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suedwest.presse

AUSGABE I VOM 16.07.2019

DER GENERATIONENRATGEBER

Sicherheit

bedeutet

Freiheit

Eigentlich wäre Hedwig Wenk ein Fall für ein

Pflegeheim. Wie sie trotz schwerer Krankheiten

selbstständig in Wangen leben kann. Seite 4

ERBRECHT

Viele Testamente in

Deutschland sind ungültig.

Wie man es richtig macht.

Seite 9

HAUSTIERE

In vielen Heimen und

Einrichtungen sind Tiere

herzlich willkommen.

Seite 14

FREIZEITAKTIVITÄTEN

Raus aus dem Alltagstrott –

geistig und körperlich aktiv

bleiben und länger leben.

Seite 15


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INHALT / EDITORIAL / IMPRESSUM – conSenio 3

3 Sicherheit bedeutet Freiheit

Ihre Gesundheit spielt nicht so recht mit –

Hedwig Wenk wollte aber partout nicht ins

Heim. Heute lebt sie weitgehend

selbstständig, dank des Hausnotrufsystems.

11 Beratung ist das A und O

Niemand ist vorbereitet, wenn Angehörige

zum Pflegefall werden. Der Pflegestützpunkt

hilft Angehörigen und Betroffenen, die richtige

Betreuung zu finden.

18 Stolperfallen beseitigen

Ein altersgerechter Umbau heißt nicht

zwangsläufig nur, Stufen zu umgehen. Ein paar

Tipps, woran man bei Barrierefreiheit noch so

alles denken sollte.

Impressum

Vorsorge

Komme was da

wolle

Wie man für den Fall der Fälle vorsorgen

kann. Seite 12

Editorial

Gut alt werden!

Gesund alt werden und so lange

wie möglich in den eigenen

vier Wänden bleiben. Das ist leider

nicht immer möglich, aber es

gibt immer mehr Angebote für

Senioren, die das Leben leichter

machen und dabei helfen, gut alt

zu werden.

Welche das genau sind, darüber

informiert die akutelle Ausgabe

des Magazins ConSenio.

Verlag & Herausgeber

Neue Pressegesellschaft

GmbH & Co. KG

Rosenstr. 24

73033 Göppingen

Anzeigen (verantwortlich)

Mario Bayer

Datenschutz

Den Datenschutzbeauftragten

erreichen Sie unter der

E-Mail:

datenschutz@swp.de

Redaktion

Stefanie Müller (verantwortlich),

Kerstin Auernhammer,

inge Czemmel,

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SVH GmbH & Co. KG

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Fotos

Axel Raisch, Giacinto Carlucci,

SVH, NWZ-Archiv,

Shutterstock

Gestaltung

mediaservice ulm,

Druck

DHO - Druckzentrum

Hohenlohe Ostalb

GmbH & Co. KG

Ludwig-Erhard-Straße 109

74564 Crailsheim

Viel Spaß beim Lesen!

Stefanie Müller

Redaktionsleitung

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Sicherheit

bedeutet Freiheit

Unterstützung Flexibel buchbare Module zur Unterstützung im Alltag helfen älteren

Menschen, ihre Unabhängigkeit zu erhalten. Von Axel Raisch


HAUSNOTRUF – conSenio 5

Hedwig Wenk ist eine

freundliche, unterhaltsame

und gesellige Frau mit

fröhlichem Wesen. Beim

ersten Eindruck vermutet

man nicht, dass die 69-Jährige an

schwerem Rheuma, chronischer Leukämie

und Bluthochdruck leidet. Ihre

Lebensfreude lässt sich die gebürtige

Westfälin davon genauso wenig

nehmen wie von den Nebenwirkungen

ihrer zahlreichen Medikamente,

die sie täglich einnehmen muss.

Verständlich, dass der agilen Seniorin

ihre Unabhängigkeit sehr wichtig

ist. Dass sie diese trotz schwerer

Erkrankungen noch weitgehend unbeschwert

leben kann, verdankt sie

der Unterstützung durch die Johanniter-Unfall-Hilfe

im Kreis Göppingen

sowie ihren vier Wänden in Wangen,

die sie in einer Seniorenanlage

mit etwas Glück bekommen hat. Seit

Juni 2017 hat sie ihre Wohnung am

Pfarrberg gemietet, dabei den Arzt

im Haus, die Arbeiten im und am

Haus werden erledigt, und sie muss

keine Treppen mehr steigen.

Dafür ist Hedwig Wenk dankbar,

auch wenn ihr der Abschied aus ihrer

Eigentumswohnung im Schwarzwald

sehr schwergefallen war. Sie

hatte sie sich genau nach ihren Vorstellungen

vor rund 20 Jahren gestaltet

und ausgebaut. „Da wollte ich für

immer bleiben”, erinnert sich Wenk.

Doch das Haus, in dem sich ihre

Wohnung befand, war in den Hang

gebaut. 42 Stufen waren zu überwinden,

bevor sie ihre Tür erreichte –

ein immer größeres Hindernis für die

69-Jährige. Den endgültigen Ausschlag

gab jedoch ein medizinischer

Notfall vor zwei Jahren und die darauffolgenden,

dringenden Bitten von

Kindern und Ex-Mann. Hedwig Wenk

sagt: „Ich hätte mich weiter durchgewurschtelt.”

Vor zwei Jahren befand sich Wenk

in einer hilflosen Lage

Eine plötzliche schwere Nierenerkrankung

setzte ihr Anfang des Jahres

2017 so zu, dass sie eines Tages

zusammensackte und sich nicht mehr

aus eigener Kraft aus der Situation

befreien konnte. Sie habe eine Sepsis,

eine Blutvergiftung gehabt, erzählt

die gelernte Krankenschwester.

Während sich Hedwig Wenk bei

ihren Versuchen, sich selbst aufzuhelfen,

auch noch einen von ihren

Cortisoneinnahmen geschwächten

Wirbel brach, riefen die damals weit

entfernt wohnenden Kinder ab dem

Vormittag mehrfach an, weil sich ihre

Mutter nicht meldete. Das war ungewohnt,

hielten ihre beiden Kinder

doch täglich Kontakt zu ihr, und sie

zu ihnen. Schließlich alarmierten ihre

Kinder die Rettungskette. Feuerwehr

und Polizei sorgten schließlich kurz

vor Mitternacht für den Zugang zur

Wohnung. Notarzt und Rettungskräfte

stabilisierten die bereits in Lebensgefahr

schwebende Frau. „Es war

ganz knapp”, weiß Hedwig Wenk.

Kurze Zeit später wäre sie vermutlich

nicht mehr zu retten gewesen.

Während Hedwig Wenk durch Antibiotikumsgabe

schnell auf den Weg

der Besserung und dann auch in die

Reha kam, organisierte ihre Tochter

bereits einen Hausnotruf bei den Johannitern

im Schwarzwald. Da sie

vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung

(MDK) rasch den

Pflegegrad 1 attestiert bekam, erhielt

sie ab diesem Zeitpunkt auch einen

Ich hätte

mich weiter

durchgewurschtelt

Hedwig Wenk

Rentnerin

finanziellen Zuschuss zu ihren in Anspruch

genommenen Unterstützungsleistungen.

Zum 1. Januar 2017 wurden die seit

vielen Jahren bekannten Pflegestufen

0 bis 4 von den Pflegegraden abgelöst,

um auch Demenzkranke mit guter

körperlicher Konstitution dabei

besser berücksichtigen zu können

(mehr Informationen dazu im Kasten).

Bald folgte der Umzug nach

Wangen, in die Nähe der Tochter. Die

Übertragung des Vertrags von den Johannitern

im Schwarzwald nach Göppingen

klappte reibungslos.

Sicherheit und Selbstständigkeit

mit dem Hausnotruf

Inzwischen hat sich Hedwig Wenk

längst an den Hausnotruf gewöhnt,

auch wenn sie es anfangs vor allem

„den Kindern zuliebe“ gemacht habe,

wie sie sagt. Für Sohn und Tochter

ist das von der Mutter wie eine Uhr

um den Arm getragene Gerät eine Beruhigung.

Und für die Mutter im


6 conSenio – HAUSNOTRUF

Alexandra Kielkopf kümmert sich

auch um die Arbeit im Haushalt.


Foto Mareen Kupka

Notfall eine echte Hilfe, auch wenn

sie – vor allem im Sommer – nicht

immer glücklich ist mit „dem Ding“

am Arm. Die Möglichkeiten beim

Hausnotruf sind vielfältig und je nach

Sicherheitsbedürfnis, Konstitution

und Verfügbarkeit weiterer Personen

wählbar.

Gerade durch den im Notfall nun

möglichen direkten Draht zur Hilfe

wird Selbstständigkeit und Unabhängigkeit

gewonnen. Sicherheit gewährleistet

in diesem Falle Freiheit.

Eine weitere Stütze der gelebten

Selbstständigkeit ist für Hedwig

Wenk auch die Haushaltshilfe, die sie

ebenfalls von den Johannitern erhält.

Aufgrund ihrer Zufriedenheit mit der

Betreuung durch den in Göppingen

ansässigen Hilfsdienst nahm sie auch

eine kurze Wartezeit in Kauf. Denn

die ambulante Pflege der Johanniter

am Standort Göppingen befinde sich

derzeit noch im Aufbau, erklärt Mareen

Kupka von der Öffentlichkeitsarbeit

der Johanniter. Umso größer

war die Freude, als sich die stellvertretende

Pflegedienstleiterin Ingrid

Skutta Anfang 2018 bei Hedwig Wenk

meldete und mitteilte, dass es bald so

weit sei. Seit dem 15. März 2018

kommt Alexandra Kielkopf drei Stunden

jeden Monat zu Hedwig Wenk.

„Ein Glücksfall“, sagt sie.

Die Seniorin beteuert auch nach

über einem Jahr, dass sich das Warten

gelohnt habe. Die Chemie zwischen

ihr und der Haushaltshilfe

stimme. Das betreffe die Art zu putzen

wie auch das Gespräch zwischendurch,

für das sich Alexandra Kielkopf

zur Freude von Hedwig Wenk

auch immer wieder Zeit nimmt ohne

Arbeiten dabei zu vernachlässigen.

Weitere

Hilfen

Der Menüservice

bietet eine breite

Auswahl an kalten

und warmen Speisen.

Eine Zu- oder Abbestellung

ist am gleichen

Tag möglich. Bei

„Probeessen-Aktionen”

können Interessenten

auch vorher

testen.

Die Haushaltshilfen

begleiten auf Wunsch

bei Terminen. Neben

der Einkaufsbegleitung

gibt es auch die

Möglichkeit, Einkäufe

komplett übernehmen

zu lassen. Aber

auch Aktivitäten wie

etwa der Besuch bei

Freunden oder auf

dem Friedhof werden

genauso unterstützt

wie Spaziergänge, das

Vorlesen aus der Zeitung

oder beispielsweise

gemeinsame

Gesellschaftsspiele.

Diese Hilfen können

bei verschiedenen Anbietern

gebucht werden.

Weitere Informationen

gibt es beim

Pflegestützpunkt

im Landratsamt

Göppingen.

www.psp-gp.de

Flexible Haushaltshilfe

erleichtert das Leben

Wenk erinnert sich an die erste Begegnung

wie an ein Rendezvous:

„Wir waren beide aufgeregt, aber die

Chemie stimmte sofort, wir verstehen

uns blendend und blind.” Sie sei

„sehr zufrieden, ganz glücklich”, versichert

Hedwig Wenk. Insbesondere

mit der unbürokratischen und flexiblen

Gestaltung. Das betreffe sowohl

die Termine, die unkompliziert geändert

werden könnten, erzählt Hedwig

Wenk. Aber auch die Tätigkeiten

seien bei Bedarf anpassbar. “Ich brauche

eigentlich nur für die groben Sachen

jemand”, erklärt die Seniorin.

Daher putzt, saugt und wischt ihre

Haushaltshilfe in der Regel die Wohnung.

Wenn es ihr einmal schlecht

gehe, sei es aber auch keine Frage,

dass der Abwasch gemacht, die Wäsche

gebügelt oder die Blumen gegossen

werden, erzählt Hedwig

Wenk. “Was eben anfällt; wenn es mir

schlecht geht, macht sie einfach

mehr.” Die Kosten übernimmt in dieser

Kombination (Dauer, Pflegegrad)

die Pflegekasse. Sollte die Seniorin

einmal weitere Hilfsangebote benötigen,

stehen Zusatzmodule zur Erweiterung

der Unterstützung, wie

etwa ein Menü- oder Begleitservice,

zur Verfügung.

Gerne lässt sich Hedwig Wenk

über das umfangreiche Angebot von

Mareen Kupka informieren. Denn eines

steht für sie fest: Sie wird es aufgrund

ihrer bislang guten Erfahrungen

bei den Johannitern buchen. “Ich

bin sehr zufrieden mit der Wahl.” Es

gebe eine enorm dicke Liste der Pflegekasse

mit zugelassenen Dienstleistern,

sagt Hedwig Wenk und deutet

mit ihren Händen den beachtlichen

Umfang der Broschüre an. Doch sie

müsse nicht nach Alternativen suchen,

da alles bestens klappe. Auch

der Kontakt zur Verwaltung sei unkompliziert,

freut sich die ältere

Dame über die problemlose Unterstützung

beim Erhalt ihrer Unabhängigkeit.

So kann sie sich weiterhin auf ihre

vier Enkel freuen, mit dem Auto zum

Einkaufen fahren, sich unbeschwert

den Kreuzworträtseln und Lieblingssendungen

im Fernsehen widmen

oder ihre geistige Fitness bei Intelligenztests

auf dem Smartphone trainieren.

Der Notruf gibt

jederzeit Sicherheit

365 Tage im Jahr, 24 Stunden pro Tag:

Der Hausnotrufservice der Johanniter,

den bereits 190.000 Personen in

Deutschland nutzen, sorgt für Sicherheit

rund um die Uhr. Mareen Kupka

von der Öffentlichkeitsarbeit der

Johanniter in Göppingen erklärt, welche

Möglichkeiten es dabei gibt.

Beim Basispaket des Johanniter-Hausnotruf-Services

kann bei

Auslösen des Alarms eine Kontakt-


HAUSNOTRUF – conSenio 7

Wenn die vertraute

Unterstützung im Urlaub

ist, kümmern sich andere

Mitarbeiterinnen um

Hedwig Wenk.

Fotos: Mareen Kupka

Die

verschiedenen

Pflegegrade

2017 wurden die damals

geltenden Pflegestufen in

Pflegegrade geändert. Für die

Einstufung gelten folgende

Vorgaben:

1Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung

der Selbstständigkeit

2Pflegegrad 2: Erhebliche

Beeinträchtigung der

Selbstständigkeit

Hedwig Wenk legt Wert darauf,

manche Tätigkeiten selbst zu

erledigen. Foto: Axel Raisch

3Pflegegrad 3: Schwere

Beeinträchtigung der

Selbstständigkeit

person durch die Notrufzentrale

kontaktiert werden. Beim Komfortpaket

wird ein Schlüssel zur

Wohnung hinterlegt und sicher

verwahrt. In diesem Falle kommen

Einsatzkräfte der Johanniter

dann ins Haus. Im Falle eines

Alarms wird parallel versucht,

telefonisch Kontakt aufzunehmen.

Falls dies gelingt und der

Notruf versehentlich ausgelöst

wurde, wird der Einsatz abgebrochen,

andernfalls rücken Hilfskräfte

aus.

Wer noch mehr Sicherheit

möchte, der kann zusätzlich die

Option Tagestaste wählen. In

diesem Fall gibt der Träger des

Notrufsenders jeden Tag ein Signal

ab zur Bestätigung, dass alles

in Ordnung ist. Erfolgt dies nicht,

werde ebenfalls die jeweilige

Kontaktaufnahme ausgelöst, erklärt

Mareen Kupka. Wer einen

unzuverlässigen Telefondienstleister

hat, für den gibt es zur zusätzlichen

Absicherung ein

Hausnotrufgerät mit integrierter

SIM-Karte, sozusagen einer eigenen

Leitung, über die bei einem

Defekt des Routers, des Telefons

oder der Telefonleitung ein

Alarm abgesetzt werden kann.

Die Kosten beziehungsweise der

Eigenanteil seien ganz unterschiedlich

und vom gewählten

Paket sowie Pflegegrad abhänging,

so Kupka weiter. Als Beispiel

nennt sie die Kosten von 25

Euro für das Basispaket, das

Komfortpaket ist für 44 Euro pro

Monat erhältlich.

Mareen Kupka gibt noch einen

Tipp: Der Hausnotruf wird von

den Pflegekassen als Hilfsmittel

anerkannt. Bei anerkannter Pflegeeinstufung

ist eine volle Kostenübernahme

für die Basisabsicherung

möglich. Ausgaben für

den Hausnotruf können auch von

der Steuer abgesetzt werden,

denn er gilt als haushaltsnahe

Dienstleistung. Wie sieht ein

Hausnotrufgerät ganz praktisch

aus? Der Sender wird als Armband

oder Halskette getragen.

Das Signal funktioniert in der

ganzen Wohnung. Auf Knopfdruck

wird eine Sprechverbindung

mit der Hausnotrufzentrale

hergestellt. Die Lautstärke ist

so hoch, dass die betreffende Person

auch in der Wohnung liegend

alles hören kann, die Empfindlichkeit

entsprechend, sodass das

Gegenüber in der Zentrale auch

weiter entfernte Personen verstehen

kann.

Antrag bei der

Pflegekasse stellen

Wer erstmals einen Antrag auf

einen Pflegegrad bei seiner Pflegekasse

stellt, wird nach dem

neuen Prüfverfahren NBA

(„Neues Begutachtungsassessment“)

persönlich begutachtet.

Dabei ermitteln Gutachter den

Grad der noch vorhandenen

Selbstständigkeit und empfehlen

gegebenfalls einen Pflegegrad, in

4Pflegegrad 4: Schwerste

Beeinträchtigung der

Selbstständigkeit

5Pflegegrad 5: Schwerste

Beeinträchtigung der

Selbststständigkeit mit besonderen

Anforderungen an

die pflegerische Versorgung

www.mdk.de

den der Versicherte eingestuft

werden sollte. Letztlich entscheidet

die Pflegekasse des Antragstellers

über die Genehmigung eines

Pflegegrades und der damit

verbundenen Pflegeleistungen.

Wer vor 2017 bereits eine anerkannte

Pflegebedürftigkeit

(Stufe 1, 2 oder 3) und eine anerkannte

eingeschränkte Alltagskompetenz

(sogenannte „Pflegestufe

Null“) hatte, wurde nicht

erneut begutachtet. Entsprechend

der Pflegegrad-Tabelle

wurden Pflegestufen dann automatisch

in den entsprechenden

Pflegegrad umgewandelt.


8 conSenio – KURZ NOTIERT

Höherer Steueranteil für

Neurentner ab 2019

Wer 2019 in den Ruhestand geht,

muss einen größeren Anteil seiner

Rente versteuern. Ab Januar

steigt der steuerpflichtige Rentenanteil

von 76 auf 78 Prozent.

Darauf macht der Bund der Steuerzahler

in Berlin aufmerksam.

Somit bleiben nur noch 22 Prozent

der ersten vollen Bruttojahresrente

steuerfrei. Dieser Anteil

gilt für im Jahr 2019 neu hinzukommende

Rentner.

FOTO: © ROBERT KNESCHKE/FOTOLIA.COM

Bei Bestandsrenten bleibt der

festgesetzte steuerfreie Rentenbetrag

bestehen. Rentner müssen

seit 2005 einen Teil ihrer Altersbezüge

versteuern. Der steuerfreie

Freibetrag reduziert sich

seitdem jährlich um zwei Prozent.

Lag er 2005 noch bei 50 Prozent,

sank er bis 2015 auf 30 Prozent.

2040 werden die Renten

dann komplett steuerpflichtig

sein.

dpa

Pflegende Angehörige können

Hilfen für Auszeit kombinieren

Wenn pflegende Angehörige

zeitweise nicht pflegen können,

erhalten sie eventuell finanzielle

Unterstützung. Je nach Einzelfall

gibt es dazu zwei Mechanismen:

die Kurzzeitpflege und die

Verhinderungspflege. Beide Varianten

sind aber auch kombinierbar,

erklärt die Verbraucherzentrale

Nordrhein-Westfalen.

Mindestens Pflegegrad 2

Gemeinsam ist Kurzzeit- und

Verhinderungspflege, dass sie

kurzfristig Pflegepausen überbrücken

– zum Beispiel für einen

Urlaub oder Krankenhausaufenthalt

des Pflegenden. Wichtigste

Voraussetzung ist dabei, dass der

Pflegebedürftige mindestens den

Pflegegrad 2 hat. Bei der Kurzzeitpflege

kommen Pflegebedürftige

vorübergehend in einer Betreuungseinrichtung

unter – freie

News,

Storys,

Tipps

Plätze vorausgesetzt. Bei der

Verhinderungspflege bleiben sie

zwar zu Hause, die Betreuung

übernehmen dann aber entweder

andere Ehrenamtler – Verwandte

oder Nachbarn zum Beispiel –

oder ein professioneller Dienstleister.

Für Kurzzeit- und Verhinderungspflege

zahlt die Pflegekasse

jeweils maximal 1.612 Euro.

Der Betrag lässt sich aber durch

noch ungenutztes Geld aus dem

jeweils anderen Topf aufstocken.

Allerdings ist nur bei der Kurzzeitpflege

das gesamte Geld aus

der anderen Variante verwendbar

– bei der Verhinderungspflege

steht lediglich die Hälfte des

Geldes aus der Kurzzeitpflege

zur Verfügung. Hier sind maximal

also 2.418 Euro drin, bei der

Kurzzeitpflege sind es 3.224 Euro.


dpa

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3 Tipps fürs Testament

TESTAMENT – conSenio 9

Letzter Wille Stirbt jemand, ohne ein Testament zu hinterlassen, tritt automatisch die

gesetzliche Erbfolge in Kraft. Viele wollen aber selbst entscheiden, wer was bekommt.

Wer sein Erbe regeln

will, schreibt ein

Testament. Damit

sollte im Erbfall eigentlich

alles geregelt sein. Das

Problem: Das Erbrecht ist kompliziert.

Wer Raum für Interpretationen

lässt, riskiert, dass es

Streit unter den Erben gibt. Wer

das vermeiden will, kann sich

rechtliche Beratung holen. Drei

grundsätzliche Tipps:

• Die richtige Form Füller oder

Kugelschreiber benutzen viele

im Alltag immer seltener. Wer

sein Testament verfassen

möchte, sollte sich aber nicht

an den Computer setzen. Denn

wenn man es selbst verfasst, ist

ein Testament nur in der handschriftlichen

Form auch wirksam,

erklärt die Stiftung Warentest.

Ein ausgedrucktes Dokument

hat keine Gültigkeit.

Wichtig ist auch, dass die Unterschrift

nicht fehlen darf. Die

Alternative ist ein notarielles

Testament. Das kann sich bei

großen Vermögen oder vielen

Erben ohnehin lohnen.

• Die richtige Verteilung Bevor

das Testament geschrieben

wird, sollten sich Erblasser einen

Überblick darüber verschaffen,

was sie hinterlassen

möchten. Wichtig: Zum Erbe

gehören im Zweifel auch Schulden,

zum Beispiel ein Immobilienkredit.

Hilfreich für die Erben

ist eine Auflistung der Vermögenswerte.

Festgelegt werden

sollte auch, wer erben soll.

Gut ist es, wenn im Testament

steht, wie das Erbe aufgeteilt

und wer welche Teile des Nachlasses

bekommen soll.

FOTO: DPA

• Die richtigen Worte Bei Testamenten

kommt es auf jedes

Wort an. Bleibt etwas unklar,

müssen nach dem Tod im Zweifel

Gerichte die Worte auslegen.

Die Tücke liegt dabei im

Detail. Beispiel Geld: In Testamenten

ist oft von Barvermögen

die Rede. Damit ist nicht

nur das Sparschwein gemeint.

Gerichte zählten dazu auch

Vermögen, das kurzfristig verflüssigt

werden kann – zum Beispiel

Wertpapiere im Depot.

Hier sollten also im Testament

möglichst genaue Angaben gemacht

werden.

dpa

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10 conSenio – PFLEGE ZUHAUSE

Legale Wege

Hilfe Wer Arbeitskräfte für die häusliche

Pflege beschäftigen will, muss aufpassen.

Wer Pflegekräfte aus

dem EU-Ausland

beschäftigen will,

hat drei Möglichkeiten.

Richtig legal seien aber nur

zwei davon, erklärt die Verbraucherzentrale

Nordrhein-Westfalen:

Erstens können Pflegebedürftige

oder ihre Angehörigen

Hilfskräfte selbst als Arbeitgeber

beschäftigen, zweitens können

sie sich von speziellen Agenturen

sogenannte entsandte Pflegekräfte

aus dem Ausland vermitteln

lassen. Der dritte Weg ist

die Beschäftigung selbstständiger

Kräfte aus dem Ausland. Dabei

besteht aber die Gefahr einer

Scheinselbstständigkeit – es drohen

hohe Bußgelder. Die wichtigsten

Tipps und Regeln:

• Vermittlung: Läuft bei angestellten

Pflegekräften oft über

die Arbeitsagentur, alternativ

können Pflegebedürftige auf eigene

Faust suchen. Entsandte

Pflegekräfte werden in der Regel

über Agenturen vermittelt.

• Vertrag und Fristen: Wer

Pflegekräfte direkt beschäftigt,

schließt auch direkt einen Arbeitsvertrag

mit ihnen. Der darf

nach den üblichen Regeln im

deutschen Arbeitsrecht befristet

sein. Sind Dienstleister beteiligt,

schließt man den Vertrag

mit der Agentur im Ausland

ab. Eine entsandte Pflegekraft

darf dabei nicht länger als

zwei Jahre in einem deutschen

Haushalt arbeiten.

• Urlaub und Arbeitszeit: Es

gelten die üblichen Regeln –

Pflegekräfte haben mindestens

24 Tage Urlaub und dürfen

höchstens acht Stunden arbeiten,

mit mindestens elf Stunden

Eine Pflegekraft aus dem

Ausland kann den Alltag

erleichtern.

Pause zwischen zwei Einsätzen.

Sind angestellte Kräfte krank

oder im Urlaub, müssen die Arbeitgeber

selbst Ersatz organisieren.

Bei entsandten Pflegekräften

übernimmt das meistens

die Agentur.

• Unterkunft: Je nach Vereinbarung.

Bei entsandten Pflegekräften

steht aber oft im Vertrag,

dass die Pflegebedürftigen

kostenfrei Unterkunft und Verpflegung

stellen müssen.

FOTO: © DGLIMAGES/SHUTTERSTOCK.COM

• Lohnsteuer und Sozialversicherung:

Bei direkt angestellten

Pflegekräften müssen Arbeitgeber

die Beiträge selbst

zahlen, bei entsandten Pflegekräften

ist das Sache der Agentur.

Pflegebedürftige und Angehörige

sollten sich vor Arbeitsbeginn

aber unbedingt die sogenannte

Bescheinigung A1

zeigen lassen: Diese bestätigt,

dass die Pflegekräfte im Ausland

sozialversichert sind.dpa

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Leistungen gemäß dem

Sozialgesetzbuch (SGB) XI § 45a

und b, die von den Pflegekassen

übernommen werden. pm

Steckbrief

Entlastungs- und

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Abspülen, Reinigen der

Wohnung, Waschen der Wäsche,

Bügeln, gemeinsame

Unternehmungen, Spazieren

gehen, Begleitung zum Arzt, ins

Konzert oder zu Freunden.

Kosten: Bei einem Pflegegrad

können die Kosten gemäß SGB

XI § 45a und 45b von den

Pflegekassen übernommen

werden. Ansonsten sind dies

Privatleistungen.

Kontakt:

07161 5031335

www.schwabenpflege24.de


PFLEGESTÜTZPUNKT – conSenio 11

Beratung

ist das A und O

Beratung Die Treppe im Haus wird immer beschwerlicher, der Badewannenrand immer

unüberwindbarer, das Einkaufen und Kochen zur täglichen Herausforderung. Vom Putzen

ganz zu schweigen. Doch welche Hilfsangebote gibt es dafür? Von Inge Czemmel

Zunehmende Hilfsbedürftigkeit

oder gar Pflegesituationen

sind für Betroffene,

ihre Familie sowie

für den Freundes- und Bekanntenkreis

oft nicht einfach. Die

Frage „Wie soll es weitergehen?“

ist einschneidend, häufig belastend

und selten problemlos. So

lange wie möglich im gewohnten

Zuhause zu leben ist für die meisten

Menschen der größte Wunsch

und durch Unterstützungsangebote

oft auch möglich.

Im Landkreis Göppingen gibt

es ein gutes Hilfs- und Versorgungsnetz

mit breitem wohnortnahem

Dienstleistungsspektrum.

Es reicht vom betreuten Wohnen

und organisierter Nachbarschaftshilfe

über Betreuungs-,

Fahr- und Begleitdienste, offene

Mittagstischangebote in Senioreneinrichtungen,

Essen auf Rädern,

Notrufdiensten und ambulante

Pflegediensten bis hin zu

Tagespflegeangeboten. Häufig

fehlen Betroffenen die Informationen

darüber, welche vielfältigen

Möglichkeiten es gibt, wie sie

individuell der jeweiligen Situation

angepasst werden können,

welche finanziellen Hilfen zur

Verfügung stehen und wo es fachkundige

Ansprechpartner gibt.

Informationslücke schließen

Im Pflegestützpunkt des Landkreises

Göppingen erhalten Ratund

Hilfesuchende aus einer

Hand umfassend kostenlose und

neutrale Auskünfte und Beratung

zu allen Fragen des komplexen

Themas Pflege. In Beratungsgesprächen

werden gemeinsam die

Möglichkeiten für die Bewältigung

der individuellen Situation

ausgelotet. Fachkräfte helfen

dabei, sich im Dschungel der

Vielzahl an Hilfs- und Entlastungsangeboten

zurechtzufinden,

informieren über ambulante,

teilstationäre und stationäre

Pflegeangebote sowie über die

Leistungen der Pflege- und Krankenversicherung,

weitere mögliche

finanzielle Hilfen und die

Hilfestellung für Pflegebedürftige

und Angehörige.

Möglichkeiten der schriftlichen

Vorsorge. Bei Bedarf koordinieren

sie zudem die notwendigen

Hilfs- und Unterstützungsangebote.

Auch bei Antragstellungen

ist der Pflegestützpunkt des

Landkreises behilflich.

Eigene Entscheidungen treffen

Dabei ist den Mitarbeitern nicht

nur die neutrale, umfassende und

individuelle Beratung ein Anliegen.

Wichtig ist ihnen auch, auf

die Selbstbestimmung der Betroffenen

zu achten, Mut zu machen

und bei Entscheidungen

den Rücken zu stärken.

Kostenlose und neutrale Beratung

in Pflegefragen

Der Pflegestützpunkt befindet

sich im Landratsamt

Göppingen in der Lorcher Straße

6 und ist unter folgenden Telefonnummern

zu erreichen:

Tel. 07161 202-4023

Tel. 07161 202-4024

Die Sprechzeiten

in Göppingen sind:

Montag bis Freitag

von 9 Uhr bis 12 Uhr 30

Montag, Dienstag und Donnerstag

von 14 Uhr bis 15 Uhr

Gerne können bei Bedarf auch

Termine außerhalb der Sprechzeiten

vereinbart werden.

Die Außenstelle Geislingen ist

unter der Nummer 07331 304350

zu erreichen.

Mehr Informationen auch online

auf www.psp-gp.de

FOTO: © CONTRASTWERKSTATT / FOTOLIA.COM


12 conSenio – PFLEGEBEDÜRFTIGKEIT

Komme

was da wolle

Vorsorge Manchmal geht es ganz schnell: Ein

Schlaganfall, ein Herzinfarkt – und das Leben wird

auf den Kopf gestellt. Gut, wer vorgesorgt hat.

Ein Pflegefall in der Familie ändert

alles: den Tagesablauf,

die finanziellen Belastungen,

den Einklang von Job und

Freizeit oder das Wohnumfeld. Häufig

müssen dann unter Druck schnelle

Lösungen her. Doch vieles lässt

sich schon vorab organisieren und

besprechen. Denn dass ein Familienmitglied

einmal Hilfe benötigen wird,

ist sehr wahrscheinlich. „Wir werden

immer älter, und somit steigt das Risiko

für Pflegebedürftigkeit“, sagt

Kath rin Engel, Pflege- und Qualitätsmanagerin

Altenhilfe bei der Diakonie

Dresden. Umso wichtiger sei es,

sich so früh wie möglich damit zu beschäftigen,

erklärt Felizitas Bellendorf

von der Verbraucherzentrale

Nordrhein-Westfalen. „Das ist ein

sehr emotionales Thema, weil es immer

bedeutet, sich mit Verlust auseinanderzusetzen“,

sagt die Referentin

für den Pflegemarkt. Zudem werden

Rollenverteilungen und -vorstellungen

etwa unter Partnern auf den

Kopf gestellt, wie Pflegewissenschaftler

Peter König erklärt: „Das

kann Ängste auslösen.“

Die Experten raten dazu, sich für

Gespräche Zeit zu nehmen und alle

Beteiligten an einen Tisch zu holen.

Geht es um die Pflege der Eltern und

gibt es mehrere Geschwister, sollten

Experten raten, rechtzeitig mit Angehörigen über das

Thema Pflege zu sprechen.

Foto: dpa

Ambulanter Pflegedienst:

Grund- und Behandlungspflege, Haushaltshilfe und Betreuung

Hausnotruf:

Hilfe per Knopfdruck, jederzeit.

Gibt Sicherheit rund um die Uhr in den eigenen vier Wänden.

Menüservice:

Wir verwöhnen Sie täglich zuhause, mit einer

Vielzahl leckeren Menüs, nach Ihrer Wahl.

Wenn Sie Teil unseres Pflegeteams werden

wollen, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.

Diese schicken Sie an Pflegedienstleiterin Frau

Nicole Spannknebel. Sie können Sie auch gerne

anrufen. Telefon 07161/93232-11

Malteser Hilfsdienst e. V.

Kreisgeschäftsstelle Göppingen

Johannesstraße 1, 73066 Uhingen

Wir sind für Sie da:

Pflege (07161) 93232-11

Hausnotruf (07161) 93232-0

Menüservice (07161) 93232-0


die sich vorab schon einmal ehrlich

austauschen, rät Bellendorf.

Sonst seien gerade im Notfall

Konflikte vorprogrammiert. Eltern

könnten solche Gespräche

jedoch ablehnen – weil sie sich

bevormundet fühlen und nicht

über die eigene Endlichkeit nachdenken

wollen, so Bellendorf.

Kompromisse sind

meist unumgänglich

Den Experten zufolge sollten Erwartungen

und Wünsche benannt

und dann Kompromisse

ausgehandelt werden. Alle Beteiligten

müssten klar sagen, was sie

leisten wollen und was nicht, unabhängig

von familiären oder gesellschaftlichen

Moralvorstellungen.

„Nicht vorschnell Dinge versprechen,

die sich nicht halten

lassen“, warnt König.

Die Pflege-Profis empfehlen,

die Verantwortung auf mehrere

Schultern zu verteilen und sich

ein Netzwerk aufzubauen. Dazu

gehören auch Nachbarn oder

Freunde. Je nach Bedarf kommen

ein Pflegedienst, eine hauswirtschaftliche

Unterstützung oder

ein Fensterputzer hinzu. dpa

PFLEGEBEDÜRFTIGKEIT / DEMENZ – conSenio 13

Orientieren statt

einsperren

Sie gehen los, aus einem unklaren

Grund, und finden dann den

Weg nicht mehr zurück. Demenzpatienten

können im wahrsten

Sinne des Wortes verloren gehen,

warnt der Malteser Hilfsdienst.

Angehörige und Pflegende

haben aber Möglichkeiten, das

zu verhindern, zum Beispiel mit

Orientierungshilfen in der Wohnung.

Denn tatsächlich laufen Menschen

mit Demenz nicht einfach

weg, und schon gar nicht aus Bösartigkeit

– auch wenn manche

Angehörige das vielleicht glauben.

Vielmehr haben die Betroffenen

Probleme, gewohnte Orte

und Wege wiederzuerkennen, sogar

in der eigenen Wohnung. Und

neue Routen zu lernen, fällt ihnen

erst recht schwer. Gegensteuern

können Angehörige zum

Beispiel mit gut beleuchteten

oder beschrifteten Räumen.

Auch Farbkontraste an wichtigen

Stellen wie

dem

Lichtschalter

helfen. Eine

Klingelmatte

oder ein Windspiel

an der Tür können

als eine Art Alarmanlage

für die Angehörigen

dienen.

Türen und Fenster

abzuschließen

ist dagegen keine

gute Idee: Das kann

bei Demenzpatienten

Aggression und

Panik auslösen. Für

den Notfall kann es

sich lohnen, Kleidungsstücke

mit

Name, Adresse und

Telefonnummer

der Angehörigen

zu versehen.

dpa

© STUDIOLAUT/SHUTTERSTOCK.COM

VINZENZ VON PAUL GGMBH

Pflegeangebote

mit Herz und Hand

SOZIALE DIENSTE UND EINRICHTUNGEN

Region Göppingen

Kontakt: Tel. 07161.977330 | altenhilfe-gp@vinzenz-sd.de

Seniorenzentrum St. Martinus

Sozialstation St. Franziskus

Tagespflegen Region Göppingen

• Dauerpflege / Kurzzeitpflege

• Tagespflege

• Alten- und Krankenpflege

• Verhinderungspflege

• Familienpflege

• Nachbarschaftsdienst

• Pflegeberatung

• Offener Mittagstisch


Nicht selten ist das Haustier im

Alter Partner- oder Kinderersatz.

FOTO: © SEVENTYFOUR/SHUTTERSTOCK.COM

Nicht ohne meinen Bello!

Tiere Ältere Menschen haben oft eine enge

Bindung zu ihrem Haustier. Wie Heime in der

Region damit umgehen. Von Inge Czemmel

Göppingen e.V.

Hilfe, die ins Haus kommt!

Unsere Leistungen:

. Kranken- und Altenpflege

. Palliative Pflege

. Hauswirtschaftliche Versorgung

. Unterstützungsangebote im Alltag

. Familienpflege / HOT

. Essen auf Rädern

. Hausnotruf

. Betreuungsangebote

. Beratung

Wir bieten

FSJ, Bufdi

und sind

Ausbildungsstelle

Manfred-Wörner-Str. 125 . 73037 Göppingen . Tel.: 07161/96068-0

www.diakoniestation-goeppingen.de

Die positiven seelischen,

körperlichen und sozialen

Effekte von Haustieren

auf den Menschen

sind mittlerweile in zahlreichen

Studien wissenschaftlich

nachgewiesen. Tiere

können sogar bei verschiedensten

Krankheiten Therapien unterstützen.

Deshalb sind Tiere in

manchen Einrichtungen gern gesehene

Mitbewohner oder Besucher.

„In manchen unserer Pflegeeinrichtungen

gibt es Tiere, in

anderen nicht“, erklärt die Pflegereferentin

der Wilhelmshilfe,

Katja Thiele. „Grundsätzlich besteht

bei der Wilhelmshilfe in allen

Häusern die Bereitschaft, ein

Haustier mit aufzunehmen.“

Kein Job des Pflegepersonals

Ob und wie das funktionieren

kann, wird im Aufnahmegespräch

besprochen, denn natürlich

könne das Tier nicht vom

Pflegepersonal versorgt werden,

sagt Thiele. Tierfutter einkaufen,

Gassi gehen, Katzenklo reinigen

und ähnliche Dinge müssten von

den Angehörigen gemacht oder

organisiert werden. Beim „Wohnen

für Senioren“ könne selbstverständlich

ein Tier gehalten

werden, in den Pflegeheimen

käme es eher selten zu Anfragen.

„Die Leute kommen meist nach

einem Akutfall ins Heim und die

unter Druck stehenden Angehörigen

haben meist schon eine Unterbringungsmöglichkeit

für das

Haustier organisiert.“

„Im Moment haben wir eine

Bewohnerin mit Katze und eine

mit Wellensittich sowie ein

hauseigenes Aquarium, in dem

die Fische beobachtet werden

können“, berichtet Danica Korenic,

Heimleiterin im Pflegeheim

der Wilhelmshilfe in der

Hohenstaufenstraße in Göppingen.

„Wir hatten auch schon mal

einen Hund, der nicht nur der

Besitzerin, sondern auch den anderen

Bewohnern viel Freude

machte. Wenn Hunde zu Besuch

kommen, freuen sich die meisten

Bewohner. Eigene Haustiere

gibt es bei uns nicht“, erklärt Annette

Lachenmaier vom sozialen

Dienst des Altenpflegeheims

St. Josef in Salach,


HAUSTIERE / FREIZEITTIPPS – conSenio 15

das zur Stiftung Haus Lindenhof

gehört. „Aber es kommt in regelmäßigen

Abständen ein Therapiehund

ins Haus, der die Bewohner

in ihren Zimmern besucht.

Das wird sehr gut angenommen.

Der Hund ist ein

emotionaler Türöffner. Viele blühen

beim Kontakt mit dem Tier

geradezu auf und genießen es

sehr, den Hund zu streicheln.“

Strahlen in den Gesichtern

Der Therapiehund hört auf den

Namen Cliff und gehört Jochen

Scheel aus Heiningen, der nach

der Arbeit ehrenamtlich alle

zwei bis drei Wochen mit dem

Australian Shepherd ins Pflegeheim

kommt. „Eigentlich zu selten“,

bedauert er. „Es ist immer

einen Riesenfreude spürbar,

wenn wir kommen, und Cliff

bringt so manches Strahlen in die

Gesichter, wenn ich mit ihm die

34,3 Mio.

Haustiere leben in deutschen

Haushalten. Am beliebtesten sind

dabei Katzen: In 22 Prozent der

Haushalte leben eine oder mehrere,

bei Hunden sind es 18 Prozent.

Insgesamt leben hier 13,7 Millionen

Katzen und 9,2 Millionen Hunde.

Quelle: Umfrage Industrieverband

Heimtierbedarf 2018

Leute in ihren Zimmern besuche.

Manche stehen sogar aus ihrem

Bett auf.“ Cliff lässt sich streicheln

und Leckerlis geben, sucht

nach versteckten Futterbeuteln,

gibt Pfötchen und sorgt für Abwechslung.

Im Babette-Lang-

Haus in Heiningen hat derzeit

niemand ein eigenes Haustier,

aber eine der Mitarbeiterinnen

bringt zur Freude der Bewohner

ihre beiden Hunde zur Arbeit

mit. Die halten sich während ihrer

Dienstzeit bei einer Bewohnerin

auf, die sie mit ihrem Rollstuhl

auch Gassi führt. Die Mitarbeiterin,

die früher auf einem

Hof lebte, brachte auch schon

Enten, Kaninchen und Küken mit

und sorgte damit für freudige Abwechslung.

Raus aus dem

Alltagstrott

Freizeit Auch im Seniorenalter ist es wichtig, seinen Tag zu

strukturieren, körperlich und geistig aktiv zu bleiben und andere

Menschen zu treffen. Angebote gibt es zuhauf. Von Inge Czemmel

Gute Adressen bei der

Suche nach Aktivitäten

sind Vereine

und kirchliche Einrichtungen.

Auch

wer bislang noch nicht Mitglied

war oder wer nicht regelmäßig

einen Gottesdienst besucht, ist

hier willkommen. Über gemeinsame

Interessen lassen sich hier

wunderbar neue Kontakte knüpfen.

Regelmäßige Treffen bringen

Struktur in den Alltag, nette

Gespräche tun ihr Übriges.

Auch der Besuch eines nahe gelegenen

Seniorenzentrums

oder einer Senioreneinrichtung

lohnt sich meist. Hier kann häufig

an Mittagstischen, Kaffeerunden,

Spieletreffs und anderen

Freizeitangeboten teilgenommen

werden. Stadt- und Ortsseniorenräte

organisieren häufig Aktivitäten.

Der Stadtseniorenrat

Göppingen bietet beispielsweise

Kunst- und Kulturfahrten, altersgerechte

Stadtführungen und

Städtereisen, Wanderungen und

auch ein Gedächtnistraining an.

Die Seniorenakademie Göppingen

bietet vom 16. September

bis 21. Oktober 2019 „immer

wieder montags“ Gelegenheit,

sich Vorträge zu interessanten

Themen anzuhören. Die Seniorenakademie

ist eine Kooperation

der Volkshochschule, der

Kunsthalle, der katholischen und

evangelischen Erwachsenenbildung,

dem Haus der Familie und

der Jugendmusikschule.

Info unter: www.goeppingen.de

Der Sommer der VerFührungen,

ein Gemeinschaftsprojekt

des Landkreises Göppingen, der

Erlebnisregion Schwäbischer

Albtrauf sowie der NWZ und der

Geislinger Zeitung hat für gewöhnlich

auch für ältere Menschen

jede Menge attraktive Aktivitäten

im Programm. Das Programmheft

liegt seit dem 8. Juli

in den Rathäusern und bei den

Touristeninformationen aus.

Viele Sportstudios haben sich

mittlerweile auch auf die Bedürfnisse

von Senioren eingestellt

und bieten Kurse und individuell

abgestimmte Trainingspläne

an, die Alterserscheinungen wie

Gelenkverschleiß, Osteoporose

oder erhöhter Sturzgefahr vorbeugen.

Hier kann man etwas für

den Körper tun und Gleichgesinnte

treffen.

Drei Thermalbäder laden am

Fuße der Schwäbischen Alb dazu

ein, Beschwerden des Bewegungsapparats

vorzubeugen

oder sie zu verbessern. Bad Boll,

Bad Ditzenbach und Bad Überkingen

haben sich zu einer Bädergemeinschaft

zusammengeschlossen

und bieten das Bäderticket

„eins für drei“ an.

Urlaub ohne Koffer können Senioren

und Seniorinnen im Frühjahr

und im Herbst im Waldheim

in Göppingen genießen.

Der kleine Tapetenwechsel von

der Wohnung ins Waldheim ist

eine schöne Abwechslung, eine

Chance, herauszukommen und

unter Menschen zu sein. Die

Tage sind gefüllt mit vielerlei

Programm. Gemeinsam essen,

singen, spielen, sich unterhalten,

in Erinnerungen schwelgen –

man kommt vor dem Frühstück

und geht nach dem Abendbrot

nach Hause. Infos gibt es beim

Diakonischen Werk in der Pfarrstr.

45 in Göppingen. Tel. 07161

9636750.

Kompetent betreute Reisen für

ältere und behinderte Menschen

bietet der DRK Kreisverband

Göppingen bereits seit 1997 gemeinsam

mit verschiedenen Reiseveranstaltern

an. Völlig sorglose

und komfortable Urlaubswochen

in einer Gruppe garantiert

das Programm Betreutes

Reisen plus. Bei diesen „Rundum

sorglos“ -Reisen werden Hotels

angeboten, die sich aufgrund

ihrer Infrastruktur besonders für

Gäste eignen, für die ein höchstes

Maß an Sicherheit oberste

Priorität hat. In der Regel steht

vor Ort ganztags qualifiziertes

Fachpersonal (Krankenschwester,

Arzt, pflegerisches Personal)

zur Verfügung.

FOTO: © FANCY TAPIS/SHUTTERSTOCK.COM


16 conSenio – KURZ NOTIERT

Dritte Zähne

richtig putzen

Zähneputzen bleibt einem auch

mit den Dritten nicht erspart. Auf

Zahnprothesen bildet sich sonst

Belag, der umliegende Zähne

schädigen und Mundgeruch verursachen

kann. Wasserglas und

Sprudeltablette allein reichen

nicht aus, um diesen Belag wirksam

zu entfernen, heißt es in der

„Apotheken Umschau“.

Verhärtet der Belag zu Zahnstein,

lassen sich die Prothesen

nicht mehr richtig einsetzen und

herausnehmen. Teil- und Vollprothesen

sollten Besitzer daher

mindestens einmal täglich

gründlich mit einer Bürste reinigen.

Als Reinigungsmittel genügt

normales Spülmittel. dpa

Der erste Einsatz in der Wohnung:

Rollator richtig einstellen

Nach einem Schlaganfall oder einer

Hüftoperation sind ältere

Menschen mitunter wackelig auf

den Beinen. Ein Rollator kann ihnen

dann Halt geben. Bevor das

Hilfsmittel jedoch das erste Mal

zu Hause zum Einsatz kommt,

sollte die Wohnung entsprechend

angepasst werden, rät das

Zentrum für Qualität in der Pflege.

Das bedeutet vor allem: Hindernisse

aus dem Weg räumen.

Möbelrücken ist angesagt

Damit die Wege breit genug sind

und der Rollator überall gut

durchpasst, müssen Angehörige

unter Umständen Möbel umstellen

oder ganz entfernen. Sollte

es in der Wohnung Schwellen geben,

können kleine Rampen sie

ausgleichen. Stolperfallen wie dicke

Teppiche sollte man entfernen.

Bei dünneren Teppichen lassen

sich die Kanten festkleben.

Im engen Bad können Haltegriffe

den Rollator ersetzen. Aber

nicht nur die Umgebung sollten

Angehörige anpassen, sondern

auch den Rollator selbst: Die

Griffe sollten sich – bei herabhängenden

Armen – etwa auf

Höhe der Handgelenke befinden.

Der Ellbogen sollte beim Schieben

leicht gebeugt sein. Die

Bremsen werden so eingestellt,

dass sie leicht benutzbar sind.


dpa

News,

Storys,

Tipps

Hausarbeit auf

Augenhöhe

Ältere sollten ihren Körper bei

der Hausarbeit nicht übermäßig

belasten. Besonders problematisch

sind Arbeiten, die über oder

unter dem Kopf stattfinden – vom

Fensterputzen bis zum Ein- und

Ausräumen der Spülmaschine.

Darauf weist die Zeitschrift „Senioren

Ratgeber“ hin. Die Arbeit

über Kopf belastet vor allem

Schultern und Halswirbelsäule,

falsches Bücken schadet dem unteren

Rücken. Solche Tätigkeiten

sollten Ältere daher möglichst

umgehen, zum Beispiel indem sie

ständig benötigtes Geschirr in

Schränke auf Augenhöhe räumen.

Lässt sich die Arbeit über

oder unter Kopf nicht vermeiden,

helfen die richtige Technik

oder Tricks, zum Beispiel Teleskopstiele.

Ein Wäscheständer

schont den Rücken eher als die

Wäscheleine.

dpa

FOTOS: EYEWAVE/FOTOLIA.COM, © PIKSELSTOCK/SHUTTERSTOCK.COM

wohnumfeld beratung

• Analyse der Wohnumfeldsituation

• Analyse der Nutzungsmöglichkeiten für Hilfsmittel

• Vorschlag für Mobilitäts-Hilfsmittel

• Vorschlag für Hilfsmittel zur Erleichterung des Alltags

• Beratung über Pflegehilfsmittel und -produkte

• Beratung über Hilfsmittel zur Erleichterung der Pflege für Angehörige

Gutschein

über eine kostenlose

Wohnumfeldberatung

Das monatliche Pflegepaket

mit Verbrauchsartikel im

Wert von 40€ auch bei uns!

Esslinger Str. 8 | 73037 Göppingen

Tel.: 07161 9 10 11-0 | Fax.: 07161 9 10 11-10

Mehr Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage unter:

www.hartlieb.de, info@hartlieb.de, sowie auf Facebook

Regional und wohnortnah!

Unsere Filialen finden Sie in Göppingen, Geislingen, Uhingen,

Esslingen, Kirchheim/Teck, Süßen, Laichingen, Langenau, Dornstadt,

Niefern-Öschelbronn und Rechberghausen.


Klinik am Eichert Göppingen

Helfenstein Klinik Geislingen

www.alb-fils-kliniken.de

Alternative

Lebensqualität

„Je älter ein Mensch wird, desto individueller

sind seine gesundheitlichen Beschwerden.“

Durch die Zusammenarbeit von Orthopädisch-

Unfallchirurgischem Zentrum, Alterstraumazentrum,

Innerer Medizin und Geriatrischem Schwerpunkt sind die

ALB FILS KLINIKEN bei der gesundheitlichen Versorgung

älterer Menschen gut aufgestellt.

UNSER ALTERSMEDIZINISCHES PROFIL

Geriatrischer Schwerpunkt: Anamnese, Prognose,

Unterstützung, Beratung und Organisation - wir kümmern

uns um die weitere Patientenversorgung im

Anschluss an den Klinikaufenthalt.

Alterstraumazentrum: Wir bündeln die Kompetenzen

unfallchirurgischer und geriatrischer Akutversorgung

und führen sie zur ganzheitlichen Versorgung

älterer Menschen mit ihren besonderen Bedürfnissen

zusammen.

Kurzliegerstation: Wir haben unter Berücksichtigung

sozialer und medizinischer Aspekte ein neues Konzept

für die Seniorenmedizin etabliert, um eine optimale

Versorgung älterer Personen zu gewährleisten.

Therapiezentrum: Unser im Bereich der Geriatrie

speziell ausgebildetes Team unterstützt die medizinische

Behandlung in enger Kooperation mit der Pflege.

Alle Leistungen bieten wir auch ambulant an.

Kursangebot für Angehörige: Mit dem Kurs

„Zuhause pflegen“ bieten wir pflegenden Angehörigen

eine professionelle Möglichkeit zur Fortbildung an.

ALB FILS KLINIKEN GmbH, Eichertstraße 3, 73035 Göppingen, Tel.: 07161 64-0, info@af-k.de


18 conSenio – BARRIEREFREIHEIT

Bis ins hohe Alter zu Hause

wohnen – das wünschen

sich viele Menschen.

Doch das kann

beschwerlich werden, wenn das

Eigenheim nicht mehr zu den Bedürfnissen

der Bewohner passt.

Für einen Rollstuhlfahrer werden

schon ein paar Stufen zur Haustür

zum unüberwindlichen Hindernis.

Und es gibt weitere Tücken

im Haus, die lange unbemerkt

bleiben – aber für Probleme

sorgen können.

Stufen am Eingang

Stufen am Eingang oder im Garten

können zu Hindernissen werden.

Sollen sie zur rollstuhlgerechten

Schräge umgebaut werden,

kommt ein Problem dazu:

Im Vorgarten reicht der Platz dafür

häufig nicht aus. Der Verband

Privater Bauherren (VPB) rechnet

vor: Eine Stufe von 16 Zentimetern

Höhe ergibt bei sechs

Prozent Gefälle eine Rampe von

rund 2,67 Metern Länge. Viele

Häuser haben aber zwei oder

drei Stufen. Erhard Hackler von

der Deutschen Seniorenliga rät,

grundsätzlich von vornherein

Schrägen statt Stufen einzuplanen.

„Und, wo es geht, möglichst

ebenerdig bauen.“

Enge Türen

„Das Idealmaß sind 90 Zentimeter,

aber auch mit schmaleren

Türen kann man mit geeigneten

Rollstühlen zurechtkommen“, erklärt

Eva Reinhold-Postina vom

VPB. Am besten plant man vor

allen Türen im Haus eine Fläche

von 1,50 mal 1,50 Metern ein – für

das Rangieren des Rollstuhls. Die

Türen müssen sich zum größeren

Raum hin öffnen.

Rollstuhlfahrer brauchen im Haus

ausreichend Raum zum Rangieren.

Foto: Mascha Brichta/dpa-magazin

Stolperfallen

beseitigen

Umbau Barrierefreiheit ist auch bei Neubauten ein wichtiges

Thema. Im Altbau lassen sich einige Dinge nachrüsten, sodass auch

Senioren so lange wie möglich alleine zurechtkommen.

Zu wenige Steckdosen

Ältere Häuser haben meist zu

wenige Steckdosen. Ihre Anzahl

wurde für den Bedarf vor 20, 30

Jahren konzipiert. Wer heute ein

Haus baut oder modernisiert,

sollte auch die Entwicklung bedenken

– und an jedem Wandabschnitt

mindestens eine Doppelsteckdose

anbringen lassen. Und

es ist besser, eine Steckdose

mehr einzuplanen als zu wenig.

In Zukunft werden eher mehr als

weniger Elektroanschlüsse benötigt,

eine Folge der Vernetzung

von Computern und Hausgeräten.

Assistenzsysteme wie für die

Überwachung des Herdes, der

Heizung und von Elektrogeräten

oder das automatische Türöffnen

benötigen zusätzliche Anschlüsse.

Mit genügend Leerrohren in

der Wand können später noch

nachträglich Leitungen verlegt

werden.

Steile Treppen

Enge Treppen sind schon für jüngere

Leute nicht einfach zu bewältigen,

vor allem, wenn sie etwas

hinauf- oder heruntertragen

müssen. Im Alter ist das noch beschwerlicher,

und es besteht

Sturzgefahr. „Statt einer schicken

Wendeltreppe ist es ratsam, eine

einfache und ausreichend breite

Treppenform zu wählen und sie

blendfrei auszuleuchten. Ein griffiger

Handlauf an beiden Seiten

gibt zusätzliche Sicherheit“, rät

Reinhold-Postina.

Küchenschränke

Eine Küche tauscht man nicht so

oft aus. Wer sich dem Alter nähert,

sollte daher bedenken, dass

man mit einem Rollstuhl oder einem

Rollator in einer herkömmlichen

Küche oft nur schwer zurechtkommt

und Küchenschränke,

Herd und Arbeitsplatte nur

bedingt erreicht. „Höhenverstellbare

Küchenschränke, Arbeitsflächen,

an denen man im Sitzen

arbeiten kann, ein absenkbares

Kochfeld – auf solche Features

sollte man beim Küchenkauf achten.

Dann muss im Fall der Fälle

keine neue Küche angeschafft

werden“, erklärt Hackler. dpa


Wir bleiben in Kontakt:

soziale Netzwerke

SOZIALE NETZWERKE – conSenio 19

Facebook & Co Die Enkelin hat ein Bild vom Italienurlaub gepostet. Nur – wie bekommen

die Großeltern das mit? Soziale Netzwerke kann man auch im Alter noch „lernen“.

Für junge Leute sind soziale

Netzwerke so selbstverständlich

wie Essen

und Schule: 98 Prozent

von ihnen sind dort aktiv, wie

eine Studie von Bitkom Research

zeigt. Und was ist mit den Älteren

über 65? Bei denen sind es

zwar nicht alle – mit 65 Prozent

aber doch jede Menge. Und bei

Kurznachrichten- oder Messenger-Diensten

haben sich sogar 70

Prozent von ihnen angemeldet.

Keine Angst vor Neuem

Warum scheuen manche Ältere

den Gang ins Netz? Zwei Gründe

dafür seien Sicherheitsbedenken

und Zugangsschwierigkeiten,

sagt Nicola Röhricht. Sie ist

Referentin für Digitalisierung

und Bildung bei der Bundesarbeitsgemeinschaft

der Senioren-Organisationen.

„Viele Ältere

haben Angst und fragen sich:

Schaffe ich das überhaupt?“ Oft

fehlt es auch schlicht an Unterstützung.

Denn die Netzwerke

erschließen sich vielen älteren

Nutzern nicht von selbst. „Außerdem

wird der Nutzen von sozialen

Netzwerken häufig nicht

gesehen“, sagt Röhricht.

Wer sich nicht allein an die

Anmeldung in sozialen Netzwerken

herantraut, kann Freunde

Das Tor zur Welt: Auch mit einem Smartphone können Ältere in

sozialen Netzwerken surfen – und so zum Beispiel mit Kindern und

Enkeln kommunizieren.

Foto: Christin Klose/dpa-mag

und Familie um Hilfe bitten. Alternativ

gibt es Computer-Gruppen

und andere Veranstaltungen

von Seniorenbüros. „Ältere lernen

gut voneinander“, sagt Röhricht.

Denn sie können sehr gut

einschätzen, wo die Schwierigkeiten

der anderen liegen – etwa

bei Anglizismen.

Bei der Gelegenheit können

Senioren auch lernen, wie man

Messenger und soziale Netzwerke

sicher nutzt. Allgemeine

Tipps dafür, rund um sichere

Passwörter und Verbindungen

etwa, gibt es beim Bundesamt für

home-care

Pflegedienst

Sicherheit in der Informationstechnik.

Dazu gibt es in sozialen

Netzwerken aber noch einiges

mehr zu beachten – für Ältere genau

wie für Teenager.

„Wer sich bei Online-Diensten

anmeldet, sollte wenn möglich

nicht alle abgefragten Daten

preisgeben“, sagt Esther Jontofsoh-Birnbaum

von der Verbraucherzentrale

Bayern. „Als Faustregel

empfehlen wir Verbrauchern,

bei jeder Veröffentlichung

zu überlegen, ob sie die Info auch

laut durch einen Bus rufen würden.“

Außerdem sollten Nutzer

ein gesundes Misstrauen an den

Tag legen und nicht alles und jedem

glauben.

dpa

SEIT 1990 FÜR SIE IM

EINSATZ

Netzwerke und Messenger –

was ist was?

Die Zahl der Dienste

für die Kommunikation

im Internet

ist groß – und

auf den ersten Blick

etwas verwirrend.

Mithilfe von Messengern

oder Kurznachrichtendiensten

wie

WhatsApp, Threema

und Signal lassen

sich Text- und

Sprachnachrichten

verschicken, aber

auch Fotos und Videos.

Auch über große

Distanzen kann

man mit den kostenlosen

oder sehr

günstigen Diensten

Freunde und Familie

auf dem Laufenden

halten – und selbst

Neuigkeiten empfangen.

Soziale Netzwerke

sind dagegen eher

für den Kontakt zu

vielen Menschen auf

einmal gedacht.

Wohl die bekannteste

Plattform dafür

ist Facebook. Nutzer

gestalten dort eine

Art Steckbrief von

sich. Von da aus

posten sie dann Fotos,

Texte, Videos

und mehr - und können

die Beiträge von

anderen anschauen

und kommentieren.

Weitere, im Prinzip

ähnliche Netzwerke

sind Twitter, das auf

kurze Nachrichten

spezialisiert ist, und

Instagram, bei dem

sich alles um Bilder

dreht.

dpa

Beratung Angehöriger

Hauswirtschaftliche Versorgung

Wir beraten Sie gerne persönlich.

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

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73033 Göppingen

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Für jede Generation

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Die Generation 50+

hat eigene, spezielle

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der Kreissparkasse, kennt sie und hat die

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