Berliner Kurier 17.07.2019

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Kolumne

Chin Meyererklärt, wie er

unsereMillionäreretten will

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BERLINER KURIER, Mittwoch, 17.Juli 2019

Wegen der Einsturzgefahr konnten die Flammen nur vonaußen gelöscht werden.

Fotos: Pudwell, Schultze, Bischoff

Ina Malzigus (62). Sie

kennt das Ex-Tanzlokal.

Der Rauch warkilometerweit zu sehen und zu riechen. Erst

nach Stunden wardas Feuer aus.

Ein traurigerAnblick.

Einstein beliebtes

Tanzlokal für die

Berliner, nuneineRuine.

den Männer auch für weitere

Brände verantwortlich sind. Allein

in der Nacht zum Dienstag

brannten in unmittelbarer Nähe

des Gesellschaftshauses

sechs Container für Papier und

Textilien.

Die Nachricht vom Brand am

Gesellschaftshaus breitete sich

wie ein Lauffeuer aus. „Ich bin

traurig und enttäuscht, dass die

Geschichte des Gesellschaftshauses

so ausgehen musste“,

sagt Ina Malzigus. Die Frau

wohnt seit 20 Jahren in Grünau.

Zu DDR-Zeiten sei sie immer

ins Gesellschaftshaus zum

Tanzen gegangen. Nun ist aus

der einst traditionsreichen Ausflugsgaststätte

an der Dahme

eine Brandruine geworden.

Das Gesellschaftshaus und die

danebenstehende Riviera entwickelten

sich seit Ende des 19.

Jahrhunderts zu beliebten Ausflugs-

und Tanzlokalen der Berliner.

Die Großgaststätten

schlossen nach der Wende und

wurden zur Verwertung der

Treuhandliegenschaft übergeben.

Jahrelang standen die

unter Denkmalschutz stehenden

Gebäude leer, verfielen immer

mehr. Bis der Investor Terragon

die Immobilien übernahm.

Er wollte bis 2021 auf

dem Gelände eine moderne Senioreneinrichtung

–die „Vitalresidenz

Riviera“ –errichten,

Teile der Gebäude erhalten und

auch für die Öffentlichkeit zugänglich

machen. „Wir sind

schockiert, dass eines der beiden

Gebäude des denkmalgeschützten

Gesellschaftshauses

durch diesen Brand schwer geschädigt

wurde“, sagte Michael

Held, der Vorstandsvorsitzende

von Terragon. Er sei jedoch

auch froh, dass das Feuer nicht

auf das zweite Gebäude des Gesellschaftshauses

und insbesondere

nicht auf das architektonische

Kleinod Riviera-Saal

übergegriffen habe. „Wir setzen

unser Bauprojekt fort“, so

Held.

Bezirksbürgermeister Oliver

Igel (SPD) erklärt, der Brand sei

furchtbar für Grünau. „Nun gilt

es zu retten, was zu retten ist,

und zu erhalten, was zu erhalten

ist“, sagte Igel.

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