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DER MITTELSTAND. 4 | 2019

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Mittelstand statt Mega-Konzern

Namhafte Weltkonzerne stehen bei Bewerbern hoch im Kurs. Doch bei genauerer Betrachtung

stellt man fest, dass die besseren Marken inhabergeführte Familienunternehmen sind.

Nicht selten spielen für potenzielle Mitarbeiter zwei Faktoren

eine entscheidende Rolle bei der Bewerbung bei einem Unternehmen:

der Name des Unternehmens und der Standort.

Dabei muss es nicht immer der klangvolle Weltkonzern sein. Gerade

inhabergeführte Familienunternehmen sollten von Bewerbern verstärkt

ins Blickfeld genommen werden. Denn dies sind Unternehmen,

die als das Rückgrat der deutschen Wirtschaft gelten. Unternehmen,

die in vielen Punkten gegenüber Konzernen die besseren

Marken sind.

Der Mittelstand – die bessere Marke?

Die Zahlen sprechen für sich: Laut Statistischem Bundesamt sind

91 Prozent der Mitarbeiter von Familienunternehmen glücklich, bei

Konzernen sind es 68 Prozent. In Deutschland gibt es 1307 Familienunternehmen,

die Weltmarktführer sind – in den USA sind es 366

und in China lediglich 68. Der Anteil an Frauen in der Führungsspitze

beträgt 15,4 Prozent bei Familienunternehme, bei Konzernen sind

es nur 7,3 Prozent.

Namensinhaber prägen bei Familienunternehmen die Unternehmensmarke

entscheidend selber. Aus diesem Grund ist die Kontinuität

der Marke in ihrem Wertekontext eng mit der Dauer der Besetzung

der obersten Chefposition verbunden. Während Chefs in

Konzernen im Durchschnitt 5,2 Jahre im Amt bleiben, kommen die

Chefs in Familienunternehmen auf sage und schreibe 20,4 Jahre. Ein

Indiz dafür, dass ein zentraler Markenwert wie Kontinuität bei Familienunternehmen

besser besetzt ist als bei Konzernen.

Länger in einem Unternehmen zu bleiben, bedeutet eine höhere Identifikation

mit dem Unternehmen, den Kollegen und der Marke. Auch die

Fluktuation im Mittelstand ist mit 2,7 Prozent deutlich geringer als in

der Großindustrie (7,3 Prozent). Das stärkt die Markenattraktivität von

Familienunternehmen. Außerdem: Mittelständische Unternehmer und

Inhaber arbeiten im Schnitt 1,26 Stunden länger als die Chefs in Konzernen.

Bei 220 Arbeitstagen jährlich sind das ganze elf Tage. Ausgehend

von aktuell 3,5 Millionen mittelständischen Unternehmen in

Deutschland wären das unglaubliche 38,5 Millionen Tage mehr.

Es zeigt sich, dass Familienunternehmen auch im Hinblick auf den

verschärften Arbeitsmarkt gut aufgestellt sind, denn sie scheinen

eindeutig die attraktivere Arbeitgebermarke zu sein.

Gut zu wissen

Foto: © sturti von www.istockphoto.com

n Inhabergeführte Familienunternehmen sind die besseren Marken

sowohl für Kunden, Investoren als auch für bestehende und

neue Mitarbeiter

n Mehr Frauen bekleiden Spitzenpositionen, die Fluktuation ist geringer,

und die Mitarbeiter sind glücklicher als in großen Konzernen

n In Deutschland gibt es 1.307 Familienunternehmen, die Weltmarktführer

sind, in den USA 366, in China 68

Karsten Klepper

Klepper-Markenberatung

Markenberatung für inhabergeführte

Familienunternehmen

BVMW-Mitglied

klepper-markenberatung.de

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