Taxi Times München - Januar 2019

taxitimes

JANUAR 2019 3,50 €

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MÜNCHEN

SIXT VERMITTELT TAXIS

GEMEINSAM DAS BESTE

FÜR DEN KUNDEN

TVM UND

DISKUSSION

Münchens neuer Taxitarif

TAXI

GEGEN UBER

Münchens unendlicher Prozess

TAXI

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ein gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.volkswagen.de und bei uns. Abbildung

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SO EINFACH WIE MÖGLICH

Menschen sind bequem und wenn man es ihnen so einfach wie

möglich macht, kann man ganz gehörig punkten. Unter diesem

Aspekt ist der geplante neue Taxitarif, der ab 1. März in Kraft

treten soll, nicht unbedingt kundenfreundlich. Es geht um die

neue Zuschlagsregelung für Kombitaxis. Das mag aus Taxisicht

gut gemeint sein, weil nun auch diejenigen Fahrgäste einen

Zuschlag zahlen müssen, die bisher ein Großraumtaxi bestellt

haben, obwohl sie weniger als fünf Personen waren. Warum aber

muss dieser Zuschlag dann auf fünf Euro anstatt auf die sieben

„regulären“ Euro festgelegt werden? Und warum entfällt im Gegenzug

der Zuschlag für drei Gepäckstücke, den man bei einer Fahrt

in einer Limousine bezahlen muss?

„Das Gegenteil von gut ist gut gemeint“, sagt ein deutsches Sprichwort.

Im Fall der künftigen Zuschlagsregelung kann man es nicht

besser ausdrücken. Der TVM erläutert den neuen Taxitarif und

die Hintergründe auf seinen Verbandsseiten 10 und 11. Ab Seite 12

steigen wir in die Diskussion ein, ob Deutschland nicht sogar ein

bundeseinheitlicher Tarif guttäte und man aufgrund der billigeren

Uber-Konkurrenz auf Preiserhöhungen nicht sogar ganz verzichten

sollte.

So einfach wie möglich. Das ist auch das Motto großer Firmen bei

der Organisation und Abrechnung der Mobilitätsbedürfnisse ihrer

Mitarbeiter. Je überregionaler und internationaler diese Unternehmen

aufgestellt sind, umso weniger groß ist deren Bereitschaft,

mit dem Taxigewerbe zusammenzuarbeiten. Stattdessen sucht

man sich global agierende Mobilitätsdienstleister – und schon

schaut der Taxifahrer mit dem Ofenrohr ins Gebirge. Insofern ist

die Kooperation zwischen Sixt und den beiden Münchner Taxizentralen

eine große Chance, verlorene Kunden zurückzugewinnen.

Ob sie genutzt wird, hängt auch von der Akzeptanz der Kolleginnen

und Kollegen ab. Dass viele von ihnen skeptisch sind, ist

nachvollziehbar. Zu frisch sind noch die Erinnerungen an jene

jungen Sixt-Damen, die am Flughafen mit mydriver-Schildern

potenzielle Taxikunden abwarben. Doch genau diesen Chauffeurdienst

will Sixt jetzt aufgeben und den Kunden stattdessen Taxifahrten

anbieten – mit dem Versprechen, alle Bestellungen

ausschließlich den Taxizentralen zur Vermittlung zu übergeben.

Wie das genau ablaufen wird, beschreiben wir in unserer Titelstory

„Gemeinsam das Beste für den Kunden“ ab Seite 6. Und da

wir alle das Beste für den Kunden im Auge haben sollten, hat diese

Kooperation auch eine Chance verdient.

– die Redaktion –

INHALT

NEWS

4 Schlimme Schlagzeile der „tz“

TITELTHEMA SIXT UND TAXI

6 Die Fakten zur neuen Kooperation

8 Das sagen die Beteiligten

TAXIVERBAND MÜNCHEN TVM / TARIF

10 München bekommt neuen Taxitarif

12 Pro & Contra Einheitstarif

13 Keine Angst vor einer Preiserhöhung

WETTBEWERB

14 Eine Uber-Klage findet keinen Richter

16 Keine Verkehrswende mit Uber

ISARFUNK TAXIZENTRALE

18 Nachhaltige Taxibestellung für E-Taxis

19 Verstärkung für das Vertriebsteam

ELEKTRO-TAXIS

20 Schnellladung für alle in Schwabing

22 Die Bilanz zweier E-Taxi-Pioniere

INKLUSIONSTAXI

24 News: Vorbild Berlin

25 Infotag Inklusionstaxi bei IsarFunk

QUERSCHAU

26 Blick über den Münchner Tellerrand

26 Impressum

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TAXI JANUAR / 2019

3


NEWS

NEWSTICKER

IHR INKLUSIONSTAXI VOM MARKTFÜHRER

Entspricht der DIN 75078 Teil 1+2

RUBRIK

DER TAXIFAHRER ALS

MARGENKILLER

Ein langer Beitrag im Wirtschaftsteil

der „Süddeutschen Zeitung (SZ)“

beschrieb am 11. Januar unter der

Headline „Kampf ums Knöpfchen“

sehr aufschlussreich und informativ

die „Wettfahrt um die meistgenutzte

Taxi-App“. Dabei ging es auch um

die Bemühungen von Daimler, zum

wichtigen Anbieter von Mobilität zu

werden. „Als Pioniere des Automobilbaus

werden wir nicht anderen

das Feld überlassen, wenn es um

die urbane Mobilität der Zukunft

geht“, wird Daimler-Chef Zetsche

zitiert. Die Mobilität auf Abruf (neudeutsch:

„on demand“) sei das neue

Zauberwort.

Dabei gehe es um ein Milliardengeschäft

und für Daimler darum, vor

Konkurrenten wie Uber, Grab, Didi

und anderen die „meistgenutzte Taxi-

App der Welt zu werden“, schreibt

die „SZ“ und nennt auch den Grund

für den Wettstreit um Marktanteile:

„Sobald in autonomen Autos keine

Taxi-Fahrer mehr nötig sind, werden

die Margen größer.“ jh

IHK FÜHRT DEN

TAXI-DIALOG EIN

Im Taxigewerbe gibt es derzeit viel

zu diskutieren. Angefangen bei den

geplanten PBefG-Änderungen über

die juristischen Scharmützel mit

Uber bis hin zum Diesel als

(umwelt-)politisches Auslaufmodell.

Für die IHK München und Oberbayern

ist das Grund genug, künftig

einen regelmäßigen Taxi-Dialog zu

führen. Fünf- bis sechsmal pro Jahr

will man jeweils zu einem Schwerpunktthema

mit Vertretern aus dem

KVR, den Taxiverbänden und den

Zentralen an einem Tisch sitzen und

Argumente austauschen.

Ein erstes Kick-off-Meeting fand

bereits Ende November des vergangenen

Jahres statt. Organisiert

und geleitet wird der IHK-Taxi-

Dialog von Elke Hagg, sie ist gemeinsam

mit Christiane Pöge für Taxiangelegenheiten

zuständig. Auch

der IHK-Verkehrsreferent Korbinian

Leitner bringt sich in den Taxi-

Dialog ein.

jh

DIE SCHLIMME

SCHLAGZEILE DER TZ

Mit der reißerischen Headline „Sex-Falle Taxi“ thematisierte die Boulevard-

Zeitung „tz“ zwei sexuelle Übergriffe, die angeblich in einem Taxi stattgefunden

hätten. Quelle waren zwei Meldungen der Polizeipressestelle über sexuelle Gewalt

an Frauen in Taxis am 10. und 11. November. Sehr schnell konnte in mindestens

einem Fall jedoch die Beteiligung eines Taxifahrers ausgeschlossen werden und

die Polizei korrigierte postwendend ihre Wortwahl. Zu spät für die „tz“. Die

Schlagzeile war gedruckt und die Verunglimpfung der Taxibranche konnte nicht

mehr rückgängig gemacht werden.

Etwas Positives hatten die schlimmen Vorfälle dann aber doch: Ein Münchner

Radiosender startete eine Ausbildungsinitiative für weibliche Taxifahrerinnen,

die dann speziell gerufen werden können. Rund einhundert Frauen haben sich

daraufhin beworben und nehmen aktuell an der Ausbildung zur Taxifahrerin

bei der Taxi München eG teil – sponsored bei Radio Gong 96.3. Mal sehen, wie

viele es durchziehen.

jh

MIETWAGEN IN

HELLELFENBEIN

M-Q xxxx. Eine Mercedes E-Klasse mit dieser Buchstabenkombination fällt aktuell

vielen Kollegen auf, weil sie zwar die Taxifarbe Hellelfenbein, aber kein Dachzeichen

hat. Dazu kommt, dass andere Fahrzeuge mit M-Q einem bestimmten

Mietwagenunternehmen zugeordnet werden, das für Uber fährt. Ist es erlaubt,

wenn ein Nicht-Taxi in Hellelfenbein unterwegs ist?

Rechtlich gesehen schreibt § 26 der BOKraft vor, dass Taxis durch einen hellelfenbeinfarbigen

Anstrich (RAL 1015) kenntlich gemacht werden müssen. Es

gibt allerdings keine gesetzliche Bestimmung, welche die private Nutzung eines

Fahrzeugs mit demselben Farbton verbietet.

Anders verhält es sich, wenn ein Mietwagenunternehmer ein Fahrzeug in

Hellelfenbein einsetzt. Dies müsste ihm eigentlich von der zuständigen Genehmigungsbehörde

verboten werden. Für eine solche Untersagung könnte sich die

Behörde auf den § 49 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) berufen. Im

Absatz 4 heißt es dort: „Den Taxen vorbehaltene Zeichen und Merkmale dürfen

für Mietwagen nicht verwendet werden.“ Sollte also jenes oben genannte Fahrzeug

tatsächlich nachweislich Mietwagenverkehr nach § 49 PBefG durchführen,

wäre ein Hinweis beim zuständigen Landratsamt mit der Bitte um Überprüfung

durchaus angebracht.

jh

4

JANUAR / 2019 TAXI

FOTO: Taxi Times

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TITELTHEMA

Teamwork:

Bei der Integration des

Taxigewerbes in die Sixt-App

haben viele Mitarbeiter

des Pullacher Unternehmens

mitgewirkt.

der Kunde eine realitätsnahe Fahrpreisschätzung und kann derzeit

zwischen vier Fahrzeugkategorien auswählen: „Großraum-“,

„Premium-“, „Elektro-“ oder „Standardtaxi“. Bereits bei der Registrierung

hinterlegt der Kunde seine Kreditkarte, sodass jede Taxifahrt

bargeldlos abläuft. Sobald ein Fahrzeug vermittelt wurde,

sieht der Kunde die Anfahrt des Taxis in der App. Über den Fahrpreis

wird der Kunde per E-Mail informiert. Durch die E-Mail erhält

er außerdem die Möglichkeit, Fahrt und Fahrer zu bewerten –

sofern eine Bewertung nicht schon direkt über die App erfolgt ist.

Auch für den Fahrer ist die durch Sixt vermittelte Fahrt unkompliziert:

Am Ende der Fahrt muss weder ein Voucher abgegeben

noch eine Kreditkarte gelesen und auch keine Bestätigung per

Handy transferiert werden.

Wenn ein Kunde die Fahrzeugkategorie „Premium“ auswählt,

bekommt er mindestens eine E-Klasse geschickt.

GEMEINSAM DAS BESTE

FÜR DEN KUNDEN

In seiner App will der finanzstarke Mobilitätsdienstleister Sixt für seine Kunden

zukünftig auch On-Demand-Fahrten integrieren. Mit den beiden Zentralen IsarFunk

und Taxi München eG ist das Taxigewerbe in München dabei bereits an Bord.

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UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

Wer vor drei Monaten auf der Europäischen Taxi messe

genau hingeschaut hat, konnte schon ahnen, in welche

Richtung sich Sixt demnächst bewegen wird – das

weltweit tätige Münchner Unternehmen war dort erstmals mit

einem Stand vertreten und zeigte ein Münchner Taxi. Das war kein

Zufall, denn zu diesem Zeitpunkt waren die Gespräche zwischen

Sixt und den beiden Münchner Taxizentralen IsarFunk und Taxi

München eG sowie dem Taxiverband München bereits weit fortgeschritten.

Ziel der Verhandlungen: die Integration des Münchner

Taxigewerbes in die Sixt-Mobilitäts-App.

Mit diesem neuen Service soll die Palette der Sixt-Mobilitätslösungen

sinnvoll um On-Demand-Fahrten erweitert werden. Dafür

will Sixt auf vorhandene und für das Unternehmen wertvolle Strukturen

des Taxigewerbes zurückgreifen. Eine bedeutende Entschei-

Euro-Taxi-2_01-2016.qxp_Layout 1 29.01.16 10:28 Seite 1

dung des Konzerns, an deren Umsetzung ein ganzes Team seit

Monaten arbeitet, wie die Projektverantwortlichen Konrad Thoma

und Johannes Boeinghoff auf Seite 8 beschreiben.

Auch die Münchner Taxizentralen sehen in der Kooperation

mit Sixt eine klassische Win-win-Situation, was sowohl Christian

Hess von IsarFunk als auch Frank Kuhle von der Taxi München eG

auf den nachfolgenden Seiten erläutern.

