FP Aus- und Weiterbildung - 28.06.2019

CVDMediengruppe

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AUS- & WEITERBILDUNG

Akademischer Nachwuchs für boomende Branche

Innovativ und anwendungsnah: Hochschule Mittweida ist erste staatliche Hochschule mit eSports-Studium

28. Juni 2019

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SONDERAUSGABE

Ab dem kommenden Wintersemester

kann man an der Hochschule

Mittweida eSports studieren.

Sie ist damit die erste staatliche

Hochschule mit einem solchen

Angebot in Deutschland. „eSports

and Games Marketing“ heißt die

Vertiefungsrichtung im sechssemestrigen

Bachelor-Studiengang

„Medienmanagement“. Im Fokus

stehen nicht die Spieleprogrammierung,

sondern die Geschäftsmodelle

und -vermarktung für eine

stark wachsende Branche.

„eSports ist ein gesellschaftlich relevantes

Thema: 174.000 Zuschauer

hatte die ESL One, das

Turnier im polnischen Katowice im

April“, erklärt Alexander Marbach,

Professor in der Fachgruppe Online

und interaktives Entertainment

an der Fakultät Medien der Hochschule

Mittweida. „Die Branche

braucht dringend professionelle

Manager, die zusätzlich Marketingund

Games-Wissen in einer Person

vereinen. Genau diese Kombination

vermitteln wir in Mittweida im

eSports ist ein Zukunftsmarkt. Einigkeit herrschte darüber bei Prof. Alexander

Marbach von der Hochschule Mittweida, Mirza Jahic, Vizemeister

in der deutschen FIFA-Liga, Alexander Müller, Geschäftsführer von

SK Gaming, und Tobi, leidenschaftlicher Gamer und Student an der

Hochschule (v.l.), beim Medienforum Mittweida im vergangenen Jahr.

Foto: Hochschule Mittweida

Medienmanagement-Studium mit

der neuen Vertiefung eSports and

Games Marketing.“

Während des Studiums lernen die

angehenden eSports-Experten

sämtliche

Rahmenbedingungen

und Funktionsweisen von Unternehmen

der Games-Branche kennen

und begleiten alle Schritte der

Spieleentwicklung und -vermarktung.

Dabei lernen sie, profitable

eSports-Geschäftsmodelle und entsprechende

Marketingkonzepte zu

entwerfen.

Der innovative Ansatz wird durch

konsequente Anwendungsnähe

vervollständigt: „Schon während

des Studiums werden die Studierenden

sich praktisch in realen

Projekten auseinandersetzen. Natürlich

befassen wir uns dabei mit

den Spielen, die eSports prägen –

neben League of Legends werden

auch Multiplayer-Shooter und

Sport-Simulationen eine Rolle spielen“,

so Marbach.

„Unsere Studierenden organisieren

eSport-Events für die Arena ebenso

wie für die unterschiedlichsten

Plattformen und Übertragungskanäle“,

sagt Christof Amrhein, Professor

für Medienübergreifende

Bewegtbildproduktion.

Das Mittweidaer Modell revolutionierte

schon Mitte der 1990er die

akademische Medienausbildung.

Bevor der Bedarf der – vor allem

privaten – Medienwirtschaft akut

wurde, entließ die Hochschule

Mittweida Absolventen, die Contenterstellung

inhaltlich und technisch

in einer Person vereinten. Bis

heute setzt die Hochschule das

praxisnahe Studium fort. „Unsere

Angebote orientieren sich zu 100

Prozent an der künftigen Entwicklung

der Gesellschaft, das gilt insbesondere

für eSports and Games

Marketing, denn der Umsatz hier

wird sich bis 2021 beinahe verdreifachen“,

so Prof. Dr. Ludwig Hilmer,

Rektor der Hochschule.

Mit den Bachelor- und Masterstudiengängen

in „Medieninformatik

und Interaktives Entertainment“

bildet die Hochschule Mittweida

seit Jahren Experten für die

Games-Industrie aus.

SERVICE

Bewerbungen für das neue Studienangebot

„eSports and

Games Marketing“ sind ab sofort

möglich. Bewerbungsfrist für

den Studienbeginn im Wintersemester

ist der 15. Juli.

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Die großen Automobilunternehmen

dominieren die Rankings der attraktivsten

Arbeitgeber. Banken

und Beratungsunternehmen verlieren

dagegen an Beliebtheit. Das

sind Ergebnisse des aktuellen Arbeitgeberrankings

der Employer-

Branding-Beratung Universum.

„Wichtig für ein gutes Abschneiden

ist die Bekanntheit der Unternehmen

bei den Studierenden. Die sinkende

Beliebtheit von Banken und

Beratungsfirmen ist vor dem Hintergrund

interessant, dass diese

zwar für die wichtigsten Eigenschaften

attraktiver Arbeitgeber

stehen – ein attraktives Grundgehalt

und ein hohes Einkommen. Allerdings

werden sie nicht mit den

Themen Work-Life-Balance und

Flexibilität assoziiert“, erklärt Tina

Smetana von Universum.

Bei Wirtschaftswissenschaftlern

vorn: Daimler/Mercedes-Benz

Zwei Automobilkonzerne legen ordentlich

an Beliebtheit zu: Für

21 Prozent der Studierenden der

Wirtschaftswissenschaften

zählt

Daimler/Mercedes-Benz zu einem

ihrer fünf idealen Arbeitgeber. Das

sind 2,66 Prozent mehr als im vergangenen

Jahr. Damit steigt das

Unternehmen auf den ersten Platz

im Ranking der attraktivsten Arbeitgeber.

Porsche legt ebenfalls 1,34

Prozent an Beliebtheit zu und steigt

dennoch auf Platz 2 ab. Auf den

weiteren Plätzen folgen wie auch

im vergangenen Jahr die BMW

Group, Audi und Google. SAP klettert

sieben Plätze nach oben in die

Top 20. Weniger gut sieht das Ergebnis

für Morgan Stanley aus. Das

im vergangenen Jahr so erfolgreich

nach oben gekletterte Unternehmen

büßt zwölf Plätze ein, fällt auf

Platz 62 und damit aus den Top 50.

Konstante Top 4 bei Studierenden

des Ingenieurwesens

AUS- & WEITERBILDUNG

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SONDERAUSGABE

Da möchten deutsche Studierende am liebsten arbeiten

Große Automobilunternehmen dominieren Liste der attraktivsten Arbeitgeber deutscher Studierender

Keine Veränderung an der Spitze

der Rankings der angehenden Ingenieure:

Attraktivster Arbeitgeber

ist auch in diesem Jahr Porsche.

Unverändert folgen auf den weiteren

Plätzen Audi, Daimler/Mercedes-Benz

und die BMW Group.

Obwohl Daimler/Mercedes-Benz

auch bei den Studierenden des Ingenieurwesens

mit 2,49 Prozent

überraschend an Beliebtheit gewinnt,

bleibt dies ohne Auswirkung

auf die Platzierung. Dagegen darf

sich Bosch über den Aufstieg um

einen Platz auf Rang 5 freuen. Verluste

müssen dagegen zwei Forschungsinstitute

hinnehmen: Die

Fraunhofer-Gesellschaft steigt fünf

Plätze ab und landet auf Rang 17.

Für die Max-Planck-Gesellschaft

geht es acht Plätze nach unten auf

Rang 40. 19 Plätze büßt The Boston

Consulting Group ein. Das Unternehmen

muss sich mit Rang 69

begnügen. Ähnlich ergeht es der

Fresenius Group und EnBW, die 17

und 13 Plätze verlieren und damit

Platz 66 und 55 einnehmen.

Apple gewinnt an Beliebtheit

bei den zukünftigen ITlern

Apple darf sich zwar über 5,19 Prozent

mehr Beliebtheit freuen, bleibt

jedoch unverändert auf Platz 3. Für

knapp 23 Prozent der IT-Studierenden

ist der Technologiekonzern einer

ihrer idealen Arbeitgeber. An

der Spitze steht weiterhin Google:

37 Prozent der IT-Studierenden

möchten am liebsten dort arbeiten,

gefolgt von Microsoft auf Platz 2.

Mit Audi und Daimler/Mercedes-

Benz klettern zwei Automobilunternehmen

nach oben auf Rang 4

und 5. Den mit 20 Plätzen größten

Sprung in die Top 50 schafft Huawei

und nimmt Rang 36 ein. SAP

rutscht dagegen von Rang 4 auf 9

und verabschiedet sich damit aus

den Top 5. Auch Facebook verliert

fünf Plätze und fällt aus den Top

Ten. Ebenfalls nach unten geht es

für EY (Ernst & Young). Das im vergangenen

Jahr so erfolgreich nach

oben gekletterte Unternehmen

büßt 14 Plätze ein, landet auf Platz

55 und muss sich damit aus den

Top 50 verabschieden. Ähnlich ergeht

es The Boston Consulting

Group, die 14 Plätze verliert und

auf Platz 57 abfällt.

Bayer Nummer 1 bei angehenden

Naturwissenschaftlern

Auch hier allen Negativschlagzeilen

zum Trotz: Bayer gewinnt an Beliebtheit

bei den Studierenden der

Naturwissenschaften und ist damit

attraktivster Arbeitgeber in diesem

Fachbereich. Für fast ein Viertel ist

das Unternehmen einer ihrer fünf

idealen Arbeitgeber. Mit knapp

24 Prozent finden nur geringfügig

weniger Studierende die Max-

Planck-Gesellschaft am attraktivsten.

Auf den Plätzen drei bis fünf

folgen unverändert die Fraunhofer-Gesellschaft,

BASF und Merck.

Freuen dürfen sich Heineken und

Claas, die 16 beziehungsweise 12

Plätze nach oben auf Rang 42 und

49 klettern. Weniger erfreulich ist

das Ergebnis für MunichRe. Das

Unternehmen fällt um 24 Plätze

auf Rang 71 ab. KPMG und die

Commerzbank verlieren je 13 Plätze

und landen auf Rang 58 und 61.

Alle drei Unternehmen müssen

sich damit aus den Top 50 verabschieden.

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AUS- & WEITERBILDUNG

28. Juni 2019

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SONDERAUSGABE

Mit schwerem Gerät auf Nachwuchssuche

Chemnitzer Straßenbaufirma geht bei der Gewinnung von Nachwuchskräften ungewöhnliche Wege – mit Erfolg!

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Innovative Wege bestreitet die Dietmar

Mothes GmbH aus Chemnitz

bei der Nachwuchsgewinnung.

Das 60 Mitarbeiter zählende Unternehmen,

das im Straßen- und Tiefbausektor

tätig ist, hatte bei der

Ausbildungsmesse „mach was!“ in

der Messe Chemnitz 20 Plätze für

einen „Baggerevent“ verlost. Ob

dieses erfolgreich war und was das

Unternehmen, das im vergangenen

Jahr sein 30-jähriges Bestehen

feierte, jungen Leuten zu bieten

hat, darüber spricht Geschäftsführer

Dierk Mothes im Interview.

Wie entstand die Idee zum Baggerevent?

Wir wollten an unserem Stand auf

der Ausbildungsmesse „mach

was!“ junge Leute mit etwas Besonderem

auf uns aufmerksam machen.

Wer Lust hatte, einmal einen

Bagger zu bedienen, konnte eine

Teilnahmekarte in einen Lostopf

werfen. Mehr als 40 Jugendliche

hatten Interesse, 20 von ihnen haben

wir dann zu uns eingeladen.

Was haben Sie bei dem Baggerevent

den Teilnehmern geboten?

Es gab auf unserem Betriebsgelände

drei Stationen, an denen sich

die Gewinner nach einer Vorführung

durch einen erfahrenen Mitarbeiter

auch selbst ausprobieren

konnten: auf einem Kettenbagger,

einem Radlader und an Verdichtungsgeräten.

Außerdem hatten wir

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DIERK MOTHES

Geschäftsführer der

Dietmar Mothes

GmbH

Foto: privat

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unheimlich viele unserer großen

Gerätschaften ausgestellt.

Wie kam das Angebot bei den jungen

Leuten an?

Es kam sehr gut an. Alle waren begeistert,

teilweise wollten sich dann

sogar die Eltern der Jugendlichen

an den Geräten ausprobieren –

auch Mütter! Und sie durften das

dann natürlich auch.

In welchen Ausbildungsberufen suchen

Sie derzeit Bewerber?

Wir bieten zwei Ausbildungsberufe

an: den Straßenbauer und den Kanalbauer.

Ausprobieren statt nur Zuschauen war das Motto beim „Baggerevent“.

Foto: Dietmar Mothes GmbH

Was erwarten Sie von den Bewerbern

in den einzelnen Berufen?

Sie sollten sich mit dem Wunschberuf

bereits beschäftigt haben

und wissen, warum sie diesen ergreifen

wollen. Wir setzen einen 10.

Klasse-Abschluss voraus und die

Zensuren sollten in den naturwissenschaftlichen

Fächern nicht

schlechter als 3 sein.

Was bieten Sie im Gegenzug den

Bewerbern?

