22.07.2019 Aufrufe

Hotel Interior 2018-19

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Ausgabe 2018/2019

HOTEL INTERIOR

DAS MAGAZIN FÜR DESIGN – TRENDS – MATERIALIEN – MÄRKTE

The Royal Bavarian

Königlich logieren

mit Augenzwinkern

Traumstationen

Schauspielerin Jessica Schwarz

eröffnet ihr zweites Hotel

TRENDS

UND

FAKTEN

Hotelmarkt:

Lokalkolorit ist in!


EDITORIAL 3

Qualität SILKY SEAL 1200. Fotografie Hoernisch&Sanwald

EDITORIAL

REISEERLEBNIS

MIT LOCAL TOUCH

Nina Schinharl,

Redaktionsleitung Hotel Interior

Liebe Leserin, lieber Leser,

Zur Schwerindustrie des 21. Jahrhunderts ernennt der Autor

Marco D’Eramo den Tourismus in seinem neuen Buch „Die Welt

im Selfie“. Immerhin haben sich die Einnahmen der Branche in

den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt und die Reiselust der Weltbevölkerung

nimmt weiter stetig zu.

Der Gast wünscht sich – speziell in Zeiten von Instagram und Co.–

besondere individuelle Reiseerlebnisse, die er möglichst fotografisch

festhalten kann. Darum sind ungewöhnliche Unterkünfte so gefragt

wie nie. So schläft der Gast begeistert in einem ehemaligen Gefängnis

oder in einer Plastikkugel direkt am Strand: Jede Herberge, jedes

einzelne Zimmer soll im besten Fall als Unikat für sich stehen und

seine eigene Geschichte erzählen können (ab Seite 6).

Dabei entgeht den Hotelbetreibern nicht, dass es zu Hause meist am

schönsten ist: Das Interiordesign vieler Unterkünfte gibt Aufschluss

über Beschaffenheit und Historie des Standorts. In München wandelt

der Gast im The Royal Bavarian beispielsweise auf den Spuren der

bayerischen Monarchen (Seite 18), das Hotel Sepp in Salzburg punktet

wiederum mit Baustoffen aus der näheren Umgebung (Seite 42).

Da wir nun einmal keinen Planeten B haben, spielt auch in der

Hotellerie der Umweltschutz eine immer größere Rolle. Amsterdam

geht hier mit gutem Beispiel voran. Mit dem QO (Seite 5) und

The Albus (Seite 45) kann die niederländische Stadt gleich zwei Häuser

ihr Eigen nennen, deren CO 2

-Bilanz gegen Null geht.

FRECH UND INDIVIDUELL ODER TON IN TON?

KONFIGURIEREN SIE IHREN TEPPICH

‚MADE IN GERMANY‘ UNTER

WWW.OBJECT-CARPET.COM/KONFIGURATOR

Ein großes Potpourri an spannenden Möglichkeiten für neue Projekte

wartet auf Sie. Lassen Sie sich inspirieren!

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Nina Schinharl


NEWS 5

QO AMSTERDAM

IST HOTEL DES

JAHRES 2018

HOTELFORUM

S. 14 Hotel Savoy

S. 20 Sandra Schwarz im Interview

ab S. 22 Objektreferenzen

Das QO Amsterdam ist am 10. Oktober

im Rahmen des Hotelforum-

Galaabends zur „Hotelimmobilie

des Jahres 2018“ gekürt worden. Durch

sein konsequent nachhaltiges Konzept

bei gleichzeitig hohem Qualitätsanspruch

konnte sich das Hotel bei der Jury

durchsetzen. Andreas Martin, Geschäftsführer

der Hotelforum Management

GmbH: „Das Gebäude ist sozusagen ein

lebendiger Organismus, der sich wie ein

Chamäleon verhält und in den Bereichen

CO 2-, Wasser-, Energie- und Abfallwirtschaft

höchsten Kriterien genügt.“

Eine innovative Fassadenkonstruktion

mit 819 beweglichen Aluminiumplatten

sorgt für Isolierung sowie Sonnenenergiegewinnung.

Auf diesem Weg wird

der Energieverbrauch im Vergleich zu

herkömmlichen Klimasystemen mehr

als halbiert. Die Fassade ist zudem mit einem

integrierten Building Management

System verbunden, dadurch können die

Energieverbrauchswerte des Gebäudes

erfasst und ausgewertet werden. In der

22. Etage des QO Amsterdam befindet

sich ein Gewächshaus, das Teil des hauseigenen

Ökosystems ist und in dem

Pflanzen sowie Gemüse für die Küche des

Hotels angebaut werden. In allen Räum-

Im QO Amsterdam steht

Umweltschutz im Fokus

lichkeiten wurden natürliche oder auch

lokale Materialien verarbeitet. Ein Drittel

des verbauten Betons stammt aus dem

abgerissenen Shell-Turm, heute A´DAM

Tower. Alte niederländische Fischernetze

wurden zu Teppichen recycelt. Außerdem

konnte das QO mit seiner barrierefreien

Gestaltung punkten.


Trends, Zahlen, Projekte –

die neue Hotel Interior

zeigt, was den aktuellen

Hotelmarkt bewegt

IMPRESSUM

HOTEL INTERIOR

Verlag Winkler Medien Verlag GmbH,

Nymphenburger Str. 1, 80335 München

www.winkler-online.de

info@winkler-online.de

Tel. +49 89 290011-0

Fax +49 89 290011-99

Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Klaus Winkler

Chefredaktion Gabriela Reckstat

Redaktion Nina Schinharl (Leitung),

Karin Mauro, Andrea Wolff, Uwe Linke

(Freier Autor)

Schlussredaktion

Christiane Müller-Patzelt

Art Director/Litho Christiane Schäffner

Anzeigen Gunnar Reckstat (Leitung)

Druck F&W Mediencenter GmbH,

Holzhauser Feld 2, 83361 Kienberg

RZ Abonnenten Service

Tel. +49 89 290011-11, Fax -99,

abo@winkler-online.de

Inhalt

Aktuell

05 Hotelimmobilie des Jahres

QO in Amsterdam

Hotelkompetenzzentrum

Neues Musterzimmer

06 Trends & Fakten Aktuelle Zahlen und

erfolgreiche Hotel-Konzepte

12 Relax your Life Badewannen aus

Schaumstoff

16 Restaurantgestaltung Beste Zutaten

44 Die spektakulärsten Eröffnungen

Anders ist Trumpf

Referenzen

22 Indes Fuggerhaus Zeitlose

Alleskönner

24 Drapilux Absolute Designfreiheit

25 JAB Anstoetz Lässige Natürlichkeit

26 Saum & Viebahn Loden liegt im

Trend

28 Sonnhaus Akzente setzen

29 Höpke Familie mit Stil

30 Englisch Dekor Die Melodie der Ruhe

31 Fine Modern Country

32 Döfix Funktionale Ästhetik

33 B11 Moderne Raumakustik

34 Baukulit Vox Szenenwechsel

35 Caparol Licht, Struktur und Farbe

36 Erfurt Bleibt hängen

37 Jordan Individuell statt Standard

38 Object Carpet Teppich nach Maß

39 Invista Boden mit Botschaft

40 Betten Schramm Wie man sich bettet...

Interview

20 Sandra Schwarz über die Eröffnung des

Träum weiter

46 Homesharing Jennifer Hsieh, Marriott

International, zu neuen Wegen

Objektreportagen

10 Carrossa Hotel Spa Villas Balearenjuwel

14 Hotel Savoy In neuem Glanz

18 The Royal Bavarian Detail schafft Seele

41 Hotel am Leuchtturm Auf Kurs

42 Sepp Wie kein Zweites

Rubriken

03 Editorial

04 Inhalt, Impressum

Das Hotelkompetenzzentrum bei

München bietet Hotelplanern eine

Plattform, um neue Einrichtungskonzepte

vor Baubeginn auszutesten und

dem Kunden anschaulich zu präsentieren.

Auch XXXL Neubert Hoteleinrichtung hat

die Vorteile des Kompetenzzentrums für

sich entdeckt. Neben dem Zimmer „Imperial“

stellt das Unternehmen in Oberschleißheim

sein neues Einrichtungskonzept

„Chalet“ vor. Das Hotelzimmer

verbindet alpine Gemütlichkeit mit modernen

Einrichtungselementen. „Unser

ALPINES

DESIGNMUSTER

HOTELKOMPETENZZENTRUM

Im Hotelkompetenzzentrum

gibt

es seit Kurzem

ein neues alpines

Musterzimmer

Ziel war es, ein urgemütliches Zimmer

mit ländlichem Charakter zu schaffen,

bei dessen rustikalem Charme auch der

Wohnkomfort nicht zu kurz kommt“, so

Matthias Windolf, Leitung XXXL Neubert

Hoteleinrichtung. Zu diesem Zweck verwendete

sein Team Stoffe, die ganz in der

Tradition alpenländischer Wohnkultur

stehen: Filzstoffe zieren Ohrensessel und

das aufwendig gepolsterte Bettkopfteil.

Das rustikale Holz-Dekor in „Fichte Alpin

Natur“ zieht sich durch die gesamte Einrichtung

und verleiht dem Raum eine warme

Wohlfühlatmosphäre. Der ländliche

Charakter wird durch moderne Elemente

wie pulverbeschichtete Metallgestelle unterbrochen.

Spannende Details verstärken

den alpinen Charakter des Musterzimmers.

Zu originellen Webpelz-Accessoires

und Filz-Applikationen gesellen sich zwei

in Schrank- und Minibartüre eingefräste

Hirschköpfe. Ein überdimensionales Foto-

Banner mit alpenländischem Bergmotiv in

Schwarz-Weiß, welches sich je nach Kundenwunsch

und Region beliebig austauschen

lässt, komplettiert die Szenerie. ■


6 TRENDS UND FAKTEN

TRENDS UND FAKTEN 7

NATUR, REGIONALITÄT, HANDWERK

GO GLOBAL

ACT LOCAL

Hotel-Design ist zunehmend von seiner unmittelbaren Umwelt

geprägt. Flora, Fauna sowie ortsübliche Bräuche finden sich im

Interieur wieder, Materialien stammen aus der Region

RUHE &

RÜCKZUG

Mehr als die Hälfte der Wellnessreisenden

gönnt sich zwei oder mehr Auszeiten

im Jahr. Und sie werden immer länger

– fünf bis achttägige Reisen nehmen

zu. Oberste Priorität haben Rückzugsorte

zum Entspannen (78,9 Prozent) sowie

Massagen und physiotherapeutische

Anwendungen (76,6 Prozent). Pools und

Saunalandschaften sind aber immer

noch fast genauso wichtig (75 Prozent).

(Foto: Chiva-Som International Health

Resort)

Text: Karin Mauro

REGIONALES

HANDWERK

Ob beim Essen oder bei den Sitzmöbeln:

Handwerklichkeit ist in! Regionale

Materialien und Erzeugnisse werden

von Manufakturen und Gewerken vor

Ort verarbeitet – und ganz traditionell,

überraschend modern oder mit einem

kleinen Augenzwinkern umgesetzt. Dabei

kommen natürliche Materialien zum

Einsatz: Holz, Wolle und Leder feiern in

der Inneneinrichtung ein Comeback.

(Foto: : Go in Viva Bavaria)

„Die deutsche

Hotellerie

verzeichnet

das achte

Wachstumsjahr

in Folge.“

Otto Lindner,

Vorsitzender Hotelverband

DAS MEHR-

GENERATIONEN-HOTEL

UNVERGESSLICHE

ERLEBNISSE

Einmal im Baumwipfel, an einer Felswand oder

am einsamen Strand einer Malediven-Insel in die

Sterne schauen: Der Trend zur Individualisierung

ist auch in der Hotelbranche ungebrochen.

(Foto: Finolhu Design Hotel)

Familien gelten als lukrative und

buchungstreue Zielgruppe. Familienhotels

sind heute nicht nur Gasthaus,

sondern Kindergarten und Ferienlager

in einem. Design und Service

richten sich nach den Bedürfnissen

der Kleinsten – die Ausstattung sollte

kindgerecht und wo nötig barrierefrei

sein. Dies kommt auch einer anderen

interessanten Zielgruppe zugute – den

zahlungskräftigen Senioren.

(Foto: Ikos Resort)


8 TRENDS UND FAKTEN TRENDS UND FAKTEN 9

GLAMPING &

LUXUS-MOBILE

Zelten ja, aber bitte mit Komfort! Glamping

ist eine Kombination von Glamour und Camping

und beschreibt eine Art von Camping

mit Annehmlichkeiten und in einigen Fällen

Resort-Stil-Dienstleistungen, die normalerweise

nicht mit traditionellem Camping

verbunden sind. Das Angebot reicht von

Baumhäusern über voll ausgestattete Jurten

bis hin zu Luxus-Caravans mit allem erdenklichen

Schnickschnack. (Foto: Pixabay)

MENSCH UND

MASCHINE

Die Digitalisierung nimmt Gestalt an – wortwörtlich.

