#echtwohlig - Das Magazin für das Bayerische Golf- und Thermenland 2019

TourismusverbandOstbayern

Die zweite Ausgabe des Thermenlandmagazins zeigt, dass es keineswegs nur Golfplätze und Thermen sind, die diese Region ausmachen. Sondern auch die Menschen, ihre Geschichten und Unternehmungen – und unsere Begeisterung dafür. Es begeistert uns, wieviel es vor der eigenen Tür und vermutlich auch im eigenen Leben zu entdecken gibt, sobald man den Tag entspannt betritt. Alles ist da. Es geht darum, es wahrzunehmen und zu würdigen. Lassen Sie uns gemeinsam loslegen.

#echtwohlig

das magazin

FÜR DAS BAYERISCHE GOLF- UND THERMENLAND

www.bayerisches-thermenland.de


#echtwohlig das magazin

#echtwohlig & besonders blindtext

IMPRESSUM

Herausgeber

Bayerisches

Golf- und Thermenland

www.bayerisches-thermenland.de

Tourismusverband Ostbayern e.V.

Im Gewerbepark D 04

93059 Regensburg

Tel. +49 (0)941 58539-0

Fax +49 (0)941 58539-39

info@ostbayern-tourismus.de

www.ostbayern-tourismus.de

Konzept/Projektmanagement

Alexander von Poschinger

Ulrike Eberl-Walter

Gestaltung und Produktion

teamElgato | Werbeagentur

www.teamElgato.de

Text

Barbara Stefan

Kommunikationsdesign · Illustration

www.barbarastefan.de

Druck

PASSAVIA Druckservice GmbH & Co. KG

www.passavia.de

Bildnachweise

Archive des Tourismusverbands Ostbayern

e.V., der Tourismusverbände, Landkreise,

Orte und Hotels.

S.4 ©Ralf Jakumeit

S.6 ©TVO/Herbert Stolz

S.8/10 ©TVO/Herbert Stolz

S.11/12/13 Trachten©meinherzblut.com

S.12 Messer©messermacher.de

S.13 Buchumschlag©homunculus verlag

S.14 Schildkröte.AdobeStock©bennytrapp

S.14 Weltenburger Enge©Kevin Lorenz

S.17 ©www.clemensmayer-foto.de

S.24 ©Quellness & Golf Resort Bad Griesbach

S.26 ©Hannes Ringlstetter

S.26 ©Monika Drasch

S.26 ©Maria Hafner

S.26 ©dicht & ergreifend

S.26 ©Till Hoffmann

S.28 Camping.AdobeStock©Полина Власова

S.30 Musiker©Manfred Bernhard

S.30 ©Villazon Rolando

S.34/35 ©TVO/Herbert Stolz

S.36/37 ©Regionalmarketing Niederbayern

Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit ausdrücklicher Genehmigung

des Herausgebers.

04 #echtwohlig

& besonders köstlich

Niederbayern rockt die Welt

06 #echtwohlig

& besonders kulturverliebt

Ausblicke ins Paradies –

Die Brüder Asam in Niederbayern

08 #echtwohlig

& besonders natürlich

Farbenpracht in Stubenberg

11 #echtwohlig

& besonders bayerisch

Tracht kommt von Tragen

14 #echtwohlig

& besonders abwechslungsreich

Auszeit in Mäanderform

16 #echtwohlig

& besonders abwechslungsreich

Badehose, Bier, Barock, Radl

18 #echtwohlig

& besonders gesund

Alle guten Dinge sind sieben

22 #echtwohlig

& voller besonderer Geschichten

Pilgern durch Niederbayern

24 #echtwohlig

& besonders green

Golf, Glück, Griesbach

26 #echtwohlig

& besonders musikalisch

So klingt Niederbayern

28 #echtwohlig

& besonders naturverbunden

„Kamping“ unterm Sternenhimmel

30 #echtwohlig

& besonders unterhaltsam

Ganz schön was los!

32 #echtwohlig

& besonders bäuerlich

Die Rottaler Hoftour

34 #echtwohlig

& besonders tierisch

Maier am Berg

36 #echtwohlig

& besonders originell

Beste Botschaften aus Niederbayern

38 #echtwohlig

& besonders römisch

Die spinnen, die Ostbayern…

ZWEITE AUSGABE.

Bei der ersten wurden wir gefragt, ob

es das wirklich bräuchte – eine eigene

Zeitschrift für das Bayerische Golfund

Thermenland?

Ja freilich. Denn es sind keineswegs

nur Golfplätze und Thermen, die diese

Region ausmachen. Sondern auch die

Menschen, ihre Geschichten und Unternehmungen

und unsere Begeisterung

dafür.

Und dem Ausdruck zu verleihen, den

man auch unterstreichen, zerknüllen,

rausreissen oder in die Tasche stecken

und aufheben kann, war uns ein Bedürfnis.

Auf Papier, sonst funktioniert

das Rausreissen und Zerknüllen nicht

so gut. Während wir am Heft schrieben

und recherchierten, entstanden

schon wieder neue Ideen.

Es begeistert uns jedenfalls, wieviel es

vor der eigenen Tür und vermutlich

auch im eigenen Leben zu entdecken

gibt, sobald man den Tag entspannt

betritt. Alles ist da. Es geht darum, es

wahrzunehmen und zu würdigen.

Wir freuen uns, wenn Sie dieses Heft

als Gast gerade lesen und Niederbayern

wie einen neuen Planeten betreten.

Eine wunderbare Gelegenheit!

Und wir freuen uns, wenn Sie sich als

gestandene*r Niederbayer*in vielleicht

auch inspirieren lassen. Möglicherweise

gelingt es uns zunehmend, neue

Geschichten zu erzählen.

Wir freuen uns schon auf die dritte

Ausgabe.

Alexander von Poschinger

Regionalmanager

Bayerisches Golf- und Thermenland

2 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND

BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 3


#echtwohlig & besonders köstlich

#echtwohlig & besonders köstlich

1

5

Niederbayern rockt

die Welt

Kulinarisch. Ein Straubinger führt vor, wie das geht, seine gesammelten Leidenschaften zu einem

Ganzen zusammenzuführen. Das begann mit dem Kochen. Für Ralf Jakumeit schon immer und ohne

Zweifel „der geilste Beruf der Welt“. Nach einer Kochausbildung ging er zur Marineversorgungsschule

nach Sylt, wo er zum Schiffskoch, Bootskoch und U-Boot-Koch ausgebildet wurde. Dann

begann die Reise durch die Sterneküchen Deutschlands, bevor er schließlich als Küchenchef mit

zwei Kochmützen und 16 von 20 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet wurde.

2

3

4

1) Der Straubinger Ralf Jakumeit

2) Top-Qualität ohne Etepetete

3) Einfach heiß – die ROCKING CHEFS

4) Die Hydra - der Grill der ROCKING CHEFS

5) Ralf Jakumeit lässt kosten

Doch nicht allein das Kochen war’s. Es wäre doch

genial, den Spass, mit seinen kochenden Freunden

ziemlich sportlich unterwegs zu sein, und die

Begeisterung für Rockmusik mit dem Kochen zu

verbinden. Dachte er sich, zeichnete einen zwinkernden

Totenkopf, dem er Kochmütze und Besteck

verpasste, und hatte damit schon das Logo dafür.

Der Name war eigentlich auch klar: Rocking Chefs

wollten sie sein. Und schon ging das los. Sein

Küchenchef und Freund Marco Geiling war gleich

dabei. Genauso wie die anderen Köpfe der Truppe.

Am ehesten ist das mit einer Band zu vergleichen.

In kleiner oder großer Besetzung touren die

Rocking Chefs seit 2008 zusammen durch Bayern,

Deutschland, Europa. Für die Köchinnen und Köche

ist das kein Job, viel mehr eine Berufung. Halbherzig

ist bei Tempo und Experimentierfreude dieser

Truppe definitiv nicht angesagt. Sie lieben die kochende

Grenzerfahrung. Und das ist auch zwingend

nötig bei den großen Events, die sie mittlerweile

bespielen. Alljährlich bei Rock im Park zum

Beispiel. Da holen sich dann schon mal Marilyn

Manson, Bon Jovi oder die Jungs von Metallica ihr

Essen. Neben den 4.000 Portionen, die ansonsten

noch zu kochen sind. Bei solchen Auftritten muss

jeder Handgriff sitzen. Und der Anspruch, „Musik

für den Gaumen“ zu machen ist auch bei den großen

Events immer die eigene Vorgabe: „Top-Qualität

ohne steifes Etepetete“. Außergewöhnliche Herausforderungen

beantworten diese Köche einfach

mit großer Experimentierfreude. Und vor allem

mit frischer, möglichst regionaler und saisonaler

Küche. Er bräuchte doch keinen Schwertfisch

einzufliegen, wenn er in Straubing ums Eck beim

Fischhändler einen fangfrischen niederbayerischen

Donauwaller bekommt, sagt Ralf Jakumeit. Und das

Fleisch kommt von Galloway-Rindern, die ganzjährig

draußen leben – auf einer Weide, auf der

ein Rind drei Hektar Wiese für sich allein haben

könnte. Und ein paar gute Jahre soll es dort draußen

auch gelebt haben, bevor es geschlachtet wird.

Gekocht wird „mediterrasisch mit bayuwarischem

Einschlag“. Was bedeutet, dass es nie langweilig

wird. Die Truppe hat Vorlieben und lässt sich auf

Reisen immer neu inspirieren. Bei einem Event auf

Mallorca wird verkocht, was dort gerade im regionalen

Angebot ist. Laufend wird ausprobiert, neu

kombiniert und weiterentwickelt. Ständig entstehen

neue Gerichte, Ideen und Geschmäcker.

Im übrigen muss niemand zu Rock im Park oder

an Formel-1-Rennstrecken, um die Rocking

Chefs zu erleben. In der kleinen Besetzung kann

man sie auch für kleine Events buchen. Das

zeigt ihr Tourplan, auf dem auch Hochzeiten und

Firmen events stehen. Oder man schaut bei ihren

After-Work-„Auftritten“ im Restaurant am Rindermarkt

in Straubing vorbei. Oder bucht einen Kochkurs.

Die ganz Vorsichtigen können auch erstmal

nur schauen statt essen oder kochen: Mittlerweile

rocken die Chefs mit ihren Kochshows auch das

Internet.

Übrigens: Lieblingsgericht von Ralf Jakumeit sind

die Rouladen von seiner Mama – ein gutes Standbein

in Niederbayern also.

www.rocking-chefs.com

4 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND

BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 5


#echtwohlig & besonders kulturverliebt

Ausblicke ins Paradies –

Die Brüder Asam

in Niederbayern

Ja, Kasper, jetzt bist Du da, komm nur gleich herein, dann zeig ich Dir jetzt das

Paradies, da wirst Du Deine Freude dran haben.

Das sind – aus dem Bayerischen übersetzte

– Worte, die Franz von Kobell 1871

in seinem Stück vom Brandner Kasper

dem Petrus in den Mund legte. Und es ist,

als hauchte einem der Petrus ebendiese

Worte ins Ohr, setzt man den Fuß

über die Schwelle so manch einer

niederbayerischen Klosterkirche.

Bayern und der Barock. Da haben sich

zwei gefunden.

Nach Reformation und Dreißigjährigem

Krieg war die Sehnsucht der Menschen

groß, einen tröstenden Blick ins übervolle

üppige Paradies zu werfen. Da passte

es gut, dass sich die absolutistischen

Fürsten und Fürstbischöfe gerade mit

imposanten Bauten schmückten, die ihre

Macht demonstrieren sollten. Und mit

denen sie die Menschen wieder auf ihre

Seite ziehen konnten. Nach dunklen Jahren

voller Armut und Leid in Europa verbreitete

sich das, was man den „Barock“

nannte. In der Architektur, in den Gärten,

in Mode, Musik und Theater. Eine große

Sehnsucht nach Gold, Glanz und Sinnenfreude

– wenn schon nicht auf dieser

Erde, so wenigstens im erhofften Jenseits.

Die Künstler holte man sich zuerst aus

Italien. Doch bald lernten auch die hiesigen

Meister dort, was sie an Kunstfertigkeit

noch brauchten, und stuckatierten,

malten, planten und bildhauerten

eigenhändig den „Bayerischen Barock“.

In Niederbayern allen voran die Gebrüder

Cosmas Damian und Egid Quirin Asam,

die – bald schon europaweit gefragt und

hochbezahlt – in der ersten Hälfte des

18. Jahrhunderts wahre Meisterwerke

schufen. Verfolgt man ihre Spuren,

so beginnt man am besten im Kloster

Weltenburg. Noch weitgehend unbekannt

wurden die Asams hier mit der Gesamtausstattung

der Kirche beauftragt. Es ist

ein phantastischer Ausblick ins Paradies,

der den Besucher hier empfängt. Perfekt

inszeniertes Licht setzt am Altar den

Heiligen Georg in Szene, der den Drachen

bekämpft und die Prinzessin rettet. In der

Mitte der Kirche zieht es den Blick nach

oben ins Licht und gen Himmel, Stuckfiguren

gehen über in Malerei, die Malerei

wiederum in die Architektur und umgekehrt.

Wie in so vielen Asamkirchen

haben sich die beiden Brüder hier auch

selbst verewigt.

Cosmas Damian Asam beherrschte die

Kunst der Freskomalerei wie kaum ein

anderer. Eigenhändig malte er direkt in

den frischen Putz, wo viele andere umständlich

ihre Entwürfe mit Hilfe von

Personal, Kopien und Korrekturen übertrugen.

Auch das Leben der Künstler war

„barock“. Täglich standen den Handwerkern

3 Maß Bier zu, den Meistern zusätzlich

sogar noch 3 Liter Wein. Am Abend

saß man zusammen, speiste und erholte

sich von der höchst anstrengenden

Arbeit, die oft liegend unter den feuchten

kühlen Deckenfresken getan wurde.

Oftmals waren die Benediktiner Auftraggeber,

zu denen die Asams gute Beziehungen

pflegten. Die reichen katholischen

Klöster leisteten sich die feudale

Ausschmückung ihrer Kirchen, um die

Menschen nach der Reformation wieder

für sich zu gewinnen. Opulente Fresken,

ein Heer von Putten und magisches Licht

verzaubern den Kirchenbesucher bis

zum heutigen Tag. In der Benediktinerabtei

Rohr schuf Egid Quirin Asam, der

Stuckateur und Baumeister unter den

beiden Brüdern, eine Art barocker Bühne,

auf der die Himmelfahrt der Maria stattfindet.

Meisterlich.

Die Asam-Basilika Altenmarkt-Osterhofen

wäre ebenso wie das Kloster Metten

oder die Kirche Mariä Himmelfahrt in

Aldersbach, eine Station auf der niederbayerischen

Asam-Rundreise.

In der Weltkulturerbestadt Regensburg

beauftragte man die Gebrüder Asam

zur Ausgestaltung der Klosterkirche

St. Emmeram nach einem Brand. Das

fürstliche Schloss Thurn und Taxis

verfügt über eine herrliche Bibliothek

mit Asamfresken, die nach Voranmeldung

besichtigt werden kann. Oder das

letzte gemeinsame Werk der Brüder in

Straubing: Die Ursulinenkirche.

Kloster Weltenburg Asam-Basilika in Altenmarkt -Osterhofen Ursulinenkloster in Straubing

Das Paradies, das auf einer Asam-Reise

durch Niederbayern erlebt werden

kann, beschränkt sich keinesfalls auf die

Kirchen. Verbunden war der Ausblick

ins Jenseits damals wie heute immer mit

recht irdischen Genüssen: Klosterbier,

kulinarische Genüsse und oft auch schöne

Übernachtungsmöglichkeiten, die zum

Bleiben und Erholen einladen. Paradiesisch

diesseits wie jenseits also.

6 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 7


#echtwohlig & besonders natürlich

Farbenpracht

in Stubenberg

Der erste richtig heiße Tag. Es ist Anfang Juni, knapp vor Pfingsten, und der Weg führt uns auf kurvigen

Straßen durchs Rottal. Die Wiesen blühen. In den Dörfern weisen die spitzen Kirchtürme wie

Zeigefinger zum wolkenlosen Himmel hinauf. Wir haben eine Verabredung mit einem Gärtner. Und

zwar keineswegs einem, bei dem man quer durchs Gemüsebeet von allem ein bißchen was bekäme.

Nein, Gärtnermeister Heinz Enzinger-Panitz ist

ein Spezialist, weithin bekannt aufgrund seiner

Leidenschaft für ganz besondere Pflanzen: Päonien,

Pfingst rosen also, die „Rosen ohne Dornen“.

Die asphaltierte Strasse endet und wird zum Schotterweg,

der in ein Wäldchen führt. Als wir schon

glauben, dass das vielleicht doch die falsche Abzweigung

war, öffnet sich der Wald und der Blick fällt

auf saftiges Grün mit unendlich vielen Farbtupfern..

Hingepinselt wie in einem impressionistischen

Gemälde.. Rot in allen Abstufungen, zarteste Rosafärbungen,

leuchtendes Gelb und reinstes Weiß,

Korallentöne und alles, was dazwischen nur so vorstellbar

ist.

Es war gar nicht einfach, diesen Besuch zu vereinbaren.

Heinz Enzinger-Panitz hat Stress, es ist

Hochsaison. Die Hauptblütezeit der Pfingstrosen

liegt zwischen Mitte Mai und Mitte Juni. Das ist

auch die Zeit der Gartenmärkte, auf denen er in ganz

Bayern anzutreffen ist. Im Laufschritt ist er heute

auf seinen Feldern unterwegs: Ausgewählte Sorten

müssen noch gewässert und vorsichtig verladen

werden, morgen ist wieder Markttag. Er hat sich für

etwa 50 Sorten entschieden, die er am kommenden

Tag mitnehmen wird. Und zwar nur 50 von über

1.000 Sorten, die er in seinem Betrieb beherbergt

und vermehrt.

Und soviele Sorten es gibt, so viele Geschichten gibt

es auch zu erzählen über diese Pflanze. In Bayern

war sie lange vor allem in Form der Bauernpfingstrose

bekannt. Die Benediktiner brachten sie aus

Norditalien mit über die Alpen. Kein Marienbild

ohne Pfingstrosen: Die „Rose ohne Dornen“. Von den

Klostergärten wanderte die Pflanze flugs auch in

die Bauerngärten. In der Volksheilkunde wurde ihr

eine Weile als „Gichtrose“ heilsame Wirkung nachgesagt.

Hildegard von Bingen empfahl die Samen der

Pfingstrose gar gegen Besinnungslosigkeit und epileptische

Anfälle. Aber außer in homöopathischer

Dosis gegen Darmreizung rät die Wissenschaft von

jeglicher Einnahme der Pflanzenbestandteile ab, ja,

sagt ihr sogar eine leichte Giftigkeit nach.

So wenden wir uns im Folgenden der Pflanze lieber

wegen ihrer Schönheit zu, deren Anblick mit

Sicherheit heilsame Wirkung entfaltet. Wir folgen

Heinz Enzinger-Panitz über die Felder. Mit Unterstützung

seiner Tochter schneidet er noch große

Sträusse von bestellbaren Sorten für den Markt. Und

langsam bekommen wir eine Ahnung von seiner

Päonienleidenschaft: Japanische, europäische und

amerikanische Strauchpäonien oder die berüchtigten

Rockii-Sorten aus China mit dem schwarzen

Fleck. Prächtige Staudenpäonien und zarte Wildarten.

Jede Blüte ein eigener Kosmos, voll mit üppigen

Staubblättern und betörendem Duft. Das Licht

schimmert durch die unzähligen Schichten von

Blütenblättern. Zwei- und dreifarbig. Die ein oder

andere Blüte verändert gar ihre Farbe während sie

blüht. Beginnt bei Pink und endet bei Gelb.

Auf unserem Weg durch die duftenden Reihen prüft

der Meister Blüten und Knospen. Die japanischen

Strauchpfingstrosen sind schon verblüht, das sind

alljährlich die frühesten Sorten. Die Sträucher werden

nach der Blüte gekürzt. Während die anderen

Pfingtstrosen so stehenbleiben und keinesfalls vor

Gärtnermeister

Heinz Enzinger-Panitz

BAD, LAND,

ERHOLUNG.

In einer der schönsten und naturbelassensten

Regionen Niederbayerns liegt die Rottal

Terme Bad Birnbach, das „ländliche Bad“,

wie sie auch gern genannt wird. Hektik

und Stress sind hier mitten in der Natur

schnell vergessen. Auf über 2400 qm Heilwasserfläche,

in über 30 wohlig warmen

Thermalwasserbecken mit 26 bis 40°C und

13 verschiedenen Saunen und Dampfbädern

ist Entspannung pur garantiert. In Europas

längstem Thermenbach können Sie sich mit

Blick in die Natur einfach mal nur treiben

lassen. Oder Sie liegen im Garten der Sinne

an einem heißen Tag, ein Lüfterl bewegt die

Baumwipfel und Sie genießen Stunden der

Muße und Erholung.

Schönheits-, Wellness- und Fitnessangebote

ergänzen das Erholungsprogramm. Prävention

und Wellness geben sich hier die Hand,

abgerundet von dem gastronomischen Angebot

unserer drei Gastronomiebereiche.

Saisonale und regionale Schmankerl ebenso

wie internationale Küche verwöhnen den

Gaumen.

Die Bad Birnbacher Umgebung hat zudem

noch viel darüber hinaus zu bieten: Rund

ums Jahr sind Wanderungen, Radtouren oder

ein kleiner Gang über den Golfplatz hier das

reine Vergnügen.

www.rottal-terme.de

8 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND

BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 9


#echtwohlig & besonders natürlich

Tracht

kommt

von

Tragen

September geschnitten werden, das würde

die Pflanze zu sehr schwächen. Ab dem

Verblühen sammelt sie Kraft fürs nächste

Jahr.

Und im September hat Heinz Enzinger-Panitz

dann auch wieder Stress: Von

da an bis zu den ersten Frösten werden

die Pflanzen verschickt, weltweit mittlerweile.

Er gilt – zusammen mit wenigen

Kollegen in Deutschland – als Koryphäe

unter den Päoniengärtnern. Manchmal

verkauft man dem Kollegen ausnahmsweise

eine der ganz besonderen Arten,

wirklich nur ausnahmsweise, erwähnt er

mit einem Schmunzeln. Da geht es dann

um die ganz speziellen Seltenheiten, die

oft zu einem Preis um die 500 Euro über

den Tisch gehen.

Bei unserem Lauf durch die duftenden,

bienenumschwirrten Reihen haben wir

unser eindimensionales Bild von der

Bauernpfingstrose längst vergessen. Hier

tun sich mitten in Niederbayern ganz

neue prachtvolle Welten auf. Dank eines

Gärtnermeisters, der mit Mut, Leidenschaft

und viel Arbeit Niederbayern um

zahllose Farbnuancen erweitert.

Die Gärtnerei ist nur mit Voranmeldung

für Abholungen geöffnet. Kommende

Markttermine und ein Überblick über die

Päonienpracht auf der Webseite:

www.paeonies.com

Der Begriff Tracht bezeichnet eine gesamte

Ausstattung, die aus traditionellen oder

modischen Gründen am Körper getragen

wird. Soso! Amtstrachten, Zunfttrachten,

Ordenstrachten oder Volkstrachten ... weltweit.

Und auch in Bayern. Es ist ja wieder

sehr beliebt geworden, in Lederhose oder

Dirndl das Haus zu verlassen. War das noch

geradezu verpöhnt in der letzten Generation,

so gehört das bayerische „Gwand” derzeit

zum guten Ton bei jedem Volksfestbesuch.

Womit das zu tun hat, darüber kann

man spekulieren. Man trägt etwas, um eine

Zugehörigkeit zu zeigen. Das war ähnlich

mit dem Aufkommen der Jeans. Weltoffen

und lässig kam sie daher. Sie zeigte eine

Haltung. Bis heute setzt sich ihr Siegeszug

fort. Auch bei der Jeans gibt es einen

neuen Trend: „Back to the roots“ wird sie

neuerdings auch regional produziert, aus

besten Materialien. Die Renaissance der

traditionellen Trachtenutensilien scheint

einem ähnlichen Gedanken zu folgen: Bei

all dem Globalen gibt es wohl die Sehnsucht,

irgendwo verankert und daheim zu

sein. Und „was von Daheim“ am Körper zu

tragen, verleiht in global nicht so gewissen

Zeiten vielleicht sowas wie Sicherheit und

Identität. Das Schöne am Wiederaufleben

der Trachtenbegeisterung ist, dass sie keineswegs

mehr einem starren Diktat unterworfen

ist. Da entwickelt sich einiges

weiter, passt sich der Zeit an. Wir reden

dabei eben nicht von den Lederhosen und

Dirndeln von der Stange, die zu utopisch

günstigem Preis massenhaft aus Asien

importiert werden. Nein, unser Blick fällt

10 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 11


#echtwohlig & besonders bayerisch

Goldhauben aus dem Passauer Land Trachtenmesser Kropfband Hochwertige Dirndl

RAUSCHENDE

FESTE AUF DER

VESTE!

mehr auf die kleinen feinen Fabrikationen in der Region. Da werden alte Trachtenutensilien wiederentdeckt und neu interpretiert:

Kropfbänder, Zwirnknöpfe, Wadelstrümpfe, Charivaris, Wolljanker, hochwertige Stoffe aus Hanf und Leinen, es wird gestrickt und

gehäkelt und gestickt. Lassen Sie sich inspirieren!

DAS KROPFBAND

Wie der Name schon sagt: Das Kropfband

hat einen eher ungesunden Ursprung.

Bayern war lange Jodmangelgebiet. Die

daraus resultierende Vergrößerung der

Schilddrüse führte zu einem unschönen

Kropf, den die Bäuerinnen geschickt mit

allerhand Bändern um den Hals verbargen.

Es entstanden wunderschöne wertvolle

Schmuckstücke.

Samtbänder mit Edelsteinen

oder Stickereien. Oder es

wurden viele dünne Goldund

Silberkettchen

kunstvoll ineinandergedreht.

Auch ohne Kropf

und Jodmangel ist das

Kropfband noch heute

das i-Tüpfelchen zum

Dirndl. Die junge

Kathrin Unverdorben

interpretiert es in

Wallersdorf in vielen

Varianten und mit

großer Begeisterung

neu:

www.herzlichaufgebrezelt.de

JEDES DIRNDL EIN UNIKAT

Hinter dem Label „Mein Herzblut“ versteckt

sich eine spannende Idee: Hier

entstehen Dirndl aus alten, hochwertigen

Stoffen, Stoffen mit Geschichte, die

sich hier zu ganz besonderen Dirndln aus

Niederbayern verwandeln. Die kleinen,

feinen Kollektionen werden innerhalb

Europas genäht, selbstentworfene Muster

werden auf hochwertige Baumwolle gedruckt.

Probiert werden kann im Laden

in Landau a.d. Isar, bewundert werden

kann vorher auch schon im Internet:

www.meinherzblut.com

GOLDHAUBEN

Eine besonders elegante Tradition kommt

aus dem Passauer Land: Die Goldhaube.

Bürgersfrauen und Bäuerinnen

trugen diesen leuchtenden, wertvoll

bestickten Kopfschmuck an Feiertagen.

Bis heute wird diese Stickkunst

weitergepflegt. Seit 2014

ist die Goldhaube Immaterielles

UNESCO Kulturerbe. Wunderschöne

historische Bilder und Informationen

übers Goldhaubensticken unter

www.goldhauben-passauerland.de

TRACHTENMESSER

Messerbau ist eine alte Kunst, die viele

Männerherzen höher schlagen lässt.

Das Trachtenmesser gehört zur Tracht

wie die Lederhose. Kunstvoll geschnitzte

Griffe aus Hirschhorn und besondere

Schleiftechniken machen die Messer

wertvoll und durchaus kostspielig.

Aktuell soll das Messertragen verboten

werden, was auch die Trachtenmesser

beträfe. Bei den Trachtenverbänden regt

sich schon der Widerstand. Sich sein

eigenes Messer machen? Das ist möglich

in Simbach beim Messermacher Michael

Fischer. Griffe werden aus Hörnern

und Geweihen der Umgebung gemacht.

Leder kommt aus dem Bayerwald und

Stahl aus Deutschland oder Schweden.

Nachhaltig, denn so ein Messer hat eine

lebens lange Garantie! Und Trachtenmesser

gibt es auch für die Kleinen: Aus

Holz – komplett biologisch also.

www.messermacher.de

JOSEPH HAZZI …

WUSSTEN SIE?

