Bahnsport 07/2019

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Liebe BSA-Leser, wir begrüßen Sie herzlichst zu unserer Sommer- ausgabe Juli. Hochsommer sozusagen und glei- chermaßen Hochsaison. Und von einem Sommer- loch keine Spur. Ich jedenfalls hab’ noch keins ge- sehen. Die letzte Zeit verlief nicht einfach aus ver- schiedenen Gründen ... umso schöner waren da die Rennbesuche, das kann ich auf jeden Fall so sagen. Denn das sind nicht einfach nur Rennbe- suche, das ist vielmehr auch ein Treffen mit inzwi- schen vielen Vertrauten, zu Gast sein bei Freun- den. Und das ist schön. Wir haben zusammen ge- weint und zusammen gelacht, die Motoren haben gebrummt und es hat gestaubt und über allem lag und liegt dieser sagenhafte Methanol-Geruch, der mich schon als Kind eingefangen und seither nie mehr losgelassen hat...

49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 7/19

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Galavorstellung in Abensberg:

Martin Smolinski

im GP-Challenge

SPEEDWAY-GP

Krsko + Prag

LANGBAHN-WM:

Smolinski und Bergé in Führung


2.-4.8. MELSUNGEN: 3 TAGE MOTORSPORTWEEKEND

2 Tage volles Rennprogramm, einmaliger Rennsport, Show und Action

Ja, „rund“ geht es wieder weiter am ersten Augustwochenende. Da startet das

59. Internationale ADAC-Grasbahnrennen an der St.-Georgs-Brücke in Melsungen.

Rennsport gepaart mit Show und Action.

Die Weichen sind gestellt für ein unvergessliches Rennwochenende mit viel Rennsport

auf der Grasbahn, zwei Tage volles Rennprogramm sowie Show und Action –

am Samstag schon zwischen den Klassen Gespann Masters, Oldie und Enduro mit

21 Rennläufen.

Zwischen den Läufen zu den Gespann Masters wird es vier Läufe der Oldies geben

sowie vier Läufe der Enduros. Die Oldies sind in der Vergangenheit bereits einige

Male in Melsungen in der EVLS-Serie gefahren. Der MSC freut sich auf ein Wiedersehen

mit seinem langjährigen Freund Franz Greisel, der das Ganze auch vorangetrieben

hat und gerne mal wieder in Melsungen fahren wollte. Nach dem Erfolg im

letzten Jahr mit tollen Rennläufen wird auch wieder eine Gruppe Enduros starten.

Bestückt ist die Klasse wieder mit einigen Bahnsportlern wie Manfred Knappe und

Stephan Körner. Mal schauen, vielleicht kommt ja noch der eine oder andere dazu.

„Weltmeisterlich“ – das Fahrerfeld der internationalen Solisten

Der MSC freut sich, dass der amtierende Langbahnweltmeister Martin Smolinski

in Melsungen an den Start geht. Vorjahressieger und Ex-Europameister James

Shanes wird am Samstag noch ein Ligarennen fahren, bevor er am Sonntag in Melsungen

am Startband stehen will. Mit Ex-Europameister und Teamweltmeister Andrew

Appleton aus England startet ein weiterer aktueller GP-Fahrer in Melsungen.

Im letzten Jahr konnte der niederländische Meister und Sieger 2017 Romano Hummel

leider wegen einer Verletzung nicht in Melsungen starten. In diesem Jahr ist er

zurück. Des Weiteren ist ein weiterer Ex-Europameister und Teamweltmeister in

Melsungen dabei, der „Catman“. Bei Stephan Katt passt es in diesem Jahr und er

ist in einer guten Form, was er mit starken Leistungen und einigen Podestplätzen

bereits zeigen konnte. Ebenfalls sehr gut in die Saison gestartet ist Clubfahrer

Paul Cooper. Der englische Grasbahnspezialist stand nach einer langen Verletzungspause

bereits einige Male auf dem Treppchen und konnte auf Anhieb an seine

starke Form vom letztem Jahr anknüpfen. Mit weiteren Fahrern wird noch verhandelt.

Europa-offene Klasse der Solisten

Hier können sich die Clubfahrer Gareth Hickmott (GB), Vorjahressieger Manfred

Knappe und natürlich auch andere nationale Fahrer mit Fahrern anderer Nationen

messen. In der Klasse wird der Sieger in vier Vorläufen und dem Finale ermittelt.

Das Rennen der Gespanne – alles was das Seitenwagen-Fanherz sich wünscht –

Gespann Masters am Samstag

Bereits am Samstag fahren die Gespann Masters ihren Sieger in 13 Rennläufen

aus. Es geht um wichtige Punkte, nicht nur für die Tageswertung, sondern auch für

die Serienwertung. Melsungen ist die vierte Veranstaltung der Serie.

Kämpfen in Melsungen wieder um den Sieg: Martin Smolinski,

Vorjahressieger James Shanes; dahinter Bernd Diener

und Stephan Katt • Foto: Ubbo Bandy

Europa-offene Klasse am Sonntag

Am Sonntag werden weitere nationale Gespanne in der Europa-offenen Klasse an

den Start gehen. Überwiegend Gespanne, die nicht an den Gespann Masters teilnehmen.

Hier soll vor allem den Clubgespannen James Hogg/Scott Goodwin und

dem Team Maximilian Klaas die Möglichkeit gegeben werden, auch bei ihrem

Heimrennen zu starten. Clubgespann Udo Poppe/Martin Weick wird an beiden

Tagen starten.

Das Highlight – die internationalen Gespanne am Sonntag

Die Crème de la Crème der europäischen Gespanne ist in Melsungen am Start. Allen

voran der amtierende und Multi-Europameister William Matthjissen mit Beifahrerin

Sandra Mollema aus den Niederlanden. Immer auf Tuchfühlung die EM-

Dritten Markus Venus/Markus Heiß. Und auch die Vize-Europameister Mitch Godden/Paul

Smith aus England werden am Start sein. Hierbei handelt es sich um die

ersten vier der Europameisterschaft, das verspricht einiges an Spannung. Auch

Ex-Europameister Sven Holstein aus den Niederlanden und das MSC-Gespann

Josh Goodwin/Liam Brown (GB) wollen ein Wörtchen mitreden. Dazu gesellt sich

das Spitzengespann Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, das in Melsungen

immer gut dabei ist.

Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Die FMXer werden auch in diesem Jahr wieder

atemberaubende Sprünge und ein tolle Show zeigen, das muss man gesehen

haben – in Melsungen live.

Für Stimmung am Mikrofon wird wieder Schubi „The Voice“ Michael Schubert sorgen.

Natürlich sind auch die Cheerleader „Dance Devils“ des Handball-Bundesligisten

MT Melsungen mit dabei. Festzeltbetrieb an allen drei Tagen mit Mario Siebert

und Team. Samstagabend natürlich die traditionelle Rennparty mit Livemusik,

die das Zelt wieder zum Kochen bringen wird. Für Freitagabend arbeitet der

MSC noch an einer Überraschung.

Camping ist wieder auf der Wiese hinter dem Fahrerlager möglich, Toiletten und

Wasserstelle sind wie gewohnt vorhanden. Strom gibt es leider nicht. Einen voll

ausgestatteten Campingplatz gibt es nur zirka einen Kilometer entfernt in Obermelsungen.

Eine Garderobe für Zuschauer, die mit dem Motorrad anreisen, wird

es auch wieder geben.

Ja, es ist angerichtet. Lassen Sie sich die Leckerbissen nicht entgehen, merken Sie

sich den Termin schon jetzt vor. Melsungen, immer eine Reise wert! Wir würden

uns freuen, Sie in Melsungen begrüßen zu dürfen. Mehr Infos in Kürze in BSA 9/18,

auf facebook oder unter www.msc-melsungen.de

Termin: 2. bis 4. August 2019

59. Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen


INHALT & EDITORIAL

6

SPEEDWAY

WM: GP 2 Krsko/SLO 6

WM: GP 3 Prag/CZ 8

WM: QR 4, Abensberg/D 10

WM: QR 1 - 3, Glasgow/GB,

Zarnovica/SK, Lamothe-Landerron/F 12

WM: Junioren Finale 1 Lublin/PL

EM: U19-Paar-Cup Finale Pilsen/CZ 13

WM: Junioren, QR 1 - 3, Pardubice/CZ,

Stralsund/D, Krakau/PL 14

EM: Challenge Nagyhalasz/H 15

Bundesliga Landshut 20

Bundesliga Wittstock, Diedenbergen 22

Offene Rennen 23

EM: Junioren Team

Liberec/CZ, Glumso/DK 38

LANGBAHN

12

Speedway Grand Prix 3 in Prag: Sieg für Janusz Kolodziej (Mitte), bereits zum dritten Mal

auf dem Treppchen Leon Madsen (links) und Dritter Patryk Dudek • Foto: Jarek Pabijan

WM: Finale 1 + 2

Herxheim/D + La Réole/F 16

GRASBAHN

EM: Semifinale 1 +2

Bielefeld/D, Lemington/GB 18

Osnabrück, Teterow 29

Lüdinghausen 30

SANDBAHN

Altrip 26

Plattling, Hechthausen 28

SONSTIGES

Vorschau Melsungen 2

People & Facts 4

International 32

Vorschauen 36

Bazar 37

Impressum 38

Termine 39

Abensberg: Martin Smolinski (Mitte) schafft es als einziger Deutscher in den GP-Challenge nach

Gorican, Aleksandr Loktaev (links) und Kenneth Bjerre begleiten ihn • Foto: Klaus Goffelmeyer

Immer auf Achse

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

wir begrüßen Sie herzlichst zu unserer Sommerausgabe

Juli. Hochsommer sozusagen und gleichermaßen

Hochsaison. Und von einem Sommerloch

keine Spur. Ich jedenfalls hab’ noch keins gesehen.

Die letzte Zeit verlief nicht einfach aus verschiedenen

Gründen ... umso schöner waren da

die Rennbesuche, das kann ich auf jeden Fall so

sagen. Denn das sind nicht einfach nur Rennbesuche,

das ist vielmehr auch ein Treffen mit inzwischen

vielen Vertrauten, zu Gast sein bei Freunden.

Und das ist schön. Wir haben zusammen geweint

und zusammen gelacht, die Motoren haben

gebrummt und es hat gestaubt und über allem lag

und liegt dieser sagenhafte Methanol-Geruch,

der mich schon als Kind eingefangen und seither

nie mehr losgelassen hat.

Ich habe mal in der Vergangenheit auf der Karte

die Route und Orte meiner Rennbesuche markiert.

Und was soll ich sagen, da kam ein mächtiges

Zickzack heraus. Rauf und runter und kreuz

und quer zogen sich die Wege über die Karte. Und

ein Laie hätte wohl die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.

Wir aber können sagen,

dass eine jede unserer Reisen immer schön und

spannend war und bis heute sind. Und missen

wollte ich davon keine einzige. Über eine jede

könnten wir Geschichten erzählen und Erinnerungen

sind doch das, was auf ewig bleibt!

Eins meiner absoluten jüngsten Highlights war

der Auftakt zur Langbahn-WM. Und wer jemals

behauptet hat, die Langbahn sei langweilig, hat

weit gefehlt. Zumindest nicht zu Zeiten, in denen

sich die aktuellen Top Drei (bis Fünf) regelmäßig

Saures auf der Bahn geben. Da bleibt kein Auge

trocken. Einzig und allein etwas schade nur, dass

ein Nicki Pedersen seine Langbahnpläne wieder

verworfen hat, denn der hätte gerade noch gefehlt.

Aber vielleicht ist es auch einfach nur gut für

unser aller Nerven, wer weiß das schon.

Derweil haben sich in Bielefeld bei hochsommerlichen

Temperaturen die Top-Neun-Grasbahn-Piloten

für das EM-Finale in Bad Hersfeld qualifiziert

und unter anderem Bernd Diener und Max

Dilger haben dafür mächtig Gas gegeben.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Speedway-technisch

hat sich Martin Smolinski als einziger Deutscher

für Gorican qualifiziert, die Bundesliga

läuft und im Grand Prix muss ein Tai Woffinden

leider verletzungsbedingt pausieren. Beeindruckend

beim GP-Geschehen ist absolut die Leistung

des „Landshuters“ Leon Madsen, der in sage

und schreibe drei Rennen auch gleich dreimal

aufs Podest gefahren ist. Womöglich macht er das

genauso wie ich beim Parken. Die besten Plätze

sind halt einfach vorne.

So und jetzt ist es absolut Zeit für den Juli mit all

seinen Überraschungen. So zum Beispiel die

Fortsetzung der Langbahn-WM in Mühldorf, die

Deutsche Speedwaymeisterschaft in Abensberg

oder aber der Klassiker Werlte als Schmankerl im

Norden.

Folgen Sie einfach Ihrem Bauchgefühl oder Herzen,

da werden sie schon richtig liegen, wo Sie

hinfahren. Und sollte das ja vielleicht auch in den

Urlaub sein, so nehmen Sie uns alias BSA gerne

mit. In diesem Sinne einen schönen Juli, was auch

immer Sie tun. Wir sehen uns spätestens auf der

Rennbahn!

MfG

Nadine P.

Zum Titelbild: Martin Smolinski siegt in Abensberg

• Foto: Klaus Goffelmeyer

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PEOPLE & FACTS

Manfred Knappe wieder

in zwei Klassen erfolgreich

Der Westfalenring in Lüdinghausen ist ein gutes Pflaster für Manfred Kappe.

Der 45-Jährige Bayer aus Traunstein fuhr auch an diesem Himmelfahrtstag

beim 80. ADAC-Grasbahnrennen des AMSC Lüdinghausen in

zwei Klassen mit. In der B-Lizenz erreichte der „ Mandi“ Podestplatz 3 und

bei den Enduros siegte er mit der maximalen Punktzahl 24. Dabei kam

ihm durch Vermittlung von Guido Hinzmann mit Richard Fritsche aus Dorsten

ein potenter Sponsor zu Hilfe. Der Chef von „RForce Racing“ stellte

Knappe eine leistungsstarke Husqvarna FS 450 aus dem Supermotobereich

und weitere Ausrüstung zur Verfügung. Dagegen war für die Konkurrenz

kein Kraut gewachsen. „Vielen Dank dafür, das hat Spaß gemacht“,

bedankte sich Knappe später artig. • Text u. Foto: Rudi Hagen

Der deutsche Ex-Speedwaymeister Mirko Wolter (li.) und sein Partner

Thorsten Plautz gehen als „Adventure Team Gnutz“ beim „Baltic Sea Circle 2019“,

einer ganz besonderen Rallye rund um die Ostsee, an den Start,

um reichlich Spenden zu sammeln

7500 Kilometer

für den guten Zweck

Ehemaliger Speedwaymeister startet beim „Baltic Sea Circle“

Thorsten Plautz und Mirko Wolter stellen sich einer ganz besonderen Herausforderung.

Als „Adventure Team Gnutz“ gehen der dreimalige Deutsche

Speedwaymeister (2000, 2002 und 2004) und aktive Bundesliga-

Akteur des MSC „Wölfe“ Wittstock Wolter und der Verwaltungsbeamte

Plautz zusammen beim „Baltic Sea Circle 2019“ mit 279 anderen Teams

aus ganz Europa in einem VW-Bus Baujahr 1991 an den Start. Die Spielregeln

sind dabei denkbar einfach: Das Fahrzeug muss mindestens 20 Jahre

alt sein, die Strecke geht einmal rund um die Ostsee, wobei jedes Team

mindestens 7500 Kilometer zurücklegen muss und es müssen täglich besondere

Aufgaben erfüllt werden. Diese finden sich im sogenannten

„Roadbook“, welches jeder Teilnehmer vor dem Start ausgehändigt bekommt

und in dem tägliche Erlebnisse dokumentiert werden.

Der besondere Clou an der Abenteuertour ist jedoch die Hauptaufgabe für

die Teilnehmer. Diese besteht darin, auf der Tour in den Norden Europas

möglichst viele Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. „Wir durften

uns den Verwendungszweck zuvor aussuchen“, weiß Thorsten Plautz zu

berichten. Nach kurzer Überlegung entschieden sich die beiden Schleswig-Holsteiner

für die Organisation „Clowns ohne Grenzen“. „Geholfen

wird durch diese Organisation Kindern in Krisengebieten dieser Welt“, so

Mirko Wolter, der in seiner aktiven Karriere als Motorsportprofi auch in

der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC startete.

„Uns geht es gut und wir haben ganz einfach das Bedürfnis, Kinder zu unterstützen,

die ohne ihr Zutun durch Kriege in Not geraten sind“, so Wolter,

der sich auf die Herausforderung der einzigartigen Rallye freut. Auf

dem Weg rund um die Ostsee ist es den Teilnehmern verboten, Autobahnen

oder Navigationssysteme zu nutzen. Die Strecke bleibt den Teams dabei

selbst überlassen, es gilt lediglich zu einem bestimmten Zeitpunkt an

den beiden Kontrollstellen auf den norwegischen Lofoten und in Estland

zu erscheinen. Wolter: „Unsere Strecke wird dabei ungefähr 9000 Kilometer

umfassen, da wir natürlich auch die landschaftlichen Reize, die auf unserem

Weg liegen, genießen wollen.“

Start und Ziel der ungewöhnlichen Reise wird jeweils der Fischmarkt in

Hamburg sein. Auf ihrem Weg werden die beiden Abenteurer aus Gnutz

durch Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen,

Polen und Russland mit ihrem „Oldie“ unterwegs sein. „Russland

wird sicherlich die größte Herausforderung.“ Die Vorbereitungen seien

allerdings laut Plautz akribisch getroffen und die Visa rechtzeitig ausgestellt

worden. Auf die Frage nach dem Platzierungsziel sind sich Wolter

und Plautz einig: „Hauptsache ankommen und möglichst viele Spenden

einsammeln!“ • Text: Michael Schubert; Foto: privat

News aus der ADAC Stiftung Sport

Auf dem Weg zur Titelverteidigung

Speedwaypilot Ben Ernst (15/Zarrendorf) hat in den ersten beiden Läufen

zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft in der Kategorie Junior C seinen

ersten Schritt zur erfolgreichen Titelverteidigung gemacht. Beim Saisonauftakt

in Brokstedt setzte er sich knapp gegen seinen punktgleichen Förderkollegen

Erik Bachhuber (15/Obergriesbach) durch. Zweieinhalb Wochen

später siegte er in Teterow vor dem ebenfalls von der ADAC Stiftung

Sport unterstützten Jonny Wynant (15/Lindern) und führt nach zwei von

sechs Läufen die Gesamtwertung an. Wynant hatte zuvor in Moorwinkelsdamm

trotz eines Sturzes einen 2. Platz herausgefahren. Im Speedway

Team Cup in Wolfslake fuhr Ernst mit den Güstrow Torros einen Sieg ein

und steuerte 10 von 12 möglichen Punkten bei, Bachhuber kam mit dem

MSC Olching auf Rang 2. In der Speedway-Bundesliga gab es dagegen für

Ben Ernst auf der 500-ccm-Maschine mit den Nordsternen aus Stralsund

eine Niederlage gegen die Wölfe Wittstock und bei den White Tigers in

Diedenbergen. • Text: ADAC Motorsport; Foto: Daniel Sievers

Ben Ernst vor Jonny Wynant

4 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


Hör’ mal, wer da spricht:

Claudia „Ottie“ Schult

Den Fuß in die Tür einer Männerdomäne hat Claudia

Schult gestellt. Die 50-Jährige taucht seit einiger

Zeit als Co-Moderatorin beim Bahnsport auf

und schickt sich an, auch die Sprechertürme zu erobern.

Wer bei Bahnsportfans nach Claudia Schult fragt,

erntet zum Teil fragendes Schulterzucken, wenn

man aber nach „Ottie“ fragt, wissen alle gleich Bescheid.

„Ich bin in Otterndorf bei Hechthausen geboren,

daher stammt wohl der Spitzname“, erklärt

die mittlerweile in Bad Zwischenahn lebende Bahnsport-Expertin.

Sie kennt sich wirklich aus im

Bahnsport, den sie von klein auf in verschiedenen

Positionen begleitet. So hat sie über Jahre für

Bahnsport aktuell Rennberichte verfasst und sich

dann im Internet mit der Seite „Speedway.org“

quasi selbstständig gemacht. Zudem betätigt sie

sich schon lange in der NBM, wo sie für die Punkte-

Auswertungen und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig

ist.

Wie kam „Ottie“ nun ans Mikrofon? Schult: „Nachdem

ich meine Internetseite 2017 an den Nagel gehängt

habe, hatte ich Jens Buchberger und den Motorradfreunden

Niederelbe zugesagt, dass ich ihnen

bei ihrem Rennen helfen wollte. Dann kam mir

aber eine Krankheit dazwischen, ich hatte Gleichgewichtsstörungen

und die haben bis dahin angehalten,

aber ich habe trotzdem zugesagt, beim

Rennen zu helfen. Sie haben mich dann gebeten,

Bilder zu machen. Ich fühlte mich aber dafür nicht

fit im Kopf und habe aus Verbundenheit zum Club

gesagt, ich kann ja mal ein bisschen das Mikrofon

halten und ein wenig mit den Leuten sabbeln und

mit Fahrerinterviews die Bahndienstpausen überbrücken.“

Das scheint gut angekommen zu sein, denn nur eine

Woche später durfte sie die Co-Moderation beim

Speedway in Moorwinkelsdamm übernehmen und

später auch beim Langbahn-GP in Eenrum. „Für die

kommende Saison habe ich auch schon einige Aufträge“,

freut sich Claudia Schult, „ich bin in Eenrum

und in Roden dabei, darf auch in Vechta bei der

Team-WM als Co moderieren und habe in Dohren

beim ADAC Cup meinen ersten Einsatz als Sprecherin

auf dem Turm hinter mir. Und in Rastede war ich

auch schon mal bei den Auto Classics am Mikro.

Das macht mir alles Mega-Spaß, darin gehe ich voll

auf.“

Die Amazone unter den Sprecherkollegen kann

auch auf ihre guten Beziehungen zu den Fahrern

verweisen. „Ich weiß von den Fahrern ziemlich viel,

bin mit vielen von ihnen quasi aufgewachsen, daher

kennen mich die meisten von ihnen auch gut,

sodass es zwischen uns keine Berührungsängste

gibt.“

• Text u. Foto: Rudi Hagen

Hans Zierk

feierte 85. Geburtstag

Am 23. Juni feierte ein ganz Großer des deutschen und internationalen

Bahnsports seinen 85. Geburtstag – Hans

Zierk aus Lehrte.

Bereits im Alter von 14 Jahren nahm sein Vater ihn mit zu einem

Sandbahnrennen nach Berlin-Mariendorf, wo Hans

Zierk auch seine ersten Runden drehte. In Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern

aufgewachsen, waren die Berührungspunkte

zum legendären Teterower Bergring, auf dem

Hans Zierk 1950 im Alter von nur 16 Jahren sein erstes Rennen

in der Ausweisklasse gewann, zwangsläufig. Nur ein

Jahr später hieß der Sieger in der 350-ccm-Klasse wiederum Hans Zierk, was damalige Stars

wie Erich Bertram und Arthur Flemming in Staunen versetzte. Bis zum Jahre 1960 brachte es

Hans Zierk auf insgesamt 19 Bergringstarts, gewann mehrere Bergringpokale und fuhr von

den Medien als „Bergringkönig“ tituliert als erster Bahnrennfahrer einen Rundenschnitt von

über 100 km/h.

Insgesamt wurde Hans Zierk 13-mal DDR-Meister auf Gras- und Sandbahnen, bevor er 1960

mit seiner Familie von Mecklenburg-Vorpommern über Rodenkirchen/Wesermarsch nach

Lehrte in Niedersachsen zog. Auch neben dem Aufbau eines Autohauses setzte er seine Karriere

als Bahnrennfahrer fort, wobei Gras- und Sandbahnen sein besonderes Steckenpferd

bildeten. Es folgten über 500 Podestplätze, ein Bronzeplatz bei der Deutschen Langbahnmeisterschaft

1968 sowie eine Bronzemedaille bei der Sandbahn-Europameisterschaft 1970

auf dem Eichenring in Scheeßel. Nach einem schweren Sturz in Stockholm/Schweden 1977

beendete Hans Zierk seine aktive fahrerische Laufbahn und widmete sich fortan dem Motorentuning

zunächst für Godden- und später dann für Jawa-Motoren. Bekannte Fahrer wie der

unvergessene Simon Wigg/GB, aber auch Kelvin Tatum/GB oder Bernd Diener errangen mit

den von Hans Zierk hergerichteten Maschinen ihre größten Erfolge. Bahnsport aktuell sowie

alle Fahrerkollegen und Bahnsportfans gratulieren nachträglich zum Geburtstag und wünschen

für die Zukunft alles Gute. • Rainer Borchers


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 2 - Krsko/SLO

Zmarzlik brillant

Vor dem GP-Auftakt in Warschau galten Tai Woffinden

und Bartosz Zmarzlik als größte WM-Titelanwärter, aber

in der polnischen Hauptstadt fuhren beide Piloten deutlich

unter den Erwartungen der Fans. Darum hatte man mit großem

Interesse auf das Rennen in Krsko gewartet. Und die Speedwayfans

wurden im Matija-Gubec-Stadion fürstlich für ihr Warten belohnt.

Bartosz Zmarzlik zeigte sich in brillanter Form.

Schon im sechsten Lauf sorgte der 24-Jährige

für großes Aufsehen, als er ausgangs der Zielkurve

Emil Sayfutdinov angriff und außen am

Russen vorbeizog. Als der Pole im ersten Semifinallauf

hinter Leon Madsen als Zweiter ins Ziel

kam, erreichte er das Finale, während Tai Woffinden

als Dritter ausschied. Im Endlauf lag

Zmarzlik nach dem Start an 3. Stelle, aber bald

überholte er Madsen. Anfangs der zweiten Runde

griff der Vizeweltmeister Martin Vaculik innen

an, ging in Front und kam vor rund 7000 Zuschauern

als Sieger ins Ziel. Der Pole erzielte

auf der 353 Meter langen Bahn insgesamt

18 Zähler und übernahm die WM-Führung.

„Nach der Niederlage in Warschau war ich niedergeschlagen.

In so einer Situation kommt

man auf dumme Gedanken. Ich habe jedoch

weiter hart gearbeitet und das hat sich in Krsko

ausgezahlt. Ich kann mich an so ein ruhiges und

stressfreies GP-Rennen wie heute Abend nicht

erinnern. Es lief alles wie am Schnürchen. Ich

möchte mich bei meinem Tuner Ryszard Kowalski

bedanken. Die Technik war super“, sagte

der Sieger. Vaculik wollte sich in der Endphase

an Zmarzlik revanchieren, schaffte es jedoch

nicht.

Leon Madsen bewies in Slowenien, dass sein

Sieg bei der polnischen GP-Runde kein Zufall

war. Der Däne verzeichnete insgesamt vier Siege

und zog wieder ins Finale ein. In diesem fabrizierte

er einen unkorrekten Start, der von Referee

Craig Ackroyd jedoch nicht geahndet wurde.

Die Leistung des englischen Unparteiischen

in Krsko kann man nur mit einem Wort beschreiben:

katastrophal. Hätte Ackroyd den Lauf nämlich

abgebrochen, hätte er Madsen disqualifizieren

müssen, da der 30-Jährige schon einmal

verwarnt worden war. Der Skandinavier lag zunächst

an 2. Stelle, musste aber Zmarzlik ziehen

lassen und wurde letztendlich Dritter. „Ich

habe im Finale den Start vermasselt, aber es ist

mir dann doch gelungen, aufs Podium zu kommen.

Mit meiner bisherigen Leistung bin ich

sehr zufrieden: zwei Rennen, zwei Podestplätze.

Zmarzlik war heute außer Reichweite. Er

fuhr in eigener Liga“, lobte Madsen den Sieger.

Patryk Dudek kam als WM-Leader nach Krsko

und qualifizierte sich wieder für den Endlauf.

Durch den bereits erwähnten groben Fehler von

Ackroyd wurde der 26-Jährige benachteiligt

und musste sich am Ende mit dem 4. Platz begnügen.

Er wurde nach dem Rennen sehr deutlich.

„Ich fühle mich vom Schiedsrichter betrogen,

aber mit meiner Platzierung und den er-

6 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


hatte danach eine schlaflose Nacht und kaum

was gegessen. Unter diesen Umständen freue

ich mich, dass ich das Semifinale erreichte“, so

der Engländer. Da Greg Hancock wegen Krankheit

seiner Frau dem Rennen in Slowenien fernblieb,

ging Robert Lambert wieder an den Start.

„With a little help from Ackroyd“ konnte der

Landsmann von Woffinden das Semifinale erreichen

und wurde schließlich Achter. Auch der

21-Jährige gehörte in Slowenien zum Kreis der

Fahrer, die vom Referee begünstigt wurden.

Eine starke Leistung zeigte Emil Sayfutdinov.

Der Russe schloss die Qualifikation mit 12 Zählern

ab, kam jedoch in Heat 22 nicht über den

3. Rang hinaus und wurde am Ende Tagesfünfter.

Sein Landsmann Artem Laguta landete auf

Platz 7. Bereits elfmal ging Matej Zagar in den

vergangenen GP-Saisons in Krsko an den Start,

aber es ist dem Slowenen noch niemals gelungen

vor eigenem Publikum zu gewinnen. Die Situation

änderte sich auch am 1. Juni nicht. Der

36-Jährige konnte im Matija-Gubec-Stadion

nicht überzeugen. Er erzielte einen Sieg, aber

6 Zähler reichten nur für einen enttäuschenden

Martin Vaculik, Bartosz Zmarzlik und Leon Madsen (v.l.)

12. Rang. Völlig überraschend stahl ihm ein anderer

slowenischer Fahrer die Show. Matic Ivacic

fuhr in Krsko mit der Wildcard und kämpfte

verbissen um jeden Punkt. Und das mit Erfolg.

Im achten Lauf griff der 25-Jährige Maciej Janowski

außen an und ging überraschend vorbei.

Das Gleiche gelang dem Slowenen im

zwölften Rennen. In der letzten Runde auf der

Gerade überholte er Fredrik Lindgren. Beherzt

attackierte Ivacic im 20. Heat auch Antonio

Lindbäck, aber der Schwede konnte seine Angriffe

letztendlich abwehren. Logischerweise

rissen seine Aktionen die Fans von den Rängen.

„Das heutige Rennen habe ich vor allem als eine

gute Gelegenheit betrachtet, von den besten

Speedwayfahrern der Welt zu lernen. Ich bin

sehr froh, dass ich mit meiner Leistung den slowenischen

Fans Freude bereiten konnte“, sagte

Ivacic.

• Texte: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

AM RANDE

Zum 14. Mal fand im Matija-Gubec-Stadion ein

GP-Rennen statt. In den vergangenen Jahren

waren die Rennen jedoch ziemlich langweilig.

Auf der Bahn gab es ganz wenige schnelle

Fahrlinien und die Überholvorgänge konnte

man an den Fingern einer Hand abzählen. Im

Winter beschlossen die Verantwortlichen des

Clubs, den Bahnbelag zu wechseln und diese

Entscheidung erwies sich als ein Schuss ins

Schwarze. Das Rennen am 1. Juni war viel interessanter

und spannender als vorher und es

gab ganz wenig Läufe, in denen es keine Positionskämpfe

gab.

In dieser Saison gibt es nach den Freitagstrainings

Qualifyings, die entscheidend für die

Startnummern sind. Ähnlich wie in Warschau

waren die Qualifyings in Krsko in keinster Weise

ausschlaggebend für das Rennen. Artem Laguta,

schnellster Fahrer am Freitag (16,325 Sekunden),

wurde am Sonnabend nur Siebter.

Antonio Lindbäck (16,415) schied nach den Vorläufen

aus und belegte Platz 15. Bartosz Zmarzlik

hingegen nahm an den Qualifyings gar

nicht teil, fuhr jedoch am Sonnabend die Konkurrenz

in Grund und Boden. Jede Motorsportart

hat ihre eigene Spezifik und man muss den

MotoGP oder die Superbike-WM nicht nachäffen,

um den Wettbewerb noch spannender zu

machen.

Bartosz Zmarzlik setzt sich im Endlauf

gegen Martin Vaculik durch

Fühlte sich vom Schiedsrichter betrogen:

Patryk Dudek wurde „nur“ Vierter

kämpften Punkten bin ich insgesamt zufrieden“,

sagte der Pole, der derzeit im WM-Klassement

mit Zmarzlik punktgleich ist.

Tai Woffinden steigerte sich im Vergleich zum

polnischen GP-Rennen ein wenig, konnte aber

keinen Boden gutmachen. Der Titelverteidiger

überstand zwar als Siebter gerade noch die Vorläufe,

doch im Semifinale kam das Aus. Mit insgesamt

9 Punkten belegte „Woffy“ Tagesrang

6 und hat momentan einen Rückstand von

13 Zählern auf die WM-Führenden. Nach dem

Rennen erklärte der 28-Jährige, warum seine

Leistung manches zu wünschen übrig ließ. „Es

gab diese Woche einen Zeitpunkt, an dem ich

nicht mehr wusste, ob ich überhaupt an den

Start gehen würde. Die Magen-Darm-Grippe

hat mich erwischt. Gestern beim Ligarennen in

Breslau musste ich mich sogar übergeben. Ich


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 3 - Prag/CZ

Kolodziej kommt

Janus Kolodziej holt sich den Grand Prix von Prag.

Leon Madsen steht zum dritten Mal in Folge

auf dem Podest. Patryk Dudek wird Dritter.

Titelverteidiger Tai Woffinden muss

aussetzen.

