28° Sommer-Special 2019

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28°Das Sommer-Magazin2019

Seepferdchen reicht nichtaus

WIESIE BADEUNFÄLLEN VORBEUGEN

VonClaudia Wittke-Gaida

Die Hitzetrügt.Obwohldie Sonne

knallt,sind Küste, Seen undWeiher

noch kalt. Weil dadurchdie Muskulaturschneller

ermüdet,sollten Badende

nicht zu lange im Wasser bleiben,

rätAndreas Paatz, Bundesleiter der

DRK-Wasserwacht. Im Interviewgibt

er Tipps, um Badeunfälle zu vermeiden.Umunbeschwert

ins Wasser zu

gehen, reicht das Seepferdchenaus

seiner Sichtnicht aus.

FürSie gilt ein Menscherst als

schwimmfähig,wennerdas

Jugendschwimmabzeichen

in Bronze hat. Sind dasnicht

etwaszuhoheAnsprüche?

Keineswegs.Die Fertigkeiten für

das Seepferdchen reichen aus,

um sich ein bisschen über Wasserzuhalten.Das

istvielleicht als

Einstieg hilfreich. Aber was ist,

wenn man etwa auf dem Tretboot

die Plätze tauscht und dabeibekleidet

insWasser fällt? Im

Notfallhelfen dann Fertigkeiten,

die das Abzeichen fordert: Ich

beherrsche die Schwimmtechnik,

kann 200 Meter schwimmen,

10 Meter tauchen und mit

geöffnetenAugeneinen Gegenstandhochholen

–alsoauchunter

Wasser orientieren. Und ich

kennealleBaderegeln.

Auchmit Nichtschwimmern

sind Sie strenger, alsesgängige

Baderegeln vorschreiben.

Nachdenen dürfen sieimmer

bis zumBauch insWasser, bei

Ihnennur bis zu denKnien.

Warum?

Man stelle sich vor, wie an

Nord- oder Ostsee eine Welle

ankommt und die Unterströmung

einen ganz schnell von

den Beinen wegholt und in die

Tiefe spült. Das Gefährliche in

dem Fall: Der Nichtschwimmer

reißt vor Schreck den Mund auf,

Wasser schwappt hinein, und er

kann nicht einmal mehr rufen.

Deshalb sollten Nichtschwimmernur

biszum Knie insWasser

–dahaben sie einen sicheren

Stand.

Gibt es Zeichen, an denenman

Strömungen erkennen kann?

Beieinem Fluss kann man durch

einen hineingeworfenen Gegenstanddie

Fließgeschwindigkeit

erkennen. An derOstseeam

Kräuseln einer Brandungswelle.

Aber das ist für einen Laien

schwierig. Dort sollte man sich

an den gelben und roten Flaggen

oder Bällen der bewachten

Badesträndezuorientieren.

Wieverhalteich mich als

Schwimmer,wennimtiefen

Wasser plötzlich dieKräfte

nachlassen?

Sofort die Rückenlage einnehmenund

sich mitder Strömung

treiben lassen! Die Füße sollten

Richtung Strand zeigen, damit

man das Ufer im Blick hat. So

bekommt man Aufwind, und

dieAtemwegebleibenfrei. Man

sollte versuchen, ineinem großenBogen

an Land zu kommen

und nicht auf kürzestem Weg.

Ab und zu rufen und winken

kann helfen, auf sich aufmerksam

zumachen. Ansonsten nur

sparsambewegen.

RatenSie deshalb, immer zu

zweitins Wasser zu gehen?

Es kann immer plötzlicheinekalte

Strömung kommen und man

verkrampft.Dannist es gut, eine

DieSonne lädt zumBadenein –man sollte sich aber nicht überschätzen.

DasWasserist oftnochkaltund lässt dieMuskulaturschnell ermüden.

Foto: Silvia Marks

zweite Person zu haben. Kinder

sollten nie allein ins Wasser gelassen

werden. Während vielleicht

die Eltern ein Nickerchen

machen und sich beruhigen

„Mein Kind hat doch das Seepferdchen“.ObPool,

Weiher oder

Meer –immer dabei bleiben!

Angenommen,man hatvor

30 Jahren einSeepferdchen

gemacht. Man fühlt sich als

lausiger Schwimmerund sieht

jemanden, derzuertrinken

droht. Wieverhalteich mich?

Aufkeinen Fall falschen Heldenmut

zeigen und hinterherspringen.

Der Rettungsschwimmer

hat sonst schlimmstenfalls zwei

Opfer zu beklagen. Stattdessen

laut umHilfe rufen, Notruf

absetzen, dann schauen, ob

ich dem Ertrinkenden etwas

Schwimmfähiges reichen kann.

Samstag, 13. Juli, 14−18 Uhr

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