28.06.2019 Aufrufe

Aufwind 03/19

Das Magazin Aufwind unterstützt Aktivitäten der Österreichischen Lungenunion. Die Österreichische Lungenunion (ÖLU) ist eine bundesweit aktive Selbsthilfegruppe für alle Menschen mit Allergie, Asthma, COPD, Lungen­krebs und Neurodermitis. Die ÖLU ist ganzheitlich orientiert, sie stützt und fördert die Mündigkeit der Betroffenen. Sie gibt und vermittelt Anleitung zur Selbsthilfe und strebt Partnerschaftsbewusstsein zwischen Arzt und informierten Patienten an.

Das Magazin Aufwind unterstützt Aktivitäten der Österreichischen Lungenunion.
Die Österreichische Lungenunion (ÖLU) ist eine bundesweit aktive Selbsthilfegruppe für alle Menschen mit Allergie, Asthma, COPD, Lungen­krebs und Neurodermitis. Die ÖLU ist ganzheitlich orientiert, sie stützt und fördert die Mündigkeit der Betroffenen. Sie gibt und vermittelt Anleitung zur Selbsthilfe und strebt Partnerschaftsbewusstsein zwischen Arzt und informierten Patienten an.

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Aufwind

Zeitschrift für Menschen mit Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und Allergien

Nr. 3/2019

Zystische Fibrose:

Therapie in den Alltag integrieren

● Allergischer Schock: Richtig handeln im Notfall!

● Allergie: Schluss mit dem Heuschnupfen

● Medizintechnik: Digitaler Asthma-Helfer als App

● Facebook-Kampagne: Asthma-Rechte definieren!


Ein Leben mit weniger

Einschränkungen –

trotz Gräserallergie

GRAZAX ® ist die einzige krank heits modi fi zierende

SLIT­Tablette mit anhaltender Wirksamkeit nach

Therapieende. 1,2,3

TODAY

FOR THEIR FUTURE

Referenzen: 1. European Medicines agency. Guideline on the clinical development of products for specific Immunotherapy for the treatment of allergic diseases. Nov 2008. Doc. Ref. CHMP/

EWP/18504/2006. 2. GRAZAX ® Summary of Product Characteristics. July 2015. 3. Durham SR et al. J Allergy Clin Immunol 2012;129;717-725.

GRAZAX ® . Zusammensetzung: Standardisierter Allergen -

extrakt aus Gräserpollen vom Wiesenlieschgras (Phleum

pratense) 75.000 SQ-T* pro Lyophilisat zum Einnehmen.

Liste der sonstigen Bestandteile: Gelatine (aus Fisch

gewonnen), Mannitol, Natriumhydroxid. Anwendungsgebiete:

Eine lang fristig wirksame Therapie (disease-modi

fying treatment) der Gräserpollen-induzierten Rhinitis

und Konjunktivitis bei Erwachsenen und Kindern ab 5 Jahren

mit klinisch relevanten Symptomen und einer durch einen

positiven Pricktest und/oder einen für Gräserpollen

spezifischen IgE-Test gesicherten Diagnose. Gegenanzeigen:

Überempfindlichkeit gegen einen der sonstigen

Bestandteile. Maligne Tumorerkrankungen oder systemische

Erkrankungen des Immunsystems, wie z.B. Autoimmunerkrankungen,

Immunkomplexerkrankungen oder

Immun defektkrankheiten. Entzündungen in der Mund

höhle mit schweren Symptomen. Patienten mit einem

FEV1 < 70% (Kinder: FEV1 < 80% ) des Vorhersagewertes

(nach adäquater pharma kologischer Therapie). Pharma

kotherapeutische Gruppe: Allergenextrakt, Gräserpollen.

Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand

der Information: November 2017. Weitere Angaben zu

Warnhinweisen und Vorsichts maß nahmen für die Anwendung,

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

und Nebenwirkungen sind der Austria­Codex­Fachinformation

zu entnehmen. Packungsgrößen: 30/90/100

Stück Lyophilisate zum Einnehmen. Zulassungsinhaber:

ALK-Abelló A/S Bøge Alle 6-8 DK-2970 Hørsholm Dänemark.

ALK­Abelló Allergie­Service GmbH,

Bäckermühlweg 59, A­4030 Linz

www.alk.net/at


Inhalt

6 Zystische Fibrose:

Therapie fix in den Alltag integrieren

8 Allergischer Schock:

Richtig handeln im Notfall!

9 Medizintechnik:

Digitaler Asthma-Helfer als App

10 Werbeaktion:

Die Pollensaison geht in die nächste Runde: Die Gräser blühen

12 Allergie:

Schluss mit dem Heuschnupfen

14 Facebook-Kampagne:

Asthma-Rechte definieren!

15 Termine und Veranstaltungen

Impressum

Herausgeber: Österreichische Lungenunion

Obere Augartenstraße 26–28, 1020 Wien

Telefon/Fax: (01) 330 42 86, E-Mail: office@lungenunion.at

www.lungenunion.at

Verlag & Redaktion:

Unlimited Media

Crisafulli & Stodulka Unlimited Media GmbH

Salierigasse 26/4, 1180 Wien

Kontakt: Thomas Stodulka

0699/11 08 92 73, stodulka@unlimitedmedia.at, unlimitedmedia.at

Redaktion: Thomas Stodulka, Eliana Crisafulli

Wissenschaftlicher Beirat: Prim. Dr. Vetter (Leitung)

Prim. Dr. Aigner, Univ.-Prof. Dr. Frischer, Doz. Dr. Funk, Univ.-Prof. Dr. Götz,

Prim. Dr. Hartl, OÄ Dr. Homeier, Univ.-Prof. Dr. Horak, Prim. Dr. Jamnig,

Univ.-Prof. Dr. Kummer, Prim. Univ.-Prof. Dr. Pohl, Univ.-Prof. Dr. Riedler,

Univ.-Doz. Dr. P. Sator, Univ.-Prof. Dr. Georg Stingl, Univ.-Prof. Dr. Stögmann,

Univ.-Doz. Dr. Wantke, Doz. Mag. Dr. Wöhrl, Prim. Dr. Wurzinger,

OÄ Doz. Dr. Zacharasiewicz

Lektorat: Alexandra Lechner

Art Direktion, Layout & Produktion: Unlimited Media

Fotos: Unlimited Media, Österreichische Lungenunion, Pixabay

Druck: unlimitedprint.eu

Das Magazin Aufwind unterstützt Aktivitäten der Österreichischen Lungenunion.

Die Österreichische Lungenunion

(ÖLU) ist eine bundesweit aktive

Selbsthilfegruppe für alle Menschen

mit Allergie, Asthma, COPD, Lungenkrebs

und Neurodermitis. Die ÖLU

ist ganzheitlich orientiert, sie stützt

und fördert die Mündigkeit der

Betroffenen. Sie gibt und vermittelt

Anleitung zur Selbsthilfe und strebt

Partnerschaftsbewusstsein zwischen

Arzt und informierten Patienten an:

Nutzen Sie die Angebote der „Österreichischen

Lungenunion“ und helfen

Sie mit, das öffentliche Bewusstsein

in Bezug auf den Stellenwert von

Allergien und Atemwegserkrankungen

zu erhöhen. Beratungen nach

telefonischer Voranmeldung.

Österreichische Lungenunion

Tel. und Fax: 01/330 42 86

E-Mail: office@lungenunion.at

www.lungenunion.at

Partner & Sponsoren

Aus Gründen der Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische

Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne

der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.

Aufwind 3/19

3


Aktuelles

Europäische Krankenversicherung:

Mit der e-card auf Reisen

Vor allem Urlauber mit

chronischen Erkrankungen

sollten in ihrem Urlaub die

e-card immer mitnehmen. Die

e-card schützt in den meisten

europäischen Ländern.

Die e-card ist, wie auf der Rückseite

gekennzeichnet, auch eine Europäische

Krankenversicherungskarte

(EKVK) und gilt im gesamten EU- und

EWR-Raum sowie in der Schweiz, in

Mazedonien, Montenegro, Serbien

und Bosnien-Herzegowina. Wichtig

ist, die Karte vor Behandlungsbeginn

beim Arzt oder im Spital vorzuweisen.

Der ausländische Krankenversicherungsträger

rechnet die Kosten

direkt mit der österreichischen Krankenversicherung

ab. „Manchmal wird

die EKVK, trotz anderslautender Bestimmungen,

nicht akzeptiert und es

wird eine Barzahlung verlangt“, weist

NÖGKK-Ombudsfrau Sabine Filzwieser

hin. Da es aber immer wieder

Überraschungen gibt, ist es ratsam,

sich eine detaillierte Rechnung und

Zahlungsbestätigung geben zu lassen.

In der Türkei wird man mit einem

„Auslandsbetreuungsschein“

behandelt. Bei allen anderen Reisezielen

sind sämtliche ärztliche Leistungen

so wie bei einem Wahlarzt

selbst zu bezahlen und dann mit der

Kassa abzurechnen. Es empfiehlt

sich, eine private Reiseversicherung

abzuschließen.

Hitzewelle:

Kühle Tipps bei Asthma und COPD

Die extreme Hitze macht vor allem Asthma- und Lungenpatienten

zu schaffen. Umso wichtiger ist es, den Lebensstil der heißen Zeit

anzugleichen. Folgend ein paar Tipps, wie Sie besser durch den

Sommer kommen.

Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen

in der heißen Tageszeit. Geeignet

sind Ausdauersportarten wie

Schwimmen, Walken oder Radfahren.

Achten Sie aber bei Sport aktivitäten

im Freien auf die Pollenbelastung

und Ozonwerte – sind diese zu hoch,

ist es besser auf Indoor-Sportarten

auszuweichen. Atemübungen sollten

besser morgens oder abends durchgeführt

werden.

Ein kaltes Fußbad bringt Erfrischung.

Unterwegs können Sie mit einem

feuchten Tuch Gesicht, Beine und

Arme abreiben. Vorsicht mit Klimaanlagen,

da die Erkältungsgefahr

steigt. Dunkeln Sie die Räume ab

und tragen Sie leichte Kleidung aus

Baumwollstoffen.

Trinken Sie viel Wasser oder zuckerarme

Getränke (Zitrone, Minze, Kräutertee)

und reduzieren Sie Kaffee,

Schwarztee und Alkohol. Vermeiden

Sie fettes, schweres Essen. Besser

mehrere kleine Portionen, wie z.B.

Salate, Obst, Gemüse sowie mageres

Fleisch, über den Tag verteilt essen

als große deftige Hauptspeisen.

Kurz notiert

Cybercrime mit

Gesundheitsdaten

Neue Erhebungen zeigen, dass kriminelle

Handlungen im Internet in

Österreich zunehmen und auch den

Gesundheitsbereich betreffen. Denn

im Gesundheitswesen verstärkt sich

die Vernetzung zunehmend. Das betrifft

Krankenhäuser und Ärzte (z.B.

durch die Elektronische Gesundheitsakte

ELGA), aber auch die Patienten

selbst, die eine Vielzahl von

smarten Geräten im Fitnessbereich

sowie für telemedizinische Zwecke

verwenden. Die Ärztekammer warnte

bei einer Pressekonferenz im Juni:

„Patienten- und Gesundheitsdaten

müssen einen besonderen Stellenwert

haben, denn diese sind sehr

persönliche, besonders sensible Daten“,

so Ärztekammerpräsident Dr.