¥ Foto: Niklas Breu

Nach seiner dritten WM-Goldmedaille setzte

sich Tai Woffinden das Ziel, erfolgreichster

Speedwayfahrer der Geschichte zu werden. Logischerweise

wollte der Engländer auch den Titel

erfolgreich verteidigen und hatte sich nach

eigenen Worten so intensiv wie noch nie für die

neue Speedwaysaison vorbereitet. Doch sein

Traum von der Titelverteidigung platzte am

7. Juni wie eine Seifenblase. Im Auftaktlauf des

Ekstraliga-Matches in Lublin stürzte „Woffy“

folgenschwer. Er zog sich unter anderem Brüche

des Schulterblattes und des dritten Brustwirbels

zu und wird wahrscheinlich erst im August

wieder Speedway fahren können. Dass der

28-Jährige nicht in Prag starten durfte, war ein

großer Schlag, denn er kam mit der Bahn im

Stadtteil Brevnov immer gut zurecht und konnte

dort schon dreimal gewinnen (2013, 2014,

2015). Unter Abwesenheit von Woffinden hatte

das führende WM-Trio vor, in Tschechien fleißig

Punkte zu sammeln. Doch die Aufgabe erwies

sich als schwieriger als gedacht. Nach drei

Durchgängen hatten Leon Madsen und Patryk

Dudek jeweils 6 Punkte, während Bartosz

Zmarzlik nur 3 Zähler erkämpft hatte. Der Vizeweltmeister

konnte sich danach deutlich steigern,

holte noch 5 Punkte dazu und schloss die

Vorläufe mit insgesamt 8 Zählern ab. Normalerweise

reicht das, um das Semifinale zu erreichen,

aber in der tschechischen Hauptstadt

schied der Pole als Neunter aus. Seine Konkurrenten

hatten nach 20 Heats jeweils 9 Punkte

vorzuweisen und schafften gerade noch als

Siebter bzw. Achter die Qualifikation. Völlig

überraschend war Max Fricke bester Mann dieser

Rennphase. Der Australier ersetzte im Marketa-Stadion

Woffinden, verzeichnete drei Siege

und kam auf respektable 12 Zähler. Im ersten

Semifinallauf siegte Madsen, nachdem der Däne

in der zweiten Runde den führenden Fricke

rücksichtslos attackiert und gefoult hatte. Der

Australier konnte sich zwar auf der Maschine

halten, büßte jedoch zwei Plätze ein, schied

aus und belegte letztendlich Tagesplatz 5. Wäre

er gestürzt, hätte der Schiedsrichter den Lauf

abbrechen und Madsen disqualifizieren müssen.

Unverständlicherweise reagierte Craig

Ackroyd – wer sonst? – jedoch nicht. Es ist nicht

zu erklären, dass der Engländer weiterhin GP-

Rennen „pfeifen“ darf, obwohl er immer wieder

beweist, dass er dort nichts verloren hat. Wie

lange wird Ackroyd noch den Wettbewerb verzerren?

Madsen kam am Ende vor Jason Doyle

als Sieger ins Ziel. Im 22. Heat holte Janusz Kolodziej

von der Außenbahn fahrend einen Start-

Ziel-Sieg und qualifizierte sich zum dritten Mal

in seiner GP-Karriere fürs Finale. Der Pole kam

mit der 353 Meter langen Strecke sehr gut zurecht.

Der 35-Jährige hatte nach drei Durchgängen

bereits 8 Punkte, doch danach kam nur

noch einer dazu. Emil Sayfutdinov lag in diesem

Semifinallauf sicher an 2. Stelle, fiel aber in der

dritten Runde wegen eines Kettenrisses aus.

Der Russe war in Prag gut unterwegs, darum

war seine Enttäuschung nach dem Ausfall logischerweise

sehr groß. Schließlich liegt sein

letzter GP-Triumph schon sechs Jahre zurück

(Cardiff 2013). Der Nutznießer des Malheurs

war Dudek, der Zweiter wurde und mit seinem

Landsmann ins Finale einzog. Im Endlauf legte

Kolodziej wieder den besten Start hin, setzte

sich an die Spitze und holte souverän seinen

ersten GP-Sieg, obwohl Madsen in der Endphase

immer näher herankam. „Ich kann nicht

glauben, dass ich es geschafft habe. Der erste

Sieg ist immer etwas Besonderes. Ich bin sehr

glücklich, aber auch sehr müde. Ich wusste vor

dem Finale, dass ein guter Start alles entscheidend

sein wird und dass Madsen ein sehr

schnelles Motorrad hat“, sagte Kolodziej. Der

Erfolg des Polen war sicherlich eine große Überraschung,

denn seine Leistungen in Warschau

und Krsko waren eher durchwachsen.

Madsen wurde Tageszweiter und stand zum

dritten Mal in Folge auf dem Podest. Der 30-Jährige

lag zunächst an 3. Stelle, nutzte jedoch in

der zweiten Kurve einen Fehler von Dudek aus,

der sich zu weit nach außen treiben ließ, und

zog am Polen vorbei. Dudek kam als Dritter ins

Ziel. Nach drei GP-Rennen liegen Dudek und

Madsen in der WM-Wertung gemeinsam an der

Spitze. Beide Fahrer haben jeweils 40 Punkte.

Zmarzlik ist zurzeit mit 36 Zählern Dritter. Doyle

belegte in der Tschechischen Republik den unbeliebten

4. Rang. Der Australier zeigte sich in

8 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


guter Form. Obwohl der Exweltmeister im achten Lauf wegen

Startbandberührung disqualifiziert wurde, erkämpfte er in den

Vorläufen 10 Zähler. Eine starke Leistung zeigte Fredrik Lindgren.

Als der Schwede im siebten Rennen stürzte, hatte er nach

zwei Durchgängen nur 2 Punkte auf dem Konto, dann aber folgten

drei Siege und er schloss die Qualifikation als Zweitbester

ab. Der Skandinavier wurde am Ende Sechster, gefolgt von Sayfutdinov

und Artem Laguta. Lindgren liegt im WM-Klassement

mit 32 Punkte an 4. Position, gefolgt von Sayfutdinov (30).

Dank des Sieges und 15 erzielten Punkten katapultierte sich

Kolodziej um sieben Plätze nach oben und ist momentan Siebter.

Robert Lambert verpasste zum ersten Mal das Semifinale und

wurde mit 6 Zählern Elfter. Vaclav Milik fuhr in Prag wieder mit

der Wildcard. Der 26-Jährige begann verheißungsvoll, als er im

Auftaktrennen einen Dreier holte und unter anderem Zmarzlik

nicht mal den Hauch einer Chance ließ. Doch später erzielte der

Tscheche nur noch einen Zähler und belegte am Ende Rang 12.

Martin Vaculik konnte an seinen Erfolg von Krsko, wo er Zweiter

wurde, nicht mal annähernd anknüpfen und landete auf Rang

13. Matej Zagar absolvierte im Marketa-Stadion sein 100. GP-

Rennen, aber das Jubiläum war alles andere als gelungen. Der

Slowene musste sich mit einem 14. Platz begnügen. Maciej Janowski

fuhr wieder unter den Erwartungen der Fans. Der Pole

schrieb zwar 7 Punkte, aber das reichte nur für einen 10. Rang.

Zum wiederholten Mal stellte es sich heraus, dass das Qualifying

vor dem Rennen wertlos ist. Die Bahnverhältnisse waren

am Sonnabend ganz anders und die Piloten, die ihre Technik

gemäß dem Qualifying abstimmten und ihre Startnummern

entsprechend wählten, hatten am Renntag das Nachsehen.

Von den sechs schnellsten Piloten am Freitag überstand nur

Madsen die Vorläufe. Antonio Lindbäck (15,194 Sekunden),

Sieger des Qualifyings, wurde am Sonnabend nur Fünfzehnter.

Wie schon so oft im Marketa-Stadion wurden die zirka 10.000

Zuschauer nicht von Spannung verwöhnt. Positionswechsel

konnte man an den Fingern einer Hand abzählen. Gute Starts

waren die halbe Miete. Wer als Erster in die Startkurve ging,

konnte schon mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer guten

Punkteausbeute rechnen. Vor dem letzten Durchgang fing es

an zu regnen. Der Regen dauerte zwar nicht lange an, aber dadurch

wurden die Bahnverhältnisse in der Rennendphase doch

etwas besser. Von einer GP-Runde kann man jedoch wesentlich

mehr erwarten als nur Fahrprozessionen.

• Text: Georg Dobes

Madsen, Kolodziej, Dudek (v.l.)

• Foto: Jarek Pabijan

Prag macht Laune: World-Super-Bike-Jungstar„Reiti“ Markus Reiterberger mit Eisspeedway-Star

Günther Bauer • „Monster Dancing Queen“ (rechts) • Fotos: Niklas Breu

Polnische Fans feiern

• Foto: Jarek Pabijan

Finalist Jason Doyle gegen den Punktbesten der Vorrunde Max Fricke • Foto: Niklas Breu

SPEEDWAY-WM

(nach 3 von 10 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 GP3 Ges.

1. Patryk Dudek PL 16 12 12 40

2. Leon Madsen DK 13 13 14 40

3. Bartosz Zmarzlik PL 10 18 8 36

4. Fredrik Lindgren S 15 5 12 32

5. Emil Sayfutdinov RUS 6 13 11 30

6. Martin Vaculik SK 7 17 4 28

7. Janusz Kolodziej PL 4 7 15 26

8. Niels-Kristian Iversen DK 14 7 3 24

9. Jason Doyle AUS 5 6 12 23

10. Artem Laguta RUS 4 9 9 22

11. Robert Lambert GB 8 7 6 21

12. Matej Zagar SLO 7 6 4 17

13. Antonio Lindbäck S 10 3 4 17

14. Max Fricke AUS 3 13 16

15. Tai Woffinden GB 6 9 15

16. Maciej Janowski PL 4 7 11

17. Bartosz Smektala PL 10 10

18. Vaclav Milik CZ 4 4

19. Matic Ivacic SLO 2 2

20. Dominik Kubera PL 0 0

21. Nick Skorja SLO 0 0

22. Zdenek Holub CZ 0 0

23. Rafal Karczmarz PL 0 0

24. Denis Stojs SLO 0 0

25. Ondrej Smetana CZ 0 0

GP2 - Krsko/SLO - SF1: Madsen, Zmarzlik, Woffinden, Laguta;

SF2: Dudek, Vaculik, Sayfutdinov, Lambert; Finale: Zmarzlik,

Vaculik, Madsen, Dudek.

GP3 - Prag/CZ - SF1: Madsen, Doyle, Fricke, Laguta; SF2: Kolodziej,

Dudek, Lindgren Sayfutdinov; Finale: Kolodziej, Madsen,

Dudek, Doyle.


SPEEDWAY-WM

Qualifikationsrunde 4

Abensberg/D

#84 kam,

sah und

siegte

Auch heuer stand Pfingsten im

schönen Abensberg wieder ganz

im Zeichen des Speedwaysports.

Wo könnte man an diesem

Montag auch anders sein

als hier. Es ist einfach

ein Muss

hier zu sein

und eine

Freude

obendrein.

Martin Smolinski vor Paco Castagna und Aleksandr Loktaev

10 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


Und wenn der Stadionsprecher von sage und schreibe

4800 Zuschauern (!) sprach, so müssen es nach meinen

Berechnungen neben mir wohl noch 4799 weitere gewesen

sein, die diesem Klassiker beiwohnten. Im Vergleich zu

dieser Zahl ist eine weitere, nämlich die magische Drei,

verschwindend gering. Aber genau um diese Drei ging es

hier und heute und damit verbunden um den Einzug in den

Challenge und in Folge um den Einzug in die Speedway-Königsklasse,

den Grand Prix. Grund genug also, Vollgas zu

geben und, ach ja, „beim Start ned zu zucken“. Das bedeutet/e,

nicht nur körperlich topfit zu sein, sondern auch

mental zu 100 Prozent fokussiert. Und genau von dieser

mehr als beeindruckenden „Speed Performance“ durften

wir schließlich Zeuge werden. Und das hat so was von Laune

gemacht! Und was auch Laune gemacht hat, waren die

äußeren Bedingungen. Perfektes Rennwetter, tolle Leute

und ein top Bahnumbau durch den engagierten MSCA aufgrund

der Tatsache, dass die hübsche alte Traditionstribüne

ja leider dem Bau von neuen Wohnungen auf Seite der

früheren Start-/Zielgerade weichen musste. Und so kam

es, dass dieses Jahr erstmals seitenverkehrt gestartet wurde.

Also natürlich schon noch links herum ;-), aber halt

eben von der früheren Gegengerade aus. Und das pünktlich.

Um 14:00 Uhr also nahmen die Festspiele ihren Lauf ...

Und das sogleich mit einem souveränen Smoli-Auftakt. Unter

anderem einem Vaclav Milik blieb da nur das Nachsehen.

Tobias Busch, zweiter Deutsche im Geschehen, startete

schließlich in Heat 3 mit 2 Zählern ebenfalls solide ins

Rennen. Und mit einem Sieg vom Polen Pawel Przedpelski

in Lauf 4 endete schließlich ein reibungslos verlaufener

erster Durchgang. Das Ehrenmitglied des MSCA Josef

„Wack“ Hofmeister sowie Karl Maier lobten derweil in der

ebenso flotten Bahnpause im Interview den hervorragenden

Zustand der Bahn. The Show could go on ... Und weiterhin

vorne Martin Smolinski, Kenneth Bjerre aus Dänemark

sowie der Pole Przedpelski als auch der Ukrainer Aleksandr

Loktaev. Einziger Wermutstropfen des zweiten

Durchgangs war derweil der Ausfall von Tobi Busch direkt

nach dem Start in Heat 6. Insgesamt lief’s aber wie am

Schnürchen. Es passte wirklich alles. Auch außen herum

nebst gut gelauntem Vorstand und einem Lokalmatador,

der sich zwischen seinen Rennläufen außerdem auch noch

Zeit für Interviewfragen nahm. Einfach der Hammer! Was

während des gesamten Verlaufs außerdem sehr zur Freude

bei allen Beteiligten beitrug, dürfte wohl auch die gute

Sicht gewesen sein, sprich kaum Staubentwicklung und

das beim Speedway und das bei sonnigen +/- 28 Grad. Der

Verlauf so perfekt, dass es schon fast „unheimlich“ war.

Mir gehen die Superlative aus.

Es folgte Lauf 13 und damit einhergehend der erste Patzer

vom bis dato mit Smolinski gleichauf liegenden Przedpelski,

was ihn in Folge wohl auch seine Qualifikation gekostet

haben dürfte. Bitter, aber der seit dem Vorjahr neue und

komprimierte Qualiverlauf verzeiht einfach keine Fehler,

Punkt.

Nach dem dritten Durchgang präsentierten sich schließlich

im Rahmenprogramm erstmals an diesem Tag die FIM

Women in Motorcycling auf der Bahn. Initiiert maßgeblich

von Susanne Neuhäuser (FIM). Eine Flattrack-Demonstration

verbunden mit der klaren Botschaft, dass auch Mädels

richtig Gas geben können, und zwar egal in welcher Disziplin

oder Position (und nicht nur wahnsinnig gut kochen ;-)).

Auch der weitere Verlauf verlief wie im Bilderbuch. Ich

kann’s nicht anders sagen. Ganz große Werbung für diesen

schönen Sport. Warum an diesem Tag alle so brav fuhren

(dem Aneinanderreihen einer Perlenkette gleichend), ich

weiß es nicht. Ich weiß nur, spannend war’s trotzdem und

Genuss pur. Und da ich mir infolgedessen nicht das halbe

Rennen die Augen zuhalten musste, habe ich sogar auch

alles gesehen.

Derweil bewegte sich das Renngeschehen auf die Zielgerade

zu. Und Smoli setzte seinen Siegeszug unbeirrt fort, gefolgt

von Loktaev und Bjerre. Diese mussten zwar zum Ende

hin noch ein Stechen fahren, der Form halber um Platz 2

und 3. Aber da hierbei ja unterm Strich die Platzierung egal

war, war es eher ein Schaufahren und Bjerre überließ direkt

nach dem Start seinem Kontrahenten kampflos die

Führung. Es gab hier auch keinen Grund mehr, noch irgendein

unnötiges Risiko einzugehen. Das Ziel an diesem

Tag lautete einzig und allein: Weiterkommen in den Challenge!

Und das war geschafft. Während der Rest des Fah-

FIM Women in Motorcycling (v.l.): Mariuxi Taranto, Yasmin

Poppenreiter, Tanja Schlosser, Sabine Kroneisl,

Susanne Neuhäuser, (vorne) Michelle Kroneisl und Jenny

Lehmann

rerfeldes an diesem Tag etwas unter „ferner liefen“

lief, hatten dafür die drei Erstplatzierten

umso mehr Grund zur Freude. Mit einem lupenreinen

Maximum und geknackten 80 km/h Geschwindigkeit

führt die Reise jetzt für einen beflügelten

Martin & Co. nach Gorican, Kroatien.

Und wer am 24. August noch nichts anderes vor,

Lust und Zeit hat, darf sich diesen Termin jetzt

gerne auch schon mal in seinem individuellen

Rennkalender ergänzen. Denn es gibt nichts

Besseres als Rückendeckung.

Fazit: Mit dem Einzug des einzigen Deutschen in

den GP-Challenge und einer Top Veranstaltung

durch den MSC Abensberg nahm dieser Renntag

einen sehr glücklichen und erfolgreichen Verlauf!

Weiter so!

PS: Ich meinerseits wurde kürzlich (von Steve

Hartley) am Rande der Rennbahn nach meinen

GP-Plänen 2020 gefragt und ich habe lächelnd

geantwortet: Cardiff, und zwar in Kombi

mit Martin Smolinski bitte. Wenn schon,

denn schon! in diesem Sinne, #84 good Luck!

... You can get it if you really want! ...

• Text: Nadine Pfeiffer; Fotos: Klaus Goffelmeyer

Speedway-WM - Qualifikationsrunde 4 - Abensberg/D

10.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Challenge in Gorican/KRO am 24.8.: 1. Martin

Smolinski, D, 15 Punkte; 2. Aleksandr Loktaev, UKR, 13+3;

3. Kenneth Bjerre, DK, 13+A.

Ausgeschieden: 4. Timo Lahti, FIN, 11; 5. Pawel Przedpelski,

PL, 10; 6. Jurica Pavlic, KRO, 10; 7. Vaclav Milik, CZ, 9; 8. Linus

Sundström, S, 9; 9. Mikkel Bech Jensen, DK, 6; 10. Paco Castagna,

I, 5; 11. Tobias Busch, D, 5; 12. Charles Wright, GB, 5;

13. Matic Ivacic, SLO, 4; 14. Lasse Madland Fredriksen, N, 3;

15. Roland Kovacs, H, 2; 16. Ricards Ansviesulis, LV, 0.


SPEEDWAY-WM

Qualifikationsrunde 1 - Glasgow/GB

Koch-Duell

King’s Lynns Neuverpflichtung Craig Cook brillierte

auf seiner Hausbahn mit einem beeindruckenden

Maximum. „Ich habe kein Geheimnis

daraus gemacht, dass ich meinen Platz in der

Grand-Prix-Serie zurückhaben will. Das ist mein

Ziel für diese Saison. Also bin ich jetzt auf halbem

Weg. Ich bin begeistert, wie es gelaufen

ist. Ich musste ein paar Überholmanöver fahren,

aber ich habe es geschafft, meine gewünschten

Ergebnisse zu erzielen“, so der Gewinner

nach dem Rennen. Sein Teamkollege in

Norfolk, Robert Lambert, qualifizierte sich als

Vierter. Er gab nur 3 Punkte ab, in Heat 9 gegen

Pontus Aspgren, in Heat 14 gegen Niels-Kristian

Iversen und im letzten Lauf gegen Cook.

In diesem Lauf 20 ging es um alles für Exweltmeister

Chris Holder. Aber diesen Lauf dominierten

Cook und Lambert. Holder hatte als Dritter

keine Chance und musste seine Grand-Prix-

Hoffnungen überraschend begraben. Lambert

nach dem Rennen: „Heute Abend ging es nur

darum, sich zu qualifizieren. Ich bin froh, diese

Runde hier geschafft zu haben. Jetzt können wir

uns auf das entscheidende Rennen in Gorican

konzentrieren, wenn es um alles geht. Ich

möchte im GP bleiben.“ Überraschend konnte

sich Pontus Aspgren qualifizieren. Er gewann

seine ersten drei Läufe, gefolgt von zwei 2. Plätzen.

Das Stechen um Platz 2 verlor er gegen

Iversen in der zweiten Kurve. Die beiden Polen

kamen auf der 319-Meter-Bahn im Ashfield Stadion

nicht so gut zurecht. Sebastian Niedzwiedz

und – etwas überraschend – Bartosz

Smektala schieden aus dem weiteren Wettbewerb

aus. • Andreas Fahldiek

Speedway-WM - Qualifikationsrunde 1 - Glasgow/GB

8.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Challenge in Gorican/KRO am 24.8.: 1. Craig

Cook, GB, 15 Punkte; 2. Niels-Kristian Iversen, DK, 13; 3. Pontus

Aspgren, S, 13; 4. Robert Lambert, GB, 12.

Ausgeschieden: 5. Chris Holder, AUS, 11; 6. Nicolas Covatti, I,

11; 7. Broc Nicol, USA, 9; 8. Tero Aarnio, FIN, 7; 9. Bartosz Smektala,

PL, 6; 10. Ondrej Smetana, CZ, 6; 11. Jacob Thorssell, S, 5;

12. Glenn Moi, N, 3; 13. Kyle Bickley, GB, 3; 14. Hans Andersen,

DK, 2; 15. Dimitri Bergé, F, 2; 16. Sebastian Niedzwiedz, PL, 1;

17. Rohan Tungate, AUS, 1; 18. Leon Flin, GB, 0.

Qualifikationsrunde 2 - Zarnovica/SK

Heiß umkämpft

Nicht nur das Wetter war heiß, auch der Kampf

um die vier ersten Plätze. Denn nur die zielten in

Richtung Challenge, von wo aus der Sprung in

die oberste Etage des Einzelspeedways möglich

ist.

So war das Starterfeld aus elf Ländern – Polen,

Russland, Schweden Lettland und Tschechien

stellten je zwei Starter – auf die Spitzenpositionen

ausgerichtet, doch am Ende triumphierten

Cracks aus den Einzelnationen.

Anders Thomsen aus Dänemerk stieg auf das

höchste Podest. Ihm zur Seite Martin Vakulic

aus dem Veranstalterland, der Slowakei.

Mit Bahndiensten nach jedem Lauf begann die

Qualifikationsrunde 2 zur WM auf der 400-Meter-Bahn

etwas holprig, wurde dann jedoch

flott durchgezogen und das Meeting ging ohne

einen einzigen Sturz über die Bühne. Durch die

Bank gab es spannende Momente und nur selten

wurde ein Teilnehmer echt abgehängt. Mit

einem Sieg des Dänen Thomsen begann das

Rennen, dem die weiteren Siege im ersten

Durchgang von Peter Ljung, Matej Zagar und Jaroslaw

Hampel folgten.

Zarnovica-Sieger Anders Thomsen

vor Daniel Bewley und

Eduard Krcmar

Zarnovica: Selfie time am Stockerl mit (v.l.) Matej

Zagar, Anders Thomsen und Peter Ljung

Im zweiten Durchgang stellten sich die Weichen,

wenn auch mit verschiedenen Vorzeichen.

Hampel, der absolute Routinier, schloss

mit 6 Punkten ab, Thomsen unterlag gegen Vakulic

und gab – wie sich in der Folge herausstellte

– den einzigen Punkt des Tages ab. Doch

der 37-jährige Pole Hampel baute plötzlich ab

und konnte nur mehr drei Einser kassieren. Damit

fiel er durch den Rost, wurde nur Sechster

und blieb die Enttäuschung des Tages. An der

Spitze tummelten sich weiter Thomsen und Vaculik.

Während der Däne auch seinen letzten

Durchgang gewann, musste Vaculik – der übrigens

seit 2009 den Bahnrekord auf seiner Heimatstrecke

hält – eine Niederlage gegen Matej

Zagar einstecken. Der Slowene erzwang damit

ein Stechen um Platz 3 gegen Ljung, das der

Schwede für sich entschied. Auf Rang 5 landete

der Lette Andzejs Lebedevs, der seinen 2-Punkte-Rückstand

auf zwei 3. Laufplätze zurückzuführen

hatte.

Unter den Erwartungen blieb das tschechische

Duo Josef Franc/Eduard Krcmar. Mit nur je

5 Punkten landeten sie auf den Rängen 14 bzw.

9 und waren damit punktemäßig in einer Kategorie

mit Gleb Chugunov (10) und Daniel Bewley

(11), Oleg Mihailov (12) und Andriy Karpov (13).

• Text u. Fotos: Alfred Domes

Speedway-WM - Qualifikationsrunde 2 - Zarnovica/SK

8.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Challenge in Gorican/KRO am 24.8.: 1. Anders

Thomsen, DK, 14 Punkte; 2. Martin Vaculik, SK, 13; 3. Peter

Ljung, S, 12+3; 4. Matej Zagar, SLO, 12+2.

Ausgeschieden: 5. Andzejs Lebedevs, LV, 10; 6. Jaroslaw Hampel,

PL, 9; 7. Krzysztof Buczkowski, PL, 8; 8. Andrey Kudriashov,

RUS, 7; 9. Eduard Krcmar, CZ, 5; 10. Gleb Chugunov, RUS, 5;

11. Daniel Bewley, GB, 5; 12. Oleg Mihailov, LV, 5; 13. Andriy Karpov,

UKR, 5; 14. Josef Franc, CZ, 5; 15. Norbert Magosi, H, 3;

16. Joel Kling, S, 3; 17. Jakub Valkovic, SK, 0.

Qualifikationsrunde 3 - Lamothe-Landerron/F

Bellego in Topform

David Bellego zeigte sich vor eigenem Publikum

in hervorragender Form und gewann im Patrick-

Goret-Stadion verdient. Der 26-Jährige schrieb

vor fast 2000 Zuschauern insgesamt 14 Zähler

und beugte sich nur Max Fricke. Chris Harris

ließ nach seinem Ausscheiden aus dem GP

deutlich nach, aber in Südfrankreich stieg der

36-Jährige wie ein Phönix aus der Asche auf.

Der Engländer kam auf 13 Punkte und qualifizierte

sich für den GP-Challenge. Die restlichen

Fahrkarten nach Gorican lösten Mikkel Michelsen

und Max Fricke, die jeweils 12 Zähler erkämpften.

Die Punkteausbeute des Australiers

hätte höchstwahrscheinlich größer sein können,

hätte er im sechsten Lauf Max Dilger nicht

zu Fall gebracht. Krister Gardell brach das Rennen

ab und disqualifizierte Fricke. Im Zusatzlauf

um den 3. Gesamtplatz setzte sich dann

Mikkelsen gegen das „Känguru“ durch.

Mit am Start in Frankreich waren auch zwei

DMSB-Vertreter, aber keiner von ihnen überstand

die Qualifikationsrunde. Kai Huckenbeck

begrub seine Chance aufs Weiterkommen

schon im siebten Heat, als er in der zweiten

Runde stürzte und vom Re-run ausgeschlossen

wurde. Nach zwei Durchgängen hatte der Fahrer

noch keine Punkte auf dem Konto. Der

26-Jährige hatte am Ende einen Sieg vorzuweisen

und wurde mit 7 Zählern Achter. Max Dilger

war nach 20 Läufen mit seinem Landsmann

punktgleich und belegte letztendlich Gesamtplatz

9. „Das Rennen in Frankreich war eines,

das sicher besser hätte laufen können. Aber ich

bin auch nicht ganz unzufrieden mit dem Ergebnis

bei diesem Starterfeld. Wir haben im Verlauf

des Rennens einiges probiert und gelernt, was

uns sicher auch in Zukunft helfen wird“, fasste

der Deutsche seinen Auftritt auf der 350 Meter

langen Bahn zusammen. • Georg Dobes

Speedway-WM - Qualifikationsrunde 3

Lamothe-Landerron/F - 8.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Challenge in Gorican/KRO am 24.8.: 1. David

Bellego, F, 14 Punkte; 2. Chris Harris, GB, 13; 3. Mikkel Michelsen,

DK, 12+3; 4. Max Fricke, AUS, 12+2.

Ausgeschieden: 5. Szymon Wozniak, PL, 10; 6. Viktor Kulakov,

RUS, 10; 7. Oliver Berntzon, S, 9; 8. Kai Huckenbeck, D, 7; 9. Max

Dilger, D, 7; 10. Bradley Wilson-Dean, NZ, 6; 11. Luke Becker,

USA, 6; 12. Mathieu Trésarrieu, F, 5; 13. Zdenek Holub, CZ, 5;

14. Jesse Mustonen, FIN, 2; 15. Stephane Trésarrieu, F, 2; 16. Nicolas

Vincentin, I, 0; 17. Gaetan Stella, F, 0.

12 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


Junioren - Finale 1 - Lublin/PL

Chugunov siegt

Etwas überraschend triumphierte Gleb Chugunov

im ersten Finalrennen der Junioren-WM,

das in Lublin stattfand. Im Endlauf kam der Russe

am besten aus den Bändern und siegte unangefochten.

Bartosz Smektala, der vor dem Turnier

zum engsten Favoritenkreis gehörte, wurde

im Osten Polens Tageszweiter. Der Titelverteidiger

lag nach dem Start an 2. Stelle, konnte

jedoch Chugunov nicht gefährden. Das Rennen

lief für den 20-Jährigen nicht nach Maß. Nach

drei Durchgängen hatte der Pole nur 4 Punkte

auf dem Konto und schloss die Vorläufe mit

9 Zählern als Sechstbester ab. „Das war ein

schwieriges Rennen. Besonders in der Anfangsphase

tat ich mich sehr schwer. Ich dachte sogar

schon, ich hätte vergessen, wie man Speedway

fährt. Zum Glück haben wir danach meine

Technik doch richtig abstimmen können“, sagte

Smektala.

Eine starke Leistung erbrachte hingegen Dominik

Kubera. Der Pole hatte vor dem Finallauf respektable

17 Zähler. Er beugte sich nur im neunten

Heat seinem Landsmann Drabik. Im Finale

lag Kubera drei Runden lang an 3. Position, bekam

jedoch danach aufgrund schwieriger

Bahnverhältnisse Probleme und wurde von Robert

Lambert überholt. Der Pole konnte jedoch

von Glück reden, dass er im Finale überhaupt

starten durfte. Im 22. Rennen lag Kubera an

letzter Position, als Jan Kvech die Bahnbegrenzung

touchierte und Christina Turnbull den Lauf

abbrach. Der Tscheche war zwar nicht gestürzt,

aber er riss dabei eine Werbung herunter. Sie

lag auf der Bahn und stellte eine Gefahr für die

Fahrer dar. Im Re-run kreuzte der amtierende

Junioren-Europameister als Erster die Ziellinie.

Nach dem Turnier in Lublin liegen Tschugunow

und Kubera in der WM-Wertung mit jeweils

17 Punkten an der Spitze. Lambert erzielte auf

dem 388 Meter langen Oval insgesamt 14 Zähler.

Die Ausbeute des Engländers hätte wahrscheinlich

stattlicher sein können, wäre er im

vierten Durchgang nicht gestürzt.

Der Juniorenweltmeister von 2017 Maksym Drabik

war nach der Qualifikation noch ungeschlagen

und es schien, als ob er nach dem Sieg greifen

würde, aber im ersten Semifinallauf lag der

21-Jährige zunächst an letzter Stelle. Der Pole

rang zwar Jaimon Lidsey nieder, aber Chugunov

und Smektala waren bereits enteilt. Drabik hat

im Gesamtklassement einen Punkt weniger als

die Führenden. Wesentlich unter den Erwartungen

fuhren in Lublin die dänischen Fahrer. Keiner

der insgesamt vier DMU-Vertreter konnte

die Qualifikation überstehen. Jonas Jeppesen

verpasste den Einzug ins Semifinale ganz

knapp. Er war nach 20 Heats mit Kvech punktgleich,

verlor jedoch das direkte Duell und belegte

am Ende Platz 9. Frederik Jakobsen wurde

mit 6 Zählern Elfter, doch im neunten Rennen

riss die Kette und der 21-Jährige musste zu Boden.

Dominik Möser möchte das Rennen in Polen sicherlich

schnellstens vergessen. Der Ludwigsluster

konnte keine Punkte schreiben und wurde

am Ende Sechzehnter. Der 21-Jährige hofft,

dass er in der zweiten Finalrunde, die im September

in Güstrow stattfinden wird, besser abschneidet.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Speedway-Junioren-WM - Finale 1 - Lublin/PL - 22.6.2019

Ergebnis:

1. Gleb Chugunov, RUS, 17 Punkte; 2. Bartosz Smektala, PL, 13;

3. Robert Lambert, GB, 14; 4. Dominik Kubera, PL, 17; 5. Maksym

Drabik, PL, 16; 6. Wiktor Lampart, PL, 11; 7. Jaimon Lidsey,

AUS, 8; 8. Jonas Jeppesen, DK, 8; 9. Jan Kvech, CZ, 8; 10. Nick

Skorja, SLO, 7; 11. Frederik Jakobsen, DK, 6; 12. Viktor Trofimov,

PL, 5; 13. Patrick Hansen, DK, 4; 14. Rafal Karczmarz, PL,

2; 15. Tim Sörensen, DK, 1; 16. Dominik Möser, D, 0; 17. Kamil

Nowacki, PL, 0; 18. Mateusz Cierniak, PL, 0.

1. Gleb Chugunov

2. Bartosz Smektala

3. Robert Lambert

Robert Lambert spektakulär

vor Viktor Trofimov und

Dominik Möser

• Foto: FIM Europe

Dänemark siegt mit Mads Hansen (links), Jonas Seifert-Salk (re.)

und Christian Thaysen (vorn) vor Lettland und Schweden

U19-Paar-Cup - Finale - Pilsen/CZ

Dänischer Triumph

Das dänische Team gewann im westtschechischen

Pilsen den Europapokal im Paar-Wettbewerb.

Die Skandinavier siegten in allen ihren

Läufen mit 5:1 und bezwangen im Finale das

Duo aus Lettland. Ihr Leistungsträger war Mads

Hansen, der auf der 365 Meter langen Bahn ein

lückenloses Punktemaximum erzielte. Er kreuzte

fünfmal als Sieger die Ziellinie. Der 2. Gesamtrang

der Letten ist sicherlich die größte

Überraschung des Rennens. Bester Fahrer der

Osteuropäer war Artjoms Trofimovs, der in Pilsen

insgesamt drei Siege verzeichnen konnte.

Da sich insgesamt neun Teams für den Wettbewerb

angemeldet hatten, wurde zuerst eine

Qualifikation in zwei Gruppen ausgetragen. Die

jeweils zwei besten Mannschaften zogen ins

Semifinale ein. In der Gruppe B ging die deutsche

Mannschaft an den Start. Nach einer doppelten

Niederlage gegen die übermächtigen

Dänen holten die jungen Fahrer einen 5:1-Sieg

gegen die Finnen. Leider unterlag das DMSB-

Team im neunten, alles entscheidenden Lauf

Lettland mit einem 2:4 und schied knapp aus.