Ein Beispiel: Gemeinsam mit der FutureHotel-Forschungsreihe

des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und

Organisation (IAO) arbeitet das Hotel Schani in Wien daran,

intelligente Robotertechnologien in den Hotelalltag zu

integrieren. Zu diesem Zweck kommt ab Herbst 2018 der

Serviceroboter „Care-O-bot 4“ der Firma Mojin Robotics

in der Hotellobby zum Einsatz. (Foto: Deniz Saylan/Hotel

Schani Wien)

„Die Megatrends Globalisierung,

Digitalisierung und

Nachhaltigkeit projizieren sich

auf die Tourismusbranche“

Hotelmarkt Deutschland 2018

LEBEN WIE

DIE LOCALS

Uniformität war gestern! Nur noch die großen

Ketten setzen auf den Einheitslook von Businesshotels.

Kleine, familiengeführte Häuser betonen

das Ursprüngliche ihrer Umgebung – wie das neu

eröffnete Marias Platzl in München, das mit nostalgischen

Original-Objekten und einer Reihe von

kleinen Überraschungen münchnerische Urgemütlichkeit

ausstrahlt. (Foto: Marias Platzl)

SEHNSUCHT NACH

DEM EINFACHEN LEBEN

In einer Welt, die von Fortschritt, Geschwindigkeit

und Stress geprägt ist,

wächst der Wunsch nach Bescheidenheit,

rustikaler Einfachheit und der

Unvollkommenheit. Projekte wie „La

Granja“ auf Ibiza haben einen besonderen

Reiz für eine wachsende Gruppe von

Reisenden, die ein authentisches Erlebnis

und eine Verbindung mit örtlichen

Gemeinden suchen (Foto: Dreimeta)

FAKTEN

Investitionsvorhaben der Hotellerie in

Deutschland in den Jahren 2015-2017

Die Kurve zeigt noch immer nach oben:

Die Investitionen in Hotelneu- und -umbau

steigen seit Jahren kontinuierlich

7.000

6.000

5.000

4.000

Investitionsvorhaben der

Hotellerie in Deutschland

3.000

2.000

1.000

0

‘05 ‘06 ‘07 ‘08 ‘09 ‘10 ‘11 ‘12 ‘13 ‘14 ‘15 ‘16 ‘17

NICHT OHNE

MEIN HAUSTIER

Viele Hotels und Ferienanlagen in Deutschland

haben ihren Service um Angebote für vierbeinige

Gäste erweitert – von hundefreundlicher Ausstattung

(kuschelige Decken) über Leckerli bis hin zu

Wellness für Haustiere (Shampoos und Pflege).

Bei rund 8,6 Millionen Hunden hierzulande – mit

steigender Tendenz – sind deren Besitzer eine

interessante Zielgruppe (Foto: Pixabay)

Hotelmarkt 2018 bietet detaillierte

Einblicke in die Entwicklung der

Hotellerie, aktuelle Kennziffern

und Analysen. Der Branchenreport

kann unter www.iha-shop.de gekauft

werden.

Investitionsvorhaben nach Hotelbereichen in den

Jahren 2013 – 2017 (Anteil in %)

23,9%

Bad- und

Sanitäranlagen

32,7%

Andere (wie

z.B. Technische

Einrichtungen,

Tagungsflächen,

etc.) 10,2%

Restaurant

30,6%

Inneneinrichtung,

Ausstattung, Design

2,6% Wellness,

Fitness, Beauty

Die frohe Botschaft für Raumausstatter,

Inneneinrichter

und Interior Designer, die auf

dem Hotelmarkt tätig sind:

Noch immer wird ein Drittel

aller Ausgaben in Design und

Ausstattung investiert!


10 OBJEKT

OBJEKT 11

CARROSSA HOTEL SPA VILLAS

Grandiose Aussicht und

entspannte Ruhe bietet

der Infinity Pool

BALEAREN-

JUWEL

3 FRAGEN AN

Maria und

Peter Jonek

führen gemeinsam

das Stoffhaus

in Pullach.

Fernab vom Massentourismus ist im Nordosten Mallorcas

eine Oase des Rückzugs entstanden

Text: Karin Mauro Fotos: Hamacher Gruppe

Sie statten seit 25 Jahren die

Hamacher-Gruppe aus. Wie sieht

die Zusammenarbeit aus?

Es fing im Defreggental Hotel & Resort

an. Dort haben wir alles Textile

gemacht. Dann das Dolomitengolfhotel

sowie den Golfclub, für die wir

Materialien ausgesucht, bemustert

und abgewickelt haben – inklusive

Möbeln und Einrichtung. Im Fall von

Carrossa kam die Konzeption vom

Innenarchitekten und wir führten

die Vorgaben aus.

Welche Arbeiten haben Sie im

Hotel Carrossa durchgeführt?

Vorhänge und Gardinen haben wir

in Bayern konfektioniert, geliefert

und vor Ort montiert – von den Vorhangstangen

bis zum Aufmachen

der Vorhänge. Im Schwimmbad und

im Spa stammt der Sonnenschutz

von uns, genauso wie die Plissees

in den Badezimmern.

Wie würden Sie das Designkonzept

beschreiben?

Das Design spiegelt die Corporate

Identity des Hotels wider. Das Stoffkonzept

ist ganz bewusst ähnlich

wie in den anderen Häusern.

ersten Hauses abhebt“, erzählt Hamacher.

Die Ausstattung übernahm das Stoffhaus

Pullach, mit dem die Hamacher-Gruppe

ebenfalls seit Jahrzehnten verbunden

ist. „Wir stehen mit den Geschäftsführern

Maria und Peter Jonek seit

25 Jahren in engem Kontakt. Peter

Jonek hat damals schon auf dem Landgut

Carrossa das Altherrenhaus im

Landhausstil restauriert. Seitdem stattet

Jonek für uns alle Hotels und Renovierungen

aus“, erklärt Hamacher.

Neue Generation

Das alte Landhaus ist seit Jahrzehnten in

Besitz der Hotelier-Familie Hamacher, die

vor allem für persönlich geführte 4-Sterne-

Superior- und 5-Sterne-Urlaubsdomizile

auf der Alpensüdseite in Osttirol steht.

Bisher wurde das Haus als Seminarhotel

betrieben. Dem Umbau ging ein Generationenwechsel

voraus: Heinz Hamacher,

der das einstige Seminarhotel in Mallorca

leitete, übergab das operative Geschäft an

seinen Bruder Werner und seine Neffen

Peter und Alexander Hamacher. „Das Carrossa

Resort wurde nach dem Umbau neu

positioniert und in die Gruppe Hamacher

Hotels & Resorts integriert“, sagt Peter

Hamacher. Das Ergebnis kann sich sehen

lassen: Fernab vom Massentourismus

wurde ein Juwel geschafften, das für typische

balearische Architektur und Bauweise

genauso steht wie für modernstes

Interior Design.

n

FACTS

Carrossa Hotel Spa Villas

Camí de Carrossa KM 3.4

ES-07570 Artà | Mallorca | Spain

T: +34 971-835647

www.carrossa.com

oben: Die Bezugsstoffe von

Designers Guild prägen das

Interieur in der Lobby

kleines Foto: Das Bistro

Badia bietet leichte spanische

und lateinamerikanische

Küche. Blau ist hier Leitfarbe

Im Nordosten Mallorcas, unweit der

romantischen Kleinstadt Artà, liegt

zwischen knorrigen Olivenbäumen

und duftenden Mandelblüten das neu

eröffnete Resort Carrossa. Das Ensemble

aus dem luxuriös renovierten Landsitz,

in dem alles Historische erhalten wurde,

und 25 nagelneuen Junior-Suiten, sechs

Superior-Suiten sowie fünf Bay-View-

Suiten bietet Rückzug vom hektischen,

schnellen Leben auf der Insel. Die Anlage

vermittelt Tradition, Naturverbundenheit

und Stil. Vom beheizten Infinity-Pool aus

können die Gäste die Aussicht auf die

Bucht von Alcúdia genießen.

Ausgewähltes Design

Überraschend stylisch wirkt das Interieur

hinter den alten Mauern. Hotelier Peter

Hamacher hat ein Faible für Design – er

kann jeden Hersteller aus dem Kopf aufzählen:

„Die Bezugsstoffe stammen von

Designers Guild, die Dekostoffe von Romo,

die Restaurantstühle von Cor, die Outdoormöbel

von Caneline, die Leuchten

von Gervasoni sowie Catellani & Smith.“

Das Designkonzept stammt von dem

Allgäuer Innenarchitekten Florian Keck.

„Mit ihm haben wir damals schon beim

Dolomitengolfhotel zusammengearbeitet,

das die Familie neben zwei weiteren

Häusern in Österreich ebenfalls betreibt.

2003 ist eine enge Freundschaft entstanden,

Florian Keck hat viele Umbauten

in den Betrieben begleitet. Bei den

Dolomitengolf-Suiten hat er Innen- und

Außenarchitektur stark beeinflusst. Das

Haus ist sehr modern, ein Fünf-Sterne-

Betrieb, der sich vom Landhausstil des

Eingesetzte Produkte:

Bezugsstoffe von Designers Guild, Dekostoffe

von Romo, Vorhangstangen von

Manufaktur Fritsch, Sonnenschutz von

Nature Deco, Restaurantstühle von Cor,

Outdoormöbel von Caneline, Leuchten

von Gervasoni sowie Catellani & Smith

Designkonzept:

Innenarchitekt Florian Keck

Ausführender Betrieb:

Stoffhaus Pullach

Der bewusste Einsatz

von Textilien, Farben

und Beleuchtung zeichnet

die Einrichtung der

Zimmer aus – hier die

Junior Suite


12 MÖBEL

RELAX YOUR LIFE

8. – 11. 1. 2019

Wohlfühl-Badewanne

aus Schaumstoff

Fotos: Relax your Life

Die Möbel, die der Raumausstatter-Meister Peter Mechtold mit seinem

Unternehmen Relax your Life fertigt, fallen auf. Für seine Couchgarnituren,

Beistelltische, Liegen und – ganz neu – Badewannen verwendet er Kaltschaum

Im Jahr 1997 eröffnete Peter Mechtold

ein kleines Geschäft im bayerischen

Rödental – damals noch unter dem

Namen Peter’s Werkstatt. Aus dem Ein-

Mann-Betrieb sind inzwischen drei

Unternehmen geworden. Die Raumausstattung

führt er unter dem Namen Casa

Castello, die abgespaltene Möbelproduktion

unter Relax your Life. In diesem

Jahr gründete er zusammen mit einem

Immobilien-Experten die Firma Space

Founder für Leichtbau-Designgebäude.

Alle Möbel von Relax your Life werden

in handwerklicher Präzision in der eigenen

Werkstatt und der hauseigenen Lackiererei

hergestellt. Die Möbel bestehen

aus Hart- und Weichschaumelementen,

beschichtet mit Ein-, bzw. Zwei-Komponenten-Lack.

Dieser

macht die Möbel äußerst

Pures Badevergnügen

bieten

die Wannen

aus weichem

Schaumstoff

robust und sehr widerstandsfähig,

außerdem

sind sie dadurch wetterfest,

das heißt UV-stabil

und wasserbeständig.

