GAB August 2019

blumediengruppe

REISE

FOTOS: CF, DAX

Miami Let’s

Dance!

Miami hat alles, was man sich als

schwuler Urlauber wünscht: Neben dem

berühmten Gay Beach locken auch Kunst,

Kultur und jede Menge LGBTIQ*-Veranstaltungen.

Schwule Urlauber gehören zu Miami wie

Palmen, Strand und Meer. Und das seit

langer Zeit. Wie lange, das zeigt gerade

die Ausstellung „Queer Miami: A History

of LGBTQ Communities“ im HistoryMiami

Museum, die noch bis zum 1. September

zu sehen ist. Aus Anlass des 50. Jahrestages

des New Yorker Stonewall-Aufstandes

blickt die Stadt auf die Geschichte ihrer

LGBTIQ*-Community zurück, die im Süden

Floridas unter dem dort herrschenden

konservativen Geist zu leiden hatte und

es schließlich schaffte, Miami Beach in ein

schwules Urlaubsparadies zu verwandeln.

Zahlreiche Fotos, Dokumente und vor

allem Videos von Interviews mit Vertretern

der Community geben einen Einblick in

das Miami von damals und heute.

Partymetropole

Den Ruf als schwules Reiseziel hat sich

Miami bis heute bewahrt – vor allem mit

den über das ganze Jahr verteilten Events

verteidigt die Stadt ihre Poleposition als

Partymetropole. Ob zur White Party im November,

zur Winter Party im März oder zum

Miami Beach Pride im April: Wer gerne unter

Palmen ausgelassen feiert, ist hier genau

richtig. Der erst vor zehn Jahren ins Leben

gerufene Pride hat sich in kurzer Zeit zu

einem Event entwickelt, der knapp 150.000

Besucher anlockt. Mit der Paradestrecke

am Ocean Drive und einer Abschlussparty

am Strand ist die Kulisse auch kaum zu

überbieten. Miamis neuster Event ist das im

Stadtteil Little Havana stattfindende Festival

Gay8, das sich vor allem an die LGBTIQ*-

Latino-Community richtet und schon nach

wenigen Jahren als größte Veranstaltung

ihrer Art in den USA gilt.

Graffiti-Kunst

Neben Little Havana, das mit seinen

Restaurants und Bars kubanisches Flair

versprüht und nur wenige Kilometer von

South Beach entfernt liegt, hat sich der

Wynwood Arts District zu einem Mekka

für Kunstfans entwickelt. Graffitikünstler

aus aller Welt haben hier ihre Spuren

hinterlassen, und auf Touren wie der

von Pedro Amos (www.MiamisBestGraffitiGuide.com)

lernt man alles über die

Künstler und deren Werke. Erstmals in

diesem Jahr fand hier im Juni auch der

Wynwood Pride mit einem Programm

samt Musikfestival statt.

Tag & Nacht

Aber auch, wenn gerade kein Großevent

in Miami Beach stattfindet,

wird es dem Besucher mit Sicherheit

nicht langweilig. Das an der

Washington Avenue gelegene LGBT

Visitor Center versorgt Touristen

mit Informationen und hat Tipps für

Ausflüge oder Szeneevents. Beliebt

sind etwa der Drag Brunch im The

Palace oder im R House. Auch die

Bar des schwulen Hotels Gaythering

ist eine gute Wahl, um in den Abend

zu starten – oder um dort gleich

ein Zimmer zu beziehen. Das Hotel

verfügt zudem über eine eigene

Sauna und Gäste können sich gratis

Fahrräder und Sonnenschirme leihen

oder einen kostenlosen Shuttleservice

zum schwulen FKK-Strand Haulover

Beach nutzen. Und dann ist da

natürlich der schwule Strand an der

12th Street: Der breite, weiße Sandstrand

mit seinen bunten Holzständen

für Rettungsschwimmer ist und

bleibt das eigentliche Highlight der

Stadt, an dem man auch zwischen

den Partys wunderbar ausspannen

kann. *cf/dax

www.miamiandbeaches.de

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