Neben München wird auch das Taxigewerbe in weiteren deutschen

Städten eingebunden sein, dort ebenfalls über die Zentralen.

Für den Kunden funktioniert der Service so: Die Startadresse wird

entweder manuell in die Sixt-App eingegeben oder über das Standort-Tracking

ermittelt. Bei der Zieladresse werden auch Abkürzungen

wie beispielsweise HBF für Hauptbahnhof oder OEZ für

Olympia-Einkaufszentrum erkannt. Ist die Strecke definiert, erhält

Venczel_02-2016.qxp_Layout 1 03.02.16 16:15 Seite

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FOTO: Sixt AG

FOTO: Taxi München eG, Taxi Times

UBER-KUNDEN ZURÜCKHOLEN

Viele der Funktionalitäten kennen Kunden von den Apps von taxi.

eu, Taxi Deutschland oder auch von Uber. Und gerade letzteres

Unternehmen ist das Argument, das aus Sicht des Taxigewerbes

für eine Zusammenarbeit mit Sixt gesprochen hat. Vor allem die

ausländischen Kunden, die mittlerweile größtenteils die Uber-App

nutzen, lassen sich über Vertriebspartner wie Sixt wieder zum Taxi

zurückholen. Auch weltweit agierende Konzerne drängen bei

Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter darauf, künftig auch Taxifahrten

über eine zentrale Abrechnungsstelle laufen zu lassen. Und last,

but not least hat Sixt mehr als nur einen Fuß in vielen Reisebuchungsportalen,

über die Kunden längst die komplette Reisekette

buchen können. Jetzt ist auch das Taxi ein Glied dieser Kette.

Für Sixt ist dabei besonders wichtig, einen verlässlichen Partner

an der Seite zu haben. Diesen hat der Konzern mit dem Taxigewerbe

in München und den beiden Münchner Zentralen

gefunden. Die Münchner Taxi-Zentralen vereinen mehr Fahrzeuge

als mytaxi und eine wesentlich höhere Verfügbarkeit als das Unternehmen

Uber – das noch dazu als Fahrtenvermittler in München

mit einer wesentlich kleineren Fahrzeugflotte arbeitet. Diese

Kriterien waren für den Aufbau und Abschluss der langfristigen

Vereinbarung mit den beiden Taxizentralen entscheidend.

BARGELDLOSE FAHRTEN

Damit alle Taxibestellungen kompatibel sind mit den Vermittlungssystemen

von IsarFunk und der Taxi München eG, hat man eine

Schnittstelle zu fms bzw. Gefos geschaffen. Die Verteilung orientiert

sich an der jeweiligen Flottenstärke. Die Weiterentwicklung

der Vermittlung wird durch regelmäßige Feedbackgespräche mit

Sixt vorangetrieben, um so in Zusammenarbeit das Kundenerlebnis

zu verbessern und das Taxi im digitalen Wettbewerb noch

leistungsfähiger zu machen.

Für die Anschlusspartner der Funkzentralen sind die über die

Sixt-App vermittelten Fahrten ganz normale Aufträge von „ihrer

Zentrale“ – so wie jeder andere Auftrag auch, nur eben bargeldlos.

Die Fahrer senden den Fahrpreis über das Display an die Zentrale,

die wiederum schreiben den Betrag dem Taxiunternehmen gut

und stellen ihn Sixt in Rechnung. Sixt wiederum klärt die Abrechnung

direkt mit seinen Kunden.

Aktuell wird der neue Service von allen Beteiligten getestet,

um ihn bei Bedarf vor dem Start verbessern zu können. Für den

reibungslosen Ablauf – und somit ein reibungsloses Kundenerlebnis

– ist aber nicht nur eine einwandfrei funktionierende Technologie

notwendig. Die Fahrer müssen in den Systemen der

Zentrale angemeldet und mit dem Konzept der beleglosen Rechnungsfahrt

über das Datenfunkgerät vertraut sein. Nur so kann

eine Zusammenarbeit entstehen, die in einem hart umkämpften

Gewerbe für jede Seite das Wichtigste hervorbringt: das Beste für

den Kunden.

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Je nach Verfügbarkeit steht in der Sixt-App auch die Bestellung

eines E-Taxis zur Auswahl.

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UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

6 JANUAR / 2019 TAXI

TAXI JANUAR/ 2019

7


TITELTHEMA

TITELTHEMA

DAS SAGEN

DIE BETEILIGTEN

Bei Kooperationen sprechen die Partner gerne von der sogenannten

»Win-win-Situation«. Wo sehen Sixt und die Taxizentralen ihre Vorteile?

Für IsarFunk beantwortet Christian

Hess die Frage, Frank Kuhle zählt

die Argumente der Taxi München

eG auf. Stellvertretend für das Sixt-Team

äußern sich Johannes Boeinghoff und

Konrad Thoma.

Christian Hess, Geschäftsführer der

IsarFunk Taxizentrale GmbH & Co. KG:

„Wir freuen uns, dass IsarFunk als Teil des

Münchner Taxigewerbes jetzt mit einem

Partner zusammenarbeiten kann, der all

das schätzt, was unsere Branche ausmacht:

Gemeint ist unser spontanes Mobilitätsversprechen,

die Preisstabilität und die

24/7-Verfügbarkeit, gepaart mit einem

hohen Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsstandard

sowohl beim Fahrpersonal

als auch bei den Fahrzeugen.

Um als Taxigewerbe unserer bisherige

wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch

wichtige Position innerhalb der Personenbeförderung

zu behalten, müssen wir mit

einer Stimme sprechen und Kooperationen

eingehen. Dazu braucht es neben einem

vertrauensvollen Verhältnis zwischen den

örtlichen Taxizentralen auch jene Zusammenarbeit

mit externen Anbietern, wie wir

sie jetzt mit der Taxi-München EG und Sixt

vereinbaren konnten.

Kunden wollen die große, die allumfassende

Lösung. Am liebsten einen

Ansprech- und Abrechnungspartner für

alle weltweiten Aktivitäten. Sixt hat viele

solcher Kunden und wird künftig auch die

Taxibestellung anbieten können. Das sind

Christian Hess

FOTOS: Fotolia / DOC RABE Media, IsarFunk, Taxi München eG, Sixt AG

Frank Kuhle

Kunden, die wir sonst an Uber oder my taxi

verlieren könnten – wenn es nicht sogar

schon passiert ist. Das Versprechen von

Sixt, hier in München, aber auch in anderen

Städten ausschließlich mit den Taxizentralen

zusammenzuarbeiten, ist ein

großer Vertrauensbeweis in unsere Stärke

als Taxizentrale, aber auch in die Leistungsfähigkeit

aller Unternehmer und Fahrer.

Das haben wir uns über all die Jahre und

Jahrzehnte erarbeitet und das macht uns

heute zu einem gleichberechtigten Partner

im Haifischbecken der Personenbeförderung.

Ich wünsche uns allen gute (zusätzliche)

Umsätze und zufriedene Taxikunden.“

Frank Kuhle, Vorstand der Taxi München

eG: „Mit Sixt hat das Taxigewerbe

einen Partner, um verschiedene Verkehrsdienstleistungen

unter einem Dach zu

vereinen. Das ist ein großer Schritt in Richtung

Mobilitätsplattform. Ein Feld, das wir

nicht reinen Internetvermittlern ohne eigene

Fahrzeuge überlassen können. Große

Konzerne aus den USA und aus Asien

versuchen ebenso wie sämtliche Automobilkonzerne

dieser Welt, den Markt der Personenbeförderung

völlig neu zu regeln und

aufzuteilen. Das erhöht den Druck auf die

kleineren Firmen, die eigenen Stärken zu

bündeln und überlebensfähige Lösungen

anzubieten. Der einzelne Taxiunternehmer

kann da nicht gegenhalten, auch nicht die

regionale Taxizentrale. Ebenso wenig wird

sich das Leihwagenunternehmen behaupten

können, das weiterhin ausschließlich

auf die Vermietung seiner Pkw setzt.

FÜR AUSLÄNDISCHE KUNDEN

Der Kunde will einfache Strukturen. Mit

der Kooperation ermöglichen wir auch ausländischen

Gästen den vollen Zugriff auf

die Dienstleistungen des Taxigewerbes, im

Gegenzug vervollständigen wir das Angebot

von Sixt. Die Taxizentralen und der aus

München stammende Autovermieter ergänzen

sich hervorragend, um den Kunden

Alternativen zu den kapitalstarken Investorengruppen

im Bereich der Mobilität zu

bieten. Das schützt vor Preiswillkür und ist

richtig so, da eine Beförderung von Menschen

mehr als Daten- oder Kapitaltransfer

ist. Wir freuen uns, mit Sixt einen zuverlässigen

und vertrauensvollen Partner gefunden

zu haben, der wie das Taxigewerbe die

Wünsche und Anforderungen der Kunden

berücksichtigt, und sind sicher, mit unserem

Angebot zu überzeugen.“

Johannes Boeinghoff, Geschäftsführer

der Sixt Ride GmbH & Co. KG: „Das Taxigewerbe

und Sixt – das sind zwei starke

Partner. Beide sind ein fester Begriff in der

Mobilität und sind für Reisende in Deutschland

die erste Wahl, um mit einem Auto

unkompliziert und flexibel ans Ziel zu kommen.

Insofern ist es ein logischer Schritt,

unsere Stärken und Kompetenzen nun im

Bereich der On-Demand-Fahrten zu vereinen.

Für die Taxibranche birgt diese Partnerschaft

mehrere Vorteile: Wir eröffnen

den Zentralen, die mit uns zusammenarbeiten,

zusätzliche Zielgruppen. Besucher aus

dem Ausland etwa sind es bislang gewohnt,

für ihre Fahrten andere Produkte als klassische

Taxis zu nutzen. Künftig können

wir diese Fahrgäste ganz einfach an die

Zentralen vermitteln.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die

Zunahme von Taxi-Ausschreibungen seitens

der Unternehmen. Durch die Zusammenarbeit

mit Sixt wird das Taxigewerbe

von mehreren unserer Stärken profitieren,

darunter der hohe Bekanntheitsgrad unseres

Unternehmens, unsere Erfahrungen

im Bereich Geschäftskunden oder Services

wie ein einheitlicher Buchungs- und

Zahlungsweg. So können Unternehmen

des Taxi gewerbes ihre Chancen bei Ausschreibungen

nachhaltig erhöhen. Zudem

profitieren die Taxis von unseren bestehenden

Partnerschaften mit Anbietern aus

dem Reisegewerbe. Wir haben ein schlagkräftiges

Team für die Vermarktung von

Taxi-Buchungen aufgebaut und freuen uns

sehr auf die künftige Zusammenarbeit mit

unserem neuen langfristigen Partner, dem

Taxigewerbe. Wir sind sicher, dass diese

Partnerschaft ein attraktives Angebot für

die Fahrgäste sowie nicht zuletzt zahlreiche

Vorteile für die Zentralen schaffen wird.“

DIE TAXI TIMES APP

DIE TAXIWELT IN IHRER HAND

Mit der Taxi Times App haben Sie Zugriff auf alle Neuigkeiten aus der

Taxiwelt. Wir versorgen Sie mit allem Wissenswerten und das topaktuell.

Die Nachrichten sind in Deutsch, Englisch und Türkisch abrufbar. Die

App gibt es zum kostenlosen Download für iOS und Android.

Konrad Thoma, Geschäftsführer der Sixt

Ride GmbH & Co. KG: „Das Taxigewerbe ist

ein starker und zuverlässiger Partner im

Angebot von sogenannten On-Demand-

Fahrten. Die Taxibranche agiert auf einem

hohen technologischen Niveau, bietet komfortable

und zuverlässige Mobilitätsservices

für seine Kunden und vielfach

zukunftsstarke Lösungen wie etwa Carpooling.

Wir haben die ersten Testfahrten mit

unseren Partnern aus dem Taxigewerbe

absolviert und sind für die weitere Zusammenarbeit

sehr zuversichtlich. So haben

wir viele sympathische und freundliche

Fahrer kennengelernt. Und wir haben wichtige

Erfahrungen mit der Abrechnung der

Fahrten gemacht, damit sie reibungslos verläuft.

Gemeinsam mit den Zentralen werden

wir daran arbeiten, die Buchungs- und

Zahlungsprozesse weiter zu optimieren –

um den Kunden ein besonders attraktives

Angebot und den Fahrern einwandfreie Prozesse

zu eröffnen. Wir sind überzeugt, dass

alle Beteiligten von dieser Partnerschaft

profitieren werden.“

Johannes Boeinghoff (links) und

Konrad Thoma

UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

8 JANUAR / 2019 TAXI


TAXIVERBAND MÜNCHEN TVM

TAXIVERBAND MÜNCHEN TVM

Der Grundpreis bleibt gleich, der

Zuschlag wird um zehn Cent erhöht,

ebenso der Kilometerpreis von jeder

Degressionsstufe.

TAXITARIF BEKOMMT

EINEN WEITEREN

ZUSCHLAG

In München wird – wenn alles gut geht – zum 1. März ein neuer Taxitarif

in Kraft treten. Dies ist das Ergebnis aus der Sitzung der Taxikommission

vom Dezember letzten Jahres.

D

ie Erhöhung basiert auf einem

gemeinsamen Antrag aus dem

April 2018 von dem Taxiverband

München, dem Landesverband Bayerischer

Taxi- und Mietwagenunternehmen und den

beiden Zentralen IsarFunk und Taxi München

eG. Die wesentlichen Fakten zuerst:

Der Grundpreis oder auch Einschaltpreis

verändert sich nicht, die Kilometerpreise

erhöhen sich in den jeweiligen Degressionsstufen

jeweils um zehn Cent, die Zuschläge

steigen von 60 auf 70 Cent pro Zuschlagseinheit.

Damit einhergehend steigt auch

der Großraumzuschlag auf sieben Euro.

Neu eingeführt wird ein Kombizuschlag in

Höhe von fünf Euro. Warte zeit und Messefestpreis

erhöhen sich jeweils auch geringfügig.

Ebenfalls neu wird sein, dass Besorgungsfahrten

künftig frei verhandelbar

TAXIVERBAND MÜNCHEN E. V. (TVM)

Rosenheimer Straße 139

81671 München

Tel. / Verband: +49 (0)89 / 45 05 41 13

Tel. / Taxischule: +49 (0)89 / 49 00 44 94

E-Mail: info@taxiverband-muenchen.de

www.taxiverband-muenchen.de

Presserechtlich verantwortlich für

die TVM-Seiten: Florian Bachmann

Redaktion: Florian Bachmann

sind, man also bei Besorgungsaufträgen

keiner Tarifbindung mehr unterliegt.

Die Tariferhöhung, die nun abschließend

noch vom Stadtrat beschlossen werden

muss, bewegt sich je nach Strecke zwischen

zwei und fünf Prozent Erhöhung. Insbesondere

kurze Strecken im Bereich von ein bis

zwei Kilometern bleiben mit durchschnittlich

2,2 Prozent Erhöhung deutlich unter

den allgemeinen Kostenentwicklungen der

letzten drei Jahre – jenes Zeitraums also,

bis zu dem die letzte Tariferhöhung durchgeführt

wurde (1. März 2016).

Damit ergibt sich rückwirkend eine

Erhöhung von 0,7 Prozent pro Jahr. Zum

Auffangen der allgemeinen Preissteigerungen,

denen Unternehmen unterliegen, deutlich

zu wenig. Freuen dürfen sich natürlich

die Kunden, zum Beispiel aus Arztpraxen,

die im Kurzstreckenbereich auf uns angewiesen

sind.

Diese geringe Preissteigerung bei den

ersten Kilometern hängt im Wesentlichen

damit zusammen, dass der Grund- oder

Einschaltpreis unverändert bei 3,70 Euro

bestehen bleibt. Es ist wohl einmalig in

der Geschichte der Tariferhöhungen, dass

eine Anpassung des Grundpreises nicht

erfolgt. Beantragt worden war eine Erhöhung

der Grundgebühr um 20 Cent, also

ein Einschaltpreis von 3,90 Euro. Das

KVR ist diesem Wunsch nicht gefolgt.

Für uns nicht ganz verständlich, da sich

die Bereitstellungskosten in den vergangen

Jahren sehr wohl verändert haben,

unsere Fahrzeuge sind in Anschaffungs-

und Ausstattungskosten nicht

stehen geblieben, sondern haben sich sehr

wohl verteuert.

Die Kilometerpreise steigen in den

einzelnen Degressionsstufen um jeweils

zehn Cent. Die ersten fünf Kilometer werden

künftig also zwei Euro pro Kilometer

kosten, zwischen fünf und zehn Kilometern

1,80 Euro, für alle weiteren Kilometer

1,70 Euro. Unserem Antrag, die erste

Degressionsstufe auf acht Kilometer zu

erweitern, dafür aber eine dritte Degressionsstufe

wegen der Änderung des Mehrwertsteuersatzes

erst nach 50 Kilometern

wirksam werden zu lassen, wurde ebenfalls

vom KVR nicht gefolgt.

NEU: KOMBI-ZUSCHLAG 5 EURO

Insbesondere wegen des Aufbaus einer

Inklusionsflotte – also behindertengerecht

ausgebauter Fahrzeuge – war uns

wichtig, dass die Zuschläge erhöht werden.

So werden Zuschläge prinzipiell nach der

bestehenden Regelung von 60 auf 70 Cent

erhöht, sofern sie weiterhin einzeln berechnet

werden können.

Denn bei der Großraumregelung werden

weiter gehende Änderungen erfolgen.

Der Großraumzuschlag steigt konsequenterweise

auf sieben Euro, enthält aber drei

freie Gepäckstücke. Verlangt werden darf

er wie bisher, wenn mehr als vier Fahrgäste

einsteigen.

Ein Kombizuschlag von fünf Euro darf

von Großraumfahrzeugen künftig auch dann

verlangt werden, wenn Kunden ein Großraumfahrzeug

bestellen, jedoch weniger

als fünf Personen einsteigen. Auch hier

FOTOS: Hale

GRAFIK: Raufeld Medien

sind dann drei Gepäckstücke bei der Beförderung

umsonst. Bei Bestellung (Achtung:

nur bei Bestellung!) eines Kombis darf der

Kombifahrer künftig einen Zuschlag von

fünf Euro verlangen, allerdings sind auch

hier dann drei Gepäckstücke frei. Was ein

Kombifahrzeug genau ist, entnimmt man

dem Fahrzeugschein, dort finden sich die

entsprechenden Kürzel (Kombis sind Personenkraftwagen,

die nach EU-Fahrzeugklasse

M1 AC zugelassen sind und in einem

abgeteilten Laderaum mindestens 50 Kilogramm

Gepäck mitführen können).

FESTPREIS MESSE 67 EURO

Eine Stunde warten kostet den Fahrgast

künftig 30 Euro (bisher 28 Euro), die Minute

an der roten Ampel kostet also künftig

50 Cent. Der Messefestpreis zum Flughafen

oder vom Flughafen zur Messe beträgt

künftig 67 Euro, wie bisher sind in diesem

Preis alle Gepäckstücke enthalten, somit

dürfen also außer dem Großraumzuschlag

keine weiteren Zuschläge verlangt werden.

Völlig neu wird sein, dass die Tarifbindung

bei Besorgungsfahrten entfällt. Soll

heißen, wenn ein Kunde ein Paket, einen

Koffer oder sonst einen Gegenstand von A

nach B mit dem Taxi befördern lassen will

oder die Essenslieferung aus den Restaurants

ausgefahren wird, dann können die

Fahrer die Preise mit den Kunden aushandeln.

Man will hier die Konkurrenzfähigkeit

des Taxis auf einem sicherlich sehr

umkämpften Markt steigern. An sich eine

gute Entwicklung, die hoffentlich von den

Kollegen auch produktiv genutzt wird.

Die Behörden werden die Entwicklung bei

Besorgungsfahrten genau beobachten, sollte

die Möglichkeit der freien Preisvereinbarung

nicht funktionieren, kann dieser

Passus aus der Tarifordnung ohne großen

Aufwand gestrichen werden. Wir können

also allen Kollegen hier nur Besonnenheit

und Umsicht empfehlen.

Eigentlich hatten die Antragsteller

die Hoffnung, dass die Bearbeitung des

Antrags nicht wie üblich fast ein ganzes

Jahr in Anspruch nimmt. Insbesondere,

weil es ja ein gemeinsamer Antrag

des gesamten Gewerbes gewesen ist. Nun

hat’s am Ende doch elf Monate gedauert.

Manche unserer Überlegungen aus dem

Betriebs- und Verkehrsmedizinisches Untersuchungszentrum

des BDF – Überbetrieblicher Dienst Dr. Hingerle GBR

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Montag bis Freitag von 8:00 bis 10:00 Uhr, Mo und Do von 14:00 bis 17:00 Uhr

April vergangenen Jahres haben sich

inzwischen überholt, insbesondere werden

wir durch die bereits umgesetzte Erhöhung

des Mindestlohns für 2019 auf

9,19 Euro und die bereits beschlossene

Erhöhung zum 1. Januar 2020 auf

9,35 Euro diesen Tarif keine drei Jahre so

stehen lassen können. Auch wenn für alle

Beteiligten dabei eine Menge Arbeit zu erledigen

ist und viel Aufwand dahintersteckt,

wir werden wohl relativ bald einen neuen

Antrag stellen müssen. Trotz allem ein Dankeschön

an dieser Stelle an die Mitarbeiter

des KVR, die sich monatelang mit dem

Thema beschäftigt haben. Wir wünschen

allen Kollegen einen guten Umsatz. fb

DER NEUE MÜNCHNER TAXITARIF AB 01.03.2019

(vorbehaltlich der Genehmigung durch den Münchner Stadtrat)

Tarifkomponente

Einschaltpreis /

Mindestfahrpreis

Tarifkomponente

3,70 € Wartezeit / Stunde 30,00 €

Kilometer 0 bis 5 2,00 € Wartezeit pro Minute 0,50 €

Kilometer 5 bis 10 1,80 € Zuschlag 0,70 €

Ab 10 Kilometern 1,70 € Großraumzuschlag bei

mehr als fünf Personen

Kombizuschlag bei

Bestellung (drei

Gepäckstücke frei)

5,00 € Großraumzuschlag bei

Bestellung und weniger

als fünf Personen

7,00 € 3 Gepäckstücke

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5,00 € 3 Gepäckstücke

frei

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10 JANUAR / 2019 TAXI

TAXI JANUAR/ 2019

11


TAXITARIFE

TAXITARIFE

Von Giesing nach Moosach:

Taxikollege Günni hat diese Fahrt

an Silvester in einem Premium-

Großraumtaxi für 25,50 Euro

durchgeführt. Bei Uber hätte

sie über 80 Euro gekostet.

DER MÜHSAME WEG


EINER TARIFERHÖHUNG

Münchens Taxitarif ist einer von über 800 Taxitarifen in Deutschland.

Wäre es nicht sinnvoll, einen einheitlichen Tarif für ganz Deutschland oder

zumindest für Bayern zu schaffen?

UBER IST

NICHT BILLIGER

ALS TAXI

Wird ein erhöhter Taxitarif zum Bumerang, weil die Fahrgäste

dann eher auf Uber als billigere Alternative umsteigen?

Keineswegs, denn Taxi ist nicht teurer als der US-Dienst.

Ich muss regelmäßig zum Flughafen.

Können Sie mir einen guten Preis

machen, wenn ich dafür immer mit

Ihnen fahre?“ – Eine solche Frage muss

jeder Taxifahrer mit Nein beantworten,

solange besagter Flughafen im sogenannten

Pflichtfahrgebiet liegt. Begründung:

Taxitarife werden in Deutschland nicht vom

Taxiunternehmer oder dessen Fahrern

bestimmt, sondern von der Politik festgelegt.

So schreibt es der Paragraf 51 des Personenbeförderungsgesetzes

(PBefG) vor:

„Die Landesregierung wird ermächtigt,

durch Rechtsverordnung Beförderungsentgelte

und -bedingungen für den Taxenverkehr

festzusetzen. […] Die Landesregierung

kann die Ermächtigung durch Rechtsverordnung

übertragen.“

Da eine solche Übertragung auf die

unteren Genehmigungsbehörden vorgenommen

wird, sind in Deutschland über

800 Taxitarife gültig, definiert von den

jeweiligen kommunalen politischen Instanzen.

An diese Tarife/Rechtsverordnungen

müssen sich alle Taxiunternehmer und

deren Fahrer halten. Man spricht hier von

der sogenannten Tarifpflicht. Mietwagen

unterliegen keiner Tarifpflicht. Der Zweck

dieser Regelung ist klar: Es geht darum,

den Fahrgast in nachfragestarken Zeiten

wie Silvester oder Oktoberfest vor Wucherpreisen

zu schützen. Das PBefG ist deshalb

ein Verbraucherschutz- und kein Taxischutzgesetz.

Der Weg bis zu einer Tariferhöhung ist

allerdings sehr mühsam. Meist geht die Initiative

vom Taxigewerbe aus, in dem ein

Fachverband oder die örtliche Taxizentrale

einen Antrag auf Tariferhöhung stellt. Da

die Behörde nicht selbst im Taxigewerbe

unternehmerisch tätig ist, muss sie die zu

ihrer Entscheidung notwendigen Informationen,

z. B. über die Entwicklung auf der

Kostenseite oder bei den Fahrgastzahlen

bzw. der Auslastung, bei den Beteiligten

einholen. Dies sind unter anderem die IHK

und die Taxiverbände als Mitglieder des

sogenannten Anhörverfahrens. Die Mitwirkung

des einzelnen Taxiunternehmers an

diesem Verfahren sieht der Gesetzgeber

indirekt vor, indem jeder die Möglichkeit

hat, seine Tarifvorstellungen über die Beteiligung

der Fachverbände im Anhörverfahren

einzubringen.

Bezahlbar für

jeden: Der politisch

festgelegte Taxitarif

soll den Fahrgast

vor Wucherpreisen

schützen.

Meist geht somit ein Antrag auf Tariferhöhung

einem internen Verbandsbeschluss

voraus. Das lässt schon erahnen, wie viel

Zeit und (Man-)Power die örtlichen Gewerbevertreter

aufbringen müssen, damit

Monate später der gefahrene Kilometer

10 bis 30 Cent teurer werden kann. Unter

diesem Aspekt würde ein bundeseinheitlicher

Taxitarif sicherlich Sinn machen. Oder

zumindest landesweit. Niedersachsen beispielsweise

bohrt an diesem dicken Brett

schon länger. Könnte sein, dass dort demnächst

ein fixer Onlinetarif genehmigt

wird.

Andererseits hat die kommunale Tarifgestaltung

auch ihre Vorteile, kann doch

jede Gemeinde die individuellen Rahmenbedingungen,

wie Lebenshaltungskosten

etc., berücksichtigen. Im brandenburgischen

Prignitz kostete der Kilometer bis vor

Kurzem 1,50 Euro, für An- und Rundfahrten

gar nur 1,25 Euro. Mehr können sich

die Bewohner wahrscheinlich gar nicht leisten,

andererseits zahlen die Taxifahrer dort

für eine Mietwohnung sicherlich auch deutlich

weniger als in München.

Bewusst gegensteuern kann eine

Gemeinde auch, wenn immer wieder zu

bestimmten Zeiten zu wenige Taxis zur Verfügung

stehen. So wurde in Passau der

Nachttarif um einen Zuschlag von 2 Euro

ergänzt, den Fahrgäste zwischen 22 und

6 Uhr zahlen müssen. Der Stadtrat hofft,

damit wieder mehr Kollegen dazu zu bringen,

auch abends und nachts zu fahren.

In einer anderen bayerischen Stadt

(Nürnberg) wird jährlich die Kostenentwicklung

der Taxibetriebe geprüft und ggf.

werden die Beförderungsentgelte entsprechend

um 2 bis 3 % angepasst. „Die letzte

Tariferhöhung 2017/2018 brachte bei

einem beispielhaften Jahresumsatz von

50.000 Euro Mehreinnahmen von

1.280 Euro“, rechnet Wolfgang Ziegler von

der Nürnberger Taxi-Zentrale vor. Da fallen

30 Euro, die man für die Programmierung

des Taxameters bezahlen muss, nicht ins

Gewicht.

jh

FOTO: Hale

FOTOS: Günni

Es ist das Dauerargument der Skeptiker: Man sollte auf

Tariferhöhungen verzichten, weil sie bei manchen Fahrgästen

zum Verzicht auf das Taxi führten. Bisher haben

sich solche Befürchtungen immer in Luft ausgelöst, denn letztlich

blieb die Zahl der Fahrten (gemessen anhand der Auftragsvermittlungen

der Taxizentralen) mindestens konstant – was oft auch

daran lag, dass bei der individuellen Tür-zu-Tür-Beförderung das

Taxi alternativlos war. Nun aber gibt es als (illegale) Konkurrenz

die Uber-App, die mit taxiähnlichen Diensten, aber ohne Preisbindung

agieren kann und den Fahrgästen durch eine geschickte

Werbekampagne vorgaukelt, billiger als Taxi zu sein. Da ist es

natürlich negativ, wenn das Taxi teurer wird.

Dabei ist ein Uber-Fahrzeug kaum noch günstiger als ein Taxi.

Selbst zu normalen Zeiten sind die Taxipreise günstiger, erst recht,

wenn man bedenkt, dass im Taxitarif nicht zwischen normalen

und Premiumtaxis unterschieden wird. Eine gepflegte E-Klasse in

Hellelfenbein kostet das Gleiche wie die Fahrt in einem Mittelklassewagen.

UberBlack dagegen kostet meist doppelt so viel als

UberX und auch UberVAN ist teurer.

VON GIESING NACH MOOSACH FÜR 80 EURO

Je höher die Nachfrage bei Uber, desto rasanter der Preisanstieg.

Das „Surge-Pricing“ des US-Anbieters führt nicht nur regelmäßig

werktags ab 16 Uhr zu Entgelten für Flughafenfahrten im dreistelligen

Bereich (Taxi kostet rund 70 Euro), sondern sorgte wenig

überraschend auch an Silvester zu deutlichen Preisunterschieden

zwischen Taxi und Uber. Kollege Günni war in der Silvesternacht

mit seinem Bustaxi unterwegs und hat regelmäßig Fahrpreisabfragen

bei Uber unternommen. So auch für eine Fahrt von Giesing

nach Moosach. Bei ihm musste der neujahrstrunkene Fahrgast

25,50 Euro bezahlen. Bei Uber hätte er dafür entweder 80,80 Euro

oder 83,59 Euro zahlen müssen. „Da wäre er sicherlich auf einen

Schlag wieder nüchtern gewesen“, kommentiert Günni diesen

Preiswucher.

Ubers Preisschwankungen sind vielen Kunden gar nicht

bewusst. Sie müssen daher immer und immer wieder angesprochen

werden. Nur eine Tarifpflicht schützt die Fahrgäste vor willkürlicher,

überteuerter Preisgestaltung. Uber mag hinsichtlich der

Qualität mancher Fahrzeuge und Fahrer tatsächlich die billigere

Alternative sein, die günstigere Wahl in Bezug auf Preis/Leistung

ist in München garantiert das Taxi. Nicht nur an Silvester und

abends zum Flughafen. Und das wird auch nach der Tariferhöhung

weiterhin so sein.

jh

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12 JANUAR / 2019 TAXI

TAXI JANUAR/ 2019

13

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WETTBEWERB

WETTBEWERB

30…

»Eine Uber-Fahrtanforderung kommt immer

zuerst auf dem Handy des Fahrers an. «

Aussage eines ehemaligen Uber-Fahrers

EINE KLAGE FINDET

KEINEN RICHTER

Seit Sommer 2016 liegt beim Landgericht München nun schon eine Klage Taxi

gegen Uber vor, doch auf ein juristisches Verbot der Uber-App in München wartet

man vergeblich. Was läuft da schief?

»Wir warten

immer in der Nähe

von Hotels.«

Ein Uber-Fahrer auf die Frage, warum er

als Freisinger so schnell bei einer

Münchner Abholadresse aufgetaucht war.

Der auf den 14. Januar 2019 anberaumte

Verkündungstermin im

Verfahren einer Münchner Taxiunternehmerin

gegen UberX, UberBlack

und UberVAN ist aufgehoben worden. Das

Gericht hat noch Sachfragen an die Parteien.

Es ist nicht die erste Verzögerung. Kurz

nach den Sommerferien 2018 war ein angesetzter

Verhandlungstermin verlegt worden.

Stattdessen saß man sich im November

im Gerichtssaal gegenüber. Links von der

Richterin aus gesehen ganz leger die Taxiunternehmerin

als Klägerin mit ihrer

Berliner Rechtsanwältin Alexandra Decker,

rechts der Uber-Vertreter mit seinem

Anwalt, beide in Anzügen, die sich ein

Münchner Uber-Fahrer wahrscheinlich

niemals wird leisten können.

Und dazwischen eine Richterin, die von

vornherein nur 30 Minuten für die Verhandlung

angesetzt hatte. Wer an jenem

Oktobertag also auf ein Urteil gehofft hatte,

musste zwangsläufig enttäuscht werden.

Schon als die Richterin die Vorwürfe der

Klägerin ( = Taxiseite) als nicht konkret formuliert

bemängelte (obwohl sie beim Verhandlungstermin

davor noch das Gegenteil

gesagt hatte), war klar, dass es an diesem

Tag zu keinem Urteil und erst recht zu keinem

Verbot der Uber-App kommen würde.

Über die Sache wurde während der Verhandlung

kaum gesprochen. Lediglich der

Anwalt der Uber-Seite versuchte darzulegen,

dass eine Direktvermittlung ins Auto

des Fahrers nicht stattfinde. Jeder Fahrtauftrag

würde angeblich zuerst für

30 Sekunden am Betriebssitz des Partnerunternehmens

eingehen, von wo aus der

Mietwagenunternehmer das Okay geben

würde. Erst dann würde der Auftrag in das

Fahrzeug weitergeleitet. So stellte es

Rechtsanwalt Prof. Dr. Kaufmann dar, der

gemeinsam mit dem Uber-Justiziar Johannes

Hildebrand erschienen war. Weil dies

von der Taxiseite auf Nachfrage der Richterin

bestritten wurde, geht man in diesem

Punkt nun zunächst einmal in die Beweisaufnahme.

Damit muss also wieder mühsam bewiesen

werden, was so offensichtlich ist. Noch

am Tag der Verhandlung hat Taxi Times bei

Uber ein Fahrzeug bestellt. Nach 26 Sekunden

wurde bereits ein Fahrzeug als vermittelt

gemeldet, drei Minuten später traf es

FOTO: istock / Wavebreakmedia

an der vereinbarten Adresse ein. Ein neuer

Toyota RAV4 mit Freisinger Kennzeichen.

Nachfolgend ein Auszug aus dem Gespräch

mit dem Fahrer (Gedächtnisprotokoll): „Ich

war in der Nähe, deshalb ging es so schnell.

Wir warten immer in der Nähe von Hotels.

Mein Unternehmer hat knapp 30 Fahrzeuge

und fährt ausschließlich für Uber. Sein

Betriebssitz ist in Freising, aber dorthin

fahren wir nur, wenn wir das Auto zum

Schichtwechsel abgeben.“

Zu seinem Verdienst äußert der aus

Bulgarien stammende Fahrer, dass er ausschließlich

umsatzbeteiligt entlohnt werde

und er heute quasi nichts verdient habe,

weil dies erst seine zweite Fahrt sei. Von

einem gesetzlichen Mindestlohn hatte er

noch nie gehört. Er würde auch lieber Taxi

fahren, glaubt aber, die Ortskundeprüfung

nicht zu schaffen.

Ein weiterer Uber-Fahrer schildert seine

Erfahrungen unter dem Pseudonym

„Whistle blower“ auf der Homepage von

Taxi Times, als er eine Meldung zum aktuellen

Münchner Verfahren kommentierte:

„Ich habe auch anfangs einige Fahrten für

Uber durchgeführt, doch das ist ein Minusgeschäft,

wenn man nicht zu Zeiten der

Preisdynamik (erhöhter Fahrpreis) fährt.

Diese Zeiten kommen nicht oft vor […] Eine

Uber-Fahrtanforderung kommt immer

zuerst auf dem Handy des Fahrers an, der

ca. 20 Sekunden Zeit hat, die Fahrt anzunehmen

oder zu ignorieren. Als Informationen

für seine Entscheidung sieht er nur

die Fahrzeit, Entfernung in km und den

ungefähren Abholort.

Nach ca. 10 Sekunden kommt eine

E-Mail heim (oder auf sein Zweithandy/I-Pad

o. Ä. im Auto) mit dem Fahrziel, Fahrpreis

und Fahrgast-Name der Fahrtanforderung.

Wenn jetzt die ,Assistenz daheim‘ einen

Link in der E-Mail drückt, bekommt der Fahrer

draußen eine SMS, den ,Fahrgast X in

der Y-Straße-Nr. XY‘ abzuholen.

VERSTOSS IST EINDEUTIG

In der Praxis weiß das der Fahrer ohnehin

schon, weil er die Fahrt ja vorher schon

angenommen hat und auf dem Weg zum

Abholort ist. In der Praxis hat der Fahrer

schon jetzt eindeutig gegen die Rückkehrpflicht

verstoßen. Wenn er nämlich die

Fahrt nicht annimmt und auf die SMS aufgrund

der E-Mail von daheim warten

würde, dann sind die 20 Sekunden meistens

überschritten und die Fahrt ist weg.

Ferner hätte er dann keine Navigation über

die App bzw. keine Abrechnung/Lohn für

die Fahrt. Das müsste man mal dem Gericht

vorführen ...

Das weiß Uber auch und mahnt die

Fahrer sogar ab, wenn sie den Link in der

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E-Mail nicht drücken. Somit hat Uber eine

weiße Weste und der Fahrer / Unternehmer

hat den Verstoß begangen!

Fazit: Ich habe mich von Uber-Fahrten

distanziert und frage mich, wie lange das

Uber-Partner noch aushalten, sich zu Gesetzesverstößen

verleiten zu lassen, ganz zu

schweigen vom Minusgeschäft nach Abzug

der Uber-Fee von 25 %, 19 % USt-Zahllast

und Kfz- Kosten).“

Der „Whistleblower“ wie auch der bulgarische

Uber-Fahrer sind keine Ausnahmen,

sie bestätigen genau das, was die

Taxikollegen seit Jahren beobachten und

dokumentieren: Kaum ein Mietwagen fährt

nach der Tour zurück zum Betriebssitz. Die

Verstöße begehen jedoch die Unternehmen,

nicht der US-Auftragsvermittler. Im Münchner

Verfahren ist allerdings kein Mietwagenbetreiber,

sondern Uber selbst

angeklagt. Weil das Uber-System auf Basis

der deutschen Rechtsprechung gar nicht

funktionieren kann und somit ein täglicher

Verstoß der Uber-Partner unvermeidlich ist,

fordern die Münchner Unternehmerin und

ihre Anwältin Alexandra Decker ein Verbot

von UberX, UberBlack und ähnlichen Apps.

Mit großem Neid blickt man dabei nach

Österreich, denn dort hat das oberste

Gericht die Uber-App 2018 verboten. Da

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Uber aber trotzdem weiterhin vermittelt,

dokumentiert die Wiener Taxizentrale die

Verstöße und bringt sie zur Anzeige. Das

Wiener Exekutionsgericht reagiert darauf

und verhängt Geldstrafen gegen Uber. Erst

20.000 Euro, dann 120.000 Euro, dann

80.000, dann 100.000 Euro und zuletzt

sage und schreibe 360.000 Euro. Insgesamt

muss Uber also 680.000 Euro bezahlen.