Wir versprechen den jungen Leuten

nach erfolgreichem Abschluss

ihrer dreijährigen Ausbildung, dass

sie bei uns übernommen werden.

Viele Unternehmen beklagen nicht

nur einen Fachkräftemangel, sondern

auch eine hohe Abbrecherquote

während der Lehre. Warum brechen

Ihrer Meinung nach so viele

junge Menschen ihre Ausbildung

ab?

Manchmal beschäftigen sich die

Auszubildenden zu wenig mit den

Anforderungen, die auf sie in den

einzelnen Berufen zukommen. Unser

Beruf ist sehr jahreszeitenabhängig,

weil er ja im Freien ausgeübt

wird. Außerdem ist er trotz immer

höherer Mechanisierung körperlich

anstrengend. Und das ist

dem ein oder anderen wohl nicht

so bewusst. Aber es gibt auch junge

Leute, die von den Anforderungen

der Berufsschule überfordert

sind.

Wie sah es hinsichtlich der Kenntnisse

über den Beruf konkret bei

den Teilnehmern ihres „Baggerevents“

aus?

Es gab einerseits junge Leute, die

danach gesagt haben, dass der Beruf

doch nicht so das Richtige für

sie sei. Andererseits waren aber

auch mehrere Jugendliche nach

unserem Event darin bestärkt, dass

unsere Ausbildungsberufe genau

das Passende für sie sind. Sie haben

sich letztlich auch bei uns beworben.

So konnten wir schon drei

neue Ausbildungsverträge für das

im September beginnende Ausbildungsjahr

abschließen.

Sind Sie mit dieser Resonanz zufrieden?

Wir hoffen auf noch mehr Bewerber,

aber drei Lehrlinge pro Lehrjahr

sind eine sehr gute Quote.
















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Dachdecker sind

digital gut aufgestellt

40 Prozent nutzen bereits Online-Bestellsysteme

Das Dachdeckerhandwerk ist digital

bereits gut aufgestellt. Das zeigen

die Ergebnisse einer Umfrage,

die der Zentralverband des Deutschen

Dachdeckerverbands unter

ihren Mitgliedern durchführte.

Demnach kommen Online-Bestellsysteme

und Betriebssoftware für

Finanzen sowie digitales Dokumentenmanagement

bei rund 40 Prozent

der Dachdecker zum Einsatz.

Digitale Kundenakten, Apps zur Arbeitssicherheit

und CAD-Software

zur Aufmaßerstellung werden von

rund einem Drittel genutzt. Die

Drohne zur Begutachtung von Dächern

und Fassaden hat immerhin

schon bei jedem fünften Dachdeckerbetrieb

Einzug gehalten. Die

Umfrage zeigt auch, dass Dachdecker

digital in die Zukunft blicken:

Die Drohne hat bei jeden fünften

Dachdeckerbetrieb Einzug

gehalten. Foto: ZVDH

Ein Drittel der Betriebe will in naher

Zukunft Apps zur digitalen Zeiterfassung

und zur Gefährdungsanalyse

einsetzen, geplant ist ebenfalls

die Umstellung auf digitale Kundenakten

(24 Prozent) und 22 Prozent

wollen künftig auch mit Drohnen

über Dächer fliegen.


AUS- & WEITERBILDUNG

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SONDERAUSGABE

Digitalisierung fördert Weiterbildung und Flexibilisierung

Ergebnisse einer Befragung: Grundlegende Veränderungen in der Arbeitswelt ermöglichen neue Art der Personalplanung

In Unternehmen mit hohem Digitalisierungsgrad wird deutlich häufiger

im Homeoffice gearbeitet. Foto: Dejan Dundjerski/adobe.stock.com

Die fortschreitende Digitalisierung

führt zu grundlegenden Veränderungen

in der Arbeitswelt. Diese

Veränderungen wirken sich auf

sämtliche betriebliche Arbeits- und

Geschäftsprozesse sowie auf die

Arbeitsanforderungen an die Beschäftigten

aus. Dabei nimmt auch

die Arbeitsgestaltung neue und flexiblere

Formen an. Dies sind zentrale

Ergebnisse einer Betriebsbefragung

des Bundesinstituts für Berufsbildung

(BIBB) aus dem Jahr

2018 im Rahmen des Betriebspanels

zu Qualifizierung und Kompetenzentwicklung

(BIBB-Qualifizierungspanel).

Befragt wurden rund

3500 Betriebe zum Zusammenhang

zwischen betrieblicher Kompetenzförderung

und Technologienutzung.

Aus Sicht der Betriebe sind drei

Befragungsergebnisse hervorzuheben:

Je höher der Digitalisierungsgrad

eines Betriebes, desto eher

nehmen die Beschäftigten an Weiterbildungen

teil. Demnach liegt bei

Betrieben mit hohem Digitalisierungsgrad

die Weiterbildungsquote

der Beschäftigten bei 92 Prozent,

bei Betrieben mit einem geringen

Digitalisierungsgrad dagegen nur

bei 58 Prozent.

Ähnliches gilt auch für betriebliche

Aufstiegsfortbildungen, die den Beschäftigten

eine formale Höherqualifizierung

ermöglichen. 22 Prozent

der hochdigitalisierten Betriebe fördern

Aufstiegsfortbildungen ihrer

Beschäftigten. Damit liegen sie

zehn Prozentpunkte über dem in

der Befragung ermittelten Durchschnittswert.

Die Weiterbildung beziehungsweise

Aufstiegsfortbildung kann für die

Beschäftigten mit einem erweiterten

Aufgabenbereich und einem

höheren Einkommen einhergehen,

sodass sie an dieser Stelle in besonderem

Maße von der Digitalisierung

profitieren würden.

Ein zweites Ergebnis der Befragung

ist: Ausbildungsbetriebe weisen –

unabhängig von der Betriebsgröße

– im Durchschnitt einen höheren

Digitalisierungsindex auf als Betriebe,

die nicht ausbilden. Auszubildende

erwerben somit im Rahmen

ihrer dualen Berufsausbildung das

notwendige Know-how sowie praktische

Kenntnisse im Umgang mit

neuen digitalen Technologien.

Ein drittes Ergebnis der Befragung

lautet, dass flexible Arbeitsformen

mit steigendem Digitalisierungsgrad

zunehmen. Insgesamt verfügte

mehr als die Hälfte der befragten

Betriebe (55 Prozent) über eine

Gleitzeitregelung. Bei Betrieben mit

hohem Digitalisierungsgrad waren

es 62 Prozent. Das Arbeiten im Homeoffice

wird in Betrieben mit hohem

Digitalisierungsgrad mehr als

doppelt so häufig (39 Prozent ) genutzt

als in Betrieben mit niedrigem

Digitalisierungsgrad (18 Prozent).

