ACS Automobilclub - Ausgabe 03/2019

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NEUHEITEN

JAGUAR F-PACE SVR

BRITISCHE SPORTSKANONE

Vor drei Jahren hatte Jaguar begonnen, mit dem F-Pace auch im SUV-Segment

einzutauchen. Topmodell ist der jetzt anrollende F-Pace SVR, und der ist mit

550 PS die sportliche Speerspitze der Briten.

M

it dem F-Pace SVR geht der

erste Jaguar-SUV in den Verkauf,

an dem die Special Vehicle

Operations SVO von

Jaguar Land Rover Hand angelegt haben.

Im Aufgabenfeld der SVO-Truppe lag dabei

eine deutlich verbesserte Fahrdynamik,

ohne dass der Komfort zu stark leiden

sollte. Erste Fahrversuche mit dem

ab 120 000 Franken angeschriebenen

Hochleistungs-SUV belegen, dass das

Fahrwerk auch spürbar straffer geworden

ist, was engagiertem Vorwärtsdrang

zu Gute kommt, es lässt den Wagen aber

gleichzeitig auch stärker über Bodenwellen

und kurze Unebenheiten holpern. Die

zahlreichen Anpassungen am aufgewerteten

Sportfahrwerk umfassen adaptive

Dämpfer, steifere Federn und massive

21-Zoll-Sporträder. Bequeme, gut stützende

Sportsitze sorgen auch bei akzentuierter

Kurvenfahrt für stabilen Halt für

Fahrer und Passagiere.

Kernstück des Antriebsstranges ist

der bekannte 5.0-V8 mit Kompressoraufladung.

Seine 550 PS und bis zu 680 Nm

Drehmoment werden über die sportlich

getrimmte Achtgang-Automatik auf den

FAHRSPASS NICHT

ZU ÜBERTREFFEN

Allradantrieb geleitet. Letzterer priorisiert

die Hinterräder, indem im Normalfall

die ganze Kraft nach hinten geht, erst bei

Traktionsschwierigkeiten und bei dynamischer

Kurvenfahrt werden maximal

50 Prozent des Drehmoments auch an die

Vorderräder geleitet. 4,3 Sekunden für

0–100 km/h sind dabei sehr sportlich, wobei

der F-Pace SVR bei Bedarf eine Spitze

von 283 km/h erreicht. Die Unterschiede

zwischen Alltags-Fahrprogramm und Dynamic

Mode sind spür- und über das variable

Abgassystem auch hörbar. Zum einen

reagiert der Wagen unmittelbarer aufs Gas,

die Lenkung fühlt sich direkter an, das

Fahrwerk ist knackiger, und der Fahrspass

auf Strecken mit langen Kurven ist nicht zu

schlagen. Dass dabei das Getriebe bestens

mit dem Motor zusammenspielt, zeigt sich

darin, dass wir kaum je das Bedürfnis hatten,

per Schaltwippen am Lenkrad in die

automatische Arbeit des Getriebes einzugreifen.

Natürlich hat solches Tun auch seinen

Preis an der Tankstelle, denn der 4,74

m lange SUV weist einen Normverbrauch

von 11,9 l/100 km auf – durchaus akzeptabel

für eine derartige Sportskanone.

Text Martin Schatzmann / Bilder Jaguar

Der F-Pace SVR zeichnet sich optisch durch grössere Luftöffnungen im Spoiler und weiteren aerodynamischen Elementen aus, welche

das Leistungspotenzial seiner 550-PS-Maschine unterstreichen.

20 AUTO NR. 03/2019

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