GAB Juli 2019

blumediengruppe
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36 STUTTGART

FOTO: WOMMY.DE

gratuliert

sind und die man teilweise schon viel zu

lange nicht mehr gespielt hat. Jetzt ist die

Zeit, diese zu entstauben, zu aktualisieren

und wieder auf die Bühne zu bringen ...

neben viel Neuem natürlich!

Was oder wie hat sich das Frl.

Wommy Wonder in den 35 Jahren

verändert?

Sie ist in den letzten 35 Jahren etwa

15 Jahre älter geworden ... und reifer ... und

raumgreifender – und vielfältiger. Aber sie

ist gereift, hat an zynischem Witz zugelegt

und an Selbstbewusstsein gewonnen,

das ist nicht zu unterschätzen. Die Shows

haben inhaltlich und textlich an Tiefe und

Biss gewonnen, der Anteil an eigenen

Liedern ist gestiegen, und insgesamt hat

sich das zu einem Showkonzept etabliert,

das in dieser Form von anderen eigentlich

nicht präsentiert wird.

Mit dem Jubiläumsprogramm

„(Ups ... schon 35?) Reizend!“

feiert Frl. Wommy Wonder ab dem

1.8. ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum.

Die Show wird eine Art Bestof-Programm,

eine Werkschau mit

Highlights und Lieblingsliedern

aus dreieinhalb Jahrzehnten, die

allesamt aktualisiert und mit neuen

Geschichten verwoben wurden – alles,

nur keine alten Zöpfe. Wir haben

das Fräuleinwunder zum Interview

getroffen und auch nach den Zöpfen

gefragt! *bjö

Herzlichen Glückwunsch zum

35-jährigen Bühnenjubiläum!

Welche Perlen sind dir bei der

Archivschau für das im August

anstehende „Best-of“-Programm

in die Hände gefallen, auch wenn es

ja kein echtes „Best-of“-Programm

ist?

INTERVIEW

35 JAHRE

FRL. WOMMY WONDER

Wenn man Rückschau hält und im leider

nur oberflächlich gepflegten Archiv wühlt,

wird einem erst bewusst, wieviel man

erlebt oder gemacht hat: 33 abendfüllende

Programme, diverse Konzeptshows, ein

paar Rollen in Kinofilmen, ungefähr 150

Einsätze fürs Fernsehen und nochmal so

viel fürs Radio, zwei Dutzend Kleinkunstpreise,

knapp 4.000 Auftritte und fast

400 Benefize ... es ist so viel passiert,

dass der Faktor „Privatleben“ ein bisschen

zu kurz kam. Aber man wollte es ja so.

Nun ja, eigentlich nicht, hat sich halt so

ergeben.

Schön zu sehen, wie sich alles entwickelt

hat und dass ich keinen Stillstand

beklagen kann ... etwas befremdlich, dass

ich mich noch gut an die Anfangsjahre

erinnern kann, die doch schon mehr als

ein Vierteljahrhundert zurückliegen, in

einer komplett anderen Zeit mit komplett

anderen Koordinaten und Herausforderungen.

Spannend! Und dann gibt es noch

Lieblingsfiguren, -geschichten, -lieder und

-szenen, die einem ans Herz gewachsen

Wie altert man in Würde?

Das weiß ich nicht, ich bin noch im Herbst

meiner Jugend, und ob „in Würde altern“

mein Ziel ist, bleibt noch zu klären.

Falls damit gemeint ist, im Park die Enten

zu füttern und Kindern zu erzählen, wie es

früher war und ansonsten über sein Rheuma

zu klagen, dann ist das nicht mein

Ding. Wenn es heißt, zu seinen Zipperlein,

Falten und Vergänglichkeitsbeweisen zu

stehen, ohne sich für ein falsches Ideal

unters Messer zu legen, und ansonsten

das Beste aus der Zeit zu machen, die einem

noch bleibt, dann bin ich gerne dabei.

Was mich schon immer brennend

interessiert hat: aus was ist eigentlich

diese Frisur gemacht?

Die Frisur ist ein bunter Mix aus

Schwimmnudel und Isomatte, alles zauberhaft

arrangiert und in Form gepresst

von Jochen Kronier alias Joey Love aus

Berlin, einem dieser hyperbegabten

Künstler, die vor Kreativität explodieren.

Ich bin happy, dass wir schon seit 20 Jahren

zusammenarbeiten und da wohl einen

kleinen Trend gesetzt haben: anfangs

belächelt, jetzt allerorten kopiert. Was will

man mehr?

(Ups ... schon 35?) Reizend!,

Premiere am 1.8., Theater der Altstadt,

Rotebühlstr. 89, Stuttgart, 20 Uhr,

die Show ist bis 15.9. zu sehen, jeweils

mittwochs bis sonntags, 20 Uhr

(Sonntag 16 Uhr), ab dem 3.9. in

veränderter Form mit den Gästen

Tobias Becker am Klavier und Schwester

Bärbel, www.wommy.de

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