Thomas Szekeres.

Allergiker im Garten

Pollen- oder Kontaktaller giker können

im Garten Hecken, Sträucher

oder Bäume als Windfang und Pollenfilter

einsetzen. Gartenarbeiten

empfehlen sich nach Regenschauern.

Bei längeren Trockenperioden

während des Pollenflugs hilft ein

Wassersprenger, die Pollenbelastung

im Garten zu verringern. Frühblütler

sowie Ziergräser sollten ausgetauscht

werden. Beim Neukauf von Pflanzen

immer die Allergierelevanz hinterfragen.

Faustregel: je größer die Blüten

desto kleiner die Allergiegefahr. Zudem

sollte der Rasen nicht zu hoch

sein. Schirmen Sie Sitzplätze mit

Windfängen ab. Verwenden Sie Pollenschutzgitter

an Fenstern und Türen.

Komposthaufen und Biotonnen

sind nichts für Schimmelpilzallergiker.

4 Aufwind 3/19


Cystische Fibrose verstehen

Je besser Betroffene und Angehörige über CF informiert sind, desto positiver lässt sich der

Krankheitsverlauf und die Lebensqualität beeinflussen. Erfahren Sie auf www.CFSource.at mehr

über die Krankheit, ihre Ursachen und die CF-Forschung.

Vertex baut mit seinen Medikamenten auf aktuelle Forschungsergebnisse. Damit leisten wir

Pionierarbeit bei dem Bestreben, cystische Fibrose eines Tages heilbar zu machen.

www.CFSource.at

Vertex Pharmaceuticals GmbH

EURO Plaza, Gebäude H · Lehrbachgasse 13, 2. Stock · 1120 Wien

© 2019 Vertex Pharmaceuticals Incorporated · AT-20-1900013


Zystische Fibrose

Therapie fix in den Alltag

integrieren

Bei der zystischen Fibrose kommt es zur Ansammlung von zähem

Schleim in verschiedenen Organsystemen - vor allem in der Lunge,

manchmal auch im Darm, in der Leber, in der Bauchspeicheldrüse

oder anderen Organen. Diese seltene Erbkrankheit verläuft

chronisch, eine komplette Heilung ist derzeit noch nicht möglich

und Betroffene müssen eine lebenslange, aufwendige und

zeitintensive Therapie einhalten.

OÄ Priv.-Doz. Dr. Angela Zacharasiewicz,

Leiterin der Spezialambulanz für

zystische Fibrose, Wilhelminenspital

Wien

Husten, Kurzatmigkeit und die

Angst, keine Luft zu bekommen –

für Menschen mit einer zystischen

Fibrose (CF) kann das unter Umständen

der Alltag sein. Schuld ist

ein angeborener Gendefekt, ein fehlendes

oder nicht gut funktionierendes

Eiweißmolekül. Der Salz-Wasser-Haushalt

ist gestört, dadurch

bildet sich ein zähes Sekret, das

die Funktion der Lunge auf Dauer

beeinträchtigen kann. Derzeit sind

über 2.000 verschiedene Mutationen

bekannt, manche davon sind

aber nicht krankheitsrelevant. Dadurch

kann auch die Krankheit sehr

unterschiedlich verlaufen.

OÄ Priv.-Doz. Dr. Angela Zacharasiewicz

leitet im Wilhelminenspital

in Wien die Spezialambulanz für

zystische Fibrose. „Die zystische

Fibrose ist eine angeborene, genetische

Multisystemerkrankung. Das

heißt, dass mehrere Organe befallen

sind, neben der Lunge auch die Leber,

der Magen-Darm-Trakt oder die

Bauchspeicheldrüse.“ Zur Erkrankung

kommt es nur, wenn beide

Elternteile krankheitsverursachende

Mutationen in sich tragen und diese

jeweils an das Kind vererben.

In Österreich betrifft dies jedes Jahr

rund 25 Kinder. Insgesamt gibt es

rund 800 Patienten mit einer zystischen

Fibrose in Österreich, die

Hälfte ist aber schon über 18 Jahre.

Auf die Lunge achten

Zacharasiewicz: „Ein Leitsymptom

ist die voranschreitende Verschlechterung

der Lungenfunktion.

Die Betroffenen haben einen zähen

Schleim in der Lunge, der die Atemwege

verstopfen kann. Vor allem

Bakterien können sich dort leichter

festsetzen und sind dann oft nur

schwer zu eradizieren, zu entfernen.“

Foto: Andrea Bichl

Andere typische Symptome sind

häufige Infekte, Husten mit zähem

Schleim, schlechtes Wachstum und

langsame Gewichtszunahme des

Kindes oder auch Bauchschmerz

mit fettigem Stuhlgang. Es müssen

aber nicht immer alle Symptome

vorhanden sein. Die Erkrankung

kann sehr unterschiedlich verlaufen

und der Verlauf ist auch schwer vorhersagbar.

Nicht immer müssen alle

Symptome vorhanden sein.

„Bei den meisten Babys in Österreich

wird die Krankheit in den

ersten Wochen erkannt, nur sehr

selten treten Fälle auf, wo die Diagnose

erst später erfolgt. Die Diagnose

erfolgt in Österreich generell

beim Neugeborenenscreening. Das

ist wichtig, weil eine frühe Diagnose

und Behandlung wirken sich positiv

auf die Langzeitperspektive aus“,

erklärt die Expertin. Entdeckt man

bestimmte Auffälligkeiten, wird ein

Schweißtest gemacht.

