Meine Kita 04/18

avr.online.gmbh54718

Meine

04

18

Das didacta Magazin für die frühe Bildung

OKTOBER / NOVEMBER / DEZEMBER 2018 / JANUAR 2019

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EDITORIAL

ZU EINER FACHKRAFT DER

EIGENEN GESUNDHEIT WERDEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Beruf der Erzieherinnen und Erzieher ist

aktuellen Studien zufolge mit Belastungen und

Gesundheitsbeeinträchtigungen verbunden, die

in keinem Verhältnis zur Entlohnung stehen. Das

Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat

herausgefunden, dass sie zwar zufrieden in ihrem

Beruf sind, aber ihre Balance zwischen beruflicher

Belohnung und Verausgabung schlechter

als in den meisten anderen Berufsgruppen ist, wie beispielsweise bei

dem Pflegepersonal oder den Verwaltungsfachkräften.

„STEGE“, eine Studie zur Strukturqualität und der Gesundheit der

pädagogischen Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, zeigt, dass

strukturelle Arbeitsbedingungen wie zu wenig Personal, unzureichende

Räume oder Lärm hohe Belastungen und gesundheitliche

Beschwerden hervorrufen. Politik und Träger sind hier in der Pflicht,

Abhilfe zu schaffen – eine verbesserte Fachkraft-Kind-Relation wäre

ein dringender Schritt in die richtige Richtung.

Auch organisatorische, teambezogene und individuelle Faktoren

spielen bei der Gesundheitsförderung eine Rolle. Hier ist die Erziehungskraft

selbst gefragt, entsprechende Kompetenzen aufzubauen

und eigene Maßnahmen zum Schutz ihrer Gesundheit zu ergreifen.

Eine gesunde Kita für die Kinder ist wichtig, aber die Gesundheit

der Fachkräfte darf nicht hintenanstehen. Hierfür lohnt es sich, sich

einzusetzen und voranzugehen.

Meine Kita hat immer wieder in verschiedenen Ausgaben für die Gesundheitsförderung

in Kitas plädiert. Wir werden das auch weiterhin

tun, um Sie auf dem Weg zur Expertin beziehungsweise zum Experten

Ihrer eigenen Gesundheit zu begleiten und weiter voranzutreiben.

Herzlichst, Ihr

Foto: © Sascha Kreklau

Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis

Chefredakteur


2 | INHALT

Inhalt

Das didacta Magazin für die frühe Bildung

Titelthema

Erziehergesundheit

4 Stress, stressiger, Erzieher?

Arbeitsbelastung im Kita-Alltag

7 Essen gegen Stress

Wie eine ausgewogene Ernährung aussieht

18

Bewegung in der

frühen Kindheit

fördern, ab Seite

12 Entlastung für den Moment

Entspannungsübungen für das Büro

Gönnen Sie sich eine Auszeit!

Gewinnen Sie einen Wellnessurlaub,

mehr auf Seite 10

Bildung

16 Schon gewusst?

Wissenswertes in Kürze

18 Ein Motor für Entwicklung

Bewegungsräume für U3-Kinder

Mit Bewegung

durch den Winter,

ab Seite

28

22 Gegen die Einsamkeit

Die Meine Kita Buchbesprechung

24 „Die Zahnpasta ist vergiftet, sagt Mama“

Kinder von psychisch kranken Eltern

Verschiedenen

Charakteren in der

Gruppe gerecht

werden, ab Seite

32

Für die Praxis

28 Mit viel Bewegung!

Bewegungsspiele im Winter

32 „Ich hätte da mal was …“

Stärken statt Schwächen sehen

Ratgeber

34 Schon gewusst?

Wissenswertes in Kürze

Illustration: © samui / Shutterstock.com


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Bundesministerin

Julia

Schirmherrin

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Bundesminister

Jens

Schirmherr

36

Wie man einfache

Erklärvideos

erstellt, z. B. zum

Schuhebinden,

ab Seite

36 Schuhe binden leicht erklärt

Erklärvideos selbst erstellen

40 Er war stets bemüht

Arbeitszeugnis: Was ist erlaubt?

Mein Beruf

42 Werte leben bis Brücken bauen

Vorschau auf die didacta Messe

44 „Wir investieren in qualitative Verbesserungen

und Verbesserung der Teilhabe“

Staatssekretärin im Interview

46 Stellenmarkt

Job-Angebote und Gesuche

48 Veranstaltungstipps

Fort- und Weiterbildungen für die Frühpädagogik

48 Impressum

Die nächste Ausgabe erscheint am

6. Februar 2019.


4 | TITELTHEMA

STRESS, STRESSIGER, ERZIEHER?

Die Arbeitsbelastung im Kita-Alltag ist hoch. Drei Erzieher berichten,

wie sie damit umgehen. Oder es zumindest versuchen.

Text Tina Sprung


fruehe-bildung.online | 5

Foto: © Tirachard Kumtanom / Shutterstock.com

Tupperparty am Mittwochabend, die bunten

Aufbewahrungsbehälter stehen auf dem

Tisch. Christina hat acht ihrer Freundinnen

eingeladen, sie kommen um 19 Uhr. Die

Getränke sind bereits gut gekühlt, die Pizzaschnecken

im Ofen. Um 18.43 Uhr klingelt ihr

Handy. Es ist Sabine. „Ich kann nicht kommen.

Der Elternabend in der Kita dauert mal wieder

länger.“

Sabine ist Erzieherin. Sie leitet eine städtische

Einrichtung in Nürnberg mit 98 Kindern. Überstunden

sind an der Tagesordnung, mindestens

einmal pro Woche sitzt die 33-Jährige bis 21 Uhr

im Büro, um aufzuarbeiten, was sie tagsüber nicht

geschafft hat. Wenn Kollegen sich krank gemeldet

haben oder Lisa, die neue Erzieherin, noch nicht

eingearbeitet ist, muss sie in der Gruppe aushelfen.

Und dann dieser ständige Lärm. „Das geht

langsam an meine Substanz.“

Stress – Tagesordnung

bei Erziehern

So wie Sabine geht es vielen pädagogischen

Fachkräften. Laut der Gewerkschaft für Erziehung

und Wissenschaft leiden sie unter einer überdurchschnittlich

hohen psychischen Belastung.

Was ihnen am meisten zu schaffen macht: der

tägliche Lärm, die große Anzahl verschiedener

Arbeitsaufgaben, der Zeitdruck bei der Erfüllung

der Aufgaben, die Größe der Kindergruppen,

zunehmende Verhaltens probleme bei Kindern,

Personalmangel, fehlende Möglichkeiten zur

Entspannung im Laufe eines Arbeitstages, unzureichende

Unterstützung durch den Träger. Eine

Studie der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin

bestätigt das Problem: Viele Erzieher arbeiten am

Rand der Erschöpfung. Jede zehnte pädagogische

Fachkraft von 3000 Befragten berichtet über Burnout.

Auch Sabine ist überlastet, hauptsächlich

wegen des Personalmangels. „Ich glaube, wenn

wir den Personalschlüssel – ein Erzieher für sieben

Kinder – erfüllen würden, würde eine große

Belastung wegfallen, denn ich hätte mehr Zeit für

meine Leitertätigkeit und müsste diese nicht im

Anschluss, wenn die Kinder daheim sind, erledigen“,

sagt sie. Ihre Wochenstunden würden sich

reduzieren – von 55 auf 40 Stunden. „Wenn die

Rahmenbedingungen erfüllt sind, kann ich auch

ordentlich arbeiten“, sagt Sabine.

„Man muss mal auf

den Tisch hauen“

Dass es entspannter im beruflichen Alltag ablaufen

kann, davon ist Lena Saemann überzeugt.

Die 31-Jährige hat neun Jahre in einer Kita und

Krippe nähe Darmstadt gearbeitet und ist derzeit

in Elternzeit. „Viele empfinden Stress anders,

manche Situationen belasten Menschen mehr

oder weniger“, sagt sie. Sie erinnert sich gut an

Situationen, die sie als sehr anstrengend empfunden

hat, die häufigen Krankheiten, die benötigte

Fürsorge im Krippenbereich, die die Kinder

brauchen, schwierige Gespräche mit den Eltern.


6 | TITELTHEMA

Doch: „Eigene Einstellungen können den

Stress verstärken. Ich habe Eltern

gesagt, wenn es mir reicht oder

der Leitung mitgeteilt, dass ihr

pädagogisches Konzept nicht

umsetzbar ist. Man sollte nicht

zu viel hinnehmen.“ Saemann

glaubt, dass Pädagogen zu spät

auf den Tisch hauen: „Manchmal

muss man es rauslassen, auch in

der Kita.“ Erzieher Florian Esser hat

einen anderen Tipp. „Wenn Eltern sehr

schwierig sind und mich stören, versuche ich,

mich nicht zu ärgern, sondern an den Großteil der

Eltern zu denken, die sehr dankbar sind für unsere

tägliche Arbeit“, sagt der 34-jährige Kitaleiter aus

Aachen. „Es gibt viele Herausforderungen, die wir

bewältigen müssen, aber es kommt vor allem

darauf an, manchmal auch Abstand zu nehmen.“

Die Rahmenbedingungen

müssen stimmen

Der Arbeitsalltag in Kitas ist anspruchsvoll. Nur:

Wie belastend er empfunden wird, hängt von

mehreren Faktoren ab. Bei Esser und Saemann

passt der Personalschlüssel, bei Sabine stimmt

er seit Jahren nicht. Ständige Unterbesetzung

führt zu Überstunden und Stress, dem Sabine

täglich ausgesetzt ist. Daran kann sie selbst nichts

ändern. Die Politik ist gefragt. „Ich bin gespannt,

ob sie mit dem Kita-Qualitätsgesetz was ändern.

Wenn es in die Beitragsfreiheit fließt, haben wir

alle nichts davon“, sagt sie.

WIE EMPFINDEN

SIE DIE STRESSBELASTUNG

IN DER KITA?

Schreiben Sie uns an:

meine.kita@avr-verlag.de

Es ist 20.30 Uhr, Sabine verabschiedet

die letzten Eltern vom Elternabend.

„Ich nenne es ,Ritual des Schreckens‘“,

sagt sie. Doch heute

gab es keine Auseinandersetzungen

mit Eltern, es ist alles

gut gelaufen. Nachkommen

wird sie zur Tupperparty trotzdem

nicht. Denn sie will, wie so

oft, einfach nur ihre Ruhe.

Faktoren von Stress

➤➤

Belastungen im U3-Bereich

wie körperliche Nähe

➤➤

herausfordernde Kinder

➤➤

zu kleine Möbel

➤➤

viel Lärm

➤➤

Zeitdruck

➤➤

ständige Krankheiten

➤➤

Überstunden

➤➤

Konflikte mit Eltern

➤➤

Sprachbarrieren

➤➤

Fachkräftemangel

➤➤

Rückenprobleme durch

Heben und Tragen

Auswirkungen von Stress

KÖRPERLICHE EBENE

SEELISCHE EBENE

GEISTIGE EBENE

VERHALTENSEBENE

Müdigkeit, Leistungsschwäche, Erschöpfung, Schlafstörungen,

Magen- und Darmbeschwerden, Infektanfälligkeit,

Herzbeschwerden, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Tinnitus,

Schwindel, Muskelverspannungen, Rückenschmerzen

Nervosität, Reizbarkeit, Unausgeglichenheit,

Ängste, Panikattacken, Depression

Vergesslichkeit, Gedankenkreisel, Konzentrationsschwäche,

geringere Belastbarkeit, wenig Motivation und Kreativität

Rückzug, Unsicherheit, Aggressivität,

ungesundes Essverhalten, Suchtgefahr


fruehe-bildung.online | 7

ESSEN GEGEN STRESS

Wer im Stress ist, isst oft ungesund.

Eine ausgewogene Ernährung hilft, sich besser zu fühlen.

Text Joachim Scharenberg

Die Schokolade schnell aus der Schublade geholt

und gegessen, vor dem Elternabend noch

ein Sandwich mit Mayonnaise und Weißbrot.

Am Abend beim Lieferservice Pizza bestellt,

es war keine Zeit mehr fürs Kochen. Unbemerkt

können sich bei anhaltenden Belastungen die Ernährungsgewohnheiten

und die Qualität des Essens

verändern. Süße, fettreiche oder kohlenhydrathaltige

Nahrung ist beliebt, das vollwertige Müsli bleibt auf

der Strecke. Die Tagesbilanz: zu viel Zucker und

Fett, zu viele Kalorien, kaum Vitamine durch Obst

und Gemüse und alles viel zu schnell gegessen.

Dabei sollten pädagogische Fachkräfte bei Stress

besonders auf ihre Ernährung achten: Stark verarbeitete

und fettreiche Nahrungsmittel, wie sie

in Fast Food oder manchen Fertiggerichten vorkommen,

isolierte Kohlenhydrate durch Weißmehlprodukte

oder Zucker sowie chemische Zusätze

stellen für den Körper eine zusätzliche Belastung

dar. Der von außen kommende Stress wird dadurch

noch weiter verstärkt. Auch bei Getränken

sind viele ungesund: Bei Stress fällt die Wahl häufig

auf kalorienreiche Getränke wie Limonade oder

Cola. Einige Menschen ignorieren ihren Durst,

denken nicht daran, regelmäßig zu trinken oder

greifen häufiger zu alkoholischen Getränken.

Dauerhafter Alarmzustand

Bei Belastungen schaltet der Körper in einen

Alarmzustand, bei dem alle Energiereserven für

eine maximale Muskelleistung mobilisiert werden.

Das Nebennierenmark schüttet Adrenalin aus.

Hierdurch steigen Herz- und Atemfrequenz, der

Blutdruck erhöht sich und die Bronchien weiten

sich. Gleichzeitig wird Glukose freigesetzt, damit

die Muskeln genug Nährstoffe erhalten. Dauert

der Stress längere Zeit an, wird von der Nebennierenrinde

das Hormon Cortisol freigesetzt. Das

wirkt sich auf den Fettstoffwechsel sowie den

Umsatz von Proteinen und Kohlenhydraten aus.

Die Fettverbrennung vermindert sich. Der Körper

verbraucht lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe

viel schneller und nimmt in der Regel auch

weniger davon auf.

Wer nicht aufpasst, gerät schnell in einen ungesunden

Kreislauf von Stress und falscher Ernährung.

Ein erhöhter Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen

einerseits und eine Unterversorgung durch

ungesunde Ernährung andererseits führen zu

Leistungs- und Konzentrationsschwäche sowie

zu einer erhöhten Müdigkeit und Infektanfälligkeit.

Dadurch nimmt die Leistungsfähigkeit ab und führt

zu weiterem Stress.

Nahrung beeinflusst Körperfunktionen

und Stressreaktion

Vitalstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente,

sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe

wirken auf unsere Körper-, Nerven- und Gehirnfunktionen.

