FACTS and STORIES 6

Comichunter1982
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Mach’ mit!

Das Magazin mit Comics, Kurzgeschichten und Wissenswertem

www.facts-and-stories.de

Leseprobe

Schizos, Aliens, Klimaschutz & Meer…

MIT BEITRÄGEN VON: CHRISTIAN KAISER, MANI TO, CHAOTIC, DANIEL GROTHE,

MARIO DIRCKS, SUSKAR LÖTZERICH, HAGEN FLEMMING & ELIKAL IALBORCALES


Die Mad Artists brauchen Verstärkung! von Christian Kaiser

Wir Mad Artists sind eine offene

Selbsthilfegruppe aus Rostock für Menschen

mit seelischen Problemen und kunstinteressierte

Menschen, die uns bei unseren

künftigen Projekten unterstützen wollen.

Jeder, der künstlerisch, musikalisch,

schriftstellerisch begabt ist, oder gern

zeichnet, kann uns unterstützen. Zur Zeit

befindet sich die Rostocker Kreativgruppe im

Wieder-aufbau. Allerdings können bei uns

auch Menschen aus aller Welt mitmachen,

Internet sei Dank!

Menschen mit seelischen Problemen werden

in der Gesellschaft oft ausgegrenzt, obwohl

das Thema seelische Gesundheit in den letzten

Jahren in der Öffentlichkeit stark an

Bedeutung gewann. Manchmal leiden auch

wir Mad Artists sehr unter den Vorurteilen der

„Normalos“. Man nennt das auch Stigma oder

zweite Krankheit. Eigentlich ist dies ja zum

größten Teil das Problem, der Menschen, die

sich für normal halten, denn das Stigma beruht

auf der Angst vor dem der anders ist. Nicht nur

die Angst spielt eine große Rolle, denn sie wird

von Halbwissen und schlichtweg falschen

Annahmen geschürt.

In den Mainstream-Medien werden, wenn

auch teilweise ungewollt, diese Menschen oft

negativ dargestellt, gerade in der Berichterstattung,

seien es Printmedien, Internet

oder Fernsehen.

Es gehört zum Ausdrucksmittel des Films und

Comics, die handelnden Figuren in Stereotypen

darzustellen. Das birgt die Gefahr, dass

seelisch gehandicapte Menschen zu einseitig

und oftmals falsch dargestellt werden. Dies

verstärkt die negative Haltung der

Gesellschaft. Menschen, die zum Beispiel eine

Psychose haben, werden als „unberechenbare

Monster“ dargestellt. Das möchten wir Mad

Artists in ein besseres Licht rücken.

Die Projekte der Mad Artists

Es gibt viele Projekte, bei denen ihr uns

unterstützen könnt. Da wäre zum einen das

Hörspiel-Projekt, denn da könnt ihr euch als

Sprecher versuchen. Und das Beste: Die

Hörstücke werden dann auch auf Rostocks

lokalem Radiosender LOHRO (www.lohro.de)

gesendet. Außerdem wollen wir auch eine

Trickserie produzieren.

Auch hier brauchen wir größtenteils Sprecher.

Und wir wollen mit euch, wie bei den

Hörspielen, über das Drehbuch beraten. Ihr

seht: „Eure Meinung zählt!“ Vielleicht könnt

ihr auch gut malen und zeichnen wir brauchen

noch Hilfe beim Entwerfen der Hintergründe

und Figuren.

Die Filme werden teilweise ganz normale

Zeichentrickfilme, wir werden aber auch 3D-

Technik verwenden. Und in dem Trickfilmmagazin

des Instituts für neue Medien mit

dem Namen: “ TRIXILAND“ können wir dann

bald auch unsere Filme bestaunen! Wir

werden demnächst mit Institut für neue

Medien Rostock zusammenarbeiten.

Und wir bringen natürlich neben dem Online-

Fanzine (www.facts-and-stories.de) eben

dieses auch als gedrucktes Heft heraus, die

ersten 5 Hefte sind schon erschienen.

Das Heft trägt ebenfalls den Namen FACTS &

STORIES.

Also wenn ihr Lust habt, macht mit!


10 Jahre Remory

Die Comicserie „Die Virtonauten von Remory“ von

Zeichner und Autor Hagen Flemming vermischt auf

unterhaltsame Weise Science-Fiction-Themen, wie

die Besiedlung des Mars, mit historischen Begebenheiten

aus dem antiken Ägypten zu spannenden

Geschichten.

Das geschieht in einer klassischen Weise, die an die

gute alte Comiczeit erinnert, als der Comic noch als

Fortsetzungsserie am Zeitungskiosk zu haben war

und vor allem von Jungs im Alter von 10-12 Jahren

gelesen wurde, als es noch Gummi-Indianer statt

Spiele-Konsolen gab und der Comic noch Comic

hieß und nicht Graphic Novel.

„Ich wollte ein Stück der Faszination zurückholen,

die ich damals als kleiner Steppke empfunden habe,

als ich den Comicheften hinterherjagte“, sagt der

heute 52-jährige Zeichner. Und so lässt er seit 2007

die drei Kinder Xi, Tau und Omikron aus der

Marsstadt Remory ins alte Ägypten reisen und auf

so historische, schillernde Personen wie Nofretete

oder Tutanchamun treffen.

Vita

Hagen Flemming, Jahrgang 1965, lernte Fotografie

in Potsdam und Berlin. In jungen Jahren schrieb er

Kurzgeschichten wie „Der stille Marc Leiser“, die im

Wendejahr im Jugendmagazin „Neues Leben“

veröffentlicht wurde. 1992 gründete er zusammen

mit Dörthe Flemming und Jacky Holan die

Neoklassik-Band „Charitona“ und beteiligte sich

musikalisch und lyrisch an diesem Projekt, das vor

allem in der Gothic-Szene bekannt wurde. Erst spät,

mit Anfang 30, entdeckte er seine Leidenschaft für

die Kunst des Comiczeichnens. Zunächst zeichnete

er für die „Berliner Mosaik Connection“ Mosaik-

Fan-Comics, bis er schließlich 2003 seine ersten

eigenen Arbeiten beim Online-Magazin

„Inkplosion“ veröffentlichte. 2007 folgte dann das

Debüt-Album „Krocht und andere Geschichten“ in

Eigenregie. Im gleichen Jahr begann er die Heftserie

„Die Virtonauten von Remory“, die Science-Fiction

und historische Begebenheiten miteinander

verknüpft.

2007 Das Geheimnis der Sonnenstadt ISBN – 978-3-939509-89-9

2008 Im Reich der Hethiter ISBN – 978-3-939509-96-7

2009 Die falsche Mumie ISBN – 978-3-939509-91-2

2010 Reise in eine andere Zeit ohne

2010 Geheimbund Federkrone ISBN – 978-3-939509-85-1

2011 Die alte Marsstation ISBN – 978-3-939509-78-3

2013 Spion der Königin ISBN – 978-3-939509-72-1

2014 Krieg der Welten ISBN – 978-3-939509-64-6

2016 Die schwarze Schlucht ISBN – 978-3-939509-62-2

2017 Das Honigfest ISBN – 978-3-939509-60-8


ERFAHRUNGSBERICHT: Daniels Kontakt zu Aliens #1 von chaotic

Die Begegnung fand in einer Nacht von Samstag

auf Sonntag Ende August 1997 statt. Ich war

damals elf Jahre alt.

Ich nahm im Halbschlaf Schritte unten auf dem

Teppich wahr. Ich wurde geweckt, als jemand die

Leitersprossen am Kopfende meines Betts

hochstieg. *knarz-knarz-knarz* Drei laute Schritte.

Ich hielt meine Augen geschlossen und ärgerte

mich nur über die nächtliche Störung. Ich fragte

mich, was meine Mutter mitten in der Nacht von

mir wollte. Sie sollte mich weiterschlafen lassen,

oder schnell sagen, was sie will. Ich wartete auf

ihre Aktion. Aber es passierte nichts. Sie sprach

mich weder an, noch kletterte sie wieder von

meinem Bett runter. Ich lag auf dem Bauch, mit

dem Gesicht zur Seite. Unfähig zu sehen, was über

meinem Kopf war.

Nach einer gefühlten halben Minute war ich die

Warterei leid. Ich schaute auf, um meine Mutter

anzusprechen.

Die Person vor mir war nicht meine Mutter. Es war

ungefähr 25cm von mir entfernt und starrte mich

an. Ich hatte auf der Stelle Todesangst. Mein

Instinkt sagte mir, dass es wieder verschwinden

würde, wenn ich so täte, als wäre ich nicht da. Ich

stellte mich tot, wie ein Tier. Trotz Todesangst

wurde meine Atmung flach und langsam. Damit

sich mein Brustkorb so wenig wie möglich bewegt.

Mein Herzschlag wurde sehr schnell. Ich hatte noch

nie so eine Angst. Nie vorher, nie nachher. Hätte

ich es in der Nacht nicht selber erlebt, wüsste ich

nicht, dass das bei Menschen möglich ist.

Vor mir stand ein fremdes Wesen. Der Kopf hatte

die Form einer umgedrehten Birne. Am Kinn

schmal zulaufend, mit großen, tiefschwarzen,

mandelförmigen Augen. Sie standen hervor und

reichten bis an die Seite des Kopfes. In ihnen

konnte ich Spiegelungen von dem Licht sehen, das

hinter ihm durchs Zimmerfenster reinschien. Er

hielt sich mit langen, dünnen Fingern am Geländer

meines Betts fest. Er hatte keine Fingernägel. Sein

Hals war lang und schmal. Unter den Augen

bemerkte ich auffällige Wangenknochen. Der Kopf

etwas uneben. Auch ein wenig faltig. Die Augen

ließen sich mit denen von Insekten vergleichen,

hatten aber keine Facetten sondern waren glatt.

Anstelle der Nasen und Ohren gab es nur jeweils

zwei Löcher. Es hatte einen kleinen Mund und

keine richtigen Lippen. Außerdem schienen die

Wangenknochen über dem schmalen Kinn etwas

herauszustechen.

Mir wurde schnell klar, dass tot stellen nichts

bringen würde. Es stand ja direkt vor mir. Ich

kämpfte gegen das Totstellen an, um nach Hilfe zu

rufen. Mit viel Kraft brachte ich ein geflüstertes

„Hilfe! Hilfe! Mama Hilfe!“ raus.

Ich war 11 Jahre alt, ein Monster stand an meinem

Bett und ich war unfähig mich zu bewegen oder

nach meinen Eltern zu rufen. Ich versuchte, den

Schalter meiner Leselampe oben rechts zu

erreichen, aber meine Hand unter dem Kopfkissen

bewegte sich nur schwer in Richtung Lichtschalter.

Die ganze Zeit hatte ich Blickkontakt mit dem

Wesen. Als ich es langsam schaffte, mich

aufzurichten und den Lichtschalter fast erreicht

hatte, hörte ich eine tiefe Stimme:

"Du brauchst keine Angst zu haben." Es nimmt

Kontakt auf. Es ist friedlich. Meine Todesangst

verschwand. "Und jetzt klettere von dem Bett

herunter."

Es war noch dunkel im Raum. Ich traute dem

Wesen nicht und wollte es im Auge behalten. Also

bin ich rückwärts auf allen Vieren in Richtung der

zweiten Leiter am linken Bettende. Als ich mich

beim Runterklettern umsah, standen noch zwei

andere von denen im dunklen Raum.


IRRE ÜBERSINNLICH: Marcos Tagebuch von Christian Kaiser

LIEBES TAGEBUCH, 20.11.2008

HI

STEFAN, COOL,

DASS DU DA BIST.

BEI MIR IST

ICH BIN NUN FAST EINEN

MONAT IN DER NERVEN-

KLINIK. IN 5 WOCHEN IST

WEIHNACHTEN. ICH BIN SCHON

AUF DEM WEG DER BESSE-

RUNG. DIESE VISIONEN VON

DER WELT DER FANTASIE HABE

ICH JETZT NUR NOCH IN

MEINEN TRÄUMEN.

HEUTE WAR MAL WIEDER MEIN

BESTER FREUND STEFAN DA

UND ALS WIR UNS GERADE

UNTERHIELTEN KAM HERR DR.

LYCK DER STATIONSARZT

HEREIN IN MEIN PATIENTEN-

ZIMMER.

HALLO

HERR FREESE,

HALLO HERR KÄRNTEN!

SCHÖN SIE BEIDE ZU

SEHEN! WAS WOLLEN

SIE WISSEN, HERR

KÄRNTEN?

ER WAR RICHTIG GUT DRAUF,

SO WIE ICH. ER FRAGTE

SOGAR, OB STEFAN FRAGEN

HÄTTE.

WÄHREND SICH STEFAN

MIT DEM LYCK UNTER-

HIELT, PASSIERTE ETWAS

SONDERBARES. ICH SAH

WIEDER ETWAS, DOCH

DIESMAL VOR MEINEM

GEISTIGEN AUGE. ES

WAR ECHT KRASS! ABER

DASS WAS ICH SAH ,

KANNTE ICH SCHON …


AUCH WENN ICH ES DEN ÄRZTEN NICHT

SAGTE, ICH GLAUBTE IMMER NOCH AN

DIE AUßERIRDISCHEN. MEIN BRUDER

TIMO WAR SEIT 1997 VERSCHWUN-DEN.

ICH SAH IHN IN MEINEN TRÄUMEN. ER

HATTE MIR SOGAR SEINE HALBAUßER-

IRDISCHEN KINDER GEZEIGT.

ZUERST WAR ICH SEHR GEMEIN ZU IHNEN

UND NANNTE SIE MUTANTEN, OBWOHL

SIE EIGENTLICH HYBRIDEN SIND. ABER

DAS WOLLTEN SIE NATÜRLICH AUCH

NICHT HÖREN. NUN SOLLTE MEIN BRUDER

ZURÜCKKEHREN, NACH ELF JAHREN. ICH

FREUTE MICH TOTAL…

MARCO, ICH HABE MEINE

REISE BEENDET! BALD KOMME

ICH WIEDER! KEINER KANN

ES GIBT VON

UNS GORTA AUCH

NEGATIVE WESEN.

WIR LIEGEN IM

WETTSTREIT. ABER

DURCH DIE KINDER

WERDEN WIR

FRIEDEN

SCHLIEßEN!

IN DER ZWISCHENZEIT SPRACH DR. LYCK

WEITER MIT MEINEM BESTEN FREUND.

ICH NAHM ES GANZ ENTFERNT WAHR.

IMPRESSUM:

ABER DANN KAM ICH WIEDER IN DER

SOGENANNTEN REALITÄT AN.

Mehr in der Print-Ausgabe!

ist ein Comic- und Wissensfanzine der Selbsthilfe- und Kreativgruppe Mad Artists.

Es erscheint in unregelmäßigen Abständen.

Wir gehören zum Landesverband seelische Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Wir übernehmen keine Haftung für Manuskripte, die an uns geschickt wurden.

Druck: Mansfeld-Druck Ltd. - Schachtstraße 30 - 06526 Sangerhausen - Auflage 500 Stück

Herrausgeber: SHG Mad Artists,

Redaktionsanschrift: Christian Kaiser - Albert-Einstein-Straße 7 - 18059 Rostock,

E-Mail: comichunter1982@gmail.com, Internet: www.facts-and-stories.de


SILBERSCHLANGE #3 von Daniel Grothe und Mario Dircks

Was bisher geschah:

Adam war in psychiatrischer Behandlung

bei Doktor Schwartz, da er glaubte von

Außerirdischen entführt worden zu sein.

Er suchte Hilfe bei Dr. Schwartz: „Ich kam

zu Ihnen, damit sie mir helfen meine

Karriere als Anwalt zu retten. Und jetzt bin

ich ein Wrack. Vielen Dank, Doktor

Schwartz! – Aber ich suche jetzt wo anders

Hilfe.“ Nach seinem Atztbesuch verließ

Adam übereilt die Praxis und ging nach

Hause, wo er letzte Nacht seltsame Wesen

sah.

Fünfzehn Minuten später betrat Adam sein

Apartment. Er überprüfte alle Zimmer, um

sich zu vergewissern, dass nichts und

niemand während seiner Abwesenheit in

seine Wohnung eingedrungen war. Dann

warf er seinen Mantel achtlos über einen

Stuhl.

Gerade wollte er sich eine Zigarette

anzünden, als es an der Tür klingelte.

Erschrocken fuhr Adam zusammen. Es

klingelte wieder, und wieder. Seine

Nackenhaare stellten sich auf.

Auf Zehenspitzen schlich er zur Tür und

warf einen Blick durch den Spion. Ein kalter

Schauer durchflutete seinen Körper, und

seine Beine drohten zu versagen. Vor der

Tür stand der Mann mit dem schwarzen

Hut der in seinem Schlafzimmer gewesen

war. Der Mann in Schwarz hob den Kopf,

und trotz der dunklen Sonnenbrille, und

obwohl es unmöglich war, durch den

Türspion von außen nach innen zu sehen,

spürte Adam, dass ihn der Mann anstarrte.

Heiße Panik durchfloss ihn.

Wie ferngesteuert machte er zwei

langsame Schritte rückwärts und entfernte

sich von der Tür. Klick!

Das oberste seiner fünf Türschlösser

sprang, wie von Geisterhand geöffnet, auf.

Fassungslos starrte er das Schloss an, als

sich auch schon der zweite Riegel auftat.

Klick!

Wie ein Blitz schoss es Adam durch den

Kopf: „Die Waffe.“

Er eilte zum Schlafzimmer. Kurz bevor

Adam den Nachttisch, auf dem die 45er lag,

erreicht hatte, hörte er wie sich das dritte

Schloss öffnete.

Klick!

In Todesangst schnappte er sich die Waffe

und rannte zurück zur Wohnungstür.

Währenddessen entriegelte sich das

vorletzte Schloss. Klick!

Adam baute sich, mit der Pistole im

Anschlag, vor der Türe auf und legte an - in

Kopfhöhe.

Es vergingen zähe Sekunden, die Adam wie

Stunden vorkamen. Er atmete schwer.

Sein Blut drohte zu verkochen, sein Herz

hatte Mühe schnell genug zu pumpen.

Das letzte Schloss war aufgesprungen. Die

Türschwang wie in Zeitlupe auf. Da stand

dieser unheimliche Mann im schwarzen

Anzug auf der Türschwelle. Eine unnatürliche

Kälte durchflutete augenblicklich

den Raum. Es war, als ob die Zeit stillstehen

würde. Adam hielt die Luft an.

Schuss!

Adam traf ihn – mitten ins Gesicht.

Mehr in der Print-Ausgabe!


Mehr in der Print-Ausgabe!


Die Bedrohung

der Natur und

des Klimas ist weit

vorangeschritten!

Wir müssen etwas

tun! Das erkannten auch

die Schüler und Studenten, die

seit Februar 2019 auf die Straße gingen.

Doch es geht uns alle an!


Der Klimawandel ist längst eine reale

Bedrohung für unsere Zukunft. Wir

werden die Leidtragenden des

Klimawandels sein. Gleichzeitig sind wir

die letzte Generation, die einen

katastrophalen Klimawandel noch

verhindern kann. Doch unsere

Politiker*innen unternehmen nichts,

um die Klimakrise abzuwenden. Die

Treibhausgas-Emissionen steigen seit

Jahren, noch immer werden Kohle, Öl

und Gas abgebaut. Deswegen gehen

wir freitags weder in die Schule noch in

die Uni. Denn mit jedem Tag, der

ungenutzt verstreicht, setzt ihr unsere

Zukunft aufs Spiel!

Klima und Naturschutz von Christian Kaiser

Parlamenten, statt in die Schule zu

gehen.

Am 20. August 2018 stellte sich Greta

Thunberg zum ersten Mal mit einem

Schild ganz allein vor das schwedische

Parlamentsgebäude: „Schulstreik für

das Klima“. Zehntausende

Schüler*innen schlossen sich ihr

weltweit an und demonstrieren

seitdem freitags unter dem Motto

„Fridays for Future“ – und jetzt hat sich

die Wissenschaft eindeutig hinter uns

gestellt! Und das unter dem Motto:

„Scientists for Future“.

Quelle: www.fridaysforfuture.de

Die Wissenschaft ist also auf der Seite der

Jugendlichen. Doch wie sieht es mit

Umweltschutz allgemein aus? Denn das

gehört natürlich dazu! Das wissen wir und

darum geht es uns auch!



Quelle: www.fridaysforfuture.de

Doch nicht nur Schüler und Studenten

sollten auf die Straße gehen. Alle Menschen

sollten das tun. Für unsere Zukunft!

Auslöser für die Streiks ist Greta Thunberg.


Die 16-jährige Schwedin bestreikt seit

Monaten freitags die Schule, um für

echten Klimaschutz zu kämpfen.

Weltweit haben sich ihr Tausende

Schüler*innen angeschlossen und

demonstrieren unter dem Motto

Fridays for Future vor den

Wir leben in einer Welt, die kostbar ist und

die Erde gehört nicht uns, sondern wir

gehören ihr! Wir müssen uns zum positiven

wandeln und da sind die Schüler schon

dabei!


Wir müssen die Meere schützen! von Christian Kaiser

Das Leben im Meer

Wie auf dem gesamten Globus haben wir noch

nicht alle Tier- und Pflanzenarten entdeckt.

Und gerade im Meerexistiert eine Unmenge

an Leben.


Vom Bakterium bis zum Wal sind alle

Regionen besiedelt, etwa 250.000 Arten

konnten Forscher(innen) bisher

beschreiben. Die letzte „Volkszählung“

im Meer hat weitere Abertausende neue

Spezies entdeckt, vom Gestelzten

Korallenhai bis hin zu bizarren

Tiefseewesen. … Schätzungen gehen

heute davon aus, dass bis zu einer Million

Arten den Lebensraum Ozean bewohnen.

Es gibt also noch viel zu entdecken in

dieser gewaltigen Welt, einem

Lebensraum mit einer Fläche von 361

Millionen Quadratkilometern und

Tiefseegräben die bis zu 11.000 Meter

hinabfallen.


Quelle: www.deepwave.org

Gerade in der Tiefsee, wie im Marinengraben,

gibt es Wesen, die aussehen, als kämen sie

von einem anderen Planeten. In diesem

unwirklichen Lebensraum gibt es z. B. Fische,

die selbst Licht produzieren und extrem

seltsam anmuten. Wie überall in der Natur ist

alles miteinander verbunden, alles

funktioniert nur im Einklang miteinander.

So sorgen z. B. die Robben und Seehunde

dafür, dass der Fischbestand nicht zu stark

steigt. So war es. Wären da nicht die

Menschen. Jetzt ist der Fischbestand bedroht!


„Die Meeresumwelt ist ein kostbares

Erbe, das geschützt, erhalten und – wo

durchführbar – wiederhergestellt werden

muss, mit dem obersten Ziel, die

biologische Vielfalt zu bewahren und

vielfältige und dynamische Ozeane und

Meere zur Verfügung zu haben, die

sauber, gesund und produktiv sind.“ So

lautet es richtigerweise in der

Meeresschutz-Richtlinie.

So weit wie die Meeresrahmenlichtlinie

angedacht ist, bleibt zu hoffen, dass sie

auch stringent in Europa umgesetzt wird.

Auch Deutschland darf nicht noch länger

der Umsetzung hinterherhinken, wenn

das Papier auch Folgen in der

Meeresschutzpraxis haben soll.

Quelle: www.deepwave.org


EINE TIERISCHE FREUNDSCHAFT: Das sinkende Schiff von Christian Kaiser

NACH EINER GEWALTI-

GEN EXPOLSION AUF

DEM WASSER, SANK EIN

MIT LEICHT ENTZÜND-

LICHEN STOFFEN BELA-

DENES SCHIFF, DASS

EIGENTLICH EIN FAHR-

GASTSCHIFF WAR.

MUTTI, WO BIST

DU? BITTE, ZEIG’

DICH! MaMi! BITTE

HILF MIR DOCH MAL

EINER!!!

ICH BIN ZU JUNG UM ZU

STERBEN! MOM, BEI DIR IST

ÜBERALL FEUER! KOMM’

ICH BIN JA SCHON

DA MEIN KIND!


WIE DURCH EIN

WUNDER

KONNTEN SICH

ALLE

PASSAGIERE AUF

DIE

RETTUNGSBOOTE

RETTEN.

THOMAS UND

SEINE MUTTER

WAREN AUF

VERSCHIEDENEN

BOOTEN...

DAS ÖL AUF DEM WASSER WAR SCHON VERBRANNT,

BEVOR DIE RETTUNGSBOOTE ZU WASSER GE-

LASSEN WURDEN. THOMAS MACHTE SICH SORGEN

UM SEINE MUTTER, DOCH BALD SOLLTEN SIE SICH

WIEDERSEHEN. DENN DIE RETTENDE NACHRICHT

WARTETE...

EINE

INSEL!


WIR LEGEN

AN. ENDLICH WIEDER

FESTEN BODEN UNTER

DEN FÜSSEN!

MOM!

ENDLICH SCHLOSSEN

SIE SICH IN DIE

ARME. THOMAS

MEINTE, DASS DAS

SCHIFF BESTIMMT

ILLEGAL ÖL- UND

BENZINFÄSSER

GELADEN HATTE.

ABER DAS

WICHTIGSTE WAR,

DASS KEINEM

ETWAS GESCHEHEN

WAR.


SIE WÜRDE ES

WIR KÖNNEN JA

SCHLIEßLICH IHR NICHT SCHLIEßLICH DEN

ALLES ERZÄHLEN. ANDEREN SAGEN,

DANN GÄBE ES EINE

MEUTEREI!

WIR HABEN

UNS DOCH NUR

ÜBERS WETTER

UNTERHALTEN.

NICHT ÜBER

IRGENDWELCHE

SCHMUGGLER.

UPS...

WAS REDEST DU

FÜR EINEN UNSINN?

ABER WARTE, ICH

KOMME SCHON NOCH

DAHINTER!

DA:

DELFINE!

IHNEN IST

NICHTS

PASSIERT!

SIE LEBEN

NOCH! WAS

FÜR EIN

GLÜCK!

FORTSETZUNG FOLGT…

Mehr in der Print-Ausgabe!


ILLUSTRATIONEN von Elikal Ialborcales


Mehr in der Print-Ausgabe!


Friedlich für eine bessere Zukunft!

Auf der ganzen Welt gehen 2019

Menschen auf die Straße. Sie wollen

Veränderung. Doch einige sind gewalttätig

oder propagieren Hass. Trotzdem bleiben

auch viele Demonstranten friedlich und

setzen sich für Toleranz und eine bessere

Zukunft ein.

Doch nun gehen vermehrt auch Schüler

und Studenten auf die Straße.

Es gab zwar schon in der Vergangenheit

Schülerstreiks, aber da ging es um

Verbesserung in den Schulen.

Jetzt geht es um die Natur, die Umwelt und

den Klimaschutz. Die Schüler haben es

verstanden, jetzt sind wir alle gefordert,

etwas zu verändern!

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