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ruhrgesicht

Jahrgang 14 | Ausgabe Nr. 1 | 2019

www.essenz-magazin.de

Große

Schaustellerjubiläen

in Essen

Aufbrüche –100 Jahre VHS

Hey Du! ich bin´s deine Seele!

Die Rotkreuzdose im Kühlschrank

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III. Hagen 37

45127 Essen


REVIER-GESICHTER

EDITORIAL

Blickpunkte an Rhein und Ruhr

Liebe essenz-Leser,

Traditionelles Fischessen bei der AWO

Bezirk Essen

Neujahrsempfang der Deutschen Bank Essen im RWE-

Pavillion der Philharmonie Essen

Kreisverband Essen e.V.

wir freuen uns, Ihnen die neue Ausgabe vom Essenz Magazin präsentieren zu dürfen.

Das ist auch gut so, denn die Lektüre liefert wieder vielseitige Themen rund um

Wirtschaft, Kultur und Bildung und sorgt für erholsame Feierabendunterhaltung.

Hausnotruf

Beispielsweise im Zusammenhang unserer Medienpartnerschaft mit der VHS Essen,

haben wir in diesem Jahr eine große Doppelseite, die rund um das Jubiläum 100 Jahre

Volkshochschule informiert.

Ruhrgebietskünstler Schwamborn beim Richtfest

des neuen Designhotels auf Zollverein.

Stand der Stadt Essen „gesund vernetzt“ auf der

Medizinale Ruhr Ausstellung im Ruhrturm.

Unsere Titelstory befasst sich mit den Schaustellerjubiläen respektive den Feierlichkeiten

zu 100 Jahre Schaustellerverband Essen/Ruhrgebiet e.V. Ein entsprechendes Interview

hierzu haben wir mit dem Deutschen Schaustellerpräsidenten Albert Ritter geführt.

Die interessante Buchveröffentlichung von Freddy Fischer mit dem Titel „Hey Du!

Ich bin’s, Deine Seele“ legen wir Ihnen ans Herz.

Unlängst sei auf die neuen Bürger des Ruhrgebietes, Dr. Stephan Holthoff Pförtner und

Michael ten Hompel hingewiesen – sie sind die stolzen ausgezeichneten „Bürger des

Ruhrgebietes“ geworden.

Der 5. Ruhrgebietskongress darf nicht unerwähnt bleiben, der in Anwesenheit unseres

Gesundheitsministers NRW, Karl-Josef Laumann im Franz Sahles Haus Essen statt.

fand. In unserer neuen Rubrik „Überregionales“ haben wir das Gasometer in Oberhausen

vorgestellt, welches in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen feiert: 9o Jahre Gasometer und

25 Jahre Ausstellungsfläche.

Das DRK -

zum Drücken nah!

Wirtschaftlich gesehen läuft es im Architektenbüro Mandel sehr erfolgreich.

Sie haben unter anderem die beeindruckende Noweda Zentrale mit entworfen.

Zum Abschluss haben wir noch einen praktischen medizinischen Notfalltipp vom

Deutschen Roten Kreuz „Die Rotkreuzdose im Kühlschrank“.

Genießen Sie den Sommer!

Ehrung langjähriger Handwerksmeister 50 Jahre und mehr in der

Handwerkskammer Essen.

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im Düsseldorfer Rathaus.

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Ihre Redaktion

essenz magazin Rhein-Ruhr

2


AUFGEBLÄTTERT

INTERVIEW

05 07 12

13

19

Herausgeber

02 REVIER-GESICHTER

Blickpunkte an Rhein und Ruhr

03 EDITORIAL

05 INTERVIEW

Herr Albert Ritter,

Vorsitzender des Schaustellerverbands

Essen/Ruhrgebiet 1919 e.V.

08 TITEL

Große Schaustellerjubiläen in Essen

10 100 Jahre VHS

Aufbrüche – 100 Jahre VHS

12 BILDUNG

Hey Du! ich bin‘s Deine Seele!

Ein Buch von Freddy Fischer

13 KULTUR

Stephan Holthoff-Pförtner und Michael ten

Hompel sind die „Bürger des Ruhrgebiets 2018“

IMPRESSUM

14 KULTUR

5. Ruhrgebietskongress zur Kinder- und Jugendgesundheit

15 WIRTSCHAFT

Singapore Airlines nonstop zwischen

Singapore und New York

15 Wirtschaft

Architekturbüro Mandel seit mehr

als 40 Jahren deutschlandweit aktiv

16 SOZIALES

Die Rotkreuzdose im Kühlschrank

17 KULTUR

Nächste Premiere im Mondpalast –

Die (fast)glorreichen Sieben

18 KOMPAKT

„WELT IM WANDEL“ – Kommunikationsexpertin

Isabel Garcia im Sheraton-Hotel

Essener Verkehrswachtchef Karl-Heinz Webels lud ein

19 ÜBERREGIONALES

500 000: Ausstellung „Der Berg ruft“ lockt bereits eine

halbe Million Besucher in den Gasometer Oberhausen

Kommunikation| Medien|Design

Heck-Passage

Kopstadtplatz 24/25

45127 Essen

Telefon 02 01-8 57 89 9-13

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V.i.S.d.P.

Dirk Schäfer

Redaktion

Günther Slawik

Dirk Schäfer

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Fotoredaktion

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Es gilt die Mediadatenliste 18

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Media-Beratung

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Art-Direction

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Rechtlicher Hinweis

Verwendung und

Nutzung von Inhalten

sind untersagt.

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§ 5 Abs. 3 Markengesetz.

Medien-Partner

Das Essenz Magazin

ist in 2019 Partner der

VHS Essen und des

Schaustellerverbandes

Essen/Ruhrgebiet e.V.

HIER LÄSST MICH NIEMAND HÄNGEN

Titelbild

Schaustellerjubiläum

in der Grugahalle

Grafik & Layout

Sarah Gruss

Vertrieb

Dirk Schäfer

Verteiler

Es wird in Essener

Wirtschafts-, Kultur- &

Bildungseinrichtungen

ausgelegt: Stadtverteiler/Eigenvertrieb.

Artikel und Berichte von Gastautoren geben nicht unbedingt immer die Meinung der

Redaktion wieder. Bei Abdruck aller eingereichten Anzeigen kann es druckbedingt zu Farbschwankungen

kommen, auf die wir keinen Einfluss haben. Alle Beiträge und Bilder unterliegen

dem Urheberrecht und müssen bei Fremdnutzung durch uns freigegeben werden.

Sämtliche Beiträge und Bilder wurden durch die jeweiligen Urheber zur Verföffentlichung

in der Print-Ausgabe und unserem digtalen Blätterkatalog freigegeben.

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Foto: DSB

essenz-Interview

Albert Ritter

seit 1986 Erster Vorsitzender des Schaustellerverbands Essen/Ruhrgebiet

1919 e.V., seit 1988 Erster Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der

Schaustellerverbände NRW im DSB (ArGe NRW), seit 2003 Präsident des

Deutschen Schaustellerbundes e.V. (DSB) und seit 2006 zudem Präsident

der Europäischen Schausteller-Union.

4

5


INTERVIEW

essenz: Guten Tag Herr Ritter. Zunächst gratulieren wir zu den zahlreichen Jubiläen in

diesem Jahr: 100 Jahre Schaustellerverband Essen/Ruhrgebiet 1919 e.V., 70. Delegiertentag

des Deutschen Schaustellerbundes e.V., 65. Jubiläum der Europäischen Schausteller-Union

von 1954 und 40. Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in NRW im

DSB! Sie sind Schausteller-Präsident und selbst Schausteller aus Leidenschaft. Wie setzen

Sie sich aktuell für die Belange der Schausteller ein, damit deren Kulturgut und Brauchtum

erhalten bleiben? Wo fehlt es noch und welche Ziele möchten Sie erreichen?

Albert Ritter: Mit dem Deutschen Schaustellerbund als weltgrößtem Schaustellerverband,

der Europäischen Schausteller-Union auf europäischer Ebene und unseren einzelnen Regionalverbänden,

wie z.B. dem Essener Schaustellerverband haben wir hervorragende Instrumente,

um unsere Forderungen an die Politik heranzutragen.

Zwei von vielen Themen, die uns Schaustellern aktuell die Ausübung unseres Berufs erschweren,

sind der Arbeitskräftemangel und drohende Dieselfahrverbote. Zum Arbeitskräftemangel

hat das Bundesarbeitsministerium auch nach Gesprächen mit uns beispielsweise zu Beginn

des Jahres eine Initiative ins Leben gerufen, die mit öffentlichen Geldern in Form von

bis zu 100 % igen Lohnkostenzuschüssen längerfristige Perspektiven für Langzeitarbeitslose

schafft. Dies sind u.a. Themen, die wir fortlaufend mit der Politik besprechen und versuchen,

gemeinsam Lösungen für unsere Probleme zu finden.

essenz: Sie betonen oft, dass die Schaustellertradition lebt. Was zeichnet diese Tradition konkret

aus?

Albert Ritter: Die Kirmessen und Volksfeste in Deutschland sind über 1.200 Jahre alt. Die

deutsche Volksfestkultur ist mit ihren zahlreichen, tief im volkstümlichen Brauchtum verwurzelten

Festen in ihrer Art einzigartig auf der Welt. Diese jahrtausendealte Tradition wird

von den Schaustellern und auch den Volksfestbesuchern von Generation zu Generation weitergegeben.

Dabei lebt dieses so wichtige Kulturgut, im Gegensatz zu anderen kulturellen

Bereichen, seit jeher vollkommen ohne staatliche Unterstützung, ohne jegliche Subvention.

Sämtliche Kosten werden von den die Feste beschickenden Schaustellern getragen.

Wir fordern daher seit Jahren die Anerkennung der deutschen Volksfestkultur

als immaterielles Kulturerbe.

essenz: Können Sie uns etwas zu der „interschau“ sagen, die im Januar

parallel zu Ihrem Delegiertentag auf dem Messegelände in Essen stattgefunden

hat? Was konnten die Besucher sich dort alles anschauen?

Albert Ritter: Die interschau ist die größte Schaustellerfachmesse für

reisende Schausteller. Auf 8.000 Quadratmetern haben hier alle für das

Schaustellergewerbe relevanten zuliefernden Firmen und Organisationen

aus Deutschland und Europa ihre Produkte und Dienstleistungen vorge-

stellt. Auf der Liste der Aussteller standen u.a. Lebensmittelzulieferer, Fahrzeugbauer,

Spielgeräte- und Eventanbieter. Die Besucher konnten daher von Blumen für Schießgeschäfte

über Wohnwagen und Glühweintassen bis hin zu kompletten Achterbahnen alles

anschauen – und auch erwerben.

essenz: Das „Goldene Karussellpferd“ der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände

NRW im DSB (ArGe NRW) ist die höchste Auszeichnung der NRW Schausteller. In

diesem Jahr wurde die Geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Brauerei Haus

Cramer KG Catharina Cramer während der Großkundgebung im Rahmen des Delegiertentages

in der Grugahalle ausgezeichnet. Was hat Sie dazu bewogen, Frau Cramer mit

dem Karussellpferd zu ehren?

Albert Ritter: Mit dem „Goldenen Karussellpferd“ zeichnen die NRW Schausteller seit

2002 jedes Jahr Persönlichkeiten aus Nordrhein-Westfalen aus, die sich um die Volksfeste

und Weihnachtsmärkte besonders verdient gemacht haben. Frau Cramer unterstützt gemeinsam

mit ihrer Familie die Volksfeste und Weihnachtsmärkte in NRW jedes Jahr aufs

Neue. So sponsert die Brauerei beispielsweise jährlich mehrere Traditionsfeste in NRW.

Mit Blick auf den politischen Bereich bspw. steht die Warsteiner Brauerei der Schaustellerbranche

im engsten Schulterschluss bei und hält das Gewerbe stets hoch – dies insbesondere

auch dort, wo Kirmessen und Schützenfeste sowie Karneval zusammenkommen.

essenz: Was erwarten Sie für die Volksfestsaison 2019?