Therapie ist aufwendig

Obwohl weltweit intensiv geforscht

wird, ist derzeit eine Heilung nicht

möglich. Daher steht die Linderung

der Symptome im Vordergrund.

Dafür müssen Betroffene vor allem

den Schleim aus der Lunge bekommen.

Inhalieren, Physiotherapie und

6 Aufwind 3/19


individuelle Atemtechniken stehen

da auf dem täglichen Programm.

Die Therapiebausteine lauten Inhalationstherapie,

Physiotherapie und

Sport, Antibiotikagabe bei Bedarf

und Ernährungstherapie. Zacharasiewicz:

„Wichtig ist zum Beispiel,

auftretende Infekte rasch und rechtzeitig

mit Antibiotika zu behandeln,

da sich sonst die Keime ausbreiten.

Das ist für die Eltern oft schwierig zu

akzeptieren.“

Zur Behandlung gehören aber auch

Verdauungsenzyme, die zusätzlich

bei jeder Mahlzeit genommen werden

müssen. Sonst kann der Körper

die Nährstoffe nicht richtig aufnehmen

– Bauchschmerzen, Probleme,

das Körpergewicht zu halten oder

sogar Darmverschlüsse können

die Folgen sein. Generell wird eine

hochkalorische Ernährung empfohlen,

denn der Ernährungszustand

in den ersten fünf Lebensjahren

hat einen entscheidenden Einfluss

auf die Lungenfunktion im weiteren

Leben. Menschen mit CF haben

einen um ca. 30 % erhöhten Energiebedarf,

sodass es sich empfiehlt,

Lebensmittel mit einem hohen

Fett- und damit auch Energiegehalt

aufzunehmen.

Aufwind 3/19

Sport und Bewegung

Wichtig ist auch die regelmäßige

körperliche Betätigung. „Da kann es

sich um spielerisches Turnen und

Trampolinspringen oder auch Sport

mit Gleichaltrigen handeln. Wichtig

ist, dass durch die Bewegung

Herz und Kreislauf leistungsfähiger

werden und auch der Schleim abgehustet

werden kann“, so die Expertin.

Generell ist jede körperliche

Betätigung sinnvoll.

Durch die intensive Betreuung an

spezialisierten CF-Zentren ist die

Prognose der Betroffenen stetig

gestiegen, viele machen ihre Ausbildung,

stehen im Arbeitsleben,

bekommen Kinder und planen ihre

weitere Zukunft. Leider treten gerade

beim Älterwerden auch vermehrt

Begleiterkrankungen auf. Viele Betroffene

entwickeln zusätzlich Diabetes

mellitus, haben Probleme mit

der Leber oder auch Osteoporose.

„Viele Menschen mit CF erreichen

mittlerweile das 40. Lebensjahr,

aber man kann keine genaue Prognose

abgeben, da die Krankheit

sehr unterschiedlich verläuft“, erklärt

Zacharasiewicz. Immerhin leben

schon heute mehr Erwachsene als

Minderjährige mit einer zystischen

Fibrose. Letztlich ist es wichtig, die

tägliche Therapie in den Alltag zu

integrieren und in allen Lebensphasen

konsequent durchzuführen.

Weiterführende Informationen:

www.cystischefibrose.at

www.cftrust.org

www.cf-austria.at

www.muko.info

www.ecfs.eu

www.cff.org

www.cfsource.at

7


Allergischer Schock

Richtig handeln im Notfall!

Wenn Menschen unter einem allergischen Schock (Anaphylaxie) stehen, zählt

jede Sekunde, denn im Extremfall kann dieser tödlich enden! Richtiges und

schnelles Handeln ist dann lebenswichtig und muss unbedingt im Vorfeld erlernt

und geübt werden. Vor allem Insektengiftallergiker sollten sich für den Aufenthalt

im Freien gut vorbereiten, um den Sommer tatsächlich ohne böse Überraschungen

genießen zu können. Auf unserer Webseite lungenunion.at befindet sich eine Videoserie

rund um das Thema Nahrungsmittel-, Medikamenten- und Insektengiftallergie.

Wir empfehlen, diese Videos in regelmäßigen Abständen immer wieder anzusehen

und den Ernstfall zu üben!

„Vorbeugen ist besser als Heilen“ –

dieser allseits bekannte Spruch ist

vor allem für Nahrungsmittel- und

Medika mentenallergiker und noch

viel mehr für Insektengiftallergiker

lebenswichtig. Denn es kann sein,

dass Allergiker plötzlich stärker auf

das Allergen reagieren. Im Extremfall

kommt es zu einem allergischen

Schock. Ein allergischer Schock, medizinisch

Anaphylaxie genannt, ist

die schwerste Form einer allergischen

Reaktion und kann tödlich sein.

Jede Sekunde zählt!

Die Anzeichen auf einen allergischen

Schock können verschiedene

Körper regionen betreffen. Zum Beispiel

die Haut, die Atemwege oder

den Verdauungstrakt. Im schlimmsten

Fall betrifft er aber auch lebenswichtige

Organe. Daher kann bei einem

allergischen Schock aufgrund

eines Kreislaufversagens sogar der

Tod eintreten. Allergiker müssen sich

daher absolut bewusst sein: Die richtige

Vorbereitung und richtiges Handeln

können Leben retten! Das gilt

vor allem für Insektenstichallergiker,

aber auch für Nahrungsmittelallergiker,

da sie nicht vor unerwarteten

Situationen gefeit sind.

Aufgrund der Wichtigkeit des Themas

stellt die Lungenunion allen Betroffenen

und deren Umfeld (Eltern,

Großeltern, Pädagogen) eine umfassende

Videoserie gratis auf der Webseite

lungenunion.at zur Verfügung.

Moderatorin Vera Russwurm befragt

Experten zu allen relevanten Themen

rund um Nahrungsmittel-, Medikamenten-

und Insektengiftallergien.

Wissen rettet Leben

Die Allergieexperten Assoz. Prof. Dr.

Karin Hoffmann-Sommergruber, Dr.

Rudolf Schmitzberger, OA Dr. Isidor

Huttegger und Univ.-Prof. Dr. Zsolt

Szepfalusi informieren über mögliche

Auslöser einer Anaphylaxie sowie

Warnzeichen und Symptome

und geben Tipps zur Allergenvermeidung.

Sie besprechen aber auch, wie

wichtig es ist, dass Betroffene und

deren Umfeld (Eltern, Großeltern,

Kindergartenpädagogen, Lehrer etc.)

im Notfall den richtigen und schnellen

Umgang mit dem Adrenalin-Autoinjektor

(Pen) beherrschen. Assoz.

Prof. Dr. Gunter Sturm, MedUni Graz,

erklärt, welche Diagnose- und Therapiemöglichkeiten

es gibt.

Achtung: Wenn einmal nach einem

(erstmaligen) Wespenstich eine starke

allergische Reaktion auftritt, sollte

unbedingt ein allergologisch geschulter

Facharzt aufgesucht werden. Dieser

weiß, wie Anaphylaxie-Risikofaktoren

abgeklärt werden müssen und

kann nach der detaillierten Diagnose

über die richtigen therapeutischen

Maßnahmen informieren.

Videolink: www.lungenunion.at/index.

php/aktuelles

Allergie-Videoserie

8 Aufwind 3/19


Medizintechnik

Digitaler Asthma-Helfer als App

Andreas Thom ist Asthmatiker und Interface-Designer. Als er 2008

die Diagnose Asthma erhielt, entstand die Idee, eine App als digitalen

Helfer für die Dokumentation der Beschwerden, die Beurteilung

der Krankheit und die laufende Medikation zu erstellen. Mit Erfolg:

Seit April 2019 steht die App zum Gratis-Download bereit.

Im Jahr 2016 fragten sich Andreas

Thom aus dem deutschen Potsdam,

der Produktdesigner Benedikt

Gnadt und der Informatiker Felix

Mühlbauer: „In Zeiten von Computer

und Handy müsse es doch für

Asthmatiker eine bessere Möglichkeit

geben, als täglich Einflussfaktoren,

aktuelles Befinden und Medikamenteneinnahme

auf einem Zettel

aufzuschreiben?“

Rasch kristallisierte sich heraus,

eine Asthma-App muss her. Gemeinsam

gründeten die drei Jungunternehmer

das Start-up „Breazy

App/Track“, um Asthma-Betroffenen

eine bequeme und zeitgemäße

Möglichkeit zu geben, die

Krankheit zu dokumentieren und

Ärzten eine bessere Datenlage zu

verschaffen. Ein Jahr wurde getestet,

evaluiert und programmiert.

Daraus wurde ein automatisiertes

digitales System, das mit wenigen

Klicks am Handy alle wesentlichen

Daten eines Patienten zur Asthmaerkrankung

und deren Therapie

erfassen und dokumentieren kann.

Seit April 2019 kann sich nun jeder

das System gratis im Apple-App-

Store und im Google-Play-Store

herunterladen.

Rund 100 Asthmatiker benutzen

bereits die praktische Asthma-App

„breazyTrack“. Wichtigster Baustein

ist das Asthma-Tagebuch. Messwerte

für Lungenvolumen, aktuelles

Befinden, eingenommene Medikamente

und vor allem die Intensität

der jeweiligen Symptome (Husten,

Auswurf, Atemnot und nächtliches

Erwachen) werden dokumentiert.

Aufwind 3/19

Zwei Minuten täglich benötigt der

User für das Ausfüllen am Handy.

Verknüpft mit den Umweltbelastungen

vor Ort kann der User erkennen,

wie gut sein Asthma eingestellt

ist. Aber auch dem Arzt kann die

App die Patientendaten zur Verfügung

stellen, um den Therapie erfolg

oder Probleme zu erkennen.

9


Werbeaktion

Die Pollensaison geht in die nächste Runde:

Die Gräser blühen

Die Pollenzeit setzt sich mit

der Blüte der Gräser fort und

macht Allergikern das Leben

schwer. Etwa zwei Drittel der

Pollenallergiker reagieren

mit Symptomen. Wer den

Auslöser seiner Beschwerden

kennt, ist klar im Vorteil

– denn „je besser man seine

Allergie kennt, umso weniger

leidet man darunter“, weiß der

Allergologe und Vorsitzende

des deutschen Polleninformationsdienstes

Prof. Dr.

Karl-Christian Bergmann. Nur

dann können stark belastete

Orte vermieden oder die richtige

Therapie geplant werden.

Allergiker zeigen in der Gräsersaison

meist typische Symptome wie Heuschnupfen,

gereizte Augen, Husten

oder Atemnot. So können Aufenthalte

im Freien schnell zur Qual

werden. Doch nicht alle Gräser verursachen

Beschwerden. Wir zeigen

Ihnen die häufigsten Auslöser, wie

sie aussehen und wann sie blühen

(siehe Abbildung). Wer die eine oder

andere Sache beachtet, kann dazu

beitragen, seine Beschwerden zu

mildern.

10 Aufwind 3/19


Tipps für Pollenallergiker

• Vor längeren Aufenthalten im

Grünen sollte immer der aktuelle

Pollenflug geprüft werden.

• Wenn das Freie ruft, können Sonnenbrille

und Kopfbedeckung

Schutz bieten.

• Wichtig ist, zuhause gleich die

Kleidung zu wechseln und mögliche

Allergene auf Körper und Haar

bei einer Dusche zu entfernen.

• Über Fenster und Kleidung finden

Pollen leider auch den Weg in die

eigenen vier Wände. Regelmäßiges

Staubsaugen mit HEPA-Filter

und feuchtes Wischen können jedoch

helfen.

• Entsprechende Pollenschutzgitter

für zuhause erleichtern das Lüften

und verhindern, dass die Pollen sich

verbreiten. Besonders im Schlafzimmer

sollten die wichtigsten Vorkehrungen

getroffen werden.

Gut zu wissen

Wenn der Körper auf eigentlich

harmlose Stoffe überempfindlich

reagiert, kommt es zu den klassischen

Allergiesymptomen. Grund

dafür ist, dass das Immunsystem

Antikörper produziert. Immunglobuline

E (kurz auch „IgE“) sind

die entscheidenden Antikörper zur

Feststellung von Allergien. Sind

sie vermehrt im Blut nachweisbar,

bedeutet dies ein erhöhtes Risiko

für allergische Symptome. Der Zusammenhang

zwischen IgE und

allergischen Symptomen wurde

mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen.

Für ein verlässliches Ergebnis

ist es deswegen besonders

wichtig, dass bei einer Testung dieser

Wert ermittelt wird.

igevia bietet eine schnelle und einfache

Testung auf genau diesen

Wert – ganz ohne Wartezeiten und

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kleine Blutprobe entnehmen (ca.

10 Tropfen), einschicken, fertig! Als

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Healthtech-Unternehmen, das sich

zum Ziel gesetzt hat, Allergietestung

einfacher zu machen. Dabei nutzt

igevia die innovative Technologie

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heimischen Unternehmens

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sich um modernste Komponenten-

Diagnostik, die eine kleine Menge Blut

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Aufwind 3/19

11


Allergie

Schluss mit dem Heuschnupfen

Der Sommer bringt nicht nur Urlaub, Sonne und Erholung, sondern auch

vermehrt Pollen und Heuschnupfen. Etwa jeder achte Österreicher leidet an

einer Allergie gegen Pollen, Tierhaare, Insektengift oder Hausstaubmilben.

Priv.-Doz. Mag. Dr. Stefan Wöhrl, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten

im Floridsdorfer Allergiezentrum, erklärt im Interview, warum eine

Immuntherapie sinnvoll ist, sie als einzige Therapie die Ursache der Krankheit

bekämpft und der Patient unbedingt mitspielen muss.

Worum handelt es sich bei der

Immuntherapie?

Bei einer Allergie hat das Immunsystem

eine unsinnige Immunantwort

gelernt: ein Pollenkorn, eine Hausstaubmilbe,

Tierhaare oder Schimmelpilzsporen

werden als gefährlich

angesehen und attackiert. Prinzipiell

hat man verschiedene Möglichkeiten,

eine Allergie zu behandeln.

Eine Option ist die symptomatische

Behandlung mit Medikamenten.

Der einzige ursächliche Ansatz ist

jedoch die Allergie-Immuntherapie.

Dabei wird versucht, die Ursache

der Allergie, das immunologische

Problem, zu beheben.

Die schlechte Art der Immunantwort

soll durch eine andere Art der Immunantwort

ersetzt werden. Letztlich

können wir eine Allergie nicht

löschen, aber versuchen, die unnütze

immunologische Antwort in

eine weniger schädliche umzuwandeln.

Das nennen wir Toleranz. Und

das ist nur mit einer Immuntherapie

möglich. Zudem ist die Immuntherapie

auch die einzige Variante, um

den gefährlichen Etagenwechsel zu

verhindern. Denn das Problem der

Allergien ist, dass sie stärker und

mehr werden. Das beginnt schon

beim jungen Allergiker. Zuerst ist

nur die Nase betroffen, dann gibt es

auch Probleme in der Lunge.

Wann macht Immuntherapie Sinn?

Da gibt es keine klaren Regeln.

Wichtig ist, dass das Allergen nicht

vermeidbar ist. Wenn es mehr wird,

die Medikamente gegen den Juckreiz

und Heuschnupfen nicht ausrei-

12 Aufwind 3/19


chen, ein Husten hinzukommt, dann

sollte man an eine Immuntherapie

denken. Wichtig wäre dies besonders

für Kinder, damit dieser gefährliche

Etagenwechsel Richtung Lunge nicht

passiert. Zudem sind Kinder noch

nicht gegen so viele Stoffe allergisch.

Wir dürfen beim Einsatz der Immuntherapie

nicht so zurückhaltend

sein. Denn sie ist sicher und wirksam

und verhindert letztlich auch schwerwiegendere

Erkrankungen.

Der wichtigste Baustein: Der Patient

muss für die Immuntherapie

motiviert sein. In der neuesten,

deutschsprachigen Leitlinie, die

demnächst veröffentlicht wird, ist die

Compliance, also die Mitarbeit des

Patienten bei der Therapie von Anfang

bis zum Ende, der wesentlichste

Erfolgsfaktor. Er muss diese Reise

für drei Jahre mitmachen. Aber dafür

bekommt er Symptomlinderung

– je nach Allergen um 60 bis 80 %,

bei der Insektengiftallergie sogar 90

bis 95 %. Zudem verringert eine Immuntherapie

die Wahrscheinlichkeit

des Etagenwechsels. Neu ist auch,

dass nach diesen Leitlinien Asthma

keine Kontraindikation, sondern sogar

eine Indikation zur Immuntherapie ist.

Welche Diagnostik wird

durchgeführt?

