Bahnsport o8/2019

mce71

Sommerkino Liebe BSA-Leser, es freut uns sehr, Sie zu unserer August-Ausgabe be- grüßen zu dürfen und wir hoffen, Sie genießen den Hochsommer in vollen Zügen. Heiß geht’s her in die- sen Tagen und spannend obendrein, aber so was von! Von einem Sommerloch keine Spur, die Saison läuft ... wie am Schnürchen. Blicken wir nochmal zurück und fangen dabei mit den jüngsten Ereignissen an: den Speedway of Nations (SON), der Teamweltmeisterschaft. Da blieb ja echt kein Auge trocken. Gefahren wurde im russischen Tog- liatti im Mega-Lada-Stadion und bestens bekannt vom Eisspeedway. Lange Zeit lagen da die ersten Teams so dicht beieinander und haben einen guten Job ge- macht. Aber klar war auch, dass sich die Russen zu Hause nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wür- den und sie haben im Finale konsequent ihr Ding durchgezogen und den Sack zugemacht. Hammer! Einfach nur der Hammer! Haben die mich im Winter schon so geflasht auf Eis (was die da in Heerenveen abgezogen haben), so haben die Sommer-Jungs ange- führt vom großartigen Emil Sayfutinov auf Sand eben- falls einen richtig heißen Drift aufs Parkett gelegt, die Polen und Australier usw. auf die Plätze verwiesen und es ihren Landsleuten vom Winter (bei den Eis- speedway of Nations) gleich getan. Herzlichen Gück- wunsch!

49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 8/19

SPEEDWAY • SANDBAHN •

GRASBAHN • EISSPEEDWAY

7. DM-Titel

für Martin

Smolinski


15.8. BUNDESLIGA LANDSHUT

Rekordmeister will vor heimischem Publikum den

Finaleinzug klarmachen – Ziehen die AC Landshut

Devils den DMV White Tigers die Krallen?

Am 15. August steht für den amtierenden Deutschen

Speedway-Mannschaftsmeister, die AC

Landshut Devils, ein weiteres Heimrennen an.

Diesmal geht es gegen die DMV White Tigers.

Ursprünglich war das Stralsunder Rennen als

Abschluss der Vorrunde geplant – doch das

Wetter und die damit verbundenen Absagen ließen

es anders kommen als geplant.

„Eigentlich wollten wir zu diesem Zeitpunkt den

Finaleinzug schon unter Dach und Fach haben,

aber leider hat uns die Rennabsage in Stralsund

einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Nun heißt es, die Hausaufgaben nachzuholen

und einen Sieg gegen die White Tigers einzufahren.

Als amtierender Titelverteidiger ist man

bei einem Heimrennen immer Favorit, aber wir

haben gelernt, damit zu leben und freuen uns

auf die Herausforderung. Die Zeiten, in denen

man einen Heimsieg einfach mal so im Vorbeigehen

mitnehmen kann, sind seit diesem Jahr

bekanntlich vorüber,“ kommentiert Teammanager

Klaus Zwerschina.

Die Bedeutung dieses Heimrennens für die

„Mission Titelverteidigung“ ist also beachtlich

gestiegen. Die Bilanz Devils gegen Tiger steht

bislang zugunsten der Landshuter – und das

soll nach deren Vorstellung auch so bleiben.

Doch in Diedenbergen hat man im Vergleich zur

vergangenen Saison personell nochmals nachgelegt.

Neben Stammfahrer Robert Lambert,

der auch auf internationaler Ebene auf sich aufmerksam

macht, haben die Gäste auf den Ausländerpositionen

noch die beiden Polen Kacper

Gomolski und Daniel Kaczmarek sowie den

mehrmaligen italienischen Meister Paco Castagna

zur Auswahl. Auf der B-Position haben

die White Tigers die Wahl zwischen dem Dritten

der diesjährigen Deutschen Meisterschaft, Kevin

Wölbert, Daniel Spiller und René Deddens,

die die Landshuter Bahn gut kennen und bislang

in der Saison ebenfalls gut unterwegs gewesen

sind. Auf den C-Positionen stehen Ethan

Spiller, Marius Hillebrandt und David Pfeffer

bereit. Die Devils werden in bewährter Aufstellung

ans Startband rollen. Der Tscheche Vaclav

Milik sowie die letzte Neuverpflichtung, der

Russe Viktor Karpov, haben bei ihren bisherigen

Einsätzen zuverlässig zweistellige Ergebnisse

abgeliefert. Teamkapitän Martin Smolinski,

der erst kürzlich in Abensberg seinen deutschen

Meistertitel erfolgreich verteidigt hat,

hat sich in der laufenden Saison bislang ebenfalls

als sichere Bank erwiesen und ist in konstant

guter Form. Valentin Grobauer hat dank

seines Engagements bei den Somerset Rebels

in England bereits sichtbar an Rennhärte zugelegt,

was auch sein Auftritt bei der Deutschen

Meisterschaft, die er mit Platz 5 abschloss, unterstrich.

Die C-Kollegen können sich ebenfalls

sehen lassen – Sandro Wassermann hat wieder

an die Form der Vergangenheit anknüpfen können,

Stephan Katt gewann durch eine gute Saison

auf Sand- und Grasbahn neue Motivation

und Youngster Jonas Wilke findet sich langsam,

aber sicher in anspruchsvollen Fahrerfeldern

zurecht.

Durch die Terminierung des Nachholrennens

von Stralsund auf den 16. August, also den Tag

nach dem Rennen in Landshut, wird der August

somit zum „Entscheidungsmonat“ für die

Landshuter auf ihrem Weg zum 20. Titel.

Die Kassen und das Stadion öffnen um 15:00

Uhr, bereits ab 15:30 Uhr startet das Beiprogramm.

Um 18:15 Uhr ist eine Autogrammstunde

geplant, bevor das Rennen um 19:30 Uhr

startet.

Tickets unter speedway-landshut.de

Termin: 15. August 2019 - Bundesliga /

ADAC-Speedwayrennen Landshut

• Claudia Patzak; Foto (Smolinski/Grobauer): N.Breu


INHALT & EDITORIAL

6

SPEEDWAY

WM: GP 4 Hallstavik/S 6

WM: Junioren Team SF 1, SF 2, Finale

in Daugavpils/LV, Vetlanda/S,

Manchester/GB, 85-ccm-Trophäe

Vissenbjerg/DK 8

EM: Finale 1 Güstrow, Junioren QR 1-3

Gdansk/PL, Nagyhalasz/H,

Holsted/DK 10

DM: Abensberg 16

Bundesliga Brokstedt 18

Team-Cup Landshut 19

Liga Nord Albersdorf 20

German Open Olching 20

Podeyn-Pokal Ludwigslust 27

16

Ist Emil Sayfutdinov zurück? Beim Grand Prix Nummer 4 im schwedischen Hallstavik siegte

der Russe vor Martin Vaculik und Maciej Janowski • Foto: Jarek Pabijan

LANGBAHN

WM: Finale 3 Mühldorf/D 12

WM: QR Marienbad/CZ

EM: Seitenwagen Haunstetten/D 14

Mulmshorn 15

SONSTIGES

Vorschau Landshut 2

People & Facts/Letzte Meldungen 4

International 22

Vorschauen, Bazar 28

Termine/Impressum 30

Martin Smolinski holte sich in Abensberg seinen 7. Deutschen Meisterschaftstitel im Speedway

• Foto: Niklas Breu

Sommerkino

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

es freut uns sehr, Sie zu unserer August-Ausgabe begrüßen

zu dürfen und wir hoffen, Sie genießen den

Hochsommer in vollen Zügen. Heiß geht’s her in diesen

Tagen und spannend obendrein, aber so was von!

Von einem Sommerloch keine Spur, die Saison läuft ...

wie am Schnürchen.

Blicken wir nochmal zurück und fangen dabei mit den

jüngsten Ereignissen an: den Speedway of Nations

(SON), der Teamweltmeisterschaft. Da blieb ja echt

kein Auge trocken. Gefahren wurde im russischen Togliatti

im Mega-Lada-Stadion und bestens bekannt vom

Eisspeedway. Lange Zeit lagen da die ersten Teams so

dicht beieinander und haben einen guten Job gemacht.

Aber klar war auch, dass sich die Russen zu

Hause nicht die Butter vom Brot nehmen lassen würden

und sie haben im Finale konsequent ihr Ding

durchgezogen und den Sack zugemacht. Hammer!

Einfach nur der Hammer! Haben die mich im Winter

schon so geflasht auf Eis (was die da in Heerenveen

abgezogen haben), so haben die Sommer-Jungs angeführt

vom großartigen Emil Sayfutinov auf Sand ebenfalls

einen richtig heißen Drift aufs Parkett gelegt, die

Polen und Australier usw. auf die Plätze verwiesen

und es ihren Landsleuten vom Winter (bei den Eisspeedway

of Nations) gleich getan. Herzlichen Gückwunsch!

Was mich immer wieder so beeindruckt, ist diese Entschlossenheit

und das dann auch gleichermaßen (eiskalt/rotzfrech/konsequent

;-) durchzuziehen. Nicht

nur im weit entfernten Togliatti. Auch auf der Langbahn

durften wir davon Zeuge werden, jüngst in Mühldorf.

Hatte zunächst nach heftigen Regenfällen das

Wetter dann doch zum Glück noch ein Einsehen, startete

nach dem Wetterkrimi der erneute Mühldorfer

Langbahnkrimi. Und auch hier Spannung pur, wo die

Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Hauptsächlich

natürlich wegen der Hauptakteure Martin Smolinski

und Dimitri Bergé. Die in dieser Reihenfolge dann

auch aufs Treppchen fuhren und auch genau so die

Weltmeisterschaft anführen. Hier wurden aber längst

nicht „nur“ Rennen gefahren, hier wurde auch Spaß

gehabt! Und die Freude, mit denen die Jungs nach

Rennschluss ganz einträchtig ihre Wheelies fuhren,

das hat mich fast noch mehr begeistert. Da kam so die

Freude und Leidenschaft durch, für das, was sie tun,

und genau das ist so wichtig für diesen Sport. Wenn

das nämlich auf die Zuschauer übergeht, nur dann

werden diese auch weiterhin in die Stadien kommen –

wenn das Gesamtpaket stimmt und das hat in Mühldorf

so was von gestimmt!

Und es ging auch wieder heiß her in Abensberg. Hier

wurde die Deutsche Speedway-Meisterschaft gefahren.

Und ein schier beflügelter Martin Smolinski ließ

auch hier nichts anbrennen und er sicherte sich erneut

den Titel des Deutschen Meisters. Auch hier an

dieser Stelle alles, alles Gute von uns!

So, jetzt haben wir viel, und das zu Recht, den Juli reflektiert,

bevor wir uns jetzt dem August widmen und

uns darauf freuen dürfen. Denn große Ereignisse und

Klassiker werfen ihre Schatten voraus. So zum Beispiel

gleich zum Monatsbeginn der Klassiker

schlechthin: Melsungen mit einem Topfahrerfeld

nebst buntem Rahmenprogramm. Also runter von der

Couch und auf zur Rennbahn! Wo sonst gibt es solch

tollen Sport, tolle Leute und Gegrilltes alles auf einem

Fleck? Nebst Stimmung pur versteht sich. Das ist das

wirklich Tolle hierbei. Auch wenns mal turbulent zugeht,

es gibt immer etwas, sich darauf zu freuen. Freuen

Sie sich also mit uns und auf geht’s gemeinsam in

den August! Wir sehen uns!

Nadine P.

Zum Titelbild: Deutscher Meister Martin Smolinski

• Foto: Niklas Breu

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PEOPLE & FACTS

LETZTE MELDUNGEN

Die strahlenden Sieger (v.l.): Gleb Chugunov, Artem Laguta, Teammanager Igor

Dmitriev und Emil Sayfutdinov • Foto: Jarek Pabijan

Speedway of Nations/Paar-WM - Finale 1/2

Togliatti/RUS - 20./21.7.

Russland verteidigt Titel

Das russische Team konnte im Anatoli-Stepanow-Stadion seinen WM-Titel

erfolgreich verteidigen. Im Finallauf bezwangen Emil Sayfutdinov und Artem

Laguta das polnische Duo Bartosz Zmarzlik/Patryk Dudek und ließen

sich von ihren Fans feiern. Die Polen, die nach 42 Heats die meisten Punkte

auf dem Konto hatten, mussten sich mit der Silbermedaille begnügen.

Die Australier belegten den letzten Podestrang. Die deutsche Mannschaft

wurde in Togliatti zwar Sechste, aber ihre Leistung war wesentlich besser

als die Platzierung aussagt. In fast allen Läufen waren die DMSB-Vertreter

ebenbürtige Gegner.

Ergebnisse: 1. Russland, 22+23=45 Punkte + 1. im Finale (Emil Sayfutdinov

17+14=31, Artem Laguta 4+8=12, Gleb Chugunov 1+1=2); 2. Polen, 21+26=47 +

2. im Finale (Maciej Janowski 0+N=0, Bartosz Zmarzlik 17+18=35, Maksym Drabik

4+2=6, Patryk Dudek N+6=6); 3. Australien, 23+18=41 + 2. im Race-off (Jason Doyle

16+14=30, Max Fricke 5+4=9, Jaimon Lidsey 2+0=2); 4. Dänemark, 19+18=37 (Leon

Madsen 13+11=24, Niels-Kristian Iversen 2+2=4, Frederik Jakobsen 4+5=9);

5. Schweden, 16+19=35 (Fredrik Lindgren 9+10=19, Peter Ljung 7+9=16, Filip Hjelmland

0+0=0); 6. Deutschland, 14+16=30 (Erik Riss 5+5=10, Kai Huckenbeck

9+11=20, Lukas Fienhage 0+0=0); 7. Großbritannien, 10+6=16 (Craig Cook 6+4=10,

Chris Harris 2+2=4, Robert Lambert 2+N=2).

Race-off: Russland - Australien 3:3 Punkte (Doyle, Laguta, Sayfutdinov, Fricke).

Finale: Russland - Polen 5:1 Punkte (Sayfutdinov, Laguta, Zmarzlik, Dudek).

Speedway-WM - Jugend 250 ccm - Semifinale 1/2 + Finale

Holsted/DK - 21.7.

Ben Ernst Vize

Ben Ernst verpasste seine Titelverteidigung ganz knapp. Im Finale, das in

Holsted stattfand, qualifizierte sich der Deutsche für den Endlauf, wo er

letztendlich nur dem Dänen Jesper Knudsen unterlag und Zweiter wurde.

Erik Bachhuber erzielte in Dänemark insgesamt 8 Zähler und belegte einen

respektablen 10. Platz. Das Finale sollte ursprünglich in Holstebro

durchgeführt werden, da jedoch die Bahnverhältnisse am Sonntag nach

einigen Niederschlägen sehr schlecht waren, beschloss die Rennleitung

um 16:00 Uhr, das Finale nach Holsted zu verlegen. Das Rennen startete

dort um 20:00 Uhr.

Ergebnis: 1. Jesper Knudsen, DK, 16 Punkte; 2. Ben Ernst, D, 16; 3. Noel Wahlqvist,

15; 4. Wiktor Przyjemski, PL, 15; 5. Mathias Pollestad, N, 12; 6. Damian Ratajczak, PL,

10; 7. Flynn Nicol, AUS, 9; 8. Gustav Grahn, S, 9; 9. Casper Henriksson, S, 8; 10. Erik

Bachhuber, D, 8; 11. Pawel Trzesniewski, PL, 6; 12. Maurice Brown, AUS, 5; 13. Patrick

Skaarup, DK, 4; 14. Mathias Karlsen, DK, 3; 15. Noah Moos, DK, 1; 16. Markus

Maximus Lill, EST, 1; 17. Kirill Leiman, RUS, 0; 18. Ludvig Selvin, S, 0.

Bahnsport-Jugend-Europacup 125 ccm - Finale - Torun/PL - 20.7.

Wieder Vanicek

Wie schon im Vorjahr in Divisov, gewann Jaroslav Vanicek den Bahnsport-

Jugend-Europacup 125 ccm. In der MotoArena bezwang der Tscheche im

A-Finale seinen Landsmann Vojtech Sachl (in Divisov Dritter) und den Engländer

Luke Harrison.

Ergebnis: 1. Jaroslav Vanicek, CZ, 14 Vorlaufpunkte; 2. Vojtech Sachl, CZ, 13; 3. Luke

Harrison, GB, 14; 4. Patrick Hyek, D, 14; 5. Otto Raak, FIN, 14; 6. Bruno Belan, CZ, 13;

7. Max Perry, GB, 11; 8. Jan Jenicek, CZ, 10; 9. Frido Ving Viidas, EST, 11; 10. Kacper

Makowski, PL, 8; 11. Roman Kapustin, UKR, 5; 12. Mateusz Lopuski, PL, 8; 13. Freddie

Fox-Baron, GB, 5; 14. Borys Kopec-Sobczynski, PL, 7; 15. Ben Trigger, GB, 7; 16. Max

James, GB, 8; 17. Aadam Seerma, EST, 3; 18. Luca Kastner, D, 2; 19. Tino Bouin, F, 3;

20. Bruno Thomas, D, 3; 21. Patricia Erhard, D, 2; 22. Jekabs Gusts, LV, 3; 23. Leonie

Winhold, D, 1; 24. Richard Fuzesi, HUN, 1; 25. Dawid Grzeszczyk, PL, 0.

Speedway-EM - Junioren-Team-Finale - Mâcon/F - 20.7.

Abgesagt

Das Finale zur Speedway-Junioren-Team-EM in Mâcon musste am 20. Juli

wegen heftigem Regen abgesagt werden. Da es aus organisatorischen

Gründen nicht möglich war, das Rennen am nächsten Tag auszutragen,

wird das Teamfinale an einem anderen Austragungsort stattfinden. Der

Termin steht noch nicht fest. • Texte: Georg Dobes

Macht die Bundesliga

so noch Sinn?

Das Rennen des MC „Nordstern“ Stralsund beim MSC Brokstedt sorgte

bereits im Vorfeld für reichlich Diskussionsstoff. Die zentrale Frage war

dabei, ob die Speedway-Bundesliga, so wie sie derzeit durchgeführt wird,

überhaupt noch Sinn macht. Von „Wettbewerbsverzerrung“ war die Rede,

aber auch von „Betrug am Zuschauer“. Besonders kontrovers wurden die

Mannschaftsaufstellungen der beiden Teams in den sozialen Netzwerken

kommentiert. Für den Pressesprecher des MSC Brokstedt, Michael Schubert,

spielt dazu die wirtschaftliche Seite eine große Rolle: „Sicherlich

sind einige Zuschauer aufgrund des fehlenden sportlichen Reizes nicht

zum Rennen erschienen. Hinzu kommt dann noch die hohe Punktezahl,

die wir an unsere Fahrer auszahlen durften.“ Da scheint die Tatsache,

dass Brokstedt nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Norik Blödorn

drei Läufe nur mit einem Fahrer gestalten musste, wie die Ironie des

Schicksals. „Das Ergebnis wäre normalerweise noch höher ausgefallen“,

so Schubert, der berechtigte Zweifel an dem System der Liga äußert. „Die

Kategorisierung der deutschen Fahrer ist so absolut sinnlos. In nahezu jedem

Rennen werden sogenannte Gastfahrer eingesetzt und teuer bezahlt,

die ausländischen Fahrer rufen zum Teil schwindelerregende Beträge

auf und der Nachwuchs in Deutschland bekommt keine Chance oder

wird dann, wie nun geschehen, verheizt.“ Aus Brokstedter Sicht sollten

die Regularien der Bundesliga schnellstmöglich überdacht und sinnvoll

geändert werden. Schubert: „Im europäischen Vergleich liegen Welten

zwischen der Bundesliga und den internationalen Ligen – wenn die teilnehmenden

deutschen Clubs wirklich Interesse an einer Reform der Liga

haben, sollten hier gemeinsame Entscheidungen getroffen werden, an

die sich dann allerdings auch alle Vereine uneingeschränkt halten müssen.“

(Den Bericht zum Bundesrennen Brokstedt - Stralsund finden Sie auf Seite 18)

Die Brokstedter Wikinger (rechts) waren im Match gegen Stralsund ihren Gegnern

haushoch überlegen

4 BAHNSPORT AKTUELL August '19


Josef „Wack“

Hofmeister

feierte

85. Geburtstag

Ist die fachkundige Bahnsportwelt

gehalten, eine Liste der im

In- und Ausland erfolgreichsten

Bahnsportler zu erstellen, darf

ein Name unter keinen Umständen

fehlen: Josef „Wack“ Hofmeister

aus Abensberg, der am

25. Juli 2019 seinen 85. Geburtstag

feierte.

Bereits im Alter von 14 Jahren bestritt Wack Hofmeister im Jahre 1949 sein

erstes Rennen in der Jugendklasse und wechselte nach nur drei Jahren in

die Lizenzklasse. Seine größten bahnsportlichen Erfolge konnte er neben

der Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker mit anschließender Meisterprüfung

in den späten 1950er und den frühen 1960er-Jahren erzielen.

1958, 1959 und 1960 gelang ihm der „Hattrick“, in dem er dreimal in Folge

Sandbahneuropameister wurde. Im berühmten Londoner Wembley-Stadion

vertrat Wack Hofmeister von 1957 bis 1960 als Speedway-Weltfinalteilnehmer

insgesamt viermal die Farben der Bundesrepublik Deutschland

und belegte die Plätze 16, 14, 12 und 10.

Auch im berühmten Wiener Praterstadion ging er vor tausenden begeisterten

Zuschauern mit seinen selbst konstruierten und von Fred Aberl in

Mühldorf gefertigten Langbahn-Fahrgestellen und JAP-Motoren an den

Start, bevor er bereits im Alter von nur 29 Jahren der internationalen

Bahnsportbühne Adieu sagte, um sich fortan seinem beruflichen Werdegang

zu widmen. In Kempten/Allgäu führte Wack Hofmeister jahrelang erfolgreich

ein eigenes Sportartikel-Fachgeschäft.

Auch in den Folgejahren ließ der Bahnsport Wack Hofmeister nicht los. Mit

Rat und Tat stand er damaligen jungen Nachwuchsfahrern, unter anderem

dem unvergessenen Josef „Sepp“ Angermüller oder dem

späteren Langbahnweltmeister Karl Maier zur Seite.

Auch heute noch fühlt sich Wack Hofmeister eng mit

dem Bahnsport verbunden und ist nach wie vor

gerngesehener Gast bei verschiedenen Rennen,

wie zuletzt bei den GP-Finalrennen in Herxheim

und Mühldorf.

Bahnsport aktuell und alle Fahrerkollegen und

Fans sagen an dieser Stelle: „Herzlichen

Glückwunsch nachträglich zum 85. Geburtstag

mit den besten Wünschen für weiterhin viel

Gesundheit“.

• Rainer Borchers

LESERBRIEF

Qualifyings Speedway-Grand-Prix

Die Meinung von Herrn Dobes über die Neuregelung der Startplatzvergabe

nach einem Qualifying in seinem Bericht vom SGP in Krsko/SLO in

Bahnsport aktuell 7/19 kann ich nur unterstützen. Nach der Neuregelung

können sich ab diesem Jahr alle Fahrer ihre Startnummern nach dem

Zeittraining am Freitag für den folgenden Wettkampftag aussuchen, der

Zeitschnellste zuerst. Was macht das für einen Sinn? In meinen Augen

keinen! Die Bahnverhältnisse können am Renntag ganz anders sein als

am Abend zuvor. Niemand kann vorhersagen, ob es auf Startplatz Rot,

Blau, Weiß oder Gelb am schnellsten aus den Bändern geht ... Demzufolge

ist die Quali sinnlos! Eine Auslosung nach dem Training, wie in den

Jahren zuvor, halte ich auch nicht für angebracht.

Mein Vorschlag: Schon vor Beginn der Grand-Prix-Serie werden vonseiten

der FIM für alle Rennen die Startaufstellungen ausgelost. Es geht immer

nach den Platzierungen des letzten Rennens. Somit steht schon die

Reihenfolge (1 bis 16) am Samstagabend nach dem letzten SGP-Lauf für

den nächsten Event fest.

Peter Stanislawski, Teterow

Ron MacNeill

verstorben

Eine sehr traurige Nachricht erhielten

wir Ende Juni. Unser „England-

Fotograf“ Ron MacNeill verstarb am

25. Juni ganz plötzlich im Alter von

74 Jahren. Ein paar Tage zuvor hatte

er uns noch Fotos für unsere Juli-

Ausgabe gesandt. Nicht nur wir,

auch die Edinburgh Monarchs waren

geschockt, als sie vom Tod ihres

Club-Fotografen hörten. Ron hatte

seit ein paar Jahren Herzprobleme,

aber davon ließ er sich nicht unterkriegen.

Noch in der Woche vor seinem

Tod schien er in sehr guter Verfassung

zu sein, machte wie üblich seine Fotos bei Heim- und Auswärtsrennen

gegen Redcar. Ron war bereits seit den 50er-Jahren, als sein Vater

ihn zum ersten Mal mit an die „Old Meadowband“ genommen hatte, Monarchs-Fan.

Beruflich war er in der medizinischen Verwaltung tätig, erst

als Rentner widmete er sich der Fotografie. Unser Mitgefühl gilt seiner

Gattin Janice. Rest in Peace, Ron!

+

Auch Sie können mit einer kleinen Spende auf nachfolgend

genanntes Konto helfen sowie spendenbedürftige

verunfallte Fahrer vorschlagen

Bahnsport-aktuell-Unfallkonto“ Raiffeisenbank Rodenbach IBAN DE28 5066 3699 0000 0495 57

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 5


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 4 - Hallstavik/S

Sayfutdinov-

Comeback?

Das Rennen in Schweden stand unter keinem

günstigen Stern. Wegen Regens musste das

Freitagstraining abgesagt werden. Das einzig

Gute dabei war, dass das „Theater“ Qualifying

und Auswählen der Startnummern den

Teilnehmern erspart blieb. Wie noch

im Vorjahr üblich, loste man

die Nummern aus.

Emil Sayfutdinov vor Matej Zagar,

für den im Semifinale Endstation war

Nach den Niederschlägen waren die Bahnverhältnisse

am Sonnabend schwierig. In der vergangenen

GP-Saison war das Rennen in Hallstavik

eines der interessantesten. Es gab damals

sehr viele spannende Kämpfe und Positionswechsel.

Diesmal jedoch waren Überholvorgänge

in der HZ Bygg Arena Mangelware. Gute

Starts und die Startkurve spielten eine sehr

große Rolle. In den Vorläufen taten sich zwei

Fahrer mit ihren Leistungen hervor. Martin Vaculik

und Emil Sayfutdinov waren sehr schnell.

Der Slowake holte in dieser Rennphase vier Siege

und nur im 14. Lauf ging er überraschenderweise

leer aus. Der Russe hatte nach 16 Heats

11 Zähler auf dem Konto und eine gute Chance,

Vaculik punktemäßig zu überbieten, kam aber

in Rennen 20 unerwartet hinter Oliver Berntzon

und Robert Lambert als Dritter ins Ziel. Auch

Matej Zagar sammelte am Anfang fleißig Punkte.

Nach drei Durchgängen hatte der 36-Jährige

8 Zähler, danach jedoch kam nur noch einer dazu.

Fredrik Lindgren wollte vor eigenem Publikum

ein gutes Resultat erzielen, blieb aber im

Auftaktlauf ohne Punkte. Danach holte der

Skandinavier zwei Dreier und schloss die Qualifikation

mit 9 Zählern ab. Eine bessere Leistung

im Vergleich zu den Runden in Krsko und Prag

zeigte Maciej Janowski. Ohne große Feuerwerke

kam der Pole auf 9 Punkte und war nach

20 Läufen fünftbester Pilot. Wie schon in Prag

zeigte sich Max Fricke in sehr guter Form. Der

Australier hatte nach zwei Durchgängen nur

2 Punkte, holte jedoch danach zwei Siege und

kam auf 8 Zähler. Bartosz Zmarzlik ist in der Elitserien

punktbester Fahrer, aber am 6. Juli war

davon nichts zu sehen. Der Pole tat sich sehr

schwer, konnte keinen Lauf gewinnen und

schaffte gerade noch als Siebter den Sprung ins

Semifinale. Auch Niels-Kristian Iversen überstand

mit 8 Zählern die Vorläufe.

Leon Madsen kam als WM-Führender nach

Schweden, aber auf dem 289 Meter langen Oval

zeigte er eine sehr unausgeglichene Performance.

Der Däne gewann sein erstes Rennen,

aber in den drei darauffolgenden Durchgängen

holte er nur ein Pünktchen. Da half auch ein

weiterer Dreier im 17. Heat nichts mehr. Der

30-Jährige belegte Tagesplatz 9. „Mit der Strecke

bin ich heute überhaupt nicht zurechtgekommen.

Die Bahnverhältnisse waren sehr

schwierig, darum beklage ich mich nicht und

halte mein Resultat für gar nicht so schlecht“,

sagte Madsen nach dem Rennen. Da auch Patryk

Dudek in Hallstavik patzte und nach den Vorläufen

mit 7 Zählern als Zwölfter ausschied,

sind beide Fahrer in der Gesamtwertung weiterhin

punktgleich. „Ich bin sehr enttäuscht. Ich

habe mit einem besseren Ergebnis gerechnet.

Die Bahnverhältnisse waren heute ganz anders

als bei Ligarennen. Ich kann nur hoffen, dass

dies mein schlechtestes Abschneiden in dieser

Saison war“, gab Dudek zu Protokoll. Auch Jason

Doyle konnte nach der Qualifikation seine

Motorräder packen, obwohl er für Rospiggarna

fährt und die Bahn auswendig kennt. Der Exweltmeister

hatte nach drei Durchgängen

5 Zähler auf dem Konto, doch danach kam er als

Vierter ins Ziel. Hätte der 33-Jährige seinen letzten

Lauf gewonnen, hätte er das Semifinale erreicht.

Er kam jedoch hinter Madsen ins Ziel und

landete schließlich auf Platz 11. Antonio Lindbäck

fuhr vor 7300 Zuschauern deutlich unter

den Erwartungen. Der Schwede hatte einen

Sieg zu verzeichnen, schied aber mit lediglich

6 Punkten als Dreizehnter aus. Hinter ihm platzierte

sich Artem Laguta. Der Russe kam auf

5 Punkte, hatte aber in Rennen 3 in Führung liegend

einen Ausfall zu beklagen. Hätte Laguta

3 Zähler ins Ziel gebracht, wäre er nach 20 Läufen

unter den Topacht gewesen. Janusz Kolodziej

konnte in keinster Weise an seinen Erfolg in

Prag anknüpfen. Der Pole fuhr meistens weit

hinterher, darum wunderte es ein wenig, dass

er den 13. Lauf überhaupt gewinnen konnte.

Im ersten Semifinallauf sorgte Fricke für eine

Sensation. Nach einem mäßigen Start lag der

junge Australier zunächst an 3. Stelle, aber

dann fand er außen eine schnelle Fahrlinie und

startete eine atemberaubende Aufholjagd. Ende

der zweiten Runde überholte er Lindgren

6 BAHNSPORT AKTUELL August '19


und gleich danach war auch Vaculik dran. Der

23-Jährige kam als Sieger ins Ziel, gefolgt von

Vaculik, der in der Endphase Attacken von Lindgren

abgewehrt hatte. Zmarzlik konnte nicht

ins Geschehen eingreifen und hatte das Nachsehen.

Der 22. Heat musste wiederholt werden.

In der Startkurve stürzte Iversen, durfte jedoch

an der Wiederholung teilnehmen. Das half ihm

nicht viel, denn in der zweiten Runde drehte

„PUK“ eine Pirouette und stürzte erneut. Er

konnte fairerweise schnell aufstehen und seine

Maschine ins Innenfeld schieben, sodass der

Lauf nicht abgebrochen werden musste. Janowski

meldete sich als Erster im Ziel, aber Sayfutdinov

saß dem Polen dicht im Nacken. Zagar

wurde Dritter und schied aus.

Im Endlauf gab Sayfutdinov eine Galavorstellung.

In der Startkurve fuhr er außen an seinen

Gegnern vorbei und lag auf der Gerade schon in

Führung. Der Russe setzte sich ab und siegte

ungefährdet. Es war sein siebter GP-Triumph.

Ganze 2226 Tage musste der 29-Jährige darauf

warten. Zum letzten Mal stand er am 1. Juni 2013

in Cardiff ganz oben auf dem Podium. Man

muss jedoch berücksichtigen, dass der Russe

von 2014 bis 2016 auf eigenen Wunsch nicht am

GP teilgenommen hat. „Ich muss ehrlich zugeben,

dass ich schon vergessen habe, wie das

ist, eine GP-Runde zu gewinnen. Ich glaube fest

daran, dass das heutige Rennen mein Durchbruch

sein wird. 2017 bin ich zum GP zurückgekehrt,

aber es war nicht einfach, weil ich unter

den Erwartungen fuhr. Ich hatte einen Plan,

aber er hat nicht funktioniert. Jetzt habe ich einen

neuen und sehe, dass alles in die richtige

Richtung geht. Ich freue mich, dass ich an der

WM-Spitze bin“, erzählte Sayfutdinov. Der Fahrer

erkämpfte in Hallstavik insgesamt 17 Zähler

und dank dieser stattlichen Ausbeute zog er im

Gesamtklassement mit Dudek und Madsen

gleich. Das führende Trio hat jeweils 47 Punkte.

Martin Vaculik wurde in Skandinavien Zweiter.

„Ich freue mich über die Platzierung, aber vor

allem über die erzielten Punkte. Schließlich

entscheiden sie darüber, wo man auf der Rangliste

steht. Heute ist alles perfekt gelaufen.

Sayfutdinov war zweifelsohne am schnellsten

und siegte im Finale unangefochten“, sagte der

29-Jährige. Der Slowake schrieb 16 Zähler und

liegt in der Gesamtwertung zusammen mit

Zmarzlik an 4. Position. Beide Piloten haben jeweils

einen Rückstand von 3 Punkten auf das

Leader-Trio. Maciej Janowski kreuzte im Endlauf

als Dritter den Zielstrich und stand zum ersten

Mal in dieser Saison auf dem Podest. Da „Magic“

verletzungsbedingt nicht am GP-Auftakt in

Warschau teilnehmen konnte, liegt er in der

Wertung momentan an 13. Stelle. Max Fricke

versuchte, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen,

musste sich jedoch letztendlich mit

dem unbeliebten 4. Rang zufriedengeben. Der

junge Australier ist für den GP sicherlich eine

Bereicherung, darum ist es schade, dass er

nach der Rückkehr von Tai Woffinden nicht mehr

dabei sein wird.

Erwähnenswert war auch die Performance von

Oliver Berntzon. Der 25-jährige Wildcardfahrer

erzielte einen Sieg (schlug dabei unter anderem

Sayfutdinov und Laguta) und belegte mit

insgesamt 7 Zählern einen guten 10. Platz.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Max Fricke, hier gegen

Jason Doyle (außen),

schaffte es bis ins Finale

SPEEDWAY-WM

(nach 4 von 10 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 GP3 GP4 Ges.

1. Emil Sayfutdinov RUS 6 13 11 17 47

2. Patryk Dudek PL 16 12 12 7 47

3. Leon Madsen DK 13 13 14 7 47

4. Bartosz Zmarzlik PL 10 18 8 8 44

5. Martin Vaculik SK 7 17 4 16 44

6. Fredrik Lindgren S 15 5 12 10 42

7. Niels-Kristian Iversen DK 14 7 3 8 32

8. Jason Doyle AUS 5 6 12 7 30

9. Janusz Kolodziej PL 4 7 15 3 29

10. Artem Laguta RUS 4 9 9 5 27

11. Matej Zagar SLO 7 6 4 10 27

12. Max Fricke AUS 3 13 11 27

13. Maciej Janowski PL 4 7 13 24

14. Robert Lambert GB 8 7 6 3 24

15. Antonio Lindbäck S 10 3 4 6 23

16. Tai Woffinden GB 6 9 15

17. Bartosz Smektala PL 10 10

18. Oliver Berntzon S 7 7

19. Vaclav Milik CZ 4 4

20. Matic Ivacic SLO 2 2

21. Dominik Kubera PL 0 0

Nick Skorja SLO 0 0

Zdenek Holub CZ 0 0

Rafal Karczmarz PL 0 0

Denis Stojs SLO 0 0

Ondrej Smetana CZ 0 0

GP4 - Hallstavik/S - SF1: Fricke, Vaculik, Lindgren, Zmarzlik;

SF2: Janowski, Sayfutdinov, Zagar, Iversen;

Finale: Sayfutdinov, Vaculik, Janowski, Fricke.

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM Junioren - Team - Finale - Manchester/GB

Kein Heimvorteil:

Polen holt

6. WM-Titel

in Folge

Bartosz Smektala (PL) vor Robert Lambert (GB),

Jonas Jeppesen (DK) und Jordan Stewart (AUS)

Dieser Wettbewerb wird erst seit 2005 ausgetragen.

Und von Beginn an war es die absolute

Domäne der polnischen Youngster. Nur die Dänen

(zweimal) und Russen (einmal) konnten

die Dominanz der Weiß/Roten brechen. In

Manchester wollten die Briten den Favoriten

Paroli bieten. Aber Teammanager Neil Vatcher

hatte Probleme mit der Mannschaftsaufstellung.

Er musste auf Zach Wajtknecht und Jack

Thomas verzichten. Wajtknecht gönnt sich derzeit

eine wohl längere Pause und Parker heilt

noch sein gebrochenes Bein aus. Vatcher

nahm dafür den 17-jährigen Kyle Bickley und

den erst 16-jährigen Drew Kemp ins Team. Polens

Teamchef Rafal Dobrucki kann nach wie

vor aus einem nicht versiegenden Pool von jungen

Ekstraliga-Fahrern schöpfen. Das zeigte

sich auch in Manchester. Weiß/Rot dominierte

– wie erwartet – dieses Finale. Bereits nach

acht Läufen lagen die Gastgeber mit 9 Punkten

zurück. Schon zu diesem Zeitpunkt mussten

die Briten erkennen, dass sie nur um die Silbermedaille

fahren würden. Einen Heimvorteil

auf der ausgezeichneten 347 Meter langen

Bahn konnten sie nicht ausnutzen. Robert

Lambert war mit 20 Punkten erfolgreichster

Fahrer des Abends. Nur im ersten Lauf musste

er einen Punkt an Bartosz Smektala abgeben.

Nach einem desaströsen zweiten Durchgang

(nur 4 Punkte) lag Großbritannien nach Heat 8

mit 10 Punkten hinter den Polen.

In Lauf 9 fuhr dann Lambert als Joker um die

doppelte Punktzahl. Dies tat er mit Erfolg. Lokalmatador

Dan Bewley war zweitbester Scorer

seiner Mannschaft. Der Publikumsliebling

blieb aber mit seinem 3-1-2-3-1-1 im Rahmen

seiner Möglichkeiten. Kemp und Bickley versuchten

ihr Bestes, aber beide waren nur

Punktelieferanten. Die Entscheidung um die

Silbermedaille fiel dann erst im letzten Lauf!

Nachdem Großbritannien im letzten Durchgang

schwächelte, kamen die Dänen bis Lauf

19 bis auf einen Punkt an die Gastgeber heran.

Doch Robert „Lambo“ Lambert fuhr in Heat 20

eine überragende erste Kurve und zog an Frederik

Jacobsen und Maksym Drabik vorbei.

„Wir haben besser abgeschnitten als letztes

Jahr. Die Polen waren sehr stark. Wir wussten,

dass eigentlich nur Dan (Bewley) und ich die

meisten Punkte fahren würden. In dieser Zusammensetzung

ist das Team zum ersten Mal

zusammen gefahren“, sagte Lambert nach

dem Rennen. Dänemark konnte nur zwei Läufe

gewinnen.

Das Ergebnis dieses Finals war für den Teammanager

der Australier, Mark Lemon, keine

Überraschung. Bei den Aussies konnte nur der

für die britischen Aces startende Jaimon Lidsey

überzeugen. Für Polen war es der sechste Weltmeisterschaftstitel

in Folge.

• Text: Andreas Fahldiek

• Fotos: Eddie Garvey | eg13multimedia

Speedway-Junioren-WM - Team - Finale - Manchester/GB

12./13.7.2019

Ergebnis:

1. Polen, 41 Punkte (Bartosz Smektala 13, Dominik Kubera 12,

Maksym Drabik 11, Wiktor Lampart 5, Michal Gruchalski N);

2. Großbritannien, 33 (Robert Lambert 20, Dan Bewley 11, Drew

Kemp 2, Kyle Bickley 0, Leon Flint 0); 3. Dänemark, 31 (Mads

Hansen 11, Frederik Jakobsen 8, Patrick Hansen 6, Jonas Jeppesen

6, Tim Sörensen N); 4. Australien, 21 (Jaimon Lidsey 12, Jordan

Stewart 5, Kye Thomson 2, Matthew Gilmore 1, Zach Cook 1).

8 BAHNSPORT AKTUELL August '19


Junioren - Team - Semifinale 1 - Daugavpils/LV

Polen wie erwartet

Erwartungsgemäß setzten sich die Polen in Lettland

gegen die Konkurrenz durch, erkämpften vor rund

2000 Fans 49 Zähler und siegten ungefährdet. Die

Titelverteidiger holten insgesamt zwölf Siege. Ihr

bester Mann war Dominik Kubera, der in Spidveja

Centrs ein lupenreines Punktemaximum erfuhr.

Auch Bartosz Smektala und Maksym Drabik verzeichneten

jeweils zweistellige Punkteausbeuten.

Das deutsche Team hoffte in Daugavpils auf den

2. Rang, aber die Hoffnung starb schon im dritten

Heat. Michael Härtel kam am besten aus den Bändern

und übernahm die Spitze, wurde aber dann

von Artjom Trofimov vom Motorrad geholt. Beim

Sturz erlitt der 21-Jährige eine schmerzhafte Fußverletzung.

Nach einer 1500 Kilometer langen Heimreise

ließ sich der Dingolfinger im Landshuter Krankenhaus

genau untersuchen. Man stellte fest, dass

Muskeln und Sehnen am Knöchel ausgerissen und

Teile vom Fußknöchel abgerissen waren. „Der Arzt

sagte, dass das praktisch mit einem Bruch gleichzusetzen

sei. Ich habe für einige Tage einen Gips bekommen,

anschließend bekomme ich eine Luftschiene

angepasst. Es besteht die Aussicht, dass,

wenn der Fuß einige Zeit ruhiggestellt wird, Muskeln,

Sehnen und Knochenteile wieder anwachsen“,

teilte der Fahrer auf seiner Webseite mit. Wie

lange der Bayer pausieren wird, ist noch ungewiss.

Ohne Härtel schloss das DMSB-Team das Rennen

mit 19 Punkten ab, was für den 3. Platz reichte. Lukas

Fienhage kam insgesamt auf 7 Zähler. Richard

Geyer, der nach Härtels Sturz zum Einsatz kam, holte

für Deutschland den einzigen Laufsieg. „Mit meinen

6 Punkten bin ich zufrieden, obwohl vielleicht

noch 1, 2 Punkte drin gewesen wären“, fasste der

Meißener zusammen. Sandro Wassermann und Lukas

Baumann steuerten jeweils 3 Zähler bei.

Die Gastgeber belegten auf dem 373 Meter langen

Oval den 2. Rang. Sie erzielten sechs Siege und kamen

letztendlich auf 36 Zähler. Olegs Mihailovs war

bester Mann der Letten. Er meldete sich dreimal als

Erster im Ziel, davon einmal als Joker, und schrieb

16 Punkte. Nur 4 Zähler fehlten der Mannschaft, um

ins Finale einzuziehen. „Wir haben die Qualifikation

schon im ersten Durchgang verpasst. Durch die

gerissene Kette von Mihailovs und die Disqualifikation

von Trofimov haben wir 5 Punkte verloren. Hätten

wir sie doch gehabt, hätten wir als besseres

zweitplatziertes Team das Finale erreicht. Ja, es hätte

für uns besser laufen können, aber nichtsdestotrotz

freuen wir uns über das Resultat“, sagte Trainer

Nikolajs Kokins.

Die Bahnverhältnisse ließen in Daugavpils viel zu

wünschen übrig. Auch Daniel Klima konnte sich davon

sehr schmerzhaft überzeugen. Der Tscheche

stürzte im zweiten Rennen und zog sich Knochenbrüche

am Handgelenk zu. Man wollte den 16-Jährigen

noch vor Ort operieren, aber letztendlich steckte

man die Hand nur in eine Schiene. Klima fuhr

nach dem Semifinale direkt nach Pardubice, wo er

sich dann operieren ließ. Auch Jan Kvech hatte einen

Sturz zu beklagen und konnte seinen letzten

Lauf nicht bestreiten. Das tschechische Team hatte

schließlich einen Punkt weniger als Deutschland

auf dem Konto und belegte den letzten Gesamtrang.

• Georg Dobes

Junioren - Team - Semifinale 2 - Vetlanda/S

Dänen dominieren

Die dänische Mannschaft ließ ihren Gegnern im Vetlanda

Motorstadion nicht den Hauch einer Chance

und qualifizierte sich vor nur 250 Zuschauern souverän

fürs Finale in Manchester. Die Fahrer von Teammanager

Henrik Möller holten zum Auftakt drei Siege

in Folge, setzten sich an die Spitze und kontrollierten

den Rennverlauf. Die Dänen erzielten insgesamt

zwölf Dreier und schlossen das Semifinale mit

50 Zählern ab. Patrick Hansen und sein Namensvetter

Mads fanden auf der 355 Meter langen Bahn keine

Bezwinger und schrieben 12 bzw. 9 Punkte. Starke

Performances zeigten auch Frederik Jakobsen

und Jonas Jeppesen. Einen erbitterten Kampf um

den 2. Gesamtplatz lieferten sich die Teams von

Australien und der Gastgeber. In der Anfangsphase

waren die Schweden vorne. Nach neun Heats hatten

sie einen Vorsprung von 4 Zählern (17:13). Da beschloss

Mark Lemon Jaimon Lidsey als Joker einzusetzen

und der 20-Jährige landete einen Sechser.

Die Gastgeber blieben den Australiern nichts schuldig

und schickten im darauffolgenden Lauf Alexander

Woentin als Joker. Auch der 18-Jährige kam als

Sieger ins Ziel und die Gastgeber hatten schon

5 Punkte mehr auf dem Konto (24:19). Doch dann

legten die „Kängurus“ einen Zahn zu und fingen an,

den Rückstand wettzumachen. Nach 16 Rennen

herrschte mit 30:30 Gleichstand, aber im Finaldurchgang

holten die Australier respektable 10 Zähler

und sicherten sich den 2. Rang. Neben Lidsey bot

der erst 16-jährige Matthew Gilmore eine starke

Leistung. Er verzeichnete zwei Siege und kam auf 10

Zähler. Da das Downunder-Team im Fernduell mit

der zweitplatzierten Mannschaft von Daugavpils

4 Punkte mehr erzielte, erreichte es auch das Finale.

Bei den Schweden, die am Ende 35 Punkte hatten,

wusste – außer Woentin – vor allem Philip Hellström-Bängs

zu überzeugen. Der 16-Jährige schrieb

nicht weniger als 7 Punkte. Letzte Saison war er

noch auf 250-ccm-Maschinen unterwegs. Die Finnen

waren in Vetlanda deutlich unterlegen. Sie erzielten

nur 2 mickrige Pünktchen, nachdem Timi Salonen

im elften Heat als Joker Dritter wurde. • Georg Dobes

Speedway-Junioren-WM - Team - Semifinale 2 - Vetlanda/S

29.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Manchester/GB am 12.7.: 1. Dänemark,

50 Punkte (Patrick Hansen 12, Frederik Jakobsen 12, Jonas Jeppesen

11, Tim Sörensen 6, Mads Hansen 9); 2. Australien, 40 (Jaimon

Lidsey 17, Jordan Stewart 9, Zach Cook 2, Kye Thomson 2, Matthew

Gilmore 10).

Ausgeschieden: 3. Schweden, 35 (Alexander Woentin 13, Anton

Karlsson 7, Filip Hjelmland 8, Philip Hellström-Bängs 7); 4. Finnland,

2 (Antti Vuolas 0, Max Koivula 0, Timi Salonen 2, Toni Hyyryläinen

0).

Jugend-Goldtrophäe 85 ccm - Finale

Vissenbjerg/DK

Pedersen gewinnt

Die dänischen Nachwuchsfahrer sind in den

85-ccm-Wettbewerben seit eh und je eine Übermacht

und sie stellten in Vissenbjerg ihre Dominanz

einmal mehr unter Beweis. Auf der 209

Meter langen Mini-Bahn gingen insgesamt sieben

Vertreter der Gastgeber an den Start und

nicht weniger als sechs von ihnen belegten

Plätze unter den Topsieben. Triumphator der

Goldtrophäe wurde am Ende Bastian Pedersen,

aber der Neffe von Nicki Pedersen sicherte sich

erst nach einem Stechen den Gesamtsieg. Der

junge Däne kam auf insgesamt 13 Zähler. Punktgleich

mit ihm war Niklas Aagaard, der jedoch

im Zusatzlauf Dritter wurde und schließlich die

Bronzemedaille gewann.

Obwohl die Dänen im Finale zahlenmäßig deutlich

überlegen waren, wäre ihnen fast das gleiche

Malheur wie im Vorjahr im oberschlesischen

Rybnik passiert. Damals holte nämlich

der Deutsche Norick Blödorn den inoffiziellen

Weltmeistertitel. In Vissenbjerg war James Pearson

nach vier Durchgängen noch ungeschlagen

und der junge Australier bezwang bereits

vorher sowohl Pedersen als auch Aagaard. Im

19. Lauf brauchte er nur 2 Punkte, um den Gesamtsieg

feiern zu können, aber im Kampf gegen

drei Dänen ließ er seine Chance verstreichen,

kam hinter Noah Nielsen und Chris Wännerström

als Dritter ins Ziel und musste dann

das Stechen um Gold bestreiten, wo er hinter

Pedersen letztendlich Zweiter wurde.

Norick Blödorn wollte ursprünglich in Dänemark

seinen Titel verteidigen, stand auch auf

der Startliste, konnte jedoch verletzungsbedingt

nicht antreten. Seinen Platz nahm Birk

Emil Olsen ein.

• Georg Dobes

Jugend-Gold-Trophäe 85 ccm - Finale - Vissenbjerg/DK

29.6.2019

Ergebnis:

1. Bastian Pedersen, DK, 13+3 Punkte; 2. James Pearson,

AUS, 13+2; 3. Niklas Aagaard, DK, 13+1; 4. Noah Nielsen, DK,

11; 5. Chris Wännerström, DK, 11; 6. Jesper Knudsen, DK, 11;

7. Birk Emil Olsen, DK, 9; 8. Maurice Brown, AUS, 7; 9. Ricky

Woss, S, 7; 10. William Bäckström, S, 6; 11. Theo Bergkvist, S,

4; 12. Victor Nielsen, DK, 4; 13. Eddie Bock, S, 4; 14. Alfons

Wiltander, S, 3; 15. Jesper Valand, N, 3; 16. Björn-Olav Omdal,

N, 0.

Bastian Pedersen (Mitte) holt sich die Jugend-Gold-

Trophäe der 85-ccm-Fahrer vor James Pearson (links)

und Niklas Aagaard • Foto: Kim Grönholt

Speedway-Junioren-WM - Team - Semifinale 1 - Daugavpils/LV

29.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Manchester/GB am 12.7.: 1. Polen,

49 Punkte (Bartosz Smektala 13, Wiktor Lampart 9, Maksym Drabik

12, Dominik Kubera 15).

