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2019-7-8 OEBM Der Österreichische Baustoffmarkt - PCI Durapox - Fugen ganz nach Ihrem Geschmack

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D e r Ö s t e r r e i c h i s c h e b a u s t o f f m a r k t

Österreichische Post ag

mz 09z037955m

impactmedia, Dornbacher straße 93, 1170 Wien

Fachmagazin für den baustofffachhandel & baumärkte

Jg 49

7-8.2019

Fugen ganz

nach Ihrem Geschmack

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7 - 8 . 2 0 1 9 i n h a l t

21 22

a k t u e l l

baustoffhandel wichtiger Partner 5

Die Baustoff-fachhandelskunden

dämmung wirkt wie klimaanlage 11

Perfekte gebäudedämmung und viva-forschungshäuser

g r e m i e n &

V e r b ä n d e

h a n d e l

Zu gast bei isover 14

susanne aigner-Haas wieder unterwegs

Fusion bringt starke Strukturen 23

lagerhaus niederösterreich

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Fotocredit: istockphoto

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e d i t o r i a l

Zwischenbilanz

mag. alois fröstl

Chefredakteur

Das erste Halbjahr ist gelaufen. Die zu Jahresanfang von den Baustoffindustrie-Managern

formulierten Erwartungen an den (positiven) Konjunkturverlauf

sind im Wesentlichen erfüllt worden. Was in diesem Fall heißt,

dass für heuer schon ein Halten der Rekordumsätze des Vorjahres als Erfolg gewertet

werden muss. Auch der Baustoff-Fachhandel geht im kurzfristigen Vergleich

vom hohen Niveau des Vorjahres aus. Dementsprechend können sich nur die Wenigsten

über Umsatzzuwächse in den ersten sechs Monaten dieses Jahres freuen.

Noch kein Malheur, das zweite Halbjahr ist traditionell das umsatzstärkere. Also

eigentlich business as usual, oder?

Wie sieht es jedoch mit wirklich großen Problemen des Handels in den letzten

Jahren aus? Erträge, Kostenentwicklung, Mitarbeiterfindung, Nachwuchspflege,

Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle durch internet-Shops, Internationalisierung

der Industrie samt Entwicklung der Vertriebsstrukturen, zukünftige Aufgaben und

Funktionen des Fachhandels, usw, usw. Ist hier Besserung in Sicht? Wie sieht die

Zwischenbilanz aus?

Bei zumindest zwei der genannten „Baustellen“ sind gute Fortschritte zu erkennen.

Aus der ÖBM-Serie zur Lehrlingsausbildung (diesmal über B&M, Seite 18) geht

hervor, dass es die meisten wirklich erkannt haben: Nur Kreativität und Eigeninitiative

helfen weiter. Junge Menschen für die Baustoffhandelsbranche zu interessieren,

sie zu halten und als zukünftige Fachkräfte oder Führungspersonal zu entwickeln

ist zur Existenzfrage für die Betriebe geworden. Dementsprechend intensiv

widmen sich gute und zukunftsorientierte Unternehmen dieser Aufgabe mit aller

gebotenen Ernsthaftigkeit. Schön, dass das Österreichische Baustoffausbildungszentrum

in den vergangenen Jahrzehnten seinen kleinen Beitrag zu dieser positiven

Entwicklung leisten konnte! Und auch in Zukunft leisten wird.

hinweis

Erfreulich ist auch die grundsätzlich positive Haltung der Gewerbekunden zu den

Leistungen und Funktionen des Fachhandels. Klar, es ist nie genug und die Anforderungen

und Wünsche an den Baustoffhandel werden laufend nach oben geschraubt.

Aber aus keinem meiner Gespräche mit Unternehmern ist erkennbar

(s. Seite 5), dass der Baustoffhandel als hinderlicher Dritter zwischen Industrie und

Verarbeiter angesehen wird. Jeder braucht ihn, der eine mehr, der andere weniger,

einmal die Industrie, dann wieder das Gewerbe. Die guten Baustoff-Fachhändler

haben es also geschafft, dass sie unverzichtbar sind. Ich wusste das in meiner VBÖ-

Zeit übrigens schon immer, versichert Ihnen ihr

Geschlechtsneutrale Formulierung

zur vereinfachung der lesbarkeit erfolgt im

ÖBm keine geschlechtsneutrale Differenzierung,

sondern es wird ausschließlich die

männliche form verwendet. Die ausrichtung

ist in jedem fall geschlechtsunabhängig.

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a k t u e l l

die baustoff-Fachhandelskunden

baustoffhandel ist für uns ein wichtiger Partner

Der ÖBm geht diesmal der frage nach, welche leistungen sich

mittelständische Baugewerbebetriebe vom Baustoff-fachhandel erwarten.

in dem gespräch, das alois fröstl mit dem technischen geschäftsführer der

firma Kickinger, Bm ing. Harald schrittwieser führte, kommt zum ausdruck,

dass es die oft erwähnte Beratungskompetenz des fachhandels ist, die

„aus einem lieferanten einen Partner macht“, so schrittwieser. trotz manch

fachlicher Defizite der mitarbeiter des Baustoffhandel schätzt er die neutralität

der Beratung durch den Handel, weil für ihn klar ist, dass techniker der

industrie das Produkt ihres arbeitgebers verkaufen wollen. auch wenn es

alternativen dazu gibt, die der fachhandel kennen sollte. Die latte liegt also

hoch!

ÖBM: Herr Schrittwieser, würde die

Fa. Kickinger gerne direkt bei der Industrie

einkaufen?

Schrittwieser: Selbstverständlich kaufen

wir auch direkt bei der Industrie,

aber in vielen Bereichen ist der Baustoffhandel

für uns nicht ersetzbar. Wir benötigen

am Bau sehr viele unterschiedliche

Materialien, teilweise auch in

kleinen Mengen. Hier wäre ein direkter

Einkauf ein für uns nicht leistbarer Aufwand,

der zusätzliche Kosten sowie eine

umfangreiche Lagerhaltung für uns bedeuten

würde.

Was sind denn für die Firma Kickinger

die wichtigsten Leistungen des

Fachhandels?

Die Basisanforderungen wie Preiswürdigkeit

und Logistik sind Grundvoraussetzungen,

über die wir nicht zu reden

brauchen. Darüber hinaus erfüllt der

Baustoffhandel für uns eine besonders

wichtige Aufgabe bei der neutralen Auswahl

bestgeeigneter Baustoffe. Bauprodukte

werden immer komplexer, so dass

auch wir als Baubetrieb auf kompetentes

Know-how von Fachberaterinnen und

Fachberatern angewiesen sind.

BM InG. Harald ScHrIttwIeSer

technischer geschäftsführer

Das heißt doch, dass der Baustoffhandel

für Sie dann ein Partner ist, wenn

er ein voll sortiertes Lager hat, von

dem er sofort liefern kann.

Nicht nur. Für uns ist der Baustoffhandel

auch deshalb ein wichtiger Partner,

weil wir beim Bezug unserer Baustoffe

auf lange, partnerschaftliche

Beziehungen zu unseren Lieferanten

setzen. Höchste Qualität, Verlässlichkeit

und persönliche individuelle Beratung

sind dabei die Grundlagen der jahrelangen

erfolgreichen Zusammenarbeit. Ein

volles Baustofflager allein ist zu wenig.

Das gesamte Leistungspaket macht einen

Lieferanten erst zum Partner.

Sehen Sie einen Trend, der die Auswahl

von Baustoffen beeinflusst?

Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit

spielen beim Bauen eine immer

wichtigere Rolle. Innovationen in

der Bautechnik und die zunehmende

Ökologisierung und Optimierung von

Baustoffen erfordern ein laufendes Wissensupdate.

Da ist der Baustoffhandel

beziehungsweise seine Mitarbeiter massiv

gefordert, jeweils auf dem letzten

Stand zu sein.

Können Sie da Beispiele nennen?

Es gibt zahlreiche neue Entwicklungen

gerade im Bereich der Baumaterialien,

wie z.B. photokatalytische Werkstoffe

mit selbstreinigenden und schadstoffabbauenden

Eigenschaften oder neuartige

Bio-Baustoffe, die aus den unterirdisch

wachsenden Teilen von Pilzen bestehen.

Und da wissen die Mitarbeiter des

Fachhandels wirklich Bescheid?

Leider nicht immer in ausreichendem

Maß. Die Vertreter der Industrie kennen

ihre Produkte und sind deshalb

bei Spezialfragen natürlich unsere Ansprechpartner.

Wir benötigen allerdings


7-8 . 2019 | 5


a k t u e l l

unabhängige Experten, die Produkte

miteinander vergleichen und die jeweiligen

Vor- und Nachteile kennen. Die

Beratung des Baustoffhandels ist somit

für uns eine der wichtigsten Funktionen.

Außerdem ist ein gesundes Wohnklima

immer mehr gefragt.

Was kann der Baustoffhandel dazu

beitragen?

Die Unterstützung bei der Suche

nach den richtigen Produkten. Wir sind

Marktführer im Bereich Einfamilienhäuser

mit zertifizierter Innenraumluft.

Dabei ist die Auswahl der richtigen Baustoffe

ist bereits von der Planung an wesentlich

für ein behagliches Raumklima

zum Wohlfühlen und zur Unterstützung

der Gesundheit. Bei jedem Kickinger-

Haus wird die Innenraumluft nach Fertigstellung

von dem IBO, dem Österreichischen

Institut für Baubiologie und

–ökologie auf Formaldehyd und TVOC,

das sind flüchtige organische Verbindungen

in der Luft, gemessen. Auch

hier ist die Beratung des Baustoffhandels

bei der Suche nach den optimalen Baustoffen

für eine möglichst schadstofffreie

Raumluft notwendig.

Wo hat der Baustoffhandel Ihrer Meinung

nach noch Verbesserungspotentiale?

Wir haben ja auch einen eigenen Baustoffhandel

für unsere Kunden. Unsere

größte Stärke ist bei uns ebenfalls die

Beratung. Wir wissen aus unserer Praxis

besonders gut, welche Produkte sich

für die Anforderungen der jeweiligen

Kunden eignen. Eine besonders beliebte

Zusatzleistung, die von unseren Kunden

gerne angenommen wird ist die Beratung

vor Ort mit Messservice. Dabei

kommt unser Baustoff-Berater direkt

auf die Baustelle, um sich die Gegebenheiten

anzusehen und auf dieser Basis

die optimalen Produkte zu empfehlen.

Wichtig ist uns dabei, herstellerunabhängig

das beste Produkt für die Anforderung

zu vermitteln. Dies erwarten

wir als Bauunternehmen auch vom Baustoffhandel.

bm ing. Franz kickinger

gesellschaft m.b.h.

Die firma Kickinger mit der zentrale

in Böheimkirchen, dem Planungsbüro

in Kasten, und der mischanlage in

neulengbach wurde 1946 in Kasten bei

Böheimkirchen gegründet. seit seiner

gründung entwickelte sich der Betrieb

stetig zu einem krisensicheren, im

Kunden- und Branchenkreis anerkannten

unternehmen. vor mehr als 30 Jahren

wurde die niederlassung Böheimkirchen

eröffnet, die mittlerweile als

Hauptsitz des unternehmens fungiert.

als Baumeisterbetrieb legt die Kickinger

besonderen Wert auf eine sorgfältige,

fachkundige Beratung und qualitätsvolles,

termingerechtes Bauen. Die

sparte Kickinger-Haus ist marktführer

im Bereich wohngesundes Bauen mit

zertifizierter innenraumluft in Österreich.

beton

langlebige betonstraßen für Österreichs gemeinden

auf einer teststrecke in der steiermark ist es in Kooperation mit volvo

gelungen, eine massive straßendecke aus Walzbeton, auch roller Compacted

Concrete (rCC) genannt, mit einem modifizierten asphaltfertiger einzubauen.

„Damit können wir bei der sanierung regionaler straßen nun auch den

hohen standard von Betondecken erreichen“, erklärt Di sebastian spaun,

vorstandsvorsitzender des forschungsvereins ecoroads.

In der innovativen Walzbeton-Bauweise

wurde eine 500 Meter lange

Teststrecke mit einer Maximalsteigung

von sieben Prozent errichtet. Beim

Einbau wurden verschiedene Betonrezepturen

des Forschungslabors Smart

Minerals und unterschiedliche Oberflächenbearbeitungen

getestet wie auch

die Verdichtung untersucht. Der erfolgreiche

Einbau ist eine attraktive Alternative

zum Asphalt im niederrangigen

Straßennetz. Walzbeton hat eine hohe

Tragfähigkeit und kann besonders hohe

Verkehrslasten aufnehmen, ohne sich zu

verformen.

dI SeBaStIan Spaun

vorstandsvorsitzender forschungsverein

eco roads

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a k t u e l l

rasCHer einBau, HoHe Qualität

unD WirtsCHaftliCHKeit

Um Stauzeit und Umfahrungen möglichst

gering zu halten, ist eine frühe Befahrbarkeit

(in weniger als einem Tag)

der neuen Oberfläche wichtig. „Anwendung,

Lebensdauer und Kosten sind für

die Auswahl, welche Straßenoberfläche

eingebaut wird, entscheidend“, erklärt

Spaun. Walzbeton wird mit erdfeuchter

Konsistenz verarbeitet und erreicht

dadurch rasch nach dem Einbau bereits

die erforderliche Standfestigkeit. Je

nach Material und Umgebungseinflüssen

können damit Verdichtungswerte

von nahezu 100 Prozent erreicht werden.

Die Arbeitsgeschwindigkeit beim

Einbau liegt mit etwa ein bis zwei Metern

pro Minute nur geringfügig unter

der von Asphalt. Um eine homogene,

geschlossene und ebene Oberfläche der

Straße zu erzielen, erfolgte beim Versuch

in der Steiermark als Abschlussvorgang

eine Nachverdichtung durch Abwalzen

mit einer Glattmantelwalze. Unter idealen

Einbaubedingungen könnte dieser

Arbeitsschritt zur Gänze entfallen.

langleBigKeit unD Weitere vorteile

von Betonstrassen

Herkömmliche Asphaltstraßenoberflächen

zeigen oft nach einigen Jahren

deutliche Deformierungen (Spurrillen),

die zu hohen Reparaturkosten und Verkehrsbehinderungen

führen. Straßen

werden zudem aufgrund der sich ändernden

Klimabedingungen, des stark

steigenden Warenverkehrs und des Zuzugs

in die Umlandregionen der Städte

zunehmend mehr beansprucht. Betonstraßen

sind langlebig, belastbar, bleiben

MaScHIne. Der Kettenfertiger

volvo P8820C aBg

schafft eine einbauleistung

bis zu 1.100 tonnen pro

stunde.

frei von Spurrillen und verformen sich

nicht in der Sommerhitze.