Den Formen

sind keine

Grenzen gesetzt

In den vergangenen zwei

Jahren hat Mechtold gemeinsam

mit seinem

Innenarchitekten Fred

Schäff an einem neuen

Produkt gearbeitet, das

es bisher noch nicht gab:

eine Badewanne komplett

aus elastischem

Schaumstoff. Jetzt ist sie

auf dem Markt mit dem Patent für den

europäischen Markt. Als Trägermaterial

dient Polsterschaum. Raumgewicht und

Stauchhärte werden an den Modelltyp

der Badewanne angepasst. Der Formenvielfalt

sind dank digitaler 3D-Planung

und CNC-Fertigungstechnologie kaum

Grenzen gesetzt. Auf die hochflexible

und wasserdichte Oberfläche wird spezieller

Lack aufgespritzt, sodass alle Farben

möglich sind. Die Bruchdehnung der

Beschichtung ist mit 550 Prozent sehr

flexibel, dadurch wird der Wasserdruck

aufgehalten. Ein Sandwich-System (Beschichtung

außen und innen) sorgt dafür,

dass der Schaum komplett ummantelt ist,

somit können also keine Ausdünstungen

heraustreten. Gereinigt werden kann die

Badewanne mit herkömmlichen Haushaltsreinigern

oder mit einem speziellen

Reinigungsmittel, das mitgeliefert

werden kann, auch Desinfektionsmittel

schaden nicht. Die Badewanne kann mit

Brandzertifikat geliefert werden, da sie

aus einem Spezialschaum (B1) besteht,

der schwer entlammbar ist. Ihr Eigengewicht

variiert je nach Größe zwischen

30 und 50 Kilogramm. Geliefert wird sie

gebrauchsfertig mit Installationszeichnung

inklusive Siphon und muss nur

noch angeschlossen werden. | gr n

Auch außergewöhnliche

Formen sind dank digitalter

3D-Planung und CNC-Fertigungstechnologie

möglich

Inspired by:

FUROSHIKI

Raumausstattermeister

Peter Mechtold ist Geschäftsführer

von Relax your Life

Innovationen und textile Lösungen

für Innenarchitekten, Architekten und

Hospitality Experten. Mehr erfahren:

heimtextil.messefrankfurt.com


14 OBJEKT

OBJEKT 15

80 Gästezimmer und Suiten wie die

Präsidentensuite mit Livingroom

(unten) auf 177 Quadratmetern sind

im farbenfrohen Pucci-Stil gestaltet

ZUR PERSON

Text: xxxxx Fotos: xxxxx

HOTEL SAVOY

IN NEUEM GLANZ

Nach umfangreicher Renovierung hat in diesem Jahr das Rocco Forte

Hotel Savoy in Florenz wieder seine Türen geöffnet. In Zusammenarbeit

mit dem berühmten Modehaus Emilio Pucci glänzt die neue Inneneinrichtung

mit farbenfrohen, unverwechselbaren Pucci-Motiven

In der neu gestalteten

Lobby des 1893 erbauten

Savoy Hotels

verschmelzen Renaissance-Elemente

mit

Pucci-Blumenprints

im Pop Art Spirit

Fotos:

Rocco Forte Hotels

„Es ist wunderbar

zu sehen,

wie viele Handwerker

noch in

Florenz aktiv

sind und hier

im Zentrum ihre

Meisterwerke

produzieren.“

Innenarchitektin Olga Polizzi

N

ach sorgfältiger sechsmonatiger

Renovierung eröffnete das renommierte

Hotel Savoy, das vor

125 Jahren im klassischen florentinischen

Stil erbaut wurde, am 13. April offiziell

seine Pforten. Das Hotel gehört zu

der Familie „Rocco Forte Hotels“, die 1996

von Sir Rocco Forte und seiner Schwester,

Designerin und Innenarchitektin

Olga Polizzi, gegründet worden ist. Seit

diesem Jahr zählen insgesamt zwölf

High-end-Hotels dazu. Alle Hotels sind

alte und neue Wahrzeichen an außergewöhnlichen

Orten. Polizzi hat die zeitlose

Eleganz des Savoy mit zeitgenössischen

Elementen aufgewertet und dabei auf

Zitate aus der Renaissance sowie auf die

führenden Handwerker und Künstler der

Stadt zurückgegriffen. „Wir wollen, dass

unsere Hotels die jeweilige Stadt, in der

sie sich befinden, widerspiegeln“, erklärt

Olga Polizzi die Philosophie von Rocco

Forte Hotels. Es ist deshalb keineswegs

verwunderlich, dass die Designerin bei

diesem Projekt mit dem weltweit renommierten

Florentiner Modehaus Emilio

Pucci zusammengearbeit hat. Laudomia

Pucci, Image Directorin der Firma, hat

gemeinsam mit Polizzi eine einzigartige

Atmosphäre geschaffen und den

Inbegriff des italienischen Designs in

die ehrwürdigen Mauern geholt. Laudomia

Pucci zeigte sich begeistert von der

Kooperation und dem Ergebnis: „Zum

ersten Mal in der Geschichte von Emilio

Pucci haben wir die Kreativität übersetzt,

die diese Stadt inspiriert, indem wir die

Eleganz des Hotels mit der Lebendigkeit

und Raffinesse von Pucci und der Stadt

Florenz zusammengebracht haben.“

Einrichtung im Pucci-Stil

Die Zusammenarbeit mit Emilio Pucci

begann mit dem Entwurf eines exklusiven

Schals für das Hotel Savoy, der das Design

der historischen Piazza della Repubblica

zeigt, in typischer Pucci-Manier neu interpretiert

und in Glastische eingefasst

als dekoratives Element die Restaurantterrasse

schmückt. Der größtenteils weiße

Hoteleingang wird von farbenfrohen

Kunst- und Designelementen akzentuiert.

Farbenfrohe Kissen auf prächtigen

schwarzen und fuchsiafarbenen Sofas

werden zum Eyecatcher, der elegante

Look der Lobby wird von einem handgeknüpften

Teppich mit dem kultigen

„Lamborghini“-Druck von Pucci komplettiert.

Polizzi reduzierte zugunsten eines

luxuriöseren Raumerlebnisses die Zimmerzahl

von 102 auf 80. Exklusiv entworfene

Bronzetto-Tische, -Stühle, -Spiegel

und Stücke aus dem Atelier von Chelini

Firenze mit den Materialien von C & C Milano

verleihen dem Hotel einen einzigartigen

italienischen Charakter. Olga Polizzi:

„Wir haben vorwiegend lokale Unternehmen

beauftragt und ich hoffe, dass dadurch

ein authentisches Florenzgefühl im

Hotel entsteht.“ | gr

n


16 TRENDS

TRENDS 17

Highlight: Mit farbigen

Glasschirmen in Transparent,

Opak oder changierend

plus glänzendem Messing

rückt Hängeleuchte

„Louis“ gleich mehrere

Trends ins rechte Licht

(Brand van Egmond)

BESTE

ZUTATEN

RESTAURANTGESTALTUNG

Der erste Eindruck macht Appetit

auf mehr, das gilt nicht nur für perfekt

zubereitete Speisen. Damit Essen

zum Dining-Erlebnis wird, spielt die

Atmosphäre der Location eine

erhebliche Rolle – von edel-elegant

bis trendig-harmonisch

Statement: Ohne Berührungsängste haben

sich Esszimmer-Sofas auch in der feinen

Gastronomie etabliert. Designmodell

„Zazen“ ist von japanischer Teehaus-

Architektur inspiriert (Sawaya & Moroni)

Salonlöwen:

Statt mit einheitlichen

Outfits

zeigen sich Polsterstühle

und

Sofa eindrucksvoll

als Solisten,

die trotzdem

perfekt harmonieren.

Kollektion

„Habanera“

mit Samt- und

Polsterstoffen

(Romo)

Fransen-

Couture:

Wie eine

extravagante

Abendrobe trägt

Sitzpouf „Kir Royal“

ringsherum bodenlange

Trimmings (Fratelli Boffi)

Tischkultur: Tabletts „Périmètre“ helfen nicht nur

beim Servieren von Speisen, sondern werden als

pures Ensemble auf der Tafel zum edlen Centerpiece.

Die Porzellandessins präsentieren mit stilisierten

Fenstern, Raffiabast und Flechtarbeiten einen Mix

aus Stadt- und Natureindrücken (Hermès)

Florale Fülle: „Rugx Amsterdam“ lässt den Boden

zur Ausstellungsfläche avancieren und legt Gästen

altmeisterliche Blütensujets zu Füßen. Extradünn

und schwer entflammbar gestaltet der Teppich im

Objekt bildschöne farbige Inseln (Object Carpet)

Showtime: Vorhang

„Cooper“, Wandverkleidung,

Leuchten und Stühle bilden

den elegant-monochromen

Rahmen für spielerische

Tischdeko (Kobe)

Cooler Look: Champagnerkühler

„Faces“ zeigt markante

Gesichter als umlaufende

Reliefs auf edlem Porzellan

(Sieger by Fürstenberg)

Modern Eatery: An einer einzigen langen Tafel

wird Essen zum kommunikativen und zentralen

Event. Großformatige Platten aus Feinsteinzeug,

wie Kollektion „Grande Metal Look“, realisieren

Maxi-Oberflächen für Bars und Tische (Marazzi)

Styling-Profis: Wohnliches

Ambiente zu schaffen oder

starke Akzente zu setzen,

gelingt mit Kissen mühelos.

Die Kollektion von Akira Minagawa

inspiriert mit abstrakten

Naturdessins zu raffinierten

Kombinationen (Kvadrat)


18 OBJEKT

OBJEKT 19

links: Im ehemaligen

Telegraphenamt wird

der Gast königlich

empfangen

unten: Akribisch

ausgewählte Details

machen jeden Raum

unverwechselbar

EXPERTENTIPP

THE ROYAL BAVARIAN

DETAIL SCHAFFT

SEELE

Mit einem Blick für Finesse inszeniert

Dreimeta Erlebniswelten. Jeder Raum soll seinen

ganz eigenen Charakter erhalten

Text: Uwe Linke Fotos: Steve Herod, Berlin

Wenn Andrea Kraft-Hammerschall

von ihren Projekten

berichtet, merkt man ihr den

hintergründigen Witz und ihre Liebe

zum Detail an, denn ihre Devise lautet:

„Das Hotel soll als Erlebnis an sich in Erinnerung

des Gastes bleiben, nicht nur

der Ort“. Die Innenarchitektin ist schon

seit acht Jahren Teil des zehnköpfigen

Teams der Augsburger Ideenschmiede

Dreimeta. Seit einiger Zeit fungiert sie

dort neben dem Gründer Armin Fischer

als CEO. Kraft-Hammerschall möchte ihren

Projekten eine Seele geben, indem sie

ihre Geschichten erzählt. So erstaunt es

auch nicht, dass bei Kraft-Hammerschall

anders als in den meisten Kettenhotels

üblich die Gästezimmer selten identisch

eingerichtet sind. Natürlich gebe

es Standards, die aufgrund der Kategorie

des Hauses notwendig sind, doch muss

oder besser darf nicht jedes Gastzimmer

gleich aussehen, erklärte sie auf einem

Hotelkongress in Hamburg: „Der Gast soll

auch beim nächsten Aufenthalt wieder

Unerwartetes entdecken und auf neue

Erlebnisse gespannt sein dürfen.“

Reise in die Monarchie

Für das Münchner 25hours, welches im

November 2017 eröffnete, wurden statt

rot-weißer Karos und hölzerner Berghütten

im Jodlerstil Elemente aus bayerischen

Sagen und Mythen oder Erinnerungen

an am Ort verehrter Wilderer

verwendet. Das Gebäude selbst wurde

1871 als königliches Telegraphen- und

Oberpostamt errichtet. Die Idee von

Dreimeta war es, ein Grandhotel mit

Augenzwinkern angelehnt an die bayerischen

Könige, vor allem an den sagenumwobenen

Monarchen Ludwig II. zu

schaffen. Der Arbeitstitel des Entwurfs

FACTS

25hours The Royal Bavarian

Bahnhofpl. 1

80335 München

Tel: +49 89 904001255

Architektur

ehemaliges Königliches Telegraphenamt

Baujahr 1871, Neorenaissance

Gestaltung

Dreimeta, Augsburg

Besonderheit:

165 unterschiedlich gestaltete Zimmer,

inspiriert von Mythen und Sagen in Bayern

Andrea

Kraft-

Hammerschall

Innenarchitektin

und CEO bei

Dreimeta

Was macht ein Gästezimmer

gemütlich?

Jedenfalls niemals Weiß. Wir

plädieren zu mehr Mut Farben

einzusetzen und greifen zu warmen,

aber nicht grellen Tönen. Bei

Materialien achten wir auf Natur

und empfehlen Echtholzparkett,

wenn es Holz sein soll. Bevor wir

ein Fake-Material wie Laminat oder

PVC einsetzen, bevorzugen wir andere,

echte Materialien. Unbedingt

sollte man mehrere verschiedene

Lichtquellen in einem Raum einsetzen,

die sich dimmen lassen oder

auf die Tageszeiten eingehen.

„The Royal Bavarian“ blieb am Ende sogar

im Namen des Hotels erhalten. Das

Designteam recherchierte für die Umsetzung

in bayerischen Schlössern. Dabei

sollte es aber nie um eine Kopie gehen,

sondern um eine liebevolle und leicht

überspitzte Inszenierung des Themas.

Daher durfte auch der Schwan nicht

fehlen, als Lieblingstier von Ludwig II.

ein notwendiges Accessoire, das jetzt

in der Suite wohnt. Eine Bibliothek mit

einem alten Grammophon, eine Bar mit

Lichtinstallationen oder ein Absurditätenkabinett

im Aufzug gehören ebenso

zu den gestalterischen Mitteln, die den

Gast im Royal Bavarian nun überraschen.

oben: Das Ambiente ist von bayerischen

Sagen und Geschichten über bekannte

Wilderer inspiriert

Originelles für die Sinne

„Uns geht es immer darum die Identität

des Kunden zu stärken,“ sagt Kraft-Hammerschall

und wer den Aufwand bemerkt,

den ihr Team betreibt, um ein Hotelzimmer

in ein Erlebnis zu verwandeln, der

glaubt ihr das auch gerne. Akribisch detailverliebt

sucht sie Ausstattungsgegenstände,

Leuchten und Accessoires von

Flohmärkten und Händlern zusammen.

