B.A.U.M.-Jahrbuch 2019: New Work. Aufbruch in eine neue Arbeitswelt

altopverlag

New Work: ist das der Aufbruch in eine neue Arbeitswelt? Selbstbestimmtes Arbeiten hoch motivierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Flexibilisierung der Arbeit zum Vorteil von Arbeitnehmern und Arbeitgebern? Kreativität und Innovationen für Unternehmen? Oder aber Beliebigkeit, Abstimmungs­schwierigkeiten, hoher Ressourcenaufwand? Und für erwerbstätige Menschen ständige Verfügbarkeit und prekäre Arbeitsverhältnisse? Die Beiträge des B.A.U.M.-Jahrbuchs erkunden, was sich hinter dem Schlagwort „New Work“ verbirgt und beleuchten Chancen und Herausforderungen für Unternehmen, für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Gesellschaft insgesamt. Im Fokus steht dabei die Frage, wie sich der Trend nach­haltig gestalten lässt: ökonomisch zukunftsfähig, sozial gerecht und mit Entlastungen für die Umwelt.

New Work

Aufbruch in eine neue Arbeitswelt

B.A.U.M. e.V.

Jahrbuch

2019


New Work: ist das der Aufbruch in eine neue Arbeitswelt? Selbstbestimmtes Arbeiten hoch motivierter

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Flexibilisierung der Arbeit zum Vorteil von Arbeitnehmern und

Arbeitgebern? Kreativität und Innovationen für Unternehmen? Oder aber Beliebigkeit, Abstimmungsschwierigkeiten,

hoher Ressourcenaufwand? Und für erwerbstätige Menschen ständige Verfügbarkeit

und prekäre Arbeitsverhältnisse?

Die Beiträge des B.A.U.M.-Jahrbuchs erkunden, was sich hinter dem Schlagwort „New Work“ verbirgt

und beleuchten Chancen und Herausforderungen für Unternehmen, für deren Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter sowie die Gesellschaft insgesamt. Im Fokus steht dabei die Frage, wie sich der Trend nachhaltig

gestalten lässt: ökonomisch zukunftsfähig, sozial gerecht und mit Entlastungen für die Umwelt.


B.A.U.M. e.V.

Jahrbuch

2019

New Work

Aufbruch in eine neue Arbeitswelt

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B.A.U.M.-JAHRBUCH 2019 | INHALT

Vorworte

Hubertus Heil, MdB, Bundesminister für Arbeit und Soziales ............................................................ 4

Prof. Dr. Maximilian Gege, Dieter Brübach, Kristina Kara, Martin Oldeland, B.A.U.M. e.V. .................. 6

New WorkAufbruch in eine neue Arbeitswelt ....................................................... 7

Eine „Neue Organisation“ bietet Gestaltungsfelder für mehr Nachhaltigkeit ..................................... 8

Prof. Dr. Susanne Blazejewski, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Was bedeutet New Work für den deutschen Mittelstand? ............................................................... 12

Alexander Holst, Rouven Fuchs, Dr. Yasemin Yazar und Patrick Specht, Accenture Strategy

Neue Arbeitswelten: Der Gewinner des Best Office Awards ............................................................. 15

Daniel Hülemeyer, Hellmann Worldwide Logistics

„Ich freu mich auf‘s Büro“ ............................................................................................................. 17

Dirk Lixfeld, Commerzbank AG

Das Sein bestimmt das Bewusstsein ............................................................................................... 20

Oliver Eitel, Haworth SE

Mit „Working Out Loud“fit für den digitalen Wandel ...................................................................... 22

Katharina Krentz und Bernhard Schwager, Robert Bosch GmbH

Culture Clash? ............................................................................................................................... 25

Johannes Hauke, Mindspace Hamburg

Nicht Chef, sondern Fußballcoach ................................................................................................... 27

Interview mit Ali Mahlodji, WHATCHADO

Kulturwandel 4.0 als hierarchieunabhängiger Transformationsprozess ............................................. 30

Dr. Johannes Merck, Otto Group

Die Kraft des Dialogischen Managements ...................................................................................... 32

Uwe Urbschat, Weleda AG

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser ............................................................................................. 35

Beate Philipp, VAUDE Sport GmbH & Co. KG

Zusammenarbeit neu gestalten ...................................................................................................... 37

Joachim Schledt, Alnatura Produktions- und Handels GmbH

Teamerfolgsfaktoren ..................................................................................................................... 40

Dr. Klaus-Stephan Otto und Luise Papendieck, EVOCO

Ein Blick ins Jahr 2028 ................................................................................................................... 42

Dr. Reza Moussavian und Elisa Binzberger, Deutsche Telekom AG

Arbeitsplatzgestaltung als Aufgabe des Gesundheitsmanagements ................................................. 46

Burkhard Remmers, Wilkhahn – Wilkening + Hahne GmbH + Co. KG

Prämierte New Work-Geschichten .................................................................................................. 49

Thomas Vollmoeller, XING SE

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B.A.U.M.-JAHRBUCH 2019 | INHALT

B.A.U.M.-PORTRAIT ............................................................................................................ 51

Jahresrückblick .............................................................................................................................. 52

B.A.U.M.-Jahrestagung ................................................................................................................... 54

Preisträgerinnen und Preisträger 2018 ........................................................................................... 57

Ausgezeichnet für Nachhaltigkeit .................................................................................................. 58

Menschen zusammenbringen ......................................................................................................... 59

Nachhaltige Finanzanlagen ............................................................................................................ 62

nachhaltig.digital .......................................................................................................................... 67

Energiewende und Klimaschutz ...................................................................................................... 70

Nachhaltige Mobilität .................................................................................................................... 73

Ressourcenbewusstsein ................................................................................................................. 75

Neues Wirtschaften ....................................................................................................................... 79

Kommunikation ............................................................................................................................. 81

Der B.A.U.M.-Kodex ....................................................................................................................... 84

B.A.U.M.-Strukturen ....................................................................................................................... 86

Die Mitgliedsunternehmen ............................................................................................................ 90

Jubilare 2019 ................................................................................................................................ 91

B.A.U.M. bringt sich ein .................................................................................................................. 92

In memoriam ................................................................................................................................. 94

Firmenportraits ...................................................................................................................... 95

Mitgliederverzeichnis ........................................................................................................ 181

Serviceadressen .......................................................................................................................... 203

Impressum ....................................................................................................... innere Umschlagseite

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B.A.U.M.-JAHRBUCH 2019

Hubertus Heil, MdB

Bundesminister für Arbeit und Soziales

New Work gemeinsam nachhaltig gestalten

Seit nunmehr 35 Jahren verbindet der Bundesdeutsche

Arbeitskreis für Umwelt-bewusstes Management e. V.

(B.A.U.M. e. V.) ökonomische, ökologische sowie soziale

Fragen des Wirtschaftens miteinander. Mit weit über 500

Mitgliedern ist er das größte Unternehmensnetzwerk für

nachhaltiges Wirtschaften in Europa.

Zu den zentralen Fragen von Nachhaltigkeit und

Ökonomie gehört es, die digitalisierte Arbeitswelt fair

zu gestalten. Wie das geschehen kann, beleuchtet

das diesjährige Jahrbuch des B.A.U.M. e. V. mit dem

Schwerpunkt „New Work“.

Aktuelle Studien zur Zukunft der Arbeitswelt zeigen, dass

in einigen Branchen zwar Arbeitsplätze wegfallen, aber

in vielen Wirtschaftszweigen auch neue Arbeitsplätze

entstehen werden. Gleichzeitig verändern sich die

Aufgaben und das Tätigkeitsspektrum vieler Berufe.

Letztlich heißt das: Die Arbeit wird uns nicht ausgehen,

aber sie wird sich verändern. Darauf müssen wir

vorbereitet sein. Wir müssen jetzt gemeinsam dafür

sorgen, dass die Beschäftigten in Deutschland die

Chance haben, diesen Wandel positiv für sich zu

gestalten. Wir können keine Sicherheit vor dem Wandel

garantieren, aber Sicherheit im Wandel schaffen.

Mit dem Dialogprozess Arbeiten 4.0 und dem daraus entstandenen Weißbuch haben wir im

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in der letzten Legislaturperiode einen ersten

Schritt getan. Mit der Einrichtung der „Denkfabrik für die digitale Arbeitsgesellschaft” haben wir nun

die nächste Etappe in Angriff genommen. Hier werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler,

Arbeitgeber, Freelancer und Trend-Scouts Konzepte erarbeiten, die alle ein Ziel verfolgen: Die

Digitalisierung muss Fortschritt für möglichst viele Menschen bringen.

Zu den vordringlichen Aufgaben gehört es, allen Beschäftigten die Chance zu geben, sich neue

Qualifikationen anzueignen, die in der sich wandelnden Arbeitswelt nötig sind. Damit die Arbeitskräfte

von heute auch die Arbeit von morgen machen können. Damit alle am Ball bleiben – am Band wie

im Büro.

4


B.A.U.M.-JAHRBUCH 2019

Dabei ist für mich klar: Auch in Zukunft bleibt das Thema Weiterbildung eine Aufgabe für Unternehmen

und Gegenstand tariflicher Lösungen. Aber gleichzeitig muss die Politik für die Beschäftigten vor allem

in kleineren Unternehmen gute Rahmenbedingungen schaffen, um Weiterbildung zu ermöglichen,

die über kurze Anpassungsqualifizierungen hinausgeht.

Das tun wir mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie und ganz konkret mit dem „Qualifizierungschancengesetz“.

Künftig sollen zum Beispiel neben den Weiterbildungskosten auch Zuschüsse für

Arbeitsentgelt während der Weiterbildung gezahlt werden können. Wir wollen damit als BMAS den

technischen Wandel und den Strukturwandel aktiv gestalten und den Beschäftigten gleichzeitig Schutz

bieten für die Unsicherheiten, die der Wandel mit sich bringt.

Darüber hinaus werfen Digitalisierung und Globalisierung weitere neue Fragen auf: Wie verändert

die Digitalisierung unsere Arbeitswelt? Wie organisieren wir Mitbestimmung und Arbeitsschutz in

einer globalisierten Arbeitswelt?

Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Fragen auch in einer sich rasant verändernden Arbeitswelt

am besten durch sozialpartnerschaftliche Vereinbarungen beantwortet werden können. Denn es geht

darum, den Wandel so zu gestalten, dass aus technologischem Fortschritt sozialer Fortschritt für alle

wird. Auch in einer digitalisierten und globalisierten Welt ist unser Modell der Sozialpartnerschaft kein

Auslaufmodell, sondern kann die richtigen Antworten für die Zukunft geben.

Mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit und den Lern- und Experimentierräumen unterstützen wir

als BMAS Unternehmen, Verwaltungen und Beschäftigte dabei, gute Lösungen für die notwendigen

Transformationsprozesse zu finden. Wenn wir den digitalen Wandel zur Erfolgsgeschichte für

Deutschland machen wollen, wird es darauf ankommen, dass Politik, Sozialpartner und die Akteure

in den Betrieben vor Ort gemeinsam an innovativen und sozial gerechten Lösungen arbeiten und

Führungs- und Unternehmenskulturen etablieren, die sowohl den wirtschaftlichen Erfolg als auch

die Gesundheit und Zufriedenheit der Beschäftigten berücksichtigen.

Lassen Sie uns die Arbeitswelt der Zukunft, lassen Sie uns „New Work“ gemeinsam nachhaltig

gestalten!

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B.A.U.M.-JAHRBUCH 2019

New Work

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass sich die

Welt immer schneller dreht? Erinnern Sie sich noch

an die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland?

Haben Sie noch Fotos vom legendären Sommermärchen

auf Ihrem Smartphone? Nein? Das wäre auch gar nicht

möglich. Das erste Telefon dieser Art kam im Jahr 2007

auf den Markt. Und heute? Wahrscheinlich können auch

Sie sich weder private noch berufliche Kommunikation

und Organisation ohne Ihr Smartphone vorstellen, oder?

Gegenwärtige Megatrends wie Digitalisierung, Blockchain,

demografischer Wandel, neue Mobilität, Klimawandel,

Ressourcenknappheit, Verschwinden von Biodiversität

und weitere lassen uns diese Frage in neuen Kontexten diskutieren. Unter dem Begriff „New Work

sprechen wir über alternative Konzepte, die mit Hilfe technischer oder organisatorischer Innovationen

Arbeitsprozesse erleichtern und gleichzeitig als tatsächliche Verbesserungen wahrgenommen werden.

New Work“ birgt viele Potenziale, denen wir uns im Schwerpunktteil des diesjährigen B.A.U.M.-

Jahrbuchs widmen. In vielen Unternehmen gibt es Raum für Experimente, um neue Formen und

Arrangements von Arbeit zu testen. Einen Ausblick auf die vielfältigen Maßnahmen und Versuche

möchte unser Jahrbuch geben.

Wir stehen vor der Aufgabe, eine Arbeitswelt zu entwickeln, die die Grenzen des Wachstums mit dem

Wunsch nach einer möglichst hohen Lebensqualität für alle Menschen kombiniert. Dafür wird nicht

nur Arbeit neu organisiert, auch Geschäftsfelder und Unternehmensinteressen verändern sich rapide

und massiv. B.A.U.M. e.V. versteht sich als Initiative der Wirtschaft für Nachhaltigkeit, die die aktuellen,

oben genannten Megatrends immer wieder in Verbindung bringt mit der Vision einer nachhaltigen

Entwicklung. Dies spiegelt sich auch in den Aktivitäten des Netzwerks wider. 2018 haben wir uns mit

einer Vielfalt von Themen beschäftigt, die die Entscheidungen von Unternehmen künftig beeinflussen

werden: Digitalisierung, Ressourcenverantwortung, nachhaltige Mobilität, Klimawandel und Energiewende

sowie die unternehmerische Verantwortung des nachhaltigen Investierens. Mit der Green

Growth Futura hat unser Gründer und Vorsitzender Prof. Dr. Maximilian Gege ein neues Pflänzlein in den

B.A.U.M. Wald gesetzt, das sich mit der Analyse und Beratung für nachhaltige Finanzen beschäftigt und

gemeinsam mit der GLS Bank ein Anlageuniversum mit primär mittelständischen, erfolgreich nachhaltigen

Unternehmen weltweit erarbeitet hat – unterstützt durch einen exzellenten Nachhaltigkeitsbeirat.

Einen detaillierteren Einblick in unsere Arbeit gibt Ihnen der zweite Teil dieses Jahrbuchs, in dem einzelne

Projekte und Kooperationen im Detail vorgestellt werden. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei

der Lektüre.

Prof. Dr. Maximilian Gege

Vorsitzender

Dieter Brübach

Mitglied des Vorstands

Kristina Kara

Mitglied des Vorstands

Martin Oldeland

Mitglied des Vorstands

6


© Mit freundlicher Genehmigung der Sedus Stoll AG

New Work

Aufbruch in eine neue Arbeitswelt

7


NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Eine „Neue Organisation“ bietet

Gestaltungsfelder für mehr Nachhaltigkeit

Von Prof. Dr. Susanne Blazejewski, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

New Work, Future Work, New Organisation – mit diesen und anderen Schlagworten sind neue

Organisations- und Arbeitsformen für Unternehmen seit einigen Jahren intensiv in der Diskussion.

Unternehmen versuchen, mithilfe neuer Konzepte flacher, innovativer und flexibler zu werden und

damit besser für die Komplexität ihres Umfelds gerüstet zu sein. Zu diesen Konzepten gehört die

Einführung von kollegial geführter oder agiler Organisation, Holokratie und Selbstorganisation. Diese

Bewegung in den Arbeitsformen ist eine große Chance zur Sicherung der Überlebensfähigkeit von

Unternehmen, gleichzeitig aber auch zur Weiterentwicklung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit.

Ich zeige dazu im Folgenden auf Basis aktueller Forschungsergebnisse einige Ansatzpunkte auf, wie

das Thema Neue Organisation mit dem Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen zusammengedacht

und zusammengeführt werden kann. Dabei gehe ich ebenfalls auf die Frage ein, ob und wann neue

Arbeits- und Strukturformen ökologische und soziale Qualitäten gefährden.

Auch wenn die Konzepte von Neuer Organisation vielfältig sind, lassen sich gemeinsame Grundelemente

identifizieren: Individualität und Selbstbestimmung (zum Beispiel bei Arbeitszeit, Leistungsund

Entwicklungszielen), veränderte Führungsrollen (als Coach) und partizipative Führungskulturen,

agile Prozesse (unter anderem dezentrale Entscheidungen), flexible Strukturen (zum Beispiel

durch dynamisierte Rollen) und neue Bürokonzepte wie Creative Workspaces. Ich fokussiere mich

im Weiteren auf vier zentrale Gestaltungsfelder der Neuen Organisation: Selbstbestimmung und

Partizipation, neue Führungskonzepte, agile Prozessgestaltung und neue Arbeitsräume. Für jedes

Gestaltungsfeld werden mögliche Interaktionen vor allem mit der Dimension der sozial-ökologischen

Nachhaltigkeit diskutiert.

Selbstbestimmung und Partizipation

Die Ermöglichung von Selbstorganisation, Kooperation und Partizipation steht häufig im Mittelpunkt

neuer Arbeitsformen. Aus arbeitssoziologischer Sicht sind Partizipation im Team und auf betrieblicher

Ebene ebenso wie wahrgenommene Autonomie, zum Beispiel durch selbstorganisierte Arbeitsstruk-

Nachhaltigkeit entsteht durch

Diversität und multiple Stakeholder-

Perspektiven in selbstorganisierten

Teams.

8


NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

turen, wichtige Elemente „Guter Arbeit“. Eine derartige „Gute Arbeit“ ermöglicht bei den Mitarbeitenden

Zufriedenheit, Gesundheit und Entwicklungsperspektiven. Dies kann man dann als soziale

Nachhaltigkeit bezeichnen. Selbstorganisation hat jedoch auch eine negative Seite. So zeigen aktuelle

Studien, dass Selbstorganisation von Arbeitsprozessen, vor allem in Kombination mit räumlicher und

zeitlicher Flexibilisierung, dazu führt, dass die Balance zwischen Arbeit und Freizeit gestört wird, mit

entsprechend negativen Effekten auf das Wohlbefinden.

Partizipation und Kooperation können außerdem zu einer positiven ökologischen Entwicklung von

Team und Gesamtunternehmen beitragen. Diese ökologische Wirkung von partizipativen Arbeitsformen

ist unter anderem auf drei Aspekte zurückzuführen: Partizipative Arbeitsformen fördern

Diversität und Meinungsvielfalt, vor allem wenn in Innovationsprozesse auch Stakeholder außerhalb

der eigenen Organisation (Lieferkette, Kunden) eingebunden werden. Partizipative Strukturen können

Mitarbeitende weiterhin ermuntern, sich mit ihren individuellen Kenntnissen sichtbarer zu machen und

so auch Themen ins Arbeitsumfeld einzubringen, die zunächst außerhalb des engsten Arbeitsspektrums

liegen (life-work-spillover, zum Beispiel auch von „grünem“ oder sozial-ökologischem Engagement

im Privatleben). Aktuelle Studien zeigen außerdem, dass eine verbesserte Informationsverteilung im

Unternehmen umweltbewusstes Handeln unmittelbar fördert – unabhängig von der Branche.

Neue Führungskonzepte

Ein Führungskonzept, das von Neuen Arbeits- und Organisationskonzepten besonders häufig aufgegriffen

wird, ist das Modell des Shared Leadership. Shared Leadership umfasst die Verteilung von

Führungsaufgaben auf unterschiedliche Aufgabenträger, auch außerhalb der klassischen vertikalen

Hierarchie (zum Beispiel nach dem Expertenprinzip), ebenso wie die Dynamisierung von Führungsrollen

(zum Beispiel durch Rotation). Hinsichtlich der Nachhaltigkeitswirkungen von Shared Leadership

wird argumentiert, dass die Verteilung und Dynamisierung von Führung eine höhere Transparenz im

Unternehmen und damit eine Verantwortungskultur erzeugen, die dann der CSR-Performance des

Unternehmens zugute kommt. Außerdem kann verteilte Führung zu einer verbesserten Ausbalancierung

von Stakeholder-Interessen beitragen und dadurch mögliche sozial-ökologische Interessen von

Anspruchsgruppen stärker berücksichtigen.

Arbeiten in Neuen Raumkonzepten

braucht auch angemessene Rückzugsmöglichkeiten.

9


NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Agile Prozessgestaltung

Agile Ansätze wie Scrum (agile Projektmanagement-Methode), Lean oder Design Thinking ermöglichen

es, einerseits die Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen in ihrer Komplexität überhaupt zu

erfassen, andererseits aber auch, diese Komplexität durch Einfachheit, Visualisierung und Wiederholung

im Prozess handhabbar zu machen. Gerade durch die Berücksichtigung des Themas Nachhaltigkeit steigt

die Komplexität von Entwicklungsvorhaben; agile Methoden sind hier also besonders hilfreich. Agile

Methoden bewirken jedoch noch mehr. Sie verstärken die Elemente Neuer Arbeit, denn sie führen nicht

nur zu einer höheren Leistung bei komplexen Anforderungen, sondern ermöglichen (und erfordern)

gleichzeitig einen höheren Grad an Partizipation, Kooperation und verteilter Führung (temporäre Führung,

diversifizierte Führungsrollen). In vielen Unternehmen entsteht daher der Impuls zur Umsetzung

neuer Organisationsformen durch die Einführung agiler Prozesse in einzelnen Teams oder Abteilungen.

Für die Methode des Design Thinkings konnten wir außerdem in einem Forschungsprojekt zeigen,

dass zentrale Design-Thinking-Prinzipien per se nachhaltigkeitsorientiertes Arbeiten unterstützen.

Durch die Weiterentwicklung der Methode zum Design Thinking für Nachhaltigkeit (DTN; www.

nachhaltigkeitsinnovation.de) werden Nachhaltigkeitsfragen noch expliziter berücksichtigt und systematisch

in der Methode verankert. Der Einsatz von agilen Methoden wie DTN ermöglicht in einem klar

begrenzten Rahmen die Erprobung und Einübung von Kooperation und flexiblen Arbeitsformen und

fördert zugleich die wahrgenommene Selbstwirksamkeit sowie die Zufriedenheit von Mitarbeitenden.

Selbstwirksamkeit ist wiederum eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich die Mitarbeitenden für

soziale und ökologische Veränderungen im Unternehmen engagieren.

Agile Prozesse können also eine positive Transformation von Unternehmen fördern – sie bergen jedoch

auch Gefahren. Die aktuelle Forschung zeigt, dass agile Methoden dazu führen können, dass

die Bedürfnisse von Minderheiten und Genderfragen unberücksichtigt bleiben. Ein Grund dafür ist

die hohe Taktung der Methode sowie ihre Fokussierung auf konkret vorhandene Bedarfe. Hier gilt

es, agile Methoden so weiterzuentwickeln, dass Nachhaltigkeitsperspektiven im Prozessablauf immer

wieder systematisch aktualisiert werden – bei DTN geschieht dies, indem in jedem Prozessschritt explizit

Nachhaltigkeitschecks gefordert werden.

Digitales Arbeiten ermöglicht problemlos

eine globale Vernetzung.

Videokonferenzen reduzieren aufwändige

Geschäftsreisen und Meetings.

Sofa und Schreibtisch werden

abwechselnd genutzt.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Neue Arbeitsräume

Die Einführung von Konzepten Neuer Organisation geht in vielen Unternehmen mit einer Umgestaltung

der Büro- und Arbeitsräumlichkeiten einher, um die Transformation durch Material, Anordnung und

Ästhetik zu unterstützen. Hinsichtlich der Nachhaltigkeit solcher Bürokonzepte sind zwei Fragen

von Bedeutung: Wie können bei der Einrichtung neuer Arbeitsräume Nachhaltigkeitsgesichtspunkte

berücksichtigt werden? Und welche Nachhaltigkeitseffekte entstehen für die Mitarbeitenden bei der

Arbeit in neuen Räumen? Zur ersten Frage ist hier lediglich auf die vielfältigen Möglichkeiten nachhaltigen

Bauens und Einrichtens hinzuweisen, die gerade bei Neubauten berücksichtigt werden können.

Hinsichtlich der Wirkungen neuer Bürokonzepte auf die Mitarbeitenden sind die Ergebnisse der Forschung

gemischt: Um hier soziale Nachhaltigkeit und „Gute Arbeit“ zu gewährleisten, sind vor allem die Gestaltung

der Umstellungsphase, die Berücksichtigung von möglicher Lärmbelastung, Rückzugsmöglichkeiten

sowie natürliche Lichtverhältnisse ausschlaggebend. Zusätzlich zeigen Erfahrungen mit dem Konzept

des „shared office“, dass hierbei nicht-intendierte Effekte entstehen: Mitarbeiter, die vermehrt von zu

Hause aus und flexibler arbeiten, nutzen dort oft ergonomisch ungeeignete Plätze, verschieben und

erhöhen individuelle Arbeitszeiten mit negativen Auswirkungen auf die Balance zwischen Arbeit und

Freizeit und verursachen bisweilen sogar eine Erhöhung des Mobilitätsaufkommens.

Fazit

Die Betrachtung möglicher Interaktionen von Konzepten Neuer Arbeit/Organisation mit der Dimension

der Nachhaltigkeit ist hier notwendigerweise nur grob und ausschnitthaft. Es wurde jedoch deutlich,

dass einerseits wichtige positive Wechselwirkungen zwischen Nachhaltigkeit und Neuen Arbeitsformen

entstehen können, andererseits Nachhaltigkeitsdimensionen gezielt in Neue Arbeitskonzepte integriert

werden müssen. Neue Arbeitsformen sind also sicher eine Chance für die weitere nachhaltige

Entwicklung von Unternehmen – aber nur, wenn die Begeisterung für die neuen Konzepte nicht die

notwendige Sorgfalt und Achtsamkeit für die Nachhaltigkeitsdimension überlagert.

Prof. Dr. Susanne Blazejewski ist Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Nachhaltige

Organisations- und Arbeitsplatzgestaltung an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft. Zu ihren

Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Identitätsarbeit „grüner“ Mitarbeiter, Ermöglichungsstrukturen

für nachhaltiges Verhalten am Arbeitsplatz sowie nachhaltige Organisationsentwicklung.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Was bedeutet New Work für den deutschen

Mittelstand?

Von Alexander Holst, Rouven Fuchs, Dr. Yasemin Yazar und Patrick Specht, Accenture Strategy

Mit dem technologischen Wandel verändert sich unsere Arbeitswelt auf vielfältige Weise: Industrien

konvergieren, Arbeitsabläufe werden von Grund auf neu gedacht und das Wettbewerbsumfeld verändert

sich teilweise disruptiv. Digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz ermöglichen und erfordern

ein neues Modell der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, was dazu führt, dass sich die Anforderungen

an und gleichzeitig die Erwartungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an die

Arbeit ändern. In einer aktuellen Accenture-Studie gaben 84 Prozent der befragten Arbeitnehmer an,

von den Auswirkungen digitaler Technologien auf ihren Job begeistert zu sein; 66 Prozent zeigten sich

überzeugt, dass digitale Technologien die Qualität ihrer Arbeit verbessern werden. Dieser positive Ausblick

auf die neue Arbeitswelt stimmt optimistisch; eine chancenreiche zukünftige Arbeitswelt erfordert

aber, insbesondere für den deutschen Mittelstand, Anpassungsfähigkeit an schnelle Entwicklungen.

Diskrepanz zwischen geforderten und vorhandenen Kompetenzen der

Mitarbeitenden

Neue Technologien in Kombination mit sich verändernden Kundenerwartungen führen zu Verschiebungen

innerhalb der Wertschöpfungskette, vor allem in produzierenden Industrien: Indem die Automatisierung

kontinuierlich fortschreitet, gibt es immer mehr Bereiche, in denen neue Technologien

umfassende Produkt- und Prozessinnovation ermöglichen. Diese Veränderungen in Kombination mit

anderen ökonomischen Trends verschieben die geografische Nachfrage nach Arbeitsplätzen: Ursprünglich

aus Kostengründen ausgelagerte Produktionsarbeit in Niedriglohnländer wird zurückverlagert.

Laut einer Studie von Accenture in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos könnte

sich die Nachfrage nach Arbeitskräften wegen des Fokus auf maßgeschneiderte, kundenorientierte

Produkte und ein steigendes Serviceniveau in einigen Bereichen der Wertschöpfungskette um bis zu

39 Prozent erhöhen. Viele Unternehmen in den hoch entwickelten Ländern können bereits heute den

Bedarf an Facharbeitskräften nicht decken. Während im Zuge der Automatisierung weiterhin punktuell

Wie gut Design Thinking die Themen

Nachhaltigkeit, Keativität und Agilität

fördert, konnte die Agentur Protellus

eindrucksvoll auf der B.A.U.M.-Jahrestagung

„Digitalisierung und Nachhaltigkeit“

unter Beweis stellen. Immer

mehr Unternehmen setzen deshalb

auf diese innovative Methode.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Arbeitsplätze verloren gehen werden und die Angst vor einer technologiegetriebenen Arbeitslosigkeit

steigt, entstehen vor allem in den Bereichen Innovation und Design neue Arbeitsplätze. Somit besteht

für Unternehmen in Zukunft die Herausforderung darin, notwendige Veränderungen in der Belegschaftsstruktur

zu antizipieren, um der Diskrepanz zwischen heutigen und künftig erforderlichen Fähigkeiten

proaktiv und rechtzeitig über Personalentwicklungsmaßnahmen zu begegnen.

Was bedeuten die globalen Trends für den deutschen Mittelstand?

Digitale Entwicklungen beeinflussen die heutigen und zukünftigen Berufsbilder, von denen rund 60

bis 80 Prozent durch die Digitalisierung verändert werden. Ein Mangel an Facharbeitern sowie eine

Arbeitnehmerschaft, die teilweise um ihre Jobs fürchtet (28 Prozent der Arbeitnehmer ohne Bildungsabschluss),

verleitet in einigen Industrien dazu, Jobs zu sichern, anstatt sich mit gezielten Maßnahmen

auf die grundsätzliche Beschäftigungsfähigkeit und -relevanz („employability“) der Mitarbeitenden zu

fokussieren. Accenture identifizierte in einer groß angelegten Studie sechs Kompetenzfamilien, die

für die Arbeitswelt der Zukunft am wichtigsten sind: Beschäftigungsfähigkeit, technologische Fertigkeiten,

Kooperation, Kreativität und Problemlösung, Wachstumsdenken sowie fachliche Qualifikation

und Spezialisierung für die Jobs der Zukunft. Diese Herausforderungen betreffen den Mittelstand in

gleichem Maße wie Großunternehmen. Ein einzelnes Unternehmen des deutschen Mittelstands kann

diese Herausforderungen jedoch nicht alleine meistern. Vielmehr bedarf es eines Zusammenspiels aus

Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft, um Lösungen zu entwickeln, die bereits durch die Schulbildung

vorbereitet werden müssen. In diesem Zusammenhang fällt in Diskussionen mit Vertretern von Gewerkschaften,

Universitäten und Unternehmen sowie mit Regierungsvertretern immer wieder der Begriff

des lebenslangen Lernens. Das heutige föderale, staatliche Schulsystem in Deutschland ist teilweise

immer noch nicht darauf ausgelegt, der nächsten Generation die Fähigkeit des kontinuierlichen Lernens

zu vermitteln. Das sind denkbar schlechte Voraussetzungen, wenn man bedenkt, dass diejenigen, die

heute in den Arbeitsmarkt eintreten, im Verlauf ihres Arbeitslebens voraussichtlich bis zu fünf neue

Jobs erlernen müssen.

Die Zukunft ist geprägt von ökologischer und sozialer Verantwortung

Die digitale Veränderung bereitet den Unternehmen nicht nur Probleme, sondern bietet auch

neue Möglichkeiten, die kommenden Herausforderungen zu meistern. So können Unternehmen

computergestützt prognostizieren, welche Fähigkeiten sie wann und wo benötigen und in der

Mitarbeiterentwicklung moderne Lernformate erproben. Dabei gilt es nicht nur, neue Fähigkeiten zu

entwickeln, sondern auch, die Mitarbeiter zu binden. Dies geschieht, indem man Herausforderungen

bietet und die Kommunikation und Führung an die veränderten „Empfänger” anpasst. Insbesondere

gut qualifizierte Millennials brauchen Herausforderungen und ein neues Arbeitsumfeld. Hier spielt

auch der Begriff „Purpose“ eine Rolle. Mitarbeiter, aber auch Kunden und Lieferanten, wollen

einen sinnstiftenden, motivierenden „Purpose“ in einem Unternehmen, einer Marke oder einem

Produkt erkennen, der hilft, relevante menschliche Herausforderungen zu meistern – oft verbunden

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

mit ökologischen oder sozialen Aspekten wie dem Klimawandel, Ressourceneffizienz oder der

Verbesserung der menschlichen Gesundheit. Accenture Strategy hatte die DAX 30 Unternehmen zu

ihrem „Daseinszweck“ (Purpose) untersucht und dies festgestellt.

Aber für die gut qualifizierten Millennials geht es auch ganz konkret darum, kundenzentrierte Methoden

wie zum Beispiel Design Thinking anzuwenden. Dieser iterative Ansatz ist beim Start von Initiativen viel

entscheidender, als nach Perfektion zu streben, denn man übt dabei zu testen, zu lernen, schnell zu

scheitern und daraus schrittweise Erkenntnisgewinne für den gesamten Innovationsprozess zu ziehen.

Zukunftsfähige Führungskompetenzen sind gefragt

Die digitalen Veränderungen stellen aber nicht nur neue Anforderungen an die Mitarbeitenden, sondern

viel mehr noch an die Führungskräfte und die Personalabteilung. Die Fähigkeit, eine Organisation durch

andauernde Veränderungen zu steuern, die Individualisierung der Mitarbeiterführung, das Führen

multidisziplinärer Teams, datenbasierte Entscheidungsfindung, die Einbindung der Belegschaft in

Innovation – all dies sind Themen, mit denen sich Führungskräfte künftig verstärkt beschäftigen müssen.

Die bestehende Belegschaft kann durch den Aufbau von Ressourcennetzwerken zur schnellen Skalierung

und Umsetzung von Projekten unterstützt werden – beispielsweise durch ein Netzwerk von freien

Mitarbeitern, durch strategische Partnerschaften oder die Kooperation mit Partnerunternehmen und

Forschungsinstituten. Auch gilt es für die Personalabteilungen, sich im Kontext von „Purpose“ stärker

mit den Aspekten der unternehmenseigenen Corporate Responsibility oder Nachhaltigkeitsstrategie

auseinanderzusetzen.

Zusammenfassend bedeutet New Work für den deutschen Mittelstand: die Ausbildung agiler und

anpassungsfähiger Mitarbeitender, eine auf Fakten basierende Planung für eine unsichere Zukunft,

die Förderung der Mitarbeiterentwicklung sowie eine stärkere Verbindung zwischen Personal- und

CR-/Nachhaltigkeitsabteilung. Während diese Maßnahmen unmittelbar die aktive Arbeitnehmerschaft

betreffen, beinhaltet eine umfassende Lösung die Umsetzung von zukunftssicheren Bildungssystemen

und die Übernahme einer gemeinsamen sozialen Verantwortung.

Alexander Holst leitet den Bereich Strategy & Sustainability und unterstützt Klienten bei der Entwicklung und

Umsetzung von innovativen und zukunftsorientierten Geschäftsmodellen an den Schnittstellen Strategie, Technologie,

Mobilität, Energie und Stadt.

Rouven Fuchs leitet den Bereich Human Capital Strategy & Organization Transformation. Er ist spezialisiert auf

strategische Personal- und Organisationsentwicklungsthemen und leitet eine von Accenture‘s globalen „Workforce

of the Future“-Initiativen mit dem Weltwirtschaftsforum.

Dr. Yasemin Yazar und Patrick Specht arbeiten im Bereich Personal und Organisationsentwicklung zu den Themen

agile und digitale Organisationsformen und Bewertung der Unternehmensagilität.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Neue Arbeitswelten: Der Gewinner des

Best Office Awards

Von Daniel Hülemeyer, Hellmann Worldwide Logistics

Das Bürogebäude „Speicher III“ des Logistikdienstleisters Hellmann Worldwide Logistics beherbergt

ein innovatives Gebäudekonzept. Der ehemalige Getreidespeicher aus den 1930er Jahren wurde 2008

zum Bürogebäude umgebaut und von der Zeitschrift Wirtschaftswoche mit dem Best Office Award

ausgezeichnet. Was macht dieses Büro so attraktiv?

Die Mischung aus alter und neuer Bausubstanz verleiht dem Gebäude einen individuellen Charme und

symbolisiert darüber hinaus die lange Geschichte des Unternehmens. Gleichzeitig stellt vor allem die

Wiederverwendung der bereits vorhandenen Rohbaumasse einen besonders wichtigen ökologischen

Aspekt dar: 85 Prozent der vorhandenen Bausubstanz konnten erhalten bleiben, so dass Stahl und

Beton samt des damit verbundenen Energieaufwands zur Produktion eingespart werden konnten.

Neben einer modernen Erdwärmeheizung verfügt die Firmenzentrale über eine knapp 1.000 Quadratmeter

große Gründachfläche, die das Mikroklima nachhaltig verbessert und als Futterquelle für Vögel auf

dem Gelände dient. Das Beleuchtungskonzept setzt nicht nur auf den Einsatz von Energiesparleuchten

und LED-Lampen, sondern integriert auch eine Technik, die das Licht automatisch für alle Arbeitsbereiche

steuert und so für Energieeinsparung sorgt. Die großflächigen Fenster, ein Lichttunnel im Zentrum des

Gebäudes sowie die eingebaute Spiegeltechnik im gesamten Gebäude verbreiten zudem angenehmes

Tageslicht und reduzieren den Energieverbrauch künstlicher Lichtquellen.

Free Seating

Aktuell verfügt der „Speicher III“ in Osnabrück über 240 Arbeitsplätze, obwohl dem Bürogebäude

290 Mitarbeitende zugewiesen sind. Außendiensttätigkeiten und urlaubsbedingte Abwesenheiten

führen dazu, dass nie alle Mitarbeitende gleichzeitig vor Ort sind. So hat sich das Unternehmen für

ein „Free-Seating-Konzept“ entschieden: Jeder Mitarbeitende sucht sich in den offen gestalteten

Bereichen täglich aufs Neue seinen Arbeitsplatz aus – abhängig von thematischen Schwerpunkten

„Speicher III“, ein ehemaliger Getreidespeicher

aus den 1930er-Jahren,

wurde 2008 zum Bürogebäude umgebaut

und von der Zeitschrift Wirtschaftswoche

mit dem Best Office

Award ausgezeichnet. Gebäude und

Büro sind damit Botschafter für ein

außergewöhnliches Unternehmen.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

und Verfügbarkeit. Dies erlaubt projektbezogene Zusammenstellungen interdisziplinärer Teams und

verbessert so die Kommunikation innerhalb des Unternehmens. Dabei gibt es sowohl Bereiche, die

beispielsweise ausschließlich der IT mit ihren besonderen Anforderungen an den Arbeitsplatz vorbehalten

sind, aber auch Bereiche, die von Mitarbeitenden aller Teams genutzt werden können. Die offen

gestalteten „Free-Seating-Bereiche“ verzichten bewusst auf Raumtrenner, um den interdisziplinären

offenen Austausch zu fördern. Unterschiedliche Treffpunkte und Besprechungsecken schaffen die

Basis für kurzfristige, informelle Gespräche. Für konzentriertes Arbeiten, vertrauliche Gespräche oder

wichtige Telefonate gibt es in jeder Etage des Gebäudes individuell nutzbare Rückzugsmöglichkeiten,

Telefonboxen oder Denkzellen.

Durch die Nutzung moderner Technologien hat jeder Mitarbeitende innerhalb weniger Minuten sein

komplettes Büro auf- oder abgebaut. Tastaturen und Bildschirme an den Plätzen sowie leicht einstellbare

Tische und Stühle erlauben ein ergonomisch einwandfreies Arbeiten unter individuell komfortablen

Bedingungen. So können auch Besucher und insbesondere Kollegen aus anderen Niederlassungen

ohne großen Aufwand direkt einen Arbeitsplatz im „Speicher III“ beziehen.

Modern Digital Logistics Workplace

Die Einführung des Modern Digital Logistics Workplace (MDLW) hebt die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit

auf die nächste Stufe. Dieses System erlaubt nicht nur, dass sich im „Speicher III“ Arbeitsgruppen

ad hoc bilden können, sie können sich auch über Videotelefonie einfach und flexibel mit anderen –

auch internationalen – Standorten verbinden, an denen sich beispielsweise andere Ad-hoc-Gruppen

zusammengefunden haben. Gleichzeitig können so auch Dokumente an verschiedenen Standorten

parallel online bearbeitet werden. Die neue Technik ermöglicht es, hierzu wiederum einzelne Kolleginnen

und Kollegen an ihrem Arbeitsplatz oder im Home Office hinzuzuziehen. Der MDLW bietet die

notwendige Infrastruktur, um mit mobilen Geräten zu arbeiten, alle Daten und Informationen über

ein Portal erreichen zu können und dabei die Datensicherheit zu gewährleisten.

Der Traum einer papierlosen Spedition ist zwar noch nicht endgültig realisiert, dennoch reicht in der

Unternehmenszentrale je ein Multifunktionsgerät zum Drucken, Scannen und Kopieren pro Etage aus.

Die guten IT-Infrastrukturbedingungen erlauben einen hohen Digitalisierungsgrad: Sobald ein Dokument

einmal elektronisch zur Verfügung steht, gibt es im Zusammenhang mit dem Modern Digital

Logistics Workplace keine Notwendigkeit für verschiedene Kopien des gleichen Dokuments. Dies soll

das Druckaufkommen nochmals spürbar verringern.

Das im „Speicher III“ umgesetzte System dient mittlerweile als Modell bei der Realisierung neuer

Standorte, um das erfolgreiche Konzept vielfach verbreiten zu können.

Daniel Hülemeyer ist seit 2005 bei Hellmann Worldwide Logistics beschäftigt und seit 2011 als Managementbeauftragter

im Bereich QHSE (Quality, Health, Safety & Environment) für die Aufrechterhaltung der globalen

Zertifizierung, für interne Auditierung sowie das betriebliche Nachhaltigkeitsmanagement zuständig.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

„Ich freu mich auf‘s Büro“

Von Dirk Lixfeld, Commerzbank AG

„Ich freu mich auf‘s Büro“, so lautete in den 80er Jahren der Werbespruch eines bekannten Herstellers

von Fotokopierern. Das ist fast 40 Jahre oder mehr als eine Generation her. Es liegt auf der Hand, dass

mit diesem Spruch heute nicht mehr das gleiche Büro gemeint sein kann wie damals – oder doch? In

manchen Unternehmen kann man den Eindruck gewinnen, dass sich wenig getan hat. Büro, das ist

ein Raum mit einem Arbeitsplatz, wenn man Chef ist, oder mit nur zwei Plätzen, wenn man Glück hat,

wenn man wichtig ist oder beides. Hier verrichtet man werktäglich seine Arbeit. Lange Zeit entwickelte

sich nur die technische Ausstattung wie PC, Drucker und Telefon weiter; Tisch und Stuhl veränderten

sich allenfalls in Bezug auf Ergonomie, Farbe und Komfort.

Arbeitsplatz heute: flexible Orte für Kreativität, Konzentration und

Kommunikation

Was seit einigen Jahren in dem einen oder anderen Unternehmen passiert, kommt dagegen einer

Revolution gleich – auch bei der Commerzbank. Diese hat mittlerweile mehrere große Verwaltungsstandorte

und auch einen Vertriebsstandort umgebaut: Jeder Mitarbeitende kann dort jeden Arbeitsplatz

im Gebäude nutzen, so lautet die einfache Regel. Aus Gründen der Zuordnung zu einer Einheit gibt

es allerdings bestimmte Flächenbereiche, die der Einzelne priorisiert nutzen soll, seine sogenannte

Nachbarschaft.

Der Arbeitsplatz ist auch nicht mehr unbedingt ein Tisch und ein Stuhl – das kann zwar so sein, es

gibt aber auch viel spannendere Arbeitsorte wie Lounges, Hochtische und Boards – viele davon als

Segmente eines großen Raums eingerichtet. Jedes dieser sogenannten Raummodule hat eine spezielle

Eignung: Ein Think Tank bietet sich an für konzentrierte Einzelarbeit oder für den schnellen Austausch,

die Bench – ein Hochtisch – zum gemeinsamen Arbeiten mit Laptop im Sitzen oder Stehen, die Lounge

für Diskussionen bei einer Tasse Kaffee im Sitzen – auch mit Kunden oder Geschäftspartnern. Damit

ist der Arbeitsplatz so flexibel, wie die Mitarbeitenden ihn nutzen.

Die Commerzbank hat zudem eine Quote definiert, wie viele Menschen sich in ihrem smarten Arbeitsplatzkonzept

einen Arbeitsplatz teilen. Das Verhältnis reicht bis 10:7. Das bedeutet, zehn Menschen teilen

Flexible Arbeitsmöglichkeiten für

unterschiedliche Tätigkeiten sind

ebenso Teil einer neuen Bürokultur

wie eine Lounge oder Bar für den

kreativen Gedankenaustausch.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

sich sieben Arbeitsmöglichkeiten. Die Erfahrung zeigt, dass das gut funktioniert. Für das Unternehmen

entsteht so ein Effizienzvorteil, denn durch Termine beim Kunden, Qualifizierung, Urlaub, Krankentage

oder andere Abwesenheiten waren früher Büros manchmal tagelang leer. So etwas kostet Geld, viel

Geld, wenn man sich die steigenden Quadratmeterpreise der Immobilien in den großen Städten, aber

auch zunehmend überall anschaut. Zudem wird Energie verschleudert, denn Heizung sowie Lüftung

und Beleuchtung laufen auch in halb leeren Büros meist durch.

Mit der Umsetzung eines solchen Konzepts als neuer Bürostandard steht die Commerzbank nicht alleine

da: Immer mehr etablierte Firmen – vom Konzern bis zum Mittelständler – bauen ihre Verwaltungen

um. Die Einführung neuer agiler, zumindest aber kollaborativer[2] Arbeitsformen ist unaufhaltsam auf

dem Vormarsch. Es gilt, Wissen und Informationen zu teilen, schnell zu kommunizieren und Entscheidungen

zügig und transparent zu treffen. Kundenwünsche sollen direkt in die Produktentwicklung

einfließen und das Ergebnis soll wiederum dem Kunden vorgestellt werden, um dann mit ihm in die

nächste Iterationsschleife zu gehen. Teams bestehen in einer solchen Organisationsform aus Experten

unterschiedlicher Disziplinen, die räumlich eng zusammensitzen, ständig intensiv miteinander kommunizieren

und dabei ihre Themen und Tasks an Boards visualisieren. Büros mit festen Wänden würden

diesem Informationsfluss im Wege stehen und ihn massiv behindern. Es liegt also auf der Hand, die

begrenzenden Strukturen einzureißen und so im Raum und auch im Kopf Platz für das neue Arbeiten

zu machen. Hinzu kommt, dass die wenigen Millennials, die jetzt auf den Arbeitsmarkt kommen,

heiß begehrt sind und für sie Communities zum Alltag gehören – die wollen sie auch am Arbeitsplatz

erleben – vernetzt, visibel, informiert.

Change-Management: für den Kulturwandel der Arbeitsumgebung essenziell

So einfach es sich anhört – die Vorbereitung auf ein solches Arbeitsplatzkonzept verlangt einen guten

Change- und Kommunikationsprozess. Widerstände sind aufzubrechen. Für manche Mitarbeitenden

ist es zunächst schlicht nicht vorstellbar, keinen eigenen Schreibtisch mehr zu haben; auch persönliche

Dekoartikel passen nicht mehr ins neue Konzept. Der Tisch soll bei Abwesenheit sauber und leer sein,

so dass ein Kollege ihn nutzen kann. Eine intensive Vorbereitung ist daher im Vorfeld nötig.

Digitale Benches und kreative

Arbeitsbereiche mit beschreibbaren

Wänden unterstützen die agilen

Arbeitsformen

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Noch schwieriger ist es für Führungskräfte, für die das Einzelbüro noch ein Beleg für eine erfolgreich

verlaufende Karriere ist. Hier kommt das neue Arbeitsplatzkonzept einer Revolution gleich. Abends

nach dem ersten Informationsgespräch zur Einführung von New Work nach Hause zu fahren und dort

zu erzählen, dass man künftig weder ein Büro noch einen eigenen Schreibtisch mehr hat – das ist für

viele Manager keine leichte Kost. Doch die Zeiten ändern sich. Immer mehr Führungskräfte haben

verstanden, dass die Kultur sich weltweit verändert und unterstützen das Konzept. Viele werden in

der Einführungsphase des Konzepts sogar zu begeisterten Multiplikatoren und Vorbildern. „Wenn

ich das gut finde und meine Mitarbeiter davon überzeugen möchte, dann muss ich das doch selbst

auch leben“, lautet die einfache Botschaft. Und die Effekte, die sich ergeben, wenn der Chef einfach

mal nebenan sitzt, sind beachtlich: Es entsteht ein starkes Teamgefühl; außerdem bekommt man

gegenseitig mit, welche Themen gerade aktuell sind, und das schafft echte und gelebte Transparenz.

Die direkte, schnelle Kommunikation ist möglich. Vorteile, von denen Mitarbeitende, Führungskräfte

und damit auch das Unternehmen profitieren: Der Slogan „Ich freu mich auf‘s Büro!“ ist also

aktueller als je zuvor.

Dirk Lixfeld begleitet seit 2015 als Change-Manager im Immobilienmanagement der Commerzbank die

Entwicklung und Einführung neuer Arbeitsplatzkonzepte. Der Diplom-Kaufmann war zunächst für die internen

Online-Medien, später für die Mitarbeiterkommunikation der Dresdner Bank verantwortlich. Nach dem

Zusammenschluss von Dresdner Bank und Commerzbank war er Leiter der Personalentwicklung in einer Group-

Services-Einheit. Heute unterstützt der ausgebildete Scrum-Master den Wandel der Commerzbank zu einem

digitalen Technologieunternehmen.

Freie Arbeitsplatzwahl und offene

Arbeitsbereiche fördern die flexible

Zusammenarbeit und den Austausch

im Team

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Das Sein bestimmt das Bewusstsein

Arbeitsumgebung beeinflusst Unternehmenskultur

Von Oliver Eitel, Haworth SE

Was, glauben Sie, ist ein Erfolgsfaktor von Unternehmen der Zukunft? Das Produkt? Die Lage? Die Geschichte?

Oder die Mitarbeitenden? Die Boston Consulting Group befragte über 1.000 Führungskräfte

und Mitarbeitende aus 40 Ländern – und das Ergebnis war eindeutig: Die Mitarbeitenden stehen im

Fokus des Unternehmenserfolgs. Doch eines ist sicher: Nur Unternehmen, welche agil arbeiten und

die geeigneten Rahmenbedingungen bieten, können Know-how langfristig binden.

Know-how gewinnen und binden

Mitarbeitende wünschen sich ein Arbeitsumfeld, das sowohl Kreativität als auch Effektivität unterstützt.

Junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind deutlich flexibler in den Gehaltsverhandlungen, wenn

das Umfeld passt. Ein Kicker oder Billardtisch in der Firma ist eine Sache; damit hat man aber noch

keinen Pitch gewonnen. Der Raum als Werkzeug, der Mitarbeitende dazu befähigt und motiviert, ihr

volles Leistungsspektrum abzurufen – das gilt heutzutage als Rahmenbedingung. Doch nicht jeder, dem

man einen Hammer in die Hand drückt, wird gleich ein guter Handwerker. Und ebenso bedarf es der

richtigen Arbeitsweisen, das Werkzeug „Raum“ richtig einzusetzen. Die vielen Methoden, die unter

dem Begriff „New Work“ zusammengefasst sind, sind auch nicht immer sinnvoll. Eine Veränderung

der Unternehmenskultur ist ein heikler Prozess, der lange dauern kann und für den man sich auch die

richtigen Experten an die Seite nehmen sollte.

Mut zur Unvollkommenheit

Nehmen wir als Beispiel die Methode des Design Thinkings. Dieses Werkzeug zu nutzen, erfordert den

klaren Willen, etwas verändern zu wollen. Denn es bedeutet auch, „unfertige“ Produkte im Markt

zu testen und durch wiederholte Entwicklungsschleifen das Produkt konstant zu verbessern. Hat man

nun ein Team, das Design Thinking beherrscht, hat dafür aber nicht das geeignete Arbeitsumfeld, das

flache Hierarchien und Teamarbeit unterstützt, wird es schwer, diese Arbeitsweise auf Dauer zu fördern.

Der Tagesverlauf im New Work

ist nicht mehr streng abgegrenzt

zwischen Freizeit und Arbeitszeit.

Vielmehr erlauben flexible Arbeitszeitregelungen

und vor allem digitale

Geräte eine fließende Verbindung

aller Lebensbereiche.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Umgekehrt reicht eine Veränderung der Arbeitsräume alleine nicht aus, Design Thinking langfristig zu

etablieren. Eine räumliche und gestalterische Veränderung ist somit ein erstes und klares Zeichen des

Unternehmens in Richtung der Mitarbeitenden: Es tut sich was; Veränderung ausdrücklich erwünscht.

Das kann wichtige Impulse setzen und langfristig Einfluss auf die Unternehmenskultur haben – vor

allem in der Außenwirkung. Denn das Wort der Mitarbeitenden trägt weit und macht diese zu Markenbotschaftern

außerhalb der Arbeitswelt. Das führt dazu, dass agile Unternehmen für Kunden, aber vor

allem für Fachkräfte interessant werden. Sich als innovatives Unternehmen über die Produkte hinaus

zu positionieren, führt mittelfristig zur Gewinnung von jungen und erfahrenen Talenten. Und genau

deren Know-how ist das Gold der Gegenwart, das nachhaltig zum ökonomischen Erfolg beiträgt.

Flexible Arbeitsformen – Vorteile für alle

Flexible Arbeitsformen führen häufig zu Home-Office-Regelungen. Viele Unternehmen haben sich

über Jahre dagegen gewehrt. Die Vorteile sind aber nicht mehr wegzureden. Zum einen ermöglicht

es Mitarbeitenden deutlich mehr Flexibilität in der Gestaltung ihrer Arbeitswelt und bringt diese in

Einklang mit privaten Herausforderungen. Junge Familien kämpfen schließlich oft mit Kita-Abholzeiten

versus Präsenz am Arbeitsplatz.

Zum anderen rückt der ökologische Fußabdruck immer mehr in den Fokus. So verringern Home-Office-

Lösungen die Zahl der Pendler und geben Unternehmen mehr räumlichen Spielraum. Nicht mehr jeder

Quadratmeter muss dadurch ein klassischer Arbeitsplatz sein. Immer häufiger finden Lounges und Co-

Working-Bereiche in den Firmen ihren Platz. Ein Kunde des Büromöbelausstatters Haworth zum Beispiel

sendet seinen Mitarbeitenden dank smarter Sensoren an den Arbeitsplätzen morgens eine Nachricht

auf das Smartphone, wenn die Auslastung der Arbeitsräume kritisch ist, und bietet ihnen an, im Home

Office zu bleiben. So können Raum- und Personalressourcen geplant und clever eingesetzt werden.

Nachhaltig, ökologisch und sozial verträglich

Nachhaltig, ökologisch und sozial verträglich können sich Unternehmen schon heute mit diesen Mitteln

auf die Arbeitswelt der Zukunft vorbereiten. Es bedarf dabei der Erkenntnis, dass sich etwas verändert,

und der Bereitschaft, mit diesen Veränderungen mitzugehen und sich mit den richtigen (human) Ressourcen

auch darauf vorzubereiten. Schon bei fast 40 Prozent aller Unternehmen in Deutschland ist

Home Office mittlerweile üblich. Der amerikanische Büromöbelhersteller zum Beispiel beschäftigt 30

Prozent aller deutschen Mitarbeitenden im Home Office – natürlich immer mit der Option, einen der

eigenen Standorte zu nutzen, um sich mit Kollegen oder Kunden auszutauschen – so ganz offline.

Denn der Austausch von Ideen und Erfahrung, das Netzwerken unter Kollegen und ein gemeinsamer

Kaffee sind doch im echten Leben noch am besten.

Oliver Eitel ist Marketing Manager für Haworth in Deutschland und der Schweiz. Auf seinen bisherigen Stationen

war er als Spezialist für Digitalisierung und neue Arbeitsformen tätig. Der digitale Wandel hat sein berufliches

Leben geprägt – als Berater für Verlage wie F.A.Z. oder als Marketing Manager der Bewertungsseite Yelp.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Mit „Working Out Loud“

fit für den digitalen Wandel

Von Katharina Krentz und Bernhard Schwager, Robert Bosch GmbH

Rund ein Drittel ihrer Arbeitszeit verbringen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland

mit Austausch und Zusammenarbeit, zunehmend in virtuellen Netzwerken. Doch für eine effiziente

Zusammenarbeit müssen technische, organisatorische und kulturelle Rahmenbedingungen stimmen.

Andernfalls sind Mitarbeitende frustriert, steigen Burnout-Risiken und die Produktivität kann leiden.

Virtuelle Expertennetzwerke

Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch entwickelt Produkte und Dienstleistungen

für die vernetzte Welt, beispielsweise die Smart City. Dazu ist die Zusammenarbeit über Bereichs- und

Unternehmensgrenzen, der Austausch von Wissen sowie der Zugang zu Institutionen und Personen,

zu denen man bisher keinen Kontakt hatte, erforderlich. Kurzum: In einer vernetzten Welt ist ein

Schlüssel zum Erfolg eine agile Arbeitsorganisation mit aktiven Expertennetzwerken, in denen sich

Kollegen gegenseitig beraten, unterstützen und voneinander lernen. Um das Potenzial der vernetzten

Zusammenarbeit zu erschließen, benötigen die Mitarbeitenden nicht nur die entsprechenden Fähigkeiten,

sondern auch eine moderne technische Ausstattung. Daher hat Bosch 800 Millionen Euro in IT-Lösungen

für den Arbeitsplatz der Zukunft investiert. Um die abteilungs- und geschäftsbereichsübergreifende

Kommunikation zwischen Mitarbeitenden zu fördern und zu erleichtern, haben alle Mitarbeitenden

weltweit Zugriff auf „Bosch Connect“, eine unternehmensinterne Social Business Plattform. Hier kann

jeder themenbasierte Communities erstellen, um mit Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt

zu diskutieren. Außerdem nutzt Bosch als eines der ersten Großunternehmen weltweit das Working

Out Loud (WOL) Circle-Programm, um Mitarbeitende zu vernetzen und ihre Fähigkeiten zur digitalen

Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

So schaut Zukunft aus: Die eigene

Arbeit mit WOL sichtbar machen,

sich zielgerichtet vernetzen und

mit- und voneinander lernen.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Grundprinzipien von WOL

Working Out Loud“ bedeutet so viel wie „mache deine Arbeit sichtbar und teile dein Wissen und

deine Erfahrungen“. WOL ist ein Peer Coaching Programm, bei dem die Teilnehmenden in sogenannten

WOL Circles, die aus vier bis fünf Mitarbeitenden bestehen, über zwölf Wochen ein selbst gewähltes

Ziel erreichen und dabei gemeinsam diverse Aufgaben lösen. WOL ist in den Arbeitsalltag integriert,

denn vernetzt zu arbeiten, wird am besten erlernt, indem man es tut.

Während des Programms bauen die Mitarbeitenden gezielt ein persönliches Expertennetzwerk auf und

nutzen sowohl externe Social-Media-Kanäle als auch „Bosch Connect“. Sich zu vernetzen bedeutet

aber nicht, wahllos Kontakte zu sammeln, sondern eine zielgerichtete Vernetzung mit Experten und

stabile Beziehungen aufzubauen, die bei spezifischen Fragestellungen unterstützen. WOL unterstützt mit

einer Reihe praktischer Techniken, um die Anforderungen im Alltag geeignet umzusetzen. Gleichzeitig

verinnerlichen die Teilnehmer neue Verhaltensweisen wie beispielsweise Wissen zu teilen, Feedback

zu geben, aber auch Feedback für die eigene Arbeit zu nutzen. So entwickeln und verbessern die

Mitarbeitenden ihre Fähigkeiten zur Zusammenarbeit und zum selbstbestimmten Lernen. Working Out

Loud wird damit zu einer Schlüsselqualifikation in einer vernetzten Arbeitswelt und fördert außerdem

die Arbeitseffizienz, das Zusammengehörigkeitsgefühl und auch die Innovationsorientierung der Mitarbeitenden,

wie die Deutsche Social Collaboration Studie 2017 zeigt.

Die fünf Kernelemente von Working Out Loud nach John Stepper sind:

• Beziehungen (Relationships): nachhaltige Beziehungen aufbauen, die helfen und Mehrwert stiften.

Allerdings nicht nach dem klassischen Networking-Prinzip („Eine Hand wäscht die andere“), sondern

in dem Sinne, dass man selbst sinnvoll zu etwas beiträgt, damit auch beim anderen ein Mehrwert

aus der Beziehung entsteht.

• Sichtbare Arbeit (Visible Work): die eigene Arbeit sichtbar machen, aber in einer Art und Weise,

dass sie als wertvoller Beitrag für das Netzwerk dient und nicht der reinen Selbstdarstellung.

