Gazette Steglitz Juli 2019

gazette

Gazette für Steglitz, Lankwitz und Lichterfelde

Steglitz

Steglitz

Lankwitz

Lichterfelde

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Juli 2019

Angler am Stichkanal

Wo Eisvogel und Biber

sich Petri Heil sagen

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2 | Gazette Steglitz | Juli 2019

Die Kinder- und Jugendjury entscheidet

14 Projektgruppen freuen sich über unkomplizierte Vergabe von 8.000 Euro

Im Mai 2019 tagte die Jugendjury

Steglitz-Zehlendorf: 14 Projektgruppen

aus dem Bezirk können

nun ihre vielfältigen Ideen in die

Tat umsetzen.

Die Kinder- und Jugendjury ermöglicht

jungen Menschen,

unkompliziert Gelder für ihre

Projektideen zu beantragen.

Jeweils zwei Vertreter der einzelnen

Projektgruppen bilden

die Jugendjury und entscheiden

gemeinsam über die Verteilung

des vorhandenen Budgets.

Projektrealisierung trotz

Budget-Kürzung

Zu Beginn der Jurysitzung stellten

die Teilnehmer sich und

ihre Projektideen im Plenum

vor. Da insgesamt aber mehr als

8.000 Euro Fördergelder beantragt

wurden, mussten alle Gruppen

ihr angemeldetes Budget

kürzen. Nach gruppeninterner

Diskussion, die selten unkompliziert

und solidarisch verlief,

konnte das erfreuliche Ergebnis

bekanntgegeben werden: Da

alle Gruppen ihr Projekt-Budget

gekürzt haben, können nun auch

alle Projekt-Ideen umgesetzt

werden.

Folgende Projektgruppen werden

über die Jugendjury Steglitz-Zehlendorf

gefördert:

„Unter Strom“ möchte einen Dynamo

o.ä. bauen, um damit im

Sonnenhaus Strom zu erzeugen.

In der Grundschule am Insulaner

führen ältere Kinder Aktionen für

die jüngeren zum Thema „Ernährung

& Bewegung“ durch.

Kinder der Bäke-Grundschule

machen bei einem Workshop

über nachhaltige Tiny-Mini-Häuser

mit.

Im Jugendhaus Albrecht Dürer

kann nun eine Holzwerkstatt

eingerichtet werden.

Im HdJ Zehlendorf proben die

zwei geförderten Theatergruppen

„Unsere kleine Welt“ und

„Penthesilea“.

Im JugendKulturBunker Lankwitz

sind für die Partys Gema-Gebühren

und Dämmmaterial finanziell

abgedeckt, und die Rap-Gruppe

kann professionelle Songs produzieren.

Das Filmprojekt „Personae“ wird

nun umgesetzt und bei einem

Film-Festival eingereicht.

Aus dem JFE Jever9 teilen sich

zwei Gruppen die Fördersumme:

Damit wird eine Girls-Ecke gestaltet

und ein Theaterstück geprobt.

Das Gemeindehaus Wannsee

wird im Probenraum eine PA-Anlage

für Jugendbands aufstellen.

Im Zephirs Sport Attack kann

man demnächst leckere Smoothies

an der selbst gebauten Bar

trinken.

In der JFE Marshallstr. bekommt

die inklusive Disco ein Mischpult,

DJ-Tresen und Party-Licht.

An der Friedrich Drake Grundschule

starten Schüler ein Spiele-Projekt

mit Senioren.

Das Projekt wird finanziell gefördert

durch den JugendDemokratiefonds

und das Jugendamt

Steglitz-Zehlendorf.

Übrigens: Am 11. September

2019 wird die zweite Jugendjury

stattfinden. Allen Projektgruppen

steht dann eine Gesamtsumme

von 5.200 Euro zur Verfügung.


Jacqueline Lorenz

Bibliotheken

sind vertrauenswürdig

Berlins Öffentliche Bibliotheken

sind besonders vertrauenswürdig,

hochbeliebt und sehr empfehlenswert.

Das hat eine aktuelle

repräsentative Befragung der

Berliner Bevölkerung im Auftrag

des Verbundes der Öffentlichen

Bibliotheken Berlins (VÖBB) herausgefunden.

Circa 90 Prozent der Befragten

empfinden Öffentliche Bibliotheken,

gerade in Zeiten von „Fake

News“, als einen vertrauenswürdigen

Ort.

In Berlin nutzt gut ein Drittel der

Bevölkerung regelmäßig Öffentliche

Bibliotheken, besonders für

Hobbies, Freizeitgestaltungen,

Aus- und Weiterbildung. Menschen,

die Öffentliche Bibliotheken

nicht nutzen, gaben unter

anderem an, lieber das Internet

zu nutzen oder sich Medien

selbst zu kaufen.

Angebote der Öffentlichen Bibliotheken

Berlins:

www.voebb.de


WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN Gazette Gazette Zehlendorf Steglitz | Juli JULI 2019 | 13

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie diese Ausgabe in den Händen halten,

haben die Sommerferien, die noch bis

Anfang August dauern, begonnen; für viele

eine Zeit des Urlaubes, wobei es manch einen

in die Ferne zieht, andere das vertraute

Umfeld genießen und in

der Stadt und im Bezirk all

das erkunden, wofür sonst

schlicht die Zeit fehlt. Deshalb

habe ich für alle Daheimgebliebenen

einige

Cerstin Richter-

Kotowski

interessante Tipps, um sich

die Zeit auf die eine oder

andere Weise zu vertreiben

und sich interessante

Veranstaltungen vorzumerken:

Vielleicht sind Sie im Urlaub auf die Idee

gekommen und möchten nun an unserer

Volkshochschule eine neue Sprache lernen

oder Ihre vorhandenen Kenntnisse auffrischen

und erweitern? Dann können Sie sich

am 5. August 2019 um 16 Uhr im Foyer der

Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstraße

3, 12165 Berlin, einfinden, um sich beraten

zu lassen und um den Sprachkurs zu finden,

der Ihren Vorkenntnissen und Lernzielen entspricht.

Auch ein Einstufungstest ist möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie unter der

Telefonnummer (030) 90299-2410.

Neues im Bezirk kennenlernen können Sie

zum Beispiel bei einer geführten Radtour

oder meinem Kiezspaziergang. Denn nachdem

im vergangenen Jahr die erste bezirkliche

Radroute durch Dahlem eröffnet

wurde, bietet nun die Wirtschaftsförderung

des Bezirksamtes in Kooperation mit der

Agentur minoy services z. B. am 13. Juli 2019

um 14.00 Uhr eine geführte, etwa zweieinhalbstündige

Radtour zum Thema „Berliner

Moderne auf der Dahlem Route“ an. Diese

Route führt u. a. vorbei an Gebäuden von

Gropius und Taut aus den 30er-Jahren bis

hin zu Bauten aus der neueren Moderne. Ich

selbst habe im vergangenen Monat an einer

solchen geführten Radtour teilgenommen

und war begeistert. Aufgrund der begrenzten

Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich

per E-Mail unter mail@minoy-services.

com oder telefonisch unter: (030) 75479517.

Die geführte Fahrradtour kostet 15 Euro pro

Person mit dem eigenen Rad. Gegebenenfalls

kommen die Kosten für ein Mietfahrrad

hinzu. Eine Fahrradvermietung befindet sich

direkt am Startpunkt der Tour im U-Bahnhof

Onkel Toms Hütte. Übrigens sind auch Gruppenanmeldungen

zu Sonderterminen nach

Absprache möglich.

Wer eher per pedes unterwegs sein möchte,

den lade ich ganz herzlich zu meinem nächsten

Kiezspaziergang am Sonnabend, 3. August

2019, von 14 bis 16 Uhr, ein, der sich

ebenfalls dem Thema „Berliner Moderne an

der Dahlem Route“ widmet. Den Treffpunkt

erfahren Sie bei der Anmeldung entweder

unter der Telefonnummer 90299-5256 (Frau

Lestingi) oder per E-Mail: wirtschaftsfoerderung@steglitz-zehlendorf.de.

Und nun noch drei weitere Kultur-Tipps von

mir, die ebenfalls keinen Eintritt kosten: Anfang

des Monats wurde eine neue Ausstellung

im Gutshaus Steglitz, Schloßstraße 48,

eröffnet. Noch bis zum 29.09.2019 werden

dort bei freiem Eintritt, jeweils Montag bis

Sonntag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr, Bilder

von Maki Na Kamura gezeigt. Das Werk der

Künstlerin zählt zu den interessantesten Positionen

innerhalb der zeitgenössischen Malerei.

Zur Ausstellung gibt es einen Katalog mit

einem Interview mit der Künstlerin.

Und nur wenige Schritte entfernt, in der Galerie

der Schwartzschen Villa, Grunewaldstraße

55, ist noch bis zum 11. August, jeweils

Montag bis Sonntag von 10–18 Uhr, die Ausstellung

von Maix Mayer „Afronautic Tales“ zu

sehen. Auch hier ist der Eintritt frei.

Außerdem verwandelt die Leo-Borchard-Musikschule

Steglitz-Zehlendorf nach den Sommerferien

die Wochenenden im Stadtpark

Steglitz an der Albrechtstraße 47 wieder in

Konzerterlebnisse: An jedem Samstag und

Sonntag um 16 Uhr bzw. um 15 Uhr können

Sie dort unterschiedliche Ensembles der Musikschule

im Musikpavillon bei freiem Eintritt

erleben:

• Sonntag 10.08., 15 Uhr: The Stixx (Kinder-

Rockband) und Compass BigBand

• Samstag 11.08., 16 Uhr: Thursday Night

Regulars (Jazz)

• Sonntag 11.08., 16 Uhr: Ensemble „Musik

des Mittelalters“

• Sonntag 24.08., 16 Uhr: Classic Wood Brass

Ensemble

• Samstag 25.08., 16 Uhr: Tin’I‘tus und Die

Drumline

Weitere Informationen unter: www.berlin.de/

musikschule-steglitz-zehlendorf, oder unter

der Telefonnummer (030) 90299-5741.