Lukas Baumann überholte nach einem etwas

schwachen Start Ernests Matjusonoks und griff

dann Trofimovs an, fand jedoch kein Durchkommen

und kam als Zweiter ins Ziel. Deutlich unter

den Erwartungen präsentierte sich die polnische

Mannschaft. Der Titelverteidiger wurde in

der Gruppe A hinter Schweden und den Gastgebern

nur Dritter und überstand die Qualifikation

nicht. Im Rennen um den 3. Rang bezwangen

die Schweden die tschechische Mannschaft

und sicherten sich am Ende die Bronzemedaille.

Die Skandinavier hatten die große Chance,

im Finale gegen Dänemark anzutreten, schafften

es aber nicht. Im Semifinalduell gegen Lettland

lag Philip Hellström-Bängs in Führung,

ging aber zu Boden und die Osteuropäer holten

schließlich einen 4:2-Sieg. • Text: Georg Dobes

Speedway-EM - U19-Paar-Cup - Finale - Pilsen/CZ - 22.6.2019

Ergebnis:

Gruppe A: 1. Schweden, 18 Punkte (Alexander Woentin N, Philip

Hellström-Bängs 10, Anton Karlsson 8); 2. Tschechien, 14 (Petr

Chlupac 11, Daniel Klima 3).

Ausgeschieden: 3./5. Gesamtrang Polen, 12 (Jakub Miskowiak

10, Karol Zupinski 1, Denis Zielinski 1); 4./7. Slowakei, 9 (Michal

Danko 2, Jan Mihalik 7); 5./9. Ukraine, 7 (Marko Levishyn 7, Andrij

Rozaljuk 0).

Gruppe B: 1. Dänemark, 15 (Mads Hansen 9, Jonas Seifert-Salk

2, Christian Thaysen 4); 2. Lettland, 10 (Artjoms Trofimovs 7, Ernests

Matjusonoks 3).

Ausgeschieden: 3./6. Gesamtrang Deutschland, 8 (Ethan Spiller

0, Lukas Baumann 6, Ben Ernst 2); 4./8. Finnland, 3 (Timi

Salonen 2, Toni Hyyryläinen 1).

Semifinale 1: Trofimovs, Karlsson, Matjusonoks, Hellström-

Bängs S.

Semifinale 2: Hansen, Seifert-Salk, Chlupac, Klima.

Um Rang 3: Hellström-Bängs, Karlsson, Chlupac, Klima.

Finale: Hansen, Seifert-Salk, Trofimovs, Matjusonoks.

Juli '19 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY-WM + EM

Robert Lambert, Jonas Jeppesen und Maksym Drabik (v.l.)

Junioren-WM - Pardubice/CZ

Baumann und

Wassermann raus

Fahrer aus dreizehn Nationen rollten beim Pardubicer

Event ans Startband, womit es ein weit

gefächertes Spektrum gab, in dem drei Nationen

mit einem Duo antraten. Während Großbritannien

– mit Robert Lambert – und die gastgebende

Republik Tschechien – mit Jan Kvech –

die Hürde meisterten, scheiterte das deutsche

Aufgebot. Am besten setzten die Einzelstarter

aus Dänemark und Polen die Aufgabe um.

Jonas Jeppesen konnte mit 14 Punkten aufs

höchste Treppchen steigen und Maksym Drabik

aus Polen wurde Dritter. Dazwischen schob sich

der Vertreter der „Young Lions“, Robert Lambert.

Bei bedecktem Himmel, aber dennoch angenehmer

Temperatur starteten die U21-er in die

erste Runde, aus der es für vier Cracks eine

Fahrkarte in den nächsten Level gab. Es gab

durch die Bank gute Rennen, was an der Dramaturgie

der Punkteentwicklung sichtbar ist. Sieger

Jeppesen verlor einmal gegen Drabik. Der

Zweitplatzierte Lambert verlor ebenfalls gegen

Drabik und zuvor gegen Jeppesen. Drabik zog

dagegen gegen den Australier Jaimon Lidsey

den Kürzeren und war im Eröffnungslauf gar nur

Dritter hinter Trofimov und Wassermann. Damit

14 Punkte für Jeppesen, 13 für den Briten und

12 für Drabik.

Dominik Kubera, Frederik Jakobsen und Nick Skorja (v.l.)

Lokalmatador Jan Kvech wurde vom Publikum

getragen, fuhr zunächst drei Laufsiege ein, ehe

er offensichtlich abbaute. Nur ein Punkt gegen

Jeppesen und Lidsey und im letzten Lauf gar ein

Nuller. Doch 10 Punkte genügten, um die Qualihürde

zu schaffen. Tagesrang 5 ging an den

Australier Jaimon Lidsey, der mit einer Wildcard

in die Finalrennen eingreifen wird. Er sorgte für

einen spektakulären Abgang im elften Lauf, als

er nach Kampf mit Lambert im Airfence landete.

Zum Glück konnte er unverletzt das Meeting zu

Ende fahren.

Nicht vom Glück begünstigt agierten die beiden

Deutschen. Der für Michael Härtel eingesprungene

Sandro Wassermann ließ zwar zu Beginn

Hoffnung aufkommen, als er hinter Trofimov,

aber vor Drabik, 2 Punkte holte, doch dann warf

ihn ein Sturz aus dem Rhythmus, was mit Platz

13 endete. Lukas Baumann sammelte stetig

Punkte, landete auch einen Laufsieg gegen Trofimov

(6.) und den gut agierenden Schweden

Alexander Woentin (7.), blieb als Achter aber

hinter ihnen.

Englands Dan Bewley kam wie Baumann auf

8 Punkte und wurde als Neunter vor dem Ukrainer

Marko Levishyn klassiert. Am Ende des Feldes

fand sich der Franzose Steven Goret, der

sich ebenso wie der Slowene Jernej Hribersek

nicht profilieren konnte.

• Text u. Foto: Alfred Domes

Speedway-Junioren-WM - Qualifikationsrunde 1

Pardubice/CZ - 25.5.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Jonas Jeppesen, DK, 14 Punkte; 2. Robert

Lambert, GB, 13; 3. Maksym Drabik, PL, 12; 4. Jan Kvech,

CZ, 10.

Ausgeschieden: 5. Jaimon Lidsey, AUS, 9; 6. Artjom Trofimov,

LV, 9; 7. Alexander Woentin, S, 9; 8. Lukas Baumann, D, 8; 9. Dan

Bewley, GB, 8; 10. Marko Levishyn, UKR, 7; 11. Petr Chlupac, CZ,

6; 12. Arslan Fayzulin, RUS, 5; 13. Sandro Wassermann, D, 5;

14. David Pacalaj, SK, 2; 15. Jernej Hribersek, SLO, 2; 16. Steven

Goret, F, 1.

Junioren-WM - Stralsund/D

Actionreich

Spannung bis zum Schluss war bei der zweiten

Qualifikationsrunde zur Speedway-Junioren-

WM angesagt. Nach 20 Läufen hatten die Vorausfavoriten

Frederik Jakobsen und Dominik

Kubera je 14 und Nick Skorja und Tim Sörensen

je 11 Punkte auf dem Konto und mussten ins

Stechen um die Treppchenplätze. Jakobsen

setzte sich schließlich vor Kubera und Skorja

vor Sörensen durch. Enttäuscht über seine Leistung

war Lokalmatador Dominik Möser, der das

Rennen als Fünfter beendete und damit haarscharf

die Qualifikation verpasste. Er konnte

sich aber später wieder freuen, weil er für seine

Leistung eine der drei begehrten permanenten

Wildcards erhielt, neben Jaimon Lidsey und

dem Polen Bartosz Smektala. Mit ebenfalls

9 Zählern landete Lukas Fienhage auf Rang 6.

Der dritte Deutsche im Feld, Leon Arnheim, wurde

Letzter. • Foto links: Daniel Sievers

Speedway-Junioren-WM - Qualifikationsrunde 2

Stralsund/D - 25.5.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Frederik Jakobsen, DK, 14+3 Punkte;

2. Dominik Kubera, PL, 14+2; 3. Nick Skorja, SLO, 11+3; 4. Tim

Sörensen, DK, 11+2.

Ausgeschieden: 5. Dominik Möser, D, 9; 6. Lukas Fienhage, D,

9; 7. Luke Becker, USA, 9; 8. Christoffer Selvin, S, 8; 9. Roman

Lachbaum, RUS, 8; 10. Zach Wajtknecht, GB, 7; 11. Broc Nicol,

USA, 5; 12. Matthew Gilmore, AUS, 5; 13. Daniel Klima, CZ, 4;

14. Drew Kemp, GB, 3; 15. Timi Salonen, FIN, 1; 16. Gaetan Stella,

F, 1; 17. Leon Arnheim, D, 1.

Wiktor Lampart, Gleb Chugunov und Patrick Hansen (v.l.)

Junioren-WM - Krakau/PL

Chugunovs

Galavorstellung

Gleb Chugunov gab in Krakau vor lediglich 400

Zuschauern eine Galavorstellung. Das russische

„Wunderkind“ erzielte in der alten polnischen

Hauptstadt ein makelloses Punktemaximum

und qualifizierte sich souverän für die Finalrunde.

„Ich kann die Finalrennen kaum erwarten.

Dort wird es allerdings nicht mehr so

einfach sein. Im Vorjahr hinderte mich eine Verletzung

im Kampf um eine Medaille, darum war

die heutige Qualifikation für mich so wichtig“,

sagte der Triumphator nach dem Rennen.

Die WM-Finals erreichten auch Patrick Hansen,

Rafal Karczmarz sowie Wiktor Lampart. Alle drei

Fahrer erzielten jeweils 13 Punkte und bestritten

danach noch ein Stechen um die Plätze 2 bis

4. Aus dem Dreikampf ging Lampart als Sieger

hervor, gefolgt von dem Dänen. Mit großen

Hoffnungen aufs Weiterkommen gingen auch

Olegs Mihailovs und Filip Hjelmland ins Rennen,

aber sie schieden auf der 389 Meter langen

Bahn aus. Die Fahrer belegten am Ende die

Ränge 7 bzw. 5.

Niels Oliver Wessel war in Krakau der einzige

DMSB-Vertreter. Drei 3. Plätze waren seine Bilanz,

was letztendlich für Platz 13 reichte. „Man

sieht ganz klar, wo man steht. Es ist nicht umsonst

eine Weltmeisterschaftsqualifikation,

man kann nur von den anderen lernen und dies

als positiven Aspekt sehen. Natürlich will jeder

vorne dabei sein“, fasste der 19-jährige Deutsche

zusammen.

Erfreulich, dass es in der Qualifikation nur einen

Sturz gab. Philip Hellström-Bängs musste

im 14. Heat zu Boden, glücklicherweise aber

zog sich das 16-jährige Supertalent aus Schweden

keine Verletzungen zu.

• Text u. Foto: Georg Dobes

Speedway-Junioren-WM - Qualifikationsrunde 3

Krakow/PL - 25.5.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Gleb Chugunov, RUS, 15 Punkte;

2. Wiktor Lampart, PL, 13+3; 3. Patrick Hansen, DK, 13+2; 4. Rafal

Karczmarz, PL, 13+1.

Ausgeschieden: 5. Filip Hjelmland, S, 11; 6. Jordan Stewart,

AUS, 10; 7. Olegs Mihailovs, LV, 9; 8. Davis Kurmis, LV, 7; 9. Andrij

Rosaljuk, UKR, 7; 10. Jack Thomas, GB, 6; 11. Philip Hellström-Bängs,

S, 5; 12. Niklas Säyriö, FIN, 4; 13. Niels Oliver

Wessel, D, 3; 14. Patrik Mikel, CZ, 3; 15. Andrei Popa, RO, 1;

16. Dennis Fazekas, H, 0.

14 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


EM-Challenge - Nagyhalasz/H

Lagutas

ungarischer

Spaziergang

Nach einer fast zweijährigen Dopingsperre

kehrte Grigorij Laguta mit einem Paukenschlag

auf die europäische Speedwaybühne zurück.

Mit einem lupenreinen Maximum wies er all seine

Konkurrenten beim SEC Challenge im ungarischen

Nagyhalasz eindrucksvoll in die Schranken.

Nach Durchführung aller SEC-Vorläufe war klar,

dass der Challenge dieses Jahr ohne deutsche

Beteiligung stattfinden wird. Martin Smolinski,

Kai Huckenbeck, Erik Riss, Tobias Busch und Kevin

Wölbert scheiterten zuvor zum Teil äußerst

knapp in ihren Qualifikationsläufen in Gorican,

Poznan, Rivne und Krsko. Als der junge Dominik

Kubera zwei Wochen vor dem Challenge vor die

Wahl gestellt wurde, entweder an der Europameisterschaft

der Senioren (SEC) oder an der

Junioren-WM teilzunehmen (die Qualifikation

für beide Wettbewerbe fand am gleichem Tag

statt) und sich der Pole für die U21-WM entschied,

eröffnete sich für den fünftplatzierten

aus Gorican, Martin Smolinski, doch noch die

Chance, am Wettbewerb teilzunehmen. Da Martin

aber kurzfristig erkrankte und somit nicht

nach Ungarn reisen konnte, durften die Teilnehmer

folgender acht Nationen die zu vergebenden

fünf Startplätze der EM-Serie unter sich

ausmachen: Russland, Frankreich, Tschechien,

Dänemark, Polen, Kroatien, Lettland und Ungarn.

Gerade auf die Ungarn schien das Rennen eine

große Anziehungskraft ausgeübt zu haben,

denn das an mehrere Fischteiche angrenzende

Stadionrund des im Nordosten des Landes gelegenen

beschaulichen Nagyhalasz war am

Renntag mehr als gut gefüllt. Auf dem für Zuschauer

provisorisch eingerichteten Parkplatz

konnte man neben der überwiegend in Ungarn

registrierten Autos jedoch auch Pkws aus Kroatien,

Rumänien, Polen und natürlich auch aus

Deutschland entdecken. Alle Angereisten

mussten die auf sich genommenen Strapazen

nicht bedauern. Sie sollten tollen Sport geboten

bekommen und diesen auch bei sehr angenehmen

äußeren Bedingungen genießen.

Sieger Grigorij Laguta gegen

Michael Jepsen Jensen und Vaclav Milik

Nach zwei Durchgängen war bereits zu erkennen,

wer an diesem Tag den Ton angeben würde.

Es kristallisierte sich eine Gruppe von sieben

Fahrern heraus, bestehend aus David Bellego,

Peter Kildemand, Anders Thomsen, Michael

Jepsen Jensen, Vaclav Milik, Kacper Woryna

und Grigorij Laguta, die nicht nur die meisten

Punkte sammelte, sondern auch den besten

Eindruck hinterließ. Die hervorragend präparierte

Bahn ließ von Anfang an Überholmanöver

auf voller Länger und Breite der Strecke zu. Wer

sein Bike gut auf die Bahnverhältnisse einstellen

konnte, war auch in der frühen Phase des

Rennens in der Lage, sein gesamtes Können

dem Publikum zu präsentieren. Aus der Gruppe

der führenden Sieben mussten am Ende des Tages

zwei auf der Strecke bleiben, denn es waren

bekanntlich nur fünf Qualifikationsplätze zu

vergeben. Es galt also, möglichst wenig Punkte

abzugeben, um nicht aus der Gruppe der Anwärter

verdrängt zu werden und um sich zumindest

als Sechstplatzierter in den Hoffnungslauf

retten zu können. Der erste, der die Segel streichen

musste, war Kildemand. Der Däne kam zunächst

in seinem dritten Lauf hinter Laguta, Milik

und Logachev als Letzter ins Ziel. Als er dann

in Heat 15 mit Lokalmatador Roland Kovacs kollidierte

und böse stürzte, war nicht nur klar,

dass er als Erster aus der Gruppe der Sieben

das Weiterkommen abschreiben konnte. Es

kam noch viel Schlimmer: Mit einer Gehirnerschütterung

und einer gebrochenen Nase

musste der Däne ins Krankenhaus abtransportiert

werden.

In Lauf 16 sollte es zu einer weiteren Vorentscheidung

kommen, denn es trafen gleich vier

der Fahrer aus der Führungsgruppe aufeinander.

Thomsen und Laguta verschliefen hier den

Start. Während der Däne keine Platzierung gutmachen

konnte, setzte sich der Russe bereits

nach einer Umrundung des 300-Meter-Ovals an

Jensen und Bellego vorbei in Führung und gab

diese nicht mehr ab. Im letzten Durchgang leistete

sich keiner der Favoriten mehr einen Patzer.

Nach den regulären 20 Läufen standen der

bis dahin ungeschlagene Laguta als Führender

im Klassement und Jensen mit 13 Zählern nicht

nur als Teilnehmer des Tagesendlaufs fest. Sie

konnten bereits ihre Tickets nach Güstrow, Torun,

Vojens und Chorzow buchen, wo die Finalserie

der Speedway Euro Championship diesen

Sommer ausgetragen wird. Die verbleibenden

drei Qualifikationsplätze sollten Bellego,

Thomsen, Milik und Woryna im Last Chance Heat

unter sich ausmachen.

Hier drängte sich Woryna in die Rolle des Hauptdarstellers.

Zunächst verpatzte er den Start

komplett, blieb dann aber konsequent innen

und beendete die erste Runde in Führung liegend.

Anschließend machte er aber einen Fehler

nach dem anderen und fiel zunächst auf

Platz 2 und kurz darauf auf Rang 3 hinter Bellego

und Milik zurück. Als dann auch noch Thomsen

dabei war, Woryna innen zu passieren, kam

dieser zu Fall. Der Lauf musste gestoppt werden.

Der Referee bemühte die TV-Aufzeichnung

mehrmals, um den Schuldigen für den Laufabbruch

zu bestimmen. Er entschloss sich letztendlich,

den Dänen als Sturzverursacher aus

dem Lauf auszuschließen. Der Lauf wurde ohne

Wiederholung gewertet. So standen Bellego,

Milik und Woryna als SEC-2019-Teilnehmer 3, 4

und 5 fest. Im Endlauf lag Laguta vor Bellego in

Führung, als es an genau der gleichen Stelle wie

im Lauf zuvor zu einem weiteren Sturz kam.

Diesmal ging Milik zu Boden, der von Jensen unsanft

in die Bande befördert wurde. Folgerichtig

wurde der Däne disqualifiziert. Auch hier verzichtete

der Referee auf einen Re-run und wertete

den Lauf mit der Reihenfolge, die zum Zeitpunkt

des Laufabbruchs Bestand hatte.

• Text: Martin Henke; Fotos: Jarek Pabijan

Speedway-EM - Challenge - Nagyhalasz/H - 25.5.2019

Endergebnis:

Qualifiziert für SEC-Finals: 1. Grigorij Laguta, RUS, 15 Punkte;

2. David Bellego, F, 12; 3. Vaclav Milik, CZ, 11; 4. Michael Jepsen

Jensen, DK, 13; 5. Kacper Woryna, PL, 12.

Ausgeschieden: 6. Anders Thomsen, DK, 10; 7. Pawel Przedpelski,

PL, 8; 8. Jurica Pavlic, KRO, 6; 9. Sergey Logachev, RUS,

6; 10. Bartosz Smektala, PL, 6; 11. Peter Kildemand, DK, 4;

12. Andrey Kudriashov, RUS, 4; 13. Adrian Miedzinski, PL, 4;

14. Andzejs Lebedevs, LV, 3; 15. Tobiasz Musielak, PL, 2;

16. Bjarne Pedersen, DK, 2; 17. Roland Kovacs, H, 2.

David

Bellego,

Grigorij

Laguta

und

Vaclav

Milik

(v.l.)

Juli '19 BAHNSPORT AKTUELL 15


LANGBAHN-WM

Finale 1

Herxheim/D

Der eine gewann den Endlauf,

der andere die meisten Punkte

und damit die WM-Leader-Position.

Insofern teilten sich Mathieu

Trésarrieu (3) und Martin Smolinski

(84) die Lorbeeren und eröffneten

das Duell um die WM-Krone.

Gewinner war sicherlich auch

die MSV Herxheim: Optimales

Rennwetter, 12.500 Zuschauer

im Waldstadion und ein spannender

Verlauf. Bedingt auch

dadurch, dass schon nach dem

zweiten Durchgang keiner der WM-Piloten

mehr eine „weiße Weste“ hatte. Interessant dennoch:

Im Endlauf sah man schließlich jene fünf Fahrer,

die auch 2018 die ersten fünf Plätze

im Gesamtklassement unter sich ausmachten.

• Foto: Niklas Breu

WM-Auftakt sieht zwei Sieger

Da standen sie also, von innen nach außen:

Martin Smolinski 21 Punkte, Dimitri Bergé 19,

James Shanes 17, Mathieu Trésarrieu 17 und Josef

Franc 15. Dass Martin Smolinski als Punktbester

der Vorläufe und dem Semi die Innenbahn

wählte, war vermutlich auch dem Letzten

klar. Elf von 17 Rennen sahen zu diesem Zeitpunkt

die innere Startposition als, ja fast

schon, Garant für den Laufsieg. Von Grün aus

wurde nicht ein einziger Heat gewonnen.

Das Startband schnellte in die Höhe. Und ja,

auch dieses Mal hatte Smolinski die Nase vorn.

Jedenfalls kurze Zeit. Trésarrieu jagte hinterher,

ging weiter außen die Spitzkehre an. Am Kurvenausgang

war klar: Er ist vorbei. „Ich habe

die falsche Linie gewählt“, sagte Martin Smolinski

später. Und, für alle, die ein Bahnverlassen

des Franzosen gesehen haben wollten, erklärte

Smolinski ganz eindeutig: „Mathieu hat

das clever, ehrlich und sportlich sauber gemacht.“

In der Folge baute der Endlauf-Führende

seinen Vorsprung aus. Smolinski blieb Rang

2. Dahinter reihten sich Bergé, Shanes und

Franc ein.

Vier, vier, vier, vier: So sah sie aus, die Bilanz

der ersten vier Läufe von Startplatz Rot aus.

Bernd Diener, der für den nach wie vor verletzten

Mark Riss ins Feld nachgerückte Wildcard-

Pilot Jörg Tebbe und Romano Hummel hießen

die Sieger. Die Favoriten versagten zunächst

mehr oder minder kläglich: Bergé ein Punkt,

Franc mit einer Null, Smolinski 2 Zähler und Trésarrieu

und Shanes jeweils deren 3. Sollte es in

Herxheim eine Überraschung geben?

Schon nach dem zweiten Durchgang war klar:

Einen Maximumsieger wird man beim 121.

ADAC-Motorrad-Sandbahnrennen in der Pfalz

nicht sehen. Pijper, Smolinski und Appleton gewannen

ihre Läufe. Tebbe überzeugte mit einem

2. Rang. Auch Shanes und Bergé hielten

sich beziehungsweise brachten sich mit einem

Dreier wieder zurück ins Spiel. Nochmals neu

wurden die Karten im dritten Turn mit den Siegern

Bergé, Franc und Smolinski gemischt. Lukas

Fienhage holte sich nach einem Ausfall in

seinem zweiten Lauf einen 2. Platz. Auch Diener

trumpfte als Zweiter nochmals auf und Shanes

holte abermals Rang 2. Zwischenstand: Smolinski

als Einziger mit 10 Punkten zweistellig,

Shanes mit 9 Zählern. Dahinter folgten mit

Pijper, Diener, Bergé, Appleton und Tebbe

gleich fünf Piloten mit 8 Punkten. Trésarrieu

hatte zu diesem Zeitpunkt 7.

WM-Lauf Nummer 10: Nach zwei Ausfällen siegte

nochmals Romano Hummel – vor Smolinski.

Das Rennen danach war jenes von Fienhage.

Dahinter setzte sich Franc gegen Max Dilger

durch. Trésarrieu holte sich seinen ersten Laufsieg

gegen Landsmann Bergé. Für Shanes blieb

da „nur“ Rang 3. In Durchgang 5 trennte sich

endgültig die Spreu vom Weizen. Mit einem

2. Platz hinter Franc sicherte sich Tebbe endgültig

das Halbfinalticket, das Hummel mit dem

dritten Nuller verspielte. Ein Laufsieg für Smolinski

vor Shanes und Appleton, der – wie der

Viertplatzierte Diener – gerade noch in die Semis

rutschte. Und dann revanchierte sich Bergé

noch bei Trésarrieu – und wurde dieses Mal Sieger

im innerfranzösischen Duell. Fienhage

bleibt mit einem 3. Platz im Rennen – im Gegensatz

zu Dilger, dessen erreichter Punkt das Aus

fürs Halbfinale bedeutete. Ebenfalls nicht unter

den besten zehn: Jesse Mustonen, dessen zwei

4. Ränge, zwei Nuller und eine Disqualifikation

bei weitem nicht ausreichten.

Semifinale 1 kristallisierte sich als klare Sache

für Smolinski heraus, auch wenn Shanes bis

zum Zielstrich am Hinterrad klebte und auf einen

Fehler der Nummer 84 hoffte. Franc reichte

Rang 3 vor Fienhage und Diener, um das Finale

zu erreichen. Zuvor aber machten Bergé, Trésarrieu,

Pijper, Appleton und Tebbe im zweiten

Halbfinale miteinander aus, wer die Chance auf

den GP-Sieg haben würde. Bergé schoss nicht

nur als Erster aus den Bändern, er baute seinen

Vorsprung auch gleich aus. Dahinter nahmen

Trésarrieu, Pijper und Tebbe Punkte mit. Appleton

wurde disqualifiziert.

Deutlich weniger eng als in der Weltmeisterschaft

ging es bei den Gespannen zu. Das niederländische

Duo William Matthijssen/Sandra

Mollema war einfach eine Klasse für sich. Auf

ihrem Konto standen am Ende nicht nur viermal

5 Punkte, sondern auch deutliche Vorsprünge

und Distanzen zu den Kontrahenten. Fast ebenfalls

klar war der 2. Gesamtrang für die Franzosen

Guillaume Comblon/Chloé Agez, die in den

Vorläufen dreimal Zweite, im Finale dann Dritte

wurden. Spannend dort war schließlich noch

die Frage: Wer wird Gesamtrang 3 belegen? Karl

Keil/David Kersten zogen in der dritten Runde

auf der Gegengerade an den Franzosen vorbei

und wurden Endlaufzweite. Hinter Raphael San

Millan/Benedikt Zapf genügte Manuel Meier/

Melanie Schrempp der 5. Rang, um Gesamtdritte

zu werden.

Zum einzig schlimmeren, allerdings alleinig

verursachten Sturz kam es im Finale der B-Solisten,

als sich wenige Meter nach dem Start Timo

Wachs überschlug und liegenblieb. Eine

Kurve später crashte es trotz Abbruch noch einmal:

Sebastian Trapp fuhr nach Kettenverlust in

die Bande, konnte aber im Re-run nochmals

starten, während Wachs ins Krankenhaus kam.

Steven Goret gewann nach den Vorläufen auch

den Endlauf. Hinter ihm duellierten sich Dennis

Helfer und Stefan Drofa, die in dieser Reihenfolge

ins Ziel kamen und sich so auch das Podest

aufteilten. Ebenfalls mit einem Maximum siegten

Patrick Zwetsch/Viktor Caric in der B-Seitenwagenklasse.

Die Plätze 2 und 3 belegten

Michael Kolb/Nadine Pierick und Sebastian

Kehrer/Patrick Lepnik.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte MSVH-Rennleiter

Joachim Ohmer: „Wir konnten den Zuschauern

gute Läufe bieten und das Wetter hat

gepasst.“ Gleichzeitig traf sich in Herxheim

auch die große Familie des Bahnsports. Unter

anderem sah man Karl Maier, Alois Wiesböck,

Christoph Betzl, Hans Wassermann, Josef

„Wack“ Hofmeister, Georg Gilgenreiner, Matt

Read, Steve Hartley, Gerd Riss und Robert

Barth. • Texte: Susi Weber

16 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


DAS SAGTEN …

Martin Smolinski: Ich habe die meisten WM-

Punkte. Das ist mir wichtig. Im ersten Lauf habe

ich schlecht angefangen, die Bahn ein bisschen

falsch eingeschätzt. Dann haben wir viel

geändert. Ich glaube, ich habe gezeigt, dass

ich in der WM doch sehr schnell unterwegs bin.

Am Ende war es im Endlauf nicht ganz hilfreich,

dass ich mich für innen entschieden habe, da

da kaum noch Material lag. Mathieu war cleverer,

hat die Bahn besser gelesen und die richtige

Linie gewählt. Was will man machen? Ich

muss noch ein bisschen was nachlegen.

Jörg Tebbe: So ein bisschen kam der Einsatz im

Feld für mich überraschend. Als ich von Zuhause

hierhergefahren bin, wusste ich noch nicht

sicher, dass ich auch im Feld und nicht Reservist

bin. Aber das war kein Problem und es hat

in Herxheim wieder viel Spaß gemacht, zu fahren.

Ich bin auf alle Fälle zufrieden, auch wenn

zwei Läufe nicht so toll waren. Ich habe dann

das Motorrad gewechselt, dann lief es wieder

besser. Die Punkte fehlten aber fürs Finale. Für

Mühldorf habe ich eine Wildcard beantragt.

Was dabei rumkommt, weiß ich noch nicht.

Lukas Fienhage: Zusammenfassend bin ich semizufrieden.

Im zweiten Lauf hatte ich ein

Sandkorn vor der Vergaserdüse und bin ausgefallen.

Mein Tuner Robert Barth hat den Fehler

schnell gefunden. Am Ende des Tages haben

mir aber diese Punkte gefehlt. Mit meiner Leistung

bin ich zufrieden. Ich denke, darauf kann

man aufbauen. Die Bahnen der diesjährigen

WM bin ich, bis auf La Réole, alle schon gefahren.

Ich glaube, es wird spannend und ich

freue mich drauf.

Bernd Diener: Ich bin vollkommen zufrieden

mit dem Ausgang. Ich habe schon im Training

gewusst, dass die Bahn schwierig wird, weil sie

nicht hart war, wie ich es gerne mag. Ich bin

trotzdem zufrieden, bin bislang erst zwei Rennen

gefahren, nach denen ich beide Male Probleme

mit dem Knöchel hatte und aussetzen

musste. So richtig los ging‘s daher jetzt erst in

Herxheim, wo ich gemerkt habe, dass ich von

der Kraft her noch nicht so weit bin. Unter diesen

Voraussetzungen sind 10 Punkte nicht so

schlecht.

Max Dilger: Für mich lief es beschissen, es ging

nichts vorwärts. Die Gegner fuhren links und

rechts an mir vorbei. Vom Start bis in die erste

Kurve war ich mit dabei, dann war ich zu langsam.

Ich muss an meinem Material arbeiten.

Dem WM-Auftakt kann ich nichts Positives abgewinnen,

außer vielleicht, dass er vorüber ist.

Int. 121. ADAC-Sandbahnrennen Herxheim - 30.5.2019

Ergebnisse:

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL,

20 Punkte; 2. Guillaume Comblon/Chloé Agez, F, 15; 3. Manuel

Meier/Melanie Schrempp, 12; 4. Karl Keil/David Kersten, 11;

5. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 8; 6. Achim Neuendorf/

Morris San Millan, 5; 7. Mike Frederiksen/Steven Grandt, DK, 4;

8. Imanuel Schramm/Patrick Löffler, 0.

B-Solo: 1. Steven Goret, F, 20 Punkte; 2. Dennis Helfer, 18;

3. Stefan Drofa, 15; 4. Baptiste Comblon, F, 11; 5. Sebastian

Trapp, 8; 6. Timo Wachs, 8; 7. Rudi Eichenlaub, 5; 8. Ernst Frank,

5; 9. Wolfgang Barth, 4; 10. Ralf Herhaus, 2; 12. Ronny Stritt, 2.

B-Seitenwagen: 1. Patrick Zwetsch/Viktor Caric, 20 Punkte;

2. Michael Kolb/Nadine Pierick, 15; 3. Sebastian Kehrer/Patrick

Lepnik, 13; 4. Moritz Straub/Patrick Löffler, 8; 5. Frank Zeiler/

Thomas Berndt, 8; 6. Patrick Herrmanns/Theresia Hölper, 5;

7. Udo Poppe/Martin Weick, 3; 8. Fabian Müller/Peter Maurer, 0.

1. Mathieu Trésarrieu (Mitte)

2. Martin Smolinski (links)

3. Dimitri Bergé (rechts)

• Foto: Daniel Sievers

Finale 2 - La Réole/F

Smolinski siegt

Triumph für den Weltmeister: Martin Smolinski gewann

den Langbahn-GP in La Réole und hat nach zwei von

fünf Grands Prix 47 Punkte auf seinem Konto. Punktgleich

folgt der Franzose Dimitri Bergé, der in Südfrankreich

Zweiter wurde vor dem Briten Chris Harris.

An die französische Kleinstadt La Réole, 62 km südöstlich

von Bordeaux an der Garonne gelegen, hat Martin

Smolinski keine guten Erinnerungen. Im vergangenen

Jahr wären seine Träume auf den WM-Titel auf der dort

gelegenen Grasbahn wegen eines bösen Sturzes fast

schon frühzeitig geplatzt.

Jetzt kehrte Smolinski als amtierender Langbahnweltmeister

zum zweiten GP der Saison 2019 nach La Réole

zurück, gewann den Grand Prix und führt die Wertung

punktgleich mit dem Franzosen Dimitri Bergé an. Mit

Lukas Fienhage vom AC Vechta und Max Dilger aus Lahr

konnten zwei weitere Deutsche mit den Plätzen 5 und 6

überzeugen. Bernd Diener konnte zwar in den Vorläufen

einen Sieg für sich verbuchen, das reichte aber

nicht für die Semifinalläufe. Am Ende wurde der Gengenbacher

mit 5 Punkten Vorletzter.

Nach den Vorläufen lag Bergé mit 19 Punkten vorne, dahinter

sein Landsmann Mathieu Trésarrieu mit 16.