• Großzügigkeit (Generosity): Wissen teilen, aber nicht um eine Gegenleistung zu erwarten, sondern

um etwas Konstruktives beizutragen und damit das Netzwerk nachhaltig zu stärken.

Internationale Beteiligung und

Diversität ist ein zentraler Baustein

bei den Bosch WOL Circles. Die

Treffen finden sowohl persönlich

als auch virtuell statt.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

• Wachstumsorientiertes Denken (Growth Mindset): Die Welt ist voller Möglichkeiten! Bei WOL geht

es darum, immer offen und neugierig an die Dinge heranzugehen und so die vielfältigen Möglichkeiten

zu entdecken, die uns dem Ziel näherbringen.

• Zielgerichtetes Entdecken (Purposeful Discovery): Dadurch, dass ein individuelles Ziel gewählt wird,

richtet man seine Aktivitäten gezielt darauf aus: Welche Ressourcen benötige ich? Wie und was

kann ich beitragen, um dem Ziel näherzukommen und etwas dabei zu lernen?

Erfahrungen bei Bosch mit WOL

Bosch befindet sich – wie andere Unternehmen auch – in einem Transformationsprozess. Der digitale

Wandel verändert nicht nur Märkte, sondern auch die Arbeitswelt. Es ist daher wichtig, dass sich die

Mitarbeitenden mit ihren Ideen und ihrer Expertise einbringen – unabhängig von Hierarchie, Funktion

oder Kultur. WOL unterstützt eine Lernkultur, die heute für den Wandel benötigt wird, und passt gut

zu den neuen Führungs- und Zusammenarbeitsgrundsätzen „We LEAD Bosch“.

Das Stuttgarter Unternehmen entwickelte WOL gemeinsam mit seinem Erfinder John Stepper weiter

und startete bereits 2015 die ersten WOL Circles. Mittlerweile haben bereits mehr als 2.000 Bosch-

Mitarbeitende aus über 52 Ländern teilgenommen; aktuell startet der 520ste Circle (Stand November

2018). Gemeinsam mit anderen Unternehmen hat Bosch zudem die WOL Community of Practice (WOL

CoP) ins Leben gerufen, um die Methode weiterzuentwickeln und möglichst vielen Unternehmen

zugänglich zu machen. Dafür erhielten das Unternehmen und die WOL CoP-Mitglieder den deutschen

HR Excellence Award 2017 in der Kategorie „Mitarbeiterengagement und Collaboration“.

Katharina Krentz, seit 2005 bei Bosch, konzentriert sich seit 2012 auf das Thema New Work mit Fokus auf virtueller

Zusammenarbeit, Mitarbeitervernetzung, Digital Collaboration Plattform und kulturellen Wandel. Sie ist unter

anderem als Chief Corporate Community Manager und Working Out Loud Initiator unterwegs und unterstützt

die Unternehmensgruppe weltweit in der Digitalen Transformation.

Bernhard Schwager ist Leiter der Geschäftsstelle Nachhaltigkeit. In dieser Funktion ist er Ansprechpartner für die

diversen Stakeholder und treibt Nachhaltigkeitsthemen voran. Dazu vertritt er das Unternehmen in nationalen

und internationalen Organisationen und ist Autor beziehungsweise Mitautor verschiedener Bücher und Artikel.

Jeder Circle Teilnehmer bearbeitet

sein eigenes Lernthema mit

Hilfe eines dafür aufgebauten

Netzwerks, der Circle unterstützt

mit Peer-Support und Feedback.

Mit Begeisterung im Team springt

garantiert der Funke über.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Culture Clash?

Traditionsunternehmen in Coworking-Spaces

Von Johannes Hauke, Mindspace Hamburg

Büroalternative, Arbeitsplatz der Zukunft, flexible Büros – für Coworking gibt es viele Begriffe. Was vor

einigen Jahrzehnten als Lösung für Freelancer und junge Start-ups startete, ist mittlerweile zu einem

globalen Trend geworden. Aktuell arbeiten weltweit mehr als eine Million Menschen in Coworking-

Spaces und die Zahl wächst stetig weiter. Heutzutage nutzen auch große Unternehmen Coworking für

ihre Bedürfnisse und schicken oftmals ganze Abteilungen, bestehend aus hunderten Mitarbeitenden, in

Coworking-Spaces. Zunehmend nutzen Unternehmen Coworking-Spaces auch als Innovationszentren

oder als Zweigstellen. Was aber macht Coworking so attraktiv für Traditionsunternehmen und wie

können sie von dieser Form des „New Work“-Ansatzes profitieren?

Vernetzung ist alles

Die Gründe, die für Coworking sprechen, sind vielfältig. Coworking zeichnet sich durch den Austausch

zwischen den Mitgliedern aus, gefördert durch offene Räumlichkeiten, wie Lounges und Gemeinschaftsküchen,

sowie durch Networking-Events. Neben der Veranstaltung interner Events laden viele

Coworking-Anbieter auch externe Partner zu Veranstaltungen ein. Dadurch finden neue Mitarbeiter

schnell Anschluss im lokalen Ökosystem und können sich professionell vernetzen. Durch den informellen

Austausch während eines Arbeitstages können neue Kooperationen und Partnerschaften entstehen, die

sonst nicht möglich wären. Die Erfahrung zeigt, dass Mitarbeitende von Traditionsunternehmen, die neu

in einen Coworking-Space kommen, den Austausch mit anderen Unternehmen und Coworkern bald

sehr schätzen und ihn vielfach nutzen, um neue Sichtweisen kennenzulernen und Ideen auszutauschen.

Coworking-Anbieter wie Mindspace ermöglichen mit ihrem Hybrid-Modell, das aus einer Mischung aus

offenen Flächen und Einzelbüros besteht, eine optimale Arbeitsumgebung für verschiedenste Bedürfnisse.

Teams, die an vertraulichen Projekten arbeiten oder neben den offenen Gemeinschaftsflächen in Ruhe

und konzentriert arbeiten wollen, können sich bei diesen Hybrid-Modellen in Einzelbüros zurückziehen

und sind trotzdem Teil einer Community. Dieser Ansatz verbindet damit das Beste aus beiden Welten.

In Coworking-Spaces ist Party genau

so angesagt wie intensives Arbeiten.

So wird der Platz in teuerster Lage

intensiv genutzt und Büros werden

zu Erlebniswelten, die man mit

Freude und Spaß nutzt.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Innovation fördern und Mitarbeitende motivieren

Coworking ist gelebte Zukunft der Arbeit. Neben der Vernetzung mit anderen Unternehmen fördert

die einzigartige Atmosphäre in Coworking-Spaces Innovation und Produktivität. Das Design vieler

Coworking-Anbieter ist darauf angelegt, zu inspirieren und Räumlichkeiten zu bieten, die neue Ideen

und Kreationen anregen. Vor allem Produkt- und Innovationsteams großer Unternehmen profitieren

davon und können aus der alten, traditionellen Unternehmensstruktur und Denkweise ausbrechen.

Das Büro als Kündigungsgrund

Auf dem umkämpften Arbeitsmarkt, vor allem in Großstädten, ist es schwierig, Top-Talente zu finden

und langfristig zu halten. Einzelne Faktoren, wie die Lage des Büros und die Attraktivität des Arbeitsplatzes

können den entscheidenden Unterschied ausmachen. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage von

Mindspace zeigt, dass fast jeder sechste Deutsche (13 Prozent) und sogar jeder fünfte Millennial (18,4

Prozent) einen potenziellen neuen Job aufgrund des schlechten Büro-Designs und der -Ausstattung

abgelehnt hat. Für jeden Zehnten (10,8 Prozent) aus der Generation Y war das Büro-Design sogar

schon einmal ein Kündigungsgrund.

Ein weiterer, besonders attraktiver Coworking-Vorteil für Unternehmen ist die Kostenersparnis. Denn

Unternehmen unterschiedlichster Größe können je nach ihren Bedürfnissen Räumlichkeiten in Coworking-Spaces

mieten und ihre Teams jederzeit flexibel einteilen. Die Mitglieder von Coworking-Spaces

sind also Teil der Sharing Economy und profitieren von unschlagbar niedrigen Kosten: Im Vergleich zu

einem herkömmlichen Büro sparen sie 20 bis 40 Prozent ihrer Ausgaben. Dabei sind die Mitgliedschaften

oftmals „All-inclusive-Pakete“ und umfassen neben der kompletten Einrichtung alle Steuern und

Reinigungskosten, Internetanschluss, Kaffee, Snacks, Druckernutzung und weitere Kostenvorteile im

Vergleich zu traditionellen Büros.

Diese Vorteile von Coworking sind offensichtlich und zahlreich. Unternehmen, die diesen Trend

bereits erkannt haben und der weltweiten Coworking-Community von Mindspace angehören,

sind unter anderem Microsoft, Yahoo, Agoda, Spotify, Expedia und Samsung. Sie nutzen die Büros

der Zukunft, um agil und produktiv zu arbeiten. New Work, und damit auch Coworking, ist alles

in allem für traditionelle Unternehmen die Chance, die Zukunft der Arbeit zu erleben und für ihre

Zwecke zu nutzen.

Johannes Hauke ist Senior Community Manager bei Mindspace. Der Hotelfachmann und Betriebswirt arbeitete

in der Hotellerie und im Eventbereich in New York, München und Hamburg. Seit eineinhalb Jahren leitet er nun

eine sehr abwechslungsreiche und passionierte Community aus Mitgliedern verschiedener Branchen.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Nicht Chef, sondern Fußballcoach

Interview mit Ali Mahlodji, WHATCHADO

Ali Mahlodji, eigentlich ein Fehler im System: Flüchtling, Schulabbrecher,

über 40 Jobs – von der Putzhilfe bis zum Manager, bis

hin zum Lehrer, Gründer und Chief Storyteller von WHATCHADO,

EU-Jugendbotschafter, EU Ambassador for the New Narrative und

seit 2018 Trendforscher beim Zukunftsinstitut und Autor des Work

Report 2019.

Herr Mahlodji, zusammen mit dem Zukunftsinstitut haben Sie den Work Report 2019 veröffentlicht, in

dem Sie sich mit dem Thema New Work beschäftigen. Was macht für Sie New Work aus?

Bei New Work geht es ganz stark darum, sich die Arbeit nicht mehr aus der Perspektive der Tätigkeiten

anzusehen oder nach den Anforderungen der Wirtschaft, sondern sich auf die Potenziale der Menschen

zu konzentrieren. Das bedeutet, zu fragen: Wie schaffen wir es, dass in einem Unternehmen, in dem

zum Beispiel 100 Menschen arbeiten, die Entscheidungen der Zukunft nicht nur von einem Management

abhängen, das vielleicht aus 10 bis 15 Personen besteht? Wie können wir außerdem nicht nur

effizienter und produktiver arbeiten, sondern es auch schaffen, dass auch die Mitarbeiter zufriedener

sind, die Fluktuation abnimmt und die Menschen sich entwickeln?

Ist New Work eine große Herausforderung für traditionelle Unternehmen? Und machen Start-ups per

se alles richtig?

Auch viele Start-ups klagen darüber, dass ihre Mitarbeiter nicht flexibel sind in ihrem Denken. Das liegt

auch an unserem stark verschulten Ausbildungssystem und an unserer Einstellung zu Fehlern. In der

westlichen Welt gilt immer noch: Wenn du gute Noten möchtest, musst du null Fehler machen, das

heißt, das umsetzen, was ein anderer von dir will, ohne es zu hinterfragen. So etwas benötigt kein

traditionelles Unternehmen und schon gar kein Start-up.

Traditionelle Unternehmen tun sich allerdings schwer mit New Work, aber nicht nur wegen der Mitarbeiter,

sondern oft auch wegen der Führungskräfte, die nicht verstanden haben, was es bedeutet, Menschen zu

begleiten. Für traditionelle Unternehmen ist New Work aber allein schon deshalb eine größere Herausforderung,

weil die Masse, die es zu bewegen gilt, viel, viel größer ist als bei einem Start-up.

Im Report sprechen Sie von „Playful Work“ und „kreativem Nichtstun“. Welche Rahmenbedingungen

muss ein Unternehmen schaffen, um das Kreativitätspotenzial der Mitarbeitenden zu nutzen?

Es gibt immer noch Führungskräfte, die sagen, meine Mitarbeiter sind nicht kreativ, die können dieses

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

oder jenes nicht. Wenn man sich aber Kinder ansieht, wenn sie beginnen zu zeichnen: Sie zeichnen

Häuser in den buntesten Farben und sogar mit runden Fenstern. Bis ihnen irgendwann ein Erwachsener

sagt: Fenster sind viereckig; zeichne Fenster viereckig! Das bedeutet: Wenn ein Erwachsener tut, was

ein Kind normalerweise macht, nennen wir das kreativ und vergeben einen Oscar, wenn es ein Kind

macht, sagen wir: Hör auf damit! Hier müssen auch Führungskräfte verstehen, wohin es führt, wenn

wir den Menschen immer sagen, wie Dinge sein sollen.

Playful Work bedeutet, Umgebungen zu schaffen, in denen man offen diskutieren kann und nicht

immer das Gefühl hat, wir müssen jetzt die richtige Antwort finden. Es geht darum, dass man, wenn

man über neue Konzepte nachdenkt, es aushalten kann, dass vielleicht auch nichts rauskommt oder

Lösungen rauskommen, bei denen der erste Versuch gleich zeigt: Das funktioniert nicht. Dieses Leben

von „Trial and Error“ – wir probieren aus und entwickeln uns dadurch weiter und sind stolz darauf –

hilft Mitarbeitern, ihre Kreativitätspotenziale zu nutzen und Denkbarrieren abzubauen.

Wir wissen ja selbst: Die besten Ideen kommen unter der Dusche. Kognitiv kommen wir mit Problemen

oft nicht weiter, denn unser Gehirn benötigt Zeiten der Regeneration, um alle Einflüsse zu verarbeiten

und wieder kreativ sein zu können. Kreatives Nichtstun bedeutet auch, dass man einfach mal rausgeht,

spazieren. Wenn ein Mitarbeiter Zeit braucht zum Nachdenken, dann sollte der kein schlechtes

Gewissen haben, sondern sagen: Hey, ich geh jetzt mal 20 Minuten raus zum Nachdenken. Und alle

im Raum sagen: Klar, das gehört ja genauso zur Arbeit. Diese Kombination von kreativem Nichtstun

und Playful Work geht aber nur, wenn Führungskräfte das auch wirklich vorleben.

Als EU-Jugendbotschafter kommen Sie laufend in Kontakt mit jungen Menschen. Was ist kennzeichnend

für die Generationen Y und Z?

Heutige Jugendliche sind in eine Welt hineingeboren worden, von der die Großelterngeneration geträumt

hat. Diese Jugendlichen hören aber gleichzeitig immer von Eltern und Großeltern: Euch soll es

mal besser gehen als uns. Das ist vom Lebensstandard her fast unmöglich und ein riesiger Druck für

junge Menschen. Gleichzeitig hören sie aber auch: Ihr könnt alles haben. Und sie lernen nicht mehr,

geduldig zu sein

Dann kommt diese Generation an einen neuen Arbeitsplatz, hat zuvor alles gemacht, was man von

ihr erwartet hat und will sich dann dort innerhalb von einem Jahr komplett verwirklichen. Weil man

ihnen ja gesagt hat: Ihr könnt alles haben und zwar sofort. Durch Social Media haben sie erfahren,

Kicker, Flipper, Sofas und eine Bar

gehören zum guten Ton in einer

modernen Büroumgebung. Sie sind

jedoch noch lange nicht Garanten

für eine wirklich agile Arbeitskultur

des Unternehmens.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

dass alle ein tolles Leben haben. Sie haben erfahren: Wenn du etwas bestellst, hast du es innerhalb

von 24 Stunden. Willst du deinen Lieblingssong hören, kannst du das jetzt sofort auf Spotify oder

YouTube – kostenlos. Dieses Jetzt und Hier und Sofort schlägt sich in Organisationen aber relativ

negativ um.

Was müssen Unternehmen jungen Mitarbeitetenden bieten?

Es geht gar nicht darum, was muss ich bieten, sondern wie sehr verstehe ich deren Lebenswelt und

lass mich darauf ein. Als ich ein Kind war, habe ich noch gehört „lebenslanger Job“. Ein Jugendlicher,

der heute die Schule fertig macht, wird bis zum Eintritt in die Rente über zehn verschiedene Anstellungsverhältnisse

haben.

Gleichzeitig ist die Flut der Informationen und Möglichkeiten gestiegen. Wir haben heute auf der Welt

über 100.000 Berufsbezeichnungen von denen es die Hälfte vor zehn Jahren nicht gab. Und 65 Prozent

der Jobs, die wir in zehn Jahren machen werden, existieren noch nicht. Wenn ein junger Mensch also

sagt, „ich weiß nicht, was ich in zehn Jahren machen werde“, dann sollten wir ihm kein schlechtes

Gewissen machen, sondern ihn animieren, seinen Job selbst zu finden.

Wenn wir das verstehen, wenn wir uns auf die Lebenswelt der jungen Generation einstellen, dann

verstehen wir auch: Denen sind Geld und Sicherheit nicht mehr so wichtig. Und diese Jugend braucht

Sinn. Wer es schafft, Sinn in das Unternehmen zu bringen, den Leuten klar zu machen: Du arbeitest

vielleicht nur vier oder fünf Jahre bei uns, aber aus diesem oder jenem sinnvollen Grund solltest du die

Zeit bei uns verbringen – wer das vermitteln kann, den jungen Menschen mit Wertschätzung entgegentritt

und sie auf Augenhöhe behandelt, der ist klar im Vorteil.

Das heißt, junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlangen eine andere Art von Personalführung?

Worauf müssen sich Führungskräfte künftig einstellen?

Ja, sie verlangen eine andere Art von Personalführung, und zwar nicht mehr Führung im alten Sinn

von „ich gebe vor und du machst“, sondern sie wollen begleitet werden. Ein Fußballcoach, der in der

Champions League spielen möchte, der muss ganz genau wissen, welcher seiner Spieler in welchem

Bereich gut ist. Also jemand, der links gut spielt, den wird er niemals rechts hinstellen. Er schwört die

Mannschaft auf den Sieg ein, aber er kann nicht aufs Spielfeld laufen und selber mitspielen. Und das

ist die Art von Führung, die Jugendliche wollen: kooperativ, co-kreativ, auf Augenhöhe. Dennoch geht

es natürlich nicht darum, alles zu machen, weil‘s die Jugend will. Es geht darum, eine gute Balance

zu finden, den Jugendlichen klar zu machen: Wir haben Verständnis und gemeinsam erarbeiten wir

uns das Ganze.

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Kulturwandel 4.0 als hierarchie unabhängiger

Transformationsprozess

Von Dr. Johannes Merck, Otto Group

Wir leben in spannenden Zeiten. Die Digitalisierung – wahrscheinlich der größte Umbruch in der Geschichte

der Menschheit seit der Renaissance – hat gerade erst begonnen. Die Welt rückt zusammen,

wird mit Computer und Smartphone vernetzter. Das birgt fantastische Möglichkeiten, aber auch große

Veränderungen, die es zu meistern gilt.

Die digitale Revolution stellt nicht nur herkömmliche Geschäftsmodelle und Produktionsverfahren in

Frage, sondern auch die Welt, so wie wir sie heute noch kennen. Viele Entscheider in Industrie und

Wirtschaft stehen in ihrer Innovations- und Produktstrategie vor der fundamentalen Frage, welchen

Entwicklungspfad sie für ihr Unternehmen einschlagen wollen. Denn vieles ist machbar und die Ingenieure

und Programmierer sind zu allem bereit. Aber sind es gleichermaßen auch die Bürger, die

Konsumenten, die Kunden und vor allem die Mitarbeiter?

Unternehmerische Verantwortung in der digitalisierten Welt

Das wachsende Unbehagen in der Bevölkerung speist sich vor allem daraus, dass viele von uns nicht

Akteure dieser faszinierenden Technologie sind, sondern sich als passive Objekte fühlen, die gescannt,

ausgewertet und berechnet werden und deren Arbeitsplätze durch den Wandel bedroht sind. Selbstverständlich

wollen die meisten von uns nicht auf die Geschwindigkeit und die Vorteile der digitalen

Innovationen verzichten. Und natürlich kann die Digitalisierung zur Grundlage für eine neue, langfristig

erfolgreiche globale Prosperitätsstrategie werden. Dennoch muss sich die Gesellschaft über einen

eingrenzenden Rahmen verständigen, in dem sich der rasante digitale Wandel vollziehen kann, denn

viele Menschen sehnen sich nach mehr Sicherheit und Orientierung und machen sich große Sorgen

um die Zukunft ihrer Arbeit.

Der Wandel stellt insbesondere die Unternehmen vor große Aufgaben und Herausforderungen. Es ist

bereits vorauszusehen, dass ganze Berufszweige entfallen und dafür neue entstehen werden. Das schürt

nicht nur Angst unter den Mitarbeitern. Es bedroht auch den sozialen Frieden insgesamt. Denn Arbeit

ist mehr als Broterwerb. Arbeit gibt den Menschen Identität und fördert ihre Teilhabe am gesellschaftlichen

Leben. Unternehmen müssen deshalb in Zukunft mehr soziale Verantwortung übernehmen. Sie

müssen zum einen öffentlich Erklärungen liefern, wie sich die digitale Transformation auf das künftige

Leben und Arbeiten auswirken könnte. Zum anderen müssen sie die Verantwortung dafür übernehmen,

dass ihre Mitarbeiter nicht durch das Raster der Digitalisierung fallen. Das bedeutet einen Wandel im

Umgang mit den Mitarbeitern und einen Wandel in der Zusammenarbeit unter- und miteinander.

Digitalisierung und werteorientierter Wandel schließen sich nicht aus

Daran arbeiten wir bei der Otto Group. Wir nennen diesen Prozess Kulturwandel 4.0. Und wir haben

hier bereits einen großen Schritt nach vorne getan. Für uns ist der Kulturwandel 4.0 vor allem eines:

ein hierarchieunabhängiger Transformationsprozess. Dabei geht es darum, die Eigenverantwortung

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

der Mitarbeiter zu stärken, sie zu ermutigen, ihre Ideen gewinnbringend für alle im Unternehmen zu

entwickeln, vernetzt und bereichsübergreifend miteinander zu arbeiten und transparent miteinander

umzugehen. Ein partizipatives Leitbild, weg von der „Ober-sticht-unter-Mentalität“ hin zu einer Zusammenarbeit

auf Augenhöhe sowie eine veränderte Fehlerkultur gehören zu diesem Transformationsprozess

ebenso wie mehr Offenheit, Flexibilität, Agilität und Geschwindigkeit in der Umsetzung von Projekten.

Wir müssen schneller werden, wenn wir im Wettbewerb bestehen wollen. Für die anstehenden

Aufgaben im digitalen Wandel brauchen wir deshalb zum einen gut ausgebildete, technikaffine und

überdurchschnittlich motivierte Digitalkräfte, digitale Treiber, die darin aufgehen, das jeweilige Unternehmen

voranzutreiben. Wir müssen aber auch vorhandene Potenziale unter den Mitarbeitern noch

besser als bisher nutzen, müssen die Lust auf Neues unter den Kolleginnen und Kollegen stärken und

sie motivieren, sich den Veränderungen in ihrem jeweiligen Bereich zu stellen. Es ist nicht alleine damit

getan, Menschen weiterzubilden und digital fit zu machen. Es braucht in den Unternehmen auch

eine echte Verhaltensänderung, einen Kulturwandel. Das ist eine Frage der persönlichen Haltung, der

Bereitschaft jedes Einzelnen, sich zu verändern, und daran arbeiten wir.

Keine Angst vor Veränderung

Veränderungen sind keine Frage des Alters und der Tradition der Unternehmen. Sie sind vielmehr eine

Frage der Agilität und der Innovationsbereitschaft, der Haltung der Unternehmensführung und der

Mitarbeiter, ihrer Offenheit für Neues und ihres Vertrauens darauf, dass sich Dinge trotz des zunehmenden

Kontrollverlustes, den die Digitalisierung mit sich bringt, gut entwickeln können. Um den digitalen

Wandel zu bestehen, muss man vor allem die Angst vor der Veränderung verlieren, lernen loszulassen

und dabei auf die Regulierung der Kräfte untereinander zu vertrauen.

Wir alle müssen den Wandlungsprozess annehmen und in unsere Kultur integrieren, ohne unsere

Identität über Bord zu werfen. In einem werteorientierten Unternehmen wie der Otto Group, in dem

Fairness, Respekt und Verantwortung für das eigene Tun zu den Schlüsselfaktoren im Umgang miteinander

gehören, ist dieser Wandel, so bin ich überzeugt, möglich.

Dr. Johannes Merck, promovierter Historiker, kam 1989 zur Otto Group, um den Aufbau des Umweltmanagementsystems

zu übernehmen. Er gehört unter anderem dem Kuratorium der Aid by Trade Foundation und dem

Beirat der Systain Consulting an. Als Direktor Corporate Responsibility der Otto Group ist er Mitglied zahlreicher

politischer Gremien und Honorarprofessor an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde.

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Die Kraft des Dialogischen Managements

Von Uwe Urbschat, Weleda AG

Eigentlich wünschen sich das alle Unternehmer und Manager: Agilität, Flexibilität, Mitarbeitende mit

einer unternehmerischen Disposition, Innovationskraft, überhaupt eine ausgeprägte und stabile Verantwortungskultur.

Aber dann sind doch die Mitarbeitenden noch nicht so weit, die Fragen zu komplex,

die Lernkultur nicht hinreichend entwickelt, die Prozesse einfach zu lang. Und dann noch riesig lange

Agenden, ermüdende Pingpong-Diskussionen und Beiträge, die eher der Selbstdarstellung dienen als

der Problemlösung. Wer kennt das nicht?

Wir kennen aber auch Begegnungen und Beratungsprozesse, die unerwartet vitalisieren, bei denen

man sich wechselseitig zuhört, sich ernst nimmt und ein gutes Ergebnis wie der reife Apfel vom Baum

fällt. Und man fragt sich dann: Warum nicht mehr davon?

Was ist Dialogisches Management?

Dialogisches Management folgt der Idee, dass gemeinsam denken meist erfolgreicher ist als alleine

denken, denn in der Regel ist der Zusammenhang, in den wir mit unserer gesuchten Entscheidung

hineinwirken wollen, deutlich komplex und multiperspektivisch anzugehen. Dahinter steht die Haltung,

Betroffene zu Beteiligten zu machen. Dialogisches Management schöpft somit das vorhandene Wissen

in der Organisation optimal aus, fördert die Bindung an das Unternehmen und mindert signifikant den

unvermeidlichen Widerstand gegenüber Veränderungen. Schließlich ist Dialogisches Management eine

soziale Technik des Miteinander -Arbeitens und der gemeinsamen Willensbildung, die den Beteiligten

zunehmend ermöglicht, aus eigener Einsicht und selbstverantwortlich zu handeln. Als Teil einer gelebten

Unternehmenskultur ermöglichen die vier Schritte des Dialogischen Managements, zu klaren und

kohärenten Entscheidungen zu kommen.

Die vier Prinzipien des Dialogischen Managements

Ein dialogischer Urteilsbildungs- oder Beratungsprozess ist mit dem Pflanzenwachstum vergleichbar.

Wenn wir uns fragen, was eine Pflanze braucht, um sich gesund zu entwickeln, kommen wir schnell

zu den vier Elementen Wärme, Licht, Wasser und Erde. Diese vier Elemente oder Qualitäten dienen

jetzt auch zur Beschreibung der vier Prinzipien des Dialogischen Managements.

Prinzip 1: Begegnung – Wärme

Vermutlich hat es jeder schon öfter erlebt: Wir sind mit anderen Menschen zur gleichen Zeit in einem

Raum, und trotzdem kommt keine Begegnung zustande. Denn Zuwendung, ob zum anderen oder

zur Sache, ist ein Willensakt und erzeugt Wärme. Wir fühlen uns dann am lebendigsten, wenn wir

in Resonanz sind und gemeinsam Schwingungen erzeugen. Wie zwei Stimmgabeln: Wenn die eine

schwingt, schwingt die andere mit. Das Gegenteil von Resonanz ist, nicht beteiligt zu sein. Aber genau

darum geht es in diesem ersten Prinzip: Sorge zu tragen, dass alle anwesend und präsent sind. Das

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Zauberwort heißt hier Interesse. In dieser Phase sollen sich Räume öffnen für Begegnung mit den anderen

und mit der Sache. Wir treten in Beziehung. Diese Wärmequalität ist unbedingte Voraussetzung

für gute Beratungsergebnisse. In jedem Falle gilt: Jede und jeder sollte zu Wort kommen, treibende

und hemmende Kräfte sollten sichtbar werden und die Stimmung einen guten Start ermöglichen.

Prinzip 2: Informationen – Licht

Welche Informationen sind verfügbar und notwendig, damit jede und jeder Anwesende seinen Beitrag

leisten kann? Diese Phase wird in der Literatur auch „Bildgestaltung“ oder „Transparenz“ genannt.

Neben der rechtzeitigen Verfügbarkeit zeichnen sich gute Informationen durch zwei Qualitäten aus.

Zum einen ist die Information ganzheitlich, das heißt, neben dem „Was“ wird auch der Sinn und das

„Warum“ mitgeliefert. Ist eine Information in diesem Sinne nicht umfänglich, hat die menschliche

Psyche keine andere Chance, als das Fehlende spekulativ hinzuzudichten. Intensive Flur- oder Parkplatzgespräche

sind dann deutliche Anzeichen dafür, dass an dieser Qualität noch gearbeitet werden

kann. Die zweite Qualität guter Information kann man „salutogenetisch“ nennen. Ist die Information

verstehbar, das heißt klar und widerspruchsfrei, ist diese Information für meine Zielgruppe als sinnvoll

erlebbar und auch handhabbar, das heißt, es ist für den Empfänger erkennbar, was er mit dieser Information

jetzt tun soll. Analog dem Element des Lichtes: Zu wenig Licht erzeugt „organisatorischen

Nebel“ und stimuliert die Gerüchteküche – zu viel und nicht zielgruppenorientiert aufgearbeitete

Informationen entlasten vielleicht den Informationsgeber, sind aber für den Empfänger nicht lesbar.

Das richtige Maß ist auch hier die Kunst.

Prinzip 3: Beratung – Wasser

Im eigentlichen Beratungsprozess (auch „Urteilsbildungsprozess“ genannt) werden Ideen und möglichst

viele Optionen gebildet, die im Leben wirksam werden sollen. Führe ich einen Dialog, so will ich

nicht Ansichten verbreiten, sondern Einsichten gewinnen. Dieser Prozess ist also ausgelegt auf einen

gemeinsamen Erkenntnisprozess – ich bin bereit, die Gedanken auch eines anderen mit zu Ende zu

denken und mich dem Ungewohnten zu öffnen. Gelingt dieser Beratungsprozess, dann beginnt sich

etwas zu bewegen – das Schwere wird lebendig und Auftriebskräfte werden aktiv. Häufig ergibt sich die

gemeinsam präferierte Option sogar von alleine. Ist das nicht der Fall, so sind alle denkbaren Chancen,

Risiken und Konsequenzen herauszuarbeiten. Auch wichtig für eine rückblickende Auswertung: Haben

wir richtig gedacht? Zeigt sich ein Lernfeld für künftige Prozesse?

Wenn Kollegen in einer anderen

Umgebung und bei anderen Aufgaben

zusammenarbeiten, entsteht

Raum für Begegnung und neue Perspektiven.

So wie hier beim jährlich

stattfindenden Community Day der

Grohe AG. Im Bild die Rheinsäuberungsaktion

in Düsseldorf.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Prinzip 4: Entscheidung – Erde

Der Beratungsprozess wird in der Moderation von der Entscheidung getrennt. Am Beratungsprozess beteiligen

sich im besten Fall alle, die einen Beitrag leisten können und sollten. Entscheidungskompetenzen

dagegen sind oft einzelnen Verantwortungsträgern zugesprochen. Entscheider stehen in der Verantwortung,

den Beratungsprozess sorgfältig zu führen und die Beratungsergebnisse bei ihrer Entscheidung zu

berücksichtigen. Während der Beratung bleibt man im Bereich des Erkennens, der Entschluss jedoch leitet

zum Handeln über. Folgen die Entscheider dem Beratungsergebnis nicht, so muss eine gute Begründung

vorliegen. Organisationen mit eher „kollegialer Führung“ wird auch die Entscheidungskompetenz an

entsprechende Verantwortungskreise übertragen. Dieser Trend nimmt zunehmend Fahrt auf.

Ausblick

Dialogisches Management ist Idee, Haltung und soziale Technik und zeigt sich als eine moderne und

innovative Form der Urteilsbildung und Entscheidungsfindung. Je mehr Dialogisches Management in die

Praxis findet, desto besser und sozial haltbarer werden die Entscheidungen – und desto näher kommen

wir dem Anspruch an eine stetig lernende Organisation. Dialogisches Management steht nicht nur für

„Schönwetter-Management“, etwa nach dem Motto: „Wenn es uns gut geht, sind wir auch nett zueinander“.

Denn insbesondere in angespannten Zeiten erweist sich Dialogisches Management als wertschöpfend.

In der Weleda Akademie schulen wir diese Methode in Seminaren. Und wir trainieren kontinuierlich

„Achtsamkeit“, „Wertschätzende Kommunikation“, „Theory U“, arbeiten mit „Spiral Dynamics“ oder

dem „Integralen Modell“ nach Ken Wilber. Somit ist es wie bei allem: Auch Dialogisches Management

ist ein Übungsweg. Und eine soziale Kunst. Es fördert Sinn, Eindeutigkeit, Vertrauen, Entwicklung und

Verantwortung in Unternehmen und Organisationen. Also: ein lohnendes Programm!

Die „Theory U“ beschreibt eine von Claus Otto Scharmer vom MIT in Boston ausgearbeitete moderne Methode

„von der Zukunft her zu führen.“ Theory U hat zum Ziel, Bewusstsein für eine tiefere Ebene von Veränderungsund

Führungsarbeit in allen Bereichen von gesellschaftlicher Entwicklung zu schaffen und eine soziale Technik

zu entwickeln, die es Akteuren in Veränderungsprozessen erlaubt, effektiver und schöpferischer mit den kollektiven

Führungsherausforderungen unserer Zeit umzugehen. Lesenswert u.a. „The Essentials of Theory U: Core

Principles and Applications“.

„Wertschätzende Kommunikation“ ist eine Ableitung der von Marshall B. Rosenberg entwickelten „Gewaltfreien

Kommunikation“, also ein Weg, kritische Dinge klar ansprechen zu können, ohne die Beziehung zu verletzen.

Also klar in der Sache und weich in der Beziehung. Eine effektive und äußerst hilfreiche Technik zu Aufbau und

Pflege einer offenen Kommunikations- und Feedback-Kultur. Siehe auch das Praxisbuch von Gabriele Lindenmann

„Erfolgsfaktor Menschlichkeit“.

Uwe Urbschat ist Head Corporate Culture & Identity bei der Weleda AG und zudem als freier Berater tätig. Der

Diplom-Betriebswirt arbeitete in der Organisations- und Personalentwicklung und war über zehn Jahre Geschäftsführer

von DEMETER Deutschland. Bei Weleda leitete er zunächst den Vertrieb und baute dann systematisch die

Personalentwicklung auf.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Von Beate Philipp, VAUDE Sport GmbH & Co. KG

Ohne Vertrauen geht nichts. Es ist die Basis jeder zwischenmenschlichen Beziehung. Gegenseitige

Kontrolle hingegen zerstört Beziehungen. So sind Vertrauen und Wertschätzung auch die Basis der

VAUDE Unternehmenskultur. Zum einen investiert der Bergsportausrüster in Tettnang am Bodensee

viel in das Vertrauen der Konsumenten – durch Zertifizierungen und Transparenz. Zum anderen setzt

das Unternehmen auf Vertrauen in die Mitarbeitenden. Eine gelebte Vertrauenskultur innerhalb des

Unternehmens ist nicht zuletzt eine Voraussetzung dafür, dass Werte wie Nachhaltigkeit, Fairness,

Vertrauen und Verantwortung auch nach außen transportiert werden können.

Gelebte Vertrauenskultur

Das gegenseitige Vertrauen beginnt für das Unternehmen beim Menschenbild: Grundsätzlich ist

VAUDE davon überzeugt, dass sich alle Mitarbeitenden gerne und aktiv einbringen möchten – und

um diese Leistungsbereitschaft zu erhalten, sollen die bestmöglichen Rahmenbedingungen geschaffen

werden. Deshalb ist die Vertrauenskultur auch strukturell verankert. Dazu gehören viel Freiraum in der

Verfolgung der Unternehmensziele und der weitgehende Verzicht auf Kontrollmechanismen. Dieses

Vertrauen bietet die Basis für eine wertschätzende Form der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen

und Mitarbeitenden und ermöglicht zugleich Wachstum und Entwicklung auf beiden Seiten. „Unsere

Vertrauenskultur ist oftmals richtige Beziehungsarbeit. Sie zahlt sich aus durch ein wertschätzendes

und kreatives Miteinander“, so VAUDE Geschäftsführerin Antje von Dewitz.

Im Kern beruht die Vertrauenskultur auf der Annahme, dass die Mitarbeitenden dieses Vertrauen

schätzen, sich für ihre Arbeit engagieren und angemessen verhalten – das Vertrauen in sie sozusagen

durch bessere Arbeit belohnen. Diese Annahmen wurden im Jahr 2015 unter anderem durch eine

Studie der Universität St. Gallen überprüft und bestätigt; die Universität bezeichnete VAUDE hierbei in

ihrer Interpretation als „Vertrauensorganisation“. In einer solchen „Vertrauensorganisation“ geht es

darum, Arbeit und Lebenszeit nicht strikt voneinander zu trennen, sondern Arbeitszeit als Lebenszeit

zu betrachten, in der man sich voll entfalten kann. Zur besseren Orientierung wurde im Jahr 2016 der

Nur in einer betrieblichen

Vertrauenskultur entsteht eine

Zusammenarbeit ohne Vorbehalte.

Beim Outdoorausrüster VAUDE ist

Vertrauen ein Grundelement der

Unternehmensphilosophie.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Verhaltenskodex „Wegweiser“ gemeinsam erarbeitet und allen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt.

Im selben Jahr überreichte Anselm Grün VAUDE den Soul@Work Award für gute Personalführung.

Konkrete Maßnahmen für eine gelebte Vertrauenskultur sind unter anderem:

• Schulungen für Mitarbeitende und Führungskräfte, damit die Zusammenarbeit auf Kooperation

und Augenhöhe basiert und nicht auf Hierarchie und starren Regeln,

• Selbstwirksamkeit – Umstrukturierungen beispielsweise werden regelmäßig nicht top-down, sondern

unter Beteiligung der Betroffenen entwickelt und umgesetzt,

interdisziplinäre, hierarchieübergreifende und selbstorganisierte Kooperationen.

Transparenz, aber auch Verletzlichkeit

Zur Vertrauenskultur gehört auch, dass zum Beispiel organisatorische Änderungen, die unsere Mitarbeitenden

betreffen, rechtzeitig angekündigt werden. Dafür gibt es keine Mindestmitteilungsfristen.

Sämtliche organisatorischen Änderungen wie Neueinstellungen, interne Stellenwechsel oder die Reorganisation

von Abteilungen werden über das Social Intranet „Camp“ veröffentlicht. Im Intranet kann

jeder Mitarbeitende die Kommunikation aktiv mitgestalten und alle Inhalte kommentieren und bewerten.

Dem Unternehmen ist bewusst, dass es sich mit diesen Werten verletzlich macht. VAUDE vertraut

diesbezüglich auf alle Mitarbeitenden und baut darauf, dass sie das Vertrauen zurückgeben. Trotzdem

verfügt das Unternehmen über einen Prozess mit verschiedenen Anlaufstellen und Eskalationsstufen,

um mögliche Konflikte zu erkennen und diese im Dialog zu entschärfen.

Ansprechpartner des Vertrauens

Des Weiteren ist es für Mitarbeitende, die besonders viele Schnittstellen im Unternehmen haben, Pflicht,

an der Schulungsreihe „Selbstwirksamkeit als Grundlage für Vertrauen und Innovation“ teilzunehmen.

Der Grundgedanke ist, dass diese sogenannten Kulturträger als vertrauensvolle Ansprechpersonen

etabliert werden. Mögliche Konflikte können so frühzeitig identifiziert werden. Zudem gibt es im

Unternehmen eine Mitarbeitervertretung, die sich intensiv mit Wünschen, Anregungen, Problemen

und Sorgen der gesamten Belegschaft befasst und entsprechende Maßnahmen einleitet.

VAUDE ist davon überzeugt, dass die Etablierung einer gelebten Vertrauenskultur im Unternehmen die

Leistung jedes Einzelnen steigert und darüber hinaus eine gute Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitenden

gefördert wird. Aus dieser Mitverantwortung und aktiven Mitgestaltung heraus resultieren

schließlich Innovationsstärke sowie Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung – die Voraussetzungen für

das Bestehen auf einem komplexen Markt und für die Zukunftsfähigkeit von VAUDE.

Beate Philipp ist Psychologin und arbeitet seit 2012 als Personalentwicklerin bei VAUDE. Sie engagiert sich dafür,

dass die zentralen Themen und die Kultur des Unternehmens in die Schulungsformate und das Nachwuchsmanagement

einfließen. Aufgrund ihrer Erfahrungen aus unterschiedlichen Unternehmen und Branchen ist sie eine

überzeugte Vertreterin werteorientierter Unternehmensführung.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Zusammenarbeit neu gestalten

Ein Wagnis-Beispiel sozialer Innovation

Von Joachim Schledt, Alnatura Produktions- und Handels GmbH

„Wir verstehen das Unternehmen als einen Organismus, das heißt als eine lebendige, sich entwickelnde

Arbeitsgemeinschaft. Jedes Mitglied des Organismus gestaltet die Entwicklung aktiv und selbstverantwortlich

mit. So kann sich die Organisation immer beweglicher auf ihr komplexes, sich immer schneller

änderndes Umfeld einstellen. Dafür müssen wir neue Formen der Zusammenarbeit finden und gemeinsam

entwickeln. Wir nennen dies den Weg zum sozialorganischen Unternehmen.“ So haben wir bei Alnatura

eines unserer Entwicklungsfelder formuliert. Gängiger als der Begriff „Entwicklungsfeld“ ist im wirtschaftlichen

Kontext wohl „strategisches Ziel“. Unser angestrebtes Ziel ist „eine sinn-geführte, kollegiale

Arbeitsgemeinschaft, die den Kunden dient, die sich permanent neu ausrichtet und deren ganzheitlich

und selbstverantwortlich handelnde Mitglieder sich und Alnatura weiterentwickeln wollen und können.“

Eine komplexer werdende Welt braucht neue Management-Methoden

Die Motivation für Alnatura, eine solche Form der Unternehmensgestaltung zu wählen, speist sich

aus drei Quellen: erstens aus der Erkenntnis, dass in einer komplexer werdenden Welt klassische

Management-Methoden und Hierarchien nicht mehr zu angemessenen Lösungen führen. Vielmehr

bedarf es neuer und zeitgemäßer Formen des Miteinanders. Zweitens aus der Erfahrung, dass eine neue

Generation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in die Unternehmen hineindrängt, die mit klassischen

Führungsmethoden nicht zu gewinnen sind. Selbstverantwortung, Mitgestaltungsmöglichkeiten und

Erleben der eigenen Wirksamkeit sind immer mehr gefragt. Und drittens speist sich unsere Motivation

zur Veränderung aus der Gewissheit, dass sich Menschen in einer sinn-geführten Umgebung besser

einbringen wollen, als dies in weniger sinnerfüllten Organisationen zu beobachten ist.

Beispiele aus der Praxis

Bei Alnatura beschreiben wir unsere Art der Zusammenarbeit als wesentlichen Kern des Unternehmens,

quasi als dessen Herz. Unsere Führungsleitlinien fokussieren dabei folgende zwei Fragen als Leitperspektiven

an alle Mitarbeitenden: Wie können wir unser Führungs- und Zusammenarbeitsverhalten

so gestalten, dass sich Kolleginnen und Kollegen immer selbstverantwortlicher in den Gesamtkontext

einbringen können? Wie können wir Strukturen, Prozesse und Abläufe so gestalten, dass dadurch

immer mehr selbstverantwortliches Handeln bei allen Kolleginnen und Kollegen möglich wird und

Entscheidungen möglichst nah dort getroffen werden, wo die Entscheidungsbedarfe entstehen, nämlich

sehr nah am Kunden? Was diese Leitperspektiven konkret bei den Kolleginnen und Kollegen bewirkt

haben, zeigen die folgenden Beispiele.

In einer süddeutschen Filiale bemerkt eine Filialleiterin, dass sie mit der gelernten Haltung „die Filialleitung

entscheidet alles“ dem enormen Kundenandrang nicht mehr gerecht werden kann. In mehreren

Workshops werden Teams gebildet und Verantwortlichkeiten verteilt. Die Entwicklung in der Filiale

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

gipfelt eines Tages in der gemeinsamen Erkenntnis, dass es keiner expliziten Filialleitung mehr bedarf.

Die Kollegin hat heute eine andere, neue Aufgabe.

Dieses erste Beispiel hatte Wirkung auf andere. Es gibt im Unternehmen weitere Teams, deren Führungskraft

gewechselt hat oder ausgeschieden ist. Hier kam aus einzelnen Teams die Bitte an die Unternehmensleitung,

die Führungsposition nicht wieder zu besetzen. Und so wurden die Verantwortlich- und

Zuständigkeiten auf die verbliebenen Kolleginnen und Kollegen übertragen und verteilt.

Traditionsunternehmen in Coworking-Spaces

In den Alnatura-Filialen ist es normalerweise üblich, dass der sogenannte Tagesplan – wer hat in welchem

Zeitraum welche Aufgabe – von der Führung erstellt und an die Mitarbeitenden weitergegeben wird. Im

Sinne eines sozialorganischen Impulses hat sich nun aber eine Filialleitung überlegt, die Verantwortung

für diesen Tagesplan an die betroffenen Kolleginnen und Kollegen abzugeben. Begleitet wurde dieser

Prozess von Workshops zu den Themen Konflikt und Kommunikation. Seitdem wird der Tagesplan in

dieser Filiale nicht mehr von der Filialleitung erstellt. Die Flexibilität der Kolleginnen und Kollegen hat

sich erheblich gesteigert, genauso die Jobzufriedenheit.

Nach demselben Prinzip des Tagesplans läuft auch die Urlaubsplanung in den einzelnen Teams. Auch

hier gibt es nun vermehrt Teams, in denen der Urlaubsplan nicht mehr von der Führung erstellt wird,

sondern sich die Kolleginnen und Kollegen selbst untereinander abstimmen und einigen. Dies geschieht

nicht immer frei von Konflikten, aber insgesamt zu höherer allgemeiner Zufriedenheit.

Bis vor einigen Monaten wurden der Wareneinkauf und die Warenplatzierung in den Alnatura-Filialen

zentral durch die Abteilung „Einkauf und Sortimentsmanagement“ gesteuert. Diese Zentralsteuerung

wurde teilweise aufgegeben, und die Filialen haben nun ein größeres Mitwirkungsrecht bei der

Sortimentsgestaltung und der Warenplatzierung. Die Filialen können somit viel besser auf regionale

Besonderheiten der Kundenbedürfnisse eingehen und ihr Angebotssortiment entsprechend selbstverantwortlicher

gestalten.

Wareneinkauf und die Warenplatzierung

in den Alnatura-Filialen wird

normalerweise zentral durch die

Abteilung „Einkauf und Sortimentsmanagement“

gesteuert. Diese

Zentralsteuerung wurde teilweise

aufgegeben, und die Filialen haben

nun ein größeres Mitwirkungsrecht

bei der Sortimentsgestaltung und der

Warenplatzierung.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Aus den gesammelten Erfahrungen auf unserem Weg hin zum sozialorganischen Unternehmen haben

wir alles in allem folgende Prinzipien als wesentlich in der Umsetzung erkannt:

• Der Sinn der Veränderung sollte transparent sein: Warum wollen wir uns anders organisieren und

führen?

• Veränderung braucht Zeit: Manche Dinge müssen über Wochen, Monate, auch Jahre reifen, um

in die Umsetzung kommen zu können.

• Es braucht eine kritische Masse an positiven Beispielen, um eine kulturelle Veränderung zu ermöglichen.

• Gehe beständig kleine Schritte und gib niemals auf: beharrlich im Bemühen, bescheiden in der

Ergebniserwartung.

• Konzentriere deine Aktivitäten und deine Energie auf die, die mitwirken wollen und nicht auf die

Verhinderer.

• Insbesondere das Verhalten der Führungskräfte ist beispielgebend und prägend für die Unternehmenskultur.

• Manche Veränderungen entstehen wie von allein – manche brauchen Impulse von „außen“ beziehungsweise

„oben“.

• Auch Selbstorganisation braucht Führung: Es bedarf einer höheren Selbstführung der Beteiligten

und einer gut begleitenden Hinführung zur Selbstorganisation, ansonsten droht die Gefahr der

Überforderung.

• Eine gewisse Hierarchie ist ein natürliches, organisationsimmanentes Prinzip.

• (Drohender) Macht(-verlust) ist einer der größten Verhinderer von Veränderung.

Joachim Schledt verantwortet seit 2008 die Personalarbeit beim Biolebensmittelhändler Alnatura. Er ist zudem erster

Vorsitzender der „Initiative zur Selbst-GmbH“, dem drittgrößten Personalerverband in Deutschland. Außerdem

ist er Vorstandsmitglied der „ZukunftsAllianz Arbeit & Gesellschaft“ sowie Vorstand der Alanus-Stiftung an der

Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn.

Die Mitarbeiter der Filialen können

durch ihre Eigeninitiative viel besser

auf regionale Besonderheiten der

Kundenbedürfnisse eingehen und

das Angebotssortiment entsprechend

selbstverantwortlicher zusammenstellen.

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Teamerfolgsfaktoren

Von der Natur gelernt

Von Dr. Klaus-Stephan Otto und Luise Papendieck, EVOCO

Die Baustelle ist riesig. Unzählige Bauarbeiter arbeiten mal hier, mal dort. Es scheint keinen Masterplan

zu geben, keine klaren hierarchischen Anweisungen und doch ist der Erfolg enorm. Nein, es geht

ausnahmsweise nicht um den BER, also den berühmten, nie fertig werdenden Berliner Flughafen,

sondern um einen Termitenhügel. Auch ohne Masterplan schaffen es diese kleinen Tiere, ein Bauwerk

zu errichten, das, gemessen an ihrer Größe, höher ist als das größte menschliche Bauwerk, der Burj

Khalifa in Dubai. Wie kommt es, dass Termiten zu solch baulichen Meisterleistungen fähig sind, und

was können wir für die Entwicklung neuer Arbeitsmodelle daraus lernen?

Von der Natur lernen

New Work wird als neuer Trend wahrgenommen und es wird derzeit viel darüber debattiert, wie die

neue Arbeit“ aussehen soll. Um dies herauszufinden, lohnt ein Blick in die evolutionäre Entwicklung

der Interaktion zwischen Lebewesen, denn um eine nachhaltige Form des Arbeitens zu entwickeln,

ist es sinnvoll, sich von Interaktionsformen in der Natur inspirieren zu lassen. Aus der Entwicklungsgeschichte

der Natur haben wir fünf Teamerfolgsfaktoren abgeleitet, die in jedem Team und in jedem

Unternehmen repräsentiert sein müssen.

Selbstverantwortung und Selbstorganisation

Die ersten Lebewesen auf der Erde, die Einzeller und Bakterien, waren Einzelgänger. Sie leben in der

Regel allein. Sie praktizieren das Prinzip Selbstverantwortung. Dieses Prinzip umgesetzt, heißt, eine

Mitarbeiterin wartet nicht auf Anweisungen von oben, sondern zeigt Eigeninitiative. Das bringt Unternehmen

voran und fördert Innovation. Doch immer nur allein zu agieren, ist auf Dauer nicht optimal.

In der Evolutionsgeschichte haben sich daher Organismen zusammengetan, um gemeinsam besser zu

überleben. Ein Beispiel sind die Fischschwärme. Sie haben Schwarmregeln entwickelt, die das Zusammenleben

organisieren und es ermöglichen, auf verschiedene Situationen schnell gemeinschaftlich zu

reagieren, auch ohne Führung durch ein Leittier. Dieses Verhalten steht für das Prinzip Selbstorganisation.

Früh entstanden, ist dieses Prinzip auch heute hochaktuell. Denn je komplexer Prozesse in Organisationen

ablaufen, umso weniger sind sie über hierarchische Steuerung zu organisieren.

Von Fürsorge bis Führung

Im weiteren Verlauf der Evolution sind in der Interaktion Familienverbände entstanden. Die Erwachsenen

kümmern sich um die noch schwachen Jungen. Sie füttern und schützen sie und sichern dadurch

die Fortpflanzung und das Lernen. Dieses Verhalten steht für das Prinzip Fürsorge. Auch wenn heute

die lebenslange Bindung der Beschäftigten zu ihrem Unternehmen abnimmt, so ist doch Fürsorge ein

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

wichtiges Bindungselement in Unternehmen. Sie ist einerseits die Fürsorge des Arbeitgebers für die

Beschäftigten, andererseits auch die gegenseitige Fürsorge in den Teams.

In der Folgezeit haben sich neuartige soziale Interaktionen bei den sogenannten eusozialen Insekten

herausgebildet. Bienen, Termiten oder Ameisen bilden hochkomplexe Staaten, in denen zum Teil mehrere

Millionen Individuen zusammenarbeiten. Was diese Formen des Zusammenlebens kennzeichnet, ist

eine präzise Arbeitsteilung und das Prinzip dieser Interaktion ist die Aufgabenklarheit. Auch in unserer

Arbeitswelt ist sie ein essenzieller Faktor: Nur wenn Rolle und Aufgaben eines jeden Mitarbeiters klar

definiert und abgegrenzt sind, haben neue Formen der Zusammenarbeit im New Work eine Chance.

Hierarchie hat sich in Form von Rudeln und Gemeinschaften, in denen sich Führungstiere herauskristallisieren,

erst sehr spät in der Evolutionsgeschichte entwickelt. Dort wird um Rangordnungen gekämpft

und es ist Aufgabe des Leittieres, für den Zusammenhalt der Gruppe und das Überleben zu sorgen.

Diese Interaktionsform steht für das Prinzip Führung. Auch im New Work ist Führung weiterhin wichtig,

allerdings nicht mehr mit strenger Hierarchie und Machtausübung durch einen Vorgesetzten.

Jedes Team ist anders

Erfolgreiche Teams in Unternehmen oder Organisationen repräsentieren jedes dieser fünf Prinzipen. In

welcher Stärke und in welcher Ausprägung ist jedoch in jedem Team anders. Es ist abhängig von der

Situation, in der sich das Team befindet, von den Menschen im Team und von der Aufgabe, die das

Team zu erledigen hat. Im Start-up ist vielleicht am Anfang starke Führung durch eine charismatische

Leitfigur gegeben, die eine zündende Idee hat. Wenn das Start-up wächst, braucht es mehr Selbstorganisation

und auch eine deutlichere Aufgabenklarheit.

Heute sehnen sich manche nach einer Organisation ohne Hierarchie und Führung. Aber die Frage ist

nicht, ob mit oder ohne Führung, sondern in welcher Form Führung stattfinden soll. Je klarer der Diskurs

über die gewünschte Führung im Team geführt wird, umso erfolgreicher ist die Zusammenarbeit.

Wenn wir uns bei der Gestaltung von New Work an den fünf Teamerfolgsfaktoren orientieren, die das

Leben auf der Erde in seiner Geschichte entwickelt hat, dann können wir dazu beitragen, nachhaltige

Arbeitsformen in den Unternehmen zu entwickeln und den Unternehmenserfolg mit einem naturbewahrenden

Wirtschaften zu verbinden.

Dr. Klaus-Stephan Otto, Geschäftsführer der EVOCO, berät Unternehmen in ihrer evolutionären Entwicklung. Er

hat über den von ihm maßgeblich mitentwickelten Ansatz Evolutionsmanagement zahlreiche Artikel geschrieben

und ist Autor des Standardwerks „Evolutionsmanagement – Von der Natur lernen: Unternehmen entwickeln und

langfristig steuern“.

Luise Papendieck hat französische Philologie, Geschichte, Politik und Wirtschaft in Berlin und Clermont-Ferrand

studiert und als Redakteurin für Print- und Onlinemedien gearbeitet. Seit 2015 ist sie Beraterin und Projektkoordinatorin

bei EVOCO im Bereich Evolutionsmanagement.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Ein Blick ins Jahr 2028

Human Ressources im digitalen Zeitalter

Von Dr. Reza Moussavian und Elisa Binzberger, Deutsche Telekom AG

Es ist das Jahr 2028, das erste Jahr nach der großen und kontroversen Diskussion, ob und wie weit

sich Menschen über Bio-Hacking und andere Technologien selbst „upgraden“ dürfen. Entgegen

einer breiten Offensive von Arbeitnehmerverbänden und Gewerkschaften dürfen Unternehmen bei

signifikant höherer Qualifikation Menschen mit Sensor-Implantaten, Daten-Kontaktlinsen, neuronalen

Mini-Robotern und KI-Agenten, die mit dem Bewusstsein gekoppelt sind, „einfachen“ Menschen

vorziehen.

Zweiklassengesellschaft?

Während die USA, die BRICS-Länder1 und technologie-affine asiatische Nationen wie Korea oder Japan

sowie Großbritannien und Australien das Bio-Hacking und damit die faktische Schaffung einer mit

Technologie verschmolzenen Humanbevölkerung aktiv fördern, zeigt sich die deutsche Öffentlichkeit

skeptisch. Ein EU-weites Referendum zur selbstbestimmten Nutzung des Bio-Hacking erhielt 2027 nach

monatelangen Querelen eine hauchdünne Mehrheit. Bei den Gegnern überwog die Angst vor einer

Zweiklassengesellschaft und Diskriminierung jener, die aus ethischen oder wirtschaftlichen Gründen

kein Upgrade bekommen. Außerdem befürchteten die Gegner einen Rückfall im globalen Wettbewerb,

wenn die Technologie gestoppt würde.

Zwar sind die EU-Staaten seit dem Referendum bemüht, analog zu staatlicher Bildung und Gesundheitsvorsorge

flächendeckende Konzepte für das Bio-Hacking einzuführen, doch wer es sich leisten

kann, sucht zum Upgrade private Anbieter auf, die mit ihren Sensor-, Daten- und Kommunikationstechnologien

den staatlichen Förderprogrammen deutlich überlegen sind. In der Tat gab es seit dem

Inkrafttreten des Gesetzes weniger Firmeninsolvenzen als in den Vorjahren und erstmals seit drei Jahren

wurde wieder ein Außenhandelsplus der EU erzielt.

HR wird zum „Human Connector“

Der neue Arbeitsmarkt, in dem unter anderem upgegradete Menschen (Cyborgs) und Künstliche

Intelligenz eine Rolle spielen, erfordert ganz neue Konzepte für eine Personalfunktion. Neben dem

noch neu zu regelnden Arbeitsrecht ist Human Ressources (HR) in der Unternehmenskultur gefordert.

Erfolgreich sind die Unternehmen, welche die Diversität von Menschen untereinander begleiten und

mitgestalten, im Austausch mit modernster, de facto souveräner Technologie. Die Organisationsform

des digitalen Cyborg-Zeitalters ist das Netzwerk, und die Rolle der HR ist primär die des Human

Connectors (HC).

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Der Arbeitsalltag in einer HC-Abteilung im Jahr 2028 könnte so aussehen

Fiona: Guten Morgen, äh… Philip? Wie kann ich Ihnen helfen? Bitte entschuldigen Sie meine altertümliche

Frage, aber ich habe keine Daten und Prediction zu Ihrem Anruf vorliegen. Mein Name

ist Fiona, meine ID ist einfach.vernetzen.sinn.

Philip: Hi, Fiona, hier spricht Philip, meine ID lautet berge.kabel.vene. Ich bin noch neu im Netzwerk

und habe noch keinen Bio-Sensor, daher keine Daten und Predictive Analytics zu meinem Anruf.

Ich habe vorletzte Woche neu angefangen und hatte letzte Woche meine Einführungstage. Danke

nochmals für dieses großartige Event.

Fiona: Was hat dir denn besonders gefallen?

Philip: Sehr spannend war der Mensch-Maschine-Konflikt-Workshop. Da ich vor dem Netzwerk in einem

cy-free Unternehmen gearbeitet habe, kannte ich die enge Zusammenarbeit mit Maschinen noch

nicht so gut. Ich habe das Gefühl, dass ich nun für die Interaktionen gut gewappnet bin, habe mit

meinem Maschinen-Mentor auch schon viele gute Gespräche geführt.

Fiona: Schön zu hören. Für viele, die noch aus älteren Strukturen kommen, ist das Thema Mensch-

Maschine-Interaktion neu. Aber viele sagen bereits nach einigen Wochen, dass sie den Unterschied

in der Kommunikation gar nicht mehr merken. Wir sind technisch sehr weit im Netzwerk und daher

klappt das ganz gut.