Wenn sie etwas Originelles sieht, kauft sie

es auch ohne konkrete Idee, doch eines

Tages kommt dann die große Stunde wie

zum Beispiel für alte Straßenleuchten aus

Paris, die zu stilgerechten Leuchten in einer

Bar umgebaut wurden. Das Team bei

Dreimeta setzt auf alle Sinne und versucht

mit Struktur, Duft und Farben ein stimmiges

Farb- und Materialkonzept zu erzielen,

das sich behaglich anfühlt. „Textilien

sind uns wichtig, um Gemütlichkeit zu

erzeugen“, sagt die Interior-Expertin, „Wir

wissen, dass einige Hoteliers zu viele Stoffe

wegen des Pflegeaufwands vermeiden,

daher denken wir uns kreative Lösungen

aus, wie beispielsweise eine Textilschlange

am Fenster gegen vermeintliche Zugluft“.

Andrea Kraft-Hammerschall rät auch

zu Vorhängen, Teppichen und Kissen:

„Im 25hours München haben wir zum

Beispiel einen zusätzlichen Vorhang um

das Bett für mehr Intimität entworfen.

Dennoch gibt es keine Pauschallösungen,

sondern nur auf das Projekt bezogene

Konzepte mit unterschiedlichen Oberflächen

in einem Raum.“

n


20 INTERVIEW INTERVIEW 21

HOTELBETRIEBSWIRTIN SANDRA SCHWARZ

TRÄUM WEITER

links: Jedes Zimmer im

Träum weiter hat ein anderes

Thema, im Erdgeschoss

liegt „Perlentaucher“

Zehn Jahre nach der Eröffnung der Träumerei weihten

Jessica und Sandra Schwarz im August ihr zweites Haus

in Michelstadt ein. Sandra Schwarz erzählte uns mehr

Interview: Nina Schinharl Fotos: Melanie Eichmann

Frau Schwarz, Sie haben das neue Hotel

wieder gemeinsam mit ihrer Schwester

Jessica gestaltet. Welches der Zimmer im

Träum weiter haben Sie am liebsten?

Jessica und ich haben beim Eröffnungsrundgang

festgestellt, dass wir nicht sagen

können, welches uns am besten gefällt.

In der Träumerei gefällt mir beispielsweise

das Elfenbeinzimmer am besten

und Jessica mag die Vergissmeinnicht-

Suite am liebsten. Aber im Träum weiter

ist jedes Zimmer für sich besonders, weil

sie alle so unterschiedlich sind. Es gibt

fünf neue Räume namens Perlentaucher,

Smaragdwald, Wüstenrose, Felsennische

und Himmelreich. Ob im Perlentaucher

die Tapete, oder im Smaragdwald die grüne

Pflanzenwand, oder im Himmelreich

das Himmelbett (im Bild) – wir haben im

Träum weiter schlicht kein Lieblingszimmer,

sie sind alle einzigartig.

Wieviel Persönliches von Ihnen beiden

steckt im Interiordesign des Hauses?

Viel. Sogar noch ein Ticken mehr als

in der Träumerei. Wir haben die Wohnung

unserer Mutter fast leergeräumt,

weil sie viele Mitbringsel von unseren

Reisen besitzt. So finden sich im Hotel

neben einem Pfauenstuhl afrikanische

Skulpturen oder ein südamerikanischer

Regenmacher. Jessica hat eine marokkanische

Leuchte mitgebracht, ich ein paar

afrikanische Kissen. Das Persönlichste

aber sind die Fotos. Sehr schnell stand

fest, dass wir vor jedes Zimmer eine kleine

Petersburger Hängung mit privaten

Bildern unserer Reisen anbringen. Da

finden sich unsere Großeltern, unsere

Eltern sowie Jessica und ich mit unseren

Familien wieder. Wir haben diese Fotos

thematisch an die Zimmer angepasst.

Also vor dem Perlentaucher hängen Erinnerungen

an unsere Urlaube am Meer

und so weiter.

„Jessica und ich

haben im

Träum weiter kein

Lieblingszimmer.

Sie sind

alle einzigartig.“

Sandra Schwarz

Wie sieht es in den Zimmern aus?

Meine Schwester und ich sind totale

Naturfreaks, uns ist Nachhaltigkeit sehr

wichtg. Auch bei der Träumerei haben

wir schon darauf geachtet. Wir haben

mit Beton sowie Holz und Lehm gebaut.

Dazu Leinenvorhänge und im Entrée liegen

Kokosmatten. In den Zimmern sind

Eichendielen verlegt. Die Textilien haben

wir in Berlin im Stilwerk bei Lars Leppin

ausgesucht. Ihm sind wir treu geblieben,

denn er hat ja auch die Träumerei eingerichtet

und das war eine tolle Zusammenarbeit.

Außerdem lieben Jessica und

ich Brüssel, dort haben wir unsere Fliesen

geholt bei Emery & Cie. Die werden direkt

aus Marokko geliefert.

Gab es Überraschungen beim Bau?

Das Haus, in dem sich nun das Träum

weiter befindet, ist das einzige in der Straße,

das einen Kriechkeller besitzt. Früher

lagerte man dort Getränke und Kartoffeln.

Wir wussten zunächst nicht genau,

was wir mit dem Keller anfangen sollen,

denn wenn es da einmal regnete und der

Grundwasserspiegel stieg, lief er mit Wasser

voll. Sprich, wir mussten den kompletten

Holzboden herausreißen, weil er

feucht war. Darunter kam ein sehr toller

Sandsteinkeller zum Vorschein. Wir fanden

ihn so schön, dass wir ihn gesäubert

haben. Wir haben zudem aus dem Boden

im Erdgeschoss ein Viereck ausgeschnitten,

darauf wird eine Glasplatte platziert

und so bleibt der Blick in den Kriechkeller

erhalten.

Planen Sie weiter zu expandieren?

Bei uns muss immer etwas gemacht werden.

Wir haben ja außer unserem Hotel

auch noch unsere Hausbrauerei. Kürzlich

hatten wir erst einen Wasserschaden, um

den wir uns kümmern mussten. In etwa

fünf Jahren müssen wir dann möglicherweise

auch die Träumerei einmal renovieren

und es gibt in Michelstadt noch

ein weiteres Haus, das uns gehört und

welches auch umgebaut werden könnte.

Aber im Moment sind wir ein bisschen

durch, darum möchten wir zunächst eher

langsam machen.

n

oben: Das Träum weiter

befindet sich nur wenige

Meter von der Träumerei

entfernt

rechts: Sandra Schwarz

(links im Bild) gestaltete die

Träumerei und das Träum

weiter gemeinsam mit ihrer

Schwester, der Schauspielerin

Jessica Schwarz

FACTS

Designhotel

Die Träumerei und Träum weiter

Obere Pfarrgasse 3

64720 Michelstadt

+49 6061 703333

www.die-traeumerei.com

Inhaber:

Jessica und Sandra Schwarz

Architekten:

Gesine Stöcker, Michelstadt

Johannes Müller-Baum, Berlin

Eingesetzte Produkte:

Natürliche Materialien wie Lehm,

Leinen und Holz, Textilien von

Raumausstattung Lars Leppin, Berlin,

Fliesen von Emery & Cie,

Private Souveniers der Familie Schwarz


22 DEKO-/MÖBELSTOFF DEKO-/MÖBELSTOFF 23

INDES FUGGERHAUS

Zeitlose Alleskönner

Weich fließende, multifunktionale

Unis in verschiedenen Preissegmenten

sind gefragter denn

je und genau aus diesem Grund hat FR-

One sich auf diese Stoffgruppe konzentriert

und festigt mit der neuen Kollektion

„Lithology“ seinen Expertenstatus als Unilieferant

für schwer entflammbare Stoffe. Der

große Vorteil: das vielfältige FR-Sortiment

kommt aus einer Hand. Hochwertige Strukturen

und modische Gardinen ergänzen das

FR-One-Konzept. Die Kollektionen, die über

Indes Fuggerhaus vertrieben werden, bieten

insgesamt eine breite Auswahl an Unistrukturen

und trendigen Designs, sodass

zahllose Raumatmosphären in verschiedenen

Preisniveaus gestaltet werden können.

Mit einer großen Auswahl an Vorhängen,

Möbelbezugsstoffen und multifunktionalen

Textilien in verschiedenen

Design- und Farbstilen stehen mannigfaltige

Gestaltungsmöglichkeiten bereit. Der

Fokus liegt hierbei auf matten Unistoffen,

die durch den Einsatz von Multicolour-Garnen

eine lebendige Struktur erzeugen und

das entspannte Wohngefühl unterstreichen.

Inspiriert sind die Artikel wie „Lipova FR“ und

„Lupine FR“ durch edle Steinstrukturen wie

Marmor. Auch das beliebte Chefronmuster

kommt zum Einsatz und ist nicht mehr

wegzudenken aus der Stoffgestaltung, weil

es so vielseitig einsetzbar ist. Als gute Partner

eignen sich dazu die leichten Scherlie-

Gewebe „Lovable FR“ und „Lucky FR“. Stoffe

empfehlen sich in einer sich immer schneller

drehenden Welt wunderbar als Ruhepol.

Gewebe an sich kann sehr gut die Akustik

in einem Raum verbessern wie auch der

opulente Chenille „Ludo FR“. Die Muster sind

zurückhaltend und dezent in Trendfarben

wie Rosé und Silver koloriert, sodass sie sich

harmonisch in jede Umgebung einfügen.

Kollektion:

„Lithology“

Produkte:

Schwer entflammbare

FR-One-Stoffe

Besonderheit:

Breite Auswahl an

Vorhängen,

Möbelbezugsstoffen und

multifunktionalen Textilien

Lieferant:

Indes Fuggerhaus

Kontakt:

DE-Marienheide

+49 2264 20135700

www.indesfuggerhaus.de


24 DEKO-/MÖBELSTOFF DEKO-/MÖBELSTOFF 25

JAB ANSTOETZ

Lässige Natürlichkeit

Vielfältige Impressionen aus der Natur

spiegeln sich in der neuen Stoffkollektion

„Hideaways“ wieder: sei

es ein lichtdurchfluteter Birkenhain, das

Rauschen des Windes im Schilf oder eine

tosende Meeresbrandung. Von puristisch

bis rustikal bieten die Textilien in ihrer lässigen

Art die Basis für einen unverfälscht

natürlichen Einrichtungsstil von Hotels und

Restaurants. Die matten Optiken der Materialien,

die wie Leinen oder Wolle anmuten,

und der trockene Griff machen die Stoffe

zu unkomplizierten Teamplayern mit einer

Vielzahl von Materialien wie trendigem

Beton, purem Stein oder rohem Holz. „Hideaways“

verwendet eine zurückhaltende

Formensprache, in der beispielsweise dezente

Wellenmotive und ikatartige Optiken

auf Mélangegarne und wollweiche Oberflächen

treffen. Die Kollektion bietet ein Portfolio

von elf schwer entflammbaren und

pflegeleichten Artikeln in 91 Farben für unterschiedlichste

Raumkonzepte. Im Blickpunkt

von „Hideaways“, die in sieben harmonischen

Farbwelten gehalten ist, stehen

Stoffe wie „Waterfall“, ein Doppelgewebe mit

weich geschwungenem Wellenrelief, Dekound

Möbelstoff „Tempest“ mit schickem

Zickzack-Motiv, „Glacier“, ein seidig glänzender

und zugleich widerstandsfähiger

Velours mit raffinierter Rippigkeit, Möbelstoff

„Meadow“ in Melange- und Wolloptik,

aber auch Kunstleder „Everglade“, das sich

wie Nubukleder anfühlt oder die transparente,

matte Gardine „Haze“ in Leinenoptik,

mit Beschwerungsband und in Raumhöhe.

Produkt:

Objektkollektion

„Hideaways“

Eingesetzte Produkte:

11 Artikel in 91 Farben:

„Waterfall“, „Explore“,

„Hillock“, „Element“,

„Tempest“, „Reed“,

„Glacier“, „Meadow“,

„Everglade“, „Haze“,

„Peak“

Besonderheiten:

Schwer entflammbar

und pflegeleicht

Lieferant:

JAB Anstoetz

Kontakt:

DE-Bielefeld

+49 521 2093-0

www.jab.de

DRAPILUX

Objekt:

Designhotel Liberty,

Offenburg

Planung:

Konrad Knoblauch GmbH,

Markdorf am Bodensee

Eingesetzte Produkte:

Artikel 795 als Faltrollo

und Artikel 243 als

Dimouts, passgenau,

schwer entflammbar

Lieferant:

Drapilux

Kontakt:

DE-Emsdetten

+49 2572 927-0

www.drapilux.com

Absolute Designfreiheit

Schwere Gefängnistüren aus Holz mit

gusseisernen Riegeln sind noch zu

sehen, genauso wie einige vergitterte

Fenster – aus dem einstigen Offenburger

Gefängnis wurde nach mehreren Jahren

Planungs- und Bauphase schließlich das

luxuriöse Designhotel Liberty mit 38 Zimmern.

Maßgefertigte Rollos und Dimouts

von Drapilux erzeugen in verschiedenen

Bereichen des Hotels eine gemütliche Stimmung.

Verantwortlich für die Gesamtgestaltung

ist die Konrad Knoblauch GmbH aus

Markdorf am Bodensee. „Bei der Umplanung

galt es vor allem, das historische und

bedrückende Erbe des Gefängnisgebäudes

mit der richtigen Portion an Unbeschwertheit

zu versehen“, erläutert Katja Scharnagel,

Projektverantwortliche bei Konrad Knoblauch.

Die knapp 50 Dachfenster wurden mit

passgenauen Faltrollos des Drapilux-Artikels

795 bestückt und so zu angenehmen Lichtquellen.

Die alte Haftanstalt besteht aus zwei

Backsteingebäuden, die nun durch einen

transparenten Glaskubus verbunden sind.

Darin befinden sich das Restaurant „Wasser

& Brot“, Bar und Lobby. Eine Besonderheit

in der Empfangshalle ist der Teppich. Er

wurde nicht verlegt, sondern als Muster in

den Betonboden eingefräst. Dazu gesellen

sich Designermöbelstücke und bodentiefe

Dimouts aus dem Drapilux-Artikel 243. So

entsteht luxuriöse Gemütlichkeit.


26 DEKO-/MÖBELSTOFF DEKO-/MÖBELSTOFF 27

SAUM & VIEBAHN

Kollektion:

„Hampton“

Produkt:

Möbelstoffe, Dekostoffe,

Plaids und Kissen

Besonderheiten:

Die Coordinate-Kollektion

besteht aus Lodenstoffen,

die aus 100 Prozent Schurwolle

„made in Germany“

gefertigt sind. Möbelstoffe

und Dekostoffe sind aufeinander

abgestimmt. Alle

Stoffe sind schwer entflammbar.

Lieferant:

Saum & Viebahn

Kontakt:

DE-Kulmbach

+49 9221 800-0

www.saum-und-viebahn.de

Loden liegt im Trend

Die Coordinate-Kollektion „Hampton“

aus der Designwelt Country kombiniert

wollig weiche Möbelstoff-

Qualitäten aus 100 Prozent Schurwolle mit

dekorativen Stoffen fürs Fenster. Exklusive

Accessoires wie Plaids und Kissen sorgen für

Behaglichkeit, worauf es gerade im Hotelbereich

besonders ankommt. Die Farbauswahl

reicht von klassischem Rot und Lodengrün

bis hin zu Rosé, Curry und Indigoblau. Alle

Stoffe sind schwer entflammbar, eine wichtige

Eigenschaft, wenn Stoffe im Hospitality-

Bereich eingesetzt werden. Die Möbelstoffe

bieten koordinierend zu den Dekostoffen

ein großes Potpourri an Kombinationsmöglichkeiten.

So sorgen die Schurwollqualitäten

„made in Germany“ sowohl für eine

natürlich weiche Haptik als auch ein angenehmes

Raumklima und eine gute Akustik.

Neben einem klassischen Multicolor-Karo

präsentiert „Hampton“ einen dazu passenden

Streifen sowie einen Hahnentritt und

ein zweifarbiges schlichtes Karo. Ein absoluter

Blickfang ist die florale Stickerei, die

sich filigran über den Stoff zieht. Durch ein

Blattmotiv und einen Uni entstehen viele

zusätzliche Kombinationsmöglichkeiten.

Ob große Polsterflächen, Sessel oder Stühle,

für jeden Einsatz ist der passende Stoff dabei.

Das trifft auch auf Vorhangstoffe zu. Der Inbetween

„Bristol“ lenkt die Aufmerksamkeit

auf sich mit einem großzügigen Blütendessin

in ausdrucksstarkem Pink und Anthrazit,

die pastellige Alternative ist eine zarte

Kombination aus Rosé und Silbergrau. Viele

raffinierte Dekostoff-Solisten bereichern die

Kollektion. Accessoires sorgen on top für Individualität:

Eine eigens entwickelte Plaidund

Kissen-Kollektion greift verschiedene

Motive der Kollektion auf und eröffnet so

Raum für individuelle Gestaltungskonzepte.

Neben einer Blüte zieren zum Beispiel auch

ein Ornament oder ein Hirsch die aufwendig

bestickten Kissen. Bei den Plaids hat man

die Wahl zwischen einem Karo und einer

Blüte oder einer Uni-Version.


28 DEKO-/MÖBELSTOFF

DEKO-/MÖBELSTOFF 29

SONNHAUS

-

Produkt:

Dekostoff „Arcadia“ aus

Serie „5700 Chic“

Kollektion „Avento 4“

Besonderheit:

Zertifikat permanent

schwer brennbar

Lieferant:

Sonnhaus

Kontakt:

DE-Straubing

+49 94217409-0

AT-Wels

+437242634-0

www.sonnhaus.eu

Akzente setzen

Grafische Dessins wirken zeitlos und

modern. Stilisierte Blüten und Blätter

liegen besonders im Trend, da

sie oft an den Frühling erinnern, der Neues

wachsen und gedeihen lässt. Dieses Gefühl

fängt „Arcadia“ aus der Serie „5700 Chic“ mit

kühlem Luxus und einem Hauch von Opulenz

gekonnt ein. Der permanent schwer

brennbare Dekorationsstoff von Sonnhaus

überzeugt durch seine gewebte Hammerschlagoptik

in Kombination mit natürlichen

Farben wie Anthrazit und Creme.

„Arcadia“ eignet sich besonders gut für die

Hotellerie, Gastronomie sowie öffentliche

Einrichtungen. Mit seinem grafisch gestalteten

floralen Dessin kommt der Jacquard

aus Kunstfaser modern und leicht daher.

Kombinieren lässt er sich wunderbar mit

Stores, ebenfalls aus dem Hause Sonnhaus.

Mit einer bemerkenswerten Auswahl an

Qualitäten, Farben und Designs bietet

beispielsweise die abwechslungsreiche

Storekollektion „Avento 4“ vielfältige Dekorationsmöglichkeiten:

Transparente Stoffe

treffen hier auf moderne Unistrukturen in

natürlichen Farben. Ob bestickt, gestreift

oder extravagant bedruckt – jeder Geschmack

findet die passende Lösung und

erhält ein stimmiges Gesamtkonzept. Moderne,

klare Linien und großzügige Fensterflächen

werden mit Wellenband problemlos

in Szene gesetzt. Die Stores setzen nicht nur

Akzente im Raum, sie sind außerdem pflegeleicht

und als permanent schwer brennbar

zertifiziert. Mit bis zu 320 Zentimetern

Höhe sind die hochwertigen Stoffe in Hotel

und Gastronomie allen Herausforderungen

gewachsen.

HÖPKE TEXTILES

Familie mit Stil

Viele Designs, noch mehr Funktionen:

Die Argumente, warum die Höpke-

Kollektion „Q2“ ein Must-have für

Lobby und Hotelbar ist, sprechen für sich.

Hergestellt aus innovativen Hitex-Garnen,

überzeugt der Mix aus modernen Strukturen

und attraktiven Basics durch auffällige

Looks und eine klare Designsprache.

Ob zeitlos-elegant, sportlich-modern

oder wohnlich-gemütlich – „Q2 Family“

vereint anspruchsvolles Design und Qualität

made in Germany – die Stoffe werden

von der Weberei Rohleder gefertigt.

Die aktuelle Höpke-Kollektion „Q2 Family“

vereint etliche Klassiker der bewährten

Markenstoffe und ergänzt diese durch neue

Designs. Von edlen Flachgewebe-Unis

über Chenille-Stoffe bis zu schimmernden

Glanzoptiken bietet die Kollektion die unterschiedlichsten

Looks. Die Bezugsstoffe

sind qualitätssicher: überdurchschnittliche

Licht- und Farbechtheitswerte, sehr gute

Scheuerbeständigkeit, hervorragende Gebrauchs-

und Pflegeeigenschaften, sehr

gutes Sitzklima, vorbildliche Ökobilanz

und waschbar bei 40 Grad. Detaillierte Hinweise

zur Pflege, Reinigung und Sonderbehandlung

bei Flecken und Verfärbung

durch Jeans- und andere Bekleidungsfarbstoffe

sind in den „Q2“-Pflege- und Reinigungshinweisen

detailliert nachzulesen.

Die Stoffe kommen ohne chemische Ausrüstung

aus und wurden mit dem Prüfsiegel für

körperverträgliche Textilien ausgezeichnet.

Kollektion:

„Q2 Family“

Besonderheit:

Klassiker vereint mit neuen

Designs, licht- und farbecht,

scheuerbeständig, hervorragende

Gebrauchs- und

Pflegeeigenschaften, gutes

Sitzklima, waschbar bei

40 Grad

Lieferant:

Höpke Textiles

Kontakt:

DE-Niederfüllbach

+49 9565 7960

www.hoepke.de


30 DEKO-/MÖBELSTOFF

DEKO-/MÖBELSTOFF 31

ENGLISCH DEKOR

Produkt:

Möbelstoffe der Kollektion

„Jazz“

Besonderheiten:

Schwer brennbar,

fleckenbeständig

Lieferant:

Englisch Dekor

Kontakt:

AT-Wien +43 1 89107-0

www.englisch.at

Die Melodie der Ruhe

Ob in der Lobby oder im Kaminzimmer

– die neue Möbelstoff-Kollektion

„Jazz“ von Englisch Dekor

bezaubert durch ihre subtilen Tonlagen.

Über Variationen in der Struktur bietet sie

einen dezenten, angenehmen Rhythmus:

Verläufe von semi-uni und klein gemustert

bis zum geometrischen Kick ermöglichen

ausgewogene und gemütliche Einrichtungskombinationen.

„Jazz“ ist die textile

Melodie zum Glas Rotwein am Abend,

beim Entspannen, beim gemütlichen

Plausch mit Freunden. Sorglose Bequemlichkeit

strahlen die schwer brennbaren,

pflegeleichten, mit Fleckschutz optimierten

Stoffe der neuen Kollektion „Jazz“ aus.

Der Wiener Textilverlag Englisch Dekor hat

sich die Sicherheit von Objektstoffen auf

die Fahnen geschrieben. Das Unternehmen

will einen Beitrag leisten, Brandschäden zu

reduzieren. Dies kann nur gelingen, wenn

jeder Stoff, jeder Farbton, jedes mögliche

Design auch in schwer brennbarer Qualität

am Markt verfügbar ist. Dieser Überzeugung

ist Englisch Dekor gefolgt und hat

sich nach eigenen Angaben zum Anbieter

mit der weltweit größten Auswahl an

schwer entflammbaren Qualitäten entwickelt.

Design ist der leitende Gedanke der

Produktentwicklung und Auswahl der Kollektionen

– nicht nur die aktuellen Trends,

sondern auch die Funktion betreffend.

FINE

Modern Country

Stoffe für den Hospitality-Bereich müssen

hohen Anforderungen genügen:

Schwer entflammbar und strapazierfähig

auf der einen Seite, gut gestaltet und

mit einem natürlichen Griff auf der anderen

Seite. Der österreichische Textilverlag Fine

beschäftigt sich seit Jahren mit dieser Herausforderung.

Heute zählt das Haus zu den

führenden Anbietern von funktionellen

Deko- und Möbelbezugsstoffen der Stilrichtung

Modern Country. Für die schwer

entflammbaren Qualitäten verarbeitet Fine

zum Großteil erstklassiges Trevira CS. Das

Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Objektstoffe

sind natürlich in Optik und Griff

und besitzen die exzellenten Gebrauchsund

Pflegeeigenschaften von Trevira CS-

Stoffen. Mit dieser Kombination schafft Fine

gemütliche Wohnstoffe für den Objektbereich.

Unerlässlich für Hotel und Gastronomie

sind strapazierfähige Basics. In der

Interpretation von Fine haben sie oft strukturierte,

haptisch interessante Oberflächen

und umfangreiche Farbkarten. Die jüngste

Trevira CS-Kollektion namens „Bellevue“

zeigt beispielhaft, wie Fine Tradition und

Funktion im Stoffdesign zusammenbringt.

Handwerklich anmutende Gewebe und

klassische Designs – von großen Ornamenten

auf Velours über grafische Blüten wie

bei „Salon“, unregelmäßige Rauten („Grünau“)

und eine Fischgratvariation („Gastein“)

bis hin zum großen Karo von „Bel Ami“ in

fein abgestuften Farben – schaffen ein gemütliches

Ambiente. „Verbier“ schlägt mit

lässigen Blockstreifen eine coole Richtung

ein. Elegant ornamental verleihen „Pavillon“

und „Celerina“ jedem Raum Opulenz.