Joseph Hazzi aus dem niederbayerischen

Abensberg – später zum Ritter von Hazzi

geschlagen – war Ende des 18. Jahrhunderts

in seiner Funktion als Vorstand des landwirtschaftlichen

Vereins in Bayern und Kurpfalzbaierischer

General-Landesdirektionsrat nicht

nur zuständig für die Einführung der Seidenraupenzucht

in Bayern. Von ihm stammt auch

die erste ausführliche Beschreibung bayerischer

Trachten, für die er bis ins 19. Jahrhundert

hinein quer durch Bayern reiste. Hazzi

berichtet von Trachten und Traditionen, vom

Zustand des Landes Bayern. Er erweist sich

als „bedingungsloser Menschenfreund und

radikaler Religionskritiker. Seine Ansprüche

und Forderungen gelten bis heute, sie gelten

überall. Wer sagt, dass früher alles besser war,

der wird hoffentlich auch weiterhin Unrecht

haben.“ (Tobias Roth)

(Im September 2019 erscheint im homunculus verlag:

Joseph von Hazzi, Tobias Roth (Hrsg.): Realien aus

der guten alten Zeit. Alltag und Elend im Herzogtum

Bayern. 19,00 Euro)

Die Veste Oberhaus feiert ihr 800-jähriges

Bestehen und lässt die rauschenden, finsteren,

prunkvollen, prächtigen und mächtigen

Zeiten ihrer Geschichte wieder aufleben. Bis

zum 6. Januar 2020 kann im Oberhausmuseum

die große Sonderausstellung besichtigt

werden: Exponate aus ganz Bayern, beeindruckende

Inszenierungen und spannende

Mitmachstationen machen die bewegte Geschichte

der Veste greifbar, sichtbar und erlebbar.

Von der mittelalterlichen Burg über

die Renaissanceresidenz zur mächtigen Festung

– eine beeindruckende Verwandlung.

Ein museales Highlight ist der neu gestaltete

Aussichtsturm der Veste mit einer multimedialen

Ausstellung. Hier lässt sich hervorragend

in die facettenreiche Geschichte

der Burgen und Schlösser im Inn-Salzach-

Donauraum eintauchen.

Begleitet wird das Jubläum von einem farbenfrohen

Veranstaltungsprogramm übers

ganze Jahr hin: Ein großes Burgspektakel

(20. bis 22. September), die Burgenfestspiele

mit Nabucco, dem Glöckner von Notre Dame,

einem Sinfoniekonzert und die Burgnacht

am 7. Dezember sind nur einige der Höhepunkte

2019.

Die Jubiläumsjahreskarte lohnt sich ... ebenso

wie der Blick ins Veranstaltungsprogramm:

www.oberhausmuseum.de

12 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND

BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 13


#echtwohlig & besonders abwechslungsreich

Auszeit in

Mäanderform

2 4

3

Durch Niederbayern mäandern? In einer

Zeit, in der es eigentlich das Ideal ist, auf

möglichst grader Strecke von A nach B zu

gelangen? Zeit sparen, schnell, schnell.

Und das das ganze Jahr.

Da wäre es doch mal interessant, bewußt

das Gegenteil zu versuchen. Auszeit in

Mäanderform. Eine schöne Vorstellung

und interessant allemal. Wie heißt es

schließlich gern: Der Kopf ist rund, damit

das Denken die Richtung ändern kann?

1

Warum also nicht mal in einer Auszeit

bewußt den kurvigen Weg nehmen? Die

Richtung ändern und feststellen, wieviele

neue Ansichten sich da auftun, wie die

Geschwindigkeit sich reduziert und sich

eine andere Wahrnehmung entwickeln

kann. Für diesen Auszeit-Versuch gibt

es in Niederbayern zahlreiche Möglichkeiten.

Die Region ist geprägt vom Wasser.

Das meint keineswegs nur die Heilwässer,

die aus der Tiefe nach oben geholt

werden, nein, gerade die kurvigen Flüsse

prägen das idyllische Landschaftsbild. Die

meisten von ihnen münden in die Donau,

die die Region im Norden säumt. Über

diesen gewaltigen europäischen Strom,

der hinunter ins Schwarze Meer fließt,

lassen sich beeindruckende Geschichten

erzählen. Sichtbar werden diese beispielsweise

in der Weltenburger Enge. In der

Weltenburger Enge bahnt sich die Donau

in einer engen Schlucht den Weg durch

die harte Kalktafel des Oberen Jura. Sie

benutzt dabei das alte Durchbruchstal eines

Nebenflusses, der hier den Riegel zur

ursprünglich weiter nördlich fließenden

Ur-Donau (heute Altmühltal) durchbrach.

Heute ist die „Weltenburger Enge“ Naturschutzgebiet

von Europäischem Rang.

Das menschliche „Schnell, schnell“ hat

im jahrhundertealten Versuch, die Donau

schiffbar zu machen und Kanäle zu

bauen, an vielen Stellen Ausdruck gefunden.

Bis heute jedoch regt sich der Widerstand.

Die Benediktinerabtei Niederaltaich

spielte dabei eine wesentliche Rolle.

Alljährlich wird hier die Donau gesegnet.

Kämpferisch zeigten sich die Mönche gegen

den Donauausbau zwischen Straubing

und Vilshofen. Es gelang – und davon

profitiert bis heute die einzigartige

Auenlandschaft in dieser Region. Nicht

weit entfernt liegt das Naturschutzgebiet

Isarauen. Hier entstand ein Infohaus für

Besucher. Darin oder auf den Spazierwegen

im Außengelände lassen sich viele

Entdeckungen in Flora und Fauna dieser

besonderen Flusslandschaft machen.

Und dann zieht es uns zu all den kleineren

Flüsschen, die der Donau entgegenstreben,

und die die Region von West

nach Ost durchziehen. Womit wir wieder

beim Mäander wären. Es wird langsamer.

An manchen Stellen könnte man sagen,

der Fluss hat Schrittgeschwindigkeit.

Man könnte ein Papierschiffchen in das

träge Wasser setzen und nebenherwandern.

Schauen, wie es dahinschaukelt,

um die Kurven, ein bißchen schneller

an Engstellen oder mal gefährlich nah

1) Die Weltenburger Enge

2) Isarmündung zur Donau in Deggendorf

3) Europäische Sumpfschildkröte im Naturschutzgebiet

Isarauen

4) Auszeit in einem der zahlreichen Biergärten

an einer alten Mühle vorbei. Durch schattige Passagen

gemütlich unter alten Erlen dahin. Bei einem Biergarten

könnte man es herausnehmen, eine kleine Pause einlegen

und dann ginge es weiter, der Abendsonne entgegen.

Im Vilstal beispielsweise. Ausgehend von der Stadt

Vilshofen, der „kleinen” Dreiflüssestadt: Hier münden

Vils und Wolfach in die Donau. Mit Blick auf die imposante

Benediktinerabtei Schweiklberg führt unser Weg

über ein altes Wehr und hinein in lichte Auwäldchen.

Das Vils-Engtal ist heute Naturschutzgebiet. Eine vielfältige

Gewässerlandschaft, in der sich in Flora und Fauna

viel entdecken lässt. Kleine Seen und ein Aussichtsturm

für Naturlieb haber. Mensch und Fluss werden hier eins.

Zufuß oder auf dem Fahrrad. Der Vilstal-Radweg führt auf

116 km von Dorfen nach Vilsbiburg und weiter am Fluss

entlang bis zur Donaumündung.

Eine andere niederbayerische Mäander-Möglichkeit

findet sich nordwestlich am Flüsschen Laber. Die

„Labertaler Storchenroute“, ein einzigartiges ökologisches

Entwicklungsprojekt zwischen Rottenburg a. d. Laaber

und Eichbühl, begleitet den Fluss auf einer Länge von

23 km und erzählt auf 9 Stationen viel Wissenswertes

über das Leben am und im Fluss. Wer mehr Zeit hat: Die

Storchenroute ist nur ein kleiner Teil des viel längeren

Große-Laaber-Radwegs mit 83 Kilometern. Dieser begleitet

den Fluß von seinem Ursprung in Volkenschwand bis

zur Mündung in die Donau bei Straubing.

Das sind nur wenige Beispiele von den vielen Möglichkeiten,

mit denen weitere Flüsse wie Rott, Inn oder

Abens in Niederbayern zur Auszeit einladen. Oder einen

anderen Gang einzulegen, eine Kurve zu machen und

sich einfach dem Verlauf eines Flusses hinzugeben ...

14 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 15


#echtwohlig & besonders abwechslungsreich

#echtwohlig & besonders abwechslungsreich

Badehose, Bier, Barock, Radl.

Mittlere Schwierigkeit, Aufstieg 782 Meter, Abstieg 813 Meter, Länge

244 Kilometer, Dauer 20 Stunden, Schwierigkeit und Fitness 2 Sternchen,

Schönheit 5 Sternchen und Beliebtheit ebenfalls 5 Sternchen!

Hinter diesen schnelldahingesagten Bewertungen verbirgt sich ein Radweg, genauer

gesagt die „Niederbayerntour“. Und eine erlebnisreiche Reise durch

liebliche Flusstäler, Hopfengärten und grüne Wiesen, mit zahllosen Möglichkeiten

einzutauchen: in barocke Schönheit, in heilsames Thermalwasser, kulinarische

Genüsse oder einfach am bayerischen Beach in den Fluss.

Der Weg führt uns quer durch Niederbayern,

von Passau über Vilshofen, Landshut

und Abensberg bis nach Regensburg. Oder

natürlich auch umgekehrt. Aber lassen

Sie uns bei Passau beginnen. Dreiflüssestadt,

eine barocke Königin, gekrönt von

der Veste Oberhaus, die in diesem Jahr

ihr 800jähriges Jubiläum feiert. Geradezu

venezianisch mutet sie an, diese Stadt.

Wunderschöne Blicke aufs Wasser tun

sich auf, sobald man aus den malerischen

Gassen heraus ans Ufer tritt.

Dann geht’s auf das Radl, „stromaufwärts“.

Entlang von Flüssen zu radeln verheisst

entspanntes Tempo, wenig Steigung und

umso mehr Zeit für Genuss! Geeignet

ist der gut ausgebaute Weg tatsächlich

für alle Ansprüche. Familien finden hier

ihr Vergnügen ebenso wie der sportliche

Niederbayernquerer. Die Etappen lassen

sich durch zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten

gut selbst einteilen. Hier

muss man nichts, hier hat man frei!

Und so fahren wir donauaufwärts nach

Vilshofen, der „kleinen Dreiflüssestadt“.

Die vielen Sehenswürdigkeiten dieser alten

Donaustadt erschließen sich schnell:

der historische Stadtkern und das gewaltige

Benediktinerkloster Schweiklberg,

das über der Stadt thront. Doch gibt es in

Vilshofen auch ganz Spezielles zu entdecken:

Zum 800jährigen Stadtjubiläum im

Jahr 2006 wurden an 365 Tagen jeweils

ein Gingkobaum gepflanzt – hier entstand

am rechten Vilsufer der damals größte

Gingko-Hain Europas! Der sich durch

engagierte Bürgerbeteiligung bis heute in

in Erweiterung befindet. Wir verlassen

hier den großen Strom und folgen der viel

kleineren Vils durch eine der schönsten

Wasser- und Auenlandschaften der Region.

Ein klein wenig abseits der Tour lädt

das Kloster Aldersbach: Barock in Reinform,

sakral wie kulinarisch! Mit gutem

Gewissen kann der Radler sich an niederbayerischen

Schmankerln und dem herrlichen

Bier der Klosterbrauerei erfreuen,

denn gleich geht es sportlich weiter: Auf

der Strecke durch eines der größten Gurkenanbaugebiete

Europas wird die landwirtschaftliche

Tradition Niederbayerns

sicht- und essbar. Statt einer Flasche

Champagner aus Frankreich lässt sich

hier ein großes Gurkenglas aus Niederbayern

für die Daheimgebliebenen erwerben

… Über den Bockerlbahnradweg führt

uns der Weg nach Landau a.d. Isar und

von dort auf dem Isarradweg weiter nach

Dingolfing. Am Rande der Stadt liegt der

größte deutsche Produktionsstandort von

BMW. Eine Erfolgsgeschichte des Wirtschaftswunders,

die hier in Niederbayern

mit dem Goggomobil von Hans Glas

seinen Anfang nahm. Das örtliche Automobilmuseum

bringt den Technikfan zum

Staunen! Und schon sind wir in Landshut.

Landshut, die Stadt der Wittelsbacher mit

ihrem gotischen Stadtkern. Die Gebäude

dieser Stadt bieten so viele Entdeckungen,

dass sich eine Übernachtung hier allemal

lohnt. Prächtige Fassaden, prunkvolle Gemälde

im Rathaus und ein Fest, das mittlerweile

zum Immateriellen Kulturerbe

erhoben wurde: die „Landshuter Hochzeit“.

Über Wochen wird mit großem

Aufwand die Heirat des Herzogs Georg

dem Reichen mit Hedwig Jagiellonica im

Jahr 1475, nachgefeiert. Das nächste mal

2021. Nach unserem kleinen Stadtaufenthalt

zieht es uns wieder hinaus ins

Grün. Mitten durch die Hallertau, dem

weltweit größten zusammenhängenden

Hopfenanbaugebiet. Was sich in der Zahl

der Brauereien und Bierspezialitäten natürlich

niederschlägt. Haben Sie schon

mal Hopfenspargel probiert? Ein Delikatesse,

die hier aufwändig geerntet und im

Frühjahr zu ganz besonderen Gerichten

verarbeitet wird. Die Krönung unserer

kleinen Biertour ist sicherlich Abensberg.

Hier hat sich die Brauerei Kuchlbauer

nach Plänen des Künstlers Friedensreich

Hundertwasser ein Wahrzeichen gesetzt:

Ein 35 Meter hoher Turm, der bis zu seiner

goldenen Kuppel hinauf bestiegen werden

kann. Lebendigkeit und Fröhlichkeit der

bayerischen Landschaft finden hier einen

angemessenen künstlerischen Ausdruck.

Und weiter führt uns der Weg inzwischen

wieder der Donau entlang und auf

ein einzigartiges Naturspektakel zu: Der

Donaudurchbruch zwischen Kelheim und

dem Kloster Weltenburg. Bevor die Tour

im UNESCO Weltkulturerbe Regensburg

endet, bieten sich noch gute Gelegenheiten,

sich im heilsamen Thermalwasser

Bad Göggings oder Bad Abbachs zu erholen.

