Linse Juli-August 2019

cinema.muenster

Monatsprogramm für Juli-August 2019 im Cinema Münster

Monatsprogramm für Juli + august 2019 im Cinema Münster

LEID UND HERRLICHKEIT

Der neue Film von Pedro Almodóvar

mit Antonio Banderas und Penélope Cruz

OmU-Vorpremiere: So 21. Juli

Neu ab Do 25. Juli im Cinema

Do 25. Juli im Kino Kaffeeklatsch

Sonderprogramme:

CINEMA FLASHLIGHT · Kamp-Flimmern Open Air am Hawerkamp · Klappe auf für Menschenrechte

Queer Monday: Aufruhr, Widerstand – 50 Jahre Stonewall · Alles außer Tatort · Leinwandbegegnungen

Arthouse Sneak · Kino Kaffeeklatsch · Kurzfilme · Kino für Kinder

Filme mit Blue Tomato · Gleis 22 · Vamos e.V. Münster · GLOSTER Productions

DIE LINSE: unterstützt von DIE LINSE e. V.

Cinema & Kurbelkiste Münster

www.cinema-muenster.de

Das Cinema:

Mitglied bei


MAREN EGGERT

JAKOB LASSALLE

CLARA MOELLER

FRANZ ROGOWSKI

LILITH STANGENBERG

ALAN WILLIAMS

JIRKA ZETT

DANE KOMLJEN

ein Film von ANGELA SCHANELEC

AB 15. AUGUST IM KINO


DON‘T GIVE A FOX

Liebe Filmfreund*innen! Münster, 25. Juni 2019

Sommerzeit ist bekanntlich eine beliebte Reisezeit. Habt ihr allerdings

nicht die Möglichkeit, in die große weite Welt aufzubrechen oder

müsst euch noch ein wenig gedulden, dann taucht in der Zwischenzeit

einfach in aufregende Filmwelten ein und lasst euch von neuen

Schauplätzen und bewegenden Geschichten berieseln.

Der Kultregisseur Pedro Almodóvar führt uns mit seinem neuen

autobiografischen Werk LEID UND HERRLICHKEIT nach Valencia

und Madrid. Darin blickt sein Alter Ego Salvador Mallo, gespielt von

Antonio Banderas, auf die Jahre zurück, in denen er als Regisseur

große Erfolge feierte und schmerzliche Verluste hinnehmen musste,

und reflektiert seine Lebensentscheidungen, bis ihn die Vergangenheit

in der Gegenwart einholt.

Auf der anderen Seite der Welt, im Herzen von Greenwich Village

in New York, spielt Geschichte auch eine wichtige Rolle. In einem

gentrifizierten Viertel umgeben von Hipster-Quartieren, bauen in

CARMINE STREET GUITARS Rick Kelly und Cindy Hulej mit großer

Leidenschaft Gitarren. Dabei verwenden sie ausschließlich Hölzer

aus alten Hotels, Bars und anderen lokalen Gebäuden und lassen

somit das alte New York wiederauferstehen. Musiker*innen wie Bob

Dylan, Lou Reed, Patti Smith und Regisseur Jim Jarmusch wissen

den Laden zu schätzen.

In INNA DE YARD könnt ihr vier Reggae-Ikonen in der jamaikanischen

Hauptstadt Kingston lauschen. Die Skaterinnen aus der titelgebenden

Crew DON‘T GIVE A FOX nehmen euch auf einen Roadtrip durch

Dänemark mit, bei dem sie das Leben und die Freundinnenschaft

feiern. Schließlich geht es nach Berlin-Neukölln zu FRAU STERN.

Die 90-jährige Jüdin hat in ihrem Leben viel gesehen, vieles gelebt

und überlebt. Der Film bringt euch zum Lachen, Weinen und Nachdenken.

Und wir bringen euch den Filmemacher Anatol Schuster

für ein Filmgespräch.

Aber auch in Münster finden sich schöne Ecken – besonders am

Hawerkamp, wenn es jeden Donnerstag unter freiem Himmel heißt:

Film ab fürs Kamp-Flimmern!

Einen schönen (Kino-)Sommer wünscht Maria.

Dieses Heft ist eine Doppelnummer für zwei Monate!

Die neue Linse erscheint voraussichtlich am Freitag, den 23. August.

Filmschaffende im August

Im Cinema zu Gast:

Fr 30. August • 19:00 Uhr

Filmemacher Anatol Schuster

zu FRAU STERN > s. S. 39

IMPRESSUM:

Herausgeber: Cinema Filmtheater GmbH

in Zusammenarbeit mit dem

Verein zur Förderung kommunaler

Filmarbeit e.V. – Die Linse,

Warendorfer Straße 47, 48145 Münster

URL: www.cinema-muenster.de

Kinokasse: (0251) 30.30.0

Büro: (0251) 30.30.7

Email: info@cinema-muenster.de

Bankverbindung:

EthikBank eG Eisenberg

IBAN: DE65 830944950003254445

USt.-Nr. DE 189528346

Redaktion: Luka Staab, David Kluge,

Fabian Hagemeier, Thomas Behm,

Jens Schneiderheinze, Maria Minewitsch,

Thomas Schmitz (Gleis 22),

Holger Lüsch (v.i.S.d.P.)

Layout: David Kluge

Druck: Bitter & Loose, Greven.

Wer Fehler findet, kann sie behalten.

Juli / August Zweitausendneunzehn + DIE LINSE 3


OmU-Vorpremiere am 7.6., ab 13.6. neu im Cinema

So 18. August • 18:00 Uhr: Vorpremiere in ital.OmU

Ab Do 22. August im Cinema-Wochenprogramm


Filme alphabetisch

303 18

AUSGEFLOGEN 28

BLACKKKLANSMAN 18

BORN IN FLAMES 12

CALL ME BY YOUR NAME 10

CAPERNAUM – STADT DER HOFFNUNG 18

CARMINE STREET GUITARS 7

THE DEAD DON'T DIE 18

DON'T GIVE A FOX 6

DRIVE 17

DIE EINZELTEILE DER LIEBE 38

ENDZEIT 36

ERDE 7

FRAU STERN 39

GEGEN DEN STROM 18

GOOD WILL HUNTING 18

GREGS TAGEBUCH – VON IDIOTEN UMZINGELT 22

HEUTE ODER MORGEN 11

HIGH FIDELITY 18

ICH WAR ZUHAUSE, ABER… 35

INNA DE YARD – THE SOUL O F JAMAICA 18+27

ITTY BITTY TITTY COMMITTEE 13

KNERTEN TRAUT SICH 22

LEID UND HERRLICHKEIT 30

MESSER IM HERZ 11

MIRAI - DAS MÄDCHEN AUS DER ZUKUNFT 22

MISTER LINK 23

DIE MIT-ARBEITERIN. GESPRÄCHE MIT ELISABETH HAUPTMANN 9

PARANZA – DER CLAN DER KINDER 37

PUSH – FÜR DAS GRUNDRECHT AUF WOHNEN 9

PÜNKTCHEN UND ANTON 23

SO WIE DU MICH WILLST 34

SONNENALLEE 18

SOUL KITCHEN 10

SUPA MODO 23

SYSTEM ERROR – WIE ENDER DER KAPITALISMUS? 8

TEL AVIV ON FIRE 24

THILDA UND DIE BESTE BAND DER WELT 22

THE TIMES OF HARVEY MILK 12

UNSERE GROSSE KLEINE FARM 26

DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES 32

VOX LUX 31

DIE WIESE – EIN PARADIES NEBENAN 23+33

THE WILD BOYS 6

WILDES HERZ 18

YOGA – DIE KRAFT DES LEBENS 29

Sprachfassungen

Die Filme laufen nicht unbedingt ausschließlich

in der genannten Sprache!

Arabisch TEL AVIV ON FIRE 24

Dänisch DON'T GIVE A FOX 6

Englisch CARMINE STREET GUITARS (7), BORN IN FLAMES (12),

THE TIMES OF HARVEY MILK (12), ITTY BITTY TITTY

COMMITTEE (13), DRIVE (17), UNSERE GROßE KLEINE

FARM (26), INNA DE YARD (18+27), VOX LUX (31)

Französisch THE WILD BOYS (6), MESSER IM HERZ (11),

AUSGEFLOGEN (28), DER UNVERHOFFTE CHARME

DES GELDES (32), SO WIE DU MICH WILLST (34)

Hebräisch TEL AVIV ON FIRE 24

Italienisch PARANZA – DER CLAN DER KINDER 37

Spanisch LEID UND HERRLICHKEIT 30

??? Arthouse Sneak – Pay After 13

INHALTSVERZEICHNIS

Einleitung

Editorial 3

Gäste 3

Impressum 4

CINEMA FLASHLIGHT

DON'T GIVE A FOX 6

THE WILD BOYS 6

MESSER IM HERZ 6

ERDE 7

Mit dem Gleis 22: CARMINE STREET GUITARS 7

Klappe auf für Menschenrechte! - eine Filmreihe von Vamos e.V.

SYSTEM ERROR – WIE ENDER DER KAPITALISMUS? 8

PUSH – FÜR DAS GRUNDRECHT AUF WOHNEN 9

GLOSTER Productions zeigt mit Die Linse

DIE MIT-ARBEITERIN. GESPRÄCHE MIT ELISABETH HAUPTMANN 9

Die Linse zeigt: Leinwandbegegnungen

CALL ME BY YOUR NAME · SOUL KITCHEN 10

Die Linse: Queer Monday

MESSER IM HERZ · HEUTE ODER MORGEN 11

Die Linse zeigt: Aufruhr, Widerstand – 50 Jahre Stonewall

BORN IN FLAMES · THE TIMES OF HARVEY MILK 12

ITTY BITTY TITTY COMMITTEE 13

Arthouse Sneak – Pay After

Arthouse Sneak #149 + #150 + #151 + #152 13

Kurzfilmsalon im neben*an

Shorts Attack 2019: Familienkoller · Animation Attack 15

Die Linse präsentiert ausgewählte Kurzfilme

Oberhausen On Tour: Deutscher Wettbewerb · Artist Films 16

Die Linse: Alles außer Tatort – Es wird schon alles gut gehen!

DRIVE 17

Kamp-Flimmern Open Air am Hawerkamp

WILDES HERZ · SONNENALLEE · INNA DE YARD · GEGEN DEN

STROM · HIGH FIDELITY · 303 · CAPERNAUM – STADT DER HOFF-

NUNG · BLACKKKLANSMAN · GOOD WILL HUNTING · THE DEAD

DON'T DIE · Publikumswunschfilm 18

Übersicht zum Herausnehmen

Infoseite 20

Programmübersicht Juli/August 21

Kino für Kinder

KNERTEN TRAUT SICH · MIRAI - DAS MÄDCHEN AUS DER ZUKUNFT

GREGS TAGEBUCH – VON IDIOTEN UMZINGELT · THILDA UND DIE

BESTE BAND DER WELT · DIE WIESE – EIN PARADIES NEBENAN 22

MISTER LINK · PÜNKTCHEN UND ANTON · SUPA MODO 23

Kino Kaffeeklatsch mit dem Seniorenbüro Mauritz

LEID UND HERRLICHKEIT · FRAU STERN 23

Cinema-Neustarts

Zum Bundesstart: TEL AVIV ON FIRE 24

Zum Bundesstart: UNSERE GROSSE KLEINE FARM 26

INNA DE YARD – THE SOUL O F JAMAICA 27

Zum Bundesstart: AUSGEFLOGEN 28

YOGA – DIE KRAFT DES LEBENS 29

Zum Bundesstart: LEID UND HERRLICHKEIT 30

Zum Bundesstart: VOX LUX 31

Zum Bundesstart: DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES 32

DIE WIESE – EIN PARADIES NEBENAN 33

Zum Bundesstart: SO WIE DU MICH WILLST 34

Zum Bundesstart: ICH WAR ZUHAUSE, ABER… 35

Zum Bundesstart: ENDZEIT 36

Zum Bundesstart: PARANZA – DER CLAN DER KINDER 37

Zum Bundesstart: DIE EINZELTEILE DER LIEBE 38

Zum Bundesstart: FRAU STERN 39

Juli / August Zweitausendneunzehn

+ DIE LINSE

5


CINEMA FLASHLIGHT

Don't Give a Fox

Dokumentarfilm von Kaspar Astrup Schröder

über das Erwachsenwerden und Jungbleiben

einer feministischen Skater-Girlz-Crew,

Freundinnenschaft und Nichtsnutzigkeit.

CINEMA FLASHLIGHT

The Wild Boys

Jetzt regnet es Diamanten: queere Fabulationen

einer unbegrenzten Welt.

Trotz aller Verschiedenheit der Charaktere eint die

jungen Frauen der Crew Don't Give A Fox die

gleiche Leidenschaft – Skateboarding. Sie feiern das

Leben, lieben Partys und genießen es, miteinander

abzuhängen, um den Herausforderungen des Alltags

zu entkommen. Doch dann bricht Sofie sich den Fuß

und kann monatelang nicht skaten – ein Drama! Um

ihren Tatendrang zu kompensieren, organisiert sie

einen Road-Trip über das Land. Die Reise im bunten

VW-Bus stellt für jedes der Mädchen eine besondere

Herausforderung dar.

»DON’T GIVE A FOX erzählt in seinen schönen Momenten

einiges darüber, wie es ist, Teenager zu sein.

Und wie das Skaten eine eigene Welt schafft, in der

man zu sich selbst findet und Ängste überwindet.

Dann sind die Momente vorbei und es passiert wieder

eine Weile nicht so viel. Außer eben Skaten, Autofahren,

Biertrinken.« (Alina Schwermer, Jungle World)

Dänemark 2019 · R, Db & K: Kaspar Astrup Schröder · dän.OmU · 87'

Do 4. Juli • 19:30 Uhr: Premiere

in Kooperation mit Blue Tomato

Di 9. Juli • 18:30 Uhr, Mi 17. Juli • 18:30 Uhr,

Mi 24. Juli • 21:00 Uhr

Es könnte ein Roman sein – angesiedelt irgendwo

zwischen Jules Vernes und R. L. Stevenson – den ein

Kind für sich allein an einem schulfreien Tag liest.

Das Kind schläft ein und die Figuren erwachen zum

Leben: Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts begehen

fünf Jungs aus gutem Hause, die dem Okkulten

huldigen, ein scheußliches Verbrechen. Ein alter

Kapitän soll ihnen auf seinem Kahn mit harter Hand

wieder Zucht und Ordnung beibringen. Zermürbt

und mit den Kräften am Ende proben sie den Aufstand

– und stranden auf einer Insel voller bizarrer Gewächse,

von der eine mysteriöse Kraft ausgeht. Nach

einiger Zeit beginnt ihr Zauber, sie zu verändern.

»Bei Bertrand Mandico ist alles Metamorphose.