Philip: Ja, das stimmt. Warum ich aber eigentlich anrufe, Fiona: Ich habe da ein paar Punkte, zunächst

mal eine Frage. Gibt es über das Netzwerk die Möglichkeit, ein Upgrade zu erhalten? Ich bin wegen

meines Alters im staatlichen Programm dafür erst in drei Jahren vorgesehen, aber es gibt da auch

Wege über die betriebliche Weiterbildung, oder?

Fiona: Das ist im Prinzip richtig; wir wollen ja, dass alle vom Netzwerk profitieren und umgekehrt das

Netzwerk auch von dir. Es gibt da aber klare Regelungen und einen Netzwerk-Verhaltens-Kodex. Das

bedeutet, dass du erst einmal alle Vor- und Nachteile kennenlernen und bewerten sollst. Hierfür haben

wir als HC-Abteilung einen Fahrplan entwickelt. Bei den Netzwerkern, die einen vergleichbaren Kontext

wie du haben, dauert das in der Regel 38 Tage. Die Annahmequote liegt aktuell bei 94 Prozent.

Philip: Vielen Dank. Dann hätte ich noch ein anderes Thema: Ich habe zwei Projekte von draußen

mitgebracht und sie im Projekt-Marktplatz gepostet. Es haben sich viele Leute gemeldet und ich

habe vom Tool best-fit Kandidaten empfohlen bekommen. Bis auf eine Stelle habe ich bereits alle

Rollen im Projekt über das Tool vergeben können. Nun geht es um diese letzte Stelle: Ich kenne

jemanden, der dafür sehr geeignet wäre, aber er ist noch nicht im Netzwerk. Und er hat sein

öffentliches Profil lange nicht mehr gepflegt, so dass unser Tool dort kein Alternativ-Score bilden

konnte. Kann ich ihn dennoch nominieren?

Fiona: Natürlich, wir nehmen gerne neue Leute ins Netzwerk auf. Wir könnten dieses Projekt für den

Kollegen als Eintrittsprojekt gestalten. Wir sind ja ein dateninformiertes Netzwerk, das heißt, wir

wollen gerade kritische Personalentscheidungen auf Basis von Daten treffen. Aber wir vertreten

auch den Grundsatz, dass mehr Daten zu mehr Unwissenheit führen. Was heißen soll, dass der

Projektleiter letztlich die Verantwortung für seine Personalpolitik trägt.

Philip: Fiona, gibt es eigentlich eine Obergrenze für die Anzahl der Teilnehmer im Netzwerk?

Fiona: Diese Frage bekomme ich oft! Wie Du im Mensch-Maschine-Workshop vielleicht mitbekommen

hast, zeichnet sich die Mensch-Mensch-, mehr aber noch die Mensch-Maschine-Beziehung dadurch

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

aus, dass sie flexibel und in Bezug auf Zusammenarbeit skalierbar ist. Das heißt, wir können uns auf

neue Geschäftsmodelle, neue KI-Formen oder Strategien anderer Wettbewerber flexibel einstellen,

und so lange wir wachsen, können wir quasi endlos das Netzwerk erweitern. Damit das funktioniert,

wurde die Verantwortung für das Thema Zusammenarbeit gebündelt und an HC übergeben.

Philip: Spannend, was ihr bei HC so alles macht! Was gehört denn alles zu den Aufgaben der Human-

Connectors-Abteilung?

Fiona: Gute Frage. Du findest einige Informationen dazu in deinem VR-Einführungspackage in der

4. Folge. Aber ganz kurz zusammengefasst: Die Menschen und Maschinen bei HC sind – wie

der Name schon sagt – vor allem für Themen rund um Interaktion, Vernetzung und natürlich vor

allem für die Menschen da. Darum beschäftigen wir uns an erster Stelle mit Coaching. Jeder im

Netzwerk kann jederzeit Coaching-Angebote in Anspruch nehmen. Ein Coach ist auf das Thema

Purpose spezialisiert; damit wollen wir sichergehen, dass jeder Netzwerker auch findet, was er für

seinen Purpose hält.

Die zweite große Aufgabe ist für uns das Leiten und Prägen unseres „Ökosystems“. Wir veranstalten

viele Formate, die dem Netzwerk guttun, sei es, um die Kollegen besser zu vernetzen, mit ihnen

neue Fertigkeiten zu entwickeln und Informationen und Best Practices aus dem Business zu teilen.

Und schließlich Organisationsentwicklung: Wir hinterfragen kontinuierlich, ob die gegenwärtige

Struktur immer noch die richtige ist, für das, was wir erreichen wollen. Wir führen aufwändige

Analysen durch, um zu schauen, welche IT passt, welches Organisationsdesign für den Organisationszweck

geeignet ist und wie zufrieden die Netzwerker damit sind. Die Wirksamkeit der IT und

des Organisationsmodells hat für uns oberste Priorität – alles, was hier den Test nicht besteht, wird

abgeschafft.

Du wirst sehen, Philip, wir sind in einer kontinuierlichen Transformationsphase – nur anders als

früher in Unternehmen ist das bei uns nichts Negatives. Eigentlich wird es immer besser, weil wir

Barrieren, die euch bei der Arbeit behindern – sei es IT oder Organisatorisches – aus dem Weg

räumen. Das vielleicht als erste Antwort. Aber schaue dir gern noch die HC-Folge auf deiner VR-

Brille an.

Wo ist die Grenze zwischen Mensch

und Computer? Mit wie viel Technik

darf sich ein Mensch mit Bio-Hacking

und anderen Technologien selbst

„upgraden“? Wir stehen unmittelbar

vor diesen Fragen und erste Cyborgs

demonstrieren bereits ihre digital

optimierten Fähigkeiten – z.B. durch

Implantate.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Philip: Super, vielen Dank, Fiona, das war ein wirklich informatives und angenehmes Gespräch.

Fiona: Sehr gerne, Philip.

Philip: Bist du eigentlich eine Maschine oder ein Mensch?

Fiona: Ich bin eine Frau, also Mensch.

Philip: Entschuldige bitte, das war jetzt vielleicht etwas zu intim… (lacht)!

Fiona: Alles gut (lacht). Bei HC gibt es auch Maschinen im Interaction Service. Die identifizieren sich

am Anfang aber auch als solche. Und unsere Netzwerkregeln sehen vor, dass die Maschinen keine

menschlichen Emotionen nachahmen, wie Lachen beispielsweise, und sich eher auf Prozessfragen

konzentrieren.

Philip: Verstanden – echt spannend bei euch. Aber ich glaube, auch nächstes Mal werde ich nach Fiona

mit der ID einfach.vernetzen.sinn fragen ...

Dr. Reza Moussavian ist SVP HR Digital & Innovation bei der Deutschen Telekom. Sein Auftrag ist, die Digitalisierung

von HR voranzutreiben sowie übergreifend die (digitale) Zusammenarbeit und Innovationsfähigkeit im Konzern zu

verbessern. Davor hat er bei PWC, IBM und Detecon Zentral- und Ost-Europa, Mittlerer Osten, Asien und Afrika

Internationalisierung und Aufbau neuer Geschäftsfelder begleitet.

Elisa Binzberger arbeitet im Bereich HR Digital & Innovation bei der Deutschen Telekom. Sie entwickelt Weiterbildungsformate

für Führungskräfte und Mitarbeiter zur Unterstützung der digitalen und agilen Transformation

und leitet bereichsintern die interne Kommunikation und den Think Tank.

Wie viel Mensch wird in virtuellen

Arbeitswelten noch benötigt und

welche Fähigkeiten sind noch

gefragt? Wo übertrifft künstliche

Intelligenz menschliche Kapazitäten?

Diesen Fragen gilt es sich nun zu

stellen.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Arbeitsplatzgestaltung als Aufgabe

des Gesundheitsmanagements

Von Burkhard Remmers, Wilkhahn – Wilkening + Hahne GmbH + Co. KG

Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sind für knapp 22 Prozent aller Ausfalltage verantwortlich.

Drei von vier Versicherten hatten laut DAK-Gesundheitsreport 2018 innerhalb eines Jahres die

Volkskrankheit Rückenschmerzen, und das, obwohl seit vielen Jahren im Rahmen des „betrieblichen

Gesundheitsmanagements“ vermehrt in Maßnahmen zur Rückengesundheit investiert wird. Aber nicht

nur „Rücken“, sondern viele weitere Störungen der Gesundheit werden inzwischen mit besonders

bewegungsarmen Lebens- und Arbeitsstilen in Verbindung gebracht. Ob Herz-Kreislauf-System, positive

Gefühle, Lungenfunktion, Stressresilienz, Immunsystem oder Verdauungssystem – der komplette

Organismus inklusive der Psyche ist auf ausreichende Bewegung angewiesen. Das aktuelle Fact-Sheet

der WHO geht davon aus, dass sich weltweit ein Viertel der Erwachsenen und sogar 80 Prozent der

Kinder und Jugendlichen deutlich zu wenig bewegen – mit verheerenden Langzeitfolgen.

Maximale Entlastung als Teil des Problems

Die bisherigen Strategien zur Bewegungsförderung im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

müssen als unzulänglich betrachtet werden: Ganz offensichtlich reicht es nicht, den

Bewegungsmangel während der Arbeit durch Zusatzangebote zu kompensieren. Stattdessen gilt es,

wieder mehr Bewegungen in die Arbeitsabläufe selbst zu integrieren. Das allerdings erfordert ein

komplettes Umdenken: Im Verständnis der Industrialisierung mit maximierter Arbeitsteiligkeit und Lean-

Management wurden Bewegungen als unproduktiv systematisch aus den Prozessen eliminiert. Und

auch das Büro ist seit Jahrzehnten auf Cockpit-Organisation, Greifraumorientierung und Minimierung

von Wegezeiten ausgerichtet. Analog dominiert in der Sitzergonomie die Haltungsoptimierung. Das

Credo: mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten den Körper wie mit einem maßgeschneiderten Korsett

maximal zu entlasten und vor dem Bildschirm zu fixieren. Damit wird diese Bürostuhlergonomie zum

Teil des Problems. Sie schwächt die Muskulatur, sie behindert Haltungswechsel und sie reduziert die

mentale Performance, weil auch dem Gehirn wesentliche Impulse fehlen, die nur durch Bewegung

ausgelöst werden.

Die neuen, wissenschaftlich evaluierten

und validierten Sitzkonzepte stellen

nicht mehr die Haltung, sondern

die dreidimensionale Beweglichkeit

in den Mittelpunkt der Arbeitsplatzgestaltung.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Die Bewegungsförderung beginnt beim Sitzen selbst

Sattsam bekannt (und gescheitert) sind die bisherigen Versuche, den Körper auf Wackelhockern oder

ähnlichen Sitzgelegenheiten wie dem Petzi-Ball zu trainieren. Für ein paar Minuten durchaus belebend

und hilfreich, überfordern diese Konzepte auf Dauer bei der Bildschirmarbeit, weil die Haltemuskulatur

einseitig belastet und ihre Versorgung eingeschränkt wird. Auch andere Sitzmöbelkonzepte mit

wackelnden, beispielsweise federnd gelagerten Sitzflächen oder gar Vibratoren zur Stimulation der

Durchblutung konnten sich nicht in der Breite durchsetzen, weil sie von vielen als unsicher oder zu

ungewohnt empfunden werden. Heute stellen Gesundheitswissenschaftler deshalb die natürliche

Aktivierung und Stimulation in den Mittelpunkt einer neuen Arbeitsplatzgestaltung. Jede Haltung, die

der Körper schmerzfrei einnehmen, und jede Bewegung, die er ausführen kann, werden als richtig

und wichtig erachtet: vom aufrechten Sitzen über das Quer-Sitzen bis zum Lümmeln. Je häufiger die

Haltungswechsel und je vielfältiger und natürlicher die Bewegungen, desto besser werden auch im

Sitzen Muskeln, Gelenke und geistige Leistungsfähigkeit aktiviert. Da der menschliche Organismus

für das Laufen optimiert ist, sind es vor allem die dreidimensionalen Bewegungen der Hüfte, die den

größten Effekt für einen gesunden Stoffwechsel haben.

Das neue Sitzen: körperkonform, leistungssteigernd, präventiv – und beliebt

Das „Zentrum für Gesundheit durch Sport und Bewegung“ der Deutschen Sporthochschule Köln hat

deshalb maßgebliche Impulse zur Entwicklung einer neuen, dreidimensional-dynamischen Stuhlbeweglichkeit

(Free-to-move-Kinematik) gesetzt, die beim Sitzen ähnliche Beweglichkeiten und Muskelgruppen

stimuliert wie beim Laufen. Um die Wirksamkeit zu überprüfen, wurden anschließend

die Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden evaluiert. Eine Laborstudie untersuchte die

Körperkonformität des neuen Sitzkonzepts, das die natürliche Beweglichkeit der Hüfte mobilisiert,

die tiefe Rückenmuskulatur stimuliert und mit flüssigen Bewegungen große Muskelschlingen von den

Fußgelenken bis zum Schultergürtel aktiviert. Eine zweite, vergleichende Feldstudie belegte, dass dieses

Mehr an Bewegung zu einem signifikant verbesserten Wohlbefinden und zu einer deutlich verbesserten

Konzentrationsleistung führt. In der jüngsten Vergleichsstudie, im März 2018 auf der Applied

Den Arbeitsplatz als Bewegungssystem

begreifen: höhenverstellbarer

Tisch für Steh-Sitz-Dynamik in Verbindung

mit einem 3D-Bürostuhl, der

durch eine erhöhte Sitzposition und

Vorneigung der Sitzfläche in einem

Bewegungsverlauf zum häufigen

Aufstehen einlädt.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Ergonomics Conference in Atlanta vorgestellt, wurden anhand von standardisierten Büroarbeitsprozessen

erstmalig die konkreten Stoffwechselaktivitäten spezifischer Rückenmuskeln untersucht. Das

3D-dynamische Sitzen führt demnach zu einer besseren Versorgung der Muskulatur im Lumbalbereich,

der besonders häufig von Rückenschmerzen betroffen ist. Entscheidend für den Stoffwechsel ist der

Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Die Bewegungsmöglichkeiten sind im Vergleich zu

einem konventionell beweglichen Bürostuhl ungleich vielfältiger und werden in der Büroarbeit auch

tatsächlich genutzt. Last but not least schätzten die Probanden den 3D-dynamischen Bürostuhl in allen

Kriterien für Beweglichkeit und Wohlbefinden auch subjektiv besser ein. Die Wissenschaftler halten

das Sitzkonzept daher für eine wirksame Prävention gegen die typischen Rückenschmerzen, die ihre

Ursache in der Lumbalmuskulatur haben.

Der Stoffwechsel als neue Kenngröße der Ergonomie

Reflektierten die bisherigen Ergonomie- und Arbeitsplatzkonzepte mit den Schwerpunkten Haltung

und Biomechanik den Zeitgeist und wissenschaftlichen Kenntnisstand des späten 20. und frühen 21.

Jahrhunderts, so wird jetzt immer deutlicher, dass Gesundheit und Wohlbefinden vor allem eine Frage

des Stoffwechsels ist. Dazu gehört natürlich die Ernährung, aber vor allem auch die Aktivierung der

Muskulatur als größtem Stoffwechselmotor des Körpers. Und diese Aktivierung zahlt sich aus. Der Produktivitätszuwachs

durch bessere Konzentrationsleistung spielt in kurzer Zeit die Investitionen in mehr

Beweglichkeit ein – von den längerfristigen Motivations- und den langfristigen Gesundheitseffekten

ganz zu schweigen. Es geht dabei nicht um Fitness oder Sport, sondern um die Minimalaktivitäten,

die ein gesunder Stoffwechsel benötigt. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, nicht nur das Sitzen,

sondern auch die Organisation der Büroprozesse und die Architektur des Büroraums insgesamt zu

überdenken. Bewegt euch, Mitarbeiter, heißt das Gebot der Stunde in den neuen Arbeitswelten – und

das nicht nur im übertragenen Sinn!

Burkhard Remmers ist Autor zahlreicher internationaler Fachpublikationen und gilt als Experte für nachhaltige

Office-Konzepte. Der Germanist und Historiker arbeitet seit 1995 für Wilkhahn, das nicht nur mit zahlreichen

Designpreisen, sondern auch mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU ausgezeichnet wurde.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Prämierte New Work-Geschichten

Von Thomas Vollmoeller, XING SE

Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus? Diese Frage bewegt uns bei XING bereits seit vielen Jahren,

denn sie ist eine der ganz großen Fragen unserer Gesellschaft. Dass sich das, was wir Arbeit nennen,

radikal verändert und die Digitalisierung eine wesentliche Triebfeder dessen ist, dürfte unumstritten sein.

Oft proklamieren Beobachter jedoch, dass wir nur auf eine externe Veränderungsdynamik zu reagieren

hätten – so heißt etwa die gesellschaftspolitische Reaktion auf „Industrie 4.0“ einfach „Arbeit 4.0“.

Unserer Ansicht nach ist das zu kurz gedacht. Denn wir können uns entscheiden, ob wir gestaltet

werden oder selbst gestalten. Das beweisen zahlreiche Unternehmen, die Dinge anders machen, die

versuchen, Arbeit menschlicher, bunter, selbstbestimmter und für den Einzelnen erfüllender zu machen.

Vielfach geschieht dies jedoch jenseits des Bewusstseins der Öffentlichkeit. Mit dem New Work Award

wollen wir das ändern: Wir machen solche Experimente öffentlich und bringen die damit verbundenen

Ideen, Erfahrungen und Erkenntnisse in die Diskussion zur Zukunft der Arbeit ein.

Arbeit zukunftsweisend denken

Der New Work Award prämiert deshalb einmal jährlich Unternehmen, Teams und Einzelpersonen,

die durch ihr Schaffen Leitfiguren für die neue Arbeitswelt sind. Auf diese Weise suchen wir nach

Persönlichkeiten, die Arbeit innovativ und zukunftsweisend denken und neue Wege aufzeigen, einen

der zentralen Bereiche in unser aller Leben zu gestalten: die Arbeit.

Die Diskussion um die Zukunft der Arbeit ist auch Kern dessen, was wir bei XING als unsere

gesellschaftliche Verantwortung begreifen. Wir wollen unsere mehr als 15 Millionen Mitglieder durch

die Umwälzungsprozesse der Arbeitswelt begleiten und ihnen zukunftsweisende Arbeitskonzepte

präsentieren – mit der Vision, dass die Arbeitswelt der Zukunft eine bessere wird.

Innovative Unternehmen und System-Rebellen

Für den New Work Award bewerben kann sich jeder, der Arbeit innovativ organisiert. Dabei erwarten

wir keine perfekten Konzepte, sondern einen Ansatz, der uns zeigt, dass die tägliche Arbeit nachhaltig

verändert wird. Neben innovativen Unternehmen und Teams zeichnen wir auch Einzelpersonen, die

sogenannten „New Worker“, aus. Diese „System-Rebellen“ sind Menschen, die aus ihrem gewohnten

Umfeld ausbrechen, neue Wege gehen und damit andere ermutigen.

Die eingereichten Best-Practice-Initiativen und New Worker werden zunächst von einer Expertenjury

aus Mitgliedern des New-Work-Ideenlabors, dessen Schirmherr Thomas Sattelberger ist, vorsortiert. Die

besten Einsendungen kommen auf eine Short-List, die wir der Öffentlichkeit auf der New-Work-Website

vorstellen. Dort laden wir dann zur Abstimmung über die beste Initiative und die überzeugendsten

Persönlichkeiten der New-Work-Bewegung ein. Die Award-Verleihung schließlich findet auf der New

Work Experience statt.

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NEW WORK – AUFBRUCH IN EINE NEUE ARBEITSWELT

Beispiele für Aktivitäten der prämierten Unternehmen und Unternehmer:

Bei der Robert Bosch GmbH können auch Mitarbeiter in der Produktion Angebote wie Home Office,

Jobsharing und Familienarbeitsplätze, die auf Betreuungszeiten abgestimmt sind, wahrnehmen.

Der Nutzfahrzeughersteller MAN erprobt mit seiner „Zukunftswerkstatt“ auf 300qm neue Arbeitsweisen

und zeigt damit eindrucksvoll, wie sich die Tradition eines mehr als 250 Jahre alten Unternehmens mit

der Digitalisierung verbinden lässt und sichert sich so den New Work Award 2018.

Das Telekommunikationsunternehmen Cisco, welches 2017 Gewinner des New Work Awards wurde,

punktet mit viel Eigenverantwortung statt Hierarchie. So können die Mitarbeiter nicht nur den Arbeitsort,

sondern auch die Arbeitszeit frei und spontan einteilen.

Auf dem Online-Marktplatz „Traum-Ferienwohnungen“ arbeiten die Mitarbeiter selbstorganisiert in

gemischten Teams ohne Führungskräfte. Das Unternehmen wurde mit seinem Konzept Zweitplatzierter.

Die mit dem Award ausgezeichneten New Worker hingegen setzten unter anderem Maßstäbe im

Bereich Co-Working, wie der Gründer der Design Offices Michael Schmutzer. Oder sie schafften eine

Graswurzelbewegung im eigenen Unternehmen, wie zum Beispiel drei Mitarbeiter der Siemens AG, die

erreichten, dass die Fertigung neu aufgestellt wurde und so flexibler, agiler und humaner geworden ist.

Aufgrund der großen Resonanz in den vergangenen Jahren haben wir das Konzept und den Bewerbungsprozess

des Awards weiterentwickelt. Durch ein neues, multimediales Bewerbungssystem und

einen offeneren, neu strukturierten Kriterienkatalog wollen wir mehr Menschen dazu bewegen, sich

für den New Work Award zu bewerben. So ist es noch mehr Vordenkern möglich, ihre New-Work-

Geschichte im bestmöglichen Rahmen mit der Gesellschaft zu teilen.

Dr. Thomas Vollmoeller ist seit Oktober 2012 CEO der XING SE. Zuvor war er Vorstandsvorsitzender der Schweizer

Valora Gruppe und Vorstandsmitglied bei Tchibo sowie zehn Jahre lang bei McKinsey & Co. tätig.

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© Simon Veith – nachhaltige Fotografie

B.A.U.M.-PORTRAIT

und Tätigkeitsbericht für 2018

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Jahresrückblick

B.A.U.M. 2018

17.1. Mitgliederversammlung von B.A.U.M. 1) Kassel

17./18.1. Kick-off zum Projekt „ALLIES – Activating and Learning from Local Investment in Energy Savings“ München

30.1. „Sustainable Office Day“ auf der Messe Paperworld Frankfurt a.M.

20./21.2. 43. Sustainability Leadership Forum: „Effektive Nachhaltigkeitskommunikation“; Bonn

Gastgeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

27.2. „Umsetzung der SDGs in und mit der Wirtschaft“ – Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Hamburg

NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft

13.3. „Biokunststoffe: ihre Rolle in der EU-Kunststoff-Strategie“ – Politischer Abend im Rahmen des Berlin

Projekts „BiNa – Neue Wege, Strategien, Geschäfts- und Kommunikationsmodelle für Biokunststoffe

als Baustein einer Nachhaltigen Wirtschaft“

23.3. „5hoch3 | nachhaltig.digital @OMR18“ – Veranstaltung des Projekts nachhaltig.digital von Hamburg

B.A.U.M. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) als Side Event der Online Marketing

Rockstars Messe und Konferenz

16.4. Netzwerkkonferenz zu betrieblichem Mobilitätsmanagement im Rahmen des Projekts mobil gewinnt Oldenburg

25.4. Ergebnispräsentation des Projekts „BiNa – Neue Wege, Strategien, Geschäfts- und Hannover

Kommunikationsmodelle für Biokunststoffe als Baustein einer Nachhaltigen Wirtschaft“

15.5. Auftaktkongress des Projekts nachhaltig.digital von B.A.U.M. und der Bonn

Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

24.5. Praxisseminar „Wälder beraten Wirtschaft“ Forstenrieder Park (München)

29.5. „Einführungsworkshop Design Thinking“ in Zusammenarbeit mit der Protellus – Ferron, Hamburg

Karg & von der Heyde GbR

5./6.6. 44. Sustainability Leadership Forum: „Wahrung der Menschenrechte in der Lieferkette“; Düsseldorf

Gastgeber: GROHE AG

15.6. Sitzung des B.A.U.M.-Gesamtvorstands Osnabrück

15./16.6. „Walk + Talk: SDG4U?“ – B.A.U.M.-Netzwerktreffen Osnabrück

20.6. „Nachhaltigkeitskommunikation im Marketing“ – Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Hamburg

NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft

15.8. Sitzung des B.A.U.M.-Gesamtvorstands Hamburg

16.8. Sitzung des B.A.U.M.-Beirats Unternehmen und des B.A.U.M.-Kuratoriums Wissenschaft Hamburg

22.8. „Digitalisierung & Nachhaltigkeit: vom Duell zum Duett“ – Veranstaltung in Zusammenarbeit Hamburg

mit der HSBA Hamburg School of Business Administration im Rahmen des Projekts

nachhaltig.digital von B.A.U.M. und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)

1) Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstest Management e.V. wird hier und in den folgenden Texten kurz B.A.U.M. genannt.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

30.8. Praxisseminar „Wälder beraten Wirtschaft“ Junkernwald (Marburg)

6.-9.9. B.A.U.M.-Gipfelgespräch Gallzein/Österreich

14.9. „Healthy Printing Symposium“ in Zusammenarbeit mit EPEA Internationale Umweltforschung GmbH Lüneburg

24.9. Verleihung des B.A.U.M.-Umweltpreises in der Kategorie Wissenschaft Hamburg

im Rahmen der Hamburger Klimawoche

25./26.9. „Mehr Nachhaltigkeit ist machbar!“ – B.A.U.M.-Jahrestagung und Preisverleihung 2018 Darmstadt

26.9. Mitgliederversammlung von B.A.U.M. Darmstadt

26.9. „RessVA: Steigerung der Ressourceneffizienz in KMU“ – Veranstaltung vor Ort Reinheim

bei der Druckerei Lokay e.K.

16.10. Praxisseminar „Wälder beraten Wirtschaft“ Sachsenwald (Hamburg)

1.11. „RessVA: Steigerung der Ressourceneffizienz in KMU“ – Veranstaltung vor Ort bei der Glückstadt

Steinbeis Papier GmbH

12.11. „Steigerung der Ressourceneffizienz in Unternehmen“ – Veranstaltung des Projekts RessVa Hamburg

in Zusammenarbeit mit der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft

12./13.11. 45. Sustainability Leadership Forum: „Wirkungen des Klimawandels auf Unternehmen“; Würzburg

Gastgeber: memo AG

12.12. „Cradle to Cradle im Bauwesen“ – Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Hamburg

NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft

Teilnehmende schätzen die

Veranstaltungen von B.A.U.M.

als Networking-Plattform.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

B.A.U.M.-Jahrestagung

Treffpunkt für Nachhaltigkeitsakteure

Im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung am 25./26. September 2018 brachte das

Netzwerk nachhaltig wirtschaftender Unternehmen erneut engagierte Akteure aus

Wirtschaft, Politik, Verbänden, Medien und Wissenschaft zusammen. Tagungsort

war das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt, ein Vorzeigeobjekt für

Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und intelligente Energienutzung. Das Programm

bot eine breite Palette an Zukunftsthemen und setzte durch überzeugende

Praxisbeispiele inspirierende Impulse. Themen in den Foren waren u.a. nachhaltiges,

werteorientiertes Handeln in einer digitalen Zukunft sowie die Potenziale der

17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) für betriebliches Nachhaltigkeitsmanagement,

Kommunikation und Reporting.

Nachhaltigkeit als Innovationsmotor

Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Schirmherrin der zweitägigen Veranstaltung,

zeigte sich überzeugt, „dass Nachhaltigkeit ein entscheidender Innovationsmotor

für unser Land sein kann. Mit Innovationen sichern wir Wachstums- und

Exportchancen für kommende Generationen.“ In ihrem Grußwort forderte sie mehr

Tempo in Sachen Nachhaltigkeit und mehr Investitionen in den Klimaschutz.

Um Innovationen ging es auf der B.A.U.M.-Jahrestagung auch unter der Überschrift

„Junge Ideen und Nachhaltigkeit“. Acht junge Unternehmen präsentierten für jeweils

7 Minuten sehr anschaulich ihre Geschäftsidee und ihre aktuellen Herausforderungen.

Im Anschluss standen sie für Fragen und Erfahrungsaustausch zur Verfügung.

Etablierten Unternehmen bot sich so die Möglichkeit, sich von Start-ups inspirieren

zu lassen.

Raum für Austausch und Networking

Bei der Konzeption der Veranstaltungsformate achtet B.A.U.M. im Vorfeld der

Tagung besonders darauf, dass sich die Teilnehmenden mit ihren Erfahrungen und

Birgit Hensel, Vice President Shared

Value von Deutsche Post DHL (2.v.r.)

diskutierte mit (v.l.) Anna Cavazzini

(Brot für die Welt), Dr. Elke Siehl (GIZ)

und Fiona Jäger (AfB) zum Thema

„SDGs für Unternehmen: Musthaves

oder Add-ons?“ (ganz links

Moderator Michael Kaminski-Nissen,

Mitglied des B.A.U.M.-Gesamtvorstands).

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B.A.U.M.-PORTRAIT

ihren Fragen in die Diskussion einbringen können. So hatten sie bei der Jahrestagung

2018 die Möglichkeit, mit Hilfe ihrer Smartphones über eine Event-App des

Start-ups LineUpr an Umfragen teilzunehmen und Fragen an die Diskutierenden

auf dem Podium zu stellen.

Für die thematischen Foren wurden unterschiedliche Arbeitsformen gewählt. Im

Forum „Smart Sustainability: nachhaltige Ideen für eine digitale Zukunft“ beispielsweise

sorgte die Methode Pecha Kucha für Dynamik und führte zu einer lebhaften

Diskussion der Teilnehmenden mit der Referentin und den Referenten.

Die Pausen im vielfältigen Tagungsprogramm boten den Teilnehmenden Raum zum

Networking. Auf großes Interesse stießen auch die Stände der Sponsoren. Am Abend

schuf die Livemusik der „mobilen Band“ Acoustic Club die richtige Atmosphäre für

angeregte Gespräche und Erfahrungsaustausch.

Kein „Weiter so“, sondern ein „Viel besser“

Am zweiten Tag der B.A.U.M.-Jahrestagung wurden der Internationale B.A.U.M.-

Sonderpreis sowie der B.A.U.M.-Umweltpreis verliehen – letzterer bereits zum 25.

Mal. Mathias Samson, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft,

Energie, Verkehr und Landesentwicklung, begrüßte in seiner Festrede den Ansatz

des B.A.U.M.-Netzwerks, Nachhaltigkeit im täglichen Geschäft zu erzielen und

nicht in einzelnen Schaufensterprojekten. „Was wir brauchen, ist mehr Dynamik

bei der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Prozesse und Produkte. Vor allem

die Digitalisierung muss so eingesetzt werden, dass sie das Wirtschaftswachstum

erhöht und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch reduziert“, betonte Samson. Und

er gratulierte den B.A.U.M.-Preisträgerinnen und -Preisträgern: „Wir alle hier wollen

kein ‚Weiter so‘, sondern ein ‚Viel besser‘. Die heutigen Preisträger können dafür

ein Vorbild sein.“

Der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr.

Maximilian Gege im Gespräch mit

B.A.U.M.-Sonderpreisträgerin Marie

Nasemann

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Bereits zwei Tage zuvor war im Rahmen der Hamburger Klimawoche Prof. Dr. Mojib

Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel mit dem B.A.U.M.-

Umweltpreis in der Kategorie „Wissenschaft“ ausgezeichnet worden. Den Preis

überreichten Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und

Verbraucherschutz, Fürst Albert II. von Monaco, B.A.U.M.-Sonderpreisträger von

2009, sowie der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege. Der bekannte

Klimaforscher forderte die Wirtschaft auf, durch nachhaltiges Handeln Vorbild für

die ganze Gesellschaft zu sein.

Verleihung des B.A.U.M.-Umweltpreises

in der Kategorie Wissenschaft

(v.l.n.r.): Kristina Kara, Prof. Dr.

Maximilian Gege (beide B.A.U.M.),

Bundeslandwirtschaftsministerin

Julia Klöckner, Fritz Lietsch (ALTOP),

Preisträger Prof. Dr. Mojib Latif, Dr.

Johannes Merck (Otto Group), Fürst

Albert II. von Monaco

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Preisträgerinnen und Preisträger 2018

B.A.U.M.-Umweltpreis und Internationaler

B.A.U.M.-Sonderpreis

Auch 2018 konnte B.A.U.M. wieder überzeugende Preisträgerinnen und Preisträger

präsentieren.

Internationaler B.A.U.M.-Sonderpreis

• Marie Nasemann, fairknallt

B.A.U.M.-Umweltpreis

Kategorie Großunternehmen

• Dr. Frank Appel, Deutsche Post DHL Group

• Bettina Würth, Adolf Würth GmbH & Co. KG

Kategorie Kleine und mittelständische Unternehmen

• Florian Hammerstein und Hans Hermann Münchmeyer, Original Food GmbH

• Jörg Hoffmann, Wilkhahn – Wilkening + Hahne GmbH + Co. KG

• Christine Miedl, Sparda-Bank München eG

Kategorie Medien

• „Rote Rosen“, Norddeutscher Rundfunk, vertreten durch Meibrit Ahrens und

Sema Wittgenstein

Kategorie Wissenschaft

• Prof. Dr. Mojib Latif, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Kategorie Institutionen

• Dr. Lutz Fähser und Knut Sturm, Stadtwald Lübeck

Die Preisträgerinnen und Preisträger

2018 mit dem B.A.U.M.-Vorstand

sowie Mathias Samson, Staatssekretär

im Hessischen Ministerium

für Wirtschaft, Energie, Verkehr und

Landesentwicklung (4.v.r.)

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Ausgezeichnet für Nachhaltigkeit

B.A.U.M.-Umweltpreis seit 1993

Es gibt in Wirtschaft und Gesellschaft vielfältige erfolgreiche Lösungen und Aktivitäten,

die zu einem Mehr an Nachhaltigkeit führen. Diese bekannt und übertragbar

machen sowie die engagierten Personen hinter diesen Ideen ehren – auch dadurch

lässt sich Nachhaltigkeit vorantreiben. So entstand die Idee für den B.A.U.M.-Preis.

Bereits seit 1993 verleiht B.A.U.M. seinen B.A.U.M.-Umweltpreis. Dieser undotierte

Preis zeichnet in den Kategorien Großunternehmen, Kleine und mittelständische

Unternehmen, Wissenschaft, Medien sowie Institutionen/Verbände herausragende

persönliche Leistungen und individuelles Engagement aus. Ganz bewusst werden

engagierte Einzelpersonen und nicht Organisationen prämiert. Wichtiges Kriterium

bei der Auswahl und Bewertung der Preisträgerinnen und Preisträger sind

die Praxisrelevanz und die Übertragbarkeit der initiierten Maßnahmen auf andere

Unternehmen und Institutionen. Seit 2004 werden zudem Persönlichkeiten, die sich

in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz bzw. für soziale Fragen engagieren, mit

dem „Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis“ ausgezeichnet.

Aus den eingereichten Vorschlägen wählt eine Jury unter Vorsitz von Prof. Dr.

Maximilian Gege die Preisträger und Preisträgerinnen aus. Diese werden dann im

Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung geehrt und erhalten u.a. eine von der Bundesumweltministerin

bzw. vom Bundesumweltminister unterschriebene Urkunde.

Kontakt

Prof. Dr. Maximilian Gege

Telefon +49 (0)40 / 49 07 11 00

maximilian.gege@baumev.de

2017 ergab eine Studie der Universität Hohenheim, dass der B.A.U.M.-Umweltpreis

nach dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis und dem von der DBU verliehenen, hoch

dotierten Deutschen Umweltpreis bei deutschen Unternehmen zu den bekanntesten

und begehrtesten Nachhaltigkeitspreisen gehört.

Eine Liste aller Jury-Mitglieder finden Sie auf www.baumev.de/Auszeichnung.

Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre werden auf

www.baumev.de/Rueckschau_Preistraeger präsentiert.

Mitglieder der Jury des B.A.U.M.-

Preises (v.l.n.r.): Bernhard Schwager,

Dr. Thomas E. Banning, Nina

Eichinger, Prof. Dr. Maximilian Gege

(Vorsitzender), Uwe Möller, Dr. Jens

Wichtermann, Kristina Kara

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Menschen zusammenbringen

Informations- und Erfahrungsaustausch im Netzwerk

Für B.A.U.M. als Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften haben Veranstaltungen

vor allem das Ziel, an Nachhaltigkeitsfragen interessierte und für Umwelt und

Gesellschaft engagierte Menschen zum Informations- und Erfahrungsaustausch zusammenzubringen.

Bereits seit über 10 Jahren lädt B.A.U.M. daher regelmäßig zum

Gipfelgespräch ein. 2018 ging es nach Österreich, auf die Koglmoosalm oberhalb des

kleinen Bergorts Gallzein in den Tuxer Alpen. Dort begrüßten Gallzeins Bürgermeister

Josef Brunner sowie der Organisator und B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian

Gege die Teilnehmenden. Spontan wurden eine Besichtigung des Silberbergwerks

im nahegelegenen Schwaz unter fachkundiger Leitung sowie ein Besuch im Rathaus

vereinbart. Das B.A.U.M.-Gipfelgespräch ist ein bewährtes Veranstaltungsformat,

das beindruckende Bergwanderungen mit Networking verbindet.

Wer es nicht ganz so bergig mag, konnte am B.A.U.M.-Netzwerktreffen teilnehmen,

das am 15./16. Juni 2018 bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück

stattfand. Während der Freitagnachmittag von Vorträgen geprägt war, stand

der Samstag im Zeichen von zwanglosem Austausch beim „WanderTalk“, den das

B.A.U.M.-Mitglied Hellmann Process Management organisiert hatte. „Was hat Wald mit

B.A.U.M. zu tun?“, fragte Rainer Kant, Forstexperte bei B.A.U.M. Er zeigte in seinem

Vortrag anhand von beeindruckenden Fotografien die wechselseitige Verbindung und

Abhängigkeit zwischen Unternehmen und dem Ökosystem Wald. Michael Kaminski-

Nissen, Mitglied des B.A.U.M.-Gesamtvorstands, thematisierte, ob und wie die SDGs

aktuell in Unternehmen dargestellt werden. Carl-Ernst Müller präsentierte das von ihm

koordinierte Projekt nachhaltig.digital, die Kompetenzplattform für Nachhaltigkeit und

Digitalisierung von B.A.U.M. und DBU. André Pohl, Geschäftsführer von Hellmann

Process Management, zeigte den Weg von einem Recycler hin zu einem Beratungsunternehmen

auf. Abschließend gab Andreas Skrypietz für die DBU eine kurze Übersicht

über Fördermöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen.

Nachhaltiges Wirtschaften voranbringen

Ökosysteme sind erfolgreich, weil sie durch Vielfalt, Teilhabe und Symbiose einen

Mehrwert für alle Beteiligten schaffen. Davon können Unternehmen lernen. Im

Rainer Kant, Forstexperte bei

B.A.U.M., erläutert auf seinen Waldführungen,

was Unternehmen von

Ökosystemen lernen können.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Praxisseminar „Wälder beraten Wirtschaft“, das Rainer Kant gemeinsam mit Dr.

Friedrich Glauner vom Weltethos-Institut an der Universität Tübingen regelmäßig

anbietet, entdecken die Teilnehmenden mit den Erfolgsprinzipien der Ökologie ein

neues Wettbewerbsverständnis und können so zu Gewinnern auf den Märkten

von morgen werden. Ganz konkret erlernen sie an praxisnahen Beispielen eine

langfristig innovative Markenentwicklung, erhalten Impulse für die Gestaltung

von Wertschöpfungskreisläufen und gewinnen durch das Vorbild der Natur einen

neuen Blick auf tragfähige Nutzenstiftungen. Das eintägige Seminar richtet sich an

Führungsverantwortliche aus Wirtschaft und Verwaltung.

Auf kontinuierliche Zusammenarbeit und Austausch unter nachhaltig wirtschaftenden

Unternehmen ist das Sustainability Leadership Forum (SLF) ausgerichtet,

das B.A.U.M. gemeinsam mit dem Center for Sustainability Manangement (CSM)

der Leuphana Universität Lüneburg bereits seit 2004 organisiert. Der kleine Kreis

von Nachhaltigkeitsakteuren traf sich 2018 insgesamt drei Mal bei teilnehmenden

Unternehmen und arbeitete unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Schaltegger vom

CSM und B.A.U.M.-Vorstand Martin Oldeland zu den Themen „Effektive Nachhaltigkeitskommunikation“,

„Wahrung der Menschenrechte in der Lieferkette“ und

„Wirkungen des Klimawandels auf Unternehmen“.

Eine breite Themenpalette

Hochkarätige Veranstaltungen finden bei B.A.U.M. auch im Rahmen von Projekten

statt. So organisierte das Team des Projekts BiNa im März in Berlin einen politischen

Abend zum Thema „Biokunststoffe: ihre Rolle in der EU-Kunststoff-Strategie“.

Das Team von nachhaltig.digital, der gemeinsamen Kompetenzplattform von

B.A.U.M. und DBU, richtete ein innovatives Side Event zur Online Marketing Rockstars

Messe und Konferenz mit dem Titel „5hoch3 | nachhaltig.digital @OMR18“ aus. Es

ging, wie generell bei nachhaltig.digital, darum, Kompetenzen zusammenzubringen

und Ideen zu vernetzen. Bei Brot und Bier pitchten fünf Start-ups für jeweils drei

Minuten ihre nachhaltig-digitale Idee und ihre drei aktuellen Herausforderungen.

Networking bei „5hoch3 | nachhaltig.digital

@OMR18“: B.A.U.M.-

Vorstand Kristina Kara (r.) mit

Michael Schweikart (Tomorrow) und

Dr. Sandra Derissen (B.A.U.M. und

Green Growth Futura)

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Das Publikum durfte dreimal nachhaken. Einzige Spielregel: wer helfen kann, muss

sich melden.

Eine kontinuierliche Zusammenarbeit bei Veranstaltungen verbindet B.A.U.M. mit

dem B.A.U.M.-Mitglied NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft. 2018 gab

es insgesamt vier Abende im Hamburger Dockland, wo die Graduate School der

NORDAKADEMIE ihren Sitz hat. Die Veranstaltungen griffen Themen auf, die für

Unternehmen relevant sind, und deckten damit eine breite Palette ab: von „Umsetzung

der SDGs in und mit der Wirtschaft“ über „Nachhaltigkeitskommunikation

im Marketing“ bis hin zu „Steigerung der Ressourceneffizienz in Unternehmen“ und

„Cradle to Cradle im Bauwesen“.

Neue Methoden vermitteln

Auch der „Einführungsworkshop Design Thinking“, den B.A.U.M. in Zusammenarbeit

mit dem jungen B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen Protellus anbot, fand in den attraktiven

Räumen der NORDAKADEMIE mit Blick auf den Hamburger Hafen statt. Das

Echo auf diese Veranstaltung war so positiv, dass es 2019 weitere Termine geben wird.

Der Einführungsworkshop richtet sich an Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer

mittelständischer Unternehmen, Mitarbeitende z.B. aus den Bereichen CSR und

Personalwesen sowie an Projektverantwortliche. Die Teilnehmenden lernen, wie sie

innovative und nutzerzentrierte Produkte und Dienstleistungen entwickeln, Teamarbeit

und multidisziplinäre Zusammenarbeit stärken und in Zeiten der Digitalisierung nachhaltige

Ideen generieren. Konkret erarbeitete das Team des Start-ups Protellus, das

am Hasso-Plattner-Institut ausgebildet wurde, mit den Teilnehmenden an praxisnahen

Fallbeispielen Lösungen mit Hilfe der Methoden des Design Thinking.

Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen von B.A.U.M. finden Sie auf

www.baumev.de/Veranstaltungen_BAUM

Diskutierten über die Bedeutung der

SDGs für Unternehmen (v.l.n.r.):

Marcel Engel (Deutsches Global

Compact Netzwerk), Laura Martín

Gomez (Otto Group), Hans Gabányi

(Freie und Hansestadt Hamburg),

Alexander Gege (Otto Group).

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Nachhaltige Finanzanlagen

Positive Effekte für eine nachhaltige Entwicklung

Im Jahr 2018 stand für B.A.U.M. auch das Thema Nachhaltige Finanzanlagen im

Fokus. Da der Begriff „nachhaltig“ nicht geschützt ist, kann sich jedes beliebige

Finanzprodukt mit dem Prädikat „Nachhaltigkeit“ schmücken, ohne dass für Kunden

ersichtlich ist, mit welchen Anlagekriterien der Fondsinvestor operiert. Oft ist es für

Laien nicht deutlich, in welchen Unternehmen genau der Fonds investiert ist. So

investiert der Kunde oft unwissentlich in Unternehmen, die Rüstungsgüter herstellen,

in Atom- oder Kohlekraftwerke investieren oder wegen Korruption, Steuerhinterziehung,

mangelnder Sozialstandards etc. kritisiert werden.

Dazu kommt, dass der Fokus der überwiegenden Anlageempfehlungen z.B. auf

große Konzerne und/oder Technologieunternehmen ausgerichtet ist und der

Mittel stand in vielen Portfolios unterrepräsentiert ist. Gerade im Mittelstand gibt es

aber hervorragend nachhaltig wirtschaftende Unternehmen, die gleichzeitig auch

als Hidden Champion oder Weltmarktführer mit nachhaltigen Geschäftsmodellen

ausgewiesen sind. Die Performance dieser Unternehmen ist oft besser (auch als

Ergebnis einer konsequenten Nachhaltigkeitsstrategie), das Risiko nicht wesentlich

höher und Skandale seltener.

Der B.A.U.M. Fair Future Fonds

Der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege hat deshalb mit seinem Team

ein umfassendes Konzept und eine neue, innovative Analyse- und Bewertungsmatrix

entwickelt, um interessante Unternehmen weltweit zu selektieren, zu bewerten

und für ein Fondsprojekt vorzubereiten. In Zusammenarbeit mit der GLS Bank als

Anlageberater und der Green Growth Futura GmbH (GGF) ist so der B.A.U.M. Fair

Future Fonds entstanden, der im Oktober 2018 aufgelegt wurde.

Die GGF ist eine Ausgründung von B.A.U.M. e.V. und eine von Professor Gege eigens

gegründete Dienstleistungs-Agentur für nachhaltigkeits-interessierte Investoren;

sie ist Teil des B.A.U.M.-Netzwerks. Die GGF hat als Consultant der GLS Bank das

Der Nachhaltigkeitsbeirat des B.A.U.M. Fair Future Fonds

Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend

Vorstand, HEAG

Prof. Dr. Günther Bachmann

Generalsekretär, Rat für Nachhaltige

Entwicklung

Prof. Dr. Alexander Bassen

Universität Hamburg

Michael Beier

Geschäftsführer, Heinz-Sielmann

Stiftung

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Nachhaltigkeitsresearch und die sozial-ökologische Unternehmensbewertung für

den B.A.U.M. Fair Future Fonds übernommen. Darüber hinaus ist die GGF in diesem

Rahmen verantwortlich für die Recherche eines Anlageuniversums, für das sozialökologische

Monitoring der Unternehmen des Anlageuniversums sowie für die Koordination

und den Vorsitz des Nachhaltigkeitsbeirats des B.A.U.M. Fair Future Fonds.

Besonders im Fokus: kleine und mittelständische Unternehmen

Der B.A.U.M. Fair Future Fonds legt primär einen Fokus auf Anlagen in kleine

und mittelständische Unternehmen, die bereits nachhaltig wirtschaften oder sich

glaubhaft auf den Weg machen, ihre Geschäftstätigkeit nachhaltig neu auszurichten.

In einem mehrstufigen Prozess werden Unternehmen identifiziert, die neben

ökonomisch nachhaltigen Kennzahlen auch eine ökologisch, sozial oder kulturell

nachhaltige Ausrichtung vorweisen können.

Eine Liste von Ausschlusskriterien sorgt dafür, dass Unternehmen aussortiert werden,

deren Aktivitäten den Nachhaltigkeitszielen und -werten widersprechen. Die

Anlagekriterien verfolgen einen strengen Ausschluss bestimmter Branchen wie

Rüstungsindustrie, Mineralölkonzerne, Bergbauunternehmen etc. Alle Unternehmen

werden nach den eigens erstellten Ausschlusskriterien überprüft und anschließend

auf Nachhaltigkeit getestet. Dabei handelt es sich immer um Unternehmen, die einen

konkreten Beitrag zu einer etwas besseren Welt leisten: sei es beim Klimaschutz, bei

erneuerbaren Energien/Energieeffizienz, nachhaltiger Mobilität, Wasser, Biodiversität,

Armutsbekämpfung oder Gesundheit. Zudem leisten die ausgewählten Unternehmen

alle einen konkreten Beitrag zur Erreichung der 17 SDGs der Vereinten Nationen

und somit zu einer nachhaltigeren Welt.

Unternehmen, die nicht aufgrund eines Ausschlusskriteriums aussortiert wurden,

durchlaufen anschließend ein eigens von der GGF und B.A.U.M. entwickeltes Nachhaltigkeitsrating,

das 73 Einzelfragen umfasst und auf den Kriterien des Deutschen

Prof. Dr. Maximilian Gege

Vorsitzender, B.A.U.M. e.V.

Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald

Vorstand, Schweisfurth Stiftung

Dr. Monika Griefahn

Mitbegründerin von Greenpeace

Deutschland, ehemalige Umweltministerin

von Niedersachsen

Kristina Kara

Vorstand, B.A.U.M. e.V.

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64

B.A.U.M.-PORTRAIT


B.A.U.M.-PORTRAIT

Nachhaltigkeits Kodex (DNK) basiert. Dazu werden im Rahmen einer Recherche

alle zugänglichen und für den Prüfprozess relevanten Informationen gesammelt

und ausgewertet: Nachhaltigkeits- und CSR-Berichte oder vergleichbare Unternehmensberichte,

Angaben zum Carbon Disclosure Project (CDP), ergänzende Regeln

und Leitsätze wie z.B. Verhaltens- und Lieferantenkodizes, Wesentlichkeitsanalysen

sowie Veröffentlichungen auf der Homepage und weitere Medienberichte. Fragen,

die sich nicht durch öffentlich zugängliche Quellen (z.B. Nachhaltigkeits- und Geschäftsberichte

etc.) beantworten lassen, werden durch aktive Rücksprache mit dem

Unternehmen und ggf. durch Vor-Ort-Besuche geklärt.

Erreicht ein Unternehmen in der Nachhaltigkeitsanalyse 70 Prozent oder mehr, kann

es in die Empfehlungsliste für das Anlageuniversum aufgenommen werden. Bei

einem Ergebnis unter 70 Prozent wird eine Prozessbegleitung des Unternehmens

angestrebt. Im Rahmen dieser Prozessbegleitung werden konkrete Verbesserungsvorschläge

für eine Optimierung der Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet. Damit sollen

bewusst Unternehmen durch die Aufnahme in den B.A.U.M. Fair Future Fonds

gefördert werden, die zwar bisher noch am Anfang ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten

stehen, aber dennoch ein besonderes Potenzial aufweisen, Nachhaltigkeit in der

Unter nehmensstrategie fest zu verankern.

Kontinuierliches Monitoring

Alle Unternehmen, die diesen Prozess durchlaufen haben, werden einem von der

GGF ernannten Nachhaltigkeitsbeirat zur Abstimmung vorgelegt, der mit einer

einfachen Mehrheit über die Aufnahme bzw. Ablehnung des Unternehmens in das

Anlageuniversum entscheidet. Die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsanalyse des Unternehmens

werden für die Analyse der Ist-Prozesse herangezogen. Durch den direkten

Dialog mit dem Unternehmen (etwa durch persönliche Vor-Ort-Besuche, Telefonate

und Schriftverkehr) können individuelle Verbesserungspotenziale erkannt und,

wann immer möglich und gewünscht, gezielte Maßnahmen gemeinsam ent wickelt

Der Nachhaltigkeitsbeirat des B.A.U.M. Fair Future Fonds

Prof. Dr. Claudia Kemfert

Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr

und Umwelt, Deutsches Institut für

Wirtschaftsforschung (DIW)

Marc Pfizenmaier

Nachhaltigkeitsresearch, GLS Bank

Heinz Thomas Striegler

Leitender Oberkirchenrat, Evangelische

Kirche Hessen und Nassau

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B.A.U.M.-PORTRAIT

werden. Sollte keine Verbesserung eintreten oder sollten Sachverhalte auftreten, die

den Anlagekriterien des Fonds widersprechen, wird das Unternehmen erneut dem

Nachhaltigkeitsbeirat zur Diskussion vorgestellt. Ein kontinuierliches Monitoring aller

Unternehmen hinsichtlich der Anlagekriterien des B.A.U.M. Fair Future Fonds sichert

die nachhaltige Ausrichtung des Anlageuniversums.

Kontakt

Prof. Dr. Maximilian Gege

Telefon +49 (0)40 / 49 07 11 00

maximilian.gege@baumev.de

Dieses Fondskonzept soll auch zu einer besseren „Aktienkultur“ beitragen. 2800

Milliarden Euro liegen praktisch unverzinst auf Sparbüchern oder Festgeldkonten

und führen nach Abzug der Inflationsrate zu Vermögensverlusten. Sie tragen somit

in vielen Fällen zu einer mangelnden Vermögenssicherung und späteren Altersarmut

bei. Unter langfristiger Betrachtung können in der Vermögens- und Altersvorsorge

die Anlagen und Aktien bzw. die Beteiligung an gut geführten Unternehmen eine

sinnvolle Ergänzung sein. Das Wissen um diese Zusammenhänge ist jedoch leider

sehr gering und führt deshalb zu Anlage-Fehlentscheidungen. Bessere Aufklärung

und gezielte Investitionen sowie eine steuerliche Förderung von langfristigen Aktienanlagen

wären ein hervorragender Schritt zu einer erfolgreichen Vermögenssicherung

und Altersvorsorge für Millionen von Menschen. Gleichzeitig ergäben sich massive

positive Effekte für eine nachhaltige Entwicklung und Sicherung nachhaltiger

Lebensgrundlagen.

Weitere Informationen zur Green Growth Futura GmbH sowie zum

B.A.U.M. Fair Future Fonds finden Sie hier:

greengrowthfutura.de/

www.gls.de/gemeinnuetzige-kunden/anlegen/baum-fair-future-fonds

Der Nachhaltigkeitsbeirat des B.A.U.M. Fair Future Fonds

Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker

Ko-Präsident, Club of Rome

Volker Weber

Vorstandsvorsitzender, Forum Nachhaltige

Geldanlagen

Dr. Heinz Wings

ehemaliger Vorstandsvorsitzender,

Sparda-Bank Hamburg

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B.A.U.M.-PORTRAIT

nachhaltig.digital

Kompetenzplattform für den Mittelstand

Während der B.A.U.M.-Jahrestagung 2016 zum Thema „Digitalisierung und

Nachhaltigkeit“ wuchs bei B.A.U.M.-Vorstand Martin Oldeland und Dr.-Ing. Jörg

Lefèvre von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Überzeugung, dass

die Digitalisierungsdebatte in der Gesellschaft zu stark von technologischen und

ökonomischen Aspekten dominiert wird. Soziale, ökologische und ethische Gesichtspunkte

sind deutlich unterrepräsentiert. Genau diese dürfen jedoch nicht

ignoriert werden.

Diese Anfangsgedanken entwickelten die beiden schnell weiter zu der Idee, dem

deutschen Mittelstand, dem Rückgrat der deutschen Wirtschaft, eine Plattform zu

den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu bieten, auf der er sich informieren

und austauschen kann. Denn inzwischen hat fast die Hälfte der mittelständischen

Unternehmen die digitale Transformation in ihre Unternehmensstrategie aufgenommen.

An Beratungsangeboten in diesem Bereich fehlt es nicht, doch Nachhaltigkeit

findet dort noch zu wenig Beachtung.

In gemeinsamer Trägerschaft

Kompetenzplattform für den deutschen Mittelstand

Diese Lücke möchte nachhaltig.digital als Kompetenzplattform für den deutschen

Mittelstand und seine Geschäftspartner schließen. Neben der Telekom AG und

der Porsche AG unterstützt auch die Charta digitale Vernetzung als „Strategischer

Partner 2018“ nachhaltig.digital.

Viele Unternehmen kombinieren bereits nachhaltige und digitale Aspekte in ihren

Produkten oder Prozessen und sind Vorreiter in ihrem Bereich. Unternehmen wird

durch nachhaltig.digital Raum geboten, sich zu präsentieren, andere zu inspirieren

und Ideen zu vernetzen – so geschehen 2018 auf den verschiedenen Veranstaltungen

des Projekts.

Daniela Rathe (Mitte), Leiterin Politik

und Außenbeziehungen bei Porsche,

zusammen mit Friederike Fröhlich

vom Wittenberg-Zentrum für Globale

Ethik auf dem Podium beim Auftaktkongress

im Mai 2018 (rechts im Bild

Moderatorin Tina Teucher)

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Erst seit Januar 2018 ist das Team in voller Stärke besetzt, aber bereits im März

konnte die erste Veranstaltung des Projekts stattfinden. Gemeinsam mit Mindspace,

einem Hamburger Coworking Space, organisierte das Team ein Side Event der Online

Marketing Rockstars Messe. Zur Location des Mindspace im Herzen Hamburgs kamen

etwa 60 Teilnehmende, um die Pitches von ausgewählten nachhaltig-digitalen

Unternehmen zu erleben. Im Anschluss kam es zu regen Gesprächen zwischen

Teilnehmenden, Vortragenden und dem Team von nachhaltig.digital.

Am 15. Mai 2018 fiel dann der offizielle Startschuss für das Projekt auf einem eigenen

Auftaktkongress in Bonn bei der Deutschen Telekom AG. Der Fokus dieses ganztägigen

Events lag auf intensivem Austausch und Interaktionen zwischen den

Teilnehmenden sowie den Referenten und Referentinnen. Eröffnet wurde der Tag

durch den Generalsekretär der DBU, Alexander Bonde, und durch Melanie Kubin-

Hardewig als Vertreterin der Telekom. Es folgten Impulsvorträge aus Wirtschaft

und Wissenschaft.

Referentinnen waren u.a. Daniela Rathe von der Porsche AG, VAUDE-Geschäftsführerin

Antje von Dewitz sowie Werner Landhäußer, geschäftsführender Gesellschafter

der Mader GmbH & Co. KG. Mehr als zwanzig Thementische ermöglichten im Anschluss

vertiefende Diskussionen und Gespräche zu den Themen der Vorträge und

darüber hinaus. Beschlossen wurde der Kongress durch eine Fishbowl-Diskussion,

die den Teilnehmenden nochmals die Möglichkeit gab, sich aktiv zu beteiligen und

sich unter die Referentinnen und Referenten auf dem Podium zu mischen.

Beim Auftaktkongress von nachhaltig.digital

konnten die Teilnehmenden

einen Platz in der Fishbowl

einnehmen und sich mit Fragen und

Antworten an der Diskussion beteiligen.

Tina Teucher (r.), Mitglied des

B.A.U.M.-Gesamtvorstands, leitete

als Moderatorin durch die Veranstaltung.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Inspiration und Information: online wie offline

Der Auftaktkongress von nachhaltig.digital markierte den Übergang von der

Aufbauphase des Projekts in die Content-Phase. Hierzu gehört auch die konstituierende

Sitzung des Projektbeirats am 26. September 2018, in dem Fachleute

aus Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam tagen. Neben weiteren, kleineren

„Offline“-Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern sowie dem

Jahreskongress 2019 am 20. März in Osnabrück wird der Plattform-Gedanke auch

online weitergelebt. Dazu entsteht eine Sammlung von Good-Practice-Beispielen von

Unternehmen, Institutionen und Projekten, die Nachhaltigkeit und Digitalisierung

bereits zusammendenken. So bietet nachhaltig.digital online wie offline Inspiration

und Information für Mittelständler sowie die Chance, sich mit anderen interessierten

Unternehmen auszutauschen und zu vernetzen.

Kontakt

Carl-Ernst Müller

Telefon +49 (0)40 / 49 07 11 11

carl-ernst.mueller@baumev.de

Digitale Technologien transformieren unsere Wirtschaft – wie können Unternehmen

diese so einsetzen, dass sie sich fit für die Zukunft machen und gleichzeitig

zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen? Antworten gibt es beim

Jahreskongress von nachhaltig.digital. #alleantworten – #nachhaltigdigital –

#nd19 – nachhaltig.digital/jahreskongress

Diskussionsrunde an einem der

zwanzig Thementische im World-

Café mit VAUDE-Geschäftsführerin

Antje von Dewitz beim Auftaktkongress

im Mai 2018

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Energiewende und Klimaschutz

Neuer Schwung nötig

Bei der Energiewende hakt es. Weder beim Netzausbau noch beim erweiterten

Einsatz erneuerbarer Energien geht es voran wie eigentlich nötig. Die steuerliche

Förderung der energetischen Gebäudesanierung ist immer noch nicht auf den Weg

gebracht.

