Immoratgeber-2019-Web-16S-optimiert

suedwest.presse

12

FÖRDERUNG

Wer soll das bezahlen?

Geld Wer baut, kauft oder saniert, braucht Geld. Neben dem klassischen Darlehen gibt es

auch bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Förderangebote. Von Anne Meßmer

Baukindergeld

Gezahlt wird das Baukindergeld

vom Staat, beantragen kann man

es bei der KfW-Bank. Dazu müssen

einige Voraussetzungen erfüllt

sein: Gezahlt wird das Baukindergeld

an Familien oder Alleinerziehende

mit minderjährigen

Kindern, um den Bau oder

den Kauf einer Immobilie zu unterstützen.

Pro Kind gibt es

12.000 Euro, verteilt auf zehn

Jahre – pro Jahr also 1.200 Euro.

Eine weitere Voraussetzung: Das

Haushaltseinkommen darf mit

einem Kind im Jahr 90.000 Euro

nicht überschreiten. Bei jedem

weiteren Kind steigt die Maximalsumme

um 15.000 Euro. Der

Antrag kann auch rückwirkend

zum 1. Januar 2018 gestellt werden.

Nicht beantragen kann das

Baukindergeld, wer schon eine

weitere Immobilie hat.

Förderung von Sanierungsmaßnahmen:

altersgerechter Umbau

und Einbruchschutz

Die Förderung

zum

altersgerechten

Umbau gibt es für

Privatpersonen

- egal in welchem

Alter.

Das Programm Kredit 159 der

KfW umfasst die Förderung von

Maßnahmen zum altersgerechten

Umbau und zum Einbruchschutz.

Dazu zählen zum Beispiel

Barrierereduzierung auf Wegen

zu Gebäuden, Garagen oder Entsorgungsplätzen,

Überdachung

von Stellplätzen für Autos, Rollatoren

oder Rollstühle, den Einbau

eines Treppenlifts, Installation

von Rampen, den Umbau

des Bades sowie altersgerechte

Assistenzsysteme oder Verbesserung

von Beleuchtung oder

Gegensprechanlagen. Beim Einbruchschutz

werden der Einbau

von einbruchhemmenden Haustüren

oder die Nachrüstung von

Fenstern und Türen für

mehr Sicherheit gefördert.

Auch der Einbau von Einbruchund

Überfallmeldeanlagen fällt

unter die Förderung. Die Förderung

richtet sich an Privatpersonen

und ist unabhängig vom

Alter. Alternativ zu dem „Kredit

159“ kann auch ein Investitionszuschuss

für Barrierefreiheit

(Zuschuss 455-B) oder für den

Einbruchschutz (Zuschuss 455-

E) beantragt werden.

FOTO: © WAYHOME STUDIO/SHUTTERSTOCK.COM

Heizungstausch und

energetische Sanierung

Auch Maßnahmen im Rahmen

der energetischen Sanierung

und den Tausch alter Heizungssysteme

fördert die KfW. Zum

Beispiel mit dem Investitionszuschuss

für energieeffizientes

Sanieren (Zuschuss 430). Die

maximale Förderung liegt hier

bei 30.000 Euro pro Wohnung.

Beantragen können ihn Privatpersonen,

die sanieren oder

energetisch sanierten Wohnraum

kaufen wollen. Dieser Zuschuss

kann noch mit anderen

KfW-Programmen kombiniert

werden. In Sachen Heizung

bietet die KfW fünf unterschiedliche

Fördermöglichkeiten an.

Das sind:

• Kredite 151 und 152: Energieeffizient

Sanieren für die Sanierung

zum KfW-Effizienzhaus

oder einzelne energetische

Maßnahmen

• Kredit 167: Energieeffizient Sanieren

(Ergänzungskredit) für

die Umstellung der Heizung

auf erneuerbare Energien

• Zuschuss 430: Energieeffizient

Sanieren (Investitionszuschuss)

für die Sanierung zum

KfW-Effizienzhaus oder einzelne

energetische Maßnahmen

• Zuschuss 433: Energieeffizient

Bauen und Sanieren für den

Einbau von Brennstoffzellensystemen

Förderung von Wohneigentum

Mit dem Programm Kredit 124

unterstützt die KfW alle, die

gerne Eigentümer werden wollen.

Das Angebot richtet sich an

alle, die ein Eigenheim bauen

oder kaufen und dieses selbst

bewohnen wollen. Die maximale

Summe liegt bei 50.000 Euro.

Mit der gleichen Maximalsumme

wird gefördert, wer Genossenschaftsanteile

für selbstgenutzten

Wohnraum kaufen

möchte. Dabei handelt es sich

um das Programm Kredit 134.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine