Fußball Magazin Sachsen-Anhalt 2019-2020

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Analysen zur Lage in den Ligen, Ansetzungen bis zur Landeskasse, Vorstellung der Vertreter Sachsen-Anhalts in der 3. Liga, der Regionalliga Nordost, der NOFV-Oberliga Nord und Süd sowie die Verbandsligisten in Wort und Bild, Aufgebote aller Landeslisten, Beiträge zum Landespokal der Herren, zum Nachwuchs, zum Frauen- und Mädchenfußball, zum Freizeit- und Breitensport und zu den Schiedsrichtern.

Landesliga Süd

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SSC Weißenfels sorgt im ersten Jahr nach der Fusion für

Furore und steigt in die Verbandsliga auf

Der 1. FC Weißenfels und der SC UM

Weißenfels waren 2018 fusioniert und

der Landesligist startete in der Saison

2018/2019 unter dem neuen Namen SSC

Weißenfels. Die Bündelung der Kräfte

der beiden Vereine hat sich schnell ausgezahlt.

Nach dem 4. Spieltag hatten die

Weißenfelser erstmals die Tabellenspitze

inne. Daran änderte sich bis zum Saisonende

nichts.

Mit drei Punkten Vorsprung auf die SG Blau-

Weiß 1921 Brachstedt sicherten sie sich

die Herbstmeisterschaft. Der Drittplatzierte

SG 1948 Reppichau lag bereits 14

Punkte hinter dem Spitzenreiter zurück.

Der Aufstieg des SSC Weißenfels in die

Verbandsliga war nie in Gefahr. In der

Endabrechnung betrug der Vorsprung auf

den Zweitplatzierten SG Blau-Weiß 1921

Brachstedt 11 Punkte.

Die Brachstedter spielten nur die sechstbeste

Rückrunde, konnten aber aufgrund

der guten 1. Halbserie den 2. Platz halten.

Dritter wurde nach einer großen Aufholjagd

mit 10 Siegen aus den 15 Begegnungen

der 2. Halbserie der SV Eintracht

Lüttchendorf.

Der SSC Weißenfels war vor allem zu Hause

ein Macht. 13 der 15 Heimspiele wurden

siegreich gestaltet und nur zweimal

konnten die Gegner einen Punkt aus dem

Stadtstadion entführen. Das Torverhältnis

bei den Heimspielen betrug 54:10.

Die Weißenfelser hatten mit nur 26 Gegentoren

in 30 Spielen die beste Defensive

und mit 92 Toren auch die erfolgreichste

Offensivabteilung. Ihr Angreifer Nicolai

Goll teilt sich die Torjägerkanone mit

Martin Keilhaupt vom SV Blau-Weiß Farnstädt.

Beide erzielten jeweils 26 Tore.

Marcel Müller vom SV Blau-Weiß Günthersdorf

war 23 Mal erfolgreich.

Fair-Play-Sieger wurde der SSV 90 Landsberg

vor dem SV Blau-Weiß Farnstädt und

dem SSC Weißenfels. Diese Teams sowie

weitere drei Mannschaften blieben in der

gesamten Saison ohne Rote Karte.

Mit nur 14 Punkten landete der SV Braunsbedra

abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Der SSV Landsberg brachte auch nur 20

Punkte auf sein Konto. Der dritte Absteiger

ist der SV Romonta Stedten, der punktgleich

mit dem SV Merseburg 99 aufgrund

der schlechteren Tordifferenz die Klasse

nicht halten konnte.

Für den SV Merseburg 99 kam es trotzdem

ganz bitter. Der Absteiger aus der NOFV-

Oberliga Süd hatte sich zur Saison 2018/

2019 in die Landesliga Süd zurückstufen

lassen. In den Relegationsspielen um

den Klassenerhalt gegen den Viertletzten

der Landesliga Nord SG Blau-Weiß

Niegripp schufen sich die Merseburger

mit einem 3:1 Heimsieg eine gute

Ausgangsposition, unterlagen aber im

Rückspiel mit 0:3 und gehen in der neuen

Saison als zweite Mannschaft des

1. FC Merseburg (der VfB IMO Merseburg

und der SV Merseburg verschmolzen zum

01.07.2019) in der Landesklasse 7 an den

Start.

Aus der Landesklasse schafften der SV

Rot-Weiß Weißenfels, der FSV Rot-Weiß

Alsleben, Turbine Halle und die SG 1919

Trebitz den Sprung in die Landesliga.

In die Spielzeit 2019/2020 startet die

Landesliga Süd nur mit 15 Mannschaften,

da es aufgrund eines Schiedsgerichtsurteils

nur einen Absteiger aus der

Verbandsliga Sachsen-Anhalt gab (siehe

Seite 38).

Aufgrund dieser Entscheidung des Fußballverbandes

Sachsen-Anhalt hätte man

sich sicher nicht nur in Merseburg gewünscht,

dass der Unterlegene in der

Relegation in der Landesliga Süd verbleiben

kann.

Der SSC Weißenfels konnte bereits am 28. Spieltag den Aufstieg in die Verbandsliga Sachsen-Anhalt feiern.

Foto: Julia Hahndorf

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