Sie beeinflussen die Stressreaktion

des Körpers und können dabei unterstützen, mit

belastenden Situationen besser umzugehen.

Foto: © Privat

DER AUTOR

Joachim Scharenberg ist Trainer für

Stress management und Burnout-Prophylaxe. Er

arbeitet im Bereich der Erwachsenenbildung und

bietet eintägige Inhouse-Seminare für Kindertagesstätten

zum Thema Stressmanagement an.

joachim.scharenberg@web.de


8 | TITELTHEMA

Vitamine:

Verschiedene Vitamine des B-Komplexes sind für Aufbau, Funktion, Stoffwechsel und

Regeneration des Nervensystems notwendig. Da es für unseren Organismus unter

Stress schwieriger ist, freie Radikale abzuwehren, die unsere gesunden Zellen angreifen,

sind zusätzlich entzündungshemmende und antioxidativ wirkende Stoffe wichtig.

BEZEICHNUNG WICHTIG FÜR: KOMMEN VOR:

Vitamin B1

Vitamin B2

Vitamin B6

Vitamin B9

Nerven- und Herzmuskelgewebe

Nervenaufbau, Aktivität

der Stresshormone

Botenstoffe für das Nervensystem

Nervenstoffwechsel

Haferflocken, Schweinefleisch,

Hülsenfrüchte, Kartoffeln

Milchprodukte, Fisch, Pilze,

Vollkornprodukte

Fisch, grünes Blattgemüse, Kohl,

Vollkornprodukte, Obst

grünes Blattgemüse, Kohl,

Vollkornprodukte, Obst

Vitamin B12 Stärkung des Nervensystems Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Sauerkraut

Vitamin C

Vitamin E

Botenstoffe fürs Nervensystem,

Antoxidant

Zellfunktion, -regeneration,

Antioxidant

Beeren, Zitrusfrüchte, Brokkoli, Paprika

pflanzliche Öle, Nüsse, Samen

Mineralstoffe und Spurenelemente:

Mineralstoffe und Spurenelemente werden für die Nerven- und Gehirnfunktionen

benötigt, vor allem Magnesium und Kalium sowie Calcium und Eisen. So dämpft

Magnesium die Aktivität der Stresshormone. Kalium wird für die Weiterleitung von

Nervensignalen und die Blutdruckregulation benötigt. Eisen und Zink helfen dabei,

freie Radikale zu bekämpfen.

BEZEICHNUNG WICHTIG FÜR: KOMMEN VOR:

Calcium

Kalium

Magnesium

Eisen

Signalübertragung zwischen

Nervenzellen

Weiterleitung der Nervensignale

geringere Aktivität von

Stresshormonen

Sauerstofftransport zum Gehirn

Milchprodukte, Mineralwasser,

Gemüse, Nüsse

Aprikosen, Bananen, Salat, Spinat,

Kartoffeln, Milch

Nüsse, Bananen, Milch,

Hülsenfrüchte, Kartoffeln

Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte,

Vollkorn, Salat, Spinat

Zink Schutz vor freien Radikalen Fleisch, Gemüse, Vollkorngetreide

Wichtige Nahrungsbestandteile:

Insbesondere die Aminosäuren Tryptophan und L-Tyrosin wirken sich auf das

Wohlbefinden aus und können Reaktionsfähigkeit, Konzentrationsvermögen und

Gedächtnisleistung verbessern. Darüber hinaus sollte die Nahrung auch hochwertige

Fette enthalten. Omega-3-Fettsäuren haben zahlreiche positive Wirkungen auf

Gefäße und Durchblutung. Sie verbessern die Sauerstoffversorgung und werden für

den Stoffwechsel des Gehirns benötigt.

Sekundäre Pflanzenstoffe, wie Flavonoide, kommen in Obst und Gemüse, aber auch

in dunkler Schokolade vor und schützen vor freien Radikalen.


fruehe-bildung.online | 9

Flüssigkeitszufuhr:

Wasser ist für viele Körperfunktionen von besonderer Bedeutung. Es sorgt

dafür, dass das Blut dünnflüssig bleibt und den Körper mit allen notwendigen

Nährstoffen versorgen kann. Weiterhin werden durch Wasser Schadstoffe

aus dem Körper ausgeleitet. Gehirn und Nerven müssen ebenfalls ausreichend

mit Wasser versorgt werden. Bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr

vermindert sich die Durchblutung des Gehirns, sodass Kopfschmerzen,

Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Gereiztheit oder Schwindelgefühle

entstehen können. Daher ist es insbesondere in belastenden Lebensphasen

ratsam, ausreichend zu trinken. Über den Tag verteilt sollte die Trinkmenge

etwa 30 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht betragen. Bei einem Gewicht

von 70 Kilo wären das 2,1 Liter. Anstelle von gesüßten Getränken lieber

zu Mineralwasser, Früchte- oder Kräutertee greifen.

Eine ausgewogene Ernährung mit frisch und schonend zubereiteten,

möglichst naturbelassenen Speisen gleicht die stressbedingten

Defizite an Vitalstoffen aus. So kann die Stressresistenz verstärkt, die

Stimmung verbessert und das Immunsystem angeregt werden. Da die

benötigten Vitalstoffe nicht in allen Lebensmitteln vor kommen, sollte der

Speiseplan möglichst abwechslungsreich gestaltet werden. Eine gute

Orientierung bietet der Ernährungskreis der Deutschen Gesellschaft

für Ernährung auf dge.de.

Wenn eine gesunde Ernährung auch nicht die Ursachen von Stress

beseitigen kann, bietet sie eine gute Möglichkeit, um die Auswirkungen

abzumildern und mit belastenden Situationen besser umzugehen.

SO SIEHT EINE GESUNDE ERNÄHRUNG AUS

Frühstück:

Zum Start in den Tag sollte Vollkornbrot bevorzugt werden.

Empfehlenswert ist auch Müsli mit Hafer- oder Dinkelflocken,

Chia oder Leinsamen, frische Milch oder Naturjoghurt.

Zwischenmahlzeiten:

Frisches Obst und Beeren sind reich an Vitalstoffen und eignen

sich gut als Zwischenmahlzeit. Aprikosen und Bananen

liefern ebenso wie Trockenfrüchte schnell Energie. Für den

kleinen Hunger bieten sich ein Joghurt oder Smoothie an.

Ruhig zwischendurch ein paar Nüsse, Samen und Kerne

knabbern. Auch gegen etwas dunkle Schokolade ist nichts

einzuwenden.

Mittag- und Abendessen:

Anstelle von Fleisch öfter Fisch oder ein vegetarisches Gericht

mit reichlich Gemüse, Kartoffeln und Salat auf den Speiseplan

setzen. Gesunde Abwechslung bringt auch ein bunter

Salatteller, der mit kaltgepressten Ölen wie Raps-, Walnussoder

Kürbiskernöl angemacht ist. Abends empfiehlt sich eher

leichte Kost, um den Schlaf nicht zu beeinträchtigen.


AUSZEIT VOM STRESS:

WELLNESS-URLAUB

GEWINNEN UND NEUE

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Kitzbüheler Alpen. Eingerahmt vom Berg-

Panorama, sechs Kilometer von Kitzbühel

entfernt, liegt das Hotel Elisabeth in

Kirchberg. Das Vier-Sterne-Superior-Haus

verfügt über einen großen Spa-Bereich,

ein beheiztes Hallenbad, Außenpool und

Bioteich, Barfußweg am Bioteich und eine

Saunalandschaft.

Kirchberg bietet viele Möglichkeiten für

Unternehmungen: Das Wandergebiet im

Herzen der Kitzbüheler Alpen wartet mit

Touren unterschiedlichster Schwierigkeitsgraden

auf. Die Lage macht das Hotel

zum optimalen Ausgangspunkt für Aktivitäten:

Wandern, Skifahren, Snowboarden,

Langlaufen und Schneeschuhwandern im

Winter oder Biken im Sommer. Für das kulinarische

Wohlergehen ist gesorgt: Tiroler

Schmankerl und Köstlichkeiten aus aller

Fotos: © Hotel Elisabeth


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Vitaljause und Fünf-Gang-Menü sowie zwei

Hotelbars runden den Wellness-Urlaub ab.

Weitere Infos auf:

➔ hotel-elisabeth-tirol.com

➔ wanderhotels.com

Um am Gewinnspiel teilzunehmen,

gehen Sie einfach auf fruehe-bildung.

online und füllen Sie das Gewinnspielformular

aus. Einsendeschluss ist der

30. November 2018.

Die Gewinner werden von uns benachrichtigt.

Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der

AVR und Gewinnservices sind von der Teilnahme

ausgeschlossen. Bei Gewinn ist es notwendig,

einen freien Termin mit dem Hotel Elisabeth in

Tirol je nach Verfügbarkeit zu vereinbaren.

Weitere Teilnahmebedingungen und

Datenschutzhinweis finden Sie auf

fruehe-bildung.online.


12 | TITELTHEMA

ENTLASTUNG FÜR DEN MOMENT

Kleine Möbel, ständiges Bücken, hohe Lautstärke.

Manchmal ist es wichtig, sich davon kurz eine Auszeit zu nehmen.

Diese Übungen helfen dabei.

RÜCKENÜBUNGEN

Giraffenhals

Setzen Sie sich auf einen Stuhl und nehmen Ihren

Rücken wahr: Ist er rund oder gerade? Können

Sie Atembewegungen wahrnehmen? Wenn ja,

wie spüren Sie Ihren Atem? Schnell, langsam,

flach oder tief?

Gehen Sie mit Ihren Gedanken zum höchsten

Punkt am Kopf, zum Scheitelpunkt, und stellen

Sie sich vor, über diesen Punkt nach oben in den

Raum hineinzuwachsen und größer zu werden.

Alternativ stellen Sie sich vor, dass Sie jemand

wie eine Marionette behutsam an einem Faden

am Kopf nach oben zieht. Richten Sie sich dabei

auf und nehmen Sie wahr, was im Rücken und

gleichzeitig im Halsraum passiert.

Foto: © AboutLife / Shutterstock.com


fruehe-bildung.online | 13

AUF AUGENHÖHE

MIT KINDERN

Heben Sie leicht Ihr Kinn und schieben Sie es

gleichzeitig etwas nach vorn. Nehmen Sie bewusst

wahr, was sich in Ihrer Wirbelsäule durch diese

kleine Korrektur der Kopfposition verändert. Ziehen

Sie Ihr Kinn bewusst heran, wachsen Sie über den

Scheitelpunkt nach oben und kommen Sie so in

die Ausgangsposition zurück. Nehmen Sie dabei

wahr, was sich in der Wirbelsäule im Halsbereich

und im Brustwirbelbereich verändert.

Stellen Sie sich vor, einen langen Giraffenhals zu

bekommen, also noch größer zu werden. Bewegen

Sie dabei Ihre Schultern bewusst nach hinten

und drücken diese etwas nach unten. Achten Sie

dabei auf die Veränderungen im oberen Rücken

und im Brustbereich. Wie geht Ihr Atem nun? Wo

und wie können Sie ihn wahrnehmen? Hat sich

durch die Positionsänderung etwas am Atem

verändert?

Probieren Sie

unseren Web-Konfigurator:

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Wechseln Sie in der Bewegung zur Bewusstwerdung

einige Male hin und her und prägen Sie sich

das Gefühl ein, nach oben zu wachsen und einen

langen Giraffenhals zu bekommen!

Hinweis: Immer wenn Sie im Alltag merken, dass

Sie das Kinn nach vorn schieben, machen Sie

bewusst einen langen Giraffenhals, richten sich

auf und kommen so aus der Biegung der Halswirbelsäule

heraus.

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Besenstielstreckung

Material: 1 Besenstiel

Gesundes Sitzen

Ruhige Räume

Für diese Übung klemmen Sie sich einen Besenstiel

hinter dem Rücken quer unter beide angewinkelten

Arme auf Höhe der Ellbogen. Sie neigen

den Kopf samt Halswirbelsäule nach vorn und

spüren die angenehme Dehnung der Nacken- und

Schultermuskulatur. Bleiben Sie so lange in der

Dehnung, wie es angenehm ist, und richten Sie

sich anschließend wieder gerade auf.

Zum Weiterlesen:

Ursula Salbert

Ruhe-Inseln für ErzieherInnen

Stressbewältigung: Mehr Kraft,

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Entspannungsübungen für

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14 | TITELTHEMA

Dann wechseln Sie mehrere Male zwischen Dehnung

und Aufrichtung.

Die Kobra

Legen Sie sich mit geschlossenen Beinen in

Bauchlage auf die Matte oder Decke und legen

Sie die Hände mit den Handflächen nach unten

unter Ihre Schultern. Um eine Hohlkreuzhaltung

zu vermeiden, drücken Sie Ihr Schambein gegen

den Boden und strecken die Zehen weg. Heben

Sie einatmend mit der Kraft der Rückenmuskeln

den Kopf und den Oberkörper ein kleines Stück

vom Boden ab. Der Bauchnabel berührt noch den

Boden und Sie machen einen langen Giraffenhals.

Legen Sie nicht den Kopf in den Nacken! Die

Schultern bleiben weit weg von den Ohren und

der Brustraum wird weit. Sie können sogar die

Hände vom Boden abheben, um zu sehen, ob

Sie sich wirklich allein mit der Rückenkraft halten.

Ausatmend legen Sie Kopf und Rumpf wieder ab.

Variante: Sie lassen für einige Atemzüge den

Oberkörper angehoben, geben dabei die Arme

nach hinten und verschränken die Finger hinter

dem Rücken. Nun sehen Sie aus wie eine Kobra,

die den Kopf aufrichtet und zum Schlangenbeschwörer

aufschaut.

INNERE ENTSPANNUNG

Ruheort See

Der Ruheort See eignet sich als Entspannungsmethode

in Stress-Situationen. Ein Ruheort ist

eine Beschreibung eines Ortes, zu dem Sie sich

zurückziehen können und den nur Sie kennen.

Er sorgt für ein tiefes Gefühl der inneren Entspannung.

Einmal ausgedacht, können Sie sich

immer wieder und schnell dort hinbegeben. Die

nachfolgende Anleitung dient als Beispiel für einen

Ruheort:

„Stellen Sie sich einen ruhigen See vor. Das kann

ein See sein, den Sie kennen und der Ihnen gefällt,

oder ein See ganz nach Ihrer Fantasie. Vielleicht

liegen Sie dort an einem Sandstrand oder sitzen

im Gras auf einer Wiese. Stellen Sie sich diesen

so vor, wie er Ihnen am besten gefällt. Achten Sie

besonders darauf, Schönes zu entdecken.

