Gazette Charlottenburg Juli 2019

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Gazette für Charlottenburg und Westend

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Juli 2019

Charlottenburg

Ein Löwe für

die Gefallenen

Denkmal in Alt-Lietzow

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2 | Gazette Charlottenburg | Juli 2019

Ein Löwe für die Gefallenen

Denkmal in Alt-Lietzow

Der Löwe liegt schon seit langem

in Alt-Lietzow. Hier war einst Lietzow,

das Dorf, das als Keimzelle

von Charlottenburg gilt. Das majestätische

Tier wurde zwischen

1873 und 1875 geschaffen und

erinnert an die Gefallenen mehrerer

Kriege. Zunächst mit einer

Tafel an der Stirnseite, die an den

preußischen Krieg gegen Dänemark

im Jahr 1864, an den gegen

Österreich 1866 sowie den gegen

Frankreich 1870 und 1871 erinnert.

Gestiftet wurde sie im Jahr 1875

von der Bürgerschaft Charlottenburgs.

Weitere Erinnerungstafeln

wurden nach dem Ersten und nach

dem Zweiten Weltkrieg an den

Längsseiten angebracht. Die Tafel

an der Rückseite ist eine Widmung

an die Schöpfer des Denkmals.

Regierungsbaumeister

und Bahnhofsarchitekt

Der an einen Sarkophag erinnernde

Sockel des Denkmals ist nach

einem Entwurf von Hubert Oswald

Stier (1838 – 1907) gestaltet. Hubert

Stier schlug zunächst die Laufbahn

eines Architekten ein und

war am Bau des Roten Rathauses

beteiligt. 1868 erhielt er den Posten

des Regierungsbaumeisters in

Berlin. 1876 wechselte er zur Königlichen

Eisenbahndirektion in

Hannover. In der Folge zeichnete

er für den Bau zahlreicher Bahnhöfe

verantwortlich. Darunter die

Hauptbahnhöfe von Hannover,

Hildesheim, Uelzen und Bremen.

Albert Wolff, Schüler von Rauch

Die Figur des majestätisch blickenden

Löwen wurde von Albert Wolff

geschaffen. Er war ein Lehrling von

Christian Daniel Rauch. 1844 war

er für die Ausführung der Marmorskulpturen

zuständig, die die

oberste Terrasse des Schlosses

Sanssouci zieren. Hierfür wurde er

nach Carrara in Italien geschickt.

In der Folgezeit arbeitete er weiter

für Rauch, begann aber auch selbständig

Aufträge anzunehmen.

Das Gefallenendenkmal, im Hintergrund der Turm des Rathauses

Charlottenburg.

Nach Beendigung seiner Lehrzeit

schuf er in seiner eigenen Werkstatt

zahlreiche Werke und Modelle.

Das bekannteste ist vermutlich

das Sachsenross in Hannover. In

Berlin entwarf er unter anderem

das Reiterstandbild Friedrich Wilhelms

III., dass aber im Zweiten

Weltkrieg nach Beschädigungen

eingeschmolzen wurde. Ein weiterer

Löwe aus seiner Werkstatt

steht vor dem Kriminalgericht in

der Wilsnacker Straße in Moabit.

Dieser liegt allerdings nicht, sondern

kämpft wütend gegen eine

Schlange.


WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Mit einem mächtigen Rumms

fiel die schwere Rathaustür ins

Schloss und die ältere Dame

vor mir wich erschrocken zurück.

Tage zuvor wäre ich auf

dem Bürgersteig von der Richard-Wagner-Straße

in die Otto-Suhr-Allee

laufend um Haaresbreite

von einem Fahrradfahrer

umgenietet worden, der

um die Ecke geschossen

kam – übrigens von keinem

testosterongesteuerten

Youngster, sondern

von einem Mann

im wohlgesetzten Alter...

Immer mehr nehme ich Rücksichtslosigkeit

und Egoismus im

öffentlichen Raum wahr, Regeln

werden konsequent missachtet.

So richtig der Ruf nach mehr

Kontrollen durch Polizei und

Ordnungsamt ist, so wichtig

finde ich zugleich, dass wir alle

gemeinsam innehalten: Immer

die Stärkeren gegen die Schwächeren

– soll das wirklich so weitergehen?

Ich wünsche mir wieder viel mehr

Respekt in unserem menschlichen

Miteinander und gegenseitige

Rücksichtnahme. Generationenübergreifend,

in beide

Richtungen wohlgemerkt.

Das kann Politik nicht verordnen.

Es liegt an mir, an Dir, an Ihnen –

an uns selbst! Im Bruchteil einer

Sekunde im Augenwinkel sehen,

dass hinter mir jemand ist und

die Tür aufhalten oder einfach

mal den Sitzplatz in Bus oder

Bahn anbieten.

Das Lächeln, das ich dann fast jedes

Mal als Dankeschön bekomme,

verschönert meinen Tag. Und

tut damit auch mir gut.

Noch heute damit anfangen –

Reinhard Naumann

eigentlich ganz einfach: Berlin

nimmt Rücksicht aufeinander!

Kiezspaziergang

Zum 211. Kiezspaziergang, am

Samstag, dem 13. Juli wird mein

Stellvertreter Arne Herz

Sie begleiten. Der Treffpunkt

ist wie immer

um 14 Uhr, am S-Bahnhof

Messe Süd (südlicher

Ausgang). Es geht

durch die Waldschulallee

vorbei am Mommsen-Stadion,

der Jüdischen

Grundschule und

Waldgrund- und Oberschule. Es

wird ein langer Weg durch den

unebenen Wald, dann der Teufelsseechaussee

am Teufelsberg

entlang zum Ökowerk, wo Sie

von der Geschäftsführerin Frau

Dr. Kehl, empfangen werden. Bitte

beachten Sie, dass ein Teil des

Kiezspazierganges nicht barrierefrei

sein wird. Informationen über

die bisherigen Kiezspaziergänge

finden Sie im Internet unter www.

kiezspaziergaenge.de.

Gedenken am 20. Juli

Gedenkstein für die Opfer

des Nationalsozialismus am

Steinplatz.

Bahnhof Messe Süd, Startpunkt des Kiezspaziergangs.

Am Samstag, dem 20. Juli, werde

ich gemeinsam mit Bezirksverordnetenvorsteherin

Annegret

Hansen um 10 Uhr an dem Gedenkstein

für die Opfer des Nationalsozialismus

am Steinplatz

zum 75. Jahrestag des Attentats

der Widerstandskämpfer um

Claus Schenk Graf von Stauffenberg

am 20.07.1944 einen Kranz

niederlegen. Wir ehren damit alle

mutigen Frauen und Männer, die

im Kampf gegen die nationalsozialistische

Diktatur ihr Leben

gaben für ein friedliches demokratisches

Deutschland. Ich lade

Sie herzlich zur Teilnahme ein!

Regenbogenfahne am

Rathaus Charlottenburg

Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | Juli | 72019 | | 3

Gemeinsam mit Bezirksverordnetenvorsteherin

Annegret Hansen

und Jörg Steinert, Geschäftsführer

vom Lesben- und Schwulenverband,

Landesverband

Berlin-Brandenburg e. V., werde

ich am 22. Juli um 11.30 Uhr

die Regenbogenfahne vor dem

Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee

100, hissen. Seit

den 1970er-Jahren ist er ein internationales

Symbol für lesbischen

und schwulen Stolz und

stellt die Vielfalt der homosexuellen

Lebensweise dar. Im Rahmen

der Pride Week (19. – 28.7)

und dem Christopher Street Day

(27.7.) setzen wir dieses sichtbare

Zeichen für Gleichberechtigung

und gegen Homo- und

Transphobie. Der Berliner CSD

e. V. widmet seine diesjährige

Demonstration „50 Jahre Stonewall

– Jeder Aufstand beginnt mit

deiner Stimme“ den Aktivist*innen

der LSBTTIQ*-Geschichte.

Im Fokus der Motto-Kampagne

stehen Audre Lorde, Brenda Howard,

Karl-Heinrich Ulrichs, Lili

Elbe und Marsha P. Johnson. Sie

sind die Gesichter des 41. CSD

Berlin. Denn weltweit nimmt

die Aggression gegen Minderheiten

– sei es sexuell, kulturell,

ethnisch, religiös oder weltanschaulich

bedingt – deutlich zu.

Mehr denn je sind wir als offene

Gesellschaft gefordert, uns aktiv

für ein respektvolles Miteinander

einzusetzen. Start ist um 12 Uhr

traditionell am Kurfürstendamm

(Ecke Joachimsthaler Straße), Ankunft

zwischen 16 und 18 Uhr am

Brandenburger Tor.

Für Ihre Anregungen, Lob und

Kritik bin ich für Sie erreichbar

unter naumann@charlottenburgwilmersdorf.de.

Herzlich grüßt Sie

Ihr

Reinhard Naumann

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4 | Gazette Charlottenburg & | Wilmersdorf

Juli 2019

Warum macht keiner Licht an?

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Nächtliche Beleuchtung in öffentlichen

Parks und Grünanlagen – Insektenfalle

oder mehr Sicherheit für Passanten?

Die Fraktionen der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf

nehmen in den folgenden

Beiträgen zu diesem Thema Stellung.

Berlin SPD-Fraktion

Im Zuge der Diskussion um die öffentliche

Sicherheit wird in unregelmäßigen Abständen

immer wieder gefordert, öffentliche

Grünanlagen stärker zu beleuchten. Dass

die subjektive Wahrnehmung von Unsicherheit

im öffentlichen Raum insbesondere

bei Dunkelheit statistisch kaum zu

belegen ist, wird im Lichtkonzept Berlin

(vgl. S.60-62) dargestellt. Das Lichtkonzept

Berlin, dass 2015 von der damaligen SPD/

CDU-Regierung beschlossen wurde, legt

auch den Rahmen für eine partielle Beleuchtung

von Parks und Grünflächen fest,

die von den Bezirken veranlasst und finanziert

werden muss. Dabei ist insbesondere

die Lichtverschmutzung zu beachten, die

nicht nur Anwohnern, sondern vor allem

Insekten und Wildtieren große Probleme

bereiten kann. Entsprechend werden hohe

Anforderungen an die einzusetzenden

Leuchtmittel und kurze Leuchtzeiten (Bedarfssteuerung)

gestellt. Die Beleuchtung

von Parks und Grünanlagen im Bezirk sollte

sich deshalb aus Sicht der SPD nicht nur aus

Energie- und Kostengründen auf wenige

unverzichtbare und hoch frequentierte

Wegeverbindungen beschränken.

Martin Burth

CDU-Fraktion

Eine Grünanlage sollte nicht nur im Sommer

für die Menschen zugänglich sein, sondern

auch in den Monaten, in denen die

Dämmerung bereits zur Nachmittagszeit

beginnt. Alleine eine simple Durchquerung

einer dunklen Grünanlage kann für mobilitätseingeschränkte

Menschen gefährlich

werden. Die Aufenthaltsqualität und die

Sicherheit einer Grünanlage könnten durch

eine Beleuchtungsanlage schnell verbessert

werden. In unserem Bezirk besitzen wir

bereits viele solcher Anlagen, doch fast alle

sind defekt. Warum lassen wir diese verwahrlosen?

Am Rüdesheimer Platz fordert

www.gazette-berlin.de

die Unternehmerinitiative Netzwerk Südwest,

mit der Unterstützung vom Rüdi-Net,

ein modernes Beleuchtungskonzept.

Dieses soll gemeinsam mit der Anwohnerschaft

konzipiert werden. Wir unterstützen

diese Forderung und haben dem

Bezirksamt bereits konkrete Vorschläge unterbreitet:

Ein kostenneutraler Betrieb mit

Solarpanels, regulierbare Beleuchtung, um

Insekten zu schützen und die Nachtruhe

der Anwohnerschaft zu wahren, Ambiente

statt Bestrahlung – mit der heutigen Technologie

könnte an diesem Platz ein Novum

entstehen. Scheuklappen runter und Licht

an! Gestalten wir unsere Grünanlagen modern,

umwelt- und aufenthaltsfreundlich.

Simon Hertel

B‘90/Grünen-Fraktion

Grünflächen und Parks sind Rückzugsgebiete,

nicht nur für den Menschen. Wie viel

Raum wollen wir wild lebenden Tierarten

in unserer Stadt lassen? Sind wir bereit,

auch sechsbeinige Stadtbewohner einzuschließen;

immerhin machen Insekten weit

mehr als die Hälfte aller bekannten Tierarten

aus? Kunstlicht ist für viele eine Falle.

Als eine Studie von Krefelder Entomologen

2014 den Rückgang der Fluginsekten um

75 Prozent konstatierte, waren alle erschrocken.

In der Folge verringert sich auch die

Zahl der insektenfressenden Vögel. Was

verursacht innerhalb einer Generation eine

solche Insekten-Vernichtung? Die dramatische

Abnahme auf ein Viertel – sogar in

Naturschutzgebieten – deckt sich mit der

Einführung neuer Insektizide. Gleichzeitig

haben die Intensivierung der Landwirtschaft

und der Verlust von Brachen die Habitate

für Insekten soweit vernichtet, dass

die Bestäuberleistung zurückgegangen

ist. Viele Feldfrüchte und alle Obstsorten

brauchen jedoch die Bestäubung durch

Insekten zur Fruchtbildung. An Lichtverschmutzung

stirbt ein Drittel der Insekten,

die Bestäuberleistung der Nachtaktiven

fehlt dann.

Licht in der Stadt führt auch dazu, dass

weniger Sterne zu sehen sind. In unbeleuchteten

Parks ist die Möglichkeit, Sterne

zu beobachten, besser und ein Teil unserer

Lebensqualität.

Sibylle Centgraf

FDP-Fraktion

Vor dieser Frage standen schon 2015 die Tagesspiegel-Leser

und sie ist immer wieder

aktuell. Gerade in der warmen Jahreszeit

zieht es uns ins Grüne. Die Helligkeit genießen

wir oft bis 22 Uhr. Wer danach durch

die Grünanlagen seinen Heimweg beginnt,

vermisst die Laternen. Auch die Straßenbeleuchtung

am Rande der Parks scheinen

gedimmt und beleuchten kaum die

Fahrräder, die dort angekettet sind. Für die

Straßenbeleuchtung ist der Senat, für die

in Parks wären die Bezirke zuständig; darin

liegt ein Problem: Laternen verbrauchen

Strom und verursachen Instandhaltungskosten,

die den Bezirken im Etat fehlen.

Es gibt auch ökologische Gründe. Nachtaktive

Tiere, wie Fledermäuse und Füchse,

suchen die Dunkelheit. Nachtfalter und

andere Insekten fühlen sich durch die

Beleuchtung angezogen und verbrennen

durch den Kontakt mit den heißen Lampen.

„…die im Dunkeln sieht man nicht!“ Die

Parkbeleuchtung vermittelt nur eine eher

subjektive Sicherheit. Überfälle kann es leider

bei Tag und Nacht geben und genauso

bei spärlicher Beleuchtung. Unsere Parks

sind als Erholungsgebiete bei Tageslicht

konzipiert. Es gibt keine gesetzliche Pflicht

für deren Beleuchtung. Das Bezirksamt

sollte aber prüfen, ob bei großen Durchquerungen

zu Wohngebieten, moderne

Beleuchtungstechnik sinnvoll sein kann.

Stephanie Fest

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Der schier verzweifelte Ruf nach Licht gilt

einem neuen in unserer Stadt entstandenen

Phänomen: Den Angsträumen,

die sich allenthalben in dunklen Ecken

– vorwiegend Parkanlagen – ausbreiten.

Sie entstehen, wenn die allgemeine Sicherheitslage

zu wünschen übrig lässt

und Bürgerinnen und Bürger bestimmte

Plätze bei Dunkelheit meiden, weil sie zu

Recht dunkle Gestalten mit wenig guten

Absichten fürchten. Am Rüdesheimer

Platz wollten die Anrainer mehr Licht, um

das Sicherheitsgefühl zu stärken; durch

Aufstellung zweier Laternen sollte dies

geschehen. Ein leicht erfüllbarer Wunsch,

sollte man meinen, aber nicht mit den

Grünen: Diese beiden Laternen würden

das Insektensterben hervorrufen, meinten

sie – und deshalb lehnte die gesamte

linke Zählgemeinschaft den Antrag im

Umweltausschuss der BVV ab.

Nun hatten sich Insekten und Laternen

seit mehr als 200 Jahren in Berlin gut

vertragen; die Laternen standen und die

Insekten flogen. Derzeit sind es 224.000

Laternen, die in Berlin stehen. Warum

nun gerade angesichts dieser Gesamtzahl

zwei neue Laternen am „Rüdi“ das

Insektenschicksal endgültig besiegeln sollen,

bleibt jedem Denkenden verborgen.

Bekanntlich vertreibt Licht lichtscheues

Gesindel – deshalb schalten Sie das Licht

an, Herr Schruoffeneger! Hans Asbeck

Linksfraktion

Die Thematik der Beleuchtung von Park–

und Grünanlagen in unserem Bezirk wird

durchaus kontrovers diskutiert. Einerseits

ist natürlich das Grundbedürfnis nach Sicherheit

beim Durchqueren von Grünanlagen

in der Dunkelheit zu recht wichtig

und richtig. Dieses sollte auch durch die

zuständigen Behörden erfüllt werden. Anderseits

darf man aber auch die zunehmende

Lichtverschmutzung, gerade in urbanen

Lebensräumen wie Berlin, nicht außer Acht

lassen. Schon jetzt ist es fast unmöglich,

in klaren Nächten den Sternenhimmel in

unserem Bezirk zu sehen. Außerdem wurde

in verschiedenen Studien festgestellt,

dass sich die permanente Lichtflut auf den

Biorhythmus und das Verhalten von Menschen

und Tieren auswirken kann. Doch es

gibt Lösungsansätze: Denkbar wären bestimmte

Leuchtdioden, die zielgerichtet die

Gehwege und die Umgebung ausleuchten,

damit kein Licht unnötig nach oben in die

Atmosphäre abgestrahlt wird. Außerdem

wäre die Ausstattung mit Bewegungsmeldern

an bestimmten Punkten überlegenswert,

damit dann nur beleuchtet wird,

wenn es nötig ist. Schlussendlich müssen

aber auch die verantwortlichen Fachämter

auskömmlich mit Personal und Finanzmitteln

ausgestattet sein, damit niemand im

Dunkeln stehen bleiben muss.

Sebastian Dieke

Vorwort --

SPD 1070

CDU 1199

Grüne 1297

FDP 1289

AfD 1260

Linke 1225

Dr. Hubert Klauser

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6 | Gazette Charlottenburg | Juli 2019

Gänseliesel und der königliche Professor

Wilmersdorfer Brunnen wurde von Cuno von Uechtritz-Steinkirch geschaffen

Ein zauberhaftes Ensemble am

Nikolsburger Platz: Umgeben von

ruhigen Straßen und viel Grün

hütet ein Mädchen am Brunnen

seine Gänse. Der Gänselieselbrunnen

steht seit 1910 auf dem

Nikolsburger Platz. Er gilt als eines

der Spätwerke des Bildhauers

Cuno von Uechtritz-Steinkirch

(1856 – 1908). Vollendet wurde

der Brunnen erst nach dem Tod

des Künstlers. Die Geschichte der

Gänseliesel, einer Königstochter,

die von ihrer Magd betrogen

wurde und daraufhin Gänse hüten

musste, wurde von Grimms

Märchen bekannt gemacht. Am

Ende findet die Magd ein grausames

Ende und Gänseliesel heiratet

den Prinzen. Märchen kennen

keine Rehabilitationsmaßnahmen.

Der Brunnen am Nikolsburger

Platz ist eine Nachbildung

des Originals. Bereits nach dem

Ersten Weltkrieg wurden Teile

gestohlen, im Zweiten Weltkrieg

wurden die restlichen Figuren

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Zur Zeit ist der Gänseliesel-Brunnen von einem Bauzaun umgeben.

Die vordere Gans wurde versetzt. Sie stand ursprünglich neben der

Gänseliesel.

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markilux 1710 | Die Klassische

zu Kriegszwecken eingeschmolzen.

Im Zuge der 750-Jahr-Feier

Berlins bekam der damalige Bezirk

Wilmersdorf die Figuren am

Brunnen originalgetreu zurück,

geschaffen von dem Bildhauer

Harald Haacke. Sie waren ein

Geschenk der Berliner Industriebank.

Zur Zeit ist der Brunnen eingezäunt

und außer Betrieb. Der

Grund sind Schwierigkeiten mit

den Motoren.

Prominenter Bildhauer

Cuno von Uechtritz-Steinkirch

war für die damalige Zeit ein

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einem Alter, in dem andere

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Gazette Charlottenburg | Juli 2019 | 7

schlug er endgültig die Laufbahn

zum Künstler ein. Ein Grund dafür

war, dass eine von ihm geschaffene

Statuette einen prominenten

Käufer fand – Kaiser Wilhelm I.

Wie damals in Kunstkreisen üblich,

verbrachte er eine Zeit in

Italien und studierte die dortige

Bildhauerei. Zurück in Deutschland

ging er zunächst bei dem in

Dresden ansässigen Carl Echtermeier

in die Lehre.

Von dort aus kam er zur Dresdner

Kunstakademie und wurde

Schüler von Professor Ernst

Hähnel. Es folgten Studien an

der Wiener Akademie sowie

weitere Aufenthalte in Italien

und Paris. Cuno von

Uechtritz-Steinkirch gehörte

zu den Künstlern,

die bereits zu Lebzeiten

erfolgreich waren. Schon

eines seiner frühen Werte,

Pfifferaro mit Affe,

kaufte die Nationalgalerie

Berlin. 1887 zog er

nach Berlin und wagte den

Schritt in die Selbständigkeit.

Zehn Jahre danach schuf

er die Marmorgruppe „Die Krone

als Hort des Friedens“. Sie war ein

Auftrag von Kaiser Wilhelm II., der

damit eine Verkörperung seiner

Politik darstellen wollte.

Die lukrative Arbeit brachte

dem Bildhauer den endgültigen

Durchbruch.

Für seine Folgearbeit, die

„Gruppe 24“ die einst im

Tiergarten aufgestellt war

und eine Gruppe um den

zaudernden Kurfürsten

Georg Wilhelm darstellt,

erhielt er den königlichen

Professorentitel. Weitere

bekannte Werke sind der Hubertusbrunnen,

der von 1938 bis

1938 im Tiergarten stand, dann

aber abgerissen wurde. Neben

monumentalen Auftragsarbeiten

schuf der Bildhauer auch kleinere

Plastiken sowie Standbilder und

Büsten prominenter Zeitgenossen

und historischer Figuren.

Essbares vom Beet

Anwohner des Nikolsburger

Platzes haben Beete bepflanzt,

die jede/r Interessierte

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zum gemeinsamen Gärtnern

ist samstags ab 12 Uhr. Weitere

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8 | Gazette Charlottenburg | Juli 2019

Berlin ist aus dem Kahn gebaut

Aufstieg zur Metropole mit Hilfe von Wasserstraßen und

Binnenhäfen

Berlin und seine Wasserstraßen

– mit ihnen beschäftigt sich das

Buch „Berlin ist

aus dem Kahn gebaut.

Der Aufstieg

zur Metropole in

historischen Fotografien“

von Joachim

Winde.

Die an der Spree

gegründete Stadt

ist von vielen Wasserstraßen

aus sehr gut

erreichbar, die Kanäle

geben der Stadt einen

ganz besonderen

Charme, waren aber auch ein

nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.

Viele Menschen

bestritten in früheren Jahrhunderten

ihren Lebensinhalt als

Schiffer und Flößer. Das Baumaterial

kam über das Wasser in die

wachsende Stadt, Industrie siedelte

sich an und Häfen wurden

Die Schlossbrücke in Charlottenburg auf einer alten Postkarte.


Archiv Joachim Winde

gebaut. Mit vielen historischen,

noch nie veröffentlichten Bildern

wird in dem Buch ein Stück Berliner

Stadtgeschichte lebendig

gehalten.

„Berlin ist aus dem Kahn gebaut.

Der Aufstieg zur Metropole in historischen

Fotografien“ von Joachim

Winde ist im Sutton Verlag

erschienen. Es ist zum Preis von

19,99 Euro im Buchhandel erhältlich,

ISBN 978-3-96303-040-6.

Bibliotheken

sind vertrauenswürdig

Berlins Öffentliche Bibliotheken

sind besonders vertrauenswürdig,

hochbeliebt und sehr empfehlenswert.

Das hat eine aktuelle

repräsentative Befragung der

Berliner Bevölkerung im Auftrag

des Verbundes der Öffentlichen

Bibliotheken Berlins (VÖBB) herausgefunden.

Circa 90 Prozent der Befragten

empfinden Öffentliche Bibliotheken,

gerade in Zeiten von

„Fake News“, als einen vertrauenswürdigen

Ort. In Berlin nutzt

gut ein Drittel der Bevölkerung

regelmäßig Öffentliche Bibliotheken,

besonders für Hobbies,

Freizeitgestaltungen, Aus- und

Weiterbildung. Menschen, die

Öffentliche Bibliotheken nicht

nutzen, gaben unter anderem

an, lieber das Internet zu nutzen

oder sich Medien selbst zu

kaufen.

Angebote der Öffentlichen Bibliotheken

Berlins: www.voebb.de

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PETER WUDTKE

Diplom-Kaufmann


Deutschlands erste Germanistik-Professorin

Platz an der Joachim-Friedrich-Straße erinnert an Agathe Lasch

Agathe-Lasch-Platz an der Joachim-Friedrich-Straße / Ecke Johann-

Georg-Straße.

„Das Berlinische ist nicht, wie

man immer wieder lesen kann,

ein regelloses Gemisch in verwahrloster

Form, sondern in

seiner Geschichte deutlich faßbar.

Seine Elemente liegen klar

vor und: der Lautgestalt nach

ist es die im 16. Jahrhundert aus

dem Obersächsischen entlehnte

Sprachform, ist es hochdeutsch,

und wenn bei Dialektfragen die

Lautgestalt zugrunde gelegt wird,

so ist das Berlinische nur als ‚hochdeutscher‘

Dialekt zu bewerten.

Aber diese Lautgestaltung wurde

von einem niederdeutschen Volke

übernommen und erhielt dadurch

in Intonation und Aussprache

‚niederdeutschen Charakter‘.“

So Agathe Lasch in ihrem Buch

„Berlinisch“. Die 1879 gebürtige

Berlinerin war eine von drei Töchtern

einer jüdischen Kaufmannsfamilie.

Zielstrebig und mit messerscharfem

Verstand gesegnet

absolvierte Agathe zunächst eine

Lehrerinnenausbildung und holte

nach mehrjähriger Lehrtätigkeit

schließlich das Abitur nach. In Berlin

waren Frauen nicht zum Studium

zugelassen, also führte sie ihr

Weg nach Halle und Heidelberg

um Germanistik zu studieren.

Ruf in die USA

Aufgrund hervorragender Leistungen

wurden ausländische

Universitäten auf sie aufmerksam

und die Frauenuniversität

Bryn Mawr im US-amerikanischen

Staat Pennsylvania rief Agathe

Lasch als Associate Professor an

ihr Institut. Dort schrieb sie ihre

„Mittelniederdeutsche Grammatik“,

die bis heute als Standardwerk

gilt. Als die USA in den Ersten

Weltkrieg eintrat, zog sie zurück

nach Deutschland und arbeitete

als Assistentin am Deutschen Seminar

in Hamburg. 1923 wurde

sie dort die erste Professorin an

der Universität Hamburg sowie

die erste Germanistik-Professorin

deutschlandweit. Hier verfolgte

sie ihre Studien zur Berliner

Sprachgeschichte und veröffentlichte

schließlich im Jahr 1928 ihr

Buch „Berlinisch“. Weitere Werke

sind das Mittelniederdeutsche

Handwörterbuch und das Hamburgische

Wörterbuch, die sie

gemeinsam mit Conrad Borchling

erstellte. Das Hamburgische

Wörterbuch erschien erst 1956

auf Grundlage der Vorarbeiten

von Agathe Lasch.

Repressionen in Deutschland

Gleich nach der Machtergreifung

versuchten die Nationalsozialisten,

die Jüdin aus der Universität

zu entfernen. Ausländische

Wissenschaftler konnten dies

zunächst verhindern. Doch 1934

verlor sie ihren Lehrstuhl und

zog 1937 zurück nach Berlin. Ihre

Versuche, weiter zu forschen,

seit 1883

CityGärtnerei

Gazette Charlottenburg | Juli 2019 | 9

Große Auswahl an

waren zum Scheitern verurteilt.

Öffentliche Bibliotheken blieben

ihr verschlossen und sie durfte

ihre Werke nicht mehr veröffentlichen.

Auch die Nutzung von

Hochschulbibliotheken wurde

jüdischen Wissenschaftlern ab

1938 verwehrt. Der Versuch, den

Rufen an Universitäten in Dorpat

und Oslo zu folgen, wurde durch

das nationalsozialistische Regime

verhindert. 1942 beschlagnahmten

die Nazis auch die 4000 Bücher

aus dem privaten Besitz

von Agathe Lasch. Gemeinsam

mit ihren Schwestern wurde die

Wissenschaftlerin am 15. August

1942 nach Riga deportiert. Bereits

kurz nach ihrer Ankunft wurde sie

dort in den umliegenden Wäldern

ermordet. In Berlin erinnert der

Agathe-Lasch-Platz an sie, außerdem

wurde 2010 ein Stolperstein

für die Schwestern Agathe,

Elsbeth und Magarete vor dem

Haus in der Caspar-Theyß-Straße

26 verlegt.

bunten Balkonblumen

Gartenpflanzen Kräutern

Rosen mehrjährigen Stauden

Orchideen Kakteen

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10 | Gazette Charlottenburg | Juli 2019

Infothek beruflicher Wiedereinstieg

Modellprojekt, das berät und bewegt

Sie sind erwerbslos, von Erwerbslosigkeit

bedroht, Berufsrückkehrer

oder Wiedereinsteiger, oder

sie wollen sich beruflich umorientieren:

Frauen und Männer die

das Coaching-, Beratungs- und

Workshop-Angebot im Berliner

Südwesten des Trägers Goldnetz

gGmbH kostenlos nutzen.

Eines der Modellprojekte, die

dieser Bildungsträger erfolgreich

anbietet, ist die „Infothek

beruflicher Wiedereinstieg“. Die

Beratung zu Bildung und Beruf

in der Infothek in der Steglitzer

Gutsmuthsstraße 23 wird durch

die Senatsverwaltung für Integration,

Arbeit und Soziales mit

finanziellen Mitteln des Landes

Berlin gefördert. Sie ist Teil des

Berliner Modells der Beratung

zu Bildung und Beruf. Nutzer des

für sie kostenlosen Angebotes

in der Beratungseinrichtung in

Steglitz kommen überwiegend

aus Steglitz-Zehlendorf sowie

aus den Nachbarbezirken Charlottenburg-Wilmersdorf

und

Tempelhof-Schöneberg.

Das seit 1. Januar 2016 erfolgreich

laufende Modellprojekt geht zurück

auf seinen Vorläufer „Frauen-

Infothek“ aus dem Jahr 2011, der

sich mit seinem Beratungsangebot

lediglich an Frauen wandte.

Mit dem weiterentwickelten aktuellen

Modellformat sind nun

auch Männer angesprochen und

machen zunehmend Gebrauch

von diesem Angebot.

Chancen nutzen

Wir sprachen in der Infothek mit

zwei Frauen, die das vielversprechende

Bildungsangebot zum

beruflichen Wiedereinstieg von

Goldnetz nutzen:

Sofia M., 54, geschieden, arbeitete

zuletzt in Zeitarbeit bei einem

Personaldienstleister im Außendienst

im Kaufmännischen Bereich.

Sie hat Abitur, aber keine

abgeschlossenen Berufsausbildung.

„Ich hatte zwar lange im

Gastronomiebereich und in der

Hotellerie gearbeitet, aber mit

Kind war dann keine Ausbildung

mehr drin“, erzählt sie.

In ihrem Zeitarbeitsjob musste

sie schließlich krankheitsbedingt

zwei Jahre pausieren – und nutzte

diese Auszeit zur beruflichen

Neuorientierung. Bei der vom

Jobcenter finanzierten Weiterbildung

zur Coach-Trainerin und

Mediatorin sei ihr der Akelei e. V.

eine große Hilfe gewesen. Doch

auch nach dieser Weiterbildung

mit neuem Job lief nicht alles

gleich reibungslos: „Ich haben

mich ein Jahr lang bei Trägern

beworben, aber es tat sich kaum

etwas.“ Sofia war unsicher, was

sie tun soll. Im Internet las sie

über Goldnetz und meldete sich

daraufhin in der Infothek. Mit

Projektleiterin und Diplom-Kommunikationswirtin

Gisela Möller

kam sie 2017 ins Gespräch, Einzelcoaching

im Rahmen des Modellprojektes

folgte.

Seit Dezember 2018 arbeitet Sofia

nun 39 Stunden die Woche

bei einem Träger und wird während

der Eingliederungsphase

ins Arbeitsleben weiter vom

Goldnetz-Modellprojekt begleitet.

Sofia berichtet – stolz darauf,

so viel erreicht zu haben – von

ihrer neuen Arbeit: „Zuerst war

ich als Jobcoach eingesetzt, jetzt

betreue ich als Beschäftigungstrainerin

Menschen unterstützend

an ihrem Arbeitsplatz.“ Das

Gut Essen und Trinken im (Neu-) Westend

Verkehrsgünstig nahe dem Olympiastadion gelegen,

erwartet Sie in unserem gemütlichen und familiengeführten

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Gazette Charlottenburg | Juli 2019 | 11

Mit der Infothek Richtung Berufserfolg: (v.l.n.r.) Sanja Novak, Sofia M. und Maria S.

Infothek-Einzelcoaching habe ihr

sehr dabei geholfen, sich beruflich

erfolgreich neu aufzustellen

„und es auch innerlich hinzukriegen,

beruflich wieder von null auf

100 zu sein“. Sie hofft auf Verlängerung

ihres befristeten Arbeitsvertrages.

Erst vor Kurzem kam Maria S., 23,

aus Bosnien und Herzegowina zur

Beratung in die Infothek. Seit fünf

Monaten lebt sie als Au Pair in

Deutschland. Aus Bosnien bringt

die ehemalige Gymnasiastin ein

mit Diplom abgeschlossenes Studium

mit. „In Gesang und Klavier“,

erzählt sie. Durch Informationen

aus dem ersten Infothek-Beratungstermin

bekräftigt, besucht

sie nun regelmäßig den Deutschkurs

an der Volkshochschule in

Lichterfelde. Bereits in Bosnien an

der Schule hatte Maria Deutsch

und spricht die Sprache erstaunlich

gut. Sie möchte zukünftig in

Deutschland studieren, weiß aber

noch nicht, welches Fach und wie

sie das Studium finanzieren soll.

Auch sie erfuhr von der Infothek

aus dem Internet.

Aus weiteren Coaching-Terminen

in der Infothek erhofft sie sich die

Beantwortung ihrer Fragen. „Ich

brauche jemanden, der objektiv

ist und von außen auf mein Vorhaben

schaut.“ – Doch daraus die

Antworten auf ihre Fragen muss

letztendlich sie selbst finden, um

die Verantwortung für ihren angestrebten

weiteren Berufsweg

übernehmen zu können.

Beispielhaftes Modellprojekt,

das Mut macht

Sanja Novak, in der Goldnetz-Projektleitung

und Beratung seit

zwei Jahren tätig, erklärt: „Man

unterscheidet genaugenommen

zwischen Coaching und Beratung:

Im Coaching wird der Kunde

über unsere Fragen aktiviert,

Englisch für „Senioren“

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12 | Gazette Charlottenburg | Juli 2019

selbst die Lösung zu finden. Eine

Beratung aber erfolgt aus der Expertenrolle

heraus: So zählt die

Information, wo ein Sprachkurs

besucht oder eine Finanzierungshilfe

beantragt werden kann, als

Beratung.“ Oft aber sei der Prozess

in der Realität dann doch

fließend.

Schade findet Sanja Novak, dass

es nicht immer Rückmeldungen

von ehemaligen Nutzern der Beratungen-

oder Coachings gibt,

wie es beruflich bei ihnen weiterging.

Das vierköpfige Team der Infothek

in Steglitz besteht aus drei

Beraterinnen, zu denen auch das

„Tandem-Projektleitungsteam“

Gisela Möller/Sanja Novak gehört

sowie einer Mitarbeiterin für den

Bereich Öffentlichkeitsarbeit und

Anmeldung.

Sanja Novak war zuvor bereits

als Kompetenz-Trainerin u. a. im

Start up- und Weiterbildungs –

Zentrum garage Berlin tätig und

kam, wie sie selbst sagt, durch

„proaktive Bewerbung“ zu Goldnetz:

„Ich habe beim Vorbeigehen

eher zufällig die Infothek

gesehen und nachgefragt.“ Dann

habe Gisela Möller wenig später

Jetzt ist es wieder soweit!

bei ihr angefragt, ob sie nicht

dort arbeiten wolle. Sanja Novak,

Mutter von drei Kindern, ist mit

viel Energie für die Klienten der

Infothek im Einsatz und präsentiert

dort neben ihren Beratungsterminen

zwei Workshops zu den

Themen „Selbstvermarktung“

und „berufliche Zielfindung“.

Neben den Einzelcoachings

und Beratungen bietet die Infothek

auf drei Etagen den Klienten

in hellen und freundlichen

Räumen ein breites, ebenfalls

gefördertes kostenloses Workshop-Programm

mit Vorträgen

zur beruflichen Orientierung,

das die Projektleiterinnen gemeinsam

mit fünf Honorarkräften

stemmen; – vom Workshop

„Sicheres Punkten beim Vorstellungsgespräch“

über „Schritt

für Schritt in den Erfolg“ bis zur

„Stressbewältigung“. Workshops

werden teilweise auch in verkürzter

Form angeboten, für zeitlich

eingeschränkte Teilnehmer. Die

gemischten 8-Personen-Workshops

bieten über ihren Inhalt

hinaus den Teilnehmenden Diskussionsraum,

Ideenaustausch

und Vernetzungsmöglichkeit

in vertrauensvoller Umgebung.

ist Montag bis Samstag von 15:00 bis 21:30 Uhr

auf dem Rüdesheimer Platz für Sie geöffnet

Die Rheingauer Weingüter

präsentieren ihre Weine & Sekte

Mo. 24.06. bis Do. 11.07.2019

Weingut Adam Basting

Fr. 12.07. bis Sa. 03.08.2019

Weingut Wilhelm Nikolai

Herzlich willkommen!

So verzeichnet die Goldnetz

gGmbH seit Anfang 2018 bereits

fast 600 Teilnehmer dieser Workshops

und Vorträge.

In der Infothek fanden darüber

hinaus seit dem 1. Januar 2016

rund 900 kostenfreie Beratungen

statt. „Viele Akademiker zählen

zu unseren Klienten, und etwa

30 Prozent Menschen mit weltweitem

Migrationshintergrund“,

betont Projektleiterin Sanja

Novak. Häufig haben sie Abitur

und können eine Ausbildung

nachweisen.

Männer nutzen das Infothek-Angebot

zu etwa 25 Prozent, Tendenz

steigend. Denn immer noch

sind es überwiegend die Frauen,

die durch Elternzeit und Pflege

eher mit einem beruflichen Wiedereinstieg

konfrontiert werden.

Und noch mehr Unterstützung

bietet die vom Bund anerkannte

Beratungsstelle von Goldnetz:

Neuerdings auch im Angebot

sind Beratungen zur Bildungsprämie

des Bundes: Diese Prämie

erleichtert die Finanzierung einer

individuellen, berufsbezogenen

Weiterbildung. Seit 2017 gelten

neue Förderkonditionen für das

Bundesprogramm Bildungsprämie,

wodurch mehr Menschen

eine Chance auf finanzielle Unterstützung

für Weiterbildungen

bekommen.

Der Prämiengutschein für eine

Weiterbildung in Höhe von

50 Prozent (max. 500 €) steht

allen Erwerbstätigen zu, die im

Durchschnitt mindestens 15 Wochenstunden

arbeiten und deren

zu versteuerndes Jahreseinkommen

derzeit 20.000 € (40.000 €

bei gemeinsam Veranlagten)

nicht übersteigt. An Weiterbildung

Interessierte, können

jährlich eine Bildungsprämie

erhalten. Als Voraussetzung gilt

die Ausstellung eines Prämiengutscheins

im Anschluss an eine

Bildungsberatung bei der anerkannten

Beratungsstelle.

Weitere Informationen dazu, zu

Coaching, Beratung, Workshop

der Infothek oder zur Terminvereinbarung

unter www.goldnetzberlin.de


Jacqueline Lorenz

Infothek-Bildungsberatung

der Goldnetz gGmbH

Gutsmuthsstraße 23

12163 Berlin-Steglitz

E-Mail: infothek@goldnetz-berlin.de

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Gazette Charlottenburg | Juli 2019 | 13

10 Jahre Pangea-Haus

Interkulturelles Zentrum mit Perspektive

Das Pangea-Haus an der Trautenaustraße

5 in Wilmersdorf ist

ein Zentrum, in dem verschiedene

Kulturkreise einander begegnen

und sich austauschen

können. Pangea – das war der

Urkontinent, in dem alle heutigen

Erdteile noch vereint waren.

Im Pangea-Haus arbeiten

gemeinnützige Vereine, private

und institutionelle Bildungsträger

aus vier Kontinenten.

Gegründet wurde das Haus im

Jahr 2009 insbesondere durch

den unermüdlichen Einsatz der

damaligen Migrantenbeauftragten

Azize Tank sowie der Bezirkspolitik.

Seitdem ist das Haus

Anlaufstelle für ratsuchende Migranten

und ein Bildungs- und

Begegnungsort für alle Bewohner

des Bezirks. 23 verschiedene

Vereine, Institutionen und

Migrantenselbstorganisationen

arbeiten hier unter einem Dach.

In einem gemeinsamen Leitbildprozess

wurde im letzten Jahr

die Ausrichtung des Hauses als

interkultureller Begegnungsort

geschärft. Ab Juni 2019 gibt

es eine durch das bezirkliche

Integrationsbüro geförderte

Koordinationsstelle, die die weitere

Öffnung des Hauses in die

Nachbarschaft vorantreiben soll

und für die Umsetzung des Leitbildes

verantwortlich ist. Auch

baulich wird das Haus mit Mitteln

aus dem „Investitionspakt

soziale Integration im Quartier“

der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

und Wohnen für

die Zukunft fit gemacht. Neben

der Fassade und dem Dach wird

im Rahmen dieser Baumaßnahmen

das Café im Erdgeschoss

saniert. Die Perspektiven für das

Pangea-Haus sind heute, nach

10 Jahren, so gut wie noch nie.

Am 21. Juni wurde das 10-jährige

Bestehen mit einem Kiezfest

auf dem Nikolsburger Platz/

Trautenaustraße in Wilmersdorf

gefeiert.

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Tätigkeitsbericht der

Seniorenvertretung

Die Seniorenvertretung Charlottenburg-Wilmersdorf

hat ihren

Tätigkeitsbericht für das Jahr 2018

veröffentlicht. Dieser informiert

über die Aktivitäten der Seniorenvertretung,

ihre Veranstaltungen,

wie zum Beispiel das Umweltforum,

die Arbeitsgemeinschaft

Wohnen im Alter, die Senioren-Bezirksversammlung

und die für die

Seniorinnen und Senioren eingeleiteten

Maßnahmen, getreu unserem

Motto „Wir kümmern uns“.

Er gibt Auskunft über die in ihrer

Sprechstunden herangetragenen

Probleme, die Mitwirkung in den

unterschiedlichsten Gremien des

Fahrradstreife im Einsatz

Die Fahrradstreife des Ordnungsamtes

Charlottenburg-Wilmersdorf

ist in den Sommermonaten

wieder im Einsatz. Der Dienst

erfolgt in der Regel in Zweierteams,

die mit entsprechender

Funktionsbekleidung und Fahrradhelmen

ihren Dienst versehen.

CAFÉ IM

KUNSTHAUS DAHLEM

Landesseniorenbeirates und den

Ausschüssen der Bezirksverordnetenversammlung.

Er informiert

aber auch über die Schwierigkeiten,

die den Seniorenvertreterinnen

und Seniorenvertretern in den

Ausschüssen gemacht werden,

indem sie den nicht öffentlichen

Tagesordnungspunkten der Sitzungen

nicht beiwohnen dürfen.

Der Tätigkeitsbericht kann von

der bezirklichen Homepage www.

berlin.de/ba-charlottenburgwilmersdorf/politik/gremien/

seniorenvertretung/

artikel.462475.php heruntergeladen

werden.

Ab diesem Jahr stehen den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern zudem

acht E-Bikes zur Verfügung.

Von Ende Mai bis Ende Oktober

sind die Außendienstkräfte fast

täglich sowohl in Früh- als auch

in Spätdiensten unter der Woche

und an Wochenenden im Einsatz.

FREYGEIST

KUNST & KÖSTLICHKEITEN

im CAFÉ K haben wir Sie und Ihre Freunde acht schöne Jahre

verwöhnen dürfen – nun wird das bald einhundertjährige Gebäude

voraussichtlich im Jahr 2019 grundsaniert. Wie lange die Bauarbeiten

genau dauern werden, ist noch ungewiss. Versüßen werden wir Ihnen

diese „Wartezeit“ mit unserem neuen Projekt:

das CAFÉ IM KUNSTHAUS DAHLEM,

selbstverständlich auch unter Kiefern. In gewohnter Qualität können

Sie ab sofort in einzigartiger Atelieratmosphäre unsere Kuchen &

Torten, beste Kaffeespezialitäten und kleine, aber feine Köstlichkeiten

genießen. Alles mit Liebe gekocht und gebacken

im FREYGEIST. Gelegen in Pichelsdorf, bietet uns der denkmalgeschützte

ehemalige Straßenbahn-Pavillon viel Platz für unsere

kulinarischen Ideen – Ihnen bietet er, genau wie das Kunsthaus

Dahlem, Platz für private und geschäftliche Feiern jeder Art.

Geöffnet ist immer dann, wenn es gebührenden Anlass gibt.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Grund zum Feiern haben.

www.cafe-k.com www.cafe-im-kunsthaus-dahlem.de www.freygeist.info


14 | Gazette Charlottenburg | Juli 2019

RATGEBER

Heimisches und Ökologisches hat die Nase vorn

Rückstände in Lebensmitteln – aktuelle Daten vom Bundesamt für Verbraucherschutz

und Lebensmittelsicherheit

Anfang des Jahres hat das Bundesamt

für Verbraucherschutz und

Lebensmittelsicherheit (BVL) die

aktuellen Untersuchungsergebnisse

zu Rückständen in Lebensmitteln

vorgestellt. Sie beziehen

sich auf Proben, die im Jahr 2017

gewonnen und analysiert wurden.

Dabei zeigte sich, dass Lebensmittel

in Deutschland insgesamt nur

sehr gering mit Rückständen von

Pflanzenschutzmitteln belastet

sind. Im Jahr 2017 wurden lediglich

bei 1,1 Prozent der Proben

von in Deutschland produzierten

Lebensmittel Überschreitungen

der Rückstandshöchstgehalte

festgestellt.

Bei den einzelnen Produktgruppen

gab es allerdings erhebliche

Unterschiede. Einige häufig verzehrte

Lebensmittel wie Karotten,

Kartoffeln, Zwiebeln oder Äpfel

und beliebte saisonale Erzeugnisse

wie Tomaten, Erdbeeren oder

Kirschen weisen seit Jahren kaum

oder gar keine Überschreitungen

des sogenannten Rückstandshöchstgehalts

auf (siehe Infokasten

unten).

Andere Produkte dagegen erweisen

sich immer wieder als

belastet. Die meisten Überschreitungen

gab es 2017, wie in den

Jahren zuvor, bei schwarzem und

grünen Tee mit knapp 15 Prozent,

getrockneten Bohnen mit

fast 10 Prozent, frischen Kräutern

mit 9,0 Prozent und Paprika mit

etwa 7 Prozent. Bekannt ist, dass

im Anbau von Weinreben viele

Pflanzenschutzmittel eingesetzt


Foto: Alex / Fotolia

HINTERGRUND

Hohe Sicherheit durch „Rückstandshöchstgehalt“

Der „Rückstandshöchstgehalt“ (RHG) ist die höchste zulässige Menge

eines Pestizidrückstands in oder auf Lebens- oder Futtermitteln. Der Wert

wird für jede Kombination aus Erzeugnis und Wirkstoff einzeln festgelegt.

Diese Rückstandshöchstgehalte liegen häufig weit unter den toxikologischen

Grenzwerten. Dementsprechend stellen Rückstandshöchstgehalte

meistens keine toxikologisch begründeten, gesundheitlich relevanten

Grenzwerte dar, sondern Werte zur Regelung der Verkehrsfähigkeit eines

Erzeugnisses. D. h., dass Lebensmittel, deren Rückstandsgehalte über dem

gesetzlich festgelegten Wert liegen, nicht im Handel angeboten werden

dürfen. Dies ist aber in den meisten Fällen nicht mit einer Gefährdung

der menschlichen Gesundheit gleichzusetzen.

werden. Das zeigte sich auch bei

den Früchten. Das BVL hat in fast

15 Prozent der untersuchten Trauben

zehn oder mehr verschiedene

Pestizide gefunden – diesen Wert

konnte kein anderes Obst toppen.

Insgesamt waren 68 Prozent der

getesteten Reben mehrfachbelastet.

Es lohnt sich also, solche Produkte

in Bioqualität zu kaufen, vor allem

für Menschen, die größere Mengen

der betroffenen Lebensmittel

konsumieren, wie beispielsweise

Teeliebhaber. Paprika sollte vor

dem Verzehr auch in den Vertiefungen

rund um den Stiel herum

sorgfältig mit Wasser und Bürste

gesäubert werden.

Heimische Lebensmittel

weniger belastet

TIPP

Dieses alte Hausmittel entfernt

Rückstände besser als Wasser

Wer auf Nummer sicher gehen will,

kann sein Obst und Gemüse mit einem

uralten Hausmittel reinigen:

Natron, auch als Speisesoda oder

Backnatron bezeichnet. Amerikanische

Forscher haben gezeigt, dass

eine Natron-Lösung Mittel Pestizidrückstände

besser entfernen als

Wasser allein. Dazu löst man etwa

10 g Natron in einem Liter Wasser

auf und legt sein Obst oder Gemüse

für 15 Minuten hinein. Danach

unter fließendem Wasser abspülen.

Nicht neu ist die Erkenntnis,

dass Lebensmittel aus Deutschland

bzw. aus der Europäischen

Union weniger Pflanzenschutzmittelrückstände

enthalten als

Lebensmittel, die aus Drittstaaten

importiert werden. Die Überschreitungsquote

lag bei Lebensmitteln

aus EU Mitgliedstaaten

bei 1,9 Prozent, bei Lebensmitteln

aus Drittstaaten außerhalb

der EU jedoch bei 6,3 Prozent. Bei

jeder dritten Probe wurde mehr

als ein Wirkstoff nachgewiesen.

In Deutschland lag die Quote,

wie anfangs erwähnt, bei lediglich

1,1 Prozent.

Weniger Rückstände bei

Bio-Lebensmitteln

Bio-Produkte sind in der Regel

weniger mit Pflanzenschutzmittelrückständen

verunreinigt

als konventionelle Ware. Rund

77 Prozent der Proben aus dem

Ökolandbau wiesen im Jahr 2017

keine nachweisbaren Rückstände

auf. Das war nur bei 42 Prozent der

konventionellen Lebensmittel der

Fall.


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RATGEBER

Gazette Charlottenburg | Juli 2019 | 15

Über den Wolken … ist nichts los

Rechte von Flugreisenden bei Verspätungen und Annullierungen

Immer mehr Menschen fliegen –

ob in den langersehnten Strandurlaub,

für einen Städtetrip

nach Rom oder zum wichtigen

Geschäftstermin. Entsprechend

hoch ist das Flugaufkommen,

Flugausfälle und -verspätungen

sind dabei keine Seltenheit. Welche

Rechte Flugreisende dann

haben, weiß Michaela Rassat,

Juristin der D.A.S. Rechtsschutz.

Innerhalb Europas genießen

Fluggäste große Rechtssicherheit

– unabhängig davon, ob

es sich um eine Pauschal- oder

Individualreise handelt. Ihre

Rechte sind in der EU-Fluggastrechteverordnung

Nr. 261/2004

geregelt. „Hier steht, welche

Ausgleichs- und Versorgungsleistungen

Passagieren bei Verspätungen,

Nichtbeförderungen

oder Annullierungen von Flügen

zustehen“, so Michaela Rassat.

Diese Verordnung gilt für alle

Flüge, die entweder in der Europäischen

Union (EU) starten oder

von einer EU-Fluggesellschaft

durchgeführt werden und einen

EU-Flughafen zum Ziel haben.

Die Verordnung gilt aufgrund

entsprechender Verträge auch

in Island, Norwegen, Liechtenstein

und der Schweiz. Gelten die

EU-Fluggastrechte nicht, greifen

andere Regelungen. Denn zahlreiche

weitere Staaten haben

ähnliche Fluggastrechte. Zudem

sind im sogenannten Montrealer

Übereinkommen Mindeststandards

für Passagierrechte

festgelegt, wie etwa Schadenersatzansprüche

bei Verspätungen

oder Personenschäden. Welche

Länder dieses Übereinkommen

unterzeichnet haben, finden Reisende

auf der Seite der Internationalen

Zivilluftfahrtorganisation

(ICAO).

Ansprüche bei Verspätung …

Im letzten Moment noch den Sicherheitscheck

geschafft – und

dann verzögert sich der Abflug.

„In vielen Fällen haben Betroffene

nach der EU-Verordnung

Anspruch auf Entschädigung,

Verpflegung und Betreuung“, so

die D.A.S. Expertin.

Ab zwei Stunden Verspätung

steht Betroffenen zum Beispiel

Innerhalb Europas genießen Fluggäste große Rechtssicherheit.


Foto: ERGO Group AG

bei Flügen bis zu 1.500 km Verpflegung

zu und die Möglichkeit,

zwei Telefonate zu führen oder

zwei E-Mails zu schreiben.

Passagiere können zusätzlich ab

einer Verspätung von drei Stunden

von der Fluggesellschaft

eine Entschädigung verlangen.

Wie hoch die Zahlung ausfällt,

ist abhängig von der Länge der

Flugstrecke:

• Bis zu 1.500 Kilometer, beispielsweise

für die Strecke Berlin

– Rom, gibt es 250 Euro.

• Bei Flügen über 1.500 Kilometer

innerhalb der EU, etwa

Berlin – Lissabon, und bei allen

anderen Flügen zwischen 1.500

und 3.500 Kilometern werden

400 Euro fällig.

• Bei allen weiteren Flügen wie

beispielsweise Berlin – Dubai

600 Euro. Dabei spielt es keine

Rolle, wie teuer der Flug war.

• Ab fünf Stunden Verspätung

dürfen Reisende vom Beförderungsvertrag

zurücktreten und

sich den Flugpreis erstatten

lassen.

• Verschiebt sich der Abflug auf

den nächsten Tag, gibt es eine

Hotelübernachtung sowie den

Transfer.

Übrigens: Wer wegen einer Verspätung

seinen Anschlussflug

verpasst, kann Anspruch auf

eine Zahlung haben – auch dann,

wenn der Anschlussflug außerhalb

der EU startet. Wichtig ist

nur, dass beide Flüge zusammen

gebucht wurden (Europäischer

Gerichtshof, Az. C-537/17).

… und bei Annullierung

Wird der Flug von der Airline gestrichen,

können sich Betroffene

den Ticketpreis erstatten oder sich

von ihrer Airline auf einen anderen

Flug umbuchen lassen. Ansonsten

ist eine zusätzliche Ausgleichszahlung

möglich, die sich nach der

Länge der Flugstrecke richtet und

genauso gestaffelt ist wie bei einer

Flugverspätung. Keinen Anspruch

auf eine zusätzliche Entschädigung

haben die Passagiere nach

der EU-Fluggastverordnung, wenn

• die Fluggesellschaft mindestens

zwei Wochen vorher über den

Flugausfall informiert,

• die Benachrichtigung sieben bis

14 Tage vor Abflug und der Alternativflug

maximal zwei Stunden

früher startet beziehungsweise

maximal vier Stunden später am

Ziel ankommt oder

• die Benachrichtigung weniger

als sieben Tage vor Abflug und

der Alternativflug maximal eine

Stunde früher erfolgt beziehungsweise

maximal zwei Stunden

später am Ziel ankommt.

Laut Rassat müssen Airlines allerdings

nicht zahlen, wenn die

Annullierung oder Verspätung

aufgrund außergewöhnlicher

Umstände wie Streiks, schwerer

Unwetter oder Naturkatastrophen

erfolgt. Im Gegensatz zur

EU-Fluggastverordnung sieht

das Montrealer Übereinkommen

sowohl für Verspätungen als auch

für Annullierungen keine pauschalen

Entschädigungen vor.

Hier müssen Passagiere Schäden

im Einzelfall nachweisen.

Wie kommen Reisende

zu ihrer Erstattung?

Um eine Entschädigung einzufordern,

können sich Passagiere

direkt an die jeweilige Fluggesellschaft

wenden. Entsprechende

Musterbriefe gibt es

beispielsweise im Internet. Dort

finden Reisende auch Entschädigungsrechner,

die anzeigen, ob

sie tatsächlich anspruchsberechtigt

sind. Auch die D.A.S. Rechtsschutz-App

bietet einen Entschädigungsrechner.

Verweigert die

Fluggesellschaft die Zahlung,

kann die Schlichtungsstelle für

den Öffentlichen Personenverkehr

(SÖP) vermitteln. Wer sich

nicht selbst mit der Airline herumärgern

möchte, kann sich an

ein sogenanntes Fluggasthelfer-Portal

wenden. „Diese Portale

prüfen die Ansprüche. Gibt es

Aussichten auf Erfolg, bieten sie

an, die Forderung bei der Airline

durchzusetzen“, so die Juristin.

„Wird der Fall erfolgreich abgeschlossen,

überweisen die Portale

dann auch die Entschädigung,

abzüglich einer Erfolgsprovision.“

Einige Portale bieten auch eine

Sofortentschädigung an. „In diesem

Fall verkaufen Reisende ihre

Entschädigungsforderung an den

Anbieter und erhalten dann innerhalb

weniger Tage ihr Geld.”

Die Provision fällt dann jedoch

etwas höher aus.

Impressum

Gazette Charlottenburg · Juli Nr. 7/2019 ·

37. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich

in Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf

sowie Schöneberg & Friedenau.

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Nächste Ausgabe

August Nr. 8/2019

Anzeigen-/Redaktionsschluss 15.07.2019

Erscheinung 01.08.2019

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