ACS Automobilclub - Ausgabe 03/2019

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RATGEBER

MIETWAGEN-UNFALL

SO VERHALTE ICH

MICH RICHTIG

Ein Unfall ist immer ein Worst Case, erst recht auf einer

Urlaubsreise. Vor allem mit einem Mietwagen kann es

im Fall der Fälle kompliziert und teuer werden.

Wir haben einige Tipps zusammengestellt, wie man

mit einem Unfall am besten umgeht.

A

ls Faustregel gilt: Sind auch

andere Verkehrsteilnehmer

beteiligt, muss im Grunde

immer die Polizei gerufen

werden. Macht man das nicht, riskiert man

seinen Versicherungsschutz. Was wesentlich

öfter vorkommt, sind kleinere Schäden

wie Reifenschäden, Steinschlag an

der Windschutzscheibe oder Parkschäden

an Pollern oder in engen Tiefgaragen. Nur

bei grossen Schäden ist ein Polizeibericht

zwingend notwendig. Die Experten raten,

im Schadensfall auf jeden Fall mit dem

Mietwagen-Broker Rücksprache zu halten.

Fotos vom Auto sollte man ebenfalls machen,

dazu einen Schadensbericht ausstellen

und unterschreiben lassen. Ebenfalls

wichtig: Alle Unterlagen aufheben, dazu

zählen der Mietvertrag, Quittungen, Kreditkartenbelege,

Zahlungsnachweise über

die Kaution und die Selbstbeteiligung, Ko-

pien von Polizeiberichten, Unfallprotokolle

oder Schadensberichte des Vermieters.

Und was kostet ein Unfall mit einem

Mietwagen? Das kommt neben der Schuldfrage

auf den Versicherungsschutz an. Ist

der Mietwagenfahrer schuld an einem Unfall,

behält der Vermieter fast immer die

Selbstbeteiligung ein. Aber: Hat man ein

Angebot mit Erstattung der Selbstbeteiligung

gebucht, erhält man die Selbstbeteiligung

gemäss Vertragsbedingungen vom

Mietwagen-Broker zurück.

Voraussetzung ist, dass die Bedingungen,

wie die Polizei hinzuzuziehen, eingehalten

werden. Was raten die Experten?

Kunden sollten auf ein Angebot mit Erstattung

der Selbstbeteiligung inklusive Glasund

Reifenschutz setzen.

Text mru/mid Bild zVg

Bei längeren Strecken sollten mindestens alle

zwei Stunden Pausen eingelegt werden.

POWER-SCHLAF

GEGEN MÜDIGKEIT

AM STEUER

Eine lange, monotone Strecke, die

Dämmerung setzt ein: ein aus Sicht der

Verkehrssicherheit gefährliches Szenario.

Doch was können Autofahrer tun, um

Müdigkeit am Steuer vorzubeugen?

Bei längeren Strecken sollten spätestens

alle zwei Stunden Pausen eingelegt

werden. Und die müssen, so unsere Experten,

schon bei der Reiseplanung einkalkuliert

werden. Bei ersten Müdigkeitssignalen

eine Pause machen ist ein Grundprinzip:

den nächsten Autobahn-Parkplatz oder die

nächste Ausfahrt ansteuern. Anschliessend

sollte der Fahrer die Rückenlehne zurückstellen

und zehn bis 20 Minuten schlafen.

Bloss nicht länger, sonst fällt er in die

Traumschlaf-Phase.

Wenn sich der Schlaf partout nicht

einstellen will, hilft auch ein Kontrastprogramm:

den Kreislauf mit Bewegung in

Schwung bringen. Vermeintlich bewährte

Tricks wie das Fenster öffnen oder das Radio

laut aufdrehen helfen nach Ansicht der

Expertin nur wenig und dann auch nur für

kurze Zeit.

Im Schadensfall sollte auf jeden Fall mit dem Mietwagen-Broker Rücksprache gehalten werden.

Text mru/mid / Bild zVg

NR. 03/2019

AUTO

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