GAB August 2019

blumediengruppe

REISE

Anschnallen, bitte!

Wie queer ist die Airline-Branche?

Johannes

Kosta (links) und Mathias

FOTOS: EASYJET

Ob „Staycation“ in Deutschland, ein

Kurztrip in die Metropolen Europas oder

Strandurlaub in der Mittelmeerregion –

Reisende machen sich auf, um ihre freien

Tage zu genießen. Für viele heißt es auch

diesmal: Startet der Flieger, beginnt der

Urlaub. Wie aber sieht der Alltag derer

aus, die dafür Sorge tragen, dass Urlauber

schnell und entspannt an ihr Reiseziel

kommen?

Jobs in der Airline-Branche gehören zu

jenen, in denen sich Beruf und LGBTIQ*-

Lifestyle nicht nur gut vereinbaren lassen,

sondern von vielen Arbeitgebern aktiv

gefördert werden. Nun, da mit dem frisch

angebrochenen Sommer die beliebteste

Reisezeit beginnt, haben wir einen

Blick hinter die Kulissen gewagt und uns

mit drei Mitarbeitern der Airline easyJet

unterhalten. Die Airline feiert dieses Jahr

ihr 15-jähriges Bestehen in Deutschland

und steuert bundesweit 12 Flughäfen an.

Mit über 90 angebotenen Destinationen

und mehr als 1.500 Mitarbeitern an den

Flughäfen Tegel und Schönefeld ist easyJet

mittlerweile die größte Airline in der

deutschen Hauptstadt.

Kosta, der seit 13 Jahren als Pilot arbeitet,

und die beiden Flugbegleiter Johannes

und Mathias sind sich einig: In der Luft

wird es nicht langweilig. „Ich empfinde

heute noch, nach all den Jahren, eine

große Vorfreude auf dem Weg zum Flugzeug“,

sagt Kosta. „Meine Eltern sind fest

in der Airline-Branche verankert, weshalb

ich schon als Kind in der Luft zu Hause

war. Das Reisen brachte seit jeher ein

familiäres Gefühl mit sich.“ Auch heute

schätzt er insbesondere diesen familiären

Umgang mit den Kollegen. Danach

gefragt, wie er seinen Arbeitsalltag als

homosexueller Pilot erlebt, berichtet er

von neugierigen Fragen über die Beziehung

mit seinem Ehemann. Schlechte Erfahrungen

habe er aber nie gemacht. Ein

Zeugnis der Vereinbarkeit von LGBTIQ*-

Lifestyle und Beruf: Als sich Kosta bei seiner

ersten Airline bewarb, hat er sich noch

im Vorstellungsgespräch geoutet. „Das

hat damals keinen interessiert, denn man

wurde nur nach seiner Leistung bewertet.“

Mathias kann von ähnlichen Erfahrungen

erzählen: „Wie wichtig Diversity nicht nur

bei den Passagieren, sondern auch bei den

Mitarbeitern ist, haben Airlines – insbesondere

auch easyJet – früh erkannt und

fördern und schützen ihre LGBT+ Community

durch zahlreiche Maßnahmen. Es

ist total normal, als Schwuler in der Kabine

zu stehen.“

Johannes hat seine ersten Erfahrungen

an Bord der legendären PanAm gemacht

– und ist der Fliegerei treu geblieben.

Vermutlich auch, weil er sich seine Arbeit

relativ frei einteilen kann. Johannes

arbeitet in Teilzeit, was für ihn meist

zwei Wochen on und zwei Wochen off

bedeutet. Bei der Schichtplanung kann er

außerdem Präferenzen für bestimmte Tageszeiten

angeben. Auch Mathias genießt

die Flexibilität: „Natürlich muss man mal

am Wochenende arbeiten, sodass man

nicht bei jeder Party dabei sein kann, dafür

kann man dann aber freie Tage unter der

Woche genießen.“

Ob es Lieblingsstrecken gibt? Für Flugbegleiter

Mathias gibt es sie: Berlin-Köln.

„Ein Flug mit einer ordentlichen Portion

rheinischer Frohnatur unter den Passagieren

wird nie langweilig“, so Mathias.

Aber auch die Reiserouten nach Tel Aviv,

Marseille, Madrid und Stockholm haben

es ihm angetan. Johannes hingegen freut

sich immer auf die Stopps in Faro. „Das

Bodenpersonal bringt uns gelegentlich

frische Pastéis de Nata an Bord, ein Mitbringsel,

das ich jedem Portugal-Urlauber

nur wärmstens empfehlen kann.“ Auch

hier sind die drei easyJet-Mitarbeiter sich

einig: Beliebte Urlaubsdestinationen und

LGBTIQ*-Hotspots sind im Airline-Alltag

zum Greifen nah. Mal nur am Flughafen,

mal in einem Overnight-Stop oder,

auch das ein Vorteil des Airline-Lebens,

mit reduzierten Tickets für Privatreisen,

von denen auch die Partner profitieren

können.

www.easyjet.com

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