„Smoli“ hatte bis dahin 15 Zähler gesammelt, der Brite

Chris Harris 14 und der rotzfreche Youngster Lukas

Fienhage erstaunliche 13. Das Semifinale 1 gewann

Bergé vor Stéphane Trésarrieu, Harris, Jesse Mustonen

aus Finnland und Fienhage. Im zweiten Semifinale

setzte sich Smolinski nach Re-start vor Mathieu Trésarrieu,

Dilger und Theo Pijper aus den Niederlanden

durch. Der Brite James Shanes wurde nach einem Sturz

im ersten Versuch disqualifiziert. Das Finale war dann

eine Sache für Martin Smolinski, der vor Bergé, Harris,

Mathieu Trésarrieu und Fienhage gewann. Damit sind

der Olchinger und Bergé mit je 47 Zählern punktgleich

in der WM. Fienhage folgt mit 25 Punkten auf einem

hervorragenden 5. Platz, Dilger ist mit 19 Zählern WM-

Neunter, Diener hat jetzt 15 Punkte und ist Zehnter.

• Rudi Hagen

Seitenwagensieger Matthijssen/Mollema vor (v.l.) Keil/Kersten, Meier/Schrempp und Comblon/Agez • Foto: Ubbo Bandy

LANGBAHN-WM

(nach 2 von 5 Finals)

Pl./Name Nat. F1 F2 Ges.

1. Martin Smolinski D 24 23 47

2. Dimitri Bergé F 21 26 47

3. Mathieu Trésarrieu F 21 20 41

4. James Shanes GB 18 11 29

5. Lukas Fienhage D 12 13 25

6. Theo Pijper NL 14 9 23

7. Chris Harris GB 3 18 21

8. Josef Franc CZ 15 6 21

9. Max Dilger D 8 11 19

10. Bernd Diener D 10 5 15

11. Romano Hummel NL 8 6 14

12. Andrew Appleton GB 10 4 14

13. Jörg Tebbe D 12 12

14. Stéphane Trésarrieu F 11 11

15. Jesse Mustonen FIN 2 9 11

16. Martin Malek CZ 2 8 10

17. Gaétan Stella F N 0

18. Fabian Wachs D 0 0

19. Julien Cayre F N 0

20. Julian Bielmeier D N 0

F1 - Herxheim/D - SF1: Smolinski, Shanes, Franc, Fienhage,

Diener; SF2: Bergé, M.Trésarrieu, Pijper, Tebbe, Appleton;

Finale: M.Trésarrieu, Smolinski, Bergé, Shanes,

Franc.

F2 - La Réole/F - SF1: Bergé, S.Trésarrieu, Harris, Mustonen,

Fienhage; SF2: Smolinski, M.Trésarrieu, Dilger,

Pijper, Shanes; Finale: Smolinski, Bergé, Harris, M.Trésarrieu,

Fienhage.


GRASBAHN-EM

Bielefeld/D

Mathieu Trésarrieu

auf Platz 1

Bernd Diener und Max Dilger

im EM-Finale

Das Semifinale 1 zur diesjährigen Grasbahn-

Europameisterschaft der Solisten in Bielefeld

entschied am Ende der Franzose Mathieu Trésarrieu

vor dem Tschechen Martin Malek für

sich. Von fünf deutschen Fahrern konnten sich

mit Bernd Diener und Max Dilger auf den Plätzen

3 und 4 zwei für das EM-Finale am 17. August

in Bad Hersfeld qualifizieren.

Der Lüdinghausener Jens Benneker (Platz 13)

und Jörg Tebbe (14.) aus Dohren hatten keine

Chance. Reservist Marcel Dachs bewies bei

seinem einzigen Einsatz im dritten Lauf mit 2

Punkten, dass er möglicherweise besser abgeschnitten

hätte, als so manch anderer im 18er-

Feld.

Der 700 Meter lange Leineweberring ist immer

schwierig zu fahren, das wissen alle. Damit

sich auch die Staubentwicklung in Grenzen

halten sollte, ließ Rennleiter Michael Junklewitz

vom Ausrichter DMSC Bielefeld in der Mittagspause

die Grasbahn wässern. Ob die Düsen

zu weit aufgedreht waren oder ob der Wasserwagenfahrer

zu langsam fuhr, konnte anschließend

niemand sagen. Auf jeden Fall

stand das Geläuf so weit unter Wasser, dass

Rennen zur geplanten Zeit nicht möglich waren.

Mit gut einer Stunde Verspätung ging es dann

bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke

los. Wer einen guten Start hinlegte, der hatte

auch freie Sicht, der Rest musste sich durch

gewaltige Staubwolken durchkämpfen.

Chris Harris kam mit den gegebenen Verhältnissen

am besten zurecht. Der „Bomber“ genannte

Brite gewann drei seiner vier Vorläufe

und wurde nur im letzten von Max Dilger besiegt.

Der Lahrer lieferte hier eine beeindruckende

Vorstellung ab und war wie Harris für

das A-Finale qualifiziert.

Ebenfalls im A-Finale standen Ex-Langbahnweltmeister

Mathieu Trésarrieu und der ganz

starke Martin Malek. Der Tscheche gewann

drei seiner vier Vorläufe. Den anderen hätte er

auch klar gewonnen, denn er führte bis in die

letzte Kurve hinein, als ihn ein technischer Defekt

ausbremste.

Bernd Diener und der Tscheche Josef Franc

mussten den Umweg über das B-Finale gehen,

das der Gengenbacher gewann. „Die Bahn

wurde von Lauf zu Lauf besser, aber die Lichtverhältnisse

waren sehr schlecht“, so Diener

später, „beim Start zum B-Finale habe ich die

Hand vor Augen nicht gesehen.“

Im A-Finale führte anfangs wieder Harris das

Feld an, aber dann schlug die „Defekthexe“ zu

und der Brite fiel aus. Trésarrieu nutzte die

Chance und gewann vor Malek und Diener. Auf

den Plätzen 4 und 5 folgten Dilger und Franc,

dahinter Harris. Mit Mika Meijer (NL), Tom Perry

(GB) und James Wright (GB) standen die weiteren

Qualifizierten für Bad Hersfeld fest, Reservist

ist der Franzose Gaetan Stella.

Rahmenprogramm: Bei den internationalen

Seitenwagen waren William Matthijssen/Sandra

Mollema wieder eine Klasse für sich. Zum

Duell mit den Deutschen Meistern Markus Venus/Markus

Heiß kam es leider nicht, da Venus

unter muskulären Beschwerden litt, die einen

Renneinsatz nicht zuließen.

Markus Brandhofer und Beifahrer Tim Scheunemann

vom AMC Haunstetten mühten sich

wie zuletzt in Osnabrück ab, den Niederländern

Paroli zu bieten, aber aller Kampfgeist

nützte nichts, das gemischte Doppel blieb in

allen vier Läufen vorne. Dritte wurden die Briten

Mitch Godden/Paul Smith vor Sven Holstein/Marco

Sterenborg (NL) und Josh Goodwin/Liam

Brown (GB). Auf Platz 6 folgte das

Finale mit Mathieu Trésarrieu vor Martin Malek und Bernd Diener

„Mädels-Gespann“ mit Nicole Standke am Lenker

und Kim Kempa im Beiwagen.

Bei den B-Solisten entwickelt sich Sascha

Stumpe vom MSC Wagenfeld immer besser.

Der Doktorand aus Essen fuhr jeweils sauber

vorneweg und ließ Dennis Helfer, Jens Buchberger

und Finn Loheider auf den Plätzen 2 bis

4 klar hinter sich. DMSC-Clubfahrer Marcel Sebastian,

in dieser Saison wieder mit einer B-Lizenz

unterwegs, crashte am Vormittag und

konnte danach nicht mehr fahren.

Außerdem drehte eine Gruppe niederländischer

Endurofahrerinnen, sogenannte „Power

Girls“, auf dem Leineweberring ihre Runden.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

ADAC-Grasbahnrennen Bielefeld, Leineweberring - 2.6.2019:

Ergebnisse:

EM - Semifinale 1 - qualifiziert für Finale in Bad Hersfeld am

17.8.: 1. Mathieu Trésarrieu, F, 18 Punkte; 2. Martin Malek, CZ,

15; 3. Bernd Diener, D, 11; 4. Max Dilger, D, 17; 5. Josef Franc, CZ,

10; 6. Chris Harris, GB, 19; 7. Mika Meijer, NL, 12; 8. Tom Perry,

GB, 15; 9. James Wright, GB, 11; Reserve 10. Gaetan Stella, F, 10.

Ausgeschieden: 11. Gabriel Dubernard, F, 8; 12. Jarno de Vries,

NL, 9; 13. Jens Benneker, D, 9; 14. Jörg Tebbe, D, 5; 15. Stephen

Green, GB, 3; 16. Jacob Bukhave, DK, 4; 17. Marcel Dachs, D, 2;

18. Henri Ahlbom, FIN, 1; 19. Michal Skurla, CZ, 1.

C-Finale: 1. Dubernard; 2. de Vries, 3. Benneker; 4. Tebbe;

5. Green; 6. Bukhave A.

B-Finale: 1. Diener; 2. Franc; 3. Meijer; 4. Perry; 5. Wright;

6. Stella.

A-Finale: 1. Trésarrieu; 2. Malek; 3. Diener; 4. Dilger; 5. Franc;

6. Harris A.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL,

20 Punkte; 2. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, D, 15;

3. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 13; 4. Sven Holstein/Marco

Sterenborg, NL, 6; 5. Joshua Godden/Liam Brown, GB, 5; 6. Nicole

Standke/Kim Kempa, D, 1.

B-Solo: 1. Sascha Stumpe, 15 Punkte; 2. Dennis Helfer, 10;

3. Jens Buchberger, 10; 4. Finn Loheider, 5; 5. Dirk Oellrich, 3;

6. Marcel Sebastian, 0; 7. Lando Michaelis, 0.

18 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


William Matthijssen/Sandra Mollema vor

Markus Brandhofer/Tim Scheunemann

B-Lizenz: Sascha Stumpe vor Dennis Helfer, Finn Loheider und Jens Buchberger

Semifinale 2 - Leamington Spa/GB

James Shanes

siegt –

Hülshorst

reicht Platz 9

Sechs Briten, ein Däne, ein Niederländer

und Christian Hülshorst als

einziger Deutscher qualifizierten

sich in Leamington Spa für das Finale

zur Grasbahn-Europameisterschaft

in Bad Hersfeld am 17. August.

„Das war harte Arbeit“, sagte

Christian Hülshorst am Ende des

Semifinales 2 in Leamington Spa,

einem Kurort im Zentrum der Grafschaft

Warwickshire in England.

Der 42-jährige Westfale vom AMSC

Lüdinghausen konnte im B-Finale

den Franzosen Jerôme Lespinasse

hinter sich lassen und rettete sich

mit Platz 9 im Gesamtklassement

gerade noch so ins EM-Finale von

Bad Hersfeld.

Das war aller Ehren wert, denn der

höher gehandelte Stephan Katt

hatte nach den Vorläufen nur magere

6 Zähler auf seinem Konto.

Immerhin konnte der Neuwittenbeker

anschließend das C-Finale

gewinnen. Aber mit Platz 11 war

der ehemalige GP-Fahrer raus aus

der Aspirantenliste für Bad Hersfeld.

Der dritte Deutsche im Bunde,

der 22-jährige David Pfeffer,

blieb im Rahmen seiner Möglichkeiten,

erfuhr wie Katt 6 Vorlaufpunkte,

beendete das C-Finale

aber als Dritter.

Ganz oben fuhren andere. Mit

James Shanes, Zach Wajtknecht,

Richard Hall und Paul Hurry hatten

sich schon nach den Vorläufen vier

Briten für das Finale qualifiziert.

Hier zeigte sich, dass die Einheimischen

mit den speziellen Gegebenheiten

englischer Grasbahnen

gut vertraut sind.

Die Ochsentour über das B-Finale

meisterte Andrew Appleton vom

MSC Melsungen vor dem starken

Dänen Kenneth Kruse Hansen.

Beide standen damit ebenfalls im

A-Finale. Das war dann eine Sache

für Ex-Europameister Shanes, der

als Sieger Hurry, Kruse Hansen,

Hall und Appleton hinter sich lassen

konnte. Wajtknecht schied

aus. • Rudi Hagen

Grasbahn-EM - Semifinale 2 - 23.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Bad Hersfeld am

17.8.: 1. James Shanes, GB, 19 Vorlaufpunkte;

2. Paul Hurry, GB, 17; 3. Kenneth Kruse Hansen,

DK, 16; 4. Richard Hall, GB, 17; 5. Andrew

Appleton, GB, 16; 6. Zach Wajtknecht, GB, 19;

7. Paul Cooper, GB, 13; 8. Henry van der Steen,

NL, 12; 9. Christian Hülshorst, D, 7; Reserve

10. Jerôme Lespinasse, F, 8.

Ausgeschieden: 11. Stephan Katt, D, 6; 12. Julien

Cayre, F, 7; 13. David Pfeffer, D, 6; 14. Jamie

Fenn-Smith, GB, 3; 15. Maeron Hermes, F,

5; 16. Romano Hummel, NL, 4; 17. Steven Goret,

F, 3; 18. Lars Zandvliet, NL, 1; 19. Dave

Mears, GB, 1; 20. Michal Dudek, CZ, 0.

Juli '19 BAHNSPORT AKTUELL 19


SPEEDWAY-DM

Landshut

AC Landshut Devils ziehen den

Wittstocker Wölfen die Krallen

Mit einem deutlichen 52:33 setzt sich der Rekordmeister an die Tabellenspitze

Am 2. Juni kam es zum erneuten Aufeinandertreffen von

Meister und Vizemeister in der letztjährigen Deutschen

Speedwaymeisterschaft – und zum dritten Mal in Folge

zogen die Wittstocker den Kürzeren. Vor knapp 3000

Zuschauern legten die AC Landshut Devils bei sommerlichem

Wetter ein souveränes Rennen hin und polsterten

ganz nebenbei auch ihre Punktebilanz auf.

Stephan Katt

Teuflisch gut!

20 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


Die Devils hatten mit ihren letzten Neuverpflichtungen

auf den Ausländerpositionen ein

glückliches Händchen. Vaclav Milik, schon in

Brokstedt für die Dreihelmstädter im Einsatz,

fuhr ebenso fulminant auf wie beim Speedway

of Nations vor einem Monat, und der jüngste

Neuzugang, der Russe Viktor Kulakov, fühlte

sich auf der Bahn auch sichtlich wohl. Als sichere

Punktebank zeigte sich erneut wieder

Kapitän Martin Smolinski, der als punktbester

Fahrer auf Seiten des Gastgebers abschloss.

Wittstock war sicherlich durch Ausfälle und die

dadurch nötigen Neubesetzungen geschwächt,

letztlich traten von der Kernmannschaft

nur die C-Fahrer an. Auf den A-Positionen

hatte man kurzfristig den Polen Pawel Miesiac

sowie den Dänen Rasmus Jensen verpflichtet.

Michael Härtel konnte nicht wie erhofft

starten und wurde durch Jeffrey Sjibesma

ersetzt, während anstelle von Kai Huckenbeck

René Deddens ans Startband rollte.

Bis einschließlich Heat 6 spielte das Rennen

vor allem in die Karten der Devils, die sich mit

drei 4:2 und drei 3:3 bis dahin schon einen Vorsprung

von 6 Punkten erarbeitet hatten. Pech

hatte Sandro Wassermann in Heat 4, als er bis

zur vorletzten Kurve in Führung lag, dann aber

einen Aufsteiger bekam und auf Platz 3 zurückfiel.

René Deddens profitierte, jedoch suchte

sich Vaclav Milik buchstäblich in letzter Sekunde

eine Lücke und eroberte den Sieg für die Devils

zurück. Die erste Niederlage mussten die

Landshuter in Heat 7 einstecken, als Pawel

Miesiac einen souveränen Start-Ziel-Sieg einfuhr

und Jensen als taktische Reserve für Steven

Mauer einen weiteren Punkt ergatterte. Einen

weiteren Erfolg verbuchten die Wölfe in

Heat 10, dem wohl verrücktesten Lauf des ganzen

Rennens. Sandro Wassermann und Jonas

Wilke lagen lange hinter Steven Mauer auf

3:3-Kurs, dann jedoch stürzte Wilke in der letzten

Runde und Sandro rollte die letzten zirka

50 Meter mit technischen Problemen durchs

Ziel – 5:1 für Wittstock. Doch durch das 4:2 und

5:1 für die Devils in den vorangegangenen

Heats konnte auch dies die Punktebilanz – aus

Sicht der Gäste – nur geringfügig auf 33:27 verbessern.

Danach ließen die Teufelskerle jedoch

nichts mehr anbrennen – auf ein 4:2 in

Heat 11 folgte ein 5:1 sowie zwei weitere 5:1 in

den abschließenden Heats.

Spannend war hier vor allem Heat 12, als Vaclav

Milik von Jensen und Miesiac in die Zange

genommen wurde und schließlich zu Boden

ging, zum Re-run aber zugelassen wurde. Vor

seinem Sturz hatten die Devils klar auf 5:1-Kurs

gelegen und das wollte man sich auch nicht

nehmen lassen, zumal in diesem Lauf Miesiac

als Joker eingesetzt worden war – und letztlich

Platz 3 erreichte, da er von Jensen noch vorgelassen

wurde. In Heat 14 schließlich entwickelte

sich ein spannender Kampf um Platz 2 zwischen

Milik und Deddens, den der Tscheche

aber für sich entschied.

„Wir sind natürlich sehr glücklich über diesen

Sieg. Unsere beiden neuen Ausländer haben

sich hervorragend ins Team eingefügt und man

kann sehen, dass sie auch bei den Fans gut ankommen.

Letztlich hat es auch heute wieder

die Mannschaftsleistung gebracht und der

Kampfgeist jedes Einzelnen“, so Teamchef

Klaus Zwerschina. Mit diesem Sieg stehen die

AC Landshut Devils wieder auf Platz 1 der Bundesligatabelle,

gefolgt von den Wittstock Wölfen,

den DMV White Tigers, den Brokstedt Wikingern

und ihrem nächsten Auswärtsgegner,

den Nordsternen aus Stralsund.

• Text: Claudia Patzak; Fotos: Niklas Breu

ADAC-Speedwayrennen Landshut - Bundesliga - 2.6.2019

Ergebnis:

AC Landshut Devils, 52 Punke (Viktor Kulakov 13, Vaclav Milik

12, Valentin Grobauer 8, Martin Smolinski 14, Sandro Wassermann

4, Stephan Katt 1, Jonas Wilke 0); 2. MSC Wölfe Wittstock,

33 (Rasmus Jensen 7, Pawel Miesiac 12, Mirko Wolter 0,

René Deddens 7, Steven Mauer 3, Lukas Baumann 4, Jeffrey

Sijbesma 0).

Vaclav Milik (rot) und

Martin Smolinski (blau)

gegen den stärksten

Wolf, Pawel Miesiac

Juli '19 BAHNSPORT AKTUELL 21


SPEEDWAY

Wittstock

Wölfe feiern meisterlichen

Heimsieg

Mit einer Galavorstellung beim Spitzenduell

der 1. Speedway Bundesliga feierten die Wölfe

Wittstock am 24. Mai bei ihrem Heimrennen gegen

die White Tigers einen hochverdienten

Sieg. Ganze 9 Punkte Vorsprung hatte sich das

Team um Frank Mauer und Teammanagerin Manuela

Hinrichs nach 14 spanenden Heats erfahren.

Man konnte nach dem Rennen in viele glückliche

Gesichter sehen und die Anspannung der

letzten Tage schien wie verflogen. „Wir mussten

uns durch die verletzungsbedingten Absagen

von Michael Härtel und Erik Riss, beide verletzten

sich bei ihren Ligaverpflichtungen in England

bzw. in Polen, überlegen, wie wir uns in

dieser Situation gegen den Tabellenführer aufstellen

könnten, natürlich mit dem Gedanken

zu Hause nicht zu verlieren und dennoch einen

Sieg einfahren zu können“, sagte Clubchef

Frank Mauer. „Am Ende haben wir uns richtig

entschieden und wir sind sehr glücklich, auch

das zweite Rennen gewonnen zu haben“, betonte

Teammanagerin Hinrichs nach der Siegerehrung

stolz. „Meine Jungs haben heute einen

richtig guten Job gemacht“, so die Teammanagerin

weiter.

Im Rennen gab es in den ersten beiden Läufen

ein spannendes Remis, doch ab dem dritten

Lauf konnten sich die Wölfe durch ein 4:2 durch

Gastfahrer Tobias Busch und einen stark kämpfenden

Lukas Baumann erstmals einen Vorsprung

herausfahren. Der Vorsprung wuchs in

den nächsten Läufen durch ein 5:1 und ein 4:2

auf 8 Punkte heran. In Lauf 6 setzte dann Diedenbergens

Teammanager Sönke Petersen Kevin

Wölbert als Joker ein. Durch seinen Sieg in

diesem Lauf brachte Wölbert seinen Club auf

5 Punkte heran. Nach zwei weiteren Läufen kamen

die White Tigers bis auf 3 Punkte wieder

heran und das Rennen war an Spannung kaum

zu überbieten. Die Zuschauer waren begeistert,

mit welchem Einsatz die Rennfahrer an den

Start gehen, um diesen spektakulären Sport zu

bieten, Frank Mauer sagte zwischendurch, dass

einige Zuschauer zu ihm kamen, um sich für die

spannenden Rennen, die ihnen geboten wurden,

zu bedanken.

„Leitwolf“ Nicki Pedersen

gegen Kevin Wölbert

Durch eine hervorragende Teamleistung aller

Fahrer konnten sich die Wölfe zu den Finalläufen

dann wieder einen 7-Punkte-Vorsprung sichern.

Hervorzuheben ist hier der beste Fighter

des Abends, Nicki Pedersen. Der dreifache Einzelweitmeister

zeigte Rennen auf höchstem Niveau

und bestach durch seine Fahrweise und

Cleverness, wie z.B. in Lauf 12, als beide A-Fahrer

der Teams aufeinandertrafen. Nach dem

Start mussten sich die Wölfe Pedersen und

Piotr „PePe“ Protasiewicz auf den Plätzen 3 und

4 einordnen. Doch nach der zweiten Runde

zeigte Pedersen zum wiederholten Mal seine

Extraklasse und zog erst an Kacper Gomolski

vorbei und dann am Führenden Daniel Kaczmarek.

Dieser Ritt von Pedersen hielt die Zuschauer

kaum auf den Plätzen und in der letzten Runde

ließ auch noch Protasiewicz den drittplatzierten

Gomolski hinter sich, was der Wittstocker

Mannschaft dann den Vorsprung vor den

Finalläufen sicherte. Durch das Unentschieden

im ersten Finallauf von Protasiewicz und Busch

war den Wölfen der Sieg praktisch nicht mehr

zu nehmen. Im letzten Finallauf machten dann

Nicki Pedersen und Lukas Baumann mit einem

4:2 gegen Wölbert und Daniel Spiller den Sieg

perfekt.

Nach dem Rennen sagte Clubchef Frank Mauer

mit einem Zwinkern: „Irgendwie wusste ich,

dass wir heute gewinnen, denn ich sagte zu Nicki

Pedersen, du musst heute für uns jeden Lauf

gewinnen und Vollgas geben. Der Profi aus Dänemark

sagte dazu: Okay, das ist doch kein Problem,

alles klar.“ Aber nicht nur Pedersen

machte einen guten Job, sondern das ganze

Team zeigte eine Super-Leistung. „Ich war im

Vorfeld doch nach den Ausfällen von Erik Riss

und Michel Härtel etwas unsicher über den Ausgang

des Rennens und bin jetzt sehr zufrieden,

wie es gelaufen ist“, so Teammanagerin Hinrichs.

• Text: Thomas Klemm; Foto: Klaus Goffelmeyer

ADMV-Speedwayrennen Wittstock - Bundesliga - 24.5.2019

Ergebnis:

1. MSC Wölfe Wittstock, 48 Punkte (Nicki Pedersen 15, Piotr Protasiewicz

11, Mirko Wolter 1, Tobias Busch 8, Steven Mauer 5,

Lukas Baumann 8); 2. DMV White Tigers Diedenbergen,

39 (Kacper Gomolski 3, Daniel Kaczmarek 12, Kevin Wölbert 16,

Daniel Spiller 5, Marius Hillebrand 1, Ethan Spiller 2).

Diedenbergen

Finalträume der

Tiger jäh geplatzt

Bis zum zehnten Lauf konnten die DMV White

Tigers im Bundesligarennen gegen die Wikinger

aus Brokstedt noch hoffen. Noch konnte

von der Finalteilnahme geträumt werden. Beim

Stand von 26:28 war alles noch drin, die 700

Zuschauer hofften – doch dann war Schluss

mit lustig.

In den folgenden zwei Läufen zogen die Norddeutschen

auf 37:29 davon und jetzt konnte

nur noch ein kleines Wunder helfen. Möglich

war dies allemal, zumal die Hessen noch den

Joker ziehen und aufschließen konnten. Doch

ausgerechnet Kapitän Robert Lambert, auf den

Teamchef Sönke Petersen den Joker setzte,

verpatzte den Start genauso wie der Pole

Kacper Gomolski. Der 21-jährige Engländer

wurde Letzter und schrieb keinen Punkt. Statt

der erhofften 8:1 Punkte, was ein 37:38 bedeutet

hätte und möglich gewesen wäre, stand es

30:42 für die Gäste und die Messe war gelesen.

Die beiden Finalläufe konnten die Tigers

zwar wieder für sich entscheiden – doch dies

war nur noch Ergebniskosmetik.

Der Endstand von 37:47 drückt nicht die Spannung aus,

die den Zuschauern in der LVM Rhein Main Arena geboten

wurde. Wenn sich die Tigers auch gut verkauft haben,

bleibt doch festzustellen, dass es zu einer Spitzenmannschaft

doch noch ein weiter Weg ist. Zwar fehlte

den Hessen Neuzugang Kevin Wölbert, der in der

polnischen Liga am Start war, doch auch Brokstedt

musste aus dem gleichen Grund auf Kai Huckenbeck

verzichten. Auf den Spitzenpositionen fuhren Lambert

(11) und Gomolski (12) ebenso 23 Punkte wie die Brokstedter

Rune Holta (12) und Bartosz Smektala (11) ein.

Doch dann klaffte die Lücke auf. Den 9 Punkten von René

Deddens (4) und Daniel Spiller (5) standen 14 Zähler

der Brokstedter Max Dilger (6) und Lukas Fienhage (8)

gegenüber. Ebenso deutlich war die Differenz auf den

hinteren Positionen. Ethan Spiller (3) und Marius Hillebrand

(2) erfuhren 5 Punkte, während Brokstedt mit

Nick Blödorn (7) und Danny Maaßen (3) 10 Zähler

schreiben konnte.

Fazit: Die DMV Whites sind auf einem guten Weg, sollten

jedoch, wenn sie vorne angreifen möchten, sich auf

den hinteren Positionen verstärken – sonst bleibt es

beim Mittelmaß, allerdings gutem. Da auch die Zuschauerentwicklung

positiv zu verzeichnen ist, scheint

es in Diedenbergen immer besser zu werden. Die Richtung

stimmt und darauf sollten die Verantwortlichen

des MSC Diedenbergen und der DMV White Tigers weiter

aufbauen. Das Wochenende mit Speedway Team

Cup, Youth Development Series (250 ccm) sowie Bundesligarennen

und Rahmenprogramm war eine Reise

wert – hätte allerdings mehr Zuschauer verdient gehabt.

• Text: Wolfgang Geiler; Foto: Klaus Goffelmeyer

DMV-Speedwayrennen Diedenbergen - 16.6.2019

Ergebnisse:

Eagles-Sieg

Rune Holta (11)

Robert Lambert (1)

René Deddens(3)

Bundesliga: DMV „White Tigers“ Diedenbergen, 37 Punkte (Robert Lambert

11, Kacper Gomolski 12, René Deddens 4, Daniel Spiller 5, Marius Hillebrand

2, Ethan Spiller 3); MSC Brokstedt „Wikinger“, 47 (Rune Holta 12,

Bartosz Smektala 11, Lukas Fienhage 6, Max Dilger 8, Norick Blödorn 7,

Danny Maaßen 3).

Stand: 1. AC Landsut Devils, 2 Rennen/94 Laufpunkte/4 Matchpunkte;

2. MSC Wölfe Wittstock, 3/125/4; 3. MSC Brokstedt Wikinger, 2/88/2;

4. DMV White Tigers, 3/126/2; 5. MC Nordstern Stralsund, 2/74/0.

3. Lauf

Diedenbergen

Deutschland I siegt in neuer Youth Development Series

An Spannung kaum zu überbieten war das Speedway-

Team-Cuprennen zwischen den DMV Junior White Tigers

Diedenbergen, Black Forest Eagles Berghaupten,

Wolfspack Wolfslake und den Young Devils aus Landshut.

Die Schwarzwälder gewannen mit 37 Punkten vor

dem Wolfspack (36) und den Hessen (26), während die

Bayern (15) nichts ausrichten konnten.

Bis zum letzten Lauf mussten die Zuschauer warten,

ehe der Sieger feststand. Die Berghauptener, die von

Bürgermeister Philipp Clever als Edelfan unterstützt

wurden, gingen mit einem Vorsprung von 2 Punkten ins

letzte Rennen. Wolfslakes Emil Breum war nicht aufzuhalten

und fuhr sicheren 3 Punkten entgegen. Die

„Schwarzwald-Adler“ mussten nur einen Punkt holen,

um zu gewinnen. Ethan Spiller musste jedoch lange

22 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


kämpfen, um sich den 3. Platz zu sichern. Fast hätte es

noch eine Überraschung gegeben. Bester Fahrer bei

Diedenbergen war Erik Bachhuber (250 ccm) mit

11 Punkten. Bester Fahrer des Abends war Eagles-Kapitän

Daniel Spiller mit 13 Punkten vor Sandro Wassermann.

Der Landshuter fuhr alleine 12 der insgesamt

15 Punkte für die Young Devils ein. Die Diedenbergener

enttäuschten mit dem 3. Platz keinesfalls, doch gegen

die beiden Topteams war am Samstagabend kein Kraut

gewachsen.

Youth Development: 1. Erik Bachhuber/Jonny Wynant, 2. Patrick

Skaarup/Noah Moos, 3. Sebastian Ragus/Damian Ratajczak (re.)

Was der Nachwuchs leisten kann, wurde am Sonntagmorgen

bei der Youth Development Series eindrucksvoll

unter Beweis gestellt. Den Zuschauern wurde tolles

Speedway geboten. An der Serie, die in diesem Jahr an

fünf Renntagen zum ersten Mal ausgetragen wird, nahmen

Fahrer aus sieben Nationen teil (Deutschland, Österreich,

Dänemark, Lettland, Estland, Polen und Norwegen).

Die acht Mannschaften wurden in zwei Gruppen

aufgeteilt. In der Gruppe A setzte sich Deutschland

I mit Erik Bachhuber und Jonny Wynant mit 10 Punkten

durch. Durch die Majorität der besseren Platzierungen

konnten sie die Polen (10) auf den 2. Platz verdrängen.

In der Gruppe B siegte Dänemark II mit 11 Punkten vor

dem Team des Baltikums (Estland/Lettland) mit 10 Zählern.

Im Finale gewann Team Deutschland I souverän mit 5:1

gegen Dänemark II und stieg aufs oberste Treppchen.

Dritter wurde Polen, das das kleine Finale ebenso klar

mit 5:1 gegen das baltische Team gewinnen konnte.

Unterm Strich ein toller neuer Wettbewerb, der den

Fahrern, Trainern, Betreuern und den Zuschauern richtig

gut gefallen hat.

• Text: Wolfgang Geiler; Foto: Klaus Goffelmeyer

DMV-Speedwayrennen Diedenbergen - 15./16.6.2019

Ergebnisse:

Team-Cup: 1. Black Forest Eagles Berghaupten, 37 Punkte (René Deddens

10, Daniel Spiller 13, Ethan Spiller 11, Tom Finger 3); 2. Wolfspack Wolfslake,

36 (Emil Breum 11, Leo Arnheim 7, Celina Liebmann 9, Lukas Wegner 9);

3. DMV Junior White Tigers Diedenbergen, 26 (Danny Maaßen 6, Marius

Hillebrand 3, Julian Bielmeier 6, Erik Bachhuber 11); 4. Landshut Young Devils,

15 (Sandro Wassermann 12, Maximilian Troidl 2, Mario Niedermaier 0,

Leon Krusch 1).

Stand: 1. Güstrow Torros, 2 Rennen/68 Laufpunkte/5 Matchpunkte;

2. Black Forest Eagles Berghaupten, 3/87/4; 3. MSC Cloppenburg

Fighters, 1/36/3; 4. Wolfspack Wolfslake, 2/54/2; 5. MSC Olching, 1/31/2;

6. Emsland Speedwayteam Dohren, 1/26/1; DMV Junior White Tigers Diedenbergen,

1/26/1; 8. Landshut Young Devils, 1/15/0.

Youth Development Series - 250 ccm - Gruppe A: 1. Deutschland I, 10 Punkte

(Erik Bachhuber 6, Jonny Wynant 4); 2. Polen, 10 (Sebastian Ragus 5, Damian

Ratajczak 5); 3. Norwegen, 8 (Mathias Pollestad 8, Jesper Valand 0);

4. Dänemark I, 8 (Rasmus Pedersen 6, Jesper Knudsen 2).

Gruppe B: 1. Dänemark II, 11 Punkte (Patrick Skaarup 6, Noah Moos 5);

2. Baltikum, 10 (Markus Maximus Lill/EST 1, Francis Gusts/LV 9); 3. Österreich/Deutschland,

7 (Sebastian Kössler/A 2, Leon Krusch/D 5);

4. Deutschland II, 7 (Tom Finger 5, Marlon Hegener 2).

Lauf um Platz 7: Dänemark I - Deutschland II 5:1.

Lauf um Platz 5: Österreich/Deutschland I - Norwegen 1:5.

Lauf um Platz 3: Polen - Baltikum 5:1.

Finale: Deutschland - Dänemark II 5:1.

Junior A: 1. Tajo-Nicolas Groh, 4 Punkte; 2. Felix Schmidt, 0.

Junior B: 1. Patrick Hyjek, 12 Punkte; 2. Mario Häusl, 8; 3. Leonie Weinhold,

8; 4. Toni Eichhorn, 6; 5. Kimi Weber, 4; 6. Tim Widera, 3.

U21: 1. Tim Wunderer, 12 Punkte; 2. Sebastian Trapp, 9; 3. Rafael Buchholz, 7.

A/B Seitenwagen EU-offen: 1. Maximilian Klaas/Ronald Hain, 12 Punkte;

2. Joachim Martens/Des Vanzonhoven, 9; 3. Fabian Müller/Peter Maurer,

4; 4. Valentin Martens/Sandra Jaemers, 3; 5. Jens Lorei/Dennis Rupp, 0.

Parchim

Neuer Bahnrekord

und heiße Rennen

Sehr viele Zuschauer erlebten am dritten Mai-

Sonntag bei Sonne satt heiße Speedwayrennen

auf dem „Mecklenburgring“ in Parchim.

Am Vormittag gaben die Jüngsten auf der

155-Meter-Kinderspeedwaybahn richtig Gas.

Bei den KTMs siegte der Meißener Magnus Rau.

In der PW-50-Klasse standen gleich drei Parchimer

auf dem Siegerpodest. Wobei vor allem

Fynn Koch mit Punktemaximum auf Platz 1

glänzte. Der erst Siebenjährige fuhr sein erstes

offizielles Rennen und überraschte alle mit seinem

sauberen, flotten Fahrstil. Auf Rang 2 kam

Aiden Schomacher vor Kylian Kurt, der ebenfalls

sein allererstes Rennen fuhr. Die 85er-

Klasse dominierte der amtierende Weltmeister

Norick Blödorn. Platz 2 belegte Hannah Grunwald

vor Julian Ploog.

Das Nachmittagsprogramm begann mit der großen

Fahrervorstellung inklusive Feuerwerk, Nationalhymne

und natürlich der Willkommensrede

des Bürgermeisters der Stadt Parchim, Dirk

Flörke.

Bei den 500ern stellte der dänische U21-Nationalfahrer

Jonas Seifert-Salk gleich im ersten

Lauf mit 62,8 Sekunden einen neuen Bahnrekord

auf – unglaubliche 0,9 Sekunden schneller

als Danny Maaßen im Jahre 2017. Seifert-

Salk konnte ein sicheres Punktemaximum einfahren

und damit diese Klasse für sich entscheiden.

Zu ihm gesellten sich zwei weitere

Dänen auf dem Siegerpodest. Gesamtzweiter

wurde Marius Nielsen vor Emil Breum Ankersen.

Bester Deutscher wurde der mehrfache

deutsche Meister Mirko Wolter auf Platz 7. Der

Australier Liam May begann stark mit einem

Laufsieg, hatte dann aber mit zwei Ausfällen

Pech und wurde somit nur Sechster.

In der Klasse U21 500 ccm ging es um die Norddeutsche

Bahnmeisterschaft. Hier siegte Jeffrey

Sijbesma vor Birger Jähn und Mattis Möller.

Im Extralauf um den Bürgermeisterpokal standen

dann die Punktbesten U21- und 500-ccm-

Fahrer am Startband. Hier siegte abermals Jonas

Seifert-Salk vor Marius Nielsen, Jeffrey

Sijbesma und Birger Jähn.

Die 125er-Klasse gewann Marvin Kleinert vor

Mascha Schwendt.

Vor allem bei den 500ern gab es viele spannende

Läufe mit reichlichen Überholmanövern. Das

Drumherum passte perfekt mit Hüpfburg, gesponsert

von Domi EDV, für die Kids, offenem

Fahrerlager und freien Eintritt.

• Text u. Foto: Christian Seliger

Jonas

Seifert-

Salk

8. Parchimer ADMV-Speedwayrennen - 19.5.2019

Ergebnisse:

Bürgermeisterpokal: 1. Seifert-Salk; 2. Nielsen; 3. Sijbesma;

4. Jähn.

500 ccm: 1. Jonas Seifert-Salk, DK, 12 Punkte; 2. Marius Nielsen,

DK, 11; 3. Emil Breum Ankersen, DK, 10; 4. Kenneth Jürgensen,

DK, 9; 5. Kevin J. Pedersen, DK, 8; 6. Liam May, AUS, 5; 7. Mirko

Wolter, 5; 8. Bastian Borke, DK, 4; 9. Till Schlimm, 2; 10. Geert

Bruinsma, NL, 2; 11. René Wojtaszyk, 1; 12. Marcel Sebastian, 0;

13. Reimar Schwinkendorf, 0.

U21 NBM: 1. Jeffrey Sijbesma, 11 Punkte; 2. Birger Jähn, 10;

3. Mattis Möller, 8; 4. Fynn Ole Schmietendorf, 7; 5. Lukas Wegner,

5; 6. Nick Colin Haltermann, 3; 7. Domenik Otto, 2; 8. Kai

Gehl, 0.

125 ccm: 1. Marvin Kleinert, 11 Punkte; 2. Mascha Schwendt, 9.

85 ccm: 1. Norick Blödorn, 12 Punkte; 2. Hannah Grunwald, 7; 3.

Julian Ploog, 6; 4. Noel-Maximilian Koch, 4; 5. Maylin Jurisch, 0.

KTM 50 ccm: 1. Magnus Rau, 12 Punkte; 2. Thies Schweer, 7+3;

3. Levi Böhme, 7+2; 4. Valentino Scheibe, 5; 5. Michelle Rau, 4;

6. Tajo-Nicolas Groh, 1.

PW 50: 1. Fynn Koch, 12 Punkte; 2. Aiden Schomacher, 2; 3. Kylian

Kurt, 6+3; 4. Joel Schuck, 6+2; 5. Benne Kruse, 2; 6. Jonas

Flemming, 0.

Junior C 250 ccm: Sieger Ben Ernst

Teterow

Tag der offenen Tür

Ein paar Zuschauer mehr hätten es sein können

am 18. Mai 2019 beim alljährlichen „Tag der offenen

Tür“ in der Bergring-Arena am Kellerholz

in Teterow. Das Wetter spielte mit und interessante

Rennen standen auf der Tagesordnung.

Aber nicht nur Bahnsport wurde an diesem Tag

geboten. Der Vorstand des Teterower Motorsportclubs

lud die Moto-Baller vom benachbarten

MC Kobra Malchin ein, die ihre Vorführungen

im Innenring des Speedwaystadions absolvierten.

Auch war wieder die Verkehrswacht vor

Ort, die Oldie-Zweiradgruppe des Clubs stellte

ihre Motorräder aus und drehte auch ein paar

Runden im Oval.

Marvin Kleinert aus Nordhastedt war der Maximum-

Sieger der 125 ccm-Klasse vor den beiden

Meißenern Mascha Schwend und Bruno Thomas.

Jugendweltmeister Ben Ernst musste sich

strecken, denn sein Sieg stand erst nach seinem

letzten Lauf fest. Hier konnte er den bis dahin

punktgleichen Jonny Wynant aus Cloppenburg

schlagen. Als Dritter auf dem Podium

stand Tom Finger vom MSC Moorwinkelsdamm.

• Text u. Foto: Peter Stanislawski

Tag der offenen Tür Teterow - Clubsport - NBM 125 + 250 ccm

18.5.2019

Ergebnisse:

Junior B 125 ccm: 1. Marvin Kleinert, 12 Punkte; 2. Mascha

Schwend, 10; 3. Bruno Thomas, 9; 4. Alina Sassenhagen, 6;

5. Ben Iken, 6; 6. Manuel Rau, 5; 7. Max Streller, 3; 8. Frieda Thomas,

2; 9. Mika Fynn Janßen, 1.

Junior C 250 ccm: 1. Ben Ernst, 11 Punkte; 2. Jonny Wynant, 10;

3. Tom Finger, 8; 4. Melf Ketelsen, 7; 5. Leon Krusch, 4; 6. Nynke

Sijbesma, 2; 7. Ann-Kathrin Gerdes, 0.

Juli '19 BAHNSPORT AKTUELL 23


SPEEDWAY

Kamil Brzozowski, Zdenek Holub und René Deddens (v.l.)

Wolfslake

Vatertagsevent

Traditionell fand am „Vatertag“ auf dem Eichenring

Wolfslake wieder ein Speedwayrennen

statt. Organisiert wurde ein EU-offenes Einzelrennen

und ein NBM-Wertungslauf der Juniorenklasse

C. Im Hauptfeld der 500-ccm-Klasse

wurden 16 Fahrer aus verschiedenen EU-Ländern

eingeladen, wobei es aber bis kurz vor

dem Rennen noch verschiedene Absagen von

Fahrern gab. Die Sportleitung musste dann

kurzfristig das Rennschema ändern und fuhr

dann im Hauptfeld mit zwölf Fahrern und trug

Finalläufe aus. Hier siegte nach 16 Läufen Zdenek

Holub (CZ) vor Kamil Brzozowski (PL) und

René Deddens. Die Juniorenklasse, besetzt mit

9 Fahrern, gewann Ben Ernst vor Lukas Wegner

und Jonny Wynannt. Für den Saisonhöhepunkt

in Wolfslake war das Speedwayteam Wolfslake

gut gerüstet und präsentierte den zirka 700 Zuschauern

einen fabelhaften Renntag. Das

Bahndienstteam hatte sehr gute Vorarbeit geleistet,

um den Fahrern die perfekte Bahn zu

präsentieren. Die Clubführung bedankt sich für

die tolle Unterstützung der Speedwayfans aus

ganz Deutschland, Polen, Dänemark und den

Niederlanden, die den Weg am Feiertag nach

Wolfslake auf sich genommen haben. Besonderer

Dank gilt natürlich den verantwortlichen Organisatoren

und den fleißigen Helfern und

Sponsoren.

• Text: Heino Ressel; Foto: Marco Strahlendorf

Int. ADAC-Speedwayrennen Wolfslake - 30.5.2019

Ergebnisse:

I-Solo (nach zwei Semifinals, kleinem Finale + Finale): 1. Zdenek

Holub, CZ, 8 Vorlaufpunkte; 2. Kamil Brzozowski, PL, 11; 3. René

Deddens, 5; 4. Emil Breum, DK, 10; 5. Daniel Spiller, 10; 6. Emil

Grondal, DK, 7; 7. Dominik Möser, 7; 8. Nick Agertoft, DK, 5.

Weitere Platzierung: 9. Steven Mauer, 3; 10. Marius Nielsen,

DK, 3; 11. Geert Bruinsma, NL, 2.

NBM Junior C - 250 ccm: 1. Ben Ernst, 11 Punkte; 2. Lukas Wegner,

11; 3. Jonny Wynant, 10; 4. Tom Finger, 7; 5. Ann-Kathrin Gerdes,

6; 6. Nynke Sijbesma, 6; 7. Marlon Hegener, 5; 8. Daniel

Schröder, 2; 9. Tom Meyer, 1.

Güstrow - VR-Speedway-Day - 30.5.2019

Ein Tag

zum Mitmachen

Es ist die besondere Begeisterung, die den VR-

Speedway-Day im Güstrower Veranstaltungskalender

ausmacht. Mit Enthusiasmus sind die

Teilnehmer am Fahrradspeedway Jahr für Jahr

dabei und bei diesem Mal gab es auch erstmals

eine Gruppe mit Laufrädern. In dieser Altersklasse

gewann Simon Thiessen vor Merle

Währa, Niclas Kühl sowie Selina Dahlmann. In

den anderen Gruppen waren Dominik Holländer,

Felix Schmidt, Max Blank und Tobias Breitling

erfolgreich.

Da jeder, der mitmacht, einen Preis von der

Volks- und Raiffeisenbank erhält, gab es auch

schon eine Initiative, eine Oldie-Gruppe einzurichten.

Vielleicht gibt es ja im kommenden

Jahr genügend Interessierte dafür.

Aber auch auf dem Sportplatz war viel los. Der

Landessportbund hatte eine Reihe von Spielen

zum Ausprobieren und Mitmachen aufgebaut.

So wurde das Angebot vielfach genutzt und

machte nicht nur den Kindern, sondern auch

den Eltern sichtlich viel Spaß.

Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Aktivität

und Zuschauen, die jedes Jahr am Himmelfahrtstag

tausende Besucher ins Güstrower

Speedwaystadion zieht. So hatten Familien

Decken auf den Zuschauerwiesen ausgebreitet

oder saßen auf der neuen Tribüne. Dadurch

war es möglich, dass die Kinder alle Aktivitäten

besuchen konnten und auch die

Action auf der Bahn zu beobachten war. Hier

sorgte am Nachmittag eine Mischung aus ehemaligen

Aktiven wie Michael Möller, Roberto

Haupt, Hannes und Jonny Gast sowie Nachwuchsfahrern

wie Tyler Haupt, Alexander Hagen,

Joel Schuck, Max Streller, Jacob Femerling,

Kai Gehl und Norick Blödorn für sportliche

Unterhaltung.

Die Aktiven hatten nicht nur Zeit für den Sport,

sondern auch für alle Fragen der Besucher. Die

ehemaligen Aktiven waren eng umringt und

konnten den Sport und die Maschinen genau

erklären. Für den MC Güstrow verbindet sich

damit natürlich die Hoffnung, Nachwuchs für

den Speedwaysport zu gewinnen. Wer Interesse

hat, kann sich gern jeweils Mittwochnachmittag

im Stadion einfinden. Dann findet stets

ein Training statt. • Gunnar Mörke

Nordhastedt

Rennabbruch

Die Motorsportfreunde des MSC Nordhastedt-

Nordseeküste hatten sich wieder viel Mühe gegeben

und diverse Arbeitsstunden investiert,

um die Anlage für das Rennen fit zu machen.

Pünktlich, wie im Wetterbericht angesagt, begann

es am Morgen zu regnen und alle Vorläufe

der Jugendlichen am Vormittag fanden

schon mehr oder weniger im Matsch statt.

Nachdem es mit kurzen Unterbrechungen bis

zum eigentlichen Rennbeginn regnete, wurde

der Start verschoben, stattdessen erfolgte ein

einstündiger Bahndienst. Dieser wurde dann

auch gewissenhaft durchgeführt. Um 15:15 Uhr

erfolgte noch eine Trainingsrunde für die Solisten

und Gespanne, bevor die Rennen starteten.

Die Sieger des ersten Durchgangs waren Andreas

Jensen (DK), Daniel Kaczmarek (PL)

Glenn Moi (N) und Artem Trofimov (LV). In Heat

6 konnte Facundo Albin Vorjahressieger Marcel

Kajzer schlagen und hatte wie Trofimov, Jannik

B. Sörensen und Daniel Kaczmarek 5 Punkte.

Andreas Jensen und Glenn Moi führten mit je

6 Punkten. Danny Maaßen war mit zwei 2. Plätzen

bester deutscher Fahrer. Der dritte Durchgang

war dann der letzte des Tages. Hier konnte

Trofimov den bisher unbesiegten Dänen Jensen

schlagen, wurde aber mit 8 Punkten hinter

dem Dänen nur als Zweiter gewertet. Dritter in

der Endabrechnung wurde der Argentinier Albin,

der in Heat 12 auch den besten Lauf des

Tages zeigte. Er kam nur als Dritter vom Start

weg, schnappte sich dann noch Sörensen und

zog in der allerletzten Runde sogar noch an

Kaczmarek vorbei. Maaßen konnte seinen letzten

Lauf ebenfalls gewinnen und landete auf

Platz 6 hinter Moi und Kaczmarek.

Sieger Andreas Jensen vor Jannik B. Sörensen

In der Pause kamen die Fahrer noch einmal zusammen

und beschlossen, das Rennen wegen

der schlechten Bahnbedingungen zu beenden.

Danny Maaßen erklärte: „Beim Reinfahren in

die Kurve war es spiegelglatt und man hatte

große Mühe, die Kurve überhaupt zu schaffen.“

Zuvor fanden die Rennen der Gespanne statt.

Vier Teams waren am Start. Jan Kempa/Sina

Stickling gewannen alle drei Vorläufe und siegten.

Oliver Möller/Dana Frohbös kämpften etwas

mit der Technik, konnten aber trotzdem

dreimal Zweiter werden. Nicole Standke/Kim

Kempa hatten Pech und blieben gleich im ersten

Heat mit gerissener Kette liegen. Trotzdem

wurden sie noch Dritte vor André Schöning und

Linda Frohbös.

Bereits am Vormittag fuhren unter anderem

auch die Junioren B (125 ccm). Der Sieg ging

hier an Louis Ruhnke mit drei Laufsiegen und

zwei 2. Plätzen vor Marvin Kleinert, der mit

drei Siegen und zwei Ausfällen Zweiter wurde.

Auf den Plätzen folgten Malte Semrau, Lennard

Suhr und Hanna Marie Jasper. Neun Fahrer traten

um Punkte für die Norddeutsche Bahnmeisterschaft

an. Sieger wurde nach fünf Läufen

und drei Siegen Fynn Ole Schmietendorf

mit 14 Punkten vor Jeffrey Sijbesma mit 13

Punkten. Mattis Möller belegte mit 9 Zählern

den 3. Platz. • Texte u. Fotos: Wolfgang Radszuweit

AM RANDE

Vom MSC Brokstedt war fast eine komplette frühere

Mannschaft als Zuschauer anwesend, und

zwar Egon Müller, André Pollehn und Björn Danielczik

• Der ehemalige „Team 70“-Fahrer

Hans Werner Klaus ist gestorben • Erstmals in

Nordhastedt im Einsatz war Schiedsrichterin

Manuela Hinrichs aus Mecklenburg-Vorpommern

(gleichzeitig Teamleiterin der Wölfe Wittstock),

die ihre Sache gut machte • Die ADAC-

Speedway-Schule ist am 31. August 2019 in

Nordhastedt vor Ort. Anmeldungen bitte bis

zum 26. August an: familieruhnke@cloud.com

Int. ADAC-Speedwayrennen Dithmarschenring Albersdorf -

30.5.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Andreas Jensen, DK, 8 Punkte; 2. Artem Trofimov, LV,

8; 3. Facundo Albin, ARG, 8; 4. Glenn Moi, N, 7; 5. Daniel

Kaczmarek, PL, 7; 6. Danny Maaßen, 7; 7. Jannick B. Sörensen,

DK, 6; 8. Morten Piepenbrinck, DK, 4; 9. Marcel Kajzer, PL, 3;

10. Emil Portner, DK, 3; 11. Sebastian Mortensen, DK, 2; 12. Anne

Spaan, NL, 2; 13. Niels Oliver Wessel, 2; 14. Jana-Maria Muschiol,

2; 15. Lasse Portner, DK, 2; 16. Maximilian Pott, 1; 17. Tim

Brinckmann, 0.

Junior U21 - 500 ccm: 1. Fynn Ole Schmietendorf, 14 Punkte;

2. Jeffrey Sijbesma, 13; 3. Mattis Möller, 9; 4. Birger Jähn, 9;

5. Domenik Otto, 6; 6. Nick Haltermann, 4; 7. Fabian Heinemann,

3; 8. Max-Wilhelm Kruth, 1; 9. Marc-Leon Tebbe, 0.

Junior B 125 ccm: 1. Louis Ruhnke, 13 Punkte; 2. Marvin Kleinert,

9; 3. Malte Semrau, 7; 4. Lennard Suhr, 5; 5. Hanna Marie Jasper,

1.

Seitenwagen: 1. Jan Kempa/Sina Stickling, 9 Punkte; 2. Oliver

Möller/Dana Frohbös, 6; 3. Nicole Standke/Kim Kempa, 5;

4. André Schönig/Linda Frohbös, 3.

24 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


Güstrow

Pfingstevent

Pfingstchallenge ging nach Lettland

Die Freude war riesig beim jungen Letten Artjom

Trofimov, als er nach dem Gewinn des Finals des

Pfingstchallenge in Güstrow auf die oberste Podeststufe

springen durfte und ihm zu Ehren die

Nationalhymne gespielt wurde.

Dabei ging er nicht unbedingt als Favorit in diesen

entscheidenden letzten Lauf des Tages. Die

vier besten Fahrer der Veranstaltung trafen schon

im 20. Lauf aufeinander, drei von ihnen waren bis

dahin ungeschlagen, nur Trofimov musste vorher

schon einen Punkt abgeben. Diesen Lauf gewann

in einem spannenden Fight Michael Härtel, der einen

sehr starken Eindruck hinterließ, vor dem Dänen

Mads Hansen und eben Trofimov. Entscheidend

dafür, dass nicht Härtel, der schon einmal

die Challenge gewonnen hatte, am Ende nicht

ganz oben stand, war wohl sein 2. Platz im Halbfinale.

So durfte er erst als Dritter seinen Startplatz

für den Endlauf wählen und kam dann im Finale

nicht mehr am Letten vorbei, konnte aber vor Hansen

bleiben. Es war sicher keine Entschuldigung,

als Härtel nach dem Rennen erklärte, dass er

noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. „Ich

hatte vor kurzem einen schweren Sturz in Polen

und habe mich schwer an der Hüfte verletzt. So

bin ich froh, dass ich das Rennen jetzt durchfahren

konnte und am Ende hat es dadurch eben

nicht ganz gereicht“, sagte der deutsche Juniorenmeister.

Michael Härtel, Artjom Trofimov und Mads Hansen (v.l.)

Die jungen Wilden zeigten wieder tollen Sport

und herausragenden Kampfgeist. So war schon

allein der vierte Lauf das Eintrittsgeld wert. Hier

sahen die 1300 Zuschauer über vier Runden eine

enge Auseinandersetzung zwischen Dominik Möser,

der lange Zeit seine Führung behaupten

konnte, vor Lukas Fienhage und Lukas Baumann.

Während der eine außen angriff, versuchte der

andere innen eine Lücke zu finden. Schließlich

schafften es beide, an Möser vorbeizugehen.

Große Beachtung vonseiten des MC Güstrow,

aber natürlich auch von vielen Zuschauern, fand

der Auftritt von Norick Blödorn in seinem ersten

500-ccm-Rennen. Der junge Nachwuchspilot hatte

soeben das Mindestalter erreicht und brachte

eine Leistung auf die Bahn, die so nicht zu erwarten

war. Gleich in seinem ersten Lauf holte er

2 Punkte und musste sich nur hinter dem späteren

Sieger einreihen. Sehenswert war auch seine

rundenlange Führung vor Hansen, bevor der wesentlich

erfahrenere Däne eine kleine Lücke zum

Überholen nutzte. Mit dieser Performance qualifizierte

sich Norick für das Semifinale und landete

damit gleich in seinem ersten Rennen in der besseren

Hälfte des Starterfeldes. Sichtlich erfreut

zeigte sich der junge Pilot anschließend auf der

Ehrenrunde, auf der er vom Publikum, das ein gutes

Gespür für die besondere Bedeutung dieses

Moments hatte, entsprechend gefeiert wurde.

8000 Besucher machen Pfingstpokal zum Fest

Noch am Tag zuvor waren der Franzose David

Bellego und der Brite Robert Lambert in ihren

Heimatländern in der GP-Qualifikation unterwegs.

Belego reiste aus Lamothe-Landerron und

Lambert aus Glasgow nach Güstrow an. Beide

schafften es nicht nur pünktlich anzukommen,

sondern standen am Ende auch noch punktgleich

nebeneinander auf dem Siegerpodest.

Bis die Marseillaise für den Sieger des Pfingstpokals

2019 gespielt werden konnte, erlebten

die 8000 Besucher ein mitreißendes und stimmungsvolles

Speedwayfest. Im Feld der 18 Fahrer

des Hauptereignisses waren auch vier Teammitglieder

der Güstrow Torros. Aber auch die anderen

Piloten sind stets wieder angetan von der

besonderen Atmosphäre des Pfingstpokals,

kommen darum immer wieder gern nach Güstrow

und sind auf diesem Oval auch erfolgreich.

Das trifft auf jeden Fall auf die beiden Dänen Nicolai

Klindt und Rasmus Jensen zu. Beide begannen

den Wettbewerb mit je einer Null-Punkte-

Fahrt, steigerten sich dann enorm und hatten jeweils

ihren Anteil daran, dass es keinen Maximumsieger

gab. Zunächst sah es so aus, als würden

die beiden GP-Piloten Artem Laguta und Robert

Lambert den Sieg unter sich ausmachen.

Nach zwei Durchgängen verfügten beide noch

über die volle Punktzahl, dann nahm jedoch

Klindt dem russischen Teamweltmeister einen

Zähler ab und im letzten Lauf des Tages siegte

Rasmus Jensen vor Lambert und Laguta. Vorher

hatte Klindt auch den späteren Sieger David Bellego

geschlagen. Nach den 20 Wertungsläufen

zum Pfingstpokal hatten Laguta und Klindt je

12 Punkte und Bellego und Lambert je 13 Zähler

gesammelt. Zunächst musste der Russe auf ein

Stechen verzichten, da er Probleme mit seiner

Maschine hatte. Auch die beiden Erstplatzierten

traten nicht zu einem Extralauf an und so wurde

der Franzose zum Sieger des Pfingstpokals ausgerufen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildet aber immer

der Lauf um den Fritz-Suhrbier-Pokal, in dem

die besten drei des Rennens und der beste Deutsche

startberechtigt sind. Dies war Michael Härtel,

der sich mit seinem Kampfgeist wieder in die

Herzen der Zuschauer gefahren hatte. Gefeiert

wurde aber auch Tobias Busch, der irgendwie

keinen guten Tag erwischt hatte und seine für

das Güstrower Oval übliche Performance nicht

zeigen konnte. Lukas Baumann, der den Startplatz

im Pfingstpokal nach seiner tollen Leistung

in der Challenge am Freitag erhalten hatte, ließ

sein Talent aufblitzen, kämpfte bestens mit und

freute sich zurecht über jeden erstrittenen

Punkt.

Im Rahmenprogramm des Pfingstpokals gewann

Tyler Haupt die 50er-Konkurrenz vor Joel Schuck

und Johannes Ebel. In der 250er-Klasse, die in einer

gemeinsamen Wertung mit dem am Vortag in

Teterow ausgetragenen Auerhahnpokal gewertet

wurde, war Erik Bachhuber vor Mathias Pollestad

und Patrick Skaarup erfolgreich.

Bei der Wahl der Startplätze zum Fritz-Suhrbier-

Pokal entschied sich der Franzose überraschend

für Blau. Lambert wählte Gelb und Klindt Weiß.

Der Däne hatte den besten Start und ließ sich

nicht mehr von der Spitze verdrängen, auch

wenn er vehement von Lambert attackiert wurde.

Danach ließen sich alle vom Publikum feiern und

das konnte Lambert besonders gut mit Donuts

vor der Haupttribüne. Den Ausklang des Abends

bildete ein Feuerwerk, das den würdigen Rahmen

für die Ehrung der Sieger bildete und bestens

zur Stimmung der Veranstaltung passte.

• Text: Gunnar Mörke; Foto: Daniel Sievers

Int. Speedwayrennen Pfingstchallenge Güstrow - 7.6.2019

Ergebnis:

1. Artjom Trofimov, LV; 2. Michael Härtel; 3. Mads Hansen, DK;

4. Lukas Fienhage; 5. Dominik Möser; 6. Lukas Baumann;

7. Christian Thaysen, DK; 8. Norick Blödorn; 9. Brayden McGuiness,

AUS; 10. Jack Smith, GB; 11. Henrik Bergström, S;

12. Emil Breum, DK; 13. Leon Arnheim; 14. Niklas Säyriö, FIN;

15. Max Kruth; 16. Pascal Peters; 17. David Pacalaj, SK; 18. Liam

May, AUS.

Int. Speedwayrennen Pfingstpokal - 9.6.2019

Ergebnis:

I-Solo: 1. David Bellego, F, 13 Punkte; 2. Robert Lambert,

GB, 13; 3. Nicolai Klindt, DK, 12; 4. Artem Laguta, RUS, 12;

5. Adrian Cyfer, PL, 11; 6. Rasmus Jensen, DK, 10; 7. Michael

Härtel, 10; 8. Vaclav Milik, CZ, 7; 9. Tobias Busch, 7; 10. Tomas

H. Jonasson, S, 6; 11. Frederik Jakobsen, DK, 6; 12. Rune Holta,

N, 5; 13. Lukas Baumann, 4; 14. Vladimir Borodulin, RUS, 3;

15. Ricky Wells, USA, 1; 16. Roman Lahbaum, RUS, 0; 17. Norick

Blödorn, 0; 18. Leon Arnheim, 0.

250 ccm: 1. Erik Bachhuber, 20 Punkte; 2. Mathias Pollestad,

N, 19; 3. Patrick Skaarup, DK, 16; 4. Jonny Wynant, 13; 5. James

Pearson, AUS, 11; 6. Lukas Wegner, 10; 7. Mathias Karlsen, DK,

10; 8. Tom Finger, 1.

50 ccm: 1. Tyler Haupt, 12 Punkte; 2. Joel Schuck, 8; 3. Johannes

Ebel, 4; 4. Alexander Hagen, 0.

Teterow

Auerhahnpokal

geht nach England

Adam Ellis – so heißt der erste britische Gewinner

des Teterower Auerhahnpokals. Nach einer

soliden Vorstellung in den Vorläufen gewann

der Brite das Halbfinale sowie den großen Endlauf.

Ihm folgte auf das Podest der Norweger

Rune Holta. Auf dem 3. Platz landete, etwas

überraschend, der Schwede Filip Hjelmland.

Grand-Prix-Fahrer Artem Laguta schied in Halbfinale

2 als Letzter aus. In diesem Lauf, der

zweimal gestartet werden musste, wurde Laguta

nach Bandberührung 15 Meter strafversetzt.

Hier war eindeutig zu sehen, dass dem Russen

die Motivation fehlte, als er dem Feld mit Wheelies

hinterherfuhr.

Aus deutscher Sicht war Martin Smolinski der

Beste an diesem Abend. Mit 10 Punkten aus seinen

Vorläufen und Rang 2 in Halbfinale 1 schaffte

er es ins Finale. Hier kam er allerdings nicht

über Rang 4 hinaus.

Michael Härtel stand ebenfalls im Halbfinale,

schied aber auf dem 4. Platz aus.

Für die restlichen deutschen Fahrer Lukas Fienhage,

René Deddens und Dominik Möser war

bereits nach der Vorrunde Schluss.

• Text: Daniel Becker; Foto: Daniel Sievers

Int. 16. Auerhahnpokal-Flutlicht-Speedwayrennen - Teterow

8.6.2019

Ergebnisse:

I-Solo (nach zwei Semifinals, kleinem Finale + Finale): 1. Adam

Ellis, GB; 2. Rune Holta, N; 3. Filip Hjelmland, S; 4. Martin Smolinski;

5. Rasmus Jensen, DK; 6. Pawel Hlib, PL; 7. Nikolai Klindt,

DK; 8. Michael Härtel; 9. Artem Laguta, RUS; 10. Andreas Lyager,

DK; 11. Mathias Thörnblom, S; 12. Vladimir Borodulin, RUS;

13. René Deddens; 14. Lukas Fienhage; 15. Roman Lahbaum,

RUS; 16. Dominik Möser.

Rune Holta, Adam Ellis und Filip Hjelmland (v.l.)

Juli '19 BAHNSPORT AKTUELL 25


SANDBAHN

Altrip

Unwetterwarnungen, aber Mathieu Trésarrieu

Unwetter waren für den Fronleichnamstag in Altrip prognostiziert worden. Diese trafen

bereits in der Nacht ein, sodass am Renntag die Bahn morgens teilweise abgepumpt

und das Training um zirka eine Stunde verschoben werden musste. Um etwas

Zeit einzusparen, wurde der zweite Trainingsdurchgang gecancelt, sodass die Veranstaltung

pünktlich beginnen konnte.

Das Hauptaugenmerk lag auf dem Endlauf um

den Goldenen Römer. In der internationalen

Soloklasse waren mit Mathieu Trésarrieu, Josef

Franc, Max Dilger, Martin Malek, Andrew

Appleton und Bernd Diener sechs WM-Teilnehmer

verpflichtet worden. Bereits im ersten

Lauf musste Trésarrieu alles geben. Jarno de

Vries gewann den Start und Trésarrieu hatte

seinen Kampf, um am jungen Niederländer

vorbeizukommen. Letztlich überholte auch

noch Martin Malek de Vries. Auch in seinem

zweiten Lauf startete Trésarrieu schlecht.

Diesmal war es Katt, der dem Franzosen Paroli

bot. Erst in der letzen Runde schaffte es Trésarrieu,

an Katt vorbeizuziehen. Nach den

Vorläufen konnte Trésarrieu ein lupenreines

Maximum vorweisen. Josef Franc fuhr in seinem

ersten Lauf die schnellste Zeit des Tages

und setzte sich vor Dilger, Katt, Appleton und

Meijer durch.

Nach den Vorläufen standen mit Trésarrieu

(20 Punkte), Franc (18), Dilger (15), Malek (14),

Katt (12) und Appleton (10) die Teilnehmer für

den Lauf um den Goldenen Römer fest. Marcel

Dachs hatte zwar auch 10 Punkte, war aber

zweimal von Appleton geschlagen worden.

Mathieu Trésarrieu ließ im Endlauf nichts anbrennen.

Bereits auf dem Weg in die erste Kurve

ging er in Führung und gab diese nicht

mehr ab. Auf Platz 2 landete Franc vor Katt,

Dilger, Malek und Appleton.

Bei den internationalen Seitenwagen waren

es wieder einmal Markus Venus/Markus Heiß,

die in allen drei Läufen als Erste die Zielflagge

sahen. Am Ende kamen Markus Brandhofer/

Tim Scheunemann auf den 2. Platz vor Karl

Keil/David Kersten.

In der Klasse B-Lizenz Seitenwagen setzten

sich Sebastian Kehrer/Benjamin Maier durch.

Nur im ersten Lauf gaben sie einen Punkt ab.

Mike Kolb/Nadine Pierick konnten 9 Punkte

erfahren und fielen einmal aus. Die drittplatzierten

Moritz Straub/Patrik Löffler erzielten

ebenfalls 9 Zähler. Pechvögel des Tages waren

Udo Poppe/Martin Weick, die bereits im

ersten Heat die Segel streichen mussten.

Bei den B-Solisten gab es bereits im ersten

Lauf diverse Probleme. Dennis Helfer, Mario

Niedermaier fielen aus und Julian Bielmeier

wurde wegen Sturz disqualifiziert. Das Rennen

wurde sodann nur mit Sebastian Trapp,

Stefan Drofa und Ersatzfahrer Paolo Bonfante

gestartet. Hier setzte sich Drofa vor Trapp und

Bonfante durch. Die nächsten beiden Heats

gewann Helfer, der letztlich auch das oberste

Treppchen besteigen konnte. Zweiter wurde

Trapp vor Drofa.

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy

66. Int ADAC-Sandbahnrennen Altrip „Um den Goldenen

Römer“ - 20.6.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Mathieu Trésarrieu, F, 20 Punkte; 2. Josef Franc, CZ,

18; 3. Max Dilger, 15; 4. Martin Malek, CZ, 14; 5. Stephan Katt,

12; 6. Andrew Appleton, GB, 10; 7. Marcel Dachs, 10; 8. Jarno

de Vries, NL, 7; 9. Mika Meijer, NL, 5; 10. Christian Hülshorst,

5; 11. Bernd Diener, 3; 12. David Pfeffer, 0.

Goldener Römer: 1. Trésarrieu; 2. Franc; 3. Katt; 4. Dilger;

5. Malek; 6. Appleton.

B-Solo: 1. Dennis Helfer, 10 Punkte; 2. Sebastian Trapp, 8;

3. Stefan Drofa, 7; 4. Marcel Sebastian, 6; 5. Julian Bielmeier,

4; 6. Mario Niedermeier, 4; 7. Paolo Bonfante, I, 3.

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, 15 Punkte;

2. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, 11; 3. Karl Keil/David

Kersten, 8; 4. Manuel Meier/Melanie Schrempp, 4; Raphael

San Millan/Benedikt Zapf, 4; 6. Achim Neuendorf/Morris

San Millan, 3.

B-Seitenwagen: 1. Sebastian Kehrer/Benjamin Maier, 14

Punkte; 2. Michael Kolb/Nadine Pierick, 9; 3. Moritz Straub/

Patrik Löffler, 9; 4. Patrick Zwetsch/Ralf Drönner, 8; 5. Fabian

Müller/Peter Maurer, 3; 6. Udo Poppe/Martin Weick, 0.

26 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


gewinnt Goldenen Römer

Siegerehrung Goldener Römer mit (v.l.) Josef Franc, Mathieu Trésarrieu und Stephan Katt

Großes Foto: Doppelsieger (Gesamtwertung und Römer) Mathieu Trésarrieu (3)

und Jarno de Vries (66) vor Martin Malek (11), Bernd Diener (7), Marcel Dachs (33)

und Christian Hülshorst (41)

Links oben: Die Seitenwagen-Sieger Markus Venus/Markus Heiß gegen

Manuel Meier/Melanie Schrempp, dahinter Achim Neuendorf/Morris San Millan

Links unten: Siegerehrung I-Seitenwagen mit (v.l.) Tim Scheunemann,

Markus Brandhofer, Markus Heiß, Markus Venus, David Kersten und Karl Keil

Juli '19 BAHNSPORT AKTUELL 27


SAND-/GRASBAHN

V.l. Christian Hülshorst (41), Andrew Appleton (22), Stephan Katt (42),

Martin Malek (111), Marcel Sebastian (15) und Danny Maaßen (94)

Plattling

Smolinski und Venus/Heiß

sichern sich Tagessieg

Ohne Punktverlust und mit einer reinen Weste sicherte sich Martin Smolinski

den Tagessieg beim 41. Preis der Stadt Plattling. Der amtierende

Weltmeister aus Olching konnte sich in den vier Vorläufen alle 20 Punkte

sichern und fuhr auch im Finallauf den 1. Platz ein. Den 2. Rang sicherte

sich Stephan Katt vor Jörg Tebbe. Der „Catman“, wie er von seinen Fans

genannt wird, kämpfte in den Vorläufen um jeden Punkt und bereitete so

dem Plattlinger Publikum große Freude. Auch der amtierende deutsche

Meister Tebbe kämpfte um die vorderen Plätze und erreichte somit den

3. Platz.

In der internationalen Seitenwagenklasse konnten sich die Vorjahressieger

Markus Venus/Markus Heiß mit beschaulichen vier gewonnenen Läufen

durchsetzen und erreichten in überragender Form den Tagessieg. Das

französische Gespann Guillaume Comblon/Chloé Agez erreichte bei seinem

zweiten Anlauf in Plattling den 2. Platz vor Raphael San Millan/ Benedikt

Zapf, die sich im Hoffnungslauf mit einem Sieg für das Finale qualifizierten.

Wie angekündigt wurde auch dem Nachwuchs wieder die Möglichkeit gegeben,

in Plattling an den Start zu gehen. Fabian Wachs musste in den

drei gefahrenen Läufen nur einen Punkt an Julian Bielmeier abtreten,

konnte sich aber trotzdem mit 14 eingefahrenen Punkten den Tagessieg

sichern. Bielmeier erreichte mit einem Laufsieg den 2. Platz vor Mario Niedermeier,

der nur zweimal an den Start gehen konnte, aber immerhin

6 Punkte einfuhr und so den 3. Platz erreichte.

Der MSC Plattling bedankt sich bei allen Teilnehmern für die fairen Kämpfe

um die Plätze und bei den vielen Helfern rund um die Rennbahn, die für

einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgten; besonders aber

bei den Zuschauern, die wieder zahlreich in der Isarstadt vertreten waren.

• Text: Marco Hausmann; Fotos: MSC Plattling

Int. ADAC-Sandbahnrennen „Um den 41. Preis der Stadt Plattling“ - 19.5.2019

Ergebnisse:

I-Solo (Platzierung nach A-/B-Finale): 1. Martin Smolinski, 20 Punkte; 2. Stephan Katt, 16; 3. Jörg

Tebbe, 17; 4. David Pfeffer, 11; 5. Lars Zandvliet, NL, 6; 6. Christian Hülshorst, 12; 7. Martin Malek,

CZ, 8; 8. Baptiste Comblon, F, 4; 9. Danny Maaßen, 5; 10. Andrew Appleton, GB, 16; 11. Marcel Sebastian,

0; 12. Romano Hummel, NL, 5.

B-Solo: 1. Fabian Wachs, 14 Punkte; 2. Julian Bielmeier, 13; 3. Mario Niedermeier, 6; 4. Timo Wachs,

6; 5. Finn Loheider, 4; 6. Sebastian Trapp, 2; 7. Lando Michaelis, 0.

I-Seitenwagen (Platzierung nach A-/B-Finale): 1. Markus Venus/Markus Heiß, 9 Punkte; 2. Guillaume

Comblon/Chloé Agez, F, 7; 3. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 6; 4. Markus Brandhofer/

Tim Scheunemann, 6; 5. Florian Kreuzmayr/Benjamin Maier, 5; 6. Sebastian Kehrer/Patrick Lepnik,

2; 7. Manuel Meier/Melanie Schrempp, 1.

1. Venus/Heiß

2. Comblon/Agez

3. San Millan/Zapf

28 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19

Hechthausen

Jubiläum

Am 16. Juni starteten die Motorradfreunde Niederelbe ihr 25. Internationales

Sandbahnrennen und präsentierten eine Anlage, der man ansah, dass hier

viel Arbeit der Ehrenamtlichen geleistet worden war. Nach der Fahrervorstellung

wurde eine Schweigeminute für das langjährige Vorstandsmitglied Peter

Richters, der vor Kurzem verstorben war, eingelegt.

Die Rennen begannen mit dem Angriff auf den Bahnrekord. Schnellster war

der Holländer Mark Beishuizen mit einem Schnitt von 94,89 km/h. In den Vorläufen

der I-Lizenz sah es fast nach einem Sieg von Jörg Tebbe aus, der seinem

wohl schärfsten Kontrahenten Stephan Katt zweimal den Start abnahm und

sicherlich auch den dritten Vorlauf gewonnen hätte. Doch am Ende der ersten

Kurve blockierte wegen gerissener Kette das Hinterrad und Jörg ging zu Boden.

Er zog sich eine Fußverletzung zu und konnte zum Finale nicht mehr antreten.

Das bedeutete für Katt mit 15 Punkten den Sieg. Beishuizen kam

knapp hinter ihm mit 14 Punkten ins Ziel, gefolgt von seinem Landsmann Jarno

de Vries mit 10 Zählern. Tebbe landete mit seinen zwei Laufsiegen hinter

Mika Mejer auf Platz 5. Erst dahinter folgten Kai Dohrenkamp und Christian

Hülshorst. Niedergeschlagen war der Däne Kenneth Kruse Hansen, der eine

internationale Karriere als Langbahnfahrer anstrebt. In seinem ersten Vorlauf

musste er mit Defekt aufgeben und in seinem zweiten Outing nach Sturz.

A-/B-Gespanne: 1. J.Kempa/Stickling, 2. Standke/K.Kempa, 3. Möller/Frohbös (re.)

Spannende Läufe boten die A/B-Lizenz Seitenwagen. Sehr gut sahen hier vor

allem Jan Kempa/Sina Stickling aus, die aber in Oliver Möller/Dana Frohbös

und den Lokalmatadorinnen Nicole Standke/Kim Kempa hartnäckige Gegner

hatten. Der Hammer war der Endlauf, als das Damengespann Standke/Kempa

souverän in Führung ging und gewann. So hatten diese drei Gespanne am

Ende jeweils 10 Punkte. Kempa/Stickling gewannen letztlich vor Standke/

Kempa und Möller/Frohbös.

Bei den B-Lizenz-Solisten war es Jens Buchberger, der mit drei Laufsiegen

überzeugte. Lediglich den Start zum zweiten Lauf vergeigte er, wurde dafür

total abgestrahlt und mit Platz 4 bestraft. Trotzdem kam Jens auf 17 Punkte vor

B-Lizenz-Rückkehrer Marcel Sebastian mit 16 Zählern. Clubfahrer Dirk Oellrich

landete auf Platz 3 mit ebenfalls 16 Punkten.

Bei den 2-Ventiler-Oldies setzte sich Manfred Gertz vor Bernd Köster und Jürgen

Jucknies durch. • Texte u. Foto: Wolfgang Radszuweit

AM RANDE

Josef Hukelmann ließ es sich nicht nehmen, in einer Rennpause Jens Buchberger

zu ehren, der zusammen mit vielen anderen fleißigen Helfern jedes

Jahr viele Stunden für die Motorradfreunde Niederelbe arbeitet und dabei

selbst seit 20 Jahren in der B-Lizenz fährt. Dafür überreichte Hukelmann ihm

einen Ehrenpokal • Mit Hugo Dabbert war ein seltener Gast in Hechthausen.

Der 80-Jährige fuhr früher in der B-Lizenz, damals noch gegen einen sehr

jungen Egon Müller, und gründete dann ein Steilwandgeschäft, das er später

nach Bayern verkaufte • Immer noch mit Kamera unterwegs ist der 81-jährige

„Mr. Nice Pictures“ Udo Möller.

25. ADAC-Sandbahnrennen Hechthausen - 15./16.6.2019

Ergebnisse:

Bahnrekord: 1. Beishuizen, 94,89 km/h; 2. Katt, 93,74; 3. Tebbe, 93,20.

I-Solo: 1. Stephan Katt, 15 Punkte; 2. Mark Beishuizen, NL, 14; 3. Jarno de Vries, 10; 4. Mika Meijer, 8;

5. Jörg Tebbe, 8; 6. Kai Dorenkamp, 5; 7. Christian Hülshorst, 4; 8. Kenneth Kruse Hansen, DK, 0.

B-Solo: 1. Jens Buchberger, 17 Punkte; 2. Marcel Sebastian, 16; 3. Dirk Oellrich, 16; 4. Finn Loheider, 13;

5. Fabian Wachs, 10; 6. Kevin Pedersen, DK, 8; 7. Stefan Repschläger, 6; 8. Ferdy Gelsema, NL, 5;

9. Till Schlimm, 5; 10. Mike van der Noordaa, NL, 2; 11. Andy ter Schuur, NL, 1; 12. Lando Michaelis, 0.

Junior A: 1. Carl Wynant, 15 Punkte; 2. Valentino Scheibe, 8; 3. Mike Jarczewski, 7; 4. Marco Jarczewski, 0.

Junior B: 1. Ben Iken, 19 Punkte; 2. Marvin Kleinert, 14; 3. Mascha Schwend, 12;

4. Freyja Redlich, 5; 5. Melvin Jödicke, 0.

Junior C: 1. Sem Ensing, 6 Punkte; 2. Kevin Lück, 5; 3. Tom Meyer, 1.

Oldies - 2-Ventiler: 1. Manfred Giertz, 13 Punkte; 2. Bernd Köster, 12;

3. Jürgen Jucknies, 9; 4. Thomas Flemming, 5; 5. Wolfgang Henselak, 1.

I-Seitenwagen: 1. Jan Kempa/Sina Stickling, 10 Punkte; 2. Nicole Standke/Kim Kempa, 10;

3. Oliver Möller/Dana Frohbös, 10; 4. André Schönig/Linda Frohbös, 4; 5. Klaas Kregel/Emiel Bruins, NL, 4;

6. Erik van Dijk jun./Erik van Dijk sen., NL, 3; 7. K.Pedersen/D.Pedersen, 1.


Osnabrück

Überraschungssieg

Langbahnneuling Kenneth Kruse-Hansen siegte bei seinem erst vierten

(!) Rennen. Nur einmal musste der Däne Romano Hummel und Theo Pijper

nach nicht so gutem Start ziehen lassen. In allen anderen Läufen konnte

Hansen den Start und auch den Lauf gewinnen. Auf Rang 2 folgte Stephan

Katt, der im Finale wegen technischer Probleme ausfiel. Dave Meijerink

schaffte es auf Rang 3. Romano Hummel begann mit einem 2. Rang und einem

Laufsieg. Dann kam für den Holländer das Aus. Er verletzte sich bei

seinem Laufsieg am Fuß und konnte danach nicht mehr starten.

Bei den Seitenwagen siegten die Europameister William Matthijssen/

Sandra Mollema. Im ersten Lauf lieferten sie sich einen spannenden

Kampf gegen die deutschen Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, den

Matthijssen/Mollema erst kurz vor dem Ziel für sich entscheiden konnten.

Die folgenden Läufe wurden dann erst hinter ihnen spannend. Hier

kämpften vor allem Sven Holstein und Mitch Godden um wertvolle Punkte

und um den Platz auf dem Podium. Am Ende holten sich Sven Holstein/

Marco Sterenborg den 2. Rang, gefolgt von den Vizeeuropameistern

Mitch Godden/Paul Smith.

In der nationalen Soloklasse siegte der Bahnpokalsieger von 2018, Fabian

Wachs, gefolgt von Sascha Stumpe und seinem „kleinen“ Bruder Timo

Wachs. Clubfahrer Finn Loheider hatte Pech an diesem Tag. Ein Sturz im

ersten Lauf und die damit verbundene Disqualifikation sorgten dafür,

dass Loheider nicht genug Punkte sammeln konnte und am Ende auf Rang

7 landete.

Bei den Junioren C siegte mit Maximum der Engländer Jake Mulford, gefolgt

von Sem Ensing und Marlon Hegener. Gerade Hegener zeigte sehr

gute Starts, wurde aber schnell vom späteren Sieger Mulford überholt.

• Text: Daniel Becker; Foto: Daniel Sievers

Romano Hummel vor

Kenneth Kruse-Hansen

63. Osnabrücker ADAC-Grasbahnrennen - 26.5.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Kenneth Kruse-Hansen, DK, 23 Punkte; 2. Stephan Katt, 19; 3. Dave Meijerink, NL, 18;

4. Theo Pijper, NL, 15; 5. Paul Cooper, GB, 15; 6. Henry van der Steen, NL, 11; 7. Romano Hummel,

NL, 9; 8. James Wright, GB, 8; 9. Christian Hülshorst, 7; 10. Kai Dorenkamp, 5; 11. Lars Zandvliet,

NL, 3; 12. Marcel Dachs, 1.

B-Solo: 1. Fabian Wachs, 18 Punkte; 2. Sascha Stumpe, 18; 3. Timo Wachs, 14; 4. Jens Buchberger,

13; 5. Andy ter Schuur, NL, 9; 6. Ferdy Gelsema, NL, 8; 7. Finn Loheider, 7; 8. Nigel Hummel,

NL, 6; 9. Dave Hammond, GB, 4; 10. Dennis Möhlenpage, 4; 11. Ralf Herhaus, 3; 12. Ronny Stritt, 1.

Junior C: 1. Jake Mulford, GB, 15 Punkte; 2. Sem Ensing, NL, 10; 3. Marlon Hegener, 9; 4. Chad

Wirtzfeld, GB, 8; 5. Kevin Lück, 3; 6. Aidan Hinchliffe, GB, 0.

Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 20 Punkte; 2. Sven Holstein/Marco

Sterenborg, NL, 13; 3. Mitch Godden/Paul Smith, GB 12; 4. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann,

8; 5. Mike Frederiksen/Dennis Frederiksen, DK, 4; 6. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL, 3.

Teterow

Furore auf dem Bergring

Das hatten an diesem Pfingstsonntag wohl die wenigsten Zuschauer gedacht.

Im Handicap-Lauf um den 63. Bergring-Pokal siegte Robert Baumann

nach einem tollen Rennen. Hinter ihm fuhr nach spannenden Überholaktionen

Mitch Godden auf Rang 2, gefolgt vom Comeback-Mann Daniel

Rath, der auf Rang 3 landete.

Überhaupt sorgte dieser Renntag für einige Überraschungen. In der „Königsklasse“,

Bahnmaschinen bis 500 ccm, gab es nach einem Jahr Pause

wieder Punktläufe, in denen sich die besten zwölf für den Endlauf ums

Grüne Band qualifizieren mussten. Hier zeigte Paul Cooper bereits sein

Können und fuhr zwei Laufsiege ein. Manfred Knappe gewann ebenfalls

seinen ersten Punktlauf, musste im zweiten aber Cooper ziehen lassen.

Mit tollen Starts und spannenden Zweikämpfen konnte sich auch Ste-

Manfred Knappe (Mitte) holte sich das „Grüne Band“ vor Christian Hülshorst (links)

und Stephan Katt • Foto: Daniel Sievers

phan Katt in Szene setzen und sich nach den Vorläufen über den 3. Rang

in der Qualifikation freuen. Pechvogel in der Vorrunde war vor allem Dirk

Fabriek. Der Holländer, der eigentlich mit dem Bahnsport aufgehört hatte,

gab am Pfingstwochenende sein Comeback auf dem Bergring. Im ersten

Punktlauf fiel er wegen technischen Problemen aus und im zweiten

wurde er Vierter. So schaffte er ganz knapp den Sprung ins Finale.

Gut schlugen sich auch die drei Newcomer. Neben dem Teterower Rico

Günther und Gespannfahrer Patrick Hermanns war auch der Holländer

Dave Meijerink erstmals dabei. Gerade Meijerink, der im Training noch

sehr verhalten fuhr, wurde dann im Rennen von Runde zu Runde schneller

und blieb auch sehr dicht an seinen Kontrahenten dran.

Der Lauf zum Grünen Band hielt dann keinen Zuschauer mehr auf seinem

Platz. Manfred Knappe, Christian Hülshorst und Stephan Katt stritten um

die Führung. In jeder der fünf Runden gab es Führungswechsel und waghalsige

Überholaktionen. Letztlich ging der Kampf zugunsten von Knappe

vor Hülshorst und Katt aus.

Spannend war es aber auch in den anderen Klassen. Bei den Amazonen

siegte die Holländerin Jessica Elsinga, gefolgt von Harriet Zwiers und Sylvana

Postma. Beste Deutsche wurde hier Jessica Blaschke auf Rang 7.

Auch die Quads sorgten für Unterhaltung. Der Überraschungszweite aus

dem Vorjahr, Klaus Fleckinger aus Österreich, zeigte seiner Konkurrenz in

jedem Lauf das Hinterrad und siegte mit Maximum. Nebenbei brach er

auch zweimal den Rundenrekord in dieser Klasse. Dieser liegt nun bei

111,02 km/h. Das Nachsehen hatte der Sieger der letzten Jahre, Stephan

Bischoff. Er fuhr ständig auf Angriff, kam aber nicht an Fleckinger vorbei

und landete somit auf Rang 2.

Das große Feld der Speedcrosser dominierte Simon Schmidt. Er siegte sowohl

im Finale um den Hechtjungenpokal als auch im Handicaplauf um

den Speedcross-Pokal. Außerdem fuhr Schmidt einen neuen Bahnrekord

für die Crosser rechtsherum mit 115,54 km/h.

Ein toller Renntag mit vielen spannenden Läufen, waghalsigen Überholaktionen

und toller Stimmung, die wohl so nur auf dem Bergring zustandekommt.

Übrigens: Im nächsten Jahr findet am 31. Mai das Jubiläumsrennen anlässlich

des 100. Bergringrennens statt. Der Vorabend startet mit einem

weiteren Höhepunkt, und zwar dem Speedway Grand Prix . • Daniel Becker

Int. 99. Teterower Bergringrennen - 9.6.2019

Ergebnisse:

Lauf der Nationen: 1. Manfred Knappe; 2. Stephan Katt; 3. Paul Cooper, GB; 4. Christian Hülshorst;

5. Mitch Godden, GB; 6. Dirk Fabriek, NL; 7. Robert Baumann; 8. Daniel Rath; 9. Dave

Mears, GB; 10. Dave Meijerink, NL.

Grünes Band: 1. Manfred Knappe; 2. Christian Hülshorst; 3. Stephan Katt; 4. Daniel Rath; 5. Dirk

Fabriek, NL; 6. Ronny Stüdemann; 7. Robert Baumann; 8. Jens Benneker; 9. Dave Mears, GB;

10. Peter Koch; 11. Mitch Godden, GB, A; 12. Paul Cooper, GB, D.

Bergringpokal: 1. Robert Baumann; 2. Mitch Godden, GB; 3. Daniel Rath; 4. Manfred Knappe;

5. Christian Hülshorst; 6. Paul Cooper, GB; 7. Dirk Fabriek, NL; 8. Stephan Katt; 9. Frank Kunkel;

11. Jens Benneker; 12. Stefan Repschläger.

Amazonen: 1. Jessica Elsinga, NL, 43 Punkte; 2. Harriet Zwiers, NL, 42; 3. Sylvana Postma, NL, 38;

4. Iris Meindertsma, NL, 33; 5. Maike de Ree, NL, 32; 6. Lyonne van der Veen, NL, 27; 7. Jessica

Blaschke, 27; 8. Jessica Veenstra, NL, 24; 9. Anett Zimmer, 22.

Quads: 1. Klaus Fleckinger, A, 42 Punkte; 2. Stephan Bischoff, 39; 3. Matthias Hahnke, 33; 4. Reiko

Menning, 24; 5. Norman Gätcke, 24; 6. Karsten Fiebing, 22; 7. Steffen Weigel, 21; 8. Hansi

Brunner, 20; 9. Christian Bonkowski, 20; 10. Niklas Staufenberg, 19; 11. Michael Wenner, 15.

Hechtjungenpokal: 1. Simon Schmidt; 2. Wouter Bron NL; 3. Guido Skoppek; 4. Ronny Borch;

5. Jens Hinrichs; 6. Marcus Alden, S; 7. John Nyström, S; 8. Frank Dallmann; 9. Marcel Oosting,

NL; 10. Ruurd van Roozendaal, NL; 11. Ruben de Jong, NL; 12. Olav Den Engelsman, NL; 13. Sten

van Rahden; 14. Erwin Mulder, NL.

Speed Cross Pokal: 1. Simon Schmidt; 2. Ruurd van Roozendahl, NL; 3. John Nyström, S; 4. Frank

Dallmann; 5. Ronny Borch; 6. Guido Skoppek; 7. Marcel Oosting, NL; 8. Erwin Mulder, NL; 9. Wouter

Bron, NL; 10. Ruben de Jong, NL; 11. Jens Hinrichs; 12. Olav Den Engelsman, NL; 13. Sten van

Rahden.

Juli '19 BAHNSPORT AKTUELL 29


GRASBAHN

Lüdinghausen

ADAC-Silberhelm für Paul Cooper

Zirka 5000 Zuschauer sahen

am Himmelfahrtstag spannende

Grasbahnrennen auf

dem Westfalenring in Lüdinghausen.

In einem harten

Zweikampf setzte sich Paul

Cooper (GB) vom MSC Melsungen

im alles entscheidenden

Finale gegen seinen

Landsmann Richard Hall

durch und sicherte sich damit

den Silberhelm des ADAC.

Paul Cooper vor Richard Hall

und Dave Meijerink

Mitch Godden/Paul Smith

vor Markus Brandhofer/

Tim Scheunemann (44) und

Sven Holstein/Bonita van Dijk (5)

Dritter wurde der Niederländer Dave Meijerink

vor Lokalmatador Christian Hülshorst vom gastgebenden

AMSC Lüdinghausen. Stephan Katt

aus Neuwittenbek, der in seinem dritten Heat

Pech mit einem zerfledderten Zahnriemen hatte,

landete auf Platz 5 vor Paul Hurry (GB) und

dem an diesem Tag sehr starken Marcel Dachs

von der MSV Herxheim. Katt, Meijerink und Hurry

mussten dabei den beschwerlichen Weg über

das B-Finale nehmen.

Nach ihren je vier Vorläufen standen Hall mit

24, Cooper mit 22 und „Hülse“ Hülshorst mit

19 Punkten am besten da. Auch Dachs (15) kam

mit dem ultraschnellen, aber vor allem in der

Nordkurve schwierigen Geläuf bestens zurecht.

Clubfahrer Jens Benneker war vor eigenem Publikum

besonders motiviert und trat mit

12 Punkten in den Vorläufen zuversichtlich zum

B-Finale an. Doch sein Motorrad wollte und

wollte nicht anspringen, die drei Minuten waren

schon auf geschätzte sechs ausgedehnt,

als er in letzter Sekunde doch noch mit dem

zweiten Bike losfahren konnte. Das ging eine

Runde lang gut, dann hatte er nach eigenen

Aussagen am Ende der schnellen Startgeraden

einen „Gasklemmer“ und danach das Glück,

sich nicht mehr als nur das Handgelenk zu prellen.

David Pfeffer vom MSC Berghaupten wurde

Neunter, durfte sich aber über die schnellste

Zeit (120,6 km/h) im Rennen um den Bahnrekord

freuen. „ Ich bin sehr glücklich über meinen

1. Platz beim Bahnrekord“, so Pfeffer am

Ende, „die Bahn wurde immer schlechter und

die vielen Löcher und unberechenbaren Stellen

wurden mir des Öfteren zum Verhängnis. Dann

kamen auch noch die kleinen Probleme mit meiner

Schulter dazu, die mir fast meine letzten

Kräfte raubten.“

Gespanne: Mitch Godden/Paul Smith siegten

Die Briten Mitch Godden und Beifahrer Paul

Smith holten sich den Sieg in der internationalen

Lizenzklasse Seitenwagen. Markus Brandhofer/Tim

Scheunemann vom AMC Haunstetten

wurden Zweite vor Sven Holstein/Bonita van

Dijk aus den Niederlanden.

Die Deutschen Meister Markus Venus/Markus

Heiß hatten im Vorfeld leider absagen müssen,

da Venus derartige Muskelprobleme hatte,

dass ein Einsatz von ärztlicher Seite nicht in

Frage kam. Für die Pfarrkirchener rückten die

Reservisten und I-Lizenz-Aufsteiger Roman

Löffler und Beifahrer Patrick Herbst vom MSC

Angenrod ins Feld.

Im spannenden Endlauf setzten sich am Ende

Godden/Smith durch. Zweite wurden Brandhofer/Scheunemann,

die sich mit gewohntem

Kampfgeist innen durch am starken gemischten

30 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


Doppel Holstein/van Dijk vorbeischieben konnten. Wilfred Detz und Beifahrerin

Wendy Arling hatten Pech. Vor dem Finale konnten sie mit

12 Punkten noch auf den Gesamtsieg hoffen, aber sie bekamen ihr Gespann

nicht in Gang und mussten zuschauen.

Florian Kreuzmayr und Benjamin Maier vom MC Trust Germany landeten

auf Platz 6. „Das Motorrad läuft noch nicht so richtig, wie wir uns das vorstellen“,

knurrte Kreuzmayr später sichtlich unzufrieden. Löffler/Herbst

hielten in dem starken Feld wacker mit, mussten im letzten Vorlauf aber

einen technischen Defekt, verbunden mit einem Ausfall, hinnehmen.

B-Solo: Sascha Stumpe Maximumsieger

Sascha Stumpe vom MSC Wagenfeld war das Maß aller Dinge bei den

B-Solisten. Er gewann seine drei Läufe und die Konkurrenz vor Jens Buchberger

von den MF Niederelbe, der dreimal Zweiter wurde. Auf Platz 3 kam

jeweils Manfred Knappe vor Finn Loheider von der AMG Osnabrück. Knappe

trat wie im Vorjahr auch bei den Enduros an und gewann hier mit Maximum

auf einer gesponserten Husqvarna 450 von RForce Racing.

Und noch mehr Gespanne

Wie immer sorgten auf dem Westfalenring auch wieder 1000er-Gespanne

aus England für einen tollen Sound. Mit Gareth Winterburn und Beifahrer

Liam Brown waren die amtierenden Meister mit einer Vierzylinder-Yamaha

dabei. Brown hatte viel zu tun an diesem Tag, denn er saß auch im Boot

von Joshua Goodwin im 500-ccm-Gespann und war Beifahrer bei Edgar

Starke bei den Oldies.

Die 3-Zylinder-Suzuki von „Ede“ Starke wollte aber im Gegensatz zum Vormittag

nicht mehr anspringen, also nahm sich der Wittener seinen alten

500er-Einzylinder vor und düste mit Tochter Julia ums Oval. Dabei kam es

zu einem sehenswerten, aber eher ungeplanten Zweikampf mit dem Ehrenvorsitzenden

des AMSC Lüdinghausen, Albert Raesfeld, der sein Gespann

von 1986 mit Hilfe Starkes neu aufgebaut hatte. Raesfeld und sein

junger Beifahrer Marvin Graf hatten am Ende die Nase vorne. Die Oldie-

Gespanne aus den 1960er- bis 1990er-Jahren kamen beim Publikum insgesamt

sehr gut an.

Neu war auch, dass diesmal niemand von den Fans ein Bad im Teich im

Innenraum des Westfalenrings nahm. Es war wohl nicht heiß genug.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

RENNSPORT-

WOCHENENDE

MELSUNGEN

80. Int. ADAC-Westfalenring-Grasbahnrennen Lüdignhausen - 30.5.2019:

Ergebnisse:

Bahnrekord: 1. Pfeffer, 29,85 Sek./120,60 km/h; 2. Hülshorst, 30,23/119,09; 3. Benneker,

31,12/115,68.

I-Solo: 1. Paul Cooper, GB, 22 Vorlaufpunkte; 2. Richard Hall, GB, 24; 3. Dave Meijerink, NL, 7;

4. Christian Hülshorst, D, 19; 5. Stephan Katt, D, 12; 6. Paul Hurry, GB, 12; 7. Marcel Dachs, D, 15;

8. Mika Meijer, NL, 10; 9. David Pfeffer, D, 12; 10. Jarno de Vries, NL, 8; 11. Jens Benneker, D, 13;

12. Dave Mears, GB, 6; 13. Kai Dorenkamp, D, 3; 14. Jacob Bukhave, DK, 2; 15. Julien Cayre, F, 1.

B-Finale: 1. Katt; 2. Meijerink; 3. Hurry; 4. Meijer; 5. Pfeffer; 6. de Vries; 7. Benneker S.

A-Finale: 1. Cooper; 2. Hall; 3. Meijerink; 4. Hülshorst; 5. Katt; 6. Hurry; 7. Dachs.

I-Seitenwagen: 1. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 19 Punkte; 2. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann,

D, 16; 3. Sven Holstein/Bonita van Dijk, NL, 12; 4. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL, 12;

5. Joshua Goodwin/Liam Brown, GB, 7; 6. Florian Kreuzmayr/Benjamin Maier, D, 6; 7. Roman Löffler/Patrick

Herbst, D, 1.

Finale: 1. Godden/Smith; 2. Brandhofer/Scheunemann; 3. Holstein/van Dijk; 4. Goodwin/Brown.

B-Solo: 1. Sascha Stumpe, 18 Punkte; 2. Jens Buchberger, 15; 3. Manfred Knappe, 12; 4. Finn Loheider,

8; 5. Graeme Brown, GB, 5; 6. Dirk Oellrich, 4; 7. Andy ter Schuur, NL, 1; 8. Kevin Pedersen, DK,

0; 9. Jörg Schneider, 0.

Enduro: 1. Manfred Knappe, 24 Punkte; 2. Thomas Hols, 21; 3. Stefan Laschinger, 17; 4. Jens Althoff,

15; 5. Simon Kropp, 11; 6. Dominik Durau, 9; 7. David Laux, 7; 8. Lukas Tusch, 2; 9. Josef Böhm,

A, 2; 10. Andreas Hols, 0; 11. Tobias Schwarzenhölzer, 0; 12. Markus Kilian, 0; 13. Jonas Schwarzenhölzer,

0; 14. Harald Bönninghoff, 0; 15. Markus Tork, 0.

B-Solo-Sieger (v.l.): Jens Buchberger (2.), Sascha Stumpe (1.)

und Manfred Knappe (3.)

80,00 €

98,00 €

Lieferung per Vorauszahlung: VR-Bank Schwalm-Eder

IBAN: DE 27 5206 2601 0002 018497; BIC: GENODEF1HRV


INTERNATIONAL

ENGLAND

British Semifinal - Redcar

Wright in Bestform

Charles Wright gab nur einen Punkt an Paul Starke im zweiten Durchgang

ab. Der 30-Jährige sieht nun gestärkt dem British Final am 29. Juli in Manchester

entgegen. Selbstbewusst sagte er nach dem Rennen: „Ich fahre

nicht nach Manchester, um dort mit einer guten Punktzahl abzuschneiden

oder auf das Podium zu kommen. Ich möchte um den Titel fahren!“ Gleich

im ersten Lauf stürzten unter anderem Jason Garrity und Kyle Howarth.

Sie zogen sich Schulter- bzw. Knöchelverletzungen zu und mussten ins

Krankenhaus gebracht werden.

Ergebnis - qualifiziert: 1. Charles Wright, 14 Punkte; 2. Richie Worrall, 13; 3. Daniel Ayres, 12;

4. Paul Starke, 11; 5. Lewis Kerr, 11; 6. Steve Worrall, 10. Ausgeschieden: 7. Tom Bacon, 8; 8. Ashley

Morris, 8; 9. Simon Lambert, 8; 10. Kyle Newman, 6; 11. Stefan Nielsen, 5; 12. Josh Auty, 5; 13. Ben

Morley, 4; 14. Drew Kemp, 3; 15. David Wallinger (Res.), 2; 16. Ben Rathbone (Res.), 0; 17. Kyle Howarth,

0; 18. Jason Garrity, 0.

Premiership

Cook bei den Stars

In King’s Lynn zog – nach dem schlechtesten Saisonstart seit Jahren –

man die Reißleine! Kurzerhand verpflichtete der Club den Topscorer der

SGB Championship Craig Cook und Simon Lambert. Das Team verlassen

mussten Kasper Andersen und der als verletzt gemeldete deutsche Toppilot

Erik Riss.

Ergebnisse: Peterborough - Ipswich 39:51 Punkte; Wolverhampton - King’s Lynn (E.Riss 0-0-1-0=

1) 51:39; Belle Vue - King’s Lynn (Erik Riss 0-2-2-0=4) 54:36; Belle Vue - Swindon 49:41; Ipswich -

Wolverhampton 46:44; Peterborough - Poole 46:44; Belle Vue - Wolverhampton 56:34; Peterborough

- King’s Lynn 54:36; Poole - Swindon 51:49; Swindon - Poole 45:45; Wolverhampton - Belle

Vue 38:52; Poole - Peterborough 43:47; Belle Vue - Ipswich 47:43; King’s Lynn - Wolverhampton

52:38; Ipswich - Peterborough 49:41; Swindon - King’s Lynn 50:40; Belle Vue - Peterborough

62:28.

Premiership

Supporters’ Cup

Ergebnisse: Ipswich - Poole 52:38 Punkte;

King’s Lynn - Poole 41:49.

Championship

Lions weiter vorn

Auch Leicester ist nicht mehr unbesiegt.

In Edinburgh und Sheffield gab es die

ersten Niederlagen der Saison. Glasgow

ist als einzige Mannschaft noch unbesiegt,

hat aber erst zwei Matches gefahren.

Redcar hat immer noch nicht in den

Wettbewerb eingegriffen. Dennoch gab

es bei den Bears heftige Meinungsverschiedenheiten.

Das Management hat

daraufhin Ben Barker entlassen.

Ergebnisse: Edinburgh - Leicester 45:44 Punkte; Glasgow

- Eastbourne 56:33; Scunthorpe - Somerset (Valentin

Grobauer 0-3-3-2=8) 40:50; Berwick - Sheffield

46:44; Eastbourne - Glasgow 44:45; Newcastle - Leicester

44:46; Sheffield - Berwick 46:44; Birmingham -

Edinburgh 48:36; Somerset (Valentin Grobauer

1-3-1-3=8) - Eastbourne 54:36; Eastbourne - Berwick

65:25; Leicester - Birmingham 58:32; Sheffield - Scunthorpe

45:44; Birmingham - Sheffield 46:44; Eastbourne

- Newcastle 59:31; Sheffield - Leicester 46:44.

Edinburgh gegen Leicester:

Josh Pickering (außen) und Joel Andersson

(innen) gegen Ryan Douglas und Josh Bates

Championship Shield

Ergebnis: Edinburgh - Glasgow 43:47 Punkte.

Championship Shields - Halbfinale

Berwick ohne Chance

Der Gewinner der Nordgruppe, Leicester, gewann das erste Match im ersten Halbfinale

gegen Berwick. Leicester gewann die Konkurrenz in der Nordgruppe und die

Bandits qualifizierten sich als beste Gruppenzweite. Beide Mannschaften trafen

in dieser Saison erstmals aufeinander. Durch den Auswärtssieg bei Nachbar Edinburgh

war Glasgow das beste Team in der Grenzgruppe. Nun treffen die Schotten

im zweiten Halbfinale auf Eastbourne, den Gewinner der Südgruppe.

Ergebnis: Leicester - Berwick 54:36 Punkte.

Championship Knockout Cup

Ergebnisse: Redcar - Somerset (Valentin Grobauer 0-0-0-1=1) 53:36 Punkte;

Somerset (Valentin Grobauer 0-1-1-1=3) - Redcar 46:44 • Redcar gewinnt 97:82.

Sheffield - Glasgow 45:45 Punkte; Glasgow - Sheffield 54:36 • Glasgow gewinnt 99:81.

Eastbourne - Birmingham 57:32 Punkte; Birmingham - Eastbourne 50:40 • Eastbourne gewinnt 97:82.

Berwick - Newcastle 48:42 Punkte; Newcastle - Berwick 57:33 • Newcastle gewinnt 99:81.

Scottish Open - Edinburgh

Knapper Sieg

Im Grand Final boten sich Richie Worrall und Rory Schlein einen äußerst harten

Kampf. Der Australier versuchte über die gesamte Distanz am ehemaligen Edinburgh-Star

vorbeizuziehen. Das wäre auch fast geglückt, weil Worrall einen Aufsteiger

in der letzten Kurve hatte. Das konnte Schlein nicht nachhaltig ausnutzen

und verlor den Lauf knapp mit nur einer Radlänge!

• Texte: Andreas Fahldiek; Foto: Ron MacNeill

PREMIERSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Jason Doyle AUS Swindon 10 10,12

2. Kenneth Bjerre DK Belle Vue 13 9,25

3. Max Fricke AUS Belle Vue 13 9,21

4. Troy Batchelor AUS Swindon 11 9,21

5. Brady Kurtz AUS Poole 9 8,89

6. Jake Allen AUS Ipswich 11 8,80

7. Tobias Musielak PL Swindon 8 8,00

8. Charles Wright GB Peterborough 12 7,80

9. Richard Lawson GB Ipswich 13 7,79

10. Rory Schlein AUS Wolverhampton 10 7,79

15. Erik Riss D King’s Lynn 10 7,48

SGB CHAMPIONSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Craig Cook GB Glasgow 9 11,30

2. Chris Harris GB Somerset 7 9,76

3. Scott Nicholls GB Leicester 13 9,55

4. Daniel King GB Sheffield 14 9,49

5. Rory Schlein AUS Somerset 8 9,40

6. Edward Kennett GB Eastbourne 13 9,35

7. Richard Lawson GB Eastbourne 13 9,13

8. Lewis Kerr GB Eastbourne 13 9,07

9. Richie Worrall GB Leicester 13 9,05

10. Ryan Douglas GB Leicester 10 9,00

Valentin Grobauer D Somerset 8 5,33

32 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


Ergebnis - Vorläufe: 1. Richie Worrall, 11 Punkte;

2. Dan Bewley, 10; 3. Ricky Wells, 10;4. Cameron

Heeps, 9; 5. Rory Schlein, 6; 6. Ben Barker, 6; 7. Kevin

Doolan, 6; 8. Matthew Wethers, 6; 9. Paul Starke,

3; 10. Theo Pijper, 3; 11. Jordan Stewart, 2;

12. William Lawson, 0.

Halbfinale 1: 1. Worrall; 2. Schlein; 3. Wethers;

4. Wells.

Halbfinale 2: 1. Heeps; 2. Doolan; 3. Bewley; 4. Barker.

Finale: 1. Worrall; 2. Schlein; 3. Doolan; 4. Heeps.

National League

Ergebnisse: Leicester - Belle Vue 51:38 Punkte;

Belle Vue - Plymouth 50:40; Isle of Wight - Stoke

48:42; Leicester - Stoke 50:40; Cradley - Belle Vue

42:48; Mildenhall - Cradley 38:51.

r

National Trophy

Ergebnisse: Kent - Plymouth 56:34 Punkte; Plymouth

- Mildenhall 41:49; Mildenhall - Kent 41:43;

Plymouth - Isle of Wight 45:45; Kent - Mildenhall

48:41; Isle of Wight - Kent 48:42; Kent - Isle of

Wight 54:35.

National League

Knockout Cup

Ergebnisse: Isle of Wight - Cradley 41:49; Cradley -

Isle of Wight 46:44 • Cradley gewinnt 95:85.

PREMIERSHIP

Pl./Club R S U N Ges.

1. Belle Vue 10 7 1 2 23

2. Ipswich 7 5 0 2 17

3. Peterborough 10 4 1 5 14

4. Poole 7 2 2 3 12

5. Wolverhampton 7 3 0 4 10

6. Swindon 6 2 1 3 8

7. King’s Lynn 7 1 1 5 6

PREMIERSHIP SUPPORTERS CUP

Pl./Club

R S U N Ges.

Gruppe Nord

1. Belle Vue 4 3 0 1 9

2. Wolverhampton 3 1 0 2 4

3. Peterborough 3 1 0 2 3

Gruppe Süd:

1. Ipswich 6 3 0 3 10

2. Swindon 5 2 1 2 10

3. Poole 5 2 1 2 9

4. King’s Lynn 4 2 0 2 6

NATIONAL LEAGUE TOP-10

CHAMPIONSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Leicester 7 5 0 2 17

2. Sheffield 7 4 0 3 14

3. Somerset 2 2 0 0 7

4. Glasgow 2 2 0 0 6

5. Eastbourne 7 2 0 5 6

6. Birmingham 4 2 0 2 6

7. Berwick 3 1 0 2 4

8. Edinburgh 2 1 0 1 3

9. Newcastle 4 1 0 3 3

10. Scunthorpe 2 0 0 2 1

11. Redcar 0 0 0 0 0

CHAMPIONSHIP SHIELD

Pl./Club

R S U N Ges.

Grenzgruppe

1. Glasgow 6 5 0 1 15

2. Berwick 6 4 0 2 14

3. Edinburgh 6 2 0 4 6

4. Newcastle 6 1 0 5 3

Nordgruppe

1. Leicester 6 5 0 1 17

2. Scunthorpe 6 3 0 3 9

3. Sheffield 6 2 0 4 7

4. Redcar 6 3 0 3 6

Südgruppe

1. Eastbourne 4 3 0 1 10

2. Somerset 4 3 0 1 9

3. Birmingham 4 0 0 4 0

NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Belle Vue 4 3 0 1 9

2. Cradley 3 2 0 1 7

3. Leicester 2 2 0 0 6

4. Kent 1 1 0 0 3

5. Isle Of Wight 1 1 0 0 3

6. Mildenhall 2 0 0 2 1

7. Stoke 4 0 0 4 1

8. Plymouth 1 0 0 1 0

NATIONAL TROPHY

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Kent 6 4 0 2 14

2. Mildenhall 6 3 0 3 10

3. Isle Of Wight 6 2 1 3 8

4. Plymouth 6 2 1 3 7

Pl./Name Club R Ave.

1. Jordan Palin Belle Vue 4 10,55

2. Max Clegg Cradley Heath 5 10,50

3. Daniel Ayres Mildenhall 9 10,33

4. Ellis Perks Leicester 4 10,00

5. Ben Morley Isle Of Wight 9 9,64

6. Drew Kemp Kent 4 9,60

7. Georgie Wood Isle Of Wight 9 8,93

8. Nathan Stoneman Plymouth 7 8,71

9. Ben Wilson Plymouth 7 8,56

10. Anders Rowe Kent 7 8,47

Extraliga

Die Extraliga ist in dieser Saison so ausgeglichen und interessant wie

schon lange nicht mehr. Mit Martin Vaculik wurde die Mannschaft aus Zarnovica

plötzlich ebenbürtiger Gegner für die Teams aus Prag und Pardubice,

die seit Jahren im tschechischen Teamwettbewerb dominierende Rollen

spielen. In der dritten Runde, die in Zarnovica stattfand, erkämpften

die Gastgeber einen glamourösen Triumph. Nach 15 Heats lagen die Slowaken

noch hinter Prag und Slany, doch dann verzeichneten sie fünf Siege

in Folge und schlossen das Rennen mit 38 Zählern ab, gefolgt von Prag,

Slany und Pardubice. Der Titelverteidiger trat ohne Vaclav Milik an und

konnte dessen Abwesenheit nicht kompensieren.

Am 6. Juni hatte das Team von Zlata Prilba Gelegenheit, sich zu revanchieren,

aber daraus wurde letztendlich nichts. Es war eines der spannendsten

Rennen der letzten Jahre. Den Sieger und die letzte Mannschaft

trennten nach 20 Läufen nur 2 Zähler voneinander. In der Anfangsphase

verloren die Slowaken etwas den Anschluss. Nach dem 15. Heat hatten sie

schon 7 Zähler Rückstand auf die drittplatzierten Gastgeber. Da schickte

Teammanager Jan Daniel sein Ass Vaculik zweimal ans Band, wobei er dabei

einmal als Joker zum Einsatz kam. Vaculik holte 9 Punkte und das Interteam

zog mit Pardubice gleich, während Slany und Prag nur 3 bzw.

2 Zähler mehr hatten. Vor dem letzten Rennen waren letztere Teams

punktgleich und das Duell zwischen Valkovic und Franc sollte über den

Gesamtsieg entscheiden. Nach dem Start übernahm Milik die Führung,

gefolgt von Franc, aber der Prager bekam Ende der ersten Runde Schwierigkeiten

mit seiner Technik und stürzte dabei. Der Slowake in den Reihen

des AK Slany, Valkovic, kam als Dritter ins Ziel und sicherte seinem Club

den Tagessieg. Die Hauptstädter belegten den 2. Rang, während Pardubice

und Zarnovica sich um Rang 3 duellieren mussten. Im Stechen legte Milik

einen besseren Start hin, musste aber Vaculik bald ziehen lassen. Die

Mannschaft von Zlata Prilba wurde zum zweiten Mal in Folge Letzter und

hat in der Tabelle die rote Laterne, während das slowakische Team und AK

Slany vorne liegen.

Ergebnisse - Zarnovica - 19.5.: 1. Zarnovica, 38 Punkte (Vaculik 15, Thomsen 12, Pacalaj 6); 2. Prag,

30+3 (Franc 11+3, Kvech 8, Smetana 8); 3. Slany, 30+A (Krcmar 13+A, Ivacic 8, Simota 7); 4. Pardubice,

25 (Walasek 14, Stichauer 6).

Pardubice - 6.6.: 1. Slany, 32 Punkte (Krcmar 12, Jamrog 12, Simota 7); 2. Prag, 31 (Kvech 11, Franc

10, Smetana 7); 3. Zarnovica, 30+3 (Vaculik 18+3); 4. Pardubice, 30+2 (Milik 12+2, Walasek 9, Stichauer

8).

Weitere Rennen

Petr Chlupac und Jan Kvech siegten bei der 20. Ausgabe des Antonin-

Vilde-Memorials, das traditionell als Paarrennen ausgetragen wird. Am

18. Mai bezwang das junge Duo aus Prag im Finallauf in Slany Josef Franc

und Michal Skurla mit einem 6:3 (Punktevergabe 4-3-2-0). Auf die niedrigste

Podiumsstufe kamen Ondrej Smetana und Zdenek Simota. Im kleinen

Finale um Rang 3 siegten sie gegen Eduard Krcmar und Michal Dudek,

der gestürzt war. Am Start waren insgesamt acht Speedwayteams.

Hynek Stichauer ist neuer tschechischer Langbahnmeister. Am 26. Mai

meldete sich der 31-Jährige im Finale in Marienbad als Erster im Ziel. Die

Silbermedaille ging an Martin Malek, gefolgt vom punktgleichen Josef

Franc. Der 40-jährige Vorausfavorit lag im Endlauf zunächst in Führung,

fiel jedoch aufgrund technischer Probleme aus.

Ergebnis: 1. Hynek Stichauer, CZ, 29 Punkte; 2. Martin Malek, CZ, 23; 3. Josef Franc, CZ, 23; 4. Jarno

de Vries, NL, 22; 5. Michal Skurla, 15; 6. Steven Goret, F, 14; 7. Michal Dudek, 12; 8. Dennis Helfer,

D, 10; 9. Zdenek Holub, 7; 10. Stefan Drofa, D, 4.

In der 28. Ausgabe des Jiri-Hurych-Memorials, das traditionell in Chabarovice

durchgeführt wurde, triumphierte Jan Kvech. Das Supertalent aus

Prag erzielte am 8. Juni insgesamt 15 Punkte. Die restlichen Podestplätze

sicherten sich Zdenek Simota (13) und Michal Skurla (12), gefolgt von Petr

Chlupac (11), Daniel Klima sowie Patrik Mikel (jeweils 10). Das Memorialrennen

war zugleich die 3. Runde des Landespokals. Sindy Weber kam in

Chabarovice insgesamt auf 3 Punkte und wurde Fünfzehnte. Der zwölfjährige

Daniel Schröder, auf einer 250-ccm-Maschine fahrend, konnte keine

Punkte holen und landete auf Rang 17. In der Pokalwertung führt Simota

mit 40 Punkten, gefolgt von Kvech

(37), Chlupac (36), Martin Gavenda

(29) und Skurla (28).

EXTRALIGA

• Georg Dobes

TSCHECHIEN

Pl./Club R P Ges.

1. Zarnovica 4 11 126

2. Slany 4 11 123

3. Prag 4 10 124

4. Pardubice 4 8 122

Juli '19 BAHNSPORT AKTUELL 33


INTERNATIONAL

Liga

Togliatti führt

Dank der Verpflichtung von Viktor Kulakov konnte sich die Mannschaft

von Baschkirija deutlich verstärken und wird sicherlich den Medaillengewinnern,

vor allem zu Hause, große Probleme bereiten. In Balakovo unterlag

Oktjabrskij zwar gegen Turbina mit 41:48, aber nach 13 Heats hatten

die Gäste nur 3 Punkte Rückstand. Eine starke Leistung erbrachte Kulakov.

Er war auch derjenige, der Emil Sayfutdinov schlagen konnte. Mega-

Lada empfing am 29. Mai den Titelverteidiger aus Wladiwostok. Nach sieben

Läufen hatten die Gastgeber schon 10 Zähler Vorsprung, aber das

Team von Wostok steigerte sich in der Endphase und beugte sich letztendlich

mit 44:46 knapp. Grigorij Laguta kam sechsmal zum Einsatz, musste

sich aber unter anderem zweimal

EXTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Togliatti 2 4 27

2. Wladiwostok 2 2 10

3. Balakovo 2 2 -18

4. Oktjabrskij 2 0 -19

Gleb Chugunov geschlagen geben.

Der Pole Adrian Gala holte für

Togliatti vier Siege und schied einmal

aus.

Ergebnisse - 21.5.: Balakovo, 48 Punkte (Sayfutdinov

17, Chalow 12, Bogma 9, K.Gomolski

8); Oktjabrskij, 41 (Kulakov 15, Gizatullin 11,

Bolschakov 7) • 29.5.: Togliatti, 46 (Gala 12,

Chugunov 11, Gafurov 10); Wladiwostok,

44 (G.Laguta 15, Logachev 10, P.Laguta 7).

Junioren-Teammeisterschaft

Mega-Lada top

Die Junioren von Mega-Lada gewannen zwei Rennen des Teamwettbewerbes

und sind nur noch einen Schritt vom Titelgewinn entfernt. Am 5. Juni

kamen sie in Oktjabrskij auf 37 Punkte und auf der Heimbahn schlossen

sie den Vierkampf mit 46 Zählern ab. Vor dem entscheidenden Rennen in

Balakovo am 10. September hat Togliatti 17 Punkte Vorsprung auf die

Mannschaft von Wostok. Der Titelverteidiger aus Wladiwostok belegte bei

beiden Runden der Juniorenmeisterschaft Rang 2.

Einzelmeisterschaft - Halbfinale - Oktjabrskij - 6.6.2019

Lahbaum gewinnt

Roman Lahbaum triumphierte im einzigen Halbfinale zur russischen Einzelmeisterschaft,

das am 6. Juni in Oktjabrskij stattfand. Der 20-Jährige

von Mega-Lada erzielte insgesamt 14 Punkte. Die restlichen Podiumsplätze

belegten ebenfalls Fahrer aus Togliatti. Evgenij Saidullin wurde mit

13 Zählern Zweiter, gefolgt von Viatcheslav Monakhov (12). Für das Finale,

das am 12. September in Togliatti durchgeführt wird, qualifizierten sich

auch Pavel Laguta, Vladimir Bogma und Marat Gatijatov, die jeweils auf 11

Punkte kamen. Als Reservisten werden Vitalya Kotlyar (9) und Igor Kononov

(8) fungieren, wobei Letzterer sich in Oktjabrskij zuerst in einem Stechen

gegen den punktgleichen Alexander Kaibushev durchsetzen musste.

U19-Meisterschaft - Finale - Balakovo - 8.6.2019

Kotlyar Meister

Vitalya Kotlyar ist neuer russischer U19-Meister. Der junge Fahrer von

Wostok schloss das Finale, das am 8. Juni in Balakovo stattfand, mit einem

Punktemaximum ab. Sein Teamkamerad und Titelverteidiger Pavel Laguta

kam im Trud-Stadion auf 14 Zähler und musste sich diesmal mit der Silbermedaille

begnügen. Evgenij Saidullin von Mega-Lada sicherte sich mit

13 Punkten den letzten Podiumsrang. • Text u. Foto: Georg Dobes

Vitalya Kotlyar ist russischer

U19-Meister

RUSSLAND

Bronzehelm - Finale - Grudziadz - 27.5.2019

Jakub Miskowiak gewinnt

Jakub Miskowiak wurde Sieger des Bronzehelm-Finals, das am 27. Mai in

Grudziadz über die Bühne ging. Der Fahrer von Wlokniarz Czestochowa

erzielte im U19-Wettbewerb ein Punktemaximum. Der als Favorit gehandelte

Wiktor Lampart (Lublin) kam auf 14 Zähler und belegte den 2. Rang.

Um den letzten Podiumsplatz musste ein Stechen durchgeführt werden.

Karol Zupinski (Gdansk) bezwang Kacper Pludra (Leszno) und gesellte

sich zu den Medaillengewinnern. Beide Fahrer schlossen das Rennen mit

jeweils 11 Punkten ab.

Ekstraliga

Die Mannschaft aus Leszno geriet in der siebten Runde im Match gegen

GKM Grudziadz in Bedrängnis, konnte sich jedoch am Ende mit einem Remis

retten und bleibt in der Ekstraliga weiterhin ungeschlagen. Nach anfänglichen

Schwierigkeiten steuert Sparta Wroclaw Richtung Play-off-

Phase. In Lublin schlug das Team aus Niederschlesien den Aufsteiger mit

48:42, obwohl es schon am Anfang nach einer Kollision mit Grigorij Laguta

Tai Woffinden verloren hatte. Die Mannschaft aus Torun holte in der

siebten Runde ihren ersten Sieg. Die „Engel“ liegen in der Tabelle weiterhin

an letzter Stelle, aber sie haben noch gute Chancen, sich vor dem Abstieg

zu retten. Alles entscheidend wird wahrscheinlich das Duell gegen

das Team aus Lublin sein.

Ergebnisse - Runde 5 - Nachholrennen

17.5.: Gorzow - Zielona Gora 48:42 Punkte

• 19.5.: Czestochowa - Leszno 31:59.

Runde 3 - Nachholrennen - 19.5.: Wroclaw

- Torun 54:36.

Runde 6 - 24./26.5.: Gorzow - Grudziadz

51:39; Czestochowa - Wroclaw 41:49;

Lublin - Torun 48:42; Leszno - Zielona

Gora 51:39.

Runde 7 - 31.5./2.6.: Wroclaw - Lublin

47:43; Torun - Gorzow 49:40; Grudziadz

- Leszno 45:45; Zielona Gora - Czestochowa

49:41.

Runde 8 - 7./9.6.: Leszno - Grudziadz

52:38; Lublin - Wroclaw 42:48; Gorzow -

Torun 49:41; Czestochowa - Zielona

Gora 51:39.

1. Liga

Die Mannschaft aus Rybnik beugte sich in der siebten Runde auswärts

Ostrovia, konnte sich jedoch in der Rückrunde am Team aus Ostrow haushoch

revanchieren und baute ihre Führung in der Tabelle aus. Im Duell gegen

Wybrzeze Gdansk verloren die Oberschlesier leider verletzungsbedingt

Sergey Logachev. Der Russe präsentierte sich in dieser Saison in

sehr guter Form. Lokomotiv Daugavpils kämpft gegen die Relegation und

schlug zu Hause das Team aus Lodz mit 44:34. Die Letten müssen sich allerdings

noch steigern, wenn sie die letzte Position verlassen wollen.

Ergebnisse - Runde 5 - Nachholrennen -

18.5.: Tarnow - Lodz (Huckenbeck 7)

49:41.

Runde 4 - Nachholrennen - 19.5.: Lodz

(Huckenbeck 11) - Gniezno 41:49.

Runde 7 - 26.5.: Ostrow - Rybnik 47:42;

Lodz (Huckenbeck 6) - Gdansk 47:43;

Daugavpils - Gniezno 42:48.

Runde 8 - 1./2.6.: Gdansk - Lodz (Huckenbeck

5) 31:17 – nach 8 Heats wegen

Regen abgebrochen; Gniezno - Daugavpils

51:39; Rybnik - Ostrow 61:28.

Runde 9 - 9.6.: Gdansk - Rybnik 40:50;

Tarnow - Gniezno 46:44; Daugavpils -

Lodz (Huckenbeck 2) 44:34 – nach 13

Heats wegen schlechter Bahnverhältnisse

abgebrochen.

POLEN

EKSTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Leszno 8 16 (1) 92

2. Wroclaw 8 11 (1) 18

3. Zielona Gora 8 10 (-) 20

4. Czestochowa 8 9 (1) -6

5. Gorzow 8 8 (-) 1

6. Grudziadz 7 5 (-) -22

7. Lublin 8 4 (-) -46

8. Torun 7 3 (1) -57

(Bonuspunkte)

1. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Rybnik 8 14 (2) 94

2. Gniezno 7 9 (1) 3

3. Tarnow 6 8 (-) 10

4. Ostrow 7 8 (-) -10

5. Lodz 8 7 (1) -24

6. Gdansk 8 7 (1) -26

7. Daugavpils 8 4 (-) -47

(Bonuspunkte)

2. Liga

Polonia Bydgoszcz holte zuletzt drei Siege in Folge und übernahm in der

2. Liga die Führung. Es scheint, als ob nur die Mannschaft aus Poznan dem

traditionsreichen Club den Aufstieg streitigmachen kann. Sie bestritt bisher

zwei Rennen weniger als Polonia. • Georg Dobes

34 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


Ergebnisse - Runde 4 – Nachholrennen - 19.5.: Krosno

- Opole (Wölbert 15) 48:42 Punkte.

Runde 7 - 26.5.: Pila (Dilger 10) - Krosno 54:35; Bydgoszcz

(Grobauer 8) - Krakow 63:27; Poznan - Rawicz

51:39.

Runde 8 - 1./2.6.: Rawicz - Poznan 35:55; Krakow -

Bydgoszcz 38:52; Krosno - Pila 46:42.

Runde 9 - 9.6.: Bydgoszcz - Krosno 62:28; Opole

(Wölbert 8) - Rawicz 48:42.

Runde 1 - Nachholrennen - 9.6.: Krakow - Pila 34:56.

2. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Bydgoszcz 7 13 (2) 80

2. Poznan 5 9 (1) 76

3. Opole 6 9 (1) 33

4. Krosno 7 8 (-) -11

5. Pila 6 7 (1) -15

6. Rawicz 7 1 (-) -75

7. Krakow 4 0 -88

(Bonuspunkte)

Die Seitenwagen-Sieger Wilfred Detz/Wendy Arling vor Natasha Bartlett/Kim Kempa und Oliver Möller/Dana Frohbös (außen)

NIEDERLANDE

Grasbahnrennen Loppersum - 8.6.2019

Hummel siegt

Der dritte Dutch-Open-Lauf stand auf der Kippe, da es sowohl am Vormittag

als auch beim nationalen Rennen immer wieder regnete. Die Rennen

waren reines Glücksspiel. Wer am besten aus den Bändern kam, hatte immer

einen Sichtvorteil.

Nach dem letzten Lauf und der Siegerehrung der nationalen Klassen sollte

das Training der Solisten und Seitenwagen beginnen. Da es wieder zu

regnen angefangen hatte, beschlossen die Verantwortlichen erst einmal

abzuwarten. Schließlich verrichtete der Bahndienst seine Arbeit und alle

Fahrer konnten vor ihrem ersten Start eine Runde fahren. Je mehr Läufe

ausgetragen wurden, desto besser wurde die Bahn und die Rennen immer

spannender. Bei den Seitenwagen schafften es William Matthijssen/Sandra

Mollema (20 Punkte), Wilfred Detz/Wendy Arling (20) und Arnold

Bruins/Mart Sterenborg (18) direkt ins Finale. Über das B-Finale qualifizierten

sich Sven Holstein/Martin Strockmeijer (14) und Mike Frederiksen/Steven

Grandt (13). Im Finale hatten Detz/Arling einen Superstart

und stahlen Matthijssen die Show. Letzterer versuchte alles, um auf der

jetzt harten Piste an den Führenden vorbeizukommen. Allerdings gelang

ihm dies nicht. So landeten Matthijssen/Mollema auf dem 2. Platz, gefolgt

von Holstein/Bruins und Frederiksen.

Bei den Solisten dominierte Dave Meijerink all seine Läufen und wurde

nur einmal von Martin Malek bezwungen. Auch James Shanes, Kenneth

Kruse Hansen und der junge Mika Meijer schafften es direkt ins Finale.

Das B -Finale hatte es in sich. Theo Pijper, Malek, Henry van der Steen, Romano

Hummel, Jarno de Vries und Michal Dudek schenkten sich hier

nichts. Hummel hatte einen starken Start und ließ sich nicht vom 1. Platz

vertreiben. Am Ende belegte van der Steen den letzten Qualifikationsplatz.

Das Finale gewann Hummel vor Hansen und Meijerink, der als Letzter

gestartet war und das Feld von hinten aufrollte. • Text/Foto: Ubbo Bandy

Ergebnisse - Specials (nach Finale): 1. Romano Hummel, NL, 23 Punkte; 2. Kenneth Kruse Hansen,

DK, 26; 3. Dave Meijerink, NL, 27; 4. Henry van der Steen, NL, 21; 5. Mika Meijer, NL, 22; 6. James

Shanes, GB, 22.

Weitere Platzierungen: 7. Martin Malek, CZ, 19 Vorlaufpunkte; 8. Jarno de Vries, NL, 13; 9. Theo

Pijper, NL, 20; 10. Michal Dudek, CZ, 13; 11. Sascha Stumpe, D, 12; 12. Lars Zandvliet, NL, 11;

13. Marcel Dachs, D, 9; 14. Finn Loheider, D, 8; 15. Kevin Elliau, F, 0.

Seitenwagen (nach Finale): 1. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL, 25 Punkte; 2. William Matthijssen/

Sandra Mollema, NL, 24; 3. Sven Holstein/Martin Strockmeijer, NL, 17; 4. Arnold Bruins/Mart

Sterenborg, NL, 20; 5. Mike Frederiksen/Steven Grandt, DK, 14.

Weitere Platzierungen: 6. David Carvill/Dennis Smith, GB, 15 Vorlaufpunkte; 7. Marcel Raatjes/

Marco Sterenborg, NL, 14; 8. Oliver Möller/Dana Frohbös, D, 14; 9. Jan Kempa/Sina Stickling, D, 9;

10. Natasha Bartlett/Kim Kempa, GB, 8; 11. Stinus Lund/Kevin Nielsen, DK, 7; 12. Anthony Sairraih/

Benjamin Gregoire, F, 6; 13. Erik van Dijk jun./Erik van Dijk sen., NL, 6; 14. Klaas Kregel/Emiel

Bruins, NL, 4; 15. André Schönig/Linda Frohbös, D, 4.

Specials national (nach A-/B-Finale): 1. Kevin Glorie, 10 Vorlaufpunkte; 2. Nigel Hummel, 6;

3. Christian Wagemans, 10; 4. Mike van der Noordaa, 8; 5. Ferdy Gelsema, 8; 6. Nico Eijbergen, 6;

7. Margriet Diever, 3; 8. Wiebo Bouwmeester, 3; 9. Luit Groenewoud, 4; 10. Andy ter Schuur, 1;

11. Delina Kruit, 0.

50 ccm: 1. Jarno Bosma, 16 Punkte; 2. Roan van der Lende, 14; 3. Sven Zuur, 11; 4. Gabryela Horenga,

9; 5. Quinter Kin, 9; 6. Sem Bos, 5; 7. Kaylee Schoo, 4; 8. Marten de Vries, 2; 9. Ravi Nijenhuis,

2.

65 ccm: 1. Niek Meijerink, 9 Punkte; 2. Jelmer de Boer, 9; 3. Jafaro Hazeveld, 4; 4. Rienk Bakker, 3;

5. Britt Boezerooij, 2; 6. Siem Sverre Jorritsma, 0.

85 ccm: 1. Dave Hoogerhuis, 15 Punkte; 2. Rik Jan de Boer, 14; 3. Rens Spanjer, 13; 4. Jelle de Haan,

10; 5. Jelmar Naessens, 8; 6. Nick Versluis, 6; 7. Valentino Luider, 2; 8. Bern Monkel, 2; 9. Danique

Schoo, 2.

125 ccm Jugend: 1. Joran Marra, 13 Punkte; 2. Jarno Terpstra, 10; 3. Jesse Jan Stelwagen, 10; 4. Dylan

Ottens, 9; 5. Pieter Tolsma, 8; 6. Gert Homans, 3; 7. Dave Hoogerhuis, 2; 8. Dennis van der Ploeg,

1.

ST 250 ccm (nach A-Finale): 1. Mark van Dellen, 29 Vorlaufpunkte; 2. Lorenzo Punter, 24; 3. Johan

Kuiken, 22; 4. Gert Jan Valk, 17; 5. Remon Meeters, 14; 6. Niels Broekema, 22; 7. Anne Bos, 17;

8. Marcel Vlig, 30; 9. Joey van Kammen, 10; 10. Bart Borg, 8; 11. Ruben Guikema, 5; 12. Gert van der

Heide, 0.

ST 500 ccm (nach A-Finale): 1. Frank Hamming, 26 Vorlaufpunkte; 2. Jamie Elsinga, 28; 3. Johan

Wissema, 19; 4. Reinse de Jong, 25; 5. Rindert Boonstra, 33; 6. Wybe Valkema, 21; 7. Youri Jansen,

16; 8. Annelies Veensma, 11; 9. Aron Schokker, 10; 10. Harm-Jan Mellies, 6.

Meisterschaft - Forssa - 25.5.2019

Jörg Tebbe

wieder Meister

Der Deutsche Meister gewann auch in diesem

Jahr die finnische Meisterschaft. Hinter

ihm landeten WM-Pilot Jesse Mustonen

auf Rang 2 und der junge Finne Henri Ahlbom.

Das Rennen musste wegen Regen bereits

nach der Vorrunde gewertet werden.

• Text: Daniel Becker; Foto: Susi Weber

Ergebnisse - Meisterschaft: 1. Jörg Tebbe, D, 15 Punkte;

2. Jesse Mustonen, FIN, 14; 3. Henri Ahlbom, FIN, 13; 4.

Thomas H. Jonasson, S, 11; 5. Max Koivula, FIN, 7; 6. Jarkko

Kunnaskari, FIN, 7; 7. Tommy Thu, N, 6; 8. Simo Pulli,

FIN, 5; 9. Aarni Heikkilä FIN, 5; 10. Jarno Kokkonen FIN, 3;

11. Mattias Blom, FIN, 2; 12. Mikko Makinen, FIN, 2.

Nachwuchs: 1. Jukka Rantamäki, 17 Punkte; 2. Simo Karstila,

14; 3. Ari Ekman, 6; 4. Risto Flink, 6; 5. Osmo Lathi, 6;

6. Mika Helin, 6; 7. Heimo Kaikko, 3.

UKRAINE

Rivne - 26.5.2019

Sieg für Norbert Magosi

Speedwayfahrer aus vier Nationen gingen am 26. Mai an den Start des

Rennens, das zum 60. Jubiläum des Speedwaysports in Rivne ausgetragen

wurde. Triumphator des Rennens war Norbert Magosi. Der Ungar

siegte in seinem Semifinallauf und bezwang im Finale Marko Levishyn,

Vitalii Lysak sowie den Polen Marcin Rempala. Stanislav Melnychuk war

bester Fahrer der Vorläufe, fiel jedoch im Semifinale mit technischen Problemen

aus und belegte am Ende nur Rang 7. • Georg Dobes

FINNLAND

Juli '19 BAHNSPORT AKTUELL 35


VORSCHAUEN

7.7. MÜHLDORF

GANZ EINDEUTIG – SMOLINSKI

HAT TITELVERTEIDIGUNG IM VISIER

Martin Smolinski tritt am 7. Juli auf der Strecke gegen die Weltelite an, auf der er

seinen wohl bisher größten Erfolg feiern konnte: die 1000 Meter lange Sandbahn

in Mühldorf am Inn. Beim ersten Finallauf am Himmelfahrtstag in Herxheim wollte

Smoli bereits einen Grundstein für den erneuten Titelgewinn legen, was ihm auch

gelungen ist. Obwohl er den Tagessieg an Exweltmeister Mathieu Trésarrieu abtreten

musste, konnte er aus der Pfalz als WM-Führender nach Hause fahren. Es wurde

an diesem Tag aber auch deutlich, dass die beiden Franzosen Trésarrieu und

Bergé über superschnelles Material verfügen und zusammen mit James Shanes

und Josef Franc werden sie Martin Smolinski das Siegen so schwer wie möglich

machen. Für steigenden Adrenalinspiegel ist gesorgt, wenn die 15 weltbesten

Stahlschuhritter Jagd auf wichtige WM-Punkte machen! Trotzdem, Martin hat sich

die Titelverteidigung zum Ziel gesetzt. Und wenn er ähnlich konzentriert zu Werke

geht wie beim WM-Finale in Mühldorf 2018, kann ihm dieses Vorhaben auch gelingen.

Für die Fans eine Pflichtveranstaltung, denn vor einer tollen Kulisse mit lautstarker

Anfeuerung sollte Smoli das Siegen auch leichter fallen.

Das Training beginnt am 7. Juli um 8:40 Uhr, die B-Solisten fahren bereits am Vormittag

ihre Wertungsläufe. Ab 13:30 Uhr werden die WM-Läufe zum Finale 3 gestartet.

Im Hauptprogramm werden auch wieder die A-Gespanne mit spektakulären

Drifts und Überholmanövern für Hochspannung sorgen.

Termin: 7. Juli 2019

Int. ADAC-Sandbahnrennen Mühldorf

Martin Smolinski

• Foto: Niklas Breu

13./14.7. ABENSBERG

HEISSES SOMMERWOCHENENDE

Speedwayherz, was willst du mehr? Der MSC Abensberg richtet am 13. und 14. Juli

ein weiteres Highlight für alle Speedwayfans aus, nämlich den ADAC Bahnsport

Bayern Cup und tags darauf das Finale zur Deutschen Meisterschaft im Einzel. Die

Zuschauer bekommen somit alles zu sehen, was der Bahnsport in Deutschland zu

bieten hat. Am Samstag liegt das Augenmerk voll und ganz auf dem Nachwuchs,

der in den Klassen von 50 bis 500 ccm antritt. Natürlich ist auch die Mannschaft

des MSC Abensberg auf der eigenen Bahn am Start, um den heimischen Fans

spannende Rennen zu zeigen. Die weiteren Teams werden aus Landshut, Olching

und vom BBM München anreisen.

Das Finale zur Deutschen Meisterschaft findet am Sonntag, 14. Juli 2019, statt. Aus

der gesamten Republik werden an diesem Tag die arrivierten Fahrer ins niederbayerische

Abensberg kommen. Einen Favoriten für dieses Rennen auszumachen,

ist sicherlich schwierig, da die Leistungsdichte in der deutschen Spitze mittlerweile

extrem hoch ist. Der Abensberger Clubfahrer Martin Smolinski wird sicherlich

versuchen, an das 15-Punkte- Maximum aus der GP-Qualifikation an Pfingsten

anzuknüpfen. Ihn allerdings deshalb als Favoriten zu bezeichnen, würde den übrigen

Fahrern nicht gerecht werden. Möglicherweise reckt am Ende ein Starter den

Pokal in die Höhe, den man vorher nicht unbedingt auf dem Zettel hatte. Das wäre

aber bei der DM nichts Neues und auf der anspruchsvollen Bahn in Abensberg sicherlich

auch denkbar.

Kommen Sie nach Abensberg! Genießen Sie die bayerische Gemütlichkeit in der

Stadt und erleben Sie zwei Tage voller Bahnsport! Es wird ein heißes Wochenende!

Kann Kai Huckenbeck (rot)

in Abensberg Martin Smolinski

(blau) herausfordern?

• Foto: Niklas Breu

PROGRAMM: Samstag, 13.7., ADAC Bahnsport Bayern Cup, Training 11:00 Uhr;

Start 13:00 Uhr • Sonntag, 14.7., Finale Deutsche Speedway Meisterschaft, Start:

14:00 Uhr.

Termin: 13./14. Juli 2019

ADAC-Speedwayrennen Abensberg

27.7. WERLTE

FINALE DMSB-LANGBAHNPOKAL

„Was wird der MSC Werlte wohl in diesem Jahr auf die Beine stellen?“ Erfreulicherweise

konnte der Vorstand darauf eine großartige und spannende Nachricht verkünden.

Denn in diesem Jahr gibt es wieder ein Finale in der Hümmlingring-Arena.

Und nicht nur irgendein Finale, sondern das Finale der Deutschen Meisterschaft in

der Klasse der B-Lizenz Solo. Viele werden sich jetzt wahrscheinlich fragen, warum

das so besonders ist?! Die Besonderheit an diesem Finale liegt darin, dass die

Brüder, Clubfahrer und MSC-Eigengewächse Timo und Fabian Wachs als Konkurrenten

und Favoriten um den Titel kämpfen werden. Zudem will Fabian Wachs natürlich

seinen Titel als amtierender deutscher Meister auf seiner Heimbahn weiterhin

verteidigen. Bei dieser Nachricht ist doch schon jetzt die Zuschauerkulisse

und das Anfeuern auf der Heimbahn garantiert.

Im Rahmenprogramm starten sowohl die Junioren A und C als auch die internationale

Soloklasse mit namhaften Fahrern wie Bernd Diener, Jörg Tebbe, Lukas Fienhage,

Stephan Katt, Christian Hülshorst, Andrew Appleton, James Shanes, Paul

Cooper, Romano Hummel, Henry van der Steen und vielen mehr.

Der Sound und die spektakuläre Fahrweise der beliebten 1000-ccm-Seitenwagen

rundet das Juli-Spektakel ab.

Die Eckdaten der Veranstaltung: Training ab 13:00 Uhr, Autogrammstunde 17:00

Uhr, Rennbeginn 18:30 Uhr • Eintrittspreise: Erwachsene: 18,- Euro, Kinder bis

12 Jahre frei, Jugendliche 12 bis 17 Jahre 10,- Euro, Schwerbehinderte mit Ausweis

10,- Euro.

Termin: 27. Juli 2019

Int. 49. ADAC-Flutlicht-Sandbahnrennen Werlte, Hümmlingring-Arena

James Shanes (hier gegen Richard Hall) wird wieder alles geben

bei den Internationalen in Werlte • Foto: Ubbo Bandy

36 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


27./28.7. ALSFELD-ANGENROD

MOTORSPORT IN PERFEKTION

Der MSC Angenrod veranstaltet am 27. und 28. Juli sein traditionelles DMV-Grasbahnrennen.

Nachdem der MSC Angenrod im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Bestehen mit

einem großen Jubiläumsrennen feierte, gibt es auch in diesem Jahr wieder eine

2-Tagesveranstaltung. Das 48. Grasbahnrennen am Rußbergring wird das Motorsporthighlight

in der Region und hunderte begeisterte Fans nach Angenrod locken.

Durch die als gut präparierte Grasbahn bekannte Rennstrecke und die über

die Landesgrenzen hinaus bekannt gute Organisation des kleinen Vereins, gibt es

ein ganzes Wochenende vollgepackt mit Rennaction. Für jeden, den der Motorsport

begeistert, egal ob auf 2, 3 oder 4 Rädern wird etwas geboten. Denn auch im

Jahr 2019 hält der Verein am erfolgreichen Konzept der letzten Jahre fest und holt

wieder alle Klassen ans Startband. Solomaschinen mit 500 ccm, Gespanne und

Quads sowie Rennkarts und auch wieder eine Klasse mit den routinierten Soloveteranen

werden um den Rußbergring driften. Das heißt ein unvergessliches Erlebnis

für alle Zuschauer, Fans, Helfer und Fahrerinnen und Fahrer steht bevor.

Der MSC Angenrod, einer der ersten Veranstalter im Rahmen der Deutschen Gespann-Masters-Serie,

präsentiert 2019 den dritten Wertungslauf der B-Gespann-

Masters. Von 14 Teams konnten zwölf bereits in den ersten beiden Rennen in Zolder

und Lübbenau Punkte einfahren. Im Schema dieser Meisterschaft werden

zehn Rennläufe plus die Finalläufe gestartet. Gestandene Teams wie Udo Poppe/

Martin Weick oder Waldemar Rohrbacher/Thomas Lachomski rollen ans Startband.

Mit dabei auch die Gespannteams des MSC Angenrod Mike Kolb/Nadine

Pierick und David Kolb/Ralf Bittner. In dieser Klasse nicht zu vergessen die sehr erfolgreichen

Damen Nicole Standke/Kim Kempa, derzeit Dritte der Masters-Serie.

Ganz vorn jedoch fahren aktuell Marcel Raatjes/Marco Sterenborg aus den Niederlanden

und das ist nicht das einzige Team aus unserem Nachbarland. Und mit

dem Team Chris Neame/Luke Russell ist auch Großbritannien im Masters-Fahrerfeld

vertreten.

Natürlich sind auch die internationalen Gespanne 2019 in Angenrod vertreten.

Ans Startband rollen die Vize-Europameister aus England Mitch Godden/Paul

Smith, Routinier Karl Keil mit David Kersten im Boot, Ole Möller mit Dana Frohbös

sowie ein weiteres englisches Gespann mit Dave Carvill und Dennis Smith. Es werden

insgesamt zehn Gespanne in dieser Klasse an den Start gehen. Unter anderem

auch ein Gespannfahrer des MSC Angenrod, denn Roman Löffler/Patrick

Herbst werden ebenfalls dabei sein. Und mit Stinus Lund/Kevin Räbild-Nielsen

kommt ein weiteres europaweit bekanntes Gespann-Team an den Rußbergring.

Somit kann man sich hier auf packende Rennen mit spannenden Positionskämpfen

freuen.

Ein weiteres Highlight ist die internationale Soloklasse. Gestandene Gras- und

Langbahnpiloten werden auf dem 450-Meter Oval ihr Können zeigen. Mit von der

Partie sind Christian Hülshorst und Jens Bennecker und auch Speedway- und

Langbahn-Ass Max Dilger wird wieder dabei sein. Aus den Niederlanden kommen

Sjoerd Rozenberg und Romano Hummel. Weiterhin dabei sind Dave Meijerink, David

Pfeffer und Marcel Dachs. Dieses ausgeglichene

und hochkarätig besetzte Fahrerfeld wird rasante

und spannende Rennläufe zeigen.

Zum Rennprogramm gehört auch die B-Lizenz-Soloklasse.

Hier wird in zwei Gruppen gestartet. Mit

ans Startband rollen Marcel Sebastian, Dennis

Möhlenpage, Thomas Flemming und Dirk Oellrich.

Auch hier ist mit Graeme Brown ein Fahrer aus England

dabei. Komplettiert wird das Fahrerfeld durch

Thomas Flemming, Maik Brinkötter, Jörg Schneider,

Julian Bielmeier, Ronny Stritt, Ralf Herhaus

und Robert Grichtmaier.

Die Quads werden in insgesamt sechs Klassen im

Rahmen der Deutschen DMV Shorttrack Quad

Meisterschaft an den Start gehen. Von 100 ccm in

der Kids-Klasse bis zu den Rennquads mit bis zu

1000 ccm Viertakt ist alles vertreten, um den Zu-

BAZAR

Suche Kontakte zu Bahnsport-Fans aus Großraum

HH u. Nord-DE, aber nicht nur! Auch MG (gegen

BKB) zu verschiedenen Rennen suche ich. Zustiegsort

Großraum Hamburg u. Umgeb.; z.B. wer Ende

Mai nach Herxheim zur Langbahn-WM fährt (GP)

u. hätte ein Platz frei? Bin Peter, 62 J., also bitte

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Auch die Gespann-Masters sind wieder mit von der Partie in Angenrod (hier im Vorjahr

Sebastian Rößler/Martin Weick vor Erik van Dijk/Bart van Wesel) • Foto: Ingolf Schmidt

schauern abwechslungsreiche und spannende Rennläufe zu bieten. Mit am Startband

stehen unter anderem die Clubfahrer des MSC Angenrod Stephan Bischoff,

Matze Hahnke und Conny Kraft. Dabei sind auch die Speedkarts. Sie werden um

den Rußbergring driften und mit spektakulären Überholmanövern und unüberhörbaren

Motorgeräuschen die Zuschauer in ihren Bann ziehen.

Am Samstagabend kann man im Festzelt direkt an der Rennstrecke ein paar gemütliche

Stunden bei guter Live-Musik verbringen.

ZEITPLAN: Samstag, 11:00 Uhr freies Training Quads, Speedkarts und B-Gespanne

• 13:00 Uhr Fahrervorstellung, im Anschluss Start Rennläufe der Deutschen

DMV Shorttrack Quad Meisterschaft, außerdem Pflichttrainingsläufe, Vorläufe

B-Gespann-Masters. Sonntag, 9:00 Uhr freies Training, anschließend Pflichttraining,

Vorläufe • 12:30 Uhr große Fahrervorstellung • 13:00 Uhr Start (1. Lauf Seitenwagen).

Wie viele Fans bereits wissen, ist in Angenrod für das leibliche Wohl mit hausgemachten

Speisen und selbstgebackenen Kuchen bestens gesorgt. Neben den

sportlichen Highlights am Rußbergring bietet der MSC für die ganze Familie Unterhaltung

am Renngelände oder in der europäischen Modellstadt Alsfeld an.

Merken Sie sich den 27. und 28. Juli 2019 in Ihrem Terminkalender vor. An diesem

Wochenende gibt es an zwei Tagen am Rußbergring packenden Motorsport mit

spannenden Rennläufen und reichlichen Positionskämpfen.

Weitere Infos: MSC Angenrod, Tel. 06631 4649, Fax 06631 73898

www.msc-angenrod.de

Termin: 27./28. Juli 2019

DMV-Grasbahn- und Quadrennen Alsfeld-Angenrod

ANZEIGENCOUPON Anzeigenschluss für BSA August: 15. Juli 2019


SPEEDWAY-EM/LETZTE MELDUNGEN

Junioren-Team-EM - Liberec/CZ

Favoritensieg

Das schwedische Team galt vor dem

Rennen in Liberec als Favorit und

die Skandinavier wurden letztendlich

ihrer Rolle gerecht, aber sie

können von großem Glück reden,

dass sie nach Mâcon, wo das Finale

stattfinden wird, reisen dürfen. Die

Gastgeber und die deutsche Mannschaft

hatten nämlich in der Rennendphase

die Latte sehr hoch gehängt.

Nach 16 Läufen hatte das SVEMO-

Team schon 7 Punkte Vorsprung und

es schien, als ob der Kampf um den

Einzug ins Finale bereits entschieden

wäre. Die Schweden setzten danach

zweimal den bis dahin unbezwingbaren

Philip Hellström-Bängs

ein, holten aber lediglich einen Zähler.

Der junge Fahrer legte im

17. Lauf zum zweiten Mal einen unkorrekten

Start hin und wurde von

Referee Oleksandr Latosinski disqualifiziert.

Der Teammanager der

Tschechen, Filip Sitera, setzte auf

Jan Kvech, der zwei Dreier erkämpfte,

und die Gastgeber waren fast

dran. Deutschland erzielte in dieser

Phase dank Richard Geyer und Lukas

Baumann zwei 2. Plätze. Das

vorletzte Rennen begrub die Chance

der Tschechen aufs Weiterkommen.

Daniel Klima stürzte an 2. Stelle liegend

und wurde disqualifiziert. Im

Re-run kreuzte Sandro Wassermann

vor Christoffer Selvin als Erster die

Ziellinie und Schweden hatte vor

dem 20. Heat nur noch 3 Punkte Vorsprung

auf das Team von Pepi Rudolph.

Als Alexander Woentin in der

zweiten Kurve zu Boden musste und

ausgeschlossen wurde, stand Lukas

Fienhage plötzlich vor der Chance,

im Fall eines Sieges mit Schweden

gleichzuziehen und ein Stechen

um den Gesamtsieg zu erzwingen.

Der 19-Jährige lag in der Wiederholung

an der Spitze, machte jedoch

einige Fahrfehler. Einen davon nutzte

der Ukrainer Marko Levishyn

dann aus, zog an Fienhage vorbei,

erkämpfte 3 Punkte und schenkte

so der schwedischen Mannschaft

die Finalteilnahme. Das DMSB-

Team hatte am Ende nur einen Zähler

weniger auf dem Konto und verpasste

den Sieg haarscharf. Die

Gastgeber mit dem ungeschlagenen

Kvech belegten den 3. Rang. Die

Ukrainer hatten in Liberec nur einen

starken Fahrer und wurden Letzte.

Levishyn holte auf der 285 Meter

langen Bahn respektable 13 Punkte.

• Georg Dobes

Junioren-Team-EM - Semifinale 1 - Liberec/CZ

1.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert fürs Finale in Mâcon/F am 20.7.:

1. Schweden, 35 Punkte (Alexander Woentin 9,

Christoffer Selvin 9, Henrik Bergström 2, William

Björling 5, Philip Hellström-Bängs 10).

Ausgeschieden: 2. Deutschland, 34 (Lukas Fienhage

12, Dominik Möser 1, Sandro Wassermann

10, Lukas Baumann 4, Richard Geyer 7);

3. Tschechien, 32 (Petr Chlupac 7, Daniel Klima

6, Jan Macek 2, Patrik Mikel 2, Jan Kvech 15);

4. Ukraine, 19 (Marko Levishyn 13, Andriy Rozaliuk

3, Denis Prysazhniuk 2, Nazar Tkachuk 1).

Junioren-Team-EM - Glumsö/DK

Fast-

Sensation

Die lettische Mannschaft war in

Glumsö nur einen kleinen Schritt

von einer großen Sensation entfernt.

Vor dem letzten Lauf des

Semifinals waren die Osteuropäer

und die hoch favorisierten

Gastgeber punktgleich. Über das

Weiterkommen musste das Duell

zwischen Tim Sörensen und Davis

Kurmis entscheiden. Als Erster

meldete sich zwar der Russe

Nikita Zubarev im Ziel, aber der

Däne konnte Kurmis in Schach

halten und holte 2 Punkte. Dadurch

zog der Titelverteidiger mit

einem blauen Auge ins Finale des

Wettbewerbes ein, während die

Letten sich mit dem 2. Gesamtrang

begnügen mussten. „Es ist

zwar schade, dass wir den Sieg

nicht geschafft haben, aber wir

haben heute sehr hart gekämpft.

Wir zeigten einmal mehr, dass

großes Potenzial in uns steckt.

Die Tatsache, dass wir heute ein

ebenbürtiger Gegner für die Dänen

waren, ist sehr wichtig für

uns“, sagte Teammanager Nikolajs

Kokins nach dem Rennen.

Das russische Team reiste zuversichtlich

nach Dänemark und seine

Chancen, den Endlauf zu erreichen,

standen nicht schlecht.

Doch der Leistungsträger der

Russen, Gleb Chugunov, war auf

dem 290 Meter langen Oval nur

ein Schatten seiner selbst. Der

19-Jährige zeigte eine enttäuschende

Leistung und erzielte

nur einen Zähler. Da brachte auch

die sehr gute Performance von

Roman Lahbaum und vor allem

Nikita Zubarev nichts. Die Mannschaft

belegte mit einem Rückstand

von 9 Punkten auf die Sieger

Gesamtplatz 3. Die Finnen

griffen in Glumsö nicht ins Geschehen

ein und kamen nicht

über den letzten Gesamtrang hinaus.

• Georg Dobes

Junioren-Team-EM - Semifinale 2

Glumsö/DK - 1.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert fürs Finale in Mâcon/F am 20.7.:

1. Dänemark, 39 Punkte (Patrick Hansen 7,

Mads Hansen 10, Tim Sörensen 12, Jonas Jeppesen

3, Jonas Seifert-Salk 7).

Ausgeschieden: 2. Lettland, 38 (Oleg Mihailov

12, Artjom Trofimov 10, Davis Kurmis 11,

Elvis Avgucevics 5); 3. Russland, 30 (Roman

Lahbaum 11, Gleb Chugunov 1, Arslan Fayzulin

7, Nikita Zubarev 11); 4. Finnland, 13 (Antti

Vuolas 4, Timi Salonen 4, Toni Hyyryläinen 2,

Niklas Säyriö 3).

LETZTE MELDUNGEN

Speedway-DM/Bundesliga - 22.6.

Brokstedt

Ergebnis:

1. MSC Brokstedt Wikinger, 57 Punkte (Rune

Holta 11, Rene Bach 14, Lukas Fienhage 12,

Max Dilger 14, Danny Maaßen 6, Norick Blödorn

0); 2. MC Nordstern Stralsund, 29 (Brayden

McGuinness 7, Emil Breum 7, Finn-Ole

Schmietendorf 4, Leon Arnheim 1, Ronny

Weis 10, Richard Geyer 0).

Stand: 1. MSC Brokstedt Wikinger, 3 Rennen/145

Laufpunkte/4 Matchpunkte; AC

Landshut Devils, 2/94/4; MSC Wölfe Wittstock,

3/125/4; 4. DMV White Tigers, 3/126/

2; 5. MC Nordstern Stralsund, 3/103/0.

Speedway-Team-Cup - 22./23.6.

Landshut

Ergebnisse:

Team-Cup: 1. Emsland Speedway Team Dohren,

33 Punkte (Kai Huckenbeck 11, Geert

Bruinsma 9, Fabian Wachs 9, Marlon Hegener

4); 2. MSC Olching, 31 (René Deddens 10,

Danny Maaßen 7, Tim Wunderer 2, Erik Bachhuber

12); 3. AC Landshut Young Devils,

29 (Sandro Wassermann 14, Jonas Wilke 4,

Mario Niedermeier 3, Maximilian Troidl 5, Leon

Krusch 3); 4. DMV Junior White Tigers,

21 (Marius Hillebrand 8, Julian Bielmeier 7,

Dustin Schultz 1, Tom Finger 5).

Stand: 1. Güstrow Torros, 2 Rennen/68 Laufpunkte/5

Matchpunkte; 2. Black Forest Eagles

Berghaupten, 3/87/4; 3. MSC Olching,

2/62/4; 4. Emsland Speedwayteam Dohren,

2/59/4; 5. MSC Cloppenburg Fighters,

1/36/3; 6. Wolfspack Wolfslake, 2/54/2;

7. DMV Junior White Tigers Diedenbergen,

2/47/1; 8. Landshut Young Devils, 2/44/1.

Bayern-Cup: 1. MSC Olching, 72 Punkte (Magnus

Rau 12, Patrick Hyjek 15, Luca Kastner 11,

Mario Häusl 8, Erik Bachhuber 12, Celina

Liebmann 8, Tim Wunderer 6); 2. AC Landshut

Young Devils, 42 (Tim Riedl 6, Maximilian

Gammel 9, Jenny Apfelbeck 3, Toni Eichhorn

5, Leon Krusch 8, Mario Niedermeier 11, Manuel

Thalmann 0); 3. BBM München, 41 (Franziska

Kober 6, Leonie Weinhold 2, Patricia Erhart

11, Bruno Thomas 12, Cyrill Hofmann 1,

Sebastian Trapp 2, Julian Bielmeier 7); 4. MSC

Abensberg, 30 (Manuel Rau 4, Ben Iken 10,

Tim Widera 0, Alexandra Schauer 3, Maximilian

Troidl 8, Dustin Schultz 5).

German Open - 20.6.

Olching

I-Solo: 1. Martin Smolinski, 14 Punkte;

2. Sam Masters, AUS, 13; 3. Peter Ljung, S,

13; 4. Matic Ivacic, SLO, 12; 5. Erik Riss, 11;

6. Michael Härtel, 11; 7. Joel Kling, S, 9; 8. Paco

Castagna, I, 8; 9. Claus Vissing, DK, 6;

10. Lukas Fienhage, 6; 11. Daniel Gappmaier,

A, 5; 12. Andrij Kobrin, UKR, 4; 13. Celina Liebmann,

2; 14. Zdenek Simota, CZ, 2; 15. Marcel

Kajzer, PL, 2; 16. Danny Maaßen, 1; 17. Tim

Wunderer, 0.

U21: 1. Celina Liebmann, 12 Punkte; 2. Maximilian

Troidl, 11; 3. Dustin Schultz, 9; 4. Manuel

Thalmann, 5; 5. Rafael Buchholz, 5;

6. Tim Wunderer, 2; 7. Sebastian Adorjan, 0.

Junioren B: 1. Patrick Hyjek, 12 Punkte; 2. Patricia

Erhart, 10; 3. Luca Kastner, 5; 4. Leonie

Weinhold, 5; 5. Toni Eichhorn, 4; 6. Mario

Häusl, 3; 7. Tim Widera, 2; 8. Kimi Weber, 1.

Junioren C: 1. Erik Bachhuber; 2. Leon Krusch,

8; 3. Alexandra Schauer, 3; 4. Cyrill Hofmann, 1.

Bahnsport aktuell

8/2019

erscheint am

29. Juli 2019

IMPRESSUM

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Volker Linke, Wolfgang Radszuweit,

Susi Weber

Fotografen: Ubbo Bandy,

Niklas Breu, Georg Dobes,

Ralf Dreier, Sascha Geißler,

Klaus Goffelmeyer, Rudi Hagen,

Jens Körner, Wolfgang Radszuweit,

Jens Schwarz, Daniel Sievers,

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Ausland:

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38 BAHNSPORT AKTUELL Juli '19


TERMINE JULI/AUGUST

6.7. ADMV-Speedwayrennen Stralsund - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MC Nordstern Stralsund e.V., Bartherstr. 58, 18437 Stralsund

Tel. 03831 292777, Fax 03831 207263

E-Mail: torstenberger@mcn-stralsund.de, www.mcn-stralsund.de

6.7. ADAC-Speedwayrennen Dithmarschenring Albersdorf

Talents Team Trophy + Speedway Liga Nord

MSC Nordhastedt Nordseeküste e.V., Speedwaycenter

Dithmarschenring, Am Brahmkamp, 25767 Albersdorf

E-Mail: joergmuschiol@online.de, www.mscnordhastedt.com

7.7. Int. ADAC-Sandbahnrennen Mühldorf

Langbahn-WM - Finale 3

MSC Mühldorf e.V. im ADAC, Postfach 1009, 84441 Mühldorf a. Inn

Tel. 08631 13575

E-Mail: info@msc-muehldorf.de, www.msc-muehldorf.de

8.-12.7. Int. ADAC-Speedwaycamp Dithmarschenring Albersdorf

MSC Nordhastedt Nordseeküste e.V., Speedwaycenter

Dithmarschenring, Am Brahmkamp, 25767 Albersdorf

E-Mail: joergmuschiol@online.de, www.mscnordhastedt.com

12.7. ADMV-Speedwayrennen Heidering Wittstock - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV

Finkenkruger Str. 49 a, 14612 Falkensee

E-Mail: MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de

www.speedwayteam-wittstock.de

13.7. ADMV-Speedwayrennen - Drift Kids Serie, Teil 1, Parchim

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV

Postfach 1243, 19362 Parchim, Tel. 0172 3130631

E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

13.7. Int. ADAC-Speedwayrennen Güstrow

Speedway-EM - Finale 1, Speedway-Jugend-Europa-Cup 85 ccm

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow

Tel./Fax 03843 684685, E-Mail: info@mcguestrow.de

www.mcguestrow.de

13./14.7. DMV-Quad- und Grasbahnrennen Heringen/Werra

Langbahn- offene Veranstaltung + Shorttrack-Quad-Meisterschaft

AMC Heringen e.V. im DMV, In der Aue 1, 36266 Heringen

E-Mail: doris.koertzel@web.de

13./14.7. ADAC-Speedwayrennen Abensberg

13.7: ADAC Bayern Cup

14.7.: Speedway-DM

MSC Abensberg e.V. im ADAC, Postfach 1252, 93321 Abensberg

E-Mail: speedway@msc-abensberg.de, www.msc-abensberg.de

27.7. Int. 49. ADAC-Flutlicht-Sandbahnrennen Werlte

Deutscher Bahnpokal Solo

MSC Hümmling Werlte e.V. im ADAC, Postfach 1214, 49753 Werlte

www.msc-werlte.de

27./28.7. DMV-Quad- und Grasbahnrennen Alsfeld-Angenrod

Langbahn - offene Veranstaltung + Shorttrack-Quad-Meisterschaft

MSC Angenrod e.V., Wuhlsgasse 28, 36304 Alsfeld-Angenrod

Tel. 06631 4649, Fax 06631 73898

E-Mail: info@msc-angenrod.de, www.msc-angenrod.de

28.7. ADMV-Speedwayrennen Ludwigslust

Speedway-U21-DM

MC Ludwigslust e.V. im ADMV, Postfach 1160, 19288 Ludwigslust

Tel. 038757 33410, Fax 038757 33410

E-Mail: mc-ludwigslust@gmx.de, www.speedway-ludwigslust.de

29.7.-2.8. ADMV-Speedway-Kidscamp Parchim

Speedway - offene Veranstaltung

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV, Postfach 1243,

19362 Parchim, Tel. 0172 3130631

E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

2.8. Int. ADAC-Speedwayrennen 15. Schildbürgerpokal Teterow

Speedway - offene Veranstaltung (Flutlichtrennen)

MC Bergring Teterow e.V. im ADAC, Appelhäger Chaussee 1,

17166 Teterow, Tel. 03996 172935, Fax 03996 183193

E-Mail: bergring-teterow@gmx.de, www.bergring-teterow.de

2.-4.8. 59. Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen

Grasbahn - offene Veranstaltung

MSC Melsungen e.V. im ADAC, Thüringer Str. 2, 34212 Melsungen

Fax 05661 50911

E-Mail: orga@msc-melsungen.de, www.msc-melsungen.de

4.8. 9. Parchimer Speedwayrennen

Speedway - offene Veranstaltung

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV, Postfach 1243,

19362 Parchim, Tel. 0172 3130631

E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

TERMINE 2019

JUNI

21.-23. 59. EnduroPROjekt in Langenst.

15.-16. Endurotraining in Gerstungen

JULI

29.07-01.08. Kids & Jugend Camp

AUGUST

24.-25. Endurotraining in Viernau

mit Leihmotorrad

mit dem Profi-Trainer Marko Barthel

SEPTEMBER

14.-15. Hard- / Endurotraining

in Schwebnitz

21. Endurotraining in Pflückuff

27.-29. 60. EnduroPROjekt

in Hohenmölsen

OKTOBER

26. Endurotraining in Langensteinbach

27. Hardendurotraining in Langenst.

Separate Trainings mit individuellen Terminen für Gruppen

ab 4 Personen möglich!

mce10

KONTAKT

web: www.enduropro.de

mail: info@enduropro.de

tel: 037206 568881


49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 5/19

ABO-TIPP

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Cloppenburg Fighters Paarcupsieger

mit René Deddens

Martin Smolinski

und Lukas Fienhage

15

EISSPEEDWAY-WM: Daniil Iwanow holt zum 3. Mal Gold

für

12

Greifen

Sie zu!

• Sie bekommen im ersten

Bezugsjahr 15 Ausgaben Bahnsport

aktuell und müssen nur

12 bezahlen. Danach erhalten

Sie pro Jahr 12 Ausgaben

• Sie erhalten Monat für Monat Ihre

Bahnsport aktuell pünktlich in Ihren

Briefkasten geliefert

• Es entstehen keine weiteren

Kosten, das Porto für den Versand

des Magazins übernehmen wir

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Bahnsport aktuell im Jahr für nur

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