Fußball Magazin Sachsen-Anhalt 2019-2020

mdsport

Analysen zur Lage in den Ligen, Ansetzungen bis zur Landeskasse, Vorstellung der Vertreter Sachsen-Anhalts in der 3. Liga, der Regionalliga Nordost, der NOFV-Oberliga Nord und Süd sowie die Verbandsligisten in Wort und Bild, Aufgebote aller Landeslisten, Beiträge zum Landespokal der Herren, zum Nachwuchs, zum Frauen- und Mädchenfußball, zum Freizeit- und Breitensport und zu den Schiedsrichtern.

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Regionalliga Nordost

Chemnitzer FC souverän Meister – Rückzug von zwei Vereinen

Es war ein Start-Ziel-Sieg für den Chemnitzer

FC. Im Frühjahr 2018 mussten die

Sachsen noch Insolvenz anmelden und

mit neun Punkten Abzug bestraft aus der

3. Liga absteigen. Vom ersten Spieltag an

machten die Himmelblauen deutlich, dass

die wirtschaftliche Konsolidierung mit der

sportlichen Leistungsentwicklung einhergehen

sollte und der sofortige Wiederaufstieg

fest ins Visier genommen wird.

Taten sich die Chemnitzer beim 3:2 Auftaktsieg

gegen den FSV Union Fürstenwalde

noch etwas schwer, brachte ihnen

der 2:1 Sieg beim SV Babelsberg 03 am

2. Spieltag die Tabellenführung ein, die sie

bis zum Saisonende nicht mehr hergaben.

Zum Abschluss der Hinrunde hatte der

Chemnitzer FC bereits 10 Punkte Vorsprung

auf den Zweitplatzierten Berliner

AK 07. Dahinter rangierte mit weiteren

zwei Punkten Rückstand der sich noch

im Insolvenzverfahren befindende FC Rot-

Weiß Erfurt. Der ambitionierte Thüringer

Verein FSV Wacker Nordhausen blieb mit

dem 5. Platz erneut hinter den eigenen

Erwartungen zurück.

In der Rückrundenbilanz belegte der

Chemnitzer FC zwar hinter dem Berliner AK

07 und den erstarkten Nordhausenern nur

den 3. Platz, aber am Wiederaufstieg gab

es keinerlei Zweifel.

Bereits am 29. Spieltag machte das Team

von Cheftrainer David Bergner Dank eines

2:1 Sieges im Spitzenspiel beim FSV Wacker

Nordhausen den sportlichen Aufstieg

in die 3. Liga perfekt, da der Berliner AK

07 keine Lizenzunterlagen eingereicht

hatte und der Abstand auf die anderen

Teams groß genug war. Ein 1:1 Unentschieden

im Heimspiel gegen den ZFC

Meuselwitz reichte den Chemnitzern, um

drei Spieltage vor Ende der Spielzeit die

Meisterschaft zu feiern.

Nach der Lizenzerteilung durch den DFB

war die Rückkehr in die dritthöchste deutsche

Spielklasse perfekt.

Mit 82 Toren waren die Himmelblauen die

beste Offensive der Liga. Zudem hatten sie

mit Daniel Frahn, der 24 Tore erzielte, und

Dejan Bozic (21 Treffer) die beiden besten

Torschützen der Regionalliga Nordost in

ihren Reihen.

Torschützenkönig Daniel Frahn erzielte drei

Saisontore mehr als der Liga-Konkurrent

Budissa Bautzen insgesamt. Die Bautzener

wurden abgeschlagen Letzter und gaben

den Rückzug in den Landesspielbetrieb

bekannt. Der FC Oberlausitz Neugersdorf

landete in der Endabrechnung auf dem

15. Platz und hatte mit 37 Punkten auf

dem Konto aus sportlicher Sicht mit dem

Abstieg nichts zu tun, entschied sich jedoch

zum Rückzug in die NOFV-Oberliga.

Davon profitierte der FSV Optik Rathenow,

der ein weiteres Jahr in der Regionalliga

spielen kann. In der neuen Saison gehen

wiederum 18 Mannschaften in der Regionalliga

Nordost an den Start.

Neben dem Absteiger aus der 3. Liga FC

Energie Cottbus gehören die Meister der

NOFV-Oberligen SV Lichtenberg 47 und

BSG Chemie Leipzig der Regionalliga an.

Am 12. Spieltag der Regionalliga Nordost 2018/2019 war die Bundesligareserve von Hertha BSC zu Gast im Friedensstadion.

Dennis Rothenstein, der vom SV Waldhof Mannheim zum VfB Germania Halberstadt gewechselt war, erkämpfte mit seinem Team

gegen die Berliner ein 1:1 Unentschieden.

Foto: Florian Bortfeldt

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