Stellen Sie sich ganz besonders die Ruhe und

den Frieden des Sees vor … Und vielleicht die

leichten Wellen des Wassers … Die gespiegelten

Wolken, die ganz langsam ziehen … Die warme

Sonne … Die Bewegung von Schilf am Ufer … Das

Schnattern von Enten oder die Schreie anderer

Vögel … Eine Libelle, die über das Wasser saust

und dann plötzlich in der Luft stillzustehen scheint,

in glitzernden Farben … Vielleicht hören Sie das

Geräusch, wenn ein Fisch aus dem See springt,

und wieder eintaucht … Die Wellenkreise verlieren

sich bald … Vielleicht riechen Sie das Wasser

des Sees … Vielleicht spüren Sie das Gras oder

den Sand …“

Aufregung ausatmen

Mit den Kindern oder auch für die eigene Entspannung

können Sie die Atemübung „Aufregung

ausatmen“ machen. Die Übung eignet sich für das

Sitzen besonders gut. Wenn Sie lieber stehen,

können Sie die Übung auch körperlich darstellen.

Dazu stellen Sie sich auf und schütteln die Aufregung

mit jedem Atemzug aus, mit den Händen,

lassen sie vor uns auf den Boden spritzen:

„Achten Sie auf Ihren Atem, wie er in Sie hineinströmt

– und wieder aus Ihnen heraus. Achten

Sie so einfach auf Ihren Atem – aber ohne ihn

verändern zu wollen, beobachten Sie einfach, wie

er einströmt und ausströmt, ganz von allein …

Stellen Sie sich nun vor, wie bei jedem Ausatmen

ein bisschen Aufregung aus Ihrem Körper hinausgeblasen

wird. Mit jedem Ausatmen strömt

Aufregung aus Ihnen hinaus … und Sie spüren

dazwischen, wie die Ruhe in Ihnen größer wird …

Achten Sie so ein paar Atemzüge darauf, wie mit

jedem Ausatmen Aufregung aus Ihnen hinausströmt

… Und spüren dazwischen, wie die Ruhe

in Ihnen größer wird …“

Zum Weiterlesen:

Volker Friebel

Das Anti-Stress-Buch für den

Kindergarten – Entspannungspädagogik

für Kinder und

Erzieher/innen

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04

18

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* Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen erhalten Meine Kita kostenlos. Nachweis erforderlich. Prämie entfällt.


16 | SCHON GEWUSST?

Kita-Qualität steigt

Die Qualität von Kitas hat sich in den vergangenen

Jahren verbessert. Das ist das Ergebnis des

Ländermonitors frühkindliche Bildungssysteme

der Bertelsmann Stiftung. Die Qualität lässt sich

unter anderem an den Personalschlüsseln und

der Zeit, die Kita-Leitungen für Führungsaufgaben

haben, messen. Ein weiteres Ergebnis

der Studie: Es gibt große Unterschiede zwischen

Ost- und Westdeutschland. Vor allem

der Personalschlüssel ist im Osten schlechter:

So kamen im Osten 2012 6,4 Kinder auf eine

Krippenfachkraft, im Westen hingegen 3,9.

➔➔bertelsmann-stiftung.de

Familienministerin will

kostenlose Erzieher-Ausbildung

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sprach sich für

eine kostenlose Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher

aus. Bei der Zeugnisübergabe an der Fachschule SPI in

Berlin forderte sie außerdem die Aufwertung von sozialen

Berufen. Giffey plant, 2019 eine Fachkräfteoffensive für

Erzieherinnen und Erzieher zu starten.

Wo sind Deutschlands

beste Kitas?

Die Bewerbungsphase für den Deutschen

Kita-Preis ist zu Ende, nun startet das Auswahlverfahren.

Die 16-köpfige Jury, darunter Meine

Kita-Chefredakteur Prof. Wassilios E. Fthenakis,

berücksichtigt die unterschiedlichen Perspektiven

auf die Qualität. Gesucht werden Kitas und

lokale Bündnisse, die konsequent die Qualität

ihrer Leistungen verbessern und dabei auch die

Sichtweise und Mitwirkung der Kinder berücksichtigen.

Im Mai 2019 werden die Preisträger

für ihre vorbildliche Arbeit in der frühen Bildung,

Betreuung und Erziehung in den Kategorien „Kita

des Jahres“ und „Lokales Bündnis des Jahres“

ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt

130 000 Euro dotiert. Die Auszeichnung wird zum

zweiten Mal vom Bundesministerium für Familie,

Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen

Kinder- und Jugendstiftung vergeben, Partner ist

unter anderem der Didacta Verband. Videos der

Finalisten sind zu finden auf:

➔➔deutscher-kita-preis.de

Fotos: © ajkkafe, Oksana Shufrych, NadyaEugene / Shutterstock.com


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18 | BILDUNG

EIN MOTOR FÜR ENTWICKLUNG

Bewegung fördert Kognition, Sprachbildung und Motorik. Wie pädagogische

Fachkräfte im U3-Bereich mehr Bewegung in die Kita bringen,

erklärt Expertin Renate Zimmer.

Interview Benigna Daubenmerkl

Fotos: © Natee K Jindakum / Shutterstock.com; privat


fruehe-bildung.online | 19

Prof. Dr. Renate Zimmer

ist Expertin für Frühpädagogik

und Autorin

zahlreicher Fachbücher.

Sie setzt sich mit den

Themen Bewegung,

Wahrnehmung, Sprachbildung,

Psychomotorik

und frühkindlicher

Entwicklungsförderung

auseinander.

Meine Kita: Warum ist die Bewegung gerade

in der frühen Kindheit so wichtig?

Prof. Dr. Renate Zimmer: Bewegung ist vom ersten

Lebenstag an Motor der Entwicklung. Durch

die Bewegung gewinnt das Kind zunehmend

mehr Selbstständigkeit, es erkundet aktiv seine

Umwelt und setzt alle Sinne ein. Es macht dabei

Erfahrungen über sich selbst, gewinnt Vertrauen

in die eigenen Fähigkeiten, lernt, sich mit anderen

Kindern auseinanderzusetzen und Regeln für

das gemeinsame Spiel zu akzeptieren. Über den

Körper gewinnt das Kind aber auch Erkenntnisse

über die Beschaffenheit der Umwelt, über die

Dinge und Gegenstände und ihre spezifi schen

Eigenschaften. Diese Erfahrungen sind eng mit

der kognitiven Entwicklung verknüpft. Auch der

Spracherwerb kann über Bewegung unterstützt

werden.

Inwiefern?

Sprache baut auf dem Handeln auf: Zuerst kommt

das körperlich-sinnliche Erkunden einer Sache,

dann erst folgt die sprachliche Begleitung. Das

Kind spielt beispielsweise mit einem Ball, lässt ihn

fallen und springen. „Ball springt“ sagt es, aber

nicht bevor, sondern nachdem es sich mit ihm

beschäftigt hat. Bewegungssituationen können

als Sprachanlässe genutzt werden. Dabei wird der

Wortschatz erweitert, das Kind lernt die Bedeutung

von Begriffen kennen und hat Gelegenheit,

Satzmuster einzuüben. Unsere Untersuchungen

zeigen deutlich, dass die Kinder von einer bewegungsorientierten

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20 | BILDUNG

Wichtig ist, dass die

Kinder sich möglichst frei

bewegen können.

Wie können Erzieher Bewegung fördern?

Kinder sind von Natur aus kreativ und haben meist

viele Spielideen, selbst wenn sie sich mit den

einfachsten Alltagsmaterialien beschäftigen. So

wird ein Karton als Tunnel zum Hindurchkriechen

genutzt, sie bauen damit ein Haus oder versuchen,

in verschieden hohe Kartons hineinzuspringen.

Hier kann die Erzieherin ansetzen, die Ideen der

Kinder verstärken, aber auch erweitern, indem sie

Materialien kombiniert und neue Spielvarianten

aufzeigt. Der Karton kann zum Beispiel ebenso

als Behälter beim Zielwerfen mit einem Ball dienen.

Jedes Kind legt selbst fest, von welcher

Entfernung aus es werfen möchte. Manche Kinder

brauchen auch Unterstützung, Ermunterung. Dafür

muss die Erzieherin die Kinder in ihrem Verhalten

beobachten und erkennen, wo sie indirekt Hilfe

geben kann.

Wie sollte ein Bewegungsraum, speziell für

U3-Kinder, beschaffen sein?

Wichtig ist, dass die Kinder sich möglichst frei

bewegen können. Räume sollten also grundsätzlich

nicht mit Möbeln vollgestellt sein. Optimal

ist es, wenn sie eine Fußbodenheizung haben,

damit die Kinder viel barfuß laufen können. Der

Bodenbelag sollte aus gut abwaschbaren und

rutschfesten Materialien wie Holz oder Kunststoff

bestehen. Neben der Schaffung einer offenen

und freien Bewegungsfläche fördern besonders

Bewegungsräume mit Strukturen die Entwicklung

der Kinder, zum Beispiel durch auf den Boden

geklebte Markierungen. Die Kinder nutzen diese

dann zum Springen, Hüpfen und Balancieren. Es

ist wichtig, dass Kinder viele Bewegungsoptionen

haben, um sich täglich neu zu erfahren und weiterzuentwickeln.

Was darf bei der Ausstattung nicht fehlen?

Das Mobiliar sollte multifunktional sein, Hocker,

Schaumstoffwürfel und stabile Bänke können bei

Bedarf als Sitzgelegenheiten genutzt werden. Mit

ihnen bauen die Kinder und schaffen einen „Raum

im Raum“. Bodenmatten laden zum Rollen und

Krabbeln ein und bieten auch den Kleinsten viele

Bewegungsanlässe. Raumelemente mit eingebauten

stabilen Treppen ermöglichen das tägliche

Üben des Steigens, Kletterns und Springens. Die

Treppen sollten rutschfest, möglichst breit und

abgerundet sein, damit die Kinder sie selbstständig

erobern. Schön ist es, wenn sie sich mit einer

Rutsche verbinden lassen. Kästen und Balancierbalken

eignen sich zum Balancieren und zum

Erproben des Gleichgewichts. Gut ist es, wenn es

in den Räumen auch Möglichkeiten zum Klettern

und Hangeln gibt, beispielsweise an Kletternetzen.

Und wie soll der Außenbereich gestaltet sein?

Sand und Erde sind als formbare Materialien wichtig.

Hier können die Kinder matschen, buddeln,

graben und bauen. Daneben sollte es auch befestigte

Flächen geben, auf welchen die Kinder mit

Rollgeräten oder Laufrädern fahren können. Kleine

Hügel und modellierte Bodenflächen mit einem

natürlichen Gefälle nutzen Kinder zum Rennen,

Steigen und Springen. Auch Klettermöglichkeiten,

die sie selbstständig bewältigen können, gehören

in die Außenanlagen. Kinder brauchen vielfältige

Bewegungsmöglichkeiten, wobei gerade im U3-

Bereich darauf geachtet werden sollte, dass die

Kinder sie gefahrlos allein bewältigen. Neben der

Gestaltung des Außengeländes ist es wichtig, dass

die Kinder es täglich – bei jedem Wetter – nutzen

können. Kinder lieben es, auch bei nassem Wetter,

bei Regen oder Schnee, die Veränderungen der

Umwelt zu erleben, sie lieben Matsch und Pfützen.

Sie brauchen nur Kleidung zum Wechseln – alles

andere ergibt sich im Spiel mit der Natur von

selbst.

Zum Weiterlesen:

Renate Zimmer

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22 | BILDUNG

GEGEN DIE EINSAMKEIT

Auch Kinder können einsam sein. Pädagogische Fachkräfte können ihnen helfen,

die Einsamkeit zu überwinden. Wie, zeigt das Buch „Auch solche Tage gibt es“.

Eine Rezension.

Text Sonja Ritter

Gefühle zum Ausdruck zu bringen, ist nicht

selbstverständlich. Kinder müssen erst lernen,

sie zu benennen, einzuordnen und mit

ihnen umzugehen. Sie müssen emotionale

Kompetenz entwickeln. Gemeinsame Erfahrungen

sind wichtig für den Umgang mit und den

Ausdruck von Gefühlen. „Gerade bei negativen

Gefühlen, wie Enttäuschung, Wut oder Traurigkeit,

brauchen die Kinder zunächst Hilfestellung, um ihr

Gefühlserleben einordnen und benennen zu können“,

sagt Diplom-Psychologin Dr. Monika Wertfein

auf www.familienhandbuch.de, das Online-Familienhandbuch,

herausgegeben vom Staatsinstitut

für Frühpädagogik. Emotionale Erlebnisse lassen

sich in der Kita wunderbar und auf vielfältige Art

gestalten: im täglichen Miteinander, im Spiel, in

Projekten oder mit der Hilfe von Medien.

Ein liebevoll gestaltetes Medium ist das Bilderbuch

der Koreanerinnen Young-ah Kim und Ji-soo Shin.

In klaren Sätzen und berührenden Bildern widmen

sie sich dem Thema Einsamkeit. Ein trauriges

Thema, das schonungslos angesprochen, aber

auch als überwindbar beschrieben wird. Durch

die Darstellung, dass Einsamkeit von Zeit zu Zeit

beinahe jeden befallen und mit Hilfe von Freunden

und der Familie gelindert werden kann, verliert es

im Laufe der Seiten an Schwere. Frage- und Aufgabenstellungen

am Ende des Buches regen dazu an,

mit Kindern über die Geschichte zu sprechen, über

ihre Gefühle nachzudenken und sie zum Ausdruck

zu bringen. Eine gelungene Variante, emotionale

Erlebnisse zu schaffen und zu teilen.

Zum Weiterlesen:

Young-ah Kim und Ji-soo Shin

Auch solche Tage gibt es

aracari verlag ag, 2018

36 Seiten, 14 Euro

Foto: © Africa Studio / Shutterstock.com


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24 | BILDUNG

„DIE ZAHNPASTA IST

VERGIFTET, SAGT MAMA“

Psychische Erkrankungen können nicht nur betroffene Menschen, sondern auch

deren soziales Umfeld erheblich belasten. Kinder sind besonders auf die

Unterstützung durch pädagogische Fachkräfte angewiesen.

Text Katja Beeck

Maximilian* weigert sich plötzlich, nach dem

Mittagessen seine Zähne zu putzen. Er

erzählt der Erzieherin, dass seine Mutter

ihm das verboten hätte: „Die Zahnpasta

ist vergiftet, sagt Mama.“ Seine Erzieherin sagt

ihm, dass sie das nicht glaube und putzt sich

selbst die Zähne mit der Zahnpasta. Maximilian ist

verunsichert, er weiß nicht mehr, wem er glauben

soll. Der Junge gerät in einen inneren Konflikt. Die

Erzieherin sucht das Gespräch mit seinen Eltern.

Zum Elterngespräch erscheint der Vater allein. Er

vertraut der Erzieherin an, dass Maximilians Mutter

unter Schizophrenie leidet und gerade glaubt,

verfolgt und vergiftet zu werden.

Psychische Erkrankungen wie Schizophrenie, bipolare

Störung, Depressionen und Angststörungen

sind keine Seltenheit: In Deutschland leben schätzungsweise

2,3 Millionen minderjährige Kinder mit

mindestens einem psychisch erkrankten Elternteil.

Foto: © CroMary / Shutterstock.com


fruehe-bildung.online | 25

Allein rund 400 000 Kinder haben Elternteile, die

wie Maximilians Mutter an Psychosen leiden.

Viele psychische Krankheiten verlaufen schubweise,

so dass betroffene Eltern zeitweise in der

Lage sind, ihr Kind gut zu versorgen – bis zur

nächsten Krankheitsepisode. Betroffene Kinder

erleben dann mit ihren Bezugspersonen einen

häufigen Wechsel zwischen Nähe und Distanz,

Interesse und Desinteresse, Zuwendung und

Ablehnung, Versorgung und Vernachlässigung.

Diese völlig unvorhersehbaren Wechsel können

das Bindungsverhalten eines Kindes nachhaltig

prägen: Unsichere oder ambivalente Bindungen

können entstehen, das Kind unter Verlustängsten

leiden. Die durch eine psychische Erkrankung

veränderten Gefühle und Gedanken sowie das

Verhalten des Elternteils verunsichern Kinder häufig

und machen ihnen oft Angst.

Kinder sind dann besonders auf die Unterstützung

durch vertraute, emotional stabile und sich

hilfreich verhaltende Bezugspersonen aus ihrem

sozialen Umfeld angewiesen. Da von psychischer

Erkrankung betroffene Familien häufig isoliert leben,

können pädagogische Fachkräfte aus der

Kita eine besonders wichtige Rolle für betroffene

Kinder spielen.

Unterstützung betroffener Kinder

Allein der Aufenthalt eines Kindes in der Kita oder

im Hort ist für ein Kind hilfreich. Es ist in einen

strukturierten Alltag und in ein soziales Umfeld

eingebunden. Kontakt zu sich hilfreich verhaltenden

Erwachsenen besteht, und ein Kontakt zu

Gleichaltrigen ist ebenfalls gegeben.

➤➤

Suchen Sie nach Möglichkeiten, wie das

Kind möglichst lange Kontakt zu sich hilfreich

verhaltenden Erwachsenen hat. Allein der

Besuch der Kita ist bereits hilfreich. Regen

Sie beispielsweise eine Verlängerung der

Betreuungszeiten an.

➤➤

Fördern Sie soziale Kontakte des Kindes zu

Gleichaltrigen und zu Erwachsenen innerhalb

und außerhalb der Kita. Regen Sie beispielsweise

die Teilnahme des Kindes an Sportvereinen

oder einem Chor an.

➤➤

Eine stabile Beziehung zu einer pädagogischen

Fachkraft ist für dieses Kind besonders wichtig.

Vermeiden Sie möglichst einen Wechsel der

pädagogischen Bezugsperson des Kindes.

➤➤

Fördern Sie beim Kind die Wahrnehmung

und den Ausdruck seiner Gefühle. Unterstützen

Sie es, Erlebtes mit Gefühlen zu

verknüpfen und Wörter für seine Gefühle zu

finden. Dafür ist es wichtig, das Kind genau

zu beobachten, beispielsweise, wenn ein

Kind zusammenzuckt: „Als Marie eben so laut

geschrien hat, hat dir das Angst gemacht.“

Gleichzeit senden Sie dem Kind damit die

Botschaft: „Ich sehe, wie es dir geht.“ Das

ist für Kinder, die zu Hause weniger mit ihren

Gefühlen und Bedürfnissen wahrgenommen

werden, besonders wichtig.

➤➤

Bestärken Sie das Kind häufiger in seiner

Wahrnehmung.

➤➤

Bieten Sie in der Gruppe Spiele an, die Vertrauen

aufbauen und stärken, wie sich fallenlassen

und von den anderen aufgefangen

werden.

➤➤

In der Gruppe sollte das Kind keine Extrarolle

bekommen. Achten Sie allerdings darauf,

dass ein kleiner Gegenpol zu einer bereits

extrem ausgeprägten Rolle, die es in seiner

Familie innehat, entsteht. Beispielsweise sollte

ein Kind, das bereits viel Verantwortung zu

Hause übernimmt, lernen, sich mehr auf andere

verlassen zu können, von ihnen versorgt

zu werden und nicht übermäßig Verantwortung

in der Gruppe übernehmen. Ein Kind

hingegen, das mit auffällig delinquentem Verhalten

auf seine Belastungen reagiert, sollte

mehr verantwortliche Aufgaben in der Gruppe

übernehmen, um positive Aufmerksamkeit

zu erhalten.

➤➤

Versuchen Sie, mit den Eltern oder sonstigen

engen Bezugspersonen über die familiäre

Situation, das Wohl des Kindes sowie Unterstützungsmöglichkeiten

ins Gespräch zu

kommen.

➤➤

Motivieren Sie enge Bezugspersonen des Kindes,

mit diesem ins Gespräch zu kommen und

bieten Sie Unterstützung dabei an. Häufig sind

Eltern sehr unsicher, was ihre Kinder von der

Erkrankung wahrnehmen.

➤➤

Vernetzen Sie sich mit anderen Unterstützern

der Familie – Fachkräfte und Menschen aus

dem sozialen Umfeld –, um gemeinsam Unterstützung

für die Familie zu organisieren.


26 | BILDUNG

DIE AUTORIN

Katja Beeck ist Leiterin der

Initiative „Netz und Boden“ –

Initiative für Kinder psychisch

kranker Eltern“ und Fachreferentin

für Kinder psychisch

erkrankter Eltern bei „NOW!“

Potsdam. Sie gibt Seminare und

berät sowohl betroffene Familien

als auch Fachgruppen.

www.netz-und-boden.de

➤➤

Hänseleien, Ausgrenzung oder Außenseiterposition

des Kindes,

➤➤

aggressives Verhalten gegenüber anderen

Kindern oder autoaggressives Verhalten wie

Nägelkauen,

➤➤

Schwierigkeiten des Kindes, Grenzen zu setzen

oder zu erkennen sowie

➤➤

massive, diffuse Ängste

Psychische Erkrankungen

von Eltern als Belastung

eines Kindes erkennen

Menschen, die unter einer psychischen Erkrankung

leiden, verschweigen diese oftmals. Die Gründe sind

unterschiedlich. Viele haben Angst, nicht mehr ernst

genommen oder als schwach wahrgenommen zu

werden, wenn sie offen damit umgehen. Auch die

Angst, dass das Jugendamt eingeschaltet wird,

wenn jemand von ihrer Erkrankung erfährt, lässt

Eltern schweigen. Anderen fehlt bereits die Einsicht,

überhaupt krank zu sein und Unterstützung zu benötigen.

Daher werden die pädagogischen Fachkräfte

aus Kita, Hort und Schule oft nicht von betroffenen

Familien über eine solche Erkrankung informiert.

Bei Maximilian war es die Begründung auf die vergiftete

Zahnpasta, die seine Erzieherin aufhorchen

ließ. Der Offenheit seines Vaters war es zu verdanken,

dass zügig über Unterstützungsmöglichkeiten

seitens der Kita gesprochen und der Vater über

darüber hinausgehende Unterstützungsmöglichkeiten

der Familie beraten werden konnte.

Wenn es keine spezifischen Hinweise gibt, die

eine Vermutung aufkommen lassen, dass mit den

Eltern etwas nicht stimmt, ist es für pädagogische

Fachkräfte aus der Kita schwierig zu erkennen,

dass eine psychische Erkrankung eines Elternteils

der Grund für Auffälligkeiten eines Kindes ist. Dann

geben nur Auffälligkeiten des Kindes wie

➤➤

Verwahrlosung,

➤➤

Konzentrationsschwierigkeiten und auffällige

Müdigkeit,

➤➤

auffällig selbstständiges Verhalten, wenig

Vertrauen in Erwachsene, hohe Anspannung,

➤➤

wenig Freundschaften zu Gleichaltrigen in der

Gruppe und außerhalb der Kita,

Anhaltspunkte für eine Belastung eines Kindes.

Rückschlüsse auf die Ursache der Belastung eines

Kindes lassen sich aus ihnen jedoch nicht ziehen.

Sie sollten jedoch zu einer erhöhten Sensibilität

der Fachkräfte führen.

Der Schutz des Kindes

steht im Mittelpunkt

Beobachten pädagogische Fachkräfte in der Kita

oder im Hort Auffälligkeiten bei Kindern oder erleben

sie Eltern im Kontakt selbst als auffällig, ist es

wichtig, beides ernst zu nehmen. Erzieherinnen

und Erzieher sollten zeitnah das Gespräch mit den

Eltern oder dem Elternteil, zu dem sie den besten

Zugang haben, suchen, um über ihre Beobachtungen

und Wahrnehmung zu sprechen. Verweigern

Eltern solch ein Gespräch oder erscheinen nicht,

ist es wichtig, sich fachkundigen Rat bei einer

erfahrenen Fachkraft einzuholen und die nächsten

Schritte zu besprechen. Gleiches gilt immer dann,

wenn die Fachkräfte unsicher sind, ob das Wohl

des Kindes nicht mehr ausreichend gesichert ist.

Bei Annahme einer Kindeswohlgefährdung obliegt

es den Eltern nicht mehr allein, zu entscheiden, ob

und wie sich etwas verändern sollte. Die Kita ist

zur Kontrolle der vereinbarten Schritte verpflichtet.

Dank der Gespräche in der Kita konnte bei Maximilians

Vater erreicht werden, dass er seine

Ängste und Vorbehalte, sich ans Jugendamt mit

der Bitte um Unterstützung zu wenden, abbaute.

Er informierte das Jugendamt über die familiäre

Situation. Die Betreuungszeiten in der Kita wurden

ausgedehnt und eine Sozialpädagogische

Familienhilfe eingesetzt. Diese konnte Maximilians

Mutter überzeugen, sich stationär behandeln zu

lassen. Der Vater wurde beraten und konnte offen

über die Gedanken und das Verhalten seiner Mutter

mit seinem Sohn sprechen. Maximilian kann

diese nun besser einordnen und seiner eigenen

Wahrnehmung wieder mehr vertrauen.

* Name von der Redaktion geändert

Foto: Beeck


20

21

TIPPS FÜR FACHKRÄFTE

fruehe-bildung.online | 27

➤➤

Dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen hinsichtlich

der Auffälligkeiten des Kindes und der

Eltern. Fertigen Sie ein Gedächtnisprotokoll an.

➤➤

Tauschen Sie sich mit Kollegen aus, die das

Kind und den eventuell erkrankten Elternteil

ebenfalls kennen, und fragen nach, was diese

wahrnehmen. Dokumentieren Sie dies ebenfalls.

Rechtssicherheit

Dokumentation · Organisation · Rechtssicherheit

3 Aufsichtspflicht und Aufsichtsführung

3 Aufsichtspflicht und Aufsichtsführung

Keiner will es und trotzdem geschieht es: Ein Kind verletzt sich beim Spielen

mit einem Gegenstand, beim Laufen im Bewegungsraum oder beim

Turnen auf dem Spielgerät schwer. Der zuständigen Erzieherin gehen dann

viele Fragen durch den Kopf. Nicht nur dann, sondern allgemein gilt es,

kühlen Kopf zu bewahren. Weder Panikmache „Mit einem Bein im Gefängnis“

noch allzu große Sorglosigkeit „Mir kann ja eh nichts passieren“

sind angebracht.

Hilfreich kann daher nur sein, sich über nachfolgende

Fragen eingehend zu informieren.

Wer ist in Tageseinrichtungen aufsichtspflichtig?

Was bedeutet Aufsichtspflicht?

Wann beginnt und endet die Aufsichtspflicht?

Auf welche Bereiche

erstreckt sich die

Aufsichtspflicht?

Wann liegt eine

Aufsichtspflichtverletzung

vor?

Welche Folgen haben

Aufsichtspflichtverletzungen?

Wer haftet für

Personen- oder

Sachschäden?

3.1 Rechtliche Grundlagen

Aufsichtspflicht und Aufsichtsführung 3

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB V I) und auch

weitere Gesetze wie das Kinderbildungsgesetz NRW enthalten

keine Aussagen zur Aufsichtspflicht. Die gesetzliche

Aufsichtspflicht über minderjährige Kinder ist ein wesentlicher

Bestandteil der Personensorge der Eltern und ist

im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt (§ 1631 Bürgerliches

Gesetzbuch – BGB).

Der Begriff Aufsichtspflicht ist in zweifacher Hinsicht zu

verstehen. Zum einen gilt es, Kinder zu beaufsichtigen,

damit sie sich nicht selbst schädigen oder durch eine

andere Person geschädigt werden. Zum anderen so l

dadurch verhindert werden, dass eine andere Person

durch das Fehlverhalten eines Kindes oder mehrerer

Kinder einen Personen- oder Sachschaden erleidet.

Mit der Aufnahme des Kindes in eine Kindertageseinrichtung

wird ein sog. Betreuungs- oder Aufnahmevertrag

abgeschlossen. Durch diesen Vertrag geht die Aufsichtspflicht

der Eltern während des Besuchs der Kita und von

Veranstaltungen auf dem Kita-Gelände sowie außerhalb

des Kita-Geländes auf den Träger der Einrichtung wie

z. B. Gemeinde, Kirchengemeinde, Verein oder gemeinnützige

Organisation über. Diese Institutionen können ihre

Aufsichtspflicht jedoch nur durch ihre Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter wahrnehmen lassen. Um dies zu gewährleisten,

überträgt der Einrichtungsträger die ihm obliegende

Aufsichtspflicht durch die Arbeitsverträge auf

seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese werden dadurch

zu sog. Erfülungsgehilfen des Trägers (§ 278 BGB).

gesetzliche

Aufsichtspflicht

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Aufsichtspflicht

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2. Auflage

Ein Ratgeber für Erzieherinnen, Eltern

und Einrichtungsträger

➤➤

Gehen Sie davon aus, dass auch psychisch

erkrankte Eltern Interesse am Wohl ihres Kindes

haben. Stellen Sie bei Gesprächen immer das

Wohl des Kindes in den Mittelpunkt und betonen

Sie dieses als gemeinsames Ziel.

➤➤

Rechnen Sie damit, dass die Eltern angespannt

sind, wenn sie zum Gespräch zu Ihnen kommen.

Um die Situation etwas zu entspannen,

ist es hilfreich, mit etwas Wertschätzendem

das Gespräch zu beginnen.

➤➤

Beziehen Sie sich in Gesprächen immer auf

Ihre konkreten Beobachtungen des elterlichen

Verhaltens, die von ihnen geäußerten Gedanken

und beschreiben sie, welche konkreten Folgen

diese für das Kind bereits haben oder mit hoher

Wahrscheinlichkeit haben werden.

➤➤

Fragen Sie die Eltern nach Ihrer Wahrnehmung

und akzeptieren Sie diese.

➤➤

Sie können sich an Ihren regionalen Sozialpsychiatrischen

Dienst wenden, wenn Sie

sich Sorgen um einen vermutlich psychisch

erkrankten Elternteil machen und Fragen zum

Umgang mit ihm haben.

Pfeffer / Storck

Resilienz und Sicherheit (ReSi)

Ein Ratgeber für Erzieherinnen, Eltern und

Einrichtungsträger zu allen Fragen, die der Sicherheit und

dem Schutz der Kinder dienen. Bestell-Nr. 415,

DIN A5, 280 Seiten, farbig, 2. Komplett überarbeitete

Auflage, nur 14,80 €. Bei uns erhältlich.

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Kinder schützen und stark machen –

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Auch als eBook erhältlich

Zum Weiterlesen:

Katja Beeck

Broschüre „Mama sagt, die Zahnpasta

ist vergiftet“ – Wie ErzieherInnen

Kinder mit psychisch kranken

Eltern unterstützen können“

36 Seiten, 4 Euro

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Mutti sagt,

die Zahnpasta

ist vergiftet.

Wie ErzieherInnen Kinder

mit psychisch kranken Eltern

unterstützen können

Der Band stellt ein positiv evaluiertes Bildungs- und Präventionskonzept

vor, das Resilienz und Sicherheit im Kindergarten

durch Kompetenzförderung unterstützt. Es zielt darauf ab,

sozial-emotionale, körperbezogene und sprachlich-erzählerische

Kompetenzen bei Kindern im Kindergarten zu fördern und Fachkräfte

und andere Bezugspersonen für das Thema sexualisierte

Gewalt zu sensibilisieren und sie in ihrem Schutzhandeln zu stärken.

Die zur Durchführung des Konzepts erforderlichen Praxismaterialien,

wie z. B. Bildergeschichten mit den Katzen Resi und Ralf,

werden auf einer beiliegenden CD-ROM bereitgestellt.

www.hogrefe.com


28 | FÜR DIE PRAXIS

MIT VIEL BEWEGUNG!

Zum Winter gehören Plätzchen backen, Kinderpunsch trinken und die

Weihnachtsfeier gestalten. Für mehr Bewegung eignet sich in der Kita eine

Winter-Olympiade. Hierzu können auch die Eltern eingeladen werden.

Text Jenny Hütter

Vor der Olympiade

Für die Winter- Olympiade werden Stationspässe

benötigt, die im Vorfeld angefertigt und an jeden

Teilnehmer ausgegeben werden. Dafür werden

etwa 15 mal 20 Zentimeter große Rechtecke

auf Tonkarton aufgemalt und ausgeschnitten.

Die Eltern schreiben die Namen der Kinder auf

den Pass.

Die Vorlage „Stationspass“ wird mehrfach kopiert.

Die einzelnen Karten werden ausgeschnitten und

an die jeweilige Station gelegt. Hat der Teilnehmer

an der Station mitgespielt, so bekommt er ein Bild

dieser Station, das er in seinen Olympiaden pass

klebt. An jede Station wird eine Beschreibung

des Spiels von der Kopiervorlage „Spiele für die

Winter-Olympiade“ gelegt.

Die Kopiervorlage „Einladung“ wird auf festes

Papier kopiert und ausgeschnitten. Jedes Kind

malt seine Einladung, die es für seine Eltern mit

nach Hause nimmt, mit Buntstiften an.

Fotos: © YanLev / Shutterstock.com; Kopiervorlagen: BVK, Buch Verlag Kempten GmbH


fruehe-bildung.online | 29

KOPIERVORLAGE „EINLADUNG“

(um 25 % hochkopieren)

am: ____________

um: ____________

WINTER OLYMPIADE

Einladung

im Kindergarten

Ihr Kiga-Team

KOPIERVORLAGE „STATIONSPASS FÜR DIE WINTER- OLYMPIADE“


30 | FÜR DIE PRAXIS

WINTER-OLYMPIADE

Biathlon

Material:

3 Bälle, 1 Einkaufstasche (Jutebeutel), 1 Kriechtunnel,

10 Pylonen, 1 kleiner Kasten, 1 Stoppuhr,

1 Stift, 1 Klebestift

Spielmöglichkeit:

Für dieses Spiel wird eine Betreuungsperson

benötigt, die mit der Stoppuhr die Zeit stoppt

und diese nachher in den Stationspass einträgt.

Die drei Bälle werden in die Tasche gesteckt.

Die Pylonen werden als Slalom aufgebaut. Der

Tunnel wird davorgelegt. Im Abstand von etwa

5 Meter zum letzten Slalompylon wird der kleine

Kasten aufgestellt. Auf ein vorab vereinbartes

Kommando geht es los. Die Betreuungsperson

drückt auf die Stoppuhr. Das Kind läuft mit

den Bällen in der Tasche los, kriecht durch den

Tunnel, rennt im Slalom um die Pylonen herum,

stoppt am letzten Pylon und versucht, die Bälle

von dort aus in den kleinen Kasten zu werfen.

Wenn der letzte Ball geworfen wurde, wird die

Zeit gestoppt. Diese wird nun in den Stationspass

eingetragen.

Schlittschuhlaufen

Material:

4 Bierdeckel, Kreppklebeband, 1 Stift,

1 Klebestift

Spielmöglichkeit:

Mit dem Kreppklebeband werden eine Startund

eine Ziellinie markiert. Diese befinden sich

in einem Abstand von etwa 20 Meter. Es treten

zwei Familienmitglieder gegeneinander an. Beide

stellen sich an die Startlinie und haben unter jedem

Fuß einen Bierdeckel. Auf ein vorher vereinbartes

Kommando geht es los. Auf den Bierdeckeln

versucht nun jeder, so schnell wie möglich zur

Ziellinie zu gelangen.

Schlittenfahrt

Material:

1 Langbank, 1 Teppichfliese, 1 Klebestift,

Weichboden- und Gymnastikmatten zum

Absichern, Sprossenwand

Spielmöglichkeit:

Die Langbank wird in die Sprossenwand eingehängt.

Mit den Weichboden- und Gymnastikmatten

wird die Station am Boden abgesichert. Die

Kinder klettern mit der Teppichfliese die Sprossenwand

hinauf, legen die Teppichfliese auf die

Langbank, setzen sich darauf und rutschen auf

der Teppichfliese die Bank hinunter.

Hinweis:

Wenn die Sprossenwand groß genug ist oder

zwei Wände nebeneinander hängen, können

bei diesem Spiel auch zwei Familienmitglieder

gegeneinander antreten. Wer am schnellsten

den Berg hinuntergerodelt ist, gewinnt dieses

Spiel.

Schneeballweitwurf

Material:

Zeitungspapier, 1 kleiner Kasten, Kreppklebeband,

1 Klebestift

Spielmöglichkeit:

Mit dem Klebeband wird eine Linie markiert. Der

kleine Kasten wird im Abstand von fünf Meter zu

dieser Linie, mit der Öffnung nach oben, aufgestellt.

Die Zeitungen werden zu Bällen zusammengeknüllt

und an die Wurflinie gelegt. Bei diesem

Spiel spielen alle Familienmitglieder miteinander.

Es soll versucht werden, alle Schneezeitungsbälle

in den Kasten zu werfen.

Skispringen

Material:

1 Langbank, 1 Trampolin, 1 Weichbodenmatte,

1 Stift, 1 Klebestift, 1 Zentimetermaß

Spielmöglichkeit:

Für dieses Spiel wird eine Betreuungsperson

benötigt. Diese misst, wie weit die einzelnen

Teilnehmer gesprungen sind. Die Langbank wird

aufgestellt. Direkt dahinter steht das Trampolin

und dahinter die Weichbodenmatte. Der erste

Spieler läuft über die Langbank, springt auf das

Trampolin, auf dem er auch noch ein paarmal

hüpfen darf, und springt dann so weit wie möglich

auf die Weichbodenmatte. Die Betreuungsperson

misst mit dem Zentimetermaß nach, wie weit der

Spieler gesprungen ist. Dabei wird vom Anfang

der Weichbodenmatte bis zum Landepunkt gemessen.

Diese Distanz wird im Olympiadenpass

vermerkt.

Schneeschuhlaufen

Material:

2 Paar Schneeschuhe, 10 Pylonen, 1 Weichbodenmatte,

2 kleine Kästen, Kreppklebeband,

1 Klebestift


fruehe-bildung.online | 31

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Spielmöglichkeit:

Mit dem Kreppklebeband werden eine Start - und

eine Ziellinie markiert. Im Abstand von etwa drei

Meter zur Startlinie wird die Weichbodenmatte

quer hingelegt. Kurz dahinter werden nebeneinander

die beiden Kästen aufgestellt. Jeweils

hinter beide Kästen werden fünf Pylonen für einen

Slalom positioniert. Es treten zwei Familienmitglieder

gegeneinander an. Beide schlüpfen in die

Schneeschuhe und stellen sich an der Startlinie

auf. Auf ein vorher vereinbartes Kommando geht

es los – über die Weichbodenmatte, über den

kleinen Kasten, durch den Slalomparcours und

wieder zurück zur Ziellinie.

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04.10.2018 Meine Kita 140x100.indd 1 04.10.2018

4 Module

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anerkannter Abschluss

Bundesweit einheitliche

Prüfung

Meine Kita und Tessloff verlosen fünfmal das „Bookii

Starter-Set WAS IST WAS Kindergarten Frohe

Weihnachten“. Das Set enthält einen digitalen Hörstift

und ein Buch zum Thema Weihnachten sowie ein

Ladekabel und ein Etui. Das Set ist geeignet für

Kinder ab drei Jahren. Einfach fruehe-bildung.online

besuchen und mitmachen.

Teilnahmeschluss ist der 18. November 2018

Die Gewinner werden von uns benachrichtigt. Der Gewinn

wird nicht bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mitarbeiter der AVR und Gewinnservices sind von der

Teilnahme ausgeschlossen.

Fachwirt/in

Erziehungswesen (KA)

• geeignet für Nachwuchskräfte und LeiterInnen KITA

• berufsbegleitende, einjährige Weiterbildung

• anerkannte, bundesweit einheitliche Prüfung

Ziel:

Inhalte:

Erwerb von Qualifikationen für Leitungsfunktionen

4 Module:

• Kommunikation und

Persönlichkeit

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Start: Oktober 2018

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• Betriebswirtschaftliches

Management


32 | FÜR DIE PRAXIS

„ICH HÄTTE DA MAL WAS …“

Die verschiedenen Charaktere der Kinder in der Kita stellen Erzieher manchmal

vor Herausforderungen: Wie fördern sie positive Persönlichkeitsmerkmale und

gehen mit negativen Eigenschaften um? Eine Entwicklungspsychologin antwortet.

Das erzählt die Erzieherin:

Raphaela H., 36 Jahre, Braunschweig

„Ich bin Erzieherin in einer Kita, beschäftige mich

viel mit der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern

und versuche, Kinder bei alltäglichen Situationen

wie beim Morgenkreis oder bei Gruppenarbeiten

optimal zu fördern.

Jede Erzieherin kennt wahrscheinlich die vielen,

unterschiedlichen Charaktere und Persönlichkeitszüge:

Kinder, die sehr nach Anerkennung streben

und oft klammern, besonders in Situationen, die

für sie ungewohnt sind. Kinder, die die komplette

Zeit nach Abenteuern suchen, unruhig auf Stühlen

hin und her zappeln und gar nicht mehr erwarten

können, bis unser Morgenkreis vorbei ist. Dann

gibt es Kinder, die viel fragen und sehr interessiert

sind und jene, die sich zurückziehen und sich völlig

aus dem Gruppengeschehen herausnehmen.

Diese leiden vor allem unter dominanten Kindern,

die bei Gruppenarbeiten schnell Ansagen machen

und andere Kinder nicht zu Wort kommen lassen.

Wir versuchen natürlich, jedes Kind optimal in

seiner Entwicklung zu fördern und zu fordern. Bei

uns ist es jedoch leider oft ein Ermahnen, auch aus

Zeitmangel: ‚Luca, wir hören alle jetzt mal der Emily

zu. Du sollst nicht immer sprechen‘, ‚Alexander,

du weißt, in unserem Morgenkreis sitzen wir alle

ruhig an unserem Platz‘, ‚Emily, möchtest du auch

etwas sagen?‘.

Ich möchte, dass wir den Kindern das Gefühl

geben, dass wir sie genau so mögen, wie sie

sind. Leider gelingt uns das nicht immer, vor allem

nicht in den Gruppen und eben beim Morgenkreis.

Wie können wir hier die Kinder unterstützen oder

gegebenenfalls ihnen zeigen, dass ihr Verhalten

nicht richtig ist, wie bei Luca, der alle unterbricht

und ausschließlich redet? Wir wollen ihn nicht

immer ermahnen, sondern dahin erziehen, dass

die Kinder in einer Gruppe gut zusammen harmonieren,

positive Charakterzüge fördern und

negative Eigenschaften abbauen. Wie kann uns

das gelingen, dass Kinder von sich aus mehr

Rücksicht nehmen oder sich öffnen?“

Fotos: © Sergey Novikov / Shutterstock.com; Universität Wien


Dr. Tina Eckstein-Madry

ist am Institut für Angewandte

Psychologie: Gesundheit,

Entwicklung und

Förderung der Universität

Wien tätig. Sie forscht

seit über zehn Jahren zu

Krippen und Kindergärten,

hält Weiterbildungen

für pädagogische Fachkräfte

und berät sie.

fruehe-bildung.online | 33

SOZIALE KOMPETENZEN

SPIELERISCH LERNEN

Woche für Woche einen neuen Wert

kennenlernen, das können Kinder mit

diesem Buch. Spiele, Rollenspiele,

Gedichte, Geschichten, Sinnsprüche

und Bastelarbeiten helfen dabei,

Wichtiges für das gemeinsame und

harmonische Miteinander zu lernen.

Am Ende sind es 50 soziale Kompetenzen,

die jeder im Leben braucht.

Die Expertin antwortet:

„Ihre beschriebene Situation kennt jede Erzieherin

und jeder Erzieher. Im Morgenkreis erzählen

die Kinder von einem Erlebnis. Luca kommentiert

die anderen oder möchte als Nächster dran sein.

Schnell wird Luca als „Störenfried“ gesehen. Intuitiv

reagieren wir darauf mit Zurechtweisung. Nach dem

ressourcenorientierten Ansatz in der Pädagogik ist

es aber gewinnbringender, bewusst auf die „positiven“

Eigenschaften, das erwünschte Verhalten

und die Interessen des Kindes zu achten.