Ausgeschieden: 2. Lettland, 36 (Davis Kurmis 9, Olegs Mihailovs

16, Artjom Trofimov 9, Ernests Matjusonoks 2, Daniils Kolodinskis

0); 3. Deutschland, 19 (Michael Härtel 0, Lukas Fienhage 7, Sandro

Wassermann 3, Lukas Baumann 3, Richard Geyer 6); 4. Tschechien,

18 (Petr Chlupac 9, Daniel Klima 0, Jan Macek 0, Patrik Mikel

3, Jan Kvech 6).

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 9


SPEEDWAY-EM

SEC Güstrow

Top-3 (v.l.): Leon Madsen, Grigorij Laguta und

Bartosz Smektala • Foto: Daniel Sievers

Trotz ständiger Angriffe hatte Grigorij

Laguta (gelb) keine Chance gegen

Vaclav Milik • Foto: Jarek Pabijan

Grigorij Laguta siegt

Schon zum fünften Mal sah das Güstrower Publikum

einen Lauf zur Europameisterschaft.

Das Fahrerfeld war mit dem eines Grand Prix

fast vergleichbar. Aufgrund der heißen Temperaturen

fanden sich nur gut 4500 Fans im Stadion

ein.

Den Auftaktsieg sicherte sich Bartosz Smektala,

der am Abend zuvor den U21-Team-WM-Titel

in Manchester geholt hatte. Der mit ihm angereiste

Robert Lambert kam nur als Dritter hinter

Mikkel Michelsen ins Ziel. Im zweiten Lauf kam

es zu einem spannenden Kampf zwischen Antonio

Lindbäck und Grigorij Laguta, in dem sich

der Schwede durchsetzte. Der amtierende Europameister

Leon Madsen, der auf das Training

verzichtet hatte, wurde Letzter hinter David Bellego

aus Frankreich. Heat 3 zeigte einen sehr

schnellen Vaclav Milik, der klar vor Michael Jepsen

Jensen, Kacper Woryna und Pawel Przedpelski

gewann. Die beiden Deutschen Kai Huckenbeck

und Kevin Wölbert starteten in Heat 4,

hatten aber gegen Vize-Europameister Jaroslaw

Hampel das Nachsehen. Kevin hielt sich zwei

Runden lang wacker gegen Nicki Pedersen auf

Platz 2, bis der dreifache Weltmeister sein Können

ausspielte und Zweiter wurde. Huckenbeck

hatte von Gelb startend keine Chance und fuhr

hinterher.

Im zweiten Durchgang war es Smektala, der als

erster den zweiten Sieg herausfuhr. Huckenbeck

konnte den immer wieder angreifenden

Lindbäck abwehren und wurde Zweiter. In Lauf

7 verbuchte Milik ebenfalls seinen zweiten Sieg

und schlug Laguta, der ständig angriff, aber

keine Chance bekam. Hampel war der Dritte,

der mit dem zweiten Laufsieg auf 6 Punkte kam.

Madsen holte den ersten Heatsieg und damit

seine ersten 3 Punkte. In Lauf 9 schrieb der

schnelle Russe Grigorij Laguta seinen ersten

Sieg und hatte damit schon 7 Punkte. Smektala

wurde von Pedersen auf Platz 3 verwiesen.

Lindbäck konnte seinen zweiten Laufsieg herausfahren

und kam auf ebenfalls 7 Punkte.

Hampel wurde in seinem Lauf Letzter und auch

Madsen gab einen Punkt an Jepsen Jensen ab.

Milik stürzte in Lauf 8 an 2. Stelle liegend bei

Start und Ziel, holte sich einige Prellungen am

Rücken und war damit fast aus dem Rennen.

Bellego gewann vor Huckenbeck.

Kacper Woryna eröffnete die vierte Vorrunde

mit seinem ersten Sieg vor Bellego und Smektala

und rückte mit 8 Punkten zur Spitzengruppe

auf. Wölbert fuhr zum zweiten Mal hinterher.

Madsen gewann in Heat 14 zum zweiten Mal

souverän und war mit ebenfalls 8 Punkten gut

dabei. Zuvor musste er sich an Huckenbeck vorbeikämpfen,

der einen guten Start hatte und

dann Zweiter wurde. Lindbäck schaffte es von

der schlechten Startposition Gelb mit einem

weiteren Laufsieg auf 10 Punkte zu kommen.

Laguta gewann in Heat 16 zum zweiten Mal und

lag mit 10 Zählern zusammen mit Lindbäck in

Führung.

Der letzte Durchgang sah zuerst den dritten

Laufsieg von Smektala, der sich damit als Erster

direkt fürs Finale qualifizieren konnte. Madsen

holte hinter Milik nur einen Punkt, war mit

9 Punkten aber für das Race-off qualifiziert.

Hampel kam wieder nur als Letzter ins Ziel und

wurde in der Wertung auf Platz 7 gewertet. Rennen

18 wurde von Bellegos Sturz überschattet.

Er war von Pedersen gegen den Zaun gedrückt

worden. Die Zuschauer buhten den Dänen aus

und wurden richtig laut, als der dänische

Schiedsrichter Bellego disqualifizierte. Michael

Jepsen Jensen gewann den Re-run und stand

damit mit 10 Punkten ebenfalls im Race-off. Der

Hammer aus deutscher Sicht war Lauf 19. Huckenbeck

konnte Laguta hinter sich halten und

gelangte mit 9 Punkten ins Race-off. Laguta

kam auf 12 Zähler und damit als Punktbester ins

Finale. Den letzten Vorlauf gewann Mikkel Michelsen

vor Przedpelski und Lindbäck, der mit

11 Punkten als letzter das Race-off erreichte.

Im Race-off, aus dem nur die ersten beiden ins

Finale kommen, startete Huckenbeck von Gelb

und hatte keine Chance nach vorne zu kommen.

Es siegte Lindbäck von Rot vor Madsen von

Weiß. Diese beiden standen somit im Finale.

Jepsen Jensen beendete mit Position 5 das Rennen

und hinter ihm landete Huckenbeck mit

9 Punkten auf Platz 6.

Das Finale stand an und Lindbäck hatte keine

Chance, von Gelb ins Geschehen einzugreifen.

Laguta führte souverän bis ins Ziel und ist mit

15 Punkten auch Führender im Klassement.

Zweiter wurde Madsen vor Smektala.

• Texte: Wolfgang Radszuweit

AM RANDE

Pechvogel der Veranstaltung war Anders Thomsen.

Er hatte zwei kaputte Motoren zu beklagen.

Nicki Pedersen kam erst lange nach dem Training

in Güstrow an und man vermutete, dass

ihn ein Sturz am Vorabend beim Rennen in Danzig

mit Aufgabe nach dem dritten Lauf an einem

Start beim SEC hindern würde. Auf Nachfrage

zeigte er seinen verschrammten Ellenbogen

und meinte, das sei gar nichts.

Etwas schlechter erging es Mikkel Michelsen,

der auch in Danzig gestürzt war und dessen

Hand in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Im Fahrerlager war auch Michael Härtel mit einer

Kunststoffschiene rund um Fuß und Unterschenkel

unterwegs. Auf Anfrage , wann er denn

wieder fit sei, meinte Michi: „In zwei Wochen

sollte alles wieder okay sein.“ Drücken wir ihm

die Daumen.

Speedway-EM - Finale 1 - Güstrow/D

Int. ADAC-Speedwayrennen Güstrow/D - 13.7.2019

Ergebnisse:

EM - gesamt und Stand nach 1 von 4 Veranstaltungen): 1. Grigorij

Laguta, RUS, 15 Punkte; 2. Bartosz Smektala, PL, 12;

3. Leon Madsen, DK, 11; 4. Antonio Lindbäck, S, 11; 5. Michael

Jepsen Jensen, DK, 10; 6. Kai Huckenbeck, D, 9; 7. Vaclav Milik,

CZ, 8; 8. David Bellego, F, 8; 9. Kacper Woryna, PL, 8;

10. Nicki Pedersen, DK, 8; 11. Jaroslaw Hampel, PL, 7; 12. Mikkel

Michelsen, DK, 7; 13. Robert Lambert, GB, 4; 14. Piotr

Przedpelski, PL, 3; 15. Anders Thomsen, DK, 3; 16. Kevin Wölbert,

D, 2.

10 BAHNSPORT AKTUELL August '19


Paar - Qualifikationsrunde - Terenzano/I

Frankreich und Italien

im Finale

Im einzigen Semifinale des europäischen Paarwettbewerbs

triumphierten die Franzosen. David

Bellego und Dimitri Bergé erzielten in Terenzano

insgesamt 24 Punkte. Ihre Ausbeute hätte

noch stattlicher sein können, wäre Bergé im Duell

gegen Ungarn an 2. Stelle liegend nicht ausgefallen.

Eine große Überraschung war der Einzug

ins Finale der Gastgeber. Die Italiener traten

im Olympia-Stadion ohne Nicolas Covatti

an, der sich drei Tage zuvor in England verletzt

hatte und nicht nach Terenzano kommen konnte.

Michele Paco Castagna zeigte eine starke

Leistung. Der Sohn des CCP-Vorsitzenden holte

drei Siege. Auch sein Teamkamerad Nicolas Vicentin

steuerte wichtige 8 Zähler bei.

Die Finnen galten vor dem Rennen als Favoriten,

ließen aber auf der 400 Meter langen Bahn einige

Punkte unnötig liegen. Timo Lahti stürzte

zweimal und konnte zu seinem letzten Lauf

nicht mehr antreten. Auch Tero Aarnio musste

einmal zu Boden. Da die Skandinavier mit dem

italienischen Team nach 21 Heats punktgleich

waren, musste ein Stechen zwischen Castagna

und Aarnio über die Qualifikation entscheiden.

Der Finne fiel im Zusatzlauf mit technischen

Problemen aus und sein Team schied letztendlich

denkbar knapp aus. Bester Punktesammler

des Semifinals war Aleksandr Loktajew. Der

Ukrainer kam vor 850 Zuschauern auf 16 Zähler.

Er beugte sich nur Lahti und Castagna, hatte

aber keine nennenswerte Unterstützung in seinem

Teamkollegen. Die Osteuropäer belegten

Gesamtrang 4.

Ursprünglich sollten zwei Semifinals durchgeführt

werden. Nachdem jedoch die Organisation

des Finales an Balakovo vergeben wurde, zogen

Dänemark, Schweden und Großbritannien

ihre Anmeldungen zurück. Man beschloss daraufhin,

fünf Mannschaften (Russland, Polen,

Deutschland, Tschechien und Lettland) fürs Finale

zu setzen und nur eine Qualifikationsrunde

auszutragen. Da Pardubice freundlicherweise

auf die Durchführung seines Rennens verzichtete,

durfte der Club aus Terenzano diese

Runde austragen. Andrzej Szymanski, Vorsitzender

der FIM-Europe-Bahnsportkommission,

kündigte bereits an, dass die „streikenden“

Verbände mit Konsequenzen rechnen müssen.

• Georg Dobes

Speedway-EM - Paar - Qualifikationsrunde - Terenzano/I

29.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Balakovo/RUS am 29.8.: 1. Frankreich,

24 Punkte (David Bellego 13, Dimitri Bergé 11); 2. Italien,

21+3 (Michele Paco Castagna 13+3, Nicolas Vicentin 8).

Ausgeschieden: 3. Finnland, 21+A (Tero Aarnio 12+A, Timo

Lahti 9); 4. Ukraine, 19 (Aleksandr Loktajew 16, Andriy Rozaliuk

3); 5. Norwegen, 14 (Glenn Moi 12, Kenneth Smith 2);

6. Slowakei, 13 (Jan Mihalik 5, Jakub Valkovic 8); 7. Ungarn,

13 (Roland Kovacs 6, Norbert Magosi 3, Dennis Fazekas 4).

Junioren - Qualifikationsrunde 1 - Gdansk/PL

Schwierige

Bedingungen

Die Qualifikationsrunde in Gdansk stand unter

keinem guten Stern. Nach dem Training hatte es

intensiv geregnet und die Bahnverhältnisse waren

von Anfang an sehr schwierig. Während des

dritten Durchgangs setzte der Regen wieder ein

und Referee Pavel Vana aus Tschechien be-

schloss nach einer Lagebesprechung mit den

Fahrern das Rennen nach zwölf Heats abzubrechen

und zu werten. Etwas überraschend wurde

Roman Lahbaum vor lediglich zirka 200 Fans

Sieger des Turniers. Der Russe war nach drei

Durchgängen ungeschlagen. „Am Mittwoch

fuhr ich in Wladiwostok ein Ligarennen und gestern

habe ich insgesamt über 9000 Kilometer

zurückgelegt. Ich mag griffige Bahnen, darum

bin ich damit heute gut zurechtgekommen. Ich

stimmte meine Technik optimal ab und konnte

das Rennen gewinnen. Ich freue mich über den

Einzug ins Finale“, sagte der 20-Jährige. Die

restlichen „Fahrkarten“ nach Rivne lösten Jakub

Miskowiak, Daniel Bewley, Meteusz Cierniak

und Michal Curzytek, wobei Letzterer im Zbigniew-Podlecki-Stadion

Reservist war. Nachdem

Lukas Baumann in seinem ersten Heat gestürzt

war und danach keine Läufe mehr absolviert

hatte, kam der 17-jährige Pole zum Einsatz.

Er erzielte auf der 349 Meter langen Bahn zwei

Siege und wurde völlig überraschend mit 6 Zählern

Fünfter.

Von Pech hingegen konnte Dominik Möser reden.

Der Deutsche ging im Auftaktlauf leer aus,

danach jedoch holte er einen Dreier und einen

2. Rang. Hätte man das Rennen nicht abgebrochen,

hätte er sich vielleicht fürs Finale in der

Ukraine qualifiziert. „Wir waren optimistisch,

doch leider fing es erneut zu regnen an und das

Rennen wurde abgebrochen und nach Lauf 12

gewertet. Des einen Freud’, ist des anderen

Leid. Mit 5 eingefahrenen Punkten konnte ich

leider nur Platz 6 belegen und habe somit den

Reserveplatz für das Finale im ukrainischen Rivne

erhalten“, teilte der 21-Jährige auf Facebook

mit. • Georg Dobes

Reserve im Finale:

Dominik Möser

• Foto:

Niklas Breu

Speedway-EM - Junioren - Qualifikationsrunde 1 - Gdansk/

PL 6.7.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Rivne/UKR am 31.8.: 1. Roman Lahbaum,

RUS, 9 Punkte: 2. Jakub Miskowiak, PL, 8; 3. Daniel

Bewley, GB, 7; 4. Mateusz Cierniak, PL, 7; 5. Michal Curzytek,

PL, 6; Reserve 6. Dominik Möser, D, 5.

Ausgeschieden: 7. Vladimir Bogma, RUS, 5; 8. Olegs Mihailovs,

LV, 5; 9. Karol Zupinski, PL, 4; 10. Leon Flint, GB, 4; 11.

Nathan Greaves, GB, 3; 12. Denis Zielinski, PL, 3; 13. Gaetan

Stella, F, 2; 14. Ernests Matjusonoks, LV, 2; 15. Andriy Rozaliuk,

UKR, 1; 16. Lukas Baumann, D, 0; 17. Patrik Mikel, CZ, 0.

Junioren - Qualifikationsrunde 2 - Nagyhalasz/H

Kvech hochverdient

Der Tscheche Jan Kvech zeigte sich in Ungarn in

sehr guter Form und wurde hochverdient Sieger

der Qualifikationsrunde. Der 17-Jährige erzielte

auf der 300 Meter langen Strecke 14 Punkte und

beugte sich nur Nick Skorja. Für eine Sensation

sorgte Petr Chlupac, der vor rund 2500 Zuschauern

mit insgesamt 12 Zählern Zweiter wurde.

Das Finale in der Ukraine erreichten auch

Artjom Trofimov, der amtierende Vize-Europameister

Wiktor Lampart und Daniils Kolodinskis.

Nick Skorja gewann seine ersten zwei Heats

und hatte nach vier Durchgängen 8 Punkte,

aber Trofimov holte in Rennen 17 den Slowenen

vom Motorrad. Skorja zog sich dabei eine Handverletzung

zu und konnte nicht mehr starten.

Dadurch verpasste er auch das Stechen um den

Reserveplatz und wurde am Ende nur Neunter.

Obwohl ein Ukrainer in Rivne auf jeden Fall an

den Start gehen wird, wollte sich Marko Levishyn

aus eigener Kraft fürs Finale qualifizieren.

Er fing mit einem Sieg an, danach fuhr er jedoch

zu riskant. Im zweiten Durchgang brachte er

Mateusz Bartkowiak zu Fall und wurde folgerichtig

disqualifiziert. In Heat 10 stürzte er

selbst, als er das Hinterrad von Kolodinskis touchierte.

Mit 5 Zählern wurde Levishyn am Ende

nur Zwölfter, kann jedoch fest mit der Nominierung

rechnen.

Nachdem Michael Härtel in Nagyhalasz verletzungsbedingt

nicht an den Start gehen konnte,

wurde Richard Geyer für das Rennen nachnominiert.

Der Meißener verzeichnete in Ungarn einen

Sieg und schloss das Rennen mit 7 Punkten

als Zehnter ab. „Ich bin sehr gut zurechtgekommen,

das Set-up passte. Leider fehlte mir am

Ende des Tages ein einziger Punkt, um noch ins

Stechen um den Einzug ins Finale zu kommen“,

ließ der 20-Jährige auf Facebook wissen.

• Georg Dobes

Speedway-EM - Junioren - Qualifikationsrunde 2

Nagyhalasz/H - 6.7.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Rivne/UKR am 31.8.: 1. Jan Kvech, CZ,

14 Punkte; 2. Petr Chlupac, CZ, 12; 3. Artjom Trofimov, LV, 11;

4. Wiktor Lampart, PL, 10; 5. Daniils Kolodinskis, LV, 10; Reserve

6. Kacper Pludra, PL, 8+3.

Ausgeschieden: 7. Dennis Fazekas, H, 8+2; 8. Mateusz Bartkowiak,

PL, 8+1; 9. Nick Skorja, SLO, 8+N; 10. Richard Geyer,

D, 7; 11. Pawel Nagibin, RUS, 6; 12. Marko Levishyn, UKR, 5;

13. Jernej Hribersek, SLO, 5; 14. Andrei Popa, RO, 3; 15. Mark

Barany, H, 2; 16. Jakub Valkovic, SK, 1; 17. Nazar Tkachuk,

UKR, 1.

Junioren - Qualifikationsrunde 3 - Holsted/DK

Dänisches Treppchen

Die jungen Dänen ließen der Konkurrenz in

Holsted keine Chance und sicherten sich vier

von insgesamt fünf Qualifikationsplätzen für

das Finale in Rivne. Alexander Woentin war einziger

Nicht-Däne, der auf der 290 Meter langen

Strecke unter die Topfünf gelangte. Der Schwede

hatte zwei Siege vorzuweisen, kam insgesamt

auf 11 Punkte und belegte Gesamtrang 5.

Sieger der Qualifikationsrunde wurde Frederik

Jakobsen. Der 21-Jährige erkämpfte 14 Zähler

und gab sich nur Jason Jörgensen geschlagen,

der mit 13 Punkten Zweiter wurde. Die Teilnahme

am Endlauf in Europas Osten sicherten sich

auch Jonas Jeppesen und Mads Hansen, die

12 bzw. 11 Zähler errangen. Sicherlich eine große

Überraschung war das Ausscheiden von Patrick

Hansen. Er konnte keinen einzigen Lauf gewinnen

und wurde am Ende mit 10 Punkten

Sechster.

In Holsted gab Tomas Topinka sein Debüt als

Schiedsrichter. Der ehemalige tschechische

Speedwayfahrer hat seine „Prüfung“ bestanden

und wir werden ihn mit Sicherheit öfter in

Schiedsrichtertürmen sehen können.

• Georg Dobes

Speedway-EM - Junioren - Qualifikationsrunde 3

Holsted/DK - 6.7.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Rivne/UKR am 31.8.: 1. Frederik Jakobsen,

DK, 14 Punkte; 2. Jason Jörgensen, DK, 13; 3. Jonas

Jeppesen, DK, 12; 4. Mads Hansen, DK, 11; 5. Alexander

Woentin, S, 11.

Ausgeschieden: 6. Patrick Hansen, DK, 10; 7. Tim Sörensen,

DK, 8; 8. Jonas Seifert, DK, 8; 9. Matias Nielsen, DK, 6; 10. Filip

Hjelmland, S, 6; 11. Timi Salonen, FIN, 5; 12. Philip Hellström-Bängs,

S, 5; 13. Anton Karlsson, S, 3; 14. Truls Kamhaug,

N, 3; 15. Espen Sola, N, 2; 16. Christoffer Selvin, S, 1;

17. Christian Thaysen, DK, 1.

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 11


LANGBAHN-WM

Mühldorf

Martin Smolinski (84) gegen

Max Dilger (31), dahinter

Andrew Appleton (rot),

Lukas Fienhage (weiß)

und Bernd Diener (blau)

• Foto: Ubbo Bandy

Smolinski legt die nächste Schippe drauf

Es war nicht „nur“ ein souveräner Sieg. Es waren auch 3 Punkte plus, die Martin Smolinski aus dem Finale 3 in Mühldorf mit nach

Hause nehmen konnte. Drei Punkte, die ihn vom nunmehr Zweitplatzierten Dimitri Bergé trennen und vor den beiden noch ausstehenden

WM-Läufen in Morizes/Frankreich und Roden/Niederlande zum alleinigen WM-Leader machen. Daneben erlebten die 2500

Zuschauer weitere gut aufgelegte DMSB-Piloten: Lukas Fienhage fügte seinem WM-Punktekonto weitere 14 Zähler hinzu. Max Dilger

sammelte in Mühldorf 11 weitere Punkte und auch Bernd Diener mit seinen 8 Zählern konnte zufrieden sein.

Am Vormittag sah es für den dritten Langbahn-

WM-Lauf noch alles andere als gut aus. Heftiger

Regen hatte das 1000-Meter-Oval unter Wasser

gesetzt. Das Beiprogramm mit den B-Solisten

wurde wie die Fahrervorstellung gecancelt, der

Rennbeginn nach hinten verlegt. Die Sonne

trocknete die Bahn immer weiter ab. Und tatsächlich

konnte Sprecher Günther Korn

schließlich verkünden: „Es ist angerichtet zum

Finale 3. Die Show kann beginnen.“ Dass es vor

allem und erneut die Show des Martin Smolinski

werden würde, stand zu diesem Zeitpunkt

noch nicht fest.

Fast möchte man sagen: Erwartungsgemäß verbuchten

Jesse Mustonen, Martin Smolinski und

Dimitri Bergé im ersten Durchgang ihre 4 Punkte.

Erfreulich aus deutscher Sicht: In Lauf 2, der

Smolinski als Sieger sah, reihte sich hinter ihm

Max Dilger ein. Lukas Fienhage gelang es in der

zweiten Runde, von Rang 4 auf 3 und an Andrew

Appleton vorbeizufahren. Lediglich Bernd Diener

blieb ohne Punkte. Im Lauf danach konnte

Mathieu Trésarrieu nichts gegen Landsmann

Bergé ausrichten und musste sich hinter ihm

einreihen.

Dass es kein Maximum geben wird, stand bereits

nach dem zweiten Turn fest. Theo Pijper

holte sich einen Laufsieg, auch Josef Franc und

Mathieu Trésarrieu siegten. Was aber gleichzeitig

bedeutete: Sowohl Smolinski (gegen Franc)

als auch Bergé (gegen Trésarrieu) mussten Federn

lassen. Dilger wurde erneut (und hinter

Pijper) Zweiter. Diese Konstellationen sorgten

für einen sehr zusammengerückten WM-Final-3-Zwischenstand:

Mit Franc, Bergé, Smolinski

und Trésarrieu führten gleich vier Fahrer mit

jeweils 7 Punkten. Dicht dahinter: Pijper und

Dilger mit 6 Zählern.

Smolinski punktete auch im darauffolgenden

Rennen voll. Äußerst erfreulich aus deutscher

Sicht: Bernd Diener, zunächst auf Position

3 hinter Jesse Mustonen platziert, zog in Runde

3 am Finnen vorbei und ließ sich diesen 2. Rang

auch nicht mehr nehmen. Mustonen musste

sich am Ende sogar mit Platz 4 begnügen – hinter

Chris Harris. Ein sehr spannender Lauf.

Pijper schrieb danach seinem Punktekonto einen

lupenreinen „Vierer“ zu, Lukas Fienhage

folgte dahinter. Und im Rennen danach revanchierte

sich Bergé in der letzten Runde an Trésarrieu,

sodass für Franc nur 2, für den gut gestarteten

Dilger nur ein Zähler blieben. Die Spitze

im Gesamtklassement war nun zum Duo

Smolinski/Bergé mit jeweils 11 Punkten zusammengeschrumpft.

Und genau jenes Duo traf

nun zu Beginn des ersten Rennens im vierten

Durchgang aufeinander.

Der amtierende Weltmeister ließ erneut nichts

anbrennen und verschaffte sich weiter „Luft“ in

Form eines Punktes Vorsprung. Lukas Fienhage

kämpfte sich an Stephan Katt vorbei und wurde

Dritter. Im Rennen darauf schoss Trésarrieu aus

den Bändern. Dahinter aber spielte sich ein heißer

Kampf zwischen Diener und Franc, den der

Schwarzwälder für sich entscheiden konnte, ab.

Appleton, Pijper, Mustonen, Dilger und Harris

hieß der Einlauf nach Rennen 12, nachdem bereits

jene fünf Fahrer in Front lagen, die am Ende

auch den Endlauf bestritten: Smolinski (15), Bergé

und Trésarrieu (je 14), Pijper (13) und Franc (11).