Deutschland wird die noch 2017 seitens der Bundesregierung bekräftigten

Klimaschutzziele für das Jahr 2020 krachend verfehlen – Ergebnis einer wenig

ambitionierten und wirksamen Klimapolitik. Deutschland wird an die EU daher

Strafzahlungen leisten müssen. Das in Paris von der Weltgemeinschaft beschlossene

und gefeierte Klimaschutzziel – den Temperaturanstieg weltweit auf deutlich unter

2° C zu begrenzen – wird zunehmend schwieriger oder gar nicht mehr zu erreichen

sein. Schlimmer noch: Chancen auf Innovation und wirtschaftliche Entwicklung

bleiben in der Exportnation Deutschland ungenutzt, andere Länder wie z.B. China

übernehmen gerne die technologische Führerschaft in wichtigen Segmenten der

Umwelt- und Klimatechnologie. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)

verweist in seinem Positionspapier „Klimapfade für Deutschland“ auf Studien,

wonach das Weltmarktvolumen der wichtigsten Klimatechnologien bis 2030 auf

1-2 Billionen Euro pro Jahr wachsen wird. Welchen Anteil wird Deutschland daran

noch haben?

Unternehmen fordern mehr Klimaschutz von der Politik

Zunehmend erkennen Unternehmen die Bedeutung des Klimaschutzes für die Zukunft:

nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für ihr eigenes Wohlergehen. Eine

im November 2017 von B.A.U.M. gemeinsam mit der Stiftung 2° und Germanwatch

initiierte Unternehmenserklärung zum Klimaschutz, die von mehr als 50 namhaften

großen wie mittelständischen Unternehmen – darunter viele B.A.U.M.-Mitglieder –

unterzeichnet wurde, fand breite Beachtung in Politik und Medien – und schaffte

es sogar in die Tagesschau.

Die Erklärung zum Klimaschutz von

über 50 Unternehmen und Verbänden

fand großes Medienecho – auch

in der Tagesschau.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Die Unternehmen sprachen sich unter der Überschrift „Für Innovationen und

Investitionssicherheit: Nächste Bundesregierung muss Klimaschutz zur zentralen

Aufgabe machen“ noch während der laufenden Koalitionsverhandlungen u.a. für

mehr Energieeffizienz, eine wirksame CO 2

-Bepreisung, einen Ausstiegspfad bei der

Kohleverstromung und den Einstieg in die Verkehrswende aus.

Im September 2018 diskutierten über 50 Unternehmen auf einem ebenfalls mit der

Stiftung 2° und Germanwatch gemeinsam durchgeführten Wirtschaftssymposium

die Perspektiven des Klimaschutzes mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundestagsfraktionen

sowie mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

B.A.U.M. als Stimme klimaengagierter Unternehmen

In dem vom Bundesumweltministerium begründeten Aktionsbündnis Klimaschutz

bringt B.A.U.M. solche Impulse klimaengagierter Unternehmen ein. Im Jahr 2019

will die Bundesregierung ein Klimaschutzgesetz initiieren und somit wichtige Weichenstellungen

für den Klimaschutz vornehmen. B.A.U.M. möchte in diesem Prozess

eine starke Stimme klimaengagierter Unternehmen sein und hat daher im Herbst

2018 die Plattform „Wirtschaft pro Klima“ neu aufgelegt.

Partner ist das Deutsche Klima Konsortium (DKK); unterstützt wird das Projekt u.a.

von der WIEGEL Gruppe als Hauptsponsor. Es finden hier Unternehmen zusammen,

die sich für Klimaschutz aussprechen und auch im eigenen Unternehmen

in Richtung Klimaneutralität vorankommen möchten. Von den gesammelten

Bekenntnissen pro Klimaschutz soll ein starkes Signal aus der Wirtschaft an die

Politik ausgehen. Gleichzeitig sollen die klimaengagierten Unternehmen vernetzt

und durch Veranstaltungen, Kommunikation und Informationstools dabei unterstützt

werden, Klimaneutralität zu erreichen. Weitere interessierte Unternehmen

sind willkommen.

B.A.U.M.-Vorstand Dieter Brübach

(r.) mit dem DKK-Vorsitzenden Prof.

Dr. Mojib Latif, Träger des Deutschen

Umweltpreises 2015 und des

B.A.U.M.-Umweltpreises 2018

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Mit seinen Aktivitäten ist B.A.U.M. auch eingebunden in das breite Bündnis der

Klima-Allianz Deutschland, dem über 120 zivilgesellschaftliche Organisationen und

Verbände angehören, darunter Umwelt- und Verbraucherverbände, Gewerkschaften

und viele kirchliche Einrichtungen. Auch hier hat sich B.A.U.M. zahlreichen Eingaben

angeschlossen, beispielsweise zum Kohleabbau im Hambacher Forst oder zu den

EU-Grenzwerten für Autoabgase.

Kontakt

Dieter Brübach

Telefon +49 (0)511 / 165 00 21

dieter.bruebach@baumev.de

Beim Projekt ALLIES (Activating and Learning from Local Investment in Energy

Savings) arbeitet B.A.U.M. mit Verbänden aus Polen und Ungarn zusammen, um

den Klimaschutz in Europa voranzubringen. In Deutschland, Polen und Ungarn soll

je eine Organisation zur Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen gegründet

werden, die Energieeffizienz-Projekte umsetzt und als Modell für weitere, vergleichbare

Initiativen im Land dient.

Klimaengagierte Unternehmen vernetzen sich in der Initiative „Wirtschaft pro

Klima“. Seien auch Sie dabei! www.wirtschaft-pro-klima.de

Wie Energiewende, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu Hause funktionieren,

zeigt B.A.U.M. in dem Ratgeber „Meine persönliche Energiewende“. 12 Kapitel

geben informative Tipps und zeigen Handlungsmöglichkeiten. B.A.U.M. bietet

diesen Ratgeber auch als firmenspezifisch gebrandete Ausgabe an, die dann

an Mitarbeitende, Kunden bzw. bei besonderen Events weitergegeben werden

kann. www.baumev.de/Buecher

B.A.U.M.-Vorstand Dieter Brübach

und Bundesumweltministerin

Svenja Schulze beim Symposium

„Klimaschutz als Modernisierungsprogramm

der Wirtschaft“ im

September 2018 in Berlin

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Nachhaltige Mobilität

Wie kommen wir voran?

Es geht einfach nicht voran: Alle anderen Bereiche haben zur CO 2

-Reduktion

beigetragen, doch die CO 2

-Emissionen des Verkehrs sind seit 1990 sogar angestiegen.

Elektroautos sind weit von nennenswerten Zulassungszahlen entfernt.

Probleme mit Staus und kaputter Infrastruktur im Verkehrsbereich häufen sich –

dazu kommt eine tiefe Vertrauenskrise, die die Autoindustrie selbst ausgelöst hat.

Eigentlich wäre mutiges Handeln erforderlich – doch die Politik tut sich schwer. Lieber

werden die eigenen Klimaziele in den Wind geschlagen, als wirksame Maßnahmen

ergriffen. Da werden Elektroautos massiv gefördert, Elektrofahrräder aber vergessen.

An umweltschädlichen Anreizsystemen im Steuerrecht wie dem Dienstwagenprivileg

wird eisern festgehalten. Tempolimit auf Autobahnen – undenkbar! Dann lieber

kein Klimaschutz.

Gerade Unternehmen haben jedoch selbst vielfache Möglichkeiten, zu einer nachhaltigen

Mobilität beizutragen. Über 60 Prozent aller neu zugelassenen Pkw werden von

Gewerbekunden geordert. Hier können die Betriebe als Kunden selbst bestimmen,

welche Fahrzeuge sie bestellen – und wie sie diese einsetzen.

Elektrofahrzeuge und auch Fahrräder gehören in den Fuhrpark – zum Teil kann Mobilität

auch kosteneffizienter über Carsharing ermöglicht werden. Autos als Incentives?

Das muss nicht sein, ebenso wenig wie üppige und kostenlose Parkflächen auf dem

Betriebsgelände. Für innovative Betriebe gehört die Förderung der Fahrradnutzung

(z.B. durch die Bereitstellung von Fahrrädern mittels JobRad-Konzept) zum festen

Bestandteil von Mitarbeiterservice und Gesundheitsförderung – willkommene

Nebeneffekte sind Kosteneffizienz und Klimaschutz. Auch Dienst reisen lassen sich

umweltfreundlicher und kosteneffizienter gestalten, z.B. durch gemeinschaftliche

Anreise zu Tagungen – wenn überhaupt gereist werden muss: Videokonferenzen

und mobiles Arbeiten sparen 100 Prozent Wege ein.

Die Preisträger des Wettbewerbs

mobil gewinnt bei der Preis ver leihungsveranstaltung

am 15. Dezember

2017 in Berlin mit der damaligen

Bundesumweltministerin Dr. Barbara

Hendricks (vorne, 4.v.l.) und dem

geschäftsführenden Bundesverkehrsminister

Christian Schmidt (5.v.l.)

73


B.A.U.M.-PORTRAIT

Kontakt

Dieter Brübach

Telefon +49 (0)511 / 1 65 00 21

dieter.bruebach@baumev.de

mobil gewinnt heißt denn auch das vom Bundesumweltministerium im Rahmen der

Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte und vom Bundesverkehrsministerium

unterstützte Projekt zur Förderung des betrieblichen Mobilitätsmanagements, das

von B.A.U.M. e.V., B.A.U.M. Consult sowie dem Auto Club Europa (ACE) 2017/18

durchgeführt wurde. Neben 300 kostenlosen Erstberatungen bot das Programm

einen Wettbewerb um die besten Konzepte für betriebliches Mobilitätsmanagement

und stellt Know-how in Form einer Best-Practice-Broschüre und eines Mobilitätsmanagement-Leitfadens

für Betriebe bereit.

Infos zu betrieblichem Mobilitätsmanagement: www.mobil-gewinnt.de

B.A.U.M. bietet weiterhin Unterstützung z.B. in Form einer Erstberatung an.

Sind Sie ein fahrradfreundlicher Arbeitgeber? Dann lassen Sie sich als FAHR-

RAD-fit-Betrieb zertifizieren. Infos und viele Tipps zur betrieblichen Fahrradförderung:

www.fahrrad-fit.de

Autofahren muss sein? Dann aber möglichst spritsparend! Ein ECO-Fahrtrainingskurs

zeigt, wie es geht: eine echte Win-win-Maßnahme für

Umwelt, Gesundheit und Finanzen.

Auszeichnungsurkunde und Trophäe

des Wettbewerbs mobil gewinnt

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Ressourcenbewusstsein

Schlüssel für Veränderung

Um langfristig und in ausreichendem Maße über Rohstoffe verfügen zu können,

sind Wirtschaft und Gesellschaft mehr denn je gefordert, Ressourcen effizient und

intelligent zu nutzen. Ressourcenschutz ist aber nicht nur ein Umweltthema. In den

meisten Fällen geht er auch mit einer Senkung der Unternehmenskosten einher. Um

ein stärkeres Bewusstsein für dieses ökologisch und ökonomisch wichtige Thema zu

schaffen, führt B.A.U.M. verschiedene Projekte durch.

Biokunststoffe als Baustein einer nachhaltigen Wirtschaft

Nach „neuen Wegen, Strategien, Geschäfts- und Kommunikationsmodellen für

Biokunststoffe als Baustein einer Nachhaltigen Wirtschaft“ fragte die interdisziplinäre

Forschungsplattform BiNa, die von B.A.U.M.-Kuratoriumsmitglied Prof. Dr.-Ing.

Hans-Josef Endres vom IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe

der Hochschule Hannover koordiniert wurde. Ziel des 2018 abgeschlossenen Projekts

war, den Wissensstand zu Biokunststoffen in den Themenfeldern Kommunikation und

Nachhaltigkeit zu untersuchen, damit verbundene Chancen und Risiken darzustellen

und Empfehlungen zu identifizierten Problemfeldern zu geben.

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde ein enger Austausch mit Industrie,

Wissenschaft, Bevölkerung und Politik gepflegt, um den Informationsstand der

unterschiedlichen Stakeholder zu Biokunststoffen zu verbessern. Insgesamt haben

über 100 verschiedene Stakeholder an den vom Projektteam ausgerichteten Veranstaltungen

teilgenommen. Die Webseite www.biokunststoffe-nachhaltig.de dient

nach Projektabschluss als Informationsportal zu Themen rund um Biokunststoffe.

Ein für die Unternehmenspraxis interessantes Ergebnis von BiNa ist, dass die

Einstellung und die Konsumabsicht zu Biokunststoffen positiv sind, Wissen und

Assoziationen jedoch sehr diffus und unsicher in der Bevölkerung vorhanden sind.

Diese Unsicherheit stellt gerade in der Wahrnehmung von Stakeholdern – z.B. Wirtschaftsakteuren

– eine kommunikative Herausforderung dar, der durch eine proaktive

Ralf Lokay, Pionier seiner Branche,

erläutert bei einer Betriebsführung

im Rahmen von RessVa, wie eine

Druckerei möglichst ressourcenschonend

und emissionsarm

arbeiten kann.

75


B.A.U.M.-PORTRAIT

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit zu Biokunststoffen begegnet werden sollte. Als

Informationsgrundlage und Orientierungshilfe wurden Handlungsempfehlungen in

den verschiedenen Teilprojekten erstellt, die öffentlich zur Verfügung stehen.

Steigerung der Ressourceneffizienz im Mittelstand

Die Veranstaltungsreihe RessVa zur Steigerung der Ressourceneffizienz in KMU

hatte das Ziel, Ressourceneffizienz und nachhaltiges Wirtschaften anhand erfolgreich

realisierter Praxisbeispiele zu zeigen und die Übertragbarkeit auf das eigene

Unternehmen deutlich zu machen.

2018 hat B.A.U.M. deutschlandweit Veranstaltungen in unterschiedlichen Regionen

durchgeführt, die sich an Vorstände, Geschäftsleitung sowie Führungskräfte mittelständischer

Unternehmen richteten. Die Veranstaltungen fanden zum Teil in Unternehmen

statt, die bereits erfolgreich Ressourceneffizienz-Maßnahmen umgesetzt

haben und als Vorbild dienen können – so die Druckerei Lokay in Reinheim und der

Glückstädter Recyclingpapierhersteller Steinbeis. Betriebsführungen wurden ergänzt

durch Expertenvorträge; der Austausch zwischen Teilnehmenden, Fachleuten und

dem Gastgeberunternehmen stand dabei im Mittelpunkt.

Neben diesen Vor-Ort-Terminen gab es in Kooperation mit der NORDAKADEMIE

Abendveranstaltungen im Hamburger Dockland. Die Projektwebsite www.ressva.de

bietet zusätzliche Informationen und Anregungen zum Thema.

Rebound-Effekte in Unternehmen

Einem noch wenig erforschten Teilaspekt der Ressourcenschonung widmet sich das

im Herbst 2018 gestartete Projekt „Ganzheitliches Management von Energie- und

Ressourceneffizienz in Unternehmen“ (MERU). Ein Forschungskonsortium, dem

neben B.A.U.M. das Center for Sustainabilty Management der Leuphana Universität

Lüneburg, das Öko-Institut, das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW),

Papierrecycling ist ein wichtiger Beitrag

zum Ressourcenschutz. Im Bild

Teilnehmende einer RessVa-Veranstaltung

beim B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen

Steinbeis.

76


B.A.U.M.-PORTRAIT

die Data Center Group sowie Praxispartner angehören, untersucht unternehmensbezogene

Rebound-Effekte aus sozial-ökologischer Perspektive mit dem Ziel, einen

wissenschaftlich fundierten und anwendungsorientierten Leitfaden für Unternehmen

zu erstellen.

Druckprodukte zukunftsfähig gestalten

Pro Jahr werden mehr als 400 Millionen Tonnen Papier produziert. Der Markt wächst

weltweit jährlich um ca. 1,5 Prozent, u.a. bedingt durch die Verwendung von Papier

als Ersatz für Verpackungsmaterialien auf Basis fossiler Rohstoffe (z.B. Plastik). In der

Theorie ist Papier ein ideales biologisches Produkt, das nach einer Kaskadennutzung

an die Umwelt zurückgegeben werden kann. Doch durch Verarbeitungsschritte wie

Bleichen oder Drucken werden z.T. problematische Zusatzstoffe hinzugefügt, die

eine sichere Rückführung in den biologischen Kreislauf verhindern.

Um gemeinsam Lösungen für diese Herausforderungen zu entwickeln, gründete

das B.A.U.M.-Mitglied EPEA mit Förderung der DOEN Foundation 2017 die Healthy

Printing Initiative. Ziel ist, die Entwicklung und Implementierung von gesunden

Inhaltsstoffen im Drucksektor zu fördern, um die Qualität von Papier- und Druckprodukten

sowie deren Recyclingfähigkeit zu erhöhen. Ein von B.A.U.M. und EPEA

im Juni 2018 veröffentlichter Report stellt neben ersten Lösungsansätzen auch die

Wettbewerbsvorteile dar, die entlang der Lieferkette – vom Verpackungshersteller

über Druckereien bis zum Druckfarbenhersteller – durch gesundes Drucken erreicht

werden können.

Im September 2018 brachte ein Symposium die über 40 Mitglieder der Healthy

Printing Initiative sowie interessierte Akteure aus den Bereichen Papier, Druck,

Verpackung und Papierrecycling zusammen. Die Initiative wird weiter daran arbeiten,

Druckprodukte zukunftsfähig zu gestalten. Interessierte Unternehmen finden

Informationen auf www.healthyprinting.eu.

Im Fokus des Healthy Printing Symposiums

stand neben der Vernetzung

der Teilnehmenden die Vorstellung

von Pilotprojekten.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Deutschlands grünste Büros

Nach wie vor sind die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Büro wichtige

Stellschrauben, um die negativen Auswirkungen von Produktion, Handel und

Dienstleistung auf Mensch und Umwelt zu verringern. Nach Aussage der Initiative

pro Recyclingpapier verbraucht Deutschland z.B. jedes Jahr rund 800.000 Tonnen

Druck- und Büropapier. Durch die Wahl von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel

können sowohl das Klima als auch wertvolle Ressourcen geschont werden.

Kontakt

Dieter Brübach

Telefon +49 (0)511 / 165 00 21

dieter.bruebach@baumev.de

Philip Mathies

Telefon +49 (0)40 / 49 07 11 01

philip.mathies@baumev.de

Grund genug für B.A.U.M., auch 2018 seinen Wettbewerb „Büro & Umwelt“ zu

starten und die umweltfreundlichsten Unternehmen mit ihren effizientesten Maßnahmen

zu suchen. Aus den 52 registrierten Unternehmen und Institutionen kürte

die Jury Sieger in drei Kategorien. So gewann die adelante Jugendhilfe GmbH bei

den Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitenden und die Omnicert Umweltgutachter

GmbH bei den Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitenden. Kate Umwelt & Entwicklung

e.V. entschied den Wettbewerb in der Kategorie „Behörden, Kommunen,

Öffentliche Einrichtungen, Sonstige“ für sich. Alle Sieger und Platzierten sind auf

der Website www.buero-und-umwelt.de zu finden.

Der Start des Wettbewerbs „Büro & Umwelt“ 2019 erfolgt am 29. Januar 2019

auf der Paperworld in Frankfurt a.M. im Rahmen des Sustainable Office Day.

www.buero-und-umwelt.de

Den Report „Druckprodukte-zukunftsfähig-gestalten“ finden Sie unter

www.epea.com/de/hp-report

Die Sieger des Wettbewerbs „Büro &

Umwelt“ 2017 erhielten ihre Urkunden

beim Sustainable Office Day auf

der Paperworld am 30. Januar 2018.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Neues Wirtschaften

Neues Wirtschaften = Nachhaltiges Wirtschaften

Neues und verantwortungsbewusstes Wirtschaften ist nachhaltiges Wirtschaften –

unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt man dies betrachtet.

1984, im Gründungsjahr von B.A.U.M., schrieb DIE ZEIT über einen Bericht des

Bundesinnenministeriums (ein Umweltministerium gab es noch nicht): „das nüchtern,

sachlich, leidenschaftslos geschriebene Gutachten stellt alles in allem eine

vernichtende Bilanz von fast fünfzehn Jahren Umweltschutz dar und verlangt

deswegen schnelle, weitreichende Maßnahmen“. Und der von den B.A.U.M.-

Gründungsmitgliedern Dr. Georg Winter, Prof. Dr. Maximilian Gege, Dr. Peter C.

Mohr und Dr. h.c. Hans-Heinrich Hatlapa (†) u.a. formulierte Kodex begann mit

folgenden Worten: „Wir verstehen die Natur, die Gesellschaft, die Wirtschaft und

jedes einzelne Unternehmen als Teile eines globalen ökologischen Systems […] Wir

bekennen uns als Wirtschaftsunternehmen zu unserer besonderen Mitverantwortung

für die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen“.

Heute heißt es einleitend in der zwischenzeitlich aktualisierten Fassung des

„B.A.U.M.-Kodex für nachhaltiges Wirtschaften“: „Wir richten unser unternehmerisches

Handeln an den Grundprinzipien einer nachhaltigen, d.h. ökonomisch

sowie ökologisch und sozial verträglichen Wirtschaftsweise aus. Unternehmen sind

integraler Bestandteil eines globalen, gesellschaftlichen und ökologischen Systems.“

Damit sind alle drei Säulen der Nachhaltigkeit bzw. mehr noch die im September

2015 durch die Vereinten Nationen beschlossenen, global geltenden 17 Nachhaltigkeitsziele

(SDGs – Sustainable Development Goals) Leitlinien für das Handeln der

B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen.

Selbstverständlich ist es sinnvoll und notwendig, sich in der individuellen, strategischen

Ausrichtung und insbesondere in der täglichen Praxis des nachhaltig

ausgerichteten Handelns auf Schwerpunkte zu konzentrieren – auch mit Blick auf

konkrete Ergebnisse und Erfolge. Die 17 SDGs mit ihren insgesamt 169 Unterzielen

können hierbei eine gute Orientierungshilfe sein.

Am Beispiel von B.A.U.M. selbst lässt sich zeigen, wie die SDGs zur Positionierung

und Kommunikation individueller Schwerpunkte nachhaltigen Handelns genutzt

werden können. So ist das Unternehmensnetzwerk ein Beispiel für die in den SDG-

Unterzielen 17.16 und 17.17 adressierten „Multi-Akteur-Partnerschaften“ (SDG 17:

Partnerschaften zur Erreichung der Ziele). Inhaltlich bilden zum einen die ökologisch

geprägten SDGs 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), 7 (Bezahlbare und saubere

Energie), 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen), 14 (Leben unter Wasser)

und 15 (Leben an Land) Schwerpunkte der Arbeit. Zum anderen spielen eher auf

soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsaspekte ausgerichtet SDGs – teilweise im

Zusammenspiel mit ökologischen Parametern – in der Arbeit von B.A.U.M. eine

immer wichtigere Rolle: etwa die SDGs 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion),

79


B.A.U.M.-PORTRAIT

9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum)

und 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden).

Solch eine Zuordnung der SDGs kann natürlich auch für Unternehmen, Unternehmensbereiche,

Organisationen oder Projekte vorgenommen werden. Für Unternehmen,

die sich bereits mit Umweltthemen, sozialverträglich gestalteten Lieferketten,

nachhaltiger Beschaffung und Ähnlichem beschäftigt haben und die möglicherweise

auch schon über eine entsprechende regelmäßige Nachhaltigkeitsberichterstattung

verfügen, stellt eine derartige Standortbestimmung im Hinblick auf nachhaltiges

geschäftliches Handeln und „neues Wirtschaften“ kein gravierendes Problem dar.

Das gilt insbesondere dann, wenn diese Aktivitäten mit anerkannten Zertifizierungen

und Standards hinterlegt sind. Als Beispiele sollen hier nur der UN Global Compact,

die Global Reporting Initiative (GRI), der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK),

die Gemeinwohl-Bilanz und die WIN-Charta als regionale Initiative aus Baden-

Württemberg sowie speziell für den Umweltbereich EMAS aufgeführt werden.

Für alle genannten Rahmenwerke gibt es Referenzierungen bezüglich der SDGs.

Entsprechendes gilt auch für die Vielzahl der ISO-Normen.

Kontakt

Michael Kaminski-Nissen

Telefon +49 (0)171 / 301 82 19

mkn@baumev.de

Fazit: Die SDGs können als ein Einstiegs- und Konsolidierungspunkt für die Kommunikation,

das Reporting und das Management von ökonomisch, ökologisch und

sozialverträglich nachhaltigem Handeln und somit neuem Wirtschaften dienen. Und

das Unternehmensnetzwerk B.A.U.M. unterstützt seine Mitglieder dabei seit mehr

als drei Jahrzehnten.

Diese SDGs sind Schwerpunkte von

B.A.U.M. SDG 17.17 adressiert ganz

speziell Multi-Akteur-Partnerschaften.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Kommunikation

Aus dem Netzwerk und für das Netzwerk

Als Informationsnetzwerk wirkt B.A.U.M. als Sender, Empfänger und Multiplikator

gleichermaßen. Wir verbreiten die Informationen unserer Mitglieder und stellen

Informationen für sie und für weitere Interessengruppen bereit. Dies geschieht

vor allem über die Website www.baumev.de sowie den monatlich erscheinenden

Newsletter. Von Zeit zu Zeit werden über den Newsletter-Verteiler auch aktuelle

Einzelmeldungen zu wichtigen Ereignissen oder Neuigkeiten aus dem B.A.U.M.-

Netzwerk verschickt.

B.A.U.M. ist auf Twitter vertreten und beteiligt sich unter @BAUMeV an Diskussio nen

zu Nachhaltigkeitsthemen. Xing und LinkedIn nutzen wir zur Pflege unserer Kontakte

und auch zur Ankündigung unserer Veranstaltungen sowie für das Teilnehmermanagement.

Die Kommunikation über Social Media wird B.A.U.M. 2019 ausbauen.

Neben unserer zentralen Website betreiben wir auch einzelne Projektweb sites

sowie einen B2B-Marktplatz für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen. Unter

www.marktplatz-nachhaltigkeit.de haben B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen die

Möglichkeit, ihre nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren.

Interessierte können nach einzelnen Branchen suchen und mit den gelisteten

Unternehmen in Kontakt treten. Die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und

Lieferanten, die selbst auf Nachhaltigkeit achten, erleichtert die nachhaltige Ausrichtung

des eigenen Unternehmens.

Auch die Kanäle klassischer Medienarbeit nutzt B.A.U.M. und veröffentlicht bei

besonderen Anlässen wie der Verleihung des B.A.U.M.-Umweltpreises oder zu

politischen Stellungnahmen Pressemitteilungen, die auch auf www.baumev.de/

Presse zu finden sind. Außerdem publizieren Mitglieder des Vorstands regelmäßig

zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen in den Medien. B.A.U.M. beteiligt sich zudem

gern an thematischen Verlagsbeilagen in Tageszeitungen wie Die Welt, Handelsblatt

oder Frankfurter Allgemeine Zeitung oder auch im Magazin Focus und ermöglicht

seinen Mitgliedern dort Sonderkonditionen.

B.A.U.M.-Vorstand Michael

Kaminski- Nissen neben Yvonne

Zwick (Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex)

als Podiumsgast bei

einem Erfahrungsaustausch des

Umweltgutachterausschusses im

April 2018

81


B.A.U.M.-PORTRAIT

Der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege ist Mitherausgeber des Magazins

forum Nachhaltig Wirtschaften. Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift ist das

reichweitenstärkste CSR-Magazin für Politik, Wirtschaft, Non-Profit-Organisationen

und Gesellschaft im deutschsprachigen Raum. Das Magazin hat eine Auflage von

25.000 Exemplaren und erreicht alle Mitglieder des Bundestags, der Landtage und

der Bundespressekonferenz sowie mehr als 3.000 Führungskräfte der deutschen

Wirtschaft. forum Nachhaltig Wirtschaften bietet in fundierten Beiträgen system- und

branchenübergreifend Lösungen für Nachhaltigkeit und zeigt praxisnahes Wissen

und nützliche Beispiele auf. Das Angebot des Magazins umfasst außerdem tagesaktuelle

Online-Beiträge und bietet so ein crossmediales Kommunikationsnetzwerk.

B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen erhalten forum Nachhaltig Wirtschaften kostenlos.

Außerdem können sich B.A.U.M.-Mitglieder über ein kostenloses E-Paper des

Magazins enorm freuen. Unter dem Claim „Zukunft fängt bei Dir an“ werden dort

inspirierende Macher und ihre Ideen sowie Unternehmen und Projekte vorgestellt,

die das Leben und Arbeiten zukunftsfähiger und nachhaltiger gestalten.

Elf Mal im Jahr erhalten B.A.U.M.-Mitglieder auf Wunsch ebenfalls kostenlos den

Umweltbrief des Deutschen Wirtschaftsdienstes, der insbesondere über Gesetzesänderungen

und zukünftige Entwicklungen informiert. Das Fachblatt geht u.a. auf

Themen wie Umweltrecht, Produktpolitik, Energie, Arbeitsschutz und Mobilität ein.

Jeweils zu Beginn eines Jahres widmet sich das B.A.U.M.-Jahrbuch einem aktuellen

Schwerpunktthema. Neu ist ab 2019, dass dieses Thema über das Jahr auch den

inhaltlichen Schwerpunkt für Veranstaltungen und andere Netzwerk-Formate von

B.A.U.M. bilden soll. 2019 wird also ganz im Zeichen von „New Work“ stehen.

B.A.U.M. tritt auch als Herausgeber weiterer Buchpublikationen auf. Im Herbst 2018

erschien eine Neuausgabe des Bands „Pioniere der Nachhaltigkeit“. Das bei oekom

verlegte Buch porträtiert Trägerinnen und Träger des B.A.U.M. Umweltpreises,

B.A.U.M.-Vorstand Kristina Kara

im Gespräch mit engagierten

Unternehmern.

82


B.A.U.M.-PORTRAIT

die sich in und mit ihrer Arbeit und ihren besonderen Ideen der Umwelt und dem

Nachhaltigkeitsgedanken widmen – mal als Vordenker ihrer Disziplin, mal als Vorbild

ihrer Branche und immer mit außergewöhnlich großem persönlichen Engagement.

Eine überarbeitete Ausgabe des beliebten Ratgebers „Meine persönliche Energiewende“

wird 2019 erscheinen. Das Buch vermittelt schnell umsetzbare Tipps zum

Kostensenken und zur nachhaltigen Lebensführung. Es gibt den Leserinnen und

Lesern nützliche Hinweise, wie sie ihre eigene persönliche Energiewende gestalten

können: bei der Energieversorgung, im Umgang mit Geräten, im Heizungskeller

oder unterwegs. Die vom B.A.U.M.-Vorsitzenden Prof. Dr. Maximilian Gege initiierte

und herausgegebene Publikation entstand in Kooperation mit Experten der

B.A.U.M. Consult GmbH in Hamm unter Leitung von Johannes Auge. B.A.U.M.

bietet auch gebrandete Sonderausgaben für Unternehmen, Kommunen und andere

Organisationen an, die sich dieses wichtige Thema öffentlichkeitswirksam zu eigen

machen möchten.

Mitglieder des Gesamtvorstands von B.A.U.M. vertreten das Netzwerk als Referenten,

bei Podiumsdiskussionen und Workshops. Die Bandbreite ihrer Aktivitäten reicht

dabei von der unternehmensinternen Arbeitsgruppe zur SDG-Positionierung über die

Teilnahme an einem Panel über Partnerschaften beim Think 17 Summit in Bochum

bis hin zu einem Vortrag des B.A.U.M. Vorsitzenden Prof. Dr. Maximilian Gege zur

Notwendigkeit einer nachhaltigen Ausrichtung von Tierparks vor dem Verband der

Zoologischen Gärten e.V.

Abonnieren Sie den B.A.U.M.-Newsletter unter www.baumev.de/subscribe.asp

Informationen zu Veröffentlichungen von B.A.U.M. finden Sie unter

www.baumev.de/Publikationen

B.A.U.M.-Vorstand Martin Oldeland

vertrat B.A.U.M. beim 2. Deutschen

CSR Kommunikationskongress im

November 2017 in Osnabrück.

83


B.A.U.M.-PORTRAIT

Der B.A.U.M.-Kodex

Richtschnur für nachhaltiges Wirtschaften

Grundsätzlich steht die Mitgliedschaft im B.A.U.M.-Förderkreis allen Unternehmen,

Institutionen und Personen offen, die sich aktiv für die Entwicklung und Umsetzung

nachhaltigen Wirtschaftens einsetzen. Seit 2017 wird den Mitgliedsunternehmen im

B.A.U.M.-Förderkreis empfohlen, freiwillig den „B.A.U.M.-Kodex für nachhaltiges

Wirtschaften“ als Richtschnur für das zukünftige Handeln zu unterzeichnen. Über

250 Mitgliedsunternehmen haben sich bislang hierzu bekannt – und werden auf

www.baumev.de/Mitgliederverzeichnis entsprechend hervorgehoben.

Nur diejenigen Förderkreismitglieder, die sich zum B.A.U.M.-Kodex bekannt haben,

dürfen auf ihre Mitgliedschaft bei B.A.U.M. im Rahmen der Unternehmenskommunikation

hinweisen und das B.A.U.M.-Logo und die Urkunde verwenden.

Dabei sollte, soweit möglich, zugleich auf das Bekenntnis zum „B.A.U.M.-Kodex

für nachhaltiges Wirtschaften“ hingewiesen werden. Dies kann z.B. durch dessen

Abdruck oder durch eine Verlinkung auf www.baumev.de/Kodex erfolgen. Zusätzlich

sollen die eigenen Beschäftigten in geeigneter Weise über die B.A.U.M.-Mitgliedschaft

informiert werden.

Produktbezogen darf das B.A.U.M.-Logo grundsätzlich nicht verwendet werden.

Kontakt

Dieter Brübach

Telefon +49 (0)511 / 165 00 21

dieter.bruebach@baumev.de

Bei Hinweisen, die zu Zweifeln an dem ernsthaften Bemühen Anlass geben, den

unterzeichneten B.A.U.M.-Kodex umzusetzen, wird dem Förderkreismitglied Gelegenheit

zur Stellungnahme gegeben, die auch darüber Auskunft zu geben hat,

inwieweit berechtigter Kritik in Zukunft Rechnung getragen und eine Änderung

umgesetzt werden soll. Sofern erkennbar wird, dass das Förderkreismitglied dem

B.A.U.M.-Kodex nicht gerecht werden will oder kann, entscheidet der B.A.U.M.-

Vorstand über den Ausschluss des Mitglieds.

Seit 10 Jahren ist MEN Mikro Elektronik

bereits Teil des B.A.U.M.-Netzwerks.

Beim Betreuungsbesuch durch

B.A.U.M.-Vorstand Dieter Brübach

(l.) im Juni 2018 unterzeichnete

Efstratios Petrellis, Director Integrated

Management und Mitglied der

MEN-Geschäftsleitung, auch den

B.A.U.M.-Kodex.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften

Wir richten unser unternehmerisches Handeln an den Grundprinzipien einer nachhaltigen, d.h. ökonomisch

sowie ökologisch und sozial verträglichen Wirtschaftsweise aus.

Unternehmen sind integraler Bestandteil eines globalen, gesellschaftlichen und ökologischen Systems.

Als solche tragen wir Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten, seiner Gesellschaften und der

Natur. Nachhaltigkeit ist daher Bestandteil unserer Unternehmensleitlinien und Unternehmensziele.

Die Verwirklichung nachhaltigen Wirtschaftens ist ein kontinuierlicher Prozess, dessen Umsetzung auf

allen Ebenen und in allen Bereichen unseres Unternehmens über gesetzliche Mindestanforderungen

hinaus hohe Priorität hat.

Verantwortung für die Natur

Als Unternehmen haben wir durch unser Handeln eine besondere Verantwortung für die Bewahrung

der globalen natürlichen Lebensgrundlagen und den schonenden Einsatz von Ressourcen. Belastungen

der Umwelt und der Ökosysteme wollen wir daher weitestgehend vermeiden und die biologische

Vielfalt erhalten.

Die kontinuierliche Verbesserung der Nachhaltigkeit unserer Produkte, Dienstleistungen und Verfahren

ist zentraler Bestandteil unseres Handelns. Wir setzen dabei natürliche Ressourcen und Rohstoffe und

sonstige Güter so effizient wie möglich ein und berücksichtigen dabei die gesamte Wertschöpfungskette

inklusive Nutzung und Gebrauch sowie Umgang nach Ende der Nutzungsdauer der Produkte

mit dem Ziel, Materialien möglichst in Kreisläufen zu nutzen. Wir beziehen Lieferanten und Kunden

in diesen Prozess ein.

Verantwortung für die Gesellschaft

Wir tragen Verantwortung für unsere Beschäftigten sowie das kulturelle und gesellschaftliche Miteinander.

Wir setzen uns ein für die Einhaltung der Menschenrechte und für gerechte Arbeits bedingungen

– auch für die Beschäftigten bei unseren Zulieferern. Wir wenden uns gegen Kinderarbeit und sonstige

Ausbeutung sowie gegen Korruption. Wir fördern und setzen uns ein für Vielfalt in allen gesellschaftlichen

Bereichen.

Verantwortung für die Zukunft

Unser wirtschaftliches Handeln folgt dem Prinzip, aktuelle, absehbare und auch für die Zukunft zu

vermutende Risiken für Umwelt und Gesellschaft zu vermeiden bzw. möglichst gar nicht entstehen

zu lassen. Wir wollen die Zukunft aktiv mitgestalten und die vielfältigen Chancen nachhaltigen Wirtschaftens

nutzen.

Verantwortung zu Transparenz

Wir berichten regelmäßig intern und extern umfassend und transparent über den Stand der Nachhaltigkeit

im Unternehmen. Dies bezieht sich auf erzielte Fortschritte, aber auch verbleibende Herausforderungen

und Ziele sowie die dazu erforderlichen Maßnahmen.

Wir sind zum offenen Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen bereit, stellen den Medien nachhaltigkeitsrelevante

Informationen zur Verfügung und arbeiten mit Behörden, Verbänden und anderen

Institutionen zusammen.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

B.A.U.M.-Strukturen

Zukunft im Blick

B.A.U.M. hat einen Prozess initiiert, um sich in Leitbild, Strukturen und Aktivitäten auf

die Zukunft auszurichten. Im Vorstand sowie mit den Mitarbeitenden, den Gremien

und den Mitgliedern wurden und werden Bausteine einer Weiterentwicklung von

B.A.U.M. diskutiert und konzipiert. Die grundsätzliche Struktur, die Ausrichtung sowie

Leitbild, Strategie und Zielsetzung und somit das Profil von B.A.U.M. sollen modernisiert

und geschärft werden. Erste Schritte auf diesem Weg sind bereits gegangen worden.

Seit 2016 wurde die Zahl der ordentlichen Vereinsmitglieder – allesamt in Sachen

Nachhaltigkeit engagierte Persönlichkeiten – deutlich erhöht. Gegen Ende des Jahres

2018 waren 47 Personen ordentliches Mitglied von B.A.U.M. e.V.; sie werden zur

jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung als höchstem Entscheidungsgremium

eingeladen.

Der Verein wird von einem geschäftsführenden Vorstand geleitet, bestehend aus

dem Vorsitzenden Prof. Dr. Maximilian Gege sowie Dieter Brübach, Martin Oldeland

und, seit September 2018, Kristina Kara.

Erweiterung des Vorstands

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 31. August 2017 wurde eine

Neufassung der Satzung verabschiedet, die ergänzend einen erweiterten, ehrenamtlichen

Vorstand aus bis zu 12 Personen vorsieht, der unterstützend-beratende

Funktion hat. Der geschäftsführende Vorstand und der erweiterte Vorstand bilden

gemeinsam den Gesamtvorstand. Anfang 2018 wurden 11 Personen in den erweiterten

Vorstand gewählt; eine zwölfte Person wurde im September 2018 nachgewählt.

Mit Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend, Frank Dinter, Thorsten Grantner, Axel Kaiser,

Michael Kaminski-Nissen, Wolfgang Kirchner, Michael Pelzl, Heiko Rittweger, Bernd

Schleich, Axel Schmidt, Bernhard Schwager und Tina Teucher konnte sich der Verein

hochkarätig verstärken.

Mitglieder des B.A.U.M.-Gesamtvorstands

und Mitarbeitende aus der

Hauptgeschäftsstelle vor dem Haus

der Zukunft in Hamburg

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Die Kompetenzen für nachhaltige Entwicklung ergänzen sich hervorragend: Unternehmertum,

Strategie, Kommunikation – jedes Mitglied des Gesamtvorstands

leistet seinen Beitrag zur Entwicklung des Vereins. Die Mitglieder des erweiterten

Vorstands übernehmen außerdem im Namen von B.A.U.M. Vorträge, Diskussionen,

Moderationen etc. Sie bekleiden Ämter und Funktionen in Beiräten und Jurys, beraten

den geschäftsführenden Vorstand in Personal- und Finanzangelegenheiten,

bei strategischen Fragestellungen, Projekten oder Projektentwicklungen sowie in

der politischen Arbeit. Mindestens zweimal jährlich kommen die Mitglieder des

Gesamtvorstands zusammen. Weitere Treffen oder andere Formen des Austauschs

finden nach Bedarf statt.

Am 15. August 2018 fand ein erster eintägiger Strategieworkshop des Gesamtvorstands

in der Hauptgeschäftsstelle von B.A.U.M. in Hamburg statt. Zu Beginn umriss

der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege die Entwicklung der letzten

drei Jahrzehnte: „Vor fast 35 Jahren haben wir versucht, Unternehmen davon zu

überzeugen, sich mit heute quasi selbstverständlichen Verhaltensänderungen wie

dem Einsatz von Recyclingpapier zu beschäftigen. Daraus ist ein ganzer Baum an

Nachhaltigkeitsaktivitäten geworden. Heute haben wir zwar vieles erreicht, die Bewegung

bei der Masse der Unternehmen verläuft allerdings schleppend“, warnte er.

„Die Bedürfnisse von Unternehmen sind heute andere geworden. Dies hat großen

Einfluss auf unsere Aktivitäten als Netzwerk“.

Die zukünftige Ausrichtung von B.A.U.M. war die zentrale Fragestellung des Tages.

Dabei ging es zunächst darum, die Motivation der ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder

und die damit verbundenen Möglichkeiten der Beteiligung zu identifizieren

und zu diskutieren.

Dr. Monika Griefahn, Direktorin für

Umwelt und Nachhaltigkeit bei Aida

Cruises, ist Sprecherin des B.A.U.M.-

Beirats Unternehmen.

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B.A.U.M.-PORTRAIT

Daraus ergaben sich vielschichte Visionen des Gesamtvorstands für die künftige

Arbeit des Netzwerks:

• B.A.U.M. ist

… hoch angesehen bei NGOs und Politik

… Vorbild für andere Wirtschaftsverbände

integer, realistisch, transparent, ambitioniert, innovativ und mutig

… eine starke Stimme für Nachhaltigkeit

• B.A.U.M. kann

… das Wirtschaftssystem verändern

… beweisen, dass die Nachhaltigkeitswende gelingt

… sehr unterschiedliche Stakeholder zusammenbringen

… die große Transformation vorantreiben

• B.A.U.M. soll künftig

neue, innovative Organisationsformen und Veranstaltungsformate

ausprobieren

… als umweltbewusster, innovativer und vorbildlicher Verband „auf dem

Treppchen ganz oben“ stehen

… Jugendbildung im Bereich Nachhaltigkeit stärker voranbringen, um

kommende Generationen für diese Themen zu sensibilisieren

Mitglieder und Gremien

Gegen Ende 2018 waren 530 juristische Personen (Unternehmen, Einrichtungen,

Organisationen, Behörden, Verbände etc.) sowie 88 natürliche Personen Mitglieder

im B.A.U.M.-Förderkreis. Die Mitgliedsunternehmen sind im B.A.U.M.-Jahrbuch

ebenso wie auf www.baumev.de/Mitgliederverzeichnis aufgelistet. Im Mitglieder-

88


B.A.U.M.-PORTRAIT

verzeichnis auf der Website ist auch kenntlich gemacht, wer den B.A.U.M.-Kodex

unterzeichnet hat; zusätzlich sind dort Informationen zu Aktivitäten und Statements

zum Nachhaltigkeitsengagement etlicher Mitgliedsunternehmen zu finden.

Der B.A.U.M.-Beirat Unternehmen ist ein freiwilliger und unabhängiger Zusammenschluss

von Persönlichkeiten aus Mitgliedsunternehmen zur Beratung und

Begleitung der Arbeit von B.A.U.M. Das B.A.U.M.-Kuratorium Wissenschaft ist ein

ebensolcher Zusammenschluss von Persönlichkeiten aus der Wissenschaft. Aufgaben

und Aspekte der Mitwirkung in Beirat und Kuratorium sind in Geschäftsordnungen

geregelt. Beirat und Kuratorium treffen sich regelmäßig ein- bis zweimal pro Jahr

zu Arbeitssitzungen. Mitunter finden auch gemeinsame Sitzungen statt, um den

Austausch zwischen Wissenschaft und Unternehmenspraxis zu intensivieren. Aktuell

zählt der B.A.U.M.-Unternehmensbeirat 33 Mitglieder, im B.A.U.M.-Kuratorium

Wissenschaft sind 50 Personen vertreten.

In der Hauptgeschäftsstelle von B.A.U.M. in Hamburg sind etwa 20 Menschen beschäftigt,

einige auch im Praktikum oder Freiwilligen Ökologischen Jahr. Unterstützt

werden sie von den ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern sowie den regionalen

Ansprechpartnern in Hamm, Hannover sowie Suhl für Deutschland-Mitte.

Die Mitglieder der einzelnen Gremien sind unter www.baumev.de/Gremien

aufgeführt.

Die Satzung von B.A.U.M. e.V. sowie weitere Informationen finden Sie auch

unter www.baumev.de/Transparenz.

Mitglieder von Beirat und Kuratorium

tagten im August 2018 gemeinsam.

Gastgeber war der Flughafen Hamburg.

89


B.A.U.M.-PORTRAIT

Die Mitgliedsunternehmen

Wichtigste Akteure im B.A.U.M.-Netzwerk

Die weit über 500 Mitgliedsunternehmen im B.A.U.M.-Förderkreis bilden den Kern

des B.A.U.M.-Netzwerks. Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen

haben sich hier zusammengetan, um die Idee nachhaltigen Wirtschaftens bei sich

selbst – und auch in der übrigen Wirtschaft und der Gesellschaft – voranzubringen.

Mit ihren Förderbeiträgen unterstützen sie diese Arbeit von B.A.U.M. und sind mit

ihrem eigenen guten Beispiel häufig auch Pionier nachhaltigen Wirtschaftens.

B.A.U.M. unterstützt durch Informationen und Impulse, hebt in Wettbewerben und

in Veröffentlichungen die vorbildlichen Best-Practice-Beispiele hervor und sorgt für

den Austausch von Wissen und Erfahrungen im Rahmen zahlreicher Veranstaltungsformate

vom Seminar bis zur B.A.U.M.-Jahrestagung.

B.A.U.M. unterstützt die Kommunikation der B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen, die

sich zum B.A.U.M.-Kodex bekannt haben, durch Logo und Mitgliedschaftsurkunde

sowie weitere Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Nennung im Jahrbuch und auf der B.A.U.M.-

Website oder Präsentation auf dem „Marktplatz für nachhaltige Geschäftspartner“).

Vielfach werden B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen auch in B.A.U.M.-Projekte eingebunden

und erarbeiten so Innovationen und neue Konzepte im Bereich Nachhaltigkeit

mit, von denen sie dann wiederum profitieren können. Viele Akteure aus

B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen bringen sich zudem in B.A.U.M.-Gremien wie

Vorstand und Beirat ein – und profitieren zugleich vom Austausch mit Wissenschaft,

Politik und Medien.

Wer B.A.U.M. als Einzelperson unterstützen möchte, kann seine Verbundenheit in

Form einer B.A.U.M.-Personenmitgliedschaft (Jahresförderbeitrag regulär 98 Euro,

ermäßigt 49 Euro) bekunden – und erhält neben Einladungen zu B.A.U.M.-

Veranstaltungen auch regelmäßig Informationen mittels B.A.U.M.-Newsletter und

B.A.U.M.-Jahrbuch.

Informationen zur Mitgliedschaft auf www.baumev.de

Mitgliederverzeichnis: www.baumev.de/Mitgliederverzeichnis

Informationen zur Firmenmitgliedschaft: www.baumev.de/Firmenmitgliedschaft

Informationen zur Personenmitgliedschaft: www.baumev.de/Personenmitgliedschaft

90


B.A.U.M.-PORTRAIT

Jubilare 2019

Langjährige Partner im B.A.U.M.-Netzwerk

Im Jahr 2018 konnte das B.A.U.M.-Netzwerk wieder zahlreiche Neueintritte verzeichnen.

Wir freuen uns aber auch ganz besonders über die vielen Mitglieder, die dem

Förderkreis von B.A.U.M. bereits seit 15, 20, 25 oder gar 30 Jahren angehören. Die

folgenden Unternehmen gehören zu den „B.A.U.M.-Jubilaren“ 2019.

Seit 30 Jahren Mitglied bei B.A.U.M.

• Bäckerei Wilhelm Kanne GmbH & Co. KG, Lünen

• BSH Hausgeräte GmbH, München

• HACH LANGE GmbH, Düsseldorf

• HÜBNER GmbH & Co. KG, Kassel

• Kanne Brottrunk GmbH & Co. Betriebsgesellschaft KG, Selm-Bork

• Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG, Neumarkt

Seit 25 Jahren Mitglied bei B.A.U.M.

• Airbus Operations GmbH, Hamburg

• Berndt Media, Bochum

Seit 20 Jahren Mitglied bei B.A.U.M.

• EPEA Internationale Umweltforschung GmbH, Hamburg

• leguan gmbh, Hamburg

• LichtBlick SE, Hamburg

• Öko-Zentrum NRW GmbH, Hamm

• Siemens AG, München

• Steinbeis Papier GmbH, Glückstadt

• UmweltBank AG, Nürnberg

Seit 15 Jahren Mitglied bei B.A.U.M.

• Deichmann SE, Essen

• STAKEHOLDER REPORTING GmbH, Hamburg

• tesa SE, Norderstedt

91


B.A.U.M.-PORTRAIT

B.A.U.M. bringt sich ein

Mitwirkungen und Kooperationen

Durch Mitglieder des Vorstands und weitere Mitarbeitende ist B.A.U.M. in unterschiedlichen Gremien,

Beiräten und Jurys vertreten.

Juryfunktionen

• Certified Star-Award (Kategorie Certified Green Hotel) Dieter Brübach

• Deutscher CSR-Preis Martin Oldeland

• German Renewables Award Prof. Dr. Maximilian Gege

Kristina Kara

• Hanse Globe, Preis der Logistik-Initiative Hamburg Prof. Dr. Maximilian Gege

Dieter Brübach

• Sparda-Bank Hamburg Award Martin Oldeland

• I:CO Award Prof. Dr. Maximilian Gege

• Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu Dieter Brübach

• SIGNAL IDUNA-Umwelt- und Gesundheitspreis Martin Oldeland

der Handwerkskammer Hamburg

Beiratsfunktionen

• Beirat des Cradle to Cradle e.V. Prof. Dr. Maximilian Gege

Martin Oldeland

• Beirat des ELBCampus Kompetenzzentrums der Martin Oldeland

Handwerkskammer Hamburg

• Beirat des Forschungsprojekts „Betriebliches Mobilitätsmanagement Dieter Brübach

im Bergischen Städtedreieck – BMM hoch 3“

• Beirat von Grüner Strom Label e.V. Dieter Brübach

Thorsten Grantner

• Beirat des Netzwerks Weitblick – Verband Journalismus & Dieter Brübach

Nachhaltigkeit e.V.

• Beirat (Advisory Board) von oikos Hamburg e.V. Prof. Dr. Maximilian Gege

Kristina Kara

• Beirat der Revolution Energy GmbH Prof. Dr. Maximilian Gege

• Beirat des Projekts „Storytelling in der Nachhaltigkeits- Prof. Dr. Maximilian Gege

kommunikation“ (SusTelling) an der Leuphana Universität Lüneburg

• Beirat von Transparency International Deutschland e.V. Prof. Dr. Maximilian Gege

• Beirat des Verbands der Wellpappenindustrie – Prof. Dr. Maximilian Gege

Forum Ökologisch Verpacken

Rainer Kant

• Fachlicher Beirat der Deutschen Unternehmens- Prof. Dr. Maximilian Gege

initiative Energieeffizienz (DENEFF)

• Fachbeirat des Studiengangs Mobilitätsmanagement Dieter Brübach

an der Hochschule RheinMain

• Kundenbeirat der Iwan Budnikowsky GmbH Martin Oldeland

Rainer Kant

• Nachhaltigkeitsbeirat der Barmenia Versicherungen (Vorsitz) Dieter Brübach

• Nachhaltigkeitsbeirat der Porsche AG Prof. Dr. Maximilian Gege

• Nachhaltigkeitsrat der Technischen Universität Hamburg (TUHH) Martin Oldeland

• Stakeholder-Beirat der Entega AG Martin Oldeland

• Wissenschaftlicher Beirat des Online-Magazins global° Prof. Dr. Maximilian Gege

• Wissenschaftlicher Beirat des Instituts für Zukunftsstudien und Prof. Dr. Maximilian Gege

Technologiebewertung (IZT)

Martin Oldeland

92


B.A.U.M.-PORTRAIT

Sonstige Mitwirkungen und Funktionen

• Bundesverband Deutscher Stiftungen Prof. Dr. Maximilian Gege

• Deutsche Gesellschaft Club of Rome Prof. Dr. Maximilian Gege

• Die Umwelt-Akademie e.V. Prof. Dr. Maximilian Gege

• Honorar-Professur an der Leuphana Universität Lüneburg Prof. Dr. Maximilian Gege

• VDI-Ausschuss „Richtlinie zum Mobilitätsmanagement“ Dieter Brübach

B.A.U.M. ist zudem als Verein Mitglied von Organisationen aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit

und unterstützt Initiativen, die sich ebenfalls für nachhaltiges Wirtschaften und eine nachhaltige

Entwicklung stark machen.

B.A.U.M. ist Mitglied folgender Organisationen:

• Arbeits- und Förderkreis Ökologisches Bauen e.V.

• Bildungs- und Demonstrationszentrum Dezentrale Infrastruktur – BDZ e.V.

• Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG)

• Bündnis Bürgerenergie e.V.

• BVMW – Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e.V.

• Charta digitale Vernetzung e.V. i.G.

• Deutscher Naturschutzring, Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen

(DNR) e.V.

• Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik EBEN Deutschland e.V.

• Deutsches Netzwerk-Büro e.V.

• Gesellschaft für Nachhaltigkeit e.V.

• EUROSOLAR Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V.

• Förderverein der Klimaschutzagentur Region Hannover e.V.

• Förderverein Mediation im öffentlichen Bereich e.V.

• Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS)

• Initiative pro Recyclingpapier

• KATE Umwelt und Entwicklung e.V.

• Klima-Allianz Deutschland

• Modell Hohenlohe Netzwerk betrieblicher Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften e.V.

• Ökowerk e.V.

• Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität Hamburg

• Umweltpartnerschaft Hamburg 2018

• Verbund Service und Fahrrad e.V. (VSF)

• VfW – Verband für Wärmelieferung e.V.

• Wasserstoff-Gesellschaft Hamburg e.V.

• Zukunftsrat Hamburg

B.A.U.M. unterstützt folgende Initiativen:

• ‚Biodiversity in Good Company‘ Initiative e.V.

• co2online gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH

• Deutscher Nachhaltigkeitskodex des Rats für Nachhaltige Entwicklung

• Deutsches CSR-Forum des Kolping-Bildungswerks Württemberg e.V.

• Bündnis #effizienzwende

• Bündnis Gebäudewende

• Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit

93


B.A.U.M.-PORTRAIT

In memoriam

Theo Besgen

* 23. Mai 1958

= 21. Juli 2018

Im Alter von 60 Jahren ist Theo Besgen, Geschäftsführender Gesellschafter der

BeoPlast Besgen GmbH, am 21. Juli 2018 ganz plötzlich verstorben. Das B.A.U.M.

Netzwerk trauert um einen äußerst engagierten Mitstreiter für die Sache der Nachhaltigkeit.

Theo Besgen wird fehlen: als Beiratsmitglied, als Diskussionspartner und

Ideengeber.

Theo Besgen gründete BeoPlast 1990 und baute den Komplettanbieter für integrierte

Lösungen in Kunststoff zum führenden Zulieferer von Bauteilen im Segment KMU

aus. In seinem Unternehmen setzte er sich konsequent für ein nachhaltiges Wirtschaften

ein: Theo Besgen trieb den Ersatz von Kunststoffen auf petrochemischer

Basis durch biobasierte Kunststoffe voran und positionierte BeoPlast als CO 2

-freien

Produktionsbetrieb.

2014 wurde BeoPlast Mitglied des B.A.U.M.-Netzwerks. Theo Besgen brachte sich

aktiv ein: als Mitglied des Beirats Unternehmen von B.A.U.M. oder auch als Kooperationspartner

in einschlägigen Projekten wie z.B. „BiNa – Biokunststoffe Nachhaltig“.

Die persönlichen Gespräche, die wir mit Theo Besgen führen durften, vermittelten uns

sein enormes Wissen und großes Engagement für ein klimaneutrales Wirtschaften

sowie seine ausgeprägte Bindung an die Arbeit von B.A.U.M. Sein Engagement und

sein Ideenreichtum waren ansteckend; sein plötzlicher Tod hinterlässt in unserem

Netzwerk eine schmerzlich spürbare Lücke.

Unsere Gedanken und guten Wünsche gelten seiner Familie sowie seinen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern.

94


© AdobeStock, Mediteraneo

FIRMENPORTRAITS


FIRMENPORTRAITS

Inhaltsverzeichnis

Altop Verlagsgesellschaft mbH ........................... 98

Assmann Büromöbel Gmbh & Co. KG ................ 99

Bäckerei Kanne Gmbh & Co. KG ...................... 130

Barmenia Krankenversicherung a. G. ................ 100

Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG

Barmenia Lebensversicherung a. G

Baufritz GmbH & Co. KG ................................. 102

Brands Fashion Gmbh ...................................... 104

Carl Berberich GmbH ....................................... 106

Cellagon/ Hans-Günter Berner Gmbh & Co. KG . 108

Cewe Stiftung & Co. KGaA .............................. 110

CLEAN Excellence GmbH ................................. 112

Datev eG ......................................................... 113

Deutsche Gesellschaft für internationale .......... 114

Zusammenarbeit (giz) GmbH

Deutsche Telekom AG ...................................... 116

Dr. Ing. H.C. F. Porsche AG ............................... 148

Ece Projektmanagement GmbH & Co. KG ........ 118

Edding AG ....................................................... 120

e-motors UG .................................................... 122

Entega Naturpur Institut Ggmbh ...................... 123

Faber-Castell Aktiengesellschaft ....................... 124

Girsberger Gmbh ............................................. 125

Grander GmbH ................................................ 126

Green Brands Organisation GmbH ................... 128

Hipp Werk Georg Hipp OHG ............................ 127

Kanne Brottrunk GmbH & Co. KG .................... 130

Konica Minolta ................................................ 132

Konseq Gmbh * ............................................... 134

KYOCERA Document Solutions ....................... 135

Deutschland GmbH

Logpay Financial Services GmbH ...................... 136

Melitta Group Management GmbH & Co. KG ... 138

Meyer Werft GmbH & Co. KG .......................... 139

Miele & Cie. KG ............................................... 140

Naturstrom AG ................................................ 142

Otto GmbH & Co. KG ...................................... 141

Papacks Sales Gmbh * ..................................... 144

Paradies Gmbh ................................................ 146

Pilot Pen (Deutschland) Gmbh .......................... 147

Rewe Group .................................................... 150

Robert Bosch GmbH ........................................ 152

Sedus Stoll AG ................................................. 154

Sika Deutschland GmbH .................................. 156

Sparda-Bank München eG ............................... 157

STAEDTLER MARS GmbH & Co. KG ................. 158

Steinbeis Papier GmbH ..................................... 159

Tchibo GmbH ................................................... 160

Tengelmann ..................................................... 161

Tesa SE ............................................................. 162

transparente ® GmbH ........................................ 163

Umweltbank AG .............................................. 164

UPM GmbH ..................................................... 165

Viessmann Werke GmbH & Co. KG .................. 166

Voelkel Naturkostsäfte ..................................... 168

Wala Heilmittel Gmbh ...................................... 170

Webasto Se ..................................................... 171

Werkhaus Design + Produktion Gmbh ............. 172

Werner & Mertz Gmbh ................................... 174

Wiegel-Gruppe * ............................................. 176

Wilkening + Hahne Gmbh + Co. KG ................ 178

Wilo SE ............................................................ 179

96

* Dieses Unternehmen ist dem Förderkreis von B.A.U.M. 2018 beigetreten


FIRMENPORTRAITS

97


FIRMENPORTRAITS

ALTOP VERLAGSGESELLSCHAFT MBH

Gotzinger Straße 48

D-81371 München

www.altop.de

info@altop.de

BRANCHE

Verlag und Kommunikationsdienstleistungen

BESCHÄFTIGTE 16

ANSPRECHPARTNER

Fritz Lietsch

Geschäftsführer

Tel. +49 (0)89 / 74 66 11 - 11

f.lietsch@forum-csr.net

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1989

ALL LOVE TO OUR PLANET

ALTOP – so lautet der Name einer Firma, die anders

ist. ALTOP steht für „All Love to Our Planet“. Und

dieser Name ist Programm. ALTOP geht es nicht um

maximalen Profit, sondern um sinnvolles Handeln und

wirklich „gute“ Geschäfte. Es geht darum, unseren

Lebensstil und unser Wirtschaften in einen global

zukunftsfähigen Zielkorridor zu lenken und dabei

trotzdem wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Konkret

erfolgt dies durch Bücher, Broschüren, Magazine,

Internetportale, Videos, Veranstaltungen, Workshops

und Beratungsdienstleistungen. Wenn es um die

Förderung und Kommunikation von Nachhaltigkeit

geht, ist ALTOP der richtige Ansprechpartner.

35 JAHRE EINSATZ FÜR NACHHALTIGKEIT

ALTOP wurde 1984 mit dem Ziel gegründet: „Nicht

reden, sondern handeln, wenn es um Umweltschutz

und Zukunft geht!“ Daraus entstand ECO-World,

das alternative Branchenbuch. Es zeigte Einkaufsund

Handlungsmöglichkeiten, und bereits die

erste Ausgabe 1986 wurde zu einem Bestseller.

Die Printausgaben von ECO-World waren über 28

Jahre führende Jahrbücher und wandelten sich zu

einem der wichtigsten Internetportale für moderne

Konsumenten und verantwortungsbewusste

Einkäufer.

VOM VERBRAUCHER ZUR WIRTSCHAFT

Die oberste Priorität ist, dass die Wirtschaft ihre

Verantwortung erkennt und übernimmt. forum

Nachhaltig Wirtschaften, das führende Magazin

für eine zukunftsgerechte Unternehmensführung,

unterstützt die Wirtschaft dabei, die drei Säulen

der Nachhaltigkeit – also Ökonomie, Ökologie und

Soziales – erfolgreich zu verbinden. Das Magazin wird

flankiert von Sonderausgaben und Themenspecials

sowie vom Internetportal www.forum-csr.net.

forum Nachhaltig Wirtschaften ist damit ein Flaggschiff

unternehmerischer Verantwortung bzw. der

„Corporate Social Responsibility“ (CSR) im deutschsprachigen

Raum.

INFORMATIONEN UND SERVICES FÜR

WIRTSCHAFT, POLITIK UND ZIVILGESELLSCHAFT

Seit 2010 flankiert ALTOP seine Magazine mit

weiterführenden Informationsangeboten und Büchern.

Das Spektrum reicht vom Erfolgsbuch „Der CSR

Manager. Unternehmensverantwortung in der Praxis“

über „7 Tage CSR“ bis hin zu „Die Kraft des Mitgefühls

– Leadership im Geiste des Franz von Assisi“.

Für externe Auftraggeber produziert der Verlag Bücher

und Jahrbücher (wie das vorliegende B.A.U.M.-

Jahrbuch) und bietet dabei einen Full-Service von

der Redaktion bis zur Anzeigenverwaltung. Durch

Sonderdrucke (z.B. zu den Themen nachhaltiger

Gewerbebau, Stadt der Zukunft oder E-Mobilität)

und Veranstaltungsreader unterstützt der Verlag

Organisationen und Veranstaltungen im Bereich

Nachhaltigkeit, flankiert durch Beratung, Moderation,

Keynotes und Medienpartnerschaften.

Die forum-Kamingespräche vernetzen einflussreiche

Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft

und Medien und ermöglichen Allianzen für eine

nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und

Gesellschaft. Rufen Sie uns an, wir sind gerne für

Sie da.

MEHR INFORMATIONEN

www.forum-csr.net

www.eco-world.de

www.altop.de

98


FIRMENPORTRAITS

ASSMANN BÜROMÖBEL GMBH & CO. KG

Heinrich-Assmann-Straße 11, 49324 Melle

Tel. +49 (0)5422 / 7 06 - 0

www.assmann.de | info@assmann.de

ANSPRECHPARTNER

Marc Schumann

Leiter Marketing und Kommunikation

marc.schumann@assmann.de

Tel. +49 (0)5422 / 7 06 - 1 61

Andreas Fipp

Leiter Industrial Engineering

andreas.fipp@assmann.de

Tel. +49 (0)5422 / 7 06 - 2 27

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1996

BRANCHE

Büromöbelsysteme

BESCHÄFTIGTE > 350

GUTE ARBEIT

Die ASSMANN Büromöbel GmbH & Co. KG

zählt zu den führenden deutschen Herstellern

hochwertiger Büromöbelsysteme. Das 1939

gegründete Familienunternehmen setzt auf

das gelebte Prinzip „Gute Arbeit“ und eine der

modernsten Büromöbelproduktionen Europas.

In Melle werden täglich rund 2.500 funktionelle,

designorientierte Möbelteile entwickelt und

gefertigt. Mit Dirk Aßmann als geschäftsführendem

Gesellschafter führt das Unternehmen den Kurs von

Innovation und Investition in dritter Generation fort.

ASSMANN beschäftigt mehr als 350 Mitarbeiter und

steigerte den Umsatz 2017 auf 114 Millionen Euro.

Das Produktsortiment reicht von flexiblen

Schreibtisch- und Stauraumsystemen über Empfangs-,

Seminar- und Akustik-Lösungen bis zu modernen

Business-Lounge-Möbeln. Der Vertrieb erfolgt über

Partner im Bürofachhandel in Deutschland und

Europa. ASSMANN steht für individuelle Beratung,

konzeptionelle Raumplanung, Auslieferung mit

eigener LKW-Flotte und Montage. In Showrooms

in Berlin, Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg

und Stuttgart sowie London, Paris, Moskau, St.

Peters burg, Neuchâtel, Amsterdam und Glasgow

zeigt das Unternehmen Design-Highlights und

Lösungen für moderne Arbeitswelten.

wesentliche Werte der Unternehmenskultur.

ASSMANN veröffentlicht alle zwei Jahre einen

Nachhaltigkeitsbericht. Das Unternehmen lebt

die Verbindung aus hohem Qualitätsanspruch

und nachhaltiger Produktion – auch im Sinne

eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses,

z.B. mit dem DIN ISO EN 14001 zertifizierten

und mit dem Gütesiegel EMAS ausgezeichneten

Umwelt- und Qualitätsmanagement. Auch wird nur

PEFC-zertifizierte Ware aus verantwortungsvoller

Holzwirtschaft verarbeitet.

AUSGEZEICHNETE ARBEIT

• 2015 wurde ASSMANN mit dem Großen Preis des

Mittelstandes ausgezeichnet.

Im selben Jahr erhielt das Docking System Applica

den „Red Dot Design Award“.

• 2017 erhielt das Unternehmen die TOP-JOB-

Auszeichnung als Top-Arbeitgeber im deutschen

Mittelstand.

• 2018 wurde ASSMANN der Hermann-Schmidt-

Preis für herausragende Nachwuchssicherung

und Karriereförderung durch berufliche Bildung

verliehen.

NACHHALTIGE ARBEIT

Mit der Fokussierung auf effiziente und

automatisierte Produktionsanlagen und Abläufe

nimmt der regional verwurzelte Mittelständler die

Herausforderungen der Digitalisierung an und stärkt

den Heimatstandort. Soziale Verantwortung ist dabei

ein selbstverständlicher Aspekt wirtschaftlichen

Handelns. Zuverlässigkeit und Beständigkeit sind

99


FIRMENPORTRAITS

BARMENIA KRANKENVERSICHERUNG a. G.

BARMENIA ALLGEMEINE VERSICHERUNGS-AG

BARMENIA LEBENSVERSICHERUNG a. G.

Barmenia-Allee 1

42119 Wuppertal

www.nachhaltige.versicherung

nachhaltigkeit@barmenia.de

BRANCHE

Versicherungen

ANSPRECHPARTNER

Stephan Bongwald

Nachhaltigkeitsbeauftragter

Tel. +49 (0)202 / 4 38 - 32 40

nachhaltigkeit@barmenia.de

BESCHÄFTIGTE 3.500

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2012

FIRMENPROFIL

Die Barmenia Versicherungen sind geprägt von

ihrer Rechtsform des Versicherungsvereins auf

Gegenseitigkeit. Demnach sind sie ausschließlich

ihren Kunden, die gleichzeitig auch Mitglieder sind,

verpflichtet. Das Produktangebot für Privatkunden

sowie klein- und mittelständische Unternehmen

reicht von Kranken- und Lebensversicherungen über

Unfall- und Kfz-Versicherungen bis hin zu Haftpflichtund

Sachversicherungen. Mit 2,2 Millionen Versicherungsverträgen

und einer Kapitalanlage von rund 13

Milliarden Euro gehört die Barmenia zu den großen

unabhängigen Versicherungsgruppen in Deutschland.

Wirtschaftliches Handeln, soziale Verantwortung

und Umweltbewusstsein sind Selbstverständnis der

Wuppertaler Unternehmen.

NEW WORK ZUM WOHLE DES KUNDEN UND

DES UNTERNEHMENS

Mit dem Einsatz neuer Innovationsmethoden

und technologischen Möglichkeiten können

Kompetenzen entwickelt und gefördert werden.

Neues wird aber nicht immer als Chance begriffen,

sondern es entstehen auch Ängste. Diese

müssen genommen und Hemmschwellen reduziert

werden. Die Mitarbeiter müssen befähigt

werden, etablierte sowie neue Arbeitsmittel und

-methoden einsetzen zu können. Die Fehlerkultur

ist dabei von immenser Bedeutung. Wer innovativ

sein soll, muss Fehler machen dürfen. Mit dieser

Kultur und den entsprechenden Kompetenzen

können bei der Barmenia innovative und serviceorientierte

Digitallösungen geschaffen werden

wie beispielsweise der Online-Kundencenter

www.meine-barmenia.de und die PostBox mit

digitalisierter Postverteilung.

• Wissenstransfer von Privat- ins Berufsleben

Die Barmenia lebt die Vereinbarkeit von Beruf

und Familie mit den Möglichkeiten der Vertrauensarbeitszeit,

Jobsharing, HomeOffice, mobilem

Arbeiten, diversen Kinderbetreuungsangeboten

uvm. Seit dem Jahr 2005 nimmt die Versicherungsgruppe

erfolgreich am audit berufundfamilie

Service GmbH teil. Die Mitarbeiter wissen, dass

diese Vereinbarkeit von Beruf und Familie in alle

Richtungen gegeben und gewünscht ist. So wird

auch der Wissenstransfer durch weitere Maßnahmen

von Unternehmensseite gefördert.

• Wissenstransfer durch Erfahrungs- und Erlebnisräume

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von Erfahrungs-

und Erlebnisräumen für die Mitarbeiter geschaffen.

So wurden Nachhaltigkeits-, Gesundheitsund

Innovationstage veranstaltet, um Themen

interaktiv zu erleben. Diese Formate erweitern den

Horizont des Einzelnen und sollen so noch stärker

Einzug in das Berufsleben sowie den privaten Alltag

nehmen. Der Mitarbeiter erfährt beispielsweise bei

den Gesundheitstagen viel über Prävention durch

Sport und Vorsorgeuntersuchungen. Dieses Wissen

kann er für den privaten Gebrauch nutzen, um eine

gesündere Lebensweise zu erreichen, oder er kann

dieses Wissen in Gesprächen mit Kunden nutzen.

Gleichzeitig erkennt er die Notwendigkeit dieser

Themen und kann Impulsgeber für Ideen sein.

• Ideenwettbewerbe sollen motivieren

Im Jahr 2018 hat die Barmenia das bisherige Ideenmanagement

weiterentwickelt und „BRAIN“

geschaffen. Ziel von BRAIN ist es, eine höhere

Transparenz und eine stärkere Mitarbeiterbeteiligung

auf allen Stufen zu erreichen. Ideen können

von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingereicht,

bewertet und kommentiert werden. Alle

100


FIRMENPORTRAITS

Digitale papierlose Prozesse und flexible Arbeitsmöglichkeiten

zum Vorteil von Kunden und Mitarbeitern

Zukunftsmodell New Work-Office: Barmenia-Tochtergesellschaften

in flexiblen Räumlichkeiten inkl. InnoLab und

WorkCafe

Mitarbeiter sind aufgerufen, die Idee zu erweitern

oder zu ergänzen. Eine Fachjury sieht sich die Bewertungen

und Kommentare an und bewertet die

Idee aus Unternehmenssicht. Abschließend vergibt

sie Prämienpunkte, die in einem Shop eingelöst

werden können. Zur vollständigen Transparenz

können eingereichte und alte Vorschläge eingesehen

werden.

• Dialog mit den Vorständen

Die fünf Barmenia-Vorstandsmitglieder führen regelmäßig

Ressortveranstaltungen durch, an denen

Führungs- und Fachkräfte teilnehmen. Im Vorfeld

können Themenwünsche oder Fragen eingebracht

werden, die in der Runde besprochen werden. Vorschläge

können anonym eingereicht werden, wobei

aber der Wunsch besteht, dass bei einer offenen

Unternehmenskultur kritische Themen personalisiert

abgegeben werden. Alle zwei Wochen stehen

immer zwei Vorstände allen Mitarbeitern für eine

halbe Stunde in der Cafeteria Rede und Antwort.

Jeder hat hierbei die Möglichkeit, seine Wunschthemen

hierarchieübergreifend vorzubringen. Die Vorstände

kommunizieren transparent, dass ihre Türen

für Anliegen der Mitarbeiter immer offen stehen

und auch die nahezu tägliche persönliche Präsenz

im Mitarbeiterrestaurant soll Hemmschwellen abbauen.

Nichtsdestotrotz ist es eher noch unüblich,

dass die direkte Ansprache genutzt wird. Dennoch

merkt man die Ausweitung des Teamgedankens,

der in der Barmenia schon immer sehr ausgeprägt

war und durch eigene Unternehmenswerte verstetigt

wurde. So ist z. B. respektvoller Umgang

untereinander ein wichtiges Kriterium. Sicherlich

ist auch die Rechtsform des Versicherungsvereins

auf Gegenseitigkeit, bei dem der Gemeinschaftsgedanke

vorherrscht, ein wesentliches Element für

die mitarbeiterfreundliche Unternehmenskultur.

VERTRAUENSKULTUR SCHAFFT KREATIVITÄT

Nicht nur die Vertrauensarbeitszeit fördert die Vertrauenskultur

insgesamt. Die vorab dargestellten

Maßnahmen und Möglichkeiten schaffen Freiräume,

die es benötigt, um kreativ tätig sein zu können.

Verwaltende Tätigkeiten können so um kreative Spielräume

ergänzt werden. Dies bedarf es, um in Zeiten

der Digitalisierung und Veränderungsprozesse in der

Gesellschaft insgesamt Entwicklungspotenzial zu fördern.

Es ist zielführend als Vorreiter Akzente zu setzen

und nicht dem Innovationsdruck hinterherzulaufen.

Kulturelle Möglichkeiten bedürfen dieser Vertrauenskultur,

aber auch die räumliche Gestaltung und

technische Ausstattung müssen Kreativität fördern.

Kreativräume und InnoLabs sowie moderne Workspaces

werden systematisch in die Arbeitslandschaft

der Barmenia integriert. So kann der Mitarbeiter sein

geistiges Potenzial ausschöpfen und sich tagtäglich

entwickeln und teilweise sogar neu erfinden. Begeisterte

Barmenianer, die respektvoll und verantwortungsbewusst

handeln, fördern die Vertrauenskultur

und bringen den Mut auf, positive Veränderungen

zum Wohle des Kunden – und somit zum Wohle der

Barmenia-Unternehmen – herbeizuführen.

101


FIRMENPORTRAITS

BAU-FRITZ GMBH & CO. KG

seit 1896

Alpenweg 25

87746 Erkheim

www.baufritz-bj.de

info@baufritz-bj.de

BRANCHE

Ökologische Holzhäuser, Mehrfamilienhäuser

und Siedlungsbau

BESCHÄFTIGTE 400

ANSPRECHPARTNER

Dietmar Spitz

Marketingleitung

Tel. +49 (0)8336 / 90 02 50

Dietmar.Spitz@Baufritz.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1996

„GUT FÜR MENSCH UND NATUR!“

DAFÜR LEBEN WIR, DAFÜR STEHEN WIR.

Einen Trend verfolgen ist das eine. Doch aus der

eigenen Geschichte ein Leitbild für ein ganzes Unternehmen

zu generieren etwas ganz anderes. Unsere

Philosophie bestimmt unser Handeln, unser Leben

und unser Produkt: Häuser, die uns Menschen spürbar

gut tun. Dabei geht es auch um die Verantwortung

für Ressourcenschonung und wirklich nachhaltigen

Klimaschutz. Ohne Wenn und Aber.

DIE PHILOSOPHIE DES GESUNDEN BAUENS

Als Zimmermeister Sylvester Fritz im Jahre 1896 die

Zimmerei „Fritz“ gründete, dachte niemand daran,

dass daraus eines der innovativsten Öko-Hausbau-

Unternehmen Europas entstehen würde. Handwerkliches

Können, Kreativität, Forschungsdrang und

Pioniergeist der Familie Fritz waren die Grundlage für

die einzigartigen Baufritz Voll-Werte-Häuser.

Über 120 Jahre Erfahrung und Forschung stecken

somit in jedem Baufritz-Gebäude. Bereits in den 80er

Jahren begann der Ökohaus-Pionier, alle Materialien

und konstruktiven Detaillösungen nach baubiologischen

Gesichtspunkten zu verändern. Der damalige

Unternehmenschef Hubert Fritz, Deutschlands Ökomanager

1995, hatte sich zum Ziel gesetzt, absolut

gesunde Gebäude zu bauen, welche den Bewohnern

größtmöglichen Gesundheitsschutz bieten. Damals

nannte man dies „Ganzheitliches Bauen im Naturkreislauf“

und es entsprach der Lebenseinstellung

„Gut für Mensch und Natur“! Denn die Natur liefert

die besten klimaschützenden und selbst nachwachsenden

Materialien. Was heutzutage als nachhaltiges

Produkt angepriesen wird, wird leider oft als Marketingstrategie

und Grünfärberei entlarvt. Zweimal

hinschauen und nachfragen lohnt sich. Allein schon

der verschwenderische Umgang mit Entstehungsund

Produktionsenergien einzelner Materialien muss

in Zukunft näher betrachtet und von nachhaltigen

Unternehmen berechnet und deklariert werden.

Tatsächlich wird aber nach wie vor zu wenig Wert auf

die gesundheitliche Qualität und Entsorgbarkeit der

Materialien geachtet. Dies kann sich für die kleinen

und großen Bewohner sehr gesundheitsbelastend

auswirken. Gerne gibt der Ökohaus-Pionier seinen

Kunden die beruhigende Sicherheit anhand einer

Liste aller verwendeter und schadstoffgeprüfter Materialien.

Eine Luftschadstoffmessung im neuen Heim

belegt die gesundheitlich konsequente Ausrichtung

des Unternehmens.

INFORMATIONSMATERIAL

Die informative, 168-seitige Architekturbroschüre

„Unikate aus Holz“ fordern Sie gerne kostenlos an

unter Telefon 08336 - 90 00 oder per eMail

info@baufritz-bj.de.

Unter www.baufritz-bj.de finden Sie weitere Infos

über Baufritz. Hier gibt es auch den aktuellen Umweltbericht

zum Download.

HAUTNAH-ERLEBNIS

Interessieren Sie sich für ein nachhaltig und wohngesund

gebautes, individuelles Bio-Designhaus?

Baufritz lädt Sie herzlich ein, die Musterhäuser in

Stuttgart, Günzburg, München-Poing, Erkheim/Allgäu,

Langenargen/Bodensee und Köln/Frechen zu erleben

bzw. ein Referenzhaus in Ihrer Nähe zu besichtigen.

Eine Übersicht finden Sie auf www.baufritz-bj.de

unter Kontakt/Katalog.

102


FIRMENPORTRAITS

Schade, wenn die Sonne Energie liefert und

Ihre Solaranlage nicht.

Mit Photovoltaik Strom erzeugen, mit Erdwärme oder nachwachsenden Rohstoffen heizen: Ökologie liegt im Trend. KlimaPlus

sorgt bei innovativen Technologien für besonderen Schutz – zum Beispiel, wenn durch nicht fachgerechte Bedienung der Photovoltaikanlage

ein Schaden auftritt und die Stromerzeugung ausfällt. Die hohe Entschädigungsgrenze von bis zu 50.000 Euro und

die geringe Selbstbeteiligung von 150 Euro lassen nicht nur die Sonne strahlen, sondern auch Sie. Informieren Sie sich jetzt!

Infos unter www.signal-iduna.de

103


FIRMENPORTRAITS

BRANDS FASHION GMBH

Müllerstraße 11

21244 Buchholz

Tel. +49 (0)4181 / 94 22 0

Fax: +49 (0)4181 / 94 22 5 00

www.brands-fashion.com

info@brands-fashion.com

ANSPRECHPARTNER

Dr. Ulrich Hofmann

CEO

BRANCHE

Textilbranche

BESCHÄFTIGTE > 150

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2016

FIRMENPROFIL

Brands Fashion ist europäischer Marktführer im

Bereich nachhaltiger Arbeitskleidung. Das Unternehmen

hat seine Wurzeln in der Textilproduktion

und entwickelt seit über 20 Jahren hochwertige und

modische Workwear, Merchandising- sowie Private

Label-Kollektionen für namhafte Unternehmen in

Europa und in den USA. Der Fokus liegt dabei stets auf

einer möglichst nachhaltigen und fairen Umsetzung.

Hauptgesellschafter der Brands Fashion GmbH mit

Sitz in Buchholz in der Nordheide und Charlotte/USA

ist die Jebsen & Jessen Gruppe, die mit Triton Textiles

eine große Organisation in Asien zum Einkauf und

zur Qualitätssicherung vor Ort besitzt.

PRODUKTE, LEISTUNGEN UND BRANCHEN

Für alle Segmente bieten wir ganzheitliche Konzepte

an: Von der kundenspezifischen Beratung, der

Design- und Produktentwicklung über die Produktion

bis hin zu umfassenden IT- und Logistiklösungen.

Unsere Produkte und Leistungen werden von vielen

Kunden unterschiedlichster Branchen geschätzt. Über

eine Million Mitarbeiter verschiedener Filialketten

(Supermärkte, Baumärkte, Drogerien u.a.) tragen

nachhaltige Workwear von Brands Fashion. Dazu

entwickeln wir Merchandising-Kollektionen für Bundesligavereine

und renommierte Umweltschutzorganisationen.

Unsere zwei starken Eigenmarken Brands

Workwear und Shirts for Life runden das Portfolio ab.

NACHHALTIGKEIT IST UNSER THEMA BEI ALLEN

PRODUKTEN UND PROZESSEN

In unserer Geschäftstätigkeit setzen wir konsequent

auf Nachhaltigkeit und treiben diesen Leitgedanken

aus größter Überzeugung voran. Ein wichtiger Schritt

war dabei die Einrichtung unserer Nachhaltigkeits-

abteilung im Jahr 2013. Das Thema ist besonders

durch die sozialen und ökologischen Bedingungen

in den Fabriken in unseren asiatischen Produktionsländern

relevant. Brands Fashion pflegt dort mit allen

Lieferanten eine persönliche und partnerschaftliche

Zusammenarbeit. Unser Nachhaltigkeitsteam und die

Mitarbeiter unserer Schwesterfirma Triton arbeiten

vor Ort an laufenden Verbesserungsprozessen mit

den Fabriken. Transparenz ist ein Kernthema für

uns. So arbeiten wir im Bereich Naturfasern mit dem

Global Organic Textile Standard (GOTS) und Fairtrade

zusammen, um die gesamte Wertschöpfungskette

zu kennen und auf die ökologischen und sozialen

Kriterien hin zu prüfen. Brands Fashion hat sich zum

Ziel gesetzt, in allen Bereichen das Bewusstsein für

nachhaltig wirtschaftliches Handeln und nachhaltige

Produkte weiter voranzutreiben. Immer mehr unserer

Kunden entscheiden sich für nachhaltige Kleidung.

2018 wurden wir für unser Engagement mit dem

Fairtrade Award ausgezeichnet. In der Kategorie

„Hersteller“ belegte Brands Fashion den zweiten Platz

und ist weltweit der größte Hersteller von Fairtradezertifizierter

Workwear. Wir leben Nachhaltigkeit

jeden Tag, im Großen und im Kleinen: Unsere Mitarbeiter

sind für das Thema sensibilisiert und vertreten

unsere Unternehmensphilosophie im Umgang mit

unseren Kunden und Partnern.

WEITERE INFORMATIONEN

www.brands-fashion.com

104


FIRMENPORTRAITS

105


FIRMENPORTRAITS

CARL BERBERICH GMBH

Sichererstraße 52

74076 Heilbronn

www.berberich.de

marketing@ berberich.de

BRANCHE

Papiergroßhandel, Hersteller von Präsentationsmitteln

BESCHÄFTIGTE 350

ANSPRECHPARTNER

Hanspeter Albrecht

Leiter Marketing

Tel. +49 (0)7131 / 189 - 169

hanspeter.albrecht@berberich.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2016

FASZINATION UND LEIDENSCHAFT

Papier ist nach wie vor ein unersetzbarer Kommunikationsträger.

Mit seiner Vielfalt sowie dem unverwechselbaren

Charakter ist Papier ein einzigartiges

optisches und fühlbares Erlebnis.

Die Carl Berberich GmbH setzt mit Leidenschaft,

Know-how, einer über 150-jährigen Erfahrung sowie

einer großen Produktpalette auf diese Philosophie.

BERBERICH PAPIER UND BERBERICH SYSTEMS

Neben dem Papiergroßhandel als Kernkompetenz

verfügt das Unternehmen über den Geschäftsbereich

Berberich Systems.

In der hauseigenen Fertigung produziert dieser

Präsentations- und Organisationsmittel wie beispielsweise

Mappen, Boxen, Ringbücher oder Kalender

mit dem Gütesiegel „Made in Germany“. Dank

moderner Verarbeitungstechniken und unter höchsten

Qualitätskriterien – besonders im Hinblick auf

den Umweltschutz – erfüllt Berberich individuelle

Kundenwünsche und bietet Druckereien, Verlagen,

Werbeagenturen und Industriefirmen einen zuverlässigen

Service.

STARKE TRADITION

Berberich wurde 1863 im baden-württembergischen

Heilbronn gegründet und befindet sich seitdem im

Familienbesitz. Mit Niederlassungen in Abstatt bei

Heilbronn, Hofheim-Wallau bei Frankfurt, Langenfeld

im Rheinland, Lippstadt in Westfalen, Lehrte

bei Hannover und Ottobrunn bei München sowie

einer österreichischen Tochtergesellschaft in Thalgau

bei Salzburg greift das Unternehmen auf ein breit

verzweigtes Netzwerk zurück. Dies spart auch Ressourcen,

denn kurze Wege tragen ebenso aktiv dazu

bei, die Umwelt zu schonen.

UMWELTSCHUTZ UND NACHHALTIGKEIT

Die beiden Schlüsselwörter der Zukunft – gerade in

der Papierbranche – sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Bei der Papiernachfrage überzeugen Produkte,

die umweltfreundlich, qualitativ hochwertig,

leistungsfähig und gleichzeitig kostengünstig sind.

SORGSAME AUSWAHL

Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt

liegt Berberich am Herzen und ist firmenkulturelles

Selbstverständnis. Umweltbewusstsein beginnt bereits

bei der gewissenhaften Auswahl von Lieferanten

und Papierherstellern. Berberich verwendet für sein

Sortiment deshalb nur Produkte von:

• qualitäts- und umweltbewussten Papiererzeugern

• deren Fabriken entsprechende Zertifizierungen

nachweisen können.

ES LEBE VIVUS

VIVUS ist die Marke von Berberich. Unter VIVUS

bündeln sich nachhaltig produzierte Produkte. VIVUS-

Papiere sind qualitativ hochwertige gestrichene und

ungestrichene, weiße und natürlich gefärbte Papiere,

die mit verschiedenen Umweltlabels wie FSC ® , PEFC,

Blauer Engel, CO 2

-neutral oder EU-Ecolabel ausgezeichnet

sind. Ob Imagebroschüre, Jahresbericht,

Katalog, Einladung, Flyer oder Wahlzettel: VIVUS bietet

das passenden Papier für Entscheider, die sowohl

ökologisch als auch ökonomisch denken.

ZERTIFIKATE

Die Carl Berberich GmbH ist sowohl FSC ® - als auch

PEFC-zertifiziert.

106


FIRMENPORTRAITS

VIVUS 89

Recyclingpapier

80 bis 300 g/qm







ungestrichen matt hochweiß

oberflächengeleimt

Recycling aus 100 % Altpapier

mit ca. 1,3-fachem Volumen

gute Blattformation

Umweltzeichen: Ecolabel und

Der Blaue Engel

vivus 89: ein Produkt der Marke Vivus.

Nachhaltig. Ökologisch. Anspruchsvoll.

Carl Berberich GmbH • Sichererstraße 52 • 74076 Heilbronn

Tel: 07131 189-169 • Fax: 07131 189-190

www.berberich.de • E-Mail: marketing@berberich.de

107


FIRMENPORTRAITS

Cellagon

Aus der Fülle der Natur

HANS-GÜNTER BERNER GMBH & CO. KG

Hasenholz 2 und 10

24161 Altenholz

www.cellagon.de

info@h-g-berner.de

BRANCHE

Lebensmittel, Kosmetik

ANSPRECHPARTNER

Frank Pöhls

Umweltmanagement

Tel. +49 (0)431 / 32 99 351

f.poehls@h-g-berner.de

BESCHÄFTIGTE

37 (im zentralen Innendienst)

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1997

FIRMENPROFIL

Die Hans-Günter Berner GmbH & Co. KG stellt

funktionelle Lebensmittel und hautfreundliche

Kosmetikprodukte der Marke Cellagon her. Alle Produkte

zeichnen sich durch den Einsatz hochwertiger

natürlicher Inhaltsstoffe bei gleichzeitigem Verzicht

auf überflüssige Chemie und Synthetik aus. Cellagon-

Produkte werden ausschließlich im Direktvertrieb in

Deutschland und Österreich angeboten. Circa 12.000

eigenständige Beraterinnen und Berater sind aktuell

für Cellagon tätig.

DIE PRODUKTE

Neben unseren 5 klassischen funktionellen Mikronährstoffkonzentraten

Cellagon aurum, Cellagon

aurum „Dunkle Sommerbeere“, Cellagon vitale

plus, Cellagon felice und Cellagon T.GO haben wir

uns seit 2015 auch wertvollen Makronährstoffen

gewidmet. Die vier CellaVie Bio-Pflanzenölkompositionen

auf Leinölbasis setzen neben der optimalen

Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren individuelle

Ernährungsschwerpunkte. Mit CELLAMINO haben

wir ein veganes Proteinpulver im Angebot, das alle

essenziellen Aminosäuren enthält. Die veganen

Cellagon viego Fruchtriegel in vier leckeren Sorten

runden schließlich unser Programm ab.

Das Sortiment von Cellagon cosmetics umfasst aktuell

insgesamt 39 Produkte in den vier Linien „Face Care“,

„Body Care“, „Sun Care“ und „Apricot Line“. Alle

Produkte sind frei von Parabenen, Paraffinen, Silikonen,

PEGs und halogenorganischen Verbindungen.

Zudem bieten wir mit SKIN CONCEPT eine nach mit

dem „Natrue-Siegel“ zertifizierte Natur kosmetikserie

an, zu der insgesamt 7 Produkte gehören.

ÖKOLOGISCHE VERANTWORTUNG

• Die gezielte Entwicklung der funktionellen Lebensmittel

als Konzentrat sorgt für eine hohe Energieeffizienz.

1 Flasche Cellagon spart 12 Glasflaschen

inklusive Verschlüssen, Etiketten, Verpackung und

Transport.

• Für Cellagon cosmetics werden ein innovatives

Refill-System sowie u.a. Tiegel aus 100 Prozent

Recycling-Glas verwendet.

• Unsere Flaschenkartons und Verpackungskartonagen

bestehen ausnahmslos aus FSC-zertifiziertem

Material.

• Die Sachets werden über das duale System recycelt.

• Die Rohstoffe für die Konzentrate und Kosmetikprodukte

werden zum großen Teil aus biologischem

Anbau erworben.

SOZIALES ENGAGEMENT

Neben der Rücksichtnahme auf die Umwelt be deutet

nachhaltiges Wirtschaften für uns, Teile der Gesellschaft,

insbesondere Kinder, die auf die Hilfe anderer

angewiesen sind, an unserem ökonomischen Erfolg

teilhaben zu lassen. Deshalb unterstützen wir verschiedene

soziale Projekte, in den letzten Jahren u.a.:

• Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.

• Jose Carreras Leukämie-Stiftung e.V.

• Tabaluga Kinderstiftung

• Stiftung Kinder-Hospiz Sternenbrücke

• Kinderkrebsklinik Uni Kiel

• Welthungerhilfe

• Tierhilfe Asociatia Anima Pro Terra

Zudem ist das Unternehmen Fördermitglied der Tierschutzorganisation

„Animals‘ Angels“.

108


FIRMENPORTRAITS

Nachhaltig drucken

Ökologisch online drucken.

Und das aus Prin(t)zip.

Ausschließlich umweltfreundliche Papiersorten | alkoholfreie Druckprozesse |

mineralölfreie Druckfarben | Lacke auf Basis nachwachsender Rohstoffe |

durchgängige Produktionskette zur Vermeidung transportbedingter Emissionen |

Nutzung der Abwärme der Druckmaschinen sowie der Druckluftversorgung |

Druckmaschinentechnik mit geringer Anlaufmakulatur | Strom aus 100 % er neuerbarer

Energie | hauseigene Photovoltaik-Anlage | Elektro- und Erdgasfahrzeuge |

uvam.

Printzipia ® eine Marke der bonitasprint gmbh | Max-von-Laue-Straße 31 | 97080 Würzburg | Telefon +49 931-90083 830

109


FIRMENPORTRAITS

CEWE STIFTUNG & CO. KGAA

Meerweg 30-32

26133 Oldenburg

Tel. +49 (0)441 / 4 04 - 0

info@cewe.de

www.cewe.de

BRANCHE

Fotofinishing und Online-Druck

BESCHÄFTIGTE 3.600

in 25 europäischen Ländern

ANSPRECHPARTNER

Dr. Matthias Hausmann

Leiter Nachhaltigkeit

nachhaltigkeit@cewe.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2012

MARKTFÜHRER MIT TRADITION

Der innovative Foto- und Online-Druckdienstleister

CEWE ist mit zwölf hoch technisierten Produktionsstandorten

und ca. 3.600 Mitarbeitern in 25

europäischen Ländern als Technologie- und Marktführer

präsent. CEWE lieferte im Jahr 2017 rund

2,2 Milliarden Fotos, 6 Millionen CEWE FOTOBUCH

Exemplare sowie zahlreiche Foto-Geschenkartikel an

mehr als 20.000 Handelspartner und erzielte damit

einen Konzernumsatz von 599,4 Millionen Euro.

Das Unternehmen setzt in der Fotobranche durch

Innovationen kontinuierlich neue Impulse. Im Zentrum

steht die Freude am Foto – ein CEWE FOTOBUCH

bewahrt die schönsten Erinnerungen an Reisen oder

Familienereignisse und eignet sich genau wie die

CEWE KALENDER oder weitere Fotoprodukte als individuelles

und persönliches Geschenk für die Liebsten.

Und während die Menschen sich unzählige, meist

austauschbare Nachrichten über ihre Smartphones

schreiben, erlebt die klassische Karte eine Renaissance

– entweder als Grußkarte (CEWE CARDS)

oder als individuell mit eigenen Fotos gestaltete

Postkarte aus dem Urlaub, die über CEWE gedruckt

und versandt werden kann.

Im zweiten Geschäftsfeld „Kommerzieller Online-

Druck“ werden Geschäftsdrucksachen über die

Vertriebsplattformen CEWE-PRINT.de, Laserline,

SAXOPRINT und viaprinto vermarktet. Die Keimzelle

von CEWE war das 1912 gegründete Fotostudio von

Carl Wöltje (C.W. -> CEWE). CEWE als Unternehmen

wurde 1961 von seinem Schwiegersohn Senator

h. c. Heinz Neumüller gegründet und ist seit 1993

an der Börse gelistet (Mitglied im SDAX).

NACHHALTIGKEIT

CEWE legt großen Wert auf eine nachhaltig ausgerichtete

Unternehmensführung in allen Bereichen

und gehört insbesondere beim Klimaschutz zu den

führenden Unternehmen. Seit September 2016

stellt das Unternehmen sämtliche CEWE Markenprodukte

klimaneutral her und kompensiert alle

CO 2

-Emissionen, die bei der Herstellung entstehen.

Als Kompensationsprojekt hat sich CEWE nach sorgfältiger

Prüfung für ein Waldschutz- und Wiederaufforstungsprojekt

in Kenia entschieden. Seit langem

kooperiert CEWE auch mit den SOS Kinderdörfern

weltweit sowie an den Produktionsstandorten mit

dem NABU.

Für die über 3.600 Mitarbeiter schafft CEWE ein

partnerschaftliches Arbeitsumfeld mit motivierenden

Rahmenbedingungen. Im vergangenen Jahr hat das

Unternehmen neben vielen anderen Maßnahmen

ein besonderes Gewicht auf den Ausbau der Mitarbeiterbeteiligung

gelegt. Das Belegschaftsaktienprogramm

wurde noch weiter ausgestaltet, indem

es nun allen Mitarbeitern europaweit zugänglich

gemacht worden ist. Die Beteiligung der Mitarbeiter

am Firmenerfolg sowie die Unterstützung jedes

Einzelnen bei der Vermögensbildung für das Alter

sind wesentliche Ziele des Programms.

NEW WORK

Kürzlich wurde der Stammsitz in Oldenburg um ein

neues, hochmodernes Bürogebäude erweitert. Das

Open-Space-Konzept definiert die Zusammenarbeit

neu und passt hervorragend zur offenen Kommunikationskultur

von CEWE. Eine großflächige Glasfassade

sowie moderne und naturnahe Elemente

110


FIRMENPORTRAITS

Alle Markenprodukte von CEWE wie das CEWE FOTO-

BUCH werden komplett klimaneutral produziert

Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Friege

zeichnen das Design aus. Kühl- und Heizsegel in

den Decken sorgen für ein angenehmes Raumklima.

Aber nicht nur Transparenz und Offenheit stehen

im Vordergrund des Neubaus, sondern auch die

Nachhaltigkeit. Mit dem Neubau ist es gelungen,

ein Gebäude zu errichten, das die benötigte Energie

für die Klimatisierung durch ein Zusammenspiel aus

Wärmepumpe und Fotovoltaikanlage eigenständig

produziert. Für das gesamte Gebäudekonzept strebt

CEWE das silberne Gütesiegel des Bewertungssystems

Nachhaltiges Bauen (BNB) des Bundesbauministeriums

an. Es betrachtet den gesamten

Lebenszyklus des Gebäudes von der Planung und

Bauausführung über die Verwendung bis zum Ende

der Nutzungsphase.

Alle drei Etagen sind als Open Space gestaltet

und bieten Platz für 162 Arbeitsplätze. Die offene

Raumgestaltung fördert den Austausch unter den

Mitarbeitern und ermöglicht eine unkomplizierte

teamübergreifende Zusammenarbeit. Dabei stehen

sogenannte Think Tanks für verschiedene Arbeitssituationen

wie Besprechungen oder ungestörte

Telefonate zur Verfügung. Das Veranstaltungszentrum

im Erdgeschoss lässt sich flexibel nutzen und

steht entweder als großer Raum mit bis zu 266

Sitzplätzen zur Verfügung oder kann je nach Bedarf

geteilt werden.

Auf die veränderten Lebensentwürfe bei Mitarbeitern

und Bewerbern hat CEWE bereits mit der

Einführung von flexiblen Arbeitszeiten und Gleitzeit

reagiert. Neue Mobilitätskonzepte werden gefördert,

so gibt es beispielsweise E-Ladestationen sowie

ein Leasingmodell für Fahrräder inklusive E-Bikes.

Ferner gibt es die „Cewelino“-Kinderbetreuung,

eine Kinderferienbetreuung sowie Unterstützung

bei pflegebedürftigen Angehörigen.

Durch den Zukauf von Startups wie DeinDesign

oder Cheerz (Frankreich) holt sich CEWE regelmäßig

neue Impulse in Bezug auf die Unternehmens- und

Führungskultur.

111


FIRMENPORTRAITS

CLEAN EXCELLENCE GMBH

Königswinterer Straße 730

53227 Bonn

www.clean.de

BRANCHE

Gebäudereinigung

BESCHÄFTIGTE 955

ANSPRECHPARTNERIN

Mandy Burlaga

Marketing & Kommunikation

Tel. +49 (0)228 / 9 70 25 - 31

m.burlaga@clean.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2005

Corporate Social Responsibility ist heute in aller

Munde, wenn über moderne Unternehmenskultur

diskutiert wird. Für die CLEAN Excellence GmbH ist

dies jedoch mehr als nur ein modischer Begriff: Nachhaltiges,

werteorientiertes Geschäftshandeln gehört

für diesen 1988 gegründeten Reinigungsdienstleister

zu den zentralen Bausteinen der Firmen- DNA. Damit

macht er es sich nicht leicht in einer Branche, in der

häufig nur auf den Preis geschaut wird. Der Firmeninhaber

hält mit innovativen Konzepten dagegen.

„Nachhaltige Dienstleistungen in hoher Qualität und

zum besten Preis mit guten Mitarbeitern zu erbringen

ist in der Gebäudereinigung oft ein schmaler Grat,

da für Auftraggeber häufig nur die Kosten zählen“,

erläutert Michael Thomas Baggeler. Der Gründer und

Geschäftsführer der deutschlandweit operierenden

Reinigungsfirma stemmt sich bewusst gegen diesen

Trend. So arbei tet man CO 2

-neutral, betreibt ein

ökologisch und öko nomisch effizientes Abfall- und

Wertstoff management und hat eigene, umweltschonende

Reinigungsmittel entwickelt.

FLEXIBLE PROZESSE UND UMWELTMANAGEMENT

Das Unternehmen könne mit diesem anspruchsvollen

Ansatz punkten, weil Wert auf eine ausgeprägte

Service mentalität, auf gute Arbeitsqualität und

inno vative Leistungen gelegt werde, sagt Baggeler.

So garantiert man mit dem integrierten Qualitätssicherungssystem

nach DIN EN ISO 9001 die Einhaltung

der Standards. Mit dem bereits etablierten,

digitalen Prozessmanagementsystem sollen produktive,

effi ziente und kostenreduzierte Arbeitsabläufe

geschaffen werden – abgestimmt auf die jeweiligen

Kunden. Denen wird zudem der „CLEAN Onlineservice“

angeboten, mit dem sie sich über die Abläufe

und die Qualität der ausgeführten Leistungen auf

dem Laufenden halten können. Damit wird rasch

höchste Transparenz erreicht, und den Auftrag gebern

stehen so wichtige Informationen online und in Echtzeit

zur Verfügung. Das Umweltmanagement wurde

nach den Anforderungen der DIN EN ISO 14001:2009

zertifiziert

VISION: NACHHALTIGKEIT

Zum Wertekanon dieses Reinigungsdienstleisters

gehört es auch, den Beschäftigten ein angemessenes

Arbeitsumfeld zu schaffen. Die Entwicklung

besserer Arbeitsbedingungen zählt Baggeler denn

auch ausdrücklich zu den Innovationsstärken seines

Unternehmens. So begleiten zum Beispiel Verwaltungsangestellte

und das Management regelmäßig

die Reinigungsteams und legen selbst Hand an. Das

fördere den gegenseitigen Respekt und mache der

Geschäftsleitung klar, worauf es vor Ort ankommt.

Gerade bei der Optimierung von Prozessen und

Produkten, in die man viel Zeit investiere, sei

die Mitwirkung des ganzen Teams gefragt, sagt

Baggeler. Den Mann treibt eine Vision der nachhaltigen

Gebäude reinigung an. Und man hat nicht den

Eindruck, dass er sie aus den Augen verlieren könnte.

112


FIRMENPORTRAITS

DATEV EG

Paumgartnerstraße 6 -14

90329 Nürnberg

www.datev.de/nachhaltigkeit

ANSPRECHPARTNER

Harald Oelschlegel

Beauftragter für Umweltschutz

und Nachhaltigkeit

Tel. +49 (0)911 / 3 19 - 5 36 88

harald.oelschlegel@datev.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1997

BRANCHE

Software und IT-Dienstleistungen

BESCHÄFTIGTE 7.400

NACHHALTIGE SOFTWAREENTWICKLUNG

Nachhaltiges Wirtschaften zahlt sich aus: So hat sich

die Genossenschaft der Steuerberater, Rechtsanwälte

und Wirtschaftsprüfer zum drittgrößten Anbieter

von Business-Software in Deutschland entwickelt.

Die rund 7.400 Mitarbeiter gestalten die digitale

Transformation aktiv mit und leben auch den Wandel,

der sich im Arbeitsumfeld – insbesondere in der

IT-Branche – vollzieht.

AGILES ARBEITEN

Die Strukturen in den Unternehmen verändern sich

zunehmend von der klassischen Aufbau- hin zur

Ablauforganisation. Nicht zuletzt von Mitarbeitern

in Eigenregie gegründete sogenannte Communities

of Practice haben das agile Arbeiten bei DATEV

weiter getragen und gefördert. Netzwerken, Wissensaustausch

und Unterstützung über Team-, Abteilungs-

und Verantwortungsebenen hinweg sind dabei

die Grundlagen für den Erfolg. Mit den positiven

Erfahrungen stieg auch das Interesse: Mittlerweile

gibt es über 20 solcher Communities, beispielsweise

für den Mainframe, für Web-Applications oder für

Scrum Master.

FLEXIBILITÄT UND FÜHRUNG

Während in den Communities der Wandel von

Mitarbeitern geprägt und vorangetrieben wird, ist

auch die Organisation selbst gefordert, die Rahmenbedingungen

anzupassen. So wurde mit zielgerichteten

Maßnahmen darauf hingewirkt, bestehende

Strukturen, Prozesse und Haltungen entsprechend der

Anforderungen weiterzuentwickeln. Beispielsweise

braucht agiles Vorgehen in der Softwareentwicklung

einen Rahmen, der Flexibilität ermöglicht. Es bedarf

dafür Menschen, die kompetent in ihren vielfältigen

Rollen agieren können. Deshalb ändern sich auch die

Karrieremodelle: weg von starren Laufbahnen hin zu

flexiblen, individuellen und lebensphasenorientierten

Werdegängen. Neben der klassischen Linienführung

etabliert DATEV weitere gleichwertige fachliche und

prozessuale Führungsrollen. Auch der zunehmenden

Auflösung der räumlichen und zeitlichen Trennung

von Beruf und Familie trägt das Unternehmen Rechnung

– mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, aber auch

mit entsprechender technischer Ausstattung der

Mitarbeiter. Das Augenmerk liegt dabei zum Beispiel

auf den unterschiedlichen Kanälen und Technologien,

die Mitarbeiter für die Kommunikation untereinander

nutzen. Ziel ist, dass eine möglichst breite Vielfalt

genutzt werden kann, die flexibel zusammenwirkt. Im

Projekt „Future Workplace“ werden sie entsprechend

gestaltet und synchronisiert, um den optimalen,

ortsunabhängigen IT-Arbeitsplatz der Zukunft zu

realisieren.

MODERNES ARBEITSUMFELD

Auch beim räumlichen Arbeitsumfeld entwickelt sich

DATEV stetig weiter. Mit dem DATEV IT-Campus 111,

der 2015 eigeweiht wurde, hat das Unternehmen

einen modernen, zentralen Entwicklerstandort geschaffen.

Die Arbeitsumgebung wurde auf Basis der

Anforderungen an die agile Softwareentwicklung

konzipiert und macht kreatives, kommunikatives und

konzentriertes Arbeiten möglich.

113


FIRMENPORTRAITS

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR INTERNATIONALE

ZUSAMMENARBEIT (GIZ) GMBH

Sitz der Gesellschaft Bonn

Friedrich-Ebert Allee 36 + 40, 53113 Bonn

Sitz der Gesellschaft Eschborn

Dag-Hammarskjöld-Weg 1 - 5, 65760 Eschborn

www.giz.de

info@giz.de

BRANCHE

Internationale Zusammenarbeit

BESCHÄFTIGTE 19.506

ANSPRECHPARTNERIN

Dr. Elke Siehl

Beauftragte des Vorstandes für Nachhaltigkeit

Tel. +49 (0)6196 / 79 - 16 51

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2011

NACHHALTIGKEIT GLAUBWÜRDIG LEBEN

Als Dienstleister der internationalen Zusammenarbeit

für nachhaltige Entwicklung und internationalen

Bildungsarbeit engagieren wir uns weltweit für eine

lebenswerte Zukunft. Wir haben mehr als 50 Jahre

Erfahrung in unterschiedlichsten Feldern, von der

Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung über Energie-

und Umweltthemen bis hin zur Förderung von

Frieden und Sicherheit. Das vielfältige Know-how des

Bundesunternehmens GIZ wird rund um den Globus

nachgefragt. Unser Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium

für wirtschaftliche Zusammenarbeit

und Entwicklung (BMZ), arbeiten aber auch für andere

Auftraggeber, z.B. andere Bundesressorts, bilaterale

Geber und die EU.

Alle Auftraggeber und Kooperationspartner schenken

der GIZ ihr Vertrauen, Ideen für politische, gesellschaftliche

und wirtschaftliche Veränderungen mit

ihnen gemeinsam zu entwickeln, konkret zu planen

und umzusetzen. Gemeinsam mit unseren Partnern

in den nationalen Regierungen weltweit sowie mit

Kooperationspartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft

und Zivilgesellschaft arbeiten wir flexibel an wirksamen

Lösungen, die Menschen Perspektiven bieten

und deren Lebensbedingungen dauerhaft verbessern.

Die GIZ hat ihren Sitz in Bonn und Eschborn. Unser

Geschäftsvolumen betrug im Jahr 2017 rund 2,6

Milliarden Euro. Von den 19.506 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern in rund 120 Ländern sind fast 70

Prozent als Nationales Personal vor Ort tätig.

NACHHALTIGKEIT EFFEKTIV MANAGEN

Nachhaltigkeit ist für uns Auftrag und Verpflichtung

zugleich. Wir sind überzeugt, dass nur das

Zusammenspiel der vier Nachhaltigkeitsdimensionen

„Soziale Verantwortung“, „Ökologisches Gleichgewicht“,

„Politische Teilhabe“ und „Wirtschaftliche

Leistungsfähigkeit“ künftigen Generationen ein

Leben in Sicherheit und Würde ermöglicht.

Das Nachhaltigkeitsmanagement ist in der GIZ auf

höchster Managementebene verankert. Das Sustainability

Board, das den Vorstand und die oberste

Managementebene repräsentiert, richtet das

Unternehmen nachhaltig aus. Die Beauftragte des

Vorstandes für Nachhaltigkeit, die direkt an die GIZ

Vorstandssprecherin berichtet, ist zentrale Ansprechpartnerin

für Nachhaltigkeitsfragen und setzt mit

Unterstützung des Sustainability Office das Nachhaltigkeitsprogramm

der GIZ operativ um.

NACHHALTIGKEIT (WETT)BEWERBEN

2018 fand erstmals der unternehmensweite Nachhaltigkeitswettbewerb

„Sustainability Champions“ statt.

Er füllt unternehmerische Nachhaltigkeit innerhalb

der GIZ mit Leben, unterstreicht die Relevanz des

Themas und bereitet eine wertschätzende Bühne für

die zahlreichen Initiativen im Unternehmen.

Mitarbeiter*innen im In- und Ausland reichten kurze

Videos ein, in denen sie ihren Beitrag zur unternehmerischen

Nachhaltigkeit beschreiben. Es standen

fünf Kategorien zur Auswahl: die vier Nachhaltigkeitsdimensionen

der GIZ sowie die Sonderkategorie

„Nachhaltige Beschaffung“, für uns ein strategischer

Schwerpunkt dieses Jahr.

Nach Einsendeschluss stimmten alle GIZ Mitarbeiter*innen

ab, welcher der 30 eingereichten

Beiträge ihr Sustainability Champion ist. Eine Jury

114


FIRMENPORTRAITS

Nachhaltiges Catering im GIZ Büro Bangkok

Das Gewinnerteam aus Brasilien freut sich über seine Platzierung

aus Mitgliedern des Sustainability Board nahm anschließend

anhand zuvor definierter Kriterien eine

zweite Bewertung vor. Beide Abstimmungen trugen

gleichwertig zum Ergebnis bei. Damit stehen die fünf

Gewinner fest, die sich insgesamt auf ein Preisgeld

von 16.000 Euro freuen.

AUSGEZEICHNET NACHHALTIG

Der GIZ Nachhaltigkeitswettbewerb zeigte, welche

vielfältigen, innovativen, engagierten und inspirierenden

Initiativen im In- und Ausland umgesetzt

werden.

Platz 1 belegte das Team aus Thailand in der Nachhaltigkeitsdimension

„Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“:

Es senkt den Papierverbrauch, stellt eigene

Reinigungsmittel her, kompostiert Essensreste und

richtet Veranstaltungen nach sozialen und ökologischen

Kriterien aus – ein gelungenes Beispiel für

mehr Nachhaltigkeit im Büroalltag. „Für uns ist das

eine große Anerkennung für unser nachhaltiges

Arbeiten – mit kleinen Schritten beginnen, diese

dann immer größer werden lassen und systematisch

in unsere Prozesse integrieren“, freute sich Marie

Rossetti, GIZ-Mitarbeiterin in Bangkok.

Die Preise in den anderen Kategorien gingen ebenfalls

ins Ausland:

• Die Mitfahr-App des brasilianischen Teams zeigt

„Soziale Verantwortung“.

• Eine Solarladestation für E-Bikes der GIZ Mitarbeiter*innen

in Bolivien trägt zum „ökologischen

Gleichgewicht“ bei.

• Eine Initiative aus Bosnien-Herzegowina setzt sich

für einen Freiwilligentag für Kinder ein und leistet

damit einen Beitrag zur „Politischen Teilhabe“.

• Der Sonderpreis „Nachhaltige Beschaffung“ ging

an eine Kampagne in Ruanda, die das Bewusstsein

für dieses Thema für ihre Stakeholder schärft.

NACHHALTIG(E) FAIR-ÄNDERUNGEN ANSTOSSEN

Zur Preisverleihung am 24. September 2018 in

Eschborn konnten sich alle GIZ Mitarbeiter*innen

live zuschalten um ihre Sustainability Champions zu

feiern. GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner und

Mitglieder des Sustainability Board prämierten offiziell

die Gewinner. Die Teams hatten bereits Pläne, wie

sie das Preisgeld einsetzen, um ihr Engagement für

unternehmerische Nachhaltigkeit weiterzuverfolgen

und auszubauen. Und auch sonst werden die Ideen

im Unternehmen weiterwirken: „Jede Initiative für

sich ist ein bemerkenswerter, inspirierender Beitrag zu

unserer unternehmerischen Nachhaltigkeit. Wir werden

auch größtenteils die Ansätze weiterverfolgen,

die wir nicht als Sustainability Champion auszeichnen

konnten“, sagt Elke Siehl, Beauftragte des Vorstandes

für Nachhaltigkeit.

Ihr Fazit nach dem ersten Durchlauf: „Der Wettbewerb

machte das Thema Nachhaltigkeit greifbar und

den Teilnehmern sichtlich Spaß. Er trug außerdem

auch zur Vernetzung von Mitarbeiter*innen in puncto

Nachhaltigkeit bei.“

QR Code zum Integrierten

Unternehmensbericht 2017

115


FIRMENPORTRAITS

DEUTSCHE TELEKOM AG

Friedrich-Ebert-Allee 140

53113 Bonn

www.telekom.com/verantwortung

www.telekom.com/kontakt

BRANCHE

Informationstechnologie (IT) und

Telekommunikation (TK)

ANSPRECHPARTNERIN

Birgit Klesper

Senior Vice President

Group Corporate Responsibility (GCR)

BESCHÄFTIGTE

218.300 weltweit

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1993

Die Deutsche Telekom gehört mit rund 168 Millio nen

Mobilfunk-Kunden, 28 Millionen Festnetz- und 19

Millionen Breitband-Anschlüssen zu den führenden

integrierten Telekommunikations-Unternehmen

weltweit. Wir bieten Produkte und Dienstleistungen

aus den Bereichen Festnetz/Breitband, Mobilfunk,

Internet und Internet-TV für Privatkunden sowie Lösungen

der Informations- und Kommunikationstechnik

für Groß- und Geschäftskunden. Die Deutsche

Telekom ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Im

Geschäftsjahr 2017 haben wir mit weltweit rund

216.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 74,9 Milliarden

Euro erwirtschaftet – rund 66 Prozent davon

außerhalb Deutschlands.

FUTURE WORK

Zukunftsfähige Arbeitsplätze, zufriedene und produktivere

Mitarbeiter, Fläche und Geld sparen und etwas

für das Klima tun – das geht!

Die Arbeit verändert sich: Auf der einen Seite schafft

die Digitalisierung ständig neue technologische

Möglichkeiten – auf der anderen Seite verändern sich

Technologien und bestehende Märkte. In rasanter

Geschwindigkeit entwickeln sich Unternehmen

wie Google, Facebook oder Tesla, während andere

Marktteilnehmer wie Polaroid, oder RIM verlieren

und teilweise verschwinden.

Zunehmender Kostendruck und die Notwendigkeit

sich immer schneller an Marktänderungen anzupassen

erfordern im Unternehmen Arbeitsumfelder für die

Beschäftigten, die Kreativität, Schnelligkeit und

Agilität sowie Kommunikation und Eigenständigkeit

fördern. Für eine nachhaltige Unternehmensführung

muss zudem auf eine Verminderung schädlicher

Treibhausgasemissionen und des Verbrauchs an

natürlichen Ressourcen geachtet werden.

Future Work ist für die Deutsche Telekom ein Konzept

zur flexiblen Gestaltung der Arbeitserbringung.

Es unterstützt die Effizienzziele des Unternehmens,

berücksichtigt die individuellen Arbeitsstile der Mitarbeiter

und bietet die jeweils passende Umgebung

für eine optimale Arbeitserledigung.

DAS KONZEPT BESTEHT BEI UNS AUS DEN

FOLGENDEN VIER BAUSTEINEN

1. Segmentübergreifende und themenbezogene

Zusammenarbeit in offenen Bürowelten und

Raummodulen mit einer mobilen IT- und TK-

Infrastruktur für eine flexibel und effiziente

Zusammenarbeit in virtuellen Teams.

2. Desk-Sharing zur Förderung der Kommunikation

und zur Effizienzsteigerung sowie Bereitstellung

eines ganzen Sets von Arbeitsumgebungen wie

Teeküchen, Lounge-Bereiche, Meeting- und Kreativräume

oder Think Tanks.

3. Ein auf Ergebnisorientierung und Vertrauen

basierender Führungsstil zur Stärkung der Eigenverantwortung

der Mitarbeiter*innen.

4. Mobiles Arbeiten für eine flexiblere Arbeitsgestaltung

und eine bessere Work-Life Balance.

Auf diese Weise kann eine Desk-Sharing Quote

von durchschnittlich 1:1,6 pro Mitarbeiter*innen

erreicht werden.

DIE ZENTRALEN ZIELE DES KONZEPTS SIND AUS

HR-SICHT

• Verbesserung der bereichs- und betriebs übergreifenden

Zusammenarbeit im Unter nehmen:

Mit der Einführung von flexiblen Arbeits formen

und Bürowelten bieten wir unseren Mit arbeiter*innen

eine optimale Arbeitsumgebung.

Empirische Studien bestätigen einen verstärkten

116


FIRMENPORTRAITS

bereichsübergreifenden Wissenstransfer und

Austausch zwischen Mitarbeiter*innen nach

der Einführung von Desk Sharing und neuen

Bürowelten.

• Berücksichtigung unterschiedlicher Wertvor stellungen

und Erwartungen der Generationen:

Mitarbeiter*innen aus allen Generationen (nicht

nur jüngere) haben verstärkt den Wunsch nach

flexibleren Arbeitsmodellen um Arbeits- und

Privatleben besser miteinander zu vereinbaren.

• Steigerung der Arbeitgeberattraktivität:

Die einzelnen Elemente von Future Work helfen

der Deutschen Telekom auch weiterhin als Top

Arbeitgeber in Deutschland wahrgenommen zu

werden und im Kampf um die besten Köpfe des

Landes nicht den Anschluss zu verlieren. Besonders

bei den Talenten von Morgen (Generation Y)

erfährt die Flexibilisierung der Arbeit in Umfragen

eine immer wichtigere Bedeutung. Materielle

Dinge nehmen unter befragten Absolvent*innen

insgesamt einen untergeordneten Stellenwert ein.

Eine „ausgewogene Work-Life-Balance“ wird bei

mehreren Umfragen (Universum, Potentialpark,

Top Arbeitgeber) als wichtigstes langfristiges

Karriereziel genannt, weit vor „Erfolg und

Karriere“ auf Platz 4.

Future Work macht jedoch nicht nur die Arbeit zukunftsfähig

und verbessert die Work-Life Balance.

Flexible Arbeitsformen kennzeichnen zudem Unternehmen

als innovativen Arbeitgeber und erhöhen

die Arbeitgeberattraktivität (Mosley 2014). Alleine

die freie Wahl des Arbeitsortes steigert die Mitarbeiterzufriedenheit

um 8 Prozent (Gensler 2013).

Auch die ersten internen Evaluierungen zeigen

einen positiven Trend im Hinblick auf die Bewertung

der persönlichen Arbeitssituation, Work-Life

Balance, Zusammenarbeit und Produktivität.