Anstatt Luca zu ermahnen, weist ihn

die Erzieherin darauf hin, wenn er das

erwünschte Verhalten zeigt. Lässt

Luca andere Kinder hintereinander

ausreden, wird ihm dies direkt

rückgemeldet: ,Luca, ich fi nde es

heute schön, dass du abwartest und

jedes Kind sein Erlebnis erzählen kann.‘

Anschließend könnte Luca sein Erlebnis erzählen,

so erhält er für sein erwünschtes Verhalten

gleich zwei positive Rückmeldungen. In solchen

Situationen ist es wichtig, Vorurteile gegenüber dem

Kind abzubauen und stattdessen auf erwünschtes

Verhalten zu achten, um dieses direkt in der Situation

oder kurze Zeit später dem Kind zurückzumelden.

Das unerwünschte Verhalten des Kindes

wird dabei nicht ignoriert – es wird nur nicht mehr

für das Kind sichtbar oder hörbar in den Mittelpunkt

gestellt. Zeigt Luca während des Morgenkreises

nicht das erwünschte Verhalten, kann man ihm eine

Orientierung geben, wann er dran sein wird: ‚Luca,

bitte lass die anderen Kinder ausreden. Nach Susi

kannst du dein Erlebnis erzählen‘. Das hilft ihm, die

Wartezeit besser auszuhalten. Der ressourcenorientierte

Ansatz kann auch mit Bezug auf die anderen

Kinder angewendet werden: ‚Welche Erfahrung mit

welchen Kind in dieser Woche hat dir besonders

gefallen?‘ So lernen sie, sich gegenseitig positiv

wahrzunehmen und dies den anderen zu sagen.

Diese Erfahrungen stärken das Selbstvertrauen

– eine wichtige Grundlage für eine gesunde sozialemotionale

und Persönlichkeitsentwicklung.“

SIE HABEN FRAGEN

AN UNSERE EXPERTEN?

Schreiben Sie uns an:

meine.kita@avr-verlag.de

LebensWerte

Blanco, Laura

ISBN: 978-3-934333-67-3

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WAS FAMILIEN

ZUKUNFTSFÄHIG MACHT

Die Familie ist Basis und Ausgangspunkt

unseres Daseins. In diesem

Buch zeigt Gabriele Pohl, wie man

Kompromisse schließt und Auseinandersetzungen

klärt, ohne dass die

eigenen Interessen zu kurz kommen,

damit ein heiterer, lebendiger und

gelassener Familienalltag entsteht.

Familie: Basislager

für Gipfelstürmer

Pohl, Gabriele

ISBN: 978-3-934333-75-8

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Mehr dazu auf

www.oberstebrink.de

Körner Medien –

Burckhardthaus/ObersteBrink


34 | SCHON GEWUSST?

Vorlesetag am

16. November

Am 16. November 2018 findet

der 15. bundesweite Vorlesetag

statt. Das Motto lautet „Natur

und Umwelt“. Kitas können ihre

Vorleseaktion auf vorlesetag.de

anmelden, auf der Webseite erhalten

sie außerdem Leseempfehlungen

und Materialien zum Thema.

Der Vorlesetag wird jedes Jahr

von der Stiftung Lesen, Die Zeit

und der Deutsche Bahn Stiftung

organisiert.

➔➔vorlesetag.de

Gratis-Pixibuch

„Nachts in der Kita

Das Pixibuch „Nachts in der Kita“ zeigt, wie

Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte erweiterte

Betreuungszeiten erleben. Es ist Teil des

Bundesprogrammes „KitaPlus“ und kann kostenfrei

per E-Mail an publikationen@bundesregierung.de

bestellt werden. Weitere Infos auf:

➔➔kitaplus.fruehe-chancen.de (bei „Aktuelles“)

Praxismaterialien zu Vielfalt

Zum Thema Vielfalt finden Erzieher auf willkommenskitas.de

Arbeits- und Praxismaterialien. Auf

der Seite können sie unter anderem die Broschüre

„Wege zur WillkommensKITA“ herunterladen, mit

Tipps zur Förderung von Mehrsprachigkeit oder zur

Erziehungspartnerschaft mit geflüchteten Eltern.

Willkommenskitas ist ein Programm der Deutschen

Kinder- und Jugendstiftung, neben der Bereitstellung

von Materialien begleitet sie ausgewählte Einrichtungen

in Sachsen bei ihrer Arbeit mit Kindern aus

geflüchteten Familien.

➔➔willkommenskitas.de

Fairen Weihnachtsschmuck

gestalten

Bei der Aktion „Weihnachten weltweit“ können

Kinder Weihnachtsschmuck mit fair gehandelten

Produkten gestalten. Durch den Kauf der Produkte

werden die Produzierenden – Familien aus Ländern

wie Peru oder Indien – unterstützt und es wird ihnen

ein geregeltes Einkommen ermöglicht. Kitas können

Sterne, Kugeln, Engel oder Herzen im 10er-Set

für 19,90 Euro bestellen, auf der Webseite gibt es

außerdem Gestaltungsideen sowie Lieder und Weihnachtsbräuche

aus aller Welt. Hinter der Aktion steht

unter anderem Brot für die Welt und das Hilfswerk

Misereor.

➔➔weihnachten-weltweit.de

Fotos: © Rawpixel.com, New Africa / Shutterstock.com


Für

ErzieherInnen,

Grundschullehrkräfte

und Eltern!

Sind Eltern Partner von Kitas und Schulen?

Philosophierstunde: Was ist Gerechtigkeit?

Kindern mit herausforderndem Verhalten

begegnen

Wie können ErzieherInnen im Alltag fit und

gesund bleiben?

Mehr als Doktorspielchen: Sexualerziehung

in der Kita

Auf die Stimme achten – Selbstfürsorge

für ErzieherInnen und Grundschullehrkräfte

Nichts ist umsonst:

Rechtliches zur Musiknutzung

Kinderschutz und Kinderrechte

in der digitalen Welt

… und viele weitere Themen

Frühe Bildung Online führt die verschiedenen Aspekte der frühen Bildung zusammen –

von der Früh- bis zur Grundschulpädagogik.

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36 | RATGEBER

SCHUHE BINDEN LEICHT ERKLÄRT

Erklärvideos gehören zu den beliebtesten Inhalten im Internet – über jedes Alter

hinweg. Schon Kinder ab vier Jahren können kleine Filme selbst erstellen.

Text Jannick Eckle, Julia Knopf und Sina-Marie Schneider

Erklärvideos liegen im Trend. Nicht nur für den privaten

Gebrauch sind sie hilfreich. Auch in Kitas

und Grundschulen bergen sie für die Vermittlung

und Verarbeitung von Wissen große Potenziale.

Was sind Erklärvideos?

In Erklärvideos, oft selbstproduziert, werden Vorgänge

und Zusammenhänge möglichst einfach

erklärt und auf den Punkt gebracht. Nach Karsten

Wolf, Professor für Medienpädagogik und Didaktik

multimedialer Lernumgebungen, zeichnen sich

Erklärvideos durch folgende Merkmale aus:

➤➤

Thematische Vielfalt

Anders als professionelle Lehrfilmproduktionen

zeichnen sich Erklärvideos durch ihre thematische

Vielfalt aus. Erklärvideos gibt es nahezu zu

allen Themen: Von Pflanzen und Tieren bis hin

zu Vorgängen wie Zähneputzen und Schuhe

binden werden schon für Kindergartenkinder

wichtige Themenbereiche abgedeckt.

➤➤

Vielfalt der Autorenschaft

Jeder kann Produzent von Erklärvideos sein.

Deswegen ist auch die Qualität der Videos

unterschiedlich.

➤➤

Gestalterische Vielfalt

Handelt es sich um sogenannte „Ad-hoc-

Produktionen“ oder ist das Video mithilfe

aufwändiger Techniken wie Scribble oder der

Legetrick-Technik produziert? Während bei der

Scribble-Technik der Produzent das Gesagte in

Echtzeit vor laufender Kamera illus triert, wer-

Beispielvideos

Gelungene Erklärvideos bietet der Youtube-

Kanal „explain-it“, zum Beispiel „Stau aus dem

Nichts in 3 Minuten erklärt“ oder „Weihnachtsmann

und Christkind in 2 Minuten erklärt“

➔➔youtube.de

Foto: © Nagy-Bagoly Arpad / Shutterstock.com


fruehe-bildung.online | 37

den bei der Legetrick-Technik bereits fertige

Illustrationen ins Bild geschoben.

➤➤

Informeller Kommunikationsstil

Als Ansprache wird meist „Du“ verwendet.

Auch kleine und gezielt platzierte Witze kommen

in Erklärvideos vor, um die Lernsituation

aufzulockern.

Was macht gute Erklärvideos aus?

Nicht alle Videos, die man auf Plattformen wie

Youtube findet, sind gut. Bei der Produktion und

Veröffentlichung von Erklärvideos sollten folgende

Qualitätskriterien sichergestellt sein:

➤➤

Titel und Beschreibung

Wenn Videos auf Videoplattformen wie Youtube

veröffentlicht werden, sind aussagekräftige Titel

und Kurzbeschreibungen wichtig. Themenspezifische

Schlagwörter in den Beschreibungstexten

sorgen dafür, dass das Video von

möglichst vielen Interessenten wiedergefunden

wird. Bereits Kindergartenkinder sind in der

Lage, einen zum Video passenden Titel zu

entwickeln. Wenn die Erzieher mit den Kindern

zum Beispiel ein Tutorial zum Thema „Schuhe

binden“ produziert haben, so ist ein möglicher

Titel „Schuhe binden leicht erklärt“.

Wichtig: Bevor ein Video veröffentlicht wird,

muss zuvor die schriftliche Foto- und Videogenehmigung

von den Erziehungsberechtigten

vorliegen.

➤➤

Phasen

Ein gutes Erklärvideo besteht im Idealfall aus

mehreren Phasen: Einer Einleitung, die neugierig

auf das Thema macht, einem Hauptteil,

in dem die eigentliche Erklärung stattfindet,

sowie einem Schluss, in dem das Gelernte

noch einmal kurz zusammengefasst wird.

➤ ➤ Zeit

Gute Erklärvideos sollten nicht länger als fünf

Minuten sein. Kinder und Erzieher sollten

zunächst ein gemeinsames Verständnis des

Inspiration und Input für

Ihre Bildungseinrichtung

MINT Coding Set - Programmierset

Das MatataLab Coding Set ermöglicht Kindern im Alter von 4-9 Jahren

mit einem kleinen Roboter zu programmieren. Sie erlangen autodidaktisch

fundamentales Coding-Wissen und entwickeln die notwendigen kognitiven

Fähigkeiten, um abstrakte und komplexe Regeln sowie Verkettungen zu

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38 | RATGEBER

Themas entwickeln. Folgende Fragen können

als Hilfe dienen:

für Hintergründe, Gegenstände, Figuren und

Sounds.

➤ Wovon handelt mein Erklärvideo?

➤ Wie lange sind fünf Minuten und

was will ich in den fünf Minuten alles

sagen?

➤ Was muss ich auf jeden Fall sagen,

damit andere Kinder mein Video

verstehen?

➤ Einfachheit und Richtigkeit

Erklärvideos wollen schwierige Themen und

Vorgänge möglichst einfach abbilden. Dadurch

kommt es häufi g vor, dass Themen zu einseitig

beleuchtet oder inhaltlich falsch dargestellt

werden. Kinder und Erzieher müssen daher

darauf achten, dass das Video einfach, aber

der Inhalt trotzdem richtig dargestellt ist.

➤ Visualisierungen

Gerade bei schwierigeren Themen und Zusammenhängen

sind Visualisierungen und Bilder

unverzichtbar. Gibt es in Ihrer Gruppe Kinder,

die besonders gut zeichnen können? Hier

lassen sich stärkenorientierte Arbeitsgruppen

bilden: Während sich die einen Kinder einfache

Erklärungen für das Video zurechtlegen, können

andere Kinder Bilder zu den Erklärungen

entwerfen. Die entstandenen Bilder müssen

dann von den Erziehern digitalisiert werden,

beispielsweise mit einem Scanner, damit sie

in die Tools integrierbar sind (siehe „Tools zur

Produktion von Erklärvideos“).

➤ Umschreibungen und Wiederholungen

Einmal ist nicht oft genug: Wenn in den Erklärvideos

Fachbegriffe verwendet werden, müssen

diese mehrfach wiederholt und umschrieben

werden.

Tools zur Produktion

von Erklärvideos

➤ Vyond

Vyond ist ein kostenloses, englisches Webtool

zur Erstellung animierter Videos. Nach erfolgreicher

Anmeldung können Erzieher und Kinder

über das Internet überall darauf zugreifen. Zur

Erstellung der Videos wählen sie im Stil eines

Baukastenprinzips aus bestehenden Vorlagen

➤ PowToon

Ähnlich wie Vyond ist auch Powtoon ein webbasierter,

englischsprachiger Dienst zur Produktion

von Animations- und Erklärvideos. Mit ihm

lassen sich nach Registrierung eindrucksvolle

Videoclips erstellen. Der Nutzer kann aus unterschiedlichen

Animationsstilen wählen und

beispielsweise die Legetrick-Technik anwenden.

Über das Storyboard können zusätzliche

Visualisierungs- und Animationselemente wie

Überblendungen hinzugefügt werden. Dem

Nutzer stehen darüber hinaus themenspezifi -

sche Templates zur Verfügung. So können Videos

ohne großen Aufwand produziert werden.

➤ Explain Everything

Explain Everything ist der Klassiker unter den

Apps zur Erstellung von Erklärvideos. Direkt

am Smartphone oder am Tablet entstehen

Erklärvideos Schritt für Schritt. Die App ist – im

Gegensatz zu den oben genannten Tools – auf

Deutsch verfügbar. Sie bietet einen großen

Funktionsumfang und kann viele selbst erstellte

Medienformate importieren: Videos, Bilder,

Audios und sogar fertige PDF-Dateien.

Für diese Dienste und Apps gilt: Bevor Kinder

die Tools nutzen können, müssen diese zunächst

hinreichend erprobt werden. Planen Sie daher

genügend Zeit ein, in der sich die Kinder mit dem

Funktionsumfang des Tools vertraut machen.

Kompetenzzuwachs bei der

Produktion von Erklärvideos

Beim gemeinsamen Produzieren von Videos erlernen

Kinder folgende Kompetenzen:

Personale Kompetenzen

➤ Entscheidungskompetenz und

Durchsetzungsvermögen

Die Kinder erfahren sich als gleichberechtigte,

selbstständige Produzenten ihres eigenen Erklärvideos.

Sie treffen und vertreten in der Gruppe

eigenständige Entscheidungen, die die Wahl des

Themas und die der Videotechnik betreffen. Sie

erkennen, dass die getroffenen Entscheidungen

Auswirkungen auf das fertige Erklärvideo haben.

➤ Kreativität und Innovation

Die Kinder entwickeln in der Gruppe innovative

und kreative Ideen bei der Umsetzung

Fotos: Universität des Saarlandes


fruehe-bildung.online | 39

des Erklärvideos und erkennen, dass es dazu

verschiedene Möglichkeiten gibt. Je nach Wahl

von Technik, Stil und Arbeitsgruppe entstehen

unterschiedliche Erklärvideos.

Medienkompetenz

➤ Visualisierungs- und Präsentationskompetenz

Die Kinder visualisieren abstrakte Themen und

setzen gezielt Präsentationstechniken ein, wie

beispielsweise Variation von Stimme und Tonlage.

Fach- und Methodenkompetenz

➤ Fachkompetenz

Die Kinder setzen sich vertieft mit einem fachlichen

Thema auseinander und wählen dabei

interessenorientierte Schwerpunkte.

➤ Strukturierungskompetenz

Die Kinder bereiten ein Thema für ein Erklärvideo

auf. Dabei strukturieren sie das Thema und

wählen Einzelaspekte eines Themas aus.

➤ Technische Kompetenz

Die Kinder erproben die Tools und setzen sich

mit ihrem Funktionsumfang auseinander. Dabei

erwerben sie technische Kompetenzen im

Umgang mit digitalen Medien.

Sozial-kommunikative Kompetenz

➤ Teamfähigkeit

Die Kinder arbeiten in Teams zusammen und

pfl egen untereinander einen kollegialen Umgang

sowie einen produktiven Austausch. Sie

stimmen sich untereinander ab und suchen

Kompromisse, wenn die Meinungen in der

Arbeitsgruppe zu weit auseinandergehen.

➤ Kommunikationskompetenz

Die Kinder sprechen miteinander und hören

sich aufmerksam zu. Sie halten die bestehenden

Gesprächsregeln ein und stellen sich

Rückfragen, wenn Unklarheiten in der Produktionssituation

auftreten.

DIE AUTOREN

Prof. Dr. Julia Knopf leitet den Lehrstuhl

Fachdidaktik Deutsch Primarstufe und

das Forschungsinstitut Bildung Digital

an der Universität des Saarlandes. Sie

ist Gründungspartnerin der Beratungsunternehmen

für digitale Medien KLEE

(Kreativ lernen – Erfolg erleben) und der

Didactic Innovations GmbH.

Jannick Eckle ist wissenschaftlicher

Mitarbeiter am Lehrstuhl Fachdidaktik

Deutsch Primarstufe der Universität des

Saarlandes und Junior Consultant für

digitale Bildung bei Didactic Innovations.

Sina-Marie Schneider ist wissenschaftliche

Mitarbeiterin am Lehrstuhl

Fachdidaktik Deutsch Primarstufe

der Universität des Saarlandes und

Junior Consultant für den Bereich

Digital Education in der Didactic

Innovations GmbH.

Das Portal für Bildungsinformation

bildungsklick informiert Sie aktuell und umfassend mit News, Hintergrund berichten,

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40 | RATGEBER

ER WAR STETS BEMÜHT

Jeder Mitarbeiter hat ein Recht auf ein Arbeitszeugnis.

Welche Angaben enthalten sein müssen und welche Formulierungen

erlaubt sind, erklärt Rechtsexperte Torsten Bornemann.

Text Torsten Bornemann

Das Arbeitszeugnis ist eines der arbeitsrechtlichen

Themen, das am meisten Probleme verursacht.

Verschiedenen Perspektiven und Erwartungshaltungen

bei Arbeitnehmer und Arbeitgeber können

zu Streit führen. Gesetzlich festgelegt ist der Anspruch

des Arbeitnehmers auf ein Zeugnis für seine Tätigkeit

in diversen Vorschriften: Paragraf 630 des Bürgerlichen

Gesetzbuches, Paragraf 73 des Handelsgesetzbuches

HGB, Paragraf 133 der Gewerbeordnung (GewO)

und für Auszubildende in Paragraf 8 des Berufsbildungsgesetzes.

Paragraf 109 der GewO liefert die

konkrete Vorgabe, dass das Zeugnis schriftlich sein

und gewisse Inhalte haben muss.

Einfaches versus

qualifiziertes Zeugnis

Unterschieden wird zwischen einfachem und qualifiziertem

Arbeitszeugnis. Das einfache Arbeitszeugnis

enthält Personalien sowie Angaben zur Dauer der

Beschäftigung. Eine Beurteilung der Leistung und

des Verhaltens ist nicht enthalten. Ein qualifiziertes

Zeugnis enthält Bewertungen. Es ist bei längeren

Arbeitsverhältnissen die Regel. Zweck eines solchen

Zeugnisses ist insbesondere, dass sich ein

zukünftiger Arbeitgeber ein Bild des potenziellen

Mitarbeiters und seinen Fähigkeiten machen kann.

Aus einer ungekündigten Stellung kann der Arbeitnehmer

vom Arbeitgeber ein Zwischenzeugnis fordern.

Allerdings kann das im späteren Streitfall zu

Schwierigkeiten führen. Denn für den Arbeitgeber

ist es schwer, von einer vormals guten Bewertung

erheblich im Endzeugnis abzuweichen. Umgekehrt

ist eine Bewertung, die im Zwischenzeugnis vom

Arbeitnehmer angenommen wurde, im Endzeugnis

nur mit Mühe abänderbar.

Form und Reihenfolge

der Angaben sind festgelegt

Formal gilt für das Arbeitszeugnis die Schriftform. Die

elektronische Form ist gesetzlich ausgeschlossen.

Faltungen, Flecken, Radierungen, Verbesserungen

und Durchstreichungen sind verboten. Ohne eigenhändige

Unterschrift des Personalverantwortlichen

ist das Zeugnis nicht vollständig.

Inhaltlich hat sich in Arbeitszeugnissen eine gewisse

Reihenfolge der Angaben etabliert. Wird von dieser

abgewichen, besteht die Gefahr, dass bei einem

künftigen Arbeitgeber Misstrauen entsteht. Nach

einer Einleitung mit Eintrittsdatum und den im Unternehmen

durchlaufenen Stationen folgt die Beschreibung

der Arbeitsstelle mit den dabei erbrachten

Tätigkeiten. Daran schließt die Leistungsbeurteilung

an, sie umfasst Arbeitsbereitschaft und -befähigung,

Fertigkeiten, Fachkenntnisse, Arbeitsstil, Erfolge

und Ergebnisse.

Dem folgen Angaben zum Sozialverhalten, meist

gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden.

Anschließend werden Angaben zur Art der Vertragsbeendigung

– beispielsweise „auf eigenen

Wunsch“, „betriebsbedingt“ oder „in beidseitigem

Einvernehmen“ aufgeführt. Häufig ist dann eine

sogenannte Dankes- und Bedauernsformel verbreitet.

Das Bundesarbeitsgericht hat Ende 2012

aber entschieden, dass der Arbeitnehmer hierauf

keinen Anspruch hat. Beim Zwischenzeugnis fällt

diese Formulierung weg.

Der Ausstellungszeitpunkt des Zeugnisses sollte

nicht zu weit entfernt sein vom tatsächlichen Ende

des Arbeitsverhältnisses, am besten das Datum

der Vertragsbeendigung, unabhängig davon, ob es

sich um einen Sonn-, Feier- oder Werktag handelt.

Die Fristlosigkeit einer – dann häufig verhaltensbedingten

– Kündigung darf der Arbeitgeber nicht

erwähnen. Allerdings ist ein Datum jenseits des

Monatsendes oder Monatsmitte für den erfahrenen

Personalverantwortlichen ein entsprechendes Indiz.

Eine neutrale Formulierung für eine betriebsbedingte

Kündigung ist hingegen möglich.

Foto: Goßens Rechtsanwälte


fruehe-bildung.online | 41

Geheimcodes sind verboten

In eine Vielzahl von Formulierungen im Zeugnis

lassen sich bestimmte Bedeutungen herauslesen. So

soll mit dem Wort „trennen“ assoziiert werden, dass

dem Arbeitnehmer eine Eigenkündigung nahegelegt

wurde. Die Verwendung der „einvernehmlichen

Trennung“ soll eine dahingehende Initiative des

Arbeitgebers betonen. Wird das Bemühen des Mitarbeiters

um das Betriebsklima in den Vordergrund

gerückt, steht dies für den geselligen Mitarbeitertypus

jenseits seines eigentlichen Aufgabengebietes.

Auch die Betonung von Selbstverständlichkeiten

bedeutet nichts Gutes. Was vielen Arbeitgebern

nicht bewusst ist: Solche „Geheimcodes“ sind nicht

zulässig. Zeugnisse sollen wohlwollend sein.

Für die Benotung im Zeugnis hat sich eine anerkannte

Praxis herausgebildet. Wenn zu lesen ist,

dass der Mitarbeiter „die ihm übertragenen Aufgaben

stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt hat“,

„im höchsten Maße zuverlässig war“ oder „außergewöhnliches

Engagement zeigte“, steht dies für eine

sehr gute Beurteilung. Mangelhaft oder unzureichend

hingegen sind Formulierungen wie: „hat die ihm

übertragenen Arbeiten weitestgehend zu unserer

Zufriedenheit erledigt“, „entsprach im Allgemeinen

den Anforderungen“, „hat sich bemüht, die ihm

übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit

auszuführen“ oder „war stets bemüht, den üblichen

Arbeitsaufwand zu schaffen“.

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber im Arbeitszeugnis

keine Angaben machen zu Krankheitszeiten, Partei-

DER AUTOR

Rechtsanwalt Torsten Bornemann

gibt in jeder Aus gabe von Meine Kita

Ant worten auf rechtliche Fragen aus

dem Kita-Alltag.

und Gewerkschaftszugehörigkeit, Betriebsratstätigkeit,

privaten Verhältnissen, Schwangerschaft

oder Mutterschutz, Nebentätigkeiten, Gesundheitszustand,

Straftaten oder Verdacht auf strafbare

Handlungen.

Anspruch auf Berichtigung

Eine Pflicht für den Arbeitgeber, das Zeugnis dem

Arbeitnehmer zuzusenden, besteht nicht. Der Arbeitnehmer

muss sich das Zeugnis abholen. Der

Arbeitgeber hat lediglich die Pflicht, das Arbeitszeugnis

anzufertigen und zur Abholung bereitzuhalten.

Wenn der Mitarbeiter mit dem Zeugnis nicht zufrieden

ist oder Fehler findet, kann er nach anwaltlicher

Überprüfung einen Berichtigungsanspruch geltend

machen. Die Beweislast trifft jeweils die Seite, die

sich darauf beruft, in diesem Fall also den Arbeitnehmer.

Im Falle einer unterdurchschnittlichen Bewertung

der Arbeitsleistung muss der Arbeitgeber

die Beweise vorbringen. Macht der Arbeitnehmer

ein überdurchschnittliches Zeugnis geltend, trifft ihn

dafür die Beweislast.

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42 | MEIN BERUF

WERTE LEBEN BIS BRÜCKEN BAUEN

Vom 19. bis 23. Februar 2019 findet in Köln die

didacta – die Bildungsmesse statt. Meine Kita bietet einen ersten Überblick,

was frühpädagogische Fachkräfte dort erwartet.

KITA-SEMINARE

19. Februar 2019

Beziehungen schaffen – das Zusammenspiel von

Organisation und Interaktion in Kitas

Für Kinder soll die Kita ein stabiler Ort der Entfaltung

und des gesunden Aufwachsens sein. Für die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sollte sie eine gesunde

Mischung aus sicherer Zukunftsperspektive und abwechslungsreichem

Arbeitsfeld bieten. Die Realität aber

sieht häufi g anders aus: Kindertageseinrichtungen sind

Orte der stetigen Veränderung. Von außen beeinfl ussen

Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Demografi e ihre

Arbeit, in den eigenen Reihen sind es Kinder, Eltern,

Team, Trainer und Träger. Viele Faktoren also, die es

zu berücksichtigen und zu kombinieren gilt. Wie eine

gute Balance zwischen Veränderung und Beständigkeit

und damit Zufriedenheit aller Beteiligten erreicht werden

kann, wird dieser Kita-Seminar-Tag beleuchten.

21. Februar 2019

Werte leben – sich orientieren im Zwiespalt

zwischen Tradition und Innovation

Während die Grundrechte in Deutschland im Grundgesetz

klar formuliert sind, ist die Verständigung über

Werte in einer heterogener werdenden Gesellschaft

immer schwieriger. Wünschenswerte Grundhaltungen

von Menschen können sehr verschieden sein – je nach

Gruppe und eigenen Erfahrungen werden sie immer

wieder neu bewertet. Zudem sind Werte oft abstrakt:

Liebe, Glück, Toleranz, Respekt, Vertrauen können viele

Ausprägungen haben. Aber fest steht: Zusammenleben

ist ohne ein ausgehandeltes Miteinander nicht möglich.

Dabei müssen Gedanken geteilt und Erkenntnisse

umgesetzt werden – je früher, desto besser. So werden

sie erlebbar gemacht und können schon in der Kita

Orientierung für die eigene Entfaltung geben.

20. Februar 2019

Kinder sensibilisieren – Nachhaltigkeit und

Solidarität in Kitas

Die UNESCO fordert es, das Ministerium für Bildung

und Forschung fordert es und auch das eigens dafür

eingerichtete Fachforum Frühkindliche Bildung setzt

sich dafür ein: Bildung für nachhaltige Entwicklung soll

in die Bildungspläne aufgenommen, die Träger dafür

gewonnen und die Fachkräfte entsprechend ausgebildet

werden. Neben der Familie ist die Kindertageseinrichtung

der prägende Ort für Kinder, der beeinfl ussen

kann, wie sie mit sich, mit anderen und ihrer Umwelt

jetzt und zukünftig umgehen werden. Ein Ort, der auf

ideale Weise heterogene Gruppen zusammenführt und

damit Raum öffnet für Respekt, Toleranz, Akzeptanz

und Empathie – das möchten wir auch, mit diesem

Thementag.

