GAB Juli 2019

blumediengruppe
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FILM

INTERVIEW

VANESSA PARADIS

als Pornoproduzentin

Seit den 1980ern, als Vanessa

Paradis mit Hits wie „Joe le

taxi“ loslegte, liebt man die Karl-

Lagerfeld-Muse auf der ganzen

Welt. Egal ob als Sängerin, Model

oder Schauspielerin, die Französin

begeistert. Wir sprachen mit ihr.

Vanessa, Sie spielen in „Messer

im Herz“ eine Schwulenporno-

Produzentin in den Siebzigerjahren.

Haben Sie schon mal Homo-Pornos

geguckt?

Nein, nie. Irgendwie war ich nie neugierig

darauf. Und es war auch nicht so, dass der

Regisseur Yann Gonzalez mich zur Vorbereitung

darum gebeten hätte. Tatsächlich sind

die Pornos ja auch nicht das Hauptthema

des Films ... Das wollte ich gerade sagen.

Selbst die Gewalt steht nicht wirklich im

Mittelpunkt, obwohl es um einen Serienmörder

geht. Für mich handelt Yanns

wundervolle Geschichte vor allem von der

Liebe. Nicht nur von der zerbrochenen Liebe

zwischen meiner Frau und mir, sondern über

die Liebe, die all diese Figuren in sich tragen

und füreinander verspüren. Gerade weil diese

Frauen und ihre Jungs Pornos drehen und

eigentlich exzentrische Außenseiter sind,

entwickeln ihre Emotionen eine poetische

Tiefe, die mich unglaublich berührt hat.

Und das, obwohl „Messer im Herz“ auch ein

Slasher-Film ist.

Waren Sie eigentlich erstaunt, dass

trotz des Porno-Settings im ganzen

Film kein einziger Penis zu sehen ist?

Ehrlich gesagt hat mich das gefreut. Ich

hätte mich auch nicht daran gestört, wenn

es anders gewesen wäre, aber für Schauspieler

ist es nie besonders schön, nackt

vor einem Team von dreißig Leuten vor

der Kamera stehen zu müssen. Wenn man

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