Das Wichtigste ist eine klare Anamnese,

also eine Abklärung durch den

Arzt. Der Patient muss Symptome

zur richtigen Jahreszeit haben und

der Arzt muss durch mindestens ein

Testsystem beweisen, dass eine Allergie

vorliegt: Hauttest oder Bluttest.

Gegen welche Allergene

gibt es Immuntherapie?

Leider gibt es nicht gegen alle Allergene

eine Immuntherapie. Am

besten hat es der Patient, der gegen

die Wald-und-Wiesen-Allergene

allergisch ist – also Gräser, Birkenpollen,

Hausstaub – eventuell noch

Ragweed. Sehr wirksam und auch gut

untersucht sind die Immuntherapien

gegen Bienen- und Wespengift. Vor

allem wenn man auf Bienen- oder

Wespenstiche mit einem allergischen

Schock reagiert, ist die Immuntherapie

die einzige Möglichkeit einer Vorbeugung

gegen den Schock.

Schlecht funktioniert die Immuntherapie

bei Allergien gegen Haustiere.

Zwar ist hier oft ein großer Bedarf,

aber die Immuntherapie ist nicht für

Patienten gedacht, die ein Haustier

behalten möchten. Sinnvoll ist sie

für Menschen, die so stark allergisch

sind, dass sie sogar Symptome bekommen,

wenn eine Person, die ein

Haustier hat, die Haare auf der Kleidung

mitbringt: Für den Lehrer, der

in der Klasse steht und spürt, dass

sieben Kinder Haustiere haben, kann

man eine Immuntherapie probieren.

Was ist sinnvoller – Spritzen,

Tabletten oder Tropfen?

Die klassische Immuntherapie wird

gespritzt, das ist immer noch der

goldene Standard. Daran muss

sich jede andere Gabe messen. Es

gibt aber auch noch die Fragen zu

lösen, ob die Therapie drei oder fünf

Jahre, präsaisonal oder kontinuierlich

durchgeführt werden soll. Das muss

der Facharzt gemeinsam mit dem

Patienten entscheiden.

Für mich als Allergologe ist der

maximale, effektive Therapieerfolg

wichtig. Und dabei ist das größte

Problem die Compliance. Kann man

darauf vertrauen, dass der Patient

seine Therapie drei Jahre lang durchführt?

Zwar ist der Patient schon mit

der ersten Phase der Immuntherapie

gut geschützt, aber ein immunologischer

Effekt ist noch lange nicht erreicht.

Um eine Toleranz zu erreichen,

sind drei Jahre nötig.

Andererseits ist das Alterslimit für die

Immuntherapie gefallen. Ältere Patienten

mit Blutverdünnung haben oft

Cystische Fibrose verstehen

Je besser Betroffene und Angehörige über CF informiert sind, desto positiver lässt

sich der Krankheitsverlauf und die Lebensqualität beeinflussen. Erfahren Sie auf

www.CFSource.at mehr über die Krankheit, ihre Ursachen und die CF-Forschung.

Vertex baut mit seinen Medikamenten auf aktuelle Forschungsergebnisse. Damit leisten

wir Pionierarbeit bei dem Bestreben, cystische Fibrose eines Tages heilbar zu machen.

Vertex Pharmaceuticals GmbH · EURO Plaza, Gebäude H · Lehrbachgasse 13, 2. Stock · 1120 Wien

© 2019 Vertex Pharmaceuticals Incorporated · AT-20-1900013

Priv.-Doz. Mag. Dr. Stefan Wöhrl, Facharzt

für Haut- und Geschlechtskrankheiten,

Floridsdorfer Allergiezentrum

das Problem mit Hämatomen. Auch

bei einer Spritzenangst macht eine

Immuntherapie mit Tropfen oder

Tabletten auf jeden Fall Sinn. Bei der

Tropfenimmuntherapie gibt es aber

keine Daten für Kinder, deshalb wird

dies laut den Leitlinien bei Kindern

nicht empfohlen. Anders sieht es bei

der Gräser- oder Hausstaubtablette

aus, da gibt es sehr gute Daten.

Sollte die Immuntherapie während

der Allergiesaison begonnen werden

oder danach?

Zu empfehlen ist, nach der Saison

zu beginnen. Bei einem Beginn in

der Saison sind die Nebenwirkungen

höher, in Ausnahmefällen macht

das auch Sinn. Wichtig ist in diesem

Zusammenhang: Eine Immuntherapie

ist eine sehr sichere Therapie.

Wenn wir von Nebenwirkungen sprechen,

sind diese sehr mild – etwa

Jucken oder Brennen. Meist lassen

diese auch nach spätestens einem

Monat nach. Generell hat jedes

Schmerzmittel aus der Apotheke,

das man ohne Rezept kaufen kann,

eine 10 bis 100 Mal höhere Nebenwirkungsrate

als die Immuntherapie.

Foto: Richard Schuster

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Asthma

Asthma-Rechte definieren!

Rund 334 Millionen Menschen leben weltweit mit Asthma bronchiale.

Diesen Patienten will die Global Allergy and Asthma Patient Platform

(Globale Plattform der Allergie- und Asthmapatienten) in der Gesellschaft,

in Gesundheitsprogrammen und auch in der Politik zu mehr Gehör

verhelfen. Mit einer Facebook- und Twitter-Kampagne rund um den

„Welt-Asthma-Tag“ am 7.5.2019 wurde die Aktion „Define your Asthma

Rights/Definieren Sie Ihre Asthma-Rechte“ weltweit veröffentlicht.

In der Facebook-Kampagne, die in

Österreich von der Lungenunion

mitgetragen wurde, wurde vor allem

auf das Problem schweres Asthma

hingewiesen. Rund 5 bis 10 % der

weltweiten 334 Millionen Asthmapatienten

sind davon betroffen.