Was er uns zeigt, verwandelt uns. Was er uns vor

Augen führt, reißt uns aus unserem Alltag und versetzt

uns in einen visionären Zustand, aus dem alle

Pracht geboren wird. Bereits in seinen ersten Bildern

ist THE WILD BOYS ein Meisterwerk: ein Quell von

Wein, Milch und Honig, der aus der verdorrten Erde

hervorsprudelt.« (Pacôme Thiellement)

LES GARCONS SAUVAGES Frankreich 2017 · R & Db: Bertrand Mandico · K: Pascale

Granel · Musik: Pierre Desprats, Scorpion Violente, Hekla Magnúsdóttir, Nina

Hagen u.a. • mit Pauline Lorillard, Vimala Pons, Diane Rouxel u.a. · ab 16 J.

franz.OmU · 110'

Fr 5. Juli • 22:15 Uhr, So 7. Juli • 20:15 Uhr,

Mi 10. Juli • 18:30 Uhr

Messer im Herz > s. S. 11

Queer Monday Vorpremiere: Mo 8. Juli • 21:00 Uhr

Anschließend CINEMA FLASHLIGHT:

Fr 19. Juli • 22:15 Uhr, Mi 24. Juli • 22:15 Uhr,

So 28. Juli • 20:15 Uhr

6 Juli / August Zweitausendneunzehn


CINEMA FLASHLIGHT

ERDE

Eine Bestandsaufnahme der Menschheit als

wichtigster Einflussfaktor auf die fundamen talen

und unwiderruflichen Veränderungen ihres

Heimatplaneten

CINEMA FLASHLIGHT

Premiere mit dem Gleis 22

Carmine Street Guitars

Jim Jarmuschs liebevolles Porträt des legendären

Gitarrengeschäfts in Greenwich Village –

„Es sei, als spiele man ein Stück altes New York.“

Mehrere Milliarden Tonnen Erde werden durch

Menschen jährlich bewegt – mit Baggern,

Bohrern oder Dynamit. Nikolaus Geyrhalter

beobachtet in Minen und Steinbrüchen, an

Großbaustellen und Kohleabbaugebieten die

Menschen bei ihrem ständigen Bestreben, sich

den Planeten untertan zu machen und sich seine

Rohstoffe anzueignen. Zwischen der abstrakten

Choreographie der maschinellen Abläufe und

des akkuraten Ineinandergreifens der einzelnen

Arbeitsprozesse kommen die daran beteiligten

Arbeiter*innen und Techniker*innen zu Wort.

Sie erzählen vom leidenschaftlichen „Kampf des

Menschen gegen die „Erde“, der täglichen Faszination,

„Berge zu versetzen“. Sie sprechen aber

auch voll Demut und Respekt und im Bewusstsein

der unwiederbringlichen Veränderungen,

die ihr Tun hinterlässt – und von den Grenzen,

die längst überschritten sind.

»Brennend scharfe Bilder von der Zerstörung der

Topographie der Erde und ebenso offenherzige

Gespräche« (Aus der Jurybegründung, Preis der

Ökumenischen Jury – Berlinale Forum 2019)

Österreich 2019 · R, Db & K: Nikolaus Geyrhalter · ab 0 J. · OmU · 121'

Do 11. Juli • 18:30 Uhr, So 14. Juli • 11:00 Uhr,

Mo 15. Juli • 21:00 Uhr

Juli / August Zweitausendneunzehn

Im Herzen von Greenwich Village gibt es ein Geschäft,

dass sich erfolgreich der Gentrifizierung des Viertels

entzieht: Carmine Street Guitars. Der Gitarrenbauer

Rick Kelly und seine Auszubildende Cindy Hulej

bauen einzigartige, handgefertigte Instrumente

aus recycelten Materialien – Holz aus alten Hotels,

Bars, Kirchen und anderen lokalen Gebäuden. Jede

Gitarre ist ein Kunstwerk. Nichts sieht so aus und

klingt so wie eine von Rick Kellys Gitarren, weshalb

Musiker*innen wie Bob Dylan, Lou Reed und Patti

Smith zu seiner Kundschaft gehören.

»Der Rockgitarrist Lenny Kaye, der wie viele andere

Gitarrenstars zu den regelmäßigen Besuchern des

Geschäftes zählt, sagt einmal: ›It’s like playing a

piece of old New York.‹« (Thomas Mießgang, Viennale)

»It’s a love letter – to New York, to the bohemians

and musicians who still live there come hell or high

water, to the art of crafting a damn fine customized

Stratocaster, to taking pride in your work and most

importantly, to finding a place for fellow freaks and

misfits to call home.« (David Fear, Rolling Stone).

Kanada 2018 · R: Ron Mann · Db: Len Blum · K: Becky Parsons, John M. Tran

Mit Eleanor Friedberger, Jim Jarmusch, Lenny Kaye, Bill Frisell, Kirk Douglas,

Marc Ribot u.a · engl.OmU · 80'

Mi 28. August • 21:00 Uhr: Premiere mit Gleis 22

Fr 30. August • 22:15 Uhr, So 1. September • 12:45 Uhr,

Di 3. September • 18:30 Uhr

7


Klappe auf für Menschenrechte (1)

System Error –

Wie endet der Kapitalismus?

Warum treiben wir das Wachstum immer weiter,

obwohl wir wissen, das es nicht geht?

Wirtschaftswachstum, und das trotz Klimawandel,

steigender Armut und Naturzerstörung. Obwohl

sie genau wissen, dass unbegrenztes Wachstum auf

einem endlichen Planeten unsere Erde zerstören

wird, können oder wollen sich die Mächtigen dieser

Welt keine Alternativen vorstellen. Der Film blickt

hinter die Kulissen.

In der Filmreihe von Vamos e.V. Münster geht

es um Menschenrechte und Nachhaltigkeit.

Euch erwarten spannende, rührende, motivierende,

aktivierende, utopische, visionsreiche,

kreative, lustige, ernsthafte & nachdenkliche

Kinofilme aus aller Welt. Nach den Filmen möchten

wir reden: Über gelebte Alternativen. Mit

dem Publikum und spannenden Aktivist*innen.

Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer,

der wusste das nicht und hat's gemacht.

Die Filmreihe ist ein Projekt von

www.vamos-muenster.de

www.facebook.com/vamosmuenster

Alle Filme beginnen um 18:30 Uhr

Eintrittspreis: 8 €, ermäßigt: 6 €

und von ENGAGEMENT GLOBAL

im Auftrag des

Regisseur Florian Opitz begegnet Akteur*innen

wie einem Hedgefondsmanager und dem größten

Hühnerproduzenten Brasiliens. Durch ihre Augen

verdeutlicht er ernüchternd, wieso wir alle das

Problem verstehen, aber trotzdem alles so weiter

geht wie bisher.

Deutschland 2018 · R & Db: Florian Opitz · K: Andy Lehmann

ab 0 J. · z.T. engl.OmU · 97'

Mo 8. Juli • 18:30 Uhr

Im Anschluss im Gespräch mit dem Publikum zum Thema:

UTOPIEN LEBEN mit Luz Kerkeling (Soziologe, Journalist,

sozialer Aktivist), Christiane Bez (Gärtnerhof Entrup eG,

Solidarische Landwirtschaft), Stefan Leibold (attac Münster,

Soziologe, Theologe)

8 Juli / August Zweitausendneunzehn


Klappe auf für Menschenrechte (2)

Push – Für das Grundrecht

auf Wohnen

Vermieter ohne Gesicht. Wohnungen ohne Mieter.

Eine Film über die neue, unbewohnbare Stadt.

© Akademie der Künste, Berlin

GLOSTER Productions zeigt mit Die Linse

Die Mit-Arbeiterin. Gespräche

mit Elisabeth Hauptmann

Ein Film über die Mitarbeiterin Bertolt Brechts

In Städten auf der ganzen Welt schießen die

Immobilienpreise in die Höhe. Der Film beleuchtet

eine neue Sorte anonymer Vermieter,

zunehmend unbewohnbar werdende Städte und

eine sich zuspitzende Krise, die uns alle betrifft.

Hier geht es nicht um Gentrifizierung: Wir haben

es mit einem ganz anderen Monster zu tun.

Der Film begleitet Leilani Farha, UN-Sonderberichterstatterin

für das Menschenrecht auf Wohnen.

Sie reist um die Welt und versucht zu verstehen,

wer aus der Stadt gedrängt wird und warum.

Schweden 2019 · R & Db: Fredrik Gertten · K: Janice d’Avila, Iris Ng

ab 0 J. · OmU · 96'

Di 16. Juli • 18:30 Uhr

Im Anschluss im Gespräch mit dem Publikum zum Thema

WEM GEHÖRT MÜNSTER: Vertreter*innen von Münster

gehört uns allen, einem Bündnis für das Recht auf Stadt

Elisabeth Hauptmann war langjährige Mitarbeiterin

Bertolt Brechts und hat maßgeblich u. a. an der

Dreigroschenoper und an der Übersetzung der Chinesischen

Gedichte aus dem Englischen ins Deutsche

mitgewirkt. Im ostwestfälischen Peckelsheim geboren

und aufgewachsen, gilt sie als westfälische Autorin.

Walter Gödden von der LWL-Literaturkommission für

Westfalen, der das Hauptmann-Lesebuch zusammengestellt

hat, gibt vor dem Film eine kurze Einführung

und steht nach dem Film für Fragen zur Verfügung.

GLOSTERs Mikrokulturfestival Das Rieselwärterhäuschen

findet vom 15. bis 18. August 2019 zum vierten

Mal am rekonstruierten Rieselwärterhäuschen in der

Nähe der Gaststätte Heidekrug statt. Der Schwerpunkt

liegt auf der Welt der Literatur – mit Impulsen aus

den Bereichen Geschichtswissenschaft, Kunst, Musik

und Ornithologie. So wird das Rieselwärterhäuschen

jedes Jahr im Spätsommer zum Rieselwörterhäuschen:

Wir lassen die Wörter rieseln! Das gesamte RWH19-

Programm ab Juli auf www.gloster-productions.com

DDR 1972 · R: Karlheinz Mund · Db: Annerose Richter · K: Hans Eberhard

Leupold · Musik: Paul Dessau, Hanns Eisler, Kurt Weill · ab 6 J. · 58'

Do 15. August • 18:00 Uhr

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Münster und vom Landschaftsverband

Westfalen-Lippe (LWL). In Kooperation mit der

LWL-Literaturkommission für Westfalen

Juli / August Zweitausendneunzehn

+ DIE LINSE

9


Die Linse zeigt: Leinwandbegegnungen

Soul Kitchen

Fatih Akins mitreißender Hamburger Multikulti-

Heimatfilm

Die Linse zeigt: Leinwandbegegnungen

Call Me by Your Name

Eine sinnlich-transzendentale Geschichte über die

erste Liebe, nach André Acimans gefeiertem Roman.

Der altkluge 17-jährige Elio Perlman (Timothée

Chalamet) genießt den norditalienischen Sommer

des Jahres 1983 auf der im 17. Jahrhundert errichteten

Villa der Familie. Seine Zeit verbringt der

italoamerikanische Junge damit, klassische Musik

zu spielen und zu transkribieren, zu lesen und mit

seiner Freundin Marzia (Esther Garrel) zu flirten.

Mit seinen Eltern ist Elio eng verbunden. Gemeinsam

bringen sie ihrem Sohn die Errungenschaften der

Hochkultur nahe und bereiten ihm ein sorgenfreies

Leben mit allen Vorzügen. Eines Tages trifft der charmante

24-jährige amerikanische Doktorand Oliver

(Armie Hammer) als neuer Sommer-Praktikant von

Elios Vater auf der Villa ein. Inmitten jener prächtigen,

sonnengetränkten Szenerie entdecken Elio und

Oliver die berauschende Schönheit aufblühenden

Verlangens …

Italien/Brasilien/Frankreich/USA 2017 · R: Luca Guadagnino · Db: James

Ivory, Luca Guadagnino, Walter Fasano · K: Sayombhu Mukdeeprom • Mit

Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg u.a. · ab 12 J. · 132'

Mo 15. Juli • 18:30 Uhr

Hamburg ist die Heimat des Regisseurs und Schauplatz

der „Soul Kitchen“ der ranzigen Esskneipe im

Hamburger Vorort Wilhelmsburg. Dort führt Besitzer

Zinos (Adam Bousdoukos), ein Deutschgrieche,

einen eher uninspirierten Laden: Das Essen kommt

aus der Tiefkühltruhe, die Bedienungen Lucia und

Lutz sind wenig motiviert, aber immerhin die Musik

ist gut. Erst als seine blonde, noble Freundin Nadine

nach Shanghai zieht, kommt Bewegung in Zinos Leben.

Durch eine Reihe abstruser Zufälle verwandelt

Zinos sein Restaurant innerhalb kürzester Zeit in ein

absolutes In-Lokal. Vor allem der Koch Shayn (Birol

Ünel) und Zinos Bruder Illias (Moritz Bleibtreu), der

als Freigänger aus dem Knast kommt, sorgen für den

erfolgreichen Neuanfang. Gleichzeitig hat auch der

Immobilienhai Neumann ein Auge auf das Geschäft

geworfen, das einer großen Investition im Wege

steht. Einmal mehr beschwört Fatih Akin hier eine

heile Welt, abseits von Globalisierung und Gentrifizierung,

die ihn als den linken, engagierten Regisseur

ausweisen soll, als der er oft wahrgenommen wird.

Deutschland 2009 · R: Fatih Akin · Db: Fatih Akin, Adam Bousdoukos · K: Rainer

Klausmann • Mit Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu, Birol Ünel, Anna Bederke,

Pheline Roggan u.a. · ab 12 J. · 100'

Mo 19. August • 18:30 Uhr

Leinwandbegegnungen ist die Filmreihe der Linse von und für Geflüchtete und alle Interessierten, die Lust auf

Begegnungen mit anderen Menschen, kulturellen Austausch und gute Filme haben. Im Anschluss gibt es im neben*an

die Gelegenheit, bei Essen und Trinken miteinander ins Gespräch zu kommen. Alle sind willkommen!

10 DIE LINSE

Juli / August Zweitausendneunzehn


Die Linse zeigt: Queer Monday

Heute oder morgen

Drei Mittzwanziger in Berlin stürzen sich lustvoll

in ein unbekümmertes Liebesdurcheinander.

Die Linse zeigt: Vorpremiere beim Queer Monday

Messer im Herz

Im Sommer 1979 macht ein Serienkiller Jagd auf

Darsteller von Schwulenpornos – mit Vanessa Paradis

Paris, Sommer 1979. Filmemacherin Anne (Vanessa

Paradis) verdient ihr Geld als Regisseurin und

Produzentin drittklassiger Schwulenpornos. Als

sie von ihrer Freundin Loïs (Kate Moran) verlassen

wird, beschließt Anne die Geliebte, die zugleich die

Cutterin ihrer Filme ist, mit einem ambitionierten

Filmprojekt zurückzugewinnen. Doch eine brutale

Mordserie überschattet den Dreh: Ein mysteriöser

Killer dezimiert, bewaffnet mit einem Dildo mit

Schnappklinge, Cast und Crew. Als die polizeilichen

Ermittlungen nicht vorankommen, will Anne dem

Mörder selbst eine Falle stellen. Doch ihr Plan bringt

das verbleibende Team in größte Gefahr …

Nach seinem sinnlich-surrealen Debütfilm Begegnungen

nach Mitternacht (2013) entwirft der französische

Regisseur Yann Gonzalez einen wilden

und höchstreferentiellen Genre-Mix aus blutigem

Giallo-Schlitzer, düsterem Psycho-Thriller und

frivolem Erotik-Melodram, der zugleich liebevolle

Hommage an das französische Schwulenporno- und

Undergroundkino der 70er Jahre ist.

UN COUTEAU DANS LE COEUR · Frankreich/Mexiko/Schweiz 2018 · R: Yann

Gonzalez · Db: Yann Gonzalez, Cristiano Mangione · K: Simon Beaufils • Mit

Vanessa Paradis, Kate Moran, Nicolas Maury, Félix Maritaud, Félix Maritaud

u.a. · ab 16 J. · franz./span.OmU · 102'

Queer Monday Vorpremiere: Mo 8. Juli • 21:00 Uhr

Anschließend CINEMA FLASHLIGHT:

Fr 19. Juli • 22:15 Uhr, Mi 24. Juli • 22:15 Uhr,

So 28. Juli • 20:15 Uhr

Sommer in Berlin. Zwei Berliner*innen und eine

britische Studentin: Maria, Niels und Chloë. Drei

junge Menschen in ihren Zwanzigern, die sich lustvoll

durch Berlin treiben lassen und gemeinsam in

ein unbekümmertes Liebesdurcheinander stürzen.

Übermütig geben sie dem Leben die Sporen und

greifen nach allem, wonach ihnen gerade der Sinn

steht. Ihr einziger Kompass scheint der Genuss,

den sie miteinander empfinden, was auch perfekt

funktioniert, bis Chloë ungewollt schwanger wird.

Verunsicherung und Wut, Eifersucht und Zweifel

brechen sich Bahn. Eine Abtreibung wird geplant und

wieder verworfen. Wer darf eigentlich wann und über

was mitreden? Die ungewöhnliche Einheit zu dritt

löst sich auf, Gleichgewicht mutiert zu wechselnden

Zweierkonstellationen, bis es für Augenblicke wieder

möglich scheint, eine prekäre Balance herzustellen.

Greifbare Utopie oder Ruhe vor dem Sturm? Anders

zu lieben ist harte Arbeit. Denn die Welt ist nicht auf

Maria, Niels und Chloë vorbereitet. Und sie selber

sind es auch nicht.

Deutschland 2019 · R: Thomas Moritz Helm · Db: Thomas Moritz Helm · K: Stefan

Neuberger • Mit Paula Knüpling, Maximilian Hildebrandt, Tala Gouveia u.a.

ab 16 J. · dt./engl.OmU · 93'

Mo 5. August • 21:00 Uhr

Juli / August Zweitausendneunzehn

DIE LINSE

11


Die Linse zeigt: Aufruhr, Widerstand –

50 Jahre Stonewall

The Times of Harvey Milk

Das faszinierende Dokument eines Kampfes um

Anerkennung, der 2009 auch im Spielfilm MILK

von Regisseur Gus van Sant dramatisiert wurde

Die Linse zeigt: Aufruhr, Widerstand –

50 Jahre Stonewall

Born in Flames

Born in Flames spielt in der Zukunft – zehn Jahre

nach einer sozialistischen Revolution in Amerika

Lizzie Bordens Film von 1982 ist eine feministische

Zukunftsvision über ein Amerika, das trotz sozialistischer

kultureller Revolution die Gleichberechtigung

der Frau nur vordergründig anerkennt. Aus Wut über

leere sozialistische Versprechungen nimmt eine

Armee radikaler Frauen den Kampf gegen Sexismus

und Rassendiskriminierung auf. Der zunächst gewaltfreie

Feldzug eskaliert, als eine der Leitfiguren unter

mysteriösen Umständen im Gefängnis umkommt.

Der Film stellt die Frage, ob die Unterdrückung

der Frauen jemals, in einem irgendwie gearteten

sozialen System, ein Ende finden wird. Die Antwort

ist eindeutig: die Frauen greifen zu den Waffen …

San Francisco in den 70er-Jahren: Rund um die Castro

Street entsteht die erste von Schwulen geprägte

Nachbarschaft. Die früher unsichtbare Minderheit

entwickelt ein neues Selbstbewusstsein und es ist

nur eine Frage der Zeit, bis sich dieses auch politisch

manifestiert. In diesem Klima der Emanzipation wird

der charismatische Schwulen-Aktivist Harvey Milk

zum ersten offen homosexuellen Stadtverordneten.

Kaum im Amt, wird der mutige Kämpfer für Bürgerrechte

und Gerechtigkeit erschossen.

»… als ich diesen Film sah, dachte ich nur: Wow, es

geht um eine lesbische, feministische Revolution –

das ist doch toll! Ich liebe diesen Film!« (Jamie Babbit,

Itty Bitty Titty Committee > s. rechts!)

Als Vorfilm: SEXPARTY (NL 1987) von Angelika Levi

»Vieles von dem, was die Frauen auf einer Party in der

Punk- und Hausbesetzerinnenszene filmten, ging im

Kodak-Filmlabor „verloren”. SEXPARTY bleibt demnach

unvollendet, ein Fragment, und als solches könnte

man sagen, ein Zeugnis der Prekärität queerer Kultur.«

(Marc Siegel)

USA 1983 · R: Lizzie Borden · Db: Ed Bowes · K: Ed Bowes, Al Santana • Mit

Honey, Adele Bertei, Jean Satterfield, Kathryn Bigelow u.a. · ab 18 J. · engl./

franz.OmU · 80' • Vorfilm: SEXPARTY · NL 1987 · R: Angelika Levi · 10'

Mo 12. August • 21:00 Uhr

THE TIMES OF HARVEY MILK ist schon selbst ein

Stück Filmgeschichte, rekonstruiert Milks Leben,

das beispielhaft für Mut und Engagement steht,

für die frühe Lesben- und Schwulenbewegung.

Grundgerüst des Films war auch ein von Harvey

Milk aufgenommenes Tonband, das nach seinem

Willen nur dann abgespielt werden sollte, falls er

durch einen Anschlag ums Leben käme.

USA 1985 · R: Robert Epstein Richard Schmiechen · Db: Judith Coburn, Carter

Wilson · K: Frances Reid · ab 12 J. · engl.OmU · 85'

Mo 19. August • 21:00 Uhr

12 DIE LINSE

Juli / August Zweitausendneunzehn


Die Linse zeigt: Aufruhr, Widerstand –

50 Jahre Stonewall

Itty Bitty Titty Committee

Eine Künstlerinnengruppe kämpft mit originellen,

wenn auch nicht besonders erfolgreichen

Aktionen für Gleichberechtigung

Mithilfe der Organisation Power Up, die Filme lesbischer

Frauen fördert, liefert Jamie Babbit einen

humorvollen Independentstreifen über die junge

queere Szene ab. Genervt verfolgt Anna als Angestellte

in einer „Schönheits“klinik, wie Frauen täglich

ermuntert werden, ihren Körper zu drangsalieren. Als

sie die Aktivistin Sadie beim Sprayen antisexistischer

Parolen erwischt, lädt diese sie mit lässigem Charme

ein, der radikal-feministischen* Gruppe C(I)A („Clits in

Action“) beizutreten. IBTC ist die Collage eines jungen

Feminismus, der mit Kommunikationsguerilla nach

(einer) eigenen Sprache(n) gegenüber der im Establishment

arrivierten Lesben sucht. Wo politische Ideale

mit Eifersucht kollidieren, (sexuelle) Emanzipation

in Widerspruch zu (ökonomischen) Abhängigkeiten

und gruppeninternen Dominanzstrukturen gerät

und politische Ansprüche die Erwartungshaltungen

der Familie ‚stören‘, die gerade die rosarote Traumhochzeit

für Annas Schwester vorbereitet.

»Mit ITTY BITTY … haben wir … versucht, Feminismus

sexy sein zu lassen!« (Regisseur Jamie Babbit)

USA 2007 · R: Jamie Babbit · Db: Tiny Mabry, Abigail Shafran · K: Christine A.

Maier • Mit Melonie Diaz, Deak Evgenikos, Lauren Mollica, Carly Pope, Daniela

Sea, Nicole Vicious u.a. · ab 12 J. · engl.OmU · 86'

Mo 26. August • 21:00 Uhr

Arthouse Sneak

– Pay After! –

Wir machen das Programm,

ihr macht den Preis!

Jetzt

immer

22:15!

Zweimal monatlich laden wir zur Arthouse

Sneak. Im Rahmen der Cinema-Nachtschicht

könnt ihr in der Regel am 1. und 3. Mittwoch

des Monats um 22:15 Uhr aktuelle Perlen aus

der Welt der Filmfestivals und Programmkinos

schon vor Bundesstart entdecken. Synchronisiertes

hat dabei keine Chance: alle Filme

laufen in der Originalsprache (nicht-deutschsprachige

Filme mit deutschen Untertiteln).

Dabei gilt die Devise Pay After: ihr bestimmt

selbst, wie viel euch der gezeigte Überraschungsfilm

wert ist. Schlappe 2,50 Euro beträgt

der Mindesteintritt, mit bis zu 7,50 Euro

könnt ihr nach dem Besuch den Film „belohnen“.

Einlassmusik mit freundlicher Unterstützung

durch Green Hell Records!

Zuletzt liefen in der ARTHOUSE SNEAK: [Note]

#148 AUSFEFLOGEN [dF] 2,99

#147 EINE MORALISCHE ENTSCHEIDUNG [farsi.OmU] 2,23

#146 ROADS [engl.OmU] 1,86

#145 BURNING [korean.OmU] 3,02

#144 UNDER THE TREE [isländ.OmU] 3,00

#143 ATLAS 2,61

#142 BORDER [schwed.OmU] 2,92

#141 LIEBESFILM 2,41

#140 THE SISTERS BROTHERS [wayuu/span.OmU] 2,67

#139 BIRDS OF PASSAGE [wayuu/span.OmU] 2,73

#138 BEALE STREET [engl.OmU] 2,42

Top 2019: ROADS [engl.OmU] 1,86

Flop 2019: BURNING [korean.OmU] 3,02

ARTHOUSE SNEAK-Termine im Juli & August:

#149: Mi 3. Juli • 22:15 Uhr

#150: Mi 17. Juli • 22:15 Uhr

#151: Mi 7. August • 22:15 Uhr

#152: Mi 21. August • 22:15 Uhr

Karten gibt es nur an der Abendkasse!

Juli / August Zweitausendneunzehn

+ DIE LINSE

13


präsentieren

die teuerste

Kinokarte der Stadt

Schenken Sie eine

Privat-Vorstellung!

1 40

EURO

montags bis samstags 14:45 oder 22:30 Uhr

(NEU – jetzt früher!)

sonntags 10:45 oder 13:00 Uhr

für Privatvorstellungen bis max. 25 Personen

mit einem eigenem Film oder einem Film

aus dem laufenden Programm

Anfragen online auf www.cinema-muenster.de

oder unter 0251.39778500

Kurzfilmsalon im neben*an

Shorts Attack: Familienkoller

Filme zu Familie zwischen Horror und Paradies

Guaxuma: Familiennostalgie

Eine persönliche Reise am Meer: Mit Sand- und

Stoffanimationen werden Erinnerungen wach.

Frankreich/Brasilien 2018 · R: Nara Normande · port.OmU · 14‘ · Animation

Malika: Nachwuchsgroteske

Ein kinderloses Paar hat Sehnsucht nach Nachwuchs

und ist bereit für eine Adoption. Tun sie das Richtige?

Norwegen 2011 · R: Tetyana Kryvytska, Stang Lund · norw./pascht.OmU · 7‘

Stilles Land Gutes Land: Karrieremutter

Eine Schulleiterin und Politikerin im Wahlkampf

erfährt, dass ihr Sohn Mist gebaut hat.

Schweiz 2018 · R: Johannes Bachmann · 25‘

Tungrus: Haustierkomödie

Ein Hahn in der Wohnung? Das stößt nicht bei allen

Mitgliedern einer indischen Familie auf Zuneigung.

Indien 2017 · R: Rishi Chandna · engl./hindi.OmU · 14‘ · Dokumentarfilm

With Thelma: Kinderbetreuungszwischenfall

Die kleine Thelma wird von ihrem Onkel und seinem

Partner behütet.

Belgien/Frankreich 2017 · R: Ann Sirot, Raphaël Balboni · franz.OmU · 14‘

Apnoe: Unterwasser-Familie

Umgeben von Wasser, hat eine Familie mit der

Schwerkraft zu kämpfen.

Österreich 2011 · R: Harald Hund · 10‘ · Experimentalfilm

Deutschland 2019 · gesamt zirka 115'

Di 16. Juli • 20:30 Uhr

mit Moderation, Getränk und Pause im neben*an

in Kooperation mit Die Linse e.V.

14 Juli / August Zweitausendneunzehn


Kurzfilmsalon im neben*an

Shorts Attack: Animation Attack

13 animierte Filme

Won’t Be Me: Psychedelische Achterbahnfahrt voller

ineinander fließender Formen. Tom Rosenthal tourt

2019 durch Deutschland.

GB 2018 · R: Chloe Jackson, Tom Rosenthal · 4‘

Caterpillarplasty: Beautyfarm ad absurdum:

Der Chirurg mit eingefleischtem Dauergrinsen zeigt

uns die endgültige Transformation des menschlichen

Antlitzes.

F/CA 2018 · R: David Barlow-Krelina · 5‘

Animateur: Eine kleine, paradiesische Poollandschaft

inmitten einer weiten Wüste und die Lebensfrage:

Will sich jemand animieren lassen?

AU/Ungarn 2017 · R: Alexander Gratzer · 4‘

Plankton: Alltägliche Gespräche offenbaren die

Träume, Hoffnungen und Ängste jener Wesen, die

ganz unten in der Nahrungskette schwimmen.

GB 2018 · R: Gustaf Lindstrom · 5‘

The Box: Ein Haufen elender Kreaturen lebt in einer

Box. Nur eine ist anders als die anderen, und es gilt

die Frage: Ausbrechen oder Anpassen!?

Slovenien 2017 · R: Dusan Kastelic · 12‘

Journal Anime: Zeitungsbilder animiert: Von

Angela Merkel bis zu den Simpsons entstehen ganz

neue Kontexte, Konflikte und Wirklichkeiten.

F 2016 · R: Donato Sansone · 4‘

PerTuttalaVita: Eine Frau und ein Mann begeben

sich auf eine surreale Gedankenreise und erinnern

sich an die schönsten Momente ihrer Liebe.

Italien 2018 · R: Roberto Catani · 6‘

Good-Intentions: Nachdem eine junge Frau einen

Autounfall verursacht hat, passieren plötzlich unerklärliche

Dinge mit ihr und um sie herum.

GB 2018 · R: Anna Mantzaris · 9‘

Hot Tea: Ein erotisches Abenteuer zur Teestunde:

Was für die einen nur ein Getränk ist, ist für Andere

ein ganz großes Ding. Und sie genießen extrem.

NL 2017 · R: Marcel Tigchelaar · 2‘

reruns: Träume können absurd sein: Es schwirren

Erinnerungen im Mix mit surrealem Nonsens in einer

versunkenen Stadt unter Wasser durch den Kopf.

NL/BE/F 2018 · R: Rosto · 14‘

L‘aria del moscerino: Einfach nur leben: Die

Scheinwerfer erstrahlen, die Instrumente setzen ein

und die finale Arie einer Fruchtfliege kann beginnen.

D 2017 · R: Lukas von Berg · 5‘

M 52: Zwei Menschen auf der Suche nach Leben in

einer künstlichen Welt voller Farben, Ziele, Visionen

und Fantasie.

D 2018 · R: Yves Paradis · 11‘

Catastrophe: Kater Rodney darf sich dem Vogelkäfig

nicht nähern. Was aber, wenn der Vogel schon

tot ist!? – Chaos nimmt seinen Lauf, es muss jetzt

schnell gehen.

NL 2017 · R: Jamille van Wijngaarden · 2‘

gesamt 90‘ · OmU · plus Moderation und Pause mit einem Getränk

Di 20. August 2019 • 20:30 Uhr

mit Moderation, Getränk und Pause im neben*an

in Kooperation mit Die Linse e.V.

Juli / August Zweitausendneunzehn

15


Die Linse präsentiert ausgewählte Kurzfilme

Oberhausen On Tour:

Deutscher Wettbewerb 2018

Bürgertum, globalisierte Mittelschicht und Tourismus

stehen im Mittelpunkt dieses Programms

mit Arbeiten des Deutschen Wettbewerbs 2018.

Die Linse präsentiert ausgewählte Kurzfilme

Oberhausen On Tour:

Artist Film

Sechs Filme, in denen Muster und Texturen immer

wieder eine besondere Rolle spielen.

Während Willy Hans in ruhigen Schwarz-Weiß-

Bildern, aber mit leisen Anklängen an den Horrorfilm

davon erzählt, wie eine bildungsbürgerliche Kleinfamilie

langsam zerfällt, zeigt uns Yannick Spiess

Alltag und Pflichtbewusstsein einer wohlhabenden

Schweizerin. Dazwischen lässt Nikita Diakur im Hof

einer Plattenbausiedlung die Puppen rabiat tanzen.

Beyond BEACH imaginiert gelassen und frei nach

Michel Houellebecq Lethargie und Gleichgültigkeit

westlicher Hedonisten an den Stränden Lateinamerikas

als bunten Tagtraum. Bei Judith Hopf trottet ein

schlanker Wohnturm aus dem Bild, wenn es ihm zu

langweilig wird. Und in Bigger Than Life schließlich,

dem Gewinner des 3sat-Förderpreises, macht die

Musik den Ton des Films. Sie stiftet die spielerische

Struktur dieser Vermessung eines chauvinistischen

Stadtprojekts, das Skopje neben Rom und Athen auf

die vordersten Plätze der europäischen Geschichte

katapultieren soll.

Beyond Beach · D 2018 · R: Clara Winter/Miguel Ferráez · engl/span.OmU · 14‘

Die Tage · D 2018 · R: Yannick Spiess · 20‘

Fest · D 2018 · R: Nikita Diakur · ohne Dialog · 3‘

Das satanische Dickicht – DREI · D 2017 · R: Willy Hans · 22‘

Out· D 2018 · R: Judith Hopf · ohne Dialog · 30‘

Bigger Than Life · D/I/Mazedonien 2018 · R: Adnan Softic · engl.OF · 30‘

Gesamt: 119‘ mit Moderation und Pause

Mo 5. August • 20:30 Uhr im neben*an

Das Programm versammelt einige der interessantesten

Filmemacher, die sich derzeit im Spannungsfeld

zwischen Film und Kunst bewegen. Bei Jayne

Parker wachsen Magnolienzweige in den leeren

Hohlraum eines Cellos herein, während das Musikstück

„Blues in B“ gespielt wird. In PATTERNS

OF THE CONQUERORS von Sascha Reichstein ist

die Distanz zum gefilmten Material entscheidend,

wenn Experten der Design-Geschichte ein Buch mit

diversen Mustern südasiatischen Textilhandwerks

des 19. Jahrhunderts kommentieren. Bei Dimitri

Venkov werden Geschichte und Raum auf den Kopf

gestellt, um die intergalaktische Vision einer Stadt

zu schaffen. Jens Pecho untersucht Filmsequenzen,

in denen Stuntperformer bei den Dreharbeiten zu

Tode kamen. Krieg und Traumatisierung schließlich

sind die großen Themen der bildgewaltigen und

sinnlichen Arbeit von Chikako Yamashiro, die das

Programm beschließt.

The Oblique · GB 2018 · R: Jayne Parker · ohne Dialog · 10’

Chiroptères · D 2018 · R: Romeo Grünfelder · ohne Dialog · 3’

Patterns of the Conquerors

Australien 2017 · R: Sascha Reichstein · engl.OF · 21’

Gimny Moskovii/The Hymns of Muscovy

Russland 2017 · R: Dimitri Venkov · ohne Dialog · 15‘

Three Casualties · D 2017 · R: Jens Pecho · englOF · 7’

Tsuchi no hito – 2017 gekijyoban/Mud Man – 2017 Film Ver.

Japan 2017 · R: Chikako Yamashiro · ohne Dialog · 26’

gesamt 82‘ plus Moderation und Pause

Mi 7. August • 20:30 Uhr im neben*an

16 DIE LINSE

Juli / August Zweitausendneunzehn


Staffel 8:

DRIVE

Nicolas Winding Refns Verfilmung der Romanvorlage

von James Sallis mit Ryan Gosling in der Hauptrolle

Die cineastische Alternative

zur sonntäglichen Krimi-Langeweile

In der achten Staffel werden junge, männliche

Filmhelden mit ihren naiv-romantischen Gefühlen

in dunkle, unbekannte Parallelwelten gezogen,

in denen Paranoia und Gewalt regieren.

Mehr von Alles Ausser Tatort:

insTAgram.com/allesausserTATort

Ein stiller, namenloser Stuntdriver (Ryan Gosling)

arbeitet nachts illegal als Fluchtfahrer für eine Reihe

bewaffneter Einbrüche. Als er sich eines Tages in die

neue Nachbarin Irene (Carey Mulligan) verliebt,

unterbreitet ihr frisch aus dem Gefängnis entlassener

Ehemann Standard (Oscar Isaac) ihm einen

lukrativen, aber höchst riskanten Job. Der Plan geht

jedoch völlig schief uns der „Driver“muss Irene und

ihren Sohn vor einer Gruppe rachsüchtiger Gangster

schützen …

USA 2011 · R: Nicolas Winding Refn · Db: Hossein Amini & James Sallis

K: Newton Thomas Sigel • Mit Ryan Goslin, Carey Mulligan, Oscar Isaac u.a.

engl.OmU · ab 18 J. · 100'

So 14. Juli • 20:15 Uhr

Juli / August Zweitausendneunzehn

DIE LINSE

17


18

27. Juni Wildes Herz FSk 12

Ein antifaschistischer Heimatfilm über Jan „Monchi“ Gorkow, den Sänger der

Punkband „Feine Sahne Fischfilet“. Charly Hübners gefeiertes Regiedebüt.

4. Juli Sonnenallee Fsk 6

Kult-Komödie. Micha Ehrenreich ist 17 Jahre alt. Er liebt Pop-Musik und Miriam.

Doch beides scheint unerreichbar, 1973 hinter der Mauer in Ost-Berlin.

11. Juli Inna De Yard (OmU-premiere) Fsk 6

The Soul of Jamaica. Sie standen mit Bob Marley auf der Bühne, hatten

Nummer-Eins-Hits wie „Everything I Own“. Nun sind sie um die 70 und wollen

es nochmal wissen. Musikdoku über 4 Reggae-Ikonen und ihr Comeback.

18. Juli Gegen den strom Fsk 6

Der isländische Spielfilm Woman at War ist Ökothriller, Komödie, ernstes Märchen.

Ein Plädoyer dafür, sich einzumischen. Denn Halla, die eigentlich umgängliche

Chorleiterin, kämpft entschlossen für den Erhalt ihrer Umwelt.

25. Juli HiGH Fidelity FSk 12

Rob (John Cusack) hat zwar fast keine Kundschaft in seinem Plattenladen,

aber Zeit für eine neue Hitliste: Seine ewigen Top Five der unvergesslichen

Trennungen. Humorvoll-ironische Verfilmung des Romans von Nick Hornby.

1. AugusT 303 FSk 12

Lebenshungrig und romantisch, zwischen Fernweh und dem Wunsch, irgendwo

anzukommen. Ein Roadmovie über Politik und Liebe von Hans Weingartner

(Die fetten Jahre sind vorbei) mit atmosphärischen Indie-Soundtrack.

8. August Capernaum – Stadt der HoFFnunG FSk 12

Ein Kind klagt seine Eltern an und mit ihnen eine ganze Gesellschaft. In diesem

grandiosen und erschütternden Sozialdrama werden Hilflosigkeit und

Wut auf den Straßen Beiruts spürbar. Kluges, engagiertes Kino, das bewegt.

15. August Blackkklansman FSk 12

Ron Stallworth tritt als erster Afroamerikaner seinen Dienst im Colorado

Springs Police Department an. Als verdeckter Ermittler will er den Ku-Klux-

Klan infiltrieren und bloßstellen. Aberwitzige Geschichte von Spike Lee.

22. August Good will Hunting FSk 12

Mit der Geschichte eines jungen, bislang unentdeckten, Mathematikgenies

gelang den beiden Freunden Matt Damon und Ben Affleck 1997 ein Überraschungserfolg.

Gefühlvoll inszeniert von Gus Van Sant (Paranoid Park, Milk),

mit Robin Williams und Casey Affleck in weiteren Rollen. Ausgezeichnet.

29. August The Dead Don’t Die FSk 12

In seiner neuen herausragend besetzten Horrorkomödie lässt Jim Jarmusch

die Toten auferstehen. Mit Bill Murray, Adam Driver, Steve Buscemi, Tilda

Swinton, Chloë Sevigny, Caleb Landry Jones, Rosie Perez, Selena Gomez,

Tom Waits, Iggy Pop und RZA.

5. SEPTEMBER Publikumswunschfilm

Ihr entscheidet! Infos und News gibt es auch auf

der Kamp-Flimmern-Facebook-Seite.

Juli / August Zweitausendneunzehn


Juli / August Zweitausendneunzehn 19


Spitzenpreise 2017 von Bund und Land NRW für das Cinema!

Warendorfer Str. 45 · Münster Mauritz-West · Tel. 0251.30300

www.cinema-muenster.de · info@cinema-muenster.de

Gegründet 1968 an der Weseler Straße, seit 1981 am jetzigen Standort.

Das älteste Programmkino der Republik.

Café und Kneipe

im Cinema

Tel. 0251.30309

Mail: garbo@cinema-muenster.de

Drei Säle: Cinema 1 (158 Plätze), Cinema 2 (58 Plätze), Kurbelkiste (52 Plätze).

Ausgezeichnet: regelmäßig für das herausragende Jahresprogramm, Dokumentarfilmprogramm

und Kinderfilmprogramm von der Film- und Medienstiftung

NRW und von der Kulturstaatsministerin.

Barrierefreiheit: Das Cinema 1 ist nicht, Cinema 2 und Kurbelkiste bedingt

rollstuhlgerecht. Am besten vorher einen Rollstuhlplatz reservieren.

Die Toiletten sind nicht rollstuhlgerecht.

Hörbehinderte: Der Ton aller Filme lässt sich mit Induktionsschleife

oder über eine Smaprtphone-App verstärken. Entsprechend gekennzeichnete

Filme können zudem mit Hilfe eines eigenen Smartphones und Kopfhörers

mit Untertiteln versehen werden.

Sehbehinderte: Mit eigenem Smartphone und Kopfhörer können entsprechend

gekennzeichnete Filme mit Audiodeskription versehen werden.

Lage: ca. 800 Meter = 10 Fußminuten vom Hauptbahnhof

in Mauritz-West, auf der Warendorfer Straße –

das ist die Straße Richtung Osten nach Handorf, Telgte, Warendorf

Anfahrt per ÖPNV: Haltestelle Zumsandestraße (1 Min.): Linien 2, 10, [N83].

Haltestelle Hohenzollernring / Finanzgericht (5. Min.): 33, 34, [N2].

Haltestelle Hauptbahnhof (10 Min.): alle Linien.

Anfahrt per Auto: Parkplätze an der Warendorfer Str. teilweise kostenfrei

oder beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe an der Warendorfer Straße

21-25 (Gezahlt werden muss mit Geld- oder EC-Karte).

Anfahrt mit dem Fahrrad: Die besten Parkmöglichkeiten gibt es

an den Fahrradständern auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Öffnungszeiten der Kinokasse: immer 15 Min. vor der 1. Vorstellung.

Montag und Dienstag ab ~16:30 Uhr, Mittwoch bis Samstag ab ~14:45 Uhr,

Sonntag ab 10:30 Uhr

Eintrittspreis: 8,50 €* · ErmäSSigT: 7,00 €* (Ermäßigung gilt

für Studierende, Behinderte über 50%, Münster-Pass-Besitzende u.a.)

Donnerstag = Premierentag: 6,00 €* für alle Filme, die im Wocheneinsatz

neu starten (nicht für CINEMA FLASHLIGHT)

*ONLINE jeweils 0,50 € günstiger, ggf. plus Überlängenzuschlag

Kino für Kinder: 4,50 € für alle.

SONDERVERANSTALTUNGEN sind möglich. Anfragen unter 0251.30307

SCHULKINO Auf Wunsch zeigen wir Filme auch für Schulklassen zu individuellen

Terminen vormittags. Ein regelmäßiger Newsletter informiert über

aktuelle Schulkino-Angebote: Eintragen unter schulkino@cinema-muenster.de

Adresse und Barrierefreiheit:

wie Cinema

Tischreservierungen:

Wir können leider nur Reservierungen

für maximal 8 Personen

annehmen.

Täglich geöffnet ab 10:00 Uhr:

Mo – Do bis 0:00 Uhr,

Fr + Sa bis 0:30 Uhr,

So bis 22:30 Uhr

Große Karte:

Mo – Fr 12:00 bis 14:00 Uhr

Mo – Do 17:45 bis 22:45 Uhr,

Fr + Sa 17:45 bis 23:15 Uhr,

So + feiertags 13:00 bis 22:00 Uhr

Großes Frühstücksbuffet:

So + feiertags 10:00 bis 13:00 Uhr

Sonderöffnungszeiten

von Cinema & Café Garbo:

Fr 19.7. (Betriebsversammlung)

ab 15:00 Uhr geöffnet

Mo 22.7. / Di 23.7. (Thekenumbau)

Kino & Café bleiben geschlossen

Fr 23.8. (Betriebsversammlung)

ab 15:00 Uhr geöffnet

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Übersicht zum herausnehmen! · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·


Das Cinema zeigt

cinema & Die Linse

Wochenprogramm JulI + August 2019 Sondertermine

Donnerstag

Premierentag!

ab Do 4.7.

