Berliner Kurier 21.07.2019

BerlinerVerlagGmbH

BERLIN

BERLINER KURIER, Sonntag, 21. Juli 2019

DER

ROTE

TEPPICH

Ehre, wemEhregebührt!

Foto: Helios Klinikum Buch

Schwester

Anita(36)

liebt ihren

Job: Sie hilft

kranken

Menschen,

Retter der Feuerwehr

stehen an dem

schwerbeschädigten

Lkw und versuchen

zu helfen.

Sie ist in die Fußstapfen

ihrer Großmutter getreten.

Anita Ludwig aus

Werneuchen (Brandenburg)

macht einen Job, der

heutzutage aufgrund des

Personalmangels und Zeitdrucks

in den Kliniken kein

leichter mehr ist. Sie arbeitet

als Gesundheits- und

Krankenpflegerin im Helios-Klinikum

Buch. „Die

Dankbarkeit, die man als

pflegende Person von den

Patienten zurückbekommt,

das ist Wahnsinn“, beschreibt

die dreifache Mutter

und man spürt, dass sie

ihre Berufung gefunden

hat. Viele aus ihrer Familie

seien im pflegerischen und

sozialen Bereich tätig. Ihre

Oma habe schon in den

60er-Jahren im Klinikum

Buch in der Pflege gearbeitet.

Ihre ersten Erfahrungen

machte Anita Ludwig

während eines Praktikums

in einem Pflegeheim. Besonders

geprägt hätten sie

die Momente des Abschieds:

„Ich finde es schön,

dass ich unsere Patienten

auch in den letzten Stunden

begleiten darf und sie bei

mir friedlich einschlafen.“

Anita Ludwig ist glücklich

mit ihrer Arbeit und „fühlt

sich in ihrem Team sehr gut

angenommen.“ Sie sagt:

„Ich liebe meinen Job. Er

gibt mir sehr viel Positives

zurück, was man mit Geld

nicht aufwiegen kann.“

Fotos: NorbertKrause, Schröder,Pudwell

Die Aua-Brücke

vonNeukölln

An demBauwerk sind schon mehrereBrummis und mindestens ein Bus zerschellt

Von

P. DEBIONNE

Berlin – Stahl gegen Beton,

Mensch gegen Bauwerk,

Brummi gegen Brücke! In

Neukölln gibt es eine Überführung,

die schusselige

Lkw-Fahrer magisch anzuziehen

scheint. Am Freitag

krachte hier ein Transporter

in die Brücke, er wurde dabei

förmlich aufgerissen. So wie

schon mindestens drei weitere

Brummis und ein Bus.

Am späten Nachmittag versuchte

der Fahrer eines mit

Wasserstoff beladenen Gefahrguttransports,

unter der Brücke

in der Niemetzstraße hindurchzufahren.

Das Problem:

Der Lkw war etwas höher als

3,80 Meter –die Brücke hingegen

nicht. Prompt rissen

schwere Teile des Aufliegers

ab, der ramponierte Rest des

Brummis blieb dann schließlich

stecken.

Erst die alarmierten Einsatzkräfte

der Berliner Feuerwehr

konnten den schweren Lkw aus

Die Ladung

(Wasserstoff)

wurde vonden

Feuerrettern

gesichert.

2002 2014 2017

seiner misslichen Lage befreien

und die gefährliche Ladung sichern.

Tatsächlich kam es in der Vergangenheit

zu mindestens vier

nahezu identischen Unfällen an

der Brücke in der Niemetzstraße.

Fast immer waren es große

Lkw, die sich in dem schweren

Bauwerk aus Beton verhakten,

weil sie einfach nicht durchpassten.

Weshalb ausgerechnet

diese Brücke immer wieder gerammt

wird, weiß niemand:

Denn auf Warnschildern wird

auf die Durchfahrtshöhe hingewiesen.

Allerdings, weiß die

Polizei, gibt es in Berlin das

Problem, dass die Brücken in

Berlin, anders als in anderen

Städten, keine genormten Größen

haben. Dies könne „möglicherweise

zu Verwirrung bei

dem ein oder anderen führen“.

Teilweise seien die Brücken

an den Zufahrten zwar mit Balken

ausgerüstet, an denen Glocken

hängen würden. Und die

würden im Extremfall warnen.

Zumindest die Brücke an der

Niemetzstraße hat bewiesenermaßen

jedoch keine Glocke.

Fragen?

Wünsche?

Tipps?

Redaktion: Tel. 030/63 33 11 456

(Mo.–Fr. 10–18 Uhr)

10969 Berlin, Alte Jakobstraße 105

E-Mail: leser-bk@dumont.de

Abo-Service: Tel. 030/232777

Dieser große Gelbe der BVG legte sich ebenfalls mit

der Brückean–und verlor den ungleichen Kampf.

Auch dieser riesige Brummi ignorierte die mehr als

deutliche Höhenwarnung und fuhr sich fest.

Dieser Lkw hatte vordem Unfall eine Höhe von4,10

Meter.Nach dem Unfall warenesnoch 3,80 Meter.