„Insgesamt bestätigt die Befragung,

dass durch die Digitalisierung

neue Formen der Arbeitsgestaltung

entstanden sind, durch die

sich für Betriebe neue Möglichkeiten

der Personalplanung und -entwicklung

sowie des flexibleren Einsatzes

von Beschäftigten ergeben.

Den Beschäftigten wiederum bietet

sich dadurch die Möglichkeit, die

Flexibilität auch zur besseren Vereinbarkeit

von Beruf und Familie

sowie zu einer Verbesserung der

Work-Life-Balance im Allgemeinen

zu nutzen“, betont BIBB-Präsident

Friedrich Hubert Esser.

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AUS- & WEITERBILDUNG

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SONDERAUSGABE










Hilfe beim Start

ins Berufsleben

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Krankenkasse bietet Starterpaket und Trainings

Die IKK classic bietet in ihrem Service-Center

in Chemnitz Jugendlichen

Hilfestellung beim Start ins

Berufsleben. Interessenten erhalten

Hilfe bei der Lehrstellensuche

und können ein Berufsstarterpaket

anfordern, in dem alle wichtigen Informationen

für einen reibungslosen

Einstieg ins Berufsleben zusammengefasst

sind.

Darüber hinaus veranstaltet die

Krankenkasse, die der zweitgrößte

gesetzliche Krankenversicherer in

Sachsen ist, bei Bedarf auch Bewerbertrainings

für Schüler. Dort

werden praktische Tipps und Tricks

für eine erfolgreiche Bewerbung

vermittelt und in Rollenspielen Vorstellungsgespräche

und Eignungstests

trainiert. Zusätzlich gibt es jede

Menge Hinweise zur Anfertigung

von korrekten Bewerbungsunterlagen.

Übrigens wird die IKK classic auch

als Krankenversicherung für junge

Menschen immer attraktiver. So

gibt es den vollen Bonus von 100

Euro jetzt schon ab 16 Jahren. Für

den Gratis-Hautcheck und die professionelle

Zahnreinigung entfallen

Mitte diesen Jahres die für Jugendliche

beschränkenden Altersgrenzen.

Mit den Zusatzleistungen IKK

Bonus, IKK Gesundheitskonto und

IKK Wahltarife lässt sich jede Menge

Geld sparen. Wieviel, das zeigt

der Vorteilsrechner unter www.ikkclassic.de/vorteilsrechner.

Die Berufsstarterbroschüre, die

Interessierte bei IKK-Mitarbeiterin

Melanie Binder bekommen,

gibt Orientierung.

Foto: IKK classic

Zusätzlich hat die Krankenkasse

ihren Zusatzbeitragssatz seit 1. Mai

erneut um 0,2 Prozentpunkte gesenkt.

SERVICE

Anmeldungen fürs Bewerbertraining

bitte an Melanie Binder,

Tel. 0371 4806-413 233 oder

melanie.binder@ikk-classic.de.

Dort können auch die Berufsstarterpakete

angefordert oder

ein persönliches Beratungsgespräch

vereinbart werden.






















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Neuer Studiengang

in Freiberg

Thema Geomatik wird wichtig

Die TU Bergakademie Freiberg bietet

zum Wintersemester den Masterstudiengang

„Geomatics for Mineral

Resource Management“ an.

Einschreibungen sind ab sofort

möglich. Ausgebildet werden Experten

auf dem Gebiet der Geomatik.

Sie beschäftigen sich mit der

Ressourcengewinnung und deren

Umweltauswirkungen. Ein Thema

das wichtiger ist denn je: Weltweit

steigt die Nachfrage nach Rohstoffen,

die zur Gewinnung von Bodenschätzen

in schwer zugänglichen

Gebieten der Geosphäre führt.

IMPRESSUM

Aus- und Weiterbildung ist eine Sonderausgabe

der „Freien Presse“.

VERLAG

Chemnitzer Verlag und Druck

GmbH & Co. KG (CVD)

Brückenstraße 15, 09111 Chemnitz

ANZEIGENLEITUNG

Tobias Schniggenfittig (verantw.)

VERKAUFSLEITER

Torsten Müller, Telefon: 0371 656 10717

Mail: torsten.mueller@

cvd.mediengruppe.de

REDAKTION

Christian Wobst, Telefon: 01712898247

TITELBILD

istockphoto.com | © sturti


28. Juni 2019 7

Orientierung: Weg zum Beruf

beginnt in Sachsen zeitig

Zusammenarbeit mit Bundesagentur für Arbeit weiter gestärkt

AUS- & WEITERBILDUNG

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SONDERAUSGABE

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Auf dem ersten Fachkongress zur

Berufsorientierung an Sachsens

Schulen hat Kultusminister Christian

Piwarz vor rund 550 Gästen

kürzlich in Dresden eine Bilanz der

Berufsorientierung an Sachsens

Schulen gezogen und die gute Zusammenarbeit

zwischen Schule,

Wirtschaft und der Bundesagentur

für Arbeit hervorgehoben. Mit Blick

auf den Fachkräftebedarf in allen

Bereichen müsse man die Berufswahlkompetenz

und die Ausbildungsreife

der Schüler weiter verbessern,

erklärte der Minister. Die

Berufsorientierung an der Schule

sei eine unverzichtbare Navigationshilfe

durch den Dschungel der

mehr als 330 Ausbildungsberufe

und mehr als 10.000 grundständigen

Studiengänge. „Um eine noch

zielgenauere Berufsorientierung jedes

einzelnen Schülers zu ermöglichen,

werden wir die Kooperation

zwischen Schule und Wirtschaft

weiter stärken. Die Grundlage dafür

haben wir in einer gemeinsamen

Vereinbarung zwischen Kultusministerium

und den Industrie- und

Handelskammern sowie den

Handwerkskammern gelegt“, so

der Kultusminister. Die Vereinbarung

hält Ziele, Maßnahmen und

Unterstützungsangebote aller Partner

für Schulen fest.

Christian Piwarz betonte außerdem

die gute Zusammenarbeit mit der

Regionaldirektion Sachsen der

Bundesagentur für Arbeit: „Wir haben

in den vergangenen Jahren

unsere Kooperation ausgebaut und

weiter verbessert. So freue ich mich

sehr, dass wir das vom Bund initiierte

Programm der Berufseinstiegsbegleitung

gemeinsam fortsetzen

werden.“ Berufseinstiegsbegleiter

sind persönliche Coaches,

die leistungsschwächere und abschlussgefährdete

Jugendliche

während der Schulzeit und auch

danach unterstützen, um nach der

Schule im Beruf anzukommen.

