Taxi Times DACH - Februar/März 2019

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Taxi Times – DACH ist ein unabhängiges Fachmagazin speziell für die Taxibranche aus dem deutschsprachigem Raum.

Taxi Times – DACH erscheint 6 x pro Jahr und greift die aktuellen Taxitrends und Neuigkeiten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie punktuell auch aus der ganzen restlichen Taxiwelt auf. Den Schwerpunkt bilden Berichte über gewerbepolitische Aktivitäten der Branchenverbände sowie über Trends und Neuigkeiten zu branchenrelevanten Produkten und Rechtsprechungen.

BLICK ÜBER DEN TELLERRAND

wir sowohl auf der Rückbank als auch auf

den linken Vordersitzen Kunden haben“,

so ein Betreiber.

FAHRER WERBEN FAHRER

Kein Wunder also, dass eine der kurzen

Lernlaborveranstaltungen (Kollegen lernen

von Kollegen in kurzen Präsentationen und

offenen Diskussionen) der Anwerbung und

Bindung von Fahrern gewidmet war. „Woher

bekommen Sie Ihre Kontakte?“ „Aus den

sozialen Medien.“ „Von besonderen Partys

und Veranstaltungen.“ „Auf Empfehlung

kommen sie zu uns für 600 Dollar oder sie

bringen einen Freund mit, für 800 Dollar.“

Einige Unternehmen setzen sogar Profiling

ein (welche Art Person möchte ich einstellen

und wo finde ich sie?) oder verwenden

Geofencing-Methoden, durch die automatisch

Nachrichten an Smartphones gesendet

werden, die in die Nähe der Geschäftsniederlassung

des Unternehmens kommen:

„Suchen Sie Arbeit?“

Alle Betreiber waren sich einig, dass

die Registrierungs- und Schulungsverfahren

so kurz und wirksam wie möglich sein

sollten, mit Schwerpunkt auf Sicherheit.

Ein Ratschlag lautete: „Lassen Sie Ihre örtliche

Polizeidirektion mit neuen Fahrern

sprechen.“

Die Fahrer zu behalten, ist sogar noch

wichtiger. Die Unternehmen haben Mitarbeiter,

die als Mentoren agieren und die

Fahrer an das Unternehmen binden sollen.

Laut einer „Politik der offenen Tür“ helfen

und beraten sie Fahrer und interagieren mit

diesen in den sozialen Medien. Einer der

Anwerber erklärte leicht zynisch: „Hol sie

ins Unternehmen und überzeuge sie von

dem Traum.“ Andere wiederum, so auch

Carmel, ein Limousinenunternehmen in

New York City, hat die Disponiersoftware

angepasst, sodass Fahrer am Ende ihrer

Schicht kurze Fahrten erhalten und dann

einen letzten Auftrag, der sie in Richtung

ihres Zuhauses bringt, wählen können.

Die Diversifizierung auch tatsächlich

umzusetzen, stellt viele vor eine Herausforderung.

„Wir müssen mehr expandieren

und neue Geschäftsmodelle aufnehmen –

vom Taxi zu neuen Bereichen“, so der ehemalige

Vorsitzende Bill Scalzi, Leiter von

M7, einem großen Taxiunternehmen in

Connecticut. „Wir brauchen neue Dienstleistungen,

deshalb haben wir nun auch

Busse im Angebot.“ Wie andere auch hat

er mit seinen 100 durch Erdgas angetriebenen

Kleinbussen in der Branche der medizinischen

Transporte für Behinderte Fuß

gefasst und Krankenfahrten mit in sein

»Es besteht

genügend

Potenzial in

Nischenmärkten.«

Portfolio aufgenommen. „Wir haben uns

mit einer Krankenwagenfirma und einem

Krankenhaus zusammengetan und erledigen

die Fahrten, bei denen es sich nicht um

Notfälle handelt.“

Ein Betreiber aus Toledo hat etwas Ähnliches

vorzuweisen: „Häufig haben sich die

Leute von mir abgewandt, wenn ich erzählt

habe, ich sei in der Taxibranche tätig. Taxis

haben einen schlechten Ruf. Ich habe dann

mein Unternehmen in B&W Transportation

umfirmiert und um Busse erweitert. Das

war das Beste, was ich tun konnte.“ Er

betonte, wie wichtig Geschäftsbeziehungen

sind und wie wertvoll (staatliche) Auftragsfahrten.

„Regierungsangestellte behandeln

uns sehr schlecht. Aber versuchen Sie, Aufträge

an Land zu ziehen und geben Sie nicht

auf. Versuchen Sie es immer wieder!“

Andere wiederum betonten, dass

klassische Taxiunternehmen ihre Stadt

besser kennen als Uber oder Lyft: „Wir

wissen genau, was unser Kunde will.“

Ein Betreiber, der sich selbst als „90-jähriges

Start-up“ bezeichnet, erklärte, dass

es erforderlich sei, „sich um Mitarbeiter,

die Fahrer, die Kunden und vor allem die

Gemeinde, in der man lebt und arbeitet, zu

kümmern. Man muss den Gemeinschaftssinn

schärfen und spenden, vorzugsweise

in Form von kostenfreien Fahrten. Das ist

für eine gute Sache, die man unterstützen

kann, und die Leute merken, dass es einen

gibt. Und man sollte immer die neuesten

Technologien verwenden.“

Dieser (junge) Unternehmer hat mit

100 Taxis angefangen, in vier Jahren

kamen 70 neue dazu. Er hat auch das Logo

seiner Firma geändert und ein Herz hinzugefügt

und ein System unter dem Namen

„ OpenFleet“ ins Leben gerufen, das sowohl

Fahrern als auch Kunden eine große Auswahl

an Fahrzeugen in einem einzigen System

anbietet. Seine Flotte hat er um

elektrische Fahrzeuge erweitert, die an

mobilen Ladestationen geladen werden,

und hat seine E-Taxis von kleinen Knotenpunkten

aus losgeschickt. Er hat auch

Erkenntnisse aus „Smart City“ eingesetzt,

einem Programm, das US-amerikanische

Städte auf Mobility-as-a-Service-Systeme

vorbereiten soll.

„Wir müssen die Vergangenheit in

Ehren halten, uns aber schnell in Richtung

Zukunft bewegen. Das Transportwesen

hat eine leuchtende Zukunft vor sich.“ Mit

diesen Worten eröffnete der CEO der TLPA,

Al LaGasse, die Konferenz. „Die TLPA

wird umstrukturiert und erhält ein neues

Markenimage. Außerdem werden aktuell

Bemühungen herkulischen Ausmaßes u

Der neue EKO-Umbau zum

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