Franc, Bergé und Smolinski holten sich auch im

letzten Vorlauf-Durchgang die Top Points. Fienhage,

Mustonen und Pijper belegten 2. Plätze, Trésarrieu

dürfte mit seinem 3. Platz hinter Franc und

Fienhage allerdings nicht ganz zufrieden gewesen

sein. So also ging es in die beiden Semis.

Nach wie vor war Bergé (18 Punkte) dem führenden

Smolinski (19) dicht auf den Fersen. Wiedersehen

sollten sie sich allerdings erst wieder im Finale.

Während jedoch Smolinski im ersten Halbfinale

seine Sache vom Start weg gut machte und sich

auch schnell absetzte, gelang Bergé dieses

Kunststück nicht. Durch die Rechnung, von der

grünen Startposition aus außen an allen vorbeizuziehen,

machte Theo Pijper einen Strich. Er ließ

sich als besser Gestarteter nach außen tragen –

und verriegelte Bergé die Tür. Fienhage wurde

zwar Dritter, verpasste aber mit 14 Punkten das Finale.

Dies trugen Smolinski (23), Berge (21),

Pijper (20), Franc (18) und Trésarrieu (16) aus.

Letztgenannter agierte im ersten Halbfinale äußerst

glücklos – und wurde Letzter.

12 BAHNSPORT AKTUELL August '19


So ein bisschen war das Finale eine Neuauflage

aus dem Jahr 2018: Smolinski auf Grün, Bergé

auf Rot. Nur: Smolinski schoss als Erster aus

den Bändern, benötigte kein Überholmanöver

und war weit davon entfernt, seine Führung

ernsthaft über die Distanz hinweg zu gefährden.

Den beiden Franzosen Bergé und Trésarrieu

blieben da nur die beiden verbleibenden

Podestplätze.

Drei Starts, drei Siege hieß es am Ende in der

Seitenwagenklasse. Gegen Markus Venus/

Markus Heiß war – wieder einmal – kein Kraut

gewachsen. Den einzig anderen der vier Seitenwagen-Laufsiege

holten sich Florian Kreuzmayr/Roman

Grammelsberger, denen aber

dennoch der Sprung unter die Topdrei nicht

glückte. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann

punkteten mit drei 2. Rängen zu konstant.

Mit drei 3. Rängen kamen Raphael San

Millan/Benedikt Zapf auch im Gesamtergebnis

auf Platz 3. Was sich auf dem Papier nach „klarer

Sache“ anhört, war es mit Sicherheit nicht:

Die Seitenwagen-Piloten lieferten spannende

Rennen. Zufrieden äußerte sich auch Josef

Frohnwieser, Vorsitzender des MSC Mühldorf,

zum Rennen: „Nach dem vormittäglichen Regen

sind 2500 Zuschauer eine gute Zahl.“

• Texte: Susi Weber

Int. ADAC-Sandbahnrennen Mühldorf - 7.7.2019

Ergebnis:

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, 15 Punkte;

2. Markus Brandhofer/Tim Scheunemann, 12; 3. Raphael San

Millan/Benedikt Zapf, 9; 4. Florian Kreuzmayr/Roman Grammelsberger,

8; 5. Manuel Meier/Melanie Schrempp, 8; 6. Imanuel

Schramm/ Patrik Löffler, 4; 7. Roman Löffler/Patrick

Herbst, 4; 8. Andreas Horn/Christian Schädler, 0.

Markus Venus/Markus Heiß vor Raphael San Millan/Benedikt Zapf (92) und Roman Löffler/Patrick Herbst (5) • Foto: N.Breu

Franzosen-Duell: Mathieu Trésarrieu

vor Dimitri Bergé • Foto: Ubbo Bandy

Links: Siegerehrung für Martin Smolinski

(Mitte), Dimitri Bergé (links) und Mathieu

Trésarrieu • Foto: Niklas Breu

DAS SAGTEN …

Martin Smolinski: Ich bin zufrieden. Mühldorf war auch eine supergeile Veranstaltung.

Nach dem Training ist ein Motor leicht eingegangen. Im zweiten Lauf hatte ich ein paar

Schwierigkeiten. Ich meckere da jetzt aber auf einem hohen Niveau. Zum Glück hatte ich

im Semi und im Finale als Erster Platzwahl. Im Finale bin ich bis zur Wand rausgefahren

und war schneller. Mein Team hat einen unglaublichen Job in der Box geliefert.

Lukas Fienhage: Das war hier ganz okay eigentlich. Ich hatte ein bisschen schlechte

Starts und musste in jedem Lauf überholen. Dennoch: Nach 12 und 13 Punkten in

Herxheim und La Réole hatte ich in Mühldorf nochmals einen Punkt mehr. Leider hat es

mit diesen 14 Punkten nicht fürs Finale gereicht. Es gilt jetzt, ständig weiterzuarbeiten.

Die Topsieben in der WM sind mein Ziel für meine erste WM-Saison.

Max Dilger: Elf Punkte wie in La Réole. Und das mit einem Innenband- und Kreuzbandriss,

damit kann man zufrieden sein. Ich habe gut angefangen, dann aber ein paar

Punkte liegenlassen, weil ich einfach den Speed nicht mehr hatte. Die Bahn hatte sich

verändert. Das hatte ich nicht schnell genug gemerkt. Im Semi konnte ich noch Trésarrieu

überholen und war schneller. Das war ein versöhnlicher Abschluss. Ziel für mich ist

die direkte Qualifikation.

Bernd Diener: Die ersten beiden Läufe liefen gar nicht gut. Ich lag daneben mit der

Übersetzung und hatte mich nach 2018 gerichtet. Die Bahnverhältnisse waren aber einfach

ganz anders als im vergangenen Jahr. Ich habe dann ein anderes Motorrad mit anderer

Übersetzung genommen – und plötzlich ging’s. Mit den drei letzten Läufen bin ich

recht zufrieden. Acht Punkte daraus – das soll mir erst mal einer nachmachen.

Stephan Katt: Zufrieden bin ich sicherlich nicht. Obwohl ich mich sehr gefreut habe, hier

in Mühldorf die Wildcard zu bekommen, habe ich es für mich nicht geschafft, den nötigen

Druck aufzubauen. Das ärgert mich selbst und ich kann nicht erklären, woran es lag.

LANGBAHN-WM

(nach 3 von 5 Finals)

Pl./Name Nat. F1 F2 F3 Ges.

1. Martin Smolinski D 24 23 27 74

2. Dimitri Bergé F 21 26 24 71

3. Mathieu Trésarrieu F 21 20 18 59

4. Theo Pijper NL 14 9 21 44

5. Josef Franc CZ 15 6 18 39

6. Lukas Fienhage D 12 13 14 39

7. James Shanes GB 18 11 5 34

8. Max Dilger D 8 11 11 30

9. Chris Harris GB 3 18 5 26

10. Andrew Appleton GB 10 4 10 24

11. Jesse Mustonen FIN 2 9 12 23

12. Bernd Diener D 10 5 8 23

13. Romano Hummel NL 8 6 14

14. Martin Malek CZ 2 8 3 13

15. Jörg Tebbe D 12 12

16. Stéphane Trésarrieu F 11 11

17. Gaétan Stella F N 0

18. Fabian Wachs D 0 0

19. Julien Cayre F N 0

20. Julian Bielmeier D N 0

F3 - Mühldorf/D - SF1: Smolinski, Franc, Appleton, Dilger,

M.Trésarrieu; SF2: Pijper, Bergé, Fienhage, Mustonen, Diener;

Finale: Smolinski, Bergé, M.Trésarrieu, Pijper, Franc.

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 13


LANGBAHN

WM-Qualifikationsrunde Marianske Lazne/CZ

Jesse Mustonen contra Bernd Diener

Mustonen vermasselt

Hausherren-Doppel

Fünfundzwanzig Fahrer aus neun Nationen

stellten sich der Qualifikation auf der 1000-Meter-Bahn,

die übrigens die einzige Sandbahn

auf dem Gebiet der tschechischen Republik ist.

1922, als Pferde- und Hunderennbahn konzipiert,

brachte sie es in der Folge auch im Longtrack-Bereich

zu Bekanntheit und sah etliche

hochgradige Events auf ihr ablaufen. Vor zehn

Jahren war es etwa Gerd Riss, der hier einen

deutschen Sieg herausfahren konnte, dann

folgten Stephan Katt (2010), Martin Smolinski

(2011), Erik Riss (2013) und Jörg Tebbe (2015).

Diesmal hatten allerdings – und das etwas

überraschend – die Gastgeber Oberwasser. Josef

Franc etwa, der den 3. Platz erreichte. Er

wurde noch von Martin Malek übertroffen. Der

33-Jährige fuhr fünf astreine Siege heraus und

stieg verdient auf die höchste Stufe des Stockerls.

Dazu kam Hynek Stichauer mit Platz 7.

Generell mangelte es dem Meeting an spannenden

Zweikämpfen um die Spitze. Die Entscheidungen

fielen praktisch alle am Start. Ob es an

der brütenden Hitze und der damit verbundenen

Staubentwicklung oder an der Aufgabenstellung

lag, die für die Hälfte des Starterfeldes

ein Weiterkommen vorsah, mag im Auge des jeweiligen

Zuschauers gelegen haben. Jedenfalls

war die Kulisse eher schütter gefüllt, als der Brite

Zach Wajtknecht den Renntag mit einem

Laufsieg einweihte.

Apropos Briten. Mit Rang 13 und 14 waren sie

die ersten, die durch den Rost fielen – und das

unerwartet. Der mit viel Interesse auf der Langbahn

erwartete Wajtknecht gewann auch seinen

zweiten Lauf und erfüllte die Erwartungen.

Und wäre in Lauf 14 nicht der Sturz mit Ersatzfahrer

Michal Dudek dazwischengekommen,

wer weiß, ob der Union Jack am Ende des Tages

nicht weit oben geflattert hätte. Richard Hall,

der in diesem Duo die zweite Geige spielte, verlor

das Stechen um Platz 12 gegen den Niederländer

Jarno de Vries. Die Oranjes brachten mit

Henry van der Steen einen weiteren Fahrer

durch.

Wo positionierte sich die deutsche Streitmacht?

Mit fünf Fahrern angereist, gab es ein

positives Ergebnis. Drei platzierten sich unter

dem ersten Dutzend, wobei Max Dilger die Nase

vorne hatte. Er holte sich nach drei Laufsiegen

und 17 Punkten Rang 4 (einmal Zweiter hinter

Wajtknecht, dann Dritter hinter Katt und Franc).

Stephan Katt überquerte zweimal als Sieger die

Ziellinie und wurde mit 15 Zählern Sechster,

während der Dienstälteste aus dem Feld, Bernd

Diener, sieglos blieb. Daher musste auch Diener

– punktgleich mit dem zweimaligen Laufsieger

Gaetan Stella – dem Franzosen den Vortritt

lassen und den Tag mit Platz 10 abschließen.

Marcel Dachs und Christian Hülshorst

konnten mit Platz 21 und 24 nicht ins Geschehen

eingreifen.

Die nordischen Fahrer hatten unterschiedlichen

Erfolg. Während sich der Alleinstarter aus

Dänemark Kenneth Kruse Hansen auf Platz 8

festsetzen konnte, schieden beide Schweden

aus. Das waren Andreas Bergström und Tomas

Jonasson, der zuvor mit einem Laufsieg sogar

den Tagesfünften Stéphane Trésarrieu bezwungen

hatte. Die Finnen, ebenfalls als Duo unterwegs,

teilten sich. Henri Ahlbom mit 8 Punkten

– nur ein Zähler unter der fürs Stechen nötig gewesenen

Anzahl – schied aus, Jesse Mustonen

hingegen triumphierte. Mit 19 Punkten zwängte

er sich zwischen die Tschechen und belegte den

2. Platz. Just im 25. Lauf war er gegen Franc unterlegen

und musste seinen einzigen Punkt abgeben.

Sonst hätte es ein Stechen um den Tagessieg

gegen Malek gegeben.

• Text u. Foto: Alfred Domes

Langbahn-WM - Qualifikationsrunde - Marianske Lazne/CZ

29.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Challenge in Scheeßel/D am 25.8.: 1. Martin

Malek, CZ, 20 Punkte; 2. Jesse Mustonen, FIN, 19; 3. Josef Franc,

CZ, 18; 4. Max Dilger, D, 17; 5. Stéphane Tréssarieu, F, 16; 6. Stephan

Katt, D, 15; 7. Hynek Stichauer, CZ, 14; 8. Kenneth Kruse

Hansen, DK, 13; 9. Gaeten Stella, F, 9; 10. Bernd Diener, D, 9;

11. Henry van der Steen, NL, 9; 12. Jarno de Vrie, NL, 9+3.

Ausgeschieden: 13. Richard Hal, GB, 9+2; 14. Zach Wajtknecht,

GB, 8; 15. Jerôme Lespinasse, F, 8; 16. Gabriel Dubernard, F, 8;

17. Henri Ahlbom, FIN, 8; 18. Steven Labouyrie, F, 7; 19. Alessandro

Milanese, I, 7; 20. Tomas Jonasson, S, 5; 21. Marcel Dachs,

D, 5; 22. Michal Skurla, CZ, 4; 23. Andreas Bergström, S, 3;

24. Christian Hülshorst, D, 2; 25. Michal Dudek, CZ, 0.

Seitenwagen-EM - Semifinale - Haunstetten/D

Platz 1 für

San Millan/Zapf

Raphael San Millan und Benedikt Zapf feierten

einen großartigen Sieg in Haunstetten und

freuten sich riesig über ihre Qualifikation für

das EM-Finale im August in Eenrum. Das Podest

teilten sich San Millan/Zapf mit Sven Holstein/

Martin Strockmeijer und Josh Goodwin/Liam

Brown.

Mehr hatten sich sicher Imanuel Schramm/Patrick

Löffler ausgerechnet. Sie belegten mit

Rang 8 den zweiten Reservistenplatz. Manuel

Meier/Melanie Schrempp konnten sich nicht

durchsetzen und schieden aus. Die Reservisten

Roman Löffler/Patrick Herbst erfuhren bei einem

Einsatz einen Zähler. • Foto: Niklas Breu

Seitenwagen-EM - Semifinale - Haunstetten/D - 29./30.6.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Eenrum/NL am 18.8.: 1. 1. Raphael San

Millan/Benedikt Zapf, D, 9 Vorlaufpunkte; 2. Sven Holstein/

Martin Strockmeijer, NL, 6; 3. Josh Goodwin/Liam Brown, GB,

12; 4. Dave Carvill/Dennis Smit, NL, 9; 5. Natasha Bartlett/Kim

Kempa, GB/D, 6; 6. Aaron Vale/Stephen Vale, GB, 7; Reserve

7. Mike Frederiksen/Steven Grandt, DK, 5; Reserve 8. Imanuel

Schramm/Patrick Löffler, D, 5.

Ausgeschieden: 9. James Hogg/Scott Goodwin, GB, 4; 10. Guillaume

Comblon/Chloe Agez, F, 5; 11. Manuel Meier/Melanie

Schrempp, D, 2; 12. Daniel Berwick/Josh Russel, GB, 1; 13. Roman

Löffler/Patrick Herbst, D, 1.

C-Finale: 1. Frederiksen/Grandt; 2. Schramm/Löffler; 3. Hogg/

Goodwin; 4. Comblon/Agez.

B-Finale: 1. Holstein/Strockmeijer; 2. Carvill/Smit; 3. Bartlett/

Kempa; 4. Vale/Vale.

A-Finale: 1. San Millan/Zapf; 2. Holstein/Strockmeijer;

3. Goodwin/Brown; 4. Carvill/Smit.

14 BAHNSPORT AKTUELL August '19


Sandbahnrennen Mulmshorn

Top 3: Stephan Katt, James Shanes und Kenneth Kruse Hansen

Beflügelt von seiner Qualifikation am Vorabend

in Marienbad für den WM-Challenge in

Scheeßel ließ sich Stephan Katt auch von der

beschwerlichen Rückreise im Transporter ins

norddeutsche Mulmshorn nicht beeindrucken.

Der Neuwittenbeker nahm vor dem 45. Internationalen

ADAC-Sandbahnrennen in Mulmshorn

einen kräftigen Vitamindrink zu sich, setzte

sich aufs Bike und siegte. Und das bei Temperaturen

über 35 Grad Celsius. Aber die Hitze

hatten ja alle auszuhalten.

Alle? Nicht alle. Nicht alle, die zugesagt hatten

in Mulmshorn. Jörg Tebbe mit seinem Fußbruch

war ebenso entschuldigt wie der Niederländer

Mark Beishuizen. Und auch Christian „Hülse“

Hülshorst, dem sein Transporter auf dem Weg

von Marienbad ins Norddeutsche kaputtging.

Was soll man da machen, außer den Abschleppdienst

zu benachrichtigen?

Aber Richard Hall? Der ließ sich angeblich damit

entschuldigen, dass er keinen Platz auf der

Fähre bekommen habe? Welche Fähre begegnet

einem auf dem Weg von Marienbad nach

Mulmshorn?

So stellte man den Rennplan der I-Lizenz kurz

entschlossen auf ganze sieben Fahrer um. Die

zeigten dann aber ganz passable Rennen auf

B-Lizenz-Sieger (v.l.):

Fabian Wachs,

Jens Buchberger

und Timo Wachs

dem gut präparierten Wümmering. Allen voran

Stephan Katt, der nach den Vorläufen mit

14 Punkten gleichauf mit dem dänischen Langbahnneuling

Kenneth Kruse Hansen lag.

Mit 12 Zählern folgte der Brite James Shanes.

Der GP-Pilot, vor ein paar Tagen noch Sieger

beim EM-Semifinale in Leamington Spa, hatte

auf dem Wümmering anfangs sichtliche Startprobleme.

Diese bügelte er aber meistens

durch Vollgas und einen feinen Kurvenstrich

aus. Da aufgrund der „Affenhitze“ jeweils nur

drei Runden gefahren wurden, fehlte dem kleinen

Briten am Ende diese eine Runde.

Im Finale entwickelte sich ein tolles Duell zwischen

Shanes und Katt. Kruse Hansen hielt anfangs

noch mit, aber dann war es ein elektrisierender

Kampf zwischen dem Deutschen und

dem Briten. Katt hielt seinen Widersacher

durch kluges Kurvenmanagement lange in

Schach, aber am Ende hatte Shanes ein paar

Zentimeter Vorsprung auf dem Zielstrich.

Damit war der Brite Tageszweiter, denn der

punktgleiche Kruse Hansen wurde hinter ihm

im Finale Dritter. Stephan Katt hingegen hatte

einen Punkt mehr auf seinem Konto und holte

sich den „Bürgermeister-Pokal“ der Stadt Rotenburg/Wümme.

Finale: Stephan Katt vor James Shanes (93) und

Kenneth Kruse Hansen (333)

Bei den B-Solisten war Jens Buchberger von

den Motorradfreunden Niederelbe nicht zu

bremsen. Er schloss die Konkurrenz mit

19 Punkten ab vor dem Werlter Fabian Wachs

(14), der aber im Finale einen Ausfall zu verzeichnen

hatte. Sein jüngerer Bruder Timo

Wachs belegte mit 13 Punkten Platz 3.

Die Gespann-Konkurrenz fiel aus, da einige Aktive

beim EM-Semifinale in Haunstetten aushelfen

mussten und auf die Schnelle kein Ersatz

zu bekommen war. „Der eine hatte keine

Zeit, dem anderen war gerade der Motor kaputtgegangen,

einem anderen fehlte der Beifahrer“,

klagte Brigitte Haltermann vom MSC

Mulmshorn über die vergebliche Suche nach

Ersatz.

Nach zweieinhalb Stunden war das Rennen auf

dem Wümmering beendet, darunter auch die

Läufe der Europäischen Veteranen-Langbahn-

Serie (EVLS) der Zwei- und Vierventiler. Schon

am Samstag wurden Jugendrennen auf der Innenbahn

ausgetragen. • Text u. Fotos: Rudi Hagen

Int. 45. ADAC-Sandbahnrennen Mulmshorn - 29./30.6.2019

Ergebnisse:

29.6. - Junior A: 1. Magnus Rau, 15 Punkte; 2. Carl Wynant, 13;

3. Valentino Scheibe, 12; 4. Thies Schweer, 10; 5. Michelle Rau,

6; 6. Levi Böhm, 6; 7. Marco Jarczewski, 4; 8. Tajo Nicolas Groh,

2; 9. Lenja Tebbe, 1; 10. Mike Jarczewski, 1.

Junior B: 1. Mascha Schwend, 11 Punkte; 2. Max Streller, 10;

3. Marvin Kleinert, 9; 4. Hanna Marie Jasper, 8; 5. Mika Fynn Janßen,

5; 6. Manuel Rau, 4; 7. Nicklas Esslinger, 3; 8. Lennard

Suhr, 2; 9. Alina Sassenhagen, 0; 10. Melvin Jödicke, 0.

Junior C: 1. Jonny Wynant, 12 Punkte; 2. Nynke Sijbesma, 7;

3. Ann-Kathrin Gerdes, 6; 4. Tom Meyer, 4; 5. Louis Tebbe, 1.

U21: 1. Fynn Ole Schmietendorf, 9 Punkte; 2. Birger Jähn, 8;

3. Timo Wachs, 5; 4. Matthis Möller, 4; 5. Jeffrey Sijbesma, 3;

6. Nick Colin Haltermann, 3; 7. Domenik Otto, 2.

30.6. - I-Solo: 1. Stephan Katt, 18 Punkte; 2. James Shanes, GB,

17; 3. Kenneth Kruse Hansen, DK, 17; 4. Mika Meijer, NL, 13; 5.

Jens Benneker, 11; 6. Jarno de Vries, NL, 10; 7. Kai Dorenkamp, 8.

B-Solo: 1. Jens Buchberger, 19 Punkte; 2. Fabian Wachs, 14;

3. Timo Wachs, 13; 4. Marcel Sebastian, 12; 5. Stefan Repschläger,

10; 6. Rico Günter, 5; 7. Dennis Möhlenpage, 2.

EVLS 2-Ventiler: 1. Johan Last, NL; 2. Franz Greisel; 3. Bernd

Köster; 4. Manfred Giertz; 5. Andreas Blache; 6. Gerd Maurer;

7. Jürgen Jucknies; 8. Pierre Winter; 9. John Wheatley, GB;

10. Wolfgang Henselack, D.

EVLS 4-Ventiler: 1. Martin Cazemier, NL; 2. Henk Snijder, NL;

3. Graeme Brown, GB; 4. Ulrich Büschke; 5. Sören Vedsted, DK;

6. Peter Reitzel; 7. Bart Uil, NL; 8. Paul Morfey, GB; 9. Mick Norton,

GB; 10. Steen Larsen, DK; 11. John Hartley, GB.

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 15


SPEEDWAY-DM

Abensberg

Smolis 7. Streich

Seit 2018 ist Martin Smolinski mit sechs Titeln alleiniger Rekordmeister,

nachdem er Egon Müller, der bis dahin mit fünf Titeln den Rekord hielt, abgelöst hatte.

Beim Finale der deutschen Speedwaymeisterschaft in Abensberg setzte Smoli noch einen

drauf und gewann zum siebten Mal die deutsche Speedwaymeisterschaft.

Viele Fehler darf man in einem klassischen Tagesfinale

nicht machen, denn jeder Zähler wird am Ende

wertvoll sein, wenn man Deutscher Meister

werden will. Gleich im ersten Durchgang konnten

sich die Favoriten Martin Smolinski und Kai Huckenbeck

Laufsiege sichern, während die Mitfavoriten

Erik Riss und Kevin Wölbert Punkte liegen lassen

mussten. Im zweiten Durchgang erwischte es

dann Huckenbeck, der Valentin Grobauer unterlag,

und auch Smolinski, der überraschenderweise

keinen Weg an Dominik Möser vorbeifand. „Ich

gewann den Start, wählte dann aber die falsche Linie.

Der Bahndienst hatte einen Topjob gemacht

und in der ersten Kurve funktionierte nun auch die

Außenbahn und Dominik überholte mich. Ich fand

keinen Weg mehr vorbei, doch wir behielten im

Team die Ruhe, denn wir wussten, dass erst zum

Schluss abgerechnet wird.“

Nach zwei Durchgängen hatte lediglich Grobauer

noch eine weiße Weste, während das Favoritenquartett

Smolinski, Riss, Huckenbeck und Wölbert

je einen Punkt abgegeben und je 5 Zähler auf seinem

Konto hatte. Grobauer verlor seine weiße

Weste dann im dritten Durchgang, als er im elften

Lauf hinter Wölbert, Riss und Max Dilger nur Letzter

wurde, in der Gesamtwertung somit deutlich

an Boden verlor und am Ende des Tages mit

11 Punkten die Deutsche Meisterschaft auf dem

5. Platz abschloss. „Bei einer Deutschen Meisterschaft

in diesem Fahrerfeld darf man nun mal keine

0 Punkte schreiben, wenn man vorne auf dem

Treppchen stehen möchte. Trotz allem bin ich zufrieden,

Platz 5 mit 11 Punkten ist kein schlechtes

Ergebnis. Der Speed und alles drumherum haben

gepasst und ich denke, ich bin auf dem richtigen

Weg. Ich möchte mich auch hier noch einmal bei

allen Sponsoren, meinem Team und meiner Familie

bedanken. Ohne euch wäre dieser Sport nicht

möglich“, so Grobauer nach dem DM-Finale.

Vor dem letzten Durchgang hatten Smolinski und

Wölbert insgesamt 11 Punkte auf dem Konto, während

Riss und Huckenbeck mit je 10 Zählern auch

noch Titelchancen hatten. Riss tat sein Mindestes,

als er im 19. Lauf Huckenbeck besiegte und so klar

war, dass Riss mit 13 Punkten sicher auf dem Podest

stehen würde. Die Spannung gipfelte im

20. Lauf, als Smolinski, der abgesehen vom Lauf

gegen Möser alle Heats gewinnen konnte, auf den

Heidhofer Kevin Wölbert traf. Wölbert hatte wie

Smolinski vor dem Lauf 11 Punkte und lediglich an

Huckenbeck einen Punkt abgegeben, womit klar

war, dass der Sieger im 20. Lauf auch Deutscher

Meister werden würde. Vom Start weg übernahm

Smolinski die Führung, gewann den Lauf und sicherte

sich so seine siebte deutsche Meisterschaft.

„Danke an alle meine Sponsoren, mein

Team und meine Familie. Ohne euch ist das nicht

möglich“, so der frischgebackene deutsche Meister

nach dem Rennen, „ich widme den Sieg heute

meinem Neffen Leon, der heute leider wegen eines

Fahrradunfalls nicht dabei sein konnte, und wünsche

ihm gute Besserung.“

Wölbert war nach Abschluss der 20 Rennläufe

punktgleich mit Riss und musste noch ein Stechen

um die Vizemeisterschaft bestreiten, das Riss für

16 BAHNSPORT AKTUELL August '19

sich entscheiden konnte. Die Topdrei des Tages

lauteten somit Smolinski, Riss, Wölbert. Das Podium

verpasste Huckenbeck, der 12 Punkte holte

und Vierter wurde.

Zu den größten Überraschungen des Tages gehörte

Dominik Möser, der als Einziger den späteren

Meister Smolinski schlug und mit 10 Punkten den

6. Platz erreichte. Nicht zufrieden mit seinem Abschneiden

war Dilger, der in Abensberg seinen

30. Geburtstag feierte und die DM mit 9 Punkten

auf dem 8. Platz beendete. „Leider muss ich sagen,

dass ich einen richtigen Scheißtag hatte! Nur

der 8. Platz in der Deutschen Meisterschaft ist definitiv

nicht gut genug! Ich habe keinen Start richtig

erwischt und die waren heute entscheidend“,

so das frustrierte Geburtstagskind.

• Text: Manuel Wüst; Fotos: Niklas Breu

Erik Riss holte sich

den Vize-DM-Titel

Der DM-Dritte Kevin

Wölbert gegen

Überraschungsmann

Dominik Möser


Speedway-DM - Finale - ADAC-Speedwayrennen

Abensberg - 13./14.7.2019

Ergebnis:

DM: 1. Martin Smolinski, 14 Punkte; 2. Erik

Riss, 13+3; 3. Kevin Wölbert, 13+2; 4. Kai

Huckenbeck, 12; 5. Valentin Grobauer, 11;

6. Dominik Möser, 10; 7. Tobias Busch, 9;

8. Max Dilger, 9; 9. Sandro Wassermann, 8;

10. Marius Hillebrand, 5; 11. Richard Geyer,

4; 12. Steven Mauer, 4; 13. Ronny Weis, 4;

14. Fabian Wachs, 2; 15. Niels Oliver Wessel,

1; 16. Jonas Wilke, 1.

ADAC Bayern Cup: 1. BBM München,

17 Punkte (Frieda Thomas 2, Patricia Erhart

5, Leonie Weinhold 2, Bruno Thomas 3, Leon

Krusch 2, Julian Bielmeier 2, Sebastian

Adorjan 1); 2. MSC Olching, 12 (Magnus

Rau 0, Patrik Hyjek 6, Mario Häusl 0, Luca

Kastner 2, Eric Bachhuber 3, Celina Liebmann

1, Manuel Thalmann 0); 3. AC Landshut,

10 (Franziska Kober 1, Maximilian

Gammel 2, Jenny Apfelbeck 0, Toni Eichhorn

1, Cyrill Hofmann 1, Mario Niedermeier

2, Jonas Wilke 3); 4. MSC Abensberg,

8 (Michelle Rau 3, Eric Puffer 0, Manuel Rau

1, Alina Sassenhagen 1, Alexandra Schauer

0, Maximilian Troidl 3).

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 17


Brokstedt

„Wikinger“ mussten Heimsieg teuer bezahlen

Brokstedt fertigt Stralsund mit 57:29 ab

Die Brokstedter Rune Holta

und Lukas Fienhage

Der MSC Brokstedt e.V. im ADAC bleibt weiter im

Geschäft um den Einzug in die beiden Finalläufe

der Speedway-Bundesliga. Den 57:29-Heimsieg

gegen den MC „Nordstern“ Stralsund

mussten die „Wikinger“ dabei allerdings teuer

bezahlen. Fatal aus Sicht der Gastgeber gestaltete

sich der dritte von insgesamt 14 Läufen in

dem sehr einseitigen Nordderby. Nach dem

Start, der als irregulär von Schiedsrichter Michael

Struffert sofort abgebrochen wurde, kam

es eingangs der ersten Kurve zu einem überflüssigen

Unfall. Richard Geyer (Stralsund) fuhr

von der Innenbahn zur Mitte der Bahn und touchierte

dabei Brokstedts Mannschaftskapitän

Max Dilger. Zu allem Übel wurde durch diese

Kollision auch der „Youngster“ im Team der

Gastgeber, Norick Blödorn, berührt, um hef-

18 BAHNSPORT AKTUELL August '19

tigst zu Fall zu kommen. Nach einer ersten Diagnose

konnten sowohl Geyer (Gehirnerschütterung)

als auch der erst 15-jährige Blödorn nicht

mehr starten und wurden zu weiteren Behandlungen

ins Krankenhaus Neumünster eingeliefert.

Für Blödorn, bei dem eine nicht unerhebliche

Knieverletzung festgestellt wurde, bedeutet

dieser Unfall eine mehrwöchige Pause. Auch

Max Dilger, der das Rennen unter starken

Schmerzen weiter fuhr und letztlich mit

14 Punkten neben dem Dänen René Bach zu den

leistungsstärksten Brokstedtern zählte, erlitt

bei dem Zusammenstoß mit Richard Geyer eine

Knieverletzung. „Wir haben diesen Sieg zu teuer

bezahlen müssen“, befand MSC-Teammanagerin

Sabrina Harms nach dem Rennen.

Zwar verlief der weitere Rennverlauf unfallfrei,

doch blieb das Duell der beiden Kontrahenten aus

Brokstedter Sicht eine einseitige Sache. Auch

wenn die Gastgeber aufgrund des Ausfalls von Norick

Blödorn gleich drei weitere Läufe nur mit einem

Fahrer gestalten mussten, blieben die Gäste

ohne echte Chance. Lediglich im zehnten Lauf

durften sich die „Nordsterne“ über einen Erfolg

freuen. Dieser hatte es mit 8:1 dabei aber auch

gleich förmlich in sich, da der Stralsunder Ronny

Weis zuvor als „Joker“ gesetzt worden war und seine

eingefahrenen Punkte somit doppelt zählten.

Den zusätzlich 2 Punkten durch Emil Breum konnte

„Wikinger“ Danny Maaßen als Drittplatzierter

nur einen Punkt entgegenhalten. Ob Bundesligarennen

unter personellen Umständen, wie es der

MC „Nordstern“ Stralsund in Brokstedt gestaltete,

Sinn machen, wurde bereits nach Bekanntwerden

der Mannschaftsaufstellungen heiß diskutiert.

Nach 14 Läufen hatte der 57:29-Heimsieg für das

Team aus Brokstedt Bestand und bedeutet somit

zwischenzeitlich die Führung in der aktuellen Bundesliga-Tabelle.

Am 12. Juli sollte der MSC Brokstedt eigentlich

zum letzten Rennen der Vorrunde beim Tabellendritten,

dem MSC „Wölfe“ Wittstock, antreten,

doch fiel das Rennen nach einer Absage seitens

der „Wölfe“ aus. • Text und Fotos: Sam Schneider

ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - 22.6.2019

Ergebnis:

1. MSC Brokstedt, 57 Punkte (Max Dilger 14, René Bach 14, Lukas

Fienhage 12, Rune Holta 11, Danny Maaßen 6, Norick Blödorn 0);

2. MC Stralsund, 29 (Brayden McGuinness 7, Emil Breum 7, Fynn-Ole

Schmietendorf 4, Leon Arnheim 1, Ronny Weis 10, Richard Geyer 0).

Stand (nach 7 Rennen): 1. Brokstedt, 3 Rennen/4 Matchpunkte/145

Laufpunkte; 2. Landshut, 2/4/94 ; 3. Wittstock, 3/4/125; 4. Diedenbergen,

3/2/126; 5. Stralsund, 3/0/103.

Links: Das siegreiche Brokstedter Team mit (v.l.) Sabrina

Harms, Rune Holta, René Bach, Max Dilger, Danny

Maaßen, (vorne) Lukas Fienhage und Norick Blödorn


Stralsund

Außer Spesen

nichts gewesen

Damit hätte nach den Hitzetagen Anfang Juli

wohl keiner gerechnet – das Speedway-Bundesligarennen

am 6. Juli zwischen dem MC

Nordstern Stralsund und den AC Landshut Devils

fiel dem Stralsunder Regen zum Opfer.

Während in Landshut die Sonne vom Himmel

brannte, regnete es im Paul-Greifzu-Stadion in

Stralsund in Strömen, als die ersten Landshuter

Fahrer und Offiziellen eintrafen. Zwar ließ

die Intensität des Regens im Laufe des Vormittags

nach, doch war rasch klar, dass es nicht gut

aussah für das Rennen am Nachmittag. An mehreren

Stellen der Bahn taten sich tiefe Pfützen

auf und trotz bereits vorbereiteter Pumpen entschieden

sich die Verantwortlichen dann zur

Absage. Der Wetterbericht für den restlichen

Verlauf des Samstags ließ kaum mehr Hoffnung

auf signifikante Besserung aufkeimen. Bis auf

Vaclav Milik, der noch rechtzeitig informiert

werden und gleich wieder umdrehen konnte,

war die komplette Devils-Mannschaft bereits

vor Ort.

Für Martin Smolinski und Stephan Katt hatte

die Absage zwar den Vorteil, dass sie umgehend

Kurs Richtung Mühldorf nehmen und damit

früher für den am Sonntag stattfindenden

Langbahn-WM-Lauf vor Ort sein konnten, doch

die Enttäuschung überwog. „Wir hätten heute

hier gerne die ersten großen Schritte in Richtung

Finaleinzug gemacht und somit den Geburtstagswunsch

unserer 2. Vorsitzenden erfüllt“,

kommentiert Teammanager Klaus Zwerschina.

„So wie es aussieht, wird das heutige

Rennen wohl erst nach unserem nächsten

Heimrennen am 15. August nachgeholt, sodass

dieses nun noch mehr an Bedeutung gewinnt.

Wir müssen den Sack im Prinzip gegen die DMV

White Tigers schon zumachen, weil ich mich

nicht gerne auf das letzte Vorrundenrennen,

das dann ein Auswärtsrennen sein wird, verlas-

sen möchte.“ Die Devils haben ja in der jüngsten

Vergangenheit selber die Erfahrung machen

müssen, welchen Einfluss der Wettergott auf

ein Rennen haben kann. Jetzt wird der August

zum alles entscheidenden Monat für die Devils.

Als Nachholtermin ist zwischen den Vereinen

der 16. August im Gespräch, muss jedoch noch

vom DMSB genehmigt werden.

• Text: Claudia Patzak; Foto: Bernd Quaschning

Wittstock

Abgesagt

Das für den 12. Juli geplante Bundesliga-Match

Wittstock vs. Brokstedt musste aufgrund starker

Regenfälle abgesagt werden. Über einen

eventuellen Nachholtermin informieren Sie

sich bitte auf der Webseite des MSC Wittstock:

www.speedwayteam-wittstock.de

Landshut

Sandro Wassermann (rot), Topscorer der

Veranstaltung, vor Kai Huckenbeck (blau),

Julian Bielmeier (weiß) und René Deddens (gelb)

Wie erwartet, fühlten sich die Landshuter auf

ihrer Heimbahn deutlich wohler als in Diedenbergen

und schafften es auf das Podest. Die

jungen Teufel Sandro Wassermann, Jonas Wilke,

Mario Niedermeier, Maximilian Troidl und

Leon Krusch sammelten insgesamt 29 Punkte

und erzielten damit hinter dem Emsland Speedway

Team Dohren um Kai Huckenbeck (33 Punkte),

das den Olchingern (31 Punkte) im B- und C-

Rennen noch den Sieg wegschnappte, Platz 3.

Mit Platz 4 und 21 Punkten mussten sich diesmal

die DMV Junior White Tigers aus Diedenbergen

begnügen.

Die Mannschaftsbetreuer der Landshuter zeigten

sich zufrieden: „Ich denke, wir können mit

dem 3. Platz insgesamt ganz gut leben. Das Ergebnis

war dank eines überragenden Sandro

Wassermann sogar knapper als erwartet“, so

Klaus Zwerschina. Aber auch die anderen

Mannschaftsmitglieder, die zum Teil bereits am

Vortag im Bayerncup angetreten waren und

dort ebenfalls gut gepunktet hatten, zeigten vor

650 Zuschauern im Vergleich zum vorherigen

Rennen eine deutliche Leistungssteigerung. So

hielten sich die Gastgeber von Anfang an bei

den Teampunkten zunächst gleichauf mit Diedenbergen,

bevor sie dann schon ab Heat 6 auf

Platz 3 lagen und ihren Vorsprung ausbauen

konnten. Zwischen Heat 10 und 15 hatten sie sogar

schon Kurs auf Platz 2 eingeschlagen.

Leon Krusch gelang bei seinem zweiten Team-

Cup-Einsatz in der 250-ccm-Klasse hinter dem

überragenden Erik Bachhuber aus Olching einmal

Platz 3 und einmal Platz 2. Mario Niedermeier

hatte den Unglücksraben endlich abgeschüttelt,

punktete in seinen beiden Läufen

und fuhr einmal einen sicheren 2. Platz nach

Emsland Dohren siegt vor

Olching und Landshut (re.)

• Fotos: Niklas Breu

Sieg geht ins Emsland

AC Landshut Young Devils fahren in der heimischen OneSolar

Arena aufs Podest – Platz 3 hinter Dohren und Olching.

Hause. Maximilian Troidl nutzte in Heat 7 die

kurzzeitige Verwirrung des bis dahin vor ihm liegenden

Julian Bielmeier beim Ausfall von Fabian

Wachs und stieß beherzt in die sich bietende

Lücke, was auch für ihn schließlich einen

2. Platz in diesem Durchgang bedeutete. Nicht

ganz so günstig lief es für Jonas Wilke – in Heat

8 zwei Runden lang in Führung, wurde er dann

vom routinierteren René Deddens abgefangen.

Danach verhinderten zwei schlechte Starts eine

bessere Punkteausbeute.

Überragend an diesem Tag jedoch Sandro Wassermann,

der sich nur in Heat 6 dem Topspeed

von Kai Huckenbeck beugen musste. Entweder

gleich vom Start weg in Führung oder aber

durch beherzte Angriffe aus Position 2 auf den

Außenlinien, war er in der Endabrechnung nur

einen Punkt vom Maximum entfernt und hatte

an diesem Tag sichtlich Spaß auf der Bahn.

• Claudia Patzak

ADAC-Speedwayrennen Landshut - 22./23.6.2019

Ergebnisse:

Team-Cup: 1. Emsland Speedway Team Dohren, 33 Punkte (Kai

Huckenbeck 11, Geert Bruinsma 9, Fabian Wachs 9, Marlon Hegener

4); 2. MSC Olching, 31 (René Deddens 10, Danny Maaßen

7, Tim Wunderer 2, Erik Bachhuber 12); 3. AC Landshut Young

Devils,

29 (Sandro Wassermann 14, Jonas Wilke 4, Mario Niedermeier 3,

Maximilian Troidl 5, Leon Krusch 3); 4. DMV Junior White Tigers,

21 (Marius Hillebrand 8, Julian Bielmeier 7, Dustin Schultz 1, Tom

Finger 5).

ADAC Bayerncup: 1. MSC Olching, 72 Punkte (Magnus Rau 12,

Patrick Hyjek 15, Luca Kastner 11, Mario Häusl 8, Erik Bachhuber

12, Celina Liebmann 8, Tim Wunderer 6); 2. AC Landshut Young

Devils, 42 (Tim Riedl 6, Maximilian Gammel 9, Jenny Apfelbeck

3, Toni Eichhorn 5, Leon Krusch 8, Mario Niedermeier 11, Manuel

Thalmann 0); 3. BBM München, 41 (Franziska Kober 6, Leonie

Weinhold 2, Patricia Erhart 11, Bruno Thomas 12, Cyrill Hofmann

1, Sebastian Trapp 2, Julian Bielmeier 7); 4. MSC Abensberg,

30 (Manuel Rau 4, Ben Iken 10, Tim Widera 0, Alexandra Schauer

3, Maximilian Troidl 8, Dustin Schultz 5).

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 19


SPEEDWAY

Albersdorf

Spannende Läufe in der „Nordliga“

Nächster Termin am 17. August in Brokstedt

Mit der Speedway-Liga-Nord (SLN) scheint sich ein komplett neues Rennformat

im zweiten Jahr ihrer Existenz endgültig etabliert zu haben. Zum

zweiten Lauf der Saison trafen sich mit den „Young Wolves“ vom MSC

Wittstock, dem Team vom MSC Moorwinkelsdamm und den „Young Vikings“

vom MSC Brokstedt e.V. im ADAC drei Mannschaften aus dem Norden

der Republik, um sich auf dem Dithmarschenring in Albersdorf mit

den gastgebenden „Pirates“ vom MSC Nordseeküste Nordhastedt im

sportlichen Wettbewerb zu messen. Leider stand der Renntag an der

Westküste Schleswig-Holsteins zunächst unter keinem guten Stern. Starke

Regenfälle am Vormittag ließen lediglich drei Wertungsläufe in der Talents

Team Trophy (TTT), die norddeutsche Rennserie der Klasse Junior B

(125 Kubikzentimeter) zu, ehe das Rennen vorzeitig abgebrochen wurde.

Mit viel Einsatz der Nordhastedter Organisatoren, konnte allerdings am

Nachmittag mit einer leichten zeitlichen Verzögerung der zweite Lauf der

SLN in diesem Jahr gestartet werden. Letztlich sahen die Zuschauer dann

jedoch einen spannenden Vergleich und Rennläufe auf einem durchaus

hohen Niveau. Dabei präsentierte sich die Vertretung aus Nordhastedt als

guter Gastgeber und belegte mit insgesamt 16 Punkten nach 22 Läufen

abgeschlagen den 4. Platz in der Endabrechnung. Lediglich Danny Maaßen

rettete mit einem Maximum von 15 Zählern die Ehre der Hausherren.

Dagegen lieferten sich Brokstedt, Wittstock und Moorwinkelsdamm einen

sehr ausgeglichenen Vergleich, der letztlich zugunsten des MSC

Moorwinkelsdamm (43 Punkte) ausfiel. Der MSC Brokstedt sicherte sich

den 2. Platz (37 Punkte) vor dem MSC Wittstock, der es in der Endabrechnung

auf 34 Punkte brachte.

Rennleiter Hendrik Jähn zeigte sich nach dem Rennen zufrieden mit der

gesamten Veranstaltung und betonte noch einmal, dass es sich bei der

Speedway-Liga-Nord keinesfalls um eine reine Nachwuchsliga handelt.

„Das Besondere an der SNL ist, dass es sich hier um eine regionale Liga

handelt, die speziell für Clubfahrer der teilnehmenden Vereine geschaffen

wurde.“ Den anstehenden Lauf der SLN richtet am 17. August der MSC

Brokstedt aus. Der Rennstart erfolgt auf dem Holsteinring um 14:00 Uhr.

Brokstedt wird an diesem Tag dann auch der Schauplatz des nächsten

Wertungslaufes der TTT sein (Start um 10:00 Uhr).

• Text u. Fotos: Sam Schneider

ADAC-Speedwayrennen Dithmarschenring Albersdorf - Speedway-Liga Nord - 6.7.2019

Ergebnisse:

Speedway-Liga Nord: 1. MSC Moorwinkelsdamm, 43 Punkte (Anne Spaan 7, Geert Bruinsma 10,

Niels Oliver Wessel 11, Jonny Wynant 9, Tom Finger 6, Jelto Schäfer 0); 2. Young Vikings Brokstedt,

37 (Marcel Sebastian 2, Fabian Wachs 15, Birger Jähn 5, Erik Bachhuber 10, Leon Krusch 5); 3. Young

Wolves Wittstock, 34 (Celina Liebmann 5, Jeffrey Sijbesma 6, Fynn-Ole Schmietendorf 6, Melf Ketelsen

7, Lukas Wegner 10); 4. Nordhastedt Pirates, 16 (Danny Maaßen 15, Maximilian Pott 0, Mattis

Möller 0, Ann-Kathrin Gerdes 1, Kevin Lück 0).

Stand (nach 2 von 5 Veranstaltungen): 1. Young Wolves Wittstock, 2 Rennen/4 Matchpunkte/

90 Laufpunkte; 2. Young Vikings Brokstedt, 2/3/63; 3. MSC Moorwinkelsdamm, 1/3/43; 4. MSC

Dohren, 1/2/32; 5. Nordhastedt Pirates, 2/0/34.

Die „Young Vikings“

vom MSC Brokstedt

um Teammanagerin

Sabrina Harms belegten

in Albersdorf

den 2. Platz in der

Speedway-Liga-Nord

und agieren am

17. August selbst

als Gastgeber

German Open Olching

Die Wettervorhersage war nicht besonders gut gewesen für den traditionellen

Olchinger Fronleichnams-Renntermin. Doch die rund 2000 Speedwayfans,

die sich trotz der dunklen Wolken auf den Weg zur Olchinger Rennpiste

gemacht hatten, wurden mit einem spannenden Wettkampf belohnt, bei

dem der Sieg erst im letzten Lauf entschieden wurde. Das Wetter hielt durch

– fast bis zum Schluss.

Dass Publikumsliebling „Smoli“ einmal mehr die Nase ganz vorne haben

würde, hätte schiefgehen können: Nach einem Crash bereits in Lauf 5, bei

dem er und Michael Härtel in der ersten Kurve zu Boden gingen, stockte den

Fans der Atem, als Smolinski erst einmal auf der Bahn liegenblieb, während

Härtel sofort wieder auf den Beinen war. Doch kurze Zeit später rappelte

sich auch der 34-jährige Olchinger wieder auf und beide Fahrer konnten im

Wiederholungslauf erneut antreten. Smolinskis Motorrad war nicht mehr

einsatzfähig. Er war im Re-run mit der Reservemaschine unterwegs. Hier

war es dann Härtel, der den Lauf für sich entschied und verhinderte, dass

der spätere Tagessieger punktemäßig eine „weiße Weste“ behielt.

Das Rennen blieb weiterhin turbulent und etwas unruhig – mehrfach gab es

Disqualifikationen aufgrund von Frühstarts, Bandberührungen und Überschreitung

der zwei Minuten am Startband. Es traf hier beispielsweise Danny

Maaßen und Zdenek Simota, die sich der Entscheidung des Referees fügten.

Absolut nicht einverstanden mit der „roten Karte“ zeigte sich allerdings

in Heat 17 Daniel Gappmaier aus St. Johann/Pongau, der sich nur äußerst

widerwillig und wild gestikulierend in Richtung Fahrerlager schicken ließ.

Auch der Australier Sam Masters, der am Ende als Gesamtzweiter aus dem

Rennen hervorging, kostete die Fans einige Nerven: Im alles entscheidenden

letzten Lauf, bei dem Smolinski, Erik Riss und der Schwede Peter Ljung

aufeinandertrafen, standen gleich zwei Fahrer mit gelber Helmfarbe am

Startband! Klarer Fehler des Australiers, der laut Programm die weiße Mütze

hätte aufsetzen müssen. Nun wurde es knapp, denn die zwei Minuten waren

am Ablaufen. Masters hatte nur noch 30 Sekunden übrig, um sich aus

dem Fahrerlager die richtige Kappe zu besorgen, was ihm dann mit einem

spektakulären Vollgasmanöver gerade noch gelang. In diesem Lauf wurde

Masters, der bis zu diesem Zeitpunkt eine weiße Weste behalten hatte,

dann allerdings nur Dritter und vergeigte so den Maximumsieg.

Für Masters und Peter Ljung wäre nach Lauf 20 eigentlich wegen Punktgleichheit

ein Stechen um Rang 2 fällig gewesen, doch darauf wurde wegen

des nun einsetzenden starken Regens verzichtet. Gewertet wurde stattdessen

unter Berücksichtigung der Majorität der besseren Plätze im Gesamtrennen.

Zum weiteren Publikumsliebling avancierte schon nach ihrem ersten Einsatz

die für den MSC Olching startende Celina Liebmann. Sie war, nachdem

der Däne Mads Hansen beim Rennen nicht erschienen war, auf dem Reserveplatz

unterwegs und durfte sich an diesem Tag mehrfach mit den ganz

Großen messen – nämlich immer dann, wenn ein anderer Teilnehmer nicht

mehr ans Startband konnte oder durfte. Obwohl sie bereits am Vormittag

ein komplettes Juniorenrennen

bestritten und gewonnen hatte,

hielt sie unglaublich gut im internationalen

Feld mit und ergatterte

insgesamt 2 Punkte – die Fans reagierten

mit Begeisterungsstürmen

und zahlreichen Geldspenden.

Ihre Freude hatten die Fans auch

an Olchings neuem Stadionsprecher

Philipp Schmuttermayr. Der

früher selbst als Speedwayfahrer

aktive Augsburger war erstmalig

alleiniger Chef am Olchinger German-Open-Mikro

und sprintete

während des Rennens mehrfach

vom Zielrichterturm zum Fahrerlager,

um die Fans mit aktuellen Infos

und Interviews zu versorgen.

• Text: Tanja Schön; Fotos: Niklas Breu

Voller Einsatz:

Olchings neuer

Stadionsprecher

Philipp

Schmuttermayr

Für Coach Guido Schlüter

und seine „Tigers“ vom

MSC Brokstedt fiel das

Rennen in der Talents

Team Trophy in Albersdorf

nach nur drei Wertungsläufen

buchstäblich

ins Wasser. Das

nächste Rennen der

125-ccm-Klasse in der

TTT findet am 17. August

in Brokstedt statt

German Open Olching - 20.6.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Martin Smolinski, 14 Punkte; 2. Sam Masters, AUS, 13; 3. Peter Ljung, S, 13; 4. Matic Ivacic, SLO,

12; 5. Erik Riss, 11; 6. Michael Härtel, 11; 7. Joel Kling, S, 9; 8. Paco Castagna, I, 8; 9. Claus Vissing, DK, 6;

10. Lukas Fienhage, 6; 11. Daniel Gappmaier, A, 5; 12. Andrij Kobrin, UKR, 4; 13. Celina Liebmann, 2;

14. Zdenek Simota, CZ, 2; 15. Marcel Kajzer, PL, 2; 16. Danny Maaßen, 1; 17. Tim Wunderer, 0.

U21: 1. Celina Liebmann, 12 Punkte; 2. Maximilian Troidl, 11; 3. Dustin Schultz, 9; 4. Manuel Thalmann, 5;

5. Rafael Buchholz, 5; 6. Tim Wunderer, 2; 7. Sebastian Adorjan, 0.

Junioren B: 1. Patrick Hyjek, 12 Punkte; 2. Patricia Erhart, 10; 3. Luca Kastner, 5; 4. Leonie Weinhold, 5;

5. Toni Eichhorn, 4; 6. Mario Häusl, 3; 7. Tim Widera, 2; 8. Kimi Weber, 1.

Junioren C: 1. Erik Bachhuber; 2. Leon Krusch, 8; 3. Alexandra Schauer, 3; 4. Cyrill Hofmann, 1.

20 BAHNSPORT AKTUELL August '19


Peter Ljung, Martin Smolinski und Sam Masters

Smolis 5. German-Open-Sieg

Sam Masters vor Claus Vissing,

Andrij Kobrin und Matic Ivacic

Bei der nunmehr 13. Auflage der „German Open“ am 20.6.2019 in Olching stand

Lokalmatador Martin Smolinski nach 2004, 2006, 2012 und 2014 nun bereits zum

fünften Mal ganz oben auf dem Siegerpodest. „Smoli“ gab bei seiner spektakulären

Siegesfahrt trotz eines Sturzes zu Beginn des Rennens nur einen einzigen Punkt ab.

Celina Liebmann hinter Lukas Fienhage

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 21


INTERNATIONAL

Die neuen britischen Seitenwagenmeister

heißen Shaun Harvey/Danny Hogg

ENGLAND

Ergebnis - Finale: 1. Somerset, 22 Punkte (Nico Covatti 8, Chris Harris 7, Rory Schlein 6, Todd Kurtz

1, Valentin Grobauer/Res. N); 2. Sheffield, 19 (Daniel King 7, Broc Nicol/Res. 4, Tyron Proctor 4, Kyle

Howarth 4, Drew Kemp 0); 3. Glasgow, 19 (Craig Cook 9, Rasmus Jensen 5, Paul Starke 4, Claus

Vissing 1); 4. Eastbourne Eagles, 12 (Richard Lawson 6, Edward Kennett 4, Lewis Kerr 2, Kyle

Newman 0).

Halbfinale: 1. Eastbourne, 15 Punkte (Edward Kennett 6, Lewis Kerr 6, Richard Lawson 2, Kyle

Newman 1); 2. Glasgow, 15 (Ramsus Jensen 6, Paul Starke 5, Craig Cook 3, Claus Vissing 1); 3. Sheffield,

15 (Tyron Proctor 6, Daniel King 4, Kyle Howarth 3, Drew Kemp 1, Broc Nicol/Res. 1); 4. Somerset,

14 (Chris Harris 6, Nico Covatti 4, Rory Schlein 3, Todd Kurtz 1, Valentin Grobauer/Res. N); Edinburgh,

13 (Cameron Heeps 5, Joel Andersson 5, Victor Palovaara 2, Ricky Wells 1); 6. Leicester,

12 (Richie Worrall 4, Ryan Douglas 4, Josh Bates 2, Scott Nicholls 2); 7. Newcastle, 11 (Steve Worrall

5, Thomas Jörgensen 4, Matthew Wethers 2, Lasse Bjerre 0); 8. Redcar, 10 (Charles Wright 5, Michael

Palm Toft 4, Jordan Stewart 1, Nathan Greaves/Res. 0, Tom Bacon 0); 9. Scunthorpe, 10 (Daniel

Ayres 3, Josh Auty 3, Stefan Nielsen 2, Jake Allen 2); 10. Berwick, 9 (Kevin Doolan 3, Coty Garcia/

Res. 2, Aaron Summers 2, Nikolaj Busk Jakobsen 2, Jye Etheridge 0); 11. Birmingham, 8 (Tero Aarnio

4, Adam Ellis 3, Connor Coles/Gast 1, Joe Lawlor/Gast 0).

National League Fours - Stoke

Späte Entscheidung

Nach insgesamt 24 Läufen entschied sich dieses Prestigemeeting im letzten

Lauf. Stoke und die Isle of Wight waren punktgleich. IoWs Georgie

Wood gab alles, blieb immer an Stokes Connor Coles dran, aber der Lokalmatador

ließ sich diesen Sieg nicht nehmen.

Ergebnis: 1. Stoke, 15 Punkte (Tom Perry 4, Luke Priest 4, Joe Lawlor 4, Connor Coles 3); 2. Isle of

Wight, 14 (Ben Morley 6, Georgie Wood 5, Chad Wirtzfeld 2, Danno Verge 1); 3. Mildenhall, 13 (Daniel

Ayres 5, Jason Edwards 5, Henry Atkins 3, Matt Marson 0); 4. Kent, 6 (Drew Kemp 4, Anders

Rowe 1, Jordan Jenkins 1, Rob Ledwith 0, Bailey Fellows/Res. 0).

Seitenwagenmeisterschaft

Skandal um die Meisterschaft

Shaun Harvey/Danny Hogg sind britische Seitenwagenmeister. In der

Vorrunde kämpften Mitch Godden/Paul Smith und Josh Goodwin/Liam

Brown um jeden Zähler. So dann auch im Finale. Nach dem Start gingen

Goodwin/Brown in Führung. Godden/Smith kämpften sich nach schlechtem

Start durchs Fahrerfeld und griffen in der dritten Runde Goodwin/

Brown an. Beide Teams stürzten und der Lauf wurde abgebrochen. Nach

vielen Gesprächen entschied der britische Verband, ganze fünf (!) Tage

nach dem Rennen, dass beide Teams disqualifiziert werden und die zum

Zeitpunkt des Abbruchs auf Rang 3 fahrenden Harvey/Hogg Britische

Meister sind.

Ebenfalls am Start waren die Nachwuchsfahrer 250 und 350 ccm. Auch sie

fuhren ihren Meister aus. 250er Champ wurde Henry Atkins, 350er Rob

Finlow. Im Rahmenprogramm demonstrierten die 500-ccm-Fahrer ihr

Können. Hier siegte Paul Cooper. • Text: Daniel Becker; Foto: Ubbo Bandy

Ergebnisse - Seitenwagen 500 ccm - Finale: 1. Harvey/Hogg; 2. Beard/Heath; 3. Vale/Vale;

4. Hughes/Bennett; Godden/ Smith D; Goodwin/Brown D.

Vorrunde: 1. Mitch Godden/Paul Smith, 26 Punkte; 2. Josh Goddwin/Liam Brown, 26; 3. Simon

Beard/Sam Heath, 24; 4. Shaun Hughes/Louis Bennett, 18; 5. Shaun Harvey/Danny Hogg, 16;

6. Aaron Vale/Steven Vale, 14; 7. Natasha Bartlett/Kim Kempa, 11; 8. Phill Rowlands/Tom Rowlands,

11; 9. James Hartley/Shay Minihane, 9; 10. Chris Neame/Luke Russell, 7; 11. James Hogg/

Scott Goodwin, 6; 12. Dan Berwick/Josh Russell, 1.

Solo: 1. Paul Cooper, 41 Punkte; 2. Charley Powell, 37; 3. Stephan Green, 30; 4. Callum Walker, 25;

5. Stuart Mears, 13; 6. Marty Sturgeon, 12; 7. Graeme Brown, 6.

250 ccm - Finale: 1. Henry Atkins; 2. Jake Mulford; 3. Charlie Brooks; 4. Luke Harris; 5. David

Knowles; 6. Ollie Stanford; Chris Still D; Neil Taylor D.

350 ccm - Finale: 1. Rob Finlow; 2. Andrew Whitaker; 3. Paul Hurry; 4. Barry Powell; 5. Mark Taylor;

6. Ryan Ashcroft; Dave Mears D; Tom Perry D.

Speedway Championship Fours - Peterborough

Sieg ohne Valentin

Die Somerset Rebels qualifizierten sich als viertes Team, drehten aber im

Finale richtig auf und gewannen den ersten wichtigen Titel seit dem Abstieg

in die SGB Championship. Leider kam unser deutscher Rebel Valentin

Grobauer als Reservist nicht zum Einsatz. Sheffields Danny King verbesserte

seinen eigenen Bahnrekord um 1/10 auf 57,3 Sekunden. Das

Mammutrennen umfasste 34 Läufe!

PREMIERSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Jason Doyle (1) AUS Swindon 16 9,72

2. Max Fricke (3) AUS Belle Vue 19 9,59

3. Troy Batchelor (4) AUS Swindon 17 9,13

4. Kenneth Bjerre (2) DK Belle Vue 18 9,01

5. Craig Cook (-) GB King’s Lynn 9 8,55

6. Brady Kurtz (5) AUS Poole 13 8,39

7. Rasmus Jensen (-) DK Swindon 7 8,24

8. Robert Lambert (-) GB King’s Lynn 20 8,08

9. Tobias Musielak (7) PL Swindon 8 8,00

10. Josh Grajczonek (-) AUS Poole 20 7,83

16. Erik Riss (15) D King’s Lynn 13 7,59

Premiership

Poole in Poleposition

Bei den King’s Lynn Stars ist Erik Riss wieder mit an Bord. Der Club dümpelt

zwar noch am Tabellenende, aber die Jagd auf einen der begehrten Plätze

unter den Topvier ist längst noch nicht entschieden. Poole wird immer stärker,

legte einen Zwischenspurt ein und führt nun die Premiership an.

Ergebnisse: King’s Lynn - Ipswich 45:45 Punkte; Poole - Wolverhampton 51:39; Swindon - Belle

Vue 55:35; Ipswich - King’s Lynn 49:41; Peterborough - Swindon 50:40; King’s Lynn - Belle Vue

54:36; Wolverhampton - Poole 44:46; Poole - Belle Vue 37:35 (Abbruch nach Lauf 12); Belle Vue -

Poole 44:46; King’s Lynn (Erik Riss 1-1-3-3=8) - Swindon 49:40; Peterborough - Ipswich 38:51;

Poole - King’s Lynn (Erik Riss 0-2-1-2=5) 49:41; Swindon - Ipswich 46:44; Belle Vue - Ipswich

49:41; King’s Lynn (Erik Riss 3-1-3-3-1=11) - Poole 57:33; Wolverhampton - Swindon 48:42; Ipswich

- Poole 42:48; Peterborough - Wolverhampton 41:49; Swindon - King’s Lynn (Erik Riss

3-1-2-2-0=8) 50:40.

Championship

Riss, der Bear

Glasgow ist das einzige unbesiegte Team in der Championship, trotz dreier

Auswärtsmatches. Die erfolgsverwöhnten Edinburgh Monarchs stehen

mit dem Rücken zur Wand und nahmen zwei Änderungen in ihrer Mannschaft

vor. Die beiden Schweden Joel Andersson und Victor Palovaara verlassen

das schottische Team. Neuverpflichtet wurde der ehemalige Mannschaftskapitän

der Monarchs Sam Masters mit einem Average von immerhin

10,78. Matt Marson vervollständigt das Team als Reserve. Auch Redcar

stellte seine Mannschaft auf drei Positionen um. Ulrich Östergaard,

Jack Smith und der verletzte Tom Bacon verlassen die Bears. Neuverpflichtet

wurden der Däne Kasper Andersen, Tom Wolley und King’s-Lynn-Star

Erik Riss! Erik fuhr sein ersten Rennen in Glasgow (KOC) und zwei Tage

später in Sheffield. Der Deutsche kommt mit einem Average von 8,75.

Ergebnisse: Birmingham - Newcastle 49:41 Punkte; Somerset (Valentin Grobauer 3) - Leicester

42:48; Edinburgh - Redcar 49:41; Glasgow - Somerset (Valentin Grobauer 0-0-1-0=1) 48:42;

Scunthorpe - Sheffield 55:35; Eastbourne - Scunthorpe 56:34; Redcar - Edinburgh 53:37; Somerset

(Valentin Grobauer 0-1-1-2=4) - Redcar 51:39; Edinburgh - Glasgow 43:45; Redcar - Leicester

48:42; Scunthorpe - Eastbourne 54:35; Leicester - Redcar 40:32 (Abbruch nach Lauf 12); Glasgow

- Edinburgh 55:35; Newcastle - Berwick 53:37; Sheffield - Somerset (Valentin Grobauer 1-A-2-1=4)

52:38; Birmingham - Glasgow 41:49; Somerset (Valentin Grobauer 2-2-3-3-1=11) - Scunthorpe

55:35; Scunthorpe - Berwick 56:34; Eastbourne - Edinburgh 54:36; Newcastle - Scunthorpe 54:36;

Sheffield - Redcar (Erik Riss 2-3-3-1-0=9) 42:48; Somerset (Valentin Grobauer 0-2-2-3=7) - Birmingham

55:35; Glasgow - Birmingham 62:28; Redcar - Scunthorpe 43:47; Berwick - Leicester

50:40; Leicester - Berwick 54:36; Sheffield - Eastbourne 51:39.

SGB CHAMPIONSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Craig Cook (1) GB Glasgow 16 11,45

2. Edward Kennett (6) GB Eastbourne 18 9,76

3. Chris Harris (2) GB Somerset 12 9,67

4. Scott Nicholls (3) GB Leicester 20 9,32

5. Daniel King (4) GB Sheffield 18 9,27

6. Charles Wright (-) GB Redcar 16 9,15

7. Richard Lawson (7) GB Eastbourne 18 9,08

8. Steve Worrall (-) GB Newcastle 15 9,01

9. Richie Worrall (9) GB Leicester 16 8,76

10. Rory Schlein (5) AUS Somerset 13 8,69

Valentin Grobauer D Somerset 13 5,52

22 BAHNSPORT AKTUELL August '19


Championship

Shield

Ergebnis - Halbfinale: Leicester - Berwick

54:36 Punkte; Berwick - Leicester

42:48. Leicester gewinnt 102:78.

Championship Knockout Cup

- Viertelfinals

Riss-Debüt

Das hatten sich die Schotten

ganz anders vorgestellt. Nach

der doch etwas hohen Niederlage

in Redcar konnte Glasgow

selbst im eigenen Stadion

nur einen 2-Punkte-Vorsprung

herausfahren. Erik

Riss hatte einen guten Einstand

bei den Bears und steuerte

solide 10 Punkte bei.

Ergebnisse: Eastbourne - Leicester

57:33 Punkte; Leicester - Eastbourne

55:35. Eastbourne gewinnt 92:88.

Redcar - Glasgow 51:39 Punkte; Glasgow

(Erik Riss 2-2-2-2-2=10) - Redcar

46:44. Redcar gewinnt 95:85.

Edinburgh - Newcastle 52:38 Punkte;

Newcastle - Edinburgh 56:34. Newcastle

gewinnt 94:86.

National League

Erster Sieg

Das erfolgreichste Team in der

letzten Saison hat es in diesem

Jahr sehr schwer. Erst im

vierten Match gelang Mildenhall

der erste Sieg. Leicester

hat weiterhin die beste Ausgangsposition.

Die Cubs sind

als einzige Mannschaft noch

unbesiegt.

• Texte: Andreas Fahldiek

Ergebnisse: Cradley - Leicester 39:51

Punkte; Kent - Plymouth 50:37; Plymouth

- Isle of Wight 46:44; Stoke - Mildenhall

51:38; Isle of Wight - Kent 51:39;

Stoke - Cradley 51:36; Cradley - Isle of

Wight 47:43; Isle of Wight - Cradley

53:37; Plymouth - Kent 44:46; Kent - Isle

of Wight 45:45; Mildenhall - Stoke 53:37.

National

Trophy

Ergebnisse: Kent - Plymouth 56:34

Punkte; Plymouth - Mildenhall 41:49;

Mildenhall - Kent 41:43; Plymouth - Isle

of Wight 45:45; Kent - Mildenhall 48:41;

Isle of Wight - Kent 48:42; Kent - Isle of

Wight 54:35.

National League

Knockout Cup

Ergebnisse - Viertelfinale: Belle Vue - Kent 51:39

Punkte; Kent - Belle Vue 43:45. Belle Vue gewinnt

96:82.

Stoke - Plymouth 50:39.

PREMIERSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Poole (4) 14 8 2 4 30

2. Belle Vue (1) 15 8 1 6 27

3. Ipswich (2) 13 7 1 5 27

4. Swindon (6) 12 5 1 6 18

5. Wolverh’ton(5) 11 5 0 6 17

6. Peterborough (3) 13 5 1 7 17

7. King’s Lynn (7) 14 4 2 8 16

CHAMPIONSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Leicester (1) 12 8 0 4 27

2. Glasgow (4) 7 7 0 0 22

3. Sheffield (2) 11 6 0 5 20

4. Somerset (3) 8 5 0 3 17

5. Scunthorpe (10) 9 4 0 5 13

6. Eastbourne (5) 11 4 0 7 12

7. Redcar (11) 7 3 0 4 9

8. Newcastle (9) 7 3 0 4 9

9. Birmingham (6) 8 3 0 5 9

10. Berwick (7) 7 2 0 5 7

11. Edinburgh (8) 7 2 0 5 6

NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Isle of Wight (5) 7 3 1 3 13

2. Leicester (3) 3 3 0 0 10

3. Kent (4) 5 3 1 1 10

4. Cradley (2) 7 3 0 4 10

5. Belle Vue (1) 4 3 0 1 9

6. Stoke (7) 7 2 0 5 7

7. Plymouth (8) 5 2 0 3 6

8. Mildenhall (6) 4 1 0 3 4

NATIONAL TROPHY

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Kent (2) 6 4 0 2 14

2. Mildenhall (1) 6 3 0 3 10

3. Isle of Wight (3) 6 2 1 3 8

4. Plymouth (4) 6 2 1 3 7

NATIONAL LEAGUE TOP-10

Pl./Name Club R Ave.

1. Max Clegg (2) Cradley Heath 9 10,61

2. Daniel Ayres (3) Mildenhall 9 10,33

3. Ben Morley (5) Isle of Wight 15 9,84

4. Jordan Palin (1) Belle Vue 6 9,81

5. Georgie Wood (7) Isle of Wight 15 9,21

6. Tom Perry (-) Stoke 6 8,93

7. Ben Wilson (9) Plymouth 12 8,67

8. Anders Rowe (10) Kent 13 8,65

9. Drew Kemp (6) Kent 10 8,43

10. Richard Andrews (-) Plymouth 10 8,17

Liga

Togliatti führt weiter

Obwohl das Team von Mega-Lada in Wladiwostok dem Titelverteidiger mit

41:49 unterlag, führt es die Tabelle weiterhin an. Das Rennen im russischen

fernen Osten hatte es in sich, denn die Mannschaft aus Togliatti

leistete Wostok großen Widerstand. Im zwölften Lauf setzten die Gäste

Andrey Kudriashov als Joker ein und ihr Duo lag an der Spitze, doch dann

fiel Kudriashov aus und statt mit einem 8:1-Sieg für Togliatti endete der

Heat mit einem 3:3-Untentschieden. Bester Mann des Matches war erwartungsgemäß

Grigorij Laguta, der Punktemaximum erzielte.

Seit September 2017 warteten die Fans aus Oktjabrskij auf einen Sieg ihrer

Mannschaft und am 26. Juni war es dann soweit. Das Team von Baschkirija

nutzte die Abwesenheit von Emil Sayfutdinov im Team aus Balakovo

aus und bezwang Turbina letztendlich mit 48:41. Leistungsträger der

Gastgeber waren Viktor Kulakov und Ivan Bolshakov, während bei den

Gästen Vladimir Borodulin die erste Geige spielte. Letzterer holte fünf

Siege und kam nur einmal als Dritter ins Ziel. Die Niederlage könnte die

Mannschaft von Turbina teuer zu stehen kommen, denn es ist durchaus

möglich, dass sie dadurch das Finale verpassen wird.

Ergebnisse - 19.6.: Togliatti, 60 Punkte (Kudriashov

13, Gala 10, Lahbaum 9, Saidullin 9,

Gafurov 8, Chugunov 7); Oktjabrskij, 32 (Gizatullin

15, Kulakov 14).

19.6. - Balakovo, 50 Punkte (Sayfutdinov 13,

Bogma 12, Borodulin 8, Chalow 7); Wladiwostok,

39 (G.Laguta 18, Kosciuch 9).

26.6. - Oktjabrskij, 48 (Kulakov 13, Gatijatov

11, Bolshakov 10, Gizatullin 10); Balakovo,

41 (Borodulin 16, Chalow 10, Cyfer 9).

3.7. - Wladiwostok, 49 (G.Laguta 15, Buczkowski

11, Karion 9, Kotlar 8); Togliatti, 41 (Gafurov

12, Saidullin 10, Kudriashov 8).

RUSSLAND

Paar-Landespokal - Oktjabrskij - 13.6.2019

Auftakt in Oktjabrskij

Am 13. Juni fand in Oktjabrskij die erste Runde des Paar-Landespokals

statt. Die Veranstaltung endete mit einer dicken Überraschung, denn das

Duo der Gastgeber Denis Gizatullin/Viktor Kulakov bezwang im Finallauf

das Paar von Turbina Ilya Chalow/Vladimir Borodulin mit einem 5:1 und

erklomm die oberste Podiumsstufe. Im Endlauf des U21-Wettbewerbes

setzten sich Igor Saidullin und Roman Lahbaum von Mega-Lada gegen Witalij

Kotlar und Nikita Korovko von Wostok durch. Die zweite, abschließende

Runde des Prädikats wird am 3. September in Balakovo ausgetragen.

• Texte: Georg Dobes; Fotos: Georg Domes; Alfred Domes

Paar-

Landespokal

für Denis

Gizatullin

(links) und

Viktor

Kulakow

LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Togliatti 4 6 47

2. Wladiwostok 4 4 7

3. Balakovo 4 4 -14

4. Oktjabrskij 4 2 -40

UKRAINE

Igor-Marko-Memorial - Rivne - 26.6.2019

Paarrennen

Am 26. Juni fand in Rivne das traditionelle Igor-Marko-Memorial statt. Das

Rennen wurde diesmal als Paarwettbewerb ausgetragen. An den Start

gingen insgesamt sechs Duos, sie bestanden jeweils aus einem Ukrainer

und einem ausländischen Fahrer. Sieger des Turniers wurden Stanislav

Melnychuk und Kjastas Puodzuks (Lettland), die insgesamt 20 Punkte erzielten.

Den 2. Gesamtrang sicherten sich Dmytro Mostovyk und Norbert

Kosciuch (Polen). Sie kamen auf 16 Zähler, wobei Letzterer in der ukrainischen

Speedway-Hochburg mit fünf Siegen den Löwenanteil der Punkteausbeute

holte. Die niedrigste Podiumsstufe bestiegen Andriy Kobrin und

Jevgenij Kostigov (Lettland). Das Duo kam ebenfalls auf 16 Zähler, hatte jedoch

weniger Siege zu verzeichnen als Mostovyk/Kosciuch. • Georg Dobes

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 23


INTERNATIONAL

Ekstraliga - Einzelmeisterschaft

Gdansk - 12.7.2019

Zmarzlik

siegreich

Am 12. Juli wurde in Danzig die Einzelmeisterschaft

der Ekstraliga

ausgetragen. Im Zbigniew-Podlecki-Stadion

gingen die 15 besten

Fahrer der Ekstraliga, die nach der

achten Runde ermittelt wurden, an

den Start. Darüber hinaus durfte

der Organisator eine Wildcard vergeben.

Diese erhielt Patryk Dudek,

der im Vorjahr das Rennen gewonnen

hatte. In den Vorläufen hinterließ

Martin Vaculik den besten Eindruck.

Der 29-Jährige, der für Falubaz

Zielona Gora startet, holte auf

der 349 Meter langen Bahn zunächst

vier Siege, stürzte aber unerwartet

im 18. Heat und schloss

die Rennphase mit 12 Zählern ab.

Punktgleich mit dem Slowaken

war Bartosz Zmarzlik. Er konnte jedoch

nur zwei Dreier verzeichnen.

Beide Piloten qualifizierten sich

direkt fürs Finale, während diejenigen,

die die Plätze 3 bis 10 belegten,

zwei Semifinalläufe bestreiten

mussten. Nicki Pedersen

stürzte im dritten Durchgang und

absolvierte danach keine Rennen

mehr.

Der erste Semifinallauf musste

wiederholt werden. In der Startkurve

wurde es eng und Kenneth

Bjerre stürzte. Der Re-run fand ohne

den disqualifizierten Dänen

statt. Nach dem Start kämpfte Jason

Doyle (KS Torun) mit Dudek um

die Führung. Der Australier konnte

sich durchsetzen und zog in den

Endlauf, während der Pole und

Mikkel Michelsen ausschieden. Im

darauffolgenden Rennen gewann

Piotr Pawlicki (Unia Leszno), obwohl

Leon Madsen ihn in der Endphase

mächtig unter Druck setzte.

Maciej Janowski und Emil Sayfutdinov

konnten das Duo nicht gefährden.

