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DER MITTELSTAND. 4 | 2019 SERVICE 73

Wie werden E-Rechnungen versendet und

empfangen?

Der Bund empfängt E-Rechnungen über

die Zentrale Rechnungseingangsplattform

(ZRE). Um direkt aus dem IT-System des

Rechnungsstellers an die ZRE zu senden,

stehen den Lieferanten verschiedene Übertragungskanäle

zur Verfügung. Daneben

können sich Lieferanten entscheiden, eine

XRechnung direkt auf der Webseite der ZRE

hochzuladen. Oder falls keine Software zur

Erstellung von XRechnungen vorhanden ist,

können die Daten direkt in der ZRE im Internet

eingegeben werden.

Was müssen Lieferanten nun tun?

Zunächst sollten Lieferanten prüfen, ob sie

von der E-Rechnungsverordnung betroffen

sind. Wenn dies der Fall ist, muss sichergestellt

werden, dass E-Rechnungen erstellt

und an die ZRE übermittelt werden können.

Welche Vorteile ergeben sich aus Ihrer

Sicht durch die E-Rechnung?

Die Vorteile der E-Rechnungen liegen für

Lieferanten auf der Hand: Nach einmaliger

Registrierung können Rechnungen an

die Bundesverwaltung elektronisch übermittelt

werden, sodass Einsparungen durch

den Entfall von Druck und postalischem Versand

einer Rechnung erzielt werden können.

Zudem ist mit Blick auf die Rechnungsbearbeitung

zu erwarten, dass durch die Minimierung

der Transportzeiten sowie den Wegfall

ganzer Arbeitsschritte eine Verkürzung der

Das Wichtigste in Kürze

Durchlaufzeit einer Rechnung erreicht wird.

So wird aus der Pflicht zur E-Rechnung ein

wirtschaftlicher Vorteil.

Die E-Rechnungsverordnung des Bundes (ERechV) vom 6. September 2017 verpflichtet

n die öffentliche Verwaltung zum Empfang von elektronischen Rechnungen und

n die Lieferanten und Dienstleister der öffentlichen Verwaltung zum Versand von elektronischen

Rechnungen.

Die Annahme von E-Rechnungen ist bereits seit dem 27. November 2018 Pflicht für die obersten

Bundesbehörden und Verfassungsorgane des Bundes, ab dem 27. November 2019 für alle weiteren

Behörden der Bundesverwaltung in Deutschland. Stichtag für die Lieferanten ist der 27. November

2020. Ab diesem Zeitpunkt können öffentliche Auftraggeber auf die Zusendung einer E-Rechnung

bestehen.

Von der Verpflichtung ausgenommen sind (§ 3 Absatz 3 ERechV)

n Direktaufträge bis zu einem Auftragswert in Höhe von 1.000 Euro

n geheimhaltungsbedürftige Rechnungsdaten und

n bestimmte Angelegenheiten des Auswärtigen Dienstes bzw. sonstige Beschaffungen

im Ausland.

Nach einmaliger Registrierung an der ZRE können Rechnungen über die Plattform an sämtliche

Einrichtungen der Bundesverwaltung übermittelt werden. Über den Standard XRechnung informiert

die Koordinierungsstelle für IT-Standards: https://bvmw.info/xrechnung

Die ZRE ist erreichbar unter: https://xrechnung.bund.de/

Fragen zur Zentralen Rechnungseingangsplattform des Bundes beantwortet der Bürgerservice:

0228 99681-10101, 030 18681-10101

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