Albert Ritter: Wir sind sehr guter Dinge. 2018 war der Sommer zwar durch die langanhaltende

Hitze etwas eingetrübt, danach hatten wir aber eine starke Herbstsaison. Insgesamt

können wir eine positive Entwicklung ablesen: Die Ergebnisse unserer jüngst durchgeführten

Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung der Volksfeste in Deutschland zeigen,

dass die Besucherzahlen nach durchschrittener Talsohle in den vergangenen Jahren auf

den Volksfesten mit ggw. ca. 190 Mio. Besuchern wieder deutlich gestiegen sind. Das liegt

zum einen an der weiteren Professionalisierung des Schaustellergewerbes. Die Schausteller

sind noch besser auf die Wünsche ihrer Gäste eingegangen und haben in den vergangenen

Jahren kontinuierlich in die Attraktivität ihrer Geschäfte investiert. Wir stellen außerdem

fest, dass die Kommunen die Volksfeste und Weihnachtsmärkte

als Besucher-Magneten in den Innenstädten und als Leuchttürme für

den Tourismus vor Ort erkannt haben und nun stärker unterstützen.

Außerdem zeigt sich ein Trend zurück zur „analogen Welt“, die Besucher

haben immer mehr Sehnsucht nach „echten Erlebnissen“, die sie

weg von PC & Co. und wieder zurück auf die Volksfestplätze zieht.

essenz: Danke Herr Ritter für das geführte Interview mit Essenz.

„Kirmes und Volksfeste

sind schützenswertes

Kulturgut.“

Besuch von Otto Rehagel auf der „Kirmes Anno Dazumal“ in

der Messe Essen (links Schausteller-Präsident Albert Ritter

und rechts Richard Müller, 2. Vorsitzender des Schaustellerverbands

Essen/Ruhrgebiet 1919 e.V.)

Brauereichefin Catharina Cramer ist Trägerin des

diesjährigen „Goldenen Karussellpferdes“, das jährlich

von der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände

in NRW im DSB (ArGe NRW) verliehen wird.

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TITEL

TITEL

Große Schaustellerjubiläen

in Essen

Zum großen Schaustellerjubiläum kamen Schausteller aus ganz Deutschland in der Messe Essen zusammen und feierten unter

dem Motto „Einigkeit macht stark“ den 70. Jubiläumsdelegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes e.V., das 100-jährige

Bestehen des Schaustellerverbandes Essen/Ruhrgebiet von 1919 e.V., das 65-jährige Jubiläum der Europäischen Schausteller-

Union von 1954 und das 40-jährige Bestehen der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände NRW im DSB.

Karussell der

Eindrücke

Allein zur Großkundgebung in der Essener Grugahalle,

die eine hervorragende Öffentlichkeitsarbeit leistete, kamen

zahlreiche Schausteller sowie hunderte namhafte Entscheidungsträger

der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik zusammen.

Darunter befanden sich auch 48 Bürgermeister aus

ganz Deutschland und Vertreter verschiedener Institutionen,

die für Volksfeste und Weihnachtsmärkte von Bedeutung sind.

Die Großkundgebung lieferte den Entscheidern wichtige Argumente

zum Erhalt der Volksfeste und

Weihnachtsmärkte in Deutschland.

DSB-Präsident Albert Ritter forderte

die anwesenden Politiker während der

Großkundgebung dazu auf, die Schausteller

in ihrem Kampf für bessere Rahmenbedingungen

für ihr Gewerbe zu

unterstützen.

Höhepunkt des Delegiertentages

war auch in diesem Jahr die Großkundgebung

des DSB, die mit weit über 140

Fahnendelegationen den Zusammenhalt

der großen Schaustellerfamilie eindrucksvoll

unter Beweis stellte.

Zu den prominenten politischen

Rednern der Kundgebung zählten neben

dem Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus

Heil (SPD) die Vizepräsidentin des Landtages von NRW Carina

Gödecke (SPD), die SPD-Vorsitzende und Vorsitzende der

SPD-Bundestagsfraktion Andrea Nahles, der Minister für Arbeit,

Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

(CDU) Karl-Josef Laumann sowie der Oberbürgermeister der

Stadt Essen Thomas Kufen (CDU). Mit den zwei amtierenden

Arbeitsministern sowie einer Arbeitsministerin a.D. wurde insbesondere

die aktuelle Problematik der Arbeitskräftesituation

im Schaustellergewerbe thematisiert.

DSB-Präsident Albert Ritter forderte die anwesenden Politiker

dazu auf, die Schausteller bei ihren drängenden Problemen

zu unterstützen. Dabei ging er insbesondere auf den Arbeitskräftemangel

ein: „Ohne Arbeitskräfte kann sich kein Karussell

mehr drehen. Es darf nicht sein, dass das Lachen der Kinder

auf den Volksfestplätzen zukünftig versiegt, weil die allseits beliebten

Fahr- und Kirmesgeschäfte nicht mehr von einem Ort

zum anderen bewegt und betrieben werden können“, appellierte

Ritter während der Kundgebung. Zu den Vorschlägen des Bundesministeriums

für Arbeit und Soziales führte Ritter aus, dass

gerade Schausteller in ihrem Gewerbe ihren Mitarbeitern ohne

jegliche Ressentiments gegenübertreten und sie offen empfangen.

Es sei für Schausteller daher eine Selbstverständlichkeit,

Langzeitarbeitslose und Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu

integrieren. Um dies praktisch umsetzen zu können, müssten

allerdings unbürokratische

Lösungen geschaffen

werden. Hier

nannte er das Beispiel

der Westbalkanlösung

und betonte, dass es für

die berufliche Praxis der

Schausteller völlig realitätsfern

sei, wenn für

die Bearbeitung eines

Visums ein ganzes Jahr

vergehe.