Objekt:

Designhotel Wiesergut,

AT-Saalbach-Hinterglemm

Eingesetzte Produkte:

Deko- und Möbelstoff-

Kollektion „Bellevue“

Besonderheiten:

Trevira CS,

schwer entflammbar und

strapazierfähig in einer

breiten Farbrange

Lieferant:

Fine

Kontakt:

AT-Mils: +43 5223 55955-0

www.fine.at


32 DEKOTECHNIK

AKUSTIK 33

DOEFIX DÖHLEMANN

Produkt:

„Straight Line SL“,

„Straight Connect“,

„Flexiwave“

Qualitäten:

Beschwerungsstab mit

Gleitern, Verbindungsketten,

Kederabschlussband,

Wellenband

Besonderheiten:

Einfache Montage für

anspruchsvolle Fensterdekorationen

Lieferant:

Döfix Döhlemann

Kontakt:

DE-Weilheim

www.doefix.de

Funktionale Ästhetik

Der Spezialist für Dekotechnik und

Sonnenschutz bietet eine Vielfalt

an funktionalen als auch formvollendeten

Produkten für die Aufhängung

beispielsweise für Flächenvorhänge und

Dekorationen. In der modernen Architektur

mit großen Glaselementen hält der Flächenvorhang

eine maßgefertigte, wirkungsvolle

Lösung bereit. Das Spiel mit Licht und Schatten,

umgesetzt mit verschiedenen Stoffen,

schenkt jedem Raum eine ganz besondere

Wirkung – als eleganter Raumteiler, effektiver

Sicht- und Sonnenschutz oder trendige

Fensterdekoration. Döfix Döhlemann

ist es gelungen, mit dem außen liegenden

Beschwerungsprofil „Straight Line SL“ und

den Verbindungsketten „Straight Connect“

eine Technik zu entwickeln, die verhindert,

dass Flächenvorhangpaneele verheddern

können. Der Flächenvorhang behält damit

seine permanent schöne Optik. Die einfache

Konfektion der Paneele erfolgt durch

ein aufbügelbares Kederabschlussband mit

eingearbeiteter Bruchkante. Die Paneele

sind in Weiß, Hochglanz, Silber, Schwarz

und Titan gebürstet erhältlich. Für eine Vorhangdekoration

mit eleganten Falten ohne

Kräuselung, die bereits oben an der Aufhängung

ihre volle Tiefe entfalten, hat das Unternehmen

mit dem Wellenband „Flexiwave“

ein Produkt entwickelt, das einen gleichmäßigen,

eleganten Faltenfall ermöglicht.

B11

Moderne Raumakustik

In der Ruhe liegt die Kraft“, heißt es in Bayern.

Wer weiß das besser zu schätzen als

Dirk Huber, der Inhaber von B11. Der Unternehmer

gründete die Firma im Jahr 2011

mit dem Fokus auf Raumakustik. Ein Thema,

das besonders in Konferenzräumen immer

aktueller wird. Hier bietet B11 ausgeklügelte

Lösungen, um den Schall zu absorbieren. Ob

als Sitzmöbel, als Deckensegel, Stellwandoder

Wandabsorber – die Produkte von

B11 überzeugen nicht nur optisch, sondern

sorgen auch für konzentriertes Arbeiten in

schalloptimierten Räumen. „Wir arbeiten unbürokratisch,

sind immer erreichbar, reagieren

fix und kommen aus der Praxis“, verrät

Huber. Bevor er sein eigenes Unternehmen

gründete, war Huber als technischer Einkaufsleiter

in einem internationalen Unternehmen

tätig. Technik war schon immer

„sein Ding“. Schon lange war Huber auf der

Suche nach guten Produkten im Bereich

Raumakustik. Nachdem er sich eingehend

mit dem Thema beschäftigt hatte, aber kein

Produkt fand, das seinen Expertenwünschen

entsprach, beschloss er kurzerhand,

selbst Hersteller zu werden und entwickelte

eine Reihe von flexiblen Akustikelementen.

Die jüngste Entwicklung ist die wohl erste

drehbare Akustikstellwand, die Raumteiler,

Wand und Tür in einem darstellt – flexibel

in Funktion und Höhe. Mittlerweile beschäftigt

Huber in seiner Firma bereits sechs Mitarbeiter

und freut sich über einen ständig

wachsenden Kundenstamm.

Objekt:

Akustikelemente

Produkt:

Drehbare Absorberwand

„Rotary Wall“ ; Sitzmöbel

„Cube up and Down“;

Stoffe: „Camira Nexus“,

„Lucia“ und „Lucia CS“ (B1)

Besonderheit: Um 360

Grad drehbare Absorberwand,

Höhe variabel,

Montage ohne Bohren,

Whiteboard nachrüstbar

Lieferant:

B11

Kontakt:

DE-Edling

+49 8076 888410

www.b11.com


34 WAND-/DECKENGESTALTUNG

WAND-/DECKENGESTALTUNG 35

CAPAROL

Licht, Struktur und Farbe

Das Day Spa Hamburg residiert im

sechsten Stockwerk des Hotels

„The George“. Nach acht Jahren hat

die Erholungsoase nun ein neues Farbenkleid

erhalten. „Etwas fancy, aber nicht verrückt,

exklusiv, aber nicht arrogant“ lauteten

die Vorgaben für Sybille Abel vom Caparol

Farbdesignstudio. Sie setzte auf spannende

Strukturen und elegante Effekte und wählte

für das Day Spa Hamburg eine Farbrange

von opulentem Gold bis hin zu dezenten

Nude-Tönen. So begrüßt ein Goldton den

Besucher im Vorraum. Die in Anthrazit

gestrichene Decke nimmt Elemente aus

dem Hotel-Restaurant DaCaio auf. Passend

zum lässigen britischen Understatement,

der das Hotel auszeichnet, fügt sich ein

Beigeton im Flur in die Anmutung ein. Ein

dezenter, erdig-leichter Nude-Ton prägt

den neuen Behandlungsraum, wobei die

dunkel gehaltene matte Akzentwand die

feine Eleganz unterstreicht. Ein besonderes

Schmuckstück des Day Spa Hamburg

ist der Entspannungsraum mit Rundum-

Verglasung und Ausblick auf die Außenalster.

Im Raum bildet die Decke den Blickfang.

Sie beeindruckt durch eine gespachtelte

Effektbeschichtung in Rosé-Gold. Die

Lichtreflexionen der glänzenden Decke

verändern den Raumeindruck und die

Farbigkeit je nach Tageszeit: morgens belebend

und abends behaglich.

Objekt:

The George, Hamburg

Konzept:

Caparol Farbdesignstudio

Ausführung:

Goldammer & Martens

GmbH, Hamburg

Eingesetzte Produkte:

Capadecor Stucco-Satinato,

Capadecor Metallocryl

Interior, Capaver Element

Effects, Capadecor Stucco

Eleganza

Lieferant:

Caparol

Kontakt:

DE-Ober-Ramstadt

+49 6154 71-0

www.caparol.de

BAUKULIT VOX

Produkt:

Multifunktionales

Wandsystem „Kerradeco“

Besonderheit:

Material basiert auf der

Technologie Kerracore und

ist feuchtigkeits-, wasserund

stoßbeständig,

nicht brennbar, isoliert

akustisch und besteht aus

recycelten Rohstoffen, weswegen

es zu 100 Prozent

wiederverwertet werden

kann

Lieferant:

Baukulit Vox

Kontakt:

DE-Hattingen

+49 2324 6845-11

www.baukulitvox.de

Szenenwechsel

Die Wandgestaltung trägt maßgeblich

zum Erscheinungsbild eines

Raumes bei. Hotellerie und Gastronomie

nutzen diese Tatsache, um unverwechselbare

Locations zu kreieren.

Die Innenausstattungsmarke Vox bietet

mulitfunktionale Wandsysteme in unterschiedlichen

Optiken. Um die Produkte

stetig weiterzuentwickeln, arbeiten Teams

aus Innenarchitekten, Psychologen, Ethnografen

und Soziologen kontinuierlich

an neuen komplexen Lösungen. Auf diese

Art und Weise entstehen Kollektionen von

Möbeln, Fußböden, Türen, Dekorationen

sowie Wand- und Fassadensystemen. Das

„Kerradeco“-Wandsystem umfasst 20 Muster,

die auf drei Kollektionen aufgeteilt sind:

„Wood Line“, „Stone Line“ und „Textile“. Ob

urbanes Loft oder skandinavisches Landhaus

– es ist für jeden Geschmack etwas

dabei. Die Oberflächenstrukturen der Materialien

werden naturgetreu wiedergegeben.

Die Montage von „Kerradeco“ geht schnell

und unkompliziert vonstatten. Es sind keine

Vorbereitungsarbeiten am Grund erforderlich

– die Platten werden mithilfe von Leim

direkt an die Wand bzw. mit Schaftschrauben

auf den Untergrund montiert. Die

Montage ist daher im Vergleich mit traditionellen

Methoden für die Wandbehandlung

wie beispielsweise bei Keramikfliesen sehr

sauber. Gleich nach der Montage können

die Räumlichkeiten genutzt werden. Es sind

keine speziellen Werkzeuge erforderlich.

Sogar Trennwände können mit „Kerradeco“

auf eine einfache Art und Weise umgesetzt

werden. Ein leichter Rahmen reicht aus, um

den Raum neu zu gliedern.


36 WAND-/DECKENGESTALTUNG

GESAMTKONZEPT 37

ERFURT

Produkt:

„Erfurt JuicyWalls“,

digital bedruckte Fototapete

Qualitäten

Glatte und strukturierte

Erfurt-Vliestapeten, robust

und gesundheitlich unbedenklich

Besonderheiten

Schwer entflammbar nach

DIN EN 13501 (C-s1,d0), sehr

gute Lichtbeständigkeit

Lieferant:

Erfurt & Sohn KG,

JuicyWalls GmbH & Co. KG

Kontakt:

DE-Wuppertal

+49 202 6110 370

www.juicywalls.com

erfurt.juicywalls.pro

Bleibt hängen

Im umkämpften Markt der Hotelbranche

wird es zunehmend wichtiger, Hotels

eine einzigartige Note zu verleihen.

Dies bringt auch kürzer werdende Renovierungszyklen

mit sich. Hier ist der Einsatz

individuell bedruckter Tapeten eine

unkomplizierte und effiziente Lösung, um

Alleinstellungsmerkmale zu transportieren

und sich von den Mitbewerbern abzuheben.

Im Gegensatz zum aufgehängten Bild

vermitteln Motivtapeten den Eindruck, Bestandteil

der Architektur und nicht des Interieurs

zu sein. Der wandflächenfüllende

oder zumindest raumhohe Einsatz von Fototapeten

kann – abhängig vom Bild- oder

Grafikinhalt – raumerweiternd wirken. Die

Wandbilder können den Betrachter mit in

eine andere Welt nehmen. Mit einfachen

Mitteln lassen sich auf diese Weise die unterschiedlichsten

Atmosphären erzeugen.

Ein Eindruck, der dem Gast nachhaltig in

Erinnerung bleibt. Auch die Decke eignet

sich hervorragend dafür, um ins Konzept

der grafischen Hotelgestaltung bzw. -renovierung

mit einbezogen zu werden. Ein

blauer Himmel öffnet beispielsweise den

Raum nach oben und erzeugt Weite. Der

digitale Tapetendruck birgt die Möglichkeit,

bereits ab Stückzahl eins kostengünstig eine

auf das persönliche Projekt zugeschnittene

Tapete zu produzieren – unabhängig davon,

ob es sich um Corporate Design, ein

eingebundenes Orientierungssystem oder

die Hervorhebung des Lokalkolorits handelt.

Für das optimale Ergebnis stellt das

Team des Tapetenproduzenten Erfurt als

„Erfurt JuicyWalls“ sein ganzes Know-how

bereit.

JORDAN

Individuell statt Standard

Das Joka/Inku „Hotel Konzept 22“ ist

ein ganzheitliches Interieur-Konzept,

das in Umfang und Variabilität

bisher einzigartig ist. Es beinhaltet sowohl

aufeinander abgestimmte Teppichböden

und Einrichtungsstoffe, als auch passende

Designbeläge und Naturholzböden. Als korrelierende

Partner für die Bodenalternativen

der Kollektion bieten sich die individuell

bedruckbaren Objektstoffe an: Stores, Dekound

Möbelstoffe in zehn Qualitäten sind die

Grundlage für kreative Ideen oder textiles

Corporate Design. Die Teppichböden sorgen

für Ruhe, Komfort und ein angenehmes

Raumklima in den Gästezimmern. Sie binden

Feinstaub und sind allergikergeeignet.

In ein eher klassisches Ambiente fügt sich

die Qualität „Palazzo“ gelungen ein – ein

voluminöser, körniger Saxony im matten

Look des bewährten Hoteldessins wie der

Bourbonen-Lilie oder einem Punktraster.

