GAB August 2019

blumediengruppe

REISE

FOTOS: DAX, MARRIOTT.COM

Phoenix

Die Wüste lebt

Wer auf einem Road-Trip durch den

Westen der USA – etwa vom Joshua Tree

National Park bei Palm Springs in die

Nationalparks Saguaro, Grand Canyon

und Zion – reist, kommt an Phoenix nicht

vorbei. Und das ist gut so.

Ganz schön heiß kann es in der Wüste

Arizonas werden. Auf bis zu 46 Grad im

Schatten klettert das Thermometer im

Sommer, zwischen Mitte Mai und Mitte

September liegt die Durchschnittstemperatur

bei etwa 38 Grad. Kein Wunder,

dass man sich in Phoenix gerne an ein

schattiges Plätzchen mit einem gekühlten

Pool oder für einen Spa-Besuch zurückzieht.

Und dieser Orte gibt es viele, vor

allem im Luxusbereich. Ob Hotelketten

wie Fairmont, Andaz, W oder einzelne

Häuser wie Civana oder The Phoenician –

es sind Resorts, in denen man auf seiner

Rundreise durch den Westen der USA

einen erholsamen Zwischenstopp einlegen

kann. Zugleich bietet sich die Gelegenheit,

die Wüstenmetropole Phoenix zu entdecken.

Der riesige Ballungsraum im Valley

of the Sun umfasst mehrere Städte und

Gemeinden mit insgesamt vier Millionen

Einwohnern. Allein an der im benachbarten

Tempe beheimateten Arizona State

University lernen an die 70.000 Studenten.

Ebenjene Studierende sind es auch,

die das Leben und die Szene in Tempe

und Phoenix prägen. Die Innenstadt von

Tempe ist mit ihren zahlreichen Bars

und Restaurants ein kleines Paradies für

Nachtschwärmer, während in dem von

Stararchitekt Frank Lloyd Wright erbauten

Gammage Auditorium Broadwayshows

wie Wicked, The Book of Mormon oder

König der Löwen Gastspiele geben. Im

supermodernen Tempe Center for the

Arts stehen Wechselausstellungen mit

zeitgenössischer Kunst und eine große

Vielfalt an Konzerten auf dem Programm.

The Phoenician

Klangerlebnis und Kakteen

Musikliebhaber kommen auch im 2010

eröffneten Musical Instrument Museum

in Phoenix auf ihre Kosten. Mit über

7.000 Instrumenten aus etwa 200 Ländern

und Regionen gehört das Museum

zu den besten seiner Art – fast jedes Instrument

lässt sich per Audioguide auch

im Einsatz hören. Einen Einblick in die

Pflanzenwelt der in Arizona befindlichen

Sonora-Wüste bekommt man dagegen

beim Besuch des Desert Botanical Garden.

An die 50. 000 Pflanzen und Kakteen

wachsen auf dem Areal, das man auf

mehreren Wanderwegen erkunden kann.

Naturliebhaber können zudem locker

von Phoenix aus einen Tagesausflug in

den Saguaro-Nationalpark oder nach

Sedona, das für seine roten Felsformationen

bekannt ist, unternehmen.

Urban und schwul

Ziemlich urban geht es dagegen im

Roosevelt Row Arts District zu. Nur

einen Steinwurf von Downtown Phoenix

entfernt haben junge Graffitikünstler

und smarte Investoren das einst

heruntergekommene Viertel zu

neuem Leben erweckt. Gastronomische

Projekte wie The

Churchill – eine Art Markthalle für

lokale Restaurants – sorgen für den

entsprechend coolen Vibe. Auch

Billy Oxford liebt die Gegend. Der

bärtige Individualist kutschiert mit

seinem Fahrradtaxi gerne Touristen

durch die Stadt und erweist sich

dabei als kenntnisreicher Insider

(www.azpedicab.com). Auch beim

Phoenix Pride, der jedes Jahr im

April stattfindet, ist Billy mit seinem

„Pedicab“ dabei. Neben einem

riesigen Festival mit mehreren

Musik- und Tanzbühnen sowie

zahlreichen Infoständen gehört

selbstverständlich auch eine Parade

dazu. Am Pride-Sonntag zieht

diese entlang der 3rd Street und

startet bereits morgens um 10 Uhr,

denn schließlich kann auch im April

die Temperatur schnell auf 30 Grad

steigen. *dax

www.visitphoenix.com/lgbtq

www.tempetourism.com

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