Essens Oberbürgermeister

Thomas Kufen

schloss sich diesen

Worten an und

hob hervor, dass die Schausteller einem Menschenschlag

angehören, der seit jeher für Zuverlässigkeit steht. Zudem

dankte er den Schaustellern für ihre wertvolle Arbeit: „Herzlichen

Dank für die vielen tollen Gelegenheiten in den Städten

und Gemeinden Deutschlands und in ganz Europa, dass Sie da

sind, dass Sie Freude bringen, dass Sie aber auch für Sicherheit

und Zuverlässigkeit sorgen“, unterstrich der Oberbürgermeister.

Der Landesarbeitsminister Nordrhein-Westfalens Karl-

Josef Laumann hielt in Vertretung für den Nordrhein-Westfälischen

Ministerpräsidenten Armin Laschet anschließed

die Laudatio auf die diesjährige Preisträgerin des Goldenen

Karussellpferdes, die Geschäftsführende Gesellschafterin der

Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG Catharina Cramer.

Der Arbeitsminister unterstrich in seiner Rede, dass er den

Schaustellern jederzeit praktisch zur Seite stehen wird, wenn sie

geflüchtete Menschen in ihren Betrieben beschäftigen möchten.

Weil wir es luftig

und stylish mögen .

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100 JAHRE VHS

Ein Volkshaus für das Bildungswesen

- die Gründung der Volkshochschule

Essen

Die Vorstellungen für die Etablierung einer Erwachsenenbildungsstätte

in Essen waren vor 100 Jahren von politischen

und gesellschaftlichen Motiven geprägt: Bei der ersten Essener

Kommunalwahl nach dem Ersten Weltkrieg, bei der nicht

mehr das preußische Drei-Klassen-Wahlrecht galt, machten die

Sozialdemokraten Werbung für ein neues Volkshaus als Zentralstelle

für das gesamte Essener Erziehungs- und Bildungswesen.

Das Haus, das am Burgplatz entstehen sollte, war für sie das

„mächtige Wahrzeichen der neuen Zeit“. Der Plan ließ sich nicht

realisieren, doch beschloss der gewählte Ausschuss für Volksbildung

am 28. Mai 1919, eine Volkshochschule zu errichten und

verabschiedete nachfolgend auch deren Satzung. mp3-Format

unter pressestelle@rvr.ruhr eingereicht werden.

Aufbrüche –100 Jahre VHS

Foto: Sascha Kreklau

Auftakt 100 Jahre VHS

Unter dem Motto „100 Jahre VHS - Aufbrüche“ feiert die

Volkshochschule (VHS) Essen ihren 100. Geburtstag. Vor diesem

Hintergrund luden Oberbürgermeister Thomas Kufen und

der Direktor der VHS die Bürgerinnen und Bürger am 10. Februar

zu einem Festakt in die Essener Lichtburg ein.

Weitere Informationen finden Sie unter

www.journalistenpreis.metropole.ruhr

Die Anfänge der VHS Essen fanden im Keramikhaus statt, das 1912

fertiggestellt wurde. Foto: © Sammlung Robert Welzel

Kulturdezernent Muchtar Al Ghusain, VHS Direktor Michael Imberg

und Oberbürgermeister Thomas Kufen präsentierten das Festprogramm

zu 100 Jahre VHS am Burgplatz.

15 Jahre „Die neue Galerie“

Ausstellung „Mies im Westen“

zu Ludwig Mies van der Rohe

In der Essener Teilausstellung in der NEUEN GALERIE der

VHS Essen werden mit Haus Henke und der Krupp-Zentrale

das kleinste und das größte Projekt innerhalb von „Mies im

Westen“ präsentiert. Das Unternehmen Krupp und sein Manager

Berthold Beitz hatten den Architekten 1960 mit einem

Entwurf für die neue Hauptverwaltung der Firma oberhalb der

Villa Hügel im Essener Süden beauftragt. Ludwig Mies van der

Rohe und die Stadt Essen sind mit einem großen Bauprojekt

verbunden: der Firmenzentrale von Krupp.

Letztlich wurde der Entwurf aus den frühen 1960er Jahren nicht

realisiert, spannend bleibt aber die spektakuläre Planung. Die

Ausstellung „Mies im Westen“ geht diesem und einem anderen,

weniger bekannten Projekt von Mies van der Rohe in Essen von

23. Mai bis 5. Juli 2019 nach. Die Reihe ist eine Koproduktion

des Museums für Architektur und Ingenieurkunst NRW, der

TH Köln, der TH Mittelhessen und der Alanus Hoch-schule

für Kunst und Gesellschaft. Neben Essen werden auch in Aachen

und Krefeld Ausstellungen gezeigt.

Ausstellungseröffnung „Mies van der Rohe“ in der neuen Galerie der VHS

Essen

Unterstützt von:

Präsentation des Kataloges zu 15 Jahre Ausstellungen in der

Neuen Galerie der VHS-Essen. (vl.r. Direktor Peter Imberg,

Ariane Hackstein, Programmbereichsleiterin „Die Neue Galerie

der VHS“, und Klaus Kaiser, Herausgeber und stellvertretender

Vorsitzender des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen.

Fotos: Ruhrgesicht

Die NEUE GALERIE der Volkshochschule Essen zeigt seit

2004 regelmäßig Kunstausstellungen mit Skulpturen, Objekten,

Rauminstallationen, grafischen Arbeiten und Malerei. Anlässlich

des 100. Geburtstages der VHS gibt jetzt ein umfangreicher

Katalog einen Überblick über die Vielfalt der Ausstellungen aus

den letzten 15 Jahren und stellt rund 60 Ausstellungen mit 80

Künstler*innen vor. Der Katalog umfasst 144 Seiten und ist zum

Jubiläumspreis von 10 EUR in der VHS erhältlich. Herausgeber

ist die Stadt Essen in Kooperation mit dem Historischen Verein

für Stadt und Stift Essen e.V. Die Dokumentation wurde

im Rahmen des Projektes „100 Jahre Volkshochschule Essen –

Aufbrüche“ ermöglicht.

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BILDUNG

Hey Du! Ich bin´s, Deine Seele!

Ein Buch von Freddy Fischer

Freddy Fischer ist Automatenunternehmer, Hobbyboxer, Stiftungsgründer und jetzt auch

Buchautor. In einem Fortsetzungsinterview erklärt Fischer, was das Besondere an seinem

Erstlingswerk ist.

Bücher über diese spirituelle Welt gibt es zuhauf.

Genau das ist es ja. Ich habe viel exzellente Literatur gefunden.

Hochspirituell, hochwissenschaftlich, hochkomplex. Aber niemals

einfach und damit auch verständlich für Menschen ohne direkten

Zugang zu dieser Welt. Also habe ich ein Buch über den Umgang

mit der eigenen Spiritualität geschrieben, das eben keinen professionellen

oder wissenschaftlichen Anspruch hat, sondern einen sehr

niederschwelligen für Jedermann. Es ist eine Art Mitdenk-Fibel in

einem ganz besonderen Format.

Inwiefern besonders? Ich habe es bewusst praktisch klein gehalten

wie ein Reclamheft. Es enthält kurzweilige Dialoge, viele

Illustrationen und mindestens 20 Seiten Raum für Notizen. Es ist ein

Notizbuch als Begleiter auf dem Weg zum Ich, wer so will. Ich

bin ein ziemlicher Freak mit Papier und Stift, führe selbst meinen

Bilder freddy fischer stiftung

Terminkalender noch mit der Hand. Das hat einen speziellen

analogen Charme. Ich habe jetzt für das Büchlein großen Wert

auf die Haptik gelegt, habe das neben dem Format auch das

Papier und die Druckfarben ausgesucht. Ein Teil der Auflage

hat sogar ein elastisches Bändchen, das das Buch zusammenhält.

Deshalb habe ich auch Verlage außen vor gehalten, soviel

Sonderwünsche sind schlecht bezahl- und umsetzbar.

Hey Du! Ich bin´s, Deine Seele!

Seitenzahl: 112

ISBN: ISBN 978-3-00-060839-1

Preis: 14,50

Verlag: Eigenverlag

Bezugsquellen: www.du-und-deine-seele.de

Jeder Cent geht an Projekte, in denen Kindern

Teamgeist, Meditation und

Sozialverhalten näher gebracht wird.

KULTUR

Stephan Holthoff-Pförtner und Michael ten Hompel

sind die „Bürger des Ruhrgebiets 2018“.

Pro Ruhrgebiet verleiht die traditionsreiche

Ehrenauszeichnung „Bürger des Ruhrgebiets“

an Dr. Stephan J. Holthoff-Pförtner, Minister

für Bundes- und Europaangelegenheiten

sowie Internationales des Landes Nordrhein-

Westfalen für dessen Verdienste als Vorsitzender

des Politischen Forums Ruhr e.V. und an

Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel, Inhaber

des Lehrstuhls für Förder- und Lagerwesen

an der Universität Dortmund und geschäftsführender

Institutsleiter am Fraunhofer-

Institut für Materialfluss und Logistik IML.

Geehrt und gefeiert wurden die beiden neuen

„Bürger des Ruhrgebiets“ mit einem Festakt

„Metropole Ruhr. Region für Exzellenz“

im Februar 2019 im Fraunhofer-Institut für

Materialfluss und Logistik in Dortmund.

Stephan Holthoff-Pförtner wurde vom pro

Ruhrgebiet Vorstand einstimmig für die diesjährige

Auszeichnung nominiert. Als Vorsitzender

des Politischen Forums Ruhr, das er 1990 vor

dem Hintergrund der bundesweiten Diskussion

um Parteireformen und als Instrument gegen

Politikverdrossenheit gegründet hat, fördert und

gestaltet er seit nunmehr fast drei Jahrzehnten

gesellschaftspolitische Dialoge im Ruhrgebiet.

Die Abendveranstaltungen des Politischen

Forums Ruhr begeistern ein immer größer

werdendes Publikum, sind attraktiv für

Meinungsführer und

Dies ist ein Blindtext, der später ersetzt wird

Führungskräfte und rücken das Ruhrgebiet – weit über die regionalen

Grenzen hinaus – als Impulsgeber für drängende Fragen

der Zukunft in das Blickfeld der Öffentlichkeit.

Holthoff-Pförtner, in Essen geboren, bestens vernetzt und

durch und durch ein politischer Mensch, ist als Rechtsanwalt

überregional bekannt geworden und ist überzeugter Anwalt für

die Zukunftsfähigkeit der Metropole Ruhr.

Mit Holthoff-Pförtner und ten Hompel ehrt pro Ruhrgebiet

zwei Persönlichkeiten, die die Metropole Ruhr an ihren Stärken

messen und sich gleichzeitig ihren großen Herausforderungen

stellen, die durch ihr Wirken die Zukunftsfähigkeit der Region

vorantreiben und ihr weit über die Grenzen von Rhein und

Ruhr, Emscher und Lippe überregionale Strahlkraft verleihen.

Dabei setzen sie konsequent auf den Vorteil durch regionale

Synergien.

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12


KULTUR

5. Ruhrgebietskongress zur

Kinder- und Jugendgesundheit

Im fünften Jahr in Folge hat Anfang März unter dem Motto „GESUND AUFWACHSEN IM REVIER“ der Ruhrgebietskongress

zur Kinder- und Jugendgesundheit im Hotel Franz in Essen stattgefunden. Initiator und Veranstalter des Kongresses ist die MedEcon

Ruhr (Netzwerk der Gesundheitswirtschaft an der Ruhr). Mehr als 240 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Gesundheitsversorgung,

Bildungswesen, Jugendhilfe und Wohlfahrt nahmen daran teil.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gesundheitsminister

Karl-Josef Laumann, der den Schirmherr des Kongresses

Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-

Westfalen, vertrat. „Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

liegt uns allen am Herzen. Deshalb ist es gut, dass sich

hier im Ruhrgebiet die Praktikerinnen und Praktiker aus dem

Gesundheitsbereich, dem Bildungswesen, der Jugendhilfe und

der Wohlfahrtspflege an einen Tisch setzen. Wenn jeder über

den Tellerrand seiner Berufsgruppe hinausschaut, dann können

Ideen und Lösungen entstehen, die Lebensbedingungen von

Kindern und Jugendlichen als Ganzes in den Blick nehmen und

dafür sorgen, dass ‚Gesund aufwachsen im Revier‘ mehr als nur

ein Slogan ist“, sagte der Gesundheitsminister.

In der Plenumsveranstaltung stand unter anderem die

Zusammenarbeit verschiedener Professionen im Kinderschutz

im Fokus. Hierfür wurde sowohl aus medizinischer als auch

aus Jugendhilfeperspektive das Projekt „MeKidS.best – die

Medizin als Partner der Jugendhilfe“ vorgestellt. Es handelt sich

hierbei um ein groß angelegtes Verbundprojekt von der Ruhr,

zu dem der Ruhrgebietskongress maßgebliche Anstöße gab.

Es wurde zur Förderung

im Innovationsfonds

ausgewählt und

soll deutschlandweit

wegweisende Lösungen

für einen kooperativen

Kinderschutz auf

den Weg bringen. Der

nationale Innovationsfonds

für neue Versorgungsformen

wird aus

Mitteln der Gesetzlichen

Krankenversicherung

finanziert und hat zum

Ziel die Gesundheitsversorgung in Deutschland nachhaltig zu

verbessern.

Darüber hinaus thematisierte das Plenum den Themenkomplex

von körperlichen Beschwerden ohne organische Ursache

im Kindes- und Jugendalter – sog. funktionellen und somatoformen

Störungen. Prof. Dr. Meinolf Noeker, Krankenhausdezernent

des LWL-Psychiatrie-Verbundes Westfalen, stellte die

Herausforderung der Diskrepanz zwischen der objektiven Diagnostik

des Arztes und dem subjektiven Beschwerdeerleben

des Patienten dar. Es wurde deutlich, dass das Thema nicht nur

die Medizin betrifft, sondern auch weitere Heil-, Bildungs- und

Sozialberufe. Denn die Folgen für die Kinder sind erhebliche

Beeinträchtigungen der Alltagsaktivität, z.B. Kindergarten- und

Schulfehlzeiten sowie zusätzliche psychische Störungen.

Die Diskussionsteilnehmer forderten den systematischen

Ausbau psychosomatischer Behandlungsmöglichkeiten. Notwendig

seien für Eltern nachvollziehbare Versorgungswege mit

einer besseren Überleitung zwischen den beteiligten Heilberufen.

Schließlich gebe es einen hohen Bedarf an aufklärenden

und unterstützenden Informationen für die Erziehungs- und

Sozialberufe, die in Kindertagesstätten und Schulen alltäglich

mit betroffenen Kinder und Jugendlichen zu tun haben.

Minister Laumann bei seiner Ansprache

In den drei Foren am Nachmittag

wurden sowohl die

Themen aus dem Plenum

vertieft und die Gelegenheit

zur Verabredung über künftige

Schritte und Maßnahmen

genutzt.

WIRTSCHAFT

Architekturbüro MANDEL seit mehr

als 40 Jahren deutschlandweit aktiv

„Beste Bauten für beste Arbeit zu schaffen“, lautet das

Credo von MANDEL Architekten + Ingenieure. Umgesetzt

haben sie dieses Leitbild auch für die Erweiterung

der NOWEDA Hauptverwaltung am Standort Essen.

Die Erweiterung mit dem neuen Haupteingang des Konzerns

lädt in ein großzügiges zweigeschossiges Foyer ein, das durch

eine Lichtfuge in der Decke erstrahlt. Im oberen Geschoss des

Foyers befindet sich der große Saal für bis zu 400 Personen.

Großer Wert wurde sowohl auf die Arbeitsplatzqualität für die

Mitarbeiter gelegt als auch auf eine angenehme Atmosphäre für

Besucher. Helle Flure zu den Büros und individuell gestaltete

Teeküchen prägen die Büroetagen.

Das Gebäude ist technisch auf höchstem Stand. Die detailliert

ausgearbeitete Natursteinfassade ist nicht nur ein optisches

Highlight. Durch die hohe Dämmwirkung führt sie zu deutlich

geringeren Wärmeverlusten im Winter und geringerem Kühlbedarf

im Sommer. Kombiniert mit einer Wärmepumpe, eingespeist

über Erdwärme, sorgt dies für einen nachhaltigen und

wirtschaftlichen Betrieb des Gebäudes.

Architekt Richard Mandel: „Etwas Besonderes sind die Geschossdecken

des Gebäudes, in denen ein Großteil der Gebäudetechnik

integriert ist. Heiz-, Kühl- und Lüftungsleitungen,

Elektro-Leitungen und Akustik-Körper sind im Beton eingegossen

Eine zusätzliche abgehängte Decke ist somit nicht

nötig.“

Erweiterung der Hauptverwaltung

der NOWEDA in Essen

Geschäftsführer Christoph M. Flötgen

Geschäftsführer Richard Mandel (rechts im Bild).

Seit 15 Jahren ist das Büro MANDEL Architekten + Ingenieure

für die Bauten der NOWEDA verantwortlich, begleitet seitdem

das beeindruckende Wachstum des Unternehmens. Neben der

NOWEDA schätzen auch andere Bauherrn deutschlandweit

das Essener Büro der ‚Architekten mit Ingenieur-Verstand‘.

Die Bauherren wissen, dass ihre Erwartungen und Bedürfnisse

verstanden und umgesetzt werden. Sie können sich darauf verlassen,

dass nicht nur der Anspruch an die Qualität und Effizienz

der Gebäude enorm hoch ist, sondern auch Kosten- und Termintreue

wichtig und ernst genommen werden.

„Planung und Bauleitung aus einer Hand zu bieten ist unsere

Stärke“ so Geschäftsführer Christoph M. Flötgen. „Als Sachverwalter

des Bauherrn

organisieren wir den Fortschritt

des Projektes

von der Grundstückssuche

bis zur Schlüssel-

selübergabe,

ohne eigene

wirtschafliche Interessen

zu verfolgen, wie es Bau-

träträger

und Generalunternehmer

tun.“

Empfangsfoyer mit verglaster

Dachkonstruktion „Lichtfuge“

Mehr Infos unter mandel-architekten-ingenieure.de

Foto: Lorenz

Foto: www.nicolezimmermann.de

14 15


SOZIALES

Die Rotkreuzdose im Kühlschrank

Die Idee scheint nicht nur im kleinen Oberwesel am Mittelrhein

gut anzukommen, sondern auch mitten im Ruhrgebiet.

Christian Krebber schätzt, dass sich seit dem Projektstart

vor wenigen Wochen schon „500 bis 600 Essener so eine Dose

in den Kühlschrank gestellt haben“. Auch in anderen Städten

sei diese Aktion gestartet worden.

Jetzt müssen nur noch die Rettungsdienste wissen, dass sie bei

Notfällen zu Hause wichtige Unterlagen im Kühlschrank den können. In Essen sei es so, dass die DRK-Retter die Dosenfin-

Aktion bereits kennen. In der Zukunft soll bei einem Treffen

der Arbeitsgemeinschaft Essener Rettungsdienste die Aktion

auch allen anderen vorgestellt werden, damit bald jeder über die

kleine rote Dose bescheid weiß.

In unmittelbarer Nachbarschaft zu Butter, Joghurt und

Gemüse lagert Christa Commandeur neuerdings eine

kleine Dose, die das Zeug zum Lebensretter hat. Sie ist

rot und im Flaschenfach des Kühlschranks verstaut. So

soll es sein, hier steht die Dose richtig. Notfalldose ist

darauf zu lesen – und dieser Name trifft es ziemlich gut. Falls

Christa Commandeur eines Tages etwas zustoßen sollte und

sie ärztliche Hilfe benötigt, finden die Retter in der Dose

wichtige Infos.

Die Idee bei einem Besuch am Mittelrhein

kennengelernt

Wer sollte im Notfall informiert werden? Welche Medikamente

nimmt der Patient? Welche Vorerkrankungen gibt es?

Also Angaben, die Helfern vorliegen sollten, damit sie besser auf

den Gesundheitszustand reagieren können. Die 74-jährige nerin ist weit entfernt davon, ein Notfall zu werden. Sie sprüht

Essevor

Energie, aber sie sorgt eben gerne vor. Sie hat die Notfalldose

bei einem Besuch einer Freundin am Mittelrhein kennengelernt

und mit in ihre Heimat gebracht. Nun möchte sie die Dose in

Essen bekannter machen: „Das ist eine so einfache und effektive

Idee. Bei meiner Freundin in Oberwesel macht die ganze

Stadt mit. Das müsste doch in Essen auch möglich sein“, sagt

Christa Commandeur.

Wie es der Zufall will: Während sie privat Reklame für die

Notfalldose macht, wird ein ähnliches Projekt zeitgleich vom

Deutschen Roten Kreuz in Essen im großen Stil eingeführt. Das

DRK hat eine eigene Dose entworfen, diese heißt Rotkreuzdose

und unterscheidet sich nur farblich von der Notfalldose.

Die eine ist weiß-grün, die andere rot-weiß. Der Inhalt ist

identisch.

„In der Kühlschranktür kann die Dose schnell

gefunden werden.“

Es gibt Formulare, auf denen Besitzer die erforderlichen

Angaben machen und obendrein zwei Aufkleber, die gut

sichtbar in der Wohnung angebracht werden und Rettern

im Notfall direkt auffallen sollten. Darauf steht der Hinweis,

dass sich im Kühlschrank so eine Dose befindet. Doch warum

ausgerechnet im Kühlschrank? „Den hat jeder und in der Tür

kann die Dose schnell gefunden werden“, sagt Christa Commandeur.

Das Essener DRK verbreitet seine Rotkreuzdose seit Mai in der

Stadt. „Zunächst haben wir Bürgern, die sich neu für unseren

Hausnotruf anmelden, eine Dose zur Verfügung gestellt“, sagt

Christian Krebber, Referatsleiter des DRK-Hausnotrufdienstes

in Essen. Inzwischen werde aber auch bei Seniorenveran-

staltungen wie den Kino-Nachmittagen in der Lichtburg

dafür geworben. Wer Interesse an einer Dose hat, könne sich

beim Roten Kreuz melden, eine Anmeldung beim Hausnotruf-

Service sei nicht erforderlich.

Rettungsdienste werden informiert

KULTUR

Premiere im Mondpalast gelungen –

Die (fast)glorreichen Sieben

Auf einer Baustelle, die einmal ein Festsaal für den Stadtteil werden soll, treffen sich sieben Frauen und Männer aus Gelsentrop-Wattenhausen.

Aus ihnen soll einmal ein Chor werden und aus ihrem Gesang eine Hymne auf das Quartiersjubiläum.

Ob diese sehr gemischte Truppe tatsächlich erfolgreich die Tonleiter zum Glück erklimmen kann, das verrät Sigi Domke

in der klingenden Mondpalast-Komödie „Die (fast) glorreichen Sieben“, die unter der Regie von Thomas Rech am

Donnerstag, 11. März, um 20 Uhr Premiere feierte.

Alle reden von Stadtteil-Belebung – der Mondpalast von

Wanne-Eickel setzt das Thema komödiantisch um. Hausautor

Sigi Domke verlegt die neue Komödie ins schöne Gelsentrop-Wattenhausen,

wo die ehrgeizige Projektleiterin Dörthe

Obermann (Astrid Breidbach) seit Jahren das Projekt „Starkes

Stadtviertel“ vorantreibt. Als das Quartier großes Jubiläum feiert

und eine nicht unbeträchtliche Summe Fördergelder in Aussicht

steht, kommt Dörthe auf die Idee, einen Chor zu gründen.

Unter Leitung des weltberühmten Dirigenten Clemens-Maria

Vogel (Andreas Wunnenberg) soll er eine Hymne aufs Quar-

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tier zu Gehör bringen. Das klingt erst einmal gut, doch die Wattenhausener

sind von diesem Geistesblitz alles andere als begeistert.

Als Willi Wollenweber (Axel Schönnenberg), Vorsitzender

des Heimatvereins „Tolle Scholle“, sieben Sänger für den Chor

zusammentrommelt, muss er feststellen, dass jeder von ihnen

einen völlig anderen Musikgeschmack hat.

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KOMPAKT

„WELT IM WANDEL“ – Kommunikationsexpertin

Isabel Garcia im Sheraton-Hotel

ÜBERREGIONALES

500 000: Ausstellung „Der Berg ruft“ lockt bereits eine

halbe Million Besucher in den Gasometer Oberhausen

Zum 5. Geburtstag der Netzwerkveranstaltung „WELT IM WANDEL“

(WIW) kamen über 80 Gäste aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft

und Dienstleistung ins Sheraton-Hotel Essen.

Babette Kierchhoff, General Manager des Sheraton-Hotels, freute sich über

das ungetrübte Interesse an dieser Veranstaltungsreihe, die Karin Brinkhöfer,

engagierte Netzwerkerin unserer Region seit vier Jahren als Initiatorin und

Organisatorin ehrenamtlich begleitet – getreu ihrem Motto: „Im Grunde sind

Das schwebende Matterhorn von Oberhausen verzaubert

weiterhin die Besucher: Bereits eine halbe Million Menschen

haben den im riesigen Raum des Oberhausener Gasometers

hängenden Alpengipfel bestaunt. Der 17 Meter hohe, mit

der Spitze nach unten zeigende Berg ist der Höhepunkt der

aktuellen Erfolgsausstellung „Der Berg ruft“. Seit März 18

ist die Schau im Oberhausener Industriedenkmal zu sehen.

es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“

(Wilhelm von Humboldt).

Isabel Garcia, eine der gefragtesten Kommunikationsexpertinnen Deutschlands,

hat den Wandel in der Kommunikation treffend charakterisiert: „Vom

Rauchzeichen zur digitalen Welt ...“

Aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz gab sie den Teilnehmern hilfreiche

Tipps und das notwendige Rüstzeug, sich zukünftig noch souveräner und erfolgreicher

zu verständigen: Die Botschaften sollen „so“ ankommen, wie sie gemeint

sind!

Das Grußwort überbrachte Frank Richter, Polizeipräsident der Städte Essen

und Mülheim an der Ruhr, der auch den Kommunikationswandel in seinem

Berufsleben kommentierte. Nach dem offiziellen Teil verwöhnte Gastgeberin

Babette Kierchhoff und ihr Sheraton-Team die Gäste mit kulinarischen Genüssen.

Musikalisch sorgte das Essener „Duo Frauenzimmer“ Annette Aldick und

Petra Lünz für Stimmung.

v.l.n.r. Isabel Garcia (Referentin), Karina

Brinkhöfer (Initiatorin WIW), Frank Richter

(Polizeipräsident), Babette Kierchhoff, Direktorin

Sheraton-Hotel

„Dass ‚Der Berg ruft‘ bereits im ersten Jahr die Marke von einer

halben Million Besuchern überschritten hat, ist ein enormer

Erfolg. Die Ausstellung fasziniert Jung und Alt gleichermaßen“,

freut sich Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer

Oberhausen GmbH, und verspricht: „Für das kommende Jahr

haben wir bereits wieder einige spannende Programmpunkte zusätzlich

in Vorbereitung.“

Das Matterhorn aus der Vogelperspektive

„Der Berg ruft“, die aktuelle Ausstellung im Gasometer

Oberhausen, zeigt bis zum 27. Oktober 2019 die Vielfalt der Berge

und erzählt von der ewigen Faszination, die diese imposanten

Welten in kargen Höhen und dünner Luft auf uns Menschen

ausüben. Kurator Prof. Peter Pachnicke: „Mit ‚Der Berg ruft‘ erzählen

wir von wundervollen Orten, die seit jeher die Menschen

fasziniert haben. Atemberaubende Bilder ziehen die Betrachter

in ihren Bann und machen einige der beeindruckendsten und

erhabensten Lebensräume unseres Planeten erlebbar.“ Die Ausstellung

lässt ihre Besucher teilhaben an den legendären Erstbesteigungen

der berühmtesten Gipfel der Erde, sie berichtet von

großartigen Triumphen und dramatischen Niederlagen. In einzigartigen

Filmausschnitten und prachtvollen Fotopanoramen

zeigt die Ausstellung, wie in den gewaltigen Gebirgsmassiven

der Erde einzigartige Lebenswelten mit ihrer ihnen eigenen

Tier- und Pflanzenwelt entstanden sind.

Fotos: Gasometer

Essener Verkehrswachtchef

Karl-Heinz Webels lud ein

Aus Anlass des 65. Geburtstages des Vorsitzenden

der Essener Verkehrswacht e.V., Karl-Heinz

Webels, wurde ein besonderer Neujahrsempfang

in den Räumen der Verkehrswacht durchgeführt.

Zu den zahlreichen geladenen Persönlichkeiten

gehörten Weggefährten und Mitstreiter des gemeinnützigen

Vereins. Dieser erste Neujahrsempfang

im Januar 2019 in der Stadt verschaffte den

Beteiligten die hervorragende Möglichkeit zum

Meinungs- und Erfahrungsaustausch und zugleich

zur Verabredung neuer Projekte und weiterer

Netzwerkkontakte.

v.l.n.r. Vors. Bezirksrichterrat OLG Hamm Prof. Dr. Gerd Hamme, Leiter Verkehrsdirektion

Polizei Essen Wolfgang Packmohr, Vors. Karl-Heinz Webels, Oberbürgermeister

Thomas Kufen und Präsident der Landesverkehrswacht NRW/Vizepräsident der

Deutschen Verkehrswacht Prof. Dr. Jürgen Brauckmann während des Empfanges.

Die Ausstellung „Der Berg ruft“ ist Di - So jeweils von 10 - 18 Uhr geöffnet.

Eintritt: 10 EUR, ermäßigt 7 EUR, Familienkarten 23 EUR.

Alle Besucher-Infos auf: www.gasometer.de

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