Ein guter Zustand des Straßennetzes

bis hin zu den Gemeindestraßen ist unerlässlich

für Österreich als Lebens- und

Wirtschaftsstandort. „Durch die steifen

Betonoberflächen wird der Rollwiderstand

verringert und somit Treibstoff

gespart. Dadurch werden weniger Emissionen

erzeugt, der Transport optimiert

und die Verkehrssicherheit erhöht“, so

Spaun. Walzbeton kombiniert die Vorteile

des einfachen und flexiblen Einbaus

mit einem Asphaltfertiger mit den hervorragenden

materialtechnologischen

Eigenschaften des Baustoffs Beton und

ermöglicht so die Herstellung langlebiger

regionaler High-End-Straßen.

ÖsterreiCHisCHes strassennetz

Während Österreichs Bundesstraßen

(Autobahnen und Schnellstraßen mit

rund 2.200 km*) von der ASFINAG

betreut werden, fallen Erhaltungs- und

Sanierungsbedarf von Landesstraßen

(etwa 34.000 km*) in die Verantwortung

der Bundesländer. Besonders hoch

ist der Sanierungsbedarf auch bei den

über 98.000 km* Gemeindestraßen.

(*Quelle: bmvit 2016)

Fast alle Gemeinden sind seit Jahren

finanziellen Belastungen ausgesetzt, die

keine zusätzlichen Investitionen zulassen.

So fällt auch die Prognose für das

österreichische Landes- und Gemeindestraßennetz

unerfreulich aus: Ohne Sanierungsoffensive

wird in wenigen Jahren

bereits ein Drittel dieser Straßen in

einem schlechten Zustand sein. (Quelle:

Österreichische Forschungsgesellschaft

Straße-Schiene-Verkehr).

y

ForScHunG. innovativer Walzbeton auf 500 metern

teststrecke in der südsteiermark. Belastbar,

bleibt frei von spurrillen, verformt sich nicht in der

sommerhitze.

Forschungsverein

ecoroads

Der 2016 gegründete verein ecoroads

fördert die entwicklung, Koordinierung

und Beauftragung von forschungsprojekten

für den Bau von fahrbahnen aus

Beton. ecoroads forscht insbesondere

an konkreten lösungen für das regionale

und kommunale straßennetz. mitglieder

von ecoroads sind unternehmen der

zement- und transportbetonbranche

sowie der bauausführenden industrie.

Diese suchen gemeinsam nach innovativen

lösungen für den Bau und die

sanierung von verkehrsflächen. Damit

werden die erfolgreiche tradition und

der hohe technische entwicklungsstand

des Betonstraßenbaus in Österreich

fortgesetzt.

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a k t u e l l

beton

haus P – ressourcenschonendes raumwunder

fotos: maximilian Haidacher

ein modernes Haus war der Wunsch

der Bauherren, die sich darunter

einen Quader vorstellten. Dass

es dafür auch weit komplexere

lösungen gibt, hat die architektin

marion Wicher unter Beweis gestellt

und auch die zukünftigen Bewohner

davon überzeugt. eingebettet in

eine leichte Hanglage, scheint

das gebäude fast zu schweben,

auskragende Bauteile reihen sich

aneinander und stapeln sich in einer

freien form, wie sie nur in Beton

realisierbar ist.

Am Rande einer kleinen Ortsgemeinde

in der Obersteiermark

liegt das von Marion Wicher geplante

Domizil für die zweite Lebenshälfte

eines Ehepaars, das zum Wohnen und

Arbeiten dient. Das Grundstück ist in

einer grünen Wiese gelegen und bildet

die nordwestliche Abgrenzung einer locker

bebauten Siedlung. Durch die Neigung

des Geländes ergibt sich ein schwebend

anmutender Baukörper mit vier

Armen auf unterschiedlichen Niveaus,

der sich – aus einem Sockel hervorkragend

– formal als geschlossene Einheit

abbildet.

KomPlexe Bauform

„Wohnhäuser haben unterschiedliche

Zonen von Privatheit“, sagt die Architektin

Marion Wicher, und ordnet diese

sternförmig an. Ein bereits erprobtes

Konzept, das es beim österreichischen

Architektur-Wettbewerb „Das beste

Haus 2015“ auf das Siegerpodest für die

Steiermark schaffte. Mit Haus P findet

dieses Konzept nun seine Fortsetzung

und wird durch eine vierte Funktion –

das Arbeiten – ergänzt. Damit diese klar

von der Privatheit der Wohnräume getrennt

ist, kragt der Bereich als vierter

Arm von der Eingangshalle ausgehend

über die Terrasse und bildet gleichzeitig

deren Verschattung. Als zentraler

Schnittpunkt, verbindet und verteilt

das großzügige Eingangsfoyer die einzelnen

Zonen. Im nördlichen Gebäudearm

ist die Garage und eine Gästeeinheit

untergebracht, im östlichen finden sich

Schlafbereich, Ankleide und Bad mit

Anschluss an die Terrasse, nach Westen

sind Kochen, Essen und Wohnen in einer

offenen Raumsequenz aneinandergereiht.

Raumhohe Fenster bilden hier

den Übergang zur Terrasse mit Pool, der

gleichzeitig als Abgrenzung gilt. Im Untergeschoss

wurden die von außen begehbaren

Technikräume untergebracht.

zonierung Der freiräume

Durch die Aneinanderreihung der

Wohnfunktionen ergibt der Grundriss

drei voneinander abgegrenzte Zonen

mit unterschiedlicher Privatheit. „Ich

finde es immer sehr spannend, wenn

die Architektur auch den Außenraum

formt“, erklärt die Architektin, „denn

den Innenraum denkt man sowieso, daraus

entsteht ja alles“. Im Norden befinden

sich Eingang und Zufahrt zur

Garage, im Osten der Gästegarten mit

Hochbeeten, Obstbäumen und Beerensträuchern,

im Süden der den Terrassen

zugeordnete, private Garten mit Aufenthaltsbereich

und Grillplatz.

sPeiCHermasse Beton

Ressourcenschonend ist das Gebäude als

Niedrigenergiehaus ausgeführt. „Bauteilaktivierung

war von Anfang an ein

Wunsch der Bauherren“, bekräftigt Marion

Wicher, „und damit war auch klar,

dass Beton der ideale Baustoff sein würde,

um diesen Anforderungen nachzukommen.

Genauso wie die Umsetzung

der freien Form des Baukörpers, die offene

Raumfolge, die auskragenden Bauteile

und schlanken Strukturen, allein

durch Beton elegant umsetzbar sind“.

8 | 7-8 . 2019


A k t u e l l

Das gesamte Gebäude wurde in Ortbeton

mit Wärmeverbundsystem errichtet

und außen mit beigefarbenem

Modellierputz versehen, für die Innenräume

kam mineralischer Putz zur Anwendung.

Beheizt wird das Wohnhaus

über bauteilaktivierte Decken und über

bauteilaktivierte Wände in den Bädern

sowie einer Fußbodenheizung. Die

Kühlung im Sommer erfolgt über die

bauteilaktivierten Decken und Wände.

Die Energie wird über eine Erdwärme-

Tiefenbohrung mittels Wärmepumpe

eingebracht.

PERFEKTES RAUMKLIMA

„Ein wesentliches Thema im Haus P

war die passive Kühlung der Wohnräume“,

erläutertHaustechnik-Planer Martin

Schober. „Und das geschieht idealerweise

über die Decke. Denn wer mag

schon einen kalten Fußboden in den Innenräumen?

Ausgerechnet im Sommer,

wenn man gerne barfuß geht, wird dies

von den meisten als unangenehm empfunden.

Aber auch für Kinder, die am

Boden spielen, ist ein gekühlter Untergrund

wirklich nicht ideal. Ähnlich verhält

es sich im Winter: Istder Fußboden

durch die Heizung zu warm, erscheint

dies gesundheitlich ungünstig und bei

Parkettböden ist die Gewährleistung ab

einer bestimmten Oberflächentemperatur

nicht mehr gegeben“. Möglichst

viele Flächen im Sommer zu kühlen und

im Winter zu heizen und damit ein behagliches

Raumklima zu schaffen war

das Ziel des Technikers. „Das bedeutet

zwar anfangs einen Mehraufwand, der

sich allerdings durch den minimalen

Energieaufwand für das Betreiben der

Wärmepumpe und die folglich niedrigen

Energiekosten relativ rasch kompensiert“.

y

keller aus Beton: Wohnlichkeit für extrawünsche

Thermische Behaglichkeit

Wird der Keller als Wohnraum genutzt und folglich

beheizt, muss er entsprechend gedämmt sein, entweder

Außen oder Innen. Bei einer Außendämmung,die auch

unter der Bodenplatte geführt wird, können die Bauteile

zusätzlich als Speichermasse genutzt werden und der

Keller ist integrativer Teil innerhalb der gesamten thermischen

Gebäudehülle, was sich auch auf die Vermeidung von Wärmebrücken vorteilhaft

auswirkt. Eine Innendämmung des Kellers kann nur dann dienlich sein, wenn die Räumlichkeiten

oder ein Teil davon nur vorübergehend genutzt werden. Aber auch im Falle einer

nachträglichen Dämmung bietet sich diese Möglichkeit.

Trockener Keller

Ist der Keller richtig abgedichtet, bleibt er trocken. Grundsätzlich ist im Erdreich immer

Wasser vorhanden. Es tritt in Form von Bodenfeuchtigkeit, als druckloses und von außen

drückendes Wasser auf.Für die exakte Wahl der Abdichtung sind verschiedene Faktoren

ausschlaggebend: Geländeform, Art des Bodens, mögliche wasserführende Schichten im

Untergrund, der Grundwasserspiegel, das Wandsystem und die geplante Nutzung.Liegen

die Bauteile des Kellers im Wasser oder im Bereich des höchsten Grundwasserspiegels,

müssen diese durch eine wasserdruckhaltende Abdichtung geschützt werden.

Maßgeschneiderte Lösung für dichte Keller

Die Abdichtung kann durch wasserundurchlässigen Beton, die sogenannte „Weiße

Wanne“ erfolgen, die sowohl aus Transportbeton, Betonfertig- und Betonhalbfertigteilen

hergestellt wird. Sie erfüllt alle Anforderungen einer hochwertigen Nutzung des Kellers

hinsichtlich Dichtung sowie der Beständigkeit gegen chemische Angriffe aus Grundwasser

und Boden. Die Ausführung betreffende Richtlinien sind in „Wasserundurchlässige

Betonbauwerke–Weiße Wannen, der Österreichischen Bautechnik Vereinigung (ÖBT)

enthalten. Wird eine zusätzliche, wasserdruckhaltende Abdichtungshaut aus Kunststoffdichtungsbahnen

oder bituminösen, mehrlagigen Beschichtungen angebracht, wird der

Keller als „Schwarze Wanne“ bezeichnet. Hingegen bei einer zusätzlichen Abdichtung mit

natürlichem Tonmineral, Natriumbetonit, das als Granulat in ein geotextiles Traggewebe

eingewebt wird, spricht man von einer „Braunen Wanne“.

Belichtung und Belüftung

Für die wohnliche Atmosphäre eines Kellers ist eine ausreichende Belichtung durch

Tageslicht notwendig.Jenach Form des Geländes kann diese direkt oder indirekt durch

Lichtschächte erfolgen. Aus bauphysikalischen Gründen ist es vorteilhaft, diese möglichst

tief zu führen, denn durch das Einsickern warmer Luftmassen mit hoher relativer Luftfeuchtigkeit

und der niedereren Temperatur im Innenraum schlägt sich die Feuchtigkeit

als Kondenswasser nieder.Ein ausreichender Luftaustausch und die Möglichkeit einer

Querdurchlüftung schaffen auch im Keller die Voraussetzungen für hygienisch und bauphysikalisch

einwandfreie Wohnbedingungen. Auch für Lichtschächte ist Beton der ideale

Baustoff mit einer hohen Festigkeit und langen Lebensdauer.

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a k t u e l l

dämmen

trittschallschutz erlebbar

Beim saint-gobain isover austria trittschallevent im tgm Wien standen

verschiedene fußbodenaufbauten in einem genormten Prüfstand zum

test bereit. „unsere zielsetzung war es, vor allem für Planer, investoren

und Bauphysiker das thema trittschallschutz erlebbar zu machen“, erklärt

isover-experte thomas traub. „Denn im Wohnbau ist lärm bekanntlich das

Beschwerdethema nummer eins.“

Trittschall entsteht, wenn der

Boden durch Gehgeräusche

in Schwingungen versetzt wird. Diese

Schallwellen werden durch die Decke

in die darunterliegenden Räume weitergeleitet

und als Folge fühlen sich Menschen

dort vom Lärm belästigt. Heute

wird Trittschall als wesentlich störender

empfunden als noch vor einigen Jahren.

Das hat vor allem den Grund, dass

vorrangig auf einen guten Schallschutz

der Außenhülle geachtet wird. Damit

sind die Gebäude vielfach so dicht, dass

kaum Lärm noch von außen eindringen

kann. Umso intensiver und unmittelbarer

werden daher interne Geräusche

wahrgenommen.

Zudem ist das Empfinden von Geräuschen

sehr subjektiv und verschiedene

Frequenzen werden von den diversen

Baumaterialien unterschiedlich weitergeleitet.

„Eine gute Trittschalldämmung

schafft hier in jedem Fall Abhilfe. Die

hochelastischen Glaswolle-Trittschalldämmplatten

von Saint-Gobain Isover

Austria sorgen unter schwimmenden

Estrichen dafür, dass deutlich weniger

Schallenergie in die angrenzenden Räume

weitergeleitet wird,“ so der Isover-

Experte.

Vor allem bei den störenden tiefen Frequenzen

unter 500 Hertz, wie sie beim

normalen barfußgehen in der Wohnung

auftreten, sind Verbesserungen um bis

zu zehn Dezibel möglich und werden

bereits als Halbierung des Lärms wahrgenommen.

„Mit geringfügigen Mehrkosten

pro Quadratmeter Wohnnutzfläche

lässt sich der Trittschallschutz

maßgeblich und dauerhaft verbessern,“

rät Thomas Traub von Isover.

Denn wer ständig einer störenden

Lärmbelastung ausgesetzt ist, leidet

nicht nur unter verringertem Wohnkomfort.

Die Belastung kann zu gesundheitlichen

Problemen, wie beispielsweise

Stress oder Schlafstörungen, führen und

das Privat- und Berufsleben nachhaltig

beeinträchtigen.

y

teSt. lärmbeslastung

von oberen

geschoßen

kann zu gesundheitlichen

Problemen

führen.

Facts

wie entsteht trittschall

trittschall entsteht durch das Begehen

der fußböden, durch aufschlagende gegenstände,

den Betrieb von Haushaltsgeräten,

spielende Kinder usw. Dieser

wird über verschiedene schallwege in

umliegende räume weitergeleitet und

dort als lärm störend wahrgenommen.

Fakten zur trittschalldämmung

• Die Fähigkeit eines Bauteils, diese

übertragung zu vermindern,

nennt man trittschalldämmung.

Der Trittschallschutz ergibt sich durch

das zusammenwirken der rohdecke

und des fußbodens.

• Das Maß für den Trittschallschutz

ist der schalldruckpegel im zu

schützenden raum.

• Es ist nachzuweisen, dass ein laut

oiB-richtlinie 5 höchstzulässiger

bewerteter standard-trittschallpegel

(l‘nt,w) nicht überschritten wird.

• Je kleiner dieser Wert ist, umso

besser ist die trittschalldämmung!

Daher lohnt es sich, effizienter zu dämmen

als die Bauvorschriften vorgeben.

um vor allem auch die vielen kleinen

geräusche einzudämmen, die uns im

alltag immer wieder nerven.

effektive trittschallminderung

• Hohe flächenbezogene Masse der

rohdecke und des estrichs

• Geringe dynamische Steifigkeit der

trittschalldämmung

• Vollflächige und dicht gestoßene

verlegung der trittschalldämmung

• Schwimmende Verlegung des

estrichs und schallentkopplung durch

randdämmstreifen

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a k t u e l l

raumtemperatur

dämmung wirkt wie klimaanlage

nach den rekord-Hitzetagen im Juni sollte auch für den allerletzten skeptiker

klar sein – für angenehmes Wohnen und produktives arbeiten braucht

es auch im sommer eine perfekte gebäudedämmung. Damit werden bis

zu 6 °C niedrigere raumtemperaturen erreicht, als bei einem Haus ohne

Wärmedämmung.

In der vorläufigen Monatsbilanz

der Zentralanstalt für Meteorologie

und Geodynamik (ZAMG) liegt der

Juni 2019 an der Spitze der extremsten

Juni-Monate. Die Sonnenscheindauer

lag 45 Prozent und die Temperatur 4,7

°C über dem Mittel. Durch den Klimawandel

ist zu erwarten, dass die Hitzewellen

häufiger und intensiver werden.

Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens ist

das Temperaturniveau in den letzten

Jahrzehnten gestiegen. Zweitens gibt es

Anzeichen dafür, dass die Wetterlagen

mittlerweile länger anhalten als früher.

Gebäudehüllen sind somit immer öfter

mit dem Problem der extremen Überhitzung

konfrontiert.

Eine gute Außendämmung fängt einen

großen Teil der Hitze ab, wodurch

der Wandbildner – je massiver desto besser

– kühl bleibt. Das belegen die Messergebnisse

im Viva Forschungspark von

Baumit ganz klar: Auch bei Hitzewellen

mit Außentemperaturen von bis zu 36

°C im Schatten lagen die Innenraumtemperaturen

in gedämmten Massivhäusern

zwischen 24 °C und 27 °C – im ungedämmten

Haus war es mit über 30 °C

hingegen tropisch warm (siehe Seite 12).

Fazit: eine massive Wandkonstruktion

mit effizienter Fassadendämmung sorgt

– wie eine Klimaanlage – für niedrigere

Raumtemperaturen, und das ohne zusätzlichen

Energieaufwand.

feHlverHalten füHrt Die Beste

Dämmung aD aBsurDum

Um die Kühle im Gebäude zu halten,

ist Mitdenken der Bewohner gefordert.

Gang- und Wohnungsfenster bleiben

nur zu oft den ganzen Tag lang offen,

oder werden erst geschlossen, wenn die

warme Luft bereits drinnen ist. Dieses

Verhalten führt die beste Dämmung ad

absurdum. Sinnvoll ist es, die Fenster

während des Tages geschlossen zu halten,

bei kühleren Temperaturen in der

Nacht für Durchzug im Raum zu sorgen

und die Fenster am besten bei Sonnenaufgang

wieder zu schließen und zu

verschatten.

Außendämmung in Verbindung mit

einer hohen Speichermasse schützt vor

sommerlicher Überhitzung. „Damit

werden bis zu 6 °C niedrigere Raumtemperaturen

erreicht, als bei einem Haus

ohne Wärmedämmung. Angesichts immer

heißer werdender Sommer und der

cleMenS deMacSeK. geschäftsführung

der gPH: „eine massive Wandkonstruktion mit

effizienter fassadendämmung sorgt – wie eine

Klimaanlage – für niedrigere raumtemperaturen,

und das ohne zusätzlichen energieaufwand“.

Notwendigkeit den CO 2

-Ausstoß drastisch

zu reduzieren, muss dieses Thema

endlich in der Bevölkerung ankommen“,

betont GPH-Geschäftsführer

Clemens Demacsek.

y

foto: gPH/schuster

Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)

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für die Baupraxis

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a k t u e l l

foto: Pexels

HItzeMaSSnaHMen. Wer massiv baut und sein Haus dämmt, hat selbst zu den Hundstagen ein angenehmes innenraumklima – das ergaben die langzeitmessungen

im viva forschungspark.

dämmung und massivbau

Hitzewellen sind laut Meteorologen

ein natürliches Phänomen.

Der Klimawandel macht sich aber in

unseren Breiten immer stärker bemerkbar:

seit dem Jahr 2000 kommt es nachweislich

zu einem Anstieg der Durchschnittstemperatur

und zu immer mehr

Hitzewellen - die gesundheitlichen Belagesundheitsschutz

bei tropenhitze

Wir erlebten heuer den wärmsten Juni seit dem Beginn der Wetteraufzeichnung in

Österreich und sogar weltweit. ein Hitzerekord jagt den nächsten und dabei hat dieser

sommer erst begonnen, die sprichwörtlichen Hundstage stehen uns noch bevor.

sommerliche Hitzeperioden sind ein gesundheitsrisiko, besonders gefährdet sind ältere,

junge und pflegebedürftige Personen. 2018 wurden in Österreich laut gesundheitsagentur

ages 766 Hitzetote gezählt, doppelt so viele, wie es im selben Jahr österreichweit

verkehrstote gab. Hitzeschutz ist gesundheitsschutz!

stungen nehmen massiv zu. Immer öfter

stellt sich daher die Frage: „Wie kann

ich mein Haus umweltfreundlich und

kostengünstig kühl halten?“

Dämmen unD sPeiCHermasse -

Die natürliCHe Klimaanlage

Die wichtigsten Maßnahmen zum nachhaltigen

und umweltfreundlichen Erreichen

einer angenehmen Raumtemperatur

sind eine möglichst massive Bauweise

und effiziente Wärmedämmung. Massiv

gedämmte Wände dienen als Hitzeschild,

unterstützen den Kühleffekt

und sorgen für konstantere Raumtemperaturen.

Im Viva Forschungspark von

12 | 7-8 . 2019


Baumit werden seit dreieinhalb Jahren die Außen- und Innentemperaturen

in mittlerweile 12 unterschiedlichen Forschungshäusern

gemessen und aufgezeichnet. Die Ergebnisse

sind eindeutig: Dämmung schützt vor sommerlicher

Überwärmung in Innenräumen. Auch bei Hitzewellen mit

Außentemperaturen von bis zu 36 °C im Schatten lagen die

Innenraumtemperaturen in gedämmten Massivhäusern um

24 °C - im ungedämmten Massivhaus war es mit über 30

°C hingegen tropisch warm. Fazit: eine massive Wandkonstruktion

mit effizienter Fassadendämmung sorgt - wie eine

Klimaanlage - für niedrigere Raumtemperaturen, und das

ohne zusätzlichen Energieaufwand.

HitzesCHutz ist gesunDHeitssCHutz

„Bei einer Hitzewelle kommt es vor allem in dicht verbauten

Stadtteilen ohne Grün, den sogenannten ‚Heat Islands‘, teils

zu starken Überwärmungen in Innenräumen. Diese extremen

Hitzebelastungen setzen älteren Menschen besonders

zu“, so OA Assoz.-Prof. DI Dr. Hans-Peter Hutter vom Department

für Umwelthygiene und Umweltmedizin, Med-

Uni Wien. „Da Gebäude mit ausreichender Speichermasse

deutlich länger kühl bleiben, können massive Wände neben

einer guten Dämmung dazu beitragen, dass nicht nur das

Wohlbefinden gesteigert wird, sondern auch hitzebedingte

Erkrankungen wie z. B. Hitzekollaps, Hitzeerschöpfung oder

Hitzekrämpfe verringert werden können.“

y

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7-8 . 2019 |


g r e m i e n & V e r b ä n d e

VbÖ

Zu gast bei isover

auf einladung von Kr franz Hartmann, vertriebsdirektor der firma isover,

besuchte vBÖ-geschäftsführerin susanne aigner-Haas das Betriebsgelände

des unternehmens in stockerau.

Werner Kopp, Leiter Marketing

und Anwendungstechnik, stellte

das Unternehmen vor, gab Einblicke

in die wechselhafte Geschichte, die Produktionstechniken

und das stetig ausgebaute

Produktangebot von Isover. Die

Produkte der Saint-Gobin Isover Austria,

die höchste technische Standards erfüllen,

kommen aus europäischen Produktionsstätten,

die für den österreichischen

Markt mitproduzieren. Lieferengpässe

kennt das Unternehmen heute keine

mehr, die Läger sind voll, der Markt

kann bedient werden. „Das war nicht

immer so“ erzählt Werner Kopp. Nach

der Schließung der Produktionsanlage in

Stockerau, stand man vor großen Herausforderungen.

Der Baustoffhandel

hat uns in dieser schweren Zeit die Treue

gehalten“ betont KR Franz Hartmann,

und unterstreicht damit auch den Wert

der partnerschaftlichen Zusammenarbeit

der Firma Isover, als einem in Österreich

führenden Dämmstoffkomplettanbieter

mit dem österreichischen Baustoffhandel.

y

ISover. franz Hartmann (vertriebsdirektor),

marion reder (kfm. leitung), susanne aigner-Haas

und Werner Kopp (leitung marketing und anwendungstechnik)

Eines der Themen, bei denen man

sich zukünftig auch abstimmen

und ergänzen möchte, ist das Thema der

fachlichen Ausbildung der Mitarbeiter

im Baustoffhandel.

In der Wirtschaftskammer ist man

sich des Fachkräftemangels in der Branmitarbeiterqualifizierung

im baustoffhandel

susanne aigner-Haas (vBÖ) traf Jürgen rathmanner, Bundesgremialgeschäftsführer

des gremiums Baustoff-, eisen-, Hartwaren- und Holzhandel in

der Wirtschaftskammer Österreich zu einem arbeitsgespräch.

wIrtScHaFtSKaMMer. susanne aigner-Haas

zu Besuch bei Jürgen rathammer

che bewusst. Der Thematik der raschen

Qualifizierung von neuen Mitarbeitern

kommt deshalb auch besondere Aufmerksamkeit

zu. Derzeit wird an dem

Projekt gearbeitet, den „Ironstar“ weiter

zu entwickeln und zu erweitern. Der

„Ironstar“ wurde vor vielen Jahren für

den Eisenwarenhandel kreiert und bietet

Unternehmen die Möglichkeit ihre

Mitarbeiter kostengünstig an einer Art

Fernlehrgang teilnehmen zu lassen. Der

Lehrgang schließt mit einer Onlineprüfung

und einem Zertifikat ab. Zu absolvieren

ist ein Test im Warenkunde-und

im kaufmännischen Bereich. Nun soll

das Angebot um den Sortimentsbereich

Baustoffe und Holz erweitert und das

„Lernen“ soll „jugendgerecht“ in Form

einer APP angeboten werden. Neben

dem „Ironstar“ wird voraussichtlich ab

dem ersten Quartal 2020 der BUIL-

DINGSTAR und der WOODSTAR

angeboten, jeweils in Kombination mit

einem kaufmännischen Bereich der zu

absolvieren ist. CONSTRUCTION

PRO darf sich dann jeder nennen, der

alle Module positiv abschließt.

Da man von Seiten des Baustoffausbildungszentrums

an einer Wiederauflage

eines Quereinsteigerseminars arbeitet,

bei dem der Fokus auf den Sortimentskenntnissen

liegt, war eine grobe Abstimmung

über die Ausbildungsinhalte

für beide Seiten von großem Interesse.

Die Angebote, so war man sich einig,

sollten einander ergänzen und bestenfalls

auch unterstützen, um für die Branche

einen echten Mehrwert am Ausbildungssektor

zu schaffen.

y

14 | 7-8 . 2019


Podiumsdiskussion

wege zu einem neuen wohnrecht

Das forum Wohn-Bau-Politik lud im rahmen des Wohnbaukonvents 2019 zu

einer Podiumsdiskussion in die veranstaltungshalle des architekturzentrums

Wien, an der vertreter aller politischen fraktionen teilgenommen haben.

Ziel des Projektes „Wohnrechtskonvent

2019“ ist es, bis Anfang

2020 konkret umsetzbare Vorschläge

für ein neues Wohnrecht zu erarbeiten.

In diesen Prozess sollen nicht nur Experten

eingebunden werden, auch das

Wissen, die Ideen und die Problemsicht

von Bürgern sollen in diese Vorschläge

einfließen. Politiker aller Parteien werden

laufend einbezogen und informiert,

mit dem Ziel, die ausgearbeiteten Lösungsvorschläge

in die politische Diskussion

einzubringen, um zu einem neuen

Wohnrecht zu kommen.