„Die sächsischen Betriebe suchen

händeringend Fachkräfte und eine

Quelle dafür ist die duale Ausbildung.

Deshalb arbeiten wir mit

dem Land, den Kammern, den

Schulen, den Verbänden und der

Wirtschaft eng zusammen, vereinbaren

konkrete Aktivitäten, bündeln

unsere Kräfte und organisieren

so bessere Bedingungen für

Bei Praktika bekommen sächsische Schüler einen Einblick in die Praxis

der unterschiedlichsten Berufsfelder. Foto: I.Bartussek/stock.adobe.com

die Jugend“, sagte Klaus-Peter

Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung

der Regionaldirektion

Sachsen der Bundesagentur für

Arbeit. Vizechefin Reinhilde Willems

ergänzt: „Wir sind uns alle einig,

keiner darf am Übergang

Schule – Beruf verloren gehen. Jeder

zählt und jeder hat seine Chance

verdient, auch wenn mehrere

Anläufe notwendig sind. Die Berufsberater

der Jugendberufsagenturen

unterstützen von der Berufsorientierung

bis hin zur Ausbildung.

Hierbei sind wir in Sachsen

auch im bundesweiten Kontext gut

aufgestellt, durch eine frühzeitige

und strukturierte Berufsorientierung.“

Die Berufliche Orientierung ist in

Sachsen seit 2017 an zentraler

Stelle im Schulgesetz verankert. Im

Freistaat Sachsen beginnt der Weg

zum Beruf sehr zeitig – mit ersten

Betriebsbesichtigungen und ökonomischen

Themen in der Grundschule

sowie mit der beruflichen

Frühorientierung in den Klassenstufen

5 und 6. Ab Klassenstufe 7

sammeln die Schüler der Oberschulen

und Gymnasien durch das

verpflichtende Praktikum Erfahrungen

in unterschiedlichen Berufszweigen.

Auch in den Klassen 8 bis

10 können weitere Praktika durchgeführt

und der Berufswunsch bis

zum Abschluss konkretisiert werden.

„Unsere Praxiselite für die duale

Ausbildung wird vor allem an den

Oberschulen unterrichtet. Diese arbeiten

intensiv mit der Berufsberatung

der Agenturen für Arbeit und

der regionalen Wirtschaft, aber

auch mit berufsbildenden Schulen,

Gymnasien sowie Fach- und Hochschulen

zusammen. Aber vor allem

stützen wir den Prozess der beruflichen

Orientierung an Oberschulen

mit Personal: nämlich dem Praxisberater“,

so Piwarz.

BERUFSORIENTIERUNG:

DAS LEISTEN SCHULEN

Das leisten Schulen in der Berufsorientierung.

Eine Auswahl:

Kernziele in der Berufsorientierung

sind für jede Klassenstufe

und jede Schulart fest verankert.

Es gibt 24 Arbeitskreise „Schule-Wirtschaft“

und das „Qualitätssiegel

für Berufliche Orientierung“.

Berufliche Frühorientierung in

Klassenstufe 5/6: Schüler werden

für die Arbeitswelt sensibilisiert

(etwa durch Betriebserkundungen).

Mit einem Potenzialanalyseverfahren

werden bei Schülern in

der Klassenstufe 7 die Ausgangslagen

sowie der Stand der

Kompetenzentwicklung ermittelt.

Auf Grundlage der Ergebnisse

aus der Potenzialanalyse schließen

sich ab der 8. Klassenstufe

zwei Wochen für Werkstatttage

in Berufsbildungsstätten an.

Alle Schüler weiterführender

Schulen müssen Praktika absolvieren.

Die Berufsberater unterstützen

alle Schüler der Förder- und

Oberschulen (ab Klassenstufe 7)

sowie der Gymnasien (ab Klassenstufe

9).

Praxisberater an Oberschulen

begleiten alle Schüler der Klassenstufen

7 und 8.

Abschlussgefährdete Hauptund

Förderschüler erhalten

Unterstützung von Berufseinstiegsbegleitern.






















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AUS- & WEITERBILDUNG

28. Juni 2019

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SONDERAUSGABE

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Klinikum bildet

neuen attraktiven

Pflegeberuf aus

Medizinische Berufsfachschule

bereitet sich auf neue Ausbildung vor

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Auszubildende der Generalistischen Pflege können nach der Ausbildung

für die Pflege von Menschen aller Altersgruppen in allen Versorgungsformen

eingesetzt werden. Foto: Klinikum Chemnitz












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Am 1. Januar 2020 beginnt in der

Ausbildung der Pflegeberufe eine

neue Zeitrechnung: An diesem Tag

werden das Altenpflegegesetz und

das Krankenpflegegesetz vom Pflegeberufegesetz

abgelöst. Ziel ist es,

dass alle Bereiche der Pflege attraktiver

werden, der Beruf aufgewertet

wird und die Ausbildung

modernisiert und den veränderten

Versorgungsstrukturen und künftigen

Pflegebedarfen gerecht wird.

Der Fokus liegt auf einer generalistischen

Ausbildung. Alle Auszubildenden

absolvieren dabei ab 2020

zwei von drei Jahren gemeinsam.

Eine praktische Vertiefung in der

stationären oder ambulanten Akutpflege

beziehungsweise Langzeitpflege

oder in der pädiatrischen

Versorgung ist in Abhängigkeit vom

Ausbildungspartner möglich. Alle

Auszubildenden erwerben den Berufsabschluss

Pflegefachfrau oder

Pflegefachmann und können nach

der Ausbildung für die Pflege von

Menschen aller Altersgruppen in

allen Versorgungsformen eingesetzt

werden. Vertiefende Qualifizierungen

werden im Anschluss an

die Ausbildung beim begleiteten

Berufseinstieg erworben.

Bis die Ausbildung im Jahr 2020

beginnen kann, müssen noch viele

Fragezeichen aufgelöst werden.

Die Medizinische Berufsfachschule

des Klinikums Chemnitz als eine

der größten öffentlichen Schulen

dieser Art der Region Chemnitz,

Mittelsachsens und des Erzgebirgskreises

mit allein fast 400 Pflegeschülern

leistet dabei viel Pionierarbeit.

Derzeit wird am neuen

Aufbau der Ausbildung sowie am

Durchlaufplan für die neuen Schüler

gearbeitet.