Schweres Asthma ist eine lebensbedrohliche

Erkrankung. Gerade die

häufigen, schweren Verschlechterungen

der Symptome sind nicht nur für

die Patienten und deren Lebensqualität

ein Problem, sondern verursachen

durch Notdienste oder Spitalsaufenthalte

auch enorme Kosten.

Leitlinien für Lebensqualität

Im Jahr 2010 gab es immer noch

345.000 asthmabedingte Todesfälle.

Kein Wunder, denn nur 37 %

der Asthmabetroffenen bekommen

einen schriftlich festgelegten

Behandlungsplan. Vielen Asthmatikern

wird eine leitliniengerechte

Diagnose oder Behandlung vorenthalten.

Wichtig ist bei schwerem

Asthma, dass ein Facharzt in

die Behandlung eingebunden ist,

um die Symptome zu reduzieren

und die Lebensqualität zu verbessern.

Sechs Leitprinzipien wurden

im Laufe der Facebook-Kampagne

dazu gepostet:

• Patienten mit Asthma haben ein

Recht auf eine zeitnahe Überweisung

zum Facharzt, wenn schweres

Asthma in hausärztlicher Behandlung

nicht bewältigt werden kann.

• Patienten mit Asthma haben

weltweit ein Recht auf den Zugang

zu einer durchgängig qualitätsgerechten

Versorgung.

• Patienten mit Asthma haben ein

Recht auf Unterstützung, um ihre

Form von schwerem Asthma zu

verstehen.

• Patienten mit Asthma haben ein

Recht darauf, nicht auf orale Kortikosteroide

angewiesen zu sein.

• Patienten mit Asthma haben ein

Recht auf eine rechtzeitige und

formell durchgeführte Diagnose

ihres schweren Asthmas durch ein

fachärztliches Team.

• Patienten mit Asthma haben ein

Recht auf Behandlungsmethoden,

die die Auswirkungen von schwerem

Asthma auf das Alltagsleben

verringern und die Qualität ihrer

Versorgung insgesamt verbessern.

Diese Grundsätze wurden definiert,

damit Patienten mit schwerem Asthma

wissen, was sie erwartet und was

ihnen zusteht – im Einklang mit den

neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen

und Best-Practice-Verständnis.

Helfen auch Sie mit, dass

allen Menschen dieses Recht auf

Zugang zu einer durchgängig qualitätsgerechten

Versorgung zuerkannt

wird, unabhängig davon, wo er lebt

oder wo er darauf zugreifen möchte!

Unterstützen und liken Sie unsere

Anliegen auf der Facebook-Seite:

www.facebook.at/lungenunion

14 Aufwind 3/19


Termine & Informationen

Wien

Nordic Walking in Schönbrunn

SOMMERPAUSE!

Montag, 1. Juli 2019 – Montag 2. September 2019

Patientenschulungen

Die Lungenunion organisiert regelmäßig

Patientenschulungen zu den Themen

Allergie, Asthma und COPD. Diese Veranstaltungen

finden laufend statt. Bitte Termine bei der

Lungenunion anfragen. Anmeldung erforderlich!

Telefon/Fax: (01) 330 42 86

www.lungenunion.at

E-Mail: office@lungenunion.at

Osttirol

Lungensportgruppe

Jeden Mittwoch um 16.00 Uhr (Ausnahme Feiertage)

Ort: Therapieraum im BKH Lienz

Bitte um Voranmeldung: 0676/726 66 27

Vorarlberg

Vortrag: „Diagnose Lungenkrankheit

aus psychologischer Sicht“

Referentin: DGKS Suzan Toplak-Inan,

Psychotherapeutin

Termin: Mittwoch, 4.9.2019, 18.00 bis 20.00 Uhr

Ort: Saal „Friedrich Wilhelm“ im 5. Stock

der Raiffeisenbank Dornbirn

JA, ICH WILL DIE ÖSTERREICHISCHE LUNGENUNION UNTERSTÜTZEN!

ANMELDEFORMULAR (Bitte in Blockbuchstaben ausfüllen)

Name (Vor- und Nachname):

Adresse (Straße, PLZ, Ort):

E-Mail-Adresse:

Telefonnummer:

❏ Ja, ich werde Mitglied der Österreichischen Lungenunion!

Ich möchte eine Mitgliedschaft um € 25 pro Jahr. Die Zeitschrift „Aufwind“ erhalte ich gratis dazu.

❏ Ja, ich will die Zeitschrift „Aufwind“ abonnieren!

Hiermit bestelle ich ein Jahresabo (5 Ausgaben) zum Preis von € 12 pro Jahr.

❏ Ja, ich will die ÖLU aktiv und ehrenamtlich unterstützen!

Ich bin ein sozial engagierter Mensch und möchte in meiner Freizeit helfen.

Informieren Sie mich bitte darüber, wie ich die Österreichische Lungenunion unterstützen kann.

Bitte Zutreffendes ankreuzen, ausschneiden und an die:

Österreichische Lungenunion, Obere Augartenstraße 26–28, 1020 Wien, senden.


Lebe DICH,

nicht deine

Pollenallergie!

Meine

Allergie

im Griff!

Endlich wieder Prinzessin sein.

Im Frühling im Haus bleiben? Das muss nicht sein! Dank igevia

können Kinder wie Alexander die Auslöser ihrer Allergie identifizieren

und ein umfassendes Allergenprofil erstellen. So kann der Arzt rasch

die richtige Therapie finden. Jetzt heißt es: Blumenwiese frei für

Alexander und endlich wieder Prinzessin sein!

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