Auf Basis der kürzlich in Zusammenarbeit

mit 39 Experten fertiggestellten

Arena Analyse „Wege zu einem neuen

Wohnrecht“, wurden die Politiker zu ih-

ren Ideen, Konzepten und inhaltlichen

Schwerpunkten für die nächste Legislaturperiode

befragt. Die Schlagwörter

„leistbares Wohnen“ und die „Dekarbonisierung

des Wohnungssektors“ fanden

sich in den Statements beinahe aller

Fraktionen. Die Lösungsvorschläge zur

Schaffung von zeitgemäßen, unkomplizierten

Gesetzen rund um das Thema

Wohnen lagen dann aber doch sehr

weit auseinander. Den interessierten Zuhörern,

unter ihnen Robert Grieshofer

und Susanne Aigner-Haas, als Vertreter

des Verbandes der Baustoffhändler Österreichs,

wurde bewusst, dass es einer

übergeordneten Initiative bedarf, um

bei diesem Thema voranzukommen und

sachlich begründete Reformen umsetzen

zu können.

y

aM podIuM. gerald loacker, abg.z.nr, Wohnbausprecher und mitglied des Bautenausschusses, neos;

Josef muchitsch, abg.z.nr, mitglied des Bautenausschusses, sPÖ; alexander Pawkowicz, abg. zum Wr.

landtag, vorsitz-stv. gemeinderatsausschuss für Wohnen, Wohnbau und stadterneuerung, fPÖ; Johann singer,

abg.z.nr, Wohnbausprecher und mitglied des Bautenausschusses, ÖvP; nina tomaselli, abgeordnete

zum vorarlberger landtag, Die grünen; Wolfgang zinggl, abg.z.nr, mitglied des Bautenausschusses, Jetzt

moderation: Walter osztovics, Kovar & Partners, Wien

foto: Philipp naderer

Copyright: forum Wohn-Bau-Politik

7-8 . 2019 |


g r e m i e n & V e r b ä n d e

ba-basic Seminar

berufsschule rohrbach und theresienfeld

lehrlinge der 1. und 2. Baustoffklasse erhalten grundsätzliches Wissen über

strukturen, Produkte und abläufe ihrer späteren geschäftspartner aus der

industrie.

Auch heuer fand an der Berufsschule

Rohrbach in bewährter

Weise wieder ein ba-Basic Seminar statt.

Ende Juni nahmen 28 Schüler der ersten

Klasse Baustofffachberater daran teil.

Die Firmen Bramac, Knauf, Murexin

und Tondach Gleinstätten gaben den

ganzen Tag in spannenden Vorträgen einen

Überblick über ihre Unternehmen

und präsentierten deren Produkte und

Neuheiten. Durch diese Fachvorträge

erhielten die Lehrlinge eine wertvolle

Ergänzung zu den im Fachunterricht

vermittelten theoretischen Kenntnissen,

die sie in ihre tägliche Verkaufspraxis

einbinden können.

An der Berufsschule Theresienfeld

wurde unter Leitung von FL Manfred

Flommer das ba-Basicsemnar für 15

Schüler der 1. Baustoffklasse Anfang

Juli mit den beiden Baustoffindustrien

Baumit und Pipelife durch das ba organisiert.

Das Österreichische Baustoff

Ausbildungszentrum (ba) unterstützt

diese Seminare sowohl finanziell als auch

durch die Vermittlung von geeigneten

Fachreferenten aus dem Kreis der ba-

Industriemitglieder.

y

Verband der baustofhändler Österreichs

VbÖ-Siegel für die drei „besten der branche“

nach den auszeichnungen zu den „Besten der Branche“, im rahmen des

vBÖ-empfanges anfang Juni in st. Pölten, erhielt aCo das vBÖ-siegel in gold,

schiedel in silber und ardex in Bronze.

Das neu geschaffene VBÖ-Siegel

soll die Prämierung „Besten der

Branche“ noch einmal unterstreichen

und den Industrien die Möglichkeit geben,

diese Auszeichnung auch nach außen

hin zu kommunizieren. „Wir möchten

damit ein weiteres Zeichen für die

Partnerschaft zwischen Handel und

Industrie setzen,“ so VBÖ-Präsident

Ewald Kronheim.

Ob auf Inseraten, Preislisten oder

Aussendungen, das VBÖ-Siegel soll die

gelebte Partnerschaft der Industrien dokumentieren

und ein Qualitäts- und

Wertekennzeichen darstellen. y

kurz notiert

Die firma rema Handels

gmbH aus graz ist seit Juli

mitglied im verband der

Baustoffhändler Österreichs

(vBÖ).

in der nächsten ausgabe

des ÖBm finden sie ein

Kurzportrait mit näheren

informationen.

16 | 7-8 . 2019


m e n S c h e n

Personelle Veränderungen bei

Sopro bauchemie gmbh austria

Per 1. Juli 2019 ist Reinhard Klug der neue

Werksleiter der Sopro Bauchemie GmbH

Austria in Feldbach und gleichzeitig wurde

er zum Prokuristen ernannt. Zum gleichen

Zeitpunkt übernehmen Sonja Schuhmayer

die Marketingleitung und Robert Bognermayr

die Leitung des Produktmanagements.

Carmen Steininger, bisher zuständig für die

Fakturierung, hat per 1. Mai 2019 den Bereich

Einkauf übernommen.

Reinhard Klug, zuletzt Produktmanagement-

und Marketingleiter bei Sopro, bringt

über 35 Jahre Erfahrung in den Bereichen

Labor, Anwendungstechnik, Produktmanagement,

Marketing und Vertrieb bei Sopro mit.

Er ist einer der langjährigsten Mitarbeiter im

Unternehmen.

Sonja Schuhmayer, startete nach einer kaufmännischen

Ausbildung in der Baubranche

ihre berufliche Laufbahn in einer der namhaftesten

Werbeagenturen in Linz. Danach arbeitete

sie in verschiedensten Marketing- und

Kommunikationspositionen. Seit 2016 ist die

Marketingallrounderin bei Sopro Bauchemie

GmbH Austria.

Robert Bognermayr, langjährig als Fliesenlegermeister

tätig, ist seit 2017 als Produktmanager

bei Sopro tätig. Er verfügt über großes

Know-how in den Bereichen Vertrieb und

Anwendungstechnik. In seiner neuen Aufgabe

verantwortet er das Produktmanagement,

welches er von Reinhard Klug übernommen

hat.

einKauf eBenfalls mit neuer Besetzung

Seit 1. Mai 2019 ist die Position Einkauf mit

Carmen Steininger neu besetzt. Die ausgebildete

Versicherungs- und Bürokauffrau übernimmt

in ihrer neuen Funktion den Bereich

Einkauf und Fuhrparkmanagement. Steininger

kam 2013 zu Sopro und war bisher für

den Bereich Fakturierung zuständig. Sie wird

den Einkauf strategisch neu ausrichten, die internen

Abläufe und Prozesse optimieren sowie

Lieferantenbeziehungen aufbauen und pflegen.

„Ich freue mich sehr, dass wir Reinhard

Klug, Sonja Schuhmayer, Robert Bognermayr

und Carmen Steininger für diese anspruchsvollen

Aufgaben gewinnen konnten. Ich heiße

sie in ihren neuen Funktionen herzlich willkommen

und wünsche ihnen auch bei ihren

zukünftigen Aufgaben viel Erfolg!“ zeigt sich

Geschäftsführer Thomas Salat, MBA erfreut. y

foto: sopro Bauchemie

Sonja ScHuHMayer,

reInHard KluG,

carMen SteInInGer,

roBert BoGnerMayr

isover: neuer key account manager

für technische isolierung

Saint-Gobain Isover Austria möchte den Bereich

Technische Isolierung weiter ausbauen

und ernennt Martin Ehn-Kaufmann zum Key

Account Manager. Der Absolvent der HTL

Mödling ist seit 2008 bei Saint-Gobain Isover

Austria im Verkauf sowie in der technischen

Beratung tätig. In seiner neuen Funktion

wird er ein umfassendes Produktportfolio am

Markt positionieren.

„Energieeffizienz hat bei Isover höchste

Priorität. Der Energieverlust, der durch unzureichende

Isolierung von Industrieanlagen

entsteht, fällt noch gravierender aus als beispielsweise

durch zu geringe Dämmung von

Gebäuden,“ erklärt Franz Hartmann, Vertriebsdirektor

von Saint-Gobain Isover Austria.

„Da ist sehr viel Einsparungspotenzial

vorhanden.“

y

7-8 . 2019 |

17


Lehrlinge

das erfolgsgeheimnis von b&m

Baustoff & metall gehört zu den erfolgreichsten unternehmen der Baustoffbranche. aus kleinen

anfängen hat Wolfgang Christinus in den vergangenen Jahrzehnten einen „hidden champion“ der

österreichischen Wirtschaft geformt. Der trockenbau-fachhändler mit derzeit 100 niederlassungen in

14 ländern ist auch mit sieben Produktionsstätten als erzeuger von hochwertigen Komponenten für

den innausbau erfolgreich. Danach gefragt, wie das alles möglich war, antwortet Christinus:„zuerst

suchen wir uns die menschen, die unsere erfolgsgeschichte weiterführen und ausbauen sollen, erst

dann kommt die endgültige standortentscheidung“. Das zeigt, welche Bedeutung er seinem gesamten

team beimißt. Die mitarbeiterentwickung steht an erster stelle, beginnend bei den lehrlingen. mit

robert Heckl, geschäftsführer B&m international, hat alois fröstl das folgende gespräch geführt.

ÖBM: Warum jammern alle über die

Probleme der Mitarbeitersuche im

Baustofffachhandel? Zurecht? Oder

hat sich die Situation schon gebessert?

Heckl: Dank des massiven Wirtschaftswachstums

brummt die Konjunktur,

die Betriebe schaffen so viele Jobs

wie nie zuvor und deshalb hat sich die

Lage im letzten Jahr deutlich zugespitzt.

So ist dadurch z.B. die durchschnittliche

Suchdauer für Personal deutlich

angestiegen und leider ist der Pool, aus

dem wir unsere Fachkräfte rekrutieren

können, sehr begrenzt.

Und Besserung ist nicht in Sicht, denn

die nötigen Spezialisten, zum Beispiel in

unserem Fall im Bereich Hochtransport-

Logistik, oder aber auch im Backoffice

mit IT-Kompetenz, gibt es derzeit kaum.

Auch gibt es eigentlich keinen Bereich

mehr, in dem nicht die Digitalisierung

Einzug hält und das mit immer höherem

Tempo.

Eure Erfahrungen mit den jungen

Menschen? Besser geworden? Schlechter

geworden? Gute Investition?

Wir denken, dass die einzige Lösung

hier in der betrieblichen Ausbildung,

also im Lehrberuf liegt. Aber genau hier

ernst wachter – niederlassungsleiter St.Pölten

Wir haben in Österreich ein sehr gutes duales ausbildungssystem für lehrlinge. im unternehmen die

praktische und in der Berufsschule die theoretische ausbildung. ich sehe es als unternehmerische verpflichtungen

gegenüber der Jugend an, sie gut auszubilden und die berufliche entwicklung zu ermöglichen, um

ihnen damit ein gutes und sicheres einkommen für die zukunft zu schaffen.

Wenn ich so in die vergangenheit blicke, haben alle lehrlinge bei uns einen zumindest guten lehrabschluss

geschafft und ich denke darauf können wir, als auch unsere lehrlinge stolz sein.

als größtes Problem sehe ich derzeit den lehrlingsmangel. egal mit wem man spricht, der tenor ist immer

der gleiche, im großraum st. Pölten gibt es so gut wie keine arbeitskräfte am markt. selbst leihpersonal ist

kaum zu bekommen, von qualifiziertem Personal gar nicht zu reden.

Des Weiteren ist leider die grundeinstellung zur arbeit und die schulische grundbildung vieler Jugendlicher

das große Problem unserer zeit. ein thema ist sicher auch der Handy -umgang – vieles ist interessanter als

arbeiten! Was lässt man zu und wo schreitet man ein? Hier ist fingerspitzengefühl gefragt.

als resümee würde ich sagen ist es ganz wichtig in zukunft weiterhin eigenes Personal aufzubauen und darauf zu schauen, dass es

dem unternehmen auch erhalten bleibt.

Wir müssen junge leute in allen möglichen formen ansprechen, über die eigene Website, über social-media Plattformen, in schulen,

auf veranstaltungen, und auch eigene mitarbeiter sind zu aktivieren, um im persönlichen umfeld Werbung zu machen.

an Benefits für lehrlinge sollten wir dabei genauso denken wie an einen eigenen Betreuer/Begleiter im team, der sich um die ausbildung

kümmert, denn lehrlinge sind unsere zukunft.

18 | 7-8 . 2019


liegt das Problem, denn leider ist die

Qualität der Kandidaten stark gesunken

bzw. muss man schon „Kopfstände“

machen, um überhaupt an geeignete

Lehrlinge zu kommen. Hier wird vom

Handel zum Teil mit Geschenken zum

Einstieg (z.B. Handys etc.) gearbeitet,

um überhaupt Interesse zu wecken.

Leider hat die Lehre in Österreich völlig

zu Unrecht einen schlechten Ruf in

der Gesellschaft, denn wir haben tolle

Ausbildungsmöglichkeiten mit x-fachen

Möglichkeiten der Weiterbildung in Österreich.

Und außerdem kann man im

„goldenen Handwerk“ durchaus sehr gut

verdienen.

Die Lehre sollte ganz grundsätzlich einen

höheren Stellenwert haben und daran

sollten alle arbeiten. Besonders interessant

ist aus meiner Sicht der Zweig

Lehre und Matura, welcher seit Herbst

2008 in Österreich für alle Lehrlinge

die Möglichkeit bietet, die Berufsmatura

kostenfrei und parallel zur Lehre zu

absolvieren und laut meinen Informationen

auch schon reges Interesse findet.

Was sollte die Branche unternehmen,

um für junge Menschen noch attraktiver

zu werden?

Vor allem die junge Generation ( Generation

Y) nutzt digitalen Medien. Die

Generation Y ist ständig online, sie sind

in der digitalen Welt schlicht und einfach

zuhause. Sie teilen gerne mit ihrem

Netzwerk und sind daran gewöhnt, unterschiedliche

Inhalte auf unterschiedlichen

Geräten fast gleichzeitig zu konsumieren.

Themen wie Nachhaltigkeit,

Tierschutz oder gemeinnützige Organisationen

stehen dabei ganz oben und Inhalte

werden vor allem dann gerne geteilt,

wenn sie kurz, lustig und aktuell

sind.

Es bedarf natürlich etwas mehr Mühe

junge Menschen für sich zu gewinnen,

aber dafür ist diese Zielgruppe dann

auch dazu bereit, Unternehmensinhalte

zu teilen und sich mit der Marke intensiv

auseinanderzusetzen.


roBert HecKl

Lehrlinge

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Lehrlinge

Sind Veranstaltungen wie z. B. Berufsinformationswochen

sinnvoll?

Was könnte da noch besser gemacht

werden?

Sicher sind Berufsinformationswochen

sinnvoll. Grundsätzlich ist jeder

Weg der Verbreitung der Information

„dass es uns gibt“ gut und wichtig. Wir

denken aber, dass der Weg über die Schulen

ein oft vergessener ist. Dort sind die

jungen Leute von heute, die sich fragen

„was soll ich denn einmal werden“. Und

wenn wir nicht schon dort anfangen, zu

zeigen – vielleicht mit kurzen, knackigen

Vorstellungsvideos was wir sind, was wir

tun, was „Du“ werden kannst, – um vor

allem auch gegen anderen Branchen die

jeder kennt wie Automechaniker, Friseur

etc. zu bestehen, werden wir auf Sicht

weiter verlieren !

Ist das Österreichische Baustoff Ausbildungszentrum,

kurz ba, noch

zeitgemäß? Es hat doch jede Kooperation

schon ihr eigenes Schulungsprogramm.

Wo sollte das „ba“ in Zukunft

seine Schwerpunkte setzen?

Welche Schulungs-Veranstaltungen

braucht die Branche?

Das Österreichische Baustoff Ausbildungszentrum

ist ein wichtiger Faktor in

der Ausbildung. Besonders die modulare

Ausbildungsmöglichkeit in aufbauender

Version ist sicher von Vorteil. Vielleicht

sollte man die Zusammenarbeit mit

Schulen und Fachhochschule forcieren,

um dann die Möglichkeit einer Matura

bzw. auch den nächsten Schritt „eines

akademischen Abschlusses“ anbieten zu

können, um auch qualitativ noch Aussichten

nach oben zu bieten. Des Weiteren

benötigt es sicher Module in Richtung

Digitalisierung etc.

Genug Potential also, es gilt sie nur

zu heben.

lehrling katharina gruszka / 2.lehrjahr, Standort St. Pölten

ich heiße Katharina gruszka und arbeite seit november 2017 bei Baustoff + metall in der türenabteilung

als lehrling zur großhandelskauffrau. als ich mich für diese stelle beworben hatte, konnte ich mir nicht viel

darunter vorstellen. allerdings wurde ich neugierig und versuchte daraufhin mein glück. mittlerweile kann ich

behaupten, dass mein Job sehr vielseitig ist.

ich schreibe angebote, tätige Bestellungen, bearbeite aufträge, erledige die ablage und vieles, vieles mehr.

Da mein arbeitsalltag immer wieder neue Herausforderungen bietet, gleicht kein tag dem anderen. an einem

tag schreibe ich angebote und an einem anderen tag kommissioniere ich die Ware für unser lager und unsere

Kunden. Des Weiteren kümmere ich mich um die genaue Dokumentation der verkauften Holz-Brandschutzelemente

für das institut für Brandschutz und sicherheitstechnik.

Diese abwechslung finde ich total interessant, da es viele neue situationen und dementsprechend auch Chancen

gibt, um mich beweisen zu können.

ich habe bei B+m auch immer wieder möglichkeiten mich weiterzubilden. Diese angebote nehme ich auch gerne in anspruch da man

sein erlerntes Wissen ständig nutzen kann.

oft wird erwähnt, dass frauen in unserer Branche sich erst behaupten müssten, allerdings kann ich dieser aussage nicht zustimmen.

ich wurde von anfang an, egal ob von Kollegen oder Kunden, sofort akzeptiert und in das arbeitsleben miteingebunden.

mir macht es große freude in so einem dynamischen team mit einem sehr angenehmen arbeitsklima zu arbeiten. ich schätze bei

B+m, dass hier selbstständiges arbeiten verlangt wird. auch wenn es einmal Probleme gibt wird offen und vernünftig darüber gesprochen

und man versucht, gemeinsam eine lösung zu finden. Hier findet man immer ein offenes ohr, egal für welches anliegen.

ich möchte nach meiner lehrzeit in meiner abteilung bleiben. mein team gibt jeden tag sein Bestes und diese motivation macht sehr

viel spaß beim arbeiten. ich fühle mich hier sehr wohl und bin sehr glücklich, meinen Job bei B+m gefunden zu haben.

20 | 7-8 . 2019


h a n d e l

wiener internationale ruderregatta

in einem boot

Bei der diesjährigen Wiener internationalen ruderregatta, welche

ende Juni auf der neuen Donau stattfand, erruderten robert

grieshofer (C.Bergmann) und gunther sames (ardex) gemeinsam

im vierer, masters Kategorie D, den sieg für ihren verein ister linz.

Das Erfolgsduo Robert Grieshofer

und Gunther Sames, bereits

1991 im selben Nationalteamboot,

nahmen schon zum wiederholten Mal

mit ihrem Team an der Wiener Regatta

teil, der Erfolg blieb auch heuer nicht

aus. In einem spannenden Rennen über

1000 Meter, bei starkem Schiebewind

und Temperaturen jenseits der 36 Grad,

setzte sich die Mannschaft von Ister Linz

schließlich durch und erreichte als Erste

das Ziel.

„Handel und Industrie in einem Boot,

so sollte es im Tagesgeschäft auch funkvIerer.

schlagmann

gunther sames, Philip

stekl, robert grieshofer

und Heimo Hinterer.

tionieren,“ so Robert Grieshofer und

Gunther Sames unisono. Sichtlich erfreut

präsentierten sie bei der Siegerehrung

ihre Medaillen und peilen bereits

den nächsten Sieg bei der Mastersmeisterschaft

Ende Juli in Ottensheim an. y

Mit einer App alles im Griff.

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h a n d e l

Sochor

Seit 125 Jahren erfolgreich im baustoffhandel

Die unternehmensgruppe sochor ist mit einem Jahresumsatz von

167 millionen euro und zirka 630 mitarbeitern ein bedeutendes

Handelsunternehmen und ein attraktiver arbeitgeber in Wien und umgebung.

Das sochor sommerfest am 12. Juni stand ganz im zeichen des 125-Jahre

Jubiläums, gemeinsam mit ca. 800 Kunden und lieferanten feierten die

mitarbeiter und die geschäftsführung am standort triester straße.

Begonnen hat Sochor seine Handelstätigkeit

mit dem Vertrieb

von Baumaterialien und Brennstoffen

im Jahre 1894. Die dynamische Entwicklung

ist der Inhaberfamilie Hutschinski

zu danken, die seit 1913 die

Geschicke des Unternehmens lenkt.

Im Baustoffbereich ist Sochor Gründungsgesellschafter

der BauWelt, seit

1995 OBI-Franchisenehmer und betreibt

als Eigentümer vier OBI Bauund

Heimwerkermärkte in 1100 und

1140 Wien, sowie in Vösendorf und

Baden. Fachmarktzentren eröffnete

Sochor in Oeynhausen (2009) und in

Wr. Neudorf (2015). Auf einer Lagerfläche

von insgesamt 20.000 m 2 bietet

der Baustoff- und Fliesenhändler Sochor

auf der Triester Straße ein großes Sortiment

– sowohl für PrivatkundInnen als

auch für kleine und große Unternehmen.

Im schönsten Fliesenschauraum

Wiens finden Sie nicht nur das aktuelle

Sortiment der führenden Herstellerbetriebe

im Fliesen- und Sanitärbereich,

sondern es erwartet Sie auch kompetente

Beratung – auf Wunsch auch mittels 3D

Planer. Seit 2018 ist die Baustoffhandel

A. Sochor & Co GmbH Gesellschafter

der deutschen Baustoffhandelskooperation

Eurobaustoff. Auf der Liegenschaft

in Wien 10 befindet sich die Zentrale

des Baustoffhandels mit einem gut sortierten

Baufachmarkt auf über 1.000 m 2

Verkaufsfläche. Eine weitere Filiale des

Baustoffhandels liegt verkehrsgünstig in

der Breitenfurter Straße im 23. Bezirk.

Die Grundlagen für den sozialen und

wirtschaftlichen Unternehmenserfolg

sind überdurchschnittliche Kundenleistungen,

ein breites und tiefes Sortiment

in allen Vertriebskanälen und ein motiviertes

Team als Erfolgsfaktor. Im Jänner

2019 verlegte die Unternehmensgruppe

Sochor ihre Zentrale von Wien 4 auf die

Triester Straße in Wien 10 auf das Dach

des OBI Marktes in ein neues, modernes

und auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter

zugeschnittenes Büro.

Das 125-jährige Jubiläum ist ein guter

Grund zum Feiern. Deshalb war auch

das alljährliche Sochor-Sommerfest heuer

ein ganz besonderes. Festredner Bezirksvorsteher

Marcus Franz freute sich,

dass sich die Firma Sochor vor ca. 80

Jahren den strategisch günstigen Platz,

Gut Gelaunt. markus Hutschinski, gery seidl,

Johannes Kauer

in dem damals noch jungen Bezirk Favoriten

als Handelsstandort ausgewählt

hat und Innungsmeister Baurat h.c. Dr.

Rainer Pawlick hob in seinen Grußworten

die lange und enge Zusammenarbeit

mit Sochor hervor. Die Geschichte

der Unternehmensgruppe Sochor wurde

verfilmt und die Vorführung von

den Zuschauer interessiert aufgenommen.

Neben Wiener Schmankerln von

Heidi’s Catering verwöhnte der Eisgreissler

mit leckerem Gefrorenem. Als Höhepunkt

des Abends sorgte der Kabarettist

und ehemalige Bauleiter Gery Seidl

mit Anekdoten aus der Baubranche und

amüsanten Alltagsberichten für Lacher.

Nachher mischte sich der Künstler unter

die Gäste und sorgte weiterhin für gute

Stimmung. Sensationelle Gewinnspielpreise

und drei Stationen, bei denen die

Geschicklichkeit der Besucher getestet

wurde, rundeten das Fest ab. Auch der

schönste Abend geht einmal zu Ende,

aber bei Sochor geht es weiter – mit Tradition

in die Zukunft.

y

unterHaltunG.

großes unterhaltungsangebot

für die

zahlreichen gäste beim

sochor-sommerfest.

22 | 7-8 . 2019


h a n d e l

nierten Genossenschaften wichtige Synergien

gehoben und Wachstumspotentiale

noch besser genützt werden.

Zu den Zielen des neuen Lagerhauses

zählt es, die Expertise aus den einzelnen

Regionen zusammenzuführen, Angebot

und Beratung zu bündeln, nachhaltig

in die Infrastruktur zu investieren und

somit topausgestattete KompetenzzennÖ

lagerhaus

Fusion bringt starke Strukturen

Die mitglieder des lagerhauses Hollabrunn-Horn und des lagerhauses Weitersfeld-zissersdorf

stimmten im rahmen ihrer generalversammlungen für eine fusion der genossenschaften.

Die drei niederösterreichischen

Lagerhaus-Genossenschaften

Absdorf-Ziersdorf, Hollabrunn-Horn

und Weitersfeld-Zissersdorf haben ihre

Mitglieder im Rahmen ihrer jeweiligen

Generalversammlungen am 25. und 27.

Juni über eine mögliche Fusion abstimmen

lassen. Während sich Hollabrunn-

Horn und Weitersfeld-Zissersdorf für

eine Fusion ausgesprochen haben, haben

sich die Mitglieder von Absdorf-Ziersdorf

in einer knappen Abstimmung dagegen

entschieden.

Andreas Jäger

Klimaexperte

tren im gesamten Genossenschaftsgebiet

zu bieten. Konkrete Agenden sind

die Modernisierung von in die Jahre gekommenen

Agrarstandorten und Werkstätten,

die Etablierung eines leistungsfähigen

Tankstellennetzes sowie die

Erweiterung und Attraktivierung der

Bau- und Gartenmärkte in Stockerau

und Retz.

y

starKes lagerHaus mit WaCHstumsPotential

Infolge der Abstimmungsergebnisse

kommt es zu einem Zusammenschluss

der Lagerhaus-Genossenschaften Hollabrunn-Horn

und Weitersfeld-Zissersdorf.

Im Zuge der Fusion entsteht im

Norden Niederösterreichs ein starkes Lagerhaus,

das unter dem Namen Hollabrunn-Horn

geführt wird und seinen

Sitz in Hollabrunn hat. Das „neue“ Lagerhaus

Hollabrunn-Horn zeichnet sich

mit insgesamt ca. 600 Mitarbeitern und

rund 30 Standorten durch starke Agrarstrukturen

aus und bietet großes Wachstumspotential

in weiteren Geschäftsbereichen.

Klimaschutz, made in Austria.

Und das mit Handschlag-Qualität.

WeiCHen für Die zuKunft stellen

Angesichts des aktuellen Umfelds – angefangen

vom agrarischen Strukturwandel

über immer mehr Bio-Betriebe bis hin zu

Digitalisierung und Klimawandel – und

dem damit verbundenen wachsenden Investitionsbedarf,

sieht es Edwin Vorhemus,

Geschäftsführer der neu formierten

Lagerhaus-Genossenschaft Hollabrunn-

Horn, als essentiell an, jetzt die Weichen

für die Zukunft zu stellen. Dabei können

durch die geballte Kraft der nun fusio-

Was wir als österreichisches

Familienunternehmen

versprechen, halten wir auch.

Von der klimaschützenden

Dämmleistung unserer

Produkte bis hin zu kurzen

Lieferzeiten inklusive bestem

Service. Das alles sorgt für

ein gutes Klima – und zwar

in jeder Hinsicht.

7-8 . 2019 | Gutes Klima. Gutes Leben.

austrotherm.com

23


h a n d e l

Positives halbzeit-ergebnis bei der eurobauStoFF

hitzebedingte Verschnaufpause im Juni am bau

Hitze, feier- und fenstertage im monat Juni haben zu einer verschnaufpause

auf den Baustellen geführt. Dies macht sich auch in den einkaufsvolumen

der Handelskooperationen bemerkbar. Die euroBaustoff zeigt aber trotz

allem eine positive entwicklung im ersten Halbjahr und bleibt mit 4,7 % plus

gegenüber dem vorjahr voll im Plan. Das einkaufsvolumen stieg auf 3,26 mrd.

eur. „Das ist für uns ein absolut zufriedenstellendes ergebnis“, bestätigt

Dr. eckard Kern, vorsitzender der euroBaustoff geschäftsführung. „Die

gesamte Branche befindet sich derzeit auf einem Höchstlevel, auf dem

es schwieriger wird, immer wieder etwas on top zu setzen, zumal unsere

Branchenprobleme – logistik, fachpersonal, Handwerk, Bauland – noch immer

nicht gelöst sind.“

Den größten Beitrag zu der positiven

Entwicklung innerhalb

des ersten Halbjahres leisteten die drei

umsatzstarken Bereiche Hochbau, Tiefbau

und Galabau sowie Trockenbau

und Dämmstoffe. Im Hochbau (plus

6,2 %) sind es vor allem die Sortimente

Putze/WDVS und Rohbau-/Wandbaustoffe,

ein deutliches Zeichen für den

anhaltenden Wohnungsneubau setzen.

Im Tief- und Galabau (plus 7,2 %) hat

der Galabau wertmäßig den größeren

Wachstumsschub zu verzeichnen, prozentual

ist aber der Tiefbau kräftiger gewachsen.

Bei Trockenbau und Dämmstoffe

(plus 5,8 %) hat der Trockenbau

seine Position deutlich weiter ausgebaut.

Im Warenbereich Holz und Bauelemente

(plus 2,2 %) wurden erfreuliche

Zuwächse bei den Bauelementen generiert

(plus 2,4 %), die fast die Hälfte

des Bereichs-Umsatzes ausmachen. Ein

zweistelliges Wachstum erzielten hier

die Produktbereiche Fenster/Haustüren

und Stahl. Innentüren und Treppen liegen

im niedrigen einstelligen Bereich.

Im Bereich Holz (plus 3 %) sind es vor

allem die Segmente Holzimport (plus

16,2 %), Holzhandel (plus 7,8 %) und

Konstruktionsholz (plus 15,2 %), die

einerseits das schwache Schnittholzgeschäft

(minus 6,5 %) ausgleichen, andererseits

den Hauptanteil an der positiven

Entwicklung im Holzbereich tragen.

Sehr erfreulich verläuft in diesem Jahr

das Geschäft mit der Fliese. Der Bereich

Fliese verbesserte das Einkaufsvolumen

um 7,3 %. Neben einer generell guten

Geschäftsentwicklung haben sich hier

zusätzlich noch Veränderungen im Gesellschafterkreis

ausgewirkt.

Mit mehr Schwung läuft die Arbeit

derzeit auf dem Dach. Ein stabiler

Markt sowohl im Steil- als auch

im Flachdach sorgen für moderate Umsatzzuwächse.

So kann der Warenbereich

Dach&Fassade/Baumetalle (plus 2,3 %)

wieder erfreuliche Zahlen vermelden,

trotz eines extremen Umsatzeinbruchs

im Juni wegen der tropischen Temperaturen

vielerorts.

Auch der Einzelhandel litt unter der

Hitze im Juni. Quer durch alle Produktbereiche

kam es zu Umsatzrückgängen

gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Durch die vorangegangenen erfolgreichen

Monate des Jahres 2019 konnte

aber ein kumulierter Umsatz per 30.

Juni von plus 1,4 % erreicht werden.

„Die ersten Juli-Tage zeigen uns schon

wieder, dass der alte Schwung zurückkommt.

Unsere Gesellschafterhäuser ordern

kräftig, unser Einkaufsvolumen ist

deutlich angestiegen“, bestätigt Hartmut

Möller, Geschäftsführer und zuständig

für die Warenbereiche. „Wir sind sicher,

dass wir die Umsatzeinbußen aus dem

Juni in der zweiten Jahreshälfte auffangen

und so die kräftige Entwicklung der

ersten fünf Monate fortsetzen können.

Denn die Baukonjunktur läuft nach wie

vor auf sehr hohem Niveau.“

Auch Dr. Kern hält an den gesteckten

Planzielen für 2019 fest und sieht

derzeit keinen konjunkturellen Wechsel

am Bau: „Mit sinkenden Temperaturen

steigen die Umsätze wieder. Unsere Gesellschafterhäuser

sind bestens aufgestellt

und dank unseres Dienstleistungscampus´,

der sie bei vielen administrativen,

vertrieblichen und zukunftsorientierten

Aufgaben unterstützt, haben sie gute Voraussetzungen

für das zweite Halbjahr.“ y

24 | 7-8 . 2019


a k t u e l l

gemeinsamer markenauftritt

bmi gruppe präsentiert sich im neuen look

Die BMI Gruppe erneuert im

Einklang mit der Konzernstrategie

ihren Markenauftritt im Online-

Bereich: Seit Mitte Juni sind sämtliche

Infos zu den Marken BMI Bramac und

BMI Villas gesammelt unter www.bmigroup.com/at

abrufbar. Dank übersichtlicher

Struktur finden User dort alle nötigen

Informationen – von Produkten

bis hin zu hilfreichen Tipps rund um

den Hausbau.

Um Kunden im B2B-Bereich verstärkt

zu erreichen, hat die BMI Gruppe

zudem eine neue LinkedIn-Unternehmensseite

(https://www.linkedin.com/

company/bmi-oesterreich/) gelauncht.

Dort erhalten User in Form von informativen

Postings regelmäßig aktuelle

Informationen zur BMI Gruppe, deren

Produkte und Lösungen.

„Mit unserem neuen Online-Auftritt

gelingt es uns, unsere Konzernstrategie

auch in der Kommunikation nach außen

verstärkt umzusetzen: Um die Dachlandschaften

Österreichs gemeinsam zu

gestalten, arbeiten unsere Marken nicht

nur offline eng zusammen, sondern treten

fortan auch online gemeinsam auf“,

erläutert Renate Hörlezeder, Marketing

Director BMI Austria.

alles unter einem DaCH

Infos für private Bauherren und professionelle

Dienstleister: Auf der neu gestalteten

Website sind gleich auf der Startseite

die wichtigsten aktuellen Themen

in einem Slider aufbereitet. Die Infos zu

den einzelnen Produkten und Systemlösungen

sind aufgegliedert nach den

Anwendungsbereichen wie Steildach,

Flachdach und Photovoltaik.

a Wie ausBau Bis z Wie ziegel-

DaCH

Blog mit hilfreichen Tipps rund ums

Dach: „Bei der Neugestaltung unserer

Website stand der Servicegedanke im

Vordergrund. Private Häuslbauer finden

nun genauso wie professionelle Dienstleister

rasch alle relevanten Infos zu unterschiedlichen

Themenbereichen“, so

Hörlezeder. „Um einen guten Überblick

und eine rasche Navigation zu ermöglichen,

setzen wir auf ein cleanes, übersichtliches

Design.“

y


a k t u e l l

deltabloc

kirchdorfer präsentiert eigene „road & traffic“-Sparte

Mit DELTABLOC ® und der

neuen STEELBLOC ® Produktschiene

ist die Kirchdorfer Gruppe

bei Fahrzeug-Rückhaltesystemen international

äußerst erfolgreich. Nun wird

der Anspruch des Markt- und Technologieführers

mit einer eigenen Unternehmens-Sparte

unterstrichen.

Mit über 50 Einzelunternehmungen

ist die Kirchdorfer Gruppe in den Unternehmenssparten

Zement, Rohstoffe

und Betonfertigteile international tätig.

Bedingt durch das rasche Wachstum

der DELTABLOC ® Gruppe und den

Vorstoß in das ergänzende Geschäftsfeld

Stahlleitplanken wird die DELTA

BLOC International GmbH inklusive

ihrer Tochtergesellschaften nun in einer

eigenen Unternehmenssparte „Kirchdorfer

Road & Traffic“ geführt.

Mag. Erich Frommwald, CEO der

Kirchdorfer Gruppe, erklärt die Motivation

hinter der Geschäftsstrategie:

„Seit mehreren Jahren bereits verzeichnet

DELTABLOC ® jährliche Wachstumsraten

von bis zu 50 %. Mit der

Schaffung einer eigenen Sparte, die

schwerpunktmäßig die Bereiche passive

Straßensicherheit und Lärmschutz abdeckt,

unterstreichen wir die steigende

wirtschaftliche Bedeutung und setzen

auch ein Zeichen an unsere Mitbewerber

rund um die Welt, dass wir unsere starke

Marktposition und unser Produktportfolio

weiter ausbauen.“

infos kirchdorfer

road & traffic

www.deltabloc.com – temporäre und

permanente fahrzeugrückhaltesysteme

aus Beton

www.steelbloc.com – revolutionäre,

supermodulare stahlleitplanken

www.phonobloc.com – state-of-the-art

lärmschutzsysteme

www.citybloc.eu – modularer schutz für

urbane umgebungen

so revolutionäre Neuentwicklung von

Stahlschutzplanken vertrieben.

Mit mittlerweile über 100 Systemtypen

bietet die Kirchdorfer Road &

Traffic Sparte mit 8 Landesgesellschaften

und Lizenz- und Produktionspartnern

in über 50 Ländern das umfangreichste

System für Maßnahmen zur passiven

Straßensicherheit weltweit. y

mit DeltaBloC ® vom Pionier zum

internationalen marKtfüHrer

Die DELTABLOC ® Produktreihe wurde

vor 25 Jahren von der MABA Fertigteilindustrie

lanciert und hat sich

seitdem mit über 250 Crash Tests zum

weltweit erfolgreichsten und umfangreichsten

Fahrzeugrückhaltesystem entwickelt.

Unter der Führung von CEO

BM Dipl.-Ing. Dr. techn. Thomas Edl

konnte sich die DELTABLOC International

GmbH auch in vielen Auslandsmärkten

als Markt- und Technologieführer

etablieren. Über die vergangenen

Jahre wurde das patentierte System aus

verketteten Betonfertigteilen durch eine

ebenso innovative Ortbetonlösung ergänzt

und um integrierte Lärmschutzwände

erweitert. Seit 2019 wird unter

dem Namen STEELBLOC ® eine ebendIe

GeSIcHter HInter der neuen Sparte.

(v.l.) Wolfgang ganster, mBa (sales & operations),

Bmst. Dipl.-ing. Dr. thomas edl (Ceo), Konzerngeschäftsführer

Kr mag. erich frommwald, ingo

stoffels (national sales) und mag. Werner fink

(finance & Hr).

Bild: Postl/DeltaBloC ®

26 | 7-8 . 2019


a k t u e l l

Partnerschaft

leube steigt bei rieder infra Solutions ein

Die Zementwerk Leube GmbH

mit Sitz in St. Leonhard und

die Rieder Infra Solutions GmbH gehen

künftig gemeinsame Wege. So steigt

Leube mit 50 Prozent beim Spezialisten

für Betonfertigteile und Marktführer im

hochwertigen Lärmschutz aus Maishofen

ein und wird die künftige Ausrichtung

des Teilunternehmens maßgeblich

steuern. Die anderen Bereiche bleiben

zu 100 % im Familienbesitz. Vorbehaltlich

der Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde

werden die beiden erfolgreichen

Unternehmen ihre Kräfte im

Bereich Infrastruktur bündeln, um die

Chancen für große Lärmschutzprojekte

an der Bahn und Straße im In- und Ausland

zu nutzen.

Intensive Gespräche und Verhandlungen

waren der Entscheidung vorausgegangen.

Für Eigentümer Wolfgang

Rieder war schnell klar, dass Leube der

ideale strategische Partner für die Weiterentwicklung

des Unternehmens ist.

Wolfgang Rieder: „Mit Leube als Partner

sind wir in der Lage, unsere erfolgreiche

Entwicklung fortzusetzen. Lärmschutz

an der Bahn ist ein großer Wachstumsmarkt,

insbesondere in Deutschland.“

Rieder Infra Solutions ist Teil der

Rieder Gruppe und beschäftigt rund

220 Mitarbeiter in den Werken in Maishofen,

Iglau (CZ) und Gaggenau (D).

Rieder hat einen großen Namen bei Beton-Lärmschutzelementen.

„Railways by

Rieder“ ermöglicht passende Lösungen

partner. Das leube führungsduo mag. rudolf

zrost (l.a.) und mag. Heimo Berger (r.a.) gemeinsam

mit rieder-Beirat ludwig nickl (l.i.) und

eigentümer mag. Wolfgang rieder (r.i.).

an Bahnstrecken für Freilandstrecken,

Tunnel, Brücken, Stationen und Bahnhöfe.

„Roads by Rieder“ umfasst die vielfältigen

Lärmschutzmaßnamen an Straßen.

y

VERGÜTUNGSMITTEL

Verdunstungsschutz

AQUASTAT E

Schützt jungen Beton oder Estrich

vor frühzeitigem Austrocknen.

• Wachsemulsion

• Geprüft nach RVS 11.06.42

• Ideal mit Schalöl-Spritze

Mesto Ferrox Plus

AQUASTAT E

25 kg

Art.Nr. 460202

www.avenariusagro.at

... wenn man

trotz Hitze und Wind

betonieren kann.

200 kg

Art.Nr. 460201 Avenarius-Agro GmbH A-4600 Wels | Industriestraße 51


a k t u e l l

knauf insulation

mineralwolle mit ecose feiert 10 Jahre

Die Entscheidung, bei der Glaswolleherstellung

auf die Zugabe

von Färbemittel und Formaldehyd zu

verzichten, fiel 2009. Knauf Insulation

war der erste Mineralwolle-Hersteller

weltweit, der das gesamte Glaswolle-Produktprogramm

auf ein natürliches Bindemittel

umstellte. Das Unternehmen

feiert die Erfolgsgeschichte des Originals

heuer mit einem 10 Jahre Jubiläum.

Die naturbraune Mineralwolle bewährt

sich inzwischen seit zehn Jahren

erfolgreich am Markt. Möglich macht

dies das natürliche Bindemittel ECOSE

Technology. Nach intensiver Forschung

gelang es Knauf Insulation gänzlich auf

das branchenübliche Bindemittel aus

Phenol-Formaldehydharz zu verzichten.

Diese Innovation stellt eine der wichtigsten

Komponenten für eine nachhaltige

Dämmstoffproduktion im Konzern

dar.

Inzwischen hat sich der nicht nur

nachhaltige, sondern auch leistungsstarke

Mineralwolledämmstoff vielfach

am Markt bewährt. Zahlreiche Kunden

in ganz Österreich – vom Profi bis

zum Heimwerker – überzeugen sich anhand

unzähliger Projekte laufend von

den Vorteilen dieser natürlichen Dämmung.

Abgesehen von der hervorragenden

Dämmleistung ist Glaswolle mit

ECOSE nichtbrennbar, schalldämmend

und angenehm in der Verarbeitung, da

sie kaum mehr juckt, staubt oder riecht.

Zudem trägt sie Auszeichnungen wie

das EUROFINS Indoor Air Zertifikat

in Gold für gesunde Raumluft und das

Umweltsiegel Blauer Engel.

fortsetzung einer BärenstarKen

erfolgsgesCHiCHte

Mit der jüngsten Innovation, der

Dämmplatte MINERAL PLUS, findet

die Erfolgsgeschichte eine gelungene

Fortsetzung. Denn mit dieser neuen

ECOSEDämmung ist es Knauf Insulation

gelungen, die Vorteile von Steinwolle

mit den Vorteilen von Glaswolle in

idealer Weise zu kombinieren. Die kompakte

und gleichzeitig flexible Klemmplatte

eignet sich aufgrund ihrer sehr hohen

Wärmedämmleistung von Lambda

034 speziell für den modernen Holzbau.

stolz auf Das original

Im Hause Knauf Insulation ist man

durchaus stolz auf das Original. „Bereits

seit 2009 verwenden wir für die Herstellung

unserer Glaswolle und die neue

Mineral Plus weder Färbemittel noch

Formaldehyd. Der Mut, sich vom Gewöhnlichen

zu entfernen, hat Früchte

getragen und Mineralwolle für immer

verändert. Wir sind uns unserer Aufgabe

bewusst, die Verantwortung für das Original

zu tragen und stolz darauf, Vorreiter

für eine nachhaltige Dämmstoffproduktion

zu sein“, zeigt sich Österreich

Geschäftsführer Udo Klamminger über

den Erfolg der Maßnahme zufrieden.

udo KlaMMInGer

geschäftsführer Österreich

guter grunD zu feiern

10 Jahre ECOSE ist eine Erfolgsgeschichte,

die jetzt in ganz Österreich gefeiert

wird. Laufend wird es Aktionen

geben, die auch auf der Knauf Insulation

Facebook-Fanpage zum Mitmachen einladen.

y

www.facebook.com/Knaufinsulationaustria/

28 | 7-8 . 2019


a k t u e l l

urlaubsgrüße von botament

originelle Fliesenverlegung in Zentralasien

Seit der Antike werden wichtige

Gebäude mit kunstvollen Fliesen

verziert. Der Orient ist bis heute

berühmt für seine beeindruckenden,

kunstvollen Innen- und Außendekorationen.

Immer schon wurden elitäre

Gebäude wie Moscheen, Universitäten

und Paläste mit traumhaften Fliesenornamenten

überzogen.

In erster Linie denkt man dabei an

den persischen Raum, dabei haben es die

usbekischen Keramiker zu einer unerhörten

Kunstfertigkeit gebracht. Usbekistan

lag an der historischen Seidenstraße

und gelangte durch Handel zu großem

Reichtum. Dieser Reichtum spiegelt sich

in den antiken Gebäuden wieder.

Peter Kiermayr (Vertriebsleiter von

Botament Österreich) hat in seinem

diesjährigen Urlaub genau diese traumhaften

Gebäude in Usbekistan bewundert.

Besonders begeistert war er von

der Stadt Chiwa (Xiva).

Diese ist eine Oasenstadt im Nord-

westen Usbekistans mit ca. 90.000 Einwohnern

und liegt an der alten Seidenstraße.

Der historische Stadtkern von

Chiwa wurde 1990 in das UNESCO-

Weltkulturerbe aufgenommen. Da Chiwa

über sehr hoch anstehendes und salziges

Grundwasser verfügt besteht das

Problem, dass das salzhaltige Wasser im

Mauerwerk aufsteigt, in den Kleber gelangen

kann und die Fliesen mit der Zeit

abfallen würden.

Da Botament Profi-Fliesenkleber anbietet,

war das Interesse von Peter Kiermayr

natürlich geweckt und er versuchte

der Lösung des Problems auf den Grund

zu gehen. Erst beim zweiten Hinsehen

und auch nur wenn man direkt vor dem

Fliesenbelag steht kann man erkennen

wie gekonnt die Kunsthandwerker mit

der Situation umgingen. Er war erstaunt

als er sah, dass jede Fliese mittels Nagels

am Untergrund befestigt wurde.

Was Kiermayr ebenfalls überraschte,

war die Tatsache, dass jede Fliese ein

BeFeStIGunG.

mittels nagel

hält die fliese am

untergrund

Unikat ist und selbst die Formate unterschiedlich

sind. Das macht die Verlegung

der großen Muster sehr schwierig.

Auch hier muss man schon ganz genau

hinsehen um zu erkennen wie dieses

Problem gelöst wurde. Jede Fliese wurde

vor dem Glasieren nummeriert, um sie

später wieder korrekt aneinander zu fügen.

y

neue konstruktionsübersicht bei James hardie austria

technik-wissen auf einen blick

Die umfangreiche und bewährte

Übersicht der fermacell ® , James

Hardie ® und Aestuver ® Konstruktionen

wurde aufgrund der Übernahme von

Fermacell durch die James Hardie Gruppe

komplett überarbeitet und auf den

neuesten Stand gebracht. Sämtliche Inhalte

sind nun auf insgesamt 120 Seiten

nach den Bereichen Trockenbau, Holzbau,

Fassade, Boden, Spezialbrandschutz

und Befestigungsmittel strukturiert und

bieten geballtes bautechnisches Knowhow

– insbesondere für Trockenbau und

Holzbau.

Neu ist das Kapitel Fassade. Dieser

Abschnitt führt Konstruktionen mit

HardiePlank ® Fassadenbekleidungen

und HardiePanel ® Fassadenpaneelen aus

Faserzement auf, die besonders wetterbeständig,

langlebig und in unterschiedlichen

Strukturen sowie in einer Vielzahl

an Farben erhältlich sind.

Der besondere Vorteil: Dank des systematisch

gegliederten Aufbaus und der

Unterteilung der einzelnen Kapitel nach

Einsatzbereichen und Produkten können

Sie nun noch schneller auf sämtliche

technisch relevante Themen zugreifen.

Zu den Highlights zählt die neue

RC3-Trockenbaulösung mit fermacell®

Gipsfaser-Platten mit der – bei Bauprojekten

häufig ausgeschriebenen – einbruchhemmenden

Widerstandsklasse

RC3 (RC = resistance class) ohne einer

Stahlblechanlage erreicht wird. Deutlicher

Mehrwert: Da auf eine zusätzlich

Lage Stahlblech verzichtet werden kann,

können Lohn- und Materialkosten stark

minimiert werden.

Die innovative RC3-Trockenbaulösung

kann mit einem Standard-Ständerachsabstand

von 625 mm ausgeführt

werden und erfüllt alle Anforderungen

an einen hochwertigen Schall- und

Brandschutz.

y

Die neue Konstruktionsübersicht steht

ab sofort unter www.fermacell.at zum

Download bereit.

7-8 . 2019 | 29


a k t u e l l

Neun Teams aus Österreich kämpften

Ende Juni bei heißen Temperaturen

um den Sieg und boten den rund 200

Gästen auf den Zuschauertribünen im

Tondach-Stadion spannende Vorrunden

und ein dramatisches Finalspiel

der Extraklasse. Den Turniersieg teilten

sich die Mannschaften des Wienerberger

Partnerunternehmens Ideal Bau aus

Laakirchen und die Ex-Nationalteamwienerberger

Fußball-cup 2019

Zwei teams teilten sich den turniersieg

spieler der Copa Pele, die prominent

besetzt war mit Kapitän Toni „Rambo“

Pfeffer, den Sturm-Legenden Mario

Haas und Günther Neukirchner,

Joachim Standfest, Torhüter Wolfgang

Knaller, Andreas Lasnik und den Rapidlern

Michael Hatz, Reinhard Kienast

und Gerald Willfurth. Platz 3 sicherte

sich das Unternehmen Austrodach aus

St. Valentin (OÖ). Wienerberger Österreich

Geschäftsführer Mike Bucher

und Marketingleiter Wilfried Lechner

− der zudem vor Ort als Schiedsrichter

fungierte − übergaben den Siegern ihre

Pokale. Darüber hinaus waren die Unternehmen

Spießberger Bau, SGK, Die

Dachdecker, Strabag, Wienerberger und

Bewo mit Mannschaften am Fußball-

Cup 2019 vertreten.

Wienerberger Österreich lud

auch heuer Partnerunternehmen

aus den Bereichen Bau, Dach und

Architektur zum inzwischen legendären

Wienerberger Fußball-Cup ins ehrwürdige

Tondach-Stadion in Gleinstätten.

Rund 200 Zuseherinnen und Zuseher

kamen zusammen und feuerten die

Teams lautstark an. Den Turniersieg teilten

sich in diesem Jahr die Mannschaften

von Ideal Bau und der Copa Pele.

üBerrasCHung für ex-raPiDverteiDiger

miCHael Hatz

Bislang hatte es kein Spieler geschafft,

einen Dachziegel vom altehrwürdigen

Tondach-Stadion herunterzuschießen.

Rapid-Legende Michael Hatz gelang das

ungewollte Kunststück bei einem missglückten

Torschuss. Als Überraschung

wurde ihm von Mike Bucher und Wilfried

Lechner ein neuer Tondach-Ziegel

in traditionellem Rapid-grün überreicht.

y

KIcKer. mike Bucher, geschäftsführer der Wienerberger Österreich gmbH und marketingleiter Wilfried lechner überreichten ex-rapidler michael Hatz einen tondachziegel

in rapid-grün (Bild links) und mit Copa Pele-Kapitän und Wiener austria-legende toni Pfeffer.

30 | 7-8 . 2019


Sika

Sichere abdichtung für

dach und löschteich

Die Firma umdasch Store Makers Leibnitz GmbH plant

und produziert Einrichtungen für Supermärkte. 2018

errichtete das Unternehmen eine neue, zentrale Logistikhalle in

Leibnitz. Die Abdichtung des Daches und eines neu angelegten

Löschteichs erfolgte mit Produkten von Sika.

NATÜRLICH DÄMMEN

MIT HANF

Die Auftragslage und die Zunahme von Projekten bei der Firma

umdasch Storke Makers Leibnitz GmbH erforderten eine

Zentralisierung der acht gemieteten Außenläger. Deshalb errichtete

das Unternehmen in der Südsteiermark eine neue Logistikhalle,

die Ende 2018 eröffnet wurde. Auf dem 110.000

m² großen Grundstück im neu geschaffenen Wirtschaftspark

in Wagna bei Leibnitz entstand die rund 17.000 m² große Halle

mit 23.000 Palettenplätzen und 20 LKW-Laderampen. Für

die notwendige Sicherheit wurde auch am Gelände ein eigener

Löschteich angelegt.

laGer. Das Dach

wurde mit sikaplan

® -18 g, einer

mehrschichtigen

Kunststoffbahn

mit innenliegender

verstärkung,

abgedichtet

siCHere unD langleBige aBDiCHtung von siKa

Die Abdichtung des rund 17.000 m² großen Flachdachs erfolgte

mit Sikaplan ® -18 G. Die langlebige Kunststoffbahn ist gegen

dauerhafte UV-Bestrahlung und die Beanspruchung durch

Wind beständig. Für die Abdichtung des Löschteichs sorgt die

Abdichtungsbahn für

Teiche und Becken Sikaplan

® WP 5130-15

R. Sie besitzt eine hohe Projektbeteiligte

Alterungsbeständigkeit

sowie eine hohe Reißfestigkeit.

Damit ist sichergestellt,

dass im Fall

Betreiber: umdasch store makers

leibnitz gmbH, 8430 leibnitz

Generalunternehmen: Porr Bau

eines Brandes immer gmbH, Hochbau, nl steiermark,

genügend Wasser im

8141 Premstätten

Löschteich vorhanden

verarbeiter: Dach-Wand-spenglerei

ist.

y

Hagen gmbH, 8424 gabersdorf

7-8 . 2019 |

Die ökologische Alternative

bei der Fassadendämmung

CAPATECT Hanffaser-Dämmplatte

Hervorragende

Dämmeigenschaften

Diffusionsoffen

Ausgezeichneter

Schallschutz

Nachwachsend

Öko-Förderung

Höchste Widerstandskraft

und Hagelsicherheit

durch Carbonarmierung

Erzeugt in Österreich

www.capatect.at


a k t u e l l

Pci Fugenprogramm

design trifft Fuge

Das PCI-Fugenprogramm mit

rund 400 verschiedenen Farbtönen

eröffnet neue Möglichkeiten der

individuellen Gestaltung und Beratung.

Thorsten Leppler, PCI-Produktmanager

Fliesen- und Natursteintechnik, gibt

Auskunft über die fünf wichtigsten Fragen

zum PCI-Fugenprogramm.

Die Idee hinter dem neuen PCI-Fugenprogramm

Die Idee lässt sich in einem Satz kurz

zusammenfassen: Mit dem neuen PCI-

Fugenprogramm lassen sich Räume neugestalten

und maßgeschneidert in Szene

setzen. Dahinter steht der Megatrend

Individualisierung: Statt Lösungen „von

der Stange“ wünschen sich die Menschen

Produkte, die genau ihren Vorstellungen

entsprechen.

Alles ist eine Frage des Geschmacks

– und genau hier setzen wir an und revolutionieren

den Markt: Unser Fugenprogramm

steht unter dem Motto „Gewürze“.

So wie Gewürze den Geschmack

eines Gerichts bestimmen, so entscheidend

beeinflusst die Fugenfarbe das Erscheinungsbild

der Fliese und somit des

gesamten Wohnraums – ganz nach dem

persönlichen Geschmack. Bisher hörte

das individuelle Gestaltungsdenken nach

FarBleSeGerät. PCi Colorcatch nano liest fliesenfarbe

ein und schlägt passende fugenfarbe vor.

der Auswahl des Fliesenbelags auf. Ein

echtes Manko! Schließlich hat die Fuge

eine entscheidende Wirkung auf den

Charakter von Räumen und Flächen:

Eine auf den Fliesenbelag abgestimmte

Fugenfarbe macht den Raum ruhig und

homogen, leicht abweichende Farbtöne

zwischen Fugenfarbe und Fliesenbelag

hingegen strukturieren die Oberfläche

und beleben sie. Und stärker kontrastierende

Fugenfarben können den Charakter

des Fliesenbelags gezielt hervorheben

oder auch abmildern - und so die Wirkung

des gesamten Raums maßgeblich

beeinflussen.

Dafür steht das neue PCI-Fugenprogramm

mit rund 400 verschiedenen

Farbtönen: Es schafft maximale Gestaltungsfreiheit.

Dieser Ansatz ist in der

Branche neu und einzigartig – und untermauert

unseren Anspruch, als führender

Hersteller von bauchemischen Produkten.

Mit unserem Fugenprogramm

wollen wir nicht nur die Wünsche und

Erwartungen unserer Kunden erfüllen,

sondern auch neue Bedürfnisse wecken

und Emotionen auslösen, die in ihnen

schlummern.

Maximale Gestaltungsfreiheit, individuelle

Farbberatung. Umsetzung in

der Praxis

Auch hier gehen wir neue Wege: Mit

dem neuen digitalen Farblesegerät

PCI Colorcatch Nano

verfolgen wir einen komplett

neuartigen Ansatz der professionellen

Kundenberatung.

Bisher konnten Fachhändler,

Aussteller, Architekten, Planer

oder Verarbeiter aufgrund der

beschränkten Farbauswahl auf

individuelle Farbwünsche und

Vorstellungen der Bauherren

nur bedingt eingehen. Mit individuellen

Fugenfarben ganz

nach persönlichem Geschmack

und der digitalen, schnellen

tHorSten leppler

Produktmanager fliesen- und naturwerktechnik

PCi gruppe

und einfachen Farbbestimmung steigern

wir die Beratungskompetenz erheblich.

Und unseren Kunden bieten wir damit

auch einen zusätzlichen Türöffner für

eine spezielle Klientel mit einem hochwertigen,

sehr designorientierten Anspruch.

Die Farbberatung mit PCI Colorcatch

Nano

Das digitale Farblesegerät PCI Colorcatch

Nano funktioniert in Verbindung

mit der PCI-App Multicolor. Auf

Knopfdruck wird die Farbe der Fliesenoberfläche

eingelesen und aus dem

PCI-Fugenprogramm die passenden

Farbharmonien vorgeschlagen. Im Vergleich

zu den meisten Farblesegeräten

kann PCI Colorcatch Nano aber nicht

nur eine Farbe einlesen, sondern gleichzeitig

mehrere Farben und dabei auch

unterschiedliche Farbnuancen erfassen.

Somit können auch Oberflächen mit

unregelmäßiger Farbgebung – wie beispielsweise

in Holz- oder Betonoptik –

erfasst werden.

Die Beratung selbst ist mit PCI

Colorcatch Nano so einfach wie auch

individuell: Nach dem Einlesen der ausgewählten

Referenzfarbe kann der Fachhändler

oder Verarbeiter komplett auf

32 | 7-8 . 2019


die persönlichen Vorstellungen und Wünsche seines Kunden

eingehen. PCI Colorcatch Nano visualisiert alle passenden

Farbharmonien und damit eine breite Auswahl an Farbvorschlägen,

von Ton-in-Ton über belebend bis hin zu stark

kontrastierend. Dem Kunden bieten sich verschiedenste Gestaltungsmöglichkeiten,

die er in dieser Form bisher nicht

kannte. Hat er sich für einen Farbton entschieden, kann der

Fachhändler oder Verarbeiter das Projekt speichern oder den

Auftrag per E-Mail einfach verschicken. Und das Beste: Es

lassen sich alle Vorstellungen auch tatsächlich realisieren –

mit PCI Durapox Premium Multicolor. Kunden erhalten den

neuen Fugenmörtel in jedem gewünschten Farbton.

So finden Bauherren garantiert die passende Fugenfarbe

zum Fliesenbelag und zum gewünschten Raumdesign.

Fachhändler und Verarbeiter profitieren von hoher Beratungskompetenz

und können damit auch das Interesse neuer

Kundengruppen wie Planer und Architekten gewinnen.

Die Vorteile des Fugenprogramms für Kunden

Mit unserem neuen Fugenprogramm sind Bauherren bei

der Gestaltung ihrer Fliesenbeläge und damit ihrer Räume

keine Grenzen gesetzt, sei es der Wohnraum ebenso wie Küche

und Badezimmer. Fachhändler, Aussteller, Architekten

und Planer sowie Verarbeiter finden die genau passende Lösung

für ihre Kunden und können individuelle Wünsche

und Ideen in die Realität umzusetzen. Nach dem Motto:

Geht nicht, gibt‘s nicht . . . Gleichzeitig stellen wir ihre Beratungskompetenz

auf eine höhere Ebene und zeigen ihnen

mit Hilfe der Digitalisierung neue Wege auf. Damit können

sie optimal auf die Wünsche der Bauherren eingehen und

ihre Bedürfnisse erfüllen, bevor der Kunde sie geäußert hat

oder sie gar selbst kennt. Das ist einzigartig. Der Fliesen- und

Baustoffhandel berät sowohl die Verarbeiter als auch direkt die

Bauherren und kann neue Möglichkeiten durch individuelle

Farbgestaltung aufzeigen.

Auch der Verarbeiter hebt sich von der „breiten Masse“ ab,

wenn er bei Kunden mit neuer und sicherer Farbberatung

überzeugt.

Für Planer und Architekten erweitert sich der designorientierte

Anspruch: Sie können die individuelle Fugenfarbe

mit in das Raumkonzept einfließen lassen und müssen keine

Kompromisse eingehen – dank maximaler Gestaltungsfreiheit.

Natürlich

das Original

Mineralwolle mit ECOSE:

Bärenstark und vielfach bewährt

Von Natur aus braun

Mut zum Original zu haben bedeutet, sich vom

Gewöhnlichen zu entfernen. Seit 2009 verwenden

wir zur Herstellung unserer Mineralwolle weder

Färbemittel noch Formaldehyd. Möglich macht dies

das natürliche Bindemittel ECOSE ® Technology, das

Mineralwolle für immer veränderte. Profis aus ganz

Österreich sind von der angenehmen Handhabung

begeistert. Unsere neuen ECOSE-Dämmplatten

MINERAL PLUS überzeugen zusätzlich, weil sie

flexibel und gleichzeitig kompakt in der Verarbeitung

sind. 10 Jahre ECOSE – darauf sind wir stolz!

Wie erhalten Kunden den individuell einfärbbaren Fugenmörtel

und das digitale Beratungstool PCI Colorcatch

Nano?

Den Fugenmörtel erhalten Verarbeiter schon ab einem

2-kg-Gebinde im Fachhandel. PCI Durapox Premium Multicolor

ist ab Juli 2019 in jedem individuellen Farbton innerhalb

kürzester Zeit nach Bestelleingang lieferbar.

Das digitale Beratungstool PCI Colorcatch Nano kann

nicht nur der Handel, Handwerker oder Architekt, sondern

einfach jeder, der sich dafür interessiert, über unsere Landingpage

www.pci-multicolor.com bestellen.

y

7-8 . 2019 |


a k t u e l l

Jackon insulation

effizient, dicht und schnell zu verlegen

Eine nachhaltige Wärmedämmung

und eine absolut sichere

Abdichtung – diese beiden Anforderungen

standen bei der Flachdach-Lösung

für ein Wohngebäude im französischen

Neuville-St. Vaast im Mittelpunkt. Die

mit der Ausführung beauftragte Firma

Schor entschied sich für ein Jackodur ®

Umkehrdach von Jackon Insulation –

und konnte damit alle Vorgaben und

Wünsche vollauf erfüllen. Das am Passivhaus-Standard

orientierte Gebäude

verfügt somit über eine langlebige, dichte

und hocheffiziente Dachlösung.

Die Gründer der Firma Schor, Maxime

& Thomas Krakowiak, haben sich auf

Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)

spezialisiert. In Abstimmung mit dem

zuständigen Ingenieurbüro entschieden

sie sich beim Wohngebäude in Neuville-

St. Vaast für den Hochleistungsdämmstoff

Jackodur ® Plus in einer Dicke von

300 mm. Bei der Auswahl der verarbeiteten

Produkte legen sie stets Wert auf

erstklassige Wärmedämmeigenschaften,

eine hohe Druckfestigkeit, Formstabilität

sowie Langlebigkeit.

leistungsfäHig unD zeitsParenD

DurCH einlagige verlegung

„Das Verfahren ließ sich ohne besondere

Schulungsmaßnahmen umsetzen“,

dIcHt. Konstruktiv notwendige fugen zwischen

den Dämmstoffplatten (z. B. wegen gefälleänderung)

werden mit Jackodur ® Perimeterkleber

ausgefüllt. Dieser lösemittelfreie 1-komponentige

Polyurethankleber lässt sich mit Hilfe der montagepistole

leicht einbringen und kann im Winter bei

temperaturen von bis zu -5°C verarbeitet werden.

betonen die beiden Unternehmer Krakowiak.

Dank der einlagigen Verlegeweise

des Jackodur ® -Dämmsystems war

eine komfortable Verarbeitung umsetzbar.

Die 300 mm dicken Jackodur ® Plus

Dämmplatten wurden einfach auf der

Axter-Abdichtung verlegt – in diesem

Fall ein Bitumenlack mit einer Trennlage

aus Glasfaservlies, Dampfsperre und

SBS-basierter Abdichtungsmembran.

Anschließend wurde auf der Dämmung

das speziell für Umkehrdächer entwickelte

Jackodur ® Dachvlies WA verlegt.

Danach konnte direkt die Bekiesung

oder Begrünung erfolgen. Sämtliche Arbeiten

konnten in kürzester Zeit mit nur

drei Mitarbeitern ausgeführt werden.

DauerHafter sCHutz Der aB-

DiCHtung

Anders als bei konventionellen Bauweisen

liegt die Wärmedämmung bei der

Umkehrdach-Konstruktion auf der Abdichtung.

Letztere wird somit effektiv

und langfristig vor UV-Versprödung,

vor mechanischen Beschädigungen oder

extremen Temperaturschwankungen geschützt.

Das Jackodur ® Dachvlies WA, das in

Neuville-St. Vaast zusammen mit dem

Hochleistungsdämmstoff Jackodur ®

Plus zum Einsatz kam, ist wasserablei-

waSSer. Die zuschnitte für den ablauf des regenwassers

können einfach integriert werden. Der

Kies (rechts im Bild) ist bereits vor ort, um auf die

Dachfläche aufgebracht zu werden.

Vorteile des Jackodur

umkehrdachs

- geeignet für gebäude jeder art, mit

flachem oder geneigtem Dach

- Kompatibel mit abdichtungen jeder

art

- schnelle und komfortable verlegung

- Kostengünstig im vergleich zu

anderen außendämmverfahren

- schutz der abdichtung vor uvstrahlung

und versprödung sowie vor

mechanischen Beschädigungen

- Begrenzung der temperaturschwankungen

im Bereich der abdichtung

zwischen 5 und 30 °C über das

gesamte Jahr, keine überhitzung der

abdichtung

- ausführung als begrüntes oder

befahrbares umkehrdach, als terrassendach

oder mit Kiesschicht

möglich

tend und hat ein Flächengewicht von

100 g/m 2 . Das Regenwasser wird somit

sicher zu den am Rand des Daches vorgesehenen

Abläufen geleitet, eine Ansammlung

auf den Dämmstoffplatten

lässt sich wirkungsvoll vermeiden. Eine

eventuelle Restfeuchtigkeit entweicht

durch Verdampfen über die Fugen der

Dämmstoffplatten. Auch die im Bauwerk

befindliche Feuchtigkeit entweicht

bei der diffusionsoffenen Bauweise nach

außen, so dass keine Dampfsperre erforderlich

ist.

Das abschließende Fazit der Unternehmer

lautet entsprechend positiv:

„Wir würden uns immer wieder für dieses

einfache System entscheiden. Außerdem

ist die Optimierung der Bauzeit ein

großer Vorteil für uns, der uns bei diesem

Bauprojekt entscheidend zugutegekommen

ist.“

y

34 | 7-8 . 2019


w e b g u i d e

Baustoffe

ARDEX Baustoff GmbH

www.ardex.at

Avenarius-Agro GmbH

www.avenariusagro.at

Baumit

www.baumit.com

Dämmstoffe

Sopro Bauchemie GmbH

www.sopro.at

Soudal AT gmbH

www.soudal.com

www.fixall.eu

Austrotherm GmbH

www.austrotherm.com

Fenster/Türen

Rockwool

Handelsges.m.b.H.

www.rockwool.at

Unsere Preisliste für Ihr

Smartphone auf:

www.rockwool-preisliste.at

Domoferm GmbH

www.domoferm.com

Stauss-Perlite GmbH

www.Stauss-Perlite.at

Karl Bachl Ges.m.b.H.

www.bachl.at

Internorm Fenster GmbH

www.internorm.at

Fermacell GmbH

www.fermacell.at

Henkel Central Eastern

Europe GmbH

www.ceresit.at

BLUEBOARD

K L I M A - D Ä M M P L A T T E

A-3380 Pöchlarn, Wienerstraße 71

www.blueboard.at

Blueboard

www.blueboard.at

Linzmeier Bauelemente

GmbH

www.linzmeier.de

Kamin

Fakro Dachflächenfenster

GmbH

www.fakro.at

Schiedel GmbH

www.schiedel.at

Lias Österreich GesmbH

www.liapor.at

Mapei Austria GmbH

www.mapei.at

Profibaustoffe Austria

GmbH

www.profibaustoffe.com

puren gmbh

www.puren.com

Saint-Gobain

ISOVER Austria

www.isover.at

Knauf Insulation GmbH

www.knaufinsulation.at

Lagersysteme

OHRA Regalanlagen GmbH

www.ohra.at

T.: +43 7236 21534

Wasserver-/Entsorgung

ACO GmbH

www.aco.co.at

PCI Augsburg GmbH

www.pci.at

Steinbacher Dämmstoffe

GmbH

www.steinbacher.at

FRÄNKISCHE Rohrwerke

Gebr. Kirchner GmbH & Co.KG

www.fraenkische.at

RÖFIX AG

www.roefix.com

ziegel

Bauhütte Leitl-Werke GmbH

www.leitl.at

Impressum

Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Mag. Alexandra Lehrer, 1170 Wien, Dornbacher Straße 93, Telefon: 01/478 81 70, Fax: 01/478 81 70-10, E-Mail: baustoff@impactmedia.at, www.impactmedia.at;

Chefredaktion: Mag. Alois Fröstl; Redaktion und Satz: Mag. Alexandra Lehrer; Redaktionelle Mitarbeit: Maximilian Lehrer; DI Tom Cervinka; Peter Mayer; Anzeigen: Peter Mayer, p.mayer@impactmedia.at;

Alexander Riha, a.riha@impactmedia.at; Abonnementverwaltung: Daniela Brany, d.brany@impactmedia.at Druck: Druckerei Robitschek, 1050 Wien; Jahresabonnement: Inland: EUR 89; Ausland: EUR 103,-.

Das Abonnement ist jeweils einen Monat vor Jahresende kündbar, sonst gilt die Bestellung für das folgende Jahr weiter. Erscheinungsweise: 10 x jährlich. Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlegers gestattet.

Unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder werden nicht zurückgeschickt. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion, ihre Wiedergabe

besagt nicht, dass sie die Meinung der Redaktion oder eine Empfehlung darstellen. Bezahlte Einschaltungen sind mit + oder p. r. gekennzeichnet.


applepas

topdry

10 Jahre

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Bindemittel

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länger schön!

Der Fassadenputz ohne

biozider Filmkonservierung

Schneller trocken. Länger schön.

Vorteile von AquaBalance

sg-weber.at

Effektiver und nachhaltiger Schutz vor Algen und Pilzen

Umweltfreundlich und gesundheitlich unbedenklich durch ein rein physikalisches Wirkprinzip

Wirtschaftlich durch längere Renovierungsintervalle

Unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten durch unterschiedliche Farben und Strukturen

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