Taxi Times DACH - Februar/März 2019

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Taxi Times – DACH ist ein unabhängiges Fachmagazin speziell für die Taxibranche aus dem deutschsprachigem Raum.

Taxi Times – DACH erscheint 6 x pro Jahr und greift die aktuellen Taxitrends und Neuigkeiten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie punktuell auch aus der ganzen restlichen Taxiwelt auf. Den Schwerpunkt bilden Berichte über gewerbepolitische Aktivitäten der Branchenverbände sowie über Trends und Neuigkeiten zu branchenrelevanten Produkten und Rechtsprechungen.

VERSCHIEDENE

PRIORITÄTEN

INHALT

ILLUSTRATION: Fotolia / Andy Ilmberger, Fotolia / ii-graphics, Raufeld Medien

Wenn man den Bericht

über den Besuch des BZP-

Vorstands bei Verkehrsminister

Scheuer (Seite 4)

genau analysiert, dann

fällt auf, dass beide Seiten

verschiedene Prioritäten

gesetzt haben. Während die

einen (BZP) die Gefahren

einer Liberalisierung des

Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) ansprachen, legte

der Minister seinen Schwerpunkt auf die Elektromobilität.

Ja, es ist durchaus eine große Chance, wenn die Branche

bei der Elektromobilität in Vorleistung geht und eine

Pionierfunktion einnimmt. Auf der anderen Seite stehen dem

aber eine nach wie vor mangelhafte Ladeinfrastruktur und eine

überschaubare Auswahl an taxitauglichen Modellen gegenüber.

Denn für den 24/7-Einsatz reicht es nicht aus, wenn ein

Taxipaket entwickelt wurde. Ein Fahrzeug erweist sich vor

allem im sogenannten After-Sales-Bereich als tauglich, indem

beispielsweise der Händler auf Ausfälle schnell reagieren

kann und werkseitig von seinem Hersteller die nötige Unterstützung

bekommt. Beispielhaft für das Dilemma ist ein

Taxi Times-Gespräch mit einem Kia-Mitarbeiter. Man habe

zwar ein Taxipaket entwickeln lassen und nehme auch an

einer Wahl zum Taxi des Jahres teil, doch weitere flankierenden

Maßnahmen werde es nicht geben. Dabei hätte Kia mit

seinem Soul doch ein durchaus praktikables Elektro-Auto,

„aber sollen wir den Städten dazu auch noch die Ladesäulen

finanzieren?“, fragt der Kia-Mann.

Immerhin schaffen Staat und Kommunen mit zahlreichen

Förderprogrammen diverse finanzielle Anreize – auch für

Inklusionstaxis, einer weiteren großen Chance für das Taxigewerbe.

Auf Seite 20 und 21 bringen wir Licht in den

Förderdschungel – damit mutige Taxiunternehmer dem

Wunsch des Verkehrsministers nachkommen können.

Im Gegenzug sollte Herr Scheuer mit seinem federführenden

Ministerium darauf einwirken, dass die geplante

Novelle des PBefG nicht die Existenz einer ganzen Branche

zerstört. Von einer Aufhebung der Tarif- oder dem Wegfall

der Rückkehrpflicht würden nur Uber und all die anderen

profitieren, die mit viel Kapital und vielen zusätzlichen

Fahrzeugen dafür sorgen, dass Städte noch mehr verstopft

werden. Unser Blick über den Tellerrand (ab Seite 6) in

andere europäische und transatlantische Länder belegt dies

ganz deutlich.

Die Beratungen über das neue PBefG sind aktuell in der

heißen Phase. Hoffentlich kommt diese Ausgabe nicht zu

spät, um noch einmal sachlich einzuwirken.

Jürgen Hartmann (Chefredakteur)

PERSONEN

4 BZP-Gespräch mit Andreas Sche uer

ÜBER DEN TELLERRAND

6 100 Jahre TLPA: US-Taxiverband im Wandel

8 Taxistreik: Erfolg und Misserfolg

12 Stauabgabe: New York kassiert

RECHT

13 Hoffnung auf mehr: Das UberPOP-Verbot

TAXIZENTRALEN

16 Taxi & Mietwagengenossenschaft Magdeburg e.G.

wehrt sich mit Werbung

ANTRIEB

17 Langzeitmiete bei schlechter Bonität

18 Hybrid und seine Unterschiede

20 Hoffnung auf Zuschuss: Staatliche Förderungen

GASTKOMMENTARE

22 Hoffnung auf Daten: Taxis als Anführer

24 Alles brutalo, oder was? Persönlich unzuverlässig

QUERBLICK REGIONALAUSGABEN

26 Sixt und Inklusion in München und Berlin

26 Impressum

TAXI FEBRUAR / MÄRZ / 2019

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