Arabische Pferde IN THE FOCUS Nr. 2/2019 - Preview

gudiwaidi

Zeitschrift für Liebhaber arabischer Pferde

Arabian Horses

Arabische Pferde

2/2019 (Vol. 18) • 6,50 €

in the focus

Syrien - Wie Phönix Australien -

aus der Asche

Simeon Stud

www.in-the-focus.com/magazine

www.in-the-focus.com

ZSAA-Körung in

Alsfeld


Wahre Werte.

Landbeschäler 2019

WM Nafis ox *2013 Al Lahab ox a.d. Napirai ox v. NK Bolbol ox

Siegerhengst VZAP Körung 2018, HLP 2018: G 7,63

Servicestation Marbach

Weil-Marbacher Vollblutaraber

seit 1817

Haupt- und Landgestüt Marbach mit Landesreit- und Landesfahrschule – das älteste staatliche Gestüt Deutschlands –

72532 Gomadingen-Marbach | Tel. (073 85) 96 95-0 | www.gestuet-marbach.de


Editorial

Animals

Tiere als

Lehrmeister

as Teacher

Nahezu täglich werden wir mit Schreckensbildern und -nachrichten

bombadiert, die gequälte Tiere zeigen - auch im Pferdebereich,

und ja, auch im Bereich des Arabischen Pferdes. Da sind die

Schaupferde, die angstvoll ihren Vorführer fixieren, wann er denn

wohl die Gerte senkt und sie wieder eines übergebraten bekommen.

Da sind die Distanzpferde, die im Mittleren Osten während

der Distanzrennen mit gebrochenen Beinen niederbrechen, was

sich dann im Fachjargon "Catastrophic Injury" nennt. Da sind die

halbverhungerten Pferde von "Lieschen Müller", die vom Tierschutz

aus schlechten Haltungsbedingungen gerettet werden

müssen, und die überzähligen Hengstfohlen, die beim Händler

landen, und der sie mit der Masche "die gehen alle morgen zum

Schlachter, wenn sich nicht sofort ein Käufer findet" an den Mann,

besser an die Frau - und meist eine recht junge - bringen will. All

dies sind Auswüchse, die es zu Recht zu kritisieren gilt.

Aber dann sind da auch die "Extremisten", die gegen jegliche Tiere

im Zirkus sind, gegen Tierhaltung in Zoos, ja, die die Tierhaltung

am liebsten ganz verbieten wollen, denn nur freie Tiere sind glückliche

Tiere; die die "Nutzung" des Pferdes verabscheuen, und für

die Reiten und Fahren verwerflich sind, weil jegliche Nutzung des

Tieres Ausbeutung und Sklaverei sei.

Man könnte den Eindruck gewinnen, es gibt heute nur noch "Extreme"

- totale Ausbeutung um des eigenen Egos willen auf der

einen Seite, eine völlige Vermenschlichung und Verkennung der

wirklichen Bedürfnisse der Tiere auf der anderen Seite. Schauen

wir also hin, wo es nötig ist, aber vermenschlichen wir nicht die

Bedürfnisse der Tiere zu sehr. Nicht Freiheit ist das höchste Gut

für ein Tier, sondern Geborgenheit, Wohlbefinden und die Befriedigung

seiner Bedürfnisse - dazu braucht es Fachwissen, nicht Fantasie.

Dass diese Diskussion in unserer übersättigten Wohlstandsgesellschaft

aufkommt, ist symptomatisch. Dabei fuhren Mensch und

Tier seit Jahrhunderten ganz gut mit einem Mittelweg, einer Symbiose,

einem Miteinander: Der Mensch hat dem Tier Schutz und

Futter geboten, und das Tier hat ihm mit seiner Arbeitskraft geholfen.

Gut, heute brauchen wir Pferde nicht mehr auf dem Feld,

heute sind sie unsere Freizeitpartner. Wenn jedoch Tierhaltung

ganz allgemein und pauschal verdammt wird, gesellschaftlich gar

geächtet wird, wo und wie sollen unsere Kinder dann noch den

Umgang mit Tieren lernen können? Wo und wie sollen sie lernen,

dass man alles Leben respektieren muß - auch die Natur als solche?

Dabei ist doch bekannt, daß der Umgang mit Tieren für Kinder ungemein

wichtig ist, sie lernen Verantwortung zu übernehmen und

Empathie für ihre Mitgeschöpfe zu entwickeln.

Deshalb ist eine verantwortungsvolle Tierhaltung gerade in unserer

hochtechnisierten Welt wichtiger denn je!

Almost every day we are bombarded with horror pictures and news

that show tormented animals - also in the horse world, and yes, also

in the world of the Arabian horse. There are the show horses, who

fearfully fix their handler, not to miss the moment when he probably

lowers the whip and they get hit once again. There are the endurance

horses that break down in the Middle East during the endurance

race with broken legs, which is called in the jargon "Catastrophic

Injury". There are the half-starved horses of "Lieschen Müller", which

must be rescued by animal welfare organizations from bad conditions,

and there is the surplus colt, which ends up at a dealer, who

tries to lure a buyer - mostly a woman, and a young one, too - with

the scam "he goes to the butcher tomorrow, if there is no buyer right

now!" All these are excesses that deserve to be criticized.

But then there are also the "extremists" who are against any animals

in the circus, against animals in zoos, yes, they even want to prohibit

animal husbandry completely, because only free animals are happy

animals; who hate the "use" of the horse, and for the riding and driving

are reprehensible, because any use of the animal is exploitation

and slavery.

One could get the impression that today there are only "extremes"

- total exploitation for the sake of one's ego on the one hand, and a

complete humanization and misjudgment of the real needs of animals

on the other. So let's take a close look where necessary, but

do not humanize the needs of the animals too much. Not freedom

is the highest good for an animal, but security, well-being and the

satisfaction of its needs - this requires expertise, not imagination.

That this discussion arises in our oversaturated affluent society is

symptomatic. But in the past, man and animal have been doing quite

well for centuries with taking some way in the middle, they found

a symbiosis, a togetherness: Man has offered the animal protection

and food, and the animal has helped him with his labor. Well, today

we no longer need horses in the field, today they are our leisure time

partners. However, if animal husbandry is condemned in a generalized

and general way, socially ostracized, where and how should

our children be able to learn how to deal with animals? Where and

how should they learn to respect anything living - or nature as such?

And it is known that the handling of animals is very important for

children, they learn to take responsibility and they develop empathy

for their fellow creatures.

That's why responsible animal husbandry is more important than

ever, especially in our highly technical world!

Editorial

2/2019 - www.in-the-focus.com

Gudrun Waiditschka

Chefredakteurin / Chief Editor

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Inhaltsverzeichnis

Inhalt

DM Distanz - Alheim Challenge -

Eine Herausforderung für Ross und Reiter 56

Shagya-Araber - Ausdauer lohnt sich 58

Knochenermüdung bei Renn- und Distanzpferden 60

Artikel

Syrien -

Wie Phönix aus der Asche 6

WAHO Conference Tour 2019 -

Simeon Stud - Ägypter von Weltruf 20

ZSAA-Hengstkörung 2019 -

The New Kids on the Block 28

Die Wahl zum Araber des Jahres 44

Nationales & Intern. Championat in Wels

Alles Gold für die Emirate 46

Wie sahen die Beduinen-Pedigrees aus? 50

Junioren reiten Araber (V) - Helena Byrne 54

Inhaltsverzeichnis

Rubriken

News 34

GestütsParade 40

Regenbogenbrücke 49

Distanzsport-News 55

Termine 64

Impressum 65

Vorschau 66

Syrien war eines der Länder des Nahen Ostens, die ich am liebsten

bereiste - wegen seiner einzigartigen Pferde, seines kulturellen Erbes,

aber vor allem wegen seiner Menschen. Nach acht Jahren Krieg

hatte ich jetzt die Möglichkeit, zurückzukehren, um zu sehen, was

davon noch übrig ist.

Syria had become one of the Middle Eastern countries that I liked to

travel most - for its unique horse population, for its cultural

heritage, but on top of all for its people. After eight years of war, I had

now the chance to go back to see what's left.

Simeon Stud ist Australiens bekanntestes Gestüt für rein ägyptische

Araber. Ich hatte Gelegenheit, mich bei meinem Besuch heute an

meine ersten Besuche 1988 und 1993 zu erinnern.

Simeon Stud is Australia's most famous stud for pure Egyptian Arabians.

I had the opportunity to remember my first visits in 1988 and 1993

during my visit today.

Unser Titelbild

A’si Al Fares (Kraishan Al

Sham / Raghad Al Zaiem),

Stamm: Kohailan Nawaq

mit seinem Reiter Ayman Al

Badawi aus Damaskus.

A’si Al Fares (Kraishan Al

Sham / Raghad Al Zaiem),

Strain: Kohailan Nawaq

with his rider Ayman Al Badawi

from Damascus.

Foto: Gudrun Waiditschka

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Content

Artikel

Table of Content

Syria -

Like a Phonix from the Ashes 12

WAHO Conference Tour 2019 -

Simeon Stud - Egyptians of World Renown 24

How did Bedouin Pedigrees look like 50

Science -

Bone Fatigue in Race and Endurance horses 62

Rubriken

Over the Rainbowbridge 49

Dates and Events 64

Masthead 65

Preview 66

Table of Content

Die diesjährige ZSAA-Hengstkörung hatte eine hohe Erfolgsquote

und zwei Prämienhengste - das liegt nicht zuletzt an

der Beratung der Besitzer und der Vormusterung der Hengste.

Pferde, die sich bei Rennen und auf Distanzritten das Bein brechen,

zeigen die möglichen Gefahren dieser Sportarten auf.

Diese Ereignisse sollten jedoch keinesfalls als zufällig oder

akzeptabel erachtet werden.

Horses breaking their leg during endurance competitions and races

demonstrate the potential dangers of these sports.

But these events should not be considered accidental or acceptable.

Endlich geschafft - der "ewig Zweite" Bernhard Dornsiepen gewinnt

mit Rio Gold bei der Deutschen Distanzmeisterschaft am ersten Juni-

Wochenende in Ahlheim. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften

erreichte Nayla Al Samarraie mit Olympia als Erste die Ziellinie und

gewinnt damit ebenfalls ihre erste Goldmedaille.

2/2019 - www.in-the-focus.com

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Tradition und Erbe

Zucht

Syrien -

wie Phönix

aus der Asche

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Wer von den Teilnehmern der WAHO-Konferenz 2007 in Syrien erinnert sich nicht gern an

dieses Land? In den folgenden Jahren war Syrien eines meiner liebsten Reiseziele im Nahen

Osten - wegen seiner einzigartigen Pferde, seines kulturellen Erbes, aber vor allem wegen

seiner Menschen. Nach acht Jahren Krieg hatte ich jetzt die Möglichkeit, zurückzukehren,

um zu sehen, was davon noch übrig ist.

Syrien ist für mich das Ursprungsland

unseres europäischen (oder westlichen)

arabischen Pferdes, da die meisten Einkaufskommissionen

nach Syrien gingen,

nicht in den Nedjd, um Pferde zu kaufen. Sie

kauften von den pferdezüchtenden Beduinenstämmen

in Syrien und auf den Märkten

von Damaskus und Aleppo, wo die Beduinen

ihre Pferde, insbesondere Hengstfohlen und

Junghengste, oft über Händler anboten. Das

syrische Volk hat diese Pferde seit Hunderten

von Jahren praktisch unverändert erhalten.

Eine Reise nach Syrien ist wie eine Zeitreise

in die Vergangenheit. Der rein-syrische Vollblutaraber

kommt dem, was ich als "Beduinenpferd"

bezeichnen würde, am nächsten

- dem Pferd, das ein Baron von Fechtig, Graf

Rzewuski, Baron von Herbert, Oberst von Brudermann

und viele andere im 19. Jahrhundert

nach Europa gebracht haben.

Das Beduinenpferd

Am Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts

zogen einige Beduinenstämme von

der Arabischen Halbinsel nach Norden, vermutlich

wegen eines großen Pestausbruchs

und des Aufstiegs des Wahhabismus im (heutigen)

Saudi-Arabien. Diese Leute gehörten

größtenteils zwei großen Stammesverbänden

an, den Shammar und den Anazeh. Die

meisten Shammar zogen nach Norden und

überquerten den Euphrat, um im Nordosten

Syriens und im Irak zu leben. Die Anazeh-Konföderation

- darunter Stämme wie

die Hassana, die Ruallah, die F'daan und die

S'baa - breiteten sich stattdessen in der syrischen

Badiya (Wüste) aus. Viele dieser Stämme,

sowohl aus der Anazeh- als auch aus der

Shammar-Konföderation, unterhielten enge

Verbindungen zur Arabischen Halbinsel und

haben diese Verbindungen bis heute durch

Heirat aufrechterhalten. Einige der Nachkommen

der Shammar-, Anazeh- und Tai-Beduinenstämme

züchten seit 300 Jahren in ihrer

Familie "ihre" Stämme arabischer Pferde - es

ist heute schwer, ein authentischeres arabisches

Pferd zu finden als den reinen syrischen

Araber! Deshalb freute ich mich sehr, nach

einer Pause von acht Jahren nach Syrien zurückzukehren,

um zu sehen, was von diesem

Erbe übrig geblieben ist.

(links) Taj al Khair (Johar Adeeb / Mansoora)

*2008, Strain: Obayyan Sohaili, Besitzer: Al

Khair Stables

Alle Fotos: G. Waiditschka / IN THE FOCUS

2/2019 - www.in-the-focus.com

Ein Besuch in Syrien

"Ist es dort wirklich sicher?", lautete die häufigste

Frage, als ich erwähnte, dass ich letzten

April zum 1. Internationalen Arabischen Pferdefestival

Al Sham nach Damaskus eingeladen

wurde. Die Antwort ist "Ja, es ist sicher,

zumindest in und um Damaskus". Nach acht

Jahren Krieg, den die Syrer selbst als den

"ungerechten Krieg gegen das syrische Volk"

bezeichnen, war ich mehr als erfreut zu sehen,

dass dieses Land und seine Menschen

langsam zu einer Art "Normalität" zurückfinden.

Das Festival, an dem geschätzte 100.000

Menschen teilgenommen haben, war für die

syrischen Züchter wichtig, um zu sehen, dass

ihre Bemühungen, die syrischen Araberpferde

in der schwierigen Kriegszeit zu erhalten,

nicht nur von der nationalen und internationalen

Öffentlichkeit geschätzt werden, sondern

auch von der Regierung. Die Syrian Arab

Horse Association (SAHA) hatte große Unterstützung

von verschiedenen Ministerien, der

Stadt Damaskus und anderen Organisationen

bei der Durchführung des Festivals.

Das arabische Pferd ist tief mit den Traditionen

und der Geschichte Syriens verwurzelt,

daher umfasste das Festival auch Folklore,

traditionelles Handwerk, regionales Essen,

Tänze und vieles mehr. Einer der Höhepunkte

war die Grand Sham Arabian Horse Parade

mit fast 300 Reitern, die durch die Straßen

von Damaskus marschierten. Es war eine

Wiederbelebung der Parade anlässlich der

WAHO-Konferenz im Jahr 2007, und wieder

säumten Tausende von Zuschauern die Straßen

entlang der 11 km langen Strecke, um

die Pferde zu sehen und zu streicheln, als sie

vorbeikamen. Die meist traditionell gekleideten

Reiter stellten ihre Pferde gerne zur Schau

und ließen sie zur Musik der Pfadfinder-Blaskapelle

tanzen. Jung und Alt waren auf den

Beinen und für die Syrer hatte diese Parade

eine besondere Bedeutung, da sie am syrischen

Unabhängigkeitstag stattfand und an

die syrische Unabhängigkeit und das Ende

des französischen Mandats für Syrien am 17.

April 1946 erinnerte.

Der eineinhalbstündige Marsch endete dort,

wo er begann, auf dem Festivalgelände der

Old Damascus Fair, die - bis einige Monate

vor dem Festival - nur eine Trümmergrube

war. Es benötigte 500 LKW-Ladungen mit

Trümmern, um die Baustelle zu räumen. Hilfe

kam auch von den Mitgliedern des Mahfouza-Sportvereins.

In diesem Sportverein

geht es nicht nur um Sport, sondern auch um

Kunst und Musik. Darüber hinaus gibt es ein

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soziales Projekt namens "Bukra Elnad - Morgen

gehört uns": Kinder von 3 bis 15 Jahren

haben die Möglichkeit, verschiedene Aktivitäten

kennenzulernen, um ihre Lieblingsdisziplin

zu finden und sich darin ausbilden zu

lassen, was ihnen hilft, ihre Kriegstraumata zu

überwinden. Die besten Kinder gaben wundervolle

Darbietungen, beispielsweise indem

sie die Wand mit arabischen Pferdemotiven

bemalten, den Eingang zum Messegelände

dekorierten, Tanz- und Musikdarbietungen

auf der nächtlichen Bühne gaben und viele

weitere Aktivitäten. Leider sind viele dieser

Kinder Kriegswaisen.

Die Auswirkungen des Krieges

Ein Beleg für die tiefe Verwurzelung des

arabischen Pferdes im syrischen Volk ist die

Tatsache, dass das Landwirtschaftsministerium

bereits in den 1950er und 60er Jahren

Hengstdepots in den verschiedenen syrischen

Gouvernoraten eingerichtet hatte.

Später, 1994, wurde unter dem Landwirtschaftsministerium

ein spezialisiertes Arabian

Horse Office eingerichtet, aus dem später

die Stutbuch-Organisation hervorging. 2003

wurde die Syrian Arabian Horse Association

(SAHA) unter der Leitung von Basil Jadaan

gegründet. In den folgenden Jahren wurden

verschiedene Aktivitäten organisiert,

darunter Rennen in Damaskus, Latakia und

Hama, Ausstellungen (ECAHO), Auktionen

und Distanzritte (2009 und 2010) bis CEI**

120 km. Nicht zu vergessen die WAHO-Konferenz

2007 in Syrien, die die Gäste auf eine

unvergessliche Tour zur Al Jazira, der "Insel"

zwischen Euphrat und Tigris, entführte, um

echte Beduinen-Gastfreundschaft zu erleben.

Dies waren die "goldenen Jahre" der

Araberzucht in Syrien, die bis 2010 dauerten.

Der Krieg traf nicht nur das syrische Volk

schwer, sondern auch die Pferde. Während

die Pferdezucht in den vom Regime kontrollierten

Gebieten rund um Damaskus nicht so

stark gelitten hat, gab es die meisten Opfer

in Gebieten, die nicht unter der Kontrolle

der Regierung standen. Einige große Gestüte

in der Umgebung von Aleppo waren

schwer betroffen, darunter die Al Jabri Farm

von Ihsan al-Jabri. Hier übernahm ISIS die

Farm, zu der mehr als 100 Pferde, Stuten und

Fohlen gehörten. Das Gestüt Al Andalus der

Familie Anbargi wurde zerstört. "Aleppo hat

fast alle seine Araber verloren und fast alle

Gebäude wurden beschädigt", sagt Omar

Anbargi und fügt hinzu: "Ich persönlich habe

mich von fast allem, was mit Arabern zu tun

Zucht


Zucht

Azem-Palast, Damaskus

Sednaya-Kloster

Ma'alula-Kloster

Amphitheater Shahba

Abendliche Bühnenvorstellung

hat, zurückgezogen, da es mir nicht leichtgefallen

ist, über das hinwegzukommen, was

mit den Pferden meiner Familie passiert ist."

Die Familie Al Nassif verlor rund 50 Pferde, als

ihre Farm Al Bawady im Norden von Homs

zu Beginn des Krieges bombardiert wurde.

Viele Pferde starben an Splitterwunden oder

fehlendem Schutz, da Dutzende von Ställen

zerstört wurden. Erschwerend kommt hinzu,

dass der Mangel an Arzneimitteln eine angemessene

Behandlung unmöglich machte.

Die Pferde starben auch an Futtermangel, da

die Nahrungsversorgung schwierig und teuer

war. Wadia Khoury von Al Furat Stables am

Ufer des Euphrat in der Nähe von Deir Ez Zoor

ist seit seiner Flucht vor dem IS noch nicht in

seine Heimat zurückgekehrt. Seine Pferde

wurden vom IS geplündert, aber kürzlich bekam

Krieges wurden in den Jahren 2016 bis 2018

drei Musterungsreisen in die östlichen Bezirke

Syriens unternommen, nach Al Hassakeh und

Al Qamischli, wo die Beduinenstämme der

Shammar, Tai, Al Jbour, Al Adwan und Al Iqaidat

leben. So gibt es beispielsweise im Distrikt

Al Hassakeh Hunderte von Pferden, die Angehörigen

des Stammes der Shammar gehören,

dem Stamm, dem die meisten Pferde in diesem

Gebiet gehören. Insgesamt wurden in

diesen drei Jahren 2200 Pferde gebrannt und

2018 weitere 1022 Pferde gebrannt und in das

Stutbuch eingetragen. Insgesamt stehen heute

8657 Pferde unter der Aufsicht des Arabian

Horse Office (Zuchtbuch), von denen rund

80 % aus rein syrischen Blutlinien stammen.

2018 sah die Rückkehr der Aktivitäten rund

ums arabische Pferd und eine "Probe" des

er drei Nachkommen zurück, nachdem diesjährigen Internationalen Arabischen

die Armee sie zurückholen konnte. Auch Basil

Jadaan verlor seine Pferde, obwohl sich

sein Stall in der Nähe von Damaskus befand.

"ISIS hat sie als Geiseln genommen, um mich

zu erpressen", erzählt er, "aber ich habe aus

Prinzip nicht bezahlt. Ich habe sie nicht wiedergesehen.

Glücklicherweise konnte ich all

meine Blutlinien und Stämme über die Pferden

wiederbekommen, die ich zuvor meiner

Schwester gegeben hatte. Sie repräsentieren

heute fünf Generationen meiner Zucht." Auch

die Pferde des Nationalgestüts in der Nähe

von Damaskus wurden geplündert, und nur

22 wurden zurückgebracht, als die syrische

Pferdefestivals mit Parade, Pferdeausstellung

und Auktion usw. Im Oktober fand die

erste ECAHO-Schau nach dem Krieg mit 107

Pferden statt, von denen 67 rein syrischen

Ursprungs waren. Acht Rennen wurden in

Damaskus und Hama mit jeweils 40 Pferden

ausgetragen. Die meisten dieser Rennen sind

für Pferde mit rein syrischen Blutlinien.

Das Festival beinhaltete auch einen Renntag

mit sieben Rennen über 1450 und 1600 Meter

in Damaskus, aber leider war das Wetter

nicht günstig für die Pferde und Reiter, da es

stark regnete und in den nahen Bergen sogar

schneite. So fanden die Rennen bei strömendem

Regen statt, während sich die Zuschauer

Grand

arabische Armee sie 2017/2018 zusammen

Sham

mit etwa 50 Pferden privater Züchter befreite.

In dieser Situation erwies sich der in Syriden

Frieren wurde ein Glas Whisky, das aus

auf den Tribünen drängten. Nach drei Stun-

Pferde-Parade

en immer noch verwendete Gefrierbrand als

vorteilhaft, da die Pferde leicht identifiziert

und an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben

werden konnten. Ich war vor dem

Krieg in den meisten dieser Ställe und es ist

schmerzlich zu wissen, dass all diese Pferde

umgekommen sind ... Aber - dieser Krieg hat

auch mehr als eine halbe Million Syrische Zivilisten

getötet, um die man trauern muss.

Die heutige Situation

So tragisch diese Verluste auch sein mögen,

die meisten Pferde haben überlebt und es

wird mit ihnen gezüchtet! Und die Zahlen

vom Arabian Horse Office und der WAHO sind

überraschend: Während zwischen 1998 und

2010 die Zahl der pro Jahr geborenen Fohlen

moderat von 150 auf 210 stieg, stieg ihre

Zahl von 2014 bis 2018 von 350 auf rund 800

im syrischen Stutbuch! Auch während des

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dem Nichts auftauchte, sehr geschätzt. Der

Renntag gipfelte in einer spektakulären Darstellung

der berittenen Polizei, die ihre Furussiyyah-Stunts

darbot, während eine Gruppe

von Bogenschützen ihre Zielgenauigkeit im

Bogenschießen unter Beweis stellte. Die Bogenschützen

waren niemand Geringerer als

Ali Goorchian, Präsident des Persian Horseback

Archery Association, Weltmeister 2011

und 2012 und Bronzemedaillengewinner

2016, sowie Ana Sokolska, ebenfalls eine der

weltweit führenden Bogenschützen. Sie hat

erfolgreich an vielen internationalen Veranstaltungen

teilgenommen und verfügt über

einen Ausbildungsstall für das Bogenschießen

zu Pferd in Polen. Und schließlich Walid

Khawajkye mit syrischer Staatsangehörigkeit,

der aber in Katar lebt. Keiner von ihnen verfehlte

das Ziel, wie es in dieser hochkarätigen

Besetzung zu erwarten war.

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Alle Fotos: G. Waiditschka / IN THE FOCUS

Zucht

2/2019 - www.in-the-focus.com

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Zucht

Erinnerungen an Baghdad Al Andalous

"Im Frühjahr 2003 brachte meine Lieblingsstute,

Dheem the Second, ein wunderschönes

Fuchsstutfohlen zur Welt, die vierte

Generation unseres Hamdani Ofri, auf

unserem Familienbesitz in Kafar Dael, im

Westen von Aleppo.

Sie wurde in der gleichen Zeit geboren,

als die Koalitionstruppen Bagdad, die

Hauptstadt des Irak, 'zerstörten'. Ich war in

England, als mein Vater mich anrief, um die

frohe Nachricht von ihrer Geburt zu überbringen.

Er sagte, er habe das Stutfohlen

Bagdad genannt!

Ein paar Jahre später wurde Bagdad, die

einen sehr guten und edlen Stammbaum

hatte, eine der schönsten reinen syrischen

Araberstuten und siegte bei jeder Show, an

der sie teilnahm. In der Tat genoss sie ein

glückliches Leben und machte alle um sie

herum glücklich und stolz!

2014 wurde jedoch unsere Farm von ISIS geplündert

und Bagdad nach Raqqa gebracht,

wo sie eine ihrer angesehensten Araberstuten

wurde. Ein Bild von Bagdad, wo sie eine

'offizielle' ISIS-Parade anführte, war in der

Londoner Zeitung Al-Hayat zu sehen.

Zu meiner Enttäuschung mußte ich erfahren,

dass sie durch einen Luftangriff auf

Raqqa verletzt und wahrscheinlich getötet

wurde! Man sagte mir auch, dass sie danach

gegessen wurde.

Ich muss zugeben, dass ich darüber nicht

hinweggekommen bin und ich glaube nicht,

dass ich es jemals tun werde oder jemals

will. Insbesondere werde ich niemals jemandem

vergeben, der an ihrem Elend beteiligt

war. Ich werde nicht vergeben, weil diese

'Leute' stolz auf das sind, was sie getan haben

und nicht einmal um Vergebung bitten."

Omar Anbargi

begannen einige Europäer, die Einfuhr

arabischer Pferde aus Syrien zu einem

"Geschäftsmodell" zu machen. Diese Pferde

sollten den noch vorhandenen, aber

in Anzahl und Qualität stark dezimierten

Zuchtbestand in Europa wieder auf Kurs

bringen. Das "Geschäftsmodell" beinhaltete

das notwendige Fachwissen über Pferde

im Allgemeinen und das arabische Pferd im

Besonderen, es beinhaltete das Risiko, nach

Arabien und in die angrenzenden Gebiete

zu reisen, um geeignete Pferde zu kaufen

und diese sicher und gesund nach Europa

zu bringen, hauptsächlich in die Häfen

von Triest oder Livorno. Dies war eine ideale

Lösung für die europäischen Käufer, die

nicht alle Risiken einer solchen Expedition

auf sich nehmen mussten, aber andererseits

hatten diese Pferde auch ihren Preis.

Beispielsweise war der deutsch-österreichische

Baron von Fechtig einer der ersten Europäer,

die den Import arabischer Pferde zu

einem Geschäftsmodell machten. Als er die

Hengste Bairaktar und Tajar für das Königliche

Gestüt Weil des Königs von Württemberg

importierte, verlangte er für sie den

Preis von 4500 Kaiserlichen Dukaten. Der

Goldwert dieser Münzen entspricht heute

rund einer halben Million Euro!

Natürlich sind die Preise heute ganz anders.

Der Direktor des Arabian Horse Office

im Landwirtschaftsministerium, Ingenieur

Mohamed Ghyath al-Shayeb, schätzte den

Wert der Exporte in die Golfstaaten in den

Jahren 2006, 2007 und 2008 auf etwa 40

bis 50 Millionen syrische Pfund (ca. 600.000

€), einige Pferde wurden für 75.000 € und

mehr verkauft. Die heutigen Preise liegen

im Bereich von 10-15.000 € für ein Qualitätspferd

und dieser Preisverfall erschwert

die Haltung und Zucht von Pferden, da

Futter und Medikamente teuer sind - wenn

überhaupt verfügbar.

Das von den USA und der EU gegen Syrien

verhängte Wirtschaftsembargo verschärft

natürlich die Lage. Wir sahen mehrere Kilometer

lange Autoschlangen, die vor einer

Tankstelle, die etwas Benzin hatte, warteten.

Der Tourismussektor, auf den vor dem

Krieg 14 % des syrischen BIP entfielen, liegt

am Boden. Solange die ausländischen Botschaften

nicht wieder geöffnet werden,

wird sich der Tourismus trotz der Tatsache,

dass es sichere Gebiete gibt wie z.B. Damaskus,

nicht erholen. Das syrische Volk sehnt

sich nach Touristen - und eine kleine Geschichte

soll als Beispiel dienen: Es war ein

Al Kheir Stables

Die Stämme

schen) arabischen Pferdepopulationen in Syrien

und im Iran ist größer als irgendwo sonst

Es wurden wissenschaftliche Untersuchungen

zur genetischen Vielfalt des syrischen auf der Welt. Das macht sie so einzigartig!

Arabers durchgeführt, die bestätigten, dass

der

Al

syrische Araber die größte genetische

Jadaan

Wirtschaftsprobleme

&

Vielfalt von allen aufweist. Das macht Sinn, Nach den Napoleonischen Kriegen, als

wenn man sich vorstellt, dass unsere Ein-

die Pferdezucht in Europa am Boden lag,

kaufskommissionen im 19. Jahrhundert nur

relativ wenige Exemplare aus einem riesigen

Gen- (oder Pferde-) Pool ausgewählt haben,

von denen die meisten vom gleichen "Typ"

oder von derselben Präferenz waren, auch

gehörten sie nur wenigen verschiedenen

Stämmen an, da sie oft von denselben Beduinenstämmen,

den Anazeh mit ihren Unterstämmen

F'daan, S'baa, Ruallah usw. gekauft

wurden. Aus diesem Nukleus, der nur einen

Bruchteil dessen darstellte, was in Syrien vorhanden

war, stammen die Vollblutaraber im

Westen ab. Außerdem wurde im Westen häufig

Inzucht angewandt, da nur eine begrenzte

Anzahl von Pferden zur Verfügung stand. Die

genetische Vielfalt war beim Export schon

nicht groß und nahm aufgrund der Inzucht

im Westen noch weiter ab.

Aber je größer die genetische Vielfalt, desto

"ursprünglicher" ist die Population. Die genetische

Vielfalt der autochthonen (einheimi-

kalter und elender Tag - es schneite! - als

wir einige Tempel und das Amphitheater in

Shahba in der Provinz Daraa besuchten. Wir

froren, weil niemand für das kalte Wetter

angemessen gekleidet war, als plötzlich ein

Anwohner kam und uns Tee anbot. Er hatte

uns, die ersten Touristen seit vielen Jahren,

gesehen und uns herzlich willkommen geheißen.

Das arabische Pferd ist ein Symbol für

Originalität, Freundschaft und Loyalität.

Es bringt Menschen aus der ganzen Welt

zusammen und schafft eine Basis für gegenseitiges

Verständnis, wie es auf jeder

WAHO-Konferenz erlebt werden kann. Aber

gerade die Konferenz 2007 in Syrien, wo

der Ursprung unserer Rasse ist, hat gezeigt,

dass diejenigen, die das arabische Pferd lieben,

Syrien und sein Volk trotz aller politischen

Agenden nicht hassen können.

Gudrun Waiditschka

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Zucht

Alle Fotos: G. Waiditschka / IN THE FOCUS


1. Taj al Khair (Johar Adeeb / Mansoora) *2008,

Strain: Obayyan Sohaili

2. Nassar J (Omar Khayam / Sohaila) *2016,

Strain: Shwaiman Sabbah

3. Samar Al Khair (Bishr al Jameel / Shams Al

Khair) *2016 , Strain: Obayya Sohaili

4. Dahma Amer (Shadeed / Murra) * 2011,

Strain : Dahma Amer

5. Ayda (Shadeed / Samara) *2012, Strain:

Kohaila Mimrehieh with filly Malika (by Kenz

Al khair) *2018


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Breeding

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Tradition and legacy

Syria - like a Phoenix

from the Ashes

Who of the participants of the WAHO Conference 2007 in Syria does not fondly remember

this country? In the following years, Syria had become one of my most preferred

destinations in the Middle East - for its unique horse population, for its cultural heritage,

but on top of all for its people. After eight years of war, I had now the chance to go

back to see what's left.

Breeding

For me, Syria is the land of origin of our European

(or Western) Arabian horse, because

most of the purchasing commissions

went to Syria, not to the Nedjd, to buy horses.

They bought from the horse breeding Bedouin

tribes in Syria and at the markets of Damascus

and Aleppo, where the Bedouins often offered

their horses, especially colts, through dealers.

The Syrian people have preserved these horses,

virtually unaltered, for Hundreds of years. To

go to Syria is like going back in time. The pure

Syrian Arabian horse is closest to what I would

call the 'Bedouin horse', the type of horse that

Baron von Fechtig, Count Rzewuski, Baron von

Herbert, Colonel von Brudermann and many

others, have brought to Europe in the 19th century.

The Bedouin Horse

By the end of the 17th, early 18th century, a

group of Bedouin tribes moved north from the

Arabian Peninsula, presumably because of a

major plague and the rise of the Wahhabism

in (today's) Saudi Arabia. These people largely

belonged to two big tribal confederations, the

Shammar, and the Anazeh. Most of the Shammar

moved North and crossed over the Euphrates

to live in north-eastern Syria and Iraq. The

Anazeh tribal confederation - including tribes

such as the Hassana, the Ruallah, the F'daan,

and the S'baa instead spread out in the Syrian

Badiya. Many of these tribes, from both the

Anazeh and Shammar confederations, maintained

strong ties to the Arabian Peninsula

and have kept these connections alive even till

today by marriage. Some of the descendants of

the Shammar, Anazeh and Tai Bedouin tribes

(links) Basil Jadaan with his mare Bint Shamkha

( Shadeed / Shamkha) 2011 ,

strain: Shwaima Sabbah

Alle Fotos: G. Waiditschka / IN THE FOCUS

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are breeding "their" strains of Arabian horses

since 300 years within their family - it is hard to

find a more authentic Arabian horse today then

the pure Syrian Arabian! Therefore I was really

happy to go back to Syria after a break of eight

years, to see what is left of this legacy.

Visiting Syria

"Is it really safe there?", was the most common

questions, when I mentioned that I was invited

to attend the 1st Al Sham International Arabian

Horse Festival in Damascus last April. The

answer, after coming back from this unique

trip safe and sound, is "Yes, it is safe, at least

in and around Damascus". After eight years of

war, which is called "the unjust war against the

Syrian people" by the Syrians themselves, I was

more than happy to see that this country and its

people slowly find their way back to something

like "normality". The festival - of which it is said

was attended by an estimated 100.000 people -

was important for the Syrian breeders, for them

to see that their efforts in preserving the Syrian

Arabian horses during the difficult time of war

are appreciated by the public, national and international,

but also by the government. And

so, the Syrian Arab Horse Association (SAHA)

had great support from various Ministries, the

city of Damascus, and other organizations in

staging the festival.

The Arabian horse is deeply rooted in the traditions

and in the history of Syria, therefore

the festival also included folklore, traditional

craftsmanship, local food, dances, and much

more. One of the highlights was the Grand

Sham Arabian Horse Parade with close to 300

riders parading through the streets of Damascus.

It was a revival of the march on the occasion

of the WAHO conference in 2007, and again,

Thousands of spectators lined the streets along

the 11 km stretch, eager to touch and pet the

horses as they came along. Their riders, mostly

in their traditional attire, enjoyed to parade

13

their horses and let them dance to the music of

the boy (and girl!) scouts brass band. Young and

old were on their feet and for the Syrians, this

march had an especially significant meaning,

as it took place on the Syrian Independence

Day, commemorating Syria's proclamation of

full independence and the end of the French

mandate of Syria on 17 April 1946.

The one-and-a-half hour march ended where

it began, at the festival grounds at the Old Damascus

Fair venue, which was - until a couple of

months prior to the festival - just a rubble pit. It

took 500 truckloads of rubble and debris to be

trucked away, to clear the site. Help came also

from the members of the Mahfouza sports club.

This sports club is really not only about sports

but also about art and music and on top of all

a social project called "Bukra Elnad - tomorrow

is ours": Children aged 3 to 15 are given the opportunity

to get acquainted with various different

activities, to find their favorite discipline

and be trained in it, which helps them to overcome

their war traumata. The best kids gave

wonderful performances, either by painting the

wall with Arabian horse motives, by decorating

the entrance to the Fair Ground, by giving dance

and music performances on the nightly stage,

and many more activities. On the sad side,

many of these children are war orphans.

The Impact of the War

A testimony of how deeply rooted the Arabian

horse is with the Syrian people can be demonstrated

by the fact, that as early as the 1950ies

and 60ies, the Ministry of Agriculture had established

stallion depots in the various Syrian

governorates, and later, in 1994, a specialized

Arabian Horse Office was created under the Ministry,

which later became the studbook organization.

In 2003, the Syrian Arabian Horse Association

(SAHA) was founded, headed by Basil

Jadaan, and in the following years, several activities

were organized, such as races in Dama-


Breeding

Remembering Baghdad Al Andalous

"In the spring of 2003, my most beloved

mare, Dheem the Second, gave birth to a

gorgeous chestnut filly, the fourth generation

of our Hamdani Ofri, at my family ranch

in Kafar Dael to the west of Aleppo city.

She was born in the same period when the

coalition forces were "destroying" Baghdad,

the capital of Iraq. I was in England when

my father called me to deliver the happy

news of her birth. He said he has named the

filly Baghdad!

A few years later, Baghdad, who enjoyed a

very fine and noble pedigree, became one of

the most beautiful pure Syrian Arabians and

was a winner in every show she participated

in. Indeed, she enjoyed a happy life and made

everyone around her happy and proud!

In 2014, however, she was looted by ISIS and

taken to Raqqa to become one of their most

prestigious Arabians. A picture of Baghdad,

where she was leading an "official"

ISIS parade, was on Al-Hayat newspaper of

London.

Much to my dismay, I understand she was

injured and probably killed by an airstrike

on Raqqa! I also understand that she was

eaten after that.

I have to admit that I did not get over that,

and I do not think I ever will or even want

to. Particularly, I will never forgive anyone

involved in her misery. I will not forgive

because those "people" are proud of what

they have done and do not even ask for forgiveness."

Omar Anbargi

easily and returned to their rightful owners. I

have been to most of these stables before the

war and it is heartbreaking to think that all these

horses perished... But then, this war has also

killed more than half a Million Syrians to which

one must grieve.

The Situation Today

However, as tragic as these losses are, the majority

of horses survived and are still breeding!

And the figures given by the Arabian Horse Office

and WAHO are surprising: While between

1998 and 2010, the number of foals born per

year increased moderately from 150 to 210,

their numbers increased from 2014 to 2018

from 350 to around 800 foals registered with the

Syrian Arabian Horse Studbook! Even during

the war, in 2016 to 2018, three registration trips

to the eastern districts of Syria were made, to Al

Hassakeh and Al Qamishli, where the Bedouin

tribes of the Shammar, Tai, Al Jbour, Al Adwan,

and Al Iqaidat live. For example, in the district of

Al Hassakeh there are hundreds of horses that

belong to members of the Shammar tribe, the

tribe which owns the largest number of horses

in this area. All in all, 2200 horses were freeze

marked during these three years, and in 2018,

another 1022 horses were branded and entered

into the studbook. Today, a total of 8657 horses

are under the supervision of the Arabian Horse

Office (Studbook), of which around 80% are of

pure Syrian bloodlines.

2018 saw the return of Arabian horse activities

and a "rehearsal" of this year's International

Arabian Horse Festival, with a parade, horse

Archery and Racing

scus, Latakia and Hama, shows (ECAHO), auctions

and endurance rides (2009 and 2010) up war. A lot of horses died because of shrapnel

Homs was bombarded at the beginning of the

to CEI** 120 km. Not to forget the 2007 WAHO wounds or lack of shelter since dozens of stables

were demolished. To make things worse, the

Conference in Syria, that took the guest on an

unforgettable tour to the Al Jazira, the "island" lack of medicines made it impossible to treat

between

Furusiyya,

Euphrates and Tigris, to experience them appropriately. Horses also died from a

true Bedouin hospitality. These were the "Gol-

lack of feed, as food supply was difficult to get

den Years" of Arabian horse breeding in Syria,

that lasted until 2010.

The war hit not only the Syrian people badly

but also the horses. While horse breeding in

the regime-controlled areas around Damascus

hasn't suffered so much, it was in the districts

out of the control of the government, that most

casualties occurred. A number of big studs

around Aleppo were severely affected, such as

Al Jabri Farm of Ihsan al-Jabri. Here, ISIS took

over the farm, which included more than 100

horses, mares and foals. Al Andalus stud of the

Anbargi family is destroyed. "Aleppo lost almost

all of its Arabians and almost all buildings were

damaged", says Omar Anbargi and concluded:

"I personally took a step back with almost

anything to do with Arabians as it was not easy

for me to get over what happened with my family

horses." The Al Nassif family lost around 50

horses when their farm Al Bawady in northern

and expensive. Wadia Khoury of Al Furat Stables

at the banks of the Euphrates river near Deir

Ez Zoor has not yet returned to his home since

he fled ISIS. His horses were looted by ISIS, but

recently he got three offspring back after the

army got hold of them. Basil Jadaan lost his

horses as well, although his stable was near Damascus.

"ISIS took them hostage, to blackmail

me", he recalls, "but I did not pay out of principle.

I haven't seen them again. Fortunately, I

could regain all my bloodlines and strains from

those horses that I had previously given to my

sister. They represent today five generations of

my breeding". Also, the horses of the National

Stud near Damascus were looted, and only 22

were returned, when the Syrian Arab Army freed

them in 2017/2018, together with some 50 horses

of private breeders. In this situation, the freeze

brand, which is still in use in Syria, proved to

be beneficial, as the horses could be identified

exhibition, and auction, etc. In October, the first

ECAHO show after the war took place with 107

horses, of which 67 were of pure Syrian origin.

Eight races were held in Damascus and Hama

with 40 horses participating in each race meeting.

Most of these races are for horses of pure

Syrian bloodlines.

The Festival also included a race meeting with

seven races over 1450 and 1600 meters in Damascus,

but unfortunately, the weather was

not in favor of the horses and riders, as it rained

heavily and even snowed in the nearby mountains.

So the races took place in the pouring

rain while the spectators huddled together in

the grandstands. After three hours of freezing,

a glass of whiskey that appeared from nowhere

was greatly appreciated. The race meeting culminated

in a spectacular display of the mounted

police, doing their furussiyyah stunts while a

group of horseback archers demonstrated their

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Breeding

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Breeding

The Strains in Syria

At present, the following strains are still

maintained within Syria (in brackets the

European common names). The numbers

behind the strain name indicate the number

of horses in Syria of that strain in 2016.

Al Saglawiat (Siglawy / Saklawi) - 2907

Saglawiet Ibn Bisra

Saglawieh Jedranieh

Saglawieh Jedranieh Ibn Zobeini

Saglawieh Jedranie Ibn Amoud

Saglawieh Shaifieh

Saglawieh Marzakanieh

Al Keheilat (Koheilan / Kuhaylan) - 1488

Keheilet Ibn Mizher

Keheilet Um Arqoub

Keheilet Jreibeh

Keheilet Jalfat Sattam Al Boulad

Keheilet Jalfet Dahwi

Keheileh Hablanieh

Kheieleh Haifieh

Keheileh Khidlieh

Keheileh Khalawieh

Keheileh Da'ajanieh

Keheileh DaÄajanieh Kasher

Keheilet Al Rabdah

Keheilet Reeshah Sarabieh

Keheilet Sa'adat Touqan

Keheilet Al Tewaiseh

Keheilet Ajuz

Keheilet Ajuz Ibn Jleidan

Keheileh Armousheh

Keheilet Al Kubeysha

Keheilet Krush

Keheilet Krush Al Abaida

Keheilet Al Musineh

Keheileh Memrahieh

Keheileh Nawakieh

Keheilet Al Wati

Al Hamdaniat (Hamdani) - 560

Hamdaniat Ibn Ghorab

Hamdanieh Semrieh

Hamdanieh Al Efri

target accuracy in archery. The archers were no

less than Ali Goorchian, President of the Persian

Horseback Archery Association, World Champion

in 2011 and 2012, and Bronze medalist 2016,

as well as Ana Sokolska, also one of the world's

leading horseback archers. She has been successfully

participating in many international

events and has a training stable for horseback

archery in Poland. And finally Walid Khawajkye

of Syrian nationality, but living in Qatar. None

of them missed the target as one might expect

in this high-profile cast.

for the European buyers, who did not need to

take all the risks involved in such an expedition,

but, on the other hand, these horses had

their price. For example, the German-Austrian

Baron von Fechtig was one of the first Europeans

to make the importation of Arabian horses

a business model. When he imported the

stallions Bairaktar and Tajar for the Royal Stud

Weil of the King of Württemberg, he asked the

price of 4500 Imperial Ducats for them. Today,

the gold value of these coins is equivalent to

around half a Million Euro!

Of course, the prices are very different today.

The Director of the Arabian Horse Office at the

Ministry of Agriculture, Engineer Mohamed

Ghyath al-Shayeb, estimated the value of exports

to the Gulf States in 2006, 2007, and 2008

to be around 40 to 50 million Syrian pounds (ca.

600.000 €), some individual horses were sold for

75.000 € and more. The prices today are in the

range of 10-15.000 € for a quality horse and this

decline makes horse keeping and breeding difficult

because food and medicine are expensive

- if available at all.

The economic embargo, imposed by the US and

EU on Syria, makes the situation for the people

even worse, of course. We saw queues of cars,

several kilometers long, waiting for fuel at the

one gas station that was supplied with some

gasoline. The tourism sector, once accounting

for 14% of the GDP of Syria, has been crushed,

and as long as the foreign embassies are not reopening,

tourism won't come back, despite the

fact that there are safe areas, such as Damascus.

The Syrian people are longing for tourists

and Auction

Al Obayat (Obayan) - 498

Obayet Ibn Sehayan

Obayet Um Jreis

Obeyah Seheilieh

Obeyah Sharakieh

Al Ma'anagiat (Maanaghi) - 416

Ma'anagieh Sbeylieh

Ma'anagieh Sbeiliet Abou Saifain

Ma'anagieh Hadraouji

Al Shweimat (Shuwaiman) - 269

Shweimat Sabbah

Al Hedeb (Hadban) - 42

Hadban Enzahi

Hadban Enzahi Al Fawaarah

Al Dahmat (Dahman) - 9

Dahmah Amir

The Strains

There has been scientific research conducted

on the genetic diversity of the Syrian Arabian

horse, which confirmed that the Syrian Arabian

has the biggest diversity of all. That does make

sense, if you imagine, that our purchasing commissions

in the 19th century only selected relatively

few specimens out of a huge gene (or horse)

pool, most of which were of the same "type"

or preference, most of them represented only a

few strains, as they were often purchased from

the same Bedouin tribes, the Anazeh with their

sub-tribes F'daan, S'baa, Ruallah, etc. From this

nucleus, which represented only a fraction of

what was there, the Arabian horse was bred

on in the West, often by inbreeding, because of

the limited number of horses available. So, genetic

diversity wasn't big in the beginning and

decreased due to inbreeding in the West even

further.

Presentation

But the greater the genetic diversity, the more

"original" is the population. The genetic diversity

of the autochthonous (indigenous) Arabian

horse populations of Syria and Iran is bigger

than anywhere else in the world. This makes it

so unique!

Economic Problems

After the Napoleonic wars, when horse breeding

in Europe was devastated, some Europeans

started to make the importation of

Arabian horses from Syria a "business model".

These horses were meant to bring the still

existing, but in numbers and quality greatly

decimated breeding stock in Europe back

on track. The "business model" included the

necessary expertise about horses in general

and the Arabian horse in particular, taking the

risk to go to Arabia and its adjacent areas to

purchase suitable horses, and bring them safe

and sound to Europe, mainly to the ports of

Trieste or Livorno. This was an ideal solution

to come back - and one little story shall serve as

an example: It was a cold and miserable day - it

was actually snowing! -, when we visited some

temples and the amphitheater in Shahba, in

the province of Daraa. We were freezing as nobody

was dressed appropriately for the cold weather

when suddenly a local resident came and

offered us some tea. He had seen us, the first

tourists for many years, and heartily welcomed

us his way.

The Arabian horse is a symbol of originality, friendship,

and loyalty. It brings people together

from around the world and creates a basis for

mutual understanding as can be experienced

at every WAHO Conference. But especially the

2007 conference in Syria, at the very source of

our breed, demonstrated that despite all political

agendas, those who love the Arabian horse

cannot hate Syria and its people.

Gudrun Waiditschka

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Breeding

1. Ahed Al Arab (Haroon Al Badya / Mahbobat

Gofran) *2006

strain: Keheileh Nawakieh

owner: Jabal Al Arab Stables

2. Souhailah (Shadid / Manolia) *2010, with

filly Sultana (by Joulan Al Khair) *2019

strain: Shweimet Sabbah

owner: Al Jadaan Stables

3. Kanz Al Khair (Adham Al Zaym / Ayat Al

Khair) *2014

strain: Obayan Seheili

owner: Al Khair Stables

4. Shaher Al Sada (Aday / Rayana Al Assal),

*2014

strain: Shweiman Sabbah

owner: Al Sada Stables

5. Rima Al Danat (Al Sabik / Loonah Al Azeezieh),

*2008

strain: Shweimet Sabbah

owner: Al Sada Stables


Alle Fotos: G. Waiditschka / IN THE FOCUS

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Damaskus - Bagdad -

Damascus - Baghdad -

Zucht

Adnan Azzam mit den beiden Stuten Nayazic Al Sham (Moalla / Nihad) *2005, Strain: Saglawieh

Jedranieh (rechts) und Amani Al Jolan (Mo’taz Kariman / Dallet Kariman) *2014, Strain: Hamdanieh

Ibn Ghorab (links).

Während des Grand Sham Festivals

wurde uns das erstaunliche

Projekt von Adnan Azzam vorgestellt,

einem Franko-Syrer, der in seine

Heimat zurückkehrte, um von Damaskus

über Bagdad und Teheran nach Moskau

zu reiten - eine Ritt von 5 bis 6000 km. Auf

diesem Abenteuer, "Für Syrien in die Welt"

genannt, reitet Adnan zwei rein syrische

Stuten. Er unternimmt diese Expedition,

um Menschen kennenzulernen und den

Dialog der Kulturen zu fördern - eine Gelegenheit,

der Welt die Bande der Freundschaft

zu zeigen, die die Völker verbinden.

Es ist nicht das erste Abenteuer dieser Art,

das Adnan unternimmt. Er war zwischen

1982 und 1986 zu Pferd auf einer "Weltreise"

unterwegs und hatte ein Buch darüber

geschrieben "À cheval entre Orient

et Occident" (zu Pferd zwischen Orient

und Okzident). "Damaskus - Bagdad - Teheran

- Moskau - diese Städte bleiben im

kollektiven Gedächtnis der Welt, vor allem

aber des syrischen Volkes als symbolische

Städte", sagt Adnan. "Ich fühle mich

verpflichtet, 30 Jahre nach meiner Reise

'zwischen Orient und Okzident' mit dem

reinrassigen arabischen Pferd zu diesen

Völkern zurückzukehren, eine echte Inkarnation,

um die kulturellen Bindungen

wiederzubeleben, die uns verbinden. So

viele Geschichten werden diese 5.000 Kilometer

füllen, die Damaskus von Moskau

trennen."

Die Reise beginnt mit einer großen Abschiedsfeier

am 20. April und einem

Marsch vom Umayyadenplatz in die Altstadt

von Damaskus zur Begräbnisstätte

von Salah ad-Din (Saladin), dem ersten

Sultan Syriens und Ägyptens im 12. Jahrhundert,

der die Muslime im Feldzug gegen

die Kreuzfahrer anführte. Er wurde

in einem Mausoleum im Garten vor der

Umayyaden-Moschee beigesetzt. Es ist

erstaunlich, wie ruhig diese beiden Stuten

im Gedränge der Menschenmassen bleiben.

Und wieder, genau wie während der

Grand Sham Parade, freuen sich die Einheimischen,

die Pferde zu sehen, und die

Kinder wollen sie anfassen und streicheln.

Pferde sind ein idealer Weg zum Herzen

der Menschen.

Nach 10 Tagen und bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit

von 20 bis 25 km

pro Tag erreicht Adnan die jordanische

Grenze. Der Umweg über Jordanien wurde

ihm durch die Schließung der Grenze

zwischen Syrien und dem Irak auferlegt.

In Luftlinie ist es eine Strecke von 140 km,

auf dem Boden von 210 km. Nach einem

erzwungenen Aufenthalt von ungefähr

vier Wochen in Nassib an der syrisch-jordanischen

Grenze hat Adnan Azzam die

Erlaubnis erhalten, mit seinen beiden syrischen

Stuten nach Jordanien einzureisen.

Er setzt seine Reise fort. Er reitet im Morgengrauen,

um die schreckliche Hitze zu

vermeiden - von 5 Uhr bis 8 Uhr morgens

18

und nach 17 Uhr bis 20 Uhr oder 21 Uhr

abends. Die Ankunft bei den einzelnen

Etappenzielen erfolgt meistens nachts.

Stundenlanges Gehen und viele Begegnungen

auf dieser menschenleeren Straße

durch eine schwarze Wüste, mit Millionen

von Steinen bedeckt. Es sind die Überreste

der Vulkane im Süden Syriens. Amany, die

sich bei einem Sturz verletzte, musste drei

Tage ruhen.

Jordanier sind stolz auf ihre Vergangenheit

als große Ritter mit Reitertraditionen... Sie

freuen sich, Adnan begrüßen zu dürfen

und das "arabische Telefon" funktioniert

hier gut, um jeden Schritt in den Dörfern

zu organisieren. Die Gastfreundschaft all

dieser Menschen ist großartig. Die Pausen

während der heißesten Stunden des Tages

bieten Gelegenheit zum Austausch, zur

Diskussion, zum Treffen. Für Adnan ist dies

der wahre Grund für diese Reise. "In einer

Zeit, in der so viele Fanatiker bestrebt

sind, eine unüberbrückbare Kluft zu graben,

Missverständnisse und sogar Hass in

der Welt zu verbreiten, ist dieser kulturelle

Kampf besonders aktuell. Dieses Abenteuer

einer anderen Zeit auf dem Pferderücken

wird eine Gelegenheit sein, der Welt

die Bande der Freundschaft zu zeigen, die

die Völker vereinen", sagt er.

Adnan hat einen Dokumentarfilm dabei,

mit dem Titel "Syrien ist ein Mythos der

Stabilität", der ins Persische und Russische

übersetzt wurde und in den Ländern ausgestrahlt

wird, die er durchqueren wird,

um das Ausmaß der Zerstörung und die

Verschwörung gegen das syrische Volk zu

demonstrieren. Er er möchte auch während

seiner Reise die Vertreter der Studentenund

Jugendbewegung in den betroffenen

Ländern treffen, um den Ländern, die Syrien

im Kampf gegen den Terrorismus unterstützten,

die Botschaft der Freundschaft

und des Friedens zu übermitteln.

Die Reise soll sechs Monate dauern, und

anschließend wird Adnan Azzam nach seiner

Ankunft in Moskau die beiden Stuten

Putin als Geschenk des syrischen Volkes

überreichen.

-gw-

Wer Adnan Azzam auf seiner Reise virtuell

begleiten will, kann dies über folgende

Website tun: https://www.deschevauxdesimagesetdesmots.com/adnan-azzam-dedamas-a-moscou-a-che

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Teheran - Moskau

Tehran - Moscow

Fotos: G. Waiditschka (2), privat (2)

Adnan Azzam at the official start of his journey at the Umayyad Square in Damascus. He plans to

eventually arrive in Moscow after a trip of 6000 km on horseback of two Syrian Arabian mares.

During the Grand Sham Festival, we

were introduced to the amazing project

of Adnan Azzam, a Franco-Syrian,

who returned to his homeland to ride from

Damascus via Baghdad and Tehran to Moscow

- a journey of 5 to 6000 km. This adventure,

called "For Syria into the World", is out

of another time, as Adnan will be riding two

pure Syrian mares. He undertakes this expedition

to meet people, and to help to promote

the dialogue of cultures and it will be an

opportunity to show the world the bonds of led the Muslim military campaign against the

friendship that unite the peoples.

Crusaders. He was buried in a mausoleum in

It is not the first adventure of this kind Adnan

the garden outside the Umayyad Mosque. It

is undertaking. He had been on a "Tour of is amazing to see, how calm these two mares

the World" on horseback between 1982 and remain in the crush of crowds of people. And

1986 and wrote a book about it "À cheval entre

again, just like during the Grand Sham Parade,

Orient et Occident" (on horseback between the locals are delighted to see the horses and

Orient and Occident). "Damascus - Baghdad - the children want to touch and pet them. Horses

Teheran - Moscow - these cities will remain in

are an ideal way to the heart of the people.

the collective memory of the world, but especially

After 10 days on an average speed of 20 to 25

of the Syrian people as symbolic cities", km per day, Adnan arrives at the Jordanian

says Adnan. "I feel it my duty, 30 years after border. The detour through Jordan has been

my journey "between Orient and Occident", imposed on him by the closure of the border

to go back and go to these peoples with the between Syria and Iraq. As the crow flies it is a

purebred Arabian horse, a real incarnation to route of 140 km... on the ground 210 km. After

revive the cultural ties that unite us. So many

a forced stay of about four weeks in Nas-

stories, so many epics will fill the 5,000 km sib at the Syrian-Jordanian border, Adnan

that separate Damascus from Moscow." Azzam has received permission to enter Jordan

The trip starts with a big farewell celebration

with his two Syrian mares. He continues

on 20th April and a march from the Umayyad his journey. It is necessary to leave at dawn to

Square into Old Damascus to the burial place

avoid the terrible heat - from 5h to 8h in the

of Salah ad-Din (Saladin), the first Sultan morning and after 17h until 20h or 21h in the

of Syria and Egypt in the 12th Century, who evening - the arrivals at the stages are done

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most often at night. Hours of walking and

many meetings on this deserted road, a black

desert whose land covers millions of stones -

an extension of the volcanoes of southern Syria.

Three days of rest were needed for Amany

who was injured while falling.

Jordanians are nostalgic for their past as great

knights and equestrian traditions ... They

are happy to welcome Adnan and the "Arab

phone" works well here to organize every step

in the villages ... The hospitality of all these

people is great. The breaks at the hottest

hours of the day are opportunities to exchange,

discuss, meet ... it was for Adnan the real

reason for this trip. "At a time when so many

fanaticisms are striving to dig an impassable

gulf, to install misunderstanding, even hatred

in the world, this cultural struggle is particularly

topical. This adventure of another

time, on horseback, will be an opportunity to

show the world the bonds of friendship that

unite the peoples... ", he says.

Adnan has a documentary with him, titled

“Syria is a Myth of Stability”, which has been

translated into Persian and Russian and will

be aired in the countries he will traverse to

show the scale of the destruction and conspiracy

against the Syrian people. He also

agreed, during his trip, to meet the representatives

of the student and youth movement

in the countries concerned, in order to convey

the message of friendship and peace to

the countries that assisted Syria in the fight

against terrorism.

The trip is planned to take six months, and

eventually, upon arrival in Moscow, Adnan

Azzam will give the two mares as a gift of the

Syrian people to Putin.

-gw-

If you wish to follow Adnan on his trip,

please visit: https://www.deschevauxdesimagesetdesmots.com/adnan-azzam-dedamas-a-moscou-a-che

Breeding


Araberzucht in Australien (II)

Zucht

Simeon Stud -

Ägypter von

Weltruf

Simeon Susula (Simeon Samech / Simeon

Sanaa) aus der 27-Ibn-Galal-5-Familie mit

Fohlen von Simeon Seifan.

Simeon Stud ist Australiens bekanntestes Gestüt für rein ägyptische Araber und sein

Zuchtprogramm hatte einen großen Einfluss auf Australiens Araberzucht. Grund genug

für mich, mir das heutige Zuchtgeschehen wieder einmal anzuschauen und mich an meine

ersten Besuche hier 1988 und 1993 zu erinnern.

20

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Hinter einer riesigen Hecke in dem kleinen

Flecken Dural, wenige Kilometer

außerhalb Sydneys, liegt Australiens

größtes und bekanntestes Gestüt für rein

ägyptische Araber: Simeon Stud. Sobald man

durch das Tor geht, befinden sich die Weiden

und Koppeln rechts und links der Auffahrt.

Während ich so diesen Weg entlangging,

kamen sofort all die Erinnerungen von vor

30 Jahren zurück, als ich das erste Mal hier

war. Es hat sich in all den Jahren nicht viel

geändert. Ruth und Peter Simon züchten

hier bereits seit 1956 mit ihrer Tochter Marion

Richmond arabische Pferde. Und obwohl

sie tatsächlich mit der Fuchsstute Fuewasa

*1942 mit englischer Abstammung begannen,

wurde Simeon Stud später zum Synonym für

die Zucht von Rein-Ägyptern in Australien.

Der aus den USA importierte Immesmerize (Imtaarif / Bint Mareekh Amir) *2004 geht auf Bint

Deenaa zurück, die Mutter von Anaza Bay Shahh.

Damirah und die 'Nicht-Ägypter'

Die Gründer-Stuten

Es war in den 1970er bis frühen 1980er Jahren,

nachdem die beiden rein ägyptischen

Hengste Raadin Royal Star (ET Kronprinz /

Om Khamsa) und Sankt Georg RSI (Ansata

El Salim / Bint El Bataa) nach Australien gekommen

waren, als Marion Richmond von

diesen Blutlinien fasziniert wurde und ihr

Zuchtprogramm auf ägyptische Blutlinien

verlagerte. Sie machte sich auf die Suche

nach ähnlichen Pferden in Europa und kaufte

zwei Töchter von Aswan (Novina und Nadira),

eine Tochter von Kaisoon (Mohema), eine

Tochter von Hadban Enzahi (Damirah) und

ein Dunkelfuchs-Stutfohlen mit dem Namen

27 Ibn Galal-5 (Ibn Galal / 10 Hosna) aus dem

Gestüt Babolna in Ungarn. Nur die Töchter

von Ibn Galal und Kaisoon waren rein ägyptisch,

die anderen hatten gemischte Blutlinien,

so dass der Kurs für ein rein ägyptisches

Zuchtprogramm noch nicht beschlossene

Sache war. Diese Stuten hatten jedoch einen

erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der

arabischen Pferdezucht in Australien. So wurde

beispielsweise die in Marbach gezüchtete

Damirah (Hadban Enzahi / Hamdi) *1975 von

Deutschland nach England exportiert, zu der

Zeit, als El Shaklan an die Familie Maxwell verpachtet

war. Nach diesem "Zwischenstopp"

kam sie tragend in Australien an, wo sie Simeon

Sa'ar zur Welt brachte. Letzterer wurde

an Joda Park Arabians verkauft und von dort

in die USA exportiert. In beiden Ländern hatte

er bedeutende Schauerfolge und Einfluss

in der Zucht.

Ich habe Damirah 1988 gesehen, und sie

war eine sehr typische Marbacher Stute, tiefrumpfig

und typvoll, mit diesem sanften,

weiblichen Ausdruck, den viele Hadban-Enzahi-Töchter

hatten. Sie war eine sehr gute

Zuchtstute und hinterließ 11 Fohlen für das

Gestüt Simeon - aber da sie keine rein ägyptische

Stute war, blieben keiner ihrer Nachkommen

im Gestüt. Ihr einflussreichster Sohn

war mit Sicherheit Simeon Sa'ar, ein Hengst,

der in Australien National Champion wurde

und unzählige Champions hervorbrachte,

darunter Simeon Sanegor, geboren 1981, der

später in die USA exportiert wurde.

Die beiden russischen Aswan-Töchter mussten

wegen Piroplasmose in Europa bleiben,

und nur ihre Nachkommen, darunter Simeon

Savion von Ansata Abbas Pasha, wurden nach

Australien importiert. Simeon Savion war - in

meinen Augen - die schönste Stute im Gestüt

Simeon, als ich 1988 das erste Mal hier war.

Sie hatte nur vier Fohlen - und da ihre Mutter

russischer Herkunft war, passte sie auch nicht

mehr zum rein ägyptischen Zuchtprogramm.

Savion starb 2002 im Alter von 30 Jahren im

Gestüt. Die vom Gestüt Kauber Platte importierte

Mohema hatte in Australien sechs

Fohlen, von denen Simeon Sasson in die

USA verkauft wurde. Ohne Zweifel war die

von Babolna gezüchtete 27 Ibn Galal-5 (oft

fälschlicherweise als 27 Ibn Galal V geschrieben)

*1974 die erfolgreichste und die einzige,

deren Linie bis heute im Gestüt Simeon gepflegt

wird. Tatsächlich ist diese Linie heute

sogar die größte Stutenfamilie im Gestüt mit

ungefähr 30 Pferden.

Die Importhengste

Zusätzlich wurden zu diesen Stuten die

Hengste Asfour, Anaza Bay Shahh und Imperial

Madaar importiert. Asfour (Jamil / Hanan)

*1984 aus Dr. Nagels Zucht wurde 1985 an

Marion Richmond verkauft und entwickelte

sich zu ihrem Gründerhengst. Die meisten

der heute anwesenden Zuchtstuten führen

sein Blut, oftmals nicht nur einmal. Ich sah ihn

als noch recht jungen Hengst und dennoch

hinterließ er einen bleibenden Eindruck: Er

war typvoll, hatte viel Ausdruck und bewegte

sich sehr gut. Er wurde mit dem Alter immer

besser, und als ich ihn fünf Jahre später wiedersah,

war er der Hauptbeschäler im Gestüt

und das zu Recht! Asfour bot einen hervorragenden,

verfeinerten Typ mit großen Augen,

Zucht

Alle Fotos: G. Waiditschka

Damirah (Hadban Enzahi / Hamdi) *1975 Simeon Sanegor (Simeon Sa'ar (a.d. Damirah) /

Simeon Shirli) *1981

2/2019 - www.in-the-focus.com

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Simeon Sedra (Simeon Sa'ar (a.d. Damirah) /

Simeon Shirli) *1982


Zucht

feinen Nüstern, kleinen Ohren und viel Ausstrahlung,

er hatte auch eine feine schwarze

Haut und außergewöhnliche Bewegungen.

Der Fliegenschimmel starb 2009 im Alter von

25 Jahren und hat knapp 150 Nachkommen

hinterlassen.

Ich sah auch seinen Stallkameraden Imperial

Madaar (Imperial Madheen / Ansata Nile

Mist), der 1987 aus den USA kam. Er war eine

ganz andere Art von Pferd mit weniger Typ

und Ausstrahlung, aber er gab Größe und

Körperlinien mit. Den in den USA gezüchteten

Anaza Bay Shahh (Scheich Al Badi / Bint

Deenaa) habe ich verpasst, da er erst 1994

ankam. Er vererbte seinen Nachkommen

einen guten Körper mit hervorragenden

Kruppen, Beinen und Hufen. Sein Blut kann

immer noch in einigen Stuten gefunden werden,

z.B. in seinen Töchtern, der schönen Simeon

Sheva und Simeon Shavit. Der heutige

Hauptbeschäler Simeon Shanun hat in drei

aufeinanderfolgenden Generationen alle drei

Gründerhengste in seinem Pedigree.

In jüngerer Zeit wurden die Hengste Immesmerize

und Mulay Ibn Maareesa importiert.

Über seinen Vater Imtaarif geht der aus den

USA importierte Immesmerize auf Bint Deenaa

zurück, die Mutter von Anaza Bay Shahh, und

eine von Marion Richmond hoch geschätzte

Stute. Der Fliegenschimmel hat einen langen,

eleganten Hals und verleiht seinen Nachkommen

Eleganz sowie schwarze Haut.

Mulay Ibn Maareesa (Ansata Amir Zaman /

Maareesa) *1995 wurde 2011 aus Deutschland

importiert, und tatsächlich hatte Marion

seine Tochter CM Moussameh *1998 vor ihm

importiert und war so zufrieden mit ihr, dass

sie begann, mehr aus diesen Blutlinien zu suchen.

Als sich die Gelegenheit ergab, den Vater

von Moussameh zu pachten, zögerte Marion

nicht lange und drei Jahre später kaufte

sie ihn sogar. Sechs seiner Töchter werden

derzeit für das Gestüt behalten.

Die Stutenfamilien

Wie bereits erwähnt, ist die produktivste und

erfolgreichste Stutenfamilie die von 27 Ibn

Galal-5, einer Dunkelfuchsstute mit heller

Mähne. Sie war in jungen Jahren australische

National-Championesse, ebenso wie ihre

Tochter Simeon Sukari und ihre Enkelinnen

Simeon Salome und Simeon Sehavi. Das

Simeon Samira (von Simeon Shifran) *2012 hat die aus Deutschland importierte Mussallah zur

Mutter.

jüngste Mitglied in dieser erfolgreichen Reihe

ist Simeon Sahia (Simeon Shifran / Simeon

Sehora) *2014, die erst kürzlich den Titel der

Australian National Junior Championesse

2019 verliehen bekam.

