaPRINT, Heide

© MK Medien PR- & Eventagentur

Nächste Ausgabe: 18. Juli 2019

Redaktionsschluss: 10. Juli 2019

Foto: Pyramid Entertainment


8 • DorfStadt-Zeitung 9/2019 • 27.6.2019

Im Gespräch

Alpakas »erobern« Rissen

Besuch auf der honeyfarm-Wiese | Markus Krohn

Auf einer Wiese in Rissen,

eingerahmt von Bäumen

und Büschen und einem

Zaun, leben drei weiße

Alpakas und grasen gemütlich

wohlschmeckendes Gras. Mehr

brauchen die neugierigen, wenn

auch scheuen, Tiere kaum. Die

Wiese kennen nur die Nach -

barn und die Eigentümer der

kleinen Herde, Anke und Jesco

von Heintze.

Angefangen hat alles mit der

Imkerei: Auf dem Gelände le -

ben neben den Alpakas nämlich

auch noch acht Bienen -

völker, die die Familie der von

Heintzes mit süßem Honig versorgt.

Und mit der Leidenschaft

fürs Stricken, die Anke von

Heintze schon länger mit

Alpaka-Wolle in Verbindung

gebracht hat.

Inzwischen leben die Tiere

schon ein paar Jahre in Rissen

und erwarten im nächsten Jahr

erstmals Nachwuchs. Gedeckt

wurden die Stuten Gabby und

Phoebe vor kurzem bei einem

Züchter in Pinneberg. Der dritte

im Bunde ist Gabby’s Sohn

Luigi, der allerdings sein Leben

als Wallach genießt.

RISSEN

Alpaka-Wolle gehört

neben Kaschmir zu den weichesten

Na turfasern der Welt. Der

Vor teil liegt in der Feinheit der

Faser. Faserfeinheit ist der

Nicht selbstverständlich: Foto mit der scheuen Alpaka-Dame „Gabby“.

Ein Ausflug mit Alpakas ist ein unvergessliches Erlebnis Foto: Eugen/AdobeStock

Durchmesser der Faser, gemessen

in Mikron. Ein Mikron ist

ein Millionstel von einem Me -

ter oder ein Tausendstel Milli -

meter. Je dünner die Faser ist,

desto leichter. Alpaka-Pullover

sind leicht und trotzdem warm,

weil die Fasern hohl sind und

dadurch die Wärme halten.

Dafür kosten Pullover aus hundertprozentiger

Alpaka -

wolle gerne mal 300 Euro…

Alpaka produkte sind extrem

weich, geschmeidig und fühlen

sich angenehm an – so wie die

Tiere, die sich nach anfänglicher

Scheu streicheln lassen.

Die Faser ist ungewöhnlich

stark und widerstandsfähig,

sodass Wollprodukte aus Alpa -

ka in der Regel leicht zu reinigen

und quasi unzerstörbar

sind. Alpaka braucht auch

nicht enthaart zu werden.

Jedes Tier erbringt jährlich

etwa 3 bis 4

Kilo Wolle,

die in 10

ver schiedenen

Arbeits -

schrit ten

auf wendig

verarbeitet

werden muss.

Da die Men gen

vergleichs weise

gering sind,

gibt es in

Deutschland

lediglich eine

handvoll Be -

triebe, die die

Wolle verarbeiten.

Die Heimat der

Alpakas ist die

südamerikanische Hochebene.

Sie leben in Höhen von bis zu

4.500 Metern in Chile, Peru und

Foto: Krohn

Bolivien. In Südamerika leben

heute etwa 80 Prozent des

weltweiten Alpaka-Bestandes.

Schon bei den Inkas vor 6.000

bis 7.000 Jahren galt ein Alpa -

ka mantel als Zeichen des

Wohl stands, die Inkas züchteten

riesige Alpakaherden. Dies

änderte sich mit der Eroberung

Perus durch die Spanier, die

Schafe mitbrachten und kein

Interesse an den einheimischen

Nutztieren hat ten. Beina he wä -

ren die Al pa kas damals ausgestorben…

Nach Europa kamen die Tiere

erst in den

1990 er

Jahren. Lang -

sam aber sicher

erobern sich

Alpa kas seitdem

die Herzen der

Euro päer. Derzeit

gibt es etwa

10.000 Tiere in

Deutschland. Seit

kur zem gibt es in

Europa eine neue

Generation von

Züch tern, die die

Tiere nicht nur zu

Hobbyzwecken, sondern

professionell

züchten. So auch die

von Heintzes, die von der Wolle

der Tiere jedes Jahr etwa drei

bis vier Kilo Wolle „ernten“, die

sie niemals alleine verarbeiten

könnten, sondern an Interes -

senten aus Hamburg verkaufen.

Au ßer dem bietet die Familie

Füh rungen mit den Alpakas an.

„Leben kann man davon aber

nicht“, bedauert von Heintze,

der mit seiner Frau zusätzlich

in der Wedeler Landstraße das

Restaurant „honeyfarm“ be -

treibt. Beliebt sind die Alpaka-

Touren vor allem an Kinder ge -

burtstagen, aber auch Erwach -

sene lieben die ruhige Art der

Rissener Alpakas. Besonders

ausgebildete Tiere werden auch

zu Therapiezwecken eingesetzt.

Nicht selten werden Alpakas

daher auch „Delphine der Wei -

de“ genannt.

Alpakas sind sehr robust und

können bis zu 25 Jahre alt werden.

Sie leben in der Regel von

Gräsern oder Heu und zusätzlich

von Kraftfutter, das einmal

täglich gefüttert wird. Für die

Tiere ist zwar ein Unterstand

zwingend vorgeschrieben, aber

am liebsten halten sie sich im

Freien auf.

Alpakas bestechen durch ihren

unglaublichen Charme und ihre

wunderschönen dunklen gro -

ßen Augen. Auch wenn sie

anfangs scheu sind, werden sie

schnell zutraulich und sind sehr

gelehrig. Alpakas spucken übrigens

nur dann, wenn sie sich

in großer Gefahr sehen, sich

ums Futter streiten oder ihre

Rangordnung festlegen.

Daher eignen sie sich be sonders

gut für die Gestaltung von Kin -

dergeburtstagen. „To ben und

raufen ist bei uns nicht ge -

wünscht“, gesteht Jesco von

Heintze, aber wer einmal das

flauschige Fell der Alpakas

berührt hat, kann gar nicht

genug davon bekommen. „Die

Kinder lernen sehr schnell,

worauf es ankommt, um sich

mit den Alpakas gut zu verstehen“,

weiß von Heintze, „und

sie lernen, Verantwortung bei

der Führung der Tiere zu übernehmen“.

Klar, dass die Leit -

stute Gabby voraus geht. Um

sich untereinander zu verständigen,

summen die Tiere. In -

nerhalb von den zwei Stunden,

in denen die Kinder mit den

Tieren gemeinsam auf Tour in

Rissen gehen, lernen sich die

Kinder und die Alpakas gut

kennen. Während einer kurzen

Alpakakunde auf der Weide

und einer kleinen Fütterung

haben die Kinder Gelegenheit,

mit den Alpakas auf Tuch füh -

lung zu gehen. Anschlie ßend

geht es mit den Tieren durch

Wald und Wiesen. Ma ximal

zehn Kinder ab 8 Jahren dürfen

in Begleitung mit mindestens

einem Er wach senen daran teilnehmen.

Die Touren sind an

den Wochen enden bereits bis

Ende Sep tember ausgebucht…

www.honeyfarm.de

Familienhund »Milly« bekommt vom Futter nichts ab... Foto: Krohn

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