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SEEZUNGE | WEINSEELIG

zern wie GVS und Trotte Löhningen produziert wird, und

Cabernet Blanc, mit dem das Meersburger Staatsweingut

gerade die ersten Versuche in der künftigen Bioweinlage

am Hohentwieler Olgaberg macht. Einen vielschichtigen

Cabernet Blanc, den man mit seinem Aroma von Stachelbeeren,

grünen Äpfeln, Holunder geschmacklich zwischen

Sauvignon Blanc und Riesling ansiedeln kann, hat u. a.

LanzWein in Nonnenhorn im Portfolio.

Rote Cabernet-Typen

Auch die Rotweine aus Piwi-Reben versprechen interessante

Wein-Entdeckungen – viele der neuen Rebkreuzungen

basieren auf kräftigen, dunkelbeerigen Muttersorten mit

südländischer Cabernet-Aromatik, die sich im Holz zu

charaktervollen edlen Tropfen entwickeln.

Cabernet Cortis: Ein würziger, voller Wein, der durch intensive

Tannine und typischen Cabernet-Sauvignon-Stil

mit Kirsch- und leichten Pfeffernoten auffällt. Seine Prägung

und Reife erhält er im Barrique-Ausbau.

Cabernet Jura: Die Schweizer Kreuzung zwischen Cabernet

Sauvignon und unbekannten resistenten Partnern überzeugt

durch beeindruckende Gaumenfülle mit Aromen

von Waldfrüchten, Beeren, Kirschen, Pflaumen – im Geschmack

einem Syrah, bzw. Cabernet Sauvignon ähnlich.

Im Barrique entfaltet er seine vollen Qualitäten. Diese vielseitige,

edle Piwisorte findet immer mehr Anhänger bei

Winzern und Weingenießern.

Cabertin: Aus dieser Schweizer Züchtung hat

zum Beispiel Lanz.Wein einen eleganten,

dichten und kräftigen Rotwein mit dem

Duft von dunklen Waldbeeren, schwarzen

Kirschen und Cassis gekeltert. Anders der

Pinotin, eine Kreuzung von blauem Spätburgunder und

Resistenzpartnern, der mit warmen, samtigen Tanninen

und dem intensiven Aroma von schwarzen Kirschen ein

abgerundetes, weiches Trinkerlebnis bietet.

Maréchal Foch: Er gehört zu den ältesten resistenten

Rotweinsorten. Die Rebe kommt als kräftiger, fruchtiger,

tief dunkelroter Wein daher, der entfernt an Pinot Noir

erinnert. Ohne Holz ist er fruchtig-würzig mit schwarzen

Kirschnoten und kräftiger Gaumenaromatik, vollmundig

wird er im Barriqueausbau. Biowinzer Edy Geiger hat ihn

als sortenreine Kelterung wieder salonfähig gemacht. Heute

schätzen ihn zunehmend mehr Weinerzeuger wie die

Kartause Ittingen, Arenenberg, GVS Schaffhausen, Weinstamm

in Thayngen. Aus derselben Kreuzung stammt der

Léon Millaut, der hauptsächlich in der Schweiz gekeltert

wird.

Einige Hundert Piwi-Sorten gibt es heute. Die hier vorgestellten

gehören zu den Züchtungen, die auch am Bodensee

als reinsortige Piwi-Weine erhältlich sind. Im Weinfachhandel

sind die Piwis wohl noch eher eine Rarität,

weil man sie einfach noch nicht kennt und folglich nicht

danach fragt. Höchste Zeit, dies zu ändern!

TEXT & FOTO: HEIDE-ILKA WEBER

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