GENERALISTISCHE

PFLEGE

Die neue Ausbildungsrichtung

Generalistische Pflege beginnt

an der Medizinischen Berufsfachschule

des Klinikums

Chemnitz zum 1. März und zum

1. September. Die Bewerbungsfristen

enden am 30. November

(für Beginn 1. März) und am

31. Dezember (für Beginn

1. September) des Vorjahres.

Alle Informationen über Zugangsvoraussetzungen,

Inhalte

und Bewerbung gibt es unter

www.klinikumchemnitz.de im

Bereich Beruf & Karriere ->

Berufsausbildung.


28. Juni 2019 9

Unterstützung

beim Studieren

im Ausland

DAAD hilft – Das ist bei Planung zu beachten

Immer mehr deutsche Studierende

und Wissenschaftler wollen dank

Stipendien und Programmen des

Deutschen Akademischen Austauschdienstes

(DAAD) im Ausland

lernen und für eine Zeit arbeiten.

Zugleich ist Deutschland weltweit

einer der attraktivsten Standorte für

internationale Studierende. Im vergangenen

Jahr hat der DAAD deshalb

mehr Studierende und Wissenschaftler

gefördert als je zuvor.

Trotz der unübersichtlichen und in

Teilen besorgniserregenden weltweiten

Entwicklungen stieg die

Zahl der Geförderten auf mehr als

145.000 Personen, davon rund

63.700 aus dem Ausland.

Deutsche zieht es nach

Westeuropa und Asien

Die wichtigsten Zielregionen für

deutsche Bewerber bleiben Westeuropa,

Asien und Nordamerika.

Bei den Jahresstipendien für Graduierte

und Doktoranden steht

Großbritannien weiterhin ganz

oben auf der Liste der beliebtesten

Länder. Die größten Bewerberzahlen

aus dem Ausland verzeichnet

der DAAD im Programm „Studienstipendien

für Graduierte“. Die

meisten Anträge entfielen dabei auf

die Russische Föderation. Die USA

stehen an zweiter und Aserbaidschan

steht an dritter Stelle.

Rechtzeitig für

Auslandsaufenthalt planen

Die Planungen für einen Auslandsaufenthalt

sollten Interessierte laut

DAAD rechtzeitig beginnen, das

heißt bereits anderthalb Jahre vorher.

Dabei sollten sich die jungen

Leute bereits Gedanken über die

genaue Art ihres Aufenthalts und

vor allem die Finanzierung machen.

Je näher der geplante Termin

rückt, desto konkreter sollten dann

auch die Planungen werden und

Fragen rund um Zugangsvorrausetzungen,

Anerkennung von Studienleistungen,

mögliche Studiengebühren

und Einschreibtermine

geklärt sein. Etwa ab einem halben

Jahr vor dem Start muss es dann

darum gehen, sich unter anderem

nach Einreisebestimmungen, Unterkunftsmöglichkeiten,

nötigen

Versicherungen, Impfungen, Bankangelegenheiten

und den Reisetickets

zu erkundigen. Detaillierte

Hinweise zum Studieren im

Ausland gibt das DAAD im Internet.

www.daad.de/ausland/ studieren/de/

Deutschland ist bei

Hochqualifizierten beliebt

Laut einer OECD (Organisation für

wirtschaftliche Zusammenarbeit

und Entwicklung)-Studie ist die Anziehungskraft

Deutschlands für internationale

Hochqualifizierte groß.

Besonders gut fällt die Bewertung

des Studienstandorts aus: Auf dem

dritten Platz liegt Deutschland für

internationale Studierende, hinter

der Schweiz und Norwegen. Das

ganze Feld umfasst 36 OECD-Mitgliedsstaaten.

In der Marketing-Kampagne „Studieren

in Deutschland – Land der

Ideen“ arbeitet der Deutsche Akademische

Austauschdienst (DAAD)

mit den Hochschulen zusammen.

Ziel ist es , in den global wichtigsten

Herkunftsländern für Sichtbarkeit

zu sorgen und das gute Image

Deutschlands zur Gewinnung von

mobilen Studierenden zu nutzen.

Die stark gestiegenen Zahlen internationaler

Studierender zeigen,

dass Deutschland Talente anziehen

kann und seine Hochschulen den

Vergleich nicht zu scheuen brauchen.

NEUES

FÖRDERPROGRAMM

Hochschulen für Angewandte

Wissenschaften (HAW) und

Fachhochschulen in Deutschland

sollen internationaler werden.

Dabei unterstützt sie das

Bundesministerium für Bildung

und Forschung (BMBF) über ein

neues Programm des Deutschen

Akademischen Austauschdienstes.

Mit „HAW.International“ können

sie ihre Forschung und Lehre

internationaler ausrichten, ihre

Sichtbarkeit im europäischen

Forschungsraum und darüber

hinaus steigern und damit ihre

Studierenden besser auf die Herausforderungen

einer globalisierten

Arbeitswelt vorbereiten.

Bis 2022 plant das BMBF dafür

50 Millionen Euro zur Verfügung

zu stellen.

AUS- & WEITERBILDUNG

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SONDERAUSGABE






































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AUS- & WEITERBILDUNG




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28. Juni 2019

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SONDERAUSGABE

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Theorie schnell in

die Praxis umsetzen

Ein Duales Studium bietet Unternehmen

und Nachwuchskräften viele Vorteile

Florian Hempel hat an der Berufsakademie Bautzen den Studiengang

Elektrotechnik/Automatisierung absolviert. Foto; ibs









































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Einen Nachteil hat das Duale Studium

an einer Berufsakademie (BA)

und den spricht Florian Hempel

offen an: „Gegenüber einem klassischen

Studium bleibt bei einem

dualen Studium weniger Freizeit.“

Trotzdem würde der 26-Jährige jederzeit

wieder ein Duales Studium

absolvieren und hat diese Form der

Ausbildung auch weiterempfohlen.

Denn in seinen Augen machen die

vielen Vorteile den kleinen Nachteil

mehr als wett: „Im Gegensatz zu einer

Uni kamen viele Dozenten direkt

aus der Industrie. In Verbindung

mit meinen Erfahrungen aus

der Arbeit war durch die gemeinsame

Sprache der Spagat zwischen

Theorie und Praxis wesentlich

leichter zu bewältigen“, sagt er.

Seit fast fünf Jahren arbeitet er als

Software-Entwickler für Steuerungstechnik

bei der ibs Automation

GmbH in Chemnitz. Mit viel Eigenverantwortung

entwickelt er

Steuerungslösungen für Produktionsprozesse

an Sondermaschinen

und Robotern. Das Unternehmen

beschäftigt 15 Mitarbeiter, darunter

drei junge Leute, die wie Florian

Hempel zuvor ein Studium an der

BA abgeschlossen haben.

