SchlossMagazin Juli 2019 Bayerisch-Schwaben und Fünfseenland

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24 | GENUSS | Roséwein

Zeitgemäßer

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Sie gerne.

Rosé –

eine Sommerliebe

Rot oder Weiß? Schon jeder Weintrinker musste sich

einmal angesichts der Weinkarte entscheiden.

Dabei gibt es eine dritte Alternative, die immer

mehr Freunde gewinnt: den Roséwein.

foto Valentin

Er führt in den offiziellen Weinguides und auch auf den Getränkekarten vieler Restaurants noch ein

Schattendasein und leidet unter so manchem Vorurteil. Doch das vollkommen zu Unrecht. Wer

immer noch glaubt, dass für Rosé einfach Rot- und Weißwein zusammengeschüttet werden, liegt

vollkommen falsch. Roséweine nach EU-Richtlinie sind sehr hellfarbige Weine aus roten Trauben, die wie

Weißwein hergestellt werden. Die Beeren dürfen dabei nicht oder nur wenige Stunden auf der Maische

liegen, einem dickflüssigen Gemisch aus Fruchtfleisch, Traubenkernen, Schalen und Saft. Je nach

Intensität des Kontaktes mit den Beerenhäuten ist der Roséwein unterschiedlich stark gefärbt; das

Farbspektrum reicht von lachsfarben bis zu kirschrot.

Und Rosé ist keine Rebsorte. Roséwein kann nämlich aus allen Rotwein-Reben hergestellt werden. Je

nach Sorte unterscheiden sich dann auch die Aromen. Dass der Wein – wie Weißwein – kühl getrunken

wird und besonders leicht ist, steigert seine Beliebtheit als Sommergetränk. Die Qualität hängt auch

davon ab, ob der Winzer seinen Rosé als Nebenprodukt eines schwachen Rotwein-Jahrgangs ansieht oder

den Ehrgeiz entwickelt, ihm einen eigenen Charakter zu verleihen. Gute Roséweine gibt es längst nicht

nur in Frankreich. Auch deutsche Winzer haben sich inzwischen einen guten Rosé-Ruf verschafft.

Wittelsbacher-Apotheke

Das Gesundheitszentrum mit dem freundlichen Service

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86551 Aichach

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Wenn man die alte Regel betrachtet, dass Rotwein zu dunklem Fleisch und Weißwein zu hellem

Fleisch oder Fisch getrunken wird – wozu trinkt man dann Rosé? Eignet er sich überhaupt als Begleiter

zu einem guten Essen? Und ob! Die rosétypische beerige Fruchtigkeit gepaart mit feiner

Säure unterstützt den Geschmack vieler Speisen, beeinflusst ihn aber nicht. Das schätzen nicht nur

Frauen, wobei wir beim nächsten Vorurteil wären: Rosé ist ein reiner Frauen-Wein. Trockene Roséweine

werden von Männern und Frauen gleichermaßen geschätzt. Ein anderes Vorurteil ist aber zu

bestätigen: Roséweine können nicht alt werden, aus folgendem Grund. In den Beerenhäuten befinden

sich die so genannten Tannine, die den Wein haltbarer machen. Durch den nur kurzen Kontakt

mit der Maische bekommt der Rosé von diesen natürlichen Konservierungsmitteln aber nur relativ

wenige ab. Deshalb sollte ein Rosé nicht länger als zwei Jahre „ungetrunken“ bleiben. In diesem

Sinne: Zum Wohl! #

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