Berliner Kurier 10.07.2019

BerlinerVerlagGmbH

*

PANORAMA

NACHRICHTEN

Royals zu Besuch

SEITE33

BERLINER KURIER, Mittwoch, 10. Juli 2019

Mit der genialen Musik

der Beatles macht

Regisseur Danny

Boyle (u. l.) in seiner

Komödie einen

erfolglosen Sänger

zum Star.

Foto: dpa

Erfurt –Hoher Besuch in

Thüringen und Sachsen-

Anhalt: Nach dem Empfang

in Erfurt besuchten Belgiens

König Philippe und seine

Frau Mathilde zunächst

Schloss Friedenstein in Gotha.

Die belgische Königsfamilie

stammt vom Haus

Sachsen-Coburg und Gotha

ab. Auf dem Besuchsprogramm

steht auch das Bauhaus-Museum

in Weimar.

Säugling ausgesetzt

Osterwieck –In Osterwieck

in Sachsen-Anhalt ist

ein Neugeborenes ausgesetzt

worden. Der kleine

Junge wurde Dienstag früh

vorm Eingang eines Mehrfamilienhauses

gefunden.

Der unterkühlte Säugling

kam ins Krankenhaus. Hinweise

auf die Mutter des

Kinds gibt es noch nicht.

Mann klaut Zoo-Tier

Los Angeles –Auf der Suche

nach einem originellen

Haustier klaute ein 19-Jähriger

einen seltenen Lemuren

aus einem Zoo im US-

Bundesstaat Kalifornien.

Der junge Mann gestand

vor Gericht den Einbruch.

Offenbar überfordert hatte

er das Tier einen Tag später

vor einem Hotel abgestellt,

es blieb unverletzt.

Kind stürzt vonSchiff

San Juan –ImHafen von

San Juan (Puerto Rico)

stürzte ein Kind von einem

Kreuzfahrtschiff und kam

ums Leben. Das 19 Monate

alte Mädchen hatte mit seinem

Opa an einem Fenster

gespielt, als es den Halt verlor

und abstürzte.

Masken-Mann gesteht

München –Nach der Vergewaltigung

einer Elfjährigen

in München hat der

mutmaßlich mit Wolfsmaske

getarnte Täter die Vorwürfe

eingeräumt. Der 42-

Jährige ist in der geschlossenen

Abteilung einer

psychiatrischen Klinik.

KENO-ZAHLEN

1,4, 10,12,16,30, 31,32, 34, 35,36,

41, 42, 43, 44, 51, 53, 55, 58,64;

plus-5-Gewinnzahl:

97849 (ohne Gewähr)

Fotos: dpa, zvg

Erfolgs-Regisseur Danny Boyle über seine Film-Hommage an die berühmten Pilzköpfe

Hamburg –Bekanntwurde der

britische Regisseur, Produzent

und Drehbuchautor Danny

Boyle mit Filmen wie „Trainspotting“

oder „The Beach“.

Sein Bollywood-Drama „Slumdog

Millionär“ gewannacht Oscars,

darunter den für die beste

Regie. In seinem neuen Film

„Yesterday“ geht es nun um die

Musik der Beatles, die in einer

geheimnisvollen Nacht weltweit

aus dem kollektiven Gedächtnis

der Menschheit gelöscht

wird.

Wie wäre

die Welt ohne

die Beatles?

Jack (Himesh Patel)ist im Film der einzige, der die Beatles-Songs kennt.

KURIER: Hatten Sie in der

Vorbereitung des Films Kontakt

zu Paul McCartney oder

Ringo Starr?

Danny Boyle: Eswar eine eigenartige

Situation für beide

Seiten.Denn als Regisseur wollte

ich meine ganz eigene Hommage

an die Beatles drehen.

Wenn sie involviert gewesen

wären, hätte das nicht funktioniert.

Und die noch lebenden

Beatles wollten natürlich nicht

offiziell einemProjekt ihren Segen

geben, von dem niemand

wusste,was am Ende dabei heraus

kommt. Wer kann schon

vorher garantieren, obein Film

gut oder schlecht wird. Was wir

brauchten, war ihre Zustimmung,

die Songs der Beatles verwenden

zu dürfen. Glücklicherweise

hat Ihnen die Idee zu

„Yesterday“ gefallen.

Wie viel Geld mussten Sie dafür

an Tantiemen investieren?

Ungefähr ein Drittel unseres

Budgets. Normalerweise werden

meine Filme nicht so teuer.

Ich versuche immer, mich in einem

Limit von 20 Millionen

Dollar zu bewegen. Aber in diesem

Fall ging es nun einmal

nicht anders. Aber es sind nun

einmal ganz außergewöhnliche

Songs und die kosten Geld.

Haben Paul und Ringo den

Film gesehen?

Wir haben Ihnen eine Kopie

geschickt, auch den Verwandten

der verstorbenen Beatles.

Ringo und Olivia, die Witwe von

George Harrison haben uns anschließend

zwei ganz bezaubernde

Briefe geschrieben. Sie

haben geschrieben, dass der

Film sie sehr berührt hat.

Wie hat Paul McCartney reagiert?

Er hat den Film noch nicht gesehen.

Aber der Trailer gefällt

ihm. Und ich hatte ihn um Erlaubnis

gebeten, den Film „Yesterday“

nennen zudürfen. Er

hat dann sehr lustig zurück geschrieben

und schlug vor, wir

sollten darüber nachdenken,

den Film „Scrambled Eggs“

(Rührei) zu nennen. Denn das

war der Originaltitel des Songs.

Ed Sheeran hat nicht nur einen

Gastauftritt, sondern eine

relativ große Rolle im Film.

Wie istesdazu gekommen?

Die Geschichte des erfolglosen

Solo-Musikers, der dann quasi

über Nacht weltweit berühmt

wird, ist ja exakt seine Geschichte.

Ed war lange Zeit komplett

unbekannt und trat in Pubs in

der Region Suffolkauf. Plötzlich

wurde er mit seiner Musik der

berühmteste Popstar der Welt.

Und dann heiratet er auch noch

seine Jugendliebe. Es passte also

perfekt.

Und der war sofort begeistert?

Ich habe mich mit ihm zum Essen

verabredet. Und ganz ehrlich?

Er hatte ganz offensichtlich

keinen Schimmer, wer ich

bin.

Das hat Ihr Ego verkraftet?

Nun ja, er ist ein Popstar. Und

in seinem Universum kennt er

nur sich selbst, schätze ich. Das

ist auch okay. Es war völlig offensichtlich,

dass er mich erst

währenddes Essens auf seinem

Smartphone imInternet gegoogelt

hat. Denn ich konnte sehen,

wie er sich auf der „International

Movie Data Base“ mein Profil

angesehen hat...(lacht).

Interview: ChristianAust

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine