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72 SERVICE DER MITTELSTAND. 4 | 2019

Wirtschaftliche Vorteile

der E-Rechnung

Ab dem 27. November 2020 sind Lieferanten, die als Auftragnehmer für den Bund und seine Behörden

tätig sind, bis auf wenige Ausnahmen zum Versand elektronischer Rechnungen (E-Rechnung)

verpflichtet. Wir sprachen darüber mit der Expertin Daniela Riegler von der Schütze AG

(BVMW-Mitglied).

DER Mittelstand.: Frau Riegler, worauf

geht diese gesetzliche Verpflichtung

zurück?

Daniela Riegler: Durch eine EU-Richtlinie

und deren nationale Umsetzung in der

E-Rechnungsverordnung des Bundes werden

öffentliche Auftraggeber seit November

2018 Stück für Stück verpflichtet, E-Rechnungen

zu empfangen und zu verarbeiten.

Ab dem 27. November 2020 gilt dies auch für

Lieferanten.

Wer ist betroffen?

Grundsätzlich müssen bis auf wenige Ausnahmen

alle Lieferanten der öffentlichen

Verwaltung in Zukunft ihre Rechnungen als

E-Rechnungen stellen.

Daniela Riegler

Schütze AG, BVMW-Mitglied

Was genau verbirgt sich hinter der E-Rechnung?

Eine E-Rechnung ist erst einmal nicht mehr als

ein nach genauen Vorgaben strukturierter Datensatz,

der in einem elektronischen Format

erstellt, übermittelt und empfangen wird. Darüber

hinaus muss eine automatische Weiterverarbeitung

des Datensatzes möglich sein.

Der dafür in Deutschland von der Verwaltung

vorgesehene Standard heißt XRechnung. Es

handelt sich um einen offenen, unentgeltlichen

und zukunftssicheren Datenstandard,

der den Vorgaben des europäischen Komitees

für Normung (CEN) entspricht. Anders gesagt:

Eine gescannte oder im PDF-Format erstellte

und per E-Mail versendete Rechnung ist noch

keine E-Rechnung.

Foto: © Rawpixel von www.istockphoto.com

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