Sprudelnde Aussenbecken mit Blick

in die Landschaft entspannen die Radlermuskeln

und setzen den Wellness-Punkt

unter eine wunderschöne Zeit quer durch

Niederbayern – mit Badehose, Bier und

Barock.

16 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND

BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 17


#echtwohlig & besonders gesund

Alle guten Dinge

sind sieben

So ist das in Niederbayern mit den Thermen.

Bad Abbach, Bad Birnbach, Bad

Füssing mit seinen drei Quellen (Therme

Eins, Europa Therme und dem Johannesbad),

Bad Gögging und Bad Griesbach. Das

Kuren kann im Donaubogen auf eine lange

Tradition zurückblicken, denn mancherorts

nutzten schon die Römer das

heilsame Quellwasser. Niederbayern ist

geprägt von vielen Flüssen. Die spezielle

Geologie führte dazu, dass sich unterirdisch

ein wahrer Schatz ansammelte:

Natürliches Thermalwasser. Es sprudelt

aus Quellen in einer Tiefe von bis zu annähernd

2.000 Metern. Die wertvollen

Bestandteile dieser Thermalwässer sind

beispielsweise Natrium, Kalium, Calcium,

Magnesium, Fluorid, Chlorid, Hydrogencarbonat

und Schwefel. Jedes dieser

Elemente hat eine positive Wirkung auf

den menschlichen Körper. Auch die Temperatur

des Wassers mit bis zu 70 Grad

Celsius Quelltemperatur trägt zum Wirkungsgrad

bei. In zahllosen Studien wurde

das Wasser bereits erkundet. Dabei wurden

unzählige positive Wirkungen nachgewiesen.

Gelenkerkrankungen, Rheumatismus,

Herz-Kreislauferkrankungen,

Diabetes und Stoffwechselerkrankungen

erfahren Linderung. Genauso Erschöpfungszustände

und Burn-Out-Symptome.

Was dafür spricht, dass ein Aufenthalt in

der Therme auch eine wunderbare Präventionsmethode

sein kann – noch weit

bevor ernste Symptome auftreten. Schon

ein einwöchiger Aufenthalt in einem

der Thermalbäder kann einen beachtlichen

Beitrag dazu leisten, Stressfolgen

zu reduzieren, chronische Müdigkeit oder

Schmerzen deutlich zu mindern. Das

übersteigt den üblichen „Wellness-Faktor”

bei weitem! Für die verschiedensten

Therapien und Kuren kann das Wasser

auch gezielt eingesetzt werden. Die Kureinrichtungen

arbeiten mit spezialisierten

Ärzten und Physiotherapeuten zusammen.

Die Thermen bieten zudem ein

breites Spektrum an Massage-, Wellnessund

Schönheitsangeboten. Für Bewegung

und Fitness ist mit In- und Outdoormöglichkeiten

auch gesorgt. Das Wasser sprudelt

in den herrlichen Außenbecken wie

in schön gestalteten Hallen. Den Blick in

die Landschaft gerichtet, verbindet sich

in Niederbayern Gesundheit mit Genuss.

Hier lässt sich hervorragend ausspannen.

„Im siebten Thermenhimmel Niederbayern”

können Körper, Seele und Geist wieder

eins werden.

DIE QUAL DER WAHL

KAISER-THERME BAD ABBACH

ROTTAL-TERME BAD BIRNBACH

DREIMAL BAD FÜSSING

Gesund sind sie alle und schön sowieso, die sieben Thermen

Niederbayerns. Dennoch ist jede ein bißchen anders. Sie unterscheiden

sich in ihrer Ausrichtung und Umgebung, eine jede

hat ihren eigenen Charakter und Charme. Um dem Gast die

Entscheidung nun leichter zu machen, haben wir den Versuch

unternommen, sie ein wenig zu charakterisieren – über die

heilsame Wirkung hinaus.

Die moderne Therme liegt auf einem Hügel über dem Kurort.

Die umgebende historische Landschaft bietet besonders dem

Kultur- und Naturinteressierten tolle Möglichkeiten. Nur

20 Minuten entfernt liegt die UNESCO Weltkulturerbestadt

Regensburg – deutschlandweit die besterhaltene mittelalterliche

Großstadt. 1.000 Einzeldenkmäler, Museen, der gotische

Dom und die Steinerne Brücke. Zahllose Straßencafés verleihen

der Stadt ein italienisches Flair. „Bei Abach ist eine schöne

Gegend, wo die Donau sich an Kalkfelsen bricht, bis gegen

Saale.” Das waren Goethes Worte zu Bad Abbach. Und meinte

damit die monumentalen Felsen des Donaudurchbruchs bei

Weltenburg.

Kaiserlich lässt sich also in Bad Abbach nicht nur kuren, kaiserlich

sind hier auch die Möglichkeiten für den Kultur- und

Naturbegeisterten. Als einzige der sieben Thermen bietet Bad

Abbach direkten Anschluss an eine Klinik, das Asklepius

Klinikum Bad Abbach, Zentrum für Orthopädie und

Rheumatologie. Moderne Medizin und ein umfangreiches

Rehabilitationsprogramm gehen hier Hand in Hand..

Die „Ländliche” unter den Thermen. Ein Garten der Sinne

mit Europas längstem Thermenbach zum Sich-treiben-lassen.

Natur ist hier das Stichwort. Mondscheinbaden und romantische

Sommernächte. Unaufgeregt liegt Bad Birnbach in

der Landschaft. Unaufgeregt und entspannt ist auch ein

Aufenthalt hier. Muße auf dem Lande, eine Sommerfrische

in Bayern ... Das Rottal gilt als das Herz des niederbayerischen

Hügellands. Langgestreckte Höhenzüge wechseln sich

ab mit sanften Hügelgruppen, dazwischen grüne Wiesen und

vergnügt mäandernde Flüsschen und Bäche. Ein Genusstal.

Schöne Radwege laden dazu ein, die umgebende Natur zu entdecken.

Hofläden und schattige Biergärten säumen den Weg.

Die Ruhe und Entspanntheit dieser ländlichen Umgebung spiegelt

sich auch im Bad. Ein Stück heile Welt in Bad Birnbach.

Bad Füssing kleckert nicht, es klotzt. Die THERME EINS, die

EUROPA THERME und das JOHANNESBAD bilden zusammen

eine weitläufige Thermenlandschaft, die Bad Füssing zu

Europas beliebtestem Heilbad werden ließ. So ist Bad Füssing

ganz sicher das Bad für den Gast, der nicht nur entspannen,

sondern auch viel erleben will. 365 Tage im Jahr ist hier

neben den vielen Attraktionen in der Therme auch ein üppiges

Kultur- und Aktivprogramm geboten. Das alljährliche

Kulturfestival ist mittlerweile weit über die Grenzen Bayerns

hinaus bekannt und zieht internationale Stars an. Im kleinen

Kursaal finden Klavierkonzerte renommierter Pianisten statt.

Tanzabend, Casinobesuch oder ein bayerischer Volksmusikabend

für jeden das passende Abendprogramm. Und auch

das Spektrum an Natur-, Sport- und Freizeiterlebnissen kann

sich sehen lassen. Ein 18-Loch-Meisterschafts-Golfplatz lockt.

Winterzauber gibt es beim Nordic-Walking im verschneiten

Unteren Inntal. Eine Tour auf den 460 km Rad- und Wanderwegen

durch die Pockinger Heide oder ins benachbarte Österreich

erfreuen sich sommers wie winters großer Beliebtheit.

Und sogar in den Parkanlagen wird geklotzt: 30 Millionen Blüten!

Bad Füssings Üppigkeit lässt sicher keinen Wunsch offen.

18 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 19


#echtwohlig & besonders gesund

#echtwohlig & besonders gesund

LIMES-THERME BAD GÖGGING

Eine Therme, dreifach g’sund. Als einziger bayerischer Kurort verfügt Bad Gögging

über gleich drei ortseigene, staatlich anerkannte Naturheilmittel: Schwefelwasser,

Thermalwasser und Naturmoor. Den Schwefel wußten vor 2.000 Jahren bereits die

Römer zu nutzen, um ihre müden Knochen wieder fit zu machen. Und noch viel

mehr Römisches gibt es hier am UNESCO-Welterbe Limes zu erkunden: Das Kastell

Abusina, Überreste einer der größten Badeanlagen nördlich der Alpen, ein Museum

und Römer ganz lebendig beim alljährlichen Römerfest. Auch das zweite „G’sund”,

das Naturmoor, hat ein bisschen mit den Römern zu tun, die Schlick und Schlamm

bereits zu Badezwecken verwendeten. Wen es noch weiter in die Umgebung zieht:

Bad Gögging liegt zwischen der Kulturlandschaft der Hallertau, dem größten zusammenhängenden

Hopfenanbaugebiet der Welt, und dem Naturpark Altmühltal.

Dreifach g’sund – die Römer haben es vorgemacht in Bad Gögging.

WOHLFÜHL-THERME BAD GRIESBACH

Nicht nur gesundes Thermalwasser, sondern auch besonders gesunde Luft gibt es

im Luftkurort Bad Griesbach. Und einen weiten Blick. Der Gast ist hier der König.

Die Sternehotels Bad Griesbachs verwöhnen kulinarisch und sind durch Bademantelgänge

direkt mit der Therme verbunden. Neben zahlreichen Veranstaltungen im

Ort bietet auch die Dreiflüssestadt Passau – nur 30 Kilometer entfernt – Kabarett,

Theater und viele Sehenswürdigkeiten. In Nachbarschaft zur Therme liegt zudem

Europas größtes Golfresort, das Quellness Golf Resort Bad Griesbach. Damit sind

wir beim weiten Blick, denn auf den weitläufigen grünen Flächen tut dieser sich an

schönen Tagen auf bis an die Alpen. Das Resort bietet Profi-Courses ebenso wie viele

Möglichkeiten zum Golf-Schnuppern. Warum nicht neben der Entspannung in der

Therme noch Neues versuchen? Internationale Turniere werden hier ausgetragen.

Ein Vergnügen, den Meistern beim Abschlag zuzusehen. In Bad Griesbach treffen

sich Entspannung, Heilung und neuer Schwung auf dem Green.

SEHR BESONDERS:

DER EISVOGEL

IN BAD GÖGGING

Schön, selten und vier Sterne! Dieses Hotel

hat sich einen besonderen Namensgeber gewählt

und möchte Refugium sein, in dem

er und alle weiteren Gäste sich wohlfühlen

können. Inmitten intakter Donauauen ist

hier die Oase der Ruhe, Entspannung und

Einkehr. Eine Insel zum Auftanken. Traditionelles

verbindet sich im Eisvogel mit lichter

Moderne.

Bad Gögging ist einer der fünf historischen

Thermenorte Niederbayerns – Erholung hat

hier Tradition. Wir knüpfen an diese an

und verbinden es mit unserem modernen

Spabereich und einer genussvollen Hotelatmosphäre.

Und auf unser Spa sind wir stolz:

Hier begegnen sich traditionelle Ansätze

eines Heilbads mit wunderbaren Schönheitsund

Wellnessangeboten: Hopfenwell, Moor

und Schwefel, Massagen, Kosmetik, Ziegenmilch,

Bierbad – alles, was das Herz begehrt,

dem Körper nützt und die Seele nährt.

Das „G” von Gögging heißt für uns auch Gesundheit,

Genuss, Gleichgewicht, G’mächlichkeit,

G’schaftigkeit und Gemütlichkeit.

Unser Prinzip ist Ruhe, Muße und Langsamkeit.

Angebunden an unser Hotel ist

der weithin bekannte Gasthof Eisvogel, der

selbst vom Bayerischen Staatsministerium

mehrfach als „einer der besten Gasthöfe im

Freistaat“ ausgezeichnet wurde. Unser Küchenchef

verwöhnt seine Gäste mit saisonalen

Produkten der Region und internationaler

Küche.

Faulenzen, verwöhnt werden, gesund werden,

ausruhen, geniessen – versuchen Sie es

mit einer Auszeit im Eisvogel-Refugium!

www.hotel-eisvogel.de

Römisches Heilbad, idyllisches

Dorf und 100 Jahre „Bad“

Vor genau 100 Jahren wurde Gögging

zu „Bad“ Gögging und als staatlich

anerkannter Kurort ausgezeichnet.

Grund genug, in diesem Jahr zu feiern.

Bad Gögging kann auf eine besonders

lange Badetradition zurückblicken. Vermutet,

bislang jedoch nicht bewiesen,

ist, dass bereits die Kelten die heilsamen

Quellen kannten. Garantiert bewiesen

hingegen ist, dass die Römer, die um

15 v. Chr. in die Region kamen, sich eine

Badeanlage bauten und anschließend

von den Wirkungen des wohltuenden

Schwefelwassers profitierten. Das ging

auch fröhlich so weiter, als die Bajuwaren

einzogen, und im Mittelalter kurten

hier bereits bedeutende Persönlichkeiten

wie Ludwig der Reiche, der 1470 zu

Gast war. Im heutigen Gasthaus „Alter

Wirt” kurte man, als Gögging sich noch

„Wildbad“ nannte. 1876 errichtete Franz

Hetz im Gasthaus ein Römerbad, das

mehr und mehr Gäste anzog. 1908 übernahmen

Betty und Kreszenz Hauber und

beantragten erfolgreich den Schutz der

Schwefelquelle als

Heilquelle. Fortan

ging es Schlag auf

Schlag und der Ort

durfte ab 1919 den

Zusatz „Bad“ tragen.

Nach den Weltkriegen

wurde erweitert,

saniert und

schließlich entstand

ein moderner Kurort

mit Kurzentrum.

1979 wurde die heutige

Limes-Therme

eröffnet.

Ein Besuch in Bad Gögging lohnt sich in

diesem Jahr doppelt, denn es wird gefeiert.

Das Kurhaus bietet über das ganze

Jahr ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm.

Spaziergänge durch die Ortsgeschichte

und Führungen mit „Schwefeldampf und

Kurkonzert“ machen die Kurgeschichte

Bad Göggings lebendig.

Im August lohnt auch der Besuch der

Römertage in Bad Gögging/Eining:

Bayerns größtes Römerfest „Salve Abusina”.

Vom 16. bis 18. August erwacht das

ehemalige Kastell Abusina zu Leben und

zeigt, wie hart das Leben der Römer war,

die sich dann anschließend im Schwefelbade

von Verletzungen und Strapazen

erholten ...

Jubiläumspreise bietet Bad Gögging

natürlich das ganze Jahr über auch für die

Übernachtungen. Ein Besuch lohnt sich

also – für die Gesundheit sowieso.

www.bad-goegging.de/

Jubilaeumsjahr-2019

20 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND

BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 21


#echtwohlig & voller besonderer Geschichten

#echtwohlig & voller besonderer Geschichten

VON SAMMAREI, HEILIGEN BERGEN UND SCHÄTZEN UNTERM HOLLERBUSCH

von links:

St. Erasmus am Heiligenberg in Schönau

Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt auf dem

Bogenberg

Wallfahrtskirche St. Ottilia in Kelheim

Pilgern durch

Niederbayern

Das Beste am Gehen ist: Man kann es überall und zwar sofort.

Raus zur Haustür und immer in eine Richtung bis nach Rom. Oder nach

Santiago di Compostela. Oder nach Sammarei.

Über so lange Distanzen hat das Gehen

oft ein Anliegen und wird damit zum Pilgern.

Gepilgert wurde und wird rund um

den Erdball seit Menschengedenken: Man

will ein Gelübde erfüllen, sich geistlich

vertiefen oder Dank abstatten. Gehen als

spirituelle Angelegenheit. Seit der Antike

und in allen Religionen. Eine ganze Weile

wurde das vergessen, die langen Pilgerwege

quer durch Europa verwilderten, die

Natur übernahm.

Doch seit einigen Jahren beginnt die Faszination

und scheinbar auch das Bedürfnis

nach dem Gehen über lange Distanzen

wieder aufzuleben. Hape Kerkeling war

„dann mal weg“ und trat damit eine Welle

von Jakobspilgern los. Die Alpen werden

hin und her überquert. Fernwanderwege

vom Nordkap bis Palermo werden neu beschildert.

Doch was macht diese Faszination am

Gehen aus? Neurowissenschaftler versuchen

zu belegen, was der Mensch eigentlich

immer schon weiß: Gedanken und

Wahrnehmung verändern sich beim

Gehen. Das Gehen in der Natur trainiert

neben dem Körper auch die Sinne.

Vogelstimmen, das Geräusch der eigenen

Schritte, Wind auf der Haut, Licht durch

die Blätter im Wald oder der Geruch

einer frisch gemähten Wiese. All das

bringt den Menschen schlagartig in die

Gegenwart. Und damit zu sich selbst.

Bei sich sein macht die eigentliche Qualität

des Pilgerns aus. Und so muß es nicht

zwingend gleich der lange Weg nach

Rom oder Santiago sein, sondern vielleicht

eben Sammarei in Niederbayern.

„Sammarei“ – eine volkstümliche Abwandlung

von „Sancta Maria“ – ist ein

alter Wallfahrtsort bei Ortenburg. Die Geschichte

geht zurück bis zu einem Brand

im Jahr 1631. Seitdem waren zahllose

Pilger mit ihren Anliegen in Sammarei,

davon zeugen die 1.300 Votivbilder, die

sie zum Dank hinterließen. Mit vielen

der niederbayerischen Wallfahrtskirchen

verbinden sich wundersame Geschichten,

die es zu entdecken gilt. So zum Beispiel

die kleine Wallfahrtskirche Heiligenberg

bei Schönau im Landkreis Rottal-Inn.

Man erzählt sich, ein Mann aus Heiligenberg

träumte, dass er auf der Steinernen

Brücke in Regensburg etwas Wichtiges

erfahren würde. Er pilgerte also zur

Brücke, aber nichts passierte. Der

Brückenwärter fragte ihn, worauf er denn

hier warte. Der Mann erzählte die Sache

mit dem Traum und der Wärter meinte,

er selbst habe einmal geträumt, dass unter

einem Hollerbusch am heiligen Berg

ein Schatz zu finden sei. Er selbst glaube

aber nicht an Träume. Der Bauer ging daraufhin

wieder heim und fand unter dem

Hollerbusch in seinem Garten den Schatz.

Von dem Geld ließ er dann die Kirche

errichten. Eine wundersame Geschichte

über das Finden von Schätzen, die vielleicht

vor der eigenen Haustür liegen.

Man muß jedoch keineswegs katholisch

sein, um zu pilgern. Pilgern ist ein Weg

nach innen, zu sich selbst. Eine Auszeit

vom stressigen Alltagsleben. Ruhe, Landschaft

und einfaches Leben genießen.

Wofür sich die niederbayerische Umgebung

hervorragend eignet. Entlang von

Flüssen und vorbei an alten Klöstern, barocken

Zwiebeltürmen und über Feldwege

auf zwitschernden Fluren. Wer sich den

Weg nicht täglich selbst suchen möchte,

dem bieten sich markierte Pilgerwege wie

zum Beispiel der europäische VIA NOVA

(von Böhmen nach Österreich) oder ein

Teil des ostbayerischen Jakobsweges.

Beide führen durch das Bayerische Golfund

Thermenland. Der Einstieg ist allerorten

möglich, sodaß sich selbst für ein

Wochenende das Pilgern schon lohnt.

Schattige Biergärten laden zur ergänzenden

leiblichen Einkehr, der Fluss zu

einem erfrischenden Bad. Verbinden lässt

sich das Pilgern natürlich auch mit einem

Bad in der Therme: Geist und Körper können

wieder eins werden in Niederbayern.

Ein weiterer lohnender Pilgerweg ist

der Wolfgangsweg. Die niederbayerische

Wegführung nach Süden verläuft quer

durchs Bayerische Golf- und Thermenland

von Regensburg hinunter nach

Altötting. Zurück nach Norden führt der

Weg über Bad Griesbach, Niederalteich,

Deggendorf und Metten hinein in den

Bayerischen Wald.

www.wolfgangsweg.de

22 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 23


#echtwohlig & besonders green

Golf, Glück, Griesbach

Es gibt ja allerhand Theorien zum Thema Glück. Selbst Wikipedia beginnt da recht schwammig: „ … Empfindungen vom

momentanen bis zu anhaltendem, vom friedvollen bis zum ekstatischen Glücksgefühl …“ – ein recht weiter Begriff also.

Dennoch, hört man sich ein bißchen um, so gibt das schon ein paar gemeinsame Nenner, wenn mal so „größte Glücksgefühle“

beschrieben werden. Einer dieser Nenner ist, dass zum Beispiel in einem entscheidenden Moment durch höchste

Konzentration und Fokussierung etwas Besonderes gelingt. Zen-Meister und Kampfsportler wissen um die Kunst dieses

Moments. Alltagsgedanken – die galoppierenden Pferde im Kopf – haben da nichts zu suchen. Kraft und Konzentration richten

sich nur auf eine Bewegung und den Moment. Sonst hat das Glück nämlich gar nicht ausreichend Platz. Womit wir bei einer

Sport- und Lebensart wären, die vieles vereint: Dem Golfen.

„Beim schwierigsten Schlag im Golfsport

muss der Ball zunächst gegen eine Eiche

geschlagen werden, um von dort aus in

einen Bunker zu fallen, wo er genau auf

einen Stein treffen muss, so dass er aufs

Grün springt und ins Loch rollt. Dieser

Schlag ist so schwierig, dass er selbst mir

bisher nur ein einziges Mal gelungen ist.“

(Zeppo Marx)

Also, Konzentration. Der erste Schritt

zum Glück. Der zweite ist – dem Zengarten

nicht unähnlich – der geeignete

Platz für dieses Glück. Und hier punktet

Niederbayern gewaltig: Europas Golf

Resort Nr. 1 mit insgesamt 129 Golfbahnen,

das Quellness & Golf Resort Bad

Griesbach. Das Niveau zeigt sich bereits

daran, dass drei der Bahnen von Deutschlands

Weltklasse-Golfer Bernhard Langer

designed wurden. Ein Zengarten wird

angelegt, um Kontemplation zu erzeugen.

Klare Formen und Konzentration aufs

Wesentliche. Auch ein perfekter Golfplatz

lenkt den Blick darauf. In Bad Griesbach

findet der Golfer flache Plätze mit vielen

Wasserhindernissen entlang der idyllischen

Rott. Oder hügelige Plätze, die bei

passender Wetterlage, einen einzigartigen

Blick auf die Alpen zulassen.

Im Trainingszentrum Golfodrom ® kann

auf 210 Rasenabschlagsplätzen und 109

überdachten Abschlägen trainiert werden.

Die Goldschule arbeitet nach einer

selbstentwickelten Lehrmethode und ist

für Golfer aller Spielstärken geeignet. Die

um die Golfschule angeordneten Anlagen

laden dazu ein, das Trainierte sofort auf

dem Platz umzusetzen. Trainiert werden

kann in Eigenregie oder unter Anleitung

eines der 30 Golf Professionals.

Das Resort Bad Griesbach ist eine weitläufige

Golflandschaft“, die dem Profi

ebenso wie dem Einsteiger den richtigen

Platz bietet.

Traditionell verbunden ist das Golfen

hier schon immer mit einem klassischen

niederbayerischen Thermenaufenthalt.

Heilsames Wasser ergänzt den Aufenthalt

aufs Schönste.

Drei First-Class-Hotels beherbergen

eigene Spas, gespeist

vom Bad Griesbacher

Thermal-Heilwasser. Das

5-Sterne-Quellness und

Golfhotel Maximilian: Großzügige

Architektur, elegantes

Ambiente und ein perfekter

Rückzugsort für Erholungsuchende

und Feinschmecker.

Das 4-Sterne-Superior Quellness-

und Golfhotel Fürstenhof

bietet nicht nur den schönsten Panoramablick

über das Rottal, sondern auch

einen über 4.000 qm großen Health- und

Quellnessbereich. Und schließlich „Das

Ludwig“: 4 Sterne und ein unkompliziertes,

entspanntes Familienhotel mit Kids

Club und Ganztags-Kinderbetreuung.

Für Naturliebhaber bietet das Resort die

Gutshöfe in Brunnwies (am 18-Loch

Bernhard-Langer Platz und 6-Loch Kindergolfplatz),

in Penning (weitere Ferienhäuser

und die 36-Loch Golfanlage

gleich nebenan) und Uttlau, einem über

400 Jahre alten, liebevoll restaurierten

Rottaler Vierseithof (neben dem Meisterschaftsplatz

St. Wolfgang).

Golfkontemplation, Thermengenuss und

Kulinarik in Bad Griesbach – das Glück

kann kommen!

Biathlon-Olympiasieger Fritz Fischer erholt sich im Griesbacher

Thermal-Heilwasser im Spa Bereich des Hotel Fürstenhof

24 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND

BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 25


1

#echtwohlig & besonders musikalisch

So klingt Niederbayern

3 4

5

1) Hannes Ringlstetter

2) Monika Drasch

3) Maria Hafner

4) dicht & ergreifend

5) Till Hofmann

2

„Heimatsound“, ein lustiges zweisprachiges Wort, das grad an jeder Ecke Bayerns

lauert. So nennt sich auch das erfolgreiche jährliche Festival im Passionstheater

von Oberammergau, an dem auch ein Niederbayer maßgeblich beteiligt ist. Musik

„von dahoam“ hat Konjunktur wie die Trachten auf dem Volksfest. Was aber

keineswegs heißt, dass die Szene nicht die Ohren spitzt und – mit einer gesunden

Verwurzelung in Niederbayern – neue Wege geht. Wir haben uns mal umgehört.

Einer, der in Bayern Grenzen sprengt, ist

HANNES RINGLSTETTER. Ein Straubinger.

Ihm gelang eine längst fällige

musikalische Hymne an „Niederbayern“.

Anarchischer Starrsinn paart sich hier

mit grandiosem Humor, immenser Menschenfreundlichkeit

und großer Musikalität.

Mit seiner Band ist er ab Juli wieder

quer durch Bayern unterwegs – da macht

seine Late-Night-Show im BR gerade

Sommerpause. Das „Grenzensprengen” ist

eine Sache, die Ringlstetter schon lang betreibt:

Seine Liebe zu Country-Klassikern

schließt Paris, New York und Alteiselfing

keineswegs aus, im Gegenteil. Zu seiner

letzten CD mit dem bezeichnenden Titel

„Fürchtet Euch nicht“ hat er sich viele

musikalische Freunde eingeladen. Seine

Botschaft: In einer Zeit, in der allerorten

die Angst kultiviert wird, heißt es: Mutig

bleiben, cool bleiben, neue Wege gehen!

„Sich nix scheiss’n“, sagt der Niederbayer.

Da ist eine grüne Geige. Nix is Gwiss.

Einer der Titel von MONIKA DRASCH.

Das heißt übersetzt, dass es keine Sicherheit

gibt im Leben. Monika Drasch kommt

aus dem Weiler Hub bei Hengersberg.

Die Violine ist ihr Instrument. Und ihre

Stimme. Zusammen mit dem Bairisch

Diatonischen Jodelwahnsinn wurde sie

bekannt.Auf Hubert von Goiserns CD

„Fön“ ist sie mit Geige und Stimme präsent.

Nach Auflösung des Jodelwahnsinns

geht sie mit Hubert von Goisern und seiner

Band auf Tour. Es folgt ein Projekt

mit anderen Künstlern zur Schriftstellerin

Emerenz Meier, ein zutiefst bayerisches

Thema. Und Auftritte mit Hans

Well von der Biermösl Blosn oder Michael

von Mücke von Kofelgschroa. Seit 2012

ist sie mit der eigenen Band unterwegs.

Mit dem Bayerischen Rundfunk erkundet

sie aktuell die Zusammenhänge zwischen

Volksmusik und der barocken Klassik.

Das bleibt spannend ...

„Dahoam is bestimmt ned dahoam. Nur

weil’s da alle immer vorbet’n und sog’n.“

Das sagen DICHT & ERGREIFEND.

Ursprünglich aus der Gegend von Dingolfing.

Mittlerweile leben die beiden

Musiker in Berlin und absolvieren mit

ihrem Rap ein Tourprogramm bis ins

ferne Kiew. In Berlin haben sie studiert

und dort neue Wurzeln geschlagen. Das

„Dahoam“ sehen die beiden Musiker, George

Urkwell und Lef Dutti, aus einer

selbstgewählten Perspektive. Was jetzt

mit Zurück-nach-Bayern wäre, beantworten

sie mit: „Man zieht nicht einfach weg,

wenn man sich eingegroovt hat” in einem

Interview für die Abendzeitung. Das ist

richtig, für alle überall. Sehr hörenswert,

die Ansichten in Sachen „Heimat” von

dicht & ergreifend. Wie auch die Musik.

MARIA HAFNER. Aus Straubing. Schauspiel,

Musik, Talent. Wieder so eine Starrsinnige

aus Niederbayern. Auf Biegen und

Brechen verschafft sich da die Kunst in

Form einer Frau einen gewaltigen Freiraum.

Maria Hafner bildet mit der Schauspielerin

Julia Loibl seit 2009 auch das

Akkordeonduo „Hasemanns Töchter”.

Mit der Volksmusikgruppe „Zwirbeldirn”

tourte sie quer durch Bayern und bis Saudi

Arabien. Am Nockherberg war sie ebenso

vertreten wie in Filmen von Franz Xaver

Bogner oder Marcus H. Rosenmüller. Gerade

ist sie mit zwei Herren unterwegs:

Burgmayr und Watzinger. Plus Geige, Akkordeon,

Hackbrett, Zither und Tuba. Ihr

gemeinsamer Beitrag zum „LAUTyodeln

Vol. 2“ Festival 2019 in München wurde

gefeiert. Eine Künstlerin, die es wissen

will – und die es kann. Langweilig wird

das nicht ...

So, und wer kümmert sich eigentlich

darum, dass die ganzen Künstler eine

Bühne bekommen? Ein Niederbayer.

TILL HOFMANN. In Passau geboren.

Mit 17 holt er sich Bruno Jonas zu einem

Kabarettabend an die Schule und damit

nimmt das Schicksal seinen Lauf. Der

Versuch, eine vernünftige Berufslaufbahn

einzuschlagen, wurde von der Dringlichkeit,

in München das Lustspielhaus und

die Lach- und Schießgesellschaft zu retten,

überrollt. So verschaffte sich da eine

außergewöhnliche Karriere Raum. Gottseidank!

Sonst gäbe es das alles nicht: Das

„Vereinsheim“, das „Café Ringelnatz“, das

„Stadttheater Oblomow“, seine Agentur

„Eulenspiegel Concerts“, mit der er beispielsweise

den Circus Krone und viele

Festivals bis hin zum „Heimatsound“ in

Oberammergau bespielt. Die Plattenfirma

„Millaphon Records“. Nebenbei managte

er LaBrassBanda zu einem der

erfolgreichsten Musikexporte Bayerns.

Seit 2011 gibt es ein weiteres Standbein

in Wien, das Kabaretttheater „Stadtsaal“.

Und in Schwabing die Galerie „Truk

Tschechtarow“. Und zusammen mit dem

genialen Rudi Hurzlmeier (natürlich ein

Niederbayer) die feste Überzeugung, dass

es in München ein Karikaturenmuseum

geben muß. Es lässt nicht aus ...

26 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 27


#echtwohlig & besonders naturverbunden

„Kamping“

unterm

Sternenhimmel

DIE

WOHLFÜHLZENTRALE

IN KIRCHHAM

Es gibt Camper und Nichtcamper. Dazwischen

gibt’s wenig. Wo der Camper

vom einfachen Leben in der freien Natur

schwärmt, verdreht der Nichtcamper bereits

beim Anblick eines Klappstuhls die

Augen. Wo der Nichtcamper sofort an

durchweichte Schlafsäcke denkt, weiß es

sich der echte Camper mittlerweile sehr

behaglich zu machen. Camping hat sich

verändert. So spricht man neuerdings eh

mehr vom „Glamping” – eine Wortschöpfung,

die aus „glamorous” und „camping”

entstanden ist. Das einfache Leben kann

man sich nämlich sehr luxuriös gestalten.

Und ist es nicht echter Luxus, mal

eine Zeitlang mit wenig zu leben? Die

Welt wird ein Stück überschaubarer,

die eigenen Tätigkeiten „handfest” statt

abstrakt. Die mindestens 10.000 Dinge,

die jeder Deutsche im Schnitt besitzt (und

täglich umsorgt und pflegt), reduzieren

sich auf vielleicht 500, die in ein Wohnmobil

passen. Überschaubar. Trotzdem

alles da. Und im Kopf wieder mehr Freiraum.

Wo man sich nicht um 10.000 Dinge

kümmern muß, bleibt Zeit für Entdeckungen

und Genuss im Außenrum. Und

für echte Entspannung.

Die niederbayerische Thermenlandschaft

ist wie geschaffen dafür, sie mit

dem Wohnmobil zu erkunden. Herrliche

Flusslandschaften, barocke Orte und

Hofläden mit regionalen Spezialitäten

machen schon die Anfahrt zum Erlebnis.

Die Thermen bieten Stellplätze fürs rollende

Eigenheim direkt vor den Bädern.

Leben wie auf dem Seegrundstück ...

Und dann gibt es natürlich noch die vielen

idyllischen kleinen Campingplätze wie

auch die Spitzenplätze im Thermenland,

so beispielsweise der Thermen-Gutshof

Arterhof in Bad Birnbach. Hier beweist

sich eindrucksvoll, wie angenehm das

Camperleben sein kann. Der 5 Hektar

große 5-Sterne Spitzencampingplatz ist

umgeben von saftigen Weideflächen.

Ländlich. Vom normalen Stellplatz bis

zum Premiumplatz mit eigenem Bad oder

(auch für den überzeugten Nichtcamper

geeignet) großzügige Appartements ist

alles geboten. Wandern, Radeln, Walken

oder Golfen – alles direkt vor der Haustür

möglich. Die Rottal-Terme in Bad Birnbach

ist nur 1,5 km entfernt. Oder, und

das macht den Arterhof auch aus, man

nutzt das heilende Wasser gleich direkt

auf dem Platz. Das Thermalaussenbecken

bietet original Bad Birnbacher Heilwasser.

Und eine weitere Attraktion findet sich

auf dem Arterhof: Das vielfach ausgezeichnete

erste Naturhallenbad Deutschlands.

Kristallklares, herrlich weiches

Süßwasser! Ein zusätzlicher Natur badesee

im Park, Sauna, Massagen, Kur- und

Wellnessangebote runden den Aufenthalt

ab. Was kann einfacher und damit

luxuriöser sein, als sich nach einer Runde

im Thermalbecken oder in der Sauna im

Bademantel vor das eigene Wohnmobil

zu setzen, ein Glas kühles regionales Bier

und die herrliche Landschaft zu entdecken?

Wer die Region auch kulinarisch

geniessen will, dem bietet der Arterhof

ein hervorragendes Wirtshaus. Im Biergarten

oder im urigen Gewölbe werden

hier niederbayerische Schmankerl

auf getischt, Spezialitäten vom eigenen

Arterhof-Rind oder leichte Küche.

Zeit für eine weitere Wortschöpfung:

„Kamping“ – Kur und Camping. Entspanntheit

ist dabei oberstes Gebot und

Ziel. Und in Niederbayern auf zahlreichen

Plätzen möglich!

Sie wollen einen Urlaub in Europas größter

Thermenlandschaft Bad Füssing machen? Und

für diese Zeit die perfekte Unterkunft finden?

Dann sind Sie bei der Gästeinfo in Kirchham

schon mal goldrichtig! Kirchham bei Bad

Füssing ist hier der staatlich anerkannte Erholungsort

Nr. 1. Spezialisten mit Ortskenntnis

vermitteln Ihnen Gastgeber genau nach

Ihrem Bedürfnis, ob Schloss, Hotel, Hof, Ferienwohnung

oder Campingplatz, für Familien,

für Alleinreisende, für Hundebesitzer, für

Ruhesuchende – Kirchham hat alles zu bieten

und wir kennen uns aus. Als direkter Nachbar

zu Bad Füssing sind wir perfekt vernetzt.

Mit dem Bäderbus geht’s in die Thermen. Bei

der Planung für Ihr individuelles Urlaubs- und

Gesundheitsprogramm helfen wir gerne. Ob

Heilwasserqualitäten, spezielle Anwendungen,

Therapeuten und Ärzte oder Wellness

und Kosmetik – wir haben den Überblick und

helfen Ihnen, das richtige Angebot zu finden.

Und unser Angebot endet keineswegs an der

Thermentür. Die niederbayerische Umgebung

bietet zahllose Möglichkeiten, im Urlaub auch

aktiv zu werden: Nordic Walking, Radfahren,

Wandern oder Golf spielen, Ausflüge ins

Passauer Land, Museen, Kirchen, Klöster und

Schifffahrten. Nicht zu vergessen unsere gastronomischen

Empfehlungen: Die Region ist

berühmt für ihre Mostschänken und Jausenstationen.

Die niederbayerischen Schmankerl

schmecken oft am Besten am Hof, von dem

sie kommen. Und für den Gourmet haben wir

die kulinarischen Geheimtipps, die tatsächlich

noch „geheim“ sind. Fragen Sie uns einfach,

wir freuen uns, Sie kennenzulernen!

www.kirchham.de/

unser-kirchham/gaesteinformation/

28 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 29


#echtwohlig & besonders unterhaltsam

Ganz schön was los!

Gäubodenvolksfest

Straubing

Landshut feiert

auch ohne

Hochzeit

Am 19. und 20. Juli feiert Landshut in

diesem Jahr keine Hochzeit, sondern

sich selbst und seine wunderschöne

Altstadt beim Landshuter Altstadtfest

2019. Musik auf fünf Bühnen, regionale

Spezialitäten und eine herrliche Kulisse

erwarten den Besucher. Beginn am

Freitag ist 17 Uhr, am Samstag 11 Uhr,

Ende jeweils gegen 1 Uhr morgens.

Vielfalt, Qualität und viel Bayern! Details

aus dem Programm finden sich auf

www.landshutlive.de

Altstadtfest in Landshut

Elf Tage lang herrscht vom 9. - 19. August

Ausnahmezustand in Straubing. Beim

Gäubodenvolksfest, dem zweitgrößten Volksfest Bayerns. Auf dem bunt geschmückten

Festplatz erwarten Sie im attraktiven Vergnügungspark mehr als 130 unterschiedliche

Geschäfte und sieben gemütliche Bierzelte. Sie sorgen mit rund 27.000

Sitzplätzen für Unterhaltung und Gaumenschmaus und das frisch gebraute Festbier

rundet das Ganze passend ab. www.gäubodenvolksfest.de

Ronaldo Villazón

Regensburg und sein Dom

Erst vor 150 Jahren wurden die Regensburger Domtürme auf Wunsch König

Ludwigs I. an der gotischen Kathedrale vollendet. Ein Jubiläum, das

einen Abstecher nach Regensburg in diesem Jahr sehr

lohnenswert macht: Eine Ausstellung im Museum

St. Ulrich am Dom zeigt bis 29. September Bilder, Pläne

und viel Wissenswertes aus der 10jährigen Bauzeit.

Die Stadt Regensburg lässt im Jubiläumsjahr bis 28.

September allabendlich den Dom illuminieren – die

französischen Lichtkünstler SPECTACULAIRES

werden zu Gast sein.

www.domschatz-regensburg.de

www.regensburg.de/kultur

Baustand 1865, Fotograf: Martin Kraus

Kunstsammlungen des Bistums Regensburg

Umi g’schaut – ein

Welttenor in Bad Füssing

Immer im Herbst feiert Bad Füssing die Welt! Zum 20.

Mal jährt sich von Mitte September bis Ende Oktober

das Bad Füssinger Kulturfestival. Kultur auf Großstadtniveau

im niederbayerischen Dreiländereck. Das Festival

rangiert mittlerweile unter den Spitzenplätzen des Bayerischen

Festivalkalenders und präsentiert in diesem Jahr

wieder zahlreiche Künstler, darunter einen absoluten

Weltstar: Den mexikanischen Tenor Rolando Villazón.

Am Samstag, den 28. September 2019, gastiert er im

Großen Kurhaus Bad Füssing mit „Lieder des Belcanto“.

Geschichte und

Geschichten

Bayerns – das

neue Museum in

Regensburg!

Am 5. Juni 2019 war es soweit: Das Haus

der Bayerischen Geschichte eröffnet

sein Museum in Regensburg. Es ist vor

allem ein Museum beeindruckender

Geschichten: das schwerste Exponat des

Museums wird eine Dampflokomobile

sein, einst eine Revolution auf bayerischen

Feldern, sie konnte Getreide

dreschen, Stroh häckseln und wurde von

Pferden oder Ochsen von Feld zu Feld

gezogen. Die Maschine hat eine kleine

Weltreise hinter sich: 1921 in Regensburg

gebaut, reiste sie anschließend

auf eine Zuckerrohrplantage nach

Argentinien, dann zu einem Sammler

nach Berlin und schließlich zu einem

Restaurator nach Rotthalmünster, der sie

„fit fürs Museum“ machte. Anhand dieser

Dampfmaschine und vielen weiteren

alltäglichen und spektakulären

Exponaten werden Geschichten aus und

über (die) Bayern erzählt.

50 Jahre „Bad“

in Füssing

Ein weiteres Jubiläum im Thermenland gilt es zu begehen: 1969, also vor 50 Jahren,

wurde Füssing das „Bad“ verliehen. Das „Flaggschiff“ unter den niederbayerischen

Heil- und Thermalbädern feiert in diesem Jahr auch wieder Rekordzahlen bei

Gäs teankünften und Besucherzahlen in den drei weitläufigen Thermen. Schönster

Rekord ist sicher, dass 93 Prozent der Besucher immer wieder hierher kommen. Das

klingt nach einer rundum gelungenen Geschichte.

Dabei sah das zuerst sehr merkwürdig aus, im kleinen Weiler Füssing. Vor dem

Zweiten Weltkrieg führte die Bayerische Mineralölindustrie Versuchsbohrungen

durch – in der Hoffnung, auf einem Acker unweit von Füssing eine Ölquelle zu finden.

Die Gesichter waren erstmal lang: In etwa 1.000 Metern Tiefe stieß man nicht

auf Öl oder Gas, sondern auf eine Quelle, 56 Grad Celsius warm und mit einer Schüttung

von 3.000 Litern pro Minute. Das Reichsbäderkuratorium jedoch untersagte

die Nutzung des Thermalwassers erst einmal zugunsten von Karlsbad, Franzensbad

und Marienbad, die man ja gerade annektiert hatte. Und so begannen die Thermalquellen

Bad Füssings erst nach 1945 so richtig zu sprudeln. Nach Bekanntwerden

einer ganzen Reihe von Heilerfolgen wurde 1953 ein Gutachten angefertigt und

veröffentlicht, welches der Bad Füssinger Therme ideale Voraussetzungen für die

Behandlung verschiedenster Leiden bestätigte. Die Therme wurde in kürzester Zeit

über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. Der Freistaat begann die Erschließung

Füssings zu fördern. Neue Straßen, ein Kurmittelhaus, ein Kurpark und ein kleines

Kurhaus entstanden. Am 10. Dezember 1969 war es dann so weit: Viele private und

öffentliche Anstrengungen wurden mit dem offiziellen Titel „Bad“ belohnt. In den

letzten 50 Jahren kamen weitere Gebäude, Becken, Bäder und ein großes Kurhaus

hinzu. Bad Füssing hat sich zu einem weithin bekannten Zentrum für Gesundheit

und Erholung entwickelt. Das Kulturfestival lockt mit einem breiten Angebot

und internationalen Stars auch in diesem Jahr wieder viele Besucher. Entspannen,

genießen, gesunden im Herzen des Passauer Landes. www.badfuessing.com

30 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 31


#echtwohlig & besonders bäuerlich

Die Rottaler

Hoftour

Ein Besuch auf den Bauernhöfen wird Ihr persönliches Erlebnis. Sie lernen

Fertigkeiten, lassen sich köstliches Essen schmecken und erfahren

dabei auch, wie die landwirtschaftlichen Produkte gefertigt werden oder wie

man zur Artenvielfalt beitragen kann.

Eine gute Plattform für neue Erfahrungen

und Gespräche gibt es in Neuauflage in

der Ferienregion Rottal-Inn.. Das Landratsamt

unterstützt hier mit dem Amt

für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

die „Rottaler Hoftour 2019“. Die Beteiligung

ist rege und so kann man sich

über den Sommer auf eine spannende

Reise durch die Rottaler Höfe aufmachen.

Die entsprechende Broschüre gibt es kostenlos

beim Landratsamt Rottal-Inn, auch

im Download.

Und los geht’s. Da ist zum Beispiel der

Biohof der Familie Stallhofer in Kleinmünchen.

Mit vielen Tieren und vor

allem 6.000 glücklichen Hühnern, die auf

einer weitläufigen Wiese ihre Bio-Eier

legen. Wer will, kann hier auch bei der

Kartoffelernte mitanpacken: Auf einer

Führung im August erklären die Stallhofers

gern die Mühen und Freuden der

Bio-Landwirtschaft.

Viele Freilandhühner sind auch in

Wurmannsquick auf den Wiesen unterwegs:

Der Geflügelhof Dirnaichen hat

ein neues Hühnermobil. Besucher können

den Weg eines Eis vom Nest bis zur

Schachtel verfolgen und die Kinder dürfen

bei den drei angebotenen Hofbesichtigungen

mithelfen.

Und wo wir schon in Wurmannsquick

sind: Auf dem „Schemmer“-Hof in Angerstorf

gibt es nach Vereinbarung oder

zu einem festen Termin im September

viel zu lernen. Bei der Hoftour wird hier

über die Veränderung der Landwirtschaft

über die Jahrhunderte gesprochen – und

gemutmaßt, wie das wohl weitergeht.

Franz Schemmer ist nicht nur Landwirt,

sondern auch zertifizierter Landerlebnisführer.

Ein echter Spezialist also.

Das Rottal ist ein traditionelles Obstanbaugebiet.

In der Edelbrennerei Prienbach

in der Gemeinde Stubenberg hat man die

Gelegenheit, ein Schnapsbrennereiseminar

zu buchen. Dabeisein und eigenhändig

mitarbeiten bei der wunderbaren

Verwandlung des Obsts hin zu einem

hochwertigen Edelbrand. Wem dieser zu

stark ist, kann hier übrigens auch viel

über die Mostherstellung lernen.

Schnapsbrennereikünste gibt es auch in

Schönau in der Engel Naturbrennerei oder

in Baumgarten in der Schlossbrennerei.

Die Tierhaltung ist wichtiges Thema in

der aktuellen Diskussion. Im Rottal gibt

es dazu viel zu lernen. Im Agrarbetrieb

Wagenhofer in Unterdietfurt fühlt sich

die „Strohsau“ wohl. Warum, das wird

auf einer ausführlichen Hofführung mit

abschließender Brotzeit gern erklärt.

Und fährt man so dahin durch Rottal-Inn,

so tun sich immer wieder überraschende

Weiden auf: Angusochsen in Bad Griesbach,

Hirsche in Bad Birnbach, Weiderinder

in Eggenfelden, Turopolje-Schweine

und Sulmtaler-Hühner in Egglham,

Alpakas in Falkenberg, Galloways in

Reuth/Taubenbach, alte Nutztierrassen

in Münchsdorf/Roßbach und vieles mehr.

Mit der kleinen Hoftour-Broschüre lässt

sich vortrefflich eine „Tiertour“ durchs

Rottal planen. Mit Alpakas wandern gehen

– nach Vereinbarung ist das auf dem

Weber Fünf-Hof möglich!

Die Hoftour bietet auch speziell viele

Angebote für Kinder. Tieren begegnen

oder einfach mal sehen, wo das Essen

eigentlich herkommt. Auf dem Ponzauerhof

in Hebertsfelden können „Blühpatenschaften“

übernommen werden, dafür hat

der Hof die Auszeichnung „Naturschutzpartner

Landwirt 2018“ bekommen. Vortrefflich!

Doch nicht nur leiblich, auch geistig

ist allerhand los in der Ferienregion

Rottal-Inn. Das Bildhaueratelier von

Bernd Stöcker in Triftern öffnet die Tür

nach Vereinbarung. Das „Sonnendorf“

in Schönau: Ein Ensemble von Holzgebäuden,

das sich und weitere 150 Haushalte

mit Sonnenenergie versorgt – ein

ökologisches Modellprojekt im Landkreis.

So könnte man weiter aufzählen

oder sich lieber doch die kostenlose

Broschüre bestellen.

Am Schluss sei aber doch noch zu einem

Besuch im Freilichtmuseum Massing

geraten. Dort tut sich die karge

bäuerliche Vergangenheit

auf. Ein hartes Leben war

das. Alle Arbeit wurde mit

der Hand getan. Manches

in der Gegenwart rückt

dadurch wieder in ein

anderes Licht. Vielleicht

auch in ein Wertschätzenderes

gegenüber Natur und

Artenvielfalt, von der wir

alle abhängen.

www.rottal-inn.de

HERZLICHKEIT

MIT VIER STERNEN

Am Südhang von Bad Griesbachs Therme

liegt der Fürstenhof, ein Wohlfühlhotel,

das seine Gäste mit entspanntem Ambiente

und einem umwerfenden Blick hinaus ins

Rottal empfängt. Herzstück des Hotels ist

die eigene Thermen-Oase auf sagenhaften

4.400 qm. Verschiedene Becken mit original

Bad Griesbacher Thermal-Heilwasser, Whirl-

Pools, Saunen und Dampfgrotten lassen

keinen Wunsch offen.

Anti-Aging-, Massage- und Fitnessangebote

ergänzen das Wellness-Spektrum.

Bei schönem Wetter lädt die herrliche Liegewiese

ein, den weißblauen Himmel, ein kühlendes

Lüfterl und den Blick in die Natur zu

genießen.

Um dem Hotelnamen gerecht zu werden,

wird hier auch fürstlich gespeist. Das beginnt

schon mit einem üppigen Frühstücksbuffet

aus besten Zutaten. Im Restaurant, in

den Bars und auf der Panoramaterrasse werden

Sie über den Tag mit regionalen Spezialitäten

und internationalen Köstlichkeiten

verwöhnt. Das samstägliche Galadinner bildet

den kulinarischen Höhepunkt.

Umgeben von einer herrlichen Landschaft

ist der Fürstenhof zu allen Jahreszeiten auch

der ideale Standort für Aktivprogramm. Europas

Golf Resort Nr. 1 befindet sich praktisch

„vor der Haustür“. Das Hotel ist mit allen

Golfplätzen online verbunden und bucht

gleich vor Ort Ihre Startzeit zu Sonderkonditionen

ein. Das Golf Resort Bad Griesbach

lässt keine Bedürfnisse offen – für Profis wie

für Schnupperer. Wandern in der Umgebung,

Radeln entlang der Flüsse und viel Kultur

erleben in Passau, Salzburg oder Regensburg

– wunderbare Ziele für einen Tagesausflug.

Oder genießen Sie Bad Griesbach mit seiner

Therme.

Unser Hotel ist in jeder Hinsicht ein Ort, um

sich fürstlich zu erholen!

www.quellness-golf.com/

hotels/hotel-fuerstenhof/

32 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 33


1

#echtwohlig & besonders tierisch

2 3

5

4

1) Wagyu-Rinder beim „Maier am Berg“

2) Christian Lang und Angelika Heller

3) Schwarze, freundliche Rinder

4) Kälbchen im Schutz der Wagyu-Kuh

5) Brotzeit mit selbstgemachtem Wagyu-Schinken

Maier am Berg

Niederbayern und die Landwirtschaft. Das hat erstens eine lange Tradition.

Und zweitens immer schon Menschen hervorgebracht, die den Blick weiter in

die Zukunft gerichtet und sich mit viel Mut, Erfahrung und Überzeugung

entschlossen, etwas Neues zu riskieren.

Am südlichen Rand des Thermenlands,

zwischen Altötting, Simbach und Pfarrkirchen,

da, wo man von den Hügeln

schon den freien Blick auf die Alpen hat,

ist der „Maier am Berg“. Der „Maier am

Berg“ bei Wurmannsquick ist der Hof von

Christian Lang und Angelika Heller, seit

dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz.

Vielleicht ist es gerade dieser freie Blick

auf die Bergkette, der den beiden auch den

Weitblick für ihren Hof ermöglicht hat.

Wie schwierig das Überleben vieler konventioneller

Landwirte geworden ist,

lässt sich am Sterben der kleinen Höfe

allerorten sehen. Die Landwirtschaft unterliegt

einem starken Wandel. „Masse

statt Klasse“ scheint Konjunktur zu haben,

wer da nicht mithalten will, sperrt

zu, oder – wie im Falle von Christian

Lang und Angelika Heller – denkt ganz

neu: Die beiden haben ihren Blick ziemlich

weit ausgerichtet und sich verliebt –

in ein Rind namens Wagyu. Aus dem fernen

Japan. „Klasse statt Masse“, entgegen

dem Trend. Die Besonderheit dieser indigenen

Rinder ist, dass sie kaum gekreuzt

wurden. Sie lebten im damals nach außen

verschlossenen Japan über Jahrhunderte

hauptsächlich als Arbeitstiere, ihr

Verzehr war nach buddhistischer Tradition

verboten. Erst nach der Öffnung

Japans 1868 wurde die Rasse auch für die

Fleisch erzeugung optimiert. Was noch

lange nicht hieß, dass alle Welt davon

profitieren konnte.

Erst 2006 – mit unter den ersten

Landwirten in Europa – gelang es

Christian Lang und Angelika Heller auf

dem Umweg Australien die lang ersehnten

Wagyu-Embryonen zu kaufen. Eine

kostspielige und mutige Entscheidung,

denn keineswegs jeder Versuch, sie von

einer bayerischen Leihmutter austragen

zu lassen, gelang. Und doch: Weide und

Wald beim „Maier am Berg“ bevölkerten

plötzlich schwarze, freundliche Rinder,

denen der Alpenblick recht zu gefallen

und das niederbayerische Gras auch zu

schmecken schien. 13 Jahre ist das nun

her. Mittlerweile vergnügt sich in der

hügeligen Landschaft eine hundertköpfige

Herde, darunter noch Mutterkühe der

ersten Generation.

Wagyu-Fleisch ist eine Delikatesse. Das

Fett ist sichtbar in feiner Marmorierung

im Muskelfleisch verteilt. Wer das einmal

probiert hat, kommt immer wieder,

erzählt uns Herr Lang. Und hält es mit

Oscar Wilde: „Der Kultivierte bedauert nie

einen Genuss. Der Unkultivierte weiss

überhaupt nicht, was ein Genuss ist.“

Die Delikatesse hat ihren Preis, ist aber

auch nicht für jeden Tag gedacht. Mehr

für besondere Gelegenheiten und Gäste.

„Klasse statt Masse“ geht hier auch Hand

in Hand mit dem Tierwohl. Das beginnt

bei der Geburt auf der Weide und wird

nach einem artgerechten Leben auf der

Weide bis zum letzten Schritt konsequent

weitergedacht: Statt nach langen Transporten

im anonymen Schlachthaus zu

landen, sollen die Wagyus vom „Maier

am Berg“ auch in Würde und ohne Stress

sterben. Ein nahegelegener Metzger hat

diese Aufgabe übernommen. Das wertvolle

Fleisch wird dann fachkundig zerlegt

und im Reiferaum abgehängt.

Gerade kommen die Kälbchen zur Welt,

draussen auf der Weide. Ein dünnbeiniger

Neuzugang liegt im Gras und wird

von seiner Mutter liebevoll abgeschleckt.

Frau Heller begutachtet den Zuwachs mit

freundlichen Worten und freut sich: Alles

dran und die Mutter wohlauf. Geburtshilfe

muss hier kaum geleistet werden. Einmal,

erzählt Frau Heller, war das nötig. Da

musste sie selbst mit ran, als ein Zwilling

falsch lag und gedreht werden mußte, um

zur Welt zu kommen. Tierarzt? Selten

nötig. Durch das artgerechte Leben auf

der Weide erfreut sich die Herde meist

bester Gesundheit. Zwei oder drei Monate

– im tiefsten Winter – werden sie in

den Stall geholt. Das Heu kommt von den

eigenen Wiesen.

Anders- und Weiterdenken in der Landwirtschaft

muß auch neue Vertriebswege

finden. Möglichst direkt. Was viel Arbeit

macht, aber auch langfristige Beziehungen

knüpft. Gar nicht so einfach, meinen

Christian Lang und Angelika Heller. Die

meisten ihrer Kunden sind Privatleute,

die vorbestellen. Das Fleisch wird dann

am Hof abgeholt oder von Frau Heller

persönlich auf einer Rundtour geliefert.

Den weiten Blick entwickeln aber auch

zunehmend Gastronomien und Metzgereien,

die ihrer Kundschaft einen besonderen

Genuss auftischen möchten.

Am Ende unseres Besuchs beim „Maier

am Berg“ gibt’s noch eine Brotzeit mit

selbstgemachtem Wagyu-Schinken. Das

Kälbchen versucht sich schon an ersten

wilden Bocksprüngen, die Mutter ist zufrieden

und auch unser Blick ist hier ein

bißchen weiter geworden. So könnte das

gehen mit der Landwirtschaft: Alle zufrieden!

www.wagyu-weide.de

34 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 35


#echtwohlig & besonders originell

Beste Botschaften

aus Niederbayern

Und Niederbayern hat allerhand Botschaften: Es kann richtig viel! Es hat

Potential und es ist wunderbar, hier zu leben und zu arbeiten. In Wirtschaft,

Wissenschaft, Kultur und Sport bewegen die Menschen in und für die

Region Großes. Die Aktion „Botschafter Niederbayerns“ will diese besonderen

Menschen ehren. Sie verkörpern Niederbayern authentisch, ehrlich und

sympathisch.

DIE NEUESTEN BOTSCHAFTER NIEDERBAYERNS:

Bild oben: Prof. Dr. Thomas O. Höllmann und Johann Sturm –

stellvertretend für Sohn Marco (von links)

Bild links: Ehrung der neuen Botschafter Niederbayerns durch

Niederbayerns Bezirkstagspräsidenten Dr. Olaf Heinrich (erster

v. links) und Bertram Vogel vom Niederbayern-Forum e.V.

(fünfter v. links) sowie Niederbayerns Regierungspräsident

Rainer Haselbeck (siebter v. links). Uschi Glas (zweite v. links),

Peter Haimerl (dritter v. links), Barbara Engleder (vierte v. links)

und Erich Winkler (sechster v. links)

RUNDUMADUM.

Niederbayern ist um eine Hotelattraktion

reicher: Das neue ibis Landshut

City***.

PROF. DR.

THOMAS O. HÖLLMANN

(Botschafter Niederbayerns seit 2018)

Geboren 1952 in Eggenfelden. In München

studierte er Sinologie, Völkerkunde,

Chinesische Kunst und Archäologie,

promovierte und habilitierte anschließend.

Es folgten zahlreiche Rufe u.a.

nach Heidelberg und München, Gastdozenturen

führten ihn rund um den

Globus: China, Australien, England, die

USA. Seit 1973 war Prof. Höllmann immer

wieder auf Forschungsreisen und

Expeditionen unterwegs – insbesondere

nach China, aber auch in die Mongolei,

nach Taiwan und viele weitere asiatische

Länder. Und doch zog es ihn zurück nach

Bayern: Heute lehrt Prof. Dr. Thomas O.

Höllmann Sinologie, chinesische Archäologie

und Kunst sowie Ethnologie an der

Bayerischen Akademie der Wissenschaften

in München und ist seit 2017 Präsident

der Akademie und Vizepräsident der

Akademieunion. Niederbayern mit viel

Wissen und Weitblick!

EISHOCKEY-BUNDESTRAINER

MARCO STURM

(Botschafter Niederbayerns seit 2018)

Geboren 1978 in Dingolfing. Seine Leidenschaft

gehört dem Eishockey. Zu

seinem ersten internationalen Turnier

für die Nationalmannschaft lief er 1995

bei der Junioren-Weltmeisterschaft auf.

Dann ging es weiter: Mit dem A-Kader

spielte er bei den A-Weltmeisterschaften

1997, 2001 und 2008 sowie bei der Weltmeisterschaft

2006 der Division I. Nicht

zu vergessen drei Olympische Spiele

(1998, 2002, 2010) und den World Cup of

Hockey 2004. Ab 2015 war Sturm erfolgreich

Bundestrainer der Deutschen Nationalmannschaft

und kehrte 2018 in die

NHL zurück, wo er das Amt des Assistenztrainers

bei den Los Angeles Kings,

für die er selbst schon gepielt hatte, übernahm.

Niederbayern goes west!

SCHAUSPIELERIN

USCHI GLAS

(Botschafterin Niederbayerns seit 2017)

Geboren 1944 in Landau an der Isar.

Nach einer ersten kleinen Filmrolle

und Schauspielunterricht bei Annemarie

Hanschke, stand ihr gleich die

erste Hauptrolle ins Haus: „Winnetou

und das Halbblut Apanatschi“. Es folgte

eine Karriere, die bis heute anhält:

erfolgreiche Kinofilme, ein Ausflug

als Schlagersängerin, Fernsehserien

und -filme und immer wieder Theater.

Mit Bambi und Goldener Kamera bis

hin zu Bayerischem Verdienstorden und

Bundesverdienstkreuz wurde sie vielfach

ausgezeichnet. Nicht nur die Schauspielerei,

auch politisches und vor allem

soziales Engagement machen die Person

Uschi Glas aus. Sie fungiert heute u.a.

als Schirmherrin der Deutschen Stiftung

Patientenschutz. In diesem Jahr feiert sie

ihren 75. Geburtstag. Niederbayern gratuliert!

ARCHITEKT

PETER HAIMERL

(Botschafter Niederbayerns seit 2017)

Geboren 1961 in Eben bei Viechtach. Nach

seinem Architekturstudium in München

zog es ihn in renommierte Architekturbüros

nach Wien, Graz und New York, er

beteiligte sich zusammen mit zwei Kollegen

1988 bis 1990 am städtebaulichen

Forschungsprojekt „Die offene Stadt“,

um danach 1991 in München sein eigenes

Büro zu eröffnen. Das Waldlerhaus

aus dem Bayerwald war und ist oft sein

Thema. Spektakulär sein Konzerthaus in

Blaibach, das heute weltweit besprochen

wird und viele Gäste aus dem In- und

Ausland anzieht. Neben seiner Arbeit als

Architekt übernahm er zahlreiche Lehraufträge,

seit Mai 2018 ist er Mitglied in

der Sektion Baukunst der Berliner Akademie

der Künste. Für seine Arbeit gab es

bis heute schon zahlreiche Auszeichnungen

bis hin zum Deutschen Architekturpreis

für das Konzerthaus Blaibach oder

den Kulturpreis Bayern. Niederbayern mit

Vision!

SPORTSCHÜTZIN

BARBARA ENGLEDER

(Botschafterin Niederbayerns seit 2017)

Geboren 1982 in Eggenfelden. Für eine

solche Karriere als Schützin braucht es

viele Eigenschaften: Konzentrationsfähigkeit,

starke Nerven, Zielsicherheit,

Entschlossenheit, Geduld, Ehrgeiz und

Ausdauer. Die Krönung ihrer Karriere war

eine Olympiamedaille 2016 im Kleinkaliber

Dreistellungskampf. Bis dahin jedoch

gab es schon einige Treppchen, auf denen

sie stand: Bei Olympiateilnahmen 2004,

2008 und 2012, in Weltmeisterschaften

mit Gold (Einzel) 2010, Gold (Team) 2014

und Silber (Team) 2010 und noch mehr

Gold und Silber bei Weltcups und Europameisterschaften.

Der Bundespräsident

verlieh ihr 2016 das Silberne Lorbeerblatt,

die höchste sportliche Auszeichnung, die

es in Deutschland gibt. Danach legte sie

ihr Gewehr beiseite. Barbara Engleder lebt

bei Triftern und engagiert sich statt mit

dem Gewehr nun politisch. Eine starke

Frau aus Niederbayern!

Durch die zentrale Lage ein wunderbarer

Ausgangspunkt für Stadterkundungen

oder Touren durch die niederbayerische

Landschaft.

Gestaltet wurde das Interieur von Designer

Philip Watts. Die Atmosphäre

besticht durch ausgeklügelte Farb- und

Materialkombinationen, Landshuter Details

wurden harmonisch integriert. Gut

geschlafen wird in großzügigen Sweet

Beds by ibis. Die Zimmer sind ruhig, unser

Anspruch ist Ihre Erholung.

Und eigentlich brauchen Sie das Hotel gar

nicht zu verlassen: Das Sahnehäubchen

des Hotels ist unsere 360° Bar im Industriestil

mit Loungemöbeln. Ein Raum, der

perfekt angelegt ist, um sich zu entspannen,

ein bißchen zu chillen, eine Zeitung

zu lesen, einen guten Cocktail zu genießen

... Die Bar heißt Sie natürlich auch

willkommen, wenn Sie kein Hotelgast

sind und auf Ihrem Landshut-Besuch

eine angenehme Pause einlegen möchten.

Das neue ibis in Landshut: Erfüllt Ihre

Erwartungen „rundumadum“!

www.accorhotels.com

36 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND

BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 37


#echtwohlig & besonders römisch

Die spinnen, die Ostbayern...

... würde der Römer sich sagen, wenn er die Menschen mit den kleinen Kästchen

in der Hand sehen könnte, die da entlang seiner alten Wege pilgern. Er hätte dann

aber doch gestaunt – nachdem man ihm den Fortschritt der Technik erklärt hätte.

Und stolz wäre er vermutlich schon gewesen, dass sich da nach 2000 Jahren

Menschen auf die Suche nach seinen Spuren machen.

Das kleine Kästchen ist in der Tat nicht

die schlechteste Erfindung der Neuzeit.

Sieht man mal davon ab, dass der ein

oder andere sich ein Leben ohne Kästchen

nicht mehr vorstellen kann.

Nutzt man es richtig, so kann man was

lernen. Und erleben. Wie hier in der niederbayerischen

Landschaft auf den Spuren

der Römer. Die App macht’s möglich.

Die Donau war zu Römerzeiten in Ostbayern

und Oberösterreich auch die

Grenze des römischen Imperiums. Diese

Grenze wurde natürlich befestigt und

ausgebaut. Kastelle, Siedlungen und befestigte

Durchgänge entstanden ebenso

wie Straßen entlang der Grenze. Den ein

oder anderen Schatz brachten Archäologen

wieder ans Licht. Unsere App-Reise

beginnt in Niederbayern bei Bad Gögging

mit dem Kastell Abusina. Eine der größten

römischen Badeanlagen nördlich der

Alpen befand sich ebenfalls hier. Die Badetradition

lebt in der Limes-Therme Bad

Gögging bis heute weiter. In der UNESCO

Available on the

HOLEN

SIE SICH

DIE APP!

Available on

Römerschatz im Gäubodenmuseum Straubing

Weltkulturerbestadt Regensburg liegen

im document niedermünster tief unter

der heutigen Stadt die gut erhaltenen

Überreste einer Römerstraße – Schicht

für Schicht geht es hier hinunter in die

Vergangenheit. Das Gäubodenmuseum

Straubing beinhaltet einen wahren

Schatz an römischen Gesichtsmasken

und Rüstungsteilen. Und in Künzing befindet

sich das Römermuseum Quintana.

Sensationell hier auch die Entdeckung eines

hölzernen Amphitheaters. Bei Passau

entstanden in den ersten Jahrhunderten

nach Christus römische Kastelle, die den

Limes sicherten und als Zollstationen

dienten.

Mit unserer neuen App (für iOS und

Android) werden die Römer vor Ort jetzt

wieder lebendig. Interaktiv. Mit kurzweiligen

Aufgaben, Foto- und Audio-Stories

können „Römer-Medaillons“ gesammelt

werden. Und dabei gibt es viel spannende

Geschichte des römischen Lebens entlang

des Limes zu erleben. Die App hat Zugang

zu den sozialen Medien,

für den, der seine Erkundungen gern teilen

möchte. Das „Hopping“ zwischen den

15 Stationen von Neustadt an der Donau

bis Enns in Oberösterreich unterstützt

die App mit vielen Tipps zu Gastronomie

und Übernachtungen sowie durch eine

Navigation für Auto, ÖPNV oder Radwege.

Unter dem Namen RÖMERSPUREN kann

die App im Google App-Store oder im iTunes

App-Store kostenlos heruntergeladen

werden.

Die RÖMERSPUREN „auf Papier“ gibt es in

Form unserer handlichen Erlebniskarte.

Ein guter Begleiter beim Wandern oder

Radeln von Neustadt a.d. Donau bis Enns.

Kostenlos zu bestellen unter

www.ostbayern-tourismus.de

Gäubodenmuseum mit Römerschatz in Straubing

Museum Quintana in Künzing

Kirche St. Andreas in Bad Gögging

Römisches Museum für Kur- und Badewesen

Auf Reisen in

anderen

Dimensionen

Ein Tag der perfekten Illusion lässt sich mit

der ganzen Familie im Blue Brix – den Straubinger

Wunderwelten – verbringen. Auf der

größten Miniatur- und Modellbahn-Schauanlage

Süddeutschlands geht es hier über zwei

Stockwerke auf große Reise. Von der Nordsee

bis zu den Alpen: Küste, Ruhrgebiet, ein Flughafen

mit richtig abhebenden Flugzeugen, an

den Bodensee und in die Berge. Und bei einer

Nachtsimulation gibt es sogar noch ein

Feuerwerk! Diese Welt im Kleinen begeistert

nicht nur Eisenbahnfans.

Ganz neu im Blue Brix ist Laser-Clou, das

größte Laser-Labyrinth Deutschlands. In verschiedenen

Schwierigkeitsstufen gilt es hier,

bis zu 65 Laser-Strahlen auszuweichen. Ein

cooles Spiel für Koordination und Geschicklichkeit,

ein Riesenspaß für die ganze Familie.

Wer danach noch kann: Durch die Virtual

Reality-Brille lässt sich mit Achterbahn oder

Formel 1-Rennwagen eine wilde Fahrt erleben.

Im 5D-Kino sitzt man plötzlich mittendrin

im Film und erlebt völlig neue Dimensionen.

Oder man begibt sich im Immersive-Train

auf eine Reise durch die Zeit: Zurück zu Indianern,

Piraten, Dinosauriern und wieder

vorwärts und in die Zukunft.

Für das leibliche Wohl sorgt unser Bistro

und die ganz Kleinen können im Spielbereich

auch selbst mal Lokführer sein!

Viele neue Dimensionen also und garantiert

ein erlebnisreicher Tag für die ganze Familie

im Blue Brix in Straubing:

www.bluebrix.de

38 I BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND BAYERISCHES GOLF- UND THERMENLAND I 39


Lust auf

Ausflüge

im Bahnland Bayern?

Ganz gleich, welche Wanderroute Sie wählen:

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und wieder zurück. Und mit dem Bayern-Fahrplan

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