Für ibs-Geschäftsführer Tilo Sigmund

liegen die Vorteile eines Dualen

Studiums auf der Hand: „Theoretische

Zusammenhänge können

schnell in der Praxis umgesetzt

werden, wodurch der Lerneffekt

deutlich steigt.“ Zudem würden die

Studenten schon früh die Unternehmensabläufe

kennenlernen

und in diese „hineinwachsen“.

„Die Studenten bekommen somit

während der Ausbildung schon einen

Einblick in das spätere Arbeitsumfeld.

Hinzu kommt, dass man

während der Ausbildungszeit die

künftige Zusammenarbeit bereits

gemeinsam gestalten kann“, ergänzt

der Geschäftsführer.

Von jungen Leuten, die sich für das

BA-Studium interessieren, erwartet

Tilo Sigmund, dass diese für das

Thema brennen. „Wir wünschen

uns Studenten, die nicht nur ihren

Abschluss machen wollen, sondern

in der Tiefe verstehen wollen,

wie und warum Produktionsanlagen,

Sondermaschinen, Roboter

und Produktionsprozesse funktionieren“,

sagt der Geschäftsführer.

Im Gegenzug bietet das Unternehmen

ein sehr weitreichendes Produktportfolio,

sodass in den meisten

Fällen persönliche Interessen

im Hinblick auf das Aufgabenfeld

berücksichtigt werden können.

Wer den Studiengang Elektrotechnik/Automatisierung

an der BA

Bautzen absolvieren möchte, sollte

Interesse an Elektrotechnik und Informatik

mitbringen. „Ein guter

Wissensstand in Mathematik und

Physik aus der gymnasialen Oberstufe

helfen, Abläufe besser zu verstehen.

Eine vorherige Ausbildung

im Bereich Elektrik/Elektrotechnik

ist nicht notwendig, da dieses Wissen

an der BA geschult wird“, sagt

Florian Hempel.

SERVICE

Die ibs Automation GmbH sucht

für das Duale Studium der Elektrotechnik/Automatisierung

wieder

Interessenten.

Weitere Informationen gibt es direkt

beim Unternehmen unter

der Nummer 0371 700 873 0.


28. Juni 2019 11

Kunst mit Pfeifen und Registern

AUS- & WEITERBILDUNG

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SONDERAUSGABE



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Imposante Musik aus kleinsten bis riesigen Pfeifen ist etwas ganz Besonderes,

und das Bauen von Orgeln ein Kunsthandwerk mit sehr alter

Tradition. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat nun die Berufsausbildung

für Orgelbauer modernisiert. Die neue Ausbildungsordnung

tritt zum 1. August in Kraft. Sie greift technische, wirtschaftliche

und organisatorische Änderungen und Entwicklungen im Orgelbau auf.

Neben veränderten und modernisierten Standards im Bereich von elektrisch

wie auch elektronisch gesteuerten Orgelsystemen berücksichtigt

die neue Ausbildungsordnung auch den Einzug von computergesteuerten

Werkzeugmaschinen in Teilbereichen der Produktion. Neu sind auch

Inhalte zur Qualitätssicherung und Kundenorientierung. Um Orgelbauer

zu werden, muss man das Instrument nicht selbst spielen können. Neben

der Freude für den Beruf sind ein musikalisches Gehör und handwerkliche

Fähigkeiten von Vorteil. Foto: G. Seybert/stock.adobe.com

Fachkräftesicherung

bleibt zentrale

Zukunftsaufgabe

Mangel an beruflich Qualifizierten prognostiziert

Wie wird sich der deutsche Arbeitsmarkt

in den nächsten Jahren entwickeln?

Das beantwortet eine

Prognos-Studie für die Vereinigung

der Bayerischen Wirtschaft. Die

Untersuchung zeigt: Der Fachkräftemangel

kann sich mittelfristig verschärfen.

Im Jahr 2025 könnten

deutschlandweit 2,9 Millionen Erwerbstätige

fehlen. Der Mangel bestünde

hauptsächlich bei Personen

mit einer beruflichen Qualifikation.

Die Zahl der Personen im Alter zwischen

15 und 64 Jahren sinkt

demnach im Prognosezeitraum

von 54 Millionen auf 47 Millionen

Personen im Jahr 2045. Kommt es

dabei zu keiner Veränderung der

Ausbildungspräferenzen, wird das

Angebot an Arbeitskräften mit einem

Hochschulabschluss zunehmen,

während künftig immer weniger

beruflich Qualifizierte dem Arbeitsmarkt

zur Verfügung stehen.

Um die potenziellen Ungleichgewichte

zu vermeiden beziehungsweise

zu verringern, gilt es in den

folgenden Handlungsfeldern Maßnahmen

zu ergreifen: Beschäftigungschance

verbessern, Erwerbsbeteiligung

erhöhen, Arbbeitszeitpotenziale

nutzen, eine reite Bildungsoffensive

starten und Zuwanderung

gezielt gestalten.

Insbesondere durch eine weitere

Steigerung der Erwerbsbeteiligung

von Frauen und Älteren sowie eine

Erhöhung der Wochenarbeitszeit

von Teilzeitbeschäftigten können

laut Prognos wichtige Beiträge zur

Fachkräftesicherung erzielt werden.





















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Gestalter im

Handwerk

Werkstudium ab September

Eine Studienarbeit aus dem Gestalterkurs.

Foto: Sven Gleisberg

Design, Gestaltung, Kommunikation

und handwerkliches Können

gehen bei der Entwicklung neuer

Produkte Hand in Hand. Handwerk

ist schon lange nicht mehr nur Umsetzer,

sondern Gestalter einer Produkt-

und Dienstleistungskultur.

Eine Aufstiegsfortbildung zum Gestalter

im Handwerk befähigt, kreative

Neigungen zu vertiefen, Talente

zur Professionalisierung und

Produkte auf eine neue Ebene zu

heben. In den Werkstätten der

Handwerkskammern Chemnitz

und Dresden lernen die Kursteilnehmer

gewerkübergreifend, Ideen

mit unterschiedlichen Materialien

und Techniken umzusetzen. Exkursionen

in hochrangige Unternehmen

der Region zeigen den

Teilnehmern, wie Produktgestaltung

in der Wirtschaft zum Erfolg

führt. Renommierte Dozenten vermitteln

neben handwerklichen Fertigkeiten

Inhalte wie Zeichnen, Modellbau,

Schrift und Typografie,

Farblehre, Ergonomie, Materialkunde,

Kunst- und Kulturgeschichte,

Marketing, Recht und Betriebswirtschaft.