Neustarts kosten

donnerstags nur

5,50 Euro Eintritt!

Das Cinema zeigt zum Bundesstart

teL AVIV ON FIRE [dF + arab./hebr.OmU] 24

ab Sa 6.7. Kino für Kinder

14:45 KNERTEN TRAUT SICH 22

UNSERE GROSSE

KLEINE FARM

ab Do 11.7.

Das Cinema zeigt zum Bundesstart

unsere GROSSE KLEINE FARM [dF + engl.OmU] 26

Das Cinema zeigt

inna DE YARD – THE SOUL OF JAMAICA [engl.OmU] 27

ab Sa 13.7. Kino für Kinder

14:45 mirai - DAS MÄDCHEN AUS DER ZUKUNFT 22

Irrtümer sind nicht beabsichtigt, aber möglich.

Alle Angaben also ohne Gewähr.

ÄnDerunGen (insbesOnDere bei Den zeiten) VOrbehaLten!

ab Do 18.7.

ab Do 25.7.

ab Do 1.8.

ab Do 8.8.

Das Cinema zeigt zum Bundesstart

ausgefLOGEN [dF + franz.OmU] 28

Das Cinema zeigt

YOGA – DIE KRAFT DES LEBENS [z.T. engl./franz.OmU] 29

Kino für Kinder

14:45 gregs TAGEBUCH – VON IDIOTEN UMZINGELT 22

Das Cinema zeigt zum Bundesstart

LEID UND HERRLICHKEIT [dF + span.OmU] 30

Das Cinema zeigt zum Bundesstart

VOX LUX [dF + engl.OF] 31

Kino für Kinder

14:45 thiLDA UND DIE BESTE BAND DER WELT 22

Das Cinema zeigt zum Bundesstart

der UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES [dF+ franz.OmU] 32

Das Cinema zeigt + Kino für Kinder

14:45 die WIESE – EIN PARADIES NEBENAN 22+33

Das Cinema zeigt zum Bundesstart

so WIE DU MICH WILLST [dF + franz.OmU] 34

Kino für Kinder

14:45 mister LINK 23

ab Do 15.8. Das Cinema zeigt zum Bundesstart

ich WAR ZUHAUSE, ABER … 35

Kino für Kinder

14:45 pÜNKTCHEN UND ANTON 23

ab Do 22.8. Das Cinema zeigt zum Bundesstart

endzeit 36

Das Cinema zeigt zum Bundesstart

paranza – DER CLAN DER KINDER [dF + ital.OmU] 37

Das Cinema zeigt zum Bundesstart

die EINZELTEILE DER LIEBE 38

Kino für Kinder

14:45 supa MODO 23

ab Do 29.8. Das Cinema zeigt zum Bundesstart

frau STERN 39

Mo 1.7. 21:00 Die Linse: 50 J. Stonewall: AFTER STONEWALL [engl.OF] > LINSE 06

Di 2.7. 18:30 CINEMA FLASHLIGHT: A MAN OF INTEGRITY [farsi.OmU] > LINSE 06

Mi 3.7. 22:15 Arthouse Sneak – Pay After #149 [???OmU] 13

Do 4.7. 19:30 CINEMA FLASHLIGHT: DON'T GIVE A FOX [dän.OmU] 6

20:00 Kamp-Flimmern Open-Air am Hawerkamp: SONNENALLEE 18

Fr 5.7. 22:15 CINEMA FLASHLIGHT: THE WILD BOYS [franz./engl.OmU] 6

So 7.7. 12:45 Vorpremiere: UNSERE GROSSE KLEINE farm [z.T. engl.OmU] 26

20:15 CINEMA FLASHLIGHT: THE WILD BOYS [franz./engl.OmU] 6

Mo 8.7. 18:30 Vamos e.V.: SYSTEM ERROR [z.T. engl.OmU] 8

21:00 Die Linse: Queer Monday / FLASHL.: MESSER IM HERZ [franz.OmU] 11

Di 9.7. 18:30 CINEMA FLASHLIGHT: DON'T GIVE A FOX [dän.OmU] 6

Mi 10.7. 18:30 CINEMA FLASHLIGHT: THE WILD BOYS [franz./engl.OmU] 6

Do 11.7. 18:30 CINEMA FLASHLIGHT: ERDE [mehrspr.OmU] 7

20:00 Kamp-Flimmern: INNA DE YARD [engl.OmU] 18

So 14.7. 11:00 CINEMA FLASHLIGHT: ERDE [mehrspr.OmU] 7

20:15 Alles auSSer Tatort mit der Linse: DRIVE [engl.OmU] 17

Mo 15.7. 18:30 Die Linse: Leinwandbegegnungen: CALL ME BY YOUR NAME 10

21:00 CINEMA FLASHLIGHT: ERDE [mehrspr.OmU] 7

Di 16.7. 18:30 Vamos e.V.: PUSH – FÜR DAS GRUNDRECHT AUF WOHNEN [OmU] 9

20:30 Kurzfilmsalon: Shorts Attack: Familienkoller [mehrspr.OmU] 14

Mi 17.7. 18:30 CINEMA FLASHLIGHT: DON'T GIVE A FOX [dän.OmU] 6

22:15 Arthouse Sneak – Pay After #150 + Jubiläums-Überraschungen 13

Do 18.7. 20:00 Kamp-Flimmern: GEGEN DEN STROM 18

Fr 19.7. 22:15 CINEMA FLASHLIGHT: MESSER IM HERZ [franz.OmU] 11

So 21.7. 18:00 OmU-Vorpremiere: LEID UND HERRLICHKeit [span.OmU] 30

Mo 22.– di 23.7. Kino & Café geschlossen!

Mi 24.7. 21:00 CINEMA FLASHLIGHT: DON'T GIVE A FOX [dän.OmU] 6

22:15 CINEMA FLASHLIGHT: MESSER IM HERZ [franz.OmU] 11

Do 25.7. 14:30 Kino Kaffeeklatsch: LEID UND HERRLICHKeit 23

20:00 Kamp-Flimmern: HIGH FIDELITY 18

So 28.7. 20:15 CINEMA FLASHLIGHT: MESSER IM HERZ [franz.OmU] 11 1

Do 1.8. 20:00 Kamp-Flimmern: 303 18

So 4.8. 12:45 OmU-Vorpremiere: SO WIE DU MICH WILLst [franz.OmU] 34

Mo 5.8. 20:30 Die Linse: Oberhausen On Tour 2018: Dt. Wettbewerb 16

21:00 Die Linse: Queer Monday: HEUTE ODER morgen [z.T. engl.OmU] 11

Mi 7.8. 20:30 Die Linse: Oberhausen On Tour 2018: Artist Films 16

22:15 Arthouse Sneak– Pay After #151 [???OmU] 13

Do 8.8. 20:00 Kamp-Flimmern: CAPERNAUM – STADT DER HOFFNUNG 18

Mo 12.8. 21:00 Die Linse: 50 J. Stonewall: BORN IN FLAMES [engl.OmU] 12

Do 15.8. 18:00 GLOSTER Productions mit Die Linse: DIE MIT-ARBEITERIN. 9

20:00 Kamp-Flimmern: BLACKKKLANSMAN 18

So 18.8. 18:00 OmU-Vorpremiere: PARANZA [ital.OmU] 37

Mo 19.8. 18:30 Die Linse: Leinwandbegegnungen: SOUL KITCHEN 10

21:00 Die Linse: 50 J. Stonewall: THE TIMES OF harVEY MILK [OmU] 12

Di 20.8. 20:30 Kurzfilmsalon: Shorts Attack: Animation Attack [mehrspr.OmU] 15

Mi 21.8. 22:15 Arthouse Sneak – Pay After #152 [???OmU] 13

Do 22.8. 14:30 Kino Kaffeeklatsch: Frau Stern 23

20:00 Kamp-Flimmern: GOOD WILL HUNTING 18

Fr 23.8. Endlich … Die neue Linse ist fertig!

Mo 26.8. 21:00 Die Linse: 50 J. Stonewall: ITTY BITTY TITTY COMMITTEE [engl.OmU] 13

Mi 28.8. 21:00 CINEMA FLASHLIGHT: Premiere mit dem Gleis 22

CARMINE STREET GUITARS [engl.OmU] 7

Do 29.8. 20:00 Kamp-Flimmern: THE DEAD DON'T DIE 18

Fr 30.8. 19:00 Mit Regisseur Anatol Schuster: FRAU STERN 39

22:15 CINEMA FLASHLIGHT: CARMINE STREET guitars [engl.OmU] 7

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Übersicht zum herausnehmen! · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·


Scarlett, das offizielle Glücksschwein des Cinema, präsentiert:

Kino für Kinder im Cinema im Juli+August

Eintritt:

4,50 Euro

Bibi Blocksberg und das

Geheimnis der blauen Eulen

Wegen ihrer Mathenoten wird

Bibi Blocksberg auf das Ferieninternat

Schloss Altenberg geschickt.

Auch wenn sie erst nicht

begeistert ist, findet Bibi sie

dort zwei neue Freunde: David,

der sich in sie verliebt, und Elea

Mischnick, die im Rollstuhl sitzt …

Deutschland 2004 · R: Franziska Buch

ab 0 J. · empf. ab ca. 6 J. · 114‘

Sa 29. Juni · 14:45 Uhr

So 30. Juni · 14:45 Uhr

Knerten traut sich

Eigenständige Fortsetzung von

Mein Freund Knerten: Lillebror hat

sich dank seines hölzernen Freundes

Knerten gut in seiner neuen

Heimat eingelebt, als zwei Ereignisse

die Idylle aufwühlen: Lillebrors

Mutter wird in einen Unfall

verwickelt, und Knerten lernt ein

nettes Birkenzweiglein kennen …

Norwegen 2010 · R: Martin Lund

ab 0 J. · empf. ab ca. 6 J. · 81‘

Sa 6. Juli • 14:45 Uhr

So 7. Juli • 14:45 Uhr

MIRAI – DAS MÄDCHEN

AUS DER ZUKUNFT

Ein vor Fantasie sprühendes Anime-Juwel:

Der vierjährige Kun findet

die Tür zu einer magischen

Welt. Hier trifft er nicht nur auf

jüngere Versionen seiner Eltern,

sondern auch auf eine Teenager-

Ausgabe seiner kleinen Schwester!

Japan 2018 · R: Mamoru Hosoda

ab 6 J. · empf. ab ca. 8 J. · 98‘

Sa 13. Juli • 14:45 Uhr

So 14. Juli • 14:45 Uhr

Mi 17. Juli • 14:45 Uhr

GREGS TAGEBUCH 1 –

VON IDIOTEN UMZINGELT

Nach den Comic-Bestsellern von

Jeff Kinney: Auf die Quälereien

seiner Mitschüler reagiert Greg

mit entsetzlichen Strafen – allerdings

nur in seinem Tagebuch...

»Hier kommen Jung und Alt voll

auf ihre Kosten!« (FBW Prädikat

Besonders wertvoll)

USA 2010 · R: Thor Freudenthal

ab 0 J. · empf. ab ca. 10 J. · 94‘

Do 18. bis So 21. Juli • 14:45 Uhr

Mi 24. Juli · 14:45 Uhr

THILDA UND DIE BESTE BAND

DER WELT

Obwohl Aksel (Sänger und Gitarrist)

und Grim (Schlagzeug) blutige

Anfänger sind, wollen sie bei

der norwegischen Rock-Championship

teilnehmen und suchen

einen E-Bassisten. Da zeigt ihnen

Thilda, dass man auch mit einem

Cello ordentlich rocken kann …

Norwegen/Schweden 2018 · R: Christian Lo

ab 0 J. · empf. ab ca. 8 J. · 94‘

Do 25. bis So 28. Juli • 14:45 Uhr

Mi 31. Juli · 14:45 Uhr

DIE WIESE –

EIN PARADIES NEBENAN

Nirgendwo ist es so bunt, so

vielfältig und so schön wie in einer

blühenden Sommerwiese. In

nie gesehenen Bildern stellt diese

neue Dokumentation einige

der schönsten, liebenswertesten

und skurrilsten Bewohner unserer

Wiesen vor.

Deutschland 2019 · R: Hanno Olderdissen

ab 0 J. · empf. ab ca. 6 J. · 93‘

Do 1. bis So 4. August • 14:45 Uhr

Mi 7. August • 14:45 Uhr

22 · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · Übersicht zum herausnehmen! Juli / August Zweitausendneunzehn

· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · ·


Eintritt beim „Kino für Kinder“ im Cinema: 4,50 Euro. Achtung: Die Anfangszeiten können sich verschieben!

Kinder erhalten am Tag ihres Geburtstages mit einem Elternteil freien Eintritt! Bei größeren Gruppen hat jede

zehnte Person freien Eintritt (nach Voranmeldung). Es können auch individuelle Termine vereinbart werden.

MISTER LINK

In Himalaya soll er leben, der Affenmensch,

der missing link in der

Evolutionsgeschichte des Menschen.

Die englischen Forscher Sir

Lionel Frost und Adelina Fortnight

machen sich auf, um ihn zu finden

– und sind vollkommen erstaunt,

ein ebenso liebenswertes wie cleveres

Wesen dort zu entdecken!

Kanada/USA 2019 · R: Chris Butler

ab 6 J. · empf. ab ca. 9 J. · 95‘

Do 8. bis So 11. August •14:45 Uhr

Mi 14. August • 14:45 Uhr

PÜNKTCHEN UND ANTON

Der Kinderbuch-Klassiker von

Erich Kästner in der Verfilmung

von Caroline Link (1999): Luise,

genannt Pünktchen, ein Mädchen

aus wohlhabendem Hause,

schließt Freundschaft mit dem

Jungen Anton, der betteln muss

weil er mit seiner kranken Mutter

in ärmlichen Verhältnissen lebt …

Deutschland 1999 · R: Caroline Link

ab 0 J. · empf. ab ca. 7 J. · 107‘

Do 15. bis So 18. August • 14:45 Uhr

Mi 21. August • 14:45 Uhr

SUPA MODO

Die neunjährige Jo lebt mit ihrer

Mutter und ihrer großen Schwester

Mwix in einem kleinen Dorf

in Kenia. Sie ist sehr krank, aber

sie träumt davon, eine echte Superheldin

mit magischen Kräften

zu sein. Ihre Schwester bringt

das ganze Dorf dazu, Jos größten

Traum wahr werden zu lassen...

