Berliner Kurier 16.07.2019

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KURIER-Serie

Die letzten

Fischer vom

Scharmützelsee

SEITEN 18-19

PostvertriebsstückA11916/Entgelt bezahlt

Dienstag, 16. Juli 2019 •Berlin/Brandenburg1,20 ¤•D/Auswärts 1,30 ¤

www.berliner-kurier.de •NR. 190/2019 –A11916

ZEITUNG FÜR BERLIN-BRANDENBURG

Gewobag kauft die

Karl-Marx-Allee

Landeseigenes Unternehmen schnappt der

Deutschen Wohnen 670 Wohnungen weg SEITE 7

ICE nach Usedom

Die Ostsee soll

Berliner werden

Rein in den Zugund nix wie raus ans Meer –die Pläne für die neue 2-Stunden-Verbindung

SEITEN 4-5

Fotos: zVg, otto


*

POLITIK

MEINE

MEINUNG

Von

Karl

Doemens

Der widerwärtige

RassismusTrumps

Trump ist ein skrupelloser

Brandstifter. Nun hat er

ein unterirdisches Niveau erreicht.

Seine Twitter-Aufforderung

„Geh doch zurück!“,

statt „demamerikanischen

Volk Ratschläge zu geben“ an

eineinCincinnati geborene

Schwarze wie die AbgeordneteAyanna

Pressley, ist

nichts anderes alsnackter,

widerwärtiger Rassismus.

Trump weiß genau, wie er

mit Angst und Hass die niederen

Instinkte seiner weißen

Basis in der Unter- und

Mittelschicht bedient. Genau

darum geht es ihm im Vorfeld

derPräsidentschaftswahlen

im Herbst 2020.Erschreckendist,

dass sich die

einst stolze republikanische

Partei widerstandslosergibt.

DreiJahrenach Obamakann

dessen Nachfolger Menschen

wegen ihrer dunklen Hautfarbe

bepöbeln und beleidigen,ohne

dass er von seinen

Parteifreunden auch nur ermahnt

wird. Für die Demokraten

muss das ein Weckruf

sein. Allzu sehr ist die Partei

mit sich selbstbeschäftigt.

Trumps rassistischerAusbruch

macht deutlich, wo der

wahre Gegnersteht.Wenn

die US-Demokraten das verinnerlichen

würden, hätte

der Vorfall immerhin eine

positiveWirkung.

MANN DESTAGES

Hans Wallow

20 Jahre ist es her, seit Hans

Wallow zuletzt für die SPD

im Deutschen Bundestag saß.

Nun hat der 80-Jährige noch

einmal Großes

vor. Er

bewirbt sich

um den

SPD-Parteivorsitz:

„Da

die Partei in

einer Notlage

ist und

kreative,

kompetente

Köpfe benötigt,

will ich meine Erfahrungen

zur Verfügung stellen

und an dem Wettbewerb der

Ideen teilnehmen.“ Mit seiner

Kandidatur möchte er

ein Signal gegen zunehmenden

Altersrassismus setzen.

pvirat

MinisterSpahn auf

PflegersucheimKosovo

In Pristina sollenkünftig dringend benötigte Fachkräfte angeworbenwerden

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Zwei Pflegerinnen

schieben in einem

Hamburger Klinikum

Patienten mit Rollstühlen

durch

einen Flur.

Pristina – Um die Pflege steht

es in Deutschland nicht gut:

Bis zu 40 000 Fachkräfte fehlen

für eine adäquate Versorgung

von Pflegebedürftigen.

Um den Mangel zu bekämpfen,

hat die GroKo einen

Maßnahmenkatalog geschnürt.

Bundesgesundheitsminister

Jens Spahn (CDU)

ist deshalb in das Kosovo gereist.

Auf 100 offene Stellen in Pflegeberufen

bewerben sich bundesweit

im Schnitt 19 Interessenten.

Bei aktuell 3,4 Millionen

(Statistisches Bundesamt) Pflegebedürftigen

verheißt das

nichts Gutes. Denn diese Zahl

dürfte bei einer alternden Gesellschaft

weiter zunehmen.

Bundesgesundheitsminister

Spahn hat im Kosovo mit seinem

Amtskollegen Uran Ismajli

eine Vereinbarung zur Anwerbung

von Pflegekräften

unterzeichnet. „Besonders im

Kosovo und in Albanien gibt es

ein gutes Potenzial an jungen

Fachkräften“, hatte er kürzlich

erklärt. „Dort ist die Pflegeausbildung

deutlich besser, als wir

denken.“

Der Pflegebevollmächtigte

der Bundesregierung, Andreas

Westerfellhaus (CDU), begrüßte

die Bemühungen Spahns. Er

rief die Bundesregierung dazu

auf, schneller Visa für einwanderungswillige

Pflegekräfte zu

erteilen. Es sei „unerträglich,

dass man innerhalb der deutschen

Botschaft nicht alles daran

wirft, die Visa zu beschleunigen“,

sagte er im „Morgenmagazin“

des ZDF. Das Außenministerium

solle auch prüfen, ob

die Visavergabe nicht aus den

Botschaften nach Deutschland

verlagert werden könnte. Ob

eine Pflegekraft dauerhaft in

Deutschland bleibe, hänge vor

allem davon ab, ob die Kollegen

sie hier wertschätzend empfangen

und gut einarbeiten.

Außerdem seien gute Sprachkenntnisse

entscheidend für

eine gelingende Integration.

Dass die Pflegekräfte dann

womöglich im Kosovo fehlen

könnten, räumte Westerfellhaus

aber ein. Dafür könnten

die Pflegekräfte in Deutschland

„womöglich Qualifikationen

für die Zukunft des Kosovo“ gewinnen.

Das kosovarische Gesundheitssystem

hat bereits

Foto: Britta Pedersen/dpa

heute große Probleme. Blerim

Syla, Direktor des Verbands der

Gesundheitsgewerkschaften,

sagt: „Eine Krankenschwester

muss sich heute um bis zu 60

Patienten kümmern. Zudem

liegt das Durchschnittsalter des

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister,möchte

im Kosovo

Pfleger anwerben.

Pflegepersonals bereits bei 53

Jahren.“

Die deutsch-kosovarische

Pflegehochschule in Pristina –

für viele ein Sprungbrett Richtung

Mitteleuropa – ist dennoch

gut gebucht, obwohl eine

Ausbildung dort 5000 Euro

kostet. Für kosovarische Verhältnisse

ist das ein kleines Vermögen.

Die „Rekrutierungsreise“

Spahns in das Kosovo ist ein

Teil der „Konzertierten Aktion

Pflege“, mit der die Bundesregierung

die „Pflegelücke“

schließen will. Dazu gehört

auch, die Arbeitsbedingungen

in der Pflege allgemein attraktiver

zu machen. So könnten

auch gelernte Pflegekräfte, die

nicht mehr in ihrem Beruf

arbeiten, zur Rückkehr in ihre

alte Profession motiviert werden.

Außerdem plant die Gro-

Ko die Einführung eines Mindestgehalts

in der Altenpflege.

„Gute 14 Euro in der Stunde

müssten es schon sein“, hatte

Spahn erklärt. Das entspräche

einem Bruttolohn von etwa

2500 Euro. In der Krankenpflege

liegen die Bezüge in der Regel

höher.


*

SEITE3

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Hassgegen Liebe? Die

demokratische Abgeordnete

Alexandria Ocasio-Cortez, US-

Präsident Donald Trump.

NACHRICHTEN

Maaßens Presse-Hetze

Foto: JörgCarstensen/dpa

Berlin – Bei einem kurzen

Pressestatement in Paris hat

Bundeskanzlerin Angela Merkel

(CDU) nach Luft gerungen.

Dieauffällige undbisher nicht

gesehene Kurzatmigkeit leistet

der Sorge überden Gesundheitszustand

der 64-Jährigen

erneutVorschub.

Was war passiert? Merkel

war am Sonntag zu GastinParis.

Die Franzosen begingen

ihren Nationalfeiertag mit

einer Parade. Auch die deutsche

Regierungschefin war

unter den Ehrengästen. Sie beobachtete

die etwa zweistündige

Veranstaltung die meiste

Zeit stehend –ohne größere

Zwischenfälle. Als sie aber im

Anschluss an die Parade im

Élysée-Palast in Paris eine

kurze Erklärung vor deutschen

Medienvertretern abgab,

rang sie deutlich wahrnehmbar

nach Luft. 20 Sekunden

dauerte ihrStatement, dabei

konnte die Kanzlerin keinen

Satz sprechen, ohnemehrfach

tief Luft zu holen. Das

Statement war am Sonntag

auch inder „Tagesschau“ um

20 Uhr zu sehen (ab Minute

1:59).

Regierungssprecher Steffen

Seibert erklärte die Kurzatmigkeit

am Montag mit der Eile

Merkels in der Situation.

Trumps rüdeHassattacken

Washington –Der US-Präsident

hat offenbar die Nerven verloren

und in einer rüden Verbalattacke

namhafte Politikerinnen der Demokratischen

Partei verunglimpft.

Auf die Abgeordneten

Alexandria Ocasio-Cortez, Ayanna

Pressley und Ilhan Omar anspielend

twitterte Trump, die

Politikerinnen sollten „in ihre

Länder zurückzugehen“ und dabei

helfen, „die total kaputten und

von Kriminalität befallenen Orte

in Ordnung zu bringen, aus denen

sie gekommen sind“.

„So sieht Rassismus aus. Wir

sind das, was Demokratie ist, wir

Fühlen sich vomPräsidenten rassistisch beleidigt: die demokratischen

Politikerinnen Ilhan Omar (o.), Rashida Tlaib (M.), Ayanna Pressley(u.)

sowie Alexandria Ocasio-Cortez (großes Bild).

Angela Merkel am Sonntag in Paris

während der Parade zum französischen

Nationalfeiertag.

gehen nirgendwo hin“, twitterte

die Abgeordnete Ayanna Pressley

zurück. „Kein Bully, selbst dieser

rassistische Präsident nicht“,

werde sie von ihrer Arbeit für ihre

Wähler abhalten, twitterte die in

Detroit geborene Rashida Tlaib,

ein Kind palästinensischer Eltern.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses

und Frontfrau

der Demokraten, Nancy Pelosi,

nannte Trump einen Spalter.

Trumps rüde Attacken fallen in

eine Zeit innenpolitischer Spannungen,

in der er Massenabschiebungen

Tausender Migranten

plant.

Wieder SorgeumMerkel

Kanzlerinwirktbei Statement für „Tagesschau“ ungewöhnlich kurzatmig. LagesamTreppensteigen?

Foto: Jie Keichen/imago images

Der nächste Termin habe gedrängt

und die Kanzlerin sei

unmittelbar vor dem Auftritt

vor den TV-Kameras eine

Treppe hochgestiegen, so Seibert.

Nach Augenzeugenberichten

handelte es sich um

eine lange Treppe, die –auf

normaleVerhältnisse übertragen

–etwazweieinhalbStockwerken

entspricht.Warum die

Kanzlerin sich keine 30 Sekunden

Zeit nahm, bis die

Kurzatmigkeit verflogen war,

bleibt unklar.

Innerhalb von drei Wochen

hatteMerkel drei Zitteranfälle

erlitten –immer nach längerem

Stehen.

Fotos: Ron Sachs/dpa, Evan Vucci/AP/dpa, Nick Wagner/Austin American-Statesman/dpa, Jacquelyn Martin/AP/dpa, Stefani Reynolds/imago images

Foto: Till M. Egen/dpa

Berlin –Hans-Georg Maaßen,

Ex-Verfassungsschutzpräsident,

scheut nicht davor

zurück, das Medienbashing

eines rechten Leitmediums

zu teilen. Am Sonntag kritisierte

er in einem Tweet das

ARD-Magazin „Panorama“,

verlinkt mit dem rechtspopulistischen

Portal „Journalistenwatch“.

Lob für vonder Leyen

Brüssel –KanzlerinAngela

Merkel hat dieEntscheidung

von Ursula von der Leyen

(beide CDU), als Verteidigungsministerinzurückzutreten,

als starkes Signalgewertet.Sie

mache vorder heutigen

Wahl deutlich,dass sie

das Amtder EU-Kommissionspräsidentinmit

ganzer

Kraft anstrebe.

Flüchtlinge evakuieren

Berlin –Die Sea-Watch-Kapitänin

Carola Rackete hat

die Evakuierung aller Flüchtlinge

aus Libyen gefordert.

„Wir hören von einer halben

Million Menschen, die in den

Händen von Schleppern sind

oder in libyschen Flüchtlingslagern,

die wir rausholen

müssen“, sagte sie „Bild“.

Bund verkauft U-Boot

Kiel –Der Bund hateinen

Abnehmerfür dasausrangierte

U-Boot „U25“ der deutschenMarinegefunden.

Es

geht für400000 Euro an ein

europäischesAbwrackunternehmen,

sagte ein Sprecher

desVerwertungsunternehmens

desBundes. „Das ist ein

marktentsprechender Preis.“

Minister auf US-Visite

Teheran –Ein mehrtägiger

Besuch des iranischen

Außenministers Mohammed

Dschawad Sarif in den USA

nährt Spekulationen über

mögliche Annäherungsversuche

zwischen Teheran und

Washington. Details über seine

Termine in den USA wurden

zunächst nicht bekannt.


*

HINTERGRUND

Schnell mal

ans Meer

Ohne Auto an den Strand:

Dasist möglich. Nach Usedom

gibt es zweistündlich

eine Verbindung ab Berlin,

auch Flixbus fährtdorthin.

Nach Rügen und Rostock

können die Berliner sogar

im ICE reisen. Vorteil: In

Fernzügen lassen sich

Plätze reservieren. In Regionalexpresszügen,

zu

denen der Warnemünde-

Express gehört, kann es

bei gutem Wetter voll werden.

Infos: www.bahn.de

Bahn frei für den

Bikini-Express!

Mit dem ICE an den Ostseestrand: Für den Wiederaufbau der Strecke nach Usedom keimt Hoffnung

Von

PETERNEUMANN

Joachim Trettin wirbt gern

fürs Zugfahren. Das wird

von ihm auch erwartet, denn

er ist Chef von DB Regio

Nordost. Wenn es jedoch um

die Verbindung zur Ostseeinsel

Usedom geht, hält sich

der Berliner Bahnmanager

derzeitzurück. Er weiß, dass

für eine Fahrt von Berlin ins

Seebad Heringsdorf vier

Stunden einzuplanen sind.

„Solche Reisezeiten sind

nicht zeitgemäß“, gesteht

Trettinein.

Sicher, alle zwei Stunden

gibt es eine Verbindung. Und

mit dem Ostsee-Ticket reisen

zwei Personen für 88 Euro

von Berlin auf die Insel

und wieder zurück –nach

Zinnowitz, Koserow, Bansin,

Ahlbeck und zu anderen Badeorten.

Fahrgäste aus der

Hauptstadt müssen aber einen

Umweg fahren und im

kleinen Ort Züssow umsteigen.

Die direkte Verbindung

wurde am Ende des Zweiten

Weltkriegs brutal gekappt.

Als der Befehl „verbrannte

Erde“ lautete, sprengten

deutsche Soldaten 1945 den

größten Teil der Bahnbrücke,

die bei Karnin auf die Insel

führte. Die Zweigstrecke,

die damals von Ducherow

nach Swinemünde (heute

Swinoujscie) führte, wurde

stillgelegt. Noch 1939 fuhren

dort Schnellzüge, die vom

damaligen Stettiner Bahnhof

an der Invalidenstraße

ins Seebad Ahlbeck laut

Fahrplan nur knapp drei

Stunden unterwegswaren.

Aus und vorbei –bislang jedenfalls.

Nur der 35 Meter

hohe Mittelteil der Karniner

Brücke blieb bei der Sprengung

erhalten. Dunkel, fast

schon unheimlich, ragt das

stählerne Bauwerk aus dem

Peenestrom empor. Wenn

die Usedomer Eisenbahnfreunde

am 3. August ihr

achtes Brückenfest feiern,

wird Trettin dabei sein und

wieder auf die alte Hubbrücke

klettern. Kein Problem

für ihn: „Ich bin schwindelfrei“,

so der Eisenbahner.

Der Berliner hat das Bauwerk

schon mit vielen Menschen

erklommen, um für

den Wiederaufbau der

43 Kilometer langen Strecke

zu werben. Doch auch die

Bemühungen seiner Mitstreiter,

zu denen der langjährige

Grünen-Europaabgeordnete

Michael Cramer

und andere Politiker gehören,

fruchteten nur wenig.

„Dabei ist das Projekt aus

regionaler Sicht sehr wichtig“,

so Trettin. Auf der sonnenreichsten

Insel des

Landes sei der Tourismus

seit Jahren auf Wachstumskurs.

Wenn 2022 der Swinetunnel

öffne, werde ein weiterer

Anstieg des Autoverkehrs

um 13 Prozent erwartet.

Nur die Reaktivierung

und Elektrifizierung der

Bahnstrecke verhindere,

dass Usedom von Autos

überschwemmt wird, mahnt

er. Sein Wunsch: Künftig soll

die Bahnreise ab Berlin nur

noch rund zwei Stunden

dauern, und ICE-Züge sollten

direkt nach Ahlbeck sowie

Heringsdorf fahren.

Nun zeichnet sich endlich

ein Lichtstreif am Horizont

ab. Heute hält auch das Land

Mecklenburg-Vorpommern

die Wiederherstellung der

Bahnlinie von Ducherow

nach Swinoujscie für ein

„wesentliches Verkehrsprojekt

für die Insel“, wie es bei

Infrastrukturminister Christian

Pegel (SPD) heißt. „Bedauerlicherweise“

wurde es

2015 nicht in den Bundesverkehrswegeplan

aufgenommen.

„Die Landesregierung

sieht die Verantwortung für

solche Fernverkehrsprojekte

der Bahn grundsätzlich

beim Bund“, erklärt Pegels

Sprecher ManuelSauer.

Die Chancen für den

nächsten Bundesverkehrswegeplan

ließen sich aber

verbessern –wenn bisherige

Kostenschätzungen und

Rahmenbedingungen konkreter

gefasst werden. Darum

wurden nun in dem Entwurf

des Landeshaushalts

2020/21 für Vorplanungen

zur Karniner Brücke pro


*

SEITE5

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Seit 74 Jahren ist kein Zug mehr zur Karniner Brücke

gefahren. Seit Jahren wird gefordert, dassdie Trasse reaktiviertwird.

Als die Brückenach

Usedom noch komplett

war. 1933 ging die

Stahlkonstruktion, die

bei Karnin auf die Insel

führte, in Betrieb.

1945 wurde ein Großteil

zerstört.

Jahr 1,4 Millionen Euro eingestellt.

„Das Kabinett hat

den Entwurf gebilligt, der

Landtag muss darüber noch

abstimmen. Die erste Lesung

ist am 4. September geplant,

die zweite am 11. Dezember.“

„Die Entscheidung ist von

großem Wert“, sagt Joachim

Trettin. Falls sich das Projekt

beschleunigt, lägen künftig

Planungen in der Schublade.

Die Entscheidung des

Landes sei ein Grund zur

Freude,jubelt GüntherJikeli,

Vorsitzender der Usedomer

Eisenbahnfreunde. Sven

Krein aus Velten, der eine

Parzelle am stillgelegten

Bahndamm besitzt, sieht das

anders. Er wundert sich, dass

oft vergessen werde, dass

Swinoujscie bereits per Bahn

erreichbar sei –via Szczecin

(Stettin). Bevor ein dreistelliger

Millionenbetrag ausgegeben

werde, um noch eine

Strecke zubauen, sollte erst

einmal der bestehende Verkehr

verbessert werden.Weil

das Land zuwenig Zugfahrten

bestellt, sei es Richtung

Usedom oft sehr voll, klagt er.

Mit dem Verkehrsprojekt

geht es voran. Der Bikini-Express,

der von Berlin direkt

zum Ostseestrand fährt,

könnte Wirklichkeit werden,

vielleicht schon in den 20er-

Jahren. Doch die Anlieger

haben gute Chancen, ihre Ruhe

noch einige Zeit genießen

zu können. „Zum heutigen

Zeitpunkt ist es nicht möglich,

verlässliche Aussagen zu

einem möglichen Bau- und

Betriebsbeginn zu treffen“,

teilt ManuelSauer mit.

Fotos: Imago Images:/Westend 61


***

BERLIN

PANKOW

DER

ROTE

TEPPICH

Ehre, wemEhregebührt!

Klaus Freytag,

58 Jahrealt,

ist Brandenburgs

Lausitz-

Beauftragter.

Fragen?

Wünsche?

Tipps?

Redaktion: Tel. 030/63 33 11 456

(Mo.–Fr. 10–18 Uhr)

10969 Berlin, Alte Jakobstraße 105

E-Mail: leser-bk@dumont.de

Abo-Service: Tel. 030/232777

Foto: Staatskanzlei Brandenburg

Wieder so ein Typ aus

der Verwaltung, und

dann noch ein Wessi. So

könnte der Brandenburger

an sich über den neuen

Beauftragten des Ministerpräsidenten

für die Lausitz

mosern. Aber trotz einer

langen Karriere in Bergämtern

und im brandenburgischen

Wirtschaftsministerium

wäre nichts falscher:

Der Mann ist in jeder

Hinsicht vom Fach. In

Aachen, gleich neben einem

riesigen Bergbaurevier,

hat Klaus Freytag Bergbau

studiert und in dem Fach

seinen Doktor gemacht,

dreckige Finger während

der Ausbildung inbegriffen.

In Pakistan und Indien

hat er an UN-Projekten

mitgearbeitet. Die Lausitz

kennt er auch gut: Der

Vater von vier Kindern

lebt mit seiner Frau seit

1993 in Cottbus. Jetzt hat

er dort mit sechs Mitarbeitern

ein Büro bezogen.

Dort soll er ein Bindeglied

zwischen Kommunen,

Unternehmen sowie

Leuten mit Ideen und der

Landesregierung darstellen,

um die Lausitz bei ihrem

Weg weg von der

Braunkohle in eine gute Zukunft

zu begleiten. Unter

anderem soll er wissenschaftliche

Einrichtungen

in die Region holen, an der

Verbesserung ihrer Infrastruktur

arbeiten. GL

Foto: imago/Steinach

Durchschnittskaufpreise

für Eigentumswohnungen

Durchschnittliches Preisniveau

in Euro pro Quadratmeter

Wohnfläche, 2018

1500 bis 2000 Euro

2000 bis 2500 Euro

2500 bis 3000 Euro

3000 bis 3500 Euro

3500 bis 4000 Euro

4000 bis 4500 Euro

4500 bis 5000 Euro

über 5000 Euro

Grafik/Galanty;Quelle:

Immobilienmarktbericht ’18/’19

Von

ULRICH PAUL

Berlin – Immobilien in Berlin

sind weiter heiß begehrt. Im

vergangenen Jahr wurden in

der Hauptstadt Häuser,

Wohnungen und Grundstücke

im Wert von rund 19,2

Milliarden Euro verkauft.

Ein Umsatzplus von sechs

Prozent gegenüber 2017. Und

zugleich der höchste Wert

seit der Wiedervereinigung.

Die Zahlen gehen aus dem Immobilienmarktbericht

Berlin

REINICKENDORF

2018/2019 des Gutachterausschusses

für Grundstückswerte

hervor. Der wurde am Montag

veröffentlicht. Der Bericht beruht

auf den tatsächlichen

Kaufvertragsabschlüssen und

ist damit die zuverlässigste

Quelle über die Preise von Immobilien

in Berlin.

Eigentumswohnungen verteuerten

sich im vergangenen

Jahr im Schnitt um elf Prozent.

Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser

sowie für Wohnund

Geschäftshäuser zogen um

13 Prozent an. Reine Mietwohnhäuser

verteuerten sich

um sieben Prozent. Besonders

WEISSEN-

SEE

HOHEN-

SCHÖN-

HAUSEN

WEDDING

PRENZLAUER

BERG

SPANDAU

MARZAHN

TIERGARTEN

LICHTEN-

MITTE BERG HELLERS-

CHARLOTTENBURG

FRIEDRICHS-

DORF

HAIN

KREUZBERG RUMMELS-

WILMERS-

BURG

DORF

GRUNEWALD SCHÖNE-

BERG

DAHLEM

TREPTOW

KÖPENICK

NEUKÖLLN

ZEHLENDORF STEGLITZ

TEMPELHOF

Immobilien

machen

Rekord-Reibach

19,2 Milliarden Euro –soviel blätterten Käufer 2018 für Betongold hin

gravierend aber: Der Bodenrichtwert

für Grundstücke, auf

denen Mehrfamilienhäuser

entstehen sollen, wurde um 20

Prozent angehoben. In Ortsteilen

wie Wedding und Moabit

sogar um 30 Prozent. Der Bodenrichtwert

gibt Auskunft

über den Wert eines Grundstücks.

Je höher er liegt, umso

schwieriger wird es, preiswerte

Wohnungen zu errichten.

Die Senatsverwaltung für

Stadtentwicklung versucht das

wenige Positive aus der Preisentwicklung

herauszustellen.

Bau-Staatssekretär Sebastian

Scheel verweist auf die „erneut

rückläufigen Umwandlungszahlen

von Miet- in Eigentumswohnungen“

um 22 Prozent

und den Rückgang von Eigentumswohnungen

bei Neubauvorhaben

in Höhe von 15 Prozent.

„Die Preisanstiege bei reinen

Mietwohnhäusern machen

aber auch deutlich, dass weitere

mietpreisregulierende Gesetze

notwendig sind, damit alle

Berlinerinnen und Berliner

sich Wohnen auch zukünftig

leisten können“, räumt Scheel

aber ein.

Der Berliner Mieterverein

(BMV) zeigt sich besorgt. „Der

durch die Preisentwicklung auf


***

TilSchweiger

Zoff um seine

Förder-Millionen

SEITE 16

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BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Teuer sind Eigentumswohnungen

in der City sowie im Südwesten

Berlins, günstig am Stadtrand.

Karl-Marx-Allee

gehörtwieder Berlin

Die Gewobag übernimmt dort670 Wohnungen

Von

ULRICH PAUL

Berlin – Die Mieter von rund

670 Wohnungen an der Karl-

Marx-Allee in Friedrichshain

können aufatmen. Der Senat

hat sich in Gesprächen mit

dem bisherigen Eigentümer,

der Firma Predac, und der

Deutsche Wohnen darauf

verständigt, dass die landeseigene

Gewobag die Wohnungen

übernimmt. Der zunächst

geplante Verkauf an

die Deutsche Wohnen ist damit

für diese Wohnungen

endgültig vom Tisch.

Am Freitag sei ein entsprechendes

Vertragsangebot für die

Wohnblöcke C-Nord, C-Süd

sowie D-Nord zwischen Gewobag

und Predac beurkundet

worden, teilte das Presse- und

Informationsamt des Landes

am Montag mit. Das Vertragsangebot

beinhalte die unverzügliche

Übernahme aller

Wohnungen und Gewerbeeinheiten,

die nicht einzeln von

Mietern erworben werden.

Vereinbart worden sei überdies,

dass den Mietern ein Angebot

mit vollständigen Unterlagen

und Zuordnung eines

Kellers zur Eigentumsbildung

unterbreitet werde. Falls die

Mieter dieses Angebot nicht

wahrnehmen möchten, sollen

ihnen daraus keine Nachteile

entstehen.

Der Regierende Bürgermeister

Michael Müller (SPD) hatte

den Erfolg in Gesprächen mit

der Deutsche Wohnen möglich

gemacht. Die Einigung hatte

sich bereits am Donnerstag angedeutet,

als das Land Berlin

und die Predac einen Verhandlungstermin

vor dem Kammergericht

um den Verkauf eines

weiteren Blocks (F-Nord) nicht

wahrgenommen hatten – um

sich, wenn möglich, außergerichtlich

zu verständigen.

Im nun vereinbarten Vertrag

über die rund 670 Wohnungen

ist der Block F-Nord zwar nicht

enthalten, doch ist anzunehmen,

dass es auch für die dortigen

150 Wohnungen eine Lösung

gibt. Der Regierende Bürgermeister

bezeichnete den

Ankauf der rund 670 Wohnungen

als „ersten guten Schritt“.

Zugleich kündigte er an, weitere

Gespräche mit der Deutsche

Wohnen zu führen. Stadtentwicklungssenatorin

Katrin

Lompscher (Linke) bezeichnete

die Rekommunalisierung der

Wohnungen, die in den 90er-

Jahren privatisiert worden waren,

als „großartigen Erfolg von

Senat, Bezirk und Mieterbeirat“.

Finanzsenator Matthias

Kollatz (SPD) sprach von einem

„guten Tag für Berlin“. Zur

Höhe des Kaufpreises wurden

keine Angaben gemacht.

dem Immobilien-und-Grundstücksmarkt

erzeugte Druck

auf die Mieter ist weiterhin

sehr hoch“, sagt BMV-Geschäftsführer

Reiner Wild.

„Insbesondere die Kaufpreise

für Wohn- und Geschäftshäuser

bereiten uns Sorgen.“ Gegenüber

2017 habe es hier ein

Umsatzplus von 14 Prozent bei

weniger Verkäufen gegeben.

Der Bau von bezahlbaren Wohnungen

werde massiv beeinträchtigt.

Die Bodenrichtwerte

für Bauland in den innerstädtischen

Quartieren mit bis zu

11000 Euro je Quadratmeter

seien der „helle Wahnsinn“, so

Wild. Der Verband Berlin-

Brandenburgischer Wohnungsunternehmen

(BBU) fordert:

„Berlin muss dringend

mehr Bauland mobilisieren“.

Notwendig sei „eine breite Diskussion

über Flächen wie die

Ränder des Tempelhofer Feldes

oder die Elisabeth-Aue“.

Mit durchschnittlich rund

5989 Euro je Quadratmeter waren

Eigentumswohnungen im

vergangenen Jahr im Ortsteil

Dahlem am teuersten. Das

zweithöchste Kaufpreisniveau

ermittelte der Gutachterausschuss

mit durchschnittlich

5776 Euro je Quadratmeter

Wohnfläche für den Ortsteil

Mitte. Verkauft wurden im

Jahr 2018 insgesamt 18850 Eigentumswohnungen

– zwölf

Prozent weniger als im Jahr davor.

Ein- undZweifamilienhäuser

kosteten im vergangenen

Jahr im Schnitt 3085 Euro pro

Quadratmeter Geschossfläche.

Am teuersten waren Ein- und

Zweifamilienhäuser mit durchschnittlich

9479 Euro je Quadratmeter

Wohnfläche im Ortsteil

Grunewald, gefolgt von

Häusern in Dahlem mit einem

Preisniveau inHöhe von rund

8506 Euro je Quadratmeter

Wohnfläche.

Foto: Carsten Thesing/imago stock&people

Die Mieter protestierten gegen den Verkauf an die Deutsche Wohnen.


8 BERLIN BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019 *

NACHRICHTEN

Fahndung nach Sextäter

DasSchicksal vonGeorgine

bewegt ganz Deutschland.

DasMädchen verschwand

vorfast 13 Jahren.

Foto: Polizei

Schöneberg –Die Polizei

fahndet nach diesem Mann.

Er soll im Dezember 2018

am S-Bahnhof Südkreuz eine

Frau (20) sexuell belästigt

haben. Weitere Aufnahmen

sind unter www.berlinerkurier.de

zu sehen. Hinweise

nimmt jede Polizeidienststelle

entgegen.

Wohngeld-Empfänger

Berlin –Die Zahl der mit

Wohngeld unterstützten

Haushalte in Berlin ist 2018

zurückgegangen. Insgesamt

belief sich ihre Zahl

laut Statistik-Amt Ende Dezember

auf rund 23400.

Kinderwagen brannte

Staaken –Ineinem Hochhaus

im Pillnitzer Weg ist

am frühen Montagmorgen

ein Kinderwagen in Flammen

aufgegangen. Die Feuerwehr

war mit etwa 50

Kräften vor Ort. Eine Frau

und ihre drei Kinder kamen

vorsorglich ins Krankenhaus.

Die Brandursache

war zunächst unklar.

Autoknacker erwischt

Schöneberg –Zwei Autoeinbrecher

(27) sind in der

Nacht zu Montag in der

Innsbrucker Straße auf frischer

Tat ertappt und festgenommen

worden. Zunächst

flüchteten die Männer.

Die Beamten konnten

das Duo aber stellen.

98 Verletzte im Verkehr

Potsdam –AmWochenende

sind bei Verkehrsunfällen

in Brandenburg 98

Menschen verletzt worden.

ARCHE NOAH

Georgi ... ist ein Kleiner Alexandersittich,

der als Findling

ins Tierheim kam. Er

sucht eine nette Partnerin

derselben Art. Als neues

Zuhause wäre eine möglichst

geräumige Außenhaltung

ideal.

Vermittlungs-Nr. 19/1924

Tierheim Berlin,

Hausvaterweg 39, 13057 Berlin,

Telefon: 030/768880,

www.tierschutz-berlin.de

Die Tiervermittlung ist geöffnet:

Mittwoch–Sonntag 13–16 Uhr

Foto: Tierheim Berlin

Georgine (14)

Ermordet und in den

Müll geworfen

Am 31. Juli beginnt der Prozessgegen den mutmaßlichen Täter Ali K.

Von

LUTZ SCHNEDELBACH

Moabit – Jahrelang suchten

Polizei und Staatsanwaltschaft

nach der Leiche von

Georgine Krüger. Jetzt

gibt es einen grausigen

Verdacht. Das tote Mädchen

wurde vom tatverdächtigen

Ali K. (44) im

Müll entsorgt, am Tag als

die BSR den Müll abholte

und ihn zur Verbrennungsanlage

brachte. Nach Informationen

des KURIER wickelte

er die Leiche zunächst

in Plastiktüten,

dann in einen Teppich und

verschloss alles mit Panzerband.

Das soll der mutmaßliche

Mörder Ali K.

(44) einem verdeckten Ermittler

erzählt haben. Der

Prozess wegen Mordes und

Vergewaltigung beginnt

am 31. Juli.

25 Verhandlungstage sind

angesetzt, mehr als 70 Zeugen

sollen befragt werden.

Anwälte schließen nicht aus,

dass sich der Prozess in die

Länge ziehen wird. Von der

Leiche fehlt bis heute jede

Spur. Das betrifft auch den

Keller, in dem das Mädchen

vermutlich getötet worden

ist. Sie soll zunächst bewusstlos

geschlagen und dann vergewaltigt

worden sein. Aus

Angst überführt zu werden,

Ali K. soll das Mädchen

vergewaltigt und dann

in seinem Keller

getötet haben. Der

Mann hat drei Kinder.

soll Ali K. dann das Mädchen

erwürgt und aus dem Keller

geschafft haben. Dem

Deutsch-Türken gelang es,

die Tat mehr als zehn Jahre

zu verdecken.

Der Fall Georgine bewegte

jahrelang die Gemüter. Er gehört

zu den langwierigsten

Fällen in der Berliner Kriminalgeschichte.

Am 25. September

2006 war die damals

14-Jährige um 13.45 Uhr aus

einem Bus der Linie M27 an

der Haltestelle Perleberger

Straße Ecke Stendaler Straße

gestiegen. Sie war glücklich,

weil sie an jenem Montag erfahren

hatte, dass sie als

Komparsin für die ARD-Serie

„Türkisch für Anfänger“ angenommen

worden war. Bis

nach Hause hatte sie 200 Meter

zu laufen. Mittlerweile

gehen Polizei und Staatsanwaltschaft

davon aus,

dass Ali K., der ebenfalls

in der Stendaler

Straße wohnte, das

Kind abfing und in

den Keller lockte.

In den folgenden

Tagen durchkämmten Polizisten

die Dachstühle und

Keller von 272 Gebäuden.

Auch Ali K. wurde befragt. Er

stritt ab, das Mädchen zu

kennen. Ein verdeckter Ermittler

kam ihm auf die Spur.

Ali K. soll ihm den Mord und

die Vergewaltigung geschildert

haben. Der Prozess wird

es hoffentlich aufdecken.

Fotos: Privat


10 BERLIN BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019 *

Wir wollen raus

aus der Hartz-Falle

Der KURIER besuchte Familie Elter in ihrer bescheidenen Marzahner Plattenbauwohnung

Von

KERSTIN HENSE

Marzahn – Ein blau-beige angestrichener

Plattenbau in

Marzahn. Die Stufen im Treppenhaus

mit Flecken übersät.

Im dritten Stock wohnt Katharina

Elter mit den drei Kindern

Jessica (12), Jana (9) und

Jasper (2) in einer Vierzimmerwohnung,

bezahlt von

Hartz IV. Ihre Geschichte ist

eine von vielenindieser Stadt.

Der KURIER wollte wissen:

Wie lebt es sich mit Stütze?

Und die Elters erzählen, wie

sie trotz finanzieller Sorgen

die Hoffnung nicht verlieren.

Katharina Elter bezieht seit

2007 Hartz IV. Sie bekommt zusätzlich

zur monatlichen Miete

(675 Euro), die ihr das Amt bezahlt,

150 Euro Lebensunterhalt

für sich und die Kinder sowie

Kindergeld und Unterhaltsvorschuss.

Das macht zusammen

rund 1000 Euro im Monat. „Da-

von müssen wir Lebensmittel,

Versicherungen,

Strom, Monatsfahrkarten

und

medizinische Hilfsmittel

für meine kranke

Tochter zahlen“,

sagt sie. Für andere

Sachen wird es eng.

Das Schicksal der alleinerziehenden

Katharina

Elter ist hart.

Trotzdem versucht

sie, ihrenKindern eine

liebevolle Mutter zu

sein. Auf dem Herd

brutzelt das Hack aus

dem Sonderangebot

des Discounters für

die Bolognese. „Die

Kinder haben schon

so früh Hunger. Deshalb

essen wir gegen 10.30 Uhr“,

sagt Katharina Elter,die Kati genannt

werden möchte. In der

Hauptstadt gibt es viele Kinder,

die aus Hartz-IV-Familien stammen,

aber nur wenige wachsen

in Liebe und Geborgenheit auf.

„Viele Eltern haben sich selbst

schon aufgegeben“, sagt Berlins

Armutsbeauftragter Thomas de

Vachroi vom Diakoniewerk Simeon.

Katharina Elter und ihr

Mann Martin, von dem sie seit

acht Jahren getrennt lebt,haben

sich nicht aufgegeben. Das ist das

besondere an ihrer Geschichte

Jasper liegt vor

einem zusammengestürzten

Parkhaus. Er hat im

Wohnzimmer all seine

Spielsachen

verstreut.

und warum der KURIER sie traf.

Die Kinder müssen wegen der

Ferien nicht in die Schule und in

die Kita. Jasper sitzt auf dem

Wohnzimmerboden und

schiebt ein Spielzeugauto vor

sich her. Die beiden Mädchen

toben auf der Schlafcouch, die

ihre Mutter nachts zum Bett

umbaut, damit alle Kinder

ein eigenes Zimmer haben.

Am Nachmittag sollen die

Mädchen von einem Fahrer

der Arche, einer Einrichtung

für bedürftige Kinder

in Marzahn, abgeholt werden.

Dann hat Kati Elter

ein wenig Entlastung.

„Viel bieten kann ich ihnen

nicht. Ab und zu gehen

wir mal in den Tierpark“,

sagt sie.

„Es ist nicht einfach,alle

drei gleichzeitig zuHause

zu bändigen. Besonders

Jana ist sehr wild und unser

Sorgenkind“, sagtsie und streicht

ihr zärtlich über den Kopf. Jana

kam miteinem Gendefekt,Trisomie15,

zurWelt und braucht besondere

Förderung.

Das fehlende Geld macht den

Alltag schwer. Den Zahnersatz

für den fehlenden Frontzahn, den

sich die Mutter „an einem kross

gebratenen Hühnerschenkel“

ausgebissen hat, will das Amt

nicht bezahlen. „Meine Ex-Frau

Schupos an den

Beckenrand!

Erster Politiker forderteine Polizei-Einheit

zum Schutz vor brutalen Freibad-Pöblern

Von

MIKE WILMS

Berlin – Macho-Gehabe bis

hin zu Handgreiflichkeiten:

Mehrere Freibäder waren in

diesem Sommer schon ein

Fall für die Polizei, weil die

Stimmung kippte. Braucht

Berlin zum Badengehen in

Zukunft etwa Polizeischutz?

Nicht abwegig klingt das für

den FDP-Politiker Marcel Luthe.

Er fordert, dass sich in Berlin

über die Sommerzeit eine eigene

Einsatzhundertschaft der

Polizei um die Sicherheit in den

Security-Männer

mit Hund sind

im Prinzenbad

auf Patrouille.

Bädern kümmert. Bisher würden

die Beamten draußen gehalten:

Der Senat überlasse die

Konfliktführung privaten Sicherheitsunternehmen.

Unter

diesen Voraussetzungen seien

Konflikte programmiert. Massenschlägereien,

Kids besetzten

den Sprungturm, Badelatschen-Schläge

für Bademeister

–das ist alles schon passiert.

Doch so dramatisch die Vorkommnisse

klingen: Es sind

Einzelfälle, wenn man sich die

Zahl der Einrichtungen (rund

60, mit Hallenbädern) und der

Badegäste (2018: 6,7 Millionen)

vor Augen hält. In den letzten

Jahren sei die Situation friedlicher

geworden, sagt zumindest

Matthias Oloew, Sprecher der

Berliner Bäder. Grund sei, dass

man „hinreichend viel“ für die

Sicherheit unternehme. So fließe

Jahr für Jahr ein hoher

sechsstelliger Betrag in Sicherheitsleute.

Das Sicherheitskonzept

sei nicht mehr pauschal

für alle Bäder, sondern auf die

einzelnen Einrichtungen zugeschnitten

worden. Viele Securitymänner

haben türkische oder

arabische Wurzeln. Darin sieht

man den Vorteil, dass Diskussionen

mit Beckenrand-Pöblern

auch mal in Fremdsprachen

geführt werden können.

Fotos: Imago Images/ Steinert


BERLIN 11

Familie Elter: Jessica,

Kati mit Jasper,Martin

und Jana (v.li.) zu Hause

in ihrem Wohnzimmer der

Vierzimmerwohnung.

Foto: Gerd Engelsmann

hat Angst vor dem Zahnarzt und

braucht eine Vollnarkose“, erklärt

Vater Martin Elter. „Schöner ist es,

eigenes Geld zuhaben und unabhängig

zu sein“, findet er.

Wenn die Elters mehr Geld hätten,

würden sie auch nicht in

Marzahn leben, sondern nach

Lichtenberg zurückkehren, sagen

sie. „Die Menschen hier sind

so negativ und wir mögen gar

nicht sagen, wo wir herkommen.

Dann wissen ja gleich alle, dass

wir Hartz IV sind.“

Der Makel klebt an ihnen. Der

Vater hat nach eigenen Angaben

50000 Euro Schulden. Die Mutter,

eine Altenpflegerin, hatte einen

Teilzeitjob. „Ich wurde in der

Probezeit gefeuert, weil mein

Kleiner krank war“, sagt sie. Zum

1. August will sie es bei einem neuen

Arbeitgeberprobieren.Martin

Elter hat jetzt eine Schuldnerberatung

aufgesucht, um seine Probleme

in den Griff zu bekommen.

Er sagt: „Meine Kinder sollen es

besser haben als ich.“ Diese Hoffnung

will er sich nicht nehmen

lassen. Auf gar keinen Fall.

Die Marzahner

Platte, in der die

Familie seit 2010

lebt.Das Schicksal

Hartz IV vertrieb sie

aus ihrem alten

Leben in Lichtenberg.

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12 BERLIN BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019 *

Michael

Grunst (Linke)

schaut sich die

Baustellen im Bezirk

Lichtenbergmal

persönlich an.

Bis zum

Ende der

Sommerferien

müssen die

Bauarbeiter noch

viel schuften.

Studiefordert: Jedes zweiteKrankenhaus schließen!

Licht aus im OP-Saal?

Wegen Personalmangel: Weniger Kliniken, dafür mehr Qualität

Von

GERHARD LEHRKE

Berlin/Gütersloh – Weniger

Komplikationen und Todesfälle.

Die Bertelsmann-Stiftung

formuliert drastisch,

um ihren Vorschlag plausibel

zu machen: Die Zahl der deutschen

Krankenhäuser solle

von rund 1400 auf unter 600

sinken, um den Rest besser zu

machen. Das hieße für Berlin

und Brandenburg, dass von

den 140 Kliniken mit knapp

36 000 Betten weniger als 60

übrigblieben.

Die Krankenhäuser leiden

unter Personalmangel und sind

zu wenig auf die Vielzahl von

Krankheiten spezialisiert, meinen

die Autoren. Würde man

die Angebote konzentrieren,

könnte man beiden Problemen

begegnen. Schon deshalb, weil

jedes dritte Krankenhaus in

Deutschland defizitär arbeite.

Die Studie beruht auf einer

Untersuchung des Raums

Köln/Leverkusen. Die Ergebnisse

für die Region seien gut

auf Deutschland übertragbar.

Eine Auffassung, die bei bundesweit

tätigen Ärzte- und

Krankenhausorganisationen

auf Widerspruch stößt. Auch in

der Region mag man der Studie

nicht folgen. Die Krankenhausgesellschaft

Brandenburg

meint, dass man die kleinen

Häuser in der Fläche brauche,

damit die Wege nicht zu weit

werden. Einige von ihnen zu

vergrößern, gehe dagegen am

Bedarf vorbei. Brandenburgs

Gesundheitsstaatssekretär

Andreas Büttner (Linke) hält

die Dichte der Kliniken für bedarfsgerecht,

seitdem viele geschlossen

worden sind. 1990

waren es 73, jetzt noch 57. Diese

Strukturbereinigung sei nicht

in allen Bundesländern erfolgt,

was auch der CDU-Abgeordnete

Raik Nowak im Bezug auf die

in der Studie betrachtete Region

so sieht. Um die Häuser zukunftssicher

zu machen, baue

man die Telemedizin aus und

die Kooperation großer Kliniken

mit kleinen Landkrankenhäusern.

Die Berliner Krankenhausgesellschaft

meint, dass

die Schließung von kleinen

Häusern eine Vergrößerung

der bereits jetzt großen Kliniken

nach sich ziehen müsste.

Das koste Milliarden. Mit 400

Betten im Schnitt seien Berlins

Kliniken bereits größer als im

Bund (300). Außerdem seien

sie bereits spezialisiert.

Die Senatsgesundheitsverwaltung

stößt ins gleiche Horn:

Bei einer 85-prozentigen Bettenauslastung

in den 83 Häusern

sei keinesfalls die Hälfte

von ihnen entbehrlich.

Prof. Dr. Reinhard Busse vom

TU-Fachgebiet Management

Einpacken oder weitermachen:

Studie behauptet ein Überangebot

vonKrankenhäusern.

Foto: Paulus Ponizak

im Gesundheitswesen dagegen

gibt der Studie recht: „Deutschland

hat 40 Prozent mehr Krankenhausfälle

als andere Länder.

Es gibt zu viele Betten und zu

viele Kliniken.“ Sie stopften

über ihre Notaufnahmen die

Betten voll. Viele Angebote seien

überdimensioniert: „In Berlin

gibt es rund 20 Herzinfarkte

am Tag, aber 22 Kliniken, die

rund um die Uhr Infarktpatienten

betreuen können.“


* BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Berlin – Jedes Jahr in den großen

BERLIN 13

EinBezirk bautdie Zukunft

Im kinderreichen Lichtenbergentstehen Schulen und Sporthallen wie am Fließband

Fotos: Christian Schulz

Von

MIKE WILMS

Ferien geht der Bürgermeister auf

Baustellen-Tour: Michael Grunst

(Linke) will selbst in Augenschein

nehmen, wo in Lichtenberg neue

Schulen, Sporthallen und andere

Bauwerke entstehen. Er muss sich

ja um die Zukunft seines Bezirks

kümmern. Dieses Jahr versetzte

ihn seine Tour allerdings in nostalgische

Stimmung. Denn sie führte

ihn an den Ort, an dem er zu DDR-

Zeiten selbst die Schulbank drückte.

Der KURIER begleitete ihn.

„Hier war’s! Hier bin ich auf die

10. POS Lichtenberg gegangen“, sagt

Michael Grunst beim Baustellen-Besuch

an der Gensinger Straße. In der

Sporthalle, die so nah an der Wohnung

seiner Familie lag, habe er damals

viele schöne Stunden mit Fußballspielen

verbracht. Als Bezirksbürgermeister

lässt Grunst die marode

Sporthalle jetzt sanieren. Gleiches

würde er wohl auch gern mit dem alten

Schulhaus tun. Doch leider steht

es schon lange nicht mehr. Nach der

Wende wurden in den Ost-Bezirken

viele Schulen geschlossen und abgerissen.

„Aber die Zeiten ändern sich“,

betont Grunst. „Heute machen wir in

Berlin wieder eine Schulbauoffensive.“

Allein in Lichtenberg sollen in

den nächsten zehn Jahren 900 Millionen

Euro in Schulbau, Schulsanierung

und in die Wiedereröffnung geschlossener

Schulen fließen.

„Der Bedarf ist groß, denn immer

mehr Familien mit schulpflichtigen

Kindern ziehen in den Bezirk“, sagt

Grunst. Ein Beispiel für die dringend

nötige Wiederbelebung geschlossener

Schulstandorte will er in

der Paul-Junius-Straße 69

vorführen. Dort sind die

Bauarbeiten unter der

Leitung von Architektin

Jennifer Wenzel

in vollem Gange.

„Wir bringen die

alte Schule vom

DDR-Bautyp

SK 68 in eine

neue, zeitgemäße

Form“,

sagt sie. Kosten:

11,1 Millionen

Euro.

Flott gehen

soll es in Lichtenberg

auch

beim Neubau

von Schulen.

Deshalb testet

man jetzt die sogenannte

Holzmodul-Bauweise.

In der Sewanstraße

43 und der Konrad-

Wolf-Straße 11 werden

zwei Schulen nach diesem

Prinzip errichtet. „Ein

Vorteil ist neben der geringen

Bauzeit von knapp einem

Jahr auch die Preislage von 25 Millionen

Euro pro Schule“, sagt Bezirksbürgermeister

Grunst. Das Geld

erhält Lichtenberg aus dem Topf der

Schulbauoffensive des Landes Berlin.

Arbeiter

Frank Witschel

(50) hat auf der

Sporthallen-

Baustelle alles

im Griff.

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14 BERLIN

Müller ist am

unpopulärsten

Berlin –Der Regierende

Bürgermeister Michael

Müller ist einer neuen Umfrage

zufolge der unbeliebteste

Länderchef in

Deutschland. Mit der Arbeit

des SPD-Politikers sind

einer Forsa-Umfrage zufolge

nur 27 Prozent der

Hauptstädter zufrieden.

67 Prozent sind demnach

unzufrieden, der Rest

machte keine Angaben.

Schon beim Ranking Ende

2017 war Müller auf einem

hinteren Platz gelandet.

Nun sei sein Zustimmungswert

im Vergleich aber

noch einmal um elf Prozentpunkte

gesunken.

Selbst bei den Anhängern

der SPD äußerten sich demnach

nur 42 Prozent zufrieden

mit der Arbeit Müllers,

der eine Koalition von SPD,

Linker und Grünen anführt.

Der beliebteste Ministerpräsident

in Deutschland

ist demnach Winfried

Kretschmann in Baden-

Württemberg. Mit der Arbeit

des Grünen-Politikers

sind dort demnach 73 Prozent

zufrieden und nur 23

Prozent unzufrieden.

Der Tyrann aus Tschetschenien

Er schlug seine Frau mit einem Holzklotz,zwang sie

zum Sex–und vor Gericht grinst er noch dreist

Keine Lust auf Kameras:

Yunadi A. verdeckt sein Gesicht.

Moabit – Die Hochzeit war

kaum vorbei, da setzte es

erste Prügel: Yunadi A. (26)

soll seine Frau wie eine Leibeigene

behandelt, geschlagen,

vergewaltigt haben. Bis

Jana (22) aus der Ehe-Hölle

floh.

Der Mann aus Tschetschenien

nun vor Gericht. Er grinste, als

die Anklage verlesen wurde.

Für Jana (Name geändert) war

er ein völlig Fremder, als sie

nach islamischem Recht heirateten.

Die Staatsanwältin: „Auf

Wunsch ihrer Eltern.“

Häusliche Gewalt laut Anklage

von Anfang an. Schläge mit

einem Holzstück habe es gesetzt,

„weil sie mit der linken

Hand –anstatt mit der rechten

wie für Muslime vorgesehen –

aus einer Cola-Flasche getrunken

hatte“. Er verbot ihr, Musik

zu hören, zu malen. Er zwang

sie zum Sex: „Wer bist du überhaupt,

dass du Nein sagst!“

Sie waren zehn Wochen verheiratet

und lebten in einem

Zimmer bei seinen Eltern in

*

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Spandau, als Jana verzweifelt

bei einer Rentnerin klingelte.

Magdalena S. (83): „Es war 22

Uhr, als sie zitternd vor dem

Haus stand.“ Sie kannte die Seniorin

nicht: „Sie hatte wohl

Licht gesehen.“ Die Rentnerin

ließ die ihr fremde Frau in den

Hausflur. Magdalena S.: „Sie

war völlig verängstigt und abgehetzt.“

Immer wieder habe

die Frau panisch gerufen:

„Mann mit Messer!“

Die Rentnerin: „Ich zog sie in

den Flur und verriegelte die

Tür.“ Die junge Frau habe auf

ihre Beine gezeigt: „Mann hat

getreten, geschlagen.“ Einen

Schleier habe sie aus der Tasche

geholt: „Ich soll tragen!“

Anja verkroch sich hinter der

Treppe. Die Rentnerin fragte:

„Soll ich Polizei holen?“ Anja

nickte. Beamte brachten sie in

ein Krankenhaus, dann an einen

sicheren Ort. Für Yunadi A.

klickten die Handschellen. Nun

schwieg er. Geprüft wird, ob er

auf Dauer in die geschlossene

Psychiatrie muss. Fortsetzung:

Donnerstag.

KE.

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Leser-

MEINUNG

Die Leser-Seite

in Ihrem KURIER

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

WIE ICH

ES SEHE

Von

Ralf Rohrlach,

Friedrichshain

Schon jetzt ist Stau

tägliche Realität

Von mehr Platz für Radler

und weniger für

Autos in der Frankfurter Allee

lese ich im KURIER. Ein

kompletter Fahrstreifen

soll den Autofahrern weggenommen

werden. Das

signalisiert mir wieder einmal

die hinlängliche Praxis

der Grünen –besonders im

Bezirk Friedrichshain-

Kreuzberg –, den Verkehrsfluss

zu stoppen. Das Ziel

ist stets, mehr Fahrradbiotope

einzurichten. Aber

eine Einengung stadtauswärts

vorzunehmen, wird

weder dem dort unabänderlichen

Verkehr gerecht,

noch den Anwohnern. Man

vergesse nicht die schlechtere

Luftqualität, die dann

entsteht, weil die Autos nur

noch stehen. Schon jetzt ist

Stau in diesem Abschnitt

tägliche Normalität. Wie

soll das gehen, was meinen

denn die Politiker, dort für

Verbesserungen vorzunehmen?

Haben Sie auch Interesse

daran, hier auf der Leserseite

Ihre Meinung zu äußern?

Dann schreiben Sie

uns. An: Leserredaktion

Berliner KURIER, Alte

Jakobstraße 105, 10969

Berlin oder:

leser-bk@dumont.de

DANKE, KURIER!

Große Angst,auf die Hilfe

anderer angewiesen zu sein

Ich freue mich, dass Sie sich

dieses Themas annehmen.

Vor dem Tod habe ich keine

Angst, denn er steht jedem

bevor. Er ist eine Tatsache,

mit der man sich abfinden

muss. Als heute 82-Jährige

habe ich ein sehr aktives

Leben geführt. Meine Angst

besteht darin, dass ich auf

die Hilfe anderer angewiesen

bin.

Giseal Dörr

So erreichen

Sie die

Redaktion:

Forum-Redaktion

Alte Jakobstraße 105

10969 Berlin

Tel. 030/63 33 11 456 (Mo.-Fr. 10–16 Uhr)

Fax: 030/63 33 11 499

E-Mail: leser-bk@dumont.de

CARTOON DESTAGES vonMario Lars

WeitereCartoons unter www.berliner-kurier.de/cartoons

„Vor manchen Radlern

habe ich mehr Schiss“

Zu: „Die Spaß-Plage: Kommt

mal wieder runter“, v. 15. Juli

Man gibt der Spaß-Gesellschaft

ein neues Spielzeug und wundert

sich, dass es wie ein solches

benutzt wird!? Die meisten

scheren sich nun einmal einen

Dreck um Regeln.

Markus Schulte, Facebook

Ohne Rücksicht

Berlin hat so einige Feindbilder,

da fallen die Roller gar

nicht ins Gewicht! Es gibt Radfahrer,

vor denen habe ich

mehr Schiss. Die fahren ohne

Rücksicht auf Verluste.

Andrea Andrea Lustig,

Facebook

„Das wird doch nie wasmit dem BER“

Zu: „Zukunftsort TXL: So grün

wird der Flughafen Tegel“, vom

12. Juli

Na, das kann ja noch circa 45

Jahre dauern, bis es da losgeht.

Erst mal muss der BER fertig

sein. Maik Sternberg

Der wird nie fertig.

Michael Röper

Noch ist der BER nicht fertig.

Rauf auf den E-Roller und ab in die Gefahr! Der KURIER erläuterte in der

gestrigen Ausgabe, wie die Dinger den Verkehr gefährden.

Gesundheitsgefährdung

Wann handelt der Senat und

verbietet die Nutzung dieses

Der Widerstand ist sehr groß,

und ich glaube kaum, dass der

Flughafen Tegel sterben wird.

Es ist ja jetzt schon bewiesen,

dass der BER zu klein ist, falls

er irgendwann mal öffnet.

Andreas Schwarz

Der Flughafen bleibt, weil BER

niemals öffnet!

Jutta Haucke

Spielzeugs im öffentlichen

Straßenland, bevor es auch in

Berlin Tote gibt? Warum hat

der Bundesverkehrsminister

Solche Landschaftsgärten sehen

nur im Modell gut aus. In

der Realität bedeuten sie langweilige

Tristesse.

Gilberto Bertolotti

So viel zum Volksentscheid.

Dass Ihr überhaupt noch was

zu lachen habt, wenn man Euch

nur belügt und betrügt.

Kevin Demolli

Tegel bleibt offen –Punkt!

Patrick Maßenth

KURIER

kämpft!

Ärger,Probleme, Fragen? Das

„Kämpft-Team“ und die Profis

kümmern sich um Ihre Sorgen.

Schreiben Sie uns (ambesten mit

Unterlagen), Absender und

Telefonnummer nicht vergessen.

vorsätzlich die Gefährdung der

Gesundheit durch die Zulassung

im Straßenverkehr in

Kauf genommen? Hat er überhaupt

ein Gewissen?

Karl von Freyhold, Facebook

Heizen über den Gehweg

Zu: „Schreckliches Unglück: Britischer

Internet-Star stirbt bei

E-Roller-Crash“, vom 17. Juli

Traurig, aber sie wird leider

nicht die Einzige bleiben. Ich

arbeite in der Nähe des Kudamms,

da heizen sie mit den

Dingern über den Gehweg.

Wenn man da nicht fix genug

ist, wird man umgefahren.

Jeder darf sie fahren!

Michaela Kuecken, Facebook

Wird immer schlimmer

Zu: „Die Kehr-Seite des Müll-

Problems“, vom 10. Juli

Diese unsäglichen Hinterlassenschaften

sind das eine Ärgernis.

Der tägliche Alkoholkonsum

im öffentlichen Raum

inklusive Scherbenhaufen

überall ist das andere. Beides

wird immer schlimmer. Das

Biertrinken im öffentlichen Bereich

sollte verboten werden.

Manuel Retzmann, per Mail

Es bleibt wie es ist

Warum guckt man sich nichts

von anderen Städten ab? Hier

wird wieder so lange diskutiert,

bis überhaupt keine Entscheidung

getroffen wird. Und so

bleibt es, wie es ist.

Rick Hook, Facebook

Ankauf für Plastik

Warum gibt es keinen Ankauf

für Plastik und Papier? So würde

weniger Müll auf den Straßen

sein. Es sollte nur wiederverwendbare

Stoffe geben.

Silvia Krosky, Facebook

So diskutieren die Leser auf:

www.berliner-kurier.de

Jetzt verwechseln die Planer

den BER mit dem Flughafen

Tegel.

Oliver Tyskie

Wann denn? Das wird doch nie

was mit dem BER.

Danielle Mause


LEUTE

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Matt Dillon (v.l.), Emily

Mortimer,Til Schweiger

und MayRose bei der

Europapremierevon

„Head Full of

Honey“ in Berlin.

Til Schweiger

Zoff um seine

Förder-Millionen

Fotos: dpa

Politiker entsetzt: Flop-Film „Head Full of Honey“ mit 4,6 Mio. unterstützt

Wieso bekommt ausgerechnet

ein Film, der

in Connecticut und

London spielt und in dem kein

Wort Deutsch gesprochen

wird, Gelder von der Filmförderung?

Für das gefloppte Hollywood-Remake

„Head Full of

Honey“ von Til Schweigers

„Honig im Kopf“ sind 4,6 Millionen

Euro an Filmfördergeldern

geflossen, darunter auch

600000 Euro vom Medienboard

Berlin-Brandenburg.

Kritik kommt vom Hamburger

CDU-Abgeordneten Dietrich

Wersich: „Es bewerben

sich so viele Filme um die knappen

Gelder. Wieso bekommt

ausgerechnet dieses Remake so

viel Geld?“ Immerhin hatte

Schweiger schon 2014 für das

deutsche Original Hunderttausende

Euro Filmförderung bekommen.

In US-Kritiken wurde

der Streifen als „desaströs“

bezeichnet, in Großbritannien

als „Fiasko“. Und an den Kassen

floppte er. „Head Full of Honey“

funktionierte 2018 überhaupt

nicht. Dabei sahen 2014

in Deutschland fast acht Millionen

Menschen das Original

„Honig im Kopf“. Til Schweigers

erfolgreichster Film!

Dass Til Schweiger damals

Geld von der Filmförderung bekam,

unterstützt Wersich.

„Aber ich verstehe nicht, wieso

dann für das Remake noch einmal

Geld fließt.“ Übrigens

spendierte die Filmförderung

zudem auch noch 45000 Euro

Verleihförderung an Warner

Brothers. Dabei kommen deutsche

Schauspieler allenfalls in

Kleinstrollen vor. So etwa Veronica

Ferres in einem Kurzauftritt

als Frau im Zug. Daher

fordert Wersich, dass Filmförderung

in Zukunft auf Erstproduktionen

mit überwiegendem

Produktionsschwerpunkt in

Deutschland fließen sollte.

Nicht zu vergessen: Til

Schweigers „Honig im Kopf“

war so erfolgreich, dass er allein

in Deutschland 60 Millionen

Euro einspielte. Da fragt

Filmszene: Matt Dillon

als Nick (r.), Nick Nolte

als Großvater Amadeus

und Sophia Lane Nolte

als Matilda.

sich auch Wersich: „Hat er es

dann wirklich so nötig, für das

Remake noch einmal die ohnehin

knappen Fördergelder einzustreichen?“

Im Frühjahr dieses

Jahres lief der US-Aufguss

mit Nick Nolte und Matt Dillon

auch in Deutschland an. Wie

nicht anders zu erwarten, wollte

kaum jemand den Film sehen.

SS

Pink provoziertMahnmal-Debatte

Fotos: dpa, Instagram

Pink,schrill wie immer,bei

ihrem Berlin-Auftritt im

Olympiastadion. IhreKinder

ließ sie durch die Stelen des

Holocaust-Mahnmals laufen.

Popsängerin Pink (39) hat ein

Foto ihrer beiden Kinder gepostet,

die durch die Stelen

des Holocaust-Mahnmals laufen,

und das Bild schon vorab

vor Kritik verteidigt. „Die Person,

die dies erschaffen hat,

glaubte daran, dass Kinder

Kinder sein können. Für mich

hat es die Bedeutung, das Leben

nach dem Tod zu feiern“,

erklärte die US-Amerikanerin

auf Instagram. Außerdem seien

ihre Kinder, genauso wie

sie und die gesamte Familie

mütterlicherseits, jüdisch.

Immer wieder gibt es Kritik,

wenn Besucher des Mahnmals

Selfies in dem Stelenfeld

machen oder sich lachend

dort zeigen.

Pink („Just Like APill“, „So

What“) spielte am Sonntagabend

im Rahmen ihrer

Deutschland-Tour ein zweistündiges

Konzert im Olympiastadion

und holte dabei

auch ihre Tochter Willow (8)

auf die Bühne. Von ihrem Aufenthalt

postete sie außerdem

ein Foto vom Gendarmenmarkt

und davon, wie sie in einer

Bar Cocktails mixt.


**

RECHT

NACHRICHTEN

Keine Pauschalen

Die wichtigsten

Urteile der Woche

Wenn die Feuerwehr ausrückt,

besteht nicht jedesmal Grund

zur Panik.

**

SEITE17

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Eine tarifvertragsersetzende

Gesamtbetriebsvereinbarung

zwischen einer Gewerkschaft

und ihrem Gesamtbetriebsrat

ist unwirksam,

soweit sie bestimmt,

dass Gewerkschaftssekretäre,

die im Rahmen vereinbarter

Vertrauensarbeitszeit

regelmäßig Mehrarbeit

leisten, als Ausgleich hierfür

pauschal eine näher bestimmteAnzahl

freier Arbeitstage

im Kalenderjahr

erhalten, entschieddas Bundesarbeitsgericht(Az.:

5

AZR 452/18).

TeemussWirkung haben

Der Vertreibereines „Kinderwunsch-Tees“

darf diesen

nicht als solchen bezeichnen,

wennerkeinen

allgemein anerkannten wissenschaftlichen

Nachweis

erbringen kann, dass sich

der Genuss des Tees förderlich

auf die Empfängnis auswirkt

(Oberlandesgericht

Köln; Az.: 6U181/18).

Helm statt Turban

Wer aus religiösen Gründen

einen Turban trägt,ist nicht

bereitsdeshalb von der

Helmpflicht beim Motorradfahren

befreit. Das hat

das Bundesverwaltungsgericht

mit Urteil vom 4. Juli

2019 entschieden (Az.: 3C

24.17).

Geld zurückerstatten

Ein Vater muss zu Unrecht

gezahltes Kindergeld auch

dann der Familienkasse zurückerstatten,

wenn es nicht

an ihn, sondern auf seine

Anweisung hin auf ein Konto

der Mutter gezahlt wurde,

auf das er keinen Zugriff

hat (Finanzgericht Rheinland-Pfalz;

Az.: 5K1182/19).

Fragen?

Wünsche?

Tipps?

Tel. 030/63 33 11-456

(Mo.–Fr. 10–15 Uhr)

E-Mail: berlin.service@dumont.de

Foto: imago/robertharding Foto: imago images /Westend61

Foto: imago/lausitznews.de

In vielen Bundesländern sind die Geräte schon Pflicht.Doch sie können ungenau sein

Rauchmelder können Leben

retten. Manchmal nerven die

kleinen weißen Kästen aber

auch –ganz besonders, wenn

sie laut Alarm schlagen, ohne

dass eine tatsächliche Gefahr

vorliegt. Doch wer zahlt den

Feuerwehreinsatz, wenn der

Grund für das Ausrücken ein

schlichter Fehlalarm war?

Fehlalarm in privat und gewerblich

betriebenen Räumen:

In der Regel übernimmt

die Feuerwehr die Kosten, zumindest

wenn der Fehlalarm

nicht leichtsinnig oder vorsätzlich

herbeigeführt wurde. Damit

soll vermieden werden, dass

Privatleute die Geräte bewusst

außer Betrieb setzen. Anders

sieht es bei gewerblich betriebenen

Gebäuden aus. In einem

konkreten Fall war angebrannter

Milchreis ineinem Wohnraum

einer Bewohnerin eines

Seniorenheims für den Fehlalarm

verantwortlich. Als die

Feuerwehr anrückte, war ein

Einsatz nicht mehr nötig. Angestellte

hatten den schwelenden

Topf schon entsorgt und den

verrauchten Raum gelüftet; die

Bewohner kamen mit einem

Schrecken davon. 22 Tage später

löste der Rauchmelderineinem

anderen Wohnraum einen

Alarm aus. Erneut war angebranntes

Essen aus der benachbarten

Küche der Grund. Und

wieder rückte die Feuerwehr –

wie in den vergangenen Jahren

schon ein paar Mal –vergeblich

aus. Beim Eintreffen war kein

Rauch mehr vorhanden. Aufgrund

beider Einsätze erließ die

Verbandsgemeinde als Trägerin

der Feuerwehr zwei Kostenbescheide,

in denen sie jeweils eine

Einsatzkostenpauschale von

400 Euro bei Fehlalarm einer

Brandmeldeanlage festsetzte.

Der Betreiber des Seniorenheimes

klagte dagegen. Es habe

sich nicht um Fehlalarme gehandelt,

da ja in beiden Fällen

angebranntes Essen den Alarm

ausgelöst habe. Mit teilweisem

Erfolg: Beim ersten Fall habe

Info

Rauchmelder

Werhaftet bei

Fehlalarm?

nach Einschätzung des Gerichts

eine objektive Gefahr bestanden,

sodass dieser nicht als Fehlalarm

einzustufenwar. Dies war

jedoch beim zweiten Einsatz

nicht der Fall, sodass für diesen

die Kosten zu tragen waren.Das

Gerichtstellteklar: Hinsichtlich

des Falschalarmsmüsse der Kläger

als Betreiber der Brandmeldeanlagen

anlagespezifische Risiken

tragen (VG Neustadt, Az.:

5K491/14.NW).

Wenn die Feuerwehr Schäden

verursacht: Führt der

Fehlalarm eines Rauchmelders

dazu, dass die Feuerwehr anrückt

und werden während des

So können Sie einen Fehlalarm vermeiden

Oft wird die Feuerwehr zu Brandeinsätzen

gerufen, weil ein defekter

Rauchwarnmelder in einer Wohnung

falschen Alarm ausgelöst hat.

Experten haben ein paar Tipps, wie

sich ein Fehlalarm verhindern lässt:

Nicht das billigste Gerät kaufen! Sie

sollten ausschließlich geprüfte

Rauchwarnmelder mit einem VDS-

Siegel verwenden und spätestens

nach anderthalb Jahren die Batterie

wechseln. Die Luxusvariante

sind funkunterstützte Melder,die

das gesamte Haus warnen.

Wenn Sie aus der Nachbarwohnung

einen Warnton voneinem Rauchmelder

vernehmen,sollten Sie erst

mal klingeln und nachschauen, was

sich dahinter verbirgt.Die meisten

Geräte geben auch Warnsignale,

wenn die Batterie ausgewechselt

werden mussoder beim Kochen

übermäßig viel Rauch entsteht.

Voreinemlängeren Urlaub sollte

überprüft werden, ob die Geräte ordnungsgemäß

funktionieren.Denn

gerade in den heißen Sommerferien

kommteszuFehlalarmen.

Einsatzes durch das Öffnen von

Fenstern und Rollläden Schäden

am Haus verursacht, kann

der Hauseigentümer in der Regel

keinen Schadensersatz geltend

machen. In einem konkreten

Fall gab während der Abwesenheit

der Bewohner ein

Rauchmelderein Alarmzeichen

ab, worauf die städtische Feuerwehr

anrollte. Weil die Haustür

verschlossen war, mussten die

Feuerwehrleute einen Rollladen

hochschieben, der dabei beschädigt

wurde. Auf der Rückseite

des Hauses schlugen die

Einsatzkräfte ein Fenster ein,

um in das Innere des Hauses zu

gelangen. Erst danach konnte

festgestellt werden, dass es sich

um den Fehlalarm eines Rauchmeldersgehandelt

hatte.

Der Hauseigentümer war der

Auffassung, dass die Maßnahmen

der Feuerwehr nicht notwendig

gewesen seien und verlangte

Schadensersatz. Die zuständigen

Richter wiesen die

Klage allerdings ab. Zwar habe

ein Fehlalarm vorgelegen,

trotzdem musste die Feuerwehr

aufgrund der Warnsignale

zunächst von der schlimmstmöglichen

Situation ausgehen.

Mildere Mittel als die von ihnen

gewählten Maßnahmen

hätten der Feuerwehr nicht zur

Verfügung gestanden, urteilte

das Gericht (LG Heidelberg,

Az.: 1O98/13).


SERIE

Dieletzten

Ahoi,

Berlin!

GESCHICHTEN VOMWASSER

Die große Ferien-Serie

im KURIER –Teil8

Fischervom

Scharmützelsee

Wieschmeckt Urlaub? Werseine Ferien

gern am Seeverbringt,wird sagen: nach

frischem Fisch. Den gibt’s unter anderem in

Wendisch Rietz: Hier betreiben Uwe

Grohmann (61)und Oliver Kobelt (49)

das „Fischland“. Ein KURIER-Besuch

UweGrohmann holt einen

Wels aus dem See–der

61-Jährige ist Fischer

aus Leidenschaft.


VonFLORIAN THALMANN

und VOLKMAR OTTO

SEITE19

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Oliver Kobelt (49)

vordem Räucherofen –

hier werden fast täglich

Aale geräuchert.

Uwe Grohmann hat heute

einen dicken Fisch an

der Angel. Wobei: „An

der Angel“ ist nicht ganz korrekt.

Ein Welsist es, der in dem

Kescher zappelt, den der 61-

Jährige über der Wasseroberfläche

hält. Das Tier ist groß –

so groß, dass andere Fischer

neidisch würden. Wenn sie hier

wären. „Aber wir haben ja die

Alleinherrschaft“, sagt er und

lächelt. Grohmann meint: Die

Alleinherrschaft über die Fische

vom Scharmützelsee. Gemeinsam

mit seinem Kollegen

Oliver Kobelt (49) betreibt der

61-Jährige das „Fischland“, eine

Fischerei mit Räucherei und

Gasthaus. Ein Ausflugsziel, mit

dem die Männer die letzten Fischer

des Scharmützelsees

sind.

Sie sitzen in Gartenstühlen

auf der Terrasse des Lokals, nebenan

essen Gäste die ersten

frischen Fischbrötchen des Tages,

neben dem Hauptgebäude

qualmt der Räucherofen, ein

viereckiges Ungetüm aus Metall,

außen schon sehr rostig, innen

schwarz. Seit Jahren schon

wird hier, am Ende des

Schwarzhorner Weges, der aus

Wendisch Rietz direkt ans Ufer

des Sees führt, gefischt und geräuchert

–den Betrieb gab es

bereits zu DDR-Zeiten. „Wir

waren immer eine Genossenschaft“,

sagt Oliver Kobelt. Er

und Grohmann sind Mitglieder,

kümmern sich seit Jahren um

das Ausflugsziel.

„Bis zur Wende war

es ein reiner Fischereibetrieb,

erst nach dem Mauerfall haben

wir begonnen, alles weiter auszubauen.“

Für das Thema Fischerei interessierten

sich beide schon

länger. Kobelt stammt aus Berlin,

zog später an den See und

begann nach der Zeit bei der

Armee, für die Genossenschaft

zu arbeiten. Grohmann wuchs

direkt am See auf. „Ich ging

schon als Kind angeln, und

wenn es nur mit ’ner Haselrute

war“, sagt er. „Wir sind ja immer

mit den Kumpels draußen

rumgepirscht.“ Später wollte er

Schornsteinfeger werden, weil

sein Vater in dem Beruf arbeitete.

„Aber das war zu DDR-Zeiten

nicht möglich, weil man

nicht leicht an einen Job kam.“

Sein Vater kannte den Vorsitzenden

der Genossenschaft, organisierte

ein Vorstellungsgespräch.

Grohmann absolvierte

die Lehre im Betrieb und blieb.

„Damals kümmerten wir uns

nur um die Fischerei, der Brigadeleiter

sagte, was gemacht

wird.“ So einfach sei es heute

nicht mehr: Durch die Erweiterung

zum Ausflugsziel müssen

auch die Ferienhäuschen auf

dem Grundstück verwaltet, der

Bootsverleih betrieben und die

Mitarbeiter des Restaurants angewiesen

werden. „Wir haben

immer was zu tun“, sagt Kobelt.

„Es wäre schön, wenn man jeden

Tag auf den See fahren

könnte, dann hätte man Ruhe.

Aber das geht leider nicht

mehr.“ Die beiden Männer erweiterten

den Betrieb auch,

weil ein Leben allein von der Fischerei

kaum möglich sei. „Es

gab viele Fischer in Brandenburg,

davon ist nur eine Handvoll

übrig. Nur Fischerei ist einfach

nicht mehr rentabel.“

Am Scharmützelsee ist das

Sterben des Handwerks gleichzeitig

Kobelts und Grohmanns

Glück: Über Jahre gab es noch

einen anderen Betrieb, der aus

Altersgründen schloss. Zuvor

war der See aufgeteilt –einer

befischte die Ost-, einer die

Westseite. Nach der Schließung

der anderen Firma bekamen

Grohmann und Kobelt die

neue Genehmigung: Für zwölf

Jahre sind die Männer die alleinigen

Fischer des Sees.

Die Spitzenzeiten für die Fischer

sind das Frühjahr und der

Herbst: Dann gibt es Aale,

Schleien, Barsche, Plötzen,

Zander, Hechte. „Im Sommer

ist das Wasser wärmer, da ziehen

sich die Fische in die kalten

Bereiche des Sees zurück“, sagt

Grohmann. Auch in der warmen

Jahreszeit sei den beiden

aber das Glück hold. „Dann passiert

es, dass wir plötzlich 30

Kilo Aale in den Reusen haben.“

Der Fisch wird verarbeitet,

beispielsweise im Räucherofen.

Zum Räuchern verwenden die

Männer Erlenholz. „Viele nehmen

Buchenspäne, wir machen

offenes Feuer und lassen es

runterglimmen.“ Anderthalb

Stunden kommen die Fische in

den Rauch, bevor sie vollendet

sind –und idealerweise direkt

auf dem Teller landen.

Im Restaurant des

Fischland können die

Besucher die frischen

Produkte probieren.

I nfo

Leckere Ausflugstipps:Hierkommt frischerFischauf den Teller

Das FISCHLAND am Scharmützelsee

liegt am Ufer des Sees in

Wendisch Rietz. Hier gibt es Fischerei,

Fischräucherei, Hofladen und

Restaurant,außerdem werden Ferienhäuser

und Ferienwohnungen

vermietet und es können Boote ausgeliehen

werden. Schwarzhorner

Weg26, 15864 Wendisch Rietz,

Tel. 033679/310, Infos im Internet

unter fischland-scharmuetzelsee.de

WerFisch mag, wird auch in der

FISCHEREI AM WOLZIGER SEE fündig.

Rund 30 Autominuten von Ber-

lin entfernt können Besucher den

Fischereibetrieb erkunden und frischen

Fisch im Restaurant genießen.

Sogardie Anreise mit dem eigenen

Boot ist möglich. Blossiner Seeweg

2, 15754 Heidesee, Ortsteil

Blossin, Tel. 033767/80456, Infos

unter www.fischerei-blossin.de

Auf dem FISCHERHOF BERNER in

Werder (Havel)werden täglich Fische

im „Altonaer Räucherofen“ geräuchert.

Im Hofladen können die

Produkte gekauft und am Imbiss

verköstigt werden. Phöbener

Chaussee 5A,14542 Werder (Havel),

03327/43446, Infos im Netz

unter www.raeucherfisch-werder.de

Ebenfalls frisch ist der Fisch der

FISCHEREI MIELKE bei Neustadt.

„Wir fangen unsere Fische selber

auf der Kyritzer Seenkette sowie auf

dem Seebei Bückwitz. Unsere Fische

werden geräuchert, sauer eingelegt

oder nach hauseigenen Rezepturen

zubereitet“, heißt es. Auch

hier gibt’s Hofladen und Imbiss.

Kampehl 9, 16845 Neustadt/Dosse,

www.fischerei-mielke.de


SPORT

kompakt

Andersson beworfen

Da möchte man nicht Geburtstag

haben! Sebastian

Andersson wurde an seinem

28. Ehrentag von der

Mannschaft auf sehr eigenartige

Weise gefeiert. Im

Kreis stehend wurde er

nach kurzem Applaus mit

Bällen von den Kollegen befeuert.

Wenigstens von den

umstehenden Fans gab es

ein Ständchen, als er an der

Seitenlinie vorbei joggte.

Ryerson joggt

Die Wadenzerrung von Julian

Ryerson scheint im Abklingen.

Der norwegische

U21-Nationalspieler mit

US-amerikanischen Wurzeln

konnte auf dem Nebenplatz

unter der Anleitung

von Reha-Trainer Christopher

Busse schon wieder

seine Runden drehen.

Subotic zum Teil dabei

Bei den Umschalt- und

Überzahl- Simulationen

konnte Neven Subotic ins

Teamtraining einsteigen.

Bei dieser Übung jagen

zwei Teams dem Ball hinterher

auf einem verengten

Spielfeld und konnten das

an den Außenlinien postierte

dritte Team mit einbeziehen.

Der Serbe wurde dabei

allerdings nicht in die Mitte

geschickt, um Zweikampfsituationen

zu vermeiden.

Später absolvierte er ebenso

wie Suleiman Abdullahi ein

Extraprogramm mit dem

Fitnesscoach.

Foto: Koch

Fotos: Koch

Florian Hübner dribbelt allein

zwischen den Stangen durch.

Die Anfahrtwar etwas beschwerlich.

Fast eine

Stunde dauerte es, bis die

Eisernen vomHotel Dilly am

Ziel angekommen waren,

um bei einer Rafting-Tour zu

entspannen. Teambildende

Maßnahme nennt man so etwas.

Auch wenn es nicht allen

gefiel.

„Man, in einer Stunde kann

auch ans Meer fahren,

maulte Christopher Lenz ein

wenig vor sich hin, während

er nach dem Morgentraining

zurück ins Hotel schlenderte.

Es wurde dann noch länger.

Durch eine Vollsperrung

des Bosrucktunnels

Hübner plant

Knieblessur zwingt den Innenverteidiger

zum Einzeltraining. Er beobachtet genau,

wie weit die Konkurrenz enteilt

Aus dem Trainingslager

berichtet MATHIASBUNKUS

stand Busfahrer Sven Weinel

eine Dreiviertelstunde

im Stau. Doch dann ging es

in Großreifling los in fünf

Booten.

„16 km die Salza herunter.

Schönes Wildwasser der

Stufe zwei, drei auf einer

Skala von eins bis fünf“, erklärte

Christoph

Windischgarsten – Am Anfang

war die Berliner Mauer. So

nennt Unions Torwart Rafal

Gikiewicz das aus Marvin

Friedrich, Florian Hübner und

ihm bestehende Abwehrtrio,

das in der abgelaufenen Zweitligasaison

dafür Sorge getragen

hatte, dass der 1. FC Union

mit der besten Abwehr der Liga

den Aufstieg schaffte. Doch

beim Trainingsstart war das

Trio gesprengt.

Marvin Friedrich ist mittlerweile

aus Augsburg losgeeist und zurück

in angestammten Gefilden.

Aber Florian Hübner plagt sich

mit einer Kapselverletzung im

Knie. Nur die ersten beiden Tage

konnte der gebürtige Wiesbadener

alles mitmachen. Dann war

Sense. „Ich denke nicht, dass es

etwas schwerwiegendes ist“,

Mutprobe für alle: Aus fünf Metern

ins acht Grad kalte Wasser springen

Zwei Stunden raften die Unioner in fünf Booten die Salza über 16 Kilometer herunter

Strobel von AOS Adventures

Outdoors Strobl.

Knapp zwei Stunden dauerte

das nasse Vergnügen. Höhepunkt

warder Sprung aus

fünf Metern ins acht Grad

kalte Wasser.Jede Sekunde

ein Abenteuer.Wie die Bundesligaeben.

TV-TIPPS

EUROSPORT

11.45 -13.45 Handball, U21-WM:

Norwegen -Dänemark 13.45 -

15.45 Deutschland -Argentinien

16.45 -18.45 Kroatien -Kosovo

MDR

20.15 -22.15 Fußball-Test: Dyn.

Dresden -Paris Saint-Germain

SPORT1

20.25 -22.30 Frauen-Fußball,

U19-EM: England -Deutschland

Fragen?

Wünsche?

Tipps?

E-Mail: berlin.sport@dumont.de

Fotos: Koch

Die Unioner

paddeln im blauen

Boot über den Fluss.


SEITE21

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

die große Aufholjagd

meint Hübner zwar. Aber der

„kleine Versuch“, in Windischgarsten

wieder ins Mannschaftstraining

einzusteigen, war nicht

von Erfolg gekrönt. „Das ist

nicht so gut. Da haben wir gesagt,

ich kuriere das zu 100 Prozent

aus“, meinte der 1,93 mgroße

Innenverteidiger.

Radfahrern geht, Kraftraum

auch. „Ich würde lieber trainieren.

Aber da kann man jetzt

nichts ändern. Das ist nur einmal

keine ganz so schöne Situation

für mich“, so Hübi, der zusätzlich

gequält wird dadurch, dass

er die sich auf dem Rasen tummelnden

Kollegen durch das

Fenster des Fitness-Raumes im

Hotel Dilly beim Ball spielen

beobachten kann.

Kuriosum am Rande. Auch im

Vorjahr plagte sich Hübner mit

Problemen beim Start. Damals

war es aber eine rein muskuläre

Geschichte. Und sowie er halbwegs

fit war, führte kein Weg an

ihm vorbei. Aus Leistungsgründen.

Floh ist ins Hintertreffen geraten

im anstehenden Konkurrenzkampf,

in dem derzeit

nichts drauf hindeutet, dass Urs

Fischer von seiner gewohnten

Formation abweichen wird. Und

von einer Dreier- bzw. Fünferreihe

war bislang auch nichts zu

merken.

Keine schönen Aussichten für

den 28-Jährigen. Nils Schlotterbeck

und Friedrich kämpfen

sich täglich Stück für Stück an eine

Ligaverfassung ran. Nicolai

Rapp ist auchnoch da. Und auch

Neven Subotic macht deutliche

Fortschritte, kämpft sich nach

einer noch in Frankreich erlittenen

Knieblessur Stück für Stück

heran. „Für einen Einsatz gegen

Wien ist es vielleicht noch ein

bisschen früh. Ich gehe davon

aus, dass er erst einmal ein paar

Trainingseinheiten komplett

mit der Mannschaft bestreiten

muss, ehe er komplett einsatzfähig

ist“, sagt Trainer Urs Fischer.

Dennoch ist damit zu rechnen,

dass der Ex-Dortmunder nach

der Rückkehr aus Österreich

beim Test in Aue am Sonnabend

die ersten Minuten erhält. Da

kann Hübner eher noch nicht

mitmachen.

WasHübner hier

wohl ins Visier

genommen hat?

Kerzeaus fünf Metern ins

acht Grad kalte Wasser:

Alle Unioner machten bei

der Mutprobe mit.

Sebastian Polter hat

sichtlich Spaß beim

Anlegen der Ausrüstung

vordem Rafting-Trip.

Christopher Trimmel (v.)

hat nach dem Sprung ins

kalte Wasser gut lachen.


22 SPORT BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Gekommen,

um zu spielen:

Eduard Löwen (22)

sorgt ab heute für

noch mehr Gerangel

im Hertha-Kader.

Konkurrenzkampf satt

Drei DFB-

Urlauber

mischen

Hertha auf

Löwen, Maier und Mittelstädt erhöhen Druck im blau-weißen Team

Von

SEBASTIAN SCHMITT

Berlin – Auf die Plätze, fertig,

los! Bei den Blau-Weißen tobt

spätestens ab dieser Woche

der Konkurrenzkampf. Mit

den drei U21-EM-Fahrern

Eduard Löwen, Maximilian

Mittelstädt und Arne Maier

mischen drei potenzielle

Stammspieler nach ihrem

verlängerten Urlaub das Hertha-Training

auf. Auf Trainer

Ante Covic kommen harte

Entscheidungen zu.

„Es ist klar, dass danoch ein

bisschen Veränderung stattfinden

wird.“ Was Manager Michael

Preetz zum Abschluss des

Trainingslagers in Neuruppin

ankündigte, tritt bereits jetzt

ein: Mit dem DFB-Trio zählen

28 Feldspieler und drei Torhüter

zur Hertha-Truppe –deutlich

zu viel! „Wir werden uns zusammensetzten

und den Kader

etwas redimensionieren“,

erklärt Preetz die

Planung für das zweite

Trainingscamp im österreichischen

Stegersbach

(26. Juli bis 1. August).

Preetz:„22 bis 25 Feldspieler,

das ist so eine Range, mit

der man arbeiten kann.“

Die Kennenlernphase zwischen

Covic und seinem neuen

Team ist damit nach zwei Wochen

endgültig vorbei. Bis kommenden

Dienstag gilt es auszusieben.

Besonders im Mittelfeld

ist das Gerangel am größten.

Auch, weil ab heute der teuerste

Zugang der neuen Saison erstmals

auf dem Schenckendorffplatz

aufribbelt. Eduard Löwen,

für den Preetz sieben Millionen

Euro an den Erstliga-Absteiger

1. FC Nürnberg überwies, steigt,

weil er beim Junioren-

Turnierunter Bundestrainer

Stefan Kuntz

gar nicht zum Einsatz

kam, drei Tage

vor seinen EM-Mit-

Fotos:City-Press,Imago Images (2)

... Mittelfeldmann

Arne

Maier (20)

steigen am

Freitag ins

Hertha-

Training ein.

Linksverteidiger

Maximilian

Mittelstädt

(22) und ...

fahrern Mittelstädt

und Maier ein.

Konkurrenz belebt das Geschäft

– und bereitet Kopfschmerzen.

„Bisher musste ich

sie nur mitnehmen, auf den Weg

bringen und noch keine Entscheidung

treffen, mit der ich jemandem

wehtue“, erklärt Covic.

Der Deutsch-Kroate weiß, dass

er schonbald knifflige Entscheidungen

zu treffen hat: „Wenn es

losgeht, wird es sich zeigen. Es

können nur elf spielen.“

Den Spagat, alle anderen trotzdem

bei Laune und auf einem

hohen Niveau zu halten, wird

für Coviceine der größten Herausforderungen

in seiner Debütsaison

als Profitrainer. Deswegen

stärkt er bereits jetzt das

Kollektiv: „Ich bin der Meinung,

dass sich eine Saison nicht auf

den Positionen 1bis 11 entscheidet,

sondern ab Position 12.“

Für Neu-Eisbär Lapierrezählt nur der Titel

Der Kanadier kann es zudem kaum erwarten, die Leidenschaft der EHC-Fans zu erleben

Maxim Lapierrewill endlich mal

Meister werden.

Foto: imago images

Berlin – Wie die anderen

EHC-Profis aus Nordamerika

wird der neue Eisbär Maxim

Lapierre (34) erst Ende

Juli in Berlin zu den Fitnesstests

eintreffen. Im Kurz-Interview

auf der Homepage

verkündete er aber schon

mal, dass er Großes vorhat.

„Es gibt nur ein Ziel: Ich möchte

eine Meisterschaft gewinnen“,

sagte der Haudegen, der

zuletzt in Lugano spielte und es

auf 694 Spiele in der NHL

bringt. Nachdem er mit den

Vancouver Canucks im Finale

um den Stanley Cup (2011)

stand und mit seinem Schweizer

Klub 2018 ebenfalls knapp

den Titel verpasste, soll es jetzt

endlich klappen. „Die Eisbären

haben eine große Tradition, innerhalb

der vergangenen 20

Jahre viele Meisterschaften gewonnen“,

übermittelte er per

Videoschalte sein Wissen über

den EHC.

„Und mir wurde von einer

großen Eishockeyleidenschaft

in dieser schönen Stadt berichtet“,

ergänzte Lapierre. Welche

Stimmung die Bärenfans erzeugen

können, wird er zum Saisonstart

gegen die Grizzlys aus

Wolfsburg (13. September)

dann selbst erfahren. PAE


* BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

NACHRICHTEN

Belgier im Sprint vorn

SPORT 23

Beckerfordert Respekt fürDjoker

Serbe wird von den Fans als Spielverderber des großen Duells Federer-Nadal angefeindet

Rad –Der Belgier Wout

van Aert (Foto) gewinnt die

zehnte Etappe der Tour de

France nach 217,5 km zwischen

Saint-Flour und Albi

im Massensprint vor dem

Italiener Elia Viviani. Im

Gelben Trikot des Gesamtführenden

fährt weiter der

Franzose Julian Alaphilippe.

Heute ist Ruhetag. Die

elfte Etappe führt morgen

von von Albi nach Toulouse.

Riesen im EM-Jubel

Basketball –Deutschland

hat den Zuschlag für die

EM vom 2. bis 19 September

2021 mit insgesamt 24

Teams erhalten. In Berlin

wird um die Medaillen gespielt.

Bitteres Comeback

Wasserball –Die deutschen

Männer verspielen in

Südkorea beim WM-Comeback

nach sechs Jahren Abstinenz

gegen Japan eine

5:2-Führung, erzielen erst

vier Sekunden vor Schluss

das 9:9. Kapitän Marko

Stamm (Spandau) verletzt

sich am Fuß, fällt mit Bänderriss

fürs Turnier aus.

Bullen warten auf Wolf

Fußball –RBNeuzugang

Hannes Wolf (20/Österreich)

sieht sich nach dem

Außenknöchel-Bruch bei

der U21-EM erst zur Rückrunde

wieder fit.

VonViktoria zu 1860

Fußball –Ex-U21-Nationalspieler

Timo Gebhart

(30), zuletzt beim FC Viktoria

1889, wird zum dritten

Mal ein „Löwe“, unterschreibt

beim Drittligisten

1860 bis Saisonende.

Ticketansturm

Fußball –Inder ersten

Verkaufsphase für die Tickets

der Euro 2020 gingen

19,3 Millionen Anträge für

1,5 Millionen Karten ein.

Die Tickets werden jetzt

verlost. Die nächste Verkaufsphase

startet im Dezember.

HAPPY BIRTHDAY

Gerd Wessig (Hochspringer,OS1980)

zum 60.

UweHohn (Speerwerfer,warf1984

in Berlin den Fabelweltrekord

104,80 m) zum 57.

AndreGreipel (Rad, Sprinter,11

Tour-Etappen) zum 37.

Miguel Indurain (Spanien, Rad,

5x Tour,OS1996) zum 55.

Foto: AFP

Wimbledon – Boris Becker

bricht nach dem denkwürdigen

Wimbledon-Sieg von Novak

Djokovic über Roger Federer

eine Lanze für seinen

Ex-Schützlings und fordert

mehr Anerkennung für die

Leistungen des Serben.

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Boris Becker mit

NovakDjokovic

nach dessen

Wimbledon-Sieg.

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Auch wenn die Fans Djokovic

zunächst als Spielverderber der

Federer-Nadal-Rivalität gesehen

hätten, sollten sie sich nun

der Größe des 16-maligen Major-Champions

bewusst werden,

sagte Beckerder BBC. Djokovic

(31) hatte in einem epischen

Fünfsatzkrimi über fast

fünf Stunden gegen Publikumsliebling

Roger Federer zwei

Matchbälle abgewehrt und den

fünften Titel in Wimbledon gewonnen.

Die Zuschauer hatten

während der Partie lautstark

den Schweizerunterstützt. „Ich

hoffe, es wird etwas ausgeglichener

sein, wenn sie nächstes

Jahr wieder aufeinandertreffen

sollten“, sagte Becker

Die mentale Stärke und der

unstillbare Ehrgeiz des Weltranglistenersten

könnten laut

Becker dafür sorgen, dass Djokovic

seine Kontrahenten Federer

und Rafael Nadal in den Rekordbüchern

hinter sich lässt.

„Novak ist noch nicht glücklich.

Er ist einer der Größten der Geschichte,

aber er will der Größte

werden“, sagte Becker, der Djokovic

von 2014 bis 2016 zu sechs

Grand-Slam-Titeln geführt hatte.

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24 SPORT

*

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Werauffährt,

hat schuld!

Diese Regel gilt

auch für Ferrari-

Star Sebastian

Vettel, der Max

Verstappen ins

Heck krachte.

Immer Unfall-Ärger mit Hollands „Mad Max“

Lockte Verstappen

Vettel in die Falle?

2016 Spa

Der Crash in Silverstone ist nur einer

von vielen in den vergangenen Jahren

Schuldbewusst:

Sebastian Vettel

nach dem Crash

In Spa stach Verstappen (l.) ohne Rücksicht auf Verluste in die La Source rein

und provozierte eine Kollision der Ferrari.

2017 Singapur

In Singapur provozierte Verstappen (l.) den WM-entscheidenden Ferrari-

Crash zwischen Räikkönen und Vettel.

2018 Baku

In Baku hinderte Verstappen (v.) Red-Bull-Kollege Ricciardo am Überholen

und nahm ihren Hornochsencrash in Kauf.

Fotos: imago,dpa (2), imago/HochZwei, imago/Perenyi

Silverstone – Bei aller berechtigten

Kritik am Auffahrunfall

von Sebastian Vettel (32)

mit Max Verstappen (21),

eins muss man dem Ferrari-

Star lassen: Er nahm den Fehler

direkt auf seine Kappe

und entschuldigte sich beim

Holländer. Dennoch prasselt

die Kritik auf Vettel ein. „Krise“,

„Blamage“, „Psychodrama“,

„Kopf verloren“ höhnen

Italiens Gazzetten. Inzwischen

fragt sogar der Vettelfreundliche

„Blick“:

„Schmeißt Vettel am Ende

des Jahres den Bettel hin?“

Doch da Vettel trotz aller Tiefschläge

beharrt: „Ich werde

auch nächstes Jahr hier sein“,

sollte man auch mal die Frage

stellen: Warum knallt es immer

mit Verstappen?

Es war schon der xste Crash

bei Überholmanövern, in den

„Mad Max“ verwickelt war,

und auffällig oft ist Vettel der

Leidtragende. Nach Ansicht aller

Zeitlupen kommt der Verdacht

auf: Lockte Verstappen

Vettel in die Falle?

Der Holländer fuhr beim Verteidigen

in der 38. Runde wieder

seinen berüchtigten Zickzack-Kurs

–und schmiss Vettel

bei dessen Ausweichmanöver

knallhart die Tür zu.

Als Unfallverursacher verkniff

der sich Kritik und deutete

nur an: „Erst ließ Max mir innen

die Tür auf, dann ging die

Lücke zu und als ich ausweichen

wollte war ich schon zu

nah und zu spät dran.“

Ließ ihn der Holländer extra

auflaufen? Exakt diesen Unfallverlauf

sahen wir auch in Baku

2018, als Verstappen seinen damaligen

Red-Bull-Kollegen Daniel

Ricciardo (30) am Überholen

hinderte und ihren Hornochsencrash

in Kauf nahm.

In seinen ersten Formel-1-

Jahren suchte Verstappen auffällig

oft den Machtkampf mit

Vettel und dessen Ferrari-

Kumpel Kimi Räikkönen (39).

In Spa 2016 stach er ohne

Rücksicht auf Verluste in die

Startkurve La Source rein und

provozierte eine Kollision der

Ferrari. Danach trieb er selbst

den „Iceman“ mit seinen Harakiri-Manövern

zur Weißglut.

Kimi: „Sein einziges Interesse

ist, mich von der Strecke zu

drängen.“ Danach wollte Niki

Lauda (✝70) Verstappen in die

Psychiatrie schicken.

Die Regelhüter sahen sich gezwungen,

gegen den Zickzack-

Kurs eine Anti-Verstappen-Regel

zu erlassen. Doch in Mexiko

ärgerte Verstappen Vettel wieder

derart, dass der ihn als „Bastard“

beschimpfte.

In Singapur 2017 blieb Verstappen

trotz verlorenem Start

gegen Kimi auf dem Gas und

provozierte den WM-entscheidenden

Ferrari-Crash zwischen

dem Finnen und Vettel.

Auch Räikkönen-Nachfolger

Charles Leclerc (21) wurde zuletzt

in Spielberg ein Opfer Verstappens.

Nach dessen nicht bestraftem

Rempler zum Sieg sagte

der Monegasse in Silverstone:

„Seit Spielberg weiß ich,

wie weit wir gehen können.“

In Silverstone zeigten Leclerc

und Verstappen nun ein rundenlanges

Duell mit allen Finessen,

das die 140000 Fans an

der Strecke und 4,61 Millionen

RTL-Zuschauer begeisterte –

und unfallfrei ausging. Sky-Experte

Ralf Schumacher (44)

kommentierte treffend: „Zwei

junge Fahrer duellieren sich so

und einer der Alten mit Sebastian

kriegt’s nicht hin. Das darf

ihm nicht passieren.“

Das weiß Vettel selbst: „Das

war doof.“ Man darf gespannt

sein, ob er auch auf seine alten

Tage noch lernt und es in seinem

Heimrennen in Hockenheim

(28. Juli) besser macht.

Inzwischen geht es nicht mehr

um die WM, sondern um seinen

ramponierten Ruf.

Oliver Reuter

Manipulations-Skandal erschüttertdie Formel E

New York – Ein Manipulations-Skandal

erschüttert die

Elektro-Rennserie Formel E.

Nach der erfolgreichen Titelverteidigung

des Franzosen

Jean-Eric Vergne (28) beim Finale

in New York wurde ein

verräterischer Funkspruch bekannt.

Während des ersten

Rennens, in dem der DS-

Techeetah-Pilot nur 15. wurde,

habe er dreimal von der Teamleitung

verlangt, sein Duisburger

Teamkollege Andre Lotterer

(37) solle einen Unfall und

damit eine Safety-Car-Phase

provozieren, damit er wieder

nach vorne kommen kann. Das

Team habe aber nicht reagiert.

Dieser Vorfall erinnert fatal

an den Manipulations-Skandal

in der Formel 1 in Singapur

2008 –und auch damals war es

ein französisches Team: Renault-Fahrer

Nelson Piquet jr.

(33) baute auf Anweisung von

Teamchef Flavio Briatore (69)

einen Unfall. Der löste eine Safety-Car-Phase

aus, wegen der

Teamkollege Fernando Alonso

(37) gewann. Briatore wurde

daraufhin lebenslang gesperrt.

Der Vergne-Vorfall wird nun

von den Rennkommissaren geprüft.

Gut möglich, dass ihm

der Titel aberkannt wird.

Foto: Getty

Unangenehme Fragen

für Jean-Eric Vergne


BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

BERLIN-RÄTSEL 25

Abwandlung

Freizeitfischer

an

dieser

Stelle

rastlos

einige

chem.

Zeichen

für Technetium

Fragewort

6

Verband-,

Füllmaterial

griech.

Vorsilbe:

Ohr

brutaler

Rohling

dt. Komponist

†1983

Verbrechen

japanisches

Längenmaß

Volksstamm

in

Benin

Staatsoberhaupt

Transport

mit

einer

Fähre

darben

magische

Silbe der

Brahmanen

europäischer

Inselstaat

Bär im

,Dschungelbuch‘

dt.

Comedian

(Dirk)†

Männerkurzname

Ort am

Ijssel-

Meer

Balkanbewohner

(Mz.)

Abk.:

Teil der

Bibel

wörtliche

Belegstelle

Gewichtseinheit

(Abk.)

Großstadt

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Pakistan

Teil der

Gitarre

englisch:

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Empfehlung

Vorname

d. Schauspielers

Connery

Schonkost

Form

des

Sauerstoffs

Eiskunstlauf

Abk.:

ex

officio

Währung

Europas

Initialen

Schillers

ein

Platinmetall

Angelegenheit

Knochengerüst

Singvögel

häufiger

Fremdwortteil:

vor

Winkelfunktion

dt. Weinlandschaft

Lendentuch

der

Inder

3

Bedrängnis

engl.

Männername

engl. Abk.

für die

Zeit am

Vormittag

spanisch:

nein

scherzhaft:

US-

Soldat

Männerkurzname

(engl.)

förmliche

Anrede

Fluss

durch

Florenz

schnelle

Raubkatze

Augenblick

das ist

(latein.)

empfehlenswert

altröm.

Hausgötter

Diskussion

Fließbehinderung

Schiffsleinwand

afrikanischer

Strom

Untiefe

ital.

Name

des

Ätna

ohne

Vergnügen

stacheliger

Korbblütler

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hebr.

Name

von

Babylon

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7

Passatwinde

a.

Mittelmeer

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Gliedmaße

Wirtschaftswald

Teil der

Synagoge

11

schweiz.

Kantonshauptstadt

Töpfermaterial

Feier

dt.

Adelsprädikat

irischer

Heiliger

chem.

Zeichen

für

Neodym

hohe

Männersingstimme

Heiliges

Buch der

Moslems

Stadt am

Weißen

Meer

Würfel

Teil des

Pfefferminzöls

Gliedmaßenteil

südostasiat.

Volk

abwandeln

nordeurop.

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Serie

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Spanien

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stehend

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Hause

Erstsiedler

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Afrika

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Twain

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

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geschnittenes

Holz

5

strikte

Anweisung

chinesische

Dynastie

Gehalt

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Polen

9

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Warhols

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Meer

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(engl.

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(Lady...) †

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ESOTHO

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26 FERNSEHEN BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019


FERNSEHEN 27

TV Einschaltquoten vonSonntag

Deutschland (gesamt)

Berlin

1. Tatort(ARD) ................

6,61 1. Abendschau (RBB) .........

0,28

2. Tagesschau (ARD) ..........

6,18 2. Formel 1, Rennen (RTL) .....

0,20

3. Formel 1, Rennen (RTL) .....

4,61 3. Tagesschau (RBB) ..........

0,19

4. Sommer im Allgäu (ZDF) . ...

4,41 3. Tatort(ARD) ................

0,19

5. heute journal (ZDF) .........

4,16 5. Tagesschau (ARD) ..........

0,18

6. heute (ZDF) ................

3,50 6. heute (ZDF) .................

0,14

7. Terra X(ZDF) ...............

3,25 7. Julia Leischik (Sat.1) ........

0,13

8. Julia Leischik ... (Sat.1) .....

3,24 7. Terra X(ZDF) ...............

0,13

9. Mord auf Shetland (ARD) . . . 3,10 9. Sat.1-Nachrichten ...........

0,11

10. RTL aktuell ..................

2,93 9. Sommer im Allgäu (ZDF) .....

0,11

(Angaben in Millionen)


28 WETTER/HOROSKOP

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Ihre Sterne

vonAstrologin

Anastacia Kaminsky

Widder -21.3. -20.4.

UnerwarteteMöglichkeiten ergeben

sich, die Sie in jedem Falle nutzen

sollten. Persönliche Veränderung

bringtWachstum.

Stier -21.4. -20.5.

Schrauben Sie IhreAnsprücheherunter.IhreZielsetzung

hat sich von

der Wirklichkeit zu weit entfernt: im

Job unangebracht!

Zwillinge-21.5. -21.6.

Berufliche Aufstiegsmöglichkeiten

der Sonderklasse erwarten Sie. In

diesenSuper-Stunden sehen Sie

alles voneiner neuen Seite.

Krebs -22.6. -22.7.

Ihr Schwachpunkt ist der Kreislauf.

Sauna und Wechselduschen helfen,

die gesundheitlichen Spitzenzeiten

zu verlängern.

Löwe -23.7. -23.8.

Stärken Sie Ihrenatürlichen Abwehrkräfte.

Es genügen kleine gezielte

Umstellungen, um dem Körper neue

Kraft zu geben.

Jungfrau -24.8. -23.9.

Sie dachten, Sie wüssten alles über

Alltagsprobleme. Ein Bekannter

kennt sich aber doch noch eine Ecke

besseraus und hilft Ihnen.

Waage-24.9. -23.10.

Sie werden auf Rosen gebettet.Möglich,

dass Ihnen IhreFreiheit derzeit

wertvoller ist, und Sie ziehendie

Konsequenzen.

Skorpion -24.10. -22.11.

Harmonische Aspekte sorgen für

Stunden der Ausgewogenheit. Die

spielerischenSeiten stehen ganz im

Vordergrund.

Schütze -23.11. -21.12.

Das Arbeitsleben ist vonerfreulich

angenehmer Atmosphärebestimmt.

Die materiellen Interessenhaben

nicht immer Vorrang.

Steinbock -22.12. -20.1.

Die Sterne heben IhreAussichten

gewaltig nach oben. SteckenSie Ihre

Nase wieder in IhrebemerkenswertenberuflichenPläne.

Wassermann-21.1. -20.2.

Wenn Sie keinen Partner haben,

der IhreSeele streichelt, brauchen

Sie in diesen Tagenein sehr gutes

Schmalzfilmangebot!

Fische -21.2. -20.3.

GehenSie nicht zu stürmisch und

fordernd vor. Sie verfügen derzeit

über zu viel Autorität. Der Partner ist

nicht aus Eisen!

TAGESZEITUNG

FÜR BERLIN UND

BRANDENBURG

Chefredakteur: Elmar Jehn

Mitglied der Chefredaktion:

Jochen Arntz

Newsdesk-Chefs

(Nachrichten /Politik /Wirtschaft):

Michael Heun, Tobias Miller,

Michaela Pfisterer

Textchefin: Bettina Cosack

Newsroom-Manager: Jan Schmidt

Teams:

Investigativ: KaiSchlieter

Kultur: HarryNutt

Regio: Karim Mahmoud, Arno Schupp

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Story: Christian Seidl

Die für das jeweilige Team an erster Stelle

Genannten sind verantwortliche Redakeure

im Sinne des Berliner Pressegesetzes.

ArtDirection:

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Füllen Sie das Raster mit den Zahlen von 1bis 9.

In jeder Zeile und in jeder Spalte darf jede Zahl

nur einmal vorkommen.

Auch in jedem 3x3-Feld kommt jede Zahl nur

einmal vor.

Doppelungen sind nicht erlaubt.

Auflösungen der letzten Rätsel:

1

4

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8

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PANORAMA

SEITE29

BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

NACHRICHTEN

Cathy pendelt zu Mats

Foto: dpa

München –InMünchen

präsentierte Cathy Hummels

ihre neue Dirndlkollektion.

Mit Gatte Mats

Hummels, der vom FC Bayern

zu Borussia Dortmund

wechselte, führt sie derzeit

eine Fernbeziehung. „Das

gelingt uns im Moment

ganz gut“, so die 31-Jährige.

Kinder aus Bus gerettet

Obersulm –Ein mit 28

Kindern und zwei Betreuern

besetzter Reisebus hat

auf einer Bundesstraße in

Baden-Württemberg Feuer

gefangen. Alle Insassen

blieben unverletzt. Die

Gruppe war auf der Fahrt in

eine Ferienfreizeit.

Mondfahrtabgeblasen

Sriharikota –Ein Problem

an der Rakete hat Indiens

Ambitionen, die vierte

Mondlandenation der Welt

zu werden, einen Dämpfer

versetzt. Die Mission

Chandrayaan-2 wurde kurz

vor dem geplanten Start am

Montag abgesagt.

Mit Blaulicht in Knast

München –Weil er Rettungssanitäter

spielte und

mit Blaulicht und Sirene

durch München fuhr, muss

ein 36-Jähriger ein halbes

Jahr ins Gefängnis. Das

Amtsgericht verurteilte ihn

wegen Amtsanmaßung. Der

Mann sollte den Wagen nur

in die Werkstatt fahren.

KENO-ZAHLEN

3, 4, 5, 8, 15, 16, 20, 21, 22, 24,27,

30, 33, 38, 44, 47,58, 66, 67,69;

plus-5-Gewinnzahl:

03681 (ohne Gewähr)

LOTTO-QUOTEN

6Richtige und

Superzahl: 8301620,50 Euro,

6Richtige: 1592759,80 Euro,

5Richtige und

Superzahl: 10618,30 Euro

5Richtige: 3432,60 Euro

4Richtige und

Superzahl: 168,40 Euro

4Richtige: 39,80 Euro

3Richtige und

Superzahl: 18,80 Euro

3Richtige: 10,00 Euro

2Richtige und

Superzahl: 5,00 Euro (ohne Gewähr)

Mit

Flüstern

zum

Orgasmus

Wassteckt hinter dem neuen Erotik-Trend?

„Ich werde dir jetzt einige

Instruktionen geben, die du

zu befolgen hast. Damit

wirst du deine Lust und deine

Befriedigung steigern.“

Das verspricht Hypnose-

Therapeutin Dea Levina aus

Bayern. Besser: Sie flüstert

es, wispertdeutlich jede Silbe.

Ihr Aund Oder Verführung.

Mit ihren erotischen

Hörbüchern folgt sie einem

Trend, der sich seit einigen

Jahren im Internet ausbreitet

–bisher aber vor allem

jenseits vonErotik:ASMR.

Die Abkürzung steht für

Autonomous Sensory Meridian

Response. Eine gute

deutsche Übersetzung gibt

es nicht. ImGrunde geht es

darum, dass Geräusche

beim Zuhören entspannen

oder auch ein Kribbeln auslösen

können. Dabei ist so

gut wie alles denkbar.Inunzähligen

Videos etwa bei

Youtube streichen Menschen

mit Pinseln über Mikrofone,

blättern Bücherseiten

um, bürsten ihreHaare.

Die Clips werden millionenfach

angeklickt. Und

immer wieder flüstern die

Protagonisten auch in solchen

Filmchen.

Nun hat auch die Erotikbranche

den Trend für sich

entdeckt. Flüstern bis zum

Orgasmus. Fred Graf, Mitgründer

eines Onlineshops

mit Sitz nahe München, bietet

auch ASMR-Hörbücher

an. „Das macht inzwischen

schon gut ein Drittel des

Umsatzes aus“, sagt er. Dea

Levina ist eine von Grafs

Autorinnen. Als „Mental

Domina“ ziele sie mit ihren

Texten hauptsächlich auf

männliche Sklaven ab, erläutert

sie. Funktionieren

könne das aber bei jedem,

der sich auf die erotischen

Geschichten einlasse.

Und wie spürt man ASMR

dann? Los gehe es meist mit

Kopfkribbeln, beschreibt

die Sprecherin. „Ab und zu

hat man auch Gänsehaut,

zum Beispiel an den Armen

oder im Nacken.“ Es breite

sich eigentlich im ganzen

Körper aus. „Und man reagiertauch

im Lustzentrum“,

„Mental Domina“ haucht ihre

erotischen Texte in ein Mikro.

Fotos: Matthias Balk/dpa, imago/Panthermedia

ergänzt sie. „Das heißt,man

wird geil davon.“

Die einen erfahren durch

ASMR Entspannung, andere

Erregung. Wie passt das

zusammen? „Bei vielen Dingen,

die einen erst aufregen,

gibt es nachher Entspannung“,

sagt Claus-Christian

Carbon, Psychologie-Professor

an der Uni Bamberg.

Deshalb würden auch viele

nach dem Sex müde. Ein

Medium könne zwei Auslöserprinzipien

haben. „Es

entwickelt sich in Sequenzen:

Erst ist es aufwühlend.

Über ständige Wiederholung

stellt sich ein Gewohnheitseffekt

ein.“ ASMR sei

jedoch bisher kaum empirisch

erforscht.„Aber Erotik

funktioniertüber den Kopf“,

ergänzt Carbon. Daher sei

durchaus vorstellbar, dass

es den einen oder anderen

zum Höhepunkt bringe.


30 PANORAMA BERLINER KURIER, Dienstag, 16. Juli 2019

Land unter in Südasien

130 Menschen

sterben im

Monsun

Neu-Delhi – Der heftige Monsunregen

in Südasien hat bereits

mehr als 130 Menschen

das Leben gekostet. Zuletzt

starben bei einem Hauseinsturz

im Norden Indiens mindestens

zwölf Menschen. Damit steigt

die Zahl der Todesopfer allein in

diesem Land auf über 50.

In Indiens Norden und Osten

sind laut Behörden 4,5 Millionen

Menschen von Erdrutschen,

Überschwemmungen

oder einstürzenden Häusern

betroffen. In der Monsunzeit

passiert esimmer wieder, dass

baufällige Häuser unter den Regenmassen

einstürzen.

Im Nachbarland Nepal sind 30

der 77 Bezirkebetroffen. 67 Todesopfer

wurden bislang bestätigt.

Zudem wurden 30 weitere

noch vermisst. In dem Bezirk

Dolpa laufen derweil die Bergungen

nach einem Erdrutsch

vom Sonntag noch auf Hochtouren.

„Ein Kind konnte gerettet

werden, und einige Leichen

wurden geborgen“, sagte ein

Polizeisprecher.

Derweil steigt auch die Zahl

der Toten in Bangladesch immer

weiter an. Seit Beginn des

Monsuns wurde hier 29 Todesopfer

registriert. 18 von ihnen

starben nach einem Blitzschlag,

zehn kamen in überfüllten

Flüchtlingslagern um.

Rettungskräfte

suchen in der

indischen Stadt

Solan nach

Überlebenden.

In Nepals

Hauptstadt

Kathmandu

retten Soldaten

Bewohner aus

ihren Häusern.

Flut in Mumbai:

Häuser am Rand

der indischen

Metropole

werden überschwemmt.

Fotos: dpa

„Ich bin trotzdem Arzt, ich

schwörebei Gott“

Falscher Mediziner steht vor Gericht und fleht um Nachsicht

Kassel – Er beschwört Gott,

fleht um Nachsicht und nennt

den Richter „Chef“: Mit einem

ungewöhnlichen Auftritt des

Angeklagten hat gestern vor

dem Kasseler Landgericht der

Prozess gegen einen falschen

Arzt begonnen. Der 37-Jährige

soll sich mehrfach mit gefälschten

Dokumenten erfolgreichbeworben

haben. Selbst eine Haftstrafe

konnte den Hochstapler

nicht aufhalten. Zum Prozessauftakterklärt

er: „Ich bin trotzdem

Arzt, ich schwöre bei Gott.“

Laut Anklage ist an dem Mann

wenig echt: Zulassungen, Bescheinigungen

über Promotionsverfahren,

Zeugnisse, Unizertifikate

–all das hatte er im

Laufe der Jahre bei Kliniken

und Praxen vorgelegt, und alles

soll gefälscht gewesen sein. Später

fälschte der Mann, der aus

Libyen stammt, zudemeine Aufenthaltsbescheinigung.

Ob er eine

im Ausland abgeschlossene

ärztliche Ausbildung hat, blieb

unklar. Bei einer Kenntnisprüfung

in Deutschland fiel er laut

Gericht durch. Nach Darstellung

der Staatsanwaltschaft erschlichsich

der Mann zwischen

Oktober 2017 und Mai 2018 Anstellungen

als Arzt in einer Kasseler

Praxis und in zwei Kliniken.

Vorgeworfen werden ihm

Urkundenfälschung, Betrug,

versuchte gefährliche Körperverletzung,

Nötigung, Straßenverkehrsgefährdung

und Sachbeschädigung.

Wie der Libyer es wiederholt

schaffte, Personalchefs und

Mediziner zu täuschen, blieb

angesichts seines Auftritts vor

Gericht offen: Wild gestikulierend

und in gebrochenem

Deutsch warf er mehr Fragen

auf, als er beantwortete. So

räumte der Mann Vorwürfe ein,

Trotz gefälschter

Papiereschaffte

es der Betrüger,

Anstellungen als

Arzt zu bekommen.

bestritt sie aber kurz darauf

wieder: „Kann sein, glauben Sie

mir, mein Kopf nicht gut.“

Zweimal flehte der 37-Jährige

minutenlang um Nachsicht.

Seine drei Kinder brauchten ihren

Vater. Er habe aus Fehlern

gelernt. Tatsächlich hatte der

Mann laut Staatsanwaltschaft

aber noch als falscher Arzt gearbeitet,

als er wegen ähnlicher

Vergehen bereits zu zwei Jahren

und fünf Monaten Haft verurteilt

worden war. Er hatte

sich gegen das Urteil gewehrt

und so einen Aufschub erreicht,

den er offenbar für neuen Betrug

nutzte. Nun sitzt er in Haft.

Dass keineMenschen zu Schaden

kamen, war laut StaatsanwaltschaftZufall:Einem

20 Tage

alten Baby soll er ein Durchfallmittel

für ältere Kinder verschrieben

haben. Einer Nachbarin

derMutter fiel das rechtzeitig

auf. Zudem soll er dreimal versucht

haben, einenVerteiler von

Pizzawerbungzuüberfahren.

Foto: dpa


PANORAMA 31

Der Heilpraktiker bei einem seiner

Gerichtstermine

Heilpraktiker

verurteiltt

Krefeld –Wegen fahrlässi-

ger Tötung von

drei Krebsdas

Landge-

patientenhat

richt Krefeld einen Heil-

Jahren

praktikerzuzwei

Haft auf Bewährung verur-

ha-

teilt. Der 61-Jährige

be den späterverstor-

den Wirkstoff

benen Patienten

3-Bromopyruvat

überdosiert

verabreichtund

einen „sorglosen

Umgang

mit dem

Mittel praktiziert.

Frau drucktsich

Geld für Autokauf

Kaiserslautern –In einem

Autohaus in der Pfalz hat eine

20-Jährige versucht, mit

Falschgeld einen Wagen zu

kaufen. Sie wurde am Freitag

noch im Geschäft festgenommen,

als sich die 15000

Euro in bar als Blüten herausstellten.

Es handelte um

Kopien von 50- und 100-Euro-Scheinen,

die die Frau offensichtlich

mit einem handelsüblichen

Tintenstrahldrucker

erstellt hatte.

Navi-System

Galileo gestört

Brüssel –Das europäische

Navigationssystem Galileoist

seitFreitag gestört.LautSatellitenagentur

GSA verursachen

„technischeProbleme in

der Bodeninfrastruktur“den

Dienstausfall. Man arbeite daran,den

Dienst,der bislang

nur in der Erprobungsphase

läuft, „so schnell wie möglich“

wieder zum Laufenzubringen.Mit

dem milliardenschweren

ProjektGalileowill

Europaunabhängigvomamerikanischen

GPS werden.

Eine Darstellung eines Galileo-Satelliten

im All

Foto: dpa

Foto: PierreCarril/ESA/dpa

Franky Zapata

steuert sein

Flyboard Air mit

der Verlagerung

seines Körpergewichts.

Zapataschwebt

durch die Luft,

im Hintergrund

erstrecken sich

die Champs-

Élysées.

Traumplatz am Meer

Im Strandkorb kann man nun auch übernachten

Norderney – Übernachten

unter dem Sternenhimmel am

Strand –ander Nordseeküste

und auf den Inseln ist das möglich,

hier können Gäste Schlafstrandkörbe

buchen.

Für die versprochene Romantik

nehmen die Touristen

dann auch gerne mal Abstriche

in punctoKomfort hin –zumal

die Schlafstrandkörbe auch

günstiger sind als ein Hotelzimmer.Das

Angebot wird gut

Paris – Er war die große Attraktion

bei der Militärparade

am Sonntag in Paris: Extremsportler

Franky Zapata (40)

schwebte vor den Augen Tausender

staunender Besucher

mit seinem Flyboard Air über

die französischen Hauptstadt.

Schon immer habe er davon geträumt

zu fliegen, sagte er einmal

in einem Interview. Seit

Jahren arbeitet er an diesem

Traum, jetzt konnte er ihn vor

der gesamten Nation ausleben.

Zapata kam 1978 im südfranzösischen

Marseille zur Welt.

Tempo, Risiko und das Austesten

von Grenzen gehörten

schon immer fest zu seinem Leben.

Mit 16 Jahrenentdeckteer

das Jetskifahren für sich. In 16

Jahren als Profisportler wurde

er zweimal Welt- und siebenmal

Europameister.

Seinem Traum vom Fliegen

blieb Zapata aber treu –und

der Jetski sollte ihm helfen.

2012 brachte er mit

seinem Unternehmen

Zapata Racing

erstmals ein Flyboard

auf den Markt.

Das Modell war jedoch

noch auf den

Gebrauch auf dem

Wasser beschränkt.

Ein Schlauch, der das

Board mit einem Jetski

verband, hielt es

angenommen. Die beiden

Strandkörbe auf Norderney

sind den kompletten Juli ausgebucht.

Die rund 1,30 Meter breiten

Körbe sind per wetterfester Abdeckunggegen

Wind und Regen

geschützt, gegen neugierige Passanten

gibt es blickdichte Fenster.

Die Preise sind dabei ganz

unterschiedlich. Auf Norderney

kostet eine Nacht 79 Euro, auf

dem Festland nur49Euro.

Franky Zapata,

der fliegende

Franzose

Sein nächstes Ziel ist ein Ritt durch die Wolken

durch Wasserdruck in der Luft.

Rund 10 000 dieser Geräte

wurden bereits verkauft.

Doch Zapata wollte sich unabhängig

vom Wasser machen.

Kurz nach der Vorstellung seines

ersten Flyboards tüftelte er

weiter.

Sein Ziel: Eine Art Hoverboard,

wie aus dem Film „Zurück

in die Zukunft“, das überall

fliegen kann. Nach vier Jahren

Entwicklungszeit war der

Testflug erfolgreich: Das 20 Kilogramm

schwere Board, in

dem die Füße des Piloten festgeschnallt

werden, schwebte

mit der Kraft von fünf Düsentriebwerken

über dem Boden.

Das Kerosin hatte er in einem

Beutel auf dem Rücken. Gesteuertwird

durch die Verlagerung

des Körpergewichts.

Zapata hat das Gerät in den

vergangenen drei Jahren immer

weiter verbessert. Inzwischen

schafft es Spitzengeschwindigkeiten

von

140 Stundenkilometern

und kann in eine

Höhe von 150 Metern

vordringen. Die maximale

Flugzeit beträgt

Minuten.

Foto: Janis Meyer/zvg

zehn

Erfinder

Franky Zapata

Doch dabei soll es nicht bleiben.

Zapata träumt von 30-Minuten-Flügen

in drei Kilometern

Höhe. „Ich will durch die

Wolken fliegen“, sagte er schon

2016.

Belächelt wird Franky Zapata

für derart kühne Aussagen

schon lange nicht mehr. Sein

Erfolg hat sich rumgesprochen

–dass er seine Erfindung nun

auch vor zahlreichen europäischen

Spitzenpolitikern vorführen

durfte, wird sicher

nicht geschadet haben.

An der Nordseeküste und auf den Inseln werden spezielle Strandkörbe zum

Übernachten geboten. Dieser steht auf Norderney, Bettwäsche gibt es dazu.

Fotos: AFP,Clement Mahoudeau/IP/Getty Images


Nachwuchs-Star

Lashana Lynch spielt

in „Bond 25“ die

Geheimagentin mit

dem Codenamen 007.

Dienstag, 16. Juli 2019

WITZDES TAGES

Der Wanderzirkus hat sein Quartier aufgeschlagen.

Stürzt der Direktor aufgeregt

aus seinem Wohnwagen: „Schnell, holt

das Zebra rein, es fängt an zu regnen!“

WUSSTEN SIE SCHON...

... dass ab dem 14. September die iTAN-

Liste für Überweisungen nicht mehr gültig

ist? Denn dann müssen sich Bankkunden

immer mit zwei von drei Faktoren

identifizieren, erklärt der Bankenverband.

Infrage kommen dafür etwa biometrische

Merkmale wie ein Fingerabdruck,

eine PIN oder ein Smartphone. Grund für

diese Veränderungen ist die europäische

Zahlungsdiensterichtlinie PSD2.

www.sam-4u.de

Wird sie

die neue

Agentin 007?

www.sam-4u.de

WASBEDEUTET...

... Flüstern? Das Flüstern ist eine Art des

stimmlosenSprechens, bei der die Sprachlaute

nicht mit Kehlkopfröhren, dem Klang

der Stimme, gebildetwerden.Die Stimmlippen

stehenbeim Flüstern in Paramedianstellung.

Die aus der Lungeströmende Luft

reibt an den Stimmlippen, es entsteht ein

Geräusch. Entgegen der verbreiteten Annahme

ist Flüstern nicht stimmschonend.

ZULETZT

Mann schiebt Auto auf Autobahn

Erst ging ihm der Sprit aus und dann auch

noch die Puste: Weil sein Auto liegenblieb,

begann ein Mann auf der A4 in

Sachsen, den Wagen zu schieben. Weil es

wegen einer Baustelle dort nur einen

Fahrstreifen gab, zuckelten Hunderte Autofahrer

im Schritttempo hinter ihm her.

Zehn Kilometer Stau hatte der 43-Jährige

verursacht, bis er 100 Meter vor einem

Rasthof aufgab.

4

194050

301203

21029

Fotos: Imago/Matrix,dpa

Daniel Craig hörtals James Bond

auf,Lashana Lynch soll übernehmen

Der 25. James-Bond-Film

(2020 im Kino) wird der

letzte für Daniel Craig

(52) sein. Der Brite hat

keine Lust mehr auf den

Spion im Auftrag ihrer

Majestät. Unterdessen

wird nach einem Nachfolger

gesucht. Zur Wahl

stünden einige große Namen

–alles Männer. Nun

sollten sich 007-Fans aber

auf eine echte Überraschung

gefasst machen.

Immer wieder gibt es Gerüchte,

Hollywood-Star Idris

Elba (46, Durchbruch

mit „Luther“) könnte gar

der neue und damit erste

schwarze Bond werden −

allerdings dementiert der

britische Schauspieler entsprechende

Berichte.

Aber was ist mit Darstellerinnen:

007 als Frau? Produzentin

Barbara Broccoli

erteilte diesen Spekulationen

jüngst in einem Interview

mit der Zeitung „Guardian“

eine deutliche Absage:

„Bond ist ein männlicher

Charakter. [...] Er wird

wahrscheinlich immer

männlich bleiben.“

Doch nun die große Überraschung:

Denn 007 soll im

neuen Bond-Film nicht nur

schwarz, sondern auch eine

Frau sein! Die britische

Schauspielerin Lashana

Lynch (31, „Captain Marvel“)

übernimmt laut der

„Mail“ die Rolle des Spionage-Königs.

Ein Film-Insider hat angeblich

eine Schlüsselszene

des neuen Geheimagenten-

Thrillers verraten, wonach

Lynch auf den Codenamen

007 ins Büro des MI6-Chefs

gerufen werde!

Ist die Nachfolge von Daniel

Craig somit endlich geklärt?

Offenbar nicht. „Bond

ist immer noch Bond“, so

der Insider zur Zeitung.

Lynch soll demnach nicht

Bond-Comeback für Christoph

Waltz? Der Oscar-Gewinner soll

als Bösewicht zurückkehren.

Daniel Craig dreht derzeit

seinen letzten Bond-Film

auf Dauer 007 spielen, sondern

ihre eigene Rolle als

Geheimagentin erhalten.

Das Rätselraten um den

nächsten Bond-Darsteller

geht also (erst mal) weiter.

Eine zweite Besetzung im

noch unbetitelten Film

sorgt aber ebenfalls für Furore.

Oscar-Preisträger

Christoph Waltz („Inglourious

Basterds“) soll im

nächsten James-Bond-Film

erneut auftreten. Der 62-

Jährige wurde laut Szenekenner

Baz Bamigboye von

„Daily Mail“ bei den Dreharbeiten

in den Pinewood

Studios nahe London gesichtet.

Das berichtete Bamigboye,

der in Sachen James

Bond als sehr gut informiert

gilt, auf Twitter. Bamigboye

frotzelte in Anspielung auf

einen klassischen Bond-

Schurken-Satz: „Wir haben

Sie erwartet.“ Ein Passant

habe Waltz angesprochen.

Der soll gesagt haben: „Sie

haben mich hier nicht gesehen!“

Schon im letzten Bond-

Film „Spectre“ (2015) hatte

Waltz den Bösewicht Blofeld

gespielt, der am Ende

des Films ins Gefängnis

wandert.

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