Und die Musikbegeisterten unter Ihnen

möchte ich zudem auf zwei Veranstaltungen

im Großen Salon der Schwartzschen Villa,

Grunewaldstraße 55, hinweisen:

• Sonntag, 6. Juli, um 20 Uhr: Musik für Cello

und Klavier – Kammermusikwerke von Beethoven,

Enescu, Rachmaninov. Eintritt: freiwillige

Spende. Kartenwünsche und weitere

Informationen per E-Mail unter svarc.nika@

gmail.com erfragen.

• Dienstag, 23. Juli, um 20 Uhr: Nupelda –

Songs & Melodies from Anatolia, Mesopotamia

& Berlin. Nupelda bringt zeitgenössische

Interpretationen traditioneller Stücke, vorgetragen

u. a. in Kurdisch, Türkisch, Deutsch

und Armenisch, in vielfältiger akustischer

Besetzung auf die Bühne. Veranstalterin:

Nupelda GbR. Eintritt: 12 Euro (10 Euro). Kartenbestellungen

und weitere Informationen

können Interessierte unter der Telefonnummer:

0157/51332128 erfahren.

Vielleicht lassen Sie mich persönlich wissen,

wie Ihnen der eine oder andere meiner Vorschläge

gefallen hat oder vielleicht möchten

Sie mit mir über Probleme im Bezirk sprechen?

Dann sind Sie in meiner Bürgersprechstunde

am 06.08.2019, in der Zeit von 16 bis 18 Uhr,

in meinem Büro im Rathaus Zehlendorf,

Raum A 131, Kirchstraße 1/3, 14163 Berlin,

richtig. Um Wartezeiten zu vermeiden, ist eine

telefonische Anmeldung unter 90299-3301

notwendig.

Ihre

Cerstin Richter-Kotowski

Bezirksbürgermeisterin


4 | Gazette Steglitz | Juli 2019

Interessengemeinschaft

Lichterfelder Angler 1927 e. V.

Wo Eisvogel und Biber sich Petri Heil sagen

Der Zehlendorfer Stichkanal, eine

Abzweigung des Teltowkanals,

ist fast in Vergessenheit geraten.

Doch über die Jahre hat sich

hier ein bemerkenswertes Biotop

entwickeln können, in dem

man Eisvogel, Biber, Reiher und

Das Vereins-Gelände 1927 und heute…

Fotos: ILA

Kormoran sowie vielfältige Fischarten

und Libellen antrifft, aber

auch Seerosen, gelbblühende

Teich-Mummeln und Schilfgürtel.

Zu verdanken ist diese Vielfalt

zu einem großen Teil der „Interessengemeinschaft

Lichterfelder

Angler 1927 e. V. (ILA)“, die im Laufe

von 92 Jahren aus dem einst

kargen und baumlosen Gelände

am Gewerbegebiet des Stichkanals

von ihrer Uferseite aus eine

grüne Oase am Rande der Stadt

gemacht hat. Denn – wie der

Name sagt – gilt ihr Interesse

nicht nur der Hege von Fischen,

sondern auch der von Natur und

Umwelt.

Idylle mit Tradition

Folgt man der von der Lichterfelder

Goerzallee abgehenden

Straße „Am Stichkanal“, muss

man, um das Angler-Paradies

zu finden, erst einmal vorbei an

weniger idyllischen Industriebetrieben.

Nach der zweiten Kurve

rechts aber, für die Öffentlichkeit

nur durch das große Tor mit der

Vereinsflagge sichtbar, hat sich

die Interessengemeinschaft

Lichterfelder Angler 1927 e. V.

auf ihrem Vereinsgelände entlang

des südöstlichen Zehlendorfer

Stichkanal-Ufers seinen

ruhigen Rückzugsort geschaffen,

von dem auch die Umwelt

profitiert. Das Vereinsgelände

liegt in direkter und guter Nachbarschaft

zur Kleingartenkolonie

„Am Stichkanal e. V.“. Von dort

wird das Vereinshaus der Angler

mit Strom und Wasser versorgt.

Rund 40 Holzhäuschen ohne

Strom- und Wasseranschluss fügen

sich auf dem Areal oberhalb

des etwa 50 Meter breiten Stichkanals

an dem einen Kilometer

langen Kanalweg unauffällig in

die Natur. Zäune innerhalb der

Anlage gibt es hier nicht. Die

schirmen das Vereinsgelände nur

nach außen ab, das Mitgliedern

und deren Gästen vorbehalten

ist. Mit dem Auto können die

Angler bis zu ihrem Angelplatz

auf dem Gelände fahren. Vom

Uferweg führen Steintreppchen

hinab zu den jeweiligen Angelständen,

von denen es etwa 50

gibt, etwas mehr als Holzhäuschen.

Der Zehlendorfer Stichkanal zählt

zu den sonstigen Binnenwasserstraßen

des Bundes. Durch den

Bau des Teltowkanals Anfang

1900, die damit verbundene

Grundwassersenkung und die

Trockenlegung der benachbarten

Sumpfgebiete blieb nur als

Rest des Teltower Sees der geschwungene

Verlauf des Zehlendorfer

Stichkanals erhalten, und

es entstand neues Bauland. Auf

den verkehrsgünstig am Wasserweg

gelegenen Gewerbegrundstücken

siedelten sich große

Firmen wie die „Optische Anstalt

C.P. Goerz“ sowie die Zehlendorfer

Eisenbahn- und Hafen-AG an.

Nach 1945 verlor das Gebiet

durch Blockade und Mauerbau

an Industrie-Bedeutung, die

seit Mauerfall allmählich wieder

wächst.

In direkter Nachbarschaft mit der

Industrie ist es der ILA gelungen,

die Natur-Oase am Stichkanal zu

etablieren: Nach vielen Bemühungen,

die Lichterfelder Angler

zu einigen, entschlossen sich vier

Sportfreunde 1927, den Stichkanal

zu pachten, da der über einen

guten Fischbesatz mit Karpfen,

Schleien und Karauschen verfügte.

Für den Schiffsverkehr wurden

nur die ersten 100 Meter des

Mündungsbereiches genutzt. Der

Treidelbetrieb aber hinderte die

Angler an der Nutzung der hohen

Uferböschungen. Im Februar 1927

fand die Gründungsversammlung

der ILA statt, die anfangs 33 Mitglieder

zählte. Doch der Verein

hatte nicht nur gute Zeiten: 1928

gab es Anzeichen einer massiven

„Photochemischen“ Verseuchung

des Pachtgewässers, bedingt

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Gazette Steglitz | Juli 2019 | 5

Vorstandskollegen: Christian Wolff und Dieter Piesker. Angler-Häuschen 1927 und heute. Foto: ILA

durch die in den Teltowkanal eingeleiteten

hochgiftigen Abwässer.

Um 1930 war die Existenz der ILA

ständig bedroht. Doch dank starken

Zusammenhalts schaffte der

Verein es immer wieder, – und

auch der Stichkanal erholte sich.

Vereinsgelände und Mitglieder

Ein Blässhuhn-Nest schaukelte auf

der Wasseroberfläche, hier und da

auch das Ruderboot eines Anglers.

Die Biber schreiben eine deutliche

Handschrift, wie etliche Bäume

längs des Vereinsweges zeigen

– anhand erster Bissspuren oder

sogar bereits von dem Nagetier

gefällt und malerisch im Stichkanal

versenkt. In ihren Ästen unter

Wasser finden Fische und Amphibien

das ideale Versteck. Und dort

hält sich wohl auch der Wels auf,

den Vereinsvorsitzender Christian

Wolff und die Angler zwar noch

nicht gesichtet haben, aber in dem

Gewässer vermuten. Besonders

wertvollen Baumbestand schützt

der Verein, der in regelmäßigem

Austausch mit Revierförster und

Naturschutzbehörde steht, mit

Kaninchendraht vor den scharfen

Biberzähnen.

Doch man lebt hier in und mit der

Natur. Das wissen auch die Wildschweine,

die dem Gelände ihre

regelmäßigen Besuche abstatten

und schon mal gemächlich über

die Terrasse einer Angler-Datsche

wechseln.

Dieter Pieske in den 50er-Jahre

auf dem Stichkanal. Foto: ILA

Mitglieder der Vereins-Gründungsversammlung 1927.

Christian Wolff ist seit 1992 im

Verein dabei, ein Schulkamerad

hatte ihn mitgenommen. Christian

blieb. Inzwischen zählt er als

1. Vorsitzender zu den jüngeren

Vereinsmitgliedern. Das Durchschnittsalter

der 52 Mitglieder

liegt bei 60, wohl typisches Vereinsphänomen

unserer Tage. Als

zweiter Vorsitzender ist Dieter

Piesker aktiv. 1947 geboren, war

er von klein auf im Verein, sein

Großvater hat den ILA im Jahr

1927 mit gegründet, sein Vater

und sein Onkel waren dann

ebenfalls engagiert für den Verein.

So treffen hier Tradition und

Moderne zusammen. Dieter Piesker

erzählt: „Wir haben noch alte

Sitzungs-Protokolle aus den Anfangszeiten

des Vereins. Da ging

Foto: ILA

es streng zu, es gab zig Regeln.“

Heute lautet die Vereinsdevise

dagegen, wie Christian Wolff erklärt:

„Regeln, sowenig wie möglich,

und so viel wie nötig.“

Neue Mitglieder sind gern gesehen.

Die Beiträge sind erschwinglich

und beinhalten die Angelerlaubnis

für ein Jahr. Doch man

muss sich zuerst als Anwärter für

die ILA verdient machen, bzw. Interesse

zeigen. „Denn nur um zu

angeln, bei uns einzutreten, ist

zu wenig“, betont der 1. Vorsitzende.

Zehn Stunden jährlicher

Gemeinschaftsdienst zu Wasser

und zu Land gehören ebenso

dazu, wie die Identifikation mit

der Gemeinschaft und dem Areal.

Gibt jemand sein Häuschen im

Verein auf, wird dessen Wert zuerst

geschätzt, bevor es dann ein

anderes Mitglied übernehmen

kann. Dabei zählt die Länge der

Vereinsmitgliedschaft.

Gäste der Mitglieder dürfen

gegen eine geringe Tageskarten-Gebühr

ebenfalls auf dem

Gelände angeln.

Angeln und mehr

Neben dem Angeln gibt es an

diesem Ort der Ruhe immer etwas

zu tun.

Das Angeljahr der Vereinsangler

beginnt und endet mit der ge-

Ballett • Jazz • Hip Hop • Pilates

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6 | Gazette Steglitz | Juli 2019

Biberspuren

meinschaftlichen Gewässerreinigung

zu Wasser vom Boot aus

und zu Lande. Auf dem Stichkanal

werden von den ILA-Mitgliedern

überwiegend Ruderboote oder

mit Elektro- statt Verbrennungsmotor

betriebene Boote eingesetzt.

Die Einfahrt für vereinsfremde

Boote in den Stichkanal

ist ohne Genehmigung jedoch

verboten.

Im vergangenen Sommer führten

die Mitglieder umfangreiche

Uferbefestigungsmaßnahmen auf

ihrer Uferkanalseite durch: Auch

wenn im Stichkanal selbst kein

Schiffsverkehr stattfindet, verursacht

der des Teltowkanals heftige

Strömungen, die zum Abtragen

der Uferränder des Stichkanals

führen. Dem steuert der Verein

entgegen, indem er regelmäßig

kostenintensive Uferpflege betreibt.

Auch die Pflege des Baumbestandes

reißt immer wieder ein

tiefes Loch in die Vereinskasse. Die

Angler installieren Insektenhotels,

Fledermauskästen und Nistkästen

für Mauersegler. Und natürlich

kümmern sich die Heger auch

um einen ausgeglichenen Fischbestand

vor ihrer Vereinstür: Die

vor zwei Jahren in den Stichkanal

gesetzten Jungschleie bringen inzwischen

immerhin um die drei

Kilo pro Tier auf die Waage.

So genießen die Angelfreunde

mit Recht die Freizeit, die ihnen

für ihren Sport bleibt.

Die Artenvielfalt des Stichkanals

mit Aal, Karpfen, Hecht, Zander,

Barsch, Karausche, Giebel, Rotfeder

und Plötze sprechen für sich

und die ILA.

Ihre Qualifikation und

Mitarbeit suchen wir

Wir haben einen langfristigen

tollen Arbeitsplatz zu besetzen.

Unsere Kolleginnen brauchen selbständig

arbeitende Unterstützung.

Treue, liebe Kunden haben ein Recht

auf unsere tolle Beratung.

. . . . . . Die Ausbildung bald fertig . . . .

oder schon viel Erfahrung. . . . . .

Bei Interesse ruhig anfragen,

Vertraulichkeit wird zugesichert.

Und dann gibt es da noch die

unterschiedlichsten Vereinsveranstaltungen

vom Damenangeln

über Meeresfischen bis

hin zum Skatabend und Nachtangeln.

Mit dem Patenverein Hamburg

Alster verbindet die ILA eine

jahrzehntelange Freundschaft.

Auch der offene Austausch mit

Nachbarn ist für die ILA-Angler

wichtig, wie Christian Wolff

erklärt. Dazu wünscht er sich

noch stärkere Kontakte zu den

an gegenüberliegender Uferseite

ansässigen Firmen. Aber auch

an die ILA gibt es einen Wunsch

von Bürgerseite aus: Für die

gelegentliche Öffnung des Geländes,

damit interessierte Besucher

sich an besonderen „Tagen

der offenen Tür“ selbst ein Bild

von diesem besonderen Kleinod

machen können. – Zugunsten

von Natur und Umwelt am

Zehlendorfer Stichkanal.


Jacqueline Lorenz

Interessengemeinschaft

Lichterfelder Angler 1927 e. V.

Am Stichkanal 30

14167 Berlin

E-Mail: vorstand@ila1927.de

www.ila1927.de

Müssen Rentner Steuern zahlen?

Das am 01.01.2005 in Kraft getretene

Alterseinkünftegesetz

beinhaltet unter anderem eine

umfangreiche Neuordnung der

Besteuerung von Alterseinkünften.

Die Neuregelung gilt sowohl

für Personen, die erst jetzt in Rente

gehen oder noch im Arbeitsleben

stehen, als auch für Personen,

die bereits vor 2005 eine Rente

bezogen haben, so genannte

Bestandsrentner. Waren bisher

bei einem Renteneintrittsalter

von 65 Jahren 27 % der Rente als

Einnahmen zu erfassen (Ertragsanteil),

so beträgt im Kalenderjahr

2005 der Besteuerungsanteil

50 %, d. h. die Hälfte der Rente

Uferbefestigung in Vereinsarbeit

2018. Foto: ILA

Vereinsarbeit Stichkanal-

Reinigung.

Foto: ILA

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unterliegt der Besteuerung. Seit

dem 01.01.2005 werden die Rentenzahlungen

an das Bundeszentralamt

für Steuern übermittelt

(Rentenbezugsmitteilung).

Jeder Rentner sollte daher überprüfen,

ob er aufgrund der Neuregelung

ein zu versteuerndes

Einkommen erzielt und eine

Steuererklärung abgeben muss.

Wir haben, um den Anforderungen

der Rentner gerecht zu

werden, ein spezielles Paket für

Rentner entwickelt. Sprechen Sie

uns diesbezüglich an. Natürlich

können Sie auch in allen anderen

steuerlichen Fragen den Kontakt

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1 | Gazette Zehlendorf | JULI 2019

U-Bahnplanungen im Bezirk

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Schon vor über 40 Jahren gab es immer wieder Überlegungen und Planungen zu

Verlängerungen der U-Bahnlinien auch für Steglitz-Zehlendorf. Hierbei standen

insbesondere die Abschnitte von Krumme Lanke bis Mexikoplatz, von Steglitz

bis Lankwitz sowie nach Lichterfelde zur Debatte, die aber nie zum Tragen

kamen. Auch die erneuten Überlegungen sind nicht unumstritten und deshalb

auch Gegenstand der Erörterungen in der Bezirksverordnetenversammlung.

Im Folgenden stellen die Fraktionen in der BVV Steglitz-Zehlendorf ihre Vorstellungen

zu diesem Thema dar.

CDU-Fraktion

Anders als in der Aufbauphase im 20. Jahrhundert

schafft es Berlin nicht, weitsichtig

zu investieren, es wird lieber konsumiert.

Nicht einmal die Verlängerung der U-Bahn

von Krumme Lanke zum Mexikoplatz erfolgt,

es gibt keine Planung!

Seit dem Bau der U9 bis Steglitz 1974 gibt es

bereit die Planung für die Fortsetzung über

Lichterfelde/Lankwitz, heute muss man bis

Teltow planen. Die Zusammenführung mit

dem „Speckgürtel“, in dem zahlreiche neue

Wohnungen entstehen und so ein drängendes

Problem lösen könnten, macht die

Verlängerung erforderlich. Eine zukunftsträchtige

Anbindung darf nicht auf Pendlerströme

per PKW setzen. Wir brauchen

eine attraktive ÖPNV-Anbindung, und zwar

in der Stadt unter der Erde und nicht über

Busverkehr, der kann als Querverkehr ergänzen.

Straßenbahnen mögen zwar zunächst

preiswerter sein, aber sie benötigen zu viel

öffentliches Straßenland. Berlin wird weiter

wachsen, so dass wir die stetige Zunahme

der Bevölkerung auch verkehrspolitisch

berücksichtigen müssen. Um dieser Entwicklung

gerecht zu werden, muss – wie

früher – zukunftsgewandt investiert und

nicht nur konsumiert werden. Weitsicht statt

Kleingeist!

Harald Mier

Berlin SPD-Fraktion

Die U-Bahn ist ein Massentransportmittel,

welches staufrei und schnell Menschen

über eine längere Distanz durch die Stadt

befördert. ÖPNV ist dann attraktiv, wenn er

einen Zeitvorteil gegenüber dem MIV hat. In

einer wachsenden Stadt ist der Einsatz einer

U-Bahn attraktiver als der einer Tram oder

eines Busses. Zwar ist der Bau der U-Bahn

teurer und zeitintensiver in der Planung als

der einer Tram, doch können nach Inbetriebnahme

erheblich mehr Menschen pro

Vorwort

CDU

SPD

Grüne

AfD

FDP

Linke

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IAlarmanlagen

IVideoüberwachung

ISchließanlagen

Stunde störungsfrei transportiert werden.

Im Bezirk lohnt sich der Lückenschluss der

U3 von Krumme Lanke bis zum S-Bahnhof

Mexikoplatz. Eine Strecke, die mit geringem

Finanzeinsatz realisiert werden kann. Hierbei

ist zu prüfen, ob eine Verlängerung nach

Düppel bzw. Kleinmachnow wirtschaftlich

sein kann. Auch die Verlängerung der U9

von Rathaus Steglitz nach Lankwitz Kirche

würde den oberirdischen Busverkehr immens

entlasten und einen ganzen Stadtteil

anschließen. Bauliche Vorleistungen gibt es

bereits. Hierbei sollte geprüft werden, ob

eine Weiterführung zur Thermometersiedlung

und zum Neubaugebiet „Parks Range“

in Lichterfelde-Süd wirtschaftlich sein kann.

Norbert Buchta

B‘90/Grünen-Fraktion

Die Verkehrswende zum nachhaltigen öffentlichen

Nahverkehr kann nur gelingen,

wenn es attraktiv ist, ihn zu nutzen, anstatt

mit dem eigenen Automobil zum Stau beizutragen.

Deswegen brauchen wir gemäß

der aufeinander abgestimmten Konzepte:

Busspuren, die an geeigneten Stellen am

Autostau vorbeiführen; Tramlinien da, wo

Buslinien oft mehr als ausgelastet sind;

Viel mehr Waggons für U- und S-Bahn,

wie jetzt unter grüner Verantwortung

endlich beauftragt – für einen dichteren

Takt und schnelleres Umsteigen; Ausbau

des S-Bahnnetzes mit einem zweiten Nord-

Süd-Tunnel und generell Zweigleisigkeit,

etwa bis Stahnsdorf; Erheblich verbesserte

Regionalbahn-Verbindungen, auch auf

der Stammbahn. Ein weiterer Baustein

sind U-Bahnverlängerungen. Der „Haken“

sind hohe Kosten und lange Bauzeiten von

U-Bahntunneln. Deswegen sind vor allem

Netzverknüpfungen wichtig. Bei der U3 bis

zum Mexikoplatz zur S- und ggf. R-Bahn, für

die U9 zum Rathaus Lankwitz oder noch

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besser zum S+R-Bahnhof Lichterfelde Ost.

Damit können auch Pendler schnell ihre Ziele

in Berlin erreichen. So steigern wir die

Leistungsfähigkeit und Attraktivität des

ÖPNV erheblich.

Bernd Steinhoff

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Der U-Bahn-Ausbau – kurz: Ja, wir sind dafür

und ja, es gibt zu viele Autos und zu viel Stau

in der Stadt. Aber bei diesem Senat werden

wir auf einen U-Bahn-Ausbau im Bezirk

warten können, bis Schnee im Juli fällt, und

das ist, trotz vermeintlich bevorstehender

Klimakatastrophe, sehr unwahrscheinlich.

Dieser Senat schafft es nicht, tragfähige und

massentaugliche Verkehrskonzepte anzugehen

– und die Berliner dafür zu begeistern.

Und selbst wenn, wer würde es diesem R2G

zutrauen? Währenddessen hat eine bekennende

grüne Autohasser-Lobby freie Hand,

und BVG-Nutzer werden versucht, mit lustiger

Werbung bei Laune zu halten. Doch

dauerhaft ist das nicht witzig. Auch wenn

der Nonsens kein Ende findet: Die neuen

E-Busse, angeschafft zum vierfachen Preis

herkömmlicher Busse, fahren nur halbtags,

da die Stromladung für das Tagespensum

nicht reicht. Aber der Gutmensch schreit

hurra, und alle anderen haben die Klappe zu

halten. Es wäre alles so schön, wenn da nicht

die AfD wäre, die es wagt, Kritik zu üben

und mit gesundem Menschenverstand

argumentiert: dass die Akku-Herstellung

für E-Fahrzeuge ein Umweltverbrechen

darstellt, ist nur ein Aspekt.

Peer Lars Döhnert

FDP-Fraktion

Neben der Straße ist die Schiene einer der

wichtigsten Verkehrsträger der Stadt. Die

Freien Demokraten (FDP) setzen daher

grundlegend auch auf den Ausbau des

U-Bahnnetzes. Die U-Bahn verbindet Berlins

Bezirke schnell und zuverlässig ohne

dass viel Platz verloren geht, bei gleichzeitig

hoher Kapazität insbesondere in den Spitzenzeiten

des Berufsverkehrs. Der Ausbau

ist jedoch teuer, aufwendig und planerisch

langwierig. In Steglitz-Zehlendorf kommen

daher nur behutsame Erweiterungen bestehender

Linien in Frage. Vorrangig ist da

die Erweiterung der U3 von Krumme Lanke

Die

zum Mexikoplatz zu nennen. Ein Tunnelteilstück

ist bereits vorhanden. Die noch

verbleibenden 700 Meter Neubaustrecke

sind baulich keine große Herausforderung.

Im Ergebnis entsteht so eine weitere Umsteigemöglichkeit

zur S-Bahn. Langfristig

gilt es, den Süden des Bezirkes und auch das

Umland besser in die Strukturen des Berliner

ÖPNV einzubinden. Eines der größten

Ausbaugebiete finden wir an der Grenze

zu Brandenburg an der Osdorfer Straße. Allerdings

auch einen gezielten Ausbau der

Straßenbahn, ebenso wie die Reaktivierung

der Stammbahn, halten wir für sinnvoll.

Andreas Thimm

Linksfraktion

Zuerst einmal Fakten: Planung und Bau

einer unterirdischen U-Bahn-Linie dauern

15 bis 20 Jahre. Die Kosten sind etwa 5- bis

10-mal höher als für den Bau einer oberirdischen

Straßenbahnlinie. In Steglitz-Zehlendorf

wäre genügend Platz im öffentlichen

Straßenland, um erneut ein Tram-Netz auszubauen.

U-Bahn-Erweiterungs-Visionen

bis in Außenbezirke oder gar nach Teltow

sieht die Linksfraktion als Versuch, von

wichtigeren Infrastruktur-Projekten abzulenken

und den ÖPNV-Ausbau durch absurd

hohe Kosten in der öffentlichen Debatte

zu diskreditieren. Unser Fokus: Bus, Bahn,

Fahrrad und bessere Bedingungen für Fußgänger*innen.

Eine Tram und ordentliche

Radwege entlang des Hindenburgdamms

sowie der Goerzallee beispielsweise würde

viele Verkehrsprobleme lösen.

Was hingegen relativ kostengünstig und

schnell realisiert werden könnte, wäre die

Verlängerung der U3 bis zum Mexikoplatz:

Die Hälfte der Strecke ist bereits getunnelt.

Der gesamte Mexikoplatz ist denkmalgeschützt.

Daher ist hier ein unterirdischer

Bahnhof notwendig. Die Pläne der CDU, die

U-Bahn bis Kleinmachnow zu verlängern,

erachten wir hingegen als unsinnig, weil

zu teuer.

Mathias Gruner

Weitere Informationen zur BVV und

den Sitzungsterminen finden Sie

unter www.berlin.de/ba-steglitzzehlendorf/

politik-und-verwaltung/

bezirksverordnetenversammlung/

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Gazette Steglitz | Juli 2019 | 7

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8 | Gazette Steglitz | Juli 2019

Das Saitenschiff – 20 Jahre Werkstatt

für Musikinstrumente

Menschen mit psychischer Erkrankung reparieren Gitarre, Geige & Co

Ein Bundstäbchen an der Lieblings-Gitarre

eines Kunden sitzt

zu tief – kein Problem für Florian.

Geduldig sucht er im Kästchen,

das Stäbchen jeder Größe bereithält,

bis er ein passendes

gefunden hat. Florian arbeitet

seit drei Jahren im „Saitenschiff“

einem der Sozialbetriebe der

Reha-Steglitz g GmbH. Er hat

ein Händchen für Gitarren und

Präzisionsarbeit. Damit nutzt er

diese Eingliederungsmaßnahme

für Menschen mit psychischer

Erkrankung, die hier ein Stück

Normalität finden und mit hinaus

in den Alltag nehmen sollen.

Sie haben Angststörungen, Depressionen

oder leiden an den

Folgen von Medikamenten- oder

Alkoholmissbrauch mit schwerwiegenden

Einschränkungen

im sozialen und beruflichen

Bereich. Die Zahl jüngerer Betroffener

ist deutschlandweit

steigend.

„Das Saitenschiff“ bietet seit bereits

20 Jahren Eingliederungsmaßnahmen

in geschütztem

Raum für Menschen mit psychischer

Beeinträchtigung, gefeiert

wird das am 28. September 2019.

Ohne äußeren Druck und über

handicaporientierte Leistungsanforderungen

finden die Beschäftigten

hier wieder zu geregelter

Tagesstruktur zurück,

können Sozialkontakte knüpfen

und gewinnen über eine für die

Tätigkeit gezahlte geringfügige

Motivationszuwendung mehr

Willkommen im „Saitenschiff“.

Selbstvertrauen.

Dabei ist deutschlandweites

Alleinstellungsmerkmal des inzwischen

zur Berliner Institution

gewordenen Saitenschiff-Projektes

und der ressourcenschonend

und nachhaltig arbeitenden

Werkstatt, dass hier psychisch

erkrankte Menschen ausrangierten

und fast schon auf dem Müll

gelandeten Instrumenten eine

klangvolle Zukunft geben. – Eine

sinnvolle Tätigkeit, die gleichzeitig

zur Stabilisierung der Beschäftigten

beiträgt.

Win-win für alle

Die Idee für „Das Saitenschiff“

kam ursprünglich von einer befreundeten

Musiklehrerin, in deren

Schule 20 Gitarren entsorgt

Kemal Simsek: Ansprechpartner

auf Augenhöhe für Beschäftigte

und Kunden.

werden sollten, da sich ihre Reparatur

nicht mehr lohnte. Daraufhin

wurde von der Reha-Steglitz

die Reparaturwerkstatt für

Instrumente im Jahr 1998 im

Tageszentrum Kamenzer Damm

ins Leben gerufen. Nach Station

in der Lankwitzer Kaulbachstraße

zog sie schließlich an ihren jetzigen

Standort nach Steglitz. In der

Halle, wo einst defekte Diensträder

der Post ein hoffnungsloses

Dasein fristeten, wird heute beschädigten

und in die Jahre gekommenen

Instrumenten mit

lebensverlängernden Maßnahmen

auf den Resonanzkörper

gerückt. Nebenan im kleinen

Laden warten Zubehörmaterial

wie Geigen- und Gitarren-Saiten

sowie gebrauchte und neue Instrumente

auf Käufer.

Gerade für Einsteiger ist das relativ

kostengünstige Instrumentenangebot

von der Gitarre über die im

„Saitenschiff“ selbstgebauten Leiern

bis hin zu Trommel, Cajon und

E-Piano reizvoll. Blasinstrumente

sucht man hier vergebens, ebenso

fehlt der Platz, um das Reparatur-Angebot

auf raumfordernde

Klaviere und Flügel ausweiten

zu können. Instrumente, die zur

Reparatur abgegeben werden,

sollten einen Wert von 500 Euro

allerdings nicht übersteigen; aus

versicherungstechnischen Gründen,

wie man uns erklärt.

Im „Saitenschiff“ werden u. a.

nicht nur kostengünstige Gitarren,

sondern auch verschiedenste

Saiteninstrumente, Xylophone,

Konzentrierte Feinarbeit – kein Problem für Florian.

Am großen Tisch: Gleichermaßen geeignet für Austausch, Team- und

Einzelarbeit.


Gazette Steglitz | Juli 2019 | 9

Von der Violine bis zur Gitarre: Im Saitenschiff-Laden gibt es ein breites Angebot für Einsteiger.

Reparaturlager

Ohne Präzisionsarbeit kein

repariertes Instrument.

Perkussionen und Notenständer

mit unterschiedlichsten Schäden

repariert. Und ist eine Klampfe

einmal wirklich irreparabel, werden

ihre Teile sorgsam aufbewahrt,

um später vielleicht aus

ihren und weiteren Überresten

eine ganz neue bauen zu können.

– Ökologie und Nachhaltigkeit

sind in der Reha-Steglitz wichtige

Faktoren.

Im Raum neben der eigentlichen

Werkstatt stehen Schleifmaschine,

Papier- und Kleinsäge.

Bohrmaschinen und Werkzeuge

jeglicher Art füllen die Regale,

Metallschränke bergen Schätze

an Instrumenten-Kleinteilen jeglicher

Art.

Musik bringt Menschen

zusammen

„Wir wünschen uns dringend eine

Absaugmaschine für den Staub,

der bei den Arbeiten unvermeidbar

entsteht“, betont Werkstattleiter

und Erzieher Kemal Simsek,

der seit 15 Jahren zum Reha Steglitz-Team

gehört und verantwortlich

für Geschäftsbetrieb, Aufträge,

Kontakt, Öffentlichkeitsarbeit

und Kundenakquise ist. In der

Ziegenhäute zum Bespannen von

Trommeln.

Anleitung der hier Beschäftigten

wird er von dem gelernten Zupfinstrumentenmacher

Martin Pete

begleitet, der seit 13 Jahren auf

Augenhöhe und rücksichtsvoll

den mit psychischer Beeinträchtigung

Arbeitenden begegnet.

Die sind mit reichlich Begeisterung

bei der Sache. „Hier bleibt

die Krankheit draußen“, bringt es

einer von ihnen auf den Punkt.

25 Männer und vier Frauen arbeiten

als Allround-Handwerker zwischen

ein- und viermal wöchentlich

in der Saitenschiff-Werkstatt.

Wesentlich höher ist der weibliche

Anteil im Reha-Sozialbetrieb

nebenan, der „Nähwerkstatt“ (siehe

Gazette 2/19).

Etwa drei Schulpraktikanten pro

Jahr fahren auf dem „Saitenschiff“

mit und lernen dabei einiges über

Instrumente und Handwerk, aber

auch wichtiges aus dem Sozialbereich.

Überall im Raum stehen und

hängen überholungsbedürftige

Instrumente: Balalaika, Mandoline,

Zymbal, Ukulele, Lyra, Violine

– die Auswahl ist groß, egal

ob gezupft oder gestrichen. Reha-Steglitz-Beschäftigungsleiter

Frank Böcker, erklärt: „Ich habe

nicht gewusst, wie viele Holz-Saiteninstrumente

es gibt, habe das

erst hier gelernt.“

Aber auch Trommeln werden neu

bespannt; die Ziegenhäute dafür

stehen in einer Ecke bereit.

Rund um den großen Werkstatttisch

sitzen die Instrumenten-Doc´s

für fachgerechte Wartung,

von denen einige selbst

Instrumente spielen. Es herrscht

ein gutes Betriebsklima, auf gemeinsamen

Ausflügen wird auch

schon mal die eigene Klampfe

rausgeholt. Aktuell wird überlegt,

ein Bandprojekt mit den Beschäftigten

zu starten.

Einer der Instrumenten-Spezialisten

ist Herr Jaschek. Seit

17 Jahren ist der gelernte

Schiffs-Elektriker nun auf dem

„Saitenschiff“ auf großer Fahrt.

Sein Hauptgebiet sind Geigen,

aber er erledigt auch gerne kleinere

elektrische Reparaturen an

Mikrofonen und elektrischen

Klavieren. Gibt es größere Probleme

mit den Instrumenten,

stehen dem „Saitenschiff“ erfahrene

Gitarren- und Violinenmeister

als Ansprechpartner zur

Seite.

Auch Trommeln werden repariert.

Herr Jaschek – mit Elektronik und Geigen per du.

Aus Kemal Simseks engagierter

Akquise hat sich, gepaart mit der

qualitativ hochwertigen Handwerksarbeit,

über die Jahre ein

erfolgreiches Hauptgeschäft

entwickeln können. Rund 200

der etwa 1000 Berliner Schulen

lassen ihre Instrumente aus dem

Musikunterricht im „Saitenschiff“

regelmäßig reparieren oder

überholen und machen damit

etwa 80 Prozent der Aufträge

aus. Hinzu kommen Reparaturen

für Kitas, Musikschulen, Tageskliniken

und Privatkunden.

Viel Zeit benötigen die Kundenbesuche:

Vor Ort Beurteilungen,

Beratungen, Holen und Bringen

des musikalischen Inventars sind

zeitintensiv. Kemal Simsek hat

auch dazu einen Wunsch: „Ehrenamtliche

Personen, die uns

beim Abholen und Bringen der

Instrumente unterstützen, wären

eine große Erleichterung für

uns“, erklärt er. – Und vielleicht

geht dieser Wunsch ja rechtzeitig

zur Saitenschiff-20-Jahr-Feier am

28. September 2019 in Erfüllung.

Save the date: Das „Saitenschiff“-Team

freut sich auf viele

Besucher an diesem „Tag der offenen

Tür.“ Gefeiert wird von 14

– 18 Uhr im Hof der Werkstatt in

der Bergstraße 1 bei freiem Eintritt.

Als musikalische Höhepunkte

für Beschäftigte und Besucher

spielen die BigBand des Canisius

Colleg, Güno van Leyen (Irish

Folk), ein Saxophon-Trio und die

Band “Zargenbruch“, die im „Saitenschiff“

ihre Wurzeln hat.


Jacqueline Lorenz

Das Saitenschiff

Bergstraße 1

12169 Berlin

Öffnungszeiten:

Mo. 14 – 17 Uhr

Di. + Do. 13 – 17 Uhr

Fr. 13 – 15 Uhr

Mi. geschlossen

…und nach telefonischer Vereinbarung

Telefon: 030 / 319 805 – 151

E-Mail: saitenschiff@reha-steglitz.de

www.saitenschiff.de


10 | Gazette Steglitz | Juli 2019

Berliner Spaziergänge

Praktische Broschüre als kenntnisreicher

Begleiter

Wussten Sie, dass der Gutsherr von

Dahlem im Jahr 1804 alle Bauern

in den Nachbarort Schmargendorf

umsiedelte, damit Dahlem

ein Gutsdorf wurde? Diese und

viele weitere Informationen

finden sich

im Heft „Steglitz-Zehlendorf“

der Berliner

Spaziergänge.

Drei Hefte über den

Südwesten Berlins:

Steglitz-Zehlendorf

und seine Nachbarn

Charlottenburg-Wilmersdorf

sowie Tempelhof-Schöneberg

lassen sich bei Spaziergängen

entdecken. Die Serie

„Berliner Spaziergänge“ umfasst

diese Bezirke und weitere Bände.

Jeweils fünf Spaziergänge werden

detailreich beschrieben. Aktuelle

und historische Gebäude, bekannte

Bewohner, interessante

… wenn das Haus nasse Füße hat …

Planung + Ausführung:

Innen-/Außenabdichtung

Schimmelbeseitigung

Innendämmung

Altbausanierung

Um-/Aus- und Neubau

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Statik / Gutachten

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Ereignisse und mehr werden in

den Heften festgehalten. Dank

der genauen Wegbeschreibung

ist ein Verirren kaum möglich. Auf

66 Seiten mit vielen Abbildungen

bekommt man viele

Anregungen für den

nächsten Ausflug zu

Fuß. Ob Neuzugezogene

oder Alteingesessene

– in den

Bezirken gibt es noch

viel Interessantes zu

entdecken.

Die Berliner Spaziergänge

„Charlottenburg-Wilmersdorf“

von Barbara Schäche,

Steglitz-Zehlendorf“ von Wolfgang

Holtz und Christian Simon

sowie „Tempelhof-Schöneberg“

von Christian Simon sind im Elsengold

Verlag erschienen. Sie

sind zum Preis von jeweils 5 Euro

im Buchhandel erhältlich.

Batrole

Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG

Potsdamer Straße 16

14532 Stahnsdorf OT Güterfelde

Telefon: 0 33 29/ 69 96 0-0

Telefax: 0 33 29/ 69 96 0-29

Kletterfelsen,

Kickertisch und mehr

Schulhof des Gymnasium Steglitz saniert

Am 18. Juni wurde nach einer einjährigen

Sanierung der Schulhof

des Gymnasium Steglitz an der

Heesestraße 15, eröffnet. Die Gesamtkosten

der Sanierung betragen

über 500.000,- Euro.

Den Schülern steht jetzt ein attraktiver

Schulhof zur Verfügung.

Ein bis zu 2,80 hoher Kletterfelsen,

bunte Sitzbänke, ein Outdoor-Kickertisch,

Tischtennisplatten und

Schachtische werden die Hofpausen

abwechslungsreich gestalten

und laden zum Verweilen ein.

Dem Sportunterricht stehen eine

zweispurige 50-Meter-Laufbahn,

ein neues Mulifunktionsfeld mit

Weitsprung, Kugelstoßen und

Beachvolleyball zur Verfügung.

Ein neues Fußballfeld mit einem

Ballfangzaun sowie ein neues Basketballfeld

lassen die Herzen der

Sportbegeisterten höher schlagen.

Eine besondere Herausforderung

der Sanierung stellte der von der

Garten-, Landschafts- und Sportplatz-Baufirma

als San-Andreas-Graben

bezeichnete Graben

dar, der für die notwendige Drainage

ausgehoben werden musste.

Dieser war 50 Meter lang und drei

Meter tief. Die wesentliche Farbe

des Schulhofes ist jetzt nicht

mehr Pflasterstein-Grau, sondern

grün. Fünf Zierkirschbäume, einige

Hainbuchenbäume, Bodendecker

wie Storchschnabel, viele

Sträucher, wie Weigelien und

Felsenbirnen sind Beispiele der

Bepflanzung des neuen Schulhofes.

Des Weiteren wird eine Insekten-

und bienenfreundliche Wiese

im Vorgarten gepflanzt und Nistmöglichkeiten

für Insekten und

Wildbienen geschaffen.

Schülerinnen ließen sich im Rahmen

des Fachtages Geografie bereits

von Expertinnen und einem

Imker zum Thema „Ökologisches

Gärtnern“ beraten. Zwei Schülerinnen

hielten auf dem Fachtag einen

Vortrag zum Thema „Gärtnern als

eine Möglichkeit, das Klima zu achten“.

Mit diesen Impulsen und dem

Wissen wollen sich engagierte

Schülerinnen und Schüler um die

Bepflanzung von vier Hochbeeten

mit Kräutern Gemüse, das von der

Schul-Cafeteria genutzt werden

soll, kümmern. Die Anschaffung

eines Bienenstocks ist in Planung.


Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf

Für einen lebenswerten Südwesten

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Monate April und Mai sind traditionell

die Zeit der Stände und damit ein

wichtiger Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit.

So haben wir uns auch in diesem

Jahr über zahlreiche Gespräche

mit Ihnen an unserem Stand beim nun

schon 18. Hanami-Kirschblütenfest auf

• Mietrecht

• WEG-Recht

• Verwaltungsrecht

• Mahn- und Zwangsvollstreckungsrecht

dem früheren Grenzstreifen zwischen

Steglitz und Teltow gefreut. Dass Carolina

Böhm, Bezirksstadträtin für Jugend

und Gesundheit und seit langem unserer

Arbeit sehr verbunden, uns besuchte,

hat schon Tradition, ebenso wie der

Besuch unseres Schirmherrn Norbert

Kopp, Bezirksbürgermeister a.D.

Zum Europäischen Aktionstag zur

Gleichstellung von Menschen mit

Behinderung gab es dann am 3. Mai

eine ganztägige gemeinsame Veranstaltung

am Rathaus Zehlendorf, organisiert

vom Aktionsbündnis 5. Mai

– Kooperation Berliner Träger der Behindertenhilfe

– und der Beauftragten

für Menschen mit Behinderung Steglitz-Zehlendorf,

Eileen Moritz. Das

Eileen Moritz freut sich über das

Angebot der Bürgerstiftung.

Geier

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im Lysoformgebäude am Teltowkanal

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Gelände vorhanden

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Motto BUNT VERBINDET wurde realisiert

durch zahlreiche Stände, viel Musik

und wichtige Themen, wie: „Bunt

verbindet Arbeitswelten“ Tagespraktikant*innen

und Gewerbetreibende

• Verkehrsrecht

- Unfall / Schadenregulierung

- Bußgeldrecht

- Verkehrsstrafrecht

- Ordnungswidrigkeitenrecht

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TÜV-geprüfter Fachbetrieb – Mitglied im Holz- und Bautenschutzverband

am Teltower Damm im Gespräch.

Dieses Thema wird uns beim 8. Café

INKLUSIV am 24.10. 2019, 16-18 Uhr,

ebenfalls beschäftigen. Bitte merken

Sie den Termin schon vor! Einzelheiten

folgen in der nächsten Kolumne.

Dass Eileen Moritz übrigens Zeit für

eine kreative Pause an unserem Stand

fand, hat uns sehr gefreut, wie auch

der anregende Gedankenaustausch

mit vielen Besucherinnen und Besuchern.

Bei unserem Musikprojekt konnten

wir uns erneut davon überzeugen, wie

gut unser Motto „Musik kennt keine

Grenzen“ in den beteiligten Grundund

Oberschulen realisiert wird: Die

Bilder illustrieren, dass die Kleineren

wie die Großen nicht nur viel Spaß

dabei haben, sondern auch intensiv

Neues lernen mit Trommeln und Flöten

und bei der Erarbeitung eines anspruchsvollen

Programms , wie z. B. in

der Lilienthal-Band, die bereits mehrfach

auch bei Schulveranstaltungen

ihr Können zeigen konnte. An dieser

Stelle danken wir den Musiklehrern

und Schulen sehr herzlich für ihr Engagement!

Unser Musikprojekt wird gefördert mit

Mitteln des bezirklichen Integrationsfonds

Steglitz-Zehlendorf. Der Integrationsfonds

ist eine Maßnahme des

Gesamtkonzepts zur Integration und

GRABMALE

Foto: Eyetronic / Fotolia

Gazette Steglitz | Juli 2019 | 11

Impressionen aus unserem

Musikprojekt: Musik verbindet!

Partizipation Geflüchteter des Senats

von Berlin.

Ihnen allen wünschen wir nun erholsame

Ferien-, Urlaubs- und Sommertage!

Und merken Sie bitte auch den

12.09.2019 vor: Aufstellung eines

von uns gestifteten UNESCO-Welterbe-Schildes

in Glienicke, an der

Königstraße! Einzelheiten wie immer

auf unserer Homepage!

Mit sehr herzlichen Grüßen,

Ihre Karin Lau

Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf

www.buergerstiftung-sz.de

STEINMETZHÜTTE

Grabmale

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Kurze Wege:

Grana Steinmetzhütte

ist in Steglitz und an zehn

weiteren Standorten in Berlin

und im Umland vertreten.

Das Unternehmen hat sich auf die

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Kundenwunsch spezialisiert.

Vereinbaren Sie einen Termin,

wir sind gern für Sie da!

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Unsere Öffnungszeiten: Mo., Mi., Do. 9–16 Uhr,

Di. 9–18 Uhr, Fr. 9–14 Uhr

Sie können jeder Zeit mit uns Termine

auch außerhalb dieser Zeiten vereinbaren!

Fotos: Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf


12 | Gazette Steglitz | Juli 2019

100 Jahre Bezirksverband

der Kleingärtner Steglitz e. V.

Vom Arbeitergarten zur ausgezeichneten Kleingartenanlage

Sie stehen für den Erhalt der Kleingartenanlagen: (v.l.n.r.) Herbert

Weber, Cerstin Richter-Kotowski, Ralf-Jürgen Krüger und Norbert Kopp.


Foto: Verlag W. Wächter/Klaus Pranger

100 Jahre Bezirksverband der

Steglitzer Kleingärtner bedeutet

auch 100 Jahre Kleingarten-Geschichte:

So gehen Steglitzer

Kleingartenanlagen wie „Rütli“

und „Parkkolonie“ auf die bereits

1901 gegründeten Arbeitergärten

des Roten Kreuzes zurück.

Damals wachte eine gestrenge

und nicht immer von den Arbeitern

hochgeschätzte Patronin

über Gärten und Nutzer. Heute

sind der Ton und das Verhältnis

zu Kolonie- und Bezirksverband-Vorsitzenden

da deutlich

kameradschaftlicher geworden,

das Miteinander steht im Vordergrund.

Darauf ist auch der

1. Vorsitzende des Bezirksverbandes

der Kleingärtner Steglitz e. V.

Ralf-Jürgen Krüger stolz. Durch

seine über 20-jährige ehrenamtliche

Verbandsarbeit hat er mitgeholfen,

die Anzahl der Parzellen

konstant auf 3.300 in Steglitz zu

halten und sie fest in die Kommunalstruktur

zu verankern. – Auch

wenn das nicht immer leicht war

in Zeiten von politischem und

Investoren-Druck im Kampf um

Grundstücke für den Wohnungsbau.

Der Verband verwaltet diese

Parzellen, die von 27 Kleingartenanlagen

unterhalten werden.

Und wenn – wie im vergangenen

Jahr – dann eine dieser

Steglitzer Kleingartenanlagen

sogar von der Lenné-Akademie

für Gartenkultur mit der Gartenplakette

„Natur im Garten“ für

ökologisches Gärtnern ausgezeichnet

wird, dann ist das für

den Bezirksverband eine ähnlich

hohe Anerkennung wie für die

prämierte Öko-Kolonie Wildkraut

e. V. selbst.

Gefeiert wird das 100-jährige Jubiläum

in zwei Etappen: Mit erlesenen

Gästen aus Kommunalpolitik

und Landesverband stieß der

Bezirksverband bereits im Frühjahr

„auf die Zukunft“ an, und

beim geplanten „Oktoberfest“

für jedermann im Herbst dürften

die Besucher nicht weniger hoffnungsfroh

auf die Zukunft des

Bezirksverbandes trinken.

Vom belächelten Laubenpieper

zum geachteten Kleingärtner

Als einer der ersten Bezirksverbände

Berlins war 1919 der „Bezirksverband

der Kleingärtner XII

Verwaltungsbezirk Steglitz im

Zentralverband der Kleingärtner,

Siedler und bodennutzenden

Grundbesitzer“ gegründet worden.

1950 wurde er in „Bezirksverband

der Kleingärtner Steglitz

e. V.“ umbenannt.

Im Jahr 1900 hatten Berliner Laubenpieper

einen ersten Zusammenschluss

aller acht Kolonien

beschlossen. Im Verein sollten

ihre Rechte gesichert sein. 1911

erhielt dieser Verein den Namen

„Verband der Laubenkolonisten

Berlins und Umgebung“. Endgültige

Hoffähigkeit erlangten

die bis dahin eher belächelten

„Laubenpieper“ aber mit dem 1.

Weltkrieg, auf dessen Kanonen-

Neuer Treffpunkt für (Kaffee-)Genießer

Genuss in bester Lage: direkt im Bahnhof

Lichterfelde West haben Angelique

und Sebastian Wirges mit ihrem BioBarista

Café einen idyllischen Treffpunkt

geschaffen. Ob bei gutem Wetter auf

der großzügigen Terrasse oder bei kühleren

Temperaturen im Innenbereich:

Das vielseitige Angebot kann man sich

in dem stilvollen Ambiente auf bequemen

Sitzgelegenheiten schmecken

lassen. Pestizide und Co. müssen draußen

bleiben: Hier bekommen Sie 100 %

Bioqualität, ausgenommen sind sehr

wenige Zutaten, die nur konventionell

erhältlich sind. In dem biozertifizierten

Café fällt die Vielfalt auf: Iced Coffees,

unterschiedliche Kaffeespezialitäten,

Anzeige

darunter Americano, Espresso, Blattgold-Cappuccino

und viele andere.

Auch frische Ingwer- und Minztees sowie

schwarzer und grüner Tee stehen

auf der Karte. Darüber hinaus gibt es

eine Frühstücksauswahl, Eierspeisen,

hausgemachte Pizza, Eis am Stiel, frisches

Obst, Smoothies, kalte Getränke

und Kuchen. Der freundliche Service

trägt zum Wohlfühlflair bei – als Gast

merkt man gleich, dass hier ein ausgebildetes

Team mit Fachverstand am

Werk ist – kein Wunder, denn sie sind

gelernte Gastronomen und Barista. Übrigens:

Alle Getränke und die meisten

Speisen können gern auch mitgenommen

werden.


Gazette Steglitz | Juli 2019 | 13

donner bittere Hungersnot folgte.

Die Erträge der Kleingärten

wussten diese Not wenigstens

etwas zu lindern. Mit dem ersten

Kleingartengesetz wurden im

Jahr 1919 nun auch die ersten

offiziellen Bezirksverbände und

Kolonien ins Leben gerufen. Das

Gesetz beinhaltete den Kündigungsschutz

für Kleingartenland

ebenso wie soziale, wirtschaftliche

und gesundheitliche Ziele.

1926 bestand der Provinzialverband

Groß-Berlin der Kleingartenvereine

bereits aus 16 Bezirksverbänden,

die Zahl städtischer

Kleingartenflächen wuchs stetig.

Aber auch Parzellen- und

Lauben-Form änderten sich. So

wurde bald ein Verbot für ganzjähriges

Wohnen in den Lauben

erlassen, das lediglich die Nutzung

in den Sommermonaten

zuließ. Erste Dauerkleingartenanlagen

entstanden mit Pachtverträgen

über 10 Jahre. Richtlinien

bestimmten die Mindestgröße

von Lauben (20 Quadratmeter),

setzten Maßstäbe für Spielplätze

und Brunnen. Die empfohlene

Parzellengröße lag zwischen 300

und 400 Quadratmetern.

Mit dem 2. Weltkrieg wurde in

Hinsicht auf drohende Nahrungsengpässe

auch die Tierhaltung

neben Gemüse- und Obstanbau

gestattet, ebenso das Dauerwohnen

auf den Parzellen. Dazu

wurde 1939 sogar eine Kündigungsschutzverordnung

für

Kleingartenland erlassen.

Nach dem Krieg, dessen Bombenhagel

auch an vielen Kleingartenanlagen

reichlich Zerstörung

verursacht hatte, wurden ab

1949 wieder erste Pachtverträge

vergeben. – Aus den ehemaligen

„Versorgungs-Laubenpiepern“

wurden nun „Wochenenderholungs-Laubenpieper“.

Die Geschäftsstelle des Bezirksverbandes in der Goerzallee 106 J in

Berlin-Lichterfelde – so idyllisch gelegen wie die Kleingärten selbst.

Gärtnern mit der Natur

und für die Umwelt

Heute steht in den Kleingartenanlagen

das Gärtnern unter

sozialen, ökologischen und gesundheitlichen

Aspekten im Vordergrund.

In den Kolonien sind

Besucher gerne gesehen und

profitieren ebenso wie die Kleingärtner

vom Erholungswert der

blühenden und sauerstoffspendenden

Anlagen.

„Der Bestand der Kleingartenparzellen

hat sich in den letzten

25 Jahren nicht wesentlich verändert“,

bestätigt der 1. Vorsitzende

des Bezirksverbandes Ralf-Jürgen

Krüger. Obwohl der Bezirk etliche

Kleingartenanlagen abgeben

musste, konnte durch die Teilung

übergroßer Parzellen die Gesamtzahl

aufrecht erhalten werden.

Aktuell gibt es für den Erhalt der

Kleingartenanlage Am Fichtenberg

in Steglitz wenig Hoffnung:

Die Kleingärten, die auf Berliner

„Schulerweiterungsland“ stehen,

also keine Dauerkleingartenanlagen

sind, müssen nun dem Bau

einer Schulporthalle weichen.

Krüger sieht es auch zukünftig

als eine der Hauptaufgaben des

Bezirksverbandes, die Erhaltung

von Kleingärten über Dauerkleingartenanlagen

zu sichern.

Dabei erhielt der Verband in den

vergangenen Jahrzehnten erfolgreiche

Unterstützung von Seiten

des Bezirksamtes und der ehemaligen

Bezirksbürgermeister Herbert

Weber und Norbert Kopp. So

sind derzeit von den 27 Steglitzer

Anlagen immerhin 22 Kleingartenanlagen

abgesichert. Die amtierende

Bezirksbürgermeisterin

Cerstin Richter-Kotowski erklärt:

„Kleingärten haben bis heute

nichts von ihrer Attraktivität und

Beliebtheit verloren.“ Das beweisen

die regelmäßigen Kleingarten-Aktivitäten

in Steglitz wie

Kunst im Kleingarten, Steglitzer

Kleingartentage, Steglitzer Bienenfest,

Fest der Nationen und

Kinderprojekte, die schon die

Kleinsten für die Natur zu begeistern

suchen.

Etwa 500 Kleingarten-Bewerber

stehen aktuell auf der Steglitzer

Warteliste. Nach der Wende ins

Umland und nach Brandenburg

abgewandert, kehren heute

viele Gartenfreunde in die Berliner

Kleingarten-Anlagen zurück

– nicht zuletzt wegen der

längeren Anfahrtswege nach

Brandenburg. Familien mit Kindern,

aber auch 40-50-Jährige

entdecken die „grünen Lungen“

innerhalb der Stadt wieder vermehrt

für sich. Dabei könne

eine kleine herkömmliche Laube

ohne Bad und Dusche ein

mindestens ebenso reiz- und

wertvolles Stück Kulturgut sein

wie das luxuriös ausgestattete

Kleingartenhäuschen, betont

Ralf-Jürgen Krüger. Auch er, der

gesellschaftspolitisch viel unterwegs

ist, zählt seit 1985 zu den

passionierten Kleingärtnern. Ins

Schwärmen gerät er, wenn er von

der Öko-Kleingartenanlage Wildkraut

e. V. erzählt, die am Ostpreußendamm

liegt: „Wo noch

vor zehn Jahren magerer Boden

und von Müll durchsetzte Erde

das Bild bestimmten, wachsen

heute auf humusreichem Boden

wichtige Wildkräuter.“ Zu schätzen

wissen das auch Umweltund

Natur-Organisationen wie

BUND und die Lenné-Stiftung,

die regelmäßig vorbeischauen.

2018 erhielt die Anlage dann

auch die begehrte „Natur im

Garten“-Gartenplakette.

Dass in den nächsten 100 Jahren

noch viele Kleingartenanlagen

diesem Vorbild folgen, das

möchte man dem Bezirksverband

Steglitz, den Kleingärtnern

von morgen und besonders unserer

Umwelt wünschen.

Weitere Informationen unter

www.kleingaertner-sind.net


Jacqueline Lorenz

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14 | Gazette Steglitz | Juli 2019

Berlin ist aus dem Kahn gebaut

Aufstieg zur Metropole mit Hilfe von Wasserstraßen und

Binnenhäfen

Berlin und seine Wasserstraßen

– mit ihnen beschäftigt sich das

Buch „Berlin ist

aus dem Kahn gebaut.

Der Aufstieg

zur Metropole in

historischen Fotografien“

von Joachim

Winde.

Die an der Spree

gegründete Stadt

ist von vielen Wasserstraßen

aus sehr gut

erreichbar, die Kanäle

geben der Stadt einen

ganz besonderen

Charme, waren aber auch ein

nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.

Viele Menschen

bestritten in früheren Jahrhunderten

ihren Lebensinhalt als

Schiffer und Flößer. Das Baumaterial

kam über das Wasser in die

wachsende Stadt, Industrie siedelte

sich an und Häfen wurden

Die ehemalige Eisenbahnbrücke über den Teltowkanal. Sie wurde 2018

abgebrochen.

Archiv Joachim Winde

gebaut. Mit vielen historischen,

noch nie veröffentlichten Bildern

wird in dem Buch ein Stück Berliner

Stadtgeschichte lebendig

gehalten.

„Berlin ist aus dem Kahn gebaut.

Der Aufstieg zur Metropole in historischen

Fotografien“ von Joachim

Winde ist im Sutton Verlag

erschienen. Es ist zum Preis von

19,99 Euro im Buchhandel erhältlich,

ISBN 978-3-96303-040-6.

Heldinnen und

Helden gesucht

Steglitz-Zehlendorf sucht bis zum

16. September 2019 seine Bezirksheldinnen

und Bezirkshelden im

Alter von 10 bis 21 Jahren. Alle

Vereine, Verbände, Schulen, Eltern,

Privatpersonen sind aufgerufen,

engagierte junge Menschen in

Steglitz-Zehlendorf im Alter von

10 bis 21 Jahren dem Kinder- und

Jugendbüro vorzuschlagen.

Nominierung an: kijubsz@berlin.

de unter Angabe von:

• Name und Alter der vorgeschlagenen

Person

• Wo, wie oft, seit wann engagiert

sich die Person

• Was zeichnet diese Person aus?

Alle Vorgeschlagenen werden

dann am Freitag, den 22.11.2019

um 18 Uhr mit Musik und Buffet

feierlich geehrt und erhalten eine

Auszeichnung, die von der Bezirksbürgermeisterin

Frau Richter-Kotowski

überreicht werden wird.

Zuvor wird eine Jury aus Jugendlichen

und Bezirkspolitikern entscheiden,

welche Engagements

am Ehrungstag beispielhaft in einem

Film präsentiert werden.

Von Zimmermanns Pflegeteam

gut gepflegt in einer Wohngemeinschaft

Seit mehreren Jahren ist das Wohnen

in einer Senioren-Wohngemeinschaft

eine willkommene

Alternative zum Leben in einem

Pflegeheim. Viele Menschen möchten

gerne in ein Einzelzimmer.

In unseren

Gemeinschaften

bekommen die Senioren

viel mehr, eine

24

24

Familie und eine ganze Wohnung.

Die besteht wie zu Hause aus einem

Wohnzimmer und mehreren Schlafzimmern.

Eine Köchin sorgt für das

leibliche Wohl. Die Terrassensaison

hat begonnen. Eine Hauswirtschaftshilfe

achtet auf die Reinlichkeit und

rund um die Uhr kümmert sich Zimmermanns

Pflegeteam um die pflegerischen

Belange. Schon mehrere

über Hundertjährige

haben ihre Jubiläen

in den Wohngemeinschaften

gefeiert. Auf

dem Foto sehen Sie die

Musiktherapie. Möchten Sie Informationen

zu unseren Wohngemeinschaften

in der Stindestraße, dann

rufen Sie an ☎ 797 07 534 sie werden

sehen, auch Ihnen helfen wir.

häusliche Krankenpflege

rund um die Uhr

Zimmermannstraße 14 · 12163 Berlin · ☎ 797 07 534

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Tel. 030 / 797 07 534

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RATGEBER

Gazette Steglitz | Juli 2019 | 15

Über den Wolken … ist nichts los

Rechte von Flugreisenden bei Verspätungen und Annullierungen

Immer mehr Menschen fliegen –

ob in den langersehnten Strandurlaub,

für einen Städtetrip

nach Rom oder zum wichtigen

Geschäftstermin. Entsprechend

hoch ist das Flugaufkommen,

Flugausfälle und -verspätungen

sind dabei keine Seltenheit. Welche

Rechte Flugreisende dann

haben, weiß Michaela Rassat,

Juristin der D.A.S. Rechtsschutz.

Innerhalb Europas genießen

Fluggäste große Rechtssicherheit

– unabhängig davon, ob

es sich um eine Pauschal- oder

Individualreise handelt. Ihre

Rechte sind in der EU-Fluggastrechteverordnung

Nr. 261/2004

geregelt. „Hier steht, welche

Ausgleichs- und Versorgungsleistungen

Passagieren bei Verspätungen,

Nichtbeförderungen

oder Annullierungen von Flügen

zustehen“, so Michaela Rassat.

Diese Verordnung gilt für alle

Flüge, die entweder in der Europäischen

Union (EU) starten oder

von einer EU-Fluggesellschaft

durchgeführt werden und einen

EU-Flughafen zum Ziel haben.

Die Verordnung gilt aufgrund

entsprechender Verträge auch

in Island, Norwegen, Liechtenstein

und der Schweiz. Gelten die

EU-Fluggastrechte nicht, greifen

andere Regelungen. Denn zahlreiche

weitere Staaten haben

ähnliche Fluggastrechte. Zudem

sind im sogenannten Montrealer

Übereinkommen Mindeststandards

für Passagierrechte

festgelegt, wie etwa Schadenersatzansprüche

bei Verspätungen

oder Personenschäden. Welche

Länder dieses Übereinkommen

unterzeichnet haben, finden Reisende

auf der Seite der Internationalen

Zivilluftfahrtorganisation

(ICAO).

Ansprüche bei Verspätung …

Im letzten Moment noch den Sicherheitscheck

geschafft – und

dann verzögert sich der Abflug.

„In vielen Fällen haben Betroffene

nach der EU-Verordnung

Anspruch auf Entschädigung,

Verpflegung und Betreuung“, so

die D.A.S. Expertin.

Ab zwei Stunden Verspätung

steht Betroffenen zum Beispiel

Innerhalb Europas genießen Fluggäste große Rechtssicherheit.


Foto: ERGO Group AG

bei Flügen bis zu 1.500 km Verpflegung

zu und die Möglichkeit,

zwei Telefonate zu führen oder

zwei E-Mails zu schreiben.

Passagiere können zusätzlich ab

einer Verspätung von drei Stunden

von der Fluggesellschaft

eine Entschädigung verlangen.

Wie hoch die Zahlung ausfällt,

ist abhängig von der Länge der

Flugstrecke:

• Bis zu 1.500 Kilometer, beispielsweise

für die Strecke Berlin

– Rom, gibt es 250 Euro.

• Bei Flügen über 1.500 Kilometer

innerhalb der EU, etwa

Berlin – Lissabon, und bei allen

anderen Flügen zwischen 1.500

und 3.500 Kilometern werden

400 Euro fällig.

• Bei allen weiteren Flügen wie

beispielsweise Berlin – Dubai

600 Euro. Dabei spielt es keine

Rolle, wie teuer der Flug war.

• Ab fünf Stunden Verspätung

dürfen Reisende vom Beförderungsvertrag

zurücktreten und

sich den Flugpreis erstatten

lassen.

• Verschiebt sich der Abflug auf

den nächsten Tag, gibt es eine

Hotelübernachtung sowie den

Transfer.

Übrigens: Wer wegen einer Verspätung

seinen Anschlussflug

verpasst, kann Anspruch auf

eine Zahlung haben – auch dann,

wenn der Anschlussflug außerhalb

der EU startet. Wichtig ist

nur, dass beide Flüge zusammen

gebucht wurden (Europäischer

Gerichtshof, Az. C-537/17).

… und bei Annullierung

Wird der Flug von der Airline gestrichen,

können sich Betroffene

den Ticketpreis erstatten oder sich

von ihrer Airline auf einen anderen

Flug umbuchen lassen. Ansonsten

ist eine zusätzliche Ausgleichszahlung

möglich, die sich nach der

Länge der Flugstrecke richtet und

genauso gestaffelt ist wie bei einer

Flugverspätung. Keinen Anspruch

auf eine zusätzliche Entschädigung

haben die Passagiere nach

der EU-Fluggastverordnung, wenn

• die Fluggesellschaft mindestens

zwei Wochen vorher über den

Flugausfall informiert,

• die Benachrichtigung sieben bis

14 Tage vor Abflug und der Alternativflug

maximal zwei Stunden

früher startet beziehungsweise

maximal vier Stunden später am

Ziel ankommt oder

• die Benachrichtigung weniger

als sieben Tage vor Abflug und

der Alternativflug maximal eine

Stunde früher erfolgt beziehungsweise

maximal zwei Stunden

später am Ziel ankommt.

Laut Rassat müssen Airlines allerdings

nicht zahlen, wenn die

Annullierung oder Verspätung

aufgrund außergewöhnlicher

Umstände wie Streiks, schwerer

Unwetter oder Naturkatastrophen

erfolgt. Im Gegensatz zur EU-Fluggastverordnung

sieht das Montrealer

Übereinkommen sowohl für

Verspätungen als auch für Annullierungen

keine pauschalen Entschädigungen

vor. Hier müssen

Passagiere Schäden im Einzelfall

nachweisen.

Wie kommen Reisende

zu ihrer Erstattung?

Um eine Entschädigung einzufordern,

können sich Passagiere

direkt an die jeweilige Fluggesellschaft

wenden. Entsprechende

Musterbriefe gibt es beispielsweise

im Internet. Dort finden Reisende

auch Entschädigungsrechner,

die anzeigen, ob sie tatsächlich

anspruchsberechtigt sind. Auch

die D.A.S. Rechtsschutz-App bietet

einen Entschädigungsrechner.

Verweigert die Fluggesellschaft

die Zahlung, kann die Schlichtungsstelle

für den Öffentlichen

Personenverkehr (SÖP) vermitteln.

Wer sich nicht selbst mit

der Airline herumärgern möchte,

kann sich an ein sogenanntes

Fluggasthelfer-Portal wenden.

„Diese Portale prüfen die Ansprüche.

Gibt es Aussichten auf Erfolg,

bieten sie an, die Forderung bei

der Airline durchzusetzen“, so die

Juristin. „Wird der Fall erfolgreich

abgeschlossen, überweisen die

Portale dann auch die Entschädigung,

abzüglich einer Erfolgsprovision.“

Einige Portale bieten auch

eine Sofortentschädigung an. „In

diesem Fall verkaufen Reisende

ihre Entschädigungsforderung an

den Anbieter und erhalten dann

innerhalb weniger Tage ihr Geld.”

Die Provision fällt dann jedoch etwas

höher aus.

Impressum

Gazette Steglitz · Juli Nr. 7/2019 · 39. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich

in Steglitz, Zehlendorf, Wilmersdorf, Charlottenburg

sowie Schöneberg & Friedenau.

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH

Ruhlsdorfer Straße 95, Haus 42 · 14532 Stahnsdorf

☎ 03329 / 645 15 70 · www.gazette-berlin.de

Redaktion

Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz

☎ 0172 / 630 26 88

Titelbild: ILA

Anzeigen

Daniel Gottschalk · ☎ 030 / 323 38 54

anzeigen@gazette-berlin.de

Druck

Humburg Media Group · 28325 Bremen

Nächste Ausgabe

August Nr. 8/2019

Anzeigen-/Redaktionsschluss 15.07.2019

Erscheinung 01.08.2019

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