22. Februar 2019

Brücken bauen – Übergänge in der frühen Bildung

didaktisch und sozialraumorientiert gestalten

Für Kinder stellen die Übergänge in außerfamiliäre

Bildungs- und Betreuungssysteme massive Wandlungsprozesse

in ihrem Leben dar. Jeder davon bedarf einer

speziellen und konzeptionell eingebetteten Vorbereitung

und Begleitung. Welche Elemente pädagogischen

Handelns sind hierfür zeitgemäß und nötig, welche

Kooperationen sinnvoll und hilfreich? Von Bedeutung

ist dabei, die gesamte Lebenssituation der Kinder zu

betrachten und auch ihr Umfeld zu berücksichtigen

und einzubetten. Eine anspruchsvolle Aufgabe für

Kinder, Eltern, Bezugspersonen und Fachkräfte, die

nur gemeinsam bewältigt werden kann. Dieser Kita-

Seminar-Tag möchte Wege aufzeigen und Brücken

schlagen, von denen alle Beteiligten profi tieren.


fruehe-bildung.online | 43

FACHTAGE ZUR FRÜHEN BILDUNG

➤ 20. Februar 2019: Bildungstag

➤ 21. Februar 2019: Fachtag Mehrsprachigkeit

➤ 22. Februar 2019: Aktionstag

➤ 22. Februar 2019: Fachtag Fachberatung

➤ 23. Februar 2019: Tag der Kindertagespfl ege

DISKUSSIONEN ZUR FRÜHEN BILDUNG

➤ 19. Februar 2019: Vom Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz

zum Gute-Kita-Gesetz – wird jetzt alles gut in Kitas?

➤ 20. Februar 2019: Die Frühe Bildung braucht eine

Lobby – wie stark sind Bündnisse für Kitas?

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für die didacta – die

Bildungsmesse 2019 in Köln.

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Teilnahmeschluss ist der

13. Januar 2019.

Die Gewinner werden von uns

benachrichtigt. Der Gewinn wird nicht

bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Mitarbeiter der AVR und

Gewinnservices sind von der Teilnahme

ausgeschlossen.

Meine Kita

Gewinn-

spiel

➤ 21. Februar 2019: Bildung braucht digitale Kompetenz –

was zeichnet einen kindgerechten Umgang mit digitalen

Medien aus?

Das Magazin für

Berufsbildungsprofis:

www.bildungspraxis.de


44 | MEIN BERUF

„WIR INVESTIEREN IN

QUALITATIVE VERBESSERUNGEN UND

VERBESSERUNG DER TEILHABE“

Das neue Kita-Qualitätsgesetz wird die Situation von Kitas verbessern,

davon ist Staatssekretärin Juliane Seifert überzeugt. Auch, wenn Länder

die Gelder für die Beitragsfreiheit verwenden.

Interview Tina Sprung

Juliane Seifert ist

seit 2018 Staatssekretärin

im

Bundesfamilienministerium.

Meine Kita: Um die Qualität der Kinderbetreuung

in Kitas zu verbessern, will die Bundesregierung

bis 2022 den Ländern 5,5 Milliarden Euro bereitstellen.

Den Ländern ist es freigestellt, wie sie

die Mittel verwenden. Welche Investition wäre

aus Ihrer Sicht am sinnvollsten?

Juliane Seifert: Die Mittel können in zehn Handlungsfeldern

eingesetzt werden, beispielsweise zur

Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels, zur

Erweiterung der Öffnungszeiten oder zur Freistellung

der Kita-Leitung. Alle Handlungsfelder dienen der

Verbesserung der Qualität in der Kindertagesbetreuung.

Da es jedoch unterschiedliche Handlungs- und

Entwicklungsbedarfe in den Ländern gibt, ist es nicht

nur sinnvoll, sondern auch folgerichtig, den Ländern die

Auswahl darüber zu überlassen, in welchem der Handlungsfelder

sie Qualitätsmaßnahmen treffen wollen.

Experten befürchten, dass das Geld in die Beitragsfreiheit

von Kitas und nicht in die Qualität

fließt. Wie wollen Sie sicherstellen, dass Länder

die Gelder nicht falsch investieren?

Die Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag

darauf geeinigt, Eltern bei den Gebühren bis

hin zur Beitragsfreiheit zu entlasten. Und genau dies

tun wir mit dem Gute-Kita-Gesetz: Wir investieren

sowohl in qualitative Verbesserungen als auch in

eine Verbesserung der Teilhabe aller Kinder in der

Kindertagesbetreuung. Fakt ist doch, dass teils sehr

hohe Beiträge für viele Familien den Zugang zur

Kindertagesbetreuung erschweren oder verhindern.

Wenn Kinder aufgrund zu hoher Gebühren nicht in die

Kita gehen können, nutzt ihnen auch kein qualitativ

hochwertiges Angebot. Deswegen müssen wir beides

machen: in mehr Qualität und weniger Gebühren

investieren.

Für die Länder ist es schwierig, dauerhafte Maßnahmen

für die Qualität umzusetzen, wenn die

Gelder nur bis 2021 gezahlt werden. Rechnen

Sie mit einer weiteren finanziellen Unterstützung

nach 2021?

Wir haben es bereits geschafft, Mittel bis zum Jahr

2022 zur Verfügung zu stellen – insgesamt 5,5 Milliarden

Euro. Wir bekennen uns darüber hinaus zu dem

Ziel, nachhaltig und dauerhaft die Qualität der frühen

Bildung zu verbessern. Die zusätzlichen 2 Milliarden

Euro in 2022 unterstreichen diesen Willen des Bundes

nachdrücklich, in dem das Vorhaben und die Mittel in

die nächste Legislaturperiode hineingehen und nicht

im Wahljahr 2021 enden.

Neben der mangelnden Qualität in vielen

Kommunen kämpft der Kita-Sektor mit dem

Foto: © Bundesregierung/Jesco Denzel


fruehe-bildung.online | 45

Fach kräftemangel. Welche Lösungsansätze

verfolgt hier das Bundesministerium?

Wir brauchen genügend und gut qualifi zierte Fachkräfte

– ohne sie können wir unsere Ziele nicht erreichen.

Deshalb müssen wir mehr Menschen für den

wichtigen Beruf der Erzieherin und des Erziehers

gewinnen. Gleichzeitig muss es uns gelingen, bereits

Beschäftigte länger im Beruf zu halten.

Wie kann das gelingen?

Die Attraktivität dieses Berufsfeldes hängt stark von

den Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen und nicht

zuletzt von der Bezahlung ab. Die von den Tarifpartnern

im Frühjahr verhandelte Gehaltserhöhung

für die Sozial- und Erziehungsberufe ist somit ein

wichtiger Schritt. Daran müssen sich jedoch weitere

anschließen. Mit einer bundesweiten Fachkräfteoffensive

wollen wir die Länder darin unterstützen,

den besonderen Fachkräftebedarf zu decken und

gleichzeitig ein Signal für die weitere Aufwertung

sozialer Berufe setzen. Die konkreten Pläne für die

Offensive werden wir in Kürze vorstellen.

q

Berufsintegrierende Bachelor-Fernstudiengänge

für Erzieherinnen und Erzieher

Bildungs- und Sozialmanagement mit Schwerpunkt frühe

Kindheit (B.A.)

Zielgruppe: Leitungspersonal von Kitas und Erzieherinnen / Erzieher,

die eine Leitungsposition mit pädagogischen und betriebswirtschaftlichen

Inhalten anstreben. Optional: Staatl. Anerkennung

zur Sozialpädagogin / zum Sozialpädagogen

q

Pädagogik der Frühen Kindheit (B.A.)

Zielgruppe: Erzieherinnen und Erzieher,

die ihr Wissen im Bereich Frühpädagogik

auf wissenschaftlichem Niveau vertiefen möchten.

Optional: Staatl. Anerkennung zur Sozialpädagogin /

zum Sozialpädagogen

Bewerben bis

15. Juli 2018 für

Studienbeginn im

September 2018!

Bewerben bis

15. Januar 2019 für

Studienbeginn im

Sommersemester

2019!

Informationen zum Bewerbungsverfahren: www.zfh.de

Informationen zu den Studiengängen: www.kita-studiengang.de

DAS „GUTE-KITA-GESETZ“

➤ soll voraussichtlich zum 1. Januar 2019 in

Kraft treten

➤ will die Qualität der Kindertagesbetreuung

verbessern und Eltern bei den Beiträgen

entlasten

Mit 25%

Weihnachts-Rabatt!

➤ bedeutet eine Investition seitens des Bundes

von 5,5 Milliarden Euro bis 2022

➤ umfasst zehn Handlungsfelder, die Bund,

Länder, Kommunen, Verbände und Wissenschaft

gemeinsam festgelegt haben:

1. Bedarfsgerechtes Angebot

(z. B. erweiterte Öffnungszeiten)

2. Guter Betreuungsschlüssel

3. Qualifi zierte Fachkräfte

4. Starke Kitaleitung

5. Kindgerechte Räume

6. Gesundes Aufwachsen

7. Sprachliche Bildung

8. Starke Kindertagespfl ege

9. Netzwerke für mehr Qualität

10. Vielfältige pädagogische Arbeit

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46 | MEIN BERUF

Meine Kita Stellenmarkt

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fruehe-bildung.online | 47

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Pohlhausen

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Die Initiative Kindergarten e.V. Pohlhausen

besteht aus einem jungen und erfahrenem

Team, bietet modernste Infrastrukturen und

ist in der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid

verkehrsgünstig an der B 56 gelegen.

Als Elterninitiative betreuen wir zurzeit etwa

90 Kinder in fünf Gruppen und arbeiten auf

der Grundlage eines teil-offenen Konzepts

mit einem situationsorientierten Ansatz.

Wir suchen Sie, wenn Sie:

Stadt Karlsruhe

Sozial- und Jugendbehörde,

Kindertagesstätten

• Erfahrung als Leitung einer Kindertageseinrichtung

oder entsprechende Qualifi kationen

haben und offene Konzepte sowie gruppenübergreifende

Angebote umsetzen möchten

• Fundiertes Fachwissen im Bereich frühkindliche

Bildung und situationsorientierter Ansatz

besitzen und dabei gerne neue Wege gehen

• Impulsgeber/in, Querdenker/in, Organisationstalent

und Kommunikationsexpert/in sind

Wir bieten:

STAATLICH ANERKANNTE ERZIEHERINNEN/

STAATLICH ANERKANNTE ERZIEHER MIT

HEILPÄDAGOGISCHER ZUSATZAUSBILDUNG

IN SCHÜLERHORTEN

Die Sozial- und Jugendbehörde sucht ab sofort mehrere

Fachkräfte mit heilpädagogischer Zusatzausbildung in Vollund

Teilzeit. Die Stellen bieten Entwicklungsmöglichkeit bis

Entgeltgruppe S 8b TVöD/Sozial- und Erziehungsdienst und

sind zunächst befristet bis 31. August 2020. Der Einsatz

erfolgt im Schülerhort Breite Straße oder bedarfsabhängig in

Schülerhorten mit Kindern mit Inklusionsbedarf.

Bewerbungsschluss: 16. November 2018

Kennziffer: 500.6918

SIND SIE INTERESSIERT?

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.karlsruhe.de/karriere

Lernen Sie uns kennen und was uns ausmacht!

Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für

Chancengleichheit.

• Eine unbefristete, vertraglich geregelte

Beschäftigung in Anlehnung an den TVöD

• Öffentlichkeitsarbeit und Initiierung von

Projekten

• Moderne, verkehrsgünstig gelegene Arbeitsstätte

mit Funktionsräumen und großem

Außengelände in ländlicher Umgebung des

Rhein-Sieg-Kreises

• Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen

• Regelmäßige Supervision

Eine ausführliche Stellenbeschreibung finden

Sie unter: www.kindergarten-pohlhausen.de

Initiative Kindergarten e.V. Pohlhausen

Ulrike Kramer

Heckenhofstraße 27

53819 Neunkirchen – Seelscheid

initiative-kiga-pohlhausen@t-online.de


48 | MEIN BERUF

VERANSTALTUNGSTIPPS

didacta – die Bildungsmesse

19. bis 23. Februar 2019 in Köln

Europas größte Bildungsfachmesse bietet mit über 800 Ausstellern ein breites Angebot für

pädagogische Fachkräfte. Die Teilnehmer können bei Kita-Seminaren aus Themen wie Qualität

in Kitas oder Kinderrechte im Kita-Alltag wählen. Die Tageskarte kostet 15 Euro im Vorverkauf.

➔➔didacta-koeln.de

Gesund im Beruf

29. November in Oldenburg

Der Workshop „Gesunderhaltung im Beruf“ thematisiert die Aspekte der eigenen Gesundheit

und der Gesunderhaltung im Beruf. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro.

➔➔nifbe.de/das-institut/veranstaltungen

Kitaleitungskongress 2019

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26. und 27. März in Düsseldorf, 9. und 10. April in Leipzig, 7. und 8. Mai in Berlin,

21. und 22. Mai in Stuttgart, 25. und 26. Juni in Augsburg, 24. und 25. September

in Berlin

Unter dem Motto „Leiten. Stärken. Motivieren.“ findet der Deutsche Kitaleitungskongress (DKLK)

2019 statt. Teilnehmer können sich über alle Aspekte des Kita-Managements austauschen.

➔➔deutscher-kitaleitungskongress.de

Impressum

Herausgeber:

Chefredaktion:

Verlag und

Redaktionsanschrift:

Geschäftsführung:

Gesamtleitung

Bildungsredaktion:

Projektleitung:

Redaktion:

Autoren und

Mitwirkende

dieser Ausgabe:

Didacta Ausstellungs- und

Verlagsgesellschaft mbH

Rheinstraße 94

64295 Darmstadt

Prof. Dr. mult.

Wassilios E. Fthenakis

(verantwortlich)

wassilios@fthenakis.de

AVR Agentur für Werbung

und Produktion GmbH

Weltenburger Straße 4

81677 München

Tel.: +49 89 419694-43

Fax: +49 89 4705364

meine.kita@avr-verlag.de

info@avr-werbeagentur.de

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www.fruehe-bildung.online

Thomas Klocke

Silvia Schumacher

Tina Sprung

Benigna Daubenmerkl

Sonja Ritter

Tina Sprung

Katja Beeck

Torsten Bornemann

Prof. Dr. Julia Knopf

Redaktionsassistenz:

Schlusslektorat:

Anzeigenleitung:

Anzeigenverkauf:

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und Bildredaktion:

Grafik Design:

Composing:

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Jenny Hütter

Joachim Scharenberg

Minh-Xuan Do

Susi Fritsch

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Tel.: +49 89 419694-27

kherrmann@avr-verlag.de

Hans-Peter Wimmer

Tel.: +49 89 419694-31

hpwimmer@avr-verlag.de

Patricia Fuchs

Anna Spinnen-Riemath

Michaela Körner

Sabrina Gentner

Stefan Samabor

Titelbild: © vulcano.com /

Shutterstock.com

Erscheinungsweise:

4 × jährlich

Preis des Heftes: Deutschland 2,40 €

inkl. Mwst.

Österreich 2,70 €

Schweiz 4,70 CHF

Druck:

Abonnement:

westermann druck GmbH

Georg-Westermann-Allee 66

38104 Braunschweig

Jahresabonnement

(4 Hefte), 9,60 €.

Lieferung frei Haus.

Leser- und

Mo – Do von 14 – 17 Uhr

Abo-Service: Tel.: +49 89 419694-43

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nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder.

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