FUTURE WORK HILFT ZUSÄTZLICH GEGEN DEN

KLIMAWANDEL

So kann alleine die Möglichkeit im Rahmen dieser

Konzepte auch von zu Hause aus arbeiten zu können

bei deutschlandweiter Umsetzung gut 2 Prozent der

gesamten landesweiten Emissionen oder 18 Millionen

Tonnen CO 2

eingespart und gleichzeitig die

überfüllten Straßen entlastet werden. 218 Millionen

Tonnen, gemessen in 40 Tonnen, Stoßstange an

Stoßstange entsprechen einem Zug von über 8.400

km Länge. Future Work spart über einen geringeren

Bedarf an Bürofläche weitere Energie und verringert

die CO 2

-Emissionen.

Die Deutsche Telekom hat sich im Rahmen des vom

Bundesumweltministerium geförderten Projekts

„Wege in die 2 Grad Wirtschaft“ von der 2° Stiftung

und vom WWF im Themencluster Gebäude am Projekt

Working2Climate“ beteiligt. Im Rahmen des

Projekts wurde das Papier „Wir schaffen Raum für

die Zukunft – Working together for a better climate“

erarbeitet, das aufzeigt, dass Future Work Modelle

helfen können die Flächeneffizienz von Bürogebäuden

um mehr als 30 Prozent zu verbessern und so

viel Energie und CO 2

zu sparen.

Besuchen Sie dazu auch die Internetseite https://working2climate.jimdosite.com/.

Dort finden Sie neben

zahlreichen Informationen, Fakten und Studien auch

spannende praktische Referenzprojekte sowohl für

Neubauten wie auch für Sanierungen im Bestand.

StudienRichard Mosley: Employer Brand Management:

Practical Lessons from the World’s Leading Employers, John

Wiley & Sons, 2014

Gensler Research Institute: The 2013 US Workplace Study

117


FIRMENPORTRAITS

ECE PROJEKTMANAGEMENT G.M.B.H. & CO. KG

Heegbarg 30

22391 Hamburg

BRANCHE

Gewerbeimmobilien

BESCHÄFTIGTE ca. 3.500

ANSPRECHPARTNERIN

Dr. Stephanie Dutzke-Wittneben, LL.M.

Manager Sustainability

Tel. +49 (0)40 / 6 06 06 - 95 35

Stephanie.Dutzke-Wittneben@ece.com

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2010

FIRMENPROFIL

Die ECE entwickelt und betreibt Shopping-Center und

realisiert andere Großimmobilien wie Konzernzentralen,

Bürohäuser, Industriebauten, Logistikzentren,

Verkehrsimmobilien, Hotels und Stadtquartiere. Mit

rund 200 Einkaufszentren im Management (davon

über 50 im Management der MEC METRO-ECE

Center management GmbH & Co. KG) und Aktivitäten

in 12 Ländern ist das Unternehmen europäischer

Marktführer im Shopping-Center- Bereich.

STRUKTURELL GUT AUFGESTELLT

Das Nachhaltigkeitsmanagement der ECE zeichnet

sich dadurch aus, dass es klare Strukturen und

Verant wortlichkeiten im gesamten Unternehmen

gibt. Mit dem vor vielen Jahren gegründeten Nachhaltigkeitsteam

wird Nachhaltigkeit in allen Geschäftsbereichen

gelebt und in die Arbeitsabläufe

integriert und kontinuierlich weiterentwickelt. Die

Strukturen sind maßgeblich mit dafür verantwortlich,

dass das Thema Nachhaltigkeit fest im Unternehmen

verankert ist. Unterstützt wird das Team von einem

mit unabhängigen Experten besetztem Nachhaltigkeitsbeirat,

der die ECE strategisch berät. Er begleitet

durch kritisch konstruktive Beiträge die Entwicklung

des Unternehmens.

NACHHALTIGKEIT KONKRET

Die Ziele der ECE im Bereich Nachhaltigkeit sind vielfältig:

ein schonender Umgang mit dem Bauland, Flächenrecycling,

hohe Dauerhaftigkeit und universelle

Nutzbarkeit des Gebäudes, problemloser Umbau und

ggf. Rückbau, der Einsatz umwelt- und gesundheitsverträglicher

Stoffe und Materialien und effiziente

Energieverwendung. Die Umsetzung dieser Ziele

bedeutet harte Arbeit im Detail. Viele Maßnahmen

haben die Nachhaltigkeitsverantwortlichen schon

auf den Weg gebracht. Darunter die Erarbeitung von

• Nachhaltigkeitshandbüchern mit Handlungsempfehlungen

• den Aufbau eines umfassenden CR-Datenmanagementsystems,

zahlreiche Maßnahmen für den

Ressourcenschutz im Bereich der Kühlung, Lüftung

und Beleuchtung sowie die Unterstützung von zukunftsfähigen

Mobilitätskonzepten, insbesondere

der Elektromobilität.

Die ECE arbeitet kontinuierlich daran, Nachhaltigkeit

in allen Geschäftsprozessen zu integrieren.

PUBLIKATIONEN

• Nachhaltigkeitsberichte

• Handbuch „Nachhaltige Shopping-Center“

• Handbuch „Nachhaltiges Betreiben von Shopping-

Centern“

• Handbuch „Elektromobilität“

• Handbuch „Bauprodukte im Mieterausbau“

Siehe: www.ece.de/nachhaltigkeit

118


FIRMENPORTRAITS

Jeden

sein.

Engel Tag ein

Weil ich es kann.

Der erste Highlighter mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“.

Ein Beitrag für die Welt von morgen.

www.blauer-engel.de/uz200

www.ecoline.edding.com

119


FIRMENPORTRAITS

EDDING AG

Bookkoppel 7

22926 Ahrensburg

www.edding.com

BRANCHE

PBS (Papier, Büro, Schreibwaren)

ANSPRECHPARTNERIN

Patricia Siebel

Head of CR Coordination

Tel: +49 (0)4102 / 8 08 - 2 42

psiebel@edding.de

BESCHÄFTIGTE

630 Mitarbeiter weltweit

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1995

DER EDDING KONZERN

edding ist ein international tätiges Unternehmen mit

Hauptsitz in Ahrensburg bei Hamburg. Der 1960

gegründete Konzern entwickelt, produziert und

vertreibt Markier- und Schreibgeräte unter der Marke

edding sowie Sortimente für Visualisierung, Präsentation

und Konferenzen unter der Marke Legamaster.

Zum edding Konzern gehören drei deutsche und

neun Niederlassungen weltweit sowie diverse Vertriebspartner,

die die Konzernmarken in mehr als 110

Ländern der Erde vertreiben. Der Einklang zwischen

unternehmerischem Handeln und ökologischer

Verantwortung ist von Anbeginn festgeschriebene

Firmenphilosophie.

INTERVIEW MIT DEM VORSTANDSVORSITZENDEN PER LEDERMANN

Herr Ledermann, welche Besonderheiten sehen Sie bei

dem Thema New Work für Ihre Branche?

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung ist die

Schreibwarenbranche mehr denn je darauf angewiesen,

kreativ zu sein und die Produktpalette den sich

schnell wandelnden Trends anzupassen und Bereiche

zu finden, in denen traditionelle Schreib- und Zeichengeräte

auch zukünftig gefragt sind. Die Gestaltung

und Schaffung neuer Arbeitsplätze spielen dabei eine

elementare Rolle und können viele Chancen für die

Branche eröffnen. Für besondere Arbeitsanforderungen

müssen spezielle Arbeitsplätze geschaffen

werden, wie z.B. Kreativarbeitsplätze, die sich für

die Entwicklung neuer Geschäftsfelder eignen, oder

virtuelle Arbeitsplätze für Entwicklungen und Konstruktionen,

aber natürlich auch ruhige Arbeitsplätze

für konzentriertes Arbeiten.

Überwiegen Ihrer Ansicht nach bei New Work die

Chancen oder die Herausforderungen? Warum?

Chancen und Herausforderungen halten sich die

Waage. Um die Vereinbarkeit von Privatleben und

Beruf zu ermöglichen, bedarf es sorgfältiger Überlegungen

und neuer Ideen. Arbeitsplatzlösungen sind

so individuell wie die Mitarbeiter, es ist nicht einfach,

als Arbeitgeber allen gerecht zu werden, aber es wird

sich lohnen. Neue Arbeitsplatzgestaltungen können

Motivation und Kreativität fördern und die Teamarbeit

verbessern. Flexible Arbeitszeiten sorgen oft für

größere Zufriedenheit der Mitarbeiter, da Freizeit und

Beruf besser vereinbart werden können. Die Altersstruktur

innerhalb der Mitarbeiterschaft ist genauso

zu berücksichtigen wie die Anforderungen an den

Arbeitsplatz. Tätigkeiten in Produktionsprozessen

sind nicht vergleichbar mit Arbeiten, die am Rechner

ausgeführt werden können. Das daraus resultierende

Gefühl von Ungerechtigkeit innerhalb der Belegschaft

birgt Risiken. Im Rahmen der so genannten Flexicurity

muss die Balance zwischen Flexibilisierungswünschen

und Beschäftigungssicherheit gefunden werden. Der

Konflikt zwischen der notwendigen Sicherheit und

der erforderlichen Agilität/Risikobereitschaft muss

gelöst werden.

Was können Traditionsunternehmen in Bezug auf

Unternehmens- und Führungskultur von Start Ups

lernen? Und umgekehrt?

Traditionsunternehmen können von Start Ups einiges

lernen, z.B. flexible Arbeitszeitmodelle und kurze

Entscheidungswege. In jungen, modernen Unter-

120


FIRMENPORTRAITS

Ein modernes, innovatives Arbeitsumfeld fördert die

Motivation der Mitarbeiter

Per Ledermann, Vorstandsvorsitzender edding AG

nehmen herrscht häufig eine Atmosphäre, die die

Innovationskraft immens fördert. Flache Hierarchien

sowie große Offenheit und Vertrauen schaffen ein

„familiäres“ Umfeld. Oft können aber Führungsschwächen

und unklar abgegrenzte Strukturen und

Verantwortlichkeiten zu großen Schwierigkeiten

führen. Die Tendenz, sich selbst auszubeuten zu

Gunsten hehrer Ziele, die häufig mehr auf sozialer

als auf ökonomischer Basis gesetzt werden, führt zu

weiteren Problemen. Beide Unternehmensformen

können voneinander profitieren. Esprit, Innovationsgeist

und neue Arbeitsumfelder und -bedingungen

sind ein Jungbrunnen für Traditionsunternehmen.

Etablierte Managementprozesse können sich hilfreich

für Jungunternehmer erweisen. Wie fast immer, ist

die Balance aus Tradition und New Spirit vermutlich

die ideale Kombination.

Wie reagieren Sie im Personalbereich auf veränderte

Lebensentwürfe bei Mitarbeitenden und Bewerbern?

Seit unserer Gründung im Jahr 1960 versuchen wir,

unsere Mitarbeiter individuell zu behandeln und eine

für alle Beteiligten bestmögliche Vereinbarkeit zwischen

Beruf und Familie zu ermöglichen. Dass uns das

gelingt, belegt die geringe Mitarbeiterfluktuation. Es

ist nicht selten, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

30 Jahre und länger im Unternehmen arbeiten. Wir

bieten zum Beispiel Modelle zur Kindernotfallbetreuung

an und bieten die Möglichkeit, flexibel von zu

Hause und von unterwegs aus zu arbeiten. Gleitzeit

bedeutet bei uns auch, dass man in einem gewissen

Rahmen auch außerhalb der normalen Arbeitszeit

für die Firma aktiv sein kann. Darüber hinaus sind

Gesundheitsangebote wichtig. Massagen und Sport

in der Mittagspause, die zu vergünstigten Preisen im

nahe gelegenen Fitnessstudio möglich sind, bieten

den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Angebot,

welches sie sonst erst nach Feierabend wahrnehmen

könnten, was sie häufig aus familiären Gründen

zeitlich jedoch nicht schaffen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Modellen flexiblen

Arbeitens gemacht?

Flexible Arbeitszeitmodelle stellen schon eine Herausforderung

dar. Einerseits darf und soll Freiraum

und Flexibilität gewährleistet werden, andererseits

müssen geltende Gesetze, wie z.B. das Arbeitszeitgesetz,

eingehalten werden, welches das Monitoring

der Arbeitsstunden der Mitarbeiter erfordert. Das ist

schwer vereinbar. Es erscheint sinnvoll, Arbeit nach

positiven Ergebnissen innerhalb definierter Zeiträume

zu bewerten und nicht die Zeit zu messen, die

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Firma

verbringen. Flexible, familienorientierte Arbeits(zeit)

modelle fördern auf jeden Fall das Verantwortungsbewusstsein

und die Kreativität. Vertrauen zwischen

allen Mitarbeitern, egal welcher Hierarchiestufe,

fördert die Arbeitsbereitschaft, die Kreativität und das

Betriebsklima – alles in allem ein Gewinn.

121


FIRMENPORTRAITS

E-MOTORS UG

Schäftlarnstraße 10 / KH1

81371 München

www.e-motors.de

BRANCHE

Event-, Projekt- und Kampagnen-Agentur

für Elektromobilität; e-Motorsport

BESCHÄFTIGTE 5

ANSPRECHPARTNER

Stephan Schnabelmaier

Geschäftsführer, Inhaber

Tel. +49 (0)89 / 5 23 31 14

info@e-motors-online.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2013

UNSER AUFTRAG. FORTSCHRITT!

Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland hat

e-motors bereits im Jahr 2007 damit begonnen, sich mit

dem Thema „Elektromobilität“ auseinander zusetzen.

Schon damals war klar, dass der Marktdurchbruch

von Elektrofahrzeugen nur gelingen kann, wenn die

künftigen Nutzer die Technologie hautnah erleben

und erfahren können.

Zielführendes Projekt von e-motors ist das Elektrodrom ® ,

eine Modellstadt, die ein praxisnahes Schau fenster in

die Zukunft verkörpert und als Entwicklungs- und

Vermarktungsplattform für Zukunftstechnologien

internationalen Leuchtturmcharakter hat.

In diesem Sinne bietet e-motors heute spektakuläre

Events und Kampagnen rund um das Thema

Elektromobilität in all seinen Facetten und arbeitet

projektbezogen an Konzepten und Geschäftsmodellen

für eine nachhaltige Zukunft.

LEISTUNGSSPEKTRUM

• Maßgeschneiderte Events

Ob als Messeprogramm, für kommunale Veranstaltungen

oder bei Firmenpräsentationen, e-motors

bietet Events für jede Zielgruppe und Größe:

- Roadshow Elektromobilität mit Probefahrmöglichkeiten

- Showprogramm mit Elektro-KARTs, Elektro-

Motorrädern etc.

- Informationsveranstaltungen

- Showläufe mit e-Wettbewerbsfahrzeugen

• Reichweitenstarke Kampagnen

Den gesellschaftlichen Paradigmenwechsel

begleiten wir mit der Konzeption reichweitenstarker

Informations- und Kommunikationskampagnen.

Diese setzen wir auch regional, auf Landes- oder

Bundesebene professionell um. Unser zentrales

Eigenprojekt ist die bundesweite Kampagne für

MINT-Berufe „Werd was … mit Zukunft!“

• Motorsport elektrisch!

Motorsport soll vor Ort CO 2

-frei werden. Im Rennsport

sind Wettbewerbsfahrzeuge Techno lo gieträger

für Forschung und Entwicklung. Rennsport ist aber

auch ein Publikumsmagnet und somit ein geeignetes

Werkzeug zur Vermarktung eingesetzter Techno logien,

von Marken und Dienstleistungen.

e-motors verfügt über umfassende Kontakte in die

internationale Elektro-Rennsport-Szene. Seit 2014

stellt e-motors die DACH-Repräsentanz der Europameisterschaft

für Elektromotorräder (MotoE), mit

Sitz in London.

• Projekte

Um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen,

sind innovative Ideen, profitable Geschäftsmodelle

und praktikable Konzepte zur Umsetzung

erforderlich. e-motors bietet in Zusammenarbeit

mit seinem umfassenden Kompetenz-Netzwerk aus

Prakti kern und Profis aller Fachrichtungen ziel führende

und effektive Lösungsansätze für jeden Bedarf:

- Kommunale Elektromobilitätskonzepte

- Fuhrparklösungen

- Entwicklung multimodaler Verkehrskonzepte

- Potenzial- und Machbarkeitsstudien

- Vermarktungskonzepte für Elektrofahrzeuge,

Ladeinfrastruktur, erneuerbare Energien und

energienahe Dienstleistungen

- Sensibilisierung von potenziellen Nutzern durch

Workshops und Seminare

WEITERFÜHRENDE LINKS

• www.e-motors.de

• www.wwmz.de

• www.motoeracing.com

122


FIRMENPORTRAITS

ENTEGA NATURPUR INSTITUT GGMBH

Frankfurter Straße 110

64293 Darmstadt

Tel. +49 (0)6151 / 7 01 - 10 61

www.naturpur-institut.de

info@naturpur-institut.de

ANSPRECHPARTNER

Matthias W. Send

Vorsitzender der Geschäftsführung

Tel. +49 (0)6151 / 7 01 - 10 60

matthias.w.send@naturpur-institut.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2009

BRANCHE

Energieversorgung

BESCHÄFTIGTE 2.000

„Probleme werden nie mit derselben Denkweise gelöst, durch die sie entstanden sind.“ (Albert Einstein)

DEN KLIMAWANDEL BEKÄMPFEN

Die Energiewirtschaft ist bei der Bekämpfung des Klimawandels

in besonderer Weise gefordert. Als einer

der führenden Energie- und Infrastrukturdienstleister

ist die ENTEGA AG Wegbereiter einer modernen

Nachhaltigkeit in der deutschen Energiewirtschaft:

ökologisch verantwortungsvoll und weitblickend in

der Entwicklung einer innovativen und zukunftsorientierten

Energieversorgung. Mit der Gründung der

ENTEGA NATURpur Institut gGmbH hat die ENTEGA

AG einen weiteren Schritt in die Zukunft einer nachhaltigen

Energieversorgung gemacht.

Wer Fortschritt in Richtung einer modernen Daseinsvorsorge

will, muss über den Tag hinaus denken und

handeln: Das ENTEGA NATURpur Institut leistet als

Plattform für die anwendungsorientierte Forschung

einen Beitrag, die Umsetzungsdefizite im Hinblick

auf eine nachhaltige Energieversorgung zu beheben

und setzt sich für eine zukunftsfähige Lebenswelt

ein. Dazu zählt auch der dauerhafte, nachhaltige

Klima- und Umweltschutz. Insbesondere unter dem

Gesichtspunkt der erneuerbaren Energieerzeugung,

der Energieeffizienz sowie entsprechender zukunftsorientierter

Energietechnik und Energieanwendung.

Das Institut konzentriert sich auf die Förderung

von innovativen und interdisziplinären Projekten in

den Bereichen Energieeffizienz sowie erneuerbaren

Energien und will zum öffentlichen Diskurs über die

Themen Klimaschutz und nachhaltige Versorgung

anregen. Leitbild für die ENTEGA NATURpur Institut

gGmbH ist eine moderne Daseinsvorsorge, die den

nachhaltigen Zugang zu den Grundgütern Energie

und Wasser sichert.

Im Geschäftsjahr 2017 hat das ENTEGA NATURpur

Institut u. a. die Kooperationen mit der Technischen

Universität Darmstadt (TUD) und der Hochschule

Darmstadt (h_da) fortgeführt. So finanziert das

Institut weiterhin die Stiftungsprofessur für das

Fachgebiet „Angewandte Geothermie“ am Institut

für Angewandte Geowissenschaften. Durch die

Unterstützung sollen die Forschungskapazitäten der

Technischen Universität Darmstadt gestärkt und die

Qualität der Lehre weiter verbessert werden.

Das ENTEGA NATURpur Institut unterstützte die

Hochschule Darmstadt 2017 bei der jährlich stattfindenden

Vortragsreihe „Energie für die Zukunft“,

mit der das Bewusstsein für Nachhaltigkeit geschärft,

ein schonender Umgang mit Energie gefördert und

zugleich für den Ausbau zukunftsfähiger Energietechnologien

geworben wird. Die Vorträge fanden am

monatlichen Wissenschaftstag der Kultureinrichtung

Centralstation Darmstadt statt und wurden durch den

zentralen Veranstaltungsort erneut „in die Mitte der

Gesellschaft“ getragen.

MEHR INFORMATIONEN

www.naturpur-institut.de

123


FIRMENPORTRAITS

FABER-CASTELL AKTIENGESELLSCHAFT

Nürnberger Straße 2

90546 Stein

www.faber-castell.de

info@faber-castell.de

ANSPRECHPARTNER

Dr. Mathias Makowski

Tel. +49 (0)911 / 99 65 - 53 13

BRANCHE

Schreibgeräte

BESCHÄFTIGTE 8.500

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2000

FIRMENPROFIL

1761 gegründet ist Faber-Castell eines der ältesten

Industrieunternehmen der Welt. Als Firmenlenker der

8. Generation etablierte Anton-Wolfgang Graf von

Faber-Castell (1941-2016) Faber-Castell als weltweite

Premiummarke und als nachhaltig wirtschaftende

Unternehmensgruppe. Am 1. Juni 2017 übernahm

der gebürtige Schweizer Daniel Rogger (49) als

erster externer Manager den Vorstandsvorsitz des

Familienunternehmens. Heute ist Faber-Castell

in über 120 Ländern vertreten und betreibt in

weltweit 22 Ländern eigene Produktionsstätten und

Vertriebsgesellschaften. Mit einer Produktion von

über 2,7 Milliar den Blei- und Farbstiften pro Jahr ist

Faber-Castell der größte Hersteller von holzgefassten

Stiften.

NACHHALTIGE RESSOURCENNUTZUNG

Die umweltverträgliche Sicherung der Holzressource

ist für Faber-Castell eines der wichtigsten strategischen

Ziele, da das Unternehmen jährlich mehr als

100.000 Tonnen Holz verarbeitet. Um die Nachhaltigkeit

des Rohstoffs zu gewährleisten, stammt das

Holz für die Blei- und Buntstiftproduktion von

Faber-Castell ausschließlich aus zertifizierten Quellen.

Seit rund drei Jahrzehnten setzt das Unternehmen

auf eigene, nachhaltig bewirtschaftete Wälder in

Prata (Brasilien). Die Forstplantage wird nicht nur

zur Holzgewinnung genutzt, sondern dient auch

dem Schutz der Ökosysteme und dem Erhalt der

Biodiversität und ist vom Forest Stewardship Council ®

(FSC ® ) als „sozial verträglich, ökologisch wertvoll und

wirtschaftlich rentabel“ zertifiziert. Auch im Bereich

der Energieerzeugung geht Faber-Castell mit gutem

Beispiel voran. Weltweit wird mehr als 65 Prozent

des Strombedarfs der Faber-Castell Produktions-

standorte aus erneuerbaren Energiequellen bezogen.

Zukünftig soll dieser Anteil noch weiter erhöht werden.

2016/2017 konnte der Verbrauch erneuerbarer

Energien um mehr als 10 Prozent gesteigert werden.

Darüber hinaus ist die Faber-Castell Gruppe seit

2014 vom TÜV als klima neutral zertifiziert und alle

drei westeuro päischen Standorte sind gemäß ISO

50001 zertifiziert.

ENGANGEMENT UND MITGLIEDSCHAFTEN

• 2007: B.A.U.M.-Umweltpreis für vorbeugendes

und ganzheitliches Umweltmanagement

• 2008: A.-W. Graf von Faber-Castell (1941-2016)

wird zum Ökomanager des Jahres gekürt

• 2008: Beitritt zur Business & Biodiversity Initiative

• 2010: A.-W. Graf von Faber-Castell (1941-2016)

erhält das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

• 2012: Anerkennung des Forstprojektes in

Kolumbien als „Mechanismus für

umweltverträgliche Entwicklung“ durch UN

• 2014: A.-W. Graf von Faber-Castell (1941-2016)

erhält B.A.U.M.-Umweltpreis für sein

Lebenswerk

• 2016: PSI Sustainability Awards:

Kategorie 3: “Social Excellence”

Kategorie 4: “Environment Initiative”

Kategorie 5: “Social Initiative”

124


FIRMENPORTRAITS

GIRSBERGER GMBH

Ersteiner Straße 2

79346 Endingen

www.girsberger.com

info@girsberger.com

ANSPRECHPARTNERIN

Dorothea Scheidl-Nennemann

Public Relations Manager Girsberger Group

Tel. +49 (0)7642 / 68 98 - 0

dorothea.scheidl@girsberger.com

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2013

BRANCHE

Möbelhersteller, Büromöbelhersteller

BESCHÄFTIGTE

350 (Gruppe)

FIRMENPROFIL

Die Schweizer Unternehmensgruppe wurde im Jahr

1889 gegründet und entwickelte sich bald zu einem

namhaften Sitzmöbelhersteller. Schwerpunkt des

Angebots sind heute qualitativ hochwertige und

innovative Möbellösungen für den Büro- Objektund

Wohnbereich sowie eine besondere Verarbeitungskompetenz

im Segment Massivholz. Dank der

interdisziplinär angelegten eigenen Manufakturen

und der hohen Fertigungstiefe erfolgte eine strategische

Weiterentwicklung durch die Geschäftsfelder

Customized Furniture, Remanufacturing und einen

eigenen Massivholzhandel.

Außerhalb der Schweiz ist Girsberger mit Vertriebsgesellschaften

in Deutschland, Frankreich, Benelux,

Österreich und der Türkei präsent; der Hauptsitz

befindet sich in Bützberg bei Bern. Produziert wird

in Bützberg (CH), Endingen (D), Kraljevci (SRB) und

Silivri (TR).

NACHHALTIGKEIT – UNTERNEHMEN IN BALANCE

Die unternehmerische Verantwortung mit allen Facetten

war immer ein zentraler Teil der Firmenphilosophie

von Girsberger. Produziert wird in der Schweiz

und in Deutschland. Rohstoffe und Komponenten

werden zu über 80 Prozent von Lieferanten bezogen,

die im Umkreis von 800 km der Werke angesiedelt

sind. Damit ist garantiert, dass die Produkte sozial und

ökologisch verträglich hergestellt und den eigenen

Ansprüchen an Qualität und Nachhaltigkeit sowie

denen der Kunden gerecht werden.

Der Leitgedanke: Funktionalität mit hohem praktischem

Nutzen, präzise Fertigung in handwerklicher

Tradition sowie Materialehrlichkeit und Beständigkeit.

Mit dem Geschäftsbereich Remanufacturing wird sogar

die besonders nachhaltige Möglichkeit geboten, in die

Jahre gekommene Möbel in größeren Stückzahlen

einer Generalüberholung zu unterziehen, sie aufzufrischen

und neu zu polstern. Michael Girsberger,

der das Unternehmen in Familienbesitz in der vierten

Generation führt, hat einen der wichtigsten Grundsätze

vor Jahren so formuliert: „Größten Wert legen

wir darauf, möglichst immer die richtige Balance

zwischen ökonomischem Erfolg, sozialer Orientierung

und ökologischer Verantwortung zu finden“.

GIRSBERGER UND NEW WORK

Girsberger bietet im Bereich Office zahlreiche ergonomisch

und funktional herausragende Sitz lösungen

an und ist dabei der Tradition von Schweizer Produktqualität

und Design verpflichtet. Für jedes

Einsatzspektrum gibt es das richtige Produkt – vom

Bürodrehstuhl, über Konferenzsessel, High Stool,

Atelierhocker und Allrounder für den Teamarbeitsplatz

bis hin zum Bistromöbel und zur modularen

Lounge. Ergänzt wird das Programm durch passende

Tische und neuerdings eine ganze Familie aus

Massivholztischen für Sitz- und Steharbeitsplätze,

Touch-down-Arbeitsplätze, Bistro- und Gastronomiebereiche.

Mit diesem Portfolio unterstützt das Unternehmen

den Wandel in der Arbeitswelt weg vom statischen

Arbeiten am Einzelarbeitsplatz hin zu einem dynamischen

Arbeiten, das von häufigerem Orts- und

Arbeitsplatzwechsel sowie auch unterschiedlichen

Körperhaltungen gekennzeichnet ist. Ergänzend zum

Serienprogramm können dank des Geschäftsbereichs

Customized Furniture auch ganz kundenspezifische

und besonders markenprägende Einrichtungslösungen

umgesetzt werden.

125


FIRMENPORTRAITS

GRANDER GMBH

Bergwerksweg 10

A-6373 Jochberg

www.grander.com

info@grander.at

BRANCHE

Wasserbelebung

… DIE GANZE KRAFT DES WASSERS

ANSPRECHPARTNER

Johann Grander

Geschäftsführung

Tel. +43 (0)5355 / 2 03 35

BESCHÄFTIGTE

GRANDER ® -Zentrale in Jochberg, AT: 28

Mitarbeiter/Partner weltweit: ca. 300

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2009

GRANDER ® belebtes Wasser zeigt überall dort, wo

Wasser fließt, getrunken und gebraucht wird, positive

Effekte und Nutzen.

NUTZEN FÜR INDUSTRIE UND GEWERBE

• Effizientere Kühlleistung durch Verbesserung der

Kühlwasserbeschaffenheit

• Verringerung der Geruchsbelästigung

• Rückgang der Rostbildung und leichtere Kalklösung

• Verringerung von Produktionsstandzeiten

• Deutliche Kostensenkungen durch Einsparungen

an Chemikalien

• Qualitätssteigerung

• Prozessoptimierung

NUTZEN FÜR DEN PRIVATEN ANWENDER

• Weicher, runder Geschmack und hoher Trinkgenuss

• Lange Haltbarkeit

• Kräftiges Pflanzenwachstum, üppige Blütenpracht

• Verleiht Lebensmitteln einen intensiveren Geschmack

und macht Kaffee/Tee bekömmlicher

• Sorgt für sparsamen Verbrauch von Wasch- und

Reinigungsmitteln

• Reduziert Chemikalieneinsatz in Schwimmbädern

• Optimiert Heizleistung durch klares Wasser in der

Heizung

• Bewirkt einen Rückgang der Verschlammungsneigung

von Heizungen

• Senkt und stabilisiert die Korrosivität

• Weniger Putzaufwand durch geringere und einfachere

Kalkablagerungen

DIE BESONDERHEIT DER GRANDER ® -

WASSERBELEBUNG

Die GRANDER ® -Wasserbelebung wirkt auf natürliche

Weise gezielt und nachhaltig auf die innere

Struktur des Wassers ein und bringt es in eine sehr

hohe, stabile und biologisch wertvolle Qualität. Die

GRANDER ® -Wasserbelebung wird seit fast 40 Jahren

rund um den Globus im Privathaushalt, in der Hotellerie

und Gastronomie, im Spa- und Wellnessbereich,

in der Landwirtschaft und Lebensmittel herstellung,

im Gewerbe und der Industrie erfolgreich eingesetzt.

Die GRANDER ® -Wasserbelebungsgeräte arbeiten mit

Naturenergie – ohne Strom und Zusätze – und sind

service- und wartungsfrei. Durch GRANDER ® geht

das Wasser belebt in den Naturkreislauf zurück,

wodurch die Umwelt nachhaltig geschont und

geschützt wird.

HISTORIE

Johann Grander ( † 2012), der Erfinder der GRANDER ® -

Wasserbelebung entwickelte gemeinsam mit seinem

Sohn Johann Grander, der heute das Unternehmen

führt, die Wasserbelebungsgeräte für den Einsatz im

privaten und industriellen Gebrauch. Alle GRANDER ® -

Produkte werden in Österreich produziert und endgefertigt:

Hochwertige Qualität seit 1979 made in Austria.

WIRKSAMKEIT MEHRFACH BEWIESEN

Die positiven Auswirkungen der GRANDER ® -

Wasserbelebung lassen sich in allen Einsatzbereichen

beobachten und feststellen.

Eine empirisch wirtschaftliche Studie von Mag.

Katrin Zunkovic bei Industriebetrieben belegt die

Wirkung und die kurze Amortisation der GRANDER ® -

Wasserbelebungsgeräte. B.A.U.M. kam nach umfangreichen

Untersuchungen zu folgendem Schluss:

„Durch das Vorliegen der Untersuchungsergebnisse

ist eine Empfehlung eines Einsatzes der GRANDER ® -

Wasserbelebung durch B.A.U.M. positiv zu befürworten.“

126


FIRMENPORTRAITS

HIPP WERK GEORG HIPP OHG

Georg-Hipp-Straße 7

85276 Pfaffenhofen

www.hipp.de

ANSPRECHPARTNERIN

Evi Weichenrieder

+49 (0)8441 / 75 78 61

BRANCHE

Babynahrung, Babypflege

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1996

BESCHÄFTIGTE ca. 3.500

NACHHALTIGKEIT ALS UNTERNEHMENS-

PHILOSOPHIE

In unserer globalisierten Welt wird der verantwortungsvolle

Umgang mit natürlichen Ressourcen,

der Schutz des Klimas und der biologischen Vielfalt

immer wichtiger. HiPP setzt mit seiner Bio-Produktion

seit über 60 Jahren auf ressourcenschonendes

Wirtschaften. Dass Nachhaltigkeit für das Familienunternehmen

kein Modethema ist, zeigt HiPP

durch sein vielfach ausgezeichnetes Nachhaltigkeitsmanagement.

Bereits vor über 20 Jahren ließ sich

HiPP gemäß dem Eco-Management and Audit

Scheme (EMAS) validieren und zertifizieren. Seit

2018 entsprechen alle Produktionsstandorte innerhalb

der Europäischen Union dem Umwelt standard

EMAS und dem Sozialstandard EMASplus. Für das

HiPP-eigene Bio-Siegel gelten strenge Anforderungen

an Erzeuger und Lieferanten sowie Kontrollen

bei Bodenauswahl, Anbau und Verarbeitung.

VORREITER BEIM SCHUTZ DER BIOLOGISCHEN

VIELFALT

Seit 2010 erforscht der Babynahrungshersteller am

unternehmenseigenen „HiPP Musterhof für biologische

Vielfalt“ zahlreiche Maßnahmen zum Schutz

und zur Förderung von Biodiversität. Dabei arbeitet

das Familienunternehmen eng mit Wissenschaftlern

und Naturschützern zusammen. Die Forschungsergebnisse

und sich daraus ergebende Methoden

stellt HiPP seinen Bio-Lieferanten zur Verfügung.

Das Unternehmen unterstützt Erzeuger auch dabei,

geeignete Maßnahmen umzusetzen. Beispielsweise

legt HiPP unter anderem auf Erzeugerbetrieben

Streuobstwiesen mit überwiegend alten Obstsorten

an und erhält dadurch eine wichtige genetische Reserve.

Als Genreserve dienen auch die alten Rassen

wie das Original Braunvieh und die Appenzeller

Spitzhauben, die auf dem HiPP Musterhof ein Zuhause

finden. Auf der Unternehmens-Website können

Besucher den HiPP Musterhof für biologische

Vielfalt im 360°-Blick virtuell erkunden.

MASSNAHMEN AUS DEM HIPP NACHHALTIG-

KEITSMANAGEMENT

• Umweltmanagement nach EMAS

• Sozialmanagement nach EMASplus

• Qualitäts- und Lieferkettenmanagement

• Jährliche Umweltbilanz

• regelmäßig erscheinender Nachhaltigkeitsbericht

• Ethikmanagement auf Basis der HiPP Ethik-Charta

• Regelmäßige Mitarbeiterschulungen zum Thema

Nachhaltigkeit

• Gezielte Förderung von Auszubildenden

• Gesundheitsmanagement

• Einsatz erneuerbarer Energien durch Biomasse-

Heizkraftwerk, Ökostrom und Solarkollektoren

• Klimaschutz durch CO 2

-neutrale Produktion

• Stromerzeugung aus organischen Abfällen

• Senkung des Wasserverbrauchs

• Engagement gegen Grüne Gentechnik

• Nachhaltigkeitsprojekte mit Naturschützern,

Wissenschaftlern und NGOs

• Spritspar- und Fahrsicherheitstrainings

• Fahrtkostenerstattung nach ökologischen Kriterien

• Umweltfreundliche Büros und Geschäftsreisepolitik

• Bio-Betriebsrestaurant

• Aktive Stakeholderkommunikation

WEITERE INFORMATIONEN

Nachhaltigkeitsaktivitäten bei HiPP unter

www.hipp.de/nachhaltigkeit

127


FIRMENPORTRAITS

GREEN BRANDS ORGANISATION GMBH

Wacholderbergstraße 29

90587 Veitsbronn (bei Nürnberg)

www.Green-Brands.org

BRANCHE

Brand Marketing, Markenkommunikation,

Zertifizierung

ANSPRECHPARTNER

Norbert R. Lux

Geschäftsführer

Tel. +49 (0)911 / 9 79 95 99

Norbert.Lux@Green-Brands.org

BESCHÄFTIGTE 3

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2013

INTERNATIONALE DACHMARKE FÜR

ÖKOLOGISCH NACHHALTIGE MARKEN

GREEN BRANDS ist eine internationale, unabhängige

und selbständige Brand Marketing Organisation, die

ökologisch nachhaltige Marken auszeichnet und das

GREEN BRANDS Gütesiegel verleiht. Marken sind

Unternehmen, Produkte, Dienstleister, Initiativen,

Lebensmittel sowie Persönlichkeiten.

GREEN BRANDS sind mit dem Gütesiegel ausgezeichnete

Marken aller Branchen und Größen im B2B- und

B2C-Bereich, die nachweisbar ökologische Nachhaltigkeit

praktizieren und somit eine hohe – nationale

wie internationale – Anerkennung verdienen.

WELTWEIT EINZIGARTIGES VERFAHREN

Das dreistufige Verfahren zur Auszeichnung ist

weltweit einzigartig und wird zusammen mit dem

internationalen, wissenschaftlichen Nachhaltigkeitsinstitut

SERI (Wien) sowie hochrangigen und hochkompetenten

Jury-Mitgliedern in zweijährigem

Turnus durchgeführt.

• Nominierung: mittels Marktforschung, Nennung

durch NGOs, Interessensverbände, Medien-Partner

oder Jury-Mitglieder sowie bereits ausgezeichnete

GREEN BRANDS selbst.

• Validierung: durch wissenschaftlich aufbereitete

Kriterienkataloge wird der Stand auf dem GREEN-

BRANDS-Index von Experten ermittelt. Die teilnehmenden

Marken erhalten eine transparente

Auswertung und können somit sehr gut erkennen,

bei welchen Kriterien sie gut aufgestellt sind und

oder wo ein Veränderungs- sowie Verbesserungspotential

liegt.

• Jury-Entscheid: abschließende Beurteilung der

Validierung/Auswertung und finale Instanz zur

Anerkennung der Auszeichnung

BENEFITS

GREEN BRANDS veröffentlicht in zweijährigem Turnus

das Buch der ausgezeichneten Marken des jeweiligen

Landes und ehrt die Marken im Rahmen einer Gala-

Veranstaltung.

GREEN BRANDS promotet durch breite und großangelegte

Medien-Kooperationen im B2B- und

B2C-Sektor die ausgezeichneten Marken und fördert

dadurch die Marken-Awareness bzw. Akzeptanz und

Anerkennung bei den Verbrauchern, bei Geschäftskollegen

und eigenen Mitarbeitern.

Das GREEN BRANDS Gütesiegel wurde zum international

anerkannten Entscheidungskriterium für

zukünftiges Kauf- und Marktverhalten im B2B- und

B2C-Bereich.

INTERNATIONALE AUSRICHTUNG

Start des Auszeichnungs-Verfahrens war 2011 in

Österreich. Hier wurden in bereits vier beendeten

Zyklen über 100 Marken ausgezeichnet! Darunter

etliche zum dritten und vierten Mal, die zur Anerkennung

der wiederholten erfolgreichen Prüfung

das Güte siegel mit Stern bzw. mit zwei/drei Sternen

erhielten.

Seit 2012 wurden in Deutschland über 70 Marken

ausgezeichnet. Das vierte Verfahren (2018 / 2019) ist

in vollem Gange und es können noch Nominierungen

berücksichtigt werden.

Auch hier haben bereits etliche Marken das Verfahren

(erneut) erfolgreich bestanden und erhielten das

Gütesiegel mit Stern bzw. mit zwei / drei Sternen.

GREEN BRANDS expandiert auch in weitere Länder,

so begannen wir nun auch in der Schweiz, in Ungarn,

Tschechien und der Slowakai mit dem Verfahren.

128


FIRMENPORTRAITS

DRUCKEREI

129


FIRMENPORTRAITS

BRANCHE

Bio-Produkte für Mensch, Tier, Pflanze, Boden und

Gewässer

Brot und Backwaren, Konditoreierzeugnisse,

Partyservice

BESCHÄFTIGTE ca. 400

KANNE BROTTRUNK GMBH & CO.

BETRIEBSGESELLSCHAFT KG

Bahnhofstraße 68, 59379 Selm-Bork

www.kanne-brottrunk.de

ANSPRECHPARTNER

Christel Kanne /Wilhelm Karl Kanne, Geschäftsführer

Tel. +49 (0)2592 / 97 40 - 0

wilhelm.kanne@kanne-brottrunk.de

BÄCKEREI KANNE GMBH & CO. KG

Im Geistwinkel 40, 44534 Lünen

www.baeckerei-kanne.de

ANSPRECHPARTNER

Wilhelm Kanne jun., Geschäftsführer

Tel. +49 (0)2306 / 7 56 60 - 0

wk.jun@baeckerei-kanne.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1989

FIRMENGESCHICHTE

Die Anfänge des Familienunternehmens Kanne

gehen auf die Gründung der Bäckerei Kanne im Jahr

1904 zurück. 1948 tritt Wilhelm Kanne sen. in das

väterliche Unternehmen ein und übernimmt 1957 die

Leitung des Unternehmens.

Seit Anfang der 80er Jahre war die Entwicklung von

Produkten zum Wohle des Menschen im Einklang

mit der Natur elementarer Bestandteil der Firmen

und Lebensphilosophie von Wilhelm Kanne Senior.

Darauf aufbauend folgt 1981 die Gründung der

Kanne Brottrunk GmbH & Co. KG, was 1986 mit

der Eröffnung moderner Produktionshallen mit

Backstraßen, Abfüllanlagen und Gärbehältern, umrahmt

von Biotopen und Obstwiesen, fortgesetzt

wurde.

Heute ist das Unternehmen der weltweit einzige

Anbieter des Original Kanne Bio Brottrunks und

führt Produkte aus Brottrunk ® und Fermentgetreide ® ,

Brotaufstriche, Senf, aber auch Kosmetikartikel.

Durch die weitere Intensivierung der Forschung und

stetige Neuentwicklung werden die Kanne Produkte

auch in der Landwirtschaft eingesetzt, um die

Gesundheit von Tier, Pflanze, Boden und Gewässern

zu verbessern. Dies ist heute unter der „Kanne

Anbau-Methode“ bekannt.

Zahlreiche Landwirte im In- und Ausland haben durch

die Überzeugungskraft von Wilhelm Kanne sen. Ihre

Betriebe auf diese Anbau-Methode umgestellt.

Alle Kanne Bio Brottrunk ® Produkte werden nach

biologisch-ökologischen Standards hergestellt und

sind bio-zertifiziert.

1986 folgt die Aufnahme des Exportgeschäfts in viele

Länder Europas.

In der seit 1987 gegründeten Versuchsgärtnerei wird

im Freiland und in Gewächshäusern Gemüse für den

regionalen Markt angebaut.

In der Kanne Umweltakademie auf dem Gelände der

Bäckerei Kanne in Lünen, die 1996 erbaut wurde,

können interessierte Besucher, Ärzte, Heilpraktiker,

Naturheilvereine sowie Umwelt- und Sportvereine

das Kanne Konzept hautnah erleben.

Hier produzieren eine Windkraft- und Foto voltaikanlage

erneuerbare Energien für den Eigenbedarf

des Betriebes.

FIRMENPHILOSOPHIE UND PREISE

Das Kanne-Konzept, für das Wilhelm Kanne sen.

im Jahr 2001 den B.A.U.M.-Umweltpreis erhielt,

beinhaltet ganzheitliches ökologisches Denken und

Handeln zum Schutz natürlicher Ressourcen.

2014 ging der Unternehmerpreis „Erfolgreich nachhaltig“

der Kommende Dortmund sowie der von der

WGZ-Bank und Funke-Mediengruppe vergebene

Initiativpreis NRW in der Kategorie „Erneuerbare

Energien und Umweltschutz“ an das Unternehmen.

DIE NEUE GENERATION

Dank seines unternehmerischen Weitblicks und um

sich noch mehr um die Forschung rund um den

Brottrunk zu kümmern, übergab er den Betrieb

frühzeitig an seinen Sohn Wilhelm Karl Kanne, der

das Unternehmen heute in der vierten Generation

mit seiner Familie führt.

„Es liegt an uns, die Umwelt zu verbessern und sie

so auch künftigen Generationen zu erhalten“, sagt

Wilhelm Kanne jun., der Enkel von Wilhelm Kanne

sen. und trägt damit das Anliegen seines Großvaters

und Bio-Pioniers weiter in die Zukunft.

130


FIRMENPORTRAITS

Windrad und Gewächshäuser auf dem Bäckerei-Gelände

in Lünen

Produktionshalle und Teich auf dem Brottrunk-Gelände

in Bork

TSCHERNOBYL-HILFE

1986 spendete die Firma Kanne Brottrunk nach der

Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl auf Wunsch

der Ärzte des Kinderkrankenhauses von Mogilev

(Weißrussland) 200.000 Flaschen Original Kanne

Bio Brottrunk ® .

WILLI KANNE STIFTUNG

Wilhelm Kanne sen. war stets ein sozialer Unternehmer,

der vielen Menschen und Vereinen in Lünen

und Selm geholfen hat. Unermüdlich hat er sich für

die Natur und Umwelt eingesetzt.

Nach seinem Tod wird sein Lebenswerk heute durch

die Willi Kanne Stiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung

Selm, deren Mitbegründer Wilhelm Kanne

sen. war, gewürdigt.

Zweck der Stiftung ist es Kunst und Kultur, Heimat

und Landschaftspflege, Natur und Umweltschutz,

Bildung und Erziehung, Jugend- und Altenhilfe, sportliche

Bereiche, Wissenschaft und Forschung, aber

auch bürgerliches Engagement im Sinne von Wilhelm

Kanne sen. zu entwickeln und zu fördern. Mit dem

Stiftungsvermögen werden vorrangig Projekte in den

Städten Lünen und Selm gefördert.

REALISIERTE UMWELTSCHUTZ- UND

NACHHALTIGKEITSMASSNAHMEN IN BEIDEN

UNTERNEHMEN

• Verzicht auf Chemikalien und Zusatzstoffe bei allen

Produktionsprozessen

• Bezug von Rohstoffen aus der Region, wodurch

Transportwege vermieden werden

• Reinigung von Produktionsabwässern in einer

bio logischen Kläranlage und Rückführung in den

natürlichen Wasserkreislauf

• Auffangen von Regenwasser von versiegelten

Flächen und Sammeln in Teichen und Biotopen

• Bewässerung der Bio-Gärtnerei durch über Kies

und Schilfbetten gereinigtes Regenwasser

• Betrieb eines Umweltzentrums mit Umweltakademie,

biologischer Versuchsgärtnerei und Fischteichen

• Kanne Reinheitsgebot für Brot und Brötchen,

garantiert ohne chemische Backmittel und Emulgatoren,

keine Fertigmischungen oder Fertigmassen,

keine chemischen Geschmacksverstärker, hauseigener

Natursauerteig

• Nutzung von Abwärme aus den Schwadendämpfen

der Öfen sowie von Ölheizung und Ölbrennern zur

Warmwasserbereitung

• eigene Stromerzeugung durch eine Photovoltaikanlage

mit 125 kW und ein Windrad mit 800 kW

„Was uns im Brote speist, ist Gottes ew‘ges Wort, ist Leben und ist Geist.“

Diese Worte von Angelus Silesius haben das Leben von Wilhelm Kanne sen. immer begleitet.

131


FIRMENPORTRAITS

KONICA MINOLTA

Business Solutions Deutschland GmbH

Europaallee 17

30855 Langenhagen

www.konicaminolta.de/business

BRANCHE

ITK Dienstleister

BESCHÄFTIGTE rund 2.200

ANSPRECHPARTNERIN

Melanie Eibisch

Referentin Unternehmenskommunikation

Tel. +49 (0)511 / 74 04 - 58 53

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2012

ÜBER KONICA MINOLTA BUSINESS SOLUTIONS

DEUTSCHLAND

Die Konica Minolta Business Solutions Deutschland

GmbH unterstützt als IT Services Provider ihre Kunden

dabei, die digitale Transformation zu meistern.

Dafür bietet das Unternehmen umfassende Beratung,

Hard- und Softwarelösungen sowie Dienstleistungen

und Support für individuelle, leistungsfähige Gesamtlösungen.

Im Fokus steht dabei die Optimierung

von Geschäftsprozessen durch Workflow-Automatisierung.

Zudem implementiert Konica Minolta

Lösungen im Bereich IT-Infrastruktur, IT-Sicherheit und

Cloud-Umgebungen. Das Gesamtportfolio umfasst

damit alle Komponenten, um die komplette Business-Infrastruktur

von Unternehmen zu realisieren.

Als starker Partner für den Produktions- und Industriedruckmarkt

bietet Konica Minolta Unternehmensberatung,

modernste Technologie und Software und

war 2016 zum neunten Mal in Folge Marktführer im

Produktionsdruck. Das Hardware-Portfolio umfasst

Drucksysteme für kleine und mittlere Volumen sowie

Industriedruck. Dabei garantiert Konica Minolta

Deutschland Kundennähe und professionelles Projektmanagement

über den direkten und indirekten

Vertriebskanal.

Den Hauptsitz der Konica Minolta Business Solutions

Deutschland GmbH in Langenhagen leiten die Geschäftsführer

Johannes Bischof und Tsuyoshi Yamazato.

Die Konica Minolta Business Solutions Deutschland

GmbH ist eine 100 prozentige Tochter des

Geschäftsbereichs Business Technologies Business von

Konica Minolta, Inc. mit Sitz in Tokio, Japan. Zu den

weiteren Bereichen, in denen der Konzern tätig ist,

zählen Industrial Business, Healthcare Business und

Planetarium Business. Mit rund 43.000 Mitarbeitern

weltweit (Stand März 2018) erzielte Konica Minolta,

Inc. im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Nettoumsatz

von rund 8 Milliarden Euro.

INTERVIEW MIT JOHANNES BISCHOF, GESCHÄFTSFÜHRER KONICA MINOLTA BUSINESS SOLUTIONS

Herr Bischof , welche Besonderheiten sehen Sie bei

dem Thema New Work für Ihre Branche?

Für Konica Minolta und unsere Branche im Allgemeinen

spielt „New Work“ eine wesentliche Rolle.

Nicht nur bei unseren Kunden liefern wir passgenau

Lösungen für den digitalen Wandel – auch intern

nutzen wir unsere Lösungen, um unsere Mitarbeiter

in die neue Arbeitswelt zu führen.

Überwiegen Ihrer Ansicht nach bei New Work die

Chancen oder die Herausforderungen? Warum?

Wir betrachten die Veränderungen in der Arbeitswelt

als Chance. Der Treiber des Ganzen ist die digitale

Transformation, die mit einem gesellschaftlichen

Wandel einhergeht, dessen sich kaum jemand

entziehen kann. Bei der digitalen Unternehmenstransformation

geht es sowohl um Strategie und

132


FIRMENPORTRAITS

Technologie, aber auch um Unternehmenskultur,

Kompetenzen, Einstellungen und Verhaltensweisen

– um letztlich alles das, was Arbeit prägt. Dieser

Prozess wird uns alle voranbringen, denn wir haben

die Chance, uns von alten Verhaltensmustern,

langwierigen Prozessen und starren Strukturen zu

verabschieden.

Was können Traditionsunternehmen von Start-ups

lernen – in Bezug auf Unternehmens- und Führungskultur?

Und umgekehrt?

Für traditionelle Unternehmen kann die Kooperation

mit Start-ups neue Impulse bringen.

Die Motivation ist dabei sicher vielschichtig: Es geht

zum einen darum, neue Denk- und Arbeitsweisen

zu gewinnen, aber auch andere Unternehmens- und

Führungsmodelle kennen zu lernen, wichtige Trends

möglichst früh zu erkennen oder Innovationsimpulse

zu gewinnen. Aber auch die Start-ups profitieren

von der Zusammenarbeit mit Traditionsunternehmen

– etwa indem sie deren Erfahrungswerte für

sich nutzen. Intern fördern wir eine Start-up- oder

Entrepreneurship-Kultur mit unserem Technology

Innovation Programm (TIP), an dem jedes Jahr mehr

als 50 High-Potential-Mitarbeiter aus ganz Europa

zusammenkommen und an neuen Geschäftsideen

arbeiten.

Wie reagieren Sie im Personalbereich auf veränderte

Lebensentwürfe bei Mitarbeitenden und Bewerbern?

Die Frage, die wir uns grundsätzlich stellen müssen,

lautet: „Was bedeutet New Work für uns? Wie wollen

wir zukünftig zusammenarbeiten?“ Denn – für New

Work gibt es keine Standardlösungen. In den Unternehmen

muss es Räume für Experimente geben, um

neue Arbeitsformen auszuprobieren. Die wichtigste

Voraussetzung ist eine neue Unternehmenskultur,

in der sich New Work entfalten kann. Hier sind

Führungskräfte geforderter denn je. Orientierung,

Inspiration und eine gute Kommunikation sind wesentliche

Erfolgsfaktoren. Führungskräfte müssen ihre

Mitarbeiter in die neue Arbeitswelt nicht nur führen,

sondern sie auch begleiten, Ideen zulassen und offen

sein für Veränderungen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Modellen flexiblen

Arbeitens gemacht?

Wer sich zu einem digitalen Unternehmen wandeln

und geeignetes Personal für sich begeistern will,

muss seine Unternehmenskultur entsprechend umkrempeln.

Dabei spielt gute Bezahlung immer noch

eine große Rolle, ist aber längst nicht das einzige

Kriterium. Im Wettbewerb um die besten Köpfe

müssen sich Unternehmen etwas einfallen lassen.

Dank der modernen mobilen Möglichkeiten wird

es in einigen Bereichen immer weniger wichtig,

täglich am Schreibtisch im Büro zu sitzen. Deswegen

gehören zu einem modernen Arbeitskonzept nicht

allein die Flexibilisierung von Arbeitszeiten, sondern

auch flexible Raumkonzepte, wie z.B. das Arbeiten

im Home-Office. Wir haben, beispielsweise in

Langenhagen, vor kurzem ein Home-Office-Modell

implementiert, das bei unseren Mitarbeitern sehr gut

ankommt. Zudem haben wir schon seit längerem ein

„Open Office“-Raumkonzept eingeführt, welches

Silodenken verhindert wie auch die Kommunikation

und Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen

Experten-Teams fördert. Bei Bedarf kann man sich

aber auch in so genannte „Silent Corners“ zurückziehen,

um in ungestörter Umgebung arbeiten zu

können.

133


FIRMENPORTRAITS

KONSEQ GMBH

Zum Sünder 49

27254 Staffhorst

ANSPRECHPARTNER

Dipl. Ing. Martin Weber

Geschäftsführer

Tel.: +49 (0)4272 / 9 60 90 - 10

martin.weber@konseq.de

BRANCHE

Rechenzentrumsplanung und -bau

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2018

FIRMENPROFIL UND PHILOSOPHIE

Wir von Konseq sind überzeugt, dass die Digitalisierung

ein Schlüsselelement zur Bewältigung der

Umweltkrisen und zur Erreichung der Ziele für nachhaltige

Entwicklung der UN sein kann. Voraussetzung

hierfür ist allerdings, dass die positiven Effekte, die

sich durch Prozessoptimierung, intelligente Vernetzung,

freien Zugang zu Wissen etc. erzielen lassen,

nicht durch umweltschädliche Rechenzentren wieder

zunichtegemacht werden. Unser Anspruch ist, die

nachhaltigsten Rechenzentren und Serverräume der

Welt zu konzipieren, zu planen, zu bauen und zu betreuen.

Somit arbeiten wir dafür, dass Rechenzentren

nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung werden.

Neben unseren Produkten und Dienstleistungen

richten wir den Geschäftsbetrieb von Konseq auf

unseren Beitrag zum Gemeinwohl und die Erreichung

einer hohen Nachhaltigkeitsleistung aus.

NACHHALTIGE RECHENZENTREN UND

SERVERRÄUME

Durch Konseq geplante Green Data Center sind durch

die Einbindung erneuerbarer Energiequellen und die

Nutzung von Ökostrom während ihres Betriebs CO 2

-

neutral und besitzen durch die Nutzung der Abwärme

möglichst sogar eine positive CO 2

-Bilanz.

Wir gestalten die Anlagen aus ökonomischen und

ökologischen Gründen so energieeffizient wie möglich.

Ein durchdachtes Energiemanagement hilft,

den hohen Grad der Energieeffizienz dauerhaft zu

gewährleisten. Ebenso wird die Ressourceneffizienz

bei Konzeption und Planung betrachtet und der

Einsatz von Schadstoffen, wie z.B. klimaschädlicher

Kältemittel, vermieden. Zum Standard gehört bei

Konseq zudem die Berücksichtigung der Arbeitsbe-

dingungen in den Zulieferbetrieben bei der Auswahl

der eingesetzten Komponenten.

Unsere Lösungen sind passgenau auf die individuellen

Kundenanforderungen bezüglich Sicherheit,

Verfügbarkeit, Skalierbarkeit, Nachhaltigkeit und

Wirtschaftlichkeit zugeschnitten. Durch die Vermeidung

von Überkapazitäten werden Kosten gespart

und Ressourcen geschont.

ANGEBOTSSPEKTRUM

Wir unterstützen Kunden, die unsere Werte teilen,

mit unserem Beratungsangebot dabei, eine nachhaltige

und wirtschaftliche Rechenzentrumsstrategie

zu erarbeiten und in Form eines Neubaus oder der

Optimierung im Bestand zu realisieren. Dabei deckt

Konseq alle Planungs- und Realisierungsphasen von

der Grundlagenermittlung, der Konzeption und

Ausführungsplanung, bis hin zur Ausschreibung und

Projektleitung fachkundig ab.

Im Betrieb sorgen wir zudem durch ein begleitendes

Energiemanagement dafür, das Rechenzentrum bzw.

den Serverraum dauerhaft optimal zu betreiben.

Mit Energieeffizienzanalysen, Förderberatungen,

Schulungen und der Begleitung von Zertifizierungen

zum „Blauen Engel“ für Rechenzentren ergänzen wir

unser Angebotsspektrum rund um das nachhaltige

Rechenzentrum.

WEITERE INFORMATIONEN

www.konseq.de

134


FIRMENPORTRAITS

KYOCERA DOCUMENT SOLUTIONS

DEUTSCHLAND GMBH

Otto-Hahn-Straße 12

40670 Meerbusch

ANSPRECHPARTNERIN

Daniela Matysiak

Spezialistin CSR-Management

daniela.matysiak@dde.kyocera.com

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1998

BRANCHE

IT Solutions Provider

BESCHÄFTIGTE ca. 250

FIRMENPROFIL

„Achte die Natur und liebe die Menschen“.

Dieser Satz ist seit der Unternehmensgründung die

Grundlage aller Geschäftsaktivitäten von KYOCERA

Document Solutions. Ziel des Unternehmens ist es

daher, mit seinen Produkten, zu denen neben Druckund

Multifunktionssystemen auch Dokumentenmanagement-Lösungen

gehören, dokumentenbasierte

Unternehmensprozesse zu optimieren und umweltfreundlicher

zu gestalten.

Dazu arbeitet das Unternehmen in Deutschland mit

rund 300 Fachhandelspartnern zusammen.

UMWELTFREUNDLICHE TECHNOLOGIEN

Durch die ECOSYS-Technologie steht KYOCERA

für ressourcenschonendes Drucken und Kopieren.

Das ECOSYS-Konzept basiert auf der patentierten

Keramiktechnologie und dem Einsatz besonders

langlebiger Komponenten. Somit fällt als einziges

Verbrauchsmaterial lediglich Toner an, was im Vergleich

zu Wettbewerbssystemen in einer um bis zu 75

Prozent geringeren Abfallmenge resultiert. Dies hat

ein Vergleichstest der Fachzeitschrift FACTS bestätigt:

www.dauerläufer.kyocera.de.

ENGAGEMENT FÜR DEN KLIMASCHUTZ

Seit dem Jahr 2013 bietet KYOCERA sämtlichen in

Deutschland vertriebenen Toner klimaneutral an.

Zudem können auch die KYOCERA-Systeme CO 2

-

neutral gestellt werden. Erreicht wird dies durch die

Unterstützung eines mit dem Gold-Standard zertifizierten

Klimaschutzprojektes in Kenia. Das Projekt

liefert einen Beitrag zu insgesamt 10 Sustainable

Development Goals der Vereinten Nationen und hilft,

die Lebensbedingungen der Menschen in Kenia zu

verbessern. Wie dies gelingt, ist auch auf der Website

www.printgreen.kyocera.de zu sehen.