Überwiesen wurde bis Jahresende kein einziger

Cent davon, wie österreichische

Medien berichten. Da Uber seinen Sitz in

den Niederlanden hat, ist es sehr kompliziert,

die Ansprüche geltend zu machen.

In München könnte Ähnliches drohen,

sollte es tatsächlich zu einem Uber-Verbot

kommen. Doch dazu müsste zunächst einmal

die zuständige Richterin am Münchner

Amtsgericht endlich ein Urteil fällen. Die

Klage wurde bereits 2016 eingereicht. jh

Hinweis der Redaktion:

Der im Beitrag zitierte Leser-Kommentar des

„Whistleblowers“ ist unter www.taxi-times.taxi

zu finden. In der Stichwortsuche „Münchner

Verfahren“ eingeben und dann am Ende der

Meldung den Kommentar vom 29. November

suchen. Der Name des Verfassers ist unserer

Redaktion bekannt.

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14 JANUAR / 2019 TAXI

TAXI JANUAR/ 2019

15


WETTBEWERB

WETTBEWERB

Das ist das Wunschdenken der Ride-Sharing-Anbieter ...

... und das sind die wahren Auswirkungen.

WENDE BEI DER

VERKEHRSWENDE?

Der Kampf gegen Uber & Co. ist der Überlebenskampf des gesamten ÖPNV und

eine wichtige Weichenstellung bei der geplanten Verkehrswende.

Autoren. Doch im Koalitions vertrag wurden

die Forderungen der Automobilindustrie

teilweise aufgenommen und das

Bundesverkehrsministerium ist gewillt,

das PBefG schnell zu ändern. Steffen Bilger

(CDU), parlamentarischer Staatssekretär

im Bundesverkehrsministerium: „Wir wollen

das nicht abwürgen, wir wollen schon

die Möglichkeiten schaffen, aber es darf

auf keinen Fall dazu führen, dass der

ÖPNV am Ende der Verlierer ist.“ Diese

Verantwortung wird allerdings vom Bund

an die Kommunen delegiert.

SMART UND DIGITAL SIND

FAULER ZAUBER

Tilman Bracher vom Deutschen Institut für

Urbanistik (Difu) wurde von den Städten

beauftragt, die neuen Mobilitätsangebote

zu erforschen. Er warnt vor dieser Öffnung

des Gesetzes für Ride-Sharing-Anbieter:

„Das führt zu einem Zuwachs von Autoverkehr

in den Städten und wird die Verkehrsprobleme

noch zusätzlich verschärfen“, so

seine Expertise. Und Tilman Santarius, Professor

für Sozial-ökologische Transformation

an der TU Berlin, entzaubert Begriffe

wie „smart“ und „digital“. Selbst Car-Sharing

verfolge vor allem die Interessen der

Automobilhersteller und sei ein weiterer

Versuch, gegen schwindende Absatzzahlen

anzukämpfen. Car-Sharing führe nicht

zum Verzicht auf das eigene Auto, vielmehr

würden, wie in Studien bereits nachgewiesen

wurde, Nutzer von Bus und Bahn im

urbanen Raum auf das Angebot Car-Sharing

umsteigen. Das führe nicht zu weniger

Autos, sondern zu mehr Autoverkehr.

Die Reportage bringt es auf den Punkt:

noch mehr Autos, noch mehr Stau. Und

das zulasten des öffentlichen Nahverkehrs.

Eindeutig die „falschen Signale“ der Autoindustrie.

Und es bedürfe mutiger Politiker,

da noch gegenzusteuern. Die Beiträge

in der ARD sind ein qualitativer Sprung

in der Diskussion, die damit endlich in

der breiten Öffentlichkeit geführt wird.

Damit wird vielen erst bewusst, dass das

Thema alle betrifft und nicht länger distanziert

als der Kampf des Taxigewerbes um

seine Interessen betrachtet werden kann.

Bruce Schaller, ehemalige Führungskraft

in der New Yorker Verkehrsplanung, belegt

in einer Studie ebenfalls, dass private Fahrdienste

von Fahrgästen oftmals als Alternativen

zu Bussen und Bahnen genutzt

werden – unter Umständen sogar alternativ

zur Fahrradfahrt oder dem Fußweg. So wird

mehr und nicht weniger Verkehr produziert.

Seine Analyse führt zu folgender Formel:

Für jeden Kilometer, der wegen der Ride-

Sharing-Dienste weniger gefahren wird,

kommen 2,6 neue Kilometer hinzu. Für Los

Angeles seien auf diese Art 9,1 Milliarden

zusätzliche Kilometer produziert worden.

Wenn mal wieder alles dicht sei, nennten

die Menschen das mittlerweile „Uber-Stau“.

Möglicherweise wächst jetzt der Druck

auf die Politiker, das PBefG nicht ausschließlich

an die Bedürfnisse der Autoindustrie

und milliardenschwerer Start-ups anzupassen,

sondern immer zuallererst das öffentliche

Verkehrsinteresse zu verfolgen und der

Daseinsvorsorge des Staates für seine Bürger

gerecht zu werden.

sb

Bisher war der Kampf gegen die Heuschrecken

unter den Mobilitätsdienstleistern

das einsame Ringen

des Taxigewerbes mit übermächtigen Feinden.

In dieser Auseinandersetzung wurde

die Taxibranche der Öffentlichkeit gerne

als Relikt einer vergangenen Zeit vorgeführt

und als technisch hoffnungslos rückständig

verunglimpft. Die neuen Anbieter

dagegen kamen daher wie der Messias, der

den Menschen endlich eine preiswerte und

moderne Beförderung versprach und vorgab,

mittels digitaler Lösungen ein wesentlicher

Teil einer ressourcenschonenden

und intelligenten Verkehrswende zu sein.

Viel zu lange hat dies offenbar auch in den

Medien gewirkt, in denen das Taxi oftmals

an den Pranger gestellt wurde.

Erst jetzt werden offenbar einige Verantwortliche

in den Kommunen unsicher, ob

das auch wirklich in die gewünschte Richtung

geht. Steht etwa nicht nur das Taxi,

steht vielmehr der gesamte öffentliche Personennahverkehr

(ÖPNV) am Rande des

Abgrunds, wenn gesetzliche Änderungen

all das legalisieren, was schon heute nachweislich

negative Auswirkungen auf das

System hat? Erste von den Städten in Auftrag

gegebene Untersuchungen haben diese

Befürchtungen bereits bestätigt, und längst

berichten die Medien kritischer und kompetenter

über das Thema. Eine Chance auch

für das Taxigewerbe, das damit endlich

nicht mehr alleine gegen diese Entwicklung

ankämpfen muss.

DER BLUFF DER MODERNISIERER

Erleben wir also gerade einen Richtungswechsel

bei der geplanten Verkehrswende?

Sollte der Bluff der „Modernisierer“ immer

mehr in den Fokus der Öffentlichkeit geraten,

könnte dies Politiker unter Zugzwang

bringen. Beim Aufdecken der negativen

Auswirkungen der neuen Mietwagenvermittler

auf Mensch und Umwelt haben die

Redakteure der Taxi Times prominente

Unterstützung erhalten. Die ARD brachte

im Sommer erstmals zur besten Sendezeit

zwei Beiträge zur geplanten Verkehrswende,

in denen die neuen Mobilitätsangebote

und die dafür geforderte Modernisierung

des Personenbeförderungsgesetzes

(PBefG) äußerst kritisch betrachtet werden.

Beide Beiträge analysieren das Gesamtsystem

ÖPNV und sind damit keinesfalls im

Sinne des Taxigewerbes parteiisch. Den

Autoren geht es vielmehr um den Erhalt

eines funktionierenden öffentlichen Nahverkehrssystems

als Ganzes.

„Mit Vollgas in den Verkehrskollaps.

Der Kampf um die Mobilität von morgen“,

lautet der Titel jener ARD-Reportage. Dass

das Verkehrschaos in den Städten „intelligente

Verkehrslösungen“ erfordert, wird

nicht bezweifelt; die verheißungsvollen

Anpreisungen der Autoindustrie werden

aber hinterfragt. Die neuen Anbieter verkaufen

„Ride-Sharing“ – die Reportage

nennt das „eine Art Sammeltaxi“ – als

„zukunftsweisend“ und meinen: „So könnten

die Städte den Menschen wieder

zurückgegeben werden.“ Um für Ride-Pooling

eine rechtssichere Grundlage zu schaffen,

müsse aber das PBefG geändert

werden. Große Kannibalisierungseffekte

bei öffentlichen Bussen und Bahnen durch

die neuen Services würden nicht erwartet,

denn die Preise seien nur in der Testphase

so niedrig. Später wäre das dann keine

Konkurrenz mehr zu den Öffentlichen, sondern

eine sinnvolle Ergänzung, behaupten

die neuen Anbieter.

Interviews mit Moia- und Allygator-

Kunden zeigen eine andere Wirklichkeit:

Fast alle wären ohne diesen Service, wie

sonst üblich, mit Bus und Bahn gefahren.

Und am Beispiel von San Francisco zeigt

die Sendung, dass diese Anbieter, trotz

deutlich höherer Preise, dem ÖPNV massiv

Kunden genommen haben. Die Bahnen

sind leer, die Straßen verstopft. „Ist das

die Lösung: kommerzielle ‚Sammeltaxis‘

statt öffentlicher Nahverkehr?“, fragen die

16 JANUAR / 2019 TAXI

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ISARFUNK TAXIZENTRALE

ISARFUNK TAXIZENTRALE

Über die Autobooker-Funktion können Hotels bei IsarFunk ein E-Taxi bestellen.

NACHHALTIGE

TAXIBESTELLUNG

einfach, in den Genuss des Luxusstromers

zu gelangen. Deshalb hat sich IsarFunk für

die Zusammenarbeit mit seinen Stammkunden

– darunter sehr viele Hotels – das

Prinzip der „E-Taxi-Chance“ ausgedacht.

Über den bewährten Autobooker können

die Mitarbeiter an der Rezeption abfragen,

wann welche Art von Taxi eintreffen würde.

Das neu programmierte Merkmal „E-Taxi-

Chance“ folgt dabei einem logischen

Entscheidungsbaum, indem einem Gast

zunächst die errechnete Ankunftszeit eines

der insgesamt 14 E-Taxis dargestellt wird

(neben den zehn Jaguar-Taxis sind dies

auch Nissan Leaf oder Tesla von anderen

Taxiunternehmen). Falls ihm dies zu spät

erscheint, wird automatisch auf die Stufe

Eco-Taxi umgeschaltet. Und schließlich,

wenn auch ein solches Hybrid-, Erdgasoder

effizientes konventionelles Fahrzeug

nicht im gewünschten Zeitraum eintreffen

würde, wird die Buchung eines „normalen“

Taxis veranlasst. Technisch besteht

also kein Unterschied zur Bestellung eines

Eco-Taxis. Es kommt auf die Initiative der

Rezeption an, den Gästen ein E-Taxi anzubieten.

Die ersten Münchner Hotels haben

die Möglichkeit erkannt, ihren Gästen ein

umweltfreundliches Premium-Angebot zu

vermitteln. „Als zertifiziertes Unternehmen

mit dem Siegel ‚Gesicherte Nachhaltigkeit‘

ist es für uns die logische Konsequenz,

unseren Gästen eine ökologische Alternative

an Mobilität anzubieten. Die Eco- und

neuerdings E-Taxis kommen bei H’Otello

regelmäßig zum Einsatz und erfreuen sich

bei unseren Gästen immer größer werdender

Beliebtheit“, berichtet Ines Fuzio,

Pressesprecherin bei H’Otello/H’Group.

BESONDERE E-OFFERTE

„Wir freuen uns über diese zusätzliche,

unkomplizierte Möglichkeit, unseren Gästen

dank des neuen Autobooker-Systems ein

besonderes Mitfahrerlebnis zu vermitteln“,

berichtet Grit Vinzens, General Manager

des Super 8 Munich North Hotels. Weiterer

Nebeneffekt: Die MitarbeiterInnen an der

Rezeption werden durch die E-Taxi-Anzeige

im Display stets an die Möglichkeit erinnert,

dem Gast diese besondere E-Offerte

anzubieten.

Geplant ist zudem die Platzierung eines

Werbeaufstellers am Hotelschalter. Denn

von ganz allein werden im Moment wohl

noch die wenigsten Gäste auf die Idee kommen,

nach einem Jaguar I-PACE als E-Taxi

zu fragen.

„Viele Umweltmaßnahmen eines Hotels

bleiben der Aufmerksamkeit des Gastes

verborgen“, sagt Jürgen Dinter, Vertriebsund

Marketingleiter der IsarFunk Taxizentrale.

„E-mobile Angebote eine Hotels sind

jedoch direkt durch den Gast zu erfahren.

Sie sind damit ein deutlich wahrnehmbares

Symbol für den Innovations- und Nachhaltigkeitsanspruch

eines Hauses.“

Viele Hotels – vor allem die auf dem

Lande – haben bereits E-Bikes und E-Roller

in ihrem Angebot. Hinzu kommen Elektro-

Mietautos des Hotels. In der Stadt muss man

längst nicht alle E-Angebote selbst kreieren.

Gerade Cityhotels, die hauptsächlich von

Geschäftsreisenden mit relativ kurzer Verweildauer

gebucht werden, bietet sich durch

die Kooperation mit E-Taxi-Anbietern die

Möglichkeit, ihren Gästen besondere Mitfahrerlebnisse

zu vermitteln und dabei ihr

Image als modernes Haus zu pflegen.

Gastbeitrag von Peter Grett,

www.touremo-mag.com

Das war der Paukenschlag des vergangenen Sommers: IsarFunk Gründungsmitglied

MTZ in Schwabing stellte auf einen Schlag zehn Jaguar I-PACE in den

Taxibetrieb. Die Fahrzeuge sind via IsarFunk mit einem Bestellmerkmal ausgestattet.

Wenn Gregor Beiner vom MTZ

sich etwas in den Kopf gesetzt

hat, dann wird man ihn nicht

so schnell wieder los: „Wir haben gleich

nach der Absichtsbekundung von Jaguar,

einen Stromer zu entwickeln, unser

Interesse bekundet. Der Kontakt riss nie ab

und daher ging es am Ende ganz schnell.“

Und so kam es, dass Jaguar in der BMW-Stadt

München eine kleine Flotte von 10 flüsterleisen

Jaguar I-PACE platzieren konnte. Seit

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Ende August kommen nun speziell geschulte

E-Fahrer und ihre Kunden in den Genuss des

leisen Schleichens und – bei Bedarf - dynamischen

Sprintens der edlen Katze.

Sowohl Fahrer als auch Fahrgäste sind

sehr angetan von der neuen Art des Chauffierens:

„Das Schönste ist die Begeisterung

der Fahrgäste, die häufig nicht wissen,

welche Art von Fahrzeug sie gerade bestiegen

haben, und dann erstaunt feststellen,

welche besondere Qualität elektrisches

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Bußgeldsachen

Fahren besitzt. Gespräche über das Wetter

sind seitdem zur seltenen Ausnahme

geworden“, erzählt Karsten Theinert, einer

der eigens auf den Jaguar geschulten Taxler

des MTZ.

ORDER MIT E-TAXI-CHANCE

Obwohl das Fahrzeug ein eigenes Bestellmerkmal

hat, ist es natürlich aufgrund des

Vermittlungsprinzips bei IsarFunk – es

kommt das nächstgelegene Taxi – nicht so

UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

N. Nöker

Fachanwalt

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Johann-von-Werth-Straße 1, 80639 München, Tel. 089-13 99 46-0, Fax 089-16 59 51

FOTO: Peter Grett

FOTO: Susanne Wimmer

Die IsarFunk Taxizentrale hat weitere

Verstärkung im Vertrieb erhalten. Seit

Jahresbeginn ist Susanne Wimmer im

Team von Jürgen Dinter aktiv. Mit vier

Fragen wollen wir die neue Kollegin

kennenlernen.

TAXI TIMES: Was reizt dich an deiner

neuen Tätigkeit?

SUSANNE WIMMER: Mich reizt an meiner

neuen Tätigkeit alles. Ich habe die

vergangenen vier Jahre in einem kleinen

Betrieb auf dem Land verbracht und sehe

der neuen Herausforderung mit Vorfreude

entgegen. Das Arbeiten in der Stadt ist

etwas Neues und gleichzeitig Spannendes

für mich. Ich freue mich darauf, viele neue

Dinge kennenzulernen und zu erlernen.

Was ist deine Aufgabe bei IsarFunk?

UNTERSTÜTZUNG

BEI DER KUNDEN-

GEWINNUNG

Ich arbeite im Bereich Marketing und Vertrieb.

Das heißt, ich unterstütze das Team

bei der Neukundengewinnung, der Kundenbetreuung

und bei der Vermarktung

der Marke IsarFunk.

Wie alt bist du und woher kommst du?

Ich bin 22 Jahre alt und bin in Garmisch-

Partenkirchen aufgewachsen.

Willst du uns noch etwas über deine

Hobbys verraten? Welche Charaktereigenschaften

sind dir wichtig?

In meiner Freizeit flüchte ich gerne aus

der Hektik unserer Zeit und gehe viel

zum Wandern und Klettern in die Berge.

Ich schätze an meinen Mitmenschen ganz

besonders, wenn sie eine offene und ehrliche

Art haben und auch mal über sich

lachen können.

khm

ISARFUNK TAXIZENTRALE

GMBH & CO KG

Rosenheimer Straße 139, 81671 München

Telefon / Taxiruf: 089 / 45 05 40

Telefon / Verwaltung: 089 / 45 054-100

E-Mail: verwaltung@isarfunk.de

www.isarfunk.de, www.facebook.com/

isarfunk450540

Presserechtlich verantwortlich

für diese Seiten:

Christian Hess

Redaktion:

Peter Grett, Karl-Heinz Mayer (khm),

Essential Media

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18 JANUAR / 2019 TAXI

TAXI JANUAR/ 2019

19


ELEKTRO-TAXIS

ELEKTRO-TAXIS

Gregor Beiner, Geschäftsführer des MTZ, sieht in den E-Taxis eine

Zukunft für das Gewerbe.

DREI ANSCHLÜSSE

FÜR FÜNF SCHNELL-

LADESÄULEN

Münchens erste E-Taxiflotte fährt im Zweischichtbetrieb, geladen wird

über firmeneigene Schnellladesäulen. In Zukunft sollen davon auch andere

Betriebe mit Strom-Taxis profitieren.

Die Idee, zehn Jaguar I-PACE als

E-Taxis in seine 80 Fahrzeuge

umfassende Taxiflotte zu integrieren,

reifte bereits vor über zwei Jahren im

Kopf des MTZ-Geschäftsführers Gregor Beiner.

Als die Landeshauptstadt München

2017 bekannt gab, neben ihrem E-Taxi-Förderprojekt

in der Kooperation mit dem

ADAC Südbayern auch die Ladeinfrastruktur

zu bezuschussen, war für das MTZ die

Idee geboren, zusätzlich zu den Fahrzeugen

auch den E-Mobilitäts-Hub in der Occamstraße

aufzubauen.

Die Überlegungen drehten sich neben

der Wahl des richtigen E-Fahrzeugs vor

UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

Die eingesetzte Technologie erlaubt das Laden mit bis zu 50 kW.

allen Dingen darum, wie die notwendige

Stromversorgung sichergestellt werden

kann. Die öffentliche Ladeinfrastruktur zu

nutzen, kam für Beiner nach reiflicher

Überlegung nicht infrage. „Viele Fahrzeuge

sind bereits für einen Ladevorgang mit

Gleich- und Wechselstrom ausgelegt“, so

der Münchner Taxiunternehmer. „Die städtischen

Säulen stellen aber maximal 22 kW

Wechselstrom zur Verfügung, was neben

einer längeren Ladedauer noch einen weiteren

Nachteil hat: Die Ladegeschwindigkeit

wird durch einen im Fahrzeug

integrierten Wandler zusätzlich begrenzt.

Diese Wandler sind häufig darauf ausgelegt,

lediglich einen Bruchteil der möglichen

Kapazität abzuschöpfen.

Das trifft auch auf die zehn vom MTZ

eingesetzten Jaguar I-PACE zu. Bei den britischen

Stromern fließen bei einer Ladung

mit Wechselstrom maximal 7,4 kW. Die

Ladezeiten an den öffentlichen Säulen würden

also unrentabel lang und zudem

unplanbar. Deshalb der eigene Hub.

SÄULE MIT DREI ANSCHLÜSSEN

Zunächst wurden fünf Schnellladesäulen

des Herstellers ABB (Typ Terra 53 CJG) am

MTZ-Betriebssitz, dem firmeneigenen Parkhaus

in der Münchener Occamstraße, installiert.

Somit können parallel fünf

Fahrzeuge mit bis zu 50 kW laden. Damit

wird ein Zweischichtbetrieb ermöglicht.

Die Ladesäulen verfügen über drei verschiedene

Anschlussmöglichkeiten, welche

dem CCS-, CHAdeMo- und Typ-2-Standard

entsprechen, und können auch Fahrzeugbatterien

laden, die ausschließlich auf

Wechselstrom angewiesen sind. Damit ist

der neue E-Mobilitäts-Hub für die derzeit

laufende Testphase bestens gerüstet.

Der Weg von der Idee bis zur finalen

Umsetzung war mit viel Aufwand verbunden.

Beiner weist im Gespräch darauf hin,

dass man bei realistischer Sichtweise viel

Zeit einplanen sollte. Genehmigungen,

Beschaffung und Aufbau von Ladesäulen

FOTOS: Taxi Times

benötigen mehrere Monate Vorlauf. Das

MTZ bekam von der Stadt München, den

Stadtwerken und auch vom Hersteller der

Ladesäulen breite Unterstützung. Die

umfangreichen Genehmigungen für die

Zuleitungen wären beispielsweise ohne

das Entgegenkommen und der engen

Zusammenarbeit mit den Münchener Stadtwerken

nicht in so kurzer Zeit zu realisieren

ge wesen.

Ende Juli 2018 war es dann so weit.

Rechtzeitig zum Start der Jaguar-Flotte

(Taxi Times München berichtete ausführlich

in seiner September-Ausgabe) konnten

die Ladesäulen in Betrieb genommen werden.

In einer ersten Testphase, die aktuell

noch läuft, nutzt das MTZ die neue Ladeinfrastruktur,

um die eigene E-Taxi-Flotte mit

ausreichend Strom zu versorgen. Bislang

kam es noch zu keinem Engpass, denn wie

die ersten Erfahrungen gezeigt haben, kommen

die Fahrzeuge nach Schichtende

immer mit einer gewissen Restladung zum

Betriebshof zurück. Das verkürzt die Ladezeit

natürlich deutlich.“

Für Beiner reicht es deshalb aus, dass

seine E-Taxis von den ABB-Schnellladesäulen

maximal 50 kW Ladestrom zur

Verfügung gestellt bekommen, theoretisch

sind die Stromer nämlich auf bis zu

100 kW Ladestrom ausgelegt. Allerdings

bewegen sich die Kosten einer 100-kW-

Ladeinfrastruktur derzeit noch in wirtschaftlich

uninteressanter Höhe. Mit circa

25.000 Euro liegt aber auch der Preis einer

50-kW-Gleichstrom-Schnellladesäule über

dem einer Ladesäule, wie sie von der Stadt

München zum öffentlichen Normalladen

eingesetzt wird. Auch die variablen Kosten

pro kW und damit pro Ladung liegen etwas

höher als bei den städtischen Säulen. Durch

die kurzen Ladezeiten und dem damit möglichen

Zweischichtbetrieb kompensieren

sich diese Kosten jedoch.

Die E-Taxi-Flotte verbringt rund 90 Minuten nach jeder Schicht an der Ladesäule.

Beiner beschränkt sich jedoch nicht darauf,

seine ausgeklügelte Ladetechnik exklusiv

seinen eigenen Fahrzeugen vorzuhalten,

welche übrigens innerhalb von 90 Minuten

auf 80 % der Batteriekapazität aufgeladen

sind. Es geht auch nicht um eine Monopolstellung

in München, vielmehr möchte er

die Elektromobilität im Gewerbe fördern

und anderen Unternehmern den Weg in

eine zukunftsfähige Mobilität ebnen. Eine

Öffnung der Ladeinfrastruktur für externe

Fahrzeuge und E-Taxis würde sicher auch

helfen, die enormen Investitionen zu kompensieren.

Laut Gregor Beiner bewegt sich

diese im sechsstelligen Bereich. Das Konzept

ist aber auf Langfristigkeit ausgelegt

und bietet sogar die Möglichkeit für einen

weiteren Ausbau. Das so entstandene

E-Mobilitäts-Hub will sich nach und nach

dem Gewerbe öffnen und ein Anlaufpunkt

für Münchens E-Taxi Unternehmer werden.

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Bereits im kommenden Jahr soll die

Ladeinfrastruktur einem größeren Umfeld

zugänglich gemacht werden. sg

WAS KOSTET EINE KILOWATTSTUNDE?

Fahrzeughersteller geben den Verbrauch bei

Elektrofahrzeugen in Kilowattstunden pro

100 Kilometer an. Um sich daraus die Ladekosten

und damit die Rentabilität eines E-Taxis ausrechnen

zu können, wollten wir von Gregor Beiner

wissen, was bei ihm eine Kilowattstunde (kWh)

kosten wird. „Das ist nicht so leicht, aber der

Preis wird ca. bei 30 Cent pro kWh liegen“,

antwortete Beiner. „Eine Stunde Ladung kostet

dann ca. 15 Euro zuzüglich eventueller Parkgebühren.

Zwischen den Fahrzeugklassen werden

wir fairerweise unterscheiden.“

sg

E-Mail: info@zemba.de

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20 JANUAR / 2019 TAXI

TAXI JANUAR/ 2019

21


ELEKTRO-TAXIS

ELEKTRO-TAXIS

Der Tesla Model S vom TCO

ist das älteste aller aktuellen

Münchner Elektro-Taxis.

Gregor Beiner zeigt die Kostenkurven fossiler und elektromobiler Antriebe.

ERFAHRUNGEN MIT

UMWELTFREUNDLICHEN

ANTRIEBEN

Auf der Fachmesse eMove konnten zwei Münchner Unternehmer ausführlich über

ihre Erfahrungen mit Hybrid- und Elektro-Taxis berichten. Ihr Fazit fiel durchweg

positiv aus – nicht nur in finanzieller Hinsicht.

München steht vor einer Mobilitätswende.

Sie ist politisch gewollt

und eng verknüpft mit einem

Wandel in der automobilen Antriebsart.

Die Stadt fordert und fördert den Umstieg

auf batteriebetriebene Fahrzeuge. Auch

beim Münchner Taxigewerbe. Das bedeutet,

dass batteriebetriebene Fahrzeuge bei

einer Branche im Einsatz sind, die bezüglich

Reichweite, Abnutzung und Raumvolumen

die höchsten Ansprüche hat. Und die

bei allem Pioniergeist und umweltpolitischem

Idealismus E- und Hybridfahrzeuge

zuallererst unter dem Aspekt einer wirtschaftlichen

Tragfähigkeit anbieten will.

Ob sich das alles vereinen lässt, wurde

auf der Fachmesse eMove während eines

E-Taxi-Forums in den Riemer Messehallen

erörtert. Moderiert von Taxi Times-Herausgeber

Jürgen Hartmann, berichten die

beiden Taxiunternehmer Peter Köhl und

Gregor Beiner von ihren Hybrid- und

Elektroerfahrungen. Beide sind in diesem

Bereich seit Jahren Vorreiter.

Peter Köhl betreibt seit fünf

Jahren eine komplett dieselfreie

Taxiflotte.

21 MIO. HYBRID-KILOMETER

Köhl ist als Geschäftsführer vom Taxi Center

Ostbahnhof (TCO) seit 34 Jahren in der

Branche tätig. Sein Betrieb hat 52 Taxis und

fährt seit fünf Jahren dieselfrei. Seine

To yotas vom Typ Prius haben insgesamt

21 Millionen Hybrid-Kilometer zurückgelegt

und ein Tesla Model S 330.000 Elektro-

Kilometer. Gregor Beiner (33) zählt zu den

Geschäftsführern des Münchner Taxi

Zentrums (MTZ). Sie betreiben 82 Taxis –

davon ebenfalls fast alle mit Hybrid – und

seit einigen Monaten auch zehn elektrische

Jaguar I-PACE mit eigener Schnelllade-Infrastruktur

(siehe auch S. 20).

Köhl führt seinen Betrieb als umwelttaximuenchen.de.

Im Vergleich zu

diesel betriebenen Taxis stoßen die

Hybrid-Fahrzeuge nur mehr die Hälfte CO2

aus, das Elektro-Taxi weist hier sogar eine

Nullbilanz vor, rechnete der Unternehmer

auf der eMove den rund 50 anwesenden

Zuhörern vor. Noch erfreulicher fällt die

FOTOS: Taxi Times

wirtschaftliche Bilanz aus: Die Hybrid-Taxis

vom TCO verbrauchen im Schnitt 5,75 Liter

E10-Benzin, damit kosten bei einem Literpreis

von 1,25 Euro 100 Kilometer 7,19

Euro. Dieseltaxis verbrauchen im Schnitt

7,5 Liter. Obwohl der Literpreis zehn Cent

günstiger ist, kosten hier 100 Kilometer

8,63 Euro. Das Taxiunternehmen spart

so pro 100 Kilometern 1,44 Euro, was bei

einer Laufleistung von 300.000 Kilometern

pro Hybrid-Taxi 4.320 Euro ausmacht.

Noch drastischer zeigt sich die Kluft

beim Elektro-Taxi. Eine kWh-Einheit

Strom kostet 25 Cent, der Verbrauch liegt

bei 20 kWh. Damit kosten 100 Kilometer

fünf Euro. Rechnet man bei einem fossilen

Taxi einen Durchschnittsverbrauch von

sieben Litern bei 1,50 Euro pro Liter, kosten

100 Kilometer mehr als das Doppelte

(10,50 Euro). Das E-Taxi bei TCO, das mittlerweile

bereits 330.000 Kilometer gefahren

ist, hat so Treibstoffkosten in Höhe von

16.500 Euro eingespart.

KAUM BREMSVERSCHLEISS

Eine betriebswirtschaftlich „grüne“ Bilanz

kann das TCO auch bei der Wartung aufweisen.

Weder die Hybrid-Variante (Toyota

Prius+) noch das Elektro-Taxi benötigen

nach 225.000 gefahrenen Kilometern neue

Bremsen. So spart man sich im Vergleich

zum früheren Dieselmodell abermals fast

3.000 Euro pro Fahrzeug. Geringere Wartungskosten

und Kfz-Steuer erhöhen den

Wert um weitere 637 Euro. „Nach 21 Millionen

gefahrenen Kilometern mussten keine

Anlasser, Lichtmaschinen, Getriebe, Injektoren,

Trag- oder Spurstangengelenke,

Achsen, Umlenkrollen, Spannhebel, Keilriemen,

AGR-Systeme etc. getauscht bzw.

repariert werden“, bilanziert Köhl für seine

Gesamtflotte. „Mastercard würde das mit

,unbezahlbar‘ beschreiben.“

„Wer erinnert sich nicht an das hohe

Ziel der Bundeskanzlerin, die im Jahr 2013

davon sprach, dass bis 2020 eine Million

Elektroautos auf der Straße sein sollen?“

Mit dieser fast schon ketzerischen Frage

begann Gregor Beiner seinen Vortrag und

skizzierte anschließend die Realität: Nur

knapp 54.000 Elektro-Fahrzeuge seien laut

einer Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts

in Deutschland angemeldet. Das entspricht

0,35 Prozent aller Kfz.

Ähnlich sieht die Relation im Taxigewerbe

aus. 53.000 Taxis fahren in

Deutschland und geschätzt weniger als

100 davon rein batteriebetrieben (0,17 Prozent).

In München sind es immerhin fast

ein halbes Prozent, denn dort fahren mittlerweile

16 von 3.400 Taxis mit ausschließlichem

Elektromotor (Stand Oktober 2018).

Er selbst trägt mit zehn Elektro-Taxis den

Löwenanteil.

Beiner appelliert an die umwelt politische

Verantwortung eines Taxi betreibers. Die

Fahrleistungen des gesamten Taxi gewerbes

liegen bei 2,89 Milliarden Kilometern, das

entspricht 72.200 Erdumrundungen. In

seiner Heimatstadt München entspreche

das einer 5.250-maligen Weltumrundung

durch das Taxigewerbe. Auch für das eigene

Unternehmen hat der Jungunternehmer

Zahlen parat: Die 82 Taxis des MTZ würden

von insgesamt 280 Mitarbeitern 6,15 Millionen

Kilometer pro Jahr bewegt werden.

Jeder Fahrgast sei im Schnitt acht Kilometer

unterwegs. Da sei es wichtig, dass man

möglichst umweltschonend fahre. Sein

Unternehmen konnte durch den schon vor

Jahren vollzogenen Wechsel von Diesel auf

Hybrid – phasenweise auch Erdgasfahrzeuge

und jetzt auf Elektrotaxis – den CO2-

Ausstoss innerhalb der letzten zehn Jahre

um 60 Prozent reduzieren. Die Kurve soll

nun noch weiter nach unten zeigen. Beiner

verlässt sich dabei auf ein Versprechen von

Dr. Wolfgang Ziebart, dem Design-Vater des

Jaguar I-Pace: „Schon ab ca. 40.000 Kilometern

erreicht der I-PACE eine positive CO2-

Gesamtbilanz gegenüber herkömmlichen

Verbrennern.“

100.000 E-TAXI-KILOMETER

Beiner führte beim eMove-Forum vor den

interessiert lauschenden Zuhörern einen

Faktencheck seiner Jaguar-Flotte durch. In

rund zwei Monaten hätten die zehn Taxis

bereits eine Fahrleistung von 100.000 Kilometern

erzielt, sie seien im Zwei-Schicht-

Betrieb rund 20 Stunden im Einsatz.

Zwischen den Schichten sei ein zweistündiges

Zeitfenster zum Aufladen eingeplant.

Dies erfolge auf dem Betriebsgelände, wo

man fünf DC-Schnellladestationen mit

50 kW aufgebaut hat und 100 Prozent Ökostrom

verwende.

Die Reichweite der Jaguars betrage

400 Kilometer, berichtet Beiner, wobei dieser

Wert in den bisherigen Schichten selten

ausgeschöpft wurde. Die Fahrer seien

am einheitlichen weißen Hemd mit Logo

zu erkennen und allesamt auf die Technik

geschult.

Zur wirtschaftlichen Rentabilität verwies

Beiner auf seinen Vorredner Peter

Köhl, der am Beispiel eines Tesla von massiven

Einsparungen bei den Betriebskosten

im Vergleich zu fossilen Fahrzeugen

gesprochen hatte. Speziell in München

mache sich darüber hinaus auch noch

die vom ADAC angestoßene E-Taxi-Förderung

der Stadt bemerkbar. Über drei Jahre

bekommt jeder Münchner Taxiunternehmer,

der ein ausschließlich elek trisch

betriebenes, neu angeschafftes E-Taxi

einsetzt, für jeden damit zurückgelegten

Besetztkilometer 20 Cent erstattet. Bis zu

maximal 40 Prozent der Nettoanschaffungskosten

kann sich so jeder Unternehmer von

der Stadt zurückerstatten lassen.

Ohne diese Förderung sei ein Umstieg

zum jetzigen Zeitpunkt wirtschaftlich noch

nicht darstellbar gewesen, gibt Beiner zu,

verweist in diesem Zusammenhang allerdings

auf eine Studie der Unternehmensberatung

McKinsey aus dem Jahr 2016.

Demnach werden die Systemkosten für eine

Hochvoltbatterie von Jahr zu Jahr fallen,

während die konventionellen Kosten für

den Antriebsstrang bei fossilen Fahrzeugen

nach und nach steigen. 2025 sollen sich

McKinsey zufolge beide Kurven treffen. Ab

dann weist das Elektrofahrzeug die bessere

Kostenbilanz auf.

jh

22 JANUAR / 2019 TAXI

TAXI JANUAR/ 2019

23


INKLUSION

INKLUSION

NEWSTICKER

ENTSCHEIDUNG IN MÜNCHEN

LEIDER VERTAGT

Eigentlich wollte Taxi Times an dieser

Stelle darüber berichten, in welcher

Höhe die Stadt München das

Taxigewerbe bei der Anschaffung

bzw. Umrüstung zu rollstuhltauglichen

Taxis finanziell unterstützt.

Die Förderung ist ein Bestandteil

des sogenannten Aktionsplans, der

eigentlich Ende 2018 vom Münchner

Stadtrat hätte entschieden werden

sollen.

Allerdings wurde der Beschluss vonseiten

des Oberbürgermeisters Dieter

Reiter auf das kommende Frühjahr

verschoben. Der Behindertenbeirat

hat in einem Schreiben an den OB

seinen Unmut da rüber kundgetan.

Laut Einschätzung der Arbeitsgruppe

Taxi bleibt der Zeitplan für

den Taxizuschuss trotzdem unverändert.

Wenn der Aktionsplan im Frühjahr

beschlossen wird, kommen dann

die anzumeldenden Finanzmittel in

den Eckdatenbeschluss im 2. Quartal

2019 und letztendlich könnten die

Mittel dann 2020 fließen. jh

MANNHEIM FÖRDERT FÜNF

INKLUSIONSTAXIS

Auch die Stadt Mannheim zeigt sich

behindertenfreundlich. Als Beitrag

zur gleichberechtigten Teilhabe will

man Taxiunternehmer mit bis zu

10.000 Euro fördern, die ihr Taxi zu

einem sogenannten Inklusionstaxi –

also rollstuhlgerecht – umbauen wollen.

„Damit Menschen, die in ihrer

Mobilität stark eingeschränkt sind,

selbstbestimmt, ohne fremde Hilfe,

24 Stunden, spontan und ohne mehrtägige

Vorausplanung und mit angemessenen

Fahrtkosten mobil sein

können, werden inklusive Taxifahrzeuge

gebraucht“, begründet die

Stadt ihren Beschluss. Insgesamt sollen

50.000 Euro für den Umbau zur

Verfügung gestellt werden, was im

Umkehrschluss allerdings bedeutet,

dass gerade einmal fünf bis sechs

Taxis überhaupt in den Genuss der

Förderung kommen werden. Laut

dem „Rheinneckarblog“ ist derzeit

keines der rund 300 Mannheimer

Taxis mit einer entsprechenden Rollstuhlvorrichtung

ausgestattet. jh

BERLINER

MILLIONENFÖRDERUNG

FÜR INKLUSIONSTAXIS

Das Land Berlin wird Taxiunternehmer mit

15.000 Euro unterstützen, wenn sie ihre

Fahrzeuge zu Rollstuhltaxis umrüsten.