Das Werkstudium endet mit einem

Höhepunkt: Die Kursteilnehmer

stellen ihre Abschlussarbeiten in einer

kuratierten Ausstellung im

Wasserschloß Klaffenbach aus.

Freie Stellen

online finden

Service der Handwerkskammer

Interessierte und leistungsbereite

Schulabgänger können sich in der

Lehrstellenbörse der Handwerkskammer

schnell über freie Lehrstellen

in Betrieben informieren – und

haben gute Chancen, eine attraktive

Lehrstelle zu finden. Momentan

sind rund 750 freie Lehrstellen registriert.

In der Online-Börse

„Schule-Wirtschaft“ sind zudem

freie Praktikumsstellen verschiedener

Branchen und Regionen eingestellt.

–www.hwk-chemnitz.de

Visionäre treiben das Handwerk voran

Handwerk ist die Branche für Visionäre und Menschen mit Unternehmergeist

Handwerker sind nicht nur Experten

ihres Fachs. Mit dem Meister

können sie ihr Können perfektionieren,

sich selbstständig machen

und Nachwuchs fördern. 2017

nutzten 20.495 Gesellen diese

Chance und erwarben ihren Meistertitel,

weitere 27.504 bestanden

andere Fortbildungsprüfungen.

87.968 Betriebe wurden 2017 gegründet.

Werden die Entwicklungen der vergangenen

Jahre als Maßstab genommen,

ist davon auszugehen,

dass in den nächsten 20 Jahren

über drei Millionen Innovationen

von Handwerksbetrieben geplant

und vor allem umgesetzt werden.

Themen wie nachhaltige Energieversorgung,

Elektromobilität und

Ressourcenschonung sind bereits

angeschoben. Das Handwerk sorgt

dafür, dass das Wohnen, die Ernährung,

die Mobilität und viele andere

Bereiche des täglichen Lebens

und Arbeitens in der Zukunft

entscheidend verbessert werden.

Ein Pionier seines Fachs ist der gelernte

Kfz-Mechaniker Jimmy

Pelka. Seine Tuning-Software ist so

erfolgreich, dass er seit 2015 mit

seiner Familie zwischen Abu Dhabi

und Bad Mergentheim pendelt.

Visionen umsetzen: Mit

Chiptuning bis zu 1200 PS

Jimmy Pelka ist bekannt dafür, aus

leistungsstarken Motoren immer

noch ein paar Pferdestärken mehr

herauszukitzeln: Der Kfz-Mechaniker

gehört zu den besten Tunern

der Welt. Gemeinsam mit seinem

Freund und Geschäftspartner

Salah Alamoudi gründete er die Firma

PP Performance. 15 Dependancen

gibt es mittlerweile rund

Die sächsischen Handwerkskammern

warnen die Bundespolitik

und die Kultusministerien davor,

die Berufsbezeichnung des Meisters

zu ändern. Pläne, den Meistertitel

durch eine neue Bezeichnung

zu ergänzen, könnten zu einer Abwertung

des Titels beitragen. Im

Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung

der beruflichen Bildung

spricht sich die Bundesregierung

AUS- & WEITERBILDUNG

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SONDERAUSGABE

Grenzen gibt es im Handwerk nur im Kopf: Kfz-Mechaniker Jimmy Pelka ist einer von fünf Botschaftern der

Imagekampagne für das Handwerk. Er hat eine Tuning-Software entwickelt, mit der er weltweit Kunden begeistert

– von den Vereinigten Arabischen Emiraten bis nach Hollywood. Foto: Johannes Heinke

um den Globus. Zuletzt klopfte

auch Hollywood an seine Tür und

ließ Wagen für die Action-Filmreihe

„The Fast and the Furious“ tunen.

Keinen Tag hat Pelka die Firmengründung

bereut, auch wenn sie

bisher die größte Herausforderung

seines Lebens war: „Ich habe fünf

Jahre lang zehn bis 16 Stunden am

Tag gearbeitet.“

Angefangen hat alles mit dem großen

Traum von donnernden Motoren

und drehenden Tachonadeln:

Nach der Schule beginnt Pelka eine

Ausbildung zum Kfz-Mechaniker.

Sein Ausbilder nimmt ihn mit

zu Kundenbesuchen nach Abu

Dhabi, wo er Alamoudi kennenlernt.

Der bringt das Netzwerk und

die Kontakte mit, Pelka das technische

Knowhow.

Zum „Tuning-Gott der Araber“ machen

ihn nicht nur seine Fertigkeiten

unter der Hebebühne, sondern

auch seine selbstprogrammierte

Chiptuning-Software: Angeschlossen

an eine der Luxuskarossen

schreibt sie die Motordaten der

„Meister muss Meister bleiben“

Handwerkskammern sprechen sich gegen Umbenennungspläne aus

dafür aus, die Bezeichnungen „Bachelor

Professional“ und „Master

Professional“ einzuführen. Meister

dürften künftig zusätzlich die Abschlussbezeichnung

„Bachelor

Professional“ führen. Ziel der Einführung

dieser Ttitel sei, die bessere

internationale Verwertbarkeit der

Abschlüsse sowie die Sichtbarmachung

der Gleichwertigkeit von

akademischer und beruflicher Bildung.

„Junior Professional und Senior

Professional sind keine international

gebräuchlichen Begriffe

für Qualifikationen. Sie werden auf

den internationalen Arbeitsmärkten

bestenfalls als Hinweis auf das Maß

an beruflicher Erfahrung interpretiert.

Der deutsche Meistertitel hingegen

hat einen deutlich besseren

Ruf“, sagt Frank Wagner, Präsident

der Handwerkskammer Chemnitz.

28. Juni 2019

Hersteller um. Bis zu 1200 PS haben

die Autos, wenn sie Pelkas

Werkstatt verlassen. Nie hätte er

sich diese steile Karriere träumen

lassen: „Ich lebe den Traum jedes

Mannes: Schnelle Autos noch

schneller machen – und sie anschließend

Probe fahren“, lacht

Pelka. Was ihn dahin gebracht hat?

Leidenschaft, Spaß an der Arbeit,

Mut und Durchhaltevermögen. Das

nächste große Ding? „Der Elektromotor.

Und ich bin jetzt schon heiß

darauf“, sagt Pelka.

SERVICE

Aktuelle Lehrstellengesuche aus

der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer

Chemnitz (Stand

26.06.2019):

Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

- Fachrichtung Karosserie-

und Fahrzeugbautechnik:

4

Kraftfahrzeugmechatroniker/in -

Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik:

5

Kraftfahrzeugmechatroniker/in -

Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik:

29

Kraftfahrzeugmechatroniker/in -

Schwerpunkt System- und

Hochvolttechnik: 1

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