Was Digitaldruck alles kann, zeigen „Effekt

Wood“ und „Effekt Stone“: Täuschend echt

werden Holz- und Steinoberflächen auf

Textil nachgestellt. Noch üppiger und zugleich

elegant ist die 1 300 g-Ware „Savoy“:

Hier wird ein neu entwickeltes Glanzgarn

verarbeitet, das sich durch Seidenlüster und

weichen Griff auszeichnet. Bei Designböden

hält das Joka/Inku „Hotel-Konzept 22“ mit

den „555 XXL“-Produkten eine Range bereit,

die mit acht trendigen Eichendekoren den

Zeitgeschmack trifft. Eiche macht auch die

„Ativo X3“-Naturholzböden zu einer starken

Basis: Die Holzdeckschicht wird mit dem

Wood Powder-Trägermaterial verpresst, was

die Dielen extrem belastbar macht und Naturmerkmale

wie Äste und Risse betont.

Produkt:

Ganzheitliches Interieurkonzept

für Hotel und

Gastronomie

Besonderheiten:

75 Positionen als 400 cm

Bahnenware, 2 Qualitäten,

davon 22 Positionen ab

300 qm in 500 cm Breite

und 6 Artikel in 25 x 100 cm

Planken, 8 Artikel Designbeläge,

8 Naturholzböden,

10 Objektstoffe (Deko/

Bezug) Sauberlaufprodukte

und Sockelleisten

Laufzeit: 4 Jahre,

hochwertiges Look-Book,

Musterservice

Lieferant

W. & L. Jordan

Kontakt:

DE-Kassel; +49 561 94177-0

www.joka.de

AT-Wien; +43 2236 6701-0

www.inku.at


38 BODENBELAG

BODENBELAG 39

INVISTA GIRLOON

Boden mit Botschaft

Das Jaz ist Teil der kombinierten

Wohn- und Hotelimmobilie „Cloud

N°7“ nahe dem Stuttgarter Hauptbahnhof.

Das designorientierte Vorzeigehotel

der Deutschen Hospitality, vormals

Steigenberger Gruppe, hat 166 Zimmer und

Suiten. Im Haus sind rund 1 300 Quadratmeter

der Veloursqualität „Domingo“ im

Vintage-Druckdesign von Girloon verlegt.

Jede der sieben Hoteletagen erhielt auf

den Fluren eine eigens entwickelte Farbigkeit.

„Den Etagen haben wir die Farben der

sieben Hauptchakren des tantrischen Hinduismus

zugeordnet. Je höher die Etage,

desto weiter der Grad der Erkenntnis, denn

hinter jedem Detail im Hotel steckt eine

Botschaft, die vom Gast entdeckt werden

möchte“, erklärt Cord Clantz, Geschäftsführer

Geplan Design. Der Velours aus „Antron

Polyamid 6.6“-Teppichfasern von Invista

erfüllt alle Voraussetzungen für ein wohnliches

und ruhiges Ambiente. „Ein wichtiger

Produktvorteil von Teppichboden ist die

Akustik. Es gibt keinen besseren Schallschlucker.

Nichts ist störender für einen

Gast, der schläft, als wenn ein Abreisender

mit seinem Trolley durch die Flure poltert“,

sagt Patrick Wiest, Projektleiter Geplan

Design. Zudem sorgen die Fasern für hohe

Festigkeit und Stabilität des Teppichbodens

und wirken schmutzabweisend – ein Muss

für hoch frequentierte Bereiche.

Objekt:

Jaz Hotel, Stuttgart

Planung:

Geplan Design

Eingesetztes Produkt:

ca. 1 300 m 2 Teppichfliesen

„Domingo“ aus „Antron

Polyamid 6.6“-Fasern von

Invista

Verleger:

ADE Fußbodenbau GmbH,

Backnang

Lieferant:

Girloon

Kontakt:

DE-Hattersheim

+49 5245 921940

www.invista.com

OBJECT CARPET

Produkt:

„Rugx“ Teppiche

Qualitäten

Designer Formatteppich

„Suvretta 1001“ (großes

Bild) von Designer Matteo

Thun, in drei Naturtönen,

mit Ledereinfassung

Besonderheiten:

Alle „Rugx“ Teppiche (bei

Kantenschnitt optional) sind

standardmäßig mit einem

rutschhemmenden und

wärmedämmenden Filzrücken

(„Black Thermo“)

ausgestattet.

Produkt:

Object Carpet

Kontakt:

DE-Denkendorf

www.object-carpet.com/

konfigurator

Teppich nach Maß

Farbe, Innovation und Qualität sind

fest in unserer Firmen-DNA verankert“,

erklärt Object Carpet-Inhaber

Daniel Butz. Seine Manufaktur gilt als

Schrittmacher für Design-Teppichböden

und -fliesen sowie abgepasste Teppiche

unter dem Namen „Rugx“. Das Familienunternehmen

setzt bei der Entwicklung

der ausdrucksstarken Bodenbeläge auf den

spürbaren Synergie-Effekt von professioneller

Raumgestaltung und konsequentem

Wohlbefinden des Menschen. Fachhändler,

Achitekten und Planer haben einen Zugriff

auf ein Portfolio mit über 1 200 Farben, 90

Strukturen sowie drei Teppich-Gattungen

inklusive Bahnenware, Fliesen und Teppiche

der Marke „Rugx“. Ob rund, eckig, elliptisch,

nierenförmig oder nach ganz eigenen

Design- oder Farbvorstellungen, bei „Rugx”

ist so gut wie alles möglich: individuelle

Größen, Zuschnitte, Sonderformen bis hin

zu Intarsien. So vielfältig wie die Teppichdessins

und Farben, so variantenreich sind

auch die Einfassungen: ob konfektioniert

oder eingefasst, mit Bändern aus Leder, mit

Baumwollband oder gekettelt. Die variantenreichen

Einfassungen machen jeden

abgepassten Teppich zum Unikat. Auf dem

Weg zum Wunschteppich begleitet Object

Carpet seine Kunden von Beginn an. Ob

eine Beratung zu Farben, Formen oder über

die Oberflächenstruktur bis hin zur Einfassung

– der schnelle Musterservice steht 24

Stunden online zur Verfügung ebenso wie

Informationen zu Planungsdaten für individuelle

Projekte. Mittels eines Konfigurators

lassen sich abgepasste Teppiche zudem

nach eigenen Wünschen kreativ erstellen.


40 MÖBEL

HOTEL AM LEUCHTTURM

AUF

KURS

Maritimes Flair gehört

zu Warnemünde wie die

Luv zur Lee. Das Kreativteam

von Joy Design

interpretierte den Look

auf elegante Weise mit

einer Prise Humor

Text: Nina Schinharl

Fotos: Simone Ahlersfor

oben: Das Hotel am Leuchtturm ist im

maritimen Stil eingerichtet links: Für

das Hotel am Leuchtturm gestalteten

Corinna Kretschmar-Joehnk und Peter

Joehnk von Joy-Design das Interieur

In der Lounge versammeln sich die

Gäste um einen gläsernen Kamin

Zuhause im Urlaub

SCHRAMM WERKSTÄTTEN

Produkt:

Hotelbetten-Kollektion

„Savoy“

Besonderheit:

Zwei-Matratzen-System für

einen erholsamen Schlaf

Lieferant:

Schramm Werkstätten

GmbH

Kontakt:

DE-Winnweiler

+49 6302 92360

www.schrammwerkstaetten.com

Wie man sich bettet...

Ein gutes Bett gehört im Hotel zu den

elementaren Wünschen des Gastes.

Menschen achten immer mehr auf

ihre Gesundheit und legen deshalb auch

Wert auf ruhigen, erholsamen und vor allem

ausreichend Schlaf, denn natürlich

Schlafen bedeutet Regeneration für Körper,

Geist und Seele. Seit drei Generationen

steht Schramm für allumfassenden Schlafkomfort

in konsequenter Weiterentwicklung.

Das Familienunternehmen gibt es seit

1923. Bis heute ist es seinem Handwerk treu

geblieben und fühlt sich nach wie vor der

langfristigen Beständigkeit verpflichtet. Das

Zwei-Matratzen-System aus dem Hause

Schramm unterstützt den Schlaf der Gäste

nachhaltig. So umfasst auch die Hotelbettenkollektion

„Savoy“ verschiedene Polsterbetten

mit integrierter Untermatratze.

Diese kann auf Wunsch zweifach motorisch

verstellbar geliefert werden. Zusammen mit

einer Savoy-Obermatratze genießt der Gast

absoluten Schlafkomfort. Die handgefertigten

Taschenfederkernmatratzen der Kollektion

mit thermisch vergüteten Federn und

anspruchsvollem Polsteraufbau sind handwerklich

geheftet und nicht verklebt. Mit

einem Drellbezug aus reiner Viskose sind

sie in bis zu drei Federkraftausführungen

erhältlich. Auch Schabracken und Bettfüße

können individuell ausgewählt werden. So

findet jeder Geschmack erholsamen Schlaf.

Eine frische Ostseebrise umweht

das Hotel am Leuchtturm in Warnemünde.

Das Viersterne-Haus im

Boutiquestil war das erste Hotel in der Geschichte

des Ostseebads. 2017 wurde die

Unterkunft in unmittelbarer Nähe zum 37

Meter hohen Warnemünder Wahrzeichen

aufwendig renoviert und modernisiert.

Das Interieur gestaltete das Innenarchitekturbüro

Joy-Design aus Hamburg.

FACTS

Hotel am Leuchtturm

Am Leuchtturm 16

18119 Warnemünde

Tel.+49 3 81 54370

www.hotel-am-leuchtturm.de

Innenarchitektur:

Joy-Design, Hamburg

Eingesetzte Produkte:

Teppiche von Carpet Concept und Axpro

Carpets, Textilien von JAB Anstoetz und

Clark & Clark, Möbel von Bielefelder

Werkstätten und GH Möbel, Tapeten von

Vescom BV, Armaturen von Hansgrohe

Sanft wie die Wellen

Das Team um Corinna Kretschmar-

Joehnk und Peter Joehnk schuf im Hotel

einen Bezug zum Standort. Die Basis

der Gestaltung bildet ein Grundkonzept

im klassischen Stil, das mit avantgardistischen

Designelementen und maritimen

Details angereichert wurde.

Der Gast betritt das Haus in ein offenes

Interieur, dessen Formen Wellen und

Wind widerspiegeln. Blau und Weiß bilden

in der Szenerie die Hauptdarsteller

vor elegant-puren und zurückhaltenden

Flächen aus graugebeizter Eiche.

Die Räume wirken frisch, wach und

freundlich. Der Fokus des Designs liegt

auf Leichtigkeit. In den öffentlichen Bereichen

des Hotels wird der Charakter des

Ortes ganz bewusst aufgegriffen, denn

das Kundenklientel sollte mit der Neugestaltung

zwar erweitert, die familiäre Note

des Hauses aber bestehen bleiben. So finden

sich an der Rezeption beispielsweise

fünf Bronzeskulpturen in Gestalt von

Fabelwesen des örtlichen Bildhauers Jo

Jastram, die ursprünglich vom Rostocker

Zoo erworben wurden.

Mit Augenzwinkern wurden einige Details

integriert. So sind in den öffentlichen

Waschbecken chinesische Drachen zu

finden, die zwar keine direkte Verbindung

zur Ostsee haben, aber durch ihre blauweiße

Farbgebung sehr gut zum maritimen

Thema passen. Der Frühstücksbereich

ist durch ein Bücherregal von der

Lounge getrennt. Sie bildet das Herzstück

des Hotels. Im Zentrum steht ein moderner

Kamin, der von allen Seiten den Blick

auf sein Innenleben freigibt. Dies lässt das

Ambiente fast wie ein privates Wohnzimmer

wirken, und das trifft auch die Intension

der Designer: Der Gast soll sich „im

Urlaub wie zu Hause fühlen.“ n

Fabelwesen des

Bildhauers Jo Jastram

bewachen die Lobby


42 OBJEKT OBJEKT 43

oben links: Ein ausgedienter amerikanischer Wohnwagen mit Aluminiumverschalung

beherbergt nun eine extravagante Rooftop-Sauna

oben rechts: Wandfliesen in Fischgrätoptik und Möbel aus Massivholz

machen die „Woody“-Zimmer im Sepp zum rustikalen Hingucker

BOUTIQUEHOTEL SEPP

WIE KEIN

ZWEITES

Text: Nina Schinharl Fotos: Ederhotels

Pünktlich zur Wintersaison hat Anfang September das

Sepp im Salzburger Land eröffnet. Das Designkonzept

von Inhaber Josef Schwaiger versteht sich als

naturverbunden rustikal mit Überraschungseffekt

Fußschmeichler: Als Bodenbelag

wurde im gesamten Hotel Eichenmassivholz-Parkett

verlegt

Hirsche sucht man im Sepp vergeblich.