Die Bemühungen zogen sich über mehrere Jahre hin, doch seit Herbst 2018 ist

es verbindlich: Taxiunternehmer, die in Berlin eine Konzession haben, können

beim dortigen Senat eine finanzielle Unterstützung für die Anschaffung oder

Umrüstung eines rollstuhltauglichen Taxis beantragen. „Im Land Berlin soll die

Spontanität und auch die Mobilität von temporär oder dauerhaft mobilitätseingeschränkten

Personen gefördert werden“, lautet die politische Vorgabe. „Dieser

Anspruch soll durch den Einsatz von multifunktionalen und barrierefreien

Taxis – sogenannten Inklusionstaxis – erfüllt werden.“ Die einmalige Projektförderung

für den Umbau eines vorhandenen Fahrzeugs oder für die Anschaffung

eines Inklusionstaxis beträgt maximal 15.000 Euro (ohne Umsatzsteuer). Ziel

ist es, dass bis spätestens 2021 auf den Straßen Berlins 250 barrierefreie und

multifunktionale Inklusionstaxis unterwegs sind. Der Senat hat dafür einen

Millionenetat zur Verfügung gestellt. Damit könnte die Hauptstadt zum Vorbild

für viele weitere Kommunen

werden – auch für München.

Für den Taxiunternehmer

eröffnet sich damit ein neues

Geschäftsfeld, mit dem sich

ein komplett neuer Kundenkreis

erschließen lässt. In Zeiten,

in denen das Taxi massiv

unter Druck gerät, weil das

große Kapital den Personenbeförderungsmarkt

für sich

entdeckt hat und mithilfe der

Politik die Rahmenbedingungen

des Taxigeschäfts zerstören

möchte, kann ein weiteres

Standbein in der eigenen

Geschäftspraxis nicht

Mit dem Rollstuhltaxi bis zum Hauptbahnhof:

Um diesen Dienst flächendeckend anbieten zu

können, fördert der Berliner Senat die Anschaffung

bzw. Umrüstung von Inklusionstaxis.

schaden.

Die im November veröffentlichten

Förderrichtlinien

listen eine Vielzahl von Vorgaben

auf. So muss beispielsweise

der Unternehmer im

Besitz einer Berliner Taxikonzession

sein. Die Umbaumaßnahmen

bzw. der Kauf

des Fahrzeugs dürfen erst in

Auftrag gegeben werden,

wenn der Bescheid über die Bewilligung der Förderung zugestellt wurde. Der

Unternehmer muss der zuständigen Behörde mindestens drei unterschiedliche

Angebote für den Kauf bzw. die Umrüstung eines Fahrzeugs vorlegen. Die Einhaltung

der DIN-Norm 75078 Teil 1+2 ist bei der Umsetzung bzw. beim Umbau

bindend. Das förderfähige Fahrzeug darf zum Zeitpunkt der Antragstellung nur

eine Erstzulassung, die nicht länger als zwölf Monate zurückliegt, besitzen. jh

FOTO: Wilfried Hochfeld

FOTOS: Taxi Times

ROLLI-UMRÜSTER BEIM

MÜNCHNER INKLUSIONSTAXITAG

Am Beispiel von fünf ausgestellten Fahrzeugen konnten sich interessierte Münchner

Unternehmer beim IsarFunk Inklusionstaxitag über Rollstuhlumbauten informieren.

Ein Inklusionstaxi ist ein klassisches Taxi mit einem Mehrwert.

Es kann neben dem ganz normalen Taxibetrieb auch

eine Rollstuhlbeförderung sitzend ausführen. Die Idee hinter

dem Inklusionstaxi ist, dass im Sinne der Gleichberechtigung

auch Rollstuhlfahrer eine Chance haben, ohne Vorbestellung ein

Taxi rufen zu können. Im Rahmen des Inklusionstaxitags nutzten

Umrüster und Fahrzeughersteller die Gelegenheit, um ihren

Betrieb bzw. die möglichen Umrüstungen vorzustellen. Ausgangsbasis

für eine typische Umrüstung zum Inklusionstaxi ist beispielsweise

ein Hochdachkombi. Dank eines sogenannten

Heckausschnitts samt Rampe ist er dann in der Lage, einen Sitzendtransport

durchzuführen. Je nach Modell und Ausführung

muss nicht mal auf Sitzplätze verzichtet werden.

UMBAUTEN UNTER 10.000 EURO

Harald Damaschke, Gründer von MobiTEC in Berkheim, zeigte in

einer kurzen Präsentation, wie vielfältig die von seinem Unternehmen

machbaren Umbauten ausfallen können. Das am häufigsten

umgerüstete Fahrzeug mit Heckausschnitt sei nach wie vor

der VW Caddy. Die günstigen Umbauten fangen bei dem Fahrzeug

bei deutlich unter 10.000 Euro an. Immer die größtmögliche Flexibilität

der Fahrzeuge im Auge, stellte Damaschke auch klar, dass

sich die Umbauten im Bereich des Sonderfahrzeugbaus bewegen

und sich fast jeder Umbau von einem anderen unterscheidet. Dass

die Firma MobiTEC auf die Wünsche ihrer Kunden eingeht, wird

auch durch die Vielzahl der möglichen Umbauten klar. Der zum

Inklusionstaxi umgerüstete Nissan e-NV200 verbindet Rollstuhltaxi

mit E-Taxi.

Mit einem kleinen Team war die Firma Kadomo in München

vertreten. Die Firma aus Hilden mit Zweigstellen in Berlin und im

oberfränkischen Schwarzenbach am Wald mit der Botschaft

Die interessierten Besucher nutzten die Gelegenheit, um

alle offenen Fragen mit den Referenten zu klären.

„Du kannst doch mobil bleiben“ im Namen bietet neben Passivfahrer-Umbauten

auch viele Aktivfahrer-Umbauten an. In München

war das Kadomo-Team mit einem umgerüsteten Fiat Talento in

Hellelfenbein angereist.

Auch ein Caddy Maxi Taxi war samt Umrüstung in München

zu sehen. Taxi-Ansprechpartner Joachim Flämig von Volkswagen

Nutzfahrzeuge war aus extra Hannover angereist und hatte für alle

Fragen der Teilnehmer ein offenes Ohr.

Der Inklusionstaxitag von IsarFunk war ein gelungenes Event

für alle Unternehmer, die sich zum Thema Inklusionstaxi informieren

wollten.

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24 JANUAR / 2019 TAXI

TAXI JANUAR/ 2019

25


QUERSCHAU

TAXI IN DEUTSCHLAND

UND DER WELT

Am Ende dieser Printausgabe mit vorwiegend Münchner Themen

blicken wir über den Tellerrand der bayerischen Landeshauptstadt.

Es ist viel passiert seit der letzten Ausgabe.

Nicht nur in München werden

die Preise erhöht, auch in vielen

anderen Städten gibt es

seit Januar oder demnächst mehr Geld für

den gefahrenen Kilometer, meist auch für

die Wartezeit. Die Preise schwanken erheblich,

die Argumente für einen höheren Taxitarif

sind jedoch überall die gleichen:

Gestiegene Kosten und ein zum 1. Januar

2019 auf 9,19 Euro erhöhter Mindestlohn

müssen kompensiert werden. Warum das

Jammern um einen erhöhten Mindestlohn

in der Außenwirkung fatal ist und man sich

daher nicht wundern braucht, wenn überall

im Taxigewerbe chronischer Fahrermangel

herrscht, kommentiert Taxi Times -Herausgeber

Jürgen Hartmann in der aktuellen

Printausgabe der Taxi Times DACH. Zu

bestellen unter www.taxi-times.taxi/heftbestellung

oder nachzulesen im Bereich

E-Kiosk unter www.taxi-times.taxi.

TAXIWORT DES

JAHRES 2018

Pro Werktag werden auf

der Taxi Times-Homepage

im Newsbereich

zwei bis drei Meldungen

veröffentlicht. In

einer der letzten News

im Jahr 2018 hat unsere

Redaktion das Wort

„Rosinenpicker“ zum

Taxiwort des Jahres

gekürt. Gemeint ist

damit die Vorgehensweise

diverser externer Taxikonkurrenten,

die allesamt und leider auch immer wieder

illegal die einfachsten Fahrten vermitteln,

die schnell per Knopfdruck auf eine App

das Taxi rufen lassen und die komplizierten

Aufträge den Taxizentralen überlassen.

Fragen Sie doch einmal Ihren nächsten

Fahrgast im Rollstuhl, ob er bei Uber oder

mytaxi bedient wird.

Auch diejenigen, die nur zu den lukrativen

Zeiten nachts oder am Wochenende

ihre Dienste anbieten, sind wettbewerbsverzerrende

Rosinenpicker. Clever Shuttle

beantragt seine Genehmigungen beispielsweise

unter dem Deckmantel der

Experimentierklausel (§ 2, Absatz 7 des

Personenbeförderungsgesetzes). Nur weil

ein schlauer Algorithmus fremde Fahrgäste

bei gleichzeitigem Beförderungswunsch

und ähnlichem Streckenverlauf gemeinsam

in ein Fahrzeug vermitteln kann (Ride-Sharing),

werden diese Fahrten nicht mit Mietwagenkonzessionen,

sondern mit weniger

Pflichten zur „Erprobung neuer Verkehrsarten“

genehmigt. Nicht nur die Kollegen in

München können nachts und am Wochenende

beobachten, wie ihnen Fahrgäste

weggeschnappt werden, auch in Leipzig,

Hamburg und anderen Städten leiden sie

darunter. In Hamburg hat die Genehmigungsbehörde

kürzlich weitere 30 Clever

Shuttles erlaubt. Ein Hamburger Taxiunternehmer

hat dagegen geklagt und kurz

vor Weihnachten erreicht, dass sein Einspruch

bis zur Klärung im Hauptsacheverfahren

eine „aufschiebende Wirkung“ hat.

Das bedeutet: Bis zur endgültigen Verhandlung

ist die Genehmigung für Clever Shuttle

zunächst einmal auf Eis gelegt. Clever

gelöst vom Hamburger Unternehmer Ivica

Krijan und nachzulesen unter www.taxitimes.taxi,

Stichwortsuche „Clever Shuttle“.

SAMMELN KANN AUCH DAS TAXI

Ad-hoc-Fahrten zu bestellen und mit

schlauer Software zu Sammeltouren zu verknüpfen,

ist übrigens kein Monopol der

jungen Start-ups (die mittlerweile nahezu

ausnahmslos von Großkonzernen aufgekauft

wurden). Das kommt auch bei Taxizentralen

zum Einsatz. Bemerkenswert ist

in dieser Hinsicht ein Konzept eines Call-

Center-Dienstleisters, in dem am Ende der

Bestellkette Taxis diejenigen sein werden,

die solche Sammeltouren dann ausführen.

Nachzulesen in der aktuellen Printausgabe

der Taxi Times DACH. Das aus Münchner

Sicht Bemerkenswerte dabei: Zum

Einsatz kommt dabei jenes

FMS-System, das in München

auch von IsarFunk genutzt

wird.

jh

IMPRESSUM

Verlag

taxi-times Verlags GmbH,

Frankfurter Ring 193 a

80807 München, Deutschland

Telefon: +49 (0)89 / 14 83 87 91

Fax: +49 (0)89 / 215 48 30 79

E-Mail: info@taxi-times.taxi

Internet: www.taxi-times.taxi

Geschäftsführung: Jürgen Hartmann

Bankverbindung

Stadtsparkasse München

BLZ 70150000, Kontonummer 1003173828

IBAN: DE 8970 1500 0010 0317 3828

BIC: SSKMDEMM

UST-ID: DE293535109

Handelsregister: Amtsgericht München

HRB 209524

Redaktion (tt)

V. i. S. d. P.: Jürgen Hartmann (jh),

Simon Günnewig (sg)

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Stephan Berndt (sb)

Grafik & Produktion

Katja Stellert (Artdirektion),

Martina Jacob,

Iris Lutterjohann,

Raufeld Medien GmbH,

Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin

Telefon: +49 (0)30 695 665 936

Anzeigenleitung, Online-Verkauf

und Vertrieb

Elke Gersdorf, e.gersdorf@taxi-times.taxi

Telefon: +49 (0)89 / 14 83 87 92

Fax: +49 (0)89 / 14 83 87 89

Druck

Druckteam, Maik Roller & Andreas Jordan

GbR,

Gustav-Holzmann-Str. 6, 10317 Berlin

Erscheinungsweise 6 x pro Jahr

Heftpreis 3,50 €, Jahres-Abo 28 € (inkl.

MwSt. und Versand)

ISSN-Nr.: 2367-3850

Weitere Taximagazine aus dem Verlag:

Taxi Times DACH

Taxi Times Berlin

Die IsarFunk Taxizentrale GmbH & Co KG

und der Taxiverband München e. V. (TVM)

bekommen in Taxi Times München eigens

gekennzeichnete Mitteilungsseiten,

für deren Inhalte die beiden Genannten

im Sinne des Presserechtes selbst

verantwortlich sind.

FOTO: Fotolia / Eva Gruendemann

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Telefon: 089/54 71 77-211

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26 JANUAR / 2019 TAXI

Landsberger Straße 222

80687 München

Telefon: 089/547 177-95

info.lbs@toyota-dit.de

Frankfurter Ring 166

80807 München

Telefon: 089/3509667-30

info.ffr@toyota-dit.de

Neumarkter Straße 80

81673 München

Telefon: 089/437370-25

info.nms@toyota-dit.de


App geht’s München.

Taxi München eG und IsarFunk ermöglichen

Sixt Kunden jetzt die Taxi Buchung.

Sixt freut sich auf die Zusammenarbeit

mit dem Münchner Taxigewerbe.

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