Deutschland/Kenia 2018 · R: Likarion Wainaina

ab 0 J. · empf. ab ca. 9 J. · 74‘

Do 22. August bis So 25. August

• 14:45 Uhr

Das Cinema zeigt

mit dem Seniorenbüro Mauritz

Kino Kaffeeklatsch

Jeden vierten Donnerstag im Monat laden wir

Menschen in den „besten Jahren“ zu einem

ausgewählten Film sowie Kaffee und Kuchen

zum Sonderpreis ein. Es stehen Rollstuhl-

Plätze zur Verfügung, die Hörbehindertenanlage

kann mit Hörgerät, einem hauseigenen

Kopfhörer oder über ein selbst mitgebrachtes

Smartphone mit eigenem Kopfhörer genutzt

werden. Seniorinnen und Senioren zahlen für

den Film ohne Café-Besuch 5,20 Euro, für den

Film inklusive Heißgetränk und hausgemachtem

Kuchen 8,00 Euro.

Kino Kaffeeklatsch am Do 25. Juli • 14:30 Uhr:

LEID UND HERRLICHKEIT

Kino Kaffeeklatsch am Do 22. August • 14:30 Uhr:

FRAU STERN

Juli / August Zweitausendneunzehn

23


Das CInema zeigt zum Bundesstart

Tel Aviv on Fire

»Als Mediensatire ebenso überzeugend wie als

Komödie: der Nahostkonflikt vor dem Hintergrund

einer schnulzigen Seifenoper« (programmkino.de)

»In TEL AVIV ON FIRE ist der Grundton komödiantisch.

Aber ich will damit die derzeitige angespannte Situation

nicht ins Lächerliche ziehen, sondern mich

mit der inneren Wahrheit befassen, und die kommt

manchmal durch komödiantische Übertreibungen

besser ans Licht. Wie es schon Charlie Chaplin sagte:

„Um wirklich lachen zu können, muss man sich

seinem Schmerz stellen und damit spielen können.“«

(Regisseur Sameh Zoabi)

In Tel Aviv geht es heiß her. Zumindest laut der

schnulzigen Soap Opera Tel Aviv on Fire, die jeden

Abend über die TV-Bildschirme flimmert und Israelis

wie Palästinenser vor der Glotze vereint. Der junge

Palästinenser Salam ist Drehbuchautor des Straßenfegers

und muss für die Dreharbeiten jeden Tag die

Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland

überqueren. Bei einer Checkpoint-Kontrolle gerät

das Skript der nächsten Folge in die Hände des

israelischen Kommandeurs Assi. Das kommt dem

gelangweilten Grenzwächter gerade recht. Um seine

Frau zu beeindrucken, zwingt er Salam das Drehbuch

umzuschreiben. Ein Bombenerfolg! Von nun an

denken sich Salam und Assi immer neue schnulzige

Dialoge und absurde Plotentwicklungen aus. Der

Einfluss des israelischen Militärs auf die populäre,

eigentlich antizionistische Seifenoper wird immer

größer. Aber dann soll die Serie abgesetzt werden,

und Salam steht plötzlich vor einem Riesenproblem.

24

»Eine feinfühlige, nie banalisierende Auseinandersetzung

mit Fragen nach Identitäten und Konflikten in

Israel. Auf ungewohnte Weise eröffnen das Genre der

Komödie und die Film-im-Film-Narration einen unkonventionellen

Raum der Imagination. Die TV-Serie

wird zum sozialen Experiment, in dem Beziehungen

ausprobiert werden, die im realen Alltag undenkbar

wären. Die Komik wird zum entlastenden Moment:

Damit entstehen gerade dort, wo es nichts zu lachen

gibt, Momente des konstruktiven Zusammenseins.«

(Daria Pezzoli-Olgiati, medientipp.ch)

TEL AVIV AL HAESH · Luxemburg/Frankreich/Israel/Belgien 2018 · R: Sameh

Zaobi · Db: Dan Kleinman, Sameh Zaobi · K: Laurent Brunet • Mit Kais Nashif,

Lubna Azabal, Nadim Sawalha u.a. · ab 6 J. · arab./hebr.OmU + dF · 101'

Ab Do 4. Juli im Wochenprogramm

Juli / August Zweitausendneunzehn


ANTONIO

BANDERAS

UNTER BESONDERER MITWIRKUNG VON

PENÉLOPE

CRUZ

EIN FILM VON

PEDRO ALMODÓVAR

AB 25. JULI IM KINO

21. Juli:OmU-Vorpremiere

25. Juli: Kino Kaffeeklatsch Juli / August Zweitausendneunzehn 25


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

Unsere große kleine Farm

»Wer denkt, es sei schwer einen guten Film

zu machen, sollte mal versuchen Schweine und

Hühner zu züchten.« (Screen)

Weil ihr geliebter Hund Todd zu viel bellt, verlieren

Molly und John Chester ihr Apartment. Das Paar

verlässt daraufhin die Großstadt und stürzt sich Hals

über Kopf in die Verwirklichung eines langgehegten

großen Traums: die Gründung einer eigenen Farm.

Auf über 80 Hektar in den kalifornischen Hügeln

will das Paar mehr Harmonie in sein Leben bringen

– und in das Land, das es ernährt. Was folgt, sind

acht Jahre Arbeit, die den Idealisten alles an Einsatz

abverlangen, aber auch 10.000 Obstbäume sowie

alle erdenklichen Haus- und Wildtiere auf einem

einst erschöpften, dürren Land hervorbringen. Unter

ihnen ein erstaunliches Schwein namens Emma und

deren bester Freund, der Hahn Greasy. Zwischen

fragilen Wasserleitungen, gierigen Schnecken, zu

allem entschlossenen Kojoten und einem neuen

alten Ökosystem, erkennen die Chesters, dass in der

großen Vernetzung des Lebens alle ihren Beitrag

leisten können – im Vertrauen auf die Weisheit der

Natur und das Leben selbst.

»Dies ist keine typische Aussteigergeschichte. Vielmehr

ist es die Geschichte zweier Menschen, die mit

unendlicher Hingabe und Passion, aber auch mit

einem gesunden Pragmatismus an eine Herausforderung

herantreten, von der ihnen jeder abgeraten hat.

Denn sie wollen eine Landwirtschaft, die nachhaltig

ist. Keine Monokulturen, kein Ausbeuten des Bodens,

sondern ein Miteinander mit der Natur. Dutzende

Fruchtsorten werden angepflanzt, Schafe, Hühner,

Enten, Hütehunde und ein Schwein gekauft. Damit

einher werden Möglichkeiten erschaffen, aber auch

Schwierigkeiten. Mit jeder neuen Diversifikation des

Landes kommen auch neue Plagegeister, aber die

Chesters haben im Grunde das natürliche Ökosystem

nachempfunden – und somit auch natürliche

Ressourcen. ... UNSERE GROSSE KLEINE FARM ist

ein beeindruckender Film, der durchaus auch die

Rückschläge zeigt, mit denen die Neu-Farmer zurechtkommen

mussten. Vor allem aber überzeugt

er, weil er zum Träumen von einem besseren, einem

natürlicheren Leben einlädt – und weil er das in

Bilder packt, die die berückende Schönheit dieser

Landschaft ins rechte Licht setzen.«

(Peter Osteried, programmkino.de)

OUR BIGGEST LITTLE FARM USA 2018 · R: John Chester · Db: John Chester,

Mark Monroe · K: John Chester, Mallory Cunningham, Benji Lanpher, Chris

Martin, Kyle Romanek · ab 0 J. · engl.OmU + dF · 92'

So 7. Juli • 12:45 Uhr: Vorpremiere

Ab Do 11. Juli im Wochenprogramm

26

Juli / August Zweitausendneunzehn


Das Cinema zeigt

Inna de Yard –

The Soul of Jamaica

Über die Höhen und Tiefen einer Kultur und eines

Landes, aber vor allem eins: Positive Vibes!

»Noch immer zelebrieren [die Veteranen des Reggae]

ihre Musik wie eine hedonistische Messe. Schon nach

den ersten Takten zieht es einen hinein in dieses

wogende Gefühl. Auch ohne Odorama steigt der

Geruch von Marihuana in die Nase. Selbst wenn man

nur gefühlt mitraucht, entfaltet sich eine gewisse

Wirkung.«

(Manfred Riepe, epd Film)

Frankreich 2019 · R & Db: Peter Webber · K: Jodie Arnoux, Bernard Benant

Mit Ken Boothe, Winston McAnuff, Kiddus I, Cedric Myton u.a. · ab 6 J.

engl.OmU · 99'

Ab Do 11. Juli im Wochenprogramm

Do 11. Juli • 20:00 Uhr beim Kamp-Flimmern

Ein Haus an den Hängen über der jamaikanischen

Hauptstadt Kingston, voll mit alten Vinyl-Schallplatten.

Im Garten finden sich einige der legendärsten

Stimmen des Reggaes ein, darunter „Mr. Rocksteady“

Ken Boothe, Winston McAnuff, Kiddus I und Cedric

Myton. Sie waren Leader von wegweisenden Bands

wie The Congo“, hatten Nummer-Eins-Hits wie „Everything

I Own“ und standen zusammen mit Bob

Marley, Peter Tosh und Jimmy Cliff auf der Bühne.

Heute wollen sie das Genre und ihre weltbekannten

Hits neu aufleben lassen und nehmen gemeinsam

das Unplugged-Album The Soul of Jamaica auf. Um

den Wurzeln des Reggaes treu zu bleiben und die

Kraft Jamaikas zu spüren, verlegen sie ihr Studio in

den Garten: Inna de Yard.

filmfestival

max ophüls preis

2019

Competition

Regisseur Peter Webber (Das Mädchen mit dem

Perlenohrring; Hannibal Rising) begleitet die Old-Men-

Supergroup während des Entstehungsprozesses des

Albums, sowie bei der anschließenden Welt-Tournee

– ihrer vielleicht letzten musikalischen Reise. Die

dabei entstandene Musikdoku INNA DE YARD – THE

SOUL OF JAMAICA gibt aber auch Einblicke in das

alltägliche und nicht immer einfache Leben der

Reggae-Ikonen auf der Karibikinsel.

C /endzeit.film

www.endzeit-film.de

AB 22. AUGUST IM KINO

/endzeit.film

Juli / August Zweitausendneunzehn 27

2019-06-18_ENDZEIT_Anzeige_Münster Cinema.indd 1 18.06.19 17:27


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

Ausgeflogen

Sandrine Kiberlain in einem emotionalen Film über

Familienzusammenhalt, Loslassen und Neuanfänge

Héloïse (Sandrine Kiberlain) steht mitten im Leben

– sie hat drei Kinder, ist Single und führt ihr eigenes

Restaurant. Doch als ihre jüngste Tochter Jade als

Letzte das Nest verlässt und in Kanada studieren

will, gerät sie in eine existenzielle Krise. Wie konnte

ihre süße Kleine bloß so schnell erwachsen werden?

Ihre liebevollen Erinnerungen an Jades Kindheit

kann Héloïse nur schwer mit der selbstbewussten

jungen Frau in Einklang bringen, die jetzt vor ihr

steht. Als Jades Abreise näher rückt, versucht die

Mutter jeden Moment, der ihr mit der Tochter bleibt,

mit dem Handy festzuhalten und vergisst dabei fast,

die gemeinsame Zeit zu genießen. Stets waren die

Kinder für sie der Mittelpunkt und Héloïse wird

mehr und mehr bewusst, dass sich das Leben nun

grundlegend ändern wird.

»Die Filmemacherin Lisa Azuelos erzählt Geschichten,

die auf Erlebnissen ihres eigenen Lebens

basieren. In Ausgeflogen befasst sie sich damit,

wie schwer es für eine Mutter ist, wenn das Kind

flügge wird und zum Studieren auf einen anderen

Kontinent gehen will. Azuelos erlebte das mit ihrer

Tochter Thaïs Alessandrin und begann im Vorfeld,

sie mit dem Handy zu filmen. Um Erinnerungen zu

bewahren. Das macht nun auch ihre fiktive Figur,

deren Tochter von Alessandrin gespielt wird. Realität

und Fiktion gehen so Hand in Hand – und das in

einem bittersüßen Film, in dem sich Eltern bei vielen

Szenen wiedererkennen werden.« (programmkino.de)

»Sandrine Kiberlain ist brillant in ihrer Darstellung einer

Single-Mutter, die glaubt, alles gesehen zu haben,

mit sämtlichen Schwierigkeiten umgehen zu können

und nun doch nicht mehr weiß, was sie tun soll.

Eben noch lacht man über die Unbeholfenheit ihrer

Héloïse, dann möchte man sie frustriert anschreien

und sie im nächsten Moment schon wieder tröstend

in den Arm nehmen. Eine herausragende schauspielerische

Leistung.« (Oliver Kube, filmstarts.de)

MON BÉBÉ · Frankreich/Belgien 2019 · R & Db: Lisa Azuelos · K: Antoine Sanier

Mit Sandrine Kiberlain, Thais Alessandrin, Victor Belmondo, Mickaël Lumière,

Camille Claris u.a. · ab 6 J. · franz.OmU + dF · 85'

Ab Do 18. Juli im Wochenprogramm

28

Juli / August Zweitausendneunzehn


Das Cinema zeigt

Yoga – Die Kraft des Lebens

»Die Philosophie und Praxis von Yoga in all seinen

Facetten – sowohl eine Hommage an die Meister,

die die jahrtausendealte Tradition weitergeben, als

auch an ihre modernen Vertreter« (Der Freitag)

Mit 40 Jahren wird der Fotoreporter Stéphane

Haskell von einer rasend schnell fortschreitenden

Krankheit heimgesucht, in deren Folge er vom

Rücken abwärts gelähmt ist. Während ihm die

konservative Medizin eine lebenslange Behinderung

prophezeit, eröffnet ihm Yoga einen Weg zur

Heilung. Nach diesem Erlebnis macht sich Haskell

auf eine Weltreise und trifft yogapraktizierende

AIDS-Patienten in afrikanischen Gefängnissen und

an Multipler Sklerose Erkrankte in Kalifornien, die

durch Yoga wieder aktiv zum Leben gefunden

haben. Eine berührende Reise, die vom Todestrakt

in San Francisco in den größten afrikanischen

Slum, zu Massai-Kriegern und einem Treffen mit

dem großen Hindu-Meister B. K. S. Iyengar führt,

der es mithilfe von Yoga schafft, alle Hindernisse

zu überwinden.

DEBOUT · Frankreich 2019 · R & Db: Stéphane Haskell · • Mit B. K. S. Iyengar

u.a. · ab 0 J. · engl./franz.OmU · 88'

Ab Do 18. Juli im Wochenprogramm

Juli / August Zweitausendneunzehn 29


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

Leid und Herrlichkeit

Kultregisseur Pedro Almodóvar beendet seine

ungeplante Trilogie nach Das Gesetz der

Begierde (1987) und La mala educación (2004)

mit einem autobiographisch angehauchten Plot

Berühmt, reich und gefeiert steht Salvador Mallo

(Antonio Banderas) plötzlich an einem Wendepunkt

in seinem Leben und blickt zurück auf eine

wilde Reise voller Höhen und Tiefen. Aufgewachsen

im Valencia der 60er Jahre, aufgezogen von seiner

liebevollen Mutter (Penélope Cruz), die sich ein

besseres Leben für ihn wünscht, entdeckt er schon

früh seine Leidenschaft für die Magie des Kinos und

die Geschichten, die es erzählt. In den 80er Jahren

zieht es ihn nach Madrid, wo er auf Federico (Leonardo

Sbaraglia) trifft, eine Begegnung, die sein

Leben von Grund auf verändern wird. Gezeichnet

von seinem exzessiven Leben blickt Salvador jetzt

auf die Jahre zurück, in denen er als Regisseur große

Erfolge feierte, schmerzliche Verluste hinnehmen

musste, aber auch zu einem der innovativsten und

erfolgreichsten Filmschaffenden in Spanien wurde.

Durch die Reise in seine Vergangenheit und die

Notwendigkeit diese zu erzählen, findet Salvador

den Weg in ein neues Leben …

30

»Pedro Almodóvars neuer Film handelt von der

Liebe. Natürlich. Das tun im Grunde alle seine

Filme. Aber nie war Almodóvar zärtlicher. In Leid

und Herrlichkeit erzählt er die Geschichte

eines alternden Filmemachers, dem sein Rücken

große Schmerzen bereitet, der den Tod seiner geliebten

Mutter noch nach Jahren nicht verwunden

hat, ebenso wenig wie den Verlust seiner ersten

großen Liebe, und der sich vor allem nicht mehr

dazu hinreißen lassen kann, einen neuen Film zu

machen. Leid und Herrlichkeit , dieser unendlich

schöne, melancholische und versöhnliche

Film, erzählt Almodóvars eigene Geschichte. …

Den Filmemacher selbst spielt Antonio Banderas.

Auch dessen Karriere prägte Almodóvar wie kein

anderer Regisseur. Möglicherweise ist die lange

Verbundenheit auch die Erklärung für den Zauber,

den Banderas in dieser Rolle auf die Leinwand bringt.

Nie hat man den sonst so physisch agierenden Spanier

zarter gesehen.« (Wenke Husmann, Zeit Online)

DOLOR Y GLORIA · Spanien 2019 · R & Db: Pedro Almodovar · K: José Luis

Alcaine · Musik: Alberto Iglesias • Mit Antonio Banderas, Penélope Cruz,

Asier Etxeandía, Leonardo Sbaraglia, Nora Navas u.a. · span.OmU + dF · 113'

So 21. Juli • 18:00 Uhr: OmU-Vorpremiere

Ab Do 25. Juli im Wochenprogramm

Do 25. Juli • 14:30 Uhr im Kino Kaffeeklatsch

Juli / August Zweitausendneunzehn


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

Vox Lux

»Eine meisterhafte als Popstar-Portrait getarnte

Gesellschaftskritik mit einer fabelhaften Natalie

Portman« (uncut.at)

Im Jahr 1999 überlebt Teenager Celeste (Raffey

Cassidy) eine gewaltsame Tragödie. Nachdem

sie bei einem Gedenkgottesdienst gesungen hat,

verwandelt sich Celeste mit Hilfe ihrer Schwester

(Stacy Martin), die ihre Songs schreibt, und einem

Talentmanager, in einen aufblühenden Popstar. Celestes

kometenhafter Aufstieg zum Ruhm und damit

einhergehender Verlust der Unschuld ist verzahnt mit

einem erschütternden Terroranschlag auf die Nation

und hebt das junge Energiebündel zu einer neuen

Form der Berühmtheit empor: Amerikanische Ikone,

weltliche Gottheit, globaler Superstar.

»Natalie Portman gibt in VOX LUX eine arg beschädigte

Elektropop-Diva und entwickelt in ihrer

seltsamen Überspanntheit eine eindrucksvolle

Präsenz. Aufgeteilt in Kapitel und begleitet von

Willem Dafoes lakonischem Off-Kommentar entwirft

Regisseur Brady Corbet um sie herum eine

komisch-dramatische Reflexion über Popkultur vor

dem Hintergrund tragischer US-Ereignisse des 21.

Jahrhunderts – zwischen Highschool-Schießereien

und den Anschlägen des 11. September. Eigenwillig

angeschrägt, finster glamourös und mit druckvollen

Popsongs von Sia.« (Sascha Rettig, Viennale)

»Es geht nicht nur ums Morden, Amoklaufen oder

Terroranschläge-Verüben, sondern um die tiefe Seele

unserer menschlichen Gemeinschaft, die immer

zynischer, immer zersetzter wird. Es geht um Leid

und die Macht, die dieses Leiden mit sich bringt.

Es geht um Neue Medien und Film, Fernsehen und

Musik als Narkotikum, um Identitätspolitik und um

die Frage, wie ein Reality-Star zum Präsidenten wird.

Corbet zündet die Welt an und lässt sie brennen.«

(Beatrice Behn, kino-zeit.de)

USA 2018 · R & Db: Brady Corbet · K: Lol Crawley • Mit Natalie Portman, Jude

Law, Raffey Cassidy, Stacy Martin, Jennifer Ehle u.a. · engl.OF + dF · 114'

Ab Do 25. Juli im Wochenprogramm

Etwa im Jahr 2017 schafft Celeste (Natalie Portman)

ein Comeback nach einem skandalösen Vorfall, der

ihre Karriere zum Entgleisen gebracht hat. Auf Tour

für ihr sechstes Album, einem Kompendium von

Lobgesängen auf Science-Fiction mit dem Titel „Vox

Lux“, muss die unzähmbare, unflätige Pop Ikone ihre

persönlichen und familiären Kämpfe überstehen, um

sich durch Mutterschaft, Wahnsinn und monumentalen

Ruhm im Zeitalter des Terrors zu navigieren.

Juli / August Zweitausendneunzehn 31


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

Der unverhoffte Charme

des Geldes

»Eine sympathische, kleine Krimikomödie

mit lockerem Charme und gelegentlichen

Überraschungsausflügen in andere Genres«

(filmstarts.de)

Außerdem engagiert er den Ex-Häftling Sylvain, der

im Knast Betriebswirtschaft studiert hat. Was die Drei

nicht ahnen: Mittlerweile sind ihnen die Gangster,

der flüchtige Räuber und der Bestohlene, ein berüchtigter

Gangsterboss, ebenso auf der Spur wie

die Polizei. Alle wissen eigentlich, dass Pierre-Paul

das Geld geklaut hat. Doch die große Frage ist: Wo ist

die ganze Kohle? Und in welchem Zusammenhang

dazu steht Pierre-Pauls gesteigertes Engagement

für Obdachlose?«

(programmkino.de)

»Der Kurierfahrer Pierre Paul ist gebildet, sensibel

und arm. Tatsächlich ist er davon überzeugt, er sei

zu intelligent, um erfolgreich zu sein, wofür der

examinierte Philosoph ziemlich gute Argumente

parat hat. Eines Tages wird Pierre-Paul bei der Arbeit

Zeuge eines Überfalls, korrekt gesagt: der Schießerei

nach einem Überfall. Noch ehe er überhaupt reagieren

kann, liegen zwei Gangster tot am Boden, ein

dritter entkommt schwer verletzt. Zurück bleiben

zwei ziemlich große Sporttaschen, vollgestopft mit

Banknoten. Kurz entschlossen greift Pierre-Paul zu

und nimmt die Taschen an sich. Was macht ein guter

Mensch mit so viel Geld? Und was macht das Geld

aus einem guten Menschen? Auch Pierre-Paul erliegt

diversen Versuchungen, unter anderem engagiert er

das teuerste Escort-Girl der Stadt.

»Wer kein Problem damit hat, dass DER UNVER-

HOFFTE CHARME DES GELDES mit einem hin und

wieder leider klar erkennbar kleinen Budget gedreht

wurde, in Sachen Tempo arg wechselhaft sein kann

und mehrfach wild bis fast schon harsch zwischen

den Genres hin und her springt, wird hier prima

unterhalten. Die Akteure wachsen dem Zuschauer

überraschend schnell ans Herz. Dabei darf gern ein

wenig nachgedacht und mitgefühlt, aufgrund der

teils absurd anmutenden, aber niemals völlig unrealistischen

Situationen zudem mehrfach ordentlich

gelacht werden.« (Oliver Kube, filmstarts.de)

LA CHUTE DE L'EMPIRE AMÉRICAIN · Kanada 2019 · R & Db: Denys Arcand

K: Van Royko • Mit Alexandre Landry, Rémy Girard, Maripier Morin u.a.

franz.OmU + dF · 129'

Ab Do 1. August im Wochenprogramm

32

Juli / August Zweitausendneunzehn


Das Cinema zeigt

Die Wiese – Ein Paradies nebenan

Beeindruckende Aufnahmen von der Vielfalt und

Faszination der Blumenwiese – einer prachtvollen

Wunderwelt direkt vor unserer Haustür

Sie ist das Paradies nebenan – die Wiese. Nirgendwo

ist es so bunt, so vielfältig und so schön, wie in einer

blühenden Sommerwiese. Hunderte Arten von

Vögeln, Heuschrecken, Zikaden und anderen Tieren

leben zwischen den Gräsern und farbenprächtig

blühenden Kräutern der Wiese. Das Zusammenspiel

der Arten, die Abhängigkeit der Tiere und Pflanzen

voneinander, macht die Blumenwiese zu einem

Kosmos, in dem es unendlich viel zu entdecken gibt.

Eine faszinierende Welt, in der ein Drittel unserer

Pflanzen- und Tierarten zu Hause ist. In nie gesehenen

Bildern und mit großem, technischen Aufwand gedreht,

stellt die Dokumentation einige der schönsten,

liebenswertesten und skurrilsten Bewohner unserer

Wiese vor. Die Hauptdarsteller des Filmes sind junge

Reh-Zwillinge, die ein Leben zwischen Waldrand

und Wiese führen und den Zuschauer mitnehmen

auf ihre Abenteuer.

Deutschland 2019 · R 6 Db: Jan Haft · K: Kay Ziesenhenne, Jan Haft · ab 0 J. · 93'

Ab Do 1. August im Wochenprogramm

SANDRINE KIBERLAIN

THAÏS ALESSANDRIN

„Bewegend

und amüsant.“

BERLINER ZEITUNG

„Wie aus dem

Leben gepflückt.“

PLAYER

Ein Film von LISA AZUELOS

„Eine Liebeserklärung an alle Mütter dieser Welt.“ LES ÉCLAIREUSES

www.ausgeflogen-film.de

/ausgeflogen.film

AB 18. JULI IM KINO

Juli / August Zweitausendneunzehn 33


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

So wie du mich willst

Juliette Binoche brilliert in einem Film über

das Abdriften in eine virtuelle Zwischenwelt.

»Ein fiebriges Hitchcock'sches Melodram«

(Variety)

Die attraktive Literaturdozentin Claire (Juliette

Binoche) ist 50, alleinerziehende Mutter und steckt

in einer schwierigen Beziehung mit ihrem jüngeren

Liebhaber Ludo. Um ihn auszuspionieren, legt sich

Claire ein falsches Facebook-Profil an und wird zu

Clara, einer hübschen 24-Jährigen. Alex, Ludos bester

Freund, findet Clara online und verliebt sich in sie.

Auch Claire findet Interesse an dem jungen Fotografen

und es entwickelt sich ein intensiver Chat-Flirt.

Obwohl sich alles in der virtuellen Welt abspielt, sind

die Gefühle real. Während Claire zusehends dem

Sog der Parallelwelt erliegt, möchte Alex sie endlich

treffen. Claire gerät immer weiter in Bedrängnis und

verliert die Kontrolle über das virtuelle Spiel – bis

alle gefährlich nah am Abgrund stehen.

»Claire will einen Konflikt lösen, indem sie in die Haut

einer anderen Frau schlüpft. Was mich sofort an ihr

berührte, war ihr Status als unsichtbare Frau – symbolisch

für die meisten Frauen über 50. Meine Absicht

war es nicht, gegen diesen Status zu protestieren

oder ihn frontal anzugehen, es ging auch nicht um

eine militante Herangehensweise. Für mich ist Claire

eine Art „Anti-Heldin“, sehr komplex und gleichzeitig

in sich widersprüchlich. Ihre tragische Dimension

ist deshalb bestimmt von einem zerstörerischen

Schuldgefühl. Sie überwindet ihre Demütigung und

ihren Schmerz, indem sie ihre Lebenskraft durch eine

andere, imaginäre Frau ausdrückt. Sie ist eine unglückliche

Person und teils auch Opfer unserer heutigen

Gesellschaftsstruktur.« (Regisseur Safy Nebbou)

CELLE QUE VOUS CROYEZ · Frankreich 2019 · R: Safy Nebbou · Db: Safy Nebbou,

Julie Peyr, Camille Laurens · K: Gilles Porte • Mit Juliette Binoche, François

Civil, Nicole Garcia u.a. · franz.OmU + dF · 102'

So 4. August • 12:45 Uhr: Vorpremiere in franz.OmU

Ab Do 8. August im Wochenprogramm

Basierend auf einem Roman von Camille Laurens,

erzählt Regisseur Safy Nebbou in SO WIE DU MICH

WILLST spannungsvoll vom Abdriften in eine unzuverlässige

Zwischenwelt, in der Realität und Lüge

verschwimmen. In atmosphärischen Bildern entsteht

das Porträt einer faszinierenden Frau, die nicht nur

mit ihren eigenen Verletzungen ringt, sondern auch

mit universellen Themen wie Einsamkeit und der

Angst vor dem Älterwerden.

34

Juli / August Zweitausendneunzehn


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

ICH WAR ZUHAUSE, ABER…

»Dieser Film erklärt nichts, er erzählt das

Leben auf eine wunderbare Weise.« (ARD ttt)

Berlinale 2091: Silberner Bär – Beste Regie

für Angela Schanelec

»„Was mir schwer fällt, ist mich zu interessieren für

etwas von dem man den Eindruck hat, es muss

jetzt folgen. Und was dadurch mit bestimmten Erwartungen

behaftet ist. Und so ergibt sich eins aus

dem anderen auch mit den Figuren, weil ich oft die

eine als Spiegel der Anderen sehe, wodurch auch

das nicht kontinuierliche Erzählen entsteht.“, sagt

Regisseurin Angela Schanelec. Und insofern wäre

es unsinnig, eine Handlung zu zitieren, die es nicht

gibt. Angela Schanelec inszeniert eine Schule des

Sehens, die – statt Sinn zu stiften – den Zuschauer in

seine Sinnlichkeit zwingt. Maren Eggert, als Mutter

von zwei Kindern, ist das Gravitationszentrum des

Films, der viele Facetten, Räume und Rätsel hat. Die

Schauspielerin versteht die sinnliche Welt, die Angela

Schanelec zeichnet: „Mir leuchten ihre Drehbücher

ein, mir leuchtet ihre ganze Welt ein, ihre Filmwelt

Eine Woche war Astrids dreizehnjähriger Sohn Phillip

verschwunden. Nun kehrt er wieder nach Hause

zurück, wortlos, ohne Erklärungen, mit verletztem

Fuß. Über die Gründe seines Verschwindens können

Astrid und Phillips Lehrer nur mutmaßen. Was hat er

gesucht, ein Ausgeliefertsein an die Natur, eine Annäherung

an den Tod, ausgelöst durch den Tod seines

Vaters? Langsam setzt die Normalität des täglichen

Lebens sich wieder in Gang. Phillip probt mit seiner

Klasse ein Stück von Shakespeare, Hamlet. Astrid

geht ihrem Beruf im Berliner Kunstbetrieb nach,

sie kauft ein Fahrrad, sie kümmert sich um Phillip

und seine kleine Schwester. Doch sie trägt schwer

an der Einsicht, dass ihr Sohn ein eigenes Leben

führt, dass ihr Einfluss begrenzt ist. Als sich Philipps

Wunde entzündet und er mit einer Blutvergiftung ins

Krankenhaus kommt, liegen bei Astrid die Nerven

blank. Aber die Kinder wenden sich nicht ab. Das

Gefüge der Familie zerfällt, um sich neu zu bilden.

auch. Für mich ist es ein großes Glück so zu arbeiten.

Und was daraus wird oder wie es rezipiert wird, da

denke ich beim Arbeiten erstmal noch nicht darüber

nach.“ Dieser Film schwebt – heiter, still, verwegen,

zornig und betrübt.«

(ARD ttt)

Deutschland/Serbien 2019 · R: Angela Schanelec · Db: Angela Schanelec · K: Ivan

Markovic • Mit Maren Eggert, Franz Rogowski, Lilith Stangenberg u.a. · 105'

Ab Do 15. August im Wochenprogramm

Juli / August Zweitausendneunzehn 35


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

Endzeit

Zombies in der Thüringer Provinz, eine Freundschaft

zwischen zwei sehr unterschiedlichen

Protagonistinnen und eine Geschichte, geschrieben,

inszeniert und produziert von Frauen

Vor zwei Jahren haben Zombies die Erde überrannt.

Weimar und Jena sind dank eines Schutzzauns die

vermutlich letzten Orte menschlicher Zivilisation. Als

Vivi (Gro Swantje Kohlhof) und Eva (Maja Lehrer)

sich zwischen den Städten schutzlos auf freiem Feld

wiederfinden, müssen sie wohl oder übel gemeinsam

den Kampf gegen die Untoten aufnehmen. Und

damit auch gegen die Dämonen der eigenen Vergangenheit.

Vivi versucht verzweifelt herauszufinden,

was mit ihrer kleinen Schwester passiert ist, während

Eva ihr Image als furchtlose „Zombie-Killerin“ hinter

sich lassen und neu anfangen will. Auf ihrem Weg

finden die jungen Frauen keine finstere Endzeit-Welt,

sondern eine berauschend schöne Natur vor, die

sich alles zurückerobert hat, was sie einst Zivilisation

nannten. Diese mystisch-märchenhafte Dystopie

birgt ungeahnte Gefahren, aber auch ungeahnte

Chancen für ein neues Leben in einer neuen Welt.

»Die Weimarer Autorin Olivia Vieweg, auf deren

gleichnamiger Graphic Novel der Film basiert, gibt

hier ihr Drehbuchdebüt, das 2015 mit dem Tankred-

Dorst-Preis ausgezeichnet wurde. Carolina Hellsgård

inszeniert diese Vorlage zu einem spektakulären

Survival-Thriller, der den Vergleich mit Hollywood-

Vorbildern nicht zu scheuen braucht. Ihre Protagonistinnen

überzeugen in ihrem Kampf ums Überleben

gegen die Bedrohung aus der Unterwelt und

erweisen sich darin als widerstandsfähiger als ihre

männlichen Artgenossen. Die Bildgestalterin Leah

Striker findet leinwandfüllende Bilder in den Thüringer

Wäldern, die eine märchenhafte Apokalypse heraufbeschwören.

Alle kreativen Schlüsselpositionen

dieses ambitionierten Horror-Genrefilms wurden mit

Frauen besetzt.« (Frauenfilmfestival Dortmund/Köln)

Deutschland 2018 · R: Carolina Hellsgård · Db: Olivia Vieweg · K: Leah Striker

Mit Gro Swantje Kohlhof, Maja Lehrer, Trine Dyrholm u.a. · ab 16 J. · 90'

Ab Do 22. August im Wochenprogramm

»Endzeit spielt gekonnt mit den Erwartungen an

das Zombiehorrorgenre, hat aber – Gott sei Dank –

keine Lust, ein weiterer klassischer Eintrag in dessen

Geschichte zu werden. Vielmehr changiert der Film

zwischen Zombieapokalypse, Gothic Horror und

Folklore hin und her und erarbeitet eine nervenzerreibende

und zugleich traurige Geschichte.«

(Beatrice Behn, kino-zeit.de)

36

Juli / August Zweitausendneunzehn


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

Paranza – Der Clan der Kinder

»Die erschütternde Bestandsaufnahme einer

Jugend im Dauerkriegszustand« (Berlinale 2019

ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären für das

Beste Drehbuch)

»Keiner dieser Jungen strebte von Kind auf eine kriminelle

Karriere an. Sie ist die Folge einer im Alltag ihrer

Stadt verbreiteten Atmosphäre, in der illegale Machenschaften

an der Tagesordnung sind. PARANZA

betrachtet diese Welt, in der sich die Jugendlichen

im Film bewegen, nicht aus einer soziologischen

Perspektive. Ich nehme als Regisseur den Blickwinkel

der jungen Leute ein und urteile nicht über sie,

sondern zeige ihre Gefühle als Heranwachsende,

die Macht haben wollen und Straftaten begehen.

Der Film beschreibt den Weg in die Kriminalität

ausschließlich über die individuellen Empfindungen

der Jugendlichen, ihre Erfahrungen mit Liebe und

Freundschaft, die zum Scheitern verurteilt sind.«

(Regisseur Claudio Giovannesi)

Sie wollen Markenschuhe, Motorroller und das

schnelle Geld: In ihrer Heimatstadt Neapel, wo die

Mafia-Bosse der Camorra umgebracht oder verhaftet

wurden, haben Nicola und die Jungs aus seiner Clique

das Regiment übernommen. Die 15-jährigen haben

weder Angst vor dem Gefängnis, noch vor dem Tod.

Denn für sie gibt es kein Morgen, keine Perspektive,

keine Hoffnung. Sie dealen mit Drogen und begehen

Morde, während sie nachts bei ihren Eltern schlafen

und ihre ersten Erfahrungen in Sachen Liebe machen.

Die „Paranzas“, wie sie sich selbst nennen, wollen

alles – und das am besten sofort. Im Zentrum der

Geschichte steht Nicola (Francesco Di Napoli), der

den Krieg zwischen den verfeindeten Clans gekonnt

für seine Geldgeschäfte nutzt. Mehr als diesen Krieg

liebt er nur seinen jüngeren Bruder und die schöne

Letizia (Viviana Aprea), mit der er sich sogar einen

Neuanfang außerhalb der verschworenen Gemeinschaft

vorstellen kann…

»Mit fließender Kamera, deren lange Einstellungen

einen unwiderstehlichen Sog erzeugen, schildert

Giovanessi das Leben dieser Teenager, dieser jungen

Gangster von Neapel – und braucht keine offensichtliche

Moral, um anzudeuten, dass diese Welt zwar verführerisch

ist, aber auf tönernen Füßen gebaut ist.«

(Michael Meyns, taz.de)

LA PARANZA DEI BAMBINI · Italien 2019 · R: Claudio Giovannesi · Db: Claudio

Giovannesi, Roberto Saviano, Maurizio Braucci · K: Daniele Ciprì • Mit Francesco

Di Napoli, Artem Tkachuk, Alfredo Turitto, Viviana Aprea u.a. · ital.OmU + dF · 105'

So 18. August • 18:00 Uhr: Vorpremiere in ital.OmU

Ab Do 22. August im Wochenprogramm

Juli / August Zweitausendneunzehn 37


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

Die Einzelteile der Liebe

Ein lakonischer Blick auf die ganz alltäglichen

Unzumutbarkeiten der Liebe.

Perspektive Deutsches Kino, Berlinale 2019

Sophie und Georg haben sich einmal geliebt. Jetzt

sind sie getrennt. In einzelnen Momentaufnahmen

zeichnet der Film das lakonische Porträt einer modernen

Familie. Eine ernsthafte Trennungskomödie

mit Gesangseinlagen. Sophie und Georg lernen sich

kennen und lieben, als Sophie hochschwanger von

ihrem letzten Freund sitzengelassen wurde. Georg

wird für den neugeborenen Jakob wie selbstverständlich

zum Vater. Die zusammengesetzte Familie

hat mit den üblichen Problemen moderner Eltern

zu kämpfen: Wer darf arbeiten, wer kümmert sich

ums Kind? Wie viel Freiheit darf noch sein, wie viel

Selbstaufgabe muss sein? Und wo bleibt bei alledem

die Leidenschaft? Ein paar Jahre später sind sie

getrennt. Jakob ist sechs Jahre alt und Georg und

Sophie kämpfen verbissen um das Sorgerecht für

ihren Sohn. Doch dann fängt ausgerechnet Sophies

neuer Partner an, zwischen den Fronten zu vermitteln.

In einzelnen Momentaufnahmen vor einer

Berliner Haustür lässt der Film auf elliptische Weise

das Porträt einer Familie entstehen, für die Patchwork

Alltag ist. Die Beteiligten verhandeln ihre Sorgen

und Sehnsüchte vor Hauswänden, zwischen Pfeilern

und auf Parkplätzen. Zuhause ist hier kein sicherer

Hafen, sondern ein Durchgangsort, an dem es zieht.

38

»Die Idee ist bestechend. Ein Kammerspiel draußen.

Eine Liebes- und Trennungsgeschichte, die sich eben

nicht wie üblich im privaten Bett oder am Küchentisch

abspielt, sondern an der öffentlichen Tür. Da wo

Sophie (Birte Schnöink) hochschwanger herausgekugelt

kommt. Wo Georg verzweifelt am Klingelbrett

herumdrückt, weil er Sohn Jakob sprechen will. Wo

im Sommer auf dem Rasen gefeiert wird. Und Georg

(Ole Lagerpusch) im Winter mit dem Auto vorfährt

und den ihm vorenthaltenen Jakob einfach so mitnimmt.

Die Haustür als Zentrum einer gut gebauten

elliptischen Erzählung, die in der Erzählzeit wie in

den Jahreszeiten hin- und herspringt. Kein Zweifel:

DIE EINZELTEILE DER LIEBE ist der formal interessanteste

Spielfilm der diesjährigen Perspektive deeutsches

Kino. Und ganz nebenbei liefert der Drehort, das

von Pierre Vago in der Klopstockstraße 14 im Hansaviertel

erbaute Zeilenhaus, auch noch ein taghelles

Gegenbild zum derzeit dauerbemühten Nachtbild

der ewigen Partymetropole Berlin.«

(Gunda Bartels, Der Tagesspiegel)

Deutschland 2019 · R & Db: Miriam Bliese · K: Markus Koob • Mit Birte Schnöink,

Ole Lagerpusch, Andreas Döhler u.a. · 97'

Ab Do 22. August im Wochenprogramm

Juli / August Zweitausendneunzehn


Das Cinema zeigt zum Bundesstart

Frau Stern

Liebevoll und leichtfüßig, tieftraurig und berührend, weise und

ehrlich: Frau Stern will sterben, aber stattdessen gerät sie in den

Freundeskreis ihrer in Berlin-Neukölln lebenden Enkelin ...

Zu Gast im Cinema:

Anatol Schuster

Frau Stern (Ahuva Sommerfeld) hat viel gesehen in ihrem Leben. Vieles

gelebt und überlebt. Männer hat sie geliebt, ein Restaurant geführt und

vor allem: viel geraucht. Frau Stern ist 90 Jahre alt, Jüdin und hat die

Nazis überlebt. Liebe, das hat sie gelernt, ist eine Entscheidung. Der

Tod genauso. Und so entscheidet Frau Stern, dass es nun an der Zeit

ist, aus der Welt zu gehen. Der Einfachheit halber würde die resolute

Dame gern an eine Waffe kommen. Enkelin Elli (Kara Schröder), das

„Schätzchen“, könnte wohl helfen, denn sie kennt den coolsten Dealer

in Berlin-Neukölln. Doch Elli bringt Frau Stern den Tod nicht näher. Im

Gegenteil. Die Liebe zwischen Großmutter und Enkeltochter ist so innig,

dass Frau Stern irgendwie in den Freundeskreis der jungen Frau gerät.

Doch bei aller Lebensfreude, die das Neukölln der Gegenwart auch

versprühen mag – mit ihrer Entscheidung ist Frau Stern letztlich allein.

»Unaufgeregt, weise und sehr ehrlich portraitiert der Film eine kleine

Frau, die mit festem Blick radikale und unverblümte Sätze spricht, welche

in ihrer puren Wahrhaftigkeit zum Lachen, zum Weinen und zum

Nachdenken bringen. Liebevoll und leichtfüßig werden wir durch einen

tief traurigen und berührenden Film geführt, welcher vom dunkelsten

Kapitel der deutschen Geschichte erzählt und trotzdem Raum für so viel

Schönheit und Liebe lässt. Ein Film, der keine Sekunde etwas anderes

sein will als er ist und genau deshalb zeigt, was Kino mit uns machen

kann: in so kurzer Zeit einen Saal voller Menschen innerlich bereichern.«

(Jurybegründung, Achtung Berlin Filmfestival)

Deutschland 2019 · R & Db: Anatol Schuster · K: Adrian Campean • Mit Ahuva Sommerfeld, Kara

Schröder, Pit Bukowski, Robert Schupp u.a. · 79'

Do 22. August • 14:30 Uhr im Kino Kaffeeklatsch

Ab Do 29. August im Wochenprogramm

Fr 30. August • 19:00 Uhr mit Filmemacher Anatol Schuster

Anatol Schuster wurde 1985

in Darmstadt geboren. Er hat

Literatur und Philosophie in

Regensburg und Avignon

studiert. Während seines

Regie-Studiums an der HFF

München hat er mehrere

experimentelle Kurzfilme

realisiert und bei Edgar Reitz

als Regieassistent gearbeitet.

Sein Kurzfilm Ein idealer

Ort erhielt auf der Berlinale

2015 in der Sektion Perspektive

Deutsches Kino den Preis

Dialogue en perspective. Sein

Abschlussfilm und Spielfilmdebüt

Luft wurde mehrfach

ausgezeichnet. 2017 erhielt er

das Wim Wenders Stipendium

für seinen geplanten zweiten

Kinofilm Stille. Doch zunächst

entstand 2018 die Tragikomödie

FRAU STERN.

Juli / August Zweitausendneunzehn 39


Vorpremiere:

So 7. Juli • 12:45 Uhr

OmU-Preview am 16. Juni, ab 20. Juni neu im Cinema

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine