Motocross Enduro Ausgabe 08/2019

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ENDURO-WM: SERRES/GR

E2-Sieger nach langer Durststrecke: Christophe Charlier

Tag 1 - Freeman zeigt’s der Meute

Heiße Temperaturen machten Mensch und Maschine

das Leben schwer. Zu spüren bekam

das unter anderem auch Alex Salvini, der sich

am ersten Tag an der Schulter verletzte und

das Rennen nicht mehr fortsetzen konnte. Salvini

kämpfte mit Matteo Cavallo um den

3. Rang, bevor er ausfiel. Steve Holcombe hatte

seine Virusinfektion überwunden und führte

eineinhalb Runden vor seinem Konkurrenten

Bradley Freeman. Doch dann drehte Freeman

auf, überholte und gewann die GP-Wertung mit

39 Sekunden Vorsprung vor Holcombe. Matteo

Cavallo belegte Rang 3 und konnte sich über

sein erstes Podium im EnduroGP freuen. Sehenswert

war, wie er sich gegen die Angriffe

von Thomas Oldrati und Giacomo Redondi zur

Wehr setzte. Zugutekamen ihm hierbei aber

auch die Ausfälle Salvinis und Christophe

Charliers. Oldrati sicherte sich vor seinem

Landsmann Redondi den 4. Rang.

In der Klasse E1 war Bradley Freeman ebenfalls

unschlagbar. Zweiter wurde Matteo Cavallo vor

Thomas Oldrati. Davide Guarneri musste sich

mit dem 4. Platz zufriedengeben und Kirian Mirabet

wurde Fünfter.

Am spannendsten ging es in der E2 zu. Favorit

Alex Salvini hatte sich fest vorgenommen zu

siegen, ging dann aber wie bereits erwähnt zu

Boden und verletzte sich die Schulter. Somit

war der Kampf um den Klassensieg zwischen

Redondi, Loïc Larrieu und Christophe Charlier

eröffnet. Charlier setzte sich super in Szene

und übernahm die Führung. Im vorletzten Test

stürzte er und beschädigte sein Motorrad, das

letztlich auf der letzten Etappe nicht mehr mitspielte:

Ausfall! Somit ging der Sieg an Redondi

vor Larrieu und Benjamin Herrera. Konstant

präsentierte sich der einzige Deutsche im Feld,

Edward Hübner. Er belegte den 7. Platz.

Holcombe stand in der E3-Klasse auf dem

obersten Treppchen. Daniel McCanney, der an

einer Handverletzung laboriert, wurde Zweiter

vor Anthony Geslin.

In der Juniorenklasse ist Andrea Verona derzeit

das Maß der Dinge. Mit 47 Sekunden Vorsprung

siegte er vor den stark fightenden Enric

Francisco und Ronny Kytönen, der damit sein

erstes Podest bei den Junioren holte.

Tag 2 - Endlich: Charlier gewinnt E2

Auch der zweite Tag fand bei extrem heißen

Bedingungen statt. Im letzten Test kam dann

ein Sturm auf.

E2-Vortagessieger Giacomo Redondi hatte sich

für den zweiten Tag viel vorgenommen. Aber es

sollte anders kommen. Im ersten Test stürzte

er schwer und verletzte sich an den Rippen.

Dadurch verlor er mehr als 14 Minuten und

wurde Neunzehnter. Alex Salvini trat trotz

Schulterverletzung vom Vortag und großer

Schmerzen an und sicherte sich den bemerkenswerten

12. Platz in der Gesamtwertung.

Bei Edward Hübner lief es auch am zweiten Tag

zunächst rund. Bis zum letzten Extremtest belegte

er Rang 8. Als Regen einsetzte und sich

die Bedingungen verschärften, stürzte er von

einer Klippe und konnte das Rennen nicht fortsetzen.

Ebenfalls nicht gut lief es für Freeman. Wie am

ersten Tag konnte er sich von der Konkurrenz

absetzen, doch im letzten Test stürzte er

schwer und verletzte sich an der linken Schulter.

Trotz Handicap fuhr er weiter und konnte

Thomas Oldrati sowie Matteo Cavallo hinter

sich halten und die EnduroGP-Klasse gewinnen.

Auch Holcombe hatte am zweiten Tag so

seine Schwierigkeiten und wurde nur Siebter.

Somit sorgte Oldrati für die Überraschung des

Tages, indem er Zweiter hinter Freeman, aber

vor Cavallo wurde. Erneut stark in Szene setzte

sich der an der Hand verletzte Daniel McCanney

auf Rang 4 vor Christophe Charlier.

Die E1-Wertung gewann Freeman vor Oldrati

und Cavallo. Davide Guarneri und Kirian Mirabet

komplettierten die Topfünf.

In der E3 holte Daniel McCanney seinen zweiten

Saisonsieg vor Steve Holcombe und dem

konstanten Anthony Geslin.

Dramatisch und spannend ging es erneut in

der Kategorie E2 zu. Nach seinem Sturz betrieb

Giacomo Redondi mit Platz 8 Schadensbegrenzung.

Fighter Alex Salvini belegte Platz 5, nur

14 Sekunden hinter dem Chilenen Benjamin

Herrera. Den Sieg sicherte sich nach langer

Durststrecke Christophe Charlier vor Loïc Larrieu.

Bis zum vierten GP dauerte es, um Andrea Veronas

Siegesserie in der Juniorenklasse zu

stoppen. Überraschenderweise gelang dieses

Kunststück Roni Kytönen. Der Finne hatte bereits

vorher großes Potenzial bewiesen und

dieses setzte er in Griechenland gekonnt ein.

Aber er hatte kein leichtes Spiel. Enric Francisco

blieb ihm bis zur letzten Prüfung auf den

Fersen. Verona überholte in der letzten Runde

noch Antoine Magain und wurde Dritter. Ruy

Barbosa wurde wegen rücksichtslosem und

unsportlichem Verhalten disqualifiziert. Barbosa

hatte sich von Theo Espinasse behindert

gefühlt und seiner Wut darüber handgreiflich

Ausdruck verliehen.

58 MOTOCROSS ENDURO

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