LANGFRISTIGE PARTNERSCHAFTEN

Bei der Erreichung der eigenen CSR-Ziele setzt

KYOCERA in Deutschland auf langfristige Partnerschaften:

Im Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes

Management e.V. (B.A.U.M. e. V.) ist

das Unternehmen seit 20 Jahren Mitglied. Zudem

kooperiert es seit dem Jahre 1987 auch mit der Deutschen

Umwelthilfe – dies ist die längste Partnerschaft

der Organisation mit einem Wirtschaftsunternehmen.

Hier engagiert KYOCERA sich vor allem im Projekt

„Lebendige Flüsse“, einer Initiative, die sich für

den Fließgewässerschutz einsetzt. Was im Rahmen

des Projekts erreicht wurde, zeigt eindrucksvoll der

KYOCERA NATOUR-GUIDE – ein Wanderführer, in

dem gemeinsam mit der DUH und dem Autor Manuel

Andrack 15 Wanderungen entlang der lebendigen

Flüsse vorgestellt werden. Dieser kann kostenfrei

auf www.natourguide.kyocera.de heruntergeladen

werden.

AUSGEZEICHNETES ENGAGEMENT

Für das umfassende Nachhaltigkeits-Engagement

wurde KYOCERA mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet:

Im Jahr 2017 erhielt das Unternehmen den

Deutschen CSR-Preis sowie den German Brand Award

in der Kategorie „Sustainable Brand of the Year“. Im

Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises wurde

das Unternehmen 2014 für sein langjähriges Engagement

rund um den Blauen Engel mit dem „Blauer

Engel-Preis“ ausgezeichnet.

135


FIRMENPORTRAITS

LOGPAY FINANCIAL SERVICES GMBH

Schwalbacher Straße 72

65760 Eschborn

www.logpay.de

info@logpay.de

BRANCHE

Finanzdienstleistungen & Forderungsmanagement

ANSPRECHPARTNER

Thomas J. Korec

Leiter Marketing & E-Commerce

Tel. +49 (0)6196 / 8 01 22 16

Thomas.Korec@logpay.de

BESCHÄFTIGTE

mehr als 70 Mitarbeiter

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2010

FIRMENPROFIL

LogPay Financial Services GmbH ist eine hundertprozentige

Tochter der DVB Bank SE und gehört somit

zur Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volks- und

Raiffeisenbanken. Als kompetenter Finanzdienstleister

und Factoringunternehmen im DE- und EU-Verkehrsmarkt

bieten wir ein breites Spektrum, das sich auf

Serviceleistungen sowohl in der Transportbranche

(Straße, Schiene, Wasser) als auch im Personenverkehr

spezia lisiert hat.

DIENSTLEISTUNGEN

Unsere Dienstleistungen umfassen die Zahlungsabwicklungen

(z.B. Personenverkehr, Fracht, Maut-,

E-Commerce- und Tankumsätze) und weitere damit

zusammenhängende Serviceleistungen und das Forderungsmanagement

gegenüber den verschiedenen

Verkehrsunternehmen, den Mautbetreibern und

weiteren Akzeptanzpartnern.

UNSERE PHILOSOPHIE DER NACHHALTIGKEIT

Die Bedeutung der Nachhaltigkeit begegnet uns in

vielen Geschäftsfeldern und begleitet unsere Unternehmensphilosophie.

Aus diesem Grund ist für uns

die Notwendigkeit, dies gegenüber unseren Mitarbeitern,

aber auch nach außen zu kommunizieren,

stetig ein Anliegen. Bei der Zusammenarbeit mit

unseren Partnern und Kunden achten wir darauf,

den umweltbewussten mobilen Mensch und seine

Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Einen

Beitrag zur effizienten Nutzung von begrenzten

Energien sehen wir in der Nutzung unserer LogPay

Card & App. Diese ermöglicht unseren Kunden

komfortabler und ressourcenschonend den Erwerb

von Kraftstoffen zu planen. Unser Leistungsangebot

umfasst weiter noch die mobile Welt rund um das

digitale Ticket, um folglich den Papierverbrauch

zu reduzieren. „Nachhaltige und umweltbewusste

Mobilität“ ist zu einem Grundbedürfnis unseres

Lebens und Wirtschaftens geworden. Wir als LogPay

begleiten diesen Wandel aktiv und setzen bei dieser

Unternehmensphilosophie auf die effiziente Reduzierung

der Umweltbelastung.

UNSERE UMWELT – EIN KONTEXT

Die LogPay hat es sich zum Ziel gesetzt, das Leistungsspektrum

durch maßgeschneiderte und

ressourcenarme Lösungen zu verbessern. Das

Unternehmen nachhaltig zu führen, bedeutet für

uns, wirtschaftlich Verantwortung zu überneh men

und ökologisch sowie sozial in die Unter nehmensphilosophie

mit einzubeziehen. Wir sehen nicht

nur unsere Geschäftsbereiche, sondern auch die

Umwelt, in der wir uns befinden, immer in einem

Kontext. Zudem findet unsere internationale und

auch nationale Kommunikation hauptsächlich via

Telefonkonferenzen statt, um Geschäftsreisen zu

reduzieren.

Das für unsere Mitarbeiter angebotene Jobticket

oder die Bereitstellung gesicherter Fahrradstellplätze

reduzieren den CO 2

-Verbrauch und unterstützen

unseren Nachhaltigkeitsleitfaden.

Der Blick in die Zukunft lässt verraten, dass Nachhaltigkeit

an Bedeutung und zunehmend wirtschaftliche

Relevanz in Entscheidungen gewinnt.

Wir möchten mit unseren Kunden gemeinsam in

eine zukunfts orientierte Gesellschaft gehen und

die Nachhaltigkeit weiterhin fest in unseren Zielsetzungen

integrieren.

136


FIRMENPORTRAITS

137


FIRMENPORTRAITS

MELITTA GROUP MANAGEMENT GMBH & CO. KG

Marienstraße 88

32425 Minden

www.melitta-group.com

BRANCHE

Lebensmittel, Haushaltsprodukte, Pappe und Papier,

Elektrogeräte

BESCHÄFTIGTE 4.550

ANSPRECHPARTNERIN

Katharina Roehrig

Geschäftsführerin Zentralbereich Kommunikation

& Nachhaltigkeit

Tel. +49 (0)571 / 40 46 - 2 70

nachhaltigkeit@melitta.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2016

ÜBER MELITTA

Melitta ist eine international tätige Unternehmensgruppe

in Familienbesitz mit einer über 100-jährigen

Tradition. Wir stellen Markenprodukte für den Kaffeegenuss,

für die Aufbewahrung und Zubereitung von

Lebensmitteln sowie für die Sauberkeit im Haushalt

her. Darüber hinaus produzieren wir Spezialpapiere

für die Tapetenindustrie und industrielle Folien für die

Verpackung von Lebensmitteln.

MIT NACHHALTIGKEIT WACHSEN

Für Melitta ist Nachhaltigkeit gleichermaßen Verpflichtung

und Chance: Sie ist Ausdruck unserer

Unternehmenswerte und bietet uns zugleich neue

Marktpotenziale. Aus diesem Grund haben wir eine

umfassende Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt,

die auf vier Säulen basiert: Produkt- und Lieferkettenverantwortung,

ökologische Verantwortung,

gesellschaftliche Verantwortung und Verantwortung

für Mitarbeiter.

Unser Ziel ist es, unseren Kunden, Partnern und Mitarbeitern

durch unsere Produkte und unser Know-how

die Möglichkeit zu bieten, Nachhaltigkeit zu ihrer

alltäglichen Entscheidung zu machen. Daher trägt

unser Nachhaltigkeitsprogramm den Namen „Gelebte

Nachhaltigkeit im Alltag“.

Gesundheitsmanagement prägen immer mehr

unseren Arbeitsalltag.

NEW WORK SETZT KULTURWANDEL VORAUS

Einen noch stärkeren Einfluss nimmt aber die Digitalisierung.

Sie verändert die Art und Weise der

Zusammenarbeit so substantiell, dass der Begriff

New Work“ gerechtfertigt ist. Dabei handelt es

sich nicht nur um eine Veränderung von Methoden,

Strukturen und Prozessen; New Work geht auch mit

einer Weiterentwicklung der Unternehmenskultur

und einem Wandel in Einstellungen, Überzeugungen

und Prioritäten einher.

Um unsere Mitarbeiter auf diese neue Arbeitswelt

vorzubereiten, haben wir einen umfassenden Kulturwandelprozess

angestoßen. Ziel dieses Prozesses

ist es, eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der

unternehmerisch und bereichsübergreifend gedacht

und gehandelt wird, in der ein hoher Innovations- und

Gestaltungswille besteht und in der jeder ermutigt

wird, neue Ideen zu verfolgen und eigenverantwortlich

Entscheidungen zu treffen. Wir sind davon überzeugt:

Die Flexibilisierung der Arbeit ist eine Chance

für die Gesellschaft und ein bedeutender Schritt, um

eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

NACHHALTIGE ARBEITSPLATZGESTALTUNG

Um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, ist es

für uns essentiell, unsere Mitarbeiter zum nachhaltigen

Denken und Handeln anzuleiten. Gleichzeitig

nimmt der Nachhaltigkeitsgedanke aber auch

erheblichen Einfluss auf unsere Arbeitsprozesse:

Flexible Work-Life-Balance-Konzepte, Mitarbeiterentwicklung

mit Hilfe innovativer E-Learning-

Systeme bis hin zu einem umfassenden, modernen

138


FIRMENPORTRAITS

MEYER WERFT GMBH & CO. KG

Industriegebiet Süd

26871 Papenburg

Tel. +49 (0)49 61 / 81 - 0

info@meyerwerft.de

www.meyerwerft.de

ANSPRECHPARTNER

Gerd Untiedt

Forschung & Entwicklung

Peter Hackmann

Unternehmenskommunikation

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2016

BRANCHE

Schiffbau

BESCHÄFTIGTE > 3.450

DIE MEYER WERFT AUF EINEN BLICK

Schiffbau – Innovationen und Technologien

Die in Papenburg ansässige MEYER WERFT GmbH

& Co. KG wurde 1795 gegründet und befindet sich

in siebter Generation im Besitz der Familie Meyer.

Als Geschäftsführer leiten Bernard Meyer seine

Söhne Tim Meyer und Dr. Jan Meyer sowie Thomas

Weigend die Geschicke des traditionsreichen

Unternehmens. In den vergangenen Jahrzehnten

hat sich die MEYER WERFT einen exzellenten Ruf

beim Bau von innovativen und umweltfreundlichen

Spezialschiffen erworben. Aus der langjährigen Erfahrung

im Passagierschiffbau gelang der Werft in

den 1980er Jahren der erfolgreiche Einstieg in den

Bau moderner Kreuzfahrtschiffe. Bis heute hat die

Werft 45 Luxusliner in unterschiedlichen Größenklassen

für Kunden aus aller Welt gebaut. Die MEYER

WERFT beschäftigt heute mehr als 3.450 Menschen

und ist damit einer der größten Arbeitgeber der

Region. Das private Familienunternehmen bildet

rund 250 Auszubildende in zwölf verschiedenen

Berufen aus. Die MEYER WERFT arbeitet darüber

hinaus mit zahlreichen Zuliefer betrieben zusammen

und sorgt auch auf diesem Weg für Beschäftigung in

der Region und darüber hinaus. Die Werft investiert

stetig in seine Anlagen. Mit Dachbegrünung, einer

Solaranlage sowie der Umstellung auf LED wird auf

der gesamten Werft der Nachhaltigkeit Rechnung

getragen. Mit Schiffen für Norwegian Cruise Line,

Royal Caribbean International sowie für AIDA Cruises,

Saga Cruises und Disney Cruise Line befinden

sich derzeit 13 Kreuzfahrtschiffe im Auftragsbestand

der Werft. Die Werft hat im Rahmen eines Standortvertrages

eine Beschäftigungsgarantie bis zum Jahr

2030 abgegeben.

DAS GREEN-SHIP-KONZEPT

Das Traditionsunternehmen verfolgt mit dem Green-

Ship-Konzept eine nachhaltige Strategie, um mit den

Kreuzfahrtschiffen den Schutz der Umwelt deutlich

zu verbessern. Wesentliche Punkte des Konzepts sind

die Verringerung der Emissionen und des Energieverbrauchs.

So werden alle neuen Kreuzfahrtschiffe

der Werft mit innovativen Abgasreinigungssystemen,

den sogenannten Scrubbern, sowie neuartigen

LNG-Motoren ausgestattet. Die AIDAnova ist weltweit

das erste Kreuzfahrtschiff, das komplett auf diesen

umweltfreundlichen Treibstoff setzt. Eine umweltfreundliche

Wasser- und Abwasseraufbereitung sowie

eine umweltfreundliche Abfallentsorgung sind bereits

seit Jahren Standard.

NEUE ARBEITSFORMEN UND

ARBEITSZEITMODELLE

Die Meyer Werft als großer Arbeitsgeber der Metallund

Elektroindustrie in Deutschland bietet zahlreiche

flexible Arbeitszeitmodelle und viele Zusatzleistungen

(Betriebs-Kita, Sportprogramme, Metall-Rente etc.)

für seine Mitarbeiter.

SCHWESTERUNTERNEHMEN DER MEYER WERFT

• die NEPTUN WERFT GmbH & Co. KG mit Sitz in

Rostock, produziert unter anderem innovative

Flusskreuzfahrtschiffe.

• die Werft MEYER TURKU Oy baut ebenfalls Kreuzfahrtschiffe,

Fähren und andere Spezialschiffe.

139


FIRMENPORTRAITS

MIELE & CIE. KG

Carl-Miele-Straße 29

33332 Gütersloh

www.miele.com/nachhaltigkeit

nachhaltigkeit@miele.de

BRANCHE

Haus- und Gewerbegeräte

ANSPRECHPARTNERIN

Ursula Wilms

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel. +49 (0)5241 / 89 - 19 58

ursula.wilms@miele.com

BESCHÄFTIGTE 20.098

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1997

ÜBER MIELE

Das westfälische Familienunternehmen stellt Premium-

Hausgeräte für Küche, Wäsche- und Bodenpflege her.

Hinzu kommen Geräte für den gewerblichen Einsatz

zum Spülen, Waschen, Reinigen und Desinfi zieren

sowie Sterilisieren. In fast 100 Ländern der Welt ist

Miele mit eigenen Vertriebsgesellschaften oder über

Importeure vertreten.

UNSERE NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE

Die Miele-Unternehmensführung basiert auf Werten

und Kontinuität. Bei der Entwicklung unserer Produkte

verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz: Alle

unsere Geräte bieten bei möglichst niedrigen Verbräuchen

von Energie, Wasser und Chemie hohe Leistung

und beste Ergebnisse. Ebenso wie die Produkte ist

auch unsere Produktion auf Ressourcenschonung und

Energieeffizienz ausgelegt. Wir stellen uns unserer

Verantwortung für Mitarbeiter und Gesellschaft.

MASSNAHMEN FÜR UMWELTSCHUTZ

UND NACHHALTIGKEIT

• Entwicklung und Herstellung langlebiger und effizienter

Produkte, die bei Produktion, Gebrauch

und Entsorgung die Umwelt so wenig wie möglich

belasten

• Höchste Lebensdauer: Als einziger Hersteller der

Branche testet Miele seine Produkte auf bis zu 20

Jahre Lebensdauer

• Hoher Anteil an recyclingfähigen Materialien

(Metallanteil bis zu 90 Prozent Sortenreinheit bei

Kunststoffen)

• Integriertes Managementsystem für alle Bereiche

• Qualitätsmanagement ISO 9001

• Qualitätsmanagement Medizinprodukte ISO 13485

• Umweltmanagement ISO 14001

• Energiemanagement ISO 50001

• Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz nach

OHSAS 18001

• Sozialstandard SA8000

• Mitglied im UN Global Compact

• Unterzeichner der Charta der Vielfalt

• Mit Maßnahmen und Zielen hinterlegte Nachhaltigkeitsstrategie

in den Bereichen Produkte, Lieferkette,

Prozesse/Produktion, Mitarbeiter und Gesellschaft

• Energieeffizienzprogramme an den Standorten

• Vollständige CO 2

-Bilanz für das Unternehmen

INNOVATIONEN FÜR DIE UMWELT

• Die Geschirrspüler G 6000 EcoFlex unterschreiten

den Grenzwert der besten Energieeffizienzklasse

A+++ um bis zu 20 Prozent – dank eines Wärmespeichers,

durch den bedeutend weniger Energie

für das Aufheizen benötigt wird.

• Die aktuellen Waschmaschinen unterschreiten den

Grenzwert der derzeit besten Energieeffizienzklasse

A+++ um bis zu 50 Prozent.

• Das Miele-Waschverfahren PowerWash 2.0

ermöglicht besonders energiesparendes Waschen

mit kurzen Laufzeiten – auch bei kleinsten Wäschemengen.

• Entwicklungen wie das EcoFeedback zur aktuellen

Anzeige von Strom- und Wasserverbrauch und die

TwinDos Dosierautomatik helfen dem Kunden,

selbst Ressourcen zu sparen. So kann die automatische

Waschmitteldosierung bis zu einem Drittel

Waschmittel gegenüber der manuellen Dosierung

einsparen.

140


FIRMENPORTRAITS

OTTO GMBH & CO. KG

Werner-Otto-Straße 1-7

22179 Hamburg

Tel. +49 (0)40 / 64 61 - 0

www.ottogroup.com

ANSPRECHPARTNER

Stephan Engel

Corporate Responsibility

stephan.engel@ottogroup.com

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1987

BRANCHE

Handel und handelsnahe Dienstleistungen

BESCHÄFTIGTE ca. 50.000

FIRMENPROFIL

Die Otto Group ist eine weltweit agierende Handelsund

Dienstleistungsgruppe mit knapp 50.000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern. Sie gehört zu den

weltweit größten Onlinehändlern und ist mit 123

wesentlichen Unternehmen in mehr als 30 Ländern

Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens präsent.

Die Otto Group deckt die gesamte Wertschöpfungskette

des Handels ab: vom Einkauf über Transport

und Vermarktung bis zu Finanzdienstleistungen. Die

Aktivitäten sind in drei Geschäftsfelder (Segmente)

gegliedert:

• Multichannel-Einzelhandel

Der Geschäftskern der Unternehmensgruppe umfasst

alle Handelsgesellschaften, die ihre Produkte

über die drei Vertriebswege E-Commerce, Katalog

und stationärer Einzelhandel anbieten.

• Finanzdienstleistungen

Das Segment Finanzdienstleistungen umfasst die

internationalen Finanzservices wie beispielsweise

das Forderungs- und Liquiditätsmanagement.

• Service

Das Segment umfasst die Logistik- und Einkaufsgesellschaften

der Otto Group. Die Hermes-Gruppe

bietet dabei vielfältige Dienstleistungen entlang der

Wertschöpfungskette an: von der Beschaffung über

Qualitätsprüfung, Transport und Lagerung bis hin

zur Zustellung an Privat- und Geschäftskunden,

und dies sowohl für die Otto Group als auch für

Drittkunden.

UNTERNEHMENSVERANTWORTUNG

Die Otto Group übernimmt Verantwortung für ihre

geschäftlichen Aktivitäten. Dabei haben wir die gesamte

Wertschöpfungskette im Blick, von der Gewinnung

der Ressourcen über deren Verarbeitung zum

fertigen Produkt, dessen Vertrieb bis hin zur Nutzung

und Entsorgung durch den Konsumenten.

Die Grundlage für unsere Nachhaltigkeitssteuerung

ist unser CR-Management „impACT“, das die unerwünschten

Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit

(impact) mit dem daraus abgeleiteten Handeln (act)

verknüpft. Mit impACT richten wir all unsere Kerngeschäftsprozesse

nachhaltig aus. Dafür ermitteln

wir die sozialen und ökologischen Auswirkungen

unserer gesamten Geschäftstätigkeit und gleichen

diese mit den Erwartungen unserer internen und

externen Stakeholder ab.

Die Ergebnisse des impACT-Prozesses fließen direkt

in unsere Nachhaltigkeitsstrategie 2020 ein. Diese

umfasst fünf Teilstrategien: die schonende Gewinnung

und Verarbeitung von Rohstoffen (Textilien-,

Möbel- und Papierstrategie), die Einhaltung von Sozialstandards

bei Lieferanten in der Endfertigung (Sozialprogramm)

und die Verbesserung der CO 2

-Bilanz an

den eigenen Standorten sowie der Beschaffungs- und

Distributionstransporte (Klimastrategie).

Um die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards

in der globalen Lieferkette besser vorantreiben

zu können, beteiligt die Otto Group sich zudem

an einer Vielzahl nationaler und internationaler

Initiativen und Organisationen und steht in regem

Austausch mit Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik

und Wirtschaft. So haben wir unter anderem 2004

die Business Social Compliance Initiative (BSCI) mitbegründet,

2005 folgte die Stiftung Aid by Trade mit der

Initiative Cotton made in Africa und 2012 die Carbon

Performance Improvement Initiative (CPI2). Zudem

ist die Otto Group Unterzeichner des ersten und

zweiten Gebäude- und Brandschutzabkommens für

Textilfabriken in Bangladesch (Accord) sowie seit Juni

2015 Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien.

141


FIRMENPORTRAITS

NATURSTROM AG

Parsevalstraße 11

40468 Düsseldorf

Tel. +49 (0)211 / 77 90 03 00

www.naturstrom.de

BRANCHE

Erneuerbare Energien

BESCHÄFTIGTE 400

ANSPRECHPARTNER

Jens Lettmayer

Vertriebsleiter

Ernst Raupach

Marketingleiter

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2008

DIE NATURSTROM AG – DER NACHHALTIGE

ENERGIEVERSORGER

Ziel der NATURSTROM AG ist eine zukunftsfähige

Ener gieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien,

die umwelt- und klimaschonend, sicher und wirtschaftlich

ist. Das mittelständische Unternehmen

mit einer Gesamtleistung von über 300 Millionen

Euro wurde unmittelbar nach der Strommarktliberalisierung

1998 gegründet. Die NATURSTROM AG

wird von etwa 1.000 Aktionärinnen und Aktionären

getragen und ist unabhängig von der konventionellen

Energiewirtschaft. Unter dem Leitmotiv

„naturstrom – Energie mit Zukunft“ ist die gesamte

Unternehmensgruppe auf allen Ebenen nachhaltig

ausgerichtet: Inhaltliche Ziele steuern maßgeblich

sämtliche Geschäftstätigkeiten, nicht Umsatz- oder

Renditeziele. Seit Firmengründung hat NATUR-

STROM den Energiemarkt in Deutschland durch

zahlreiche Innovationen geprägt und wurde dafür

vielfach ausgezeichnet.

ENERGIEBELIEFERUNG

NATURSTROM gehört zu den führenden Anbietern

von Strom, Wärme und Mobilität aus erneuerbaren

Energien und ist in diesen Bereichen anerkannter

Qualitätsführer. Bundesweit werden mehr als 250.000

Kundinnen und Kunden mit naturstrom bzw. naturstrom

biogas versorgt – vielfach ausgezeichneten

Produkten mit herausragendem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zudem ist das Unternehmen im Großhandel

aktiv, beispielsweise bei der EEG-Strom-Vermarktung,

und betreibt nachhaltige Nahwärmenetze. Um den

Ausbau klima- und umweltschonender Mobilität

zu fördern, beliefert das Unternehmen knapp 500

öffentliche Ladestationen – denn nur mit sauberem

Strom ist Elektromobilität umweltschonend.

ENERGIEERZEUGUNG

NATURSTROM treibt konsequent den Ausbau der

erneuerbaren Energien voran. Zum einen, um neue

saubere Produktionskapazitäten aufzubauen, zum

anderen, um die Kunden bei Bedarf aus eigenen

Kraftwerken beliefern zu können. Mehr als 300

Wind-, Wasser-, Solar- und Biomassekraftwerke sind

durch Mitwirkung von NATURSTROM bereits ans Netz

gegangen. Hinzu kommen mehrere Nahwärmenetze.

Durch die Beteiligung von Kommunen, Unternehmen

sowie Bürgerinnen und Bürgern vor Ort bleibt ein

Großteil der Wertschöpfung in der Region.

DEZENTRALE ENERGIEVERSORGUNG

Die Energieerzeugung wird immer mehr zu den

Energieverbrauchern verlagert, Energieangebot und

-nachfrage werden immer enger aufeinander abgestimmt.

Dabei gehen Ressourcen- und Kosteneinsparung

Hand in Hand. NATURSTROM entwickelt und realisiert

lokale Versorgungskonzepte für Unternehmen,

Wohnungswirtschaft, Quartiere und Ortschaften. Das

Angebot reicht von KWK-Contracting und individuellen

Quartierslösungen über Nahwärmenetze bis hin

zu lokalen Mieterstromangeboten und regionalen

Ökostromprodukten. Außerdem bietet NATURSTROM

als Messstellenbetreiber innovative Zählerlösungen.

UNSERE LEISTUNGEN FÜR UNTERNEHMEN,

KOMMUNEN UND ENERGIEGESELLSCHAFTEN

Unternehmen, Kommunen und Energiegesellschaften

stehen aufgrund gesetzlicher Auflagen, aber auch

eigener ökonomischer Interessen, vielen Herausforderungen

im Bereich ihrer Energieversorgung gegenüber.

Die NATURSTROM AG unterstützt sie umfassend

mit einem breiten Angebot an Dienstleistungen. Denn

Energieverbrauch bedeutet immer auch Kosten und

142


FIRMENPORTRAITS

© NATURSTROM AG

NATURSTROM-Bürger-Windpark Scheßlitz-Königsfeld

Elektro-Auto – sauber unterwegs mit naturstrom

öffentliche Diskussionen über Umweltstandards,

Ressourcenschonung und Schadstoffminimierung.

NATURSTROM ist der ideale Rundum-Partner für

alle Unternehmen und Organisationen, die nachhaltig

agieren und dies auch als Imagevorteil nutzen

möchten.

Unsere Leistungen im Überblick:

• Belieferung mit Ökostrom und Biogas: nachhaltige

Energieprodukte mit herausragendem Preis-

Leistungs-Verhältnis und hoher Imagewirkung

• Direktbelieferung von Gewerbebetrieben mit regional

erzeugtem Solar oder Windstrom

• Belieferung mit Strom, Wärme und Kälte, die vor

Ort beim Kunden produziert werden: von der

Konzeption über die Umsetzung und Finanzierung

bis zum Betrieb der Anlagen, der Abrechnung und

dem Kundenservice

• Analysen und integrierte Konzepte für nachhaltige

Wärme-, Kälte- und Stromversorgung

• Beratung zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz

und Energieeinsparung

• Projektierung von Wind-, Solar- und Biomassekraftwerken

sowie Nahwärmenetzen mit Kraft-

Wärme-Kopplung und Holzbrennstoffen: von der

Konzeption über Planung, Finanzierung, Errichtung,

Wartung, Betrieb und Energievermarktung

bis hin zu Rückbau oder Repowering

• Mieterstromkonzepte für Mehrfamilienhäuser: Nutzung

von vor Ort produziertem Solar- oder KWK-Strom

durch die Mietparteien zu attraktiven Konditionen

• Messstellenbetrieb, Regeltechnik

• nachhaltige Mobilitätskonzepte: Elektromobilität,

Car- und Bike-Sharing für offene oder geschlossene

Nutzergruppen, Ladeinfrastruktur inklusive

Zugangsmedien und Abrechnung

• Unterstützung bei der Nachhaltigkeitskommunikation

gegenüber Kunden und Geschäftspartnern

BEISPIELPROJEKTE

• Solarstrom für nachhaltige Druckerei

Mit der oeding print GmbH setzte NATURSTROM

ein Projekt zur Direktbelieferung von Gewerben

mit Solarstrom um. Dieser wird auf dem Gebäude

der Druckerei erzeugt und direkt dort verbraucht.

• Erneuerbare Energie für Stadtquartier

Im Berliner Möckernkiez erzeugen Photovoltaik-

Anlagen und ein Blockheizkraftwerk Energie für

471 Wohneinheiten, Gewerbe und E-Ladestationen

direkt auf dem Gelände. Das Energiekonzept wurde

2018 durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung

als „Projekt N“ ausgezeichnet.

• Heizen mit Holz und Sonne

Im oberfränkischen Hallerndorf hat NATURSTROM

ein Nahwärmenetz realisiert, über das mehr als

90 kommunale Objekte und Haushalte mit nachhaltiger

und vor Ort erzeugter Wärme versorgt

werden. Die mit Holzbrennstoffen aus der Region

und Solarthermie betriebene Anlage spart jährlich

230.000 Liter Heizöl ein.

• Sauberer Strom für Elektroautos

Am Potsdamer Platz in Berlin errichtete NATUR-

STROM mit Mitsubishi Deutschland eine der ersten

Schnellladestationen für Elektroautos, die alle gängigen

Schnellladetechniken unterstützt – beliefert

mit sauberem naturstrom.

143


FIRMENPORTRAITS

PAPACKS SALES GMBH

Von-Hünefeld-Straße 1

50829 Köln

www.papacks.com

BRANCHE

Verpackungsindustrie, Verpackungsentwicklung,

Konzeptentwicklung, Projektmanagement

ANSPRECHPARTNER

Manuel Leibrock

Head of Sales & Marketing

Tel. +49 (0)221 / 30 16 30 06

beratung@papacks.com

BESCHÄFTIGTE 12

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2018

NACHHALTIGE, INTELLIGENTE

VERPACKUNGSLÖSUNGEN

Wir kümmern uns um Ihre Probleme mit Ver packungen,

Produkten und deren Logistik. Durch die

Entwicklung von individuell auf Sie abgestimmte und

intelligente Verpackungen produzieren wir für Sie

funktionierende nachhaltige Lösungen.

Die Basis jeder Lösung beruht auf der Verwendung

von nachwachsenden Rohstoffen unserer umweltfreundlichen

Verpackungen, der Konzeption von

grünen Kreisläufen in Ihrem Unternehmen und der

damit resultierenden Abfall- und Kostenreduzierung.

UNSERE MISSION – PAPACKS ® DNA

Unter dem Leitsatz „eine Verpackungswelt ohne

Plastik“ wächst unsere Mission durch die Umsetzung

echter Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen.

PAPACKS ® ist Impulsgeber und Berater für

nachhaltige, grüne Verpackungskreisläufe. Für Sie

produzieren wir umweltfreundliche und intelligente

Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen.

Der Schutz unserer Umwelt, Ihre Wünsche und die

Optimierung Ihrer Wirtschaftlichkeit stehen dabei

stets an erster Stelle.

UNSER HANDELN – IHRE VORTEILE

PAPACKS ® ist Ihr All-In-One–Partner für intelligente

Lösungen durch unsere Out-of-the-Box-Beratung,

-Entwicklung und die Produktion individueller und

umweltfreundlicher Verpackungen und Produkte

durch den Einsatz nachwachsender, natürlicher

Materialien. Gemeinsam mit Ihren Anforderungen

schaffen wir reale Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen,

steigern Ihre Wirtschaftlichkeit und

sorgen für die Einsparung von Abfall- und Entsor-

gungskosten. Wir optimieren nicht nur Ihre Verpackungsprozesse,

sondern produzieren für Sie alle

Verpackungen aus einer Hand. Hierdurch vermeiden

wir in Ihrem Unternehmen große Mengen Abfall

und den Einsatz von Plastikverpackungen für zahlreiche

Branchen und Zulieferer, die Logistik und

die produzierende Industrie. Unser Ziel ist die Erschaffung

eines autarken Verpackungskreislaufes

in Ihrem Unternehmen, welcher Sie unabhängig

von steigenden Rohstoffpreisen, Abfallkosten,

zukünftigen Plastiksteuern, Importverboten für

Plastikverpackungen und externen Zulieferern

macht. Gestalten Sie heute mit uns eine Zukunft

ohne Plastik in Verpackungen zur Rettung unserer

Erde.

PAPACKS ® FASERGUSS – DAS GOLD DER

ZUKUNFT

Erfahren Sie alles über PAPACKS ® Faserguss (Englisch:

Molded Pulp), die Hightech-Version des Ihnen

bekannten „Eierkartons“. Die Weiterentwicklung

dieses Werkstoffes bietet Ihnen heute unzählige

Einsatzmöglichkeiten: Wie es bereits seit Jahrzehnten

unangefochten täglich rohe Eier schützt und vollständig

recycelt werden kann, so kann dieses Material

heute durch unsere stetige Weiterentwicklung noch

viel mehr. Wir zeigen Ihnen die Vorteile und Möglichkeiten

durch die Verwendung von individuellen

Faserformen, den Einsatz von natürlichem Zellstoff

und damit der Verwendung von recyceltem Altpapier,

Naturfasern oder Agrarabfällen. Machen auch Sie

PAPACKS ® Faserguss zu Ihrem Gold der Zukunft. Die

Umstellung Ihrer Verpackung auf Faserguss wird sich

bereits kurzfristig bezahlt machen und Ihre Zukunft

und Lieferfähigkeit absichern, ohne zusätzliche Kosten

wie Plastiksteuern oder Strafzölle.

144


FIRMENPORTRAITS

PAPACKS ® Faserguss – das Gold der Zukunft aus nachwachsenden

Rohstoffen. Sichern Sie Ihre Verpackungskonzepte

durch nachhaltige und umweltfreundliche

Rohstoffe.

Ersetzen Sie Plastik durch Natur – sichern Sie Ihre Lieferfähigkeit

bei Importverboten mit Einwegplastik und

sparen Sie Kosten bei der kommenden Plastiksteuer.

AWARDS UND AUSZEICHNUNGEN

Wir erhielten 2016 den tschechischen Verpackungspreis

Obal-Roku. 2017 gehörten wir zu den

nominierten TOP-3-Unternehmen beim GreenTec

Award in der Kategorie Recycling & Ressourcen, einer

der größten und anerkanntesten Umwelt- und

Wirtschaftspreise der Welt. 2018 erhielten wir die

Auszeichnung des iF DESIGN AWARDs und zählen

somit zu den Preisträgern des weltweit renommierten

Design-Labels. Weiter wurden wir 2018 bei den POPAI

D-A-CH Awards 2018 Gold-Gewinner und PAPACKS ®

wurde als beste Einreichung für Produkt Packaging

mit dem Goldenen POPAI Award ausgezeichnet.

FSC ® ZERTIFIZIERT

PAPACKS ® ist FSC ® -zertifiziert und bemüht sich

auch über die FSC ® -Zertifizierung hinaus seine Verpackungssysteme

und Konzepte nach ökologischen

Gesichtspunkten zu optimieren.

100 PROZENT PAPACKS ® – DAS NACHHALTIG-

KEIT-SIEGEL

Mit der Möglichkeit der Verwendung unseres 100

Prozent PAPACKS ® Nachhaltigkeitsiegels versichern

wir Ihnen, dass Ihre neue Verpackung all unsere

Leitsätze einhält:

• 100 Prozent hergestellt mit nachhaltiger Überzeugung

• 100 Prozent ökologisches Handeln

• 100 Prozent Einsatz von Recyclingmaterial oder

der Verwendung von 100 Prozent recyclingfähigen

Rohstoffen

• 100 Prozent plastikfrei

• 100 Prozent frei von synthetischen Klebern oder

Zusätzen

• 100 Prozent der Möglichkeit, die genutzte Verpackung

in ein funktionierendes Kreislaufsystem

zuzuführen (z. B. Altpapierrecycling oder unser

eigenes Kreislaufsystem, die Ihre Verpackungen

in unserer Produktion zu neuen Verpackungen

verarbeitet und damit neue Rohstoffe einspart).

KUNDEN UND REFERENZEN

Unsere Kunden und Referenzen kommen aus allen

Branchen der Industrie und Produktherstellung:

Angefangen bei der Automobilindustrie sowie deren

Zulieferern, Bau und Interieur Design, Kosmetik, Parfüm

und Pharma bis hin zu weiteren Produkt- sowie

Elektronikherstellern sowie nicht zuletzt der LEH

und der Getränkebranche. Detaillierte und aktuelle

Informationen finden Sie auf unserer Internetseite

www.papacks.com

Nehmen Sie gerne direkt Kontakt für eine erste

Beratung mit uns auf und ebnen Sie Ihren Weg in

eine Zukunft mit intelligenten und nachhaltigen

Verpackungen.

Beratungshotline: +49 (0)221 /58 83 24 45

145


FIRMENPORTRAITS

PARADIES GMBH

Rayener Straße 14

47506 Neukirchen-Vluyn

www.paradies.de

info@paradies.de

BRANCHE

Heimtextilien (Kissen, Bettdecken, Matratzen)

ANSPRECHPARTNER

Thomas Borghs

Marketingleiter

Tel. +49 (0)2845 / 2 03 - 3 10

Thomas.Borghs@paradies.de

BESCHÄFTIGTE 150

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2016

PARADIES – GESUNDER UND ERHOLSAMER

SCHLAF – MADE IN GERMANY

Bereits seit 1854 und mittlerweile schon in der fünften

Kremers-Generation geführt ist das Familienunternehmen

vom Niederrhein Inbegriff für höchsten

Schlafkomfort. Von Beginn an widmete man sich der

Entwicklung hochwertiger Produkte für den gesunden,

erholsamen Schlaf. Mit der Erfindung der ersten

waschbaren mit Textilfasern gefüllten Steppdecken

Ende der 60er Jahre veränderte Paradies die deutsche

Schlafkultur. Heute werden alle in Deutschland

produzierten Faser-, Daunen- und Naturprodukte in

mehr als 50 Ländern rund um den Globus vertrieben

und sorgen weltweit für erholsamen Schlaf.

GEPRÜFTE PARADIES QUALITÄT – VERANTWOR-

TUNG FÜR MENSCH UND UMWELT

Alle eingesetzten Materialien sind streng schadstoffkontrolliert

und damit gesundheitsverträglich. Die

im Sortiment eingesetzten Bezugsstoffe sind auf

ihre Haut- und Körperverträglichkeit medizinisch

getestet und der Umwelt zuliebe frei von unnötigen

optischen Aufhellern. Daunen- und Federnfüllungen

des Paradies Sortimentes entsprechen dem strengen

SuperClean Standard und sind somit besonders rein.

So bietet Paradies besten Schlaf in verantwortungsvollen

Markenbettwaren.

NACHHALTIG PRODUZIEREN UND VON DER

ZUKUNFT TRÄUMEN

Als verantwortungsvoll denkendes und handelndes

Unternehmen in Deutschland hat die Paradies GmbH

es sich zur Aufgabe gemacht, Produktionsabläufe

und -bedingungen so effizient wie möglich zu

gestalten. Ressourcenschonung und der Blick für

nachfolgende Generationen sind dabei untrennbar

mit dem Qualitätsgedanken des Unternehmens

verbunden.

• Ökologische Produktion, Abfall- und Emissionsvermeidung,

keine zu klärenden Abwässer, keine

Abluft oder Ablärm

• Gesamter Strom aus erneuerbare Energien (Windenergie

– kein Atomstrom)

• Recycling von insgesamt 100 Tonnen Verkaufsverpackungen

pro Jahr, umgerechnet ca. 130 Tonnen

CO 2

• Auszeichnung als Ökoprofitbetrieb (Ökologisches

Projekt für integrierte Umwelttechnik)

• Zertifizierung als Fairtrade-Unternehmen

• Mitglied der „Plant My Tree“-Initiative (Aufforstung

von deutschen Wäldern und CO 2

-Abbau)

• Gründungsmitglied der „Marken für Gesundheit

und Wohlbefinden in Europa“

• CarbonNeutral ® -Zertifizierung

Paradies ist ständig auf der Suche nach effizienten

Produktlösungen, die für eine nachhaltige Zukunftssicherung

stehen. Bei allen Entwicklungen steht aber

eines im Fokus aller Überlegungen: dem Endverbraucher

nur erstklassige Produkte anzubieten, mit hohem

Gebrauchsnutzen und lang anhaltender Qualität.

• Paradies Fill 2.0 – „Upcycling“-Textilfaserfüllung

aus aufbereiteten PET-Flaschen

• Paradies Biofill – Textilfaserfüllung aus nachwachsenden

pflanzlichen Rohstoffen

• Organic Gewebe / KBA aus kontrolliert biologischem

Anbau

• Paradies Biolana – KBT Schafschurwolle aus kontrolliert

biologischer Tierhaltung

• Fairtrade-Gewebe aus nachhaltigem Baumwollanbau

• Hochwertige Deutsche Gänsedaune aus exklusiven

Zuchtbetrieben

146


FIRMENPORTRAITS

PILOT PEN (DEUTSCHLAND) GMBH

Senefelder Ring 81

21465 Reinbek

info@pilotpen.de

www.pilotpen.de

Tel. +49 (0)40 / 25 19 32 - 0

BRANCHE

Schreibgeräte

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2008

BESCHÄFTIGTE

2.604 weltweit

FIRMENPROFIL

PILOT PEN ist ein internationaler Konzern mit japanischen

Wurzeln, der nun seit mehr als 100 Jahren

für die Entwicklung von innovativen Schreibgeräten

steht.

PILOT verbindet Kreativität, Innovation und Design

und gehört zu den weltweit führenden Herstellern

im Bereich der Schreibgerätetechnologie. Bis heute

zählt PILOT weltweit zu einem der wenigen Unternehmen

der Branche, das in der Lage ist, sämtliche

Schritte in der Entwicklung eines Schreibgeräts selbst

zu realisieren.

Aufgrund dieser Wurzeln hat das Unternehmen eine

charakteristisch japanische und langfristige Sichtweise

von einer Zukunft in Harmonie mit der Umwelt. Für

PILOT ist die Reduktion ihrer Produktionsauswirkungen

auf die Umwelt ebenso wichtig, wie die

Herstellung attraktiver Produkte für den Verbraucher.

PILOT‘s Anspruch ist es, sicherzustellen, dass seine

Aktivitäten nachhaltig sind. Es ist genau dieser Anspruch,

der das Unternehmen und deren Mitarbeiter

vorantreibt, die Umweltfreundlichkeit der Marke

PILOT zu verbessern und dabei besonders das Augenmerk

auf die Erhaltung von Ressourcen und die

Vermeidung von Umweltverschmutzungen zu legen.

Grund bevorzugt PILOT, bei der Herstellung seiner

Produkte, die Verwendung von recycelten Materialien

und wirbt insbesondere für die Nachfüllbarkeit mittels

auswechselbarer Mine oder Patrone, denn dies schont

bereits Umwelt und Ressourcen. Somit wird dem

Verbraucher eine wesentlich umweltverträglichere

Schreiblösung angeboten.

Im Jahre 2006 führt Pilot das BEGREEN Sortiment ein.

Das BEGREEN Label indiziert, dass ein Produkt (ohne

Verbrauchsmaterialien) zu einem Minimum von 70

Prozent aus recyceltem Kunststoff aus entweder Post-

Consumer Abfällen besteht (wie beispielsweise die

B2P Stifte, die aus PET-Flaschen hergestellt werden)

oder aus post-industriellen Abfällen (wie beispielsweise

der Hi-Tecpoint V5/V7 Cartridge) besteht.

Die BEGREEN Produktpallette umfasst Produkte verschiedenster

Schreib- und Markiertechniken vom Füllfederhalter,

über den klassischen Kugelschreiber und

Tintenroller bis hin zu Text- und Permanent Markern.

Dabei liegen die Anteile des recycelten Kunststoffes

stets zwischen 71 und 95 Prozent.

BEGREEN – FÜR EINEN GRÜNEREN LEBENSSTIL

Die Verwendung von Mahlgut & Regranulat aus recycelten

Kunststoffabfällen durch Industrie und Handel

sind heutzutage eine echte Alternative zur Kunststoffneuware.

Analysen zeigen, dass die Verwendung

solcher Neuware, aufgrund der fossilen Erschöpfung,

den größten Einfluss auf die Umwelt hat. Aus diesem

147


FIRMENPORTRAITS

DR. ING. H.C. F. PORSCHE AG

Porscheplatz 1

70435 Stuttgart

www.porsche.com

BRANCHE

Automobilindustrie

BESCHÄFTIGTE 30.785

ANSPRECHPARTNERIN

Daniela Rathe

Leiterin Politik und Außenbeziehungen

Tel. +49 (0) 711 / 91 12 80 94

nachhaltigkeit@porsche.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2016

UNTERNEHMENSPROFIL

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG mit Sitz in Stuttgart-

Zuffenhausen steht als einer der profitabelsten Automobilhersteller

für wertschaffendes Wachstum. Im

Jahr 2017 hat Porsche die weltweiten Auslieferungen

auf 246.375 Fahrzeuge gesteigert und damit die Bestmarke

aus dem Vorjahr um vier Prozent übertroffen.

Deutlichen Schub gibt der neue Panamera mit 27.942

Auslieferungen und einem Zuwachs von 83 Prozent

gegenüber dem Vorjahr. Gerade die Plug-in-Hybrid-

Modelle kommen bei den Kunden sehr gut an.

Alleine in Europa liegt der Anteil bei 60 Prozent der

verkauften Panamera, was die Produktstrategie von

Porsche mit der zunehmenden Elektrifizierung der

Modelle bestätigt. Das Unternehmen erwirtschaftete

einen Umsatz von 23,5 Milliarden Euro und steigerte

das operative Ergebnis um sieben Prozent auf 4,1

Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite von 17,6

Prozent hat sich um 0,2 Prozent im Vergleich zu 2016

erhöht. Die Belegschaft ist auf 30.785 Beschäftigte

angewachsen. Porsche hat Werke in Stuttgart und in

Leipzig sowie das Entwicklungszentrum in Weissach.

Die Porsche Digital GmbH und das Digital Lab sind die

Kompetenzzentren für neue Wertschöpfungsmodelle

und innovative Produktangebote.

NACHHALTIGKEIT BEI PORSCHE

Porsche begeistert seine Kunden mit einzigartigen

Produkten und Services. Den guten Ruf als exzellenter

Arbeitgeber und Wirtschaftspartner, der Verantwortung

für Gesellschaft und Umwelt trägt, will das

Unternehmen weiter festigen. Profitabilität, Effizienz

sowie soziale Verantwortung sind für Porsche keine

Gegensätze. Über sechs Milliarden Euro investiert

Porsche bis 2025 in die Elektromobilität. Doch das

ist nicht die einzige Investition in die Zukunft. Im

Rahmen der Standortsicherung fließt eine weitere

Milliarde in die Entwicklung der Porsche-Standorte.

Ein erheblicher Teil davon ist für die Umnutzung bestehender

Gebäude und Flächen verplant. So ist das

neue Porsche-Werk 4 in Zuffenhausen entstanden,

das als erstes Industriequartier von der Deutschen

Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit

dem höchsten Zertifikat in „Platin“ ausgezeichnet

wurde. Der schonende und bewusste Umgang mit

Ressourcen ist Porsches Beitrag zum nachhaltigen

Wirtschaften. Porsche bekämpft Korruption und lebt

fairen Wettbewerb, das Unternehmen respektiert

die Einhaltung international anerkannter Menschenrechte

und lehnt jedwede Form von Zwangs- und

Kinderarbeit kategorisch ab.

DIE PORSCHE-UNTERNEHMENSKULTUR

Der Erfolg von Porsche beruht auf seinen Mitarbeitern

– ihrem Können, ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft.

Bei Porsche steht der Mensch im Mittelpunkt. Das

Unternehmen übernimmt Verantwortung für die

Mitarbeiter und investiert in ihre Zukunft. Qualifizierung

und Weiterentwicklung sind Kennzeichen der

Porsche-Kultur. Gleichzeitig spielen Chancengleichheit,

Diversität und Mitbestimmung, die permanente

Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

sowie eine faire und leistungsgerechte Vergütung

eine wichtige Rolle.

148


FIRMENPORTRAITS

INTERVIEW MIT ANDREAS HAFFNER, VORSTAND FÜR PERSONAL- UND SOZIALWESEN DER PORSCHE AG

Herr Haffner, Wie wichtig ist New Work in Ihrem

Unternehmen?

New Work bekommt bei uns einen deutlich größeren

Stellenwert. Das hängt mit der Umsetzung unserer

Strategie 2025 zusammen. Für uns ist New Work

ein Dreiklang. Es geht um die Frage, wie unsere zukünftigen

Methoden und Prozesse aussehen, es geht

um Kultur und es geht um Arbeitsumgebung und

Arbeitsbedingungen. Wir arbeiten an allen drei Ecken.

Beim Thema Methoden und Prozesse haben wir für

uns eine eigene Methodik namens „Agiles Arbeiten

bei Porsche“ entwickelt, die an die bekannten agilen

Arbeitsformen angelehnt ist. Diese haben wir auf

unsere Bedürfnisse angepasst.

Ist das neue Digital Office in Ludwigsburg ein Beispiel

für Ihre Veränderungen im Bereich Arbeitsumgebung

und -bedingungen?

Das Digital Office in Ludwigsburg, das neben der

Porsche Digital GmbH auch ressortübergreifende

Einheiten rund um Smart Mobility beheimatet, ist

nur ein Beispiel. Auch in Zuffenhausen integrieren wir

sukzessive neue Arbeitsumgebungen – insbesondere

dort, wo wir Renovierungen haben oder Neubauten

erstellen. Dabei ist es für uns wichtig, dass die Mitarbeiter

in die Planungen von Beginn an mitintegriert

sind. Wir haben eine Mockup-Fläche erstellt – eine

Visualisierung, bei der sich die Mitarbeiter ansehen

können, wie die neue Arbeitsumgebung aussehen

wird. Das ist für uns extrem wichtig, da sich gerade

ältere Mitarbeiter, die Zweier- oder Vierer-Büros

gewohnt sind, nicht immer leicht damit tun, in neue

Arbeitswelten einzutauchen. Umso wichtiger ist ein

von Beginn an offener und transparenter Prozess.

Wie nehmen Sie die Mitarbeiter mit, was die Methoden

und Prozesse angeht?

Agile Arbeitsweisen, um ein Beispiel zu nennen,

können wir nicht auf einmal über alles stülpen,

sondern wir haben uns geeignete Projekte herausgesucht,

ausprobiert, und erweitern den Anwendungsbereich

jetzt sukzessive. Natürlich können wir

agile Arbeitsweisen nicht für alles einsetzen. In der

operativen Produktion oder auch in der Entwicklung

haben wir viele klassische und bewährte Prozesse, die

wir nicht von heute auf morgen verändern. Aber in

anderen Bereichen, die nicht unmittelbar fahrzeugbezogen

sind, gibt es schon interessante Beispiele.

So entstanden bereits verschiedene Apps rund um

das Thema Connectivity und E-Laden in agiler Weise.

Aber auch unser neues Kulturleitbild zum Beispiel

wurde jüngst in einem Buttom-up-Prozess und mit

einer agilen Methodik weiterentwickelt.

Aber der „Garagenduft“, der Ihr Unternehmen seit

seiner Gründung begleitet hat, bleibt erhalten?

Den versuchen wir beizubehalten. Er ist auch ein

wichtiger Bestandteil unseres Kulturleitbilds, dessen

zentrale Werte Herzblut, Sportlichkeit, Familie und

Pioniergeist lauten. Der Pioniergeist hat ja seinen

Ursprung vor 70 Jahren in einer Garage in Österreich

und das wollen wir bewahren. Das bedeutet auch,

etwas unkonventionell zu machen, ohne übermäßige

Hierarchieschritte durchlaufen zu müssen. Zudem

greifen wir bei unseren neuen Arbeitswelten auch viel

zu Ausstattungselementen, die den Werkstatt- oder

Garagencharakter unterstreichen.

149


FIRMENPORTRAITS

REWE GROUP

Domstraße 20

50668 Köln

www.rewe-group.com

BRANCHE

Handel und Touristik

BESCHÄFTIGTE 345.000

ANSPRECHPARTNER

Nicola Tanaskovic

Leitung Corporate Responsibility

Tel +49 (0)221 / 1 49 17 91

nachhaltigkeit@rewe-group.com

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2011

FIRMENPROFIL

Mit einem Umsatz von rund 58 Milliarden Euro und

Aktivitäten in 21 Ländern ist die REWE Group einer der

führenden Handels- und Touristikkonzerne in Europa.

NACHHALTIGKEIT BEI DER REWE GROUP

Das Thema Nachhaltigkeit wird auf oberster Unternehmensebene

verantwortet und gesteuert. Operativ

umgesetzt werden die Aktivitäten in den vier Säulen

„Grüne Produkte“, „Energie, Klima und Umwelt“,

„Mitarbeiter“ und „Gesellschaftliches Engagement“.

Dabei trägt die Einbindung der Stakeholder durch

persönliche Gespräche bis hin zu regelmäßigen Dialogforen

zum Erfolg der Aktivitäten bei.

NACHHALTIGERER KONSUM

Nachhaltigeren Konsum in der Breite zu etablieren,

ist für die REWE Group ein zentrales Ziel. Daraus

ergibt sich der Anspruch, nachhaltigere Angebote,

z.B. regionale oder Bio-Produkte, stetig auszubauen

und neue innovative Ansätze umzusetzen:

• PRO PLANET ist das Nachhaltigkeitslabel der REWE

Group für Eigenmarkenprodukte. Gemeinsam mit

Experten und NGOs wird der gesamte Lebenszyklus

eines Produktes unter ökologischen und sozialen

Aspekten analysiert. Kritische Hot Spots werden

identifiziert, anschließend verringert oder bestenfalls

ganz aufgelöst.

• Die Umsetzung warengruppenspezifischer Leitlinien

(z.B. Palmöl, Kakao, Soja und Wildfisch) steigert das

Angebot von Eigenmarkenprodukten mit nachhaltigeren

Rohstoffen.

• Die umweltfreundlichere Gestaltung von Verpackungen

ist bei der REWE Group strategisch

verankert und wird bereits im Beschaffungsprozess

beachtet.

KLIMASCHUTZ

Die REWE Group hat sich 2013 ein neues ambitioniertes

Klimaziel gesetzt: Bis 2022 sollen die spezifischen

Treibhausgasemissionen pro Quadratmeter

Verkaufsfläche im Vergleich zu 2006 halbiert werden.

Neben dem Einsatz von 100 Prozent zertifiziertem

Grünstrom in bundesweit über 6.000 Märkten und

Lägern tragen vor allem Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz

und Kältemittel zur Zielerreichung bei.

Zudem werden bei REWE, PENNY und toom Baumarkt

Green Building Konzepte nach dem Standard

der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

(DGNB e.V.) umgesetzt. Mitte 2018 zählt die REWE

Group bereits rund 140 Green Buildings.

MITARBEITER

Um Talente zu gewinnen und zu binden, setzt die

REWE Group auf mitarbeiterorientierte Arbeitskonzepte,

sichere Arbeitsbedingungen, faire Entlohnung,

zusätzliche betriebliche Leistungen und maßgeschneiderte

Weiterbildungsangebote. Ein weiterer wesentlicher

Aspekt ist die Vereinbarkeit von Beruf und

Privatleben. Hierzu hat die REWE Group zahlreiche

Maßnahmen umgesetzt wie z.B. die Flexibilisierung

von Arbeitszeit und -ort, Kinderbetreuungsangebote

oder Pflegezeiten.

Um die familienbewusste Personalpolitik in der Unternehmenskultur

fest zu verankern lässt sich die REWE

Group seit 2009 von der berufundfamilie Service

GmbH gemäß dem „audit berufundfamilie“ zertifizieren.

Als erster Discounter in Deutschland wurde

auch PENNY im Juni 2018 für seine Personalpolitik

ausgezeichnet. Somit sind etwa 2.560 REWE-Märkte

(1.620 Filialmärkte und 940 Partnermärkte), 2.200

PENNY-Märkte, sechs Verwaltungs- und elf Logistikstandorte

zertifiziert.

150


FIRMENPORTRAITS

TRINK KULTUR!

151


FIRMENPORTRAITS

ROBERT BOSCH GMBH

Robert-Bosch-Platz 1

70839 Gerlingen-Schillerhöhe

www.bosch.com

BRANCHE

Mobilitätslösungen, Industrietechnik, Gebrauchsgüter

sowie Energie- und Gebäudetechnik

BESCHÄFTIGTE 402.000

ANSPRECHPARTNER

Bernhard Schwager

Leiter Geschäftsstelle Nachhaltigkeit

Tel. +49 (0)711 / 8 11 - 64 02

bernhard.schwager@de.bosch.com

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1990

FIRMENPROFIL

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes

Technologie- und Dienstleistungsunternehmen

mit weltweit rund 402.000 Mitarbeitern (Stand:

31.12.2017). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr

2017 einen Umsatz von 78,1 Milliarden Euro. Die Aktivitäten

gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche

Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer

Goods sowie Energy and Building Technology. Als

führender Anbieter im „Internet der Dinge (IoT)“

bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home,

Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0.

Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und

Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen

in der Lage, seinen Kunden vernetzte und

domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand

anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind

Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen

und begeisternden Produkten und Dienstleistungen

verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der

Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die

Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und

ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in

60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern

erstreckt sich der weltweite Fertigungs-,

Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über

fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum

ist die Innovationskraft des Unternehmens.

Bosch beschäftigt weltweit rund 64.500 Mitarbeiter

in Forschung und Entwicklung an 125 Standorten.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für

Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch

(1861-1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche

Struktur der Robert Bosch GmbH sichert

die unternehmerische Selbststän digkeit der Bosch-

Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen langfristig

zu planen und in bedeu tende Vorleistungen

für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile

der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei

der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH.

Die Stimmrechte hält mehrheitlich die Robert Bosch

Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische

Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile

liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch

GmbH.

NACHHALTIGKEITSVERSTÄNDNIS

Nachhaltigkeit bedeutet für die Bosch-Gruppe, den

langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern und

gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen heutiger

und künftiger Generationen zu schützen.

Vor diesem Hintergrund zielt unser Leitmotiv „Technik

fürs Leben“ darauf ab, erneuerbare Energien noch

wirtschaftlicher, Mobilität noch sicherer und umweltverträglicher

zu machen sowie generell umwelt- und

ressourcenschonende Erzeugnisse zu entwickeln.

Ökologie wird damit zum Motor für Innovation und

bildet die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg

der Bosch-Gruppe.

Eine weitere Dimension unseres Nachhaltig keitsverständnisses

– das Engagement für eine sozial

intakte Umwelt – lässt sich unter anderem mit unserer

besonderen Gesellschafterstruktur begründen: So

verwendet die gemeinnützige Robert Bosch Stiftung

die ihr vom Unternehmen zufließende Dividende

ausschließlich für gemeinnützige Vorhaben.

NACHHALTIGE FERTIGUNG

Sparsam und nachhaltig mit natürlichen Ressourcen

umzugehen, ist nicht nur ökologisch sinnvoll. Denn

industriell benötigte Rohmaterialien sind im Zuge

152


FIRMENPORTRAITS

der Globalisierung knapper und damit auch teu rer

geworden. Bosch achtet deshalb in seinen verschiedenen

Geschäftsbereichen darauf, den Einsatz von

Rohstoffen zu reduzieren und Materialien, wenn

möglich, in den Stoffkreislauf zurückzuführen.

Drei Beispiele:

• Im Rahmen des Bosch eXchange-Programms

werden gebrauchte Kfz-Komponenten industriell

wiederaufbereitet. Generalüberholte Starter, Generatoren

oder Zündverteiler kommen beispielsweise

bei Fahrzeug-Reparaturen zum Einsatz und sind

um bis zu 40 Prozent günstiger als entsprechende

Neuteile. Rund 2,5 Millionen Komponenten werden

jährlich wiederverbaut. Dadurch fallen im Vergleich

zur Neuproduktion rund 23.000 Tonnen weniger

CO 2

an.

• Die Werkzeugmaschinen, die bei Bosch in der

industriellen Fertigung zum Einsatz kommen,

sind mit drehzahlvariablen Pumpenantrieben

ausgestattet. Im Vergleich zu Standardpumpen

erkennen sie beispielsweise Teillastbetriebe oder

Pausenzeiten und passen ihre Drehzahlen flexibel

an den aktuellen Bedarf an. Das spart nicht nur von

vornherein Antriebsenergie, sondern reduziert auch

die Wärmeentwicklung – viele Maschinen kommen

seitdem ohne eigene Kühlung aus.

• Eine weitere Eigenentwicklung ist das Beleuchtungssystem

IndraLogic SPS. Es sorgt dafür, dass

sich die Lichtzufuhr in den Fertigungshallen selbst

reguliert – abhängig vom Tageslicht und davon, ob

Personen im Raum anwesend sind. Das innovative

System senkt den für die Beleuchtung benötigten

Energiebedarf um bis zu 60 Prozent.

INFOMATERIAL

Den Nachhaltigkeitsbericht und den vierteljährlich

erscheinenden Newsletter erhalten Sie unter:

csr.bosch.com

NACHHALTIGKEITSZIELE DER BOSCH-GRUPPE

• Systematische CO 2

-Reduktion

Wir haben uns das Ziel gesetzt, unsere relativen, auf die eigene Wertschöpfung bezogenen CO 2

-Emissionen bis 2020

um 35 Prozent im Vergleich zu 2007 zu senken. Bis 2017 erzielten wir bereits eine Reduktion um 32,8 Prozent.

• Ressourcenschutz und Abfallvermeidung

Anfang 2016 haben wir Zielwerte für die Abfallvermeidung und für einen schonenden Umgang mit der Ressource

Wasser festgelegt. Plan ist, die relative Abfallmenge an unseren Standorten und den relativen Wasserverbrauch bis

2018 um 6 Prozent gegenüber 2015 zu reduzieren. Bis 2017 verringerten wir bereits den relativen Wasserverbrauch

um 6,5 Prozent und den relativen Abfallverbrauch um 2,7 Prozent.

