ACS Automobilclub - Ausgabe 03/2019

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NEUHEITEN

SKODA SCALA

MARKENKOMPETENZ IN REINKULTUR

Der Nachfolger des Skoda

Rapid heisst Scala und ist

mit einem reduzierten

Motorenprogramm ab

24 370 CHF bereits

im Handel.

S

koda zählt momentan zu den

erfolgreichsten Marken in der

Schweiz, und stellt mit dem Octavia

sogar das meistverkaufte

Auto. Aber nicht jedes Modell, welches die

VW-Tochter aus Tschechien in den Handel

gebracht hat, stiess auf grosse Akzeptanz.

Der unterhalb des Octavia angesiedelte

kompakte Rapid floppte ordentlich. Der

Nachfolger Scala wächst in der Länge (+6

cm auf 4,36 m) und Breite (+8 cm auf 1,79

m). Der neue Scala ist rund zehn Zentimeter

länger und gleich breit wie der Golf,

steht aber auf der Plattform des kleineren

VW Polo. Resultat: ein im Vergleich leichtes

und geräumiges Auto. Die Beinfreiheit

im Fond ist eine Merite, und der 467 bis

1410 Liter grosse Laderaum ist es auch.

GERÄUMIG

UND LEICHT

Das Fahrwerk kommt mit der grösseren

Karosserie bestens zurecht, Abrollkomfort

und Kurvengrip setzen Skoda-typisch

keine Massstäbe, fühlen sich

im Konkurrenzumfeld aber ausgewogen

an. Motorisch hält sich der Skoda-Importeur

zurück; vorläufig stehen lediglich der

Obschon er zehn Zentimeter länger als der Golf ist, basiert der Scala auf dem kleineren VW Polo.

Der Scala ist ausschliesslich als Fünftürer

erhältlich.

Ein liter-Dreizylinder mit 115 PS (ab 24 370

CHF, 6,3 l/100 km, 142 g/km CO2 nach

WLTP) sowie der 1,5 Liter-Vierzylinder mit

150 PS (ab 28 240CHF, 6,9 l/100 km, 157 g/

km CO2) in der Preisliste. Der Dreizylinder

ist mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe

ausgestattet und der Vierzylinder serienmässig

mit dem Doppelkupplungsgetriebe

(DSG) ausgeliefert wird. Eine Dieselversion

ist nicht vorgesehen; im Herbst wird stattdessen

eine Erdgas-Version in Aussicht

gestellt. Der Volkswagenkonzern sieht

diesen Treibstoff im Zeichen der strenger

werdenden CO2-Gesetze als sinnvolle

Überbrückungsmöglichkeit, bis es zur flächendeckenden

Elektrifizierung kommt.

Gefahren sind wir den quirligen und

laufruhigen Dreizylinder mit der perfekt

passenden 6-Gang-Schaltung sowie den

1,5-Liter mit Zylinderabschaltung und

dem nicht immer spontan reagierenden

Doppelkupplungsgetriebe. Über Paddels

hinter dem Lenkrad kann man individuell

eingreifen. Die werksseitig angegebenen

Verbräuche mit 5,0 l/100 km und

von verschiedenen Medien publizierten

NFEZ-Werte sind unrealistisch.

Zum Heer der Assistenzsysteme gehören

Spurführung und Abstandsregelung,

Zeichenerkennung sowie Notbremshilfe.

Die Instrumente arbeiten digital, der

Touchscreen steht frei und ist stets online.

Bedienen lässt sich der Computer teils mit

Gesten oder einer Sprachsteuerung; an Ablenkungspotenzial

mangelt es nicht. Skoda

baut geräumige und einfach zu bedienende

Autos ohne weiter geschärfte Charaktereigenschaften.

Im Scala wird die Markenkompetenz

astrein abgebildet.

Text Jürg Wick / Bilder Werk

Digitalisierte Instrumente.

Klassenprimus beim Beinraum im Fond.

22 AUTO NR. 03/2019