Im Finale legte Zmarzlik

vor zirka 5000 Zuschauern den

besten Start hin und ließ sich die

Führung bis ins Ziel nicht mehr

wegnehmen, obwohl Pawlicki immer

wieder attackierte. Als Hauptpreis

erhielt der Sieger 25.000 Zloties

(zirka 5865 Euro).

POLEN

Bartosz Zmarzlik ist Ekstraligameister

„Der Rennanfang war nicht schlecht, aber auch nicht ideal. Mein Team

und ich haben gute Arbeit geleistet und die Starts waren danach deutlich

besser. Im Finale kann alles passieren. Man muss sehr konzentriert sein,

um keinen Fehler zu machen“, sagte Zmarzlik. Pawlicki, der zum dritten

Mal in Folge Zweiter wurde, musste sich mit 15.000 Zloties (3520 Euro) begnügen.

Vaculik bestieg am Ende die unterste Podiumsstufe. „Ich freue

mich sehr über diese Platzierung. Das Starterfeld war sehr stark. Hier waren

ja die besten Fahrer der Ekstraliga dabei. Im letzten Lauf der Qualifikation

habe ich einen dummen Fehler gemacht und eine Pirouette gedreht“,

gab der Slowake zu Protokoll. Doyle wurde im Finale Vierter. „Ich habe gedacht,

mein Resultat würde besser ausfallen. Ich kam ins Finale, aber die

Gegner waren sehr schnell weg“, so der Exweltmeister.

Ergebnis - Finale: 1. Bartosz Zmarzlik, PL, 12 Vorlaufpunkte; 2. Piotr Pawlicki, PL, 10; 3. Martin Vaculik,

SK, 12; 4. Jason Doyle, AUS, 11. Weitere Platzierungen: 5. Leon Madsen, DK, 11; 6. Emil Sayfutdinov,

RUS, 10; 7. Patryk Dudek, 10; 8. Kenneth Bjerre, DK, 9; 9. Mikkel Michelsen, DK, 8; 10. Maciej

Janowski, 6; 11. Artem Laguta, RUS, 6; 12. Fredrik Lindgren, S, 4; 13. Grigorij Laguta, RUS, 4;

14. Nicki Pedersen, DK, 2; 15. Janusz Kolodziej, 2; 16. Krzysztof Buczkowski, 2.

Teammeisterschaft

Ekstraliga

Unia Leszno bleibt weiterhin ungeschlagen und gilt als alleiniger Titelaspirant.

In der neunten Runde fuhr die Mannschaft in Zielona Gora und bezwang

das Gastgeberteam mit 47:43. Sparta Wroclaw bestritt zwei Heimmatches

und setzte sich gegen die Mannschaften aus Czestochowa und

Gorzow deutlich durch, und das obwohl Woffinden immer noch verletzt

war und dem Team aus Niederschlesien nicht helfen konnte.

Am 21. Juni war die Vorentscheidung gefallen, welche Mannschaft die Ekstraliga

verlassen wird. Motor Lublin deklassierte in der Marian-Rose-Arena

das Team von KS Torun mit 53:37 und sicherte sich damit praktisch den

Verbleib in der Ekstraliga. Die Mannschaft aus Torun unterlag auch eine

Woche später beim Derbyrennen dem Team von GKM Grudziadz und hat

im Prinzip keine Chance mehr, in der Ekstraliga zu bleiben. Nachdem die

1. Liga 1976 (die Ekstraliga existiert erst seit 2000) auf zehn Teams aufgestockt

wurde, war die Mannschaft aus Torun ununterbrochen dabei.

Ergebnisse - Runde 5 - Nachholrennen - 16.6.: Grudziadz - Torun 55:35 Punkte.

Runde 9 - 21.-23.6.: Grudziadz - Gorzow 51:38 Punkte; Torun - Lublin 37:53; Wroclaw - Czestochowa

56:34; Zielona Gora - Leszno 43:47.

Runde 10 - 28.-30.6.: Leszno - Czestochowa 57:33 Punkte; Torun - Grudziadz 44:46; Wroclaw -

Gorzow 58:32; Lublin - Zielona Gora 41:49.

1. Liga

ROW Rybnik unterlag in der elften Runde Tarnow mit 39:51, liegt aber in

der Tabelle weiterhin an der Spitze. Die Teams aus Gniezno und Tarnow

werden wahrscheinlich auch in die Play-off-Runde einziehen. Lokomotiv

Daugavpils erzielte einen deutlichen Sieg gegen Ostrow und holte in

Gdansk einen wichtigen Bonuspunkt. Dadurch überholten die Letten in

der Tabelle die Mannschaft aus Lodz und haben gute Chancen, Relegationsrennen

gegen den Vizemeister der 2. Liga zu vermeiden.

Ergebnisse - Runde 10 - 14.-16.6: Rybnik - Daugavpils 54:36 Punkte; Ostrow - Gdansk 49:41; Lodz

(Huckenbeck 11) - Tarnow 44:46.

Runde 11 - 22./23.6.: Gniezno - Lodz (Huckenbeck 7) 47:42; Tarnow - Rybnik 51:39; Daugavpils -

Ostrow 55:35.

Runde 6 - Nachholrennen - 29.6.: Gniezno - Tarnow 49:41.

Runde 12: 30.6.: Gdansk - Daugavpils 47:43 Punkte; 7.7.: Ostrow - Tarnow 46:44; Rybnik - Gniezno

47:43.

2. Liga

Das Team von PSZ Poznan absolvierte drei Nachholrennen und übernahm

die Tabellenführung, und das obwohl es sich in Bydgoszcz der Mannschaft

von Polonia beugen musste. Der Club aus Poznan gilt als Favorit im

Kampf um den Aufstieg in die 1. Liga.

• Texte: Georg Dobes; Action-Foto: Niklas Breu; Porträt: Daniel Sievers

EKSTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Leszno 10 22 (3) 120

2. Wroclaw 10 17 (3) 66

3. Zielona Gora 10 13 (1) 24

4. Grudziadz 10 13 (2) 13

5. Czestochowa 10 9 (1) -52

6. Gorzow 10 8 (-) -38

7. Lublin 10 7 (1) -38

8. Torun 10 3 (1) -95

(Bonuspunkte)

1. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Rybnik 11 19 (3) 104

2. Gniezno 10 16 (4) 12

3. Tarnow 10 14 (2) 14

4. Ostrow 10 13 (1) -20

5. Gdansk 10 10 (2) -30

6. Daugavpils 11 8 (2) -49

7. Lodz 10 7 (1) -31

(Bonuspunkte)

2. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Poznan 11 23 (5) 197

2. Bydgoszcz 10 20 (3) 97

3. Opole 9 15 (3) 97

4. Krosno 11 11 (1) -41

5. Pila 10 9 (1) -52

6. Rawicz 9 3 (-) -65

7. Krakow 8 0 -233

(Bonuspunkte)

Ergebnisse - Runde 6 - Nachholrennen -

15.6.: Krakow (Härtel 7) - Poznan 30:60

Punkte.

Runde 10: 16.6.: Krosno - Poznan 39:47

Punkte; Pila - Bydgoszcz 42:47; 5.7.: Krakow

(Wölbert 11) - Opole 20:70.

Runde 5 - Nachholrennen: 20.6.: Bydgoszcz

- Pila 49:41 Punkte; 29.6.: Poznan - Krosno

55:35.

Runde 11 - 22./23.6.: Rawicz - Krakow (Härtel

9) 57:33 Punkte; Opole (Wölbert 15) -

Krosno 53:37; Poznan - Pila (Dilger 1) 58:32.

Runde 9 - Nachholrennen: Poznan - Krakow

64:23 Punkte.

Runde 12 - 7.7.: Pila - Opole (Wölbert 7) 45:43

Punkte; Bydgoszcz - Poznan 47:43; Krosno -

Rawicz 52:38.

24 BAHNSPORT AKTUELL August '19


Landesmeisterschaft - Leszno - 14.7.2019

Vierter Titel für Kolodziej

Polens Elite traf am 14. Juli zum zehnten Mal in Leszno zusammen, um

den Landesmeister 2019 zu küren. Mit Piotr Pawlicki, Janusz Kolodziej,

Dominik Kubera und Reservefahrer Bartosz Smektala waren gleich vier

Vertreter des Veranstalterclubs Fogo Unia am Start. Kolodziej, der bereits

drei Landestitel auf seinem Konto hatte, und Pawlicki als Titelverteidiger

zählten dabei neben den drei anderen GP-Fahrern Maciej Janowski,

Patryk Dudek und Bartosz Zmarzlik zum engsten Favoritenkreis.

Der Favoritenrolle sollten dann auch alle außer Dudek, der es als Einziger

von ihnen nicht schaffte, sich für den Finallauf zu qualifizieren, gerecht

werden. Als Erste konnten der in der Hauptrunde unbesiegte

Zmarzlik und Janowski ihre Finaltickets lösen. Über den Hoffnungslauf

kamen dann noch die Lokalmatadoren Kolodziej und Pawlicki hinzu, der

zuvor wegen eines Vergehens an Zmarzlik von Lauf 5 ausgeschlossen

worden war. Mit dieser Entscheidung des Referees waren die meisten

heimischen Zuschauer jedoch nicht einverstanden. So pfiffen sie anschließend

Zmarzlik vor jedem seiner nachfolgenden Läufe gnadenlos

aus. Als dann im Finallauf die Augen aller Anwesenden auf das erneute

Aufeinandertreffen von Pawlicki und Zmarzlik gerichtet waren, schnellte

Kolodziej von der äußeren Startposition als Erster aus den Startbändern

hervor, setzte sich somit gleich in Führung und gab diese bis zur Ziellinie

nicht mehr ab. Folglich heimste er unter dem Jubel des Publikums seinen

nun vierten Landesmeistertitel ein. • Text: Martin Henke; Fotos: Jarek Pabijan

Ergebnis: 1. Janusz Kolodziej, 15+2 + Platz 2 im Hoffnungslauf + Platz 1 im Finallauf; 2. Bartosz

Zmarzlik, 17 + Platz 2 im Finallauf; 3. Maciej Janowski, 14 + Platz 3 im Finallauf; 4. Piotr Pawlicki,

11+3 + Platz 1 im Hoffnungslauf + Platz 4 im Finallauf; 5. Przemyslaw Pawlicki, 9+1 + Platz 3 im

Hoffnungslauf; 6. Patryk Dudek, 11+0 + Platz 4 im Hoffnungslauf; 7. Maksym Drabik, 8; 8. Dominik

Kubera, 8; 9. Norbert Kosciuch, 7; 10. Krystian Pieszczek, 6; 11. Adrian Miedzinski, 5; 12. Oskar

Fajfer, 4; 13. Wiktor Lampart, 4; 14. Kacper Gomolski, 3; 15. Piotr Protasiewicz, 2; 16. Adrian

Cyfer, 2; 17. Bartosz Smektala, 0.

Stefan Kwoczala

verstorben

Am 7. Juli verstarb in Czestochowa

Stefan Kwoczala, einer der talentiertesten

polnischen Speedwayfahrer

der 50er und anfangs der 60er Jahre.

Der Pole wurde am 15. Juni 1934 in

Kiedrzyn, einer kleinen Ortschaft in

der Nähe von Czestochowa, die 1977

in die Stadt eingegliedert wurde, geboren.

Seit 1955 vertrat er die Farben

von „Wlokniarz“ Czestochowa und

schon im Jahre 1959 feierte Kwoczala

große Erfolge. Zum ersten Mal

qualifizierte sich der Sportler für das

Finale der Einzelmeisterschaft und

auf Anhieb griff er in Rybnik nach der Goldmedaille. Auch mit seiner

Mannschaft gewann Kwoczala den Meistertitel. In der nächsten Saison

nahm Stefan verletzungsbedingt nicht am Einzelfinale, das in Czestochowa

stattfand, teil und konnte seinen Meistertitel nicht verteidigen.

Auch in der 1. Liga konnte „Wlokniarz“ nicht an den Erfolg vom Vorjahr

anknüpfen und belegte Gesamtrang 4. Neben Polen durfte Kwoczala

1960 in England fahren und ging dort in der National League für die

Leicester Hunters auf Punktejagd. Diese Möglichkeit nutzte der Fahrer,

um international erfolgreich zu werden. Schon 1958 gab er in der WM

sein Debüt. Im Kontinental-Halbfinale in Wien wurde der Pole Vierter,

konnte aber wegen einer Verletzung nicht zum Kontifinale nach Oberhausen

fahren. Ähnlich erging es ihm ein Jahr später. Im Konti-Semifinale

in Slany belegte Kwoczala Rang 6, aber dem Kontifinale in München

blieb er fern. Erst die nächste Saison brachte den Durchbruch. Stefan

qualifizierte sich fürs Kontifinale in Wien, in dem er Fünfter wurde. Am

14. August 1960 feierte der Pole in Breslau seinen bis dahin größten Triumph.

Im Europafinale stand er auf dem Podest, wurde hinter Marian

Kaiser und Ove Fundin Dritter und zog ins Finale im Londoner Wembley-

Stadion ein. Dort verzeichnete Kwoczala einen Sieg und belegte mit insgesamt

8 Zählern einen hervorragenden 7. Gesamtplatz. Es schien, als

ob die nächste Saison nur noch besser werden könnte, aber das Schicksal

schlug erbarmungslos zu. Am 13. Mai 1961 stürzte Kwoczala beim

Goldhelmrennen in Krakau und wurde von Kupczynski überfahren. Er erlitt

dabei einen Schädelbasisbruch und musste daraufhin seinen Stahlschuh

an den Nagel hängen. Nach einer langen Rehabilitation war Stefan

kurze Zeit Trainer in Czestochowa und Lodz. Die Trauerfeierlichkeiten

fanden am 11. Juli statt. Der ehemalige Speedwayfahrer wurde auf

dem Friedhof des Heiligen Rochus in Czestochowa beerdigt. Ruhe in

Frieden, Stefan. • Georg Dobes

Janusz Kolodziej ist Polnischer

Speedwaymeister

SLOWAKEI

Ligarennen

Am zweiten Juli-Wochenende fanden in Zarnovica zwei Ligarennen statt.

Am 13. Juli wurde der letzte Vierkampf der 1. Liga ausgetragen. Die Mannschaft

von Marketa, die alle bisherigen drei Rennen gewonnen hatte, ließ

auch in der Slowakei der Konkurrenz kaum eine Chance. Die Prager kamen

insgesamt auf 29 Zähler und holten den Meistertitel. Die Gastgeber

traten mit Zdenek Holub an. Der Prager erzielte für Zarnovica ein Punktemaximum.

Letztlich belegte das slowakische Team den 2. Tagesrang.

Ergebnis: 1. Prag, 29 Punkte; 2. Zarnovica, 24; 3. Pardubice, 21; 4. Koprivnice, 14.

Am nächsten Tag wurde die sechste Runde der Extraliga durchgeführt.

Das Rennen war sehr ausgeglichen und um jeden Punkt wurde hart gekämpft.

Nach dem dritten Lauf übernahm die Mannschaft von Marketa,

die ohne Josef Franc angetreten war, die Führung und gab sie nicht mehr

ab. Aber die Prager konnten sich nicht wirklich absetzen. Vor dem letzten

Lauf hatte Marketa 3 Zähler Vorsprung auf Zarnovica und Slany und es gab

noch die Möglichkeit, dass einer der Verfolger mit Marketa gleichziehen

könnte. Jan Kvech hielt jedoch dem Druck stand und gewann vor Martin

Vaculik. Ohne den Erfolg des 17-Jährigen schmälern zu wollen, muss man

allerdings sagen, dass der GP-Teilnehmer etwas gehandicapt war. Vaculik

fuhr nämlich in der Grünphase ins Band und wurde um 15 Meter nach hinten

verschoben. Die Gastgeber belegten den 2. Gesamtrang und führen

die Tabelle weiterhin an. Vaculik kam auf 13 Punkte. Er musste sich auch

Eduard Krcmar (AK Slany) beugen. Ein gelungenes Debüt für die Slowaken

gab Anders Thomsen. Der Däne begann zwar mit einer Nullfahrt, holte

aber später vier Siege. Um den 3. Tagesrang musste gestochen werden.

Matej Zagar bezwang Jakub Jamrog und sicherte dem Team von Zlata Prilba

2 Matchpunkte. Das brachte dem amtierenden Meister allerdings nicht

viel, weil Pardubice keine Chance mehr hat, den Titel erfolgreich zu verteidigen.

Der Slowene, der nur Vaculik unterlag, zeigte eine starke Leistung.

Vaclav Milik hingegen fuhr unter den Erwartungen. Der Tscheche erzielte

keinen einzigen Sieg. In der Mannschaft aus Slany dominierte Eduard

Krcmar, der sich nur Zagar beugte. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. Prag, 34 Punkte (J.Kvech 11, Z.Holub 8, Smetana 8, Chlupac 6); 2. Zarnovica, 30 (Vaculik

13, Thomsen 12); 3. Pardubice, 28+3 (Zagar 13+3, Milik 8); 4. Slany, 28+2 (Krcmar 13, Jamrog

10+2).

Der nächste Extraliga-Vierkampf findet am 4. September in Slany statt.

1. LIGA - ENDSTAND

Pl./Club R P Ges.

1. Prag 4 16 123

2. Koprivnice 4 10 85

3. Zarnovica 4 8 75

4. Pardubice 4 6 74

EXTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Zarnovica 6 18 189

2. Prag 6 16 188

3. Slany 6 15 184

4. Pardubice 6 11 176

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 25


INTERNATIONAL

Sieger Zdenek Simota

Landespokal - 4. Lauf - Pardubice - 12.6.2019

Kvech dominiert

Jan Kvech gewann die vierte Runde des Landespokals. Der 17-Jährige erzielte

14 Punkte und hat in der Gesamtwertung nur noch einen Zähler weniger

als der führende Zdenek Simota. Der Pilot aus Pilsen kam auf

12 Punkte und musste sich in einem Stechen um den 2. Tagesrang Petr

Chlupac beugen. Da Kvech jedoch beim Junioren-Team-WM-Semifinale in

Daugavpils stürzte, blieb er dem Pokalrennen in Svitavy fern. Simota

nutzte am 5. Juli die Gelegenheit, erzielte ein Punktemaximum und setzte

sich im Klassement deutlich ab. Ondrej Smetana wurde mit 14 Zählern

Zweiter, gefolgt von Michal Skurla (12). In der Pokalwertung hat Simota

momentan 67 Punkte. Kvech ist mit 51 Zählern noch Zweiter. Weiter folgen

Skurla und Martin Gavenda (jeweils 50).

Extraliga - Slany - 19.6.2019

Zarnovica siegt

Das Team aus Zarnovica träumt seinen Traum vom Meistertitel weiter. Am

19. Juni triumphierten die Slowaken in Slany erneut. Die Mannschaft von

SC Interteam und die Gastgeber hatten nach 20 Heats jeweils 33 Zähler

und es bedurfte eines Stechens, um den Tagessieger zu ermitteln. Erwartungsgemäß

meldete sich Martin Vaculik als Erster im Ziel, aber Jakub

Jamrog versuchte die ganze Zeit über, seinen Gegner anzugreifen. Dank

des Sieges festigte Zarnovica die Führung in der Tabelle. Die Mannschaft

von Zlata Prilba wurde zum zweiten Mal in Folge Letzter und hat nur noch

rein illusorische Chancen, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Sie erzielte

4 Zähler weniger als das drittplatzierte Team von Marketa.

• Texte: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Zarnovica, 33+3 Punkte (Vaculik 14, Cyfer 9, Z.Holub 8); 2. Slany, 33+2 (Krcmar 13,

Jamrog 11, Simota 9); 3. Prag, 30 (Franc 9, J.Kvech 8, Smetana 6, Chlupac 6); 4. Pardubice, 26 (Milik

11, Walasek 7).

Smetana, Simota, Skurla (v.l.)

TSCHECHIEN

Meisterschaft - 5. Lauf - Svitavy - 5.7.2019

Simota auf dem Vormarsch

Am Feiertag der slawischen Heiligen Cyrill und Method stieg in Svitavy,

rund 60 Kilometer nördlich von Brünn, der fünfte Lauf zur tschechischen

Meisterschaft.

In Abwesenheit seiner Verfolger Jan Kvech und Petr Chlupac aus Prag zog

Zdenek Simota aus Pilsen davon. Auf der 386-Meter-Bahn feierte er einen

Maximumsieg und hat nun 16 Punkte Vorsprung auf Jan Kvech. Mit einem

3. bzw. 5. Tagesrang rückten Michal Skurla und Martin Gavenda an den

zweitplatzierten Kvech heran. Beide haben jeweils 50 Zähler und nur einen

Punkt Rückstand auf Kvech.

Im neunten Rennen stellte Simota die Weichen zum Sieg. Er bezwang seinen

Rivalen Ondrej Smetana vom Speedwayclub Marketa, der mit

14 Punkten auf Rang 2 an diesem Tag kam. Clubkollege Michal Skurla

setzte sich mit einer 3-2-2-2-3-Serie auf Platz 3. Erstmals schalteten sich

in diesem Bewerb zwei 250-ccm-Fahrer ein. Jaroslav Vanicek wurde mit

5 Punkten Zwölfter vor Michal Bastecky, die beide ebenfalls vom Speedwayclub

Marketa kommen. • Text u. Fotos: Alfred Domes

Ergebnis: 1. Zdenek Simota, 15 Punkte; 2. Andrej Smetana, 14; 3. Michal Skurla, 12; 4. Jaroslav

Petrak, 11; 5. Martin Gavenda, 11; 6. Jan Macek, 10; 7. Filip Hajel, 10; 8. Vaclav Kvech, 7; 9. Daniel

Silhan, 7; 10. Milan Dobias, 5; 11. Pavel Kuchar, 5; 12. Jaroslav Vanicek, 5; 13. Michal Bastecky, 3;

14. Frantisek Klier, 3; 15. Jakub Exler, 2.

NIEDERLANDE

Grasbahnrennen Aduard - 13.7.2019

Hummel siegt

Nach etlichen Jahren Abstinenz führte der Club Stichting Grasbaan Aduard

in der Nähe von Groningen endlich wieder ein Grasbahnrennen durch.

Bereits am Freitag trugen die nationalen Klassen bei kurzen Regenschauern

ihre Rennen aus. Am Samstag standen die internationalen Fahrer am

Band. Bei den Solisten war ein gut aufeinander abgestimmtes Feld verpflichtet

worden. Zwölf Fahrer mussten je drei Vorläufe fahren. Die vier

Punktbesten platzierten sich direkt fürs Finale. Zwei weitere Fahrer hatten

die Chance, sich übers B-Finale zu qualifizieren. Romano Hummel und

Theo Pijper gewannen alle ihre Vorläufe und landeten ebenso direkt im Finale

wie Paul Hurry und Martin Malek. Im B-Finale standen Stephan Katt,

Mika Meijer, Christian Hülshorst, Lars Zandvliet, Bernd Diener und Jan de

Stephan Katt (außen)

gegen Theo Pijper

Paarmeisterschaft - Koprivnice - 23.6.2019

Franc/Kvech Meister

Das Duo von Olymp Prag wurde tschechischer Paarmeister. Josef Franc

und Jan Kvech dominierten das Feld deutlich und erzielten insgesamt

33 Zähler (Punktevergabe: 4-3-2-0). Die Prager verzeichneten vier Doppelsiege

und beugten sich nur im Duell gegen das zweitplatzierte Team von

KFPD Trebusice. Norbert Kosciuch und sein Teamkollege Zdenek Holub

schlossen mit 27 Punkten das Rennen ab. Die Bronzemedaille sicherten

sich Petr Chlupac und Ondrej Smetana von Marketa Prag mit 25 Zählern.

Ergebnis: 1. Olymp Prag, 33 Punkte (Josef Franc, Jan Kvech); 2. KFPD Trebusice, 27 (Norbert Kosciuch,

Zdenek Holub); 3. Marketa Prag, 25 (Petr Chlupac, Ondrej Smetana); 4. AK Brezolupy,

19 (Martin Gavenda, Martin Malek); 5. SC Zarnovica, 16 (Jan Mihalik, Jakub Valkovic); 6. Walbo Railway

Koprivnice, 15 (Jan Macek, Michal Skurla).

26 BAHNSPORT AKTUELL August '19


Vries am Band. Nach hervorragendem Rennen schafften Katt und Meijer

den Sprung ins Finale. Dieses musste dann jedoch zweimal gestartet werden.

Nach dem ersten Start führten Hummel und Pijper vor Katt. In der

Fahrerlagerkurve griff Malek Katt an, stürzte und der Lauf musste wiederholt

werden. Im Re-run sah Hummel vor Pijper und Katt als Erster die Zielflagge.

Bei den Seitenwagen gewannen William Matthijssen/Sandra Mollema alle

Läufe souverän vor Wilfred Detz/Wendy Arling und den deutschen Gespannen

Jan Kempa/Sina Stickling und André Schönig/Linda Frohbös.

In der Specials-Nationaal-Klasse bestritt Kevin Lück sein ersten Rennen

auf der 500-ccm-Maschine und erzielte 4 Punkte. Im B-Finale wurde er

Dritter und landete auf Rang 8. Das Rennen allerdings gewann Christian

Wagemans vor Andy ter Schuur und Sem Ensing. Ferdi Gelsma stürzte im

ersten Lauf schwer und brach sich mehrfach den Arm.

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy

Ergebnisse - I-Solo (Wertung nach A/B-Finals): 1. Romano Hummel, 15 Vorlaufpunkte; 2. Theo

Pijper, 15; 3. Stephan Katt, D, 9; 4. Paul Hurry, GB, 10; 5. Mika Meijer, 8; 6. Martin Malek, CZ, 11;

7. Christian Hülshorst, D, 7; 8. Lars Zandvliet, 5; 9. Bernd Diener, D, 5; 10. Jarno de Vries, 3; 11. Jens

Benneker, D, 1; 12. Henry van der Steen, 1.

Specials Nationaal (Wertung nach A/B-Finals): 1. Christian Wagemans, 12 Vorlaufpunkte; 2. Andy

ter Schuur, 9; 3. Sem Ensing, 12; 4. Nigel Hummel, 9; 5. Kelly Velda, 6; 6. Bart Uil, 8; 7. Kevin Glorie,

8; 8. Kevin Lück, D, 4; 9. Luit Groenewoud, 5; 10. John Hartley, 7; 11. Delina Kruit, 2; 12. Johan Last,

1; 13. Ferdy Gelsema, 0.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, 16 Punkte; 2. Wilfred Detz/Wendy Arling,

12; 3. Jan Kempa/Sina Stickling, D, 8; 4. André Schönig/Linda Frohbös, D, 2; 5. Klaas Kregel/Emiel

Bruins, 0; 6. Nicole Standke/Kim Kempa, D, 0.

NK ST 250 ccm (Wertung nach A-Finale): 1. Mark van Dellen, 33 Vorlaufpunkte; 2. Stef Hamstra, 28;

3. Lazar de Vries, 28; 4. Bart Borg, 15; 5. Niels Broekema, 18; 6. Marcel Vlig, 18; 7. Gert-Jan Valk, 20;

8. Anne Bos, 15; 9. Ruben Guikema, 9; 10. Lorenzo Punter, 9; 11. Joey van Kammen, 5; 12. Gert van

der Heide, 0.

NK ST 500 ccm (Wertung nach A-Finale): 1. Jan-Okke Loonstra, 31 Vorlaufpunkte; 2. Wybe Valkema,

31; 3. Erwin Mulder, 24; 4. Frank Hamming, 22; 5. Rindert Boonstra, 24; 6. Reinse de Jong, 18;

7. Olav den Engelsmann, 15; 8. Johan Wissema, 13; 9. Jamie Elsinga, 10; 10. Youri Jansen, 4; 11. Aron

Schokker, 4; 12. Annelies Veensma, 2.

Regioklasse: 1. Jasper Drijfhout, 29 Punkte; 2. Geertjan Buirma, 27; 3. Chris Werkman, 23; 4. William

Hoeksma, 23; 5. Feike Velting, 14; 6. Bert Franssens, 12; 7. Bernie van Til, 11; 8. Rolf Oosterhuis,

11; 9. Arjan Kalf, 8; 10. Jop van der Ploeg, 4; 11. Willem Huizinga, 3.

Christian Hülshorst (außen)

gegen Jarno de Vries

Int. Speedway Ludwigslust

Gröndal-Sieg

Nun schon zum dritten Mal wurde Ende Juni in Ludwigslust der Karl-Heinz-Podeyn-

Gedächtnispokal ausgefahren. Dafür hatte man ein internationales Feld aus sieben

Nationen zusammengestellt, das den leider nur wenigen Zuschauern guten

Speedwaysport bot. Es war wohl einfach zu heiß in Mecklenburg, um zum Rennen

zu gehen. Derjenige, der den begehrten Pokal mitnehmen wollte, musste sich in

20 Heats unter die ersten drei fahren. Dazu wurde der beste deutsche Fahrer für

das Finale nominiert.

Nach den ersten beiden Durchgängen blieben nur der Däne Mathias Nielsen und

der Pole Szymon Szlauderbach unbesiegt. Als einziger Deutscher konnte sich Junioren-EM-Teilnehmer

Dominik Möser mit einem Laufsieg in Szene setzen. Er hatte

nach zwei Läufen 5 Punkte, wie auch der Lette Jevgenij Kostigov und der Däne

Emil Gröndal. Nach dem dritten Durchgang gab es dann mit Szlauderbach und Mathias

Nielsen nur noch zwei Maximumfahrer. Kostigov und Gröndal kamen auf je

8 Punkte. Nicht schlecht fuhr bis dahin der Australier Braydon McGuinness, der

bei einem Laufsieg auf 6 Zähler kam. Möser fiel aus. Clubfahrer Leon Arnheim kam

bei einem Ausfall auf 3 Punkte. Von den restlichen deutschen Teilnehmern waren

Steven Mauer und Ben Ernst mit bis dahin 2 Zählern und Celina Liebmann mit einem

Punkt dabei.

Heat 16 brachte eine Vorentscheidung. Am Start waren die bisher ungeschlagenen

Szlauderbach und Nielsen sowie der schnelle Lette Kostigov und der Tscheche

Zdenek Simota. Im Kampf um die erste Kurve stürzte Szlauderbach von Gelb kommend

und wurde von Schiedsrichterin Manuela Hinrichs disqualifiziert. Den Rerun

gewann Kostigov vor Nielsen und Simota. Da Gröndal auch einen Laufsieg verbuchen

konnte, gab es nun mit Gröndal, Kostigov und Nielsen drei Fahrer mit je

11 Punkten.

Den ersten Lauf im letzten Durchgang gewann der Däne Tobias Thomsen, der mit

10 Punkten auf Platz 5 landete. Szlauderbach wurde nur Dritter und belegte mit 10

Punkten Platz 4. Heat 18 konnte Kostigov für sich entscheiden und war damit Sieger

der Vorläufe. Bereits beim Start war McGuinness gestürzt, verletzte sich aber

glücklicherweise nicht. Im letzten Vorlauf schlug Nielsen seinen Landsmann Gröndal

und diese beiden standen dann zusammen mit dem Letten Kostigov im Finale.

Als bester Deutscher hatte sich Möser mit 8 Punkten qualifiziert. Nicht so gut lief

es für die anderen Deutschen. Ernst kam mit 5 Zählern auf Platz 11 ins Ziel, gefolgt

von Mauer mit 4, Leon Arnheim (bei zwei Ausfällen) mit 3 sowie Liebmann mit 2.

Das Finale um den dritten Karl-Heinz-Podeyn-Gedächtnispokal gewann der bis dahin

schwächste Ausländer Gröndal vor Kostigov und Möser. Nielsen fiel aus. Die

zirka 500 Zuschauer sahen gute Rennen bis zum Sonnenuntergang.

Vor und zwischen den Läufen der internationalen Fahrer bekamen die Nachwuchsfahrer

auf der kleinen Bahn ihre Chance, um Punkte für die Norddeutsche Bahnmeisterschaft

zu fahren. Leider gab es bei den Junioren A den schwersten Unfall.

Fynn-Lukas Koch brach sich den Oberschenkel und musste noch während des Rennens

in Schwerin operiert werden. Gute Besserung auch von hier aus. Sieger wurde

Joel Schuck vor Jarik Perenz, der auch das Finale gewann und mit 12 Punkten

Zweiter wurde. Platz 3 holte Aiden-Aaron Schomacher. Dazu fuhren auch die Junioren

B II 85 ccm ihre Rennen. Hier waren nur vier Sportler am Start und Hannah

Grunwald konnte als Siegerin aufs Podest steigen. Ihr folgten Noel-Maximilian

Koch und Paul-Joris Wende. • Text: Wolfgang Radszuweit; Foto: Karl-Heinz Gävert

ADMV-Speedwayrennen Ludwigslust - 29.6.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Jevgenij Kostigov, LV, 14 Punkte; 2. Mathias Nielsen, DK, 14; 3. Emil Gröndal, DK, 13; 4. Szymon

Szlauderbach, PL, 10; 5. Tobias Thomsen, DK, 10; 6. Wojciech Lisiecki, PL, 9; 7. Sebastian Mortensen, DK, 9;

8. Dominik Möser, 8; 9. Braydon Mc Guinness, AUS, 7; 10. Zdenek Simota, CZ, 7; 11. Ben Ernst, 5; 12. Geert

Bruinsma, NL, 5; 13. Steven Mauer, 4; 14. Leon Arnheim, 3; 15. Celina Liebmann, 2; 16. Milan Dobias, CZ, 0.

3. Karl-Heinz-Podeyn-Gedächtnispokal: 1. Gröndal; 2. Kostigov; 3. Möser; Nielsen A.

Emil Gröndal holt sich den

Podeyn-Pokal vor Jevgenij

Kostigov und Dominik

Möser (rechts)

NBM - Junior A - PW 50: 1. Joel Schuck, 13 Punkte; 2. Jarik Perenz, 12; 3. Aiden-Aaron Schomacher, 9; 4. Johannes

Ebel, 7; 5. Benne Kruse, 5; 6. Jonas Flemming, 4; 7. Fynn-Lukas Koch, 2; 8. Kylian Kurt, 1.

Junioren B II - 85 ccm: 1. Hannah Grunwald, 12 Punkte; 2. Noel-Maximilian Koch, 11; 3. Paul-Joris Wende, 6;

4. Maylin Jurisch, 1.

August '19 BAHNSPORT AKTUELL 27


VORSCHAUEN

Ein Highlight in Melsungen sind die Gespanne, mit von der Partie sind William Matthijssen/

Sandra Mollema (1) und Josh Goodwin/Liam Brown (dahinter rechts) • Foto: Ubbo Bandy

2.-4.8. MELSUNGEN

DAS GRASBAHN-HIGHLIGHT

Bereits zum 59. Mal findet das internationale ADAC-Grasbahnrennen an

der St.-Georgs-Brücke in Melsungen statt. Unter dem Motto „Rennsport

gepaart mit Show und Action“ startet der MSC vom 2. bis 4. August 2019

mit dem Motorsport-Weekend in ein tolles Rennsportwochenende. Mit rasantem

Sport auf der Grasbahn, aber auch mit viel Show und Action neben

der Grasbahn. Das Fahrerfeld ist weltmeisterlich. Allein bei den internationalen

Lizenz-Solofahrern starten fünf aktuelle Fahrer der Weltmeisterschaft.

Allen voran der amtierende Weltmeister und Führende der

Langbahn-WM Martin Smolinski. Aber er wird es nicht leichthaben. Starke

Konkurrenz kommt aus dem eigenen Land mit Lukas Fienhage. Der

Youngster liegt auf einem guten 5. Platz in der WM. Aus England reisen

Vorjahressieger James Shanes, Ex-Europa- und Teamweltmeister Andrew

Appleton sowie der frischgebackene ADAC-Silberhelm-Gewinner Paul

Cooper an. Appleton und Cooper starten beide für den MSC Melsungen.

Aus den Niederlanden wird der Sieger von 2017, Romano Hummel, der im

letzten Jahr wegen einer Verletzung pausieren musste, erwartet. Mit

Christian „Hülse“ Hülshorst ist ein weiterer Grasbahnspezialist, der sich

auch schon für das Europameisterschaftsfinale qualifiziert hat, am Start.

Zu seiner alten Form zurückgefunden hat Ex-Europa- und Teamweltmeister

Stephan Katt. „Der Catman“, wie er liebevoll von seinen Fans genannt

wird, steht Woche für Woche wieder auf dem Treppchen und zeigt, dass er

noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Und auch bei den I-Lizenz-Seitenwagen startet die „Crème de la Crème“.

Allen voran Multi-Europameister William Matthjissen mit Sandra Mollema

aus den Niederlanden. Aus England kommen die Vize-Europameister

Mitch Godden/Paul Smith. Der Dritte der EM und Deutsche Meister Markus

Venus mit Beifahrer Markus Heiß wird für Spannung sorgen. Und auch

sie werden in Melsungen dabei sein: Vizemeister Markus Brandhofer/Tim

Scheunemann, die Ex-Europameister Sven Holstein sowie Josh Goodwin/

Liam Brown, die für den MSC starten. Dieses Fahrerfeld verspricht tollen

Rennsport mit vielen Rad-an-Rad-Kämpfen. Am Sonntag starten außerdem

noch je eine Europa-offene Klasse Gespanne und Solisten.

Aber bereits am Samstag gibt es auch schon ein volles Rennprogramm mit

dem Highlight „Gespann Masters“. Hierbei handelt es sich um eine Rennserie,

die ihren Sieger über die ganze Saison ermittelt. Der Tagessieger

wird in 13 Punktläufen ermittelt. Außerdem im Samstagsprogramm die

Enduroklasse, die im letzten Jahr das erste Mal in Melsungen startete und

tollen Rennsport zeigte. Die Enduros starten in zwei Startreihen mit bis zu

16 Fahrern. Ebenfalls dabei: eine Oldie-Klasse. Die Bezeichnung „Oldie“

bezieht sich sowohl auf die Motorräder als auch auf die Fahrer, die zum

Teil schon ein reiferes Alter vorweisen können.

An beiden Tagen wird es jeweils drei Freestyle-Motocross-Showeinlagen

geben. Was viele wohl nur aus dem TV kennen, können sie in Melsungen

live erleben: Fahrer, die von einer Startrampe atemberaubende Sprünge

mit ihren Motorrädern zeigen, bevor sie wieder auf der Landerampe festen

Boden unter den Rädern haben. An allen drei Tagen ist das große Festzelt

an der Rennstrecke geöffnet. Am Samstagabend findet die traditionelle

Rennparty mit den „Rebellen“, die das Festzelt wieder zum Kochen

bringen werden, statt. Es ist angerichtet, seien Sie dabei.

Termin: 2. bis 4. August 2019

59. Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen

10./11.8. RASTEDE

BAHNSPORTELITE AM START

Bereits zum 55. Mal wird die internationale Bahnsportelite am 10. und

11. August in Rastede zu Gast sein, um den zahlreichen Bahnsportfans

Spitzensport zu präsentieren.

Rastede liegt im Landkreis Ammerland im Nordwesten von Niedersachsen

und befindet sich zwölf Kilometer nördlich von Oldenburg und etwa

25 Kilometer von der Nordsee entfernt. Rastede liegt in der Region des

ADAC Weser-Ems. Fünf Tage sind die vielen fleißigen Helfer des Rasteder

Automobil-Clubs in Aktion, um die Rennbahn herzurichten. Da es sich um

eine nicht permanente Rennbahn handelt, sind unter anderem 1200 Meter

Sicherheitsplanke aufzubauen, einmalig in Deutschland!

Die Besucher dürfen sich bereits am Samstag auf einen Lauf zur Europäischen

Veteranen-Langbahn-Serie (EVLS) freuen. Des Weiteren werden

Fahrer der internationalen und nationalen Klassen den Tag zum freien

Training nutzen. Am Abend wird es im Festzelt ein Fahrertreffen geben. Einige

Fahrer haben bereits ihr Kommen zugesagt und werden im Festzelt

Sprecher Lars Klimek für Fragen aller Art zur Verfügung stehen.

Der Sonntagmorgen beginnt mit dem freien Training aller Klassen. Starten

werden die Klassen B-Solo 500 ccm, I-Solo 500 ccm sowie die I-Seitenwagen.

Kommentiert wird dieser Spitzenevent vom Sprecherduo Egon

Müller und Lars Klimek. Das Fahrerlager wird für die Zuschauer jederzeit

zugänglich sein, sodass der direkte Kontakt zu den Fahrern möglich ist.

Ein Höhepunkt des Renntages wird wieder der Angriff auf den Grasbahn-

Weltrekord sein. Dieser wird seit 15 Jahren (!) vom Engländer Kelvin Tatum

mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 143,255 km/h gehalten.

Auch die Gespannfreunde kommen in diesem Jahr wieder voll auf ihre

Kosten. Insgesamt zehn Teams werden versuchen, auf der schnellen, anspruchsvollen

Bahn am Ende auf dem Siegerpodest zu stehen.

Der aktuelle Stand der Fahrerverpflichtungen ist auf www.rasteder-ac.org

einzusehen.

Der Rasteder AC wünscht allen Besuchern ein spannendes Rennwochenende.

Termin: 10./11. August 2019

Int. 55. ADAC-Grasbahnrennen Rastede

Rastede verspricht Bahnsport mit vielen Klassen und spannende Rennläufe

28 BAHNSPORT AKTUELL August '19


Vier für Scheeßel: Jesse Mustonen (8), Max Dilger (7), Gaétan Stella (6)

und Stéphane Trésarrieu (10) • Foto D.Hornig

25.8. SCHEESSEL

LANGBAHN-WM - CHALLENGE

Aus Fünfzehn mach Vier!

Welche vier Trümpfe stechen beim Challenge in Scheeßel, um beim Langbahn-WM-Poker

2020 mit am großen Tisch zu sitzen? Die härteste Auslese

zur Langbahn-WM findet am 25. August auf dem Eichenring in Scheeßel

statt. Fünfzehn Fahrer kämpfen um die restlichen vier Startplätze für

die Finalserie 2020. In 18 hart umkämpften Läufen fällt die endgültige

Entscheidung erst im finalen Lauf des Tages. Gemessen an den Resultaten

der bisherigen Ergebnisse, vor allem auch Marienbad, gibt es keine

klaren Favoriten. Im Vorteil sind dabei sicher Fahrer, die die besonderen

Gegebenheiten des Eichenrings bereits kennen. Dazu gehören Josef

Franc (CZ), Henry van der Steen (NL) und natürlich die vier (!) deutschen

Vertreter Bernd Diener, Stephan Katt, Max Dilger sowie Jörg Tebbe, der im

Vorjahr beim Gewinn der Deutschen Meisterschaft bewies, dass ihm die

Bahn besonders liegt. Gespannt sein dürften die Zuschauer auch auf den

Auftritt der beiden Youngster Kenneth Kruse Hansen (DK) und Jarno de

Vries (NL). Beide werden von alten Eichenring-Hasen betreut: von Matten

Kröger der eine und von Günter Bünning der andere.

Beginn der Veranstaltung ist wie immer um 13:00 Uhr. Training ab 9:30

Uhr. Camping, Parken und Programmheft sind wie immer kostenlos.

Motorradfahrer parken innerhalb des Stadions.

Termin: 25. August 2019

71. ADAC-Sandbahnrennen Eichenring Scheeßel

Langbahn-WM - Challenge

14.9. VECHTA

2x WM

Lange musste der AC Vechta warten, um der Bahnsportwelt wieder ein

Highlight zu bieten: Am 14. September 2019 brennt in Vechta wieder die

Luft. Gleich zwei Weltmeisterschaftsprädikate holt sich der AC ins Stadion.

Zum ersten wird Nachwuchsförderung betrieben, und zwar für die Junioren

von zehn bis 16 Jahren. Bei der FIM Track Racing Youth Gold Trophy

fahren Jugendliche auf 125er-Maschinen um den Weltmeistertitel. Ab

14:00 Uhr geht es los. Da Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt haben, sind alle

Kids aus nah und fern herzlich eingeladen.

Ab 19:00 Uhr startet dann das absolute Weltfinale der Nationen. Beim FIM

Longtrack of Nations stehen Teams (mit je drei Fahrern + ein Reservist)

aus sechs Nationen am Band (Namen werden noch bekanntgegeben).

Um das ganze Spektakel ein wenig aufzulockern, mischen am Nachmittag

die 250er die kleine WM auf und am Abend – ein absolutes Muss in Vechta

– die internationale Gespannklasse.

Nach dem Rennen erwartet die Fans im großen Festzelt die Live-Band Buddy

& Soul. Alle Camper sind wieder herzlich willkommen. Bitte haben Sie

Verständnis, dass aus Sicherheitsgründen nur Handgepäck und Stühle

mit ins Stadion genommen werden dürfen. Der AC Vechta freut sich auf Ihr

Kommen.

Termin: 14. September 2019

Int. ADAC-Langbahnrennen Vechta

Lokalmatador

Lukas Fienhage

• Foto: Niklas Breu

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TERMINE AUGUST/SEPTEMBER

29.7.-2.8. ADMV-Speedway-Kidscamp Parchim

Speedway - offene Veranstaltung; MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV, Postfach 1243,

19362 Parchim, Tel. 0172 3130631, E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

2.8. Int. ADAC-Speedwayrennen 15. Schildbürgerpokal Teterow

Speedway - offene Veranstaltung (Flutlichtrennen)

MC Bergring Teterow e.V. im ADAC, Appelhäger Chaussee 1, 17166 Teterow, Tel. 03996 172935,

Fax 03996 183193, E-Mail: bergring-teterow@gmx.de, www.bergring-teterow.de

2.-4.8. 59. Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen

Grasbahn - offene Veranstaltung; MSC Melsungen e.V. im ADAC, Thüringer Str. 2, 34212 Melsungen,

Fax 05661 50911, E-Mail: orga@msc-melsungen.de, www.msc-melsungen.de

4.8. 9. Parchimer Speedwayrennen

Speedway - offene Veranstaltung; MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV, Postfach 1243,

19362 Parchim, Tel. 0172 3130631, E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

9./10.8. ADAC-Speedwayrennen Güstrow

9.8.: European U19 Speedway Cup; 10.8.: Speedway Jugend Europa Cup 85 ccm; MC Güstrow e.V.

im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow, Tel./Fax 03843 684685

E-Mail: info@mcguestrow.de, www.mcguestrow.de

10.8. 47. Int. DMV-Flutlicht-Grasbahnrennen Hertingen

Grasbahn - offene Veranstaltung; MSC Rebland Hertingen e.V. im DMV, Mühlenstr. 5/1, 79415

Hertingen, E-Mail: frank.fredrich@msc-rebland-hertingen.de, www.msc-rebland-hertingen.de

10./11.8. ADAC-Speedwayrennen Dohren

10.8.: Speedway Team Cup; 11.8.: ADAC Weser Ems Cup; MSC Dohren e.V. im ADAC, Hauptstr. 8,

49770 Dohren, Tel. 05962 1535, E-Mail: info@msc-dohren.de, www.msc-dohren.de

10./11.8. Int. 55. ADAC-Grasbahnrennen Rastede

Grasbahn + EVLS - offene Veranstaltung; Rasteder AC e.V. im ADAC, Nethener Weg 17,

26180 Rastede, Tel. 04402 970230, E-Mail: kay.kudinow@rasteder-ac.org

www.rasteder-ac.de

15.8. ADAC-Speedwayrennen Landshut - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

AC Landshut e.V. im ADAC, Kirchgasse 250, 84028 Landshut

Tel. 0871 963770, Fax 9637722, E-Mail: info@ac-landshut.de. www.speedway-landshut.de

16.8. Int. ADMV-Speedwayrennen „Ostseepokal“ Stralsund + Bundesliga

Speedway - offene Veranstaltung; MC Nordstern Stralsund e.V., Bartherstr. 58, 18437 Stralsund,

Tel. 03831 292777, Fax 207263, E-Mail: torstenberger@mcn-stralsund.de, www.mcn-stralsund.de

17.8. ADMV-Speedwayrennen „Ostseepokal“ Heidering Wittstock

Speedway - offene Veranstaltung, MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV, Finkenkruger Str. 49 a,

14612 Falkensee, E-Mail: MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de

www.speedwayteam-wittstock.de

17.8. Talents Team Trophy, Brokstedt

MSC Brokstedt e.V. im ADAC, Postfach 1236, 25543 Kellinghusen

E-Mail: speedway@mscbrokstedt.de , www.mscbrokstedt.de

17./18.8. ADAC-Speedwayrennen Wümmering Mulmshorn

17.8.: Talents Team Tophy; 18.8.: Junioren NBM; MSC Mulmshorn, André Haltermann,

Auf der Heide 7, 28844 Weyhe, E-Mail: haltermann68@gmx.de, www.mscmulmshorn.de

17.8. 14. DMV-Flutlicht-Grasbahnrennen Bad Hersfeld

Grasbahn-EM Solo - Finale; MSC Bad Hersfeld e.V. im DMV, Vorm Laufholz 1, 36251 Bad Hersfeld,

Tel. 06621 74464, E-Mail: info@msc-bad-hersfeld.de, www.msc-bad-hersfeld.de

24.8. ADAC-Speedwayrennen Moorwinkesldamm

Speedway - Liga Nord + ADAC Cup; MSC Moorwinkelsdamm, e.V., Heinrich Wilhelms, Flidder 51,

26340 Zetel, Tel. 04453 4737, E-Mail: mscm@mscm.de, www.mscm.de

25.8. 71. ADAC-Sandbahnrennen Eichenring Scheeßel

Langbahn-WM - Challenge

MSC Eichenring e.V. im ADAC, Postfach 1248, 27383 Scheeßel

Tel. 04263 3989, Fax 04263 982856, E-Mail: msc-eichenring@gmx.de, www.msc-eichenring.de

31.8. Int. ADAC-Speedwayrennen - Speedway-GP, Teterow

Speedway-WM - Grand Prix 7; ADAC Hansa e.V., Sportabteilung/Veranstalter

Amsinckstr. 39 - 41, 20097 Hamburg, Fax: 040 23919290, E-Mail: adi.schlaak@hsa.adac.de

31.8./1.9. DMV-Kronen-Race-Days Berghaupten

31.8.: Speedway Team Cup; 1.9.: Grasbahn - Langbahn-DM Solo

MSC Berghaupten e.V. im DMV, Postfach 1127, 77792 Berghaupten

Tel. 07803 1557, Fax 07803 1534, E-Mail: info@msc-berghaupten.de, www.msc-berghaupten.de

1.9. ADAC-Speedwayrennen Güstrow

Speedway Team Cup; MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4,

18273 Güstrow, Tel./Fax 03843 684685, E-Mail: info@mcguestrow.de, www.mcguestrow.de

1.9. Deutsche DMV-Shorttrack-Quadmeisterschaft Bad Hersfeld

MSC Bad Hersfeld e.V. im DMV, Vorm Laufholz 1, 36251 Bad Hersfeld, Tel. 06621 74464,

E-Mail: info@msc-bad-hersfeld.de, www.msc-bad-hersfeld.de

1.9. 72. ADMV-Sandbahnrennen Lübbenau

Deutscher Langbahnpokal Solo; MSC Jugend Lübbenau e.V. im ADMV, Postfach 200007,

03218 Lübbenau, Tel. 0172 7943015, E-Mail: henry.pfeiffer@msc-jugend-luebbenau.com

www.msc-jugend-luebbenau.co

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30 BAHNSPORT AKTUELL August '19

Bahnsport aktuell 9/2019 erscheint am 28. August 2019


49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 5/19

ABO-TIPP

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Cloppenburg Fighters Paarcupsieger

mit René Deddens

Martin Smolinski

und Lukas Fienhage

15

EISSPEEDWAY-WM: Daniil Iwanow holt zum 3. Mal Gold

für

12

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