Von den fünf Töchtern der 27 Ibn Galal gründeten

drei ihre eigenen Zweige: Simeon Safanad

(von Sankt Georg RSI), Simeon Simona (von

Asfour) und Simeon Sukari (von Asfour). Mit

dem in den USA gezüchteten Raadin Royal Star

brachte Safanad Simeon Shai (*1984), einen

dunkelbraunen Hengst, den ich 1988 gesehen

habe, und ehrlich gesagt hätte ich in ihm keinen

zukünftigen US-National Champion, kanadischen

National Champion und Scottsdale

Champion - die amerikanische Tripple Crown

- sowie Welt-Champion in Paris gesehen. Vor

seinem Export 1989 in die USA hinterließ er

rund 20 Fohlen in Australien. In den USA hat er

mehr als 450 Fohlen gezeugt und ist eines der

Pferde, die den Ruhm seines Heimatgestüts auf

der ganzen Welt verbreitet haben.

Ein weiterer Botschafter der Simeon-Zucht

war Simeon Sadik. Simeon Safanad war von

Asfour tragend und brachte ein pechschwarzes

Fohlen namens Simeon Sadik zur Welt,

das Jahre später an Shirley und Charlie Watts

von Halsdon Arabians/GB verkauft wurde. Ich

Asfour und seine Nachfolger

habe ihn 1993 zum ersten Mal auf den Australian

Arabian Championships in Sydney gesehen

und war fasziniert von seinem Typ und

seinen Augen. Er war wahrscheinlich der typvollste

schwarze Hengst seiner Zeit, als er 1995

nach Europa kam, und dennoch schaffte er es

nie, ganz an die Spitze zu kommen, er blieb

immer "Reserve": 1997 World Reserve Champion

Stallion, 2000 European Reserve Champion

Stallion, 2000 & 2003 All Nations Cup Reserve

Senior Champion. Aber unabhängig von seinen

Schauergebnissen hatte er eine riesige

Anzahl von Fans auf der ganzen Welt! Interessanterweise

gibt es unter seinen Nachkommen

auch Leistungspferde, z.B. den von Halsdon

gezüchteten HS Pirandelo, Europameister

der arabischen Sportpferde im Springreiten,

und den in der Schweiz gezüchteten und auch

für Shagya-Araber gekörten Allrounder Caid

Jabbar aus einer englischen Stute.

Simeon Saada gehört auch hierher. Sie ist die

29-jährige Vollschwester von Simeon Sadik

und die Grand Dame von Simeon Stud. Diese

liebenswerte alte Stute wurde zum Teasen den

Hengsten vor die Nase gestellt, eine Arbeit, die

sie mit Würde und Anmut verrichtete.

Zwei weitere Stuten aus dem Zweig der

Sukari sollen erwähnt werden, da sie den

Asfour (Malik / Hanan) *1984 Simeon Shifran (Asfour / Simeon Shavit) *2007 Simeon Seifan (Simeon Shifran / CM Moussameh)

*2014

22

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Simeon Sahia (Simeon Shifran / Simeon Sehora) *2014 repräsentiert die Stutenfamilie der 27 Ibn

Galal-5 in 5. Generation.

WAHO-Gästen vorgestellt wurden. Sukari war

eine Fuchsstute mit heller Mähne, genau wie

ihre Mutter. Ich sah sie im Frühjahr 1993 mit

ihrem ersten Fohlen von Simeon Sadik, Simeon

Bint Bint Galal - ein exquisites Fohlen

mit viel Präsenz. Ich erinnere mich an Sukari

als starke, tiefrumpfige Stute. In den folgenden

Jahren brachte sie Simeon Susula 2010,

die bei der WAHO-Präsentation vorgestellt

wurde. Sie ist eine kraftvolle, bewegungsstarke

Stute von Simeon Samech, der aus

der oben genannten Simeon Saada stammt.

Ebenfalls gezeigt wurde die dunkelbraune

Simeon Shatkin, eine Tochter von Anaza Bey

Shahh. Sie gehört zum Simona-Zweig und

ist eine wunderbar kräftige Zuchtstute. Die

27-Ibn-Galal-Familie zählt derzeit etwa 30

Stuten, und zwei der jüngeren selbstgezogenen

Hauptbeschäler, Simeon Shifran und

Simeon Shanun, gehören dieser Linie an.

Neues Blut

1992 wurde Ramses Tinah (Ramses Fayek /

Ramses Nagdia) *1979 aus den USA importiert,

1998 folgte Raaffaala (Dalul / BF Bahaala)

*1988. Beide gründeten in Simeon eine

Linie, als Beispiel sollen Simeon Se mit ihrer

Tochter Simeon Seis dienen, die auf Raaffaala

Die drei Vollgeschwister

zurückgeht, und Simeon Sasur, die auf Ramses

Tinah zurückgeht.

Eine weitere Stute mit kanadischem Hintergrund

ist Simeon Shoshana (MB Talimaar /

MB Masaleena), die das Blut von Imperial

Madheen auf der Mutterseite führt, und damit

das Blut von Madkour und Maymoonah

aus Deutschland. Diese Linie wird heute von

Simeon Shagah vertreten, einer sehr eleganten,

harmonischen Jungstute von Simeon

Shifran.

Marion Richmond schätzte schon immer

die Blutlinien "hinter" Asfour und Imperial

Madaar, beispielsweise die Hengste Hadban

Enzahi, Ghazal, Morafic und die Stute Maymoonah

(Hadban Enzahi / Malikah). Auf der

Suche nach diesen Linien reiste sie ausgiebig

durch Deutschland und fand schließlich CM

Moussameh und Mussallah (Montasar / Mohebba

Bint Maymoonah) *1996, zwei Stuten,

die stark auf Madkour (Morafic / Maisa) und

Maymoonah ingezogen sind. Mussallah wurde

mit Simeon Shifran (von Asfour) gedeckt

und brachte das Fuchsstutfohlen Simeon Samira,

das dem Publikum auf der Gestütstour

der WAHO Konferenz gezeigt wurde, wo sie

ihre hervorragenden Bewegungen zeigte.

Auch wenn Simeon Setavi nicht in Deutschland

gezüchtet wurde, so geht sie doch zumindest

auf deutsche Wurzeln zurück, da

ihre Mutter Nameeza von Heiner Buschfort

gezüchtet wurde. Nameezas Vater war Idrees,

der zu früh starb. Marion Richmond bewunderte

ihn jedoch und hatte das Glück, Nameeza

zu leasen. Sie schickte sie nach Großbritannien,

um sie von Simeon Sadik decken

zu lassen. Das so entstandene Stutfohlen

Simeon Setavi wurde nach Australien importiert,

starb aber - genau wie sein Großvater

- viel zu früh. Durch ihre Tochter Simeon Sekhara

lebt sie im Gestüt weiter.

Im Jahr 2000 tauschten Simeon Stud und das

Gestüt Albadaia des verstorbenen Nasr Marei

Pferde aus: Von Australien nach Ägypten

reiste Simeon Safir, eine weitere Vollschwester

zu Simeon Sadik und Simeon Saadi, zusammen

mit Simeon Sharav, zu der Zeit ein

einjähriges Hengstfohlen von Asfour aus

Simeon Shuala (aus der Ramses Tinah Linie).

Im Gegenzug erhielt Simeon Stud die schöne

Ibtehag Albadeia, die vierfache ägyptische

National-Championesse, begleitet von Wed

Albadeia, deren Vater Farid Albadeia ist, der

Lieblingshengst von Nasr Marei. Von diesen

Linien wurde Simeon Marei für das Gestüt

behalten.

Fazit und Ausblick

Hier in Simeon Stud haben wir fünf Generationen

von selbstgezogenen Pferden betrachtet,

und die "Art von Pferd", die Marion

Richmond sucht, wurde vor unseren Augen

deutlich - und wird dies hoffentlich auch

durch die Fotos. Es ist keine leichte Aufgabe,

ein Gestüt dieser Größe über einen Zeitraum

von 50 und mehr Jahren zu pflegen, und das

kann nur gelingen, wenn echte Leidenschaft

für das arabische Pferd besteht. Glücklicherweise

wurde Marion Richmond nie von Modeströmungen

beeinflusst - sie züchtete, was

ihr gefiel. Und es ist erfrischend zu sehen,

dass keines ihrer Pferde "auf die Spitze getrieben"

wurde: Es sind solide, gesunde Stuten,

mit schönen Gesichtern, tiefer Brust, mit guten

Beinen - und gemessen an ihrem sanften

Verhalten, als alle WAHO Gäste sie auf ihren

Koppeln und Weiden besuchten - haben

sie auch einen guten Charakter, eine Eigenschaft,

die Marion Richmond sehr wichtig ist.

Gudrun Waiditschka

Zucht

Simeon Sadik (Asfour / Simeon Safanad) *1989

2/2019 - www.in-the-focus.com

Simeon Saada (Asfour / Simeon Safanad)

*1990

23

Simeon Safir (Asfour / Simeon Safanad) *1994


Australian Arabian Horse Breeding (II)

Breeding

Simeon Stud -

Straight Egyptians

of world Renown

Simeon Shifran (Asfour / Simeon Shavit)

*2007, chief sire at Simeon Stud.

Simeon Stud is Australia's most famous stud for Straight Egyptians. His breeding

program had a major impact on Australia's Arabian horse breeding. Reason enough

for me to take a closer look at today's breeding program and to remember

my first visits here in 1988 and 1993.

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Nestled behind a huge hedge in Dural,

only a few kilometers outside of Sydney

lies Australia's biggest and most

prominent stud farm for Straight Egyptian

Arabians: Simeon Stud. Entering through the

gate, the pastures and paddocks are situated

right and left of the driveway. Walking along

this path brought immediately back all the

memories from 30 years ago when I came

here the first time. Not much had changed

in all those years. Since 1956, Ruth and Peter

Simon, with daughter Marion Richmond,

are breeding here purebred Arabian horses.

And although they actually started off with

the chestnut mare Fuewasa *1942 of English

bloodlines, Simeon Stud later became the

synonym of Straight Egyptian breeding in

Australia.

The Foundation Mares

It was in the 1970s to early 1980s, after the two

Straight Egyptian Stallions Raadin Royal Star

(ET Crown Prince / Om Khamsa) and Sankt

Georg RSI (Ansata El Salim / Bint El Bataa)

came to Australia when Marion Richmond

got fascinated by these bloodlines and shifted

her breeding program towards Egyptian

bloodlines. She set out to seek similar horses in

Europe and purchased two Aswan daughters

(Novina and Nadira), a Kaisoon daughter (Mohema),

a Hadban Enzahi daughter (Damirah)

and a liver chestnut filly by the name of 27 Ibn

Galal-5 (Ibn Galal / 10 Hosna) from Babolna

Stud in Hungary. Only the Ibn Galal and Kaisoon

daughters were Straight Egyptians, the

others were of mixed bloodlines, so the course

for a Straight Egyptian breeding program had

not yet been finalized. However, these mares

had a significant impact on the development

of the Arabian horse breeding in Australia. For

example, the Marbach-bred Damirah (Hadban

Enzahi / Hamdi) *1975, was exported

from Germany to England, while El Shaklan

was there on lease to the Maxwell family. After

this "stop-over" she came pregnant to Australia,

where she gave birth to Simeon Sa'ar. The

latter was sold to Joda Park Arabians and from

there exported to the USA. In both countries,

he had a significant show record and influence

as a sire.

I saw Damirah in 1988, and she was a very

typical Marbach-bred mare, deep-bodied

Simeon Sheva (Anaza Bay Shahh / Simeon Simone) *2008 with foal by Simeon Sahron, both tail

back to the Hungarian-bred 27 Ibn Galal-5, one of the foundation mares imported in the 1970ies.

and typey, with this soft, feminine expression

many of Hadban Enzahi daughters had. She

was a very good broodmare, leaving 11 foals

for Simeon Stud - but as she was not Straight

Egyptian, none of her offspring remained in

the stud. Her most influential son was for sure

Simeon Sa'ar, a stallion that became a National

Champion in Australia, and produced

countless Champions, including Simeon Sanegor,

born in 1981, who was later exported

to the USA, owned by Walter Mishek.

The two Russian-bred Aswan fillies had to

remain in Europe due to Piroplasmosis, and

only their offspring were imported to Australia,

among them Simeon Savion by Ansata

Abbas Pasha. She was - in my eyes - the most

beautiful filly at Simeon stud when I visited

the place first time in 1988. She only had four

foals - and again, as her dam was of Russian

origin, she did not fit the Straight Egyptian

breeding program. Savion died at Simeon

at the age of 30 in 2002. The German-bred

Mohema was directly imported to Australia,

where she had six foals, of which Simeon Sasson

was sold to the USA. Without any doubt,

the Babolna-bred mare 27 Ibn Galal-5 (often

wrongly written as 27 Ibn Galal V) *1974, was

the most successful of the lot, and the only

Simeon Sukari and her Family

one whose line is still maintained at Simeon

Stud until today - actually, it is the biggest

mare family today, with about 30 members.

The Import Stallions

Additionally, to these mares, the stallions Asfour,

Anaza Bay Shahh and Imperial Madaar

were imported. Asfour (Jamil / Hanan) *1984

of Dr. Nagel's breeding was sold to Marion

Richmond in 1985 and developed into

her foundation stallion. Most of the present

broodmares carry his blood, often not just

once. I saw him as a rather young stallion

and yet he left a lasting impression: He was

typey, had a lot of expression and moved

very well. He got better and better while he

matured, and when I saw him four years later,

he clearly was the head sire and rightly

so! Asfour offered outstanding refined type

with huge eyes, fine nostrils, small ears and

lots of charisma, he also had fine black skin

and exceptional movements. The flea-bitten

grey died in 2009 at the age of 25 and had left

close to 150 foals.

I also saw his stablemate Imperial Madaar

(Imperial Madheen / Ansata Nile Mist), who

arrived in 1987 from the US. He was quite a

different kind of horse and added hight and

Breeding

Alle Fotos: G. Waiditschka

Simeon Sukari (Asfour / 27 Ibn Galal-5) *1987

2/2019 - www.in-the-focus.com

Simeon Shanun (Imperial Madaan / Simeon

Safran (a.d. S. Sukari)) *2011

25

Simeon Susula (Simeon Samech / Simeon

Sanaa (a.d. S. Sukari)) *2010


Breeding

length of the body. I missed out on the USbred

Anaza Bay Shahh (Sheikh Al Badi / Bint

Deenaa), who arrived in 1994. He gave body

conformation with excellent hips, legs, and

feet; his blood can still be found in some of

the mares, e.g. his daughters, the beautiful

Simeon Sheva, and Simeon Shavit. Today's

chief sire Simeon Shanun has all three foundation

stallions in his pedigree in three successive

generations.

More recently, the stallions Immesmerize

and Mulay Ibn Maareesa were imported.

Through his sire Imtaarif, Immesmerize, who

was imported from the US, tails back to Bint

Deenaa, the dam of Anaza Bay Shahh, and a

mare highly valued by Marion Richmond. The

flea-bitten grey stallion has a long, elegant

neck and adds elegance to his offspring, as

well as black skin.

Mulay Ibn Maareesa (Ansata Amir Zaman

/ Maareesa) *1995 was imported from Germany

in 2011, and actually, Marion had imported

his daughter CM Moussameh *1998

before him and was very happy with her, so

she started to look for more of her bloodlines.

When the opportunity arose to lease the stallion,

Marion did not hesitate and three years

later even bought him. Six of his daughters

are presently retained for the stud.

The Mare Families

As mentioned before, the most prolific and

successful mare family is the one of 27 Ibn

Galal-5, a dark liver chestnut mare with a

flaxen mane. She was in her younger days an

Australian National Champion Mare as was

her daughter, Simeon Sukari, and her granddaughters

Simeon Salome and Simeon Sehavi.

The latest addition to this string of successful

females is Simeon Sahia (Simeon Shifran /

Simeon Sehora) *2014 who just recently was

awarded the 2019 Australian National Junior

Champion title.

Of 27 Ibn Galal's five daughters, three created

their own branches: Simeon Safanad (by

Sankt Georg RSI), Simeon Simona (by Asfour),

and Simeon Sukari (by Asfour). With US-bred

Raadin Royal Star, Safanad brought Simeon

Shai (*1984), a bay stallion whom I saw in

1988 and in all honesty I would not have seen

in him a future US National Champion Stallion,

Canadian National Champion Stallion,

and Scottsdale Champion Stallion - the American

Triple Crown -, as well as World Champion

Stallion in Paris. Before his exportation to the

USA in 1989, he left some 20 foals in Australia,

in the US, he sired more than 450 foals and is

one of the horses that spread the fame of his

home-stud across the world.

Another ambassador of Simeon-breeding

was Simeon Sadik. Pregnant by Asfour, Simeon

Safanad gave birth to a pitch black foal

called Simeon Sadik, who was sold to Shirley

and Charlie Watts of Halsdon Arabians/

GB. I saw him first at the Australian Arabian

Championships in 1993 and was fascinated

by his type and his eyes. He was probably the

most typey black stallion of his time when he

came to Europe in 1995, still, he never made

it right to the top, always remained "reserve":

1997 World Reserve Champion Stallion, 2000

European Reserve Champion Stallion, 2000 &

2003 All Nations Cup Reserve Senior Champion

Stallion. But regardless of his show results,

he had a huge number of fans all over

the world! Interestingly enough, among his

offspring there are also performance horses,

e.g. the Halsdon-bred HS Pirandelo, European

Champion of Arabian Sports Horses in

Show Jumping, and the multi-talented black

stallion Caid Jabbar out of an English mare,

bred in Switzerland, with accomplishments

in dressage and driving and licensed also for

Shagya-Arabians.

Simeon Saada also belongs here. She is the

29-years-old full-sister of Simeon Sadik and

the grand old mare of Simeon Stud. This lovely

old lady was presented as a teaser mare for the

young boys, a job she did with dignity and grace.

Two more mares of the Sukari-branch shall

be mentioned, as they were presented to the

WAHO-guests. Sukari was a chestnut mare

with a flaxen mane, just like her dam. I saw

her in Spring 1993 with her first foal by Simeon

Sadik, Simeon Bint Bint Galal - an exquisite

foal with lots of presence. I remember

Sukari as a strong, deep-bodied mare. In the

following years she gave birth to Simeon Susula

in 2010, that was presented at the WAHO

presentation. She is a powerful, well-moving

mare by Simeon Samech, who is out of

the above mentioned Simeon Saada. Also

shown was the dark brown Simeon Shatkin,

an Anaza Bey Shahh daughter. She belongs

Imperial Madaar and his successors

Simeon Se (Asfour / Simeon Seda) *2004 represents

the US-mare Raffaala and carries the

blood of German-bred Orashaan.

to the Simona-branch and is a wonderfully

strong and deep-bodied broodmare. The 27

Ibn Galal family presently counts around 30

mares, and two of the younger homebred

chief sires, Simeon Shifran and Simeon Shanun,

are tailing to this line.

Different Blood

In 1992, Ramses Tinah (Ramses Fayek / Ramses

Nagdia) *1979 was imported from the US,

and in 1998, Raaffaala (Dalul / BF Bahaala)

*1988 followed. Both founded a line at Simeon,

of which Simeon Se with her daughter

Simeon Seis are tailing back to Raaffaala,

and Simeon Sasur, tailing back to Ramses Tinah,

shall serve as an example.

Another mare with Canadian background

is Simeon Shoshana (MB Talimaar / MB Masaleena),

who carries the blood of Imperial

Madheen on her dam's side and as such, the

blood of Madkour and Maymoonah from

Germany. This line is represented today by

Simeon Shagah, a very elegant, harmonious

young mare by Simeon Shifran.

Marion Richmond has always been very fond

of the bloodlines "behind" Asfour and Imperial

Madaar such as the stallions Hadban Enzahi,

Imperial Madaar (Imperial Madheen / Ansata

Nile Mist) *1987

Simeon Shanun (Imperial Madaar / Simeon

Safran) *2011

Simeon Sahron (Imperial Madaar / Simeon

Setavi) *2007

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Simeon Seis (Imperial Madaar / Simeon Se) *2010 - with foal by Simeon Sahron - is a cross of the

two foundation sires Asfour and Imperial Madaar, that worked fine for Simeon Stud.

Ghazal, Morafic, and the mare Maymoonah

(Hadban Enzahi / Malikah). She traveled Germany

extensively in search of these lines and

finally found the above mentioned CM Moussameh,

and Mussallah (Montasar / Mohebba

Bint Maymoonah) *1996, two mares that are

strongly inbred to Madkour (Morafic / Maisa)

and Maymoonah. Bred to Simeon Shifran (by

Asfour), Mussallah brought the chestnut filly

Simeon Samira, that was shown to the audience

at the WAHO Conference stud tour, where

she showed her excellent movements.

Even if Simeon Setavi was not bred in Germany,

we should consider her belonging to the

"German mares", as her dam Nameeza was

bred by Heiner Buschfort. Nameezas sire was

Idrees, who died too young. However, Marion

Richmond admired him and was lucky

enough to lease Nameeza and sent her to

the UK, to be covered by Simeon Sadik. The

resulting filly, Simeon Setavi, was imported to

Australia, but - just like her grandsire -, died

too early. Through her daughter Simeon Sekhara

she lives on at Simeon Stud.

In 2000, Simeon Stud and Albadaia Stud of

the late Nasr Marei exchanged horses: From

Australia to Egypt traveled Simeon Safir, yet

another full sister to Simeon Sadik and Simeon

Saadi, together with Simeon Sharav, at

the time a yearling colt by Asfour out of Simeon

Shuala (of the Ramses Tinah line). In return,

Simeon Stud received the beautiful Ibtehag

Albadeia, four times Egyptian National

Champion, accompanied by Wed Albadeia,

who was by Nasr Marei's most favorite stallion

Farid Albadeia. Of these lines, Simeon

Marei has been retained for the breeding

barn.

Conclusion and Outlook

Here, at Simeon Stud we were looking at five

generations of homebred horses, and the

"type of horse" Marion Richmond is looking

for, became evident in front of our eyes - and

hopefully will do so also through the photos.

It is not an easy task to maintain a stud of this

size over the period of 50 and more years, and

it can only be done if there is a real passion

for the Arabian horse. Fortunately, Marion

Richmond has never been influenced by fashion

- she bred what she liked. And it is refreshing

to see that none of her horses were taken

"to the extreme": They are solid, sound mares,

with beautiful faces, deep in the chest, with

good legs - and judging from their gentle behaviour,

when all the WAHO guests invaded

their paddocks and pastures - they have a

good character, something which is very important

to Marion Richmond.

Gudrun Waiditschka

Simeon Shagah (Simeon Shifran / Simeon Shoshana) *2016 tails back to the imported mare MB

Masaleena by MB Talmaar, who is also the sire of Simeon Seda.

Simeon Solomon and offspring

Breeding

Simeon Solomon (Al Karim Jabal Ibn Moniet /

Simeon Safanad) *1986

2/2019 - www.in-the-focus.com

Simeon Sarina (Simeon Solomon / Simeon

Shelli) *1990

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Simeon Shalva (Simeon Solomon / Simeon

Shelli) *1991


ZSAA-Hengstkörung 2019

Zucht

the

Prämienhengst Danza Kuduro (Don Olymbrio

L / Romina Rivera), Bes.:Lenz / Nemenich

Alle Fotos: G. Waiditschka / IN THE FOCUS

New Kids on the Block

Die diesjährige ZSAA-Hengstkörung hatte eine hohe Erfolgsquote und

zwei Prämienhengste - das liegt nicht zuletzt an der Beratung der Besitzer

und der Vormusterung der Hengste.

Bei der ZSAA-Hengstkörung in Alsfeld traten am letzten März-Wochenende

23 Hengste an. Von diesen wurden 14 gekört, drei anerkannt

und zwei prämiiert. Die hohe Erfolgsquote kommt nicht

zuletzt durch die Beratung der Besitzer und Vormusterung der Hengste

zustande. Mit einem Blick auf die angetretenen Rassen sind die

vier Shagya-Araber-Hengste hervorzuheben, von denen drei gekört

wurden. Des Weiteren wurden ein Vollblutaraber gekört, zwei Englische

Vollblüterw für die Anglo-Araber-Zucht und andere arabische

Rassengruppen sowie eine Reihe von Edelbluthengsten (ex Arabisch

Partbred), davon einige mit weniger als 12,5 % Araberanteil nur für

den Anhang.

Es war wie immer eine sehr gut organisierte Veranstaltung, bei der vor

allem auch das Bahnteam während des Freilaufes weiß, was es tut. Für

das leibliche Wohl ist ebenso gesorgt wie für genügend Zeit, um sich

zu unterhalten. Und auch das Wetter hat mitgespielt!

Die nachfolgenden Beurteilungen sind an die abschließenden Kommentare

von Verbandspräsident Ahmed Al Samarraie angelehnt, der

den verhinderten Bruno Six vertrat.

Vollblutaraber

Smalkath Wassim (Waranio / Nailja Bint Nakidka), *2014 - Der

einzige diesjährige Vollblutaraber war ein Sohn des beim ZSAA gekörten

Waranio, der für das Leistungszuchtbuch antrat, bzw. zum

weiteren Verbleib darin. Der Hengst gewann im Laufe der Tage zunehmend

an Sicherheit, insgesamt wirkt er jedoch noch jugendlich,

und läßt den männlichen Ausdruck noch etwas vermissen, er ist

eher spätreif.

Höhepunkte hat der Hengst im Körperbau, er hat eine sehr schöne

Halsung, sowohl am Halsansatz, als auch in der Überleitung zum

Genick. Er verfügt über eine harmonisch verlaufende Oberlinie, was

insgesamt mit "gut" benotet wurde. Das Fundament zeichnet sich

durch große Hufe aus, insgesamt ein ordentliches Fundament, allerdings

vorne links etwas nach außen gestellt.

Der Schritt ist fleißig, wenngleich etwas von innerer Unsicherheit

geprägt, was sich natürlich auch auf Fleiß, Takt, Losgelassenheit und

Raumgriff auswirkte. Der Trab ist sehr schön im Ablauf, fördernd aus

der Hinterhand. Auch der Galopp ist gut mit guter Hinterhandtätig-

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


keit und Balance. Im Freispringen zeigte er sich etwas vorsichtig,

aber mit Übersicht, und technisch ist sein Stil noch ausbaufähig.

Maße: 152 / 156 / 177 / 19

Shagya-Araber

Insgesamt traten vier Shagya-Araber-Hengste an, von denen drei gekört

wurden:

Energy (Reineke Zett / El Sbaa XIV-12) *2016 - Der jüngste Shagya-Araber

im Lot ist erst knapp dreijährig, aber mit 160 cm Widerristhöhe

zeigt er deutliches Wachstum, das Röhrbein mit 20,5 cm zeigt

das Kaliber, wie man es sich vorstellt.

Der Vater des Hengstes ist der beim ZSAA geprüfte Reineke Zett. Der

noch sehr jugendliche Energy überzeugt jetzt schon durch seinen

Rasse- und Geschlechtstyp, was mit "gut" bewertet wurde. Er verfügt

über eine schöne lange Halsung, die sich zum Kopf hin verjüngt, mit

guter Anbindung an die Schulter. Der Widerrist ist groß und geht harmonisch

in den Rücken über. Die Oberlinie ist noch vom Wachstum

beeinflußt, aber mit einer großen Kruppe.

Das Fundament ist kräftig, mit kleineren Schwächen besonders im

Sprunggelenk. Der Schritt wurde gelassen gezeigt mit mittlerem

Raumgriff. Der Trab ist etwas aufwärts angelegt mit aktiver Hinterhand,

aber der Schub konnte nicht von der Hinterhand nach vorne

durchgereicht werden, der Raumgriff der Vorhand ist begrenzt. Auch

im Galopp zeigte sich eine aktive Hinterhand mit Raumgriff und Balance,

jedoch nicht immer ganz durchgesprungen.

Im Freispringen war er etwas eilig, jedoch mit genügend Vermögen

und Springtechnik.

Maße: 160 / 165 / 182 / 20,5

Gazal Sorento (Gazal III [Herkules] / Safija) *2015 - Er stellt das

dar, was man unter einem typvollen Shagya-Araber versteht. Das ist

bei seinem Urgroßvater, dem Typvererber Amor nicht weiter überraschend,

und er hat viel männlichen Ausdruck. Vielleicht wünschte

man sich 2-3 cm mehr Größe bei seinem Kaliber, aber insgesamt sehr

solide. Der Höhepunkt dieses Hengstes ist seine sehr schön verlaufende

Halsung, die gut angebunden ist an der Schulter und von guter

Länge ist. Den Widerrist wünschte man sich etwas markanter, das ist

vielleicht ein Schwachpunkt in der Oberlinie, die ansonsten gut verbunden

ist und in einer gut bemuskelten Kruppe endet; im Moment

ist er noch etwas überbaut. Insgesamt aber ein gutes Exterieur.

In der Korrektheit der Beine gibt es leider Abzüge, da er rechts vorne

nach außen gestellt ist, daher eine 6. Der Schritt ist losgelassen mit

gutem Raumgriff, Note 8. Der Trab ist geregelt, mit gutem Antritt, das

gab eine 7. Der Galopp war etwas verspannt und man wünscht sich

hier mehr Durchlässigkeit - Wertnote 7.

Im Freispringen sollte sich der Hengst etwas mehr über dem Sprung

öffnen, zeigt aber genügend Vermögen. Note 7. Insgesamt eine 7,3 -

der Hengst ist gekört.

Maße: 155 / 161 / 192 / 19,5

Filius (Farid / Dakila) *2014 - Dieser 5jährige Hengst zeigt, dass er in

sich ruht, dennoch ein männliches, aufmerksames Pferd mit gutem

Auge. Dem schönen Vorderbau folgt eine lange Schulter und ein guter

Widerrist, der aber in eine etwas matte Rückenlinie übergeht, die

aufwärts führt in den Rückenabschluß und eine etwas hohe Kruppe.

Die vier Beine und Hufe sind korrekt. Beim Schritt wünschte man sich

etwas mehr Schub, dies scheint jedoch anatomisch bedingt schwierig,

da die Hinterhand nicht über die Spur des Vorderbeines tritt.

Takt und Fleiß sind vorhanden. Die Trabbewegung ist ganz ähnlich,

es mangelt in der Elastizität, die Hinterhand zeigt nicht die nötige

Schubkraft. Der Galopp ist auch nicht besser.

Im Freispringen zeigte er Übersicht, er sprang aus dem Rhythmus der

Galoppade und zeigte eine gute Technik.

Maße: 160 / 167 / 186 / 20

Smalkath Wassim ox (Waranio / Nailja Bint Nakidka), Bes.: A. Ziegs

Energy ShA (Reineke Zett / El Sbaa XIV-12), Bes.: E. Becker

Gazal Sorento (Gazal II [Herkules] / Safija), Bes.: Dr. S. Söding

Zucht

Englisches Vollblut (für Anglo-Araber-Anhang)

RHF Nugget xx (RHF Golden Globe / Exploisive Delight) *2014 -

Ein Hengst, der sehr solide ist, wobei er etwas wenig Hengstausdruck

zeigt. Er hat einen guten Hals, soweit es die Länge betrifft, der jedoch

2/2019 - www.in-the-focus.com

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Filius ShA (Farid / Dakila), Bes.: Ingrid Früchtenicht


Zucht

RHF Nugget xx (RHF Golden Globe / Exploisive Delight), Bes.: A. Westphal

Tsar xx (Hondo Mondo / Takoma), Bes.: Marlena Auer

Crazy Horse PS (Gabun [Trak.] / Cinderla X [Old.]), Bes. BG Schmoock/Pleister

etwas gerade ausgeformt ist. Ein mittelhoher Widerrist geht in eine

harmonisch verlaufende Oberlinie über, die in einer gut bemuskelten

Kruppe mündet. Vorne ist er etwas zehenweit.

Der Schritt ist elastisch, schreitend. Der Trab ist nicht seine Stärke, was

bei einem Englischen Vollblüter nicht verwundert; er ist etwas flach.

Er zeigte einen gelassenen, fleißigen Bergauf-Galopp mit gut untersetzendem

Hinterbein. Im Freispringen zeigte er Übersicht, guten Absprung,

er öffnete sich über dem Sprung und zeigte eine ordentliche

Basküle.

Maße: 165 / 171 / 191 / 21

Tsar xx (Hondo Mondo / Takoma), *2007 - Der Hengst kann schon

auf eine beachtliche Sportkarriere in der Ein- und Zwei-Sterne-Vielseitigkeit

zurückblicken. Hier zeigte er sich als edler, typvoller Hengst

mit tollem Auge und gutem Interieur. Die Rückenlinie ist hervorragend

und geht in eine gut gewinkelte Kruppe über, gutes Hinterbein.

Einer der Höhepunkte ist der Schritt - losgelassen, fleißig mit viel

Raumgriff. Auch der Trab ist losgelassen, elastissch, mit Schub aus der

Hinterhand. Der Galopp ist fleißig, kraftvoll und sehr balanciert.

Im Freispringen kam ihm natürlich seine Sportkarriere zugute, er taxierte

gut, war immer aufmerksam, sprang mit Übersicht und Vermögen.

Maße: 166 / 174 / 190 / 21

Deutsches Edelblutpferd

Crazy Horse PS (Gabun [Trak.] / Cinderela X [Old.]), *2015 - Der

Hengst wurde zur Anerkennung vorgestellt und ist bereits beim VZAP

gekört; aber für die Zuchtwertschätzung des ZSAA sind die Noten

wichtig.

Ein typvoller, männlicher Hengst mit großem Auge und einer rundum

gefälligen Gesamterscheinung. Der Körperbau ist schön lang,

mit schön geschwungener Oberlinie, guter Schulter. Der Widerrist ist

groß, er ist alles in allem sehr harmonisch gebaut. Die Hufe sind groß,

das Fundament trocken, nur vorne ein wenig zehenweit.

Im Schritt punktet er mit einer aktiven Hinterhand, vorne vielleicht

ein bisschen begrenzt im Raumgriff. Der Trab ist fördernd, erhaben,

elastisch, gut im Antritt, der Schub wird von der Hinterhand über den

Rücken nach vorne transportiert, aber auch hier zeigt er nicht allzu

großem Raumgriff. Der Galopp ist fleißig, etwas stramm im Freilauf.

Im Freispringen nicht ganz rhythmisch.

Maße: 164 / 170 / 188 / 21

Quabil (Quite Easy [Holst.] / Cantilena ox), *2014 - Ein Hengst, der

letztes Jahr schon eine sehr gute HLP abgelegt hat. Er hat arabischen

Ausdruck und ist insgesamt harmonisch. Die kräftige, geschwungene

Halsung wünschte man sich vielleicht etwas leichter. Die leicht

stramme Oberlinie, die an einem gut verlaufenden Widerrist beginnt,

mündet in einer großen Kruppe. Leider etwas offene Sprunggelenke

und angedrückte Ellbogen. Ansonsten ist das Fundament trocken,

passend zur Hufgröße und insgesamt ordentlich.

Der Schritt ist fleißig mit Raumgriff, die Vorhand scheint jedoch Grenzen

aufzuweisen. Der Trab ist geregelt, mit mittlerem Raumgriff und

Tendenz, dass der Schub von hinten nicht bis zur Vorhand durchdringt,

was mit dem angedrückten Ellbogen zu tun haben kann. Der

Galopp ist gut, ausbalanciert, mit genügend Raumgriff und Schwung.

Im Freispringen zeigte er sich überlegt, mit guter Technik, er taxierte

den Sprung gut und war kraftvoll im Absprung.

Maße: 161 / 166 / 179 / 20

Quabil (Quite Easy [Holst.] / Cantilena ox), Bes.: BG Wolf / Lühr

Duke CD (Destano [Hann.] / M-India Douce [Hann.]), *2012 - Ein

Hannoveraner-Hengst, der zweimal den Anglo-Araber Matcho AA

führt. Er zeigte sich männlich im Ausdruck, ein solider Hengst mit

breiter Brust, gutem Widerrist, die Oberlinie führt in eine große Kruppe

über; insgesamt ein harmonisches Erscheinungsbild.

Das Fundament ist sehr korrekt mit großen Hufen. Der Schritt ist fleißig,

geregelt, der Trab fördernd, elastisch und taktrein. Im Galopp mit

aktiver Hinterhand, aber man wünschte sich etwas mehr Raumgriff.

Im Freispringen zeigte er gute Springtechnik, gute Übersicht und viel

Vermögen.

Maße: 166 / 170 / 197 / 21,5

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019

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Kannandillo [Holst.] (Kannan [KWPN] / Candilla Zara [Holst.]),

*2016 - Ein Holsteiner-Hengst, aufgrund seines Alters noch sehr jugendlich

wirkend - er ist noch nicht einmal dreijährig - aber mit bemerkenswerter

Gelassenheit. Er verfügt über einen lang angelegten

Hals, gute Schulter, der Widerrist ist etwas knapp markiert, die gute

Oberlinie geht in eine ökonomische Kruppe mit gutem Muskelansatz

über. Das Fundament ist trocken und völlig korrekt. Der Schritt ist geregelt,

fleißig mit Raumgriff, im Trab sind die Bewegungen leichtfüßig,

im Galopp noch nicht ganz ausbalanciert. Er verfügt über eine

vermögende Springanlage, der Stil kann durch Training noch etwas

verbessert werden.

Maße: 166 / 171 / 185 / 21,5

Danza Kuduro (Don Olymbrio L [KWPN] / Romina Rivera [Bay.]),

*2016 - Der Hengst ist erst dreijährig, aber bereits eine imponierende

Erscheinung. Er zeigt sich ausdrucksvoll und mit viel Präsenz. Der

Körperbau ist harmonisch und gut proportioniert, die Halsung gut. Er

verfügt über eine große Schulter, einen markanten, großen Widerrist

der in eine harmonisch verlaufende Oberlinie übergeht, und in einer

guten, langen Kruppe endet. Alles passt wunderbar zusammen, daher

erhielt er ein "sehr gut" für das Exterieur.

Das Fundament ist trocken, stark, ausgeprägt und korrekt. Der Schritt

zeigt nicht ganz genügenden Schub aus der Hinterhand. Der Trab dagegen

ist wunderbar schwungvoll, fördernd und erhaben. Auch im

Galopp zeigt er sich in guter Selbsthaltung, mit guter Balance. Das

Springen ist nicht so seine Stärke, hier hatte er etwas Schwierigkeiten

zu taxieren und war etwas unsicher.

Maße: 170 / 177 / 190 / 21,5

Finest Grandios (Fürst Grandios [Old.] / Gina [Bay.]), *2016 - Ein

Hengst mit über 40 % Blutanteil (xx und AA). Er erscheint vielleicht

etwas leicht, noch etwas jugendlich, verfügt jedoch über eine mittelgroße

Schulter, lange Halsung mit gutem Verlauf in den Widerrist

- das alles passt zusammen. Das Fundament ist trocken und korrekt.

Im Schritt zeigt er guten Takt, der Schritt ist schreitend und elastisch.

Ähnlich ist auch der Trab, hier mit gutem Antritt. Der Galopp ist leicht,

mit Bergauftendenz und gut balanciert. Beim Freispringen konnte

man Potential erkennen.

Maße: 160 / 166 / 181 / 20,5

Rastafari (Rasso Royal [Bay.] / Guadelupe [Bay.]), *2015 - Ein vierjähriger

Sohn des Rasso Royal, der ebenfalls im Prüfungslot zur Anerkennung

ist. Rastafari hat durchaus die inneren Werte seines Vaters,

das äußere Erscheinungsbild ist eher von der Mutter geprägt. Er verfügt

über eine elegante Halsung, eine geschwungene Oberlinie, einen

markanten Widerrist mit guter Schulter; insgesamt eine trockene

Erscheinung.

Auch das Fundament ist trocken, hinten etwas weit im Schritt. Der

Schritt ist leider nicht immer geregelt, dennoch zeigt er genügend

Raumgriff. Der Trab ist leichtfüßig und schwungvoll, der Galopp

ebenfalls, mit Schub aus der Hinterhand bei etwas strammen Rücken.

Duke CD (Destano [Hann.] / M-India Douce [Hann.]), Bes.: Cl. Deeken

Kannandillo [Holst.] (Kannan [KWPN] / Candilla Zara [Holst.]), Bes.: Rödl

Finest Grandios (Fürst Grandios [Old.] / Gina [Bay.]), Bes.: Rödl Sportpferde

Zucht

Amadei-Geli (AT) (Dagat-Geli / Aynisa-Geli), Bes.: Herbert Blatt

2/2019 - www.in-the-focus.com

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Rastafari (Rasso Royal [Bay.] / Guadelupe [Bay.]), Bes: S. Gonzalvo


Shagya-Araber

Zucht

Alasdair GF (RFF The Alchemist xx / Senata), Bes.: Gwendolyn Gregorio

Spirit of Colour (Semper / Rubins Magic TV), Bes.: Jessica Lenz

Rasso Royal (Rasso / Warocky xx), Bes.: Sebastian Gonzalvo

Er ist vermögend im Springen und zeigt viel Übersicht, insgesamt ein

sehr schönes Bild.

Maße: 163 / 170 / 181 / 20

Amadei-Geli (Dagat-Geli [AT] / Aynisa-Geli [AT]), 2014 - Ein sehr

interessanter Achal-Tekke-Hengst, der im letzten Jahr in Marbach die

ZSAA-HLP absolvierte. Er entspricht nicht dem, was man von dieser

Rasse gewöhnlich kennt, da er nichts von einem windhundartigen

Rennpferd hat. Er ist ein trockener, männlicher und drahtiger Hengst,

hat eine gute, lange Halsung mit guter Anbindung an die Schulter.

Der Widerrist ist markiert und geht in eine lange Oberlinie über, die

in einer gut bemuskelten Kruppe endet. Das Fundament ist passend

zum Pferd, allerdings geht er im Trab ein wenig breit. Der Schritt hat

etwas wenig Raumgriff, der Trab ist fleißig und geregelt, der Galopp

mit großem Raumgriff. Er zeigte gutes Springvermögen, ist aber mitunter

eilig und konnte daher im Springen nicht ganz überzeugen.

Maße: 166 / 172 / 184 / 21

Alasdair GF (RFF the Alchemist xx / Senata), *2010 - Auch dieser

Hengst hat im letzten Jahr bereits die HLP in Marbach absolviert. Er

verfügt über einen guten Körper mit großer Schulter, einem markanten

Widerrist, der in eine mittellange Oberlinie übergeht und in

einer kräftigen, gut bemuskelten Kruppe endet. Er hat ein starkes

Fundament mit ausgeprägten Gelenken, ist aber vielleicht ein bisschen

flach im Sprunggelenk. Der Schritt ist elastisch schreitend, mit

viel Raumgriff, der Trab jedoch ist nicht seine Gangart, hier ist er kurz

und begrenzt. Der Galopp ist eilig, aber mit gutem Raumgriff. Im Freispringen

zeigte er zwar nicht das größte Vermögen, aber er springt

sehr ökonomisch.

Maße: 169 / 174 / 195 / 20,5

Spirit of Colour (Semper [Old.] / Rubins Magic TV [Old.]), 2005 -

Dieser Hengst ging schon erfolgreich in der Vielseitigkeit. Auf den

ersten Blick wirkt er vielleicht etwas unscheinbar, aber er hat seine

Qualitäten. Er ist solide, kalibrig, verfügt über eine schöne Oberlinie

und hat hier insgesamt einen guten Eindruck hinterlassen. Er hat ein

starkes Fundament, passend zum Körper. Der Schritt ist gelöst mit

Raumgriff, der Trab jedoch flach mit wenig Elastizität. Der Galopp ist

gut gesprungen mit genügend Raumgriff. Im Freispringen zeigte er

sich gut, wie das zu erwarten war nach seinen sportlichen Erfolgen.

Maße: keine

Rasso Royal (Rasso [Westf.] / Warocky xx), *1999 - Ein "Oldie but

Goldie", ein 20-jähriges "Prachtexemplar". Er ist ein sehr männlicher

Hengst, markant, mit viel Präsenz. Im Gebäude hat er viele Höhepunkte,

die Kruppe gehört vielleicht nicht dazu. Das Fundament ist

sehr kräftig und für sein Alter einwandfrei. Im Schritt zeigt er viel

Raumgriff und der Schritt ist schreitend, der Trab erhaben, fleißig und

elastisch, der Galopp etwas kurz, aber durchgesprungen.

Maße: 168 / 172 / 192 / 23

Gudrun Waiditschka

ZSAA-Hengstkörung, Alsfeld, 29.-31. März 2019

Shagya-Araber

Hengst geboren Farbe Vater / Mutter (v. Mutter-Vater) Punkte Urteil

ENERGY 2016 Schimmel Reineke Zett / El Sbaa XIV-12 (v. El Sbaa XIV)

Typ 8 Gebäude 8 Fundament 7 Schritt 7 Trab 6 Galopp 7 Springen 7

7,1 gekört

GAZAL SORENTO 2015 Schimmel Gazal III [Herkules] / Safija (v. Salim)

Typ 8 Gebäude 8 Fundament 6 Schritt 8 Trab 7 Galopp 7 Springen 7

7,3 gekört

FILIUS 2014 Braun Farid / Dakila (v. Ferment ox)

Typ 8 Gebäude 7 Fundament 7 Schritt 7 Trab 7 Galopp 7 Springen 8

7,3 gekört

JUPITER [JUSSUF-507] 2015 Schimmel Jelzin [Jussuf-911] / Bernina (v. Bazar) nicht gekört

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ZSAA-Hengstkörung, Alsfeld, 29.-31. März 2019

Vollblutaraber

Hengst geboren Farbe Vater / Mutter (v. Mutter-Vater) Punkte Urteil

SMALKATH WASSIM 2014 Schimmel Waranio / Nailja Bint Nakidka (v. Prognoz)

Typ 7 Gebäude 8 Fundament 7 Schritt 7 Trab 8 Galopp 8 Springen 7

MK MAGIC AA 2015 Rappe

Anglo-Araber

Anglo-Araber (Anhang)

Hamit AA / Mabrouka Bint Aszud ox (v. El

Aszud ox)

7,4 gekört

nicht gekört

RHF NUGGET xx 2014 Palomino RHF Golden Globe xx / Exploisive Delight xx

Typ 7 Gebäude 8 Fundament 7 Schritt 8 Trab 6 Galopp 8 Springen 8

7,4 gekört

TSAR xx 2007 Braun Hondo Mondo xx / Takoma xx 8,3 gekört

prämiert

Typ 8 Gebäude 8 Fundament 8 Schritt 9 Trab 8 Galopp 8 Springen 9

Zucht

Deutsches Edelblutpferd (ex Arabisch Partbred - Typ Deutsches Reitpferd)

CRAZY HORSE PS 2015 Braunschecke Gabun / Cinderela X

Typ 8 Gebäude 8 Fundament 7 Schritt 7 Trab 8 Galopp 7 Springen 6

QUABIL 2014 Schimmel Quite Easy / Cantilena ox

Typ 8 Gebäude 7 Fundament 7 Schritt 7 Trab 6 Galopp 8 Springen 8

DUKE CD 2012 Rappe Destano / M-Inida Douce

Typ 8 Gebäude 7 Fundament 8 Schritt 7 Trab 8 Galopp 7 Springen 8

7,3 anerkannt

7,3 gekört

7,6 gekört

P2 2013 Braun Pago Go / Saalefee nicht gekört

Deutsches Edelblutpferd - Anhang (arabischer Blutanteil < 12,5 %)

KANNANDILLO 2016 Braun Kannan / Candilla Zara

Typ 7 Gebäude 7 Fundament 8 Schritt 7 Trab 7 Galopp 7 Springen 8

7,3 gekört

DANZA KUDURO 2016 Fuchsschecke Don Olymbrio L / Romina Rivera 8,1 gekört

prämiert

Typ 9 Gebäude 9 Fundament 8 Schritt 7 Trab 9 Galopp 8 Springen 7

FINEST GRANDIOS 2016 Dunkelbraun Fürst Grandios / Gina

Typ 7 Gebäude 7 Fundament 8 Schritt 8 Trab 8 Galopp 8 Springen 79

RASTAFARI 2015 Braun Rasso Royal / Guadelupe

Typ 8 Gebäude 8 Fundament 7 Schritt 6 Trab 7 Galopp 7 Springen 9

AMADEI GELI (AT) 2014 Dark Buckskin Dagat-Geli / Aynisa-Geli

Typ 8 Gebäude 8 Fundament 7 Schritt 6 Trab 7 Galopp 8 Springen 7

ALASDAIR GF 2010 Cremello RFF The Alchemist xx / Senata

Typ 7 Gebäude 8 Fundament 7 Schritt 8 Trab 5 Galopp 7 Springen 7

SPIRIT OF COLOUR 2005 D'Braunschecke Semper / Rubins Magic TV

Typ 7 Gebäude 7 Fundament 8 Schritt 7 Trab 6 Galopp 7 Springen 8

RASSO ROYAL 1999 Braun Rasso / Warocky xx

Typ 8 Gebäude 7 Fundament 8 Schritt 8 Trab 7 Galopp 8

7,6 gekört

7,4 gekört

7,3 gekört

7,0 gekört

7,1 anerkannt

7,6 anerkannt

N.N. (Westf.) 2016 D'Braun Morricone / Shining nicht gekört

2/2019 - www.in-the-focus.com

Pintabian

SH SECRET GAMBLE 2010 Rappschecke Dakota Gambler / SH War Bonnet nicht gekört

Arabisch Partbred - Spezial

RASTAN 2015 Braunschecke Raven ox / Kiss Blaz of Shahbanu nicht gekört

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Shagya-Araber

Zucht-News

Anläßlich der Mitgliederversammlung

hat der VZAP seine Sportpferdeplaketten

vergeben und das waren dieses

Jahr erfreulich viele! Insbesondere im

Bereich Distanzreiten wurden dieses Jahr

mehr Pferde ausgezeichnet. Interessant ist

es immer, wenn Hengste selbst, aber auch

ihre Nachkommen in der Wertung sind. So

beispielsweise der Anglo-Araber-Hengst

Haskar del Chapulin, der in Frankreich hoch

VZAP vergibt Sportpferdeplaketten 2018

erfolgreich in der Vielseitigkeit geht, und

dafür mit der Goldenen Sportpferdeplakette

ausgezeichnet wurde, und dessen Tochter

Ossia RH, die Silberne Plakette erhielt.

Ebenfalls hervorzuheben sind Hengste, die

mehrfach Nachkommen in der Wertung

haben, wie beispielsweise Kudaira Nuri Ibn

Salaam, auf dessen Nachkommen sich eine

goldene Plakette und zwei silberne verteilen.

Auch Mubarak II hat zwei Nachkommen

Sportpferdeplaketten des VZAP - 2018

Rasse /

Name Abstammung geb.

Züchter

Geschl.

Goldene Sportpferdeplakette - Turnierleistung

Besitzer

Haifi El Sorrento (BS Specific / Haifi Dinjah) 2005 AV Edith Lipp Edith Lipp

Haskar del Chapulin (Askar AA / Pedra ox) 2005 AA Heliodoro Ramos-Azarte Heliodoro Ramos-Azarte

MS Madrass (Kamerton / Marenah) 2005 AV Maria Sens Susanne Giese

Silberne Sportpferdeplakette - Turnierleistung

Ossia RH AA (Haskar del Chapulin AA / Oceania AA) 2012 AA Heliodoro Ramos-Arzate Manuela Schrimi

Bronzene Sportpferdeplakette - Turnierleistung

AI Al Shama Sheik Al Badi (Sheik Al Badi / Angel) 2007 APb Markus Glücklich Carolin Selle

Mosri Al Dahab (Dahab / Mosila) 2004 AV Ilse Klauenberg Renate Faustmann

Goldene Sportpferdeplakette - Distanz

in der Wertung, die einmal Gold und einmal

Bronze erhielten, während Sheik Mandus

Nachkommen mit einmal Silber und einmal

Bronze ausgezeichnet wurden.

Die Besitzer oder Züchter müssen die Sportresultate

an den VZAP melden, die näheren

Teilnahmebedingungen und Formulare können

von der Webseite heruntergeladen werden

(s. "Araber im Sport").

-gw-

Al Antaris Al Azim (Ghasir / Al Ashara) 2002 AV Doris Melzer Friederike Grünberg

Al Mashhar Al Azim (Blue Mashar / Al Samantha Al Azim) 2007 AV Doris Melzer Maria Lippert

Al Shazan Al Azim

(Kudaira Nuri Ibn Salaam / Al Shazima)

2007 AV Doris Melzer Sarah Wehner

SGW Marhab (Mubarak II / SGW Salida) 2010 AV Gabriele Weiershäuser Anna Schunk

Padrons Magic (G-Padrons Best / Ambrak) 2003 AV Medicom AG Melanie Mohr

Zhaji El Aziz (Nahdmi / Zalhekah El Aziz) 2010 AV Heiko und Wenke Löwel Andreas Häfele

Silberne Sportpferdeplakette - Distanz

Al Alysha Al Azim

(Kudaira Nuri Ibn Salaam / Allat El

Gaschya)

2004 AV Doris Melzer Jelena Schaffer

Al Kharim Al Azim

(Kudaira Nuri Ibn Salaam / Allat El

Gaschya)

2006 AV Doris Melzer Doris Melzer

Ibn Bint Khalil (Ghorab / Khaula Bint Khalil) 2000 AV Katharina Steinecke Friederike Grünberg

GL Rashid (El Nasaran / Akira Talin) 2006 AV Dieter Bachmann Claudia Haske

Mandus Black Magic (Sheik Mandu / Arabesk) 2008 AV Carola Messerschmidt Eileen Ryzich

Maskada (Vergil / Majmakala) 2009 AV Maria Sens Dr. Anna Kynast

Mirza

(Mersuch XIX-68 (Muzulman) / El

Sbaa XII-12)

2008 ShA Holger Stoischek Dr. Eva Keller

Nadiera (Zahron / Flaxman’s Taraba) 2010 AV Wolfgang Rösl Sabine Sauer

Bronzene Sportpferdeplakette - Distanz

Aminah Bint Gaibon

(Gaibon Ben Mors / Markatta Arab

Al Ariba)

2008 AV Brigitte Behrend Christin Bethge

Ayuf Pasha (Ali Pascha / Mahindra Pasha) 2012 AV Frank Püschel Frank Püschel

Ashanti (Mubarak II / Assurha) 2001 AV Ruth Wollenschein Doris Kraft

BS Marilu (Markus C / Watseka) 2011 AV Thomas Mayer Livia Jansen

Euros

(Europe Al Khidar / Tatjana Bint

Takema)

2010 AV Reinhard Sax Robert Dina

Lamina (Laman HVP / Taminka) 2009 AV Reinhard Sax Elvira Friedrich

Mabouba GZH (Nile GZH / Malacha El Dahma) 2012 AV K. J. Graf v. Luxburg Sandra Stamm

MK Shirkan (Nanu / Shanoeka) 2002 AV Michaela Kosel Constanze Kiwitt

Mouka Ti Bint Shaik

Mandu

(Sheik Mandu / Melisande d’Or) 2003 APb Carola Messerschmidt Christina Helm

SGW Shamaal (Shaklan Ibn Bengali / SGW Safira) 2009 AV Gabriele Weiershäuser Gabriele Weiershäuser

34

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Kaub fällt aus

Zum großen

Bedauern

von Toni Baumann

und Reinhild

Moritz muß dieses

Jahr das Kauber

Platte Championat

am 3.-4. August

leider ausfallen!

Grund dafür ist

ein Unfall von Toni

Baumann, der sich

das Schienbein gebrochen hat und nun die

nächsten 6-8 Wochen ausfällt. Damit ist die

Vorbereitung nicht wie gewohnt möglich, so

daß Toni und Reinhild die "Reißleine" gezogen

haben, und die Veranstaltung absagen.

"Wir wollen die Aussteller so früh wie möglich

darüber informieren, damit diese die Möglichkeit

haben, umzudisponieren und eine andere

Schau zu besuchen", sagt Toni. "Die Absage ist

sehr schade, denn es haben schon viele Aussteller,

auch aus Belgien und Polen, ihr Interesse

bekundet. Die Pokale und Schleifen und

so manch anderes ist auch schon fertig, aber

die Vorbereitungen auf dem Platz lassen sich

einfach nicht mit einer Gipsschiene machen,"

bedauert Toni die Entscheidung. "Wir freuen

uns aber auf's nächste Jahr, und hoffen, daß

dann wieder alle dabei sind!"

-gw-

Reise zur EAO-Schau nach El Zahraa

Das ägyptische Staatsgestüt El Zahraa

lädt zum ägyptischen National-Championat,

zum 21. Internationalen

Championat und zur ECAHO B-Show vom 31.

Oktober bis 3. November 2019 ein.

Es gibt nicht nur die Shows, sondern auch

viele andere interessante Aktivitäten rund

um das arabische Pferd, beispielsweise

Künstler und Kunstgalerien, Fotografen und

ein Showprogramm mit einer Pferdetanzshow

zusammen mit traditioneller ägyptischer

Baladi Muzmar Musik.

Die ägyptische Landwirtschaftsorganisation

EAO möchte Sie als VIP-Gast zu dieser besonderen

Veranstaltung begrüßen und ein

engagiertes junges EAO-Team gibt sein Bestes,

um die Show auf höchstem Niveau zu organisieren.

Sie haben eng mit Veranstaltern,

lokalen Behörden und Unternehmen zusammengearbeitet,

um sicherzustellen, dass dies

ein großartiges Umfeld für Besucher und Einheimische

wird.

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• Sonderpreis in einem Luxushotel während

des Aufenthalts

• Tägliches Shuttle zum Gestüt El Zahraa und

zurück zum Hotel

• einen VIP-Tisch mit Essen und Getränken

während der Show

• ein interessantes After-Show-Programm

mit dem Besuch bedeutender Gestüte in

Kairo

• Besichtigungs- und/oder Einkaufstouren

Verpassen Sie nicht diese einmalige Gelegenheit

und nehmen Sie an diesem großartigen

Event teil.

Für Koordinierungszwecke, detaillierte Informationen

usw. senden Sie bitte eine E-Mail

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Shagya-Araber

Zucht News

Mitgliederversammlung des VZAP

Am 27. April fand in Bad Hersfeld die

jährliche Mitgliederversammlung des

VZAP statt, zu der 46 stimmberechtige

Mitglieder anwesend bzw. vertreten

waren. Der Präsident wies auf das 70-jährige

Bestehen des Verbandes hin, der am 15. Februar

1949 mit Dr. Gustav Rau als Präsident

und Dr. Ekkehard Frielinghaus als Generalsekretär

gegründet wurde. Damals gab es

13 eingetragene Pferde, vor allem aus Osteuropa.

Im weiteren Verlauf wurde der 2018 verstorbenen

Mitgliedern gedacht, unter denen

beispielsweise Liesl Vetter, Willi Poth und Dr.

Dieter Schön zu nennen sind. Sodann fand

die Ehrung der Elitepferde 2018 statt (siehe

AP 1/2019, S. 36-37) und die Sportpferdeplaketten

wurden vergeben (siehe S. 34 in dieser

Ausgabe).

Ehrung der Elitepferde durch Alexander Hofmann

und Wolfgang Eberhardt.

Der kommissarische Zuchtleiter Burchard

Schröder stellte die Jahresstatistiken 2018

vor, wonach der Verband 1423 Mitglieder

(Freunde und Züchter) hatte und damit rund

30% weniger als im Jahr 2014. Der Zuchtpferdebestand

hat im gleichen Zeitraum bei

den eingetragenen Zuchthengsten um 36 %

abgenommen, bei den Zuchtstuten lediglich

um 20 %; insgesamt ein Verlust von 25 %.

Als positive Entwicklung kann die erhöhte

Anzahl neu eingetragener Zuchtpferde 2018

im Vergleich zu den Vorjahren gelten, so daß

hier die Zahlen von 2014 nach Durchlaufen

einer Talsohle annähernd wieder erreicht

wurden. Auch der Im- und Export zeigt sich

auf dem niedrigsten Niveau seit langem,

wobei noch immer die arabischen Länder

das Ziel der meisten Exporte sind, hier vor

allem Ägypten.

Der Jahresabschluß verzeichnete einen positiven

Abschluß des Wirtschaftsjahrs, weshalb

die neue Gebührenordnung in einer revidierten

Version angenommen wurde, die die Kosten

für den Equidenpass gleich belässt.

Mit dem Rücktritt von Dr. Nils Ismer (geschäftsführender

Vorstand) und Bernd Zimmermann

(Gesamtvorstand) wurden Neuwahlen

fällig. Für den geschäftsführenden

Vorstand stellten sich Walter Fath, Barbara

Schwarz und Heinz Mader zur Verfügung;

die Wahl fiel auf Walter Fath. Für die Wahl

in den Gesamtvorstand stellten sich Maria

Sens und Heinz Mader zur Verfügung; die

Wahl fiel hier auf Maria Sens.

Das mit großer Spannung erwartete Thema,

der Antrag des "European Breeders Trusts"

(EBT) auf vollumfängliche Erfüllung des Vertrags

zwischen VZAP und EBT (d. h. Durchführung

der EBT-Auktion anläßlich des ANC),

wurde nach der Mittagspause behandelt. Dr.

Astrid von Velsen führte souverän durch dieses

heikle und mitunter emotionsgeladene

Thema. Dr. Nagel erläuterte die Entwicklung

des ANC's und die Verantwortlichkeit des

ANC-Committees. Dieses hatte sich in seiner

Zusammensetzung über die Jahre verändert.

Das derzeitige ANC-Committee hatte

Anstand an der Auktion des EBT genommen

und Dr. Nagel stellte die Befürchtung in den

Raum, daß das ANC-Committe eine einstweilige

Verfügung erwirken könne, die verhindert,

daß der ANC mit Auktion stattfinden

kann. Auf der anderen Seite droht das Risiko

einer Schadenersatzklage durch den EBT,

wenn der Vertrag (VZAP / EBT) gekündigt

wird. Es wurde weiter bekanntgegeben, dass

der Vertrag VZAP / EBT zwischenzeitlich gekündigt

wurde, der Kündigungsgrund sei die

Nichtbezahlung einer Rechnung, was eine

Schadensersatzforderung relativ unwahrscheinlich

mache.

Nach langer Diskussion wurde schließlich

als Vorratsbeschluß darüber abgestimmt, ob

der VZAP den mit dem EBT geschlossenen

Vertrag für 2019 und 2020 vollumfänglich erfüllen

soll. Außer den anwesenden EBT-Mitgliedern

stimmten alle anderen Mitglieder

dagegen oder enthielten sich der Stimme.

Damit war der Antrag des EBT abgelehnt.

Aber es gab auch noch erfreuliche Entwicklungen.

So wurde dem Antrag stattgegeben,

in Zukunft (ab 2019, aber spätestens 2020)

anläßlich des ANC-Turniers ein Nationales

Championat für arabische Dressurpferde

bzw. Springpferde durchzuführen. Dieser Antrag

wurde ohne Gegenstimmen angenommen.

Und auch eine Teilnahme des VZAP an

der Equitana 2021 wurde mehrheitlich beschlossen.

Zum Abschluß informierte der Präsident die

Mitglieder über das Ausscheiden der Zuchtleiterin

nach Ablauf der Probezeit, und darüber

dass Burchard Schröder aufgrund der

räumlichen Entfernung nur sehr begrenzte

Zeit in der Geschäftsstelle sein kann. Diese

Situation wurde von der aufsichtsführenden

Behörde beanstandet, so dass nach einer

anderen Lösung gesucht werden mußte.

Diether von Kleist stellte sich freundlicherweise

als kommissarischer Zuchtleiter für

eine Übergangslösung zur Verfügung.

Damit ging eine Versammlung zu Ende, die

zuvor in den Social Media schon für zahlreiche

Diskussionen gesorgt hatte. Die Vertreter

des EBT haben das Ende der Versammlung jedoch

nicht mehr erlebt, sie haben die Sitzung

vorzeitig verlassen.

Gudrun Waiditschka

Kommentar

Zwischen Skylla und

Charybdis

Den einen war sie ein Dorn im Auge,

die anderen sahen darin ein Marketinginstrument,

das der Araberzucht

Europas dienen sollte - die Rede ist

von der Auktion des "European Breeders

Trust", die eingebettet in den ANC in Aachen

abgehalten wurde.

Die Initiatoren dieser Auktion haben sich

natürlich schon die richtige "location" ausgesucht:

Beim ANC sind alle "high-end-

Züchter" der Show-Szene anwesend, potente

Sponsoren und Käufer geben sich die

Hand und die Veranstaltung bietet das richtige

Ambiente, den richtigen Rahmen. Besser

hätte man es nicht treffen können! Dafür

mußte man doch lediglich in Kauf nehmen,

dass die Halle zur Primetime am Samstagnachmittag

umgebaut wurde und bis in

den späten Abend dann mit einer Auktion

belegt war, der viele nur mit Kopfschütteln,

wenn nicht gar mit Grausen beiwohnten.

Hier ging es nicht mehr um Pferde, hier

wurden "Aktien auf die Zukunft" verkauft,

Embryonen und Embryonenrechte kamen

unter den Hammer, und eigentlich könnte

man das Ganze als "Glücksspiel" bezeichnen.

Dass sich damit 99 % der deutschen

Züchter nicht identifizieren konnten und

diesem Tun ablehnend gegenüberstanden,

das konnten sich die Initiatoren kaum vorstellen.

Es ist aber so.

Nicht nur, dass die große Mehrheit der

Züchter mit derlei oftmals pferdeverachtenden

Machenschaften nichts zu tun haben

will, sie fürchten auch um ihren guten Ruf.

Denn "in der Welt da draußen", außerhalb

der High-End-Show-Szene, da war der Ruf

der deutschen Züchter bereits angekratzt.

Denn für den Otto-Normal-Züchter firmiert

der VZAP auf der Ausschreibung, in

der Werbung etc. als der "Organisator", und

das gilt oberflächlich betrachtet dann auch

für alles, was an diesem Wochenende auf

dem ANC-Gelände stattfindet. Und daher

wird eben der deutsche ZUCHT-Verband

mit diesen Machenschaften in Verbindung

gebracht, er und seine Mitglieder, die Züchter,

werden mit dieser Auktion in einen Topf

geworfen. Und genau das wollten viele der

Züchter nicht mitmachen.

Und so kam es wie es kommen mußte -

und womit die EBT-Mitglieder offensichtlich

nicht gerechnet hatten. Das Ergebnis

der Abstimmung - unabhängig davon, ob

nun der Vertrag VZAP / EBT wegen Nichtbezahlens

einer Rechnung gekündigt

wurde - zeigte deutlich, dass die Mehrheit

der anwesenden Züchter sich gegen die

Auktion ausgesprochen hat. Es war ein

Votum gegen Auktionen mit Embryonen

und Embryonenrechten, gegen Aktien und

Shareholders und gegen den ganzen High

Society Schnickschnack in der Pferdezucht.

-gw-

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019

36


ECAHO Breeders Fund

Graf-Landsberg-Medaille in Bronze für Familie Ismer

Aufgrund der rückläufigen

Nennungszahlen

bei ECAHO-Schauen

in Europa hat die ECAHO den

"ECAHO Breeders Fund" ins

Leben gerufen, ein Fördersystem,

das kleinen Züchtern

hilft, auf nationaler Ebene

wieder in den Schauring zurückzukehren. Das

Geld aus dem ECAHO Breeders Fund wird für

das Nationale Championat bereitgestellt (pro

Land und Jahr ist nur ein Championat dieser

Art zulässig) und an die erst- bis drittplazierten

Pferde pro Klasse verteilt. Jedes dieser Pferde

erhält 200 €, maximal werden 7.200 € pro

Schau ausgeschüttet (d. h. 12 Klassen à 600 €).

Der volle Betrag geht an das Pferd, es entstehen

keine Abgaben oder Gebühren für den Veranstalter

oder die ECAHO. Der nationale Züchterverband

muss Organisator der Ausstellung sein

und das Geld bei der ECAHO beantragen. Die

ersten Schauen wie Wels und Prag haben dies

bereits getan.

Das Geld wird durch die 3% -Preisgeldabgabe

bereitgestellt, die die ECAHO auf die Schauen

erhebt, die ein Preisgeld von 5000 € oder mehr

ausschütten, sowie von einzelnen Sponsoren

aus der internationalen Züchterschaft und

von außerhalb.

-gw-s

Erstmals ist eine ganze Familie für ihr

Lebenswerk von der Deutschen Reiterlichen

Vereinigung (FN) ausgezeichnet

worden. Anlässlich des 60-jährigen

Jubiläums des Vollblut-Arabergestüts und

Tierparks Ströhen überreichte FN-Generalsekretär

Sönke Lauterbach die Graf-Landsberg-Medaille

in Bronze an die Inhaber-Familie

Ismer.

Das Gestüt Ismer ist mit rund 200 Hektar

Fläche und rund 60 Mutterstuten das

größte private Arabergestüt Europas. Gegründet

wurde das Gestüt Ende der 50er

Jahre mit dem Kauf der ersten Vollblutaraberstute

durch Rolf Ismer. In Ströhen liegt

aber auch der Ursprung der Hannoverschen

Reitponys, denn Rolf Ismer veredelte

bereits in den 1960er Jahren Welsh Pony-Stuten

mit arabischen Vollblütern. Nach

ihm übernahm sein Sohn Holger Ismer die

Führung des Gestüts. „Ihm ist es besonders

zu verdanken, dass die Zucht arabischer

Pferde in Ströhen etabliert wurde und das

Gestüt zu einem der erfolgreichsten Arabergestüte

weltweit herangewachsen ist“,

sagte Lauterbach. Seit 2007 wird das Gestüt

in der dritten Generation von Dr. Nils Ismer

geleitet. Er konnte die weltweit bedeutende

Stellung des Gestütes weiter festigen

und exportiert heute arabische Pferde

rund um den Globus. „Sogar ins Mutterland

der Zucht, in die arabischen Länder“, sagte

Lauterbach. Eine enge Zusammenarbeit

gibt es auch mit den Gestüten Babolna und

Marbach, etwa durch den Austausch von

Hengsten.

Das Vollblut-Arabergestüt ist Teil des ebenfalls

1959 gegründeten Tierparks Ströhen.

Neben exotischen Tieren sind hier vor allem

einheimische europäische Tierarten beheimatet,

auf der Streichelwiese erleben kleine

Gästen die verschiedene Haustierarten,

wie beispielsweise Hühner, Ziegen- und

Schaflämmer. „Mit dem Tierpark Ströhen

trägt Familie Ismer nicht nur zum Erhalt

von dem Aussterben bedrohter Tierarten

bei, sondern vermittelt den Besuchern in

der Tierschule auch, wie und warum Tiere

sich auf den Menschen einlassen und von

ihm führen lassen. Nicht zuletzt gewähren

Tierpark und Gestüt Einblicke in die Haltung

und den Umgang mit Tieren. Gerade

die letzten Punkte sind in einer Zeit, in der

Menschen nicht mehr selbstverständlich

mit Tieren aufwachsen, von essentieller Bedeutung.

Hier sehen Kinder, dass es keine

lila Kuh gibt“, so Lauterbach.

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Shagya-Araber

Zucht News

Am ersten Juni-Wochenende präsentierten

sich bei heißen Sommertemperaturen

die jüngsten "Marbacher"

einem fachlich versierten Publikum. 12 Fohlen

sind gefallen, das jüngste gerade mal

zwei Wochen alt, davon sieben Hengst- und

fünf Stutfohlen.

Den größten Anteil der Fohlen stellte Naoufil

(Mahadin / Namije) mit sechs, gefolgt von

Musab mit vier Fohlen. Zum ersten Mal kam

auch der internationale Championhengst El

Nabila B (Kubinec / El Layla Walayla), gezogen

in Bábolna, zum Einsatz.

Dahi und Shafali, zwei Stuten aus der Weiler

Murana-I-Linie, reisten letztes Jahr nach

Belgien zu Johanna Ullström, um mit El Nabila

bedeckt zu werden. Das Ergebnis waren

nun ein Stut- und ein Hengstfohlen. Insbesondere

das Hengstfohlen zeigte sich hier

mit einer sehr schönen Galoppade und viel

Aufrichtung. Der Idee zum Einsatz dieses

Hengstes lag die Suche nach einem Vertreter

der Bairaktar-Hengstlinie zugrunde. Diese

ist eigentlich nur noch über den russischen

Stamm via Amurath Sahib - Arax - Nabeg

Tag des Arabischen Pferdes in Marbach

"Unsere Bereiter wünschen sich immer Nachkommen

von Musab, weil die so einfach im

Umgang und beim Einreiten sind", erklärte

Gestütschefin Astrid von Velsen-Zerweck.

Und so kann sich das Reitkommando in vier

Jahren auf vier gelungene Musab-Kinder

freuen. Auch die Nachkommen von Naoufil

versprechen gute Reitpferde zu werden, und

sicher bringt der eine oder die andere auch

das extra Quentchen "Härte und Biss" mit, die

der Vater aufweist.

Hengstfohlen WM Schalal (Naoufil / Sahaabah),

er gehört der asilen Weiler Linie an.

Der Mahadin-Sohn Naoufil hat übrigens Und nein, in Marbach werden üblicherweise

Konkurrenz bekommen: Sein Halbbruder Al die Pferde nicht in der Westernreitweise ausgebildet,

Habib (Mahadin / Mahmeya v. Sheik Mabur)

geritten wurde Silvery Moon daher

hat eine Beschälerbox bezogen. Al Habib nicht etwa von einem Mitglied des Reitkommandos,

ist jedoch ein völlig anderer Typus Pferd, er

sondern von der Gestütsangestell-

steht stark im alten Marbacher Typus, hat einen

ten Simone Goller. Die Silberne Herde - be-

sehr typvollen Kopf - zwar ohne viel Dish, reichert durch den Farbtupfer namens Maaza

dafür aber mit einem wunderschönen Auge, - bildete wie immer das Abschlußbild. Und

und erinnert auch sonst an die Marbacher die Damen wußten auch genau, wann die

Pferde vergangener Tage. Al Habib wurde anläßlich

Musik zu Ende ist und reihten sich schon mal

der zweistündigen Schauvorführung am Ausgang auf.

in der großen Reithalle erstmals dem Publi-

Gudrun Waiditschka

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019

38

kum präsentiert. Gestütsleiterin Astrid von

Velsen wies in diesem Zusammenhang auf

die wertvollen alten deutschen Linien hin,

die leider - insbesondere in der Privatzucht

- immer weiter ins Hintertreffen geraten. Ein

Staatsgestüt darf - oder muß vielleicht sogar

- entgegen den Modeströmungen arbeiten

und sich auch auf das eine oder andere züchterische

Experiment einlassen.

Der Tag wurde mit der bunten Schauvorführung

beendet, bei der natürlich die Salukis

von Meike Göbel mit ihrer Tochter Sarie, die

derzeit eine Ausbildung in Marbach macht,

nicht fehlen durften. Beide zeigten ein weiteres

Schaubild mit zwei Tandems - natürlich

mit Arabern - was gar nicht so einfach ist!

Ebenso vorgestellt wurden die Hauptbeschäler

WM Nafis, Naoufil und Musab unter dem

Sattel. Ein Highlight der besonderen Art aber

war der Englische Vollblüter und "schnellste

Schecke der Welt", Silvery Moon, der sich

ganz gelassen unter dem Westernsattel zeigte.

Das zeugt wirklich von einem hervorragenden

Interieur, daß das ehemalige Rennpferd

sich nun im Westernstil präsentiert.

Hengstfohlen WM Safak (El Nabila B / Shafali),

er gehört dem Bairaktar-Stamm an.

Stutfohlen WM Safura (Naoufil / Saabirah), sie

ist aus der Murana-I-Linie.

Hengstfohlen WM Namik (Musab / Nassika),

er ist ein rein-ägyptisches Fohlen aus der N-Linie.

Alle Fotos: G. Waiditschka

Hat neu eine Beschälerbox in Marbach bezogen:

Al Habib (Mahadin / Mahmeya) *2007.

Sie entstammt dem asilen Weiler Stamm: WM

Sahiba (KP Maryoom / Saadawi) *2015.

Der gekörte und leistungsgeprüfte "schwarze

Blitz": WM Nafis (Al Lahab / Napirai) *2013.

vertreten. Diese Pferde aber sind in der Regel

eher vom kompakten Typus, nicht der feine,

elegante Typ, wie man es von Dschehim

beispielsweise gewohnt war. Daher fiel die

Wahl auf El Nabila B, da er aufgrund seiner

ägyptischen Mutter, der herausragenden Elf

Layla Walayla, kein typischer Vertreter der

russischen Linie ist. Außerdem knüpfte man

mit dieser Wahl auch an die jahrhundertealte

Zusammenarbeit mit dem ungarischen

Staatsgestüt Bábolna an, aus dem El Nabila B

bekanntermaßen ursprünglich kommt.


Beurteilungsseminar auf Gestüt Murana

Am 10.06.2019 fand auf dem Gestüt von Michaela Weidner in Rehau

ein Seminar zur Exterieurbeurteilung des Pferdes, speziell

des Arabers statt. Am Vormittag wurde erst einmal in der Theorie

durchgesprochen, wie ein Pferd aufgebaut ist und wie es richtig

aussehen soll. Danach, welche baulichen Mängel es geben kann und

was daraus resultieren kann.

Dann ging es daran, dies auch am lebenden Tier zu erkennen. Michaela

Weidner stellte ihre eigenen Pferde zur Verfügung und so war genug

Anschauungsmaterial vorhanden, um vieles besser verstehen zu

können. Es wurden Hengste, Stuten, Jungpferde und Fohlen vorgeführt.

Nach dem Beurteilen im Stand und Schritt ging es in den Freilauf,

um sich über die Bewegung ein besseres Bild von den Pferden

machen zu können.

Die Teilnehmer waren eine gemischte Gruppe von Züchtern und Pferdehaltern

aus dem Freizeitbereich aus Tschechien und Deutschland.

So wurde deutsch und englisch gesprochen, welches dem regen Austausch

keinen Abbruch tat, ganz im Gegenteil. Es war eine rundum gelungene

Veranstaltung mit Lerneffekt und Spaß am arabischen Pferd.

J.W.

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Sportliche News Araber

Foto: Kai Schmidsberger

Senner mit Seltenheitswert

Die Sennerstute Nina im

Züchterstall von Esther

und Thilo Kuck in Ladbergen

brachte ein Hengstfohlen

vom Marbacher Hauptbeschäler

Said ox zur Welt. Der kleine

noch namenlose Fuchs, der

wohl Schimmel werden wird, ist

damit in diesem Jahr der jüngste

Sproß der seltenen Senner

Pferde, Deutschlands ältester

Pferderasse. Die Mutter Nina ist

eine Tochter des Angloarabers

Fandsy AA, der selbst international

erfolgreich im Vielseitigkeitssport war. Sie geht über 24 Generationen

nachgewiesener Abstammung auf die Stammstute David

(geb. 1725) zurück, die eine der zwei Gründerstuten ist, von denen

heute noch Nachkommen zur Erhaltung des Senner Pferdes genutzt

werden.

Mit dem Hengst Said (Pamir I / Sadana) wird an die Historie der Sennerzucht

angeknüpft, in der immer wieder Vollblutaraber aus der

Weil-Marbacher Zucht als Beschäler genutzt wurden; gemäß aktuellem

Zuchtprogramm sind Vollblutaraber, Angloaraber und Englische

Vollblüter im Erhaltungszuchtprogramm der Senner Pferde

als Veredler zugelassen. Die Senner werden züchterisch durch den

Zuchtverband für Senner Pferde e. V. betreut und sind eine der gefährdetsten

Pferderassen der Welt.

Näheres zum Senner Pferd unter www.senner.de

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GestütsParade

Gestüt Amal

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Gestüt Amal

Zuchthengste: 2-3

Zuchtstuten: 15

Jungpferde: 15

Zuchtrichtung: AV, Pb, DR in Sonderfarben

Verwendung: Turniersport / Zucht / Freizeit

Horse of Endurance

A. Scheele + U. Intemann

27374 Visselhövede

mobile: 01703097578

www.gestuet-amal.de

myfleury@web.de

Unser kleines privates Vollblutaraber- und

Sportponygestüt , liegt am Rande der Lüneburger

Heide.

Neben unserem landwirtschaftlichen Betrieb

züchten wir Vollblutaraber- und deutsche

Reitponys für alle Sparten der Reiterei.

Unser Ziel in der Zucht besteht darin , wesensstarke,

sportliche und umgängliche

Pferde zu züchten. Unsere Hengste sind:

PC Amal (Sharkassow / Abla) eingetragen

und gekört beim ZSSE. Hat bereits mehrfach

prämierte und international geshowte

Nachzucht. Deckt im Natursprung.

PrH. Riverdance (Rheingold / Psyches Imperia),

mehrfacher Gold- und Silberchampion

auf internationalen Schauen. Gekört im

ZSAA und ZfdP. HLP 30 Tage in Neustadt/

Dosse. TG Samen - EU- und weltweiter

Versand.

Haupt- und Landgestüt Marbach

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Haupt- und Landgestüt

Zuchthengste: 4 VA, 1 AA, 2 xx

Marbach

Zuchtstuten: 20 VA

Gestütshof 1

72532 Gomadingen-

Jungpferde: 26 VA (ein- bis dreijährig)

Marbach

Zuchtrichtung: Weil-Marbach, ägyptisch

Tel. +49 (73 85) 96 95-0

Verwendung: Distanz, Reiten, Zucht, Schau

www.gestuet-marbach.de

Ahlborn Arabians

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Ahlborn Arabians

Zuchthengste: 1 Vollblutaraber

Juliane Willsch

Zuchtstuten: 7 Vollblutaraber

Voßwinkel 9

21256 Handeloh

Jungpferde: 4 Vollblutaraber

www.ahlborn-arabians.de

Zuchtrichtung: russisch/polnisch/ägyptisch

info@ahlborn-arabians.de

Verwendung: für alle Sparten geeignet

mobil: 0152-28683135

Das baden-württembergische Haupt- und

Landgestüt Marbach mit seiner über

500-jährigen Geschichte ist ein kulturelles

und historisches Juwel. Die verschiedenen

Gestütshöfe bilden die Grundlage für Gestütsbetrieb,

Ausbildung, Serviceleistungen

und Veranstaltungen.

Zuchthengste der Rassen Deutsches Reitpferd,

Arabisches Vollblut, Schwarzwälder

Kaltblut, Altwürttemberger, Englisches

Vollblut, Trakehner und Angloaraber stehen

den Pferdezüchtern zur Verfügung (EU

Besamungsstation). Als Hauptgestüt besitzt

Marbach zwei eigene Stutenherden mit

Warmblut- und Vollblutaraberstuten. Pensionsfohlen

wachsen mit gestütseigenen

Fohlen gemeinsam im Herdenverband auf.

In der staatlich anerkannten Prüfanstalt für

Hengste und Stuten werden jährlich rund

80 Pferde auf Charakter und Reiteigenschaften

geprüft.

Unser Gestüt liegt eingebettet in der schönen

Lüneburger Heide, mitten im Naturschutzgebiet.

Wir züchten auf russisch/polnischer Stutengrundlage,

die Hengste sind meist ägyptisch.

Uns ist es wichtig, Vollblutaraber mit Charakter

zu züchten, welche man sowohl in allen Sparten

reiten, als auch auf Schauen vorstellen kann.

Ebenfalls wichtig ist es uns, dass unsere Pferde so

natürlich wie möglich gehalten werden. Daher

verbringen sie auch bis in den Spätherbst ihr Leben

weitestgehend auf unseren Sommerkoppeln,

die rund 10 ha (von insgesamt 36 ha) umfassen.

Dazu gehören Offenstallhaltung, genauso wie

Boxenhaltung mit täglichem Weide- bzw. Paddockgang.

Besuch ist nach Voranmeldung immer herzlich

willkommen!

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Sax Vollblutaraber – Sax Arabians Germany

Sax Vollblutaraber -

Das Gestüt Sax Arabians ist ein familiengeführtes

Vollblutarabergestüt bei Altfraunhofen,

Nähe Landshut. Im schönen Niederbayern,

hat Reinhard Sax ein kleines „Paradies“,

umgeben von Wald und Wiesen geschaffen

und sich damit einen Traum erfüllt!

„Hier züchten wir seit 1988 Vollblutaraber,

anfangs „rein russisch“, seit 1998 mit „russisch/ägyptischen“

und „spanischen“ Linien.

Unser Zuchtziel sind Pferde mit gutem Charakter,

korrekten Beinen und Körper, mit Typ

und hervorragenden Gängen.“

Die vielen Schauerfolge bestätigen diese

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Sax Arabians Germany

Zuchthengste: 5

Peissing 2

Zuchtstuten: 18

84169 Altfraunhofen

Jungpferde: 20-30 (1-3jährig)

Tel.: 08705/9290

Zuchtrichtung: russisch/ägyptisch

sax@sax-arabians.de

Verwendung: Zucht - Schau - Reitsport

www.sax-arabians.de

Zuchtentscheidung.

Wir bieten an:

• EU Besamungsstation

Viele unserer Vollblutaraber werden an

Züchter, sowie an Distanz- und Freizeitreiter

verkauft; Unsere größte Freude sind neugeborene

Fohlen, , „Zuchterfolge“ und glückliche

Kunden!

GestütsParade

Highborn Arabians

Foto: Franziska Heinritz Fotografie

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Highborn Arabians

Zuchthengste: 2

Familie Balz

Zuchtstuten: 5

Pfarrgasse 4

55234 Hochborn

Jungpferde: 5

Tel 06735 9410889

Zuchtrichtung: Russisch

www.highborn-arabians.de

Verwendung: Westernsport / Freizeit

info@highborn-ranch.de

Foto: Lukas Hoffmann

Das Ziel unserer Zucht sind gesunde,

charismatische und bis ins hohe Alter leistungsfähige

Pferde. Ein guter menschenbezogener

Charakter, korrekter Körperbau

und Nervenstärke sind die unabdingbaren

Voraussetzungen für den Zuchteinsatz in

unserem Gestüt, ein exotisches Gesicht, viel

Abzeichen und Pigment der Extrawunsch

für unsere Nachzuchten. Der Großteil unserer

Pferde wird westernmäßig geritten.

Unser rein russischer Vollblutaraber Rapphengst

Abakan Monpelou und unser

überwiegend russisch gezogener Kunar T

Sohn Powerpoint Kossack stehen auch

für Fremdstuten zur Verfügung. Besucher

sind nach vorheriger Anmeldung herzlich

willkommen.

Foto: Melanie Groger/Zoomperformance

2/2019 - www.in-the-focus.com

Camelot Arabians

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Camelot Arabians

Zuchthengste: 4 AV, 1 Trak / APb

Zuchtstuten: 5 AV, 3 Trak./APb, 1 xx, 2 AA

Jungpferde: 8

Zuchtrichtung: AV, AA, Dt.Edelbutpferd

Verwendung: Sport, Zucht

Foto: Melanie Groger/Zoomperformance

Seefeld 41

23843 Bad Oldesloe

Tel.: 04531-8969094

Mobil: 01792038789

www.camelot-arabians.de

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2018 hat unsere Zucht ihr 30-jähriges

Bestehen gefeiert!

Pferde aus dem Gestüt findet man inzwischen

auf der ganzen Welt - erfolgreich

in Sport, Zucht und Schau. Unsere Pferde

behaupten sich in Dressur-, Spring- und

VS-Prüfungen auch gegen WB-Konkurrenz.

Drei unserer Hengste sind leistungsgeprüft,

darunter ein Sieger- und ein Reservesiegerhengst

beim VZAP.

Nahezu alle Stuten führen den Titel Prämienstute

des VZAP, zwei sind bereits Elite.

Erklärtes Zuchtziel ist ein edles, rittiges und

korrektes Pferd mit bestem Interieur. Zeitweilig

hochinteressante Nachwuchspferde

zu verkaufen!


GestütsParade

Grenzlandhof / Zollhaus

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Manuela & Hans-D. Schwarz

Zuchthengste: 1 AV

Grenzweg 13/1

Zuchtstuten: 2 AV, 1 QH

78052 VS-Zollhaus

manusv@gmx.de

Jungpferde: 1 AV

www.facebook.com/

Zuchtrichtung: AV, Quarab

Grenzlandhof,Zollhaus

Verwendung: Sport, Freizeit, Zucht

Handy: 0160-98908334

Wir und unsere Pferde wohnen am Neckarursprung,

im Süden von Baden-Württemberg.

Nach dem Motto „klein aber fein“, züchten

wir schon seit 28 Jahren erfolgreich Araber.

2012 kam dann zum ersten Mal unser

VA-Hengst PA Shai Najim zum Einsatz. Er

ist vom ZSAA mit SILBER eingetragen, homozygoter

Rappe und hat bisher aus allen

unseren Stuten (VA, APb, QH), Prämienfohlen

gebracht.

Unser Ziel ist es, ein korrektes Pferd mit sehr

gutem Gebäude, exotischem Typ und besten

Reitpferdegängen zu züchten. Charakterlich

muss die Anpaarung natürlich einwandfrei

sein und wenn das Fohlen dann

noch eine Sonderlackierung bekommt, ist

es ganz perfekt.

Die Stuten leben im Offenstall und unser

Hengst direkt daneben in seiner Paddockbox,

alle mit direktem Koppelzugang.

Gestüt Schilchernhof

Seit 10 Jahren züchten wir Vollblutaraber,

vorwiegend in russischer Richtung.

Wir legen sehr viel Wert auf guten Charakter

und Rittigkeit. Wir züchen großrahmige

Pferde mit gutem Fundament und besten

Bewegungen, da wir selbst Distanzreiter

sind .

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Gestüt Schilchernhof

Zuchthengste: 2 Vollblutaraber

Schilchern 2

Zuchtstuten: 5 Vollblutaraber

Jungpferde: 10 Vollblutaraber

87463 Dietmannsried

Zuchtrichtung: vorw. russisch

Tel. 08374-588895

Verwendung: Sport, Reiten

Ahil Arabians

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Ahil Arabians

Zuchthengste: 1 AV

G. Wagner & P. Böhm

Zuchtstuten: 8 AV

Schmellnricht B3

Jungpferde: 2 AV

92342 Freystadt / Opf.

Zuchtrichtung: international

ph.: 08469 / 417

Verwendung: Reiten, Schau, Spaß

email: ahil90@yahoo.de

Die Pferde wachsen auf 17 ha Koppeln und

einer Alm auf, und sind daher robust und

trittsicher.

Nach kurzer Anmeldung freuen wir uns auf

jeden Besuch, auch gerne in unserem Gästehaus

mit Vollpension und Ausritten!

Seit 1990 werden bei uns Vollblutaraber verschiedener

Blutlinien gehalten und gezüchtet.

Da es sich um eine reine Liebhaberzucht

handelt werden immer nur alle 2-3 Jahre

maximal 3 Fohlen geboren. Damit wollen

wir nie dem Zwang unterlieegen, Pferde aus

irgendeinem Grund verkaufen zu müssen.

Es wird versucht, altbewährtes Blut mit

modernen Linien zu kombinieren. Im Vordergrund

stehen hier immer der Charakter

und die Reiteignung.Die Schönheit ist die

Zugabe der Natur.Unsere Pferde sind Kinder

bzw Enkel von Ahil, Sawih ibn Wisznu, Ibn

Mohafez, Gazal al Shaqab, Narym, Kubinec,

Maysoun und Abbas Pasha.Unsere Nachzucht

ist überwiegend als Familienpferde

im Western und Freizeitsport zuhause.

Ebenso hat sich gezeigt, daß unsere Pferde

durchaus in der Lage sind, auf Schauen

vorne mitzumischn. Das eine darf eben das

andere nicht ausschließen.

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Shynah Arabians

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Katrin Koch

Zuchthengste: 2 AV

Zuchtstuten: 4 AV

Jungpferde: 2 AV

Zuchtrichtung: verschiedene

Verwendung: für alle Sparten geeignet

Rosenhof

66399 Mandelbachtal

www.shynaharabians.de

shynaharbians@hotmail.de

ph.: 0175-4359478

Unser kleines Gestüt liegt im schönen Mandelbachtal

im Saarland.

Wir züchten Vollblutaraber mit verschiedenen

Blutlinien. Unser Ziel sind gesunde,

korrekte, typvolle und charakterlich einwandfreie

Pferde, die ideale Freizeitpartner

werden. Egal ob unterm Sattel oder auf

einer Schau.

Artgerechte Haltung und Aufzucht sind

selbstverständlich, ebenso wie Hufpflege

und tierärztliche Kontrolle.

Besucher sind nach Voranmeldung herzlich

willkommen!

GestütsParade

2/2019 - www.in-the-focus.com

HA Arabians

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: HA Arabians

Zuchthengste: keine

Sirid Hahn & Volker Harms

Zuchtstuten: 4 AV

Straße nach Pülzig 57

Jungpferde: keine

06869 Coswig (Anhalt)

Zuchtrichtung: verschiedene

Tel.: +4917649032737

Verwendung: Freizeit, Western, Distanz

www.ha-arabians.de

Davidoff Arabians

Pferdebestand Anzahl (Rasse) Adresse: Hans-Dieter Leist

Zuchthengste: 1 VA

Ringelgasse 76

Zuchtstuten: 1 VA, 1 ZW, 1 APbSp.

66646 Marpingen

Jungpferde: 3

ph.: 0174/2664523

Zuchtrichtung: VA, Dtsches Reitpf. , APb

davidoff-arabians@web.de

Verwendung: Freizeit, Sport

www.davidoff-arabians.com

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Seit 1985 halten und züchten wir Vollblutaraber.

Unser Gestüt ist im Hohen Fläming

nahe der Lutherstadt Wittenberg.

Unser Zuchtziel sind korrekte, nervenstarke

Pferde mit arabischem Typ, die ihrem

Menschen zugewandt sind und zuverlässig

unter dem Sattel arbeiten. Unsere Pferde

werden viel im Gelände geritten und müssen

daher Rittigkeit und Ausdauer mitbringen.

Wir halten sie direkt am Haus in einer

kleinen Herde mit ganzjährigem Auslauf auf

großen eigenen Weiden - 24 Stunden im

Sommer - und einem geschützten, offenen

Laufstall im Winter. Hin und wieder haben

wir ein Fohlen aus unserer familiären Zucht

abzugeben. Unsere Fohlen kennen von

Geburt an den Kontakt zum Menschen, sind

bei Abgabe altersentsprechend erzogen,

werden regelmäßig geimpft und entwurmt

und kennen Schmied und Hänger.

Herzlich Willkommen im Gestüt Davidoff-

Arabians! Die Anlage, mit weitläufigen

Wiesenkoppeln, befindet sich im beschaulichen

Saarland mit seinem besonders

angenehmen Klima. Unser vielseitiger

Leistungshengst Davidoff ist russisch gezogen

und vererbt Schönheit, Charakter und

Härte. Vom VZAP wurde dem Kubinec-Sohn

der Titel Elitehengst verliehen. Er ist selbstverständlich

hengstleistungsgeprüft und

außerdem gold-prämiert.

Unser Zuchtziel sind rittige, leistungsbereite

Pferde für den Freizeit- und Sportbereich.

Das spiegelt sich auch in unseren Stuten

wieder. Unter anderem ist die Marwan-

Tochter Grande Duchesse T rennleistungsgeprüft

und war zu ihrer aktiven Zeit mit

79 GAG die am höchsten eingeschätzte

Araber-Rennstute Deutschlands.

Gerne stehen wir für Fragen und weitere

Informationen jederzeit zur Verfügung!


Schauen

Araber des Jahres

Die Wahl zum

Araber des Jahres

Nach den spannenden "Kopf-an-Kopf-

Rennen" bei der Abstimmung in den

letzten Jahren wollen wir natürlich

auch dieses Jahr den ARABER DES JAHRES

ausloten.

In Zusammenarbeit mit Birgit Lapsien von

ANIMAL STYLE werden wir diese Publikumswahl

mit neuen Kandidaten wiederholen.

Wer mitmachen will, braucht dazu einen Internetanschluß

und PC oder Handy - und los

geht's! Die Online-Abstimmung findet auf

unserer Website www.in-the-focus.com statt.

Die Kandidaten

Teilnehmen werden acht Kandidaten - diese

stellen wir Ihnen hier schon vor. Die Auswahl

war wie immer nicht leicht. So haben wir die

letztjährigen Nationalen Senioren-Champions

der Schau ausgewählt und jeweils

zwei Vertreter aus den Bereichen Western,

Classic und Distanzsport, die die Fahnen

ihres Landes z.T. auch international hochgehalten

haben. Die weiteren Details zu den

Pferden können Sie hier lesen, die meisten

sind auch irgendwo im letzten Jahr in unserer

Zeitschrift "aufgetaucht".

Und so funktioniert es

Gehen sie auf unsere Website und stimmen

Sie ab. Jeder "Computer" bzw. jede IP-Adresse

hat nur eine Stimmen, Sie sollten sich

also gegebenenfalls innerhalb der Familie

absprechen. Machen Sie die Fan-Clubs der

Pferde auf die Aktion aufmerksam und teilen

Sie die Seite über Facebook, damit möglichst

viele abstimmen!

Das Siegerpferd wird "Araber des Jahres"

und erhält ein von Birgit Lapsien, ANIMAL

STYLE, gesponsortes Schauhalfter - und

das Besondere daran, es wird speziell für

den Sieger gefertigt, also passend zu seiner

Farbe! Einige Beispiele, wie das Edelhalfter

dann aussehen könnte, sehen Sie oben in

der Abbildung.

Die Abstimmung ist vom 15.7. bis 31.7.

möglich. Für technische Pannen und ähnliche

unvorhersehbare Ereignisse können wir

keine Verantwortung oder Haftung übernehmen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der direkte Link zur Abstimmung:

www.in-the-focus.com/2019/06/

araber-des-jahres-2019/

Catharina

EDW Hi

EDW HI CATHARINA (AF Edil / AF Elady)

*2012, Z.: Familie De Melle Ribeiro / BRZ, B:

Familie Pfeiffer, Safar Arabians / DE.

Dreimal trat Catharina im Jahr 2018 im

Schauring auf, und steigerte sich von Mal

zu Mal: Mit einem dritten Platz in Wels und

einem Klassensieg in Prag begann sie die

Schausaison, um dann im Herbst am Deutschen

National-Championat in Aachen das

Gold-Championat zu holen!

Importiert aus Brasilien, ist sie nun im Gestüt

Safar Arabians der Familie Pfeiffer zu Hause

und hat dort bereits zwei Fohlen von Jyar

Meia Lua geboren.

Latif

BK

BK LATIF (Nader Al Jamaal / Latifah AA)

*2010, Z. u. B.: Leonhard Becker / DE.

Dieser typvolle ägyptische Schimmelhengst

war bereits 2013 Junioren-National-Champion

und hat nun auch als Senior seine Qualitäten

unter Beweis gestellt und den Erfolg

in Aachen 2018 wiederholt. Er bestach durch

seinen Typ und hatte Wertnoten von insgesamt

10 x 19 Punkten!

Auch züchterisch fand der Hengst, der bei

EOS Arabians auf Deckstation steht, schon

regen Einsatz, und Züchter aus Deutschland,

der Schweiz und sogar USA haben sich in den

ausdrucksstarken Schimmel verliebt.

Fotos: Gudrun Waiditschka (6)

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Madrass

MS

MS MADRASS (Kamerton / Marenah) *2005,

Z.: Maria Sens, B.: Susanne Giese

MS Madrass hatte 2018 unter seiner Reiterin

und Besitzerin Susanne Giese eine fantastische

Saison. Nicht nur, daß er sich bereits zum

zweiten Mal die Silber-Medaille bei den Europa-Meisterschaften

der Sport-Araber holte, er

wurde vom VZAP auch zum zweiten Mal mit

einer goldenen Sportplakette ausgezeichnet

und hat es mit 955 FN-Ranglistenpunkte auf

den 1. Platz der Vollblutaraber geschafft. Der

mittlerweile 14-jährige Wallach ist auf dem

Höhepunkt seiner Karriere.

Zahims

WAS

Zarina

WAS ZAHIMS ZARINA (Zid Ibn El Zahim /

WAS Tarisha Bint Taraszena) *2009, Z.: E.und

D. Ruess, B.: Dr. Martin Pauli.

Die 9-jährige Stute hat mit ihrer Reiterin Sabrina

Pauli eine tolle Saison 2018 hinter sich:

Nach zwei Goldmedaillen, einer Silber- und

einer Bronzemedaille am Europa-Championat

gewann sie auch noch die Allround-Wertung

des GAWA-Cups und hat sich die Bronzene

Leistungsplakette (250 Punkte) verdient. Außerdem

gewannen die beiden den Annual

High Point Award der ECAHO in der Disziplin

"Trail" und "Western Reining" im Master-Level.

Olympia

Al Samarra

Foto: Jan Kirschnick / horse-endurance.de

OLYMPIA AL SAMARRA AA (Olymp ShA /

Zaynap AA) *2010, Z.: Klaudia Al Samarraie,

B.: Moira Al Samarraie.

Die Anglo-Araber-Stute Olympia ist mit Nayla

Al Samarraie diesjährige Deutsche Juniorenmeisterin.

Aber nicht nur dieses, Olympia

rangiert auch in der 'Young Riders Horse

World Ranking List' auf Platz 1 (von 391 Pferden)!

Die Stute, die üblicherweise mit Moira

Al Samarraie unterwegs ist, hat bislang alle

internationalen Ritte erfolgreich beendet,

und dabei zwei erste und zwei zweite Plätze

erritten.

Schauen

Araber des Jahres

Al Ashar

Baikals

Shangrila

Aid Du

Florival

Foto: JMiroslava Vidova

AL ASHAR (Ashur / Aswana V) *2005, Z. u. B.:

Helena Hecker.

Der mittlerweile 14-jährige Schimmelhengst

hat richtig Spaß am Springen - ob im Parcours

oder im Gelände, Al Ashar springt einfach alles.

Zusammen mit seiner jungen Reiterin

Neele Schlichte, war er der beste "Springer"

unter den Vollblutarabern im letzten Jahr,

wenn man die FN-Ranglistenpunkte heranzieht.

Ab und an darf auch Vater Dirk auf Al

Ashar in den Parcours, um zu zeigen, dass

auch Vollblutaraber bis Klasse A** plaziert

werden können!

2/2019 - www.in-the-focus.com

BAIKALS SHANGRILA (Baikal / Desert Safanad)

*2006, Z. u. B.: Petra Dries / AT

Sie ist das erste Fronleitenhof-Fohlen vom

legendären Baikal und vereint Athletik mit

einem kräftigen, korrekten Exterieur, einem

lieben, menschenbezogenen Wesen und

Schönheit. Sie hatte schon viele Titel im

Sport erreicht, als sie in die Zucht genommen

wurde und zwei Fohlen das Leben

schenkte. Letztes Jahr ging es dann wieder

zurück in den Sport, und sie wurde auf Anhieb

Europameister in der Reining und gewann

die Bronzemedaille im Allround.

45

AID DU FLORIVAL (Aigual Tamer / Asra du

Florival) *2007, Z.: Gerard Wissler / FR, B.:

Uschi Klingbeil.

Bestes deutsches Paar im Distanzreiten ist

derzeit Uschi Klingbeil mit Aid Du Florival.

Die Stute belegt Platz 138 der 'FEI Endurance

Horse World Ranking' Liste. In 2018 waren

die beiden zur Weltmeisterschaft nach Tryon

gereist - das Fiasko kennen wir. Sie waren

aber auf den letzten beiden internationalen

160er-Ritten als 3. bzw. 7. plaziert, womit sie

sich einen Platz in unserer Kandidatenauswahl

mehr als verdient haben.


Internationales & Nationales Championat in Wels

Alles Gold

für die

Schauen

Emirate

Auch Wallach-Besitzer hatten Grund zum Strahlen,

gab es doch insgesamt 1.500 € Preisgeld zu gewinnen.

Sieger wurde Touch of Gold (MCA Magnum

Gold / SA Donna Karan) von Sabrina Joiser.

Bildlegende

63 Pferde sind in Wels gestartet, so wenige wie nie zuvor. Grund war auch eine Terminüberschneidung

mit Polen. Neben den Staatsgestüten, die leider bereits seit einigen Jahren

keine Pferde mehr nach Wels schicken, fehlten nun auch alle polnischen Privatzüchter.

Leider stand dieses Jahr keines der österreichische

Pferde international vorne. Insgesamt

fiel auch auf, dass die Höchstnote

20 kaum vergeben wurde. Am häufigsten

gab es sie für Kopf und Hals, wobei man sich

schon langsam fragen muss, ob die Showzucht

Giraffenhälse als neues Vorbild hat. Es

wäre schön, wenn die Richter das Optimum

belohnen würden und nicht das Extrem.

Die Junioren im Detail

Die sehr im Typ des Muttervaters Ajman

Moniscione stehende D A'Asaleyyah errang

bei den Jährlingsstuten einstimmig den

Gold-Championtitel. Sie stammt von FA El

Rasheem a. d. Elle Flamenca. Mit 91,67 hatte

sie die drittbeste Note der Schau. Silver-

Championesse wurde AJ Yaziah (AJ Mardan

/ AJ Yndirah), ihr folgte als Bronze-Champion

Huraymila Al Shaqab (SMA Magic One / Aisha

Al Shaqab). Ihre Mutter ist eine Vollschwester

des Hengstes Bashir Al Shaqab.

Gold-Champion der Jährlingshengste wurde

ebenfalls einstimmig D Shakhat (D Khattaf

/ D Shireen). Er geht über die Mutter- und

Vaterseite auf Marwan Al Shaqab zurück,

was sich in seinem Erscheinungsbild und

in der braunen Farbe ohne Abzeichen niederschlug.

Shakhat geht außerdem in der

Mutterlinie auf die im Gestüt Sax Arabians

gezogene Al Amrya zurück, Großmutter

des Showvererbers Magic Magnifique. Silver-Champion

wurde der mit ausgeprägtem

Dish ausgestattete SMA Magic One-Sohn

Arsalan Al Shaqab (a.d. Sharifa Al Shaqab).

Bronze-Champion wurde Knocke Arabians‘

Nazeem KA (Montana Firenze / Nadira KA),

ebenfalls in brauner Jacke ohne Abzeichen,

ganz wie sein Urgroßvater Marwan Al Shaqab.

Alle Jährlinge waren typvoll mit guter

Halsung, was sich auch in der Benotung niederschlug.

Auch das Junioren-Championat der Stuten

sah eine einstimmige Siegerin. Es ging wieder

an eine FA El Rasheem-Tochter, diesmal aus

der rein ägyptischen Stute Royal Emira (True

Colours / Extreme Wonder), einer Vollschwester

des Junioren-World-Champions von 2006,

Royal Colours. Die dreijährige D Seeneyyah

hatte mit 92,67 die höchste Punktzahl der

Schau. Seeneyyah gefiel besonders durch ihren

guten Trab, ihr freies Genick und ihr schönes

Gesicht. Von allen Gold-Champions hatte

sie verdientermaßen die besten Fundamentsund

Trabnoten. Silver-Champion wurde die

sehr typvolle AJ Athena (AJ Mardan / AJ Arwa).

Bronze-Champion wurde Te Al Shaqab von

SMA Magic One aus der rein ägyptischen Loubana,

die auf einige in Deutschland gezüchtete

Vorfahren blicken kann. Athena hat, wie ihr

Halbbruder Arsalan Al Shaqab, viel Dish.

Junioren-Champion der Hengste wurde der

typvolle AJ Elaf (AJ Mardan / AJ Estrella), der

auch über einen passablen Trab verfügte. Elaf

ist ingezogen auf Shael Dream Desert. Silver-

Champion wurde D Kaheel (FA El Rasheem

/ D Muwadah), der auch Marwan Al Shaqab

als zweifachen Vorfahr nicht verleugnen

kann. Bronze-Champion wurde Pacheco KA

(QR Marc / Phirouettes), der einer Vater-Tochter-Anpaarung

entstammt und u. a. mit einem

recht guten Trab punktete.

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Österreichisches Nationales Championat (N)

Junior Female Championship

Gold: AL SHEILA (AJ Mardan / Al Lubna), *2018, B: Al Hambra Arabians / AT

Silver: AV HAPPY DIAMONDS (Emerald J / AV Bayonsay), *2016, B: Alban Krösbacher / AT

Bronze: AL SURYA (AJ Mardan / Al Aliha), *2018, B: Al Hambra Arabians / AT

Senior Female Championship

Gold: M.M. NIYAMA (WH Justice / Nautis El Perseus), *2014, B: Mario Matt Arabians / AT

Silver: AL INAYA (WH Justice / Al Dafina), *2008, B: Al Hambra Arabians / AT

Bronze: SA STIVADA (Stival / GF Kavada), *2011, B: Shamar Arabians / AT

Junior Male Championship

Gold: BARI EL JYAR (Jyar Meia Lua / Bali El Marwan), *2018, B: La Movida / AT

Silver: AL RASHID (Magic Magnifique / Al Estoria), *2017, B: Al Hambra / AT

Bronze: T.M. LAMBORGHINI (Ascot DD / TM Laguna), *2016, B: Ta Merij / AT

Senior Male Championship

Gold: AL PICASSO (RFI Farid / Al Princess Aliha), *2015, B: Al Hambra Arabians / AT

Silver: T.M. LANCELOT (Eden C / TM Laguna), *2013, B: Ta Merij Arabians / AT

Yearling Female Championship

Internationales Championat (B)

Gold: D A'ASALEYYAH (FA El Rasheem / Elle Flamenca), *2018, B: Dubai Arabians / UAE

Silver: AJ YAZIAH (AJ Mardan / AJ Yndirah), *2018, B: Ajman Stud / UAE

Bronze: HURAYMILA AL SHAQAB (SMA Magic One / Aisha Al Sh.), B: Al Shaqab Stud / QAT

Gold Senior Female National Champion:

MM NIYAMA (WH Justice / Nautis El Perseus)

Silver Semior Female National Champion:

AL INAYA (WH Justice / Al Dafina)

Schauen

Junior Female Championship

Gold: D SEENEYYAH (FA El Rasheem / Royal Emira), *2016, B: Dubai Arabians / UAE

Silver: AJ ATHENA (AJ Mardan / AJ Arwa), *2017, B: Ajman Stud / UAE

Bronze: TE AL SHAQAB (SMA Magic One / Loubana), *2017, B: Al Shaqab Stud / QAT

Senior Female Championship

Gold: D KHATTAFAH (Royal Colours / D Jowan), *2015, B: Al Juwaher Arabians / UAE

Silver: AJ DJAMILJA (WH Justice / Djasira Princess), *2009, B: Ajman Stud / UAE

Bronze: SALWA ALBIDAYER (Marwan Al Sh. / San Jose Alfonsina), *2011, B: Al Bidayer / UAE

Yearling Male Championship

Gold: D SHAKHAT (D Khattaf / D Shireen), *2018, B: Dubai Arabians / UAE

Silver: ARSALAN AL SHAQAB (SMA Magic One / Sharifa Al Sh.), *2018, Al Shaqab Stud / QAT

Bronze: NAZEEM K.A. (Nadana Firenze / Nadira K.A.), *2018, B: Knocke Arabians / BE

Bronze Senior Femal National Champion:

SA STIVADA (Stival / GF Kavada)

Junior Male Championship

Gold: AJ ELAF (AJ Mardan / AJ Estrella), *2017, B: Ajman Stud / UAE

Silver: D KAHEEL (FA El Rasheem / D Muwadah), *2016, B: Abhaa Arabians

Bronze: PACHECO K.A. (QR Marc / Phirouette), *2016, B: Knocke Arabians / BE

Senior Male Championship

Gold: ANTARIS OS (RFI Farid / Justina), *2012, B: Ajman Stud / UAE

Silver: RADAD AL SHAQAB (Hadidi Al Sh. / Rasha Al Sh.), *2014, B: Al Shaqab Stud / QAT

Bronze: ELSHAAN (Marshan / Elena Bint Europe), *2015, Sax Arabians / DE

Wallachklasse

1. TOUCH OF GOLD (MCA Magnum Gold / SA Donna Karan), *2010, B: Sabrina Joiser / AT

2. LEONARDO (TM Aikor / TM La Dolce Vita), *2007, B: Adjuvense Arabians / AT

3. BONO (Poganin / Bola), *2008, B: Manuela Wenig / AT

Bronze Junior Male National Champion:

T.M. LAMBORGHINI (Ascot DD / TM Laguna)

Alle Fotos: Nicole Niederhuber

Bronze Senior Male Champion (Int.):

ELSHAAN (Marshan / Elena Bint Europe)

Gold Yearling Male Champion (Int)

NAZEEM KA (Nadana Firenze / Nadira KA)

2/2019 - www.in-the-focus.com

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Bestes Fundament und 3. Pl. Wallache:

BONO (Poganin / Bola)


Schauen

Kaum Seniorenhengste am Start

Senioren-Championesse der Stuten wurde D

Khattafah (Royal Colours / D Jowan). Sie bekam

als einziges Pferd der Schau eine 20 im

Typ. Die aparte Dunkelfuchsstute hat durch

ihren Auftritt viele Herzen und Fans gewonnen.

Von ihrem Vollbruder D Khattaf stammt

übrigens der Gold-Champion der Jährlingshengste.

Silver-Championesse wurde die typische

WH Justice-Tochter AJ Djamilja (a.d.

Djasira Princess Psytadel), Bronze-Championesse

wurde Salwa Al Bidayer (Marwan Al

Shaqab / San Jose Alfesina).

Gold-Champion der Seniorenhengste wurde

der Junioren-World-Champion von 2013, Antaris

OS, der einem erfolgreichen Show-Anpaarungskonzept

von RFI Farid auf eine WH

Justice-Tochter aus solider Mutterlinie entstammt.

Nach seinen Erfolgen in Paris und

Aachen als Jährling ist Wels die erste Schau,

auf der er wieder den Gold-Championtitel

mit nach Hause nehmen kann. Silver-Champion

wurde Radad Al Shaqab (Hadidi Al Shaqab

/ Rasha Al Shaqab), der im Aussehen sehr

nach seinem Vater kommt. Bronze-Champion

wurde Elshaan (Marshan / Elena Bint Europe),

der von Reinhard Sax gezüchtet wurde und

hauptsächlich aus russischen Linien stammt.

Er war das einzige Pferd, das keiner der beiden

Schaupferdedynastien - Padrons Psyche

und Gazal al Shaqab - entstammt, und seine

Klasse gewann. Sein Trab ist überragend und

er bekam dafür verdient von allen Richtern

die Höchstnote, die sonst übrigens für Bewegungen

nicht vergeben wurde.

Bei den Seniorenhengsten traten insgesamt

nur sechs Hengste in Wels an. Die sonst spannende

Klasse der 11-Jährigen und älteren

wurde mangels Teilnehmer komplett gestrichen.

DA Ribannah (DA

Psyetic / DA Riviera)

zeigte unter Monika

Kolland ihr Können

und begeisterte u.a.

mit sauber gerittenen

Seitengängen nicht nur

Araberfans.

Wallache mit gutem Fundament

Die Wallachklasse war mit fünf Startern in

diesem Jahr besser besucht als sonst, was sicher

auch daran lag, dass Albidayer Stud für

die ersten 5 Plätze insgesamt 1.500 Euro als

Siegesprämie sponserte. Für sich entscheiden

konnte die Klasse der zweimal auf Saskia

RJ zurückgehende Touch of Gold (MCA Magnum

Gold / SA Donna Karan) von Sabrina Joiser.

Bemerkenswert bei den Wallachen war

die Ansammlung von guten Fundamentsnoten.

Der drittplatzierte Bono (Poganin / Bola)

bekam die einzige 17,5 der Schau, sowie

zweimal die 16, und damit die beste Fundamentsnote

der Schau. Nettes Detail am Rande

– Vorführer Thomas Kainsner hat erst relativ

kurz mit Arabern zu tun, und prompt hat

ihn Bono mit Arabitis infiziert! Der rein ägyptische

Rappe GH Kagan (Khalid el Assuad

/ Asali) fiel durch seinen außergewöhnlich

guten Schritt auf. Und auch er hatte eine der

höchsten Fundamentsnoten (2 x 16, 1 x 16,5).

Kagan geht mit seiner Besitzerin Pia Papula

erfolgreich in der Dressur und war z.B. letztes

Jahr Gewinner der Dressurmeisterschaften

des VVÖ in der Klasse A.

Trabnoten kamen großteils über die 18,5 nicht

hinaus, wobei manches Pferd sicher mehr zeigen

könnte, wenn es weniger Angst vor dem

Vorführer hätte. Ewiges Kreiseln und dass die

Pferde von der Bande aus von mehreren Tütenraschlern

„verrückt“ gemacht werden, ist

ebenfalls wenig hilfreich. Wann kommt endlich

eine Änderung? Wann fangen die DCs an,

gelbe und rote Karten zu verteilen?

Erfrischend zu sehen war allerdings, dass

Richter Graham Smith (Australien) immer

wieder die Hand ausstreckte, damit das Pferd

seinen Kopf senkt - nicht immer zur Freude

der Vorführer.

Die Reitklassen

In Wels gab es neben den Schauklassen auch

ECAHO Westernreitklassen sowie Dressurvorführungen,

die gut besucht waren.

Den Trail an der Hand gewann Daniela Nelly

Antje Aigner auf

Kalderon Qahira

(Ghandour / Sevilla)

und Theres Spielmann

auf Pip Paulee (Escort

/ Palina) zeigten unter

dem Motto

„Orient meets Dressage“

zusammen mit zwei

weiteren Teilnehmern

eine schön gerittene

Quadrille.

Bergmoser mit Diego El Bri (CH El Brillo / Scala

El Jamaal). Die Advanced Ranch Riding konnte

Barbara Kristen mit Avellana Qahira (LM

Libretto / Shamal) für sich entscheiden. Die

Advanced Pleasure gewann David Grandits

auf Rosaleda Qahira (Valeroso Qahira / Shirina

Charisma).

Höhepunkt der Westernklassen war die Master

Pleasure am Samstag mit 10 Startern.

Gewonnen hat Sabrina Paulis WAS Zahims

Zarina (Zid ibn el Zahim / WAS Tarisha Bint

Taraszena) aus erfolgreichen Westernlinien,

die gewohnt gleichmäßig, ruhig und unbeeindruckt

ihr Programm abspulte. Publikumsmagnet

war Slalom-Olympiasieger Mario

Matt, der seine selbstgezogene hübsche

Stute MM Santana (RFI Farid / Sayonarah El

Bri) vorstellte.

Teils waren die Pferde in der Pleasure sehr unruhig

und nur mit viel Zügeleinsatz zu halten.

Die Showhalle in Wels ist allerdings wirklich

schwierig zu reiten, auch wegen des für die

Pferde ungewohnten Großbildschirms, der

Geräuschkulisse und der vielen Leute, die sich

um den Vorführring bewegen. Vielleicht ist es

eine Überlegung wert, die Reitklassen nächstes

Jahr stattdessen in der Westernshowhalle

abzuhalten. Auch um einem western-interessierten

Publikum, das sonst selten mit Vollblutarabern

in Berührung kommt, diese wunderbare

Rasse vorzustellen.

Beeindruckend auch die Dressurvorführungen.

Die bunte, typvolle und großrahmige

Fuchsstute DA Ribannah (DA Psyetic / DA Riviera)

im Besitz von Tanja Strecher zeigte unter

Trainerin Monika Kolland ihr Können und

begeisterte u.a. mit sauber gerittenen Seitengängen

nicht nur Araberfans.

Zudem gab es unter dem Motto „Orient

meets Dressage“ eine schön gerittene Quadrille,

die von Antje Aigner auf Kalderon Qahira

(Ghandour / Sevilla), Theres Spielmann

auf Pip Paulee (Escort / Palina), Pia Papula auf

GH Kagan (Khalif el Assuad / Asali) sowie der

jüngsten Teilnehmerin, Hannah Schoder auf

Onessa (Aladdin al Khalifa / Orela), bestritten

wurde.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, den Vollblutaraber

so wunderbar auch unter dem Sattel zu

zeigen, sowie an den VVÖ, der die Darbietungen

ermöglichte!

Alexandra Dietl

48

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Über die Regenbogenbrücke...

Over the Rainbowbridge...

Foto: B. Finke

Er hatt sich in allen Sparten der Zucht und im

Sport bewährt, nun starb Bajkal (Balaton / Rishah)

völlig überraschend im Juni 2019. Er war

nicht weniger als viermal an der Beständeschau

goldprämiiert, hatte Erfolge im Distanzsport

und unter dem Westernsattel und war

einer der ganz wenigen VA's, die - zumal als

"Schweizer" - die HLP des VZAP in Western absolviert

haben. Für seine Züchter und Besitzer

Didier und Ivana Thievent war er die perfekte

Kombination aus russischen und englischen

Leistungslinien, was er auch an seine Nachzucht

weitergegeben hat, die sich ebenfalls

unter dem Sattel bewährt.

Ein echter Allrounder und ein Schatz im Stall,

ein Familienpferd, Zuchtpferd, Sportpferd -

so vielseitig, wie es eben nur ein Araber sein

kann.

-gw-

Foto: E. Maxwell

2/2019 - www.in-the-focus.com

Adawi 1992–2019

Im Mai verlor Sandra Nehring ihren geliebten

Hengst Adawi (Maysoun / Ameenah II), der seit

2004 bei ihr zu Hause war. Auf sich aufmerksam

machte der Hengst erstmals, als er 1994

für alle Rassegruppen anerkannt und mit Gold

ausgezeichnet wurde. Ein Jahr später erreichte

er - ein Ägypter! - einen Platz in der TOP FIVE

beim All Nations Cup in Aachen. Und wieder

ein Jahr später absolvierte er seine Hengstleistungsprüfung

im 100-Tage-Test in Marbach. Er

hat also "alles richtig gemacht", und dennoch

hat er nur eine recht überschaubare Anzahl

Nachkommen hinterlassen.

Er begeisterte durch seinen überragenden

Typ und sein Interieur stellte er in diversen

Westernprüfungen in Pleasure, Horsemanship,

Trail und Reining unter Beweis. Für seine

Besitzerin war er ein "Herzenspferd". -gw-

Bajkal 1994–2019

He had proven himself in all branches of

breeding and in sport, now Bajkal (Balaton

/ Rishah) died completely unexpectedly in

June 2019. He achieved no less than four

times at the Beständeschau a gold-premium

prize, he was successful in endurance and

under the Western saddle and was one of

very few purebred Arabians who had completed

the VZAP's stallion performance test

in Western. For his breeders and owners Didier

and Ivana Thievent he was the perfect

combination of Russian and English performance

lines, which he passed on to his

offspring, who also prove themselves under

the saddle.

A true all-rounder and a treasure in the stable,

a family horse, breeding horse, sport horse

- as versatile as only an Arab can be.

Psytadel 1998–2019

Einer der ganz Großen ist nicht mehr: Psytadel

starb an seinem neuen Wirkungsort im Iran im

Alter von 21 Jahren. Gezogen in den USA, kam

er noch im selben Jahr nach Belgien zu James

Swaenepoel. Er war einer der ersten Söhne, die

auf ihren Vater Padrons Psyche aufmerksam

machten, und Psytadel selbst hinterließ ebenfalls

eine Reihe von Söhnen, die die Schaupferdedynastie

ihres Großvaters mit begründeten:

Zu nennen wären Ali Moniscione, Psyrasic, SMA

Magic One, Calypso OS und viele mehr. Auch

über seine Töchter fand das Blut weite Verbreitung.

Immerhin war er mit über 600 Nachkommen

einer der gefragtesten Hengste Europas.

Im Alter von 19 Jahren wurde er an das iranische

Gestüt Tehran Stud verkauft, dieses hatte

ihn letztes Jahr innerhalb des Landes weiterverkauft,

wo er jetzt mit 21 Jahren starb. -gw-

49

In May, Sandra Nehring lost her beloved

stallion Adawi (Maysoun / Ameenah II),

who had been with her since 2004. The stallion

first attracted attention when he was

recognized in 1994 for all Arabian breeds

and was awarded a gold ribbon. One year

later he achieved - as an Egyptian! - a place

in the TOP FIVE at the All Nations Cup in

Aachen. And again a year later, he passed

his stallion performance test in the 100-

day test in Marbach. So he did "everything

right", and yet he has left only a rather

small number of offspring.

He impressed with his outstanding type

and his interior, he demonstrated in various

Western competitions in Pleasure, Horsemanship,

Trail and Reining. For his owner

he was the "horse of her heart".

Foto: G. Waiditschka

One of the greats is no more: Psytadel died

at his new home in Iran at the age of 21 years.

Bred in the USA, he moved to Belgium as

a weanling, owned by James Swaenepoel.

He was one of the first sons to draw attention

to his sire, Padrons Psyche. Just like him,

also Psytadel himself left behind a number

of sons who co-founded their grandsire's

showhorse dynasty: Ali Moniscione, Psyrasic,

SMA Magic One, Calypso OS, and

many more. Also through his daughters, the

blood was widely spread. After all, he had

over 600 offspring and was one of the most

sought-after stallions in Europe.

At the age of 19 he was sold to the Iranian

stud Tehran Stud, which had resold him within

the country last year, where he now died

at the age of 21.

Over the Rainbowbridge


Geschichte und Tradition

Beduinen-Traditionen / Bedouin Traditions (II)

Wie sahen die Beduinen-

Pedigrees aus?

How did Bedouin

Pedigrees look like?

Zertifikat (Hujja) für den Saklawi Jadrani-Hengst

(auf der gegenüberliegenden

Seite), unterzeichnet von Talal Abdulrahman

Anführer der Tai Beduinen, von Abdulrazzaq

Al-Hassu, Scheich der Al-Rashed, und rechts

von Rakan Bin Mershid, Scheich der Sba'a

Bedouins, von den Anazah.

Certificate (Hujja) for the Saklawi Jadrani

stallion (opposite page), sigend by Talal Abdulrahman

head of Tai tribe, by Abdulrazzaq

Al-Hassu, head of the Al-Rashed tribe, and on

the right by Rakan Bin Mershid head of Sba'a

Bedouins, of the Anazah confederation.

Die Vier-, Fünf- oder Sechs-Generationen-Pedigrees

wurden im Westen entwickelt,

basierend auf der Verfügbarkeit

detaillierter Aufzeichnungen entweder

auf Papier oder in Computerdatenbanken.

Wenn man die anderen Informationen wie

Farbe, Geburtsdatum, Züchter usw. hinzufügt,

explodieren die Informationen und es

wird unmöglich, sie ohne umfassende Aufzeichnungen

zu pflegen.

Aber wie haben die Beduinen in der Wüste

die Stammbäume ihrer Pferde aufbewahrt?

Wir wissen, wie wichtig die Reinheit für die

Beduinen war und wie heilig ihnen diese aus

kultureller und religiöser Sicht war. Sie müssen

ihre eigenen Methoden zur Verfolgung

von Abstammungslinien und zur Aufrechterhaltung

der "asil-Qualifikationen" ihrer

Pferde entwickelt haben. Sie waren definitiv

nicht weniger daran interessiert als moderne

Züchter mit ihren Stutbüchern. Aber wie hat

das funktioniert?

Die Beduinen hatten eine kompakte Form

der Stammbäume, die sich leichter merken

ließ, die nicht mehr als zehn bis fünfzehn

Informationen erforderte und dennoch

genügend Details lieferte, um die Identität

und Leistungen eines Pferdes festzuhalten!

Es ist keine Magie, vielmehr handelt es sich

um eine Art Abstraktion, bei der wenige

Informationsbereiche verwendet werden,

die als wichtiger erachtet werden als viele

irrelevante Details. Und diese wichtigen

Informationen waren ausreichend für die

Identitätsüberprüfung in einem umliegenden

Netzwerk von "Stutbuchführern" oder

Besitzern eines Stammes! Es erinnert mich

als IT-Fachmann an die BlockChain-Technologie,

die in der berühmten Kryptowährung

BitCoin verwendet wird! Komischerweise

Wir alle sind mit den Ahnentafeln,

wie sie in modernen

Zuchtbüchern vorkommen,

bestens vertraut. Hier steht

das betreffende Pferd auf der

linken Seite und seine Vorfahren,

die bis zu vier, fünf

oder mehr Generationen,

expandieren nach rechts.

Ein solcher Stammbaum von

fünf Generationen enthält

65 verschiedene Pferdenamen

- das ist eine Menge

Information.

All of us are very familiar

with the pedigrees as they

appear in modern studbooks.

They look like a tree

with a horse at the root and

his ancestors expanding in

all directions up to five, six

or more generations. Such a

pedigree of five generations

contains 65 horse names - a

lot of information.

50

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


ist das Konzept so ziemlich dasselbe. Es ist

ein Netzwerk von Experten, die die Glaubwürdigkeit

jedes neuen Blocks (oder Pferdes),

welcher der Kette (Stammbaum) hinzugefügt

wurde, aufrechterhalten!

Nehmen wir ein echtes Beduinenbeispiel:

Die folgende Aussage erscheint auf einem

Beduinen-Zertifikat (Hujja) meines Stammes

Tahawi in Ägypten für einen Hengst, den sie

aus Arabien nach Ägypten importiert haben:

"Ein fünfjähriger brauner Hengst, Saqlawi

Jadrani von Ibn Zubaini, gezogen von Ujail

Ibn Jadban, Vater von einem Kuheilan Khadli

von Meqhem Ibn Mehid".

Wie kann ein so kurzer Stammbaum die Referenzen

eines Pferdes vollständig festhalten

und wie kann es in vollem Umfang interpretiert

werden?

Bevor wir zeigen, wie dies funktioniert, müssen

wir einige grundlegende Konzepte verstehen,

mit denen es möglich war, einen derart

kompakten und effizienten, aber dennoch

ausreichenden Stammbaum zu führen:

Der Stamm

Der Stamm ist die Hauptidentität des Pferdes:

Ein Stamm oder „Rasan“ auf Arabisch sagt viel

aus.

Das Wort "Stamm" ist keine direkte Übersetzung

und bedeutet im Deutschen ursprünglich

etwas anderes als das arabische Wort

Rasan, obwohl beide im selben Kontext verwendet

werden. In der Biologie ist ein Stamm

ein taxonomischer Rang auf niedriger Ebene,

der innerhalb einer Spezies verwendet

wird. Auf Arabisch bedeutet „Rasan“ einfach

„Seil" und wird nur im Zusammenhang mit

arabischen Pferdefamilien verwendet. In der

Tradition der Beduinenzucht werden Pferde

(mit Seilen) neben dem Zelt angebunden. Da

jede angebundene Stute oftmals eine andere

Familie darstellte, wurde das Seil jeder Stute

als symbolischer Begriff für die Hintergrundinformation

zu der Stute verwendet. Daher

entwickelte sich das Wort Rasan als Äquivalent

zu Stamm (strain).

Obwohl die meisten Beduinenpferde Eigennamen

trugen, waren Namen für die Abstammung

nicht erforderlich, und der Stammname

war die Schlüsselkennung. Der Stamm wird

immer von der Mutterseite geerbt. Die Mutter

definiert also die Familie, nicht der Vater. Der

Stamm wird als ausreichend angesehen, um

die vollständige Linie eines arabischen Pferdes

(weibliche Stutenlinie) anzuzeigen.

Beispiele für Stämme sind Kuheilan, Dahman,

Saqlawi, Hadban usw. Es gibt eine große Diskussion

darüber, wie und wann sich Stämme

entwickelt haben und was sie wirklich bedeuten.

Dies wurde in einem früheren Artikel

(siehe AP 1/2019) dargelegt. Ein weiterer

Artikel von Joe Ferriss trägt den Titel "Arabian

Horse Strains" (Arabische Pferdestämme)

und enthält Beispiele. Die Studie klärt über

den westlichen Mythos auf, dass bestimmte

Phänotypen an bestimmte Stämme gebunden

seien.

(https://www.pyramidsociety.org/sites/default/files/ferriss_strainhandoutsgs_0.pdf)

2/2019 - www.in-the-focus.com

Saqlawi Jadrani, imp.

1935 aus Syrien von

den Shammar Beduinen.

Das Foto wurde

1945 aufgenommen,

und zeigt Mohammed

Otham Abdullah Saoud

Al-Tahawi.

Saqlawi Jadrani, imp.

1935 from Syria from the

Shammar tribe. The picture

was taken in 1945

and appearing Mohammed

Otham Abdullah

Saoud Al-Tahawi.

This multi-generation pedigree was developed

in the West based on the availability

of detailed records either on paper

or in computer databases. A pedigree of

five generations includes 65 different horse

names. Adding the other information such

as color, date of birth, breeder...etc, information

explodes and becomes impossible

to maintain without comprehensive records.

How did the Bedouins in the desert keep

the pedigrees of their horses? We know how

purity mattered to the Bedouins and how

sacred it meant to them from cultural and

religious perspectives. They must have developed

their methods of tracking linages

and maintaining the Asil credentials of their

horses. They were definitely not less keen on

this than modern studbooks. But how did

this work?

The Bedouins had more compact and easy

to memorize form of pedigrees that did not

require more than ten to fifteen pieces of

information at most and still provide sufficient

details to establish a horse identity and

credentials! There is no magic but it is rather

a kind of abstraction where few classes of

information were considered more significant

than many irrelevant details, and were

deemed sufficient for identity verification

within a surrounding network of “registrars”

or pedigree keepers! It reminds me as an IT

professional with the BlockChain technology

used in the famous crypto-currency

known as BitCoin! Funny enough the concept

is pretty much the same. It is a network

of registrars who maintain the credibility of

every new block (horse) added to the chain

(pedigree)!

Let us take a real Bedouin example. The following

statement appears on a Bedouin certificate

(Hujja) belonging to my Tahawi Tribe

in Egypt for a stallion they imported from

Arabia to Egypt:

"A five year, bay, stallion, Saqlawi Jadraini of

Ibn Zubaini, bred by Ujail Ibn Jadban, sired

by a Kuheilan Khadli of Meqhem Ibn Mehid".

How can such short pedigree fully establish

the credential of a horse and how can it be

interpreted to the fullest?

Before we show how this works we need to

understand a couple of basic concepts upon

which it was possible to maintain such compact

and efficient but yet sufficient pedigree:

51

The Strain

Strain is the main horse identity: A strain or

“Rasan” in Arabic tells a lot by itself.

The word strain is not a direct translation,

and originally means different thing in English

than the Arabic word Rasan although

both used in the same context. In biology,

a strain is a low-level taxonomic rank used

within a species. In Arabic “Rasan” simply

means robe and is used in the context of

Arabian Horse families only. In the Bedouin

breeding traditions horses are tied (by robes)

around the tent. As each tied mare often represented

a different family the robe of each

mare was used as a symbolic notion for the

mare background. Hence the word Rasan

developed as the equivalent of Strain.

Although most of the Bedouin horses carried

proper names but names were not necessary

in pedigree keeping, and strain name was

the key identifier. Strain is always inherited

from the dam side. So the mother is what defines

the family not the father. The strain is

considered sufficient to indicate the full line

of an Arabian Horse (tail female line).

Examples for strains include Kuheilan, Dahman,

Saqlawi, Hadban… etc. It is a big discussion

how and when did strains develop

and what they truly mean, which was discussed

in a previous article by the writer published

here and on Al Khamsa organization

magazine. Another study by Joe Ferriss is

titled “Arabian Horse Strains” with examples

and real stories is published on the Pyramids

Society web site. The study clears the Western

myth that certain phenotypes are attached

to specific Arabian Horse strains.

The Marbat

Marbat is the physical location where horses

are kept. The area where all mares of a Bedouin

breeder are tied is called the tying area,

or “Marbat” in Arabic, which is equivalent to

stud or horse farm in English. The Marbat is

nothing but a set of Rasans (set of robes or tied

mares.) It is significant how robes and tying (or

hobbling) are very evident in this terminology.

Hobbling is viewed negatively in the Western

perceptions but was a necessity in the desert

and did not seem to inhibit the Arabian Horse

qualities of mind and character.

The use of strains in the daily practice of

the Bedouin was usually attached with the

Geschichte und Tradition


History and Tradition

Der Marbat

Der Marbat ist der physische Ort, an dem Pferde

gehalten werden. Das Gebiet, in dem alle

Stuten eines Beduinenzüchters angebunden

sind, wird als Anbindegebiet oder „Marbat“

auf Arabisch bezeichnet, was auf Deutsch einem

Gestüt oder einer Pferdefarm entspricht.

Der Marbat ist nichts anderes als eine Reihe

von Rasans (eine Reihe von Seilen oder angebundenen

Stuten). Es ist von Bedeutung, wie

die Seile und das Anbinden (oder Hobbeln) in

dieser Terminologie sehr offensichtlich sind.

Hobbeln wird in der westlichen Sichtweise

negativ gesehen, war jedoch in der Wüste

eine Notwendigkeit und schien die mentalen

und charakterlichen Eigenschaften des Arabischen

Pferdes nicht zu beeinträchtigen.

Die Verwendung von Stämmen in der täglichen

Praxis der Beduinen war üblicherweise

mit dem Namen Marbat verbunden.

Ein Stammesname wird selten verwendet,

ohne zu erwähnen, von welchem Marbat er

stammt, was den Begriff des Unterstammes

bildete. Die beiden Wörter werden nun zu

einer größeren Kennung, die aus zwei Teilen

besteht: Stamm (Rasan) und Unterstamm

(Marbat). Aber wie hat sich der Marbat zu einem

Unterstamm entwickelt?

Stämme sind allgemeiner und universeller

als ihre Züchter. Wenn also zwei Züchter zwei

Stuten desselben Stammes erwerben, wird

es nötig, diese zu unterscheiden. Dies geschieht,

indem man definiert, von welchem

Marbat jede der beiden abstammt. So wird

der Marbat wie ein Teil des Stammes. Aber

nicht jedes Gestüt eines Besitzers wird zu einem

Unterstamm, sondern nur diejenigen,

die vom „Netzwerk“ anerkannt werden. Der

Stamm bleibt immer der erste Identifikator

eines Pferdes, egal wie oft es den Besitzer gewechselt

hat, und der Marbat ist der zusätzliche

Sicherheitsschlüssel, um die vertrauenswürdige

Quelle eines Individuums dieses

Stammes zu kennzeichnen!

Der Marbat ist in der Regel nach einer Person

oder Familie benannt, die einen eigenen

Zweig des Stammes hatte. Dieser Zweig war

für seine Qualität und Authentizität bekannt

und wurde daher von den anderen Züchtern

nachgefragt. Beispiele für diesen zusammengesetzten

Rasan-Marbat-Identifikator sind:

Dahman Shahwan, Saqlawi Jadran, Meanqi

Sbeli, Kuheilan Ajuz, Obayyan Geriss usw.

"Dahman" ist der Rasan und "Shawan" ist eine

Person, die einen eigenen Marbat (Gestüt)

von Dahaman-Pferden hatte, dem die Züchtergemeinschaft

genug vertraut hat. Dieses

Rasan-Marbat-Paar bietet eine komprimierte

und verschlüsselte Version für eine große

Menge an Informationen!

nen genetischen Studien, insbesondere im

Zusammenhang mit der mitochondrialen

DNA, Unterstützung findet. Es wurde angenommen,

dass das Verhältnis nahezu 2:1 beträgt.

Im Ergebnis bedeutet dies, daß mehr

Fokus auf die Mutterlinie in jedem Stammbaum

gelegt wird. Denken Sie daran, dass

der Stammbaum der Beduinen sehr abstrakt

und prägnant sein muss, um ihn kurz zu halten.

Bei dieser Art der Abstraktion werden

mehr Informationen in Bezug auf die Mutterseite

in den komprimierten Stammbaum

eingeschlossen. Dies bedeutet nicht weniger

Aufmerksamkeit für die Reinheit des

Vaters. Wenn ein asiler und authentischer

Hengst verwendet wird, wird er an den Namen

der Mutterlinie angehängt und unter

dem Stammnamen zusammengefasst, der

auf die Mutter folgt. Es ist ein intelligenter

Akkumulationsprozess!

Der Stamm repräsentiert die gesamte Geschichte

der Mutterlinie bis in die ferne

Geschichte, da auf diese Weise Stämme definiert

werden. Aber was ist mit der Vaterlinie?

Wir müssen nur den direkten Vater eines

bestimmten Individuums kennen. Aber

woher wissen wir, dass der direkte Vater asil

ist? Der Vater hat auch einen Stamm und einen

direkten asilen Vater, der wiederum einen

Stamm und einen asilen Vater hat, und

so weiter. Es ist eine Art rekursive logische

Schlußfolgerung. Da ein Hengst eine asile

Stute zeugt, wird der Vater in die Mutterlinie

(Stamm) dieser Stute aufgenommen. Wenn

ein neues Stutfohlen entsteht, ist der Vater

bekannt. Wenn dieses Stutfohlen zur Stute

wird und produziert, kennen wir den neuen

Vater. Diese Vaterinformationen werden nur

für eine oder zwei Generationen aufbewahrt

und sind danach irrelevant.

Dieser akkumulative Prozess wird von einem

großen Netzwerk von Beduinen-Scheichs aufrechterhalten,

die die Zucht beobachten und

überprüfen und keinem verdächtigen Individuum

(männlich oder weiblich) einen Stamm

zuweisen (lesen Sie hierzu noch einmal den

Beitrag über die Geschichte der Stämme und

wie sie sich entwickelten, im letzten Heft).

Das Ergebnis der obigen Analyse ist, dass wir

zwei Grundregeln für die Erstellung von Beduinenstammbäumen

haben. Erstens: Der

Stamm ist der wichtigste Identifikator eines

Asil-Arabers. Zweitens: Die Informationen

zum Vater sind zeitlich begrenzt, während

die Informationen zur Mutterlinie dauerhaft

sind und die Informationen zu den Vätern

nach und nach zusammenfassen.

Basierend auf diesen beiden Regeln und

dem Hinzufügen einiger weiterer Details

wie Farbe und Alter können Beduinenstammbäume

wie folgt aussehen:

Pferd, Farbe, Alter, Mutter, Vater, Muttervater,

direkter Züchter.

Beachten Sie, dass Beduinen im Gegensatz

zu modernen Stammbäumen immer mit der

Stute beginnen.

Jedes Pferd wird dabei in einem Rasan-Marbat-Namenspaar

ausgedrückt. Damit benötigt

man nur zehn Informationen, um einen

Mutter gegen Vater

In der Beduinenkultur basiert die Pferdefamilie

auf der Mutterstute. Ein Pferd folgt immer

seiner Mutter und trägt ihren Stammnamen.

Die Beduinen glauben, dass die

Mutter in einem höheren Verhältnis als der

Vater für die Leistung des Pferdes verantwortlich

ist. Ein Glaube, der in den modername

of the Marbat. A strain is rarely mentioned

without mentioning which Marbat

it comes from, which formed the notion of

sub-strain. The two words now become like

a bigger identifier that consists of two parts;

Strain (Rasan) and Sub-Strain (Marbat). But

how did Marbat develop into being a substrain?

Strains are more generic and universal than

their breeders, if two breeders acquire two

mares of the same strain they need to by

distinguished by which Marabat each of the

two comes from. So the Marbat becomes

like a section of the strain. But not every owner’s

stud turns into a sub-strain, only those

who receives recognition by the “network”.

The strain always remain as the first identifier

of a horse no matter how many times it

switched hands, and the Marbat is the added

security key to denote the trusted source

of an individual of that strain!

The Marbat is usually named after a person

or a family who had their own branch of

the strain and this branch was famed of its

quality and authenticity so it was sought

after by the other breeders. Examples of this

composite identifier of Rasan-Marbat include:

Dahman Shahwan, Saqlawi Jadran, Meanqi

Sbeli, Kuheilan Ajuz, Obyyan Geriss …

etc. "Dahman" is the Rasan and "Shawan" is

a person who had his own Marbat (stud) of

Dahaman horses that was trusted enough

by the breeding community. This Rasan-Marbat

pair gives a compressed and encrypted

version of a large set of information!

Dam versus Sire

The Bedouin culture builds horse families

around the dam. A horse always follows

his dam and carries her strain name. The

Bedouins believe that dam is responsible

for horse performance in a higher ratio

than sire. A belief that finds support in the

modern genetic studies especially those related

to the Mitochondrial DNA. The ratio

was believed to be nearly 2:1. The result is

more focus on the dam line in any pedigree.

Remember that the Bedouin pedigree needs

to be very abstract and concise to keep it

short. When doing this kind of abstraction

more information related to the dam side

are encapsulated within the condensed pedigree.

This does not mean less attention to

the sire purity. When an Asil and authentic

sire is used it is hooked to the chain of dam

line and subsumed into the strain name

that follows the dam. It is a smart accumulative

process!

The strain represents the full history of the

dam line back to the far history because this

is how strains are defined. But what about

the sire line? We only need to know the direct

sire of a certain individual. But how do

we know the direct sire is Asil? Because the

sire also has a strain and an Asil direct sire,

which in turn has a strain and Asil sire, and

so on. It is a kind of recursive logical inference

process. As sire plays his role of producing an

Asil mare, the sire is then included within the

52

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


vollständigen Stammbaum zusammenzustellen.

Anstatt alle Vorfahren eines Pferdes

als "Kuheilan Kharass" zu benennen, reicht

es aus, dass seine Mutter "Kuheila" ist und

vom "Kharass"-Marbat des Al-Qamsa-Clans

des Anazah-Stammes stammt. Jeder Beduine

könnte das sehr gut entziffern!

In ähnlicher Weise bedeutet Obeya Sharrakiya

von Ibn Samdan eine Obeya-Stute, die

aus dem Marbat von Ibn Samdan (einer Person)

stammt und zum Sharrakiya Marbat (benannt

nach einer Person namens Sharrak) des

Sba'a-Clans des Anazah-Stammes zurückreicht.

Ibn Samdan ist in diesem Fall der Besitzer

eines Marbat-Gestüts, das einen berühmten

Zweig des Sharrak-Gestüts erworben hat.

Dieser kurze Ausdruck (Obeya Sharrakiya von

Ibn Samdan) deutet tatsächlich auf einen

Zweig (Unterstamm) und einen Sub-Zweig

(Unter-Unterstamm) des ursprünglichen

Obeya-Stamms hin. Da Sharrak früher ein

sehr berühmter Züchter von Obeya-Qualitätsstuten

war, wurde Ibn Samdan (der jüngere)

auch für Obeya berühmt, da er von den

Wüstenzüchtern (dem Netzwerk!) als besonders

authentischer Zweig anerkannt wurde.

Ein Zweig von Sharraks Linie von Obeya

und sein Name wurde zur weiteren Identifizierung

hinzugefügt. Da Sie immer nur eine

Sorte (Rasan) für ein einzelnes Pferd haben,

können Sie eine oder zwei Marbat-Sorten

hintereinander als Zweig einer anderen Sorte

haben, die beide berühmt dafür waren, diesen

Rasan zu züchten.

Ein vollständiges Beduinenpferdezeugnis

könnte also folgendermaßen aussehen:

"Ein fünfjähriger Brauner, Hengst, Saqlawi

(rasan) Jadraini (marbat) von Ibn Zubaini

(ein weiterer marbat), gezogen von Ujail Ibn

Jadban (Züchter), gezeugt von einem Kuheilan

(rasan) Khadli (marbat) von Meqhem Ibn

Mehid (Züchter)".

Sie haben hier genau zehn Informationen

in diesem vollständig informativen und in

sich geschlossenen Zertifikat! Wenn Sie nicht

wissen, wer Ibn Zubaini ist oder was Khadli

bedeutet, sind Sie kein Beduine oder zumindest

kein Wüstenzüchter. Diese Namen sind

das wesentliche Wissen, das die Beduinen

austauschen, um den Bezugsrahmen für die

Interpretation (oder Entschlüsselung) ihrer

Stammbäume zu bilden. Während moderne

Stammbäume äußerst detailliert sind und keine

speziellen Kenntnisse ihrer Benutzer voraussetzen,

gehen Beduinenstammbäume von

einem Bezugsrahmen aus, der einen früheren

Kontext der Zuchtgesellschaft und Netzwerke

in Arabien darstellt. Jeder Stamm hat seine

eigenen Experten, die dieses Wissen pflegen

und verbreiten, und die Stammes-Scheichs

sind die ultimative Autorität dafür.

Mit solchen Zeugnissen / Stammbäumen

wußte ein Beduine alles, was er wissen musste.

Beduinenstammbäume sind einfach und

präzise und können leicht auswendig gelernt

und ausgetauscht werden, wenn man

bedenkt, dass es keine Aufzeichnungen und

natürlich keine Computerdatenbanken gab!

Yasser Ghanim Al-Tahawi

2/2019 - www.in-the-focus.com

Kuhailan Tamri, *1916 - sein Pedigree

geht zurück auf die Kuhailan Tamri-Stute,

die 1875 nach Ägypten importiert

wurde durch Saoud Al-Tahawi.

Die Stute stammte von Nasser Al-Ma'jil

vom Beduinenstamme der Anazeh.

Das Foto wurde 1935 aufgenommen

und zeigt Sheikh Abdulla Saoud

Al-Tahawi.

Kuhailan Tamri, *1916, tracing back to

the Kuhailan Tamri mare imported to

Egypt by Saoud Al-Tahawi in 1875 from

Nasser Al-Ma'jil of the Anazah Tribe.

The picture is from 1935, and the rider is

Sheikh Abdullah Saoud Al-Tahawi.

all photos: Tahawi Archive, managed by

Mohammed Saoud Al-Tahawi

53

dam line (strain) of this mare. When a new

filly comes to existence the sire is very well

known. When this filly becomes a mare and

produces we know the new sire. These sires

information are kept for one or two generations

only and becomes irrelevant afterward.

This accumulative process is maintained by

a big network of Bedouin Sheikhs who witness

and verify the breeding process and

won’t assign a strain to a suspicious individual

(male or female). Refer again to the

study about the history of strains and how

they developed.

The result of the above analysis is that we

have two basic rules for generating Bedouin

pedigrees. First: strain is the most important

identifier of an Asil Arabian. Second: sire

information are temporal, while dam line

information are persistent and gradually

subsumes sires information.

Based on these two rules, and adding a couple

of pieces of other details like color and age,

Bedouin pedigrees can be as simple as follows:

Horse, color, age, Dam, Sire, Dam's Sire, direct

breeder.

Note that Bedouins always start with the

dam in contrary to modern pedigrees.

Each horse here is expressed in a Rasan-Marbat

pair of names. This gives as low as ten

pieces of information to assemble a complete

pedigree. So instead of giving all the ancestors

of a horse, saying that he is "Kuehilan

Kharass" means his dam is "Kuheila" coming

from the "Kharass" Marbat of Al-Qamsa clan

of the Anazah tribe. Any Bedouin could very

well decipher this!

Similarly when you say: Obeya Sharrakiya of

Ibn Samdan it means an Obeya mare coming

from the Marbat of Ibn Samdan (a person)

tracing to the Sharrakiya Marbat (named after

a person called Sharrak) of the Sba'a clan

of the Anazah tribe. Ibn Samdan in this case is

the owner of a Marbat (stud) that acquired a

famous branch of the Sharrak stud. This short

expression (Obeya Sharrakiya of Ibn Samdan)

actually suggests a branch (sub-strain)

and sub-branch (sub- sub-strain) of the

Obeya original strain. As Sharrak used to be a

very famous breeder of quality Obeya mares

to the extent that he is then acknowledged by

the desert breeders (the network!) as a special

authentic branch of Obeya, Ibn Samdan

(who is more recent) became also famous for

a branch of Sharrak's line of Obyea and his

name was added for further identification. So

as you always have one and only one Strain

(Rasan) for a single horse, you can have a succession

of one or two Marbats one as branch

of another who were both famed for breeding

this Rasan.

So, a complete Bedouin horse certificate can be:

"A five year, bay, stallion, Saqlawi (rasan)

Jadraini (marbat) of Ibn Zubaini (another

marbat), bred by Ujail Ibn Jadban (breeder),

sired by A Kuheilan (rasan) Khadli (marbat)

of Meqhem Ibn Mehid (breeder)".

You have here exactly ten pieces of information

in this fully informative and self contained

certificate! Now if you don't know who

Ibn Zubaini is, or what does Khadli mean you

are not a Bedouin or at least you are not a

desert breeder. These names are the essential

knowledge that the Bedouins exchange to

form the frame of reference for interpreting

(or deciphering) their pedigrees. While modern

pedigrees are extremely detailed and

assume no specialized knowledge of their

users, Bedouin pedigrees assume a frame

of reference, a prior context of the breeding

society and networks within Arabia. Every

tribe has its own experts who maintain

and spread this knowledge, and the tribal

Sheikhs are the ultimate authority for this.

Using such certificates/pedigrees, a Bedouin

could know everything he needed to know.

Bedouin Pedigrees are simple and precise

and can easily get memorized and exchanged

considering a time there was no records

and of course no computer databases!

Yasser Ghanim Al-Tahawi

History and Tradition


Junioren reiten Araber (V)

Helena Jody Byrne

und Galahad

Sport

Im Rahmen dieser Interview-Serie stellen wir

Ihnen Kinder und Jugendliche und ihre

Araber vor. Diesmal ist Helena Jody Byrne

(13) aus Dänemark an der Reihe.

Arabische Pferde: Hallo Helena, Du bist 13 Jahre alt, und reitest schon

erfolgreich Turniere - wann hast du angefangen zu reiten?

Helena Byrne: Ich fing an zu reiten, bevor ich überhaupt laufen konnte.

Als ich 3 Jahre alt war, habe ich wirklich mit dem Wettkampf angefangen

und bin richtig geritten.

AP: Seit wann reitest Du Galahad? Ist er Dein eigenes Pferd oder das Pferd

Deiner Familie?

H.B.: Ich bekam Galahad im Juli 2018 und erhielt die Erlaubnis, ihn zu

uns zu nehmen und ihn zu reiten. Ich bin dem Vorbesitzer sehr dankbar

dafür. Jetzt gehört er mir und ich liebe ihn.

AP: Wer ist Dein Trainer, hast Du auch Kurse usw. besucht?

H.B.: Mein Haupttrainer ist Maiken Engelbrecht, aber meine Mutter

Carina Byrne hat mich betreut und trainiert mich, seit ich ein Kleinkind

war. Meine Mutter hat die letzten 12 Jahre damit verbracht, mich auf

das Niveau zu bringen, auf dem ich jetzt bin.

AP: Wie würdest Du Galahad charakterisieren? Was magst du an ihm,

was magst Du weniger?

H.B.: Galahad ist ein unglaublicher Araber! Er liebt die Arbeit und gibt

immer 100 %. Er kann sensibel sein und muss manchmal vorsichtig

geritten werden. Daher muß ich immer darauf achten, dass ich ihn auf

die richtige Art und Weise unterstütze.

AP: Wie viele Stunden verbringst Du jeden Tag mit Deinen Pferden?

H.B.: Ich verbringe meine gesamte Freizeit mit Pferden. Im Stall meiner

Eltern reite ich jeden Tag auf zahlreichen Pferden und konzentriere

mich darauf, von Jahr zu Jahr besser zu werden.

AP: Was magst Du am meisten am Wettbewerb?

H.B.: Ich liebe Wettkämpfe, ich bin völlig begeistert, sobald ich einreite.

Ich liebe die wochenlangen Vorbereitungen vor dem Turnier

und alles was dazugehört. Ich mag es einfach, neue Leute kennenzulernen

und das Treiben am Wettkampftag zu erleben. Ich stehe

sehr früh auf und bereite die Pferde vor, stelle sicher, dass die Pferde

in bester Verfassung sind, und bereite mich auf die Prüfung vor, für

die ich so hart trainiert habe.

AP: Was war Dein bisher größter Erfolg?

H.B.: Mein bisher größter Erfolg mit Galahad war als wir eine 8,0

im All-Nations-Cup-Turnier in Aachen letztes Jahr erreichten. Bei

den Dänischen Meisterschaften war ich auf Platz 4 von 17. Ich war

mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, weil ich vor diesem Wettkampf

Galahad nur eine sehr kurze Zeit geritten hatte. Wir lernen uns eigentlich

erst richtig kennen, aber ich war überglücklich mit diesem

Ergebnis! Vor kurzem hatten Galahad und ich unser Debüt im Prix

St. George. 2017 gewann ich auch den Allround Cup auf meinem

arabischen Wallach "Demir", außerdem gewann ich einige Klassen

bei der Europameisterschaft in Österreich.

AP: Was sind deine nächsten Ziele?

H.B.: Mein nächstes Ziel ist es, an der Nordischen Meisterschaft teilzunehmen

und in die Top 3 zu kommen, danach kommt die Dänische

Meisterschaft und dann die Europameisterschaft in Österreich, wo ich

vermutlich als jüngste Teilnehmerin auf diesem Niveau reiten werde.

Ich freue mich sehr auf all diese Wettbewerbe und freue mich auf die

nächsten Jahre mit meinen wundervollen Arabern!

AP: Wer ist dein größtes Vorbild?

H.B.: Mein größtes Idol ist die Dressurreiterin Charlotte Dujardin.

AP: Besten Dank für das Interview, Helena, und weiterhin viel Freude an

Deinen arabischen Pferden und dem Dressursport.

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Distanzpferdevererber in UAE

Yamamah hat die Väter der Sieger und Platzierten (bis 10. Platz) der Distanzritte

in der Saison 2018/2019 in den UAE analysiert:

Interessant ist dabei der Sieger, Azziz de Gargassan. Er hat über 500 Nachkommen

und wird in Frankreich als "Elite-Hengst" geführt. Seine Mutter

ist die in Marbach geborene Durra (Saher / Hamdi). Hamdi ist auch die

Mutter von Dahman (v. Hadban Enzahi), einem weiteren bedeutenden

Distanzpferdevererber (DRE****) in Frankreich. Dahman ist der mütterliche

Großvater des hier zweitplazierten Djin Lotois. Dieser hat auch über

seinen väterlichen Großvater Marbacher Blut: Masan (Hadban Enzahi /

Molawa). Dieser wiederum ist der Vater des französischen Elite-Hengstes

Tauqui el Masan (a.d. Siria) (IRE****, DRE****). Djin Lotois hat außerdem

mit Simba du Barthas einen Sohn in diesen Top Ten aus den UAE.

Aziz de Gargassin

(Warandes Pascha /

Durra), 1988-2017

wird in Frankreich

als "Elite-Hengst"

geführt.

Der drittplazierte Chip Chase Sadaqa aus Australien führt dagegen zu

95,996 % Crabbet-Blut. Kevisan Park Kentucky Blue ist ebenfalls in Australien

gezüchtet und geht großteils auf Crabbet-Blut zurück, abgesehen

von einem Viertel ägyptischen Bluts.

Auf Platz 7 und 8 folgen zwei Söhne von Persik (Kankan / Pamiatka), geboren

1969 in Tersk, der gemeinhin als Frankreichs Top-Distanzvererber

gilt. Elphyn Comet entstammt wiederum überwiegend Crabbet-Linien

mit einigen Tropfen polnischen Bluts, und Castlebar Optics Pedigree

zeigt eine bunte Mischung aus ägyptisch, polnisch, spanisch - und Marbach.

Auch hier hat wieder Hamdi über ihre nach Australien exportierte

Tochter Damirah beigetragen.

Es ist interessant - wenngleich nicht weiter verwunderlich - dass vier

(von 10) Pferden Marbacher Blut führen, drei Pferde überwiegend Crabbet-Blut,

zwei russisches Blut. All diese Zuchten legen Wert auf Reitpferdeigenschaften,

selbst wenn sie nicht speziell auf Distanzleistung

selektiert sind.

Gudrun Waiditschka

Anzeigen

Tag des Vollblutarabers in Bayern

am 21./22. September 2019

Samstag:

Westernreitkurs mit Dr. M. Pauli

(mehrfacher Europameister Western Pleasure und Reining)

Der Reitkurs ist für jeden Ausbildungsstand geeignet!

Sonntag: ab 10:00

- temperamentvolle Deckhengste

- Reitaufführungen Dressur und Western

- Showeinlagen

- Zirkuslektionen

- Greifvögel

- Verkaufsstände u. v. m.

Zeichnung: Heidi Frank

Eintritt frei

Vollblutaraber

Freundeskreis

Bayern

Erleben Sie die Vielfalt

dieser faszinierenden

Pferderasse in einem

abwechslungsreichen

Programm.

Nennschluss

am 31. Juli!

Jeder Züchter, Reiter und Besitzer eines

Vollblutarabers kann sein Pferd nach

eigenen Vorstellungen präsentieren und

teilnehmen!

Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier:

www.al-sadiyah-arabians.com

Veranstaltungsort:

Reitanlage Weglöhner

Murenweg 1

91741 Gundelsheim-Theilenhofen

Distanzsport

Pl. Stallion Pedigree

Points (for

Top 10

Placings)

1. Azziz de Gargassan

Warandes Pascha /

Durra

582

2 Djin Lotois Arzew / Djebelia 575

3 Chip Chase Sadaqa

4

Kevisan Park Kentucky

Blue

5 Djebel Lotois

Cherokee Mekka /

Selala

Talawa / Arabesque

Stardust

Zulus / Scherazade

du Lot

360

357

325

6 Simba du Barthas Djin Lotois / Agate 270

7 Arques Perspex Persik / Minze 254

8 Persicko Persik / Alreda 249

9 Elphyn Comet

10 Castlebar Optic

2/2019 - www.in-the-focus.com

Manfred / Jordanvale

Aurora

Straight Up / Shiramar

Obsession

240

231

55


Alheimer Challenge

DM und DJM im Distanzreiten

Eine Herausforderung

Distanzsport

für Ross und Reiter

Endlich geschafft - der "ewig Zweite" Bernhard Dornsiepen gewinnt mit Rio

Gold bei der Deutschen Distanzmeisterschaft am ersten Juni-Wochenende in

Ahlheim. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften erreichte Nayla Al

Samarraie mit Olympia als Erste die Ziellinie und gewinnt damit

ebenfalls ihre erste Goldmedaille.

Der Sieger in der Deutschen Meisterschaft der Senioren war Rio unter Bernhard Dornsiepen (hinten).

Für JG Narma mit Bettina Nonnemacher war der Ritt leider vorzeitig zuende.

alle Fotos: Jan Kirschnick, www.horse-endurance.de

Kompletter Medaillensatz

Bernhard Dornsiepen, der 2016, 2017 und

2018 Vizemeister war und 2015 die Bronzemedaille

holte, hat nun mit der diesjährigen

Goldmedaille den Medaillensatz komplett.

Er hatte bei diesem anspruchsvollen 160 Kilometer

langen Ritt auf seinen erfahrenen,

16-jährigen Rio gesetzt und nicht auf den

elfjährigen Bekele el Djem, mit dem er im

vergangenen Jahr bei den Weltreiterspielen

in Tryon gestartet ist. „Ich reite Rio einfach

sehr gerne und Bekele geht in zwei Wochen

die Sichtung für die Europameisterschaften,

da konnte er nicht vorher noch bei der Deutschen

Meisterschaft starten“, erklärte Dornsiepen.

Bernhard Dornsiepen hatte für die 160 Kilometer

lange Strecke rund um Rotenburg

offenbar die richtige Taktik gewählt. „Es war

sehr, sehr, sehr bergig“, so der 50-Jährige, der

in Balve im Sauerland lebt. „Ich wusste, dass

diese steilen Berge hier richtig Kraft kosten.“

Daher ist er in den ersten zwei Runden die

Aufstiege im Schritt gegangen, während

zahlreiche andere Teilnehmer immer im Trab

hochritten. „Ich bin dann allerdings sehr flott

den Berg wieder runter – also im Galopp –

das geht mit Rio gut, er steht immer gut am

Zügel“, erklärte der Deutsche Meister. Daher

war er nach den ersten zwei Runden auch

nicht an der Spitze, sondern lag an Position

fünf oder sechs. „Ich bin schon häufiger Ritte

mit 5000 Höhenmetern geritten, mir war klar,

dass das Bergauf unglaublich anstrengend

ist und ich habe darauf spekuliert, dass sich

hier einige etwas verzocken.“ Erst ab der dritten

oder vierten Runde ist Dornsiepen dann

nicht mehr im Schritt, sondern auch im Trab

die Berge hoch und machte einige Plätze gut.

Nach 140 km lag die Spitzengruppe noch eng

beisammen, nur 7 Sekunden trennten Bernhard

Dornsiepen von Kerstin Michelmann auf

Farha und Anke Stein mit Shaquille, die die

Führung innehatten. Sie brauchten jedoch

5:30 min. um vor die Tierärzte zu treten, während

Rio topfit war und nach nur zwei Minuten

das Okay bekam. Auf der letzten Runde

legte Bernhard Dornsiepen dann noch einmal

zu. Er startete mit drei Minuten Vorsprung

aus dem Vet-Gate und gewann am Ende mit

18 Minuten Vorsprung. Seine Reitzeit betrug

insgesamt 11:06:37. Nach ihm kam Kerstin

Michelmann ins Ziel. Sie startete zum ersten

Mal bei einer DM und erfüllte sich mit ihrer

Stute Farha Al Samarra einen Lebenstraum.

Sie kam vor 20 Jahren mit dem Distanzsport

erstmals in Berührung und seither hatte sie

diesen Traum, einmal einen 160er zu reiten.

Sie ist bestens ausgestattet mit der 14-jährigen

deutschen Edelblut-Stute (ehemals arabisch

Partbred genannt), die von den distanzerprobten

Eltern Okeano ShA und Famosa

(Trakehner, von Kosmonaut ox) abstammt

und im Gestüts Samarra geboren wurde. Sie

ritt nach einer Reitzeit von 11:24:40 ins Ziel.

Für die Züchter der Stute, die Familie Al Samarraie,

war es eine besondere Freude, dass

mit Farha die dritte Nachzucht von Okeano

ShA bei einer Deutschen Meisterschaft auf

dem Treppchen steht. Farha ist nämlich die

Halbschwester von Ayman al Samarra, Deutscher

Meister 2007 und Zarah al Samarra,

Deutsche Jugendmeisterin 2015, 2016 und

2017. "Ich freue mich als Züchterin riesig darüber,

welch leistungsbereite und starke Pferde

unser Gründerhengst Okeano gezeugt

hat", meint Klaudia Al Samarraie stolz.

Nur zwei Sekunden hinter Kerstin Michelmann

auf Farha überquerte Anke Stein mit

56

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Shaquille, ihrem 10-jährigen, selbstgezogenen

Arabermix-Wallach die Ziellinie. Auch

für dieses Paar war es die erste Deutsche

Meisterschaft. Den ersten Distanzritt ist Anke

Stein 1999 in der Rhön geritten. Für diese DM

hat das Paar im Januar das Training begonnen,

mit 2- bis 3-mal in der Woche. Dann sind

die beiden dieses Jahr auf drei Ritte über 81-

120 km gestartet. Anke Steins oberstes Motto

heißt, Spaß am reiten zu haben, an der Natur,

den netten Mitreitern - und natürlich anzukommen!

2/2019 - www.in-the-focus.com

Siegerin der Deutschen Jugendmeisterschaft: Die 18-jährige Nayla Al Samarraie mit Olympia Al

Samarra. Die beiden erhielten auch den Best Condition-Preis zugesprochen.

Deutsche Jugendmeisterschaft

In Rotenburg fanden zeitgleich auch für

die Nachwuchsdistanzreiter die Deutschen

Jugend-Meisterschaften statt. Die Jugendlichen

mussten "nur" 120 Kilometer reiten

mit "nur" knapp 4000 Höhenmeter. "Aber es

war auch eine sehr anspruchsvolle Strecke".

erklärte Nico Hörmann, Koordinator der Disziplin

Distanzreiten beim Deutschen Olympiade-Komitee

für Reiterei (DOKR). So kam es,

dass sich die Spitzengruppe mit der späteren

Deutschen Jugendmeisterin Nayla Al Samarraie

dann auch taktisch etwas verzettelte und

am Ende aus dieser Spitzengruppe nur Nayla

das Ziel erreichte.

Für die 18-Jährige war es ein Heimsieg, denn

die Deutschen Meisterschaften fanden rund

um das familieneigene Shagya-Arabergestüt

statt. 2016 und 2017 war sie schon Vize-Meisterin

gewesen, jetzt war es die Goldmedaille.

Sie ritt allerdings nicht ihr Top-Pferd Warsana,

denn die sollte zwei Wochen später eine

Qualifikation für die Europameisterschaften

gehen. Daher hatte ihr ihre Schwester Moira

die Stute Olympia Al Samarra zur Verfügung

gestellt, die bereits für die EM qualifiziert

ist. Olympia ist eine Anglo-Araberstute von

Olymp ShA aus der Zaynap AA. Olymp hat

wiederum Kosmonaut ox als Vater, genauso

wie Famosa, die Mutter der Silbermedaillengewinnerin

Farha.

Moira Al Samarraie, die von 2015 bis 2017

praktisch ein Abo auf den Titel „Deutsche Jugendmeisterin“

hatte, war auch bei der DJM

gestartet. Aber ihre Stute Zarah, mit der sie

schon dreimal die DJM gewonnen hatte, hatte

sich ein Hufeisen abgetreten und somit

konnten die beiden den Ritt nicht beenden.

"Wir sind aber dennoch zufrieden, das mit

dem abgetretenen Eisen bei Zarah war natürlich

ärgerlich, aber besonders glücklich sind

wir mit dem Sieg von Nayla und insgesamt

ist auch sonst alles gut gelaufen", so Ahmed

Al Samarraie, Vater der Schwestern Nayla und

Moira und Veranstalter der Deutschen Meisterschaften.

Silber bei den Junioren ging an Adrian Bayerl,

der in Bulgarien lebt und zum ersten Mal bei

einer DJM mitgeritten ist. Er ritt den 11-jährigen

Shagya-Araber-Wallach Murphy (Mefistofel

/ Felina (v. Fram)). Bronze gewann der

Titelverteidiger und Deutsche Jugendmeister

aus dem Vorjahr – Nico Helta mit seinem

13-jährigen Vollblutaraber White Pablo, (Proszek

/ Wioletta). Der kleine, nur 1,42 m große

Wallach ist bei Nico Helta schon seit er drei

Jahre alt ist. Nico hat ihn alleine ausgebildet

und wie man sieht, ist Größe allein nicht alles!

Best Condition

Wie fast jedesmal nach einer Meisterschaft

gibt es eine Diskussion darum, ob diese Strecke

zu schwer, zu steil, zu steinig oder sonst

was war. Es wird die Frage gestellt, ob man

eine DM nicht besser im Flachland veranstalten

sollte, damit auch die Reiter aus den

nördlichen und östlichen Gefilden, die keine

Berge gewohnt sind, bessere Chancen hätten.

Tatsache ist, die Alheimer Challenge war perfekt

organisiert, es passte einfach alles, da

Die Bronzemedaille bei den Senioren ging an

Anke Stein mit Shaquille, einem 10-jährigen

Arabermix-Wallach aus eigener Zucht.

57

-waren sich Teilnehmer, Begleitpersonen und

Zuschauer einig. Dass die Strecke bergig ist,

ging aus der Rittbeschreibung klar hervor,

denn dort waren die Höhenmeter ja ausgewiesen.

Dass mit diesen Angaben offenbar

nicht jeder Reiter etwas anfangen konnte, ist

nicht dem Organisator anzulasten, sondern

der mangelnden Erfahrung der betreffenden

Reiter. Erfahrungen aber muß jeder selbst

sammeln, und insbesondere bei den Jugendlichen

und Junioren hat es daran wohl noch

gemangelt.

Wer also gegen den von gewissen Sponsoren

geförderten Trend ist, der nur "gerade-aus-Strecken

auf flachen Sandpisten"

forciert, sollte froh sein um jede technisch

anspruchsvolle Strecke. Auch sollte man

aufhören, die Qualität eines Rittes anhand

der Durchschnittsgeschwindigkeit zu beurteilen.

Diese dient nur der Rangierung innerhalb

eines Rittes. Sobald die Reihenfolge

entschieden ist, verliert sie an Bedeutung,

denn jede Strecke ist anders und selbst auf

derselben Strecke können an einem anderen

Tag andere (klimatische) Bedingungen

herrschen, die andere Geschwindigkeiten

verlangen. Man kann also weder unterschiedliche

Strecken, noch zwei Ritte auf

derselben Strecke vergleichen und sollte

endlich davon abkommen, an dem Mantra

"immer schneller, immer höher, immer

weiter" festzuhalten. Besonders beim Distanzsport

gibt es andere Kriterien, die einen

erfolgreichen Ritt ausmachen - zum Beispiel

sein Pferd mit der bestmöglichen Kondition

ins Ziel zu reiten. Und daher ist der "Best

Condition"-Preis so wichtig - und der ging

bei der diesjährigen DM und DJM an Rio mit

Bernhard Dornsiepen sowie an Olympia mit

Nayla Al Samarraie, womit wieder einmal

bewiesen ist, dass sich beides - beste Kondition

und schnellster Ritt - nicht ausschließen

müssen. Ganz im Gegenteil!

Gudrun Waiditschka

Distanzsport


Die Wiederbelebung des Kuhaylan Zaid-Stammes

Ausdauer lohnt sich!

Shagya-Araber

Karl Hemmer mit seinem Hengst Kuhaylan Zaid-111 (Kohekon), der den Hengststamm

des Kuhaylan Zaid wiederbeleben soll.

Alle Fotos: privat

Der Shagya-Araber-Züchter Karl Hemmer hatte eine Vision - er wollte den verschollen

geglaubten Hengststamm des Kuhaylan Zaid wiederbeleben. Es sollte 10 Jahre dauern,

bis die ersten Fohlen geboren wurden ...

Es war das Jahr 2005, als ich beim Studium

von diversen Stutbüchern und Hengstlisten

keinen Hengst fand, der dem Stamm

des Kuhaylan Zaid db 1931, geboren 1923, angehörte.

Diverse Berichte über diesen Hengst,

der zu dem letzten Import von einem Beduinenstamm

gehörte, fesselten mich. Zu jener

Zeit, als europäische Züchter größtenteils auf

die Nachkommen der Jahrhunderthengste

Bajar und Gazal VII zurückgriffen, wollte ich

den erloschen geglaubten Hengststamm des

Kuhaylan Zaid db wieder zum Leben erwecken.

Für einen kleinen Züchter ein schier unmögliches

Unterfangen. Und eigentlich sollte

dies eher die Aufgabe von den diversen Nationalgestüten

sein.

Nach langem Suchen fand ich endlich 2007

einen Hengst, der diesem Stamm angehörte.

Der Haken dabei war, dass er in Guate-

mala zu Hause war. "Guatemala ist ein wunderbares

Land, Gefriersamen gibt es nur für

Rindviecher, leider aber nicht für Pferde", so

die Aussage des damaligen Besitzers. Nach

einigem Hin und Her hatte ich die Möglichkeit,

diesen Hengst zu erwerben. Leider

scheiterte dieses Vorhaben aber schlussendlich

aus diversen Gründen.

Spurensuche in der Slowakei

Im Jahr 2008 hatte ich die Möglichkeit, vom

Nationalgestüt Topolcianky durch dessen

Direktor Ing. Michael Horny Gefriersamen

von 202 Kuhailan Urkub I (Brokat ox / 756

Shagya XVI-7), *1972, zu erwerben. Wir besamten

damit unsere Stute Gazmene (Gazmel

/ Shagya XXII-34), beim zweiten Durchgang

wurde sie trächtig. Die Freude währte

leider nur etwa drei Monate. Nach einem

Unfall verlor Gazmene das Fohlen. Einige

Jahre gingen ins Land und ich war wieder

am Anfang.

2009 fand ich dann in der Slowakai einen

Sohn von 202 Kuhailan Urkub I, den damals

15-jährigen Kerim (a.d. 2457 Siglavy Bagdady

II-15). Nachdem er gekört wurde, stand

2010 nichts mehr im Wege. Ich erzählte dies

meinem Züchterfreund Walter Fahrnleitner.

Seine Stute Kannah (Burgas-137 / Kaja II) und

unsere Nofretete (Ibn Galal I-4 / O’Bajan XIV-

3) traten gemeinsam den Weg zu Kerim an.

Beide Stuten wurden trächtig. Wir behüteten

diese Stuten wie unseren eigenen Augapfel.

Im März bzw. Mai 2011 wurde meine

Vision wahr. Beide Stuten bekamen je ein

Hengstfohlen. Kannah brachte den Schimmel

Kuhaylan Zaid-155 (Kalif) und Nofretete

den braunen Kuhaylan Zaid-111 (Kohekon).

58

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Karl Hemmer und Familie mit Kuhaylan Zaid-616 (Katara) (Kohekon / Gahwary) *2016 anläßlich

der internationalen Araberschau in Bábolna, wo sie ihre Klasse gewann.

616 (Katara) a.d. Gahwary aus der Zucht von

der Fam. Hemmer und die Kuhaylan Zaid-

623 (Kathaylana) a.d. Kemira Olympia aus

der Zucht von Reinhart Skofitsch.

Im selben Jahr wurde von Kuhaylan Zaid-

111 (Kohekon) auch Gefriersamen angelegt.

Als Frau Linda L. Rudolphi von der WineGlass

Farm davon erfuhr, importierte sie 10 Portionen

Gefriersamen nach Amerika.

Im September 2017 absolvierte Kuhaylan

Zaid-111 (Kohekon) seinen ersten Distanzritt

über 40 km in der Leistungsklasse I. Im gleichen

Jahr gewann auch seine Tochter Kuhaylan

Zaid-616 (Katara) a.d. Gahwary die Klasse

der einjährigen Shagya-Araber-Stuten bei

der internationalen Araberschau in Bábolna.

Shagya-Araber

Bei der nationalen Araberschau 2011 in Sachendorf

begeisterte das sechs Wochen alte

braune Hengstfohlen an der Seite seiner

Mutter sowohl die Richter als auch das Publikum.

Kuhaylan Zaid-111 (Kohekon) gewann

die Fohlenklasse.

Bis zum vierten Lebensjahr wuchsen beide

Hengstfohlen gemeinsam in einem Offenstall

auf. Beim Europachampionat 2013

in Marbach hatten beide als Zweijährige

vor internationalem Publikum ihren öffentlichen

Auftritt. Aber die Stunde der Wahrheit

schlug erst 2014: In diesem Jahr waren sie

dreijährig und wurden der Körkommission

des ÖAZV vorgestellt. Beide Hengste erhielten

das Urteil 'gekört', Kuhaylan Zaid-155

(Kalif) wurde sogar Gesamtsieger dieser Veranstaltung.

Der nächste logische Schritt auf dem Weg in

das Hengstbuch I beim ÖAZV war die Absolvierung

der Hengstleistungsprüfung. Kurz

vor Beginn der 30-Tage-Stationsprüfung in

Stadl Paura wurde Kuhaylan Zaid-155 (Kalif)

nach Kroatien verkauft. Unser Kuhaylan

Zaid-111 (Kohekon) absolvierte 2015 diese

Stationsprüfung als Vierjähriger mit 7,24 Pkt.

10 Jahre später ...

10 Jahre sind seit meiner Vision, den Stamm

des Kuhaylan Zaid wieder zum Leben zu

erwecken, ins Land gegangen. Jetzt war es

so weit. Ich hatte einen gekörten und leistungsgeprüften

Hengst von diesem Stamm

im Stall stehen.

2016 wurden von Kuhaylan Zaid-111 (Kohekon)

zwei Töchter geboren: Kuhaylan Zaid-

Kuhaylan Zaid Kimero, geb. 2019, Mutter:

Shadova (v. Fram), Züchter: Franz Kögl

Der Stamm ist gerettet - vorerst

Im Jahr 2018 absolvierte Kohekon zwei weitere

Distanzritte über 40 km in der Leistungsklasse

I sowie einen Ritt über 80 km in der

Zeit von 5:44:50, das entspricht 13,90 km/h.

Im selben Jahr wurde das Hengstfohlen Kuhaylan

Zaid-810 (Karim) a.d. Kanaah aus der

Zucht von Walter Fahrnleitner geboren. Dieses

Fohlen wurde im Alter von drei Monaten

an eine junge, aufstrebende Distanzreiterin

verkauft.

Beim Saisonstart 2019 siegte Kuhaylan Zaid-

111 (Kohekon) bei einem Distanzritt über 81

km in der Zeit von 5:15:45, d.h. 15.39 km/h.

Somit absolvierte er auch die Novice Qualifikation.

Im April kam das Hengstfohlen Kuhaylan

Zaid Kimero aus der distanzerprobten

Stute Shadova bei Franz Kögl zur Welt.

Bis zum heutigen Tage bereue ich trotz einiger

Rückschläge nicht eine Sekunde, mich

um diesen Hengststamm bemüht zu haben.

Karl Hemmer

2/2019 - www.in-the-focus.com

59

Kuhaylan Zaid-111 (Kohekon) beim Distanzritt

über 80 km im April 2019.


Pferde im Fokus der Wissenschaft

Wissenschaft

Knochenermüdung bei

Renn- und Distanzpferden

Pferde, die sich bei Rennen und auf Distanzritten das Bein brechen

zeigen die möglichen Gefahren dieser Sportarten auf.

Diese Ereignisse sollten jedoch keinesfalls als zufällig oder akzeptabel erachtet werden.

Jüngste Forschungsergebnisse, darunter

die des Equine Limb Injury Prevention

Program (Programm zur Vorbeugung von

Verletzungen an Pferdebeinen) an der University

of Melbourne, haben unser Verständnis

darüber, wann, wie und welche Art von Verletzungen

im Rennsport auftreten, verbessert.

Es ist jedoch noch viel Arbeit erforderlich, um

herauszufinden, was Trainer tun können, um

Ausfälle und Todesfälle zu reduzieren.

Materialermüdung bei Knochen

Knochen ermüden wie die meisten Materialien,

wenn sie wiederholt hohen Belastungen

ausgesetzt werden. Die meisten Knochenund

Gelenkverletzungen bei Rennpferden

sind auf Ermüdungsschäden zurückzuführen,

was bedeutet, dass sie eher aus einer Knochenermüdung

während des Trainings und des

Rennens hervorgehen, als aus einer einzelnen

zufälligen Verletzung durch einen Sturz oder

durch Stolpern. Die Knochen von Rennpferden

sind bei jedem Galoppsprung wiederholt

extremen Belastungen ausgesetzt, wobei die

höchsten Belastungen in den am häufigsten

verletzten Gelenken auftreten: dem Fesselgelenk

und dem Vorderknie (Karpalgelenk).

Zum Glück kommt es selten zu vollständigen

Knochenbrüchen, aber bei Rennpferden

sind weniger schwere Ermüdungsschäden an

der Gelenkoberfläche häufig. Solche Verletzungen

können zu schwacher Leistung und

Lahmheit führen, sind jedoch nur schwer zu

diagnostizieren, solange nicht hochentwickelte

bildgebende Geräte wie die Szintigraphie

verwendet werden.

Das Wichtigste, was Sie über Knochenermüdung

wissen müssen, ist, dass sie sich im Lauf

der Zeit ansammelt. Aufgrund von Ermüdung

sammeln sich während des Trainings winzige

Risse im Knochen an. Dies bedeutet, dass

nicht das, was das Pferd an dem Tag tat, an

dem eine Verletzung auftrat, von Bedeutung

ist, sondern das, was das Pferd in den Tagen,

Wochen oder Monaten vor der Verletzung

tat. Bei jedem schnellen Galopp oder Rennen

wird ein Teil der Lebensdauer des Knochens

aufgebraucht. Intensives Training und Rennen

kann auf kurze Sicht als eine erfolgreiche

Der Hebelarm am Fesselgelenk erzeugt

große Belastungen in den Sehnen und

Gelenken der unteren Extremität. - The lever-arm

at the fetlock joint creates large loads

in the tendons and joints of the lower limb.

Strategie erscheinen, wenn daraus keine unmittelbaren

Konsequenzen entstehen, aber

wenn die Knochenreserven aufgebraucht

sind, kann dies das Pferd für zukünftige Verletzungen

anfällig machen. Knochenverletzungen

treten am ehesten bei Pferden auf,

die im Laufe ihrer Karriere lange Strecken in

hoher Geschwindigkeit absolvieren, oder bei

Pferden, die in kurzer Zeit sehr viel Arbeit verrichten

Der Knochen ist ein erstaunliches Gewebe. Er

ist nicht träge, sondern hochdynamisch und

kann sich bei richtigem Training anpassen, so

dass er widerstandsfähiger gegenüber Verletzungen

wird. Das Knochengewebe verfügt

außerdem über einen Reparaturmechanismus,

mit dem älteres, ermüdetes Knochengewebe

entfernt und durch frischen neuen

Knochen ersetzt wird. Während des Trainings

passt sich der Knochen des Pferdes selbst

bei kurzen Geschwindigkeitsspitzen an, indem

neuer Knochen eingelagert wird, um

die Gesamtknochenmenge zu erhöhen (ein

Prozess, der als Modellieren bezeichnet wird).

Diese Prozesse zu verstehen und zu nutzen,

ist das Geheimnis zur Verhinderung von Verletzungen.

Der Knochen passt sich an

Die meisten Trainer wissen, dass sich das

Skelett eines Pferdes an die Arbeit bei hoher

Geschwindigkeit gewöhnen muss, um das

Risiko von Gliedmaßenverletzungen zu verringern.

Aber genaue und ausreichende Informationen,

wie lange es dauert, bis sich die

Knochen an ein gesteigertes Arbeitspensum

innerhalb eines Trainingsprogramms angepasst

haben, sind noch nicht verfügbar.

Neue Forschungsergebnisse des Equine Limb

Injury Prevention Program zeigen, dass jedes

Pferd, das länger als etwa eine Woche nicht

trainiert wurde, riskiert, sich durch Galopparbeit

bei hoher Geschwindigkeit aufgrund des

raschen Knochenschwunds oder des Verlusts

der Anpassung zu verletzen. Dies bedeutet,

dass die Rückkehr zum Hochgeschwindigkeitstraining

nach einer solchen Pause

schrittweise erfolgen sollte.

Da es zeitaufwändig, kostspielig und möglicherweise

unethisch ist, die Auswirkung

unterschiedlicher Trainingsbelastungen auf

die subchondrale Knochenermüdung (subchondraler

Knochen ist die Knochenschicht

direkt unter dem Knorpel in einem Gelenk)

am Rennpferd zu beurteilen, entwickeln wir

mathematische Modelle, um diesen komplexen

Prozess besser zu verstehen.

In einem unserer Modelle haben wir die

Auswirkungen einer allmählichen Erhöhung

oder Verringerung der Trainingsbelastung für

drei Gruppen von Rennpferden untersucht:

untrainierte Zweijährige, trainierte Pferde,

die mindestens vier Wochen Pause hatten,

und trainierte Pferde, die derzeit seit mehr als

vier Wochen im Training sind.

Das Modell zeigte, dass für ein junges Pferd

mindestens 16 Wochen Training erforderlich

60

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


sind, bevor sich die Knochen vollständig an

die Renngeschwindigkeit angepasst haben

- dies gilt auch für das am schnellsten fortschreitende

Trainingsprogramm. In der Praxis

wird mehr Zeit benötigt, da die Trainingsgeschwindigkeit

langsam erhöht werden muss,

um Verletzungen an einem schlecht angepassten

Skelettapparat zu vermeiden. Es gibt

keine Abkürzungen. Bei Rennpferden, die

zuvor bereits mindestens eine vollständige

Vorbereitung durchlaufen haben, kann die

vollständige Anpassung einige Wochen kürzer

sein.

Auf der anderen Seite kann es sehr schnell

zu Knochenverlust ("De-Adaption") kommen,

wenn das Renntraining unterbrochen wird.

Das Modell zeigt, dass bereits bei kurzen

Ruhezeiten von zehn Tagen bis zu 10 % des

Knochens verloren gehen, was ihn erheblich

schwächer und damit verletzungsanfällig

macht, wenn das Geschwindigkeitstraining

zu schnell wieder eingesetzt wird. Basierend

auf dem Modell würde es 20 Tage dauern,

bis ein solcher Verlust nach der sorgfältigen

Wiederaufnahme des Trainings behoben ist,

und intensive Galopparbeit sollte in diesem

Zeitraum vermieden werden.

Während wir diese Modelle weiterentwickeln,

werden wir Variationen der Trainingsintensität

ausprobieren, um die tatsächlichen Rennpferde-Trainingsprogramme

besser widerzuspiegeln

und so spezifischere Empfehlungen

abgeben zu können. In der Zwischenzeit

müssen die Trainer bei der Wiederaufnahme

des Trainings vorsichtig sein, wenn das Pferd

länger als eine Woche nicht gearbeitet hat.

Die Bedeutung von Ruhezeiten

Rennpferde brauchen "Auszeiten" von den

Anstrengungen des Renntrainings und der

Rennen, um auf ihrem Leistungshöhepunkt

zu bleiben. Auszeiten sind unerlässlich, um

die Gesundheit der Knochen und Gelenke

aufrechtzuerhalten, denn wenn Pferde auf

ihrem höchsten Leistungsniveau laufen, wird

die Knochenreparatur gehemmt und es können

sich somit Knochenschäden ansammeln.

In den Ruhephasen werden die Knochenreparaturprozesse

jedoch aktiviert, sodass

beschädigtes Knochenmaterial entfernt und

durch neues Knochengewebe ersetzt werden

kann. Ruhezeiten ohne Training sind daher

unerlässlich, um die Karriere eines Rennpferdes

zu verlängern.

Die offensichtliche Frage ist daher, wieviel

Training ist zu viel und wieviel Ruhe wird

benötigt, um Knochenschäden auf einem

sicheren Niveau zu halten. Wie bei allen biologischen

Fragen ist dies für ein bestimmtes

Pferd aufgrund der großen individuellen

Unterschiede zwischen einzelnen Tieren

schwierig zu beantworten. Aufgrund der hohen

Häufigkeit von Gelenkverletzungen bei

Rennpferden ist jedoch anzunehmen, dass

die meisten Pferde nicht genügend Zeit ohne

Training verbringen, um eine angemessene

Knochenreparatur zu ermöglichen.

Obwohl der Rennkalender es schwierig

macht, die Trainingspause zu verlängern,

2/2019 - www.in-the-focus.com

Der Großteil der Knochenreparatur findet statt, wenn Pferde eine Auszeit haben. - The majority

of bone repair occurs when horses are spelling.

all images: Equine Limb Injury Prevention Program, The University of Melbourne

bedeuten diese extra Wochen pro Jahr, in

denen sich das Pferd auf der Weide ausruhen

und erholen kann, letztendlich weniger Verletzungen,

die eine Zwangspause oder sogar

das Ende der Rennkarriere bedeuten können.

Ruhezeiten bei Gelenksverletzungen

Tierärzte empfehlen häufig Ruhezeiten für

Pferde mit Verletzungen oder Lahmheitsproblemen.

Dies zu akzeptieren, kann für Besitzer

und Trainer eine Herausforderung darstellen,

aufgrund der Kosten für den Unterhalt

eines Pferdes während der Ruhephasen im

Training, und weil es dann auf der Rennbahn

kein Geld verdienen kann. Es ist also wichtig,

den Zweck der Ruhe zu verstehen.

Bei Gelenkverletzungen besteht das Ziel

darin, dass der Knochen, der unter dem Gelenksknorpel

liegt, heilt und die Entzündung

nachlässt. Sofern keine anhaltende Reizung

oder Schädigung vorliegt, verschwindet

die Entzündung des Weichgewebes in etwa

sechs Wochen. Für Knochen basiert die traditionelle

dreimonatige Heilungsperiode auf

Daten von Versuchstieren. In unseren Untersuchungen

am Pferd wurden jedoch nach

drei Monaten nur 16 % des Knochens unter

dem Knorpel ersetzt, was darauf hindeutet,

dass möglicherweise viel längere Ruhezeiten

erforderlich sind. Wir haben auch gesehen,

dass bei ausgedehnten mikroskopischen

Schäden die Heilungszellen keinen Zugang

zum verletzten Bereich erhalten und dies die

Heilungszeit weiter verzögert.

Wenn Sie nicht genügend Zeit für die Reparatur

einer Gelenksverletzung einplanen, wird

die verbleibende gesunde Gelenksoberfläche

stärker beansprucht und das Risiko für

Arthritis und Schmerzen steigt. Die Gelenke

von Pferden sind im Galopp routinemäßig

61

extremen Belastungen ausgesetzt, sodass

der unverletzte Teil einer Gelenkoberfläche

kaum größeren Belastungen standhält. Das

ist der Grund, warum Pferde mit Gelenkverletzungen

für den Rest ihrer Karriere keine erwartungsgemäße

Leistung mehr erbringen.

Der kurzfristige Vorteil, ein Pferd nach einer

Verletzung möglichst früh wieder ins Rennen

zu schicken, kann durch geringere Leistung

und eine verkürzte Karriere zunichtegemacht

werden.

Zusammenfassung

Zusammenfassend bedeutet die Prävention

von Verletzungen bei Rennpferden:

• Geben Sie dem Skelettapparat des Pferdes

Zeit, sich an das Galoppieren anzupassen,

wenn es zum ersten Mal im Training ist oder

wenn es nach einer Ruhephase wieder ins

Training genommen wird.

• Minimierung der Anhäufung von Knochenschäden

durch Vermeidung intensiver

Trainings- und Renneinheiten. Dies kann

erreicht werden, indem die Distanz des Galopptrainings

verkürzt wird und zwischen

den Rennen drei bis vier Wochen Zeit bleibt.

• Planen Sie regelmäßige Trainingspausen

nach intensivem Training ein.

• Wenn es dennoch zu Verletzungen kommt,

befolgen Sie die Empfehlungen Ihres Tierarztes

bezüglich der angemessenen Ruhezeit

(ohne Training) und stellen Sie sicher,

dass die Vorbereitung für die Rückkehr zum

Rennen allmählich erfolgt.

Dr R Chris Whitton,BVSc, PhD, FACVSc

Leiter des Equine Centers, Professor für

Equine Medicine and Surgery, Facharzt

für Equine Surgery, Universität Melbourne,

Australien

Wissenschaft


Horses in the focus of science

bone fatigue in Race

and Endurance horses

Science

Horses breaking their leg during endurance competitions and races

demonstrate the potential dangers of these sports.

But these events should not be considered accidental or acceptable.

Recent research including that from the

Equine Limb Injury Prevention Program

at The University of Melbourne has progressed

our understanding of when, how and

what kind of injuries occur in racing but a lot

more work is needed to discover what trainers

can do to reduce breakdown and deaths.

Bone, like most materials, weakens when

subjected to repeated high loads. Most bone

and joint injuries in racehorses are the result

of fatigue damage, which means they occur

due to weakening of bone over the course

of training and racing, rather than because

of a single incidental injury such as a fall or

trip. The bones of racehorses endure extreme

loads repeatedly every time they gallop,

with the highest loads occurring in the joints

that are most commonly injured: the fetlock

and knee (carpal joint). Thankfully complete

fractures of bone occur infrequently, but less

severe fatigue injuries to the joint surface are

common in racehorses. Such injuries can result

in poor performance and lameness but

are hard to identify unless sophisticated imaging

equipment like scintigraphy is used.

The most important thing to understand

about bone fatigue is that it builds up over

time. Due to fatigue, tiny cracks will accumulate

in the bone during training. This means

that it is not what the horse was doing on the

day an injury occurred that is most important,

rather what the horse was doing in the days,

weeks or months leading up to the injury. With

every fast gallop or race, a proportion of the

lifespan of the bone is used up. Training and

racing intensely in the short term might seem

to be a successful strategy if there is no immediate

consequence, but by depleting the bone’s

reserves it may have set the horse up for future

injury. Bone injuries are most likely to occur

in horses that do a lot of high speed distance

work over the course of their career, or in horses

that complete a very large amount of work

in a short period of time.

Managing Bone to prevent Injury

Bone is an amazing tissue. It is not inert but

highly dynamic and in the right training environment

can adapt to increase its resistance

to injury. Bone also has a repair mechanism

that removes older fatigued bone and

replaces it with fresh new bone. During training,

the horse’s bone adapts to even short

bursts of speed by laying down new bone to

increase the total amount of bone (a process

called modelling). Understanding and exploiting

these processes is the secret to preventing

injury.

Bone adapts under Training Loads

Most trainers know that a horse’s skeleton

needs to get used to high speed exercise in

order to reduce the risk of limb injuries, but

accurate and sufficient information about

the time it takes for bone to adapt to changes

in exercise intensity throughout a racehorse’s

training program is not yet available.

New research from the Equine Limb Injury

Prevention Program indicates that any horse

rested from training for longer than about a

week is at risk of injury from high speed work

because of rapid bone loss or loss of adaptation.

This means that any return to high speed

training after such a rest should be gradual.

Because it is time consuming, costly, and

potentially unethical to assess the effect of

different training loads on subchondral bone

fatigue in racehorses, we are developing mathematical

models to better understand this

complex process.

In one of our models we looked at the effects

of gradually increasing or decreasing

training load for three classes of racehorses:

untrained two-year-olds, trained horses that

had rested (spelled) for at least four weeks,

and trained horses that are currently in training

for more than four weeks.

The model showed that for a young horse, at

least 16 weeks of training is needed before

bone has completely adapted to racing speeds

– this is the case even for the most rapidly progressive

training regimen. In practice, more

time will be needed because training speeds

must be increased slowly to avoid injury in a

poorly adapted skeleton. There are no shortcuts.

Complete adaptation might be several

weeks less for racehorses that have undergone

at least one full preparation.

Typical fractures in racehorses include

condylar fractures of the cannon bone above

the fetlock. - Typische Knochenbrüche bei

Rennpferden sind Frakturen des Röhrbeinknochens

über dem Fesselgelenk.

all images: Equine Limb Injury Prevention

Program, The University of Melbourne

On the other hand, bone loss (‘de-adaptation’)

can be quite rapid when race training is

interrupted. The model shows that even with

short rest periods of ten days up to 10% of

bone is lost, making it considerably weaker

and therefore prone to injury if high speed

exercise is reintroduced too quickly. Based

on the model, such a loss would take 20 days

to be recovered following the careful reintroduction

of training and intense speed work

62

© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Fatigue damage in the fetlock of a racehorse is similar to fatigue damage in other materials such

as metal. - Ermüdungsschäden im Fesselgelenk eines Rennpferdes ähneln den Ermüdungsschäden

in anderen Materialien wie Metall.

should be avoided during this period.

As we refine these models we will trial variations

of training intensity to better mirror actual

racehorse training programs so that we

can make more specific recommendations.

In the meantime trainers need to be cautious

in returning horses to work too rapidly if they

have been rested from training for longer

than a week.

The Importance of Rest Periods

Race horses need periods of time away from

the rigours of racing and race training to

stay at their peak. Spells from racing are

essential to maintain bone and joint health

because when horses are racing at their

peak, bone repair is inhibited and so bone

damage accumulates. However during rest

periods the bone repair processes are activated

allowing removal of damaged bone

and replacement with new bone. Periods of

rest from training are therefore essential to

prolong the career of race horses.

The obvious question then is how much

training is too much and how much rest is

needed to maintain bone damage at safe

levels. As with all biological questions this

is difficult to answer for a particular horse

because of the large variation between individual

animals. However, based on the high

incidence of joint injury in race horses it is

reasonable to assume that most horses are

not getting enough time away from training

to allow adequate bone repair.

Although the racing calendar makes it difficult

to increase time off training, finding an

extra few weeks in the paddock each year for

rest and recovery will mean fewer injuries

that could have forced an unplanned rest or

even retirement.

Rest Periods for Joint Injury

Veterinarians commonly recommend rest

periods for horses with injuries or lameness

problems. This can be challenging for owners

and trainers to accept due to the expense

of keeping horses during rest periods and

training when they are not earning money

on the track. So it’s important to understand

the purpose of rest.

For joint injuries the goal is to allow the

bone underlying the cartilage to heal and

for inflammation to subside. Provided there

is no ongoing irritation or damage, soft tissue

inflammation settles in about six weeks.

For bone, the traditional three month healing

period is based on data from experimental

animals. However in our studies on

the horse, after three months only 16% of

the bone under cartilage will be replaced

suggesting that much longer periods of rest

might be necessary. We have also seen that

when microscopic damage is extensive the

healing cells are unable to gain access to

the injured area and this further delays the

healing time.

Failing to allow adequate time for a joint injury

to repair will result in greater stress on

the remaining healthy joint surface and an

increased risk of arthritis and pain developing.

Horses’ joints routinely experience extreme

loads when galloping so there is little

scope for the uninjured portion of a joint

surface to cope with greater loads. That’s

why horses with joint injury fail to perform

to expectations for the remainder of their

careers. The short term gain of getting a horse

back to racing earlier after an injury may

be offset by substandard performance and a

shortened career.

So in summary injury prevention in racehorses

involves:

• Allowing time for the skeleton to adapt

to galloping when training is first introduced

or when it is reintroduced after a

rest period.

• Minimising the accumulation of bone

damage by avoiding intense training and

racing campaigns. This can be achieved

by reducing the distance of galloping

workouts and spacing races by three to

four weeks.

• Scheduling regular spells from intense

training.

• If injury does occur follow your veterinarian’s

recommendations on the appropriate

period of rest from training, and

ensure that the preparation for return to

racing is gradual.

Dr R Chris Whitton,BVSc, PhD, FACVSc

Head of the Equine Centre, Professor of

Equine Medicine and Surgery, Specialist

in Equine Surgery, The University of

Melbourne, Australia

The number of cycles of load to failure: The higher the speed (the faster) the earlier bone fatigue

may occur (fewer strides). - Die Anzahl der Belastungszyklen bis zum Versagen: Je höher die

Geschwindigkeit, desto früher kann eine Knochenermüdung auftreten.

Science

2/2019 - www.in-the-focus.com

63


Termine

13.-14. Juli

27. Juli

25.-28. Juli

Termine 2019 / Shows & Prüfungen 2019

Intern. Tag des Arabischen

Pferdes

Stuten- und Fohlenmusterung

mit Prämierung

Europa-Meisterschaft der Sport-

Araber

Ströhen / DE

Gestüt Camelot, Seefeld / DE

WTC, Wiener Neustadt / AT

2.-4. August ISG Europachampionat Marbach H.u.L.Gestüt Marbach / DE

abgesagt

Kauber Platte Championat &

Amateur-Schau (Al Jassimya Ch.)

10.-11. August Egytpian Event Europe

23.25. August

Terminänderung!

HLP, SLP für Arabische Pferde

(ZSAA, VZAP)

Kauber Platte / DE

NEU: Schloss Löwenstein

in Kleinheubach / DE

H.u.L. Gestüt Marbach / DE

www.ecaho.org

www.vzap.org

www.friends-of-arabiansporthorses.at

http://isg-shagya-araber.de

www.gestuet-marbach.de

www.kauber-platte-championat.de

www.egyptian-event-europe.com

www.gestuet-marbach.de

24.-25. August UKIAHS A-Show Addington Manor / GB www.ecaho.org

24.-25. August Araber-Sommer-Festival

(Amateur-Schau)

30. Aug. - 1. Sept.

Deutsches Championat für Junge

(Distanz) Pferde

Stadl Paura / AT

Dormagen / DE

www.ecaho.org

www.vdd-aktuell.de

1. September ZSAA SLP und Musterungstermin Gestüt Rhön, Mittelkahlbach / DE www.gestuet-rhoen.de

14.-15. September

Tag des Arabischen Pferdes &

Amateur-Schau (Al Jassimya Ch.)

Dielsdorf / CH

www.szap.ch

21.-22. September Tag des Vollblutarabers in Bayern Gundelsheim-Theilenhofen / DE www.al-sadiyah.de

27.-29. September

All Nations Cup und Deutsches

Nationales Championat, Turnier

Aachen / DE

www.vzap.org

29. September Hengstparade in Marbach H.u.L. Gestüt Marbach / DE www.gestuet-marbach.de

3. Oktober Hengstparade in Marbach H.u.L. Gestüt Marbach / DE www.gestuet-marbach.de

6. Oktober Hengstparade in Marbach H.u.L. Gestüt Marbach / DE www.gestuet-marbach.de

19.-20. Oktober VZAP Verbandshengstschau Alsfeld / DE www.vzap.org

10.-11. November European Championships Vermezzo / IT www.ecaho.org

29. Nov. - 1. Dez. World Championships Paris-Vilpente / FR www.ecaho.org

Welt-Championat Paris ISG Europa-Championat Marbach Europa-Championat Sport Wr. Neustadt

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


Termine 2019 Al Jassimiya Amateur Challenge

Die Aljassimya Amateur Challenge

Das Ziel der Al Jassimiya Amateur Challenge ist es, neue Araberfans zu gewinnen. Dazu wird ihnen die Teilnahme an Kursen ermöglicht, bei

denen sie lernen, wie sie mit ihrem Pferd an einer Schau teilnehmen können. Diese Amateurschauen sind unterhaltsame und faire Wettbewerbe,

die überall in Europa angeboten werden, und bei denen die Teilnehmer nicht in direkter Konkurrenz mit den "Profis" antreten

müssen.

Al Jassimiya unterstützt nicht nur bestehende ECAHO-Amateurschauen, sondern fördert auch die Ausrichtung dieser Veranstaltungen. Alle

Schauen in der Aljassimya Amateur Challenge haben die gleichen Regeln, damit jeder Teilnehmer bei jeder dieser Schauen die gleichen

Chancen hat, einen der tollen Preise zu gewinnen! Zu diesen Preisen gehört zum Beispiel, als Gast der Aljassimya-Farm den Weltmeisterschaften

in Paris beizuwohnen, sowie ein Besuch im "Tal des arabischen Pferdes" in Santa Ynez, Kalifornien. Es werden laufend auch neue

Ideen für verschiedene Klassen ausprobiert, womit das bestehende System weiterentwickelt werden soll, um eine Pyramide aus qualifizierenden

Schauen zu schaffen. Auf diese Weise nehmen mehr und mehr Personen teil, die Spaß an Wettbewerben haben. Dabei ist es völlig

egal, ob es sich um die Besitzer der Pferde oder leidenschaftliche junge Menschen handelt.

Die Initiative soll helfen, eine neuen Dynamik für Araberschauen zu entwickeln, die Neuankömmlingen einen Raum gibt, in dem sie ihre

Fähigkeiten erweitern und beweisen, und ihre Wertschätzung für die arabische Pferdezucht vertiefen können.

14. Juli 2019 SOUTH EAST SUMMER SHOW

South Of England Showground,

Großbritannien

pgb.bowles@btinternet.com

Impressum

13. oder 14. Juli

2019

NORMANDY/BRITTANY AMATEUR St Hilaire de Harcouet, Frankreich suzannahayward@gmail.com

21.-22. Juli 2019 SPANISH AMATEUR CUP Hipodromo De Antela, Spanien info@valdemundeteam.com

25.-27. Juli 2019 BRITISH NATIONALS

Three Counties Showground,

Malvern, Großbritannien

knjohnson@btinternet.com

abgesagt KAUBER PLATTE CHAMPIONNAT Kauber Platte, Kaub, Deutschland kauber-platte@t-online.de

9.-10. August ABSOLUT V ARABIANS EVENT Spa Francorchamps, Belgium absolut.v.arabians@gmail.com

24.-25. August ARABER SOMMERFESTIVAL Stadl Paura / AT office@araberfestival.at

14.-15. September TAG DES ARABISCHEN PFERDES Dielsdorf / CH R.schibler@szap.ch

Impressum - Mast Head

Redaktion / Editor:

Gudrun Waiditschka (v.i.S.d.P.)

Entenstrasse 20

D-73765 Neuhausen a.d.F.

ph: 0049 (0)7158 - 67141

e-mail: arabische-pferde@in-the-focus.com

Verlag & Vertrieb / Publisher & Distribution:

IN THE FOCUS

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vierteljährlich (4 Ausgaben im Jahr) /

quarterly ( four times per year)

2/2019 - www.in-the-focus.com

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Übersetzungen / Translations:

Gudrun Waiditschka

Mitarbeiter dieser Ausgabe /

Contributors to this issue:

Yasser Ghanim Al-Tahawi, Karl Hemmer,

Matthias Vogt, Juliane Willsch, Prof. Chris

Whitton

65

Fotografen / Photographers:

Equine Limb Injury Prevention Program, The

University of Melbourne, Betty Finke, Jan

Kirschnick, Emme Maxwell, Nicole Niederhuber,

Kai Schmidsberger, Miloslava Vidova,

Juliane Willsch

Die mit Namen des Autors gekennzeichneten

Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung

der Redaktion wieder.

Eingesandte Beiträge unterliegen der redaktionellen

Bearbeitung; Text- und Fotobeiträge

müssen frei von Rechten Dritter sein. Für

unverlangt eingesandte Beiträge und Fotos

übernimmt der Verlag / Redaktion keine Haftung.

Alle Rechte vorbehalten, auch die des auszugsweisen

Nachdrucks, der fotomechanischen

oder digitalen Wiedergabe und der

Übersetzung in andere Sprachen. Ausnahmen

nur mit schriftlicher Genehmigung der

Redaktion.

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Stuttgart.

© 2019 IN THE FOCUS, G. Waiditschka


Vorschau - Preview

Vorschau - Preview

Ausgabe 3/2019 - erhältlich Ende September 2019

Issue 3/2019 - available at the end of September 2019

In Rumänien finden seit Neuestem auch Schauen und Rennen

statt. Was es Neues aus diesem Land zu berichten gibt, lesen Sie

im nächsten Heft.

Since recently, there are shows and races organised in Romania.

What's new from this country to report, you can read in the next

issue.

Es wurde ruhig um die Shagya-Araber-Zucht in Deutschland - aber

was passiert in dieser Zucht international? Wir berichten über das

ISG Europa-Championat der Shagya-Araber in Marbach.

It was quiet about the Shagya Arabian breed in Germany - but what

is happening in this breed internationally? We report on the ISG

European Championship of the Shagya Arabians in Marbach.

Die besten Reiter mit Vollblutarabern treten in Wiener Neustadt

wieder zum Europa-Championat der Sport-Araber an. Wohin gehen

die Medaillien dieses Jahr?

The best riders with purebred Arabians will be back in Wiener Neustadt

for the European Championship for Sports Arabians.

Where are the medals going this year?

Ob ECAHO-Schau, Amateurschau oder Beständeschau - wir zeigen

von allen etwas und beleuchten die Unterschiede

dieser Veranstaltungen.

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© ARABISCHE PFERDE - IN THE FOCUS 2/2019


GESTÜT AMAL

Horses of Endurance

Willkommen

KUNAR T

(Nadir I x Kupona - Kupol)

Anita Scheele und Ulf Intemann

27374 Visselhövede

+49 (0) 170 - 30 97 57 8

✉ myeury@web.de

www.gestuet-amal.de

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