• Konsequente Umwelt- und Sozialaudits

Bis 2020 wollen wir bei 1.000 unserer weltweiten Lieferanten Umwelt- und Arbeitsschutz-Audits durchgeführt haben.

Bislang wurden 740 Liefe ranten auditiert. Mit unseren Vorgaben setzen wir uns dafür ein, Nachhaltigkeitsstandards

entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu etablieren.

• Mehr weibliche Führungskräfte

Bosch engagiert sich dafür, Frauen für eine Karriere im Unternehmen zu begeistern. Dazu wollen wir den Anteil von

weiblichen Führungskräften auf 20 Prozent bis 2020 erhöhen. Aktuell liegt der Anteil bei 16,1 Prozent.

• Weniger Arbeitsunfälle

Wir streben stetig danach, den Arbeitsschutz für unsere Mitarbeiter zu verbessern. Ziel ist, Arbeitsunfälle bei Bosch

bis 2020 auf 1,7 Unfälle pro einer Million geleisteter Arbeitsstunden (oder weniger) zu reduzieren. 2017 lag dieser

Wert bei 2,3.

153


FIRMENPORTRAITS

SEDUS STOLL AG

Brückenstraße 15

79761 Waldshut

www.sedus.com

info@sedus.de

BRANCHE

Büroeinrichtungen

ANSPRECHPARTNER

Sedus Pressestelle

Tel. +49 (0)7751 / 84 - 3 14

presse@sedus.de

BESCHÄFTIGTE 900

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2012

FIRMENPROFIL

1871 als Familienunternehmen gegründet, ist Sedus

Stoll heute eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft,

deren Mehrheitsanteile bei zwei gemeinnützigen

Stiftungen liegen.

Sedus Stoll beschäftigt ca. 900 Mitarbeiter und

fertigt ausschließlich in Deutschland.

Als einer der führenden Komplettanbieter für Büroeinrichtungen

und Arbeitsplatzkonzepte entwickelt,

produziert und vertreibt Sedus hochwertige Qualitätsmöbel

„Made in Germany“ und ist als etablierte

Marke mit acht Tochtergesellschaften in Europa und

weltweit in über 50 Ländern vertreten.

DIE LEBENSWELT BÜRO STEHT VOR NEUEN

HERAUSFORDERUNGEN

Als Büromöbelexperte und Technikpionier hat Sedus

in seiner über 145-jährigen Firmengeschichte

immer wieder Maßstäbe gesetzt – vor allem in den

Bereichen Ergonomie, Design und Nachhaltigkeit.

Dabei wurden Standards entwickelt, die weltweite

Bedeutung erlangten.

Sedus steht als Synonym für Innovation, Technik

und Ästhetik und bereichert die „Lebenswelt Büro”

immer wieder mit neuen Produktideen und zeitgemäßen

Konzepten.

Besonderes Augenmerk richtet Sedus auf die aktuellen

Trends und Veränderungen in der Bürowelt. Neue

Arbeitsformen und Organisationsstrukturen verlangen

nach flexiblen, ästhetischen Einrichtungen und

maßgeschneiderten Lösungen, die die Bewegung

und Kommunikation fördern. Die Gesundheit der

Mitarbeiter steht dabei besonders im Fokus.

SEDUS FUTURE PROOF – LÖSUNGEN FÜR DAS

BÜRO DER ZUKUNFT

Kaum ein anderes Thema beschäftigt Unternehmer

mehr als die Organisation ihrer wissensbasierten und

kreativen Prozesse. Wer die Nase vorne hat, entscheiden

zuletzt die Faktoren Kreativität, Kommunikation,

Geschwindigkeit und Effizienz.

Menschen und ihre Ideen sind das kostbarste Produktivkapital,

das den Unternehmenserfolg steuert.

Die Verlagerung von manueller Tätigkeit hin zu

Kopf- bzw. Wissensarbeit ist nicht aufzuhalten und

der Generationswechsel im Büro ist eins der wichtigsten

Themen.

Die Herausforderung besteht darin, fähige Mitarbeiter

zu behalten und neue zu gewinnen, Alt und Jung,

sprich analog gewachsenes Know-how und frische,

digital basierte Wissensquellen zusammenzubringen

und Lernwelten zu schaffen, die ein Höchstmaß an

Kreativität freisetzen.

Hier gilt es, ergonomisch perfekte Arbeitsbedingungen

zu schaffen, die einen gesunden Wechsel

von Steh- und Sitzarbeit ermöglichen, ebenso wie

Raumkonzepte umzusetzen, die bewegungs- und

kommunikationsfördernd wirken.

Solche „Wohlfühlbüros“ wurden früher vor allem in

innovativen Branchen eingeführt, heute werden sie

sogar in „ganz normalen“ Unternehmen umgesetzt.

Im Kampf um die Talente spielt nicht mehr unbedingt

die Attraktivität einer Marke die entscheidende Rolle,

sondern die Attraktivität des Arbeitsplatzes.

Als Technikpionier und Büromöbelexperte beschäftigt

sich Sedus sehr intensiv mit dem „Büro der

Zukunft“, durch Marktbeobachtung und -forschung,

vor allem zum Thema Wissensarbeit und Lernwelten.

154


FIRMENPORTRAITS

Das Büro der Zukunft nimmt auf die Bedürfnisse unterschiedlicher miteinander arbeitender Generationen und deren

Erwartungen Rücksicht. Dazu gehören neben wesentlichen ergonomischen Aspekten auch die Freiheit, zu entscheiden,

wo, wie und wie lange eine Tätigkeit ausgeübt wird sowie das Gewähren eines größeren Verhaltensspielraums

wodurch sich nachgewiesenermaßen die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht. Vier wesentliche Grundanforderungen sollen

Arbeitsumgebungen erfüllen: Konzentration, Kommunikation, Zusammenarbeit und Rückzug.

HOLGER JAHNKE, VORSTAND MARKETING UND VERTRIEB ÜBER DAS BÜRO DER ZUKUNFT

„Wir arbeiten eng mit Trendforschern zusammen,

die auch Erkenntnisse aus flankierenden Disziplinen

wie Pädagogik, Hirnforschung, Psychologie, Experimentalforschung,

Kommunikation, Architektur

und Design ziehen. Dazu analysieren wir zahlreiche

Studien, die regional, national und weltweit durchgeführt

werden. Die Ergebnisse veröffentlichen

wir in gebündelter und verständlich aufbereiteter

Form in unserer frei zugänglichen Publikation Sedus

INSIGHTS.“

Sedus Produkte entstehen im eigenen Forschungsund

Entwicklungszentrum, das bei wichtigen

Neuerungen namhafte Ergonomieexperten aus der

Wissenschaft hinzuzieht.

„Zukunftssichere Bürolandschaften müssen aktivitäts-

und bedarfsgerecht veränderbar sein und

den Nutzern die Entscheidungsfreiheit bieten, wo

und wie sie arbeiten wollen. Unsere flexiblen und

intelligenten Einrichtungen unterstützen diesen

Ansatz und bieten das perfekte Umfeld für Konzentration,

Kommunikation, Zusammenarbeit oder

Entspannung.“

SEDUS FUTURE PROOF ALS ORIENTIERUNG UND

ENTSCHEIDUNGSHILFE

„Wir kennen die Marktentwicklungen und helfen

Unternehmen dabei, zukunftssichereInvestitionen

zu tätigen, so Holger Jahnke. Das setzt sowohl eine

Analyse der Arbeitsabläufe und -methoden voraus

wie auch das Verständnis für die Identität und Ziele

des jeweiligen Unternehmens. Erst danach folgt die

maßgeschneiderte Planung. Dazu gehören selbstverständlich

auch Nutzereinweisungen, Serviceleistungen,

Produkt- und Nachkaufgarantien.

Dieses Gesamtpaket nennen wir „Sedus Future

Proof“, das bedeutet professionelle Beratung,

umfassende Dienstleistungen, langfristig nutzbare

Produkte und die Sicherheit, für die Zukunft nicht

nur gut ein – sondern auch ausgerichtet zu sein.“

MEHR INFORMATIONEN

www.sedus.com

155


FIRMENPORTRAITS

SIKA DEUTSCHLAND GMBH

Kornwestheimer Straße 103-107

70439 Stuttgart

Tel. +49 (0)711 / 80 09 - 0

www.sika.de

info@de.sika.com

BRANCHE

Chemische Industrie

BESCHÄFTIGTE In Deutschland > 1.400

Weltweit > 18.000

ANSPRECHPARTNERIN

Cornelia Stanke

Referentin für Nachhaltigkeit

Tel. +49 (0)711 / 80 09 - 57 76

stanke.cornelia@de.sika.com

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2014

UNTERNEHMENSPROFIL

Als Tochterunternehmen der global tätigen Sika AG

(Baar/Schweiz) zählt die Sika Deutschland GmbH

zu den führenden Anbietern von bauchemischen

Produktsystemen und industriellen Kleb- und Dichtstoffen.

Mit hohen Produkt- und Serviceleistungen ist Sika

der ideale Partner für Architekten, Planer, Bauherren,

Handwerk und Handel sowie für die industrielle Fertigung

in ganz Deutschland. In allen Anwendungsbereichen

bietet Sika ein Höchstmaß an Sicherheit und

ein Optimum an Qualität. Aus gutem Grund steht

die Marke Sika für Service, Innovation, Kompetenz

und Nachhaltigkeit.

GELEBTE NACHHALTIGKEIT MIT SIKA

Sika versteht sich explizit als Unternehmen mit

gesellschaftlicher Verantwortung, ökologischem

Bewusstsein sowie einem starken Praxisbezug.

Aus dieser Überzeugung heraus sind bei Sika nachhaltiges

Denken und Handeln in den eigenen Management-

und Geschäftsmethoden, Marketing- und

Vertriebsaktivitäten sowie der firmenübergreifenden

Zusammenarbeit verankert.

Mit der konzernweit gültigen Sika Nachhaltigkeitsstrategie

„More Value, Less Impact“ wird das Ziel

verfolgt, den Nutzen für alle Anspruchsgruppen zu

steigern und gleichzeitig die Umweltwirkungen des

eigenen Handelns zu reduzieren. Alle sechs Zielfelder

der Strategie sind mit konkreten Zielwerten versehen,

deren Erfüllung Sika kontinuierlich überwacht.

Im Unternehmen sind flache Hierarchien und ein

ko operativer Führungsstil die Basis für Sikas pragmatische

Arbeitsweise, die durch hohe Transparenz

und einen kollegialen Umgang miteinander geprägt

ist. Flexible Arbeitszeiten und zahlreiche betriebliche

Sozialleistungen sind selbstverständlich. Alle

Beschäftigten können und sollen Verantwortung

übernehmen und Dinge voranbringen.

NACHHALTIGE LÖSUNGEN

FÜR BAU UND INDUSTRIE

Die gelebte Nachhaltigkeit wird in unterschiedlichsten,

erfolgreich umgesetzten Nachhaltigkeitsmaßnahmen

sichtbar. Dazu gehören beispielsweise die Nutzung

selbst erzeugter erneuerbarer Energie aus Wasserkraft

und Sonne, der Einsatz von Elektrofahrzeugen und die

Neu- und Weiterentwicklung der eigenen Produkte

und Prozesse unter Nachhaltigkeitsaspekten.

Dabei schafft Sika Lösungen für Bau und Industrie,

welche die Bedingungen der Menschen verbessern,

die Sika Produkte und Systeme herstellen, mit ihnen

arbeiten und leben. Denn nur durch Investitionen in

Mensch, Natur und die gesamte Wertschöpfungskette

können wir eine gute Lebensqualität für heutige

und nachfolgende Generationen gewährleisten.

WEITERE INFORMATIONEN

Ausführliche Informationen zum Nachhaltigkeitsengagement

von Sika, zahlreiche Dokumente und

Broschüren erhalten Sie jederzeit unter

www.sika.de/nachhaltigkeit

156


FIRMENPORTRAITS

SPARDA-BANK MÜNCHEN EG

Arnulfstraße 15

80335 München

www.zum-wohl-aller.de

www.sparda-m.de

www.naturtalent-beratung.de

www.naturtalent-stiftung.de

ANSPRECHPARTNERIN

Christine Miedl

Direktorin Unternehmenskommunikation

und Nachhaltigkeitsmanagement

Tel. + 049 (0)89 / 5 51 42 - 31 00

presse@sparda-m.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2007

BRANCHE

Finanzdienstleistungen

BESCHÄFTIGTE 753

FIRMENPROFIL

Die Sparda-Bank München eG wurde 1930 gegründet

und ist mit über 300.000 Mitgliedern die größte

Genossenschaftsbank in Bayern. Der Förderung

ihrer Kunden und der Region Oberbayern ist sie

ebenso verpflichtet wie bodenständigen Werten,

so z. B. Vertrauen, Fairness und Solidität. Als erste

Bank in Deutschland engagiert sich die Sparda-Bank

München für die Gemeinwohl-Ökonomie – eine

Initiative, die eine soziale, gerechte und nachhaltige

Wirtschaftsordnung anstrebt und damit das Wohl

aller in den Mittelpunkt rückt.

ACHTSAMKEIT ALS GRUNDHALTUNG

Ihren Erfolg begründet die Sparda-Bank München

auch auf ihrer Unternehmenskultur der Achtsamkeit,

die im Unternehmen über alle Hierarchiestufen hinweg

fest verankert ist und gelebt wird. Das bedeutet:

Sich selbst und die Mitmenschen ganz bewusst

als individuelle Persönlichkeiten wahrnehmen,

die eigenen Stärken und Schwächen und die des

Gegenübers ohne zu bewerten anerkennen sowie

empathisch und sorgsam miteinander umzugehen.

Denn: Wer achtsam lebt und arbeitet und andere

wertschätzt, ist gesünder und zufriedener.

SEIN NATURTALENT ENTDECKEN UND NUTZEN

Im Kontext der achtsamen Unternehmenskultur

unterstützt die Bank ihre Mitarbeiter intensiv dabei,

ihr eigenes NaturTalent zu entdecken und sowohl im

beruflichen wie auch im privaten Alltag zum Ausdruck

zu bringen. Auf Basis von individuellen Stärkenprofilen

und Energiebilanzen, die in Workshops

erarbeitet werden, geht es darum, Aufgaben- und

Kompetenzverteilungen in den einzelnen Teams

und der gesamten Bank zu hinterfragen, zu analysieren

und entsprechend zu optimieren. Über die

NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH und die

NaturTalent Beratung GmbH trägt die Bank diesen

Ansatz auch in die Gesellschaft. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement

(BGM) der Bank komplettiert

die ganzheitliche Förderung der Mitarbeiter. Dies

äußert sich nicht nur in der Mitarbeiter-Initiative

„provital“, sondern auch in zahlreichen Angeboten

und Maßnahmen, welche die Gesundheit der Beschäftigten

ganzheitlich fördert.

AUSGEZEICHNETES UNTERNEHMEN

Bereits zum zwölften Mal wurde die Sparda-Bank

München für ihre achtsamkeits- und stärkenorientierte

Personalpolitik prämiert. Vom Great Place to

Work Institut Deutschland® gab es auch 2018 die

Auszeichnung „Deutschlands Beste Arbeitgeber“.

Bei dem bundesweiten Wettbewerb erreichte

die Bank den zwölften Platz in der Kategorie der

Unternehmen mit 501 bis 2.000 Mitarbeiter – das

bedeutet die Spitzenplatzierung unter allen Finanzdienstleistern

im Bewerberfeld.

157


FIRMENPORTRAITS

STAEDTLER MARS GMBH & CO. KG

Moosäckerstraße 3

90427 Nürnberg

www.staedtler.de

info@staedtler.com

ANSPRECHPARTNER

Karl-Michael Roth

Tel. +49 (0)911 / 93 65 - 7 16

BRANCHE

Schreibgeräte

BESCHÄFTIGTE 2.800

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2011

MUT ZUR PAUSE

Mit „Mut zur Pause – Colour Your Moments“ möchte

STAEDTLER das Bewusstsein für die richtige Balance

von Stress und Erfolg im Beruf schärfen. Das Ziel:

Ausmalen für Erwachsene als eine feste Säule in der

betrieblichen Gesundheitsförderung etablieren.

Unterstützung in diesem Anliegen erfährt das Unternehmen

von Sven Hannawald. Der Skisprung-

Olympiasieger musste im Laufe seiner Karriere selbst

Erfahrung mit extremen Stresssituationen machen.

Heute spielen die kreative Pause und das Kolorieren

von Malvorlagen in seinen Management-Seminaren

eine zentrale Rolle.

MIT GUTEM BEISPIEL VORANGEHEN

Damit setzt sich das Unternehmen dafür ein, dass

seine Mitarbeiter während der Arbeit ganz bewusst

regelmäßig die Stopptaste drücken. Und zwar mit

einem kreativen Twist: Denn für die effiziente Entspannung

animiert STAEDTLER seine Mitarbeiter

dazu, sich kleine Ausmal-Pausen zu nehmen. Es

entspannt nachweislich schnell und effizient.

NACHHALTIGKEIT

Die Initiative „Mut zur Pause“ ist Teil des Engagements

von STAEDTLER für ganzheitlichen Umweltschutz.

STAEDTLER hat den Anspruch Produkte

herzustellen, die nicht nur umweltschonend sind,

sondern vor allem durch Langlebigkeit und einen

hohen Anwendernutzen überzeugen. Ein besonderes

Anliegen ist für uns der Werkstoff Holz. Alle holzgefassten

STAEDTLER-Stifte werden aus zertifiziertem

Holz hergestellt. Damit unterstreicht STAEDTLER sein

Engagement für die Umwelt und die Verantwortung

im Umgang mit dem unverzichtbaren Roh- und

Werkstoff Holz.

ÜBER STAEDTLER

STAEDTLER ist eines der ältesten Industrieunternehmen

Deutschlands und der größte Hersteller für

holzgefasste Stifte, Folienstifte, Radierer, Feinminen

und Modelliermassen in Europa. Das Unternehmen

hat seinen Hauptsitz in Nürnberg und beschäftigt

2.800 Mitarbeiter in 25 verbundenen Unternehmen

weltweit. Mehr als 1.200 Mitarbeiter sind im

Heimatmarkt von STAEDTLER beschäftigt. Bei der

Produktion bleibt das Unternehmen seinen Wurzeln

treu und setzt auf Qualität „Made in Germany“:

Fast Dreiviertel aller STAEDTLER-Produkte werden in

Deutschland hergestellt.

www.staedtler.de

STAEDTLER ZAHLEN & FAKTEN

Gegründet: 1835 von Johann Sebastian Staedtler

Produktionsstätten: 7 weltweit, 3 in Deutschland

Mitarbeiter: 2.800 weltweit,

mehr als 1.200 in Deutschland

Verbundene Unternehmen: 25 weltweit

Marktpräsenz: in über 150 Ländern

Exportquote (Deutschland): bei über 80 Prozent

Made in Germany: nahezu drei Viertel der Produkte

Größter europäischer Hersteller für: holzgefasste

Stifte, Folienstifte, Radierer, Feinminen,

Modelliermassen

Zertifikate: ISO 9001:2015, ISO 14001:2015,

FSC, PEFC

158


FIRMENPORTRAITS

STEINBEIS PAPIER GMBH

Stadtstraße 20

25348 Glückstadt

www.steinbeis-papier.de

info@stp.de

ANSPRECHPARTNER

Ulrich Feuersinger

Geschäftsführer

Tel. +49 (0)4124 / 9 11 - 0

info@stp.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1999

BRANCHE

Führender Hersteller hochwertiger grafischer

Recyclingpapiere

BESCHÄFTIGTE 326

RESSOURCENEFFIZIENZ – DIE STEINBEIS

PHILOSOPHIE

Als europäischer Marktführer für hochwertige grafi sche

Recyclingpapiere aus 100 Prozent Altpapier ist Steinbeis

einer der Vorreiter für Nachhaltigkeit in der Branche.

Das Unternehmen betreibt eine der modernsten ökologisch-integrierten

Fabriken in der Recyclingpapierindustrie

und bietet drei Sortimente: Multifunktionspapiere

für das Office-Management, Magazinpapiere

für den Rollenoffsetdruck und Digitaldruckpapiere. Die

gesamte Produktions- und Wertschöpfungskette ist

konsequent auf umweltfreundliche, ressourcen- und

energieeffiziente Verfahren ausgerichtet. Das Unternehmen

ermöglicht Anwendern in Wirtschaft, Industrie

und im öffentlichen Sektor, Kopier- und Druckpapiere

in großen Mengen einzusetzen und gleichzeitig nachhaltig

wie verantwortungsvoll zu handeln.

UMWELT- UND RESSOURCENSCHUTZ BEI STEINBEIS

• Konsequente Ausrichtung aller Wertschöpfungsketten

– einschließlich der Beschaffungsprozesse – auf

Nachhaltigkeit

• Umfangreiches Investitionsprogramm (über 350

Millionen Euro) in innovative Versorgungs-, Umwelt-

und Kreislauftechnologien für die Realisierung

größtmöglicher ökologischer Einspareffekte

• Energieeffizienz durch die Erweiterung des Kraftwerks

am Standort (Kraft-Wärme-Kopplung) sowie

durch die Nutzung von Produktionsrückständen

und von Ersatzbrennstoffen mit einem hohen

biogenen Anteil als Energiequelle

• Weitgehende Vermeidung des Einsatzes von

Primärressourcen bei zugleich maximaler Verwertungstiefe

aller eingesetzten Rohstoffe

• Ausschließlicher Einsatz von 100 Prozent Recyclingfasern

als Rohstoff für die Herstellung

aller Steinbeis Papiere. Somit Bestandsschutz der

natürlichen Wälder durch CO 2

-Senkung sowie

Artenschutz

• Beste Öko-Bilanz-Werte der Branche: bis zu 83

Prozent weniger Wasser, bis zu 72 Prozent weniger

Energie, reduzierter CO 2

-Ausstoß um bis zu 62

Prozent*

VERBESSERUNG DER ÖKO-BILANZ

Steinbeis Papiere ergänzen CSR-Initiativen und

Maßnahmen in der nachhaltigen Beschaffung. Recyclingpapiere

mit dem Blauen Engel unterstützen

klimaneutrales Drucken. Sie helfen, den CO 2

-Ausstoß

zu reduzieren, schützen Umwelt und Rohstoffe (Holz),

bieten als Kreislaufprodukte wirtschaftliche Vorteile

und verbessern die Umweltbilanz.

AUSZEICHNUNGEN / ZERTIFIKATE

Steinbeis Papiere sind mit den weltweit führenden

Umwelt- und Verbraucherschutzzeichen ausgezeichnet.

Das bedeutet: Einhaltung höchster Umweltstandards,

Ausschluss schädlicher Chemikalien,

geringste CO 2

-Emission und Ressourcenschutz,

Umwelt- und Verbraucherschutz: Blauer Engel und

EU Ecolabel.

Preise: u. a. WWF Environmental Paper Awards,

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2008.

Unternehmenszertifizierungen: gemäß EMAS, DIN

EN ISO 9001, 14001, 16001, 50001.

WEITERE INFORMATIONEN

www.steinbeis-papier.de

* Quelle: IFEU Institut 2006 und 2010 (Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH).

159


FIRMENPORTRAITS

TCHIBO GMBH

Überseering 18

22297 Hamburg

www.tchibo-nachhaltigkeit.de

BRANCHE

Handel

BESCHÄFTIGTE

Anzahl der Mitarbeiter: rund 12.100 weltweit, davon

über 7.900 in Deutschland, Hauptsitz: Hamburg

ANSPRECHPARTNERIN

Nanda Bergstein

Direktorin Unternehmensverantwortung

Tel. +49 (0)40 / 63 87 - 48 59

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2007

TCHIBO – AUF DEM WEG ZU EINER 100 PRO-

ZENT NACHHALTIGEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

1949 von Max Herz gegründet, steht Tchibo seit

über 65 Jahren für Frische und Qualität auf dem

Kaffeemarkt. Aus dem ursprünglichen Versender

von Kaffee hat sich bis heute ein international tätiges

Unternehmen entwickelt, das in deutlich mehr

Geschäftsbereichen tätig ist als dem traditionellen

Vertrieb von Kaffee. Im Laufe der Jahre hat Tchibo

sein Angebot und seine Vertriebswege konsequent

ausgebaut und sorgt mit starken Marken weltweit

für Vielfalt und Qualität.

Tchibo übernimmt in der Tradition des „ehrbaren

Kaufmanns“ Verantwortung und hat seit 2006 Nachhaltigkeit

in seine Unternehmensstrategie integriert.

Auf dem Weg zu einer 100 Prozent nachhaltigen

Geschäftstätigkeit optimiert Tchibo kontinuierlich

Produkte und Prozesse.

NACHHALTIGER KAFFEEANBAU

Seit über 65 Jahren bieten wir unseren Kunden beste

Kaffeequalität. Um diesen Anspruch auch in Zukunft

erfüllen zu können, legen wir nicht nur Wert auf

Aroma und Geschmack. Wir setzen uns zugleich

für Umweltschutz und bessere Lebensbedingungen

der Kaffeefarmer und ihrer Familien rund um den

Äquator ein. Daher wollen wir mittelfristig ausschließlich

Kaffees anbieten, deren Anbau gleichermaßen

ökologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen

genügt. Über 26 Prozent des von Tchibo verarbeiteten

Rohkaffees waren im Jahr 2017 in unser

Nachhaltigkeitskonzept eingebunden. Mit unserem

Qualifizierungsprogramm Tchibo Joint Forces! ® fördern

wir Kaffeefarmen mit Unterstützung kompetenter

Partnerorganisationen, ihre Produktivität und Erträge

umweltschonend und sozialverträglich zu steigern.

SOZIAL- UND UMWELTVERTRÄGLICHE PRODUK-

TION UND SORTIMENTE

Um eine langfristige Verbesserung von Arbeitsbedingungen

in den Produktionsstätten unserer

Gebrauchsartikel zu erreichen, setzt Tchibo seit 2007

auf das Qualifizierungsprogramm WE (Worldwide

Enhancement of Social Quality), an dem bisher rund

364 Produzenten teilgenommen haben. Im Bereich

der Ökologie verfolgen wir einen ganzheitlichen

Ansatz für die umwelt- und ressourcenschonende

sowie recyclinggerechte Produktgestaltung unserer

Gebrauchsartikel. Über 80 Prozent unserer in 2017

angebotenen Textilien wurden aus nachhaltig

angebauter Baumwolle gefertigt. Alle Tchibo

Gartenmöbel aus borealen und tropischen

Harthölzern entsprechen den Anforderungen des

Forest Stewardship Council (FSC ® ). Tchibo druckt

in Deutschland und dem überwiegenden Teil der

Ländergesellschaften Magazine, Kataloge und

Werbemittel auf Papier mit FSC ® -Zertifikat.

UMWELTSCHUTZ AN STANDORTEN UND UNTER-

WEGS

Durch unsere Mitgliedschaften fördern wir den

Austausch und entwickeln gemeinsam Maßnahmen

zum Schutz der Umwelt. An unseren Standorten wollen

wir den Energie- und Wasserverbrauch kontinu ierlich

senken. Seit 2006 haben wir die transportbedingten

CO 2

-Emissionen jährlich signifikant gesenkt. Durch

die Umstellung des Fuhrparks haben wir den

durchschnittlichen Emissionswert auf 110g CO 2

/km

gesenkt und erhielten fünf Mal in Folge die Grüne

Karte der Deutschen Umwelthilfe.

Weitere Informationen finden Sie unter

www.tchibo-nachhaltigkeit.de

160


FIRMENPORTRAITS

UNTERNEHMENSGRUPPE TENGELMANN

45478 Mülheim an der Ruhr

www.tengelmann.de

public-relations@tengelmann.de

ANSPRECHPARTNERIN

Sieglinde Schuchardt

Ressortleiterin Public Relations

Tel. +49 (0)208 / 58 06 - 76 01

public-relations@tengelmann.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2012

BRANCHE

Einzelhandel

BESCHÄFTIGTE 86.000

FIRMENPROFIL

Die Unternehmensgruppe Tengelmann ist ein traditionsreiches

Familienunternehmen, das vor 151

Jahren in Mülheim an der Ruhr gegründet wurde.

Das Handelshaus ist aktuell mit Niederlassungen in

20 Ländern vertreten. Zur Gruppe gehören u.a. die

OBI-, KiK- und TEDi-Märkte sowie Babymarkt.de.

Die Unternehmensgruppe hat in den vergangenen

Jahren die Bereiche Immobilien, E-Commerce und

Venture-Beteiligungen ausgebaut. Während die Trei

Real Estate ihr Immobilienportfolio optimiert und

erweitert, investieren Tengelmann Ventures und Emil

Capital Partners weltweit in vielversprechende Unternehmen

im noch jungen E-Commerce-Bereich. Das

solide Fundament des Familienunternehmens sorgt

auch in Zeiten schneller Veränderungen für Sicherheit

und Stabilität, so dass die Unter nehmensgruppe

Tengelmann auch in Zukunft erfolgreich „weiterhandeln“

kann. Tengelmann hält heute Beteiligungen

an über 80 Unternehmen und beschäftigt mehr als

86.000 Mitarbeiter. Die mehrheitlich zur Unternehmensgruppe

gehörenden Geschäftsfelder erwirtschaften

einen konsolidierten Nettoumsatz von 7,5

Milliarden Euro.

EINIGKEIT MACHT STARK!

Der alte Leitspruch „Einigkeit macht stark!“ gilt für

viele Lebensbereiche und so auch für das Nachhaltigkeitsengagement

der Unternehmensgruppe Tengelmann.

Was vor 50 Jahren mit dem Engagement der

Enkelin des Firmengründers begann, wuchs zu etwas

Großem heran: Weil die nachfolgenden Generationen

die Kraft ihrer Firmengruppe für den Schutz und Erhalt

einer lebenswerten Umwelt einsetzten und es 2007

in den umfassenderen Kontext der Nachhaltigkeit

stellten, hat sich das Unternehmer-Engagement

zu einem Unternehmens-Engagement gewandelt.

Nachhaltigkeit ist bei allen Geschäftsfeldern Teil

des Kerngeschäfts und so arbeiten alle gemeinsam

daran, übernehmen Verantwortung und gestalten

die Zukunft.

UMWELT UND KLIMA

Im Jahr 2007 wurde die Tengelmann Klimainitiative

ins Leben gerufen. Mit dem Einsatz von Grünstrom

sowie energieeffizienten Verwaltungs-, Verkaufs-,

und Lagerstandorten leistet die Unternehmensgruppe

mit ihren Tochtergesellschaften einen aktiven Beitrag,

ihren CO 2

-Fußabdruck langfristig zu reduzieren.

GESELLSCHAFT UND SOZIALES

Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen

und sich für den Nächsten zu engagieren, ist eine

Grundhaltung, die von der Unternehmerfamilie an

die Mitarbeiter weitergegeben wird. Da finanzielle

Hilfe alleine oft nicht ausreicht, ermöglicht der

Tengelmann-Ehrenamtstag allen Angestellten, sich

einen Tag pro Jahr von der Arbeit freistellen zu lassen,

um sich ehrenamtlich zu engagieren.

Die Förderung des Gleichgewichts von Arbeitsund

Privatleben gehört zum Selbstverständnis des

Familienunternehmens Tengelmann. Der Schwerpunkt

liegt vor allem auf den Angeboten in den

Bereichen Arbeitszeitenregelungen, Gesundheitsförderung

sowie Betreuung von Kindern oder

pflegebedürftigen Angehörigen. Im August 2017

wurde die Unternehmensgruppe von der Hertie-

Stiftung erfolgreich für das Siegel “berufundfamilie“

reauditiert.

161


FIRMENPORTRAITS

TESA SE

Hugo-Kirchberg-Straße 1

22848 Norderstedt

Tel. +49 (0)40 / 8 88 99 - 0

www.tesa.de

www.tesa.com

responsibility@tesa.com

BRANCHE

Chemische Industrie

ANSPRECHPARTNER

Michael Lang

Qualitätsmanagement / Umwelt- und

Arbeitsschutz

Tel. +49 (0)40 / 8 88 99 - 76 98

michael.lang@tesa.com

BESCHÄFTIGTE 4.450

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2004

FIRMENPROFIL

Die tesa SE gehört zu den weltweit führenden

Herstellern von technischen Klebebändern und

Klebesystemlösungen (mehr als 7.000 Produkte)

für industrielle und professionelle Kunden sowie

für Endverbraucher. 2001 ging tesa den Weg

in die Eigenständigkeit – als 100-prozentige

Tochtergesellschaft der Beiersdorf AG, zu deren

Marken NIVEA, Eucerin und la prairie gehören. Mit

rund 4.450 Mitarbeitern ist tesa in mehr als 100

Ländern aktiv. Produktionsstandorte: Hamburg

und Offenburg; außerdem Italien, USA und China.

Über drei Viertel des Umsatzes erzielt tesa mit

speziellen Systemlösungen für die Industrie. Über

300 Endverbraucher-Produkte bietet tesa im Bereich

Büro, Haushalt und Do-it-yourself an.

REALISIERTE UMWELTSCHUTZ- UND

NACHHALTIG KEITSMASSNAHMEN

Seit 2001 hat tesa den Aufbau eines eigenen Umweltmanagementsystems

konsequent vorangetrieben.

Die Technologieentwicklung hat sich zielgerichtet

auf umweltfreundliche Produktionstechnologien

konzentriert und dabei die ehrgeizigen Ziele

übertroffen: Alle Werke weltweit sind nach dem

internationalen Umweltstandard ISO 14001

zertifiziert. Sie stoßen deutlich weniger Kohlendioxid

aus, haben Lösemittelverbrauch und Abfall um fast

ein Drittel reduziert und den Ausstoß flüchtiger

organischer Substanzen (VOC) mehr als halbiert.

Jedes Jahr führt tesa rund 60 Umweltprojekte durch.

WICHTIGE MEILENSTEINE

2002 nimmt das Werk Offenburg eine lösemittelfreie

Produktionsanlage für Kreppbänder in Betrieb. 2010

führt tesa das ecoLogo ® Sortiment ein – Produkte fürs

Büro aus biobasierten sowie recycelten Materia lien

und lösemittelfreien Klebstoffen. Seit 2011 ermöglicht

die einzigartige ACX-Technologie von tesa die

umweltschonende Produktion doppelseitiger Acrylat-

Klebebänder für hochfeste, dauerhafte Verklebungen.

In den Werken Offenburg (seit 2014) und Hamburg

(seit 2016) sind Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsbzw.

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für eine

klimafreundliche Eigenstromerzeugung in Betrieb.

Hierbei wird neben der elektrischen Energie auch

die entstehende Wärme genutzt – etwa zum Heizen

oder für Produktionsprozesse. Beide zusammen

liefern jährlich rund die Hälfte des weltweiten tesa

Strombedarfs.

Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung umweltschonender

Technologien und deren Umsetzung

in den Produktionsmaßstab ist die Lebenszyklusanalyse

ein Fokus des tesa Umweltmanagements:

von der Rohstoffgewinnung über die verwendeten

Materialien und den Transport der Produkte bis zur

Entsorgung nach Gebrauch.

ZENTRALFUNKTION VON UMWELTSCHUTZ UND

NACHHALTIGKEIT

Ökonomischer Erfolg und Schutz der Umwelt sind

für tesa gleichrangige Unternehmensziele. Deshalb

sind Qualitätsmanagement, Umweltschutz und

Arbeitssicherheit zu einer bereichsübergreifenden

Zentralfunktion zusammengefasst.

STATEMENT: DAUERHAFTES VERTRAUEN

Nachhaltigkeit heißt für tesa, dauerhaftes Vertrauen

in die Marke zu schaffen. Eine Grundlage: Produkte

so gestalten, dass sie von der Herstellung bis zur

Entsorgung die Umwelt so wenig wie möglich

belasten. Wo immer es ökonomisch wie ökologisch

sinnvoll und möglich ist, nachwachsende Rohstoffe

einzusetzen, wird dies getan. Energieverbrauch,

Emissionen sowie Abfallaufkommen werden

fortlaufend kontrolliert und optimiert.

162


FIRMENPORTRAITS

TRANSPARENTE GMBH

Sierichstraße 157

22299 Hamburg

Tel. +49 (0)40 / 89 97 00 20

www.transparente.de

buero@transparente.de

ANSPRECHPARTNERIN

Claudia Heinrich

Geschäftsführerin

Tel. +49 (0)40 / 89 97 00 20

claudia.heinrich@transparente.de

GreenHiker

BRANCHE

Versicherungswirtschaft

GreenKeeper

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2015

BESCHÄFTIGTE 2

FIRMENPROFIL

Mit der persönlichen Vorsorge und Absicherung

die Zukunftsfähigkeit von Umwelt und Gesellschaft

fördern – das ist die Idee der transparente ® seit über

20 Jahren.

DOPPELTER NUTZEN FÜR IHRE UNTERNEHMER-

VERANTWORTUNG

Die transparente ® in der betrieblichen Vorsorge ist

ein idealer CSR-Baustein.

Als erste Altersvorsorge, die zu 100 Prozent nachhaltig

ist, hat die transparente ® seit 1996 wirkungsvolle

Impulse in der Versicherungswirtschaft Deutschlands

gesetzt. Unsere Vision ist es, kontinuierlich den Anteil

des nachhaltigen Investments zu erhöhen und den

Kunden und Anlegern die unmittelbare sozialverantwortliche

Förderung der nachhaltigen Entwicklung

von Umwelt und Gesellschaft zu ermöglichen. Investitionsprojekte

können direkt beim Verein für Alternative

Versorgungskonzepte VAV e.V. eingebracht

werden. Das ermöglicht maximale Mitgestaltung

und Transparenz.

NACHHALTIG UND SICHER FÜR MORGEN SORGEN

Es ist unser Anspruch, eine sichere und gleichzeitig

nachhaltige Vorsorge anzubieten. Alle kooperierenden

Versicherungsunternehmen verpflichten

sich, die transparente ® -Beiträge für Altersvorsorge

und Existenzschutz mindestens in voller Höhe nach

den Richtlinien des VAV e.V. anzulegen. Der VAV e.V.

hat das Konzept initiiert und gibt über seinen Beirat

die Anlagekriterien vor. Investiert wird ausschließlich

in Wirtschaftsbereiche und Projekte, die sich durch

Umweltschutz und sozial fortschrittliches Handeln

auszeichnen und über eine solide wirtschaftliche Basis

verfügen. Der Geldkreislauf muss nachvollziehbar

und transparent sein. Regionale Projekte werden

priorisiert. Zu den Kooperationspartnern gehören:

Barmenia Lebensversicherung a.G., neue leben Lebensversicherung

AG, Stuttgarter Lebensversicherung

a.G. sowie Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G.

Verbraucher profitieren von der Finanzstärke und den

leistungsstarken Produkten des jeweiligen Versicherers.

Dadurch entsteht die optimale Verbindung der

drei transparente ® -Pluspunkte: sicher, rentabel und

nachhaltig.

VERMÖGEN ENTWICKELN MIT SINN UND

ENGAGEMENT

Ergänzend zu den transparente ® -Versicherungen

haben wir zwei Konzepte für die verantwortungsvolle

Geldanlage entwickelt: transparente ® Green-

Keeper und transparente ® GreenHiker. Anleger

investieren in nachhaltige Branchen wie Gesundheit,

nachwachsende Rohstoffe, erneuerbare Energien,

Energie effizienz, ökologisches Bauen, Naturkost,

Wasser und umweltfreundliche Verkehrssysteme.

Die Investments konzentrieren sich auf den Euro-

Raum, um eine hohe Währungsstabilität zu erzielen.

Ausgeschlossen sind Investments, die diese Fortentwicklung

behindern, ethische Grundprinzipien

verletzen oder der Umwelt und der Gesellschaft

schaden. Vermögensverwalter und Anlageberater

dieser Strategien ist einer der Pioniere für nachhaltiges

Investment in Deutschland: die Murphy&Spitz

Nachhaltige Vermögensverwaltung AG.

WEITERE INFORMATIONEN

Der Anlagebericht ist online verfügbar:

www.vavev.de/Anlagebericht

Ein Film erklärt das transparente ® -Konzept:

www.transparente.de/film

163


FIRMENPORTRAITS

UMWELTBANK AG

Laufertorgraben 6

90489 Nürnberg

www.umweltbank.de

hallo@umweltbank.de

BRANCHE

Banken

BESCHÄFTIGTE 161 (Stand 6/2018)

ANSPRECHPARTNER

PR & Marketing

Tel. +049(0)911 / 53 08 - 2 66

kommunikation@umweltbank.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1999

EINZIGARTIGE UMWELTGARANTIE

Die UmweltBank verbindet seit mehr als 20 Jahren

Finanzen mit ökologischer und sozialer Verantwortung.

Bei keiner anderen Bank können Anleger ihr

Geld so konsequent umweltfreundlich arbeiten

lassen. Mit der Umweltgarantie gibt sie ihnen ein Versprechen:

Jeder angelegte Euro fließt ausschließlich

in nachhaltige Zukunftsprojekte aus den Bereichen

erneuerbare Energien, ökologisches Bauen oder Bio-

Landwirtschaft. So hat die Bank der grünen Generation

bereits über 22.700 Projekte mit zinsgünstigen

Förderdarlehen finanziert – vom Kindergarten bis

zum Solarpark.

Die Natur zu entlasten und finanziell erfolgreich zu

sein, sind bei der UmweltBank gleichberechtigte Ziele.

Deshalb veröffentlicht sie ihre Ergebnisse regelmäßig

in einem integrierten Nachhaltigkeits- und Geschäftsbericht.

Ihren Erfolg misst die unabhängige Privatbank

nicht nur an wirtschaftlichen Kennzahlen, sondern

auch an den CO 2

-Emissionen, die durch die Finanzierung

von Umweltprojekten eingespart werden.

eindeutiger Merkmale: Zu den Positivkriterien zählen

unter anderem regenerative Energiegewinnung, Verwendung

ökologischer Baustoffe oder Verringerung

von Schadstoffen. Nicht finanziert werden beispielsweise

Großkraftwerke, Waffen und Militärgüter oder

sozial unverträgliche Projekte.

GELEBTE NACHHALTIGKEIT

Strategische Entscheidungen der Bank orientieren

sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten

Nationen, den Sustainable Development Goals. Die

Umweltleistungen des Unternehmens sind nach

EMAS, dem weltweit anspruchsvollsten System

für nachhaltiges Umweltmanagement, zertifiziert.

Aber auch die Mitarbeiter unterstreichen das

nachhaltige Geschäftsmodell der Bank in ihrem

alltäglichen Handeln: Ob bei der Auswahl von Lieferanten,

der Nutzung von Verkehrsmitteln oder bei

Spendenaktio nen wie Banker on Bike – hier wird

Nachhaltigkeit gelebt.

ÖKOLOGISCHES KONTROLLGREMIUM

Der Umweltrat ist Garant für die hohe Kompetenz

der Bank in Umweltfragen. Als Pendant zum Aufsichtsrat

stimmt er den ökologischen Rahmen des

Bankgeschäftes eng mit dem Vorstand ab. Er berät

über die Positiv- und Ausschlusskriterien, an denen

die gesamte Geschäftstätigkeit der Bank ausgerichtet

ist und sorgt dafür, dass die Umweltgarantie eingehalten

wird.

KLARE POSITIV- UND AUSSCHLUSSKRITERIEN

Ob ein Projekt den Nachhaltigkeitsansprüchen der

Bank gerecht wird und damit für eine Kreditvergabe

infrage kommt, entscheiden die Mitarbeiter anhand

164


FIRMENPORTRAITS

UPM GMBH

Georg-Haindl-Straße 5

86153 Augsburg

www.upmpaper.de

www.upmprofi.de

ANSPRECHPARTNERINNEN

Dr. Stefanie Eichiner, Gabriele Wende

Tel. +49 (0)821 / 31 09 - 0

responsibility@upm.com

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2000

BRANCHE

Forstindustrie: Papier, Zellstoff, Energie, Sperrund

Schnittholz, Etikettenmaterial, Verbundstoffe

BESCHÄFTIGTE weltweit ca. 19.100

FIRMENPROFIL

Wir liefern erneuerbare und verantwortungsvolle

Lösungen sowie Innovationen für eine Zukunft ohne

fossile Rohstoffe. Unser Konzern besteht aus sechs

Geschäftsbereichen: UPM Biorefining, UPM Energy,

UPM Raflatac, UPM Specialty Papers, UPM Communication

Papers und UPM Plywood. Wir beschäftigen

weltweit etwa 19.100 Mitarbeiter und unsere Umsatzerlöse

liegen bei etwa 10 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Aktien von UPM werden an der Wertpapierbörse

NASDAQ OMX Helsinki notiert.

UPM BIOFORE – „BEYOND FOSSILS“

Das Markenversprechen UPM BIOFORE – BEYOND

FOSSILS steht für:

• Inspiration durch die unerschöpflichen Möglichkeiten

der Bioökonomie

• Bereitstellung erneuerbarer und verantwortungsvoller

Lösungen

• Innovationen für eine Zukunft ohne fossile Rohstoffe

BEST PRACTICES IM UMWELTBEREICH

• Alle Papier- und Zellstoffwerke haben ein Umweltmanagementsystem

eingerichtet und sind nach

ISO 14001 zertifiziert.

• UPM war die erste Firma in dieser Branche, die

eine globale EMAS-Registrierung nach der EU-Öko-

Audit-Verordnung erhalten hat.

• UPM hat ein weltweites Biodiversitätsprogramm

entwickelt und engagiert sich als Gründungs- und

Vorstandsmitglied der Initiative „Biodiversity in

Good Company“.

• Umweltzeichen wie das EU-Umweltzeichen, der

Blaue Engel, PEFC und FSC ® belegen, dass unsere

Produkte den höchsten ökologischen Standards

genügen.

WEITERE INFORMATIONEN

Der kombinierte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht

nach GRI-Standard sowie die Umwelterklärung

nach EMAS sind online verfügbar unter

www.upmpaper.de.

Unser Versprechen bringt zum Ausdruck, dass UPM

stark darin ist, die unerschöpflichen Möglichkeiten der

Bioökonomie zu nutzen. Dank unserer stabilen finanziellen

Situation, globalen Kompetenz, Innovationsbereitschaft

und Expertise im Bereich Forstbiomasse

befinden wir uns in der einzigartigen Position, in all

unseren Geschäftsbereichen erneuerbare und verantwortungsvolle

Lösungen entwickeln zu können, um

die weltweite Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen

zu verringern.

UPM ist für 2018 / 2019 das sechste Mal in Folge als

führendes Unternehmen der Forst- und Papierindustrie

im Dow Jones Sustainability Europe Index gelistet.

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FIRMENPORTRAITS

VIESSMANN WERKE GMBH & CO. KG

Viessmannstraße 1

35108 Allendorf (Eder)

BRANCHE

Energiesysteme

BESCHÄFTIGTE 12.100

Umsatz (2017): 2,37 Milliarden Euro

ANSPRECHPARTNER

Jörg Schmidt

Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Tel. +49 (0)6452 / 70 15 69

SmdJ@viessmann.com

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2010

AUF DEM WEG ZUM „NEXT GENERATION

FAMILY BUSINESS“

Viessmann treibt seine Digitalisierungsstrategie auf

seinem Weg zum „Next Generation Family Business“

entschlossen voran. Entscheidender Treiber der Weiterentwicklung

ist der langfristig geplante Generationswechsel.

Im Januar 2018 ist Max Viessmann als

Co-CEO in die operative Führung des Unternehmens

aufgerückt. “Der Übergang von einer Generation

zur nächsten gibt einem Familienunternehmen die

einmalige Chance auf einen strategischen und kulturellen

Entwicklungssprung”, sagt Prof. Dr. Martin

Viessmann.

“Seit mehr als einem Jahrhundert steht Viessmann vor

allem für Wärme”, so Max Viessmann. “Aber unsere

Verantwortung geht weit darüber hinaus: Wir gestalten

Lebensräume für zukünftige Generationen.”

Dieses neu formulierte Leitbild schlägt sich auf allen

Ebenen des Unternehmens nieder. So ermöglicht

Viessmann Menschen in aller Welt zunächst einmal

ein angenehm klimatisiertes, komfortables Zuhause.

Gleichzeitig können sie Energie sparen, Ressourcen

schonen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

So unterstützt Technologie von Viessmann den

Menschen dabei, selbst Verantwortung für künftige

Generationen zu übernehmen.

NUTZERZENTRIERUNG IST UNERLÄSSLICH

Eine neue, leidenschaftliche Nutzerzentrierung ist

dabei unerlässlich. Denn die Digitalisierung stellt ein

Geschäftsmodell auf den Kopf, das Jahrzehnte galt.

Früher lief der Kontakt zum Endkunden im Wesentlichen

über den lokalen Heizungsbauer. Heute sind

potenzielle Kunden vorab informiert und suchen ihre

Installateure mit konkreten Wünschen auf. Es gehört

zur Verantwortung des Familienunternehmens

Viessmann, das Fachhandwerk bei dieser Entwicklung

zu unterstützen, für die Chancen der Digitalisierung

zu begeistern und gemeinsam mit ihm die Kommunikation

mit den Endkunden zu verstärken, um den

neuen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Der wertvolle Einblick in die Interessen und Wünsche

der Menschen hilft Viessmann schon heute dabei,

neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. So wurde

als Pilotprojekt das Startup „Cary“ gegründet, das

mittlerweile bei wibutler integriert ist und vielbeschäftigten

Menschen mehr Zeit gibt. Kern des

Startups ist ein sogenanntes “Smart Lock System”,

das etwa Reinigungs-Services und Bringdiensten

einen kontrollierten Zugang zum eigenen Zuhause

ermöglicht. So lassen sich Lebensmittel bis in den

Kühlschrank liefern.

KULTURWANDEL IM UNTERNEHMEN

Aber neue Strategien und Geschäftsmodelle haben

keine Aussicht auf Erfolg, wenn der kulturelle Wandel

hinterherhinkt. So sorgt die konsequente Weiterentwicklung

von Viessmann gerade für ein besonderes

Klima, das die verantwortungsvolle Kultur eines Familienunternehmens

mit der Dynamik eines Startups

verbindet. Auch der Generationswechsel beschränkt

sich nicht nur auf die Unternehmensspitze. Er ist auf

allen Ebenen spürbar.

166


Büro ist da, wo es passiert.

FIRMENPORTRAITS

seit 1871

se:motion wie geschaffen für moderne Büromenschen, für die

das Teilen eines Schreibtisches eine Selbstverständlichkeit

und teamorientiertes Miteinander der Normalzustand ist.

Mit seinen kompakten Maßen und seiner reduzierten Formensprache

bietet er auch im Home-Office höchste Ergonomie.

Was vor wenigen Jahren noch utopisch schien, haben die

Sedus Designer und Ingenieure jetzt wahr werden lassen − durch

die Entwicklung eines völlig neuen kinematischen Konzeptes.

www.sedus.com

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FIRMENPORTRAITS

VOELKEL NATURKOSTSÄFTE

Fährstraße 1

29478 Höhbeck OT Pevestorf

www.voelkeljuice.de

www.voelkelfairtogo.de

www.biozisch.de

BRANCHE

Naturkostbranche/Getränkehersteller

ANSPRECHPARTNER

Stefan Voelkel

Geschäftsführer

Tel. +49 (0)5846 / 9 50 - 0

info@voelkeljuice.de

BESCHÄFTIGTE

194 Mitarbeiter

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2011

AM ANFANG WAR DER MOSTMAX

Mit solch einer mobilen Saftpresse zogen Margret

und Karl Voelkel vor gut 80 Jahren durch die Dörfer

entlang der Elbtalauen und verarbeiteten das

Streuobst der Bauern zu köstlichem Saft. Inspiriert

von Rudolf Steiner und überzeugt von seinen landwirtschaftlichen

Konzepten setzten sie als Siedler am

Höhbeck die Anfänge des biologisch-dynamischen

Landbaus um und gründeten in einer leerstehenden

Meierei schließlich ihre eigene, kleine Naturkostsafterei.

GENUSS IM EINKLANG MIT MENSCH UND NATUR

Heute steht der Name Voelkel für eine einzigartig

große Auswahl an Säften, Erfrischungen und Getränken

in Bio- und Demeter-Qualität. Noch immer

beheimatet im Wendland und wie einst das Gründerpaar

überzeugt von den natürlichen Kreisläufen der

Landwirtschaft presst das Familienunternehmen im

eigenen Werk mehr Obst und Gemüse als jede andere

Bio-Mosterei hierzulande. Die Liebe zum traditionellen

Handwerk, die Begeisterung für die Reichhaltigkeit

der Natur und die Vision von einer zukunftsfähigen

Landwirtschaft stecken in jeder Flasche des ebenso

klassischen wie innovativen Voelkel Sortiments.

für die herausragende Qualität der Rohwaren, die im

Hause Voelkel verarbeitet werden.

FAIR UND NACHHALTIG

Der Einsatz der Naturkostsafterei für die biologischdynamische

Wirtschaftweise und natürliche Vielfalt

geht weit über das heimatliche Wendland hinaus:

Weltweit betreibt Voelkel eigene Demeter-Anbauprojekte

und setzt sich für faire Konditionen, soziale

Standards und maximale Transparenz in der Zulieferkette

ein. 2011 gründete die Familie die Voelkel Stiftung,

in deren Satzung das soziale und ökologische

Engagement fest verankert wurde. Nicht in die eigene

Tasche wirtschaften, sondern mit der Herstellung und

dem Verkauf von köstlichen Säften und Erfrischungen

einen Beitrag für eine gerechte, lebenswerte Zukunft

leisten, ist und bleibt durch die Stiftung der wesentliche

Kern der Unternehmensphilosophie.

HAND IN HAND MIT DEN BAUERN

Ganz im Sinne des Naturkostgedankens setzte der

Bio-Pionier von Beginn an auf Regionalität und langfristige,

faire Zusammenarbeit mit Anbaupartnern.

Was auf kurzem Weg vom Erzeuger in die Mosterei

gelangt, ist erntefrisch und schmeckt nicht nur besser,

auch die wertvollen pflanzlichen Inhaltstoffe gelangen

direkt vom Baum, Strauch und Feld in die Flasche. Persönliche

Beziehungen, gegenseitige Wertschätzung

und individuelle Absprachen sind die beste Grundlage

168


FIRMENPORTRAITS

INTERVIEW MIT JUREK VOELKEL, LEITUNG VERTRIEB UND MARKETING BEI DER NATURKOSTSAFTEREI

VOELKEL

Herr Voelkel, welche Besonderheiten sehen Sie bei

dem Thema für Ihre Branche?

Arbeitszeit und Arbeitsort spielen zunehmend eine

Rolle bei der Mitarbeiterzufriedenheit. Diesen Bedürfnissen

versuchen wir gerecht zu werden, aber es gibt

natürlich Grenzen. Wir stellen Getränke her. In modernen

Produktionsanlagen mit höchsten Hygienestandards.

BioZisch im Home Office abfüllen, das wird

New Work auch in Zukunft nicht bringen. Interessant

für unsere Branche sind über interne Aspekte hinaus

die Wünsche und Gewohnheiten von Menschen, die

New Work Konzepte leben. Welche Produkte können

wir denen anbieten, was passt in ihren Alltag. Solche

Impulse sind wertvoll für unsere Branche.

Überwiegen Ihrer Ansicht nach bei New Work die

Chancen oder die Herausforderungen und warum?

Auf jeden Fall die Chancen. Gerade für uns als Unternehmen

mit ländlich abgelegenem Standort. Dank

moderner Informationstechnologie können wir auch

hier am Ende der Welt auf internationale Kompetenz

zurückgreifen und an interessanten Entwicklungen

teilhaben.

Was können Traditionsunternehmen von Start-ups

lernen – in Bezug auf Unternehmens- und Führungskultur?

Und umgekehrt?

Start-ups erobern Märkte mit Ideen und ihrem Gespür

für Trends. Dieser Innovationsgeist und das Hinterfragen

von etablierten Strukturen stehen jedem gut

zu Gesicht. Häufig starten diese Unternehmen mit

flachen Hierarchien und wenigen Mitarbeitern. Das

macht sie extrem flexibel und effizient. Die Kunst ist,

sich diese Eigenschaften auch in Zeiten von Wachstum

und Erfolg zu erhalten und seiner Marke treu zu

bleiben. Sonst setzt man durch Führungsfehler die

Basis und Unternehmenskultur aufs Spiel.

Wie reagieren Sie im Personalbereich auf veränderte

Lebensentwürfe bei Mitarbeitenden und Bewerbern?

Privat- und Arbeitsleben sollten harmonisch im

Einklang stehen. Als moderner Arbeitgeber sind

wir offen für die Wünsche unserer Mitarbeiter. Nur

wer gerne zu uns kommt, macht auch gute Arbeit.

Diese Einstellung schließt aber nicht aus, dass es mal

Differenzen gibt. Nicht alle Lebensentwürfe sind mit

Arbeitsrealitäten vereinbar. Kreative, konzeptionelle,

organisatorische Prozesse sind gut geeignet für New

Work. Andere Berufsfelder, wie Produktion und Logistik,

schränken die Möglichkeiten eher ein.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Modellen flexiblen

Arbeitens gemacht?

Individuelle Arbeitsmodelle setzten ein hohes Maß

an gut funktionierender Kommunikation voraus. Absprachen

sind enorm wichtig, sorgfältiges Arbeiten,

Vertrauen und Verlässlichkeit sowieso. Insgesamt

machen wir sehr gute Erfahrungen mit New Work

und freuen uns hier am Höhbeck über kreatives Input

aus der ganzen Welt.

169


FIRMENPORTRAITS

WALA HEILMITTEL GMBH

Dorfstraße 1

73087 Bad Boll/Eckwälden

Tel. +49 (0)7164 / 9 30 - 0

www.wala.de

BRANCHE

Pharma, Naturkosmetik

BESCHÄFTIGTE 1.000

ANSPRECHPARTNER

Clarissa Bay, Stefan Weiland

Umweltbeauftragte

umwelt@wala.de

B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2011

HAND IN HAND MIT DER NATUR

Aus der Natur für den Menschen – dieser Leitgedanke

begleitet die WALA Heilmittel GmbH seit ihrer Gründung

im Jahr 1935. Wir stellen Präparate her, die der

Gesundheit dienen. Grundlage unserer Arzneimittel

und Kosmetikprodukte sind sorgfältig ausgewählte

natürliche Stoffe. Sie stammen aus biologischem

Anbau und fairen Handelsbeziehungen. Eine besondere

Rolle bei der Herstellung spielt die rhythmische

Anwendung polarer Qualitäten wie Wärme und Kälte,

Licht und Dunkelheit sowie Ruhe und Bewegung.

DIE NATUR ALS SINNVOLLER WEG

Zu Beginn ihrer Geschichte war die WALA eine Pionierin.

Die damalige Gesellschaft besaß nur wenig

Bewusstsein für natürliche Präparate. Heute, über

80 Jahre später, sind wir immer noch überzeugt: Der

Weg mit der Natur ist letztlich der einzige, der in die

Zukunft führt.

IM DIENST DES MENSCHEN

Für den Firmengründer Dr. Rudolf Hauschka war

Gewinn ein bloßes Mittel zum Zweck. In erster Linie

wollte er anthroposophische Arzneimittel für die

Therapie zur Verfügung stellen. Sein Unternehmen

sollte darüber hinaus dem Menschen dienen – von

den Patienten über die Kunden bis hin zu den Mitarbeitern.

Dieses Verständnis teilt die WALA bis

heute. Weder kapitalistischer Eigennutz noch das

unbedingte Streben nach Gewinnmaximierung sollen

unser tägliches Handeln bestimmen.

Ansatz von anderen Anbietern abheben und gleichzeitig

Rohstoffe und Lebensräume sichern. Die Arbeit

etwa mit Heilpflanzen ist aber natürlich auch immer

mit Naturverbrauch verbunden, den man nachhaltig

und Differenziert betrachten muss. Um hier Klarheit

herzustellen, ist es unser Ziel für die Zukunft, sinnvolle

Maßnahmen für eine transparente Kommunikation

unserer Aktivitäten zu erarbeiten und umzusetzen.

VERNETZT

Wer sich den Umweltschutz zur Aufgabe macht, muss

sich beständig weiterentwickeln und neu dazulernen.

Ein Projekt mit definiertem Ziel ist irgendwann

abgeschlossen – anders das Thema Umwelt. Alle

Aktivitäten und Bemühungen diesbezüglich sind

lebendig und nie fertig. Deshalb profitieren wir gern

vom Wissen und den Anregungen anderer. Im Ausgleich

teilen auch wir unsere eigenen Erfahrungen.

Im Bereich Umweltschutz sind wir auf diese Weise

über die Jahre zu aktiven Netzwerkern geworden.

WEITERE INFORMATIONEN

www.wala.de

www.walaarzneimittel.de

www.drhauschka.de

www.instagram.com/drhauschkalive

www.facebook.com/drhauschka

www.youtube.com/drhauschkadeutschland

AUF DEM WEG IN DIE ZUKUNFT

Heute sehen wir uns in diesem Kontext vielen Herausforderungen

gegenübergestellt: Wir wollen einerseits

sozial wirksam werden, uns gleichsam mit diesem

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FIRMENPORTRAITS

WEBASTO SE

Kraillinger Straße 5

82131 Stockdorf

Deutschland

www.webasto.com

ANSPRECHPARTNER

Peter Hartwig

Head of Quality Management Systems

Tel. +49 (0)89 / 8 57 94 - 2 73

peter.hartwig@webasto.c