In dem österreichischen Boutiquehotel

bekommt traditionelles Alpendesign

einen modernen Twist und tritt

im Mix mit Retroelementen auf

Die Natur im Haus: Im Vorraum zu den

Suiten kann der Gast unter einem echten

Baum relaxen

E

infach exSepptional“ beschreibt

Hotelier und Hobby-Architekt

Josef Schwaiger sein neues Boutiquehotel

Sepp im Salzburger Land. Die

„Adults-only“-Unterkunft für Gäste ab 21

Jahren eröffnete im September in Maria

Alm. Es ist das zweite Projekt der Hotelmarke

Eder, die bereits ein Viersternehaus

am Ort betreibt. 40 Zimmer unterteilt in

fünf Kategorien bedienen im Sepp die

unterschiedlichen Bedürfnisse der Gäste.

Da gibt es beispielsweise die „Cosy“-Variante,

die als kleinste Zimmerkategorie

22 Quadratmeter misst und über eine

Kinoleinwand samt Beamer verfügt. Bewegungsfans

finden für ihre Snowboards,

Ski oder Bikes ausreichend Stauraum

in der „Sporty“-Kategorie und Gäste der

„Luxury“-Suite genießen den Panoramablick

durch die Glasfassade am besten in

der frei stehenden Badewanne mit musikalischer

Unterhaltung vom Schallplattenspieler.

Schwaiger folgte seiner Vision:

alles außer gewöhnlich.

Wohnwagen-Sauna

Das Ergebnis ist ein uriges Holzhaus, das

den Besucher mit modernen Elementen

überrascht. Der Gästeempfang findet

beispielsweise nicht wie üblich im Erdgeschoss,

sondern auf dem Dachboden

statt. Auf der Dachterrasse hat sich zudem

ein amerikanischer Wohnwagen eingefunden,

der zur Sauna umfunktioniert

wurde. Zwei lebendige Bäumchen wachsen

im Atrium aus einer hölzernen Bühne

und laden zum Entspannen ein. Dank

des beheizbaren Echtholzfußbodens, der

im gesamten Hotel verlegt wurde, kommen

auch passionierte Barfußläufer auf

ihre Kosten. „Der rustikale Eichenmassiv-

Parkettbodenbelag von Inku war schon

etwas Besonderes, so etwas sieht man in

Hotels nicht oft“, zeigt sich auch Lucas

Plattner begeistert. Der Raumausstatter

vom Bodenstudio Salzburg-Zell am See

kümmerte sich um die Ausgestaltung der

Böden und Wände im Sepp. Sein Team

brachte eine Tapete an, die das Hotellogo

zeigt, verkleidete Wände mit Kugelgarn

und verlegte in den Gängen Nadelfilz.

„Das Gestaltungskonzept wurde während

der Bauarbeiten des Öfteren überarbeitet,

sodass wir ein paar Mal relativ

kurzfristig reagieren mussten, um den

Zeitplan einzuhalten“, erzählt Plattner.

Doch das Ergebnis überzeugt den Raumausstatter-Meister:

„Das Sepp hat einen

einzigartigen Charakter. Dort findet der

Gast mehrere Stilepochen in einem. Es

vereint Alpenchic mit ganz modernem

Design und spielt auch mit Retro-Elementen,

das ist schon speziell.“ Ein Hingucker

sind auch die in den Zimmern verbauten

Fliesen, welche in Grün, Schwarz, Weiß

und Rot die Wände zieren.

Streetstyle mit Heimatliebe

Regionalität wird im Sepp großgeschrieben,

was auch Partnerschaften mit Winzer

Leo Hillinger und der Getränkemarke

Gösser zeigen. Ebenso begleitet die

Streetstylemarke Converse das Hotel von

Beginn an. Genau dieses Zusammenspiel

gefällt Lucas Plattner: „Ich kenne derzeit

kein anderes Hotel, das so schön schräg

ist wie das Hotel Sepp.“

n

FACTS

Boutiquehotel Sepp

Urchen 8

AT-5761 Maria Alm

Tel.: +43 6584 7738

www.edersepp.com

Eingesetzte Produkte:

Natürliche Materialien aus dem Umland wie

Eichenmassivholz-Parkett von Inku,

Wiener-Neudorf

Lederlounge von Meindl, Kirchanschöring

Schaukeln von Hutschn, Bischofswiesen


44 NEUERÖFFNUNGEN

NEUERÖFFNUNGEN 45

SPEKTAKULÄRE UNTERKÜNFTE

ANDERS

IST TRUMPF

Morgens im Aquarium oder doch lieber

hoch oben inmitten grüner Baumwipfel

erwachen? Die Hotelplaner

sprühen nur so vor Ideenreichtum. Diese

sechs Übernachtungsmöglichkeiten

lohnen sich definitiv für einen Besuch

KRANFÜHRER

FÜR EINE NACHT

Hideaway Hafenkran

Hafen City

DE-Hamburg

www.myfloatel.de

Direkt gegenüber der Elbphilharmonie

können echte Seebären

in einem umgebauten

Hafenkran übernachten. Das

Ambiente bietet Platz für zwei

Personen und ist gemütlich

und funktionell gestaltet. Im

Minihotel erwartet die Gäste

sogar ein Spa mit Kamin.

Text: Nina Schinharl

UNTER

DEM MEER

Atlantis Sanya

Haitang Bay

CN-Sanya

www.atlantissanya.com

Mit insgesamt fünf luxuriösen Unterwasser-Suiten

und einem spektakulären

Unterwasser-Restaurant eröffnete im

April das Atlantis Resort in Sanya seine

Pforten. Das Gestaltungskonzept ist an

den Mythos um die versunkene Stadt

Atlantis angelehnt.

UMWELTSCHONEND

REISEN

The Albus

Vijzelstraat 49

NL-Amsterdam

www.albushotel.com

Das 4-Sterne-Superior-Boutique-Designhotel

The Albus stellte sich im August als das

erste vollständig CO 2

-neutrale Hotel in Europa

vor. Es existiert bereits seit 15 Jahren

und wurde in letzter Zeit umgebaut, wobei

der Fokus auf Nachhaltigkeit lag. Inzwischen

werden alle Räume ohne CO 2

-Emissionen

gekühlt oder geheizt.

ALPINES

DESIGNERLEBNIS

The Hide

Via Nova 80

CH-7017 Flims

www.thehideflims.ch

„Kleinigkeiten sind es,

die Perfektion ausmachen,

aber Perfektion ist alles

andere als eine Kleinigkeit.“

Der norwegische Künstler Erik Nissen Johansen ließ seiner Leidenschaft

im Hide freien Lauf und kreierte ein Hoteldesign, das Geschichten

erzählt. Das spektakuläre Interieur mit Betthäuptern aus

Wiener Geflecht können Gäste ab Anfang Dezember bewundern.

Henry Royce

NATUREFEELING

IM BAUMHAUS

ARCHITEKTONISCHE

PERLE

Morpheus

Estrada do Istmo Cotai

CN-Macau

www.cityofdreamsmacau.com

Eine der architektonisch interessantesten Destinationen der Welt

feierte Ende Juni in Chinas Glücksspielmekka Macau Eröffnung:

Zaha Hadid Architects plante für das Luxushotel eine Turmkonstruktion

mit fließenden Kurven. Das Gebäude aus verspiegeltem

Glas und Stahl wird von einem Außenskelett gehalten.

My Arbor

Leonharderstr. 26

IT-St. Andrä

www.my-arbor.com

Hoch oben über den Bäumen können

die Gäste im My Arbor entspannen und

die frische Waldluft genießen. Sonnengebräuntes

Lärchen- und Fichtenaltholz,

natürliche Farbkombinationen und edle

Designaccessoires verleihen jedem Raum

seinen unverwechselbaren Charakter.


MARRIOTT INTERNATIONAL

HOMESHARING

Jennifer Hsieh, Vice President Customer Experience,

Marriott International, erzählt im Interview über das

neue Tribute Portfolio Homes-Programm

Interview: Nina Schinharl Fotos: Marriott

Frau Hsieh, wieso investiert Marriott

jetzt in Homesharing, sind Hotels nicht

mehr gefragt?

Natürlich schon. In Deutschland soll

Marriott International beispielsweise in

den nächsten drei Jahren voraussichtlich

30 Hotels eröffnen. In Tribute Portfolio

Homes sahen wir die Möglichkeit, eine

Alternative für Kunden zu bieten, die nach

hochwertigen Mietangeboten suchen.

Also starteten wir dieses Pilotprojekt Anfang

des Jahres in Zusammenarbeit mit

Hostmaker, einem Vermietungsunternehmen

mit Sitz in London. Das Projekt

ist ein wichtiger Schritt, um die Schnittmenge

von Hospitality und Homesharing

zu verstehen und wir freuen uns, nun in

Paris, Rom, Lissabon und London neben

unseren bestehenden Hotels mehr Auswahlmöglichkeiten

für Reisende anbieten

zu können. Gäste können nun aus mehr

als 340 Tribute Portfolio Homes in vier

europäischen Metropolen auswählen

und zusätzlich Punkte auf den Loyalty-

Plattformen von Marriott International

sammeln und einlösen.

An welche Art Gast richtet sich das

Homesharing-Angebot?

Die Ergebnisse des Londoner Pilotprojekts

haben uns gezeigt, dass Tribute Portfolio

Homes denjenigen unserer Stammkunden

entgegen kommt, die größere Räume

für längere Aufenthalte benötigen, weil

sie beispielsweise oft mit Freunden und

Familie verreisen. Diese Gäste sind häufig

auf der Suche nach Annehmlichkeiten wie

voll ausgestattete Küchen, gemeinsame

Wohnräume oder eine Waschküche.

Was hat das Pilotprojekt über das generelle

Reiseverhalten von Gästen gezeigt?

Unser Testlauf mit Tribute Portfolio Homes

lieferte positive Ergebnisse. Das Projekt hat

sich als gute Ergänzung zu unseren bestehenden

Hoteldienstleistungen erwiesen.

Gäste von Tribute Portfolio Homes wurden

durch die erlesenen Häuser, die einfache

Buchung und das Service-Niveau angezogen.

Wir fanden heraus, dass die Mehrheit

der Testgäste bereits zuvor Homesharing-

Erfahrungen gemacht hatte.

Welche Rolle spielt das Interiordesign bei

der Auswahl der Häuser?

Design ist ein wichtiger Teil unserer Auswahlkriterien.

Wir sind sehr kritisch was

die Häuser betrifft, die Teil des Tribute

Portfolio Homes-Angebots sind. Wir haben

eng mit Hostmaker zusammengearbeitet,

um Häuser zu finden, die unseren

Kriterien in puncto Design, Funktionalität,

Standort und Sicherheit entsprechen. Das

Ergebnis ist ein auserlesenes Portfolio

von Häusern, die in Ästhetik und Service

die Wertvorstellungen von Marriott widerspiegeln.

Wir haben zum Beispiel ein

Pariser Atelier im Angebot mit drei Schlafzimmern,

raumhohen franzö sischen

Türen und Blick auf den Eiffelturm. Oder

auch eine tadellos gestaltete, italienische

Mid-Century-Stil-Wohnung in einer

charmanten Straße in Rom. Im Herzen

von Lissabon bieten wir ein Ambiente,

das gleichzeitig minimalistisch und rustikal

gestaltet ist, und in London erwartet

den Gast eine helle und luftige Wohnung

mit Kochküche, Leseecke und mehreren,

gut ausgestatteten Schlafzimmern. Wir

versuchen immer, den sich wandelnden

Bedürfnissen der Reisenden gerecht zu

werden und unseren Gästen ein außergewöhnliches

Hotelerlebnis zu bieten.

Gibt es Objekte, die bekannte Designer

eingerichtet haben?

Momentan gibt es 340 Häuser bei Tribute

Portfolio Homes, aber da es sich um private

Residenzen handelt, haben wir keinen

Einblick über die Herkunft des Designs.

Hauseigentümer mit Auge für ein hochwertiges

Interieur in London, Paris, Rom

oder Lissabon können sich aber gerne im

Internet unter Tributeportfoliohomes.com

über die Auswahlkriterien informieren,

wenn sie an einer Zusammenarbeit interessiert

sind.

Vielen Dank für das Gespräch.


Bellevue

Trevira CS in Bestform!

Klassische Designs und handwerklich anmutende

Gewebe, im Griff natürlich, weich und warm.

Stoffe, die zum Bleiben einladen.

fine textilverlag tirol · austria · www.fine.at

Location:

Designhotel Wiesergut,

Hinterglemm (A)


TEXTILE

LOVE STORIES

JAB ANSTOETZ Fabrics steht für anspruchsvolle Wohnkultur, die sich

sehen lassen kann. Kompromisslos bis ins Detail und aus einer Hand.

Mehr unter www.jab.de oder in den Showrooms in Bielefeld und München.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!