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44 b | finest automobile

Interview

mit Helmut Eberlein

Emrich Welsing sprach für »feine adressen – finest« mit dem bekannten Ferrari-Händler über dessen

Leidenschaft für Ferrari und andere Fahrzeuge.

Der Kindheitstraum von Helmut Eberlein war es ursprünglich,

Tierpfleger zu werden. Dass seine Leidenschaft ihn dann zu

Deutsch lands bekanntestem Dompteur des Cavallino Rampante –

des springenden Pferdes im Markenzeichen von Ferrari – machte,

verdankt er den Werten, die ihn mit der italienischen Sportwagenmarke

verbinden: Ehrgeizigem Kampfgeist, Leidenschaft für Innovationen

und der Freude daran, sein Glück mit anderen zu teilen.

Herr Eberlein, wie sind Sie zur Leidenschaft für Ferrari gekommen?

Das war total verrückt! Ich war als Jugendlicher ein begeisterter

Motorradfahrer. Und da ich immer der Beste sein

wollte, war es klar, dass ich alsbald begann, Motorradrennen

zu fahren. Über die Unfreundlichkeit der damaligen Motorradhändler

habe ich mich aber immer geärgert. So wurde ich

nach meiner Ausbildung zum Maschinenschlosser und späterem

Studium zum Feinwerktechniker 1975 schließlich selbst

Händler für die Marken Suzuki und Ducati. Als erstes richtete

ich in meinem kleinen Laden eine Sitzecke ein, wo sich

Biker treffen und bei Kaffee ausführliche Benzingespräche

führen konnten. So wurden aus Kunden Freunde! Die anderen

Motorradhändler regten sich natürlich darüber auf, aber

ich verkaufte schon bald deutlich mehr Maschinen als alle

anderen in der Umgebung.

Und warum dann der Wechsel auf vier Räder?

Mein Ehrgeiz mit dem Motorrad auf den Rennstrecken

war natürlich nicht ganz ohne Risiko. Nach einem Sturz

beim Superbike Rennen 1987 in Hockenheim wurde mir

als jungem Familienvater klar, jetzt ist Schluss damit. So war

ich auf der Suche nach einer vergleichbaren Leidenschaft.

Schon 1985 machte ich, mit der Übernahme des Alfa

Romeo Vertriebs in Kassel, die erste Begegnung mit dem

Spirit italienischer Automobile. Von einem Italiener wurde

mir dann auch prompt ein Ferrari 308 GTB angeboten und

schon nach wenigen Kilometern wusste ich: Das ist ja genauso

geil wie Motorradfahren! Natürlich habe ich dann alles

über Enzo Ferrari gelesen und sofort gesehen, dass wir die

gleichen Werte sowie den Sinn für Kompetenz und Qualität

teilten.

Fotos: Uwe Erensmann @uepress

v.l.: Peter Enders (neuer Geschäftsinhaber Ferrari Eberlein), Jarno Eberlein und Helmut Eberlein

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