Berliner Kurier 10.07.2019

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BERLINER KURIER, Mittwoch, 10. Juli 2019

BERLIN 11

BVG

Heute kostet eine

Jahreskarte für Berlin

noch mehr als

700 Euro –baldnur

knapp die Hälfte?

Preisehoch,

bevorsie fallen?

Berlin diskutiertüber

ein 365-Euro-Ticket.

Doch es gibt anderePläne

Von

PETER NEUMANN

Berlin – Der Regierende Bürgermeister

Michael Müller

(SPD) hat angekündigt, dass

das Jahresticket für Bahn

und Bus künftig nur noch 365

Euro kosten soll –knapp halb

so viel wie heute. Doch hinter

den Kulissen läuft eine ganz

andere Diskussion.

Die Berliner Verkehrsbetriebe

(BVG) und Brandenburger Verkehrsunternehmen

setzen sich

dafür ein, dass die Preise im Januar

2020 spürbar steigen. Seit

2017 seien die Tarife stabil, eine

Anpassung wäre nötig, hieß es.

Besonders laut sind die Rufe in

Brandenburg, wo die Verkehrsbetriebe

vom Land an der kurzen

Leine gehalten werden.

Aber auch die BVG ist nach Informationen

des KURIER dafür,

die Preiserhöhungspause

zu beenden.

Die Kosten seien um 3,2 Prozent

gestiegen, hieß es. Die

Lohnerhöhung für die BVG-

Mitarbeiter, die den Etat jährlich

mit 100 Millionen Euro belastet,

sei noch gar nicht eingerechnet.

In Brandenburg hielte

man sogar vier Prozent für begründbar.

Im September wird

sich der Aufsichtsrat des Verkehrsverbunds

Berlin-Brandenburg

(VBB) mit dem heiklen

Thema befassen. „Derzeit stehen

die Zeichen auf Tariferhöhung,

nicht auf Tarifsenkung“,

Foto: Sabine Gudath

hieß es in Branchenkreisen.

Der Fahrgastverband IGEB sei

nicht prinzipiell gegen ein 365-

Euro-Ticket, sagte dessen Sprecher

Wieseke. Aber: „Angebotsverbesserungen

haben für uns

ganz klar Vorrang. Wo sind die

versprochenen 100 Kilometer

Busspur? Und wo sind die neuen

Straßenbahnstrecken?“,

Müll in einem

U-Bahnhof:

Mehr Qualität

im Nahverkehr

wärewichtiger,

sagen Experten.

fragte er. Würde der Preis für

eine Jahreskarte in Berlin (heute

je nach Zahlungsweise

728 oder 761 Euro) halbiert, käme

auf die Außenbezirke ein

Ansturm von Autos aus dem

Umland zu, warnte Wieseke.

Der Unterschied zu den dortigen

Ticketpreisen würde

enorm: „Berlin muss aufpassen,

dass der Verbund mit Brandenburg

nicht auseinanderfliegt.“

Tarifmaßnahmen seien wichtige

Beiträge zum Klimaschutz

und für einen attraktiven Nahverkehr,

so VBB-Chefin Susanne

Henckel. Allerdings: „Ob

Menschen lieber Bus und Bahn

statt des Autos nutzen, entscheidet

sich hauptsächlich

über die Qualität und nicht allein

über den Fahrpreis.“

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